![]() Südzucker AG Mannheim/OchsenfurtMannheimJahresabschluss Südzucker AG 2009/10LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSSDER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURTZUM 28. FEBRUAR 2010Lagebericht der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt für das Geschäftsjahr 2009/10GeschäftsentwicklungDie Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarkts ist nahezu beendet. Die EU-Kommission hat im Januar 2010 entschieden, dass zur Erreichung eines strukturellen Gleichgewichts auf dem europäischen Zuckermarkt keine finale Quotenkürzung erforderlich ist. Mit der neuen EU-Zuckerpolitik wurden die zuvor möglichen EU-Weltmarktexporte von rd. 3 Mio. t EU-Quotenzucker und 2 bis 3 Mio. t C-Zucker erheblich eingeschränkt. Die Zölle gegenüber den LDCs und den AKP-Ländern wurden zum 1. Oktober 2009 vollständig abgebaut. Der unbeschränkte Marktzugang für LDCs und AKP-Länder wird allerdings mit Hilfe von Schutzklauseln begrenzt. Die Importe aus diesen Ländern liegen bei den derzeitigen Weltmarktpreisen im Bereich der Erwartungen. Im Geschäftsjahr führte die Zucker-Marktpreisentwicklung - wie erwartet - zu rückläufigen Erlösen aus Quotenzuckerverkäufen, gleichzeitig entfielen die temporären Belastungen der Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarkts. Der Dividendenvorschlag des Vorstands von 0,45 (0,40) €/Aktie trägt der Ergebniserholung und Beendigung der Übergangsphase im europäischen Zuckermarkt Rechnung. Gleichzeitig berücksichtigt er aber auch das Ziel der weiteren Entschuldung des Konzerns. Rübenernte und KampagneverlaufEin günstiger Witterungsverlauf mit guten Wachstumsbedingungen für die Rüben ermöglichte eine überdurchschnittliche Ernte. Die Rübenanbaufläche der Südzucker AG lag im ZWJ 2009/10 bei rd. 151.000 ha; bei einem deutlich gestiegenen Ertrag von 75,7 (65,9) t/ha wurde eine eigene Rübenmenge von 11,2 (9,4) Mio. t verarbeitet. Mit einer Polarisation von 18,15 (18,16) % annähernd auf Vorjahresniveau stieg die eigene Zuckererzeugung um 0,3 Mio. t auf 1,8 (1,5) Mio. t. Die Kampagne begann am 10. September 2009 und wurde am 19. Januar 2010 abgeschlossen. Die durchschnittliche Kampagnedauer der neun Werke lag mit 116 (94) Tagen deutlich über Vorjahr. Umsatz und Ergebnisscroll
Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2009/10 von 1.211,3 Mio. € um 42 Mio. € bzw. 3,5 % auf 1.253,3 Mio. €. Dabei wurden die aufgrund der Preisentwicklung rückläufigen Umsatzerlöse aus Quotenzuckerverkäufen durch höhere Nicht-Quotenzuckerexporte sowie Industriezucker-Umsatzerlöse überkompensiert. Daneben konnten preisbedingt rückläufige Futtermittelumsätze durch höhere Leistungserlöse und einen gesteigerten Handelswarenabsatz ausgeglichen werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 80,1 (66,5) Mio. € enthalten Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens von 20,4 (19,1) Mio. €, Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 8,2 (6,8) Mio. €, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 3,2 (3,6) Mio. € sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 6,3 (4,4) Mio. €. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 129,6 Mio. € auf 778,9 (649,3) Mio. € ist bedingt durch höhere Aufwendungen für Handelswaren und Rohstoffkosten insbesondere aufgrund der überdurchschnittlichen Rübenernte. Der Personalaufwand erhöhte sich um 4,1 % auf 181,5 (174,4) Mio. € während die Zahl der Mitarbeiter mit 2.331 (2.362) leicht rückläufig war. Die Abschreibungen lagen mit 43,8 (48,9) Mio. € unter Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 273,5 Mio. € um 81 Mio. € bzw. 29,6 % auf 192,5 Mio. € reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf den Wegfall der EU-Umstrukturierungsabgabe zurückzuführen; im ZWJ 2008/09 wurde noch eine Abgabe von 113,30 €/t erhoben. Dem standen aufgrund der höheren Ernte und Exporten von Nichtquotenzucker höhere Fracht- und Außenlagerkosten gegenüber. Durch den Zufluss der EU-Umstrukturierungsbeihilfe sank die Durchschnittsverschuldung und das Zinsergebnis verbesserte sich auf -47,3 (-60,8) Mio. €. scroll
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 39,4 Mio. € auf 26,0 Mio. €. Nach der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 28,2 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 85,2 (75,7) Mio. €. BilanzDie Bilanzsumme der Südzucker AG lag am 28. Februar 2010 mit 3.978,1 (3.961,1) Mio. € annähernd auf Vorjahresniveau. Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 23,3 Mio. € auf 2.696,9 Mio.€ im Wesentlichen infolge des Zuerwerbs der außenstehenden Anteile an der PortionPack Europe Holding B. V., die sich mit der Vermarktung von Portionsartikeln beschäftigt. Im Posten Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgten Zugänge in Höhe von 40,4 Mio. €. Die Vorräte sanken gegenüber dem Vorjahr auf 455,0 (509,6) Mio. €; dies ist im Wesentlichen auf gesunkene Herstellungskosten durch den Wegfall der EU-Umstrukturierungsabgabe zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich um 12,1 auf 419,0 (431,1) Mio. €. Dabei standen dem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund der Zahlung der EU-Umstrukturierungsbeihilfe ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus konzerninterner Darlehensvergabe sowie auch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Die Südzucker International Finance B.V. hat am 25. Juni 2009 eine Wandelanleihe begeben, die von der Südzucker AG garantiert und in Aktien von Südzucker wandelbar ist. Die Wandelanleihe hat ein Emissionsvolumen von 283,45 Mio. €, eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Kupon von 2,50 % p.a. Auf Basis des anfänglichen Wandlungspreises können der Anleihe damit bis zu 15 Mio. Südzucker-Aktien zugrunde liegen. Die damit verbundene Optionsprämie wurde im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie im Eigenkapital erfasst. Die Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt linear über die Laufzeit der Wandelanleihe von sieben Jahren. Das Eigenkapital erreichte 1.630,4 (1.540,5) Mio. € und erhöhte sich durch die Einstellung in die Gewinnrücklagen von 28,2 Mio. € sowie durch die Erfassung der Optionsprämie der Wandelanleihe in der Kapitalrücklage von 52,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,0 % (38,9 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG ist wie zum Vorjahresstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad beträgt 103,9 % (98,3 %). Die Verbindlichkeiten sind von 1.748,2 Mio. € um 52,8 Mio. € auf 1.695,4 Mio. € zurückgegangen. Die Verringerung resultiert maßgeblich aus dem Wegfall der EU-Umstrukturierungsabgabe. Nach der Begebung der Wandelanleihe über 283,45 Mio. € durch die Südzucker Finance B.V. wurde die Finanzmittelaufnahme der Südzucker AG bei der Südzucker International Finance B.V. erhöht und zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt. Die zum letzten Bilanzstichtag zur Kampagnefinanzierung begebenen Commercial Papers, die unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen waren, wurden ebenfalls vollständig zurückgeführt. Die Nettofinanzschulden reduzierten sich auf 1.135,9 (1.209,3) Mio. €. Davon stehen mit 863,5 Mio. € 76,0 % aus langfristigen Finanzierungsmitteln der Südzucker International Finance B.V. zur Verfügung, die überwiegend aus festverzinslichen Anleihen bestehen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 114,3 (134,4) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wird seit dem Geschäftsjahr 2008/09 bis einschließlich 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr hat sich ein Ergebniseffekt von 20,4 (19,1) Mio. € aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe ergeben. InvestitionenIm Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 26,9 (28,1) Mio. € und betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in den Zuckerfabriken. MitarbeiterIm Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.331 (2.362) Mitarbeiter beschäftigt. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden am Standort Offstein für das operative Geschäft der Südzucker AG und als Auftragsforschung für Konzerngesellschaften wahrgenommen und koordiniert. Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf neue Produkte bzw. Produktvarianten, die Optimierung der Produktionsprozesse sowie die Unterstützung der Aktivitäten von Verkauf, Business Development und Einkauf. Das Aufgabengebiet reicht von der landwirtschaftlichen Produktion über die Produktbereiche Zucker, Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate, Stärke, Inulin, Ethanol und deren Folgeprodukte (z. B. Zuckersondersorten und -produkte, Zuckeraustauschstoffe und weitere funktionelle Kohlenhydrate) bis zur Anwendung im Food-, Feed- und Nonfood-Bereich. Es umfasst die Produkt- und Prozessentwicklung, Verfahrensoptimierung, Produktsicherheit, Anwendungstechnik, analytische Begleitung, Ernährungswissenschaften sowie die Sicherung von entwickeltem intellektuellem Eigentum. Dies gilt gleichermaßen für Marktprodukte, Produktvarianten und neue Produkte. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden überwiegend am Standort Offstein von 120 (134) Mitarbeitern wahrgenommen. Produktübergreifende Schwerpunkte betrafen den Ausbau der Patentsituation insbesondere im Spezialitätengeschäft und für zuckertechnologische Prozesse. Entsprechende Patente wurden bereits angemeldet. Chancen- und RisikoberichtDie Chancen und Risiken für die Südzucker AG resultieren nicht nur aus ihrem operativen Geschäft - der Erzeugung und dem Vertrieb von Zucker-, sondern auch den Chancen und Risiken für ihre Konzernbeteiligungen und finden ihren Niederschlag im Beteiligungsergebnis und den Haftungsverhältnissen der Südzucker AG. Entsprechend bestehen die Chancen und Risiken für die Südzucker-Gruppe, die in den Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht aktiv ist, auch für die Südzucker AG und sind nachfolgend dargestellt. Risikomanagement in der Südzucker-GruppeSüdzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. RisikopolitikSüdzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. RisikomanagementDas Risikomanagementsystem der Südzucker-Gruppe ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem des Südzucker-Konzerns eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Die Risikoeinschätzung erfolgt sowohl für einen kurzfristigen wie auch für einen mittelfristigen Betrachtungszeitraum. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter im Vergleich zum Vorjahr und zu Vorplanungen bewertet. Der aktuellen Marktentwicklung folgend werden Risikoszenarien in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet. Die Risikobewertung erfolgt durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis. Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen. RisikokommunikationUnabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher ist das Management verpflichtet, eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicherzustellen. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und pro-aktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting und Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Durchsprachen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor. Interne RevisionDie interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Sprecher des Vorstandes direkt zugeordnet, prüft und bewertet die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe sowie als Hauptaufgabe die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme. Internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem in der Südzucker-Gruppe umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Konzernrevision ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem in der Südzucker-Gruppe eingebunden. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird durch den externen Abschlussprüfer in Stichproben überprüft. Die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer sowie die Prüfung der einbezogenen Gesellschaften stellt eine weitere wichtige prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess dar. Der Abschlussprüfer berichtet dem Aufsichtsrat und dem Vorstand über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung der Abschlüsse. In der Südzucker-Gruppe umfasst das Risikomanagementsystem das operative Risikomanagement, das auch den Risikotransfer auf Versicherungsgesellschaften durch die Absicherung von Schadens- und Haftungsrisiken sowie den Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Fremdwährungs-, Absatz- und Rohstoffpreisrisiken beinhaltet sowie das Finanzrisikomanagement. Südzucker hat ein Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken gemäß § 91 Abs. 2 AKtG eingerichtet, um über den ursprünglich gesetzlichen Umfang hinaus neben existenzgefährdenden auch sonstige Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe jeweils kurzfristig an etwaige Veränderungen des Umfelds angepasst wird. Daneben stellt die interne Konzernrevision im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher (siehe auch Erläuterungen zum Risikomanagement dieses Chancen- und Risikoberichts). Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems der Südzucker AG stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung der Südzucker AG umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Südzucker-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Südzucker Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und ggf. Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte, wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben besteht ein umfassender Katalog von Konzernvorgaben wie unter anderem Parameter für die Bewertung von Pensionen oder sonstigen Rückstellungen oder die Erfassung von Sachverhalten in Verbindung mit den Regelungen zum EU-Zuckermarkt. Außerdem erfolgt auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang. Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren zutreffende Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände können allerdings nie vollständig ausgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse aus Fällen der eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen zu entsprechenden Empfehlungen und Prozessänderungen und damit zu einer stetigen Verbesserung der Systeme. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Rechtliche und politische RahmenbedingungenEuropäische ZuckerpolitikMögliche Auswirkungen internationaler und nationaler Handelsabkommen bzw. die europäische Zuckerpolitik werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Von besonderer Bedeutung für Südzucker sind diesbezüglich die neuen Regelungen zum EU-Zuckermarkt, die am 1. Juli 2006 in Kraft traten und bis zum 30. September 2015 gelten. Wesentliche Elemente sind die drastische Senkung der EU-Zucker- und Rübenpreise, die Einführung von Referenzpreisen sowie die Reduzierung der EU-Zuckererzeugung und die weitgehende Aufgabe des Weltmarktexportes, um den von der EU eingegangenen Importverpflichtungen zu entsprechen. Mit der neuen EU-Zuckerpolitik wurden die zuvor möglichen EU-Weltmarktexporte von rd. 3 Mio. t EU-Quotenzucker und 2 bis 3 Mio. t C-Zucker erheblich eingeschränkt. Die Umstrukturierungsphase des EU-Zuckermarktes ist nahezu beendet. Seit Beginn der Reform des Zuckermarktes 2006/07 wurden 5,8 Mio. t Quote an den Umstrukturierungsfonds zurückgegeben, 0,2 Mio. t weniger als von der EU-Kommission angestrebt. Die EU-Kommission hat im Januar 2010 entschieden, dass zur Erreichung eines strukturellen Gleichgewichts auf dem europäischen Zuckermarkt keine finale Quotenkürzung erforderlich ist. Mit dieser Entscheidung bleibt die Kommission hinter dem von ihr erklärten Ziel zurück. Die Zölle gegenüber den LDCs und den AKP-Ländern wurden zum 1. Oktober 2009 vollständig abgebaut. Der unbeschränkte Marktzugang für LDCs und AKP-Länder soll allerdings mit Hilfe von Schutzklauseln begrenzt werden. Die Importe aus diesen Ländern liegen im Bereich der Erwartungen. Marktchancen bietet die Erzeugung von so genanntem Industriezucker Non Food als Rohstoff für die Bioethanolherstellung sowie für die chemische, pharmazeutische und Fermentationsindustrie. Dieser neue, nicht reglementierte Markt kann nur von besonders wettbewerbsfähigen Erzeugern genutzt werden. Nachdem die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen zum weiteren Abbau der Handelshemmnisse bei Industriegütern, Dienstleistungen und in der Landwirtschaft im Jahr 2008 nach mehrtägigen Verhandlungen ergebnislos abgebrochen wurden, kam es auch 2009 zu keinen entscheidenden Ergebnissen und Fortschritten. Ein kurzfristiger Abschluss gilt als unwahrscheinlich. Im Dezember 2009 hat die EU-Kommission mit den AKP-Staaten und den lateinamerikanischen Ländern eine Einigung bei einem langjährigen Disput über den EU-Importzoll für Bananen erreicht. Im Rahmen dieser Einigung wurde eine Vereinbarung getroffen, die bei einem zukünftigen WTO-II-Abkommen dazu beitragen kann, dass der EU Zollsatz für Zucker einer geringeren Kürzung unterliegt und die Zollkürzung über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Des Weiteren verhandelt die EU-Kommission aktuell mit weiteren Staaten bzw. Staatengemeinschaften über die Ausgestaltung möglicher Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren im Rahmen dieser Verhandlungen - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten zusätzliche Zuckermengen in Höhe einer zu verhandelnden Importquote aus diesen Staaten in die Europäische Union zollfrei importiert werden. In Folge der obengenannten Einigung der EU-Kommission mit den AKP-Staaten und den lateinamerikanischen Ländern kam es im März 2010 im Rahmen von bilateralen Freihandelsabkommen zwischen der EU mit Kolumbien und Peru zu der Zusage eines zollfreien, jährlich ansteigenden Importkontingents von Zucker und stark zuckerhaltigen Erzeugnissen von anfänglich 114.000 t. Richtlinie für erneuerbare EnergienDie Europäische Union hat mit dem Klima- und Energiepaket am 25. Juni 2009 die Weichen zur Verbesserung des Klimaschutzes, der stärkeren Förderung erneuerbarer Energien und der Verbesserung der Energieversorgungssicherheit gestellt. Das Maßnahmenpaket schreibt vor, den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 20 % zu erhöhen. Mit Erlass der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und Neufassung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie wurden auch im Verkehrssektor die rechtlichen Grundlagen zur Förderung erneuerbarer Energien geschaffen, die für 2020 einen verbindlichen Anteil von 10 % erneuerbarer Energien vorschreiben. Das Gesetzespaket muss von den Mitgliedsstaaten bis zum 5. Dezember 2010 in nationales Recht transformiert werden, wobei jeder Mitgliedsstaat gegenüber der EU-Kommission bis zum 30. Juni 2010 zur Vorlage eines nationalen Aktionsplans verpflichtet ist. Ein Kernelement der Erneuerbare-Energien-Richtlinie sind Nachhaltigkeitskriterien, die sicherstellen sollen, dass ausschließlich nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe gefördert werden. Für eine Anrechnung im Rahmen der Beimischungsverpflichtungen oder für steuerliche Zwecke müssen Biokraftstoffe mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% an Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Neue Biokraftstoffanlagen, die nach 2017 errichtet werden, müssen Treibhausgaseinsparungen von 60 Gew.-% nachweisen. Biokraftstoffe haben weiteren Umwelt- und Sozialstandards zu genügen, die verhindern sollen, dass Flächen mit hohem ökologischem Wert (z. B. Wälder und Schutzgebiete) zur Erzeugung von Rohstoffen für die Biokraftstoffproduktion genutzt werden. Die Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen ist noch nicht geklärt. Die Novellierung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie schafft die technische Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d.h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff. Vorreiter der industriellen Einführung ist Frankreich, auf dessen Ottokraftstoffmarkt E10 bereits im Dezember 2009 einen Marktanteil von mehr als 11 % erzielte. In anderen Mitgliedsstaaten befindet sich die Einführung von E10-Kraftstoff in Vorbereitung. DeutschlandDas im Juli 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen schreibt eine Gesamtquote für Diesel- und Ottokraftstoff von 6,25 % bis zum Jahr 2014 fest. Ab 2015 werden die Biokraftstoffquoten nicht mehr auf Grundlage des Heizwerts, sondern anhand von Treibhausgaseinsparzielen definiert. Danach sollen die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich von 3 Gew.-% im Jahr 2015 auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. Bioethanol besitzt ein Treibhausgaseinsparpotenzial, das über die vorgeschriebenen 35 % deutlich hinausgeht. Vor diesem Hintergrund fordert die deutsche Bioethanolindustrie eine Anhebung der ab 2015 geltenden Treibhausgaseinsparziele. Andernfalls könne das Beimischungsziel der Erneuerbare-Energien-Richtlinie für den Verkehrssektor von 10 % im Jahr 2020 nicht erreicht werden. Das für die Produktion von E85 genutzte Bioethanol bleibt bis 2015 in vollem Umfang von der Mineralölsteuer befreit. Die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) vom 2. November 2009 bindet Steuerentlastungen und Biokraftstoffquotenverpflichtungen für flüssige und gasförmige Kraftstoffe an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Die Verordnung enthält Dokumentationspflichten für die Zertifizierung von nachhaltig hergestellten Biokraftstoffen, die über die europäischen Regelungen weit hinausgehen. Die Bundesregierung plant die Einführung von E10-Kraftstoff auf freiwilliger Basis und als zusätzliches Angebot mit klarer Kennzeichnung. Mit der hierfür notwendigen Veröffentlichung der neuen E10-Kraftstoffnorm wird im Mai 2010 gerechnet. Damit werden die Voraussetzungen für eine zeitnahe Änderung der "Zehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes" (10. BImschV) und für eine flächendeckende Einführung von E10 in Deutschland erfüllt. BelgienIn Belgien trat am 1. Juli 2009 ein Gesetz in Kraft, das die Beimischung von mindestens 4 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff vorschreibt. Um die Entwicklung des belgischen Bioethanolmarkts weiter voranzutreiben, wurde unter Mitwirkung der Südzucker-Tochtergesellschaft CropEnergies am 23. Oktober 2009 der belgische Bioethanolverband "Belgian Bioethanol Association" (BBA) gegründet. Risiken aus dem operativen GeschäftVerfügbarkeit und Preisvolatilität von RohstoffenSüdzucker ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache auch in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - unter Umständen nur in geringer Menge verfügbar sein. Zum anderen können diese Rohstoffe Preisschwankungen unterliegen, die nicht unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Diese Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker Gruppe. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. Für die Rohzucker-Raffination in Rumänien und Bosnien-Herzegowina wird der Rohzuckerbedarf mengen- und preismäßig abgesichert. Diese Sicherungsgeschäfte dienen dazu, die benötigten Mengen und Preise abzusichern. Ein Beschaffungsrisiko besteht für die Beschaffung von Roh- und Weißzucker für den EU-Raum, da hier aufgrund der besonderen Marktzutrittsbestimmungen eine Absicherung über die CBOT nicht möglich ist. CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Futter- und Lebensmittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch Verkaufserlöse für ProtiGrain® und ProtiWanze® kompensieren ("natural hedge"). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die verstärkte Nutzung von Zuckersirupen deutlich reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, insbesondere die für eingegangenen Bioethanol-Lieferverflichtungen notwendigen Rohstoffmengen weitgehend zeit- und mengenkongruent einzudecken. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis aller Beschaffungsmärkte ermöglicht es, Engpässe in der Rohstoffversorgung und Preisvolatilitäten einzugrenzen bzw. diesen entgegenzuwirken. Eine zentrale Einkaufsorganisation im Segment Frucht analysiert die Rohstoffmärkte global und reagiert gezielt auf Rohstoffengpässe und Qualitätsunterschiede. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Dadurch können gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden. Gleichwohl besteht ein Risiko des deutlichen Anstiegs der Rohstoffkosten für Äpfel, Beeren etc., wenn witterungs- oder krankheitsbedingte Umstände zu wesentlichen Ernteausfällen führen. Südzucker wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem die Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht, mit der Zielsetzung der Kostenoptimierung, einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Absatzmärkte und ProduktpreiseDie wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Functional Food, Bioethanol, Stärke und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifikationen der Unternehmensstrategie durch strategische Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet Südzucker durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft. Im Segment Zucker bestehen Produktpreisrisiken in Preisschwankungen auf dem Zucker-Weltmarkt, der Quoten- und Industriezuckermarkt in der EU sowie den Futtermittelmärkten. Die Preise für Bioethanol in Europa unterliegen verschiedenen Einflussfaktoren wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. ProduktqualitätZu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, gehört es, Kunden mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Dabei ist für uns - als namhaftes Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft - die Einhaltung aller einschlägigen rechtlichen Vorgaben selbstverständlich. Um all dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess, bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-RisikenDie operative und strategische Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. PersonalrisikenDie Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Weitere operative RisikenWeiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, kommt im Vergleich eine eher untergeordnete Bedeutung zu. Südzucker begegnet Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Rechtliche RisikenDie Südzucker-Gruppe ist derzeit nicht in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Gleichwohl sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG oder ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar einen Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode haben, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und ggf. Anpassungsmaßnahmen abgeleitet. Daneben hat das Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Gegenstand der Recherchen sind unter anderem Fragen, die im Zusammenhang mit der Reform und der Umsetzung der neuen Regelungen zum EU-Zuckermarkt stehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu keiner Substantiierung des Anfangsverdachts durch die Behörde. Finanzwirtschaftliche RisikenSüdzucker unterliegt finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze. Daneben bestehen Preisrisiken im Wesentlichen für Zucker, Energie, Getreide, Ethanol und Früchte. Die Währungs-, Zins- und Commodity-Risiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Für den Umgang mit diesen Risiken bestehen detaillierte zentral durch die Südzucker AG vorgegebene Richtlinien, die Limits und Exposure-Grenzen regeln und eine Funktionstrennung von Handel und Abwicklung beinhalten. Die Risiken unterliegen einer ständigen Kontrolle. LiquiditätsrisikenÜber die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellen wir ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des laufenden Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien können wir auf umfangreiche liquide Mittel zurückgreifen und die infolge der Zuckerkampagneproduktion bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit darstellen. Die mit Vereinnahmung der EU-Umstrukturierungsbeihilfe im Juni 2009 verbundene deutliche Rückführung der Verschuldung führte zu einer weiteren Stärkung der Liquiditätsreserven. Bonitäts- und AusfallrisikenInfolge der Finanzmarktkrise bestehen weiterhin erhöhte Ausfallrisiken für den Forderungsbestand. Südzucker tritt diesen entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlinien festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Kreditrisiken für unsere Geldanlagen mindern wir, indem nur Transaktionen mit Geschäftspartnern und Banken erstklassiger Bonität getätigt werden. Ausfälle infolge der Finanzmarktkrise waren im Geschäftsjahr 2009/10 nicht zu verzeichnen. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sind im Anhang zum Konzern-Jahresabschluss (32) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden. RatingDie Rating-Agenturen Moody's Investor Service (Moody's) und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung und Stärkung eines Investmentgrade Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. GesamtrisikopositionDie Gesamtrisikoposition des Konzerns ist trotz Berücksichtigung der gestiegenen Währungs- und Produktpreisrisiken im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Chancen der weiteren UnternehmensentwicklungDurch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. ZuckerDie Neustrukturierung des EU-Zuckermarktes begründet - neben den oben beschriebenen Risiken - Chancen zum Ausbau der Wettbewerbsposition in unserem Kerngeschäftsfeld Zuckererzeugung in Europa. Die durch die Preissenkungen verursachten strukturellen Veränderungen der europäischen Zuckerwirtschaft haben zum Ausscheiden von Wettbewerbern - insbesondere in klimatisch weniger günstigen Regionen Europas - geführt. Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Anbauregionen eine gute Wettbewerbsposition und wird auch im Non Food Bereich die Marktposition ausbauen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Nähe zu den Industriezuckerkunden. Im Geschäftsjahr 2009/10 lief die Kooperation von Südzucker mit der mauritischen Zuckerindustrie an. Südzucker wird in den Jahren bis 2015 als exklusiver Vermarkter rd. 400.000 t Weißzucker und Rohzucker p. a. aus dem AKP-Land Mauritius in die EU importieren. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. BENEODaneben besitzt Südzucker durch den Ausbau des Segments Spezialitäten eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend hin zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist ein weltweit führender Anbieter von prebiotischen Inhaltsstoffen und mit ihrer Palatinit-Produktlinie der weltweit führende Hersteller von auf Zucker basierenden Zuckeraustauschstoffen. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen in der Pharmaindustrie weiter vorangetrieben. FreibergerTiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. StärkeDie Division Stärke ist anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Differenzierung vom Wettbewerb und eröffnet - unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur - weiteres Wachstumspotenzial. Ein weiterer Fokus der Division Stärke liegt auf Bio-Stärke und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie. CropEnergiesDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Ethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol und Kuppelprodukten. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von der Senkung der Nettorohstoffkosten durch Marktpotenziale der hochwertigen Kuppelprodukte und einer energieoptimierten Produktion. Chancen ergeben sich auch aus dem erwarteten Marktwachstum für Bioethanol. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau in Deutschland, Belgien und Frankreich die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. FruchtDie Südzucker-Gruppe ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie. Zusätzlich ist das Segment Frucht der größte Anbieter von Apfelsaftkonzentraten auf dem europäischen Markt. Große Bedeutung kommt zukünftig insbesondere Regionen mit relativ geringer Marktsättigung, wie z. B. den USA, bzw. mit steigendem Einkommensniveau, wie die MOEL, Russland, China und Brasilien, zu. Der Konzern trägt diesem Trend Rechnung, indem die Wettbewerbsposition in diesen Regionen durch Investitionen in kundennahe Standorte gezielt verstärkt wird. Corporate Governance Bericht/Erklärung zur UnternehmensführungDer Vergütungsbericht sowie die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch einschließlich des erläuternden Berichts des Vorstands nach § 176 Abs. 1 Aktiengesetz als prüfungspflichtige Bestandteile des Lageberichts sind im Corporate-Governance-Bericht, der wiederum Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, auf den Seiten 48 bis 58 wiedergegeben. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung - gemäß § 289a Abs. 1 HGB - ist auf der Internetseite der Südzucker AG veröffentlicht (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Erklaerung-zur-Unternehmensfuehrung/). Entsprechenserklärung zum Corporate Governance KodexDie gemeinsame Entsprechenserklärung 2009 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Internetseite der Südzucker AG veröffentlicht (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung). Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist im Kapitel Corporate-Governance-Bericht ab Seite 48 wiedergegeben. AusblickZu Beginn des ZWJ 2009/10 (1. Oktober 2009) wurde die letzte Stufe der Umstrukturierungsphase umgesetzt. Das Geschäftsjahr 2010/11 wird daher das erste Geschäftsjahr sein, in dem die Rahmenbedingungen nach der Reform des EU-Zuckermarkts in ihrer bis 2015 gültigen Form voll wirksam sein werden. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2010/11 einen Rückgang des Umsatzes von eigenem Quotenzucker. Dabei wirkt die Erlösreduzierung zum 1. Oktober 2009 nun erstmals ein volles Geschäftsjahr. Dagegen wird der Umsatz von importiertem Zucker aus Mauritius den Handelswarenumsatz steigern. Im Geschäftsjahr 2010/11 entfallen die temporären Belastungen aus der Umstrukturierung des Zuckermarktes vollständig. Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2010/11 geht die EU Kommission von einem ausgeglichenen Markt aus und hat deshalb keine präventive Marktrücknahme beschlossen. Unter dieser Voraussetzung rechnen wir mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Darüber hinaus erwarten wir im Geschäftsjahr 2010/11 infolge der großen Ernte 2009 bei gleichzeitiger Erhöhung der Exportmöglichkeiten aufgrund der hohen Weltmarktpreise einmalig steigende Verwertungsbeiträge aus dem Nicht-Quotenzuckerabsatz. Die Verbesserung des Zins- und Beteiligungsergebnisses wird die erstmaligen Belastungen aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen übertreffen, so dass der Jahresüberschuss 2010/11 über dem aktuellen Niveau liegen wird. Auch im Zuckerwirtschaftsjahr 2011/12 gehen wir von ausgeglichenen Marktverhältnissen aus und rechnen nach Wegfall des positiven Einmaleffektes beim Nichtquotenzuckerabsatz des Geschäftsjahres 2010/11 damit, dass sich das in 2010/11 erreichte nachhaltige operative Ergebnisniveau bestätigt. Die Durchschnittsverschuldung wird sich weiter reduzieren, so dass bei einem verbesserten Zinsergebnis auch im Geschäftsjahr 2011/12 eine Erhöhung des Jahresüberschusses angestrebt wird. Vorschlag zur GewinnverwendungVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20. Juli 2010 eine Dividende von 0,45 € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 189,4 Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 85,2 Mio. €. Die Dividende soll am 21. Juli 2010 ausgezahlt werden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenLaut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Würzburg, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen. Jahresabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB)Bilanz zum 28.02.2010(Tsd. €) AKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung 01. März 2009 bis 28. Februar 2010(Tsd. €) scroll
Entwicklung des Anlagevermögens(Tsd. €) scroll
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AnhangAnwendung der RechnungslegungsvorschriftenDer Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die im Abschluss des Vorjahres angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Umstellung des Verbrauchsfolgeverfahrens bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAuf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls (Kassakurs) unter Beachtung des Niederstwertprinzips - jeweils unter Zugrundelegung des Mittelkurses - ausgewiesen. AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die nach handels- und steuerrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 150 € werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; die Möglichkeiten steuerlicher Sonderabschreibungen werden in vollem Umfang ausgeschöpft. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigt, werden Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Sonderposten mit Rücklageanteil werden für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet und jeweils über die Nutzungsdauer der Anlagen ratierlich aufgelöst. Die Bilanzierung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet. Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. UmlaufvermögenDie Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Im laufenden Geschäftsjahr fand eine Umstellung der Bewertungsmethode von LIFO auf FIFO statt, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanzbzw. Ertragslage hatte. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unentgeltlich zugeteilte CO2-Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 - Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Marktwerte der Zertifikate gebildet. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. SonderpostenDie Sonderposten mit Rücklageanteil werden entsprechend den betreffenden Vorschriften des § 273 i.V. mit § 247 HGB sowie des § 281 HGB gebildet bzw. aufgelöst. Steuerliche Sonderabschreibungen werden im Wesentlichen nach §§ 6b und 7d EStG sowie Fördergebietsgesetz vorgenommen. RückstellungenRückstellungen für Pensionen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert gemäß § 6a EStG bilanziert; der Wertermittlung liegen die Richttafeln 2005 (Generationentafeln) von Klaus Heubeck sowie ein Zinsfuß von 6 % zu Grunde. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in der gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 249 Abs. 1 HGB zulässigen Höhe. Sie umfassen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen werden für Instandhaltungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. SicherungsinstrumenteSicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt ist. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Für die Angabe der Marktwerte im Anhang wird der Betrag herangezogen, der der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenEinzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im beiliegenden Anlagespiegel (Seite 21) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 23,3 Mio. € auf 2.696,9 Mio.€ im Wesentlichen infolge des Zuerwerbs der außenstehenden Anteile an der PortionPack Europe Holding B. V., die sich mit der Vermarktung von Portionsartikeln beschäftigt. Im Posten Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgten Zugänge von 40,4 Mio. €. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € vorgenommen. (2) Vorrätescroll
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 9,0 (2,8) Mio. € einzelwertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Finanzforderungen infolge von Darlehen in Höhe von 150,9 (13,6) Mio. € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 52,9 (10,0) Mio. €. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus der Auszahlung der EU-Umstrukturierungsbeihilfe in Höhe von 176,3 Mio. €. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 46,4 Mio. €. (4) WertpapiereDie zum 28. Februar 2010 gehaltenen Wertpapiere betreffen Anteile an einem Fonds, der überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere und Aktien investiert. (5) RechnungsabgrenzungspostenDer Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen aus der Ziehung der syndizierten Kreditlinie sowie die abgegrenzte Optionsprämie aus der Begebung der Wandelanleihe. (6) Gezeichnetes Kapital/KapitalrücklageZum 28. Februar 2010 beträgt das gezeichnete Kapital 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 hatte das Grundkapital um bis zu 15.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 28. Juli 2013 ausgegeben werden können, notwendig ist. Auf dieser Grundlage wurde am 30. Juni 2009 über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283.450.000 € und mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Die damit verbundene Optionsprämie in Höhe von 52,3 Mio. € wurde in der Kapitalrücklage im Eigenkapital erfasst. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht. Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hat ein genehmigtes Kapital in Höhe von 15.000.000 € (Genehmigtes Kapital 2009) geschaffen, um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bzgl. etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2009 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 20. Januar 2011 Aktien der Gesellschaft im Umfange bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. (7) GewinnrücklagenNach Einstellung von 28,2 Mio. € aus dem Jahresüberschuss erhöhten sich die anderen Gewinnrücklagen von 134,8 Mio. € auf 162,9 Mio. €. (8) Sonderposten mit Rücklageanteilscroll
Durch Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 3,2 (3,6) Mio. € und Aufwendungen aus der Einstellung in den Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 2,0 (3,9) Mio. € wurde das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 1,2 Mio. € verbessert. Diese Beträge werden unter den Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. (9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. (10) Übrige Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellungen enthalten Beträge für das Berichtsjahr und für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossenen Zeiträume. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus den Werksschließungen, für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung und Prozessrisiken. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. (11) VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB) zum 28.02.2010 scroll
Verbindlichkeiten der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (HGB) zum 28.02.2009 scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen überwiegend Ziehungen aus einer syndizierten Kreditlinie dar; sie decken die saisonalen Kampagnefinanzierungserfordernisse. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 206,7 (198,4) Mio. € ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.216,4 (912,6) Mio. € beinhalten im Wesentlichen die Finanzmittelaufnahmen in Höhe von 863,5 (882,8) Mio. € bei der Südzucker International Finance B.V., Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 280 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 33,5 (8,6) Mio. € Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung. (12) RechnungsabgrenzungspostenDer Ertrag aus der Umstrukturierungsbeihilfe der ersten und zweiten Welle wurde in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wird bis 2014/15 ratierlich erfolgwirksam aufgelöst. Der zum Stichtag abgegrenzte Betrag umfasst 114,3 (134,4) Mio. €. (13) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative FinanzinstrumenteDie aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht resultierenden jährlichen Verpflichtungen belaufen sich auf 9,3 (7,9) Mio. €; davon betreffen 2,8 (4,5) Mio. € verbundene Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 16,2 (5,4) Mio. €. Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V. begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 1.083,4 (800,0) Mio. € und im Falle der Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit nicht erwartet. Für eine Anlage in ein variabel verzinsliches Wertpapier mit einem Volumen von 20 Mio. € hat die Südzucker AG einen Zins-Swap abgeschlossen, um sich einen festen Zinssatz zu sichern. Das Grundgeschäft (Wertpapieranlage) und das Sicherungsinstrument (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte der Zins-Swap einen positiven Marktwert von 0,3 Mio. €. Für die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 150,5 Mio. € hat die Südzucker AG einen Zins-Swap abgeschlossen, um sich einen festen Zinssatz zu sichern. Das Grundgeschäft (Darlehensaufnahme) und das Sicherungsinstrument (Zins-Swap) werden als eine Bewertungseinheit betrachtet, da die Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt ist. Entsprechend wird im Fall eines negativen Marktwertes keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte dieser Zins-Swap einen negativen Marktwert von 2,3 Mio. €. Zum Bilanzstichtag bestanden keine US-Dollar-Währungstermingeschäfte sowie Zuckerterminkontrakte. Gewinn- und Verlustrechnung(14) Umsatzerlösescroll
(15) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
(16) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 15,0 Mio. €, die im Wesentlichen aus Buchgewinnen sowie der Auflösung von Rückstellungen resultieren. (17) Materialaufwandscroll
(18) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
(19) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 11,5 Mio. €. (20) Beteiligungsergebnisscroll
(21) Zinsergebnisscroll
(22) Abschreibungen auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens im Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von 2,6 Mio. € resultieren aus der zum Stichtag 28.02.2009 vorgenommenen Marktbewertung von Fondsanteilen. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Zuschreibungen in gleicher Höhe vorgenommen; diese sind im Zinsergebnis ausgewiesen. (23) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und AufsichtsratsmitgliederDie von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2009/10 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,9 (2,7) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 38 (33) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 25,9 (19,9) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,5 (2,2) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf 1,1 (1,0) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Lagebericht angegeben. (24) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Unternehmen und Personen kommt die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, in Betracht, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Eine nahe stehende Person stellt des Weiteren das Südzucker Unterstützungswerk, Frankenthal/Pfalz (SUW), dar, dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke verwendet wird. Dem Stiftungsrat gehören u. a. Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Auf den für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2009/10 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Über die Verzinsung dieser Konten bestehen Vereinbarungen mit marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, 1,3 (2,0) Mio. € und dem SUW 6,3 (6,6) Mio. €. Die Südzucker AG und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften einschließlich der Tochtergesellschaften, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen, die Joint Venture Gesellschaften und assoziierte Unternehmen stehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in Beziehung. Die Geschäftsbeziehungen unter diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. (25) Aufsichtsrat und VorstandAUFSICHTSRATDr. Hans-Jörg GebhardVorsitzender Eppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Christian KonradStv. Vorsitzender Wien, Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate*)
Franz-Josef Möllenberg**)Stv. Vorsitzender Rellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Ralf BethkeDeidesheim Ehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Ludwig EidmannGroß-Umstadt Vorstandsvorsitzender der SZVG Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Jochen FennerGelchsheim Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V. Manfred Fischer**)Feldheim Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erwin HamesederMühldorf/Österreich Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien Konzernmandate*)
Hans Hartl**)Ergolding Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Reinhold Hofbauer**)Deggendorf Betriebsratsvorsitzender Werk Plattling der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang KirschKönigstein Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Georg KochSeit 21. Juli 2009 Wabern Vorsitzender des Vorstands Verband der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V. Klaus Kohler**)Bad Friedrichshall Betriebsratsvorsitzender Werk Offenau der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erhard LandesDonauwörthVorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Bernd Maiweg**)Gütersloh Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Dr. Arnd Reinefeld**)Offstein Leiter der Werke Offenau und Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Joachim RukwiedEberstadt Präsident des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Ronny Schreiber**)Einhausen Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel**)Worms Betriebsratsvorsitzender Werk Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Ernst WechslerBis 21. Juli 2009 Westhofen Stv. Vorsitzender des Verbands der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. Roland Werner*)Saxdorf Betriebsratsvorsitzender Werk Brottewitz der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt
*)
Konzernmandate im Südzucker-Konzern und im
Konzern der Raiffeisen-Holding Niederöstereich-Wien VorstandDr. Wolfgang Heer(Sprecher- seit Ende der Hauptversammlung am 21.Juli 2009) Ludwigshafen Ressorts
Konzernmandate
Dr. Theo Spettmann(Sprecher- bis Ende der Hauptversammlung am 21. Juli 2009) Ludwigshafen Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Dr. Thomas KirchbergOchsenfurt Ressorts
Konzernmandate
Thomas KölblMannheim Ressorts
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Prof. Dr. Markwart KunzWorms Ressorts
Konzernmandate
Dipl. Ing. Johann MarihartLimberg, Österreich Ressorts
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich
Konzernmandate
(26) Weitere AngabenDie Anteilsbesitzliste ist als Bestandteil des Anhangs zu diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt. Ab dem Geschäftsjahr 2009/10 werden bei den deutschen Beteiligungen das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Südzucker betreibt keine Netze der allgemeinen Stromversorgung. Die Südzucker AG betreibt lediglich an ihren Produktionsstandorten Kraftwerke, die der eigenen Energieversorgung der Zuckerproduktion dienen. Am Standort Offstein wird die Palatinoseproduktion mit Strom und Prozesswärme beliefert. Am Standort Zeitz erfolgen wechselseitige Strom- und Prozesswärmelieferungen zwischen der Südzucker AG und der CropEnergies Bioethanol GmbH, die ebenfalls ein eigenes Kraftwerk betreibt. Wir verzichten auf die Angabe von Leistungsbeziehungen, obwohl wir zwar EVU im Sinne des EnWG sind, aber als atypischer Energieversorger (Eigenversorgung) davon befreit sind. Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung von 55 % des gezeichneten Kapitals. Von der Zucker Invest GmbH, Tulln/Österreich, werden weitere 10,01 % des gezeichneten Kapitals gehalten. Ferner hat die BlackRock Inc., New York/USA, der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie 3,04 % des gezeichneten Kapitals hält; die Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG an die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt am 10. Februar 2010 lautet wie folgt: "Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, hat am 08. Februar 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG überschritten und betrug zu diesem Tag 3,02 % (5.714.842 Stimmrechte). Diese 3,02 % (5.714.842 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, USA, hat am 08. Februar 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG überschritten und betrug zu diesem Tag 3,02 % (5.714.842 Stimmrechte). Diese 3,02 % (5.714.842 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen. Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., New York, USA, hat am 08. Februar 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Südzucker AG überschritten und betrug zu diesem Tag 3,04 % (5.763.085 Stimmrechte). Diese 3,04 % (5.763.085 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 iVm Satz 2 WpHG zuzurechnen." AXA S.A., Paris/Frankreich, wiederum informierte, dass ihre Anteile die 3 %-Schwelle unterschritten haben. (27) Aufwendungen für Leistungen des AbschlussprüfersFür Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2009/10 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen: scroll
(28) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben am 26. November 2009 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet auf unserer Homepage http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/ zugänglich gemacht. (29) Vorschlag für die GewinnverwendungDer Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 85,2 Mio. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,45 € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei unveränderter Ausschüttung von 0,45 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende soll am 21. Juli 2010 erfolgen. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, den 11. Mai 2010 DER VORSTAND Dr. Heer Dr. Kirchberg Kölbl Prof. Dr. Kunz Marihart AnteilsbesitzlisteKonsolidierungskreis und Anteilsbesitzliste des Konzerns der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt. Mannheim zum 28. Februar 2010(Angaben gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB)scroll
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Ergebnisübernahme Corporate-Governance-Bericht/ Erklärung zur UnternehmensführungDer Vorstand berichtet in dieser Erklärung - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß § 289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Südzucker-Homepage veröffentlicht (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Erklaerung-zur-Unternehmensfuehrung/). Corporate-Governance-BerichtCorporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und für den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den 2009 in Kraft getretenen gesetzlichen Vorschriften des BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) sowie den 2009 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung. Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutsame Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 18. Juni 2009 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex folgen wir mit wenigen Ausnahmen. Entsprechenserklärung 2009Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2009 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Internetseite der Südzucker AG veröffentlicht (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt haben am 26. November 2009 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat am 27. Juli 2006 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodex-Fassung vom 18. Juni 2009 entspricht die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (auch zukünftig) mit folgenden Ausnahmen: Ziffer 4.2.3: Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 5.3.3: Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken. Ziffer 5.4.6: Wir weisen die Aufsichtsratsvergütung aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten aus. Ein Aktienoptionsprogramm existiert bei der Südzucker AG nicht. Der Empfehlung des Kodex, die Aufsichtsratsbezüge individualisiert auszuweisen, folgen wir nicht. Unseres Erachtens stehen die damit verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend enthält der Corporate Governance-Bericht auch keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge." Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch; erläuternder Bericht des Vorstands nach § 176 Abs. 1 AktiengesetzNach § 315 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft über bestimmte gesellschaftsrechtliche Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse zu berichten, um einen besseren Überblick über die Gesellschaft und etwaige Übernahmehindernisse zu ermöglichen. Zum 28. Februar 2010 beträgt das gezeichnete Kapital rd. 189,4 Mio. € und ist in 189.353.608 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt. Folgende Beteiligungen am Kapital der Südzucker AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden: Für die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz und den treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung von 55 % des gezeichneten Kapitals. Von der Zucker Invest GmbH, Tulln/Österreich, werden weitere 10,01 % des gezeichneten Kapitals gehalten. Ferner hat die BlackRock Inc., New York/USA, der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie 3,04 % des gezeichneten Kapitals hält. AXA S.A., Paris/Frankreich, wiederum informierte, dass ihre Anteile die 3%-Schwelle unterschritten haben. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 21. Juli 2009 (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Satzung/) bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. Für Satzungsänderungen gilt § 179 AktG. Das Grundkapital war um bis zu 13.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 13.000.000 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Diese bedingte Kapitalerhöhung sollte dazu dienen, die Wandlungsrechte aus der am 8. Dezember 2003 begebenen Wandelanleihe zu bedienen. Das Recht, die Wandlung zu verlangen, war nach den Anleihebedingungen bis zum 8. Dezember 2008 befristet. Nachdem innerhalb der Ausschlussfrist keine Wandlungsrechte geltend gemacht wurden, ist das Bedingte Kapital I in der Sache gegenstandslos. Ferner hatte die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 das Grundkapital um bis zu 15.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 28. Juli 2013 ausgegeben werden können, notwendig ist. Auf dieser Grundlage wurde am 30. Juni 2009 über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283.450.000 € und mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 begeben. Bislang wurden keine Wandlungsrechte geltend gemacht. Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hat ein genehmigtes Kapital in Höhe von 15.000.000 € (Genehmigtes Kapital 2009) geschaffen, um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bzgl. etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis 30. Juni 2014 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2009 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2009 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 20. Januar 2011 Aktien der Gesellschaft im Umfange bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen. Eine Erläuterung von Entschädigungsvereinbarungen der Mitglieder des Vorstandes oder von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels entfällt, da solche Vereinbarungen nicht bestehen. Auch die übrigen in den §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben betreffen Umstände, die bei der Südzucker AG nicht vorliegen. VergütungsberichtDas Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil der jährlichen Festvergütung, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten bestehen nicht. Die Vergütung des Vorstands wird durch das Präsidium des Aufsichtsrats festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Da in laufende Vorstandsverträge nicht eingegriffen zu werden braucht, soll deren Änderung bei Südzucker erst mit der nächsten turnusmäßigen Gehaltsanpassung (1. März 2011) erfolgen. Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2009/10 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 2,9 (2,7) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 38 (33) % der Barbezüge; sie berechnet sich nach der von der Hauptversammlung 2010 noch zu beschließenden Dividende. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betragen 1,0 (1,4) Mio. €. Die Altersversorgung des Vorstands bemisst sich nach einem Anteil der Festvergütung. Für die Vorstandsmitglieder wurden 1,6 (1,1) Mio. € der Pensionsrückstellung zugeführt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,04 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2009/10 auf 1,3 (1,2) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das VorstAG geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex 2009 folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Südzucker hat den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder an die neue gesetzliche Regelung angepasst. ComplianceCompliance - also gesetzestreues Verhalten - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Das Compliance-Programm der Südzucker soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Das Compliance-Programm wurde mit der Bestellung eines konzernweit zuständigen Compliance Officers im Oktober 2007 implementiert. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse im Bereich der Konzernfunktionen und Tochterunternehmen eine Durchsetzung der vorgenannten Grundsätze für die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen. Der Compliance Officer wird dabei durch die Leiter der Zentralabteilungen Recht und Interne Revision unterstützt (Compliance Committee). Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität) und die Korruptionsprävention. Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für Südzucker ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Im Rahmen des Compliance-Programms wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen Compliance-relevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Dies gilt auch für die Aktivitäten im Bereich des Risikomanagements der Südzucker AG. Der Vorstand berichtet regelmäßig über Compliance-Themen an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Südzucker AG wurden im Geschäftsjahr 2009/10 keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratAllgemeinesDie Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 30. Januar 2003 mit dem aktuellen Organigramm vom 1. November 2009 geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung: Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Johann Marihart, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG, Thomas Kölbl, zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind jeweils Mitglied oder Vorsitzender in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zusammensetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Anteilseignern und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 24. Juli 2007 einzeln gewählt. Seither hat es drei personelle Wechsel gegeben: Für einen altersbedingt ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter rückte ein bereits gewählter Nachfolger nach. Für einen Arbeitnehmervertreter, der sein Mandat niederlegte, wurde ein neues Mitglied durch das Amtsgericht Mannheim bestellt. Außerdem wählte die Hauptversammlung 2009 einen Nachfolger für einen altersbedingt ausgeschiedenen Vertreter der Anteilseignerseite. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Herr Erwin Hameseder. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2012. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat; für den Prüfungsausschuss darüber hinaus auch aus dessen Geschäftsordnung vom 19. Mai 2003. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle ihr durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise auch die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2010Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 20. Juli 2010 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und der internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement im Südzucker-Konzern sind im Chancen- und Risikobericht als Bestandteil des Lageberichts ab Seite 5 dargestellt. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer, Prüfungsausschuss sowie Aufsichtsrat geprüft. Die Zwischenberichte werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2009 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; ergänzend wurden die International Standards on Auditing beachtet. Sie umfassten auch die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 161 AktG. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2009/10 keinen Anlass. Kapitalmarkt und TransparenzSüdzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit den professionellen Kapitalmarktteilnehmern statt. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Presse- und kapitalmarktrechtliche Meldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Südzucker-Konzern und zur Südzucker-Aktie. FinanzkalenderDie geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Finanzkalender/) dauerhaft zur Verfügung gestellt. Er ist auch auf der Umschlagseite dieses Geschäftsberichts wie auch der Zwischenberichte abgedruckt. Grundsätze der UnternehmensführungNachhaltigkeit und UmweltFür Südzucker als internationales, der Landwirtschaft nahe stehendes Unternehmen, das natürliche Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Nahrungsmitteln für die Ernährungsindustrie und Endverbraucher verarbeitet, ist Nachhaltigkeit traditionell ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg und integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie streben wir den Einklang zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung an. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei der landwirtschaftlichen Produktion bis zur industriellen Verarbeitung, achten wir auf eine laufende Optimierung des Energie- und Rohstoffeinsatzes und auf konsequente Verwertung aller Nebenprodukte. Die Qualitätsführerschaft in der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu Zucker, Functional Food, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten ist Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie, deren Realisierung die sorgfältige Auswahl von agrarischen Rohstoffen und die Anwendung modernster Technologien bei der Veredelung erfordert. Südzucker sichert die Rohstoffe in der geforderten hohen Qualität durch sorgfältige Auswahl von und enge Zusammenarbeit mit den Rohstofflieferanten und stellt damit nachhaltiges Wirtschaften sowie einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur sicher. Qualitätsführerschaft der Südzucker-Produkte sichern wir ebenfalls durch Gewährleistung von Nahrungsmittelsicherheit, Qualitätssteuerung, Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld sowie durch Zertifizierungen (ISO 9001:2000, ISO 22000, IFS, GMP+1 , QS). Eine nachhaltige Unternehmenspolitik kann nur gelingen, wenn sie durch ökonomischen Erfolg flankiert wird. Südzucker setzt dabei auf eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums, das Voraussetzung für die Finanzierung der Investitions- und Forschungsprojekte zur Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte und umweltgerechter Herstellungsprozesse ist. Die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsstrategie bei wertorientiertem Wachstum kann nur von hochmotivierten und verantwortungsbewussten Mitarbeitern umgesetzt werden. Dies erfordert Übernahme sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen, die wir u.a. durch Anerkennung und Einhaltung des Verhaltenskodex der europäischen Zuckerindustrie gewährleisten. Der Verhaltenskodex setzt freiwillige Mindeststandards in Bereichen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen, Umstrukturierung und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. Konzernbeauftragte für Arbeitssicherheit und Umwelt sind für die Schulung und Einhaltung von Arbeitssicherheits- und Umweltstandards an den einzelnen Standorten verantwortlich.
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Good Manufacturing Practice. Compliance-UnternehmensgrundsätzeSüdzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die im April 2009 vom Vorstand verabschiedeten Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von seinen Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:
Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten. Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance Officer und die Compliance-Beauftragten innerhalb der SüdzuckerKonzernfunktionen gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen. Bestätigungsvermerk zum JahresabschlussWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2009 bis 28. Februar 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 12. Mai 2010 PricewaterhouseCoopers Ernst-Wilhelm Frings, Wirtschaftsprüfer Georg Wegener, Wirtschaftsprüfer ImpressumSÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt Postfach 10 28 55 68028 Mannheim MAXIMILIANSTRAßE 10 68165 Mannheim Telefon +49 621 421 -843 http://www.suedzucker.de |
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