![]() STADA Arzneimittel AktiengesellschaftBad VilbelGeschäftsbericht 2019STADA-KENNZAHLENscroll
1)
Die Bereinigungen der Währungs- und Portfolioeffekte zeigen sich ausschließlich als
Anpassung des Vorjahresumsatzes. Die Währungsbereinigung der Vorjahresumsätze erfolgt
unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres. VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDENSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
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| Wirkstoff | Indikationsgruppe | Umsatz 2019 in Mio. € |
Veränderung zum Vorjahr |
| Epoetin Zeta | Anämie | 78,1 | +>100% |
| Tilidin Naloxon | Schmerz | 38,2 | +1% |
| Atorvastatin | Erhöhter Cholesterinspiegel | 28,6 | +8% |
| Omeprazol | Magengeschwür/Reflux | 22,5 | +6% |
| Pantoprazol | Magengeschwür/Reflux | 21,3 | +13% |
| Summe | 188,7 | +41% |
| Markenprodukt | Indikationsgruppe | Umsatz 2019 in Mio. € |
Veränderung zum Vorjahr |
| Bortezomib STADA(r) | Krebs | 78,5 | - |
| APO-Go(r) | Parkinson | 74,5 | +4% |
| Grippostad(r) | Erkältung | 41,8 | +4% |
| Zoflora(r) | Desinfektion | 41,4 | +63% |
| Snup(r) | Schnupfen | 31,8 | -26% |
| Summe | 268,0 | +49% |
Gemäß der operativen Aufstellung des Konzerns werden die Bereiche Produktentwicklung, Beschaffung, Einkauf, Produktion, Qualitätsmanagement, Finanzen, Risikomanagement, Human Resources (HR), Recht, Compliance und Corporate Governance sowie die Umsatz- und Ergebnisverantwortung zentral geführt.
Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Er wird durch ein erweitertes Führungsteam unterstützt, die Unternehmensführung liegt jedoch beim Vorstand.
Der Vorstand wird nach den gesetzlichen Vorschriften durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Der STADA-Aufsichtsrat setzt sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen und besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Mitglieder Vertreter der Anteilseigner und drei Mitglieder Vertreter der Arbeitnehmer sind. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte.
Am 20.03.2018 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der STADA Arzneimittel AG und der Nidda Healthcare GmbH in das Handelsregister beim Amtsgericht in Frankfurt am Main eingetragen, der der Nidda Healthcare GmbH das Recht einräumt, dem Vorstand der STADA Arzneimittel AG Weisungen hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft zu erteilen. STADA bleibt jedoch ein rechtlich selbstständiges Unternehmen mit den zuvor beschriebenen Organen. Zudem bleibt der STADA-Vorstand für die Leitung und Vertretung der Gesellschaft verantwortlich. Soweit keine Weisungen erteilt werden, kann und muss der Vorstand von STADA die Gesellschaft eigenverantwortlich leiten.
Im Rahmen der Entwicklungstätigkeiten des Konzerns liegt ein Schwerpunkt auf dem Bereich Generika. Hier werden auch so genannte "Specialties" entwickelt - Generika, die auf Grund ihrer Technologie oder Applikationsform besonders komplex sind und deren Entwicklung entsprechend aufwendiger ist. Angesichts der zunehmenden Wachstumspotenziale von Markenprodukten baut STADA seine Entwicklungsaktivitäten seit einigen Jahren auch in diesem Bereich sukzessive aus. Hierzu zählen Entwicklungstätigkeiten für Markenprodukte, insbesondere nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika.
Ein Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung und Einführung von Markenprodukten stellt Bortezomib STADA(r) dar. Im 2. Quartal 2019 führte der Konzern dieses Produkt, das für die Behandlung des multiplen Myeloms verwendet wird, in 14 europäischen Ländern ein. 1) Im Gegensatz zum Originalpräparat muss das neue Produkt vor der Verarbeitung nicht mehr gelöst werden und ist als so genannte "Ready-to-use"-Lösung erhältlich. Dank dieses eindeutigen Zusatznutzens ist Bortezomib STADA(r) eine der international bedeutendsten Produkteinführungen in der STADA-Geschichte. Mit der Entwicklung ist es dem Konzern gelungen, Patienten frühzeitig Zugang zu einer kostengünstigen Alternative des Originatorprodukts zu gewähren und dem pharmazeutischen Fachpersonal einen Zusatznutzen zu bieten.
1)
Vgl. Website der Gesellschaft unter www.stada.com/de/Medien/ Pressemitteiiungen/2019.
Mit der Einführung von weltweit 729 einzelnen Produkten (Vorjahr: 650) stellte STADA ihre Entwicklungs- und Zulassungsstärke auch im Berichtsjahr unter Beweis. Unverändert verfügt der Konzern über eine gut gefüllte Produkt-Pipeline. So verfolgte STADA zum 31.12.2019 über 1.200 Zulassungsverfahren für mehr als 160 pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen für über 50 Länder. Darunter fallen zum einen alle relevanten Generika und zum anderen zahlreiche Markenprodukte. Die Zahl der neuen Zulassungsanträge belief sich im Berichtsjahr auf mehr als 730. Die Zahl der neuen Zulassungen betrug über 700.
Im Segment Markenprodukte liegt der Fokus von STADA einerseits auf der Erweiterung bestehender Produktlinien. Ein Beispiel hierfür ist die Schmelztablette von Hoggar night(r). Andererseits liegt das Augenmerk auf der zunehmenden Internationalisierung erfolgreicher Markenprodukte. Dabei führt der Konzern ausgewählte Produkte, die bis dato vor allem regional erfolgreich sind, auch in anderen Märkten ein. Beispielhaft können für das Berichtsjahr in diesem Zusammenhang Hedrin(r), Hoggar night(r), Fultium(r) und Fructosin(r) genannt werden.

Mit Blick auf die Wachstumsmöglichkeiten baut der Konzern sein Biosimilar-Portfolio kontinuierlich aus. Derzeit ist STADA mit zwei Biosimilars - SILAPO(r), einem Erythropoetin-Biosimilar, und Movymia(r) 1) , einem Teriparatid-Präparat - am Markt. Darüber hinaus hat STADA bekanntlich weitere Biosimilars einlizenziert, die sich derzeit in der Entwicklung befinden. Des Weiteren besteht zwischen STADA und XBrane Biopharma AB, einem schwedischen Biosimilar-Unternehmen, ein Vertrag über die gemeinsame Entwicklung von Xlucane, einem Biosimilar von Lucentis(r) (Ranibizumab). Im Geschäftsjahr 2019 bauten STADA und XBrane Biopharma ihre strategische Partnerschaft zur Entwicklung von Biosimilars aus. 2) Dies ermöglicht beiden Unternehmen die Prüfung potenzieller Entwicklungs- und Vermarktungskooperationen rund um die präklinischen Biosimilars Xcimzane und Xdivane von XBrane Biopharma sowie weiteren Biosimilars, die sich für die Portfolios beider Unternehmen eignen. Ende 2019 gab STADA bekannt, dass die Gesellschaft mit Alvotech ehf, einem internationalen biopharmazeutischen Unternehmen, eine exklusive strategische Partnerschaft zur Vermarktung von sieben Biosimilars in allen europäischen Kernmärkten und ausgewählten Märkten außerhalb Europas eingegangen ist. 3) Die Partnerschaft umfasst zunächst Biosimilar-Kandidaten zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Krebs und entzündlichen Erkrankungen sowie im Bereich der Augenheilkunde für Patienten weltweit. Im Rahmen dieser Partnerschaft ist Alvotech für die Entwicklung, Zulassung und Lieferung der Biosimilars innerhalb der EU verantwortlich. STADA wird die Produkte in den meisten europäischen Kernmärkten exklusiv vermarkten.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 20.08.2019.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 31.05.2019.
3)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.
In Bad Vilbel (Deutschland), Vrsac (Serbien) und Moskau (Russland) verfügt der STADA-Konzern über drei so genannte Supply-Chain-Hubs, die über die STADA Arzneimittel AG gesteuert werden und an denen die zentrale Bedarfsplanung für ausgewählte Produkte erfolgt.
STADA investiert kontinuierlich in die konzerneigenen Produktionsstätten und Prüflabore. Die Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung von Fertigungsstätten und Fertigungsanlagen sowie von Prüflaboren beliefen sich im Berichtsjahr auf 61,2 Mio. € (Vorjahr: 22,8 Mio. €).
Der STADA-Konzern weist eine internationale Vertriebsstruktur auf, die aus national ausgerichteten Vertriebsgesellschaften besteht. Gemäß der operativen Aufstellung sind die im Vertrieb tätigen Tochtergesellschaften zwar zentral organisiert, verfügen aber dennoch über eine große Marktnähe und damit über eine außerordentliche Vertriebsstärke. Inklusive des Exportanteils vertreibt STADA ihre Produkte in rund 120 Ländern.
STADAs Personalpolitik wird zentral durch den Bereich Global Human Resources am Unternehmenssitz des Konzerns gesteuert. Die globalen Funktionsbereiche "Talent Management & People Development", "People Analytics, Talent Acquisition & Employer Branding" sowie "Compensation & Benefits" geben dabei Standards, Richtlinien und Prozesse vor, die von den internationalen Gesellschaften umgesetzt und gemäß den marktspezifischen Gegebenheiten ergänzt werden. Zur Stärkung der zentral gesteuerten internationalen HR-Struktur wurden im Geschäftsjahr 2019 funktionale Berichtslinien aller lokalen Personalverantwortlichen zur globalen HR-Leitung etabliert.


Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im Berichtsjahr um 4% auf 10.626 (Vorjahr: 10.247), überwiegend auf Grund des Anstiegs der Produktionsmitarbeiterzahlen in Serbien und Vietnam sowie des Ausbaus der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Spanien und Italien. Zum Bilanzstichtag stieg die Zahl der Mitarbeiter um 7% auf 11.100 (Vorjahr: 10.416). Diese Steigerung basierte im Wesentlichen auf der zuvor genannten Entwicklung der Produktions- und Vertriebsmitarbeiterzahlen sowie auf der Erstkonsolidierung der Biopharma-Einheiten zum 31.12.2019 mit rund 300 Mitarbeitern.
Der Anteil der im Konzern beschäftigten Frauen in Führungspositionen betrug im Geschäftsjahr 2019 ca. 51% (Vorjahr: ca. 52%).
Der Vorstand hat zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 gemäß § 76 Abs. 4 AktG die Zielgröße für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene auf mindestens 16,7% sowie auf der zweiten Führungsebene auf mindestens 38,2% mit einer Umsetzungsfrist bis zum 31.12.2023 festgelegt.
Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2017 gemäß § 111 Abs. 5 AktG die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf mindestens eine Frau mit einer Umsetzungsfrist bis zum 31.12.2022 festgelegt. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat die Beibehaltung des Status quo von 0% bis zum 31.12.2022 beschlossen.

Mit seinem Geschäftsmodell zielt der Konzern auf nachhaltiges profitables Wachstum und eine langfristige Steigerung des Unternehmenswerts (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Steuerungssystem") ab.
Um diese Ziele zu erreichen, führte STADA im Berichtsjahr den Transformationsprozess inklusive zahlreicher Initiativen zur weiteren Effizienzsteigerung, u.a. in den Bereichen Beschaffung, Supply Chain, Produktion, R&D sowie Portfolio, fort. Damit soll insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, die Innovationskraft gesteigert und langfristig mehr Wert geschaffen werden.
Im Rahmen seiner Unternehmensstrategie setzt der Konzern auf neue Vermarktungskanäle, Effizienzsteigerungen im Bereich Marketing & Vertrieb, gesteigerte Investitionen in den Kernmärkten sowie auf Produktneueinführungen. Zudem verfolgt STADA weltweit strategische Partnerschaften in den Bereichen Entwicklung und Produktion, die es dem Konzern ermöglichen, auch in Zukunft über ein wettbewerbsfähiges Produkt-Portfolio zu verfügen, das nachhaltiges Wachstum generiert.
Die operativen Steuerungsgrößen der Unternehmensbereiche waren im Geschäftsjahr 2019 die finanziellen Leistungsindikatoren bereinigter Konzernumsatz und bereinigtes EBITDA. Dabei erfolgt die Steuerung der Veränderung des bereinigten Konzernumsatzes und des bereinigten EBITDA jeweils auf Segmentebene.
Zur Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs spielt im Konzern die relative Veränderung des um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatzes 1) eine wichtige Rolle. Unter dem bereinigten EBITDA 2) ist bei STADA das EBITDA bereinigt um Sondereffekte zu verstehen. Hiervon ausgenommen sind die Sondereffekte, die sich auf Wertminderungen und Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens beziehen. Anhand dieser Kennzahl misst STADA seine operative Leistungsfähigkeit und den Erfolg der einzelnen Segmente bereinigt um die im Jahresvergleich verzerrenden Einflüsse aus Sondereffekten. Darin enthalten sind das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und das Beteiligungsergebnis.
2)
Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage
und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der
Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen,
die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach
IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten
Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben
von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.
1)
Die Bereinigungen der Währungs- und Portfolioeffekte zeigen sich ausschließlich als
Anpassung des Vorjahresumsatzes. Die Währungsbereinigung der Vorjahresumsätze erfolgt
unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres. Das aktuelle Berichtsjahr bleibt
unverändert und entspricht dem ausgewiesenen Konzernumsatz. Die so ermittelten Kennzahlen
werden im Anschluss miteinander verglichen, um eine relative Veränderung zu bestimmen.
Die Ableitung der finanziellen Leistungsindikatoren um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz und bereinigtes EBITDA sehen im STADA-Konzern wie folgt aus:
| Finanzieller Leistungsindikator | Ermittlung ausgehend von der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und der Konzern-Bilanz gemäß IFRS | |
| Veränderung des um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatzes 1) | Konzernumsatz | |
| ± | Portfolioeffekte 1) | |
| ± | Währungseffekte 1) | |
| = | um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigter Konzernumsatz 1) | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | ||
| ± | Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwertenl, Sachanlagen und Finanzanlagen | |
| Bereinigtes EBITDA 2) | = | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
| ± | Sondereffekte innerhalb des operativen Ergebnisses mit Ausnahme der einmaligen Sondereffekte, welche sich auf Wertminderungen und Zuschreibungen von Anlagevermögen beziehen | |
| = | bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) |
Nach § 315 b Absatz 1 HGB ist die STADA Arzneimittel AG zu einer nichtfinanziellen Konzernberichterstattung verpflichtet. Zur Erfüllung dieser Anforderung erstellt die STADA Arzneimittel AG einen Zusammengefassten Gesonderten Nichtfinanziellen Bericht gemäß § 289b HGB in Verbindung mit § 315b Absatz 3 HGB.
1)
Die Bereinigungen der Währungs- und Portfolioeffekte zeigen sich ausschließlich als
Anpassung des Vorjahresumsatzes. Die Währungsbereinigung der Vorjahresumsätze erfolgt
unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres. Das aktuelle Berichtsjahr bleibt
unverändert und entspricht dem ausgewiesenen Konzernumsatz. Die so ermittelten Kennzahlen
werden im Anschluss miteinander verglichen, um eine relative Veränderung zu bestimmen.
2)
Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage
und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der
Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen,
die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach
IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten
Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben
von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.
Gemäß den Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich das globale Wirtschaftswachstum in 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamt. Während die Wachstumsrate für das weltweite Bruttoinlandsprodukt in 2018 noch 3,7% betragen hatte, lag sie in 2019 bei 3,0%. 1) Die wesentlichen Gründe für den Rückgang sieht der IWF in wachsenden Handels- und geopolitischen Spannungen, die auf Grund der Unsicherheiten über die Zukunft des globalen Handels und internationale Kooperationen Auswirkungen auf das Vertrauen der Wirtschaft, Investitionsentscheidungen und den Welthandel haben.
Insgesamt ist STADA in Märkten aktiv, deren Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts sich in 2019 - analog zu der sich verlangsamenden Weltwirtschaft - teilweise nur moderat entwickelt hat. Ungeachtet dessen konnte der Konzern eine sehr positive Geschäftsentwicklung verzeichnen (vgl. "Wirtschaftsbericht - Gesamtaussagen des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2019").
Die nachfolgende Grafik zeigt die konjunkturelle Entwicklung in den für STADA wichtigsten Ländern. Diese sind absteigend nach dem von STADA im Berichtsjahr erzielten Umsatz sortiert.

Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich der Umsatz des internationalen Generika-Markts im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4,1% auf ca. 234,8 Mrd. €. 2) Generika hatten somit einen Anteil von ca. 20,8% am globalen Pharmamarkt. 2)
Der Umsatz des globalen OTC-Markts nahm in 2019 verglichen mit dem Vorjahr um ca. 2,1% auf ca. 72,5 Mrd. € zu. 2) Der Anteil der OTC-Produkte am weltweiten Pharmamarkt lag damit bei ca. 6,4% 2) .
1)
Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook October 2019.
2)
IQVIA Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2020.
Da der STADA-Konzern im Gesundheitsmarkt und damit in einer relativ konjunkturunabhängigen Branche tätig ist, hängt seine Geschäftsentwicklung in der Regel weniger von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als vielmehr von den jeweiligen regulatorischen Vorgaben der einzelnen Gesundheitssysteme ab. Im Berichtsjahr gab es in den Ländern, in denen STADA aktiv ist, keine wesentlichen Änderungen der gesundheitspolitischen regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns hatten.
Grundsätzlich ist STADA in denjenigen Ländern stärker von konjunkturellen Einflüssen betroffen, die zu den so genannten Selbstzahlermärkten zählen, da die Nachfrage dort auch von der Kaufkraft der Bevölkerung abhängt.
In Bezug auf die Währungsumrechnung (Translation) der Umsätze und Erträge in Relation zur Konzernwährung Euro zählen das britische Pfund, der russische Rubel und der serbische Dinar zu den wesentlichen Landeswährungen. Darüber hinaus sind der kasachische Tenge, der Schweizer Franken, die ukrainische Griwna und der vietnamesische Dong von Bedeutung. Die Währungsrelationen in anderen für STADA relevanten Ländern haben in diesem Zusammenhang nur einen geringen Einfluss. Im Geschäftsjahr 2019 wirkte sich die Aufwertung des russischen Rubel sowie des britischen Pfund im Verhältnis zum Euro positiv auf das Ergebnis aus.
Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2018 war der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr von weiterem Konzernwachstum ausgegangen. Dabei sollte in beiden Segmenten der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz stark wachsen und das bereinigte EBITDA deutlich steigen.
Mit der in 2019 erzielten Entwicklung lagen der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz und das bereinigte EBITDA im Rahmen der Prognose.
Die finanziellen Leistungsindikatoren des STADA-Konzerns entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:
| Finanzielle Leistungsindikatoren in Mio. € |
2019 | 2018 | ±% |
| Konzernumsatz bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte | 2.608,6 | 2.410,7 | +8% |
| • Generika | 1.534,7 | 1.424,2 | +8% |
| • Markenprodukte | 1.073,9 | 986,5 | +9% |
| Bereinigtes EBITDA | 625,5 | 503,5 | +24% |
| • Generika | 436,8 | 359,6 | +21% |
| • Markenprodukte | 296,0 | 240,6 | +23% |
Detaillierte Informationen zu der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren von STADA sind in den nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage enthalten.
Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich im Berichtsjahr um 12% auf 2.608,6 Mio. € (Vorjahr: 2.330,8 Mio. €). Der Anstieg war maßgeblich auf einen Zuwachs im deutschen, US-amerikanischen, italienischen, spanischen und französischen Generika-Segment sowie im deutschen, britischen und italienischen Markenprodukt-Segment zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Umsatzrückgang im russischen Generika- und Markenprodukt-Segment aus.
Unter Herausrechnung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basieren, stieg der bereinigte Konzernumsatz um 8% auf 2.608,6 Mio. € (Vorjahr: 2.410,7 Mio. €). Das Wachstum resultierte insbesondere aus Umsatzsteigerungen in Deutschland, den USA, Italien, Spanien und Frankreich im Generika-Segment sowie in Deutschland, Großbritannien und Italien im Markenprodukt-Segment.
Die Bereinigungen der Währungseffekte zeigen sich ausschließlich als Anpassung des Vorjahresumsatzes. Die Währungsbereinigung der Vorjahresumsätze erfolgt unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtsjahres. Die Portfolioeffekte betreffen sowohl den Umsatz des Vorjahres als auch den Umsatz des Berichtsjahres - wobei die Anpassung nur für das Vorjahr vorgenommen wird. Die Überleitung des ausgewiesenen Vorjahresumsatzes zu dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Vorjahresumsatz sah wie folgt aus:

Im Detail stellten sich die Umsatzeinflüsse, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basierten, wie folgt dar:
Die Portfolioveränderungen beliefen sich als Anpassung für das Vorjahr auf insgesamt 60,2 Mio. € bzw. 2,8% und basierten im Wesentlichen auf der Konsolidierung der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG seit dem 30.09.2018 sowie den Umsatzbeiträgen des akquirierten Produkt-Portfolios Nizoral(r) und des von GlaxoSmithKline akquirierten Produkt-Portfolios.
Bei Anwendung der Wechselkurse des Geschäftsjahres 2019 im Vergleich zum Vorjahr für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro wies STADA beim Konzernumsatz einen positiven Währungseffekt in Höhe von 19,7 Mio. € bzw. eine Anpassung der Vorjahresumsätze von 0,9% auf.
Die Entwicklung der für STADA wichtigsten Landeswährungen britisches Pfund, russischer Rubel und serbischer Dinar in Relation zur Konzernwährung Euro sah in 2019 verglichen mit dem Vorjahr wie folgt aus:
| Stichtagskurs 31.12. in Landeswährung | Durchschnittskurs für die Berichtsperiode | |||||
| Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1 Euro |
2019 | 2018 | ± % |
2019 | 2018 | ± % |
| Britisches Pfund | 0,85208 | 0,89453 | -5% | 0,87724 | 0,88475 | -1% |
| Russischer Rubel | 69,27810 | 79,71530 | -13% | 72,45524 | 74,05507 | -2% |
| Serbischer Dinar | 117,59280 | 118,19460 | -1% | 117,86094 | 118,27336 | 0% |
Angesichts dessen, dass der Einfluss der Währungsrelationen in anderen für STADA wichtigen Ländern auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro nur gering waren, wird auf ihre Darstellung in diesem Geschäftsbericht verzichtet.
Sofern in diesem Geschäftsbericht bereinigte Umsatzzahlen gezeigt werden, sind diese jeweils um Portfolio- und Währungseffekte bereinigt.
Sowohl die ausgewiesenen als auch die bereinigten Ertragskennzahlen entwickelten sich in 2019 positiv.
Der im Berichtsjahr erreichte Anstieg des ausgewiesenen operativen Ergebnisses um 2% auf 385,8 Mio. € (Vorjahr: 378,1 Mio. €) resultierte vor allem aus der Steigerung im deutschen, US-amerikanischen, italienischen, belgischen, spanischen und französischen Generika-Segment sowie im britischen und italienischen Markenprodukt-Segment. Der Zuwachs des bereinigten operativen Ergebnisses um 25% auf 489,0 Mio. € (Vorjahr: 392,7 Mio. €) war insbesondere auf die zuvor genannten Steigerungen der operativen Ergebnisse in Deutschland, den USA, Italien, Belgien, Spanien, Großbritannien und Frankreich zurückzuführen. Der Zuwachs beim ausgewiesenen EBITDA um 15% auf 612,8 Mio. € (Vorjahr: 530,6 Mio. €) basierte auf gegenläufigen Effekten. Einerseits gab es die zuvor genannten Verbesserungen der operativen Ergebnisse in Deutschland, den USA, Italien, Belgien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Andererseits war das ausgewiesene EBITDA u.a. durch Aufwendungen für verschiedene Transformationsprojekte geprägt. Die Steigerung des bereinigten EBITDA um 24% auf 625,5 Mio. € (Vorjahr: 503,5 Mio. €) war größtenteils auf die bereits für das operative Ergebnis genannten Effekte zurückzuführen.
Die ausgewiesene Steuerquote belief sich in 2019 auf 7,9% (Vorjahr: 9,4%). Die bereinigte Steuerquote betrug 7,2% (Vorjahr: 19,2%).
Im Geschäftsjahr 2018 hatte STADA bei den bereinigten Ertragskennzahlen andere Bereinigungen vorgenommen als im Geschäftsjahr 2019 (vgl. nachfolgende Tabellen "Ertragsbeeinflussung durch Sondereffekte"'.
Im Geschäftsjahr 2019 addierten sich die Sondereffekte zu einer Ertragsbelastung in Höhe von 103,2 Mio. € vor Steuern bzw. 96,7 Mio. € nach Steuern. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns:
| in Mio. €1) | 2019 ausgewiesen | Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens | Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen2) |
| Operatives Ergebnis | 385,8 | 66,5 | 22,4 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 0,0 | - | - |
| Beteiligungsergebnis | 0,0 | - | - |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 385,8 | 66,5 | 22,4 |
| Finanzielle Erträge und Aufwendungen | 45,1 | - | - |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 340,7 | 66,5 | 22,4 |
| Ertragsteuern | 26,9 | 3,7 | 1,1 |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 11,1 | 0,3 | 1,4 |
| Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) | 302,7 | 62,5 | 19,9 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 385,8 | 66,5 | 22,4 |
| Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen | 227,0 | -66,5 | -24,0 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 612,8 | - | -1,6 |
| in Mio. €1) | Abfindungsaufwendungen | 2019 bereinigt |
| Operatives Ergebnis | 14,3 | 489,0 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | - | 0,0 |
| Beteiligungsergebnis | - | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 14,3 | 489,0 |
| Finanzielle Erträge und Aufwendungen | - | 45,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 14,3 | 444,0 |
| Ertragsteuern | 0,1 | 31,8 |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis | - | 12,8 |
| Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) | 14,2 | 399,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 14,3 | 489,0 |
| Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen | - | 136,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 14,3 | 625,5 |
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in
der tabellarischen Darstellung ergeben.
2)
Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen
sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres
2013.
Im Geschäftsjahr 2018 hatte der Konzern Sondereffekte in Höhe von 14,7 Mio. € vor bzw. 22,9 Mio. € nach Steuern verzeichnet. Die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns stellte sich dabei wie folgt dar:
| in Mio. €1) | 2018 ausgewiesen | Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens | Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen2) | Abfindungsaufwendungen |
| Operatives Ergebnis | 378,1 | 26,3 | 14,1 | 2,6 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 3,7 | - | - | - |
| Beteiligungsergebnis | 0,0 | - | - | - |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 381,8 | 26,3 | 14,1 | 2,6 |
| Finanzielle Erträge und Aufwendungen | 38,9 | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 342,9 | 26,3 | 14,1 | 2,6 |
| Ertragsteuern | 32,3 | 6,5 | 1,0 | - |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 3,6 | 0,3 | 0,9 | - |
| Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) | 306,9 | 19,5 | 12,2 | 2,6 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 381,8 | 26,3 | 14,1 | 2,6 |
| Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen | 148,8 | -26,3 | -15,5 | - |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 530,6 | - | -1,4 | 2,6 |
| in Mio. €1) | Neubewertungseffekt BIO-CEUTICALS | Änderung des Steuerstatus der STADA Arzneimittel AG |
| Operatives Ergebnis | -28,3 | 0,0 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | - | - |
| Beteiligungsergebnis | - | - |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -28,3 | - |
| Finanzielle Erträge und Aufwendungen | - | - |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -28,3 | 0,0 |
| Ertragsteuern | - | 28,9 |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis | - | - |
| Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) | -28,3 | -28,9 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -28,3 | - |
| Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen | - | - |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -28,3 | - |
| in Mio. €1) | 2018 bereinigt |
| Operatives Ergebnis | 392,7 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 3,7 |
| Beteiligungsergebnis | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 396,5 |
| Finanzielle Erträge und Aufwendungen | 38,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 357,6 |
| Ertragsteuern | 68,7 |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis | 4,8 |
| Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) | 284,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 396,5 |
| Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen | 107,0 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 503,5 |
1)
Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in
der tabellarischen Darstellung ergeben.
2)
Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen
sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres
2013.
In den nachfolgenden Tabellen werden weitere wesentliche Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns und die sich daraus ergebenden Margen sowohl auf ausgewiesener als auch bereinigter Basis für 2019 und das Vorjahr gezeigt.
| in Mio. € | 2019 | 2018 | ± % |
| Operatives Ergebnis | 385,8 | 378,1 | +2% |
| • Generika | 345,8 | 291,9 | +18% |
| • Markenprodukte | 175,6 | 165,0 | +6% |
| Marge 1) operatives Ergebnis | 14,8% | 16,2% | |
| • Generika | 22,5% | 21,1% | |
| • Markenprodukte | 16,4% | 17,4% | |
| EBITDA | 612,8 | 530,6 | +15% |
| • Generika | 436,2 | 359,2 | +21% |
| • Markenprodukte | 297,8 | 242,5 | +23% |
| Marge 1) EBITDA | 23,5% | 22,8% | |
| • Generika | 28,4% | 26,0% | |
| • Markenprodukte | 27,7% | 25,6% | |
| EBIT | 385,8 | 381,8 | +1% |
| Marge 1) EBIT | 14,8% | 16,4% | |
| EBT | 340,7 | 342,9 | -1% |
| Marge 1) EBT | 13,1% | 14,7% |
| in Mio. € | 2019 | 2018 | ± % |
| Operatives Ergebnis bereinigt | 392,7 | +25% | |
| • Generika | 372,7 | 307,9 | +21% |
| • Markenprodukte | 237,4 | 189,4 | +25% |
| Marge 1) operatives Ergebnis bereinigt | 18,7% | 16,9% | |
| • Generika | 24,3% | 22,3% | |
| • Markenprodukte | 22,1% | 20,0% | |
| EBITDA bereinigt | 625,5 | 503,5 | +24% |
| • Generika | 436,8 | 359,6 | +21% |
| • Markenprodukte | 296,0 | 240,6 | +23% |
| Marge 1) EBITDA bereinigt | 24,0% | 21,6% | |
| • Generika | 28,5% | 26,0% | |
| • Markenprodukte | 27,6% | 25,4% | |
| EBIT bereinigt | 489,0 | 396,5 | +23% |
| Marge 1) EBIT bereinigt | 18,7% | 17,0% | |
| EBT bereinigt | 444,0 | 357,6 | +24% |
| Marge 1) EBT bereinigt | 17,0% | 15,3% |
1)
Bezogen auf den relevanten Konzernumsatz.
2)
Bereinigt um Sondereffekte.
Die Herstellungskosten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1.239,2 Mio. € (Vorjahr: 1.139,5 Mio. €). Diese Entwicklung basierte auf gegenläufigen Effekten. Positiv wirkten sich Verbesserungen der Einkaufskonditionen aus. Einen gegenläufigen Effekt hatten erhöhte Abschreibungen, resultierend u.a. aus neuen Produktakquisitionen. Insgesamt entwickelten sich die Herstellungskosten unterproportional zum Umsatz. Die Herstellungskostenquote verbesserte sich somit auf 47,5% (Vorjahr: 48,9%).
Das Bruttoergebnis vom Umsatz nahm auf 1.369,3 Mio. € zu (Vorjahr: 1.191,3 Mio. €). Dabei verbesserte sich die Bruttomarge auf 52,5% (Vorjahr: 51,1%) - maßgeblich auf Grund der im 2. Quartal 2019 erfolgten Einführung von Bortezomib STADA(r).
Die Vertriebskosten stiegen auf 581,6 Mio. € (Vorjahr: 538,6 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf Investitionen in den Vertrieb im Generika- und Markenprodukt-Bereich in Großbritannien, Italien und Spanien. Die Vertriebskostenquote belief sich auf 22,3% (Vorjahr: 23,1%).
Die allgemeinen Verwaltungskosten zeigten einen Anstieg auf 214,8 Mio. € (Vorjahr: 183,7 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz betrug 8,2% (Vorjahr: 7,9%). Die Steigerung resultierte u.a. aus den Aufwendungen für verschiedene Transformationsprojekte.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen bei 72,8 Mio. € (Vorjahr: 72,3 Mio. €). Die umsatzbezogene Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich auf 2,8% (Vorjahr: 3,1%).
In den von STADA ausgewiesenen Entwicklungskosten sind die nicht aktivierbaren Entwicklungsaufwendungen enthalten, die insbesondere die Kosten für regulatorische Anforderungen und die Optimierung von bestehenden Produkten umfassen. Diese Kostenposition beinhaltet keine Zahlungen für die Entwicklung von neuen Produkten, da diese von STADA in der Regel aktiviert werden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden für neue Produkte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 20,4 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) aktiviert. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 21,9% (Vorjahr: 22,0%). In diesem Betrag sind nicht die aktivierten Fremdkapitalkosten und die Aktivierung von Software in Höhe von insgesamt 4,6 Mio. € enthalten (Vorjahr: 3,3 Mio. €).
Die sonstigen Erträge reduzierten sich auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 84,4 Mio. €). Diese Entwicklung war maßgeblich auf die im Vorjahr in dieser Position enthaltenen Erträge aus der Kapitalkonsolidierung der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG zurückzuführen.
Die anderen Aufwendungen erhöhten sich auf 157,0 Mio. € (Vorjahr: 103,1 Mio. €). Dies basierte im Wesentlichen auf erfassten Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten. Darüber hinaus waren in dieser Position Personalaufwendungen enthalten, welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Abfindungen für ein BPO-Restrukturierungsprogramm sowie aus Aufwendungen infolge der Veränderungen im Management resultierten.
Die finanziellen Aufwendungen nahmen auf 48,6 Mio. € zu (Vorjahr: 44,6 Mio. €) - maßgeblich bedingt durch gestiegene Zinsaufwendungen.
Das Finanzergebnis, das sich insbesondere aus den finanziellen Erträgen und den finanziellen Aufwendungen zusammensetzt, lag bei -45,1 Mio. € (Vorjahr: -35,2 Mio. €). Die größte operativ bedingte Einzelposition stellte dabei der Zinsaufwand in Höhe von 48,6 Mio. € dar (Vorjahr: 44,6 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2019 finanzierte sich die STADA Arzneimittel AG zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 3,50% p.a. (Vorjahr: 0,95% p.a. und 2,3% p.a.). Daneben finanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 69,15% p.a. (Vorjahr: 2,84% p.a. und 3,19% p.a.), wobei der hohe Zinssatz auf Darlehensaufnahmen in Argentinien zurückzuführen ist, deren Buchwerte für den Konzern insgesamt nicht wesentlich sind. Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 lag der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten bei ca. 3,07% p.a. (31.12.2018: ca. 3,43% p.a.). Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten betrug zum Bilanzstichtag ca. 8,00% p.a. (31.12.2018: 1,97% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns belief sich der durchschnittliche gewichtete Zinssatz auf ca. 3,22% p.a. (31.12.2018: ca. 2,97% p.a.).
Die Aufwendungen aus Ertragsteuern reduzierten sich auf 26,9 Mio. € (Vorjahr: 32,3 Mio. €). Die ausgewiesene Steuerquote lag bei 7,9% (Vorjahr: 9,4%). Die bereinigte Steuerquote betrug 7,2% (Vorjahr: 19,2%).
Der ausgewiesene Umsatz des Segments Generika nahm im Berichtsjahr um 11% auf 1.534,7 Mio. € zu (Vorjahr: 1.382,8 Mio. €). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Generika stieg um 8% auf 1.534,7 Mio. € (Vorjahr: 1.424,2 Mio. €). Diese Entwicklung basierte im Wesentlichen auf Umsatzsteigerungen in Deutschland, den USA, Italien, Spanien und Frankreich. Gegenläufig entwickelten sich die Umsätze in Russland. Generika hatten einen Anteil von 58,8% am Konzernumsatz (Vorjahr: 59,3%).
Innerhalb des Segments Generika waren im Geschäftsjahr 2019 Europa, Deutschland und CIS die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung.
In Europa erhöhte sich der mit Generika erreichte Umsatz um 12% auf 978,9 Mio. € (Vorjahr: 870,4 Mio. €). Die maßgeblichen Wachstumstreiber waren dabei Italien, Spanien und Frankreich - insbesondere auf Grund von positiven Volumeneffekten und reduzierten Rabattbelastungen.
In Deutschland stieg der Umsatz mit Generika um 7% auf 328,5 Mio. €. (Vorjahr: 306,6 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf Produkteinführungen und geringere Rabattquoten zurückzuführen.
In CIS verringerte sich der mit Generika erzielte währungsbereinigte Umsatz um 15% - maßgeblich auf Grund des Umsatzrückgangs im russischen Markt. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen auf hohen Lagerbeständen bei den Großhändlern. Angesichts der Aufwertung des Rubel reduzierte sich der Umsatz in Euro um 12% auf 96,1 Mio. € (Vorjahr: 109,8 Mio. €).
Im Berichtsjahr erzielte STADA mit Produkten, die am Umsatz gemessen die fünf stärksten pharmazeutischen Wirkstoffe des Konzerns enthalten, einen Umsatz in Höhe von 188,7 Mio. € (Vorjahr: 135,7 Mio. €). Damit trugen diese Produkte 12,3% zum Umsatz des Segments Generika bei (Vorjahr: 9,8%). Mit einem erwirtschafteten Umsatz von 78,1 Mio. € (Vorjahr: 29,6 Mio. €) war Epoetin Zeta (Indikation Anämie) im Segment Generika der umsatzmäßig stärkste pharmazeutische Wirkstoff.
Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Generika zeigte im Geschäftsjahr 2019 einen Zuwachs von 18% auf 345,8 Mio. € (Vorjahr: 291,9 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf den Anstieg des operativen Ergebnisses im deutschen, US-amerikanischen, italienischen, belgischen, spanischen und französischen Generika-Segment zurückzuführen. Das ausgewiesene EBITDA der Generika erhöhte sich um 21% auf 436,2 Mio. € (Vorjahr: 359,2 Mio. €). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf den zuvor beschriebenen Entwicklungen des ausgewiesenen operativen Segmentergebnisses in Deutschland, den USA, Italien, Belgien, Spanien und Frankreich. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika belief sich auf 22,5% (Vorjahr: 21,1%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Generika betrug 28,4% (Vorjahr: 26,0%).
Das bereinigte operative Segmentergebnis der Generika nahm in 2019 um 21% auf 372,7 Mio. € zu (Vorjahr: 307,9 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Generika wies eine Steigerung von 21% auf 436,8 Mio. € auf (Vorjahr: 359,6 Mio. €). Beide Entwicklungen waren insbesondere auf die zuvor genannte Verbesserung des ausgewiesenen operativen Ergebnisses in Deutschland, den USA, Italien, Belgien, Spanien und Frankreich zurückzuführen. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Generika betrug 24,3% (Vorjahr: 22,3%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Generika belief sich auf 28,5% (Vorjahr: 26,0%).
Der ausgewiesene Umsatz des Segments Markenprodukte erhöhte sich im Berichtsjahr um 13% auf 1.073,9 Mio. € (Vorjahr: 948,0 Mio. €). Der um Portfolioeffekte und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte stieg um 9% auf 1.073,9 Mio. € (Vorjahr: 986,5 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte vor allem aus steigenden Umsätzen in Deutschland, Großbritannien und Italien. Markenprodukte trugen 41,2% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 40,7%).
Innerhalb des Segments Markenprodukte waren im Geschäftsjahr 2019 Europa, Deutschland, Großbritannien und CIS die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung.
In Europa stieg der mit Markenprodukten erzielte Umsatz um 23% auf 274,0 Mio. € (Vorjahr: 223,4 Mio. €). Hierzu trugen vor allem Italien, Spanien und Frankreich bei.
In Deutschland erhöhte sich der mit Markenprodukten generierte Umsatz um 28% auf 232,4 Mio. € (Vorjahr: 180,9 Mio. €). Diese Entwicklung basierte maßgeblich auf Umsatzbeiträgen aus Neueinführungen sowie Preiseffekten.
In Großbritannien nahm der Umsatz mit Markenprodukten währungsbereinigt um 21% zu. Dieser Umsatzanstieg resultierte vor allem aus Neueinführungen und der Erweiterung des Produkt-Portfolios. Angesichts einer Aufwertung des britischen Pfund erhöhte sich der Umsatz in Euro um 23% auf 219,6 Mio. € (Vorjahr: 179,2 Mio. €).
In CIS verzeichnete der mit Markenprodukten generierte Umsatz währungsbereinigt einen Rückgang von 15% - maßgeblich auf Grund des Umsatzrückgangs im russischen Markt. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen auf hohen Lagerbeständen bei den Großhändlern. Angesichts der Aufwertung des Rubel reduzierte sich der Umsatz in Euro um 12% auf 233,6 Mio. € (Vorjahr: 266,0 Mio. €).
Mit den am Umsatz gemessen fünf stärksten Markenprodukten des Konzerns erzielte STADA in 2019 einen Umsatz von 268,0 Mio. € (Vorjahr: 215,8 Mio. €). Damit trugen diese Produkte 25,0% zum Umsatz des Segments Markenprodukte bei (Vorjahr: 22,8%). Mit einem Umsatz von 78,5 Mio. € war das in 2019 neu eingeführte Krebsmittel Bortezomib(r) im Segment Markenprodukte das umsatzgrößte Produkt.
Das ausgewiesene operative Segmentergebnis der Markenprodukte erhöhte sich im Berichtsjahr um 6% auf 175,6 Mio. € (Vorjahr: 165,0 Mio. €). Diese Entwicklung basierte insbesondere auf dem Anstieg des operativen Ergebnisses im britischen und italienischen Markenprodukt-Segment. Das ausgewiesene EBITDA der Markenprodukte zeigte einen Zuwachs von 23% auf 297,8 Mio. € (Vorjahr: 242,5 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus den zuvor genannten Verbesserungen des operativen Segmentergebnisses in Großbritannien und Italien sowie einem verbesserten EBITDA in Deutschland. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 16,4% (Vorjahr: 17,4%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte betrug 27,7% (Vorjahr: 25,6%).
Das bereinigte operative Segmentergebnis der Markenprodukte verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 ein Wachstum von 25% auf 237,4 Mio. € (Vorjahr: 189,4 Mio. €). Das bereinigte EBITDA der Markenprodukte stieg um 23% auf 296,0 Mio. € (Vorjahr: 240,6 Mio. €). Beide Entwicklungen waren vorrangig durch den Anstieg des operativen Ergebnisses im britischen und italienischen sowie des EBITDA im deutschen Markenprodukt-Segment bedingt. Die bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 22,1% (Vorjahr: 20,0%). Die bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 27,6% (Vorjahr: 25,4%).
Die Finanzlage des STADA-Konzerns war im Geschäftsjahr 2019 stabil. Neben einigen in der Kapitalflussrechnung dargestellten Positionen zeigt sich dies anhand verschiedener Kennzahlen, die in diesem Kapitel u.a. in der Liquiditätsanalyse dargestellt sind.
Die Finanzierungsstrategie von STADA war im Berichtsjahr durch die Sicherung der finanziellen Flexibilität gekennzeichnet. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wurde durch Kredite der Nidda, Schuldscheindarlehen, eine Anleihe und Factoring gedeckt.
Finanzielle Risiken reduzierte der Konzern so weit wie möglich über eine natürliche Absicherung und derivative Finanzinstrumente. Grundsätzlich begab oder hielt STADA in 2019 keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Details zu dem Management der einzelnen finanziellen Risiken sind im "Chancen- und Risikobericht" enthalten.
Die Finanzierung in Höhe von nominal 1.285,6 Mio. € setzte sich zum 31.12.2019 wie folgt zusammen:
| Finanzinstrumente nach Ausübung Put-Recht und zusätzlicher Tilgung in Mio. € |
Nominalwert | Fälligkeit |
| Schuldscheindarlehen | 41,5 | 26.04.2021 |
| Anleihe | 267,4 | 08.04.2022 |
| Schuldscheindarlehen | 7,0 | 26.04.2023 |
| 315,9 | ||
| Weitere Bankkredite | 40,1 | rollierend |
| Gesamte Finanzverbindlichkeiten | 356,0 | |
| Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH | 929,6 | |
| Gesamte Finanzierung | 1.285,6 |
Am 20.12.2018 hatte STADA darüber informiert, dass sie und gewisse wesentliche Tochtergesellschaften - entsprechend der durch die Nidda erteilten Weisung - bestimmte dingliche Sicherheiten bestellt haben, um Kapitalmarktverbindlichkeiten und andere Finanzierungsverbindlichkeiten zu besichern, die von der Nidda und deren verbundenen Unternehmen aufgenommen bzw. garantiert worden sind. 1) Die Bestellung dieser dinglichen Sicherheiten führte dazu, dass die Inhaber der STADA 300.000.000 € 1,75% Anleihen mit Fälligkeit in 2022 das Recht hatten, Rückzahlung des Nennbetrags und aufgelaufener Zinsen unter den STADA-Anleihen zu verlangen. Am 08.01.2019 veröffentlichte STADA ein entsprechendes Rückkaufangebot, dessen finales Ablaufdatum auf den 19.06.2019 datiert war. 2) Am 21.06.2019 gab STADA bekannt, dass unter dem Rückkaufangebot seit dessen Bekanntmachung am 08.01.2019 Schuldverschreibungen in Höhe eines Nennbetrags von 6.676.000 € zurückgekauft worden sind. 2)
Zur Refinanzierung des Konzerns gab es zum 31.12.2019 eine Unternehmensanleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 267,4 Mio. € (31.12.2018: 274,1 Mio. €) mit einer Verzinsung von 1,75% p.a. Darüber hinaus verfügte der Konzern zum 31.12.2019 über Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 48,5 Mio. € (31.12.2018: 178,0 Mio. €) und weitere Bankkredite in Höhe von 40,1 Mio. € (31.12.2018: 43,0 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2019 refinanzierte sich die STADA Arzneimittel AG zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 3,5% p.a. (Vorjahr: 0,95% p.a. und 2,3% p.a.). Daneben finanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 69,15% (Vorjahr: 2,84% p.a. und 3,19% p.a.), wobei der hohe Zinssatz auf Darlehensaufnahmen in Argentinien zurückzuführen ist, deren Buchwerte für den Konzern insgesamt nicht wesentlich sind. Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 3,07% p.a. (31.12.2018: ca. 3,43% p.a.). Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten belief sich zum Bilanzstichtag auf ca. 8,00% p.a. (31.12.2018: ca. 1,97% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,22% p.a. (31.12.2018: ca. 2,97% p.a.).
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Strukturierung der Finanzverbindlichkeiten im STADA-Konzern:
| Aktuelle Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten zum 31.12.2019 in T€ |
<1Jahr | 1 - 3 Jahre | 3 - 5 Jahre | >5 Jahre | Summe | davon per 31.12.2019 >1Jahr in % |
| Schuldscheindarlehen | - | 41,5 | 7,0 | - | 48,5 | 100% |
| Anleihe | - | 266,6 | - | - | 266,6 | 100% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40,1 | 0,1 | - | - | 40,2 | 0,3% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | - | - | 929,6 | - | 929,6 | 100% |
| Summe | 40,1 | 308,2 | 936,6 | - | 1.284,9 | 97% |
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 20.12.2018.
2)
Vgl. www.stada.de/investor-relations/anleihen/anleihe-2015/disclaimer.html.
Die Liquidität des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Sie basierte im Wesentlichen auf Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Beeinflusst waren die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch die Rentabilität der Geschäftsaktivitäten und das Nettoumlaufvermögen, insbesondere durch den Forderungsbestand. Zur Finanzierung standen STADA im Geschäftsjahr 2019 Kredite der Nidda, eine Anleihe, Schuldscheindarlehen und Factoring zur Verfügung.
| Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) in T€ |
2019 | 2018 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 444.080 | 320.288 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -264.988 | -300.284 |
| Free Cashflow | 179.092 | 20.004 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -316.697 | 79.726 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -150 | 869 |
| Cashflow | -137.755 | 100.599 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 444,1 Mio. € (Vorjahr: 320,3 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf einen deutlich höheren Brutto-Cashflow als Resultat einer deutlichen Steigerung des EBITDA zurückzuführen. Außerdem ergaben sich Mittelzuflüsse im Zusammenhang mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig waren höhere Mittelabflüsse aus dem Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf -265,0 Mio. € (Vorjahr: -300,3 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2019 insbesondere durch Auszahlungen für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände für den kurzfristigen Ausbau des Produktportfolios in Höhe von 135,1 Mio. € beeinflusst. Davon entfielen 84,2 Mio. € auf den Erwerb eines Markenprodukt-Portfolios in Großbritannien. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen ergaben sich saldierte Auszahlungen aus dem Erwerb der Biopharma-Gruppe in Höhe von 47,5 Mio. €.
Für Akquisitionen - im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 und von wesentlichen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios - wendete STADA in 2019 damit insgesamt 182,6 Mio. € auf (Vorjahr: 236,2 Mio. €).
Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, d.h. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Rahmen des laufenden operativen Geschäfts und damit ohne Berücksichtigung von wesentlichen Investitionen bzw. Akquisitionen für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios, betrugen im Berichtsjahr 26,6 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €). Sie umfassten vor allem einzelne unwesentliche Auszahlungen für die Entwicklung und den Erwerb von Zulassungen bzw. Zulassungsdossiers.
Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen im Geschäftsjahr 2019 bei 82,7 Mio. € (Vorjahr: 48,1 Mio. €). Darin enthalten sind auch Investitionen in Produktionsstätten, Fabrikationsanlagen und Prüflabore, vor allem in Vietnam und Serbien, für die in 2019 Zugänge in Höhe von insgesamt 61,2 Mio. € zu verzeichnen waren (Vorjahr: 22,8 Mio. €).
Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 4,5 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Auf Grund von Desinvestitionen verzeichnete STADA beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2019 einen Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von insgesamt 31,5 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Einzahlungen aus dem Abgang von Anteilen an konsolidierten Unternehmen sowie aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten betrafen Dividenden des vormals at equity bilanzierten Unternehmens Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.), die Teilzahlungen im Zusammenhang mit dem im 4. Quartal 2017 geschlossenen Vertrag zum Verkauf der von STADA gehaltenen Anteile an diesem Unternehmen zum 31.12.2019 darstellen, sowie die finale Kaufpreiszahlung.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in 2019 bei -316,7 Mio. € (Vorjahr: 79,7 Mio. €). Diese Entwicklung war vor allem auf die in den Dividendenausschüttungen ausgewiesene Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern aus einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 134,2 Mio. € zurückzuführen. Zudem ergaben sich Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von 17,0 Mio. €. Des Weiteren waren planmäßige Tilgungen von Schuldscheindarlehen zu verzeichnen, denen nur geringe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten gegenüberstanden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war darüber hinaus von der Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen beeinflusst, die nun auch die im Rahmen des zum 01.01.2019 erstmals angewendeten neuen Standards IFRS 16 identifizierten Leasingverhältnisse mit einschließen. Im Vorjahr ergaben sich folgende Effekte: Deutlich höhere Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten resultierten aus den von der Nidda Healthcare Holding GmbH an STADA gewährten Darlehen. Gegenläufig ergaben sich auch höhere Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten. Die Gläubiger der STADA Arzneimittel AG waren auf Grund der in 2017 erfolgten Übernahme gemäß den Finanzierungsbedingungen berechtigt, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen vorzeitig zu kündigen. In diesem Zusammenhang wurde bereits im 1. Quartal 2018 u.a. ein Teilbetrag in Höhe von 360,2 Mio. € vorzeitig fällig gestellt. Im 2. Quartal 2018 erfolgte als weiterer wesentlicher Effekt die planmäßige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 347,1 Mio. €.
Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 179,1 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow betrug 336,9 Mio. € (Vorjahr: 249,6 Mio. €).
Der Cashflow für das Geschäftsjahr 2019 als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds lag bei -137,8 Mio. € (Vorjahr: 100,6 Mio. €).
Das Investitionsvolumen des Konzerns betrug im Berichtsjahr 282,2 Mio. € (Vorjahr: 422,2 Mio. €). Im Rahmen dessen beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte gemäß IFRS 16) auf 80,0 Mio. € (Vorjahr: 53,3 Mio. €). Darin sind im Geschäftsjahr 2019 keine Beträge gemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen enthalten (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Der am Konzernumsatz gemessene Anteil der Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 3,1% (Vorjahr: 2,3% vom Konzernumsatz). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen bei 197,7 Mio. € (Vorjahr: 368,6 Mio. €). Davon waren gemäß IFRS 3 31,9 Mio. € auf Unternehmenszusammenschlüsse zurückzuführen (Vorjahr: 81,9 Mio. €). Damit wandte der Konzern 2019 von dem gesamten Investitionsvolumen 28% für Sachanlagen (Vorjahr: 13%) und 70% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 87%) auf.
Im Rahmen ihrer Akquisitionspolitik, die darauf ausgerichtet ist, das organische Wachstum durch ausgewählte Zukäufe zu beschleunigen, verzeichnete der Konzern im Geschäftsjahr 2019 weitere Fortschritte.
Am 07.06.2019 veröffentlichte STADA, dass die Gesellschaft über ihre britische Tochtergesellschaft Thornton & Ross und GlaxoSmithKline einen Vertrag für den Kauf von fünf Hautpflegemarken und einem pädiatrischen Hustenmittel in Europa sowie ausgewählten Märkten in APAC und Lateinamerika unterzeichnet haben. 1) Der Vertrag wurde zum 31.07.2019 wirksam. Mit der Akquisition baut STADA in den genannten Märkten das Consumer-Health-Geschäft weiter aus.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.06.2019.
Am 04.11.2019 gab STADA bekannt, dass sie Walmark a.s., einen führenden Hersteller von Consumer-Health-Produkten in Osteuropa, übernehmen wird. 1) Walmark verfügt über ein Portfolio bekannter Consumer-Health-Markenprodukte in verschiedenen Kategorien, wozu Vitamine und Mineralien, Kinder-, Frauen- und Männergesundheit, Gelenkbeschwerden, Verdauung und Darm sowie Husten und Erkältung zählen. Walmark wurde 1990 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Tschechischen Republik. Das Unternehmen ist in neun Ländern der Europäischen Union vertreten: in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland und Estland, und verkauft seine Produkte in über 40 Ländern weltweit. Walmark beschäftigt mehr als 540 Mitarbeiter. Im Zuge der Transaktion wird STADA die Produktionsstätte von Walmark in Trinec in das globale Produktionsnetzwerk des Konzerns integrieren. Mit Walmark stärkt der Konzern sein globales Markenprodukt-Portfolio und seine Präsenz in Osteuropa - insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2020.
Am 05.11.2019 veröffentlichte STADA, dass sie ausgewählte Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited im Gesamtwert von 660 Mio. USD übernehmen wird. 2) Das Portfolio umfasst circa 20 rezeptfreie OTC-Produkte und verschreibungspflichtige Arzneimittel, die bisher u.a. in Russland, Georgien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan verkauft wurden. Zu dem Portfolio gehören OTC-Vitaminprodukte und Nahrungsergänzungsmittel sowie ausgewählte Präparate aus den Bereichen Herz-Kreislauf, Diabetes, Allgemeinmedizin und Atemwegserkrankungen. Die erworbenen Produkte ergänzen das bereits bestehende Portfolio von STADA in Russland. Bei der Akquisition handelte es sich um die bislang größte in der STADA-Geschichte. Die Transaktion trägt im STADA-Konzern zum verstärkten Ausbau des Consumer-Health-Geschäfts in Russland/CIS und zur weiteren Internationalisierung des Geschäfts bei. Im Zuge der Transaktion wechselten ca. 500 Vertriebs- und Marketingmitarbeiter von Takeda zu STADA. In weiteren Herstellungs- und Lieferverträgen wurde vereinbart, dass Takeda die Produkte auch zukünftig an STADA liefert. Die Akquisition wurde fremdfinanziert. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2020.
Am 02.12.2019 gab STADA bekannt, dass sie das Geschäft für rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Health-Produkte von Biopharma, einem der wichtigsten Pharmahersteller in der Ukraine, übernehmen wird. 3) Durch die Akquisition wird STADA zu einem wichtigen Akteur im ukrainischen Pharmamarkt mit einer starken lokalen Präsenz in der Produktion. Im Zuge der Akquisition übernimmt STADA auch die Produktionsanlagen in Bila Tserkva, in der Region Kiew, sowie rund 300 Mitarbeiter. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im Dezember 2019.
Neben Akquisitionen setzt STADA auf gezielte Kooperationen und Einlizenzierungen, um das bestehende Produkt-Portfolio auszubauen.
Im Rahmen dessen kam der Konzern auch im Berichtsjahr weiter voran.
Am 31.05.2019 veröffentlichte STADA, dass die Gesellschaft und XBrane Biopharma ihre strategische Partnerschaft zur Entwicklung von Biosimilars ausbauen. 4) Dies ermöglicht beiden Unternehmen die Prüfung potenzieller Entwicklungs- und Vermarktungskooperationen rund um die präklinischen Biosimilars Xcimzane und Xdivane von XBrane Biopharma sowie weiterer Biosimilars, die sich für die Portfolios beider Unternehmen eignen.
Am 04.11.2019 gab STADA bekannt, dass der Konzern mit Alvotech ehf, einem internationalen biopharmazeutischen Unternehmen, eine exklusive strategische Partnerschaft zur Vermarktung von sieben Biosimilars in allen europäischen Kernmärkten und ausgewählten Märkten außerhalb Europas eingegangen ist. 5) Die Partnerschaft umfasst zunächst Biosimilar-Kandidaten zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Krebs und entzündlichen Erkrankungen sowie im Bereich der Augenheilkunde für Patienten weltweit. Im Rahmen dieser Partnerschaft ist Alvotech für die Entwicklung, Zulassung und Lieferung der Biosimilars innerhalb der EU verantwortlich. STADA wird die Produkte in den meisten europäischen Kernmärkten exklusiv vermarkten. In 2019 ergaben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage.
Darüber hinaus konnte STADA in 2019 mit mehr als 50 erfolgten Einlizenzierungen für zukünftige Produkteinführungen ebenfalls weitere Erfolge verzeichnen.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.11.2019.
3)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 02.12.2019.
4)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 31.05.2019.
5)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.
Aktiva
| 31.12.2019 in T€ |
31.12.2019 in % |
31.12.2018 in T€ |
31.12.2018 in % |
|
| Langfristige Vermögenswerte | 2.284.014 | 59,2% | 2.113.845 | 59,4% |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.785.969 | 46,3% | 1.707.205 | 48,0% |
| Sachanlagen | 453.385 | 11,7% | 351.467 | 9,9% |
| Übrige Vermögenswerte | 44.660 | 1,2% | 55.173 | 1,5% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.575.412 | 40,8% | 1.446.281 | 40,6% |
| Vorräte | 638.237 | 16,5% | 515.251 | 14,5% |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 615.090 | 15,9% | 516.011 | 14,5% |
| Übrige Vermögenswerte | 112.917 | 2,9% | 71.175 | 1,9% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 206.039 | 5,3% | 343.794 | 9,7% |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 3.129 | 0,1% | 50 | 0,0% |
| Bilanzsumme | 3.859.426 | 100,0% | 3.560.126 | 100,0% |
|
Passiva |
||||
| 31.12.2019 in T€ |
31.12.2019 in % |
31.12.2018 in T€ |
31.12.2018 in % |
|
| Eigenkapital | 1.195.468 | 31,0% | 1.177.985 | 33,1% |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.411.807 | 36,6% | 1.102.439 | 31,0% |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 41.006 | 1,1% | 33.490 | 0,9% |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.244.788 | 32,3% | 978.386 | 27,5% |
| Übrige Verbindlichkeiten | 126.013 | 3,3% | 90.563 | 2,6% |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.252.151 | 32,4% | 1.279.702 | 35,9% |
| Sonstige Rückstellungen | 18.261 | 0,5% | 22.543 | 0,6% |
| Finanzverbindlichkeiten | 40.082 | 1,0% | 444.943 | 12,5% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.024 | 10,7% | 315.080 | 8,9% |
| Übrige Verbindlichkeiten | 779.784 | 20,2% | 497.136 | 13,9% |
| Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden | - | - | - | - |
| Bilanzsumme | 3.859.426 | 100,0% | 3.560.126 | 100,0% |
Die Vermögenslage des STADA-Konzerns entwickelte sich im Geschäftsjahr 2019 positiv. Dies ist anhand der in der Bilanz ausgewiesenen Positionen ersichtlich.
Die Nettoverschuldung lag zum 31.12.2019 bei 1.078,8 Mio. € (31.12.2018: 1.079,5 Mio. €). Darin ist auch ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 929,6 Mio. € enthalten.
Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 31,0% (31.12.2018: 33,1%).
Die Bilanzsumme stieg zum 31.12.2019 auf 3.859,4 Mio. € (31.12.2018: 3.560,1 Mio. €). Nachfolgend werden wesentliche Bilanzveränderungen beschrieben.
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 31.12.2019 um 78,8 Mio. € auf 1.786,0 Mio. € (31.12.2018: 1.707,2 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte maßgeblich aus den hierin enthaltenen Zugängen aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf den Erwerb der Biopharma-Gruppe beziehen. Dies führte zu einem Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert des Segments Markenprodukte aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 31,2 Mio. €. Darüber hinaus erwarb STADA ein Markenprodukt-Portfolio in Großbritannien für 84,2 Mio. €.
Zum 31.12.2019 enthielten die immateriellen Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 429,3 Mio. € (31.12.2018: 388,8 Mio. €). Die Veränderung ist auf die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 und auf Währungsschwankungen zurückzuführen. Darüber hinaus wurden in 2019 Entwicklungskosten in Höhe von 20,4 Mio. € als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert (31.12.2018: 20,4 Mio. €). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen ca. 12 Mio. € (31.12.2018: ca. 11 Mio. €). Insgesamt nahm STADA in 2019 mit Zuschreibungen saldierte Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 65,9 Mio. € vor (Vorjahr: 26,1 Mio. €).
Die Sachanlagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 453,4 Mio. € (31.12.2018: 351,5 Mio. €). Dieser Anstieg basierte im Wesentlichen auf der Erstanwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 und den Zugängen aus Unternehmenszusammenschlüssen, die die in den Konsolidierungskreis aufgenommene Biopharma-Gruppe betreffen.
Die Vorräte lagen zum 31.12.2019 bei 638,2 Mio. € (31.12.2018: 515,3 Mio. €). Diese Entwicklung war vor allem auf das Umsatzwachstum, die Neueinführung von Produkt-Portfolios und Akquisitionen zurückzuführen.
Mit Blick auf das Thema "Marktnähe" stellt STADA situationsbedingt Reichweitenbetrachtungen zu Gunsten potenzieller operativer Chancen zurück. In Einzelfällen kann dies - sofern sich die Chancen entgegen den Erwartungen nicht realisieren lassen - zu ertragsbelastenden Wertberichtigungen von Vorräten führen. Zum 31.12.2019 war das Vorratsvermögen durch Wertberichtigungen saldiert mit Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 40,9 Mio. € belastet (31.12.2018: 35,7 Mio. €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 615,1 Mio. € (31.12.2018: 516,0 Mio. €).
Sofern die Chance besteht, eine bessere Marktposition zu erreichen, nimmt der Konzern in Ausnahmefällen ggf. höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Kauf. Grundsätzlich achtet STADA beim Forderungsmanagement jedoch sehr genau auf die Bonität ihrer Kunden. Ungeachtet dessen lässt sich ein Zahlungsausfall jedoch nie vollständig ausschließen (vgl. "Chancen- und Risikobericht").
Die übrigen Vermögenswerte enthalten verschiedene Positionen, zu denen die Finanzanlagen, die at equity bewerteten Anteile, die aktiven latenten Steuern, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die anderen Vermögenswerte und die Ertragsteuerforderungen zählen.
Die Finanzanlagen betrugen zum Bilanzstichtag 6,4 Mio. € (31.12.2018: 2,3 Mio. €).
Die at equity bewerteten Anteile verringerten sich zum 31.12.2019 auf 3,1 Mio. € (31.12.2018: 24,6 Mio. €). Der Rückgang resultierte vorwiegend aus der Umgliederung der von STADA gehaltenen Anteile an Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.) in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (IFRS 5).
Die aktiven latenten Steuern stiegen auf 33,5 Mio. € (31.12.2018: 26,3 Mio. €).
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 60,1 Mio. € (31.12.2018: 13,6 Mio. €) beinhalteten u.a. die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die zum Bilanzstichtag bei 0,4 Mio. € lagen (31.12.2018: 2,2 Mio. €) und aus Devisentermingeschäften bestanden. Darüber hinaus enthielt diese Position Forderungen aus Factoring-Geschäften, die für die deutschen Konzerngesellschaften 4,4 Mio. € betrugen (31.12.2018: 4,6 Mio. €), und Forderungen aus Cash-Pooling mit Nidda Healthcare Holding GmbH in Höhe von 44,1 Mio. €.
Die anderen Vermögenswerte reduzierten sich zum 31.12.2019 auf 48,1 Mio. € zu (31.12.2018: 50,4 Mio. €).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zu denen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Finanzinvestitionen zählen, verringerten sich zum Bilanzstichtag auf 206,0 Mio. € (31.12.2018: 343,8 Mio. €). Diese Entwicklung basierte auf den im Rahmen der Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung beschriebenen Effekten. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.
Zum 31.12.2019 bestanden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 3,1 Mio. € (31.12.2018: 0,1 Mio. €).
Das Eigenkapital stieg zum 31.12.2019 auf 1.195,5 Mio. € an (31.12.2018: 1.178,0 Mio. €).
Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres 2019 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Des Weiteren sind in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2019 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 5,3 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf der Reduzierung des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2019 im Vergleich zum 31.12.2018. Darüber hinaus sind in dieser Position Währungsumrechnungsdifferenzen bezogen auf die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern enthalten, die sich im Geschäftsjahr 2019 auf erfolgsneutrale Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € beliefen.
Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Der im Berichtsjahr erfolgte Anstieg der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Aufwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit dem 31.12.2018, die zu erfolgsneutralen Erträgen aus der Währungsumrechnung der in russischen Rubel und britischen Pfund bilanzierenden Gesellschaften führte.
Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 31.12.2019 in Höhe von 40,1 Mio. € bzw. 1.244,8 Mio. € (31.12.2018: 444,9 Mio. € bzw. 978,4 Mio. €) enthalten vor allem ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 929,6 Mio. €, Schuldscheindarlehen, die einen Nominalwert von 48,5 Mio. € haben (31.12.2018: 178,0 Mio. €), und eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 267,4 Mio. € (31.12.2018: eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 274,1 Mio. €).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 31.12.2019 auf 414,0 Mio. €. (31.12.2018: 315.1 Mio. €). Diese Entwicklung basierte neben Stichtagseffekten insbesondere auf Bestandsabrechnungen im Zuge des Vorratsaufbaus und Beratungsabrechnungen im Rahmen des Transformationsprozesses.
Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten die passiven latenten Steuern, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die anderen Verbindlichkeiten und die Ertragsteuerverbindlichkeiten.
Die passiven latenten Steuern erhöhten sich zum 31.12.2019 auf 87,0 Mio. € (31.12.2018: 83,9 Mio. €). Diese Entwicklung war auf höhere steuerpflichtige temporäre Differenzen aus Sachanlagen, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten zurückzuführen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 618,7 Mio. € (31.12.2018: 292,9 Mio. €) enthalten Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften in Höhe von 150,9 Mio. € (31.12.2018: 128,1 Mio. €) und eine Verbindlichkeit aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH in Höhe von 349,6 Mio. € (31.12.2018: 134.2 Mio. €). Auf der Entwicklung dieser Positionen basierte maßgeblich die Steigerung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres.
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 59,4 Mio. € (31.12.2018: 79,7 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf die Auflösung von Steuerrückstellungen zurückzuführen.
Die anderen Verbindlichkeiten nahmen zum 31.12.2019 auf 139,1 Mio. € zu (31.12.2018: 129,7 Mio. €). Dies resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der Steuerverbindlichkeiten und Personalverbindlichkeiten bei der STADA AG.
Die STADA Arzneimittel AG ist das Mutterunternehmen und die Führungsgesellschaft des STADA-Konzerns. Sie hält direkt und indirekt die Anteile an den zum STADA-Konzern gehörenden Gesellschaften.
Bei der Bewertung des Ergebnisses der STADA Arzneimittel AG ist das operative Ergebnis aus den Aktivitäten der Konzerngesellschaften in den Segmenten Generika und Markenprodukte zu berücksichtigen. Einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis haben die Serviceleistungen aus der Funktion der STADA Arzneimittel AG als Muttergesellschaft bzw. Holding des STADA-Konzerns, die Warenlieferungen an andere Konzerngesellschaften einschließen. Diese strategischen Leistungen werden an die STADA Arzneimittel AG von den in Anspruch nehmenden Konzerngesellschaften vergütet und bei der STADA Arzneimittel AG im Umsatz ausgewiesen. Der Jahresüberschuss der STADA Arzneimittel AG wird darüber hinaus durch Erträge aus Beteiligungen beeinflusst.
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen der STADA Arzneimittel AG sind der Umsatz und der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung als Basis für die Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH.
Weitere Aussagen zu der Unternehmenstätigkeit der STADA Arzneimittel AG, insbesondere zu den Themen "Forschung und Entwicklung", "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" sowie "Chancen und Risiken", sind in den in diesem zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Ausführungen zum STADA-Konzern enthalten.
Der Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Der vollständige Jahresabschluss der STADA Arzneimittel AG ist auf der STADA-Website unter www.stada.com/de bzw. www.stada.com einsehbar.
| Ertragslage in T€ |
2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 566.727 | 475.009 |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung | 349.550 | 134.189 |
Die Umsatzerlöse der STADA Arzneimittel AG stiegen im Geschäftsjahr 2019 um 19% auf 566,7 Mio. € (Vorjahr: 475,0 Mio. €).
Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber Dritten im Vergleich zum Vorjahr geringfügig. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Lizenzerträge zurückzuführen.
Die konzerninternen Umsätze entwickelten sich positiv. Diese Entwicklung war vor allem auf einen gestiegenen Absatz aus Warenlieferungen zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 63,2 Mio. € (Vorjahr: 65,8 Mio. €) - insbesondere bedingt durch geringere Erträge aus Zuschreibungen von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 27,0 Mio. €) und einen Rückgang von Kursgewinnen aus Währungen auf 13,4 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €) bei einem gegenläufigen Anstieg von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen um 6,3 Mio. € auf 9,3 Mio. €.
Auf Grund der gestiegenen Umsätze nahm der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren auf 176,1 Mio. € zu (Vorjahr: 159,6 Mio. €). Der Personalaufwand erhöhte sich auf 114,4 Mio. € (Vorjahr: 91,4 Mio. €). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wiesen eine Steigerung auf 93,7 Mio. € auf (Vorjahr: 49,0 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren außerplanmäßigen Abschreibungen auf Zulassungen und Marken. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen zeigten einen Rückgang auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 17,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen auf 192,1 Mio. € zurück (Vorjahr: 221,7 Mio. €) - insbesondere auf Grund von geringeren konzerninternen Weiterbelastungen.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und verbundenen Unternehmen verzeichneten angesichts einer positiven Ertragsentwicklung der deutschen Vertriebsgesellschaften einen Anstieg auf 96,7 Mio. € (Vorjahr: 83,0 Mio. €). Die Erträge aus Beteiligungen stiegen auf 181,8 Mio. € (Vorjahr: 50,3 Mio. €). Die Erträge aus konzerninternen Ausleihungen an verbundene Unternehmen waren auf 31,5 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 31,9 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge reduzierten sich auf 11,4 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen nahmen auf 42,1 Mio. € zu (Vorjahr: 35,1 Mio. €) - vor allem auf Grund der Finanzierung durch die Nidda Healthcare GmbH.
Der Jahresüberschuss der STADA Arzneimittel AG wurde angesichts des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe an die Nidda Healthcare GmbH abgeführt. Vor der Gewinnabführung belief sich der Jahresüberschuss auf 349,6 Mio. € (Vorjahr: 134,2 Mio. €). Im Berichtsjahr entstand ein Steuerertrag von 14,8 Mio. € (Vorjahr: Steueraufwand von 12,3 Mio. €).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der STADA Arzneimittel AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 auf 160,1 Mio. € (Vorjahr: 138,1 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Nidda HealthcareGmbH.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -121,3 Mio. € (Vorjahr: -252,1 Mio. €) und basierte maßgeblich auf geringeren Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -108,6 Mio. € (Vorjahr: 177,2 Mio. €). Die Nettoveränderung von Finanzverbindlichkeiten (Kredite, Schuldscheindarlehen und eine Anleihe) verringerte sich auf -136,2 Mio. € (Vorjahr: -748,9 Mio. €). Zuflüsse ergaben sich insbesondere aus konzerninternen Darlehen.
Durch die vorab ausgeführten Cashflows reduzierte sich der Finanzmittelfonds auf 91,5 Mio. € (Vorjahr: 161,3 Mio. €). Das oberste Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität und die Begrenzung der mit der Finanzierung verbundenen Risiken. Die kurzfristige Fremdkapitalfinanzierung war im Berichtsjahr kapitalmarktorientiert und beruhte im Wesentlichen auf Krediten der Nidda, Schuldscheindarlehen, einer Anleihe und Factoring. Der durchschnittliche kapitalgewichtete Zinssatz über die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten der STADA Arzneimittel AG belief sich zum 31.12.2019 auf 3,07% (31.12.2018: 2,97%).
| Vermögenslage in Mio. € |
2019 | 2018 |
| Anlagevermögen | 2.416,3 | 2.362,8 |
| Umlaufvermögen | 733,2 | 592,3 |
| Eigenkapital | 886,8 | 886,8 |
| Rückstellungen | 115,9 | 107,0 |
| Verbindlichkeiten | 2.153,5 | 1.969,0 |
Das Anlagevermögen der STADA Arzneimittel AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 auf 2.416,3 Mio. € (Vorjahr: 2.362,8 Mio. €). Diese Entwicklung basierte vor allem auf der Steigerung der Finanzanlagen auf 1.902,5 Mio. € (Vorjahr: 1.811,9 Mio. €). Gegenläufig verringerten sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 460,5 Mio. € (Vorjahr: 496,6 Mio. €). Die konzerninternen Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die maßgeblich der Finanzierung von Akquisitionen in der Region Zentraleuropa dienten, reduzierten sich ebenso gegenläufig auf 479,6 Mio. € (Vorjahr: 488,5 Mio. €).
Das Umlaufvermögen der STADA Arzneimittel AG stieg in 2019 auf 733,2 Mio. € (Vorjahr: 592,3 Mio. €). Der wesentliche Grund hierfür war auf die Steigerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf 582,1 Mio. € zurückzuführen (Vorjahr: 380,7 Mio. €). Dies war vor allem durch eine Erhöhung der kurzfristigen Darlehensvergabe an Tochterunternehmen bedingt. Gegenläufig reduzierten sich die Bankbestände auf 91,5 Mio. € (Vorjahr: 161,3 Mio. €). Die Vorräte nahmen auf 48,4 Mio. € zu (Vorjahr: 35,0 Mio. €).
Das Eigenkapital der STADA Arzneimittel AG blieb im Berichtsjahr unverändert bei 886,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 28,1% (Vorjahr: 29,9%).
Die Rückstellungen der STADA Arzneimittel AG erhöhten sich auf 115,9 Mio. € (Vorjahr: 107,0 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen, im Wesentlichen für Beraterleistungen.
Die Verbindlichkeiten der STADA Arzneimittel AG lagen bei 2.153,5 Mio. € (Vorjahr: 1.969,0 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit auf Grund des Ergebnis-Abführungsvertrags zur Muttergesellschaft bei gegenläufiger Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigten einen Anstieg auf 36,7 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf 7,2 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €). Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzte STADA nicht bilanzierte Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich vor allem um geleaste oder gemietete Gegenstände im üblichen Rahmen, wie z.B. Firmenfahrzeuge und angemietete Gebäudeflächen.
Die Bilanzsumme der STADA Arzneimittel AG nahm auf 3.156,3 Mio. € zu (Vorjahr: 2.962,9 Mio. €).
2019 verzeichnete STADA ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Neben dem Anstieg der Umsatz- und Ertragskennzahlen erzielte der Konzern weitere deutliche Fortschritte bei seinem Transformationsprozess. Die im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichte Prognose konnte erreicht werden.
Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz erhöhte sich im Berichtsjahr um 8% auf 2.608,6 Mio. €. Das bereinigte EBITDA stieg um 24% auf 625,5 Mio. €.
Dieser Nachtragsbericht beinhaltet die zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2019 und dem Unterzeichnungsdatum des Zusammengefassten Lageberichts und des Konzernabschlusses für 2019 erfolgten Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns.
Diese sahen wie folgt aus:
Am 07.02.2020 gab STADA bekannt, dass sie auf den Philippinen das FERN-C-Portfolio, ein gut etabliertes Sortiment an Vitamin-C-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln, übernimmt. 1) Der Kaufpreis beträgt ca. 18 Mio. €.
Am 24.02.2020 veröffentlichte STADA, dass sie 15 gut etablierte Consumer-Health-Produkte in mehr als 40 Ländern, überwiegend in Europa, für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline erwirbt. 2) Der Kaufpreis beträgt zwischen 311 Mio. € und 321 Mio. €.
Am 03.03.2020 erfolgte der Abschluss der Akquisition ausgewählter Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited. Der Kaufpreis beträgt ca. 610 Mio. USD (vgl. Angabe 8. "Unternehmenszusammenschlüsse").
Am 04.03.2020 erfolgte der Abschluss der Akquisition von Walmark, einem führenden Hersteller von Consumer-Health-Produkten in Osteuropa. Der Kaufpreis beträgt ca. 140 Mio. € (vgl. Angabe 8. "Unternehmenszusammenschlüsse").
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.
Auch in Zukunft bleibt das Geschäftsmodell von STADA auf den Gesundheitsmarkt mit dem Schwerpunkt auf dem Bereich Pharma ausgerichtet. Angesichts dessen wird der Konzern unverändert in einer der internationalen Wachstumsbranchen tätig sein. Ungeachtet dieser Ausrichtung unterliegt die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns jedoch auch im Geschäftsjahr 2020 teilweise gegenläufigen Einflussfaktoren, da sich die konjunkturellen, regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen von Jahr zu Jahr und von Land zu Land unterscheiden können. Detaillierte Ausführungen zu Risiken sind dem "Chancen- und Risikobericht" zu entnehmen. Insgesamt geht der Vorstand mit Blick auf den Transformationsprozess inklusive der zahlreichen Initiativen zur Effizienzsteigerung, die weiterentwickelte Unternehmensstrategie und das umfassende Chancenmanagement davon aus, auch künftig weiteres Wachstum generieren zu können. Einzelheiten zum Chancenmanagement des Konzerns sind ebenfalls im "Chancen- und Risikobericht" enthalten.
Im Zuge ihrer erfolgreichen Produktentwicklung und Akquisitionspolitik mit Zukäufen wird STADA auch in Zukunft das Konzern-Portfolio in den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte sukzessive erweitern. Dabei bestehen im Bereich Generika sowohl durch die Expansion in Märkte mit relativ geringen Penetrationsraten als auch durch den kontinuierlichen Ausbau des Biosimilar-Portfolios vielversprechende Wachstumsopportunitäten. Im Segment Markenprodukte setzt STADA weiterhin auf die Expansion und die zunehmende Internationalisierung erfolgreicher Marken.
Für 2020 prognostiziert der IWF für das globale Bruttoinlandsprodukt eine Wachstumsrate von 3,4%. 1) Dabei wird eine Erholung insbesondere für die USA, die Eurozone, China und Japan erwartet, die zu rund der Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts beitragen.
Die nachfolgende Grafik zeigt die Konjunkturprognosen für die wichtigsten STADA-Märkte. Die Länder sind absteigend nach dem von STADA im Geschäftsjahr 2019 erzielten Umsatz sortiert.

1) Quelle: International Monetary Fund: World Economic Outlook October 2019.
Angesichts der allgemeinen Wachstumstreiber wie des globalen Bevölkerungsanstiegs, einer in den Industrienationen zunehmend alternden Gesellschaft und weiterer medizinischer Fortschritte werden auch in Zukunft zahlreiche Gesundheitsund Pharmamärkte hohe und relativ konjunkturunabhängige Wachstumschancen aufweisen. Da Generika eine preisgünstige Alternative zu den oftmals deutlich teureren Originalpräparaten darstellen und somit zu der finanziellen Entlastung von Gesundheitssystemen beitragen, bestehen innerhalb des Pharmamarkts insbesondere in diesem Bereich Wachstumsmöglichkeiten. Zusätzliche Wachstumspotenziale ergeben sich durch den kontinuierlichen Ablauf von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten. Darüber hinaus werden auch den Biosimilars große Wachstumsaussichten zugeschrieben, da sie verglichen mit den kostenintensiven Biopharmazeutika einen deutlichen Beitrag zur Kostensenkung leisten können.
Mit Blick auf diese Wachstumschancen sagt das internationale Marktforschungsinstitut IQVIA für den internationalen Pharmamarkt von 2020 bis 2024 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 4-5% voraus. 1)
Für den globalen Generika-Markt prognostizieren die Experten von IQVIA zwischen 2020 und 2024 einen durchschnittlichen jährlichen Umsatzanstieg in Höhe von 7,0%. 1) Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die tatsächlichen Wachstumsraten beim ausgewiesenen Umsatz in den Märkten, in denen hohe Rabatte gewährt werden müssen, erheblich unter denen der von den Marktforschungsinstituten in der Regel erfassten Bruttoumsätze vor Rabatten liegen.
Das durchschnittliche jährliche Umsatzvolumen für die von 2020 bis 2024 für den generischen Wettbewerb neu zur Verfügung stehenden pharmazeutischen Wirkstoffe (inklusive Biologika) in den umsatzmäßig größten europäischen Pharmamärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien wird bei über 22,1 Mrd. € gesehen. 2)
Diese Prognose wird durch Schätzungen von IQVIA bestätigt, denen zufolge das jährliche Generika-Wachstum in der EU (EU28) von 2020 bis 2024 im Durchschnitt 5,1% 1) betragen soll. Für ausgewählte Märkte Osteuropas 3) beziffert IQVIA in diesem Zeitraum das durchschnittliche jährliche Generika-Wachstum auf 9,3%. 1) Dabei sollte sich die Steigerungsrate des russischen GenerikaMarkts im Durchschnitt auf jährlich 9,2% 1) belaufen.
Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten für den Umsatz des globalen OTC-Markts liegen Experten zufolge von 2020 bis 2024 bei 4,2%. 1) Die Vorhersagen für das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum im europäischen OTC-Markt (EU28) belaufen sich nach Angaben von IQVIA in diesem Zeitraum auf 1,9%. 1)
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 erfolgte unter Berücksichtigung der zu dem Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannten Ereignisse. Darüber hinaus basiert sie auf den Ausführungen zu dem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Ausblick.
Darüber hinaus stützt sich die Prognose auf die folgenden Annahmen:
| ― |
weitgehend unveränderte regulatorische Rahmenbedingungen in den für STADA relevanten Märkten, mit Ausnahme der zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung bekannten regulatorischen Änderungen und Markteinschätzungen |
| ― |
Optimierung der Bezugspreise für Rohstoffe |
| ― |
Möglichkeit, neue Produkte weiterhin zeitnah zum Patentablauf im Markt einführen zu können |
| ― |
weitgehend unveränderte steuerliche Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen STADA mit Konzerngesellschaften tätig ist |
| ― |
Verwendung von Terminkursen zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung für die Umrechnung wesentlicher von der Konzernwährung Euro abweichender Fremdwährungsgesellschaften |
Für das Geschäftsjahr 2020 geht der Vorstand beim Umsatz der STADA Arzneimittel AG von einem nahezu unveränderten Niveau im Vergleich zum Vorjahr und einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von mindestens 250 Mio. € aus.
Am 02.02.2018 hatte die außerordentliche Hauptversammlung dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Nidda Healthcare GmbH und der STADA Arzneimittel AG zugestimmt, der am 20.03.2018 wirksam wurde. Infolgedessen weist die STADA Arzneimittel AG für die Geschäftsjahre ab 2018 keinen Jahresüberschuss mehr aus.
1)
IQVIA Syndicated Analytics Service; prepared for STADA February 2020.
2)
STADA-Schätzung von Umsatzvolumina in 2019 zu Herstellerabgabepreisen für pharmazeutische
Wirkstoffe (inklusive Biologika), bei denen STADA bis 2024 einen für den generischen
Wettbewerb relevanten Ablauf des Patents oder anderer relevanter gewerblicher Schutzrechte
aus heutiger Sicht erwartet, basierend auf Daten verschiedener internationaler Marktforschungsinstitute.
Die STADA-Erwartung, zu welchem Termin ein pharmazeutischer Wirkstoff für den generischen
Wettbewerb verfügbar wird, unterliegt kontinuierlicher rechtlicher Prüfung und kann
sich gegenüber der diesen Daten zu Grunde liegenden heutigen Erwartung (Stand: 01.03.2020)
in der Zukunft signifikant verändern. Die für den generischen Wettbewerb zu den entsprechenden
Terminen dann tatsächlich neu verfügbar werdenden Umsatzvolumina unterliegen Schwankungen,
die u.a. von verändertem Markterfolg, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Marktstrukturen
abhängen können.
3)
Russland, Serbien, Ukraine, Kasachstan, Bosnien und Herzegowina.
Angesichts der allgemeinen und generikaspezifischen Wachstumstreiber in der Gesundheits- und Pharmabranche sowie der Wachstumsaussichten im Bereich Markenprodukte ist das Geschäftsmodell des STADA-Konzerns auf Märkte mit langfristigen Wachstumschancen ausgerichtet.
Damit verbunden sind jedoch auch operative Risiken und Herausforderungen, die insbesondere auf geänderte bzw. zusätzliche staatliche Regulation (z.B. zusätzliche behördliche Anforderungen an klinische Studien, die zu verlängerten Entwicklungszeiten etwa für Biosimilars führen können) und/oder einen intensiven Wettbewerb zurückzuführen sind. Damit wird STADA auch in Zukunft mit nicht operativ bedingten Einflussfaktoren wie negativen konzernrelevanten Währungsrelationen sowie den Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Konflikts und damit verbundener Sanktionen gegenüber Russland konfrontiert sein. Darüber hinaus könnten sich auch die möglicherweise negativen makroökonomischen Folgen im Zusammenhang mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU auswirken.
Insgesamt wird die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns damit sowohl durch wachstumsfördernde als auch herausfordernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet sein.
Mit Blick auf den Transformationsprozess inklusive der zahlreichen Initiativen zur Effizienzsteigerung, die weiterentwickelte Unternehmensstrategie und das umfassende Chancenmanagement sollten jedoch die positiven Aussichten überwiegen.
Für das Geschäftsjahr 2020 geht der Vorstand im Vergleich zum Vorjahr von weiterem Konzernwachstum aus. Dabei sollte in beiden Segmenten der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz stark wachsen und das bereinigte EBITDA deutlich wachsen.
STADA ist als international tätiges Pharmaunternehmen Teil einer globalen Geschäftswelt und somit zahlreichen Risiken ausgesetzt. Diese sind zwangsläufig die Folge unternehmerischen Handelns, denn der Konzern kann Chancen nur dann nutzen, wenn er auch dazu bereit ist, Risiken einzugehen.
Angesichts dessen, dass der Bereich Gesundheit bzw. Pharma relativ konjunkturunabhängig ist, haben wirtschaftliche Zyklen nur zu einem bestimmten Grad Auswirkungen auf den Konzern. Zudem wird die Abhängigkeit von negativen Entwicklungen oder Ereignissen auf Grund der internationalen Aufstellung sowie der diversifizierten Ausrichtung auf Generika und Markenprodukte so gering wie möglich gehalten. Grundsätzlich ist die jahrzehntelange Tätigkeit im Pharmamarkt eine stabile Basis, um Risiken realistisch einschätzen und Wachstumschancen gezielt nutzen zu können.
Das Chancenmanagement stellt bei STADA eine kontinuierliche Aufgabe dar. Im Rahmen dessen evaluiert der Konzern kontinuierlich Wachstumsopportunitäten. Mit dem Ziel, sich ändernde Anforderungen, Trends und insbesondere Chancen in den oftmals fragmentierten Märkten erkennen und analysieren zu können, um sein Handeln danach auszurichten, beobachtet das STADA-Management fortlaufend die Märkte und Wettbewerber. Zudem findet innerhalb der einzelnen Bereiche ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, um zusätzliche Chancen und Synergien identifizieren und nutzen zu können.
Auf Basis der kontinuierlichen Umsetzung der zahlreichen Initiativen des Transformationsprozesses und mit Blick auf die strategischen Erfolgsfaktoren dient das Chancenmanagement der optimalen Ausschöpfung von Wachstumsmöglichkeiten.

Im Rahmen seiner erfolgreichen Produktentwicklung wird der Konzern sein Produkt-Portfolio in den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte stetig ausbauen.
Auch das Risikomanagement ist bei STADA als eine kontinuierliche Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit definiert. Die Risikostrategie, die in allen Geschäftssegmenten des STADA-Konzerns Anwendung findet, ist eng mit der Unternehmensstrategie von STADA verknüpft und bildet die Grundlage für das vom Vorstand in die wertorientierte Steuerung und die bestehende Organisationsstruktur des Konzerns integrierte, kontinuierliche regulatorische Risikomanagement-System. Das Risikomanagement-System von STADA orientiert sich am internationalen Risikomanagement-Standard COSO II Enterprise Risk Management - Integrated Framework (2004).
Ziel des Risikomanagements ist es, konzernweit sicherzustellen, dass Risiken sowohl frühzeitig erkannt, bewertet, gesteuert und mit zielgerichteten Maßnahmen minimiert als auch alle relevanten regulatorischen Anforderungen an ein Risikomanagement-System in vollem Umfang eingehalten werden. Der unternehmensweit einheitliche, integrierte Ansatz zum Risikomanagement soll die Effizienz des konzernweiten Risikomanagements sicherstellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung ermöglichen.
Die Risikostrategie von STADA wird durch die risikopolitischen Grundsätze konkretisiert. Diese sollen sicherstellen, dass Risiken vollständig identifiziert sowie transparent und vergleichbar dargestellt und bewertet werden. Sie verpflichten die Risikoverantwortlichen dazu, die Risiken proaktiv zu steuern und zu überwachen. Die risikopolitischen Grundsätze werden im Risikomanagement-Handbuch definiert, das darüber hinaus alle methodischen und organisatorischen Standards im Umgang mit Risiken verbindlich festlegt.
Die wesentlichen Elemente des konzernweiten Risikomanagement-Systems, das eine quartalsweise Regelberichterstattung vorsieht, sind:
1. der im Unternehmen vertikal und horizontal integrierte Fachbereich Risk Management & Database, der für die Konzeption und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems (inklusive der konzernweiten Einrichtung der Risikomanagement-Software "R2C - Risk to Chance"), die Methoden und Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie die Unterstützung der dezentralen Risikobeauftragten verantwortlich ist;
2. die konzernweit in allen Unternehmenseinheiten und Tochtergesellschaften integrierten dezentralen Risikobeauftragten, die die Risiken (inklusive Maßnahmen) identifizieren und bewerten sowie im Risikomanagement-System dokumentieren und aktualisieren;
3. Überprüfung und Abstimmung durch den Fachbereich Risk Management & Database mit den dezentral verantwortlichen Risikobeauftragten bei aktuellen Themen und zur identifizierten Risikolage in den einzelnen Bereichen im Konzern (insbesondere bei Risikoaggregaten);
4. das unternehmensspezifische Handbuch des Risikomanagements, in dem die Risikobegriffe, die Risikopolitik und das Risikomanagement-System inklusive des Risikomanagement-Prozesses und der Verantwortlichkeiten definiert sind;
5. das Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften.
Das konzernweite Risikomanagement von STADA umfasst die STADA Arzneimittel AG und deren Konzerngesellschaften und auch nicht einbezogene Konzerngesellschaften mit einer Beteiligungshöhe von mindestens 50%. Sofern von Beteiligungen mit einer Beteiligungshöhe von unter 50% Risiken für den Konzern ausgehen, werden auch diese Risiken im RisikomanagementSystem des Konzerns erfasst.
Die separate Erfassung von Chancen ist im Risikomanagement-System nicht vorgesehen. Die Identifikation und Bewertung von Chancen erfolgt in den entsprechenden Geschäftsumfeldern. Eine übergreifende, systematische Klassifizierung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung der Chancen wird nicht vorgenommen.
Der Risikomanagement-Prozess umfasst bei STADA die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risiko-Monitoring, Risikoaggregation und Risiko-Reporting. Auf Grundlage der Anforderungen der neuen Mehrheitsgesellschafterin des STADA-Konzerns wurde in 2018 das bestehende Risikomanagement-System einem Review unterzogen. Dieser Review führte in 2018 zum Start einer Neuausrichtung des Risikomanagement-Systems. Im Rahmen dessen wurden im Berichtsjahr u.a. Prozesse beim Meldeablauf der Risiken hinsichtlich der Berichtsstruktur in den Vertriebsgesellschaften angepasst und die Bewertungszeiträume von kumulativen Zeiträumen auf additive Zeiträume umgestellt. Diese Zeiträume orientieren sich an Kalenderjahren.

Der kontinuierliche Risikomanagement-Prozess beginnt mit der Risikoidentifikation (Phase 1), in der systematisch alle Einzelrisiken erhoben werden, die erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von STADA haben könnten. Die Identifikation der Einzelrisiken erfolgt zum einen durch dezentrale Self-Assessments und zum anderen durch zentrale Abfragen.
Im Anschluss an die Risikoidentifikation erfolgt die Risikobewertung (Phase 2). Dies geschieht auf der Basis von Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung und berücksichtigt sowohl mögliche direkte Schäden als auch mögliche indirekte Folgen durch den Eintritt des Einzelrisikos. Bei der Bewertung werden, soweit möglich, objektive Kriterien oder Erfahrungswerte zu Grunde gelegt.
Im Rahmen der Risikosteuerung (Phase 3) werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduktion, -transferierung und/oder -kompensation identifiziert. Bei den identifizierten Maßnahmen kann es sich sowohl um ursachenbezogene (präventive) als auch um wirkungsbezogene (reaktive) Maßnahmen handeln.
Durch das fortlaufende Risiko-Monitoring (Phase 4) stellt der Fachbereich Risk Management & Database sicher, dass neu identifizierte Einzelrisiken oder gravierende Veränderungen von Einzelrisiken und entsprechende Anpassungserfordernisse bei der Risikosteuerung frühzeitig auf Plausibilität geprüft werden und eine Ad-hoc-Berichtserstattung möglich ist.
Vor Erstellung des Risiko-Reportings werden durch den Fachbereich Risk Management & Database in der Risikoaggregation (Phase 5) Einzelrisiken mit identischer bzw. ähnlicher Risikoursache zur Erhöhung der Transparenz in einem Risikoaggregat zusammengefasst.
Danach werden im Risiko-Reporting (Phase 6) aus den identifizierten Einzelrisiken empfängerorientierte Risikoberichte für das Management und den Aufsichtsrat erstellt. Signifikante Einzelrisiken und Risikoaggregate werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und ggf. weitere Maßnahmen zur Risikobewältigung adressiert. Bei neu auftretenden signifikanten Einzelrisiken oder Risikoaggregaten werden Vorstand und ggf. Aufsichtsrat auch außerhalb des quartalsweisen Risiko-Reportings unmittelbar durch eine Ad-hoc-Berichterstattung informiert.
Die Interne Revision führt regelmäßig unternehmensinterne, unabhängige Systemprüfungen mit dem Fokus auf Wirksamkeit, Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit des vom Vorstand eingerichteten STADA-Risikomanagement-Systems durch. Darüber hinaus befasst sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Überwachung des Vorstands mit der Wirksamkeit des RisikomanagementSystems. Zusätzlich überprüft und beurteilt der Abschlussprüfer von STADA im Rahmen seiner Jahresabschlussprüfung das in das Risikomanagement-System integrierte Risikofrüherkennungs-System auf seine grundsätzliche Eignung, wesentliche sowie bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkennen zu können.
Der relevante Zeitraum für die interne Regelberichterstattung an den Vorstand beträgt das aktuelle Jahr zuzüglich zweier weiterer Jahre. Darüber hinaus erfolgt eine bereichsinterne Erfassung und Überwachung von langfristigen Risiken über diesen relevanten Zeitraum hinaus. Die Einschätzung der Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikosituation von STADA im Zusammengefassten Lagebericht bezieht sich auf den 31.12.2019. Relevante Änderungen nach dem Bilanzstichtag, die eine veränderte Darstellung der Risikolage von STADA erforderlich gemacht hätten, lagen nicht vor. Eine absolute Sicherheit, Risiken in vollem Umfang identifizieren und steuern zu können, kann es jedoch nicht geben.
Das konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (IKRMS) ist Bestandteil des konzernweiten Risikomanagement-Systems von STADA und hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Mit einer Vielzahl von verschiedenen Maßnahmen und internen Kontrollen stellt STADA die Verlässlichkeit der Rechnungslegungsprozesse und die Korrektheit der Finanzberichterstattung sicher. Dies schließt die Erstellung von regelkonformen Einzel- und Konzernabschlüssen sowie Lageberichten ein. Das IKRMS wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist integraler Bestandteil der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen. Das System beinhaltet Grundsätze, Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen.
Es besteht u.a. aus:
| ― |
konzerneinheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Kontierungsvorgaben, die fortlaufend überprüft, aktualisiert und regelmäßig kommuniziert werden, |
| ― |
ergänzenden Verfahrensanweisungen, konzerninternen Meldeformaten sowie IT-gestützten Abstimmprozessen für konzerninterne Salden, |
| ― |
Prozessen, die die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten, |
| ― |
Prozessen zur Funktionstrennung, zum Vier-Augen-Prinzip im Rahmen der Abschlusserstellung und zu Autorisierungsund Zugriffsregelungen bei relevanten IT-Rechnungslegungssystemen, |
| ― |
externen Experten, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, wie z.B. bei einer Kaufpreisaufteilung im Sinne des IFRS 3. |
Die primären Kontrollfunktionen für die wesentlichen Rechnungslegungsprozesse werden dabei von den jeweiligen programmimmanenten Plausibilitätsprüfungen übernommen. Außerhalb der durch Software unterstützten Systeme werden manuelle Stichproben zur Plausibilitätsprüfung sowie zur Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten und Berechnungen auf allen Konzernebenen durchgeführt. Die überwiegende Anzahl der Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften, die Eingang in den Konzernabschluss von STADA finden, unterliegen grundsätzlich einmal pro Jahr der Prüfung durch den Abschlussprüfer.
Die Verantwortung für die Einführung und Funktionsfähigkeit des IKRMS liegt beim Vorstand der STADA Arzneimittel AG, der dessen Angemessenheit und Wirksamkeit mindestens zu jedem Geschäftsjahresende beurteilt. Zusätzlich werden dessen Angemessenheit und Wirksamkeit durch die Interne Revision regelmäßig konzernweiten Prüfungen unterzogen.
Des Weiteren überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats von STADA auf Grundlage von § 107 Abs. 3 AktG regelmäßig den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das IKRMS für den Rechnungslegungsprozess kann jedoch keine absolute Sicherheit dafür bieten, dass wesentliche Falschaussagen in der Rechnungslegung vermieden werden.
Die Bewertung der Einzelrisiken erfolgt grundsätzlich für einzelne Segmente in Form von Nettorisiken, d.h., die Einzelrisiken werden unter Berücksichtigung von implementierten und wirksamen Steuerungs- und Überwachungsinstrumenten bewertet. Sofern kein Segment explizit hervorgehoben wird, betreffen die beschriebenen Risiken die beiden Segmente Markenprodukte und Generika.
Innerhalb des oben beschriebenen Risikomanagement-Prozesses werden bei STADA die Einzelrisiken auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und einer potenziellen negativen Auswirkung auf die prognostizierten finanziellen Ziele in Bezug auf das bereinigte EBITDA bewertet.
Die zu Grunde liegende Skala zur Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung ist in der folgenden Abbildung dargestellt:
| Skala zur Klassifizierung der Risikokategorien | gering | mittel | hoch |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | > 0% bis < 30% | > 30% bis < 70% | > 70% bis 100% |
| Auswirkung 36 Monate | bis < 5 Mio. € | > 5 Mio. € bis < 10 Mio. € | > 10 Mio. € |
Anmerkung zur Eintrittswahrscheinlichkeitskategorie "mittel" und "hoch": Generell wurden alle Einzelrisiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer als 50% auf passivierungspflichtige Sachverhalte überprüft und etwaige Rückstellungen gebildet.
Die Kombination beider Faktoren führt zu der im Folgenden dargestellten Risikomatrix, in der die Risikokategorien der zusammengefassten Einzelrisiken sowie Risikoaggregate eingeordnet und in ihrer Bedeutung für den Konzern dargestellt werden:
| Auswirkung | ||||
| gering | mittel | hoch | ||
| Eintrittswahrscheinlichkeit | gering | gering | gering | mittel |
| mittel | gering | mittel | hoch | |
| hoch | mittel | hoch | hoch | |
STADA ordnet die identifizierten Risiken in der Risikoberichterstattung nach den im Folgenden dargestellten Risikokategorien ein. Die Tabelle zeigt sämtliche relevanten Risikokategorien gemäß dem STADA-Bewertungsschema. Als besonders relevant sind Einzelrisiken und Risikoaggregate zu betrachten, die zum Bilanzstichtag 31.12.2019 in den "hohen" Bereich eingruppiert wurden.
| Risikokategorie | Risikosubkategorien (Einzelrisiko bzw. Risikoaggregat) | Eintrittswahrscheinlichkeit | Nettoauswirkung |
| Branchenrisiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Regulatorische Risiken | Gesundheitspolitik (Preisänderung) | mittel | hoch |
| Konjunkturelle Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Risiken des Produkt-Portfolios | Lizenzen & Zulassungen (Verschreibungsstatus) | hoch | hoch |
| Lizenzen & Zulassungen (Einlizenzierung) | mittel | hoch | |
| Rechtliche Risiken | Patent (Patentverletzungen) | mittel | hoch |
| Unternehmensstrategische Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | Produktion & Einkauf (Lieferunterbrechung) | mittel | hoch |
| Personalrisiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Compliance-Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Risiken in Bezug auf Informationstechnologie | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
| Finanzielle Risiken | Steuern (Betriebsprüfungen) | mittel | hoch |
| Sonstige Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken | keine relevanten Risiken |
Ergänzend zu der tabellarischen Darstellung werden unabhängig von den Bewertungshöhen die bestehenden Risikohauptkategorien des STADA-Geschäftsmodells, aufbauend auf der Regelberichterstattung des Risikomanagements zum 31.12.2019, nachstehend detaillierter erläutert.
Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns haben können. Zusätzlich können Risiken, die heute noch nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingestuft werden, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflussen.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
STADA ist sich ständig ändernden Marktbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten ausgesetzt. Auf der Wettbewerberseite bestehen die Risiken auf Grundlage des starken Wettbewerbs insbesondere im Hinblick auf Preisstellung, Sortiments- und Serviceumfang oder auch Liefer- und Rabattkonditionen von bestehenden sowie neuen Wettbewerbern. Gleichzeitig bestehen von der Nachfrageseite her Risiken durch eine möglicherweise steigende Nachfragemacht einzelner Kundengruppen wie bspw. Ärzten, Apothekern, Patienten, Krankenkassen, Einkaufsringen, Apothekenketten, Großhandlungen oder Versandhändlern. Solche Entwicklungen können zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsposition von STADA, z.B. durch einen (teilweisen) Verlust neu eingeplanter Ausschreibungen als auch durch einen (teilweisen) Verlust einmal bereits gewonnener Ausschreibungen, und somit zu einem Umsatz- oder Ertragsverlust führen. Prinzipiell nutzt STADA jedoch sich bietende Chancen in einzelnen Märkten oder bei einzelnen Produkten oder Produktgruppen und ist dabei auch bereit, ggf. temporäre Verluste in Kauf zu nehmen, bspw. in nationalen Märkten mit großem Wachstumspotenzial oder zum Erhalt bzw. Ausbau der Marktposition. Insgesamt versucht STADA, den Branchenrisiken durch eine Diversifikation der Märkte und Produkte entgegenzuwirken.
Seit dem Beginn des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2014 wird die Geschäftsentwicklung von STADA sowohl im russischen als auch im ukrainischen Markt beeinträchtigt. Auch im Geschäftsjahr 2019 war die Situation der teilweisen Kaufzurückhaltung weiterhin spürbar. Auf Grund der unverändert nicht vorhandenen Dynamik bei der Entwicklung der Realeinkommen blieb die Kaufkraft der russischen Bevölkerung in 2019 weiterhin eingeschränkt und der Druck auf die Preisstellung somit entsprechend bestehen.
In der MENA-Region wirkten sich die anhaltenden Unruhen im Berichtsjahr ebenfalls weiterhin negativ auf das Exportgeschäft in diese Region aus. Derzeit ist nicht absehbar, wie lange die politischen Unruhen anhalten werden und dadurch das noch vorhandene Exportgeschäft weiter negativ beeinflusst werden könnte.
Der Konflikt über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien hat sich in 2018 wieder beruhigt. Da die Fronten zwischen den Befürwortern und den Gegnern einer Unabhängigkeit weiter verhärtet sind, kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der Konflikt in der Zukunft wieder eskaliert. STADA hat notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen, um mögliche negative Effekte aus einem erneuten Aufflammen der Katalonienkrise für die Zukunft auf ein möglichst geringes Maß zu begrenzen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es wieder zu Boykottaktionen gegen die Produkte der spanischen STADA-Tochtergesellschaft kommt - sei es in Katalonien oder im Rest von Spanien. Aus diesem Grund hat STADA weitere Gegenmaßnahmen eruiert und ist bereit, diese im Bedarfsfall zu ergreifen.
Im Zusammenhang mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU besteht das Risiko, dass es im weiteren Verlauf oder nach Abschluss der Verhandlungen zu einem Konjunkturabschwung kommt, der den Kostendruck im Gesundheitssystem erhöht und infolgedessen zu Preissenkungsmaßnahmen führen könnte. Des Weiteren besteht bei einem Konjunkturabschwung das Risiko einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten im Selbstzahlerbereich.
Sollten sich diese Krisen weiter fortsetzen, könnte dies weitere negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage des STADA-Konzerns haben.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um relevante Risiken.
Die nationalen Märkte, in denen STADA aktiv ist, sind durch eine Vielzahl an Vorschriften gekennzeichnet. Die Änderungen, die Aufhebung oder der Erlass neuer regulatorischer Vorschriften können erhebliche wirtschaftliche und strategische Auswirkungen auf STADA und den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Produkte oder Investitionen haben. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene, welche bspw. die Marktstruktur, Preisgestaltung, Erstattung oder Zulassung pharmazeutischer Produkte betreffen. Dies kann dazu führen, dass durch nationale Vorschriften die Preise pharmazeutischer Produkte direkt (bspw. durch gesetzliche Preissenkungen) oder indirekt (bspw. durch Festbeträge, Zwangsabgaben, Bestimmungen zur Rabattgewährung, Reduzierung oder Ausgrenzung der Kostenerstattung) beeinflusst werden. Des Weiteren können höhere direkte Kosten zur Erfüllung der Vorschriften (bspw. bei der Zulassung) oder höhere indirekte Kosten (bspw. durch Ausweichbewegungen der Wettbewerber oder Nachfrager) entstehen. Dies kann die Profitabilität der betroffenen Produkte in den Märkten schmälern und im Einzelfall die Markteinführung eines Produkts verhindern. STADA geht davon aus, dass das Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks vorrangig im Generika-Segment weiter bestehen bleibt. STADA begegnet diesen Risiken u.a. durch eine gezielte Erweiterung des Produkt-Portfolios in weniger regulierten Bereichen.
Eine exakte Prognose etwaiger Änderungen nationaler oder supranationaler Regelungen sowie deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von STADA ist nicht möglich, da Einführung und Ausmaß solcher Regelungen vom politischen Prozess in dem jeweiligen Land oder von gerichtlichen Entscheidungen abhängen und die Auswirkungen von den Reaktionen der jeweils betroffenen Marktbeteiligten in wesentlichem Maße mit beeinflusst werden. Veränderungen des regulatorischen Umfelds in den Hauptabsatzmärkten von STADA werden fortlaufend analysiert. Je nach Ausmaß der staatlichen Regulierung könnte es notwendig werden, das Geschäftsmodell in einzelnen Märkten anzupassen.
Ausgehend von dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sind regulatorische Hindernisse bei der Einfuhr von in Russland hergestellten Produkten zu verzeichnen, die zu Lieferverzögerungen geführt und somit Lieferengpässe nach sich gezogen haben. Sollten diese Hindernisse in der Zukunft weiter auftreten, könnte dies weitere negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage des STADA-Konzerns haben.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Der Geschäftserfolg von STADA hängt zu einem bestimmten Maß auch von konjunkturellen Einflüssen ab, da ein Konjunkturabschwung regelmäßig zu einer Reduzierung der Kaufkraft in dem betroffenen Markt führt. Die Minderung der Kaufkraft kann insbesondere im Bereich der Markenprodukte, der primär ein Selbstzahlermarkt ist, eine Kaufzurückhaltung nach sich ziehen. Des Weiteren kann ein Konjunkturabschwung den ohnehin herrschenden Kostendruck in einzelnen nationalen Gesundheitssystemen verstärken und somit die Geschwindigkeit und das Ausmaß regionaler regulatorischer Maßnahmen zur Kostendämpfung deutlich erhöhen. Für STADA könnte dies wesentliche Nachteile bei erstattungsfähigen Arzneimitteln, bspw. durch staatlich angeordnete Preissenkungen oder einen Wegfall der Erstattungsfähigkeit bei einzelnen Produkten, zur Folge haben. Insgesamt arbeitet STADA kontinuierlich daran, möglichen Risiken über Leistungssteigerungen oder Kostenreduzierungen entgegenzuwirken.
Beim Referendum am 23.06.2016 hatten die Wähler in Großbritannien mehrheitlich für den Austritt Großbritanniens aus der EU ("Brexit") gestimmt. Ungeachtet des zum 31.01.2020 erfolgten Austritts, mit einer Übergangsphase bis zum 31.12.2020, laufen die Verhandlungen über die zukünftige Zusammenarbeit der EU mit Großbritannien nach Ende dieser Übergangsphase sehr schleppend und es ist bis dato nicht abzusehen, zu welchen Bedingungen der Austritt erfolgen bzw. ob es zu einem geregelten oder ungeregelten Austritt kommen wird. Bisher zeigt sich die britische Wirtschaft relativ robust. Allerdings besteht das Risiko, dass es im weiteren Verlauf oder nach Abschluss der Verhandlungen zu einem Konjunkturabschwung kommt, der den Kostendruck im Gesundheitssystem erhöht und infolgedessen zu Preissenkungsmaßnahmen führen könnte. Des Weiteren besteht bei einem Konjunkturabschwung das Risiko einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten im Selbstzahlerbereich.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um relevante Risiken.
Eine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt bei STADA der kontinuierliche Ausbau des Produkt-Portfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass Produkte, die dem Produkt-Portfolio hinzugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse oder fehlerhafte Ausführungen nicht oder lediglich verspätet oder nur zu höheren Entwicklungsoder Herstellungskosten als ursprünglich angenommen zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, direkte staatliche Preisfestsetzung oder eine zusätzliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Gesundheitssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet.
Darüber hinaus ist, insbesondere im Segment Generika, bei der Entwicklung und Zulassung jedes Produkts die genaue Beachtung einschlägiger rechtlicher Vorschriften wie gewerblicher Schutzrechte von großer Bedeutung. Hier besteht das Risiko, dass trotz sorgfältiger Prüfung der rechtlichen Situation einzelne Vorschriften verletzt werden und so die Einführung eines neuen Produkts verzögert oder sogar verhindert wird. Dies gilt auch in Retrospektive für bereits am Markt eingeführte Produkte. Es besteht außerdem das Risiko, dass trotz intensiver Prüfung mögliche Nebenwirkungen oder Qualitätsmängel bei Produkten erst nach der Zulassung entdeckt werden oder dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Bewertungen zu einer Rücknahme vom Markt sowie zu entsprechenden Gerichtsverfahren führen können.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um ein relevantes Risiko.
Die Geschäftstätigkeit von STADA ist mit Risiken behaftet, die sich aus bestehenden oder möglichen zukünftigen Rechtsstreitigkeiten ergeben. Insbesondere im Kernsegment Generika ist die Geschäftstätigkeit von STADA dem erhöhten Risiko von Rechtsstreitigkeiten um gewerbliche Schutzrechte (vor allem Patente und Supplementary Protection Certificates), Produkthaftung, Verletzung von Gewährleistungspflichten, Verletzung von Sorgfaltspflichten sowie die angebliche Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen ausgesetzt. Als Folge dieser Rechtsstreitigkeiten können, insbesondere wenn derartige Verfahren in den USA erfolgen, Schadensersatzforderungen, Kosten für die Rechtsverteidigung, eine vollständige oder zeitweise Untersagung der Vermarktung von Produkten oder Kosten für Rückrufaktionen entstehen, unabhängig davon, ob letztendlich ein Schadensersatzanspruch besteht. Zum Schutz der als vertraulich zu behandelnden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verwendet STADA Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Beschäftigten, externen Kooperationspartnern, Leistungserbringern oder anderen Vertragspartnern.
Des Weiteren kann es für STADA möglicherweise schwierig werden, nach dem Recht eines Landes, in dem STADA Geschäfte betreibt, seine eigenen Ansprüche zu bezahlbaren Kosten und ohne wesentlich nachteilige Auswirkungen auf das Geschäft in diesem Land durchzusetzen. Stellt sich wider Erwarten heraus, dass dies in einem Land nicht der Fall ist, so kann dies wesentlich nachteilige Auswirkungen für den Konzern insgesamt haben.
Sofern ein ernst zu nehmendes Risiko einer späteren Inanspruchnahme besteht, bildet STADA für evtl. entstehende Ansprüche anlassbezogene Rückstellungen. Aus heutiger Sicht erwartet STADA aus den anhängigen Verfahren jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Die Unternehmensstrategie von STADA ist maßgeblich auf Wachstum und Internationalisierung im Pharmamarkt in den Segmenten Generika und Markenprodukte ausgelegt. Mit der Wachstumsstrategie von STADA ist das Risiko verbunden, dass in der Vergangenheit oder in der Zukunft erworbene Unternehmen, Produkte oder andere Wirtschaftsgüter möglicherweise nur mit höheren Integrationskosten integriert oder beabsichtigte Synergieeffekte nicht in der gewünschten Höhe gehoben werden können. Des Weiteren können akquirierte Gesellschaften oder Produkte möglicherweise nicht die erwarteten Resultate am Markt erzielen, da sich Märkte oder Marktsegmente, auf die sich STADA strategisch konzentriert, anders als erwartet entwickeln. STADA reduziert diese Risiken durch sorgfältige Analysen. Ungeachtet dessen kann nicht ausgeschlossen werden, dass jeder der vorgenannten Sachverhalte zu einem Wertminderungsbedarf auf immaterielle Vermögenswerte führt bzw. erwartete Resultate in einzelnen Märkten nicht erzielt werden können.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um relevante Risiken.
Die konzerneigenen Produktionsstätten (inkl. der Produktentwicklung und Logistik) sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient ablaufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie dadurch oder durch externe Einflüsse bedingter Produktionsstörungen oder -ausfälle ausgesetzt. Da innerhalb dieser Prozesse regelmäßig Stoffe mit Gefahrstoffcharakter verwendet werden, können solche Störungen auch die Gesundheit von Mitarbeitern oder Dritten gefährden oder Umweltschäden hervorrufen. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken.
Des Weiteren kann die Lieferfähigkeit von STADA durch die Lieferunfähigkeit eines Lieferanten negativ beeinflusst werden, da der Wechsel eines Lieferanten in der Regel mit zeitlichen Verzögerungen verbunden ist. STADA begrenzt dieses Risiko, indem teilweise auf mehr als eine Bezugsquelle zurückgegriffen wird (Dual Sourcing).
Ein weiterer negativer Einflussfaktor auf die Lieferfähigkeit ist die zunehmend hohe Volumenvolatilität in einzelnen nationalen Märkten im Segment Generika, die sich regelmäßig im Umfeld von Ausschreibungen durch staatliche Institutionen oder Krankenkassen ergibt. Auch wenn STADA alle Anstrengungen unternimmt, Lieferengpässe bzw. einen unbeabsichtigten Bestandsaufbau zu vermeiden, kann dies angesichts des umfangreichen Portfolios nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
STADA ist sowohl von der globalen Entwicklung der Einkaufspreise für benötigte Wirk- oder Hilfsstoffe abhängig als auch - soweit die Produkte in Lohnherstellung gefertigt werden - von den mit Lohnherstellern auszuhandelnden Lieferpreisen, die - auch produktspezifisch - stark schwanken können. STADA setzt zur Begrenzung des Risikos marktbedingter Margenverluste durch geringere Absatzpreise gegenüber Lieferanten teilweise Instrumente ein, die diese am Marktpreisrisiko beteiligen, wie bspw. Nachverhandlungen oder die Vereinbarung von Sonderbeschaffungspreisen für spezielle Absatzmengen, etwa im Rahmen von Ausschreibungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Produkten zu wesentlich nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen des Konzerns führen.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
STADA ist in hohem Maße auf das Engagement, die Motivation und die Fähigkeiten seiner Beschäftigten angewiesen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften sowie eine lang anhaltende Suche zur Nachbesetzung in Schlüsselpositionen könnten wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Der weitere Erfolg von STADA ist davon abhängig, auch in Zukunft, ungeachtet der demographischen Herausforderungen, im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Beschäftigte gewinnen und langfristig binden zu können. Länder-, branchen- und unternehmensspezifische Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten und zu gewinnen. STADA begegnet diesen Risiken durch weltweit eingeführte Personalentwicklungs- und Nachfolgeprozesse, mit Hilfe derer das Potenzial der Beschäftigten systematisch erkannt und gefördert wird. Diese Prozesse unterstützen sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene, hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung und helfen STADA, erfolgskritische Kompetenzen im Unternehmen zu entwickeln, zu fördern und zu halten.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Es ist ausdrückliches Ziel von STADA, alle Geschäftsprozesse ausschließlich im Rahmen der jeweiligen Gesetze und internen Richtlinien abzuwickeln. Deshalb hat STADA konzernweit ein Compliance-System eingerichtet, in dem jeder Beschäftigte regelmäßig und angepasst an seinen jeweiligen Verantwortungsbereich über die bestehenden Compliance-Richtlinien von STADA informiert wird. STADA geht davon aus, dass mit dem Compliance-System eine ausreichende Vorsorge für die Einhaltung und Beachtung der nationalen und internationalen Regeln getroffen wurde. Schulungen und Compliance-Richtlinien können jedoch nicht vollständig gewährleisten, dass Beschäftigte nicht versehentlich, fahrlässig oder vorsätzlich gegen Gesetze oder interne Richtlinien verstoßen. Solche Verstöße können die internen Geschäftsprozesse stören und die Finanzlage negativ beeinflussen.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Die strategischen Ziele von STADA sind nur durch eine optimale Ausrichtung und angemessene Unterstützung durch die Nutzung einer Vielzahl von IT-Systemen und -Prozessen zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern kontinuierlich Investitionen zu leisten, um diese komplexen und leistungsfähigen Systeme auf sich ändernde Geschäftsprozesse angemessen auszulegen.
Dabei bilden die weltweit genutzten IT-Anwendungen die Basis für die vertragsgerechte Lieferung der Produkte an die weltweiten Kunden des STADA-Konzerns. Auftretende Ineffizienzen bei den IT-Prozessen im Konzern, der Ausfall von geschäftskritischen IT-Anwendungen ebenso wie der Ausfall eines Rechenzentrums können direkten Einfluss auf die Lieferfähigkeit von STADA haben.
Des Weiteren können grundsätzlich alle im STADA-Konzern verwendeten IT-Systeme vom Missbrauch der digitalen Technologien als Begehungsform neuer Arten der Kriminalität, so genannter Computerkriminalität (E-Crime), betroffen sein, die neben der Beeinträchtigung oder dem Ausfall der betroffenen IT-Systeme auch zur Weitergabe von vertraulichen Daten an Dritte oder zu einem Widerruf von Arzneimittelzulassungen auf Grund mangelhafter Validierung relevanter IT-Systeme führen können.
Zur Reduzierung des Ausfallrisikos und zur Abwehr von Computerkriminalität betreibt STADA in der IT ein Qualitätsmanagement und redundant ausgelegte Rechenzentren.
Im Rahmen des Möglichen begegnet STADA finanziellen Risiken mit finanzpolitischen Methoden und einem spezifischen Risikomanagement. Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Liquiditätsrisiken können bspw. durch den Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den reduzierten Zugang zur Finanzierung der Nidda oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven. STADA finanzierte sich in 2019 über kurz- und langfristige Kredite der Nidda, Schuldscheindarlehen, Anleihen, eine revolvierende Kreditfazilität und Factoring.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren im Wesentlichen aus Schwankungen des US-Dollar, russischen Rubel, britischen Pfund und des serbischen Dinar gegenüber dem Euro. Ein Wechselkursrisiko besteht in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko). Diesem Risiko ist STADA jedoch nur in sehr begrenztem Umfang ausgesetzt, da das Unternehmen Währungsrisiken neben natürlichen Absicherungen (so genannten "Natural Hedges") auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet, die zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Im Berichtsjahr setzte STADA Devisenterminkontrakte ein. Die Fälligkeit von Terminkontrakten ist an die Laufzeiten der Grundgeschäfte angepasst. Die Restlaufzeit der Kontrakte beträgt aktuell bis zu einem Jahr.
Des Weiteren bestehen Wechselkursrisiken in Bezug auf die Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone (Translationsrisiko). In diesem Zusammenhang könnten sich die politischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation sowie die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über die Bedingungen des Austritts aus der EU ("Brexit") mittelbar weiter nachteilig auf die Ertragslage und die Wechselkurse auswirken.
Eine Währungssensitivitätsanalyse auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum 31.12.2019 hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2019 eine Auf- bzw. Abwertung der funktionalen Währung gegenüber dem Rubel um 10% bei sonst gleichen Bedingungen das EBITDA um ca. 2,0 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) verändern würde (Translationsrisiko). Analog würde eine Auf- bzw. Abwertung der funktionalen Währung gegenüber dem britischen Pfund um 10% bei sonst gleichen Bedingungen zu einer Veränderung des EBITDA um ca. 6,5 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) führen (Translationsrisiko).
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Zinsänderungsrisiken bestehen für STADA bei Finanzanlagen und Finanzschulden, hauptsächlich in der Eurozone und in Russland. STADA ermittelt bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. Sollte die Sensitivitätsanalyse ergeben, dass Zinsschwankungen zu bedeutsamen Auswirkungen führen können, könnte STADA derivative Sicherungsinstrumente zur Verminderung des Risikos nutzen.
Eine Sensitivitätsanalyse ergab, dass im Geschäftsjahr 2019 eine Erhöhung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 6,2 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €) und eine Verringerung der Marktzinssätze um 100 Basispunkte zu einer Ergebnisentlastung in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) geführt hätte.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
STADA ist einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft oder aus Finanzierungsaktivitäten, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ausgesetzt. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Finanzierungsbereich werden neben der Durchführung angemessener Kreditmanagementprozesse entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Ausfallrisiken bestehen auch auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus diesem Grund strebt STADA nur Geschäftsverbindungen mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität an. Darüber hinaus sichert sich STADA teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten gegen das Ausfallrisiko ab. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um relevante Risiken.
Die Geschäftstätigkeit von STADA unterliegt in den einzelnen Ländern den jeweils geltenden nationalen oder supranationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Durch Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können sich Risiken mit Auswirkungen auf Steueraufwendungen, -erträge, -forderungen und -verbindlichkeiten ergeben. Der Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und überwacht steuerliche Risiken frühestmöglich und systematisch und initiiert gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen.
Des Weiteren bedient sich STADA seines internationalen Netzwerks und führt strategische Konzernfunktionen zentral über die STADA Arzneimittel AG aus. Dadurch kommt einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung der entsprechenden konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange, bspw. durch nachträgliche Steuerforderungen der lokalen Finanzbehörden gegenüber einer Tochtergesellschaft des STADA-Konzerns, werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
Die Wertansätze der in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte sind der Veränderung von Markt- und Geschäftsverhältnissen und damit auch Änderungen der beizulegenden Zeitwerte ausgesetzt. Im Rahmen eines jährlichen oder eines anlassbezogenen Werthaltigkeitstests können sich signifikante nicht zahlungswirksame Ergebnisbelastungen und Auswirkungen auf die Bilanzrelationen ergeben. Dies gilt insbesondere für Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Wesentlichen aus den mit den vergangenen Akquisitionen verbundenen Kaufpreisallokationen stammen, und für sonstige immaterielle Vermögenswerte. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle relevanten Risiken entsprechend berücksichtigt.
Nach dem STADA-Bewertungsschema handelt es sich hier um nicht relevante Risiken.
STADA als Konzern und die STADA-Tochtergesellschaften in den Märkten tragen wie jedes Unternehmen weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streiks, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren wesentlich nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich STADA dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht ausreichend sind.
Sollte STADA auf Grund von besonderen Kapitalbeschränkungen oder anderen Maßnahmen - bspw. ausgelöst durch politische oder militärische Konflikte - nicht mehr die nach IFRS 10 ("Konzernabschlüsse") notwendigen Kriterien zur Kontrolle und damit zur Konsolidierung von Tochtergesellschaften erfüllen, müsste STADA diese Gesellschaften entkonsolidieren. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind abhängig von der Bedeutung der betroffenen Gesellschaften für STADA und können sich wesentlich nachteilig für den Konzern auswirken.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken auf Grundlage des eingesetzten Risikomanagements. Angesichts des breit diversifizierten Produkt- und Kunden-Portfolios von STADA hat sich die Risikosituation im Berichtsjahr trotz der regional unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht maßgeblich verändert. Die Risiken durch die schleppend verlaufenden Verhandlungen über die Bedingungen des Austritts von Großbritannien aus der EU ("Brexit") werden durch den bisher relativ robusten Verlauf der Konjunktur in Großbritannien aufgewogen. Des Weiteren ist die geopolitische Situation in der CIS-Region unverändert.
Der in 2018 begonnene Prozess der Neuausrichtung des Risikomanagement-Systems hat dazu geführt, dass sich die Zahl der zu berichtenden Einzelrisiken reduziert hat und sich die Wertminderung dieser Reduzierung unterproportional auf die gesamte Risikoposition des STADA-Konzerns auswirkt. Die Veränderungen in den hohen Bereichen des Bewertungsschemas in 2019 (innerhalb der tabellarischen Übersicht unter "Bewertung der Risikokategorien") sind auf die in 2019 systemseitig durchgeführte Umstellung der Bewertungszeiträume zurückzuführen.
Im Rahmen des sich seit Januar 2020 global ausbreitenden Coronavirus ist es in China von behördlicher Seite generell zu Schließungen von Produktionsanlagen gekommen. Da nur eine begrenzte Anzahl der von STADA vertriebenen Wirkstoffe aus China kommt und in vielen Fällen eine weitere Lieferquelle außerhalb Chinas besteht (Dual-Source-System), wird ein daraus resultierendes signifikantes Lieferantenrisiko für STADA derzeit als gering eingeschätzt. Des Weiteren können etwaige Lieferverzögerungen durch vorhandene Lagerbestände aufgefangen werden.
Sollten einzelne oder mehrere dieser vorgenannten oder im Geschäftsverlauf neu hinzukommenden Risiken auftreten, kann sich dies jeweils wesentlich nachteilig auf die Geschäftstätigkeiten des Konzerns auswirken. Insbesondere könnten damit jeweils wesentlich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von STADA verbunden sein. Trotzdem sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Organisatorisch hat STADA alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.
Die nichtfinanzielle Berichterstattung für die STADA Arzneimittel AG und den Konzern erfolgt im Rahmen eines Zusammengefassten Gesonderten Nichtfinanziellen Berichts (im Folgenden "Nichtfinanzieller Bericht") gemäß § 289b HGB in Verbindung mit § 315b HGB.
Während Themen wie Produktsicherheit und -qualität, Portfolioentwicklung, Human Resources (HR) sowie das interne Kontroll- und Risikomanagement zentral über konzernweit gültige Corporate Policies geregelt sind, werden sonstige CSR-Belange im Wesentlichen dezentral von den einzelnen Ländergesellschaften verantwortet. Angesichts dessen differenziert die nachfolgende Berichterstattung die dargestellten Sachverhalte und deren Konzepte für den Konzern, sein Mutterunternehmen oder einzelne Ländergesellschaften. Sofern keine anderen Angaben erfolgen, beziehen sich die jeweiligen Sachverhalte grundsätzlich auf den STADA-Konzern.
STADA hat für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte Prozesse etabliert, um diese global abzufragen und zentral zu sammeln. In einem nächsten Schritt wurde die Implementierung von Systemen zur Erfassung und späteren Überwachung von CSR-Belangen angestoßen. Mit Blick auf die zunehmende Bedeutung des Themas "CSR" hat der Konzern im Berichtsjahr erstmals nichtfinanzielle Kennzahlen eingeführt. Dabei handelt es sich um die Kennzahlen "Klimawandel: CO2-Bilanz", "Gesundheit und Sicherheit: Unfallrate" und "Geschlechtervielfalt".
Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit als international tätiger Gesundheitskonzern übernimmt STADA seit mehr als 120 Jahren Verantwortung für Mitarbeiter, die Gesellschaft und die Umwelt. Denn verantwortungsvolles Handeln sowie soziales und ökologisches nachhaltiges Wirtschaften sind die Basis für den langfristigen Erfolg des Konzerns. In dem vorliegenden Nichtfinanziellen Bericht informiert STADA über wesentliche nichtfinanzielle Aspekte für das Geschäftsjahr 2019, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, der Ergebnisse und der Lage des Konzerns erforderlich sind. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Aspekte sowie deren Einfluss auf die Geschäftsprozesse berücksichtigt. Der Berichtszeitraum ist der 01.01.2019 bis 31.12.2019. Die Berichtsinhalte richten sich ausschließlich nach der Wesentlichkeitsdefinition und den inhaltlichen Vorgaben des HGB. Angesichts dessen, dass der Konzern im Geschäftsjahr 2019 erstmalig nichtfinanzielle Kennzahlen eingeführt hat, befindet sich STADA mit Blick auf die nichtfinanzielle Berichterstattung derzeit im Abstimmungsprozess über ein künftig anzuwendendes Rahmenwerk im Sinne des § 289d HGB. Aus diesem Grund findet momentan noch kein Rahmenwerk Anwendung.
Basierend auf den Anforderungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes und vor dem Hintergrund ihres Geschäftsmodells umfasst der Nichtfinanzielle Bericht von STADA die nachfolgenden Aspekte:
| ― |
Produktsicherheit und -qualität (Sozialbelange) |
| ― |
gesellschaftlicher Beitrag (Sozialbelange) |
| ― |
verantwortungsvolle Unternehmensführung und Compliance einschließlich der Bekämpfung von Korruption und Bestechung |
| ― |
Arbeitnehmerbelange |
| ― |
Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz |
| ― |
Achtung der Menschenrechte |
Verweise auf Angaben außerhalb des Konzernabschlusses und des Zusammengefassten Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil dieses Nichtfinanziellen Berichts.
Die quantitativen und qualitativen Aussagen des Nichtfinanziellen Berichts wurden einer freiwilligen externen betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit durch den Abschlussprüfer unterzogen. Der entsprechende Vermerk über die betriebswirtschaftliche Prüfung ist im Kapitel "Weitere Informationen" zu finden.
STADA hat im Berichtszeitraum nach Anwendung der Nettomethode keine berichtspflichtigen wesentlichen Risiken identifiziert, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit oder mit ihren Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die zuvor genannten nichtfinanziellen Aspekte haben oder haben werden. Zudem sind keinerlei wesentliche Zusammenhänge zwischen den nichtfinanziellen Aspekten und dem Konzern- bzw. Jahresabschluss zu berichten.
Bereits im Jahr 1895 haben sich die Gründer des Apotheker-Vereins Standardarzneimittel Deutscher Apotheker (STADA) das Ziel gesetzt, mit der Herstellung bestimmter Arzneimittel nach standardisierten Vorschriften für das Wohlbefinden ihrer Patienten zu sorgen. Seit jeher steht für den Konzern die Bewahrung des höchsten Guts der Gesellschaft, ihrer Gesundheit, im Mittelpunkt seines unternehmerischen Handelns. Bis heute trägt STADA mit ihren Produkten zu einer effizienten und bezahlbaren Gesundheitsvorsorge und -Versorgung bei und unterstützt gleichzeitig die Entlastung der Gesundheitssysteme.
STADA ist ein international tätiger Gesundheitskonzern in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, die ihre Produkte in rund 120 Ländern vertreibt. Die STADA Arzneimittel AG mit Sitz in Bad Vilbel ist das Mutterunternehmen des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte STADA mit ihren zwei Segmenten Generika und Markenprodukte einen bereinigten Konzernumsatz von 2.608,6 Mio. € und ein bereinigtes EBITDA von 625,5 Mio. €.
Mit seinem Geschäftsmodell zielt der Konzern auf nachhaltiges profitables Wachstum und eine langfristige Steigerung des Unternehmenswerts (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Steuerungssystem") ab.
Um diese Ziele zu erreichen, führte STADA im Berichtsjahr den Transformationsprozess inklusive zahlreicher Initiativen zur weiteren Effizienzsteigerung fort. Mit den ergriffenen Maßnahmen soll die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, die Innovationskraft gesteigert und langfristig mehr Wert geschaffen werden.
Im Rahmen seiner Unternehmensstrategie setzt der Konzern auf neue Vermarktungskanäle, Effizienzsteigerungen im Bereich Marketing & Vertrieb, gesteigerte Investitionen in den Kernmärkten sowie auf Produktneueinführungen. Zudem verfolgt STADA weltweite strategische Partnerschaften in den Bereichen Entwicklung und Produktion, die es dem Konzern ermöglichen, auch in Zukunft über ein wettbewerbsfähiges Produkt-Portfolio zu verfügen, das nachhaltiges Wachstum generiert.
Als Gesundheitskonzern mit dem Schwerpunkt auf dem Pharmamarkt ist STADA in einer der weltweiten Wachstumsbranchen tätig. Zu den wesentlichen Wachstumstreibern zählen eine kontinuierlich steigende und alternde Weltbevölkerung, ein zunehmend verbesserter Zugang zur Gesundheitsversorgung, insbesondere in den so genannten Emerging Markets, sowie die Verfügbarkeit neuer Medikamente - auch für bislang nicht oder nur schwer zu behandelnde Krankheiten.
Innerhalb des Pharmamarkts bieten sowohl Generika als auch Biosimilars zusätzliche Wachstumschancen. Auf Grund entfallender Forschungs- und vergleichsweise geringer Entwicklungskosten stellen sie in der Regel eine preisgünstige Alternative zu den deutlich teureren Originalpräparaten dar und leisten damit einen Beitrag, dem auf den einzelnen Gesundheitsmärkten lastenden Kostendruck entgegenzuwirken.
Der Bereich Markenprodukte profitiert insbesondere von dem demographischen Wandel und einem steigenden Gesundheitsbewusstsein, das mit der Bereitschaft und dem Wunsch einhergeht, für das eigene Wohlbefinden privat vorzusorgen. Dementsprechend wächst das Bedürfnis der Menschen, durch ein individuelles Gesundheitsmanagement zufriedener, gesünder und somit länger zu leben.
Arzneimittel sind Produkte, die sich unmittelbar auf den gesundheitlichen Zustand der Menschen auswirken. Angesichts dessen steht STADA als Pharma- und Gesundheitsunternehmen in der Verantwortung, konzernweit die Sicherheit ihrer Produkte und damit die Sicherheit von Patienten sicherzustellen.
Zur Gewährleistung von Produktsicherheit und -qualität beachtet STADA bei ihren Entwicklungsaktivitäten die gesetzlichen Anforderungen und Richtlinien bzw. im Fall von lokalen Eigenentwicklungen die nationalen Vorgaben. Darüber hinaus befolgt der Konzern im Rahmen der Planung und Durchführung von klinischen Prüfungen die so genannte Good Clinical Practice (GCP), die ein internationaler ethischer und wissenschaftlicher Standard für die Planung, Durchführung, Dokumentation und Berichterstattung von klinischen Prüfungen am Menschen ist. Die Einhaltung dieses Standards stellt sicher, dass die Rechte, die Sicherheit und das Wohlergehen der Prüfungsteilnehmer im Einklang mit der Deklaration von Helsinki stehen. Darüber hinaus gewährleistet er die Glaubwürdigkeit der bei klinischen Prüfungen erhobenen Daten. Die mit der Durchführung von klinischen Prüfungen im In- und Ausland betrauten Auftragsforschungsorganisationen sind von STADA qualifiziert und werden regelmäßig auditiert, um insbesondere die GCP-konforme Studiendurchführung sicherzustellen. Daneben werden alle klinischen Prüfungen in den Prüfstellen überwacht, um etwaige Abweichungen von den GCP-Standards frühzeitig zu erkennen und ggf. korrigieren zu können.
Im Rahmen der Herstellung von Arzneimitteln befolgt STADA bei ihrer Qualitätssicherung und -kontrolle die so genannten Good-Manufacturing-Practice(GMP)-Standards. Sie stellen Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen, aber auch von Kosmetika dar. Darüber hinaus ist STADA gemäß externen, internationalen Qualitätsmanagement-Systemen zertifiziert und orientiert sich an zahlreichen Produktionsstandorten nicht nur an den GMP-Standards, sondern auch an einschlägigen ISO-Normen. Das konzernweite Qualitätsmanagement erfolgt zentral über die STADA Arzneimittel AG, wobei die einzelnen Ländergesellschaften von regionalen Qualitätsbeauftragten unterstützt werden. Schwerpunkte lagen in 2019 im Bereich der Harmonisierung, die eine Vereinheitlichung der Organisation in Bezug auf das Thema "Qualität" sowie die Einführung eines globalen Workflowsystems und neuer Kennzahlen- sowie Berichtssysteme beinhaltete.
Bei GMP-Audits überprüft das Qualitätsmanagement regelmäßig sowohl die Einhaltung der vom Konzern festgelegten Qualitätsstandards seiner Produktionsstätten als auch die von Lieferanten und Lohnherstellern. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen an den Standorten des STADA-Produktionsnetzwerks Inspektionen durch jeweils zuständige nationale Aufsichtsbehörden durchgeführt, die innerhalb der EU alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Audits wurden keine kritischen Mängel festgestellt. Für Produktionsstätten außerhalb der EU beantragt STADA zusätzliche EU-GMP-Compliance-Inspektionen.
Im Rahmen eines konzernweiten globalen Arzneimittelsicherheitssystems - des so genannten STADA-Global-Pharma-covigilance-Systems - wird weltweit die Sicherheit aller STADA-Arzneimittel durch Sammlung und Bewertung aller bekannt gewordenen Arzneimittelrisiken überwacht und gewährleistet. Hierzu arbeiten STADAs Tochtergesellschaften nach Standardarbeitsanweisungen (SOPs), die vom zentralen Bereich Corporate Pharmacovigilance vorgegeben werden. Gemäß Good Pharmacovigilance Practices (GVP) wird im Rahmen des Global-Pharmacovigilance-Quality-Systems weltweit mittels eines Pharma-covigilance-Auditsystems die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der STADA-SOPs überwacht. Die gemäß GVP vorgeschriebenen Pharmacovigilance-Audits werden von Auditoren der zentralen Abteilung Medical Affairs/Corporate Pharmacovigilance durchgeführt. Zudem wird STADAs GVP-Konformität regelmäßig von Behörden wie etwa dem BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) inspiziert. Die im Geschäftsjahr 2019 erfolgten Inspektionen wurden ohne kritische Ergebnisse abgeschlossen.
Neben der Gewährleistung von Produktsicherheit, -qualität und -wirksamkeit hat STADA gleichermaßen auch für die sichere Produktanwendung durch den Patienten Sorge zu tragen. In diesem Zusammenhang kommen der Lesbarkeit und Verständlichkeit der Packungsbeilage eines Arzneimittels eine besondere Bedeutung zu. So werden gemäß gesetzlichen Anforderungen bereits im Rahmen eines Arzneimittel-Zulassungsverfahrens Lesbarkeitstests der Packungsbeilage - so genannte "Readability-User-Tests" - mit repräsentativen Probanden durchgeführt. Durch die Optimierung des Layouts, die Erklärung von Fachbegriffen und die Verwendung einfacher Satzstrukturen soll sichergestellt werden, dass die Packungsbeilage für die Patienten leicht lesbar und gut verständlich ist. Dadurch wird nicht nur die Compliance (Therapietreue) der Patienten erhöht, sondern auch Fehlanwendungen vorgebeugt.
Angesichts dessen, dass STADA mit ihrem Generika- und Biosimilar-Portfolio der Gesellschaft den Zugang zu bezahlbarer medizinischer Versorgung ermöglicht und damit den auf den Gesundheitssystemen lastenden Kostendruck reduziert, leistet das Unternehmen einen elementaren gesellschaftlichen Beitrag. Gleichzeitig trägt STADA mit ihrem Markenprodukt-Portfolio nicht nur zur Gesundheitsversorgung, sondern auch zur Gesundheitsvorsorge bei.
Um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und ihre Wettbewerbsposition langfristig zu sichern, wird STADAs Produkt-Portfolio kontinuierlich ausgebaut und optimiert.
STADAs Geschäftsmodell ist auf die Versorgung des globalen Gesundheitsmarkts mit einem nahezu vollumfänglichen Portfolio bestehend aus Produkten mit patentfreien Wirkstoffen zu kompetitiven Preisen fokussiert. Im Generika-Bereich verfolgt STADA das Ziel, möglichst unmittelbar nach Ablauf der Schutzfrist eines Originalpräparats ein entsprechendes Generikum im jeweiligen Markt anzubieten. Im Bereich der Markenprodukte, die in der Regel ebenfalls nicht mehr geschützte Wirkstoffe enthalten, steht ein Zusatznutzen für den Patienten im Vordergrund.
Zur Umsetzung dieses Konzepts hat STADA einen konzernweiten "Idea-to-Market"-Prozess implementiert. Im Rahmen dessen wird nach Analyse des globalen Markts eine vertiefte Evaluation aller Produktideen für den Generika- und Markenprodukt-Bereich aus technischer, regulatorischer und kommerzieller Sicht durchgeführt. Während des Entwicklungszyklus und insbesondere im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden alle geltenden Qualitätsanforderungen hinsichtlich Sicherheit, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Produkte geprüft. Am Ende des Produktlebenszyklus werden entsprechende Produkte mittels eines geordneten Prozesses aktiv aus dem Portfolio genommen.
Dieser gesamte Prozess wird durch den Vorstand begleitet. Dadurch ist gewährleistet, dass die aktuelle Portfoliozusammensetzung der Gesamtkonzernstrategie folgt. Die kontinuierliche Optimierung des Produkt-Portfolios wird über die entsprechende Anzahl von Produktneueinführungen und die Anzahl laufender Zulassungsverfahren überwacht (vgl. "Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell des Konzerns").
STADA sieht sich nicht nur in der Verantwortung, der Gesellschaft Zugang zu sicherer und bezahlbarer Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, sondern denkt ihre Rolle als Gesundheitspartner weiter. So ist das Unternehmen bestrebt, die gesellschaftliche Gesundheitskompetenz zu steigern und ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu schaffen. Im Zuge dessen wird durch die Veröffentlichung qualitativ hochwertiger Gesundheitsinformationen seit vielen Jahren ein Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung geleistet. So hat STADA einen für jedermann zugänglichen Gesundheitsblog (www.deinegesundheit.stada) etabliert und ist in den sozialen Netzwerken präsent. Diese Medien beschäftigen sich mit diversen Gesundheitsthemen zur Steigerung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens - gemäß dem Selbstverständnis: "STADA: Als verlässlicher Partner kümmern wir uns um die Gesundheit der Menschen".
Darüber hinaus hat der Konzern im Jahr 2014 den STADA-Gesundheitsreport ins Leben gerufen. Herzstück dieses Reports, der von Experten aus Medizin, Wissenschaft, Sport und Lifestyle unterstützt wird, ist eine jährliche Studie. Die Basis der jeweiligen Studien stellen Umfragen innerhalb der Bevölkerung zu deren Einstellungen, Wünschen, Verhalten und Wissen rund um das Thema Gesundheit dar. In 2018 wurde die Befragung erstmals in verschiedenen Ländern durchgeführt. Dabei wurden 18.000 Menschen in neun europäischen Ländern befragt. Die Ergebnisse der im Jahr 2018 durchgeführten Befragung sind im STADA-Gesundheitsreport für 2019 in verschiedenen Sprachen erschienen.
Als international tätiger Konzern ist STADA einem breiten Spektrum an rechtlichen Rahmenbedingungen unterworfen. Ihre Einhaltung ist das Fundament einer verantwortungsvollen, nachhaltigen und erfolgreichen Unternehmensführung - denn ungesetzliches Verhalten oder bereits der Anschein einer Rechtsverletzung kann die Reputation und Marktposition des Unternehmens nachhaltig schädigen und dadurch großen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Aus diesem Grund bestimmen die Grundsätze einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung das Handeln der Leitungsund Aufsichtsgremien von STADA. Darüber hinaus umfasst der regulatorische Rahmen, in dem das Unternehmen agiert, neben den gesetzlichen Vorschriften und weiteren Regelwerken auch die Vorgaben ihres internen Kontroll- und RisikomanagementSystems, den STADA-Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie die daraus abgeleiteten, themenspezifischen Corporate Policies.
STADAs Code of Conduct ist auf der Unternehmenswebsite unter www.stada.com/de bzw. www.stada.com veröffentlicht.
STADAs Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie ihre Corporate Policies dienen nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern insbesondere auch seinen Mitarbeitern während ihrer täglichen Arbeit als Orientierung für richtiges Verhalten bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen. Darüber hinaus sollen sie dabei helfen, u.a. korruptivem Verhalten vorzubeugen. Der Code of Conduct beinhaltet verbindliche Verhaltensregeln zu Themenbereichen wie etwa Anti-Korruption, fairem Wettbewerb, sozialen Geboten hinsichtlich Toleranz und Respekt sowie zum Umgang mit Medien. Um Mitarbeiter mit den Inhalten des Verhaltenskodex vertraut zu machen, werden sie durch das Compliance Office bspw. im Rahmen eines interaktiven E-Learning-Seminars einschließlich praxisnaher Fallbeispiele geschult. Für die Zusammenarbeit mit Heilberufsangehörigen bestehen darüber hinaus spezielle Richtlinien, die als Verhaltensmaßstab für den ordnungsgemäßen Umgang mit etwa Zuwendungen, Einladungen und ähnlichen Sachverhalten dienen und so jegliches Fehlverhalten vermeiden sollen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden die internen Kommunikationsmaßnahmen in Bezug auf Compliance-Themen sowie die Werte von STADA auf globalem und lokalem Level weiter ausgebaut und intensiviert, bspw. durch regelmäßige Newsletter und Intranet-Beiträge. Zudem wurden im Berichtsjahr eine Vielzahl von globalen Policies, wie bspw. die Anti-Bribery und die Antitrust-Policy, verabschiedet oder aktualisiert, um das Compliance-Management-System weiter zu stärken.
Für das Geschäftsjahr 2020 ist u.a. eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit und des Austauschs innerhalb der globalen Compliance Organisation geplant, bspw. durch ein globales Meeting.
Um die Einhaltung geltenden Rechts sicherzustellen, hat STADA ein umfassendes Compliance-Management-System implementiert, das die Kernfelder Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Exportkontrolle, Geldwäsche und Datenschutz umfasst.
Ein wesentlicher Bestandteil des Compliance-Management-Systems bei STADA ist das Corporate Compliance Office, das sich als unabhängiger und objektiver Berater versteht. Seine Aufgabe besteht darin, das Unternehmen vor finanziellen und reputationsbezogenen Schäden zu schützen, STADAs Management und ihre Mitarbeiter vor persönlicher Haftung zu bewahren und das Entstehen von Wettbewerbsnachteilen zu verhindern. So verfolgt es interne und externe Hinweise, klärt Sachverhalte unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips auf, spricht Empfehlungen zur Optimierung unternehmensinterner Abläufe aus und steht im regelmäßigen Informationsaustausch mit anderen Fachbereichen, insbesondere der Internen Revision und dem Risikomanagement. Zudem steht sowohl Mitarbeitern als auch Geschäftspartnern und sonstigen Dritten ein neutraler und unabhängiger Ombudsmann als Ansprechpartner für die Meldung von Verdachtsfällen zur Verfügung. Die Kontaktdaten des Ombudsmanns sind auf der Unternehmenswebsite unter www.stada.com/de bzw. www.stada.com zugänglich. Seine Aufgabe besteht darin, Hinweise vertraulich entgegenzunehmen und diese nach Zustimmung des Hinweisgebers oder anonymisiert an das Compliance Office weiterzuleiten. Im Einzelfall wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.
Dezentral gibt es separate Compliance-Abteilungen, die das Thema lokal betreuen und als Ansprechpartner vor Ort agieren. Sie unterstützen das Corporate Compliance Office und stehen mit ihm in einem intensiven Dialog.
Durch eine regelmäßige Überprüfung des bestehenden Compliance-Management-Systems soll dieses kontinuierlich optimiert und gleichzeitig der internationale Austausch zwischen den Compliance-Verantwortlichen weiter intensiviert werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein erweitertes Reporting durch die Tochtergesellschaften an das Compliance Office aufgesetzt, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rahmen dessen werden Angaben der Tochtergesellschaften zu den einzelnen Compliance-Themenfeldern eingeholt und ausgewertet, um daraus wiederum neue Optimierungsmaßnahmen ableiten zu können. Dieses Reporting wurde auch im Geschäftsjahr 2019 weiterentwickelt. Gleichzeitig findet fortlaufend eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung einzelner Standorte hinsichtlich ihrer Aufstellung im Bereich Compliance statt - bspw. durch so genannte "Readiness Assessments" oder Audits im Bereich Compliance mit dem Ziel, die konzernweite Compliance-Organisation sukzessive zu stärken. Nach der Implementierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Geschäftsjahr 2018 lag der Fokus in 2019 neben allgemeinen Compliance-Reviews insbesondere auf der Überprüfung der Umsetzung dieser Verordnung.
Grundlage verantwortungsvoller Unternehmensführung ist ferner STADAs internes Kontroll- und Risikomanagement-System, das den verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sicherstellen soll. Es versetzt den Vorstand in die Lage, konzernweit Risiken und Markttendenzen frühzeitig zu erkennen, um dadurch unverzüglich auf relevante Veränderungen des Risikoprofils reagieren zu können. Dabei sind sämtliche Abteilungen an das Risikomanagement-System angeschlossen, so dass eine flächendeckende Risikoüberwachung - einschließlich der Überwachung potenzieller Risiken aus den nichtfinanziellen Themenfeldern - ermöglicht wird.
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System ist Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung sowie in regelmäßigen Abständen Gegenstand eines Audits der Internen Revision. Der Bereich Interne Revision unterstützt den Vorstand zudem als unabhängige Instanz außerhalb des operativen Tagesgeschäfts, indem er konzernweit interne Abläufe und Prozesse aus einer objektiven Sicht und mit der erforderlichen Distanz beurteilt. Ziel ist es, durch verbesserte interne Kontrollen Geschäftsprozesse zu optimieren, Kosten zu reduzieren, Effizienzgewinne zu realisieren und so intern gesetzte Ziele zu erreichen (vgl. "Chancen- und Risikobericht - Internes Kontroll- und Risikomanagement-System für den Konzernrechnungslegungsprozess [Bericht gemäß §§ 289 Absatz 4, 315 Absatz 4 HGB]").
STADAs Personalpolitik wird zentral durch den Bereich Global Human Resources am Unternehmenssitz des Konzerns gesteuert. Die globalen Funktionsbereiche "Talent Management & People Development", "People Analytics, Talent Acquisition & Employer Branding" sowie "Compensation & Benefits" geben dabei Standards, Richtlinien und Prozesse vor, die von den internationalen Tochtergesellschaften umgesetzt und gemäß den marktspezifischen Gegebenheiten ergänzt werden. Zur Stärkung der zentral gesteuerten internationalen HR-Struktur wurden im Geschäftsjahr 2019 funktionale Berichtslinien aller lokalen Personalverantwortlichen zur globalen HR-Leitung etabliert.
Im Berichtsjahr fanden zwei globale HR-Leadership-Konferenzen statt, bei denen die HR-Vertreter der Zentrale und die Personalverantwortlichen der großen Tochtergesellschaften zusammenkamen, um die internationale Zusammenarbeit zu intensivieren. Im Mittelpunkt der künftig zweimal jährlich in unterschiedlichen Ländern, in denen STADA tätig ist, stattfindenden Veranstaltung steht insbesondere die Vorstellung von globalen Projekten.
Zu den im Geschäftsjahr 2019 global initiierten Maßnahmen gehörte u.a. die Etablierung des globalen Bereichs "Talent Management & People Development", der künftig die Bereiche "Kultur und Werte", "Change Management", "Talent Management", sowie "Nachfolgeplanung und Führungskräfteentwicklung" verantwortet. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr der Aufbau und die Implementierung der neuen SAP-basierten HR-IT-Landschaft weitergeführt, die eine gruppenweite Standardisierung und Digitalisierung der konzernweiten HR-Prozesse ermöglichen wird. In zwei Ländern, in denen der Konzern tätig ist, wird das Basismodul nun zur Erfassung der Mitarbeiterstammdaten und Organisationsstrukturen genutzt. In Deutschland wird zusätzlich bereits mit den Modulen zur Personalbeschaffung und Zeiterfassung gearbeitet. Zudem begann im Berichtsjahr ein globales Projektteam unter der Leitung des Bereichs "Compensation & Benefits" mit der Erarbeitung einer globalen Vergütungsstruktur.
Der Erfolg eines Unternehmens beruht maßgeblich auf der Kompetenz, der Einsatzbereitschaft und der Motivation seiner Belegschaft. Um qualifizierte Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen, bietet STADA ihrer Belegschaft ein breites Spektrum an sozialen und monetären Zusatzleistungen.
Gleiche Chancen und familienfreundliche Rahmenbedingungen sind wichtige Erfolgsfaktoren für jedes Unternehmen und leisten einen elementaren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit. Aus diesem Grund unterstützt STADA ihre Mitarbeiter dabei, Beruf und Familie übereinzubringen, indem flexible Arbeitszeiten ermöglicht werden oder etwa Mitarbeiter von Zuschüssen zu Kinderbetreuungskosten und Beratungsangeboten zum Thema Angehörigenpflege profitieren.
Neben Zuschüssen zu Kinderbetreuungskosten umfassen STADAs monetäre Zusatzleistungen u.a. die Bezahlung und Bezuschussung des Arbeitsweges, eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung Chemie (BUC) für jeden Tarif- und tarifnahen Mitarbeiter, die Förderung des ChemiePensionsfonds sowie eine Gruppenunfallversicherung, die auch bei privaten Unfällen greift.
Um mit der Arbeitskraft eines jeden Mitarbeiters - einer der wesentlichen Ressourcen des Unternehmens - verantwortungsvoll umzugehen, hat STADA u.a. am Hauptsitz in Bad Vilbel ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert, das die Belegschaft darin bestärkt, sich körperlich fit zu halten. Dazu gehören bspw. ein Fitnessraum, Yogakurse, Massageangebote und Sportgruppen sowie ein jährlich an zwei Standorten in Bad Vilbel stattfindender Gesundheitstag.
Um auch in Zukunft als attraktiver globaler Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, entwickelt der Bereich Human Resources zum einen die zuvor aufgeführten Angebote und Rahmenbedingungen stetig weiter. Zum anderen wurde im Geschäftsjahr 2019 damit begonnen, die Kommunikation mit internen und externen Zielgruppen weiter auszubauen. Die interne Kommunikation findet insbesondere durch regelmäßige Berichterstattung im globalen Intranet und dem globalen Newsletter statt. Für die externe Kommunikation werden nun auch LinkedIn und die komplett überarbeitete globale Karrierewebsite genutzt.
STADA misst der Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert bei. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, den eigenen Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften zu decken und mit ihnen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und zu stärken, nutzt STADA interne Förderung und gezielte Programme. Die individuelle Weiterbildung der Beschäftigten wird dabei bedarfsorientiert und nach individuellen Zielen durch die jeweiligen Abteilungen abgestimmt und veranlasst.
Im Berichtsjahr hat STADA ein globales Programm zur Talentförderung eingeführt, das auf die Unternehmenskultur und das Ziel zukünftigen Wachstums abgestimmt ist. In drei Entwicklungszyklen wird den Teilnehmern ein umfassendes Verständnis des Zwecks, der Werte und der Strategie von STADA vermittelt.
Mit dem Ziel der Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung initiierte STADA zudem die Einführung des globalen Trainee-Programms "IMPACT", das im Geschäftsjahr 2020 starten wird. Zehn Trainees in vier Funktionsbereichen werden im Rahmen des Programms 24 Monate lang bei STADA ausgebildet und auf eine potenzielle langfristige Tätigkeit im STADA-Konzern vorbereitet.
In 2019 haben neun Personen ihre Ausbildung bzw. ihr duales Studium bei STADA in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Sechs weitere Personen befanden sich während dieser Zeit noch in der Ausbildung in unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Im Rahmen der Nachwuchsförderung bietet das Unternehmen außerdem Studenten die Möglichkeit, bei einem Praktikum oder Referendariat Praxiserfahrung in der Pharmabranche zu sammeln.
Die interne Kommunikation nahm im Berichtsjahr eine entscheidende Rolle für die Vermittlung der verschiedenen Wachstumsund Transformationsinitiativen bei STADA ein. So wurden die verschiedenen Kanäle zum einen genutzt, um Hintergründe zu Akquisitionen zu vermitteln oder die übergeordnete Konzernstrategie zu erklären, und zum anderen, um die Unternehmenskultur zu stärken.
Dies wird besonders am neu etablierten Intranet des Konzerns deutlich, das gemäß einem der vier Unternehmenswerte den Namen @ONESTADA trägt. Nachdem jahrelang verschiedene lokale Plattformen den zentralen Informationsfluss erschwert hatten, gibt es nun erstmals eine zentrale Anlaufstelle, die internationale Informationen aus dem Unternehmenssitz und den Ländern mit nationalen Nachrichten vereint. Ein gemeinsamer "Look & Feel", der auf Sharepoint beruht und sich somit harmonisch in die bestehende IT-Landschaft des Konzerns einfügt, erleichterte die Etablierung der neuen Seite und schafft optisch und inhaltlich ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den beteiligten Länderorganisationen. Das Intranet ist zunächst in den vier Hauptsprachen des Konzerns Englisch, Deutsch, Russisch und Serbisch gestartet worden. Eine Ausweitung auf weitere Sprachen und Tochtergesellschaften ist geplant.
Auch die Mitarbeiterzeitschrift wurde im Geschäftsjahr 2019 weiter internationalisiert. Im Frühjahr veröffentlichte STADA den Mantelteil, der in allen Sprachen identisch ist und die wichtigsten Informationen auf Gruppenebene beinhaltet, erstmals auch auf Vietnamesisch. Damit erscheint die Publikation nun in neun verschiedenen Sprachen und zehn Ländern.
Um zukünftig Kommunikationsthemen noch besser zu verzahnen, fand 2019 erstmals ein internationales Treffen mit rund 40 Kommunikationsverantwortlichen aus den unterschiedlichsten Ländern statt, das jährlich wiederholt werden soll. In der Zwischenzeit sichern regelmäßige Telefonkonferenzen den Austausch und Informationsfluss mit den Ländern.
Eine Konstante auf der Agenda ist die Wertevermittlung über die gesamte STADA-Gruppe hinweg. Als Blaupause für andere Länder wurde am Unternehmenssitz ein Konzept für eine Posterkampagne entwickelt, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Werte-Botschafterinnen und -Botschafter in Szene setzt. Mehr als vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dafür gewonnen werden. Ihre Motive werden in Zukunft sowohl für die interne Kommunikation als auch für alle Maßnahmen rund um das Thema "Employer Branding" genutzt. Zudem gibt es zahlreiche lokale Werte-Initiativen, die in Form von Best Practices geteilt und auf Wunsch adaptiert werden können.
In Bezug auf die direkte Kommunikation lässt sich ebenfalls ein immer stärkerer Grad an Internationalisierung feststellen. Erstmals gab es im Berichtsjahr eine globale Mitarbeiterversammlung, die nicht am Konzernhauptsitz stattgefunden hat. Analog zu den letzten Veranstaltungen wurde auch die im serbischen Belgrad in die gesamte Organisation per Livestream übertragen und auf Deutsch, Spanisch, Russisch und Serbisch simultan übersetzt.
STADA achtet konzernweit, unter Achtung der lokalen Gesetze, auf die Rechte ihrer Mitarbeiter.
Das Unternehmen bekennt sich zum Gleichbehandlungsgrundsatz und verfolgt Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Um den Schutz gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz zu fördern, werden bspw. Mitarbeiter der deutschen Standorte bei ihrem Eintritt in das Unternehmen über das geltende Diskriminierungsverbot unterrichtet und eine innerbetriebliche Beschwerdestelle dient als Anlaufpunkt.
Weiterhin legt das Unternehmen auf eine partnerschaftliche Beteiligung der Arbeitnehmervertreter Wert und bekennt sich klar zur Vereinigungsfreiheit sowie dem Recht seiner Belegschaft auf Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.
Mit Blick auf die Sicherheit von Mitarbeitern kommt der Vermeidung von Unfällen und Notfallsituationen sowie der Planung von Notfallmaßnahmen ein hoher Stellenwert zu. Im Rahmen dessen trägt der Konzern unter Einhaltung der gängigen Standards für deren Sicherheit am Arbeitsplatz Sorge. Weiterführende Erläuterungen zu diesem Thema finden sich im Unterkapitel "Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz".
STADA schätzt die Vielfalt an persönlichen Eigenschaften, Talenten und Leistungen innerhalb ihrer Belegschaft. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, wie diese Vielfalt gefördert und genutzt wird. Als international agierender Konzern mit Standorten in weltweit über 30 Ländern ist die kulturelle Vielfalt ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens.
Hinsichtlich der Chancengleichheit von Frauen und Männern legt STADA bei der Besetzung von Stellen Wert auf eine ausgewogene Repräsentation beider Geschlechter und der Vorstand achtet auch im Rahmen der Nachfolgeplanung für Führungskräfte auf eine angemessene Frauenförderung zur stetigen Anhebung des Frauenanteils. Im Vordergrund steht bei der Besetzung von Führungspositionen jedoch stets die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin/des Kandidaten und nicht das Geschlecht.
Bezogen auf die Gesamtbelegschaft des STADA-Konzerns lag die Frauenquote zum 31.12.2019 bei ca. 57%.
In 2019 wurde eine neue globale Definition für die Geschlechtervielfalt eingeführt. Diese neue Aufteilung ersetzt die bisherigen Indikatoren weiblicher Anteil "1. Führungsebene" mit 11% und "2. Führungsebene" mit 28% (Stand: 31.12.2018). Die neue globale Definition zur Geschlechtervielfalt sieht für 2019 eine Aufteilung in "obere, mittlere und untere Führungsebene" vor. Dabei umfasst die "obere Führungsebene" alle Mitglieder des STADA-Global-Leadership-Teams. In dieser Gruppe stellen Frauen einen Anteil von 21%. Für die "mittlere und untere Führungsebene" betrug der Anteil von Frauen 53%. Eine Aufteilung dieser Ebenen war im Berichtsjahr noch nicht möglich, wird jedoch im laufenden Geschäftsjahr 2020 erfolgen. In der Kategorie "mittlere und untere Führungsebene" wurden alle Mitarbeiter gezählt, an die mindestens ein weiterer Mitarbeiter berichtet.
| Geschlechtervielfalt | 2019 | 2018 |
| Obere Führungsebene | 21% | - 1) |
| Mittlere und untere Führungsebene | 53% | - 1) |
Die von STADA im Geschäftsjahr 2019 festgelegten Unternehmenswerte dienen als Leitfaden für das unternehmerische Handeln und sind die Basis für die Verpflichtung der Unternehmensleitung hinsichtlich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, die in der internen HSE-Policy verankert sind.
Gute Unternehmensführung bedeutet nicht nur, seine Entscheidungen und Handlungen am gesetzlichen Ordnungsrahmen auszurichten, sondern auch, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus Maßnahmen zu ergreifen, die nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln forcieren.
Aus diesem Grund hat STADA sowohl auf Konzern- als auf Standortebene entsprechende Verantwortlichkeiten und Prozesse etabliert. Hierzu werden auf Konzernebene weltweit gültige HSE-Vorgaben definiert, deren Umsetzung auf Standortebene begleitet und durch interne oder externe Audits überprüft werden. Im Berichtsjahr erfolgte hierzu die Durchführung von externen HSE-Rechtskonformitäts-Audits an allen größeren STADA-Produktionsstandorten mit mehr als 100 Mitarbeitern.
An den einzelnen Produktionsstandorten wurden wiederum lokale HSE-Vorgaben und -Abläufe festgelegt, die die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicherstellen und eine kontinuierliche Verbesserung nach den Prinzipien des Plan-Do-Check-Act gewährleisten. Um diese Prozesse regelmäßig extern überwachen zu lassen, wurden bei ca. 80% der größeren Produktionsstandorte HSE-Managementsysteme mit einer Zertifizierung nach einschlägigen ISO-Normen eingeführt.
Standorte mit zertifizierten ISO-Managementsystemen (Stand: Ende 2019):
| Standort | ISO 45001 | ISO 14001 |
| Vrsac, Serbien | X | X |
| Dubovac, Serbien | X | X |
| Sabac, Serbien | X | X |
| Podgorica, Montenegro | X | X |
| Banja Luka, Bosnien-Herzegowina | X | X |
| Huddersfield, UK | X | X |
| Nizny Novgorod 2) , Russland | X | X |
| Obninsk, Russland | X |
Die Wirksamkeit und Erfolge der lokalen Managementsysteme werden auch regelmäßig durch externe Auszeichnung gewürdigt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde der britische Standort in Huddersfield mit dem "RoSPA Silver Achievement Award" ausgezeichnet. Der russische Standort in Obninsk hat von dem Kaluga-Region-Government die Nominierung als "Environmental responsibility for production organization" erhalten.
1)
Auf Grund einer anderen Aufteilung keine Angabe möglich.
2)
GOST 12.0.230.1-2015 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Verbindung mit GOST
12.0.230-2007.
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz haben für STADA eine sehr hohe Bedeutung. Aus diesem Grund stellen die jeweils lokalen rechtlichen Bestimmungen für den Konzern nur den Mindeststandard dar. Über die lokalen HSE-Managementsysteme werden deren Umsetzung und eine kontinuierliche Verbesserung sichergestellt.
Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte an den Standorten der Hemofarm in Podgorica und Banja Luka im Rahmen einer Matrixzertifizierung die Einführung von Arbeitssicherheits-Managementsystemen gemäß ISO 45001. Ebenso wurde an dem Standort in Huddersfield das bestehende Arbeitssicherheits-Managementsystem erstmals gemäß ISO 45001 zertifiziert.
Weiterhin wurden im Berichtsjahr an allen Standorten Programme etabliert, um die Verantwortung und Sensibilität für Arbeitssicherheit auf allen Hierarchieebenen weiter zu verbessern sowie die Arbeitssicherheitskultur zu erhöhen. Hierzu zählen u.a. die Einführung von "Near Miss"-Programmen sowie die Etablierung von integrierten HSE-/Gemba-Walks.
Durch die Vielzahl an Maßnahmen konnte im Berichtsjahr die Zahl der Unfälle (Unfälle > 1 Ausfalltag) im Vergleich zu 2018 deutlich reduziert werden:
| Gesundheit und Sicherheit: Unfallrate | 2019 | 2018 |
| Unfallrate 1)2) | 0,6 | 0,7 |
Den STADA-Mitarbeitern werden zahlreiche Angebote zum allgemeinen Gesundheitsschutz unterbreitet. Die Koordination der Maßnahmen erfolgt lokal über die jeweiligen Standorte. Hierzu zählen z.B. Gesundheitstage, Grippeimpfungen, Anti-RaucherInformationsveranstaltungen.
Verantwortungsbewusstes Unternehmertum bedeutet für STADA - neben der Einhaltung der umweltrechtlichen lokalen Bestimmungen - die kontinuierliche Reduzierung der Umweltauswirkungen und Erhöhung der Ressourceneffizienz.
Auch wenn die direkten Umweltauswirkungen der Standorte im Vergleich zu anderen Industrien relativ gering sind, wurden an ca. 80% der größeren Standorte gemäß ISO 14001 zertifizierte Managementsysteme eingeführt. Im Zuge der lokalen Umweltprogramme sind insbesondere Maßnahmen hinsichtlich Energie, Wasser/Abwasser und Abfall geplant und werden entsprechend umgesetzt. Soweit erforderlich, gibt es hier eine Unterstützung durch gesetzlich geforderte Energie-Audits. So wurden 2019 bspw. externe Energie-Audits an den Standorten Bad Vilbel und Huddersfield durchgeführt.
Im Zuge der Planung neuer Produktionsanlagen werden in der Konzeptionsphase umwelt- und arbeitssicherheitsbezogene Anforderungen im Pflichtenheft für den Hersteller definiert und im Zuge der Ausschreibung bewertet.
In 2019 erfolgte der weitere Ausbau des Reportings von Umweltkennzahlen. Hierzu werden neben absoluten auch relative, auf das Produktionsvolumen bezogene Kennzahlen ermittelt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 sahen der Energieverbrauch und die resultierenden CO2-Emissionen im Berichtsjahr wie folgt aus:
| Klimawandel: CO2-Bilanz3) | 2019 | 2018 |
| Energieverbrauch - gesamt (MWh) | 252.000 | 242.000 |
| Scope 1: CO2-Emissionen 4) (Tonnen CO2 eq.) | 30.000 | 29.000 |
| Scope 2: CO2-Emissionen 5) (Tonnen CO2 eq.) | 95.000 | 87.000 |
Auch wenn der absolute Energieverbrauch und die CO2-Emissionen 2019 gestiegen sind, so verbesserte sich die auf das Produktionsvolumen bezogene Energieeffizienz um mehr als 1%. Die Hauptgründe hierfür liegen in einer effizienteren Nutzung der Produktions- und Haustechnik (z.B. Heiz- und Klimatechnik) bei gestiegenen Produktionsmengen sowie in der Umsetzung von technischen Maßnahmen zur Energieeinsparung.
1)
Alle Produktionsstandorte; Unfallrate berechnet pro 200.000 Arbeitsstunden für Unfälle
> 1 Ausfalltag (ohne Wegeunfälle).
2)
Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit > 24 h pro 200.000 Arbeitsstunden.
3)
Alle Produktionsstandorte.
4)
Scope 1: direkte Emissionen (Produktionsstandorte).
5)
Scope 2: indirekte Emissionen durch Energieeinkauf (Produktionsstandorte).
Gute Unternehmensführung bedeutet für STADA, dass es nicht allein auf das Erreichen gesteckter Ziele ankommt, sondern auch auf die Art und Weise, wie diese erreicht werden. Das Selbstverständnis, wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit ethischer Verantwortung zu erzielen, spiegelt sich in STADAs Verhaltenskodex wider, der insbesondere Mitarbeitern eine Orientierung für richtiges Verhalten bei rechtlichen und ethischen Herausforderungen geben soll. So umfasst er bspw. Verhaltensregeln für den Umgang miteinander und mit Dritten oder Gebote hinsichtlich Toleranz, Respekt und Diskriminierung.
Verträge, die seit dem Geschäftsjahr 2016 gemäß den Corporate Policies im Zusammenhang mit der Herstellung von Fertigprodukten zentral verhandelt wurden, beinhalten Klauseln zum Thema Social Responsibility, im Rahmen derer sich STADA und ihre Lieferanten zunehmend zur Einhaltung der zehn Prinzipien des UN Global Compact verpflichten. Damit geht die Verpflichtung einher, u.a. den Schutz der internationalen Menschenrechte zu achten und zu unterstützen, sicherzustellen, dass sich beide Parteien nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen, und für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit sowie für die Abschaffung von Kinderarbeit einzutreten.
| Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung in T€ |
2019 | 2018 | Erläuterung |
| Umsatzerlöse | 2.608.563 | 2.330.824 | 11. |
| Herstellungskosten | 1.239.225 | 1.139.493 | 12. |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.369.338 | 1.191.331 | |
| Vertriebskosten | 581.593 | 538.587 | 13. |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 214.830 | 183.714 | 14. |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 72.782 | 72.256 | 15. |
| Sonstige Erträge | 42.661 | 84.380 | 16. |
| Andere Aufwendungen | 156.994 | 103.104 | 17. |
| Operatives Ergebnis | 385.800 | 378.050 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | -6 | 3.722 | |
| Beteiligungsergebnis | 0 | 43 | |
| Finanzielle Erträge | 3.571 | 5.624 | |
| Finanzielle Aufwendungen | 48.634 | 44.565 | |
| Finanzergebnis | -45.069 | -35.176 | 18. |
| Ergebnis vor Steuern | 340.731 | 342.874 | |
| Ertragsteuern | 26.888 | 32.342 | 19. |
| Ergebnis nach Steuern | 313.843 | 310.532 | |
| davon | |||
| • auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) | 302.697 | 306.927 | |
| • auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend | 11.146 | 3.605 | 20. |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | 349.550 | 134.189 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) | 4,86 | 4,93 | 21. |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung in T€ |
2019 | 2018 | Erläuterung |
| Ergebnis nach Steuern | 313.843 | 310.532 | |
| Zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge: | |||
| Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung | 75.412 | -45.380 | 35. |
| davon | |||
| • Ertragsteuern | -387 | 397 | 19. |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (FVOCI) | -7 | 23 | 47. |
| davon | |||
| • Ertragsteuern | 2 | -11 | 19. |
| Zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge: | |||
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (FVOCI) | 130 | - | 26. |
| Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -5.323 | 739 | 36. |
| davon | |||
| • Ertragsteuern | 734 | -162 | 19. |
| Sonstiges Ergebnis | 70.212 | -44.618 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 384.055 | 265.914 | |
| davon | |||
| • auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend | 372.334 | 261.750 | |
| • auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend | 11.721 | 4.164 |
Aktiva
| Konzern-Bilanz in T€ |
31.12.2019 | 31.12.2018 | Erläuterung |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.284.014 | 2.113.845 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.785.969 | 1.707.205 | 24. |
| Sachanlagen | 453.385 | 351.467 | 25. |
| Finanzanlagen | 6.393 | 2.281 | 26. |
| At equity bewertete Anteile | 3.067 | 24.568 | 27. |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 340 | 823 | 30. |
| Andere Vermögenswerte | 1.328 | 1.164 | 31. |
| Aktive latente Steuern | 33.532 | 26.337 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.575.412 | 1.446.281 | |
| Vorräte | 638.237 | 515.251 | 32. |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 615.090 | 516.011 | 28. |
| Retourenvermögenswerte | 689 | 620 | 29. |
| Ertragsteuerforderungen | 5.659 | 8.545 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 59.808 | 12.755 | 30. |
| Andere Vermögenswerte | 46.761 | 49.255 | 31. |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 206.039 | 343.794 | 33. |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 3.129 | 50 | 34. |
| Bilanzsumme | 3.859.426 | 3.560.126 | |
|
Passiva |
|||
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | Erläuterung | |
| Eigenkapital | 1.195.468 | 1.177.985 | 35. |
| Gezeichnetes Kapital | 162.090 | 162.090 | 35.1. |
| Kapitalrücklage | 514.206 | 514.206 | 35.2. |
| Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn | 806.278 | 858.606 | 35.3. |
| Sonstige Rücklagen | -400.829 | -475.941 | 35.4. |
| Eigene Anteile | -1.403 | -1.403 | 35.5. |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens | 1.080.342 | 1.057.558 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 115.126 | 120.427 | 35.6. |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.411.807 | 1.102.439 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 41.006 | 33.490 | 36. |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.244.788 | 978.386 | 37. |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 36.333 | 4.168 | 40. |
| Andere Verbindlichkeiten | 2.635 | 2.460 | 41. |
| Passive latente Steuern | 87.045 | 83.935 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.252.151 | 1.279.702 | |
| Sonstige Rückstellungen | 18.261 | 22.543 | 42. |
| Finanzverbindlichkeiten | 40.082 | 444.943 | 37. |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.024 | 315.080 | 38. |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.590 | 1.491 | 39. |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 59.364 | 79.723 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 582.368 | 288.718 | 40. |
| Andere Verbindlichkeiten | 136.462 | 127.204 | 41. |
| Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden und Veräußerungsgruppen | - | - | |
| Bilanzsumme | 3.859.426 | 3.560.126 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung in T€ |
2019 | 2018 | Erläuterung |
| Ergebnis nach Steuern | 313.843 | 310.532 | |
| Abschreibungen saldiert mit Zuschreibungen auf Anlagevermögen | 227.001 | 148.799 | 23. |
| Ertragsteuern | 26.888 | 32.342 | 19. |
| Ertragsteuerzahlungen | -47.879 | -46.542 | |
| Zinserträge und -aufwendungen | 45.063 | 38.941 | 18. |
| Erhaltene Zinsen und Dividenden | 1.065 | 4.726 | |
| Gezahlte Zinsen | -51.324 | -46.375 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 6 | -3.722 | 27. |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -920 | 1.421 | 16./17. |
| Zuführungen/Auflösungen sonstiger langfristiger Rückstellungen | 5.353 | 2.673 | 36. |
| Kurserträge und -aufwendungen | 964 | 1.888 | 16./17. |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1) | 215.628 | 165.785 | |
| Brutto-Cashflow | 735.688 | 610.468 | |
| Veränderung der Vorräte | -145.778 | -44.867 | 32. |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -60.294 | 485 | 28. |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85.470 | -51.511 | 38. |
| Veränderung des übrigen Nettovermögens, soweit nicht der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit zuzuordnen 1) | -171.006 | -194.287 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 444.080 | 320.288 | 43. |
| Auszahlungen für Investitionen in | |||
| • immaterielle Vermögenswerte | -161.694 | -280.284 | 24. |
| • Sachanlagen | -82.718 | -48.063 | 25. |
| • Finanzanlagen | -4.504 | -280 | 26. |
| • Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 | -47.538 | 19.185 | 8. |
| Einzahlungen aus Abgängen von | |||
| • immateriellen Vermögenswerten | 53 | 1.278 | 24. |
| • Sachanlagen | 6.755 | 1.655 | 25. |
| • Finanzanlagen | - | - | 26. |
| • Anteilen an konsolidierten Unternehmen | 1.903 | 6.225 | 33. |
| • zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) | 22.755 | - | 33. |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -264.988 | -300.284 | 43. |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 12.905 | 944.599 | 37. |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -152.093 | -820.883 | 37. |
| Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | -26.298 | -1.699 | |
| Dividendenausschüttungen | -151.211 | -8.944 | 35. |
| Veränderung von Minderheitsanteilen | - | -33.349 | 35. |
| Veränderung von eigenen Anteilen | - | 2 | 35. |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -316.697 | 79.726 | 43. |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -137.605 | 99.730 | 43. |
| Konzernkreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | - | -40 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -150 | 909 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -137.755 | 100.599 | 33. |
| Bestand am Anfang der Periode | 343.794 | 243.195 | |
| Bestand am Ende der Periode | 206.039 | 343.794 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ |
||||
| 2019 | Anzahl der Aktien | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn |
| Stand zum 31.12.2019 | 62.342.440 | 162.090 | 514.206 | 806.278 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | -349.550 | |||
| Dividendenausschüttungen | ||||
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | ||||
| Veränderung eigener Anteile | ||||
| Veränderung Gewinnrücklagen | ||||
| Veränderung Minderheitsanteile | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -5.475 | |||
| Konzerngewinn | 302.697 | |||
| Stand zum 01.01.2019 | 62.342.440 | 162.090 | 514.206 | 858.606 |
| Vorjahr | ||||
| Stand zum 31.12.2018 | 62.342.440 | 162.090 | 514.206 | 858.606 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | -134.189 | |||
| Dividendenausschüttungen | -6.848 | |||
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | ||||
| Veränderung eigener Anteile | ||||
| Veränderung Gewinnrücklagen | ||||
| Veränderung Minderheitsanteile | -23.336 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -306 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 713 | |||
| Konzerngewinn | 306.927 | |||
| Stand zum 01.01.2018 angepasst | 62.342.440 | 162.090 | 514.206 | 715.645 |
| Anpassungen gemäß IFRS 15 | 446 | |||
| Anpassungen gemäß IFRS 9 | -2.165 | |||
| Stand zum 01.01.2018 | 62.342.440 | 162.090 | 514.206 | 717.364 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ |
||
| 2019 | Rücklage Währungsumrechnung | Rücklage FVOCI |
| Stand zum 31.12.2019 | -400.937 | 108 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | ||
| Dividendenausschüttungen | ||
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | ||
| Veränderung eigener Anteile | ||
| Veränderung Gewinnrücklagen | ||
| Veränderung Minderheitsanteile | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Sonstiges Ergebnis | 74.989 | 123 |
| Konzerngewinn | ||
| Stand zum 01.01.2019 | -475.926 | -15 |
| Vorjahr | ||
| Stand zum 31.12.2018 | -475.926 | -15 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | ||
| Dividendenausschüttungen | ||
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | ||
| Veränderung eigener Anteile | ||
| Veränderung Gewinnrücklagen | ||
| Veränderung Minderheitsanteile | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Sonstiges Ergebnis | -45.913 | 23 |
| Konzerngewinn | ||
| Stand zum 01.01.2018 angepasst | -430.013 | -38 |
| Anpassungen gemäß IFRS 15 | ||
| Anpassungen gemäß IFRS 9 | -38 | |
| Stand zum 01.01.2018 | -430.013 | - |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T€ |
||||
| 2019 | Eigene Anteile | Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Konzern-Eigenkapital |
| Stand zum 31.12.2019 | -1.403 | 1.080.342 | 115.126 | 1.195.468 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | -349.550 | -349.550 | ||
| Dividendenausschüttungen | - | -17.022 | -17.022 | |
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | - | - | ||
| Veränderung eigener Anteile | - | - | ||
| Veränderung Gewinnrücklagen | - | - | ||
| Veränderung Minderheitsanteile | - | - | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | ||
| Sonstiges Ergebnis | 69.637 | 575 | 70.212 | |
| Konzerngewinn | 302.697 | 11.146 | 313.843 | |
| Stand zum 01.01.2019 | -1.403 | 1.057.558 | 120.427 | 1.177.985 |
| Vorjahr | ||||
| Stand zum 31.12.2018 | -1.403 | 1.057.558 | 120.427 | 1.177.985 |
| Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH | -134.189 | -134.189 | ||
| Dividendenausschüttungen | -6.848 | -3.530 | -10.378 | |
| Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen | - | - | ||
| Veränderung eigener Anteile | 2 | 2 | 2 | |
| Veränderung Gewinnrücklagen | - | - | ||
| Veränderung Minderheitsanteile | -23.336 | -8.350 | -31.686 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -306 | 84.087 | 83.781 | |
| Sonstiges Ergebnis | -45.177 | 559 | -44.618 | |
| Konzerngewinn | 306.927 | 3.605 | 310.532 | |
| Stand zum 01.01.2018 angepasst | -1.405 | 960.485 | 44.056 | 1.004.541 |
| Anpassungen gemäß IFRS 15 | 446 | 446 | ||
| Anpassungen gemäß IFRS 9 | -2.203 | -108 | -2.311 | |
| Stand zum 01.01.2018 | -1.405 | 962.242 | 44.164 | 1.006.406 |
Die STADA Arzneimittel Aktiengesellschaft (STADA Arzneimittel AG) als Muttergesellschaft des STADA-Konzerns (im Nachfolgenden "STADA" genannt) mit Sitz in der Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, ist ein in Deutschland ansässiges, international ausgerichtetes Unternehmen, das weltweit im Gesundheits- und Pharmamarkt, in den Segmenten Generika und Markenprodukte, tätig ist.
Der Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2019 wurde am 11.03.2020 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Der auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellte Konzernabschluss zum 31.12.2019 wurde in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. In der Bilanzgliederung wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die teilweise im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit dargestellt werden.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Zahlen im Anhang in Tausend Euro (T €) dargestellt. In diesem Zusammenhang sind Rundungen notwendig, die naturgemäß jedoch keinen signifikanten Charakter haben.
Die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2019 hat STADA im Geschäftsjahr 2019 beachtet und sofern relevant angewandt. Soweit diese Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben, werden diese im Folgenden detailliert dargestellt:
Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases", der beim Leasingnehmer grundsätzlich die Erfassung der mit Leasingverhältnissen verbundenen vertraglichen Rechte (Vermögenswert) und Verpflichtungen (Verbindlichkeit) in der Bilanz vorschreibt. Eine Einstufung in Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing ist folglich durch den Leasingnehmer nicht mehr erforderlich. IFRS 16 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.01.2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. STADA hat den neuen Standard erstmals zum 01.01.2019 modifiziert retrospektiv angewendet, d.h. auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Dabei wurden die Nutzungsrechte mit den Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Umstellung gleichgesetzt.
Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich als Barwert zukünftiger Leasingzahlungen, anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten, die bei Demontage und Beseitigung bzw. bei Wiederherstellung des Leasinggegenstands entstehen. Erhaltene Leasinganreize werden in Abzug gebracht. Falls ein vertragsindividueller Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts bekannt ist, gelangt dieser zur Anwendung. Andernfalls wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen, der hinsichtlich seiner Ermittlung währungs- und länderspezifische Faktoren als auch Kreditrisiken berücksichtigt. Für den Erstanwendungszeitpunkt zum 01.01.2019 betrug dieser für den Konzern 5,8%. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, die bereits unter IAS 17 zum Ansatz kamen, wurden zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 nicht neu bewertet und somit mit ihrem entsprechenden Buchwert (5,3 Mio. €) zum 01.01.2019 übernommen.
Von dem Wahlrecht, Nicht-Leasingkomponenten grundsätzlich als Leasingzahlungen zu berücksichtigen, wird Gebrauch gemacht. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zum Barwert der zu leistenden Leasingverbindlichkeiten. In der Folgebewertung werden die Leasingverbindlichkeiten aufgezinst und um geleistete Leasingzahlungen gemindert.
Die von IFRS 16 eingeräumten Wahlrechte, auf den Ansatz eines Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit für (kurzfristige) Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bzw. für Leasingverträge zu geringwertigen Vermögenswerten zu verzichten, wird Gebrauch gemacht. Das Wahlrecht zum Bestandsschutz ("grandfathering") wurde nicht in Anspruch genommen. Folglich wurde IFRS 16 am 01.01.2019 auf alle bestehenden Verträge angewandt, die in dessen Anwendungsbereich fallen.
Beim Übergang auf IFRS 16 haben aktuelle Erkenntnisse bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen Eingang gefunden. Für die Bewertung des Nutzungsrechts blieben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt.
Auf Grund der nach IFRS 16 vorgeschriebenen Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers erfolgten zum Erstanwendungszeitpunkt ein deutlicher Anstieg der Vermögenswerte in Höhe von 59,0 Mio. € und ein korrespondierender Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten, die in der Bilanzposition "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden. Der Unterschied zwischen den mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz diskontierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen zum 31.12.2018 in Höhe von 43,9 Mio. € und den zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 in der Bilanz ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten ergibt sich im Wesentlichen durch die nach IFRS 16 zu treffende Beurteilung zur Ausübung von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen sowie die Beurteilung zum 01.01.2019 von nach IFRS 16 zu identifizierenden und folglich zu bilanzierenden Leasingverhältnissen.
Anstelle von Leasingaufwendungen für operative Leasingverhältnisse werden durch die Änderungen von IFRS 16 in der Folge Abschreibungen und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, mit entsprechender Auswirkung auf das EBITDA. Die Abschreibungen für diese Leasingverträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 23,9 Mio. €. Darüber hinaus wies STADA im Berichtszeitraum Zinsaufwendungen in Höhe von 3,3 Mio. € aus. Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Leasingaufwendungen für operative Leasingverhältnisse gemäß den im Vorjahr anzuwendenden Regelungen des IAS 17 "Leases" vollständig im operativen Ergebnis sowie als Reduzierung des EBITDA erfasst. Zudem ergaben sich Auszahlungen in Verbindung mit Leasingverhältnissen nach IFRS 16 in Höhe von 26,3 Mio. €, die sich nunmehr vollständig im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit niederschlagen.
Der Umstellungseffekt betrifft bei STADA im Wesentlichen geleaste Immobilien und Geschäftsfahrzeuge.
Die aus der Erstanwendung des neuen Standards IFRS 16 zum 01.01.2019 resultierenden Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz von STADA werden im Folgenden zusammengefasst dargestellt:
| Konzern-Bilanz in T € Aktiva | 31.12.2018 (ausgewiesen) | Anpassungen gemäß IFRS 16 | 01.01.2019 (angepasst) |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.113.845 | 58.979 | 2.172.824 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.707.205 | 7.062 | 1.714.267 |
| Sachanlagen | 351.467 | 51.917 | 403.384 |
| Finanzanlagen | 2.281 | 2.281 | |
| At equity bewertete Anteile | 24.568 | 24.568 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 823 | 823 | |
| Andere Vermögenswerte | 1.164 | 1.164 | |
| Aktive latente Steuern | 26.337 | 26.337 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.446.281 | - | 1.446.281 |
| Vorräte | 515.251 | 515.251 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 516.011 | 516.011 | |
| Retourenvermögenswerte | 620 | 620 | |
| Ertragsteuerforderungen | 8.545 | 8.545 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12.755 | 12.755 | |
| Andere Vermögenswerte | 49.255 | 49.255 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 343.794 | 343.794 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 50 | 50 | |
| Bilanzsumme | 3.560.126 | 58.979 | 3.619.105 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 1.177.985 | - | 1.177.985 |
| Gezeichnetes Kapital | 162.090 | 162.090 | |
| Kapitalrücklage | 514.206 | 514.206 | |
| Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn | 858.606 | 858.606 | |
| Sonstige Rücklagen | -475.941 | -475.941 | |
| Eigene Anteile | -1.403 | -1.403 | |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens | 1.057.558 | - | 1.057.558 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 120.427 | 120.427 | |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.102.439 | 38.912 | 1.141.351 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 33.490 | 33.490 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 978.386 | 978.386 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.168 | 38.912 | 43.080 |
| Andere Verbindlichkeiten | 2.460 | 2.460 | |
| Passive latente Steuern | 83.935 | 83.935 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.279.702 | 20.067 | 1.299.769 |
| Sonstige Rückstellungen | 22.543 | 22.543 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 444.943 | 444.943 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 315.080 | 315.080 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.491 | 1.491 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 79.723 | 79.723 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 288.718 | 20.067 | 308.785 |
| Andere Verbindlichkeiten | 127.204 | 127.204 | |
| Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden und Veräußerungsgruppen | - | - | |
| Bilanzsumme | 3.560.126 | 58.979 | 3.619.105 |
Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von STADA haben sich im Geschäftsjahr 2019 neben den bereits genannten Auswirkungen aus der Anwendung des neuen Standards IFRS 16 nicht ergeben.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von STADA direkt oder indirekt beherrscht und daher voll konsolidiert werden. Eine Beherrschung (Control) liegt vor, wenn die STADA Arzneimittel AG oder deren Tochterunternehmen die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen innehaben, variablen Rückflüssen ausgesetzt sind und auf Grund der Verfügungsgewalt über bestehende Rechte die Fähigkeit besitzen, die variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen wesentlich zu beeinflussen. Die Verfügungsgewalt wird grundsätzlich durch einen Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begründet.
Gemeinsame Vereinbarungen sind durch eine gemeinschaftliche Führung durch zwei oder mehrere Parteien gekennzeichnet und entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit besitzen die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden. Dagegen bestehen bei einem Gemeinschaftsunternehmen Rechte am Nettovermögen durch die beteiligten Parteien an der Gesellschaft. Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Als assoziierte Unternehmen werden Gesellschaften bezeichnet, auf die STADA maßgeblichen Einfluss ausüben kann und die keine Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach der Equity-Methode.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des STADA-Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert oder nach der Equity-Methode bewertet. Die Bilanzierung der Anteile an diesen Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen. Bezogen auf den Gesamtumsatz bzw. die Bilanzsumme des Konzerns macht der Umsatz und bzw. oder die Bilanzsumme dieser Unternehmen kumuliert rund 1% aus.
Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich hinsichtlich der Anzahl der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:
| Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis | Inland | Ausland | Gesamt |
| 01.01.2019 | 10 | 71 | 81 |
| Zugänge | - | 3 | 3 |
| Abgänge | - | 4 | 4 |
| 31.12.2019 | 10 | 70 | 80 |
Im Berichtsjahr erfolgte die Verschmelzung der Schweizer Muttergesellschaft Pegach AG auf die Spirig HealthCare AG rückwirkend zum 01.01.2019.
Darüber hinaus erfolgte die Verschmelzung der italienischen Crinos S.p.A. auf die italienische EG S.p.A. zum 01.11.2019.
Zum 31. Dezember 2019 erfolgte die Erstkonsolidierung von drei erworbenen ukrainischen Tochtergesellschaften, der Biopharma-Invest LLC, der Pharmaceutical Plant Biopharma LLC sowie der at equity geführten PharmTechService LLC.
Ebenfalls im Dezember 2019 erfolgten der Verkauf der vietnamesischen ehemaligen STADA Vietnam J.V., die zwischenzeitlich in die Stellapharm J.V. umfirmiert wurde, sowie die Entkonsolidierung der irischen Gesellschaft STADA Financial Investments Limited.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 waren damit 76 Gesellschaften als Tochterunternehmen und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den STADA-Konzernabschluss einbezogen.
Für diese vier assoziierten Unternehmen werden die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen gemacht:
| in Mio. € | 2019 | 2018 |
| Anteil am Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | -0,1 | 1,9 |
| Anteil am Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten | - | - |
| Anteil am sonstigen Ergebnis | - | - |
| Anteil am Gesamtergebnis | -0,1 | 1,9 |
| Umgliederung der von STADA gehaltenen Anteile an Stellapharm J.V. (IFRS 5) | -21,4 | |
| Statuswechsel der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG in 2018 | - | -15,0 |
| Aggregierter Buchwert | 3,1 | 24,6 |
Wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen im STADA-Konzern zum 31.12.2019 bei dem vietnamesischen Tochterunternehmen Pymepharco Joint Stock Company sowie der deutschen BIOCEUTICALS Arzneimittel AG.
Im Folgenden wird der Einfluss anderer Gesellschafter an der Pymepharco Joint Stock Company zum 31.12.2019 dargestellt:
| Name des Tochterunternehmens | Hauptniederlassung/ Ort der Gründung | Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter | Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2019 in T€ |
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2019 in T€ |
| Pymepharco | Vietnam | 28% | 2.759 | 26.776 |
Für das Vorjahr ergeben sich die folgenden Angaben:
| Name des Tochterunternehmens | Hauptniederlassung/ Ort der Gründung | Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter | Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2018 in T€ |
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2018 in T€ |
| Pymepharco | Vietnam | 28% | 3.726 | 25.064 |
Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen für Pymepharco zum 31.12.2019 bzw. für das Geschäftsjahr 2019 dargestellt:
| Vermögen zum 31.12.2019 | Schulden zum 31.12.2019 | |||
| in T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Pymepharco | 71.025 | 46.847 | 5.338 | 12.085 |
| Ergebnis nach Steuern in 2019 | |||||
| in T€ | Umsatzerlöse | auf STADA entfallend | auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend | Gesamtergebnis in 2019 | Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2019 |
| Pymepharco | 68.129 | 7.096 | 2.759 | 12.142 | 1.612 |
Für das Vorjahr werden zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Pymepharco die folgenden Angaben gemacht:
| Vermögen zum 31.12.2018 | Schulden zum 31.12.2018 | |||
| in T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| Pymepharco | 54.975 | 55.967 | 5.553 | 11.330 |
| Ergebnis nach Steuern in 2018 | |||||
| in T€ | Umsatzerlöse | auf STADA entfallend | auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend | Gesamtergebnis in 2018 | Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2018 |
| Pymepharco | 61.409 | 5.247 | 3.726 | 11.212 | 3.343 |
Im Folgenden werden Angaben zum Cashflow für Pymepharco für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 dargestellt.
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Cashflow aus Investitionstätigkeit | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Pymepharco | 5.627 | 7.021 | -18.613 | -12.035 | -5.786 | - |
Im Folgenden wird der Einfluss anderer Gesellschafter an der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG zum 31.12.2019 dargestellt:
| Name des Tochterunternehmens | Hauptniederlassung/ Ort der Gründung | Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter | Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2019 in T€ |
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2019 in T€ |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | Deutschland | 48,66% | 3.487 | 64.744 |
Für das Vorjahr ergeben sich die folgenden Angaben:
| Name des Tochterunternehmens | Hauptniederlassung/ Ort der Gründung | Stimmrechtsanteil der nicht beherrschenden Gesellschafter | Ergebnis der nicht beherrschenden Gesellschafter in 2018 in T€ |
Kumulierte nicht beherrschende Anteile zum 31.12.2018 in T€ |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | Deutschland | 48,66% | -1.438 | 72.769 |
Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen für die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG zum 31.12.2019 bzw. für das Geschäftsjahr 2019 dargestellt:
| Vermögen zum 31.12.2019 | Schulden zum 31.12.2019 | |||
| in T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 88.615 | 72.191 | 5.800 | 22.856 |
| Ergebnis nach Steuern in 2019 | |||||
| in T€ | Umsatzerlöse | auf STADA entfallend | auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend | Gesamtergebnis in 2019 | Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2019 |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 50.085 | 11.008 | 3.487 | 14.495 | 11.512 |
Für das Vorjahr werden zu den zusammengefassten Finanzinformationen für BIOCEUTICALS die folgenden Angaben seit der Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 30.09.2018 gemacht:
| Vermögen zum 31.12.2018 | Schulden zum 31.12.2018 | |||
| in T€ | langfristig | kurzfristig | langfristig | kurzfristig |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 114.361 | 79.368 | 24.102 | 28.311 |
| Ergebnis nach Steuern in 2018 | |||||
| in T€ | Umsatzerlöse | auf STADA entfallend | auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend | Gesamtergebnis in 2018 | Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter in 2018 |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 3.796 | -1.517 | -1.438 | -2.955 | - |
Im Folgenden werden Angaben zum Cashflow für die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG für das Geschäftsjahr 2019 bzw. für das Vorjahr seit der Konsolidierung als Tochterunternehmen zum 30.09.2018 dargestellt.
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Cashflow aus Investitionstätigkeit | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 33.072 | 8.636 | -9.120 | - | -47.749 | -25.000 |
Im Folgenden sind die als Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen sowie alle nicht konsolidierten und sonstigen Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt.
| Name der Gesellschaft, Sitz | Anteil am Kapital | Einbeziehung als |
| AO Nizhpharm, Nizhny Novgorod, Russland | 100% | Tochterunternehmen |
| BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, Bad Vilbel, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Bad Vilbel, Deutschland | 51,34% | Tochterunternehmen |
| Ciclum Farma, Unipessoal, LDA, Paco de Arcos, Portugal | 100% | Tochterunternehmen |
| EG Labo - Laboratoires Eurogenerics SAS, Boulogne-Billancourt, Frankreich | 100% | Tochterunternehmen |
| EG S.p.A., Mailand, Italien | 100% | Tochterunternehmen |
| Laboratorio STADA, S.L., Barcelona, Spanien | 100% | Tochterunternehmen |
| Laboratorio Vannier S.A., Buenos Aires, Argentinien | 100% | Tochterunternehmen |
| Mobilat Produktions GmbH, Pfaffenhofen, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| Natures Aid Deutschland GmbH, Bad Vilbel, Deutschland (vormals: Socialites Retail Germany GmbH) | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| OOO Hemofarm, Obninsk, Russland | 100% | Tochterunternehmen |
| SCIOTEC Diagnostics Technologies GmbH, Tulln, Österreich | 100% | Tochterunternehmen |
| Spirig HealthCare AG, Egerkingen, Schweiz | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Arzneimittel Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA d.o.o., Ljubljana, Slowenien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA d.o.o., Zagreb, Kroatien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Egypt Ltd., Kairo, Ägypten 1) | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA LUX S.a R.L., Luxemburg, Luxemburg | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA PHARMA Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA PHARMA CZ s.r.o., Prag, Tschechische Republik | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Pharma Services India Private Ltd., Mumbai, Indien | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA PHARMA Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Pharmaceuticals (Asia) Ltd., Hongkong, China | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Pharmaceuticals Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Poland Sp. z o.o., Piaseczno, Polen | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Service Holding B.V., Etten-Leur, Niederlande | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA (Shanghai) Company Management Consulting Co. Ltd., Shanghai, China | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA (Thailand) Company, Ltd., Bangkok, Thailand | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA UK Holdings Ltd., Reading, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| XBrane Biopharma AB, Solna, Schweden | 8,15% | Beteiligung |
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess.
| Name der Gesellschaft, Sitz | Anteil am Kapital | Einbeziehung als |
| AELIA SAS, Saint-Brieuc, Frankreich | 20% | assoziiertes Unternehmen |
| ALIUD PHARMA GmbH, Laichingen, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| Biopharma-Invest LLC, Bila Tserkva, Ukraine | 100% | Tochterunternehmen |
| Britannia Pharmaceuticals Ltd., Reading, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Brituswip Ltd., Reading, Großbritannien | 50% | Gemeinschaftsunternehmen/ nicht einbezogen |
| Centrafarm B.V., Etten-Leur, Niederlande | 100% | Tochterunternehmen |
| Centrafarm Nederland B.V., Etten-Leur, Niederlande | 100% | Tochterunternehmen |
| Centrafarm Services B.V., Etten-Leur, Niederlande | 100% | Tochterunternehmen |
| Clonmel Healthcare Ltd., Clonmel, Irland | 100% | Tochterunternehmen |
| CNRD 2009 Ireland Ltd., Dublin, Irland | 50% | Gemeinschaftsunternehmen/ nicht einbezogen |
| Crosspharma Ltd., Belfast, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Dak Nong Pharmaceutical JSC, Dak Nong, Vietnam | 43% | Beteiligung |
| Fresh Vape Electronic Cigarettes Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Genus Pharmaceuticals Holdings Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Genus Pharmaceuticals Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Healthypharm B.V., Etten-Leur, Niederlande | 100% | Tochterunternehmen |
| Hemofarm A.D., Vrsac, Serbien | 100% | Tochterunternehmen |
| Hemofarm Banja Luka d.o.o., Banja Luka, Bosnien-Herzegowina | 91,50% | Tochterunternehmen |
| Hemofarm Komerc d.o.o., Skopje, Mazedonien 1) | 99,18% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| Hemofarm S.a R.L., Constantine, Algerien | 40% | Beteiligung |
| Hemomont d.o.o., Podgorica, Montenegro | 71,02% | Tochterunternehmen |
| Hemopharm GmbH, Bad Vilbel, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| Internis Pharmaceuticals Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Jinan Pharmaceuticals Co., Jinan, China | 35,50% | Beteiligung |
| LAS Trading Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| LCM Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Lowry Solutions Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Natures Aid Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Nextgen360 Ltd., Huddersfield, Großbritannien (vormals BSMW Ltd.) | 100% | Tochterunternehmen |
| Nizhpharm-Kazakhstan TOO DO, Almaty, Kasachstan | 100% | Tochterunternehmen |
| NorBiTec GmbH, Uetersen, Deutschland | 66,66% | Tochterunternehmen |
| OOO Aqualor, Moskau, Russland | 100% | Tochterunternehmen |
| OOO Dialogfarma, Moskau, Russland | 50% | assoziiertes Unternehmen |
| Pharmaceutical Plant Biopharma LLC, Bila Tserkva, Ukraine | 100% | Tochterunternehmen |
| Pharm Ortho Pedic SAS, Trelaze, Frankreich | 30% | assoziiertes Unternehmen |
| PharmTechService LLC, Bila Tserkva, Ukraine | 50% | assoziiertes Unternehmen |
| Phu Yen Export Import Pharmaceutical JSC, Phu Yen, Vietnam | 20% | Beteiligung |
| Pymepharco Joint Stock Company, Tuy Hoa, Vietnam | 72% | Tochterunternehmen |
| Quang Tri Pharmaceutical JSC, Quang Tri, Vietnam | 49% | Beteiligung |
| Quatropharma Holding B.V., Etten-Leur, Niederlande 1) | 100% | Tochterunternehmen |
| S.A. Eurogenerics N.V., Brüssel, Belgien | 100% | Tochterunternehmen |
| Slam Trading Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Socialites E-Commerce Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Socialites Retail Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess.
| Name der Gesellschaft, Sitz | Anteil am Kapital | Einbeziehung als |
| STADA Aesthetics AG, Egerkingen, Schweiz | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA CEE GmbH, Bad Vilbel, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Consumer Health Deutschland GmbH, Bad Vilbel, Deutschland (vormals: STADA Medical GmbH) | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Corp., New Jersey, USA | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA Financial Investments Ltd., Clonmel, Irland 1) | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA Genéricos, S.L., Barcelona, Spanien | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA GmbH, Bad Vilbel, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA HEMOFARM S.R.L., Temeswar, Rumänien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Hungary LLC, Budapest, Ungarn | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA IT Solutions d.o.o., Vrsac, Serbien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA, LDA, Paco de Arcos, Portugal | 100% | Tochterunternehmen/ nicht einbezogen |
| STADA M&D S.R.L., Bukarest, Rumänien | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA MENA DWC-LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Nordic ApS, Herlev, Dänemark | 100% | Tochterunternehmen |
| STADAPHARM GmbH, Bad Vilbel, Deutschland | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA Pharmaceuticals (Beijing) Ltd., Beijing, China | 83,351% | Tochterunternehmen |
| STADA Philippines Inc., Manila, Philippinen | 100% | Tochterunternehmen |
| STADA-Ukraine DO., Kiew, Ukraine | 100% | Tochterunternehmen |
| Sundrops Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Thornton & Ross Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
| Thornton & Ross Ireland Ltd., Clonmel, Irland | 100% | Tochterunternehmen |
| UAB STADA-Nizhpharm-Baltija, Vilnius, Litauen | 100% | Tochterunternehmen |
| Velefarm A.D., Belgrad, Serbien | 19,65% | Beteiligung |
| Velexfarm d.o.o., Belgrad, Serbien | 100% | Tochterunternehmen |
| Vetfarm A.D., Belgrad, Serbien | 15% | Beteiligung |
| Well Light Investment Company Limited, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam | 100% | Tochterunternehmen |
| Zeroderma Ltd., Huddersfield, Großbritannien | 100% | Tochterunternehmen |
1)
Befindet sich im Liquidationsprozess.
Bei den Gesellschaften ALIUD PHARMA GmbH, BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte mbH, Hemopharm GmbH, Mobilat Produktions GmbH, Natures Aid Deutschland GmbH, STADA CEE GmbH, STADA GmbH, STADA Consumer Health Deutschland GmbH und STADAPHARM GmbH wurde von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
Unternehmenszusammenschlüsse sind gemäß IFRS nach der Erwerbsmethode abzubilden. Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden aus Unternehmenszusammenschlüssen werden dabei - unabhängig von der Beteiligungshöhe - zum Erwerbszeitpunkt in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Übersteigen die Anschaffungskosten des erworbenen Tochterunternehmens das anteilige neu bewertete Reinvermögen des Akquisitionsobjekts, bilanziert STADA in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags einen Geschäfts- oder Firmenwert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird - nach kritischer Prüfung der der Kaufpreisallokation zu Grunde liegenden Prämissen - in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird darüber hinaus eine erfolgswirksame Neubewertung der zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung bereits gehaltenen Altanteile vorgenommen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in Höhe ihres Anteils am Reinvermögen des Tochterunternehmens ausgewiesen.Der Erwerb zusätzlicher Anteile aus einer bereits beherrschenden Stellung an einem Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 10 ergebnisneutral, da es sich um eine Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern handelt.
Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt und bis zum Ende der Beherrschungsmöglichkeit durch das Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, konzerninterne Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst. Soweit diese Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden führen, werden latente Steuern erfasst.
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zum Zeitpunkt der Begründung der gemeinschaftlichen Führung (Gemeinschaftsunternehmen) bzw. der Entstehung des maßgeblichen Einflusses (assoziiertes Unternehmen) mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und ab diesem Zeitpunkt um die anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres fortgeschrieben. Ein im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelter positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Buchwert der Anteile am assoziierten Unternehmen erfasst. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird als Ertrag in der Periode des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nur entsprechend dem Anteil der anderen Gesellschafter im Konzernabschluss erfasst.
Sofern sich aus der Anwendung des IFRS 9 Anzeichen für eine Wertminderung des aus der Equity-Methode resultierenden Buchwerts ergeben, wird dessen Werthaltigkeit geprüft und ggf. ein Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Anteile.
Die funktionale Währung der STADA Arzneimittel AG lautet auf Euro und entspricht der Berichtswährung des Konzerns.
In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungstransaktionen mit dem im Zeitpunkt der Transaktion gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetäre Posten werden zum Transaktionskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden als Kursgewinne bzw. Kursverluste ergebniswirksam erfasst.
Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro in die funktionale Währung des Konzerns erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu Stichtagskursen umgerechnet, während für die Umrechnung der einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals die historischen Kurse der jeweiligen Zugangszeitpunkte aus Konzernsicht verwendet werden. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - und damit auch die daraus resultierende Umrechnung der in das Eigenkapital eingehenden Jahresergebnisse - erfolgt zu Durchschnittskursen der Periode.
Die aus der Anwendung der unterschiedlichen Wechselkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der "Rücklage Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden.
Die Entwicklung der Wechselkurse der für STADA wichtigen Landeswährungen zum Euro ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Stichtagskurs 31.12. in Landeswährung | Durchschnittskurs für die Berichtsperiode | |||||
| Wesentliche Währungsrelationen in Landeswährung zu 1 Euro |
2019 | 2018 | ± % |
2019 | 2018 | ± % |
| Britisches Pfund | 0,85208 | 0,89453 | -5% | 0,87724 | 0,88475 | -1% |
| Schweizer Franken | 1,08710 | 1,12690 | -4% | 1,11270 | 1,15488 | -4% |
| Russischer Rubel | 69,27810 | 79,71530 | -13% | 72,45524 | 74,05507 | -2% |
| Serbischer Dinar | 117,59280 | 118,19460 | -1% | 117,86094 | 118,27336 | 0% |
| Ukrainische Griwna | 26,58330 | 31,73620 | -16% | 28,92892 | 32,11569 | -10% |
| US-Dollar | 1,11890 | 1,14500 | -2% | 1,11959 | 1,18149 | -5% |
Im Geschäftsjahr 2019 waren die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, deren Kaufpreisaufteilungen im Folgenden näher erläutert werden.
Mit Datum 20.12.2019 hat STADA Kontrolle über die ukrainische Biopharma-Gruppe, Bila Tserkva, erlangt. Die Gesellschaft vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Health-Produkte. Die Biopharma-Gruppe wird seit dem 31.12.2019 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 49,4 Mio. € wurde vollständig in Zahlungsmitteln beglichen.
Aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung, die zum Zeitpunkt der Geschäftsberichtsveröffentlichung noch nicht abgeschlossen ist, ergab sich eine indikative Zuordnung, dass ca. 80% des Kaufpreises auf den beizulegenden Zeitwert der erworbenen immateriellen Vermögenswerte für die Markenprodukte entfallen. Es ist mit korrespondierenden Anpassungen der latenten Steuern zu rechnen.
Da auf Grund der sehr kurzen Zeitspanne zwischen dem Erwerbsvollzug Ende Dezember 2019 und dem Bilanzstichtag keine verlässlichen Marktwerte bestimmt werden konnten, wurde der gesamte Differenzbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem erworbenen Eigenkapital als ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 31,2 Mio. € ausgewiesen, der sich wie folgt ergab:
| in Mio. € | |
| Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. | 49,4 |
| Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. | 18,2 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 31,2 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus einem Ausbau der Präsenz und der Vertriebsaktivitäten im Segment Markenprodukte in der Ukraine.
Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte zum Erwerbszeitpunkt als vorläufige Werte angesetzt:
| Beizulegende Zeitwerte in Mio. € |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,7 |
| Sachanlagen | 9,2 |
| Finanzanlagen | 1,2 |
| Aktive latente Steuern | 0,6 |
| Vorräte | 3,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5,4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,6 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 0,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1,8 |
| Vermögenswerte | 23,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.1 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,2 |
| Andere Verbindlichkeiten | 0,6 |
| Schulden | 5,2 |
Die vorläufigen Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den Buchwerten der Gesellschaft.
Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 5,5 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,4 Mio. € erfasst.
Die Umsätze der Biopharma-Gruppe betrugen im Berichtsjahr rund 25 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf rund 5 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2020 waren die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 zu verzeichnen, deren Kaufpreisaufteilungen im Folgenden näher erläutert werden.
Mit Datum 04.03.2020 hat STADA Kontrolle über die tschechische Gruppe Walmark, einen führenden Hersteller von Consumer-Health-Produkten in Osteuropa, erlangt. Die Gesellschaft vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Health-Produkte. Die Walmark-Gruppe wird seit dem 01.03.2020 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen.
Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 140,2 Mio. € wurde vollständig in Zahlungsmitteln beglichen und setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen. Zum einen wurde eine Zahlung in Höhe von 89,7 Mio. € an den Verkäufer als Basiskaufpreis getätigt. Eine weitere Zahlung, die an den Verkäufer geflossen ist, betrug 8,3 Mio. € und diente dem Zweck der Rückzahlung des zum Kaufzeitpunkt bestehenen Gesellschafterdarlehens. Ferner wurden 42,2 Mio. € an die Walmark-Gruppe für die Tilgung des zum Kaufzeitpunkt bestehenden Bankdarlehens überwiesen.
Aus der auf Grund des kurzen Zeitraums zwischen Kontrollerlangung und Abschlusserstellung vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 98,5 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:
| in Mio. € | |
| Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. | 140,2 |
| Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. | 41,7 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 98,5 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Stärkung des globales Markenprodukt-Portfolios und aus einem Ausbau der Präsenz in Osteuropa - insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn.
Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte vom 31. Januar 2020 zum Erwerbszeitpunkt als vorläufige Werte angesetzt:
| Beizulegende Zeitwerte in Mio. € |
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 21,4 |
| Sachanlagen | 17,5 |
| Aktive latente Steuern | 0,4 |
| Vorräte | 10,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12,7 |
| Sonstige Forderungen | 1,1 |
| Andere kurzfristige Vermögenswerte | 1,8 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4,1 |
| Vermögenswerte | 70,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10,7 |
| Schulden | 28,4 |
Die vorläufigen Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den Buchwerten der Gesellschaft.
Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 12,7 Mio. €, die voll als werthaltig angesehen wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 12,7 Mio. € erfasst.
Die Umsätze der Walmark-Gruppe betrugen im Berichtsjahr rund 44 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf rund -8 Mio. €.
Mit Datum 03.03.2020 hat STADA pharmazeutische Produkte der Takeda-Gruppe sowie dazugehörige Prozesse erworben. Die Produkte werden seit dem 01.03.2020 in den Konzernabschluss miteinbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 550,0 Mio. € wurde vollständig in Zahlungsmitteln beglichen.
Aus der auf Grund des kurzen Zeitraums zwischen Kontrollerlangung und Abschlusserstellung vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 550,0 Mio. € hervor.
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Stärkung des globalen Markenprodukt-Portfolios und aus einem Ausbau der Präsenz in Osteuropa - insbesondere in Russland.
Die Umsätze des übernommenen Takeda-Portfolios betrugen im Geschäftsjahr 2018 rund 186 Mio. €. Zum Ergebnis nach Steuern liegen keine Informationen vor.
Der Konzernabschluss von STADA basiert auf einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Grundlage hierfür bilden die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, die im Folgenden näher erläutert werden, soweit sie für den Konzernabschluss von STADA wesentlich sind bzw. hierfür Wahlrechte ausgeübt werden.
Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter auf den Kunden übergeht, so dass dieser die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der abgrenzbaren Güter zu bestimmen und im Wesentlichen den Nutzen daraus zu ziehen. Als Voraussetzung hierfür gilt, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung hochwahrscheinlich ist. Hierbei ist die Bonität des Kunden zu berücksichtigen. Die Höhe der Umsatzerlöse richtet sich dabei nach dem Transaktionspreis, zu dem STADA voraussichtlich berechtigt ist. Einfluss auf den erwarteten Transaktionspreis haben variable Gegenleistungen, die jedoch ausschließlich berücksichtigt werden, wenn es höchst wahrscheinlich ist, dass es bei Wegfall der Unsicherheit bezüglich der variablen Gegenleistung nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt. Der Betrag der variablen Gegenleistung wird dabei anhand der Erwartungswertmethode ermittelt.
Aufwendungen aus der Bildung von Retourenrückstellungen werden auf Basis von geschätzten Beträgen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen hinsichtlich Inanspruchnahmen in der Vergangenheit, wobei der geschätzte Aufwand aus der Rückstellungsbildung prozentual zum Umsatz ermittelt wird. Rabatte an Krankenkassen werden auf Grundlage des jeweils geltenden Vertrags ebenfalls umsatzmindernd erfasst.
Alle Lizenzvereinbarungen von STADA haben entweder eine Bindung an den realisierten Umsatz des Lizenznehmers oder es sind weitere Aktivitäten seitens STADAs notwendig, die dem Lizenznehmer die Nutzung des Rechts ermöglichen. Daher erfolgt die Realisierung des Umsatzes verteilt über die Perioden der Vertragslaufzeit.
Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen werden in der Regel in derselben Periode bilanziert. Aufwendungen zur Bildung von Abgrenzungen für künftige Erlösschmälerungen werden daher in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt ist.
Herstellungskosten beinhalten die Kosten der umgesetzten Produkte sowie die Einstandskosten der verkauften oder kostenlos abgegebenen Handelswaren. Die Erfassung des Aufwands erfolgt dabei in der Periode, in der die zugehörigen Erträge realisiert werden. Des Weiteren beinhalten die Herstellungskosten die den Handelswaren direkt zurechenbaren Kosten (z.B. Material- und Personalaufwand), Gemeinkosten (z.B. planmäßige Abschreibungen auf Produktionsanlagen und arzneimittelrechtliche Zulassungen und Lizenzen) sowie Wertberichtigungen von Überbeständen bzw. nicht mehr gängigen Vorräten.
Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse zunächst technisch im Rahmen der Produktion und der Produktionsverfahren und schließlich kommerziell umzusetzen.
In der Regel besteht das Ziel eines Entwicklungsprozesses bei STADA in der Erlangung einer nationalen bzw. multinationalen arzneimittelrechtlichen Zulassung. Dem Entwicklungsprozess vorgelagert ist ein Evaluierungsprozess, an dessen Ende eine Entscheidung über die tatsächliche Durchführung einer Entwicklung getroffen wird. Innerhalb des Entwicklungsprozesses selbst führen Entwicklungskosten neuer selbst geschaffener arzneimittelrechtlicher Zulassungen dann zu der Aktivierung als immaterieller Vermögenswert, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
| ― |
Es besteht die technische Möglichkeit der Fertigstellung des Vermögenswerts (in der Regel der arzneimittelrechtlichen Zulassung), so dass dieser für eine Nutzung oder für den Verkauf zur Verfügung steht. |
| ― |
Es bestehen die Absicht und die Fähigkeit einschließlich notwendiger Ressourcen, den Vermögenswert fertigzustellen und anschließend zu nutzen (d.h. in aller Regel selbst zu vermarkten) oder zu veräußern. |
| ― |
Der immaterielle Vermögenswert bringt dem Konzern einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen. |
| ― |
Die Entwicklungskosten des immateriellen Vermögenswerts sind zuverlässig ermittelbar. |
Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort als Aufwand in der Periode, in der sie angefallen sind. Darunter fallen auch Aufwendungen zur technischen und regulativen Pflege der vermarkteten Produkte.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen ("impairment-only approach"). Hierfür erfolgt eine Zuordnung der Geschäftsoder Firmenwerte zu auf operativen Segmenten aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash-generating units"), wobei eine "cash-generating unit" für Zwecke des Impairmenttests der Geschäfts- oder Firmenwerte damit jeweils einem der beiden operativen Segmente des STADA-Konzerns entspricht.
STADA nimmt für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests eine Prüfung auf Wertminderung vor. Darüber hinaus werden zusätzlich Überprüfungen durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit umfasst dabei die Buchwerte aller der Bewertungseinheit zugerechneten Vermögenswerte und Schulden einschließlich des zu testenden Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert, ergibt sich daraus eine Wertminderung. Dabei ist der erzielbare Betrag grundsätzlich der jeweils höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, sofern ermittelbar, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe von 50% der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Zu den wesentlichen Annahmen, die zur Ermittlung des Nutzungswerts herangezogen werden, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen, Investitionen, Diskontierungszinssatz, Währungsrelationen sowie Wachstumsrate. Diese Annahmen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten individuell getroffen und basieren teilweise auf intern ermittelten Annahmen, die sowohl vergangene Erfahrungen widerspiegeln als auch externe Marktdaten mit einbeziehen.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. sich in dem beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. Bei arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Markenzeichen, Lizenzen, Dossiers mit Daten für arzneimittelrechtliche Zulassungen bzw. zur Vorbereitung von arzneimittelrechtlichen Zulassungen, Software, Konzessionen, Schutzrechten und dazu ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei und 30 Jahren. Die Aufwendungen aus planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden den zugehörigen Funktionskosten zugeordnet und in der Regel innerhalb der Herstellungskosten ausgewiesen. Soweit zum Bilanzstichtag Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieser Vermögenswerte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts neu ermittelt und Wertminderungen entsprechend der Differenz zum Buchwert erfasst. Beim Wegfall der Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben. Im Rahmen von jährlichen Werthaltigkeitstests und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Betrag dieser Vermögenswerte mit deren Buchwert verglichen und, sofern erforderlich, eine Wertminderung erfasst. Hierzu wird der beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich der Verkaufskosten mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Bei STADA betrifft dies die im Zuge der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm, die im Zuge der Kontrollerlangung über die Pymepharco aktivierte Dachmarke Pymepharco sowie die im Zuge der Akquisition der Laboratorio Vannier aktivierte Dachmarke Vannier. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt für die Dachmarken mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Ebene der Einzelgesellschaft bzw. bei der Dachmarke Hemofarm auf Ebene der Einzelgesellschaften, die Umsätze unter der Dachmarke Hemofarm erzielen. Auch immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden grundsätzlich jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus erfolgt in jeder Berichtsperiode eine Prüfung, ob die Gründe für den Ansatz einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin bestehen.
Die Aktivierung von internen Entwicklungskosten erfolgt entsprechend den Kriterien des IAS 38. Dabei umfassen die aktivierten Entwicklungskosten im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen und die unmittelbar zuzuordnenden Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. Wertminderungen zuzüglich Zuschreibungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert zur Verfügung steht und sich demnach in betriebsbereitem Zustand befindet. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert.
Die Aktivierung setzt voraus, dass zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss stattfindet und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfasst, in dem sie angefallen sind.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden bis zu 50 Jahre, bei technischen Anlagen 8 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre. Der Komponentenansatz, nach dem jeder wesentliche Bestandteil einer Sachanlage bei unterschiedlichen Nutzungsdauern getrennt abgeschrieben werden muss, kommt bei STADA mangels Relevanz nicht zur Anwendung. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aktiviert.
Andere Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bei Anschaffungen in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung beeinflussen nachträgliche Kursänderungen nicht den Bilanzansatz zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen liegen vor, wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts geringer ist als dessen Buchwert. STADA prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte hierfür vorliegen.
Ist dies der Fall, z.B. bei Überschreitung definierter kritischer Werte, erfolgt die Bestimmung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts. Als erzielbarer Betrag wird der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert definiert, wobei der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dabei werden die zukünftigen Cashflows der immateriellen Vermögenswerte mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert, der individuell für die zwei verschiedenen operativen Segmente anhand spezifischer Parameter ermittelt wird. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Position "Andere Aufwendungen" ausgewiesen.
Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird im STADA-Konzern in der Regel der einzelne Vermögenswert innerhalb der berichtspflichtigen Segmente Markenprodukte und Generika definiert.
Soweit die Gründe für eine vorgenommene Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Der Ausweis der Erträge aus Zuschreibungen erfolgt unter der Position "Sonstige Erträge".
Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich im Prozess der Herstellung für einen Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse und Waren) und die im Rahmen der Herstellung oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt, sondern in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Als Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Vertrieb definiert.
Finanzielle Vermögenswerte können gemäß IFRS 9 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("AC"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("FVPL") und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("FVOCI"). Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IFRS 9 vorgenommen. Dabei erfolgt die Klassifizierung eines finanziellen Vermögenswerts (Fremdkapitalinstruments) auf der Grundlage seiner vertraglichen Cashflow-Merkmale und des Geschäftsmodells.
Nach IFRS 9 wird ein finanzieller Vermögenswert zu Anschaffungskosten bilanziert, wenn das zu Grunde liegende Geschäftsmodell darin besteht, die Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen (Geschäftsmodellbedingung).
Zusätzlich muss die Zahlungsstrombedingung erfüllt sein. Dies ist der Fall, wenn die vertraglichen Ausstattungsmerkmale des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen.
Factoringfähige Forderungen sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Bewertung erfolgt auf Grund des hier vorliegenden Geschäftsmodells ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen werden daher ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. Dabei unterliegen finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich dem gleichen Wertminderungsmodell wie die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte.
Auf Grund der Vorschriften zur Wertminderung werden nach IFRS 9 erwartete Verluste auf dem Modell erwarteter Forderungsausfälle (Expected-Credit-Losses-Modell) berücksichtigt. Dabei hat STADA für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz ("simplified approach") angewandt. Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte kommt grundsätzlich der allgemeine Ansatz ("general approach") zur Anwendung.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Wertberichtigungen werden in Form von Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen für konkrete Ausfälle und erwartete Ausfallrisiken, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren, vorgenommen. Zur Quantifizierung der erwarteten Ausfallrisiken ermittelt STADA die erwarteten künftigen Cashflows der Forderungen, die nach den jeweiligen Debitoren gruppiert werden. Hierfür werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungswerte in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen berücksichtigt. Zusätzlich ist für verschiedene Konzerngesellschaften eine Warenkreditversicherung zu berücksichtigen, die im Fall eines Zahlungsausfalls einen Teil des Verlusts abdeckt. Der so ermittelte Wertberichtigungsbedarf verringert den Buchwert der Vermögenswerte durch den Ansatz eines Wertberichtigungskontos.
Der Verlust wird ergebniswirksam unter dem Posten "Andere Aufwendungen" erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden gegen das Wertberichtigungskonto ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf bereits ausgebuchte Forderungen werden ertragswirksam in dem Posten "Sonstige Erträge" erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Für in der Folge weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden Transaktionskosten in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Dies betrifft die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten mit negativen Marktwerten. STADA weist diese Verbindlichkeiten unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" aus.
Fair-Value-Hedges dienen der Absicherung gegen das Risiko von Marktwertschwankungen. Die Ergebnisse aus den Sicherungsinstrumenten sind in der Regel in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, in dem auch die Fair-Value-Änderung des gesicherten Grundgeschäfts abgebildet wird. Im Rahmen von Fair-Value-Hedge-Accounting wird neben der Fair-Value-Veränderung des Derivats auch die gegenläufige Fair-Value-Veränderung des Grundgeschäfts, soweit sie auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam erfasst.
Von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, hat STADA bislang keinen Gebrauch gemacht.
Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern der Leasingnehmer ist, werden als Nutzungsrecht innerhalb des Anlagevermögens sowie als entsprechende Leasingverbindlichkeit innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte erfasst. Ausgenommen hiervon sind kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von höchstens zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über geringerwertige Vermögenswerte mit einem Wert von unter 5.000 €. Hier wendet STADA das Wahlrecht an, solche Leasingverhältnisse als Aufwand zum Zeitpunkt der Leasingzahlung zu erfassen. Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zu Grunde liegenden Zinssatz. Sofern der dem Leasingverhältnis zu Grunde liegende Zinssatz nicht ermittelt werden kann, verwendet STADA einen Grenzfremdkapitalzinssatz. STADA macht darüber hinaus von der Erleichterungsvorschrift Gebrauch, auf eine Trennung zwischen Nicht-Leasingkomponenten und Leasingkomponenten zu verzichten, und bilanziert entsprechende Leasingverhältnisse als eine einzige Vereinbarung.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft STADA Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Im Folgenden sind die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sowie die zugehörigen Annahmen für die betroffenen Bilanzierungssachverhalte aufgeführt.
Im Rahmen von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben ergibt sich der Geschäfts- oder Firmenwert als Differenz zwischen dem gemäß IFRS 3 bewerteten erworbenen Nettovermögen und der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der zuvor gehaltenen Anteile und des für nicht beherrschende Gesellschafter angesetzten Betrags. Hierbei kommen verschiedene Bewertungsmethoden zur Anwendung, die im Wesentlichen auf Einschätzungen und Annahmen beruhen.
STADA führt mindestens jährlich einen Werthaltigkeitstest für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Hierfür sind die abgezinsten zukünftigen Cashflows der zu operativen Segmenten aggregierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu ermitteln, die auf bestimmten Annahmen basieren. Dabei erfolgt sowohl eine Zuordnung von "corporate assets" auf die Buchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten als auch eine Zuordnung von "corporate costs" bei der Ermittlung des jeweiligen Nutzungswerts anhand von individuellen, sachgerechten Verteilungsschlüsseln. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren auf Basis genehmigter Budgets. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe von 50% der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Die auf Grund nicht absehbarer zukünftiger rechtlicher Entwicklungen und Entwicklungen im Gesundheitsmarkt mit einer gewissen Unsicherheit behafteten Budgetwerte für zukünftige Geschäftsjahre sowie die weiteren im Rahmen von aktuellen Marktinformationen, aber auch als bestmögliche Schätzung ermittelten Parameter bedingen, dass die Einschätzung der Werthaltigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen und in Folgejahren trotz guter Prognosen im Berichtsjahr ein Wertminderungsbedarf gegeben sein kann.
Bei Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten werden jeweils die erwartete Nutzungsdauer und der damit verbundene Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen und Beurteilungen des Managements bestimmt. Wenn die tatsächliche Nutzungsdauer unter der erwarteten Nutzungsdauer liegt, wird die Höhe der Abschreibung entsprechend angepasst. Im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen des Anlagevermögens werden ferner Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderungen vorgenommen. Insbesondere im Rahmen des Werthaltigkeitstests für noch nicht genutzte Zulassungen, die als geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden, unterliegen die für den Barwerttest herangezogenen Wachstumsraten sowie die langfristige Preis- und Kostenentwicklung der Wirkstoffe bestmöglichen Schätzungen. Dies gilt entsprechend für die Prüfung der Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer.
Die Aktivierung von Entwicklungskosten erfolgt auf Basis der Einschätzung, ob die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind. Dabei sind für die Bestimmung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens Planrechnungen notwendig, die naturgemäß Schätzungen unterliegen und daher von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Zukunft ggf. abweichen können.
STADA bildet Wertberichtigungen auf Forderungen, um erwartete Verluste im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu antizipieren. Hierbei werden die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und historische Erfahrungen bezüglich Forderungsausfällen sowie die Bonität der Kunden als Maßstab für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen herangezogen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die tatsächlichen Ausbuchungen die erwarteten Wertberichtigungen auf Grund einer signifikanten Verschlechterung der Finanzlage des Kunden übersteigen. Ermessensentscheidungen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen betreffen dabei insbesondere wertgeminderte Forderungen gegenüber Schuldnern in CEE-Ländern.
STADA ist in verschiedenen Ländern tätig und in jeder Steuerjurisdiktion jeweils zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet.
Für die Berechnung der Ertragsteuerrückstellungen sowie der latenten Steuern im Konzern sind auf der Basis von Annahmen jeweils die erwartete Ertragsteuer sowie die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten nach IFRS und ihrer steuerrechtlichen Bilanzierung zu ermitteln. Sofern sich in der endgültigen Besteuerung Abweichungen von den angenommenen Werten ergeben, wirkt sich dies entsprechend auf die tatsächlichen und latenten Steuern und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in der jeweiligen Periode aus. Darüber hinaus kommt im STADA-Konzern einem übergreifenden steuerlichen Verrechnungspreismodell für die Vergütung von konzerninternen Leistungen eine zunehmende Bedeutung zu. Mögliche Risiken aus einer Nichtanerkennung dieser Verrechnungspreise für steuerliche Belange werden durch die Einleitung von entsprechenden Verständigungsverfahren und eine übergreifende Definition von Verrechnungspreisen in Form einer Konzernrichtlinie begrenzt. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können, sind teuerverbindlichkeiten angesetzt, welche mit dem wahrscheinlichsten Betrag oder dem Erwartungswert bewertet werden.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer und sonstiger Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise auf aktiven Märkten vorliegen, kommen Bewertungsmodelle auf Basis von am Markt beobachtbaren Inputparametern zur Anwendung.
Dabei werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über so genannte "forward rates" ermittelten Cashflows mit den aus der am Bilanzstichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen von leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt. Diesen Verfahren liegen Annahmen u.a. bezüglich des Rechnungszinssatzes, der Lebenserwartung sowie künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen zu Grunde. Änderungen dieser Annahmen können die künftige Höhe des Pensionsaufwands wesentlich beeinflussen. Für die deutschen Konzernunternehmen werden die Pensionsverpflichtungen auf Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck-Richttafel 2018G bewertet. Im Ausland kommen landesspezifische Sterbetafeln zur Anwendung. Die künftigen Pensionsleistungen hängen von den individuellen Versorgungszusagen ab. Der Rechnungszins basiert auf langfristigen Renditen für qualitativ hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag. Existiert in einem Land kein liquider Markt für solche Unternehmensanleihen, wird der Rechnungszins auf Basis von Marktrenditen für Staatsanleihen ermittelt.
Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. STADA bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie STADA die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Zudem ist die Ermittlung der Rückstellungen für Schadensersatz mit erheblichen Schätzungen verbunden, die sich auf Grund einer neuen Informationslage ändern können. Gleiches gilt für den Ausweis der Höhe von Eventualschulden.
In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für Retouren erfolgsmindernd berücksichtigt.
Hierbei werden geschätzte Werte angesetzt, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen. Dies bedingt, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Retouren von der Schätzung abweichen können und die Umsatzerlöse dementsprechend höher oder niedriger ausfallen würden. Gleiches gilt für die umsatzmindernde Berücksichtigung von gesetzlich vorgeschriebenen und durch sonstige regulatorische Anforderungen bedingten Rabatten (z.B. Krankenkassenrabatten), die auf Basis des jeweils zu Grunde liegenden Vertrags mit einem geschätzten Betrag in Erwartung eines voraussichtlichen Umsatzes erfasst werden.
Umsätze resultieren bei STADA ganz überwiegend aus Produktlieferungen und nur zu einem geringeren Teil aus Lizenzerlösen. Zur Erfassung der Umsatzerlöse wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen.
Der im Geschäftsjahr 2019 erfolgte Anstieg der Umsatzerlöse basierte im Wesentlichen auf einer guten Umsatzentwicklung im deutschen, italienischen, spanischen und französischen Generika-Segment sowie im deutschen, britischen und italienischen Segment Markenprodukte. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung im russischen Generika-Segment und im russischen Segment Markenprodukte aus. Wechselkursbedingte Effekte und Portfolioveränderungen beeinflussten die Umsätze als Anpassung für das Vorjahr insgesamt mit 79,9 Mio. €. Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf Segmente wird auf die Segmentberichterstattung unter Angabe 44. verwiesen.
Die Herstellungskosten untergliedern sich in folgende Sachverhalte:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Sachaufwendungen | 966.949 | 906.940 |
| Abschreibungen | 123.203 | 106.505 |
| Aufwendungen aus Bestandsabwertungen | 40.914 | 35.658 |
| Übrige Herstellungskosten | 108.159 | 90.390 |
| Summe | 1.239.225 | 1.139.493 |
Die Abschreibungen in Höhe von 123,2 Mio. € (Vorjahr: 106,5 Mio. €) enthielten im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf solche immateriellen Vermögenswerte, deren Besitz eine notwendige Voraussetzung für die Vermarktung der hergestellten Produkte darstellt - insbesondere arzneimittelrechtliche Zulassungen.
Die Aufwendungen aus Bestandsabwertungen umfassten Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert von Vorräten saldiert mit Wertaufholungen. Die Wertaufholungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 11,9 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €).
Die Vertriebskosten beinhalten neben den Kosten für die Vertriebsabteilungen und den Außendienst auch die Kosten für Werbung und Marketingmaßnahmen einschließlich Ärztemustern. Ebenfalls enthalten sind alle Logistikkosten, die für fertiggestellte Endprodukte anfallen. Nicht enthalten sind Rabatte, die - soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen in einem nationalen Markt möglich ist - in Form kostenloser Verkaufspackungen gewährt werden, so genannte Naturalrabatte. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Teil der Herstellungskosten ausgewiesen.
Im Berichtsjahr entsprachen Marketingaufwendungen in Höhe von 265,3 Mio. € (Vorjahr: 239,0 Mio. €) einem Anteil von 46% an den Vertriebskosten (Vorjahr: 44%). Ferner enthielten die Vertriebskosten Abschreibungen in Höhe von 17,0 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €).
In den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit diese nicht als interne Dienstleistungen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalteten in 2019 Abschreibungen in Höhe von 15,8 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €).
Die allgemeinen Verwaltungskosten zeigten einen Anstieg auf 214,8 Mio. € (Vorjahr: 183,7 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz betrug 8,2% (Vorjahr: 7,9%). Die Steigerung resultierte u.a. aus den Aufwendungen für verschiedene Transformationsprojekte.
Zur Zusammensetzung der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf die in den Rechnungslegungsmethoden enthaltenen detaillierten Ausführungen verwiesen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € zu.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthielten Abschreibungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte wurden im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 20,4 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) aktiviert (vgl. Erläuterungen zum Posten "Immaterielle Vermögenswerte").
Die sonstigen Erträge untergliedern sich in die folgenden Sachverhalte:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 8.579 | 15.899 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 10.237 | 10.636 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 72 | 9.874 |
| Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens | 2.616 | 720 |
| Übrige sonstige Erträge | 21.157 | 47.251 |
| Summe | 42.661 | 84.380 |
Die Erträge aus Zuschreibungen setzten sich im Geschäftsjahr 2019 aus mehreren Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen und betrafen mit 2,5 Mio. € das Segment Generika sowie mit 6,1 Mio. € das Segment Markenprodukte (Vorjahr: 1,3 Mio. € im Segment Generika sowie 14,6 Mio. € im Segment Markenprodukte). Bei den Zuschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen, deren planmäßige Abschreibungen innerhalb der Herstellungskosten ausgewiesen werden.
Die übrigen sonstigen Erträge beinhalteten im Wesentlichen nicht den Funktionskosten unmittelbar zurechenbare Erträge, die sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammensetzen. Im Vorjahr waren hierin auch die Erträge aus der Kapitalkonsolidierung der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG enthalten, die im Vorjahr als Sondereffekt betrachtet wurden.
Die Aufteilung der anderen Aufwendungen ergibt sich wie folgt:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten | 75.125 | 42.166 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 26.200 | 5.809 |
| Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.469 | 15.523 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 1.697 | 2.140 |
| Kursaufwendungen | 964 | 1.888 |
| Übrige andere Aufwendungen | 51.539 | 35.578 |
| Summe | 156.994 | 103.104 |
In den anderen Aufwendungen sind Wertminderungen in Höhe von 75,1 Mio. € (Vorjahr: 42,2 Mio. €) enthalten, die im Berichtsjahr ausschließlich Wertminderungen des Anlagevermögens außer Geschäfts- oder Firmenwerten betrafen. Bei den Wertminderungen handelt es sich im Wesentlichen um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen, deren planmäßige Abschreibungen innerhalb der Herstellungskosten ausgewiesen werden. Die Wertminderungen entfallen im Wesentlichen auf zwei Zulassungen im Segment Markenprodukte (24,8 Mio. € bzw. 9,3 Mio. €) auf Grund negativer zukünftiger Geschäftsaussichten sowie auf ein in der Entwicklung befindliches Projekt im Bereich Generika (12,4 Mio. €) auf Grund der Einstellung der Entwicklungstätigkeiten. Im Vorjahr ergab sich eine wesentliche Wertminderung auf eine Zulassung im Segment Markenprodukte (16,3 Mio. €) auf Grund negativer zukünftiger Geschäftsaussichten.
In den anderen Aufwendungen werden im Berichtsjahr Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 15,5 Mio. €) ausgewiesen. Im Vorjahr betrafen diese Aufwendungen im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Grund von Zahlungsausfällen der Kunden in Russland.
Die Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens gingen im Berichtsjahr um 0,4 Mio. € zurück und setzten sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten zusammen.
In den anderen Aufwendungen wurden saldierte Kursaufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) ausgewiesen, die sich aus Kurserträgen von 28,4 Mio. € (Vorjahr: 45,6 Mio. €) und Kursaufwendungen von 29,4 Mio. € (Vorjahr: 47,5 Mio. €) zusammensetzten. Diese Entwicklung basierte auf gegenläufigen Entwicklungen der verschiedenen Landeswährungen.
Darüber hinaus enthielt der Posten "Übrige andere Aufwendungen" Personalaufwendungen in Höhe von 26,2 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €), welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Abfindungen für ein BPO-Restrukturierungsprogramm sowie aus Aufwendungen infolge der Veränderungen im Management (Vorjahr: Abfindungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sowie Aufwendungen infolge der Veränderungen im Management) resultierten. Die regulären Personalaufwendungen werden den Funktionsbereichen sachgerecht zugeordnet. Im Wesentlichen betrafen die Abfindungen Mitarbeiter, deren reguläre Personalaufwendungen in den Verwaltungskosten ausgewiesen wurden.
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen betrifft im Geschäftsjahr 2019 die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen AELIA SAS, Dialogfarma LLC sowie Pharm Ortho Pedic SAS. Die BIOCEUTICALS Arzneimittel AG wurde im Vorjahr bis 30.09.2018 als assoziiertes Unternehmen konsolidiert, nach einer erfolgreichen Aufstockung der Anteile wird sie seit dem 30.09.2018 als Tochterunternehmen konsolidiert.
Im Beteiligungsergebnis werden hauptsächlich Gewinnausschüttungen von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen.
Die finanziellen Erträge und finanziellen Aufwendungen setzen sich aus dem Zinsergebnis und den sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen zusammen.
Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Zinserträge | 3.571 | 5.624 |
| Zinsaufwendungen | 48.634 | 44.565 |
| Zinsergebnis | 45.063 | 38.941 |
| davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||
| Darlehen und Forderungen (AC) | 1.339 | 2.079 |
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) | -1.541 | -1.564 |
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (FVPL) | -2.817 | -5.910 |
| finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) | -43.451 | -36.158 |
In den Zinserträgen des Geschäftsjahres 2019 ist wie im Vorjahr der Aufzinsungseffekt für den zum 31.12.2019 vertraglich vereinbarten Verkaufspreis für die an der Gesellschaft Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.) gehaltenen Anteile enthalten.
Darüber hinaus enthielt das Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2019 einen Nettozinsaufwand aus sonstigen langfristigen Rückstellungen, der die Zinserträge aus Planvermögen sowie Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und anderen langfristigen Rückstellungen umfasst, in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).
In dem Zinsergebnis sind des Weiteren Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit Leasingverhältnissen nach IFRS 16 in Höhe von 3,3 Mio. € enthalten.
Im Geschäftsjahr 2019 refinanzierte sich die STADA Arzneimittel AG zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 3,5% p.a. (Vorjahr: 0,95% p.a. und 2,3% p.a.). Daneben finanzierte sich der Konzern zu Zinssätzen zwischen 1,01% p.a. und 69,15% (Vorjahr: 2,84% p.a. und 3,19% p.a.), wobei der hohe Zinssatz auf Darlehensaufnahmen in Argentinien zurückzuführen ist, deren Buchwerte für den Konzern insgesamt nicht wesentlich sind. Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für langfristige Finanzverbindlichkeiten ca. 3,07% p.a. (Vorjahr: ca. 3,43% p.a.). Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten belief sich zum Bilanzstichtag auf ca. 8,00% p.a. (Vorjahr: 1,97% p.a.). Für alle Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrug der durchschnittliche gewichtete Zinssatz ca. 3,22% p.a. (Vorjahr: ca. 2,97% p.a.).
Die als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögensgegenständen aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €). Hierfür wurde ein Finanzierungskostensatz von 3,0% für immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 2,5%) zu Grunde gelegt.
Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich wie im Vorjahr keine sonstigen finanziellen Erträge und sonstigen finanziellen Aufwendungen.
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Steuern sind, sofern sie den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung oder Forschung und Entwicklung nicht sinnvoll zugeordnet werden konnten, in den anderen Aufwendungen enthalten.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten tatsächlichen Ertragsteuern untergliedern sich gemäß ihrem zeitlichen Bezug wie folgt:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Tatsächliche Ertragssteuern | 32.370 | 68.502 |
| Steueraufwand der laufenden Periode | 45.857 | 54.932 |
| Steuerertrag (Vorjahr: Steueraufwand) aus Vorperioden | 13.487 | 13.570 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten latenten Steuern setzten sich wie folgt zusammen:
| In T € | 2019 | 2018 |
| Latente Steuern | -5.482 | -36.160 |
| aus temporären Differenzen | -4.918 | -32.367 |
| aus Verlust-/Zinsvorträgen | -564 | -3.793 |
Der effektive Ertragsteuersatz belief sich für das Geschäftsjahr 2019 auf 7,9%. Im Vorjahr betrug der effektive Ertragsteuersatz 9,4%. Der nominale Ertragsteuersatz des Geschäftsjahres 2019 für die STADA Arzneimittel AG in Deutschland belief sich auf 28,3%, wobei die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhobene Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbeertragsteuer mit einem Hebesatz von 357% enthalten sind. Der nominale Ertragsteuersatz der STADA Arzneimittel AG ist somit gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 15,7 Mio. € wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.
Die nachfolgende Übersicht erläutert die Ermittlung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen effektiven Ertragsteueraufwands als Ableitung von dem erwarteten Ertragsteueraufwand. Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des nominalen Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bad Vilbel auf das Ergebnis vor Steuern. Die Steuereffekte aus den jeweils lokal anzuwendenden landes- und rechtsformabhängigen Steuersätzen werden gesondert in der Überleitungsrechnung ausgewiesen.
| In T € | 2019 | 2018 |
| Ergebnis vor Steuern | 340.731 | 342.874 |
| Nominaler Ertragsteuersatz der STADA Arzneimittel AG (in %) | 28,3% | 28,3% |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 96.495 | 97.102 |
| Abweichung im lokalen Steuersatz | -28.875 | -14.867 |
| Steuereffekte aus Verlustvorträgen, Steuergutschriften, Zinsvorträgen und Vorjahressteuern | -12.031 | 6.537 |
| Effekte aus Steuersatzänderungen | - | 22 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen sowie steuerfreien Erträgen | 10.850 | 9.604 |
| Steuereffekt aus negativem Unterschiedsbetrag aus IFRS 3 | - | -7.829 |
| Steuereffekt aus der steuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin | -39.089 | -56.597 |
| Sonstige Steuereffekte | -462 | -1.630 |
| Ertragsteueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 26.888 | 32.342 |
| Effektiver Ertragsteuersatz (in %) | 7,9% | 9,4% |
Ohne den Steuereffekt aus der Organschaft mit der Gesellschafterin in Höhe von -39,1 Mio. € (Vorjahr: -56,6 Mio. €) läge die effektive Steuerquote bei 19,4% (Vorjahr: 25,9%).
Die Steuereffekte aus Verlust-/Zinsvorträgen resultierten im Wesentlichen wie im Vorjahr aus nicht nutzbaren Zinsaufwendungen auf Grund der Zinsschrankenregelung in Großbritannien. Aus Vorjahressteuern ergab sich im Berichtsjahr ein Ertrag aus der Auflösung von Steuerrückstellungen.
Der Steuereffekt aus negativem Unterschiedsbetrag aus IFRS 3 resultierte im Vorjahr aus der Kontrollerlangung und dem damit verbundenen Statuswechsel der BIOCEUTICALS AG.
Der Steueraufwand der STADA Arzneimittel AG wurde wie im Vorjahr im Wesentlichen durch den im Vorjahr abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Nidda Healthcare GmbH beeinflusst. Hieraus folgte eine Änderung des Steuerstatus der STADA Arzneimittel AG, welche mit ihren steuerlichen Ergebnissen seit 2018 in den steuerlichen Organkreis der Nidda BondCo GmbH einbezogen wird und ausschließlich die Körperschaftsteuer für 20/17 der zu leistenden Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen hat. Ein Steuerumlagevertrag mit der Nidda Healthcare GmbH als unmittelbarem und/oder der Nidda BondCo GmbH als mittelbarem Organträger wurde nicht geschlossen.
Der Ausweis Ertragsteuern folgt demnach der formalen Betrachtungsweise. Demzufolge wurden alle latenten Steuern des früheren deutschen Organträgers STADA Arzneimittel AG auf den neuen Organträger Nidda BondCo GmbH transferiert. Die Nidda BondCo GmbH hat außerdem Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das steuerpflichtige Einkommen der STADA Arzneimittel AG zu zahlen, während die STADA Arzneimittel AG für die Besteuerung der wiederkehrenden Ausgleichszahlungen verantwortlich ist.
Die in der Bilanz erfassten tatsächlichen Ertragsteuern und latenten Steuern stellten sich wie folgt dar:
| In T € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ertragsteuerforderungen | 5.659 | 8.545 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 59.364 | 79.723 |
| In T € | 2019 | 2018 |
| Aktive latente Steuern | 33.532 | 26.337 |
| Passive latente Steuern | 87.045 | 83.935 |
| Latente Steuern zum 31.12. | -53.513 | -57.598 |
| Unterschied gegenüber Vorjahr | -4.085 | -31.312 |
| davon | ||
| ergebniswirksam | -5.482 | -36.160 |
| ergebnisneutral | -349 | -235 |
| Akquisitionen/Veräußerungen/Konsolidierungskreisänderungen | -628 | 5.728 |
| Umgliederungen auf Grund der Implementierung der neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 | - | -220 |
| Währungsdifferenzen | 2.374 | -425 |
Die latenten Steuern resultierten aus den folgenden Bilanzpositionen und Verlustvorträgen:
| In T € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Aktive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Passive latente Steuern | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.125 | 528 | 97.017 | 99.589 |
| Sachanlagen | 2.157 | 1.435 | 8.301 | 6.814 |
| Finanzanlagen | 543 | 454 | - | 10 |
| Vorräte | 13.749 | 12.511 | 510 | 995 |
| Forderungen | 374 | 2.037 | 809 | 249 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.398 | 919 | 804 | 13 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 3.023 | 2.501 | - | - |
| Sonstige Rückstellungen | 5.564 | 3.391 | 4.362 | 7.288 |
| Verbindlichkeiten | 12.859 | 13.817 | 864 | 851 |
| Verlustvorträge | 17.362 | 20.618 | - | - |
| Summe | 59.154 | 58.211 | 112.667 | 115.809 |
| Saldierungen | 25.622 | 31.874 | 25.622 | 31.874 |
| Latente Steuern gemäß Bilanz | 33.532 | 26.337 | 87.045 | 83.935 |
Die bei STADA ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultierten u.a. aus latenten Steuern im Zusammenhang mit durchgeführten Kaufpreisaufteilungen nach IFRS 3. Die Reduzierung der passiven latenten Steuern aus immateriellen Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die nach durchgeführten Kaufpreisaufteilungen gemäß IFRS 3 bewertet wurden, sowie aus Wertminderungen auf solche Vermögenswerte. Insgesamt erhöhten sich die passiven latenten Steuern zum 31.12.2019 auf 87,0 Mio. € (31.12.2018: 83,9 Mio. €). Diese Entwicklung war auf höhere steuerpflichtige temporäre Differenzen aus Sachanlagen, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten zurückzuführen. Die Reduzierung bei den Verlustvorträgen resultierte insbesondere aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Unter der Position "Latente Steuern aus Verlustvorträgen" werden erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ausgewiesen, sofern deren Nutzung wahrscheinlich ist. Die zum Stichtag 31.12.2019 der Aktivierung zu Grunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 57,9 Mio. € (31.12.2018: 72,7 Mio. €).
Steuereffekte aus Verlust- und Zinsvorträgen führten im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung des Ertragsteueraufwands in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch den nach britischem Steuerrecht ab dem 1. April 2017 erstmalig beschränkten Betriebsausgabenabzug für Zinsen (Zinsschranke) beeinflusst, der zu einem Zinsvortrag geführt hat, für den keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden.
Die zukünftig nutzbaren steuerlich abzugsfähigen Vorträge aus Verlusten und ähnlichen Sachverhalten sind in der nachfolgenden Tabelle nach ihrem Verfallsdatum aufgeführt:
| In T € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verfallsdatum der Verlustvorträge innerhalb von | ||
| 1 Jahr | - | - |
| 2 Jahren | - | - |
| 3 Jahren | - | - |
| 4 Jahren | - | - |
| 5 Jahren | 1.598 | 1.802 |
| Nach 5 Jahren | - | - |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 56.294 | 70.885 |
Für die folgenden steuerlich abzugsfähigen Vorträge aus Verlusten und ähnlichen Sachverhalten wurden keine latenten Steuern gebildet, da für diese in absehbarer Zeit keine Realisierung wahrscheinlich ist:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verfallsdatum der Verlustvorträge und ähnlicher Sachverhalte innerhalb von | ||
| • 1 Jahr | - | 14 |
| • 2 Jahren | - | - |
| • 3 Jahren | - | - |
| • 4 Jahren | - | - |
| • 5 Jahren | - | 54 |
| • Nach 5 Jahren | 76 | - |
| • Unbegrenzt vortragsfähig | 17.667 | 13.147 |
| Temporäre Differenzen | - | - |
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ergebnis nach Steuern | 313.843 | 310.532 |
| • davon auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) | 302.697 | 306.927 |
| • davon auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend | 11.146 | 3.605 |
Der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Gewinn betrifft die Tochtergesellschaften BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Hemofarm Banja Luka, Hemomont, NorBiTec GmbH, Pymepharco sowie STADA Pharmaceuticals (Beijing).
Das Ergebnis je Aktie ergab sich wie folgt:
| Ergebnis je Aktie | 2019 | 2018 |
| Konzerngewinn (in T €) | 302.697 | 306.927 |
| Anpassung | - | - |
| Angepasster Konzerngewinn (unverwässert) (in T €) | 302.697 | 306.927 |
| Anzahl der ausgegebenen Namensaktien im Durchschnitt (in Stück) | 62.342.440 | 62.342.440 |
| Eigene Aktien im Durchschnitt (in Stück) | 84.273 | 84.298 |
| Angepasste durchschnittliche Aktienanzahl (unverwässert) (in Stück) | 62.258.167 | 62.258.142 |
| Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 4,86 | 4,93 |
Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallenden angepassten Konzerngewinns durch die zeitlich gewichtete durchschnittliche Zahl der in Umlauf befindlichen Namensaktien.
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von STADA teilte sich wie folgt auf die Funktionsbereiche auf:
| 2019 | 2018 | |
| Technical Operations (Herstellung/Qualitätsmanagement/Logistik/Beschaffung/Lieferkette) | 5.489 | 5.363 |
| Marketing/Vertrieb | 3.294 | 3.175 |
| Verwaltung mit Finanzen/IT | 1.200 | 1.139 |
| Produktentwicklung | 643 | 570 |
| Gesamtkonzern | 10.626 | 10.247 |
| Personalaufwand (in Mio. €) | 420,9 | 359,3 |
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im Berichtsjahr um 4% auf 10.626 (Vorjahr: 10.247), überwiegend auf Grund des Anstiegs der Produktionsmitarbeiter in Serbien und Vietnam sowie des Ausbaus der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Spanien und Italien. Zum Bilanzstichtag stieg die Zahl der Mitarbeiter um 7% auf 11.100 (Vorjahr: 10.416). Diese Steigerung basierte im Wesentlichen auf der zuvor genannten Entwicklung der Produktions- und Vertriebsmitarbeiterzahlen sowie auf der Erstkonsolidierung der Biopharma-Einheiten zum 31.12.2019 mit rund 300 Mitarbeitern.
Der Personalaufwand, der in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche entsprechend seiner sachlichen Zugehörigkeit enthalten ist, nahm im Geschäftsjahr 2019 auf 420,9 Mio. € zu (Vorjahr: 359,3 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Spanien und Italien sowie aus dem Anstieg der Produktionsmitarbeiterzahlen in Serbien und Vietnam.
Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen entfielen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wie folgt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Planmäßige Abschreibungen | 160.455 | 122.531 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 103.794 | 87.984 |
| Sachanlagen | 56.661 | 34.547 |
| Wertminderungen | 75.124 | 42.166 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 74.480 | 41.957 |
| davon | ||
| • Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - |
| Sachanlagen | 49 | 209 |
| davon | ||
| • Grundstücke und Gebäude | - | 3 |
| • technische Anlagen und Maschinen | 13 | 95 |
| • andere Anlagen und Geschäftsausstattung | 36 | 7 |
| • Anzahlungen | - | 104 |
| Finanzanlagen | 595 | - |
| davon | ||
| • Beteiligungen | 595 | - |
Während die planmäßigen Abschreibungen entsprechend ihrer sachlichen Zugehörigkeit in den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche enthalten sind, erfolgt für die Wertminderungen ein Ausweis innerhalb der anderen Aufwendungen.
Bei den Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte handelt es sich um verschiedene arzneimittelrechtliche Zulassungen und Markenzeichen, deren planmäßige Abschreibungen innerhalb der Herstellungskosten ausgewiesen werden.
Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 31,0%. Weitere Erläuterungen zu planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Ausführungen zum Anlagevermögen enthalten.
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:
| 2019 in T€ |
Arzneimittelrechtliche Zulassungen, Markenzeichen, Kundenbeziehungen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte | Nutzungsrechte | Geschäfts- oder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen und aktivierte Entwicklungskosten für laufende Projekte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 | 2.214.297 | - | 461.468 | 253.333 | 2.929.098 |
| Anpassungen gemäß IFRS 16 | - | 7.062 | - | - | 7.062 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 angepasst | 2.214.297 | 7.062 | 461.468 | 253.333 | 2.936.160 |
| Währungsumrechnung | 54.473 | - | 11.434 | 4.165 | 70.072 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -251 | - | - | - | -251 |
| Zugänge | 102.381 | 739 | - | 64.330 | 167.450 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 698 | - | 31.216 | - | 31.914 |
| Abgänge | 1.272 | 7 | - | 1.157 | 2.436 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | -11.609 | - | - | -2.505 | -14.114 |
| Umbuchungen | 58.118 | - | - | -58.142 | -24 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2019 | 2.416.834 | 7.794 | 504.119 | 260.024 | 3.188.771 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2019 | 1.069.778 | - | 72.716 | 79.399 | 1.221.893 |
| Währungsumrechnung | 21.138 | - | 2.089 | 1.623 | 24.850 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -251 | - | - | - | -251 |
| Planmäßige Abschreibungen | 100.399 | 3.395 | - | - | 103.794 |
| Wertminderungen | 55.462 | - | - | 19.018 | 74.480 |
| Abgänge | 1.185 | 7 | - | 1.135 | 2.327 |
| Zuschreibungen | 7.304 | - | - | 1.275 | 8.579 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | -11.058 | - | - | - | -11.058 |
| Umbuchungen | 733 | - | - | -733 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2019 | 1.227.712 | 3.388 | 74.805 | 96.897 | 1.402.802 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2019 | 1.189.122 | 4.406 | 429.314 | 163.127 | 1.785.969 |
| Restbuchwerte zum 01.01.2019 angepasst | 1.144.519 | 7.062 | 388.752 | 173.934 | 1.714.267 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 1.144.519 | - | 388.752 | 173.934 | 1.707.205 |
Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerte beziehen, resultierten im Berichtsjahr aus dem Erwerb der Biopharma-Gruppe.
Die in 2006 im Rahmen der Akquisition der Hemofarm-Gruppe aktivierte Dachmarke Hemofarm ist als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer in den aktivierten Markenzeichen enthalten, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2019 besteht für diese Dachmarke ein Buchwert in Höhe von 39,2 Mio. € (Vorjahr: 39,0 Mio. €).
Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2019 wurden eine Lizenzrate von 2% (Vorjahr: 2%) sowie ein Diskontierungszinssatz von 12,9% (Vorjahr: 13,7%) verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr. Darüber hinaus war die Veränderung zum Vorjahreswert mit 0,2 Mio. € auf unterschiedliche Wechselkurse zurückzuführen.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kontrollerlangung über die Pymepharco im Jahr 2013 die Dachmarke Pymepharco als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Zum 31.12.2019 besteht für diese ein Buchwert in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €). Die Veränderung ergab sich durch unterschiedliche Wechselkurse. Im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfung zum 31.12.2019 wurden eine Lizenzrate von 2% (Vorjahr: 2%) sowie ein Diskontierungszinssatz von 13,7% (Vorjahr: 14,3%) verwendet. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf für das Berichtsjahr.
Im Rahmen der Akquisition der Laboratorio Vannier wurde die Dachmarke Vannier als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer als Markenzeichen aktiviert, da STADA hierfür eine fortwährende Nutzung beabsichtigt. Die Dachmarke ist weiterhin komplett abgeschrieben und weist einen Buchwert in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus.
Die in 2019 für immaterielle Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, betrugen 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €). Der für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zu Grunde gelegte Finanzierungskostensatz belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 3,0% (Vorjahr: 2,5%).
Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 25,0 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen im Wesentlichen die den Projekten zurechenbaren Kosten der an der Entwicklung beteiligten Personen, die Materialkosten, Fremdleistungen sowie unmittelbar zuzuordnende Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre Nutzungsdauer (in der Regel 20 Jahre) abgeschrieben. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten erfasst STADA sofort in der Periode als Aufwand, in der sie angefallen sind (vgl. Angabe 15.). Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich diese Entwicklungskosten auf 72,8 Mio. € (Vorjahr: 72,3 Mio. €).
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen hauptsächlich arzneimittelrechtliche Zulassungen sowie Markenzeichen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst. Dabei handelte es sich im Berichtsjahr um einen Betrag in Höhe von 103,8 Mio. € (Vorjahr: 88,0 Mio. €).
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2019 Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 74,5 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 42,0 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst.
Details zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis (vgl. Angabe 5.) enthalten.
Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt:
| 2018 in T€ |
Arzneimittelrechtliche Zulassungen, Markenzeichen, Kundenbeziehungen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte | Geschäfts- oder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen und aktivierte Entwicklungskosten für laufende Projekte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2018 | 1.912.869 | 470.338 | 219.261 | 2.602.468 |
| Währungsumrechnung | -26.897 | -8.870 | -2.532 | -38.299 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Zugänge | 224.308 | - | 62.472 | 286.780 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 87.186 | - | - | 87.186 |
| Abgänge | 6.734 | - | 2.298 | 9.032 |
| Umbuchungen | 23.565 | - | -23.570 | -5 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2018 | 2.214.297 | 461.468 | 253.333 | 2.929.098 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2018 | 975.238 | 73.861 | 79.027 | 1.128.126 |
| Währungsumrechnung | -9.891 | -1.145 | -965 | -12.001 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Planmäßige Abschreibungen | 87.984 | - | 0 | 87.984 |
| Wertminderungen | 37.501 | - | 4.456 | 41.957 |
| Abgänge | 6.577 | - | 1.698 | 8.275 |
| Zuschreibungen | 14.674 | - | 1.224 | 15.898 |
| Umbuchungen | 197 | - | -197 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2018 | 1.069.778 | 72.716 | 79.399 | 1.221.893 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 1.144.519 | 388.752 | 173.934 | 1.707.205 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2017 | 937.631 | 396.477 | 140.234 | 1.474.342 |
Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, die sich auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten beizulegenden Zeitwerte beziehen, resultierten in 2018 aus dem Erwerb der BIOCEUTICALS AG sowie der NorBiTec GmbH.
Für die immateriellen Vermögenswerte wird in den kommenden fünf Jahren mit dem folgenden Abschreibungsaufwand gerechnet:
| in T€ | Erwartete Abschreibungen |
| 2020 | 99.143 |
| 2021 | 99.431 |
| 2022 | 101.704 |
| 2023 | 104.935 |
| 2024 | 106.565 |
Die nachfolgende Tabelle stellt dar, auf welche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen:
| Restbuchwert 31.12.2019 in Mio. € |
|
| Generika | 186,8 |
| Markenprodukte | 242,5 |
| Summe | 429,3 |
Im Vorjahr entfielen die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt:
| Restbuchwert 31.12.2018 in Mio. € |
|
| Generika | 182,3 |
| Markenprodukte | 206,5 |
| Summe | 388,8 |
Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich bei den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte im Wesentlichen Änderungen durch den Erwerb der Biopharma-Gruppe. Dies führte zu einem Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert des Segments Markenprodukte aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 31,2 Mio. €. Darüber hinaus ergaben sich in beiden Segmenten unwesentliche wechselkursbedingte Veränderungen.
Im Rahmen des regulären Werthaltigkeitstests für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31.12.2019 erfolgte die Ermittlung der erwarteten Mittelzuflüsse unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels der für die einzelnen segmentbezogenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten definierten folgenden Parameter:
| Jeweils bezogen auf Segmente, definiert als zahlungsmittelgenerierende Einheiten | Wachstumsraten der Fortschreibungsphase 2019 in % |
WACCs 2019 in % |
| Generika | 1,2% | 12,0% |
| Markenprodukte | 1,3% | 11,8% |
Im Vorjahr waren die zur Anwendung gekommenen Parameter zum 30.09.2018 wie folgt:
| Jeweils bezogen auf Segmente, definiert als zahlungsmittelgenerierende Einheiten | Wachstumsraten der Fortschreibungsphase 2018 in % |
WACCs 2018 in % |
| Generika | 1,4% | 11,7% |
| Markenprodukte | 1,6% | 12,3% |
Die Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens mittels eines für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit individuellen Zinssatzes und unter Zugrundelegung eines Detailplanungszeitraums von drei Jahren. Ein solcher Detailplanungszeitraum spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Für den Zeitraum nach Ende dieses Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts wird eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe von 50% der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Im Vorjahr wurde für den Zeitraum nach Ende des Drei-Jahres-Detailplanungshorizonts eine spezifische prognostizierte Wachstumsrate in Höhe der erwarteten langfristigen Inflationsrate unterstellt. Dem Detailplanungszeitraum für die Ermittlung der Nutzungswerte liegen Annahmen zu Grunde, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit aufbauen, um aktuelle interne Entwicklungen erweitert und anhand externer Marktdaten sowie -analysen verifiziert werden. Zu den wesentlichen Annahmen zählen hierbei die Entwicklung künftiger Verkaufspreise bzw. -mengen, Kosten, der Einfluss des regulatorischen Marktumfelds, Investitionen, Marktanteile, Wechselkurse sowie Wachstumsraten. Wesentliche Änderungen der zuvor beschriebenen Annahmen hätten einen Einfluss auf die Ermittlung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die verwendeten Diskontierungszinssätze werden anhand externer, vom Markt abgeleiteter Faktoren bestimmt und um die mit den in den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorherrschenden Risiken adjustiert.
Änderungen der Berechnungsparameter für die Werthaltigkeitstests können die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Daher erfolgte eine Sensitivitätsanalyse für die verschiedenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Hilfe eines um 1,0 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatzes, einer Reduzierung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte sowie einer Reduzierung des EBIT um 10,0 Prozentpunkte. Es ergab sich auch bei Verwendung dieser Annahmen bei keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Wertminderungsbedarf.
Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:
| 2019 in T€ |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen und Geschäftsausstattung | Nutzungsrechte |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 | 271.526 | 261.344 | 117.435 | - |
| Anpassungen gemäß IFRS 16 | - | - | - | 51.917 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 angepasst | 271.526 | 261.344 | 117.435 | 51.917 |
| Währungsumrechnung | 3.865 | 7.935 | 2.876 | 1.626 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Zugänge | 1.273 | 9.298 | 7.189 | 13.374 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 3.401 | 3.894 | 810 | 892 |
| Abgänge | 1.945 | 5.510 | 8.332 | 3.993 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | -45 | - | - | - |
| Umbuchungen | 2.484 | 27.328 | -1.217 | 6.617 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2019 | 280.559 | 304.289 | 118.761 | 70.433 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2019 | 101.099 | 157.092 | 82.928 | - |
| Währungsumrechnung | 872 | 4.481 | 1.548 | 248 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Planmäßige Abschreibungen | 6.937 | 19.461 | 9.738 | 20.525 |
| Wertminderungen | - | 13 | 36 | - |
| Abgänge | 839 | 4.872 | 5.668 | 1.595 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | -22 | - | - | - |
| Umbuchungen | -112 | -2 | -1.152 | 1.266 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2019 | 107.935 | 176.173 | 87.430 | 20.444 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2019 | 172.624 | 128.116 | 31.331 | 49.989 |
| Restbuchwerte zum 01.01.2019 angepasst | 170.427 | 104.252 | 34.507 | 51.917 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 170.427 | 104.252 | 34.507 | - |
| 2019 in T€ |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 | 42.826 | 693.131 |
| Anpassungen gemäß IFRS 16 | - | 51.917 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2019 angepasst | 42.826 | 745.048 |
| Währungsumrechnung | 1.782 | 18.084 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Zugänge | 62.286 | 93.420 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 194 | 9.191 |
| Abgänge | 15 | 19.795 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | - | -45 |
| Umbuchungen | -35.187 | 25 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2019 | 71.886 | 845.928 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2019 | 545 | 341.664 |
| Währungsumrechnung | 16 | 7.165 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Planmäßige Abschreibungen | - | 56.661 |
| Wertminderungen | - | 49 |
| Abgänge | - | 12.974 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | - | -22 |
| Umbuchungen | - | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2019 | 561 | 392.543 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2019 | 71.325 | 453.385 |
| Restbuchwerte zum 01.01.2019 angepasst | 42.281 | 403.384 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 42.281 | 351.467 |
Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen betreffen die in den Konsolidierungskreis aufgenommene Biopharma-Gruppe.
Mit Erstanwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 werden Nutzungsrechte gesondert innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen. Diese Nutzungsrechte beziehen sich im Wesentlichen auf Leasingverhältnisse von Gebäuden und Kraftfahrzeugen. Die durchschnittliche Laufzeit der Leasingverhältnisse beträgt für Gebäude fünf Jahre, während Kraftfahrzeuge in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren geleast werden.
Im Vorjahr sind in den Sachanlagen Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing in Höhe von 5,3 Mio. € enthalten, die sich im Wesentlichen auf Kraft- und Personenfahrzeuge beziehen und die gemäß IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingzahlung angesetzt wurden und seither einer planmäßigen Abschreibung unterzogen werden. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 in 2019 werden diese bereits nach IAS 17 bilanzierten Leasingverhältnisse ebenfalls in den Nutzungsrechten ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten für Sachanlagen aktiviert.
Im Vorjahr entwickelten sich die Sachanlagen wie folgt:
| 2018 in T€ |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2018 | 263.843 | 248.112 | 114.885 | 29.301 | 656.141 |
| Währungsumrechnung | -2.145 | -4.913 | -2.125 | -868 | -10.051 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | -138 | - | -138 |
| Zugänge | 3.249 | 6.893 | 6.025 | 36.814 | 52.981 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 1.432 | 5.794 | 936 | 374 | 8.536 |
| Abgänge | 619 | 6.798 | 6.235 | 691 | 14.343 |
| Umbuchungen | 5.766 | 12.256 | 4.087 | -22.104 | 5 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2018 | 271.526 | 261.344 | 117.435 | 42.826 | 693.131 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2018 | 95.452 | 148.183 | 79.327 | 441 | 323.403 |
| Währungsumrechnung | -444 | -2.873 | -832 | - | -4.149 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | -47 | - | -47 |
| Planmäßige Abschreibungen | 6.721 | 17.811 | 10.015 | - | 34.547 |
| Wertminderungen | 3 | 95 | 7 | 104 | 209 |
| Abgänge | 610 | 6.463 | 5.226 | - | 12.299 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen | -23 | 339 | -316 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2018 | 101.099 | 157.092 | 82.928 | 545 | 341.664 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 170.427 | 104.252 | 34.507 | 42.281 | 351.467 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2017 | 168.391 | 99.929 | 35.558 | 28.860 | 332.738 |
Die Finanzanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 folgendermaßen:
| 2019 in T€ |
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen | Sonstige Finanzanlagen | Gesamt |
| Anschaffungskosten zum 01.01.2019 | 18.600 | - | 18.600 |
| Währungsumrechnung | 177 | - | 177 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Zugänge | 4.465 | - | 4.465 |
| Abgänge | 946 | - | 946 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts (FVOCI) | 130 | - | 130 |
| Umgliederungen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2019 | 22.426 | - | 22.426 |
| Kumulierte Wertminderungen zum 01.01.2019 | 16.319 | - | 16.319 |
| Währungsumrechnung | 65 | - | 65 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Wertminderungen | 595 | - | 595 |
| Abgänge | 946 | - | 946 |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Umgliederungen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2019 | 16.033 | - | 16.033 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2019 | 6.393 | - | 6.393 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 2.281 | - | 2.281 |
Bei den Finanzanlagen handelt es sich um die Buchwerte der Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen. Eine Veräußerungsabsicht besteht hierfür derzeit nicht.
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts (FVOCI) ergibt sich aus der Ausübung des Wahlrechts gemäß IFRS 9, Änderungen im beizulegenden Zeitwert von Eigenkapitalinstrumenten im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Dies betrifft im Berichtsjahr die Beteiligung an der XBrane Biopharma AB.
Im Vorjahr entwickelten sich die Finanzanlagen wie folgt:
| 2018 in T€ |
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen | Sonstige Finanzanlagen | Gesamt |
| Anschaffungskosten zum 01.01.2018 | 19.058 | - | 19.058 |
| Währungsumrechnung | 57 | - | 57 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -790 | - | -790 |
| Zugänge | 280 | - | 280 |
| Abgänge | 5 | - | 5 |
| Umgliederungen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2018 | 18.600 | - | | 18.600 |
| Kumulierte Wertminderungen zum 01.01.2018 | 17.080 | - | 17.080 |
| Währungsumrechnung | 30 | - | 30 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -791 | - | -791 |
| Wertminderungen | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - |
| Zuschreibungen | - | - | - |
| Umgliederungen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2018 | 16.319 | - | 16.319 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2018 | 2.281 | - | 2.281 |
| Restbuchwerte zum 31.12.2017 | 1.978 | - | 1.978 |
Der Ausweis zum Bilanzstichtag betraf die Bilanzierung der Anteile an den assoziierten Unternehmen PharmTechService LLC , Pharm Ortho Pedic SAS, AELIA SAS und Dialogfarma LLC nach der Equity-Methode.
Die at equity bewerteten Anteile haben sich im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 24.568 | 41.528 |
| Statuswechsel der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | - | -15.026 |
| Umgliederung der von STADA gehaltenen Anteile an Stellapharm J.V. (IFRS 5) | -21.356 | - |
| Zugang PharmTechService LLC | 1.185 | - |
| Zinseffekte Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.) | 551 | 3.442 |
| Dividendenausschüttungen | -1.765 | -9.098 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -6 | 3.722 |
| Währungsumrechnung | -110 | - |
| Stand 31.12. | 3.067 | 24.568 |
Der Rückgang der at equity bewerteten Anteile resultierte im Geschäftsjahr 2019 vorwiegend aus der Umgliederung der von STADA gehaltenen Anteile an Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.) in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (IFRS 5).
Zinseffekte betrafen ausschließlich die Stellapharm J.V., da der Equity-Buchwert der Gesellschaft Stellapharm J.V. dem für den Verkauf zum 31.12.2019 vertraglich vereinbarten Verkaufspreis für die von STADA gehaltenen Anteile unter Berücksichtigung eines entsprechenden Abzinsungseffekts entspricht.
Dividendenausschüttungen beinhalteten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2019 und 2018 gezahlten Dividenden der Stellapharm J.V., die Teilzahlungen im Zusammenhang mit dem im 4. Quartal 2017 geschlossenen Vertrag zum Verkauf der von STADA gehaltenen Anteile an diesem Unternehmen darstellen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzten sich folgendermaßen zusammen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 707.302 | 634.721 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nicht konsolidierten Gesellschaften | 1.787 | 1.292 |
| Wertberichtigungen gegenüber Dritten | -108.849 | -132.110 |
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) | 14.850 | 12.108 |
| Summe | 615.090 | 516.011 |
Zum 31.12.2019 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nach einem Jahr fällig sind.
Für einen Teil der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Sicherheiten in Form von Bankbzw. Corporate-Garantien sowie verpfändeten Vorräten vor. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen. Diese sind bei der Berechnung der Ausfallrisiken berücksichtigt worden.
Die Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten führten für factoringfähige Forderungen auf Grund des hier vorliegenden Geschäftsmodells zu Änderungen bei deren Bewertung und Ausweis. Diese finanziellen Vermögenswerte, die weiterhin in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden im Rahmen von IFRS 9 nicht mehr zu fortgeführten Anschaffungskosten, sondern ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. Dabei unterliegen finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich dem gleichen Wertminderungsmodell wie die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich insgesamt wie folgt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 132.110 | 145.828 |
| IFRS-9-Anpassungen | - | 2.655 |
| Stand 01.01. gemäß IFRS 9 | 132.110 | 148.483 |
| Zuführung | 1.785 | 14.653 |
| Inanspruchnahme | 20.780 | 10.539 |
| Auflösung | 7.685 | 9.269 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 | 121 | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen gemäß IFRS 5 | - | -6.802 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 3.298 | -4.416 |
| Stand 31.12. | 108.849 | 132.110 |
Für das Geschäftsjahr 2019 ergaben sich folgende Werte:
| in T€ | Kreditausfallrate | Nettoforderungen LuL | ECL IFRS 9 | EWB exkl. ECL IFRS 9 | Bruttoforderungen LuL |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||||
| Cluster 1 - niedriges Risiko | 0%-1,5% | 488.099 | 1.901 | 99.630 | 587.728 |
| Cluster 2 - mittleres Risiko | 1,6%-3,0% | 112.160 | 1.788 | 5.242 | 117.402 |
| Cluster 3 - höheres Risiko | 3,1%-5,0% | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Cluster 4 - hohes Risiko | > 5,0% | 2.126 | 243 | 46 | 2.172 |
| Gesamt | 602.385 | 3.932 | 104.918 | 707.302 |
Für das Vorjahr ergab sich folgende Darstellung:
| in T€ | Kreditausfallrate | Nettoforderungen LuL | ECL IFRS 9 | EWB exkl. ECL IFRS 9 | Bruttoforderungen LuL |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||||
| Cluster 1 - niedriges Risiko | 0%-1,5% | 323.575 | 1.359 | 32.562 | 356.137 |
| Cluster 2 - mittleres Risiko | 1,6%-3,0% | 176.184 | 2.093 | 95.681 | 271.865 |
| Cluster 3 - höheres Risiko | 3,1%-5,0% | 6.539 | 234 | 180 | 6.719 |
| Cluster 4 - hohes Risiko | > 5,0% | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 506.298 | 3.686 | 128.423 | 634.721 |
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Grundlage von portfoliospezifischen Ausfallraten ein über die Laufzeit erwarteter Forderungsausfall ermittelt. Die Ausfallrate gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein Kreditnehmer innerhalb eines Jahres ausfällt. Die Ausfallraten berücksichtigen die Branchenrisiken und das ökonomische Umfeld des jeweiligen Landes. Jedem Cluster ist eine unterschiedliche Bandbreite von erwarteten Ausfallraten zugeordnet.
Zum 31.12.2019 ergaben sich in Höhe von 0,7 Mio. € Retourenvermögenswerte (Vorjahr: 0,6 Mio. €), die nach einem Jahr fällig sind. Die Retourenvermögenswerte beziehen sich auf erwartete Retouren im Zusammenhang mit Verträgen mit Kunden, für die eine Wiederverwertung erwartet wird.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzten sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Gesamt | davon: kurzfristig | Gesamt | davon: kurzfristig |
| Darlehensforderungen | 535 | 535 | 506 | 38 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 418 | 418 | 2.237 | 2.237 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 59.195 | 58.855 | 10.835 | 10.480 |
| Summe | 60.148 | 59.808 | | 13.578 | 12.755 |
Die derivativen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten die positiven Marktwerte aus Devisentermingeschäften (vgl. Angabe 47.1.).
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte umfassten Forderungen aus deutschen Factoring-Geschäften in Höhe von 4,4 Mio. €, Forderungen aus Factoring-Geschäften in Großbritannien in Höhe von 1,3 Mio. € und Forderungen aus Cash-Pooling mit Nidda Healthcare Holding GmbH in Höhe von 44,1 Mio. €. Darüber hinaus setzten sich die übrigen finanziellen Vermögenswerte aus einer Vielzahl unwesentlicher Einzelsachverhalte in den Konzerngesellschaften zusammen.
Zum 31.12.2019 beinhalteten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte Wertberichtigungen in Höhe von 9,5 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €). Überfälligkeiten bestanden für die nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie im Vorjahr nicht.
Die anderen Vermögenswerte setzten sich folgendermaßen zusammen:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Gesamt | davon: kurzfristig | Gesamt | davon: kurzfristig |
| Sonstige Steuerforderungen | 25.195 | 25.167 | 24.819 | 24.793 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 17.563 | 17.392 | 18.152 | 17.964 |
| Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen | - | - | 29 | - |
| Übrige Vermögenswerte | 5.331 | 4.202 | 7.419 | 6.498 |
| Summe | 48.089 | 46.761 | | 50.419 | 49.255 |
Die übrigen Vermögenswerte setzten sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen.
Zum 31.12.2019 beinhalteten die anderen Vermögenswerte Wertberichtigungen in Höhe von 6,5 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €).
Die Vorräte lassen sich wie folgt untergliedern:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 155.758 | 108.541 |
| Unfertige Erzeugnisse und Waren | 50.514 | 41.757 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 418.147 | 354.484 |
| Geleistete Anzahlungen | 13.818 | 10.469 |
| Summe | 638.237 | 515.251 |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden bei Vorräten mit Wertaufholungen saldierte Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 40,9 Mio. € (Vorjahr: 35,7 Mio. €) vorgenommen, die von den oben ausgewiesenen Beständen bereits erfolgswirksam abgesetzt wurden. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Wertaufholungen dabei auf 11,9 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer maximalen Laufzeit von 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt. In wenigen Ländern unterliegen bestimmte Transaktionen einer besonderen Überwachung im Rahmen der Anforderungen der jeweiligen Nationalbank bzw. geltenden Devisengesetzen. Verfügungsbeschränkungen für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestanden in Höhe von 5,0 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) und betrafen wie auch im Vorjahr ausschließlich Zahlungsmittel in China.
Der Reduzierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 343,8 Mio. € zum 31.12.2018 auf 206,0 Mio. € zum 31.12.2019 resultierte aus den im Rahmen der Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung beschriebenen Effekten. Weitere Einzelheiten zu der Entwicklung des Finanzmittelfonds sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.
Zum 31.12.2019 wurde im STADA-Konzern zur Veräußerung gehaltenes Vermögen in Höhe von 3,1 Mio. € in einem gesonderten Posten in der Bilanz ausgewiesen. Dieser enthält als wesentliche Position mit 3,1 Mio. € einen immateriellen Vermögenswert, der dem Segment Markenprodukte zugehört.
Im 1. Quartal 2019 wurden die at equity bewerteten Anteile an der Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.) in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen umgegliedert. Auf Grund der im 4. Quartal 2017 unterzeichneten Verkaufserklärung für die von STADA gehaltenen Anteile an der Stellapharm J.V. wurde diese Gesellschaft seit Dezember 2017 nicht mehr als Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10 konsolidiert, sondern als eine at equity zu bilanzierende Einheit gemäß IAS 28 betrachtet. Da der Verkauf der Anteile an der Stellapharm J.V. im Dezember 2019 vollzogen wurde, bestehen hierfür zum 31.12.2019 keine zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen mehr.
Im Vorjahr war zur Veräußerung gehaltenes Vermögen in Höhe von 0,1 Mio. € in einem gesonderten Posten in der Bilanz ausgewiesen.
Das Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 1.195,5 Mio. € (Vorjahr: 1.178,0 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 31,0% (Vorjahr: 33,1%).
Das Grundkapital belief sich zum 31.12.2019 auf 162.090.344,00 € (31.12.2018: 162.090.344,00 €) und war in 62.342.440 Aktien (31.12.2018: 62.342.440) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Aktie eingeteilt und voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Das Genehmigte Kapital setzte sich zum 31.12.2019 folgendermaßen zusammen:
| Betrag in € |
Aktien | Zweck | |
| Genehmigtes Kapital | 81.045.159,00 | 31.171.215 | Erhöhung des Grundkapitals (bis 5. Juni 2023) |
Die Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der STADA Arzneimittel AG. Unterschiede zu der nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Kapitalrücklage ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ansatz der in 2003 neu ausgegebenen Aktien der STADA Arzneimittel AG zu deren Marktwert sowie der damit zusammenhängenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden.
Die Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn beinhalten den Konzerngewinn des Geschäftsjahres sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet bzw. im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Zudem sind in diesem Posten die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.
Im Rahmen der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31.12.2019 ergab sich - ohne Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Beträge - ein saldierter ergebnisneutraler Aufwand aus der Neubewertung in Höhe von 5,3 Mio. € nach latenten Steuern. Dieser basierte im Wesentlichen auf der Reduzierung des der Bewertung zu Grunde liegenden Rechnungszinssatzes bei verschiedenen leistungsorientierten Plänen im STADA-Konzern zum 31.12.2019 im Vergleich zum 31.12.2018. Darüber hinaus sind in dieser Position Währungsumrechnungsdifferenzen bezogen auf die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern enthalten, die sich im Geschäftsjahr 2019 auf erfolgsneutrale Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € beliefen.
Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft unter anderem die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der "Rücklage Währungsumrechnung" ausgewiesen werden.
Im Rahmen der Anwendung des Standards IFRS 9 enthalten die sonstigen Rücklagen zusätzlich die Rücklage FVOCI. Hier werden Änderungen im beizulegenden Zeitwert der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen sowie der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumente ergebnisneutral erfasst.
Der Anstieg der sonstigen Rücklagen gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Aufwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit dem 31.12.2018, die zu erfolgsneutralen Erträgen aus der Währungsumrechnung der in russischen Rubel und britischen Pfund bilanzierenden Gesellschaften führten.
Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 84.273 eigene Aktien (31.12.2018: 84.273), die entsprechend ihrem rechnerischen Nennbetrag von 2,60 € je Aktie einem Anteil von 0,14% (31.12.2018: 0,14%) am Grundkapital entsprechen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien verkauft.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen zum 31.12.2019 die Minderheitsanteile anderer Gesellschafter an den Tochtergesellschaften BIOCEUTICALS Arzneimittel AG, Hemofarm Banja Luka, Hemomont, NorBiTec GmbH, Pymepharco und STADA Pharmaceuticals (Beijing).
In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind die von STADA zum Bilanzstichtag im In- und Ausland wie folgt gebildeten Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Form von Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Zeitwertkonten und Vorruhestand berücksichtigt:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Inland | 19.166 | 15.397 |
| Ausland | 21.840 | 18.093 |
| Gesamt | | 41.006 | 33.490 |
STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen, aus denen die Pensionsansprüche eines kleinen Kreises von ehemaligen Beschäftigten bedient werden. Zudem existiert Planvermögen für eine Pensionsverpflichtung, die auf einen Pensionsfonds ausgelagert wurde. Alle weiteren Pensionsansprüche werden intern über Pensionsrückstellungen finanziert. Darüber hinaus besteht bei einigen ausländischen Tochtergesellschaften ebenfalls Planvermögen, u.a. in Form von Versicherungen, Staatsanleihen und Wertpapierfonds.
Im Geschäftsjahr 2019 überstieg für keine Tochtergesellschaft das Planvermögen deren Pensionsverpflichtungen, so dass für das aktuelle Geschäftsjahr kein Ausweis eines Aktivüberhangs unter den anderen Vermögenswerten als Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen erfolgte (Vorjahr: 0,03 Mio. €).
Das Planvermögen setzte sich getrennt nach Anlagekategorien wie folgt zusammen:
| Anteil am Planvermögen in T€ |
2019 | 2018 |
| Liquide Mittel | 1.288 | 1.258 |
| Eigenkapitalpapiere | 9.188 | 7.074 |
| Schuldpapiere | 28.520 | 22.522 |
| Immobilien | 2.543 | 1.945 |
| Derivate | - | - |
| Anteile an Investmentfonds | 10.655 | 9.082 |
| Versicherungspolicen | 52.529 | 72.444 |
| Sonstiges | 14 | - |
| Gesamt | 104.737 | 114.325 |
Das Planvermögen, für das eine Preisnotierung ("quoted market price") am Markt vorliegt, teilte sich wie folgt auf:
| Anteil am Planvermögen ("quoted market price") in T€ |
2019 | 2018 |
| Liquide Mittel | 1.288 | 1.258 |
| Eigenkapitalpapiere | 9.188 | 7.074 |
| Schuldpapiere | 28.520 | 22.522 |
| Immobilien | 2.543 | 1.945 |
| Derivate | - | - |
| Anteile an Investmentfonds | 10.655 | 9.082 |
| Versicherungspolicen | - | - |
| Sonstiges | 14 | - |
| Gesamt | 52.208 | 41.881 |
Für deutsche Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen wie folgt:
| Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 53.307 | 54.277 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9 | 24 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - |
| Planabgeltungen | - | - |
| Zinsaufwand | 1.047 | 1.016 |
| Pensionszahlungen aus Planvermögen | -1.223 | -1.216 |
| Pensionszahlungen durch Arbeitgeber | -735 | -622 |
| Neubewertungen: • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen | - | 124 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen | 7.121 | -891 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen | -44 | 595 |
| Stand 31.12. | 59.482 | 53.307 |
Für ausländische Konzernunternehmen entwickelten sich die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen:
| Anwartschaftsbarwert (DBO) der Versorgungszusagen in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 86.753 | 93.014 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.807 | 2.725 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.165 | -542 |
| Planabgeltungen | - | -139 |
| Zinsaufwand | 1.982 | 1.898 |
| Pensionszahlungen aus Planvermögen | -30.247 | -5.549 |
| Pensionszahlungen durch Arbeitgeber | -814 | -925 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 579 | 523 |
| Versicherungsprämien für Risikoleistungen | -234 | -226 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Neubewertungen: | ||
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen | -635 | -400 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen | 14.002 | -2.978 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen | 100 | -947 |
| Währungsänderungen | 2.090 | 383 |
| Sonstiges | -87 | -84 |
| Stand 31.12. | 75.131 | 86.753 |
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf einen Ertrag von 1,2 Mio. € und ist größtenteils auf die Einführung neuer Pläne in Russland (Abfertigungen) als Aufwand zurückzuführen sowie auf einen Ertrag aus der Auflösung des rückstellungsfinanzierten Pensionsplans in den Niederlanden, der zukünftig allein durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge finanziert wird. Darüber hinaus ergaben sich weitere Sonderereignisse mit einer unwesentlichen Auswirkung auf die Bilanz.
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für deutsche Konzernunternehmen wie folgt:
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 41.578 | 42.520 |
| Zinsertrag | 810 | 790 |
| Arbeitgeberbeiträge | 66 | 142 |
| Arbeitnehmerbeiträge | - | - |
| Pensionszahlungen | -1.223 | -1.216 |
| Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) | 5.465 | -658 |
| Sonstiges | - | - |
| Stand 31.12. | 46.696 | 41.578 |
Der beizulegende Zeitwert des den Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegenden Planvermögens entwickelte sich für ausländische Konzernunternehmen wie folgt:
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 72.747 | 76.413 |
| Zinsertrag | 1.624 | 1.504 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.939 | 2.822 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 579 | 523 |
| Pensionszahlungen | -30.247 | -5.549 |
| Versicherungsprämien für Risikoleistungen | -234 | -226 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) | 9.023 | -2.935 |
| Währungsänderungen | 1.715 | 299 |
| Sonstiges | -105 | -104 |
| Stand 31.12. | 58.041 | 72.747 |
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen entwickelte sich für deutsche Konzernunternehmen wie folgt:
| Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 11.729 | 11.757 |
| Erfolgswirksamer Aufwand aus Pensionsplänen | 246 | 250 |
| Neubewertungen: | ||
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen | - | 124 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen | 7.121 | -891 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen | -44 | 595 |
| • Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) | -5.465 | 658 |
| Arbeitgeberbeiträge | -66 | -142 |
| Pensionszahlungen durch Arbeitgeber | -735 | -622 |
| Währungsänderungen | - | - |
| Stand 31.12. | 12.786 | 11.729 |
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen entwickelte sich für ausländische Konzernunternehmen wie folgt:
| Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 14.006 | 16.601 |
| Erfolgswirksamer Aufwand aus Pensionsplänen | 2.017 | 2.455 |
| Neubewertungen | ||
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen | -635 | -400 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen | 14.002 | -2.978 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen | 100 | -947 |
| • Erträge (+) / Verluste (-) aus Planvermögen (nicht im Zinsergebnis enthalten) | -9.022 | 2.938 |
| Arbeitgeberbeiträge | -2.939 | -2.822 |
| Pensionszahlungen durch Arbeitgeber | -814 | -925 |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Währungsänderungen | 375 | 84 |
| Stand 31.12. | 17.090 | 14.006 |
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergab sich für die Gesellschaften mit Planvermögen wie folgt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 120.975 | 128.370 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 104.737 | 114.325 |
| Nettoverpflichtung | 16.238 | 14.045 |
| Effekt aus der Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts gemäß IFRIC 14 | - | - |
| Bilanzielle Nettoverpflichtung | 16.238 | 14.045 |
Die Höhe der zum Bilanzstichtag angesetzten Pensionsrückstellungen ergab sich für die Gesellschaften ohne Planvermögen wie folgt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 13.638 | 11.690 |
| Bilanzielle Nettoverpflichtung | 13.638 | 11.690 |
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf einen saldierten Aufwand von insgesamt 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) und setzten sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.816 | 2.749 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.165 | -542 |
| Planabgeltungen | - | -139 |
| Nettozinsaufwand: | ||
| • Zinsaufwand (DBO) | 3.029 | 2.914 |
| • Zinsertrag (Planvermögen) | -2.434 | -2.294 |
| • Zinsertrag aus Erstattungsleistungen | - | - |
| • Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) aus der Vermögenswertbegrenzung | - | - |
| Verwaltungskosten | 17 | 17 |
| Sonstiges | - | - |
| Gesamt | 2.263 | 2.705 |
Die Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 2019 6,3 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) für deutsche Konzernunternehmen und 10,6 Mio. € (Vorjahr: -1,4 Mio. €) für ausländische Konzernunternehmen.
Die Höhe des Ertrags des Planvermögens für deutsche Konzernunternehmen wird maßgeblich dadurch bestimmt, dass das Planvermögen einer Zusage auf Grund der hierfür vorliegenden Rückdeckung auf den Wert der Bruttoverpflichtung angehoben wird; diese ist auf Grund des deutlich gesunkenen Rechnungszinses im Geschäftsjahr 2019 gestiegen und hat sich dadurch erhöhend auf den Ertrag ausgewirkt. Der Ertrag bei dem Planvermögen im Ausland ist hauptsächlich auf eine positive Performance des Planvermögens in Großbritannien und Irland sowie eine Zunahme des Ertrags des Planvermögens in den Niederlanden zurückzuführen. In den Niederlanden wird die Höhe des Planvermögens anhand einer aktuariellen Bewertung ermittelt und hängt somit entscheidend von der Entwicklung des Rechnungszinses ab. Im Geschäftsjahr 2019 ist der Rechnungszins gesunken; dies führte zu einer Erhöhung der Verpflichtung sowie des Planvermögens und damit des Ertrags. Auf Grund der Umstellung des Pensionsplans auf eine reine beitragsfinanzierte Lösung zum Ende dieses Geschäftsjahres tritt dieser Effekt letztmalig auf.
Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der deutschen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt:
| Parameter Pensionsverpflichtungen für deutsche Konzernunternehmen (gewichtet) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Rechnungszinssatz | 1,3% | 2,0% |
| Gehaltstrend | 3,0% | 3,0% |
| Pensionstrend | 1,4% | 1,4% |
| Inflation | 1,8% | 1,8% |
Die folgenden versicherungsmathematischen Parameter wurden für die Bewertung der ausländischen Pensionsverpflichtungen und des Pensionsaufwands zu Grunde gelegt:
| Parameter Pensionsverpflichtungen für ausländische Konzernunternehmen (gewichtet) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Rechnungszinssatz | 1,5% | 2,3% |
| Gehaltstrend | 2,2% | 2,1% |
| Pensionstrend | 1,2% | 0,8% |
| Inflation | 1,7% | 1,8% |
Die Erhöhung des Pensionstrends ist maßgeblich auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Pensionsplan in den Niederlanden nicht mehr für die Durchschnittsbildung herangezogen wird - für diesen Plan galt ein Pensionstrend von 0%.
Es wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, wobei jeweils nur eine Annahme geändert wurde und alle anderen Annahmen nicht verändert wurden. Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die deutschen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt:
| Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2019
(59.482 T €) bei Änderung von Annahmen in T€ |
31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Rechnungszinssatz +0,5% | -5.403 | -4.418 |
| Rechnungszinssatz -0,5% | 6.282 | 5.034 |
| Gehaltstrend +0,5% | 5 | 4 |
| Gehaltstrend -0,5% | -4 | -5 |
| Pensionstrend +0,5% | 6.208 | 5.032 |
| Pensionstrend -0,5% | -5.394 | -4.410 |
Der Gehaltstrend hat beinahe keine Bedeutung mehr, da alle aktiven Planteilnehmer kurz vor dem Erreichen des planmäßigen Rentenalters stehen.
Im Folgenden wird die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (DBO) für die ausländischen Konzernunternehmen bei Änderung des Rechnungszinssatzes, des Gehaltstrends und des Pensionstrends dargestellt:
| Änderung des Anwartschaftsbarwerts für Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12.2019
(75.131 T €) bei Änderung von Annahmen in T€ |
31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Rechnungszinssatz +0,5% | -5.677 | -6.618 |
| Rechnungszinssatz -0,5% | 6.486 | 7.566 |
| Gehaltstrend +0,5% | 793 | 680 |
| Gehaltstrend -0,5% | -756 | -646 |
| Pensionstrend +0,5% | 2.118 | 3.574 |
| Pensionstrend -0,5% | -2.036 | -1.477 |
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2019 betrug 20 Jahre (Vorjahr: 18 Jahre) für die deutschen und 18 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre) für die ausländischen Konzernunternehmen.
In den kommenden Geschäftsjahren werden für die leistungsorientierten Pensionspläne insgesamt folgende Auszahlungen der Gesellschaft und aus dem Planvermögen erwartet:
| Erwartete Pensionszahlungen in Abhängigkeit von ihrer Fälligkeit in T€ |
Deutschland | Ausland |
| Weniger als 1 Jahr | 2.024 | 2.644 |
| Zwischen 1 und 2 Jahren | 1.992 | 1.906 |
| Zwischen 2 und 3 Jahren | 1.989 | 2.019 |
| Zwischen 3 und 4 Jahren | 2.002 | 2.046 |
| Zwischen 4 und 5 Jahren | 1.999 | 2.167 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 9.965 | 14.901 |
Für das kommende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge, bestehend aus direkten Pensionsauszahlungen und Beiträgen in das Planvermögen, in Höhe von 0,8 Mio. € für deutsche Konzernunternehmen und 3,6 Mio. € für ausländische Konzernunternehmen erwartet.
Die Vorschriften des IAS 19 erfordern eine Darstellung der Versorgungssysteme, die eine Verpflichtung für das Unternehmen generieren. Für den STADA-Konzern stellen die Altersversorgungssysteme in Deutschland, in Großbritannien und in der Schweiz mit insgesamt 80% den Hauptteil des Verpflichtungsumfangs dar. Folglich liegt der Schwerpunkt der weiteren Ausführungen auf den Gegebenheiten in diesen Ländern.
In Deutschland wird der gesetzliche Rahmen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) durch das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vorgegeben, in dem die gesetzlichen Mindestanforderungen an die bAV verankert sind. Des Weiteren müssen Regelungen und Urteile aus dem Arbeitsrecht befolgt werden. Bei den Altersversorgungssystemen handelt es sich vorwiegend um endgehaltsabhängige Pläne, die für Neueintritte geschlossen sind. Bei den Planteilnehmern handelt es sich hauptsächlich um Leistungsempfänger. Die Leistungen werden in Form einer Rente ausgezahlt. Bei der Ermittlung der Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde für die Berücksichtigung der Sterblichkeit sowie der Fluktuation die Heubeck-Richttafel 2018G zu Grunde gelegt. Zusätzlich besteht eine Vorruhestandsregelung für ausgewählte Mitarbeiter.
STADA verfügt in Deutschland über Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen und in Form von Vermögen im Pensionsfonds. Das Planvermögen betrug zum 31.12.2019 46,7 Mio. € und teilte sich auf drei verschiedene Pläne auf. Für zwei weitere Pläne bestanden keine Planvermögen.
In Deutschland spielt im Rahmen einer Risikobetrachtung die Lebenserwartung der Planteilnehmer eine untergeordnete Rolle, da die der Höhe nach wesentliche Verpflichtung einschließlich der damit verbundenen Risiken extern ausgelagert wurde. Darüber hinaus besteht das übliche Risiko der Zinsentwicklung.
Die Pensionszusage für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff wurde im Geschäftsjahr 2014 vollständig auf einen Pensionsfonds übertragen. Ungeachtet der Übertragung besteht auf Grund der Subsidiärhaftung von STADA weiterhin die Notwendigkeit, den Versorgungsplan als leistungsorientierten Plan gemäß IAS 19 zu behandeln und entsprechend zu bewerten sowie bilanziell abzubilden. Das bestehende Planvermögen führt auf Grund der vorzunehmenden Saldierung zum Zeitpunkt der Planänderung für diesen Versorgungsplan zu einer Rückstellung von null. Auf Grund der vollständigen Ausfinanzierung der Versorgungszusage wird auch in Zukunft keine Rückstellung mehr erwartet.
In Großbritannien gewährt STADA seinen Mitarbeitern Leistungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen, die für Neueintritte geschlossen sind. Die Mitarbeiter können zudem keine weitere Erhöhung ihrer Anwartschaften mehr erdienen. Die Pensionspläne unterliegen dem britischen Trustee-Recht (UK Trust Law) und der Rechtsprechung der Rentenregulierungsbehörde (UK Pension Regulator). Die Pensionspläne stehen unter der Aufsicht von Treuhändern (Trustees), die die Anlagestrategie festlegen. In den Aufgabenbereich der Trustees fällt auch, die gesetzlich geforderte Dotierung des Pensionsplans zu erfüllen und somit für ausreichend Vermögen zur Deckung der technischen Rückstellung des Plans zu sorgen. Der Pensionsplan sieht sich Risiken in Bezug auf den Rechnungszins und die Lebenserwartung der Planteilnehmer sowie einem Inflationsrisiko ausgesetzt, falls sich die Werte anders entwickeln als angenommen. Durch einen niedrigeren Rechnungszinssatz reduziert sich der Dotierungsgrad und dadurch werden gegebenenfalls zusätzliche Beiträge in Fonds fällig. Ein Finanzierungsrisiko bei dem Planvermögen besteht derart, dass sich das Planvermögen anders entwickelt als erwartet und dass das Planvermögen Änderungen im Verpflichtungsumfang damit ggf. nur teilweise kompensiert.
Das Planvermögen betrug zum 31.12.2019 26,0 Mio. €. Alle Vermögenswerte haben eine Marktpreisnotierung auf einem aktiven Markt. Bei der Ermittlung der Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde für die Berücksichtigung der Sterblichkeit die Sterbetafel der S2-Serie (S2PA) zu Grunde gelegt unter Einbeziehung der Projektionstafel CMI 2018 sowie des langfristigen Trends zur Sterblichkeitsverbesserung von 1,25%. Fluktuationsannahmen sind für den Pensionsplan nicht mehr relevant.
In der Schweiz muss jeder Arbeitgeber gemäß Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) für seine Arbeitnehmer einen Pensionsplan anbieten. Obligatorisch versichert werden Arbeitnehmer, deren Lohn die Eintrittsschwelle übertrifft - diese wird periodisch neu festgelegt. Das BVG schreibt einen Minimalplan vor, das "BVG-Minimum", das in jedem Fall gedeckt werden muss. Der schweizerische Vorsorgeplan bei STADA sieht die Leistungen im Falle des Todes, der Invalidität, des Dienstaustritts und des Erreichens der Altersgrenze vor. Die jährliche Altersrente berechnet sich anhand eines Sparguthabens und des dem Renteneintrittsalter zugeordneten Umwandlungssatzes. Die Planteilnehmer können sich für eine Kapitaloption entscheiden. Bei der Ermittlung der Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde für die Berücksichtigung der Sterblichkeit sowie der Fluktuation die Richttafel BVG 2015 GT zu Grunde gelegt.
In den Niederlanden wurde der Pensionsplan zum Ende des Geschäftsjahres 2019 auf eine beitragsfinanzierte Lösung umgestellt. Hierbei werden alle Anwartschaften versicherungsförmig vollständig garantiert, so dass eine Rückstellungsbildung ab 2019 unterbleibt.
Darüber hinaus gewähren verschiedene Konzerngesellschaften ihren Mitarbeitern Beitragspläne ("defined contribution plans"). Hierbei entrichten die Konzerngesellschaften auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis festgelegte Beiträge an eigenständige Versorgungsträger, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Die Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand der jeweiligen Periode in den relevanten Funktionsbereichen ausgewiesen werden, betrugen im Geschäftsjahr 2019 28,6 Mio. € (Vorjahr: 26,9 Mio. €).
Die anderen langfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| Andere langfristige Rückstellungen in T€ |
2019 | 2018 |
| Stand 01.01. | 7.726 | 6.919 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 597 | 519 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 3.105 | 86 |
| Planabgeltungen | - | - |
| Zinsaufwand | 203 | 211 |
| Gezahlte Leistungen | -753 | -630 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | - | - |
| Neubewertungen | ||
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung demographischer Annahmen | -416 | 10 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund Änderung finanzieller Annahmen | 699 | 351 |
| • Gewinne (-) / Verluste (+) auf Grund erfahrungsbedingter Änderungen | -82 | 275 |
| Währungsänderungen | 51 | -15 |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31.12. | 11.130 | 7.726 |
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand in Höhe von 3,1 Mio. € entfällt auf die Einführung eines Vorruhestandsplans in Deutschland.
Die Finanzverbindlichkeiten untergliedern sich nach ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag wie folgt:
| Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | Verbindlichkeiten Schuldscheindarlehen | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||
| 31.12. in T€ |
2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | - | - | - | 129.460 | 40.082 | 42.595 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr bis 3 Jahre | - | - | 41.463 | 41.436 | 136 | 356 |
| Restlaufzeit über 3 Jahre bis 5 Jahre | 929.609 | - | 6.989 | 6.986 | - | - |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | - | 929.609 | - | - | - | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 929.609 | 929.609 | 48.452 | 177.882 | 40.218 | 42.951 |
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | Summe | |||
| 31.12. in T€ |
2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 272.887 | 40.082 | 444.942 | |
| Restlaufzeit über 1 Jahr bis 3 Jahre | 266.591 | - | 308.190 | 41.792 |
| Restlaufzeit über 3 Jahre bis 5 Jahre | - | - | 936.598 | 6.986 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | - | - | - | 929.609 |
| Finanzverbindlichkeiten | 266.591 | 272.887 | 1.284.870 | 1.423.329 |
STADA hatte in 2018 darüber berichtet, dass sie und gewisse wesentliche Tochtergesellschaften - entsprechend der durch die Nidda erteilten Weisung - bestimmte dingliche Sicherheiten bestellt haben, um Kapitalmarktverbindlichkeiten und andere Finanzierungsverbindlichkeiten zu besichern, die von der Nidda und deren verbundenen Unternehmen aufgenommen bzw. garantiert worden sind. Die Bestellung dieser dinglichen Sicherheiten führte dazu, dass die Inhaber der STADA 300.000.000 € 1,75% Anleihen mit Fälligkeit in 2022 das Recht hatten, Rückzahlung des Nennbetrags und aufgelaufener Zinsen unter den STADA-Anleihen zu verlangen. Daher wurde die Anleihe im Vorjahr als kurzfristig klassifiziert.
Am 08.01.2019 veröffentlichte STADA ein entsprechendes Rückkaufangebot, dessen finales Ablaufdatum auf den 19.06.2019 datiert war. Am 21.06.2019 gab STADA bekannt, dass unter dem Rückkaufangebot seit dessen Bekanntmachung am 08.01.2019 Schuldverschreibungen in Höhe eines Nennbetrags von 6.676.000 € zurückgekauft worden sind. Der Ausweis zum 31.12.2019 erfolgte entsprechend der Fälligkeit der Anleihe in 2022.
Darüber hinaus erhielt STADA ein Darlehen der Nidda Healthcare Holding GmbH in Höhe von 929,6 Mio. €, u.a. zur Refinanzierung der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2019 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Finanzverbindlichkeiten der nächsten Jahre ersichtlich:
| 2020 | 2021 | |||||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten | 6.282 | 33.820 | 40.121 | 5.194 | 32.988 | 41.500 |
| >2022 | |||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten | 4.871 | 90.650 | 1.204.003 |
Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten:
| 2019 | 2020 | |||||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten | 12.050 | 33.939 | 431.946 | 555 | 33.236 | 12.950 |
| >2021 | |||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Finanzverbindlichkeiten | 707 | 123.728 | 978.109 |
Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurde in der Regel eine Rückzahlung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Fristigkeit unterstellt. Die variablen Zinszahlungen aus dem Gesellschafterdarlehen wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2019 gefixten Zinssätze ermittelt.
Für die Finanzverbindlichkeiten, deren zahlungswirksame Veränderungen in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit eingehen, ergab sich im Berichtsjahr folgende Überleitung:
| 2019 in T€ |
Finanzverbindlichkeiten |
| Stand 01.01. | 1.423.329 |
| Mittelzuflüsse aus Aufnahmen | 12.905 |
| Mittelabflüsse aus Tilgungen | 152.093 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | - |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | 279 |
| Umgliederung aus sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten | - |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | 450 |
| Stand 31.12. | 1.284.870 |
Für die Finanzverbindlichkeiten, deren zahlungswirksame Veränderungen in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit eingehen, ergab sich im Vorjahr folgende Überleitung:
| 2018 in T€ |
Finanzverbindlichkeiten |
| Stand 01.01. | 1.257.921 |
| Mittelzuflüsse aus Aufnahmen | 944.599 |
| Mittelabflüsse aus Tilgungen | 820.883 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | - |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | -2.492 |
| Umgliederung aus sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten | 40.000 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | 4.184 |
| Stand 31.12. | 1.423.329 |
Die internen Maßnahmen zur Sicherstellung der für die Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten erforderlichen Liquidität sind in den Angaben zum Kapitalmanagement des Liquiditätsrisikos (vgl. Angabe 48.5.) beschrieben.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzten sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 269.530 | 220.829 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Muttergesellschaften und nicht konsolidierten Konzerngesellschaften | 4.154 | 5.150 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gegenüber Dritten | 436 | - |
| Verbindlichkeiten aus ausstehenden Kostenrechnungen | 139.904 | 89.101 |
| Summe | | 414.024 | 315.080 |
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) nach einem Jahr fällig.
Im Wesentlichen basierte die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf gegenläufigen Stichtagseffekten innerhalb der einzelnen Konzerngesellschaften.
Die Vertragsverbindlichkeiten betrugen im Berichtsjahr 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und bestanden ausschließlich aus erhaltenen Anzahlungen, bei denen die Erfüllung der Leistungsverpflichtung in 2020 angenommen wird. Es wurden keine Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden, erfasst.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Gesamt | davon: kurzfristig | Gesamt | davon: kurzfristig |
| Offene Kaufpreisverbindlichkeiten | 1.790 | 487 | 2.020 | 441 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 55.476 | 20.553 | 4.012 | 1.435 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern aus Gewinnabführungsvertrag | 349.550 | 349.550 | 134.189 | 134.189 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 926 | 926 | 95 | 95 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 210.959 | 210.852 | 152.570 | 152.558 |
| Summe | 618.701 | 582.368 | 292.886 | 288.718 |
Offene Kaufpreisverbindlichkeiten basierten zum 31.12.2019 wie auch im Vorjahr auf Produktakquisitionen in Großbritannien.
Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16, u.a. für Gebäude und Kraft- und Personenfahrzeuge, beliefen sich zum 31.12.2019 auf 55,5 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Zinsanteils in Höhe von 6,8 Mio. € betrugen die in Folgejahren zu zahlenden Leasingraten insgesamt 62,2 Mio. €. STADA hat den neuen Standard IFRS 16 erstmals zum 01.01.2019 modifiziert retrospektiv angewendet, d.h. auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Daher folgte die Bilanzierung von Leasingverhältnissen im Vorjahr dem bis zu diesem Zeitpunkt anzuwendenden Standard IAS 17.
Die Leasingverbindlichkeiten werden wie folgt fällig:
| Leasingraten | Zinsanteil | Leasingverbindlichkeiten | ||||
| in T€ | 31.12.2018 (IAS 17) | 31.12.2018 (IAS 17) | 31.12.2018 (IAS 17) | |||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 22.837 | 1.750 | 2.283 | 315 | 20.553 | 1.435 |
| Restlaufzeiten über 1 Jahr | 39.390 | 3.060 | 4.468 | 483 | 34.923 | 2.577 |
| Summe | 62.227 | 4.810 | 6.751 | 798 | 55.476 | 4.012 |
Die Umstellung auf IFRS 16 zum 01.01.2019 führte zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 59,0 Mio. €. Der innerhalb des Geschäftsjahres erfolgte Anstieg von Leasingverbindlichkeiten auf Grund neu zu bilanzierender Leasingverhältnisse reduzierte sich gegenläufig durch laufende Leasingzahlungen auf einen Wert in Höhe von 55,5 Mio. € zum Bilanzstichtag 31.12.2019.
Für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, deren zahlungswirksame Veränderungen in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit eingehen, ergab sich im Vorjahr folgende Überleitung:
| 2018 | Verbindlichkeiten |
| in T€ | Finanzierungsleasing |
| Stand 01.01. | 3.419 |
| Zahlungen | 1.924 |
| Zugänge | 1.275 |
| Erstkonsolidierung der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG | 1.212 |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | 30 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen | - |
| Stand 31.12. | 4.012 |
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern aus dem Gewinnabführungsvertrag betrafen ausschließlich die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von 349,6 Mio. € (Vorjahr: 134,2 Mio. €) gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH.
Des Weiteren wurden in den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten die negativen Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 betraf dies Devisentermingeschäfte (vgl. Angabe 47.1.). Im Rahmen der Fälligkeitsanalyse ergaben sich für diese derivativen finanziellen Verbindlichkeiten die folgenden vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten:
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 926 | 95 |
| Restlaufzeiten über 1 Jahr bis 3 Jahre | - | - |
| Restlaufzeiten über 3 Jahre bis 5 Jahre | - | - |
| Restlaufzeiten über 5 Jahre | - | - |
| Summe | 926 | 95 |
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Rabattverträgen deutscher STADA-Gesellschaften in Höhe von 150,9 Mio. € (Vorjahr: 128,1 Mio. €) und setzen sich darüber hinaus aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten werden in Höhe von 210,9 Mio. € (Vorjahr: 152,6 Mio. €) innerhalb eines Jahres und in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) nach einem Jahr bis zu fünf Jahren fällig.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die sich zum Bilanzstichtag 31.12.2019 ergebenden vertraglich vereinbarten undiskontierten Cashflows von Zins- und Tilgungszahlungen für die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 sowie aus derivativen Finanzinstrumenten der nächsten Jahre ersichtlich:
| 2020 | 2021 | |||||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflow aus Leasingverhältnissen | 2.283 | 20.553 | 1.507 | 15.945 | ||
| Cashflows aus Derivaten | - | - | - | - | - | - |
| >2021 | |||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflow aus Leasingverhältnissen | 2.960 | 18.978 | |
| Cashflows aus Derivaten | - | - | - |
Für das Vorjahr ergab sich die folgende Projektion der Cashflows aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing gemäß IAS 17 sowie aus Derivaten:
| 2019 | 2020 | |||||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 315 | 1.435 | 285 | 1.038 | ||
| Cashflows aus Derivaten | - | - | - | - | - | - |
| 2021-2023 | |||
| in T€ | Zins fix | Zins variabel | Tilgung |
| Cashflows aus Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 198 | 1.539 | |
| Cashflows aus Derivaten | - | - | - |
Einbezogen wurden dabei alle von STADA genutzten Finanzinstrumente, die zum jeweiligen Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren.
Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten in Angabe 47. und Angabe 48.6. enthalten.
Die anderen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Gesamt | davon: kurzfristig | Gesamt | davon: kurzfristig |
| Steuerverbindlichkeiten | 18.248 | 18.248 | 8.259 | 8.259 |
| Personalverbindlichkeiten | 65.305 | 65.295 | 50.639 | 50.635 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 55.545 | 52.919 | 70.766 | 68.310 |
| Summe | 139.098 | 136.462 | 129.664 | 127.204 |
Der Anstieg der anderen Verbindlichkeiten war auf die Erhöhungen der Steuerverbindlichkeiten und Personalverbindlichkeiten zurückzuführen, während die übrigen Verbindlichkeiten rückläufig waren.
Die übrigen Verbindlichkeiten setzten sich aus vielen unwesentlichen Einzelsachverhalten in den Konzerngesellschaften zusammen.
Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Schadensersatzrückstellungen | 4.628 | 5.113 |
| Retourenrückstellungen | 13.633 | 17.430 |
| Summe | 18.261 | 22.543 |
Die Schadensersatzrückstellungen beinhalten mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der damit verbundenen Prozesskosten und entwickelten sich wie folgt:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Stand 01.01. | 5.113 | 1.393 |
| Zuführung | 1.324 | 3.868 |
| Inanspruchnahme | 31 | 1 |
| Auflösung | 1.649 | 100 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | 34 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -129 | -81 |
| Stand 31.12. | 4.628 | 5.113 |
Mit einer Inanspruchnahme wird innerhalb der nächsten zwölf Monate gerechnet. Die Retourenrückstellungen entwickelten sich folgendermaßen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Stand 01.01. | 17.430 | 22.114 |
| Zuführung | 8.122 | 7.827 |
| Inanspruchnahme | 10.080 | 7.452 |
| Auflösung | 1.841 | 5.059 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2 | |
| Stand 31.12. | 13.633 | 17.430 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 444,1 Mio. € (Vorjahr: 320,3 Mio. €). Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf einen deutlich höheren Brutto-Cashflow als Resultat einer deutlichen Steigerung des EBITDA zurückzuführen. Außerdem ergaben sich Mittelzuflüsse im Zusammenhang mit dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig waren höhere Mittelabflüsse aus dem Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen. Er betrug im Berichtsjahr -265,0 Mio. € (Vorjahr: -300,3 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 161,7 Mio. € vorgenommen (Vorjahr: 280,3 Mio. €). Hiervon entfielen 135,1 Mio. € (Vorjahr: 255,4 Mio. €) auf wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios, die mit 84,2 Mio. € den Erwerb eines Markenprodukt-Portfolios in Großbritannien betrafen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen ergaben sich saldierte Auszahlungen aus dem Erwerb der Biopharma-Gruppe in Höhe von 47,5 Mio. €.
Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 31,5 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Einzahlungen aus dem Abgang von Anteilen an konsolidierten Unternehmen sowie aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten betrafen Dividenden des vormals at equity bilanzierten Unternehmens Stellapharm J.V. (vormals STADA Vietnam J.V.), die Teilzahlungen im Zusammenhang mit dem im 4. Quartal 2017 geschlossenen Vertrag zum Verkauf der von STADA gehaltenen Anteile an diesem Unternehmen zum 31.12.2019 darstellen, sowie die finale Kaufpreiszahlung.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst grundsätzlich Zahlungen aus Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, für Dividendenausschüttungen und eigene Anteile sowie aus Eigenkapitalzuführungen. Er belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf -316,7 Mio. € (Vorjahr: 79,7 Mio. €). Diese Entwicklung war vor allem auf die in den Dividendenausschüttungen ausgewiesene Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern aus einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 134,2 Mio. € zurückzuführen. Zudem ergaben sich Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von 17,0 Mio. €. Des Weiteren waren planmäßige Tilgungen von Schuldscheindarlehen zu verzeichnen, denen nur geringe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten gegenüberstanden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war darüber hinaus von der Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen beeinflusst, die nun auch die im Rahmen des zum 01.01.2019 erstmals angewendeten neuen Standards IFRS 16 identifizierten Leasingverhältnisse mit einschließen. Im Vorjahr ergaben sich folgende Effekte: Deutlich höhere Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten resultierten aus den von der Nidda Healthcare Holding GmbH an STADA gewährten Darlehen. Gegenläufig ergaben sich auch höhere Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten. Die Gläubiger der STADA Arzneimittel AG waren auf Grund der in 2017 erfolgten Übernahme gemäß den Finanzierungsbedingungen berechtigt, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen vorzeitig zu kündigen. In diesem Zusammenhang wurde bereits im 1. Quartal 2018 u.a. ein Teilbetrag in Höhe von 360,2 Mio. € vorzeitig fällig gestellt. Im 2. Quartal 2018 erfolgte als weiterer wesentlicher Effekt die planmäßige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 347,1 Mio. €.
Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 179,1 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €).
Der Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 setzt sich dabei aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen.
Der um Effekte aus Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Effekte aus Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow errechnet sich wie folgt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 444.080 | 320.288 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -264.988 | -300.284 |
| + Auszahlungen für Investitionen in Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 | 47.538 | -19.185 |
| + Auszahlungen für wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für den kurzfristigen Ausbau des Produkt-Portfolios | 135.071 | 255.384 |
| - Einzahlungen aus Abgängen bei wesentlichen Desinvestitionen | 145 | 375 |
| - Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Unternehmen | 1.903 | 6.225 |
| - Einzahlungen aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) | 22.755 | - |
| Bereinigter Free Cashflow | 336.898 | | 249.603 |
Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.
Die Segmentierung im STADA-Konzern basiert auf vertrieblicher Differenzierung. Damit wird die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten wesentlich durch die vertriebliche Positionierung determiniert. Ändert sich diese für Teile des Produkt-Portfolios, werden die dazugehörigen Umsätze umgegliedert.
Gemäß der Unternehmensstruktur wird der Konzern nach operativen Segmenten, d.h. nach den beiden Segmenten Generika und Markenprodukte, gesteuert.
Bei Generika handelt es sich um Produkte für den Gesundheitsmarkt - in der Regel mit Arzneimittelcharakter -, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der drei folgenden Kriterien erfüllt:
| ― |
Das Produkt wird unter Betonung eines günstigen Preises, in der Regel gegenüber dem wirkstoffgleichen Produkt eines anderen Anbieters, angeboten |
oder
| ― |
das Produkt ist integraler Teil eines produkt- und indikationsübergreifenden Vermarktungskonzepts für überwiegend verschreibungspflichtige Produkte mit Wirkstoffen, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind, |
oder
| ― |
das Produkt wird unter seinem internationalen Freinamen (INN) vertrieben. |
Bei Markenprodukten handelt es sich um Produkte für den Gesundheitsmarkt, die einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten, deren gewerbliche Schutzrechte abgelaufen sind und deren vertriebliche Positionierung eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt:
| ― |
Das Produkt wird unter einem produktspezifischen Markennamen und unter Betonung spezifischer Produkteigenschaften angeboten, die auf eine Alleinstellung des Produkts gegenüber Wettbewerbsprodukten und anderen Konzernprodukten abzielen, |
oder
| ― |
das Produkt ist Teil eines Vermarktungskonzepts für überwiegend nicht verschreibungspflichtige Produkte, die mehrheitlich unter einem produktspezifischen Markennamen und unter Betonung verschiedener spezifischer Produkteigenschaften angeboten werden, die auf eine Alleinstellung des Produkts gegenüber Wettbewerbsprodukten und anderen Konzernprodukten abzielen. |
Alle weiteren Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte, die den Segmenten nicht direkt zugeordnet werden können, sowie die Eliminierung von Umsatzerlösen zwischen Segmenten werden unter der Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung ausgewiesen.
Die Angaben zu den wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten beinhalten Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, jedoch nicht planmäßige Abschreibungen, sowie die Saldierung aus Wertminderungen und Zuschreibungen. Darüber hinaus sind weitere zahlungsunwirksame Sachverhalte, insbesondere nicht zahlungswirksame Effekte aus Abgrenzungen für Krankenkassenabrechnungen, hier enthalten. Auf einen Ausweis der Segmentschulden sowie des langfristigen Segmentvermögens wird verzichtet, da diese für die Konzernsteuerung und für das Konzernreporting ohne Relevanz sind.
| in T€ | 2019 | 2018 | |
| Generika | Externe Umsatzerlöse | 1.534.678 | 1.382.833 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 239 | 301 | |
| Gesamter Umsatz | 1.534.917 | 1.383.134 | |
| Operatives Ergebnis | 345.810 | 291.859 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 66.596 | 51.059 | |
| Wertminderungen | 26.323 | 17.466 | |
| Wertaufholungen | -2.527 | -1.265 | |
| EBITDA | 436.196 | 359.213 | |
| Sondereffekte innerhalb des EBITDA | 608 | 436 | |
| davon: | |||
| • Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen | 340 | 436 | |
| • Abfindungen | 268 | - | |
| • Sonstige | - | - | |
| EBITDA bereinigt | 436.804 | 359.649 | |
| Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses | -177.143 | -160.423 | |
| Markenprodukte | Externe Umsatzerlöse | 1.073.885 | 947.991 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - | - | |
| Gesamter Umsatz | 1.073.885 | 947.991 | |
| Operatives Ergebnis | 175.605 | 165.039 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 80.084 | 67.252 | |
| Wertminderungen | 48.177 | 24.700 | |
| Wertaufholungen | -6.052 | -14.634 | |
| EBITDA | 297.814 | 242.469 | |
| Sondereffekte innerhalb des EBITDA | -1.786 | -1.897 | |
| davon: | |||
| • Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen | -1.969 | -1.897 | |
| • Abfindungen | 183 | - | |
| • Sonstige | - | - | |
| EBITDA bereinigt | 296.028 | 240.572 | |
| Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses | -18.384 | -25.553 |
| Überleitung Konzernholding/ Sonstiges und Konsolidierung | Externe Umsatzerlöse | - | - |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | -239 | -301 | |
| Gesamter Umsatz | -239 | -301 | |
| Operatives Ergebnis | -135.615 | -78.848 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 13.775 | 4.221 | |
| Wertminderungen | 625 | - | |
| Wertaufholungen | - | - | |
| EBITDA | -121.215 | -71.068 | |
| Sondereffekte innerhalb des EBITDA | 13.863 | -25.672 | |
| davon: | |||
| • Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen | - | - | |
| • Abfindungen | 13.863 | 2.595 | |
| • Sonstige | - | -28.267 | |
| EBITDA bereinigt | -107.352 | -96.740 | |
| Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des operativen Ergebnisses | -21.026 | 18.186 | |
| Konzern | Externe Umsatzerlöse | 2.608.563 | 2.330.824 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - | - | |
| Gesamter Umsatz | 2.608.563 | 2.330.824 | |
| Operatives Ergebnis | 385.800 | 378.050 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 160.455 | 122.532 | |
| Wertminderungen | 75.125 | 42.166 | |
| Wertaufholungen | -8.579 | -15.899 | |
| EBITDA | 612.795 | 530.614 | |
| Sondereffekte innerhalb des EBITDA | 12.685 | -27.133 | |
| davon: | |||
| • Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen | -1.629 | -1.461 | |
| • Abfindungen | 14.314 | 2.595 | |
| • Sonstige | - | -28.267 | |
| EBITDA bereinigt | 625.480 | 503.481 | |
| Sonstige wesentliche zahlungsu nwi rksa me Posten des operativen Ergebnisses | -216.553 | -167.790 |
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Bereinigtes EBITDA der Segmente | 732.832 | 600.221 |
| Sondereffekte innerhalb des EBITDA | -1.178 | -1.461 |
| Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung | -121.215 | -71.068 |
| Planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen | 227.001 | 148.799 |
| Finanzielle Erträge | 3.571 | 5.624 |
| Finanzielle Aufwendungen | 48.634 | 44.565 |
| Ergebnis vor Steuern Konzern | 340.731 | | 342.874 |
| Umsatzentwicklung nach Sitz der Gesellschaft | Langfristige Vermögenswerte | |||
| in T€ | 2019 | 2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Deutschland | 679.856 | 551.287 | 854.448 | 863.574 |
| Großbritannien | 310.850 | 260.243 | 465.965 | 380.020 |
| Russische Föderation | 285.281 | 331.446 | 217.174 | 181.273 |
| Italien | 251.249 | 223.439 | 38.157 | 41.488 |
| Serbien | 153.449 | 147.951 | 295.326 | 289.317 |
| Restliche Länder | 927.878 | 816.458 | 368.309 | 303.000 |
| Summe Konzern | 2.608.563 | 2.330.824 | 2.239.379 | 2.058.672 |
In der Darstellung der Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft werden die Umsatzerlöse mit fremden Dritten nach Sitz der fakturierenden Gesellschaft der genannten Länder ausgewiesen.
Die Angaben zu dem Vermögen nach Ländern beziehen sich auf Teile der langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen).
Gemäß IFRS 8.34 hat ein Unternehmen anzugeben, wenn sich die Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden bzw. einer Kundengruppe auf mindestens 10% der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen. Im Berichtsjahr traf dies auf einen Kunden zu. Die identifizierten Umsatzerlöse mit diesem Kunden beliefen sich auf 338,4 Mio. € (Vorjahr: 325,0 Mio. €). Die erzielten Umsatzerlöse entfielen auf das Segment Generika und auf das Segment der Markenprodukte. Die gleiche Information traf ebenfalls für das Vorjahr zu.
Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch erst durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer Ereignisse in der Zukunft manifest werden, die nicht unter der Kontrolle von STADA stehen. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten auch bei gegenwärtigen Verpflichtungen, bei denen der damit verbundene Ressourcenabfluss jedoch nicht als wahrscheinlich angesehen wird bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend geschätzt werden kann.
Bei STADA bestehen Eventualverbindlichkeiten unter anderem im Zusammenhang mit Patentrisiken für bestimmte pharmazeutische Wirkstoffe und damit verbundenen anhängigen bzw. drohenden Verfahren. Für die Ermittlung möglicher Verpflichtungen aus Patentrisiken im Rahmen der Berichterstattung zu Eventualverbindlichkeiten wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 das Ablaufdatum des zu Grunde liegenden Patents herangezogen. Wenn diese Ermittlungslogik zum 31.12.2018 bereits Anwendung gefunden hätte, wären Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 50,8 Mio. € berichtet worden (anstatt 31,0 Mio. €, die zum 31.12.2018 veröffentlicht wurden).
Die möglichen Verpflichtungen beliefen sich zum 31.12.2019 auf ca. 58,8 Mio. € (Vorjahr: 50,8 Mio. €). Der Anstieg um 8,0 Mio. € zum Vorjahr begründet sich im Wesentlichen durch mögliche Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten.
Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, da die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Vermögensabflusses unter 50% liegt. Die sich aus diesen Risiken potenziell ergebenden Abflüsse wären in der Regel kurzfristiger Art.
Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen | 5.265 | 48.743 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 99.998 | 84.408 |
| Summe | 105.163 | 133.151 |
Auf Grund der Einführung des IFRS 16 zum 01.01.2019 werden Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfasst, weshalb diese im Berichtsjahr nicht mehr in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgeführt sind. In der Angabe zu den zukünftigen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen zum 31.12.2019 sind allerdings Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie aus Leasingverträgen über geringwertige Vermögensgegenstände enthalten, da diese nicht in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanziert werden. Die Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen gem. IAS 17 betrafen im Vorjahr u.a. IT-Equipment und Kraftfahrzeuge und Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Bürogebäude.
Die Summe der künftigen Zahlungen auf Grund von Leasingverhältnissen setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
| Verpflichtungen Leasingverhältnisse | ||
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 3.505 | 18.161 |
| Restlaufzeiten über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.336 | 27.649 |
| Restlaufzeiten über 5 Jahre | 424 | 2.933 |
| Summe | 5.265 | 48.743 |
Die Verpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse belaufen sich zum 31.12.2019 auf 0,3 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Leasingzahlungen in Höhe von 11,8 Mio. € (Vorjahr: 34,6 Mio. €) aufwandswirksam erfasst. Darin waren Aufwendungen in Höhe von 1,9 Mio. € für kurzfristige Leasingverhältnisse und 0,6 Mio. € für Leasingverhältnisse mit geringwertigen Vermögensgegenständen enthalten.
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden langfristige Verpflichtungen für Logistik- und Buchhaltungsdienstleistungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind u.a. Veritätshaftungsverhältnisse in Höhe von 33,7 Mio. € in Spanien, Belgien und Großbritannien und weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.
Zu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien werden folgende Angaben gemacht, wobei für die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 folgende Abkürzungen angewandt werden: AC ("at amortized cost") entspricht Krediten und Forderungen, FVPL ("fair value through profit and loss") entspricht zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, FVOCI ("fair value through other comprehensive income") entspricht erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, AC ("financial liabilities measured at amortized cost") entspricht finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
| in T€ | Kategorie | Buchwert 31.12.2019 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Wertansatz nach IFRS 16 |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel | AC | 206.039 | 206.039 | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 600.240 | 600.240 | - | _ | - |
| zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 14.850 | - | 14.850 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 59.730 | 59.730 | - | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Accounting | n/a | 375 | - | - | 375 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Accounting | FVPL | 43 | - | - | 43 | - |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 414.024 | 414.024 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 40.218 | 40.218 | - | - | - |
| Schuldscheindarlehen | AC | 48.452 | 48.452 | - | - | - |
| Anleihe | AC | 266.591 | 266.591 | - | - | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | AC | 929.609 | 929.609 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 562.299 | 562.299 | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 55.476 | - | - | - | 55.476 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten im Hedge-Accounting | n/a | 615 | - | - | 615 | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Accounting | FVPL | 311 | - | - | 311 | - |
| Davon aggregiert | ||||||
| Financial assets at amortized cost | AC | 866.009 | 866.009 | - | - | - |
| Financial assets FVOCI | FVOCI | 14.850 | - | 14.850 | - | - |
| Financial liabilities measured at amortized cost | AC | 2.261.193 | 2.261.193 | - | - | - |
| in T€ | Fair Value 31.12.2019 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel | 206.039 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 600.240 |
| zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 14.850 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte: | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 59.730 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Accounting | 375 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Accounting | 43 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.024 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40.218 |
| Schuldscheindarlehen | 49.988 |
| Anleihe | 271.881 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | 942.347 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 562.299 |
| Leasingverbindlichkeiten | 55.476 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten im Hedge-Accounting | 615 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Accounting | 311 |
| Davon aggregiert | |
| Financial assets at amortized cost | 866.009 |
| Financial assets FVOCI | 14.850 |
| Financial liabilities measured at amortized cost | 2.280.757 |
Zu Buchwerten, Wertansätzen und beizulegenden Zeitwerten nach Bewertungskategorien des Vorjahres werden folgende Angaben gemacht:
| in T€ | Kategorie | Buchwert 31.12.2018 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Wertansatz nach IAS 17 |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel | AC | 343.794 | 343.794 | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 503.902 | 503.902 | - | - | - |
| zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 12.109 | - | 12.109 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 11.341 | 11.341 | - | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Accounting | n/a | 1.850 | 1.850 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Accounting | FVPL | 387 | - | - | 387 | - |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 315.080 | 315.080 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 42.951 | 42.951 | - | - | - |
| Schuldscheindarlehen | AC | 177.882 | 177.882 | - | - | - |
| Anleihe | AC | 272.887 | 272.887 | - | - | - |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | AC | 929.609 | 929.609 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 288.779 | 288.779 | - | - | - |
| Finanzierungsleasing | n/a | 4.012 | - | - | - | 4.012 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten im Hedge-Accounting | n/a | 80 | - | - | 80 | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Accounting | FVPL | 15 | - | - | 15 | - |
| Davon aggregiert | ||||||
| Financial assets at amortized cost | AC | 859.037 | 859.037 | - | - | - |
| Financial assets FVOCI | FVOCI | 12.109 | - | 12.109 | - | - |
| Financial liabilities measured at amortized cost | AC | 2.027.188 | 2.027.188 | - | - | - |
| in T€ | Fair Value 31.12.2018 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel | 343.794 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 503.902 |
| zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 12.109 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte: | |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | 11.341 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Accounting | 1.850 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Hedge-Accounting | 387 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 315.080 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42.951 |
| Schuldscheindarlehen | 179.060 |
| Anleihe | 273.941 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern | 929.609 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 288.779 |
| Finanzierungsleasing | 4.012 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten im Hedge-Accounting | 80 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne Hedge-Accounting | 15 |
| Davon aggregiert | |
| Financial assets at amortized cost | 859.037 |
| Financial assets FVOCI | 12.109 |
| Financial liabilities measured at amortized cost | 2.029.421 |
Da Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Abweichungen der beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten ergeben sich wie in der oben stehenden Tabelle dargestellt bei den Schuldscheindarlehen, den Anleihen sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve ermittelten Cashflows auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, die markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen ebenfalls regelmäßig kurze Restlaufzeiten auf, so dass die bilanzierten Werte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente für die jeweiligen Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten ermittelt wurden:
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||||
| Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen in T € auf wiederkehrender Grundlage | Notierte Preise auf aktiven Märkten | Bewertungsmethoden mit am Markt beobachtbaren Inputparametern | Bewertungsmethoden mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern | |||
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) | ||||||
| • Finanzanlagen | 4.165 | - | - | - | - | - |
| • Factoringfähige Forderungen | - | - | 14.850 | 12.109 | - | - |
| Financial assets held for trading (FVPL) | ||||||
| • Devisentermingeschäfte | - | - | 43 | 387 | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung | ||||||
| • Fair Value-Hedges | - | - | 375 | 1.850 | - | - |
| Financial liabilities held for trading (FVPL) | ||||||
| • Devisentermingeschäfte | - | - | 262 | 15 | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung | ||||||
| • Fair Value-Hedges | - | - | 615 | 80 | - | - |
Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVOCI) beinhalten factoringfähige Forderungen. Diese finanziellen Vermögenswerte, die weiterhin in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden daher in der vorstehenden Tabelle aufgeführt. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen, der nur unwesentlich von dem sich zu fortgeführten Anschaffungskosten ergebenden Wert abweicht, werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. Neu enthalten in dieser Kategorie sind die in der Berichtsperiode erworbenen Anteile an der schwedischen Gesellschaft XBrane. Da die Aktien der Gesellschaft an der Börse gehandelt werden, erfolgt die Eingliederung in Stufe 1.
STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Umgliederungen zwischen den jeweiligen Hierarchiestufen.
Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen.
Die derivativen finanziellen Vermögenswerte (FVPL) und die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten (FVPL) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Devisentermingeschäfte und Devisenswaps), die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten Verfahren ermittelt. Im Vorjahr wurden die beizulegenden Zeitwerte anhand von geeigneten Bewertungsmodellen durch externe Dritte ermittelt.
STADA designiert Devisentermingeschäfte (EUR/RUB, EUR/DKK, EUR/CHF, EUR/AUD und EUR/GBP) als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung des Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse ergeben, werden durch die Wertänderungen der Spotkomponente der Devisentermingeschäfte ausgeglichen. Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv.
Auf Grund eines Einzelsachverhalts sind zu Devisentermingeschäften mit einem Nominalwert von 4,4 Mio. € mit einer Fälligkeit bis 06.02.2020 die Grundgeschäfte kurzfristig weggefallen. Die in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten befindlichen Devisentermingeschäfte haben alle einen negativen Marktwert von 0,2 Mio. €, der in den anderen Aufwendungen erfasst ist.
Im Geschäftsjahr 2019 lagen wie im Vorjahr keine in Hierarchiestufe 3 eingeordneten und zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vor.
Das erfolgswirksame Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt aufgliedern:
| Aus Folgebewertung | Nettoergebnis | |||||
| Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in T€ |
Aus Zinsen und Dividenden | Zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Aus Abgang | |
| Financial assets at amortized cost | 1.339 | - | -3.231 | 8.768 | - | 6.876 |
| Financial assets FVOCI | -720 | - | - | -595 | - | -1.315 |
| Financial assets FVPL | -49 | -2.237 | - | - | -537 | -2.823 |
| Financial liabilities measured at amortized cost | -45.019 | - | -8.989 | - | - | -54.008 |
| Financial liabilities held for trading (FLHfT) | -292 | -8.400 | - | - | -1.756 | -10.448 |
| Summe | -44.741 | -10.637 | -12.220 | 8.173 | -2.293 | -61.718 |
| Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in T€ |
Nettoergebnis 31.12.2018 |
| Financial assets at amortized cost | -13.936 |
| Financial assets FVOCI | -1.564 |
| Financial assets FVPL | 1.172 |
| Financial liabilities measured at amortized cost | -34.948 |
| Financial liabilities held for trading (FLHfT) | -12.007 |
| Summe | -61.283 |
Der Ausweis der Zinsen aus Finanzinstrumenten erfolgt in den finanziellen Erträgen und finanziellen Aufwendungen im Zinsergebnis. Erhaltene Dividenden werden im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit Ausnahme der Bewertungsergebnisse der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Devisenswaps, die in den finanziellen Erträgen bzw. in den finanziellen Aufwendungen sowie teilweise auch im Kursergebnis erfasst werden, erfolgt der Ausweis der übrigen Komponenten des Nettoergebnisses in den sonstigen Erträgen bzw. in den anderen Aufwendungen. Das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten bezieht sich auf Realisierungen von Devisenswaps.
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Zinserträge | ||
| • aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | -19 | 2.079 |
| Zinsaufwendungen | ||
| • aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | 2.920 | 36.158 |
Es bestehen revolvierende Forderungsverkaufsvereinbarungen mit Banken und Finanzinstituten (zusammen "Forderungskäufer") mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken bei zwei Vereinbarungen ohne Gesamtankaufslimit und bei zwei Vereinbarungen mit einem Ankaufslimit von 26,2 Mio. €. Die Vereinbarungen haben eine unbegrenzte Laufzeit mit regelmäßigen Kündigungsmöglichkeiten, wobei STADA frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Beide Risiken werden gegen Zahlung einer im Ausbuchungszeitpunkt aufwandswirksam erfassten fixen Programmgebühr und bei zwei Programmen durch Zahlung monatlicher Diskontgebühren vollständig auf den Forderungskäufer übertragen.
Das Nominalvolumen der von STADA unter den Factoring-Vereinbarungen verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschlussstichtag in Euro umgerechnet 47,2 Mio. €.
Es bestehen Factoring-Vereinbarungen, gemäß denen STADA auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem Gesamtankaufslimit von 136,8 Mio. € an Banken und Finanzinstitute verkauft. Die Vereinbarungen haben eine unbegrenzte Laufzeit mit regelmäßigen Kündigungsmöglichkeiten, wobei STADA frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko wird teilweise auf die Forderungskäufer übertragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von STADA getragen. Das von STADA maximal zu tragende Kreditrisiko beläuft sich zum Abschlussstichtag auf in Euro umgerechnet 1.8 Mio. €. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Käufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von STADA getragen. Das aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für STADA aus den zum Abschlussstichtag verkauften Forderungen beträgt in Euro umgerechnet 1,9 Mio. €. Das Nominalvolumen der von STADA unter den Factoring-Vereinbarungen verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschlussstichtag in Euro umgerechnet 61,6 Mio. €. Das anhaltende Engagement der STADA zum 31.12.2019 betrug in Euro umgerechnet 1.9 Mio. € und der Buchwert der verbundenen Verbindlichkeit in Euro umgerechnet 1,9 Mio. €.
Die Grundzüge der Finanzpolitik und des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Betrag der aktuellen Risiken informiert.
Die Bilanz- und Konzernwährung von STADA ist der Euro. Auf Grund der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist STADA Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt.
Diese Risiken bestehen einerseits in möglichen Wertänderungen, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der jeweiligen funktionalen Währung, durch Schwankungen der Wechselkurse (Transaktionsrisiko).
Diesem Risiko ist STADA jedoch nur in sehr begrenztem Umfang ausgesetzt, da das Unternehmen währungsbedingte Risiken neben natürlichen Absicherungen (so genannten "natural hedges") auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet, die zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Im Berichtsjahr setzte STADA Devisenterminkontrakte und Währungsswaps ein. Die Fälligkeit der Terminkontrakte ist an die Laufzeit der Grundgeschäfte angepasst. Die Restlaufzeit der Kontrakte beträgt aktuell bis zu einem Jahr.
Andererseits führen Wechselkurschwankungen im Konzernabschluss auf Grund der Umrechnung der Bilanzpositionen sowie der Erträge und Aufwendungen der ausländischen Konzerngesellschaften mit einer vom Euro abweichenden funktionalen Währung zu einem bilanziellen Effekt (Translationsrisiko). Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich im Allgemeinen negativ und eine Abwertung positiv aus.
Die quantitativen Angaben zum Währungsänderungsrisiko ermittelt STADA durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen der Konzerngesellschaften, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft denominiert sind. Sofern Sicherungsgeschäfte vorliegen, werden diese dem aus der Aggregation entstandenen aktivischen oder passivischen Saldo gegenübergestellt. Dabei ergeben sich die nachfolgend dargestellten wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, die sich bei einer Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung bzw. 10%ige Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung wie folgt darstellen:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||||
| in T€ | Britisches Pfund | Russischer Rubel | Ukrainische Griwna | Serbischer Dinar | US-Dollar | Ukrainische Griwna |
| Offene Fremdwährungsposition | +29.209 | +18.147 | -14.873 | +24.575 | +15.756 | -23.193 |
| Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Aufwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% | -6.469 | -2.021 | -1.741 | +2.458 | -1.576 | -2.319 |
| Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung um 10% | 6.469 | 2.021 | 1.741 | -2.458 | +1.576 | +2.319 |
| Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Aufwertung des Euro gegenüber der jewei ligen funktionalen Währung um 10% | -8.446 | -19.326 | -1.412 | -15.325 | -1.576 | -1.862 |
| Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Abwertung des Euro gegenüber der jewei ligen funktionalen Währung um 10% | 8.446 | 19.326 | 1.412 | +15.325 | +1.576 | +1.862 |
Hierbei wird jedes Währungsrisiko isoliert, d.h. ohne wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt.
Bei den ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen in britischem Pfund, russischem Rubel und ukrainischer Griwna handelt es sich um einen Saldo aus Fremdwährungsbeständen bei ausländischen Konzerngesellschaften in Euro und offenen Fremdwährungsbeständen in britischem Pfund, russischem Rubel und ukrainischer Griwna. Die ausgewiesenen offenen Fremdwährungspositionen im Vorjahr in US-Dollar betreffen ausschließlich Fremdwährungsbestände bei in- und ausländischen Konzerngesellschaften in US-Dollar. Das Währungsänderungsrisiko aus Konzernsicht ergibt sich bei den offenen Fremdwährungsbeständen in Euro aus der funktionalen Währung der jeweiligen ausländischen Konzerngesellschaft. Insgesamt hätte sich auf Basis der offenen Fremdwährungspositionen zum Bilanzstichtag bei einer Aufwertung bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung gegenüber den relevanten Transaktionswährungen für den Konzern um 10% ein Ergebniseffekt in Höhe eines Aufwands von 13,8 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €) bzw. in Höhe eines Ertrags von 13,8 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €) ergeben.
Zinsrisiken bestehen für STADA bei Anlagen von Finanzmitteln als auch bei Finanzschulden, hauptsächlich in der Eurozone. In 2019 waren durchschnittlich 25% (Vorjahr: 33%) der auf Euro lautenden Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. In 2019 hat STADA keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Dabei ermittelt STADA bestehende Zinsänderungsrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen, die die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital darstellen. In die Berechnung werden grundsätzlich - sofern relevant - folgende Sachverhalte einbezogen:
• Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, die nicht gegen Zinsänderungsrisiken gesichert wurden
| in Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | -6,2 | -4,5 |
| Ertrag (+) / Aufwand (-) bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | +0,4 | +0,4 |
| Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | - | - |
| Eigenkapitalerhöhung (+) / Eigenkapitalverminderung (-) bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte | - | - |
Das Zinsänderungsrisiko ist bei STADA von nachgelagerter Bedeutung.
STADA ist einem Ausfallrisiko im operativen Geschäft ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken werden neben der Durchführung angemessener Kreditmanagementprozesse entsprechende Geschäfte in der Regel nur mit Kontrahenten einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Ausfallrisiken bestehen auch auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus diesem Grund strebt STADA nur Geschäftsverbindungen mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität an. Darüber hinaus sichert sich STADA teilweise durch geeignete Maßnahmen wie Bürgschaften/Garantien, Kreditversicherungen oder die Übertragung von Vermögenswerten gegen das Ausfallrisiko ab. Im operativen Bereich werden überfällige Forderungen fortlaufend überwacht und potenzielle Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen antizipiert. Des Weiteren besteht das Risiko, dass in einem schwierigen konjunkturellen und finanziellen Umfeld nationale Gesundheitssysteme Zahlungen an STADA oder Geschäftspartner von STADA verzögert oder überhaupt nicht leisten und dass damit direkt oder indirekt erhöhte Ausfallrisiken entstehen.
Das maximale Kreditausfallrisiko von STADA ergibt sich aus den Buchwerten der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte. Daneben hat STADA Bürgschaften und Garantien gewährt, die zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von insgesamt 34,4 Mio. € (Vorjahr: 29,0 Mio. €) ausmachten (vgl. Angabe 46.). Als Kreditbesicherungen werden verschiedenartige Sicherheiten von STADA gehalten, darunter Hypotheken, Bank- bzw. Corporate-Garantien, Forderungsabtretungen sowie verpfändete Vorräte. Darüber hinaus bestehen für bestimmte Märkte bzw. Kunden Warenkreditversicherungen.
Liquiditätsrisiken können bspw. durch den Ausfall bestehender Cash-Positionen, mangelnde Verfügbarkeit von Kreditmitteln, den reduzierten Zugang zu den Finanzierungsmärkten oder Schwankungen im operativen Geschäftsverlauf entstehen. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und finanziellen Flexibilität des STADA-Konzerns durch einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven. STADA finanziert sich über kurz- und langfristige Kredite bei Banken, Schuldscheindarlehen, Anleihen und Factoring. Darüber hinaus verfügt STADA über einen soliden operativen Cashflow.
STADA begegnet den Währungsrisiken durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, die ausschließlich zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten und Finanztransaktionen resultierenden Währungsrisiken eingesetzt werden. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.
Das Gesamtvolumen währungsbezogener Derivate setzte sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Nominalwert | Beizulegender Zeitwert | Nominalwert | Beizulegender Zeitwert |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung Devisenswaps | 11.469 | -268 | 10.556 | 372 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung Devisenswap | 87.177 | -240 | 68.422 | 1.770 |
| Summe | 98.646 | -508 | 78.978 | 2.142 |
STADA designiert Devisentermingeschäfte (EUR/RUB, EUR/DKK, EUR/CHF, EUR/AUD und EUR/GBP) als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung des Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse ergeben, werden durch die Wertänderungen der Spotkomponente der Devisentermingeschäfte ausgeglichen. Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv. Im Berichtszeitraum wurden neue Fair-Value-Hedges mit einem Nominalvolumen von insgesamt 284,7 Mio. € zur Reduzierung des Fair-Value-Risikos designiert (Vorjahr: 681,5 Mio. €). Bei STADA waren zum 31.12.2019 Währungsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert -240 T € (31.12.2018: 1.770 T €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair-Value-Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultierten im Geschäftsjahr 2019 im Kursergebnis erfasste Gewinne von 9.237 T € (Vorjahr: Verluste von 4.088 T €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Spotkomponente der Sicherungsgeschäfte wurden Verluste von 9.237 T € (Vorjahr: Gewinne von 4.088 T €) im Kursergebnis erfasst.
| in T€ | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Nominalvolumen gesamt 31.12.2019 | Nominalvolumen gesamt 31.12.2018 | Durchschnittlicher Sicherungskurs/-preis |
| Absicherung des Währungsrisikos | ||||
| • Devisentermingeschäfte RUB | 7.025 | 7.025 | 10.556 | 72,7549 |
| • Devisenswapgeschäfte RUB | 34.872 | 34.872 | 49.068 | 71,5217 |
| • Devisenswapgeschäfte CHF | 1.829 | 1.829 | 11.496 | 1,0936 |
| • Devisenswapgeschäfte GBP | 49.980 | 49.980 | 3.968 | 0,8503 |
| • Devisentermingeschäfte AUD | 1.213 | 1.213 | 1.206 | 1,6489 |
| • Devisenswapgeschäfte DKK | 2.011 | 2.011 | 2.684 | 7,4584 |
| in T€ | Buchwert 31.12.2019 | Bilanzposten 31.12.2019 | Fair Value Änderung zur Ermittlung von Ineffektivitäten 31.12.2019 | Nominalvolumen 31.12.2019 |
| Absicherung des Währungsrisikos | ||||
| • Devisentermingeschäfte | ||||
| - derivative Vermögenswerte | 375 | sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 49.173 |
| - derivative Verbindlichkeiten | -615 | sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 38.004 |
Vorjahr:
| in T€ | Buchwert 31.12.2019 | Bilanzposten 31.12.2018 | Fair Value Änderung zur Ermittlung von Ineffektivitäten 31.12.2018 | Nominalvolumen 31.12.2018 |
| Absicherung des Währungsrisikos | ||||
| • Devisentermingeschäfte | ||||
| - derivative Vermögenswerte | 1.850 | sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 15.465 |
| - derivative Verbindlichkeiten | -80 | sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 52.957 |
Ziele des Kapitalmanagements von STADA sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des profitablen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Das Kapitalmanagement von STADA zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Bei der Umsetzung und Prüfung des Kapitals und der Liquidität des Konzerns werden die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.
Als wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements von STADA gilt das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA, das im Geschäftsjahr 2019 bei 1,7 lag (Vorjahr: 2,1).
Die Nettoverschuldung und das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.244.788 | 978.386 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 40.082 | 444.943 |
| Bruttoverschuldung | 1.284.870 | 1.423.329 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" | 206.039 | 343.794 |
| Nettoverschuldung | 1.078.831 | 1.079.535 |
| EBITDA (bereinigt) | 625.481 | 503.481 |
| Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA | 1,7 | 21 |
Die Finanzierungsverträge sehen ein Rückgaberecht der Anleihen, Schuldscheindarlehen oder Bankdarlehen durch die jeweiligen Investoren vor, wenn ein Kontrollwechsel und eine Änderung des Ratings der STADA erfolgt. Die Nidda Healthcare Holding AG (nunmehr Nidda Healthcare Holding GmbH) hat sich im Rahmen des Übernahmeangebots verpflichtet, für die Finanzierungsbeträge, die bei vorzeitiger Rückzahlung der STADA-Finanzierungen anstehen, STADA eine Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Das Darlehen der Gesellschafterin beträgt zum 31.12.2019 929,6 Mio. € (Vorjahr: 929,6 Mio. €) und wird innerhalb der langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Dieses Darlehen wurde zur Berechnung der Nettoverschuldung mit einbezogen.
Der größte Anteilseigner der STADA Arzneimittel AG ist die Nidda Healthcare GmbH mit rund 93,70% der STADA-Aktien. Der STADA-Konzernabschluss wird in den Abschluss des Nidda-Konzerns einbezogen. Zwischen der Nidda Healthcare GmbH und der STADA Arzneimittel AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften sowie deren Muttergesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Mutterunternehmen und Schwesterunternehmen und Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.
Personen in Schlüsselpositionen sind die Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG, deren Bezüge zusammenfassend in Angabe 50. dargestellt werden.
Die Hauptaktionäre der obersten Muttergesellschaft der Nidda German Topco GmbH, Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, haben ausgewählten Führungskräften des Konzerns, darunter alle Mitglieder des Vorstands von STADA und einige Mitglieder seines Aufsichtsrats (Führungskräfte in Schlüsselpositionen), einen Anteilskaufplan angeboten. Gemäß den Bedingungen des Angebots sind die in Frage kommenden Führungskräfte berechtigt, eine Beteiligung an einer deutschen Kommanditgesellschaft (GmbH & Co KG) zu erwerben. Die Kommanditbeteiligung an der Partnerschaft beträgt 7,3 Mio. € und wird von Führungskräften in Schlüsselpositionen (24%), sonstigen Führungskräften (48%) und den Hauptaktionären von Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, sowie Drittparteien (28%) gehalten. Entsprechend hält die Partnerschaft 8,0% der von Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, ausgegebenen Stammaktien.
Der Kaufpreis der Kommanditbeteiligung an der GmbH & Co KG wird zu jedem Erwerbsdatum auf Grundlage des Zeitwerts der Stammaktien der Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, und der zusätzlichen Besonderheiten des Programms festgelegt. Der Zeitwert der Stammaktien der Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, wird auf Grundlage der Discounted-Cash-Flow-Bewertung unter Berücksichtigung des zu erwartenden Cashflows aus der Investition in STADA sowie für die von den Nidda-Konzernunternehmen ausgegebenen Finanzierungsinstrumente festgelegt. Die Kaufpreisberechnung wird als der Zeitwert der Kommanditbeteiligung an der GmbH & Co KG, jedoch nicht als Gewährung einer zusätzlichen Vergütung für das Management angesehen. Im Falle einer Weiterbeschäftigung durch das Unternehmen wird das Management über diese Investition an der Änderung des Zeitwerts der Stammaktien der Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, teilhaben, indem es die Aktien gemeinsam mit den anderen Aktionären der Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, endgültig verkauft.
Weder die Nidda Topco S.à r.l., Luxemburg, noch die Nidda German Topco GmbH oder ein anderes Konzernunternehmen sind verpflichtet, dem Management im Rahmen dieses Programms irgendeinen Betrag zu zahlen. Gemäß IFRS 2 wird das Programm als ein anteilsbasierter Vergütungsplan behandelt, der Führungskräften keine oder keine wesentliche zusätzliche Vergütung gewährt.
Bain Capital Investors, LLC, Wilmington, Delaware, USA, und Cinven (Luxco 1) S.A., Luxemburg, üben mittelbar die gemeinschaftliche Kontrolle über die Tochtergesellschaft Nidda Topco S.à r.l. aus, die wiederum indirekt über folgende Tochtergesellschaften - die Nidda Midco S.à r.l., die Nidda German Topco GmbH, die Nidda German Midco GmbH, die Nidda BondCo GmbH und die Nidda Healthcare Holding GmbH - durch die direkte Aktionärin Nidda Healthcare GmbH die beherrschenden Anteile an der STADA Arzneimittel AG hält. Bei der unmittelbaren Tochtergesellschaft der Cinven (Luxco 1) S.A., der Cinven Capital Management (VI) General Partner Limited, St. Peter Port, Guernsey, handelt es sich um den Fondsmanager bestimmter Gesellschaften des Sixth-Cinven-Fonds im Sinne einer Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten des STADA-Konzerns entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | -4 | -9 |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | 182 | 178 |
| Assoziierte Unternehmen | 1.657 | 1.112 |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Sonstige finanzielle Forderungen | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | 10 |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | - |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 0 | 29 |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | 2 | 1.779 |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | 1.600 |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | - |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
Die Aufwendungen und Erträge des STADA-Konzerns entfielen im Wesentlichen wie folgt auf Transaktionen mit verbundenen Unternehmen:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Umsätze | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 312 | - |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | 2.637 | 2.217 |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Zinserträge | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 77 | 0 |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | - |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Zinsaufwendungen | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | - |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | 7 |
| Gemeinschaftsunternehmen | - | - |
Daneben bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen STADA und ihren Schwestergesellschaften, aus denen offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag 31.12.2019 in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) hervorgehen. Das Transaktionsvolumen mit diesen Gesellschaften belief sich in 2019 auf insgesamt 8,2 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €).
Darüber hinaus werden die folgenden Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen gemacht:
Die STADA Arzneimittel AG weist zum 31.12.2019 eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von 929,6 Mio. € (31.12.2018: 929,6 Mio. €) gegenüber der Nidda Healthcare Holding GmbH mit einer Verzinsung von EURIBOR +3,5% p.a. (31.12.2018: EURIBOR +3,5% p.a.) aus. Weitere Einzelheiten zu den Finanzverbindlichkeiten sind in den Erläuterungen in Angabe 37. enthalten.
Zusätzlich bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen STADA und ihren Muttergesellschaften, die insbesondere aus einem Beratungsvertrag für Managementleistungen sowie einem Geschäftsbesorgungsvertrag bestehen. Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrags werden Serviceleistungen an die STADA Arzneimittel AG in Rechnung gestellt. Die offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 31.12.2019 3,8 Mio. € (31.12.2018: 1,1 Mio. €). Das Transaktionsvolumen mit diesen Gesellschaften belief sich in 2019 auf insgesamt 3,8 Mio. € (31.12.2018: 4,8 Mio. €).
Zu den Kernelementen des für die Vorstände zur Anwendung kommenden Systems gehören eine erfolgsunabhängige Jahresvergütung, welche die Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds berücksichtigt, sowie eine vom Erreichen jährlicher Performanceziele abhängige Komponente ("Short-Term Incentive", STI). Neben der jahresbezogenen erfolgsabhängigen Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder eine langfristig ausgelegte Vergütungskomponente ("Long-Term Incentive", LTI). Die einzelnen erfolgsabhängigen Komponenten sind auf einen Maximalbetrag begrenzt.
Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat umfasst eine jährliche feste Vergütung sowie eine variable Komponente, abhängig von einer durchschnittlichen Performancekennzahl der letzten drei Jahre. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte. Darüber hinaus erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine feste Vergütung für Ausschusstätigkeiten.
Für Erläuterungen zur anteilsbasierten Vergütung in Form eines Anteilskaufplans für Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf Kapitel 49.1.
Im Folgenden werden die Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG gemäß IAS 24 dargestellt. Sofern abweichend, erfolgen gesonderte Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. § 315e HGB.
| Laufende kurzfristige Bezüge | Laufende langfristige Bezüge | Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Mitglieder des Vorstands | 3.371 | 3.786 | 490 | - | 613 | 1.900 |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | 790 | 786 | - | - | - | - |
| Aufwendungen für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen | Gesamtvergütung | |||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Mitglieder des Vorstands | - | - | 4.474 | 5.686 |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | - | - | 790 | 786 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen nach § 315e HGB in der STADA Arzneimittel AG insgesamt 3,9 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €).
Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands (§ 315e HGB) beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 1.062 T €.
Zum 31.12.2019 bestanden offene Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern des im Geschäftsjahr amtierenden Vorstands aus Abfindungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) sowie aus Tantiemen von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Die offenen Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Vorständen aus Abfindungen beliefen sich auf 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) sowie für Tantiemen auf 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €).
Der Barwert der Pensionszusagen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrug zum 31.12.2019 53.560 T €.
Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der STADA Arzneimittel AG waren zum Bilanzstichtag keine Kredite gewährt. Auch wurden seitens STADAs keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Organmitglieder der STADA Arzneimittel AG eingegangen.
Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH wurden folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2019 bzw. im Vorjahr erfasst:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Honorare des Abschlussprüfers | 775 | 1.021 |
| • davon für Abschlussprüfungen | 693 | 648 |
| • davon für andere Bestätigungsleistungen | 17 | 104 |
| • davon für sonstige Leistungen | 65 | 269 |
| • davon für Steuerberatungsleistungen | - | - |
Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der STADA Arzneimittel AG und deren inländischer Tochtergesellschaften jeweils zum Geschäftsjahresende.
Die unter anderen Bestätigungsleistungen ausgewiesenen Honorare betreffen Leistungen im Zusammenhang mit einer freiwilligen Prüfung des Risikomanagement-Systems.
Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend Beraterleistungen im Zuge eines geplanten Business-Process-Outsourcing-Projekts.
Nach dem Abschlussstichtag ergaben sich die folgenden Ereignisse mit maßgeblicher bzw. möglicherweise maßgeblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des STADA-Konzerns:
Am 07.02.2020 gab STADA bekannt, dass sie auf den Philippinen das FERN-C-Portfolio, ein gut etabliertes Sortiment an Vitamin-C-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln, übernimmt. 1) Hierbei handelt es sich um einen Vermögenserwerb. Der Kaufpreis beträgt ca. 18 Mio. €.
Am 24.02.2020 veröffentlichte STADA, dass sie 15 gut etablierte Consumer-Health-Produkte in mehr als 40 Ländern, überwiegend in Europa, für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline erwirbt. 2) Auf Grund des geringen zeitlichen Abstands zwischen der Transaktion sowie der Aufstellung des Abschlusses gibt es noch keine finale Einschätzung, ob es sich bei der Transaktion um einen Unternehmenszusammenschluss oder einen Vermögenserwerb handelt. Der Kaufpreis beträgt zwischen 311 Mio. € und 321 Mio. €.
Am 03.03.2020 erfolgte der Abschluss der Akquisition ausgewählter Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited (vgl. Kapitel 8 "Unternehmenszusammenschlüsse"). Auf Grund des geringen zeitlichen Abstands zwischen der Transaktion sowie der Aufstellung des Abschlusses gibt es noch keine finale Einschätzung, ob es sich bei der Transaktion um einen Unternehmenszusammenschluss oder einen Vermögenserwerb handelt. Der Kaufpreis beträgt ca. 610 Mio. USD.
Am 04.03.2020 erfolgte der Abschluss der Akquisition von Walmark, einem führenden Hersteller von Consumer-Health-Produkten in Osteuropa (vgl. Kapitel 8 "Unternehmenszusammenschlüsse"). Hierbei handelt es sich um einen Unternehmenszusammenschluss. Der Kaufpreis beträgt ca. 140 Mio. €.
Angesichts des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vom 19.12.2017 wird ein Betrag von 349.550.230,60 € an die Nidda Healthcare GmbH abgeführt. Auf Grund der Ergebnisabführung beträgt das Jahresergebnis 0,00 €. Gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag schüttet die STADA Arzneimittel AG ab dem Geschäftsjahr 2018 keine Dividenden mehr aus. Die Nidda Healthcare GmbH hat sich verpflichtet, stattdessen den außenstehenden Aktionären der STADA Arzneimittel AG für die Dauer des Vertrags und somit auch für das Geschäftsjahr 2019 einen Ausgleich in Höhe von 3,82 € brutto bzw. 3,53 € netto bei derzeitiger Besteuerung je STADA-Aktie zu zahlen. Die Ausgleichszahlung ist am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung der STADA Arzneimittel AG für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr, jedoch spätestens acht Monate nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres fällig.
Bad Vilbel, 11. März 2020
Peter Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender
Dr. Wolfgang Ollig, Vorstand Finanzen
Miguel Pagan Fernandez, Chief Technical Officer
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bad Vilbel, 11. März 2020
Peter Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender
Dr. Wolfgang Ollig, Vorstand Finanzen
Miguel Pagan Fernandez, Chief Technical Officer
Wir haben den Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der STADA Arzneimittel AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und von anderen immateriellen Vermögenswerten
2. Umsatzrealisierung einschließlich erwarteter Erlösschmälerungen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" für "Geschäfts- oder Firmenwerte" ein Betrag von € 429 Mio (11% der Konzernbilanzsumme) und für "Arzneimittelrechtliche Zulassungen, Markenzeichen, Kundenbeziehungen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte" ein Betrag von € 1.189 Mio (31% der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Während Geschäfts oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer jährlich oder anlassbezogen einem Werthaltigkeitstest (lmpairment-Test) unterzogen werden müssen, ist ein solcher Test für die immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer nur dann durchzuführen, sofern Anhaltspunkte ("Triggering Events") für eine mögliche Wertminderung vorliegen.
Der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des betroffenen Geschäfts- oder Firmenwertes dem höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten gegenübergestellt. Die Gesellschaft führt den Test im ersten Schritt grundsätzlich auf Basis des Nutzungswertes durch. Für die Dachmarken mit unbestimmter Nutzungsdauer kommt zunächst ein Lizenzpreisanalogiemodell zur Anwendung. Die Gesellschaft hat bestimmte Indikatoren identifiziert, die überwacht werden und bei entsprechend negativer Entwicklung einen Werthaltigkeitstest für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer auslösen. Für den Bereich arzneimittelrechtlicher Zulassungen wird jedoch in jedem Fall zum Geschäftsjahresende ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Grundlage der Bewertung von Markenrechten und arzneimittelrechtlichen Zulassungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme des betreffenden Vermögenswerts aus der Vermarktung der jeweiligen Produkte. Eine Abwertung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag unterhalb des jeweiligen Buchwerts liegt. Der Barwert wird mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Den Ausgangspunkt bildet die Finanzplanung des Konzerns, die mit Hilfe von Wachstumsannahmen fortgeschrieben wird. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, des verwendeten Diskontierungszinssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten beurteilt. Von der Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir uns unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat verabschiedeten Finanzplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen überzeugt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Betrags haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten sind in den Abschnitten 9 "Rechnungslegungsmethoden" und 24 "Immaterielle Vermögenswerte" des Konzern-Anhangs enthalten.
1. Die im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von € 2.609 Mio betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen. Da es sich hierbei um Transaktionen mit großem Volumen handelt, hat die Gesellschaft für die Erfassung und Abgrenzung der Umsatzerlöse umfangreiche Prozesse und Systeme eingerichtet. Umsatzerlöse werden dann erfasst, wenn die Lieferung erfolgt bzw. die Dienstleistung erbracht ist. Der Transaktionspreis bemisst sich als die Gegenleistung, die die Gesellschaft im Austausch für die versprochenen Leistungen voraussichtlich erhalten wird. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises werden variable Gegenleistungen berücksichtigt (u.a. Rabatte an Krankenkassen, andere Institutionen des Gesundheitssektors und Kunden sowie erwartete Retouren). Zum Zeitpunkt der Erfassung der Umsatzerlöse sind wesentliche Annahmen hinsichtlich der nachträglich zu gewährenden Rabatte und zu akzeptierenden Retouren zu treffen und entsprechende Erlöskorrekturen zu erfassen. Insbesondere in Deutschland werden Rabattvereinbarungen mit Krankenkassen für einen bestimmten pharmazeutischen Wirkstoff im Wege von Ausschreibungen über einen bestimmten Zeitraum vereinbart. Die Abgabe des entsprechenden Arzneimittels an den Patienten erfolgt dabei zunächst zu einem verbindlichen Abgabepreis, auf den nachträglich der vereinbarte Rabatt an die jeweilige Krankenkasse gewährt wird.
Die vorgenommenen Erlöskorrekturen basieren in einem hohen Maß auf den Einschätzungen und den Annahmen der gesetzlichen Vertreter und sind daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der zugrundeliegenden Komplexität der diesem betragsmäßig bedeutsamen Posten zugrundeliegenden Bewertung, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit der Prozesse und Kontrollen des eingerichteten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Realisation der Umsatzerlöse und den vorzunehmenden Erlöskorrekturen einschließlich der zum Einsatz kommenden IT-Systeme gewürdigt. Dazu haben wir auch unsere Spezialisten aus dem Bereich Risk Assurance Services (RAS) mit einbezogen. Mit der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität der Bilanzierung und der vorzunehmenden Einschätzungen und Annahmen ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht, haben wir die Angemessenheit der Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den vorzunehmenden Erlöskorrekturen gewürdigt. Damit einhergehend haben wir das methodische Vorgehen der gesetzlichen Vertreter zur Vornahme der Erlöskorrekturen nachvollzogen und beurteilt. Dabei haben wir auch die diesbezüglichen Annahmen der gesetzlichen Vertreter zum Bilanzstichtag auf Basis der eingeholten Detailinformationen gewürdigt. Ferner haben wir die Stetigkeit und Konsistenz der von der Gesellschaft angewandten Verfahren zur Erfassung der Umsatzerlöse und zur Vornahme von Erlöskorrekturen nachvollzogen. Zudem haben wir die vorgenommenen Erlöskorrekturen mit Vertragsunterlagen abgeglichen.
Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zum Ansatz und zur Bewertung der Umsatzerlöse hinreichend dokumentiert sind und die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen stetig abgeleitet wurden.
3. Die Angaben der Gesellschaft zur Umsatzrealisierung sind in Abschnitt 9. "Rechnungslegungsmethoden" und in Abschnitt 11 "Umsatzerlöse" des Konzern-Anhangs dargestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
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die in Abschnitt "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) |
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den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289 b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 16. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Bernd Roese.
Frankfurt am Main, den 11. März 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Bernd Roese, Wirtschaftsprüfer
ppa. Katrin Blumert, Wirtschaftsprüferin
Wir haben den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach §§ 289 b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel, (im Folgenden die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (im Folgenden der "nichtfinanzielle Bericht") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht abzugeben.
Nicht Gegenstand unseres Auftrags ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die im nichtfinanziellen Bericht verwiesen wird.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern |
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Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben im nichtfinanziellen Bericht |
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Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht |
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analytische Beurteilung von Angaben im nichtfinanziellen Bericht |
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Abgleich von Angaben mit den entsprechenden Daten im Jahres- bzw. Konzernabschluss und Konzernlagebericht |
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Beurteilung der Darstellung der Angaben |
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.
Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Frankfurt am Main, den 11. März 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nicolette Behncke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Urata Biqkaj, Wirtschaftsprüferin
Dr. Günter von Au, München (Vorsitzender)
Markus Damm 1) , Wetter (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Eric Cornut, Binningen, Schweiz
Jan-Nicolas Garbe, Frankfurt am Main
Benjamin Kunstler, London, Großbritannien
Dr. Klaus Scheja 1) , Ebsdorfergrund
Bruno Schick, Frankfurt am Main
Dr. Michael Siefke, Gräfelfing
Jens Steegers 1) , Frankfurt am Main
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind über die Geschäftsadresse der STADA Arzneimittel AG zu erreichen.
Peter Goldschmidt
Vorstandsvorsitzender (seit 01.09.2018)
Mitglied des Vorstands seit 2018
Vertrag bis 31.08.2021
Dr. Wolfgang Ollig
Vorstand Finanzen (seit 01.02.2020)
Mitglied des Vorstands seit 2020
Vertrag bis 31.01.2023
Miguel Pagan Fernandez
Chief Technical Officer (seit 01.07.2018)
Mitglied des Vorstands seit 2018
Vertrag bis 30.06.2021
Die Mitglieder des STADA-Beirats werden durch den Vorstand berufen. Die satzungsgemäße Aufgabe des Beirats ist es, dem Vorstand unterstützend und beratend zur Seite zu stehen sowie Empfehlungen und Anregungen zu geben. Der für zwei Jahre von 2019 bis 2020 berufene Beirat bestand zum 01.03.2020 aus den folgenden Mitgliedern:
Dr. Thomas Meyer, Seelze (Vorsitzender)
Dr. Frank-R. Leu, Gießen (stellvertretender Vorsitzender)
Rika Aschenbrenner, Mainburg
Dr. Maria Haas-Weber, Hanau
Dr. Stefan Hartmann, Gilching
Björn Kaufmann, Burscheid
Reimar Michael von Kolczynski, Stuttgart
Klaus Lieske, Waltrop
Dr. Achim Luckau, Frankfurt am Main
Dr. Wolfgang Schlags, Mayen
Im Pharmamarkt: Kontrolle der Einrichtungen und Dokumentationen von Herstellern oder Vorlieferanten.
Unter einem Biosimilar versteht man ein Arzneimittel mit einem biotechnologisch hergestellten Wirkstoff, das im Vergleich mit einem sich bereits im Markt befindlichen Erstanbieterprodukt entwickelt wurde. Es ist diesem so ähnlich, dass es eine nachgewiesene therapeutische Äquivalenz aufweist und in Bezug auf Sicherheit und Qualität vergleichbar ist. Damit ist ein Biosimilar ein gleichwertiges Nachfolgeprodukt eines patentfreien Biopharmazeutikums.
Enthält alle wissenschaftlichen und technischen Unterlagen für einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels, die die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels beschreiben.
Epoetin oder Erythropoetin ist ein biopharmazeutischer Wirkstoff in Proteinform, der aus lebenden Zelllinien gewonnen wird. Bei dem von der BIOCEUTICALS entwickelten Erythropoetin-Biosimilar handelt es sich um Epoetin zeta. Erythropoetin wird u.a. in der Nephrologie bei Dialysepatienten zur Stimulierung der Blutbildung sowie in der Krebstherapie angewendet.
Bieten Erfindern bzw. Unternehmen einen zeitlich begrenzten Konkurrenzschutz für eine Erfindung. Das bekannteste gewerbliche Schutzrecht ist das Patent.
Good Manufacturing Practice, internationaler Produktionsstandard in der pharmazeutischen Industrie.
Krankheitsbild, bei dem ein bestimmtes Arzneimittel eingesetzt wird.
Im Pharmamarkt: gewerbliches Schutzrecht, das neuen pharmazeutischen Wirkstoffen eine zeitlich begrenzte Marktexklusivität (in der EU bspw. 20 Jahre) gewährt.
Ranibizumab ist ein biotechnologisch hergestelltes monoklonales Antikörperfragment, welches zur Behandlung der feuchten altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) sowie einer beeinträchtigten Sehschärfe im Zusammenhang mit einem diabetischen Makulaödem eingesetzt wird.
Teriparatid ist ein biotechnologisch hergestelltes Fragment des körpereigenen Parathormons zur subkutanen Injektion. Teriparatid wird zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit manifester Osteoporose und hohem Frakturrisiko, bei Männern mit Osteoporose in Verbindung mit hohem Frakturrisiko sowie bei Glucocorticoid-induzierter Osteoporose bei Erwachsenen mit erhöhtem Frakturrisiko eingesetzt.
Die gesetzliche Vorgabe, dass Arzneimittel in Abhängigkeit von ihrem Risikopotenzial nur auf Grund einer ärztlichen Verordnung an Patienten abgegeben werden dürfen.
Im Pharmamarkt: der arzneilich wirksame Bestandteil einer Arzneiform (auch API - Active Pharmaceutical Ingredient).
Ein Biosimilar zu Certolizumab Pegol (Cimzia(r)).
Ein Biosimilar zu Nivolumab (Opdivo(r)).
Arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Vermarktung eines Arzneimittels in einem nationalen Markt.
STADA Arzneimittel AG Stadastraße 2-18 61118 Bad Vilbel Telefon: 0 61 01/6 03-0 Fax: 0 61 01/6 03-259 E-Mail: info@stada.de Website: www.stada.com/de bzw. www.stada.com
STADA Arzneimittel AG
Investor Relations Telefon: 0 61 01/6 03-4689 Fax: 0 61 01/6 03-3721 E-Mail: ir@stada.de
STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel
Dieser Geschäftsbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht.
Der vollständige Geschäftsbericht sowie aktuelle Informationen über den STADA-Konzern sind im Internet unter www.stada.com/de bzw. www.stada.com abrufbar.
wagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main
MBET, Wiesbaden
Bernd Roselieb, Frankfurt am Main
Die STADA-Geschäftsberichte sind auf der Website der Gesellschaft (www.stada.com/de bzw. www.stada.com) zu finden.
Dieser Geschäftsbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung der STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Stakeholder verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen.
Im allgemeinen Teil dieses Geschäftsberichts erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während im Anhang die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte zwischen allgemeinem Teil und Anhang sowie gegenüber der tatsächlich in Euro erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.
| Finanzkennzahlen in Mio. € |
2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Konzernumsatz gesamt | 2.608,6 | 2.330,8 | 2.313,9 | 2.139,2 | 2.115,1 |
| • Generika | 1.534,7 | 1.382,8 | 1.361,7 | 1.280,7 | 1.261,4 1) |
| • Markenprodukte | 1.073,9 | 948,0 | 952,2 | 858,5 | 853,6 |
| Operatives Ergebnis | 385,8 | 378,1 | 192,3 | 178,1 | 223,7 |
| EBITDA | 612,8 | 530,6 | 363,8 | 361,5 | 377,1 |
| Bereinigtes EBITDA | 625,5 | 503,5 | 433,9 | 398,0 | 389,4 |
| EBIT | 385,8 | 381,8 | 194,6 | 178,9 | 225,3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 340,7 | 342,9 | 147,7 | 127,4 | 157,8 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 444,1 | 320,3 | 262,9 | 333,5 | 311,7 |
| Vermögens-/Kapitalstruktur in Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Bilanzsumme | 3.859,4 | 3.560,1 | 3.204,5 | 3.440,4 | 3.287,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.284,0 | 2.113,8 | 1.880,6 | 1.949,5 | 2.032,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.575,4 | 1.446,3 | 1.323,9 | 1.490,9 | 1.255,1 |
| Eigenkapital | 1.195,5 | 1.178,0 | 1.006,4 | 1.047,1 | 1.018,5 |
| Eigenkapitalquote in Prozent | 31,0% | 33,1% | 31,4% | 30,4% | 31,0% |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.411,8 | 1.102,4 | 157,6 | 1.493,7 | 1.282,6 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.252,1 | 1.279,7 | 2.040,5 | 899,6 | 986,3 |
| Nettoverschuldung | 1.078,8 | 1.079,5 | 1.054,7 | 1.118,2 | 1.215,7 |
| Investitionen/Abschreibungen in Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Investitionen gesamt | 282,2 | 422,2 | 113,6 | 189,7 | 177,0 |
| • in immaterielle Vermögenswerte | 197,7 | 368,6 | 57,3 | 130,5 | 122,9 |
| • in Sachanlagen | 80,0 | 53,3 | 56,0 | 54,3 | 53,5 |
| • in Finanzanlagen/assoziierte Unternehmen | 4,5 | 0,3 | 0,3 | 4,9 | 0,6 |
| Abschreibungen gesamt | 235,6 | 164,7 | 183,2 | 182,7 | 151,9 |
| • auf immaterielle Vermögenswerte | 178,3 | 129,9 | 142,1 | 145,3 | 117,4 |
| • auf Sachanlagen | 56,7 | 34,8 | 40,7 | 33,9 | 34,4 |
| • auf Finanzanlagen | 0,6 | - | 0,4 | 3,5 | 0,1 |
| Mitarbeiter/-innen | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Anzahl (Jahresdurchschnitt) | 10.626 | 10.247 | 10.832 | 10.839 | 10.441 |
| Anzahl (stichtagsbezogen) | 11.100 | 10.416 | 10.176 | 10.923 | 10.532 |