![]() STEMMER IMAGING AGPuchheimHalbjahresfinanzbericht 2018/2019 zum 31.12.2018KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTWirtschaftsberichtAllgemeine KonjunkturentwicklungDie wirtschaftliche Expansion hat sich im Jahr 2018 gemessen am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) speziell gegen Jahresende verlangsamt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Gesamtjahr mit einer Wachstumsrate von 3,7 %. Länderspezifische Entwicklungen in wesentlichen Volkswirtschaften sorgten für die Eintrübung. Zu nennen sind laut IWF in dem Zusammenhang Naturkatastrophen in Japan, neue Emissionsstandards für Pkw und Lkw in Deutschland sowie die Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Aus diesen Gründen revidierte der IWF seine Prognose für das Jahr 2019 und 2020 gegenüber seinem Ausblick im Oktober leicht um 0,2 Prozentpunkte und 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 % und 3,6 % nach unten.1 In den USA beschleunigte die expansive Steuerpolitik das Wachstum stärker als erwartet. Im Jahr 2018 wuchs die US-Wirtschaft mit 2,9 % (2017: 2,2 %). Steigende Beschäftigungszahlen und Einkommensteuersenkungen förderten den privaten Konsum; die Reform der Unternehmensteuern regte Investitionen an. Chinas Volkswirtschaft wuchs mit 6,6 % um 0,3 Prozentpunkte langsamer als im Vorjahr 2017. Der Handelsstreit mit den USA drückte auf das Expansionstempo. Wesentliche Schwellenländer zeigten eine robuste Wachstumsdynamik, verzeichneten gleichzeitig aber rückläufige Exportraten. Für Staaten wie Indien, Brasilien, Russland und Mexiko rechnet der IWF mit leicht höheren Wachstumsraten für 2019.2 3 Die Wirtschaft in der Eurozone wuchs im Jahr 2018 langsamer. Das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) meldete für den Euroraum im Jahr 2018 eine Wachstumsrate von 1,8 %.4 Im Jahr 2017 erreichte das Wirtschaftswachstum mit 2,4 % den höchsten Stand seit zehn Jahren. Ursächlich für den Rückgang im Jahr ist nach Meinung der Europäischen Kommission ein insgesamt von Unsicherheiten geprägtes Umfeld. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2018 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) bei 1,5 %. Die deutsche Wirtschaft wuchs damit zum neunten Mal in Folge. Insgesamt hat das Wachstum allerdings an Schwung verloren. In den Jahren 2016 und 2017 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um jeweils 2,2 %. Einerseits sorgten der Binnenkonsum sowie staatliche Konsumausgaben für positive Wachstumsimpulse im vergangenen Jahr, andererseits fielen diese mit 1,0 % und 1,1 % geringer aus als noch in den zurückliegenden drei Jahren. Die Ausfuhren lagen um 2,4 % höher als im Jahr 2017. Allerdings nahmen die Importe im gleichen Zeitraum mit 3,4 % stärker zu. Somit bremste der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum geringfügig.5 BranchenentwicklungEin wesentlicher Absatzschwerpunkt der STEMMER IMAGING-Gruppe liegt in der Automationsbranche.
Nach dem Rekordjahr 2017 mit einem Rekordumsatz von EUR 2,6 Mrd. verlangsamte sich
die Wachstumsdynamik im Jahr 2018. Nach Meinung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wird die Gesamtbranche der industriellen Bildverarbeitungsindustrie das Rekordniveau lediglich halten können. Diese Entwicklung basiert in erster Linie auf zyklischen Effekten. Im Jahr 2017 investierte insbesondere die Automobil- und Elektronikindustrie verstärkt in ihre Produktionsanlagen. Wirtschaftspolitische Themen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, die verfahrenen Brexit-Verhandlungen oder der Budgetstreit Italiens mit der Europäischen Union drückten auf die Investitionslaune der Unternehmen im Jahr 2018.6 Grundsätzlich ist industrielle Bildverarbeitung eine Schlüsseltechnologie in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung und der Rationalisierung von industriellen Produktionsprozessen im Umfeld von Industrie 4.0 und Smart Factory. Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich. Dabei erstreckt sich die Reichweite potenzieller Anwenderbranchen von der Automobil- und Elektronikindustrie über die Lebensmittel- und Gesundheitsbranche bis hin zu Telematikanwendungen und den Entertainmentbereich. Auf der Weltleitmesse Vision in Stuttgart kristallisierten sich Deep-Learning-Lösungen und Hyperspectral Imaging als Megatrends heraus. Der Rekordwert bei den Besucherzahlen der Vision 2018 unterstreicht dabei die Vitalität der Branche und das Interesse an ihren Lösungen.7 1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des KonzernsErtragslageSTEMMER IMAGING steigerte den Konzern Umsatz im ersten Halbjahr 2018/2019 um 7,1 %
auf EUR 50,73 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 47,38 Mio.). Positiv wirkte sich auch die
erfolgreich durchgeführte Akquisition der ELVITEC S.A.S. mit einem Umsatzbeitrag in
Höhe von EUR 1,80 Mio. aus. Darüber hinaus leisteten die schwedische Tochtergesellschaft
STEMMER IMAGING AB und die Tochtergesellschaft in der Schweiz einen deutlichen Umsatzbeitrag. Mit Blick auf das höhere Geschäftsvolumen erhöhte sich der Materialaufwand von EUR
29,99 Mio. auf EUR 33,65 Mio. Demzufolge stieg die Materialeinsatzquote ebenfalls
auf 66,3 % (Vorjahresperiode: 63,3 %). Der Anstieg ist vor allem auf die Integrationskosten
aus den Akquisitionen zurückzuführen. Der Personalaufwand der STEMMER IMAGING verminderte sich aufgrund von niedrigeren
variablen Gehaltszahlungen im Vergleich zur Vorjahresperiode von EUR 9,02 Mio. auf
EUR 8,87 Mio. Die Personalkostenquote ist mit 17,5 % (Vorjahresperiode: 19,0 %) deutlich
gesunken. Der gestiegene sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von EUR 5,99 Mio. (Vorjahresperiode:
EUR 4,27 Mio.) spiegelt u. a. die Kosten für die Umstellung auf die International
Financial Reporting Standards und die Belastungen aus der Wachsstumsstrategie wider.
In diesem Zusammenhang sind einmalige Kosten von insgesamt EUR 1,18 Mio. angefallen,
die auf M&A-Transaktionen (EUR 0,82 Mio.) und auf den Segmentwechsel/ IFRS-Umstellung
(EUR 0,36 Mio.) zurückzuführen sind. In den Transaktionskosten sind insbesondere die
Kosten für den Erwerb der ELVITEC S.A.S enthalten. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag im ersten Halbjahr 2018/2019 mit EUR
3,99 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von EUR 4,44 Mio. Die beschleunigte Wachstumsstrategie
der STEMMER IMAGING AG belastet zwar kurzfristig die Ergebnismarge, ermöglicht allerdings
den weiteren Ausbau der Wettbewerbsposition. Die Abschreibungen betrugen EUR 0,69 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 0,68 Mio.). Das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich auf EUR 3,30 Mio. (Vorjahresperiode:
EUR 3,76 Mio.). Damit ist die EBIT Marge gegenüber dem Vorjahreswert von 7,9 % auf
6,5 % gesunken. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 410 (Vorjahresperiode: TEUR -3) verbesserte sich
deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtung der Aufwendungen für Ertragssteuer in Höhe von EUR 0,77 Mio.
(Vorjahresperiode: EUR 1,15 Mio.) schloss das erste Halbjahr 2018/2019 mit einem Konzernjahresüberschuss
von EUR 1,76 Mio. (Vorjahresperiode: EUR 2,60 Mio.) ab. Vermögens- und FinanzlageZum 31. Dezember 2018 bewegt sich die Bilanzsumme im STEMMER IMAGING-Konzern mit EUR
85,07 Mio. auf dem Niveau zum 30. Juni 2018. Durch den Erwerb und die erstmalige Konsolidierung
der ELVITEC S.A.S. ergaben sich Verschiebungen zwischen den kurz- und langfristigen
Vermögenswerten. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich angesichts des Wachstumskurses auf
EUR 12,28 Mio. (30. Juni 2018: EUR 9,05 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen
aus dem Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus der Akquisition der ELVITEC S.A.S.
ergibt (EUR 2,11 Mio.) sowie aus dem unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten
ausgewiesenen Kundenstamm der ELVITEC S.A.S. (EUR 0,70 Mio.). Des Weiteren wurde die
STEMMER IMAGING Ges.m.b.H. erstkonsolidiert. Hieraus resultierte ein Goodwill von
EUR 0,04 Mio. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf EUR 72,79 Mio. (30. Juni 2018:
EUR 76,02 Mio.). Vor dem Hintergrund des erhöhten Umsatzvolumens haben sich insbesondere
die Vorräte auf EUR 11,56 Mio. (30. Juni 2018: EUR 8,55 Mio.) erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf EUR 12,70 Mio.
(30. Juni 2018: EUR 14,18 Mio.). Die liquiden Mittel haben sich auf EUR 13,73 Mio.
vermindert (30. Juni 2018: EUR 46,73 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf eine kurzfristige
Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen zurückzuführen (EUR 20,34 Mio.). Des Weiteren
waren zum 31. Dezember 2018 EUR 13,38 Mio. in kurzfristigen Wertpapieren angelegt,
die Anfang Januar 2019 wieder veräußert wurden und die liquiden Mittel wieder erhöht
haben. Das Eigenkapital des STEMMER IMAGING Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 69,05
Mio. (30. Juni 2018: EUR 70,48 Mio.). Hier spiegelt sich insbesondere die Ausschüttung
an die Aktionäre in Höhe von EUR 3,25 Mio. im Dezember 2018 wider. Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht von EUR 0,66 Mio. auf EUR
0,95 Mio. Diese entfallen im Wesentlichen auf die passiven latenten Steuern i. H.
v. EUR 0,64 Mio. (30. Juni 2018: EUR 0,24 Mio.), die nach IFRS zu bilden sind. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen bei EUR 15,06 Mio. (30. Juni 2018: EUR 13,94
Mio.). STEMMER IMAGING ist für die laufende Wachstumsstrategie finanziell gut gerüstet. Aufgrund
des Ergebnisses im ersten Halbjahr 2018/2019 war ein Mittelzufluss aus der betrieblichen
Tätigkeit in Höhe von EUR 3,83 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 3,93 Mio.) zu verzeichnen.
Darin enthalten sind auch Mittelabflüsse in Zusammenhang mit der IFRS-Umstellung/Segmentwechsel
in Höhe von EUR 0,30 Mio. Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von
EUR -33,56 Mio. (31. Dezember 2017: EUR -0,57 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf
die Geldanlage in Form von kurzfristigen Forderungen (EUR -20,26 Mio.) sowie Wertpapiere
(EUR -8,31 Mio.) zurückzuführen. Aus Finanzierungstätigkeit sind der STEMMER IMAGING zum Halbjahr 2018/2019 insgesamt
Mittel in Höhe von EUR -3,28 Mio. (31. Dezember 2017: EUR -0,01 Mio.) abgeflossen.
Dieser Mittelabfluss ist insbesondere durch die Auszahlung der Dividenden an Gesellschafter
verursacht. Chancen- und RisikoberichtAls weltweit tätiges Unternehmen mit europäischen Fokus sieht die STEMMER IMAGING
AG zahlreiche Chancen und Risiken für ihr Geschäft. Daher betreibt der Konzern im
Rahmen seiner wertorientierten Unternehmensführung ein angemessenes Risikomanagement
als integralen Bestandteil des Managementsystems. Die STEMMER IMAGING AG verfügt über ein angemessenes Risikomanagementsystem. Im Hinblick
auf die Rechnungslegung in der Gruppe ist dieses darauf ausgerichtet, Risiken fehlerhafter
Buchführung, Rechnungslegung und Berichterstattung rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten
und zu kommunizieren. Daneben verfügt die STEMMER IMAGING-Gruppe über ein Finanzplanungsinstrumentarium
zur Überwachung und Steuerung der aktuellen und zukünftigen Liquiditätssituation. Die STEMMER IMAGING-Gruppe ist einer der größten Technologie-Lieferanten für die Branche
der industriellen Bildverarbeitung. Damit einher geht ein hoher Bekanntheitsgrad im
Markt und starkes Kundenvertrauen in die angebotenen Leistungen. Dazu ist die Gesellschaft
sehr kapitalstark und setzt weiter auf Expansion in neue europäische Märkte. Darüber
hinaus wird gezielt ein Wachstum im asiatischen Raum angestrebt. Die Integration der
in den Vorjahren erworbenen Gesellschaften wird derzeit vorangetrieben und verläuft
aus Sicht des Vorstands planmäßig bzw. ohne größere Risiken. Auch der heimische Markt
bietet weiter Chancen, in die investiert wird. Hervorzuheben ist dabei die Erweiterung
des Produkt- und Leistungsangebots sowie die Investition in bislang nicht bediente
Branchen und Märkte. Mögliche Risiken resultieren aus wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China, ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU und/oder eine stärkere Eintrübung der chinesischen Wirtschaft.1 Weitere Risiken bestehen grundsätzlich in der Abhängigkeit von Führungspersonal bzw.
der Beschaffung von qualifiziertem Nachwuchs. Diesen Risiken wird - neben dem großen
Angebot an Ausbildungsplätzen - mit hierarchischen Strukturen, die der Größe des Unternehmens
entsprechen bzw. der gesteigerten Attraktivität als Marktführer mit Möglichkeiten
der Internationalisierung hinreichend begegnet. Aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gesellschaft bzw. der Gruppe können grundsätzlich
Gewährleistungsansprüche bzw. sonstige Ansprüche resultieren. Für zum Bilanzstichtag
bestehende mögliche Ansprüche wurden Rückstellungen in angemessenem Umfang gebildet.
Aufgrund der guten und intensiven Kunden- und Lieferantenbeziehungen befinden sich
die möglichen Risiken insgesamt auf einem sehr geringen Niveau. Der Vorstand stellt zusammenfassend fest, dass die Gesellschaft vor dem Hintergrund
der finanziellen Stabilität und des Leistungsangebots für die Bewältigung der künftigen
Risiken gut gerüstet ist. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden
könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Insbesondere durch die Mittelzuflüsse aus dem
Börsengang ergeben sich zahlreiche Chancen das Wachstum durch Akquisitionen zu beschleunigen. 1
https://www.imf.Org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2Q19 PrognoseberichtKünftige Konjunktur- und BranchenentwicklungDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Jahre 2019 und 2020 mit einem sich verlangsamenden globalen Wirtschaftswachstum. Im Januar 2019 revidierte der IWF die Wachstumsprognosen leicht um 0,2 Prozentpunkte und 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 % und 3,6 % nach unten. Für Deutschland erwartet der IWF ein Wirtschaftswachstum in 2019 von 1,3 % bzw. 1,6 % für das Jahr 2020.1 Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für das Jahr 2019 mit einem Anstieg der Produktion im deutschen Maschinenbau von 2,0 %. Nach Einschätzung des VDMA wird sich das Produktionsplus von 5,0 % im Jahr 2018 auf 2,0 % im Jahr 2019 aufgrund von wirtschaftspolitischen Themen verringern. Hierzu zählt der Verband die Unwägbarkeiten bei den Brexit-Verhandlungen sowie den Handelsstreit zwischen den USA und China.2 Die der industriellen Bildverarbeitung nahestehende Branche Robotik und Automation blickt moderat optimistisch auf das Jahr 2019. Nach dem Rekordjahr 2018 mit einem Branchenumsatz von EUR 15 Mrd. und einem Zuwachs von 4,0 %, rechnet der VDMA für 2019 mit einem Zuwachs in der Bandbreite von 2,0 % bis 5,0 %.3 1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019 Künftige Entwicklung des STEMMER IMAGING-Konzerns -Prognose für das Geschäftsjahr 2018/2019STEMMER IMAGING verzeichnet im laufenden Jahr eine starke Geschäftsentwicklung. Der
Auftragseingang der Gruppe stieg im ersten Halbjahr um 6,6 % auf EUR 56,4 Mio. (31.
Dezember 2017: EUR 52,9 Mio.) Vor dem Hintergrund der hohen Auftragsbasis ist STEMMER IMAGING für den weiteren Geschäftsverlauf
optimistisch. Demnach soll der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2018/2019 auf EUR 108
bis 114 Mio. steigen, nachdem der Konzern im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR
100,6 Mio. erwirtschaftet hatte. Nachdem im Vorjahr ein bereinigtes EBITDA von EUR
10,47 Mio. erzielt wurde, wird für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein bereinigtes EBITDA
in Höhe von EUR 10,0 Mio. bis 12,2 Mio. erwartet. Finanziell sieht sich der Konzern mit einem verbesserten operativen Cashflow und einer
stabilen Eigenkapitalquote gut aufgestellt. Kurzfristig sollen vorrangig anorganische Wachstumspotenziale zur Stärkung der Wettbewerbsposition
im europäischen Markt realisiert werden. Zum anderen wird gezielt ein Wachstum im
asiatischen Raum angestrebt. Darüber hinaus sollen die Erlöse aus dem Börsengang für
die Entwicklung von neuartigen Produkten, Lösungen und Servicedienstleistungen im
Bereich der Bildverarbeitung verwendet werden. Im Fokus stehen hier einerseits die
Weiterentwicklung der eigenen Bildverarbeitungs-Software Common Vision Blox sowie
der Abschluss von Kooperationen bzw. Zukäufe in diesem Bereich. Andererseits zielen
NeuentwickIungen auf den zunehmenden Einsatz von sog. Embedded Vision-Lösungen sowie
die Anbindung von Bildverarbeitungssystemen an IT-Systeme und Prozesse ab. Insgesamt ist STEMMER IMAGING gut aufgestellt und wird nach Ansicht des Vorstands
- insbesondere durch den Mittelzufluss aus dem Börsengang - seine internationale Markposition
weiter ausbauen können. Die gut verlaufene Integration der jüngsten Akquisitionen
bestätigt die bisherige Strategie und ist eine gute Basis für das zukünftige Wachstum
des Konzerns. KONZERN-BILANZfür das Geschäftshalbjahr zum 31. Dezember 2018AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGfür das Geschäftshalbjahr vom 01. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2018scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGfür das Geschäftshalbjahr vom 01. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2018scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGfür das Geschäftshalbjahr vom 01. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2018scroll
VERKÜRZTER KONZERNANHANGfür den Halbjahresabschluss zum 31. Dezember 2018Wesentliche Änderungen in der aktuellen BerichtsperiodeBedeutende Ereignisse und GeschäftsvorfälleUnternehmenserwerbIm Rahmen eines Share Deals hat die 100%ige Tochtergesellschaft der STEMMER IMAGING
AG, die STEMMER IMAGING S.A.S., Suresnes/Frankreich, mit Vertrag vom 10. Juli 2018,
100 % der Anteile an der französischen ELVITEC S.A.S. übernommen. Das Unternehmen
aus Pertuis, nahe Aix-en-Provence, ist ein etablierter Anbieter von Kameralösungen
für den industriellen Bereich, für Überwachung sowie Bildgebung. Durch die Akquisition
rechnet der Vorstand der STEMMER IMAGING AG mit einer Verbesserung der Marktposition
in Frankreich. Gemäß dem Share Purchase Agreement vom 10. Juli 2018 mit Nachtrag vom 12. Oktober
2018 beträgt der Kaufpreis der Anteile EUR 3,04 Mio. zuzüglich 100 % des Working Capital
der erworbenen Gesellschaft. Der Kaufpreis in Höhe von EUR 3,04 Mio. sowie der Ausgleich
für das Working Capital in Höhe von EUR 2,19 Mio. sind bereits entrichtet worden (insgesamt
EUR 5,23 Mio.). Darüber hinaus wurden Zahlungen in Höhe von EUR 2,02 Mio. in den Jahren
2019 und 2020 vereinbart, die als sonstige Leistungen zu qualifizieren sind und ab
dem 1. Oktober 2018 ratierlich als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst werden.
Darüber hinaus sind über einen Zeitraum von drei Jahren ab dem 1. Oktober 2018 vom
Verbleib in der Gesellschaft abhängige Bonuszahlungen an Mitarbeiter der ELVITEC S.A.S.
in Höhe von EUR 0,30 Mio. als Personalaufwand zu erfassen. Zwecks erstmaliger Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der STEMMER IMAGING AG
zum 1. Oktober 2018 im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte eine Neubewertung der
Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der ELVITEC S.A.S. im Rahmen
einer vorläufigen Kaufpreisallokation. Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation
ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2,11 Mio. Nicht aktivierungsfähige Nebenkosten des Erwerbs sind in Höhe von EUR 0,08 Mio. angefallen
und in der laufenden Berichtsperiode als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss sind folgende Bilanzposten übernommen worden: scroll
Die Bruttobeträge der erworbenen vertraglichen Forderungen belaufen sich auf EUR 1,83
Mio., von denen EUR 0,20 Mio. zum Erwerbszeitpunkt voraussichtlich uneinbringlich
waren. Die ELVITEC S.A.S. wurde im Dezember 2018 auf die STEMMER IMAGING S.A.S. verschmolzen. Andere EreignisseVorstandswechselDer Aufsichtsrat der STEMMER IMAGING AG hat am 28. November 2018 Herrn Arne Dehn mit
Wirkung zum 1. Januar 2019 zum Vorstand der STEMMER IMAGING AG bestellt. Er hat nach
einer zweimonatigen Übergangsphase den Vorstandsvorsitz von Herrn Christof Zollitsch
übernommen. KooperationAm 13. August 2018 gab die STEMMER IMAGING AG eine Kooperation in Form eines Memorandum
of Understanding mit der Nanjing Inovance Industrial Vision Technology Development
Co., Ltd., Nanjing/China, bekannt. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der
börsennotierten Shenzhen Inovance Technology Co., Ltd., Shenzhen/China, einem führenden
Hersteller von Automatisierungskomponenten in China. Wichtige Beschlussfassungen der Hauptversammlung vom 7. Dezember 2018Es wurde beschlossen, den handelsrechtlichen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2017/2018
in Höhe von EUR 15.609.469,32 wie folgt zu verwenden: a) Ausschüttung einer Dividende
in Höhe von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Stückaktie: EUR 3.250.000,00 b) Vortrag
auf neue Rechnung: EUR 12.359.469,32. Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 Aktiengesetz (AktG)
war der Anspruch auf die Dividende am dritten auf die Hauptversammlung folgenden Geschäftstag,
d. h. am 12. Dezember 2018, fällig. Zudem wurde ein Beschluss gefasst für die Schaffung einer Ermächtigung zur Gewährung
von Bezugsrechten (Aktienoptionen) an Mitglieder der Geschäftsführung sowie an ausgewählte
Mitarbeiter der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen und die Schaffung eines
neuen Bedingten Kapitals. Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu 200.000,00
€ durch Ausgabe von bis zu 200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt
erhöht. Das Bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen,
die von der Gesellschaft in der Zeit vom 7. Dezember 2018 bis zum 6. Dezember 2023
ausgegeben werden. Veränderung des KonsolidierungskreisesDer Konsolidierungskreis der STEMMER IMAGING AG umfasste zum 31. Dezember 2018 neben
der STEMMER IMAGING AG ein weiteres inländisches (30. Juni 2018: 1) und neun ausländische
(30. Juni 2018: 8) Tochterunternehmen, welche im Rahmen der Vollkonsolidierung in
den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die im Geschäftsjahr 2017/18 neu gegründete Tochtergesellschaft STEMMER IMAGING Ges.m.b.H.,
Graz/Österreich, die bis zum 30. Juni 2018 nicht operativ tätig war und daher als
Beteiligungsgesellschaft mit ihren Anschaffungskosten bilanziert war, wurde mit Aufnahme
der Geschäftstätigkeit ab Juli 2018 voll konsolidiert. Die ELVITEC S.A.S. wird seit dem 1. Oktober 2018 konsolidiert, stellt aber nach der
im Dezember 2018 stattgefundenen Verschmelzung auf die STEMMER IMAGING S.A.S. kein
eigenständiges Tochterunternehmen mehr dar. Grundlagen der Erstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Konzernabschluss der STEMMER IMAGING AG und ihrer Tochtergesellschaften wird seit
dem Geschäftsjahr 2016/17 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
erstellt. Dementsprechend wurde der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2018 gemäß den
Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und in der Europäischen Union anzuwendenden
IFRS sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) aufgestellt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen
mit Ausnahme der Anwendung von IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden« denen des
vorherigen Geschäftsjahres und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode. Der Konzernzwischenabschluss für die am 31. Dezember 2018 endende Berichtsperiode
ist in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 »Zwischenberichterstattung«
in verkürzter Form erstellt worden. Er umfasst nicht sämtliche Informationen, die
üblicherweise in einem Abschluss für ein volles Geschäftsjahr erforderlich sind. Entsprechend
ist der vorliegende Halbjahresbericht in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr zum 30. Juni 2018 und allen sonstigen öffentlichen Verlautbarungen der
STEMMER IMAGING AG während der Halbjahresberichtsperiode zu lesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses
entsprechen grundsätzlich denselben Methoden, wie sie bei der Erstellung des Konzernabschlusses
zum 30. Juni 2018 angewendet wurden, der dazu detaillierte Erläuterungen enthält.
Diese Methoden wurden im vorliegenden Konzernzwischenabschluss mit Ausnahme der ab
dem Geschäftsjahr 2018/19 verpflichtend anzuwendenden Änderungen bzw. Neuregelungen
der IFRS grundsätzlich stetig angewendet. Bezüglich der erwarteten Auswirkungen aus
der erstmalig für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Juli 2019 vorzunehmenden Anwendung
von IFRS 16 »Leasingverhältnisse« wird auf die Erläuterung im Konzernanhang des Geschäftsjahres
2017/18 verwiesen. Zum aktuellen Zeitpunkt hat sich keine signifikante Änderung, bezogen
auf die dortige Einschätzung, ergeben. Die STEMMER IMAGING AG wendet seit dem 1. Juli 2018 erstmals IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen
mit Kunden« an. Der neue Standard wurde zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung rückwirkend
auf alle noch nicht vollständig erfüllten Verträge angewendet. IFRS 15 schreibt vor,
wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Bei Abschluss
eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden
Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind.
Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an
der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der
Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den
Kunden übergeht. Bei STEMMER IMAGING werden die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten der Bildverarbeitungstechnologie
und weiteren eigenen Produkten auch bei Anwendung der neuen Regeln des IFRS 15 zeitpunktbezogen
bei Verschaffung der Verfügungsmacht über die entsprechenden Waren (Lieferung an den
Kunden) erfasst. Aufgrund der zeitpunktbezogenen Erlöserfassung entstehen bei der
STEMMER IMAGING AG keine vertragsbezogenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Aus der Erstanwendung von IFRS 15 ergaben sich für den STEMMER IMAGING-Konzern keine
Umstellungseffekte. Angaben zur KonzernbilanzImmaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen: scroll
Im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2018 erwarb der STEMMER IMAGING-Konzern immaterielle
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten in Höhe von EUR 3,31 Mio. Dieser Betrag beinhaltet
die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses (ELVITEC S.A.S.) erworbenen Vermögenswerte
in Höhe von EUR 0,82 Mio. sowie den sich aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergebenden
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 2,11 Mio. Des Weiteren wurde die STEMMER IMAGING Ges.m.b.H. erstkonsolidiert. Hieraus resultierte
ein Goodwill von EUR 0,04 Mio. WertminderungenZum Ende des Halbjahres 31. Dezember 2018 bestanden keine Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf
der Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzerns (im Vergleichszeitraum bis zum 31. Dezember
2017 ergab sich eine Wertminderung der Tochtergesellschaft in Dänemark in Höhe von
EUR 0,13 Mio.). Die Gesellschaft überwacht weiterhin die Entwicklung der zugrundeliegenden
Zahlungsmittel generierenden Einheiten und wird, sofern Wertminderungen identifiziert
werden, den Wert der Geschäfts- oder Firmenwerte korrigieren. Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescroll
Die Verringerung des Postens zum 31. Dezember 2018 ist im Wesentlichen durch die Erhöhung
von kurzfristigen Finanzforderungen an verbundene Unternehmen und den Erwerb von Wertpapieren
bedingt. EigenkapitalDividendenscroll
Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungÜberleitung HGB zu IFRSscroll
Erläuterungen zu den AnpassungenAktivierte EigenleistungenIm Geschäftsjahr 2018/19 werden erstmalig Entwicklungsleistungen aktiviert. Entwicklungsausgaben
werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können,
das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger
wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als
auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert
zu nutzen oder zu verkaufen. Neben den Eigenleistungen (EUR 0,38 Mio.) wurden Programmierleistungen
externer Dienstleister (EUR 0,13 Mio.) aktiviert. Diese sind mit den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen saldiert (Nettomethode). Sonstige betriebliche ErträgeAnpassungen des Fluktuationsparameters bei der Ermittlung von Personalrückstellungen
werden nach IFRS erfolgsneutral im OCI abgebildet (EUR 0,12 Mio.), weitere EUR 0,47
Mio. resultieren aus der Verminderung von Wertpapiererträgen, die im IFRS-Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 bereits im Finanzergebnis berücksichtigt waren. MaterialaufwandErgebnisbelastend wirkt sich der Verbrauch der im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation
der ELVITEC S.A.S. aktivierten stillen Reserven im Vorratsvermögen aus. Sonstige betriebliche AufwendungenAnschaffungsnebenkosten (EUR 0,19 Mio.) bei Anteilserwerben werden nach IFRS im laufenden
Aufwand erfasst. Weitere EUR 0,32 Mio. resultieren aus der ratierlichen Ansammlung
sonstiger Dienstleistungsvergütungen im Rahmen des Erwerbs der ELVITEC S.A.S. Gegenläufig
wirken Aufwandsbuchungen bei Tochtergesellschaften (- EUR 0,12 Mio.), die im HGB-Konzernabschluss
periodenfremd im zweiten Halbjahr 2018 erfasst wurden. AbschreibungenDie Anpassungen des Postens Abschreibungen sind dadurch beeinflusst, dass Geschäfts-
oder Firmenwerte nach den IFRS nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern regelmäßigen
Impairment Tests unterliegen und andererseits im Rahmen von Unternehmenserwerben angesetzte
Vermögenswerte auf der Grundlage von beizulegenden Zeitwerten abgeschrieben werden. FinanzerträgeIn Höhe von EUR 0,15 Mio. ergaben sich Finanzerträge aus der Marktbewertung der Wertpapiere
zum Bilanzstichtag. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Ertragssteueraufwand der Berichtsperiode wird unter Einbeziehung der Steuersätze
ermittelt, die bei den gesamten erwarteten Erträgen für das volle Geschäftsjahr anzuwenden
wären. Der sich danach ergebende durchschnittliche Steuersatz für die Zwischenberichtsperiode
bis 31. Dezember 2018 beläuft sich hiernach auf 30,4 % (Vergleichszeitraum bis zum
31. Dezember 2017: 30,7 %). Sonstige AngabenBeziehungen zu nahestehenden UnternehmenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STEMMER IMAGING AG
und der mit ihr verbundenen Unternehmen nachfolgende wesentliche Geschäftsbeziehungen. Transaktionen mit der PRIMEPULSE SEIm Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition wurden aus dem Börsengang resultierende
Emissionserlöse als Darlehen an die PRIMEPULSE SE, München, gegeben. Das Darlehen
diente der Zwischenfinanzierung von Akquisitionen. Gemäß Darlehensvertrag vom 4. Mai
2018 ist das mit unbestimmter Laufzeit versehene Darlehen unbesichert und mit einer
Frist von 4 Wochen zum Ende des Kalendermonats kündbar. Die Verzinsung erfolgt mit
1,5 % (zahlbar zum 31. Dezember des Kalenderjahres). Der Zinsertrag in Höhe von EUR
0,34 Mio. stand zum 31. Dezember 2018 noch als Forderung aus. Der Vorstand hat aufgrund
der Bonitätsstärke und der vorliegenden Finanzdaten der PRIMEPULSE SE auf die Besicherung
des als Zwischenfinanzierung ausgereichten Darlehens verzichtet. Die Höhe der Verzinsung
ist aufgrund der guten Bonität marktüblich und angemessen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Rahmen des Erwerbs der ELVITEC S.A.S. besteht eine Earn-out-Vereinbarung von bis
zu EUR 0,60 Mio. Diese wurde nicht passiviert, da derzeit nicht vom Eintritt der Earn-out-Bedingungen
ausgegangen wird. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von insgesamt 42 % der Anteile an der Perception Park
GmbH, Graz/Österreich, besteht die Verpflichtung, EUR 0,80 Mio. als nicht rückzahlbaren
Gesellschafterzuschuss in die Kapitalrücklage des Beteiligungsunternehmens einzuzahlen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagMit Beteiligungs- sowie Geschäftsanteilsabtretungsverträgen vom 11. Oktober 2018 hat
die STEMMER IMAGING AG insgesamt 42 % der Anteile an der Perception Park GmbH, Graz/Österreich,
einem innovativen Softwareanbieter für die Trendtechnologie Hyperspectral Imaging
(HSI) erworben. Auf Basis der von dem Unternehmen entwickelten Datenverarbeitungsplattform
Perception System & Studio werden komplexe Hyperspektraldaten auf molekularer Ebene
für die industrielle Bildverarbeitung nutzbar gemacht. Dabei erstrecken sich die Anwendungsbereiche
der Technologie über die lebensmittelverarbeitende Industrie, den Bergbau, die Gesundheitsbranche
und den Recycling-Sektor. Mittels dieser Beteiligung erweitert die STEMMER IMAGING
AG ihr Produktportfolio um eine wegweisende Zukunftstechnologie mit hohem Wachstumspotenzial. Zum 1. Februar 2019 (Erwerbsstichtag) waren sämtliche Bedingungen der Beteiligungs-
sowie Geschäftsanteilsabtretungsverträge erfüllt. Die Geschäftsanteilsabtretungen
wurden damit wirksam. Unter Berücksichtigung des an die Veräußerer zu entrichtenden Kaufpreises in Höhe
von EUR 0,47 Mio. und des vertragsgemäß von der STEMMER IMAGING AG zugunsten der Kapitalrücklage
der Perception Park GmbH zu leistenden Gesellschafterzuschusses von EUR 0,80 Mio.
hat die STEMMER IMAGING AG für die Akquisition einen Betrag von insgesamt EUR 1,28
Mio. aufgewendet. Die Anteile an der Perception Park GmbH werden ab dem 1. Februar 2019 nach der Equity-Methode
als Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Der Buchwert der Beteiligung wird nachfolgend angepasst, um Änderungen des Anteils
des Konzerns am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens seit dem Erwerbszeitpunkt
zu berücksichtigen. |
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