Ireland | 19 May 2009 09:27
Sto AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Auf einen Blick: - Sto-Konzernumsatz im ersten Quartal 2009 mit 142,0 Mio. EURum 11,8 % unter Vorjahr - Sowohl Konjunktur als auch Witterung beeinträchtigen Absatz - Ergebnis rückläufig, aber besser als geplant - Konzernbelegschaft umfasst Ende März 4.178 Mitarbeiternach 4.083 Personen ein Jahr zuvor (+2,3 %) - Ausblick für das Gesamtjahr 2009 unverändert:Rückgang bei Konzernumsatz und -ertrag erwartet Branchenentwicklung Die Baubranche entwickelte sich in den ersten Monaten 2009 weitgehend im Rahmen der Erwartungen. In den USA, Spanien, Großbritannien, Nord- und Osteuropa sowie China ging die Nachfrage nach Bauleistungen aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise teilweise erheblich zurück. Von der Absatzschwäche in diesen Regionen waren alle Bausegmente betroffen. In den anderen europäischen Ländern war der Grundtenor in der Baubranche zwar positiv, jedoch fiel witterungsbedingt ein beachtlicher Teil der Nachfrage aus. Dies galt auch für Deutschland, wo der harte Winter insbesondere in den ersten beiden Monaten die Arbeiten auf der Baustelle stark beeinträchtigte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ging der Gesamtumsatz im Januar und Februar 2009 insgesamt um 19,8 % auf 7,7 Mrd. EUR zurück. Der Auftragseingang ist in diesem Zeitraum sogar um 21,1 % abgeschmolzen. Davon betroffen war insbesondere das Segment Hochbau, in dem die Bestellungen um 27,4 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert lagen. Sto mit Umsatzrückgang Die schwierigen Rahmenbedingungen schlugen sich im Geschäftsverlauf der Sto AG nieder: Der Konzernumsatz ging im ersten Quartal 2009 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,8 % auf 142,0 Mio. EUR zurück. Währungsveränderungen hatten im Berichtszeitraum per saldo keinen nennenswerten Einfluss auf die Höhe des Geschäftsvolumens. In Deutschland sorgten vor allem witterungsbedingte Nachfrageausfälle für eine Einbuße beim Inlandsumsatz um 12,0 % auf 58,7 Mio. EUR. Ungünstig wirkte sich hauptsächlich der Absatzverlauf im Januar und Februar aus. Im März erholte sich das Geschäft zusehends, ein Trend, der im April anhielt. Der Auslandsumsatz nahm in den ersten drei Monaten 2009 um 11,7 % auf 83,3 Mio. EUR ab. Die Absatz dämpfenden Auswirkungen des harten Winters, der in erster Linie Europa beeinträchtigte, wurden in wichtigen Ländern durch konjunkturelle Einflüsse zum Teil erheblich verschärft. Nahezu alle Sto-Tochtergesellschaften wiesen daher ein rückläufiges Geschäftsvolumen auf. Positive Ausnahmen waren Frankreich, die Schweiz, Singapur und Malaysia. Der Auslandsanteil am Konzernvolumen betrug im ersten Quartal 58,7 % nach 58,6 % im Vorjahreszeitraum. Ergebnis erwartungsgemäß unter Vorjahr Aufgrund der ausgeprägten Saisonalität des Fassadengeschäfts sowie der implementierten Vertriebsstruktur erwirtschaftet Sto in den ersten Monaten eines Geschäftsjahres traditionell kein positives Ergebnis. Dies war auch im ersten Quartal 2009 der Fall, in dem sich der Fehlbetrag gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert infolge des spürbaren Umsatzrückgangs vergrößerte. Hohe Kostendisziplin Da sich der Rückgang beim Geschäftsvolumen bereits Ende 2008 abzeichnete, haben wir frühzeitig umfangreiche Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehörten unter anderem Einsparungen bei den Sachaufwendungen und eine Flexibilisierung der Arbeitskosten. Auf diese Weise ist es uns in den ersten Monaten 2009 gelungen, die Entwicklung der Kosten in unserem Sinne zu steuern und einen Teil der Ergebnisbelastungen aus dem geringeren Umsatz zu kompensieren. Daher fiel der Anstieg des Fehlbetrags im ersten Quartal 2009 geringer aus als von uns budgetiert. Dies war zugleich ein wichtiger Grund dafür, dass der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in diesem Zeitraum ebenfalls weniger stark zunahm als geplant. Investitionen zurückgefahren Von Januar bis März 2009 wurden im Sto-Konzern insgesamt 2,6 Mio. EUR nach 4,1 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum investiert. Davon entfielen 2,1 (Vorjahr 3,7) Mio. EUR auf Sachanlagen und 0,5 (Vorjahr 0,4) Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände. Der Rückgang bei den Sachanlagen lag in unserer Entscheidung begründet, die Investitionsausgaben vor dem Hintergrund der schwierigen Marktverhältnisse auf notwendige Ersatzbeschaffungen und auf Projekte mit hoher strategischer Bedeutung zu beschränken. Dazu zählte im ersten Quartal vor allem der angekündigte Bau des Werks für Dämmstoffe in Lauingen. Dieses Projekt, dessen Umsetzung sich voll im Zeitplan befindet, war der mit Abstand wichtigste Investitionsschwerpunkt im bisherigen Jahresverlauf. Solide Vermögenslage Die Vermögenslage des Sto-Konzerns stellte sich Ende März 2009 trotz des höheren Fehlbetrags nach wie vor sehr solide dar. Die Änderung einzelner Bilanzpositionen im Vergleich zum Jahresende 2008 lag im üblichen Rahmen und spiegelte im Wesentlichen den typischen Geschäftsverlauf im ersten Quartal wider. Belegschaft Ende März 2009 waren im Sto-Konzern insgesamt 4.178 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresstichtag entsprach dies einem Plus von 95 Personen oder 2,3 %. Davon wurden 52 Arbeitnehmer von unseren ausländischen Tochtergesellschaften eingestellt, die per 31.3.2009 insgesamt 1.864 Mitarbeiter beschäftigten (+2,9 %). Die Inlandsbelegschaft nahm um 43 auf 2.314 Personen zu (+1,9 %). Der Anstieg der Personalzahlen im Jahresvergleich lag vor allem in der guten Geschäftsentwicklung 2008 begründet, die insbesondere im Sommerhalbjahr einen Mitarbeiteraufbau erforderte. Seit dem vergangenen Herbst verfolgen wir dagegen eine vorsichtigere Personalpolitik und nehmen nur noch sehr selektiv Neueinstellungen vor. Gegenüber Ende Dezember 2008 beispielsweise stieg die Konzernbelegschaft nur um 23 Personen oder 0,6 %, wobei der Schwerpunkt bei den ausländischen Tochtergesellschaften lag. In Deutschland blieb die Beschäftigtenzahl gegenüber Ende Dezember 2008 nahezu stabil. Ausblick auf das Gesamtjahr 2009 bleibt unverändert Das erste Quartal hat unsere Erwartungen für 2009 weitgehend bestätigt. Im Gesamtjahr rechnen wir infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise unverändert mit einem rückläufigen Konzernumsatz. In welchem Umfang, lässt sich aufgrund der extrem großen Unsicherheiten in den einzelnen Ländern und Produktsegmenten sowie am Devisenmarkt derzeit kaum abschätzen. Wegen des niedrigeren Geschäftsvolumens wird sich aus heutiger Sicht auch der Konzerngewinn verringern. Dabei ist trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen mit einem erheblich stärkeren Rückgang als beim Umsatz zu rechnen. Stühlingen, im Mai 2009 Der Vorstand Kennzahlen (in Mio. EUR)Sto-Konzern (IFRS) 3/08 3/09 Differenz Umsatz 161,0 142,0 -11,8 % - davon Inland 66,7 58,7 -12,0 % - davon Ausland 94,3 83,3 -11,7 % Investitionen (ohne Finanzanlagen) 4,1 2,6 -36,6 % Mitarbeiter per 31.03. 4.083 4.178 2,3 % - davon Inland 2.271 2.314 1,9 % - davon Ausland 1.812 1.864 2,9 %19.05.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: Sto AG Ehrenbachstraße 1 79780 Stühlingen Deutschland Internet: www.sto.de Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------