![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelSTADA-Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019STADA-Zwischenbericht1. Halbjahr 2019STADA-KENNZAHLENscroll
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1)
Die Bereinigungen der Währungs- und Portfolioeffekte zeigen sich ausschließlich als
Anpassung des Vorjahresumsatzes. Die Währungsbereinigung der Vorjahresumsätze erfolgt
unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres. ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT DES VORSTANDSÜberblickIm 1. Halbjahr 2019 verzeichnete der STADA-Konzern eine im Rahmen der Erwartung liegende
Geschäftsentwicklung. Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres
um 11% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018: 1.137,5 Mio. €). Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen,
die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, erhöhte
sich der bereinigte Konzernumsatz um 8% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018: 1.168,7 Mio.
€). Das ausgewiesene EBITDA wies im Berichtszeitraum eine Steigerung von 7% auf 277,9
Mio. € auf (1-6/2018: 260,6 Mio. €). Das bereinigte EBITDA zeigte einen Anstieg von
13% auf 294,5 Mio. € (1-6/2018: 261,7 Mio. €). Auf der am 29.05.2019 stattgefundenen ordentlichen Hauptversammlung stimmten die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten, die von der Verwaltung zur Abstimmung gestellt wurden, mit großer Mehrheit zu.1) Insgesamt waren 94,7% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Am 31.05.2019 gab STADA bekannt, dass die Gesellschaft mit XBrane Biopharma AB die strategische Partnerschaft zur Entwicklung von Biosimilars ausbaut.2) Am 07.06.2019 veröffentlichte STADA, dass die Gesellschaft über ihre britische Tochtergesellschaft Thornton & Ross und GlaxoSmithKline einen Vertrag für den Kauf von fünf Hautpflegemarken und einem pädiatrischen Hustenmittel in Europa sowie ausgewählten Märkten in APAC und Lateinamerika unterzeichnet haben.3) Umsatzentwicklung des STADA-KonzernsDer ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich im 1. Halbjahr 2019 um 11% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018: 1.137,5 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf die im 2. Quartal 2019 erfolgte Einführung von Bortezomib STADA® zurückzuführen.11 Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio
und Währungseffekten basierten, stieg der bereinigte Konzernumsatz in den ersten 6
Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 8% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018: 1.168,7
Mio. €). Die Bereinigungen der Währungseffekte zeigen sich ausschließlich als Anpassung des
Umsatzes im 1. Halbjahr 2018. Die Währungsbereinigung der ersten 6 Monate 2018 erfolgt
unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtszeitraums. Die Portfolioeffekte betreffen
sowohl den Umsatz des entsprechenden Vorjahreszeitraums als auch den Umsatz des Berichtszeitraums
-wobei die Anpassung nur für den entsprechenden Vorjahreszeitraum vorgenommen wird.
Die Überleitung des ausgewiesenen Umsatzes des 1. Halbjahres 2018 zu dem um Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigten Umsatz des 1. Halbjahres 2018 stellte sich wie folgt
dar: 1)
Vgl. Website der Gesellschaft unter www.stada.com/de. Überleitung des ausgewiesenen Umsatzes des 1. Halbjahres 2018 zum bereinigten Umsatz des 1. Halbjahres 2018 in Mio. €![]() Im Detail sahen die Umsatzeinflüsse, die aus Veränderungen im Konzern-Portfolio und
Währungseffekten resultierten, wie folgt aus: Die Portfolioveränderungen beliefen sich als Anpassung für den entsprechenden Vorjahreszeitraum
auf insgesamt 31,6 Mio. €. Dies entspricht 3,0%. Die Portfolioveränderungen basierten
im Wesentlichen auf der Konsolidierung der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG seit dem 30.09.2018
sowie der Umsatzbeiträge des akquirierten Produkt-Portfolios Nizoral. Bei Anwendung der Wechselkurse des 1. Halbjahres 2019 im Vergleich zu denen des 1.
Halbjahres 2018 für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro
wies STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 0,4 Mio.
€ bzw. 0,0 Prozentpunkten auf. Die für STADA wichtigsten Landeswährungen britisches Pfund, russischer Rubel und serbischer
Dinar in Relation zur Konzernwährung Euro entwickelten sich in der Berichtsperiode
im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wie folgt: scroll
Angesichts dessen, dass die Währungsrelationen in anderen für STADA wichtigen Ländern
auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung
Euro nur einen geringfügigen Einfluss haben, wird auf die Darstellung in diesem Bericht
verzichtet. Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen gezeigt werden, sind diese jeweils um Portfolio-
und Währungseffekte bereinigt. Ertragsentwicklung des STADA-KonzernsDas ausgewiesene operative Ergebnis nahm in den ersten 6 Monaten 2019 um 1% auf 189,4
Mio. € ab (1-6/2018: 190,4 Mio. €). Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich
um 13% auf 231,0 Mio. € (1-6/2018: 204,7 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA verzeichnete
ein Wachstum von 7% auf 277,9 Mio. € (1-6/2018: 260,6 Mio. €). Diese Entwicklung war
insbesondere auf die im 2. Quartal 2019 erfolgte Einführung von Bortezomib STADA®
zurückzuführen. Das bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 13% auf 294,5 Mio.
€ auf (1-6/2018: 261,7 Mio. €). Im 1. Halbjahr 2019 addierten sich die Sondereffekte zu einer Ertragsbelastung von
41,6 Mio. € vor Steuern bzw. zu einer Ertragsbelastung von 37,9 Mio. € nach Steuern.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte
bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen
des STADA-Konzerns: scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. Im 1. Halbjahr 2018 hatte der Konzern auf Grund von Sondereffekten eine Ertragsbelastung
von 14,2 Mio. € vor Steuern bzw. eine Ertragsentlastung von 15,6 Mio. € nach Steuern
verzeichnet. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu
den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen
Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns: scroll
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der
tabellarischen Darstellung ergeben. In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des Konzerns
und die sich daraus ergebenden Margen sowohl auf ausgewiesener als auch bereinigter
Basis für das 1. Halbjahr 2019 sowie den entsprechenden Vorjahreszeitraum dargestellt: Entwicklung der ausgewiesenen Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
Entwicklung der bereinigten2) Ertragskennzahlen des STADA-Konzernsscroll
1)
Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz. Die Herstellungskosten erhöhten sich im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
auf 597,9 Mio. € (1-6/2018: 544,9 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg auf
665,5 Mio. € (1-6/2018: 592,6 Mio. €). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,7%
(1-6/2018: 52,1%) -insbesondere auf Grund der im 3. Quartal 2018 erfolgten Einführung
von Pemetrexed STADA® und der im 2. Quartal 2019 erfolgten Einführung von Bortezomib
STADA®. Die Vertriebskosten zeigten in den ersten 6 Monaten 2019 einen Anstieg auf 293,0 Mio.
€ (1-6/2018: 256,2 Mio. €). Diese Entwicklung ist vorwiegend auf Investitionen in
den Vertrieb im Generika- und Markenprodukt-Bereich in Belgien, Italien, Spanien und
Deutschland zurückzuführen. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen in der Berichtsperiode auf 104,7 Mio. €
(1-6/2018: 86,3 Mio. €). Die sonstigen Erträge verringerten sich im 1. Halbjahr 2019 auf 16,0 Mio. € (1-6/2018:
25,6 Mio. €). Die anderen Aufwendungen nahmen im Berichtszeitraum auf 60,0 Mio. € zu (1-6/2018:
50,2 Mio. €). Die finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2019 auf 2,6 Mio.
€ (1-6/2018: 3,5 Mio. €) Die finanziellen Aufwendungen erhöhten sich im 1. Halbjahr 2019 auf 23,4 Mio. € (1-6/2018:
21,2 Mio. €). Die Aufwendungen aus Ertragsteuern stiegen in der Berichtsperiode auf 26,2 Mio. €
(1-6/2018: 10,7 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote betrug 15,6% (1-6/2018: 6,0%). Das Ergebnis je Aktie lag im 1. Halbjahr 2019 bei 2,22 € (1-6/2018: 2,66 €). Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments GenerikaDer ausgewiesene Umsatz des Segments Generika stieg im 1. Halbjahr 2019 um 11% auf
745,2 Mio. € (1-6/2018: 672,4 Mio. €). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse
bereinigte Umsatz des Segments Generika verzeichnete eine Steigerung von 8% auf 745,2
Mio. € (1-6/2018: 691,5 Mio. €). Generika trugen 59,0% zum Konzernumsatz bei (1-6/2018:
59,1%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika nahm in den ersten 6 Monaten
2019 um 11% auf 173,9 Mio. € zu (1-6/2018: 156,2 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA
der Generika erhöhte sich um 18% auf 216,8 Mio. € (1-6/2018: 183,8 Mio. €). Die ausgewiesene
operative Gewinnmarge der Generika betrug 23,3% (1-6/2018: 23,2%). Die ausgewiesene
EBITDA-Marge der Generika belief sich auf 29,1% (1-6/2018: 27,3%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika stieg im Berichtszeitraum um
19% auf 189,2 Mio. € (1-6/2018: 158,6 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika
wies einen Anstieg von 20% auf 219,4 Mio. € auf (1-6/2018: 183,6 Mio. €). Die bereinigte
operative Gewinnmarge der Generika lag bei 25,4% (1-6/2018: 23,6%). Die bereinigte
EBITDA-Marge der Generika betrug 29,4% (1-6/2018: 27,3%). Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments MarkenprodukteDer ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte erhöhte sich in der Berichtsperiode
um 11% auf 518,2 Mio. € (1-6/2018: 465,1 Mio. €). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse
bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte zeigte ein Wachstum von 9% auf 518,2
Mio. € (1-6/2018: 477,2 Mio. €). Markenprodukte steuerten 41,0% zum Konzernumsatz
bei (1-6/2018: 40,9%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte nahm im 1. Halbjahr
2019 um 12% auf 95,2 Mio. € zu (1-6/2018: 85,1 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA der
Markenprodukte verzeichnete eine Steigerung von 12% auf 134,5 Mio. € (1-6/2018: 120,2
Mio. €). Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf
18,4% (1-6/2018: 18,3%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei
26,0% (1-6/2018: 25,8%). Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte nahm im Berichtszeitraum
um 12% auf 107,3 Mio. € zu (1-6/2018: 95,5 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte
erhöhte sich um 12% auf 134,3 Mio. € (1-6/2018: 120,0 Mio. €). Die bereinigte operative
Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 20,7% (1-6/2018: 20,5%). Die bereinigte EBITDA-Marge
der Markenprodukte belief sich auf 25,9% (1-6/2018: 25,8%). Entwicklung, Produktion, Beschaffung und Supply-ChainDie Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in den ersten 6 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres bei 34,3 Mio. € (1-6/2018: 34,9 Mio. €). Darüber hinaus aktivierte
STADA Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 9,3 Mio. € (1-6/2018:
9,1 Mio. €). STADA investiert kontinuierlich in die konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore.
Die im 1. Halbjahr 2019 erfolgten Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung
von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen sowie Prüflaboren betrugen 12,8 Mio. € (1-6/2018:
9,8 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage sowie CashflowDie Vermögens- und Finanzlage des STADA-Konzerns entwickelte sich im Berichtszeitraum
positiv. Zum Stichtag 30.06.2019 verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 34,1%
(31.12.2018: 33,1%). Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2019 auf 1.034,8
Mio. € (31.12.2018: 1.079,5 Mio. €). Darin enthalten ist auch ein Gesellschafterdarlehen
in Höhe von 929,6 Mio. €. Für alle Zahlen inklusive Nidda wird auf den Konzern-Halbjahresbericht
2019 der Nidda German Topco GmbH verwiesen (vgl.: www.niddahealthcare-offer.com). Die Finanzierung in Höhe von nominal 1.289,9 Mio. € setzte sich zum 30.06.2019 wie
folgt zusammen: scroll
Zur Besicherung der Ansprüche aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten und bestimmten
anderen Finanzierungsverbindlichkeiten, die von der Nidda und ihren verbundenen Unternehmen
(einschließlich STADA) aufgenommen worden sind, wurden im Rahmen gesellschaftsspezifischer
Sicherungsvereinbarungen dingliche Sicherheiten bestellt. STADA hat Gesellschaftsanteile
an ausgewählten direkten oder indirekten Beteiligungsunternehmen verpfändet. STADA
betrachtet es als unwahrscheinlich, dass diese finanziellen Verpflichtungen zu materiellen
Verbindlichkeiten führen. Am 20.12.2018 informierte STADA darüber, dass sie und gewisse wesentliche Tochtergesellschaften -entsprechend der durch die Nidda erteilten Weisung -bestimmte dingliche Sicherheiten bestellt haben, um Kapitalmarktverbindlichkeiten und andere Finanzierungsverbindlichkeiten zu besichern, die von der Nidda und deren verbundenen Unternehmen aufgenommen bzw. garantiert worden sind.1) Die Bestellung dieser dinglichen Sicherheiten führte dazu, dass die Inhaber der STADA 300.000.000 € 1,75% Anleihen mit Fälligkeit in 2022 das Recht hatten, Rückzahlung des Nennbetrags und aufgelaufener Zinsen unter den STADA-Anleihen zu verlangen. Am 08.01.2019 veröffentlichte STADA ein entsprechendes Rückkaufangebot, dessen finales Ablaufdatum auf den 19.06.2019 datiert war.2) Am 21.06.2019 gab STADA bekannt, dass unter dem Rückkaufangebot seit dessen Bekanntmachung am 08.01.2019 Schuldverschreibungen in Höhe eines Nennbetrags von 6.676.000 € zurückgekauft worden sind.2) Zur Refinanzierung des Konzerns gab es zum 30.06.2019 eine Unternehmensanleihe in
Höhe von 267,4 Mio. € (31.12.2018: 274,1 Mio. €) mit einer Verzinsung von 1,75% p.a.
Darüber hinaus verfügte der Konzern zum 30.06.2019 über Schuldscheindarlehen mit einem
Nominalwert in Höhe von insgesamt 52,5 Mio. € (31.12.2018: 178,0 Mio. €). 1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 20.12.2018. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2019 auf 1.710,2 Mio. € (31.12.2018:
1.707,2 Mio. €). Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 394,5
Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2018: 388,8 Mio. €). Die Sachanlagen beliefen sich zum 30.06.2019 auf 412,2 Mio. € (31.12.2018: 351,5 Mio.
€). Die Finanzanlagen lagen zum 30.06.2019 bei 6,5 Mio. € (31.12.2018: 2,3 Mio. €). Diese
Veränderung bezieht sich im Wesentlichen auf die zum Fair-Value-Ansatz bewerteten
Anteile an der erworbenen schwedischen Gesellschaft XBrane Biopharma AG. Die at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,0 Mio. € (31.12.2018:
24,6 Mio. €). Die Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 535,6 Mio. € (31.12.2018: 515,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.06.2019 auf 539,4
Mio. € (31.12.2018: 516,0 Mio. €). Die Ertragsteuerforderungen stiegen zum 30.06.2019 auf 13,1 Mio. € (31.12.2018: 8,5
Mio. €). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2019 auf 102,1 Mio. € zu
(31.12.2018: 13,6 Mio. €). Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
erhöhten sich zum 30.06.2019 auf 20,1 Mio. € (31.12.2018: 0,1 Mio. €). Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres
2019 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden,
einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind
in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2019 erfolgte Anstieg der sonstigen Rücklagen war
insbesondere auf die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2018 sowie auf
die daraus entstandenen erfolgsneutralen Erträge aus der Währungsumrechnung der in
dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2019 in
Höhe von 44,2 Mio. € bzw. 1.244,7 Mio. € (31.12.2018: 444,9 Mio. € bzw. 978,4 Mio.
€) enthalten vor allem ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 929,6 Mio. € (31.12.2018:
929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von 52,5 Mio. €
haben (31.12.2018: 178,0 Mio. €), und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von
267,4 Mio. € (31.12.2018: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 274,1 Mio.
€). Die Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und der Anstieg der
langfristigen Finanzverbindlichkeiten basierten auf der Umklassifizierung der STADA-Anleihe
2022 von kurzfristig auf langfristig. Nach Ablauf des Rückkaufangebots vom 08.01.2019
am 19.06.2019 besteht kein Kündigungsrecht mehr bzw. ein mögliches Kündigungsrecht
ist verwirkt. Aus diesem Grund wurde die Anleihe gemäß ihrer originären Laufzeit wieder
auf langfristig umklassifiziert. Darüber hinaus resultierte die Verringerung der kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten aus der Rückzahlung von weiteren Schuldscheindarlehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 30.06.2019
auf 308,5 Mio. € (31.12.2018: 315,1 Mio. €). Die passiven latenten Steuern erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 94,2 Mio. € (31.12.2018:
83,9 Mio. €). Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen zum 30.06.2019 auf 443,5 Mio.
€ (31.12.2018: 292,9 Mio. €). Die anderen Verbindlichkeiten betrugen 147,5 Mio. € zum 30.06.2019 (31.12.2018: 129,7
Mio. €). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer
Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und
bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich
im 1. Halbjahr 2019 auf 141,6 Mio. € (1-6/2018: 95,0 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten
des laufenden Geschäftsjahres -67,8 Mio. € (1-6/2018: -194,7 Mio. €). Der Cashflow
aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen
für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beeinflusst. Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich
des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag in der Berichtsperiode bei 73,8 Mio.
€ (1-6/2018: -99,6 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw.
Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow
erhöhte sich auf 91,7 Mio. € (1-6/2018: 61,6 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
-163,8 Mio. € (1-6/2018: 102,7 Mio. €). Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2019 bei -89,7 Mio. €
(1-6/2018: 3,9 Mio. €). Akquisitionen und DesinvestitionenAm 31.05.2019 gab STADA bekannt, dass die Gesellschaft mit XBrane Biopharma AB die strategische Partnerschaft zur Entwicklung von Biosimilars ausbaut.1) Dies ermöglicht beiden Unternehmen die Prüfung potenzieller Entwicklungs- und Vermarktungskooperationen rund um die präklinischen Biosimilars Xcimzane und Xdivane von XBrane sowie weitere Biosimilars, die sich für die Portfolios beider Unternehmen eignen. Am 07.06.2019 veröffentlichte STADA, dass die Gesellschaft über ihre britische Tochtergesellschaft Thornton & Ross und GlaxoSmithKline einen Vertrag für den Kauf von fünf Hautpflegemarken und einem pädiatrischen Hustenmittel in Europa sowie ausgewählten Märkten in APAC und Lateinamerika unterzeichnet haben.2) Der Vertrag wurde zum 31.07.2019 wirksam. Mit der Akquisition baut STADA in den genannten Märkten das Consumer-Health-Geschäft weiter aus. STADA-AktieEnde des 1. Halbjahres 2019 betrug der Kurs der STADA-Aktie 83,30 € (Ende 1. Halbjahr
2018: 80,44 €). Die Marktkapitalisierung belief sich zum Ende des 1. Halbjahres 2019
auf 5,2 Mrd. € (Ende 1. Halbjahr 2018: 5,0 Mrd. €). Zum 30.06.2019 war das gezeichnete Grundkapital der STADA Arzneimittel AG in Höhe
von 162.090.344,00 € (31.12.2018: 162.090.344,00 €) in 62.342.440 Namensaktien mit
einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 € eingeteilt (31.12.2018: 62.342.440
Namensaktien). Die bei STADA eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website unter www.stada.com/de
bzw. www.stada.com veröffentlicht. Auf der am 29.05.2019 stattgefundenen ordentlichen Hauptversammlung stimmten die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten, die von der Verwaltung zur Abstimmung gestellt wurden, mit großer Mehrheit zu.3) Insgesamt waren 94,7% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDer Vorstand geht aus heutiger Sicht davon aus, die im Geschäftsbericht 2018 für das
Geschäftsjahr 2019 veröffentlichten Wachstumsziele zu erreichen. Gemeinsam mit den
in diesem Zwischenbericht enthaltenen Ergänzungen und Aktualisierungen ergibt sich
nach Ansicht des Vorstands damit ein aktuelles Gesamtbild der voraussichtlichen Entwicklung
sowie der Chancen und Risiken für das verbleibende Geschäftsjahr des STADA-Konzerns. Demnach ist das Geschäftsmodell von STADA auf Grund der allgemeinen und generikaspezifischen
Wachstumstreiber in der Gesundheits- und Pharmabranche sowie der Wachstumsprognosen
im Bereich Markenprodukte auf Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen ausgerichtet. 1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 31.05.2019. Damit verbunden sind jedoch auch operative Risiken und Herausforderungen, die insbesondere
aus geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation (z.B. zusätzliche behördliche
Anforderungen an klinische Studien, die zu verlängerten Entwicklungszeiten etwa für
Biosimilars führen können) und/oder einem intensiven Wettbewerb resultieren. Somit
wird der Konzern auch künftig nicht operativ bedingten Einflussfaktoren wie negativen
konzernrelevanten Währungsrelationen sowie den Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Konflikts
und damit verbundener Sanktionen gegenüber Russland ausgesetzt sein. Zudem könnten
auch die möglicherweise negativen makroökonomischen Folgen im Zusammenhang mit der
Austrittsentscheidung Großbritanniens aus der EU Auswirkungen haben. Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns damit sowohl
durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet
sein. Angesichts des Transformationsprozesses inklusive der zahlreichen Initiativen zur
Effizienzsteigerung, der weiter entwickelten Unternehmensstrategie sowie der strategischen
Erfolgsfaktoren sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen. scroll
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnungscroll
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Anhang1. Allgemeines1.1. RechnungslegungsmethodenDer Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 115 Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 115 Abs. 3 WpHG einen Konzernzwischenabschluss
und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung
der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung,
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der verkürzte Konzernzwischenlagebericht
wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch wurden sie gemäß § 317
HGB geprüft. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2019 wurde unter Beachtung
der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung
mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss
zum 31.12.2018 gewählt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der
EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2019 verpflichtend
anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet. In diesem Konzernzwischenabschluss kommen -mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten
geänderten Rechnungslegungsmethoden -die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden
wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich
der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewandten Grundlagen und Methoden grundsätzlich
auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2018 verwiesen. 1.2. Geänderte RechnungslegungsmethodenDie vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen
von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2019
hat STADA im 1. Halbjahr 2019 beachtet und sofern relevant angewandt. Soweit diese
Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben, werden diese im Folgenden detailliert
dargestellt. Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim
Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung von den mit Leasingverhältnissen verbundenen
vertraglichen Rechten (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der
Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing
ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist
zulässig. STADA hat den neuen Standard erstmals zum 01.01.2019 modifiziert retrospektiv
angewendet, d.h. auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Dabei wurden die
Nutzungsrechte mit den Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Umstellung gleichgesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich als Barwert zukünftiger Leasingzahlungen,
anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten, die bei Demontage und Beseitigung
bzw. bei Wiederherstellung des Leasinggegenstands entstehen. Erhaltene Leasinganreize
werden in Abzug gebracht. Von dem Wahlrecht, Nicht-Leasingkomponenten grundsätzlich
als Leasingzahlungen zu berücksichtigen, wird Gebrauch gemacht. Der erstmalige Ansatz
der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum Barwert der zu leistenden Leasingverbindlichkeiten.
In der Folgebewertung werden die Leasingverbindlichkeiten aufgezinst und um geleistete
Leasingzahlungen gemindert. Die von IFRS 16 eingeräumten Wahlrechte, auf den Ansatz eines Nutzungsrechts und der
Leasingverbindlichkeit für (kurzfristige) Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis
zu zwölf Monaten bzw. für Leasingverträge zu geringwertigen Vermögenswerten zu verzichten,
wird Gebraucht gemacht. Beim Übergang auf IFRS 16 haben aktuelle Erkenntnisse bei der Bestimmung der Laufzeit
von Leasingverträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen Eingang gefunden. Für
die Bewertung des Nutzungsrechts blieben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die
anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt. Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen
in der Bilanz des Leasingnehmers erfolgten zum Erstanwendungszeitpunkt ein deutlicher
Anstieg der Vermögenswerte in Höhe von 52,2 Mio. € und ein korrespondierender Anstieg
der kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten, die in der Bilanzposition "Sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden. Der Unterschied zwischen den mit
dem Grenzfremdkapitalzinssatz diskontierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen
aus Leasingverträgen zum 31.12.2018 und den zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung
von IFRS 16 zum 01.01.2019 in der Bilanz ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten ergibt
sich im Wesentlichen durch die nach IFRS 16 zu treffende Beurteilung zur Ausübung
von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen. Anstelle von Leasingaufwendungen für operative Leasingverhältnisse werden durch die
Änderungen von IFRS 16 in der Folge Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst, mit entsprechender Auswirkung auf das EBITDA. Die Abschreibungen
für diese Leasingverträge beliefen sich im 1. Halbjahr 2019 auf 10,3 Mio. €. Darüber
hinaus wies STADA im Berichtszeitraum Zinsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. € aus.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Leasingaufwendungen für operative Leasingverhältnisse
gemäß den im Vorjahr anzuwendenden Regelungen des IAS 17 "Leases" vollständig im operativen
Ergebnis sowie als Reduzierung des EBITDA erfasst. Neben der geänderten Erfassung
der Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung führte auch die geänderte Erfassung
der Aufwendungen in der Kapitalflussrechnung zu einer Verbesserung des Cashflows aus
laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 11,2 Mio. € im 1. Halbjahr 2019. Gegenläufig
ergaben sich höhere Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
innerhalb des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit. Der Umstellungseffekt betrifft bei STADA im Wesentlichen geleaste Immobilien und Geschäftsfahrzeuge. Die aus der Erstanwendung des neuen Standards IFRS 16 zum 01.01.2019 resultierenden
Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz von STADA werden im Folgenden zusammengefasst
dargestellt: Aktivascroll
Passivascroll
Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen
werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
erwartet. 1.3. KonsolidierungskreisDer Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft
aufgestellt. Im Berichtsquartal erfolgte die Verschmelzung der Schweizer Muttergesellschaft Pegach
AG auf die Spirig Health-Care AG rückwirkend zum 01.01.2019. Damit waren zum Bilanzstichtag 30.06.2019 insgesamt 76 Gesellschaften als Tochterunternehmen
und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernzwischenabschluss
einbezogen. 1.4. UnternehmenszusammenschlüsseIn den ersten 6 Monaten 2019 gab es keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse
im Sinne des IFRS 3. 2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung2.1. UmsatzerlöseDer ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten 6 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres um 11% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018: 1.137,5 Mio. €). Unter Herausrechnung
von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten
basierten, stieg der bereinigte Konzernumsatz um 8% auf 1.263,4 Mio. € (1-6/2018:
1.168,7 Mio. €). 2.2. Herstellungskosten und BruttoergebnisDie Herstellungskosten erhöhten sich im 1. Halbjahr 2019 auf 597,9 Mio. € (1-6/2018:
544,9 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im Berichtszeitraum auf 665,5 Mio.
€ (1-6/2018: 592,6 Mio. €). Die Bruttomarge verbesserte sich auf 52,7% (1-6/2018:
52,1%). 2.3. VertriebskostenDie Vertriebskosten zeigten in den ersten 6 Monaten 2019 einen Anstieg auf 293,0 Mio.
€ (1-6/2018: 256,2 Mio. €). 2.4. VerwaltungskostenDie allgemeinen Verwaltungskosten stiegen in der Berichtsperiode auf 104,7 Mio. €
(1-6/2018: 86,3 Mio. €). 2.5. Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge gingen im 1. Halbjahr 2019 auf 16,0 Mio. € zurück (1-6/2018:
25,6 Mio. €). 2.6. Andere AufwendungenDie anderen Aufwendungen nahmen im Berichtszeitraum auf 60,0 Mio. € zu (1-6/2018:
50,2 Mio. €). 2.7. Finanzielle ErträgeDie finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2019 auf 2,6 Mio.
€ (1-6/2018: 3,5 Mio. €). 2.8. Finanzielle AufwendungenDie finanziellen Aufwendungen erhöhten sich in den ersten 6 Monaten 2019 auf 23,4
Mio. € (1-6/2018: 21,2 Mio. €). 2.9. ErtragsteuernDie Aufwendungen aus Ertragsteuern stiegen in der Berichtsperiode auf 26,2 Mio. €
(1-6/2018: 10,7 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote betrug 15,6% (1-6/2018: 6,0%). 2.10. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie lag im 1. Halbjahr 2019 bei 2,22 € (1-6/2018: 2,66 €). 3. Angaben zur Konzernbilanz3.1. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2019 auf 1.710,2 Mio. € (31.12.2018:
1.707,2 Mio. €). Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 394,5
Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2018: 388,8 Mio. €). 3.2. SachanlagenDie Sachanlagen beliefen sich zum 30.06.2019 auf 412,2 Mio. € (31.12.2018: 351,5 Mio.
€). 3.3. FinanzanlagenDie Finanzanlagen lagen zum 30.06.2019 bei 6,5 Mio. € (31.12.2018: 2,3 Mio. €). Diese
Veränderung bezieht sich im Wesentlichen auf die zum Fair Value bewerteten Anteile
an der erworbenen schwedischen Gesellschaft XBrane Biopharma AG. 3.4. At equity bewertete AnteileDie at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,0 Mio. € (31.12.2018:
24,6 Mio. €). Dieser Rückgang basierte im Wesentlichen auf der Umgliederung der at
equity bewerteten Anteile an der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd . in die zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. 3.5. VorräteDie Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 535,6 Mio. € (31.12.2018: 515,3 Mio. €). 3.6. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum 30.06.2019 auf 539,4 Mio.
€ (31.12.2018: 516,0 Mio. €). 3.7. ErtragsteuerforderungenDie Ertragsteuerforderungen lagen zum Bilanzstichtag bei 13,1 Mio. € (31.12.2018:
8,5 Mio. €). 3.8. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen zum 30.06.2019 auf 102,1 Mio. € zu
(31.12.2018: 13,6 Mio. €). 3.9. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenDie zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
erhöhten sich zum 30.06.2019 auf 20,1 Mio. € (31.12.2018: 0,1 Mio. €). Dieser Anstieg
basierte auf der Umgliederung der at equity bewerteten Anteile an der STADA Vietnam
J.V. Co. Ltd. in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Auf Grund der im 4. Quartal 2017 unterzeichneten Verkaufserklärung für die von STADA
gehaltenen Anteile an der STADA Vietnam J.V. Co. Ltd. wurde diese Gesellschaft seit
Dezember 2017 nicht mehr als Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10 konsolidiert,
sondern als eine at equity zu bilanzierende Einheit gemäß IAS 28 betrachtet. Da der
Verkauf der Anteile an der STADA Vietnam zum Bilanzstichtag 30.06.2019 erwartungsgemäß
innerhalb von zwölf Monaten stattfinden wird, wurde ein Ausweis in der Bilanzposition
der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
in Höhe von 21,4 Mio. € vorgenommen. Der Ausweis als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen führte nicht zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwands. 3.10. Gewinnrücklagen und sonstige RücklagenDie Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres
2019 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden,
einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind
in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2019 erfolgte Anstieg der sonstigen Rücklagen war
insbesondere auf die Aufwertung des russischen Rubel seit dem 31.12.2018 sowie auf
die daraus entstandenen erfolgsneutralen Erträge aus der Währungsumrechnung der in
dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen. 3.11. FinanzverbindlichkeitenDie kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 30.06.2019 in
Höhe von 44,2 Mio. € bzw. 1.244,7 Mio. € (31.12.2018: 444,9 Mio. € bzw. 978,4 Mio.
€) enthalten vor allem ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 929,6 Mio. € (31.12.2018:
929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert in Höhe von 52,5 Mio. €
haben (31.12.2018: 178,0 Mio. €), und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von
267,4 Mio. € (31.12.2018: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 274,1 Mio.
€). 3.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 30.06.2019
auf 308,5 Mio. € (31.12.2018: 315,1 Mio. €). 3.13. Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern stiegen zum Bilanzstichtag auf 94,2 Mio. € (31.12.2018:
83,9 Mio. €). 3.14. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich zum 30.06.2019 auf 443,5
Mio. € (31.12.2018: 292,9 Mio. €). 3.15. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten betrugen zum 30.06.2019 147,5 Mio. € (31.12.2018: 129,7
Mio. €). 4. Angaben zur Kapitalflussrechnung4.1. Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch
die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer
Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und
bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich
im 1. Halbjahr 2019 auf 141,6 Mio. € (1-6/2018: 95,0 Mio. €). 4.2. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten
des laufenden Geschäftsjahres -67,8 Mio. € (1-6/2018: -194,7 Mio. €). Der Cashflow
aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen
für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beeinflusst. 4.3. Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
-163,8 Mio. € (1-6/2018: 102,7 Mio. €). Dabei war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
u.a. von der Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen beeinflusst,
die nun auch die im Rahmen des zum 01.01.2019 erstmals angewendeten neuen Standards
IFRS 16 identifizierten Leasingverhältnisse mit einschließen. 4.4. Cashflow der aktuellen GeschäftsperiodeDer Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2019 bei -89,7 Mio. €
(1-6/2018: 3,9 Mio. €). 5. Segmentberichterstattung5.1. Allgemeine InformationenDie Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im I FRS-Konzernabschluss
angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden
auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und
Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen
Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen
nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden. 5.2. Informationen nach operativen Segmentenscroll
5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
6. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden: scroll
Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
(FVOCI) beinhalten factoringfähige Forderungen. Diese finanziellen Vermögenswerte,
die weiterhin in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden
ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden daher in der vorstehenden
Tabelle aufgeführt. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen, der nur
unwesentlich von dem sich zu fortgeführten Anschaffungskosten ergebenden Wert abweicht,
werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. Neu enthalten
in dieser Kategorie sind die in der Berichtsperiode erworbenen Anteile an der schwedischen
Gesellschaft XBrane. Da die Aktien der Gesellschaft an der Börse gehandelt werden,
erfolgt die Eingliederung in Stufe 1. STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen
Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung
zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu
werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
und finanziellen Verbindlichkeiten (FVPL) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte
von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen
Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen
Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten
Verfahren ermittelt. STADA designiert Devisentermingeschäfte als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung des
Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen
der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse
ergeben, werden durch die Wertänderungen der Devisentermingeschäfte ausgeglichen.
Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser finanziellen
Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit
der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag
überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend
effektiv. Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert
vom Buchwert abweicht, werden zum 30.06.2019 die folgenden Angaben gemacht: scroll
Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr
der Bewertungskategorie der "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten"
(AC) gemäß IFRS 9 zugeordnet. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben
tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert -näherungsweise bzw. basierend
auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder
am Markt beobachtbarer Inputparameter -dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der einzelnen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. 7. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenEventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten,
die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten
Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese
als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Für die Ermittlung möglicher Verpflichtungen aus Patentrisiken im Rahmen der Berichterstattung
zu Eventualverbindlichkeiten wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 das Ablaufdatum
des zu Grunde liegenden Patents herangezogen. Wenn diese Ermittlungslogik zum 31.12.2018
bereits Anwendung gefunden hätte, wären Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 50,8
Mio. € berichtet worden (anstatt 31,0 Mio. €, die zum 31.12.2018 veröffentlicht wurden). Im Vergleich zu den oben beschriebenen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 50,8
Mio. € zum Jahresende 2018 reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2019 wesentliche
mögliche Verpflichtungen in Höhe von 7,6 Mio. €, hauptsächlich bedingt durch den Wegfall
von Patentrisiken. Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen,
die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
Die Reduzierung der Verpflichtungen aus Leasing im Vergleich zum Vorjahr steht in
Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019, wodurch (operative)
Leasingverpflichtungen grundsätzlich als Verbindlichkeit in der Bilanz zu erfassen
sind. In der Angabe zu den zukünftigen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen zum
30.06.2019 sind beispielsweise kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingverträge
über geringwertige Vermögensgegenstände enthalten. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden langfristige Verpflichtungen
für Logistikdienstleistungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind Veritätshaftungsverhältnisse
und weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen
Verpflichtungen enthalten. 8. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel
AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt
beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen
und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen ergaben sich im 1. Halbjahr 2019 keine wesentlichen Änderungen. 9. Wesentliche Ereignisse nach dem AbschlussstichtagEine vom Originalhersteller Eli Lilly initiierte einstweilige Verfügung (eV) gegen
die IFA GmbH (Informationsstelle für Arzneispezialitäten), die mit Urteil des Oberlandesgerichts
München (OLG München) vom 11.07.2019 endgültig bestätigt wurde, blockiert seit 01.08.2019
faktisch die Vermarktung des STADA-Zytostatikums Pemetrexed STADA®. STADA ist von
dieser eV, wonach die IFA bis zum maximalen Ende des Ablaufs eines Patents von Eli
Lilly im Juni 2021 oder früher bis zur rechtskräftigen Nichtigerklärung dieses Patents
keine Pemetrexed-Produkte mehr in ihre Datenbanken aufnehmen darf, mit Pemetrexed
STADA® zumindest indirekt betroffen, ebenso wie auch andere generische Wettbewerber.
Die Folge der eV ist nämlich, dass STADA und die übrigen betroffenen generischen Unternehmen
ihre Pemetrexed-Produkte nicht als verkehrsfähig in der Lauer-Taxe bei der IFA listen
können, was jedoch grundsätzlich Voraussetzung für eine Erstattung dieser Arzneimittel
ist. Dies gilt, obwohl STADA das Produkt Pemetrexed STADA® mangels gerichtlich festgestellter
Patentverletzung weiterhin frei verkaufen darf und das Produkt arzneimittelrechtlich
nach wie vor verkehrsfähig ist. Unabhängig hiervon erachtet STADA das Patent, das
auch dem Endurteil des OLG München zu Grunde liegt, als nicht rechtsbeständig. Dieser
Auffassung war auch das Bundespatentgericht am 17.07.2018 in erster Instanz gefolgt
und hatte den deutschen Teil des bis Juni 2021 laufenden europäischen Patents EP 1
313 508 der Eli Lilly auf Grund einer Nichtigkeitsklage u.a. von STADA für nichtig
erklärt. Weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Bad Vilbel, 13. August 2019 scroll
ImpressumHerausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0,
Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de Der Vorstand: Peter Goldschmidt (Vorsitzender), Mark Keatley, Miguel Pagan Fernandez Der Aufsichtsrat: Dr. Günter von Au (Vorsitzender), Markus Damm1 ' (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Eric Cornut, Jan-Nicolas Garbe, Benjamin Kunstler, Dr. Klaus Scheja1 ', Bruno Schick, Dr. Michael Siefke, Jens Steegers1 ' Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im
Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den
gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung von
STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung
oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum
Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung
von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen"
und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird
gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an
Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen
tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete
Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten
Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten,
dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere:
der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer
Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden,
das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen
verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen
Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten
und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer
Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer
Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung
von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen
der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die
in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert
werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter
Aussagen. Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen
in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen
mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen
Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten
Charakter haben können. Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht
bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. Kontakt: STADA Arzneimittel AG • Investor & Creditor Relations • Telefon: 06101/603-5984
• Fax: 06101/603-215 • E-Mail: ir@stada.de Gestaltung und Realisation: wagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main STADA im Internet: www.stada.com/de (deutsch) und www.stada.com (englisch) www.stada.com/de www.stada.com |
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