STEMMER IMAGING AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.202402 Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des Konzerns Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Wirtschaftsbericht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des IFRS-Konzerns Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HGB-Einzelabschlusses Risikobericht Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angaben Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell STEMMER IMAGING ist einer der führenden Fachhändler von Bildverarbeitungstechnologie für industrielle und nicht-industrielle Anwendungen. Das Portfolio des Unternehmens deckt die gesamte Bandbreite an Komponenten (Beleuchtungen, Optiken, Kameras, Kabel, Bilderfassung, Software, Rechnersysteme, Zubehör) von international führenden Herstellern ab. Die STEMMER IMAGING-Gruppe verfügt über eines der umfangreichsten Portfolios für Bildverarbeitungskomponenten in Europa und den Vereinigten Staaten sowie über Lösungs-Know-how erfahrener Experten. Neben dem reinen Distributionsgeschäft von Komponenten bietet STEMMER IMAGING modifizierte Komponenten an. Hierbei handelt es sich um vorkonfigurierte Subsysteme, die von Experten bei STEMMER IMAGING speziell für bestimme Aufgabenstellungen aus einer Vielzahl von verschiedenen Hard- und Software-Komponenten zusammengestellt werden. Weitere Umsatzerlöse werden aus dem Verkauf von Dienstleistungen wie z. B. Machbarkeitsstudien erzielt. STEMMER IMAGING zielt im Rahmen seines Dienstleistungsgeschäfts zunehmend darauf ab, die Entwicklung und das Design kundenspezifischer Lösungen auszubauen. Das Geschäftsmodell von STEMMER IMAGING ist so ausgerichtet, dass die Gesellschaft Kunden unterschiedlicher Größe, Art und Branchenzugehörigkeit aus einer Hand das komplette Spektrum von Bildverarbeitungsprodukten und Dienstleistungen anbieten kann. STEMMER IMAGING richtet sich mit seinem Vertrieb an industrielle und nicht-industrielle Kunden. Das Unternehmen umfasst Tochtergesellschaften in den größten europäischen Volkswirtschaften und darüber hinaus in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Brasilien. Steuerung des Konzerns STEMMER IMAGING hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine verschiedenen Planungs- und Steuerungssysteme auf ihre Wirksamkeit überprüft und ergänzt. Abgeleitet aus der Unternehmensstrategie und den Einschätzungen zu zukünftigen externen Rahmenbedingungen, erarbeitet die Gesellschaft regelmäßig, typischerweise im strategischen und operativen Planungsprozess, Ziele für das Unternehmen. Im Rahmen eines Zielesystems werden diese auf die unterschiedlichen Abteilungen und die Mitarbeiter inklusive konkreter Zielvereinbarungen festgelegt und am Jahresende auf ihre Zielerreichung überprüft. Darüber hinaus hat die Gesellschaft das Risikomanagementsystem (RMS) im Zuge der Regelungen durch das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) überarbeitet. Details zum RMS finden Sie im Lagebericht unter der Überschrift Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem. Rechtliche und organisatorische Struktur Die STEMMER IMAGING AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft. Gremien der Gesellschaft sind der Vorstand (derzeit 1 Person) und der Aufsichtsrat (4 Personen). Der Vorstand legt die Konzernstrategie fest und ist für die Leitung, die Organisation und die Überwachung der Geschäftsabläufe der Gesellschaft in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse, d. h. unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung zuständig. Der Aufsichtsrat ist das Beratungs- und Aufsichtsgremium für den Vorstand und in sämtliche Entscheidungen von grundlegender Bedeutung einbezogen. Als Konzerngesellschaft hält die STEMMER IMAGING AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Die Geschäftsführungen sind operativ und wirtschaftlich in den jeweiligen lokalen Märkten verantwortlich. Im Konzernabschluss werden neben der STEMMER IMAGING AG 16 Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Steuerungskennzahlen Die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA1 sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten und die Bewertung der Geschäftsentwicklung. Im Rahmen der laufenden Controllingprozesse, wie beispielsweise dem monatlichen internen Reporting und regelmäßigen Sitzungen des Vorstands mit dem Management-Team sowie mit den lokalen Geschäftsführungen, werden wesentliche Geschäftsvorgänge besprochen, Beschlüsse gefasst, Risiken für die Gesellschaft erörtert und Konsequenzen für die Unternehmenssteuerung abgeleitet. Wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Lieferanten. STEMMER IMAGING ist bestrebt, Abhängigkeitssituationen von einzelnen Kunden und Lieferanten zu vermeiden. Daher konzentriert sich das Unternehmen auf ein vielseitiges Produktportfolio unterschiedlichster Lieferanten und bedient unterschiedliche Kunden in verschiedenen Branchen. Über die Steuerung mittels finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren wird die Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds laufend beobachtet. Qualitative Aspekte Zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklungen spielen auch qualitative Aspekte eine Rolle für den unternehmerischen Erfolg. Aus Unternehmenssicht sind insbesondere die Qualitätsstandards sowie die nachhaltige Planung für die Besetzung von unternehmenskritischen Positionen von Bedeutung. Erläuterung der verwendeten Alternative Performance Measures (APM) entsprechend der APM-Leitlinien der European Securities and Markets Authority (ESMA): Qualitätsstandards Um eine hohe Qualität der hergestellten Produkte und der im Unternehmen angewendeten Verfahrensweisen zu gewährleisten, hat STEMMER IMAGING für alle Gesellschaften außer den Gesellschaften in Spanien, Portugal, Mexiko und Brasilien ein Qualitätsmanagementsystem (ISO-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015) implementiert. Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) werden die Abläufe des Unternehmens fortlaufend überwacht. Das Qualitätsmanagementsystem wird zudem einmal jährlich durch die DEKRA auditiert und zertifiziert. Darüber hinaus wurden im Zuge der Konkretisierung der 2019 eingeführten Nachhaltigkeitsstrategie anhand der ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) Maßnahmen umgesetzt, die es der Gesellschaft ermöglichen, in Zukunft entsprechende Steuerungen für diesen Bereich vorzunehmen. Führungskräfte und nachhaltige Mitarbeiterentwicklung STEMMER IMAGING wird durch ein erfahrenes Management-Team geführt. Bei der Zusammenstellung des Management-Teams und der Auswahl der Führungskräfte wird Wert auf die aktive Förderung der unterschiedlichen Erfahrungshintergründe und Vielfalt gelegt. Hiermit soll eine integrative Kultur geschaffen werden, die die Unternehmenswerte widerspiegelt und dem Unternehmen eine zukunftsgerichtete Führungsstruktur gibt, damit das volle Potenzial der Mitarbeiter entfaltet wird und exzellente Ergebnisse erreicht werden können. Um eine nachhaltige Mitarbeiterentwicklung zu gewährleisten, werden regelmäßig strukturierte Personalgespräche geführt, die neben den fachlichen und geschäftlichen Inhalten auch die Weiterentwicklungspotenziale identifizieren und entsprechende Entwicklungsmaßnahmen daraus ableiten. Diese sind wiederum sowohl auf die fachliche als auch in Bezug auf die persönliche Weiterentwicklung ausgerichtet. Für die wesentlichen Funktionen im Unternehmen ist eine mögliche Nachfolgeplanung erstellt, die regelmäßig besprochen und aktualisiert wird. Darüber hinaus gibt es eine Übersicht von Talenten, die mithilfe von entsprechenden Maßnahmen auf zukünftige Fach- und Führungsaufgaben weiterentwickelt werden. Management-Team Zusammen mit dem Management-Team setzt der Vorstand die Konzernstrategie um und bearbeitet andere unternehmensübergreifende Themen. Neben dem Chief Executive Officer besteht dieses aus dem Chief Financial Officer, dem Chief Marketing Officer, dem Chief Operating Officer dem Director Product Management, dem Director Technical Competence Center, dem Director Talent Management und dem Director Marketing. Vorstand
Management Team
Regional Management Board Die Stärke von STEMMER IMAGING liegt in der konzernweiten Strategieausrichtung bei gleichzeitigem Verständnis für die regionalen Anforderungen. Um die gruppenweite Strategiedefinition und deren Umsetzung sicherzustellen, setzt sich das Regional Management Board aus dem Vorstand, dem Management-Team sowie den Cluster-Leitern der einzelnen Regionen zusammen:
Ziele und Strategie In der sich rasant entwickelnden Welt der Bildverarbeitungstechnologie hat STEMMER IMAGING im Jahr 2025 einer strategischen Ausrichtung in Richtung eines führenden internationalen Systemhauses weiterentwickellt, auf Basis der in 2023 eingeschlagenen Strategie. Das umfangreiche herstellerunabhängige Handelssortiment bildet weiterhin die Grundlage des Geschäftsmodells. Zusätzlich versteht sich STEMMER IMAGING als einer der herausragenden Engineering-Dienstleister in der Machine Vision Technologie. Zusammengefasst unter dem Label STEMMER IMAGING MORE bietet STEMMER IMAGING ebenfalls wertsteigernde Dienstleistungen sowie die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen. Auf dieser Grundlage entwickelt STEMMER IMAGING darüber hinaus eigene innovative Produkte und Lösungen, wie Modular Embedded, CVB und InPicker, die an der Spitze der zukunftsweisenden Machine Vision Technologie stehen. Alle Stakeholder können sich darauf verlassen, dass Innovation und Service von STEMMER IMAGING auf umfassender Marktkompetenz und einem kontinuierlichen Streben nach Exzellenz basiert. Ziel ist es, den Kunden nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft die fortschrittlichsten Lösungen im Bereich der Bildverarbeitungstechnologie zu bieten. Für die operative Geschäftsführung verfolgt das Unternehmen eine nachhaltige Geschäftsstrategie, die auf Integrität und Compliance basiert und ein profitables, stetiges Wachstum zum Ziel hat. Wesentliche Elemente der Strategie sind fokussiert auf einen effizienten Kapitaleinsatz sowie auf eine Unternehmensstruktur mit klaren Prozessen, die gleichzeitig die Flexibilität zulassen, sich konsequent am Kundenwunsch zu orientieren. Die Qualitätserwartungen der Kunden zu erfüllen und dabei die Produktivität der Gruppe zu erhöhen, sind oberste Prämisse. Zugleich sieht es STEMMER IMAGING als zentralen Bestandteil seiner unternehmerischen Verantwortung an, die Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen und den Fokus stets auf den Menschen und die Schonung natürlicher Ressourcen zu setzen. Um seine Ziele zu erreichen, konzentriert sich STEMMER IMAGING darauf, Mitarbeitern ein auf kontinuierliche Verbesserung ausgerichtetes Umfeld zu bieten und damit seine Position als Arbeitgeber der Wahl zu stärken. Die Unternehmensstrategie wurde entwickelt mit Blick auf die Stärken der Gesellschaft und umfassende Nutzung von Geschäftschancen, die sich aus den beobachteten Trends in der Bildverarbeitungsbranche ergeben. Ziel ist es, auch in den kommenden Jahren ein profitables Wachstum zu erzielen und die Marktposition in der Bildverarbeitungsbranche national und international weiter auszubauen. Dazu sind verschiedene strategische Wachstumssäulen definiert, die sich wie folgt beschreiben lassen: Weiterer Ausbau des Geschäfts mit Komponenten Der Markt für Bildverarbeitung wird geprägt durch die Weiterentwicklung von innovativen Produkten im Hard- und Software-Bereich. Dabei nutzt STEMMER IMAGING den Zugang zu einem weltweiten Netz von Herstellern, um diese neuen Produkte und die Kombination dieser Produkte in das Portfolio aufzunehmen und durch stetig aktualisiertes Know-how mit Hilfe von Schulungen und durch Beratungsleistungen den Kunden anzubieten. Digitale Vermarktungsplattformen spielen hier eine immer wichtigere Rolle. Mehrwert in Bildverarbeitungslösungen durch individuelle, vorkonfigurierte Kombinationen Das Wachstum von STEMMER IMAGING wird zunehmend durch vorkonfigurierte sogenannte Subsysteme unterstützt. Diese vorgefertigten Bildverarbeitungslösungen werden von Experten bei STEMMER IMAGING speziell für bestimmte Aufgabenstellungen aus einer Vielzahl von verschiedenen Hard- und Software- Komponenten zu Einheiten zusammengestellt. Die robotergestützten Bin-Picking Lösungen sowie weitere innovative Lösungen im Bereich von Embedded bilden die zukünftige Basis für die Skalierung der höherwertigen Lösungen von STEMMER IMAGING. Lösungsorientiertes Angebot Im Rahmen des lösungsorientierten Angebots unterstützt STEMMER IMAGING Kunden umfassend mit Dienstleistungen bei der Realisierung ihrer Systeme und Anlagen. Dazu verfügt das Unternehmen über Methoden- und Prozess-Know-how wie agiles Co-Development und erstellt beispielsweise Machbarkeitsstudien. Dabei ermöglicht moderne IT-Infrastruktur eine effiziente Zusammenarbeit mit dem Kunden, vor allem einen sicheren Datenaustausch. Software-Portfolio als Wertträger nutzen Die richtige Softwareauswahl spielt bei einem Bildverarbeitungssystem eine maßgebliche Rolle. Unabhängig davon, wie gut die anderen Komponenten arbeiten, ist die richtige Software entscheidend für die Funktionalität eines Systems. Die von STEMMER IMAGING angebotene eigene und gehandelte Software deckt alle Anforderungen von einfachen Entwicklungswerkzeugen bis hin zu modernsten Algorithmen basierend auf maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz ab. Dabei nimmt die Entwicklung von eigener Software einen wichtigen strategischen Wert ein, um auf Markt- und Kundenbedürfnisse einzugehen. Stärkung und internationaler Ausbau der Marktpräsenz Ziel von STEMMER IMAGING ist es, in bestehenden Märkten seine Marktposition zu halten und auszubauen und diese in neue regionale Märkte zu übertragen. Die heutige Präsenz in allen wesentlichen europäischen Ländern sowie in den USA, Mexiko und Brasilien bietet Vorteile im internationalen Wettbewerb, eröffnet neue Wachstumsmöglichkeiten und trägt damit maßgeblich und langfristig zum Unternehmenserfolg bei. Sowohl durch die Stärkung der Marktpräsenz und die Erschließung neuer Zielmärkte an den existierenden Standorten als auch durch die Expansion in neue Regionen, plant das Unternehmen seine internationale Stärke weiter auszubauen. Die Expansion im US-amerikanischen Markt wo in 2024 eine Akquisition getätigt wurde, und wo der Eigentümer MiddleGround Capital seinen Hauptsitz und eine Vielzahl an Beteiligungen hat, wird ein weiterer Schwerpunkt der internationalen Wachstumsstrategie sein. Der Standort in den USA soll sich künftig als zweiter regionaler Hub neben dem Hauptsitz in München etablieren. ![]() Wachstum durch klare Positionierung fokussiert vorantreiben Um ein nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen, gestaltet STEMMER IMAGING seine Zukunft auf Grundlage einer klaren Positionierung basierend auf strategischen Prioritäten hinsichtlich Zielmärkten und Anwendungsfeldern. Strategische Zielmärkte Die Einsatzmöglichkeiten der digitalen Bildverarbeitung sind vielseitig und stehen daher im Fokus vieler verschiedener Branchen. Haupteinsatzbereich ist traditionell die Anwendung in industriellen Fertigungsanlagen insbesondere für Maschinensteuerungs- und Qualitätssicherungsaufgaben. In den letzten Jahren befindet sich die Branche in einem tiefgreifenden Wandel hin zur weiteren Digitalisierung und Vernetzung, den STEMMER IMAGING aktiv mitgestalten will. Dabei werden auch stark wachsende Segmente wie beispielsweise E-Mobilität im Bereich Batteriefertigungen fokussiert bearbeitet. Darüber hinaus wird Bildverarbeitungstechnologie zunehmend im nicht-industriellen Umfeld eingesetzt. Hierbei unterstützt Bildverarbeitung eine Vielzahl von neuartigen Anwendungen, die sehr viel stärker als die industriellen Anwendungen für Konsumenten sichtbar werden, wie beispielsweise in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur oder auch dem Sport & Entertainment-Segment. STEMMER IMAGING richtet seine Aktivitäten auf Märkte mit langfristiger Profitabi lität und Wachstumspotenzial aus und adressiert sowohl industrielle als auch nicht-industrielle Zielmärkte. Das Unternehmen sieht ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial bei nicht-industriellen Anwendungen. Um das Wachstumspotenzial in bestimmten Zielmärkten weiter zu nutzen, setzt das Unternehmen auf einen Ausbau insbesondere in den folgenden Bereichen: Sport & Entertainment In der Welt des Sports hat die Nutzung von Bildverarbeitungstechnologie in den letzten Jahren stark zugenommen. Profisportverbände setzen sie ein, um Schiedsrichterentscheidungen zu überprüfen, detaillierte Statistiken zu erstellen und das Training von Athleten zu optimieren. Auch im Breitensport greift man nun vermehrt auf diese Technologie zurück. Beispielsweise können Tennisclubs automatisierte Systeme zur Punktzählung einsetzen oder Golfclubs Tracking-Technologien nutzen, um die Flugbahn von Golfbällen genau zu verfolgen. Diese Entwicklung hat zur Entstehung neuer Unternehmen geführt, die innovative bildgestützte Geschäftsmodelle anbieten, sei es für die Datenerfassung, die Leistungsanalyse von Athleten oder die Bereitstellung von Lösungen für den Sportbereich. Rohstoffe & Recycling Bildverarbeitungstechnologie ermöglicht es, bisher unlösbare Inspektionsaufgaben wie die Sortierung und Klassifizierung von Rohstoffen zu bewältigen. Durch den Einsatz neuer Sensortechnologien, steigende Verarbeitungsgeschwindigkeiten und den Einsatz von Deep- Learning-Algorithmen können natürliche Abweichungen besser erkannt werden. Dies ist besonders wichtig im Recyclingmarkt, wo Fehler vermieden werden müssen, die auf minderwertige Materialien zurückzuführen sind. Fabrikautomation Die Fabrikautomation bleibt historisch gesehen einer der wichtigsten Absatzmärkte für die Bildverarbeitungsindustrie und zeigt kontinuierliche Weiterentwicklungen. Besonders die Vernetzung von Datenpunkten für übergeordnete Steuerungs- und Qualitätssicherungsaufgaben führt zu innovativen Fertigungsprozessen mit erhöhter Flexibilität und Stabilität. Eine fortlaufende Prozesskontrolle überwacht jedes Detail, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Entstehung fehlerhafter Produkte zu verhindern. Bildverarbeitungstechnologie liefert dafür neuartige Sensoren und Auswertungssoftware, die zunehmend in standortunabhängige cloudbasierte Netzwerke integriert werden. Besonders im Bereich der E-Mobilität gewinnt die optische Inspektion entlang der gesamten Fertigungskette von Elektrobatterien zunehmend an Bedeutung. Druck & Verpackung Die Druckgeschwindigkeiten haben längst die Erkennungsgeschwindigkeit des menschlichen Auges überholt. Hochleistungsbildverarbeitung überwacht zuverlässig Druckprozesse, minimiert Produktionsausschuss und gewährleistet eine konstant hohe Druckqualität. Darüber hinaus wird Bildverarbeitung eingesetzt, um den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Rückverfolgbarkeit und Produktintegrität gerecht zu werden. Sie stellt sicher, dass Chargencodes, Verfallsdaten und Sicherheitssiegel auf verschiedenen Verpackungen korrekt sind und Verunreinigungen minimiert werden. Dieser Bereich wächst insbesondere durch Veränderungen im Einkaufsverhalten hin zu E-commerce mit entsprechenden Einzelverpackungen. Lebensmittel & Landwirtschaft Intelligente Bildverarbeitung ist in der Lebensmittelindustrie unverzichtbar und gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Die Produkte müssen fehlerfrei, vollständig und unbeschädigt beim Kunden ankommen. Besonders Lösungen wie die von STEMMER IMAGING zur Qualitätssicherung mittels 3D-Inspektionssystemen und zur Überprüfung der Warensicherheit aufgrund steigender Hygieneanforderungen durch Bildverarbeitungssysteme bieten Herstellern klare Vorteile. In der Landwirtschaft trägt die Produktklassifizierung durch Bildverarbeitung zur selektiven Ernte bei, was die Erträge steigert und aufwändige manuelle Erntearbeiten reduziert. Gleichzeitig gewährleistet sie durch optimierte Unkrautbekämpfung, Düngung und Bewässerung optimale Ergebnisse. Transport & Logistik Die steigende Erwartungshaltung der Kunden, ihre online bestellten Waren schnellstmöglich zu erhalten, erhöht den Zeitdruck in der Logistikbranche. Daher werden immer mehr Logistikzentren mit Robotern ausgestattet, um die Automatisierung weiter voranzutreiben. Diese Roboter werden eingesetzt, um Pakete unterschiedlichster Art zu greifen und auf Fließbänder zu positionieren, die sie dann zu den einzelnen Sendezentren transportieren. Durch den Einsatz von Bildverarbeitungstechnologie, basierend auf 3D-Daten, kann eine präzise Weiterleitung und Verfolgung der Pakete gewährleistet werden. Um dies zu erreichen, sind Partner erforderlich, die nicht nur die passenden Bildverarbeitungskomponenten auswählen, sondern auch die dazugehörige Software liefern und verstehen können. Messtechnik Optische Messtechnik mit Bildverarbeitung spielt eine entscheidende Rolle bei der berührungslosen Überprüfung und Vermessung von Werkstücken und kritischen Teilen. Bereits ein Unterschied von einem Nanometer kann über die Wettbewerbsfähigkeit eines Produkts ent scheiden. Die fortschreitenden Fertigungstechnologien und die Entwicklung der 3D- Drucktechnologie stellen hierbei ganz neue Anforderungen und Einsatzgebiete für 2D- oder 3D-Bildverarbeitungskomponenten dar. Diese Technologien sind erforderlich, um kalibrierte und wiederholbare Messungen in hoher Qualität und Geschwindigkeit bis hinunter in den Submikron-Bereich zu ermöglichen. Dadurch wird sichergestellt, dass Objekte exakt den vorgegebenen Toleranzen entsprechen und höchste Präzision in der Fertigung gewährleistet ist. Mobilität In den kommenden Jahren wird der Mobilitätsmarkt von Nachhaltigkeit, Elektrofahrzeugen und leistungsstärkeren Batterien geprägt sein. Europa investiert verstärkt in den Ausbau von Fertigungskapazitäten, um die steigende Nachfrage zu bedienen und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Bildverarbeitungstechnologie spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie die Produktqualität überwacht und sicherstellt, dass Produkte den hohen Standards entsprechen, insbesondere durch optische Qualitätskontrollen. Fokus auf dedizierte Anwendungsfelder Zusätzlich zu den definierten Zielmärkten sieht das Unternehmen ein hohes Wachstumspotenzial für bestimmte Bildverarbeitungsanwendungen. STEMMER IMAGING plant aus den folgenden Anwendungsfeldern weiteren Wachstumsschub zu generieren: Vision Guided Robotics Die Forderung nach kontinuierlich steigender Produktionseffizienz kann nur durch wachsende Flexibilität bei Automatisierungsaufgaben in der Fertigung sowie beim Materialfluss erfüllt werden. Roboter sind bereits heute die Hauptstütze der Automatisierung. Die Kombination von Bildverarbeitung mit Robotern erweitert inzwischen die Möglichkeiten um die Dimension des flexiblen Einsatzes - Applikationen für bildverarbeitungsgeführte Roboter bei der Kommissionierung von Behältern, bei der Palettierung oder der Ausrichtung von Werkzeugen für eine flexible Produktinspektion. Roboter werden dabei zunehmend auf autonomen selbstfahrenden Plattformen eingesetzt, die zur Standortbestimmung optische Sensorik notwendig machen. Track & Trace Die Objekterkennung erfordert einen komplexen und genauen Musterabgleich mit der zusätzlichen Herausforderung sich häufig ändernder Umgebungsbedingungen. Kontinuierliche Weiterentwicklungen von Kameras und der Einsatz von KI-Software ermöglichen inzwischen eine Erkennung von Objekten bei unterschiedlichen Außenbedingungen in Echtzeit. Wide-Area-Netzwerke und die 5G-Technologie ermöglichen zudem eine großräumige Verfolgung von Waren oder Objekten mit Hilfe einer neuen Generation von Code- und Texterkennungslösungen unterstützt durch Bildverarbeitungstechnologie. Sortieren & Klassifizieren Industriell gefertigte Objekte werden auf ihre Güte hinsichtlich definierter Spezifikationen geprüft. Optische Sortiersysteme mit Bildverarbeitung ermöglichen die Identifizierung und Sortierung von Materialien und stellen sicher, dass mangelhafte Qualität erkannt wird und Materialien vor ihrer Weiterverarbeitung klassifiziert werden. Bei Naturprodukten besteht die Herausforderung darin, dass es unzählige Formen und Größen gibt, die nicht direkt auf die Qualität schließen lassen. Heutige Bildverarbeitungssysteme können diese Komplexität mittels innovativer Sensorik und Software mit entsprechender Algorithmik abbilden. Materialanalyse Das Erfassen der detaillierten Struktur eines Materials ist in vielen Bereichen der Forschung und Entwicklung, aber auch zunehmend in Fertigungsprozessen unerlässlich. Sogenannte Inline-Inspektionssysteme bieten den Vorteil einer erhöhten Prozessgeschwindigkeit und Qualitätssicherung, weil eine permanente Kontrolle statt einer aufwändigen Stichprobenüberwachung möglich wird. Im Bereich Life Science und für medizinische Untersuchungen erschließen sich ganz neue Anwendungsgebiete. Wissenschaftliche Instrumente, die mit bildgebender Technologie ausgestattet sind, ermöglichen schnelle, zuverlässige und kontinuierliche Ergebnisse. Kundenstruktur STEMMER IMAGING bedient eine sehr breite Kundenbasis in allen Regionen, in denen das Unternehmen präsent ist. Darüber hinaus werden einzelne Märkte über Exportmodelle bedient, sodass sowohl nationale als auch multinationale und globale Kunden von den Vorteilen der umfassenden Aufstellung der Gruppe profitieren. Zunehmend werden neben dem eigenen Vertrieb auch moderne Marketing Tools für Akquisitionszwecke eingesetzt. Zu den Kunden zählen OEMs, die Bildverarbeitungskomponenten in ihre eigenen Systeme und Geräte integrieren, Anlagenbauer und Endkunden. STEMMER IMAGING verfügt über mehrjährige und stabile Geschäftsbeziehungen mit seinen Kunden. Wachstum ist in allen Kundensegmenten angestrebt, wobei das Geschäft mit Endkunden überproportional ansteigen soll. Dazu wird sowohl auf den Ausbau des Geschäfts mit bestehenden Kunden als auch die Neukundengewinnung Wert gelegt. Eine kritische Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Kundensegmenten soll vermieden werden. Das Geschäftsmodell von STEMMER IMAGING sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Kundensegmente entsprechend ihrer Bedürfnisse mit konkreten Portfolioangeboten bedient werden können. Das differenzierte Vertriebsmodell von STEMMER IMAGING, das die Bereiche Business Development, Key Account Management, Account Management und Inside Sales umfasst, ermöglicht es, effiziente und an die Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen ausgerichtete Vertriebsaktivitäten zu entwickeln. Dabei kommen auch softwaregestützte Tools im Bereich CRM und CMS zum Einsatz, die auf zukunftsgerichtete Prozesse wie beispielsweise dem Angebot eines elektronischen Verkaufskataloges vorbereitet werden. Prozesse und Methoden Heutige Kundenanforderungen gehen über die technische Beratung und Belieferung von technischen Lösungen hinaus. Insbesondere werden zunehmend moderne Methoden der Zusammenarbeit und vernetzte Kommunikationsstrukturen für einen sicheren und effizienten Austausch von Daten verlangt. STEMMER IMAGING setzt auf die stetige Verbesserung seiner eigenen Methoden und Prozesse und den entsprechenden Tools. Dazu gehören der Auf- und Ausbau des Projektmanagements sowie agile Arbeitsmethoden, die Digitalisierung und damit Vernetzung von analogen Informationen mittels zunehmend eingesetzter Software und die Sicherung der Datenkommunikation auf Basis hoher Anforderungen bezüglich IT-Sicherheit. Das Unternehmen setzt dabei auf Prozesse, die sich an zukunftsgerichteten Industriestandards orientieren und somit auch eine gewisse Investitionssicherheit bieten. Darüber hinaus ist das Unternehmen bestrebt, seine eigene Kosteneffizienz stetig zu verbessern und setzt sich dazu permanent Verbesserungsziele, um sowohl Produktivität, Kapitaleinsatz als auch Kostenwirksamkeit zu optimieren. Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) Künstliche Intelligenz nimmt zunehmend konkrete Gestalt an - sowohl in der Produktentwicklung als auch in internen Unternehmensprozessen. Im vergangenen Jahr wurde unter der Leitung des IT-Leiters ein Team etabliert, das den gezielten Kompetenzaufbau sowie die Entwicklung praxisnaher KI-Anwendungen vorantreibt. Erste Pilotprojekte untersuchen, wie Unternehmensdaten sinnvoll genutzt werden können - etwa durch den Aufbau von Wissensdatenbanken, systemübergreifende Auswertungen oder vereinfachtes Data Mining. Parallel dazu wurden erste Schritte zur Integration von KI in das Produktportfolio eingeleitet. Alle Entwicklungen erfolgen unter strikter Berücksichtigung von Datenschutz und Cybersecurity, um den Einsatz von KI in einem geschützten und sicheren Umfeld zu gewährleisten. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Die internationalen Entwicklerteams der STEMMER IMAGING AG fokussierten ihre Aktivitäten im Jahr 2024 auf die zwei Eigenentwicklungen der Unternehmensgruppe: Die Bin-Picking Lösung „InPicker“ und dem SDK „Common Vision Blox“. Der Fokus der InPicker-Entwicklung lag in diesem Jahr darauf, gezielt geforderte Features für den Automotive-Markt bereitzustellen und bestehende Funktionen weiter zu optimieren. Im vierten Quartal wurde damit begonnen die Software für den Einsatz im Logistikmarkt vorbereitet, um De-Palletizing- und Nachbearbeitungsaufgaben effizient bewältigen zu können. Damit wurde ein wichtiger Schritt unternommen, um InPicker für ein breiteres Anwendungsspektrum zu positionieren. Im Mai wurde Version 2.7 der InPicker-Software veröffentlicht. Mit diesem Release wurden die Analysemöglichkeiten erheblich erweitert und tiefgreifend verbessert. Dies ermöglicht eine deutlich präzisere Fehlerdiagnose und eine effizientere Inbetriebnahme, indem komplexe Prozessdaten detaillierter ausgewertet und visualisiert werden können. Durch diese Optimierungen lassen sich potenzielle Probleme schneller identifizieren und gezielt beheben, was den gesamten Integrationsprozess spürbar erleichtert. Zudem wurde die Benutzeroberfläche gezielt an die Key Account Anforderungen angepasst, um eine optimierte Bedienbarkeit und ein besseres Nutzererlebnis zu gewährleisten. Für das SDK Common Vision Blox lag 2024 der Fokus auf zwei Themen: Der Vorbereitung für den im Entstehen befindlichen GEV 3.0 Standard und Generierung einer aussagekräftigen Software-Stückliste (Software Bill of Material, kurz: SBOM) inklusive Drittanbieter-Lizenzhinweisen. Der aktuell in den IVSM-Gremien entstehende GEV 3.0 Standard wird das GEV-Protokoll mit existierenden RDMA-Techniken kombinieren, um ein effizientes Streaming von Bilddaten über Verbindungen jenseits von 10 Gbit/s bei geringer CPU-Last zu ermöglichen. Die Unterstützung dieses Standards wird unerlässlich sein für die Anbindung von High-End GigE-Vision-Kameras der nächsten Generation. Die STEMMER IMAGING AG arbeitet gemeinsam mit namhaften Kamerahersteller daran, diesen Vorteil Kunden frühzeitig zugänglich zu machen. Auf dem IVSM im April konnte STEMMER IMAGING gemeinsam mit einem Kamerahersteller als Erste eine Bilderfassung basierend auf dem GEV 3.0-Entwurf mit RDMA präsentieren. Common Vision Blox 14.1, verfügbar seit Mai 2024, ist in der Lage, über RDMA-Bilddaten von Kameras zu streamen und wird damit für die zeitnahe Unterstützung von GEV 3.0 exzellent positioniert sein. Vier weitere Service-Releases im Lauf des Jahres lieferten Anpassung und Fixes für z.B. weitere verfügbare RDMA Kamera Hardware. Die Beschäftigung mit der Software-Stückliste beruht auf unmittelbaren Bedarfsmeldungen von Kunden, die auf die Einführung des EU Cyber Resilience Acts vorbereitet sein wollen (die Verfügbarkeit einer Software-Stückliste für Softwareprodukte und softwaregestützte Produkte wird eine der zentralen Forderungen des EU Cyber Resilience Acts sein). Common Vision Blox 14.1 ist die erste Version von Common Vision Blox, für die eine Software-Stückliste im maschinenlesbaren CycloneDX Format auf Anfrage zur Verfügung steht. Das Erstellen der Stückliste sowie der Drittanbieter Lizenzhinweise wurde weitestgehend automatisiert. Für die Entwicklung waren in der Gruppe 2024 in Summe 8,77 Mitarbeiter (FTE) tätig. Diese sind in der Eigenentwicklung tätig und decken die zur Umsetzung der Vorhaben nötigen Rollen crossfunktional ab. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr EUR 1,21 Mio. (Vorjahr: EUR 1,27 Mio.). Wirtschaftsbericht Allgemeine Konjunkturentwicklung Im Jahr 2024 entwickelte sich die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von geschätzt 3,2 % leicht dynamischer als im Vorjahr (2023: 2,8 %). Trotz dieser Erholung liegt das globale Wachstum weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte. Die anhaltenden Herausforderungen, darunter restriktive geldpolitische Maßnahmen, hohe Zinsen sowie geopolitische Spannungen, wirkten weiterhin dämpfend auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Vereinigten Staaten konnten ihr Bruttoinlandsprodukt um etwa 2,6 % steigern. Dabei blieb der private Konsum dank einer stabilen Arbeitsmarktlage und moderat steigender Realeinkommen eine zentrale Stütze der Wirtschaft. Im Gegensatz dazu entwickelte sich der Euro-Raum mit einem Wachstum von nur 0,9 % erneut verhalten. Hohe Energiepreise, gestiegene Finanzierungskosten und geopolitische Unsicherheiten bremsten sowohl die Konsumausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen. Deutschland verzeichnete dabei erneut einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 0,2 %, nachdem bereits im Vorjahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Die Schwellen- und Entwicklungsländer zeigten sich auch 2024 als wichtige Wachstumstreiber mit einem aggregierten Zuwachs von etwa 4,2 %. Besonders in Indien und Teilen Südostasiens setzte sich die solide Binnenkonjunktur fort. China verzeichnete ein Wachstum von rund 4,6 %, wobei der Immobiliensektor, zurückhaltende Investitionen und geopolitische Spannungen die Erholung weiterhin belasteten (IWF, 2025). Trotz der anhaltenden Sanktionen konnte die russische Wirtschaft mit einem geschätzten Wachstum von 2,6 % bis 3,0 % eine überraschende Stabilität zeigen. Die globale Inflationsrate verringerte sich im Jahresverlauf von 6,8 % auf etwa 5,9 %, blieb jedoch in vielen Ländern über den Zielmarken der Zentralbanken. Der internationale Warenhandel erholte sich deutlich und legte um rund 3,3 % zu, nachdem er 2023 nahezu stagniert hatte. Die Industrieproduktion entwickelte sich weiterhin schwach, mit einem globalen Zuwachs von 0,8 %, während sie in den entwickelten Volkswirtschaften stagnierte oder leicht rückläufig war. Insgesamt war 2024 von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung geprägt, die jedoch durch strukturelle Herausforderungen, geopolitische Unsicherheiten und eine restriktive Geldpolitik gebremst wurde. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Wachstumskraft weitgehend behaupten konnten, blieben viele Industriestaaten, insbesondere Deutschland und der Euro-Raum, unter ihren wirtschaftlichen Potenzialen. Deutsche Konjunktur Im Jahr 2024 ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % zurück. Damit setzte sich der Rückgang von 2023 (-0,3 %) fort und die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise kam zum Erliegen, vor allem aufgrund struktureller Belastungen. Diese seit 2023 anhaltende Entwicklung resultierte aus einem Mix aus internationalem Wettbewerbsdruck, hohen Energie- und Zinskosten sowie einer nach wie vor verhaltenen inländischen Nachfrage . Insbesondere das verarbeitende Gewerbe und der Bausektor schrumpften signifikant: Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe nahm um etwa -3,0 % ab, im Baugewerbe sogar um -3,8 %. Der Staat erhöhte 2024 seine Konsumausgaben - insbesondere für öffentliche Dienstleistungen - wenn auch moderat, während private Konsumausgaben insgesamt nur geringfügig stiegen. Ausrüstungsinvestitionen, etwa in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, gingen rückläufig um ca. -0,3 % aus dem Jahr. Die Bauinvestitionen fielen um -3,5 %, wovon nichtstaatliche Bauvorhaben besonders stark betroffen waren (-4,3 %). Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland entwickelte sich 2024 stabil, wenngleich spezifische Branchen, wie das verarbeitende Gewerbe, Stellen abbauten. Die insgesamt moderate Beschäftigungssituation wurde getragen von Zuwanderung und einer hohen Erwerbsbeteiligung. Branchenentwicklung Im stark zyklischen globalen Maschinen- und Anlagenbau zeichnete sich 2024 trotz weiterhin rückläufiger Auftragseingänge eine leicht stabilere Umsatzentwicklung ab. Obwohl das Volumen der Neuaufträge im Jahresverlauf unter Druck blieb, konnten Unternehmen ihre Produktion dank hoher, wenn auch schwindender Auftragsbestände zu Beginn des Jahres noch aufrechterhalten. Hingegen reduzierten sich preisbereinigt sowohl Produktion als auch Umsatz im Jahresverlauf zunehmend, was auf die nachlassende Unterstützung durch den Auftragspuffer zurückzuführen ist. Das Statistische Bundesamt meldete für 2024 einen realen Produktionsrückgang von insgesamt -4,5 % gegenüber dem Vorjahr im verarbeitenden Gewerbe. Im Maschinen- und Anlagenbau Deutschland senkte der VDMA seine Prognose für das Jahr 2024 auf -8 %, vor allem bedingt durch die anhaltende Schwäche des Welthandels und fehlende Investitionen. Die Auftragslage war durchweg angespannt. Die Gesamtjahresbilanz zeigte ein reales Minus von -8 % bei den Auftragseingängen. Im vierten Quartal lag das Minus bei -5 %. Der Bereich Robotik und Automation verzeichnete ebenfalls eine belastete Entwicklung: die Auftragseingänge im Inland gingen im Vergleich zum Vorjahr um 16 % zurück - der Auftragseingang aus dem Ausland schrumpfte um 2%. Gleichzeitig sank der Umsatz im Gesamtjahr 2024 in diesem Segment um 6 %. Für den Bereich der industriellen Bildverarbeitung schätzte der VDMA einen Rückgang im Umsatz von ca. 10 % für 2024. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter STEMMER IMAGING genießt bei seinen Geschäftspartnern, insbesondere bei Kunden und Lieferanten, hohes Ansehen als verlässlicher Partner. Dieser Erfolg gründet sich auf das Engagement und die Fachkompetenz seiner Mitarbeiter, die mit Leidenschaft und Know-how ihre Arbeit verrichten. Das Unternehmen ist fest davon überzeugt, dass die unterschiedlichen Talente und das persönliche Engagement jedes Einzelnen für den anhaltenden Erfolg von STEMMER IMAGING unerlässlich sind. Um eine dauerhafte Bindung der Belegschaft an das Unternehmen zu erreichen, fördert STEMMER IMAGING die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Dies wird durch eine starke Unternehmenskultur ermöglicht, die sich auf gemeinsame Visionen, Missionen und Werte stützt, die im Arbeitsalltag aktiv gelebt werden. STEMMER IMAGING strebt danach, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Zusammenarbeit, Vertrauen und Leistungsbereitschaft geschätzt und gefördert werden. Qualifikation, Weiterbildung und Wissensaustausch Bei STEMMER IMAGING haben die Mitarbeiter Zugang zu einem breiten Spektrum an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, die von themenspezifischen Schulungen bis hin zu umfassenden Personalentwicklungsprogrammen reichen. Digitale Lernformate spielen dabei eine zentrale Rolle und bieten durch ihre Flexibilität die Möglichkeit, unabhängig von Zeit und Ort zu lernen und um den Anforderungen einer sich ständig verändernden digitalen und modernen Arbeitswelt gerecht zu werden. Seit 2019 nutzt STEMMER IMAGING ein bekanntes externes Trainingsportal und führt regelmäßige Online-Schulungen durch. Ergänzend dazu haben sich wöchentliche Produktschulungen durch erfahrene Kollegen oder Lieferanten etabliert. Mitarbeiter, die ihr Fachwissen vertiefen und interkulturelle Kompetenzen erwerben möchten, haben die Möglichkeit, für einen bestimmten Zeitraum in einer der ausländischen Niederlassungen zu arbeiten. Zusätzlich zur Weiterbildung fördert STEMMER IMAGING den Austausch innerhalb des Unternehmens durch interne Newsletter, Videobotschaften und regelmäßige virtuelle Townhall-Meetings. Dieser kontinuierliche Dialog erstreckt sich über Themen wie neue Technologien, Referenzprojekte bis hin zu den Arbeitsbereichen der Kollegen. Nachwuchsförderung Die Förderung junger Talente ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei STEMMER IMAGING. Das Unternehmen bietet Schulabgängern eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten in technischen und kaufmännischen Berufsfeldern. Zur Gewinnung von Nachwuchskräften engagiert sich STEMMER IMAGING aktiv durch das Anbieten von Praktikumsplätzen für Studierende und Schüler sowie durch die Teilnahme an Berufsinformationsmessen. Vielfalt Die Diversität seiner Belegschaft bildet für STEMMER IMAGING, ein global agierendes Unternehmen, einen wesentlichen Pfeiler seines Erfolgs. Forschungsergebnisse untermauern, dass Teams, die sich durch eine Mischung verschiedener Perspektiven auszeichnen, zu innovativeren Ideen und Lösungen gelangen als homogene Gruppen. Für die Integration ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland nutzt das Unternehmen unter anderem Angebote der Industrie- und Handelskammer. Um die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion weiter zu betonen, ist STEMMER IMAGING Unterzeichner der "Charta der Vielfalt". Eigenverantwortung und Agilität STEMMER IMAGING legt großen Wert darauf, dass seine Mitarbeiter aktiv zur Unternehmensentwicklung beitragen. Der Vorstand unterstützt diese Beteiligung durch die Förderung eines offenen Dialogs und eines regelmäßigen Austauschs mit der Belegschaft. Dies umfasst die frühzeitige Integration der Mitarbeiter in Entscheidungsfindungsprozesse sowie die Förderung von agilen und eigenverantwortlichen Arbeitsmethoden. Im Rahmen dieser agilen Arbeitsweise arbeiten Teams über verschiedene Funktionen hinweg zusammen, stets mit dem Ziel, den Anforderungen und Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Faire und einheitliche Bedingungen STEMMER IMAGING hat einen standardisierten Prozess für Leistungsbeurteilung, Mitarbeiterentwicklung und Vergütung implementiert, um die Leistungskultur zu stärken, die Transparenz innerhalb des Unternehmens zu erhöhen und Talente effektiver zu erkennen sowie zu fördern. Dieser Prozess bindet alle Mitarbeiter ein und sorgt dafür, dass jeder klare Ziele und Verantwortlichkeiten hat, die direkt die Unternehmensziele und -strategien unterstützen. Das Vergütungssystem von STEMMER IMAGING setzt sich aus festen und leistungsabhängigen Komponenten zusammen, wobei die variable Vergütung an finanzielle Leistungsindikatoren wie Umsatz oder Gewinn sowie an die Leistung des Teams und des Einzelnen gekoppelt ist. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber verpflichtet sich STEMMER IMAGING zu einem starken Engagement im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter. Die ständige Kontrolle und Optimierung der Arbeitsumgebung, um gesundheitsfördernde Maßnahmen zu implementieren und gesundheitsgefährdende Risiken zu minimieren, stehen im Zentrum der Unternehmenspolitik. STEMMER IMAGING initiiert zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens, einschließlich der täglichen Bereitstellung von frischem Obst und Salat sowie Angebote zur freiwilligen Teilnahme an verschiedenen sportlichen Aktivitäten. Hierzu zählen das Stadtradeln, das durch eine App unterstützte Laufprogramm B2Mission und der Münchner Firmenlauf. Diese werden durch eine Reihe von vom Unternehmen finanzierten Sportgruppen ergänzt, zu denen Fußball, Bouldern, Laufen und Bowling gehören. Zudem leistet das Betriebliche Eingliederungsmanagement wertvolle Unterstützung, um die langfristige Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu sichern und bei Bedarf die Rückkehr aus der Arbeitsunfähigkeit zu erleichtern. Flexible Arbeitsmodelle STEMMER IMAGING sieht es als essenziellen Teil seiner Unternehmensphilosophie, die Mitarbeiter in der Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu unterstützen. Dies erreicht das Unternehmen durch ein breites Angebot an Maßnahmen, die auf die verschiedenen Lebensphasen seiner Mitarbeiter zugeschnitten sind, einschließlich der Möglichkeit zu individuellen Teilzeitarbeitsmodellen. Um den Bedürfnissen seiner Belegschaft noch besser gerecht zu werden, hat STEMMER IMAGING ein hybrides Arbeitsmodell etabliert, das in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern entwickelt wurde. Dieses Modell ermöglicht es, dass in Bereichen, in denen die Anwesenheit im Büro nicht permanent erforderlich ist, Mitarbeiter 50 % ihrer Arbeitszeit im Unternehmen verbringen, während sie die restliche Zeit an einem Ort ihrer Wahl im Land der Anstellung arbeiten können. Diese Regelung trägt dem Wunsch nach mehr räumlicher und zeitlicher Flexibilität Rechnung und kommt besonders Familien mit Kindern entgegen, indem sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert. Durch flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, Zeitguthaben zu sammeln, um eventuelle Fehlzeiten flexibel auszugleichen, wird die Work-Life-Balance weiter gefördert. So bietet STEMMER IMAGING jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, eine individuell optimale Lösung zu finden, die sowohl den persönlichen Bedürfnissen als auch den Anforderungen des Unternehmens entspricht. Betriebliche Mitbestimmung Die enge und vertrauensvolle Kooperation mit den Arbeitnehmervertretern bildet eine der Säulen der Unternehmenskultur bei STEMMER IMAGING. Als Vertreter der Belegschaft nimmt der Betriebsrat eine aktive Rolle ein, indem er die Interessen der Mitarbeiter vertritt und die durch das Gesetz vorgesehenen Rechte zur Mitwirkung, Information und Mitbestimmung ausübt. Aktuell setzt sich der Betriebsrat aus sieben Mitgliedern zusammen, die sich für die Anliegen ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Personalmanagement und Recruiting Das Gewinnen und Binden qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt für STEMMER IMAGING einen entscheidenden Faktor für den unternehmerischen Erfolg dar. In einem global intensivierten Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte gewinnt ein ansprechendes und wirksames Personalmarketing zunehmend an Bedeutung. Die Rekrutierung folgt dabei einem klar definierten Prozess, der mit internen Stellenausschreibungen beginnt und bei Bedarf auf externe Rekrutierungskanäle wie Jobbörsen und Personaldienstleister ausgeweitet wird. STEMMER IMAGING setzt verstärkt auf digitale Plattformen, einschließlich länderspezifischer Jobportale und sozialer Netzwerke, um gezielt potenzielle Bewerber anzusprechen. Das Personalwesen bei STEMMER IMAGING ist sowohl inhaltlich als auch strukturell auf die zuvor genannten Ziele ausgerichtet. Um eine stetige Optimierung und Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens zu gewährleisten, erhält der Vorstand regelmäßige Updates über die Fortschritte und Entwicklungen im Bereich der Personalstrategie. Zudem ist der Vorstand eng in die wesentlichen Entscheidungsprozesse involviert, um sicherzustellen, dass die Personalpolitik und -maßnahmen im Einklang mit den übergeordneten Unternehmenszielen stehen. Entwicklung Mitarbeiterzahlen Im Jahr 2024 beschäftigte STEMMER IMAGING weltweit durchschnittlich 262,2 Vollzeitäquivalente (FTE). Am Hauptsitz des Unternehmens in München, sowie in Puchheim, waren zum 31. Dezember 2024 insgesamt 17 Auszubildende beschäftigt. Kennzahlen in FTE1
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FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitequivalente) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des IFRS-Konzerns Vermögenslage Zum 31. Dezember 2024 lag die Bilanzsumme des STEMMER IMAGING Konzerns mit EUR 99,01 Mio. unter dem Niveau vom 31. Dezember 2023 (EUR 104,40 Mio.). Diese Reduzierung ist auf der Aktivseite der Bilanz wesentlich beeinflusst durch die Verringerung der kurzfristigen Vermögenswerte. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 41,32 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 31,06 Mio.). Das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 15,42 Mio. liegt hierbei über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2023: EUR 6,25 Mio.), wobei diese Entwicklung im Wesentlichen auf die Bilanzierung der neu, langfristig angemieteten Büroräume in München zurückzuführen ist. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind mit EUR 20,76 Mio. im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht (31. Dezember 2023: EUR 19,38 Mio.), resultierend aus der Akquisition der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Phasel Technology Corporation. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit EUR 4,65 Mio. in 2024 auf ähnlicher Höhe wie per 31. Dezember 2023 mit EUR 4,88 Mio, wobei die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände mit EUR 1.2 Mio. in geringerer Höhe als 2023 anfielen (31. Dezember 2023: TEUR 2.149). Wertminderungen wurden in 2024 nicht verbucht. Innerhalb der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich die geleisteten Anzahlungen auf EUR 1,56 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1,23 Mio.). Die Reduzierung in den kurzfristigen Vermögenswerten auf EUR 57,69 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 73,34 Mio.) beruht insbesondere auf der Reduzierung des Vorratsvermögens, sowie einer deutlichen Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Vorräte belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 10,63 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 12,72 Mio.) und entfallen mit EUR 8,13 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 10,22 Mio.) auf die Bestände der SIS STEMMER IMAGING Services GmbH. Die SIS STEMMER IMAGING Services GmbH organisiert die Bereiche Einkauf, Auftragsabwicklung, Logistik und Produktion für die STEMMER IMAGING-Gruppe. Weitere EUR 1,68 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 2,20 Mio.) resultieren aus dem spanischen Teilkonzern, sowie weitere EUR 0,6 Mio. aus der US-amerikanischen Tochtergesellschaft. Wesentlich für den Rückgang des Vorratsvermögen ist die deutlich verbesserte Liefersituation sowie ein optimiertes Supply Chain Management mit reduzierten Wiederbeschaffungszeiten. Werthaltigkeitsrisiken in den Vorratsbeständen wurde durch angemessene Abwertungen bzw. Gängigkeitsabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. Dezember 2024 auf EUR 13,77 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 20,83 Mio.) gesunken. Die Reduktion basiert im Wesentlichen auf der geringeren Umsatzentwicklung im dritten und vierten Quartal im Jahr 2024, verglichen mit dem Vorjahr. Werthaltigkeitsrisiken der Forderungen wurden mit angemessenen Alterungsabschlägen berücksichtigt. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind mit EUR 1,63 Mio. praktisch unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die liquiden Mittel reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von EUR 17,55 Mio. auf EUR 27,49 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 37,57 Mio.). Die aktiven latenten Steuern belaufen sich für das Geschäftsjahr 2024 nahezu unverändert auf EUR 0,33 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 0,35 Mio.). Die passiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2024 EUR 0,46 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 0,83 Mio.). Auf der Passivseite der Bilanz zeigt sich die Reduzierung der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die des Eigenkapitals des STEMMER IMAGING-Konzerns. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 66,97 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 80,48 Mio.) und ist durch das niedrigere Konzernjahresergebnis von EUR 4,19 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 15,73 Mio.) sowie die Zahlung der Dividende in Höhe von EUR 17,55 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 19,50 Mio.) beeinflusst. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 67,6 % (31. Dezember 2023: 77,1%). Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von EUR 5,98 Mio. per 31. Dezember 2023 auf EUR 13,89 Mio. per 31. Dezember 2024, im Wesentlichen aufgrund von EUR 12,33 Mio. Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten (Geschäftsjahr 2023: EUR 3,46 Mio.) in Zusammenhang mit der langfristigen Anmietung der neuen Büroräume in München. Die passiven latenten Steuern verringerten sich auf EUR 0,46 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 0,83 Mio.). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind mit EUR 18,16 Mio. nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr mit EUR 17,94 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 28,67 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein kurzfristiges Bankdarlehen, das per 31. Dezember 2023 EUR 1,5 Mio. betrug, zurückgezahlt. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,7 Mio. auf EUR 10,01 Mio. per 31. Dezember 2024. Finanzlage Beim Finanzmanagement verfolgt die Gruppe das Ziel, wesentliche finanzielle Risiken abzusichern. Lieferantenrechnungen werden möglichst unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. Der Konzern verfügt derzeit über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 2,58 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 3,71 Mio.). Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 von EUR 37,57 Mio. auf EUR 27,49 Mio. per 31. Dezember 2024. Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 14,94 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 20,3 Mio.). Negativ beeinflusst wurde der Cash Flow aus dem Konzernergebnis von EUR 4,19 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 15,73 Mio.). Positiv beeinflusst wurde der Cash Flow durch die Reduzierung des Trade Working Capital (Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) um EUR 10,84 Mio. Die Gruppe weist im Geschäftsjahr 2023 einen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR - 3,86 Mio. aus (Geschäftsjahr 2023: EUR -1,03 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024 wurden Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 1,14 Mio. (Geschäftsjahr 2023 EUR 1,06 Mio.) getätigt. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2024 betreffen im Wesentlichen getätigte Einbauten in den neu angemieteten Büroräumen. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2024 Auszahlungen inkl. übernommener liquider Mittel und einer Kontokorrentlinie von EUR 2,36 Mio. für den Erwerb der US-amerikanischen Tochtergesellschaft aufgewendet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR - 21,13 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR - 23,25 Mio.) wurde durch die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre in Höhe von EUR 17,55 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 19,50 Mio.) und durch Tilgungen von Bankdarlehen von EUR 1,5 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 2,00 Mio.) wesentlich beeinflusst. Zum Bilanzstichtag bestehen in der Gruppe keine Netto-Finanzverbindlichkeiten (Bankverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel). Ertragslage Der STEMMER IMAGING Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von EUR 102,14 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 146,29 Mio.). Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 36,09 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 49,41 Mio.) in Deutschland, in Höhe von EUR 58,21 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 91,06 Mio.) im übrigen Europa sowie in Höhe von EUR 7,84 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 5.83 Mio.) im außereuropäischen Ausland erzielt. Wesentliche Gründe für den Umsatzrückgang im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr, waren hohe Lagerbestände bei Kunden sowie eine insgesamt rezessive Marktentwicklung, die nicht durch das Abarbeiten der hohen Auftragsbestände kompensiert werden konnte. Im Hinblick auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurde der Maximalwert für die Lieferantenkonzentration von 25 % des Materialeinkaufs für das Geschäftsjahr 2024 nicht überschritten. Auch die Abhängigkeit von einem Kunden lag für das Jahr 2024 unter dem Schwellwert von 15 % des Gruppen-Gesamtumsatzes. Der STEMMER IMAGING Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 106,0 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 130, 0 Mio.). Mit Blick auf das deutlich reduzierte Umsatzvolumen ergab sich ein Materialaufwand in Höhe von EUR 61,9 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 88,25 Mio.). Die Materialeinsatzquote blieb nahezu unverändert mit 60,6 % (Geschäftsjahr 2023: 60,3 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen i. W. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Personalverbindlichkeiten (EUR 0,23 Mio.; Geschäftsjahr 2023: EUR 0,10 Mio.), Fremdwährungsgewinne (EUR 0,8 Mio.; Geschäftsjahr 2023: EUR 0,95 Mio.) sowie Auflösungen von Wertberichtigungen (EUR 0,22 Mio.; Geschäftsjahr 2023: EUR 0,42 Mio.). Der Personalaufwand der STEMMER IMAGING-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 betrug EUR 22,49 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 23,75 Mio.), was einer Reduzierung von 5% entspricht, was durch eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl erreicht wurde. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr lag mit 253 (Geschäftsjahr 2023: 295) unter dem Vorjahreswert. Die Personalkostenquote betrug 22,0% (Geschäftsjahr 2023:6,2%). Die Steigerung ist bedingt durch das reduzierte Umsatzvolumen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2024 betrugen EUR 11,87 Mio. nach EUR 9,55 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Der Posten umfasst u. a. Verwaltungskosten (EUR 7,44 Mio .; Geschäftsjahr 2023: EUR 4,45 Mio.), Vertriebskosten (EUR 1,59 Mio .; Geschäftsjahr 2023: EUR 1,65 Mio.) sowie sonstige neutrale Aufwendungen (EUR 1,38 Mio ., Geschäftsjahr 2023: EUR 2,06 Mio.) Die deutliche Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungskosten (EUR 4,18 Mio.; Geschäftsjahr 2023: EUR 1,50 Mio.), was auf den Verkaufsprozess an den neuen Eigentümer MiddleGround Capital zurückzuführen ist. Die IT-Kosten beliefen sich EUR 1,36 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 1,13 Mio.), die Kosten für Jahresabschluss- und Prüfung auf EUR 0,4 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,33 Mio.), der allgemeine Verwaltungsaufwand auf EUR 0,29 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,26 Mio.), sowie die Kosten für Personalbeschaffung auf EUR 0,11 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,21 Mio.). Die sonstigen neutralen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken und enthalten im Wesentlichen Fremdwährungsverluste in Höhe von EUR 0,74 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 1,33 Mio.). Das Konzern-EBITDA beläuft sich auf EUR 9,66 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 26,95 Mio.). Die deutliche EBITDA Reduzierung ist bedingt durch das deutlich reduzierte Umsatzvolumen (bedingt durch die rezessive Marktentwicklung in 2024) bei gleichbleibender Materialeinsatzquote, sowie gleichzeitig gestiegenen Verwaltungsaufwendungen (bedingt durch Rechts- und Beratungsaufwendungen in Zusammenhang mit dem Verkaufsprozess). Die EBITDA Quote von 18,40% im Jahr 2023 reduzierte sich daher auf 9,5% im Jahr 2024. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen betrugen im Geschäftsjahr 2024 insgesamt EUR 4,05 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 5,10 Mio.), davon entfielen auf Sachanlagen EUR 2,77 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 2,95 Mio.). Die Abschreibungen auf immaterielles Vermögen reduzierten sich auf EUR 1,28 Mio (Geschäftsjahr 2023: EUR 2,15 Mio.. Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Markenwert der Infaimon verbucht, durch die namentliche Integration des Teilkonzerns in die STEMMER IMAGING). Hinsichtlich der Effekte aus IFRS 16 wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) belief sich auf EUR 5,61 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 21,86 Mio.). Das Finanzergebnis betrug EUR - 0,15 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR - 0,08 Mio.). Unter Berücksichtigung des Ertragssteueraufwands in Höhe von EUR 1,27 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 6,05 Mio.) schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem Konzernergebnis von EUR 4,19 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 15,73 Mio.) ab. Die Gesellschaft hat im Lagebericht 2023 für das Geschäftsjahr 2024 eine prognostizierte Umsatzspanne von EUR 140-157 Mio und eine prognostizierte EBITDA- Spanne von EUR 24-31 Mio. angegeben. Die ausgebliebende wirtschaftliche Erholung im Jahr 2024 führte dazu, dass im November 2024 keine belastbare Einschätzung des weiteren Jahresverlaufs möglich war. Vor diesem Hintergrund konnte die bestehende Prognose weder bestätigt noch angepasst werden. Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr, sowie gegenüber der prognostizierten Spannbreite, ist auf die insgesamt rezessive Marktentwicklung zurückzuführen, sowie auf hohe Lagerbestände der Kunden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HGB-Einzelabschlusses Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der STEMMER IMAGING AG bewegt sich mit EUR 144,14 Mio. über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2023: EUR 141,70 Mio.). Wesentliche Effekte für die Erhöhung sind auf der Aktivseite die Erhöhung der Intercompany-Forderungen aus Cash Pooling mit der SIS Stemmer Imaging Services GmbH (31. Dezember 2024: EUR 61,99 Mio.; 31. Dezember 2023: EUR 49,65 Mio.). Auf der Passivseite ist die entsprechende Entwicklung im Bereich der Intercompany-Verbindlichkeiten für das Cash Pooling zu beobachten, welche sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 71,59 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 58,80 Mio.) erhöht haben. Die Finanzanlagen belaufen sich zum Ende des Jahres 2024 auf EUR 38,33 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 37,59 Mio.). Folgend der Akquisition der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Phasel Technology Corporation erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen auf EUR 36,35 Mio. (Geschäftsjahr 2023: 34,55 Mio.). Durch die Tilgungen des Darlehens der französischen Tochtergesellschaft wurde im Berichtszeitraum die Forderung um EUR 1,00 Mio. auf EUR 1,99 Mio. reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 3,96 Mio. und haben sich damit um EUR 1,97 Mio. gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Verbundforderungen umfassen neben Forderungen aus Cash Pooling und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch die Betriebsmittellinie gegenüber der SIS STEMMER IMAGING Services GmbH. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbundforderungen aus Lieferung und Leistung mit EUR 11,29 Mio. geringer (31. Dezember 2023: EUR 14,23 Mio.). Mit einem Eigenkapital von EUR 64,75 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 73,94 Mio.) weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 44,9% (31. Dezember 2023: 52,2 %) aus. Zum 31. Dezember 2024 erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich in Folge von erhöhten Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile auf EUR 2,66 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 2,09 Mio.). Die Steuerrückstellungen fielen per 31. Dezember 2024 mit EUR 0,82 Mio. in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr an (31. Dezember 2023: EUR 0,86 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen per 31. Dezember 2024 nicht. (31. Dezember 2023: EUR 1,5 Mio.). Die Verbunddarlehen ohne Cash-Pooling verringerten sich auf EUR 1,9 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 3,85 Mio.). Die übrigen Passivpositionen sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Ertragslage Die STEMMER IMAGING AG erreichte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von EUR 53,65 Mio. im Vergleich zu EUR 67,67 Mio. im Vorjahr. Darin enthalten sind Konzernumlagen in Höhe von EUR 14,37 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 14,37 Mio.). Der Umsatz reduzierte sich im Vergleich zu Vorjahr um 20,7% und verfehlte damit die im Lagebericht 2023 veröffentlichte Prognose. Die wesentlichen Ursachen für den Rückgang der Umsatzerlöse liegen in einer zurückhaltenden Kundennachfrage bedingt durch erhöhte Lagerbestände und einer insgesamt rezessiven Marktlage, welche sich entsprechend negativ auf die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung ausgewirkt haben. Mit Blick auf das Umsatzvolumen ergab sich ein Materialaufwand in Höhe von EUR 31,92 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 41,44 Mio.). Die Materialeinsatzquote verringerte sich damit auf 59,5 % (Geschäftsjahr 2023: 61,2 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 2,93 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,76 Mio.) enthalten im Wesentlichen Weiterberechnungen ( EUR 2,0 Mio.) an den früheren Mehrheitsgesellschafter PrimePulse für Rechts- und Beratungskosten im Rahmen des Übernahmeprozesses durch MiddleGround Capital, sowie Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen (EUR 0,13 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 0,10 Mio.) und Erträge aus Währungsgewinnen (EUR 0,44 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 0,32 Mio.). Der Personalaufwand erhöhte sich auf EUR 13,39 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 12,77 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt EUR 9,26 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 6,48 Mio.) beinhalten im Wesentlichen höhere Verwaltungskosten (EUR 6,23 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 3,10 Mio) bedingt durch den Verkaufsprozess an MiddleGround Capital, Vertriebsaufwendungen (EUR 0,49 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 0,58 Mio.), Betriebsaufwendungen (EUR 0,76 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 0,55 Mio.), sowie sonstige neutrale Aufwendungen (EUR 0,32 Mio., Geschäftsjahr 2023: EUR 1,21 Mio.). Wesentliche Einflussfaktoren für den leichten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere das gestiegene allgemeine Kostenniveau, dem gegenläufig mit einem stringenten Kostenmanagement begegnet wurde. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen erklärt sich vorwiegend aus erhöhten Rechts- und Beratungskosten resultierend aus dem Verkaufsprozess an MiddleGround Capital in Höhe von EUR 3,75 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 1,01 Mio.). Darüber hinaus ist ein Anstieg der IT-Aufwendungen auf EUR 1,24 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,99 Mio.) zu verzeichnen, der vornehmlich auf Lizenzgebühren für neue Softwareprodukte sowie projektbasierte Kosten für die Einführung neuer Software entfällt. Gegenläufig entwickelten sich die Kosten für Versicherungen und die Kosten für Personalbeschaffung. Der Rückgang der übrigen sonstigen neutralen Aufwendungen entfällt im Wesentlichen auf geringere Fremdwährungsverluste in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,54 Mio.). Insgesamt ergibt sich ein positives EBITDA von EUR 2,01 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 7,74 Mio.). Die Reduzierung und Planverfehlung resultiert im Wesentlichen aus dem erläuterten Rückgang der Umsatzerlöse mit entsprechender Reduzierung des Rohertrags, sowie dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2024 wurden durch Ausschüttungen der Schweizer Tochtergesellschaft, der spanischen Tochtergesellschaft, der schwedischen Tochtergesellschaft und der Österreichischen Tochtergesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 6,36 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 4,17 Mio.) realisiert. Ergebnisverringernd wirkten sich in 2024 die geringeren Erträge von EUR 1,21 Mio. aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der SIS STEMMER IMAGING Services GmbH aus, die im Vorjahr EUR 9,56 Mio. betrugen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen in 2024 EUR 0,43 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 0,03 Mio.). Diese sind vollständig auf die Beteiligung Parameter AB zurückzuführen. Nach Berücksichtigung der Steueraufwendungen in Höhe von EUR 0,76 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 4,89 Mio.) schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Jahresergebnis von EUR 8,37 Mio. (Geschäftsjahr 2023: EUR 16,24 Mio.) ab. Risikobericht Grundlagen des Risikomanagements Die Risikopolitik von STEMMER IMAGING orientiert sich am Ausbau des Leistungsangebots für ein nachhaltiges Wachstum und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Das Chancen- und Risikomanagement ist wesentlich geprägt durch die gruppenweit implementierte Risikomatrix, welche zur Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung genutzt wird. Mit Hilfe der Risikomatrix und des Risikofrüherkennungssystems sollen mögliche bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifiziert und Gegenmaßnahmen definiert werden. Integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems und der Risikomatrix ist zudem die Analyse, Steuerung und Kommunikation der erkannten Risiken. Hierbei werden Maßnahmen zur Risikominimierung identifiziert und initialisiert sowie mögliche Chancen hieraus abgeleitet. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (ungeprüft) STEMMER IMAGING verfügt über ein weitestgehend angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem welches im Zuge des am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) überarbeitet wurde. In diesem Zusammenhang wurde das Risikomanagementhandbuch neu erarbeitet und in einem erweiterten Risikomanagementhandbuch festgehalten. Das Risikomanagementhandbuch wurde im Dezember 2021 vom Aufsichtsrat genehmigt und seither regelmäßig überprüft und bei Bedarf überarbeitet. Im Hinblick auf die Rechnungslegung sind die überarbeiteten Prozesse darauf ausgerichtet, Risiken fehlerhafter Buchführung, Rechnungslegung und Berichterstattung rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu kommunizieren. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem basieren auf den vom Vorstand eingeführten Grundsätzen, Richtlinien und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands. Das Risikofrüherkennungssystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich mit der Überwachung der rechnungslegungsbezogenen sowie nicht-rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Darüber hinaus beinhalten sie das Management von Risiken und Chancen in Bezug auf das Erreichen der Geschäftsziele, die Einhaltung der für STEMMER IMAGING maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen sowie die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung. Nachhaltigkeitsaspekte werden in diesem Zusammenhang ebenso eingeschlossen und stetig weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem umfasst alle STEMMER IMAGING-Gesellschaften. Hierbei sind die von den jeweiligen Einheiten auszuführenden Aktivitäten unterschiedlich und hängen von der Bedeutung für den Konzernabschluss sowie spezifischen Risiken ab, die lokal variieren können. Das Management jeder Einheit ist dabei verpflichtet im Rahmen seiner Verantwortung und entsprechend den konzernweiten Regelungen, ein angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem zu implementieren. Darüber hinaus verfügt STEMMER IMAGING über ein zentrales Warenwirtschaftssystem, welches für den Großteil der Konzerngesellschaften eingesetzt wird und entsprechend zentral kontrolliert wird. Zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinien regeln die Überleitung der lokalen Abschlüsse und stellen sicher, dass die Bilanzierungsstandards nach EU-IFRS einheitlich und konzernweit angewendet werden. Schließlich garantiert die konzerneinheitlich gesteuerte Durchführung des Abschlussprozesses im Rahmen eines zentral verwalteten Abschlusskalenders einen strukturierten und effizient gestalteten Prozess der Rechnungslegung. Die Gesellschaften stellen über präventive und detektive Kontrollen sicher, dass vorhandene Risiken adressiert und Mindestanforderungen erfüllt. Die Gesamtverantwortung für das Interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem obliegt dem Vorstand. Der Vorstand wird hierbei von Risikomanagementbeauftragten unterstützt. Dies umfasst die Gestaltung und Aufrechterhaltung angemessener und wirksamer Prozesse im Bereich des Internen Kontrollsystem und Risikomanagementsystems. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat turnusmäßig in Bezug auf das Interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem und macht sich in regelmäßigen Abständen ein Bild über die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems. Diese Beurteilung beruht im Wesentlichen auf den Ergebnissen der quartalsweisen Risikomanagement-Meetings, den Erkenntnissen aus den zweiwöchentlich stattfindenden Management-Meetings sowie Wirksamkeitsprüfungen wesentlicher interner Kontrollen. Basierend auf diesen Ergebnissen liegen dem Vorstand zum 31. Dezember 2024 keine Erkenntnisse vor, dass das Interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem nicht angemessen oder wirksam gewesen wäre. Dessen ungeachtet kann nicht gewährleistet werden, dass alle tatsächlich eintretenden Risiken vorab aufgedeckt werden bzw. jedwede Prozessverstöße unter allen Umständen aufgedeckt werden können. Eine solche Absicherung kann kein System, gleich welcher Art, vollständig erreichen. Compliance Management System (ungeprüft) Das Compliance Management System der STEMMER IMAGING basiert auf dem Code of Conduct und enthält ein Rahmenwerk für die Grundprinzipien und Verhaltensstandards, die von allen Mitarbeitern in den Unternehmenseinheiten und im Verhältnis zu Kunden externen Partnern und der Öffentlichkeit eingehalten werden müssen. Das Compliance Management System konzentriert sich hierbei auf die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen welche über rechnungslegungsbezogene Vorschriften und Regelungen hinausgehen. Die Mitarbeiter der STEMMER IMAGING müssen sich zur Einhaltung des Code of Conduct verpflichten und in regelmäßigen Abständen Schulungen zu den verpflichtenden Standards absolvieren. Die Schulungen und Mitarbeiterverpflichtungen sollen die Einhaltung der vorgegebenen Standards sicherstellen. Das Risikomanagement im Bereich Compliance zielt darauf ab, Compliance- Risiken in einem frühen Stadium zu erkennen und angemessene sowie wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Compliance Management System wird kontinuierlich an geschäftsspezifische Risiken angepasst und entsprechend der lokalen gesetzlichen Anforderungen adaptiert. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen und nicht-rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems (ungeprüft) Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken umfasst dieses System Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung und Darstellung von Informationen sicherstellen sollen, die für einen regelkonformen Abschluss relevant sind. Das übergeordnete Ziel des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem und Risikomanagementsystem ist die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung. Diese drückt sich in einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses, Lageberichts sowie Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der STEMMER IMAGING AG, mit allen einschlägigen Vorschriften und Normen aus. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionstrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. STEMMER IMAGING verfügt über ein ERP-System (S4), welches die wesentlichen operativen Prozesse unterstützt und dokumentiert. Die ordnungsgemäße Buchhaltung wird durch lokale Buchhaltungssysteme (insbesondere DATEV) unterstützt bzw. sichergestellt. Der Konzernabschluss der STEMMER IMAGING wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmen erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen ein für alle Gesellschaften einheitlich verpflichtendes Accounting Manual mit Bilanzierungsrichtlinien und einen einheitlichen Kontenrahmen. Die Gesellschaften melden zum Jahresabschluss alle relevanten Daten in einem einheitlichen Reporting Package, welches verpflichtend vollständig zu befüllen und in den auditierten Landesgesellschaften vom lokalen Wirtschaftsprüfer zu prüfen ist. Im Vorfeld zur Jahresabschlusserstellung wird geprüft, ob Anpassungen des konzeptionellen Rahmens aufgrund regulatorischer Änderungen erforderlich sind oder sich sonstige Unternehmensspezifika geändert haben. Die von der STEMMER IMAGING AG und den Tochtergesellschaften berichteten Abschlussinformationen bilden die Grundlage für die Erstellung des Konzernabschlusses. Die Erstellung der Abschlussinformationen wird für alle Gesellschaften eng durch das Konzernrechnungswesen der Muttergesellschaft unterstützt. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Abschluss im Konsolidierungssystem (LUCANET) erstellt. Dies ermöglicht eine transparente, zuverlässige und zeitnahe Konzernrechnungslegung und integrierte mehrjährige Planungsrechnung für die Gruppe. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in die bestehenden Systeme integriert. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und Schulungen sichergestellt. Grundsätzlich gilt das „Vier-Augen-Prinzip", zudem müssen Abschlussinformationen von Mitarbeitern im Konzernrechnungswesen der Muttergesellschaft freigegeben werden. Weitere Kontrollmechanismen sind Plan-Ist-Vergleiche sowie Analysen zu den Veränderungen einzelner Posten. Diese Analysen werden sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Konzernabschluss durchgeführt. Zum Schutz von nicht autorisierten Zugriffen sind für die rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme Zugriffsberechtigungen definiert. Die beschriebenen Kontrollmaßnahmen gelten auch für die Überleitung der Abschlüsse nach lokalem Recht auf die International Financial Reporting Standards (IFRS). STEMMER IMAGING erachtet darüber ein aktives IT-bezogenes Internes Kontrollsystem sowie IT-Risikomanagement als essentiell, um den laufenden Betrieb der Gesellschaft in Bezug auf die verwendeten IT-Systeme sicherzustellen. Hierzu sind unterschiedliche Präventivmaßnahmen eingerichtet, welche einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterliegen und regelmäßig auf notwendige Erweiterungsmaßnahmen überprüft werden. Dazu gehören neben regelmäßigen Systemupdates und -Add-ons die Einhaltung von internen Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien durch die Mitarbeiter. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmensdaten wird unter anderem durch ein Sicherungssystems zum Schutz vor unerwünschten Netzwerkzugriffen sowie durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene begegnet. Die Gestaltung des IT- Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei. Die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen fließen in das Risikofrüherkennungssystem von STEMMER IMAGING ein. Ein Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der identifizierten Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über aktuelle finanzielle Entwicklungen zur Risikoanalyse erteilt. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung Eintrittswahrscheinlichkeit in %
Aktuell sieht die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken. Der maximal mögliche Schaden soll durch das Einleiten der definierten Maßnahmen und die aktive Nutzung der den Risiken gegenüberstehenden Chancen minimiert werden. Die Risiken im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine werden durch das Unternehmen regelmäßig analysiert. Da STEMMER IMAGING jedoch keine Geschäftsbeziehungen nach Russland oder in die Ukraine pflegt ist ein unmittelbares Risiko derzeit nicht gegeben. Die sich aus der geopolitischen Situation ergebenden möglichen Risiken werden weiterhin evaluiert und bei Bedarf angepasst. Der Einfluss der US-amerikanischen Einfuhrzollpolitik wird regelmässig bewertet, auch in Zusammenarbeit mit unserer Amerikanischen Muttergesellschaft MiddleGround Capital. Aus heutiger Sicht, sind keine materiellen Auswirkungen zu erwarten, da <10% unseres weltweiten Geschäfts potentiell betroffen sein könnten. Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Risikominimierung sind u.a. Anpassung der AGB in Bezug auf Weitergabe von Preiserhöhungen an Kunden. Das Management analysiert und bewertet dieses potentielle Risiko fortlaufend. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die STEMMER IMAGING derzeit als unwesentlich einschätzt, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls finanziell oder prozessual negativ beeinflussen. Geschäftsbezogene Risiken Human Resources Risiken Der Erfolg von STEMMER IMAGING hängt davon ab, qualifiziertes Personal zu rekrutieren, zu entwickeln und langfristig im Unternehmen zu halten, um das interne Wissen zu bewahren. Das Unternehmen strebt daher danach, seine Mitarbeiter während ihres gesamten Berufswegs bestmöglich zu unterstützen und durch alle Phasen des Mitarbeiterlebenszyklus zu begleiten. Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Verbindung mit dem demografischen Wandel birgt spezifische Risiken, die die Besetzung offener Stellen erschweren können, was potenziell zu Umsatz- und Prozessrisiken führen könnte. Des Weiteren könnten Engpässe in der Bewältigung von Aufgaben aufgrund von erhöhter Fluktuation und verzögerter Besetzung offener Stellen entstehen. Zusätzlich besteht ein Kostenrisiko im Zusammenhang mit der Neubesetzung von Positionen, da dies möglicherweise zu höheren Kosten und negativen Auswirkungen auf das Ergebnis führen kann. Daher konzentriert sich das Risiko- und Chancenmanagement darauf, neue Mitarbeiter zu gewinnen, die Fluktuation zu reduzieren und einem Fachkräftemangel vorzubeugen oder ihn zu mildern. Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 gleichbleibend Lieferantenabhängigkeit & Produktrisiken Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit zentralen Lieferanten ist für STEMMER IMAGING von entscheidender Bedeutung. Es bestehen keine Exklusivitätsvereinbarungen zwischen den Lieferanten und STEMMER IMAGING. Ein Teil der Produkte wird importiert, wodurch das Unternehmen den allgemeinen Risiken internationaler Handelsbeziehungen ausgesetzt ist, wie Lieferverzögerungen, Wechselkursschwankungen und Änderungen in Sicherheitsvorschriften oder der wirtschaftlichen und politischen Lage im Herkunftsland der Lieferanten. Störungen bei wichtigen Lieferanten können die Lieferfähigkeit und die Geschäftsergebnisse von STEMMER IMAGING negativ beeinflussen. Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Lieferfähigkeit weiter verbessert werden, sodass zum Jahresende keine Lieferengpässe für wesentliche Komponenten mehr verzeichnet wurden. Dadurch wurde der Lagerbestand bis zum Jahresende deutlich reduziert, wodurch das Risiko von Überbeständen durch Vorratsbestellungen minimiert wurde. Trotz dieser Verbesserungen besteht weiterhin das Risiko, dass Lieferanten ihr Produktportfolio ändern und künftig nicht mehr in dem erforderlichen Umfang oder möglicherweise bestimmte Komponenten überhaupt nicht mehr liefern können. Insbesondere aufgrund einer schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung könnte dieses Risiko zunehmen. Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 gleichbleibend Risiken aus IT-Betrieb und IT-Sicherheit Ein reibungsloser Geschäftsbetrieb ist für STEMMER IMAGING essenziell. Um diesen zu gewährleisten, ist das Unternehmen auf die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der IT-Systeme angewiesen. Spezifische Risiken hinsichtlich der Funktionsfähigkeit ergeben sich aus:
Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 steigend Compliance Die vollständige Einhaltung von Gesetzen und Normen ist für STEMMER IMAGING von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen sieht sich trotzdem einer Vielzahl von Compliance-Risiken gegenüber, denen durch ein wirkungsvolles Compliance Management System begegnet werden soll. Spezifische Risiken ergeben sich in den Bereichen:
Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 gleichbleibend Fusionen & Übernahmen Die erfolgreiche Integration neu erworbener Unternehmen und die präzise Auswahl von Akquisitionszielen sind entscheidende Aspekte im Bereich von Fusionen und Übernahmen, neben der potenziellen Gefahr, überhöhte Kaufpreise zu zahlen. Sollte eine Akquisition auf fehlerhaften Annahmen beruhen, könnte dies die finanzielle Stabilität des Konzerns gefährden. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonen oder wichtige Mitarbeiter der übernommenen Unternehmen das Unternehmen verlassen, was die Zielerreichung der Akquisition beeinträchtigen könnte. Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 steigend Markt- und branchenbezogene Risiken Wettbewerbsintensität Übernahmen und die zunehmende Marktkonzentration prägen das Wettbewerbsumfeld von STEMMER IMAGING. Das Unternehmen steht einem wachsenden Wettbewerb mit mittelständischen und großen Herstellern von Bildverarbeitungskomponenten sowie regionalen und internationalen Systemanbietern gegenüber. Zusätzlich gibt es einen Trend zum Markteintritt chinesischer Mitbewerber, die durch attraktive Preisgestaltung Marktanteile gewinnen. Ein weiteres bedeutendes Risiko besteht in einem steigenden Preis- und Wettbewerbsdruck, der zu Einbußen beim Marktanteil und einer Reduzierung der Margen führen könnte. Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 steigend Strategie Das strategische Umfeld von STEMMER IMAGING wird von einem raschen technologischen Wandel und Veränderungen in der Wettbewerbssituation und den Abnehmermärkten geprägt. Die Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie ist daher ein zentraler Bestandteil der Managementsteuerung. Das Unternehmen sieht Risiken insbesondere darin, nicht nachhaltige Strategien zu verfolgen, die zu einem Verlust von Marktanteilen führen könnten. Ebenso besteht die Gefahr der Fehlallokation von Ressourcen und der falschen Einschätzung von Marktentwicklungen mit entsprechenden negativen Folgen auf bestehende Kundenbeziehungen. Durch gezielte Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass die richtigen Strategien formuliert und von der Organisation erfolgreich umgesetzt werden. Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 gleichbleibend Abhängigkeit von der Konjunkturlage STEMMER IMAGING ist infolge der internationalen Ausrichtung von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterschiedlicher Länder und Währungsräume beeinflusst. Außerdem können die Schwankungen unterschiedliche Branchen betreffen, die für die STEMMER IMAGING wichtige Abnehmerbranchen darstellen. Risiken sieht das Unternehmen daher insbesondere in einer zu einseitigen Abhängigkeit von bestimmten Branchen, Märkten, Kunden sowie Regionen und Währungsräumen sowie in Änderungen in der Zoll- und Handelspolitik, insbesondere im Hinblick auf Importzölle, regulatorische Anforderungen und Handelsabkommen. STEMMER IMAGING ist bestrebt, durch entsprechende Maßnahmen sowie insbesondere die strategische Ausrichtung des Unternehmens Risiken aus schwankenden konjunkturellen Entwicklungen zu reduzieren Spezifische Maßnahmen zur Risikominimierung
Zusätzlich geplante Maßnahmen 2025
Risikotrend 2025 steigend Chancenbericht Das Chancenmanagement bei STEMMER IMAGING ergänzt das Risikomanagement des Unternehmens. Im Rahmen des Prozesses zur Identifikation und Analyse von Risiken werden entsprechend interne sowie externe Chancen analysiert. Diese Chancen können sowohl in Verbindung mit den identifizierten Risiken stehen als auch eigenständig auftreten. Das Ziel besteht darin, Chancen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen bestmöglich für das Unternehmen zu nutzen. STEMMER IMAGING nutzt zur Darstellung der Chancenlage dieselbe Struktur wie im Risikobericht, da diese Kategorien wichtige geschäftsbezogene, markt- und branchenspezifische Treiber darstellen. Wesentliche Chancen ergeben sich daher für STEMMER IMAGING in verschiedenen geschäftsbezogenen Bereichen wie Human Resources, Lieferantenabhängigkeit, Produktrisiken, IT-Sicherheit, Compliance sowie Fusionen und Übernahmen. Zudem liegen Chancen in markt- und branchenspezifischen Bereichen wie Wettbewerb und Strategie sowie der Abhängigkeit von der Konjunkturlage. Die Darstellung der Chancen reflektiert die aktuelle Einschätzung des Unternehmens, ist jedoch nicht als umfassend oder abschließend zu betrachten. Die Bewertung der Chancenlage unterliegt kontinuierlichen Veränderungen, da das Unternehmen und sein Umfeld ständigen Entwicklungen unterliegen. Es besteht die Möglichkeit, dass Chancen, die derzeit noch nicht erkannt wurden, in kurzer Zeit an Bedeutung gewinnen, oder dass das volle Potenzial bereits identifizierter Chancen nicht vollständig ausgeschöpft werden kann. Eine regelmäßige Identifikation und Bewertung ist daher entscheidend, um die Chancen bestmöglich zu nutzen. Chancen im Bereich der Unternehmensstrategie STEMMER IMAGING identifiziert wesentliche Chancen in einer klaren strategischen Ausrichtung sowohl auf Markt- als auch auf Unternehmensebene. Auf dem Markt ermöglicht diese festgelegte Strategie eine präzise Positionierung im Wettbewerbsumfeld und gegenüber den Kunden. Gleichzeitig bietet sie Flexibilität, um situativ auf Marktveränderungen und Trends im Produktspektrum zu reagieren, um zusätzliche Umsatz- und Marktanteile zu generieren. Intern ermöglicht die ausgearbeitete und kaskadierte Strategie eine klare Ausrichtung auf wertschöpfende Tätigkeiten. Durch individuelle Zielvereinbarungen wird ein Verständnis aller Mitarbeiter für ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg gefördert. Diese Faktoren tragen maßgeblich dazu bei, Kosten zu optimieren und die Mitarbeiter zu motivieren. Chancen im Bereich Wettbewerbsintensität Initiativen zur Entwicklung und Erweiterung des Produktportfolios sowie zur Maximierung des Wachstumspotenzials bieten STEMMER IMAGING die Gelegenheit, ihre Wettbewerbsposition zu festigen. Das Unternehmen erkennt besondere Chancen in den folgenden Bereichen:
Die Umsetzung dieser Chancen konzentriert sich vor allem darauf, Marktanteile zu gewinnen, den Unternehmensgewinn zu steigern und die Kundenbetreuung zu verbessern. Chancen im Bereich Fusionen & Übernahmen STEMMER IMAGING verfolgt durch kontinuierliche Marktbeobachtung das Ziel, potenzielle Übernahmeziele rasch zu identifizieren und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu nutzen. Diese Bemühungen sollen das strategische Wachstum des Unternehmens unterstützen, indem es Unternehmen in bereits etablierten oder neuen Märkten, Produkt- und Kundensegmenten integriert. Durch die Realisierung von Synergien können sich Chancen ergeben, welche die Kostenposition von STEMMER IMAGING verbessern. Chancen im Bereich IT-Betrieb und IT-Sicherheit Die Effizienz von Prozessen ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg des STEMMER IMAGING Konzerns. Identifizierte Chancen bieten die Möglichkeit, durch gezielte Projekte die Kostenposition sowie die Qualität und Sicherheit der Prozesse langfristig zu verbessern. Investitionen in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, wie die Überarbeitung und Digitalisierung von Abläufen, sind dabei eine wichtige Maßnahme. Ein weiteres Potenzial liegt in der Preisgestaltung für Dienstleistungen. Durch zunehmende Automatisierung und präzisere Kostenzuweisung sieht das Unternehmen die Chance, kundenorientierte Preise festzulegen und somit das Umsatz- und Ergebnispotenzial zu steigern. Die digitale Plattform Salesforce wird von STEMMER IMAGING als Chance betrachtet, die Digitalisierung des Geschäftsmodells weiter voranzutreiben und das Unternehmen optimal auf zukünftiges Wachstum auszurichten. Im Jahr 2025 werden Möglichkeiten zur Kl Unterstützung bestimmter Prozesse evaluiert, auch in Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer. Chancen im Bereich Compliance Die Einhaltung von Gesetzen und Normen ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsführung der STEMMER IMAGING AG. Im Rahmen der proaktiven Einhaltung sowie der frühzeitigen Adaption von neuen, möglicherweise noch nicht verpflichtender Regulatorik ergeben sich für das Unternehmen unterschiedliche Chancen zur Stärkung der Unternehmensintegrität und Sicherheit. Beispielsweise kann das Durchspielen unterschiedlicher Bedrohungsszenarien wie das Ausspähen von Geschäftsgeheimnissen oder Datenschutzverletzungen durch Phishing dazu dienen die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und die Sensibilisierung der Mitarbeiter zu erhöhen. Ebenso kann die Vorbereitung auf Risiken im Bereich von Verletzungen von Patenten oder geistigem Eigentum im Rahmen von Kundenbeziehungen dazu genutzt werden, die Rechtskonformität und das Innovationsmanagement zu optimieren. In Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken im Bereich der Corporate Governance kann eine proaktive Herangehensweise dazu beitragen, das Unternehmen ethisch und verantwortungsvoll zu führen. Dies stärkt wiederum das Vertrauen der Stakeholder und sichert langfristigen Erfolg. Die frühzeitige Umsetzung von nachhaltigkeitsbezogenen Themen kann zudem zu Vorteilen im Wettbewerb und entsprechend überproportionalem Wachstum aufgrund der positiven Marktwahrnehmung führen. Um im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Chancen identifizieren und nutzbar zu machen, nimmt STEMMER IMAGING seit 2022 am EcoVadis Sustainability Rating teil. Dies hilft der Gesellschaft, nachhaltigkeitsrelevante Themenfelder, potentielle Risiken zu identifizieren sowie Chancen abzuleiten und entsprechend für das Unternehmen nutzbar zu machen. Chancen im Bereich Human Resources Der Erfolg von STEMMER IMAGING hängt wesentlich von der Motivation, Fachkompetenz und Zufriedenheit seiner Mitarbeiter ab. Daher strebt das Unternehmen danach, spezifische Risiken anzugehen und gleichzeitig Chancenpotenziale zu nutzen. Dies beinhaltet Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie zur Förderung eines positiven Unternehmensimages durch Employer-Branding-Initiativen. Die Umsetzung eines Verhaltenskodex und die Etablierung klarer Prozesse im Personalwesen sind weitere Schritte in diese Richtung. Zudem legt das Unternehmen Wert auf ein Talent-Management-Programm, um junge Talente zu gewinnen und dadurch die Kosten für Nachbesetzungen zu senken. Insgesamt betrachtet das Unternehmen eine gewisse Fluktuation als vorteilhaft, um durch Nachbesetzungen neue Impulse zu erhalten, die sich positiv auf die Unternehmenskultur und das Unternehmenswachstum auswirken können. Chancen im Bereich Lieferantenabhängigkeit & Produktrisiken Die Entwicklung von partnerschaftlichen Lieferantenbeziehungen ist für den Erfolg von STEMMER IMAGING von großer Bedeutung. Durch ein aktives Lieferantenmanagement und kontinuierlichen Dialog haben sowohl das Unternehmen als auch seine Lieferanten die Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen für Kunden anzubieten und dadurch entsprechendes Wachstum zu erzielen. Diese enge Zusammenarbeit trägt auch dazu bei, die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten positiv zu beeinflussen, was wiederum das partnerschaftliche Verhältnis stärkt und Synergien in der Lieferkette transparent und nutzbar macht. Durch eine enge Kunden-Lieferanten-Bindung können Produktrisiken minimiert und Potenziale für kundenindividuelle Produktentwicklungen geschaffen werden. Auf diese Weise hat STEMMER IMAGING die Möglichkeit, seine Beziehung zu den Lieferanten zu stärken und individuelle Abhängigkeiten zu reduzieren. Chancen im Bereich Abhängigkeit von der Konjunkturlage STEMMER IMAGING ist bestrebt, durch eine gezielte strategische Ausrichtung auf bestimmte Regionen, Branchen, Märkte und Kunden nicht lediglich den negativen Einfluss von Konjunkturschwankungen zu limitieren, sondern Potenziale zu heben und entsprechende Chancen zu nutzen. Wesentliche Chancen für die STEMMER IMAGING liegen hierbei ein der richtigen Identifikation von Wachstumsmärkten, die sowohl regional als auch branchenspezifisch sein können. Durch ein stärkeres Wachstum zukunftsgerichteter Geschäftsbereiche sieht STEMMER IMAGING die Möglichkeit, seine Gesamt-Marktposition zu verbessern und entsprechend den Unternehmenserfolg zu steigern. Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage Das langfristige Wachstum und die positive Entwicklung von STEMMER IMAGING sind wesentlich von der erfolgreichen Nutzung von Chancenpotenzialen abhängig. Die Unternehmensgruppe hat die Schlüsselbereiche identifiziert und setzt gezielte Maßnahmen um, um diese Chancen zu nutzen. Eine nachhaltige Wachstumsstrategie wird durch eine Kombination aus organischem und anorganischem Wachstum, der Erschließung neuer Märkte, Kunden und Produkte sowie einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Lieferanten unterstützt. STEMMER IMAGING legt besonderen Wert auf agile Entscheidungsprozesse, moderne Projektsteuerung und effiziente interne Abläufe und Technologien sowie ein zukunftsorientiertes HR-Management. Die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells und der Prozesse wird als entscheidender Faktor betrachtet, um zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur aufrechtzuerhalten. Das Hauptziel besteht darin, Kundenbedürfnisse zeitnah zu erkennen und effektiv zu erfüllen. Das Unternehmen betrachtet nachhaltigkeitsbezogene Themen als erfolgskritisch und legt daher einen Schwerpunkt auf moderne und nachhaltig ausgerichtete Arbeitsweisen und Zusammenarbeit. Prognosebericht Prognoseannahmen Der Prognosebericht gibt die voraussichtliche Entwicklung der STEMMER IMAGING AG sowie der STEMMER IMAGING-Gruppe im Geschäftsjahr 2025 aus Sicht des Vorstands wieder. Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben, die auf Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands basieren und von unvorhergesehenen Ereignissen beeinflusst werden könnten. Dies kann dazu führen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf, unter anderem wegen sich ändernder politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend dargestellten Annahmen abweicht. Die nachfolgende Prognose berücksichtigt alle zum Zeitpunkt ihrer Erstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der STEMMER IMAGING AG sowie der STEMMER IMAGING-Gruppe haben könnten. Die Grundlagen und die wesentlichen Annahmen der Prognose für das Geschäftsjahr 2025 sind nachfolgend dargestellt. Konjunkturaussichten Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +2,8 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2024. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenz- überschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Die Vorhersagen des Branchenverbandes VDMA für die wirtschaftliche Entwicklung im Maschinenbau dienen der STEMMER IMAGING AG und der Gruppe als wichtiger Indikator für den weiteren Geschäftsverlauf in wesentlichen Absatzmärkten. Für das Jahr 2025 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes (+1%). Eine konkrete, quantitative Jahresprognose für den Auftragseingang weltweit für 2025 veröffentlicht der VDMA bislang nicht explizit. Allerdings rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmen für 2025 mit einem nominalen Umsatz- bzw. Auftragseingangswachstum. Die deutsche Robotik- und Automationsbranche rechnet für 2025 laut VDMA- Prognose mit einem nominalen Umsatzrückgang von 10%. Für die Teilbranche Machine Vision geht der VDMA von einer Stagnation aus. Prognose für die STEMMER IMAGING-Gruppe Die Umsatz- und Ergebnisprognose basiert auf der aktuellen Unternehmensplanung und der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage im zweiten Halbjahr 2025 erholen wird und möglichen lieferantenseitigen Kostenerhöhungen mit Preiserhöhungen begegnet werden kann. STEMMER IMAGING verfolgt auch weiterhin das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten auf weniger als 25% zu begrenzen sowie die Kundenkonzentration unterhalb des Schwellwertes von 15% zu halten. Da derzeit der Zeitpunkt einer wirtschaftlichen Erholung sowie der vollständige Abbau der Überreichweiten bei Kunden noch nicht hinlänglich abschätzbar ist, sieht der Vorstand eine größere Bandbreite in der möglichen Geschäftsentwicklung in seiner Gesamtjahresprognose vor. Für 2025 wird ein Konzernumsatz in der Bandbreite von EUR 110 - 123 Mio. und ein um Sondereffekte aus der MiddleGround Capital Integration bereinigtes EBITDA von EUR 18 - 21 Mio. erwartet. Dies entspricht am unteren Ende der Bandbreite einem Umsatzwachstum von 7% und am oberen Ende der Bandbreite einem Umsatzwachstum von 20% - jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Der obere Bereich der Prognosebandbreite basiert auf der Annahme einer beschleunigten Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivität mit entsprechendem Einfluss auf die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung. Die beschriebenen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den konjunkturellen Aussichten könnten sowohl signifikante positive als auch negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der gesamten Unternehmensgruppe haben. Darüber hinaus kann der Geschäftsverlauf der STEMMER IMAGING AG je nach Eintritt durch die im Risiko- und Chancenbericht aufgeführten Risiken und Chancen abweichen. Prognose für die STEMMER IMAGING AG Die Muttergesellschaft des Konzerns erwirtschaftet Umsätze aus dem Absatz von Bildverarbeitungstechnologie in Deutschland sowie aus Umlagen für erbrachte Dienstleistungen an ihre Tochtergesellschaften. Sämtliche für den Konzern genannten Rahmenbedingungen im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in 2025 gelten ebenso für die STEMMER IMAGING AG. Für die STEMMER IMAGING AG erwartet der Vorstand eine Umsatzsteigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA wird im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich prognostiziert. Sonstige Angaben Schlussvermerk zum Abhängigkeitsbericht Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2024 einen Abhängigkeitsbericht erstellt, der mit folgender Schlusserklärung abschließt: „Der Vorstand der STEMMER IMAGING AG erklärt hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte durchgeführt oder Maßnahmen getroffen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 Abs. 1 Satz 2 AktG wurden im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 nicht getroffen oder unterlassen.“ Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Bezüglich des Nachtragsberichts verweisen wir auf den Konzernanhang.
München, den 15.07. 2025 STEMMER IMAGING AG Vorstand Arne Dehn 03 Konzernabschluss Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA in TEUR
Passiva in TEUR
Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungEntwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in TEUR
Konzern-Gesamtergebnisrechnung Entwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in TEUR
Konzern-KapitalflussrechnungEntwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 20241 in TEUR
1
Sonstige Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung können der Anmerkung „Angaben zur
Kapitalflussrechnung“ im Konzernanhang entnommen werden. Entwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 20241 in TEUR
1
Sonstige Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung können der Anmerkung „Angaben zur
Kapitalflussrechnung“ im Konzernanhang entnommen werden. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in TEUR
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in TEUR
KonzernahangA. Grundlagen des Konzernabschlusses 1. Allgemeine Angaben 2. Anwendung von neuen Rechnungslegungsstandards 3. Konsolidierungskreis 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden B. Erläuterungen zu Abschlussposten 1. Erläuterungen zur Bilanz 2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 3. Angaben zur Kapitalflussrechnung C. Sonstige Angaben 1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 2. Organe der Gesellschaft 3. Anteilsbesitz von Mitgliedern des Vorstands 4. Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen 5. Honorar für den Abschlussprüfer 6. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 8. Genehmigung des Abschlusses A. Grundlagen des Konzernabschlusses 1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der STEMMER IMAGING AG, Puchheim und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: „STEMMER IMAGING-Konzern“, „STEMMER IMAGING“, „STEMMER IMAGING-Gruppe“ oder „Konzern“) wurde im Geschäftsjahr 2024 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) und den darüber hinaus geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024. STEMMER IMAGING ist ein international führender Fachhändler von Bildverarbeitungstechnologie für industrielle und nicht-industrielle Anwendungen. Die Gruppe vertreibt Komponenten sowie modifizierte Komponenten und bietet umfassendes Know-how und Kundenservice für Bildverarbeitungslösungen für verschiedene industrielle und nicht-industrielle Märkte und Applikationen in Form von Dienstleistungen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR oder T€) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung fassen wir in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz einzelne Posten zusammen. Die Aufgliederung dieser Posten ist im Konzernanhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Sitz von STEMMER IMAGING ist die Gutenbergstr. 9 - 13, 82178 Puchheim, Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025 gab es eine Sitzverlagerung an die Friedenheimer Brücke 16, 80639 München, Deutschland. Die STEMMER IMAGING AG ist beim Amtsgericht München eingetragen unter HRB 237247. Nachdem die PRIMEPULSE SE zum 5. November 2024 den Großteil ihrer Aktien an die Ventrifossa HoldCo GmbH verkauft hat und das Übernahmeangebot für die Akltien im Streubesitz genutzt wurde, ist die zu 100%-ige Beteiligung der Ventrifossa BidCo AG die Mehrheitseigentümerin der STEMMER IMAGING AG zum 31. Dezember 2024. Die PRIMEPULSE SE ist zum 31. Dezember zu 39,73 %, und die Lux Co II Sarl als 100%ige Tochtergesellschaft der Lux Co I Sarl, die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der MiddleGround Capital, Lexington, ist zu 60,27 % beteiligt. Die Gesellschaft stellt als Muttergesellschaft der STEMMER IMAGING-Gruppe für den kleinsten Kreis an Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) und den darüber hinaus geltenden handelsrechtlichen Vorschriften auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die STEMMER IMAGING-Gruppe wird in den Konzernabschluss der Ventrifossa HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen, welche zum 31. Dezember eines Kalenderjahres einen Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt und diesen im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 2. Anwendung von neuen Rechnungslegungsstandards Der Konzern ist als IFRS-Anwender verpflichtet, alle zum Ende der Berichtsperiode (31. Dezember 2024) verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen für alle dargestellten Perioden einheitlich anzuwenden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der vorzeitigen freiwilligen Anwendung von bereits veröffentlichten und von der EU anerkannten Standards und Interpretationen, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Änderungen aufgrund der ab dem 1. Januar 2024 anzuwendenden Änderungen an IFRS 16 (Leasing - Leasingverbindlichkeit bei Sale and Leaseback- Transaktionen, IAS 1 (Darstellung des Abschlusses-Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und langfristige Schulden mit Nebenbeteiligung), IAS 7 und IFRS 7 (Kapitalflussrechnung und Finanzinstrumente: Angaben Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen) haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der STEMMER IMAGING AG. In der aktuellen Berichtsperiode traten einige neue oder geänderte Standards in Kraft, aus denen sich jedoch im Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der STEMMER IMAGING AG ergaben. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen Die nachfolgenden neuen Standards und Interpretationen, welche sowohl vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet als auch von der EU verpflichtend für nach dem 1. Januar 2025 beginnende Geschäftsjahre übernommen worden sind, wurden bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht angewendet:
Für die vorstehend genannten neuen, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hat der Konzern noch nicht abschließend beurteilt, ob und wenn ja, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Derzeit wird nicht von wesentlichen Auswirkungen ausgegangen. Neue, noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen Folgende Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen sind vom IASB verabschiedet worden. Da diese jedoch bisher noch nicht von der EU anerkannt worden sind, wurden sie bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses noch nicht berücksichtigt:
Für die vorstehend genannten neuen, aber noch nicht anwendbaren Standards und Interpretationen hat der Konzern noch nicht abschließend beurteilt, ob und wenn ja, welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Derzeit wird nicht von wesentlichen Auswirkungen ausgegangen. 3. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 umfasst wie im Vorjahr die Muttergesellschaft, d. h. die STEMMER IMAGING AG, sowie ein weiteres inländisches und vierzehn ausländische Tochterunternehmen, welche im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Als Tochterunternehmen gilt ein Unternehmen, das von der STEMMER IMAGING AG beherrscht wird. Beherrschung liegt vor, wenn die STEMMER IMAGING AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. das Anrecht auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Folgenden Tochtergesellschaften wurden zum 31. Dezember 2024 in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Mit Wirkung zum 7. Mai 2024 hat die STEMMER IMAGING AG 100 % der Anteile an der Phase 1 Technology Corp ., New York, USA erworben. Phase 1 ist ein führender, auf Bildverarbeitung spezialisierter Distributor mit Fokus auf den nordamerikanischen Markt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist aus Vereinfachungsgründen der 1. Mai 2024. Der Kaufpreis wurde anteilig in Höhe von TEUR 2.179 bereits per Banküberweisung entrichtet. In Höhe von TEUR 433 steht noch eine Verbindlichkeit für eine variable Kaufpreiskomponente aus. Die variable Kaufpreiskomponente kann zwischen EUR O-TEUR 433 liegen. Ein TEUR 433 übersteigender Betrag ist nicht möglich. Der vorläufige aktive Unterschiedsbetrag auf Basis der Kaufpreisallokation beträgt TEUR 1.444 zum 31. Dezember 2024. Der aktive Unterschiedsbetrag wird in USD geführt und unterliegt damit den Bewertungen zum Stichtagkurs bei Bilanzaufstellung. In den Konzernabschluss sind Umsätze seit dem Zeitpunkt des Erwerbes in Höhe von TEUR 3.347 sowie ein Periodenergebnis von TEUR -312 ohne Einbeziehung von PPA-Effekten enthalten. Nicht aktivierungsfähige Kosten in Höhe von TEUR 51 sind laufenden Geschäftsbetrieb angefallen und im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. in TEUR
Die Tochterunternehmen werden, mit einem einhundertprozentigen Anteil am Kapital unmittelbar und mittelbar durch die STEMMER IMAGING AG gehalten. Fremdwährungsumrechnung Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden in deren funktionalen Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung, des primären Wirtschaftsumfeldes im dem das Unternehmen tätig ist. Bei allen Beteiligungen ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Im Konzernabschluss werden Vermögenswerte und Schulden der Auslandsgesellschaften zum Jahresbeginn und zum Jahresende mit den jeweiligen Stichtagskursen, sämtliche Veränderungen während des Geschäftsjahres sowie Aufwendungen und Erträge und Zahlungsströme mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebende Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital gesondert, als Rücklage aus der Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen bzw. als Währungsänderungen, ausgewiesen. Im Eigenkapital werden im Rahmen der Konzernzugehörigkeit erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis oder bei Reduzierung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfolgswirksam aufgelöst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:
Fremdwährungsbewertung Monetäre Posten, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen Währung bestehen als in der funktionalen Währung, werden im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst und im Konzernergebnis unter den sonstigen Aufwendungen oder Erträgen ausgewiesen. Nicht monetäre Bilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist. Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London/Großbritannien, aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend zum 31. Dezember 2024 anzuwenden sind. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtag der STEMMER IMAGING AG, d.h. den 31. Dezember 2024, aufgestellt worden. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Beachtung des Going-Concern-Prinzips. 4.1. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der STEMMER IMAGING AG. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden die erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Alle wesentlichen konzerninternen Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Schulden werden eliminiert. 4.2. Erlösrealisierung Als Fachhändler von digitalen Bildverarbeitungstechnologien vertreibt der Konzern, unter Einsatz einer selbst entwickelten und zugekaufter Software, eine Vielfalt an Bildverarbeitungsprodukten führender Hersteller auf dem neuesten Stand der Technik. STEMMER IMAGING wendet bei der Realisierung von Umsatzerlösen IFRS 15 an. Der Konzern prüft nach dem Fünf-Stufen Modell des IFRS 15, ob die genannten Leistungsversprechen separate, voneinander getrennte Leistungsverpflichtungen darstellen und ob in einem Vertrag jeweils weitere Zusagen enthalten sind, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, denen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet werden muss (z. B. Finanzierungskomponenten, Gewährleistungen, Ausrüstung (kundenspezifische Teile), Nutzungsrechte). Das Modell besteht aus den nachfolgenden Schritten:
Der Konzern erfasst Umsatzerlöse auf der Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung. Von der Erlöserfassung ausgeschlossen sind Beträge, die im Namen Dritter vereinnahmt werden. Die Erlöserfassung erfolgt nach Maßgabe der Übertragung der Beherrschungsmacht (control) auf den Kunden. Diese erfolgt im Konzern im Geschäftsjahr 2024 ausschließlich zeitpunktbezogen, wenn der Kunde Besitz an den Produkten erlangt. Nicht in die Umsatzerlösrealisation einbezogen werden Beträge, die auf Rabatte, Boni und Skonti entfallen. Gewährleistungs- und Garantieversprechen bewegen sich in branchenüblichem Umfang. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises für den Verkauf von Bildverarbeitungstechnologien berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen von variablen Gegenleistungen, das Bestehen signifikanter Finanzierungskomponenten oder z. B. an einen Kunden zu zahlende Gegenleistungen. Für jede Leistungsverpflichtung, die im Vertragskontext von IFRS 15 eigenständig abgrenzbar ist, erfolgt eine Beurteilung, ob die Erlösrealisierung zeitpunkt- oder zeitraumbezogen zu erfolgen hat. Zur Identifikation, ob STEMMER IMAGING bei der Erbringung einer Dienstleistung oder Lieferung als Prinzipal oder Agent tätig wird, werden die Verträge nach folgenden Kriterien überprüft:
Bei der Veräußerung von Hardware erfasst der STEMMER IMAGING Konzern die Umsatzerlöse als Prinzipal, da er die Verfügungsmacht über die betroffenen Güter hat, bevor diese an den Kunden ausgeliefert werden. Bei dem Verkauf von Software differenziert STEMMER IMAGING in Softwareverkäufe der eigenen Software CVB sowie extern zugekaufter Software. Bei der eigenen Software handelt STEMMER IMAGING als Prinzipal, da die Verfügungsmacht sowie die Preisgestaltung beim STEMMER IMAGING Konzern liegen und frei gestaltet werden können. Hier erfasst der Konzern die Bruttoumsätze. Bei gekauften Lizenzen ist zu prüfen, ob STEMMER IMAGING lediglich als Vermittler agiert oder zusätzliche Hardware und Dienstleistungen in Kombination mit der Software verkauft werden. In der Mehrheit der Fälle vermittelt STEMMER IMAGING Standardsoftwareprodukte zwischen Hersteller und Abnehmer. Innerhalb dieser Transaktion werden keine weiteren Dienstleistungen oder Modifikation verkauft. Seit dem Geschäftsjahr 2021 folgt STEMMER IMAGING der Auffassung des IFRIC, dass Umsätze aus der Tätigkeit als Agent bei dem Vertrieb von Standardsoftware netto auszuweisen sind. Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. 4.3. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. 4.4. Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Alle immateriellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte verfügen über eine begrenzte Nutzungsdauer und werden dementsprechend linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode wird mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 mindestens jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Die Gesellschaft hat als Impairmentstichtag den 30. November eines Jahres festgelegt. 4.5. Forschungs- und Entwicklungskosten Die bei STEMMER IMAGING anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten sind gem. IAS 38 derzeit nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4.6. Sachanlagen Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16 bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Reparaturkosten, die nicht der Erweiterung oder der wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes dienen, werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. 4.7. Leasing STEMMER IMAGING wendet IFRS 16 auf seine Leasingverhältnisse an. IFRS 16 enthält ein umfassendes Modell zur Identifizierung von Leasingvereinbarungen und zur Bilanzierung beim Leasinggeber und Leasingnehmer. Kernaspekt ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Für Leasingverträge, mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten und von keinem geringen Wert, sind verpflichtend Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Beim Leasinggeber sind die Leasingverträge entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die erstmalige Bewertung des Nutzungsrechts am Leasingobjekt und der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit beruht auf dem Barwert der Leasingzahlungen plus erstmaligen direkten Kosten abzüglich erhaltener Anreize. Die Abzinsung erfolgt mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Innerhalb der STEMMER IMAGING-Gruppe kamen bei den jeweiligen Konzerngesellschaften Zinssätze in Abhängigkeit der jeweiligen Anlagenklasse, der Vertragslaufzeit bzw. des Vertragsbeginns zwischen 0 % und 17,8 % zur Anwendung. Leasingzahlungen bestehen gewöhnlich aus festen und variablen Zahlungen, die an einen Index gekoppelt sein können. Umfasst das Leasingverhältnis eine Verlängerungs- oder Kaufoption, welche der Auffassung nach mit hinreichender Sicherheit ausgeübt wird, werden die Kosten der Option in den Leasingzahlungen mitberücksichtigt. Die im IFRS 16 vorhandenen Wahlrechte bezüglich der Behandlung von Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als 12 Monaten und Leasingvereinbarungen über Vermögenswerte mit geringem Wert werden im STEMMER IMAGING Konzern ausgeübt. Die korrespondierenden Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt. Das Nutzungsrecht am Leasingobjekt wird über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die aus den Leasingverhältnissen resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passiviert und in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. 4.8. Abschreibungen Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt:
4.9. Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 mindestens jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Die Gesellschaft hat als Impairmentstichtag den 30. November eines Jahres festgelegt. Ist ein immaterieller Vermögenswert Teil einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Abschreibung auf der Basis des erzielbaren Betrags der Einheit ermittelt. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Wurde einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und übersteigt ihr Buchwert den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags außerplanmäßig abgeschrieben. Ein darüberhinausgehender Abschreibungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berücksichtigt. Wenn der Grund einer früher vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung entfallen ist, werden die immateriellen Vermögenswerte zugeschrieben. Allerdings darf der durch Zuschreibung erhöhte Buchwert nicht die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten übersteigen. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. 4.10. Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen. Bei der Bewertung werden niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag berücksichtigt. Sind die Gründe einer früheren Abwertung entfallen, werden die Zuschreibungen als Minderungen des Materialaufwands berücksichtigt. 4.11. Finanzinstrumente Grundlagen Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden zum Erfüllungstag bilanziert, sobald STEMMER IMAGING Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Die erstmalige Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verpflichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente, diese sind bei Zugang zu deren Transaktionspreis zu bewerten. Transaktionskosten erhöhen bzw. vermindern den Erstbuchwert, wenn der finanzielle Vermögenswert bzw. die finanzielle Verbindlichkeit nicht zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Periodenergebnis bewertet wird. Nach IFRS 9 werden im Rahmen der Folgebilanzierung alle finanziellen Vermögenswerte in zwei Klassifizierungskategorien aufgeteilt, nämlich diejenigen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wenn finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, so können Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss, FVTPL) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) zu erfassen sein. Die Klassifizierung wird festgelegt, wenn der finanzielle Vermögenswert erstmalig angesetzt wird, wenn also das Unternehmen Gegenpartei der vertraglichen Vereinbarungen des Instruments wird. In bestimmten Fällen kann jedoch eine spätere Umklassifizierung finanzieller Vermögenswerte notwendig sein. Finanzielle Vermögenswerte Ein vom berichtenden Unternehmen gehaltenes Schuldinstrument, das die folgenden zwei Bedingungen erfüllt, muss zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVTOCI) bewertet werden:
Ein gehaltenes Schuldinstrument, das die folgenden zwei Bedingungen erfüllt, muss zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode) bewertet werden:
Alle anderen Schuldinstrumente, welche die voran genannten Bedingungen nicht erfüllen, müssen zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Periodenergebnis bewertet werden (at fair value through profit or loss, FVTPL). Effektivzinsmethode Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Schuldtitels und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Für alle Finanzinstrumente, die nicht der Gruppe von finanziellen wertgeminderten Vermögenswerten (sog. purchased or originated credit impaired financial assets) zugeordnet werden, ist der Effektivzinssatz derjenige Zinssatz, mit dem geschätzte künftige Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstigen Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder einer ggf. kürzeren Periode auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Im Falle finanzieller Vermögenswerte, die bereits bei Zugang eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, wird der Zinsertrag durch Anwendung eines angepassten Zinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten ermittelt. Dieser angepasste Zinssatz ist der Zins, mit welchem die bei Zugang erwarteten Zahlungsströme (ausdrücklich unter Berücksichtigung der erwarteten Zahlungsausfälle als auch der vertraglichen Regelungen) auf den Buchwert bei Zugang diskontiert werden. Der Zinsertrag für Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden, wird auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt. Für alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht bereits bei Zugang eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, wird der Zinsertrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf den Bruttobuchwert ermittelt. Der Zinsertrag finanzieller Vermögenswerte, die zwar nicht bei Zugang, jedoch später eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, wird durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten ermittelt. Sofern sich in Folgeperioden das Kreditrisiko des finanziellen Vermögenswertes, welches zur Einstufung geführt hat, so verbessert, dass eine beeinträchtigte Bonität nicht weiter vorliegt, wird der Zinsertrag unter Anwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Im Falle finanzieller Vermögenswerte, die bereits bei Zugang eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, erfolgt die Bewertung - auch nach Verbesserung des Kreditrisikos - nicht auf Basis des Bruttobuchwerts. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Finanzerträge erfasst. Fremdwährungsgewinne und -verluste Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, welche in einer fremden Währung erfasst wurden, werden mit dem Stichtagskurs zu jeder Berichtsperiode umgerechnet. Für die Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden und nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind, werden entsprechende Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Die Gesellschaft erfasst für die erwarteten Ausfälle von finanziellen Vermögenswerten („expected loss model“) Wertminderungen auf Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu FVTOCI bewertet werden. Der Betrag der erwarteten Ausfälle wird zum Ende einer Berichtsperiode aktualisiert, um den Ver- änderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung Rechnung zu tragen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für vertragliche Vermögenswerte wendet die Gesellschaft das vereinfachte Verfahren an. Danach werden für diese Finanzinstrumente Wertminderungen auf Basis der erwarteten Ausfälle über deren Gesamtlaufzeit gebildet. Hierzu bildet die Gesellschaft auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit und zukünftigen Erwartungen entsprechende Wertberichtigungen unter Nutzung einer Wertberichtigungstabelle. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer insolventen Gegenpartei erwartet der Konzern keine signifikanten Zuflüsse aus den wertgeminderten Forderungen. Wertgeminderte Forderungen können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind bei Banken und Finanzinstituten hinterlegt und sind kurzfristig fällig. Diese werden in regelmäßigen Abständen von im Eurosystem zugelassenen externen Ratingagenturen analysiert und entsprechend Ihrer Bonität in Bonitätsstufen eingeordnet. Entsprechend der von den externen Ratingagenturen ermittelten Bonitätsstufen und den Einschätzungen der deutschen Bundesbank wird die Ausfallwahrscheinlichkeit von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten als gering einstuft. Bei der Bewertung der Ausfallrisiken zum Stichtag nimmt der Konzern die Einschätzungen der externen Ratingagenturen und der deutschen Bundesbank als Grundlage. Signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos bzw. Beurteilung des Ausfallrisikos Unter dem Ausfallrisiko versteht die Gesellschaft das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust für den Konzern führt. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken (u.a. bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei der Anlage liquider Mittel oder sonstigen Finanzinstrumenten) ausgesetzt. Bei der Beurteilung, ob es seit erstmaliger Erfassung zu einem signifikanten Anstieg des Ausfallsrisikos kam, berücksichtigt die Gesellschaft sowohl qualitative als auch quantitative Informationen (z. B. externe Ratings), die verfügbar und entscheidungsrelevant sind, um eine solche Beurteilung zu unterstützen. Dies beinhaltet sowohl historische als auch zukünftige Informationen. Bei der Beurteilung des Ausfallrisikos werden die länderspezifischen Ausfälle der Vergangenheit herangezogen, um die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit zu bestimmen. Zukünftige Informationen beinhalten Informationen hinsichtlich der Entwicklung der Industrie, in der der Schuldner operiert. Diese Information wird von Industrieexperten, Finanzanalysten oder öffentlichen Einrichtungen erlangt. Folgende Faktoren werden bei der Einstufung des Ausfallrisikos berücksichtigt:
Die Gesellschaft überwacht in regelmäßigen Abständen, ob die genannten Kriterien bei der Beurteilung des Ausfallrisikos weiterhin angemessen sind und passt diese, sofern nicht mehr zutreffend, entsprechend an. Finanzielle Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisen Ein finanzieller Vermögenswert ist bereits wertgemindert, wenn eines oder mehrere der folgenden Ereignisse stattgefunden haben:
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswertes verbundene Chancen und Risiken auf einen Dritten überträgt. Sofern der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken überträgt noch zurückbehält, aber weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurückbehält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung. Bei der vollständigen Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert. Eigenkapitalinstrument Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Ausgabekosten erfasst. Ausgabekosten sind dabei solche Kosten, die ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Rückkäufe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Weder Kauf noch Verkauf, Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder als FVTPL erfasst. Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten Die Ausbuchung einer Verbindlichkeit oder eines Teils der Verbindlichkeit erfolgt im Zeitpunkt ihrer Erfüllung, des Rückkaufs oder des Schuldenerlasses. Die Differenz zwischen dem Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit und der gezahlten und zahlbaren Leistung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4.12. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendung erlangt wird und der Konzern alle damit verbundenen Bedingungen einhält. Zuwendungen, die den Konzern für angefallene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen erfasst werden, als sonstiger Ertrag erfasst. 4.13. Ertragsteuern Die tatsächlichen Ertragsteuern für die laufenden und früheren Perioden werden in dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der STEMMER IMAGING Konzern tätig ist. Latente Steuern werden nach der Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Danach spiegeln latente Ertragsteuern den Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Bilanz und deren Steuerwert wider. Die Bemessung latenter Steuern erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert bzw. eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steuern berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die aus der Art und Weise resultieren, in der ein Vermögenswert realisiert bzw. eine Schuld beglichen wird. Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, an dem sich die temporären Bewertungsunterschiede voraussichtlich umkehren. Diese werden nicht abgezinst und als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Ein latenter Steueranspruch wird für alle temporären Unterschiede in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerpflichtige Gewinne verfügbar sein werden, gegen die der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Diese Beurteilung erfolgt zu jedem Bilanzstichtag erneut. Tatsächliche und latente Steuern werden unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden. In dem Umfang, wie nicht ausgeschüttete Gewinne von Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in diesem Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine latenten Steuerschulden an. Eine latente Steuerschuld wird für alle zu versteuernden temporären Differenzen ausgewiesen, soweit diese nicht aus einem Geschäfts- oder Firmenwert resultieren, für den eine Abschreibung zu Steuerzwecken nicht möglich ist. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und Steuerguthaben in den folgenden fünf Jahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet wird. 4.14. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich auf Verpflichtungen des Unternehmens für leistungsorientierte Pläne. Bei leistungsorientierten Altersversorgungsystemen werden die Pensionsverpflichtungen nach der sogenannten Projected Unit Credit Methode ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten. Dabei werden zukünftige Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen betragserhöhend berücksichtigt. Die Sterbe- und Ausscheidewahrscheinlichkeiten werden im Inland nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck beziehungsweise im Ausland nach vergleichbaren ausländischen Sterbetafeln ermittelt. Sofern Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen vollständig kongruent rückgedeckt werden, werden diese saldiert ausgewiesen. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wird die defined benefit obligation zugrunde gelegt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste des Plans werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgsneutral erfasst. Nachzuverrechnender Dienstaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, die Nettozinsen aus Rückstellungszuführung und Erträge aus Planvermögen werden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst. 4.15. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert des Erfüllungsbetrags. Es werden ausschließlich Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung erfolgt unter einem Vollkostenansatz unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung entsprechender Zinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Die zugrunde gelegten Zinssätze sind abhängig von der entsprechenden Laufzeit der Verpflichtungen. 4.16. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter Kontrolle von STEMMER IMAGING stehen, noch bestätigt wird. Des Weiteren sind Eventualverbindlichkeiten auf vergangenen Ereignissen beruhende, gegenwärtige Verpflichtungen, die jedoch nicht erfasst werden, weil ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung der Verpflichtungen nicht wahrscheinlich ist oder die Verpflichtungshöhe nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden nicht in der Konzernbilanz angesetzt, sondern im Konzernanhang angegeben und beschrieben. 4.17. Segmentberichterstattung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 enthält keine separate Segmentberichterstattung, da sich die Aktivitäten der STEMMER IMAGING-Gruppe auf ein berichtspflichtiges Geschäftssegment im Sinne von IFRS 8 beschränken. Die gesamte Geschäftstätigkeit ist auf den Vertrieb von Bildverarbeitungstechnologien ausgerichtet und wird entsprechend einheitlich intern überwacht und gesteuert. Es existiert darüber hinaus kein weiteres Geschäftssegment, das gem. IFRS 8.11 berichtspflichtig wäre. Ungeachtet dessen werden die Angaben auf Unternehmensebene gem. IFRS 8.31-34 im Zusammenhang mit der Darstellung der Umsatz erlöse unter Teil B 17 bereitgestellt. 4.18. Anteilsbasierte Vergütungen Die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen beziehungsweise Vergütungsprogramme richtet sich nach IFRS 2. Der Standard unterscheidet zwischen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurden die Vorstandsverträge bei der STEMMER IMAGING AG an das von der Hauptversammlung 2021 verabschiedete Vergütungssystem angepasst und mit einer Komponente für die langfristige Incentivierung ausgestattet. Das Programm wurde in den vorangegangenen Geschäftsjahren gemäß IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde durch einen Beschluss des Aufsichtsrates, welcher einen Ausgleich durch Einmalzahlung vorsieht, die Bilanzierung gemäß IFRS 2 überflüssig. 4.19. Schätzungen und Annahmen Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:
Bei diesen Bewertungsunsicherheiten werden die bestmöglichen Erkenntnisse, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag, herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Konzernanhang zu entnehmen. B. Erläuterungen zu Abschlussposten Erläuterungen zur Bilanz 1. Immaterielle Vermögenswerte Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte setzt sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Nachfolgend wird die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte dargestellt:
Im Detail entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte in der Vorperiode wie folgt:
Zuordnung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes ist den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zuzuordnen:
Der erzielbare Betrag der fünf zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von abgezinsten Cashflow-Prognosen abgeleitet, die auf den vom Vorstand bewilligten Finanzbudgets für einen Detailplanungszeitraum von fünf Jahren und einem je zahlungsmittelgenerierender Einheit individuellen Abzinsungssatz beruhen. Diese Modelle verwenden mehrere wesentliche Annahmen, darunter Schätzungen der künftigen Umsatzwachstumsraten, der Rohertragsquoten, der Kosten der betrieblichen Tätigkeit, nachhaltige Wachstumsraten und durchschnittlich gewichtete Kapitalkosten (Abzinsungszinssatz). Die Zahlungsstromprognosen beruhen während des gesamten budgetierten Zeit raums auf denselben erwarteten Bruttomargen sowie derselben geschätzten Preissteigerungsrate für Rohstoffe. Die Zahlungsstromreihe wurde für einen Zeitraum nach dem fünften Jahr unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate von 1% extrapoliert. Folgende Abzinsungssätze vor Steuern wurden zum 30. November 2024 (Vorjahr: 30. November 2023) in den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt:
STEMMER IMAGING plant für 2025 mit einem Umsatz in der Bandbreite von EUR 110 - 123 Mio. Dies entspricht einem Umsatzwachstum gegenüber 2024 von 7% bis 20 %. Die Umsatzplanung basiert auf differenzierten bottom-up Planungen auf Kundenebene, die mit den jeweiligen Regional Managern der In- und Auslandsmärkte erarbeitet wurde. Bei unterproportional zum Umsatz steigenden Kosten geht STEMMER IMAGING von verbesserten EBITDA-Ratios gegenüber 2024 aus. Die Planung für das Jahr 2025 enthält ein volles Geschäftsjahr für die US Akquisition Phasel, die im Jahr 2024 ab Mai in den konsolidierten Geschäftszahlen enthalten ist. Die Kostenplanung erfolgte für das Jahr 2025 anhand einer detaillierten Betrachtung der erwarteten und geplanten Kostenpositionen. Für die Mittelfristplanung wurden Schätzungen anhand von Erfahrungswerten herangezogen. Währungskursschwankungen wurden in der Planung nicht berücksichtigt. Auf der Basis der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, ergeben sich bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten keine Wertminderung zum 30. November 2024. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, wurden gleichzeitig das erwartete EBIT um 10 % gesenkt und die Nachsteuer-Zinssätze um 2 % erhöht. Auf Grundlage der geänderten Parameter ist kein Abwertungsbedarf entstanden. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr EUR 1,21 Mio. (Vorjahr: EUR 1,27 Mio.). Bei den im Geschäftsjahren 2022 bis 2024 ausgewiesenen Anzahlungen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von gesamt TEUR 1.559 handelt es sich um Investitionen in Fremdleistungen für einen neuen Internetauftritt sowie für einen E-Commerce Channel. Ausführlichere Informationen zu den planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind unter Teil B 21 zu finden. 2. Sachanlagen Die Buchwerte des Sachanlagevermögens setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: in TEUR
Im Detail entwickelte sich das Anlagevermögen im Geschäftsjahr wie folgt:
Die Neubewertungen im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 482) betreffen im Wesentlichen Vertragsanpassungen beim „Leasing von Grundstücken und Gebäuden“. Im Detail entwickelte sich das Anlagevermögen in der Vorperiode wie folgt:
3. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Im Zusammenhang mit den Vorräten wurden während des Geschäftsjahres 2024 TEUR 61.900 (Vorjahr: TEUR 88.250) als Materialaufwand aufwandswirksam erfasst. Die Summe der aufwandswirksam im Materialaufwand erfassten Anschaffung oder Herstellungskosten der Vorräte umfasst Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis i.H.v. TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 445) aufgrund von Überreichweit Überalterung, verminderter Gängigkeit oder nachlaufenden Kosten. Die Realisierung der Vorräte wird erwartungsgemäß überwiegend innerhalb von 12 Monaten erfolgen. 4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Konzerngesellschaften - mit Ausnahme der Gesellschaften des spanischen Teilkonzerns - gewähren in der Regel Zahlungsziele zwischen 30 und 45 Tagen. Für diesen Zeitraum stellt der Konzern dem Kunden keine Zinsen in Rechnung. Anschließend werden in Einzelfällen und in Abhängigkeit von den landestypischen Gegebenheiten individuell Verzugszinsen auf den ausstehenden Betrag erhoben. Die vorherrschenden Lieferbedingungen bei STEMMER IMAGING sind ex works. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen nach der Expected-Loss-Methode gemäß IFRS 9 vorgenommen. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Teil B 11 erläutert. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist überwiegend als angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 5. Ertragsteuerforderungen Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf TEUR 3.999 (Vorjahr: TEUR 515) zum Geschäftsjahresende. Der Anstieg der Ertragsteuerforderungen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem deutlich niedrigeren zu versteuernden Einkommen der STEMMER IMAGING AG basierend auf der Steuerberechnung zum 31.12.2024 bei gleichzeitig hohen geleisteten Ertragsteuervorauszahlungen für selbiges Jahr. Der überwiegende Teil entsteht rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag. 6. Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:
Wie im Vorjahr haben keine Beträge eine Restlaufzeit größer als ein Jahr. 7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen; ihr Buchwert ist als angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzusehen. Guthaben werden ausschließlich zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition gehalten. Hinsichtlich der in den Zahlungsmitteln enthaltenen Fremdwährungsguthaben wird auf die Sensitivitätsanalyse unter Textziffer 11 verwiesen. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden in Teil B 11 Wertberichtigungen nach der Expected-Loss-Methode gemäß IFRS 9 vorgenommen. Die Wertminderungen werden in Teil B 11 erläutert. 8. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der STEMMER IMAGING AG beläuft sich auf TEUR 6.500 (Vorjahr: TEUR 6.500) und ist voll eingezahlt. Zum 31. Dezember 2024 bestehen 6.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien). Der anteilige Betrag am Grundkapital beträgt EUR 1,00 je Aktie. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Mai 2028 einmalig oder mehrmalig um insgesamt TEUR 1.950 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu TEUR 1.950 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023). Im Geschäftsjahr 2024 wurde kein Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht, eine Kapitalerhöhung wurde nicht vorgenommen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Dezember 2018 um TEUR 200 bedingt erhöht worden und dient der Gewährung von bis zu 200.000 Aktienoptionen mit Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen im Sinne von §§ 15,17 AktG auf Aktien der Gesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren (Bedingtes Kapital 2018/1). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 47.495 (Vorjahr: TEUR 47.495). Gewinnrücklagen Die übrigen Gewinnrücklagen betragen TEUR 13.134 (Vorjahr: TEUR 26.494) zum Geschäftsjahresende. Sie enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisvorträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Rücklage aus der Fremdwährungsumrechnung verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 149 auf TEUR - 181. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns werden im Konzernabschluss direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung kumuliert. Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 3 auf TEUR 25. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste kumuliert. Wichtige Beschlussfassungen der Hauptversammlung vom 14. Mai 2024: Es wurde beschlossen, den handelsrechtlichen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 17.940.115,78 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 2,70 je dividendenberechtigter Stückaktie: insgesamt somit EUR 17.550.000,00 Vortrag auf neue Rechnung: EUR 390.115,78. 9. Leistungen an Arbeitnehmer Pensionen Die Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden dabei mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche unter Berücksichtigung wahrscheinlicher künftiger Erhöhung von Renten und Gehältern bilanziert. Der Verpflichtungsumfang für aktive Mitarbeiter erhöht sich jährlich um die Aufzinsung und um den Barwert der im Wirtschaftsjahr erdienten Pensionsansprüche. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (zum Beispiel Einkommens- und Rentenerhöhungen, Zinsänderungen) von den Rechnungsannahmen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsleistungen basieren grundsätzlich auf der Beschäftigungsdauer, auf dem bezogenen Entgelt und dem Beschäftigungsgrad der begünstigten Mitarbeiter. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen sowie Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Zum 31. Dezember 2024 besteht, wie im Vorjahr, eine Leistungsverpflichtung gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied. Darüber hinaus bestehen Leistungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern der französischen Tochtergesellschaft. Versicherungsmathematische Annahmen: Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden. Hierin enthalten sind die Annahmen zu künftigen Lohn- und Gehaltsentwicklungen sowie Rententrends. Der Bewertung liegen die folgenden versicherungsmathematischen Annahmebandbreiten für die Gesellschaften zugrunde:
Entwicklung des Barwerts für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Nachfolgend wurden die wesentlichen Entwicklungen des Planvermögens dargestellt:
Im Gesamtergebnis sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beiträge erfasst worden:
Die Neubewertung der Nettoschuld aus dem leistungsorientierten Plan ist im Sonstigen Ergebnis erfasst. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz sowie die Rentendynamik. Die nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag haben keine wesentlichen Auswirkungen auf eine mögliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung. Die erwartete Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung am 31. Dezember 2024 betrug 7,8 Jahre (Vorjahr: 8,7 Jahre) für die STEMMER IMAGING AG. Bei der französischen Tochter ist die Laufzeit an das Alter der Mitarbeiter und damit an die maximale Dienstzeit geknüpft. Das Planvermögen besteht aus einer zur leistungsorientierten Verpflichtung korrespondierenden Rückdeckungsversicherung, die einen qualifizierenden Versicherungsvertrag darstellt. Es werden keine weiteren Beiträge in das Planvermögen erwartet. STEMMER IMAGING erwartet im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 wie in 2023 keine Rentenzahlungen. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse wurde mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wesentlichen Annahme, d.h. des Abzinsungszinssatzes, zum Ende des Berichtszeitraums auf die Verpflichtung extrapoliert. Die Sensitivitätsanalyse basiert auf einer Änderung einer wesentlichen Annahme, während alle anderen Annahmen unverändert bleiben, hiernach führt eine Veränderung des Abzinsungszinssatzes um
10. Sonstige Rückstellungen Die nach der besten Einschätzung des Vorstands gebildeten sonstigen Rückstellungen bestehen zum Stichtag aus einem kurzfristigen Anteil von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 91) und aus einem langfristigen Anteil von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 275). Die Rückstellungen haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 folgendermaßen geänder:
Incentiveprogramm Die STEMMER IMAGING AG hat für ausgewählte Mitarbeiter ein Langzeit-Incentiveprogramm entwickelt. Die Mitarbeiter werden durch Aufnahme in dieses Programm anteilig an der wirtschaftlichen Entwicklung von STEMMER IMAGING beteiligt. Das Programm begann mit dem Ende des Geschäftsjahres 2010/11 und wird laufend fortgeschrieben. Die zugesagten Beträge stehen den Berechtigten bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses mit der STEMMER IMAGING AG zur Verfügung. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses waren beteiligte Mitarbeiter beschäftigt. Die Rückstellungen für das Incentiveprogramm werden gemäß IAS 19 mit dem Barwert der bestehenden Ansprüche bewertet. Der Ermittlung des Barwerts liegt ein Rechnungszins von 3,29 % zugrunde (Vorjahr: 3,32%). Entwicklung des Barwerts für Verpflichtungen aus dem Incentiveprogramm:
Die nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen (Abzinsungszinssatz) zum Bilanzstichtag haben keine wesentlichen Auswirkungen auf eine mögliche Veränderung der Verpflichtung. Die erwartete Laufzeit der Verpflichtung am 31. Dezember 2024 betrug 11,5 Jahre (Vorjahr: 5,6 Jahre). STEMMER IMAGING erwartet im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 keine Zahlungen aus diesem Programm (Vorjahr: TEUR 0). 11. Finanzinstrumente Einstufung und beizulegender Zeitwert Die folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 31. Dezember 2024 der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt.
Die folgende Tabelle leitet die Bilanzposten zum 31. Dezember 2023 der Finanzinstrumente zu Klassen und Bewertungskategorien des IFRS 9 über. Außerdem werden die aggregierten Buchwerte pro Bewertungskategorie und die beizulegenden Zeitwerte für jede Klasse dargestellt.
Der IFRS 13 regelt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sowie die dazugehörigen Konzernanhangangaben. Eine Definition, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist, ist im Standard nicht explizit geregelt. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in Übereinstimmung mit dem IFRS 13 den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die einzelnen Stufen der Fair- Value-Hierarchie werden folgendermaßen definiert: Stufe 1: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden Stufe 2: Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, die direkte (d. h. als Preise) oder indirekte (d. h. aus Ableitungen von Preisen) beobachtbare Marktdaten für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten darstellen und andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 aufgenommenen Marktpreisnotierungen sind. Stufe 3: Stufe 3 basiert auf Inputfaktoren für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht an einem Markt beobachtbar sind (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 209) beinhalten zum 31. Dezember 2024 im Wesentlichen sonstige Ausleihungen. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich folgendermaßen:
Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Forschungsdarlehen in Höhe von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 676), die STEMMER IMAGING, S. L. U. erhalten hat. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 321) und kurzfristige Forschungsdarlehen (TEUR 141), die STEMMER IMAGING, S. L. U. erhalten hat (Vorjahr: TEUR 138 ), enthalten. Außerdem ist die im Oktober 2025 fällige Kaufpreiskomponente zu dem Kauf der Phase 1 Technology Corp., NY in Höhe von TEUR 433 enthalten. Bei dem kurz- und langfristigen Anteil an Forschungsdarlehen handelt es sich um zinsvergünstigte Darlehen innerhalb staatlicher Förderung. Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen. Weitere Informationen zu Zuwendungen der öffentlichen Hand sind unter Teil B 18 zu finden. Finanzielles Risikomanagement Grundsätze des Risikomanagements Die STEMMER IMAGING Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei STEMMER IMAGING regelmäßig bewertet. Liquiditätsrisiken Um die Zahlungsfähigkeit der Mutter- und der Tochtergesellschaften jederzeit sicherzustellen, überwacht der Konzern die Liquiditätsentwicklung des Konzerns bzw. der Tochtergesellschaften regelmäßig. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der INFAIMON-Gruppe wurde ein Darlehen in Höhe von EUR 10,0 Mio. aufgenommen, welches quartalsweise in Höhe von EUR 0,5 Mio. getilgt wurde und im Geschäftsjahr komplett zurückgezahlt wurde. Der Zinssatz für das Darlehen betrug 0,65 %. Das Liquiditätsrisiko betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen feste Zahlungsziele mit den Lieferanten. Daher besteht kein Risiko, dass Zahlungen früher zu leisten sind. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglichen undiskontierten Zins- und Zahlungsziele für die unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:
Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungen sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegungen der zuletzt vor dem jeweiligen Stichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühsten Zeitraster zugeordnet. Währungsrisiken Bestimmte Geschäftsvorfälle werden im Konzern in fremder Währung abgewickelt. Daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Die Buchwerte der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden, soweit sie einem erfolgswirksamen Währungskursrisiko unterliegen, stellen sich wie folgt dar:
Alle übrigen Währungen im Konzern, wie Dänische Kronen, Schweizer Franken, Mexikanische Peso und Polnische Zloty sind aufgrund der Beträge in fremder Währung von untergeordneter Bedeutung. Darüberhinausgehende, in fremder Währung abgewickelte Geschäfte sind vom Umfang nicht erheblich, so dass die daraus resultierenden Währungsrisiken vernachlässigbar sind. Fremdwährungssensitivitätsanalyse Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität von Gewinn und Eigenkapital in Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns und dem BRL/EUR, dem GBP/EUR, dem SEK/EUR sowie dem USD/EUR- Wechselkurs - alle übrigen Rahmenbedingungen sind unverändert. Es wird von einer Veränderung des BRL/EUR, des GBP/EUR, des SEK/EUR und des USD/EUR zum 31. Dezember 2024 um +/- 10 % ausgegangen. Dieser Prozentsatz wurde auf der Grundlage der durchschnittlichen Marktvolatilität der Wechselkurse in den letzten 12 Monaten ermittelt. Hätte der EUR gegenüber dem USD für 2024 um 10 % zugelegt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: USD
Hätte sich der EUR gegenüber dem USD für 2024 um 10 % abgeschwächt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: USD
Hätte der EUR gegenüber dem GBP für 2024 um 10% zugelegt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: GBP
Hätte sich der EUR gegenüber dem GBP für 2024 um 10 % abgeschwächt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: GBP
Hätte der EUR gegenüber dem BRL für 2024 um 10 % zugelegt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: BRL
Hätte sich der EUR gegenüber dem BRL für 2024 um 10 % abgeschwächt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: BRL
Hätte der EUR gegenüber dem SEK für 2024 um 10 % zugelegt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: SEK
Hätte sich der EUR gegenüber dem SEK für 2024 um 10 % abgeschwächt, hätte dies folgende Auswirkungen gehabt: SEK
Die Wechselkursrisiken variieren im Laufe des Jahres je nach Volumen der Transaktionen. Dennoch wird die obige Analyse als repräsentativ für das Währungsrisiko des Konzerns angesehen. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls eine Gegenpartei einer Verpflichtung gegenüber dem Konzern nicht nachkommt. Der Konzern ist diesem Risiko bei verschiedenen Finanzinstrumenten ausgesetzt, insbesondere bei bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten sowie der Anlage von liquiden Mitteln. Ein Ausfallereignis tritt für den Konzern ein, wenn die Vertragspartei den Verpflichtungen gegenüber dem Konzern nicht nachkommen kann. Ausfallereignisse können Störungen im Geschäftsablauf der Vertragspartei und damit einhergehende Zahlungsverzögerungen, die Zahlungsunfähigkeit bzw. Insolvenz sein. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns beschränkt sich auf den Buchwert der am Bilanzstichtag bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, wie nachfolgend zusammengefasst: in TEUR
Bei STEMMER IMAGING stellt sich die Vorgehensweise zur Ermittlung der Risikovorsorge wie folgt dar: in TEUR
Die Gruppe überwacht kontinuierlich das Zahlungsverhalten von Kunden und anderen Vertragsparteien, die entweder einzeln oder in Gruppen beobachtet werden, und bezieht diese Informationen in ihre Kreditrisikokontrolle ein. Sofern zu angemessenen Kosten verfügbar, werden externe Ratings und/oder Berichte über Kunden und andere Vertragsparteien eingeholt und analysiert. Die Politik des Konzerns besteht darin, nur mit kreditwürdigen Vertragspartnern zu verhandeln. Für alle Forderungen werden auf Basis von Informationen der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Gegenpartei und historischen Erfahrungswerten hinsichtlich des Zahlungsverhaltens entsprechende Wertminderungen vorgenommen. Wertberichtigungen werden somit gebildet, wenn die erwarteten künftigen Zahlungsströme geringer sind als der Buchwert der Forderungen. Vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit neuen Kunden nutzt der Konzern interne und externe Kreditwürdigkeitsprüfungen, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden regelmäßig überprüft. Sicherheiten oder sonstige Kreditverbesserungsmaßnahmen zur Minderung des Ausfallrisikos bestehen nicht. Entsprechend IFRS 9 wendet die STEMMER IMAGING-Gruppe das Expected Loss Model zur Bestimmung von Wertberichtigungen an. Dabei beinhaltet die Schwelle der Verlusterfassung bereits zu erwartende Verluste und nicht nur lediglich bereits eingetretene Verluste. Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023:
Die Herabsetzung der Wertberichtigungen resultiert insbesondere aus der Auflösung von Wertberichtigungen entsprechend des Expected Loss Models. Der Bruttobuchwert der Forderungen ist gesunken, wodurch geringere Wertberichtigungen erfasst wurden. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste für Liefer- und Leistungsforderungen, die nicht bereits durch eine einzelfallbezogene Betrachtung wertberichtigt wurden (z. B. wegen Insolvenz des Kunden), erfolgt nach einer vereinfachten Methode mittels einer Wertberichtigungstabelle, welche festgelegte Wertberichtigungsquoten in Abhängigkeit von der Dauer der Überfälligkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorsieht. Zudem wurde in den Stufen „nicht überfällig“ bis „61-90 Tage überfällig“ in Anbetracht erhöhter Zahlungsfristen bei den Gesellschaften des spanischen Teilkonzerns zusätzliche Risikovorsorge gebildet. Die Wertberichtigungen auf Grundlage der Wertberichtigungstabelle betragen TEUR -483 (Vorjahr: TEUR -503). Die Wertberichtigungen, die nach einer Einzelfallbetrachtung erfasst wurden, betragen TEUR -418 (Vorjahr: TEUR -441) und sind in der Wertberichtigungstabelle entsprechend ihrer Überfälligkeiten ebenfalls dargestellt. Aus der Anwendung des Expected Loss Model haben sich die Wertberichtigungen bei STEMMER IMAGING bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt entwickelt:
In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ist der Konzern einem Kreditrisiko gegenüber einzelnen Kunden ausgesetzt. Im Betrachtungszeitraum hat der Konzern jedoch keine Umsätze mit einzelnen Kunden getätigt, die mehr als 10 % des Jahresumsatzes des Konzerns ausmachen. Demnach bestand im Betrachtungszeitraum kein Konzentrationsrisiko. Das Management schätzt aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit die Bonität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht überfällig oder wertgemindert sind, als gut ein. Das Kreditrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist aufgrund des geringen Volumens zum 31. Dezember 2024 vernachlässigbar. Das Kreditrisiko für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird auf Grundlage externer Ratings ermittelt. Aufgrund der guten Bonität der Kreditinstitute ist das Risiko aufgrund einer niedrigen Ausfallwahrscheinlichkeit und somit die Wertberichtigung mit TEUR -28 im Geschäftsjahr 2024 gering. In nachfolgender Tabelle ist die Entwicklung der Wertberichtigungen bei Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten dargestellt: in TEUR
Zinsänderungsrisiko Zum 31. Dezember 2024 bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Im vorrangegangenen Geschäftsjahr bestand eine Bankverbindlichkeit der STEMMER IMAGING AG, welche zur Finanzierung der Akquisition der INFAIMON-Gruppe bei der Uni- Credit Bank AG, München, aufgenommen wurde. Die Verzinsung erfolgte bis Ende des Zinsbindungszeitraums zum 30. September 2024 mit 0,65% p.a. Das Darlehen wurde vollständig getilgt. Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten, die nur einem unwesentlichen Risiko von Zinsänderungen unterliegen. Unverhältnismäßig hohe Risikokonzentration Der Konzern ist auf ein ausgewogenes Kundenportfolio und langfristige Kundenbeziehungen sowie die Risikodiversifikation hinsichtlich branchenbezogener Endmärkte und regionaler Absatzregionen bedacht. Unabhängig hiervon birgt das unternehmerische Konzept des Konzerns gewisse Risiken, die sich hauptsächlich in geschäftsbezogenen Risiken (z. B. aus den Unternehmenserwerben, Lagerrisiken, Lieferantenabhängigkeiten, Preissteigerungen, Währungsrisiken) und markt- und branchenbezogenen Risiken (z. B. Kundenbudgets, Veränderungen in der Wettbewerbssituation, konjunkturelle Risiken, Vertriebsrisiken im Zusammenhang mit dem Direktvertrieb von Herstellern) manifestieren. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird regelmäßig überwacht, ob die Gesellschaft mit einem Kunden mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse erzielt. Dies ist weder im Geschäftsjahr 2024 noch im Geschäftsjahr 2023 eingetreten. Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei regionalen bzw. renommierten Banken und Finanzinstituten geführt. Sie werden zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition gehalten. Die Gesellschaft überwacht laufend die Bonität dieser Vertragspartner anhand der Bonitätseinstufungen externer Ratingagenturen bzw. der Einschätzungen der deutschen Bundesbank. Die Ausfallrisiken werden aufgrund der guten Bonitäten (Rating bis A-3) als sehr gering eingeschätzt. Unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen bestehen nach Einschätzung des Vorstands nicht. 12. Leasing Die von STEMMER IMAGING abgeschlossenen Leasingverhältnisse beziehen sich auf die Anmietung von Nutzungsrechten an Immobilien, insbesondere von Büroräumen, sowie von übrigen Sachanlagen, vor allem Betriebs- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge. Die Leasingverhältnisse erfüllen eine unterstützende Funktion für den Geschäftsbetrieb des Konzerns. Die Buchwertentwicklung der geleasten Sachanlagen ergibt sich wie folgt: in TEUR
Die Neubewertungen in Höhe von TEUR 252 betreffen im Wesentlichen Vertragsanpassungen beim „Leasing von Grundstücken und Gebäuden“. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Positionen "Leasing von Grundstücken und Gebäuden" und „Leasing Betriebs- und Geschäftsausstattung“ innerhalb des Sachanlagevermögens. Es wurden neue langfristige Mietverträge abgeschlossen und abgelaufene Leasingfahrzeuge wurden ersetzt. Die Aufteilung der diskontierten und undiskontierten Leasingverbindlichkeiten nach Fristigkeiten wird in den folgenden Tabellen dargestellt:
Darüber hinaus bestehen zukünftige Zahlungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (low-value leases). Diese sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die Beträge der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf Leasingverhältnisse entfallen, in denen die STEMMER IMAGING als Leasingnehmer auftritt, sind wie folgt dargestellt: in TEUR
Die Beträge der Cashflow-Rechnung, die auf Leasingverhältnisse entfallen, in denen die STEMMER IMAGING als Leasingnehmer auftritt, sind wie folgt dargestellt: in TEUR
Die Auszahlungen aus kurzfristigen/geringwertigen Leasingverhältnissen betreffen den operativen Cashflow, Tilgungs- und Zinsauszahlungen sowie den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. 13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben bis auf den unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Teil in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 121) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weiterhin bestehen für Verbindlichkeiten bis zur ihrer endgültigen Begleichung einfache Eigentumsvorbehalte. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist als angemessene Schätzung für den beizulegenden Zeitwert anzusehen. 14. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Zum 31. Dezember 2024 stellten sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wie folgt dar: in TEUR
15. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Personalverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den übrigen sonstigen Personalverpflichtungen sind kurzfristige Vergütungen in Höhe von TEUR 1.031 an den Vorstand aus der Ablösung des aktienbasierten Vergütungsprogramms (Vorjahr aktienbasierte Vergütungen: TEUR 253) enthalten. Auf Grundlage eines Beschlusses des Aufsichtsrates wurde der Betrag festgelegt und deswegen kein Zeitwert wie im vorangegangenen Geschäftsjahr ermittelt. Die Jubiläumsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Der zugrunde liegende Rechnungszins beträgt 2,97% (Vorjahr: 3,32%). Die Sterbe- und Ausscheidewahrscheinlichkeiten werden nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Er wird eine jährliche Fluktuationsrate von 8,6% (Vorjahr: 8,6%) unterstellt. 16. Kapitalrisikomanagement Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Gesellschaften des Konzerns unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können und zugleich die Erträge der Gesellschafter durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital zu maximieren. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Für Zwecke der Kapitalsteuerung umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen. Die Steuerung und Anpassung der Kapitalstruktur des Konzerns erfolgt in Abhängigkeit von Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen von Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Die Geschäftsleitung überwacht die Kapitalstruktur der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen. Dabei werden neben dem Eigenkapital der Tochtergesellschaften auch die bestehenden Finanzierungsformen gemeldet. In der Vergangenheit hatte die Gesellschaft aufgrund der Struktur und der Ausstattung mit finanziellen Mitteln eine hohe Eigenkapitalquote unter geringem Einsatz von Fremdkapital. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur mit Hilfe des Verschuldungsgrads. Zum Stichtag beläuft sich die Eigenkapitalquote auf ca. 68 % (Vorjahr: 77 %) und der Nettoverschuldungsgrad auf ca. 7% (Vorjahr: -17%). Zukünftig plant die Gesellschaft die Kapitalstruktur unter Einbezug ertrags- und risikogerichteter Gesichtspunkte weiter zu optimieren. in TEUR
Die Kapitalstruktur des Konzerns wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig überprüft. Der Konzern unterlag im Rahmen des Darlehensvertrages mit der UniCredit Bank AG extern auferlegten branchenüblichen Kapitalanforderungen (EBITDA zu Nettofinanzschulden). Diese Kapitalanforderungen waren während der gesamten bisherigen Darlehenslaufzeit erfüllt. Zum 31. Dezember 2024 wurden keine Änderungen der Ziele und Verfahren des Kapitalrisikomanagements vorgenommen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 17. Umsatzerlöse in TEUR
Die STEMMER IMAGING AG analysiert die Umsatzerlöse mit Kunden neben der regionalen Aufteilung für die umsatzstärksten Kunden auch hinsichtlich der Branchenzugehörigkeit. Für das Geschäftsjahr 2024 konnte das Unternehmen weiterhin eine große Bandbreite von Branchen bedienen ohne besondere Branchenschwerpunkte zu haben. Die Bereiche Industrielle Automatisierung und Sports & Entertainment stellen hierbei einen überproportionalen Anteil dar, machen jedoch in Summe derzeit weniger als 30 % der gesamten Umsatzerlöse aus. Für zugekaufte Softwareprodukte, welche ohne weitere Zusatzleistungen weiterverkauft werden, weist STEMMER IMAGING die Nettoumsätze, die sich aus der Vermittlungsleistung ergeben, aus. in TEUR
Weiterhin erfolgt nachfolgend noch eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen: in TEUR
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden, d.h. des Lieferorts. Weder im Geschäftsjahr 2024 noch im Geschäftsjahr 2023 erzielte STEMMER IMAGING mit einem Kunden mehr als 10 % der Gesamtumsatzerlöse. 18. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: in TEUR
n den sonstigen betrieblichen Erträgen sind nachfolgende Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten enthalten: in TEUR
Die staatlichen Zuschüsse beinhalten in Höhe von TEUR 20 Zahlungen für Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen (Vorjahr: TEUR 266). Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen im Zusammenhang mit den Zuschüssen. Weitere Informationen zu Zuwendungen der öffentlichen Hand sind unter Teil B 11 zu finden. 19. Materialaufwand Die Materialaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: in TEUR
20. Personalaufwand und Anzahl Mitarbeiter Der Personalaufwand entwickelte sich wie folgt: in TEUR
Der Konzern beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 253 Mitarbeiter (Vorjahr: 295). 21. Abschreibungen Die Abschreibungen entfallen in Höhe von TEUR 2.772 (Vorjahr: TEUR 2.947) auf das Sachanlagevermögen und mit TEUR 1.279 (Vorjahr: TEUR 2.149) auf die immateriellen Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Wert der Marke INFAIMON in Höhe von TEUR 912 vorgenommen. Nach Umstellung des öffentlichen Auftritts der ehemaligen INFAIMON-Gesellschaften auf die STEMMER IMAGING Marke, wurde kein Nutzen mehr aus dem Vermögenswert gezogen. Deshalb wurde ein beizulegender Zeitwert von EUR 0 ermittelt. 22. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: in TEUR
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind anteilig weiterbelastete Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Wechsel des Hauptaktionärs bei der STEMMER IMAGING AG enthalten. Die Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 58) beinhalten Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige und kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 32) und andere Aufwendungen aus Leasingverhältnissen (Nebenkosten) in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 26). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nachfolgende Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten enthalten: in TEUR
23. Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: in TEUR
Die Finanzerträge resultieren im Wesentlichen aus der Verzinsung der Bankguthaben. Die Finanzierungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: in TEUR
Im Finanzergebnis sind nachfolgende Erträge (+) und Aufwendungen (-) von Finanzinstrumenten enthalten: in TEUR
24. Ertragsteuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (Aufwand+/Ertrag-) setzen sich wie folgt zusammen: in TEUR
Die Summe des Betrages tatsächlicher und latenter Steuern resultierend aus dem Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden, beträgt TEUR -12 (Vorjahr: TEUR -11). Die inländischen Ertragsteuern umfassen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in hebesatztypischen Differenzierungen (durchschnittlicher Gewerbesteuersatz im Jahr 2024 12,25% und 2023:12,25%) beziehungsweise vergleichbaren ausländischen Steuern. Die Unterschiede des erwarteten Steueraufwandes bei Anwendung des von der STEMMER IMAGING AG maßgeblichen Gesamtsteuersatzes auf das Konzernergebnis und dem tatsächlich zu zahlenden Steueraufwand lassen sich wie folgt für das Geschäftsjahr 2024 und für das Geschäftsjahr 2023 überleiten: in TEUR
Der für die dargestellte Überleitungsrechnung angewendete Steuersatz entspricht dem von der Gesellschaft in Deutschland zu leistenden Unternehmenssteuersatz auf steuerbare Gewinne gemäß dem deutschen Steuerrecht. Es ergibt sich die nachfolgende tatsächliche Steuerquote: in TEUR
Die Unterschiedsbeträge für aktive latente Steueransprüche lassen sich auf folgende Ursachen zurückführen: in TEUR
Für ausländische Verlustvorträge in Höhe von TEUR 923 (Vorjahr: TEUR 1.224) wurde kein latenter Steueransatz vorgenommen. Der Untergang der steuerlichen Verlustvorträge in den nächsten 10 Jahren stellt sich wie folgt dar: in TEUR
Die Unterschiedsbeträge für passive latente Steuerverpflichtungen lassen sich auf folgende Ursachen zurückzuführen: in TEUR
Auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 543) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurde kein latenter Steueransatz vorgenommen, da der Konzern in der Lage ist, den Zeitpunkt der Umkehrung dieser Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Der STEMMER-Konzern fiel bis zum Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der STEMMER IMAGING AG durch die PRIMEPULSE SE an Ventrifossa HoldCo GmbH am 5. November 2024 grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Gemäß der Gesetzgebung muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem GloBE-Effektivsteuersatz und dem Mindestsatz von 15% zahlen. Für den Anwendungszeitraum wurde auf Basis der CbCR- Safe-Harbour-Übergangsregelungen eine Analyse vorgenommen, ob eine Ergänzungsteuer anfällt. Das ist nicht der Fall. Der Konzern macht von der Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar Two-Ertragsteuern Gebrauch, die Gegenstand der im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen des IAS 12 war. 25. Ergebnis je Aktie Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis (nach Abzug der Zinsen auf die wandelbaren Vorzugsaktien) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Stammaktien, die sich aus der Umwandlung aller potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergäben, geteilt. Verwässerungseffekte ergaben sich für die STEMMER IMAGING AG im Geschäftsjahr 2024 nicht. Nachfolgend wird das Ergebnis der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 sowie für das Geschäftsjahr 2023 angegeben: in TEUR
Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der STEMMER IMAGING-Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit entsprechend IAS 7 gegliedert. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten Veränderungen der Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Konzernbilanz ableitbar, da nicht zahlungswirksame Effekte herausgerechnet werden. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit errechnet sich aus dem um die Ertragsteuern und um das Zinsergebnis bereinigten Ergebnis nach Steuern, korrigiert um Abschreibungen, Wertminderungen und andere zahlungsunwirksame Posten (andere Non-Cash Items). Ferner werden Zahlungsströme aus erhaltenen und gezahlten Zinsen und aus gezahlten Steuern erfasst. Unter Berücksichtigung von Veränderungen des Working Capitals und dem Verbrauch von Rückstellungen ergibt sich der Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit. Im Mittelfluss aus Investitionstätigkeit werden Zahlungsströme aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten sowie Sach- und Finanzanlagen erfasst. Sofern es sich um den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder sonstigen Geschäftseinheiten handelt (Übernahme oder Verlust der Kontrolle), werden die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Der Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Veränderungen im Kapital sowie durch gezahlte Dividenden geprägt. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind Tilgungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.846 (Vorjahr: TEUR 1.883) enthalten. Der Finanzmittelbestand (TEUR 27.489, Vorjahr: TEUR 37.570) beinhaltet flüssige Mittel in Höhe von TEUR 27.489 (Vorjahr: TEUR 37.570). C. Sonstige Angaben 1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen sind Gesellschafter mit wesentlichem Einfluss auf den STEMMER-Konzern, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die STEMMER IMAGING AG und die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns haben. Personen mit maßgeblichem Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns umfassen sämtliche Personen in Schlüsselpositionen und deren nahestehende Familienangehörige. Innerhalb des Konzerns trifft dies auf die Mitglieder der Geschäftsleitung der Muttergesellschaft zu. Angaben zu verbundenen Unternehmen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der STEMMER IMAGING AG und deren Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Transaktionen der Ventrifossa BidCo AG, Frankfurt am Main Die Ventrifossa BidCo AG, Frankfurt am Main, eine 100%- ige Tochter der Ventrifossa HoldCo GmbH, die wiederrum zur MiddleGround Gruppe gehört, hält zum Stichtag 83,5 % der Aktien an der Gesellschaft. Durch die 39,73%-ige Beteiligung der Primepulse SE an der Ventrifossa HoldCo GmbH hält Primepulse eine 33,2%- ige indirekte Beteiligung an der STEMMER IMAGING AG. Transaktionen mit der MiddleGround Gruppe, und deren nahestehenden Unternehmen Im Geschäftsjahr 2024 sind die Aufwendungen gegenüber MiddleGround Management LP vom 5. November bis zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 0) für bezogene Dienstleistungen und weiterbelastete Kosten berechnet, hiervon wurden TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 0) in 2024 aufwandswirksam. Zum 31. Dezember 2024 weist die STEMMER IMAGING AG gegenüber der MiddleGround Management, LP, eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 75 aus. Die STEMMER IMAGING Group hatte Rechtsbeziehungen zu IT8 SOFTWARE ENGINEERING S.L ., ein zu MiddleGround Management LP nahestehendes Unternehmen. Im Geschäftsjahr wurden Umsätze mit IT8 getätigt. Für den Zeitraum ab dem 5. November bis zum 31. Dezember wurden Umsätze für Waren und Dienstleistungen in Höhe von TEUR 60 in Rechnung gestellt, von denen am Bilanzstichtag noch TEUR 7 als offene Forderung bestanden. Transaktionen der PRIMEPULSE SE, München Der Anteilsbesitz der PRIMEPULSE SE, München, an der Gesellschaft umfasst zum Stichtag 31. Dezember 2024 mittelbar insgesamt 33,2 % der Aktien. Im Vorjahr hielt die PRIMEPULSE SE unmittelbar 69,36% der Anteile an der STEMMER IMAGING AG. Transaktionen mit der PRIMEPULSE SE, München, und deren nahestehenden Unternehmen Die Dienstleistungen der PRIMEPULSE SE, München, umfassten verschiedene kaufmännische und organisatorische Aufgaben wie z.B. Operations & Controlling, Steuern, M&A-Support, Marketing, PR und IR. Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 5. November 2024 wurden insgesamt TEUR 476 (Im gesamten Geschäftsjahr: TEUR 523) von der PRIMEPULSE in Rechnung gestellt. Zum 5. November 2024 weist die STEMMER IMAGING AG gegenüber der PRIMEPULSE SE, München, eine Verbindlichkeit aus bezogenen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 41 aus. Im Geschäftsjahr fielen bei der STEMMER IMAGING AG projektbedingte Kosten in Höhe von TEUR 2.031 netto (Vorjahr: TEUR O) an, welche an PRIMEPULSE SE weiterverrechnet wurden. Bis zum Bilanzstichtag wurde die Forderung komplett beglichen. Das zur PRIMEPULSE SE nahestehende Unternehmen, die Mindcurv GmbH hat im Berichtsjahr keine Dienstleistungen (Vorjahr: TEUR 658) für den STEMMER- Konzern erbracht. Die Mindcurv GmbH hat bis zum 31. März 2024 zur PRIMEPULSE Gruppe gehört. Weiterhin bestanden in Rechnung gestellte Dienstleistungen für Informationstechnik durch die glueckkanja-gab AG, Offenbach am Main in Höhe von TEUR 93 für das Gesamtjahr 2024 (Vorjahr: TEUR 202). Die glueckkanja-gab AG hat bis zm 30. Juni 2024 zur PRIMEPULSE Gruppe gehört. Sonstige Rechtsgeschäfte mit den Gesellschaften der PRIMEPULSE Gruppe bestanden im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 nicht. Geschäfte zwischen der STEMMER IMAGING AG und ihr nahestehenden Unternehmen erfolgten stets zu marktüblichen Konditionen. Angaben zu Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen Den Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeiten in der Unternehmensgruppe Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.381 (Vorjahr: TEUR 934) gewährt. Bei den Bezügen handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 799). Die Im Vorjahr bestandene langfristige Incentivierungskomponente wurde gemäß IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde durch einen Beschluss des Aufsichtsrates, welcher einen Ausgleich durch Einmalzahlung vorsieht, die Bilanzierung gemäß IFRS 2 überflüssig. Der im Vorjahr erfasste Aufwand aus der aktienbasierten Vergütung betrug TEUR 135 und wurde in gleicher Höhe in einer langfristigen Verbindlichkeit fortgeschrieben. Für Verpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Mitglied der Geschäftsleitung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form einer Pensionszusage wurden zum 31. Dezember 2024 TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 93) berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden hierfür TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4) als Aufwand erfasst. 2. Organe der Gesellschaft Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2024 waren: Arne Dehn, München, Dipl.-Kfm., Vorsitzender des Vorstands Uwe Kemm, München, Vorstand (COO) bis zum 19. Februar 2025 Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Aufsichtsratstätigkeit von folgenden Personen ausgeübt:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 110). 3. Anteilsbesitz von Mitgliedern des Vorstands Zum Bilanzstichtag hält kein Vorstandsmitglied Aktien an der STEMMER IMAGING AG. Im Vorjahr waren an der STEMMER IMAGING AG zum 31. Dezember 2023 Herr Arne Dehn zu 0,67% und Herr Uwe Kemm zu 0,23% beteiligt. Der ehemalige Vorstand Herr Christof Zollitsch hatte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 1,90% und der ehemalige Vorstand Herr Martin Kersting 2,60% der Anteile. 4. Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bürgschaften. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos, die sich im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit bewegen. 5. Honorar für den Abschlussprüfer Folgende Honorare wurde in den einzelnen Jahren für den Abschlussprüfer erfasst: in TEUR
Anteilsbesitzliste
k = vollkonsolidierte Gesellschaften 6. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die SIS STEMMER IMAGING Services GmbH, Puchheim, hat als inländische Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2024 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Der bisherige Vorstand Uwe Kemm hat am 19. Februar 2025 sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Gesellschaft hat ihren Geschäftssitz im Zuge eines strategischen Standortwechsels nach München verlegt. Die Sitzverlegung wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 9. April 2025 beschlossen und am 25. April 2025 im Handelsregister eingetragen. Am 21. Februar 2025 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) zwischen der Ventrifossa BidCo AG und der STEMMER IMAGING AG abgeschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 26. Mai 2025. Damit unterliegt die Gesellschaft ab diesem Zeitpunkt der Leitung durch die Obergesellschaft gemäß den Vorschriften des § 291 AktG. 8. Genehmigung des Abschlusses Der Abschluss wurde vom Vorstand am 15. Juli 2025 genehmigt.
München, den 15.07. 2025 STEMMER IMAGING AG Arne Dehn, Vorstand Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 15.07. 2025 STEMMER IMAGING AG Arne Dehn, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STEMMER IMAGING AG Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der STEMMER IMAGING AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der STEMMER IMAGING AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die innerhalb des Risikoberichtes enthaltenen Teilabschnitte „Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem“, „Compliance Management System“ sowie „Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen und nicht-rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems“, auf die im Abschnitt „02 Zusammengefasster Lagebericht“ verwiesenen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 in Verbindung mit § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. Juli 2025 Baker Tilly GmbH & Co. KG Weissinger, Wirtschaftsprüfer Fußstetter, Wirtschaftsprüfer |
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