STEMMER IMAGING AGPuchheimHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Konzern-ZwischenlageberichtWirtschaftsberichtAllgemeine KonjunkturentwicklungDie globale Wachstumsdynamik blieb im ersten Halbjahr
2023 weiterhin schwach: Deutschland geriet in eine
sogenannte technische Rezession, da für zwei Quartale
in Folge (Q4/2022 und Q1 2023) ein negatives Realwachstum
des Bruttoinlandsprodukts ausgewiesen wurde. Die moderat
rückläufige aber weiterhin hohe Inflation
belastete die Wirtschaft.
1 Die weltweite Industrieproduktion zeigte erste
Stabilisierungstendenzen, u. a. infolge der weiteren
Normalisierung der Lieferketten. Dennoch bestanden
spürbare Belastungen und Risiken für die weitere
konjunkturelle Entwicklung, insbesondere die Probleme in
einzelnen Finanzinstituten und nicht zuletzt die
anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten im Zusammenhang
mit dem Krieg in der Ukraine. Ein weiterer Faktor, der die
wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigte, war der
Zinsanstieg, der die Investitionen dämpfte.
Die Eurozone wies im ersten Halbjahr ein leicht
positives Wirtschaftswachstum aus: im ersten Quartal wuchs
die Wirtschaft um 0,2 %, im zweiten Quartal um 0,3 %
(jeweils zum Vorquartal).
2 Die deutsche Wirtschaft war im ersten Quartal
2023 um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft und
stagnierte im zweiten Quartal.
3 Der Internationale Währungsfonds (IWF)
hat im Juli 2023 seine Wachstumsannahmen leicht erhöht
und geht aktuell von einem globalen Wachstum für 2023
von 3,0 % aus, während die Prognose im April 2023 noch
bei 2,8 % lag.
Für die Eurozone rechnet der IWF mit einem Anstieg
der Wirtschaftsleistung von 0,9 % für das Jahr 2023 im
Vergleich zu 3,5 % in 2022. In seiner Prognose vom April
2023 war der IWF noch von einem BIP-Anstieg von 0,8 %
ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des IWF
in diesem Jahr um 0,3 % schrumpfen.
4
BranchenentwicklungDie Robotik- und Automationsbranche in Deutschland
verfügte auch im ersten Halbjahr 2023 über volle
Auftragsbücher. In der Pandemie haben die Anbieter
große Orderbestände aufgebaut, die mit den
nachlassenden Engpässen in den Lieferketten nun
schrittweise abgearbeitet werden.
5 Auf Basis der aktuellen Branchendaten des
Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
6 sanken die nominalen Auftragseingänge in
den ersten sechs Monaten für Deutschland um 17 % und
für Europa um 21 %. Das nominale Marktwachstum im
ersten Halbjahr wurde vom VDMA insgesamt mit einem Plus von
23 % angegeben, für Deutschland erwartet der VDMA
einen Umsatzanstieg für das Jahr 2023 von 13 %.
5
Für den Teilbereich der industriellen
Bildverarbeitung gibt der VDMA für die ersten sechs
Monate 2023 eine Umsatzsteigerung von 8 % in Deutschland
und einen Rückgang beim Auftragseingang von 11 % an
(beides nominal). Für den europäischen Markt
weist der VDMA für das erste Halbjahr beim Umsatz ein
nominales Marktwachstum von 2 % aus. Der Auftragseingang
sank im gleichen Zeitraum nominal um 30 %.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_203_811.html
Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageZum 30. Juni 2023 lag die Bilanzsumme des STEMMER
IMAGING Konzerns mit EUR 105,98 Mio. unter dem Niveau vom
31. Dezember 2022 (EUR 120,56 Mio.). Diese Verringerung ist
auf der Aktivseite der Bilanz wesentlich beeinflusst durch
die Reduzierung der kurzfristigen Vermögenswerte.
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich
zum 30. Juni 2023 auf EUR 33,02 Mio. (31. Dezember 2022:
EUR 33,70 Mio.). Die Reduzierung ist auf die laufenden
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände inkl. Vertragswerte aus
Leasing gem. IFRS 16 zurückzuführen, denen
lediglich geringfügige Neu- und Ersatzinvestitionen
entgegen standen.
Das Vorratsvermögen verringerte sich im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 leicht auf EUR 18,71
Mio. (31. Dezember 2022: EUR 18,86 Mio.).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nur
marginal von EUR 23,93 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR
24,00 Mio. am 30. Juni 2023 gestiegen.
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum 30. Juni
2023 um EUR 13,92 Mio. auf EUR 27,65 Mio. (31. Dezember
2022: EUR 41,57 Mio.), was im Wesentlichen auf die
getätigte Dividendenzahlung in Höhe von EUR 19,50
Mio. zurückzuführen ist.
Auf der Passivseite der Bilanz zeigt sich die
Verringerung der Bilanzsumme im Wesentlichen im
Eigenkapital des STEMMER IMAGING-Konzerns, welches sich zum
30. Juni 2023 auf EUR 73,14 Mio. beläuft (31. Dezember
2022: EUR 84,08 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt
69,0 % (31. Dezember 2022: 69,7 %).
Zum 30. Juni 2023 sanken die langfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber dem 31. Dezember 2022 (EUR
7,81 Mio.) auf EUR 6,65 Mio. Wesentlicher Einflussfaktor
für den Rückgang ist die reguläre
Umgliederung des kurzfristigen Anteils eines langfristigen
Darlehens.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind von EUR 28,67
Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 26,20 Mio. am 30. Juni
2023 gesunken. Diese Reduzierung resultiert
hauptsächlich aus der Abnahme der
Ertragsteuerverbindlichkeiten um EUR 2,07 Mio. auf EUR 2,88
Mio. (31. Dezember 2022: EUR 4,95 Mio.).
FinanzlageBeim Finanzmanagement verfolgt die Gruppe das Ziel,
wesentliche finanzielle Risiken abzusichern.
Lieferantenrechnungen werden möglichst unter
Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen. Die
Zahlungsfähigkeit war jederzeit sichergestellt.
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2023 um EUR 4,16 Mio. auf EUR 8,27
Mio. und lag somit deutlich über dem Vorjahreswert (1.
Januar bis 30.Juni 2022: EUR 4,11 Mio.). Der Cashflow wurde
im Wesentlichen positiv vom starken operativen Ergebnis und
Abschreibungen auf Sachanlagen beeinflusst.
Demgegenüber steht vornehmlich ein
Zahlungsmittelabfluss für Ertragsteuern.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2023 EUR -0,69 Mio. (1. Januar bis 30.Juni
2022: EUR -0,17 Mio.) und ist beeinflusst durch
Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle
Vermögenswerte.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von EUR -21,45 Mio. (1. Januar bis 30. Juni 2022:
EUR -6,82 Mio.) ist wesentlich durch die Dividendenzahlung
einschließlich der Sonderdividende in Höhe von
EUR 3,00 je dividendenberechtigter Aktie beeinflusst.
Weitere Einflussfaktoren waren die Regeltilgungen von
Bankdarlehen sowie der Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing in Höhe von insgesamt EUR 1,98
Mio. (1. Januar bis 30. Juni 2022: EUR 1,96 Mio.).
ErtragslageSTEMMER IMAGING erzielte im zweiten Quartal 2023 mit EUR
40,0 Mio. erwartungsgemäß einen Auftragseingang
unterhalb des starken Vorjahresquartals (1. April bis 30.
Juni 2022: EUR 45,33 Mio.). Die Book-to-bill Ratio im
zweiten Quartal lag somit bei 1,1 (1. April bis 30. Juni
2022: 1,2).
Die STEMMER IMAGING Gruppe erwirtschaftete im zweiten
Quartal des Geschäftsjahres 2023 einen Umsatz von EUR
37,98 Mio. und lag damit um 4,0 % über dem zweiten
Quartal 2022 (1. April bis 30. Juni 2022: EUR 36,51 Mio.).
Im kompletten Berichtszeitraum wurde ein Umsatz von EUR
78,37 Mio. erreicht, was einer Steigerung um 8,3 %
gegenüber dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2022 (1. Januar bis 30. Juni 2022: EUR 72,39 Mio.)
entspricht. Insbesondere der Teilkonzern Infaimon mit den
Regionen Spanien, Portugal, Mexiko und Brasilien sowie die
britische Gesellschaft konnten hierbei starke zweistellige
Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen.
Der Materialaufwand in Höhe von EUR 22,79 Mio. (1.
April bis 30. Juni 2022: EUR 22,85 Mio.) zeigte sich trotz
des gestiegenen Umsatzes stabil. Die Rohertragsquote
erreichte somit mit 40,0 % im zweiten Quartal 2023 einen
deutlich gestiegenen Wert sowohl über dem
Vorjahresquartal von 37,4 % als auch über dem vierten
Quartal 2022 (1. Oktober bis 31. Dezember 2022: 37,1 %).
Für das erste Halbjahr lag die Rohertragsquote mit
39,6 % über der Rohertragsquote des Vorjahreszeitraums
(1. Januar bis 30. Juni 2022: 37,9 % ).
Der Personalaufwand betrug im zweiten Quartal des
Geschäftsjahres 2023 EUR 6,09 Mio. (1. April bis 30.
Juni 2022: EUR 6,34 Mio.). Der Personalaufwand im ersten
Halbjahr 2023 belief sich auf EUR 12,61 Mio. (1. Januar bis
30. Juni 2022: EUR 12,59 Mio.). Die Personalaufwandsquote
verbesserte sich entsprechend von 17,4 % Vergleichszeitraum
2022 auf 16,1 % im aktuellen Jahr. Die durchschnittliche
Mitarbeiterzahl im Berichtszeitraum 2023 lag bei 315 (1.
Januar bis 30. Juni 2022: 329).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im
zweiten Quartal 2023 EUR 2,75 Mio. und bewegen sich damit
auf dem Niveau des Vorjahresquartals (1. April bis 30. Juni
2022: EUR 2,67 Mio.).
Für das erste Halbjahr 2023 betrug der sonstige
betriebliche Aufwand EUR 5,59 Mio. (1. Januar bis 30. Juni
2022:EUR 5,64 Mio.) und lag damit ebenfalls auf dem Niveau
des Berichtszeitraumes im vorangegangenen
Geschäftsjahr.
Das operative Ergebnis (EBITDA) lag im zweiten Quartal
des Geschäftsjahres 2023 mit EUR 6,85 Mio.
(EBITDA-Marge: 18,0 %) deutlich über dem Resultat des
Vergleichsquartals in 2022 in Höhe von EUR 5,84 Mio.
(EBITDA-Marge: 16,0 %). Wesentlich für die
Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ist die mit dem
Umsatzanstieg einhergehende deutliche Verbesserung des
Rohertrags in Verbindung mit einer unterproportionalen
Entwicklung der Personalkosten und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich in
den letzten drei Monaten des ersten Halbjahres 2023 auf EUR
5,88 Mio. und übertraf somit den Wert des
Vorjahreszeitraums in Höhe von EUR 4,88 Mio. Damit ist
die EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahreswert von 13,4 %
auf 15,5 % gestiegen. Das Konzernergebnis der STEMMER
IMAGING-Gruppe betrug für den Berichtszeitraum April
bis Juni 2023 EUR 4,21 Mio. (1. April bis 30. Juni 2022:
EUR 3,58 Mio.).
Das EBITDA im ersten Halbjahr 2023 konnte auf EUR 14,21
Mio. bei einer EBITDA-Marge von 18,1 % gesteigert werden
und gibt damit die deutliche Steigerung im Vergleich zum
ersten Halbjahr 2022 (1. Januar bis 30. Juni 2022: EUR
11,30 Mio. und 15,6 %) wider. Wesentliche Einflussfaktoren
für die positive Entwicklung des EBITDA waren im
Wesentlichen der Umsatzanstieg bei gleichzeitiger
Verbesserung der Bruttomarge sowie die unterproportionale
Kostenentwicklung. Das EBIT im ersten Halbjahr 2023 betrug
EUR 12,18 Mio. (1. Januar bis 30. Juni 2022: EUR 9,36
Mio.). Die EBIT-Marge konnte somit von 12,9 % im ersten
Halbjahr 2022 auf 15,5 % im Berichtszeitraum gesteigert
werden. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr
2023 belief sich auf EUR 8,79 Mio. (1. Januar bis 30. Juni
2022: EUR 6,90 Mio.).
Chancen- und RisikoberichtDas Chancen- und Risikosystem von STEMMER IMAGING beruht
auf der regelmäßigen Identifikation und
Bewertung möglicher Gefahren sowie möglicher
Potenziale für das Unternehmen. Wesentliche, für
STEMMER IMAGING aktuell relevante Risiken ergeben sich
sowohl in Form von markt- und branchenbezogenen Risiken als
auch in Form von geschäftsbezogenen Risiken. Analog zu
den Risiken wird die Beurteilung der Chancenlage ebenso in
der Risikomatrix vorgenommen. Die turnusmäßige
Aktualisierung der Risikomatrix, welche zur
Risikoidentifikation, -analyse, -bewertung sowie Definition
von Gegenmaßnahmen genutzt wird, ist integraler
Bestandteil der Unternehmensführung.
Die Risikobewertung im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 war weiterhin beeinflusst durch
gravierende weltwirtschaftliche Umwälzungen. Diese
standen nach wie vor im Zusammenhang mit dem Krieg in der
Ukraine, der anhaltend hohen Inflation im europäischen
Wirtschaftsraum sowie allgemeiner geopolitischer
Spannungen. In Summe besteht das Risiko
rückläufiger gesamtwirtschaftlicher
Rahmenbedingungen, welche sich marktseitig nachteilig auf
die weitere Entwicklung der STEMMER IMAGING AG auswirken
könnten. Weitere wesentliche Risiken sieht STEMMER
IMAGING in den Bereichen Lieferantenabhängigkeit &
Produktrisiken, im Bereich der Human Resources Risiken
sowie den Risiken aus Wettbewerbsintensität.
Bereits im Jahr 2022 wurde das Inflationsrisiko durch
STEMMER IMAGING mit einem angepassten und eng abgestimmten
Kostenmanagement sowie mit der Weitergabe von
lieferantenseitigen Preiserhöhungen begegnet. Die
ergriffenen Maßnahmen werden weiter fortgeführt
und überwacht.
Das Management erwartet einen Rückgang der
Inflationseffekte auf hohem Niveau, überwacht die
Entwicklungen jedoch engmaschig zur Einleitung weiterer
Maßnahmen.
Die Beurteilung der Risiken im Bereich Human Resources
verbleiben konstant auf hohem Niveau. Die Risiken in diesem
Bereich tragen der Volatilität am Arbeitsmarkt, dem
Mangel an Fachpersonal sowie den inflationsbedingt
angepassten Gehaltserwartungen Rechnung.
Fluktuationseffekte aus den vorgenannten Entwicklungen
verstärken zudem das Risiko, Wissensträger zu
verlieren und erhöhte Ausschreibungs- und
Onboardingkosten tragen zu müssen. Ziel von STEMMER
IMAGING ist es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein,
Schlüsselmitarbeiter zu qualifizieren, langfristig im
Unternehmen zu halten und eine möglichst breite
Verteilung von relevantem Wissen zu gewährleisten.
Hierzu sollen bereits etablierte Maßnahmen, wie
Führungs- und Fachkräfteschulungen, eine
strukturierte Nachfolgeplanung und beispielsweise auch
Employer Branding Programme, gezielt weiter verfolgt und
ausgebaut werden. Ein strukturierter Recruitingprozess
unterstützt zudem die Mitarbeitergewinnung für
die relevanten Positionen, außerdem werden
regelmäßig weitere Maßnahmen in Aus- und
Weiterbildung evaluiert, um die
Arbeitgeberattraktivität weiter zu steigern.
Die Wettbewerbsintensität wird durch STEMMER
IMAGING als weiter zunehmendes Risikofeld
eingeschätzt. Anhaltende Konzentrationstendenzen im
Markt, insbesondere auf Seiten der Hersteller von
Bildverarbeitungskomponenten führen hierbei zu einer
gestiegenen Risikobewertung. Das Management sieht ein
wesentliches Risiko durch einen über das bestehende
Maß hinaus wachsenden Preis- und Wettbewerbsdruck,
welcher mit Einbußen beim Marktanteil als auch mit
Margenreduktion einhergehen könnte. Maßnahmen
zur Reduzierung des Risikos umfassen unter anderem den
Ausbau des Lösungsgeschäfts zur Verbesserung von
Alleinstellungsmerkmalen im Vergleich zum Wettbewerb, die
Neuorganisation im Vertrieb mit Fokus auf einen
zielgerichteten Vertriebsansatz sowie die Evaluierung von
Akquisitionen zur Ergänzung und Stärkung der
Marktposition.
Im Bereich der Risiken aus Lieferantenabhängigkeit
und Produktrisiken wurde die Risikobewertung auf Basis der
sich entspannenden Liefersituation gesenkt. Die
Maßnahmen, die STEMMER IMAGING im Zuge der
Engpasssituation etabliert hat, werden zur
Aufrechterhaltung effizienter Prozesse fortgeführt.
Zur Reduzierung der Lieferantenabhängigkeit werden
zudem stetig alternative Bezugsquellen evaluiert, um die
Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren.
Die Optimierung interner Prozesse wie zum Beispiel im
Bereich des Monitorings der Liefersituation, die Evaluation
von Lieferantenqualität und auf die Liefersituation
abgestimmte Lagerhaltung unterstützen die Minimierung
der Risikoposition und fördern die Erreichung der
Umsatzziele von STEMMER IMAGING.
STEMMER IMAGING ist bestrebt, nicht nur die im Zuge der
regelmäßigen Risikomeetings identifizierten und
bewerteten Risiken zu reduzieren, sondern damit
einhergehende Chancen zu ermitteln und zu ergreifen, die zu
Vorteilen im Wettbewerb führen können.
Chancen in Bezug auf die definierten Maßnahmen zum
Umgang mit zunehmendem Fachkräftemangel können
sowohl der bessere Zugang zu geeigneten Kandidaten am Markt
sein als auch die langfristige Bindung von Mitarbeitern an
die Unternehmensgruppe.
Im Zusammenhang mit der Kosten- bzw. Inflationssituation
sieht STEMMER IMAGING durch Umsetzung effizienter Prozesse,
enges Monitoring der Einkaufsund Verkaufspreise sowie
schnelle Reaktion auf sich ändernde Gegebenheiten die
Chance, steigende Kosten einerseits leichter im Markt
umzusetzen und andererseits durch steigende Effizienz,
Inflationseffekte zu reduzieren und somit Vorteile im
Wettbewerb zu erlangen.
Chancen im Bereich der Wettbewerbsintensität sieht
STEMMER IMAGING unter anderem durch effizienzsteigernde
Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung der
Organisation zur optimalen Marktbearbeitung sowie die
Entwicklung und Bearbeitung neuer, wachstumsstarker und
zukunftsträchtiger Marktsegmente. Durch diese
Maßnahmen sollen Marktanteile gewonnen, der
Unternehmensgewinn gesteigert und die Verbesserung der
Kundenbetreuung gewährleistet werden.
Die langfristige positive Unternehmensentwicklung bei
STEMMER IMAGING ist auf die Nutzung von Chancenpotentialen
angewiesen und daher ein integraler Bestandteil der
Unternehmensführung. Die Darstellung der Risiko- und
Chancenlage spiegelt hierbei die aktuelle Einschätzung
der Gesellschaft wider und ist kontinuierlichen
Änderungen unterworfen. Aktuell noch nicht
identifizierte Risiken und Chancen können somit in
einem kurzen Zeitraum an Bedeutung gewinnen. Die
regelmäßige Identifikation und Bewertung ist
daher ein Schlüsselelement zur Reduzierung von Risiken
und zur Nutzung der Chancenlage.
PrognoseberichtKünftige Konjunktur- und BranchenentwicklungDie Weltwirtschaft erholt sich allmählich von der
Covid 19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der
Ukraine. Auch die Lieferkettensituation hat sich deutlich
entspannt und das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Die
Energie- und Lebensmittelpreise sind schneller als erwartet
von den kriegsbedingten Höchstständen
zurückgegangen. Die Beilegung des Streits um die
US-Schuldenobergrenze, das entschlossene Handeln der
Behörden zur Eindämmung der Turbulenzen im
US-amerikanischen und schweizerischen Bankensektor zu
Beginn des Jahres sowie die weitere Entspannung der
Lieferketten haben sich positiv ausgewirkt. Die Anhebung
der Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation sowie der
andauernde Krieg in der Ukraine belasten jedoch weiterhin
die Wirtschaftstätigkeit.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli
2023 seine Wachstumsannahmen marginal erhöht und geht
von einem globalen Wachstum für 2023 von 3,0 % aus,
während die Prognose im April 2023 noch bei 2,8 % lag.
Im historischen Vergleich bleibt der Ausblick dennoch
schwach. Dies ist ein weiterer Rückgang der Dynamik im
Vergleich zu einem Wachstum von 3,4 % in 2022.
1 Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in
Europa wird ein Wachstum von nur 0,9 % prognostiziert im
Vergleich zu 2,4 % Wachstum im Vorjahr. In seiner Prognose
vom April 2023 war der IWF von einem BIP-Anstieg von 0,8 %
ausgegangen. Für Deutschland erwartet der IWF einen
Rückgang des BIP um 0,3 %, 2022 war das BIP in
Deutschland noch um 1,8 % gewachsen.
Risiken für die Konjunkturprognose manifestieren
sich u. a. im weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine
mit Auswirkungen auf den Nahrungsmittel- und Gasexport.
Auch die weiterhin hohe Inflation bleibt ein Faktor, wenn
sich die Märkte auf eine weitere Straffung der
Geldpolitik einstellen.
1
BranchenentwicklungIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 sanken die
nominalen Auftragseingänge
2 der deutschen Robotik- und Automationsbranche
um 17 % - in Europa sogar um 21 %. Nach aktuellen
Einschätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau (VDMA) wird für 2023 mit einem nominalen
Umsatzzuwachs von 13 % gerechnet. Für 2022 lag das
Wachstum noch bei nominalen 5 %.
3 Für die Sparte Industrielle
Bildverarbeitung rechnet der Branchenverband mit einem
nominalen Anstieg von 7 %.
4
1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2023/07/10/world-economic-outlook-update-july-2023
Prognose für den STEMMER IMAGING-KonzernDer STEMMER IMAGING-Konzern konnte im abgelaufenen
zweiten Quartal des Geschäftsjahres die positive
Entwicklung der Geschäftszahlen weiter fortsetzen und
erzielte trotz einer sich verlangsamenden Marktdynamik eine
signifikante Steigerung der Umsatzerlöse sowie der
Profitabilitätskennzahlen EBITDA und EBIT.
Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2023 wird weiterhin
gestützt durch den starken Auftragsbestand in
Höhe von EUR 54,6 Mio. sowie die intakten
Wachstumstreiber Automatisierung, Digitalisierung,
Zirkularität sowie E-Mobilität. Dem
gegenüber stehen die hohen Lagerbestände bei
Kunden, die bereits im vierten Quartal 2022 sowie im ersten
Halbjahr 2023 zu einem zögerlichen Bestellverhalten
geführt haben. Insbesondere für das dritte
Quartal rechnet der Vorstand aufgrund der hohen
Lagerreichweiten bei Kunden mit einer weiterhin
zurückhaltenden Nachfrage und einer entsprechend
verhalteneren Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung.
Derzeit wird von einer sich verbessernden Dynamik ab dem
vierten Quartal 2023 ausgegangen, die positiven Einfluss
auf die Geschäftsentwicklung von STEMMER IMAGING
nehmen kann. Ergebnisseitig wird trotz der Belastungen
durch Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der weiteren
Integration des Teilkonzerns Infaimon mit einem
planmäßigen Verlauf gerechnet.
Auf Basis der Halbjahreszahlen sowie den aktuellen
Einschätzungen für die zweite Jahreshälfte
rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023
mit einem Umsatz am unteren Ende der Prognosebandbreite
zwischen EUR 163 und 176 Mio.. Weiterhin bestätigt der
Vorstand die EBITDA-Spannbreite von EUR 26-32 Mio., welche
durch die positive Bruttomargenentwicklung sowie proaktives
Kostenmanagements gestützt wird. Die
Einmalaufwendungen für die weitere Integration des
Infaimon-Teilkonzerns sind in dieser Prognose
berücksichtigt.
Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die
Nachfrage im zweiten Halbjahr entsprechend der derzeitigen
Erwartungen entwickelt, der hohe Auftragsbestand
abgearbeitet werden kann und es zu keiner weiteren
Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung kommt.
Die Prognosebandbreiten berücksichtigen gewisse
positive wie auch negative Entwicklungen auf Kunden- und
Lieferantenseite.
Konzernbilanz zum 30. Juni 2023Aktivascrollen
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Verkürzter Konzernanhang für den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2023Grundlagen der Aufstellung des HalbjahresberichtesAllgemeine AngabenDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wird
gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag
gültigen und in der Europäischen Union
anzuwendenden International Financial Reporting Standards
(IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) und den
darüber hinaus geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften aufgestellt.
Der vorliegende verkürzte konsolidierte
Zwischenbericht wurde in Übereinstimmung mit den
Regelungen des IAS 34 aufgestellt. Der Zwischenabschluss
wurde in Euro aufgestellt.
Der Zwischenbericht umfasst nicht alle Anhangangaben,
die üblicherweise in einem Abschluss für ein
Geschäftsjahr enthalten sind. Entsprechend ist der
vorliegende Zwischenbericht in Verbindung mit dem
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31.
Dezember 2022 und allen sonstigen öffentlichen
Verlautbarungen von STEMMER IMAGING während der
Berichtsperiode zu lesen.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen
denen des vorherigen Geschäftsjahres und der
dazugehörigen Zwischenberichtsperiode sowie der
erstmaligen Anwendung neuer und geänderter Standards,
wie nachstehend erläutert.
Die Konzernbilanz zum 30. Juni 2023 sowie die
Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung, die
Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und die
Konzern-Kapitalflussrechnung für die zum 30. Juni 2023
und 2022 endenden Berichtszeiträume sowie der
verkürzte Konzernanhang sind weder geprüft noch
einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.
Anwendung von neuen RechnungslegungsstandardsDie Änderungen aufgrund der ab dem 1. Januar 2023
anzuwendenden Änderungen an IFRS 17 (Bilanzierung und
Bewertung von Versicherungsverträgen), IAS 12
(Verpflichtung zur Erfassung Latenter Steuern auf
Geschäftsvorfälle, die aus einer einzigen
Transaktion entstehen), IAS 1 (Entscheidungen, über
Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) und IAS 8
(Unterstützung bei Unterscheidung zwischen
Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen
Schätzungen) sind für die Bilanzierung innerhalb
der STEMMER IMAGING-Gruppe von untergeordneter Bedeutung.
In der aktuellen Berichtsperiode traten einige neue oder
geänderte Standards in Kraft, aus denen sich jedoch
keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Rechnungslegungsmethoden des Konzerns oder die
Notwendigkeit rückwirkender Anpassungen ergaben.
Eine noch nicht verpflichtend ab dem 1. Januar 2023
(Endorsement steht noch aus) anzuwendende Änderung ist
die vom International Accounting Standards Board (IASB) am
23. Mai 2023 veröffentlichte Anpassung des IAS 12
für die International Tax Reform- Pillar II Model
Rules. Diese Änderung betrifft verpflichtend
anzunehmende Ausnahmen bei der Bilanzierung latenter
Steuern, die sich aus der globalen Mindestbesteuerung
ergeben. Weiterhin werden dadurch erweiterte Anhangangaben
für betroffene Unternehmen notwendig. Die Auswirkungen
auf die Rechnungslegung und die damit verbundenen
rückwirkenden Anpassungen sind noch nicht zweifelsfrei
abschätzbar.
Erläuterungen zu den wesentlichen Änderungen in der aktuellen BerichtsperiodeBedeutende Ereignisse und GeschäftsvorfälleIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 fanden
keine Ereignisse oder Geschäftsvorfälle statt,
die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben.
Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2023Auf der virtuellen ordentlichen Hauptversammlung der
STEMMER IMAGING AG vom 12. Mai 2023 wurde beschlossen, den
Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2022 in
Höhe von EUR 21.200.057,97 zur Ausschüttung einer
Dividende in Höhe von EUR 3,00 auf die 6.500.000
dividendenberechtigten Stückaktien zu verwenden
(19.500.000,00) und den Restbetrag in Höhe von EUR
1.700.057,97 auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Dividende wurde am 17. Mai 2023 unter Abzug von 25,0
% Kapitalertragsteuer sowie 5,5 % Solidaritätszuschlag
auf die Kapitalertragsteuer (Gesamtabzug 26,375 %) sowie
ggf. Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer durch die in
die Dividendenabwicklung einbezogenen Kreditinstitute
ausgezahlt.
Angaben zur KonzernbilanzImmaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte setzt
sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
scrollen
Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023 wurden
Anzahlungen in immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von TEUR 371 (1. Januar bis 31. Dezember 2022:
TEUR 657) geleistet. Dabei handelt es sich um Investitionen
in Fremdleistungen für einen erweiterten
Internetauftritt mit E-Commerce Funktionalitäten. Die
übrigen Veränderungen resultieren fast
ausschließlich aus Abschreibungen der Berichtsperiode
und Anpassungen aufgrund der Bewertung auf
ausländische Währung lautende Geschäfts-
oder Firmenwerte.
Zum Ende des Halbjahres 30. Juni 2023 bestanden keine
Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf der
Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzerns.
VorräteDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
Im Zusammenhang mit den Vorräten wurden
während der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2023 TEUR 47.375 (1. Januar bis 31.
Dezember 2022: TEUR 97.014) als Materialaufwand
aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der aufwandswirksam im Materialaufwand
erfassten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der
Vorräte umfasst Abschreibungen auf den
Nettoveräußerungspreis in Höhe von TEUR 170
(1. Januar bis 31. Dezember 2022: TEUR 610) aufgrund von
Überreichweiten, Überalterung, verminderter
Gängigkeit oder nachlaufenden Kosten.
Die Realisierung der Vorräte wird
erwartungsgemäß innerhalb von 12 Monaten
erfolgen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscrollen
Die Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der
INFAIMON-Gruppe - gewähren in der Regel Zahlungsziele
zwischen 30 und 45 Tagen. Für diesen Zeitraum stellt
der Konzern dem Kunden keine Zinsen in Rechnung.
Anschließend werden in Einzelfällen und in
Abhängigkeit von den landestypischen Gegebenheiten
individuell Verzugszinsen auf den ausstehenden Betrag
erhoben.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
werden Wertberichtigungen nach der Expected-Loss-Methode
gemäß IFRS 9 vorgenommen.
Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
in Teil B 12 des Konzernanhangs erläutert.
Die Erhöhung der Wertberichtigungen in Höhe
von TEUR 450 (1. Januar bis 31. Dezember 2022: TEUR 232) im
Berichtszeitraum 2023 und die gleichzeitige Auflösung
in Höhe von TEUR 118 (1. Januar bis 31. Dezember 2022:
TEUR 501) resultieren überwiegend aus der pauschalen
Bewertung entsprechend des Expected-Loss-Modells. Im
vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 entstanden auch
Auflösungen aufgrund von Einzelfallbetrachtungen.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen ist überwiegend als angemessene
Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen. Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb
eines Jahres fällig.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescrollen
Die Verringerung des Postens zum 30. Juni 2023 ist im
Wesentlichen der Zahlung der Dividenden an die
Aktionäre und Tilgungen für Darlehen trotz dem
positiven operativen Cashflow geschuldet.
Für Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente werden Wertberichtigungen
nach der Expected-Loss-Methode gemäß IFRS 9
vorgenommen.
In nachfolgender Tabelle ist die Entwicklung der
Wertberichtigung bei Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten dargestellt:
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Die Ermittlung der Wertminderungen werden im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 in Teil B 12 des
Konzernanhangs erläutert.
Dividendenscrollen
FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 30.
Juni 2023 der Finanzinstrumente zu Klassen und
Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Außerdem
werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie
und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse
dargestellt.
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Die folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 31.
Dezember 2022 der Finanzinstrumente zu Klassen und
Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Außerdem
werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie
und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse
dargestellt.
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Der IFRS 13 regelt die Ermittlung des beizulegenden
Zeitwertes sowie die dazugehörigen
Konzernanhangangaben. Eine Definition, in welchen
Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist, ist
im Standard nicht explizit geregelt. Der beizulegende
Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den
unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen
Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines
Vermögenswertes vereinnahmen bzw. bei Übertragung
einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Die zu
Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten sind in Übereinstimmung mit dem IFRS
13 den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.
Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden
folgendermaßen definiert:
Stufe 1:
Stufe 2:
Stufe 3:
Die folgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchien
der Vermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
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Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Stufe 1
erfolgt mittels an einem aktiven Markt notierter Preise
(unbereinigt) für identische Vermögenswerte oder
Verbindlichkeiten, zu denen STEMMER IMAGING am
Abschlussstichtag Zugang hat.
Für die Stufe 2 erfolgt die Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts mittels eines Discounted
Cashflow-Modells anhand von Input-Daten, bei denen es sich
nicht um in Stufe 1 eingeordnete notierte Preise handelt
und die direkt oder indirekt beobachtbar sind. Die
beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 errechnen sich
über Bewertungsverfahren, bei denen nicht auf dem
aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden.
Die Beurteilung, ob es bei finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu einem Transfer
zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist,
erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der
abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen
vorgenommen.
Die Einordnung von Eigenkapitalinstrumenten erfolgt als
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlösescrollen
Die STEMMER IMAGING AG analysiert die Umsatzerlöse
mit Kunden neben der regionalen Aufteilung für die
umsatzstärksten Kunden auch hinsichtlich der
Branchenzugehörigkeit.
Im ersten Halbjahr 2023 konnte das Unternehmen wieder
eine große Bandbreite an Branchen bedienen ohne dabei
starke Branchenschwerpunkte zu haben. Die Endmärkte
Factory Automation, Sport & Entertainment sowie Print
& Packaging stellen zusammen einen Umsatzanteil von
35,8 % dar (1. Januar bis 30. Juni 2022: 38,4 %). In Bezug
auf die gesamten Umsatzerlöse gibt es darüber
hinaus keine wesentlichen Schwerpunkte.
Weiterhin erfolgt nachfolgend noch eine Aufgliederung
der Umsatzerlöse nach Regionen:
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Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen
erfolgt nach dem Sitz des Kunden, d. h. des Lieferorts.
Weder im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 noch
im Geschäftsjahr 2022 erzielte STEMMER IMAGING mit
einem Kunden mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse.
Sonstige AngabenBeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Unternehmen und Personen sind
Gesellschafter mit wesentlichem Einfluss auf den STEMMER
IMAGING-Konzern, assoziierte Unternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften und Personen, die einen
maßgeblichen Einfluss auf die STEMMER IMAGING AG und
die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns haben.
Personen mit maßgeblichem Einfluss auf die Finanz-
und Geschäftspolitik des Konzerns umfassen
sämtliche Personen in Schlüsselpositionen und
deren nahestehende Familienangehörige. Innerhalb des
Konzerns trifft dies auf die Mitglieder der
Geschäftsleitung der Muttergesellschaft zu.
Angaben zu verbundenen UnternehmenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit
bestehen zwischen der STEMMER IMAGING AG und deren
Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu
zahlreichen Unternehmen.
Transaktionen der PRIMEPULSE SE, MünchenDer Anteilsbesitz der PRIMEPULSE SE, München, an
der Gesellschaft umfasst zum Stichtag 30. Juni 2023
unmittelbar insgesamt 69,10 % der Aktien. Zum Stichtag 31.
Dezember 2022 hielt die PRIMEPULSE SE unmittelbar 69,10 %
der Anteile an der STEMMER IMAGING AG.
Transaktionen der PRIMEPULSE SE, München, und deren nahestehenden UnternehmenGemäß Dienstleistungsvertrag vom 1. April
2018 können verschiedene kaufmännische und
organisatorische Aufgaben auf die PRIMEPULSE SE,
München, verlagert werden (z. B. Operations &
Controlling, Tax, M&A Support, Marketing, PR, IR). Die
PRIMEPULSE SE, München, erhält für die
Erbringung der Leistungen jeweils Tagessätze von EUR
1.500 (zuzüglich Auslagen, Umsatzsteuer und
Reisekosten). Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis zum 30.
Juni 2023 wurden insgesamt TEUR 271 (30. Juni 2022: TEUR
260) brutto (TEUR 228 (01. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR
219) netto) für bezogene Dienstleistungen und
weiterbelastete Kosten berechnet, hiervon wurden TEUR 228
im ersten Halbjahr 2023 (01. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR
219) aufwandswirksam.
Weiterhin bestanden in Rechnung gestellte
Dienstleistungen für Informationstechnik durch die
glueckkanja-gab AG, Offenbach am Main, die sich im
Berichtszeitraum für das erste Halbjahr 2023 auf TEUR
114 netto (01. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 95) beliefen.
Am 30. Juni 2023 waren hiervon noch TEUR 0 (31. Dezember
2022: TEUR 13) offen.
Sonstige Rechtsgeschäfte mit den Gesellschaften der
PRIMEPULSE Gruppe bestanden im Berichtszeitraum vom 1.
Januar bis zum 30. Juni 2023 nicht.
Das zur PRIMEPULSE SE nahestehende Unternehmen, die
Mindcurv GmbH, hat im Berichtszeitraum 01. Januar bis zum
30. Juni 2023 Dienstleistungen in Höhe von brutto TEUR
470 (01. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 0) für den
STEMMER-Konzern erbracht. Am 30. Juni 2023 waren hiervon
TEUR 248 (31. Dezember 2022: 343 TEUR) offen.
Organe der GesellschaftMitglieder des Vorstands im Berichtszeitraum 2023 waren:
Im Geschäftsjahr 2023 wurde die
Aufsichtsratstätigkeit von folgenden Personen
ausgeübt:
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Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen keine Bürgschaften.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Bestellobligos, die sich im Rahmen der üblichen
Geschäftstätigkeit bewegen. Wesentliche Miet- und
Leasingverpflichtungen bestehen in der ersten Hälfte
des Geschäftsjahr 2023 nicht. Der Konzern erwartet
keine nennenswerten künftigen Mietzahlungen aus
Untermietverhältnissen.
Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs haben sich keine wesentlichen Ereignisse für
STEMMER IMAGING nach dem Ende der Berichtsperiode ereignet.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der
Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Puchheim, den 10. August 2023
STEMMER IMAGING AG
Vorstand
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