STADA Arzneimittel AG

Bad Vilbel

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2020

STADA-KENNZAHLEN

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in Mio. € H1/2020 H1/2019 ± %
Konzern-Kennzahlen (ausgewiesen)
Konzernumsatz 1.465,3 1.263,4 +16%
Generika 833,4 745,2 +12%
Markenprodukte 631,9 518,2 +22%
Operatives Ergebnis (EBIT) 157,8 189,4 -17%
Generika 161,7 160,4 +1%
Markenprodukte 112,9 108,7 +4%
EBITDA 273,8 277,9 -1%
Generika 215,0 203,4 +6%
Markenprodukte 170,0 147,9 +15%
Konzern-Kennzahlen (bereinigt um Sondereffekte1))
Konzernumsatz 1.465,3 1.263,4 +16%
Generika 833,4 745,2 +12%
Markenprodukte 631,9 518,2 +22%
Operatives Ergebnis (EBIT) 267,6 231,0 +16%
Generika 188,5 175,8 +7%
Markenprodukte 167,7 120,7 +39%
EBITDA 336,9 294,5 +14%
Generika 221,1 206,0 +7%
Markenprodukte 198,8 147,7 +35%
Konzern-Kennzahlen (bereinigt um Sondereffekte1)sowie Währungs- und Portfolioeffekte2))
Konzernumsatz 1.370,8 1.255,9 +9%
Generika 825,3 743,6 +11%
Markenprodukte 545,6 512,3 +6%
Operatives Ergebnis (EBIT) 264,7 232,6 +14%
Generika 190,0 176,6 +8%
Markenprodukte 152,8 117,9 +30%
EBITDA 332,1 296,0 +12%
Generika 222,3 206,9 +7%
Markenprodukte 182,3 144,6 +26%
Bruttoergebnis vom Umsatz 742,0 665,5 +11%
Bruttomarge 50,6% 52,7%
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit3) 200,8 169,7 +18%
Investitionen4) 1.075,3 76,1 >100%
Abschreibungen (saldiert mit Zuschreibungen) 115,9 88,6 +31%
Mitarbeiter/-innen (im Durchschnitt - Basis Vollzeitkräfte)5) 12.209 10.428 +17%
Mitarbeiter/-innen (stichtagsbezogen - Basis Vollzeitkräfte) 12.339 10.435 +18%

1) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.

2) Die Bereinigung der Währungseffekte zeigt sich ausschließlich als Anpassung des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Währungsbereinigung der ersten 6 Monate 2019 erfolgte unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtszeitraums. Darüber hinaus werden bei den Ertragskennzahlen die realisierten und nicht realisierten Wechselkurseffekte sowohl im Berichtszeitraum als auch im entsprechenden Vorjahreszeitraum bereinigt. Die Bereinigung der Portfolioeffekte erfolgt für Akquisitionen als Subtraktion im 1. Halbjahr 2020, während Desinvestitionen im 1. Halbjahr 2019 für die Monate subtrahiert werden, in denen sie im 1. Halbjahr 2020 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

3) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 im Rahmen einer Ausweisänderung für die gezahlten Zinsen angepasst. Der Ausweis der gezahlten Zinsen erfolgt nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sondern im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

4) Die Investitionen werden stark durch den Abschluss von Akquisitionen beeinflusst. Im 1. Halbjahr 2020 tätigte STADA Investitionen in Höhe von 1.000,9 Mio. € für die Akquisitionen der Walmark-Gruppe, des Takeda-Produkt-Portfolios, des FERN-C-Produkt-Portfolios, des Consumer-Healthcare-Produkt-Portfolios von GlaxoSmithKline sowie des Produkt-Portfolios der Opti Pharm AG. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erfolgten keine Akquisitionen. Bereinigt um die aufgeführten Akquisitionen ergaben sich für das 1. Halbjahr 2020 Investitionen in Höhe von 74,3 Mio. € (-1,8 Mio. € im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum).

5) In dieser Durchschnittszahl sind Änderungen im Konsolidierungskreis zeitanteilig enthalten.

ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT DES VORSTANDS

Überblick

Ungeachtet der Covid-19-Pandemie verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr 2020 eine im Rahmen der Erwartung liegende gute Geschäftsentwicklung. Mit Blick auf den zeitlichen Verlauf wirkte sich die Pandemie unterschiedlich auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns aus. Das 1. Quartal 2020 zeichnete sich durch eine starke Nachfrage aus, u.a. auf Grund von Bevorratungen durch Großhändler, Apotheken und Patienten. Die Entwicklung im 2. Quartal 2020 war dagegen durch Kaufzurückhaltung im Bereich verschreibungspflichtige Generika und Markenprodukte vor allem in den Selbstzahlermärkten geprägt. Die rückläufige Nachfrage bei verschreibungspflichtigen Generika war auf weniger Patientenbesuche bei Ärzten und in Krankenhäusern während der Pandemie zurückzuführen. Der Rückgang bei Markenprodukten in Selbstzahlermärkten basierte insbesondere auf einer deutlich geringeren Frequentierung von Apotheken.

Im Zuge der Pandemie ergriff der Konzern an seinen weltweiten Standorten zahlreiche Maßnahmen, um die Ansteckung der Mitarbeiter mit Covid-19 zu minimieren. Insgesamt hat sich gezeigt, dass der Konzern mit seinem stark diversifizierten Produkt-Portfolio auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich wirtschaften kann. Es ist weiterhin gelungen, den weltweiten Geschäftsbetrieb, insbesondere die Bereiche Beschaffung, Produktion und Logistik, aufrechtzuerhalten sowie Kunden und Patienten in allen Phasen der Krise ausreichend mit STADA-Produkten zu versorgen. Gemäß dem Selbstverständnis "als verlässlicher Partner kümmern wir uns um die Gesundheit der Menschen" konnte STADA somit ihr oberstes Ziel, den Patienten und Verbrauchern lebensnotwendige Medikamente und andere Präparate zur Verfügung zu stellen sowie für das Wohlergehen und die Sicherheit ihrer Beschäftigten zu sorgen, auch in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreichen.

In den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres erhöhten sich der ausgewiesene Konzernumsatz und der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz um 16% auf 1.465,3 Mio. € (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz (organischer Umsatz) stieg um 9% auf 1.370,8 Mio. € (1-6/2019: 1.255,9 Mio. €).

Im Berichtszeitraum waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen durch hohe einmalige Sondereffekte stark belastet. Hierzu trugen insbesondere Rückstellungen für Schadensersatz und negative Wechselkursaufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios bei. Das ausgewiesene EBITDA zeigte einen Rückgang von 1% auf 273,8 Mio. € (1-6/2019: 277,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA wies eine Steigerung von 14% auf 336,9 Mio. € auf (1-6/2019: 294,5 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA verzeichnete ein Wachstum von 12% auf 332,1 Mio. € (1-6/2019: 296,0 Mio. €).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum um 31,1 Mio. € bzw. 18% auf 200,8 Mio. € (1-6/20191)): 169,7 Mio. €), unterstützt durch die starke Umsatzentwicklung.

Im 1. Halbjahr 2020 wurden die folgenden Akquisitionen abgeschlossen:

Im 4. Quartal 2019 hatte STADA bekannt gegeben, dass sie Walmark a.s., einen führenden Hersteller von Consumer-Healthcare-Produkten in Osteuropa, übernehmen wird.2) Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2020.3)

Darüber hinaus hatte STADA im 4. Quartal 2019 veröffentlicht, dass sie ausgewählte Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited im Gesamtwert von 660 Mio. USD übernehmen wird.4) Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 1. Quartal 2020.5)

1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 im Rahmen einer Ausweisänderung für die gezahlten Zinsen angepasst. Der Ausweis der gezahlten Zinsen erfolgt nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sondern im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

2) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.

3) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.03.2020.

4) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.11.2019.

5) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.03.2020.

Im 1. Quartal 2020 gab der Konzern bekannt, dass er auf den Philippinen das FERN-C-Portfolio, eine der führenden Marken im wachsenden lokalen Vitamin-C-Markt, übernimmt.1) Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2020.

Zudem veröffentlichte STADA in den ersten 3 Monaten 2020, dass sie 15 gut etablierte Consumer-Healthcare-Produkte in mehr als 40 Ländern, überwiegend in Europa wie Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Russland, Spanien und der Schweiz, für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline erwirbt.2) Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 2. Quartal 2020.

Darüber hinaus akquirierte STADA im 1. Quartal 2020 das Produkt-Portfolio der Opti Pharm AG, eines Schweizer Unternehmens, das auf den Handel und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten spezialisiert ist. Mit dem Erwerb sollen die Vertriebsaktivitäten in der Schweiz gestärkt werden. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 2. Quartal 2020.

Im 2. Quartal 2020 gab der Konzern bekannt, dass Bausch + Lomb, ein weltweit führender Geschäftsbereich für Augengesundheit von Bausch Health Companies Inc., mit STADA und deren Entwicklungspartner XBrane Biopharma AB, einem führenden nordeuropäischen Biosimilar-Entwickler, eine exklusive Lizenzvereinbarung zur Vermarktung eines in der Entwicklung befindlichen Biosimilar-Kandidaten von Lucentis (Ranibizumab) in den USA und Kanada geschlossen hat.3)

Auf der am 14.05.2020 stattgefundenen virtuellen ordentlichen Hauptversammlung stimmten die STADA-Aktionäre allen Tagesordnungspunkten, die von der Verwaltung zur Abstimmung gestellt wurden, mit großer Mehrheit zu.4)Insgesamt waren 97,5% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten.

Am 05.06.2020 teilte die Nidda Healthcare GmbH dem STADA-Vorstand mit, dass sie insgesamt 60.886.128 Aktien und damit rund 97,7% an der STADA Arzneimittel AG hält.5)Die Nidda Healthcare GmbH informierte den STADA-Vorstand über die Absicht, durch die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung die Aktien von den verbleibenden Aktionären des Unternehmens auf die Nidda Healthcare GmbH gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung zu übertragen (Squeeze-out nach § 327a des Aktiengesetzes).

Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns

Der ausgewiesene Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr 2020 um 16% auf 1.465,3 Mio. € (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf Umsatzsteigerungen im deutschen und europäischen Generika-Segment, im britischen, italienischen und russischen Markenprodukt-Segment sowie auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.

Der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz nahm ebenfalls um 16% auf 1.465,3 Mio. € zu (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz (organischer Umsatz) erhöhte sich um 9% auf 1.370,8 Mio. € (1-6/2019: 1.255,9 Mio. €).

Der ausgewiesene Konzernumsatz und der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz beliefen sich im 1. Halbjahr 2020 auf 1.465,3 Mio. €. Auf Grund von Akquisitionen, die im Wesentlichen auf Umsatzbeiträgen der erworbenen Produkt-Portfolios sowie der akquirierten Walmark-Gruppe basierten, beliefen sich die Portfolioveränderungen in den ersten 6 Monaten 2020 auf insgesamt 94,5 Mio. € bzw. 6,9 Prozentpunkte. Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz betrug 1.370,8 Mio. €.

Die Portfolioreduzierungen, die aus Umsatzbeiträgen der verkauften Slam-Gruppe sowie der argentinischen Gesellschaft Vannier resultierten, lagen im 1. Halbjahr 2019 lediglich bei 1,9 Mio. €.

Bei Anwendung der Wechselkurse des 1. Halbjahres 2020 im Vergleich zu denen des 1. Halbjahres 2019 für die Translation lokaler Umsatzbeiträge in die Konzernwährung Euro wies STADA beim Konzernumsatz einen negativen Währungseffekt in Höhe von 5,6 Mio. € bzw. -0,1 Prozentpunkten auf Damit hatte die Währungsentwicklung nur einen marginalen Einfluss auf das operative Geschäft.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.

2) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.

3) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 06.05.2020.

4) Vgl. Website der Gesellschaft unter www.stada.com/de.

5) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 08.06.2020.

Die für STADA wichtigsten Landeswährungen britisches Pfund, russischer Rubel und serbischer Dinar in Relation zur Konzernwährung Euro entwickelten sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wie folgt:

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Stichtagskurs 30.06.
in Landeswährung
Durchschnittskurs
für die Berichtsperiode
Wesentliche Währungsrelationen
in Landeswährung zu 1 Euro
H1/2020 H1/2019 ±% H1/2020 H1/2019 ±%
Britisches Pfund 0,91243 0,89655 +2% 0,87432 0,87348 0%
Russischer Rubel 79,63000 71,59750 +11% 76,68252 73,71301 +4%
Serbischer Dinar 117,57600 117,91210 0% 117,57406 118,09619 0%

Damit haben das britische Pfund und der russische Rubel zum Stichtag 30.06.2020 abgewertet.

Da die Währungsrelationen in anderen für STADA wichtigen Ländern auf die Translation der Umsätze und Erträge in lokaler Währung in die Konzernwährung Euro nur einen geringfügigen Einfluss haben, wird auf eine gesonderte Darstellung in diesem Bericht verzichtet.

Sofern nachfolgend bereinigte Umsatzzahlen gezeigt werden, sind diese jeweils um Portfolio- und Währungseffekte bereinigt.

Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns

In den ersten 6 Monaten 2020 waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen durch hohe einmalige Sondereffekte stark belastet.

Das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) nahm in den ersten 6 Monaten 2020 um 17% auf 157,8 Mio. € ab (1-6/2019: 189,4 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 16% auf 267,6 Mio. € (1-6/2019: 231,0 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) zeigte einen Anstieg von 14% auf 264,7 Mio. € (1-6/2019: 232,6 Mio. €). Die gegenläufigen Entwicklungen zwischen dem ausgewiesenen und dem um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) sowie dem um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) waren insbesondere auf Rückstellungen für Schadensersatz und Wechselkursaufwendungen im Zusammenhang mit der Vergabe eines Darlehens für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios zurückzuführen, die jeweils als Sondereffekte bereinigt wurden. Die positive Entwicklung des um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT) basierte maßgeblich auf Umsatzsteigerungen im deutschen und europäischen Generika-Segment sowie im britischen, italienischen und russischen Markenprodukt-Segment, den Ergebnisbeiträgen der getätigten Akquisitionen sowie realisierten Kosteneinsparungen. Die gute Entwicklung des um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT) resultierte insbesondere aus den zuvor beschriebenen Umsatzzuwächsen und den realisierten Kosteneinsparungen.

Das ausgewiesene EBITDA wies einen Rückgang von 1% auf 273,8 Mio. € auf (1-6/2019: 277,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA zeigte einen Anstieg von 14% auf 336,9 Mio. € (1-6/2019: 294,5 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA stieg um 12% auf 332,1 Mio. € (1-6/2019: 296,0 Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen resultierten insbesondere aus den bereits beim ausgewiesenen operativen Ergebnis bzw. den bereinigten operativen Ergebnissen dargestellten Gründen.

Im 1. Halbjahr 2020 verzeichnete der Konzern auf Grund von Sondereffekten eine Ertragsbelastung von 109,8 Mio. € vor Steuern bzw. eine Ertragsbelastung von 100,8 Mio. € nach Steuern. Nachfolgend wird die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns dargestellt:

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in Mio. €1) H1/2020 ausgewiesen Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen2) Effekte aus Entkonsoli-dierungen3) Wechselkurs-aufwen-dungen4) Rückstellungen für Schadensersatz
Operatives Ergebnis (EBIT) 157,8 22,2 25,1 12,0 27,3 23,2
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -42,4 - - - - -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 115,4 22,2 25,1 12,0 27,3 23,2
Ertragsteuern 19,0 0,3 2,5 - 5,4 0,0
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 7,8 - 0,8 - - -
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 88,7 21,9 21,8 12,0 21,9 23,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 157,8 22,2 25,1 12,0 27,3 23,2
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 115,9 22,2 24,5 - - -
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 273,8 - 0,6 12,0 27,3 23,2
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in Mio. €1) H1/2020
bereinigt
Operatives Ergebnis (EBIT) 267,6
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -42,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 225,2
Ertragsteuern 27,1
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 8,6
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 189,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 267,6
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen
immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten),
Sachanlagen und Finanzanlagen
69,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 336,9

1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.

2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.

3) Effekte aus der Entkonsolidierung der britischen Slam-Gesellschaften und der argentinischen Laboratorio Vannier auf Grund von deren Veräußerung.

4) Wechselkursaufwendungen im Zusammenhang mit einem Darlehen für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios.

Im 1. Halbjahr 2019 hatten sich die Sondereffekte auf eine Ertragsbelastung von 41,6 Mio. € vor Steuern bzw. eine Ertragsbelastung von 37,9 Mio. € nach Steuern addiert. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung der ausgewiesenen zu den um Sondereffekte bereinigten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren wesentlichen Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns:

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in Mio. €1) H1/2019 ausgewiesen Wertminderungen/ Zuschreibungen innerhalb des Anlagevermögens Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen2) Abfindungs-
zahlungen
H1/2019 bereinigt
Operatives Ergebnis (EBIT) 189,4 12,4 15,0 14,2 231,0
Finanzielle Erträge und Aufwendungen -20,8 - - - -20,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 168,6 12,4 15,0 14,2 210,2
Ertragsteuern 26,2 0,1 1,3 0,5 28,1
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Ergebnis 4,0 - 1,8 - 5,8
Auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallendes Ergebnis (Konzerngewinn) 138,3 12,3 11,9 13,7 176,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 189,4 12,4 15,0 14,2 231,0
Saldo aus planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen immaterieller Vermögenswerte (einschl. Geschäfts- oder Firmenwerten), Sachanlagen und Finanzanlagen 88,6 -12,4 -12,6 - 63,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 277,9 - 2,4 14,2 294,5

In den nachfolgenden Tabellen sind weitere wesentliche Ertragskennzahlen des Konzerns und die sich daraus ergebenden Margen sowohl auf ausgewiesener als auch auf bereinigter Basis für das 1. Halbjahr 2020 sowie den entsprechenden Vorjahreszeitraum dargestellt:

Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (ausgewiesen)

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in Mio. € H1/2020 H1/2019 ± %
Operatives Ergebnis (EBIT) 157,8 189,4 -17%
Generika 161,7 160,4 +1%
Markenprodukte 112,9 108,7 +4%
Marge3) operatives Ergebnis (EBIT) 10,8% 15,0%
Generika 19,4% 21,5%
Markenprodukte 17,9% 21,0%
EBITDA 273,8 277,9 -1%
Generika 215,0 203,4 +6%
Markenprodukte 170,0 147,9 +15%
Marge3) EBITDA 18,7% 22,0%
Generika 25,8% 27,3%
Markenprodukte 26,9% 28,5%

1) Auf Grund der Darstellung in Mio. € können sich rundungsbedingte Abweichungen in der tabellarischen Darstellung ergeben.

2) Betrifft zusätzliche Abschreibungen und andere Bewertungseffekte bedingt durch Kaufpreisaufteilungen sowie wesentliche Produktakquisitionen ausgehend von einem Basisniveau des Geschäftsjahres 2013.

3) Bezogen auf den relevanten ausgewiesenen Konzernumsatz.

Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (bereinigt um Sondereffekte1)

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in Mio. € H1/2020 H1/2019 ± %
Operatives Ergebnis (EBIT) 267,6 231,0 +16%
Generika 188,5 175,8 +7%
Markenprodukte 167,7 120,7 +39%
Marge2) operatives Ergebnis (EBIT) 18,3% 18,3%
Generika 22,6% 23,6%
Markenprodukte 26,5% 23,3%
EBITDA 336,9 294,5 +14%
Generika 221,1 206,0 +7%
Markenprodukte 198,8 147,7 +35%
Marge2) EBITDA 23,0% 23,3%
Generika 26,5% 27,6%
Markenprodukte 31,5% 28,5%

Entwicklung der Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns (bereinigt um Sondereffekte1 sowie Währungs- und Portfolioeffekte3)

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in Mio. € H1/2020 H1/2019 ± %
Operatives Ergebnis (EBIT) 264,7 232,6 +14%
Generika 190,0 176,6 +8%
Markenprodukte 152,8 117,9 +30%
Marge4) operatives Ergebnis (EBIT) 19,3% 18,5%
Generika 23,0% 23,7%
Markenprodukte 28,0% 23,0%
EBITDA 332,1 296,0 +12%
Generika 222,3 206,9 +7%
Markenprodukte 182,3 144,6 +26%
Marge4)EBITDA 24,2% 23,6%
Generika 26,9% 27,8%
Markenprodukte 33,4% 28,2%

Die Herstellungskosten stiegen im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf 723,3 Mio. € (1-6/2019: 597,9 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich auf 742,0 Mio. € (1-6/2019: 665,5 Mio. €). Die Bruttomarge verringerte sich auf 50,6% (1-6/2019: 52,7%) - insbesondere auf Grund eines nachteiligen Produkt- und Ländermixes.

Die Vertriebskosten wiesen in den ersten 6 Monaten 2020 eine Steigerung auf 317,3 Mio. € auf (1-6/2019: 293,0 Mio. €), die jedoch unterproportional zum Umsatzanstieg ausfiel und im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen war.

Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen in der Berichtsperiode auf 115,9 Mio. € zu (1-6/2019: 104,7 Mio. €). Der Anstieg war u.a. auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.

1) Mit einer Herausrechnung von solchen Effekten, die die Darstellung der Ertragslage und die daraus abgeleiteten Kennzahlen beeinflussen, soll die Vergleichbarkeit der Kennzahlen mit Vorjahren verbessert werden. STADA verwendet dazu bereinigte Kennzahlen, die als so genannte Pro-forma-Kennzahlen nicht den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS unterliegen. Da andere Unternehmen diese von STADA dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Weise berechnen, sind die Pro-forma-Angaben von STADA nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.

2) Bezogen auf den relevanten um Sondereffekte bereinigten Konzernumsatz.

3) Die Bereinigung der Währungseffekte zeigt sich ausschließlich als Anpassung des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Währungsbereinigung der ersten 6 Monate 2019 erfolgte unter Anwendung der Wechselkurse des Berichtszeitraums. Darüber hinaus werden bei den Ertragskennzahlen die realisierten und nicht realisierten Wechselkurseffekte sowohl im Berichtszeitraum als auch im entsprechenden Vorjahreszeitraum bereinigt. Die Bereinigung der Portfolioeffekte erfolgt für Akquisitionen als Subtraktion im 1. Halbjahr 2020, während Desinvestitionen im 1. Halbjahr 2019 für die Monate subtrahiert werden, in denen sie im 1. Halbjahr 2020 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

4) Bezogen auf den relevanten um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz.

Die sonstigen Erträge verringerten sich im 1. Halbjahr 2020 auf 9,6 Mio. € (1-6/2019: 16,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die anderen Aufwendungen nahmen im Berichtszeitraum auf 120,1 Mio. € zu (1-6/2019: 60,0 Mio. €). Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen für Schadensersatz, erhöhten Wechselkursaufwendungen, vor allem im Zusammenhang mit einem Darlehen für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios, sowie Aufwendungen aus Entkonsolidierungen im Zusammenhang mit den Veräußerungen der britischen Tochtergesellschaften Slam Trading Limited und LAS Trading Limited sowie der argentinischen Tochtergesellschaft Laboratorio Vannier S.A.

Die finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 auf 0,4 Mio. € (1-6/2019: 2,6 Mio. €). Die relativ hohen Erträge in der entsprechenden Vorjahresperiode resultierten im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Kaufpreisforderung für die im Vorjahr final veräußerte STADA Vietnam J.V.

Die finanziellen Aufwendungen stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 42,9 Mio. € (1-6/2019: 23,4 Mio. €), insbesondere auf Grund erhöhter Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen.

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern zeigten in der Berichtsperiode einen Rückgang auf 19,0 Mio. € (1-6/2019: 26,2 Mio. €) als Folge des reduzierten Ergebnisses vor Steuern. Die ausgewiesene Steuerquote betrug 16,4% (1-6/2019: 15,6%).

Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Generika

Der ausgewiesene Umsatz und der um Sondereffekte bereinigte Umsatz des Segments Generika nahmen im 1. Halbjahr 2020 um 12% auf 833,4 Mio. € zu (1-6/2019: 745,2 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Segments Generika wies eine Steigerung von 11% auf 825,3 Mio. € auf (1-6/2019: 743,6 Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen waren im Wesentlichen auf Umsatzsteigerungen in Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich zurückzuführen. Darüber hinaus trug zu der Entwicklung des ausgewiesenen Generika-Umsatzes der Umsatzbeitrag des erworbenen Produkt-Portfolios von Opti Pharm bei. Generika hatten einen Anteil von 56,9% am Konzernumsatz (1-6/2019: 59,0%).

Das ausgewiesene operative Segmentergebnis (EBIT) der Generika zeigte in den ersten 6 Monaten 2020 einen Anstieg von 1% auf 161,7 Mio. € (1-6/2019: 160,4 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA der Generika erhöhte sich um 6% auf 215,0 Mio. € (1-6/2019: 203,4 Mio. €). Beide Entwicklungen basierten insbesondere auf Umsatzsteigerungen in Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Generika belief sich auf 19,4% (1-6/2019: 21,5%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Generika betrug 25,8% (1-6/2019: 27,3%).

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Generika nahm im Berichtszeitraum um 7% auf 188,5 Mio. € zu (1-6/2019: 175,8 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Generika stieg um 8% auf 190,0 Mio. € (1-6/2019: 176,6 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA der Generika erhöhte sich um 7% auf 221,1 Mio. € (1-6/2019: 206,0 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA der Generika verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 7% auf 222,3 Mio. € (1-6/2019: 206,9 Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen waren auf die zuvor bei den ausgewiesenen Ertragskennzahlen des Segments Generika genannten Gründe zurückzuführen. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Generika lag bei 22,6% (1-6/2019: 23,6%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Generika belief sich auf 23,0% (1-6/2019: 23,7%). Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge der Generika betrug 26,5% (1-6/2019: 27,6%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA-Marge der Generika lag bei 26,9% (1-6/2019: 27,8%).

Innerhalb des Segments Generika waren im 1. Halbjahr 2020 Europa, Deutschland und CIS die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung.

Umsatz- und Ertragsentwicklung des Segments Markenprodukte

Der ausgewiesene Umsatz und der um Sondereffekte bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte nahmen in der Berichtsperiode um 22% auf 631,9 Mio. € zu (1-6/2019: 518,2 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Umsatz des Segments Markenprodukte zeigte einen Anstieg von 6% auf 545,6 Mio. € (1-6/2019: 512,3 Mio. €). Neben den Akquisitionen, auf denen im Wesentlichen das Wachstum des ausgewiesenen Umsatzes und des um Sondereffekte bereinigten Umsatzes basierten, waren diese Entwicklungen insbesondere auf gestiegene Umsätze in Großbritannien und Italien zurückzuführen. Markenprodukte trugen 43,1% zum Konzernumsatz bei (1-6/2019: 41,0%).

Das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte erhöhte sich im 1. Halbjahr 2020 um 4% auf 112,9 Mio. € (1-6/2019: 108,7 Mio. €). Das ausgewiesene EBITDA der Markenprodukte wies eine Zunahme von 15% auf 170,0 Mio. € auf (1-6/2019: 147,9 Mio. €). Die Zuwächse resultierten maßgeblich aus der positiven Entwicklung in Russland infolge der getätigten Akquisitionen sowie den positiven Entwicklungen in Großbritannien und Italien. Die ausgewiesene operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 17,9% (1-6/2019: 21,0%). Die ausgewiesene EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 26,9% (1-6/2019: 28,5%).

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte zeigte in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg von 39% auf 167,7 Mio. € (1-6/2019: 120,7 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) der Markenprodukte wies ein Wachstum von 30% auf 152,8 Mio. € auf (1-6/2019: 117,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA der Markenprodukte erhöhte sich um 35% auf 198,8 Mio. € (1-6/2019: 147,7 Mio. €). Das um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA der Markenprodukte stieg um 26% auf 182,3 Mio. € (1-6/2019: 144,6 Mio. €). Die jeweiligen Entwicklungen basierten - abgesehen von den Akquisitionen bei dem um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten EBITDA der Markenprodukte - vor allem auf den Gründen, die bereits bei den ausgewiesenen Ertragskennzahlen des Segments Markenprodukte aufgeführt wurden. Darüber hinaus waren die ausgewiesenen Ertragskennzahlen des Segments Markenprodukte von Rückstellungen für Schadensersatz belastet, die als Sondereffekt bereinigt wurden. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte betrug 26,5% (1-6/2019: 23,3%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte operative Gewinnmarge der Markenprodukte belief sich auf 28,0% (1-6/2019: 23,0%). Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte lag bei 31,5% (1-6/2019: 28,5%). Die um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte EBITDA-Marge der Markenprodukte betrug 33,4% (1-6/2019: 28,2%).

Innerhalb des Segments Markenprodukte waren in den ersten 6 Monaten 2020 Europa, CIS, Großbritannien und Deutschland die Märkte mit der größten Umsatzbedeutung.

Entwicklung, Produktion, Beschaffung und Supply-Chain

Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 40,5 Mio. € (1-6/2019: 34,3 Mio. €). Darüber hinaus aktivierte STADA Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte in Höhe von 8,6 Mio. € (1-6/2019: 9,3 Mio. €).

STADA investiert kontinuierlich in die konzerneigenen Fertigungsstätten und Prüflabore. Die im 1. Halbjahr 2020 erfolgten Investitionen für den Ausbau und die Erneuerung von Produktionsstätten, Fertigungsanlagen sowie Prüflaboren betrugen 15,6 Mio. € (1-6/2019: 12,8 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage sowie Cashflow

Zum 30.06.2020 lag die Eigenkapitalquote bei 21,8% (31.12.2019: 30,9%). Die Nettoverschuldung belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.454,7 Mio. € (31.12.2019: 1.078,8 Mio. €). Beide Entwicklungen waren im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.

Die Finanzierung in Höhe von nominal 2.897,5 Mio. € setzte sich zum 30.06.2020 wie folgt zusammen:

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Finanzinstrumente nach Ausübung Put-Recht und zusätzlicher Tilgung
in Mio. €
Nominalwert Fälligkeit
Schuldscheindarlehen 41,5 26.04.2021
Anleihe 267,4 08.04.2022
Schuldscheindarlehen 7,0 26.04.2023
315,9
Weitere Bankkredite 329,0 Rollierend
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 644,9
Darlehen von der Nidda Healthcare Holding GmbH 2.252,6
Gesamte Finanzierung 2.897,5

Zur Refinanzierung des Konzerns gab es zum Bilanzstichtag eine Unternehmensanleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 267,4 Mio. € (31.12.2019: 267,4 Mio. €) und einer Verzinsung von 1,75% p.a. Darüber hinaus verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 48,5 Mio. € (31.12.2019: 48,5 Mio. €) und weitere Bankkredite in Höhe von 329,0 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio. €).

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2020 auf 2.639,7 Mio. € (31.12.2019: 1.782,4 Mio. €) infolge der getätigten Akquisitionen. Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 491,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2019: 408,8 Mio. €).

Die Sachanlagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 463,4 Mio. € (31.12.2019: 461,1 Mio. €).

Die Finanzanlagen nahmen zum 30.06.2020 auf 12,8 Mio. € zu (31.12.2019: 6,4 Mio. €).

Die at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,9 Mio. € (31.12.2019: 3,1 Mio. €).

Die Vorräte wiesen zum 30.06.2020 eine Steigerung auf 742,9 Mio. € auf (31.12.2019: 638,7 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen und eine Erhöhung des Sicherheitsbestands zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten zum Bilanzstichtag einen Rückgang auf 599,9 Mio. € (31.12.2019: 615,1 Mio. €), insbesondere auf Grund wechselkursbedingter Translationseffekte sowie eines erhöhten Factoringvolumens.

Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 17,2 Mio. € (31.12.2019: 5,7 Mio. €).

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 44,7 Mio. € (31.12.2019: 60,1 Mio. €).

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen nahmen zum 30.06.2020 auf 0,1 Mio. € ab (31.12.2019: 3,1 Mio. €).

Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2020 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2020 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit dem 31.12.2019 sowie auf die daraus entstandenen erfolgsneutralen Aufwendungen aus der der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag enthielten die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 357,1 Mio. € bzw. 2.533,6 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio. € bzw. 1.244,8 Mio. €) vor allem Gesellschafterdarlehen von 2.252,6 Mio. € (31.12.2019: 929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert von 48,5 Mio. € (31.12.2019: 48,5 Mio. €) und eine Anleihe mit einem Nominalwert von 267,4 Mio. € (31.12.2019: 267,4 Mio. €). Der Anstieg der kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten basierte im Wesentlichen auf der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten für die Kaufpreiszahlungen der getätigten Akquisitionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 429,0 Mio. € (31.12.2019: 414,0 Mio. €), insbesondere auf Grund der getätigten Akquisitionen.

Die passiven latenten Steuern reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 89,6 Mio. € (31.12.2019: 91,6 Mio. €).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verzeichneten zum 30.06.2020 einen Rückgang auf 334,6 Mio. € (31.12.2019: 618,7 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf die Zahlung der Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen.

Die anderen Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag auf 164,7 Mio. € zu (31.12.2019: 139,2 Mio. €).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 200,8 Mio. € (1-6/20191): 169,7 Mio. €). Dies resultierte u.a. aus der starken Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres -1.104,0 Mio. € (1-6/2019: -67,8 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst, die aus der Akquisition der tschechischen Walmark-Gruppe sowie aus dem Erwerb von pharmazeutischen Produkten der Takeda-Gruppe und dazugehörigen Prozessen resultierten. Darüber hinaus ergaben sich hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Consumer-Healthcare-Produkten in mehr als 40 Ländern für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline.

Der Free Cashflow, d.h. der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, lag im 1. Halbjahr 2020 bei -903,2 Mio. € (1-6/20191): 102,0 Mio. €). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen bzw. Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow verbesserte sich auf 166,6 Mio. € (1-6/20191): 119,8 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf 1.138,3 Mio. € (1-6/20191): -191,9 Mio. €) und war insbesondere durch hohe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten geprägt, die im Wesentlichen aus von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen an STADA resultierten. Gegenläufige Mittelabflüsse ergaben sich aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, insbesondere für von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährte Darlehen, sowie aus der Begleichung der für das Geschäftsjahr 2019 bestehenden Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH.

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/ oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2020 bei 230,0 Mio. € (1-6/2019: -89,7 Mio. €).

1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 im Rahmen einer Ausweisänderung für die gezahlten Zinsen angepasst. Der Ausweis der gezahlten Zinsen erfolgt nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sondern im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

Akquisitionen, Kooperationen und Lizenzierungen

Im 4. Quartal 2019 hatte STADA bekannt gegeben, dass sie Walmark a.s., einen führenden Hersteller von Consumer-Health-care-Produkten in Osteuropa, übernehmen wird.1) Walmark verfügt über ein Portfolio bekannter Consumer-Healthcare-Produkte in verschiedenen Kategorien, wozu Vitamine und Mineralien, Kinder-, Frauen- und Männergesundheit, Gelenkbeschwerden, Verdauung und Darm sowie Husten und Erkältung zählen. Mit Walmark stärkt der Konzern sein globales Markenprodukt-Portfolio und seine Präsenz in Osteuropa - insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im 1. Quartal 2020.2)

Darüber hinaus hatte STADA im 4. Quartal 2019 veröffentlicht, dass sie ausgewählte Produkte von der Takeda Pharmaceutical Company Limited im Gesamtwert von 660 Mio. USD übernehmen wird.3)Das Portfolio umfasst circa 20 rezeptfreie OTC-Produkte und verschreibungspflichtige Arzneimittel. Bei der Akquisition handelte es sich um die bislang größte in der STADA-Geschichte. Die Transaktion trägt im Konzern zum verstärkten Ausbau des Markenprodukt-Geschäfts in Russland/CIS und zur weiteren Internationalisierung des Geschäfts bei. Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 1. Quartal 2020.4)

Im 1. Quartal 2020 gab der Konzern bekannt, dass er auf den Philippinen das FERN-C-Portfolio, eine der führenden Marken im wachsenden lokalen Vitamin-C-Markt, übernimmt.5)Mit dem Erwerb stärkt der Konzern sein Portfolio in der Region Asien-Pazifik. Auf den Philippinen verkauft STADA seit langem pharmazeutische Produkte, früher über die Croma Medic Inc., die mittlerweile in STADA Philippines Inc. umbenannt wurde. Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 1. Quartal 2020.

Zudem veröffentlichte STADA in den ersten 3 Monaten 2020, dass sie 15 gut etablierte Consumer-Healthcare-Produkte in mehr als 40 Ländern, überwiegend in Europa wie Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Russland, Spanien und der Schweiz, für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline erwirbt.6)Mit der Akquisition baut der Konzern sein globales Markenprodukt-Geschäft weiter aus. Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 2. Quartal 2020.

Darüber hinaus akquirierte STADA im 1. Quartal 2020 das Produkt-Portfolio der Opti Pharm AG, eines Schweizer Unternehmens, das auf den Handel und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten spezialisiert ist. Mit dem Erwerb sollen die Vertriebsaktivitäten in der Schweiz gestärkt werden. Der Abschluss der Akquisition erfolgte im 2. Quartal 2020.

Neben Akquisitionen setzt STADA auf gezielte Kooperationen und Einlizenzierungen, um das bestehende Produkt-Portfolio auszubauen. Mit 40 erfolgten Einlizenzierungen für zukünftige Produkteinführungen konnte der Konzern im 1. Halbjahr 2020 weitere Erfolge verzeichnen.

Darüber hinaus gab STADA im 2. Quartal 2020 bekannt, dass Bausch + Lomb, ein weltweit führender Geschäftsbereich für Augengesundheit von Bausch Health Companies Inc., mit STADA und deren Entwicklungspartner XBrane Biopharma AB, einem führenden nordeuropäischen Biosimilar-Entwickler, eine exklusive Lizenzvereinbarung zur Vermarktung eines in der Entwicklung befindlichen Biosimilar-Kandidaten von Lucentis (Ranibizumab) in den USA und Kanada geschlossen hat.7)Die Unternehmen streben den Erhalt der Zulassung aller derzeit zugelassenen Indikationen für Lucentis sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada an.

1) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.11.2019.

2) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.03.2020.

3) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 05.11.2019.

4) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 04.03.2020.

5) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 07.02.2020.

6) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 24.02.2020.

7) Vgl. Pressemitteilung der Gesellschaft vom 06.05.2020.

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 konnte noch nicht die Folgen der Covid-19-Pandemie berücksichtigen. Im 2. Quartal 2020 hat sich gezeigt, dass die Geschäftsentwicklung von der Pandemie beeinflusst wurde. Hiervon betroffen war insbesondere das gesamtwirtschaftliche Wachstum inklusive der Entwicklung des Gesundheitsmarkts mit Auswirkungen sowohl für das Generika- als auch das OTC-Geschäft. Aus diesem Grund geht der Vorstand aus jetziger Sicht davon aus, dass das Geschäftsjahr 2020 auch im weiteren Verlauf von der Covid-19-Pandemie signifikant geprägt sein wird. Ungeachtet dessen strebt der Vorstand ein Wachstum des um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatzes und des um Sondereffekte bereinigten EBITDA an.

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Peter Goldschmidt Dr. Wolfgang Ollig Miguel Pagan Fernandez

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

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Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung in T € H1/2020 H1/2019
Umsatzerlöse 1.465.259 1.263.374
Herstellungskosten 723.263 597.868
Bruttoergebnis vom Umsatz 741.996 665.506
Vertriebskosten 317.266 293.037
Allgemeine Verwaltungskosten 115.878 104.744
Forschungs- und Entwicklungskosten 40.459 34.326
Sonstige Erträge 9.569 15.990
Andere Aufwendungen 120.145 60.039
Operatives Ergebnis 157.817 189.350
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 9 -18
Beteiligungsergebnis - -
Finanzielle Erträge 447 2.600
Finanzielle Aufwendungen 42.856 23.376
Finanzergebnis -42.400 -20.794
Ergebnis vor Steuern 115.417 168.556
Ertragsteuern 18.979 26.223
Ergebnis nach Steuern 96.438 142.333
davon
auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend (Konzerngewinn) 88.684 138.344
auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 7.754 3.989
Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH 81.236 83.737
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) 1,42 2,22

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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Konzern-Gesamtergebnisrechnung in T € H1/2020 H1/2019
Ergebnis nach Steuern 96.438 142.333
Zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung -76.486 39.022
davon
Ertragsteuern 341 -285
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (FVOCI) -42 6
davon
Ertragsteuern 16 -2
Zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Beträge:
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten (FVOCI) 5.221 224
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 529 -5.221
davon
Ertragsteuern -177 936
Sonstiges Ergebnis -70.778 34.031
Konzern-Gesamtergebnis 25.660 176.364
davon
auf die Aktionäre der STADA Arzneimittel AG entfallend 17.996 172.333
auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallend 7.664 4.031

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

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Konzern-Bilanz in T € 30.06.2020 31.12.20191)
Langfristige Vermögenswerte 3.167.006 2.288.235
Immaterielle Vermögenswerte 2.639.651 1.782.432
Sachanlagen 463.445 461.143
Finanzanlagen 12.767 6.393
At equity bewertete Anteile 2.946 3.067
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 741 340
Andere Vermögenswerte 2.444 1.328
Aktive latente Steuern 45.012 33.532
Kurzfristige Vermögenswerte 1.985.444 1.575.848
Vorräte 742.924 638.673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 599.869 615.090
Retourenvermögenswerte 658 689
Ertragsteuerforderungen 17.180 5.659
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 43.999 59.808
Andere Vermögenswerte 144.765 46.761
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 435.999 206.039
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 50 3.129
Bilanzsumme 5.152.450 3.864.083

PASSIVA

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Konzern-Bilanz in T € 30.06.2020 31.12.20191)
Eigenkapital 1.122.883 1.195.468
Gezeichnetes Kapital 162.090 162.090
Kapitalrücklage 514.206 514.206
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 814.367 806.278
Sonstige Rücklagen -472.194 -400.829
Eigene Anteile -1.403 -1.403
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 1.017.066 1.080.342
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 105.817 115.126
Langfristiges Fremdkapital 2.699.541 1.416.347
Sonstige langfristige Rückstellungen 39.262 41.006
Finanzverbindlichkeiten 2.533.606 1.244.788
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 34.306 36.333
Andere Verbindlichkeiten 2.792 2.635
Passive latente Steuern 89.575 91.585
Kurzfristiges Fremdkapital 1.330.026 1.252.268
Sonstige Rückstellungen 17.410 18.261
Finanzverbindlichkeiten 357.108 40.082
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 429.000 414.024
Vertragsverbindlichkeiten 1.217 1.590
Ertragsteuerverbindlichkeiten 63.092 59.364
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 300.274 582.368
Andere Verbindlichkeiten 161.925 136.579
Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden
und Veräußerungsgruppen
- -
Bilanzsumme 5.152.450 3.864.083

1) Die Vorjahreszahlen zum 31.12.2019 wurden gemäß der inzwischen finalisierten Kaufpreisaufteilung der Biopharma-Gruppe angepasst. Details hierzu sind der Angabe 1.4. "Unternehmenszusammenschlüsse" zu entnehmen.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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Konzern-Kapitalflussrechnung in T € H1/2020 H1/20191)
Ergebnis nach Steuern 96.438 142.333
Abschreibungen saldiert mit Zuschreibungen auf Anlagevermögen 115.949 88.573
Ertragsteuern 18.979 26.223
Ertragsteuerzahlungen -38.400 -21.993
Zinserträge und -aufwendungen 42.408 20.776
Erhaltene Zinsen und Dividenden 295 713
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen -9 18
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 11.870 -893
Zuführungen/Auflösungen sonstiger langfristiger Rückstellungen 1.655 1.695
Kurserträge und -aufwendungen 36.137 1.715
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge2) 221.893 190.455
Brutto-Cashflow 507.215 449.615
Veränderung der Vorräte -134.298 -26.427
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.198 -8.440
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.094 -14.872
Veränderung des übrigen Nettovermögens, soweit nicht der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen2)
-176.034 -230.153
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 200.779 169.723
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte -368.898 -35.959
Sachanlagen -23.320 -34.366
Finanzanlagen -1.133 -4.503
Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 -643.224 -
Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 (VAT) -71.853 -
Einzahlungen aus Abgängen von
immateriellen Vermögenswerten 739 552
Sachanlagen 3.900 2.725
Finanzanlagen - -
Anteilen an konsolidierten Unternehmen 0 1.903
zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (IFRS 5) -231 1.884
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.104.020 -67.764
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 2.141.546 8.829
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -584.383 -143.507
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -17.263 -12.098
Gezahlte Zinsen -35.240 -28.135
Dividendenausschüttungen -366.335 -17.022
Veränderung von Minderheitsanteilen - -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.138.325 -191.933
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 235.084 -89.974
Konzernkreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 16 -
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -5.140 315
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 229.960 -89.659
Bestand am Anfang der Periode 206.039 343.794
Bestand am Ende der Periode 435.999 254.135

1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 im Rahmen einer Ausweisänderung für die gezahlten Zinsen angepasst. Der Ausweis der gezahlten Zinsen erfolgt nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sondern im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

2) Die nicht zahlungswirksamen Zuführungen von Abgrenzungen für Krankenkassenrabatte im 1. Halbjahr 2020 in Höhe von 152,9 Mio. € (1-6/2019: 150,8 Mio. €) werden innerhalb des Brutto-Cashflows ausgewiesen und sind somit nicht in der Veränderung des übrigen Nettovermögens enthalten.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in T €
2020 Anzahl der Aktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn Rücklage Währungsumrechnung Rücklage FVOCI
Stand zum 30.06.2020 62.342.440 162.090 514.206 814.367 -477.481 5.287
Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH -81.236
Dividendenausschüttungen
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen
Veränderung eigener Anteile
Veränderung Gewinnrücklagen
Veränderung Minderheitsanteile
Veränderung Konsolidierungskreis -36
Sonstiges Ergebnis 677 -76.544 5.179
Konzerngewinn 88.684
Stand zum 01.01.2020 62.342.440 162.090 514.206 806.278 -400.937 108
Vorjahr
Stand zum 30.06.2019 62.342.440 162.090 514.206 908.028 -436.982 215
Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH -83.737
Dividendenausschüttungen
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen
Veränderung eigener Anteile
Veränderung Gewinnrücklagen
Veränderung Minderheitsanteile
Veränderung Konsolidierungskreis
Sonstiges Ergebnis -5.185 38.944 230
Konzerngewinn 138.344
Stand zum 01.01.2019 62.342.440 162.090 514.206 858.606 -475.926 -15
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Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
in T €
2020 Eigene Anteile Eigenkapital der Aktionäre des Mutterkonzerns Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Konzern-Eigenkapital
Stand zum 30.06.2020 -1.403 1.017.066 105.817 1.122.883
Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH -81.236 -81.236
Dividendenausschüttungen - -16.973 -16.973
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen - -
Veränderung eigener Anteile - -
Veränderung Gewinnrücklagen - -
Veränderung Minderheitsanteile - -
Veränderung Konsolidierungskreis -36 -36
Sonstiges Ergebnis -70.688 -90 -70.778
Konzerngewinn 88.684 7.754 96.438
Stand zum 01.01.2020 -1.403 1.080.342 115.12! 1.195.468
Vorjahr
Stand zum 30.06.2019 -1.403 1.146.154 107.436 1.253.590
Gewinnabführung an die Nidda Healthcare GmbH -83.737 -83.737
Dividendenausschüttungen - -17.022 -17.022
Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen - -
Veränderung eigener Anteile - -
Veränderung Gewinnrücklagen - -
Veränderung Minderheitsanteile - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Sonstiges Ergebnis 33.989 42 34.031
Konzerngewinn 138.344 3.989 142.333
Stand zum 01.01.2019 -1.403 1.057.558 120.427 1.177.985

ANHANG

1. Allgemeines

1.1. Rechnungslegungsmethoden

Der Zwischenbericht von STADA entspricht den Anforderungen des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und umfasst nach den Vorschriften des § 115 Abs. 3 WpHG einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der verkürzte Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch wurden sie gemäß § 317 HGB geprüft.

Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2020 wurde unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standard (IAS) 34 aufgestellt. In Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2019 gewählt.

Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und in der EU endorsierten IFRS, die für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2020 verpflichtend anzuwenden sind, wurden von STADA beachtet.

In diesem Konzernzwischenabschluss kommen - mit Ausnahme der unter Angabe 1.2. dargestellten geänderten Rechnungslegungsmethoden - die gleichen Rechnungslegungsmethoden und Berechnungsmethoden wie im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 zur Anwendung. Insofern wird hinsichtlich der im Rahmen der Konzern-Rechnungslegung angewandten Grundlagen und Methoden grundsätzlich auf den Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2019 verwiesen.

1.2. Geänderte Rechnungslegungsmethoden

Die vom IASB veröffentlichten und von der EU endorsierten Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen Anwendungszeitpunkt zum 01.01.2020 hat STADA im 1. Halbjahr 2020 beachtet und sofern relevant angewandt. Diese Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows von STADA.

Aus der zukünftigen Anwendung der weiteren noch nicht angewandten Standards und Interpretationen werden aus heutiger Sicht keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

In der Kapitalflussrechnung wurde eine Ausweisänderung vorgenommen, nach der gezahlte Zinsen in Anwendung des Wahlrechts gemäß IAS 7.33 nun im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden und nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Da die gezahlten Zinsen als Finanzierungsaufwendungen unmittelbar aus den ebenfalls im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten resultieren, führt der veränderte Ausweis aus Sicht von STADA dazu, dass der Abschluss relevantere Informationen über die Auswirkungen dieser Geschäftsvorfälle auf die Cashflows von STADA vermittelt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Durch die Ausweisänderung erhöhte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2020 um 35,2 Mio. €, gegenläufig verringerte sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Für das 1. Halbjahr 2019 ergab sich eine Erhöhung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 28,1 Mio. €, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich durch die erhöhten Mittelabflüsse entsprechend.

1.3. Konsolidierungskreis

Der Konzernzwischenabschluss von STADA ist auf die STADA Arzneimittel AG als Obergesellschaft aufgestellt.

In den ersten 6 Monaten 2020 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis von STADA:

Mit Datum 04.03.2020 erlangte STADA Kontrolle über die tschechische Walmark-Gruppe, einen führenden Hersteller von Consumer-Healthcare-Produkten in Osteuropa. Die Walmark-Gruppe wird seit dem 01.03.2020 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Im 1. Quartal 2020 wurde zudem die neue vietnamesische Gesellschaft STADA Vietnam Ltd. gegründet und in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im 2. Quartal 2020 erfolgte die Veräußerung der argentinischen Tochtergesellschaft Laboratorio Vannier S.A., die bereits zum 31.03.2020 gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen war. Die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft wurden zum 31.03.2020 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie damit verbundenen Schulden ausgewiesen. Im Rahmen dieses Ausweises ergab sich im 1. Quartal 2020 bereits ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 5,1 Mio. €, der in den sonstigen Aufwendungen enthalten ist. Aus der zum 30.04.2020 erfolgten Entkonsolidierung ergab sich darüber hinaus ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von 6,4 Mio. €, der ebenfalls in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen wurde.

Im 2. Quartal 2020 erfolgte darüber hinaus die Veräußerung der britischen Tochtergesellschaften Slam Trading Limited und LAS Trading Limited. In diesem Zusammenhang wurden auch die Gesellschaft Lowry Solutions Limited sowie die nicht operativ tätigen Gesellschaften Socialites E-Commerce Limited, Socialites Real Limited, Fresh Vape Electronic Cigarettes Limited entkonsolidiert. Aus diesen zum 30.05.2020 erfolgten Entkonsolidierungen ergab sich insgesamt ein Verlust in Höhe von 5,6 Mio. €, der in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen wurde.

Im 2. Quartal 2020 wurde die amerikanische Tochtergesellschaft STADA Corp. zum 30.04.2020 und die deutsche Tochtergesellschaft Natures Aid Germany GmbH zum 01.05.2020 in den Konsolidierungskreis von STADA aufgenommen.

Des Weiteren wurde die slowakische Tochtergesellschaft Walmark spol. s.r.o. zum 01.06.2020 auf die slowakische Tochtergesellschaft STADA PHARMA Slovakia s.r.o. verschmolzen.

Zum Bilanzstichtag 30.06.2020 waren insgesamt 87 Gesellschaften als Tochterunternehmen (31.12.2019: 76 Gesellschaften) und vier Gesellschaften als assoziierte Unternehmen (31.12.2019: 4 Gesellschaften) in den STADA-Konzernzwischenabschluss einbezogen.

1.4. Unternehmenszusammenschlüsse

In den ersten 6 Monaten 2020 ergaben sich die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 bzw. wurden die folgenden wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse aus Vorperioden finalisiert:

Kontrollerlangung über die ukrainische Biopharma-Gruppe

Mit Datum 20.12.2019 erlangte STADA Kontrolle über die ukrainische Biopharma-Gruppe, Bila Tserkva. Die Gesellschaft vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Health-Produkte. Die Biopharma-Gruppe wird seit dem 31.12.2019 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 49,4 Mio. € wurde vollständig mit Zahlungsmitteln beglichen.

Die erstmalige Einbeziehung der Biopharma-Gruppe in den Konzernabschluss der STADA Arzneimittel AG erfolgte zum 31.12.2019. Im Konzernabschluss zum 31.12.2019 wurde die Kaufpreisaufteilung auf vorläufiger Basis berücksichtigt. Die Kaufpreisaufteilung wurde zwischenzeitlich finalisiert und hat entsprechend Eingang in den Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2020 gefunden. Die durch die Finalisierung erforderlichen Anpassungen hatten auch Auswirkungen auf die Abschlussdaten, wie sie im vorliegenden Konzernabschluss für die Vergleichsperiode 2019 angegeben werden. Dies begründet Abweichungen von Vergleichswerten in dem Konzernzwischenabschluss für den 30.06.2020 mit Angaben, die in dem zum 31.12.2019 aufgestellten Konzernabschluss enthalten waren. Die in Zusammenhang mit der Finalisierung der Kaufpreisallokation stehenden Anpassungen zum 31.12.2019 stellen sich wie folgt dar:

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Konzern-Bilanz in T € 31.12.2019 (ausgewiesen) Anpassungen gemäß finalen Kaufpreisaufteilungen 31.12.2019 (angepasst)
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 2.284.014 4.221 2.288.235
Immaterielle Vermögenswerte 1.785.969 -3.537 1.782.432
Sachanlagen 453.385 7.758 461.143
Finanzanlagen 6.393 6.393
At equity bewertete Anteile 3.067 3.067
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 340 340
Andere Vermögenswerte 1.328 1.328
Aktive latente Steuern 33.532 33.532
Kurzfristige Vermögenswerte 1.575.412 436 1.575.848
Vorräte 638.237 436 638.673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 615.090 615.090
Retourenvermögenswerte 689 689
Ertragsteuerforderungen 5.659 5.659
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 59.808 59.808
Andere Vermögenswerte 46.761 46.761
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 206.039 206.039
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 3.129 3.129
Bilanzsumme 3.859.426 4.657 3.864.083
PASSIVA
Eigenkapital 1.195.468 - 1.195.468
Gezeichnetes Kapital 162.090 162.090
Kapitalrücklage 514.206 514.206
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn 806.278 806.278
Sonstige Rücklagen -400.829 -400.829
Eigene Anteile -1.403 -1.403
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 1.080.342 - 1.080.342
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 115.126 115.126
Langfristiges Fremdkapital 1.411.807 4.540 1.416.347
Sonstige langfristige Rückstellungen 41.006 41.006
Finanzverbindlichkeiten 1.244.788 1.244.788
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 36.333 36.333
Andere Verbindlichkeiten 2.635 2.635
Passive latente Steuern 87.045 4.540 91.585
Kurzfristiges Fremdkapital 1.252.151 117 1.252.268
Sonstige Rückstellungen 18.261 18.261
Finanzverbindlichkeiten 40.082 40.082
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414.024 414.024
Vertragsverbindlichkeiten 1.590 1.590
Ertragsteuerverbindlichkeiten 59.364 59.364
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 582.368 582.368
Andere Verbindlichkeiten 136.462 117 136.579
Mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen verbundene Schulden und Veräußerungsgruppen - -
Bilanzsumme 3.859.426 4.657 3.864.083

Aus der finalen Kaufpreisaufteilung dieses Unternehmenszusammenschlusses ging ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 10,3 Mio. € hervor und resultierte im Wesentlichen aus den erworbenen Vertriebsstrukturen und dem damit verbundenen Vertriebs-Know-how.

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 49,4
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. 39,1
Geschäfts- oder Firmenwert 10,3

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte zum Erwerbszeitpunkt als finale Werte angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 18,0
Sachanlagen 17,1
Finanzanlagen 1,2
Aktive latente Steuern 0,6
Vorräte 3,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5,4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0,6
Andere kurzfristige Vermögenswerte 0,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,8
Vermögenswerte 49,1
Passive latente Steuern 4,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1,2
Andere Verbindlichkeiten 0,7
Schulden

Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 5,5 Mio. €, 0,1 Mio. € wurden als nicht werthaltig angesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5,4 Mio. € erfasst.

Die Umsätze der Biopharma-Gruppe betrugen im Geschäftsjahr 2020 rund 3 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im selben Zeitraum auf rund -3 Mio. €.

Kontrollerlangung über die tschechische Walmark-Gruppe

Mit Datum 04.03.2020 erlangte STADA Kontrolle über die tschechische Walmark-Gruppe, einen führenden Hersteller von Consumer-Healthcare-Produkten in Osteuropa. Die Gesellschaft vertreibt rezeptpflichtige Arzneimittel und Consumer-Healthcare-Produkte. Die Walmark-Gruppe wird seit dem 01.03.2020 als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Für die Akquisition wurden insgesamt 140,2 Mio. € investiert und vollständig in Zahlungsmitteln beglichen. Der Betrag setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Eine Zahlung in Höhe von 89,7 Mio. € wurde an den Verkäufer als Basiskaufpreis getätigt. Eine weitere Zahlung, die an den Verkäufer geflossen ist, betrug 8,3 Mio. € und diente dem Zweck der Rückzahlung des zum Kaufzeitpunkt bestehenden Gesellschafterdarlehens. Damit betrug der Kaufpreis insgesamt 98,0 Mio. €. Ferner wurden 42,2 Mio. € an die Walmark-Gruppe für die Tilgung des zum Kaufzeitpunkt bestehenden Bankdarlehens überwiesen.

Aus der vorläufigen Kaufpreisaufteilung ging aus diesem Unternehmenszusammenschluss ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 99,3 Mio. € hervor, der sich wie folgt ergab:

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in Mio. €
Kaufpreis für 100% der Anteile an der Gesellschaft ca. 98,0
Anteilige beizulegende Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ca. -1,3
Geschäfts- oder Firmenwert 99,3

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte dabei im Wesentlichen aus der Stärkung des globalen Markenprodukt-Portfolios und dem Ausbau der Präsenz in Osteuropa - insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn.

Für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden die folgenden bilanzierten Werte vom 29.02.2020 zum Erwerbszeitpunkt als vorläufige Werte angesetzt:

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Beizulegende Zeitwerte in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 21,2
Sachanlagen 17,4
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,5
Vorräte 10,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12,9
Sonstige Forderungen 0,3
Andere kurzfristige Vermögenswerte 1,8
Ertragsteuerforderungen 0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5,8
Vermögenswerte 70,6
Finanzverbindlichkeiten 42,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17,2
Passive latente Steuern 1,8
Sonstige Rückstellungen 0,3
Sonstige Verbindlichkeiten 5,7
Schulden 71,9

Die vorläufigen Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den Buchwerten der Gesellschaft.

Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 12,9 Mio. €, die voll als werthaltig angesehen wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 12,9 Mio. € erfasst.

Die Umsätze der Walmark-Gruppe betrugen im Geschäftsjahr 2020 rund 16 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern dieses Unternehmenszusammenschlusses belief sich im selben Zeitraum auf rund -4 Mio. €.

Hätte ein Erwerb der Walmark-Gruppe bereits zum 01.01.2020 stattgefunden, wären Umsätze in Höhe von rund 27 Mio. € und ein Ergebnis nach Steuern von rund -6 Mio. € einbezogen worden.

Erwerb von pharmazeutischen Produkten der Takeda-Gruppe sowie dazugehörigen Prozessen

Mit Datum 03.03.2020 erwarb STADA pharmazeutische Produkte der Takeda-Gruppe sowie dazugehörige Prozesse. Die Produkte werden seit dem 01.03.2020 in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition in Höhe von 551 Mio. € vor Steuern wurde vollständig mit Zahlungsmitteln beglichen.

Auf Basis einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von ca. 535 Mio. € und Vorräte in Höhe von ca. 15 Mio. €. zum Transaktionszeitpunkt im Abschluss erfasst, wobei sich die Vorräte im Rahmen einer vorläufigen Anpassung auf ca. 16 Mio. € erhöht haben.

Die Umsätze des übernommenen Takeda-Produkt-Portfolios betrugen seit Erstkonsolidierung rund 43 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern lag im gleichen Zeitraum bei rund -5 Mio. €. Diese Finanzinformationen lagen für die zwei Monate vor dem Erstkonsolidierungszeitraum nicht vor.

1.5. Allgemeine Erläuterungen zu der Covid-19-Pandemie

Ungeachtet der Covid-19-Pandemie verzeichnete der STADA-Konzern im 1. Halbjahr 2020 eine im Rahmen der Erwartung liegende gute Geschäftsentwicklung. Mit Blick auf den zeitlichen Verlauf wirkte sich die Pandemie unterschiedlich auf die Geschäftsaktivitäten des Konzerns aus. Das 1. Quartal 2020 zeichnete sich durch eine starke Nachfrage aus, u.a. auf Grund von Bevorratungen durch Großhändler, Apotheken und Patienten. Die Entwicklung im 2. Quartal 2020 war dagegen durch Kaufzurückhaltung im Bereich verschreibungspflichtige Generika und Markenprodukte vor allem in den Selbstzahlermärkten geprägt. Die rückläufige Nachfrage bei verschreibungspflichtigen Generika war auf weniger Patientenbesuche bei Ärzten und in Krankenhäusern während der Pandemie zurückzuführen. Der Rückgang bei Markenprodukten in Selbstzahlermärkten basierte insbesondere auf einer deutlich geringeren Frequentierung von Apotheken.

Im Zuge der Pandemie ergriff der Konzern an seinen weltweiten Standorten zahlreiche Maßnahmen, um die Ansteckung der Mitarbeiter mit Covid-19 zu minimieren. Insgesamt hat sich gezeigt, dass der Konzern mit seinem stark diversifizierten Produkt-Portfolio auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich wirtschaften kann. Es ist weiterhin gelungen, den weltweiten Geschäftsbetrieb, insbesondere die Bereiche Beschaffung, Produktion und Logistik, aufrechtzuerhalten sowie Kunden und Patienten in allen Phasen der Krise ausreichend mit STADA-Produkten zu versorgen. Gemäß dem Selbstverständnis "als verlässlicher Partner kümmern wir uns um die Gesundheit der Menschen" konnte STADA somit ihr oberstes Ziel, den Patienten und Verbrauchern lebensnotwendige Medikamente und andere Präparate zur Verfügung zu stellen sowie für das Wohlergehen und die Sicherheit ihrer Beschäftigten zu sorgen, auch in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreichen.

2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

2.1. Umsatzerlöse

Der ausgewiesene Konzernumsatz sowie der um Sondereffekte bereinigte Konzernumsatz verzeichneten in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Steigerung von 16% auf 1.465,3 Mio. € (1-6/2019: 1.263,4 Mio. €). Der um Sondereffekte sowie Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz stieg um 9% auf 1.370,8 Mio. € (1-6/2019: 1.255,9 Mio. €).

2.2. Herstellungskosten und Bruttoergebnis

Die Herstellungskosten stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 723,3 Mio. € (1-6/2019: 597,9 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich auf 742,0 Mio. € (1-6/2019: 665,5 Mio. €). Die Bruttomarge verringerte sich auf 50,6% (1-6/2019: 52,7%).

2.3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten wiesen in den ersten 6 Monaten 2020 eine Steigerung auf 317,3 Mio. € auf (1-6/2019: 293,0 Mio. €), die jedoch unterproportional zum Umsatzanstieg ausfiel und im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen war.

2.4. Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen in der Berichtsperiode auf 115,9 Mio. € zu (1-6/2019: 104,7 Mio. €). Der Anstieg war u.a. auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.

2.5. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge verringerten sich im 1. Halbjahr 2020 auf 9,6 Mio. € (1-6/2019: 16,0 Mio. €). Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

2.6. Andere Aufwendungen

Die anderen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 120,1 Mio. € (1-6/2019: 60,0 Mio. €). Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen für Schadensersatz, erhöhten Wechselkursaufwendungen, vor allem im Zusammenhang mit einem Darlehen für die Akquisition des Takeda-Produkt-Portfolios, sowie Aufwendungen aus Entkonsolidierungen im Zusammenhang mit den Veräußerungen der britischen Tochtergesellschaften Slam Trading Limited und LAS Trading Limited sowie der argentinischen Tochtergesellschaft Laboratorio Vannier S.A.

2.7. Finanzielle Erträge

Die finanziellen Erträge reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 auf 0,4 Mio. € (1-6/2019: 2,6 Mio. €). Die relativ hohen Erträge in der entsprechenden Vorjahresperiode resultierten im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Kaufpreisforderung für die im Vorjahr final veräußerte STADA Vietnam J.V.

2.8. Finanzielle Aufwendungen

Die finanziellen Aufwendungen stiegen im 1. Halbjahr 2020 auf 42,9 Mio. € (1-6/2019: 23,4 Mio. €), insbesondere auf Grund erhöhter Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen.

2.9. Ertragsteuern

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern zeigten in der Berichtsperiode einen Rückgang auf 19,0 Mio. € (1-6/2019: 26,2 Mio. €) als Folge des reduzierten Ergebnisses vor Steuern. Die ausgewiesene Steuerquote betrug 16,4% (1-6/2019: 15,6%).

3. Angaben zur Konzern-Bilanz

3.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen zum 30.06.2020 auf 2.639,7 Mio. € (31.12.2019: 1.782,4 Mio. €) infolge der getätigten Akquisitionen. Zu diesem Stichtag enthielten die immateriellen Vermögenswerte 491,4 Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte (31.12.2019: 408,8 Mio. €).

3.2. Sachanlagen

Die Sachanlagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 463,4 Mio. € (31.12.2019: 461,1 Mio. €).

3.3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen nahmen zum 30.06.2020 auf 12,8 Mio. € zu (31.12.2019: 6,4 Mio. €).

3.4. At equity bewertete Anteile

Die at equity bewerteten Anteile betrugen zum Bilanzstichtag 2,9 Mio. € (31.12.2019: 3,1 Mio. €).

3.5. Vorräte

Die Vorräte wiesen zum 30.06.2020 eine Steigerung auf 742,9 Mio. € auf (31.12.2019: 638,7 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen und eine Erhöhung des Sicherheitsbestands zurückzuführen.

3.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten zum Bilanzstichtag einen Rückgang auf 599,9 Mio. € (31.12.2019: 615,1 Mio. €), insbesondere auf Grund wechselkursbedingter Translationseffekte sowie eines erhöhten Factoringvolumens.

3.7. Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 17,2 Mio. € (31.12.2019: 5,7 Mio. €).

3.8. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 44,7 Mio. € (31.12.2019: 60,1 Mio. €).

3.9. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen nahmen zum 30.06.2020 auf 0,1 Mio. € ab (31.12.2019: 3,1 Mio. €). Für einen zum 31.12.2019 in diesem Posten ausgewiesenen und dem Segment Markenprodukte zugehörigen immateriellen Vermögenswert erfolgte im 1. Quartal 2020 eine Rückgliederung in das Anlagevermögen.

3.10. Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen inklusive Konzerngewinn enthalten den Konzerngewinn des 1. Halbjahres 2020 sowie in Vorperioden erzielte Ergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden, einschließlich der in die Gewinnrücklage eingestellten Beträge. Darüber hinaus sind in dieser Position die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisse. Dies betrifft u.a. die aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultierenden Umrechnungsgewinne und -verluste, die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Rücklage Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Der zum 30.06.2020 erfolgte Rückgang der sonstigen Rücklagen war insbesondere auf die Abwertung des russischen Rubel und des britischen Pfund seit dem 31.12.2019 sowie auf die daraus entstandenen erfolgsneutralen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der in dieser Währung bilanzierenden Gesellschaften zurückzuführen.

3.11. Finanzverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag enthielten die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 357,1 Mio. € bzw. 2.533,6 Mio. € (31.12.2019: 40,1 Mio. € bzw. 1.244,8 Mio. €) vor allem Gesellschafterdarlehen von 2.252,6 Mio. € (31.12.2019: 929,6 Mio. €), Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert von 48,5 Mio. € (31.12.2019: 48,5 Mio. €) und eine Anleihe mit einem Nominalwert von 267,4 Mio. € (31.12.2019: 267,4 Mio. €). Der Anstieg der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten basierte im Wesentlichen auf der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten für die Kaufpreiszahlungen der getätigten Akquisitionen.

3.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.06.2020 auf 429,0 Mio. € (31.12.2019: 414,0 Mio. €), insbesondere auf Grund der getätigten Akquisitionen.

3.13. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 89,6 Mio. € (31.12.2019: 91,6 Mio. €).

3.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten verzeichneten zum 30.06.2020 einen Rückgang auf 334,6 Mio. € (31.12.2019: 618,7 Mio. €). Diese Entwicklung war insbesondere auf die Zahlung der Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für das Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen.

3.15. Andere Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag auf 164,7 Mio. € zu (31.12.2019: 139,2 Mio. €).

4. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

4.1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die Veränderung der nicht durch die Investitionen, die Finanzierung, Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und Transaktionen in fremder Währung oder durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen abgedeckten Positionen umfasst, verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 200,8 Mio. € (1-6/20191): 169,7 Mio. €). Dies resultierte u.a. aus der starken Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

4.2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen vermindert um Einzahlungen aus Desinvestitionen umfasst, betrug in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres -1.104,0 Mio. € (1-6/2019: -67,8 Mio. €). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Berichtszeitraum vor allem durch Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse gemäß IFRS 3 beeinflusst, die aus der Akquisition der tschechischen Walmark-Gruppe sowie aus dem Erwerb von pharmazeutischen Produkten der Takeda-Gruppe und dazugehörigen Prozessen resultierten. Darüber hinaus ergaben sich hohe Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Consumer-Healthcare-Produkten in mehr als 40 Ländern für verschiedene therapeutische Gebiete von GlaxoSmithKline.

4.3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf 1.138,3 Mio. € (1-6/20191): -191,9 Mio. €) und war insbesondere durch hohe Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten geprägt, die im Wesentlichen aus von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährten Darlehen an STADA resultierten. Gegenläufige Mittelabflüsse ergaben sich aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, insbesondere für von der Nidda Healthcare Holding GmbH gewährte Darlehen, sowie aus der Begleichung der für das Geschäftsjahr 2019 bestehenden Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Nidda Healthcare GmbH.

4.4. Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode

Der Cashflow der aktuellen Geschäftsperiode als Saldogröße aller Mittelzu- und -abflüsse aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den wechselkurs- und/oder konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds lag in den ersten 6 Monaten 2020 bei 230,0 Mio. € (1-6/2019: -89,7 Mio. €).

1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 im Rahmen einer Ausweisänderung für die gezahlten Zinsen angepasst. Der Ausweis der gezahlten Zinsen erfolgt nicht mehr innerhalb des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sondern im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

5. Segmentberichterstattung

5.1. Allgemeine Informationen

Die Bewertungsansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsmethoden. Die Leistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Das berichtete Segmentergebnis entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung des STADA-Konzerns gemäß IFRS. Auf einen Ausweis des jeweiligen langfristigen Vermögens pro Segment sowie der Segmentschulden wird verzichtet, da diese Informationen nicht zur Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

5.2. Informationen nach operativen Segmenten

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in T € H1/2020 H1/2019
Generika Externe Umsatzerlöse 833.357 745.223
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 512 111
Gesamter Umsatz 833.869 745.334
Operatives Ergebnis (EBIT) 161.674 160.434
Planmäßige Abschreibungen 34.148 31.805
Wertminderungen 19.199 12.462
Wertaufholungen - 1.275
EBITDA 215.031 203.406
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 6.092 2.587
davon:
Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen -99 2.587
Effekte aus Entkonsolidierungen 6.407 -
Wechselkursaufwendungen -216 -
Schadensersatzaufwendungen - -
EBITDA bereinigt 221.123 205.992
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des
operativen Ergebnisses
-173.326 -159.046
Markenprodukte Externe Umsatzerlöse 631.902 518.151
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - -
Gesamter Umsatz 631.902 518.151
Operatives Ergebnis (EBIT) 112.932 108.677
Planmäßige Abschreibungen 54.074 38.066
Wertminderungen 2.989 1.166
Wertaufholungen - -
EBITDA 169.994 147.912
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 28.800 -202
davon:
Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen 652 -202
Effekte aus Entkonsolidierungen 5.593 -
Wechselkursaufwendungen -667 -
Schadensersatzaufwendungen 23.222 -
EBITDA bereinigt 198.794 147.711
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des
operativen Ergebnisses
-29.575 -5.728
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in T € H1/2020 H1/2019
Überleitung Konzernholding/
Sonstiges und Konsolidierung
Externe Umsatzerlöse - -
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -512 -111
Gesamter Umsatz -512 -111
Operatives Ergebnis (EBIT) -116.789 -79.762
Planmäßige Abschreibungen 5.539 6.349
Wertminderungen - -
Wertaufholungen - -
EBITDA -111.250 -73.413
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 28.209 14.253
davon:
Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen - -
Effekte aus Entkonsolidierungen - -
Wechselkursaufwendungen 28.204 -
Schadensersatzaufwendungen - -
Abfindungen 5 14.253
EBITDA bereinigt -83.041 -59.160
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des
operativen Ergebnisses
-55.031 -27.396
Konzern Externe Umsatzerlöse 1.465.259 1.263.374
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - -
Gesamter Umsatz 1.465.259 1.263.374
Operatives Ergebnis (EBIT) 157.817 189.350
Planmäßige Abschreibungen 93.761 76.220
Wertminderungen 22.188 13.628
Wertaufholungen - 1.275
EBITDA 273.775 277.905
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 63.101 16.638
davon:
Effekte aus Kaufpreisaufteilungen und Produktakquisitionen 553 2.385
Effekte aus Entkonsolidierungen 12.000 -
Wechselkursaufwendungen 27.321 -
Schadensersatzaufwendungen 23.222 -
Abfindungen 5 14.253
EBITDA bereinigt 336.876 294.543
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Posten des
operativen Ergebnisses
-257.932 -192.170

5.3. Überleitung Segmentergebnis zu Konzernergebnis

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in T € H1/2020 H1/2019
Bereinigtes EBITDA der Segmente 419.917 353.703
Sondereffekte innerhalb des EBITDA 34.892 2.385
Überleitung Konzernholding/Sonstiges und Konsolidierung -111.250 -73.413
Planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen 115.949 88.573
Finanzielle Erträge 447 2.600
Finanzielle Aufwendungen 42.856 23.376
Ergebnis vor Steuern Konzern 115.417 168.556

6. Angaben zu Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowie zu Finanzinstrumenten

Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft darüber, wie die Wertansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden ermittelt wurden:

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Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Notierte Preise auf aktiven Märkten Bewertungsmethoden mit am Markt beobachtbaren Inputparametern Bewertungsmethoden mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern
Beizulegende Zeitwerte nach Hierarchiestufen auf wiederkehrender Grundlage in T € 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2020 30.06.2019
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)
Finanzanlagen 10.568 4.217 - - - -
Factoringfähige Forderungen - - 23.330 8.545 - -
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL)
Devisentermingeschäfte - - 51 - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung
Fair-Value-Hedges - - 2.382 163 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL)
Devisentermingeschäfte - - 219 335 - -
Zins-/Währungsswaps - - - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung
Fair-Value-Hedges - - 499 396 - -

Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVOCI) beinhalten factoringfähige Forderungen. Diese finanziellen Vermögenswerte, die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, werden ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und sind daher in der vorstehenden Tabelle aufgeführt. Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Forderungen, der nur unwesentlich von dem sich zu fortgeführten Anschaffungskosten ergebenden Wert abweicht, werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Rücklage FVOCI erfasst. In dieser Kategorie sind darüber hinaus die Anteile an der schwedischen Gesellschaft XBrane enthalten. Da die Aktien der Gesellschaft an der Börse gehandelt werden, erfolgt die Eingliederung in Stufe 1.

STADA überprüft im Rahmen der Abschlusserstellung die Zuordnung in die jeweiligen Hierarchiestufen anhand der vorliegenden Informationen über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wird hierbei ein Umgliederungsbedarf festgestellt, so wird die Umgliederung zum Beginn der Berichtsperiode vorgenommen.

Die beizulegenden Zeitwerte werden im Rahmen der Abschlusserstellung analysiert. Hierzu werden Marktvergleiche sowie Änderungsanalysen vorgenommen.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten (FVPL) beinhalten positive bzw. negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden mit üblichen finanzmathematischen Methoden auf Basis der von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten wie Kassakursen und Swapsätzen in einem eigenen System nach standardisierten Verfahren ermittelt.

STADA designiert Devisentermingeschäfte als Fair-Value-Hedges, die zur Sicherung des Währungsrisikos von Intercompany-Darlehen abgeschlossen werden. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der jeweiligen Währungswechselkurse ergeben, werden durch die Wertänderungen der Devisentermingeschäfte ausgeglichen. Mit den Fair-Value-Hedges wird also das Ziel verfolgt, das Währungsrisiko dieser Intercompany- Darlehen zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Zum Abschlussstichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv.

Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert vom Buchwert abweicht, werden zum 30.06.2020 die folgenden Angaben gemacht:

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Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
in T € 30.06.2020 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 327.429 359.183 40.433 40.433
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 2.248.048 2.316.976 929.609 948.080
Schuldscheindarlehen 48.468 49.427 52.436 54.162
Anleihen 266.769 267.030 266.414 268.819
Finanzverbindlichkeiten 2.890.714 2.992.616 1.288.892 1.311.494

Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr der Bewertungskategorie der "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten" (AC) gemäß IFRS 9 zugeordnet.

Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außer den oben tabellarisch dargestellten entspricht der Buchwert - näherungsweise bzw. basierend auf Bewertungsmethoden unter Zugrundelegung notierter Preise auf aktiven Märkten oder am Markt beobachtbarer Inputparameter - dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

7. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert.

Im Vergleich zu den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 58,8 Mio. € zum Jahresende 2019 reduzierten sich in den ersten 6 Monaten 2020 wesentliche mögliche Verpflichtungen um 33,6 Mio. € auf 25,2 Mio. € zum 30.06.2020. Diese Entwicklung war hauptsächlich bedingt durch eine zwischenzeitlich bilanzierte Schadensersatzrückstellung sowie durch den Wegfall von Patentrisiken.

Neben den Eventualverbindlichkeiten bestehen zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt untergliedern lassen:

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in T € 30.06.2020 31.12.2019
Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen 3.675 5.265
Übrige finanzielle Verpflichtungen 95.960 99.998
Summe 99.635 105.263

In der Angabe zu den zukünftigen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen sind Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Leasingverträge über geringwertige Vermögensgegenstände enthalten.

In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden langfristige Verpflichtungen für Logistik- und Buchhaltungsdienstleistungen ausgewiesen.

Darüber hinaus sind Veritätshaftungsverhältnisse und weitere übernommene Bürgschaften seitens des STADA-Konzerns in den übrigen finanziellen Verpflichtungen abgebildet.

8. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STADA Arzneimittel AG und/oder deren konsolidierten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Als nahestehend im Sinne von IAS 24 werden direkt oder indirekt beherrschte, aber auf Grund von Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidierte Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Angehörige verstanden. Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktgerechten Konditionen abgewickelt.

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich im 1. Halbjahr 2020 keine wesentlichen Änderungen.

9. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nachdem das Bundespatentgericht am 17.07.2018 in erster Instanz den deutschen Teil des bis Juni 2021 laufenden europäischen Patents EP 1 313 508 von Eli Lilly (Originator des Produkts Alimta® - eines Zytostatikums) auf Grund einer Nichtigkeitsklage u.a. von STADA für nichtig erklärt hatte, vertrieb STADA seit Juli 2018 das entsprechende Generikum Pemetrexed STADA.

Allerdings war bereits seit August 2019 die Vermarktung des Generikums angesichts einer von Eli Lilly angestrengten einstweiligen Verfügung gegen das Listing des Generikums von STADA und anderen Wettbewerbern in der Lauer-Taxe bei der Informationsstelle für Arzneispezialitäten sehr stark eingeschränkt, da das Listing in der Lauer-Taxe die Voraussetzung für die Erstattung dieser Arzneimittel darstellt.

Nachdem auf Grund einer gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegten Berufung des Originators Eli Lilly der Bundesgerichtshof am 07.07.2020 letztinstanzlich den deutschen Teil für rechtsgültig erklärt hat, steht dem Originalhersteller grundsätzlich die Möglichkeit offen, für den Zeitraum der Patentverletzung Schadensersatz u.a. gegen STADA geltend zu machen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bad Vilbel, 25. August 2020

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Peter Goldschmidt Dr. Wolfgang Ollig Miguel Pagan Fernandez

IMPRESSUM

Herausgeber: STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel, Telefon: 06101/603-0, Fax: 06101/603-259, E-Mail: info@stada.de Website: www.stada.com/de bzw. www.stada.com

Der Vorstand: Peter Goldschmidt (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Ollig, Miguel Pagan Fernandez

Der Aufsichtsrat: Dr. Günter von Au (Vorsitzender), Markus Damm1) (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Eric Cornut, Jan-Nicolas Garbe, Benjamin Kunstler, Dr. Klaus Scheja1), Bruno Schick, Dr. Michael Siefke, Jens Steegers1)

Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht der STADA Arzneimittel AG (im Folgenden "STADA") enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen der Unternehmensleitung von STADA und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Sie beinhalten verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistungen wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten oder implizierten Einschätzungen abweichen. Mit der Verwendung von Worten wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "vorhersehen", "glauben", "schätzen" und ähnlichen Begriffen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. STADA wird gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die Stakeholdern zugänglich gemacht werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. STADA ist zwar der Auffassung, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegebenen Erwartungen angemessen sind, kann jedoch nicht gewährleisten, dass diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden. Zu den Risikofaktoren gehören insbesondere: der Einfluss der Regulierung der pharmazeutischen Industrie, die Schwierigkeit einer Voraussage über Genehmigungen der Zulassungsbehörden und anderer Aufsichtsbehörden, das Genehmigungsumfeld und Änderungen in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen verschiedener Länder, Akzeptanz von und Nachfrage nach neuen Arzneimitteln und neuen Therapien, die Ergebnisse klinischer Studien, der Einfluss von Wettbewerbsprodukten und -preisen, die Verfügbarkeit und die Kosten der bei der Herstellung pharmazeutischer Produkte verwendeten Wirkstoffe, Unsicherheit über die Marktakzeptanz innovativer Produkte, die neu eingeführt, gegenwärtig verkauft oder entwickelt werden, die Auswirkung von Änderungen der Kundenstruktur, die Abhängigkeit von strategischen Allianzen, Schwankungen der Wechselkurse und der Zinsen, operative Ergebnisse sowie weitere Faktoren, die in den Geschäftsberichten sowie in anderen Erklärungen der Gesellschaft erläutert werden. STADA übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen.

Rundungen: In diesem Zwischenbericht erfolgen in der Regel die Darstellungen von STADA-Kennzahlen in Millionen Euro, während in den abschließenden Tabellen die entsprechenden Zahlen mit größerer Genauigkeit in der Regel in Tausend Euro angegeben werden. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung) und unterliegt allein deutschem Recht.

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1) Arbeitnehmervertreter.