![]() STEMMER IMAGING AGPuchheimHalbjahresfinanzbericht 2017/2018 zum 31.12.2017Konzern-Zwischenlagebericht und verkürzter Konzern-Halbjahresabschluss für den Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2017KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie STEMMER IMAGING-Gruppe ist einer der führenden Anbieter von Bildverarbeitungstechnologie
für den Einsatz in Industrie und Wissenschaft mit dem Hauptsitz in Puchheim bei München
und Tochtergesellschaften/Repräsentanzen in vielen Ländern Europas. Digitale Bildverarbeitung wird in verschiedensten Anwendungsgebieten, u. a. in Automation
& Fertigungstechnik, Automobilindustrie, Medizintechnik, Verkehrstechnik, aber auch
zunehmend in der Lebensmitteltechnologie und vielen weiteren Branchen als leistungsfähige
und wirtschaftliche Methode der automatisierten optischen Prüfung eingesetzt. Selbst
bei hohen Geschwindigkeiten und strengen Genauigkeitsanforderungen ermöglicht sie
eine 100-Prozent-Kontrolle und stellt somit ein ideales Werkzeug dar, um Unternehmen
in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Kunden der STEMMER IMAGING-Gruppe profitieren von einer europaweit einzigartigen
Vielfalt an Bildverarbeitungsprodukten führender Hersteller auf dem neuesten Stand
der Technik. Als Entwickler der weltweit erfolgreichen Bildverarbeitungssoftware Common
Vision Blox sowie als Hersteller von kundenspezifischen Produkten -wie Spezialkabeln
und Schutzgehäusen für Industriekameras -verfügen wir zudem über das Know-how und
die Erfahrung, um unsere Kunden optimal bei der Lösung ihrer Bildverarbeitungsaufgabe
zu unterstützen. Die STEMMER IMAGING AG unterhält Tochtergesellschaften in vielen europäischen Ländern
(Schweiz, Schweden, Dänemark, Finnland, Polen, UK, Niederlande, Frankreich). Die Tochtergesellschaften
wurden im Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.
Weitere Repräsentanzen / Vertriebspartner bestehen in Belgien und Irland. In den ausländischen
Töchtern bzw. Repräsentanzen werden überwiegend Vertriebs- und Serviceleistungen erbracht. Ziele und StrategieSTEMMER IMAGING verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie, um die gute Marktposition
in der Bildverarbeitung kontinuierlich auszubauen. Vorrangiges Ziel ist es, den Unternehmenswert
durch ein höheres Geschäftsvolumen bei erhöhter Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Die geplanten Akquisitionen werden einen wesentlichen Beitrag zu den angestrebten
Wachstumszielen leisten. Bis zum Jahr 2020 erwartet die International Federation of Robotics (IFR) einen weltweiten
Industrieroboter-Bestand von mehr als EUR 3,0 Mio. Das würde bedeuten, dass gegenüber
dem Jahr 2016 weitere EUR 1,2 Mio. hinzukämen. Im Zeitraum von 2009 bis 2017 hat sich
der Umsatz der deutschen Robotik- und Automationsbranche laut Branchenverband VDMA
von EUR 6,2 Mrd. auf EUR 13,7 Mrd. mehr als verdoppelt. Allein in Deutschland hat
sich der Umsatz mit Komponenten der industriellen Bildverarbeitung von 2009 bis 2017
von EUR 1 Mrd. auf EUR 2,4 Mrd. mehr als verdoppelt. Wir sind der Meinung, dass die
Dynamik der Zuwächse noch zunehmen wird. Steuerung des KonzernsGrundlage der Konzernsteuerung ist ein jährlicher Budgetierungs- und Strategieprozess,
in dem die Ausrichtung und Ziele des Konzerns festgelegt werden. Der Prozess mündet
u. a. in einer Festlegung des Leistungsprogramms, einer Absatzplanung, Finanzkennzahlen
sowie einer Budgetierung für das nachfolgende Geschäftsjahr. Die wesentlichen Kennzahlen
sind Umsatz, Rohertragsmarge sowie das operative Ergebnis (EBITDA). Zusätzlich werden
für die operative Steuerung weitere Steuerungsgrößen wie EBIT, Cashflow, Working Capital
sowie Eigenkapitalquote einbezogen. Das monatliche Reporting sowie regelmäßige Management-Treffen
mit den lokalen Geschäftsführungen ermöglichen einen stetigen Soll-/Ist-Vergleich.
Mögliche Abweichungen vom Ziel werden so frühzeitig erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen
korrigiert. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageErtragslageSTEMMER IMAGING steigerte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017/2018 um 12,6 %
auf EUR 47,37 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 42,07 Mio.). Der Umsatzanstieg entfällt
insbesondere auf die Absatzmärkte Deutschland und die Benelux-Region. Während sich die Materialkosten von EUR 27,31 Mio. auf EUR 29,99 Mio. erhöhten, konnte
die Materialeinsatzquote auf 63,3 % (Vorjahresperiode: 64,9 %) reduziert werden. Der
STEMMER IMAGING Konzern verzeichnet somit eine Rohertragsmarge (im Vergleich zum Umsatz)
von 36,7 % (Vorjahresperiode: 35,1 %). Ursächlich für die verbesserte Rohertragsmarge
ist auch der auf 11,1 % (Vorjahresperiode: 10,7 %) gestiegene Anteil an eigenen, höhermargigen
Produkten (insbesondere Software und Services). Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Lohn-/Gehaltsanpassungen sowie einer
erhöhten Mitarbeiteranzahl im Vergleich zur Vorjahresperiode von EUR 7,92 Mio. auf
EUR 8,87 Mio. Somit blieb die Personalkostenquote mit 18,7 % weitgehend konstant (Vorjahresperiode:
18,8 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen unterproportional um 11,2
% auf EUR 4,31 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 3,87 Mio.). Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich von EUR 3,34 Mio. in der Vorjahresperiode
auf EUR 4,55 Mio. im ersten Halbjahr 2017/2018. Damit stieg auch die EBITDA-Marge
von 7,9 % auf 9,6 %. Ursächlich hierfür ist insbesondere der oben beschriebene Anstieg
der Rohertragsmarge. Die Abschreibungen betrugen EUR 0,89 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 0,81 Mio.), wovon
EUR 0,34 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 0,33 Mio.) auf die Abschreibung des Geschäfts-
oder Firmenwertes entfiel. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich auf EUR 3,66 Mio. (Vorjahresperiode:
EUR 2,53 Mio.). Damit ist die EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahreswert von 6,0 % auf
7,7 % gestiegen. Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für Ertragssteuer in Höhe
von EUR 1,12 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 0,75 Mio.) schloss das erste Halbjahr 2017/2018
mit einem Konzernhalbjahresüberschuss von EUR 2,53 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 1,70
Mio.) ab. Vermögens- und FinanzlageZum 31. Dezember 2017 beträgt die Bilanzsumme im STEMMER IMAGING Konzern EUR 30,96
Mio. (31. Dezember 2016: EUR 34,70 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr sind die immateriellen Vermögenswerte von EUR 1,90 Mio. auf
EUR 1,00 Mio. gesunken. Ein Teil des Rückgangs von EUR 0,85 Mio. entfällt auf die
Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Währenddessen stiegen die Sachanlagen
wegen erhöhter Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen von EUR 2,31
Mio. auf EUR 2,99 Mio. In Summe ist das Anlagevermögen somit von EUR 4,21 Mio. auf
EUR 3,99 Mio. gesunken. Vor dem Hintergrund des erhöhten Umsatzvolumens und zur Absicherung der Lieferbereitschaft
haben sich auch die Vorräte auf EUR 7,10 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 6,92 Mio.) erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich insbesondere aufgrund des
gestiegenen Umsatzvolumens gegenüber der Vorjahresperiode um EUR 2,86 Mio. auf EUR
11,98 Mio. erhöht. Werthaltigkeitsrisiken wurde durch die Bildung von Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände
in Höhe von EUR 0,44 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,49 Mio.) umfassen i. W. Steuererstattungsansprüche
sowie Umsatzsteuersalden. Die liquiden Mittel (Bank- und Kassenguthaben sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens)
sind im Jahresvergleich von insgesamt EUR 13,70 Mio. auf EUR 7,09 Mio. gesunken. Der
Rückgang lässt sich insbesondere auf die Gewinnausschüttungen (EUR 8,12 Mio.) sowie
den Erwerb der Minderheitenanteile an den Tochtergesellschaften (EUR 4,35 Mio.) im
Zusammenhang mit der Veräußerung der Gruppe an die PRIMEPULSE SE im Juni 2017 zurückführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
infolge der positiven Geschäftsentwicklung von EUR 1,21 Mio. auf EUR 2,20 Mio. gestiegen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten belief sich auf EUR -0,56 Mio. (Vorjahresperiode:
EUR -0,35 Mio.), während der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR -0,02 Mio. (Vorjahresperiode:
EUR -0,44 Mio.) betrug. Sämtliche Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow
getätigt. Zum Bilanzstichtag bestehen -wie in der Vorjahresperiode -keinerlei Bankfinanzierungen. Das Eigenkapital beläuft sich auf insgesamt EUR 17,08 Mio. (31. Dezember 2016: EUR
26,29 Mio.). Die Verminderung des Eigenkapitals ist ebenfalls auf die vorgenannten
Gewinnausschüttungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkt das positive Halbjahresergebnis
von EUR 2,53 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 1,70 Mio.). Demzufolge ist auch die Eigenkapitalquote
insbesondere ausschüttungsbedingt von 75,8 % auf 55,2 % gesunken. Die Rückstellungen erhöhten sich von EUR 3,05 Mio. auf EUR 3,42 Mio. und beinhalten
im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich und aus ausstehenden Rechnungen.
Die Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag bei insgesamt EUR 10,40 Mio. (31. Dezember
2016: EUR 5,29 Mio.). Zum einen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen entsprechend dem gestiegenen Umsatz von EUR 3,41 Mio. auf EUR 6,47
Mio., zum anderen umfassen die sonstigen Verbindlichkeiten (31. Dezember 2017: EUR
3,68 Mio.; 31. Dezember 2016: EUR 1,80 Mio.) eine Verbindlichkeit aus einem Haltebonus
in Höhe von EUR 1,16 Mio. Chancen- und RisikoberichtDie STEMMER IMAGING AG verfügt über ein angemessenes Risikomanagementsystem. Im Hinblick
auf die Rechnungslegung in der Gruppe ist dieses darauf ausgerichtet, Risiken fehlerhafter
Buchführung, Rechnungslegung und Berichterstattung rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten
und zu kommunizieren. Daneben verfügt die STEMMER IMAGING Gruppe über ein Finanzplanungsinstrumentarium
zur Überwachung und Steuerung der aktuellen und zukünftigen Liquiditätssituation. Die STEMMER IMAGING Gruppe ist einer der größten Technologie-Lieferanten für die Branche
der industriellen Bildverarbeitung. Damit einher geht ein hoher Bekanntheitsgrad im
Markt und starkes Kundenvertrauen in die angebotenen Leistungen. Dazu ist die Gesellschaft
sehr kapitalstark und setzt weiter auf Expansion in neue europäische Märkte. Darüber
hinaus wird gezielt ein Wachstum im asiatischen Raum angestrebt. Die Integration der
in den Vorjahren erworbenen Gesellschaften wird derzeit vorangetrieben und verläuft
aus Sicht der Geschäftsführung planmäßig bzw. ohne größere Risiken. Auch der heimische
Markt bietet weiter Chancen, in die investiert wird. Hervorzuheben ist dabei die Erweiterung
des Produkt- und Leistungsangebots sowie die Investition in bislang nicht bediente
Branchen und Märkte. Mögliche Risiken resultieren aus den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
im Zusammenhang mit den instabilen politischen Verhältnissen im arabischen Raum sowie
den derzeitigen Krisen (insbesondere Internationaler Terrorismus/Nordkorea). Weitere Risiken bestehen grundsätzlich in der Abhängigkeit von Führungspersonal bzw.
der Beschaffung von qualifiziertem Nachwuchs. Diesen Risiken wird -neben dem großen
Angebot an Ausbildungsplätzen -mit hierarchischen Strukturen, die der Größe des Unternehmens
entsprechen bzw. der gesteigerten Attraktivität als Marktführer mit Möglichkeiten
der Internationalisierung hinreichend begegnet. Aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gesellschaft bzw. der Gruppe können grundsätzlich
Gewährleistungsansprüche bzw. sonstige Ansprüche resultieren. Für zum Bilanzstichtag
bestehende mögliche Ansprüche wurden Rückstellungen in angemessenem Umfang gebildet.
Aufgrund der guten und intensiven Kunden- und Lieferantenbeziehungen befinden sich
die möglichen Risiken insgesamt auf einem sehr geringen Niveau. Der Vorstand stellt zusammenfassend fest, dass die Gesellschaft vor dem Hintergrund
der finanziellen Stabilität und des Leistungsangebots für die Bewältigung der künftigen
Risiken gut gerüstet ist. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden
könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Insbesondere durch die Mittelzuflüsse aus dem
Börsengang ergeben sich zahlreiche Chancen, das Wachstum durch Akquisitionen zu beschleunigen. PrognoseberichtKünftige Konjunktur- und BranchenentwicklungDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Jahre 2018 und 2019 mit einem
noch stärkeren Anziehen der Weltwirtschaft. Getrieben vom derzeitigen Aufschwung in
Europa und Asien sowie der Steuerreform in den USA dürfte das weltweite Wachstum 2018
und 2019 jeweils 3,9 % betragen. Für Deutschland erwartet der IWF ein Wirtschaftswachstum
in 2018 von 2,3 % bzw. 2,0 % (2019). Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für das Jahr 2018 mit
einem Anstieg der Produktion im deutschen Maschinenbau von 3,0 %. Nach Einschätzung
des VDMA wird sich auch die sehr positive Entwicklung der für STEMMER IMAGING relevanten
Machine Vision-Branche fortsetzen. Mehrere Trends - Markttrends wie technologische
Entwicklungen -werden zu einem weiterhin rasant wachsenden Marktvolumen für Machine
Vision-Lösungen beitragen. Künftige Entwicklung des STEMMER IMAGING Konzerns -Prognose für das Geschäftsjahr 2017/2018STEMMER IMAGING verzeichnet im laufenden Jahr eine starke Geschäftsentwicklung. Der
Auftragseingang der Gruppe stieg um EUR 7,62 Mio. bzw. 16,8 % auf insgesamt EUR 52,88
Mio. Vor dem Hintergrund der hohen Auftragsbasis ist STEMMER IMAGING für den weiteren Geschäftsverlauf
optimistisch. Demnach soll der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 auf EUR 97
- 100 Mio. steigen, nachdem der Konzern im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 88,30
Mio. erwirtschaftet hatte. Nachdem im Vorjahr ein bereinigtes EBITDA von EUR 7,58
Mio. (EBITDA-Marge 8,6 %) erzielt wurde, wird für das Geschäftsjahr 2017/2018 erstmals
eine zweistellige EBITDA-Marge erwartet. Das Konzernergebnis 2017/2018 dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr trotz planmäßig
steigender Abschreibungen ebenfalls verbessern. Finanziell sieht sich der Konzern
mit einem verbesserten operativen Cashflow und einer stabilen Eigenkapitalquote gut
aufgestellt. Aufgrund des Börsengangs im Februar 2018 haben sich die liquiden Mittel
sowie die Eigenkapitalquote substanziell erhöht. Kurzfristig sollen vorrangig anorganische Wachstumspotenziale zur Stärkung der Wettbewerbsposition
im europäischen Markt realisiert werden. Zum anderen wird gezielt ein Wachstum im
asiatischen Raum angestrebt. Darüber hinaus sollen die Erlöse aus dem Börsengang für
die Entwicklung von neuartigen Produkten, Lösungen und Servicedienstleistungen im
Bereich der Bildverarbeitung verwendet werden. Im Fokus stehen hier einerseits die
Weiterentwicklung der eigenen Bildverarbeitungs-Software Common Vision Blox sowie
der Abschluss von Kooperationen bzw. Zukäufe in diesem Bereich. Andererseits zielen
Neuentwicklungen auf den zunehmenden Einsatz von sog. Embedded Vision-Lösungen sowie
die Anbindung von Bildverarbeitungssystemen an IT-Systeme und Prozesse ab. Insgesamt ist STEMMER IMAGING gut aufgestellt und wird nach Ansicht des Vorstands
-insbesondere durch den Mittelzufluss aus dem Börsengang -seine internationale Markposition
weiter ausbauen können. Die gute Entwicklung im ersten Halbjahr 2017/2018 bestätigt
die bisherige Strategie und ist eine gute Basis für das zukünftige Wachstum des Konzerns. KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTER KONZERN-ANHANGAllgemeine HinweiseDie STEMMER IMAGING AG hat ihren Firmensitz in Puchheim und wird unter der Nummer
HRB 237247 im Handelsregister beim Amtsgericht München geführt. Die STEMMER IMAGING
AG entstand durch formwechselnde Umwandlung der STEMMER IMAGING GmbH, welche am 28.
November 2017 in das Handelsregister eingetragen wurde. Die STEMMER IMAGING AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und ist als Mutterunternehmen
i. S. d. § 290 HGB grundsätzlich zur jährlichen Aufstellung eines Konzernabschlusses
verpflichtet. Die Aufstellung des vorliegenden Konzern-Zwischenabschlusses zum 31.
Dezember 2017 erfolgt zum Zwecke der freiwilligen Offenlegung an die Aktionäre der
Gesellschaft. Die Zahlen sind ungeprüft. Seit dem 27. Februar 2018 werden die Aktien in den Handel im Freiverkehr (Scale Segement)
an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. In diesem Zusammenhang wurde u. a.
eine Kapitalerhöhung von 1.500.000 Aktien zu EUR 34 / Aktie platziert und ein Bruttoemissionserlös
(vor IPO-Kosten) von EUR 51 Mio. generiert. Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. Dezember 2017 erfolgt nach
den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes
(»BilRUG«). Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren
gewählt. Der Konzernabschluss bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum
31. Dezember 2017 (6-Monats-Zeitraum). Die Vergleichszahlen beziehen sich auf den
Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 31. Dezember 2016 (6-Monats-Zeitraum). Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, KonsolidierungsgrundsätzeBei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen
für das Vorjahr wurden grundsätzlich bzw. sofern nachfolgend nicht gesondert aufgeführt
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2016/2017
angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses
2016/2017 veröffentlicht. Der Konzernabschluss umfasst weiterhin die Muttergesellschaft, d. h. die STEMMER IMAGING
AG sowie ein weiteres inländisches und acht ausländische Tochterunternehmen, welche
im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die STEMMER
IMAGING Denmark ApS, Kopenhagen / DK wurde aufgrund der vollzogenen Liquidation bereits
zum 30. Juni 2017 entkonsolidiert. Die Gesellschaft übernahm mit Vertrag vom 28. August 2017 die Anteile der Tochtergesellschaften
STEMMER IMAGING A/S (Dänemark), STEMMER IMAGING Oy (Finnland) und STEMMER IMAGING
Sp. z o.o (Polen) von der schwedischen Tochtergesellschaft, d. h. der STEMMER IMAGING
AB, Stockholm/Schweden. Die Anteile wurden zum Buchwert in Höhe von SEK 832.950,87
konzernintern veräußert. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungGeschäfts- oder FirmenwerteDie im Konzernabschluss ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte belaufen sich zum
31. Dezember 2017 auf EUR 0,85 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 1,59 Mio.). Der Ausweis
entfällt i. W. auf den Erwerb der schwedischen Tochtergesellschaft. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
weniger als einem Jahr. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital von EUR 5,00 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,25 Mio.) entspricht
dem Ausweis bei der Muttergesellschaft und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalerhöhung
erfolgte aufgrund des Beschlusses vom 15. November 2017, wonach das damalige Stammkapital
der Gesellschaft in Höhe von EUR 250.000,00 durch Umwandlung der Gewinnrücklage um
EUR 4.750.000,00 auf EUR 5.000.000,00 erhöht wurde. Mit Beschluss der a. o. Hauptversammlung vom 5. Februar 2018 wurde das Grundkapital
der Gesellschaft um weitere EUR 1.500.000 auf EUR 6.500.000 erhöht. Die neuen Aktien
wurden für EUR 1,00 je Aktie ausgegeben und sind ab dem 1. Juli 2017 voll gewinnberechtigt. Der Vorstand wurde zuvor ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung
des Aufsichtsrats bis zum 31. Oktober 2022 einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis
zu EUR 2.500.000,00 gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.500.000
neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017/I). Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe
der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des
Bilanzgewinns gefasst worden ist, gewinnberechtigt. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich
ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt
werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem nach § 186 Abs.
5 Satz 1 AktG gleichgestellten Institut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie
den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; wenn die Aktien gegen
Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen
oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft
ausgegeben werden; wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals
nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich
unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); bei Ingebrauchnahme dieser Ermächtigung
unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des
Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten
der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt,
die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalerhöhung
aus genehmigtem Kapital jeweils anzupassen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten
(insbesondere Urlaub, Jubiläum, Tantiemen/Incentive) sowie Rechts- und Beratungskosten
und ausstehende Rechnungen. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem
Jahr. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Raum- und Marketingkosten
sowie Rechts- und Beratungskosten. Der Ausweis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
beinhaltet keine wesentlichen periodenfremden Beträge. Aufwand für Forschung und EntwicklungForschungs- und Entwicklungskosten (insbesondere in Bezug auf neue Technologien im
Bereich der Hard-/Software) werden -wie bisher -entsprechend des Wahlrechts gemäß
§ 248 Abs. 2 HGB nicht angesetzt. Sonstige AngabenNachtragsbericht / Ereignisse nach dem 31. Dezember 2017Mit dem »Asset Purchase Agreement« (Asset-Deal) vom 31. Januar 2018 mit der Batenburg
Mechatronica B.V., Rotterdam/Niederlande, wurde das Data Vision Business erworben.
Erwerbergesellschaft war die niederländische Tochtergesellschaft der STEMMER IMAGING-Gruppe,
d. h. die STEMMER IMAGING BV. mit Sitz in Gorssel, Niederlande. Sofern vorstehend nicht bereits aufgeführt, ergaben sich nach dem 31. Dezember 2017
keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung. MitarbeiterIm ersten Halbjahr 2017/2018 beschäftigte der STEMMER IMAGING Konzern durchschnittlich
255 Mitarbeiter (Vorjahresperiode: 249). STEMMER IMAGING AG Gutenbergstraße 9-13 Telefon: +49 89 80902-0 Vorstand: Christof Zollitsch (Vorsitzender), Martin Kersting (Vorstand Technik), Lars
Böhrnsen (Vorstand Finanzen) Handelsregister: München HR B 237247 Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht der STEMMER IMAGING AG ist erhältlich in Deutsch
und Englisch. Die deutsche Fassung ist rechtlich verbindlich. |
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