![]() STADA Arzneimittel AGBad VilbelZwischenbericht 1. Halbjahr 2020STADA-KENNZAHLENscroll
5)
In dieser Durchschnittszahl sind Änderungen im Konsolidierungskreis zeitanteilig
enthalten. ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT DES VORSTANDSÜberblick Ungeachtet der Covid-19-Pandemie verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr 2020
eine im Rahmen der Erwartung liegende gute Geschäftsentwicklung. Mit Blick auf den
zeitlichen Verlauf wirkte sich die Pandemie unterschiedlich auf die Geschäftsaktivitäten
des Konzerns aus. Das 1. Quartal 2020 zeichnete sich durch eine starke Nachfrage aus,
u.a. auf Grund von Bevorratungen durch Großhändler, Apotheken und Patienten. Die Entwicklung
im 2. Quartal 2020 war dagegen durch Kaufzurückhaltung im Bereich verschreibungspflichtige
Generika und Markenprodukte vor allem in den Selbstzahlermärkten geprägt. Die rückläufige
Nachfrage bei verschreibungspflichtigen Generika war auf weniger Patientenbesuche
bei Ärzten und in Krankenhäusern während der Pandemie zurückzuführen. Der Rückgang
bei Markenprodukten in Selbstzahlermärkten basierte insbesondere auf einer deutlich
geringeren Frequentierung von Apotheken. Im Zuge der Pandemie ergriff der Konzern an seinen weltweiten Standorten zahlreiche
Maßnahmen, um die Ansteckung der Mitarbeiter mit Covid-19 zu minimieren. Insgesamt
hat sich gezeigt, dass der Konzern mit seinem stark diversifizierten Produkt-Portfolio
auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich wirtschaften kann. Es ist weiterhin
gelungen, den weltweiten Geschäftsbetrieb, insbesondere die Bereiche Beschaffung,
Produktion und Logistik, aufrechtzuerhalten sowie Kunden und Patienten in allen Phasen
der Krise ausreichend mit STADA-Produkten zu versorgen. Gemäß dem Selbstverständnis
"als verlässlicher Partner kümmern wir uns um die Gesundheit der Menschen" konnte
STADA somit ihr oberstes Ziel, den Patienten und Verbrauchern lebensnotwendige Medikamente
und andere Präparate zur Verfügung zu stellen sowie für das Wohlergehen und die Sicherheit
ihrer Beschäftigten zu sorgen, auch in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreichen. In den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres erhöhten sich der ausgewiesene
Konzernumsatz und der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz um 16% auf 1.465,3
Mio. € (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigte Konzernumsatz (organischer Umsatz) stieg um 9% auf 1.370,8 Mio. € (1-6/2019:
1.255,9 Mio. €). Im Berichtszeitraum waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen durch hohe einmalige
Sondereffekte stark belastet. Hierzu trugen insbesondere Rückstellungen für Schadensersatz
und negative Wechselkursaufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios
bei. Das ausgewiesene EBITDA zeigte einen Rückgang von 1% auf 273,8 Mio. € (1-6/2019:
277,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 14%
auf 336,9 Mio. € auf (1-6/2019: 294,5 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA verzeichnete ein Wachstum von 12% auf 332,1
Mio. € (1-6/2019: 296,0 Mio. €). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum
um 31,1 Mio. € bzw. 18% auf 200,8 Mio. € (1-6/20191)): 169,7 Mio. €), unterstützt durch die starke Umsatzentwicklung. Im 1. Halbjahr 2020 wurden die folgenden Akquisitionen abgeschlossen:
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.
3)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.03.2020.
4)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.11.2019.
5)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.03.2020.
Im 2. Quartal 2020 gab der Konzern bekannt, dass Bausch + Lomb, ein weltweit führender
Geschäftsbereich für Augengesundheit von Bausch Health Companies Inc., mit STADA und
deren Entwicklungspartner XBrane Biopharma AB, einem führenden nordeuropäischen Biosimilar-Entwickler,
eine exklusive Lizenzvereinbarung zur Vermarktung eines in der Entwicklung befindlichen
Biosimilar-Kandidaten von Lucentis (Ranibizumab) in den USA und Kanada geschlossen
hat.3) Auf der am 14.05.2020 stattgefundenen virtuellen ordentlichen Hauptversammlung stimmten
die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten, die von der Verwaltung zur Abstimmung
gestellt wurden, mit großer Mehrheit zu.4)Insgesamt waren 97,5% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Am 05.06.2020 teilte die Nidda Healthcare GmbH dem STADA-Vorstand mit, dass sie insgesamt
60.886.128 Aktien und damit rund 97,7% an der STADA Arzneimittel AG hält.5)Die Nidda Healthcare GmbH informierte den STADA-Vorstand über die Absicht, durch die
Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung die Aktien von den verbleibenden
Aktionären des Unternehmens auf die Nidda Healthcare GmbH gegen Gewährung einer angemessenen
Barabfindung zu übertragen (Squeeze-out nach § 327a des Aktiengesetzes). Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr 2020 um 16% auf 1.465,3 Mio.
€ (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf Umsatzsteigerungen
im deutschen und europäischen Generika-Segment, im britischen, italienischen und russischen
Markenprodukt-Segment sowie auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen. Der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz nahm ebenfalls um 16% auf 1.465,3 Mio.
€ zu (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigte Konzernumsatz (organischer Umsatz) erhöhte sich um 9% auf 1.370,8 Mio.
€ (1-6/2019: 1.255,9 Mio. €). Der ausgewiesene Konzernumsatz und der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz
beliefen sich im 1. Halbjahr 2020 auf 1.465,3 Mio. €. Auf Grund von Akquisitionen,
die im Wesentlichen auf Umsatzbeiträgen der erworbenen Produkt-Portfolios sowie der
akquirierten Walmark-Gruppe basierten, beliefen sich die Portfolioveränderungen in
den ersten 6 Monaten 2020 auf insgesamt 94,5 Mio. € bzw. 6,9 Prozentpunkte. Der um
Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz betrug
1.370,8 Mio. €. Die Portfolioreduzierungen, die aus Umsatzbeiträgen der verkauften Slam-Gruppe sowie
der argentinischen Gesellschaft Vannier resultierten, lagen im 1. Halbjahr 2019 lediglich
bei 1,9 Mio. €. Bei Anwendung der Wechselkurse des 1. Halbjahres 2020 im Vergleich zu denen des 1.
Halbjahres 2019 für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro
wies STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 5,6 Mio.
€ bzw. -0,1 Prozentpunkten auf Damit hatte die Währungsentwicklung nur einen marginalen
Einfluss auf das operative Geschäft.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.
3)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 06.05.2020.
4)
Vgl. Website der Gesellschaft unter www.stada.com/de.
5)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 08.06.2020. Die für STADA wichtigsten Landeswährungen britisches Pfund, russischer Rubel und
serbischer Dinar in Relation zur Konzernwährung Euro entwickelten sich in der Berichtsperiode
im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wie folgt: scroll
Damit haben das britische Pfund und der russische Rubel zum Stichtag 30.06.2020 abgewertet. Da die Währungsrelationen in anderen für STADA wichtigen Ländern auf die Translation
der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro nur einen geringfügigen
Einfluss haben, wird auf eine gesonderte Darstellung in diesem Bericht verzichtet. Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen gezeigt werden, sind diese jeweils um
Portfolio- und Währungseffekte bereinigt. Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns In den ersten 6 Monaten 2020 waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen durch hohe
einmalige Sondereffekte stark belastet. Das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) nahm in den ersten 6 Monaten 2020 um 17%
auf 157,8 Mio. € ab (1-6/2019: 189,4 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte operative
Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 16% auf 267,6 Mio. € (1-6/2019: 231,0 Mio. €). Das
um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Ergebnis
(EBIT) zeigte einen Anstieg von 14% auf 264,7 Mio. € (1-6/2019: 232,6 Mio. €). Die
gegenläufigen Entwicklungen zwischen dem ausgewiesenen und dem um Sondereffekte bereinigten
operativen Ergebnis (EBIT) sowie dem um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) waren insbesondere auf Rückstellungen für Schadensersatz
und Wechselkursaufwendungen im Zusammenhang mit der Vergabe eines Darlehens für die
Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios zurückzuführen, die jeweils als Sondereffekte
bereinigt wurden. Die positive Entwicklung des um Sondereffekte bereinigten operativen
Ergebnisses (EBIT) basierte maßgeblich auf Umsatzsteigerungen im deutschen und europäischen
Generika-Segment sowie im britischen, italienischen und russischen Markenprodukt-Segment,
den Ergebnisbeiträgen der getätigten Akquisitionen sowie realisierten Kosteneinsparungen.
Die gute Entwicklung des um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten
operativen Ergebnisses (EBIT) resultierte insbesondere aus den zuvor beschriebenen
Umsatzzuwächsen und den realisierten Kosteneinsparungen. Das ausgewiesene EBITDA wies einen Rückgang von 1% auf 273,8 Mio. € auf (1-6/2019:
277,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA zeigte einen Anstieg von 14%
auf 336,9 Mio. € (1-6/2019: 294,5 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und
Portfolioeffekte bereinigte EBITDA stieg um 12% auf 332,1 Mio. € (1-6/2019: 296,0
Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen resultierten insbesondere aus den bereits beim
ausgewiesenen operativen Ergebnis bzw. den bereinigten operativen Ergebnissen dargestellten
Gründen. Im 1. Halbjahr 2020 verzeichnete der Konzern auf Grund von Sondereffekten eine Ertragsbelastung
von 109,8 Mio. € vor Steuern bzw. eine Ertragsbelastung von 100,8 Mio. € nach Steuern.
Nachfolgend wird die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten
finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des
STADA-Konzerns dargestellt: scroll
scroll
Im 1. Halbjahr 2019 hatten sich die Sondereffekte auf eine Ertragsbelastung von 41,6
Mio. € vor Steuern bzw. eine Ertragsbelastung von 37,9 Mio. € nach Steuern addiert.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte
bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen
des STADA-Konzerns: scroll
In den nachfolgenden Tabellen sind weitere wesentliche Ertragskennzahlen des Konzerns
und die sich daraus ergebenden Margen sowohl auf ausgewiesener als auch auf bereinigter
Basis für das 1. Halbjahr 2020 sowie den entsprechenden Vorjahreszeitraum dargestellt: Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (ausgewiesen)scroll
3)
Bezogen auf den relevanten ausgewiesenen Konzernumsatz. Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (bereinigt um Sondereffekte1)scroll
Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (bereinigt um Sondereffekte1 sowie Währungs- und Portfolioeffekte3)scroll
Die Herstellungskosten stiegen im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf 723,3
Mio. € (1-6/2019: 597,9 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich auf 742,0
Mio. € (1-6/2019: 665,5 Mio. €). Die Bruttomarge verringerte sich auf 50,6% (1-6/2019:
52,7%) - insbesondere auf Grund eines nachteiligen Produkt- und Ländermixes. Die Vertriebskosten wiesen in den ersten 6 Monaten 2020 eine Steigerung auf 317,3
Mio. € auf (1-6/2019: 293,0 Mio. €), die jedoch unterproportional zum Umsatzanstieg
ausfiel und im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen war. Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen in der Berichtsperiode auf 115,9 Mio. €
zu (1-6/2019: 104,7 Mio. €). Der Anstieg war u.a. auf die getätigten Akquisitionen
zurückzuführen.
2)
Bezogen auf den relevanten um Sondereffekte bereinigten Konzernumsatz. Die sonstigen Erträge verringerten sich im 1. Halbjahr 2020 auf 9,6 Mio. € (1-6/2019:
16,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen aus der
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die anderen Aufwendungen nahmen im Berichtszeitraum auf 120,1 Mio. € zu (1-6/2019:
60,0 Mio. €). Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen
für Schadensersatz, erhöhten Wechselkursaufwendungen, vor allem im Zusammenhang mit
einem Darlehen für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios, sowie Aufwendungen
aus Entkonsolidierungen im Zusammenhang mit den Veräußerungen der britischen Tochtergesellschaften
Slam Trading Limited und LAS Trading Limited sowie der argentinischen Tochtergesellschaft
Laboratorio Vannier S.A. Die finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 auf 0,4 Mio.
€ (1-6/2019: 2,6 Mio. €). Die relativ hohen Erträge in der entsprechenden Vorjahresperiode
resultierten im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Kaufpreisforderung für die im
Vorjahr final veräußerte STADA Vietnam J.V. Die finanziellen Aufwendungen stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 42,9 Mio. € (1-6/2019:
23,4 Mio. €), insbesondere auf Grund erhöhter Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang
mit den getätigten Akquisitionen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern zeigten in der Berichtsperiode einen Rückgang
auf 19,0 Mio. € (1-6/2019: 26,2 Mio. €) als Folge des reduzierten Ergebnisses vor
Steuern. Die ausgewiesene Steuerquote betrug 16,4% (1-6/2019: 15,6%). Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Generika Der ausgewiesene Umsatz und der um Sondereffekte bereinigte Umsatz des Segments Generika
nahmen im 1. Halbjahr 2020 um 12% auf 833,4 Mio. € zu (1-6/2019: 745,2 Mio. €). Der
um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Segments
Generika wies eine Steigerung von 11% auf 825,3 Mio. € auf (1-6/2019: 743,6 Mio. €).
Die jeweiligen Entwicklungen waren im Wesentlichen auf Umsatzsteigerungen in Deutschland,
Italien, Belgien und Frankreich zurückzuführen. Darüber hinaus trug zu der Entwicklung
des ausgewiesenen Generika-Umsatzes der Umsatzbeitrag des erworbenen Produkt-Portfolios
von Opti Pharm bei. Generika hatten einen Anteil von 56,9% am Konzernumsatz (1-6/2019:
59,0%). Das ausgewiesene operative Segmentergebnis (EBIT) der Generika zeigte in den ersten
6 Monaten 2020 einen Anstieg von 1% auf 161,7 Mio. € (1-6/2019: 160,4 Mio. €). Das
ausgewiesene EBITDA der Generika erhöhte sich um 6% auf 215,0 Mio. € (1-6/2019: 203,4
Mio. €). Beide Entwicklungen basierten insbesondere auf Umsatzsteigerungen in Deutschland,
Italien, Belgien und Frankreich. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika
belief sich auf 19,4% (1-6/2019: 21,5%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Generika
betrug 25,8% (1-6/2019: 27,3%). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Generika nahm im Berichtszeitraum
um 7% auf 188,5 Mio. € zu (1-6/2019: 175,8 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Generika stieg um 8%
auf 190,0 Mio. € (1-6/2019: 176,6 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA
der Generika erhöhte sich um 7% auf 221,1 Mio. € (1-6/2019: 206,0 Mio. €). Das um
Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA der Generika
verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 7% auf 222,3 Mio. € (1-6/2019: 206,9 Mio.
€). Die jeweiligen Entwicklungen waren auf die zuvor bei den ausgewiesenen Ertragskennzahlen
des Segments Generika genannten Gründe zurückzuführen. Die um Sondereffekte bereinigte
operative Gewinnmarge der Generika lag bei 22,6% (1-6/2019: 23,6%). Die um Sondereffekte
sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Generika
belief sich auf 23,0% (1-6/2019: 23,7%). Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge
der Generika betrug 26,5% (1-6/2019: 27,6%). Die um Sondereffekte sowie Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA-Marge der Generika lag bei 26,9% (1-6/2019:
27,8%). Innerhalb des Segments Generika waren im 1. Halbjahr 2020 Europa, Deutschland und
CIS die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung. Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Markenprodukte Der ausgewiesene Umsatz und der um Sondereffekte bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte
nahmen in der Berichtsperiode um 22% auf 631,9 Mio. € zu (1-6/2019: 518,2 Mio. €).
Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Segments
Markenprodukte zeigte einen Anstieg von 6% auf 545,6 Mio. € (1-6/2019: 512,3 Mio.
€). Neben den Akquisitionen, auf denen im Wesentlichen das Wachstum des ausgewiesenen
Umsatzes und des um Sondereffekte bereinigten Umsatzes basierten, waren diese Entwicklungen
insbesondere auf gestiegene Umsätze in Großbritannien und Italien zurückzuführen.
Markenprodukte trugen 43,1% zum Konzernumsatz bei (1-6/2019: 41,0%). Das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte erhöhte sich im 1.
Halbjahr 2020 um 4% auf 112,9 Mio. € (1-6/2019: 108,7 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA
der Markenprodukte wies eine Zunahme von 15% auf 170,0 Mio. € auf (1-6/2019: 147,9
Mio. €). Die Zuwächse resultierten maßgeblich aus der positiven Entwicklung in Russland
infolge der getätigten Akquisitionen sowie den positiven Entwicklungen in Großbritannien
und Italien. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich
auf 17,9% (1-6/2019: 21,0%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte lag
bei 26,9% (1-6/2019: 28,5%). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte zeigte
in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg von 39% auf 167,7
Mio. € (1-6/2019: 120,7 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte
bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte wies ein Wachstum von 30%
auf 152,8 Mio. € auf (1-6/2019: 117,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA
der Markenprodukte erhöhte sich um 35% auf 198,8 Mio. € (1-6/2019: 147,7 Mio. €).
Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA der Markenprodukte
stieg um 26% auf 182,3 Mio. € (1-6/2019: 144,6 Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen
basierten - abgesehen von den Akquisitionen bei dem um Sondereffekte sowie Währungs-
und Portfolioeffekte bereinigten EBITDA der Markenprodukte - vor allem auf den Gründen,
die bereits bei den ausgewiesenen Ertragskennzahlen des Segments Markenprodukte aufgeführt
wurden. Darüber hinaus waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen des Segments Markenprodukte
von Rückstellungen für Schadensersatz belastet, die als Sondereffekt bereinigt wurden.
Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 26,5%
(1-6/2019: 23,3%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte
operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 28,0% (1-6/2019: 23,0%).
Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 31,5% (1-6/2019:
28,5%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA-Marge
der Markenprodukte betrug 33,4% (1-6/2019: 28,2%). Innerhalb des Segments Markenprodukte waren in den ersten 6 Monaten 2020 Europa,
CIS, Großbritannien und Deutschland die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung. Entwicklung, Produktion, Beschaffung und Supply-Chain Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in den ersten 6 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres bei 40,5 Mio. € (1-6/2019: 34,3 Mio. €). Darüber hinaus aktivierte
STADA Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 8,6 Mio. € (1-6/2019:
9,3 Mio. €). STADA investiert kontinuierlich in die konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore.
Die im 1. Halbjahr 2020 erfolgten Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung
von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen sowie Prüflaboren betrugen 15,6 Mio. € (1-6/2019:
12,8 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage sowie Cashflow Zum 30.06.2020 lag die Eigenkapitalquote bei 21,8% (31.12.2019: 30,9%). Die Nettoverschuldung
belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.454,7 Mio. € (31.12.2019: 1.078,8 Mio. €). Beide
Entwicklungen waren im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen. Die Finanzierung in Höhe von nominal 2.897,5 Mio. € setzte sich zum 30.06.2020 wie
folgt zusammen: scroll
Zur Refinanzierung des Konzerns gab es zum Bilanzstichtag eine Unternehmensanleihe
mit einem Nominalwert in Höhe von 267,4 Mio. € (31.12.2019: 267,4 Mio. €) und einer
Verzinsung von 1,75% p.a. Darüber hinaus verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über
Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 48,5 Mio. € (31.12.2019:
48,5 Mio. €) und weitere Bankkredite in Höhe von 329,0 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio.
€). Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2020 auf 2.639,7 Mio. € (31.12.2019:
1.782,4 Mio. €) infolge der getätigten Akquisitionen. Zu diesem Stichtag enthielten
die immateriellen Vermögenswerte 491,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2019:
408,8 Mio. €). Die Sachanlagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 463,4 Mio. € (31.12.2019: 461,1
Mio. €). Die Finanzanlagen nahmen zum 30.06.2020 auf 12,8 Mio. € zu (31.12.2019: 6,4 Mio.
€). Die at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,9 Mio. € (31.12.2019:
3,1 Mio. €). Die Vorräte wiesen zum 30.06.2020 eine Steigerung auf 742,9 Mio. € auf (31.12.2019:
638,7 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen und
eine Erhöhung des Sicherheitsbestands zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten zum Bilanzstichtag einen
Rückgang auf 599,9 Mio. € (31.12.2019: 615,1 Mio. €), insbesondere auf Grund wechselkursbedingter
Translationseffekte sowie eines erhöhten Factoringvolumens. Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 17,2 Mio. € (31.12.2019:
5,7 Mio. €). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf
44,7 Mio. € (31.12.2019: 60,1 Mio. €). Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
nahmen zum 30.06.2020 auf 0,1 Mio. € ab (31.12.2019: 3,1 Mio. €). Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres
2020 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden,
einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind
in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2020 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war
insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit
dem 31.12.2019 sowie auf die daraus entstandenen erfolgsneutralen Aufwendungen aus
der der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag enthielten die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten
des Konzerns in Höhe von 357,1 Mio. € bzw. 2.533,6 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio. €
bzw. 1.244,8 Mio. €) vor allem Gesellschafterdarlehen von 2.252,6 Mio. € (31.12.2019:
929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert von 48,5 Mio. € (31.12.2019:
48,5 Mio. €) und eine Anleihe mit einem Nominalwert von 267,4 Mio. € (31.12.2019:
267,4 Mio. €). Der Anstieg der kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten
basierte im Wesentlichen auf der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten für die Kaufpreiszahlungen
der getätigten Akquisitionen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.06.2020
auf 429,0 Mio. € (31.12.2019: 414,0 Mio. €), insbesondere auf Grund der getätigten
Akquisitionen. Die passiven latenten Steuern reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 89,6 Mio. €
(31.12.2019: 91,6 Mio. €). Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verzeichneten zum 30.06.2020 einen Rückgang
auf 334,6 Mio. € (31.12.2019: 618,7 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf
die Zahlung der Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus dem Beherrschungs-
und Gewinnabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen. Die anderen Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag auf 164,7 Mio. € zu (31.12.2019:
139,2 Mio. €). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht
durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis-
und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich
im Berichtszeitraum auf 200,8 Mio. € (1-6/20191): 169,7 Mio. €). Dies resultierte u.a. aus der starken Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr
2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten
des laufenden Geschäftsjahres -1.104,0 Mio. € (1-6/2019: -67,8 Mio. €). Der Cashflow
aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen
für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst, die aus der Akquisition
der tschechischen Walmark-Gruppe sowie aus dem Erwerb von pharmazeutischen Produkten
der Takeda-Gruppe und dazugehörigen Prozessen resultierten. Darüber hinaus ergaben
sich hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere
im Zusammenhang mit dem Erwerb von Consumer-Healthcare-Produkten in mehr als 40 Ländern
für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline. Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich
des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag im 1. Halbjahr 2020 bei -903,2 Mio.
€ (1-6/20191): 102,0 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen
und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow verbesserte
sich auf 166,6 Mio. € (1-6/20191): 119,8 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf
1.138,3 Mio. € (1-6/20191): -191,9 Mio. €) und war insbesondere durch hohe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten
geprägt, die im Wesentlichen aus von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen
an STADA resultierten. Gegenläufige Mittelabflüsse ergaben sich aus der Tilgung von
Finanzverbindlichkeiten, insbesondere für von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährte
Darlehen, sowie aus der Begleichung der für das Geschäftsjahr 2019 bestehenden Verbindlichkeiten
aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH. Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/ oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2020 bei 230,0 Mio. €
(1-6/2019: -89,7 Mio. €). Akquisitionen, Kooperationen und Lizenzierungen Im 4. Quartal 2019 hatte STADA bekannt gegeben, dass sie Walmark a.s., einen führenden
Hersteller von Consumer-Health-care-Produkten in Osteuropa, übernehmen wird.1) Walmark verfügt über ein Portfolio bekannter Consumer-Healthcare-Produkte in verschiedenen
Kategorien, wozu Vitamine und Mineralien, Kinder-, Frauen- und Männergesundheit, Gelenkbeschwerden,
Verdauung und Darm sowie Husten und Erkältung zählen. Mit Walmark stärkt der Konzern
sein globales Markenprodukt-Portfolio und seine Präsenz in Osteuropa - insbesondere
in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Der Abschluss der Transaktion
erfolgte im 1. Quartal 2020.2) Darüber hinaus hatte STADA im 4. Quartal 2019 veröffentlicht, dass sie ausgewählte
Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited im Gesamtwert von 660 Mio.
USD übernehmen wird.3)Das Portfolio umfasst circa 20 rezeptfreie OTC-Produkte und verschreibungspflichtige
Arzneimittel. Bei der Akquisition handelte es sich um die bislang größte in der STADA-Geschichte.
Die Transaktion trägt im Konzern zum verstärkten Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts
in Russland/CIS und zur weiteren Internationalisierung des Geschäfts bei. Der Abschluss
der Akquisition erfolgte im 1. Quartal 2020.4) Im 1. Quartal 2020 gab der Konzern bekannt, dass er auf den Philippinen das FERN-C-Portfolio,
eine der führenden Marken im wachsenden lokalen Vitamin-C-Markt, übernimmt.5)Mit dem Erwerb stärkt der Konzern sein Portfolio in der Region Asien-Pazifik. Auf
den Philippinen verkauft STADA seit langem pharmazeutische Produkte, früher über die
Croma Medic Inc., die mittlerweile in STADA Philippines Inc. umbenannt wurde. Der
Abschluss der Akquisition erfolgte im 1. Quartal 2020. Zudem veröffentlichte STADA in den ersten 3 Monaten 2020, dass sie 15 gut etablierte
Consumer-Healthcare-Produkte in mehr als 40 Ländern, überwiegend in Europa wie Frankreich,
Deutschland, Italien, Polen, Russland, Spanien und der Schweiz, für verschiedene therapeutische
Gebiete von GlaxoSmithKline erwirbt.6)Mit der Akquisition baut der Konzern sein globales Markenprodukt-Geschäft weiter aus.
Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 2. Quartal 2020. Darüber hinaus akquirierte STADA im 1. Quartal 2020 das Produkt-Portfolio der Opti
Pharm AG, eines Schweizer Unternehmens, das auf den Handel und den Vertrieb von pharmazeutischen
Produkten spezialisiert ist. Mit dem Erwerb sollen die Vertriebsaktivitäten in der
Schweiz gestärkt werden. Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 2. Quartal 2020. Neben Akquisitionen setzt STADA auf gezielte Kooperationen und Einlizenzierungen,
um das bestehende Produkt-Portfolio auszubauen. Mit 40 erfolgten Einlizenzierungen
für zukünftige Produkteinführungen konnte der Konzern im 1. Halbjahr 2020 weitere
Erfolge verzeichnen. Darüber hinaus gab STADA im 2. Quartal 2020 bekannt, dass Bausch + Lomb, ein weltweit
führender Geschäftsbereich für Augengesundheit von Bausch Health Companies Inc., mit
STADA und deren Entwicklungspartner XBrane Biopharma AB, einem führenden nordeuropäischen
Biosimilar-Entwickler, eine exklusive Lizenzvereinbarung zur Vermarktung eines in
der Entwicklung befindlichen Biosimilar-Kandidaten von Lucentis (Ranibizumab) in den
USA und Kanada geschlossen hat.7)Die Unternehmen streben den Erhalt der Zulassung aller derzeit zugelassenen Indikationen
für Lucentis sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada an.
1)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.
2)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.03.2020.
3)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.11.2019.
4)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.03.2020.
5)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.
6)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.
7)
Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 06.05.2020. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020
konnte noch nicht die Folgen der Covid-19-Pandemie berücksichtigen. Im 2. Quartal
2020 hat sich gezeigt, dass die Geschäftsentwicklung von der Pandemie beeinflusst
wurde. Hiervon betroffen war insbesondere das gesamtwirtschaftliche Wachstum inklusive
der Entwicklung des Gesundheitsmarkts mit Auswirkungen sowohl für das Generika- als
auch das OTC-Geschäft. Aus diesem Grund geht der Vorstand aus jetziger Sicht davon
aus, dass das Geschäftsjahr 2020 auch im weiteren Verlauf von der Covid-19-Pandemie
signifikant geprägt sein wird. Ungeachtet dessen strebt der Vorstand ein Wachstum
des um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatzes und des um Sondereffekte
bereinigten EBITDA an. scroll
KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
scroll
ANHANG1. Allgemeines1.1. Rechnungslegungsmethoden Der Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 115 Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 115 Abs. 3 WpHG einen Konzernzwischenabschluss
und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung
der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung,
wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der verkürzte Konzernzwischenlagebericht
wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch wurden sie gemäß § 317
HGB geprüft. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2020 wurde unter Beachtung
der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung
mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss
zum 31.12.2019 gewählt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der
EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2020 verpflichtend
anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet. In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten
geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden
wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich
der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewandten Grundlagen und Methoden grundsätzlich
auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2019 verwiesen. 1.2. Geänderte Rechnungslegungsmethoden Die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen
von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2020
hat STADA im 1. Halbjahr 2020 beachtet und sofern relevant angewandt. Diese Änderungen
hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage bzw. der Cashflows von STADA. Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen
werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
erwartet. In der Kapitalflussrechnung wurde eine Ausweisänderung vorgenommen, nach der gezahlte
Zinsen in Anwendung des Wahlrechts gemäß IAS 7.33 nun im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
ausgewiesen werden und nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit.
Da die gezahlten Zinsen als Finanzierungsaufwendungen unmittelbar aus den ebenfalls
im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten
resultieren, führt der veränderte Ausweis aus Sicht von STADA dazu, dass der Abschluss
relevantere Informationen über die Auswirkungen dieser Geschäftsvorfälle auf die Cashflows
von STADA vermittelt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.
Durch die Ausweisänderung erhöhte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
im 1. Halbjahr 2020 um 35,2 Mio. €, gegenläufig verringerte sich der Cashflow aus
der Finanzierungstätigkeit. Für das 1. Halbjahr 2019 ergab sich eine Erhöhung des
Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 28,1 Mio. €, der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit verringerte sich durch die erhöhten Mittelabflüsse entsprechend. 1.3. Konsolidierungskreis Der Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft
aufgestellt. In den ersten 6 Monaten 2020 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis
von STADA: Mit Datum 04.03.2020 erlangte STADA Kontrolle über die tschechische Walmark-Gruppe,
einen führenden Hersteller von Consumer-Healthcare-Produkten in Osteuropa. Die Walmark-Gruppe
wird seit dem 01.03.2020 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im 1. Quartal 2020 wurde zudem die neue vietnamesische Gesellschaft STADA Vietnam
Ltd. gegründet und in den Konsolidierungskreis einbezogen. Im 2. Quartal 2020 erfolgte die Veräußerung der argentinischen Tochtergesellschaft
Laboratorio Vannier S.A., die bereits zum 31.03.2020 gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung
gehalten ausgewiesen war. Die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft wurden
zum 31.03.2020 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen sowie damit verbundenen Schulden ausgewiesen. Im Rahmen dieses
Ausweises ergab sich im 1. Quartal 2020 bereits ein Wertminderungsaufwand in Höhe
von 5,1 Mio. €, der in den sonstigen Aufwendungen enthalten ist. Aus der zum 30.04.2020
erfolgten Entkonsolidierung ergab sich darüber hinaus ein zusätzlicher Aufwand in
Höhe von 6,4 Mio. €, der ebenfalls in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Im 2. Quartal 2020 erfolgte darüber hinaus die Veräußerung der britischen Tochtergesellschaften
Slam Trading Limited und LAS Trading Limited. In diesem Zusammenhang wurden auch die
Gesellschaft Lowry Solutions Limited sowie die nicht operativ tätigen Gesellschaften
Socialites E-Commerce Limited, Socialites Real Limited, Fresh Vape Electronic Cigarettes
Limited entkonsolidiert. Aus diesen zum 30.05.2020 erfolgten Entkonsolidierungen ergab
sich insgesamt ein Verlust in Höhe von 5,6 Mio. €, der in den sonstigen Aufwendungen
ausgewiesen wurde. Im 2. Quartal 2020 wurde die amerikanische Tochtergesellschaft STADA Corp. zum 30.04.2020
und die deutsche Tochtergesellschaft Natures Aid Germany GmbH zum 01.05.2020 in den
Konsolidierungskreis von STADA aufgenommen. Des Weiteren wurde die slowakische Tochtergesellschaft Walmark spol. s.r.o. zum 01.06.2020
auf die slowakische Tochtergesellschaft STADA PHARMA Slovakia s.r.o. verschmolzen. Zum Bilanzstichtag 30.06.2020 waren insgesamt 87 Gesellschaften als Tochterunternehmen
(31.12.2019: 76 Gesellschaften) und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen
(31.12.2019: 4 Gesellschaften) in den STADA-Konzernzwischenabschluss einbezogen. 1.4. Unternehmenszusammenschlüsse In den ersten 6 Monaten 2020 ergaben sich die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse
im Sinne des IFRS 3 bzw. wurden die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse
aus Vorperioden finalisiert: Kontrollerlangung über die ukrainische Biopharma-Gruppe Mit Datum 20.12.2019 erlangte STADA Kontrolle über die ukrainische Biopharma-Gruppe,
Bila Tserkva. Die Gesellschaft vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Health-Produkte.
Die Biopharma-Gruppe wird seit dem 31.12.2019 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss
miteinbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 49,4 Mio. € wurde vollständig
mit Zahlungsmitteln beglichen. Die erstmalige Einbeziehung der Biopharma-Gruppe in den Konzernabschluss der STADA
Arzneimittel AG erfolgte zum 31.12.2019. Im Konzernabschluss zum 31.12.2019 wurde
die Kaufpreisaufteilung auf vorläufiger Basis berücksichtigt. Die Kaufpreisaufteilung
wurde zwischenzeitlich finalisiert und hat entsprechend Eingang in den Konzernzwischenabschluss
zum 30.06.2020 gefunden. Die durch die Finalisierung erforderlichen Anpassungen hatten
auch Auswirkungen auf die Abschlussdaten, wie sie im vorliegenden Konzernabschluss
für die Vergleichsperiode 2019 angegeben werden. Dies begründet Abweichungen von Vergleichswerten
in dem Konzernzwischenabschluss für den 30.06.2020 mit Angaben, die in dem zum 31.12.2019
aufgestellten Konzernabschluss enthalten waren. Die in Zusammenhang mit der Finalisierung
der Kaufpreisallokation stehenden Anpassungen zum 31.12.2019 stellen sich wie folgt
dar: scroll
Aus der finalen Kaufpreisaufteilung dieses Unternehmenszusammenschlusses ging ein
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 10,3 Mio. € hervor und resultierte im Wesentlichen
aus den erworbenen Vertriebsstrukturen und dem damit verbundenen Vertriebs-Know-how. scroll
Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte zum Erwerbszeitpunkt
als finale Werte angesetzt: scroll
Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 5,5 Mio. €,
0,1 Mio. € wurden als nicht werthaltig angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,4 Mio. € erfasst. Die Umsätze der Biopharma-Gruppe betrugen im Geschäftsjahr 2020 rund 3 Mio. €. Das
Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im selben Zeitraum
auf rund -3 Mio. €. Kontrollerlangung über die tschechische Walmark-Gruppe Mit Datum 04.03.2020 erlangte STADA Kontrolle über die tschechische Walmark-Gruppe,
einen führenden Hersteller von Consumer-Healthcare-Produkten in Osteuropa. Die Gesellschaft
vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Healthcare-Produkte. Die Walmark-Gruppe
wird seit dem 01.03.2020 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Für die Akquisition wurden insgesamt 140,2 Mio. € investiert und vollständig in Zahlungsmitteln
beglichen. Der Betrag setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Eine Zahlung
in Höhe von 89,7 Mio. € wurde an den Verkäufer als Basiskaufpreis getätigt. Eine weitere
Zahlung, die an den Verkäufer geflossen ist, betrug 8,3 Mio. € und diente dem Zweck
der Rückzahlung des zum Kaufzeitpunkt bestehenden Gesellschafterdarlehens. Damit betrug
der Kaufpreis insgesamt 98,0 Mio. €. Ferner wurden 42,2 Mio. € an die Walmark-Gruppe
für die Tilgung des zum Kaufzeitpunkt bestehenden Bankdarlehens überwiesen. Aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss
ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 99,3 Mio. € hervor, der sich wie folgt
ergab: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Stärkung
des globalen Markenprodukt-Portfolios und dem Ausbau der Präsenz in Osteuropa - insbesondere
in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und
übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte vom 29.02.2020 zum Erwerbszeitpunkt
als vorläufige Werte angesetzt: scroll
Die vorläufigen Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den
Buchwerten der Gesellschaft. Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 12,9 Mio. €,
die voll als werthaltig angesehen wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 12,9 Mio. € erfasst. Die Umsätze der Walmark-Gruppe betrugen im Geschäftsjahr 2020 rund 16 Mio. €. Das
Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im selben Zeitraum
auf rund -4 Mio. €. Hätte ein Erwerb der Walmark-Gruppe bereits zum 01.01.2020 stattgefunden, wären Umsätze
in Höhe von rund 27 Mio. € und ein Ergebnis nach Steuern von rund -6 Mio. € einbezogen
worden. Erwerb von pharmazeutischen Produkten der Takeda-Gruppe sowie dazugehörigen Prozessen Mit Datum 03.03.2020 erwarb STADA pharmazeutische Produkte der Takeda-Gruppe sowie
dazugehörige Prozesse. Die Produkte werden seit dem 01.03.2020 in den Konzernabschluss
einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 551 Mio. € vor Steuern wurde
vollständig mit Zahlungsmitteln beglichen. Auf Basis einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte
in Höhe von ca. 535 Mio. € und Vorräte in Höhe von ca. 15 Mio. €. zum Transaktionszeitpunkt
im Abschluss erfasst, wobei sich die Vorräte im Rahmen einer vorläufigen Anpassung
auf ca. 16 Mio. € erhöht haben. Die Umsätze des übernommenen Takeda-Produkt-Portfolios betrugen seit Erstkonsolidierung
rund 43 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern lag im gleichen Zeitraum bei rund -5 Mio.
€. Diese Finanzinformationen lagen für die zwei Monate vor dem Erstkonsolidierungszeitraum
nicht vor. 1.5. Allgemeine Erläuterungen zu der Covid-19-Pandemie Ungeachtet der Covid-19-Pandemie verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr 2020
eine im Rahmen der Erwartung liegende gute Geschäftsentwicklung. Mit Blick auf den
zeitlichen Verlauf wirkte sich die Pandemie unterschiedlich auf die Geschäftsaktivitäten
des Konzerns aus. Das 1. Quartal 2020 zeichnete sich durch eine starke Nachfrage aus,
u.a. auf Grund von Bevorratungen durch Großhändler, Apotheken und Patienten. Die Entwicklung
im 2. Quartal 2020 war dagegen durch Kaufzurückhaltung im Bereich verschreibungspflichtige
Generika und Markenprodukte vor allem in den Selbstzahlermärkten geprägt. Die rückläufige
Nachfrage bei verschreibungspflichtigen Generika war auf weniger Patientenbesuche
bei Ärzten und in Krankenhäusern während der Pandemie zurückzuführen. Der Rückgang
bei Markenprodukten in Selbstzahlermärkten basierte insbesondere auf einer deutlich
geringeren Frequentierung von Apotheken. Im Zuge der Pandemie ergriff der Konzern an seinen weltweiten Standorten zahlreiche
Maßnahmen, um die Ansteckung der Mitarbeiter mit Covid-19 zu minimieren. Insgesamt
hat sich gezeigt, dass der Konzern mit seinem stark diversifizierten Produkt-Portfolio
auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich wirtschaften kann. Es ist weiterhin
gelungen, den weltweiten Geschäftsbetrieb, insbesondere die Bereiche Beschaffung,
Produktion und Logistik, aufrechtzuerhalten sowie Kunden und Patienten in allen Phasen
der Krise ausreichend mit STADA-Produkten zu versorgen. Gemäß dem Selbstverständnis
"als verlässlicher Partner kümmern wir uns um die Gesundheit der Menschen" konnte
STADA somit ihr oberstes Ziel, den Patienten und Verbrauchern lebensnotwendige Medikamente
und andere Präparate zur Verfügung zu stellen sowie für das Wohlergehen und die Sicherheit
ihrer Beschäftigten zu sorgen, auch in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreichen. 2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung2.1. Umsatzerlöse Der ausgewiesene Konzernumsatz sowie der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz
verzeichneten in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Steigerung
von 16% auf 1.465,3 Mio. € (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie
Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz stieg um 9% auf 1.370,8 Mio.
€ (1-6/2019: 1.255,9 Mio. €). 2.2. Herstellungskosten und Bruttoergebnis Die Herstellungskosten stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 723,3 Mio. € (1-6/2019: 597,9
Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich auf 742,0 Mio. € (1-6/2019: 665,5
Mio. €). Die Bruttomarge verringerte sich auf 50,6% (1-6/2019: 52,7%). 2.3. Vertriebskosten Die Vertriebskosten wiesen in den ersten 6 Monaten 2020 eine Steigerung auf 317,3
Mio. € auf (1-6/2019: 293,0 Mio. €), die jedoch unterproportional zum Umsatzanstieg
ausfiel und im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen war. 2.4. Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen in der Berichtsperiode auf 115,9 Mio. €
zu (1-6/2019: 104,7 Mio. €). Der Anstieg war u.a. auf die getätigten Akquisitionen
zurückzuführen. 2.5. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge verringerten sich im 1. Halbjahr 2020 auf 9,6 Mio. € (1-6/2019:
16,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen aus der
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 2.6. Andere Aufwendungen Die anderen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 120,1 Mio. € (1-6/2019:
60,0 Mio. €). Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen
für Schadensersatz, erhöhten Wechselkursaufwendungen, vor allem im Zusammenhang mit
einem Darlehen für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios, sowie Aufwendungen
aus Entkonsolidierungen im Zusammenhang mit den Veräußerungen der britischen Tochtergesellschaften
Slam Trading Limited und LAS Trading Limited sowie der argentinischen Tochtergesellschaft
Laboratorio Vannier S.A. 2.7. Finanzielle Erträge Die finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 auf 0,4 Mio.
€ (1-6/2019: 2,6 Mio. €). Die relativ hohen Erträge in der entsprechenden Vorjahresperiode
resultierten im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Kaufpreisforderung für die im
Vorjahr final veräußerte STADA Vietnam J.V. 2.8. Finanzielle Aufwendungen Die finanziellen Aufwendungen stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 42,9 Mio. € (1-6/2019:
23,4 Mio. €), insbesondere auf Grund erhöhter Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang
mit den getätigten Akquisitionen. 2.9. Ertragsteuern Die Aufwendungen aus Ertragsteuern zeigten in der Berichtsperiode einen Rückgang
auf 19,0 Mio. € (1-6/2019: 26,2 Mio. €) als Folge des reduzierten Ergebnisses vor
Steuern. Die ausgewiesene Steuerquote betrug 16,4% (1-6/2019: 15,6%). 3. Angaben zur Konzern-Bilanz3.1. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2020 auf 2.639,7 Mio. € (31.12.2019:
1.782,4 Mio. €) infolge der getätigten Akquisitionen. Zu diesem Stichtag enthielten
die immateriellen Vermögenswerte 491,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2019:
408,8 Mio. €). 3.2. Sachanlagen Die Sachanlagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 463,4 Mio. € (31.12.2019: 461,1
Mio. €). 3.3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen nahmen zum 30.06.2020 auf 12,8 Mio. € zu (31.12.2019: 6,4 Mio.
€). 3.4. At equity bewertete Anteile Die at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,9 Mio. € (31.12.2019:
3,1 Mio. €). 3.5. Vorräte Die Vorräte wiesen zum 30.06.2020 eine Steigerung auf 742,9 Mio. € auf (31.12.2019:
638,7 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen und
eine Erhöhung des Sicherheitsbestands zurückzuführen. 3.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten zum Bilanzstichtag einen
Rückgang auf 599,9 Mio. € (31.12.2019: 615,1 Mio. €), insbesondere auf Grund wechselkursbedingter
Translationseffekte sowie eines erhöhten Factoringvolumens. 3.7. Ertragsteuerforderungen Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 17,2 Mio. € (31.12.2019:
5,7 Mio. €). 3.8. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf
44,7 Mio. € (31.12.2019: 60,1 Mio. €). 3.9. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
nahmen zum 30.06.2020 auf 0,1 Mio. € ab (31.12.2019: 3,1 Mio. €). Für einen zum 31.12.2019
in diesem Posten ausgewiesenen und dem Segment Markenprodukte zugehörigen immateriellen
Vermögenswert erfolgte im 1. Quartal 2020 eine Rückgliederung in das Anlagevermögen. 3.10. Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres
2020 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden,
einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind
in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus
leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse.
Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse
der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und
-verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung
ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2020 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war
insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit
dem 31.12.2019 sowie auf die daraus entstandenen erfolgsneutralen Aufwendungen aus
der Währungsumrechnung der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen. 3.11. Finanzverbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag enthielten die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten
des Konzerns in Höhe von 357,1 Mio. € bzw. 2.533,6 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio. €
bzw. 1.244,8 Mio. €) vor allem Gesellschafterdarlehen von 2.252,6 Mio. € (31.12.2019:
929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert von 48,5 Mio. € (31.12.2019:
48,5 Mio. €) und eine Anleihe mit einem Nominalwert von 267,4 Mio. € (31.12.2019:
267,4 Mio. €). Der Anstieg der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten basierte
im Wesentlichen auf der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten für die Kaufpreiszahlungen
der getätigten Akquisitionen. 3.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.06.2020
auf 429,0 Mio. € (31.12.2019: 414,0 Mio. €), insbesondere auf Grund der getätigten
Akquisitionen. 3.13. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 89,6 Mio. €
(31.12.2019: 91,6 Mio. €). 3.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verzeichneten zum 30.06.2020 einen Rückgang
auf 334,6 Mio. € (31.12.2019: 618,7 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf
die Zahlung der Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus dem Beherrschungs-
und Gewinnabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen. 3.15. Andere Verbindlichkeiten Die anderen Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag auf 164,7 Mio. € zu (31.12.2019:
139,2 Mio. €). 4. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung4.1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht
durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis-
und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich
im Berichtszeitraum auf 200,8 Mio. € (1-6/20191): 169,7 Mio. €). Dies resultierte u.a. aus der starken Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr
2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. 4.2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen
vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten
des laufenden Geschäftsjahres -1.104,0 Mio. € (1-6/2019: -67,8 Mio. €). Der Cashflow
aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen
für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst, die aus der Akquisition
der tschechischen Walmark-Gruppe sowie aus dem Erwerb von pharmazeutischen Produkten
der Takeda-Gruppe und dazugehörigen Prozessen resultierten. Darüber hinaus ergaben
sich hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere
im Zusammenhang mit dem Erwerb von Consumer-Healthcare-Produkten in mehr als 40 Ländern
für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline. 4.3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf
1.138,3 Mio. € (1-6/20191): -191,9 Mio. €) und war insbesondere durch hohe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten
geprägt, die im Wesentlichen aus von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen
an STADA resultierten. Gegenläufige Mittelabflüsse ergaben sich aus der Tilgung von
Finanzverbindlichkeiten, insbesondere für von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährte
Darlehen, sowie aus der Begleichung der für das Geschäftsjahr 2019 bestehenden Verbindlichkeiten
aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH. 4.4. Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse
aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten
Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2020 bei 230,0 Mio. €
(1-6/2019: -89,7 Mio. €). 5. Segmentberichterstattung5.1. Allgemeine Informationen Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss
angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden
auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und
Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen
Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen
nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden. 5.2. Informationen nach operativen Segmentenscroll
scroll
5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnisscroll
6. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu Finanzinstrumenten Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden: scroll
Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
(FVOCI) beinhalten factoringfähige Forderungen. Diese finanziellen Vermögenswerte,
die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden ergebnisneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und sind daher in der vorstehenden Tabelle aufgeführt.
Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen, der nur unwesentlich von
dem sich zu fortgeführten Anschaffungskosten ergebenden Wert abweicht, werden ergebnisneutral
im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. In dieser Kategorie sind darüber hinaus
die Anteile an der schwedischen Gesellschaft XBrane enthalten. Da die Aktien der Gesellschaft
an der Börse gehandelt werden, erfolgt die Eingliederung in Stufe 1. STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen
Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung
zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert.
Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
und finanziellen Verbindlichkeiten (FVPL) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte
von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen
Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen
Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten
Verfahren ermittelt. STADA designiert Devisentermingeschäfte als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung
des Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen
der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse
ergeben, werden durch die Wertänderungen der Devisentermingeschäfte ausgeglichen.
Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser Intercompany-
Darlehen zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit
der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag
überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend
effektiv. Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert
vom Buchwert abweicht, werden zum 30.06.2020 die folgenden Angaben gemacht: scroll
Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr
der Bewertungskategorie der "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten"
(AC) gemäß IFRS 9 zugeordnet. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben
tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend
auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder
am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der
einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. 7. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten,
die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten
Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese
als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Im Vergleich zu den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 58,8 Mio. € zum Jahresende
2019 reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 wesentliche mögliche Verpflichtungen
um 33,6 Mio. € auf 25,2 Mio. € zum 30.06.2020. Diese Entwicklung war hauptsächlich
bedingt durch eine zwischenzeitlich bilanzierte Schadensersatzrückstellung sowie durch
den Wegfall von Patentrisiken. Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen,
die sich wie folgt untergliedern lassen: scroll
In der Angabe zu den zukünftigen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen sind Verpflichtungen
aus kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Leasingverträge über geringwertige Vermögensgegenstände
enthalten. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden langfristige Verpflichtungen
für Logistik- und Buchhaltungsdienstleistungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind Veritätshaftungsverhältnisse und weitere übernommene Bürgschaften
seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen abgebildet. 8. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel
AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt
beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen,
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen
und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt. Gegenüber den im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen ergaben sich im 1. Halbjahr 2020 keine wesentlichen Änderungen. 9. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nachdem das Bundespatentgericht am 17.07.2018 in erster Instanz den deutschen Teil
des bis Juni 2021 laufenden europäischen Patents EP 1 313 508 von Eli Lilly (Originator
des Produkts Alimta® - eines Zytostatikums) auf Grund einer Nichtigkeitsklage u.a.
von STADA für nichtig erklärt hatte, vertrieb STADA seit Juli 2018 das entsprechende
Generikum Pemetrexed STADA. Allerdings war bereits seit August 2019 die Vermarktung des Generikums angesichts
einer von Eli Lilly angestrengten einstweiligen Verfügung gegen das Listing des Generikums
von STADA und anderen Wettbewerbern in der Lauer-Taxe bei der Informationsstelle für
Arzneispezialitäten sehr stark eingeschränkt, da das Listing in der Lauer-Taxe die
Voraussetzung für die Erstattung dieser Arzneimittel darstellt. Nachdem auf Grund einer gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegten Berufung des
Originators Eli Lilly der Bundesgerichtshof am 07.07.2020 letztinstanzlich den deutschen
Teil für rechtsgültig erklärt hat, steht dem Originalhersteller grundsätzlich die
Möglichkeit offen, für den Zeitraum der Patentverletzung Schadensersatz u.a. gegen
STADA geltend zu machen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
scroll
IMPRESSUM Herausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon:
06101/603-0, Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de Website: www.stada.com/de bzw.
www.stada.com Der Vorstand: Peter Goldschmidt (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Ollig, Miguel Pagan
Fernandez Der Aufsichtsrat: Dr. Günter von Au (Vorsitzender), Markus Damm1) (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Eric Cornut, Jan-Nicolas Garbe, Benjamin Kunstler,
Dr. Klaus Scheja1), Bruno Schick, Dr. Michael Siefke, Jens Steegers1) Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im
Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den
gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung von
STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung
oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum
Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung
von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen"
und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird
gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die Stakeholdern
zugänglich gemacht werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen.
Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen
mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten
Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten,
dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere:
der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer
Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden,
das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen
verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen
Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten
und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer
Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer
Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung
von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen
der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die
in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert
werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter
Aussagen. Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von
STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden
Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus
den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß
keinen signifikanten Charakter haben können. Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht
bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht. Kontakt: STADA Arzneimittel AG • Investor & Creditor Relations • Telefon: 06101/603-4689
• Fax: 06101/603-3721 • E-Mail: ir@stada.de Gestaltung und Realisation: wagneralliance Kommunikation GmbH, Offenbach am Main Fotos: iStock by Getty Images Deutschland GmbH, München; STADA STADA im Internet: www.stada.com/de (deutsch) und www.stada.com (englisch) |
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