STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft

Bad Vilbel

Konzernabschluss zum 31.12.2016

Geschäftsbericht 2016

Marken für Menschen

STADA-KENNZAHLEN

Konzern-Kennzahlen

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in Mio. € 2016 Vorjahr ±
%
Konzernumsatz 2.139,2 2.115,1 +1%
• Generika1) 1.280,7 1.261,4 +2%
• Markenprodukte 858,5 853,6 +1%
Konzernumsatz bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte 2.167,2 2.100,42) +3%
• Generika1) 1.287,4 1.253,22) +3%
• Markenprodukte 879,8 847,12) +4%
Operatives Ergebnis 178,1 223,7 -20%
• Operatives Segmentergebnis Generika1) 195,2 177,7 +10%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte 81,4 130,0 -37%
Operatives Ergebnis bereinigt3)4) 294,4 283,8 +4%
• Operatives Segmentergebnis Generika1) bereinigt3) 4) 214,2 182,7 +17%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte bereinigt3)4) 152,8 173,2 -12%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 361,5 377,1 -4%
• EBITDA Generika1) 255,8 233,2 +10%
• EBITDA Markenprodukte 186,2 211,8 -12%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bereinigt3) 4) 398,0 389,4 +2%
• EBITDA Generika1) bereinigt3)4) 264,9 232,0 +14%
• EBITDA Markenprodukte bereinigt3)4) 200,7 220,1 -9%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 178,9 225,3 -21%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bereinigt3) 4) 295,1 285,3 +3%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 127,4 157,8 -19%
Ergebnis vor Steuern (EBT) bereinigt3) 4) 244,2 220,9 +11%
Konzerngewinn 85,9 110,4 -22%
Konzerngewinn bereinigt3)4) 177,3 165,8 +7%
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 333,5 311,7 +7%
Investitionen 189,7 177,0 +7%
Abschreibungen (saldiert mit Zuschreibungen) 182,7 151,8 +20%
Mitarbeiterinnen (Anzahl im Jahresdurchschnitt gerechnet auf Basis von Vollzeitkräften)5) 10.839 10.441 +4%
Mitarbeiterinnen (stichtagsbezogen gerechnet auf Basis von Vollzeitkräften) 10.923 10.532 +4%

Aktien-Kennzahlen

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2016 Vorjahr ±
%
Marktkapitalisierung in Mio. € (Jahresende) 3.066,3 2.327,9 +32%
Jahresschlusskurs (XETRA®) in € 49,19 37,34 +32%
Anzahl der Aktien (Jahresende) 62.342.440 62.342.440 -
Anzahl der Aktien (im Durchschnitt, ohne eigene Aktien) 62.256.532 61.637.621 +1%
Ergebnis je Aktie in € 1,38 1,79 -23%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt3) 4) 2,85 2,69 +6%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € - 1,79 -
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € bereinigt 3) 4) 6) - 2,69 -
Dividende je Aktie in € 0,727) 0,70 +3%
Ausschüttungssumme in Mio. € 44,87) 43,6 +3%
Ausschüttungsquote in Prozent 52%7) 39% +32%

1) Die Zahlen des Berichtsjahres sowie des Vorjahres enthalten die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte.
2) Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Vorjahres entspricht der für die Kennzahl des aktuellen Berichtsjahres relevanten Vergleichsbasis.
3) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.
4) Sofern in diesem Geschäftsbericht Bereinigungen im Zusammenhang mit den Ertragskennzahlen genannt sind, beziehen sich diese grundsätzlich auf Sondereffekte.
5) In dieser Durchschnittszahl sind Änderungen im Konsolidierungskreis zeitanteilig enthalten.
6) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.
7) Vorschlag.

STADA IN KÜRZE

STADA-GESCHÄFTSMODELL

Fokus auf Produkte mit patentfreien pharmazeutischen Wirkstoffen im Gesundheits- und Pharmamarkt

Segmente

Generika (59% Anteil am bereinigten Konzernumsatz)

Markenprodukte (41% Anteil am bereinigten Konzernumsatz)

Strategische Erfolgsfaktoren

Ausrichtung auf langfristige Wachstumsmärkte

Umfassendes Portfolio von Generika inklusive ausgewählter Biosimilars

Margenattraktives Markenprodukt-Portfolio mit verstärkter Internationalisierung erfolgreicher Marken

Starke Produktentwicklung inklusive gut gefüllter Pipeline

Weltweite Vertriebsstruktur bei weiterem Internationalisierungspotenzial

Fokussierte Akquisitionspolitik

Funktionale Organisationsstruktur mit marktnahen Vertriebsgesellschaften

Kontinuierliche Kostenoptimierung und effizientes Kostenmanagement

Exzellente und engagierte Beschäftigte

STADA-GESCHÄFTSJAHR 2016

Ausgewiesener Konzernumsatz erhöht sich um 1% auf 2,14 Mrd. € - um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz nimmt um 3% auf 2,17 Mrd. € zu

Bereinigter Umsatz Generika-Segment steigt um 3% auf 1.287,4 Mio. €

Bereinigter Umsatz Markenprodukt-Segment zeigt Zuwachs um 4% auf 879,8 Mio. € - weiterer Ausbau des Selbstzahler-Portfolios

Ausgewiesene Ertragskennzahlen

Ausgewiesenes EBITDA reduziert sich um 4% auf 361,5 Mio.€

Ausgewiesener Konzerngewinn geht um 22% auf 85,9 Mio. € zurück

Bereinigte Ertragskennzahlen

Bereinigtes EBITDA zeigt Steigerung von 2% auf 398,0 Mio. €

Bereinigter Konzerngewinn wächst um 7% auf 177,3 Mio.€

Strategische Weiterentwicklung mit zahlreichen Initiativen zur Verbesserung der Performance eingeleitet

Grundlegende Änderung der Berichtsstrukturen vorgenommen - Steuerung nach operativen Segmenten

Erfolgreiche Produktentwicklung mit insgesamt 665 Produkteinführungen

Ausgewählte wertsteigernde Akquisitionen zur Stärkung des Markenprodukt- und Generika-Segments

Deutlicher Anstieg des STADA-Aktienkurses um 32%

Vorschlag zur Dividendenerhöhung um 3% auf 0,72 € je STADA-Aktie

STADA-PROGNOSE

Guidance für 2017

Um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz zwischen 2,280 und 2,350 Mrd. €

Bereinigtes EBITDA zwischen 430 und 450 Mio. €

Bereinigter Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Mio. €

Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und bereinigtem EBITDA Niveau von nahezu 3

Strategischer Ausblick für 2019

Bereinigter Konzernumsatz von 2,650 bis 2,700 Mrd. €

Bereinigtes EBITDA zwischen 570 und 590 Mio. €

Bereinigter Konzerngewinn zwischen 250 und 270 Mio. €

STADA-GESCHÄFTSBERICHT 2016

VORWORT DES STADA-VORSTANDSVORSITZENDEN

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2016 war für STADA in vielerlei Hinsicht ein Jahr des Umbruchs. Im Rahmen einer durchaus kontrovers geführten Hauptversammlung haben Sie, die Aktionärinnen und Aktionäre, einen neuen Aufsichtsrat für Ihr Unternehmen gewählt. Zugleich haben Sie dem Vorstand das Vertrauen ausgesprochen, eine umfangreiche strategische Weiterentwicklung des Unternehmens einzuleiten, die wir Ihnen auf der Hauptversammlung bereits in seinen Grundzügen vorstellen konnten.

In einem nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfeld sind wir in der zweiten Jahreshälfte 2016 bei der Umsetzung unseres Zukunftsprogramms, das wir unter den Namen "STADA Plus" gestellt haben, erfolgreich vorangekommen:

So haben wir die Konzernstruktur optimiert und steuern STADA seit dem 3. Quartal 2016 nach den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte.

Durch neue Reporting-Standards und umfangreiches internes und externes Benchmarking haben wir die Transparenz erhöht und sorgen für einen besseren Überblick, mehr Verantwortung und damit eine erfolgreichere Steuerung des Geschäfts.

Wir haben begonnen, unser Portfolio konsequent um solche Projekte und Produkte zu bereinigen, die nach Kosten-Nutzen-Erwägungen nicht zu einer angemessenen operativen Profitabilität beitragen. Das umfasst sowohl Veränderungen in unseren Vertriebsstrukturen in verschiedenen Märkten als auch die Aufgabe solcher Geschäfte oder Produkte, die nicht länger unserem strategischen Fokus entsprechen. Diese Maßnahmen haben 2016 zwar unser Konzernergebnis belastet -sie sind aber ein notwendiger Schritt zur konsequenten und nachhaltigen Performance-Verbesserung.

Die fokussierte Internationalisierung attraktiver Markenprodukte ist eine weitere Kernmaßnahme, die wir 2016 aufgesetzt haben. Inzwischen sind sieben Markenprodukte identifiziert, die in diesem und den kommenden Jahren international ausgerollt werden.

Wir erschließen gezielt weitere Wachstumsmärkte. Dazu gehört die Verstärkung unseres Engagements etwa im attraktiven Markt der Nahrungsergänzungsmittel, die wir etwa durch den im Dezember 2016 kommunizierten Erwerb des britischen Markenproduktunternehmens Natures Aid vorangetrieben haben. Im Generika-Segment verfolgen wir eine risikoaverse Biosimilar-Strategie, mit der wir für 2019 den Marktstart von vier Biosimilars vorbereiten.

Im Rahmen unseres Zukunftsprogramms haben wir unsere M&A-Strategie geschärft und auf klare Investmentkriterien ausgerichtet.

Und nicht zuletzt haben wir einen Kulturwandel im Unternehmen eingeleitet, in dem wir Unternehmertum, Wissensaustausch und offenen Dialog fordern sowie Leistung und Innovation im Unternehmen fördern.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat STADA damit wichtige Weichen für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft gestellt. Die bereits ambitionierten Mittelfristziele für das Jahr 2019, die wir Ihnen im Sommer 2016 vorgestellt und im Oktober im Rahmen unseres Kapitalmarkttages noch einmal präzisiert haben, waren ein Ausdruck des großen Potenzials, das in Ihrem Unternehmen liegt.

In diesem Umfeld hat sich STADA im vergangenen Geschäftsjahr sehr solide entwickelt und alle gesetzten Jahresziele sogar leicht übertroffen. So haben wir auf bereinigter Basis den Konzernumsatz sowie das EBITDA um 3% auf 2,167 Mrd. € bzw. um 2% auf 398,0 Mio. € steigern können, der bereinigte Konzerngewinn erhöhte sich sogar um 7% auf 177,3 Mio. €. Beide Kernsegmente, das Geschäft mit Generika wie auch das mit Markenprodukten, haben zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen.

Die Geschäftsergebnisse zeigen, dass wir mit der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie und unserem Zukunftsprogramm "STADA Plus" richtigliegen. Wir haben unsere Leistungsfähigkeit auch in einem schwierigen Umfeld bereits im Umbruchsjahr unter Beweis gestellt und konnten unsere Performance in wichtigen Bereichen schon jetzt signifikant steigern. STADA ist in Bewegung - und mit großen Schritten auf dem Weg in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft.

An dem guten Jahresergebnis möchten wir Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, wieder angemessen teilhaben lassen. Deshalb empfehlen wir, der Hauptversammlung am 08.06.2017 eine Erhöhung der Dividende um 3% auf 0,72 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 52% des ausgewiesenen Konzerngewinns. Wir setzen damit unsere jahrzehntelange konstante Dividendenpolitik fort.

An dieser Stelle möchte ich allen Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Patienten danken, die weltweit ihr Vertrauen in die Produkte und Marken von STADA setzen. Sie sind unsere Motivation, jeden Tag das Beste zu geben. Die Basis dafür, dass wir dieses Leistungsversprechen geben können, sind aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von STADA. Ohne sie wäre der Erfolg dieses Unternehmens nicht möglich. Ich danke ihnen allen für ihr großartiges Engagement und ihren Beitrag zu unserer guten Geschäftsentwicklung. Mein Dank gilt darüber hinaus unseren neuen und alten Aufsichtsräten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

STADA ist auf dem richtigen Weg, aber wir haben auch noch ein gutes Stück vor uns. 2017 wird für Ihr Unternehmen ein weiteres Jahr des Übergangs werden - aber auch ein Jahr des verstärkten Wachstums. Dafür haben wir die Arbeiten an unserem Zukunftsprogramm "STADA Plus" noch einmal intensiviert und weitere notwendige Maßnahmen definiert, um zusätzliche Potenziale zu erschließen. Wir konzentrieren uns dabei auf drei zentrale Stellschrauben:

Weitere Stärkung des Generika-Geschäfts: Wir harmonisieren das Produkt- und das Darreichungsportfolio und stärken unsere Vertriebsanstrengungen in ausgewählten europäischen Märkten mit großem Wachstumspotenzial.

Weiterer Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts: Wir richten die Organisationsstruktur im Bereich Markenprodukte konsequent auf eine zentrale Steuerung unserer Internationalisierungs-Projekte aus. Dabei haben wir schon heute zusätzliche attraktive Markenprodukte identifiziert, die bislang vor allem regionale Champions sind und denen wir großen internationalen Erfolg zutrauen.

Konsequentes Kostenmanagement: Wir optimieren unser Supply-Chain-Management sowie die Beschaffungsprozesse und -organisation. Zudem haben wir verschiedene langfristige Verbesserungsmaßnahmen zur Reduzierung der internen Produktionskosten aufgesetzt. Auch die allgemeinen Verwaltungskosten sollen gesenkt werden.

Zusammen mit den Maßnahmen, die wir bereits im Sommer 2016 aufgesetzt haben, haben wir in dieser zweiten Stufe unseres Zukunftsprojekts zusätzliche Wertsteigerungspotenziale herausgearbeitet, mit denen wir die Profitabilität Ihres Unternehmens mittelfristig noch deutlicher verbessern werden als bislang geplant. Wir machen STADA damit fit für die Zukunft - und zwar unabhängig von dem zurzeit laufenden strukturierten Bieterprozess, in dem sich Ihr Unternehmen befindet.

Obgleich für die Umsetzung der umrissenen Maßnahmen im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr einmalige Belastungen aus Restrukturierungsaufwendungen anfallen werden, sind wir zuversichtlich, auch in 2017 ein weiter verbessertes Ergebnis liefern zu können. So erwarten wir im Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz einen Wert zwischen 2,280 und 2,350 Mrd. €, ein bereinigtes EBITDA zwischen 430 und 450 Mio. € und einen bereinigten Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Mio. €. Auf mittlere Sicht ist der Vorstand zudem entschlossen, die Profitabilität von STADA, ausgedrückt in der bereinigten EBITDA-Marge, auf rund 23% zu steigern.

Unser Zukunftsprogramm "STADA Plus" ist damit nicht allein auf kurz- und mittelfristige Erfolge ausgerichtet. Das Potenzial des Programms reicht deutlich über das Erreichen unserer Wachstums- und Gewinnziele für 2019 hinaus. Gemeinsam bauen wir an einer langfristig und nachhaltig erfolgreichen Zukunft Ihres Unternehmens - an einer neuen, noch besseren STADA. Der 125. Geburtstag Ihres Unternehmens im Jahr 2020 ist dabei nicht nur symbolisch eine entscheidende Wegmarke für uns. Dieses erfreuliche Jubiläum ist ein klarer Auftrag, eine tragfähige Zukunftsvision für STADA zu definieren und das Unternehmen entschieden in diese Richtung zu weiterzuentwickeln - zum Wohle der Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Aktionärinnen und Aktionäre.

Bleiben Sie uns auf diesem Weg gewogen!

 

Für den Vorstand

Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender

DAS GESCHÄFTSJAHR IM ÜBERBLICK

5-Jahres-Vergleich

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in Mio. € 2016 2015 2014 2013 2012
Konzernumsatz 2.139,2 2.115,1 2.062,2 2.003,9 1.837,5
Operatives Ergebnis 178,1 223,7 188,5 248,3 202,1
Bereinigtes operatives Ergebnis 294,4 283,8 320,7 303,1 266,2
EBITDA1) 361,5 377,1 418,8 382,6 323,7
Bereinigtes EBITDA 398,0 389,4 431,9 414,3 367,4
EBIT2) 178,9 225,3 190,3 252,4 205,9
Bereinigtes EBIT 295,1 285,3 322,4 307,1 270,0
EBT3) 127,4 157,8 124,7 189,3 135,6
Bereinigtes EBT 244,2 220,9 253,3 240,7 200,5
Konzerngewinn 85,9 110,4 64,6 121,4 86,5
Bereinigter Konzerngewinn 177,3 165,8 186,2 160,6 147,9

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
3) Ergebnis vor Steuern.

Geschäftsjahr 2016 durch maßgebliche Veränderungen geprägt

Im Rahmen der weiterentwickelten Unternehmensstrategie konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2016 maßgebliche Veränderungen vorantreiben.

Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich im Berichtsjahr um 1% auf 2.139,2 Mio. € (Vorjahr: 2.115,1 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten resultierten, wies der bereinigte Konzernumsatz einen Anstieg von 3% auf 2.167,2 Mio. € auf (Vorjahr: 2.100,4 Mio. €).

Insgesamt war die Ertragslage in 2016 durch hohe Sondereffekte - insbesondere durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen - geprägt. Aus der im Juli 2016 geänderten Unternehmensstruktur und den damit einhergehenden veränderten Berichtsstrukturen, die eine Abkehr von regionalen Verantwortlichkeiten hin zu einer zentralen Steuerung der Segmente Generika und Markenprodukte bedeuten, resultierten eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, die sich insbesondere auf Personalentscheidungen und die Neubewertung von Portfolioaktivitäten bezogen. Infolgedessen entwickelten sich die ausgewiesenen Ertragskennzahlen abweichend von den bereinigten Ertragskennzahlen. Zudem war die Entwicklung des ausgewiesenen operativen Ergebnisses stark durch negative Translationseffekte beeinflusst, die auf einen schwächeren russischen Rubel und eine seit dem EU-Referendum zunehmende Schwäche des britischen Pfund zurückzuführen waren.

Das ausgewiesene EBITDA reduzierte sich um 4% auf 361,5 Mio. € (Vorjahr: 377,1 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn nahm um 22% auf 85,9 Mio. € ab (Vorjahr: 110,4 Mio. €). Nach Bereinigung der Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus Sondereffekten zeigte das bereinigte EBITDA eine Steigerung von 2% auf 398,0 Mio. € (Vorjahr: 389,4 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn legte um 7% auf 177,3 Mio. € zu (Vorjahr: 165,8 Mio. €).

Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 25,1% (Vorjahr: 25,8%). Die bereinigte Steuerquote lag im selben Zeitraum mit 23,9% über der des Vorjahres (Vorjahr: 22,0%).

Positive Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns verzeichnete im Berichtsjahr eine positive Entwicklung.

Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31.12.2016 auf 30,4% (31.12.2015: 31,0%) und war damit aus Sicht des Vorstands zufriedenstellend. Die Nettoverschuldung konnte zum Bilanzstichtag auf 1.118,2 Mio. € reduziert werden (31.12.2015: 1.215,7 Mio. €).

Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 2,8 (Vorjahr: 3,1).

Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns verfügte der Konzern per 31.12.2016 über einen im 2. Quartal 2013 platzierten Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen von 350,0 Mio. € und einer Verzinsung von 2,25% p.a. sowie über eine im 1. Quartal 2015 begebene siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 300,0 Mio. € mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Zudem gab es zum 31.12.2016 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich Anfang 2017 bis 2023 mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 709,0 Mio. €. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur sind die Schuldscheindarlehen hinsichtlich Volumen und Laufzeit gestaffelt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsjahr auf 333,5 Mio. € (Vorjahr: 311,7 Mio. €). Der Free Cashflow stieg auf 160,9 Mio. € (Vorjahr: 133,5 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow erhöhte sich auf 243,0 Mio. € (Vorjahr: 212,4 Mio. €).

1) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 15.08.2016.
2) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 05.06.2016.
3) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 27.08.2016.

Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

Am 15.08.2016 legte der langjährige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff sein Amt als Mitglied des Vorstands mit sofortiger Wirkung nieder. Das zwischen ihm und der STADA Arzneimittel AG bestehende Dienstverhältnis wurde auf Grund persönlicher Umstände einvernehmlich mit Wirkung zum 31.12.2016 beendet.1) Bereits am 05.06.2016 hatte der STADA-Aufsichtsrat aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit von Herrn Retzlaff in einer außerordentlichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.2) Im Zuge dessen war Dr. Matthias Wiedenfels zum Vorsitzenden des Vorstands berufen worden.

Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr der Prozess zur vorgezogenen Neuaufstellung des Aufsichtsrats abgeschlossen.3) Auf Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch und Constantin Meyer folgten Dr. Eric Cornut, Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller und Dr. Gunnar Riemann als neue Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Carl Ferdinand Oetker zu seinem Vorsitzenden und Jens Steegers zum stellvertretenden Vorsitzenden.

Weiterentwickelte Unternehmensstrategie zur Verbesserung der Performance und grundlegende Änderung der Berichtsstruktur

Im Berichtsjahr verabschiedete der Vorstand eine weiterentwickelte Unternehmensstrategie und leitete zahlreiche Initiativen ein, um die Performance des Konzerns zu verbessern und langfristig den Unternehmenswert zu steigern. Im Rahmen dessen sollen unerschlossene Umsatzpotenziale gehoben, die Marketingkosten optimiert, die Vertriebseffizienz gesteigert und die Herstellungskosten reduziert werden. Die Initiativen sollen zudem dazu beitragen, die in 2016 vorgestellten Ziele für das Jahr 2019 zu erreichen.

Um der Wachstumsstrategie inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung des Markenprodukt-Portfolios und einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung zu tragen, beschloss der Vorstand im Geschäftsjahr 2016 eine grundlegende Änderung der Berichtsstrukturen. Bislang hatte STADA nach operativen Segmenten und Marktregionen berichtet. Gemäß der geänderten Berichtsstruktur wird der Konzern nun nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte gesteuert. Im Zuge der Änderung erfolgte auch eine Integration der Randaktivität Handelsgeschäfte in das Segment Generika. Aus diesem Grund umfassen die für das Geschäftsjahr 2016 im Segment Generika berichteten Zahlen sowie die des Vorjahres die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte.

Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung werden die Organisations- und Vertriebsstrukturen insgesamt überprüft. Dabei sollen bspw. die deutschen Geschäftsaktivitäten gebündelt und wettbewerbsfähiger gestaltet werden, um eine bessere Wahrnehmung im Markt sowie Umsatz- und Kostenvorteile zu erreichen. Im Zuge dessen sollen die STADA GmbH und STADAvita sowie STADApharm und cell pharm zusammengelegt werden. Zu Beginn des 4. Quartals 2016 nahm die Geschäftsleitung der STADA GmbH und STADAvita sowie der STADApharm und cell pharm mit dem Betriebsrat Verhandlungen über die Details einer Zusammenlegung und einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan auf.

Starke Produktentwicklung mit gut gefüllter Pipeline

Der STADA-Konzern verfügt über eine starke Produktentwicklung und eine gut gefüllten Pipeline. Mit dem Ausbau des Produkt-Portfolios und der im Berichtsjahr erfolgten weltweiten Einführung von 665 einzelnen Produkten (Vorjahr: 578 Produkteinführungen) stellte STADA erneut die Erfolge seiner Entwicklungs- und Zulassungsstärke unter Beweis.

Darüber hinaus erzielte der Konzern auch im Bereich Biosimilars weitere Fortschritte. So konnte STADA in 2016 mit mAbxience einen Vertrag für die Einlizenzierung des monoklonalen Antikörpers Bevacizumab unterzeichnen. Zudem erhielten STADA und sein Kooperationspartner für Teriparatid Ende 2016 von der europäischen Zulassungsbehörde EMA zunächst die so genannte "Positive Opinion", bevor dafür im laufenden Geschäftsjahr 2017 durch die EU-Kommission die Zulassung erteilt wurde.

Angesichts der gut gefüllten Produkt-Pipeline erwartet der Vorstand, auch in Zukunft kontinuierlich neue Produkte am Markt einführen zu können. Dabei wird der Fokus weiterhin auf Generika in der EU liegen. Im Bereich Biosimilars wird STADA an seiner Einlizenzierungsstrategie festhalten, um sein Portfolio durch ausgewählte Biosimilars zu ergänzen.

Fortsetzung der fokussierten Akquisitionspolitik

Im Geschäftsjahr 2016 setzte der Konzern seine fokussierte Akquisitionspolitik, die darauf abzielt, das organische Wachstum durch externe ausgewählte Zukäufe voranzutreiben, fort. Unverändert liegt der Schwerpunkt dabei zum einen auf der regionalen Erweiterung der Geschäftsaktivitäten und zum anderen auf dem Ausbau und der Internationalisierung insbesondere der Markenprodukte.

Zur Stärkung des Segments Generika hatten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier unterzeichnet1), dessen Erwerbsvollzug im 1. Quartal 2016 erfolgte.

Darüber hinaus erwarb die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. zur Stärkung ihrer Position im Bereich Consumer Health im 3. Quartal 2016 ein lokales Produkt-Portfolio, das überwiegend Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen umfasst.

Zudem übernahm die STADA UK Holdings Ltd. im 4. Quartal 2016 mit dem britischen Markenproduktunternehmen Natures Aid Limited einen bekannten Hersteller von Vitaminen, Mineralstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und Phytopharmaka.2)

Vorschlag zur Erhöhung der Dividende

Ungeachtet eines rückläufigen ausgewiesenen Konzerngewinns schlägt der Vorstand mit Blick auf die jahrzehntelange konstante Dividendenpolitik von STADA dem Aufsichtsrat vor, der nächsten Hauptversammlung am 08.06.2017 zu empfehlen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 0,72 € je STADA-Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,70 €).3) Dies entspräche einer Dividendensteigerung von 3% gegenüber dem Vorjahr, einer Ausschüttungssumme von 44,8 Mio. € (Vorjahr: 43,6 Mio. €) und einer Ausschüttungsquote von 52% des ausgewiesenen Konzerngewinns.

Guidance/Strategischer Ausblick

Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein. Angesichts der veränderten Unternehmensstruktur und neu ausgerichteten Unternehmenskultur, der Umsetzung der zahlreichen Initiativen im Rahmen der weiterentwickelten Unternehmensstrategie sowie der strategischen Erfolgsfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen.

Für das Geschäftsjahr 2017 geht der Vorstand von weiterem Wachstum aus. Dabei sollte der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz zwischen 2,280 und 2,350 Mrd. €, das bereinigte EBITDA zwischen 430 und 450 Mio. € und der bereinigte Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Mio. € liegen. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einem Niveau von nahezu 3. Detaillierte Angaben zur Guidance sind im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Prognosebericht" enthalten.

Im Berichtsjahr verabschiedete der Vorstand mittelfristige Wachstumsziele.4) Im laufenden 1. Quartal 2017 hat der Vorstand den strategischen Ausblick für 2019 nun erhöht.5) Demnach soll im Geschäftsjahr 2019 ein bereinigter Konzernumsatz von 2,650 bis 2,700 Mrd. € erzielt werden (bislang rund 2,6 Mrd. €). Beim bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einer Spanne zwischen 570 und 590 Mio. € (bislang rund 510 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn soll auf 250 bis 270 Mio. € steigen (bislang rund 250 Mio. €). Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2019 bei knapp 22% liegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit soll sich auf 560 bis 580 Mio. € verbessern.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 10.12.2015.
2) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 21.11.2016.
3) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 01.03.2017.
4) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 11.07.2016.
5) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 17.03.2017.

DIE STADA-AKTIE

Stammdaten der STADA-Aktie

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Stammdaten der STADA-Aktie
Wertpapierkennnummern ISIN: DE0007251803, WKN: 725180
Kürzel Reuters: STAGn.DE, Bloomberg: SAZ:GR

Kapitalstruktur

Per 31.12.2016 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 162.090.344,00 € (31.12.2015: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 Namensaktien (31.12.2015: 62.342.440 vinkulierte1) Namensaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt.

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Kapitalstruktur der STADA Arzneimittel AG 31.12.2016 31.12.2015
Ausgegebene Aktien 62.342.440 62.342.440

Deutliche Steigerung des STADA-Aktienkurses

In 2016 entwickelte sich der STADA-Aktienkurs mit einer Steigerung von 32% sehr erfreulich. Hatte der Schlusskurs Ende 2015 bei 37,34 € gelegen, belief er sich Ende 2016 auf 49,19 €.

Die für STADA relevanten nationalen Vergleichsindices wiesen im Jahresverlauf 2016 unterschiedliche Kursentwicklungen auf. Während der deutsche Leitindex DAX®2) und der MDAX®3) , dem die STADA-Aktie angehört, im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 7%4) stiegen, war der Kurs des Bloomberg Pharmaceutical Index5) um 12% rückläufig.

Die Marktkapitalisierung von STADA belief sich Ende 2016 auf 3,066 Mrd. €. Ende 2015 hatte sie bei 2,328 Mrd. € gelegen. Gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG, die nur den Streubesitz berücksichtigt, nahm STADA bei der Marktkapitalisierung im MDAX® in 2016 Platz 20 ein. Im Jahr zuvor hatte STADA hier Platz 21 belegt.

Mit Blick auf das Handelsvolumen im XETRA®-Handel und am Börsenplatz Frankfurt am Main belief sich der durchschnittliche Tagesumsatz der STADA-Aktie 2016 auf insgesamt 13,0 Mio. €. Im Jahr 2015 hatte das durchschnittliche Handelsvolumen der STADA-Aktie pro Tag bei 11,6 Mio. € gelegen. Damit hatte STADA gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse AG beim Handelsvolumen 2016 Platz 18 inne. Ein Jahr zuvor hatte STADA in dieser Kategorie auf Platz 21 gelegen.

1) Am 26.08.2016 beschloss die STADA-Hauptversammlung, die bisherige Vinkulierung der Namensaktien im Wege der Satzungsänderung aufzuheben. Die Satzungsänderung wurde am 09.12.2016 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
2) DAX® ist der Index der Deutschen Börse AG, der weitgehend die nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz 30 größten Werte enthält.
3) MDAX® ist der Index der Deutschen Börse AG für mittelgroße Unternehmen, der weitgehend die nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz nächstgrößten 50 Werte unterhalb des DAX® und damit auch die STADA-Aktie umfasst.
4) Beide Entwicklungen beziehen sich jeweils auf die XETRA®-Schlusskurse. XETRA® ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse AG.
5) Der Bloomberg Pharmaceutical Index ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index aller Unternehmen, die im pharmazeutischen Sektor des Bloomberg Europa 500 Index enthalten sind. STADA gehört dem Index derzeit nicht an.

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Kennzahlen der STADA-Aktie 2016 2015
Anzahl der Aktien (Jahresende) 62.342.440 62.342.440
Anzahl eigener Aktien (Jahresende) 85.043 87.259
Anzahl der Aktien (im Durchschnitt, ohne eigene Aktien) 62.256.532 61.637.621
Jahresschlusskurs (XETRA®-Schlusskurs) in € 49,19 37,34
Aktienkurs hoch (XETRA®-Schlusskurs) in € 50,42 37,42
Aktienkurs tief (XETRA®-Schlusskurs) in € 28,67 25,10
Marktkapitalisierung (Jahresende) (XETRA®) in Mio. € 3.066,3 2.327,9
Ergebnis je Aktie in € 1,38 1,79
Bereinigtes Ergebnis je Aktie in € 2,85 2,69
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € - 1,79
Bereinigtes verwässertes Ergebnis je Aktie in € - 2,69
Dividende je Aktie in € 0,721) 0,70

100% Freefloat mit breit gestreuter Aktionärsstruktur

Am Grundkapital der STADA Arzneimittel AG waren per 31.12.2016 ca. 34.000 Aktionärinnen und Aktionäre beteiligt. Gemäß den Ergebnissen von regelmäßig stattfindenden Analysen zur Aktionärsstruktur des Unternehmens geht STADA davon aus, dass ca. 67% der STADA-Aktien von institutionellen Investoren gehalten werden. Geografisch sieht die Verteilung dabei wie folgt aus: Deutschland 48%, Nordamerika 22%, Europa (ohne Großbritannien und Deutschland) 18%, Großbritannien 9%, unbekannt/Aktionäre unterhalb von Schwellenwerten 3% und restliche Welt 2%.

Aktionärsstruktur nach Geographie (institutionelle Investoren)2)

1) Vorschlag.
2) Quelle: Orient Capital Pty Ltd.

Zum 31.12.2016 hielt STADA 85.043 eigene Aktien, während sich zum entsprechenden Stichtag des Vorjahres 87.259 eigene Aktien im Bestand des Unternehmens befunden hatten. Im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms verkaufte STADA im Berichtsjahr 2.216 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 36,31 €.

Im Geschäftsjahr 2016 veröffentlichte der Konzern alle 27 erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG. Die bei STADA eingehenden Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar.

Directors-Dealings

Im Geschäftsjahr 2016 meldete STADA auf Basis der dem Unternehmen vorliegenden Informationen insgesamt fünf Directors-Dealings in Form zweier Verkäufe und dreier Käufe. Am 24.06.2016 verkauften Luis Paul Retzlaff und Eliza Marie Retzlaff, Sohn bzw. Tochter des damals dienstbefreiten Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, jeweils 3.000 STADA-Aktien zu einem Preis von 44,207 € je STADA-Aktie im Gesamtwert von 265.242 €. Darüber hinaus kaufte Frau Dr. Kudlek, Aufsichtsratsmitglied der STADA Arzneimittel AG, am 29.09.2016 STADA-Aktien zu einem Preis von 50,105 € je Aktie im Gesamtwert von 10.021 €, am 10.11.2016 zu einem Preis von 42,65 € je Aktie im Gesamtwert von 8.103,50 € und am 11.11.2016 zu einem Preis von 42,274468 € je Aktie im Gesamtwert von 9.934,50 €.

Wesentliche Ergebnisse der ordentlichen Hauptversammlung

Am 26.08.2016 entlastete die ordentliche Hauptversammlung sowohl den Vorstand als auch den Aufsichtsrat und folgte bei den Abstimmungen wesentlichen Vorschlägen der Verwaltung.1) So wurde eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 um 6% auf 0,70 € je Aktie beschlossen und einer Aufhebung der Vinkulierung der Namensaktien im Wege der Satzungsänderung zugestimmt.2) Zudem wurde der Prozess zur vorgezogenen Neuaufstellung des Aufsichtsrats abgeschlossen. Auf Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch und Constantin Meyer folgten Dr. Eric Cornut, Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller und Dr. Gunnar Riemann als neue Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Carl Ferdinand Oetker zu seinem Vorsitzenden und Jens Steegers zum stellvertretenden Vorsitzenden.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 27.08.2016.
2) Die Satzungsänderung wurde am 09.12.2016 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Konzernlagebericht DES VORSTANDS 2016

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell des Konzerns

Fokus auf Wachstumsmarkt Gesundheit mit Schwerpunkt Pharmabereich

STADA ist ein international tätiger Gesundheitskonzern in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Schwerpunktmäßig ist das Geschäftsmodell von STADA auf den Gesundheitsmarkt mit dem Fokus auf den Pharmabereich und damit auf eine der weltweiten Wachstumsbranchen ausgerichtet. Mit Blick auf allgemeine Wachstumstreiber wie eine globale Bevölkerungszunahme, eine alternde Gesellschaft in den Industrieländern und weitere medizinische Fortschritte werden zahlreiche Gesundheits- und Pharmamärkte auch in Zukunft hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Unter Kosten- und Risikogesichtspunkten ist STADA bewusst nicht im Bereich der Forschung nach bzw. der Vermarktung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit Wirkstoffen, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen.

Anteile Segmente Generika und Markenprodukte am STADA-Konzernumsatz

1) Die Zahlen des Berichtsjahres sowie des Vorjahres enthalten die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte.

Im Zuge der Umsetzung der weiterentwickelten Unternehmensstrategie beschloss der Vorstand im Geschäftsjahr 2016 auch eine Änderung der Unternehmensstruktur und schuf damit klare Verantwortungsbereiche sowie eine größere Transparenz. Um der Wachstumsstrategie inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung des Markenprodukt-Portfolios und einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung zu tragen, wurde zugleich eine Steuerung nach Segmenten und damit einhergehend eine grundlegende Änderung der Berichtsstrukturen beschlossen. Demzufolge wird der Konzern nun nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte gesteuert. Bis dato hatte STADA nach operativen Segmenten und Marktregionen berichtet. Im Berichtsjahr trugen Generika ca. 60% und Markenprodukte ca. 40% zum Konzernumsatz bei. Angesichts dessen, dass Markenprodukte weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen und oftmals attraktivere Margen aufweisen als Generika, beabsichtigt STADA, dieses Verhältnis längerfristig umzukehren.

Aber auch den Generika werden innerhalb des Pharmamarkts weitere Wachstumschancen zugeschrieben. Sie stellen eine preisgünstigere Alternative zu den oftmals deutlich teureren Originalpräparaten dar und tragen damit dazu bei, dem auf den einzelnen Gesundheitsmärkten lastenden Kostendruck entgegenzuwirken. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Wachstumspotenziale aus dem kontinuierlichen Ablauf von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten. Im Bereich Generika verfügen Biosimilars über zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, da sie auf Grund der Kostenintensität biopharmazeutischer Produkte einen erheblichen Beitrag zur Kostenreduzierung leisten können. Im Rahmen der Umsetzung der weiterentwickelten Unternehmensstrategie wird der Konzern im Generika-Segment sowohl in Märkte mit relativ geringen Penetrationsraten expandieren als auch das Portfolio durch ausgewählte Biosimilars ergänzen. Dabei lizenziert STADA bestimmte Biosimilars von hoch spezialisierten Anbietern ein, da dies einen risikoärmeren und kostengünstigeren Weg darstellt (vgl. "Produktentwicklung").

Bei den Markenprodukten, unter denen STADA im Wesentlichen verschreibungsfreie Produkte (OTC), verschreibungspflichtige (RX) und verschreibungsfähige (OTX) versteht, forciert der Konzern nicht nur die Erweiterung des Portfolios, sondern auch die zunehmende Internationalisierung erfolgreicher Marken. Insgesamt setzt STADA dabei auf die Vorteile einer zentralen Struktur beim Portfoliomanagement.

Während der vertriebliche Fokus der Generika auf einer günstigen Preisgestaltung liegt, stehen bei den Markenprodukten die jeweiligen Produkteigenschaften und insbesondere der Markenname im Vordergrund.

Abgesehen von der vertrieblichen Positionierung unterscheiden sich die beiden Segmente auch in anderen Punkten wie der Nachfragestruktur, den Wachstums- und Margenerwartungen, den Anforderungen an den Portfolioaufbau sowie den Entwicklungsstrategien.

Im Generika-Segment sind die Anforderungen an das Produkt-Portfolio stark auf die regulatorische Struktur in den einzelnen Märkten, in denen die Generika vertrieben werden, ausgerichtet. In der Regel beinhaltet das Produkt-Portfolio für die meisten relevanten pharmazeutischen Wirkstoffe zahlreiche Darreichungsformen und Dosierungen. Die Top-5-Generika-Wirkstoffe waren im Geschäftsjahr 2016 Tilidin Naloxon, Atorvastatin, Pantoprazol, Epoetin zeta und Diclofenac . Die am Umsatz gemessen acht größten Märkte innerhalb dieses Segments waren Deutschland, Italien, Spanien, Russland, Belgien, Frankreich, Vietnam und Serbien.

Top-5-Generika-Wirkstoffe

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Wirkstoff Indikationsgruppe Umsatz 2016
in Mio. €
Veränderung zum Vorjahr
Tilidin Naloxon Schmerz 43,6 +36%
Atorvastatin Erhöhter Cholesterinspiegel 24,4 +1%
Pantoprazol Magengeschwür/Reflux 22,4 +3%
Epoetin zeta Anämie 22,4 +11%
Diclofenac Schmerz/Entzündung 20,6 0%
Summe   133,4 +12%

Die am Umsatz gemessen acht größten Märkte im Generika-Segment

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in T€ Umsatz 2016
in Mio. €
Veränderung zum Vorjahr
Deutschland 308,0 0%
Italien 157,7 +6%
Spanien 105,4 -1%
Russland 92,5 +11%
Belgien 90,7 -5%
Frankreich 81,9 +2%
Vietnam 69,1 +9%
Serbien 55,8 -24%
Summe 961,1 0%

Im Segment Markenprodukte verfolgt der Konzern ein Konzept der so genannten "starken Marken", das auf einen hohen Bekanntheitsgrad setzt. Insgesamt deckt STADA in diesem Bereich alle wesentlichen Indikationen ab. Die Top-5-Markenprodukte waren im Berichtsjahr APO-Go®, Grippostad®, Snup®, Fultium® und Vitaprost®. Die umsatzmäßig fünf größten Märkte waren in diesem Segment Deutschland, Großbritannien, Russland, Italien und Vietnam.

Top-5-Markenprodukte

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Markenprodukt Indikationsgruppe Umsatz 2016
in Mio. €
Veränderung zum Vorjahr
APO-Go® Parkinson 66,6 +6%
Grippostad® Erkältung 43,7 +4%
Snup® Schnupfen 24,2 -19%
Fultium® Vitamin-D-Mangel 22,6 +10%
Vitaprost® Prostataerkrankung 20,0 -8%
Summe   177,1 0%

Die am Umsatz gemessen fünf größten Märkte im Segment Markenprodukte

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in T€ Umsatz 2016
in Mio. €
Veränderung zum Vorjahr
Deutschland 177,4 +38%
Großbritannien 175,4 +4%
Russland 150,1 -29%
Italien 43,9 +9%
Vietnam 36,7 +19%
Summe 583,5 +1%

STADA ist nicht in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, gleichermaßen stark mit Generika und Markenprodukten vertreten. Je nachdem, wo der vertriebliche Schwerpunkt liegt, ist der Konzern eher in regulierten Märkten oder in Selbstzahlermärkten aktiv.

In Abhängigkeit von den einzelnen Märkten liegt der Vertriebsschwerpunkt auf unterschiedlichen Zielgruppen. Zu den wesentlichen Kundengruppen zählen im Konzern Patienten bzw. Verbraucher, Ärzte, Apotheken bzw. Apothekenketten, Kliniken, Versandhändler, Einkaufsringe, Großhandlungen und andere Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt sowie Kostenträger in Form von gesetzlichen Krankenkassen und Privatversicherungen.

Operative Aufstellung

Im Zuge der Umsetzung der weiterentwickelten Unternehmensstrategie erfolgte in 2016 auch eine Änderung hinsichtlich der Unternehmensstruktur inklusive der zuvor beschriebenen neuen Berichtsstruktur. Gemäß der geänderten operativen Aufstellung unterliegen die Bereiche Produktentwicklung, Beschaffung, Einkauf, Produktion, Qualitätsmanagement, Finanzen, Risikomanagement, Compliance und Corporate Governance unverändert einer zentralen Führung. Darüber hinaus obliegt nun auch die Umsatz- und Ergebnisverantwortung nicht mehr in dem Maße der regionalen Verantwortung wie zuvor, sondern wird im Rahmen der neuen Unternehmensstruktur ebenfalls zentraler gesteuert. Mit der grundlegenden organisatorischen Neuordnung zielt der Konzern darauf ab, der Wachstumsstrategie optimal Rechnung zu tragen.

Produktentwicklung

Strategische und organisatorische Ausrichtung der Entwicklungsaktivitäten

Auf Basis des Geschäftsmodells und der strategischen Positionierung betreibt der STADA-Konzern bewusst keine Forschung nach pharmazeutischen Wirkstoffen, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung von Produkten mit in der Regel pharmazeutischen Wirkstoffen, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen. Ein Schwerpunkt der konzernweiten Entwicklungsaktivitäten liegt auf der Entwicklung von Generika. Im Bereich innovativer Markenprodukte, insbesondere nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel wie bspw. Nahrungsergänzungsmittel, baut STADA seine Entwicklungsaktivitäten auf Grund der steigenden Bedeutung dieses Segments im Konzern kontinuierlich aus. Darüber hinaus zielt STADA im Markenprodukt-Bereich auf die zunehmende Internationalisierung erfolgreicher Marken ab. Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, die in Nischenmärkten und nicht regulierten Märkten bestehen, sollen durch die Einführung von innovativen Produkten erschlossen werden.

Im Geschäftsjahr 2016 hat STADA mit einer eingehenden Analyse seines Generika-Portfolios begonnen. Ziel ist es, die Komplexität des aus ca. 18.000 Produktaufmachungen bestehenden Portfolios zu reduzieren, um Herstellungskosten und Marketingaufwendungen zu reduzieren. Zudem sollen Marketingausgaben stärker auf profitable Produkte fokussiert werden.

Im Zentrum der Entwicklungsarbeiten für neue Produkte steht deren Marktreife. Bei Arzneimitteln bedeutet dies in der Regel, im Rahmen von unterschiedlichen, überwiegend supranationalen Zulassungsverfahren von den jeweils zuständigen Zulassungsbehörden eine nationale Zulassung zu erhalten. In den meisten Fällen favorisiert die STADA Arzneimittel AG als die zentrale Entwicklungseinheit supranationale - insbesondere EU-weite - Zulassungsverfahren, da sich dadurch in verschiedenen Ländern fast zeitgleich zahlreiche nationale Zulassungen eines Produkts erhalten lassen. Zulassungsverfahren außerhalb der EU erfolgen nach Möglichkeit auf der Grundlage der EU-Dossiers der einzelnen Produkte, die auf einer einheitlichen Formulierung basieren. Zudem ermöglicht die internationale Ausrichtung der Entwicklungsarbeiten auf Grund von optimierten Chargengrößen, Skaleneffekte zu erreichen.

Im Rahmen der langfristig ausgerichteten konzernweiten Entwicklungstätigkeiten beschäftigt sich der Konzern bereits heute mit der Entwicklung von generischen Produkten mit potenziellen Einführungszeitpunkten jenseits des Jahres 2025. Insgesamt verfolgt STADA eine so genannte "Time and cheap to market"-Strategie, die darauf ausgerichtet ist, Neueinführungen sowohl zum frühestmöglichen Zeitpunkt als auch zu den bestmöglichen Herstellungskosten einzuführen.

Zur Steuerung der konzernweiten Entwicklungsprojekte verfügt STADA über ein zentrales Projektmanagement mit einem Schnittstellenmanagement, das eine transparente Steuerung der Produktentwicklung sicherstellt. Konzerneigene Entwicklungszentren für international ausgerichtete Projekte befinden sich in Bad Vilbel, Deutschland, und in Vrsac, Serbien. Um die Entwicklungsressourcen optimal auszusteuern und technologische Lücken zu schließen, kooperiert STADA zudem mit externen Lohnentwicklern in Europa und Asien. Neben der Eigen- und Lohnentwicklung bedient sich der Konzern eines weltweiten Netzwerks von externen Entwicklungspartnern, über das Dossiers oder Zulassungen erworben werden.

5-Jahres-Entwicklung: Anzahl Produkteinführungen

Entwicklungs- und Zulassungsstärke

Die hohe Zahl der jährlichen Neueinführungen zeigt die Entwicklungs- und Zulassungsstärke von STADA. Mit der Einführung von weltweit 665 einzelnen Produkten (Vorjahr: 578) konnte der Konzern diese Stärke auch in 2016 unter Beweis stellen.

Wie wichtig eine erfolgreiche Produktentwicklung ist, lässt sich an dem Umsatzanteil in Höhe von 4% ablesen (Vorjahr: 5%), den der Konzern mit Produkten erzielte, die er in den letzten zwei Jahren1) 2) eingeführt hatte.

STADA verfügt über eine gut gefüllte Produkt-Pipeline. Davon zeugt die hohe Zahl der zum 31.12.2016 laufenden Zulassungsverfahren von insgesamt über 1.400 für mehr als 160 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 55 Länder. Dies trifft insbesondere für Generika in der EU zu. Darüber hinaus betreibt der Konzern auch in Märkten außerhalb der EU Zulassungsverfahren, in denen er mit eigenen Tochtergesellschaften oder im Exportgeschäft tätig ist.

STADA ist auch im Bereich der Biosimilars aktiv. Derzeit ist der Konzern mit zwei Biosimilars - SILAPO®, einem Biosimilar-Epoetin, und Grastofil®, einem Filgrastim-Präparat - am Markt. Darüber hinaus hat STADA mit Pegfilgrastim, Rituximab, Teriparatid, Adalimumab und Bevacizumab fünf weitere Biosimilars einlizenziert - Letzteres im Berichtsjahr. Zudem erhielten STADA und sein Kooperationspartner Ende 2016 von der europäischen Zulassungsbehörde EMA für Teriparatid zunächst die so genannte "Positive Opinion", bevor im laufenden Geschäftsjahr 2017 durch die EU-Kommission dafür die Zulassung erteilt wurde. Bei Pegfilgrastim wird es im Rahmen der Zulassung zu einer deutlichen Verzögerung kommen, da die europäische Zulassungsbehörde EMA bei der Bewertung der Ergebnisse aus den klinischen Daten in einem Punkt zu einer abweichenden Interpretation gelangt ist und hierzu weitere klinische Daten verlangt hat. Angesichts dessen, dass dies im bis dato laufenden Zulassungsverfahren nicht mehr möglich war, haben sich der Lizenzpartner Gedeon Richter und STADA im November 2016 dazu entschlossen, den Zulassungsantrag für Pegfilgrastim zurückzuziehen. Nach erfolgreichem Abschluss der erhobenen Daten werden Gedeon Richter und STADA den Zulassungsantrag erneut einreichen.

1) Berichtsjahr und Vorjahr.
2) Ohne Produkte und Umsätze aus Akquisitionen.

Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 65,1 Mio. € (Vorjahr: 65,0 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns"). Da STADA auf Grund seines Geschäftsmodells nicht in der Forschung nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig ist, handelt es sich dabei ausschließlich um Entwicklungskosten. Darüber hinaus aktivierte der Konzern im Berichtsjahr Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 28,4 Mio. € (Vorjahr: 26,1 Mio. €). Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 30,4% (Vorjahr: 28,6%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten lagen in 2016 bei ca. 8 Mio. € (Vorjahr: ca. 8 Mio. €).

Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement

Zentrale Bedarfsplanung sowie hohe Flexibilität und kontinuierliche Kostenoptimierung bei Lieferkette und pharmazeutischer Produktion

Insgesamt gibt es im Konzern an den Standorten Bad Vilbel, Deutschland, Vrsac, Serbien, und Moskau, Russland, drei so genannte Supply-Chain-Hubs, die über die STADA Arzneimittel AG gesteuert werden und an denen die zentrale Bedarfsplanung für ausgewählte Top-Produkte vorgenommen wird.

Grundsätzlich verfügt der Konzern bei der Lieferkette und der pharmazeutischen Produktion über ein hohes Maß an Flexibilität und achtet auf kontinuierliche Kostenoptimierung. Auf Grund des umfassenden Produkt-Portfolios von mehr als 800 pharmazeutischen Wirkstoffen mit ca. 18.000 durch den Konzern vertriebenen Produktaufmachungen, die bei den Wirkstoffen und/ oder Wirkstoffmengen und/oder Darreichungsformen und/oder Packungsgrößen differieren, bedient sich STADA sowohl bei der Lieferkette als auch bei der pharmazeutischen Produktion eines internationalen Netzwerks von internen und externen Ressourcen.

So stellt der Konzern bspw. in der Regel keine der zur pharmazeutischen Produktion benötigten Wirk- und Hilfsstoffe selbst her, sondern bezieht sie im Wesentlichen von preisgünstigen Lieferanten aus Niedrigkostenländern, insbesondere im asiatischen Raum. Im Geschäftsjahr 2016 verfügte STADA über Beschaffungsbüros im chinesischen Schanghai und im indischen Mumbai.

Sofern STADA Produkte im Rahmen von Lohnherstellung produzieren lässt, ist das Unternehmen nicht nur von der weltweiten Entwicklung der Einkaufspreise für die erforderlichen Wirk- und Hilfsstoffe, sondern auch von den mit den Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen abhängig. Soweit möglich, beteiligt der Konzern Lieferanten an dem Risiko, das sich in Form von Margenverlusten durch rückläufige Absatzpreise ergibt. Dies geschieht bspw. durch Preisgleitklauseln, bei denen Bezugspreise an Absatzpreise gekoppelt werden, Nachverhandlungen oder Vereinbarungen zu Sonderbeschaffungspreisen bei speziellen Absatzmengen, u.a. für Mengen, die von Krankenkassen im Rahmen von Rabattverträgen ausgeschrieben werden.

Mit Blick auf die Produktionsprozesse wurde die vor einigen Jahren begonnene Konzentration an konzerneigenen Standorten im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt. Auf Grund der sukzessiven Überführung von Produktionsmengen aus Lohnherstellung und der Verlagerung von Produktionsmengen innerhalb der eigenen Produktionsstätten werden mittlerweile rund 75% des konzernweiten Produktionsvolumens in Niedriglohnländern gefertigt. Insgesamt profitiert der Konzern im Rahmen des Konzentrationsprozesses und des flexiblen "Make or buy"-Ansatzes sowohl von strukturellen Kostenvorteilen, die sich durch die Nutzung von Standorten in Niedrigkostenländern ergeben, als auch von einer höheren Auslastung und einem damit verbundenen Rückgang der Stückkosten.

Im Berichtsjahr gab es im STADA-Konzern insgesamt 16 Produktionsstätten, unter denen die in Deutschland, Großbritannien, Russland und Serbien zu den wesentlichen zählen.

Alle konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore werden durch angemessene jährliche Investitionen auf dem gesetzlich und produktionstechnisch erforderlichen Niveau gehalten. Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen für den Ausbau sowie die Erneuerung von Fertigungsstätten und Fertigungsanlagen sowie von Prüflaboren auf 22,6 Mio. € (Vorjahr: 32,2 Mio. €).

Höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Als internationaler Gesundheitskonzern stellt STADA an die Qualität und die Sicherheit seiner Produkte seit jeher hohe Anforderungen. Diese Prämissen beziehen sich auf die Qualität der Rohstoffe, der Produkte, der Serviceleistungen und der Arbeitsbedingungen. Das konzernweite Qualitätsmanagement erfolgt zentral über die STADA Arzneimittel AG.

Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden umfangreichen Audits überprüft das konzernweite Qualitätsmanagement sowohl die vom Konzern festgelegten und zum Teil weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden Qualitätsstandards in den eigenen Produktionsstätten als auch die bei Lieferanten und Lohnherstellern.

Darüber hinaus führen von externer Seite die jeweils zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden in regelmäßigen Abständen Inspektionen durch. Innerhalb der EU finden solche Inspektionen alle zwei bis drei Jahre statt. Außerhalb der EU beantragt STADA neben den nationalen Inspektionen durch die zuständigen Behörden zusätzliche EU-Good-Manufacturing-Practice-Compliance-Inspektionen (EU-GMP-Compliance-Inspektionen), um die jeweils für drei Jahre geltende Verlängerung der erforderlichen EU-Importerlaubnis zu erhalten. Im Rahmen dessen prüfen die für den Konzern zuständigen Behörden, ob die inspizierten Fertigungsstätten den Anforderungen der EU-GMP-Standards gerecht werden.

Da der Konzern darauf abzielt, auch in Ländern außerhalb der EU die häufig über die lokalen Anforderungen hinausgehenden EU-Qualitätsstandards für Arzneimittel zu gewährleisten, sind die konzerneigenen nicht in der EU ansässigen Fertigungsstätten in Banja Luka, Nizhny Novgorod, Obninsk, Podgorica, Sabac, Tuy Hoa und Vrsac auf die Produktion von bestimmten pharmazeutischen Darreichungsformen für EU-Länder ausgerichtet und dafür von den zuständigen EU-Aufsichtsbehörden gemäß den zuvor erwähnten Inspektionen zur Lieferung in die EU freigegeben.

Neben den gesetzlichen Bestimmungen verfügt STADA über internationale Zertifizierungen gemäß externen Qualitätsmanagement-Systemen. Dementsprechend orientiert sich der Konzern an zahlreichen Produktionsstandorten nicht nur an den GMP-Standards, sondern auch an den einschlägigen ISO-Normen.

Vertrieb und Marketing

Funktionale Konzernstruktur mit lokalen und marktnahen Vertriebsgesellschaften

Der STADA-Konzern weist eine internationale Vertriebsstruktur auf, die aus national ausgerichteten Vertriebsgesellschaften besteht. Gemäß der operativen Aufstellung sind die vertrieblich aktiven Tochtergesellschaften zwar zentral organisiert, verfügen aber dennoch über eine große Marktnähe und damit einhergehend über eine außerordentliche Vertriebsstärke. Weltweit vertreibt der Konzern seine Produkte in rund 125 Ländern, inklusive des Exportanteils - davon in rund 30 Ländern über eigene Vertriebsgesellschaften.

Grundsätzlich werden die Vertriebsaktivitäten im Konzern international abgestimmt. Dies ist bspw. bei der Strukturierung des Portfolios im Zuge der weiteren Internationalisierung einzelner Produkte oder bei bestimmten Vertriebsaktivitäten wie Großhandelskooperationen der Fall.

Im Zuge seiner fokussierten Akquisitionspolitik wird der Konzern das bestehende Vertriebsnetz kontinuierlich erweitern. Neben der Nutzung von Wachstumspotenzialen soll der Ausbau dazu dienen, den Anteil der Vertriebsaktivitäten in den Ländern zu verringern, die bspw. schwierige regulatorische Rahmenbedingungen für Generika aufweisen, um so die Abhängigkeit von staatlich und damit preislich regulierten Gesundheitssystemen zu reduzieren.

Weitere Informationen zu der Entwicklung der im Berichtsjahr erfolgten vertrieblichen Konzernaktivitäten in den einzelnen Märkten sind im "Wirtschaftsbericht - Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung der Segmente Generika und Markenprodukte" enthalten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Langfristig angelegte Personalpolitik

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen mit ihrer hohen Expertise und ihrem großen Engagement maßgeblich zu dem langjährigen Erfolg des Konzerns bei. Daher verfolgt STADA eine langfristig und zur nachhaltigen Förderung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angelegte Personalpolitik. Die Themen "Aus- und Weiterbildung", "Wissensmanagement", "Nachfolgeplanung von Führungskräften" und "Mitarbeiterdialog" spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Bereich der Weiterbildung bietet das Unternehmen bspw. Maßnahmen zur Fremdsprachenförderung, fachspezifische Workshops, Seminare oder berufsbegleitende Studiengänge an. Zudem offeriert der Konzern gezielte Entwicklungs- und Förderprogramme, die auf verschiedene berufliche Phasen und die individuelle Laufbahnplanung ausgelegt sind. Als Beispiele sind hier Austauschprogramme zwischen in- und ausländischen Tochtergesellschaften sowie Führungskräfteprogramme zu nennen. Alle Personalentwicklungsmaßnahmen zielen darauf ab, Fähigkeiten, die sowohl in der Gegenwart als auch in Zukunft benötigt werden, kontinuierlich zu vermitteln und Führungs- und Expertenpositionen so weit wie möglich intern zu besetzen.

Mitarbeiterbeteiligung und Mitarbeiterdialog

Auch die Mitarbeiterbeteiligung ist bei STADA ein wichtiger Bestandteil der Personalpolitik. Um den Beschäftigten eine noch stärkere Teilhabe am Erfolg des Unternehmens zu ermöglichen, wird bspw. in Deutschland der Erwerb von STADA-Aktien incentiviert. Durch die Beteiligung wird die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen gestärkt, die Identifikation mit STADA gefördert und das Verantwortungsgefühl gegenüber dem Unternehmen und dessen Erfolg vergrößert.

Um die Wettbewerbsfähigkeit von STADA zu steigern, wird auch dem Kreativitätspotenzial und dem Ideenreichtum der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine hohe Bedeutung beigemessen. STADA setzt daher auf die aktive und systematische Beteiligung in Form eines Ideenmanagement-Systems. Alle Beschäftigten werden im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens dazu ermutigt, ihre Ideen und Vorschläge einzureichen, um so einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu ermöglichen.

Eine weitere Maßnahme ist der institutionalisierte Mitarbeiterdialog, zu dem die direkte Kommunikation der Belegschaft mit dem Führungsgremium sowie der Austausch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander gehören. Darüber hinaus gibt es im Zuge der Umsetzung der weiterentwickelten Strategie und der damit einhergehenden Weiterentwicklung der Unternehmenskultur zusätzliche Aktivitäten, die darauf zielen, den Dialog und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns zu fördern sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Einflussbereiche des Personalmanagements

Das Personalmanagement ist bei STADA dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den zahlreichen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, Rechnung zu tragen. Unter Einhaltung der Unternehmensrichtlinien und -standards - insbesondere der Compliance-Richtlinien - sind die internationalen Tochtergesellschaften in vielen Bereichen des Personalmanagements wie Personalauswahl, Qualifizierung und Vergütung weitgehend selbständig.

Entwicklung des Personalstands

Im Berichtsjahr nahm der Personalstand sowohl bei der Durchschnitts- als auch bei der Stichtagsbetrachtung zu. Die Zahl der in 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöhte sich auf 10.839 (Vorjahr: 10.441). Per Stichtag 31.12.2016 stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 10.923 (31.12.2015: 10.532).

Der Anstieg des Personalstands war im Wesentlichen auf die Akquisition der britischen BSMW Limited, der argentinischen Laboratorio Vannier S.A., der britischen Natures Aid Limited sowie eines lokalen Produkt-Portfolios der serbischen IVANCIC I SINOVI DOO mit insgesamt 218 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zurückzuführen.

Die regionale Verteilung der konzernweit Beschäftigten zeigt, dass im Geschäftsjahr 2016 in Deutschland im Durchschnitt 1.164 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Vertrag standen (Vorjahr: 1.207 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer). Die durchschnittliche Zahl der am Konzernsitz in Bad Vilbel Beschäftigten betrug dabei 908 (Vorjahr: 938). Die Zahl der an den ausländischen Konzernstandorten tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag im Durchschnitt bei 9.675 (Vorjahr: 9.234).

Der konzernweite Anteil von Frauen in Führungspositionen belief sich in 2016 auf ca. 49% (Vorjahr: ca. 48%). Weitere Informationen zu den gesetzlich vorgesehenen Zielgrößen für die Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen finden sich im Kapitel "Corporate Governance Bericht inklusive Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern".

Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2016 auf 365,7 Mio. € (Vorjahr: 342,7 Mio. €). Die Personalaufwandsquote lag bei 17,1% (Vorjahr: 16,2%).

Ziele und Strategien

Nachhaltiges profitables Wachstum und langfristige Wertsteigerung

Mit seinem Geschäftsmodell zielt der STADA-Konzern darauf ab, nachhaltiges profitables Wachstum zu generieren und langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Um diese Ziele zu erreichen, verabschiedete der Vorstand im Geschäftsjahr 2016 eine weiterentwickelte Unternehmensstrategie. Bei unveränderter strategischer Grundausrichtung wurden zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Performance des Konzerns eingeleitet, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, die Innovationskraft gesteigert und langfristig mehr Wert geschaffen werden soll. Im Zuge der Umsetzung der Initiativen sollen unerschlossene Umsatzpotenziale gehoben, die Marketingkosten optimiert, die Vertriebseffizienz erhöht und die Herstellungskosten reduziert werden. So sollen bspw. zur Hebung von bis dato nicht ausgeschöpften Umsatzmöglichkeiten im Markensegment besonders viel versprechende Produkte in zusätzlichen Ländern eingeführt werden. Im Bereich Generika wird STADA von dem Ablauf weiterer Patente profitieren und zusätzlich das Portfolio um ausgewählte Biosimilars ergänzen. Des Weiteren soll die Anzahl der Konzerngesellschaften und der Produktaufmachungen minimiert, die Zahl der Zulieferer reduziert und die Produktionsprozesse optimiert werden. Zur Zielerreichung sollen zudem eine veränderte Unternehmensstruktur mit klaren Verantwortungsbereichen und größerer Transparenz sowie eine neu ausgerichtete Unternehmenskultur mit einem verstärkten Fokus auf mehr Unternehmertum, einen umfangreicheren Wissensaustausch und einen offenen Dialog beitragen. Grundsätzlich soll die weiterentwickelte Strategie auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die in 2016 vorgestellten Ziele für das Jahr 2019 zu erreichen (vgl. "Prognosebericht").

Generika-Segment bleibt Kerngeschäft - Ausbau des margenattraktiven Markenprodukt-Bereichs

Um weiter zu wachsen, setzt STADA sowohl auf organisches Wachstum als auch auf wertschaffende Akquisitionen. Im Bereich Generika, der auch in Zukunft zum Kerngeschäft von STADA zählen wird, liegen Wachstumspotenziale vor allem in der Expansion in Märkte mit relativ geringen Penetrationsraten und in der Ergänzung des Portfolios durch ausgewählte Biosimilars. In den Generika-Märkten, in denen der Konzern bereits heute mit Tochtergesellschaften aktiv ist, strebt STADA an, führende Positionen zu halten bzw. einzunehmen. Mit Hilfe des kontinuierlichen Wachstums im Generika-Segment beabsichtigt der Konzern, die finanziellen Mittel zu erwirtschaften, mit denen der oftmals margenattraktivere Markenprodukt-Bereich weiter ausgebaut und der Anteil dieses Segments am Konzernumsatz sukzessive erhöht werden soll. Im Bereich Markenprodukte zielt STADA zum einen auf den weiteren Ausbau und zum anderen auf die zunehmende Internationalisierung erfolgreicher Marken ab. Dabei sollen auch innovative Marketingkonzepte zum Einsatz kommen. Neben der Stärkung der beiden Segmente Generika und Markenprodukte beabsichtigt STADA, durch die Einführung von innovativen Produkten zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen, die in Nischenmärkten und nicht regulierten Märkten bestehen.

Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung werden die Organisations- und Vertriebsstrukturen insgesamt überprüft. Dabei sollen bspw. die deutschen Geschäftsaktivitäten gebündelt und wettbewerbsfähiger gestaltet werden, um eine bessere Wahrnehmung im Markt sowie Umsatz- und Kostenvorteile zu erreichen. Im Zuge dessen sollen die STADA GmbH und STADAvita sowie STADApharm und cell pharm zusammengelegt werden. Zu Beginn des 4. Quartals 2016 nahm die Geschäftsleitung der STADA GmbH und STADAvita sowie der STADApharm und cell pharm mit dem Betriebsrat Verhandlungen über die Details einer Zusammenlegung und einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan auf.

Weiterentwickelte Strategie

Generika als Basis, Ausbau des Markengeschäfts und Streben nach zusätzlichen Wachstumschancen

Steuerungssystem

Im STADA-Konzern erfolgt die Steuerung der Unternehmensbereiche anhand der folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: bereinigter Konzernumsatz, bereinigter Konzerngewinn, bereinigtes EBITDA sowie Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA. Diese Kennzahlen werden zur operativen Konzernsteuerung herangezogen. Während die Steuerung des bereinigten Konzernumsatzes auf Segmentebene erfolgt, werden das bereinigte EBITDA, der bereinigte Konzerngewinn sowie das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA jeweils auf Konzernebene gesteuert.

Ungeachtet der Tatsache, dass STADA bei der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie sowohl auf organisches als auch akquisitorisches Wachstum abzielt, ist die maßgebliche Steuerungsgröße der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz, der mit Blick auf die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs eine wichtige Rolle spielt.

Unter dem bereinigten EBITDA1) ist im STADA-Konzern das EBITDA bereinigt um Sondereffekte innerhalb des operativen Ergebnisses mit Ausnahme der Sondereffekte zu verstehen, die sich auf Wertminderungen und Zuschreibungen von Anlagevermögen beziehen. Anhand des bereinigten EBITDA misst STADA seine operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Segmente bereinigt um die im Jahresvergleich verzerrenden Einflüsse aus Sondereffekten. Darin sind das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sowie das Beteiligungsergebnis enthalten.

Beim bereinigten Konzerngewinn1) handelt es sich bei STADA um den Konzerngewinn bereinigt um Sondereffekte. Der bereinigte Konzerngewinn wird als eine Kennziffer zur Messung des Gesamterfolgs herangezogen.

Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA dient als Maßstab für den Verschuldungsgrad und ist damit Gradmesser für die finanzielle Stabilität, u.a. bei der Aufnahme von Fremdkapital.

1) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.

Die Ableitung der finanziellen Leistungsindikatoren um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz, bereinigtes EBITDA, bereinigter Konzerngewinn und Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA stellt sich im STADA-Konzern wie folgt dar:

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Finanzieller Leistungsindikator Ermittlung ausgehend von der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und der Konzern-Bilanz gemäß IFRS
Um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz Konzernumsatz
  ± Portfolioeffekte
  ± Währungseffekte
  = um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz
Bereinigtes EBITDA Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
  ± Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen
  = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
  ± Sondereffekte innerhalb des operativen Ergebnisses mit Ausnahme der einmaligen Sondereffekte, welche sich auf Wertminderungen und Zuschreibungen von Anlagevermögen beziehen
  = bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA)
Bereinigter Konzerngewinn Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn)
  ± Sondereffekte
  = bereinigter Konzerngewinn
Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA Langfristige Finanzverbindlichkeiten
  + kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
  = Bruttoverschuldung
  - Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale"
  = Nettoverschuldung
  + bereinigtes EBITDA
  = Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA

Verantwortung und Nachhaltigkeit

Unternehmerische Verantwortung seit mehr als 120 Jahren

Als weltweit agierender Pharma- und Gesundheitskonzern hat sich STADA seit mehr als 120 Jahren der Übernahme von Verantwortung verpflichtet. Das kommt auch in seinem Leitbild "Alles Gute" zum Ausdruck. Es umfasst neben der Fürsorge um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen auch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften. Bereits den Gründern des Apotheker-Vereins Standardarzneimittel Deutsche Apotheker (STADA) im Jahr 1895 ging es bei der Herstellung bestimmter Präparate nach standardisierten Vorschriften um das Wohl der Patienten. Auch heute nimmt STADA seine gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst. Beide Segmente der Geschäftsaktivitäten, Generika und Markenprodukte, leisten dazu ihren Beitrag. Generika tragen durch einen günstigen Preis zu einer effizienten und bezahlbaren Gesundheitsversorgung bei. Markenprodukte entlasten die Gesundheitssysteme, da sie bis auf wenige Ausnahmen nicht erstattungsfähig sind. Dem Bekenntnis zu Sicherheit und Gesundheit der Patienten, Bewahrung der Umwelt, fairen Arbeitsbedingungen sowie einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung wird STADA durch den geplanten Beitritt zum UN Global Compact Nachdruck verleihen.

Wertorientierte Unternehmensführung

Ein wichtiger Baustein für unternehmerischen Erfolg ist eine gute Corporate Governance. Dazu zählen neben einem umfassenden Chancen- und Risikomanagement auch konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinien - festgehalten im Code of Conduct - und themenorientierte Corporate Policies. Die Compliance, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und internen Regeln, ist im STADA-Konzern fest verankert. Im Rahmen der fortlaufenden Optimierung des Compliance-Management-Systems wurde etwa im Geschäftsjahr 2016 plangemäß mit der Überprüfung des Compliance-Management-Systems in der STADA-Gruppe (Readiness-Assessment) durch externe Experten begonnen und im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Das Thema Compliance wird im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Corporate Governance Bericht" detailliert beschrieben. Ein zentrales Einkaufs- und Lieferantenmanagement sowie ein umfassendes Corporate-Responsibility-Management (CR-Management) bzw. Environmental-Social-Governance-Management (ESG-Management) sind bei STADA weitere Bestandteile einer wertorientierten Unternehmensführung. So wurde bspw. 2016 eine umfassende Befragung von Lieferanten und Dienstleistern zu verschiedenen CR-relevanten Themen in Form einer Selbstauskunft durchgeführt. Diese Informationen fließen in das elektronische System zur CR-Lieferantenbewertung ein. Die STADA Steering Group CR gewährleistet die bereichsübergreifende und strategische Steuerung des Themas CR und hat die Projektgruppe CR innerhalb der Organisation mit der operativen Umsetzung beauftragt.

Globales Arzneimittelsicherheitssystem

Medikamente sind Produkte, die eine unmittelbare Auswirkung auf die Gesundheit der Menschen haben. Auf Grund dieser Verantwortung gegenüber den Patienten sind sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittel das wichtigste Ziel bei STADA. Um es zu erreichen, sind Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle im STADA-Konzern an dem Leitfaden der europäischen Good-Manufacturing-Practice-Standards (EU-GMP-Standards) ausgerichtet. Diese GMP-Standards gelten auch für sämtliche Zulieferer des STADA-Konzerns. Ebenso unterliegen die weltweiten STADA-Tochtergesellschaften einem zentralen Management zur Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle, das von regionalen Qualitätsbeauftragten unterstützt wird. Im Zuge eines globalen Arzneimittelsicherheitssystems berichten zudem alle Tochtergesellschaften direkt an die zentrale Abteilung "Arzneimittelsicherheit". Der Bereich Produktsicherheit umfasst bei STADA sichere Arzneimittelverpackungen, die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien, die regelmäßige Auditierung des globalen Arzneimittelsicherheitssystems sowie die Ausrichtung der Entwicklungsaktivitäten gemäß EU-Guidelines bzw. nationalen Anforderungen bei lokalen Eigenentwicklungen. Im Jahr 2013 hat STADA zudem als erstes pharmazeutisches Unternehmen in Deutschland großflächig eine 2D-Barcode-Kennzeichnung der Produkte eingeführt, die die Warenwirtschaft erleichtert und dem Kunden z.B. bei Produktrückrufen mehr Sicherheit bietet. Damit hat der STADA-Konzern bereits frühzeitig erste Maßnahmen am Markt etabliert, die sich aus der EU-Fälschungsrichtlinie ergeben und gesetzlich erst zum 09.02.2019 EU-weit umgesetzt sein müssen.

Umweltschutz bei STADA

Umweltschutz erschöpft sich bei STADA nicht in der Beachtung geltender Gesetze. Vielmehr arbeitet das Unternehmen kontinuierlich daran, Verfahren und Prozesse zu optimieren, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu minimieren. Neben regelmäßigen GMP-Zertifizierungen der Produktionsstandorte und Zulieferer wird das Umweltmanagement durch einen konzernweiten Best-Practice-Transfer unterstützt. Lokalen Normen, Gesetzen und Maßnahmen wird durch eine in diesem Bereich dezentrale Organisation Rechnung getragen. Darüber hinaus weist STADA auf Grund seines Geschäftsmodells, das keine Wirkstoffherstellung vorsieht, keine signifikanten Emissionsrisiken auf. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem integrierten CR-Bericht, der konzernübergreifende CR-Kennzahlen beinhalten soll.

"Alles Gute"-Initiative

Um seinem Leitbild "Alles Gute" gerecht zu werden, engagiert sich STADA auch bei zahlreichen gesellschaftlichen Sponsoring-Projekten. Besonders aktiv ist der Konzern weltweit in den Bereichen Aufklärung, Bildung und Forschung, Kultur sowie Sport. In Katastrophenfällen hilft STADA auch kurzfristig mit Medikamenten oder Geldspenden.

Die 2014 von STADA gegründete "Alles Gute"-Initiative trägt bspw. dazu bei, Menschen mit nützlichen Informationen zu dem Thema Gesundheit zu versorgen, sie aber auch über Defizite oder Fehlverhalten aufzuklären. Der jüngste im Geschäftsjahr 2016 veröffentlichte STADA-Gesundheitsreport beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist. Darüber hinaus ist STADA bereits seit 2007 Hauptsponsor des gemeinnützigen Vereins dolphin aid e.V., der kranken und behinderten Kindern alternative Therapiemöglichkeiten bietet. Seit dem schweren Erdbeben im April 2015 in Nepal engagierte sich das Unternehmen dort zunächst mit Soforthilfe in Form von Geld- und Medikamentenspenden und seither mit Mitteln für den Wiederaufbau von Häusern und Schulen. Im Bereich "Bildung und Forschung" unterstützt STADA seit 2003 die Hochschule Fresenius in Form einer Stiftungsprofessur. Zudem beteiligt sich der Konzern in Zusammenarbeit mit der Charité -Universitätsmedizin Berlin an dem so genannten "Deutschlandstipendium". Im kulturellen Bereich fördert STADA seit 29 Jahren die Burgfestspiele in Bad Vilbel. Auch Sport spielt für die Gesundheit eine wichtige Rolle. Deshalb engagiert sich STADA in diesem Bereich bei zahlreichen Projekten - im Breiten-, Behinderten- und Profisport. All diese sind nur einige der zahlreichen Beispiele für das gesellschaftliche Engagement des STADA-Konzerns.

Digitalisierung in der Gesundheitsbranche

Wie viele andere Unternehmen befasst sich auch STADA intensiv mit dem Thema "Digitalisierung". Aus diesem Grund trat STADA im Geschäftsjahr 2015 dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) bei. Auf diese Weise möchte sich der Konzern in den Dialog über wichtige Aspekte der Digitalisierung der Gesundheitsbranche, wie bspw. das Thema "Datenschutz im Gesundheitswesen" und das E-Health-Gesetz, einbringen. Darüber hinaus ist Digitalisierung auch ein Faktor für die Arbeitgeberattraktivität. Die digitale Vernetzung und digitales Wissensmanagement werden in Zukunft auch für STADA immer wichtiger, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein vielseitiges Arbeitsumfeld zu bieten. STADA hat bereits in den vergangenen Jahren eine umfassende Digitalisierung innerhalb des Unternehmens eingeleitet, u.a. durch die verstärkte Nutzung von digitalen Medien zur Aufklärung über Gesundheitsthemen sowie durch die Einrichtung eines IT-Shared-Service-Centers, das den gesamten Konzern mit IT-Dienstleistungen unterstützt und berät. Diese Entwicklung wird in Zukunft noch weiter ausgebaut. Im Bereich Human Resources läuft gegenwärtig die schrittweise Implementierung eines neuen HR-IT-Systems. Durch die Verknüpfung der einzelnen Module sollen Effizienz, Effektivität und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahm die weltweite Wirtschaftsleistung in 2016 um moderate 3,1% zu.1) Dabei machten sich die Entscheidung zu Gunsten eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union und die lange währende Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen genauso bemerkbar wie die Neuausrichtung Chinas mit dem Fokus auf den inländischen Konsum. Die Rohstoffnotierungen zogen seit Beginn des Jahres deutlich an, lagen aber zumeist immer noch unter den durchschnittlichen Preisen von 2015. Deshalb war die wirtschaftliche Situation der rohstoffexportierenden Länder wie Russland weiterhin schwierig.

Die folgende Tabelle zeigt die Konjunkturentwicklung in den für STADA wichtigsten Märkten. Die Länder sind nach dem von STADA in 2016 erzielten Umsatz absteigend sortiert.

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Wachstumsrate (BIP) 2016
in %
Deutschland1) 1,7
Russland1) -0,6
Italien1) 0,9
Großbritannien1) 2,0
Spanien1) 3,2
Vietnam2) 6,1
Belgien2) 1,4
Frankreich1) 1,3
Serbien2) 2,5

In Deutschland setzte sich die robuste Konjunkturentwicklung mit 1,7% fort. Russland litt zwar weiterhin unter dem niedrigen Niveau der Rohstoffpreise, konnte die Wirtschaftsleistung jedoch von -3,7% im Vorjahr auf -0,6% verbessern. Die möglicherweise negativen Folgen des Brexits für Großbritannien spiegelten sich zwar noch nicht in den Wachstumszahlen von 2,0% wider, allerdings verlor das britische Pfund stark an Wert. In Italien, Frankreich und Belgien stabilisierten sich die Wachstumsraten mit Werten von 0,9%, 1,3% und 1,4%. Spanien profitierte von einer expansiven Fiskalpolitik und einem wieder kräftig wachsenden Tourismus, so dass die Wirtschaftsleistung wie im Jahr zuvor bei 3,2% lag. Vietnam konnte die Wachstumsrate des Vorjahres mit 6,1% halten. In Serbien legte das Wachstum von 0,5% im Vorjahr auf 2,5% zu.

Branchenspezifische Entwicklung

In 2016 stieg der Umsatz des internationalen Generika-Markts im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7,8%3) auf ca. 185,3 Mrd. €3) . Der Anteil von Generika am weltweiten Pharmamarkt belief sich auf ca. 15,2%3) . Die Umsatzentwicklung von Generika der für STADA umsatzmäßig acht größten Länder stellte sich im Berichtsjahr wie folgt dar: Deutschland ca. +4,0%4) auf ca. 6,7 Mrd. €4) , Italien ca. +6,6%4) auf ca. 3,6 Mrd. €4) , Spanien ca. +6,8%4) auf ca. 3,1 Mrd. €4) , Russland ca. +9,5%4) auf ca. 2,5 Mrd. €4) , Frankreich ca. +5,1%4) auf ca. 5,9 Mrd. €4) , Belgien ca. +3,8%4) auf ca. 0,6 Mrd. €4) , Vietnam ca. +5,5%4) auf ca. 0,6 Mrd. €4) und Serbien ca. +4,8%4) auf ca. 0,3 Mrd. €5) .

Der Umsatz des internationalen OTC-Markts erhöhte sich in 2016 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 11,7%4) auf ca. 79,4 Mrd. €4) . Der Anteil von OTC-Produkten am globalen Pharmamarkt lag bei ca. 7,7%4) . Die Umsatzentwicklung von OTC-Produkten in den für STADA am Umsatz gemessen fünf größten Ländern sah in 2016 wie folgt aus: Deutschland ca. +1,8%4) auf ca. 5,3 Mrd. €4) , Großbritannien ca. +1,8%4) auf ca. 1,7 Mrd. €4) , Russland ca. +5,0%4) auf ca. 3,8 Mrd. €4) , Italien ca. +2,4%4) auf ca. 1,6 Mrd. €4) und Vietnam ca. +20,1%4) auf ca. 1,3 Mrd. €4) .

1) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook January 2017.
2) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook October 2016.
3) QuintilesIMS Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2017.
4) QuintilesIMS MIDAS 2016.
5) QuintilesIMS national / Sell-Out.

Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Der STADA-Konzern ist mit seinem Geschäftsmodell auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtet und damit auf eine Branche, die eine relativ konjunkturunabhängige Nachfrage aufweist. Angesichts dessen haben die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Regel weniger direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns als das jeweilige regulatorische Umfeld. Im Berichtsjahr gab es mit Blick auf die regulatorischen Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA tätig ist, keine wesentlichen Veränderungen, die sich maßgeblich auf die Entwicklung des Konzerns ausgewirkt haben.

Konjunkturelle Einflüsse haben in den Märkten einen stärkeren Einfluss auf den Konzern, die zu den Selbstzahlermärkten gehören, da die Nachfrage dort zu einem gewissen - teilweise hohen - Grad von der finanziellen Situation der jeweiligen Bevölkerung abhängt. So wurde in 2016 bspw. das Markenprodukt-Segment von STADA in Russland von der unveränderten Kaufzurückhaltung der russischen Konsumenten beeinflusst, da dieser Markt mit 94% einen sehr hohen Anteil an Selbstzahlern aufweist.

Auswirkungen auf die Konzernentwicklung haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form von Währungs- und Zinsvolatilitäten. Vor diesem Hintergrund trifft STADA zwar angemessene Vorkehrungen, um auf starke Schwankungen von Zinsen und konzernrelevanten Währungsrelationen angemessen reagieren zu können. Allerdings ist dies nur in einem begrenztem Maß möglich (vgl. "Chancen- und Risikobericht"). Der Währungseinfluss zeigte sich im Berichtsjahr insbesondere bei der Entwicklung des ausgewiesenen operativen Ergebnisses, das infolge eines schwächeren russischen Rubel und einer seit dem EU-Referendum zunehmenden Schwäche des britischen Pfund stark von negativen Translationseffekten beeinträchtigt war (vgl. "Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns").

Mit Blick auf die Translation der Umsätze und Erträge in den für STADA wichtigsten Landeswährungen russischer Rubel, serbischer Dinar und britisches Pfund lässt sich festhalten, dass sich diese in 2016 in Relation zur Konzernwährung Euro schwächer entwickelten und damit die Ergebnisentwicklung beeinflussten. Während im Vergleich zum Euro der russische Rubel und das britische Pfund eine schlechtere bzw. seit dem EU-Referendum eine zunehmend schwächere Entwicklung aufwiesen, entwickelte sich der serbische Dinar im Verhältnis zum Euro nur leicht negativ. Die ukrainische Griwna und der kasachische Tenge verzeichneten gegenüber dem Euro eine deutlich schlechtere, der vietnamesische Dong und der Schweizer Franken eine schwächere Entwicklung. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro (vgl. "Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung des Konzerns").

Die Entwicklung des britischen Pfund und des russischen Rubel in Relation zur Konzernwährung Euro sah in 2016 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus:

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Stichtagskurs 31.12. in Landeswährung Durchschnittskurs für die Berichtsperiode
Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1
Euro
2016 2015 ±
%
2016 2015 ±
%
Britisches Pfund 0,85620 0,73390 +17% 0,81886 0,72604 +13%
Russischer Rubel 64,30000 80,67360 -20% 74,22592 68,01339 +9%

Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung 2016 im Vergleich zum Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2016 hatte der Vorstand im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2015 bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz, dem bereinigten EBITDA und dem bereinigten Konzerngewinn ein leichtes Wachstum prognostiziert. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA hatte er ein Niveau von nahezu 3 erwartet.

Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 3% auf 2.167,2 Mio. € (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung des Konzerns"). Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 2% auf 398,0 Mio. € (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns"). Der bereinigte Konzerngewinn zeigte einen Anstieg von 7% auf 177,3 Mio. € (vgl. "Wirtschaftsbericht -Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns"). Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA lag bei 2,8 (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Vermögenslage").

Mit dieser Entwicklung lagen der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz, das bereinigte EBITDA und der bereinigte Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2016 leicht über den im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2015 gemachten Aussagen.

Geschäftsverlauf und Lage | Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren und nicht finanziellen Steuerungsgrößen

Finanzielle Leistungsindikatoren des STADA-Konzerns

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren des STADA-Konzerns sah im Geschäftsjahr 2016 wie folgt aus:

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Finanzielle Leistungsindikatoren
in Mio. €
2016 2015 ±%
Konzernumsatz bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte 2.167,2 2.100,4 +3%
• Generika 1.287,4 1.253,2 +3%
• Markenprodukte 879,8 847,1 +4%
Bereinigtes EBITDA 398,0 389,4 +2%
• Generika 264,9 232,0 +14%
• Markenprodukte 200,7 220,1 -9%
Bereinigter Konzerngewinn 177,3 165,8 +7%
Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA 2,8 3,1 -10%

Details zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren von STADA sind in den nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage enthalten.

Nicht finanzielle Steuerungsgrößen des STADA-Konzerns

In Ergänzung zu wesentlichen Finanzkennzahlen zur Beurteilung der finanziellen Entwicklung des Konzerns sind für den nachhaltigen Unternehmenserfolg auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen von Bedeutung. Angesichts dessen spielen insbesondere Themen wie "unternehmerische Verantwortung", "nachhaltige Entwicklungs- und Zulassungsstärke", "Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle", "Umweltschutz" sowie "Mitarbeiterförderung und Mitarbeiterbindung" eine wichtige Rolle. Einzelheiten hierzu sind im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts in den Kapiteln "Produktentwicklung", "Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement", "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" sowie "Verantwortung und Nachhaltigkeit" enthalten.

Geschäftsverlauf und Lage | Ertragslage

Umsatzentwicklung des Konzerns

Anstieg des Konzernumsatzes unter herausfordernden Rahmenbedingungen

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in Mio. € 2016 2015
Konzernumsatz 2.139,2 2.115,1
Um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz 2.167,2 2.100,4

Der ausgewiesene Konzernumsatz zeigte im Geschäftsjahr 2016 eine Steigerung von 1% auf 2.139,2 Mio. € auf (Vorjahr: 2.115,1 Mio. €).

Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten resultierten, nahm der bereinigte Konzernumsatz im Berichtsjahr um 3% auf 2.167,2 Mio. € zu (Vorjahr: 2.100,4 Mio. €).

Die Überleitung des ausgewiesenen Konzernumsatzes zu dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz ergibt sich wie folgt:

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in Mio. € 2016 Vergleichsbasis für 2016 ±% 2015 Vergleichsbasis für 2015 ±%
Ausgewiesener Konzernumsatz 2.139,2 2.115,1 +1% 2.115,1 2.062,2 +3%
• Generika 1.280,7 1.261,4 +2% 1.261,4 1.261,7 -0%
• Markenprodukte 858,5 853,6 +1% 853,6 800,5 +7%
Währungseffekte 69,6 - - 64,6 - -
• Generika 17,9 - - 13,2 - -
• Markenprodukte 51,7 - - 51,5 - -
Portfolioveränderungen 41,6 14,7 - 45,9 10,0 -
• Generika 11,2 8,2 - 6,6 6,3 -
• Markenprodukte 30,4 6,5 - 39,3 3,7 -
Um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz 2.167,2 2.100,4 +3% 2.133,8 2.052,2 +4%
• Generika 1.287,4 1.253,2 +3% 1.268,0 1.255,4 +1%
• Markenprodukte 879,8 847,1 +4% 865,8 796,8 +9%

Im Detail sahen diese Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekte zurückzuführen waren, wie folgt aus:

Die Portfolioveränderungen betrugen in 2016 insgesamt 41,6 Mio. € - im Wesentlichen bedingt durch die Akquisition der Socialites-Gruppe und der Laboratorio Vannier - sowie in der rückwärtigen Betrachtung als Anpassung für das Vorjahr insgesamt 14,7 Mio. € - maßgeblich auf Grund der Veräußerung der Laboratoires d'études et de recherches en oligo éléments thérapie SA und der Einstellung des Handelsgeschäfts bei der STADA Nordic. Dies entspricht 1,2 Prozentpunkten.

Bei Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro wies STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 69,6 Mio. € bzw. -3,3 Prozentpunkten auf, da sich alle drei für STADA wichtigsten Landeswährungen in Relation zur Konzernwährung Euro schwächer entwickelten. Während verglichen mit dem Euro der russische Rubel und das britische Pfund eine schlechtere bzw. seit dem EU-Referendum eine zunehmend schwächere Entwicklung verzeichneten, entwickelte sich der serbische Dinar im Verhältnis zum Euro nur leicht negativ. Die ukrainische Griwna und der kasachische Tenge zeigten gegenüber dem Euro eine deutlich schlechtere, der vietnamesische Dong und der Schweizer Franken eine schwächere Entwicklung. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern hatten nur einen geringen Einfluss auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro.

Sofern in diesem Geschäftsbericht bereinigte Umsatzzahlen ausgewiesen werden, ist darunter jeweils der um diese Portfolioeffekte und Währungsveränderungen bereinigte Umsatz zu verstehen.

Geschäftsverlauf und Lage | Ertragslage

Ertragsentwicklung des Konzerns

Bereinigtes EBITDA in Mio. €

Bereinigter Konzerngewinn in Mio. €

Ausgewiesene Ertragskennzahlen durch hohe Sondereffekte belastet

Insgesamt wurde die Ertragslage in 2016 durch hohe Sondereffekte - insbesondere durch Aufwandseffekte aus Reorganisationsentscheidungen - geprägt. Aus der im Juli 2016 geänderten Unternehmensstruktur und den damit einhergehenden veränderten Berichtsstrukturen, die eine Abkehr von regionalen Verantwortlichkeiten hin zu einer zentralen Steuerung der Segmente Generika und Markenprodukte bedeuten, resultierten eine Reihe von strukturellen Maßnahmen, die sich insbesondere auf Personalentscheidungen und die Neubewertung von Portfolioaktivitäten bezogen. Infolgedessen entwickelten sich die ausgewiesenen Ertragskennzahlen abweichend von den bereinigten Ertragskennzahlen. Zudem war die Entwicklung des ausgewiesenen operativen Ergebnisses stark durch negative Translationseffekte beeinflusst, die auf einen schwächeren russischen Rubel und eine seit dem EU-Referendum zunehmende Schwäche des britischen Pfund zurückzuführen waren.

So verzeichnete das ausgewiesene operative Ergebnis im Berichtsjahr einen Rückgang von 20% auf 178,1 Mio. € (Vorjahr: 223,7 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA reduzierte sich um 4% auf 361,5 Mio. € (Vorjahr: 377,1 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn nahm um 22% auf 85,9 Mio. € ab (Vorjahr: 110,4 Mio. €).

Das bereinigte operative Ergebnis zeigte im Berichtsjahr ein Wachstum von 4% auf 294,4 Mio. € (Vorjahr: 283,8 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 2% auf 398,0 Mio. € auf (Vorjahr: 389,4 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn legte um 7% auf 177,3 Mio. € zu (Vorjahr: 165,8 Mio. €).

Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 25,1% (Vorjahr: 25,8%). Die bereinigte Steuerquote lag im selben Zeitraum mit 23,9% über der des Vorjahres (Vorjahr: 22,0%).

Ertragsbeeinflussung durch Sondereffekte

Die Sondereffekte summierten sich in 2016 saldiert zu einer Ertragsbelastung in Höhe von 116,7 Mio. € vor bzw. 91,4 Mio. € nach Steuern. Die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns ergibt sich dabei wie folgt:

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in Mio. €1) 2016 ausgewiesen Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens Effekte aus Kaufpreiaufteilungen und Produktakquisitionen2)
Operatives Ergebnis 178,1 65,5 11,4
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 0,7 - -
Beteiligungsergebnis 0,0 - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 178,9 65,5 11,4
Finanzielle Erträge und Aufwendungen 51,4 - -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 127,4 65,5 11,4
Ertragsteuern 31,9 12,8 3,1
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 9,6 0,5 -1,6
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 85,9 52,2 9,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 178,9 65,5 11,4
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 182,7 -65,5 -14,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 361,5 - -2,9
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in Mio. €1) Kurseffekte CIS/Osteuropa3) Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten Portfoliobereinigungen/ Restrukturierungsaufwendungen4)
Operatives Ergebnis 9,1 - 28,2
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen - - -
Beteiligungsergebnis - - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 9,1 - 28,2
Finanzielle Erträge und Aufwendungen - -0,5 -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 9,1 0,5 28,2
Ertragsteuern 1,1 0,1 5,3
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis - - -
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 8,0 0,4 22,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 9,1 - 28,2
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen - - -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 9,1 - 28,2
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in Mio. €1) Sonstige5) 2016 bereinigt
Operatives Ergebnis 2,0 294,4
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen - 0,7
Beteiligungsergebnis - 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2,0 295,1
Finanzielle Erträge und Aufwendungen - 50,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2,0 244,2
Ertragsteuern 4,0 58,4
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis - 8,5
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) -2,0 177,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2,0 295,1
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen - 102,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2,0 398,0

1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.
3) Betrifft ergebniswirksame Kurseffekte resultierend aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer wesentlicher Währungen der Region CIS/Osteuropa.
4) Betrifft verschiedene außerordentliche Aufwendungen, u.a. für die Restrukturierung des Deutschland-Geschäfts, die Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der ägyptischen Tochtergesellschaft sowie die Beendigung eines Distributionsvertrags in Belgien.
5) Betrifft verschiedene außerordentliche Erträge und Aufwendungen, u.a. für eine erhaltene Meilensteinzahlung in Großbritannien, Steuersatzänderungen in Großbritannien sowie eine Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden.

Im Vorjahr ergab sich durch Sondereffekte eine saldierte Ertragsbelastung in Höhe von 63,1 Mio. € vor bzw. 55,4 Mio. € nach Steuern, die sich wie folgt auf die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns im Geschäftsjahr 2015 auswirkten:

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in Mio. €1) 2015 ausgewiesen Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen2) Kurseffekte CIS/Osteuropa3)
Operatives Ergebnis 223,7 33,2 9,5 16,9
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 1,4 - - -
Beteiligungsergebnis 0,1 - - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 225,3 33,2 9,5 16,9
Finanzielle Erträge und Aufwendungen 67,5 - - -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 157,8 33,2 9,5 16,9
Ertragsteuern 40,6 3,8 -0,6 -
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 6,8 0,3 -0,5 -
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 110,4 29,1 10,6 16,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 225,3 33,2 9,5 16,9
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 151,8 -33,2 -14,5 -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 377,1 - -5,0 16,9
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in Mio. €1) Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten Sonstige4) 2015 bereinigt
Operatives Ergebnis - 0,4 283,8
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen - - 1,4
Beteiligungsergebnis - - 0,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 0,4 285,3
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -3,1 - 64,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3,1 0,4 220,9
Ertragsteuern 0,2 4,6 48,6
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis - -0,1 6,5
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 2,9 -4,1 165,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 0,4 285,3
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen - - 104,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) - 0,4 389,4

In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns und die sich daraus ergebenden Margen sowohl ausgewiesen als auch bereinigt um die zuvor aufgeführten Sondereffekte bzw. um die zuvor aufgeführten Sondereffekte für 2016 und das Vorjahr im Vergleich dargestellt.

1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.
3) Betrifft ergebniswirksame Kurseffekte resultierend aus der Veränderung des russischen Rubel sowie weiterer wesentlicher Währungen der Region CIS/Osteuropa.
4) Betrifft verschiedene außerordentliche Erträge und Aufwendungen, u.a. für geleistete und erhaltene Schadensersatzleistungen, Steuersatzänderung in Großbritannien, einen Veräußerungserfolg aus dem Verkauf einer französischen Markengesellschaft sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abgabe der deutschen Logistikaktivitäten.

Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

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in Mio. € 2016 2015 ±% Marge1)2016 Marge1)2015
Operatives Ergebnis 178,1 223,7 -20% 8,3% 10,6%
• Operatives Segmentergebnis Generika 195,2 177,7 +10% 15,2% 14,1%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte 81,4 130,0 -37% 9,5% 15,2%
EBITDA2) 361,5 377,1 -4% 16,9% 17,8%
• EBITDA Generika 255,8 233,2 +10% 20,0% 18,5%
• EBITDA Markenprodukte 186,2 211,8 -12% 21,7% 24,8%
EBIT3) 178,9 225,3 -21% 8,4% 10,7%
EBT4) 127,4 157,8 -19% 6,0% 7,5%
Konzerngewinn 85,9 110,4 -22% 4,0% 5,2%
Ergebnis je Aktie in € 1,38 1,79 -23%    
Verwässertes Ergebnis je Aktie in €5) - 1,79 -    

Entwicklung der bereinigten 6) Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

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in Mio. € 2016 2015 ±% Marge1)2016 Marge1)2015
Operatives Ergebnis bereinigt 294,4 283,8 +4% 13,8% 13,4%
• Operatives Segmentergebnis Generika bereinigt 214,2 182,7 +17% 16,7% 14,5%
• Operatives Segmentergebnis Markenprodukte bereinigt 152,8 173,2 -12% 17,8% 20,3%
EBITDA2) bereinigt 398,0 389,4 +2% 18,6% 18,4%
• EBITDA Generika bereinigt 264,9 232,0 +14% 20,7% 18,4%
• EBITDA Markenprodukte bereinigt 200,7 220,1 -9% 23,4% 25,8%
EBIT3) bereinigt 295,1 285,3 +3% 13,8% 13,5%
EBT4) bereinigt 244,2 220,9 +11% 11,4% 10,4%
Konzerngewinn bereinigt 177,3 165,8 +7% 8,3% 7,8%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt 2,85 2,69 +6%    
Verwässertes Ergebnis je Aktie in €5) bereinigt - 2,69 -    

1) Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz.
2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
3) Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
4) Ergebnis vor Steuern.
5) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.
6) Bereinigt um Sondereffekte.

Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kostenentwicklung

Die Herstellungskosten erhöhten sich in 2016 auf 1.105,3 Mio. € (Vorjahr: 1.101,7 Mio. €). Das Bruttoergebnis betrug 1.033,9 Mio. € (Vorjahr: 1.013,4 Mio. €).

Insgesamt enthalten die Herstellungskosten im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 101,0 Mio. € (Vorjahr: 101,5 Mio. €), die im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen für solche immateriellen Vermögenswerte resultierten, die eine Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen - darstellen.

Die Herstellungskostenquote belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 51,7% (Vorjahr: 52,1%). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 48,3% (Vorjahr: 47,9%). Diese Entwicklung war maßgeblich auf reduzierte Erlösminderungen im deutschen Generika-Segment (vgl. "Ertragslage - Umsatzentwicklung der Segmente Generika und Markenprodukte - Generika - Deutschland") sowie auf eine kontinuierliche Verbesserung der Herstellungskostenquote zurückzuführen.

Die Vertriebskosten erhöhten sich im Berichtsjahr auf 488,3 Mio. € (Vorjahr: 482,6 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus erhöhten Marketingaufwendungen im Markenprodukt-Segment, vor allem in Italien, Deutschland und Belgien. Die Vertriebskostenquote lag bei 22,8% (Vorjahr: 22,8%).

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich in 2016 auf 182,7 Mio. € (Vorjahr: 178,4 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz belief sich auf 8,5% (Vorjahr: 8,4%). Die Steigerung basierte im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr bzw. zum Ende des Vorjahres erfassten erstkonsolidierten Tochterunternehmen.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 65,1 Mio. € (Vorjahr: 65,0 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug 3,0% (Vorjahr: 3,1%).

In den von STADA ausgewiesenen Entwicklungskosten sind die nicht aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen enthalten, die insbesondere die Kosten für regulatorische Anforderungen und die Optimierung von bestehenden Produkten umfassen. Diese Kostenposition beinhaltet keine Zahlungen für die Entwicklung von neuen Produkten, da diese von STADA in der Regel aktiviert werden.1)

Die anderen Aufwendungen stiegen in 2016 auf 138,9 Mio. € (Vorjahr: 83,7 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf erhöhte Wertminderungen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte, die Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts, die Beendigung eines Distributionsvertrags in Belgien, die Restrukturierung des Deutschland-Geschäfts sowie eine Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die geringeren Kursaufwendungen, insbesondere im russischen Teilkonzern STADA CIS, aus.

Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen sind Personalaufwendungen in Höhe von 24,8 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) enthalten.

Das Finanzergebnis, das sich maßgeblich aus den finanziellen Erträgen und den finanziellen Aufwendungen zusammensetzt, belief sich im Berichtsjahr auf -50,7 Mio. € (Vorjahr: -65,9 Mio. €). Der Zinsaufwand in Höhe von 52,9 Mio. € (Vorjahr: 65,6 Mio. €) stellte dabei den größten operativ bedingten Einzelposten dar. Darüber hinaus waren im Finanzergebnis Effekte aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten enthalten, die sich zu einer saldierten Aufwandsbelastung in Höhe von 0,5 Mio. € addierten (Vorjahr: Ertragsbelastung in Höhe von 3,1 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2016 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,7% p.a. und 26,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,7% p.a. und 16,6% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 1,7% p.a. (31.12.2015: ca. 2,0% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,1% p.a. (31.12.2015: ca. 5,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 1,8% p.a. (31.12.2015: ca. 2,6% p.a.).

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern reduzierten sich in 2016 auf 31,9 Mio. € (Vorjahr: 40,6 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote verbesserte sich auf 25,1% (Vorjahr: 25,8%), insbesondere auf Grund einer Steuersatzänderung in Großbritannien und einer weiterhin gegebenen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen in Deutschland. Die bereinigte Steuerquote lag im selben Zeitraum mit 23,9% über der des Vorjahres (Vorjahr: 22,0%).

1) Im Berichtsjahr wurden für neue Produkte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 28,4 Mio. € (Vorjahr: 26,1 Mio. €) aktiviert.

Geschäftsverlauf und Lage | Ertragslage

Umsatzentwicklung der Segmente Generika und Markenprodukte

Gemäß der 2016 vom Vorstand beschlossenen und im Kapitel "Das Geschäftsjahr im Überblick" kurz beschriebenen grundlegenden Änderung der Berichtsstrukturen berichtet der STADA-Konzern nun nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte. Bei der Darstellung der beiden Segmente beschreibt STADA zudem, wie sich innerhalb dieser beiden Segmente die jeweils umsatzmäßig größten Länder entwickelt haben.

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Generika stieg im Geschäftsjahr 2016 um 2% auf 1.280,7 Mio. € (Vorjahr: 1.261,4 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf Umsatzzuwächsen in Italien, Russland und Vietnam. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Generika erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf 1.287,4 Mio. € (Vorjahr: 1.253,2 Mio. €) - maßgeblich auf Grund der negativen Entwicklung der Währungseffekte innerhalb dieses Segments. Generika hatten einen Anteil von 59,9% am Konzernumsatz (Vorjahr: 59,7%).

Innerhalb des Segments Generika entwickelten sich die am Umsatz gemessen acht größten Länder im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

Der Umsatz des Generika-Segments lag in Deutschland mit 308,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 308,3 Mio. €). Der im deutschen Markt mit Generika erzielte Umsatz hatte einen Anteil von 63% an dem in Deutschland insgesamt generierten Umsatz (Vorjahr: 71%). Der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika lag nach Absatz im Berichtsjahr bei ca. 11,5%1) (Vorjahr: ca. 12,4%1) ). Damit ist der STADA-Konzern im deutschen Generika-Markt unverändert die klare Nummer 3.1)

Der in Italien mit Generika erreichte Umsatz stieg insbesondere auf Grund von positiven Volumeneffekten um 6% auf 157,7 Mio. € (Vorjahr: 149,0 Mio. €). Generika trugen 78% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 79%). Mit einem Marktanteil von ca. 14,6% (Vorjahr: ca. 14,8%) nahm STADA im italienischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2016 Platz 4 ein.2)

In Spanien ging der mit Generika erzielte Umsatz um 1% auf 105,4 Mio. € zurück (Vorjahr: 107,0 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf eine hohe Vergleichsbasis im Vorjahr auf Grund von zahlreichen Produkteinführungen sowie die gesetzliche Freigabe von Rabatten im Berichtsjahr und infolgedessen steigende Erlösminderungen zurückzuführen. Generika leisteten einen Beitrag von 87% zum Umsatz im spanischen Markt (Vorjahr: 89%). Mit einem Marktanteil von ca. 9,8% (Vorjahr: ca. 9,7%) hatte STADA im spanischen Generika-Markt in 2016 Rang 3 inne.2)

Der mit Generika in Russland realisierte Umsatz stieg bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 18%. In Euro erhöhte sich der Umsatz ungeachtet eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel um 11% auf 92,5 Mio. € (Vorjahr: 83,6 Mio. €). Generika steuerten 38% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 28%). Mit einem Marktanteil von ca. 4,7% (Vorjahr: ca. 4,5%) lag STADA im Berichtsjahr auf Platz 1 im russischen Generika-Markt.2)

In Belgien reduzierte sich der mit Generika erwirtschaftete Umsatz insbesondere auf Grund einer unverändert zurückhaltenden Einkaufs- und Absatzstrategie des belgischen Vertriebspartners um 5% auf 90,7 Mio. € (Vorjahr: 95,0 Mio. €) - wobei in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine positive Umsatzentwicklung erzielt wurde. Während der Umsatz im 1. Halbjahr 2016 noch um 37% zurückgegangen war, zeigte er im 2. Halbjahr 2016 eine Steigerung von 66%. Generika hatten einen Anteil von 89% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 91%). Mit einem Marktanteil von ca. 44,6% (Vorjahr: ca. 43,9%) war die lokale STADA-Generika-Einheit in 2016 im belgischen Generika-Markt unverändert klarer Marktführer.2) Im laufenden Geschäftsjahr geht STADA davon aus, dass sich der mit Generika in Belgien erzielte Umsatz weiter positiv entwickeln wird, da STADA eine bestehende Vertriebskooperation im Dezember 2016 beendet hat und den Logistik- und Vertriebsbereich nun eigenständig führt.

Der in Frankreich mit Generika erreichte Umsatz verzeichnete - ungeachtet eines unverändert starken Preis- und Rabattwettbewerbs - einen hauptsächlich auf Volumeneffekten basierenden Anstieg von 2% auf 81,9 Mio. € (Vorjahr: 80,1 Mio. €). Generika trugen 96% zum lokalen Umsatz bei (Vorjahr: 89%). Mit einem Marktanteil von ca. 3,7% (Vorjahr: ca. 3,6%) nahm STADA im französischen Generika-Markt im Geschäftsjahr 2016 Rang 7 ein.2)

1) Daten von QuintilesIMS bezogen auf den Verkauf von Apotheken an die Kunden (Quelle: QuintilesIMS/Pharmascope national).
2) STADA-Schätzung auf Basis von QuintilesIMS-Daten zu Herstellerabgabepreisen.

Ungeachtet eines erhöhten Preisdrucks nahm in Vietnam der mit Generika realisierte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 11% zu. Auf Grund eines schwächeren vietnamesischen Dong stieg der Umsatz in Euro um 9% auf 69,1 Mio. € (Vorjahr: 63,2 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus gewonnenen Ausschreibungsverfahren im lokalen Krankenhausmarkt. Generika hatten einen Anteil von 65% am lokalen Umsatz (Vorjahr: 67%).

Der in Serbien mit Generika erreichte Umsatz verringerte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 23%. In Euro ging der Umsatz auf Grund eines leicht negativen Währungseffekts des serbischen Dinar um 24% auf 55,8 Mio. € zurück (Vorjahr: 73,7 Mio. €). Diese Entwicklung hing u.a. mit der Entscheidung über rückläufige Erstattungspreise zusammen. Hinzu kam ein weiterhin hoher Lagerbestand auf Seiten der Großhandlungen. Generika leisteten einen Beitrag von 76% zum serbischen Umsatz (Vorjahr: 79%). Insgesamt ist bei der Betrachtung des Umsatzmixes im serbischen Markt unverändert eine grundsätzliche Verlagerung von Generika hin zu Markenprodukten zu beobachten. Mit einem Marktanteil von ca. 29,7% (Vorjahr: ca. 33,3%) war STADA in 2016 im serbischen Markt unverändert Marktführer.1)

1) STADA-Schätzung auf Basis von QuintilesIMS-Daten zu Herstellerabgabepreisen.

Mit Produkten, die die umsatzmäßig fünf stärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, erzielte STADA in 2016 einen Umsatz in Höhe von 133,4 Mio. € (Vorjahr: 117,9 Mio. €). Damit hatten diese Produkte einen Anteil von 10,4% am Umsatz des Segments Generika (Vorjahr: 9,3%). Mit einem im Berichtsjahr generierten Umsatz in Höhe von 43,6 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €) war Tilidin Naloxon im Segment Generika der umsatzstärkste pharmazeutische Wirkstoff.

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte nahm im Geschäftsjahr 2016 um 1% auf 858,5 Mio. € zu (Vorjahr: 853,6 Mio. €). Diese Entwicklung basierte ungeachtet einer starken Entwicklung in Deutschland und eines akquisitionsbedingten Umsatzwachstums in Großbritannien insbesondere auf einem rückläufigen Umsatz in Russland. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Kernsegments Markenprodukte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4% auf 879,8 Mio. € (Vorjahr: 847,1 Mio. €) - insbesondere auf Grund der negativen Entwicklung der Währungseffekte innerhalb dieses Segments. Markenprodukte trugen 40,1% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 40,3%).

Innerhalb des Segments Markenprodukte sah die Entwicklung der umsatzmäßig fünf größten Länder im Berichtsjahr wie folgt aus:

Der in Deutschland mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete ein Wachstum von 38% auf 177,4 Mio. € (Vorjahr: 128,3 Mio. €). Diese Entwicklung war auf Optimierungen im Produkt-Portfolio, ein starkes Wachstum bei Kernprodukten und die Einführung von neuen Produkten zurückzuführen. Insgesamt trugen Markenprodukte 37% zu dem im deutschen Markt erreichten Umsatz bei (Vorjahr: 29%).

Der in Großbritannien mit Markenprodukten erzielte Umsatz erhöhte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 17%. Ungeachtet des negativen Währungseffekts infolge des Referendums zu Gunsten eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union stieg der Umsatz in Euro um 4% auf 175,4 Mio. € (Vorjahr: 168,0 Mio. €). Zu diesem Umsatzwachstum trug die Akquisition der Socialites-Gruppe im Dezember 2015 und der BSMW Limited im Februar 2016 bei. Umsatzdämpfend machten sich hingegen eine schwache Erkältungssaison zu Beginn des Jahres sowie verminderte Umsätze mit Sonnenschutzprodukten durch das schlechte Wetter im Juni und Juli bemerkbar. Markenprodukte hatten einen Anteil von 88% an dem im britischen Markt insgesamt erreichten Umsatz (Vorjahr: 86%). Der Ausblick zur Entwicklung des britischen Pfund ist im Zusammenhang mit der im 2. Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und den damit verbundenen Unsicherheiten weiterhin negativ. Insgesamt ergeben sich für STADA aus einer solchen Abwertung des britischen Pfund negative Translationseffekte auf den in Euro berichteten Umsatz.

Angesichts weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere im Selbstzahlermarkt verringerte sich der in Russland mit Markenprodukten realisierte Umsatz bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 25%. Auf Grund eines deutlich negativen Währungseffekts des russischen Rubel ging der Umsatz in Euro um 29% auf 150,1 Mio. € zurück (Vorjahr: 212,2 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch die zunehmende Konsolidierung auf der Nachfrageseite und demzufolge erhöhte Rabattbelastungen getrieben. Darüber hinaus konnten Preissteigerungen bei der so genannten Vital and Essential Drugs List (EDL) nicht die hohe Inflationsrate kompensieren. Markenprodukte hatten einen Anteil von 62% an dem im russischen Markt erzielten Umsatz (Vorjahr: 72%). Auch in Zukunft werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen STADA-Geschäftsaktivitäten maßgeblich durch die Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro beeinflusst sein. Darüber hinaus stellen die unverändert eingetrübten Aussichten für die russische Wirtschaft und die starke Abwertung des russischen Rubel ein gestiegenes Risiko in Bezug auf die Konsumentenstimmung und Verbraucherausgaben dar.

Der in Italien mit Markenprodukten realisierte Umsatz verzeichnete insbesondere auf Grund von Zukäufen eine Steigerung von 9% auf 43,9 Mio. € (Vorjahr: 40,4 Mio. €). Markenprodukte steuerten 22% zum italienischen Umsatz bei (Vorjahr: 21%).

Der Umsatz, der in Vietnam mit Markenprodukten ausgewiesen wurde, erhöhte sich bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 21%. In Euro stieg der Umsatz angesichts eines leicht negativen Währungseffekts des vietnamesischen Dong um 19% auf 36,7 Mio. € (Vorjahr: 30,8 Mio. €). Markenprodukte trugen 35% zum vietnamesischen Umsatz bei (Vorjahr: 33%).

Mit den am Umsatz gemessen fünf stärksten Markenprodukten des Konzerns verzeichnete STADA im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 177,1 Mio. € (Vorjahr: 199,7 Mio. €). Damit hatten diese Produkte einen Anteil von 20,6% am Umsatz des Segments Markenprodukte (Vorjahr: 23,4%).

Geschäftsverlauf und Lage | Ertragslage

Ertragsentwicklung der Segmente Generika und Markenprodukte

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika nahm im Geschäftsjahr 2016 um 10% auf 195,2 Mio. € zu (Vorjahr: 177,7 Mio. €). Diese Entwicklung basierte auf einem signifikanten Zuwachs des operativen Ergebnisses der deutschen Vertriebsgesellschaften, im Wesentlichen bedingt durch geringere Erlösschmälerungen. Darüber hinaus wirkte sich die gute Umsatzleistung in Italien, in der Schweiz und in Vietnam positiv auf die Ertragskennzahlen aus. Eine gegenläufige Entwicklung vollzog sich weiterhin in Belgien auf Grund einer bis Ende 2016 zurückhaltenden Einkaufs- und Absatzstrategie des belgischen Vertriebspartners. Die hierdurch verursachte Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau konnte nicht durch entsprechende Kosteneinsparungen kompensiert werden und führte abschließend zu einer Beendigung des Distributionsvertrags mit dem belgischen Partner. Das ausgewiesene EBITDA der Generika stieg um 10% auf 255,8 Mio. € (Vorjahr: 233,2 Mio. €). Diese Entwicklung war ausschließlich auf die bereits zuvor beschriebenen Entwicklungen des ausgewiesenen operativen Segmentergebnisses zurückzuführen. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika belief sich auf 15,2% (Vorjahr: 14,1%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Generika betrug 20,0% (Vorjahr: 18,5%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika erhöhte sich im Berichtsjahr um 17% auf 214,2 Mio. € (Vorjahr: 182,7 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika zeigte einen Anstieg von 14% auf 264,9 Mio. € (Vorjahr: 232,0 Mio. €). Beide Entwicklungen waren im Wesentlichen auf die bereits zuvor beschriebenen Entwicklungen in Deutschland, Italien, der Schweiz und Vietnam zurückzuführen. Aus höheren Bereinigungen gegenüber dem Vorjahr, die sich maßgeblich auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Distributionsvertrags mit dem belgischen Vertriebspartner sowie mit der Zusammenlegung der deutschen Vertriebsgesellschaften beziehen, resultierte die im Vergleich zu dem ausgewiesenen operativen Ergebnis deutlich positivere Entwicklung des bereinigten operativen Ergebnisses. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 16,7% (Vorjahr: 14,5%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Generika belief sich auf 20,7% (Vorjahr: 18,4%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um 37% auf 81,4 Mio. € (Vorjahr: 130,0 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte vorrangig aus verschiedenen Effekten im russischen Markt: Zum einen beeinträchtigte die hohe Inflation die Konsumentenstimmung und Kaufkraft der Endverbraucher, zum anderen wirkten sich die gestiegenen Rabattbelastungen und Vertriebsmaßnahmen, verbunden mit einem deutlich negativen Währungseffekt des russischen Rubel, negativ auf das operative Segmentergebnis der Markenprodukte aus. Zudem führten ungeachtet einer positiven Umsatzleistung negative Translationseffekte infolge des EU-Referendums sowie höhere Aufwendungen im Vertriebs- und Marketingbereich des britischen Teilkonzerns Thornton & Ross zu einer Belastung der Ertragskennzahlen. Hinzu kam, dass einer deutlichen Verbesserung der operativen Segmentleistung der deutschen Markenprodukte Aufwendungen aus Portfoliobereinigungen und Restrukturierungsmaßnahmen gegenüberstanden. Das ausgewiesene EBITDA der Markenprodukte reduzierte sich um 12% auf 186,2 Mio. € (Vorjahr: 211,8 Mio. €). Diese Entwicklung basierte auf den bereits zuvor beschriebenen Entwicklungen des operativen Segmentergebnisses. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte lag bei 9,5% (Vorjahr: 15,2%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte betrug 21,7% (Vorjahr: 24,8%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte wies in 2016 einen Rückgang von 12% auf 152,8 Mio. € auf (Vorjahr: 173,2 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte ging um 9% auf 200,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 220,1 Mio. €). Beide Entwicklungen basierten auf den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis der Markenprodukte genannten Gründen in den Märkten Russland und Großbritannien. Auf Grund im Vergleich zum Vorjahr höherer Sondereffekte, die sich maßgeblich auf die zuvor genannten Portfoliobereinigungen und Restrukturierungsmaßnahmen beziehen, sowie ergebniswirksam erfasster Kursaufwendungen des Teilkonzerns CIS ergab sich bei dem ausgewiesenen operativen Ergebnis ein höherer Rückgang als bei der bereinigten Kennzahl. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 17,8% (Vorjahr: 20,3%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 23,4% (Vorjahr: 25,8%).

Geschäftsverlauf und Lage | Finanzlage

Stabile Finanzlage

Der STADA-Konzern verfügte im Geschäftsjahr 2016 über eine stabile Finanzlage. In Ergänzung zu einigen in der Kapitalflussrechnung dargestellten Positionen zeigt sich dies an verschiedenen Kennzahlen, die u.a. der Liquiditätsanalyse in diesem Kapitel zu entnehmen sind.

Grundsätze und Ziele des STADA-Finanzmanagements

Im Rahmen seiner Finanzierungsstrategie zielt STADA zum einen auf die Sicherung seiner finanziellen Flexibilität und zum anderen auf die Optimierung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ab. Mit Blick auf eine hohe finanzielle Flexibilität setzt der Konzern sowohl auf verschiedene Finanzierungsinstrumente als auch auf eine diversifizierte Investorenstruktur. Insgesamt weist das Fälligkeitsprofil von STADA eine breite Streuung mit einem großen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungsinstrumenten auf. Seinen Finanzierungsbedarf deckt der Konzern durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Forderungsverkaufsprogramme. Darüber hinaus verfügt STADA als Liquiditätsreserve über bestimmte Kreditlinien.

Als dynamische Verschuldungskennziffer hat der Konzern das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA definiert. Grundsätzlich sollte diese Kennziffer exklusive weiterer Akquisitionen den Wert 3 nicht übersteigen. Für den Fall, dass es kurzfristig zu einer Überschreitung dieser Zielgröße kommen sollte, strebt STADA eine Rückführung innerhalb von zwölf bis 18 Monaten an.

Bestehende finanzielle Risiken werden im Konzern über eine natürliche Absicherung (Natural Hedges) oder derivative Finanzinstrumente auf ein Minimum reduziert. Grundsätzlich begibt oder hält STADA keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Finanzielle Risiken werden nur dann besichert, wenn sie signifikante Auswirkungen auf die Cashflows des Konzerns haben. Details zu dem Management der einzelnen finanziellen Risiken finden sich im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Chancen- und Risikobericht".

Langfristige Refinanzierung gewährleistet

Finanzierungsmix des STADA-Konzerns zum 31.12.2016

Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns verfügte der Konzern per 31.12.2016 über einen im 2. Quartal 2013 platzierten Bond mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen von 350,0 Mio. € und einer Verzinsung von 2,25% p.a. sowie über eine im 1. Quartal 2015 begebene siebenjährige Unternehmensanleihe in Höhe von 300,0 Mio. € mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Zudem gab es zum 31.12.2016 Schuldscheindarlehen mit Fristigkeiten im Bereich Anfang 2017 bis 2023 mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 709,0 Mio. €. Zur Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur sind die Schuldscheindarlehen hinsichtlich Volumen und Laufzeit gestaffelt.

Finanzschulden in einer von der funktionalen Währung des Konzerns abweichenden Währung bestehen im Wesentlichen bei einer Konzerngesellschaft innerhalb der Region CIS/Osteuropa.

Im Geschäftsjahr 2016 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,7% p.a. und 26,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,7% p.a. und 16,6% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 1,7% p.a. (31.12.2015: ca. 2,0% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,1% p.a. (31.12.2015: ca. 5,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 1,8% p.a. (31.12.2015: ca. 2,6% p.a.).

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Strukturierung der Finanzverbindlichkeiten im STADA-Konzern:

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Aktuelle Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2016 davon per 31.12.2016
in T€ < 1 Jahr 1 - 3 Jahre 3 - 5 Jahre >5 Jahre Summe >1 Jahr
in %
Schuldscheindarlehen 43.993 294.487 307.665 61.314 707.459 94%
Anleihe - 348.912 - 297.918 646.830 100%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.351 25.575 542 - 116.468 22%
Summe 134.343 668.974 308.207 359.232 1.470.757 91%

Liquiditätsanalyse

Die Liquidität des Konzerns war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Die wesentlichen Liquiditätsquellen umfassten in 2016 Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit, d.h. der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Zudem erzielte STADA Zahlungsmittelzuflüsse aus Forderungsverkaufsprogrammen. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden durch die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und durch das Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital), insbesondere durch den Forderungsbestand, beeinflusst. Neben der bestehenden Finanzierung mittels zweier Unternehmensanleihen, langfristiger Kreditlinien und verschiedener Schuldscheindarlehen verfügt STADA über eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und kurzfristigen Kreditlinien.

Cashflow-Analyse

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Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
in T€
2016 2015
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 333.522 311.748
Cashflow aus Investitionstätigkeit -172.666 -178.217
Free Cashflow 160.856 133.531
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 55.237 -155.089
Nicht zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -6.691 527
Cashflow 209.402 -21.031

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsjahr auf 333,5 Mio. € (Vorjahr: 311,7 Mio. €). Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 21,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus verringerten Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern sowie aus einer gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte und einer zahlungswirksamen Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, während für Letztere im Vorjahr eine deutliche zahlungswirksame Abnahme zu verzeichnen war. Die hieraus resultierenden positiven Effekte auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden teilweise kompensiert durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Zahlungsmittelabflüsse aus dem übrigen Nettovermögen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen und belief sich im Berichtsjahr auf -172,7 Mio. € (Vorjahr: -178,2 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2016 insbesondere durch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen sowie Lizenzerwerbe in Deutschland und Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse, insbesondere aus dem Erwerb eines Produkt-Portfolios in Serbien sowie dem Kauf der britischen Natures Aid und der argentinischen Laboratorio Vannier.

Für Akquisitionen - sowohl für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 als auch für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios (in der Regel im Berichtsjahr) - wendete STADA in 2016 insgesamt 86,3 Mio. € auf (Vorjahr: 89,0 Mio. €).

Auf Grund von Desinvestitionen war beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr ein Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von insgesamt 11,0 Mio. € zu verzeichnen (Vorjahr: 11,8 Mio. €).

Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, d.h. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Rahmen des laufenden operativen Geschäfts und damit ohne Berücksichtigung von wesentlichen Investitionen bzw. Akquisitionen für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios, beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 49,2 Mio. €) und umfassten im Wesentlichen einzeln unwesentliche Auszahlungen für die Entwicklung und den Erwerb von Zulassungen bzw. Zulassungsdossiers.

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen in 2016 49,8 Mio. € (Vorjahr: 51,2 Mio. €).

Dabei enthielten die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr Investitionen in Produktionsstätten, Fabrikationsanlagen und Prüflabore in Höhe von insgesamt 22,6 Mio. € (Vorjahr: 32,2 Mio. €).

Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen lagen in 2016 bei 4,9 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen und belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 55,2 Mio. € (Vorjahr: -155,1 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zur Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2016 ausgelaufenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 188,0 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt.

Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, stieg in 2016 auf 160,9 Mio. € (Vorjahr: 133,5 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow erhöhte sich auf 243,0 Mio. € (Vorjahr: 212,4 Mio. €).

Der Cashflow für das Geschäftsjahr 2016 als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse belief sich in 2016 auf 209,4 Mio. € (Vorjahr: -21,0 Mio. €).

Investitionen

Insgesamt lag das Investitionsvolumen des Konzerns im Berichtsjahr bei 189,7 Mio. € (Vorjahr: 177,0 Mio. €). Dabei betrugen die Investitionen in Sachanlagen 54,3 Mio. € (Vorjahr: 53,5 Mio. €), von denen 4,2 Mio. € auf Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 entfielen (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Der am Konzernumsatz gemessene Anteil der Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 2,5% (Vorjahr: 2,5% vom Konzernumsatz). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen bei 130,5 Mio. € (Vorjahr: 122,9 Mio. €), von denen 49,0 Mio. € durch Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 bedingt waren (Vorjahr: 51,5 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2016 wurden von dem gesamten Investitionsvolumen somit 29% für Sachanlagen (Vorjahr: 30%) und 69% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 69%) verwendet.

Fokussierte Akquisitionspolitik mit ausgewählten Zukäufen

Im Geschäftsjahr 2016 setzte der Konzern seine fokussierte Akquisitionspolitik, die darauf abzielt, das organische Wachstum durch externe ausgewählte Zukäufe weiter voranzutreiben, fort. Unverändert liegt der Schwerpunkt dabei sowohl auf der regionalen Erweiterung der Geschäftsaktivitäten als auch auf dem Ausbau und der Internationalisierung insbesondere der Markenprodukte, die weniger regulatorischen Eingriffen unterliegen und oftmals attraktivere Margen als Generika aufweisen.

Ungeachtet dieses fokussierten Erwerbsansatzes werden Akquisitionsprojekte grundsätzlich einem strikten Auswahlprozess mit einheitlichen Kriterien unterzogen und müssen neben strategischen Kriterien vor allem bestimmte Renditevorgaben erfüllen. Für größere Akquisitionen oder Kooperationen mit Kapitalbeteiligung sind unverändert geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, sofern die Eigenkapitalquote durch solche Zukäufe oder Kooperationen zu stark belastet werden würde.

Im Berichtsjahr tätigte STADA im Rahmen seiner fokussierten Akquisitionspolitik die folgenden Zukäufe:

Zur Stärkung des Segments Generika hatten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH bereits im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier unterzeichnet.1) Der Kaufpreis lag bei maximal 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wird bzw. wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Durch die Akquisition erweiterte STADA zugleich sein internationales Vertriebsnetz in einem Land, in dem der Konzern bislang noch nicht mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war.

Zum Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im britischen Markt und dort im Segment Markenprodukte erwarb STADA im 1. Quartal 2016 die britische BSMW mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen.

Im 3. Quartal 2016 erwarb die serbische STADA-Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. zur Stärkung ihrer Position im Bereich Consumer Health ein lokales Produkt-Portfolio, das überwiegend Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen umfasst. Der Kaufpreis für das Portfolio inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen lag bei insgesamt 21,6 Mio. € und wird bzw. wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Das erworbene Geschäft wird seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern konsolidiert.

Zudem übernahm die STADA UK Holdings Ltd. im 4. Quartal 2016 mit dem britischen Markenproduktunternehmen Natures Aid Limited mit Sitz in Preston einen bekannten Hersteller von Vitaminen, Mineralstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln und Phytopharmaka.2) Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 16,8 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Im Zuge der Verhandlungen mit dem Veräußerer der Gesellschaft erwarb die Natures Aid zeitgleich mit dem vereinbarten Unternehmenszusammenschluss das zur Produktionsstätte gehörende Gebäude sowie das dazugehörige Grundstück zu einem Kaufpreis in Höhe von 1,7 Mio. GBP. Der Kaufpreis wurde durch die Gesellschaft vollständig in Zahlungsmitteln beglichen. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 21.11.2016 und konsolidiert ab diesem Zeitpunkt Natures Aid Limited im Konzernabschluss.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 10.12.2015.
2) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 21.11.2016.

Fortsetzung der fokussierten Akquisitionspolitik

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 beabsichtigt der Konzern, seine fokussierte Akquisitionspolitik kontinuierlich fortzusetzen.

Geschäftsverlauf und Lage | Vermögenslage

Bilanzentwicklung

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Bilanz (Kurzfassung) Aktiva 31.12.2016
in T€
31.12.2016
in %
31.12.2015
in T€
31.12.2015
in %
Langfristige Vermögenswerte 1.949.543 56,7% 2.032.309 61,8%
Immaterielle Vermögenswerte 1.582.361 46,0% 1.649.020 50,2%
Sachanlagen 322.715 9,4% 321.617 9,8%
Übrige Vermögenswerte 44.467 1,3% 61.672 1,8%
Kurzfristige Vermögenswerte 1.490.901 43,3% 1.255.106 38,2%
Vorräte 484.904 14,1% 501.520 15,2%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.071 14,2% 485.901 14,8%
Übrige Vermögenswerte 81.386 2,4% 124.507 3,8%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 352.580 10,2% 143.178 4,4%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 82.960 2,4% - -
Bilanzsumme 3.440.444 100% 3.287.415 100%
Bilanz (Kurzfassung) Passiva        
  31.12.2016
in T€
31.12.2016
in %
31.12.2015
in T€
31.12.2015
in %
Eigenkapital 1.047.105 30,4% 1.018.530 31,0%
Langfristiges Fremdkapital 1.493.712 43,4% 1.282.577 39,0%
Sonstige langfristige Rückstellungen 35.997 1,0% 28.869 0,9%
Finanzverbindlichkeiten 1.336.414 38,9% 1.084.213 33,0%
Übrige Verbindlichkeiten 121.301 3,5% 169.495 5,1%
Kurzfristiges Fremdkapital 899.627 26,2% 986.308 30,0%
Sonstige Rückstellungen 20.273 0,6% 22.532 0,7%
Finanzverbindlichkeiten 134.343 3,9% 274.672 8,4%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336.844 9,8% 328.487 10,0%
Übrige Verbindlichkeiten 393.589 11,5% 360.617 10,9%
Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden 14.578 0,4% - -
Bilanzsumme 3.440.444 100% 3.287.415 100%

Die Vermögenslage des STADA-Konzerns verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 eine positive Entwicklung. Dies zeigte sich insbesondere anhand verschiedener abgeleiteter Kennzahlen.

Die Nettoverschuldung konnte zum 31.12.2016 auf 1.118,2 Mio. € reduziert werden (31.12.2015: 1.215,7 Mio. €).

Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich im Berichtsjahr auf 2,8 (Vorjahr: 3,1).

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 30,4% (31.12.2015: 31,0%) und lag damit in einem aus Sicht des Vorstands zufriedenstellenden Bereich.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2016 auf 3.440,4 Mio. € (31.12.2015: 3.287,4 Mio. €). Der Anstieg war u.a. auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zurückzuführen.

Die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich zum 31.12.2016 um 66,6 Mio. € auf 1.582,4 Mio. € (31.12.2015: 1.649,0 Mio. €). Der Rückgang resultierte maßgeblich aus planmäßigen Abschreibungen, vorgenommenen Wertminderungen sowie Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5. Darüber hinaus ergaben sich hohe Währungseffekte aus der Aufwertung des russischen Rubel bzw. der Abwertung des britischen Pfund.

Zum 31.12.2016 enthielten die immateriellen Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 404,6 Mio. € (31.12.2015: 391,6 Mio. €). Bei den immateriellen Vermögenswerten ergaben sich Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 - ohne Berücksichtigung von Abschreibungen - in Höhe von 49,0 Mio. €. Diese resultierten im Wesentlichen mit 18,8 Mio. € aus der Akquisition eines serbischen Produktportfolios zur Stärkung der Position im Consumer-Health-Bereich, mit 11,5 Mio. € aus dem Kauf der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. sowie mit 3,5 Mio. € und 17,4 Mio. € aus den Erwerben der britischen BSMW Limited und Natures Aid Limited. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2016 Entwicklungskosten in Höhe von 31,0 Mio. € als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert (Vorjahr: 27,5 Mio. €). Insgesamt nahm STADA in 2016 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 61,8 Mio. € vor (Vorjahr: 32,9 Mio. €).

Die Sachanlagen nahmen zum 31.12.2016 auf 322,7 Mio. € zu (31.12.2015: 321,6 Mio. €). Der Anstieg resultierte maßgeblich aus Investitionen in die Produktionsstätten im serbischen Teilkonzern.

Die Vorräte reduzierten sich zum 31.12.2016 um 16,6 Mio. € auf 484,9 Mio. € (31.12.2015: 501,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 in Bezug auf zwei Tochterunternehmen in Asien.

Mit Blick auf das Prinzip der Marktnähe stellt STADA situationsbedingt Reichweitenbetrachtungen zu Gunsten potenzieller operativer Chancen zurück. In Einzelfällen kann dies - sofern sich die Chancen entgegen den Erwartungen nicht realisieren lassen - zu ertragsbelastenden Wertberichtigungen von Vorräten führen. Zum 31.12.2016 war das Vorratsvermögen durch Wertberichtigungen saldiert mit Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 28,2 Mio. € belastet (31.12.2015: 36,5 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag auf 489,1 Mio. € (31.12.2015: 485,9 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte neben Zugängen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen u.a. aus Stichtagseffekten. Darüber hinaus ergaben sich Translationseffekte im Rahmen der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften mit einer von der Konzernwährung Euro abweichenden Berichtswährung - insbesondere bei den in russischem Rubel bilanzierenden Gesellschaften -, die ebenfalls zu einer Erhöhung dieser Position führten. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grund der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 in Bezug auf zwei Tochterunternehmen in Asien.

In bestimmten Marktsituationen nimmt der Konzern ggf. höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Kauf, sofern dadurch Chancen für eine bessere Marktposition bestehen. Grundsätzlich achtet STADA beim Forderungsmanagement jedoch sehr genau auf die Bonität der Kunden. Ungeachtet dessen lässt sich ein Zahlungsausfall allerdings nie vollständig ausschließen (vgl. "Chancen- und Risikobericht").

Die übrigen Vermögenswerte beinhalten verschiedene Positionen, zu denen die Finanzanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen, die aktiven latenten Steuern, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die Ertragsteuerforderungen zählen.

Die Finanzanlagen erhöhten sich zum 31.12.2016 auf 2,2 Mio. € (31.12.2015: 1,3 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf Kapitalerhöhungen bei nicht konsolidierten Konzerngesellschaften.

Die at equity bewerteten Anteile stiegen zum Bilanzstichtag auf 13,9 Mio. € (31.12.2015: 13,2 Mio. €). Die Steigerung dieses Bilanzpostens basierte auf dem Ergebnisbeitrag assoziierter Unternehmen im Geschäftsjahr 2016.

Die aktiven latenten Steuern verringerten sich zum 31.12.2016 um 13,3 Mio. € auf 20,8 Mio. € (31.12.2015: 34,1 Mio. €). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Saldierung mit passiven latenten Steuern sowie der Inanspruchnahme von steuerlichen Verlustvorträgen, für die in der Vergangenheit aktive latente Steuern bilanziert wurden.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 44,3 Mio. € (31.12.2015: 83,0 Mio. €) beinhalten u.a. Kaufpreisforderungen. Darüber hinaus umfasst diese Position die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die zum Bilanzstichtag bei 9,9 Mio. € lagen (31.12.2015: 27,5 Mio. €) und maßgeblich aus den Cross-Currency-Swaps resultierten.

Die Reduzierung der Ertragsteuerforderungen zum 31.12.2016 auf 12,8 Mio. € (31.12.2015: 21,2 Mio. €) war überwiegend auf erhaltene Zahlungen auf Grund der Erstattung der steuerlichen Vorauszahlungen in Deutschland zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zu denen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Finanzinvestitionen zählen, stieg zum 31.12.2016 auf 352,6 Mio. € (31.12.2015: 143,2 Mio. €). Diese Entwicklung basierte sowohl auf der positiven Entwicklung des Cashflows als auch auf stichtagsbedingten Effekten. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten.

Zum 31.12.2016 wurden im STADA-Konzern im Rahmen einer Veräußerungsgruppe 83,0 Mio. € zur Veräußerung gehaltenes Vermögen bzw. 14.6 Mio. € mit dem Vermögen in Zusammenhang stehenden Schulden in gesonderten Posten in der Bilanz ausgewiesen. Bei der Veräußerungsgruppe handelt es sich um zwei asiatische Tochtergesellschaften, deren Verkauf für das Geschäftsjahr 2017 erwartet wird. Da der Buchwert der Veräußerungsgruppe zum 31.12.2016 unterhalb des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten lag, war kein Wertminderungsaufwand zu erfassen.

Das Eigenkapital verzeichnete zum 31.12.2016 einen Anstieg auf 1.047,1 Mio. € (31.12.2015: 1.018,5 Mio. €). Im Vorjahr hatte der Konzern im 1. Halbjahr 2015 Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 28,2 Mio. € durch die Wandlung von STADA-Optionsscheinen erhalten, deren Ausübungsfrist mit Ablauf des 26.06.2015 endete.

Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2016 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 4,8 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf der Reduzierung des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2016 im Vergleich zum 31.12.2015.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden.

Der Rückgang der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr setzt sich im Wesentlichen aus folgenden gegenläufigen Effekten zusammen: Einerseits führte die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015 zu erfolgsneutralen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der in britischen Pfund bilanzierenden Gesellschaften. Andererseits ergaben sich durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 ergebnisneutrale Erträge aus der Währungsumrechnung der in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften, die den vorher beschriebenen Aufwand jedoch nur teilweise kompensierten.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31.12.2016 auf 1.470,8 Mio. € (31.12.2015: 1.358,9 Mio. €). In der Position sind insbesondere Schuldscheindarlehen enthalten, die einen Nominalwert in Höhe von 709,0 Mio. € haben (31.12.2015: 547,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert von 300,0 Mio. € (31.12.2015: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten basierte auf der Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. €, die zur Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2016 ausgelaufenen Schuldscheindarlehen von insgesamt 188,0 Mio. € dienten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Stichtag 31.12.2016 um 8,3 Mio. € auf 336,8 Mio. € (31.12.2015: 328,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf stichtagsbezogenen Effekten, insbesondere im Zusammenhang mit Abgrenzungen für ausstehende Kostenrechnungen. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierend aus den im Geschäftsjahr 2016 zu verzeichnenden Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3.

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten die passiven latenten Steuern, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die anderen Verbindlichkeiten und die Ertragsteuerverbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern reduzierten sich zum 31.12.2016 auf 116,4 Mio. € (31.12.2015: 160,2 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einer Steuersatzänderung in Großbritannien sowie Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen, die zu einer Reduzierung der temporären Differenzen führten.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 217,9 Mio. € (31.12.2015: 226,0 Mio. €) enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing lagen zum 31.12.2016 bei 3,3 Mio. € (31.12.2015: 2,2 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten betrugen zum Bilanzstichtag 11,9 Mio. € (31.12.2015: 4,6 Mio. €) und resultierten aus den negativen Marktwerten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten. Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr basierte im Wesentlichen auf gesunkenen Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften.

Die anderen Verbindlichkeiten zeigten zum 31.12.2016 eine Steigerung auf 119,9 Mio. € (31.12.2015: 104,4 Mio. €), was vor allem auf erhöhte Personalverbindlichkeiten zurückzuführen war.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um 21,2 Mio. € auf 60,6 Mio. € (31.12.2015: 39,4 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch die Tatsache bedingt, dass für abgelaufene Geschäftsjahre noch keine endgültig bestandskräftigen Veranlagungen vorliegen.

Geschäftsverlauf und Lage | Gesamtaussagen des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2016

Im Rahmen der weiterentwickelten Unternehmensstrategie konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2016 maßgebliche Veränderungen vorantreiben. Insgesamt wurde der zu Jahresbeginn veröffentlichte Ausblick leicht übertroffen.

Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz wies einen Anstieg von 3% auf 2.167,2 Mio. € auf (Vorjahr: 2.100,4 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung des Konzerns").

Das um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus Sondereffekten bereinigte EBITDA erhöhte sich um 2% auf 398,0 Mio. € (Vorjahr: 389,4 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns").

Der um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus Sondereffekten bereinigte Konzerngewinn zeigte ein Wachstum von 7% auf 177,3 Mio. € (Vorjahr: 165,8 Mio. €) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Ertragsentwicklung des Konzerns").

Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich auf 2,8 (Vorjahr: 3,1) (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Vermögenslage").

NACHTRAGSBERICHT

Dieser Nachtragsbericht enthält die zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2016 und dem Unterzeichnungsdatum des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses für 2016 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns.

Diese sahen wie folgt aus:

Der Aufsichtsrat gab am 23.01.2017 bekannt, Dr. Barthold Piening zum ordentlichen Mitglied des STADA-Vorstands berufen zu haben.1) Herr Dr. Piening wird sein Amt zum 01.04.2017 antreten und die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle übernehmen.

1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 23.01.2017.

PROGNOSEBERICHT

Geschäftsmodell mit langfristigen Wachstumspotenzialen

Das Geschäftsmodell von STADA bleibt auch in Zukunft auf den Gesundheits- und Pharmamarkt und damit auf eine der weltweiten Wachstumsbranchen ausgerichtet. Unverändert wird sich der Konzern dabei auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten mit Wirkstoffen konzentrieren, die keinen gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patenten, mehr unterliegen.

Ungeachtet der weiteren Ausrichtung auf Bereiche mit langfristigen Wachstumspotenzialen wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2017 insgesamt unterschiedlichen und teilweise gegenläufigen Einflussfaktoren unterliegen, da die konjunkturellen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern von Jahr zu Jahr variieren können. Mit Blick auf sein Chancenmanagement geht der Vorstand davon aus, auch künftig weiteres Wachstum erzielen zu können.

Umfassendes Chancenmanagement zur Nutzung bestehender Wachstumsmöglichkeiten

Mit seinem umfassenden Chancenmanagement, das der STADA-Konzern als fortwährende unternehmerische Aufgabe sieht, sichert und verbessert er Bestehendes und schafft Neues. Das STADA-Management beobachtet auf allen Ebenen intensiv die Märkte und die Wettbewerber und kann dadurch Trends, Anforderungen und Chancen in den oftmals fragmentierten Märkten nicht nur erkennen und analysieren, sondern auch sein Handeln danach ausrichten. Darüber hinaus tauschen die einzelnen Unternehmensbereiche ihre Erfahrungen zielgerichtet aus, um so zusätzliche Chancen und Synergien zu identifizieren und zu nutzen.

Auf Basis der kontinuierlichen Umsetzung der weiterentwickelten Unternehmensstrategie und der strategischen Erfolgsfaktoren des Konzerns dient das Management von Chancen der optimalen Ausschöpfung von bestehenden Wachstumspotenzialen.

Im Rahmen seiner erfolgreichen Produktentwicklung sowie aktiven Akquisitionspolitik mit wertschaffenden Zukäufen wird STADA das Konzern-Portfolio in den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte stetig erweitern. Im Bereich Generika, der auch künftig zum Kerngeschäft von STADA zählen wird, liegen insbesondere in der Expansion in Märkte mit relativ geringen Penetrationsraten viel versprechende Wachstumsmöglichkeiten. Darüber hinaus setzt STADA zusammen mit Kooperationspartnern auf ausgewählte Biosimilars, um das Portfolio zu ergänzen. Im Segment Markenprodukte zielt der Konzern neben der Erweiterung auf die zunehmende Internationalisierung erfolgreicher Marken ab. Dabei sollen auch innovative Marketingkonzepte zum Einsatz kommen. Zudem beabsichtigt STADA, durch die Einführung von innovativen Produkten zusätzliche Wachstumschancen zu nutzen, die in Nischenmärkten und nicht regulierten Märkten bestehen.

Um die Produkte aus dem Konzern-Portfolio angepasst an die unterschiedlichen regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten optimal vertreiben zu können, wird STADA sein internationales Vertriebsnetz sukzessive erweitern.

Mit Blick auf zusätzliches Wachstum werden auch die funktionalen Berichtsstrukturen mit kurzen Entscheidungswegen bei gleichzeitig starker regionaler Präsenz einen hohen Stellenwert haben. Dabei wird insbesondere der veränderten Unternehmensstruktur mit klaren Verantwortungsbereichen und größerer Transparenz sowie der neu ausgerichteten Unternehmenskultur mit einem verstärkten Fokus auf mehr Unternehmertum, einem umfangreicheren Wissensaustausch und einem offenen Dialog eine wichtige Funktion zukommen.

Eine weitere wesentliche Chance stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, da sie mit ihrer hohen Expertise und ihrem großen Engagement auch in Zukunft einen wesentlichen Anteil an dem nachhaltigen Erfolg des Konzerns haben werden.

Zur Nutzung bestehender Wachstumsmöglichkeiten werden zudem die zahlreichen Initiativen zur Verbesserung der Performance eine wesentliche Rolle spielen. Hierzu zählen neben der Hebung unerschlossener Umsatzpotenziale die Optimierung der Marketingkosten, die Erhöhung der Vertriebseffizienz und die Reduzierung der Herstellungskosten.

Herausforderungen und Risiken

Neben den vorab dargestellten Wachstumschancen ist der Konzern auch operativen Herausforderungen und Risiken ausgesetzt, die nach Ansicht des Vorstands aus Strukturen und Mechanismen der Marktsegmente resultieren, die für die Entwicklung des Konzerns relevant sind (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Ertragslage - Umsatzentwicklung der Segmente Generika und Markenprodukte" sowie "Chancen- und Risikobericht"). Da sie in hohem Maß untrennbar mit den strukturellen Wachstumschancen verbunden sind, lassen sie sich zur optimalen Nutzung der Wachstumsmöglichkeiten jedoch auch künftig nicht vermeiden.

Darüber hinaus wird STADA weiterhin mit nicht operativ bedingten Herausforderungen und Risiken konfrontiert sein. Ungeachtet dessen, dass STADA im Gesundheitsmarkt und damit in einer relativ konjunkturunabhängigen Branche tätig ist, wird sich der Konzern auch in Zukunft spezifischen Auswirkungen der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenübersehen. Ein wesentliches Thema ist dabei die Entwicklung von konzernrelevanten Währungsrelationen - insbesondere des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna, des kasachischen Tenge und des britischen Pfund zum Euro. Des Weiteren wird STADA unverändert den Folgen der anhaltenden CIS-Krise unterliegen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten bereitet sich der Konzern zwar auf potenzielle davon ausgehende Risiken wie ein deutlich gestiegenes Ausfallrisiko von Geschäftspartnern, wettbewerbsverzerrende Subventionen von krisenanfälligen Wettbewerbern oder starke Volatilitäten bei Zinsniveaus und konzernrelevanten Währungsrelationen vor. Allerdings lassen sich mit Blick auf die Auswirkungen der CIS-Krise daraus ergebende Belastungen wie Sondereffekte durch Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Zahlungsausfälle, nicht operativ bedingte Ertragsbelastungen aus Währungseinflüssen - im Wesentlichen aus der Abwertung des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge - sowie eine gedämpfte oder eine weiter zurückgehende Nachfrage im russischen Pharmamarkt nicht ausschließen. In Bezug auf die derzeit geltenden Sanktionen gegen Russland sieht STADA aus heutiger Sicht indessen keine unmittelbaren wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns.

Im Zusammenhang mit der im 2. Quartal 2016 erfolgten Abstimmung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und den damit verbundenen Unsicherheiten ist der Ausblick für die Entwicklung des britischen Pfund negativ. Insgesamt ergeben sich für STADA aus einer Abwertung des britischen Pfund gegenüber dem Euro negative Translationseffekte. Bei den britischen Gesellschaften handelt es sich um voll integrierte Tochtergesellschaften, deren Transaktionen im Wesentlichen in lokaler Währung anfallen. Insgesamt übersteigen bei diesen Gesellschaften zurzeit die Vermögenswerte, deren Transaktionswährung vom britischen Pfund abweicht, die entsprechenden Verbindlichkeiten, so dass STADA aus der Abwertung des britischen Pfund derzeit keine wesentlichen negativen Transaktionseffekte erwartet. Aus heutiger Sicht geht STADA nicht davon aus, dass sich aus dieser möglichen Währungsentwicklung substanzielle Kurseffekte für die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben werden. Eine Prognose über die möglichen makroökonomischen Auswirkungen der Austrittsentscheidung Großbritanniens ist auf Grund fehlender Erfahrungswerte sehr schwierig. Allgemein ist von geringeren Investitionen und einem damit verbundenen langsameren Wachstum auszugehen. Die Entwicklungen und potenziellen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA in Großbritannien werden daher kontinuierlich beobachtet.

Insgesamt sind aus Sicht des Vorstands derzeit keine den Bestand des Konzerns gefährdenden Herausforderungen oder Risiken erkennbar.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Für 2017 erwartet der IWF ein moderates Anziehen der wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,4%.1)

1) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook January 2017.

Die folgende Tabelle zeigt die Konjunkturprognosen für die wichtigsten STADA-Märkte. Die Länder sind nach dem von STADA in 2016 erzielten Umsatz absteigend sortiert.

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Prognose Wachstumsraten (BIP) 2017
in %
Deutschland1) 1,5
Russland1) 1,1
Italien1) 0,7
Großbritannien1) 1,5
Spanien1) 2,3
Vietnam2) 6,2
Belgien2) 1,4
Frankreich1) 1,3
Serbien2) 2,8

Für Deutschland rechnet der IWF für 2017 mit einem erneuten, wenn auch geringfügig schwächeren Wachstum als im Vorjahr. Russland könnte die Talsohle durchschritten haben und zu moderatem Wachstum zurückkehren. Die Prognose für Großbritannien deutet auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Dabei sind die möglichen Folgen des Brexits weiterhin nur schwer abzuschätzen, da derzeit noch sowohl der endgültige Zeitpunkt als auch Details zur konkreten Umsetzung des Austritts aus der Europäischen Union diskutiert werden. Für Italien, Belgien und Frankreich wird ein Verharren auf einem niedrigen Wachstumsniveau erwartet. Für Spanien hat sich der Ausblick abgeschwächt, wobei das prognostizierte Wachstum im europäischen Vergleich immer noch sehr gut ist. Die Prognosen für Vietnam sind unverändert hoch und auch für Serbien wird eine Fortsetzung des positiven Wachstumstrends erwartet.

Branchenspezifischer Ausblick

Mit Blick auf allgemeine Wachstumstreiber wie eine globale Bevölkerungszunahme, eine alternde Gesellschaft in den Industrieländern und weitere medizinische Fortschritte werden zahlreiche Gesundheits- und Pharmamärkte auch in Zukunft hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Innerhalb des Pharmamarkts zeichnet sich insbesondere der Bereich Generika durch weitere Wachstumspotenziale aus, da Generika eine preisgünstigere Alternative zu meist deutlich teureren Originalpräparaten darstellen und damit dem auf den einzelnen Gesundheitsmärkten lastenden Kostendruck entgegenwirken. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Wachstumsopportunitäten aus dem kontinuierlichen Ablauf von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten. Im Generika-Bereich werden u.a. Biosimilars zunehmende Wachstumsmöglichkeiten zugeschrieben, da sie auf Grund der Kostenintensität biopharmazeutischer Produkte einen erheblichen Beitrag zur Kostenreduzierung leisten können.

Angesichts dieser Potenziale soll der Umsatz des weltweiten Pharmamarkts bis 2021 Prognosen zufolge um 5% bis 7% pro Jahr steigen.3)

Für den internationalen Generika-Markt sieht QuintilesIMS bis 2021 ein jährliches Wachstum von bis zu 8,0%.3) Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Wachstumsraten beim ausgewiesenen Umsatz in den Märkten, in denen signifikante Rabatte gewährt werden müssen, deutlich unter denen der von den Marktforschungsinstituten in der Regel erfassten Bruttoumsätze vor Rabatten liegen werden.

Mit Blick auf das Umsatzvolumen für die von 2017 bis 2020 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien, das Marktforschungsinstitute bei über 11,9 Mrd. € sehen, geht der Vorstand von weiterem Wachstum im Generika-Markt der EU aus.4)

1) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook January 2017.
2) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook October 2016.
3) QuintilesIMS Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2017.
4) STADA-Schätzung von Umsatzvolumina in 2016 zu Herstellerabgabepreisen für pharmazeutische Wirkstoffe, bei denen STADA bis 2020 einen für den generischen Wettbewerb relevanten Ablauf des Patents oder anderer relevanter gewerblicher Schutzrechte aus heutiger Sicht erwartet, basierend auf Daten verschiedener internationaler Marktforschungsinstitute. Die STADA-Erwartung, zu welchem Termin ein pharmazeutischer Wirkstoff für den generischen Wettbewerb verfügbar wird, unterliegt kontinuierlicher rechtlicher Prüfung und kann sich gegenüber der diesen Daten zu Grunde liegenden heutigen Erwartung (Stand: 01.03.2017) in der Zukunft signifikant verändern. Die für den generischen Wettbewerb zu den entsprechenden Terminen dann tatsächlich neu verfügbar werdenden Umsatzvolumina unterliegen Schwankungen, die u.a. von verändertem Markterfolg, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Marktstrukturen abhängen können.

Diese Annahme wird auch durch die Schätzungen von QuintilesIMS unterstützt, denen zufolge das jährliche Generika-Wachstum in der EU (EU 28) von 2017 bis 2019 im Durchschnitt bei 3,9%1) liegt. Für ausgewählte Märkte Osteuropas1) sagt QuintilesIMS für 2017 bis 2021 ein durchschnittliches jährliches Generika-Wachstum von 6,8%1) voraus. Dabei sollte der russische Generika-Markt in den Jahren 2017 bis 2021 im Durchschnitt jährlich um 6,0%1) wachsen.

Mit Blick auf regulatorische Rahmenbedingungen erwartet STADA in den Märkten, in denen der Konzern tätig ist, im Geschäftsjahr 2017 keine wesentlichen Änderungen, die maßgebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns haben könnten.

Angesichts des zuvor erwähnten erheblichen potenziellen Beitrags zur Kostendämpfung beträgt nach Einschätzung von Analysten der Anteil von Biosimilars am weltweiten Biologika-Markt im Jahr 2020 zwischen 4% und 10%. Dies entspräche einem Marktwert von 5 bis 19 Mrd. USD.3)

Die jährlichen Wachstumsraten des globalen OTC-Markts belaufen sich den Angaben von QuintilesIMS zufolge bis 2021 auf bis zu 6,3%.1) Die Prognosen für den europäischen OTC-Markt (geografisches Europa) liegen nach Aussagen von Experten bei bis zu 3,0%.1)

1) QuintilesIMS Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2017.
2) Russland, Serbien, Ukraine, Kasachstan, Bosnien-Herzegowina.
3) Quelle: Pharmazeutische Zeitung, Online-Ausgabe 21/2016.

Prämissen der Prognose

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 erfolgte unter Berücksichtigung der zu dem Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannten Ereignisse. Darüber hinaus basiert sie auf den Ausführungen zu dem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblick.

Zudem stützt sie sich auf die folgenden Annahmen:

weitgehend unveränderte regulatorische Rahmenbedingungen in den für STADA relevanten Märkten, mit Ausnahme der zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung bekannten regulatorischen Änderungen und Markteinschätzungen

Optimierung der Bezugspreise für Vormaterialien

Möglichkeit, neue Produkte weiterhin zeitnah zum Patentablauf im Markt einführen zu können

weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA mit Konzerngesellschaften tätig ist

Verwendung von Terminkursen zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung für die Umrechnung wesentlicher von der Konzernwährung Euro abweichender Fremdwährungsgesellschaften.

Zusammenfassende Prognose

Angesichts der allgemeinen wie auch generikaspezifischen Wachstumstreiber in der Gesundheits- und Pharmabranche ist das Geschäftsmodell von STADA grundsätzlich auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichtet.

Untrennbar verbunden sind damit jedoch auch operative Risiken und Herausforderungen, die im Wesentlichen auf geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation und/oder einem intensiven Wettbewerb basieren. Darüber hinaus wird der Konzern auch künftig mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren wie negativen konzernrelevanten Währungsrelationen, den Auswirkungen der anhaltenden CIS-Krise oder den möglicherweise negativen makroökonomischen Folgen im Zusammenhang mit der Austrittsentscheidung Großbritanniens aus der Europäischen Union konfrontiert sein.

Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns demnach sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein.

Mit Blick auf die veränderte Unternehmensstruktur und neu ausgerichtete Unternehmenskultur, die Umsetzung der zahlreichen Initiativen im Rahmen der weiterentwickelten Unternehmensstrategie sowie die strategischen Erfolgsfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen.

Für das Geschäftsjahr 2017 geht der Vorstand von weiterem Wachstum aus. Dabei sollte der dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz zwischen 2,280 und 2,350 Mrd. €, das bereinigte EBITDA zwischen 430 und 450 Mio. € und der bereinigte Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Mio. € liegen. Für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung exklusive weiterer Akquisitionen und dem bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einem Niveau von nahezu 3.

Im Berichtsjahr verabschiedete der Vorstand mittelfristige Wachstumsziele.1) Im laufenden 1. Quartal 2017 hat der Vorstand den strategischen Ausblick für 2019 nun erhöht.2) Demnach soll im Geschäftsjahr 2019 ein bereinigter Konzernumsatz von 2,650 bis 2,700 Mrd. € erzielt werden (bislang rund 2,6 Mrd. €). Beim bereinigten EBITDA rechnet der Vorstand mit einer Spanne zwischen 570 und 590 Mio. € (bislang rund 510 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn soll auf 250 bis 270 Mio. € steigen (bislang rund 250 Mio. €). Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2019 bei knapp 22% liegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit soll sich auf 560 bis 580 Mio. € verbessern.

1) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 11.07.2016.
2) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 17.03.2017.

Die Anhebung der mittelfristigen Wachstumsziele für das Jahr 2019 reflektiert die Zwischenergebnisse des im Sommer 2016 eingeleiteten konzernweiten Programms "STADA Plus" zur Verbesserung der Performance. Zudem sind im Rahmen eines zu Jahresbeginn gestarteten Strategieprojekts weitere Wertsteigerungspotenziale identifiziert worden, zu deren Hebung ein erweitertes Maßnahmenpaket definiert wurde.

Auf der Umsatzseite erwartet STADA zusätzliches Wachstum insbesondere durch ein stärkeres Basisgeschäft im Generika-Segment. Auf der Kostenseite wurde zusätzliches Einsparpotenzial identifiziert, etwa im Bereich Einkauf, durch die weitere Optimierung in der Produktion sowie im Bereich Supply Chain. Hinzu kommt, dass die eingeleiteten Maßnahmen schneller umgesetzt werden können und damit früher zur Verbesserung der Profitabilität beitragen dürften als bislang angenommen. Darüber hinaus basieren die mittelfristigen Wachstumsziele auf den folgenden Annahmen:

organisches Umsatzwachstum in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte

keine signifikanten Desinvestitionen mit Umsatz- und Ertragsauswirkung

Fortschreibung der aktuellen Währungsrelationen, des aktuellen Zinsniveaus und weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA über Konzerngesellschaften verfügt

Fortschreibung der heutigen regulatorischen Rahmenbedingungen in den für STADA relevanten Märkten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als international tätiges Pharmaunternehmen ist STADA Teil einer globalen Geschäftswelt und dementsprechend einer Vielzahl von Risiken in einem dynamischen Marktumfeld ausgesetzt. Diese sind zwangsläufige Folgen unternehmerischen Handelns, denn Chancen kann nur nutzen, wer bereit ist, Risiken einzugehen.

Als Anbieter von pharmazeutischen Produkten ist STADA weniger ausgeprägt von Konjunkturzyklen betroffen. Die internationale Ausrichtung von STADA und die Diversifikation in die Segmente Marken und Generika vermindern zudem die Abhängigkeit von einzelnen negativen Entwicklungen oder Ereignissen. Die langjährige Erfahrung im Pharmamarkt bildet zudem eine solide Basis, um Risiken realistisch einschätzen und Wachstumschancen gezielt ergreifen zu können.

Chancenmanagement

Das Management von Chancen sieht STADA als fortwährende unternehmerische Aufgabe. Im Rahmen seines Chancenmanagements sichert und verbessert STADA Bestehendes und schafft Neues. Das STADA-Management beobachtet auf allen Ebenen intensiv die Märkte und die Wettbewerber und kann dadurch Trends, Anforderungen und Chancen in den oftmals fragmentierten Märkten erkennen und analysieren sowie sein Handeln danach ausrichten. Darüber hinaus tauschen die einzelnen Unternehmensbereiche ihre Erfahrungen zielgerichtet aus, um so zusätzliche Chancen und Synergien zu identifizieren und zu nutzen. Die Chancen sind im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Prognosebericht" dargestellt.

Risikomanagement

Auch das Management von Risiken ist bei STADA als eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit definiert. Die Risikostrategie, die in allen Geschäftssegmenten des STADA-Konzerns Anwendung findet, ist eng mit der Unternehmensstrategie von STADA verknüpft und bildet die Grundlage für das vom Vorstand in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integrierte, kontinuierliche Risikomanagement-System. Das Risikomanagement-System von STADA orientiert sich am internationalen Risikomanagement-Standard COSO II Enterprise Risk Management -Integrated Framework (2004).

Ziel des Risikomanagement-Systems von STADA ist es, konzernweit sicherzustellen, dass sowohl unternehmerischer Nutzen für Entscheidungsprozesse realisiert wird als auch alle einschlägigen Rechtsvorschriften für Risikomanagement-Systeme in vollem Umfang eingehalten werden. Daneben soll das Risikomanagement-System hinreichende Sicherheit gewährleisten, dass die Ziele von STADA, insbesondere die finanziellen, operativen und strategischen Ziele, planmäßig erreicht werden können. Der unternehmensweit einheitliche, integrierte Ansatz zum Management von Risiken soll die Effizienz des konzernweiten Risikomanagements sicherstellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung ermöglichen.

Die Risikostrategie von STADA wird durch die risikopolitischen Grundsätze konkretisiert. Diese sollen sicherstellen, dass Risiken vollständig identifiziert sowie transparent und vergleichbar dargestellt und bewertet werden. Sie verpflichten die Risikoverantwortlichen dazu, die Risiken proaktiv zu steuern und zu überwachen. Die risikopolitischen Grundsätze werden im Risikomanagement-Handbuch definiert, das darüber hinaus alle methodischen und organisatorischen Standards im Umgang mit Risiken verbindlich festlegt.

Die wesentlichen Elemente des konzernweiten Risikomanagement-Systems sind:

1. der im Unternehmen vertikal und horizontal integrierte Fachbereich Risk Management, der für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der konzernweiten Einrichtung der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"), die Methoden und Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist;

2. die konzernweit in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften integrierten dezentralen Risikobeauftragten, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren;

3. regelmäßige Abfragen bei den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten durch den Fachbereich Risk Management zu aktuellen Themen und zur Risikolage in den einzelnen Bereichen im Konzern;

4. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem die Risikobegriffe, die Risikopolitik und das Risikomanagement-System inklusive des Risikomanagement-Prozesses und der Verantwortlichkeiten definiert sind;

5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften.

Das konzernweite Risikomanagement von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und deren Konzerngesellschaften und auch nicht einbezogene Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im Risikomanagement-System des Konzerns erfasst.

Im Risikomanagement-System werden ausschließlich Risiken erfasst. Eine Erfassung von Chancen im Risikomanagement-System analog den Risiken erfolgt nicht. Die Identifikation und Bewertung von Chancen erfolgt in den entsprechenden Geschäftsumfeldern. Eine übergreifende, systematische Klassifizierung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung der Chancen wird nicht vorgenommen.

Der Risikomanagement-Prozess umfasst bei STADA die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risiko-Monitoring, Risikoaggregation und Risiko-Reporting.

Der geschlossene, fortlaufende und IT-gestützte Risikomanagement-Prozess beginnt mit der Risikoidentifikation (Phase 1), in der systematisch alle Einzelrisiken erhoben werden, die erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA haben könnten. Die Identifikation dieser Einzelrisiken erfolgt zum einen durch Self-Assessment der Risikobeauftragten und zum anderen durch Abfragen durch den Fachbereich Risk Management.

Nach der Risikoidentifikation schließt sich die Risikobewertung (Phase 2) an. Die Bewertung der Einzelrisiken erfolgt auf der Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung und soll sowohl mögliche direkte Schäden als auch mögliche indirekte Folgen durch den möglichen Eintritt des Einzelrisikos berücksichtigen.

Im Zuge der Risikosteuerung (Phase 3) werden mögliche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduktion, -transferierung und/ oder -kompensation identifiziert. Bei den identifizierten Maßnahmen kann es sich sowohl um ursachenbezogene (präventive) als auch um wirkungsbezogene (reaktive) Maßnahmen handeln.

In den Phasen 1 bis 3 wird durch den Fachbereich Risk Management die inhaltliche Konsistenz der Einzelrisiken durch Plausibilitätsprüfungen sichergestellt und ein kontinuierliches Risikomanagement über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg gewährleistet.

Das Risiko-Monitoring (Phase 4) stellt sicher, dass die Entwicklung der Risiken sowie die Durchführung und die Effektivität der identifizierten Maßnahmen durch den Risikoverantwortlichen, bei Bedarf unterstützt durch den Fachbereich Risk Management, durchgängig überwacht werden.

Vor Erstellung des Risiko-Reportings werden durch den Fachbereich Risk Management, nach einer Analyse der Risikoursachen der Einzelrisiken, in der Risikoaggregation (Phase 5) Einzelrisiken mit identischer bzw. ähnlicher Risikoursache zur Erhöhung der Transparenz in einem Risikoaggregat zusammengefasst.

Danach werden im Risiko-Reporting (Phase 6) durch den Fachbereich Risk Management aus den identifizierten Einzelrisiken empfängerorientierte Risikoberichte für das Management und den Aufsichtsrat erstellt. Signifikante Einzelrisiken und Risikoaggregate werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. weitere Maßnahmen zur Risikobewältigung adressiert. Bei neu auftretenden signifikanten Einzelrisiken oder Risikoaggregaten werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat auch außerhalb des quartalsweisen Risiko-Reportings unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert.

Der Internen Revision obliegt die regelmäßige Prüfung des vom Vorstand eingerichteten Risikomanagement-Systems. Darüber hinaus befasst sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Überwachung des Vorstands mit der Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems. Zusätzlich überprüft und beurteilt der Abschlussprüfer von STADA im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung das in das Risikomanagement-System integrierte Risikofrüherkennungs-System auf seine grundsätzliche Eignung, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkennen zu können.

Der relevante Zeitraum für die interne Risikoberichterstattung beträgt prinzipiell 24 Monate. Die Bewertung der Risiken im Konzernlagebericht bezieht sich analog dem Prognosezeitraum grundsätzlich auf ein Jahr. Die Einschätzung der Einzelrisiken bezieht sich auf den 31. Dezember 2016. Relevante Änderungen nach dem Bilanzstichtag, die eine veränderte Darstellung der Risikolage von STADA erforderlich gemacht hätten, lagen nicht vor. Eine absolute Sicherheit, Risiken in vollem Umfang identifizieren und steuern zu können, kann es jedoch nicht geben.

Internes Kontroll- und Risikomanagement-System für den Konzernrechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 5, 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)

Das konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (IKRMS) ist Bestandteil des konzernweiten Risikomanagement-Systems von STADA und hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Mit einer Vielzahl von verschiedenen Maßnahmen und internen Kontrollen stellt STADA die Verlässlichkeit der Rechnungslegungsprozesse und die Korrektheit der Finanzberichterstattung sicher. Dies schließt die Erstellung von regelkonformen Einzel- und Konzernabschlüssen sowie Lageberichten ein. Das IKRMS wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist integraler Bestandteil der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen. Das System beinhaltet Grundsätze, Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen.

Es besteht u.a. aus:

konzerneinheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Kontierungsvorgaben, die fortlaufend überprüft, aktualisiert und regelmäßig kommuniziert werden,

ergänzenden Verfahrensanweisungen, konzerninternen Meldeformaten sowie IT-gestützten Abstimmprozessen für konzerninterne Salden,

Prozessen, die die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten,

Prozessen zur Funktionstrennung, zum Vier-Augen-Prinzip im Rahmen der Abschlusserstellung und zu Autorisierungs- und Zugriffsregelungen bei relevanten IT-Rechnungslegungssystemen,

externen Experten, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, wie z.B. bei einer Kaufpreisaufteilung im Sinne des IFRS 3.

Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Außerhalb der durch Software unterstützten Systeme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Konzernebenen durchgeführt. Die überwiegende Anzahl der Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften, die Eingang in den Konzernabschluss von STADA finden, unterliegen grundsätzlich einmal pro Jahr der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus erfolgt durch diesen auch eine prüferische Durchsicht der Halbjahresabschlüsse wesentlicher konsolidierter Konzerngesellschaften.

Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des IKRMS liegt beim Vorstand der STADA Arzneimittel AG, der dessen Angemessenheit und Wirksamkeit mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Zusätzlich werden dessen Angemessenheit und Wirksamkeit durch die Interne Revision regelmäßig konzernweiten Prüfungen unterzogen.

Des Weiteren überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats von STADA auf Grundlage von § 107 Abs. 3 AktG regelmäßig den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das IKRMS für den Rechnungslegungsprozess kann jedoch keine absolute Sicherheit dafür bieten, dass wesentliche Falschaussagen in der Rechnungslegung vermieden werden.

Geschäftsbezogene Risiken

Im Folgenden werden die Risiken beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns haben können. Grundsätzlich erfolgt die Berichterstattung über Risiken in Form von Nettorisiken, d.h. Risiken inklusive der ergriffenen Maßnahmen zur Risikobewältigung und für die einzelnen Segmente. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, betreffen die beschriebenen Risiken die beiden Segmente Markenprodukte und Generika. Zusätzlich können Risiken, die heute noch nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingestuft werden, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflussen.

Branchenrisiken, regulatorische und konjunkturelle Risiken

a) Branchenrisiken

STADA ist sich ständig ändernden Marktbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten ausgesetzt. Auf der Wettbewerberseite bestehen die Risiken auf Grundlage des starken Wettbewerbs insbesondere im Hinblick auf Preisstellung, Sortiments- und Serviceumfang oder auch Liefer- und Rabattkonditionen von bestehenden sowie neuen Wettbewerbern. Gleichzeitig bestehen von der Nachfrageseite her Risiken durch eine möglicherweise steigende Nachfragemacht einzelner Kundengruppen wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen oder Versandhändlern. Solche Entwicklungen können zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsposition von STADA, z.B. durch einen (teilweisen) Verlust neu eingeplanter Ausschreibungen als auch durch einen (teilweisen) Verlust einmal bereits gewonnener Ausschreibungen, und somit zu einem Umsatz- oder Ertragsverlust führen. Prinzipiell nutzt STADA jedoch sich bietende Chancen in einzelnen Märkten oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen und ist dabei auch bereit, ggf. temporäre Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in nationalen Märkten mit großem Wachstumspotenzial oder zum Erhalt bzw. Ausbau der Marktposition. Insgesamt versucht STADA, den Branchenrisiken durch eine Diversifikation der Märkte und Produkte entgegenzuwirken.

b) Regulatorische Risiken

Die nationalen Märkte, in denen STADA aktiv ist, sind durch eine Vielzahl an Vorschriften gekennzeichnet. Die Änderungen, die Aufhebung oder der Erlass neuer regulatorischer Vorschriften können erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf STADA und den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Produkte oder Investitionen haben. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, welche bspw. die Marktstruktur, Preisgestaltung, Erstattung oder Zulassung pharmazeutischer Produkte betreffen. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen zur Rabattgewährung, Reduzierung oder Ausgrenzung der Kostenerstattung) beeinflusst werden. Des Weiteren können höhere direkte Kosten zur Erfüllung der Vorschriften (bspw. bei der Zulassung) oder höhere indirekte Kosten (bspw. durch Ausweichbewegungen der Wettbewerber oder Nachfrager) entstehen. Dies kann die Profitabilität einzelner Produkte in den betroffenen Ländern schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines Produkts verhindern. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks vorrangig im Generika-Segment weiter bestehen bleibt. STADA begegnet diesen Risiken u.a. durch eine gezielte Erweiterung des Produkt-Portfolios in weniger regulierten Bereichen.

Eine exakte Prognose etwaiger Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von STADA ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess in dem jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten von STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulierung könnte es notwendig werden, das Geschäftsmodell anzupassen.

c) Konjunkturelle Risiken

Der Geschäftserfolg von STADA hängt u.a. auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig zu einer Reduzierung der Kaufkraft in dem betroffenen Markt führt. Die Minderung der Kaufkraft kann insbesondere im Bereich der Markenprodukte, der primär ein Selbstzahlermarkt ist, eine Kaufzurückhaltung nach sich ziehen. Des Weiteren kann ein Konjunkturrückgang den ohnehin herrschenden Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen verstärken. So könnten möglicherweise Geschwindigkeit und Ausmaß regionaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöht werden. Infolgedessen sind für STADA wesentlich nachteilige Ausgestaltungen insbesondere für die verschreibungspflichtigen Arzneimittel, bspw. staatlich angeordnete Preissenkungen, nicht auszuschließen. Insgesamt arbeitet STADA kontinuierlich daran, möglichen Risiken über Leistungssteigerungen oder Kostenreduzierungen entgegenzuwirken.

Seit dem Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine in 2014 wird die Entwicklung von STADA im russischen Markt und in den ehemaligen CIS-Märkten von diesem Konflikt belastet. Dies wirkte sich auch im Geschäftsjahr 2016 durch eine Kaufzurückhaltung der russischen Verbraucher und Großhändler nachteilig auf STADA aus. In der MENA-Region wirkten sich die anhaltenden Unruhen ebenfalls negativ auf das Exportgeschäft in dieser Region aus. Derzeit ist nicht absehbar, wie lange die politischen Unruhen anhalten werden. Sollten sich diese Krisen weiter fortsetzen, könnte dies weiter negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage des STADA-Konzerns haben.

Des Weiteren haben beim Referendum am 23. Juni 2016 die Wähler des Vereinigten Königreichs mehrheitlich für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit") gestimmt. Die Verhandlungen über die Bedingungen des Austritts haben noch nicht begonnen. Auch zeigt sich die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs bisher sehr robust. Es besteht das Risiko, dass es im Laufe oder nach Abschluss der Verhandlungen zu einem Konjunkturabschwung kommt, der den Kostendruck im Gesundheitssystem erhöht und bspw. auch zu Preissenkungsmaßnahmen führen kann. Des Weiteren könnte ein Konjunkturabschwung auch zu einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten im Selbstzahlermarkt führen.

Risiken des Produkt-Portfolios

Eine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des Produkt-Portfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass Produkte, die dem Produkt-Portfolio hinzugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse oder fehlerhafte Ausführungen nicht oder lediglich verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- oder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Gesundheitssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet.

Darüber hinaus ist, insbesondere im Segment Generika, bei der Entwicklung und Zulassung jedes Produkts die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften wie gewerblicher Schutzrechte von großer Bedeutung. Hier besteht das Risiko, dass trotz sorgfältiger Prüfung der rechtlichen Situation einzelne Vorschriften verletzt werden und so die Einführung eines neuen Produkts verzögert oder sogar verhindert wird. Dies gilt auch in Retrospektive für bereits am Markt eingeführte Produkte. Es besteht außerdem das Risiko, dass trotz intensiver Prüfung mögliche Nebenwirkungen oder Qualitätsmängel bei Produkten erst nach der Zulassung entdeckt werden oder dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Bewertungen zu einer Rücknahme vom Markt sowie zu entsprechenden Gerichtsverfahren führen können.

Rechtliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Risiken, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten auftreten, werden fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert.

Insbesondere im Kernsegment Generika ist die Geschäftstätigkeit von STADA mit dem erhöhten Risiko von Rechtsstreitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (insbesondere Patente und Supplementary Protection Certificates), Produkthaftung, Verletzung von Gewährleistungspflichten, Verletzung von Sorgfaltspflichten sowie die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verbunden. Zum Schutz der als vertraulich zu behandelnden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern, Leistungserbringern oder anderen Vertragspartnern. Als Folge dieser Rechtsstreitigkeiten können, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen, Schadensersatzforderungen, Kosten für die Rechtsverteidigung, eine vollständige oder zeitweise Untersagung der Vermarktung von Produkten oder Kosten für Rückrufaktionen entstehen, unabhängig davon, ob letztendlich ein Schadensersatzanspruch besteht.

Des Weiteren kann es für STADA möglicherweise schwierig werden, nach dem Recht eines Landes, in dem STADA Geschäfte betreibt, seine eigenen Ansprüche zu bezahlbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft in diesem Land durchzusetzen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern insgesamt haben.

Ferner unterliegt die Geschäftstätigkeit von STADA in den einzelnen Ländern den jeweils geltenden nationalen oder supranationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Durch Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können sich Risiken mit Auswirkungen auf Steueraufwendungen, -erträge, -forderungen und -verbindlichkeiten ergeben. Der Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und überwacht steuerliche Risiken frühestmöglich und systematisch und initiiert gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen.

Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Ansprüche anlassbezogene Rückstellungen. Aus heutiger Sicht erwartet STADA aus den anhängigen Verfahren jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Operative Risiken

a) Unternehmensstrategische Risiken

Die Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Pharmamarkt in den Segmenten Generika und Marken ausgelegt. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass in der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder andere Wirtschaftsgüter möglicherweise nur mit höheren Integrationskosten integriert oder beabsichtigte Synergieeffekte nicht in der gewünschten Höhe gehoben werden können. Ferner können akquirierte Gesellschaften oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen, da sich Märkte oder Marktsegmente, auf die sich STADA strategisch konzentriert, anders als erwartet entwickeln. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, diese Risiken durch sorgfältige Analysen zu minimieren, kann jeder der vorgenannten Sachverhalte zu einem Wertminderungsbedarf auf immaterielle Vermögenswerte führen.

b) Leistungswirtschaftliche Risiken

Die konzerneigenen Produktionsstätten (inkl. der Produktentwicklung und Logistik) sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter Produktionsstörungen oder -ausfälle ausgesetzt. Da innerhalb dieser Prozesse regelmäßig Stoffe mit Gefahrstoffcharakter verwendet werden, können solche Störungen auch die Gesundheit von Mitarbeitern oder Dritten gefährden oder Umweltschäden hervorrufen. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken.

Die Lieferfähigkeit von STADA kann auch durch die Lieferunfähigkeit oder die Zahlungsunfähigkeit eines Lieferanten (siehe auch Ausfallrisiko) negativ beeinflusst werden, da der Wechsel eines Lieferanten in der Regel mit zeitlichen Verzögerungen verbunden ist. STADA begrenzt dieses Risiko, indem teilweise auf mehr als eine Bezugsquelle zurückgegriffen wird (Dual Sourcing).

Einzelne nationale Märkte zeichnen sich im Segment Generika zunehmend durch sehr hohe Volumenvolatilitäten aus, die sich im Umfeld von Ausschreibungen durch staatliche Institutionen oder Krankenkassen regelmäßig ergeben. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, Lieferengpässe bzw. einen unbeabsichtigten Bestandsaufbau zu vermeiden, kann dies angesichts des umfangreichen Portfolios nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

STADA ist auch abhängig von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe und - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch fallende Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Preisgleitklauseln, die eine Kopplung von Bezugspreisen an aktuelle Absatzpreise garantieren, Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen des Konzerns führen.

c) Personalrisiken

STADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften sowie eine lang anhaltende Suche zur Nachbesetzung in Schlüsselpositionen könnten wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg von STADA ist davon abhängig, auch in Zukunft, ungeachtet der demographischen Herausforderungen, im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und langfristig binden zu können. Länder-, branchen- und unternehmensspezifische Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten und zu gewinnen. STADA begegnet diesen Risiken durch weltweit eingeführte Personalentwicklungs- und Nachfolgeprozesse, mit Hilfe derer das Potenzial der Beschäftigten systematisch erkannt und gefördert wird. Diese Prozesse unterstützen sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung und helfen STADA, erfolgskritische Kompetenzen im Unternehmen zu entwickeln, zu fördern und zu halten.

d) Compliance-Risiken

Es ist ausdrückliches Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse ausschließlich im Rahmen der jeweiligen Gesetze und internen Richtlinien abzuwickeln. Deshalb hat STADA konzernweit ein Compliance-System eingerichtet, in dem jeder Beschäftigte regelmäßig und angepasst an seinen jeweiligen Verantwortungsbereich über die bestehenden Compliance-Richtlinien von STADA informiert wird. STADA geht davon aus, dass mit dem Compliance-System eine ausreichende Vorsorge für die Einhaltung und Beachtung der nationalen und internationalen Regeln getroffen wurde. Schulungen und Compliance-Richtlinien können jedoch nicht vollständig gewährleisten, dass Beschäftigte nicht versehentlich, fahrlässig oder vorsätzlich gegen Gesetze oder interne Richtlinien verstoßen. Solche Verstöße können die internen Geschäftsprozesse stören und die Finanzlage negativ beeinflussen.

e) Risiken in Bezug auf die Informationstechnologie

Die strategischen Ziele von STADA sind nur durch eine optimale Ausrichtung und angemessene Unterstützung durch die Nutzung einer Vielzahl von IT-Systemen und -Prozessen zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese komplexen und leistungsfähigen Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen.

Dabei bilden die weltweit genutzten IT-Anwendungen die Basis für die vertragsgerechte Lieferung der Produkte an die weltweiten Kunden des STADA-Konzerns. Auftretende Ineffizienzen bei den IT-Prozessen im Konzern, der Ausfall von geschäftskritischen IT-Anwendungen ebenso wie der Ausfall eines Rechenzentrums können direkten Einfluss auf die Lieferfähigkeit von STADA haben.

Des Weiteren können grundsätzlich alle im STADA-Konzern verwendeten IT-Systeme vom Missbrauch der digitalen Technologien als Begehungsform neuer Arten der Kriminalität, so genannter Computerkriminalität (E-Crime), betroffen sein, die neben der Beeinträchtigung oder dem Ausfall der betroffenen IT-Systeme auch zur Weitergabe von vertraulichen Daten an Dritte oder zu einem Widerruf von Arzneimittelzulassungen auf Grund mangelhafter Validierung relevanter IT-Systeme führen können.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos und zur Abwehr von Computerkriminalität betreibt STADA in der IT ein Qualitätsmanagement und redundant ausgelegte Rechenzentren.

Finanzielle Risiken

Im Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanziellen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert.

a) Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können bspw. durch den Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und freien Kreditlinien. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow und über weitere bilaterale Kreditverträge bei verschiedenen Banken (Kreditlinien), die im Bedarfsfall genutzt werden können.

b) Währungsrisiken

Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren insbesondere aus Schwankungen des US-Dollar, russischen Rubel, britischen Pfund und des serbischen Dinar gegenüber dem Euro. Ein Wechselkursrisiko besteht in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Diesem Risiko ist STADA jedoch nur in sehr begrenztem Umfang ausgesetzt, da das Unternehmen Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen neben natürlichen Absicherungen (so genannten "Natural Hedges") auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet, die zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Im Berichtsjahr setzte STADA Devisenterminkontrakte und Zins-/Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Restlaufzeit der Kontrakte beträgt aktuell bis zu einem Jahr.

Des Weiteren bestehen Wechselkursrisiken in Bezug auf die Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Euro-Zone (Translationsrisiko). In diesem Zusammenhang könnten die aktuelle politische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation sowie die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU über den Brexit sich mittelbar weiter nachteilig auf die Ertragslage und die Wechselkurse auswirken.

Eine Währungssensitivitätsanalyse auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum 31.12.2016 hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2016 eine Auf- bzw. Abwertung der funktionalen Währung gegenüber dem Rubel um 10% bei sonst gleichen Bedingungen das EBITDA um ca. 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) verändern würde (Translationsrisiko). Analog würde eine Auf bzw. Abwertung der funktionalen Währung gegenüber dem britischen Pfund um 10% bei sonst gleichen Bedingungen zu einer Veränderung des EBITDA um ca. 0,6 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) führen (Translationsrisiko).

c) Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen und Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland. STADA ermittelt bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Sollte die Sensitivitätsanalyse ergeben, dass Zinsschwankungen zu bedeutsamen Auswirkungen führen können, könnte STADA derivative Sicherungsinstrumente zur Verminderung des Risikos nutzen.

Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2016 eine Erhöhung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) und eine Verringerung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisentlastung in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: Ergebnisbelastung von 0,7 Mio. €) geführt hätte.

d) Ausfallrisiken

STADA ist einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ausgesetzt. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich werden neben der Durchführung angemessener Kreditmanagementprozesse entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Ausfallrisiken bestehen auch auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus diesem Grund strebt STADA nur Geschäftsverbindungen mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität an. Darüber hinaus sichert sich STADA teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten gegen das Ausfallrisiko ab. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen.

e) Verrechnungspreisrisiken

STADA bedient sich seines internationalen Netzwerks und führt strategische Konzernfunktionen zentral über die STADA Arzneimittel AG aus. Dadurch kommt einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung der entsprechenden konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange, bspw. durch nachträgliche Steuerforderungen der lokalen Finanzbehörden gegenüber einer Tochtergesellschaft des STADA-Konzerns, werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Eine Nichtanerkennung von Verrechnungspreisen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

f) Wertminderungsrisiken

Die Wertansätze der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte sind der Veränderung von Markt- und Geschäftsverhältnissen und damit auch Änderungen der beizulegenden Zeitwerte ausgesetzt. Im Rahmen eines jährlichen oder eines anlassbezogenen Werthaltigkeitstests können sich signifikante nicht zahlungswirksame Ergebnisbelastungen und Auswirkungen auf die Bilanzrelationen ergeben. Dies gilt insbesondere für Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Wesentlichen aus den mit den vergangenen Akquisitionen verbundenen Kaufpreisallokationen stammen, und für sonstige immaterielle Vermögenswerte. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle relevanten Risiken entsprechend berücksichtigt.

Sonstige Risiken

STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in den Märkten tragen wie jedes Unternehmen weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streiks, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichend sind.

Sollte STADA auf Grund von besonderen Kapitalbeschränkungen oder anderen Maßnahmen - bspw. ausgelöst durch politische oder militärische Konflikte - nicht mehr die nach IFRS 10 ("Konzernabschlüsse") notwendigen Kriterien zur Kontrolle und damit zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften erfüllen, müsste STADA diese Gesellschaften entkonsolidieren. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind abhängig von der Bedeutung der betroffenen Gesellschaften für STADA und können sich wesentlich nachteilig für den Konzern auswirken.

Bewertung der Risikokategorien

Wesentliche Risiken, die innerhalb des einjährigen Prognosezeitraums zu Abweichungen von der geplanten Unternehmensentwicklung führen können, zeigt die folgende Darstellung:

Die Skalen zur Klassifizierung der potenziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit sind in den beiden folgenden Abbildungen dargestellt:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Klassifizierung
Gering > 0% bis < 25%
Mittel > 25% bis ≤ 50%
Hoch > 50% bis < 100%
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Potenzielle Auswirkung Beschreibung der Auswirkung1)
Gering Unerhebliche negative Auswirkungen auf die 1-Jahres-Prognose (0% bis 5%)
Mittel Moderate negative Auswirkungen auf die 1-Jahres-Prognose (5% bis 10%)
Hoch Erhebliche negative Auswirkungen auf die 1-Jahres-Prognose (> 10%)

1) Abweichung bezogen auf die Guidance zum bereinigten EBITDA.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiken

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Auf Grund der unverändert angespannten geopolitischen Situation in der CIS-Region ist das Risikoumfeld von STADA in dieser Region unverändert. Zusätzlich hat sich das Risikoumfeld von STADA durch die anstehenden Verhandlungen über den Brexit leicht negativ verändert. Sollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten des Konzerns auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Trotzdem sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Organisatorisch hat STADA alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB ist STADA zu folgenden Angaben im Geschäftsbericht verpflichtet:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, mit Aktien verbundene Rechte und Pflichten/Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen

Das Grundkapital betrug zum 31.12.2016 162.090.344,00 €, eingeteilt in 62.342.440 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie.

Bis zum 09.12.2016 handelte es sich bei den Aktien der Gesellschaft ausnahmslos um vinkulierte Namensaktien, die satzungsgemäß nur mit Zustimmung des Vorstands der Gesellschaft übertragen und im Aktienregister eingetragen werden. Am 26.08.2016 fasste die STADA-Hauptversammlung den Beschluss, die Vinkulierung aufzuheben. Seit Eintragung dieses Beschlusses im Handelsregister am 09.12.2016 handelt es sich ausnahmslos um Namensaktien, die laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung gewähren. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe Sonderrechte zu.

Die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von Mitarbeitern erworbenen Aktien unterliegen einer dreijährigen Veräußerungssperre.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder/Satzungsänderungen

Der Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen (§§ 84, 85 AktG).

Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist entsprechend den gesetzlichen Regelungen zulässig. Nach § 9 der Satzung besteht der Vorstand aus zwei oder mehr Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder und er kann zudem stellvertretende Vorstandsmitglieder benennen.

Die Satzung kann grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden.

Die Änderung wird mit der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Absatz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Absatz 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstands betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung macht in § 23 Absatz 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Absatz 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden und, soweit das Aktiengesetz zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, mit einfacher Kapitalmehrheit des vertretenen Kapitals, soweit dies gesetzlich zulässig ist, gefasst werden. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Der Aufsichtsrat ist ferner gemäß § 32 der Satzung ermächtigt, Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Hauptversammlung hat am 05.06.2013 gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals um bis zu 77.134.304,00 € durch Ausgabe von bis zu 29.667.040 Stück Namensaktien1) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Den Aktionären steht das gesetzliche Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten, in der Ermächtigung näher bezeichneten Fällen auszuschließen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

1) Am 26.08.2016 beschloss die STADA-Hauptversammlung, die bisherige Vinkulierung der Namensaktien im Wege der Satzungsänderung aufzuheben. Die Satzungsänderung wurde am 09.12.2016 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. Die Ermächtigung aus dem Genehmigten Kapital gemäß § 6 Absatz 1 der Satzung bezieht sich seitdem daher auf nicht vinkulierte Namensaktien.

Darüber hinaus hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 den Vorstand ermächtigt, bis zum 04.06.2018 einmal oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.000.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 26.610.900 Stück Namensaktien1) der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 69.188.340,00 € nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Zur Bedienung dieser Schuldverschreibungen hat die Hauptversammlung am 05.06.2013 das Grundkapital gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung um bis zu 69.188.340,00 € durch Ausgabe von bis zu 26.610.900 Stück Namensaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital 2013). Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

1) Im Zuge der am 26.08.2016 von der STADA-Hauptversammlung beschlossenen Satzungsänderung zur Abschaffung der Vinkulierung der Namensaktien wurde auch eine entsprechende Anpassung der Ermächtigung des Vorstands vom 05.06.2013 zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen dahin gehend beschlossen, dass sich die betreffenden Options- bzw. Wandlungsrechte mit Wirkung ab Eintragung der Satzungsänderung auf den Bezug von Namensaktien (anstelle von vinkulierten Namensaktien) beziehen. Das zugehörige Bedingte Kapital 2013 gemäß § 6 Absatz 2 der Satzung wurde mit Wirkung ab Eintragung der Satzungsänderung im Handelsregister dahin gehend angepasst, dass es eine bedingte Ausgabe von Namensaktien statt einer bedingten Ausgabe von vinkulierten Namensaktien regelt. Die Satzungsänderung wurde am 09.12.2016 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Die Gesellschaft ist nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 05.06.2013 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom 06.06.2013 bis zum 05.06.2018 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Im Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) als Folge eines Übernahmeangebots für die Gesellschaft bestehen, den üblichen Gepflogenheiten im Geschäftsverkehr entsprechend, Kündigungsmöglichkeiten für bestimmte Lieferverträge, die Kreditgeber mehrerer Kreditverträge, der begebenen Unternehmensanleihen und der begebenen Schuldscheindarlehen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf und Lage - Finanzlage").

Zu der Vereinbarung der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels wird auf den Vergütungsbericht in diesem Geschäftsbericht verwiesen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Dieser Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie die Höhe individueller Vergütungen. Zudem stellt er die Vergütung der Beiratsmitglieder der STADA Arzneimittel AG dar. Der Bericht entspricht den Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 17 (DRS 17), den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Vergütung des Vorstands

Zielsetzung

Der Gesamtaufsichtsrat legt das Vergütungssystem für den Vorstand und die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder auf Vorschlag des Personalausschusses fest und überprüft es regelmäßig. Zielsetzung des im Berichtsjahr maßgeblichen Vorstandsvergütungssystems ist es, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts entsprechend ihren persönlichen Aufgaben und Leistungen, der Gesamtleistung des Vorstands sowie der erfolgsorientierten Unternehmensführung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist im Rahmen des Vergütungssystems in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und so bemessen, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit eine attraktive Grundlage für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld darstellt. Durch angemessene Obergrenzen vermeidet das Vergütungssystem aber übermäßig starke Anreize zu risikoorientiertem Verhalten.

Zu den Kernelementen des Systems gehören eine erfolgsunabhängige Jahresvergütung, welche die Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder berücksichtigt, sowie eine vom Erreichen jährlicher Performanceziele abhängige Komponente ("Short-Term Incentive", STI). Neben der jahresbezogenen erfolgsabhängigen Vergütung erhalten die Mitglieder des Vorstands eine langfristig ausgelegte Vergütungskomponente ("Long-Term Incentive", LTI), die sich zu einem signifikanten Teil an der Wertsteigerung der STADA-Aktie bemisst und somit einen Anreiz für die Vorstandsmitglieder zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts setzt. Ziel der langfristigen variablen Vergütung ist es außerdem, die Interessen der Aktionäre in der Anreizstruktur der Vergütung insgesamt nachhaltig zu berücksichtigen. Aktienoptionspläne bestehen nicht.

Die einzelnen erfolgsabhängigen Komponenten sind auf einen Maximalbetrag begrenzt.

Die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Die letzte Überprüfung fand im Dezember 2016, unter der Hinzunahme eines unabhängigen Vergütungsberaters, statt.

Struktur des Vorstandsvergütungssystems im Geschäftsjahr 2016

Das im Berichtsjahr maßgebliche Vorstandsvergütungssystem trat mit Wirkung zum 01.01.2016 einheitlich für alle Vorstandsmitglieder in Kraft.

Die folgende Darstellung gibt eine Übersicht über das im Berichtsjahr maßgebliche Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder:

Erfolgsunabhängige Komponente

Jährliche Grundvergütung

Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einem fest vereinbarten und in zwölf gleichen monatlichen Raten ausbezahlten Grundgehalt. Dieses Jahresfestgehalt wird gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen sowie der übertragenen Funktion und Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds festgelegt.

Nebenleistungen

Sonstige Bezüge erhalten die Mitglieder des Vorstands in Form von Nebenleistungen, die im Wesentlichen aus der Privatnutzung eines Dienstwagens, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Versicherungsleistungen (u.a. Unfallversicherung) bestehen. Die Vergütung umfasst keine betrieblich organisierte Altersversorgung.

Erfolgsabhängige Komponente

Die erfolgsabhängige Komponente ist für alle Vorstandsmitglieder gleich strukturiert und beinhaltet einen einjährigen Teil ("Jahresbonus" als STI-Komponente) und einen mehrjährigen, langfristig anreizorientierten Teil ("LTIP-Deferrals").

Die erfolgsabhängige Vergütung insgesamt (STI + LTI) entspricht bei hundertprozentiger Zielerreichung der jeweiligen Leistungsparameter der Höhe des Festgehalts des jeweiligen Vorstandsmitglieds, d.h. der erfolgsunabhängigen Vergütung ("persönlicher Zielbetrag").

Die Ermittlung der Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung sowie die Auszahlungszeitpunkte werden nachfolgend erläutert.

Leistungsparameter zur Ermittlung des rechnerischen Ausgangsbetrags der für ein Geschäftsjahr gewährten erfolgsabhängigen Vergütung (STI und LTI)

Sowohl der Jahresbonus (STI) als auch die LTIP-Deferrals sind abhängig von der Zielvorgabe des Aufsichtsrats für die Unternehmensleistung sowie von der individuellen Vorstandsleistung des jeweiligen Geschäftsjahres. In Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad dieser Kriterien errechnet sich ein Ausgangsbetrag für die variable Vergütung ("rechnerischer Ausgangsbetrag"). Von diesem Betrag werden 50% als Jahresbonus ausgezahlt. Die andere Hälfte bildet den Ausgangsbetrag für die Ermittlung der LTIP-Deferrals, die zusätzlich noch von der Performance der STADA-Aktie im Verhältnis zum MDAX® über einen mehrjährigen Zeitraum abhängen (aktienorientierte mehrjährige Komponente).

Unternehmensleistung

Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat für den Gesamtvorstand hinsichtlich der Unternehmensleistung eine Zielvorgabe für das bevorstehende Geschäftsjahr (Performance-Periode) für die variable Vergütung fest. Die Bemessungsgröße hierfür basiert auf dem bereinigten Konzerngewinn, der aus der operativen Planung des Vorstands für den Konzerngewinn für diese Performance-Periode ermittelt und um außerordentliche Aufwendungen und Erträge angepasst wird.

Nach Abschluss jedes Geschäftsjahres wird der Grad der Zielerreichung der Unternehmensleistung für diese Performance-Periode ermittelt. Bei hundertprozentiger Zielerreichung entspricht der rechnerische Ausgangsbetrag für die variable Vergütung dieses Geschäftsjahres (STI + LTI) dem persönlichen Zielbetrag (d.h. der Fixvergütung des jeweiligen Vorstands). Wurde die Zielvorgabe um 25 Prozentpunkte oder mehr unterschritten, entfällt die gesamte erfolgsabhängige Vergütung für dieses Geschäftsjahr (d.h. sowohl der Jahresbonus als auch die LTIP-Deferrals). Wird die Zielvorgabe um 20 oder mehr Prozentpunkte überschritten, beträgt der rechnerische Ausgangsbetrag der erfolgsabhängigen Vergütung maximal 180% des persönlichen Zielbetrags (d.h. der jeweiligen Fixvergütung). Zwischenwerte werden linear ermittelt.

Die für das Geschäftsjahr 2016 festgelegte Zielvorgabe und der Grad der Zielerreichung werden zusammen mit der Erläuterung der Vergütung 2016 dargestellt.

Persönliche Leistungen eines Vorstandsmitglieds

Zur Berücksichtigung der persönlichen Leistungen eines Vorstandsmitglieds hat der Aufsichtsrat die Möglichkeit, den rechnerischen Ausgangsbetrag für die variable Vergütung dieses Geschäftsjahres (STI und LTI) auf Grund vertraglich festgelegter Kriterien um bis zu 20% zu erhöhen oder abzusenken. Für alle Vorstandsmitglieder wurden zur Bemessung außergewöhnlicher oder unterdurchschnittlicher persönlicher Leistungen in den Anstellungsverträgen einheitliche qualitative Parameter festgeschrieben (z.B. Mitarbeiterzufriedenheit, außergewöhnliche Arbeitsbelastung, Beiträge zur Weiterentwicklung der Gesellschaft).1) Bei signifikanter Abweichung von den Erwartungen an persönliche Leistungen eines Vorstandsmitglieds kann der Aufsichtsrat von der Anpassungsmöglichkeit Gebrauch machen, wobei dies nicht dazu führen darf, dass der rechnerische Ausgangsbetrag 180% des persönlichen Zielbetrags (d.h. der jeweiligen Fixvergütung) übersteigt.

1) Im Laufe des Kalenderjahres 2016 hatte der Aufsichtsrat eine Konkretisierung der qualitativen Parameter zur Bewertung der individuellen Vorstandsleistung rückwirkend zum 01.01.2016 im Zuge der Änderung der Vorstandsanstellungsverträge beschlossen.

Die für das Geschäftsjahr 2016 festgelegten Faktoren zur Bewertung der persönlichen Leistung werden zusammen mit der Erläuterung der Vergütung 2016 dargestellt.

Zur Veranschaulichung dieses Zusammenspiels dient die folgende Übersicht:

Ermittlung und Auszahlung der einjährigen erfolgsabhängigen Vergütung (Jahresbonus, STI)

Von dem wie vorstehend beschrieben bestimmten rechnerischen Ausgangsbetrag werden 50% im Folgejahr als Jahresbonus (STI) für das jeweilige Geschäftsjahr ausgezahlt.1) Die STI-Komponente der variablen Vergütung ist somit insgesamt abhängig von der Unternehmensleistung und - auf Grund der Anpassungsmöglichkeit des Aufsichtsrats - von der individuellen Vorstandsleistung. Auf Grund der Begrenzung des rechnerischen Ausgangsbetrags auf 180% des persönlichen Zielbetrags (d.h. der jeweiligen Fixvergütung) kann der Jahresbonus (STI) eines Vorstandsmitglieds maximal 90% seiner Fixvergütung erreichen (Höchstgrenze der einjährigen erfolgsabhängigen Vergütung, STI).

Ermittlung und Auszahlung der mehrjährigen, langfristig anreizorientierten erfolgsabhängigen Vergütung (LTIP-Deferrals) abhängig von der Aktienperformance

Die andere Hälfte des abhängig von den dargestellten Kriterien ermittelten rechnerischen Ausgangsbetrags wird in drei gleiche Werte aufgeteilt ("LTIP-Deferral 1", "LTIP-Deferral 2" und "LTIP-Deferral 3"). Die Auszahlung der Deferrals wird über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren gestreckt. Dabei hängen die Auszahlungen dem Grunde und der Höhe nach zusätzlich von der Aktienperformance der STADA-Aktie im Vergleich zum MDAX® über diesen mehrjährigen Zeitraum ab (mehrjährige, langfristig anreizorientierte erfolgsabhängige Vergütung).

Ob es zu einer Auszahlung kommt und wie hoch die Auszahlung eines jeden LTIP-Deferrals ausfällt, bestimmt sich nach der Aktienperformance der STADA-Aktie im Vergleich zum MDAX® während der so genannten jeweiligen Deferral-Periode. Die Deferral-Periode für das erste Deferral ist der Zeitraum der ein bzw. zwei auf die Performance-Periode folgenden Geschäftsjahre, für das zweite Deferral der Zeitraum der zwei bzw. drei auf die Performance-Periode folgenden Geschäftsjahre und für das dritte Deferral der Zeitraum der drei bzw. vier auf die Performance-Periode folgenden Geschäftsjahre. Zur Auszahlung gelangt der geringere Wert aus den beiden jeweilig relevanten Deferral-Perioden.

Die Auszahlung erfolgt in dem Geschäftsjahr, das der jeweiligen Deferral-Periode folgt.2) Das LTIP-Deferral 1 gelangt somit nach drei Jahren zur Auszahlung, das LTIP-Deferral 2 nach vier Jahren und das LTIP-Deferral 3 nach fünf Jahren. Beispielsweise für die Performance-Periode 2016 erfolgt die Deferral-1-Auszahlung somit im Jahr 2019, die Deferral-2-Auszahlung in 2020 und die Deferral-3-Auszahlung in 2021.3)

Zur Ermittlung des Auszahlungsbetrags eines LTIP-Deferrals wird die Aktienrendite der STADA-Aktie4) während der jeweiligen Deferral-Periode ins Verhältnis zur Performance des MDAX® als stetiger, von einer neutralen Instanz festgelegter Performanc-eIndex für mittelgroße börsennotierte Unternehmen wie die STADA Arzneimittel AG gesetzt. Insbesondere für den Fall, dass die Gesellschaft dem MDAX® nicht mehr angehört, kann der Aufsichtsrat einen anderen, geeigneteren Aktienindex als Bezugsgröße wählen.

1) Die Auszahlung wird am Ende des Kalendermonats fällig, der auf die Billigung des Konzernabschlusses des jeweiligen Geschäftsjahres durch den Aufsichtsrat folgt.
2) Auszahlung ist am Ende des Kalendermonats, der auf die Billigung des Konzernabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres durch den Aufsichtsrat folgt, fällig.
3) Der Aufsichtsrat hat die Verlängerung der Bemessungsgrundlagen der LTIP-Deferrals um jeweils ein Jahr Im Laufe des Kalenderjahres 2016 rückwirkend zum 01.01.2016 beschlossen. Zuvor war eine Auszahlung des Deferrals 1 schon nach zwei Jahren vorgesehen. Die Verlängerung der Auszahlungszeitpunkte um ein Jahr wurde im Wege der Ergänzung der Vorstandsverträge von Herrn Dr. Wiedenfels und Herrn Kraft umgesetzt; bei Herrn Retzlaff, der zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Vorstand ausgeschieden war, kam es nicht mehr zu einer solchen Vertragsanpassung.
4) Die Aktienrendite berücksichtigt zusätzlich zu den Kursveränderungen auch die in der jeweiligen LTIP-Deferral-Periode ausgeschütteten Dividenden. Sie wird wie folgt berechnet: Aktienrendite = (Endkurs + Dividende) / Anfangskurs

Der Auszahlungsbetrag für ein LTIP-Deferral entspricht dem Ausgangswert, wenn sich die Rendite der STADA-Aktie in der zu Grunde liegenden Deferral-Periode im gleichen Verhältnis wie der MDAX® entwickelt hat. Beträgt das Verhältnis von STADA-Aktienrendite zur Entwicklung des MDAX® 70% oder weniger, verfällt das LTIP-Deferral im Sinne einer Malus-Regelung und es kommt für dieses LTIP-Deferral zu keiner Auszahlung. Liegt das Verhältnis bei mindestens 130%, beträgt der Auszahlungsbetrag eines Deferrals im Sinne einer Bonus-Regelung maximal 130% des Ausgangswerts. Zwischenwerte werden linear ermittelt. Wird bei allen drei LTIP-Deferrals der Maximalbetrag von 130% je Deferral erreicht, kann die mehrjährige erfolgsabhängige Vergütung eines Geschäftsjahres insgesamt (d.h. für alle drei Deferrals zusammen) maximal 117% der jeweiligen Fixvergütung erreichen (Höchstgrenze der mehrjährigen erfolgsabhängigen Vergütung, LTIP).

Die folgende grafische Darstellung verdeutlicht, wann die einzelnen Bestandteile der zu einer Performance-Periode gehörenden erfolgsabhängigen Vergütung (Jahresbonus und LTIP-Deferrals 1-3) ausgezahlt werden:

Zusammenfassung

Das Vorstandsvergütungssystem knüpft die Vergütung der Vorstandsmitglieder an die (kurzfristige und langfristige) Entwicklung der STADA Arzneimittel AG und schafft dadurch einen Anreiz für eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung. Durch die Anknüpfung der Ermittlung der erfolgsabhängigen Vergütung an den bereinigten Konzerngewinn wird eine operative Kennzahl berücksichtigt, die sowohl eine Steuerungsgröße darstellt als auch in der externen Finanzberichterstattung eine wichtige Rolle spielt. Mit Hilfe einer einfachen und transparenten Übersetzung der Abweichung des erreichten Ergebnisses von der Zielvorgabe wirkt die Gesamtleistung des Vorstands unmittelbar auf die Vergütungshöhe. Die festgelegten Mindest- und Obergrenzen fördern eine stetige Entwicklung des Unternehmens und vermeiden durch angemessene Höchstgrenzen (Caps) übermäßig starke Anreize zu risikoorientiertem Verhalten. Mit dem Verzicht auf eine Gewährung von Aktien oder Aktienoptionen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der relativen Aktienperformance vermeidet das Vorstandsvergütungssystem administrativen Aufwand, ohne auf eine Abbildung der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens am Kapitalmarkt zu verzichten.

Darstellung der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016

Die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 wird nachfolgend nach zwei unterschiedlichen Regelwerken gesondert dargestellt: zum einen nach den Maßgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex, zum anderen nach dem anzuwendenden Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17).

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 nach Maßgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex (Mustertabellen)

Die nachfolgende Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 gewährten sowie zugeflossenen Vorstandsvergütung erfolgt gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05.05.2015.

Der nach Maßgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex zu berichtende Zufluss stellt den Zufluss für das jeweilige Geschäftsjahr dar - unabhängig von dem genauen Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungszuflusses. Darüber hinaus handelt es sich bei den LTIP-Deferrals um aktienbasierte Vergütungen, deren Zufluss gemäß dem deutschen Steuerrecht zum tatsächlichen Zahlungszeitpunkt ausgewiesen wird.1)

1) Die Auszahlung des LTIP-Deferrals 1 (2016) findet bei Herrn Dr. Wiedenfels und Herrn Kraft in 2019, des LTIP-Deferrals 2 (2016) in 2020 sowie des LTIP-Deferrals 3 (2016) in 2021 statt. Die Herrn Retzlaff anteilig noch zustehenden drei LTIP-Deferrals für 2016 stehen jeweils ein Jahr früher zur Auszahlung an.

Vor Beginn des Geschäftsjahres 2016 hatte der Aufsichtsrat für den Gesamtvorstand hinsichtlich der Unternehmensleistung als Zielvorgabe für die erfolgsabhängige Vergütung 2016 einen bereinigten Konzerngewinn in Höhe von 170,1 Mio. € und die hierbei dem Grunde nach zu berücksichtigenden Bereinigungssachverhalte festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Zielerreichungsgrad von 100,5%. Der Aufsichtsrat hat zur Berücksichtigung der persönlichen Leistungen von Herrn Dr. Wiedenfels und Herrn Kraft im Geschäftsjahr 2016 jeweils nach individueller Bemessung den Faktor 0,9 festgelegt. Bei Herrn Retzlaff wurde im Aufhebungsvertrag ein Faktor von 1,0 festgeschrieben.

Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2016 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt dar:

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Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender seit 05.06.2016 (im Vorstand seit 05/2013)
Gewährte Zuwendungen Zufluss
in T€ 2016 2015 2016 (Min.) 2016 (Max.) 2016 2015
Festvergütung 1.136 750 1.136 1.136 1.136 750
Nebenleistungen 36 33 36 36 36 33
Summe 1.172 783 1.172 1.172 1.172 783
Einjährige variable Vergütung 390 350 0 765 390 350
Mehrjährige variable Vergütung            
• Langzeitziele 2016 - 394 - - 7611) 0
• LTIP-Deferral 1 (2016) 58 - 0 332 0 -
• LTIP-Deferral 2 (2016) 53 - 0 332 0 -
• LTIP-Deferral 3 (2016) 49 - 0 332 0 -
Sonstiges - - - - - -
Summe 550 744 0 1.761 1.151 350
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 1.722 1.527 1.172 2.933 2.323 1.133

Erläuterungen:

Herr Dr. Wiedenfels erhielt im Berichtsjahr ein Fixgehalt von 850 T € p.a. zzgl. Nebenleistungen sowie nach Übernahme des Vorstandsvorsitzes für den Zeitraum ab 05.06.2016 eine zusätzliche Fixvergütung von 286 T €.

Bei den Zuwendungen aus der variablen Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 sind nach dem im Berichtsjahr geltenden Vorstandsanstellungsvertrag als einjährige variable Vergütung der Jahresbonus 2016 sowie als mehrjährige variable Vergütung die beizulegenden Zeitwerte für die drei LTIP-Deferrals 2016 aufgeführt. Die Werte wurden anhand des eingangs dargestellten Zielerreichungsgrads für die Unternehmensleistung von 100,5% sowie der mit dem Faktor 0,9 bemessenen persönlichen Leistung ermittelt. Ausgehend von dem persönlichen Zielbetrag in Höhe von 850 T € (entsprechend dem Fixgehalt von Herrn Dr. Wiedenfels) ergibt sich bei Anwendung der linearen Berechnungsformel ein Ausgangsbetrag für die variable Vergütung in Höhe von 781 T €, der hälftig (d.h. in Höhe von 390 T €) als Jahresbonus 2016 gewährt wird. Die andere Hälfte bildet den Ausgangsbetrag für die als LTIP-Deferrals 1-3 (2016) dargestellten Zuwendungen, die anhand eines anerkannten statistischen Bewertungsmodells (Monte-Carlo-Modell) zum 31.12.2016 bewertet wurden.

Aus dem früheren Vorstandsanstellungsvertrag mit Herrn Dr. Wiedenfels vom 03.05.2013 ("Altvertrag"), der mit Wirkung ab 01.01.2016 von dem neuen Anstellungsvertrag abgelöst worden ist, steht Herrn Dr. Wiedenfels für den Zeitraum der tatsächlichen Durchführung des Altvertrags bis zum 31.12.2015 noch ein Restbetrag in Höhe von 761 T € aus der Endabrechnung der mehrjährigen variablen Langzeitsondervergütung "Langzeitziele 2016" (bezogen auf das bereinigte EBITDA 2016) zu. Vereinbarungsgemäß war mit Abschluss des Geschäftsjahres 2016 als dem Zieljahr der "Langzeitziele 2016" auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung der Gesamtbetrag für den ursprünglichen Vertragszeitraum vom 03.05.2013 bis 31.12.2016 zu ermitteln (1.459 T €2) bezogen auf die ursprünglichen 44 Monate), der auf Grund der Vertragsumstellung nur anteilig für den Zeitraum der tatsächlichen Vertragsdurchführung vom 03.05.2013 bis 31.12.2015, d.h. in Höhe von 32/44, gewährt wird (d.h. in Höhe von 1.061 T €). Abzüglich der bereits in 2013 und 2014 hierauf geleisteten Abschlagszahlungen in Höhe von insgesamt 300 T € ergibt sich ein Restbetrag in Höhe von 761 T €, der als Zufluss für das aktuelle Geschäftsjahr ausgewiesen wird.

1) Die Auszahlung des Restbetrags der nach dem früheren Vorstandsanstellungsvertrag für den Zeitraum 03.05.2013 bis 31.12.2015 gewährten mehrjährigen variablen Vergütungskomponente "Langzeitziele 2016" erfolgt auf Grund der Endabrechnung der Langzeitziele 2016 und wird daher in der Vergütungstabelle des Berichtsjahres als Zufluss ausgewiesen.
2) Der im Geschäftsbericht 2015 noch mit 1.445 T € ausgewiesene Gesamtbetrag der voraussichtlichen Zuwendung aus der Langzeitsondervergütung 2016 bezogen auf 44 Monate beruhte auf der damaligen Prognose der Zielerreichung, die leicht unterhalb der tatsächlichen Zielerreichung lag.

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Helmut Kraft, Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb (im Vorstand seit 01/2010)
Gewährte Zuwendungen Zufluss
in T€ 2016 2015 2016 (Min.) 2016 (Max.) 2016 2015
Festvergütung 1.097 800 1.097 1.097 1.097 800
Nebenleistungen 34 30 34 34 34 30
Summe 1.131 830 1.131 1.131 1.131 830
Einjährige variable Vergütung 425 350 0 833 425 350
Mehrjährige variable Vergütung            
• Langzeitziele 2018 - 303 - - 01) 01)
• LTIP-Deferral 1 (2016) 63 - 0 361 0 -
• LTIP-Deferral 2 (2016) 57 - 0 361 0 -
• LTIP-Deferral 3 (2016) 53 - 0 361 0 -
Sonstiges - - - - - -
Summe 598 653 0 1.916 425 350
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 1.729 1.483 1.131 3.047 1.556 1.180

Erläuterungen:

Herr Kraft erhielt im Berichtsjahr ein Fixgehalt von 925 T € p.a. zzgl. Nebenleistungen sowie nach teilweiser Übernahme der Ressortaufgaben des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff für den Zeitraum ab 05.06.2016 eine zusätzliche Fixvergütung von 172 T €.

Bei den Zuwendungen aus der variablen Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 sind nach dem im Berichtsjahr geltenden Vorstandsanstellungsvertrag als einjährige variable Vergütung der Jahresbonus 2016 sowie als mehrjährige variable Vergütung die beizulegenden Zeitwerte für die drei LTIP-Deferrals 2016 aufgeführt. Die Werte wurden anhand des eingangs dargestellten Zielerreichungsgrads für die Unternehmensleistung von 100,5% sowie der mit dem Faktor 0,9 bemessenen persönlichen Leistung ermittelt. Ausgehend von dem persönlichen Zielbetrag in Höhe von 925 T € (entsprechend dem Fixgehalt von Herrn Kraft) ergibt sich bei Anwendung der linearen Berechnungsformel ein Ausgangsbetrag für die variable Vergütung in Höhe von 850 T €, der hälftig (d.h. in Höhe von 425 T €) als Jahresbonus 2016 gewährt wird. Die andere Hälfte bildet den Ausgangsbetrag für die als LTIP-Deferrals 1-3 (2016) dargestellten Zuwendungen, die anhand eines anerkannten statistischen Bewertungsmodells (Monte-Carlo-Modell) zum 31.12.2016 bewertet wurden.

Aus dem früheren Vorstandsanstellungsvertrag mit Herrn Kraft gültig ab 01.01.2015 ("Altvertrag"), der mit Wirkung ab 01.01.2016 von dem neuen Anstellungsvertrag abgelöst worden ist, besteht für den Zeitraum der tatsächlichen Durchführung des Altvertrags vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 ein anteiliger Anspruch aus der Endabrechnung der mehrjährigen variablen Langzeitsondervergütung "Langzeitziele 2018", der vereinbarungsgemäß mit Abschluss des Geschäftsjahres 2018 als dem Zieljahr der "Langzeitziele 2018" auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung ermittelt werden wird.

1) Ein etwaiger Auszahlungsbetrag nach Endabrechnung der Langzeitziele 2018 wird im Geschäftsbericht 2018 ausgewiesen.

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Hartmut Retzlaff (Mitglied des Vorstands bis 15.08.2016)
Gewährte Zuwendungen Zufluss
in T€ 2016 2015 2016 (Min.) 2016 (Max.) 2016 2015
Festvergütung 1.247 2.000 1.247 1.247 1.247 2.000
Nebenleistungen 23 35 23 23 23 35
Summe 1.270 2.035 1.270 1.270 1.270 2.035
Einjährige variable Vergütung 503 589 0 918 503 589
Mehrjährige variable Vergütung            
• Langzeitziele 2016 - 9711) - - 9912) 0
• LTIP-Deferral 1 (2016) 154 - 0 398 133 -
• LTIP-Deferral 2 (2016) 153 - 0 398 133 -
• LTIP-Deferral 3 (2016) 151 - 0 398 133 -
Sonstiges - - - - - -
Summe 961 1.560 0 2.112 1.893 589
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 2.231 3.595 1.270 3.382 3.163 2.624

Erläuterungen:

Unter Berücksichtigung des Austrittsdatums von Herrn Retzlaff aus dem Vorstand ergibt sich bei der Darstellung sämtlicher Zuwendungen innerhalb der Kodex-Tabelle ein zeitanteiliger Wert bis zum Ende seiner Vorstandstätigkeit am 15.08.2016.

Herr Retzlaff erhielt im Berichtsjahr für die Zeit bis zum Ende seiner Vorstandstätigkeit am 15.08.2016 ein Fixgehalt in Höhe von 1.247 T € (anteiliger Betrag ausgehend von einem Jahresfestgehalt von 2.000 T €) zzgl. Nebenleistungen.

Die Tabelle weist zudem die anteilig auf den Zeitraum bis 15.08.2016 entfallenden gewährten Zuwendungen bzw. Zuflüsse aus der variablen Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 (anteiliger Jahresbonus 2016 sowie anteilige LTIP-Deferrals 2016) aus.

In der mit Herrn Retzlaff am 15.08.2016 geschlossenen Aufhebungsvereinbarung wurde für das 1. Halbjahr 2016 eine fixierte Summe für die einjährige variable Vergütung sowie die LTIP-Deferrals von pauschal 800 T € festgelegt, die in diesem Zusammenhang bereits ausgezahlt wurden. In den oben ausgewiesenen Zuwendungen bzw. Zufluss für 2016 entfallen hiervon somit für die Zeit bis 30.06.2016 pauschal 400 T € auf die einjährige variable Vergütung und je 133 T € auf die mehrjährige variable Vergütung in Form der drei LTIP-Deferrals 2016. Für das 2. Halbjahr 2016 (d.h. ab 01.07.2016) sieht der Aufhebungsvertrag eine Ermittlung der anteiligen variablen Vergütung 2016 unter Anwendung des tatsächlichen Zielerreichungsgrads für die Unternehmensleistung (d.h. in Höhe von 100,5%) und einer pauschal mit dem Faktor 1,0 bemessenen persönlichen Zielerreichung vor. Dies ergibt für die Zeit vom 01.07.2016 bis 15.08.2016 einen anteiligen Jahresbonus 2016 in Höhe von 103 T € (auszuweisender anteiliger Jahresbonus 2016 für den Zeitraum 01.01.2016 bis 15.08.2016 daher insgesamt 503 T €). Die unter den LTIP-Deferrals 1-3 (2016) dargestellten Zuwendungen wurden anhand eines anerkannten statistischen Bewertungsmodells (Monte-Carlo-Modell) zum aktuellen Zeitpunkt bewertet, anteilig auf den Zeitraum 01.07.2016 bis 15.08.2016 heruntergebrochen und um die bereits fixierte Auszahlung im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung (je 133 T €, s.o.) ergänzt.

Aus dem früheren bis 31.12.2015 durchgeführten Vorstandsanstellungsvertrag mit Herrn Retzlaff steht diesem aus der Endabrechnung der mehrjährigen variablen Langzeitsondervergütung "Langzeitziele 2016" bezogen auf das bereinigte EBITDA 2016 noch ein Restbetrag in Höhe von 991 T € zu. Vereinbarungsgemäß war mit Abschluss des Geschäftsjahres 2016 als dem Zieljahr der "Langzeitziele 2016" auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung der Gesamtbetrag für den ursprünglichen den Langzeitzielen 2016 zugrunde liegenden Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.08.2016 zu ermitteln (1.651 T €3) bezogen auf die ursprünglichen 20 Monate), der auf Grund der Vertragsumstellung nur anteilig für den Zeitraum der tatsächlichen Vertragsdurchführung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015, d.h. in Höhe von 12/20, gewährt wird (d.h. in Höhe von 991 T €).

1) Die für die mehrjährige variable Vergütungskomponente "Langzeitziele 2016" ausgewiesene Zuwendung für 2015 beruhte auf der damaligen Prognose der Zielerreichung, die leicht unterhalb der tatsächlichen Zielerreichung lag.
2) Die Auszahlung des Restbetrags der nach dem früheren Vorstandsanstellungsvertrag für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015 gewährten mehrjährigen variablen Vergütungskomponente "Langzeitziele 2016" erfolgt auf Grund der Endabrechnung der Langzeitziele 2016 und wird daher in der Vergütungstabelle des Berichtsjahres als Zufluss ausgewiesen.
3) Der im Geschäftsbericht 2015 noch mit 1.618 T € ausgewiesene Gesamtbetrag der voraussichtlichen Zuwendung aus der Langzeitsondervergütung 2016 bezogen auf 20 Monate beruhte auf der damaligen Prognose der Zielerreichung, die leicht unterhalb der tatsächlichen Zielerreichung lag. Der als Zuwendung für 2015 auch bereits im letzten Geschäftsbericht ausgewiesene Betrag in Höhe von 971 T € entsprach dem damaligen Erwartungswert bezogen auf 12 Monate.

Im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Tätigkeit zum 15.08.2016 erhielt Herr Retzlaff auf Grund der dienstvertraglichen Regelungen (Vertragsbeendigung zum 31.12.2016) in Verbindung mit der Aufhebungsvereinbarung außerdem eine Gehaltsfortzahlung in Höhe von 1.253 T € (davon 762 T € erfolgsunabhängig inklusive 9 T € Nebenleistungen sowie 491 T € erfolgsabhängig1) sowie eine Abfindungszahlung in Höhe von 5.885 T € (davon anteilig 3.285 T € fixe sowie 2.600 T € variable Komponente).

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 nach Maßgabe des DRS 17

Die nachfolgende Darstellung der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Vergütungen an Vorstandsmitglieder erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen des DRS 17. Anders als nach den soeben dargestellten Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex erfolgt der Ausweis der Zuwendungen für mehrjährige variable Vergütungskomponenten, welche nicht als aktienbasierte Vergütung gewährt werden (LTIP-Deferrals), nach DRS 17 vollständig im Jahr der endgültigen Zielerreichung und nicht auf ratierlicher Basis. Erfolgt eine Auszahlung vor dem Jahr der endgültigen Zielerreichung (z.B. als Abschlagszahlung), ist der betreffende Betrag im Jahr der Auszahlung als Vorschuss anzugeben.

Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2016 tätigen Vorstandsmitglieder stellt sich nach Maßgabe des DRS 17 demnach wie folgt dar:

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Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender seit 05.06.2016 (im Vorstand seit 05/2013)
´ Gewährte Zuwendungen
in T€ 2016 2015
Festvergütung 1.136 750
Nebenleistungen 36 33
Summe 1.172 783
Einjährige variable Vergütung 390 350
Mehrjährige variable Vergütung    
• Langzeitziele 2016 1.061 -
• LTIP-Deferral 1 (2016) 58 -
• LTIP-Deferral 2 (2016) 53 -
• LTIP-Deferral 3 (2016) 49 -
Sonstiges - -
Summe 1.611 350
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 2.783 1.133

1) Abgeleitet aus der tatsächlichen Zielerreichung bzgl. des bereinigten Konzerngewinns 2016 sowie der zum 31.12.2016 erfolgten Bewertung der im Zeitraum 2018 - 2020 fälligen Deferrals.

Da das Geschäftsjahr 2016 dem im Rahmen der Langzeitziele 2016 definierten Zieljahr entsprach, wurden die an Dr. Wiedenfels aus der Langzeitsondervergütung 2016 gewährten Zuwendungen vollständig im Geschäftsjahr 2016 ausgewiesen. Hierin enthalten waren dementsprechend auch die vertraglich vereinbarten Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung in Höhe von insgesamt 300 T € nach Erreichen der jeweiligen Zwischenziele in den Vorjahren.

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Helmut Kraft, Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb (im Vorstand seit 01/2010)
Gewährte Zuwendungen
in T€ 2016 2015
Festvergütung 1.097 800
Nebenleistungen 34 30
Summe 1.131 830
Einjährige variable Vergütung 425 350
Mehrjährige variable Vergütung    
• Langzeitziele 2018 - -
• LTIP-Deferral 1 (2016) 63 -
• LTIP-Deferral 2 (2016 57 -
• LTIP-Deferral 3 (2016) 53 -
Sonstiges - -
Summe 598 350
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 1.729 1.180

Das definierte Zieljahr für die mehrjährige variable Vergütung "Langzeitziele 2018" liegt im Geschäftsjahr 2018, weshalb die Zuwendungen für diese Vergütungskomponente gem. DRS 17 dann vollständig im entsprechenden Geschäftsjahr auszuweisen sind.

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Hartmut Retzlaff (im Vorstand bis 15.08.2016)
Gewährte Zuwendungen
in T€ 2016 2015
Festvergütung 1.247 2.000
Nebenleistungen 23 35
Summe 1.270 2.035
Einjährige variable Vergütung 503 589
Mehrjährige variable Vergütung    
• Langzeitziele 2016 991 -
• LTIP-Deferral 1 (2016) 154 -
• LTIP-Deferral 2 (2016) 153 -
• LTIP-Deferral 3 (2016 151 -
Sonstiges - -
Summe 1.952 589
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 3.222 2.624

Da das Geschäftsjahr 2016 dem im Rahmen der Langzeitziele 2016 definierten Zieljahr entsprach, wurden die an Herrn Retzlaff aus der Langzeitsondervergütung 2016 gewährten Zuwendungen vollständig im Geschäftsjahr 2016 ausgewiesen.

Zusätzlich zu den vorstehenden Vergütungen erhielten die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2016 keine erfolgsabhängigen Vorschüsse. Im Vorjahr ergaben sich erfolgsabhängige Vorschüsse1) von insgesamt 200.000 €, die vollständig auf Dr. Matthias Wiedenfels entfielen.

1) Vertraglich vereinbarte erfolgsabhängige Abschlagszahlungen auf die Langzeitsondervergütung nach Erreichen der jeweiligen Zwischenziele.

Das prozentuale Verhältnis zwischen erfolgsunabhängiger und erfolgsabhängiger Vergütung der Vorstandsmitglieder bewegte sich dabei in einer Bandbreite von ca. 39% bis ca. 65% erfolgsunabhängiger und ca. 35% bis ca. 61% erfolgsabhängiger Vergütung.

Zusagen an Vorstandsmitglieder

Zusagen an Vorstandsmitglieder für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit und etwaige entsprechende Leistungsgewährungen

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Vorstandsverträge enthalten für den Fall eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) eine Abfindungsregelung, die entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht höher als der Wert für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags ist und deren Höhe auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt ist.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen darüber hinaus keine Abfindungszusagen. Eine Abfindung kann sich aber aus einer Aufhebungsvereinbarung ergeben, die im Einzelfall individuell getroffen wird. In den im Berichtsjahr bestehenden Vorstandsverträgen wurde festgeschrieben, dass etwaige Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergütet wird.

Sonstige Zusagen

Die Vorstandsverträge sehen vor, dass die Gesellschaft im Fall von Dienstunfähigkeit auf Grund von Krankheit oder Unfall die Vergütung für die Dauer der Dienstunfähigkeit, maximal drei Jahre, fortzahlt, wobei die Höhe der Fortzahlung im ersten Jahr nach Eintreten der Dienstunfähigkeit dem Jahresfestgehalt und der variablen Vergütung und im zweiten bzw. dritten Jahr der Dienstunfähigkeit ausschließlich dem Jahresfestgehalt entspricht. Die Fortzahlung erfolgt längstens bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags.

Die Gesellschaft hat für alle Vorstandsmitglieder jeweils eine Unfallversicherung abgeschlossen.

Für alle Vorstandsmitglieder besteht im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder im gesetzlichen Rahmen.

Leistungen von konzernfremden Dritten, die Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr zugesagt oder gewährt worden sind

Im Geschäftsjahr 2016 haben nach Kenntnis der Gesellschaft konzernfremde Dritte Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf ihre Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr Leistungen weder zugesagt noch gewährt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Satzungsgemäßes Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat regelt § 18 der Satzung der STADA Arzneimittel AG. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder neben dem Ersatz ihrer Aufwendungen für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr folgende Vergütungen:

eine jährliche feste Vergütung von 48.000,00 € und

eine auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Vergütung (langfristige variable Vergütung) in Höhe eines Betrags, der 0,02% des Durchschnitts des in den Konzernabschlüssen für die jeweils letzten drei abgelaufenen Geschäftsjahre ausgewiesenen Ergebnisses vor Steuern des Konzerns entspricht. Die jährliche Obergrenze der langfristigen variablen Vergütung beträgt 48.000,00 €.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte.

Für die Tätigkeiten in einem Ausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 15.000,00 €. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält für seine Tätigkeit das Doppelte. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses erhalten keine gesonderte Vergütung.

Auf alle Vergütungen an den Aufsichtsrat ist zusätzlich Umsatzsteuer zu zahlen.

Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016

Die Vergütung der einzelnen im Geschäftsjahr 2016 tätigen Aufsichtsratsmitglieder stellt sich wie folgt dar:

Amtierende Mitglieder des Aufsichtsrats

Carl Ferdinand Oetker 210.976,49 € (davon 146.762,30 € erfolgsunabhängig und 64.214,19 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 188.906,26 €, davon 126.000,00 € erfolgsunabhängig und 62.906,26 € erfolgsabhängig)

Jens Steegers 116.672,71 € (davon 79.786,89 € erfolgsunabhängig und 36.885,82 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 79.453,13 €, davon 48.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

Dr. Eric Cornut 34.295,17 € (davon 24.737,70 € erfolgsunabhängig und 9.557,47 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Halil Duru 90.328,37 € (davon 63.000,00 € erfolgsunabhängig und 27.328,37 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 79.453,13 €, davon 48.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

Rolf Hoffmann 34.295,17 € (davon 24.737,70 € erfolgsunabhängig und 9.557,47 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Dr. Birgit Kudlek 34.295,17 € (davon 24.737,70 € erfolgsunabhängig und 9.557,47 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Tina Müller 34.295,17 € (davon 24.737,70 € erfolgsunabhängig und 9.557,47 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Dr. Ute Pantke 79.303,78 € (davon 51.975,41 € erfolgsunabhängig und 27.328,37 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 79.453,13 €, davon 48.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

Dr. Gunnar Riemann 34.295,17 € (davon 24.737,70 € erfolgsunabhängig und 9.557,47 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Im Geschäftsjahr 2016 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Martin Abend 176.954,75 € (davon 123.418,03 € erfolgsunabhängig und 53.536,72 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 283.359,38 €, davon 189.000,00 € erfolgsunabhängig und 94.359,38 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Dr. Eckhard Brüggemann 49.189,83 € (davon 31.344,26 € erfolgsunabhängig und 17.845,57 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 79.453,13 €, davon 48.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Dr. K. F. Arnold Hertzsch 58.984,92 € (davon 41.139,34 € erfolgsunabhängig und 17.845,58 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 94.453,13 €, davon 63.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Dieter Koch 58.984,92 € (davon 41.139,34 € erfolgsunabhängig und 17.845,58 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 94.453,13 €, davon 63.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Constantin Meyer 58.984,92 € (davon 41.139,34 € erfolgsunabhängig und 17.845,58 € erfolgsabhängig)

(Vorjahr: 94.453,13 €, davon 63.000,00 € erfolgsunabhängig und 31.453,13 € erfolgsabhängig)

(Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016)

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind darüber hinaus keine weiteren Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder gewährt worden; allerdings besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen einer Gruppenversicherung eine so genannte D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder, der dem gesetzlichen Rahmen des Selbstbehalts der Vorstandsmitglieder entspricht.

Vergütung des Beirats

Gemäß § 9 der Geschäftsordnung des Beirats der STADA Arzneimittel AG erhalten die Beiratsmitglieder neben der Erstattung ihrer Auslagen eine Sitzungspauschale von 1.000 € pro Sitzungstag des Beirats und für die Teilnahme an Hauptversammlungen zuzüglich Umsatzsteuer. Die Zeiten für An- und Rückreisen zu Sitzungen gelten nicht als Sitzungstag. Der Vorsitzende des Beirats erhält darüber hinaus eine pauschale jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 3.000 € zuzüglich Umsatzsteuer und sein Stellvertreter in Höhe von 2.500 € zuzüglich Umsatzsteuer.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT INKLUSIVE ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG FÜR DIE STADA ARZNEIMITTEL AG UND DEN KONZERN

Der Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und die Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern gemäß § 315 Abs. 5 i.V.m. § 289a HGB befinden sich auf der STADA-Website unter www.stada.de/cg bzw. www.stada.com/cg.

Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern

Die Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern nach § 315 Abs. 5 i.V.m. § 289a HGB beinhaltet die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, die relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse, die Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG sowie die Angabe, ob die festgelegten Zielgrößen während des Bezugszeitraums erreicht worden sind, und wenn nicht, die Angaben zu den Gründen.

1. Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 02.03.2017 eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Nachfolgend werden sowohl die aktuelle sowie die im Berichtsjahr abgegebene Entsprechenserklärung vom 14.07.2016 wiedergegeben:

Entsprechenserklärung März 2017

Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Die STADA Arzneimittel AG ("STADA") hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 14. Juli 2016 mit den dort aufgeführten Abweichungen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 (veröffentlicht am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger) entsprochen und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in dieser Fassung künftig mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Vorstand und Aufsichtsrat der STADA haben in der letzten Entsprechenserklärung vom 14. Juli 2016 auf der Grundlage des damals aktuellen Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder rein vorsorglich eine Abweichung von den Empfehlungen nach Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4, Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 und Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 DCGK erklärt. Schon auf der Grundlage des damals aktuellen Vergütungssystems wären diese Angaben bei rein rechtlicher Betrachtung nicht erforderlich gewesen. Gleichwohl hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat der STADA entschieden, diese Angaben entsprechend der Ergebnisse einer zuvor durchgeführten breiten Corporate-Governance-Überprüfung von STADA und zur Steigerung der Transparenz für Investoren und den Kapitalmarkt in die Entsprechenserklärung 2016 aufzunehmen. Der Aufsichtsrat der STADA hat sich im Dezember 2016 erneut mit dem System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder befasst und ein neues Vergütungssystem vorgelegt, das keinen Anlass gibt, auch nur vorsorglich eine Abweichung jedenfalls von den Empfehlungen nach Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4 und Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 DCGK zu erklären. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der STADA soll in Zukunft nach diesem neuen Vergütungssystem erfolgen. Auch dem mit Herrn Dr. Barthold Piening als künftigem Vorstandsmitglied abgeschlossenen Anstellungsvertrag liegt das neue Vergütungssystem bereits zugrunde. Die Anstellungsverträge der derzeit amtierenden Vorstandsmitglieder basieren noch auf dem im Zeitpunkt der Entsprechenserklärung 2016 aktuellen Vergütungssystem. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat mit Blick auf das bisherige Vergütungssystem erneut rein vorsorglich die folgenden Abweichungen:

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4: Positive und negative Entwicklungen

Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird auf 0% herabgesetzt, wenn die Zielvorgabe um 25 Prozentpunkte oder mehr unterschritten wird. Die variable Vergütung beträgt 180%, wenn die Zielvorgabe um mehr als 20 Prozentpunkte überschritten wird. Werden mehr als 75%, maximal aber 120% der Zielvorgabe erreicht, berechnet sich die variable Vergütung nach einer Formel. Darüber hinaus sind keine Parameter vereinbart, mit denen positiven oder negativen Entwicklungen Rechnung getragen wird, weil die Vorstandsmitglieder bereits mit der vorstehend genannten Regelung an positiven und negativen Entwicklungen teilnehmen.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6: Höchstgrenzen

Die variablen Vergütungsbestandteile, die die Gesellschaft den Vorstandsmitgliedern neben einem Jahresfestgehalt gewährt, sind in der Höhe betragsmäßig durch die Festschreibung eindeutiger mathematischer Formeln begrenzt. Daneben erhalten die Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen. Diese umfassen insbesondere jeweils einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann, sowie Versicherungen, zu denen STADA den Vorstandsmitgliedern Zuschüsse gewährt bzw. die diesbezüglichen Kosten trägt. Hinsichtlich solcher Nebenleistungen sind keine betragsmäßigen Höchstgrenzen festgelegt, weil solche Kosten variieren und nicht exakt vorhersehbar sind und eine Festsetzung nach Sinn und Zweck der Kodexempfehlung entbehrlich erscheint.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8: Kein Repricing

Die Verträge der Vorstandsmitglieder schließen eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder Vergleichsparameter nicht aus. Die Vorstandsverträge sehen u.a. vor, dass der Aufsichtsrat bei der Berechnung des Deferral-Auszahlungsbetrags der langfristigen variablen Vergütung anstatt des MDAX einen anderen geeigneten Aktienindex als Bezugsgröße wählen kann, wenn STADA beispielsweise dem MDAX nicht mehr angehört. Die in den Verträgen der Vorstandsmitglieder vorgesehenen Regelungen, die solche Änderungen erlauben, geben dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, positive oder negative Fehlanreize zu verhindern, die sich durch unvorhergesehene Entwicklungen ergeben können.

 

Bad Vilbel, den 2. März 2017

gez. Carl Ferdinand Oetker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

gez. Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender

Entsprechenserklärung 2016

Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Die STADA Arzneimittel AG ("STADA") hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 08. Oktober 2015 mit den dort aufgeführten Abweichungen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 (veröffentlicht am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger) entsprochen und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in dieser Fassung künftig mit folgenden Abweichungen entsprechen.

Vorstand und Aufsichtsrat der STADA sind der Ansicht, dass die nachfolgend zu Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4, Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 und Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 gemachten Angaben bei rein rechtlicher Betrachtung nicht erforderlich wären. Vorstand und Aufsichtsrat der STADA haben sich jedoch entschieden, diese Angaben entsprechend der Ergebnisse der breiten Corporate Governance-Überprüfung von STADA und zur Steigerung der Transparenz für Investoren und den Kapitalmarkt in die Entsprechenserklärung 2016 aufzunehmen.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 4: Positive und negative Entwicklungen

Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird auf 0% herabgesetzt, wenn die Zielvorgabe um 25 Prozentpunkte oder mehr unterschritten wird. Die variable Vergütung beträgt 180%, wenn die Zielvorgabe um mehr als 20 Prozentpunkte überschritten wird. Werden mehr als 75%, maximal aber 120% der Zielvorgabe erreicht, berechnet sich die variable Vergütung nach einer Formel. Darüber hinaus sind keine Parameter vereinbart, mit denen positiven oder negativen Entwicklungen Rechnung getragen wird, weil die Vorstandsmitglieder bereits mit der vorstehend genannten Regelung an positiven und negativen Entwicklungen teilnehmen.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6: Höchstgrenzen

Die Gesellschaft gewährt den Vorstandsmitgliedern Nebenleistungen, insbesondere jeweils einen Dienstwagen. Dieser kann auch privat genutzt werden. Die für die Fahrzeughaltung und Nutzung entstehenden Kosten trägt STADA. Des Weiteren gewährt STADA den Vorstandsmitgliedern Zuschüsse zu bzw. trägt die Kosten von Versicherungen. Hinsichtlich solcher Nebenleistungen sind keine betragsmäßigen Höchstgrenzen festgelegt, weil solche Kosten variieren und nicht exakt vorhersehbar sind. Da insoweit keine betragsmäßigen Höchstgrenzen festgelegt sind, ist folglich auch für die Vergütung insgesamt keine betragsmäßige Höchstgrenze festgelegt. Hinsichtlich der variablen Vergütung sind Höchstgrenzen festgelegt, welche jedoch keine Beträge angeben, sondern mit mathematischen Formeln errechnet werden. Da es sich um gut nachvollziehbare Rechenangaben handelt, dient diese Darstellung der besseren Lesbarkeit der Vorstandsverträge.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8: Kein Repricing

Die Verträge der Vorstandsmitglieder schließen eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder Vergleichsparameter nicht aus. Die Vorstandsverträge sehen u.a. vor, dass der Aufsichtsrat bei der Berechnung des Deferral-Auszahlungsbetrags der langfristigen variablen Vergütung anstatt des MDAX einen anderen geeigneten Aktienindex als Bezugsgröße wählen kann, wenn STADA beispielsweise dem MDAX nicht mehr angehört. Die in den Verträgen der Vorstandsmitglieder vorgesehenen Regelungen, die solche Änderungen erlauben, geben dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, positive oder negative Fehlanreize zu verhindern, die sich durch unvorhergesehene Entwicklungen ergeben können.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: Altersgrenzen und Regelzugehörigkeit für Mitglieder im Aufsichtsrat

Die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele sehen keine Altersgrenze und keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat ist bislang der Ansicht, dass das Alter kein geeignetes Kriterium für die Auswahl qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten darstellt. Es wird jedoch erwogen, der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 hinsichtlich einer Altersgrenze künftig zu folgen, worüber zeitnah entschieden werden soll. Der Aufsichtsrat ist weiterhin der Ansicht, dass dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener und langjährig verdienter Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll. Eine von vorn herein festgelegte Grenze für die maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht.

 

Bad Vilbel, den 14. Juli 2016

gez. Dr. Martin Abend, Vorsitzender des Aufsichtsrats

gez. Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender

2. Relevante Angaben zu Unternehmenspraktiken

Corporate Governance

Die STADA Arzneimittel AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und verfügt über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur aus Vorstand und Aufsichtsrat. Das dritte Gesellschaftsorgan ist die Hauptversammlung. Darüber hinaus gibt es satzungsgemäß einen Beirat.

Nach Ansicht von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine gute Corporate Governance eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat von STADA verstehen unter Corporate Governance ein umfassendes Konzept für eine verantwortungsvolle, transparente und wertorientierte Unternehmensführung. Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte sorgen dafür, dass die Corporate Governance in allen Bereichen bei STADA aktiv gelebt und ständig weiterentwickelt wird. Neben gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex umfasst Corporate Governance bei STADA auch die Standards des internen Kontrollsystems und der Compliance, die Regelungen zu den Organisations- und Aufsichtspflichten im Unternehmen sowie die STADA-unternehmensinternen Richtlinien und gemeinsamen Grundsätze und Werte.

Risikomanagement und Interne Revision

Ein Element guter Corporate Governance ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. STADA verfügt über ein systematisches Risikomanagement sowie ein Kontrollsystem, das den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen und unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils zu reagieren. Das STADA-Risikomanagement- und -kontrollsystem trägt damit zum Unternehmenserfolg bei. Das Risikomanagement ist in regelmäßigen Abständen Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie der internen Revision. Einzelheiten hierzu sind dem Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" zu entnehmen.

Der Bereich Interne Revision unterstützt darüber hinaus den Vorstand als unabhängige Funktion außerhalb des operativen Tagesgeschäfts. Der Bereich beurteilt interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen eine Optimierung der Geschäftsprozesse, eine Reduzierung der Kosten, eine Steigerung der Effizienz sowie unternehmensintern gesetzte Ziele zu erreichen.

Ausgeprägte Compliance-Kultur

Compliance umfasst alle Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sowie die Ausarbeitung und Überwachung von internen Regeln, die sich ein Unternehmen selbst gibt. Ziele aller Compliance-Bemühungen sind die Abwendung möglicher Schäden vom Unternehmen und die Verhinderung von Fehlverhalten. Bei STADA ist Compliance fest im Leitbild einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -kontrolle verankert. Das Compliance Office ist für die stetige Fortentwicklung eines Compliance-Management-Systems innerhalb von STADA verantwortlich. Das Compliance Office ist unabhängiger Berater und Ratgeber für alle Abteilungen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von STADA.

STADA hat mit dem Code of Conduct konzernweit verbindliche Verhaltensrichtlinien für alle Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STADA-Konzerns aufgestellt. Ziel des Code of Conduct ist es, allen Beschäftigten bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit zur Seite zu stehen und ihnen Orientierung für richtiges Verhalten zu geben. Darüber hinaus konkretisieren interne Richtlinien, die so genannten Corporate Policies, diese Verhaltensrichtlinien zu spezifischen Themen.

Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen, wie z.B. durch E-Learning-Maßnahmen, Präsenzschulungen und regelmäßige Newsletter bzw. Merkblätter zu Compliance-relevanten Inhalten, werden die STADA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter fortlaufend über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen und internen Richtlinien informiert und geschult.

Der für das Compliance-Management-System verantwortliche Chief Compliance Officer berichtet an den Vorstandsvorsitzenden und den Aufsichtsrat bzw. den Prüfungsausschuss. Er koordiniert das gesamte System und nimmt - ggf. auch anonyme -Beschwerden und Hinweise entgegen und geht Verdachtsfällen auf Compliance-Verstöße nach. Die eingegangenen Verdachtsfälle werden geprüft und bewertet. Falls erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet und Prozesse angepasst. Auch disziplinarische Maßnahmen werden getroffen, welche von einer einfachen Ermahnung bis hin zu einer Entlassung des Beschäftigten reichen können. Unterstützt wird er dabei national und international von Compliance-Managern und in Deutschland von einem externen Ombudsmann. Im Berichtsjahr 2016 wurde die Compliance-Organisation weiter gestärkt und auch der internationale Austausch der Compliance-Verantwortlichen intensiviert. Um die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und unternehmensinternen Regelungen zur Compliance in effektiver Weise zu gewährleisten, überprüft STADA das Compliance-Management-System regelmäßig und entwickelt es risikobasiert weiter.

Der Code of Conduct, die Kontaktdaten des Ombudsmanns sowie weitere Informationen zur Compliance sind auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com im Bereich Nachhaltigkeit unter "Unternehmensführung" veröffentlicht.

Qualität und Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umwelt sowie STADA-Leitbild

Details zu den Themen "Qualität", "Sicherheit", "Nachhaltigkeit" und "Umwelt" sowie zu dem Leitbild von STADA sind im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts unter den Kapiteln "Beschaffung, Produktion und Qualitätsmanagement" bzw. "Verantwortung und Nachhaltigkeit" zu finden.

Nähere Informationen zu den beschriebenen Unternehmensführungspraktiken bei STADA sowie weiterführende Hinweise sind auch auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com im Bereich Nachhaltigkeit enthalten.

3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

Vorstand und Aufsichtsrat von STADA arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und treffen im Rahmen ihrer gesetzlichen Verantwortlichkeiten nach eingehender Beratung die grundlegenden strategischen Entscheidungen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat gemäß seiner gesetzlichen Berichtspflicht regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab und erörtert im Zuge der Umsetzung der Strategie mit ihm in regelmäßigen Abständen den jeweiligen Status. Darüber hinaus hält der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der STADA Arzneimittel AG und des Konzerns. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung und haben sich jeweils eine Geschäftsordnung gegeben.

a) Vorstand

Der Vorstand wird nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Die Satzung sieht für die Bestellung und Abberufung einzelner und sämtlicher Mitglieder des Vorstands keine Sonderregelungen vor. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Mitglieder des Vorstands für eine Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Der Vorstand leitet die Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung unter Berücksichtigung der Belange der Aktionärinnen und Aktionäre, seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Die Mitglieder des Vorstands sind gemeinsam für die Unternehmensleitung verantwortlich. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung, der Geschäftsordnung und des Geschäftsverteilungsplans.

Der STADA-Vorstand besteht satzungsgemäß aus mindestens zwei Personen.

Im Geschäftsjahr 2016 gab es folgende Veränderungen auf Vorstandsebene: Am 15.08.2016 legte der langjährige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff sein Amt als Mitglied des Vorstands mit sofortiger Wirkung nieder. Das zwischen ihm und der STADA Arzneimittel AG bestehende Dienstverhältnis wurde auf Grund persönlicher Umstände einvernehmlich mit Wirkung zum 31.12.2016 beendet.1) Bereits am 05.06.2016 hatte der STADA-Aufsichtsrat aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit von Herrn Retzlaff in einer außerordentlichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.2) Dessen bisherige Aufgaben übernahmen zunächst kommissarisch die beiden verbleibenden Vorstandsmitglieder.

1) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 15.08.2016.
2) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 05.06.2016.

Zum Bilanzstichtag bestand der Vorstand aus zwei Mitgliedern mit der folgenden Ressortverteilung:

Dr. Matthias Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender (Vertrag bis 31.12.2020), ist im STADA-Vorstand für die Bereiche Strategie, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Corporate Governance, Personal, Recht, IP/Patente, Corporate Compliance und Exportkontrolle, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle, Forschung und Entwicklung sowie Produktion verantwortlich.

Helmut Kraft, Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb (Vertrag bis 31.12.2019), verantwortet zusätzlich zum Finanzbereich (Corporate Accounting und Controlling, Corporate Treasury und Steuern) die Bereiche Marketing und Vertrieb, Investor Relations, Interne Revision, Corporate IT, Business Excellence und Business Transformation, Einkauf und Lieferkette, Portfolio Management, Biotechnologie, Marktforschung sowie Risikomanagement.

Der Aufsichtsrat gab am 23.01.2017 bekannt, Herrn Dr. Barthold Piening zum ordentlichen Mitglied des Vorstands berufen zu haben.1) Herr Dr. Piening wird sein Amt zum 01.04.2017 antreten und die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle übernehmen.

1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 23.01.2017.

Arbeitsweise des Vorstands

Ungeachtet der Gesamtverantwortung des Vorstands leitet jedes Mitglied des Vorstands seinen Geschäftsbereich eigenverantwortlich. Die Verteilung der Geschäftsbereiche auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem Geschäftsverteilungsplan, der Bestandteil der Geschäftsordnung für den Vorstand ist. Über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher und/oder strategischer Bedeutung oder von besonderem Gewicht für das Unternehmen entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit. Alle Mitglieder des Vorstands unterrichten sich über die wesentlichen Vorgänge innerhalb der Geschäftsbereiche. Über Vorgänge, die auch den Geschäftsbereich eines anderen Mitglieds des Vorstands berühren, stimmt sich das Mitglied des Vorstands vor einer Entscheidungsfindung mit den anderen beteiligten Mitgliedern des Vorstands ab.

Nach der Geschäftsordnung für den Vorstand obliegt dem Vorstandsvorsitzenden die Koordination des Gesamtvorstands. Der Vorstandsvorsitzende repräsentiert den Vorstand und die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber Behörden, Verbänden, Wirtschaftsorganisationen und Publikationsorganen. Er kann diese Aufgabe für bestimmte Bereiche oder im Einzelfall auf ein anderes Mitglied des Vorstands übertragen.

Der Vorstand trifft sich regelmäßig zu Vorstandssitzungen, die von dem Vorstandsvorsitzenden einberufen werden. Auf Verlangen eines Vorstandsmitglieds ist der Vorstandsvorsitzende zur Einberufung einer Vorstandssitzung verpflichtet. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder des Vorstands können ihre Stimmen schriftlich, in Textform oder fernmündlich abgeben. Vertretung ist unzulässig. Beschlüsse können auch im Umlaufverfahren gefasst werden, wenn kein Mitglied des Vorstands widerspricht. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Ist der Vorstandsvorsitzende abwesend oder verhindert, so ist bei Stimmengleichheit der Beschlussvorschlag abgelehnt.

Für bestimmte in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegte Geschäfte muss der Vorstand die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats einholen.

Der STADA-Vorstand hat keine Vorstandsausschüsse eingerichtet.

Interessenkonflikte

Nach der Geschäftsordnung des Vorstands ist jedes Mitglied des Vorstands verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren (Ziff. 4.3.3 DCGK). Die Ausübung von Nebentätigkeiten, insbesondere die Übernahme von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, bedarf der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht, der im Konzernlagebericht des Vorstands zu finden ist, stellt die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Vorstands sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands dar. Er ist ebenfalls auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com im Bereich Corporate Governance veröffentlicht.

b) Aufsichtsrat

Der STADA-Aufsichtsrat setzt sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen und besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter der Anteilseigner und drei Vertreter der Arbeitnehmer sind. Die Hauptversammlung wählt die Vertreter der Anteilseigner nach Maßgabe der Vorschriften des Aktiengesetzes und die Arbeitnehmer wählen die Arbeitnehmervertreter entsprechend den Maßgaben des Drittelbeteiligungsgesetzes.

Dem Aufsichtsrat gehörten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitglieder an:

Carl Ferdinand Oetker, Geschäftsführender Gesellschafter der FO Holding GmbH, Bielefeld (Vorsitzender)

Jens Steegers, freigestellter Betriebsratsvorsitzender, Frankfurt am Main (stellvertretender Vorsitzender; Arbeitnehmervertreter)

Dr. Eric Cornut, selbständiger Consultant, Binningen, Schweiz

Halil Duru, freigestellter stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Frankfurt am Main (Arbeitnehmervertreter)

Rolf Hoffmann, Lehrbeauftragter der University of North Carolina Kenan-Flagler Business School (Chapel Hill, USA), Weggis, Schweiz

Dr. Birgit Kudlek, Managerin in der Pharmabranche, Bad Soden

Tina Müller, Geschäftsführerin Marketing Opel Group GmbH, Vice President, Chief Marketing Officer General Motors, Frankfurt am Main

Dr. Ute Pantke, Director Special Brand Projects, Wettenberg (Arbeitnehmervertreterin)

Dr. Gunnar Riemann, selbständiger Unternehmensberater in der Lifescience-Industrie, Berlin

Die Amtszeit der Anteilseignervertreter Carl Ferdinand Oetker und Dr. Eric Cornut endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Die restlichen Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung am 26. August 2016 bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021 gewählt. Die Arbeitnehmervertreter sind bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2019 gewählt.

Aufgaben und Zuständigkeiten

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands. Darüber hinaus überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Durch einen regelmäßigen Dialog mit dem Vorstand wird der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance informiert. Er stimmt der Unternehmensplanung zu und billigt den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und den Konzernabschluss des STADA-Konzerns.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Die Koordination der Arbeit, die Leitung der Aufsichtsratssitzungen sowie die Wahrnehmung der Aufsichtsratsbelange nach außen übernimmt der Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft den Aufsichtsrat nach Bedarf mit einer Frist von 14 Tagen, die in dringenden Fällen auch abgekürzt werden kann, schriftlich ein. Sitzungen des Aufsichtsrats sollen möglichst einmal im Kalendervierteljahr und müssen zweimal im Kalenderhalbjahr stattfinden (vgl. auch § 16 Abs. 5 der Satzung). Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden in der Regel als Präsenzsitzungen statt. In begründeten Ausnahmefällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats bestimmen, dass die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auch in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder im Wege der Telefon- oder Videoübertragung zugeschaltet werden können.

Der Aufsichtsrat fasst Beschlüsse in der Regel in Sitzungen. Außerhalb von Sitzungen sind fernmündlich oder schriftlich (per Telefax oder mit Hilfe sonstiger gebräuchlicher Kommunikationsmittel wie E-Mail) erfolgende Beschlussfassungen zulässig. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder sein Stellvertreter, anwesend sind oder die verhinderten Mitglieder schriftliche Stimmabgaben durch Mitglieder des Aufsichtsrats haben überreichen lassen. Aufsichtsratsbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sitzungsvorsitzenden den Ausschlag.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse

Der Aufsichtsrat verfügte im Berichtsjahr über vier Aufsichtsratsausschüsse: einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, einen Strategieausschuss sowie einen Nominierungsausschuss.

• Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und internen Revisionssystems, des Risikomanagement-Systems sowie der Compliance. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Abschlussprüfung, insbesondere der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Aufgaben, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Zudem erörtert er die Geschäfts- und Zwischenberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Ferner soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unabhängig und weder der Aufsichtsratsvorsitzende noch ein ehemaliges Vorstandsmitglied sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren geendet hat.

Dem Prüfungsausschuss gehörten zum Bilanzstichtag die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gunnar Riemann (Vorsitzender), Dr. Birgit Kudlek, Carl Ferdinand Oetker und Jens Steegers an. Dr. Gunnar Riemann erfüllt als Vorsitzender des Prüfungsausschusses die vorgenannten Voraussetzungen des so genannten unabhängigen Finanzexperten.

• Personalausschuss

Den Vorsitz im Personalausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats hinsichtlich der Vorstandsbesetzung vor. Der Ausschuss behandelt insbesondere die Bedingungen für die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands und bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über das Vergütungssystem für den Vorstand vor, indem er dem Aufsichtsrat die Struktur des Vergütungssystems und die Bandbreiten für die festen und variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands vorschlägt. Zudem sorgt er gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.

Der Personalausschuss berät darüber hinaus gemeinsam mit dem Vorstand über die strategische Personalentwicklung der STADA Arzneimittel AG und bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats auf diesem Gebiet vor.

Dem Personalausschuss gehörten zum Bilanzstichtag die Aufsichtsratsmitglieder Carl Ferdinand Oetker (Vorsitzender), Halil Duru, Rolf Hoffmann und Tina Müller an.

• Strategieausschuss

Der Aufsichtsrat hat am 26.09.2016 einen Strategieausschuss eingerichtet. Der Strategieausschuss berät in Zusammenarbeit mit dem Vorstand über die strategische Perspektive, Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens und bereitet grundlegende Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrats hierzu vor. Er befasst sich mit grundsätzlichen Fragen der Konzernstrategie einschließlich der geschäftspolitischen und unternehmerischen Ausrichtung des Konzerns. Er verfolgt die Wettbewerbssituation des Unternehmens und berät mit dem Vorstand vor diesem Hintergrund über mögliche Strategieänderungen. Er kontrolliert die Strategieprozesse und Strategieumsetzung.

Zum Bilanzstichtag gehörten dem Strategieausschuss die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Eric Cornut (Vorsitzender), Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller und Dr. Ute Pantke an.

• Nominierungsausschuss

Der Aufsichtsrat hat am 22.05.2016 in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex einen Nominierungsausschuss eingerichtet. Seine Aufgabe ist es, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidatenvorschläge für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten sowie die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu erarbeiten. Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er tritt nach Bedarf zusammen. Seine Mitglieder erhalten keine gesonderte Ausschussvergütung.

Zum Bilanzstichtag setzte sich der Nominierungsausschuss aus den Mitgliedern der Anteilseigner Carl Ferdinand Oetker (Vorsitzender), Rolf Hoffmann und Tina Müller zusammen.

Bis zum 22.05.2016 bestand ein Nominierungskomitee, bestehend aus den Vorsitzenden des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses, mit dem Auftrag, Ziele und Profile für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu erarbeiten.

Der Bericht des Aufsichtsrats enthält nähere Angaben zu den Sitzungen und den Schwerpunkten der Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

Der Aufsichtsrat sieht es als Teil guter Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen.

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Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Aufsichtsratsplenum    
Dr. Martin Abend1) 9/9 100
Dr. Eckhard Brüggemann1) 8/9 88,88
Dr. Eric Cornut2) 7/7 100
Halil Duru 15/16 93,75
Dr. Arnold Hertzsch1) 9/9 100
Rolf Hoffmann2) 7/7 100
Dieter Koch1) 8/9 88,88
Dr. Birgit Kudlek2) 7/7 100
Constantin Meyer1) 9/9 100
Tina Müller2) 6/7 85,71
Carl Ferdinand Oetker 15/16 93,75
Dr. Ute Pantke 15/16 93,75
Dr. Gunnar Riemann2) 7/7 100
Jens Steegers 15/16 93,75

1) Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016.
2) Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016.

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Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Prüfungsausschuss    
Dr. Martin Abend1) 5/5 100
Dr. Arnold Hertzsch1) 5/5 100
Dr. Birgit Kudlek2) 3/3 100
Carl Ferdinand Oetker 8/8 100
Dr. Gunnar Riemann2) 3/3 100
Jens Steegers 7/8 87,5
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Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Personalausschuss    
Dr. Martin Abend1) 3/3 100
Halil Duru 8/8 100
Rolf Hoffmann2) 5/5 100
Dieter Koch1) 3/3 100
Constantin Meyer1) 2/3 66,6
Tina Müller2) 5/5 100
Carl Ferdinand Oetker3) 5/5 100
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Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Strategieausschuss (seit 26.09.2016)    
Dr. Eric Cornut2) 1/1 100
Rolf Hoffmann2) 1/1 100
Dr. Birgit Kudlek2) 1/1 100
Tina Müller2) 1/1 100
Dr. Ute Pantke 1/1 100
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Sitzungsanwesenheit Anwesenheit
in %
Nominierungsausschuss (seit 22.05.2016)    
Dr. Martin Abend1) 4/4 100
Rolf Hoffmann2) 0/0 -
Dieter Koch1) 3/4 75
Tina Müller2) 0/0 -
Carl Ferdinand Oetker 4/4 100

1) Mitglied des Aufsichtsrats bis Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016.
2) Mitglied des Aufsichtsrats seit Beendigung der Hauptversammlung am 26.08.2016.
3) Mitglied im Personalausschuss seit 26.09.2016.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Der Aufsichtsrat hatte im Vorfeld der ordentlichen Wahlen in der Hauptversammlung 2013 Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen und diese zuletzt im Jahr 2015 punktuell aktualisiert.1) Im Zuge der teilweise auf das Geschäftsjahr 2016 vorgezogenen Neuwahlen auf Anteilseignerseite hatte der Aufsichtsrat den folgenden Anforderungskatalog mit Blick auf seine Zusammensetzung auf Anteilseignerseite beschlossen:

1. Allgemeine Ziele, die für jedes Aufsichtsratsmitglied gelten müssen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten die folgenden allgemeinen Kriterien erfüllen:

Erfüllung der Anforderungen aus Aktiengesetz und Deutschem Corporate Governance Kodex

professionelle Exzellenz

Unabhängigkeit in Bezug auf die STADA Arzneimittel AG und ihre wesentlichen Stakeholder

ausreichende zeitliche Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft

sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse

integrative Kommunikation, Überzeugungskraft, gemeinsamer Gestaltungswille

modernes Verständnis von Unternehmensethik und Gesamtverantwortung

2. Professionelle Erfordernisse, die jeweils mindestens ein Aufsichtsratsmitglied erfüllen sollte

Die nachfolgend aufgeführten professionellen Kriterien sollten jeweils von mindestens einem Aufsichtsratsmitglied erfüllt werden:

pharmazeutische Perspektive, idealerweise Ausbildung als Pharmazeut, Pharmakologe bzw. pharmazienaher Naturwissenschaftler oder auch Arzt

Führungserfahrung aus der europäischen Pharmaindustrie

Verständnis osteuropäischer Märkte mit Schwerpunkt GUS

Expertise im Markt der Generika und Biosimilars

Führungserfahrung mit unterschiedlichen Vertriebskanälen, insbesondere aus dem Bereich Non-Food / Fast Moving Consumer Goods

Erfahrung mit Marken-/Branding-Themen

starker Finanzhintergrund (z.B. Erfahrung mit Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Finanzierungs- und Kapitalmarktthemen)

Kenntnis relevanter gesellschafts-/unternehmensrechtlicher Fragestellungen sowie maßgeblicher regulatorischer Themen

3. Balance-Kriterien, die der Aufsichtsrat (Anteilseigner) als Gesamtgremium erfüllen sollte

Folgende Kriterien sollten vom Aufsichtsrat (Anteilseigner) als Gesamtgremium erfüllt werden:

Alter: Mehrheit der Anteilseignervertreter sollte 1956 oder später geboren sein, möglichst kein Mitglied vor 1951

Board-Erfahrung: Zwei bis vier der sechs Anteilseignervertreter sollten in einem börsennotierten Unternehmen im Aufsichtsrat sein oder gewesen sein

Wissenstransfer und Stabilität: Mindestens zwei Anteilseignervertreter sollten mehrere Jahre im Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG gewesen sein

Gender: Mindestens je zwei Anteilseignervertreter sollten männlich bzw. weiblich sein.

Der Aufsichtsrat verfolgt kontinuierlich die Aktualität und Umsetzung der Ziele für seine Zusammensetzung.

Mit der gegenwärtigen Besetzung nach der Wahl von fünf neuen Anteilseignervertretern durch die Hauptversammlung am 26.08.2016 werden die genannten Ziele nach Einschätzung des Aufsichtsrats auf Anteilseignerseite grundsätzlich erfüllt.

1) Vgl. Geschäftsbericht 2015 Seite 41 ff.

Hinsichtlich der Anzahl der unabhängigen Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK hält der Aufsichtsrat weiterhin daran fest, dass sämtliche Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG unabhängig sein sollen. Nach Ansicht des Aufsichtsrats trifft dies auf alle Anteilseignervertreter zu mit Ausnahme des auf Wahlvorschlag der Aktionärin Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS in das Gremium gewählten Dr. Eric Cornut.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 legte der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat die folgende Regelaltersgrenze sowie Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat fest: "Die Aufsichtsratsmitglieder sollen vorbehaltlich besonderer Gründe in der Regel nicht länger amtieren als bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung ihres 75. Lebensjahres folgt (Regelaltersgrenze). Wahlvorschläge sollen die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (d.h. grundsätzlich 15 Jahre) berücksichtigen." In der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats wird der Gültigkeit dieser Festlegung entsprochen.

Der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat hat im Dezember 2016 beschlossen und im Januar 2017 konkretisiert, im Geschäftsjahr 2017 eine umfassende, über die üblichen Methoden hinausgehende Effektivitäts- und Effizienzprüfung als Gesamtgremium durchzuführen (siehe sogleich), und plant, die Ergebnisse hieraus in die Aktualisierung der Festlegung der konkreten Ziele für seine Zusammensetzung einfließen zu lassen. In diesem Zusammenhang soll auch die Arbeit am Kompetenzprofil auf das Gesamtgremium ausgestreckt werden. Auf Anteilseignerseite besteht folgende fachliche Kompetenzverteilung:

Interessenkonflikte

Nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sollen Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Ferner sind die Aufsichtsratsmitglieder verpflichtet, Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung, ob Interessenkonflikte auftraten und wie sie behandelt wurden.

Effizienzprüfung

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig gem. Ziff. 5.6 DCGK die Effizienz seiner Tätigkeit. Auf Grund der größeren Veränderungen in seiner Zusammensetzung im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat in seiner Dezember-Sitzung beschlossen, im Geschäftsjahr 2017 eine umfassende, über die übliche Fragebogenmethode hinausgehende Effektivitäts- und Effizienzprüfung durchzuführen und sich hierbei auch der Unterstützung eines unabhängigen, externen Beraters zu bedienen (u.a. Durchführung strukturierter Einzelinterviews, Analyse und Diskussion im Gremium). Die Effizienzprüfung dient der Evaluierung der Effektivität bzw. Wirksamkeit und Effizienz der Aufsichtsratsarbeit. Ziele sind die kritische Bestandsaufnahme der Arbeitsweise und Zusammensetzung des Gremiums sowie die Ableitung möglicher Verbesserungsvorschläge, u.a. im Hinblick auf die Optimierung von Arbeitsabläufen, der Organisation des Berichtswesens sowie die Stärkung der Leistungsfähigkeit des Aufsichtsrats als Überwachungsorgan sowie der Rechtmäßigkeit der Gremienarbeit.

Vergütungsbericht

Die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Aufsichtsrats sowie die individuellen Angaben der Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder werden im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Vergütungsbericht" dargestellt.

c) Beirat

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats beruft auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats die Mitglieder des Beirats der STADA Arzneimittel AG. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionärinnen und Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich auszuüben wünschen, als Bevollmächtigte in der Hauptversammlung zur Verfügung. Der Beirat bestand zum Bilanzstichtag aus elf Mitgliedern. Die Amtszeit der derzeit berufenen elf Beiratsmitglieder endet mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018. Die Grundzüge des Vergütungssystems des STADA-Beirats werden im Konzernlagebericht dieses Geschäftsberichts im Kapitel "Vergütungsbericht" dargestellt.

4. Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG sowie die Angabe, ob die festgelegten Zielgrößen während des Bezugszeitraums erreicht worden sind, und wenn nicht, Angaben zu den Gründen

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 76 Abs. 4 AktG bzw. gemäß § 111 Abs. 5 AktG die nachfolgend näher beschriebenen Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands beschlossen. Die Umsetzungsfristen enden erstmals einhellig am 30.06.2017.

a) Festlegungen durch den Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 AktG

Der Vorstand hatte im Geschäftsjahr 2015 gemäß § 76 Abs. 4 AktG für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der STADA Arzneimittel AG einstimmig folgende Zielgrößen beschlossen:

Der bestehende Frauenanteil für die erste Führungsebene von 23,5% sowie für die zweite Führungsebene von 25% soll für den Zeitraum bis zum 30.06.2017 mindestens beibehalten werden. Zu der ersten Führungsebene gehören Angestellte der STADA Arzneimittel AG mit Personalverantwortung und direkter Berichtslinie an den Vorstand, zu der zweiten Führungsebene zählen Angestellte der STADA Arzneimittel AG mit Personalverantwortung und direkter Berichtslinie an die erste Führungsebene. Wie bisher achtet der Vorstand auch weiterhin auf eine angemessene Frauenförderung zur stetigen Anhebung des Frauenanteils in Führungspositionen. Das Fundament hierfür bildet bereits der Frauenanteil von über 50% in der Gesamtbelegschaft im STADA-Konzern. Bei der Besetzung von Führungspositionen steht jedoch in erster Linie die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin/des Kandidaten und nicht das Geschlecht im Vordergrund.

b) Festlegungen durch den Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG

Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2015 gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, hinsichtlich der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand für den Zeitraum bis zum 30.06.2017 zunächst den Status quo von 0% beizubehalten. Bei der Besetzung von Vorstandspositionen steht in erster Linie die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin/des Kandidaten und nicht das Geschlecht im Vordergrund. Der Aufsichtsrat achtet bei der Besetzung zukünftiger Vorstandspositionen auf eine angemessene Frauenbeteiligung.

Hinsichtlich der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hatte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30.06.2017 den damaligen Status quo mindestens beizubehalten, und hatte für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße von mindestens 11,11% festgelegt. Der Aufsichtsrat hatte darüber hinaus zugesagt, den Anteil von Frauen in seinem Gremium weiterhin zu fördern, wobei in erster Linie die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin/des Kandidaten und nicht das Geschlecht im Vordergrund steht. Im Zuge der teilweise auf das Geschäftsjahr 2016 vorgezogenen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden auf Vorschlag des Aufsichtsrats mit Dr. Birgit Kudlek und Tina Müller zwei weibliche Kandidatinnen von der Hauptversammlung am 26.08.2016 als Anteilseignervertreterinnen in den Aufsichtsrat gewählt, so dass der tatsächliche Frauenanteil zusammen mit Dr. Ute Pantke derzeit 33,33% beträgt.

c) Bericht über die Zielerreichung

Über die Zielerreichung wird nach Ablauf der auf den 30.06.2017 festgelegten Umsetzungsfrist im Geschäftsbericht 2017 berichtet werden.

Aktionärinnen und Aktionäre sowie Hauptversammlung

Die Aktionäre1) nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Mitsprache- und Stimmrecht aus. Jede STADA-Aktie2) gewährt eine Stimme. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder es durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, sich zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu Wort zu melden und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist.

Die Hauptversammlung findet jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt und beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers sowie über Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen.

1) Zur Kapital- und Aktionärsstruktur vgl. "Die STADA-Aktie".
2) Die STADA-Namensaktien gewähren laut Satzung jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung. Als Aktionär gilt nur derjenige, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist, und nur solche Personen sind berechtigt, an Hauptversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und ihre Stimmrechte auszuüben. Dabei stehen keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe Sonderrechte zu.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Bilanzstichtag betrug die Gesamtzahl aller durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien der STADA Arzneimittel AG weniger als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Die Mitglieder des Vorstands hielten insgesamt 3.000 Stückaktien, dies entspricht 0,005% des Grundkapitals der STADA Arzneimittel AG; die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten insgesamt 3.260 Stückaktien, dies entspricht 0,005% des Grundkapitals der STADA Arzneimittel AG. Individualisiert bedeutet dies folgenden Aktienbesitz zum 31.12.2016: Herr Kraft: 3.000 Aktien, Herr Oetker: 2.000 Aktien, Herr Steegers: 25 Aktien, Frau Dr. Kudlek: 935 Aktien, Frau Dr. Pantke: 300 Aktien.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu ihnen in enger Beziehung stehende Personen sind nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.04.2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) verpflichtet, Geschäfte in Aktien oder Schuldtiteln der STADA Arzneimittel AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de/investor-relations/aktie/directors-dealings veröffentlicht.

Transparente Unternehmensführung

Um eine transparente Unternehmensführung zu gewährleisten, informiert STADA Aktionäre, Finanzanalysten, andere Kapitalmarktteilnehmer, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen.

Um der Gleichbehandlung aller Adressaten nachzukommen und alle Marktteilnehmer zeitlich und inhaltlich mit demselben Informationsstand zu versorgen, stellt STADA alle wichtigen Dokumentationen auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com bereit. Dort werden jedem Interessenten insbesondere alle Pflichtinformationen wie Finanzberichte (Geschäfts- bzw. Zwischenberichte), Ad-hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen, Meldungen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (Directors-Dealings), Informationen zur Hauptversammlung sowie weitere umfangreiche Unternehmens- und Aktieninformationen wie Investor News, Pressemitteilungen, Unternehmensprofil, Finanzkalender, Präsentationen und aktuelle Kursinformationen zu STADA (inklusive Peer-Group-Vergleichen) zugänglich gemacht. Die Gesellschaft publiziert zudem in der Regel aktuelle Präsentationen für den Kapitalmarkt auf ihrer Website.

Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der STADA Arzneimittel AG sowie des STADA-Konzerns erfolgt mittels der Geschäfts- und Zwischenberichte sowie auf den Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen, die in der Regel live verfolgt und für einige Zeit als Aufzeichnung auf der STADA-Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com eingesehen werden können.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

STADA stellt den Konzernabschluss und die Konzernzwischenabschlüsse unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze und den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf.

Abschlussprüfer und Aufsichtsrat prüfen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr. Der Prüfungsausschuss erörtert Zwischenberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand.

STADA veröffentlicht den Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG (einschließlich Lagebericht) und den Konzernabschluss für den STADA-Konzern (einschließlich Konzernlagebericht) innerhalb von 90 Tagen nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres und unterrichtet während des Geschäftsjahres Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch die Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums. Der Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr wird freiwillig einer prüferischen Durchsicht durch den auch für diesen Zweck durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer unterzogen.

Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2016 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016 war erstmals Wirtschaftsprüferin Annika Fröde die verantwortliche Abschlussprüferin (vormals Wirtschaftsprüfer Santosh Varughese).

Die Gesellschaft hat kein Aktienoptionsprogramm.

Die wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft sowie die Beziehungen zu nahestehenden Personen sind im Konzernanhang dargestellt.

Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und STADA und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch darauf, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind.

Der Aufsichtsrat hat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden.

Der Aufsichtsrat hat weiterhin mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, sowie dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Halbjahres-, Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

STADA-KONZERNABSCHLUSS 2016

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

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Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.
in T€
2016 Vorjahr Erläuterung
Umsatzerlöse 2.139.220 2.115.129 11.
Herstellungskosten 1.105.313 1.101.709 12.
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.033.907 1.013.420  
Vertriebskosten 488.323 482.643 13.
Allgemeine Verwaltungskosten 182.696 178.364 14.
Forschungs- und Entwicklungskosten 65.111 64.993 15.
Sonstige Erträge 19.279 20.032 16.
Andere Aufwendungen 138.933 83.709 17.
Operatives Ergebnis 178.123 223.743  
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 703 1.419  
Beteiligungsergebnis 24 138  
Finanzielle Erträge 2.716 1.170  
Finanzielle Aufwendungen 54.137 68.667  
Finanzergebnis -50.694 -65.940 18.
Ergebnis vor Steuern 127.429 157.803  
Ertragsteuern 31.938 40.638 19.
Ergebnis nach Steuern 95.491 117.165  
davon      
• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) 85.904 110.404  
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 9.587 6.761 20.
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1,38 1,79 21.
Ergebnis je Aktie in € (verwässert)1) - 1,79  

1) Die Frist zur Ausübung der STADA-Optionsscheine im Zusammenhang mit der Bedingten Kapitalerhöhung 2004/I ist am 26.06.2015 abgelaufen, weshalb keine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2016 stattfindet.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in T€
2016 Vorjahr Erläuterung
Ergebnis nach Steuern 95.491 117.165  
Zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:      
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung -13.914 8.928 34.
davon      
• Ertragsteuern -1.493 352 19.
Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ("available-for-sale") - -22 45.
davon      
• Ertragsteuern - 5 19.
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) 913 1.054 45.
davon      
• Ertragsteuern -360 -338 19.
Zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:      
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -4.980 2.822 35.
davon      
• Ertragsteuern 1.226 -23 19.
Sonstiges Ergebnis -17.981 12.782  
Konzern-Gesamtergebnis 77.510 129.947  
davon      
• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend 66.520 120.584  
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 10.990 9.363  

KONZERN-BILANZ

Aktiva

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Konzern-Bilanz zum 31. Dezember
in T€
31.12.2016 31.12.2015 Erläuterung
Langfristige Vermögenswerte 1.949.543 2.032.309  
Immaterielle Vermögenswerte 1.582.361 1.649.020 24.
Sachanlagen 322.715 321.617 25.
Finanzanlagen 2.236 1.339 26.
At equity bewertete Anteile 13.872 13.168 27.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.450 8.718 29.
Andere Vermögenswerte 3.095 4.374 30.
Aktive latente Steuern 20.814 34.073 19.
Kurzfristige Vermögenswerte 1.490.901 1.255.106  
Vorräte 484.904 501.520 31.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.071 485.901 28.
Ertragsteuerforderungen 12.816 21.182 19.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 39.880 74.279 29.
Andere Vermögenswerte 28.690 29.046 30.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 352.580 143.178 32.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 82.960 - 33.
Bilanzsumme 3.440.444 3.287.415  

Passiva

     
  31.12.2016 31.12.2015 Erläuterung
Eigenkapital 1.047.105 1.018.530 34.
Gezeichnetes Kapital 162.090 162.090  
Kapitalrücklage 514.189 514.171  
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 673.253 635.344  
Sonstige Rücklagen -379.074 -364.105  
Eigene Anteile -1.418 -1.458  
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 969.040 946.042  
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 78.065 72.488  
Langfristiges Fremdkapital 1.493.712 1.282.577  
Sonstige langfristige Rückstellungen 35.997 28.869 35.
Finanzverbindlichkeiten 1.336.414 1.084.213 36.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.916 7.201 38.
Andere Verbindlichkeiten 969 2.053 39.
Passive latente Steuern 116.416 160.241 19.
Kurzfristiges Fremdkapital 899.627 986.308  
Sonstige Rückstellungen 20.273 22.532 40.
Finanzverbindlichkeiten 134.343 274.672 36.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336.844 328.487 37.
Ertragsteuerverbindlichkeiten 60.625 39.444 19.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 214.031 218.792 38.
Andere Verbindlichkeiten 118.933 102.381 39.
Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden und Veräußerungsgruppen 14.578 - 33.
Bilanzsumme 3.440.444 3.287.415

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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Konzern-Kapitalflussrechnung
in T€
31.12.2016 31.12.2015 Erläuterung
Ergebnis nach Steuern 95.491 117.165  
Abschreibungen saldiert mit Zuschreibungen auf Anlagevermögen 182.657 151.848 23.
Ertragsteuern 31.938 40.638 19.
Ertragsteuerzahlungen -18.580 -29.940  
Zinserträge und -aufwendungen 50.175 64.434 18.
Erhaltene Zinsen und Dividenden 4.161 4.674  
Gezahlte Zinsen -50.548 -69.886  
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen -703 -1.419 18.
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.438 -2.317 16./17.
Zuführungen/Auflösungen sonstiger langfristiger Rückstellungen 3.127 6.125 35.
Kurserträge und -aufwendungen 9.379 19.549 16./17.
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge1) 211.976 229.469  
Brutto-Cashflow 520.511 530.340  
Veränderung der Vorräte -18.012 -52.918 31.
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.248 -12.889 28.
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.038 -25.765 37.
Veränderung des übrigen Nettovermögens, soweit nicht der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit zuzuordnen1) -175.263 -127.020  
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 333.522 311.748 41.
Auszahlungen für Investitionen in      
• immaterielle Vermögenswerte -76.127 -81.410 24.
• Sachanlagen -49.765 -51.230 25.
• Finanzanlagen -4.869 -615 26.
• Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 -52.901 -56.778 8.
Einzahlungen aus Abgängen von      
• immateriellen Vermögenswerten 4.000 4.689 24.
• Sachanlagen 6.142 832 25.
• Finanzanlagen - 498 26.
• Anteilen an konsolidierten Unternehmen 854 5.797  
Cashflow aus Investitionstätigkeit -172.666 -178.217 41.
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 494.145 677.316 36.
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -389.973 -816.727 36.
Dividendenausschüttungen -50.616 -47.873 34.
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen - 28.224 34.
Veränderung von Minderheitsanteilen 1.623 3.918 34.
Veränderung von eigenen Anteilen 58 53 34.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 55.237 -155.089 41.
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 216.093 -21.558 41.
Konzernkreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds und Umgliederungen gemäß IFRS 5 -3.431 228  
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -3.260 299  
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 209.402 -21.031 32.
Bestand am Anfang der Periode 143.178 164.209  
Bestand am Ende der Periode 352.580 143.178  

1) Die nicht zahlungswirksamen Zuführungen von Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 163,2 Mio. € (Vorjahr: 166,3 Mio. €) werden innerhalb des Brutto-Cashflows ausgewiesen und sind somit nicht in der Veränderung des übrigen Nettovermögens enthalten.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ 2016 Anzahl der Aktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn
Stand zum 31.12.2016 62.342.440 162.090 514.189 673.253
Dividendenausschüttungen       -43.580
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen        
Veränderung eigener Anteile     18  
Veränderung Gewinnrücklagen        
Veränderung Minderheitsanteile        
Veränderung Konsolidierungskreis        
Sonstiges Ergebnis       -4.415
Konzerngewinn       85.904
Stand zum 01.01.2016 62.342.440 162.090 514.171 635.344
Vorjahr        
Stand zum 31.12.2015 62.342.440 162.090 514.171 635.344
Dividendenausschüttungen       -39.955
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen 1.715.740 4.461 23.763  
Veränderung eigener Anteile     7  
Anpassung Vorjahr       1.177
Veränderung Gewinnrücklagen        
Veränderung Minderheitsanteile        
Veränderung Konsolidierungskreis       -92
Sonstiges Ergebnis       2.434
Konzerngewinn       110.404
Stand zum 01.01.2015 60.626.700 157.629 490.401 561.376
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Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ 2016 Rücklage-Währungsumrechnung Rücklage "available-for-sale" Rücklage Cashflow-Hedges Eigene Anteile
Stand zum 31.12.2016 -379.074     -1.418
Dividendenausschüttungen        
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen        
Veränderung eigener Anteile       40
Veränderung Gewinnrücklagen        
Veränderung Minderheitsanteile        
Veränderung Konsolidierungskreis        
Sonstiges Ergebnis -15.882   913  
Konzerngewinn        
Stand zum 01.01.2016 -363.192 - -913 -1.458
Vorjahr        
Stand zum 31.12.2015 -363.192   -913 -1.458
Dividendenausschüttungen        
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen        
Veränderung eigener Anteile       46
Anpassung Vorjahr        
Veränderung Gewinnrücklagen        
Veränderung Minderheitsanteile        
Veränderung Konsolidierungskreis        
Sonstiges Ergebnis 6.714 -22 1.054  
Konzerngewinn        
Stand zum 01.01.2015 -369.906 22 -1.967 -1.504
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Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ 2016 Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Konzern-Eigenkapital
Stand zum 31.12.2016 969.040 78.065 1.047.105
Dividendenausschüttungen -43.580 -7.036 -50.616
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen -   -
Veränderung eigener Anteile 58   58
Veränderung Gewinnrücklagen -   -
Veränderung Minderheitsanteile - 1.623 1.623
Veränderung Konsolidierungskreis -   -
Sonstiges Ergebnis -19.384 1.403 -17.981
Konzerngewinn 85.904 9.587 95.491
Stand zum 01.01.2016 946.042 72.488 1.018.530
Vorjahr      
Stand zum 31.12.2015 946.042 72.488 1.018.530
Dividendenausschüttungen -39.955 -7.919 -47.874
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen 28.224   28.224
Veränderung eigener Anteile 53   53
Anpassung Vorjahr 1.177   1.177
Veränderung Gewinnrücklagen -   -
Veränderung Minderheitsanteile - 3.756 3.756
Veränderung Konsolidierungskreis -92   -92
Sonstiges Ergebnis 10.180 2.602 12.782
Konzerngewinn 110.404 6.761 117.165
Stand zum 01.01.2015 836.051 67.288 903.339

Konzern-Anhang

Allgemeine Angaben

1. Informationen zum Unternehmen

Die STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft (STADA Arzneimittel AG) als Muttergesellschaft des STADA-Konzerns (im Nachfolgenden "STADA" genannt) mit Sitz in der Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, ist ein in Deutschland ansässiges, international ausgerichtetes Unternehmen, das weltweit im Gesundheits- und Pharmamarkt, in den Segmenten Generika und Markenprodukte, tätig ist.

Der Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2016 wurde am 27.03.2017 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. In der Bilanzgliederung wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die teilweise im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit dargestellt werden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Zahlen im Anhang in Tausend Euro (T €) dargestellt. In diesem Zusammenhang sind Rundungen notwendig, die naturgemäß jedoch keinen signifikanten Charakter haben.

3. Auswirkungen von neuen oder geänderten Standards und Interpretationen

Die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2016 hat STADA im Geschäftsjahr 2016 beachtet und sofern relevant angewandt. Sämtliche Änderungen hatten jeweils keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA.

Folgende noch nicht angewendeten IFRS-Standards wurden vom IASB veröffentlicht. Eine Übernahme in europäisches Recht in Bezug auf IFRS 16 steht noch aus:

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments". IFRS 9 soll IAS 39 ablösen und beinhaltet Vorschriften zu Klassifizierung, Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Des Weiteren umfasst IFRS 9 Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der neuen Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten können künftig in einigen Fällen erwartete Verluste zu einem früheren Zeitpunkt zu einer aufwandswirksamen Erfassung führen.

Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht final abgeschlossen. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung wird jedoch kaum Auswirkungen auf die Umsatzbilanzierung haben, da der wesentliche Teil der Umsätze im Konzernabschluss auf Grund von Routinetransaktionen realisiert wird. Es liegen im Konzern keine Vereinbarungen vor, die mehrere Leistungen innerhalb eines Vertrags oder innerhalb mehrerer Verträge regeln (Multielement-Arrangements). Einzig bei der Bilanzierung von Lizenzvereinbarungen, die sich im Geschäftsjahr 2016 auf weniger als 2% der gesamten Umsatzerlöse beliefen, kann es zu Änderungen kommen. Dies betrifft jedoch ausschließlich solche Lizenzvereinbarungen, die keine Bindung an den realisierten Umsatz des Lizenznehmers haben und dem Lizenznehmer ein Recht zur Nutzung der Lizenz gewähren, ohne dass von Seiten STADAs weitere Aktivitäten notwendig sind. Bei solchen Lizenzvereinbarungen wird auf Grund des neuen Standards IFRS 15 zukünftig die Umsatzrealisierung in Höhe des gesamten Lizenzentgelts bei Gewährung der Lizenz stattfinden und somit nicht - wie aktuell - verteilt über die Laufzeit der Lizenz.

Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung von den mit Leasingverhältnissen verbundenen vertraglichen Rechten (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers wird zum Erstanwendungszeitpunkt eine Erhöhung der Bilanzsumme erwartet. Anstelle von Leasingaufwendungen werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge zukünftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - mit entsprechend positiver Auswirkung auf das EBITDA.

Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

4. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben sich - mit Ausnahme der unter Angabe 3. dargestellten geänderten Standards - im Geschäftsjahr 2016 nicht ergeben.

5. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von STADA direkt oder indirekt beherrscht und daher voll konsolidiert werden. Eine Beherrschung (Control) liegt vor, wenn die STADA Arzneimittel AG oder deren Tochterunternehmen die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen innehat, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und auf Grund der Verfügungsgewalt über bestehende Rechte die Fähigkeit besitzt, die variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen wesentlich zu beeinflussen. Die Verfügungsgewalt wird grundsätzlich durch einen Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begründet.

Gemeinsame Vereinbarungen sind durch eine gemeinschaftliche Führung durch zwei oder mehrere Parteien gekennzeichnet und entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit besitzen die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden. Dagegen bestehen bei einem Gemeinschaftsunternehmen Rechte am Nettovermögen durch die beteiligten Parteien an der Gesellschaft. Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen.

Als assoziierte Unternehmen werden Gesellschaften bezeichnet, auf die STADA maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die keine Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach der Equity-Methode.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert oder nach der Equity-Methode bewertet. Die Bilanzierung der Anteile an diesen Unternehmen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen. Bezogen auf den Gesamtumsatz bzw. die Bilanzsumme des Konzerns macht der Umsatz und bzw. oder die Bilanzsumme dieser Unternehmen kumuliert rund 1% aus.

Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich hinsichtlich der Anzahl der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

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Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis Inland Ausland Gesamt
01.01.2016 12 75 87
Zugänge - 3 3
Abgänge - 2 2
31.12.2016 12 76 88

Im 1. Quartal 2016 wurde die gesellschaftsrechtliche Akquisition der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. vollzogen. Die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft als Tochterunternehmen erfolgte zum 01.01.2016. Darüber hinaus wurde der Vollzug der gesellschaftsrechtlichen Akquisition der britischen BSMW Limited realisiert, deren erstmalige Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 01.02.2016 erfolgte.

Des Weiteren wurde im 2. Quartal 2016 die finnische Gesellschaft Oy STADA Pharma Ab auf Grund der abgeschlossenen Liquidation entkonsolidiert.

Zudem erfolgte im 3. Quartal 2016 die Entkonsolidierung der ägyptischen Gesellschaft STADA Egypt Ltd. auf Grund der eingeleiteten Liquidierung.

Darüber hinaus wurde die britische Gesellschaft Natures Aid Limited auf Grund der gesellschaftsrechtlichen Akquisition in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die erstmalige Konsolidierung erfolgte am 21.11.2016.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 waren damit 84 Gesellschaften als Tochterunternehmen und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernabschluss einbezogen.

In der oben vorangestellten Tabelle ist unverändert zum Vorjahr die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG enthalten, die als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. STADA hält 15,86% der Anteile an diesem Unternehmen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich daher nicht direkt aus der Beteiligungshöhe, sondern ist auf eine Vertretung von STADA im Aufsichtsorgan der BIOCEUTICALS sowie durch ein der cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische Präparate mbH eingeräumtes Vertriebsrecht für Epo-zeta in Deutschland und den damit gegebenen wesentlichen Geschäftsvorfällen zurückzuführen.

Darüber hinaus sind in der oben dargestellten Tabelle wie im Vorjahr die beiden französischen Gesellschaften Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS gemäß den von STADA erworbenen Anteilen von 25,0% und 20,0% als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst. Zum 01.08.2015 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der russischen Dialogfarma LLC als assoziiertes Unternehmen. Für diese vier assoziierten Unternehmen werden die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen gemacht:

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in Mio. € 2016 2015
Anteil am Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 0,7 1,4
Anteil am Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten - -
Anteil am sonstigen Ergebnis - -
Anteil am Gesamtergebnis 0,7 1,4
Aggregierter Buchwert 13,9 13,2

Wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen im STADA-Konzern bei den beiden vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco Joint Stock Company und STADA Vietnam J.V. Co.

Im Folgenden wird der Einfluss anderer Gesellschafter an diesen Tochterunternehmen zum 31.12.2016 dargestellt:

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Name des Tochterunternehmens Hauptniederlassung/ Ort der Gründung Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2016
in T€
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2016
in T€
Pymepharco Vietnam 41% 3.459 32.114
STADA Vietnam Vietnam 50% 4.935 32.266

Für das Vorjahr ergeben sich die folgenden Angaben:

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Name des Tochterunternehmens Hauptniederlassung/ Ort der Gründung Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2015
in T€
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2015
in T€
Pymepharco Vietnam 41% 2.185 27.983
STADA Vietnam Vietnam 50% 3.633 31.137

Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen für die beiden Tochterunternehmen zum 31.12.2016 bzw. für das Geschäftsjahr 2016 dargestellt:

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Vermögen zum 31.12.2016 Schulden zum 31.12.2016
in T€ langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Pymepharco 54.332 52.465 7.652 9.887
STADA Vietnam 44.111 39.482 6.087 7.715
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Ergebnis nach Steuern in 2016
in T€ Umsatzerlöse auf STADA entfallend auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend Gesamtergebnis in 2016 Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2016
Pymepharco 60.576 4.978 3.459 10.370 1.623
STADA Vietnam 41.856 4.935 4.935 11.515 4.561

Für das Vorjahr werden zu den zusammengefassten Finanzinformationen die folgenden Angaben gemacht:

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Vermögen zum 31.12.2015 Schulden zum 31.12.2015
in T€ langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Pymepharco 57.079 40.712 8.743 10.159
STADA Vietnam 45.771 36.466 6.281 8.558
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Ergebnis nach Steuern in 2015
in T€ Umsatzerlöse auf STADA entfallend auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend Gesamtergebnis in 2015 Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2015
Pymepharco 53.849 3.033 2.185 8.192 2.249
STADA Vietnam 55.827 3.594 3.633 9.982 4.863

Im Folgenden sind die als Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen sowie alle nicht konsolidierten und sonstigen Beteiligungen aufgeführt.

Direkte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
AO Nizhpharm, Nizhny Novgorod, Russland 100% Tochterunternehmen
BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Bad Vilbel, Deutschland 15,86% assoziiertes Unternehmen
Ciclum Farma, Unipessoal, LDA, Paco de Arcos, Portugal 100% Tochterunternehmen
Crinos S.p.A., Mailand, Italien 96,77% Tochterunternehmen
EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS, Boulogne-Billancourt, Frankreich 100% Tochterunternehmen
EG S.p.A., Mailand, Italien 98,87% Tochterunternehmen
Grunenthal Ukraine LLC, Kiew, Ukraine1) 100% nicht einbezogen
Laboratorio STADA, S.L., Barcelona, Spanien 100% Tochterunternehmen
Laboratorio Vannier S.A., Buenos Aires, Argentinien 85% Tochterunternehmen
Mobilat Produktions GmbH, Pfaffenhofen, Deutschland 100% Tochterunternehmen
OOO Hemofarm, Obninsk, Russland 10% Tochterunternehmen
OOO STADA Marketing, Nizhny Novgorod, Russland 10% Tochterunternehmen
SCIOTEC Diagnostics Technologies GmbH, Tulln, Österreich 100% Tochterunternehmen
STADA Aesthetics Belgique (BVBA), Zaventem, Belgien 100% nicht einbezogen
STADA Aesthetics Deutschland GmbH, Bad Homburg, Deutschland 100% nicht einbezogen
STADA Arzneimittel Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100% Tochterunternehmen
STADA d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100% Tochterunternehmen
STADA d.o.o., Zagreb, Kroatien 100% Tochterunternehmen
STADA Egypt Ltd., Kairo, Ägypten2) 83,33% nicht einbezogen
STADA (Shanghai) Company Management Consulting Co. Ltd., Schanghai, China 100% nicht einbezogen
STADA GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
STADA LUX S.à R.L., Luxemburg, Luxemburg 100% nicht einbezogen
STADA PHARMA Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 100% Tochterunternehmen
STADA PHARMA CZ s.r.o., Prag, Tschechien 100% Tochterunternehmen
STADA Pharma International GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
STADA Pharma Services India Private Ltd., Mumbai, Indien 85% nicht einbezogen
STADA PHARMA Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 100% Tochterunternehmen
STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., Hongkong, China 100% Tochterunternehmen
STADA Pharmaceuticals Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien 100% nicht einbezogen
STADA Poland Sp. z o.o., Piaseczno, Polen 100% Tochterunternehmen
STADA Service Holding B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
STADApharm GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
STADA UK Holdings Ltd., Reading, Großbritannien 100% Tochterunternehmen

1) Befindet sich im Liquidationsprozess.
2) Befindet sich im Liquidationsprozess. Entkonsolidierung zum 30.09.2016.

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
AELIA SAS, Saint Brieuc, Frankreich 20% assoziiertes Unternehmen
Pharm Ortho Pedic SAS, Trélazé, Frankreich 25% assoziiertes Unternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
BSMW Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Clonmel Healthcare Ltd., Clonmel, Irland 100% Tochterunternehmen
Fresh Vape Electronic Cigarettes Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Internis Pharmaceuticals Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Lowry Solutions Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Natures Aid Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Pegach AG, Egerkingen, Schweiz 100% Tochterunternehmen
Slam Trading Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Socialites E-Commerce Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Socialites Retail Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Sundrops Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Thornton & Ross Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Thornton & Ross Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
LCM Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Thornton & Ross Ireland Ltd., Clonmel, Irland 100% Tochterunternehmen
Zeroderma Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Slam Trading Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
LAS Trading Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Socialites Nederlands B.V., Beuningen, Niederlande 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
ALIUD PHARMA GmbH, Laichingen, Deutschland 100% Tochterunternehmen
Blitz F15-487 GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% nicht einbezogen
cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
Crinos S.p.A., Mailand, Italien 3,23% Tochterunternehmen
Croma Medic, Inc., Manila, Philippinen 100% Tochterunternehmen
EG S.p.A., Mailand, Italien 1,13% Tochterunternehmen
Grippostad GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% nicht einbezogen
Laboratorio Vannier S.A., Buenos Aires, Argentinien 15% Tochterunternehmen
Nizhpharm-Ukraine DO, Kiew, Ukraine 100% Tochterunternehmen
STADA Aesthetics AG, Bottighofen, Schweiz 100% nicht einbezogen
PharmaSwyzz Deutschland GmbH, Bad Homburg, Deutschland 100% nicht einbezogen
STADA CEE GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen
STADA Egypt Ltd., Kairo, Ägypten1) 16,67% nicht einbezogen
STADA Nordic ApS, Herlev, Dänemark 100% Tochterunternehmen
STADA Pharma Services India Private Ltd., Mumbai, Indien 15% nicht einbezogen
STAdata LLC, Kiew, Ukraine 100% nicht einbezogen
STADA (Thailand) Company, Ltd., Bangkok, Thailand 60% Tochterunternehmen
STADAvita GmbH, Bad Homburg, Deutschland 100% Tochterunternehmen

1) Befindet sich im Liquidationsprozess. Entkonsolidierung zum 30.09.2016.

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH und die STADA Aesthetics AG:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
STADA Aesthetics Italia S.R.L., Verona, Italien 100% nicht einbezogen
STADA Aesthetics UK Limited, West Wickham, Großbritannien 100% nicht einbezogen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA GmbH:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
STADA Medical GmbH, Bad Vilbel, Deutschland 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Centrafarm Nederland B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
Hemofarm A.D., Vrsac, Serbien 100% Tochterunternehmen
Pymepharco Joint Stock Company, Tuy Hoa, Vietnam 49% Tochterunternehmen
S.A. Eurogenerics N.V., Brüssel, Belgien 90% Tochterunternehmen
STADA MENA DWC-LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Centrafarm Nederland B.V.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Centrafarm Services B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
Healthypharm B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
HTP Huisapotheek B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
Quatropharma Holding B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen
S.A. Eurogenerics N.V., Brüssel, Belgien 10% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V., über die Centrafarm Nederland B.V. und über die Quatropharma Holding B.V.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Centrafarm B.V., Etten-Leur, Niederlande 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
STADA Import/Export International Ltd., Hongkong, China 51% Tochterunternehmen
STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd., Beijing, China 83,35% Tochterunternehmen
STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 50% Tochterunternehmen
Well Light Investment Services JSC, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 49% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd. und über die Well Light Investment Services JSC:

scroll
Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Pymepharco Joint Stock Company, Tuy Hoa, Vietnam 10% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Pymepharco JSC bzw. indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., über die Well Light Investment Services JSC und über die Pymepharco JSC:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Dak Nong Pharmaceutical JSC, Dak Nong, Vietnam 43% nicht einbezogen
Phu Yen Export Import Pharmaceutical JSC, Phu Yen, Vietnam 20% nicht einbezogen
Quang Tri Pharmaceutical JSC, Quang Tri, Vietnam 37,44% nicht einbezogen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Clonmel Healthcare Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
CNRD 2009 Ireland Ltd., Dublin, Irland 50% nicht einbezogen
Crosspharma Ltd., Belfast, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
STADA Financial Investments Ltd., Clonmel, Irland 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd., über die Clonmel Healthcare Ltd. und über die Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Britannia Pharmaceuticals Ltd., Reading, Großbritannien 100% Tochterunternehmen
Genus Pharmaceuticals Ltd., Huddersfield, Großbritannien 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd., über die Clonmel Healthcare Ltd., über die Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd. und über die Britannia Pharmaceuticals Ltd.:

scroll
Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Brituswip Ltd., Reading, Großbritannien 50% nicht einbezogen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die AO Nizhpharm:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
OOO Dialogfarma, Moskau, Russland 50% assoziiertes Unternehmen
Nizhpharm-Kazakhstan TOO DO, Almaty, Kasachstan 100% Tochterunternehmen
OOO Aqualor, Moskau, Russland 100% Tochterunternehmen
OOO Hemofarm, Obninsk, Russland 90% Tochterunternehmen
OOO STADA CIS, Nizhny Novgorod, Russland 100% Tochterunternehmen
OOO STADA Marketing, Nizhny Novgorod, Russland 90% Tochterunternehmen
OOO STADA PharmDevelopment, Nizhny Novgorod, Russland 100% Tochterunternehmen
STADA M&D S.r.L., Bukarest, Rumänien 100% Tochterunternehmen
UAB STADA-Nizhpharm-Baltija, Vilnius, Litauen 100% Tochterunternehmen
ZAO Makiz-Pharma, Moskau, Russland 100% Tochterunternehmen
ZAO Skopinpharm, Ryazanskaya obl., Russland 100% Tochterunternehmen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die Ciclum Farma, Unipessoal, LDA:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
STADA, LDA, Paco de Arcos, Portugal 98% nicht einbezogen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über Laboratorio STADA, S.L.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
STADA Genericos, S.L., Barcelona, Spanien 100% nicht einbezogen
STADA, LDA, Paco de Arcos, Portugal 2% nicht einbezogen

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA Service Holding B.V. und über die Hemofarm A.D.:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Hemofarm Banja Luka d.o.o., Banja Luka, Bosnien-Herzegowina 91,50% Tochterunternehmen
Hemofarm Komerc d.o.o., Skopje, Mazedonien1) 99,18% nicht einbezogen
Hemofarm S.à R.L., Constantine, Algerien 40% nicht einbezogen
Hemomont d.o.o., Podgorica, Montenegro 71,02% Tochterunternehmen
Hemopharm GmbH Pharmazeutisches Unternehmen, Bad Homburg, Deutschland 100% Tochterunternehmen
Jinan Pharmaceuticals Co., Jinan, China 35,50% nicht einbezogen
STADA HEMOFARM S.R.L., Temeswar, Rumänien 100% Tochterunternehmen
STADA IT Solutions d.o.o., Belgrad, Serbien 100% Tochterunternehmen
Velefarm A.D., Belgrad, Serbien 19,65% nicht einbezogen
Vetfarm A.D., Belgrad, Serbien 15% nicht einbezogen

1) Befindet sich im Liquidationsprozess.

Indirekte Beteiligungen der STADA Arzneimittel AG über die STADA UK Holdings Ltd. und über die Pegach AG:

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Name der Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital Einbeziehung als
Spirig HealthCare AG, Egerkingen, Schweiz 100% Tochterunternehmen

Bei den Gesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH, STADA GmbH, STADA Medical GmbH, STADA CEE GmbH, STADApharm GmbH, STADAvita GmbH, STADA Pharma International GmbH und Mobilat Produktions GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

6. Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Unternehmenszusammenschlüsse sind gemäß IFRS nach der Erwerbsmethode abzubilden. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei - unabhängig von der Beteiligungshöhe - zum Erwerbszeitpunkt in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Übersteigen die Anschaffungskosten des erworbenen Tochterunternehmens das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts, bilanziert STADA in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags einen Geschäfts- oder Firmenwert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird - nach kritischer Prüfung der der Kaufpreisallokation zu Grunde liegenden Prämissen - in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird darüber hinaus eine erfolgswirksame Neubewertung der zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung bereits gehaltenen Altanteile vorgenommen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils am Reinvermögen des Tochterunternehmens ausgewiesen.

Der Erwerb zusätzlicher Anteile aus einer bereits beherrschenden Stellung an einem Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 10 ergebnisneutral, da es sich um eine Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern handelt.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt und bis zum Ende der Beherrschungsmöglichkeit durch das Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, konzerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst. Soweit diese Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden führen, werden latente Steuern erfasst.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zum Zeitpunkt der Begründung der gemeinschaftlichen Führung (Gemeinschaftsunternehmen) bzw. der Entstehung des maßgeblichen Einflusses (assoziiertes Unternehmen) mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und ab diesem Zeitpunkt um die anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres fortgeschrieben. Ein im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelter positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen erfasst. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird als Ertrag in der Periode des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nur entsprechend dem Anteil der anderen Gesellschafter im Konzernabschluss erfasst.

Sofern sich aus der Anwendung des IAS 39 Anzeichen für eine Wertminderung des aus der Equity-Methode resultierenden Buchwerts ergeben, wird dessen Werthaltigkeit geprüft und ggf. ein Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Anteile.

7. Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der STADA Arzneimittel AG lautet auf Euro und entspricht der Berichtswährung des Konzerns.

In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungstransaktionen mit dem im Zeitpunkt der Transaktion gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als Kursgewinne bzw. Kursverluste ergebniswirksam erfasst.

Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro in die funktionale Währung des Konzerns erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu Stichtagskursen umgerechnet, während für die Umrechnung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals die historischen Kurse der jeweiligen Zugangszeitpunkte aus Konzernsicht verwendet werden. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - und damit auch die daraus resultierende Umrechnung der in das Eigenkapital eingehenden Jahresergebnisse - erfolgt zu Durchschnittskursen der Periode.

Die aus der Anwendung der unterschiedlichen Wechselkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der "Rücklage Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden.

Die Entwicklung der Wechselkurse der für STADA wichtigen Landeswährungen zum Euro ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1
Euro
Stichtagskurs 31.12. in Landeswährung Durchschnittskurs für die Berichtsperiode
2016 2015 ±
%
2016 2015 ±
%
Britisches Pfund 0,85620 0,73390 +17% 0,81886 0,72604 +13%
Schweizer Franken 1,07390 1,08350 -1% 1,09018 1,06764 +2%
Russischer Rubel 64,30000 80,67360 -20% 74,22592 68,01339 +9%
Serbischer Dinar 123,47230 121,62610 +2% 123,10467 120,75718 +2%
Ukrainische Griwna 28,42260 26,05560 +9% 28,28164 24,22888 +17%
US-Dollar 1,05410 1,08870 -3% 1,10660 1,10970 0%

8. Unternehmenszusammenschlüsse

Im Geschäftsjahr 2016 waren die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, deren Kaufpreisaufteilungen im Folgenden näher erläutert werden.

Im 1. Quartal 2016 erfolgte die Finalisierung der Kaufpreisaufteilung der im 4. Quartal 2015 erworbenen britischen Socialites-Gruppe mit Sitz in Chesterfield. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 04.12.2015. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 21,0 Mio. GBP und wurde in Zahlungsmitteln beglichen.

Aus der finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,6 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 29,5
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 12,9
Geschäfts- oder Firmenwert 16,6

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im britischen Markt und dort im Segment Markenprodukte.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 13,9
Andere langfristige Vermögenswerte 0,4
Vorräte 2,8
Andere kurzfristige Vermögenswerte 1,5
Vermögenswerte 18,6
Passive latente Steuern 2,8
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,1
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0,8
Schulden 5,7

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die im Segment Markenprodukte mit der Socialites-Gruppe erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2016 rund 10,1 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 1,9 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtsjahr auf rund 0,8 Mio. €.

Zur Stärkung des Segments Generika unterzeichneten STADA und die STADA-Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH im 4. Quartal 2015 einen Vertrag für den Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier. Der Kaufpreis lag bei 13,0 Mio. USD (nach dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Übernahme ca. 11,9 Mio. €) und wurde bzw. wird in Zahlungsmitteln beglichen. Darin enthalten sind bestimmte bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit von dem Erreichen einer festgelegten Ergebniskennzahl zu begleichen sind. Diese belaufen sich mindestens auf 1 Mio. USD, maximal jedoch auf 1,5 Mio. USD. Der Verkäufer war eine Privatperson. Der Erwerbsvollzug erfolgte im 1. Quartal 2016. Die Beherrschung erlangte STADA am 04.01.2016.

Im Rahmen der im 3. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 11,9
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 6,0
Geschäfts- oder Firmenwert 5,9

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Erweiterung des internationalen Vertriebsnetzes in einem Land, in dem der STADA-Konzern bisher noch nicht im Segment Generika mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten war.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 5,6
Andere langfristige Vermögenswerte 0,2
Vorräte und andere kurzfristige Vermögenswerte 2,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,2
Vermögenswerte 9,5
Passive latente Steuern 1,9
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,2
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1,4
Schulden 3,5

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die im Segment Generika mit Laboratorio Vannier erreichten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2016 rund 7,8 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtsjahr auf rund 0,9 Mio. €.

Im 1. Quartal 2016 erwarb STADA die britische BSMW mit Sitz in Stockport. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 05.02.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 3,4 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen.

Im Rahmen der im 1. Quartal 2016 finalisierten Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3,5 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 4,4
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 0,9
Geschäfts- oder Firmenwert 3,5

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im britischen Markt und dort im Segment Markenprodukte.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. €
Sachanlagen 0,1
Vorräte 0,3
Andere kurzfristige Vermögenswerte 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,6
Vermögenswerte 1,2
Passive latente Steuern 0,0
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0,3
Schulden 0,3

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die im Segment Markenprodukte mit der BSMW erreichten Umsätze betrugen in den 11 Monaten seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 3,9 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtsjahr auf rund 2,1 Mio. €. Hätte STADA die BSMW bereits zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 4,2 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 2,3 Mio. € erzielt worden.

Im 3. Quartal 2016 erwarb die serbische Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, Hemofarm A.D., ein lokales Produkt-Portfolio, das überwiegend Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen umfasst, inklusive dazugehöriger Prozesse.

Der Kaufpreis für die Akquisition des Produkt-Portfolios inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen betrug insgesamt 21,6 Mio. € und wird bzw. wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Die Akquisition beinhaltete ein Portfolio von 50 Produktaufmachungen für den Vertrieb in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Montenegro, die entsprechenden IP-Rechte sowie Lizenzvereinbarungen und eine lokale Produktions- und Verpackungsstätte. Darüber hinaus übernahm Hemofarm 104 Mitarbeiter. Die Beherrschung wurde mit Vertragsabschluss zum 01.08.2016 erlangt, weshalb das erworbene Geschäft seit dem 01.08.2016 im STADA-Konzern konsolidiert wird.

Im Rahmen der finalen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,4 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 21,6
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 21,2
Geschäfts- oder Firmenwert 0,4

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im Segment Markenprodukte und dort insbesondere im serbischen Markt.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 18,4
Sachanlagen 2,7
Aktive latente Steuern 0,1
Vermögenswerte 21,2
Schulden 0,0

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die erreichten Umsätze betrugen in den 5 Monaten seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 3,5 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,7 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtsjahr auf rund 1,5 Mio. €. Hätte STADA das serbische Produkt-Portfolio bereits zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 8,4 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 1,7 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 3,6 Mio. € erzielt worden.

Im Zuge der Verhandlungen mit dem Veräußerer der Rechte für das Produkt-Portfolio erwarb die Hemofarm A.D. im Mai 2016 Vorräte für einen Kaufpreis in Höhe von 1,9 Mio. €, der vollständig in Zahlungsmitteln beglichen wird. Die entsprechende Verpflichtung wurde als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Seit dem Erwerbszeitpunkt wird das erworbene Vorratsvermögen an Drittkunden fakturiert.

Im 4. Quartal 2016 erwarb STADA die britische Natures Aid mit Sitz in Preston. Die Beherrschung erlangte STADA mit Vertragsabschluss am 21.11.2016. Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 16,8 Mio. GBP und wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen.

Im Rahmen der finalen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4,7 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 19,4
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 14,7
Geschäfts- oder Firmenwert 4,7

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im Segment Markenprodukte und dort insbesondere im Markt für Nahrungsergänzungsmittel.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 12,3
Sachanlagevermögen 1,1
Vorräte 1,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,0
Andere kurzfristige Vermögenswerte 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2,6
Vermögenswerte 18,9
Passive latente Steuern 2,4
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1,8
Schulden 4,2

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte auf Basis von beobachtbaren Marktpreisen. Sofern keine Marktpreise festgestellt werden konnten, kamen einkommens- oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Die im Segment Markenprodukte mit Natures Aid erreichten Umsätze betrugen in den ersten 1,5 Monaten 2016 seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt rund 1,2 Mio. €. Das um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 0,2 Mio. €) bereinigte operative Ergebnis dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Berichtsjahr auf rund 0,3 Mio. €. Hätte STADA die britische Markengesellschaft bereits zum 01.01.2016 erworben, wären bei linearem Verlauf in 2016 ein Umsatz von rund 9,9 Mio. € und ein um Effekte aus der Kaufpreisaufteilung (rund 1,4 Mio. €) bereinigtes operatives Ergebnis von rund 2,0 Mio. € erzielt worden.

Im Zuge der Verhandlungen mit dem Veräußerer der Gesellschaft erwarb die Natures Aid zeitgleich mit dem vereinbarten Unternehmenszusammenschluss das zur Produktionsstätte gehörende Gebäude sowie das dazugehörige Grundstück zu einem Kaufpreis in Höhe von 1,7 Mio. GBP. Der Kaufpreis wurde durch die Gesellschaft vollständig in Zahlungsmitteln beglichen.

Zur Stärkung der Geschäftsaktivitäten im serbischen Markt erwarb die serbische Tochtergesellschaft der STADA Arzneimittel AG, Hemofarm A.D., den serbischen Pharmagroßhändler Velexfarm d.o.o. Beograd mit Sitz in Belgrad, Serbien. Die Akquisition erfolgte mit dem Ziel der vertikalen Integration im serbischen Markt. Der Kaufpreis für die Akquisition beläuft sich auf maximal 1,0 Mio. € und wird bzw. wurde vollumfänglich in Zahlungsmitteln beglichen. Der Erwerbsvollzug des im Oktober 2016 unterschriebenen Kaufvertrags erfolgte nach der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde zum 06.01.2017. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von ca. 33,6 Mio. € und einen Gewinn in Höhe von ca. 0,1 Mio. €. Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2016 ca. 30,2 Mio. €, im Wesentlichen betreffend Positionen des Netto-Umlaufvermögens. Bereits vor der Akquisition der Velexfarm bestanden Geschäftsbeziehungen mit der serbischen Hemofarm A.D. Diese Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2016 8,9 Mio. €.

9. Rechnungslegungsmethoden

Der Konzernabschluss von STADA basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Grundlage hierfür bilden die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die im Folgenden näher erläutert werden.

Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Lieferung erfolgt bzw. die Dienstleistung erbracht ist. Voraussetzung hierfür ist, dass mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein quantifizierbarer wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und dass die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum auf den Käufer übertragen wurden. Darüber hinaus müssen die eigenen angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Die Umsatzerlöse werden vor Steuern und nach Abzug von Erlösschmälerungen (Rabatten oder Skonti) zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistung werden auf Basis von geschätzten Beträgen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen hinsichtlich Inanspruchnahmen in der Vergangenheit, wobei der geschätzte Aufwand aus der Rückstellungsbildung prozentual zum Umsatz ermittelt wird. Rabatte an Krankenkassen werden auf Grundlage des jeweils geltenden Vertrags ebenfalls umsatzmindernd erfasst.

Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen werden in der Regel in derselben Periode bilanziert. Aufwendungen zur Bildung von Abgrenzungen für künftige Erlösschmälerungen werden daher in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt ist.

Herstellungskosten beinhalten die Kosten der umgesetzten Produkte sowie die Einstandskosten der verkauften oder kostenlos abgegebenen Handelswaren. Die Erfassung des Aufwands erfolgt dabei in der Periode, in der die zugehörigen Erträge realisiert werden. Des Weiteren beinhalten die Herstellungskosten die den Handelswaren direkt zurechenbaren Kosten (z.B. Material- und Personalaufwand), Gemeinkosten (z.B. Abschreibungen auf Produktionsanlagen und arzneimittelrechtliche Zulassungen und Lizenzen) sowie Wertberichtigungen von Überbeständen bzw. nicht mehr gängigen Vorräten.

Forschungskosten sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Forschungstätigkeit eines Unternehmens stehen, die darauf zielt, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu liefern. STADA konzentriert das Produkt-Portfolio des Konzerns unverändert auf Produkte, die ohne eigene Forschung zugänglich sind. Im Geschäftsjahr 2016 fielen somit wie in den Vorjahren keine Forschungskosten an.

Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse zunächst technisch im Rahmen der Produktion und der Produktionsverfahren und schließlich kommerziell umzusetzen.

In der Regel besteht das Ziel eines Entwicklungsprozesses bei STADA in der Erlangung einer nationalen bzw. multinationalen arzneimittelrechtlichen Zulassung. Entwicklungskosten neuer selbst geschaffener arzneimittelrechtlicher Zulassungen führen dann zu der Aktivierung als immaterieller Vermögenswert, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

Es besteht die technische Möglichkeit der Fertigstellung des Vermögenswerts (in der Regel der arzneimittelrechtlichen Zulassung), so dass dieser für eine Nutzung oder für den Verkauf zur Verfügung steht.

Es bestehen die Absicht und die Fähigkeit einschließlich notwendiger Ressourcen, den Vermögenswert fertigzustellen und anschließend zu nutzen oder zu veräußern.

Der immaterielle Vermögenswert bringt dem Konzern einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen.

Die Entwicklungskosten des immateriellen Vermögenswerts sind zuverlässig ermittelbar.

Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind. Darunter fallen auch Aufwendungen zur technischen und regulativen Pflege der vermarkteten Produkte.

Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Komponente der finanziellen Erträge ausgewiesen. Dabei werden Zinserträge ebenso wie Zinsaufwendungen bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten auf Basis des Effektivzinssatzes erfasst.

Von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erhaltene Dividenden werden innerhalb des Beteiligungsergebnisses ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung.

Die Ertragsteuern beinhalten die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern. Die in der Bilanz ausgewiesenen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten umfassen Ansprüche bzw. Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern aus dem Geschäftsjahr 2016 sowie ggf. aus Vorjahren. Die Berechnung der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze der Länder, in denen das zu versteuernde Einkommen erwirtschaftet wird.

Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn entsteht, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet. STADA ermittelt die latenten Steuern auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden bzw. für die Zukunft bereits beschlossenen und bekannten Steuersätze. Eine Saldierung latenter Steuerforderungen und -verbindlichkeiten wird vorgenommen, wenn diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Der Ausweis des Steueraufwands der Periode erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern nicht die Wertänderungen betroffen sind, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. Sofern sich Änderungen des Steuersatzes mit Auswirkungen auf die latenten Steuern ergeben, werden die daraus resultierenden Effekte in der Periode ihres Entstehens erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen ("impairment-only approach"). Hierfür erfolgt eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu auf operativen Segmenten aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash-generating units"), wobei eine "cash-generating unit" für Zwecke des Impairmenttests der Geschäfts- oder Firmenwerte damit jeweils einem der beiden operativen Segmente des STADA-Konzerns entspricht.

STADA nimmt für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests eine Prüfung auf Wertminderung vor. Darüber hinaus werden zusätzlich Überprüfungen durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit umfasst dabei die Buchwerte aller der Bewertungseinheit zugerechneten Vermögenswerte und Schulden einschließlich des zu testenden Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert, ergibt sich daraus eine Wertminderung. Dabei ist der erzielbare Betrag grundsätzlich der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, sofern ermittelbar, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Zu den wesentlichen Annahmen, die zur Ermittlung des Nutzungswerts herangezogen werden, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen, Investitionen, Diskontierungszinssatz, Währungsrelationen sowie Wachstumsrate. Diese Annahmen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten individuell getroffen und basieren teilweise auf intern ermittelten Annahmen, die sowohl vergangene Erfahrungen widerspiegeln als auch externe Marktdaten mit einbeziehen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. sich in dem beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. Bei arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Markenzeichen, Lizenzen, Dossiers mit Daten für arzneimittelrechtliche Zulassungen bzw. zur Vorbereitung von arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Software, Konzessionen, Schutzrechten und dazu ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei und 30 Jahren. Soweit zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Vermögenswerte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts neu ermittelt und Wertminderungen entsprechend der Differenz zum Buchwert erfasst. Beim Wegfall der Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben. Im Rahmen von jährlichen Werthaltigkeitstests und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag dieser Vermögenswerte mit deren Buchwert verglichen und, sofern erforderlich, eine Wertminderung erfasst. Hierzu wird der beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Verkaufskosten mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Bei STADA betrifft dies die im Zuge der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm, die im Zuge der Kontrollerlangung über die Pymepharco aktivierte Dachmarke Pymepharco sowie die im Zuge der Akquisition der Laboratorio Vannier aktivierte Dachmarke Vannier. Auch immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden grundsätzlich jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgt in jeder Berichtsperiode eine Prüfung, ob die Gründe für den Ansatz einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin bestehen.

Die Aktivierung von internen Entwicklungskosten erfolgt entsprechend den Kriterien des IAS 38. Dabei umfassen die aktivierten Entwicklungskosten im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen und die unmittelbar zuzuordnenden Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. Wertminderungen zuzüglich Zuschreibungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert zur Verfügung steht und sich demnach in betriebsbereitem Zustand befindet. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert. Die Aktivierung setzt voraus, dass zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss stattfindet und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasst, in dem sie angefallen sind.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 50 Jahre, bei technischen Anlagen acht bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 14 Jahre. Der Komponentenansatz, nach dem jeder wesentliche Bestandteil einer Sachanlage bei unterschiedlichen Nutzungsdauern getrennt abgeschrieben werden muss, kommt bei STADA mangels Relevanz nicht zur Anwendung. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei Anschaffungen in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung beeinflussen nachträgliche Kursänderungen nicht den Bilanzansatz zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen liegen vor, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts geringer ist als dessen Buchwert. STADA prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte hierfür vorliegen. Ist dies der Fall, z.B. bei Überschreitung definierter kritischer Werte, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Als erzielbarer Betrag wird der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert definiert, wobei der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dabei werden die zukünftigen Cashflows der immateriellen Vermögenswerte mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert, der individuell für die zwei verschiedenen operativen Segmente anhand spezifischer Parameter ermittelt wird. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Position "Andere Aufwendungen" ausgewiesen.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird im STADA-Konzern in der Regel der einzelne Vermögenswert innerhalb der berichtspflichtigen Segmente Markenprodukte und Generika definiert.

Soweit die Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Ausweis der Erträge aus Zuschreibungen erfolgt unter der Position "Sonstige Erträge".

Leasingverhältnisse werden abhängig vom Verbleib der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber oder beim Leasingnehmer als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Beim Operating-Leasing erfolgt kein Ansatz des Leasinggegenstands in der Bilanz des Leasingnehmers. STADA erfasst die hierfür geleisteten Leasingzahlungen während der Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zum Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer oder kürzeren Vertragslaufzeit abgeschrieben. Als Leasingverbindlichkeit wird ein Betrag passiviert, der im Zugangszeitpunkt dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht und der in den Folgeperioden effektivzinskonstant getilgt und fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam erfasst.

Darüber hinaus wird bei Sale-and-leaseback-Geschäften, die ein Finanzierungsleasing darstellen, der Überschuss des Verkaufserlöses über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst.

Der Gesamtwert der aktivierten Leasinggegenstände ist, gemessen an der Summe des gesamten Anlagevermögens, für STADA von untergeordneter Bedeutung.

In den Finanzanlagen weist STADA Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen aus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen werden dabei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt für die Bewertung dieser Anteile verfügbar sind und der beizulegende Zeitwert daher nicht verlässlich bestimmt werden kann, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Beim Vorliegen von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen werden diese im Rahmen eines Werthaltigkeitstests gemäß IAS 39 quantifiziert und ergebniswirksam erfasst.

Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich im Prozess der Herstellung für einen Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse und Waren) und die im Rahmen der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, sondern in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Als Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Vertrieb definiert.

Finanzielle Vermögenswerte können gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Kredite und Forderungen ("loans and receivables"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("at fair value through profit or loss"), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available-for-sale") und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen ("held-to-maturity"). Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IAS 39 vorgenommen. Danach erfolgt der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Zusätzlich sind bei den in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Für die Folgebewertung gelten unterschiedliche Bewertungsregeln entsprechend den jeweiligen Kategorien finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, für die keine Notierung auf einem aktiven Markt besteht. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet, soweit sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind. STADA weist Kredite und Forderungen unter den Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" aus. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte weist STADA Forderungen aus Derivaten aus, die ggf. auch in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Vermögenswerte dieser Kategorie werden unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sofern die Vermögenswerte nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wird die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand von geeigneten Bewertungsmodellen vorgenommen. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung ergebniswirksam erfasst.

In den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen werden nicht derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit erfasst, die STADA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. STADA weist diese Vermögenswerte in den Finanzanlagen unter dem Posten "Sonstige Finanzanlagen" aus.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht derivative Vermögenswerte, die keiner der zuvor aufgeführten Kategorien zugeordnet wurden. Insbesondere umfassen diese neben den in den Finanzanlagen enthaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen Eigenkapitaltitel in Form von Aktien, die unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" erfasst werden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgsneutral in der Rücklage "available-for-sale" im Eigenkapital ausgewiesen werden. Eine ergebniswirksame Umgliederung dieser Bewertungsergebnisse wird bei Verkauf vorgenommen oder wenn eine Wertberichtigung der Vermögenswerte erfolgt. Hierfür müssen objektive Hinweise auf einen wesentlichen oder anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten vorliegen. In der Regel kann bezüglich des beizulegenden Zeitwerts auf notierte Marktpreise zurückgegriffen werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Wertberichtigungen werden in Form von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen für konkrete Ausfälle und erwartete Ausfallrisiken, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren, vorgenommen. Zur Quantifizierung der erwarteten Ausfallrisiken ermittelt STADA die erwarteten künftigen Cashflows der Forderungen, die nach den jeweiligen Debitoren gruppiert werden. Hierfür werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungswerte in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen berücksichtigt. Zusätzlich ist für verschiedene Konzerngesellschaften eine Warenkreditversicherung zu berücksichtigen, die im Fall eines Zahlungsausfalls einen Teil des Verlusts abdeckt. Der so ermittelte Wertberichtigungsbedarf verringert den Buchwert der Vermögenswerte durch den Ansatz eines Wertberichtigungskontos.

Der Verlust wird ergebniswirksam unter dem Posten "Andere Aufwendungen" erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden gegen das Wertberichtigungskonto ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf bereits ausgebuchte Forderungen werden saldiert mit den Aufwendungen dargestellt.

Die Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen wird vorgenommen, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft statt durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll und der Verkauf als höchst wahrscheinlich gilt. Die Bewertung dieser Vermögenswerte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Neben den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten werden auch damit in Zusammenhang stehende Schulden separat in der Bilanz ausgewiesen.

Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt ausgewiesen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bilden den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7.

Sonstige Vermögenswerte, denen keine vertraglichen Ansprüche zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten Andere Vermögenswerte ausgewiesen.

STADA unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungssysteme ("defined benefit plans"), nach denen der Betrag an Pensionsleistungen von der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Beschäftigten und deren Dienstzeiten abhängig ist oder die Garantien enthalten, welche die Bilanzierung als Beitragsplan ("defined contribution plan") nicht gestatten. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method"). Die in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens angepasst um den Effekt auf Grund einer Begrenzung des Vermögenswerts. Hierfür werden neben erdienten Renten und Anwartschaften auch künftige Gehalts- und Rentensteigerungen in die Berechnung einbezogen. Für die deutschen Konzernunternehmen werden die Pensionsverpflichtungen auf Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck-Richttafel 2005G bewertet. Im Ausland kommen landesspezifische Sterbetafeln zur Anwendung. Die künftigen Pensionsleistungen hängen von den individuellen Versorgungszusagen ab. Der Rechnungszins basiert auf langfristigen Renditen für qualitativ hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag. Existiert in einem Land kein liquider Markt für solche Unternehmensanleihen, wird der Rechnungszins auf Basis von Marktrenditen für Staatsanleihen ermittelt.

Der Standard IAS 19 erlaubt ausschließlich die erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese gliedern sich in Gewinne und Verluste auf Grund von Änderungen von demographischen Annahmen, auf Grund von Änderungen von finanziellen Annahmen sowie auf Grund von erfahrungsbedingten Änderungen. Sie werden in der Periode ihres Entstehens erfolgsneutral im Eigenkapital ("other comprehensive income", OCI) erfasst. Die entsprechenden Beträge sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Für den erfolgswirksamen Teil des Zinsertrags aus dem Planvermögen sieht der Standard IAS 19 vor, dass zu dessen Berechnung der bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegende Rechnungszins angewendet wird. Der restliche Teil des tatsächlichen Ertrags des Planvermögens ist erfolgsneutral im OCI zu erfassen. Der laufende Dienstzeitaufwand wird in den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche erfasst. Der im Geschäftsjahr angefallene nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird in voller Höhe erfolgswirksam gebucht.

Darüber hinaus gewähren verschiedene Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitern Beitragspläne ("defined contribution plans"). Hierbei entrichten die Konzerngesellschaften auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis festgelegte Beiträge an eigenständige Versorgungsträger, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Die in die jeweiligen Pläne zu zahlenden Beiträge sind als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen erfasst.

Die anderen langfristigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Zusagen auf Jubiläumsleistungen werden nach den Grundsätzen des Standards IAS 19 als andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bilanziert. Eine erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten erfolgt im Gegensatz zu den Pensionsrückstellungen nicht. Etwaige derartige Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst und als Ertrag oder Aufwand in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen. Des Weiteren existiert ein Zeitwertkontenplan, dessen Bilanzierung auf die gleiche Weise erfolgt wie bei den Zusagen auf Jubiläumsleistungen.

Sonstige Rückstellungen werden von STADA gebildet, wenn gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren und wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, der verlässlich ermittelt werden kann. Ein Vermögensabfluss gilt als wahrscheinlich, wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu einem Betrag, der unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Ausgaben darstellt. Ggf. bestehende Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden nicht mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten zugeordnet. Sofern sich auf Grund geänderter Schätzungen ein reduzierter Verpflichtungsumfang ergibt, werden die sonstigen Rückstellungen anteilig aufgelöst und erfolgswirksam in dem Posten erfasst, in dem der ursprüngliche Aufwand gebucht wurde.

STADA weist alle sonstigen Rückstellungen als kurzfristige Verbindlichkeiten aus, da mit einem voraussichtlichen Erfüllungstag innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag gerechnet wird. Eine Abzinsung der passivierten Beträge wird daher nicht vorgenommen. Verpflichtungen aus ausstehenden Kostenrechnungen, gegenüber Personal und Steuerbehörden sowie sonstige Verpflichtungen werden nicht als Rückstellung, sondern unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

In Abgrenzung zu den Rückstellungen bestehen Eventualverbindlichkeiten bei möglichen Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch erst durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer Ereignisse in der Zukunft manifest werden, die nicht unter der Kontrolle von STADA stehen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten auch bei gegenwärtigen Verpflichtungen, bei denen der damit verbundene Ressourcenabfluss jedoch nicht als wahrscheinlich angesehen wird bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend geschätzt werden kann. Gemäß IAS 37 erfolgt kein Ansatz solcher Eventualverbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Für in der Folge weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden Transaktionskosten in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Dies betrifft die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und gemäß IAS 39 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit or loss") zugeordnet werden. STADA weist diese Verbindlichkeiten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" aus. Hierin sind auch die derivativen Finanzinstrumente enthalten, die zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken dienen und gemäß den Vorschriften des IAS 39 zum Hedge-Accounting ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Sofern keine Marktpreise vorliegen, kommen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle auf Basis von Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung.

Derivative Finanzinstrumente liegen bei STADA im Rahmen von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten sowie im Rahmen von derivativen Sicherungsinstrumenten vor. Der Ausweis erfolgt in beiden Fällen, abhängig von einem positiven bzw. negativen Marktwert der Derivate, unter dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" bzw. "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (vgl. Rechnungslegungsmethoden zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten). Als derivative Sicherungsinstrumente können grundsätzlich Cashflow-Hedges, Fair-Value-Hedges und Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit im Rahmen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 bilanziert werden.

Bei STADA dienen Cashflow-Hedges der Absicherung gegen Schwankungen von Zahlungsströmen aus bilanzierten Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente werden in Höhe des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam erfasst.

Im Rahmen von Fair-Value-Hedges wird das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts von bilanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bzw. festen außerbilanziellen Verpflichtungen abgesichert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Sicherungsgeschäfte werden wie auch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der dazugehörigen Grundgeschäfte ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern die Voraussetzungen für das Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind, erfolgt die Anpassung des Buchwerts der vormals gesicherten Grundgeschäfte über deren Restlaufzeit. Absicherungen von Nettoinvestitionen in eine ausländische Einheit ("hedge of a net investment in a foreign operation") werden nach den gleichen Bewertungsmethoden wie für Cashflow-Hedges behandelt.

Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen als Voraussetzung für eine Bilanzierung im Rahmen von Hedge-Accounting gemäß IAS 39 wird von STADA regelmäßig überprüft. Eine Sicherungsbeziehung gilt grundsätzlich als effektiv, wenn Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen.

Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten, bewertet STADA zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, hat STADA bislang keinen Gebrauch gemacht.

Sonstige Verbindlichkeiten, denen keine vertraglichen Verpflichtungen zu Grunde liegen, die unmittelbar oder mittelbar den Austausch von Zahlungsmitteln zum Gegenstand haben, werden unter dem Posten "Andere Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Bei STADA besteht im Rahmen der erfolgsabhängigen Bezüge der Vorstände eine aktienbasierte Vergütung als langzeitorientierte Vergütungskomponente, deren Erfüllung in bar vorgesehen ist und die gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld zu erfassen ist. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen. STADA wendet zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der aktienbasierten Vergütung das Monte-Carlo-Modell an. Der Ausweis des beizulegenden Zeitwerts der aktienbasierten Vorstandsvergütung aus den Deferrals erfolgt unter dem Posten "Andere Verbindlichkeiten".

10. Schätzungen, Annahmen und Ermessen bei der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft STADA Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Im Folgenden sind die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sowie die zugehörigen Annahmen für die betroffenen Bilanzierungssachverhalte aufgeführt.

Im Rahmen von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben ergibt sich der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem gemäß IFRS 3 bewerteten erworbenen Nettovermögen und der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Anteile und des für nicht beherrschende Gesellschafter angesetzten Betrags. Hierbei kommen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, die im Wesentlichen auf Einschätzungen und Annahmen beruhen.

STADA führt mindestens jährlich einen Werthaltigkeitstest für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Hierfür sind die abgezinsten zukünftigen Cashflows der zu operativen Segmenten aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln, die auf bestimmten Annahmen basieren. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren auf Basis genehmigter Budgets. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die auf Grund nicht absehbarer zukünftiger rechtlicher Entwicklungen und Entwicklungen im Gesundheitsmarkt mit einer gewissen Unsicherheit behafteten Budgetwerte für zukünftige Geschäftsjahre sowie die weiteren im Rahmen von aktuellen Marktinformationen, aber auch als bestmögliche Schätzung ermittelten Parameter bedingen, dass die Einschätzung der Werthaltigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen und in Folgejahren trotz guter Prognosen im Berichtsjahr ein Wertminderungsbedarf gegeben sein kann.

Bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten werden jeweils die erwartete Nutzungsdauer und der damit verbundene Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen und Beurteilungen des Managements bestimmt. Wenn die tatsächliche Nutzungsdauer unter der erwarteten Nutzungsdauer liegt, wird die Höhe der Abschreibung entsprechend angepasst. Im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen des Anlagevermögens werden ferner Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderungen vorgenommen. Insbesondere im Rahmen des Werthaltigkeitstests für noch nicht genutzte Zulassungen, die als geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden, unterliegen die für den Barwerttest herangezogenen Wachstumsraten sowie die langfristige Preis- und Kostenentwicklung der Wirkstoffe bestmöglichen Schätzungen. Dies gilt entsprechend für die Prüfung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt auf Basis der Einschätzung, ob die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Dabei sind für die Bestimmung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens Planrechnungen notwendig, die naturgemäß Schätzungen unterliegen und daher von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Zukunft ggf. abweichen können.

STADA bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwartete Verluste im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu antizipieren. Hierbei werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und historische Erfahrungen bezüglich Forderungsausfällen sowie die Bonität der Kunden als Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen herangezogen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die tatsächlichen Ausbuchungen die erwarteten Wertberichtigungen auf Grund einer signifikanten Verschlechterung der Finanzlage des Kunden übersteigen. Ermessensentscheidungen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen betreffen dabei insbesondere wertgeminderte Forderungen gegenüber Schuldnern in CEE-Ländern.

STADA ist in verschiedenen Ländern tätig und in jeder Steuerjurisdiktion jeweils zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Für die Berechnung der Ertragsteuerrückstellungen sowie der latenten Steuern im Konzern sind auf der Basis von Annahmen jeweils die erwartete Ertragsteuer sowie die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten nach IFRS und ihrer steuerrechtlichen Bilanzierung zu ermitteln. Sofern sich in der endgültigen Besteuerung Abweichungen von den angenommenen Werten ergeben, wirkt sich dies entsprechend auf die tatsächlichen und latenten Steuern und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der jeweiligen Periode aus. Darüber hinaus kommt im STADA-Konzern einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung von konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt.

Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer und sonstiger Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise auf aktiven Märkten vorliegen, kommen Bewertungsmodelle auf Basis von am Markt beobachtbaren Inputparametern zur Anwendung. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über so genannte "forward rates" ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen von leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt. Diesen Verfahren liegen Annahmen u.a. bezüglich des Rechnungszinssatzes, der Lebenserwartung sowie künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen zu Grunde. Änderungen dieser Annahmen können die künftige Höhe des Pensionsaufwands wesentlich beeinflussen.

Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. STADA bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie STADA die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Zudem ist die Ermittlung der Rückstellungen für Schadensersatz mit erheblichen Schätzungen verbunden, die sich auf Grund einer neuen Informationslage ändern können. Gleiches gilt für den Ausweis der Höhe von Eventualschulden.

In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgsmindernd berücksichtigt. Hierbei werden geschätzte Werte angesetzt, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen. Dies bedingt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Gewährleistungen von der Schätzung abweichen können und die Umsatzerlöse dementsprechend höher oder niedriger ausfallen würden. Gleiches gilt für die umsatzmindernde Berücksichtigung von gesetzlich vorgeschriebenen und durch sonstige regulatorische Anforderungen bedingten Rabatten (z.B. Krankenkassenrabatten), die auf Basis des jeweils zu Grunde liegenden Vertrags mit einem geschätzten Betrag in Erwartung eines voraussichtlichen Umsatzes erfasst werden.

Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Umsätze resultieren bei STADA ganz überwiegend aus Produktlieferungen und nur zu einem geringeren Teil aus Lizenzerlösen. Zur Erfassung der Umsatzerlöse wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen.

Der Anstieg der Umsatzerlöse in 2016 gegenüber 2015 basierte im Wesentlichen auf einer guten Umsatzentwicklung in den Märkten Deutschland, Italien und Vietnam. Diese Entwicklung war maßgeblich durch das starke Wachstum im deutschen Markensegment sowie durch den in beiden Segmenten gestiegenen Umsatz im italienischen und vietnamesischen Markt geprägt. Wechselkursbedingte Effekte und Portfolioveränderungen beeinflussten die Umsätze im Berichtsjahr insgesamt mit 28,0 Mio. €. Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente wird auf die Segmentberichterstattung unter Angabe 42. verwiesen.

12. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten untergliedern sich in folgende Sachverhalte:

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in T€ 2016 2015
Sachaufwendungen 883.480 874.066
Abschreibungen 100.976 101.497
Aufwendungen aus Bestandsabwertungen 28.207 36.545
Übrige Herstellungskosten 92.650 89.601
Summe 1.105.313 1.101.709

Die Abschreibungen in Höhe von 101,0 Mio. € (Vorjahr: 101,5 Mio. €) enthalten im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf solche immateriellen Vermögenswerte, deren Besitz eine notwendige Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte darstellt - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen.

Die Aufwendungen aus Bestandsabwertungen umfassen Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert von Vorräten saldiert mit Wertaufholungen. Die Wertaufholungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 7,7 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €).

13. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beinhalten neben den Kosten für die Vertriebsabteilungen und den Außendienst auch die Kosten für Werbung und Marketingmaßnahmen einschließlich Ärztemustern. Ebenfalls enthalten sind alle Logistikkosten, die für fertiggestellte Endprodukte anfallen. Nicht enthalten sind Rabatte, die - soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einem nationalen Markt möglich ist - in Form kostenloser Verkaufspackungen gewährt werden, so genannte Naturalrabatte. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Teil der Herstellungskosten ausgewiesen.

Im Berichtsjahr entsprachen Marketingaufwendungen in Höhe von 210,4 Mio. € (Vorjahr: 210,0 Mio. €) einem Anteil von 43% an den Vertriebskosten (Vorjahr: 44%). Ferner enthielten die Vertriebskosten Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €).

14. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit diese nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalteten in 2016 Abschreibungen in Höhe von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €).

Insgesamt erhöhten sich die allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr um 4,3 Mio. €. Die Steigerung basierte im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr bzw. zum Ende des Vorjahres erfassten erstkonsolidierten Tochterunternehmen.

15. Forschungs- und Entwicklungskosten

Zur Zusammensetzung der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. € zu.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten Abschreibungen in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €). Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 28,4 Mio. € (Vorjahr: 26,1 Mio. €) aktiviert (vgl. Erläuterungen zum Posten "Immaterielle Vermögenswerte").

16. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge untergliedern sich in die folgenden Sachverhalte:

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in T€ 2016 2015
Erträge aus Zuschreibungen 3 -
Erträge aus Veräußerungen - 2.317
Übrige sonstige Erträge 19.276 17.715
Summe 19.279 20.032

Die übrigen sonstigen Erträge beinhalten u.a. eine erhaltene Meilensteinzahlung im Segment Markenprodukte in Großbritannien, Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Erträge aus erhaltenen Schadensersatzleistungen sowie andere nicht den Funktionskosten unmittelbar zurechenbare Erträge, die sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammensetzen.

Darüber hinaus resultierten die Erträge aus Veräußerungen im Vorjahr im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der französischen Tochtergesellschaft Laboratoires d'études et de recherches en oligo éléments thérapie SA.

17. Andere Aufwendungen

Die Aufteilung der anderen Aufwendungen ergibt sich wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen 5.972 9.367
Kursaufwendungen 9.379 19.549
Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten 65.480 32.790
Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte - 410
Übrige andere Aufwendungen 58.102 21.593
Summe 138.933 83.709

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen wurden saldiert mit den korrespondierenden Erträgen aus deren Auflösung ausgewiesen.

In den anderen Aufwendungen sind Wertminderungen in Höhe von 65,5 Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €) enthalten, die im Berichtsjahr ausschließlich Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten betrafen. Im Vorjahr resultierten die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus einer Wertminderung für die Marktregion Asien/Pazifik & MENA. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war im Wesentlichen durch Reorganisationsentscheidungen im Zusammenhang mit der angepassten Unternehmensstrategie zurückzuführen. Diese wurden von STADA als Sondereffekt des Geschäftsjahres 2016 betrachtet.

Darüber hinaus enthielt diese Position im Berichtsjahr saldierte Kursaufwendungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 19,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf der starken Abwertung der wesentlichen Währungen in der Region CIS und den daraus resultierenden, als Sondereffekt ausgewiesenen Kursaufwendungen.

Innerhalb der übrigen anderen Aufwendungen werden Personalaufwendungen in Höhe von 24,8 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) ausgewiesen. Der Anstieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum resultierte im Wesentlichen auf der Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie aus weiteren Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der deutschen Vertriebsgesellschaften. Des Weiteren ergab sich eine Erhöhung der übrigen anderen Aufwendungen auf Grund der Beendigung des Distributionsvertrags mit dem belgischen Vertriebspartner OMEGA und der damit verbundenen Schadenersatzleistung.

Der Posten "Andere Aufwendungen" enthält Aufwendungen in Höhe von 21,6 Mio. € im Zusammenhang mit der Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts. Diese Aufwendungen resultierten im Wesentlichen aus Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Wertminderungen von Finanzanlagen, einer Zahlung zur Beendigung eines Distributionsvertrags, der Rückführung von Vorräten, ausstehenden Mietzahlungen sowie Abfindungen.

18. Finanzergebnis

Das Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen betrifft im Geschäftsjahr 2016 die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Pharm Ortho Pedic SAS und AELIA SAS sowie seit letztem Jahr die Dialogfarma

Im Beteiligungsergebnis werden hauptsächlich Gewinnausschüttungen von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen.

Die finanziellen Erträge und finanziellen Aufwendungen setzen sich aus dem Zinsergebnis und den sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen zusammen.

Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Zinserträge 2.716 1.142
Zinsaufwendungen 52.891 65.576
Zinsergebnis 50.175 64.434
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39:    
• Darlehen und Forderungen 2.716 1.142
• erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -12.711 -18.213
• "Held-to-maturity"-Investitionen - -
• finanzielle Vermögenswerte "available-for-sale" - -
• finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -39.120 -46.349

Darüber hinaus ist im Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2016 ein Nettozinsaufwand aus sonstigen langfristigen Rückstellungen, der die Zinserträge aus Planvermögen sowie Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und anderen langfristigen Rückstellungen umfasst, in Höhe von 1,1 Mio. € enthalten (Vorjahr: 1,0 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2016 refinanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 0,7% p.a. und 26,0% p.a. (Vorjahr: zwischen 0,7% p.a. und 16,6% p.a.). Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 1,66% p.a. (Vorjahr: ca. 2,0% p.a.) und für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 3,12% p.a. (Vorjahr: ca. 5,1% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 1,78% p.a. (Vorjahr: ca. 2,6% p.a.).

Zinszahlungen, die aus den von STADA teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps resultieren, werden für jeden Swapkontrakt unsaldiert als Zinsertrag oder -aufwand in der Bewertungskategorie des dazugehörigen Grundgeschäfts erfasst. Für das Berichtsjahr betrifft dies ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden.

Die als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögensgegenständen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Hierfür wurde ein Finanzierungskostensatz von 2,0% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 2,3%) zu Grunde gelegt.

Die sonstigen finanziellen Erträge und sonstigen finanziellen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 2016 2015
Sonstige finanzielle Erträge - 28
davon    
• aus der Bewertung von Finanzinstrumenten - -
• aus dem Abgang von Finanzinstrumenten - 28
Sonstige finanzielle Aufwendungen 1.246 3.091
davon    
• aus der Bewertung von Finanzinstrumenten 518 3.087
• aus dem Abgang von Finanzinstrumenten 728 4

Das Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten resultierte im Berichtsjahr aus den als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Zins-/Währungsswaps. Es ergab sich eine saldierte Ertragsbelastung in Höhe von 0,5 Mio. € vor bzw. 0,4 Mio. € nach Steuern. Im Vorjahr ergab sich eine saldierte Ertragsbelastung aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 3,1 Mio. € vor und 3,1 Mio. € nach Steuern. Die Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte ist dabei abhängig von der Kapitalmarktzinsentwicklung.

Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten ergab sich im Rahmen der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps im Geschäftsjahr 2016.

19. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Steuern sind, sofern sie den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung oder Forschung und Entwicklung nicht sinnvoll zugeordnet werden konnten, in den anderen Aufwendungen enthalten.

Die tatsächlichen Ertragsteuern untergliedern sich gemäß ihrem zeitlichen Bezug wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Tatsächliche Ertragsteuern 54.212 43.591
Steueraufwand der laufenden Periode 50.288 48.569
Steueraufwand aus Vorperioden 4.619 546
Steuerertrag aus Vorperioden 695 5.524

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 2016 2015
Latente Steuern -22.274 -2.953
•aus temporären Differenzen -30.073 -2.808
•aus Verlust-/Zinsvorträgen 7.799 -145
• aus Steuergutschriften - -
• aus Sonstigem - -

Der effektive Ertragsteuersatz belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 25,1%. Im Vorjahr betrug der effektive Ertragsteuersatz 25,8%. Der nominale Ertragsteuersatz des Geschäftsjahres 2016 für die STADA Arzneimittel AG in Deutschland belief sich auf 28,3%, wobei die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhobene Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbeertragsteuer mit einem Hebesatz von 357% enthalten sind. Im Vorjahr betrug der nominale Ertragsteuersatz der STADA Arzneimittel AG 27,4%. Die Differenz ergab sich aus der Anhebung des Hebesatzes für die Gewerbeertragsteuer in Höhe von 27 Prozentpunkten in Bad Vilbel.

Die nachfolgende Übersicht erläutert die Ermittlung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen effektiven Ertragsteueraufwands als Ableitung von dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des nominalen Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bad Vilbel auf das Ergebnis vor Steuern. Die Steuereffekte aus den jeweils lokal anzuwendenden landes- und rechtsformabhängigen Steuersätzen werden gesondert in der Überleitungsrechnung ausgewiesen.

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in T€ 2016 2015
Ergebnis vor Steuern 127.429 157.803
Nominaler Ertragsteuersatz der STADA Arzneimittel AG (in %) 28,3% 27,4%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 36.088 43.207
Abweichung im lokalen Steuersatz -8.701 -4.779
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Wertminderungen auf Beteiligungen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte - 28
Steuereffekte aus Verlustvorträgen -6.067 -6.582
Steuereffekte aus Vorjahren -3.676 -4.910
Effekte aus Steuersatzänderungen -4.157 -7.495
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen sowie steuerfreien Erträgen 19.436 21.376
Sonstige Steuereffekte -985 -207
Ertragsteueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 31.938 40.638
Effektiver Ertragsteuersatz (in %) 25,1% 25,8%

Abweichungen im lokalen Steuersatz resultierten im Wesentlichen aus niedrigeren nominalen Steuersätzen in Großbritannien.

Die Steuereffekte aus Verlustvorträgen resultierten im Wesentlichen aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, für die bislang keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden.

Die Effekte aus Steuersatzänderungen resultierten wie im Vorjahr im Wesentlichen aus einer Absenkung des Steuersatzes in Großbritannien und der damit einhergehenden Neubewertung der latenten Steuern.

Die in der Bilanz erfassten tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Ertragsteuerforderungen 12.816 21.182
Ertragsteuerverbindlichkeiten 60.625 39.444
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in T€ 2016 2015
Aktive latente Steuern 20.814 34.073
Passive latente Steuern 116.416 160.241
Latente Steuern zum 31.12. -95.602 -126.168
Unterschied gegenüber Vorjahr 30.566 -8.878
davon    
• ergebniswirksam 22.274 2.953
• ergebnisneutral -627 -4
• Akquisitionen/Veräußerungen/Konsolidierungskreisänderungen -3.276 -6.648
• Umgliederungen gemäß IFRS 5 5.490 -
• Währungsdifferenzen 6.705 -5.179

Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Bilanzpositionen und Verlustvorträgen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 2.684 2.244 123.318 153.077
Sachanlagen 1.816 1.423 6.187 6.009
Finanzanlagen 830 981 652 617
Vorräte 10.824 10.948 909 1.317
Forderungen 8.896 5.144 3.919 4.325
Sonstige Vermögenswerte 2.180 3.006 28 5
Sonstige langfristige Rückstellungen 5.079 3.631 464 58
Sonstige Rückstellungen 1.966 1.555 6.715 8.102
Verbindlichkeiten 4.713 3.541 367 974
Verlustvorträge 7.969 15.843 - -
Summe 46.957 48.316 142.559 174.484
Saldierungen -26.143 -14.243 -26.143 -14.243
Latente Steuern gemäß Bilanz 20.814 34.073 116.416 160.241

Die bei STADA ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten u.a. aus latenten Steuern im Zusammenhang mit durchgeführten Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3. Die Reduzierung der passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die nach durchgeführten Kaufpreisaufteilungen gemäß IFRS 3 bewertet wurden, sowie aus einer Absenkung des Steuersatzes in Großbritannien und der damit einhergehenden Neubewertung der latenten Steuern.

Unter der Position "Latente Steuern aus Verlustvorträgen" werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ausgewiesen.

Die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt nur dann, wenn ihre künftige Nutzung höchst wahrscheinlich ist. Die zum Stichtag 31.12.2016 der Aktivierung zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 30,9 Mio. € (Vorjahr: 73,2 Mio. €).

Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren, für die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, sowie steuerlicher Verlustvorträge des aktuellen Berichtsjahres, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, verringerte sich der Ertragsteueraufwand um insgesamt 6,1 Mio. € (Vorjahr: Verringerung des Ertragsteueraufwands um 6,6 Mio. €).

Die zukünftig nutzbaren steuerlich abzugsfähigen Vorträge aus Verlusten und ähnlichen Sachverhalten sind in der nachfolgenden Tabelle nach ihrem Verfallsdatum aufgeführt:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verfallsdatum der Verlustvorträge innerhalb von    
• 1 Jahr - 707
• 2 Jahren 799 -
• 3 Jahren - 799
• 4 Jahren - -
• 5 Jahren 707 141
• Nach 5 Jahren 416 5.966
• Unbegrenzt vortragsfähig 28.936 65.594

Für die folgenden steuerlich abzugsfähigen Vorträge aus Verlusten und ähnlichen Sachverhalten wurden keine latenten Steuern gebildet, da für diese in absehbarer Zeit keine Realisierung wahrscheinlich ist:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verfallsdatum der Verlustvorträge innerhalb von    
• 1 Jahr - 182
• 2 Jahren - -
• 3 Jahren - -
• 4 Jahren - -
• 5 Jahren - -
• Nach 5 Jahren 19.470 24.420
• Unbegrenzt vortragsfähig 84.055 98.650
Temporäre Differenzen -426 1.379

20. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallender Gewinn

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Ergebnis nach Steuern 95.491 117.165
• davon auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) 85.904 110.404
• davon auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 9.587 6.761

Der Konzerngewinn der nicht beherrschenden Gesellschafter betrifft die Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/ Export International, STADA Vietnam J.V., Pymepharco, STADA Pharmaceuticals (Beijing), Hemomont und Hemofarm Banja Luka.

21. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

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Unverwässertes Ergebnis je Aktie 2016 2015
Konzerngewinn (in T €) 85.904 110.404
Anpassung - -
Angepasster Konzerngewinn (unverwässert) (in T €) 85.904 110.404
Anzahl der ausgegebenen Namensaktien1) im Durchschnitt (in Stück) 62.342.440 61.725.885
Eigene Aktien im Durchschnitt (in Stück) 85.908 88.264
Angepasste durchschnittliche Aktienanzahl (unverwässert) (in Stück) 62.256.532 61.637.621
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 1,38 1,79

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallenden angepassten Konzerngewinns durch die zeitlich gewichtete durchschnittliche Zahl der in Umlauf befindlichen Namensaktien1) .

1) Am 26.08.2016 beschloss die STADA-Hauptversammlung, die bisherige Vinkulierung der Namensaktien im Wege der Satzungsänderung aufzuheben. Die Satzungsänderung wurde am 09.12.2016 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. Die Ermächtigung aus dem Genehmigten Kapital gemäß § 6 Absatz 1 der Satzung bezieht sich seitdem daher auf nicht vinkulierte Namensaktien.

22. Anzahl der Mitarbeiter und Personalaufwand

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von STADA teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche bzw. Teilfunktionsbereiche auf:

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2016 2015
Marketing/Vertrieb 3.089 3.012
Logistik 360 299
Finanzen/IT 707 684
Herstellung/Qualitätsmanagement 4.809 4.644
Beschaffung/Lieferkette 340 333
Produktentwicklung 623 594
Verwaltung 911 875
Gesamtkonzern 10.839 10.441
Personalaufwand (in Mio. €) 365,7 342,7

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten lag im Berichtsjahr mit 10.839 über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 10.441). Die wesentlichen Zugänge beim Personalstand basierten auf der im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Konsolidierung der argentinischen Laboratorio Vannier S.A., der britischen Gesellschaften BMSW Limited und Natures Aid Limited sowie dem Kauf eines lokalen Produkt-Portfolios der serbischen IVANCIC I SINOVI DOO mit insgesamt 218 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Zum Bilanzstichtag betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STADA-Konzerns in 2016 insgesamt 10.923 (Vorjahr: 10.532).

Der Personalaufwand, der in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche entsprechend seiner sachlichen Zugehörigkeit enthalten ist, stieg im Geschäftsjahr 2016 auf 365,7 Mio. € (Vorjahr: 342,7 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Aufwandseffekten aus Reorganisationsentscheidungen und strukturellen Maßnahmen, die aus einer geänderten Unternehmensstruktur resultierten.

23. Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen

Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen sind entsprechend ihrer sachlichen Zugehörigkeit in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche enthalten und entfallen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen 117.180 118.648
Immaterielle Vermögenswerte 83.506 84.429
Sachanlagen 33.674 34.219
Wertminderungen 65.480 33.200
Immaterielle Vermögenswerte 61.807 32.948
davon    
• Geschäfts- oder Firmenwerte - 410
Sachanlagen 223 161
davon    
• Grundstücke und Gebäude 36 -
• technische Anlagen und Maschinen 97 118
• andere Anlagen und Geschäftsausstattung 90 43
Finanzanlagen 3.450 91
davon    
• Beteiligungen 3.450 91

Bei den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte handelt es sich um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen.

Die im Berichtsjahr erfassten Wertminderungen auf Finanzanlagen resultierten insbesondere aus der Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts. Im Vorjahr betrafen die Wertminderungen im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert der Hetmak FZCO in Dubai.

Die planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 1,2%. Weitere Erläuterungen zu planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Ausführungen zum Anlagevermögen enthalten.

Angaben zur Konzern-Bilanz

24. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

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2016
in T€
Arzneimittelrechtliche Zulassungen, Markenzeichen, Kundenbeziehungen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwerte Geleistete Anzahlungen und aktivierte Entwicklungskosten für laufende Projekte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2016 1.854.400 465.034 201.653 2.521.087
Währungsumrechnung -12.653 2.137 -102 -10.618
Veränderung Konsolidierungskreis -51 -927 - -978
Zugänge 484 - 81.037 81.521
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 30.585 18.367 - 48.952
Abgänge 3.085 - 375 3.460
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 30.387 5.785 - 36.172
Umbuchungen 67.980 - -67.687 293
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2016 1.907.273 478.826 214.526 2.600.625
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2016 739.059 73.422 59.586 872.067
Währungsumrechnung 8.855 1.510 987 11.352
Veränderung Konsolidierungskreis -51 - - -51
Planmäßige Abschreibungen 83.506 - - 83.506
Wertminderungen 54.677 - 7.130 61.807
Abgänge 2.241 - 359 2.600
Zuschreibungen - - 3 3
Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 7.169 690 - 7.859
Umbuchungen 488 - -443 45
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2016 877.124 74.242 66.898 1.018.264
Restbuchwerte zum 31.12.2016 1.030.149 404.584 147.628 -
Restbuchwerte zum 31.12.2015 1.115.341 391.612 142.067 1.649.020

Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerte beziehen, resultierten im Wesentlichen mit 18,8 Mio. € aus der Akquisition eines serbischen Produktportfolios zur Stärkung der Position im Consumer-Health-Bereich, mit 11,5 Mio. € aus dem Kauf der argentinischen Laboratorio Vannier S.A. sowie mit 3,5 Mio. € und 17,4 Mio. € aus den Erwerben der britischen BSMW Limited und Natures Aid Limited.

Die Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen beziehen sich im Berichtsjahr auf zwei Tochterunternehmen in Asien.

Die in 2006 im Rahmen der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm ist als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer in den aktivierten Markenzeichen enthalten, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2016 besteht für diese Dachmarke ein Buchwert in Höhe von 37,4 Mio. € (Vorjahr: 45,4 Mio. €). Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2016 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 13,2% verwendet. Es ergab sich ein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr in Höhe von 7,4 Mio. €. Darüber hinaus ergibt sich die Veränderung zum Vorjahreswert mit 0,6 Mio. € durch unterschiedliche Wechselkurse.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kontrollerlangung über die Pymepharco im Jahr 2013 die Dachmarke Pymepharco als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2016 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 9,7 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €). Die Veränderung ergab sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2016 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 13,8% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr.

Im Berichtsjahr wurde im Rahmen der Akquisition der Laboratorio Vannier die Dachmarke Vannier als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen mit einem Buchwert von 0,3 Mio. € aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2016 besteht für diese Dachmarke ein Buchwert in Höhe von 0,3 Mio. €. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2016 wurden eine Lizenzrate von 2% sowie ein Diskontierungszinssatz von 21,9% verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr.

Die in 2016 für immaterielle Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, betrugen 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 2,0% (Vorjahr: 2,3%).

Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 31,0 Mio. € (Vorjahr: 27,5 Mio. €) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen sowie unmittelbar zuzuordnende Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort in der Periode als Aufwand, in der sie angefallen sind (vgl. Angabe 15.). Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich diese Entwicklungskosten auf 65,1 Mio. € (Vorjahr: 65,0 Mio. €).

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen hauptsächlich arzneimittelrechtliche Zulassungen sowie Markenzeichen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst. Dabei handelte es sich im Berichtsjahr um einen Betrag in Höhe von 83,5 Mio. € (Vorjahr: 84,4 Mio. €).

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 61,8 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 32,9 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden keine Wertberichtigungen auf Geschäfts -oder Firmenwerte erfasst. Im Vorjahr betraf dies Wertberichtigungen von Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregion Asien/Pazifik & MENA in Höhe von 0,4 Mio. €.

Details zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis (vgl. Angabe 5.) enthalten.

Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt:

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2015
in T€
Arzneimittelrechtliche Zulassungen, Markenzeichen, Kundenbeziehungen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwerte Geleistete Anzahlungen und aktivierte Entwicklungskosten für laufende Projekte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2015 1.744.755 445.874 207.121 2.397.750
Währungsumrechnung 7.752 2.172 2.534 12.458
Veränderung Konsolidierungskreis 37 1.087 - 1.124
Zugänge 14.889 - 56.912 71.801
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 33.316 17.728 70 51.114
Abgänge 10.748 1.827 585 13.160
Umbuchungen 64.399 - -64.399 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2015 1.854.400 465.034 201.653 2.521.087
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2015 635.523 73.571 57.140 766.234
Währungsumrechnung -3.267 -559 -434 -4.620
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Planmäßige Abschreibungen 84.429 - - 84.429
Wertminderungen 28.736 410 3.802 32.948
Abgänge 6.361 - 563 6.924
Zuschreibungen - - - -
Umbuchungen 359 - -359 0
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2015 739.059 73.422 59.586 872.067
Restbuchwerte zum 31.12.2015 1.115.341 391.612 142.067 1.649.020
Restbuchwerte zum 31.12.2014 1.109.232 372.303 149.981 1.631.516

Für die immateriellen Vermögenswerte wird in den kommenden fünf Jahren mit dem folgenden Abschreibungsaufwand gerechnet:

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in T€ Erwartete Abschreibungen
2017 83.245
2018 83.785
2019 84.944
2020 84.802
2021 85.598

Die nachfolgende Tabelle stellt dar, auf welche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen:

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Restbuchwert 31.12.2016
in Mio. €
Generika 188,7
Markenprodukte 215,9
Summe 404,6

Gemäß der im 3. Quartal 2016 vom Vorstand beschlossenen grundlegenden Änderung der Berichtsstruktur berichtet der STADA-Konzern nicht mehr nach Segmenten und Marktregionen, sondern nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung des Produkt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen werden, sie kommt im Berichts- und Planungsprozess im Rahmen dieses Konzernabschlusses erstmals zur Anwendung. Im Zuge der Änderung erfolgte auch eine Integration der Randaktivität Handelsgeschäfte in das Segment Generika.

Im Rahmen der Umstellung des internen Berichtswesens und der damit einhergehenden Aggregation der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde vor dem Hintergrund eines Anhaltspunkts für eine mögliche Wertminderung eine Werthaltigkeitsüberprüfung auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aus dem Vorjahr zum 30.06.2016 durchgeführt. Hierbei ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

Im Vorjahr entfielen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt:

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Restbuchwert 31.12.2015
in Mio. €
Generika 187,8
Markenprodukte 203,8
Summe 391,6

Im Vergleich zum Vorjahr1) ergaben sich bei den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte folgende wesentliche Veränderungen:

Die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Markenprodukte resultierte im Wesentlichen aus der Finalisierung der Kaufpreisaufteilung für den Erwerb der britischen Socialites-Gruppe, dem Erwerb der britischen BSMW sowie der britischen Gesellschaft Natures Aid.

1) Hierbei ist zu berücksichtigen, dass auf Grund der im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Neudefinition der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests für das Geschäftsjahr 2015 nicht mit denen des Geschäftsjahres 2016 vergleichbar sind.

Im Rahmen des regulären Werthaltigkeitstests für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30.09.2016 erfolgt die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter:

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Jeweils bezogen auf Segmente, definiert als zahlungsmittelgenerierende Einheiten Wachstumsraten der Fortschreibungsphase 2016
in %
WACCs 2016
in %
Generika 2,4% 10,3%
Markenprodukte 2,7% 10,0%

Die Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Ein solcher Detailplanungszeitraum spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Dem Detailplanungszeitraum für die Ermittlung der Nutzungswerte liegen Annahmen zu Grunde, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit aufbauen, um aktuelle interne Entwicklungen erweitert und anhand externer Marktdaten sowie -analysen verifiziert werden. Zu den wesentlichen Annahmen zählen hierbei die Entwicklung künftiger Verkaufspreise bzw. -mengen, Kosten, der Einfluss des regulatorischen Marktumfelds, Investitionen, Marktanteile, Wechselkurse sowie Wachstumsraten. Wesentliche Änderungen der zuvor beschriebenen Annahmen hätten einen Einfluss auf die Ermittlung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die verwendeten Diskontierungszinssätze werden anhand externer, vom Markt abgeleiteter Faktoren bestimmt und um die mit den in den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorherrschenden Risiken adjustiert.

Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Daher erfolgte eine Sensitivitätsanalyse für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Hilfe eines um 1,0 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatzes, einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Reduzierung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte. Es ergab sich auch bei Verwendung dieser Annahmen bei keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Wertminderungsbedarf.

25. Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

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2016
in T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2016 263.806 225.444 102.389 27.780 619.419
Währungsumrechnung 1.193 3.555 2.235 -11 6.972
Veränderung Konsolidierungskreis - - -122 - -122
Zugänge 2.242 7.956 8.035 31.894 50.127
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 1.519 2.047 628 - 4.194
Abgänge 18.061 16.733 7.796 148 42.738
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 11.693 9.915 1.026 49 22.683
Umbuchungen 11.042 10.521 4.383 -26.239 -293
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2016 250.048 222.875 108.726 33.227 614.876
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2016 95.410 132.349 70.043 - 297.802
Währungsumrechnung 806 3.274 669 - 4.749
Veränderung Konsolidierungskreis - - -119 - -119
Planmäßige Abschreibungen 6.796 16.574 10.304 - 33.674
Wertminderungen 36 97 90 - 223
Abgänge 14.335 15.911 6.925 - 37.171
Zuschreibungen - - - - -
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 1.527 4.858 567 - 6.952
Umbuchungen -1 -1 -43 - -45
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2016 87.185 131.524 73.452 - 292.161
Restbuchwerte zum 31.12.2016 162.863 91.351 35.274 33.227 322.715
Restbuchwerte zum 31.12.2015 168.396 93.095 32.346 27.780 321.617

In den Sachanlagen sind Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) enthalten, die sich im Wesentlichen auf Kraft- und Personenfahrzeuge beziehen und die gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlung angesetzt wurden und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden.

Die Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen beziehen sich im Berichtsjahr auf zwei Tochterunternehmen in Asien.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten für Sachanlagen aktiviert.

Im Vorjahr entwickelten sich die Sachanlagen wie folgt:

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2015
in T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2015 255.066 202.977 99.965 21.270 579.278
Währungsumrechnung -828 -1.923 -1.398 -961 -5.110
Veränderung Konsolidierungskreis 47 1 82 - 130
Zugänge 2.698 10.110 5.542 34.521 52.871
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 36 523 87 - 646
Abgänge 801 1.748 5.962 367 8.878
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 482 - - - 482
Umbuchungen 7.106 15.504 4.073 -26.683 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2015 263.806 225.444 102.389 27.780 619.419
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2015 88.738 119.149 65.961 - 273.848
Währungsumrechnung -763 -2.035 -654 - -3.452
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - -
Planmäßige Abschreibungen 7.461 16.685 10.073 - 34.219
Wertminderungen - 118 43 - 161
Abgänge 189 1.638 5.302 - 7.129
Zuschreibungen - - - - -
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 155 - - - 155
Umbuchungen 8 70 -78 - 0
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2015 95.410 132.349 70.043 - 297.802
Restbuchwerte zum 31.12.2015 168.396 93.095 32.346 27.780 321.617
Restbuchwerte zum 31.12.2014 166.328 83.828 34.004 21.270 305.430

26. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 folgendermaßen:

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2016
in T€
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen Sonstige Finanzanlagen Gesamt
Anschaffungskosten zum 01.01.2016 16.085 - 16.085
Währungsumrechnung -157 - -157
Veränderung Konsolidierungskreis 0 - 0
Zugänge 4.869 - 4.869
Abgänge 554 - 554
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - -
Umbuchungen - - -
Anschaffungskosten zum 31.12.2016 20.243 - 20.243
Kumulierte Wertminderungen zum 01.01.2016 14.746 - 14.746
Währungsumrechnung -183 - -183
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Wertminderungen 3.450 - 3.450
Abgänge 6 - 6
Zuschreibungen - - -
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - -
Umbuchungen - - -
Kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2016 18.007 - 18.007
Restbuchwerte zum 31.12.2016 2.236 - 2.236
Restbuchwerte zum 31.12.2015 1.339 - 1.339

Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Eine Veräußerungsabsicht besteht hierfür derzeit nicht. In den sonstigen Finanzanlagen waren bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen enthalten. Die im Berichtsjahr erfassten Wertminderungen auf Finanzanlagen resultierten insbesondere aus der Beendigung wesentlicher Teile des Aesthetics-Geschäfts.

Im Vorjahr entwickelten sich die Finanzanlagen wie folgt:

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2015
in T€
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen Sonstige Finanzanlagen Gesamt
Anschaffungskosten zum 01.01.2015 18.859 - 18.859
Währungsumrechnung -58 - -58
Veränderung Konsolidierungskreis -1.092 - -1.092
Zugänge 615 - 615
Abgänge 2.235 - 2.235
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - -
Umbuchungen -4 - -4
Anschaffungskosten zum 31.12.2015 16.085 - 16.085
Kumulierte Wertminderungen zum 01.01.2015 16.823 - 16.823
Währungsumrechnung -3 - -3
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Wertminderungen 91 - 91
Abgänge 2.165 - 2.165
Zuschreibungen - - -
Umgliederung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - -
Umbuchungen - - -
Kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2015 14.746 - 14.746
Restbuchwerte zum 31.12.2015 1.339 - 1.339
Restbuchwerte zum 31.12.2014 2.036 - 2.036

27. At equity bewertete Anteile

Der Ausweis betrifft die Bilanzierung der Anteile an den assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG sowie Pharm Ortho Pedic SAS, AELIA SAS und Dialogfarma LLC nach der Equity-Methode. Die at equity bewerteten Anteile haben sich im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

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in T€ 2016 2015
Stand 01.01. 13.168 10.569
Erhöhung des Beteiligungsanteils - 3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 704 1.419
Anpassung Vorjahr - 1.177
Eliminierung des Dividendenertrags - -
Währungsumrechnungsdifferenzen - -
Stand 31.12. 13.872 13.168

Die Erhöhung des Beteiligungsanteils an assoziierten Unternehmen resultierte im Geschäftsjahr 2016 aus dem Ergebnis assoziierter Unternehmen. Im Vorjahr hatte sich der Beteiligungsanteil an assoziierten Unternehmen durch eine erfolgsneutrale Anpassung des Geschäftsjahres 2014 in laufender Rechnung des Vorjahres in Höhe von 1,2 Mio. € erhöht.

28. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 589.952 589.664
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nicht konsolidierten Gesellschaften 6.923 1.298
Wertberichtigungen gegenüber Dritten -107.804 -105.061
Summe 489.071 485.901

Zum 31.12.2016 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nach einem Jahr fällig sind, in Höhe von 3,3 Mio. € (31.12.2015: 1,1 Mio. €).

Für einen Teil der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Sicherheiten in Form von Bank bzw. Corporate-Garantien sowie verpfändeten Vorräten vor. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen.

Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden Überfälligkeiten:

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davon: zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ Buchwert bis 30 Tage zwischen 31 und 90 Tagen zwischen 91 und 180 Tagen über 180 Tage
31.12.2016 489.071 415.318 17.453 32.191 18.058 6.051
31.12.2015 485.901 443.106 20.081 14.286 7.717 711

Zum Bilanzstichtag waren keine Anzeichen erkennbar, dass die Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Daher werden die nicht wertgeminderten und sich nicht in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als uneingeschränkt werthaltig erachtet. Auch für die überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen liegen keine Hinweise auf eine Wertminderung vor.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich insgesamt wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Stand 01.01. 105.061 117.430
Zuführung 8.564 2.818
Inanspruchnahme 3.248 12.866
Auflösung 2.304 1.047
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen gemäß IFRS 5 -33 -19
Währungsumrechnungsdifferenzen -236 -1.255
Stand 31.12. 107.804 105.061

29. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Gesamt davon: kurzfristig Gesamt davon: kurzfristig
Darlehensforderungen 234 - 6 6
Offene Kaufpreisforderungen 1.070 765 4.024 3.559
Derivative finanzielle Vermögenswerte 9.914 9.914 27.461 26.702
Übrige finanzielle Vermögenswerte 33.112 29.201 51.506 44.012
Summe 44.330 39.880 82.997 74.279

Die offenen Kaufpreisforderungen betreffen im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Vorjahr maßgeblich die noch ausstehenden Teilbeträge aus dem Verkauf eines Produkt-Portfolios in Italien.

Die derivativen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die positiven Marktwerte aus den Cross-Currency-Swaps sowie aus Devisentermingeschäften (vgl. Angabe 45.1.).

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Abgrenzungen für Preiskompensationen im Zusammenhang mit Tenderverträgen in Höhe von 14,1 Mio. €, Forderungen aus deutschen Factoring-Geschäften in Höhe von 6,4 Mio. € und setzen sich darüber hinaus aus einer Vielzahl unwesentlicher Einzelsachverhalte in den Konzerngesellschaften zusammen.

Zum 31.12.2016 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte Wertberichtigungen in Höhe von 8,1 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Überfälligkeiten bestehen für die nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie im Vorjahr nicht.

30. Andere Vermögenswerte

Die anderen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Gesamt davon: kurzfristig Gesamt davon: kurzfristig
Sonstige Steuerforderungen 12.495 12.253 13.085 12.842
Rechnungsabgrenzungsposten 11.982 10.780 14.342 11.039
Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen 18 - 63 -
Übrige Vermögenswerte 7.290 5.657 5.930 5.165
Summe 31.785 28.690 33.420 29.046

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen.

Die anderen Vermögenswerte sind in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €) wertgemindert.

31. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt untergliedern:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 93.156 97.992
Unfertige Erzeugnisse und Waren 20.686 25.522
Fertige Erzeugnisse und Waren 364.483 372.778
Geleistete Anzahlungen 6.579 5.228
Summe 484.904 501.520

Im Geschäftsjahr 2016 wurden bei Vorräten mit Wertaufholungen saldierte Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 28,2 Mio. € (Vorjahr: 36,5 Mio. €) vorgenommen, die von den oben ausgewiesenen Beständen bereits erfolgswirksam abgesetzt wurden. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Wertaufholungen dabei auf 7,7 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €).

32. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt. In wenigen Ländern unterliegen bestimmte Transaktionen einer besonderen Überwachung im Rahmen der Anforderungen der jeweiligen Nationalbank bzw. geltenden Devisengesetzen. Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) und betreffen wie auch im Vorjahr ausschließlich Zahlungsmittel in China.

Der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 143,2 Mio. € zum 31.12.2015 auf 352,6 Mio. € zum 31.12.2016 basierte im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des Cashflows als auch auf stichtagsbedingten Effekten. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

33. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie damit verbundene Schulden

Zum 31.12.2016 wurden im STADA-Konzern im Rahmen einer Veräußerungsgruppe 83,0 Mio. € zur Veräußerung gehaltenes Vermögen bzw. 14,6 Mio. € Schulden in einem gesonderten Posten in der Bilanz ausgewiesen. Bei der Veräußerungsgruppe handelt es sich um die zwei Tochtergesellschaften STADA Vietnam J.V. Co., Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, und STADA Import/ Export International Ltd., Hongkong, China, deren Verkauf für das Geschäftsjahr 2017 erwartet wird.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden unterteilen sich in folgende Hauptgruppen:

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Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen zum 31.12.2016
in T€
31.12.2016 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte 28.314 -
Sachanlagen 15.731 -
Sonstige langfristige Vermögenswerte 88 -
Vorräte 24.451 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.743 -
Zahlungsmittel 3.223 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.410 -
Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen 82.960 -
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Zur Veräußerung gehaltene Schulden zum 31.12.2016
in T€
31.12.2016 31.12.2015
Latente Steuern 5.574 -
Sonstige langfristige Schulden 528 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.588 -
Sonstige kurzfristige Schulden 2.888 -
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenem Vermögen 14.578 -

Da der Buchwert der Veräußerungsgruppe zum 31.12.2016 unterhalb des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten lag, war kein Wertminderungsaufwand zu erfassen.

34. Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 1.047,1 Mio. € (Vorjahr: 1.018,5 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 30,4% (Vorjahr: 31,0%).

34.1. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital belief sich zum 31.12.2016 auf 162.090.344,00 € (31.12.2015: 162.090.344,00 €) und war in 62.342.440 Aktien (31.12.2015: 62.342.440) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt und voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Das Genehmigte Kapital und das Bedingte Kapital setzten sich zum 31.12.2016 folgendermaßen zusammen:

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Betrag
in €
Aktien Zweck
Genehmigtes Kapital 77.134.304,00 29.667.040 Erhöhung des Grundkapitals (bis 4. Juni 2018)
Bedingtes Kapital 2013 69.188.340,00 26.610.900 Erfüllung von Options- und/oder Wandlungsrechten auf Aktien (bis 4. Juni 2018) im Zusammenhang mit begebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,0 Mrd. € bzw. im Rahmen einer für von nachgeordneten Konzerngesellschaften begebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen übernommenen Garantie

34.2. Kapitalrücklage

Die Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der STADA Arzneimittel AG. Unterschiede zu der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Kapitalrücklage ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ansatz der in 2003 neu ausgegebenen Aktien der STADA Arzneimittel AG zu deren Marktwert sowie der damit zusammenhängenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden.

Änderungen in der Kapitalrücklage ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 ausschließlich aus der Veränderung eigener Anteile. Im Vorjahr hatte sich ein Anstieg der Kapitalrücklage insbesondere im Rahmen der Ausübung von Optionen aus den STADA-Optionsscheinen 2000/2015 ergeben, deren Ausübungsfrist mit Ablauf des 26.06.2015 endete.

34.3. Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn

Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2016 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 4,8 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf der Reduzierung des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2016 im Vergleich zum 31.12.2015.

34.4. Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft unter anderem die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Die Rücklage "available-for-sale" und die Rücklage Cashflow-Hedges enthalten die Ergebnisse aus der Bewertung der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bzw. die aus Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Cashflows resultierenden Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherung, jeweils nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Der Rückgang der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr setzt sich im Wesentlichen aus folgenden gegenläufigen Effekten zusammen: Einerseits führte die Abwertung des britischen Pfund seit dem 31.12.2015 zu erfolgsneutralen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der in britischen Pfund bilanzierenden Gesellschaften. Andererseits ergaben sich durch die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2015 ergebnisneutrale Erträge aus der Währungsumrechnung der in der entsprechenden Währung bilanzierenden Gesellschaften, die den vorher beschriebenen Aufwand jedoch nur teilweise kompensierten.

34.5. Eigene Anteile

Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 85.043 eigene Aktien (Vorjahr: 87.259), die entsprechend ihrem rechnerischen Nennbetrag von 2,60 € je Aktie einem Anteil von 0,14% (Vorjahr: 0,14%) am Grundkapital entsprechen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 2.216 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 36,31 € je Aktie verkauft.

34.6. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die Minderheitsanteile anderer Gesellschafter an den Tochtergesellschaften STADA Thailand, STADA Import/Export International, STADA Vietnam, Pymepharco, STADA Pharmaceuticals (Beijing), Well Light Investment Services, Hemomont und Hemofarm Banja Luka.

35. Sonstige langfristige Rückstellungen

In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind die von STADA zum Bilanzstichtag im In- und Ausland wie folgt gebildeten Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Zeitwertkonten berücksichtigt:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Inland 13.157 11.464
Ausland 22.840 17.405
Gesamt 35.997 28.869

STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen, aus denen die Pensionsansprüche eines kleinen Kreises von ehemaligen Beschäftigten bedient werden. Zudem existiert Planvermögen für eine Pensionsverpflichtung, die auf einen Pensionsfonds ausgelagert wurde. Alle weiteren Pensionsansprüche werden intern über Pensionsrückstellungen finanziert. Darüber hinaus besteht bei einigen ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen, u.a. in Form von Versicherungen, Staatsanleihen und Wertpapierfonds.

Im Geschäftsjahr 2016 überstieg das Planvermögen einer ausländischen Tochtergesellschaft deren Pensionsverpflichtungen, so dass für diesen Aktivüberhang ein Ausweis unter den anderen Vermögenswerten als Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen in Höhe von 0,02 Mio. € erfolgte (Vorjahr: 0,1 Mio. € inklusive Inland).

Das Planvermögen setzt sich getrennt nach Anlagekategorien wie folgt zusammen:

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Anteil am Planvermögen
in T€
2016 2015
Liquide Mittel 1.245 682
Eigenkapitalpapiere 6.045 5.279
Schuldpapiere 18.983 13.811
Immobilien 1.813 1.359
Derivate - -
Anteile an Investmentfonds 13.075 18.475
Versicherungspolicen 77.009 64.990
Sonstiges 459 363
Gesamt 118.629 104.959

Das Planvermögen, für das eine Preisnotierung ("quoted market price") am Markt vorliegt, teilt sich wie folgt auf:

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Anteil am Planvermögen ("quoted market price")
in T€
2016 2015
Liquide Mittel 1.245 682
Eigenkapitalpapiere 6.045 5.279
Schuldpapiere 18.983 13.811
Immobilien 1.813 1.359
Derivate - -
Anteile an Investmentfonds 13.075 16.235
Versicherungspolicen - -
Sonstiges 459 363
Gesamt 41.620 37.729

Für deutsche Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen wie folgt:

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Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen
in T€
2016 2015
Stand 01.01. 48.748 52.474
Laufender Dienstzeitaufwand 36 38
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Planabgeltungen - -
Zinsaufwand 1.163 1.043
Pensionszahlungen aus Planvermögen -114 -116
Pensionszahlungen durch Arbeitgeber -471 -477
Neubewertungen:    
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen - -
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen 7.054 -4.291
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen 1.182 77
Stand 31.12. 57.598 48.748

Für ausländische Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen:

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Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen
in T€
2016 2015
Stand 01.01. 81.583 75.462
Laufender Dienstzeitaufwand 2.719 1.829
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 752 1.246
Planabgeltungen -472 -36
Zinsaufwand 2.256 2.084
Pensionszahlungen aus Planvermögen -1.333 -2.793
Pensionszahlungen durch Arbeitgeber -279 -615
Arbeitnehmerbeiträge 492 490
Versicherungsprämien für Risikoleistungen -217 -181
Unternehmenszusammenschlüsse - -
Abgänge -113 -278
Umgliederungen -528 4.776
Neubewertungen:    
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen -1.124 31
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen 12.688 -3.899
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen 205 774
Währungsänderungen -3.191 2.699
Sonstiges -96 -6
Stand 31.12. 93.342 81.583

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand entfällt größtenteils auf eine Entlastung durch gesetzliche Neuregelung der Mindestverzinsung künftiger Beiträge bei versicherungsförmigen Pensionszusagen in Belgien sowie auf einen einmaligen Mehraufwand in Zusammenhang mit einer vorzeitigen Auszahlung eines Zusatzversorgungsplans in Vietnam. Planabgeltungen beruhen auf positiven Effekten aus Erwerb von Rentenleistungen aus Altverträgen sowie teilweisem Bezug der Leistungen als Kapitalzahlung in Irland.

Die ausgewiesenen Umgliederungen in Höhe von 0,5 Mio. € beziehen sich im Berichtsjahr auf zwei asiatische Tochtergesellschaften, für deren Pensionsverpflichtungen eine Umgliederung in die mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundenen Schulden gemäß IFRS 5 vorgenommen wurde. Darüber hinaus wurde ein Plan auf Grund der Entkonsolidierung der Gesellschaft STADA Egypt aus dem Konsolidierungskreis gelöst und dementsprechend unter den Abgängen ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für deutsche Konzernunternehmen wie folgt:

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Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
in T€
2016 2015
Stand 01.01. 37.314 39.319
Zinsertrag 766 660
Arbeitgeberbeiträge -29 338
Arbeitnehmerbeiträge - -
Pensionszahlungen -114 -116
Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) 6.504 -2.887
Sonstiges - -
Stand 31.12. 44.441 37.314

Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für ausländische Konzernunternehmen wie folgt:

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Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
in T€
2016 2015
Stand 01.01. 67.645 62.029
Zinsertrag 1.816 1.667
Arbeitgeberbeiträge 2.195 1.422
Arbeitnehmerbeiträge 492 490
Pensionszahlungen -1.333 -2.793
Versicherungsprämien für Risikoleistungen -217 -181
Unternehmenszusammenschlüsse - -
Abgänge - -
Umgliederungen - 4.454
Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) 7.228 -1.722
Währungsänderungen -3.456 2.453
Sonstiges -182 -174
Stand 31.12. 74.188 67.645

Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften mit Planvermögen wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 137.452 118.991
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 118.629 104.959
Nettoverpflichtung 18.823 14.032
Effekt aus der Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts gemäß IFRIC 14 - -
Bilanzielle Nettoverpflichtung 18.823 14.032

Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergibt sich für die Gesellschaften ohne Planvermögen wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 13.488 11.340
Bilanzielle Nettoverpflichtung 13.488 11.340

Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf einen saldierten Aufwand von insgesamt 4,0 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) und setzten sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

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in T€ 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand 2.755 1.867
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 752 1.246
Planabgeltungen -472 -36
Nettozinsaufwand:    
• Zinsaufwand (DBO) 3.419 3.127
• Zinsertrag (Planvermögen) -2.582 -2.327
• Zinsertrag aus Erstattungsleistungen - -
• Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) aus der Vermögenswertbegrenzung - 7
Verwaltungskosten 153 131
Sonstiges - 0
Gesamt 4.025 4.015

Die Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 2016 7,3 Mio. € (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 2,2 Mio. €) für deutsche Konzernunternehmen und 9,0 Mio. € (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 0,1 Mio. €) für ausländische Konzernunternehmen. Der Anstieg bei dem Planvermögen für deutsche Konzernunternehmer ist größtenteils damit verbunden, dass das Planvermögen einer Zusage auf Grund vorliegender Rückdeckung auf den Wert der Bruttoverpflichtung angehoben wird; diese ist auf Grund eines gesunkenen Bewertungszinses im Geschäftsjahr 2016 angestiegen. Der Anstieg des Planvermögens im Ausland ist hauptsächlich auf eine Erhöhung des Planvermögens in Großbritannien und in den Niederlanden zurückzuführen.

Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der deutschen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt:

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Parameter Pensionsverpflichtungen für deutsche Konzernunternehmen (gewichtet) 31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszinssatz 1,7% 2,4%
Gehaltstrend 3,0% 1,9%
Pensionstrend 1,4% 1,4%
Inflation 1,8% 1,8%

Der Anstieg des Gehaltstrends ist darauf zurückzuführen, dass bei einem Pensionsplan der letzte aktive Planteilnehmer ab 2017 eine Rentenleistung bezieht und dieser Pensionsplan den durchschnittlichen Gehaltstrend nicht mehr mindernd beeinflusst.

Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der ausländischen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt:

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Parameter Pensionsverpflichtungen für ausländische Konzernunternehmen (gewichtet) 31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszinssatz 2,1% 3,0%
Gehaltstrend 2,7% 2,6%
Pensionstrend 0,9% 0,9%
Inflation 2,0% 1,9%

Es wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei jeweils nur eine Annahme geändert wurde und alle anderen Annahmen nicht verändert wurden. Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die deutschen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt.

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Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2016
(57.598 T €) bei Änderung von Annahmen
in T€
31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszinssatz +0,5% -5.376 -4.691
Rechnungszinssatz -0,5% 6.019 5.448
Gehaltstrend +0,5% 16 4.051
Gehaltstrend -0,5% -11 -3.480
Pensionstrend +0,5% 6.111 5.236
Pensionstrend -0,5% -5.284 -4.556

Der Gehaltstrend hat beinahe keine Bedeutung mehr, nachdem bei einem Pensionsplan der letzte aktive Planteilnehmer ab 2017 eine Rentenleistung bezieht.

Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die ausländischen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt.

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Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2016
(93.342 T €) bei Änderung von Annahmen
in T€
31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszinssatz +0,5% -7.618 -6.599
Rechnungszinssatz -0,5% 8.575 7.532
Gehaltstrend +0,5% 867 793
Gehaltstrend -0,5% -814 -767
Pensionstrend +0,5% 4.850 4.033
Pensionstrend -0,5% -1.256 -1.132

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016 beträgt 20 Jahre (Vorjahr: 21 Jahre) für die deutschen und 17 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre) für die ausländischen Konzernunternehmen.

In den kommenden Geschäftsjahren werden für die leistungsorientierten Pensionspläne insgesamt folgende Auszahlungen der Gesellschaft und aus dem Planvermögen erwartet:

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Erwartete Pensionszahlungen in Abhängigkeit von ihrer Fälligkeit
in T€
Deutschland Ausland
Weniger als 1 Jahr 1.673 3.627
Zwischen 1 und 2 Jahren 1.726 3.947
Zwischen 2 und 3 Jahren 1.987 3.148
Zwischen 3 und 4 Jahren 1.982 2.875
Zwischen 4 und 5 Jahren 1.992 2.995
Zwischen 5 und 10 Jahren 9.957 17.949

Für das kommende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge, bestehend aus direkten Pensionsauszahlungen und Beiträgen in den Plan, in Höhe von 0,7 Mio. € für deutsche Konzernunternehmen und 3,6 Mio. € für ausländische Konzernunternehmen erwartet.

Die Vorschriften des IAS 19 erfordern eine Darstellung der Versorgungssysteme, die eine Verpflichtung für das Unternehmen generieren. Für den STADA-Konzern stellen die Altersversorgungssysteme in Deutschland, den Niederlanden, in Großbritannien und in der Schweiz mit insgesamt 83% den Hauptteil des Verpflichtungsumfangs dar. Folglich liegt der Schwerpunkt der weiteren Ausführungen auf den Gegebenheiten in diesen Ländern.

In Deutschland wird der gesetzliche Rahmen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) durch das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vorgegeben, in dem die gesetzlichen Mindestanforderungen an die bAV verankert sind. Des Weiteren müssen Regelungen und Urteile aus dem Arbeitsrecht befolgt werden. Bei den Altersversorgungssystemen handelt es sich vorwiegend um endgehaltsabhängige Pläne, die für Neueintritte geschlossen sind. Bei den Planteilnehmern handelt es sich hauptsächlich um Leistungsempfänger. Die Leistungen werden in Form einer Rente ausgezahlt.

STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und in Form von Vermögen im Pensionsfonds. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2016 44,4 Mio. € und teilt sich auf drei verschiedene Pläne auf. Für zwei weitere Pläne bestehen keine Planvermögen.

In Deutschland spielt im Rahmen einer Risikobetrachtung die Lebenserwartung der Planteilnehmer eine untergeordnete Rolle, da die der Höhe nach wesentliche Verpflichtung einschließlich der damit verbundenen Risiken extern ausgelagert wurde. Darüber hinaus bestehen das übliche Risiko der Zinsentwicklung sowie das Risiko, dass die zukünftige tatsächliche Gehaltsentwicklung die in den Bewertungsannahmen abgebildete Gehaltsentwicklung übersteigt.

Die Pensionszusage für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden wurde im Geschäftsjahr 2014 vollständig auf einen Pensionsfonds übertragen. Ungeachtet der Übertragung besteht auf Grund der Subsidiärhaftung von STADA weiterhin die Notwendigkeit, den Versorgungsplan als leistungsorientierten Plan gemäß IAS 19 zu behandeln und entsprechend zu bewerten sowie bilanziell abzubilden. Das bestehende Planvermögen führt auf Grund der vorzunehmenden Saldierung zum Zeitpunkt der Planänderung für diesen Versorgungsplan zu einer Rückstellung von null. Auf Grund der vollständigen Ausfinanzierung der Versorgungszusage wird auch in Zukunft keine Rückstellung mehr erwartet.

Das niederländische Rentengesetz schreibt vor, dass die Pensionspläne derart mit Vermögenswerten ausgestattet sind, dass die unverfallbaren Ansprüche vollständig abgedeckt werden. Der in den Niederlanden zu Grunde liegende Karriere-durchschnitts-Pensionsplan ist zum Teil durch Beiträge in eine Versicherung finanziert, die so bemessen sind, dass die genannte Voraussetzung erfüllt wird. Der Plan ist für Neueintritte offen und beinhaltet Leistungen im Falle des Renteneintritts und des vorzeitigen Todes.

In den Niederlanden ist der Pensionsplan zum Teil über Beiträge in eine Versicherungsgesellschaft finanziert. Die von der Versicherungsgesellschaft gehaltenen Vermögenswerte können dabei den einzelnen teilnehmenden Unternehmen nicht zugeordnet werden. Die Vermögenswerte können nicht durch eine Preisnotierung an einem aktiven Markt bestimmt werden, sondern werden anhand des Verpflichtungsumfangs der unverfallbaren Ansprüche ermittelt. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2016 26,9 Mio. €.

Die niederländische Gesellschaft zahlt die jährlichen Pensionszuwächse ein. Dabei werden das Risiko des Alters (Lebenserwartung) sowie das Zinsrisiko auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Ebenfalls übernimmt die Versicherungsgesellschaft das Risiko des Investments für die Einzahlungen. Diese Risiken werden von der Versicherung für die gesamte Dauer des Vertrags übernommen. Sollte sich z.B. der Rechnungszins, mit dem die Versicherungsgesellschaft kalkuliert, verändern, so kann ein eventuell neu abgeschlossener Vertrag den neuen Rechnungszins nur für die zukünftigen Einzahlungen zu Grunde legen.

Nicht alle Risiken wurden auf die Versicherungsgesellschaft übertragen. Zum Beispiel schreibt das niederländische Gesetz fest, dass ein ehemaliger Mitarbeiter das Recht darauf hat, dass seine Pensionsansprüche auf den Pensionsplan beim neuen Arbeitgeber übertragen werden. Wenn die bei der Übertragung angewendeten Bewertungsannahmen sich von den von der Versicherung ursprünglich verwendeten Annahmen unterscheiden, kann dies eine zusätzliche Beitragszahlung für die Gesellschaft nach sich ziehen.

In Großbritannien gewährt STADA seinen Mitarbeitern Leistungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen, die für Neueintritte geschlossen sind. Die Mitarbeiter können zudem keine weitere Erhöhung ihrer Anwartschaften mehr erdienen. Die Pensionspläne unterliegen dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Die Pensionspläne stehen unter der Aufsicht von Treuhändern (Trustees), die die Anlagestrategie festlegen. In den Aufgabenbereich der Trustees fällt auch, die gesetzlich geforderte Dotierung des Pensionsplans zu erfüllen und somit für ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans zu sorgen. Der Pensionsplan sieht sich Risiken in Bezug auf den Rechnungszins und die Lebenserwartung der Planteilnehmer sowie einem Inflationsrisiko ausgesetzt, falls sich die Werte anders entwickeln als angenommen. Durch einen niedrigeren Rechnungszinssatz reduziert sich der Dotierungsgrad und dadurch werden gegebenenfalls zusätzliche Beiträge in Fonds fällig. Ein Finanzierungsrisiko bei dem Planvermögen besteht derart, dass sich das Planvermögen anders entwickelt als erwartet und dass das Planvermögen Änderungen im Verpflichtungsumfang damit ggf. nur teilweise kompensiert.

Langfristig soll das Planvermögen in Großbritannien zu 40% in so genannte Matching-Assets, die die Erfüllung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen unter wechselnden Marktbedingungen garantieren, angelegt werden. Die restlichen 60% sollen gemäß Zielallokation in so genannte Growth-Assets angelegt werden, für die im Vergleich zu der Verpflichtungsentwicklung eine überdurchschnittliche Rendite erwartet wird. Das Planvermögen beträgt zum 31.12.2016 23,3 Mio. €. Alle Vermögenswerte haben eine Marktpreisnotierung auf einem aktiven Markt.

In der Schweiz muss jeder Arbeitgeber gemäß Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) für seine Arbeitnehmer einen Pensionsplan anbieten. Obligatorisch versichert werden Arbeitnehmer, deren Lohn die Eintrittsschwelle übertrifft - diese wird periodisch neu festgelegt. Das BVG schreibt einen Minimalplan vor, das "BVG-Minimum", das in jedem Fall gedeckt werden muss. Der schweizerische Vorsorgeplan bei STADA sieht die Leistungen im Falle des Todes, der Invalidität, des Dienstaustritts und des Erreichens der Altersgrenze vor. Die jährliche Altersrente berechnet sich anhand eines Sparguthabens und des dem Renteneintrittsalter zugeordneten Umwandlungssatzes. Die Planteilnehmer können sich für eine Kapitaloption entscheiden.

Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen werden, betrugen im Geschäftsjahr 2016 23,2 Mio. € (Vorjahr: 22,4 Mio. €).

Die anderen langfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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Andere langfristige Rückstellungen
in T€
2016 2015
Stand 01.01. 3.434 3.243
Laufender Dienstzeitaufwand 295 282
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -203 1
Planabgeltungen - -
Zinsaufwand 223 207
Gezahlte Leistungen -330 -443
Unternehmenszusammenschlüsse - -
Neubewertungen    
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen 22 19
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen 472 -1
• Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen -230 132
Währungsänderungen -15 -6
Umgliederungen - -
Stand 31.12. 3.668 3.434

Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der anderen langfristigen Rückstellungen zu Grunde gelegt:

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Parameter andere langfristige Rückstellungen für ausländische Konzernunternehmen (gewichtet) 31.12.2016 31.12.2015
Rechnungszinssatz 5,0% 6,7%
Gehaltstrend 4,0% 4,0%
Inflation 3,3% 3,3%

36. Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten untergliedern sich nach ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag wie folgt:

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Verbindlichkeiten Schuldscheindarlehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Anleihen
in T€ 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 43.993 187.734 90.351 86.938 - -
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 3 Jahre 294.487 43.935 25.575 80.353 348.912 348.149
Restlaufzeit über 3 Jahre bis 5 Jahre 307.665 314.252 542 - - -
Restlaufzeit über 5 Jahre 61.314 - - - 297.918 297.524
Finanzverbindlichkeiten 707.459 545.921 116.468 167.291 646.830 645.673
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Summe
in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 134.343 274.672
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 3 Jahre 668.974 472.437
Restlaufzeit über 3 Jahre bis 5 Jahre 308.207 314.252
Restlaufzeit über 5 Jahre 359.232 297.524
Finanzverbindlichkeiten 1.470.757 1.358.885

Die Steigerung der Finanzverbindlichkeiten war auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zurückzuführen, die zur Finanzierung der im Geschäftsjahr 2016 ausgelaufenen Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,0 Mio. € dienen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2016 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Finanzverbindlichkeiten der nächsten Jahre ersichtlich:

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2017 2018
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten 22.471 2.396 125.066 20.347 2.322 383.350
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> 2019
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten 35.734 2.508 966.789

Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten:

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2016 2017
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten 30.295 3.856 248.978 19.167 2.188 94.352
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> 2017
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten 42.164 2.377 990.142

Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurde in der Regel eine Rückzahlung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Fristigkeit unterstellt. Für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde teilweise eine Prolongation der bestehenden Kreditlinien angenommen. Die variablen Zinszahlungen aus den Schuldscheindarlehen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2016 gefixten Zinssätze ermittelt.

Die internen Maßnahmen zur Sicherstellung der für die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten erforderlichen Liquidität sind in den Angaben zum Kapitalmanagement des Liquiditätsrisikos (vgl. Angabe 46.5.) beschrieben.

37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 244.138 252.278
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nicht konsolidierten Konzerngesellschaften 3.784 115
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gegenüber Dritten 634 1.618
Verbindlichkeiten aus ausstehenden Kostenrechnungen 88.288 74.476
Summe 336.844 328.487

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) nach einem Jahr fällig.

Im Wesentlichen basierte die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf stichtagsbezogenen Effekten, insbesondere im Zusammenhang mit Abgrenzungen für ausstehende Kostenrechnungen. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierend aus den im Geschäftsjahr 2016 zu verzeichnenden Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3.

38. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Gesamt davon: kurzfristig Gesamt davon: kurzfristig
Offene Kaufpreisverbindlichkeiten 5.609 3.616 3.972 1.545
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.316 1.489 2.211 1.010
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 11.869 11.869 4.611 4.283
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 197.153 197.057 215.199 215.199
Summe 217.947 214.031 225.993 222.037

Zum 31.12.2016 basierten die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten überwiegend auf der ausstehenden bedingten Kaufpreiszahlung für die Akquisition der argentinischen Gesellschaft Laboratorio Vannier sowie auf Produktakquisitionen in Italien und Großbritannien.

Zum 31.12.2015 hatten die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten im Wesentlichen aus noch nicht fälligen Beträgen aus der Akquisition der britischen Socialites-Gruppe und von verschiedenen Produkten in Großbritannien bestanden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, u.a. für Kraft- und Personenfahrzeuge, belaufen sich auf 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Zinsanteils in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) belaufen sich die in Folgejahren zu zahlenden Leasingraten insgesamt auf 3,9 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Die Leasingverbindlichkeiten werden wie folgt fällig:

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Leasingraten Zinsanteil Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing
in T€ 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.807 1.214 318 204 1.489 1.010
Restlaufzeiten über 1 Jahr bis 3 Jahre 1.679 1.294 271 113 1.408 1.181
Restlaufzeiten über 3 Jahre bis 5 Jahre 402 22 17 2 385 20
Restlaufzeiten über 5 Jahre 34 - - - 34 -
Summe 3.922 2.530 606 319 3.316 2.211

Des Weiteren wurden in den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten die negativen Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 betraf dies Cross-Currency-Swaps und Devisentermingeschäfte (vgl. Angabe 45.1.). Im Rahmen der Fälligkeitsanalyse ergaben sich für diese derivativen finanziellen Verbindlichkeiten die folgenden vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten:

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Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 11.869 1.238
Restlaufzeiten über 1 Jahr bis 3 Jahre - 3.328
Restlaufzeiten über 3 Jahre bis 5 Jahre - -
Restlaufzeiten über 5 Jahre - -
Summe 11.869 4.611

Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften in Höhe von 166,3 Mio. € (Vorjahr: 178,3 Mio. €) und setzen sich darüber hinaus aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten werden in Höhe von 197,2 Mio. € (Vorjahr: 215,2 Mio. €) innerhalb eines Jahres und in Höhe von 0,1 Mio. € nach einem Jahr bis zu fünf Jahren fällig.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2016 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und für die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten der nächsten Jahre ersichtlich:

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2017 2018
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Verbindlichkeiten            
Finanzierungsleasing 318 - 1.489 179 - 862
Cashflows aus Derivaten 156 - - - - -
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2019 -2021
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Verbindlichkeiten      
Finanzierungsleasing 109 - 931
Cashflows aus Derivaten - - -

Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie aus Derivaten:

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2016 2017
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Verbindlichkeiten            
Finanzierungsleasing 204 - 1.010 96 - 883
Cashflows aus Derivaten 1.465 - - 107 - -
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2018 - 2020
in T€ Zins fix Zins variabel Tilgung
Cashflows aus Verbindlichkeiten      
Finanzierungsleasing 19 - 218
Cashflows aus Derivaten - - -

Einbezogen wurden dabei alle von STADA genutzten Finanzinstrumente, die am 31.12.2016 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren.

Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten in Angabe 45. und Angabe 46.7. enthalten.

39. Andere Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Gesamt davon: kurzfristig Gesamt davon: kurzfristig
Steuerverbindlichkeiten 8.170 8.121 12.499 12.499
Personalverbindlichkeiten 64.308 64.308 47.387 47.254
Übrige Verbindlichkeiten 47.424 46.504 44.548 42.628
Summe 119.902 118.933 104.434 102.381

In den anderen Verbindlichkeiten ist u.a. die aktienbasierte Vorstandsvergütung aus den Deferrals enthalten, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert sowohl zu jedem Abschlussstichtag sowie zum Erfüllungszeitpunkt zu ermitteln und die Änderungen aus den aktualisierten beizulegenden Zeitwerten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Der Anstieg der Personalverbindlichkeiten resultierte darüber hinaus im Wesentlichen aus Reorganisationsentscheidungen und strukturellen Maßnahmen, die aus einer geänderten Unternehmensstruktur resultierten.

Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen.

40. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Schadensersatzrückstellungen 1.425 1.082
Gewährleistungen 18.848 21.450
Summe 20.273 22.532

Die Schadensersatzrückstellungen beinhalten mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten und entwickelten sich wie folgt:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Stand 01.01. 1.082 343
Zuführung 857 739
Inanspruchnahme 200 -
Auflösung 306 -
Währungsumrechnungsdifferenzen -8 -
Stand 31.12. 1.425 1.082

Mit einer Inanspruchnahme wird innerhalb der nächsten 12 Monate gerechnet.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen entwickelten sich folgendermaßen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Stand 01.01. 21.450 17.099
Zuführung 12.964 13.046
Inanspruchnahme 12.426 8.632
Auflösung 3.140 63
Veränderung Konsolidierungskreis 0 -
Stand 31.12. 18.848 21.450

Sonstige Angaben

41. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsjahr auf 333,5 Mio. € (Vorjahr: 311,7 Mio. €). Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 21,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultierte maßgeblich aus verringerten Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern sowie aus einer gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren zahlungswirksamen Zunahme der Vorräte und einer zahlungswirksamen Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, während hier im Vorjahr eine deutliche zahlungswirksame Abnahme zu verzeichnen war. Die hieraus resultierenden positiven Effekte auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden teilweise kompensiert durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Zahlungsmittelabflüsse aus dem übrigen Nettovermögen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen. Er betrug im Berichtsjahr -172,7 Mio. € (Vorjahr: -178,2 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 76,1 Mio. € (Vorjahr: 81,4 Mio. €) vorgenommen, hiervon entfielen 33,4 Mio. € (Vorjahr: 32,3 Mio. €) auf wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios. Mit diesen Investitionen war im Berichtsjahr prinzipiell ein akquisitionsbedingtes Umsatzwachstum verbunden. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 11,0 Mio. € (Vorjahr: 11,8 Mio. €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2016 insbesondere durch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst, die im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für die Entwicklung von Zulassungen und Markenzeichen sowie Lizenzerwerbe in Deutschland und Großbritannien betrafen. Des Weiteren ergaben sich Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse, insbesondere aus dem Erwerb eines Produkt-Portfolios in Serbien sowie den Kauf der britischen Natures Aid und der argentinischen Laboratorio Vannier.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen und belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 55,2 Mio. € (Vorjahr: -155,1 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die Aufnahme weiterer Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 350,0 Mio. € zur Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2016 ausgelaufenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 188,0 Mio. € zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich weniger Finanzverbindlichkeiten getilgt.

Die Auszahlungen aus Dividendenausschüttungen betrafen mit 43,6 Mio. € im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2015 gezahlte Dividende an die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG.

Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 160,9 Mio. € (Vorjahr: 133,5 Mio. €) und ist noch immer durch ein hohes Akquisitionsvolumen gekennzeichnet.

Der um Effekte aus Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Effekte aus Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow errechnet sich wie folgt:

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in T€ 2016 2015
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 333.522 311.748
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -172.666 -178.217
+ Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 52.901 56.778
+ Auszahlungen für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios 33.420 32.256
- Einzahlungen aus Abgängen bei wesentlichen Desinvestitionen 4.169 10.207
Bereinigter Free Cashflow 243.008 212.358

42. Segmentberichterstattung

Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Die Segmentierung im STADA-Konzern basiert auf vertrieblicher Differenzierung. Damit wird die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten wesentlich durch die vertriebliche Positionierung determiniert. Ändert sich diese für Teile des Produkt-Portfolios, werden die dazugehörigen Umsätze umgegliedert.

STADA aggregierte im Vorjahr Geschäftssegmente zu den berichtspflichtigen Segmenten Generika und Marken, da die Art der Produkte, die Methoden des Vertriebs sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen weitestgehend vergleichbar sind. Gemäß der seit dem 3. Quartal geänderten Unternehmensstruktur wird der Konzern nun nur noch nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte, gesteuert. Mit dieser Maßnahme soll der Wachstumsstrategie inklusive einer zentralen Führung der Segmente, einer stärkeren Internationalisierung des Markenprodukt-Portfolios sowie einer stringenteren Kostenkontrolle Rechnung getragen werden. Im Zuge der Änderungen der Berichtsstrukturen im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres erfolgte eine Integration der Randaktivität Handelsgeschäfte in das Segment Generika. Aus diesem Grund umfassen die für das Geschäftsjahr 2016 im Segment Generika berichteten Zahlen sowie die des Vorjahres die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte.

Bei Generika handelt es sich um Produkte für den Gesundheitsmarkt - in der Regel mit Arzneimittel-Charakter -, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der drei folgenden Kriterien erfüllt:

Das Produkt wird unter Betonung eines günstigen Preises, in der Regel gegenüber dem wirkstoffgleichen Produkt eines anderen Anbieters, angeboten

oder

das Produkt ist integraler Teil eines produkt- und indikationsübergreifenden Vermarktungskonzepts für überwiegend verschreibungspflichtige Produkte mit Wirkstoffen, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind,

oder

das Produkt wird unter seinem internationalen Freinamen (INN) vertrieben.

Bei Markenprodukten handelt es sich um Produkte für den Gesundheitsmarkt, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:

Das Produkt wird unter einem produktspezifischen Markennamen und unter Betonung spezifischer Produkteigenschaften angeboten, die auf eine Alleinstellung des Produkts gegenüber Wettbewerbsprodukten und anderen Konzernprodukten abzielen,

oder

das Produkt ist Teil eines Vermarktungskonzepts für überwiegend nicht verschreibungspflichtige Produkte, die mehrheitlich unter einem produktspezifischen Markennamen und unter Betonung verschiedener spezifischer Produkteigenschaften angeboten werden, die auf eine Alleinstellung des Produkts gegenüber Wettbewerbsprodukten und anderen Konzernprodukten abzielen.

Alle weiteren Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte, die den Segmenten nicht direkt zugeordnet werden können, sowie die Eliminierung von Umsatzerlösen zwischen Segmenten werden unter der Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung ausgewiesen.

Die Angaben zu den wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten beinhalten Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, jedoch nicht planmäßige Abschreibungen sowie die Saldierung aus Wertminderungen und Zuschreibungen. Darüber hinaus sind weitere zahlungsunwirksame Sachverhalte, insbesondere nicht zahlungswirksame Effekte aus Abgrenzungen für Krankenkassenabrechnungen, hier enthalten. Auf einen Ausweis der Segmentschulden sowie des langfristigen Segmentvermögens wird verzichtet, da diese für die Konzernsteuerung und für das Konzernreporting ohne Relevanz sind.

42.1. Informationen nach operativen Segmenten

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in T€ 2016 2015
Generika Externe Umsatzerlöse 1.280.757 1.261.444
  Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 3.431 398
  Gesamter Umsatz 1.284.188 1.261.842
  Operatives Ergebnis 195.188 177.668
  Planmäßige Abschreibungen 50.535 49.770
  Wertminderungen 9.858 5.480
  Wertaufholungen 3 -
  Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -186.136 -192.359
Markenprodukte Externe Umsatzerlöse 858.462 853.598
  Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 40 -
  Gesamter Umsatz 858.502 853.598
  Operatives Ergebnis 81.361 130.043
  Planmäßige Abschreibungen 62.140 60.704
  Wertminderungen 42.706 20.970
  Wertaufholungen - -
  Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -29.358 -32.466
Überleitung Konzernholding/ Sonstiges und Konsolidierung Externe Umsatzerlöse 1 87
  Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -3.471 -398
  Gesamter Umsatz -3.470 -311
  Operatives Ergebnis -98.426 -83.968
  Planmäßige Abschreibungen 4.506 8.175
  Wertminderungen 12.916 6.750
  Wertaufholungen - -
  Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -3.426 -1.404
Konzern Externe Umsatzerlöse 2.139.220 2.115.129
  Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - -
  Gesamter Umsatz 2.139.220 2.115.129
  Operatives Ergebnis 178.123 223.743
  Planmäßige Abschreibungen 117.180 118.648
  Wertminderungen 65.480 33.200
  Wertaufholungen 3 -
  Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -218.920 -226.229

42.2. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnis

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in T€ 2016 2015
Operatives Ergebnis der Segmente 276.549 307.711
Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung -98.426 -83.968
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 703 1.419
Beteiligungsergebnis 24 138
Finanzielle Erträge 2.716 1.170
Finanzielle Aufwendungen 54.137 68.667
Ergebnis vor Steuern Konzern 127.429 157.803

42.3. Überleitung Segmentvermögen zu Konzernvermögen

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Vermögen der Segmente 1.837.984 1.868.754
Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung 69.327 103.223
Weitere langfristige Vermögenswerte 42.231 60.332
Kurzfristige Vermögenswerte 1.490.902 1.255.106
Summe Aktiva Konzern 3.440.444 3.287.415

42.4. Informationen nach Ländern

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Umsatzentwicklung nach Sitz der Gesellschaft Langfristige Vermögenswerte
in T€ 2016 2015 31.12.2016 31.12.2015
Deutschland 532.138 482.838 551.812 577.247
Russische Föderation 265.459 315.755 234.046 192.230
Großbritannien 259.369 252.383 470.204 525.101
Italien 201.389 189.183 35.809 38.414
Spanien 117.084 117.190 61.312 61.687
Restliche Regionen 763.781 757.780 551.893 575.958
Summe Konzern 2.139.220 2.115.129 1.905.076 1.970.637

In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft werden die Umsatzerlöse mit fremden Dritten nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft der genannten Länder ausgewiesen.

Die Angaben zu dem Vermögen nach Ländern beziehen sich auf Teile der langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen).

42.5. Informationen über wichtige Kunden

Gemäß IFRS 8.34 hat ein Unternehmen anzugeben, wenn sich die Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf mindestens 10% der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen. Im Berichtsjahr traf dies wie im Vorjahr auf keinen Kunden zu.

43. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert.

Bei STADA bestehen Eventualverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit Patentrisiken für bestimmte pharmazeutische Wirkstoffe und damit verbundenen anhängigen bzw. drohenden Verfahren. Die daraus resultierenden möglichen Verpflichtungen beliefen sich auf ca. 12,9 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €). Die Entwicklung zum Vorjahr begründet sich im Wesentlichen aus dem Wegfallen möglicher Verpflichtungen in Höhe von 5,1 Mio. €, aber gleichzeitiger Entstehung neuer möglicher Verpflichtungen in Höhe von 4,5 Mio. €. Des Weiteren führte eine veränderte Einschätzung hinsichtlich der Höhe drohender Ressourcenabflüsse für bereits im Vorjahr bestehende Patentrisiken zu einer weiteren Erhöhung der Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mio. €.

Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vermögensabflusses unter 50% liegt. Die sich aus diesen Risiken potenziell ergebenden Abflüsse wären in der Regel kurzfristiger Art.

44. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verpflichtungen aus Operating-Leasing 69.111 81.288
Übrige finanzielle Verpflichtungen 42.460 33.634
Summe 111.571 114.922

Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen betreffen insbesondere IT-Equipment und Kraftfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude mit einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von 4 Jahren.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von Operating-Leasing-Verhältnissen belief sich zum Geschäftsjahresende auf 69,1 Mio. € (Vorjahr: 81,3 Mio. €) und setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

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Operating-Leasing
in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 28.673 32.151
Restlaufzeiten über 1 Jahr bis 5 Jahre 37.860 39.473
Restlaufzeiten über 5 Jahre 2.578 9.664
Summe 69.111 81.288

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 32,4 Mio. € (Vorjahr: 30,5 Mio. €) aufwandswirksam erfasst.

Es besteht unverändert eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG.

STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtsjahr als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft wird aktuell nicht ausgegangen.

Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

45. Angaben zu Finanzinstrumenten

45.1. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Zu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien werden folgende Angaben gemacht, wobei für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 folgende Abkürzungen angewandt werden: LaR ("loans and receivables") entsprechen Krediten und Forderungen, HtM ("held-to-maturity investments") sind bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, AfS ("available-for-sale financial assets") zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, FAHfT ("financial assets held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, FLHfT ("financial liabilities held for trading") zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und FLAC ("financial liabilities measured at amortized cost") finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

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in T€ Buchwert 31.12.2016 Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Aktiva    
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 352.580 LaR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.071 LaR
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.236 AfS
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung 9.914 FAHfT
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 34.416 LaR
Passiva    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336.844 FLAC
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.468 FLAC
Schuldscheindarlehen 707.459 FLAC
Anleihen 646.830 FLAC
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 3.316 n/a
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung - n/a
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung 11.869 FLHfT
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 202.763 FLAC
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39    
Loans and receivables 876.067 LaR
Available-for-sale financial assets 2.236 AfS
Financial assets held for trading 9.914 FAHfT
Financial liabilities measured at amortized cost 2.010.364 FLAC
Financial liabilities held for trading 11.869 FLHfT
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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in T€ fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Wertansatz nach IAS 17
Aktiva        
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 352.580 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.071 - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.236 - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung - - 9.914 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 34.416 - - -
Passiva        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336.844 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.468 - - -
Schuldscheindarlehen 707.459 - - -
Anleihen 646.830 - - -
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing - - - 3.316
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung - - 11.869 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 202.763 - - -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39        
Loans and receivables 876.067 - - -
Available-for-sale financial assets 2.236 - - -
Financial assets held for trading - - 9.914 -
Financial liabilities measured at amortized cost 2.010.364 - - -
Financial liabilities held for trading - - 11.869 -
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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in T€ Fair Value 31.12.2016 Buchwert Vorjahr fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral
Aktiva        
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 352.580 143.178 143.178 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.071 485.901 485.901 -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.236 1.339 1.339 -
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung 9.914 27.461 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 34.416 55.536 55.536 -
Passiva        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336.844 326.869 326.869 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 117.531 167.290 167.290 -
Schuldscheindarlehen 746.076 545.921 545.921 -
Anleihen 665.138 645.673 645.673 -
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 3.316 2.211 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung - 1.273 - 1.273
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung 11.869 3.338 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 202.763 219.172 219.172 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39        
Loans and receivables 876.067 684.615 684.615 -
Available-for-sale financial assets 2.236 1.339 1.339 -
Financial assets held for trading 9.914 27.461 - -
Financial liabilities measured at amortized cost 2.068.352 1.904.924 1.904.924 -
Financial liabilities held for trading 11.869 3.338 - -
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in T€ Fair Value erfolgswirksam Wertansatz nach IAS 17 Fair Value 31.12.2015
Aktiva      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - - 143.178
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 485.901
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - 1.339
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung 27.461 - 27.461
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 55.536
Passiva      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 326.869
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 165.045
Schuldscheindarlehen - - 577.812
Anleihen - - 659.125
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing - 2.211 2.211
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung - - 1.273
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung 3.338 - 3.338
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - - 219.172
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39      
Loans and receivables - - 684.615
Available-for-sale financial assets - - 1.339
Financial assets held for trading 27.461 - 27.461
Financial liabilities measured at amortized cost - - 1.948.022
Financial liabilities held for trading 3.338 - 3.338

Da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Abweichungen der beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten ergeben sich wie in der oben stehenden Tabelle dargestellt bei den Schuldscheindarlehen, den Anleihen sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die mangels Verfügbarkeit von Marktpreisen vollumfänglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen ebenfalls regelmäßig kurze Restlaufzeiten auf, so dass die bilanzierten Werte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Für die nach IFRS 7 erforderlichen Angaben je Klasse von Finanzinstrumenten definiert STADA jede Bewertungskategorie als eine Klasse.

Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente für die jeweiligen Klassen von Finanzinstrumenten ermittelt wurden:

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Beizulegende Zeitwerte Stufe 1 Notierte Preise auf aktiven Märkten Stufe 2 Bewertungsmethoden mit am Markt beobachtbaren Inputparametern Stufe 3 Bewertungsmethoden mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern
nach Hierarchiestufen in T € auf wiederkehrender Grundlage 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Financial assets held for trading (FAHfT)            
• Devisentermingeschäfte - - 4 - - 3.118
• Zins-/Währungsswaps - - - - 9.910 24.343
Financial liabilities held for trading (FLHfT)            
• Devisentermingeschäfte - - 8.507 - - 9
• Zins-/Währungsswaps - - - - 3.362 3.329
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung            
• Cashflow-Hedges - - - - - 1.273

STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Umgliederungen zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen.

Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen.

Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FAHfT) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten Verfahren ermittelt. Im Vorjahr wurden die beizulegenden Zeitwerte anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt. Im Berichtjahr gilt dies weiter für die Zins-/Währungsswaps. Dabei kommen Discounted-Cashflow-Verfahren zur Anwendung, die weitestgehend auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Das Gleiche gilt für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung, die im Vorjahr die negativen Marktwerte der als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zinsswaps reflektieren.

Da STADA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte Preisbildungsinformationen von externen Dritten ohne weitere Berichtigung nutzt und somit keine quantitativen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren erzeugt, wird gemäß dem Wahlrecht des IFRS 13 auf die Angabe von quantitativen Informationen über solche Inputfaktoren verzichtet.

Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt:

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in T€ Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2016 27.461 -4.611
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen - -
Gesamtergebnis -32.436 524
• erfolgswirksam -32.436 -749
• erfolgsneutral - 1.273
Zugänge - -
Realisierungen 14.885 725
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 31.12.2016 9.910 -3.362
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -32.436 -749
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen -24.132 -212
davon    
• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -3.024 -239
Finanzergebnis -8.304 -537
davon    
• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -358 205

Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in T€ Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2015 33.250 -3.124
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen - -
Gesamtergebnis -782 -1.728
• erfolgswirksam -782 -3.120
• erfolgsneutral - 1.392
Zugänge - -
Realisierungen -5.007 241
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 31.12.2015 27.461 -4.611
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -12.804 -3.120
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen 6.826 -2.890
davon    
• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend 8.302 -2.653
Finanzergebnis -7.609 -230
davon    
• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend -7.332 -231

45.2. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien

Das erfolgswirksame Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt aufgliedern:

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Aus Folgebewertung Nettoergebnis
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
in T€
aus Zinsen und Dividenden zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang 31.12.2016 31.12.2015
Loans and receivables (LaR) 2.716 - 32.236 -5.972 - 28.980 -46.085
Available-for-sale financial assets (AfS) 24 - - -3.450 - -3.426 3
Financial assets held for trading (FAHfT) -1.055 2.296 - - -36.307 -35.066 -5.789
Financial liabilities measured at amortized cost -39.120 - 8.595 - - -30.525 -54.414
Financial liabilities held for trading (FLHfT) -686 -8.542 - - -19.873 -29.101 -15.617
Summe -38.121 -6.246 40.831 -9.422 -56.180 -69.138 -97.453

Der Ausweis der Zinsen aus Finanzinstrumenten erfolgt in den finanziellen Erträgen und finanziellen Aufwendungen im Zinsergebnis. Erhaltene Dividenden werden im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit Ausnahme der Bewertungsergebnisse der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Zins-/Währungsswaps bzw. Devisenswaps, die in den finanziellen Erträgen bzw. in den finanziellen Aufwendungen sowie teilweise auch im Kursergebnis erfasst werden, erfolgt der Ausweis der übrigen Komponenten des Nettoergebnisses in den sonstigen Erträgen bzw. in den anderen Aufwendungen. Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten bezieht sich auf im Geschäftsjahr 2016 ausgelaufene Devisenswaps sowie Teilrealisierungen von Cross-Currency-Swaps.

Bewertungsergebnisse von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Cashflow-Hedges, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen werden, sind in dieser Darstellung mangels Erfolgswirksamkeit nicht enthalten.

46. Risikomanagement, derivative Finanzinstrumente und Angaben zum Kapitalmanagement

46.1. Grundsätze des Risikomanagements

Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert.

46.2. Währungsrisiken

Die Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt.

Diese Risiken bestehen einerseits in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko).

Diesem Risiko ist STADA jedoch nur in sehr begrenztem Umfang ausgesetzt, da das Unternehmen Risiken aus währungsbedingten Zahlungsstromschwankungen neben natürlichen Absicherungen (so genannten "Natural Hedges") auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet, die zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Im Berichtsjahr setzte STADA Devisenterminkontrakte und Zins-/Währungsswaps ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten richtet sich dabei nach dem erwarteten Zahlungsstrom der Gesellschaft. Die Restlaufzeit der Kontrakte beträgt aktuell bis zu einem Jahr.

Andererseits führen Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko). Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus.

Die quantitativen Angaben zum Währungsänderungsrisiko ermittelt STADA durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind. Sofern Sicherungsgeschäfte vorliegen, werden diese dem aus der Aggregation entstandenen aktivischen oder passivischen Saldo gegenübergestellt. Dabei ergeben sich die nachfolgend dargestellten wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, die sich bei einer Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung bzw. 10%ige Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung wie folgt darstellen:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Kasachischer Tenge US-Dollar Ukrainische Griwna Kasachischer Tenge Russischer Rubel Ukrainische Griwna
Offene Fremdwährungsposition +1.003 -27.799 +5.651 -16.944 +45.441 -17.117
Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Aufwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% -2.126 +2.780 -3.089 -1.694 +1.341 -3.721
Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% +2.126 -2.780 +3.089 +1.694 -1.341 +3.721
Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Aufwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% -2.552 +2.796 -2.669 -2.053 -2.054 -3.740
Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% +2.552 -2.796 +2.669 +2.053 +2.054 +3.740

Hierbei wird jedes Währungsrisiko isoliert, d.h. ohne wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt.

Bei den ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in kasachischem Tenge, US-Dollar und ukrainischer Griwna handelt es sich um einen Saldo aus Fremdwährungsbeständen bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro und offenen Fremdwährungsbeständen in kasachischem Tenge, US-Dollar und ukrainischer Griwna. Das Währungsänderungsrisiko aus Konzernsicht ergibt sich bei den offenen Fremdwährungsbeständen in Euro aus der funktionalen Währung der jeweiligen ausländischen Konzerngesellschaft. Insgesamt hätte sich auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum Bilanzstichtag bei einer Aufwertung bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung gegenüber den relevanten Transaktionswährungen für den Konzern um 10% ein Ergebniseffekt in Höhe eines Aufwands von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) bzw. in Höhe eines Ertrags von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) ergeben.

46.3. Zinsänderungsrisiken

Zinsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen als auch Finanzschulden, hauptsächlich in der Euro-Zone und in Russland.

Um die Auswirkungen von bedeutsamen Zinsschwankungen zu minimieren, managt STADA das Zinsänderungsrisiko für die auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten mit derivativen Sicherungsgeschäften. Im Geschäftsjahr 2016 bestanden bis zum Halbjahr zur Absicherung des Zinsrisikos Cashflow-Hedges in Form von Zinsswaps. Unter Berücksichtigung dieser Sicherungsgeschäfte waren in 2016 durchschnittlich 85% (Vorjahr: 85%) der auf Euro und 100% (Vorjahr: 100%) der auf Rubel lautenden Finanzverbindlichkeiten festverzinslich.

Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. In die Berechnung werden grundsätzlich - sofern relevant - folgende Sachverhalte einbezogen:

Marktzinssatzänderungen von als Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Zinsderivaten,

Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, die nicht gegen Zinsänderungsrisiken gesichert wurden, und

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen.

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in Mio. € 31.12.2016 31.12.2015
Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte -1,4 -0,7
Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte +0,6 -0,7
Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte - +0,3
Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte - -0,3

46.4. Ausfallrisiken

STADA ist einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ausgesetzt. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich werden neben der Durchführung angemessener Kreditmanagementprozesse entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Ausfallrisiken bestehen auch auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus diesem Grund strebt STADA nur Geschäftsverbindungen mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität an. Darüber hinaus sichert sich STADA teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten gegen das Ausfallrisiko ab. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen.

Das maximale Kreditausfallrisiko von STADA ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte. Daneben hat STADA Bürgschaften und Garantien gewährt, die zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von insgesamt 25,3 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €) ausmachten (vgl. Angabe 44.). Als Kreditsicherungen werden verschiedenartige Sicherheiten von STADA gehalten, darunter Hypotheken, Bank- bzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändete Vorräte. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen.

46.5. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können bspw. durch den Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven und freien Kreditlinien. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow und über weitere bilaterale Kreditverträge bei verschiedenen Banken (Kreditlinien), die im Bedarfsfall genutzt werden können.

46.6. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsinstrumente

STADA begegnet den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.

Im Geschäftsjahr 2016 bestanden bis zum Halbjahr Cashflow-Hedges ausschließlich in Form von Payer-Zinsswaps. Hierbei wurden variable Zinszahlungen in feste Zinszahlungen getauscht und damit das Zahlungsstromrisiko variabel verzinslicher Verbindlichkeiten abgesichert. Zinsbezogene Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte werden im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine neuen Payer-Zinsswaps als Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zinszahlungen aus Schuldscheindarlehen designiert. Der im Vorjahr entsprechend bilanzierte Payer-Zinsswap ist im aktuellen Berichtsjahr ausgelaufen.

Das Gesamtvolumen währungs- und zinsbezogener Derivate setzt sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016 31.12.2015
in T€ Nominalwert Beizulegender Zeitwert Nominalwert Beizulegender Zeitwert
Derivate ohne Hedge-Beziehung        
Zins-/Währungsswaps 48.621 6.548 69.337 21.015
Devisenswaps 188.634 -8.503 151.540 3.109
Derivate mit Hedge-Beziehung        
Zinsswaps - - 66.500 -1.273
davon        
• Festzinszahler - - 66.500 -1.273
• Festzinsempfänger - - - -
Summe 237.255 -1.955 287.377 22.851

Bis zum Auslaufen waren alle der oben dargestellten Sicherungsbeziehungen effektiv. Alle Änderungen im beizulegenden Zeitwert der derivativen Sicherungsinstrumente wurden daher erfolgsneutral in der Rücklage Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die daraus resultierenden Erträge auf 0,9 Mio. € nach Berücksichtigung latenter Steuern (Vorjahr: 1,1 Mio. €).

46.7. Angaben zum Kapitalmanagement

Ziele des Kapitalmanagements von STADA sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des profitablen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Das Kapitalmanagement von STADA zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Bei der Umsetzung und Prüfung des Kapitals und der Liquidität des Konzerns werden die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.

Die Überwachung des Kapitals erfolgt auf Basis der Nettoverschuldung, die sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" ergibt. Als wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements von STADA gilt das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA, das im Geschäftsjahr 2016 bei 2,8 lag (Vorjahr: 3,1).

Die Nettoverschuldung und das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.336.414 1.084.213
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 134.343 274.672
Bruttoverschuldung 1.470.757 1.358.885
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" 352.580 143.178
Nettoverschuldung 1.118.177 1.215.707
EBITDA (bereinigt) 405.750 389.385
Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA 2,8 3,1

47. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

47.1. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Personen in Schlüsselpositionen sind die Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG, deren Bezüge einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Konzernlagebericht (vgl. "Vergütungsbericht") sowie bezüglich der quantitativen Angaben zusammenfassend in Angabe 47. dargestellt werden.

Im Rahmen der ordentlichen Berufsausübung einzelner Aufsichtsräte und Beiräte als Freiberufler bestehen Geschäftsbeziehungen dieser Aufsichtsräte und Beiräte mit STADA, die nach Umfang und Art keinen signifikanten Charakter haben.

Angesichts dessen, dass sich Steffen Retzlaff, Sohn des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlauf, auf seine Tätigkeit als Senior Vice President Asien/Pazifik & MENA konzentriert, endeten seine übrigen Mandate im Juni 2016 mit Ausnahme seiner Position als Mitglied des Board of Directors der STADA MENA DWC-LLC und der STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd.

47.2. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen    
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen/Gemeinschaftsunternehmen 6.297 372
Assoziierte Unternehmen - 202
Gemeinschaftsunternehmen - -
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 626 745
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen    
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen/Gemeinschaftsunternehmen 3.753 113
Assoziierte Unternehmen 17 1
Gemeinschaftsunternehmen - -
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14 -

Die Aufwendungen und Erträge entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen:

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in T€ 2016 2015
Umsätze    
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen/Gemeinschaftsunternehmen 6.585 -
Assoziierte Unternehmen - 62
Gemeinschaftsunternehmen - -
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.521 1.575
Zinserträge    
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen/Gemeinschaftsunternehmen 281 3
Assoziierte Unternehmen - 8
Gemeinschaftsunternehmen - -
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
Zinsaufwendungen    
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen/Gemeinschaftsunternehmen - -
Assoziierte Unternehmen 3 1
Gemeinschaftsunternehmen - -
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -

Darüber hinaus werden die folgenden Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen gemacht:

Unverändert stellt STADA für das assoziierte Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG einen mit zum Teil für Risikokapital üblichen Zinssatz versehenen Darlehensrahmen zur Verfügung, aus dem per 31.12.2016 wie im Vorjahr keine Inanspruchnahme stattfand.

Mit der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG bestehen ein Dienstleistungsvertrag sowie u.a. für die cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH ein von der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG eingeräumtes Vertriebsrecht für Epo-zeta für Deutschland. In einigen weiteren europäischen Ländern (wie bspw. Serbien oder Russland) hat bzw. kann eine lokale STADA-eigene Tochtergesellschaft parallel dazu ebenfalls eine lokale Vertriebslizenz erhalten.

Darüber hinaus unterhält STADA Geschäftsbeziehungen zu dem Mitgesellschafter des chinesischen Tochterunternehmens STADA Import/Export International Ltd. Aus dieser Geschäftsbeziehung bestanden zum Bilanzstichtag offene Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. €.

48. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats werden einschließlich weiterer Erläuterungen zu den Grundzügen des Vergütungssystems detailliert im Konzernlagebericht (vgl. "Vergütungsbericht") dargestellt.

Zusammenfassend werden gemäß IAS 24 unter Berücksichtigung der Angabepflichten des § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1-4 HGB die folgenden Angaben zu den Bezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG gemacht:

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Laufende erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Bezüge Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Aufwendungen für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen
in T€ 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Mitglieder des Vorstands 7.7341) 4.9372) 7.1383) - - -
Mitglieder des Aufsichtsrats 1.072 1.073 - - - -
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Gesamtvergütung nach IFRS
in T€ 2016 2015
Mitglieder des Vorstands 14.872 4.937
Mitglieder des Aufsichtsrats 1.072 1.073

1) Hierin enthalten ist die Endabrechnung der mehrjährigen variablen Langzeitsondervergütung "Langzeitziele 2016" (Jahr der Zielerreichung), jedoch nur für den Zeitraum der tatsächlichen Durchführung der zu Grunde liegenden Verträge bis zum 31.12.2015 i.H.v. insgesamt 2.052 T €.
2) Für das Geschäftsjahr 2015 wurden keine Abschlagszahlungen auf die variable Langzeitsondervergütung geleistet.
3) Davon entfallen 1.253 T € auf eine Gehaltsfortzahlung sowie 5.885 T € auf eine Abfindungszahlung im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstandstätigkeit von Herrn Retzlaff zum 15.08.2016.

Die erfolgsabhängigen Bezüge der Vorstände, welche innerhalb der anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, umfassen eine aktienbasierte Vergütung als langzeitorientierte Vergütungskomponente, deren Erfüllung in bar vorgenommen wird. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung wurde mittels des Monte-Carlo-Modells ermittelt. Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung betrug zum 31.12.2016 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt 297 T €. Der Barwert der Pensionszusagen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrug zum 31.12.2016 52.113 T €.

Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADAs keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen.

49. Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers PKF Deutschland GmbH sind folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 erfasst worden:

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in T€ 2016 2015
Honorare des Abschlussprüfers 617 506
• davon für Abschlussprüfungen 370 348
• davon für andere Bestätigungsleistungen 100 142
• davon für sonstige Leistungen 147 16
• davon für Steuerberatungsleistungen - -

Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum Geschäftsjahresende.

Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni des entsprechenden Geschäftsjahres.

Sonstige Leistungen betreffen verschiedenste Beratungsleistungen.

50. Corporate Governance

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat zuletzt am 02.03.2017 abgegeben. Die Erklärung ist über die Website der Gesellschaft (www.stada.de in deutscher bzw. www.stada.com in englischer Sprache) öffentlich zugänglich und wird darüber hinaus auch im Geschäftsbericht dargestellt.

51. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres

Die nach dem Abschlussstichtag erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns sahen wie folgt aus:

Der Aufsichtsrat gab am 23.01.2017 bekannt, Dr. Barthold Piening zum ordentlichen Mitglied des STADA-Vorstands berufen zu haben. Herr Dr. Piening wird sein Amt zum 01.04.2017 antreten und die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle übernehmen.

52. Dividende

Laut Aktiengesetz bestimmt sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die STADA Arzneimittel AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzes aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Er betrug zum 31.12.2016 67.032.635,51 €. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 zur Ausschüttung einer Dividende von 0,72 € je STADA-Aktie zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Dividende in Höhe von 0,70 € je STADA-Aktie aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 an die Aktionäre ausgeschüttet.

 

Bad Vilbel, 27. März 2017

Dr. M. Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender

H. Kraft Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb

WEITERE INFORMATIONEN 2016

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bad Vilbel, 27. März 2017

Dr. M. Wiedenfels, Vorstandsvorsitzender

H. Kraft Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb

Bestätigungsvermerk DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft, Bad Vilbel, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt, den 27. März 2017

PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arno Kramer, Wirtschaftsprüfer

Annika Fröde, Wirtschaftsprüferin

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat blickt auf ein außergewöhnliches, ereignisreiches Geschäftsjahr 2016 zurück, das insbesondere in der zweiten Jahreshälfte tief greifende Veränderungen im Gremium selbst und im ganzen Unternehmen mit sich brachte.

Ausgangspunkt der Veränderungen war das Vorgehen eines einzelnen Investors, der im Mai vergangenen Jahres durch einen Abwahlantrag aller Aufsichtsratsmitglieder für die ursprünglich für Juni geplante Hauptversammlung die bereits laufenden Diskussionen über eine personelle Neuausrichtung des Aufsichtsrats beschleunigte. Auf Basis intensiver Diskussionen mit weiteren Investoren entschloss sich der Aufsichtsrat, den Impuls aufzunehmen und in einem strukturierten und transparenten Prozess die Neubesetzung des Gremiums durch die Hauptversammlung vorzuziehen. Um diesem Prozess die notwendige Zeit einzuräumen, entschied der Vorstand, die Hauptversammlung auf den 26.08.2016 zu vertagen. Der Aufsichtsrat begrüßte diesen Entschluss.

In der Folge legten zunächst vier Aufsichtsratsmitglieder ihr Mandat mit dem Ablauf der Hauptversammlung nieder und machten damit den Weg zur personellen Erneuerung des Gremiums frei. Die Hauptversammlung wählte Herrn Rolf Hoffmann, Frau Dr. Birgit Kudlek, Frau Tina Müller und Herrn Dr. Gunnar Riemann in den Aufsichtsrat. Zudem folgte die Hauptversammlung einem Antrag zur Abwahl des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Martin Abend und wählte Herrn Dr. Eric Cornut als neues Mitglied in das Gremium. Der Aufsichtsrat dankt an dieser Stelle den Herren Dr. Martin Abend, Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch und Constantin Meyer für ihr jahrelanges erfolgreiches Wirken.

Der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat wählte im direkten Anschluss an die Hauptversammlung Herrn Carl Ferdinand Oetker zu seinem Vorsitzenden sowie Herrn Jens Steegers zum stellvertretenden Vorsitzenden. Das neue Gremium nahm umgehend die Arbeit auf und setzte dabei - neben der notwendigen Einarbeitung der neuen Aufsichtsratsmitglieder - neue Schwerpunkte: So führt der Aufsichtsrat die bereits im Sommer 2016 begonnene Strategie einer offenen und dialogorientierten Kommunikation mit Investoren konsequent fort. Zugleich hat das Gremium die Zusammenarbeit mit dem Vorstand neu gestaltet. Der Aufsichtsrat steht dem Vorstand einerseits mit umfassender professioneller und operativer Expertise als Berater zur Seite und nimmt andererseits mit einem klaren Corporate-Governance-Verständnis seine Aufsichtspflichten sehr ernst. Ausdruck der partnerschaftlichen Art der Zusammenarbeit ist u.a. die Gründung des Strategieausschusses, der den Vorstand bei der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie eng begleitet und kontrolliert. Bei der Besetzung der weiteren Ausschüsse des Gremiums wurden die Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder optimal genutzt.

Im Juni 2016 legte der langjährige Vorstandsvorsitzende der STADA Arzneimittel AG, Hartmut Retzlaff, sein Amt krankheitsbedingt nieder, im August einigte er sich mit dem Aufsichtsrat darauf, das Unternehmen zum Jahresende zu verlassen. Der Aufsichtsrat hat in dieser Situation schnell und konsequent gehandelt und Herrn Dr. Matthias Wiedenfels zunächst zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Zudem hat der Aufsichtsrat umgehend den Suchprozess zur Ergänzung des Vorstandsgremiums um ein Vorstandsmitglied für Marketing und Vertrieb (Chief Sales & Marketing Officer, CSMO) sowie um ein Vorstandsmitglied für Produktion und Technologie (Chief Technology Officer, CTO) gestartet. Dabei legte der Aufsichtsrat großen Wert darauf, das beste Team zusammenzustellen und somit eine auch persönliche und kompetenzerweiternde Passung mit dem bestehenden Vorstandsteam zu erreichen. Mit Herrn Dr. Barthold Piening konnte ein hoch renommierter Fachmann für die Position des CTO gefunden werden - er wird seine Tätigkeit für STADA zum 01.04.2017 beginnen. Die Suche nach einem CSMO läuft mit Nachdruck weiter.

Eine weitere wichtige Aufgabe des neuen Aufsichtsrats war die Weiterentwicklung des Vergütungssystems für den Vorstand, das von der Hauptversammlung im August abgelehnt worden war. Unter Federführung von Aufsichtsratsmitglied Herrn Hoffmann hat sich der Personalausschuss intensiv mit diesem Thema befasst. Neben dem Augenmerk auf Marktüblichkeit und Wettbewerbsfähigkeit wird künftig über die Verwendung spezifischer Kennziffern, u.a. Return on Capital Employed (ROCE), sowie eine Erweiterung der Aktienvergleichsgruppe um verschiedene Unternehmen aus der Pharmabranche eine stärkere Kapitalmarktorientierung sichergestellt. Um die Erfolgsgebundenheit der Vergütung zu verstärken, wurde die Vergütungsstruktur zu Gunsten höherer variabler Anteile mit einem Schwerpunkt auf längerfristige Komponenten (LTI) verändert. Zudem wurden die Klauseln zur Einbehaltung bzw. Rückholung variabler Vergütungsbestandteile (so genannte "Holdback"-/"Clawback"-Klauseln) weiterentwickelt. Das neue Vergütungssystem wird der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt werden und im Zuge dessen näher erläutert.

Der Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG nahm die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat überwachte fortlaufend die Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet den Vorstand regelmäßig insbesondere zu Geschäftsverlauf und -politik, Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, Rechnungslegung, Lage und Strategie der Gesellschaft und des Konzerns. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, bezog der Vorstand den Aufsichtsrat entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes ein. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat - teilweise auch zwischen den ordentlichen Sitzungen -über Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements, der internen Kontrollsysteme und der Compliance.

Der Aufsichtsrat behandelte und prüfte die ihm vorgelegten Angelegenheiten eingehend und beriet sie mit dem Vorstand, wobei regelmäßig der Nutzen, die Risiken und die Auswirkungen des jeweiligen Vorgangs im Mittelpunkt standen.

Sitzungen des Aufsichtsrats und Schwerpunkte der Tätigkeit

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2016 insgesamt sechzehn Sitzungen ab. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Die durchschnittliche Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse betrug im Geschäftsjahr 2016 rund 96%, individuell zeigen wir sie im Corporate Governance Bericht unter dem Punkt "Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme" dieses Geschäftsberichts. Die Mitglieder des Vorstands nahmen (außer bei spezifischen Aufsichtsratsthemen) regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil.

Im vergangenen Geschäftsjahr beschäftigte sich der Aufsichtsrat fortwährend insbesondere mit folgenden Themen:

Im intensiven Austausch mit dem Vorstand befasste er sich mit der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, der grundsätzlichen Unternehmensstrategie, insbesondere mit Blick auf die Ausrichtung der beiden Kernsegmente Generika und Markenprodukte, der Unternehmensplanung der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Lage des Konzerns, vor allem der Vermögens- und Ertragslage. Regelmäßig diskutierte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand über die Finanz- und Liquiditätssituation unter besonderer Berücksichtigung der Investitionsvorhaben im Konzern, der Finanzierungsstrukturen und Refinanzierungsstrategie sowie der Entwicklung des Verschuldungsgrads. Häufiger Sitzungsgegenstand waren im vergangenen Geschäftsjahr auch die ökonomischen und politischen Entwicklungen in der Region CIS/Osteuropa, insbesondere unter Berücksichtigung der infolge der CIS-Krise erfolgten Abwertungen des russischen Rubel, der ukrainischen Griwna und des kasachischen Tenge. Auch das Plebiszit in Großbritannien zum Austritt aus der Europäischen Union und die sich daraus ergebenden neuen Risiken und Chancen wurden eingehend besprochen.

Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand regelmäßig über die Marktstrukturen, die Nachfrageentwicklung, die Wettbewerbssituation und die Preis-, Konditionen- und Rabattentwicklung, darunter auch die Entwicklung der Marktanteile des Konzerns und der relevanten Wettbewerber, berichten. Eine wichtige Rolle spielten hierbei die Auswirkungen regulatorischer staatlicher Eingriffe auf den Konzern bzw. die jeweiligen Tochtergesellschaften und die notwendigen Reaktionen darauf, insbesondere im Heimatmarkt Deutschland mit Blick auf die Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen. Der Aufsichtsrat verschaffte sich zudem regelmäßig einen Überblick über die Produktentwicklung und das Produktportfolio des Konzerns. Er diskutierte mit dem Vorstand über Möglichkeiten der Kosten-, Steuer- und Prozessoptimierungen.

Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus intensiv mit dem Risiko- und Chancenmanagement des Konzerns, den internen Kontroll- und Revisionssystemen, dem Compliance-Management-System, erwogenen, geplanten und vollzogenen Akquisitionen, Desinvestitionen und Kooperationen des Konzerns sowie mit der Integration von akquirierten Gesellschaften und Produkten in den Konzern.

Gegenstand intensiver Befassung des Aufsichtsrats und Diskussion mit dem Vorstand war im vergangenen Geschäftsjahr die Hauptversammlung 2016. Im Vorfeld der Hauptversammlung 2016 hat der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Martin Abend in einer Governance-Roadshow mit Investoren Gespräche zu wesentlichen aufsichtsratsbezogenen Themen geführt (u.a. vorgezogene Erneuerung des Aufsichtsrats, Vorstandsvergütung, Abschlussprüfer). Die zu Grunde liegende Präsentation wurde über die Unternehmenswebsite im Vorfeld der Hauptversammlung öffentlich zugänglich gemacht. Auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende Carl Ferdinand Oetker führt den Dialog mit Investoren zu aufsichtsratsbezogenen Themen fort.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Berichtsjahr zudem mit der vergleichsweisen Beendigung des gerichtlichen Verfahrens über die Bestellung eines Sonderprüfers. Im Nachgang zur Hauptversammlung 2015 hatte Herr Professor Strenger zusammen mit weiteren Aktionären beim Landgericht Frankfurt am Main beantragt, im Wege der Sonderprüfung die Festsetzung der dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff gewährten Zuwendungen durch den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014 sowie die Übertragung seiner Pensionsansprüche auf einen externen Pensionsfonds zu überprüfen. Das zuletzt im gegenseitigen Einvernehmen ruhende Verfahren wurde auf Grund einer Vergleichsvereinbarung gegenüber dem Gericht am 31.01.2017 übereinstimmend für erledigt erklärt und damit beendet.1) Der einvernehmlichen Verfahrensbeilegung vorangegangen waren eine Ende Dezember 2016 erfolgte Untersuchung durch den von den Antragstellern benannten Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking (Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance, an der Goethe-Universität Frankfurt/Main) sowie ein dokumentenbasiertes Rechtsgespräch mit Vertretern von STADA in Anwesenheit von Professor Strenger und Prof. Dr. Böcking. Auf Basis der zur Verfügung gestellten Dokumente und Informationen kam Prof. Dr. Böcking zu dem Ergebnis, dass sich keine Anhaltspunkte für ein sorgfaltspflichtwidriges Verhalten des Aufsichtsrats im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand ergeben, auch wenn die dem Jahr 2014 zugeordneten Vergütungsleistungen an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff oberhalb der MDAX®-Mediane lagen. Die Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf einen externen Pensionsfonds und die damit verbundene erhebliche Reduzierung der Pensionsverpflichtungen im Jahr 2014 wurde von Prof. Dr. Böcking als angemessener Kompromiss für beide Seiten gewertet. Untersuchungsgegenstand waren auch die Nebenleistungen 2014 an Hartmut Retzlaff. In dem im Geschäftsbericht 2014 ausgewiesenen Betrag von 142 T € waren in Höhe von ca. 106 T € Kosten für die Beratung zu den persönlichen Steuerfolgen der Pensionsänderung enthalten, die Hartmut Retzlaff im Rahmen der Übertragung der Pensionsverpflichtungen erstattet wurden. Letzteres wurde von Prof. Dr. Böcking als in der Praxis durchaus üblich eingeordnet. Die Untersuchung schloss auch den vom ursprünglichen Sonderprüfungsantrag nicht erfassten Sachverhalt der einvernehmlichen Amtsbeendigung und einvernehmlichen Vertragsbeendigung von Hartmut Retzlaff im August 2016 ein, bei der Prof. Dr. Böcking ebenfalls keine Anhaltspunkte für ein sorgfaltspflichtwidriges Verhalten des Aufsichtsrats feststellte. Der Aufsichtsrat war zu jeder Zeit über den Stand der geführten Gespräche informiert und begrüßte die vergleichsweise Einigung.

1) Vgl. Bekanntmachung der Verfahrensbeendigung im Bundesanzeiger vom 03.02.2017.

In seiner Bilanzsitzung am 22.03.2016 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere intensiv mit der Geschäftslage und der Ergebnisentwicklung im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015 sowie mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2015. Nach eingehender Überprüfung der Abschlussunterlagen und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Konzern- und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen teil und berichtete vor Beschlussfassung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat diskutierte und verabschiedete die Tagesordnung der ursprünglich für den 09.06.2016 einberufenen Hauptversammlung 2016 und billigte den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015.

In der Sitzung vom 10.05.2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat u.a. mit dem aktuellen Stand des Verfahrens über den Antrag auf Sonderprüfung vor dem Landgericht Frankfurt am Main sowie mit dem der Gesellschaft zugegangenen Aktionärsverlangen zur Ergänzung der Tagesordnung der Hauptversammlung 2016 nach § 122 Abs. 2 AktG.

In seiner Sitzung am 18.05.2016 befasste sich der Aufsichtsrat nach Berichterstattung durch den Prüfungsausschuss sowie durch den Vorstand mit den Ergebnissen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016 und der aktuellen Geschäftsentwicklung. Neben dem Bericht des Vorstands zu aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Vorstandsressorts beschäftigte sich der Aufsichtsrat des Weiteren mit ausgewählten Geschäftsfeldern der STADA Arzneimittel AG.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 22.05.2016 beschloss der Aufsichtsrat, den strukturierten Prozess zur wesentlichen personellen Erneuerung des Aufsichtsrats vorzuziehen und zu diesem Zweck einen Nominierungsausschuss (aufbauend auf dem bisherigen Nominierungskomitee) zu einzurichten. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat sodann seine Absicht, die ursprünglich auf den 09.06.2016 terminierte Hauptversammlung auf den 26.08.2016 zu vertagen, um ein ordnungsgemäßes und transparentes Verfahren bei der Kandidatenauswahl sowie der Vorbereitung zur Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder sicherzustellen. Der Aufsichtsrat nahm dies zustimmend zur Kenntnis.

In seiner außerordentlichen Sitzung am 05.06.2016 beschloss der Aufsichtsrat den Wechsel an der Unternehmensspitze aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff.

In der Sitzung vom 14.07.2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Strategie- und Performance-Update sowie mit den mittelfristigen Wachstumszielen für 2019, welche zuvor durch den Vorstand verabschiedet und vorgestellt wurden. Daneben beschäftigte er sich u.a. mit der Vorbereitung der Hauptversammlung am 26.08.2016 sowie mit dem Bericht aus dem Personalausschuss. Daneben befasste sich der Aufsichtsrat mit der Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In seiner Sitzung am 02.08.2016 befasste sich der Aufsichtsrat nach Berichterstattung durch den Prüfungsausschuss sowie durch den Vorstand mit den Ergebnissen des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2016 und der aktuellen Geschäftsentwicklung. Daneben nahm der Aufsichtsrat die seitens des Vorstands vorgestellte veränderte Berichtsstruktur nach den Kernsegmenten Marken und Generika anstelle der bisherigen Aufteilung nach Marktregionen zur Kenntnis. Ohne Beisein der Vorstandsmitglieder beriet der Aufsichtsrat weiter über Themen der Vorstandspersonalien.

In der Sitzung vom 15.08.2016 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Amtsbeendigung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff einschließlich der Aufhebungsvereinbarung.

Am Tag vor der Hauptversammlung, am 25.08.2016, kamen die Mitglieder des Aufsichtsrats zu einer Sitzung zusammen, um insbesondere Themen der am Folgetag anstehenden Hauptversammlung 2016 zu besprechen.

In der unmittelbar nach Ablauf der Hauptversammlung 2016 am 26.08.2016 stattfindenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Carl Ferdinand Oetker zu seinem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Jens Steegers zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

In der Sitzung vom 26.09.2016 befasste sich der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat detailliert mit Themen der allgemeinen Aufsichtsratsarbeit und -organisation sowie seinen Rechten und Pflichten. In dieser Sitzung fasste der Aufsichtsrat zudem Beschlüsse über die Neueinrichtung des Strategieausschusses sowie die Besetzung aller vier Aufsichtsratsausschüsse.

Am 06.10.2016 sowie 07.10.2016 kam der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat im Rahmen eines ausführlichen "Onboardings" mit dem Vorstand und der erweiterten Führungsebene zu einem intensiven und detaillierten Austausch zusammen. Gegenständlich waren insbesondere die Vorstellung und Einführung in das operative Geschäft, die Finanzkennzahlen, die Konzernstrategie der Segmente Generika und Marken durch die Mitglieder des Vorstands sowie die Vorstellung der Bereiche Risikomanagement, Interne Revision, Corporate Compliance, Business Excellence and Transformation durch die jeweiligen Fachbereichsverantwortlichen.

In der Sitzung am 02.11.2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den durch den Vorstand vorgestellten Finanzergebnissen der ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2016, den Regionen APAC und MENA, Russland/CIS sowie dem Generika-Geschäft in Deutschland. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über aktuelle M&A-Projekte.

Am Sitzungstag 30.11.2016 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand u.a. ausführlich zu nationalen und internationalen Compliance-Entwicklungen und Maßnahmen und Benchmarks sowie zum kulturellen Wandel Bericht erstatten.

In seiner letzten Sitzung des Berichtsjahres am 13.12.2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben den Themen zu einzelnen Geschäftsfeldern und aktuellen M&A-Projekten insbesondere eingehend mit dem durch den Vorstand vorgestellten Konzernbudget für das Geschäftsjahr 2017.

Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 gab es folgende Veränderungen auf Vorstandsebene: Am 15.08.2016 legte der langjährige Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff sein Amt als Mitglied des Vorstands mit sofortiger Wirkung nieder. Das zwischen ihm und der STADA Arzneimittel AG bestehende Dienstverhältnis wurde auf Grund persönlicher Umstände einvernehmlich mit Wirkung zum 31.12.2016 beendet.1) Bereits am 05.06.2016 hatte der Aufsichtsrat aus Gründen einer schweren, voraussichtlich länger andauernden Krankheit von Hartmut Retzlaff in einer außerordentlichen Sitzung einen Wechsel an der Unternehmensspitze beschlossen.2)

Zum Bilanzstichtag gehörten dem Vorstand somit Dr. Matthias Wiedenfels als Vorstandsvorsitzender sowie Helmut Kraft als Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb an. Der Aufsichtsrat berief außerdem Dr. Barthold Piening mit Wirkung zum 01.04.2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands.

Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2016 folgende Veränderungen: Mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 26.08.2016 legten die lang verdienten Aufsichtsratsmitglieder Dr. Eckhard Brüggemann, Dr. K. F. Arnold Hertzsch, Dieter Koch und Constantin Meyer ihr Mandat als Anteilseignervertreter nieder. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wählte die Hauptversammlung 2016 Rolf Hoffmann, Dr. Birgit Kudlek, Tina Müller und Dr. Gunnar Riemann in den Aufsichtsrat. Außerdem beschloss die Hauptversammlung auf Aktionärsverlangen hin die Abberufung des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Martin Abend sowie die Wahl von Dr. Eric Cornut. Der Aufsichtsrat wählte Carl Ferdinand Oetker zu seinem neuen Vorsitzenden und Jens Steegers zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

1) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 15.08.2016.
2) Vgl. Ad-hoc-Meldung der Gesellschaft vom 05.06.2016.

Arbeit der Ausschüsse

Die vom Aufsichtsrat gebildeten beratenden Ausschüsse, der Prüfungsausschuss, der Personalausschuss, der Strategieausschuss und der Nominierungsausschuss unterstützten den Aufsichtsrat bei seiner Tätigkeit.

Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2016 acht Sitzungen ab (am 18.03., 18.05., 23.06., 14.07., 01.08., 02.11., 11.11. und 12.12.), an denen in der Regel auch die Mitglieder des Vorstands teilgenommen haben. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung am 22.03.2016 sowie an den Sitzungen vom 01.08.2016 und 11.11.2016 teil. Es wurde festgelegt, dass der Abschlussprüfer künftig in der Regel an allen Sitzungen des Prüfungsausschusses teilnehmen soll. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Aufsichtsratsvorsitzende standen darüber hinaus auch zwischen den Sitzungen mit dem Abschlussprüfer im Austausch. Sowohl Dr. Gunnar Riemann (Prüfungsausschuss-Vorsitzender) als auch das Ausschussmitglied Carl Ferdinand Oetker verfügen über den vom Aktiengesetz geforderten Sachverstand für Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Schwerpunkte der Ausschussarbeit waren insbesondere die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres 2015 nebst Lagebericht sowie Konzernlagebericht, der Gewinnverwendungsvorschlag und die Berichte des Abschlussprüfers sowie die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu diesen Punkten. Darüber hinaus wurden der verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht zum 30.06.2016 unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht ausführlich diskutiert. Auch die Zwischenberichte zum 1. Quartal 2016 und die ersten 9 Monate 2016 waren Gegenstand der Befassung des Ausschusses. Daneben beschäftigte sich der Prüfungsausschuss vor allem mit den Geschäftsergebnissen, den Kennzahlen, dem Rechnungswesen, den Konzernfinanzierungsgrundsätzen, dem internen Risikomanagement, der internen Revision sowie der Compliance im Konzern. Der Prüfungsausschuss ließ sich sowohl vom Vorstand als auch vom Chief Compliance Officer eingehend über Weiterentwicklungen und Optimierungen des Compliance-Management-Systems ausgehend von externen Benchmarks (u.a. der Analyse und den Empfehlungen einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) erörtern.

Der Prüfungsausschuss hatte im Berichtsjahr beschlossen, im Zuge der geänderten EU-Regulierung zur Abschlussprüfung das Verfahren für die Auswahl des Abschlussprüfers durchzuführen und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses von STADA für das Geschäftsjahr 2017 in einem sorgfältigen und transparenten Auswahlverfahren gemäß Art. 16 der EU-Verordnung öffentlich auszuschreiben. Der Prüfungsausschuss war als für das Verfahren verantwortliches Gremium stets in alle wesentlichen Prozess- und Entscheidungsschritte der Ausschreibung eingebunden. Auf Basis seiner präferierten Wahlempfehlung wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2017 einen Wahlvorschlag für das Geschäftsjahr 2017 unterbreiten.

Der Personalausschuss führte im Geschäftsjahr 2016 acht Sitzungen durch (am 19.02., 14.06., 21.06., 10.10., 01.11., 02.11., 15.11. und 16.12.). Gegenstand dieser Sitzungen sowie zahlreicher Erörterungen und Gespräche außerhalb von Sitzungen waren Fragen der Vorstandsvergütung und der Vorstandsanstellungsverträge, allgemeine Vorstandsangelegenheiten und strategische Fragen des Personalbereichs sowie die Beratung über die Amtsbeendigung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff einschließlich Fragen der Nachbesetzungen im Vorstand. Schließlich bereitete der Personalausschuss die Bestellung von Herrn Dr. Barthold Piening zum Mitglied des Vorstands vor.

Der Strategieausschuss hielt im Geschäftsjahr 2016 eine Sitzung am 14.12.2016 ab, an der alle fünf Ausschussmitglieder teilgenommen haben. In dieser Sitzung befasste sich der Strategieausschuss mit dem Kernsegment der Markenprodukte, dem Portfoliomanagement sowie der Internationalisierungsstrategie. Darüber hinaus befasste sich der gesamte Aufsichtsrat in seiner neuen Zusammensetzung nach intensiver Einführung durch den Vorstand mit der Unternehmensstrategie.

Der Nominierungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2016 viermal zusammen (am 25.05., 26.05., 30.05. und 02.06.2016) und führte Gespräche außerhalb von Sitzungen, um den vorgezogenen Prozess zur Erneuerung des Aufsichtsrats zu steuern, über geeignete Wahlvorschläge an die Hauptversammlung 2016 entsprechend dem vom Aufsichtsrat entwickelten Anforderungsprofil zu beraten und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vorzubereiten.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse informierten das Aufsichtsratsplenum in dessen ordentlichen Sitzungen regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit.

Corporate Governance

Auch im Geschäftsjahr 2016 beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen und berücksichtigten dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Die auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 05.05.2015 von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam am 14.07.2016 abgegebene Entsprechenserklärung 2016 gemäß § 161 Aktiengesetz sowie die neue, am 02.03.2017 abgegebene Entsprechenserklärung März 2017 gemäß § 161 Aktiengesetz sind in diesem Geschäftsbericht unter dem Kapitel "Corporate Governance Bericht inklusive Erklärung zur Unternehmensführung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern" abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft unter www.stada.de bzw. www.stada.com im Bereich Investor Relations/Corporate Governance zusammen mit den Entsprechenserklärungen der vergangenen Jahre öffentlich zugänglich.

Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren ist.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2016 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die gesetzlichen Vorgaben und Rotationsverpflichtungen aus den §§ 319 und 319a HGB werden eingehalten. Neben diesen gesetzlichen Vorgaben soll der verantwortliche Abschlussprüfer zukünftig nicht länger als fünf Jahre tätig werden. Für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016 war erstmals Wirtschaftsprüferin Annika Fröde verantwortliche Abschlussprüferin (vormals Wirtschaftsprüfer Santosh Varughese).

An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestanden für den Aufsichtsrat keine Zweifel. Der Abschlussprüfer gab die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung ab. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Prüfungsausschuss prüfte den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und bezog dazu auch die Berichte des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung ein. In einer Sitzung des Prüfungsausschusses berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses beschäftigten sich ausführlich mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten und besprachen diese mit dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss erhob keine Einwände und empfahl dem Aufsichtsrat, die Abschlüsse und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht zu billigen und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen.

Auf der Grundlage der Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss prüfte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2016 sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die Arbeit und die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 keine Einwände und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Abschlussprüfer stellte ferner fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich den im Lagebericht des Vorstands jeweils gegebenen Einschätzungen zur Geschäftssituation und zum Ausblick sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 0,72 € je STADA-Aktie vorsieht, an.

Fazit

Obgleich sich der Aufsichtsrat erst Ende August 2016 neu konstituiert hat, ziehen wir ein ausgesprochen positives Fazit für das zurückliegende Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat hat seine für 2016 gesetzten Ziele weitgehend erreicht: die Vorselektion und Einarbeitung seiner neuen Mitglieder, nachdem die Hauptversammlung sie gewählt hatte, die Neuorganisation des Gremiums und intensive Einarbeitung, die Nachbesetzung des Technologievorstands, den intensiven Dialog mit Aktionären, die Ausschreibung der Konzernabschlussprüfung und schließlich ein neues, modernes Vergütungssystem für den Vorstand. Der Aufsichtsrat hat sich zwischenzeitlich außerdem mit der ihn als Gremium betreffende Corporate Governance befasst (Einführung einer Regelaltersgrenze und Begrenzung der Regelzugehörigkeit; Initiierung einer strukturierten und umfassenden Effizienzprüfung mit externer Begleitung). Natürlich wird es weiterhin viel zu tun geben, die Vervollständigung des Vorstands mit einem Chief Sales & Marketing Officer ist dafür nur ein Beispiel. Der Aufsichtsrat ist sich seiner Verantwortung bewusst und wird auch die weiteren Aufgaben mit Nachdruck, professionellem Anspruch und hohem persönlichen Engagement angehen.

In diesem Sinne freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns, dem Vorstand und dem Management und danken ihnen für den großen Einsatz im Geschäftsjahr 2016.

 

Bad Vilbel, 27. März 2017

Carl Ferdinand Oetker, Aufsichtsratsvorsitzender

PERSONALIA

DER STADA-AUFSICHTSRAT

(Stand 01.03.2017)

Carl Ferdinand Oetker, Düsseldorf (Vorsitzender)

Jens Steegers1) , Bad Vilbel (stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Eric Cornut, Binningen, Schweiz

Halil Duru1) , Frankfurt am Main

Rolf Hoffmann, Weggis, Schweiz

Dr. Birgit Kudlek, Bad Soden

Tina Müller, Frankfurt am Main

Dr. Ute Pantke2) , Wettenberg

Dr. Gunnar Riemann, Berlin

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen.

1) Arbeitnehmervertreter.
2) Arbeitnehmervertreterin.

DER STADA-VORSTAND

(Stand 01.03.2017)

Dr. Matthias Wiedenfels

Vorstandsvorsitzender

Mitglied des Vorstands seit 2013

Vertrag bis 31.12.2020

Helmut Kraft

Vorstand Finanzen, Marketing & Vertrieb

Mitglied des Vorstands seit 2010

Vertrag bis 31.12.2019

DER STADA-BEIRAT

(Stand 01.03.2017)

Die Mitglieder des STADA-Beirats werden durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats berufen. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, Vorstand und Aufsichtsrat in ihren Aufgaben zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Des Weiteren stehen die Mitglieder des Beirats den Aktionärinnen und Aktionären, die ihre Rechte in der Hauptversammlung nicht persönlich ausüben möchten, als Bevollmächtigte zur Verfügung. Der für fünf Jahre von 2014 bis 2018 berufene Beirat umfasst derzeit die folgenden Mitglieder:

Dr. Thomas Meyer, Seelze (Vorsitzender)

Dr. Frank-R. Leu, Gießen (stellvertretender Vorsitzender)

Rika Aschenbrenner, Mainburg

Wolfgang Berger, Gießen

Gerd Berlin, Haßloch

Alfred Böhm, München

Jürgen Böhm, Kirchhain

Axel Boos, Darmstadt

Reimar Michael von Kolczynski, Stuttgart

Dr. Wolfgang Schlags, Mayen

Jürgen Schneider, Offenbach

GLOSSAR A-Z

Adalimumab:

Adalimumab ist der erste vollständig humane monoklonale Antikörper (gegen den Tumornekrosefaktor α, TNFα). Adalimumab wird zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans und Morbus Crohn eingesetzt.

Audit:

Im Pharmamarkt: Kontrolle der Einrichtungen und Dokumentationen von Herstellern oder Vorlieferanten.

Bevacizumab:

Bevacizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen wie z.B. des metastasierten Kolon- oder Rektumkarzinoms und des metastasierten Mammakarzinoms eingesetzt wird.

Biosimilar:

Unter einem Biosimilar versteht man ein Arzneimittel mit einem biotechnologisch hergestellten Wirkstoff, das im Vergleich mit einem sich bereits im Markt befindlichen Erstanbieterprodukt entwickelt wurde. Es ist diesem so ähnlich, dass es eine nachgewiesene therapeutische Äquivalenz aufweist und in Bezug auf Sicherheit und Qualität vergleichbar ist. Damit ist ein Biosimilar ein gleichwertiges Nachfolgeprodukt eines patentfreien Biopharmazeutikums.

Dossier:

Enthält alle wissenschaftlichen und technischen Unterlagen für einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels, die die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels beschreiben.

Epoetin oder Erythropoetin:

Epoetin oder Erythropoetin ist ein biopharmazeutischer Wirkstoff in Proteinform, der aus lebenden Zelllinien gewonnen wird. Bei dem von der BIOCEUTICALS entwickelten Erythropoetin-Biosimilar handelt es sich um Epoetin zeta. Erythropoetin wird u.a. in der Nephrologie bei Dialysepatienten zur Stimulierung der Blutbildung sowie in der Krebstherapie angewendet.

Filgrastim:

Filgrastim ist die biotechnologisch hergestellte Form des Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Humanfaktors (G-CSF). Filgrastim wird u.a. zur Behandlung von Neutropenie angewendet, einer Verminderung der Anzahl spezieller weißer Blutkörperchen. Neutropenie kann bspw. nach einer zytotoxischen Chemotherapie oder Knochenmarktransplantation auftreten.

Gewerbliche Schutzrechte:

Bieten Erfindern bzw. Unternehmen einen zeitlich begrenzten Konkurrenzschutz für eine Erfindung. Das bekannteste gewerbliche Schutzrecht ist das Patent.

GMP:

Good Manufacturing Practice, internationaler Produktionsstandard in der pharmazeutischen Industrie.

Handelsgeschäfte:

Kauf und Weiterverkauf von Produkten Dritter; häufig handelt es sich im Pharmamarkt dabei um Großhandelsgeschäfte oder Parallelimporte.

Indikation:

Krankheitsbild, bei dem ein bestimmtes Arzneimittel eingesetzt wird.

Monoklonale Antikörper:

Monoklonale Antikörper sind immunologisch aktive Proteine (Eiweißmoleküle), die gegen ein einzelnes Epitop (Oberflächenstruktur) eines Antigens (Krankheitserreger oder bestimmte Moleküle) gerichtet sind und dieses mit höchster Spezifität binden. Monoklonale Antikörper werden mit molekularbiologischen Methoden generiert und biotechnologisch durch gentechnisch veränderte Zelllinien hergestellt.

Patent:

Im Pharmamarkt: gewerbliches Schutzrecht, das neuen pharmazeutischen Wirkstoffen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität (in der EU bspw. 20 Jahre) gewährt.

Pegfilgrastim:

Pegfilgrastim ist ein biopharmazeutischer Wirkstoff in Proteinform, der biotechnologisch aus Escherichia coli und nachfolgender Konjugation mit Polyethylenglykol (PEG) hergestellt wird. Pegfilgrastim wird eingesetzt zur Verkürzung der Dauer von Neutropenien sowie zur Verminderung der Häufigkeit neutropenischen Fiebers bei erwachsenen Patienten, die wegen einer malignen Erkrankung mit zytotoxischer Chemotherapie behandelt werden.

Rituximab:

Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen wie z.B. der Non-Hodgkin-Lymphome sowie verschiedener Autoimmunerkrankungen wie bspw. der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird.

Teriparatid:

Teriparatid ist ein biotechnologisch hergestelltes Fragment des körpereigenen Parathormons zur subkutanen Injektion. Teriparatid wird zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit manifester Osteoporose und hohem Frakturrisiko, bei Männern mit Osteoporose in Verbindung mit hohem Frakturrisiko sowie bei Glucocorticoid-induzierter Osteoporose bei Erwachsenen mit erhöhtem Frakturrisiko eingesetzt.

Verschreibungspflicht:

Die gesetzliche Vorgabe, dass Arzneimittel in Abhängigkeit von ihrem Risikopotenzial nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung an Patienten abgegeben werden dürfen.

Wirkstoff:

Im Pharmamarkt: der arzneilich wirksame Bestandteil einer Arzneiform (auch API - Active Pharmaceutical Ingredient).

Zulassung:

Arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Vermarktung eines Arzneimittels in einem nationalen Markt.

FINANZKALENDER

2017

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29. März 2017 Veröffentlichung Ergebnisse 2016 mit Analysten- und Bilanzpressekonferenz
11. Mai 2017 Veröffentlichung Ergebnisse 1. Quartal 2017
8. Juni 2017 Hauptversammlung 2017
3. August 2017 Veröffentlichung Ergebnisse 1. Halbjahr 2017
9. November 2017 Veröffentlichung Ergebnisse 9 Monate 2017

2018

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8. März 2018 Veröffentlichung Ergebnisse 2017
3. Mai 2018 Veröffentlichung Ergebnisse 1. Quartal 2018
6. Juni 2018 Hauptversammlung 2018
9. August 2018 Veröffentlichung Ergebnisse 1. Halbjahr 2018
31. Oktober 2018 Veröffentlichung Ergebnisse 9 Monate 2018

Stand bei Drucklegung, Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie unter: www.stada.de bzw. www.stada.com.

Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte werden auf der Website der Gesellschaft (www.stada.de bzw. www.stada.com) zu den angegebenen Terminen in der Regel vor Öffnung der Frankfurter Wertpapierbörse publiziert. Aktionärinnen und Aktionäre erhalten die Berichte auf Anforderung in gedruckter Form übersandt.

IMPRESSUM

Herausgeber

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Telefon: 0 61 01/6 03-0

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Kontakt

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Text

STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel

Dieser Geschäftsbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht.

Publikation

Der vollständige Geschäftsbericht sowie aktuelle Informationen über den STADA-Konzern sind im Internet unter www.stada.de bzw. www.stada.com abrufbar.

Gestaltung und Realisierung

wagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main

Übersetzung

MBETraining & Translations, Wiesbaden

Fotografie

Michael Dannenmann, Korschenbroich

Fotolia, Amsterdam, Niederlande

STADA-Konzern

Druck

gds Steiner GmbH, Alzenau

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Investor News sowie Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen.

Rundungen

Im allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

UMSATZ-ÜBERSICHT

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Konzernumsätze
in Mio. €
2016 2015
Konzernumsatz gesamt 2.139,2 2.115,1
• Generika 1.280,7 1.261,4
• Markenprodukte 858,5 853,6
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Umsätze Generika
in T€
2016 2015
Top-8-Märkte    
• Deutschland 308,0 308,3
• Italien 157,7 149,0
• Spanien 105,4 107,0
• Russland 92,5 83,6
• Belgien 90,7 95,0
• Frankreich 81,9 80,1
• Vietnam 69,1 63,2
• Serbien 55,8 73,7
Sonstige 319,6 301,5
Gesamtsumme Generika 1.280,7 1.261,4
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Umsätze Markenprodukte
in T€
2016 2015
Top-5-Märkte    
• Deutschland 177,4 128,3
• Großbritannien 175,4 168,0
• Russland 150,1 212,2
• Italien 43,9 40,4
• Vietnam 36,7 30,8
Sonstige 275,0 273,9
Gesamtsumme Markenprodukte 858,5 853,6

FÜNF-JAHRES-VERGLEICH

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Finanzkennzahlen
in Mio. €
2016 2015 2014 2013 2012
Konzernumsatz gesamt 2.139,2 2.115,1 2.062,2 2.003,9 1.837,5
• Generika1) 1.280,7 1.261,4 1.261,7 1.268,9 1.231,3
• Markenprodukte 858,5 853,6 800,5 704,4 596,2
Operatives Ergebnis 178,1 223,7 188,5 248,3 202,1
EBITDA 361,5 377,1 418,8 382,6 323,7
Bereinigtes EBITDA 398,0 389,4 431,9 414,3 367,4
EBIT 178,9 225,3 190,3 252,4 205,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 127,4 157,8 124,7 189,3 135,6
Konzerngewinn 85,9 110,4 64,6 121,4 86,5
Bereinigter Konzerngewinn 177,3 165,8 186,2 160,6 147,9
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 333,5 311,7 223,8 203,7 212,7
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Vermögens-/Kapitalstruktur
in Mio. €
2016 2015 2014 2013 2012
Bilanzsumme 3.440,4 3.287,4 3.335,5 3.413,2 2.982,8
Langfristige Vermögenswerte 1.949,5 2.032,3 2.013,8 2.060,0 1.802,2
Kurzfristige Vermögenswerte 1.490,9 1.255,1 1.321,7 1.353,2 1.180,6
Eigenkapital 1.047,1 1.018,5 903,4 1.010,1 910,3
Eigenkapitalquote in Prozent 30,4% 31,0% 27,1% 29,6% 30,5%
Langfristiges Fremdkapital 1.493,7 1.282,6 1.246,7 1.358,4 1.102,9
Kurzfristiges Fremdkapital 899,6 986,3 1.185,4 1.044,7 969,6
Nettoverschuldung 1.118,2 1.215,7 1.327,5 1.306,8 1.177,3
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Investitionen/Abschreibungen
in Mio. €
2016 2015 2014 2013 2012
Investitionen gesamt 189,7 177,0 279,0 365,0 401,0
• in immaterielle Vermögenswerte 130,5 122,9 241,0 285,4 367,1
• in Sachanlagen 54,3 53,5 37,9 78,7 30,3
• in Finanzanlagen/assoziierte Unternehmen 4,9 0,6 0,1 0,9 3,6
Abschreibungen gesamt 182,7 151,9 228,5 130,7 123,3
• auf immaterielle Vermögenswerte 145,3 117,4 192,5 100,7 88,8
• auf Sachanlagen 33,9 34,4 33,4 29,1 33,3
• auf Finanzanlagen 3,5 0,1 2,6 0,9 1,2
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Mitarbeiter/-innen 2016 2015 2014 20132) 20122)
Anzahl (Jahresdurchschnitt) 10.839 10.441 10.209 8.841 7.814
Anzahl (stichtagsbezogen) 10.923 10.532 10.363 9.825 7.761
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Kennzahlen STADA-Aktie 2016 2015 2014 2013 2012
Marktkapitalisierung (Jahresende) in Mio. € 3.066,3 2.327,9 1.530,8 2.171,7 1.448,3
Jahresschlusskurs Aktie in € 49,19 37,34 25,25 35,93 24,41
Anzahl Aktien (durchschnittlich, ohne eigene Aktien) 62.256.532 61.637.621 60.408.501 59.571.959 59.059.393
Ergebnis je Aktie in €3) 1,38 1,79 1,07 2,04 1,46
Bereinigtes Ergebnis je Aktie in € 2,85 2,69 3,08 2,70 2,50
Verwässertes Ergebnis je Aktie in €4) - 1,79 1,05 2,00 1,44
Bereinigtes verwässertes Ergebnis je Aktie in € - 2,69 3,04 2,65 2,47
Dividende je Aktie in € 0,725) 0,70 0,66 0,66 0,50
Ausschüttungssumme in Mio. € 44,85) 43,6 40,0 39,8 29,6
Ausschüttungsquote in Prozent 52%5) 39% 62% 33% 34%

1) Die Zahlen des Berichtsjahres sowie der Vorjahre enthalten die vormals separat ausgewiesene Randaktivität Handelsgeschäfte.
2) Mitarbeiter der zu 50% konsolidierten Gesellschaften wurden entsprechend ihrer Konsolidierungsquote erfasst.
3) Nach IAS 33.10.
4) Nach IAS 33.31.
5) Vorschlag.

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