STADA Arzneimittel AG

Bad Vilbel

Zwischenbericht 1. Halbjahr und 2. Quartal 2018

STADA-KENNZAHLEN

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Konzern-Kennzahlen in Mio. € Q2/2018 Q2/2017 ± % H1/2018 H1/2017 ± %
Konzernumsatz 579,4 576,9 0% 1.137,5 1.143,2 -1%
• Generika 345,5 348,5 -1% 672,4 674,4 0%
• Markenprodukte 233,9 228,4 +2% 465,1 468,8 -1%
Operatives Ergebnis 102,5 63,0 +63% 190,4 139,4 +37%
• Generika 87,7 67,4 +30% 156,2 122,6 +27%
• Markenprodukte 37,4 31,9 +17% 85,1 72,8 +17%
EBITDA 142,1 112,4 +26% 260,6 220,9 +18%
• Generika 101,4 81,5 +24% 183,8 151,0 +22%
• Markenprodukte 57,0 64,5 -12% 120,2 121,5 -1%
Konzerngewinn 108,6 41,1 >100% 165,3 90,3 +83%
Konzernumsatz bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte 598,1 562,5 +6% 1.171,6 1.114,5 +5%
• Generika 351,8 341,6 +3% 684,7 660,6 +4%
• Markenprodukte 246,3 220,9 +11% 486,9 453,9 +7%
Operatives Ergebnis bereinigt1)2) 111,8 101,8 +10% 204,7 183,4 +12%
• Generika 88,8 68,1 +30% 158,6 124,4 +28%
• Markenprodukte 44,1 52,2 -15% 95,5 97,7 -2%
EBITDA bereinigt1)2) 143,3 129,2 +11% 261,7 237,7 +10%
• Generika 101,3 81,3 +25% 183,6 150,7 +22%
• Markenprodukte 56,9 64,4 -12% 120,0 121,4 -1%
Konzerngewinn bereinigt1)2) 88,8 60,8 +46% 149,7 114,1 +31%
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14,4 30,0 -52% 95,0 89,5 +6%
Investitionen 171,0 35,8 >100% 199,5 63,3 >100%
Abschreibungen (saldiert mit Zuschreibungen) 34,2 48,3 -29% 64,6 79,2 -18%
Mitarbeiterinnen (im Jahresdurchschnitt - Basis Vollzeitkräfte)3) 10.232 11.013 -7% 10.179 11.017 -8%
Mitarbeiterinnen (stichtagsbezogen - Basis Vollzeitkräfte) 10.232 11.013 -7% 10.232 11.013 -7%


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Aktien-Kennzahlen Q2/2018 Q2/2017 ± % H1/2018 H1/2017 ± %
Marktkapitalisierung (Ende 1. Halbjahr) in Mio. € 5.014,8 3.870,8 +30% 5.014,8 3.870,8 +30%
Schlusskurs (XETRA® ) (Ende 1. Halbjahr) in € 80,44 62,09 +30% 80,44 62,09 +30%
Anzahl der Aktien (im Durchschnitt, ohne eigene Aktien, 01.01. - 30.06.) 62.258.129 62.258.129 0% 62.258.129 62.257.972 0%
Ergebnis je Aktie in € 1,75 0,66 >100% 2,66 1,45 +83%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt1)2) 1,43 0,97 +46% 2,40 1,83 +31%


1) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.
2) Sofern in diesem Zwischenbericht Bereinigungen im Zusammenhang mit den Ertragskennzahlen genannt sind, beziehen sich diese grundsätzlich auf Sondereffekte.
3) In dieser Durchschnittszahl sind Änderungen im Konsolidierungskreis zeitanteilig enthalten.


KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

Überblick

Im 1. Halbjahr 2018 verzeichnete der STADA-Konzern eine im Rahmen der Erwartung liegende Geschäftsentwicklung.

Der ausgewiesene Konzernumsatz reduzierte sich in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 1% auf 1.137,5 Mio. € (1-6/2017: 1.143,2 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, stieg der bereinigte Konzernumsatz um 5% auf 1.171,6 Mio. € (1-6/2017: 1.114,5 Mio. €).

Das ausgewiesene EBITDA wies im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 18% auf 260,6 Mio. € auf (1-6/2017: 220,9 Mio. €). Das bereinigte EBITDA nahm um 10% auf 261,7 Mio. € zu (1-6/2017: 237,7 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn zeigte eine Steigerung von 83% auf 165,3 Mio. € (1-6/2017: 90,3 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn verzeichnete ein Wachstum von 31% auf 149,7 Mio. € (1-6/2017: 114,1 Mio. €).

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns verlief im Berichtszeitraum positiv. Zum Stichtag 30.06.2018 verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 34,3% (31.12.2017: 31,4%). Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2018 auf 1.165,5 Mio. € (31.12.2017: 1.054,7 Mio. €). Darin enthalten ist auch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 884,1 Mio. €.

Am 12.04.2018 gab die Frankfurter Wertpapierbörse bekannt, dass auf Antrag des STADA-Vorstands die Zulassung der STADA-Aktien zum Teilbereich des Regulierten Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) mit Wirkung zum Ablauf des 12.07.2018 widerrufen wird. Die Zulassung zum Regulierten Markt (General Standard) bleibt bestehen, so dass die Aufnahme des Handels (Einführung) der Aktien im Regulierten Markt (General Standard) am 13.07.2018 erfolgte. Da mit dem Widerruf der Zulassung zum Prime Standard die Grundvoraussetzung für eine Zugehörigkeit der STADA-Aktien zum MDAX® nicht mehr erfüllt ist, hat die Deutsche Börse AG im Rahmen ihrer turnusmäßigen Überprüfung der Index-Zusammensetzungen am 05.06.2018 entschieden, STADA mit Wirkung zum 18.06.2018 aus dem MDAX® auszuschließen.

Am 16.04.2018 gab STADA bekannt, dass die Bestellung von Dr. Barthold Piening als Vorstand Produktion & Entwicklung einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung aufgehoben wurde und der Aufsichtsrat Miguel Pagan mit Wirkung zum 01.07.2018 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands für Technical Operations berufen hat.1)

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 06.06.2018 stimmten die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu, die von der Verwaltung zur Abstimmung gestellt wurden. Insgesamt waren 73,5% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten.2)

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung übernahm die auf Spezialpharmazeutika ausgerichtete Tochtergesellschaft STADAPHARM GmbH von der Grünenthal GmbH zum 01.06.2018 den Vertrieb von APO-Go® in Deutschlands.3) Für die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland wird die STADA Nordic ApS den Vertrieb des Medikaments zur Behandlung von Morbus Parkinson ab dem 01.10.2018 übernehmen.

Zum weiteren Ausbau des OTC-Portfolios erwarb STADA im 2. Quartal 2018 von Janssen Pharmaceutica NV die Rechte an dem medizinischen Anti-Schuppen-Shampoo Nizoral für den EMEA-Raum (Europa, Naher Osten, Afrika).4) Mit der Akquisition baut STADA ihr OTC-Portfolio weiter aus und stärkt ihre Kompetenz im Segment der Produkte für Haare und Kopfhaut.

1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 16.04.2018.
2) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 06.06.2018.
3) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 15.06.2018.
4) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 28.06.2018.



Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns

Der ausgewiesene Konzernumsatz reduzierte sich im 1. Halbjahr 2018 um 1% auf 1.137,5 Mio. € (1-6/2017: 1.143,2 Mio. €). Die Umsätze der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. wurden nicht mehr berücksichtigt.

Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, stieg der bereinigte Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 5% auf 1.171,6 Mio. € (1-6/2017: 1.114,5 Mio. €).


Die Überleitung des ausgewiesenen Konzernumsatzes zu dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz sah dabei wie folgt aus:

Überleitung des ausgewiesenen Konzernumsatzes zum bereinigten Konzernumsatz in Mio. €

Im Detail stellten sich die Umsatzeinflüsse, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten resultierten, wie folgt dar:

Die Portfolioveränderungen betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 0,8 Mio. € - Markenprodukte in Argentinien betreffend - sowie in der rückwärtigen Betrachtung als Anpassung für den korrespondierenden Vorjahreszeitraum insgesamt 28,7 Mio. € - maßgeblich auf Grund der Entkonsolidierung der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. Dies entspricht 2,6%.

Bei Anwendung der Wechselkurse des 1. Halbjahres 2018 im Vergleich zu denen des 1. Halbjahres 2017 für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro verzeichnete STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 34,9 Mio. € bzw. 3,0 Prozentpunkten.

Die Entwicklung der für STADA wichtigsten Landeswährungen britisches Pfund, russischer Rubel und serbischer Dinar in Relation zur Konzernwährung Euro sah in der Berichtsperiode im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wie folgt aus:

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Stichtagskurs 30.06.
in Landeswährung
Durchschnittskurs
für die Berichtsperiode
Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1 Euro H1/2018 H1/2017 ± % H1/2018 H1/2017 ± %
Britisches Pfund 0,88605 0,87933 +1% 0,87973 0,86005 +2%
Russischer Rubel 73,15820 67,54490 +8% 71,98021 62,73488 +15%
Serbischer Dinar 118,06760 120,84860 -2% 118,29891 123,39322 -4%


Angesichts dessen, dass die Währungsrelationen in anderen für STADA wichtigen Ländern auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro nur einen geringfügigen Einfluss haben, werden sie in diesem Bericht nicht dargestellt.

Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen gezeigt werden, sind diese jeweils um Portfolio- und Währungseffekte bereinigt.

Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns

Das ausgewiesene operative Ergebnis nahm in den ersten 6 Monaten 2018 um 37% auf 190,4 Mio. € zu (1-6/2017: 139,4 Mio. €). Das bereinigte operative Ergebnis zeigte einen Anstieg von 12% auf 204,7 Mio. € (1-6/2017: 183,4 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA verzeichnete ein Wachstum von 18% auf 260,6 Mio. € (1-6/2017: 220,9 Mio. €). Das bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 10% auf 261,7 Mio. € auf (1-6/2017: 237,7 Mio. €). Der ausgewiesene Konzerngewinn erhöhte sich um 83% auf 165,3 Mio. € (1-6/2017: 90,3 Mio. €). Der bereinigte Konzerngewinn stieg um 31% auf 149,7 Mio. € (1-6/2017: 114,1 Mio. €).

Die Sondereffekte summierten sich im 2. Quartal 2018 zu einer Ertragsentlastung von 9,2 Mio. € vor Steuern bzw. zu einer Ertragsbelastung von 19,8 Mio. € nach Steuern. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns:

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in Mio. €1) Q2/2018
ausgewiesen
Wertminde-
rungen/
Zuschreibungen
innerhalb
des Anlage-
vermögens
Effekte aus
Kaufpreis-
aufteilungen und
Produkt-akquisitionen2)
Abfindungen Änderung
des
Steuerstatus
der STADA
Arzneimittel
AG
Q2/2018
bereinigt
Operatives Ergebnis 102,5 4,8 3,0 1,4 - 111,8
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 2,9 - - - - 2,9
Beteiligungsergebnis 2,5 - - - - 2,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 107,9 4,8 3,0 1,4 - 117,2
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -9,7 -
-
-
-
-9,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 98,2 4,8 3,0 1,4 - 107,5
Ertragsteuern -11,7 -0,3 0,5 - 28,9 17,5
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 1,3 - -0,1 - - 1,2
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 108,6 5,1 2,6 1,4 -28,9 88,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 107,9 4,8 3,0 1,4 - 117,2
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/ Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 34,2 -4,8 -3,2 -
-
26,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 142,1 -
-0,2 1,4 -
143,3


1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.


Im 2. Quartal 2017 hatte STADA auf Grund von Sondereffekten eine Ertragsbelastung von 38,8 Mio. € vor Steuern bzw. 19,7 Mio. € nach Steuern verzeichnet. Dabei hatte die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns folgende Auswirkungen:

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in Mio. €1) Q2/2017
ausgewiesen
Wertminde-
rungen/
Zuschreibungen
innerhalb
des Anlage-
vermögens
Effekte aus Kaufpreis-
aufteilungen
und Produkt-akquisitionen2)
Beratungs-
leistungen im
Zusammenhang
mit dem
Übernahme-
prozess
Auflösung
von Steuer-
rückstellungen
Q2/2017
bereinigt
Operatives Ergebnis 63,0 17,5 4,2 17,1 - 101,8
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 1,1 - - - - 1,1
Beteiligungsergebnis - - - - - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 64,0 17,5 4,2 17,1 - 102,8
Finanzielle Erträge und Aufwendungen 10,7 - - - - 10,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 53,4 17,5 4,2 17,1 - 92,2
Ertragsteuern 9,8 3,0 0,5 4,8 10,4 28,5
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 2,5 0,3 0,1 -
-
2,9
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 41,1 14,2 3,6 12,3 -10,4 60,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 64,0 17,5 4,2 17,1 -
102,8
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 48,4 -17,5 -4,4 -
-
26,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 112,4 - -0,2 17,1 - 129,2


1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.


Im 1. Halbjahr 2018 addierten sich die Sondereffekte zu einer Ertragsentlastung von 14,2 Mio. € vor Steuern bzw. zu einer Ertragsbelastung von 15,6 Mio. € nach Steuern. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns:

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in Mio. €1) H1/2018
ausgewiesen
Wertminde-
rungen/
Zuschreibungen
innerhalb
des Anlage-
vermögens
Effekte aus
Kaufpreis-
aufteilungen und
Produkt-
akquisitionen2)
Abfindungen Änderung
des
Steuerstatus
der STADA
Arzneimittel
AG
H1/2018
bereinigt
Operatives Ergebnis 190,4 6,6 6,2 1,4 - 204,7
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 3,2 - - - - 3,2
Beteiligungsergebnis 2,5 - - - - 2,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 196,1 6,6 6,2 1,4 - 210,3
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -17,8 -
-
-
-
-17,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 178,3 6,6 6,2 1,4 - 192,6
Ertragsteuern 10,7 0,2 1,0 - 28,9 40,8
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 2,3 - -0,3 - - 2,0
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 165,3 6,4 5,5 1,4 -28,9 149,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 196,1 6,6 6,2 1,4 -
210,3
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/ Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 64,5 -6,6 -6,5 -
-
51,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 260,6 - -0,3 1,4 - 261,7


1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.


Im 1. Halbjahr 2017 hatte der Konzern auf Grund von Sondereffekten eine Ertragsbelastung von 44,0 Mio. € vor Steuern bzw. 23,8 Mio. € nach Steuern verzeichnet. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns:

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in Mio. €1) H1/2017
ausgewiesen
Wertminde-
rungen/
Zuschreibungen
innerhalb
des Anlage-
vermögens
Effekte aus
Kaufpreis-
aufteilungen und
Produkt-akquisitionen2)
Beratungs-
leistungen im
Zusammenhang
mit dem
Übernahme-
prozess
Auflösung
von Steuer-
rückstellungen
H1/2017
bereinigt
Operatives Ergebnis 139,4 18,2 8,7 17,1 - 183,4
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 2,3 - - - - 2,3
Beteiligungsergebnis - - - - - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 141,7 18,2 8,7 17,1 - 185,7
Finanzielle Erträge und Aufwendungen 21,5 - - - - 21,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 120,2 | 18,2 8,7 17,1 - 164,2
Ertragsteuern 24,9 3,3 1,2 4,8 10,4 44,6
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 5,0 0,3 0,2 -
-
5,5
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 90,3 14,6 7,3 12,3 -10,4 114,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 141,7 18,2 8,7 17,1 -
185,7
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 79,2 -18,2 -9,0 -
-
52,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 220,9 - -0,3 17,1 - 237,7


1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.
2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.


In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des Konzerns und die sich daraus ergebenden Margen sowohl auf ausgewiesener als auch bereinigter Basis für das 1. Halbjahr 2018 und das 2. Quartal 2018 sowie den jeweils entsprechenden Vorjahreszeitraum dargestellt:

Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

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in Mio. € Q2/2018 Q2/2017 ± % H1/2018 H1/2017 ± %
Operatives Ergebnis 102,5 63,0 +63% 190,4 139,4 +37%
• Generika 87,7 67,4 +30% 156,2 122,6 +27%
• Markenprodukte 37,4 31,9 +17% 85,1 72,8 +17%
Marge1) operatives Ergebnis 17,7% 10,9%
16,7% 12,2%
• Generika 25,4% 19,3%
23,2% 18,2%
• Markenprodukte 16,0% 14,0%
18,3% 15,5%
EBITDA 142,1 112,4 +26% 260,6 220,9 +18%
• Generika 101,4 81,5 +24% 183,8 151,0 +22%
• Markenprodukte 57,0 64,5 -12% 120,2 121,5 -1%
Marge1) EBITDA 24,5% 19,5%
22,9% 19,3%
• Generika 29,3% 23,4%
27,3% 22,4%
• Markenprodukte 24,4% 28,3%
25,8% 25,9%
EBIT 107,9 64,0 +68% 196,1 141,7 +38%
Marge1) EBIT 18,6% 11,1%
17,2% 12,4%
EBT 98,2 53,4 +84% 178,3 120,2 +48%
Marge1) EBT 16,9% 9,2%
15,7% 10,5%
Konzerngewinn 108,6 41,1 >100% 165,3 90,3 +83%
Marge1) Konzerngewinn 18,7% 7,1%
14,5% 7,9%
Ergebnis je Aktie in € 1,75 0,66 >100% 2,66 1,45 +83%


Entwicklung der bereinigten2) Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns

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in Mio. € Q2/2018 Q2/2017 ± % H1/2018 H1/2017 ± %
Operatives Ergebnis bereinigt 111,8 101,8 +10% 204,7 183,4 +12%
• Generika 88,8 68,1 +30% 158,6 124,4 +28%
• Markenprodukte 44,1 52,2 -15% 95,5 97,7 -2%
Marge1) operatives Ergebnis bereinigt 19,3% 17,6%
18,0% 16,0%
• Generika 25,7% 19,5%
23,6% 18,4%
• Markenprodukte 18,9% 22,9%
20,5% 20,8%
EBITDA bereinigt 143,3 129,2 +11% 261,7 237,7 +10%
• Generika 101,3 81,3 +25% 183,6 150,7 +22%
• Markenprodukte 56,9 64,4 -12% 120,0 121,4 -1%
Marge1) EBITDA bereinigt 24,7% 22,4%
23,0% 20,8%
• Generika 29,3% 23,3%
27,3% 22,3%
• Markenprodukte 24,3% 28,2%
25,8% 25,9%
EBIT bereinigt 117,2 102,8 +14% 210,3 185,7 +13%
Marge1) EBIT bereinigt 20,2% 17,8%
18,5% 16,2%
EBT bereinigt 107,5 92,2 +17% 192,6 164,2 +17%
Marge1) EBT bereinigt 18,6% 16,0%
17,0% 14,4%
Konzerngewinn bereinigt 88,8 60,8 +46% 149,7 114,1 +31%
Marge1) Konzerngewinn bereinigt 15,3% 10,5%
13,2% 10,0%
Ergebnis je Aktie in € bereinigt 1,43 0,97 +46% 2,40 1,83 +31%


1) Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz.
2) Bereinigt um Sondereffekte.


Die Herstellungskosten verringerten sich im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres - analog zu den reduzierten Umsätzen - auf 544,9 Mio. € (1-6/2017: 575,8 Mio. €) . Dabei reduzierten sich die Herstellungskosten verglichen mit den Umsätzen überproportional. Das Bruttoergebnis vom Umsatz nahm im Berichtszeitraum auf 592,6 Mio. € zu (1-6/2017: 567,4 Mio. €). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,1% (1-6/2017: 49,6%).

Die Vertriebskosten zeigten in den ersten 6 Monaten 2018 einen Anstieg auf 256,2 Mio. € (1-6/2017: 243,5 Mio. €).

Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen in der Berichtsperiode auf 86,3 Mio. € zurück (1-6/2017: 98,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf geringeren Beratungsaufwendungen.

Die sonstigen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 25,6 Mio. € (1-6/2017: 11,7 Mio. €).

Die anderen Aufwendungen nahmen im 1. Halbjahr 2018 auf 50,2 Mio. € ab (1-6/2017: 64,5 Mio. €).

Die finanziellen Aufwendungen reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2018 auf 21,2 Mio. € (1-6/2017: 23,1 Mio. €) - im Wesentlichen auf Grund von geringeren Zinsaufwendungen.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern verringerten sich in der Berichtsperiode auf 10,7 Mio. € (1-6/2017: 24,9 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote betrug 6,0% (1-6/2017: 20,7%). Diese Entwicklung hängt im Wesentlichen mit der Änderung des Steuerstatus der STADA Arzneimittel AG zusammen.

Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Generika

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Generika lag mit 672,4 Mio. € ungefähr auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (1-6/2017: 674,4 Mio. €). Die Generikaumsätze der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. wurden nicht mehr berücksichtigt. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Generika verzeichnete eine Steigerung von 4% auf 684,7 Mio. € (1-6/2017: 660,6 Mio. €). Generika hatten einen Anteil von 59,1% am Konzernumsatz (1-6/2017: 59,0%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika nahm in den ersten 6 Monaten 2018 um 27% auf 156,2 Mio. € zu (1-6/2017: 122,6 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA der Generika erhöhte sich um 22% auf 183,8 Mio. € (1-6/2017: 151,0 Mio. €). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika betrug 23,2% (1-6/2017: 18,2%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Generika belief sich auf 27,3% (1-6/2017: 22,4%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika stieg im Berichtszeitraum um 28% auf 158,6 Mio. € (1-6/2017: 124,4 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika wies einen Anstieg von 22% auf 183,6 Mio. € auf (1-6/2017: 150,7 Mio. €). Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 23,6% (1-6/2017: 18,4%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Generika betrug 27,3% (1-6/2017: 22,3%).

Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Markenprodukte

Der ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte reduzierte sich in der Berichtsperiode um 1% auf 465,1 Mio. € (1-6/2017: 468,8 Mio. €). Die Markenproduktumsätze der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. wurden nicht mehr berücksichtigt. Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte zeigte ein Wachstum von 7% auf 486,9 Mio. € (1-6/2017: 453,9 Mio. €). Markenprodukte steuerten 40,9% zum Konzernumsatz bei (1-6/2017: 41,0%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte nahm im 1. Halbjahr 2018 um 17% auf 85,1 Mio. € zu (1-6/2017: 72,8 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA der Markenprodukte wies einen Rückgang von 1% auf 120,2 Mio. € auf (1-6/2017: 121,5 Mio. €). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 18,3% (1-6/2017: 15,5%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 25,8% (1-6/2017: 25,9%).

Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte ging im Berichtszeitraum um 2% auf 95,5 Mio. € zurück (1-6/2017: 97,7 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte war um 1% auf 120,0 Mio. € rückläufig (1-6/2017: 121,4 Mio. €). Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 20,5% (1-6/2017: 20,8%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte belief sich auf 25,8% (1-6/2017: 25,9%).

Entwicklung, Produktion, Beschaffung und Supply-Chain

Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 34,9 Mio. € (1-6/2017: 33,2 Mio. €). Darüber hinaus aktivierte STADA Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 9,1 Mio. € (1-6/2017: 10,1 Mio. €).

STADA investiert kontinuierlich in die konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore. Die in den ersten 6 Monaten 2018 erfolgten Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen sowie Prüflaboren lagen bei 9,8 Mio. € (1-6/2017: 21,2 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage sowie Cashflow

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns verlief im Berichtszeitraum positiv. Zum Stichtag 30.06.2018 verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 34,3% (31.12.2017: 31,4%). Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2018 auf 1.165,5 Mio. € (31.12.2017: 1.054,7 Mio. €). Darin enthalten ist auch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 884,1 Mio. €. Für alle Zahlen inklusive Nidda wird auf den Konzern-Halbjahresbericht 2018 der Nidda German Topco GmbH verwiesen (vgl.: www.niddahealthcare-offer.com).

Auf Grund der in 2017 erfolgten Übernahme waren die Gläubiger der STADA Arzneimittel AG gemäß den Finanzierungsbedingungen berechtigt, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen vorzeitig zu kündigen. In diesem Zusammenhang wurde während des 1. Quartals 2018 ein Teilbetrag in Höhe von 360,2 Mio. € vorzeitig fällig gestellt. Zur Refinanzierung dieser Transaktionen erhielt STADA Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH in Höhe von 347,0 Mio. € und nutzte eigene Barmittel. Darüber hinaus erfolgte eine Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 9,5 Mio. € aus eigenen Barmitteln.

Die Finanzierung in Höhe von nominal 1.413,9 Mio. € setzte sich zum 30.06.2018 wie folgt zusammen:

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Finanzinstrumente nach Ausübung Put-Recht und zusätzlicher Tilgung in Mio. € Nominalwert Fälligkeit
Schuldscheindarlehen 86,5 23.01.2019
Schuldscheindarlehen 18,5 07.11.2019
Schuldscheindarlehen 70,5 26.04.2021
Anleihe 289,7 08.04.2022
Schuldscheindarlehen 19,0 26.04.2023

484,2
Weitere Bankkredite 45,6 rollierend
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 529,8
Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH 884,1
Gesamte Finanzierung 1.413,9


Am 08.06.2018 veröffentlichte STADA die Aufforderung der Anleihegläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022 zur Stimmabgabe im Rahmen einer Abstimmung ohne Versammlung, die das Ziel hatte, einen gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu bestellen und Anpassungen an den Anleihebedingungen der STADA-Anleihe 2015/2022 vorzunehmen.1) Am 29.06.2018 veröffentlichte STADA eine Einladung zur Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022, die notwendig wurde, da in der ersten Abstimmung ohne Versammlung vom 26. bis 28.06.2018 das gesetzlich erforderliche Quorum nicht erreicht worden war.2) Zudem veröffentlichte STADA zusammen mit der Einladung ein Rückkaufangebot (Tender Offer) an die Anleihegläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022.

Im 4. Quartal 2017 erfolgte auf Grund der Umklassifizierung von Schuldscheindarlehen, Anleihen und Finanzverbindlichkeiten der STADA Arzneimittel AG gegenüber Kreditinstituten ein Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Nach dem Ablauf der Ausübungsoption und der damit verbundenen frühzeitigen Rückzahlung der fällig gestellten Beträge im 1. Quartal 2018 wurde im in diesem Zeitraum wieder eine entsprechende Umklassifizierung der nicht optierten Finanzverbindlichkeiten von kurzfristigen zu kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten vorgenommen und damit die nicht vorzeitig zurückgeführten Finanzierungsverträge den ursprünglichen bilanziellen Laufzeiten zugeordnet (vgl. Position zu den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten). Angesichts des Rückkaufangebots an die Anleihegläubiger geht STADA davon aus, dass eine Rückzahlung der Anleihe kurzfristig erfolgen könnte, weshalb die Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der STADA-Anleihe 2015/2022 von langfristig in kurzfristig umklassifiziert wurden.

1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 08.06.2018.
2) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 29.06.2018.


Da zum 05.06.2018 eine der beiden Unternehmensanleihen in Höhe von 347,1 Mio. € (31.12.2017: 350,0 Mio. €) mit einer Verzinsung von 2,25% p.a. fällig wurde, gab es zur Refinanzierung des Konzerns zum 30.06.2018 nur noch eine Unternehmensanleihe in Höhe von 289,7 Mio. € (31.12.2017: 300 Mio. €) mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Zur Refinanzierung der Rückzahlung der Anleihe in Höhe von 347,1 Mio. € erhielt STADA ein Darlehen der Nidda Healthcare Holding GmbH. Darüber hinaus verfügte der Konzern zum 30.06.2018 über Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 194,5 Mio. € (31.12.2017: 526,0 Mio. €).

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30.06.2018 auf 1.597,2 Mio. € (31.12.2017: 1.474,3 Mio. €). Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 391,8 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2017: 396,5 Mio. €).

Die Sachanlagen betrugen zum 30.06.2018 331,2 Mio. € (31.12.2017: 332,7 Mio. €).

Die Vorräte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 500,1 Mio. € (31.12.2017: 499,0 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum 30.06.2018 auf 495,6 Mio. € (31.12.2017: 520,4 Mio. €).

Die Ertragsteuerforderungen stiegen zum Bilanzstichtag auf 28,0 Mio. € (31.12.2017: 14,3 Mio. €).

Die kurzfristigen anderen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30.06.2018 um 24,3 Mio. € auf 59,6 Mio. € (31.12.2017: 35,3 Mio. €).

Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2018 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2018 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2017 sowie auf die daraus entstehenden erfolgsneutralen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen.

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2018 in Höhe von 420,2 Mio. € bzw. 992,4 Mio. € (31.12.2017: 1.257,1 Mio. € bzw. 0,8 Mio. €) enthalten vor allem Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von 194,5 Mio. € haben (31.12.2017: 526,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 289,7 Mio. € (31.12.2017: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €) sowie ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 884,1 Mio. € (31.12.2017: 0,0 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 30.06.2018 auf 276,8 Mio. € (31.12.2017: 340,6 Mio. €).

Die passiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag auf 85,1 Mio. € (31.12.2017: 116,5 Mio. €).

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 90,1 Mio. € (31.12.2017: 69,7 Mio. €).

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum 30.06.2018 auf 148,5 Mio. € (31.12.2017: 226,1 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einer Umgliederung hin zu den Finanzverbindlichkeiten aus einem von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen. Die Nidda Healthcare Holding AG (nunmehr Nidda Healthcare Holding GmbH) hatte sich im Rahmen des Übernahmeangebots verpflichtet, für die Finanzierungsbeträge, die bei vorzeitiger Rückzahlung der STADA-Finanzierungen anstehen, STADA eine Finanzierung zur Verfügung zu stellen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, lag im 1. Halbjahr 2018 bei 95,0 Mio. € (1-6/2017: 89,5 Mio. €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres -194,7 Mio. € (1-6/2017: -72,6 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst.

Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag in der Berichtsperiode bei -99,6 Mio. € (1-6/2017: 16,9 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow belief sich auf 61,6 Mio. € (1-6/2017: 43,5 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 102,7 Mio. € (1-6/2017: -44,8 Mio. €). Die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellte Tilgung und Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten sind u.a. durch die folgenden Sachverhalte geprägt: Auf Grund der in 2017 erfolgten Übernahme waren die Gläubiger der STADA Arzneimittel AG gemäß den Finanzierungsbedingungen berechtigt, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen vorzeitig zu kündigen. In diesem Zusammenhang wurde während des 1. Quartals 2018 ein Teilbetrag in Höhe von 360,2 Mio. € vorzeitig fällig gestellt. Darüber hinaus erfolgte im 2. Quartal 2018 die planmäßige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 347,1 Mio. €. Zur Refinanzierung dieser Transaktionen erhielt STADA Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH und nutzte eigene Barmittel. Des Weiteren erfolgte eine Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 9,5 Mio. € aus eigenen Barmitteln.

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2018 bei 3,9 Mio. € (1-6/2017: -31,8 Mio. €).

Akquisitionen und Desinvestitionen

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung übernahm die auf Spezialpharmazeutika ausgerichtete Tochtergesellschaft STADAPHARM GmbH von der Grünenthal GmbH zum 01.06.2018 den Vertrieb von APO-Go® in Deutschland.1) Für die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland wird die STADA Nordic ApS den Vertrieb des Medikaments zur Behandlung von Morbus Parkinson ab dem 01.10.2018 übernehmen.

Im 2. Quartal 2018 erwarb STADA von Janssen Pharmaceutica NV die Rechte an dem medizinischen Anti-Schuppen-Shampoo Nizoral für den EMEA-Raum (Europa, Naher Osten, Afrika).2) Der Umsatz des Produkts lag in diesem Gebiet im Jahr 2017 bei ca. 33 Mio. €. Neben der Dachmarke beinhaltet die Akquisition auch die lokalen Handelsmarken Nizoril, Nizorelle, Terzolin, Fungarest, Ketoderm, Oranozol und Triatop. Der Marktanteil von Nizoral im EMEA-Raum beträgt ein Mehrfaches seines nächsten Wettbewerbers, womit es der klare Marktführer unter den medizinischen Anti-Schuppen-Shampoos ist. Der medizinische Inhaltsstoff Ketoconazol ist weltweit der meistverschriebene Wirkstoff zur Behandlung von Schuppen. Mit der Akquisition baut STADA ihr OTC-Portfolio weiter aus und stärkt ihre Kompetenz im Segment der Produkte für Haare und Kopfhaut.

STADA-Aktie

Der Kurs der STADA-Aktie verringerte sich in den ersten 6 Monaten 2018 um 9% von 88,23 € auf 80,44 €. Dementsprechend belief sich die Marktkapitalisierung zum Ende des 1. Halbjahres 2018 auf 5,0 Mrd. € gegenüber 5,5 Mrd. € zum Jahresende 2017.

Zum 30.06.2018 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe von 162.090.344,00 € (31.12.2017: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2017: 62.342.440 Namensaktien).

Die bei STADA eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.de bzw. www.stada.com veröffentlicht.

Am 12.04.2018 gab die Frankfurter Wertpapierbörse bekannt, dass auf Antrag des STADA-Vorstands die Zulassung der STADA-Aktien zum Teilbereich des Regulierten Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) mit Wirkung zum Ablauf des 12.07.2018 widerrufen wird. Die Zulassung zum Regulierten Markt (General Standard) bleibt bestehen, so dass die Aufnahme des Handels (Einführung) der Aktien im Regulierten Markt (General Standard) am 13.07.2018 erfolgte. Da mit dem Widerruf der Zulassung zum Prime Standard die Grundvoraussetzung für eine Zugehörigkeit der STADA-Aktien zum MDAX® nicht mehr erfüllt ist, hat die Deutsche Börse AG im Rahmen ihrer turnusmäßigen Überprüfung der Index-Zusammensetzungen am 05.06.2018 entschieden, STADA mit Wirkung zum 18.06.2018 aus dem MDAX® auszuschließen.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 06.06.2018 stimmten die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu, die von der Verwaltung zur Abstimmung gestellt wurden. Insgesamt waren 73,5% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten.1)

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Der Vorstand geht aus heutiger Sicht davon aus, die im Geschäftsbericht 2017 für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichten Wachstumsziele zu erreichen. Gemeinsam mit den in diesem Zwischenbericht enthaltenen Ergänzungen und Aktualisierungen ergibt sich nach Ansicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der voraussichtlichen Entwicklung sowie der Chancen und Risiken für das verbleibende Geschäftsjahr des STADA-Konzerns.

Demnach ist das Geschäftsmodell von STADA auf Grund der allgemeinen und generikaspezifischen Wachstumstreiber in der Gesundheits- und Pharmabranche sowie der Wachstumsprognosen im Bereich Markenprodukte auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichtet.

Verbunden sind damit jedoch auch operative Risiken und Herausforderungen, die maßgeblich auf geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation (z.B. zusätzlichen behördlichen Anforderungen an klinische Studien, die zu verlängerten Entwicklungszeiten etwa für Biosimilars führen können) und/oder einem intensiven Wettbewerb basieren. Insgesamt wird der Konzern auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren wie negativen konzernrelevanten Währungsrelationen und den Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Konflikts und damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland konfrontiert sein. Zudem werden auch die möglicherweise negativen makroökonomischen Folgen im Zusammenhang mit der Austrittsentscheidung Großbritanniens aus der EU eine Rolle spielen.

Grundsätzlich wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns damit sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein.

Angesichts des laufenden Transformationsprozesses inklusive der zahlreichen Initiativen zur Effizienzsteigerung, der neu ausgerichteten Unternehmensstrategie und -kultur sowie der strategischen Erfolgsfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen.


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Dr. Claudio Albrecht Mark Keatley


1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 06.06.2018.


STADA-KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
FÜR DAS 1. HALBJAHR
UND DAS 2. QUARTAL 2018 (VERKÜRZT)

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
in T €

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Q2/2018 Q2/2017 H1/2018 H1/2017
Umsatzerlöse 579.354 576.923 1.137.460 1.143.236
Herstellungskosten 273.914 287.578 544.906 575.835
Bruttoergebnis vom Umsatz 305.440 289.345 592.554 567.401
Vertriebskosten 131.329 119.964 256.234 243.546
Allgemeine Verwaltungskosten 40.973 45.417 86.312 98.499
Forschungs- und Entwicklungskosten 18.687 16.659 34.909 33.199
Sonstige Erträge 13.165 5.477 25.559 11.721
Andere Aufwendungen 25.105 49.824 50.209 64.455
Operatives Ergebnis 102.511 62.958 190.449 139.423
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 2.923 1.074 3.183 2.311
Beteiligungsergebnis 2.455 - 2.455 -
Finanzielle Erträge 2.134 719 3.477 1.557
Finanzielle Aufwendungen 11.832 11.392 21.231 23.109
Finanzergebnis -4.320 -9.599 -12.116 -19.241
Ergebnis vor Steuern 98.191 53.359 178.333 120.182
Ertragsteuern -11.715 9.772 10.722 24.925
Ergebnis nach Steuern 109.906 43.587 167.611 95.257
davon



• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) 108.600 41.080 165.314 90.275
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 1.306 2.507 2.297 4.982
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 1,75 0,66 2,66 1,45


Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in T €

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Q2/2018 Q2/2017 H1/2018 H1/2017
Ergebnis nach Steuern 109.906 43.587 167.611 95.257
Zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:



Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung -11.455 -54.177 -16.607 -35.259
davon



• Ertragsteuern 89 885 157 -96
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (FVOCI) -17 - -37 -
davon



• Ertragsteuern -4 - 4 -
Zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:



Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen - - - -
davon



• Ertragsteuern - - - -
Sonstiges Ergebnis 98.434 -54.177 -16.644 -35.259
davon



• auf Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 entfallend - - - -180
Konzern-Gesamtergebnis 98.434 -10.590 150.967 59.998
davon



• auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend 95.774 -8.893 148.294 60.116
• auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 2.660 -1.697 2.673 -118


Konzern-Bilanz

Konzern-Bilanz in T €

Aktiva

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30.06.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 1.999.604 1.880.574
Immaterielle Vermögenswerte 1.597.241 1.474.342
Sachanlagen 331.207 332.738
Finanzanlagen 2.041 1.978
At equity bewertete Anteile 43.427 41.528
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.390 1.087
Andere Vermögenswerte 1.562 1.330
Aktive latente Steuern 22.736 27.571
Kurzfristige Vermögenswerte 1.345.221 1.323.952
Vorräte 500.086 499.012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 495.552 520.441
Vertragsvermögenswerte 740 -
Ertragsteuerforderungen 28.024 14.346
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.320 9.809
Andere Vermögenswerte 59.610 35.323
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 247.082 243.194
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 807 1.827
Bilanzsumme 3.344.825 3.204.526


Passiva

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30.06.2018 31.12.2017
Eigenkapital 1.146.565 1.006.406
Gezeichnetes Kapital 162.090 162.090
Kapitalrücklage 514.206 514.206
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 874.093 717.364
Sonstige Rücklagen -447.053 -430.013
Eigene Anteile -1.405 -1.405
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 1.101.931 962.242
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 44.634 44.164
Langfristiges Fremdkapital 1.117.195 157.572
Sonstige langfristige Rückstellungen 35.054 35.293
Finanzverbindlichkeiten 992.383 816
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.302 4.032
Andere Verbindlichkeiten 1.403 950
Passive latente Steuern 85.053 116.481
Kurzfristiges Fremdkapital 1.081.065 2.040.548
Sonstige Rückstellungen 21.143 23.507
Finanzverbindlichkeiten 420.164 1.257.105
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 276.754 340.642
Vertragsverbindlichkeiten 407 -
Ertragsteuerverbindlichkeiten 90.132 69.663
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 148.506 226.108
Andere Verbindlichkeiten 123.959 123.523
Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden und Veräußerungsgruppen - -
Bilanzsumme 3.344.825 3.204.526


Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung in T €

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H1/2018 H1/2017
Ergebnis nach Steuern 167.611 95.257
Abschreibungen saldiert mit Zuschreibungen auf Anlagevermögen 64.556 79.194
Ertragsteuern 10.722 24.925
Ertragsteuerzahlungen -29.941 -19.115
Zinserträge und -aufwendungen 17.755 21.582
Erhaltene Zinsen und Dividenden 1.176 2.040
Gezahlte Zinsen -24.317 -28.624
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen -3.183 -2.311
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 312 25
Zuführungen/Auflösungen sonstiger langfristiger Rückstellungen 1.628 1.634
Kurserträge und -aufwendungen -3.214 76
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge1) 166.704 200.398
Brutto-Cashflow 369.809 375.081
Veränderung der Vorräte -16.200 -47.695
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.012 -15.930
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -66.150 -3.658
Veränderung des übrigen Nettovermögens, soweit nicht der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit zuzuordnen1) -196.426 -218.300
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 95.045 89.498
Auszahlungen für Investitionen in

• immaterielle Vermögenswerte -182.202 -42.203
• Sachanlagen -16.768 -27.936
• Finanzanlagen -48 -1.574
• Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 - -2.854
Einzahlungen aus Abgängen von

• immateriellen Vermögenswerten 714 563
• Sachanlagen 564 1.420
• Finanzanlagen - -
• Anteilen an konsolidierten Unternehmen 3.062 6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -194.678 -72.578
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 844.810 22.307
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -731.667 -65.431
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -855 -659
Dividendenausschüttungen -8.944 -1.032
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen - -
Veränderung von Minderheitsanteilen -662 -
Veränderung von eigenen Anteilen - 30
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 102.682 -44.785
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.049 -27.865
Konzernkreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds - 1.367
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 838 -5.327
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.887 -31.825
Bestand am Anfang der Periode 243.195 352.580
Bestand am Ende der Periode 247.082 320.755


1) Die nicht zahlungswirksamen Zuführungen von Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte im 1. Halbjahr 2018 in Höhe von 126,0 Mio. € (1-6/2017: 146,8 Mio. €) werden innerhalb des Brutto-Cashflows ausgewiesen und sind somit nicht in der Veränderung des übrigen Nettovermögens enthalten.


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
in T €

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2018 Anzahl der
Aktien
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinnrücklagen
einschließlich
Konzerngewinn
Rücklage
Währungs-
umrechnung
Rücklage
FVOCI
Stand zum 30.06.2018 62.342.440 162.090 514.206 874.093 -446.978 -75
Dividendenausschüttungen


-6.848

Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen





Veränderung eigener Anteile





Veränderung Gewinnrücklagen





Veränderung Minderheitsanteile





Veränderung Konsolidierungskreis





Sonstiges Ergebnis


-18 -16.965 -37
Konzerngewinn


165.314

Stand zum 01.01.2018 angepasst 62.342.440 162.090 514.206 715.645 -430.013 -38
Anpassungen gemäß IFRS 15


446

Anpassungen gemäß IFRS 9


-2.165
-38
Stand zum 01.01.2018 62.342.440 162.090 514.206 717.364 -430.013 -
Vorjahr





Stand zum 30.06.2017 62.342.440 162.090 514.206 763.608 -409.338
Dividendenausschüttungen





Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen





Veränderung eigener Anteile

17


Veränderung Gewinnrücklagen





Veränderung Minderheitsanteile





Veränderung Konsolidierungskreis


-25

Sonstiges Ergebnis


105 -30.264
Konzerngewinn


90.275

Stand zum 01.01.2017 62.342.440 162.090 514.189 673.253 -379.074


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2018 Eigene
Anteile
Eigenkapital
der Aktionäre
des Mutter-
unternehmens
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Konzern-
Eigenkapital
Stand zum 30.06.2018 -1.405 1.101.931 44.634 1.146.565
Dividendenausschüttungen
-6.848 -3.530 -10.378
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen
-
-
Veränderung eigener Anteile
-
-
Veränderung Gewinnrücklagen
-
-
Veränderung Minderheitsanteile
- 1.435 1.435
Veränderung Konsolidierungskreis
-
-
Sonstiges Ergebnis
-17.020 376 -16.644
Konzerngewinn
165.314 2.297 167.611
Stand zum 01.01.2018 angepasst -1.405 960.485 44.056 1.004.541
Anpassungen gemäß IFRS 15
446
446
Anpassungen gemäß IFRS 9
-2.203 -108 -2.311
Stand zum 01.01.2018 -1.405 962.242 44.164 1.006.406
Vorjahr



Stand zum 30.06.2017 -1.405 1.029.161 73.542 1.102.703
Dividendenausschüttungen
- -4.009 -4.009
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen
-
-
Veränderung eigener Anteile 13 30
30
Veränderung Gewinnrücklagen
-
-
Veränderung Minderheitsanteile
- 367 367
Veränderung Konsolidierungskreis
-25 -763 -788
Sonstiges Ergebnis
-30.159 -5.100 -35.259
Konzerngewinn
90.275 4.982 95.257
Stand zum 01.01.2017 -1.418 969.040 78.065 1.047.105


Anhang

1. Allgemeines

1.1. Rechnungslegungsmethoden

Der Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 115 Abs. 3 WpHG einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2018 wurde unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2017 gewählt.

Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2018 verpflichtend anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet.

In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewandten Grundlagen und Methoden grundsätzlich auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2017 verwiesen.

1.2. Geänderte Rechnungslegungsmethoden

Die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2018 hat STADA im 1. Halbjahr 2018 beachtet und sofern relevant angewandt. Soweit diese Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben, werden diese im Folgenden detailliert dargestellt.

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments". Der Standard ersetzt IAS 39 und führt neue Vorschriften zu Klassifizierung, Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten ein. Des Weiteren umfasst IFRS 9 Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. STADA hat den neuen Standard erstmals zum 01.01.2018 angewandt, auf die Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 verzichtet. Demnach wurde der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung des IFRS 9 zum 01.01.2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

IFRS 9 führt ein neues Modell zur Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte ein. Hierbei werden diese auf der Grundlage ihrer vertraglichen Cashflow-Merkmale und des Geschäftsmodells klassifiziert, in dessen Rahmen sie gehalten werden. Im Ergebnis werden Finanzinstrumente in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC), in die neue Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVOCI) oder in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVPL) eingestuft.

Für die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten haben sich im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 9 die folgenden Auswirkungen ergeben:

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IAS 39
Neubewertung IFRS 9
in T € Kategorie Buchwert
31.12.2017
Reklassifizierung ECL Sonstiges Buchwert
01.01.2018
Finanzielle Vermögenswerte





Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 243.195 - - - 243.195
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 520.441 -14.140 -2.655 - 503.646
in: finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)
- 14.140 - -50 14.090
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 1.978 -1.978 - - -
in: finanzielle Vermögenswerte (FVPL)
- 1.978 - - 1.978
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung n/a 678 -
-
-
678
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung FVPL -
-
-
-
-
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 10.217 - -2 - 10.215
Nichtfinanzielle Vermögenswerte





Aktive latente Steuern - 27.571 - - 812 28.383
Summe Aktiva
804.080 - -2.657 762 802.185
Finanzielle Verbindlichkeiten





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 340.642 - - - 340.642
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 84.823 - - - 84.823
Schuldscheindarlehen AC 525.112 - - - 525.112
Anleihen AC 647.986 - - - 647.986
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing n/a 3.419 - - - 3.419
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung n/a 1.244 -
-
-
1.244
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung FVPL 6 -
-
-
6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 225.471 - - - 225.471
Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten





Passive latente Steuern - 116.481 - - 416 116.897
Summe Passiva
1.945.184 - - 416 1.945.600


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IFRS 9
in T € Kategorie
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC
in: finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) FVOCI
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
in: finanzielle Vermögenswerte (FVPL) FVPL
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung n/a
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Beziehung FVPL
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC
Nichtfinanzielle Vermögenswerte
Aktive latente Steuern -
Summe Aktiva 1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC
Schuldscheindarlehen AC
Anleihen AC
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing n/a
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung n/a
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Beziehung FVPL
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC
Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern -
Summe Passiva 1


Nach IFRS 9 wird ein finanzieller Vermögenswert erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das zu Grunde liegende Geschäftsmodell darin besteht, die Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen und finanzielle Vermögenswerte zu verkaufen (Geschäftsmodellbedingung). Zusätzlich muss die Zahlungsstrombedingung erfüllt sein. Dies ist der Fall, wenn die vertraglichen Ausstattungsmerkmale des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen.

Die neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten führen für factoringfähige Forderungen auf Grund des hier vorliegenden Geschäftsmodells zu Änderungen bei deren Bewertung und Ausweis. Gleiches gilt für das anhaltende Engagement ("continuing involvement"), welches im Rahmen eines Teilabgangs verkaufter Forderungen erfasst wird. Diese finanziellen Vermögenswerte, die weiterhin in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden nun nicht mehr zu fortgeführten Anschaffungskosten, sondern ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen werden daher ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. Dabei unterliegen finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich dem gleichen Wertminderungsmodell wie die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte.

Eigenkapitalinstrumente und Derivate sind gemäß IFRS 9 in der Regel erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Für Eigenkapitalinstrumente gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht, Änderungen im beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis auszuweisen. STADA macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch und bewertet Eigenkapitalinstrumente, die in Form von Beteiligungen an anderen Unternehmen vorliegen, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Auf Grund der neuen Vorschriften zur Wertminderung werden nach IFRS 9 erwartete Verluste zukünftig früher aufwandswirksam erfasst. Während nach IAS 39 das Modell eingetretener Forderungsausfälle (Incurred-Losses-Modell) für die Bildung einer Risikovorsorge maßgeblich war, basiert diese gemäß IFRS 9 auf dem Modell erwarteter Forderungsausfälle (Expected-Credit-Losses-Modell). Dabei hat STADA für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte den vereinfachten Ansatz ("simplified approach") angewandt. Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte kommt grundsätzlich der allgemeine Ansatz zur Anwendung. Durch die Erstanwendung der Wertminderungsvorschriften gemäß IFRS 9 zum 01.01.2018 hat sich der Bestand der Wertminderungen insgesamt um 2,7 Mio. € erhöht. Die Überleitung der Risikovorsorge gemäß IAS 39 zu den erwarteten Kreditausfällen (Expected Credit Losses, ECL) gemäß IFRS 9 wird im Folgenden dargestellt:

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in T € Risikovorsorge
gemäß IAS 39
zum 31.12.2017
Neubewertung ECL gemäß
IFRS 9 zum
01.01.2018
Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (AC) 145.828 2.655 148.483
Wertberichtigung für sonstige finanzielle Vermögenswerte (AC) 11.414 2 11.416
Summe Wertberichtigungen 157.242 2.657 159.899


Für die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle gemäß IFRS 9 kommen länderspezifische Ausfallwahrscheinlichkeiten zur Anwendung.

Als Ergebnis der nach IFRS 9 vorgenommenen Änderungen ergeben sich zum 01.01.2018 Anpassungen für die Rücklage FVOCI sowie für den Gewinnvortrag - ohne Berücksichtigung der auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden Beträge -, die im Folgenden dargestellt werden:

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in T € Rücklage FVOCI
Stand am 31.12.2017 -
Erfolgsneutrale Bewertung der finanziellen Vermögenswerte (FVOCI) -50
Latente Steuern 12
Stand am 01.01.2018 gemäß IFRS 9 -38


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in T € Gewinnvortrag
Stand am 31.12.2017 717.364
Erfassung ECL gemäß IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte (AC) -2.523
Latente Steuern 358
Stand am 01.01.2018 gemäß IFRS 9 715.199


Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers". IFRS 15 regelt in einem 5-Stufen-Modell die Umsatzrealisierung für Verträge mit Kunden und ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 11 "Construction Contracts" und IAS 18 "Revenue". IFRS 15 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. STADA hat den neuen Standard erstmals zum 01.01.2018 angewandt. Dabei hat STADA vom Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung Gebrauch gemacht. Demnach werden die zum 01.01.2018 noch nicht vollständig erfüllten Verträge so bilanziert, als wäre der neue Standard IFRS 15 bereits bei deren Beginn angewandt worden, so dass der kumulierte Effekt aus der Umstellung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wird. Eine Anpassung der Vergleichszahlen der Vorjahresperioden erfolgt hierbei nicht.

Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 zum 01.01.2018 ergab sich ein in den Gewinnrücklagen erfasster erhöhender kumulierter Effekt in Höhe von 0,4 Mio. €. Der Effekt resultierte im Wesentlichen aus zu bilanzierenden vertraglichen Vermögenswerten, die im Rahmen von Retourenregelungen zukünftig anzusetzen sind, und den darauf zu bildenden latenten Steuern. Darüber hinaus ergaben sich Umgliederungen auf Grund erhaltener Anzahlungen von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. €. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung hat somit kaum Auswirkungen auf die Umsatzbilanzierung, da der wesentliche Teil der Umsätze im Konzernabschluss auf Grund von Routinetransaktionen realisiert wird. Es liegen im Konzern keine Vereinbarungen vor, die mehrere Leistungen innerhalb eines Vertrags oder innerhalb mehrerer Verträge regeln (Multi-Element-Arrangements). Auch bei der Bilanzierung von Lizenzvereinbarungen, die sich im Geschäftsjahr 2017 auf weniger als 2% der gesamten Umsatzerlöse beliefen, ist es nicht zu Änderungen gekommen. Alle Lizenzvereinbarungen von STADA haben entweder eine Bindung an den realisierten Umsatz des Lizenznehmers oder es sind weitere Aktivitäten seitens STADAs notwendig, die dem Lizenznehmer die Nutzung des Rechts ermöglichen. Wäre dies bei den vorhandenen Lizenzvereinbarungen nicht der Fall, so wäre auf Grund des neuen Standards IFRS 15 zukünftig die Umsatzrealisierung in Höhe des gesamten Lizenzentgelts bei Gewährung der Lizenz vorzunehmen und somit nicht mehr - wie aktuell - verteilt über die Laufzeit der Lizenz.

Die aus der Erstanwendung der neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 zum 01.01.2018 resultierenden Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz von STADA werden im Folgenden zusammengefasst dargestellt:

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Konzern-Bilanz in T €
Aktiva
31.12.2017
(ausgewiesen)
Anpassungen
gemäß IFRS 9
Anpassungen
gemäß IFRS 15
01.01.2018
(angepasst)
Langfristige Vermögenswerte 1.880.574 812 - 1.881.386
Immaterielle Vermögenswerte 1.474.342

1.474.342
Sachanlagen 332.738

332.738
Finanzanlagen 1.978

1.978
At equity bewertete Anteile 41.528

41.528
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.087

1.087
Andere Vermögenswerte 1.330

1.330
Aktive latente Steuern 27.571 812
28.383
Kurzfristige Vermögenswerte 1.323.952 -2.707 622 1.321.867
Vorräte 499.012

499.012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 520.441 -2.705
517.736
Vertragsvermögenswerte -
622 622
Ertragsteuerforderungen 14.346

14.346
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9.809 -2
9.807
Andere Vermögenswerte 35.323

35.323
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 243.194

243.194
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 1.827

1.827
Bilanzsumme 3.204.526 -1.895 622 3.203.253


scroll
Passiva 31.12.2017
(ausgewiesen)
Anpassungen
gemäß IFRS 9
Anpassungen
gemäß IFRS 15
01.01.2018
(angepasst)
Eigenkapital 1.006.406 -2.311 446 1.004.541
Gezeichnetes Kapital 162.090

162.090
Kapitalrücklage 514.206

514.206
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 717.364 -2.165 446 715.645
Sonstige Rücklagen -430.013 -38
-430.051
Eigene Anteile -1.405

-1.405
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 962.242 -2.203 446 960.485
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 44.164 -108
44.056
Langfristiges Fremdkapital 157.572 416 176 158.164
Pensionsrückstellungen 35.293

35.293
Finanzverbindlichkeiten 816

816
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.032

4.032
Andere Verbindlichkeiten 950

950
Passive latente Steuern 116.481 416 176 117.073
Kurzfristiges Fremdkapital 2.040.548 - - 2.040.548
Sonstige Rückstellungen 23.507

23.507
Finanzverbindlichkeiten 1.257.105

1.257.105
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 340.642
-563 340.079
Vertragsverbindlichkeiten -
563 563
Ertragsteuerverbindlichkeiten 69.663

69.663
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 226.108

226.108
Andere Verbindlichkeiten 123.523

123.523
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Verbindlichkeiten und Veräußerungsgruppen -

-
Bilanzsumme 3.204.526 -1.895 622 3.203.253


Folgende noch nicht angewandte IFRS-Standards wurden vom IASB veröffentlicht:

Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung von den mit Leasingverhältnissen verbundenen vertraglichen Rechten (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. STADA wird den neuen Standard erstmals zum 01.01.2019 und dabei voraussichtlich modifiziert retrospektiv anwenden, d.h., auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wird verzichtet. Dabei werden die Nutzungsrechte voraussichtlich mit den Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Umstellung gleichgesetzt.

Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht vollumfänglich abgeschlossen. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers wird zum Erstanwendungszeitpunkt eine deutliche Erhöhung der Bilanzsumme erwartet. Gemäß den zurzeit vorhandenen Leasingverträgen und den zurzeit vorliegenden Untersuchungsergebnissen erwartet STADA eine Bilanzierung von Nutzungsrechten in Höhe von ca. 40 Mio. € sowie eine Erfassung von Leasingverpflichtungen in Höhe von 40 Mio. €. Anstelle von Leasingaufwendungen werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge zukünftig Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - mit entsprechend positiver Auswirkung auf das EBITDA. STADA geht gemäß dem aktuellen Untersuchungsstand davon aus, dass sich die Abschreibungen der zurzeit vorhandenen Leasingverträge zukünftig auf ca. 40 Mio. € belaufen. Darüber hinaus erwartet STADA zukünftige Zinsaufwendungen in Höhe von ca. 10 Mio. €. Diese Aufwendungen waren gemäß den vorherigen Regelungen des IAS 17 "Leases" als Leasingaufwand vollständig im operativen Ergebnis sowie als Reduzierung des EBITDA erfasst worden. Der Umstellungseffekt betrifft bei STADA im Wesentlichen geleaste Immobilien, Geschäftsfahrzeuge sowie Büro- und Geschäftsausstattung.

Darüber hinaus wurde im Mai 2017 der IFRIC 23 "Uncertainty over Income Tax Treatmens" vom IASB herausgegeben, durch den eine Klarstellung der Anforderungen an Ansatz und Bewertung unsicherer Ertragsteuerpositionen erfolgte. Demnach hat ein Unternehmen im Rahmen der Einschätzung der Unsicherheit zu beurteilen, wie wahrscheinlich die Akzeptanz der ertragsteuerlichen Behandlung von Geschäftsvorfällen in der jeweiligen Steuerjurisdiktion ist. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. STADA befindet sich zurzeit in der Evaluierung der Auswirkungen des IFRIC 23 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

1.3. Konsolidierungskreis

Der Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellt.

Angesichts dessen, dass auf Grund des im 4. Quartal 2017 abgeschlossenen Vertrags zum Verkauf der von STADA an der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. gehaltenen Anteile zum 31.12.2019 diese Gesellschaft seit Dezember 2017 nicht mehr als Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10, sondern als assoziiertes Unternehmen gemäß IAS 28 bilanziert wird, werden die Finanzinformationen dieses Unternehmens seitdem nicht mehr berücksichtigt.

Im Berichtsquartal erfolgte zum 24.05.2018 die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung der russischen Tochtergesellschaft ZAO Makiz-Pharma auf die russische Tochtergesellschaft OOO Hemofarm unter Fortführung der Firmierung der OOO Hemofarm.

Damit waren zum Bilanzstichtag 30.06.2018 insgesamt 78 Gesellschaften als Tochterunternehmen und fünf Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernzwischenabschluss einbezogen.

1.4. Unternehmenszusammenschlüsse

In den ersten 6 Monaten 2018 gab es keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3.

2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

2.1. Umsatzerlöse

Der ausgewiesene Konzernumsatz reduzierte sich in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 1% auf 1.137,5 Mio. € (1-6/2017: 1.143,2 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, stieg der bereinigte Konzernumsatz um 5% auf 1.171,6 Mio. € (1-6/2017: 1.114,5 Mio. €).

2.2. Herstellungskosten und Bruttoergebnis

Die Herstellungskosten verringerten sich im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres - analog zu den reduzierten Umsätzen - auf 544,9 Mio. € (1-6/2017: 575,8 Mio. €). Dabei reduzierten sich die Herstellungskosten verglichen mit den Umsätzen überproportional. Das Bruttoergebnis vom Umsatz nahm im Berichtszeitraum auf 592,6 Mio. € zu (1-6/2017: 567,4 Mio. €). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,1% (1-6/2017: 49,6%).

2.3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten zeigten in den ersten 6 Monaten 2018 einen Anstieg auf 256,2 Mio. € (1-6/2017: 243,5 Mio. €).

2.4. Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen in der Berichtsperiode auf 86,3 Mio. € zurück (1-6/2017: 98,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf geringeren Beratungsaufwendungen.

2.5. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 25,6 Mio. € (1-6/2017: 11,7 Mio. €).

2.6. Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen nahmen im 1. Halbjahr 2018 auf 50,2 Mio. € ab (1-6/2017: 64,5 Mio. €).

2.7. Finanzielle Aufwendungen

Die finanziellen Aufwendungen verringerten sich in den ersten 6 Monaten 2018 auf 21,2 Mio. € (1-6/2017: 23,1 Mio. €) - im Wesentlichen auf Grund von geringeren Zinsaufwendungen.

2.8. Ertragsteuern

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern reduzierten sich in der Berichtsperiode auf 10,7 Mio. € (1-6/2017: 24,9 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote betrug 6,0% (1-6/2017: 20,7%). Diese Entwicklung hängt im Wesentlichen mit der Änderung des Steuerstatus der STADA Arzneimittel AG zusammen.

2.9. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich im 1. Halbjahr 2018 auf 2,66 € (1-6/2017: 1,45 €).

3. Angaben zur Konzernbilanz

3.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30.06.2018 auf 1.597,2 Mio. € (31.12.2017: 1.474,3 Mio. €). Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 391,8 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2017: 396,5 Mio. €).

3.2. Sachanlagen

Die Sachanlagen betrugen zum 30.06.2018 331,2 Mio. € (31.12.2017: 332,7 Mio. €).

3.3. Vorräte

Die Vorräte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 500,1 Mio. € (31.12.2017: 499,0 Mio. €).

3.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum 30.06.2018 auf 495,6 Mio. € (31.12.2017: 520,4 Mio. €).

3.5. Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen stiegen zum Bilanzstichtag auf 28,0 Mio. € (31.12.2017: 14,3 Mio. €).

3.6. Andere Vermögenswerte

Die kurzfristigen anderen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30.06.2018 um 24,3 Mio. € auf 59,6 Mio. € (31.12.2017: 35,3 Mio. €).

3.7. Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2018 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2018 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2017 sowie auf die daraus entstehenden erfolgsneutralen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen.

3.8. Finanzverbindlichkeiten

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2018 in Höhe von 420,2 Mio. € bzw. 992,4 Mio. € (31.12.2017: 1.257,1 Mio. € bzw. 0,8 Mio. €) enthalten vor allem Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von

194.5Mio. € haben (31.12.2017: 526,0 Mio. €), eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 289,7 Mio. € (31.12.2017: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 350,0 Mio. € und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300,0 Mio. €) sowie ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 884,1 Mio. € (31.12.2017: 0,0 Mio. €).

3.9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 30.06.2018 auf 276,8 Mio. € (31.12.2017:

340.6Mio. €).

3.10. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag auf 85,1 Mio. € (31.12.2017: 116,5 Mio. €).

3.11. Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 90,1 Mio. € (31.12.2017: 69,7 Mio. €).

3.12. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum 30.06.2018 auf 148,5 Mio. € (31.12.2017: 226,1 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einer Umgliederung hin zu den Finanzverbindlichkeiten aus einem von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen. Die Nidda Healthcare Holding AG (nunmehr Nidda Healthcare Holding GmbH) hatte sich im Rahmen des Übernahmeangebots verpflichtet, für die Finanzierungsbeträge, die bei vorzeitiger Rückzahlung der STADA-Finanzierungen anstehen, STADA eine Finanzierung zur Verfügung zu stellen.

4. Angaben zur Kapitalflussrechnung

4.1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, lag im 1. Halbjahr 2018 bei 95,0 Mio. € (1-6/2017: 89,5 Mio. €).

4.2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres -194,7 Mio. € (1-6/2017: -72,6 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beeinflusst.

4.3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 102,7 Mio. € (1-6/2017: -44,8 Mio. €). Die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellte Tilgung und Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten sind u.a. durch die folgenden Sachverhalte geprägt: Auf Grund der in 2017 erfolgten Übernahme waren die Gläubiger der STADA Arzneimittel AG gemäß den Finanzierungsbedingungen berechtigt, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen vorzeitig zu kündigen. In diesem Zusammenhang wurde während des 1. Quartals 2018 ein Teilbetrag in Höhe von 360,2 Mio. € vorzeitig fällig gestellt. Darüber hinaus erfolgte im 2. Quartal die planmäßige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 347,1 Mio. €. Zur Refinanzierung dieser Transaktionen erhielt STADA Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH und nutzte eigene Barmittel. Des Weiteren erfolgte eine Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 9,5 Mio. € aus eigenen Barmitteln.

4.4. Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2018 bei 3,9 Mio. € (1-6/2017: -31,8 Mio. €).

5. Segmentberichterstattung

5.1. Allgemeine Informationen

Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im I FRS-Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

5.2. Informationen nach operativen Segmenten

scroll
in T €
Q2/2018 Q2/2017 H1/2018 H1/2017
Generika Externe Umsatzerlöse 345.498 348.542 672.345 674.426

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 98 312 121 1.012

Gesamter Umsatz 345.596 348.854 672.466 675.438

Operatives Ergebnis 87.680 67.398 156.197 122.627

Planmäßige Abschreibungen 12.008 13.213 24.158 26.373

Wertminderungen 2.180 1.361 3.904 2.440

Wertaufholungen 501 536 501 536

EBITDA 101.374 81.461 183.785 150.954

Sondereffekte innerhalb des EBITDA -107 -132 -197 -257

davon:




• Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen -107 -132 -197 -257

• Abfindungen - - - -

• Beratungsleistungen - - - -

EBITDA bereinigt 101.267 81.329 183.588 150.697

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -53.744 -73.798 -146.870 -154.229
Markenprodukte Externe Umsatzerlöse 233.856 228.381 465.115 468.810

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - 6 - 10

Gesamter Umsatz 233.856 228.387 465.115 468.820

Operatives Ergebnis 37.413 31.929 85.125 72.831

Planmäßige Abschreibungen 16.322 16.650 31.774 32.633

Wertminderungen 3.152 17.888 3.204 17.954

Wertaufholungen - 1.918 - 1.918

EBITDA 56.999 64.549 120.215 121.500

Sondereffekte innerhalb des EBITDA -99 -113 -188 -109

davon:




• Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen -99 -113 -188 -109

• Abfindungen - - - -

• Beratungsleistungen - - - -

EBITDA bereinigt 56.900 64.436 120.027 121.391

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -2.768 -6.884 -12.327 -16.774
Überleitung Konzernholding/ Sonstiges und Konsolidierung Externe Umsatzerlöse -
-
-
-

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -98 -318 -121 -1.022

Gesamter Umsatz -98 -318 -121 -1.022

Operatives Ergebnis -22.582 -36.369 -50.873 -56.035

Planmäßige Abschreibungen 1.017 987 2.017 1.978

Wertminderungen - 270 - 270

Wertaufholungen - -407 - -

EBITDA -16.306 -33.656 -43.357 -51.526

Sondereffekte innerhalb des EBITDA 1.436 17.139 1.436 17.139

davon:




• Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen - - - -

• Abfindungen 1.436 - 1.436 -

• Beratungsleistungen - 17.139 - 17.139

EBITDA bereinigt -14.870 -16.517 -41.921 -34.387

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses 4.562 -17.419 -4.310 -13.820
Konzern Externe Umsatzerlöse 579.354 576.923 1.137.460 1.143.236

Umsatzerlöse mit anderen Segmenten




Gesamter Umsatz 579.354 576.923 1.137.460 1.143.236

Operatives Ergebnis 102.511 62.958 190.449 139.423

Planmäßige Abschreibungen 29.347 30.850 57.949 60.984

Wertminderungen 5.332 19.519 7.108 20.664

Wertaufholungen 501 2.047 501 2.454

EBITDA 142.067 112.354 260.643 220.928

Sondereffekte innerhalb des EBITDA 1.230 16.894 1.051 16.773

davon:




• Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen -206 -245 -385 -366

• Abfindungen 1.436 - 1.436 -

• Beratungsleistungen - 17.139 - 17.139

EBITDA bereinigt 143.297 129.248 261.694 237.701

Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses -51.950 -98.101 -163.507 -184.823


5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnis

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in T € Q2/2018 Q2/2017 H1/2018 H1/2017
Bereinigtes EBITDA der Segmente 158.167 145.765 303.615 272.088
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 206 245 385 366
Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung -16.306 -33.656 -43.357 -51.526
Planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen 34.178 48.322 64.556 79.194
Finanzielle Erträge 2.134 719 3.477 1.557
Finanzielle Aufwendungen 11.832 11.392 21.231 23.109
Ergebnis vor Steuern Konzern 98.191 53.359 178.333 120.182


6. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu Finanzinstrumenten

Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden:

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Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen in T € auf wiederkehrender Grundlage Stufe 1
Notierte Preise auf
aktiven Märkten
Stufe 2
Bewertungsmethoden
mit am Markt
beobachtbaren
Inputparametern
Stufe 3
Bewertungsmethoden
mit nicht am Markt
beobachtbaren
Inputparametern
30.06.2018 30.06.2017
30.06.2018 30.06.2017
30.06.2018 30.06.2017
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)





• Factoringfähige Forderungen - - - - 54.914 -
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL)





• Devisentermingeschäfte - - 40 2.592 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL)





• Devisentermingeschäfte - - 178 318 - -
• Zins-/Währungsswaps - - - - - 2.741
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung





• Fair-Value-Hedges - - 908 - - -


Die neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten gemäß IFRS 9 führen für factoringfähige Forderungen auf Grund des hier vorliegenden Geschäftsmodells zu Änderungen bei deren Bewertung und Ausweis. Gleiches gilt für das anhaltende Engagement ("continuing involvement"), welches im Rahmen eines Teilabgangs verkaufter Forderungen erfasst wird. Diese finanziellen Vermögenswerte, die weiterhin in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden nun nicht mehr zu fortgeführten Anschaffungskosten, sondern ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden daher in der vorstehenden Tabelle aufgeführt. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen, der nur unwesentlich von dem sich zu fortgeführten Anschaffungskosten ergebenden Wert abweicht, werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst.

STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen.

Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVPL) und finanziellen Verbindlichkeiten (FVPL) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Devisenswaps, im Vorjahr Zins-/Währungsswaps und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten Verfahren ermittelt. Im Vorjahr wurden die beizulegenden Zeitwerte anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt.

STADA designiert Devisentermingeschäfte (EUR/RUB, EUR/DKK, EUR/CHF, EUR/USD und EUR/GBP) als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung des Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse ergeben, werden durch die Wertänderungen der Devisentermingeschäfte ausgeglichen. Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv.

Die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entwickelten sich im 1. Halbjahr 2018 wie folgt:

scroll
in T € Zum Fair Value
bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Zum Fair Value
bewertete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2018 - -
Anpassungen gemäß IFRS 9 14.090 -
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen 15 -
Gesamtergebnis

• erfolgswirksam - -
• erfolgsneutral -41 -
Zugänge 54.990 -
Realisierungen -14.140 -
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 30.06.2018 54.914 -
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse - -
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen - -
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend - -
Finanzergebnis - -
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend - -


Im 1. Halbjahr 2017 hatten sich die in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wie folgt entwickelt:

scroll
in T € Zum Fair Value
bewertete
finanzielle
Vermögenswerte
Zum Fair Value
bewertete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Stand am 01.01.2017 9.910 -3.362
Umgliederung von Stufe 2 - -
Währungsänderungen - -
Gesamtergebnis -268 621
• erfolgswirksam -268 621
• erfolgsneutral - -
Zugänge - -
Realisierungen -9.642 -
Umgliederung in Stufe 2 - -
Stand am 30.06.2017 - -2.741
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -268 621
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen -151 472
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend - 472
Finanzergebnis -117 149
davon

• auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten entfallend - 149


Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert vom Buchwert abweicht, wurden zum 30.06.2018 die folgenden Angaben gemacht:

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in T € Buchwert
30.06.2018
Fair Value
30.06.2018
Buchwert
31.12.2017
Fair Value
31.12.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.898 45.940 84.823 84.772
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 884.109 1.093.054 - -
Schuldscheindarlehen 194.256 200.570 525.112 526.000
Anleihen 288.284 292.565 647.986 655.656
Finanzverbindlichkeiten 1.412.547 1.632.129 1.257.921 1.266.428


Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind der Bewertungskategorie der "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten" (AC) gemäß IFRS 9 zugeordnet. Die Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Bewertungskategorien zum 01.01.2018 gemäß IFRS 9 im Vergleich zum 31.12.2017 gemäß IAS 39 wird detailliert in Angabe 1.2. dargestellt. Im 1. Halbjahr 2018 haben sich darüber hinaus keine Änderungen in der Klassifizierung ergeben.

Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

7. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert.

Zu den im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergaben sich in den ersten 6 Monaten 2018 zusätzliche wesentliche mögliche Verpflichtungen in Höhe von 4,3 Mio. € auf Grund von möglichen Verpflichtungen in Bezug auf Patentrisiken. Gegenläufig sind mögliche Verpflichtungen auf Grund eines Verbots wirtschaftlicher Aktivitäten zwischen Russland und der Ukraine in Höhe von 2,0 Mio. € entfallen.

Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen:

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in T € 30.06.2018
31.12.2017
Verpflichtungen aus Operating-Leasing 52.552 121.317
Übrige finanzielle Verpflichtungen 86.781 69.085
Summe 139.333 190.402


Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betrafen zum 30.06.2018 im Wesentlichen eine Bürgschaft über 25,0 Mio. € gegenüber Hospira Inc., Lake Forest, Illinois, USA, im Zusammenhang mit einem Liefervertrag zwischen Hospira und den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an dem assoziierten Unternehmen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG.

STADA als Sicherungsgeber erfasste diese Bürgschaft im Berichtszeitraum als Finanzgarantie gemäß IAS 39 mit ihrem Fair Value in Höhe von nur 0,3 Mio. € (31.12.2017: 0,3 Mio. €), da STADA von einer Inanspruchnahme dieser gewährten Bürgschaft aktuell nicht ausgeht.

Darüber hinaus sind u.a. weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

8. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2017 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen ergaben sich im 1. Halbjahr 2018 die folgenden wesentlichen Änderungen:

Am 02.02.2018 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG statt, die mit einer Mehrheit von 99% dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) vom 19.12.2017 zwischen der Nidda Healthcare GmbH als herrschendem Unternehmen und STADA als abhängigem Unternehmen zustimmte. Der Vertrag wurde am 20.03.2018 mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam.

9. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Am 08.06.2018 hatte STADA die Aufforderung der Anleihegläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022 zur Stimmabgabe im Rahmen einer Abstimmung ohne Versammlung veröffentlicht, die das Ziel hatte, einen gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu bestellen und Anpassungen an den Anleihebedingungen der STADA-Anleihe 2015/2022 vorzunehmen.1) Am 29.06.2018 hatte STADA eine Einladung zur Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger der STADA-Anleihe 2015/2022 veröffentlicht, die notwendig wurde, da in der ersten Abstimmung ohne Versammlung vom 26. bis 28.06.2018 das gesetzlich erforderliche Quorum nicht erreicht worden war.1) Am 17.07.2018 gab STADA die Beschlussergebnisse der Gläubigerversammlung vom 17.07.2018 bekannt.2) Entsprechend des im Rahmen der Gläubigerversammlung geänderten Beschlussvorschlags zu Tagesordnungspunkt III hatten die Anleihegläubiger beschlossen, One Square Advisory Services GmbH zum gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu bestellen. Die Tagesordnungspunkte IV und V wurden auf Vorschlag des Versammlungsleiters und von STADA auf den 18.09.2018 vertagt.

1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 08.06.2018.


1) Vgl. Investor News der Gesellschaft vom 29.06.2018.
2) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 17.07.2018.


Impressum

Herausgeber:

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0, Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de

Der Vorstand:

Dr. Claudio Albrecht (Vorsitzender), Mark Keatley, Miguel Pagan

Der Aufsichtsrat:

Dr. Günter von Au (Vorsitzender), Jens Steegers1) (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Eric Cornut, Halil Duru1) , Jan-Nicolas Garbe, Benjamin Kunstler, Dr. Ute Pantke2) , Bruno Schick, Dr. Michael Siefke

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung von STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen.

Rundungen:

In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht.

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1) Arbeitnehmervertreter.
2) Arbeitnehmervertreterin.


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