![]() Südzucker AG Mannheim/OchsenfurtMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2012 bis zum 28.02.2013LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSS ZUM 28. FEBRUAR 2013 (HGB)DER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURTDie auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Trends ändern sich meist schneller, als man sie erfassen kann. Megatrends dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie uns aus heutiger Sicht langfristig beschäftigen werden. Zu diesen zählt die weiter wachsende Weltbevölkerung, die immer größere Mengen an Rohstoffen jeglicher Art verbraucht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Die zunehmende Rohstoffknappheit und damit einhergehende Preisschwankungen, betreffen die Südzucker-Gruppe direkt und indirekt. Denn Agrarrohstoffe sind die Basis unseres Geschäftsmodells in allen unseren Segmenten. So war es nur konsequent, dass die Verfügbarkeit der verschiedensten Agrarrohstoffe auch im zurückliegenden Jahr ein beherrschendes Thema im Aufsichtsrat war. Die Entwicklungen auf dem internationalen Zuckermarkt der letzten Jahre haben gezeigt, dass stabile Rahmenbedingungen unerlässlich sind, um ein hohes Maß an Versorgungsicherheit für die europäischen Verarbeiter und Verbraucher zu gewährleisten. Trotzdem wurde seitens der EU-Kommission vorgeschlagen, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen zum 30. September 2015 auslaufen zu lassen, was u. a. die Verfügbarkeit des Rohstoffs Rübe entscheidend beeinflussen könnte. Auch in den übrigen Segmenten des Unternehmens sind die Verfügbarkeit von Rohstoffen, die Preisvolatilität sowie die Verlässlichkeit der Rohstoffversorgung von großer Bedeutung. Dabei sind wir uns auch unserer besonderen Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit den Rohstoffen bewusst. Im Diskurs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat haben wir im vergangenen Jahr diese Fragen bearbeitet, die Unternehmensentwicklung ausgerichtet und die Weichen für die Zukunft gestellt. Weichen gestellt haben wir auch in personeller Hinsicht. Altersbedingt wird Herr Professor Dr. Markwart Kunz, der u. a. für die Bereiche Produktion/Technik sowie Forschung/Entwicklung/Services im Konzern verantwortlich zeichnet, mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung am 1. August 2013 in den Ruhestand wechseln. Mit Blick auf sein Ausscheiden, haben wir im Sinne einer langfristigen Nachfolgeplanung bereits im Juli letzten Jahres Herrn Dr. Lutz Guderjahn in den Vorstand berufen. Er übernimmt sukzessive die Verantwortungsbereiche von Herrn Professor Kunz, dem wir an dieser Stelle unseren Dank und unsere Anerkennung für die langjährige, erfolgreiche Arbeit aussprechen. Als Vorstand der Südzucker-Tochter CropEnergies AG war Herr Dr. Guderjahn zuletzt mit dem Aufbau der Sparte Bioethanol im Konzern betraut. Für seine Arbeit wünschen wir ihm weiterhin fachliches Geschick und das zuweilen nötige Glück. Auch im Geschäftsjahr 2012/13 haben wir die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet. Der Vorstand berichtete zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012/13 -jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in fünf ordentlichen Sitzungen; außerdem fanden vier Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt. Im April 2012 genehmigte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren ein Beteiligungs- und ein Finanzierungsvorhaben. Gegenstand der Bilanzsitzung am 14. Mai 2012 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2012. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2012 einschließlich der Kandidatenvorschläge für die Neuwahl des Aufsichtsrats. Es wurden weiter drei Investitions- und ein Beteiligungsvorhaben beschlossen. Der Aufsichtsrat verlängerte außerdem die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Heer um weitere fünf Jahre. Im Juni 2012 stimmte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren einem Beteiligungsvorhaben zu. In der Sitzung am 18. Juli 2012 genehmigte der Aufsichtsrat den modifizierten Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns. Es wurde die Mittelfristplanung vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat stimmte auch dem Investitionsplan 2013/14, dem Langfristinvestitionsprogramm sowie Investitionsnachträgen zu. In der Sitzung am 19. Juli 2012 konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Es wurden der Vorsitzende des Aufsichtsrats und seine zwei Stellvertreter wiedergewählt sowie die Ausschüsse besetzt. Im Oktober 2012 beschloss der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren ein Finanzierungsvorhaben. In der Sitzung am 20. November 2012 wurde die Ergebnishochrechnung 2012/13 präsentiert. Wie stets in der November-Sitzung, behandelte der Aufsichtsrat das Thema Corporate Governance und führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch. Er beschloss die Entsprechenserklärung 2012 und bestätigte die Diversity-Ziele für seine Zusammensetzung. Weiter wurden zwei Finanzierungsvorhaben, zwei Investitionsprojekte und eine Grundstücksangelegenheit genehmigt. Der Aufsichtsrat passte schließlich die Vorstandsvergütung an und ernannte Herrn Dr. Heer zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung am 29. Januar 2013 wurde die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2012/13 vorgestellt. Der Aufsichtsrat genehmigte ein Investitions- und Finanzierungsvorhaben. Außerdem wurde die Geschäftsordnung für den Vorstand nebst Geschäftsverteilungsplan angepasst. In den Sitzungen des Aufsichtsrats am 14. Mai, 18. Juli, 19. Juli und 20. November 2012 fehlte jeweils ein Mitglied und in der Sitzung am 29. Januar 2013 fehlten drei Mitglieder entschuldigt. Ansonsten nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich an den Sitzungen teil. Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2012/13 einmal: In der Sitzung am 20. November 2012 wurde die Anpassung der Vorstandsbezüge vorbereitet. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen - zusammen. In seiner Sitzung am 3. Mai 2012 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Wirtschaftsprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 19. Juli 2012 im Anschluss an die Hauptversammlung erteilte der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und diskutierte die Schwerpunkte der bevorstehenden Abschlussprüfung 2012/13. In der Sitzung am 8. Oktober 2012 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 10. Juli 2012 und 8. Januar 2013 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 und Q3 intensiv mit dem Vorstand. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. Mai 2012 fehlte ein Mitglied und in den Sitzungen am 19. Juli 2012, 9. Oktober 2012 und 8. Januar 2013 fehlten jeweils zwei Mitglieder entschuldigt. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 13. Dezember 2012. Es wurde über den aktuellen Stand im Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, das Biogasprojekt Rackwitz, die Situation auf den Rohstoffmärkten und die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2014 diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgte in der Sitzung am 20. November 2012. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. ComplianceAm 24. Januar 2013 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort - ebenso wie im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - u. a. ausführlich über die Unregelmäßigkeiten bei AGRANA Fruit Mexiko, die Aufarbeitung des Sachverhalts und die eingeleiteten Maßnahmen berichtet und das Anti-Fraud-Management diskutiert. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2012 ist dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2012/13, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2012/13 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 6. Mai 2013 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15. Mai 2013 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 15. Mai 2013; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,90 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. PersonaliaDie Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats, also der am 19. April 2012 von der Belegschaft gewählten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter sowie der von der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt, also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017. Alle bisherigen Aktionärsvertreter wurden von der Hauptversammlung 2012 wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Auf der Arbeitnehmerseite gab es zwei Wechsel: Herr Klaus Kohler aus Bad Friedrichshall ist mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; Herr Yüksel Gediagac aus Berlin, Vorsitzender des Betriebsrats der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Roland Werner aus Saxdorf trat zum 28. Februar 2013 in den Ruhestand und schied aus dem Aufsichtsrat aus; Herr Rolf Wiederhold aus Wabern, Vorsitzender des Betriebsrats des Südzucker-Werkes Wabern, der in der Arbeitnehmerwahl 2012 als sein Ersatzmitglied gewählt wurde, rückte zu diesem Zeitpunkt nach. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Kohler und Herrn Werner herzlich für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats am 19. Juli 2012 wurde Herr Dr. Hans-Jörg Gebhard zum Vorsitzenden und die Herren Franz-Josef Möllenberg und Dr. Christian Konrad zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Dr. Lutz Guderjahn ist ab 17. Juli 2012 für die Dauer von fünf Jahren zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Der Sprecher des Vorstands Dr. Wolfgang Heer wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung ab 20. November 2012 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.
Mannheim, 15. Mai 2013 Für den Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012/13DER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURTLEITLINIEN UND UNTERNEHMENSSTRATEGIEWer wir sindSüdzucker hat sich vom regionalen Zuckererzeuger zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt: In Europa sind wir führender Anbieter von Zuckerprodukten, in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food Ingredients, Stärke, Tiefkühl-/Kühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies (Bioethanol) und Frucht (Fruchtzubereitungen/Fruchtsaftkonzentrate) haben wir starke Marktpositionen. Basis dieses Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der großtechnischen Verarbeitung verschiedenster agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Lebensmitteln für Industriekunden und Endverbraucher. Auf der Vermarktungsseite liegt unser Fokus im Business-to-Business-Bereich. Die stabile Eigentümerstruktur schafft einen verlässlichen Rahmen für die Unternehmensentwicklung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Aktionären, den Kunden, den Lieferanten und den Mitarbeitern verantwortungsvoll an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten, aufbauend auf einem umfassenden Nachhaltigkeitsgedanken weiter profitabel zu wachsen, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten zu erwirtschaften und damit den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Gleichzeitig wollen wir die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigen. Unsere LeitlinienIn unseren Geschäftsfeldern wollen wir Maßstäbe setzen und im fairen Wettbewerb weiterhin durch Innovation, Qualität, Service und Zuverlässigkeit erfolgreich sein. Dabei bestimmt traditionell Nachhaltigkeit unser Handeln - beginnend bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. So wollen wir ein verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert und deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet. Die auch dadurch gewonnene fundierte Erfahrung und das Know-how in Vermarktung, Vertrieb und Logistik machen uns zu einem verlässlichen Partner. Die Innovationskraft der Südzucker-Gruppe stärken wir mit der konzerninternen Kompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch mit Kooperationen. Auf dem Kapitalmarkt stehen wir für Transparenz und einen offenen Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Unsere StrategieAuch zukünftig setzen wir auf nachhaltiges, wertorientiertes Wachstum; dabei orientieren wir uns grundsätzlich an unseren Kernkompetenzen und Leitlinien. Wir haben unsere Geschäftsfelder frühzeitig auf die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie Energie ausgerichtet. Eine weiter wachsende Weltbevölkerung sowie sich insbesondere durch steigende Einkommen wandelnde Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern werden Wachstumsmotoren bleiben und neue Perspektiven bieten. Wir wollen sowohl mit dem traditionellen Zuckergeschäft als auch mit den weiteren Geschäftsfeldern die sich ergebenden Chancen nutzen; dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Unser Antritt ist es dabei, in den von uns besetzten Geschäftsfeldern die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Bedeutend hierfür sind auch die Cashflow-Kraft des Unternehmens und ein Investment-Grade-Rating, das uns einen guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sichert. Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dabei steht eine solide Finanzierungsstrategie immer im Fokus. Ein weiteres Ziel ist es, der zunehmenden Internationalisierung und den wachstumsstarken Märkten außerhalb Europas zu folgen und mehr als bisher auf den globalen Märkten tätig zu sein. Ein bedeutender Baustein ist hier der Erwerb der Beteiligung an dem britischen Handelshaus ED&F Man, das neben eigenen Produktionsstätten und Beteiligungen eine führende Position im weltweiten Handel mit Zucker sowie anderen Agrarrohstoffen hat. Gelebt und getragen wird der Erfolg des Unternehmens durch die fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement unserer weltweit rund 17.900 Mitarbeiter. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung immer im Mittelpunkt. Wir schaffen Werte für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. NACHHALTIGKEITSüdzucker ist seit Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen. Kernkompetenz ist seit jeher die Veredelung agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen. Daher ist Nachhaltigkeit traditionell ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg und Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Bei der Verwertung der Rohstoffe streben wir an, die Effizienz über die ganze Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern. So beginnt ressourcenschonender Umgang mit der Natur bereits bei der sorgfältigen Auswahl der agrarischen Rohstoffe, wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Chicoree und Früchte. Deshalb stellt Südzucker hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstofflieferanten. Am Beispiel Zuckerrübe lässt sich deutlich zeigen, dass durch gemeinsame Wissens- und Forschungsplattformen von Landwirten, eigener Forschung, Bodengesundheitsdienst und wissenschaftlichen Institutionen, wie z. B. dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen oder dem International Institute for Beet Research, Anbau- und Erntemethoden optimiert werden. So können die Landwirte zu Themen wie z. B. Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Düngung, Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit umfassend beraten und der Zuckerrübenanbau im besten Sinne der Nachhaltigkeit stets effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Die bei Südzucker verwendeten agrarischen Rohstoffe entstammen überwiegend europäischer Produktion. Sie erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung in der EU geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft, um einen nachhaltigen Anbau von agrarischen Rohstoffen zu gewährleisten. Darüber hinaus stellen spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten Flächen oder zu Lasten der biologischen Vielfalt erfolgt. Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft verwirklicht Südzucker auch bei der Verarbeitung der agrarischen Rohstoffe zu Zucker, Functional Food Ingredients, Bioethanol, Stärke- und Fruchtprodukten. Hier stehen ein effizientes Qualitätsmanagement und die ständige Weiterentwicklung der Produktionstechnologien im Mittelpunkt. Ziel ist die vollständige Verwertung der verwendeten Rohstoffe. So stellen wir z. B. Melasse und Zuckerrübenschnitzel, die bei der Rübenverarbeitung entstehen, dem Wirtschaftskreislauf in Form von hochwertigen Futtermitteln zur Verfügung. Bei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. So führen z. B. die Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Im Rahmen der RedCert-Zertifizierung der Bioethanolanlagen gemäß den Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnungen wird sichergestellt, dass mindestens 35% - ab 2017 50% - der Treibhausgase im Vergleich mit konventionellem Benzin eingespart werden. Nachhaltigkeit bei Südzucker zeigt sich auch durch die Qualität und Sicherheit der hergestellten Produkte. Hohe technische Standards, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (ISO 9001: 2008, ISO 22000: 2005, GFSI-äquivalente Standards, GMP+ International, Qualität & Sicherheit) werden hier konsequent eingehalten. Ein weiterer Aspekt nachhaltigen Handelns ist die Übernahme sozialer Verantwortung. Verankert ist die soziale Verantwortung u. a. in einem Verhaltenskodex zur Corporate Social Responsibility, den sich Südzucker seit 2011 gegeben hat. Er basiert auf einer entsprechenden Vereinbarung der europäischen Zuckerindustrie, die sich grundsätzlich zu Themen wie Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen und dem Verhältnis zwischen den Sozialpartnern positioniert. Die Mitarbeiter im Unternehmen sind wichtige Säulen des Erfolgs. In einer von Wertschätzung und Respekt getragenen Unternehmenskultur wird eine konsequente Aus- und Weiterbildungspolitik betrieben, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und ihnen Perspektiven für eine Laufbahn in der Unternehmensgruppe zu ermöglichen. Mit angemessenen Sozialleistungen und Rahmenbedingungen versucht Südzucker zudem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, was auch durch eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 12 Jahren belegt wird. Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen, der auch die Voraussetzung für zukunftsorientierte Investitions- und Forschungsprojekte ist. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums auf der Basis eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD, RAHMENBEDINGUNGENWeltmarktIm Kampagnejahr 2012/13 erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2013 einen Anstieg der Zuckererzeugung auf 183,1 (175,3) Mio. t und ein Wachstum des Verbrauchs auf 168,7 (165,5) Mio. t. Die Bestände sollten demnach auf 78,5 (68,5) Mio. t Zucker steigen und damit bei 46,5 (41,4) % eines Jahresverbrauchs liegen. Weltzuckerbilanzscroll
Quelle: F. O. Licht, Schätzung der Weltzuckerbilanz 2012/13 vom 14. März 2013 Weltmarktpreise für Zucker März 2009 bis März 2013![]() London, t/Ww. in USD und EUR, nächster gehandelter Terminmonat Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr blieb der Zuckerweltmarkt volatil. Ausgehend von Weltmarktpreisen um 650 USD/t bzw. 490 €/t Weißzucker im März 2012 gaben die Notierungen nach und fielen im Mai auf rund 550 USD/t bzw. 430 €/t Weißzucker, bevor sie im Juli wieder auf rund 660 USD/t bzw. 540 €/t Weißzucker anstiegen. Seither bewegen sich die Weltmarktpreise in einer Bandbreite von 500 bis 600 USD/t Weißzucker. Ende Februar 2013 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 520 USD/t bzw. 396 €/t. Europäische UnionEU-BinnenmarktDurch die Reform der EU-Zuckerpolitik wurde die EU weltweit vom zweitgrößten Zuckerexporteur zu einem der größten Nettoimporteure. Wesentliche Gründe waren die Zuckerquotenreduktion und der vollständige Abbau der Zölle gegenüber LDCs und AKP-Ländern zum 1. Oktober 2009. Der strukturelle Selbstversorgungsgrad liegt bei nur noch rund 85 %. Dadurch ist die Marktversorgung in der EU von Weltmarktimporten abhängig. Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ: 1. Oktober bis 30. September) 2011/12 ging die EU-Kommission von nicht ausreichenden Importen aus Präferenzstaaten aus. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Dezember 2011 die Freigabe von 0,4 Mio. t und im April 2012 von weiteren 0,25 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung auf dem EU-Food-Markt, für die die Zuckererzeuger eine Überschussabgabe von 85 bzw. 211 €/t abführen mussten. Darüber hinaus wurde für das ZWJ 2011/12 ein Import-Tenderverfahren eröffnet, in dem 0,4 Mio. t Importe zu reduzierten Zöllen zugeteilt wurden. Durch diese außerordentlichen Maßnahmen ist es in der EU zum 30. September 2012 - entgegen den ursprünglichen Erwartungen - zu einem Anstieg der Zuckerbestände gekommen. Für das laufende ZWJ 2012/13 erwartet die EU-Kommission eine Gesamtzuckererzeugung aus Rübe von 17,6 (18,7) Mio. t bei stabiler Quotenzuckererzeugung. Darüber hinaus ist auch aufgrund neuer Freihandelsabkommen mit einem Anstieg der Importe aus Präferenzstaaten zu rechnen. Trotzdem hat die EU-Kommission im Dezember 2012 erneut ein Import-Tenderverfahren mit vier Tendern im Zeitraum von Januar bis Juni 2013 eröffnet. Bislang wurden 0,3 Mio. t Importe zu reduzierten Zöllen zugeteilt. Darüber hinaus wurden in zwei Tranchen 0,3 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung auf dem EU-Food-Markt bei einer Überschussabgabe von 224 €/t bzw. 172 €/t freigegeben. Zum 1. Juli 2013 wird der EU-Beitritt Kroatiens erfolgen. Kroatien erhält eine Rübenzuckerquote von 0,19 Mio. t sowie ein zollreduziertes Importkontingent von 0,04 Mio. t, was insgesamt in etwa dem kroatischen Verbrauch entspricht. EU-ExporteBezüglich der Exporte für Nichtquotenzucker wurde für das zurückliegende ZWJ 2011/12 bereits im März 2011 entschieden, 0,65 Mio. t Exportlizenzen für Nichtquotenzucker ab Januar 2012 zuzuteilen. Im November 2011 wurde der Export weiterer 0,7 Mio. t Zucker ermöglicht. Für das laufende ZWJ 2012/13 wurde im April 2012 die Möglichkeit von Exporten in Höhe von 0,65 Mio. t festgelegt, für die Anfang Oktober 2012 die Exportlizenzen zugeteilt wurden; eine Aufstockung um weitere 0,7 Mio. t erfolgte im Januar 2013. Für Nichtquotenzucker zur Verwendung in der chemischen, pharmazeutischen und Fermentationsindustrie sowie für die Bioethanolherstellung wurde seit dem ZWJ 2008/09 regelmäßig eine zollfreie Weltmarktimportquote in Höhe von 0,4 Mio. t p. a. eröffnet, die bisher aber nur in geringem Umfang genutzt wurde. Angesichts weiterhin hoher Zuckerweltmarktpreise und Logistikkosten dürfte die Nutzung auch im ZWJ 2012/13 gering sein. Gemeinsame Agrarpolitik 2013Wesentliche Teile der Binnenmarktregeln zum EU-Zuckermarkt laufen zum 30. September 2015 aus. Im Kontext der derzeit diskutierten Ausrichtung der allgemeinen EU-Agrarpolitik ab 2014 werden auch Optionen für die Regelungen zum EU-Zuckermarkt ab dem ZWJ 2015/16 geprüft. So hat die EU-Kommission dem Agrarministerrat und dem EU-Parlament im Oktober 2011 einen Legislativ-Vorschlag vorgelegt, die geltenden Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen zum 30. September 2015 auslaufen zu lassen. Das Europäische Parlament dagegen folgte im März 2013 dem Vorschlag seines Agrarausschusses und hat sich auf eine Verlängerung der Zuckerquoten- und Rübenmindestpreisregelungen bis 30. September 2020 festgelegt. Der Agrarministerrat hat sich im März 2013 für eine Verlängerung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung nur bis zum 30. September 2017 ausgesprochen. Im Zuge der laufenden "Trilog"-Verhandlungen wird eine Einigung zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Agrarministerrat im Zuge der anstehenden Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik im Frühsommer 2013 erwartet. Die derzeitigen Regelungen schützen den EU-Zuckermarkt vor Mengenvolatilitäten und garantieren ein hohes Maß an Versorgungssicherheit für Verarbeiter und Verbraucher. Die Entwicklungen der letzten Jahre auf dem internationalen Zuckermarkt haben gezeigt, wie wichtig ein ausreichender Selbstversorgungsgrad ist. Das bestehende Mengenmanagement ist deshalb in Verbindung mit den Rübenmindestpreisen weiterhin ein unverzichtbares Instrument. Südzucker hält eine Verlängerung der aktuellen EU-Zuckerpolitik bis mindestens 2020 für notwendig, um in Europa - unabhängig von der Entwicklung am Weltmarkt - die sichere Versorgung der Verbraucher und der Weiterverarbeiter zu gewährleisten. WTO-II-VerhandlungenDie seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen konnten bislang nicht zum Abschluss gebracht werden. Auch in diesem Jahr wird nicht mit einem Abschluss der sogenannten Doha-Runde gerechnet. Für Dezember 2013 ist eine WTO-Ministerkonferenz in Bali angesetzt. FreihandelsabkommenParallel zur WTO-II-Runde verhandelt die EU-Kommission mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis -nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollfrei in die EU importiert werden. Die EU-Kommission hat den Andenstaaten Kolumbien und Peru sowie Staaten aus Mittelamerika wie Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador ein zollfreies Importkontingent von insgesamt 0,3 Mio. t Zucker und stark zuckerhaltigen Erzeugnissen eingeräumt. Darüber hinaus wurde eine jährliche Erhöhung der zollfreien Importkontingente um jeweils 3 % der Importquote vereinbart. Diese Abkommen müssen durch alle begünstigten Staaten ratifiziert werden. Anschließend sollen die Abkommen schon angewandt werden, bevor die Ratifikation durch die Gremien von EU und deren Mitgliedsstaaten abgeschlossen ist. Das Abkommen mit Peru trat zum 1. März 2013 in Kraft. Für die anderen Abkommen wird dies für die 1. Hälfte 2013 erwartet. EnergieDie Energiemärkte bewegten sich im Geschäftsjahr 2012/13 im Spannungsfeld ordnungspolitischer Entscheidungen, der Energiewende und dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Im Rückblick notierte der Brent-Rohölpreis in einem Korridor zwischen rund 90 und 128 USD/Barrel mit starken kurzfristigen Schwankungen. Auf der einen Seite trieben im März 2012 zum Beispiel ein hohes Maß an Marktliquidität und Spekulationen über Angebotsengpässe im Zusammenhang mit dem Import-Embargo für iranisches Öl den Rohölpreis zunächst auf ein 4-Jahres-Hoch bei 128 USD/Barrel. Auf der anderen Seite lösten die Euro-Schuldenkrise und ein weltweites Überangebot an Öl, was u. a. aus einem 17-Jahres-Hoch der US-Ölproduktion resultierte, eine drastische Korrektur des Brent-Rohölpreises bis auf kurzfristig knapp unter 90 USD/Barrel Mitte Juni 2012 aus. Im Januar 2013 zog der Ölpreis unterstützt durch den schwachen US-Dollar und zunehmenden Konjunkturoptimismus wieder auf über 117 USD/Barrel an. Die Erdgaspreise in Europa notierten deutlich höher als im Frühjahr 2012. Durch die temporäre Entspannung in der Euro-Schuldenkrise und dem vergleichsweisen milden Winter stabilisierte sich der Markt. Die Förderung des Schiefergases in Amerika und der dortige Preisverfall haben bis zum heutigen Tag noch keinen Einfluss auf den europäischen Gasmarkt. EmissionshandelFür die 3. Handelsperiode (2013 bis 2020) erfüllt die Zuckerindustrie nach aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach die Zuteilung von CO2 -Zertifikaten - für den Wärmeanteil der vorhandenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - kostenlos erfolgen kann, allerdings unter Berücksichtigung möglicher Kürzungen in noch unbekannter Höhe. Dies gilt auch für die Produktion von Stärke, Inulin und Ethanol. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird im Jahr 2014 für die Zuteilungsjahre 2015 bis 2019 überprüft werden. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch in der Südzucker-Gruppe nicht decken. RÜBENERNTE UND KAMPANGNEVERLAUF2012 begann die Aussaat im Südzucker-Gebiet ähnlich früh wie im Vorjahr. Die ersten Rübenflächen wurden in den Gebieten der Zuckerfabriken Offstein und Offenau bereits Anfang März gedrillt. Die niedrigen Temperaturen in den Wochen nach der Saat bremsten zunächst das Wachstum, regional gab es auch Bodenfröste. Die Folgewitterung im weiteren Vegetationsverlauf sorgte dann für eine gute Entwicklung der Rüben. Die Rodung ebenso wie die Kampagne verliefen problemlos. Für die Rübenanbauer war 2012 ein gutes Jahr, die Erträge reichten jedoch nicht an die Spitzenergebnisse des Vorjahres heran. Mit einem Rübenertrag von durchschnittlich 74,4 (79,3) Tonnen pro Hektar bei einem Zuckergehalt von 18,10 (18,15) % wurde ein überdurchschnittlicher Zuckerertrag pro Hektar erzielt. Die Kampagne startete am 13. September 2012 und endete am 15. Januar 2013. Damit lag die Kampagnedauer mit 109 (120) Tagen unter der des Vorjahres. UMSATZ UND ERGEBNISscroll
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012/13 von 1.575,9 Mio. € um 233,8 Mio. € bzw. 14,8 % auf 1.809,7 Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür war der Anstieg der europäischen Zuckerpreise. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 81,3 (85,5) Mio. € enthalten Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der bis 2014/15 abgegrenzten EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 20,4 (20,4) Mio. € sowie Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 3,6 (14,2) Mio. €. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 2,5 (1,4) Mio. € und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 7,5 (6,0) Mio. € enthalten. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 130,4 Mio. € auf 1.306,2 (1.175,8) Mio. € resultierte maßgeblich aus den deutlich gestiegenen Rübenkosten. Der Personalaufwand erhöhte sich um 11,5 Mio. € auf 200,2 (188,7) Mio. €, was auf gestiegene Aufwendungen für die Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter, auf Tariferhöhungen sowie einen Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter um 27 auf 2.373 (2.346) zurückzuführen ist. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung betrug 27,0 (25,0) Mio. €. Die Abschreibungen lagen mit 42,8 (40,2) Mio. € über Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 273,1 Mio. € auf 494,0 (220,9) Mio. €. Ursächlich hierfür ist der im Anhang unter der Erläuterung des Bilanzpostens Eigenkapital beschriebene Rückkauf der Wandelanleihe mit einem Aufwand von 256,9 Mio. € sowie Kosten der Kapitalerhöhung von 6,0 Mio. €. Außerdem stiegen die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung insbesondere für IT Dienstleistungen. Die Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens erreichten 2,5 (0,4) Mio. €. Das Beteiligungsergebnis lag mit 271,6 (175,8) Mio. € deutlich über dem Vorjahr und folgt damit der guten Ergebnisentwicklung insbesondere der Tochtergesellschaften des Zuckersegments. Das Zinsergebnis verbesserte sich um 17,2 Mio. € auf -55,7 (-72,9) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Durchschnittsverschuldung deutlich verringert werden. Zudem wurde bei der kurzfristigen Working Capital Finanzierung von dem niedrigen kurzfristigen Zinsniveau durch Commercial Paper Emissionen profitiert. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 24,4 (23,4) Mio. € enthalten. scroll
Das außerordentliche Ergebnis im Vorjahr von -88,4 Mio. € betrifft die im Rahmen der geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zur Bewertung von Pensionsrückstellungen verbliebene Sonderzuführung zu den Pensionsrückstellungen. Das Steuerergebnis Finanzgerichtsverfahren in Höhe von 76,5 Mio. € betrifft einen einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz. Die sonstigen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von 25,6 Mio. € auf 7,0 Mio. €. Damit lag der Jahresüberschuss bei 209,0 (148,1) Mio. €. Nach der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 25,6 (15,6) Mio. € und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,4 (0,0) Mio. € ergab sich ein Bilanzgewinn von 183,8 (132,5) Mio. €. BILANZAKTIVA scroll
Die Bilanzsumme der Südzucker AG erhöhte sich zum 28. Februar 2013 auf 4.630,9 (4.435,9) Mio. €. Das Anlagevermögen lag mit 2.987,3 (2.957,4) Mio. € um 29,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen dienten im Wesentlichen Ersatz- bzw. Energieeffizienzmaßnahmen. Die Erhöhung der Vorräte auf 623,3 (534,6) Mio. € ist auf die höheren Zuckerbestandsmengen zum 28. Februar 2013 sowie gestiegene Herstellungskosten zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 112,4 Mio. € auf 975,3 (862,9) Mio. €, was maßgeblich durch höhere Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen bedingt war. PASSIVAscroll
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses sowie der im Anhang unter der Erläuterung des Bilanzpostens Eigenkapital beschriebenen Kapitalerhöhung auf 2.227,7 (1.700,1) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich infolge dessen trotz der gestiegenen Bilanzsumme auf 48,1 (38,3) %. Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad betrug 119,4 %. Die Pensionsrückstellungen mussten insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 5,0 (5,13) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um 27,0 Mio. € auf 454,7 (427,7) Mio. € erhöht werden. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit Risiken aus den Regelungen zum EU-Zuckermarkt sowie Risiken im Zusammenhang mit Umsatzsteuernachzahlungen für Zuckerlieferungen nach Italien in den Jahren 1994 bis 1995. Die Verbindlichkeiten sind von 1.868,6 Mio. € um 308,7 Mio. € auf 1.559,9 Mio. € gesunken. Hauptgrund für den Rückgang ist der im Anhang unter der Erläuterung des Bilanzpostens Eigenkapital beschriebene Rückkauf der Wandelanleihe im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung. Gegenläufig stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern infolge höherer Rübenpreise. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 52,7 (73,2) Mio. € umfasst überwiegend den abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wird seit dem Geschäftsjahr 2008/09 bis einschließlich 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. INVESTITIONEN UND FINANZIERUNGIm Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 79,5 (50,9) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsmaßnahmen. Im Werk Ochsenfurt wurde eine neue anaerobe Abwasseraufbereitungsanlage für das überschüssige Wasser aus der Zuckerrübenwäsche errichtet und erfolgreich in der Kampagne in Betrieb genommen. Das in der Anlage erzeugte Biogas wird im Kraftwerk der Fabrik klimaschonend zur Erzeugung von Wärme und Elektroenergie eingesetzt und ersetzt dort anteilig bisher eingesetzte fossile Brennstoffe. Die im Werk Offenau installierten kochbrüdenbeheizten Rohsaft-Wärmetauscher haben die Energieeinsparziele erreicht. Ebenfalls der Reduzierung des Energieverbrauchs dienen die im Bereich Futtermittelproduktion den bestehenden Hochtemperaturtrocknungen vorgeschalteten Niedertemperaturtrocknungen (NTT) an den Standorten Offstein und Plattling, die mit Kampagnebeginn erfolgreich in Betrieb gingen. Zur Verbesserung der Zuckerlogistik wurden in den Werken Offstein und Rain sowie am Silostandort Zeil Big-Bag-Abfüllanlagen installiert. Mit der Inbetriebnahme der neuen 1. Carbonatation in Rain konnten neben technologischen Verbesserungen auch die Kalksteinverbräuche nachhaltig reduziert werden. Im Werk Zeitz wurden mit dem Austausch der Zentrifugenantriebe und Frequenzumformer sicherheitstechnische Anforderungen erfüllt. Die Nettofinanzschulden gingen von 752,3 Mio. € im Vorjahr auf 403,0 Mio. € am 28. Februar 2013 zurück. Diese Rückführung konnte in einem Umfang von rund 260 Mio. € durch den Rückkauf der 2,5 % -Wandelschuldverschreibung 2009/2016 erreicht werden, der überwiegend durch die Kapitalerhöhung finanziert wurde (Vgl. auch Ziffer 5 "Eigenkapital" im Anhang). Der starke Cash-Flow konnte trotz höheren Investitionen in Sachanlagen von 77,9 (48,2) Mio. € darüber hinaus noch zu einem weiteren Schuldenabbau verwendet werden. Südzucker hat zum 28. Februar 2013 folgende Anleihen ausstehen: scroll
Die Finanzinstrumente werden in der Regel über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begeben und konzernweit verwendet. Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP-) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde seitens der Südzucker AG zum 28. Februar 2013 nicht in Anspruch genommen. Zum 29. Februar 2012 betrug die Inanspruchnahme 50 Mio. €. Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die im Juni 2011 bis 2016 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert. Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13. MITARBEITERIm Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.373 (2.346) Mitarbeiter beschäftigt. Work-Life-BalanceSüdzucker baut auf die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Herstellung einer Work-Life-Balance. Dazu zählen Maßnahmen wie z. B. flexible Arbeitszeitregelungen und unter bestimmten Voraussetzungen Spielräume für Heimarbeit sowie für die Pflege von kranken Kindern und/oder kranken - alten - Familienangehörigen. Diese Rahmenbedingungen dienen auch der Unterstützung der nachhaltigen Personalpolitik von Südzucker, die nicht nur am Arbeitsmarkt ansetzt, sondern sich insbesondere nach innen auf die im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet, mit dem Ziel, sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Dass dies der richtige Weg ist, spiegelt sich auch in einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 21 Jahren wider. Qualifikation von MitarbeiternUm trotz des demografischen Wandels in der Bevölkerung frei werdende Stellen mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzen zu können, hat Nachwuchsförderung bei Südzucker seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Dies belegen die praktizierte Aus- und Weiterbildungspolitik ebenso wie Trainee- und Internationale On-Boarding-Programme. Dabei finden die Aktivitäten zur Heranführung von Nachwuchskräften zunehmend auf internationaler Ebene statt. So werden junge Akademiker in Trainee-Programmen insbesondere in den Bereichen Technik/Produktion sowie Rohstoff in einem Turnus von zwei bis drei Monaten an verschiedenen Standorten im In- und Ausland ausgebildet und erhalten dabei einen detaillierten Einblick in verschiedene Bereiche, können in Projekten mitarbeiten und entwickeln darüber hinaus auch die für das Zusammenwachsen im Konzern notwendige Identifikation mit den Unternehmenswerten. Damit werden junge Mitarbeiter gut auf die Übernahme von verantwortungsvollen Tätigkeiten vorbereitet und können danach erste wichtige Schritte in ihrer Karriere in der Südzucker-Gruppe gehen. ArbeitssicherheitMaßnahmen und Aktionen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben in der Südzucker-Gruppe traditionell einen hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich sowohl in einer vergleichsweise niedrigen Anzahl von Unfallereignissen als auch in einem insgesamt sehr guten Niveau der unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten wider. Ziel ist es, mit präventiven Maßnahmen die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen und den Gesundheitsschutz stetig zu verbessern. Jeder einzelne Mitarbeiter - von der Produktion bis zur Führungsebene - ist in der Verantwortung, daran zu arbeiten. Da ein überwiegender Teil der Arbeitsunfälle auf Ursachen im Bereich des Verhaltens und der Gefahrenwahrnehmung zurückzuführen ist, liegt ein aktueller Schwerpunkt auf Maßnahmen und Instrumenten zur Stärkung des Sicherheitsbewusstseins. Auch im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens werden wertvolle Beiträge zur steten Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes von den Mitarbeitern eingebracht. Betriebliches VorschlagswesenDie Anzahl der eingereichten Verbesserungsvorschläge wie auch die Höhe der insgesamt ausgezahlten Prämien ist weiter deutlich gestiegen. Dieses Engagement der Mitarbeiter zeigt die Bereitschaft, Verantwortung für die Optimierung des eigenen Arbeitsumfelds zu übernehmen. Dank des VorstandsDer Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für den Erfolg des Unternehmens gearbeitet, Außergewöhnliches geleistet und so zu den Rekordzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres beigetragen haben. Unser Dank gilt auch den Vertretern der Arbeitnehmer für die vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden am Standort Offstein für das operative Geschäft der Südzucker AG und als Auftragsforschung für Konzerngesellschaften wahrgenommen und koordiniert. Die Schwerpunkte der Arbeiten der Südzucker AG im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Produkte für den Nahrungsmittelbereich und die Erarbeitung von Konzepten, um unsere Lebensmittelzutaten erfolgreich im Markt zu etablieren. Für den Non-Food-Bereich werden maßgeschneiderte Produktlösungen auf Basis von Kohlenhydraten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete bereitgestellt. Ein Großteil der Aktivitäten befasst sich mit der Verbesserung der Produktqualität und der Optimierung der Fertigungsprozesse. Die Erweiterung der Produktlinien gekoppelt mit der Bewertung und Implementierung neuer Technologien führt zu modernen und leistungsfähigen Produktionsanlagen. Neben den produktrelevanten werden auch zunehmend energetische und damit ökologische Aspekte berücksichtigt. Das Arbeitsspektrum umfasst Themen im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Produktion, Futtermitteln, bis hin zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Produktbereichen, wie Zucker und Zuckerspezialitäten. Daneben werden Aufgaben gruppenweit wahrgenommen. Dadurch können Konzepte länderübergreifend verfolgt und Synergien genutzt werden, um die einzelnen Geschäftsfelder der Südzucker-Gruppe in den Bereichen Business Development, Marketing, Einkauf und Verkauf zielgerichtet zu unterstützen. Patentanmeldungen sichern das Know-how und stärken die Marktposition. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen ergänzen die eigenen Arbeiten in vielen Bereichen. Die Aufgaben im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistung werden bei der Südzucker AG von 131 (125) Mitarbeitern wahrgenommen. Bezüglich der Darstellung der wesentlichen Projekte und Aktivitäten verweisen wir auf das Kapitel Forschung und Entwicklung, Produktsicherheit, Qualitätsmanagement im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13. CORPORATE GOVERNANCEIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_zur_Unternehmensfuehrung/). Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB)AllgemeinesDie Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 29. Januar 2013 mit aktuellem Organigramm geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG Johann Marihart ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG Thomas Kölbl ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind jeweils Mitglied oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtratsmitglieder endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 19. Juli 2012. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats - also der am 19. April 2012 von der Belegschaft gewählten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter sowie der von der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 gewählten Aktionärsvertreter - läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 19. Juli 2012 einzeln gewählt. Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss ist Herr Erwin Hameseder. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Diversity-ZieleFür seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlung 2012 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 19. Juli 2012 - den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend - die bisherigen Aktionärsvertreter wiedergewählt. So gehören dem Aufsichtsrat derzeit mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an ("nicht unabhängig" i.S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2013Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 1. August 2013 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht (Seite 37ff.) dargestellt. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Jahres- und der Konzernabschluss der Südzucker AG werden vom Vorstand aufgestellt und von dem Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert und anschließend vom Vorstand wenige Tage vor der Veröffentlichung freigegeben; die Freigabe durch den Vorstand beendet den Aufstellungszeitraum für die jeweilige Zwischenberichtsperiode. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2012 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung erfolgte nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2012/13 keinen Anlass. Kapitalmarkt und TransparenzSüdzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit Investoren und Analysten statt. Allen Anlegern steht zeitnah eine Audio-Aufzeichnung dieser Telefonkonferenzen (einschließlich der zugehörigen Präsentationen) auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ zur Verfügung. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und Kapitalmarktveröffentlichungen (ggf. Ad-hoc-Mitteilungen). Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Südzucker-Konzern und zur Südzucker-Aktie. FinanzkalenderDie geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Corporate-Governance-Bericht (§ 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB)Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den in 2012 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung. Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 15. Mai 2012 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. Entsprechenserklärung 2012Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2012 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt haben am 20. November 2012 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Mit folgenden Ausnahmen entsprach die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 und entspricht zukünftig den Empfehlungen in der Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012: Ziffer 2.3.3 (Briefwahl Hauptversammlung):In der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Ziffer 4.2.3 (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen):Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 (Individualisierte Vorstandsvergütung):Die Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat zuletzt am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Ziffer 5.3.2 Satz 3 (Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses):Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Jochen Fenner. Er ist zugleich Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungsgenossenschaft eG (SZVG), die mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Dr. Jochen Fenner im Interesse der Gesellschaft und aller Aktionäre. Ziffer 5.3.3 (Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats):Für die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken. Ziffer 5.4.1 (Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats):Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Da die Neufassung von Ziffer 5.4.1 zum Zeitpunkt der Einberufung der Hauptversammlung 2012 noch nicht in Kraft getreten war, erfolgten die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung nach Maßgabe der zum damaligen Zeitpunkt geltenden Bestimmungen; künftig soll der Empfehlung entsprochen werden. Ziffer 5.4.6 (Individualisierte Aufsichtsratsvergütung):Die Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist. Für diese Struktur spricht aus unserer Sicht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre. Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus. Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten." VergütungsberichtDas Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil der jährlichen Festvergütung, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die Neuregelung des variablen Teils der Vorstandsvergütung ist erfolgt. Der vom VorstAG geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren - sukzessive beginnend mit der Dividende 2011/12 - zugrunde gelegt wird. Die von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 3,9 (3,2) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 52 (49) % der Barbezüge; sie ist von der durch die Hauptversammlung 2013 noch zu beschließenden Dividende abhängig. Die dem Vorstand von Tochterunternehmen gewährten Bezüge betragen 1,7 (1,5) Mio. €. Die Altersversorgung des Vorstands bemisst sich nach einem Anteil an der Festvergütung. Für die Vorstandsmitglieder wurden 7,6 (2,6) Mio. € der Pensionsrückstellung zugeführt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG festgelegt. Danach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats je Geschäftsjahr eine feste Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je 0,01 € ausgeschütteter Dividende, die 0,04 € übersteigt; hinzu kommen Aufwendungsersatz und gesetzliche Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,5 (1,9) Mio. €; davon wurden Vergütungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € von Tochterunternehmen gewährt. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht, ebenso wie auf eine Aufgliederung der Vergütung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das VorstAG geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Südzucker hat den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder fristgerecht an die neue gesetzliche Regelung angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WpHGKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2012/13 erwarb ein Mitglied des Aufsichtsrats 200 Südzucker-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 29,47 €. Compliance-Unternehmensgrundsätze (§ 289a Abs. 2 HGB)ComplianceCompliance - also gesetzestreues Verhalten - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Das Compliance-Programm der Südzucker soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Für Südzucker ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Im Rahmen des Compliance-Programms wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Compliance-UnternehmensgrundsätzeSüdzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Compliance-Unternehmensgrundsaetze/ veröffentlicht. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:
Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance Beauftragten und dem Vorstand mitzuteilen. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (§ 289 ABS. 4 HGB)Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, StimmrechteZum 28. Februar 2013 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %Der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, ist mit rund 52 % und die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien/Österreich (Raiffeisen-Holding), und mit ihr verbundene Unternehmen (Raiffeisen-Gruppe) sind über die Zucker Invest GmbH, Wien/Österreich, mit rund 10 % am Grundkapital beteiligt. Stimmrechte, Übertragung von AktienJede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der SZVG und der Raiffeisen-Gruppe; zudem bestehen Stimmbindungsverträge innerhalb der Raiffeisen-Gruppe. Aufgrund des Stimmbindungsvertrags werden die Beteiligungen der SZVG und der Zucker Invest GmbH nach dem Wertpapierhandelsgesetz wechselseitig zugerechnet, so dass SZVG und Zucker Invest GmbH nach dem Wertpapierhandelsgesetz mit insgesamt rund 62 % am gezeichneten Kapital beteiligt sind. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest GmbH gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest GmbH hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien. Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmeraktien | Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederDie Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 22. November 2012 (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Satzung/) bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. SatzungsänderungenFür Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und AktienrückkaufDer Vorstand ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Juli 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. Juli 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen oder Genussscheine zu begeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann nach näherer Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses ausgeschlossen werden. Der Gesamtnennbetrag der im Rahmen dieser Ermächtigung auszugebenden Genussscheine, Options- und Wandelschuldverschreibungen darf insgesamt 400.000.000 € nicht übersteigen. Die Options- bzw. Wandlungsrechte berechtigen nach näherer Maßgabe der Options- bzw. Wandelgenussrechtsbedingungen, Südzucker-Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu nominal 15 Mio. € zu beziehen. Dazu wurde das Grundkapital um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien aus bedingtem Kapital erhöht (Bedingtes Kapital, § 4 Abs. 4 der Satzung). Am 30. Juni 2009 wurde über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 283,45 Mio. € begeben, die mittlerweile in vollem Umfang eingezogen ist. Zur Bedienung von Wandlungsrechten aus dieser Anleihe wurden 211.415 Aktien aus dem bedingten Kapital ausgegeben. Am Bilanzstichtag besteht daher noch ein Bedingtes Kapital in Höhe von 14.788.585 €; das entspricht 14.788.585 Aktien. Der Vorstand ist nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 5 der Satzung bis 30. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aus Genehmigtem Kapital zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2009). Nach teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals am 22. November 2012 durch eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Umfang von 14.618.269 € besteht am Bilanzstichtag noch ein genehmigtes Kapital von 381.731 €; das entspricht 381.731 Aktien. Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Zur Bedienung der Wandelanleihe hielt Südzucker am 1. März 2012 insgesamt 400.020 eigene Aktien. Dieser Bestand wurde im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 durch weitere Zukäufe auf 600.000 Aktien aufgestockt. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 wurden 23.489 eigene Aktien an Anleihegläubiger ausgegeben, die Wandelanleihen hielten und ihre Wandlungsrechte ausgeübt hatten. Am 20. November 2012 hat Südzucker eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital beschlossen und die Verwertung der bis dahin verbliebenen 576.511 eigenen Aktien vorgenommen. Die Gesellschaft hält damit am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien mehr. Kontrollwechsel- und EntschädigungsvereinbarungenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht im Kapitel "Corporate Governance", der Bestandteil des Lageberichts ist, dargelegt. RISIKOBERICHTRisikomanagementsystemDie Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. RisikopolitikSüdzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. RisikomanagementDas Risikomanagementsystem ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Südzucker-Gruppe eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der getroffenen Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und fortentwickelt sowie wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken fortlaufend beobachtet und - falls erforderlich - Handlungsbedarf aufzeigt. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen und finanziellen Risiken sowie politischen und regulatorischen Risiken. Ein Risikoschwerpunkt ist die Veränderung von Marktpreisen. In den Divisionen und Geschäftsbereichen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, wurden Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen. Regelmäßiges Reporting und Dokumentationen der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und zuständigen Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensivitäten sowohl auf Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Die Entwicklung der Risikoparameter wird - der aktuellen Marktentwicklung folgend - dabei in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt. RisikofrüherkennungssystemSüdzucker hat ein Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, und auch sonstige Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe an Veränderungen des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfelds angepasst wird. RisikokommunikationUnabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher ist das Management verpflichtet, eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicherzustellen. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting und regelmäßige Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Durchsprachen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor. Interne RevisionDie interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern. RisikenRegulatorische RisikenWie in den jeweiligen Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen" des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Änderungen dieser Rahmenbedingungen können Risiken mit sich bringen, wenn beispielsweise die EU die Ausfuhren von Zucker reduziert, im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker zugesteht. Dies gilt auch für Bioethanol, z. B. durch den aktuellen Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie, durch den der Anteil von Biokraftstoffen aus Ackerfrüchten im Verkehrssektor beschränkt werden sollte. Auch Änderungen der in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssysteme für erzeugte erneuerbare Energien können Risiken mit sich bringen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Argrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Risiken aus dem operativen GeschäftVerfügbarkeit und Preisvolatilität von RohstoffenSüdzucker ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Rohstoffe Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache auch in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - unter Umständen nur in geringer Menge oder schlechter Qualität verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich Währungsrisiken, wenn der Einkauf der Rohstoffe, die Verarbeitung und der Absatz der Endprodukte in verschiedenen Währungsräumen stattfinden. Die dadurch entstehenden Wechselkursrisiken werden überwiegend mit Hilfe von Devisentermingeschäften oder durch Finanzierung des Working Capitals in fremder Währung gesichert. Diese Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. Für die Rohzucker-Raffination in Frankreich, Rumänien und Bosnien-Herzegowina wird der Rohzuckerbedarf mengen- und preismäßig abgesichert. CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltgetreidemärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert sich durch Erlöse für Lebens- und Futtermittel. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel vor (Nettorohstoffkosten). Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensieren (natural hedge). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Dies gilt auch für den Einkauf und die Weiterverarbeitung von Rohalkohol. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die deutsche Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse seit dem 1. Januar 2011 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz und Wanze erfüllt alle Anforderungen der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung. Jedoch ist CropEnergies zur Herstellung nachhaltigen Bioethanols auf die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe angewiesen. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Höhere Rohstoffkosten können in den für AGRANA relevanten Märkten zu einem Teil kurzfristig an den Kunden weitergegeben werden. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA hat durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte in unterschiedlichsten Regionen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen die Möglichkeit geschaffen, regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur ganzjährigen Versorgungssicherheit an Rohstoffen geleistet und gleichzeitig die laufzeitkongruente Absicherung der Kundenmärkte ermöglicht. Südzucker wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem die Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit der Zielsetzung der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen. Der Prozess der Zuteilung von Emissionszertifikaten für die 3. Handelsperiode (2013 bis 2020) ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach aktuellen EU-Vorschriften die Kriterien von Carbon Leakage, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Allerdings sollen die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien in 2014 überprüft werden. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperioden in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht decken. Absatzmärkte und ProduktpreiseDie wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Functional Food, Tiefkühlprodukte, Bioethanol, Stärke und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Anpassungen der Unternehmensstrategie durch Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet Südzucker durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft. Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem Quoten- und Nichtquotenzuckermarkt in der EU sowie den Futtermittelmärkten. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie sieht unter anderem vor, dass bis zum Jahr 2020 5 % der erneuerbaren Energie im Verkehrssektor durch Biokraftstoffe aus Abfällen, Reststoffen oder Lignozellulose gedeckt werden sollen. Die geplante Mehrfachanrechnung jener Kraftstoffe könnte einen verstärkten Wettbewerb zwischen Produzenten konventionellen Bioethanols und Produzenten von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten. Aufgrund der lokalen Produktionsbedingungen und den dort geltenden politischen Rahmenbedingungen können sich Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Herstellern ergeben mit der Folge einer Zunahme von Importen und niedrigeren Preisen für Bioethanol in der EU. Risiken aus HandelsgeschäftenHandelsgeschäfte mit Agrarprodukten und den zugehörigen Finanzinstrumenten und dabei insbesondere mit Zucker, Melasse und Kaffee werden sowohl von ED&F Man als auch in geringerem Umfang von Konzerngesellschaften im Segment Zucker betrieben. Zusätzlich ermöglicht ED&F Man seinen Kunden als Intermediär den Zugang zu den Commodity- und Finanzmärkten. ED&F Man unterliegt dabei der Aufsicht durch die zuständigen Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA. Daneben nimmt die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang am Handel mit Bioethanol und entsprechenden Warenterminkontrakten teil. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. ProduktqualitätZu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, gehört es, Kunden mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-RisikenDie operative und strategische Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. PersonalrisikenDie Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Rechtliche RisikenEs sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar einen Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode haben, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und ggf. Anpassungsmaßnahmen abgeleitet. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hat das deutsche Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Im Berichtsjahr und auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses kam es zu keiner Substantiierung der Vorwürfe durch die Behörde. Entsprechendes gilt für die in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2009/10 durch die Kartellbehörden in der Slowakei und in Ungarn eingeleiteten Verfahren gegen Tochtergesellschaften von AGRANA. Die Untersuchungen in Ungarn wurden inzwischen eingestellt. Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien u. a. gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten halten die zugrunde liegende Beschuldigung weiterhin für unbegründet und sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme -auch nach weiteren Zeugenvernehmungen im Februar 2013 - nicht bestätigt. Bonitäts- und AusfallrisikenSüdzucker tritt Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben. Weitere operative RisikenAus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, kommen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft zu. Südzucker begegnet Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus der Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Getreide- und Maiseinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind. Zinsänderungs- und WechselkursrisikenAus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Finanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. LiquiditätsrisikenDie Liquidität der Südzucker-Gruppe wird täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellen wir ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit darstellen. Bonitäts- und AusfallrisikenBonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen wir finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. RatingDie Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. Weitere Informationen zu Kredit-, Liquiditäts-, Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken einschließlich dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken sind im Anhang zum Konzern-Jahresabschluss unter Ziffer (31) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden. GesamtrisikopositionDie Gesamtrisikoposition des Konzerns ist bei weiterhin hoher Volatilität von Produkt- und Rohstoffpreisen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. ChancenDurch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Functional Food, Stärke, Tiefkühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte für Agrarrohstoffe sowie Lebens- und Futtermittel. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen positioniert, dies ist im weltweiten Wettbewerb eine verlässliche Ausgangsbasis. Auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sollte insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren. ZuckerSüdzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen eine gute Wettbewerbsposition in der EU; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden. Durch die Kooperation mit dem Mauritius Sugar Syndicate vermarktet Südzucker Weißzucker und Rohzucker aus dem AKP-Land in der EU. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. Weitere Chancen können sich aus der Erzeugung von Industriezucker Non-Food und aus dem Zuckerexport außerhalb der EU ergeben. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird von einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit 168 Mio. t auf etwa 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über den Erwerb von ED&F Man zusätzliche Potenziale, an diesem Marktwachstum zu partizipieren. BENEODaneben besitzt Südzucker durch den Ausbau des Segments Spezialitäten eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. Ein wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend hin zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter und mit ihrer Palatinit-Produktlinie der weltweit führende Hersteller von auf Zucker basierenden Zuckeraustauschstoffen. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. FreibergerTiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience Food ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen und dem asiatischen Markt werden diese auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. PortionPack EuropeDer europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen. StärkeDie Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Focus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. CropEnergiesDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg bei Bioethanol und den zusätzlich erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. CropEnergies hat durch die Kapazitäten in Deutschland, Belgien und Frankreich und der Internationalisierung des Handels- und Logistiknetzwerks die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. FruchtDas AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (§ 289 Abs. 5 HGB)GrundzügeDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben oder Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung. IFRS-Reporting-GuidelineDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die einheitliche Bilanzierung und Bewertung der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Die interne IFRS-Reporting-Guideline regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting Guideline wird regelmäßig aktualisiert und an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften kommuniziert. Internes Kontrollsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe setzt sich aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf dem Prinzip der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der für wichtige integrative Geschäftsprozesse definierten Leitsätze und Richtlinien. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Das interne Kontrollsystem der Südzucker-Gruppe ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren zutreffende Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und ggf. Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben gewährleistet das interne Kontrollsystem auch die Abbildung und Plausibilisierung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Südzucker-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse aus Fällen der eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des internen Kontrollsystems führen zu entsprechenden Empfehlungen und Prozessänderungen und damit zu einer stetigen Verbesserung der Systeme. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Internes Kontrollsystem bezogen auf den KonsolidierungsprozessDie Erstellung des Konzernabschlusses der Südzucker-Gruppe erfolgt ebenfalls in einem mehrstufigen Prozess mithilfe eines gruppenweit einheitlichen IT-Konsolidierungssystems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle bei der Südzucker AG übermittelt. Diese verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Interne PrüfungDer Prüfungsausschuss überwacht die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf Maßnahmen, die vom Management initiiert werden. Externe PrüfungDer Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können; zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. AUSBLICKWir erwarten im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Dabei steht einem rückläufigen Absatz bei Nichtquotenzucker ein leichter Anstieg beim Quotenzuckerabsatz gegenüber. Wir gehen von einem rückläufigen operativen Ergebnis aus. Der Rückgang ist maßgeblich auf den nun ganzjährig wirkenden Anstieg der Produktionskosten, verminderte Absatzmöglichkeiten für Nichtquotenzucker und ein niedrigeres Weltmarktpreisniveau zurückzuführen. Darüber hinaus ist für den Verlauf des Geschäftsjahres die Entwicklung der Mengenverhältnisse in der EU von entscheidender Bedeutung. Unter Berücksichtigung eines weiter verbesserten Zinsergebnisses, den entfallenden Aufwendungen aus dem Rückkauf der Wandelanleihe und einem rückläufigen Beteiligungsergebnis sowie höheren Steueraufwendungen gehen wir von einem Jahresüberschuss mindestens in der im Geschäftsjahr 2012/13 erreichten Größenordnung aus. Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwarten wir Umsatzerlöse und ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2013/14. VORSCHLAG DER GEWINNVERWENDUNGVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 1. August 2013 eine Dividende von 0,90 (0,70) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (189,4) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 183,8 (132,5) Mio. €. Die Dividende soll am 2. August 2013 ausgezahlt werden. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMENLaut Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Würzburg, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen." JAHRESABSCHLUSS DER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURTBILANZ ZUM 28. FEBRUAR 2013AKTIVA scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. MÄRZ 2012 BIS 28. FEBRUAR 2013scroll
AnhangANWENDUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDer Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet. Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt. Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wird ausgeübt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet. Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende. Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. UmlaufvermögenDie Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unentgeltlich zugeteilte CO2 -Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 -Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenAls aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten eigener Aktien wird mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand des Geschäftsjahres ausgewiesen. Sonderposten mit RücklageanteilBis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Gehalts- und Rentenentwicklung sowie der mittelfristigen Erwartungen wurden die Parameter für die Gehalts- und Rentenerhöhung angepasst. Dabei wurde unverändert zum Vorjahr von einer künftigen Gehaltssteigerung von 3,25 %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 3,25 %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 2,25 % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,0 % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar 2013 wurde ein Rechnungszins von 5,03 % zugrunde gelegt. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und zum 31. Januar 2013 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 4,06 (4,23) % sowie für Jubiläumsansprüche 5,03 (5,13) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Passive RechnungsabgrenzungspostenAls passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite vor dem Bilanzstichtag erzielte Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Forschungs- und EntwicklungskostenDas Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen. Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bildung von Bewertungseinheiten bei SicherungsinstrumentenDie Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet. Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. Sachanlagenscroll
Finanzanlagenscroll
(2) Vorrätescroll
Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse zum 28. Februar 2013 ist insbesondere auf gestiegene Herstellungskosten infolge höherer Rübenkosten sowie auf einen höheren Zuckerbestand als im Vorjahr zurückzuführen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 93,9 (75,3) Mio. € sind mit 10,8 (9,0) Mio. € einzelwertberichtigt. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist Folge der gestiegenen Umsatzerlöse. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 249,9 (217,0) Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 90,6 (122,3) Mio. € sowie sonstige Forderungen, über die die Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt, in Höhe von 465,4 (397,7) Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 72,8 (50,5) Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüchen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zum Stichtag 42,3 Mio. € Forderungen aus einem einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz. (4) RechnungsabgrenzungspostenDer Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen sowie im Vorjahr die abgegrenzte Optionsprämie aus der Begebung der Wandelanleihe. Die im Vorjahr ausgewiesene Optionsprämie wurde im Zuge des Rückkaufs der Wandelanleihe vollständig ausgebucht. Siehe auch Erläuterungen des Bilanzpostens Eigenkapital. (5) Eigenkapitalscroll
Zum 28. Februar 2013 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien (im Vorjahr 400.200). Die Südzucker AG hatte über ihre Tochtergesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande am 30. Juni 2009 eine Wandelanleihe im Nennbetrag von 283.450.000 € mit einem Zinssatz von 2,5 % und einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 begeben. Bei Begebung der Anleihe war die vorzeitige Wandlung in Eigenkapital angestrebt. Zur Bedienung der Wandelanleihe hielt Südzucker am 1. März 2012 insgesamt 400.020 eigene Aktien mit Anschaffungskosten von 8,4 Mio. € und einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 0,4 Mio. € (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,21 %), die sie im Laufe des Geschäftsjahres 2011/12 erworben hatte. Dieser Bestand wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 durch weitere Zukäufe auf 600.000 Aktien mit kumulierten Anschaffungskosten von 12,8 Mio. € aufgestockt. Es wurden dabei 199.980 Aktien angeschafft mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 199.980 € (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,11 %). Grundlage des Erwerbs eigener Aktien war die Nutzung der von der Hauptversammlung am 20. Juli 2010 erteilten Ermächtigung zum Aktienrückkauf zum Zweck der Bedienung der Verpflichtung aus der Wandelanleihe 2009/2016. Aus diesem Bestand eigener Aktien wurden 23.489 Aktien mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 23.489 € (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,01 %) an Anleihegläubiger ausgegeben, die Anleihen im Nennbetrag von 0,4 Mio. € hielten und ihre Wandlungsrechte ausgeübt hatten. Der erzielte Ausgabewert der eigenen Aktien wurde dem Eigenkapital gutgeschrieben. Hierbei erhöhte sich das ausgegebene gezeichnete Kapital wieder auf 189,4 Mio. €. Der darüber hinausgehende Differenzbetrag wurde in die bei Erwerb gekürzten anderen Gewinnrücklagen oder, soweit überschießend, in die Kapitalrücklage eingestellt. Die gute Kursentwicklung der Südzucker-Aktie ermöglichte es im November 2012, die Eigenkapitalbasis deutlich zu stärken, die Finanzierungsstruktur zu vereinfachen und damit die finanzielle und strategische Flexibilität weiter zu erhöhen. Am 20. November 2012 hat Südzucker eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital beschlossen und die Verwertung der bis dahin verbliebenen 576.51 1 eigenen Aktien zum Kurs von 29,70 €/Aktie mit einem auf sie entfallenden Betrag des Grundkapitals von 0,6 Mio. € vorgenommen (das entsprach einem Anteil am Grundkapital von ca. 0,3 %). Die Gesellschaft besitzt damit keine eigenen Aktien mehr. Im Rahmen eines sogenannten beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens wurden neben den eigenen Aktien 14.618.269 neue Aktien aus dem genehmigten Kapital platziert. Der Emissionserlös von 451 Mio. € wurde dem Eigenkapital gutgeschrieben. Zeitgleich wurde den Inhabern der Wandelanleihe angeboten, die Wandelschuldverschreibungen zu einem Preis von 91.250 € je Stück, entsprechend 182,50 % des Nennbetrags von 50.000 € je Stück, zurückzukaufen. Die ausstehenden Wandelanleihen wurden im Nennbetrag von 279.350.000 € zum Angebotspreis von 510 Mio. € durch die Südzucker AG zurückerworben. Die zurückerworbenen Wandelschuldverschreibungen wurden im Anschluss an die Transaktion im Rahmen einer Aufhebungsvereinbarung entwertet. Im Gegenzug wurden der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt die entsprechenden Darlehensforderungen durch Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande erlassen. Der hierbei entstehende Entwertungsverlust wurde im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Für das verbleibende Nominalvolumen der Wandelanleihen von 3.700.000 € hat Südzucker am 30. November 2012 gemäß § 3 Abs. 4 der Anleihebedingungen die vorzeitige Kündigung ausgesprochen. Daraufhin wurden Wandlungsrechte im Nennbetrag von 3.600.000 € ausgeübt und 211.415 Aktien aus dem bedingten Kapital ausgegeben. Im Umfang von 100.000 € wurde die Wandelanleihe zum Nennbetrag zurückgezahlt. Die Wandelanleihe 2009/2016 ist damit in vollem Umfang eingezogen. Als Folge der Kapitalmaßnahme hat sich das gezeichnete Kapital von 189.353.608 € zum 29. Februar 2012 um 14.618.269 € aus dem genehmigtem Kapital und 211.415 € aus bedingtem Kapital auf 204.183.292 € zum 28. Februar 2013 erhöht. Das durch die Hauptversammlung vom 29. Juli 2008 begebene bedingte Kapital von bis zu 15,0 Mio. € war für die Wandelanleihe 2009/2016 bestimmt. Zur Bedienung von Wandlungserklärungen erfolgte eine Kapitalerhöhung um 211.415 € aus dem bedingten Kapital, so dass ein rechnerisches bedingtes Kapital von bis zu 14.788.585 € verbleibt. Das von der Hauptversammlung am 21. Juli 2009 geschaffene genehmigte Kapital von 15,0 Mio. € wurde durch die Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts (im Handelsregister am 22. November 2012 eingetragen) im Umfang von 14.618.269 € genutzt. Danach besteht noch ein genehmigtes Kapital von 381.731 €. Nach der Verrechnung der Anschaffungskosten für eigene Anteile von 7,9 (8,0) Mio. € sowie der Einstellung aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 25,6 (15,6) Mio. € erhöhten sich die anderen Gewinnrücklagen von 185,6 Mio. € auf 219,2 Mio. €. Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen. (6) Sonderposten mit RücklageanteilDer Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen. (7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 457,3 (430,2) Mio. € wird mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2,6 (2,5) Mio. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Die erstmalige Anwendung der im Rahmen von Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen führte zu einer notwendigen Dotierung der Pensionsrückstellungen von insgesamt 94,7 Mio. €, die im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2011/12 vollständig abgeschlossen war. Das Vorjahr ist mit 88,4 Mio. € aus dieser Dotierung belastet. (8) Übrige Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellungen enthalten Zuführungen aus Ertragsteueraufwendungen für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossene Zeiträume. Die sonstigen Rückstellungen umfassten Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung sowie Prozessrisiken. Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft. (9) Verbindlichkeitenscroll
scroll
Im Vorjahr waren in der Position Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von 50,0 Mio. € ausstehende Commercial Papers ausgewiesen; zum 28. Februar 2013 waren aufgrund der guten Cashflow-Entwicklung keine kurzfristigen Commercial Paper Emissionen erforderlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 121,0 Mio. € nach 134,5 Mio. € im Vorjahr. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 397,8 (385,9) Mio. € ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 898,2 (1.158,2) Mio. € betreffen im Wesentlichen Mittelaufnahmen aus den über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, emittierten Anleihen. Der Rückgang ist auf die Rückzahlung der Wandelanleihe 2009/2016 zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. (10) RechnungsabgrenzungspostenDer Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe wurde um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wird bis 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Der zum Stichtag abgegrenzte Betrag umfasst 52,7 (73,2) Mio. €. (11) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative FinanzinstrumenteVon den künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht sind 4,2 (4,1) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 1,5 (2,2) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren und 0,0 (0,0) Mio. € nach fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,5 (0,5) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 61,4 (38,6) Mio. €. Sie sind insbesondere im Zusammenhang mit dem Neubau der Hauptverwaltung gestiegen. Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 400,0 (683,4) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 12 Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet. Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Für ein Darlehen in Höhe von 10,0 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG einen Cross-Currency-Swap abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte der Cross-Currency-Swap einen negativen Marktwert von 0,2 Mio. €. Das Sicherungsinstrument hat eine Laufzeit bis zum 21. Oktober 2016. Bei diesen Sicherungsbeziehungen stimmen die wesentlichen wertbestimmenden Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft überein, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden. Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(12) UmsatzerlöseAufgliederung nach Tätigkeitsbereichenscroll
Geographische Aufgliederungscroll
(13) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
(14) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 11,6 (20,6) Mio. €, die im Wesentlichen aus Buchgewinnen sowie der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 26 (57) Tsd. € enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 2,5 (1,4) Mio. € enthalten. (15) Materialaufwandscroll
(16) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
(17) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 34,0 (33,8) Mio. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.401 (76) Tsd. € enthalten. (18) Beteiligungsergebnisscroll
(19) Zinsergebnisscroll
Neben Erträgen aus der Aufzinsung von langfristigen Forderungen im Vorjahr sind im Geschäftsjahr im Zinsergebnis auch Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 24,4 (23,4) Mio. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 21,5 Mio. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. €, die mit den Erträgen aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 0,1 Mio. € saldiert sind. (20) Außerordentliches ErgebnisIm außerordentlichen Ergebnis im Vorjahr von -88,4 Mio. € wurde die im Rahmen der geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zur Bewertung von Pensionsrückstellungen verbliebene Sonderzuführung zu den Pensionsrückstellungen aufwandswirksam erfasst. (21) Steuerergebnis FinanzgerichtsverfahrenDer Posten beruht auf einem einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz. (22) Sonstige Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie sonstigen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Steueraufwendungen aus Vorjahren. Aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen, übrigen Rückstellungen sowie aus nutzbaren Verlust- und Zinsvorträgen resultieren insgesamt aktive latente Steuern in Höhe von 123,7 Mio. €. Dem stehen passive latente Steuern von 26,2 Mio. € aus höheren Wertansätzen von Finanzanlagen und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz gegenüber. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29,1 % unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 5,0 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen von 231,8 Mio. €. (23) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 17,7 (16,9) Mio. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. (24) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und AufsichtsratsmitgliederDie von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2012/13 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 3,9 (3,2) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 52 (49) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 27,1 (25,0) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,2 (2,4) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2,3 (1,7) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben. (25) AnteilsbesitzBei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 77ff in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB. (26) Aufsichtsrat und VorstandAUFSICHTSRATDr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen VorsitzenderVorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Christian Konrad, Wien, Österreich Stv. VorsitzenderEhem. Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Franz-Josef Möllenberg* , Rellingen Stv. VorsitzenderVorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Ralf Bethke, DeidesheimEhem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Jochen Fenner, GelchsheimVorsitzender des Vorstands der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Manfred Fischer* , FeldheimVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Yüksel Gediagac* (seit 19. Juli 2012), BerlinBetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Erwin Hameseder, Mühldorf, ÖsterreichObmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate1
Hans Hartl* , ErgoldingLandesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Bayern Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Ralf Hentzschel, Panschwitz-Kuckau OT LehndorfVorsitzender des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Reinhold Hofbauer* , DeggendorfBetriebsratsvorsitzender des Werks Plattling der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Kirsch, KönigsteinVorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate im Konzern der DZ Bank AG
Georg Koch, WabernVorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V. Klaus Kohler* (bis 19. Juli 2012), Bad FriedrichshallEhemaliger Betriebsratsvorsitzender des Werks Offenau der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Erhard Landes, DonauwörthVorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e.V. Bernd Maiweg* , GüterslohReferatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Joachim Rukwied, EberstadtPräsident des Deutschen Bauernverbands e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Ronny Schreiber* , EinhausenBetriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel* , WormsBetriebsratsvorsitzender des Werks Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl* , BernriedLeiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Konzernmandate
Roland Werner* (bis 28. Februar 2013), SaxdorfBetriebsratsvorsitzender des Werks Brottewitz der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Rolf Wiederhold* (seit 1. März 2013), WabernBetriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt
1
Konzernmandate im Südzucker-Konzern und im
Konzern der Raiffeisen-Holding in Niederösterreich-Wien VORSTANDDr. Wolfgang Heer (Vorsitzender), LudwigshafenKonzernmandate
Dr. Lutz Guderjahn (seit 17. Juli 2012), OffsteinKonzernmandate
Dr. Thomas Kirchberg, OchsenfurtKonzernmandate
Thomas Kölbl, SpeyerMandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Prof. Dr. Markwart Kunz, WormsKonzernmandate
Dipl. Ing. Johann Marihart, Limberg, ÖsterreichMandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
(27) Weitere AngabenDie Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft e.G. (SZVG), Stuttgart, ist mit rund 52 % und die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien/Österreich (Raiffeisen-Holding) und mit ihr verbundene Unternehmen (Raiffeisen -Gruppe) sind über die Zucker Invest GmbH, Wien/Österreich, mit rund 10 % am Grundkapital beteiligt. Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der SZVG und der Raiffeisen-Gruppe; zudem bestehen Stimmbindungsverträge innerhalb der Raiffeisen-Gruppe. Aufgrund des Stimmbindungsvertrags werden die Beteiligungen der SZVG und der Zucker Invest GmbH nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wechselseitig zugerechnet, so dass SZVG und Zucker Invest GmbH nach dem WpHG mit insgesamt rund 62 % am gezeichneten Kapital beteiligt sind. (28) Aufwendungen für Leistungen des AbschlussprüfersFür Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2012/13 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen: scroll
(29) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben am 20. November 2012 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/2012/) zugänglich gemacht. (30) Vorschlag für die GewinnverwendungDer Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 183,8 (132,5) Mio. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,90 (0,70) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,90 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende soll am 2. August 2013 erfolgen. ANTEILSBESITZLISTEscroll
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Ergebnisübernahme VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, den 22. April 2013 DER VORSTAND Dr. Wolfgang Heer Dr. Lutz Guderjahn Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Prof. Dr. Markwart Kunz Johann Marihart BESTÄTIGUNGVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 22. April 2013 PricewaterhouseCoopers Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer IMPRESSUMSÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURT POSTFACH 10 28 55 68028 MANNHEIM THEODOR-HEUSS-ANLAGE 12 68165 MANNHEIM TELEFON +49 621 421 - 240 HTTP://WWW.SUEDZUCKER.DE |
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