![]() Südzucker AG Mannheim/OchsenfurtMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2013 bis zum 28.02.2014LAGEBERICHT UND JAHRESABSCHLUSS DER SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURT ZUM 28. FEBRUAR 2014 (HGB)Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, vor rund fünf Jahren hat das Bundeskartellamt mit einer Durchsuchung ein Verfahren gegen Südzucker und andere deutsche Zuckerunternehmen mit dem Verdacht wettbewerbswidriger Absprachen eingeleitet. Die Entscheidung, den im Rahmen eines Settlements eingegangenen Bußgeldbescheid des Kartellamts zu akzeptieren und damit dieses Verfahren beizulegen, hat sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand nicht leicht gemacht. Der Sachverhalt wurde im Aufsichtsrat unter Beiziehung der betrauten Anwälte diskutiert. Südzucker ist durch ein anderes Unternehmen, das als Kronzeuge auftrat, schwer belastet worden. Dabei stand Aussage gegen Aussage. Das Risiko eines langjährigen Gerichtsverfahrens, dessen Ausgang völlig offen wäre und das sehr viele Ressourcen im Unternehmen gebunden hätte, hat uns letztendlich dazu bewogen, den Vergleich, mit dem eine erhebliche Minderung der Geldbuße verbunden war, anzunehmen und damit einen Schlussstrich zu ziehen. Das mit einer Durchsuchung bei Südzucker im April 2013 eingeleitete weitere Verfahren der Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union wurde im Februar 2014 ohne Beanstandungen eingestellt. Damit kann und wird sich Südzucker jetzt voll und ganz den künftigen Herausforderungen widmen: Die politische Entscheidung, das Quoten- und Zuckerrübenmindestpreissystem im Jahr 2017 auslaufen zu lassen, ist eine historische Zäsur für alle europäischen Zuckerunternehmen - so auch für Südzucker. Es gilt, die kurze Zeit bis dahin intensiv zu nutzen und Zukunftskonzepte weiterzuentwickeln. Dieses Thema steht im Mittelpunkt der Strategiegespräche von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemeinsam wollen wir die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens lenken. Auch im Geschäftsjahr 2013/14 haben wir die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet. Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mündlich und schriftlich über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2013/14 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung. Es fanden außerdem zwei Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren statt. Allen Beschlussvorschlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung - zugestimmt. Gegenstand der Bilanzsitzung am 15. Mai 2013 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2013. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. In dieser Sitzung beschloss er auch eine Änderung der Fassung der Satzung der Gesellschaft und genehmigte die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2013. Es fanden Zuwahlen zum Prüfungsausschuss und zum Landwirtschaftlichen Ausschuss statt. Der Aufsichtsrat verlängerte außerdem die Vorstandsbestellung von Herrn Johann Marihart um weitere fünf Jahre. In der außerordentlichen Sitzung am 9. Juli 2013 wurde der Zwischenbericht zum 1. Quartal 2013/14 erörtert und die Übernahme des britischen Bioethanolherstellers Ensus Limited durch CropEnergies genehmigt. In der Sitzung am 31. Juli 2013, dem Tag vor der Hauptversammlung, wurde die Mittelfristplanung vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat genehmigte den Investitionsplan 2014/15, das Langfristinvestitionsprogramm und die Investitionsnachträge. Daneben wurde auch eine weitere Änderung der Fassung der Satzung der Gesellschaft beschlossen. Des Weiteren fanden Zuwahlen zu verschiedenen Ausschüssen statt. Der Aufsichtsrat verlängerte außerdem die Vorstandsbestellung von Herrn Thomas Kölbl um weitere fünf Jahre. Am 17. September 2013 genehmigte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren ein Finanzierungsvorhaben. Am 7. November 2013 stimmte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren einem weiteren Finanzierungsvorhaben zu. In der Sitzung am 21. November 2013 wurde die Ergebnishochrechnung 2013/14 vorgestellt. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat ausführlich das Thema Corporate Governance; er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2013. Außerdem wurde ein AGRANA-Beteiligungsvorhaben genehmigt. In der Aufsichtsratssitzung am 28. Januar 2014 wurden der Stand und das weitere Vorgehen im deutschen Kartellverfahren behandelt. Es wurde die aktualisierte Ergebnishochrechnung 2013/14 vorgestellt. Der Aufsichtsrat genehmigte den Erwerb von weiteren Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG und eine Grundstücksangelegenheit. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 9. Juli 2013 fehlten fünf Mitglieder entschuldigt. Ansonsten nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich an den Sitzungen teil. Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die Ausschüsse wurden in den Aufsichtsratssitzungen am 15. Mai und 31. Juli 2013 teilweise neu besetzt. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2013/14 dreimal. In den Sitzungen am 15. Mai und 31. Juli 2013 wurde jeweils die Verlängerung von Vorstandsbestellungen erörtert. In der Sitzung am 28. Januar 2014 wurden der Stand und das weitere Vorgehen im Kartellverfahren behandelt. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in vier Sitzungen und einer Telefonkonferenz - zusammen. In seiner Sitzung am 6. Mai 2013 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 1. August 2013 im Anschluss an die Hauptversammlung erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 8. Oktober 2013 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In der Sitzung am 9. Juli 2013 und der Telefonkonferenz am 9. Januar 2014 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 bzw. Q3 2013/14 mit dem Vorstand. In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 21. November 2013. Es wurde unter anderem aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte über die Situation auf den Rohstoffmärkten, das Biogasprojekt Rackwitz und die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2014 berichtet und diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgte in der Sitzung am 21. November 2013. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. ComplianceAm 21. November 2013 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort - ebenso wie im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - unter anderem über die Aufarbeitung der Unregelmäßigkeiten und die eingeleiteten Maßnahmen bei AGRANA Fruit Mexiko berichtet sowie das Anti-Fraud-Management diskutiert. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2013 ist dem Corporate-Governance-Bericht zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/ Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2013/14, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2013/14 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 6. Mai 2014 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14. Mai 2014 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 14. Mai 2014; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,50 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. PersonaliaIm Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2013/14 folgende Wechsel: Herr Reinhold Hofbauer, Deggendorf, trat zum 15. Juli 2013 in den Vorruhestand und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Als in der Arbeitnehmerwahl 2012 gewähltes Ersatzmitglied rückte Herr Günther Link, Oberickelsheim, Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG, zu diesem Zeitpunkt nach. Herr Manfred Fischer, Feldheim, trat am 31. August 2013 in den Ruhestand. Als in der Arbeitnehmerwahl 2012 gewähltes Ersatzmitglied rückte Frau Nadine Seidemann, Donauwörth, Mitglied des Betriebsrats im Werk Rain der Südzucker AG, am 1. September 2013 nach. Herr Hans Hartl, Ergolding, legte sein Amt aus Altersgründen zum 31. August 2013 nieder; für ihn wurde in der Arbeitnehmerwahl 2012 kein Ersatzmitglied gewählt. Durch Beschluss des Registergerichts Mannheim vom 19. September 2013 wurde Frau Petra Schwalbe, Berlin, Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, zu seiner Nachfolgerin bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Fischer, Hartl und Hofbauer herzlich für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Mit Beendigung der Hauptversammlung 2013 der Südzucker AG am 1. August 2013 ist Herr Prof. Dr. Markwart Kunz, der dem Südzucker-Vorstand seit 1. September 2003 angehörte, in den Ruhestand getreten und aus dem Vorstand ausgeschieden. Für seinen überaus engagierten Einsatz für die Südzucker-Gruppe gebührt ihm Dank und Anerkennung. Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Mannheim, 14. Mai 2014 Für den Aufsichtsrat Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender LageberichtGRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSUnternehmensprofil, Leitlinien, Nachhaltigkeit und UnternehmensstrategieUNTERNEHMENSPROFILSüdzucker hat sich vom regionalen Zuckererzeuger zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt: In Europa sind wir führender Anbieter von Zuckerprodukten, in den Segmenten Spezialitäten (Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Stärke, Tief-kühl-/Kühlprodukte und Portionsartikel), CropEnergies (Bioethanol) und Frucht (Fruchtzubereitungen/Fruchtsaftkonzentrate) haben wir starke Marktpositionen. Basis dieses Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der großtechnischen Verarbeitung verschiedenster agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Lebensmitteln für Industriekunden und Endverbraucher. Auf der Vermarktungsseite liegt unser Fokus im Business-to-Business-Bereich. Die stabile Eigentümerstruktur schafft einen verlässlichen Rahmen für die Unternehmensentwicklung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Aktionären, den Lieferanten, den Kunden und den Mitarbeitern verantwortungsvoll an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten, aufbauend auf einem umfassenden Nachhaltigkeitsgedanken weiter profitabel zu wachsen, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten zu erwirtschaften und damit den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Gleichzeitig wollen wir die Interessen zukünftiger Generationen angemessen berücksichtigen. UNSERE LEITLINIEN
UNSERE STRATEGIEAuch zukünftig setzen wir auf nachhaltiges, wertorientiertes Wachstum; dabei orientieren wir uns grundsätzlich an unseren Kernkompetenzen und Leitlinien. Eine nachhaltige Unternehmenspolitik lässt sich nur auf der Grundlage langfristigen ökonomischen Erfolgs verwirklichen, der auch die Voraussetzung für zukunftsorientierte Investitions- und Forschungsprojekte ist. Daher verfolgt Südzucker eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums auf der Basis eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung. SEGMENTE PROFITIEREN VON DEN MEGATRENDSInsgesamt ist die Südzucker-Gruppe mit ihren vier Segmenten in Bereichen tätig, die mittel- bis langfristig von den Megatrends wie wachsende Weltbevölkerung, steigende Einkommen insbesondere in den Schwellenländern und zunehmender Bedarf an Lebens- und Futtermitteln sowie Energie profitieren. So haben wir unsere Geschäftsfelder frühzeitig auf die erhöhte Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie Energie ausgerichtet. Der weitere Anstieg der Weltbevölkerung sowie sich wandelnde Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern bedingt durch steigende Einkommen werden Wachstumsmotoren bleiben und neue Perspektiven bieten. CHANCEN IN DEN GESCHÄFTSFELDERN NUTZENWir wollen sowohl mit dem traditionellen Zuckergeschäft als auch mit den weiteren Geschäftsfeldern die sich ergebenden Chancen nutzen; dies kann durch organisches Wachstum, Kooperationen wie auch Akquisitionen erfolgen. Unser Antritt ist es dabei, in den von uns besetzten Geschäftsfeldern die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Bedeutend hierfür sind auch die Cashflow-Kraft des Unternehmens und ein Investment-Grade-Rating, das uns einen guten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sichert. Mit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dabei steht eine solide Finanzierungsstrategie immer im Fokus. MITARBEITERFÖRDERUNG HAT HOHEN STELLENWERTGelebt und getragen wird der Erfolg des Unternehmens durch die fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das Engagement unserer weltweit rund 17.900 Mitarbeiter. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung immer im Mittelpunkt. POSITIONIERUNG UNTER VERÄNDERTEN RAHMENBEDINGUNGEN AB DEM ZUCKERWIRTSCHAFTSJAHR 2017/18Südzucker sieht sich für die Zeit nach Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreisen und Quote am 30. September 2017 in einer guten Ausgangsposition. Südzucker ist Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten. Logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in diesen europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden und den wichtigsten Zuckerverbrauchsmärkten. Die Produktpalette an Süßungsmitteln wird durch Roh- und Weißzuckerimporte und Stärkeverzuckerungsprodukte ergänzt, in denen Südzucker ebenfalls eine führende Marktpositionen in Europa einnimmt. Langfristig angelegte Partnerschaften mit wichtigen Zuckererzeugern aus den LDCs und AKP-Staaten sichern auch künftig einen Teil der Zuckerversorgung ab. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird Südzucker die Kosten- und Logistikstrukturen im Zuckersegment kontinuierlich verbessern. WACHSTUM AUCH AUßERHALB EUROPASZur Stärkung der Marktposition wird künftig der Exportmarkt einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit der Aufhebung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung in 2017 wird auch das Ende der bisherigen Beschränkung der Exportmöglichkeiten für den europäischen Rübenzucker einhergehen. Allgemein wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich 2 bis 3 % pro Jahr - von derzeit 168 Mio. t auf etwa 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet - steigt. Dieses zusätzliche Marktpotential kann Südzucker durch eine höhere Auslastung der bestehenden Rübenzuckerfabriken und eine entsprechend höhere Zuckererzeugung nutzen. Ein bedeutender Baustein hierfür ist der Erwerb der Beteiligung an dem britischen Handelshaus ED&F Man, das neben eigenen Produktionsstätten und Beteiligungen - vor allem außerhalb Europas - eine führende Position im weltweiten Handel mit Zucker einnimmt. NACHHALTIGKEIT ALS WETTBEWERBSFAKTORSüdzucker ist seit der Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen. Kernkompetenz ist seit jeher die Veredelung agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen. Daher ist Nachhaltigkeit, bei der Umwelt, Sozial- und Wirtschaftsbedürfnisse im Einklang stehen, traditionell ein fester und gelebter Bestandteil der Unternehmensstrategie. Auch bei den großen Lebensmittelherstellern gehört Nachhaltigkeit zu den wichtigen Unternehmenswerten, die zunehmend die Einkaufsentscheidungen von Zucker beeinflussen. 2013 hat Südzucker eine Status-quo-Analyse zur Nachhaltigkeit für das Zuckersegment durchgeführt. Ziel dieser Analyse war es die seit Jahrzehnten praktizierte Weiterentwicklung der guten landwirtschaftlichen Praxis im Zuckerrübenanbau breiter zu dokumentieren. Südzucker ist im Gespräch mit der Sustainable Agriculture Initiative (SAI). Zusammen mit einigen der Landwirten, die den Südzucker-Gesellschaften Zuckerrüben liefern, wurde zunächst ein Probelauf zur Umsetzung der SAI-Leitlinien in die Praxis durchgeführt. Zudem beteiligt sich Südzucker mit den Gesellschaften Saint Louis Sucre und Raffinerie Tirlemontoise an der Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis. Mit EcoVadis gibt Südzucker ihren Kunden einen Überblick zu wichtigen Nachhaltigkeitsparametern z. B. in den Bereichen Umwelt, Personal, Gesundheit/Sicherheit am Arbeitsplatz, faire Geschäftspraktiken und Einkauf. Aufbauend auf diesen Arbeiten werden weitere Optionen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung geprüft. Wir schaffen Werte für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Konzernstruktur und UnternehmenssteuerungKONZERNSTRUKTURDie Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 159 (158) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Quotenkonsolidierung wurde für 13 (8) und die Equity-Bewertung bei 2 (2) Gesellschaften angewendet. Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Geschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt. Konzernfunktionen werden in den Bereichen Betriebswirtschaft/Controlling, Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung/Entwicklung/Services, Futtermittel/Nebenprodukte, Ingenieurwesen, Investor Relations, Lebensmittelrecht/Verbraucherpolitik/Qualitätssicherung, Liegenschaften/Versicherungen,Öffentlichkeitsarbeit, Organisation/IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung/Konzernentwicklung/Beteiligungen, Zucker/ Verkauf, Zucker/Produktion sowie Zucker/Rübe von den entsprechenden Geschäftsbereichen/ Zentralabteilungen wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst. Segment ZuckerDas Segment Zucker umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Breslau) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Bosnien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Desweiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Drochia) sowie Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft/Rohstoffmärkte, Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz). Segment SpezialitätenDas Segment Spezialitäten beinhaltet die Aktivitäten der vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe sowie die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der AGRANA. BENEO produziert und vermarktet funktionelle Inhaltsstoffe aus natürlichen Rohstoffen für Lebens- und Futtermittel mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pasta-Gerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln. Die Division Stärke umfasst neben der österreichischen Kartoffel- und Maisstärkeproduktion auch Stärkeunternehmen in Ungarn und Rumänien sowie die Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn. Segment CropEnergiesDie Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe sind mit den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie den Handelsaktivitäten in Brasilien, Chile und USA im Segment CropEnergies gebündelt. Die börsennotierte CropEnergies AG ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz seit 2010 eine Produktionsanlage für flüssiges CO2 in Lebensmittelqualität betreibt. Im Geschäftsjahr 2013/14 hat CropEnergies den britischen Bioethanolhersteller Ensus erworben und damit die jährliche Produktionskapazität von 0,8 auf 1,2 Mio. m3 Bioethanol erhöht. Segment FruchtDas Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (Austria Juice). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und alkoholfreien Getränkeindustrie. UNTERNEHMENSSTEUERUNGDer Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen. Die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente/Divisionen führen die Geschäfte im Rahmen der nationalen gesetzlichen Vorschriften sowie konzerninterner Richtlinien und Vorgaben. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen unterstützt und beraten, die für bestimmte Aufgaben mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind. WertmanagementIm Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Für die Südzucker AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bilden dagegen die Größen Umsatzerlöse, Betriebsergebnis (HGB) und die Nettofinanzschulden die finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um Sondereinflüsse bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Außer diesen finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Südzucker-Gruppe derzeit keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant. FinanzmanagementDie Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und bilaterale Bankkreditlinien. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von Südzucker von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierte Kreditlinien gewährleistet. Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, PRODUKTSICHERHEIT, QUALITÄTSMANAGEMENTÜBERBLICK/SCHWERPUNKTEDer Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services der Südzucker AG arbeitet gruppenweit und länderübergreifend für die verschiedenen Segmente und Geschäftsfelder. Das Spektrum umfasst Themen der gesamten Wertschöpfungskette von den Aktivitäten im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Produktion bis hin zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Produktbereichen. Hierzu zählen Zucker und Zuckerspezialitäten, funktionelle Kohlenhydrate sowie reisbasierte Produkte, Weizenproteine, Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Stärke und Bioethanol. Zu den Kernaufgaben gehören die Entwicklung neuer Produkte für den Nahrungsmittelbereich und die Erarbeitung von Konzepten auf Basis der von der Südzucker-Gruppe hergestellten Lebensmittelzutaten, um diese erfolgreich im Markt zu etablieren. Darüber hinaus stehen die Optimierung der Produktqualitäten sowie die energetisch effiziente Gestaltung der Verarbeitungsprozesse im Fokus. Im Rahmen der Erweiterung und kontinuierlichen Verbesserung der Produktlinien werden Produktionsprozesse analysiert und unter Berücksichtigung neuer Technologien optimiert. Für den Non-Food-Bereich werden maßgeschneiderte Produktkonzepte unter Verwendung von Kohlenhydraten entwickelt und bereitgestellt. Weiteres Aufgabengebiet ist die Entwicklung von Produktkonzepten für Futtermittel und Tiernahrung auf der Basis von Seiten- und Nebenströmen der Produktion. Außerdem werden auch die Bereiche Produktion, Verkauf, Marketing, Einkauf und Business Development gezielt unterstützt. Zahlreiche Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen ergänzen eigene Arbeiten und ermöglichen eine schnellere Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis. Die Aufgaben im Bereich Forschung, Entwicklung und technologische Services werden in der Südzucker AG von 146 (131) Mitarbeitern wahrgenommen; der Aufwand für Forschung, Entwicklung und technologische Dienstleistungen betrug 2013/14 insgesamt 19,0 (17,7) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden zur Sicherung des Know-hows und zur Stärkung der Marktposition insbesondere im Bereich der funktionellen Zutaten und Stärkederivate zehn Patentanmeldungen eingereicht. Nachfolgend werden wesentliche Arbeiten aus den verschiedenen Bereichen dargestellt. ZUCKER UND ZUCKERBASIERTE SPEZIALITÄTENProzesstechnologieDie Tätigkeiten auf dem Gebiet der Prozesstechnologie sind weiterhin fokussiert auf die steigenden Anforderungen an die Produktqualität und eine konsequente energetische Optimierung bestehender Prozessschritte. Neben den laufenden Serviceaktivitäten für die Zuckerfabriken während der Kampagne werden insbesondere Neuinvestitionen von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme durch entsprechende Tests und Analysen begleitet, um die Prozesse zu optimieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betraf dies insbesondere die Installation von Niedertemperaturtrocknungsanlagen mit den damit verbundenen Energieeinsparungen und Emissionsminderungen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Untersuchungen an Extraktionssystemen, um die Zuckerausbeute zu steigern. FondantFür die internationale Vermarktung von Fondant werden die Rezepturen angepasst, um den Anforderungen der Kunden zu entsprechen. Durch die Zugabe von allergenfreien Zutaten wurden Fondantsorten mit funktionellen Eigenschaften wie Farbe, aromatisierter Geschmack oder Gefrier-Tau-Stabilität erzeugt, die der Nachfrage nach Clean Labelling gerecht werden. Gleichzeitig wurden die Herstellprozesse technologisch weiter optimiert, um insbesondere die Konsistenz und die Lagerstabilität der Fondantprodukte zu verbessern. KaramellDie neu eingeführte Brenntechnologie ermöglichte eine Erweiterung der Produktpalette. Anwendungsgebiete im Lebensmittelsektor sind weiterhin Backwaren und Getränke. Compri-ZuckerDurch Variation der Prozessparameter konnten die Produkteigenschaften entsprechend den Vorgaben der Kunden aus der Süßwarenbranche und der pharmazeutischen Industrie angepasst werden. EinzelhandelsprodukteEinzelhandelsprodukte werden konzernweit sowohl für die Markenprodukte als auch für Handelsmarken entwickelt. Neuartige Zuckerwürfel, z. B. mit kleineren Abmessungen, sowie Gelierzucker für einzelne Fruchtsorten erweitern das Sortiment. FUNKTIONELLE INHALTSSTOFFE FÜR LEBENS- UND FUTTERMITTELErnährungsphysiologische AspekteZiel der ernährungswissenschaftlichen Forschung ist die Untermauerung der physiologischen Eigenschaften und der gesundheitsbezogenen Aussagen für die Produkte der BENEO-Gruppe. Palatinose™Umfangreiche Studien zur Wirkung von Palatinose™ auf Stoffwechselregulation, Fettstoffwechsel und das Körpergewicht wurden fortgeführt. InulinDie Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Health-Claim-Antrag zur reduzierten Blutglukosewirkung von Inulin-Produkten positiv bewertet. Dies ermöglicht die Genehmigung eines entsprechenden Claims und ebnet den Weg für neue Anwendungen von Inulin-Produkten in Lebensmitteln. Ernährungswissenschaftliche Studien zum positiven Einfluss von Inulin und Fructooligosacchariden auf die Darmtätigkeit sowie die Reduzierung von Übergewicht und Begleiterkrankungen bildeten weitere Schwerpunkte. ANWENDUNGSTECHNOLOGIE/PRODUKT- UND PROZESSENTWICKLUNGgalenIQ™Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Untermauerung des sensorischen Profils von galenIQTM wurden fortgesetzt. Besonders vorteilhaft sind die Eigenschaften von galenIQTM für die Verwendung in Tabletten, dragierten Produkten und Sirupen. InulinProduktkonzepte zur Anwendung von Inulin in Backwaren, Milchprodukten und Cerealien wurden weiterentwickelt; die Rezepturen wurden hinsichtlich Textur, Geschmacksprofil und Aussehen optimiert. Besondere Bedeutung haben Rezepturen, in denen neben Inulin auch texturverbessernde Reisstärken eingesetzt werden. IsomaltDie technologischen Vorteile von Isomalt als Süßungsmittelkomponente in Kaugummis wurden weiter herausgearbeitet. Ein differenziertes Konzept ermöglicht die Verwendung von Isomalt in der Kaugummimasse von dragierten Kaugummis, Streifenkaugummis und flüssig gefüllten Kaugummis. Palatinose™Die anwendungstechnische Entwicklung von PalatinoseTM konzentrierte sich weiterhin auf Weichkaramellen und Kaugummis. Nichtklebrige, transparente Glasuren auf der Basis von PalatinoseTM und Zucker für verpackte Backwaren wurden weiterentwickelt. ReisstärkeDie Entwicklungen zur Herstellung funktionaler Reisstärken und Reismehle wurden fortgeführt. So konnten die Eigenschaften von nativen Reisstärken bzw. Reismehlen durch ausschließlich physikalische Behandlung so verbessert werden, dass ihr Anwendungsprofil dem von chemisch modifizierten Stärken entspricht. Damit sind diese Stärken für Clean-Label-Produkte von Interesse. Für Milchprodukte, Backwaren und Fleischwaren wurden spezielle strukturgebende Reisstärken entwickelt. Die Verbesserung von Textur und Geschmack der immer stärker nachgefragten glutenfreien Backwaren konnte mit Reisstärke realisiert werden. GlutenDie Prozesse zur Glutenherstellung wurden weiterentwickelt. Im Fokus stehen die Erhöhung der Proteinausbeute und der Produktqualität. STÄRKEIn der Division Stärke liegt der Fokus weiterhin auf der Entwicklung von Produktkonzepten für verschiedene Applikationen im Lebensmittelsektor oder in technischen Bereichen. FoodIm Bereich der Lebensmittelstärken steht die Erweiterung der anwendungstechnischen Kompetenz im Vordergrund. Neue Analyse- und Testmöglichkeiten beschleunigen insbesondere die Entwicklung kundenorientierter Produkte. So konnte z. B. das Produktportfolio der Biostärke-Linien erweitert werden. Diese neu entwickelten Biostärken finden bevorzugt im Bio-Feinkostbereich Einsatz. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden lösliche Ballaststoffe auf Basis von Kartoffel- und Maisstärke. Diese sogenannten transglucosidierten Dextrine wurden im Pilotmaßstab hergestellt und die ernährungsphysiologische Wirkung wird gemeinsam mit der veterinärmedizinischen Universität Wien im Rahmen einer Studie untersucht. Versuche zur Entfärbung und Trocknung dieser Produkte sowie zur Anpassung der Prozessparameter zur Steigerung des Ballaststoffanteils stehen an. Non-FoodIm Bereich der Stärkeprodukte für technische Anwendungen setzt sich der Trend der Substitution synthetischer Produkte durch den nachwachsenden Rohstoff Stärke fort. Treiber sind hier nicht nur Nachhaltigkeits- und Umweltgedanken, sondern auch wirtschaftliche Vorteile, die eine bevorzugte Platzierung dieser Produkte im Markt begünstigen. Der substantielle Ersatz von synthetischem Latex durch speziell modifizierte Stärkeprodukte findet bevorzugt im Papierbereich, insbesondere bei der Oberflächenbehandlung, statt. Auch in Anwendungsfeldern wie Textil und Bau gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Die Stärkeeigenschaften, insbesondere die hohe Löslichkeit und Bindekraft, sind für den Wettbewerbsvorteil ausschlaggebend. Stärke-basierende Klebstoffe, mit dem Potenzial, synthetische Komponenten zu ersetzen, werden immer mehr am Markt verlangt. Für den Do-it-yourself-Bereich konnten mit neu entwickelten Stärken ökologisch unbedenkliche Alltagsprodukte, wie Bastelkleber oder Klebestifte, entwickelt werden. Auch Fertigleime und Fertigpasten für die maschinelle Verarbeitung für Papierprodukte konnten mit der Entwicklung neuartiger Stärken formuliert werden. Diese sogenannten "Green Glues" überzeugen durch ihre ökologischen Vorteile und gute anwendungstechnische Eigenschaften. Biologisch abbaubare Biokunststoffe finden beim Konsumenten immer mehr Anklang. Durch die Entwicklung speziell modifizierter thermoplastischer Stärken konnten Produkte entwickelt werden, die in substantiellen Mengen bei der Herstellung von Spritzguss-Materialien, wie beispielsweise für Produkte für die Landwirtschaft sowie den Garten- und Weinbau, zur Anwendung kommen. Weiterentwicklungen von neuen thermoplastischen Stärken mit besonderer Funktionalität sollen den Eintritt in weitere Biokunststoffmärkte ermöglichen. BIOETHANOLAn allen CropEnergies-Produktionsstandorten konnte der Enzymeinsatz optimiert und damit die Bioethanolausbeute gesteigert werden. Weiterhin im Fokus standen die Identifizierung und Umsetzung von Energieeinsparpotenzialen. Ebenfalls standortübergreifend wurden die Molekularsiebanlagen der Werke analysiert und optimiert. In Wanze/Belgien konnte dadurch die Bioethanolproduktion deutlich gesteigert werden. In Zeitz konnten die für die Bereiche Rohstoffaufschluss, Dickschlempeaufkonzentrierung und Trockenschlempe-Pelletierung vorgeschlagenen technologischen und technischen Maßnahmen zur Energieeinsparung erfolgreich realisiert werden. Das für die Dicksaftanlage entwickelte Konzept zur Erzeugung von besonders geschmacks- und geruchsneutralen Trinkalkoholen durch die Verschaltung mit der neuen Stärkeanlage wird weiter verfolgt. Die in Wanze ergriffenen Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionskapazität konnten im Dauerbetrieb überprüft und erfolgreich abgeschlossen werden. Weiterhin wurde das Konzept zur Optimierung der Kleinkornvermahlung und die damit verbundende Reduktion des Schadstoffeintrages umgesetzt. Mit der Übernahme von Ensus fokussierten sich die Unterstützungsarbeiten während der Inbetriebnahmephase auf den Standort in Großbritannien. Mit der Validierung und Anpassung der Prozesse an die CropEnergies-Standards wurde begonnen. Verschiedene technologische und technische Modifikationen ermöglichten eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Produktion. Weitere Optimierungspotenziale wurden erkannt und die Anpassung an die implementierten Standards der Crop-Energies-Werke wird technologisch und technisch weiterverfolgt. In Loon-Plage/ Frankreich wurden Maßnahmen identifiziert und implementiert, um die qualitätsrelevanten Parameter direkt im Prozess zu verfolgen. Verkaufsunterstützende technologische Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der Qualität und Normung von Ethanol stehen, wurden bearbeitet. Auf deutscher und europäischer Ebene wurde der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigen Kraftstoffen unterstützt. In weiteren Forschungsarbeiten werden biochemische und chemisch-katalytische Ansätze zur Gewinnung von C4-Bausteinen verfolgt. Neben fermentativen Verfahren, die direkt aus Biomasse zu den gewünschten C4-Produkten führen, fokussieren sich die Forschungsarbeiten auf die chemisch-katalytische Umsetzung von Ethanol zu Butanol. Dieser Stoff wird als Ausgangsverbindung für Additive in Kraftstoffen diskutiert und kann auch als Chemierohstoff eingesetzt werden. Insbesondere die Entwicklung neuer Katalysatoren in Kombination mit einer optimierten Verfahrenstechnik scheint zu einer zukünftigen wirtschaftlichen Umsetzung dieses Prozesses zu führen. FRUCHTSchwerpunkt der Forschung im AGRANA Innovations- und Kompetenzzentrum ist ein langjährig angelegtes Projekt zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung der Fruchtzubereitungen. Ziel ist die Erreichung und Sicherstellung der bestmöglichen, natürlichen Textur der Fruchtstücke bei gleichzeitiger Wahrung der fruchteigenen Aromen. Hierzu wurde ein System entwickelt, mit dem Verbesserungspotenziale in den einzelnen Bereichen des Veredelungsprozesses identifiziert und entsprechend bearbeitet werden können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 waren unter anderem Themen wie die Optimierung der Rohmaterialien in Marokko, hier allen voran die Erdbeere, die Erprobung unterschiedlicher Behandlungen direkt nach der Ernte, die Identifizierung signifikanter Prozessparameter, die Evaluierung neuartiger Kochkessel, die Einführung neuartiger Stabilisationssysteme sowie die Zusammenarbeit mit Anlagenbauern von Abfüll- und Dosiereinheiten für die Molkerei- und Getränkeindustrie von großer Bedeutung. NEUE TECHNOLOGIENBioenergie/BiogasBiogas ist ein wichtiger Baustein für die Versorgung mit Bioenergie. Zur Erreichung der bundesdeutschen Klimaziele soll Biomethan, d. h. aufbereitetes Biogas, in das Erdgasnetz eingespeist werden. Dies gelingt zunehmend mit industriellen Biogasanlagen entsprechender Dimension. Begleitend zu den in der Südzucker-Gruppe neu in Betrieb genommenen Biogas-Anlagen in Polen, Moldau und Deutschland wurden Substrat-Qualität und Einfluss von Spurenelementen untersucht sowie eine begleitende Analytik installiert. ProteineDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich auf die Gewinnung wertvoller funktioneller Proteine aus den Prozessströmen der Bioethanolanlagen. Die Produkte zeigen interessante technofunktionale Eigenschaften, wie z. B. eine hervorragende Wasserlöslichkeit. Die Arbeiten werden fortgeführt, um weitere pflanzliche Proteine für den Markt bereit zu stellen. Algen-BiotechnologieIn einem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekt wird die Nutzung von reinem biogenem CO2 , wie es bei der Ethanol-Fermentation entsteht, zur Algenanzucht erforscht. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Instituten und Partnern wird die Erzeugung von stärkehaltiger Algenbiomasse in geschlossenen Photobioreaktoren untersucht. Im Fokus steht die Nutzung der Hauptkomponente Stärke für die Produktion von Ethanol und die Beurteilung der Eigenschaften des hierbei anfallenden Algenproteins. Die bisherigen Arbeiten im Labormaßstab waren sehr erfolgversprechend, so dass im Laufe des Jahres 2014 eine Pilotanlage mit 24 Photobioreaktoren und einem Volumen von je 180 l in Betrieb genommen wird. Die Nutzung des Gär-CO2 für die Produktion von Algenbiomasse stellt eine ideale Ergänzung der geschlossenen Kreisläufe im Rahmen von Bioraffineriekonzepten dar und unterstützt die politischen Klimaziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. PRODUKTSICHERHEIT UND SPEZIFIKATIONS-MANAGEMENTDie Harmonisierung der Kriterien für zugekaufte Hilfsstoffe, Packmittel und Werkstoffe mit Produktberührung im Segment Zucker, bei BENEO und CropEnergies wurde abgeschlossen und implementiert. Packmittel sollen künftig konzernweit erfasst werden, um einen Überblick über die verwendeten Materialien, deren Einsatzorte und ihren Zulassungsstand zu gewinnen. Damit sollen Synergien genutzt und den Kunden europa- und weltweit gleiche Standards geboten werden. Für die BENEO-Gruppe wurde die Harmonisierung der Spezifikationen fortgesetzt und ein modular aufgebautes Informationspaket bestehend aus prozess-/produktionsspezifischen Informationen sowie über Spezifikationen hinausgehende Qualitätsinformationen erstellt, das jeweils aktualisiert wird. Darüber hinaus werden kundenspezifische Fragestellungen geprüft und entsprechende Stellungnahmen entworfen, die gruppenweit eingesetzt werden können. Die Gesetzgebung auf dem Gebiet der Produktsicherheit wird laufend verfolgt, bewertet und für die Lebens- und Futtermittel des Segments Zucker, der BENEO- und der CropEnergies-Gruppe umgesetzt. QUALITÄTSMANAGEMENTLebensmittelsicherheitsstandard IFSSeit 1. Juli 2012 ist die Version 6 des IFS Food mit dem neuen Kapitel "Food Defense" anzuwenden. Hierunter werden alle vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung beabsichtigter Kontaminationen von Lebensmitteln, z. B. deren gezielte Verunreinigung, zusammengefasst. Die aus der IFS-Anforderung resultierenden Food-Defense-Maßnahmen wurden an allen Zuckerfabrikationsstandorten der Südzucker AG erfolgreich installiert und deren Wirksamkeit von den Auditoren positiv bewertet. Harmonisierung QM und HACCPDie Arbeiten zur Harmonisierung der Qualitätsmanagement-Systeme im Segment Zucker wurden im Geschäftsjahr 2013/14 fortgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Vereinheitlichung von Prüfprogrammen und die Spezifizierung der Anforderungen an den Transport von Zucker. MITARBEITERIm Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Südzucker AG 2.352 (2.373) Mitarbeiter beschäftigt. Unverändert arbeitet nahezu ein Viertel aller Mitarbeiter des Südzucker Konzerns in Deutschland und etwas mehr als die Hälfte in anderen EU-Ländern. Knapp 10 % sind in osteuropäischen Ländern beschäftigt, gut 15 % in anderen Ländern weltweit. Diese internationale Ausrichtung mit einer entsprechenden Vielfalt in der Belegschaft trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg bei und bringt eine enorme Bandbreite an Know-how, Erfahrungen und Ideen ein. Mit dem verstärkten Zusammenspiel regionaler und funktionaler Zuständigkeiten durch die Einführung der Matrixorganisation bei Südzucker vor zehn Jahren wurde diese internationale Ausrichtung weiter forciert. Der Erfolg der Zusammenarbeit hängt dabei insbesondere von einer funktionierenden Kommunikation zwischen den internationalen Partnern und Kollegen ab. Voraussetzung ist die Sensibilisierung für mögliche Unterschiede in der Kommunikationskultur und eine Verständigung auf gemeinsame Regeln und Werte - dann können sich die positiven Wirkungen von Diversity entfalten und eine Basis für Kreativität und Innovation schaffen. Deshalb sind Trainings und Workshops zum Thema interkulturelle Zusammenarbeit und Kommunikation in den internationalen Personalentwicklungsprogrammen der Südzucker-Gruppe ein unverzichtbarer Bestandteil. So fand zum Beispiel im Berichtsjahr bereits das 14. Internationale On-Boarding Programm statt, das dem Erfahrungsaustausch und der Entwicklung des Zusammengehörigkeitsgefühls von Mitarbeitern mit einer Betriebszugehörigkeit von zwei bis fünf Jahren und einer länderübergreifend ausgerichteten Tätigkeit dient. Diversity soll sich im Rahmen der Eigenverantwortung des Unternehmens ohne Regulierungszwänge entwickeln dürfen. Entscheidend für Südzucker sind immer Qualifikation, Leistung und Lernbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Anteil an Frauen in der Belegschaft bewegt sich über alle Segmente betrachtet mit 34 % auf Vorjahreshöhe und hat sich damit angesichts der sehr technischen Ausrichtung der Arbeit auf einem vergleichsweise guten Niveau etabliert. Frauen haben bei Südzucker grundsätzlich die gleichen Chancen wie Männer, die Besetzung freier Stellen erfolgt nach Eignung und Qualifikation. Eine starke Fokussierung auf die Förderung eines Geschlechts würde zwangsläufig zumindest im Ansatz eine Diskriminierung des anderen Geschlechts bedeuten. Bei der Besetzung von Führungspositionen streben wir für die Zukunft eine Erhöhung des Frauenanteils an, werden dies aber nicht mittels einer Quote erzwingen. Bei unseren internationalen On-Boarding-Programmen für Führungsnachwuchskräfte beträgt der Frauenanteil 35 %. Altersstruktur der MitarbeiterVerglichen mit dem Vorjahr haben sich bei der Altersstruktur der Mitarbeiter nur minimale Veränderungen ergeben, nahezu ausgeglichen verteilt sich die Belegschaft auf die relevanten Altersgruppen. Personalentwicklung und GesundheitsmanagementSüdzucker bietet seinen Mitarbeitern ein vielfältiges Trainings- und Seminarangebot auf hohem Niveau an. Neben der fachlichen Weiterbildung spielen insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der so genannten Soft Skills eine große Rolle. Die Aktivitäten reichen von speziellen Coachings für Führungskräfte bis hin zu Zeit- oder Konfliktmanagementseminaren. Südzucker fördert so die persönliche Entwicklung von Mitarbeitern und schafft die Basis für eine berufliche Entwicklung im Südzucker-Konzern. Arbeit soll im Idealfall Selbstbestätigung und Anerkennung schaffen und den Alltag strukturieren - zwei wesentliche Elemente für psychische Gesundheit. In diesem Zusammenhang fokussiert Südzucker auf die Vermeidung beziehungsweise Reduzierung von negativem Stress im Arbeitsumfeld. Zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Aktivierung des Selbstmanagements von Mitarbeitern und das Aufzeigen von Möglichkeiten und Instrumenten, die eigenen Ressourcen zu erkennen, zu nutzen und zu entwickeln, um eine vernünftige und produktive Lebensbalance zu erreichen. Auch die Konzerngesellschaften kommen ihrer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern mit unterschiedlichen gesundheitsfördernden Projekten und Angeboten nach. Qualifikation von MitarbeiternSüdzucker hält unverändert an einer hohen Ausbildungsquote - in Deutschland über 9 % - fest und bildet junge Menschen in mittlerweile zehn verschiedenen Berufen aus. Mit der dualen Ausbildung wird ein gutes Fundament gelegt, um auch zukünftig frei werdende Stellen im gewerblichen Umfeld und im Verwaltungsbereich - trotz schwieriger werdender demografischer Rahmenbedingungen - mit qualifizierten Nachwuchskräften besetzen zu können. Erste Ansätze für eine ähnliche berufliche Grundausbildung von jungen Menschen nach der Schule finden sich mittlerweile auch in Belgien, wo die Südzucker-Tochtergesellschaft Raffinerie Tirlemontoise Pionierarbeit leistet. Für Hochschulabsolventen werden in den Bereichen Rohstoff und Technik weiterhin internationale Traineeprogramme angeboten, die sehr effizient in die vielfältigen Aktivitäten des Konzerns einführen und gute Voraussetzungen für eine Karriere im Konzern schaffen. Stärkung der ArbeitgeberattraktivitätDas Angebot von Perspektiven im Unternehmen und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance sind bei Südzucker wesentliche Bestandteile der Aktivitäten zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität. Um dies nach außen zu kommunizieren und insbesondere Nachwuchskräfte anzusprechen, wird die veränderte Medienkultur genutzt und die interaktive Kommunikation mit potenziellen Bewerbern in sozialen Medien forciert. Südzucker stellt sich in diesem Zusammenhang als authentischer und offener Arbeitgeber auf mehreren Plattformen der Bewertung von Arbeitnehmern, Praktikanten sowie Externen. In speziellen Blogs können Auszubildende, Trainees, Mitarbeiter und Manager einen Eindruck ihrer Arbeitswelt vermitteln und einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzMaßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben in der Südzucker-Gruppe einen hohen Stellenwert. So konnte die Anzahl der Arbeitsunfälle in den letzten Jahren weiter gesenkt werden und liegt - verglichen mit anderen Wirtschaftszweigen - auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig hat auch die Schwere der Unfälle abgenommen, so dass die unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten ebenfalls insgesamt auf einem sehr niedrigen Niveau sind - ein Erfolg für alle, die sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen beschäftigen und sie ständig in den Fokus der Mitarbeiter rücken. Südzucker will sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte werden eng in die zahlreichen Präventionsmaßnahmen eingebunden. Dazu gehört die systematische Beurteilung von Gefährdungen und gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz, die regelmäßige Prüfung von Arbeitsmitteln, die Erstellung von Betriebsanweisungen ebenso wie regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter. Gleichzeitig werden auch die Prozesse in den Anlagen auf sicherheitsrelevante Aspekte hin überprüft, wodurch auch wertvolle Informationen für die technische und technologische Optimierung der Anlagen gewonnen werden. Um die Mitarbeiter selbst für die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren, auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen und Denkanstöße zu liefern, finden regelmäßige Aktionstage an den Standorten statt. Zudem wird regelmäßig jeden Monat ein Thema ausführlich beleuchtet und in verschiedenen Formaten aufbereitet. Betriebliches VorschlagswesenDie Anzahl der in Deutschland bei Südzucker AG, CropEnergies AG und BENEO-Palatinit GmbH eingereichten Verbesserungsvorschläge ist im Geschäftsjahr 2013/14 erneut leicht gestiegen. Dies sowie die auf konstant hohem Niveau liegenden Prämien zeugen von der Qualität der Vorschläge und der hohen Motivation der Mitarbeiter, ihre spezifischen Fachkenntnisse erfolgreich in die Prozesse einzubringen. Europäischer BetriebsratDie jährliche Tagung des Euro-Betriebsrats, einem Gremium mit Vertretern der Konzerngesellschaften aus den Ländern Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik, fand im Juli 2013 in Salzburg/Österreich statt. Die Diskussion über Themen mit länderübergreifendem Charakter bildete den Schwerpunkt, daneben wurde ein umfassender Überblick über die Aktivitäten des AGRANA-Konzerns gegeben. Dank des VorstandsDer Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Südzucker-Gruppe, die mit ihrem Einsatz, ihrem Know-how und ihrer Motivation zum Erfolg des Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr beigetragen haben. Besonders dankbar sind wir für das Vertrauen und die Verbundenheit, die dem Unternehmen durch seine Mitarbeiter entgegengebracht wurde, auch oder gerade in Zeiten des Wandels. Zusammen haben wir die an uns gestellten Herausforderungen bewältigt; gemeinsam werden wir auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet sein. Den Vertretern der Arbeitnehmer gebührt unser Dank für die stets konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Mitarbeiter und des Unternehmens. CORPORATE GOVERNANCEIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ Corporate-Governance/Corporate-Governance-Bericht_Erklaerung_zur_Unternehmensfuehrung/). Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratNachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 3 HGB. AllgemeinesDie Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 29. Januar 2013 geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung. Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr Johann Marihart, Limberg/Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt. Der Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss, der über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügt, ist Herr Erwin Hameseder, Mühldorf/Österreich. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Diversity-ZieleFür seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Die Hauptversammlung 2012 hat die bisherigen Aktionärsvertreter wiedergewählt. Dem Aufsichtsrat gehören derzeit mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an (nicht unabhängig i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören seit 1. September bzw. 19. September 2013 zwei Frauen an. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (26) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2014Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung, die für den 17. Juli 2014 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig. Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Südzucker AG und dem Management im Südzucker-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht dargestellt. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Südzucker AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Südzucker AG wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Jahres- und der Konzernabschluss der Südzucker AG werden vom Vorstand aufgestellt und von dem Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Die vom Vorstand aufgestellten Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert; eine Prüfung oder prüferische Durchsicht erfolgt nicht. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Südzucker AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2013 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung erfolgte nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2013/14 keinen Anlass. Kapitalmarkt und TransparenzSüdzucker setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Anlässlich der Quartals- und Jahresfinanzberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit Investoren und Analysten statt. Allen Anlegern steht zeitnah eine Audio-Aufzeichnung dieser Telefonkonferenzen (einschließlich der zugehörigen Präsentationen) auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ zur Verfügung. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und Kapitalmarktveröffentlichungen (ggf. Ad-hoc-Mitteilungen). Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.suedzucker.de bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum Südzucker-Konzern, zur Südzucker-Aktie sowie den begebenen Anleihen. FinanzkalenderDie geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Bilanzpresse- und Analystenkonferenz sowie Zwischenberichterstattung - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Corporate-Governance-BerichtCorporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 1 HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den in 2013 novellierten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Rechnung. Bei Südzucker ist eine wirkungsvolle Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. Entsprechenserklärung 2013Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2013 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www. suedzucker.de/de/Investor-Relations/ Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/) und hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt haben am 21. November 2013 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Mit folgenden Ausnahmen entsprach die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012 und entspricht zukünftig den Empfehlungen in der Kodex-Fassung vom 13. Mai 2013: Ziffer 4.2.2 - Vertikalvergleich der VorstandsvergütungDer Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt. Ziffer 4.2.3 - Inhalt der VorstandsverträgeDie Vorstandsverträge enthalten insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile keine betragsmäßigen Höchstgrenzen (vgl. Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Sätze 6 und 7). Einen rückwirkenden Eingriff in die bestehenden Verträge erfordert der Kodex nach unserer Ansicht nicht. Ein solcher wäre für die Gesellschaft zudem weder einseitig durchsetzbar noch angemessen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt auch zukünftig nicht, betragsmäßige Höchstgrenzen festzulegen, da sie die Flexibilität mindern, auf im Vornhinein nicht absehbare Entwicklungen eingehen und besondere Leistungen honorieren zu können. Nach den mit den Vorstandsmitgliedern getroffenen Vereinbarungen besteht eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen aus einem festen Anteil an der fixen Vergütung gebildet wird. Die Versorgungsanwartschaften und die entsprechenden Leistungen leiten sich dabei nicht von einem vorab definierten Versorgungsniveau ab, so dass den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 3 derzeit nicht entsprochen wird. Es ist auch nicht beabsichtigt, das bestehende und aus Sicht des Aufsichtsrats angemessene Pensionssystem im Unternehmen zu ändern. Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 - Individualisierte VorstandsvergütungDie Hauptversammlung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat zuletzt am 20. Juli 2010 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab. Ziffer 5.3.2 Satz 3 - Unabhängigkeit des Vorsitzenden des PrüfungsausschussesVorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Jochen Fenner. Er ist zugleich Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungsgenossenschaft eG (SZVG), die mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Dr. Jochen Fenner im Interesse der Gesellschaft und aller Aktionäre. Ziffer 5.3.3 - Nominierungsausschuss des AufsichtsratsFür die Einrichtung eines zusätzlichen Nominierungsausschusses, der die Kandidatenvorschläge des Aufsichtsrats vorbereiten soll, sehen wir keine Notwendigkeit. Es ist sachgerechter, dass - wie bisher - alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit haben, gleichrangig an der Findung der Kandidaten für den Aufsichtsrat mitzuwirken. Ziffer 5.4.1 - Diversity-Ziele, Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Ziffer 5.4.6 - Individualisierte AufsichtsratsvergütungDie Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist. Für diese Struktur spricht aus unserer Sicht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre. Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus. Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten." VergütungsberichtDas Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, variable Vergütungen, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der gesetzlich geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren - sukzessive beginnend mit der Dividende 2011/12 - zugrunde gelegt wird. Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand sind unter Ziffer (36) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG festgelegt. Danach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats je Geschäftsjahr eine feste Vergütung von 1.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je 0,01 € ausgeschüttete Dividende, die 0,04 € übersteigt; hinzu kommen Aufwendungsersatz und gesetzliche Umsatzsteuer. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter und die Vorsitzenden von Ausschüssen des Aufsichtsrats das 1,5-Fache dieser Vergütung. Ausschussmitglieder erhalten das 1,25-Fache der regulären Vergütung; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats ist unter Ziffer (36) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht, ebenso wie auf eine Aufgliederung der Vergütung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WpHG Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2013/14 verkaufte ein Aufsichtsratsmitglied 200 Südzucker-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 32,79 €. Compliance-UnternehmensgrundsätzeNachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 2 HGB. COMPLIANCECompliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Das Compliance-Management soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Vor diesem Hintergrund wird es kontinuierlich fortentwickelt und regelmäßig auf die geltenden Anforderungen hin überprüft. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation weiter fortentwickelt. Insbesondere wurde zur Stärkung der Compliance-Kultur die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt. Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden, nachstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Zudem werden diese Grundsätze insbesondere in den Schwerpunkten Kartellrecht und Korruptionsprävention laufend über Verhaltensregeln konkretisiert, die zusätzliche Sicherheit im Umgang mit den Wettbewerbern sowie im Hinblick auf den Umgang mit Geschenken und Einladungen geben. Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Compliance-UnternehmensgrundsätzeSüdzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ Corporate-Governance/Compliance-Unternehmensgrundsaetze/ veröffentlicht. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:
Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten und dem Vorstand mitzuteilen. KARTELLVERFAHRENNach der Einleitung des Ermittlungsverfahrens durch das Bundeskartellamt im März 2009 hat Südzucker die Compliance-Maßnahmen weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und Wettbewerberkontakte unterliegen der Genehmigung durch den Vorstand. Die Maßnahmen werden - unter Berücksichtigung der aus dem Kartellverfahren gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt. Übernahmerelevante Angaben (§ 289 Abs. 4 HGB)Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, StimmrechteZum 28. Februar 2014 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Stimmrechte, Übertragung von AktienJede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien/Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien/Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %Der Gesellschaft sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit rund 52 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit rund 10 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, so dass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 62 % am gezeichneten Kapital bestehen. Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmeraktienAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederDie Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 MitbestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt in der aktuellen Fassung vom 25. September 2013 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. SatzungsänderungenFür Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und AktienrückkaufDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 12.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 3 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2013 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 20. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 19. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Juli 2010. Kontrollwechsel- und EntschädigungsvereinbarungenDie Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrages hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts und sind Bestandteil des geprüften Lageberichts. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene RahmenbedingungenWeltzuckermarktIn seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Februar 2014 erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht im Kampagnejahr 2013/14 einen Rückgang der Zuckererzeugung auf 181,0 (184,0) Mio. t und ein weiteres Wachstum des Verbrauchs auf 175,8 (172,3) Mio. t. Die Bestände erhöhen sich auf 76,2 (72,6) Mio. t Zucker bzw. 43,3 (42,1) % eines Jahresverbrauchs. Weltzuckerbilanz1scroll
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Quelle: F.O. Licht, Schätzung der Weltzuckerbilanz
2013/14 vom 25. Februar 2014. Weltmarktpreise für Zucker 1. März 2011 bis 31. März 2014 London, nächster gehandelter Terminmonat Nach einem leichten Anstieg der Weltmarktpreise für Zucker zu Beginn des Geschäftsjahres auf über 400 €/t für Weißzucker gaben die Notierungen nach und stabilisierten sich zunächst ab Mitte Mai 2013 zwischen 350 und 400 €/t Weißzucker. Anfang November 2013 setzte ein weiterer Rückgang der Weltmarktpreise ein, der Ende Januar 2014 bei knapp unter 300 €/t Weißzucker seinen Tiefpunkt fand. Bis zum Geschäftsjahresende erholte sich das Weltmarktpreisniveau. Ende Februar 2014 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 476 US-Dollar/t bzw. 345 €/t. EU-Zuckerwirtschaftsjahr 2012/13Auch im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr 2012/13 (ZWJ: 1. Oktober bis 30. September) erfüllten die europäischen Rübenzuckererzeuger ihre Quote. Darüber hinaus stiegen die Importe aus Präferenzstaaten (AKP und LDC) von 1,9 Mio. t auf 2,1 Mio. t an. Dennoch hat die EU-Kommission im Dezember 2012 erneut außerordentliche Marktmaßnahmen beschlossen, um das Quotenzuckerangebot in der EU zu erhöhen. So wurde ein Import-Tenderverfahren zu reduzierten Zöllen im Zeitraum Januar bis Juni 2013 durchgeführt und Importlizenzen von insgesamt rund 0,55 Mio. t Zucker zugeteilt. Zusätzlich wurden 0,60 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung auf dem EU-Food-Markt freigegeben. Diese Marktmaßnahmen haben insgesamt zu deutlich höheren Quotenzuckerbeständen in der EU geführt. Zum Ende des ZWJ 2012/13 gab es zudem erste Importe im Rahmen der neuen Freihandelsabkommen mit den mittelamerikanischen Staaten Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador sowie den Andenstaaten Kolumbien und Peru. Inzwischen haben alle betroffenen Staaten das Freihandelsabkommen ratifiziert und können damit ab 2014 insgesamt jährlich 0,3 Mio. t Zucker und stark zuckerhaltige Erzeugnisse zollfrei in die EU exportieren. Zum 1. Juli 2013 ist Kroatien der EU beigetreten. Kroatien erhielt mit Beginn des ZWJ 2013/14 eine Rübenzuckerquote von 0,19 Mio. t sowie ein zollreduziertes Importkontingent von 0,04 Mio. t. Insgesamt entsprechen diese Mengen ungefähr dem kroatischen Verbrauch. EU-Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14Im laufenden ZWJ 2013/14 wird bei einer Gesamtzuckererzeugung von 16,0 (17,2) Mio. t mit einer stabilen Quotenzuckererzeugung und weiter steigenden Präferenzimporten gerechnet, so dass ohne weitere Maßnahmen der EU-Kommission für das ZWJ 2013/14 eine ausgeglichene Zuckerbilanz zwischen Angebot und Nachfrage zu erwarten ist. Für Nichtquotenzucker zur Verwendung in der chemischen, pharmazeutischen und Fermentationsindustrie sowie für die Bioethanolherstellung wurde seit dem ZWJ 2008/09 regelmäßig eine zollfreie Weltmarktimportquote in Höhe von 0,4 Mio. t p. a. eröffnet. Dies gilt auch für das ZWJ 2013/14. In den Vorjahren wurde diese Importquote aber nur in geringem Umfang genutzt. Für das ZWJ 2013/14 wurden wie im Vorjahr Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben. Die Zuteilung erfolgte im Oktober und im Dezember 2013. Künftige EU-ZuckerpolitikDas EU-Parlament und der EU-Agrarministerrat haben im Rahmen der Trilogverhandlungen den Vorschlag der EU-Kommission, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen bereits nach dem ZWJ 2014/15 auslaufen zu lassen, korrigiert und sich auf eine Verlängerung bis zum Ende des ZWJ 2016/17 geeinigt. Dieses Ergebnis intensiver Diskussionen zwischen den drei europäischen Institutionen ist ein politischer Kompromiss und basiert weniger auf der Abwägung von Sachargumenten, welche klar für die Fortführung der jetzigen Zuckerpolitik bis zum ZWJ 2019/20 gesprochen hätten. Nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 sieht die neue Marktordnung für den Binnenmarkt - neben einer Referenzschwelle für Weißzucker von 404 €/t - eine Vertragspflicht zwischen Rübenanbauern und Zuckerindustrie sowie die Möglichkeit einer staatlich finanzierten privaten Lagerhaltung vor. Auf dieser Basis müssen sich alle Akteure in der Wertschöpfungskette Zucker darauf einstellen, dass die Mengen- und Preisvolatilität des Weltmarkts stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt durchschlägt. Für die Zeit nach dem Ende der gegenwärtigen Regelungen sollten zur Bekämpfung von Marktkrisen wirksame Sicherheitsnetze beschlossen werden. Solche Krisenmechanismen stehen auch anderen Agrarsektoren zur Verfügung und die dort gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass ein im Vorfeld festgelegter Krisenmechanismus notwendig ist. Der Außenschutz des EU-Zuckermarktes gegenüber Drittländern bleibt unverändert. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Zuckerexporte zukünftig keiner Mengenbegrenzung mehr unterliegen. WTO-II-VerhandlungenDie seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde mit dem Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten bislang nicht zum Abschluss gebracht werden. Vom 3. bis 6. Dezember 2013 fand die 9. WTO-Ministerkonferenz auf Bali statt. Im Bereich Landwirtschaft standen unter anderem die weltweit gewährten Exportsubventionen zur Diskussion. Der Abschlusstext enthält hierzu jedoch keine rechtlich bindenden Verpflichtungen, sondern lediglich Absichtserklärungen, die keine Auswirkungen auf den EU-Zuckermarkt haben. Die Neubelebung des Prozesses wird voraussichtlich nicht zu einem schnellen Abschluss der Doha-Runde führen. FreihandelsabkommenParallel zur WTO-II-Runde verhandelt die EU-Kommission mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Südafrika, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollfrei in die EU importiert werden. Im Oktober 2013 wurde ein Freihandelsabkommen mit Kanada abgeschlossen, das noch nicht paraphiert ist. Danach ist eine beiderseitige Abschaffung der Zölle für Roh- und Weißzucker innerhalb von sieben Jahren und eine sofortige Abschaffung der Zölle für zuckerhaltige Produkte vorgesehen. Dies betrifft 120.000 t Weißzucker aus heimischer Erzeugung, die Kanada bei einem Verbrauch von 1,4 Mio. t Zucker/Jahr im Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 selbst erzeugt hat. Die Raffination von darüber hinaus nach Kanada importierten Rohzucker aus Drittländern berechtigt hingegen auch weiterhin nicht zum zollfreien Import in die EU. Davon ausgenommen sind Zuckerimporte in Form von Verarbeitungsprodukten bis zu einer Höhe von maximal 75.000 t/Jahr. Ziel der im Juli 2013 aufgenommenen Gespräche zwischen der Europäischen Union und den USA über ein Freihandelsabkommen ist eine weitgehende Marktliberalisierung. Nur ca. 10 % der Handelsgüter sollen als "sensible Produkte" definiert werden und entweder spezielle Ausnahmeregelungen erhalten oder komplett ausgenommen werden. Besondere Bedeutung wird auch hier der Frage der Ursprungsregeln zukommen, da die USA im Kontext der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) zoll- und quotenfreien Zuckerimporten aus Mexiko ausgesetzt ist und selbst Isoglukose nach Mexiko exportiert. Aufgrund der Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in der Ukraine im Frühjahr 2014 hat die EU eine Verordnung zur vorzeitigen und einseitigen Anwendung des Handelsteils des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine verabschiedet, die am 23.4.2014 in Kraft tritt. Für den EU-Zuckermarkt bedeutet dies zollfreie Importquoten in Höhe von insgesamt 34.070 t/Jahr. Sollte das Assoziierungsabkommen im Herbst 2014 wie geplant beiderseitig angewandt werden, stünden der EU zollfreie Importquoten in die Ukraine in Höhe von 30.000 t/Jahr offen, mit einer linearen Steigerung auf 40.000 t/Jahr innerhalb von fünf Jahren. EnergieDie Energiemärkte wurden im Geschäftsjahr 2013/14 wieder stark von ordnungs- und geopolitischen Faktoren beeinflusst. Im Rückblick notierte der Brent-Rohölpreis in einem Korridor zwischen rund 100 und 120 US-Dollar/Barrel mit kurzfristigen kleineren Schwankungen. Auf der einen Seite trieb die große Nachfrage aufgrund des strengen Winters die Rohölpreise der Sorte Brent im Februar 2013 auf ein hohes Niveau von 120 US-Dollar/Barrel. Auf der anderen Seite löste die Entschärfung der geopolitischen Risiken in Syrien und im Iran sowie das anhaltende globale Überangebot an Öl, unter anderem bedingt durch den weiteren Anstieg der US-Ölproduktion auf ein 24-Jahres-Hoch und den damit einhergehenden kräftigen Lageraufbau der US-Rohölvorräte, eine Korrektur des Brent-Rohölpreises auf 103 US-Dollar/Barrel Mitte November 2013 aus. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2013/14 stieg der Brent-Rohölpreis aufgrund robuster Konjunkturdaten auf 110 US-Dollar/Barrel. Die Erdgaspreise in Europa bewegten sich zu Beginn des Jahres 2013 - getrieben durch den langen kalten Winter - auf einem hohen Niveau. Im Jahresverlauf sank der Gaspreis infolge niedriger Nachfrage in den Sommermonaten und eines milden Winters 2013/14, sowie üppig gefüllter Gasspeicher auf ein niedrigeres Niveau. Der vorüber gehende Kälteeinbruch im Dezember 2013 ließ den internationalen Gaspreis kurzfristig wieder ansteigen. Im Januar und Februar 2014 brachen die Spotpreise aufgrund der milden Temperaturen stark ein. EmissionshandelDurch die schwierige wirtschaftliche Situation des produzierenden Gewerbes in der EU und einem daraus resultierenden Überangebot an CO2 -Zertifikaten im Markt, erreichten die CO2 -Zertifikatspreise im April 2013 ihren historischen Tiefpunkt bei 2,85 €/t. Um den Emissionshandel anzukurbeln, stimmte das Europäische Parlament im Juli 2013 dem sogenannten Backloading-Vorschlag der Europäischen Kommission zu, 900 Mio. Zertifikate aus dem Markt zu nehmen. Seitdem kann eine leichte aber stetige Aufwärtstendenz im Markt beobachtet werden, die Anfang 2014 zu einem Spotpreis für EU-Emissionszertifikate von über 6 €/t führte. Rübenernte und Kampagneverlauf2013 begann die Aussaat in der ersten Märzdekade traditionell früh im Gebiet der Zuckerfabriken Offstein und Offenau. Die Hauptaussaat erfolgte aufgrund kühler Temperaturen, teilweise starker Niederschläge und vorrübergehender Wintereinbrüche im Durchschnitt zwei Wochen später als in den beiden Vorjahren. Erst Ende April wurde die Aussaat bei der Südzucker AG weitestgehend abgeschlossen. Vor allem im Osten und Süden Deutschlands folgte dem kühlen, nassen Frühjahr ein Sommer mit extremen Wetterereignissen. Teilweise starke Überschwemmungen gefolgt von Hitzerekorden und Trockenheit machten den Rüben zu schaffen. Es folgte der September mit teilweise überdurchschnittlich hohen Niederschlägen, die den Rüben einen erheblichen Ertragszuwachs bescherten. Während der gesamten Kampagne sorgten teils starke , anhaltende Niederschläge für erschwerte Bedingungen bei der Ernte. Entsprechend viel Flexibilität war bei der Rübenlogistik gefordert. Die Erträge unterscheiden sich in diesem Jahr je nach Region sehr stark. Im Durchschnitt der Südzucker AG fielen die Rübenerträge mit 69,5 t/ha und einem Zuckergehalt von 17,9 % leicht unterdurchschnittlich aus. Die Kampagne begann am 27. September 2013 in Warburg und endete am 5. Januar 2014 in Ochsenfurt. Aufgrund der Reduzierung der Anbaufläche gekoppelt mit einem leicht unterdurchschnittlichen Rübenertrag, fiel die Rübenmenge in 2013 geringer aus als in 2012. Daraus ergab sich mit durchschnittlich 87 Kampagnetagen eine deutlich kürzere Kampagne als im Vorjahr (109 Tage). GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2013/14 war operativ durch fallende Zuckerpreise im zweiten Halbjahr - bedingt durch hohe Zuckerbestände in der EU - geprägt. Insgesamt ist vor diesem Hintergrund das erzielte Ergebnis zufriedenstellend. Wesentlichen Einfluss auf Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hatte die Verhängung des Bußgeldes durch das Bundeskartellamt am 18. Februar 2014. Ertragslagescroll
Die Umsatzerlöse verringerten sich im Geschäftsjahr 2013/14 von 1.809,7 Mio. € um 189,5 Mio. € bzw. 10,5 % auf 1.620,2 Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür war der Rückgang der Quotenzuckererlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 102,4 (81,3) Mio. € enthalten Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus der bis 2014/15 abgegrenzten EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 20,4 (20,4) Mio. € sowie im laufenden Geschäftsjahr einen Ertrag in Höhe von 19,4 Mio. € aus der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 1,5 (2,5) Mio. €, Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 0,8 (3,6) Mio. €. und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 6,3 (7,5) Mio. € enthalten. Der Rückgang der Materialaufwendungen um 196,8 Mio. € auf 1.109,4 (1.306,2) Mio. € resultierte aus der geringeren Rübenmenge der Kampagne 2013/14. Der Personalaufwand verringerte sich um 34,2 Mio. € auf 166,0 (200,2) Mio. €, was auf gesunkene Aufwendungen für die gewinnabhängige Vergütung sowie einen Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter um 22 auf 2.352 (2.373) zurückzuführen ist. Darüber hinaus waren die Aufwendungen für Altersversorgung parameterbedingt wesentlich geringer als im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen lagen mit 43,7 (42,8) Mio. € leicht über Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne Sondereffekte verringerten sich um 19,1 Mio. € auf 212,0 (231,1) Mio. €. Das Betriebsergebnis HGB vor Sondereffekten verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 23,0 Mio. € auf 164,7 (187,7) Mio. €. In den Sondereffekten ist im laufenden Jahr der Aufwand aus dem Kartellbußgeld erfasst. Im Vorjahr waren für den Rückkauf der Wandelanleihe ein Aufwand von 256,9 Mio. € sowie Kosten der Kapitalerhöhung von 6,0 Mio. € enthalten. Das Beteiligungsergebnis lag mit 143,5 (271,6) Mio. € deutlich unter dem Vorjahr. Das Zinsergebnis verbesserte sich um 10,8 Mio. € auf -44,9 (-55,7) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Durchschnittsverschuldung deutlich verringert werden. Zudem konnte bei der kurzfristigen Working Capital Finanzierung das niedrige kurzfristige Zinsniveau durch Commercial Paper Emissionen genutzt werden. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 25,6 (24,4) Mio. € enthalten. scroll
Die Steueraufwendungen im laufenden Geschäftsjahr betragen 4,5 Mio. €. Der Vorjahreswert enthält Steuerrückerstattungen aus einem erfolgreichen Abschluss eines Finanzgerichtsverfahrens. Die sonstigen Steuern blieben mit 0,7 (0,9) Mio. € nahezu unverändert. Damit lag der Jahresüberschuss bei 102,5 (209,0) Mio. €. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Einstellung in die Gewinnrücklagen (im Vorjahr 25,6 Mio. €). Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 0,1 (0,4) Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 102,6 (183,8) Mio. €. Investitionen und FinanzierungIm Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 87,2 (79,5) Mio. €. Investitionsschwerpunkte waren dabei Umwelt-, Ersatz- und Optimierungsmaßnahmen in den Zuckerfabriken sowie der Neubau der Hauptverwaltung in Mannheim und der Stärkefabrik in Zeitz. Nettofinanzschuldenscroll
Die Nettofinanzschulden erhöhten sich von 403,0 Mio. € im Vorjahr auf 567,3 Mio. € am 28. Februar 2014. Der operative Cashflow vor Zahlung des Kartellbußgeldes in Höhe von 195,5 Mio. € beträgt 385,0 Mio. €. Für Investitionen wurden neben den Sachanlageinvestitionen 82,8 Mio. € für Finanzanlagevermögen ausgegeben. Die Ausschüttung für das Vorjahr betrug 183,8 Mio. €. Südzucker hat zum 28. Februar 2014 folgende Anleihen ausstehen: scroll
Die Finanzinstrumente werden in der Regel über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande, begeben und konzernweit verwendet. Zur saisonalen Kampagnefinanzierung steht als Ergänzung ein Commercial Paper (CP-) Programm im Volumen von 600 Mio. € zur Verfügung. Dieses wurde zum 28. Februar 2014 mit 90 Mio. € in Anspruch genommen. Zum 28. Februar 2013 wurde das CP nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich sind die saisonalen Liquiditätsanforderungen durch die im November 2013 bis 2018 vereinbarte syndizierte Kreditlinie im Volumen von 600 Mio. € gesichert. Bezüglich der Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung der Südzucker AG verweisen wir auf das gleichlautende Kapitel im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14. Bilanz - VermögenslageAKTIVAscroll
Die Bilanzsumme der Südzucker AG erhöhte sich zum 28. Februar 2014 auf 4.747,5 (4.630,9) Mio. €. Das Anlagevermögen lag mit 3.108,2 (2.987,3) Mio. € um 120,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen dienten im Wesentlichen Ersatz- bzw. Energieeffizienzmaßnahmen der Zuckerfabriken. Die Investitionszugänge vom 38,0 Mio. € bei den Anlagen im Bau betrafen überwiegend den Neubau der Hauptverwaltung in Mannheim. Während die Zugänge bei den Finanzanlagen im Wesentlichen die Kapitalerhöhung bei der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG zum Zwecke des Erwerb von Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG und den direkten Erwerb von Aktien der AGRANA Beteiligungs-AG betreffen. Die Verringerung der Vorräte auf 581,8 (623,3) Mio. € ist auf die niedrigeren Zuckerbestandsmengen zum 28. Februar 2014 sowie rückläufige Herstellkosten zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben mit 956,1 (975,3) Mio. € um 19,2 Mio. € unter Vorjahr. Dabei standen niedrigeren Vergaben von konzerninternen Darlehen an verbundene Unternehmen höhere sonstige Vermögensgegenstände durch den Erstattungsanspruch der Produktionsabgabe aus Vorjahren gegenüber. In den Wertpapieren von 97,3 Mio. € sind unter anderem Aktien der AGRANA Beteiligungs AG, ausgewiesen, die wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen. PASSIVAscroll
Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund der gegenüber dem Jahresüberschuss betragsmäßig höheren Ausschüttung für das Vorjahr auf 2.146,5 (2.227,7) Mio. €. Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich infolge dessen und aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 45,2 % (48,1 %). Das Anlagevermögen der Südzucker AG war wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag vollständig durch mittel- bzw. langfristiges Kapital finanziert; der Anlagedeckungsgrad betrug 111,6 % (119,4 %). Die Pensionsrückstellungen wurden insbesondere wegen der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 4,86 (5,03) % sowie der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentenanpassungen um 1,7 Mio. € auf 453,0 (454,7) Mio. € vermindert. Die übrigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Prozesse und Vorsorge für Risiken aus den Regelungen zum EU-Zuckermarkt sowie Risiken im Zusammenhang mit Umsatzsteuernachzahlungen für Zuckerlieferungen nach Italien in den Jahren 1994 bis 1995. Die Verbindlichkeiten sind von 1.559,9 Mio. € um 202,8 Mio. € auf 1.762,7 Mio. € gestiegen. Hauptgrund für den Anstieg ist die Finanzierung der Zahlung des Kartellbußgeldes in Höhe von 195,5 Mio. €. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 32,3 (52,7) Mio. € umfasst überwiegend den abgegrenzten Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe und wird seit dem Geschäftsjahr 2008/09 bis einschließlich 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Tatsächliche und prognostizierte GeschäftsentwicklungDie im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau konnten aufgrund der im 2. Halbjahr zunehmend gesunkenen Preise für Quotenzucker nicht erreicht werden. Die erwartete Geschäftsentwicklung ist im Hinblick auf die prognostizierte rückläufige operative Ergebnisentwicklung (Betriebsergebnis HGB) durch den Umsatzrückgang bedingt stärker ausgefallen als damals angenommen. Das erwartete rückläufige Beteiligungsergebnis und ein verbessertes Zinsergebnis haben sich hingegen bestätigt. Die Verhängung eines Bußgeldes im deutschen Kartellverfahren wurde nicht erwartet, so dass die Prognose des mindestens in gleicher Höhe liegenden Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2013/14 nicht gehalten werden konnte. NACHTRAGSBERICHTNach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die Südzucker AG zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung. RISIKOBERICHTRisikomanagementsystemDie Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. In allen Geschäftsfeldern können Risiken sowohl durch eigenes unternehmerisches Handeln als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. RisikopolitikSüdzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Nutzung von Chancen, die der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. RisikomanagementDas Risikomanagementsystem ist in das wertorientierte Führungs- und Planungssystem der Südzucker-Gruppe eingebettet. Das Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Die Divisionen und Konzernfunktionen ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Der Vorstand hat konzernweit die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Das Risikomanagementsystem der Divisionen und Zentralabteilungen liegt in der Verantwortung der Leiter der Divisionen und der Konzernfunktionen. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen und finanziellen Risiken. Ein Risikoschwerpunkt ist die Veränderung von Marktpreisen. In den Divisionen und Geschäftsbereichen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, wurden Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen. Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und den zuständigen Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Die Entwicklung der Risikoparameter wird - der aktuellen Marktentwicklung folgend - dabei in Bezug auf die Planung bzw. den aktuellen Forecast bewertet, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt. RisikofrüherkennungssystemSüdzucker hat ein Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet, um Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, und auch sonstige Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der externe Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von der Südzucker-Gruppe an Veränderungen des rechtlichen und wirtschaftlichen Umfelds angepasst wird. RisikokommunikationUnabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. In regelmäßigen Besprechungen der Ergebnisentwicklung und Planungen zwischen Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für dabei identifizierte operative oder strategische Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen analysiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichen tragen die Konzernfunktionen regelmäßig aktuelle Entwicklungen ihrer Verantwortungsbereiche den Ressortvorständen vor. Interne RevisionDie interne Konzernrevision versieht ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Beteiligungsgesellschaften. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse zu verbessern. RisikenÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKENNachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt sowie die finanzielle Auswirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen aus Konzernsicht eingeschätzt. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien unwahrscheinlich, möglich oder wahrscheinlich. Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien unwesentlich, moderat oder wesentlich. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkung. Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung. scroll
Regulatorische RisikenWie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 kann zu veränderten Marktbedingungen auf der Absatz- und Beschaffungsseite führen. Daneben können die Änderungen der Rahmenbedingungen Risiken mit sich bringen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU Außenschutz geändert wird. Dies gilt auch für Bioethanol; so kann z. B. die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten, Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe sowie tatsächliche, behauptete oder widerlegte Einflüsse auf den Anbau landwirtschaftlicher Güter in anderen Regionen der Welt zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Im Rahmen des europäischen Emissionshandels führt der mögliche Wegfall des Carbon-Leakage-Status von Sektoren, in denen die Südzucker-Gruppe tätig ist, dazu, das mehr Emissionszertifikate zugekauft werden müssen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnugen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Risiken aus dem operativen GeschäftVerfügbarkeit und Preisvolatilität von RohstoffenInsgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich über 30 Mio. t landwirtschaftlicher Rohstoffe von ca. 800.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Chicoree, Kartoffeln, Gerste, Reis und Triticale, das Fruchtsegment ist hierbei noch nicht berücksichtigt. Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt, deren Ursache in erster Linie in Schwankungen der Ernteerträge liegt, welche vor allem auf Extremwetterereignisse (Klimawandel), aber auch auf Pflanzenschädlinge und -krankheiten zurückgeführt werden können. Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist der Klimawandel neben Risiken auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage, höhere CO2 -Konzentrationen in der Atmosphäre sowie eine schnellere Bodenerwärmung versprechen steigende Erträge. Risiken ergeben sich aus einer erhöhten Verdunstung sowie aus extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise Trockenheit und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können. Zudem kann durch die geografische Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschlägen die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional positiv oder negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie durch gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen. Neben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend der auf den europäischen und inländischen Märkten. Zudem können politische Maßnahmen wichtiger Exportländer wie Exportstopps die Volatilität kurzfristig verstärken. Preisschwankungen bei Getreide können in der Südzucker-Gruppe zum einen teilweise durch Verkaufserlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel kompensiert werden. Zum anderen werden die Auswirkungen eines möglichen Preisanstiegs bei Getreide durch eine vorausschauende Einkaufspolitik in Kombination mit einem zeitnahen Abschluss von Warentermingeschäften reduziert. Wenn der Einkauf der Rohstoffe, die Verarbeitung und der Absatz der Endprodukte in verschiedenen Währungsräumen stattfinden, können sich aus dem operativen Geschäft Währungsrisiken ergeben. Die dadurch entstehenden Wechselkursrisiken werden überwiegend mit Hilfe von Devisentermingeschäften oder durch Finanzierung des Working Capitals in fremder Währung gesichert. Die Risiken betreffen alle Segmente der Südzucker-Gruppe. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Quotenrüben und Ethanolrüben sicher zu erfüllen. CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe. Preisschwankungen an den Weltgetreidemärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Das Risiko hoher Rohstoffpreise wird durch die Erlöse für Lebens- und Futtermittel reduziert. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel vor (Nettorohstoffkosten) vor. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensieren (natural hedge). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Dies gilt auch für den Einkauf und die Weiterverarbeitung von Rohalkohol. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden, wobei der Grundsatz beachtet wird, dass die Ethanolsicherung die Sicherung des Rohstoffeinsatzes nicht übersteigt. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz, Wanze und Wilton erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Höhere Rohstoffkosten können zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA hat durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte in unterschiedlichsten Regionen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen die Möglichkeit geschaffen, regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur ganzjährigen Versorgungssicherheit an Rohstoffen geleistet und gleichzeitig die laufzeitkongruente Absicherung der Kundenmärkte ermöglicht. Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate. Die aktuelle grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) birgt das Risiko, dass zukünftig alle bestehenden und neuen Eigenstromerzeugungsanlagen (KWK-Anlagen etc.) mit einer Mindestumlage an der Grundfinanzierung des EEG beteiligt werden. Sollte es zum Wegfall der Entlastung bei der Eigenstromerzeugung für Bestandsanlagen kommen, würde dies einen deutlichen finanziellen Mehraufwand für Südzucker bedeuten. Ferner ist die Südzucker-Gruppe nicht von den besonderen Ausgleichsregelungen für energieintensive Betriebe gemäß §§ 40ff. EEG betroffen. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht decken. Für die Jahre 2013 und 2014 erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Kriterien Carbon Leakage, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Allerdings wird die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kritierien für die Jahre ab 2015 in einem künftig fünfjährigen Turnus überprüft. Der Wegfall des Carbon-Leakage-Status der jeweiligen Industriesektoren, in denen Südzucker tätig ist, hätte eine deutliche Kürzung der jährlichen Zuteilung kostenloser CO2 -Zertifikate zur Folge; derzeit wird davon ausgegangen, dass für diese Industriesektoren der Carbon-Leakage-Status auch nach 2014 erhalten bleibt. Absatzmärkte und ProduktpreiseDie wichtigsten Absatzmärkte für Zucker, Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Stärke, Bioethanol und Frucht zeichnen sich durch eine vergleichsweise stabile bzw. wachsende Nachfrage aus. Hinweise auf mögliche Änderungen des Konsumentenverhaltens werden frühzeitig erfasst. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Anpassungen der Unternehmensstrategie durch Neuausrichtung, Kosten- und Kapazitätsanpassungen. Südzucker ist bestrebt, die Abhängigkeit von Schwankungen der Absatzpreise zu reduzieren. Die Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft leistet hierbei einen Beitrag zur Stabilisierung der Ergebnismargen. Gleichwohl bestehen Risiken in Bezug auf Absatzmärkte und Produktpreise in allen Segmenten. Im Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine gute Kundenbindung Rechnung getragen. In begrenztem Umfang stellt die EU im ZWJ 2013/14 Exportlizenzen zur Verfügung. Für die der Südzucker-Gruppe zugeteilten Mengen schließen wir je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zuckerfutures an der Terminbörse in London ab. Diese Sicherungsgeschäfte werden dann im Laufe des Zuckerwirtschaftsjahres gegen physische Verkaufskontrakte mit Kunden aufgelöst. Das Auslaufen der Quotenregelung für Zucker und Isoglukose zum 30. September 2017 kann den Zuckermarkt und die EU-Zuckermarktpreise beeinflussen. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Soweit sich aus Lieferverträgen schwankende Bioethanolpreise ergeben können, setzt CropEnergies zur Absicherung der Preisänderungsrisiken in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie sieht unter anderem vor, dass von dem 10 % Energieanteil im Verkehrssektor, die bis 2020 aus erneuerbaren Quellen stammen sollen, nur 5 % durch Biokraftstoffe aus Getreide, Zucker und Ölsaaten gedeckt werden. Darüber hinaus empfiehlt die EU-Kommission, die Förderung von Biokraftstoffen, die als Lebens- und Futtermittel genutzt werden können, nach dem Jahr 2020 einzustellen. Neben der bisher bereits vorgesehenen Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus einigen Reststoffen (z. B. Altspeiseöle und Tierfette) sollen bestimmte Abfälle und Reststoffe (z. B. Rohglyzerin, Bagasse und Stroh) zukünftig sogar vierfach auf das 10 %-Ziel im Transportsektor angerechnet werden. Eine Mehrfachanrechnung jener Kraftstoffe könnte einen verstärkten Wettbewerb zwischen Produzenten konventionellen Bioethanols und Produzenten von Biokraftstoffen aus sogenannten Abfällen und Reststoffen auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten. Aufgrund der lokalen Produktionsbedingungen und den dort geltenden politischen Rahmenbedingungen können sich Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Herstellern ergeben mit der Folge einer Zunahme von Importen und niedrigeren Preisen für Bioethanol in der EU. WechselkursrisikenWechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen. Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zuckerfutures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar. Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund. Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in USD und dem Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert. Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend in den osteuropäischen Unternehmen aus dem Absatz in Euro, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Risiken aus HandelsgeschäftenHandelsgeschäfte mit Agrarprodukten und den zugehörigen Finanzinstrumenten und dabei insbesondere mit Zucker, Melasse und Kaffee werden sowohl von ED&F Man als auch in geringerem Umfang von Konzerngesellschaften im Segment Zucker betrieben. Zusätzlich ermöglicht ED&F Man seinen Kunden als Intermediär den Zugang zu den Commodity- und Finanzmärkten. ED&F Man unterliegt dabei der Aufsicht durch die zuständigen Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA. Daneben nimmt die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang am Handel mit Bioethanol und entsprechenden Warenterminkontrakten teil. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. QualitätsrisikenBedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf den Ruf von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-RisikenDie Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen sichergestellt. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. PersonalrisikenDie Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozial- und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breitgefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Rechtliche RisikenEs sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskosten-Rückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und ggf. Anpassungsmaßnahmen eingeleitet. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hatte das deutsche Bundeskartellamt im März 2009 ein Verfahren gegen die Südzucker AG und andere eingeleitet. Das Amt hat die Vorwürfe im Beschuldigungsschreiben vom 16. Dezember 2013 erstmals näher konkretisiert; Südzucker und anderen deutschen Zuckerherstellern wurden wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt, die bis in das Jahr 2009 angedauert haben sollen. In der Folge kam es zu Gesprächen mit dem Amt. Gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 195,5 Millionen Euro wurde das Verfahren mit Zustellung des Bußgeldbescheides am 18. Februar 2014 abgeschlossen. Nach reiflicher Abwägung aller relevanten Argumente hat Südzucker den Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements akzeptiert, um das seit fast fünf Jahren anhängige, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts- sowie Planungssicherheit zu erlangen. Die vergleichsweise Beilegung des Verfahrens hat auch zu einer erheblichen Senkung des Bußgeldes geführt. Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Ersatzansprüche geltend. Diese Ansprüche werden seitens Südzucker grundsätzlich bestritten. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2009/10 durch die Kartellbehörden auch in der Slowakei und in Ungarn Verfahren gegen Tochtergesellschaften von AGRANA eingeleitet. Die Untersuchungen in Ungarn sind inzwischen eingestellt. Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Es wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach weiteren Zeugenvernehmungen im Februar 2013 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat nach Kenntnis vom Erlass des deutschen Bußgeldbescheids angekündigt, das Verfahren fortzusetzen. Die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Kommission hatte Ende April 2013 eine europaweite Untersuchung gegen die Südzucker AG und andere europäische Zuckerunternehmen durchgeführt. Die Vorwürfe sind nicht näher konkretisiert worden. Am 3. Februar 2014 wurde das Verfahren ohne Begründung eingestellt. Risiken aus Unregelmäßigkeiten/FraudRisiken aus Unregelmäßigkeiten/Fraud können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Zur Vermeidung von Risiken aus Unregelmäßigkeiten bzw. Fraud hat Südzucker im Rahmen des Compliance-Management-Systems die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation werden kontinuierlich weiterentwickelt. Zur Stärkung der Compliance-Kultur wird die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert. . Operative Bonitäts- und AusfallrisikenSollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben. Weitere operative RisikenAus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Südzucker begegnet auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind. ZinsänderungsrisikenAus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung. WechselkursrisikenFinanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. LiquiditätsrisikenEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie von Banken verbindlich zugesagter Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen. Bonitäts- und Ausfallrisiken im FinanzbereichBonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Risiko der RatingherabstufungDie Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. GesamtrisikopositionZu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen, sowie aus Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Auslaufens der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 erhöht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. ChancenDurch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel , Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich stabilen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die zunehmende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollte zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren. SEGMENT ZUCKERSüdzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Durch langfristig angelegte Partnerschaften mit wichtigen Zuckererzeugern in LDCs und AKP-Staaten vermarktet Südzucker Weißzucker und Rohzucker aus diesen Ländern in der EU. Die importierten Zuckermengen stärken die europäische Vertriebsplattform. Im europäischen Süßungsmittelmarkt können sich ab 2017 zusätzliche Marktchancen im Bereich Isoglukose ergeben. Weitere Chancen können sich aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der ab 2017 nicht mehr durch Exportlizenzen begrenzt sein wird, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung ergibt sich die Möglichkeit der Erhöhung der Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit 168 Mio. t auf rund 200 Mio. t für das Jahr 2020 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie weitere Faktoren wie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über den Erwerb von ED&F Man zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren. SEGMENT SPEZIALITÄTENDurch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. BENEOEin wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter und mit ihrer Palatinit-Produktlinie der weltweit führende Hersteller von auf Zucker basierenden Zuckeraustauschstoffen. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. FreibergerTiefkühlprodukte gehören in Europa zu den stetig wachsenden Segmenten der Nahrungsmittelbranche. Ein Ende dieses Trends zu Convenience Food ist nicht absehbar. Die im Bereich tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlter Pasta und Snacks tätige Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt werden diese auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. PortionPack EuropeDer europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen. StärkeDie Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. SEGMENT CROPENERGIESDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg bei Bioethanol und den zusätzlich erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Mit der Übernahme von Ensus hat CropEnergies die Produktionskapazitäten von 0,8 auf 1,2 Mio. m3 Bioethanol gesteigert und sich einen direkten Zugang zum britischen Bioethanolmarkt verschafft. Nach Deutschland und Frankreich ist dieser der drittgrößte Bioethanolmarkt in der EU. Mit dem erfolgreichen Aufbau der Produktionskapazitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie der Internationalisierung des Handels- und Logistiknetzwerks hat CropEnergies die Grundlage dafür geschaffen, vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. SEGMENT FRUCHTDas AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGrundzügeDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben oder Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung. IFRS-Reporting-RichtlinieDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben, regelmäßig aktualisiert und an alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften kommuniziert. Internes Kontrollsystem, bezogen auf den RechnungslegungsprozessDer Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte. Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen, der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der und Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse. Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT- Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstande nie vollständig ausgeschlossen werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Interne PrüfungDer Prüfungsausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie das interne Revisionssystem. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei Externe PrüfungDer Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Weiterhin ergaben sich im Rahmen der Prüfung durch den Abschlussprüfer bisher keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem. PROGNOSEBERICHTVor dem Hintergrund der Erwartung einer zunehmenden Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes in den europäischen Zuckermärkten, die sich im 4. Quartal 2013/14 bestätigt und weiter verstärkt hat, rechnet die Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2014/15 mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes und einem ebenfalls deutlichen Rückgang des Betriebsergebnisses HGB. Erwartet wird ferner ein rückläufiges Beteiligungsergebnis der Tochtergesellschaften sowie ein negatives Zinsergebnis, das bei einer steigenden Durchschnittsverschuldung leicht über Vorjahr liegen wird. Dagegen hatte die Geldbuße aus dem deutschen Kartellverfahren im Geschäftsjahr 2013/14 Einmalcharakter, so dass sich aus heutiger Sicht 2014/15 ein Jahresüberschuss in der Größenordnung des Vorjahres ergeben wird. Das Erreichen der Prognose hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Vermarktungsergebnisse und Mengenentwicklungen im zunehmend schwieriger werdenden Umfeld des europäischen Zuckermarktes ab. Wir gehen hierbei nicht von zusätzlichen Marktmaßnahmen der EU aus, da es aufgrund der hohen Vorratsbestände im europäischen Zuckermarkt hierfür keine Notwendigkeit gibt. Die Prognose wird zusätzlich erschwert durch die ebenfalls gestiegene Volatilität der Zuckerpreise am Weltmarkt. VORSCHLAG ZUR GEWINNVERWENDUNGVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 17. Juli 2014 eine Dividende von 0,50 (0,90) € je Stückaktie vor. Bei einem dividendenberechtigten Kapital von 204,2 (204,2) Mio. € beträgt die Ausschüttungssumme 102,1 (183,8) Mio. €. Die Dividende soll am 18. Juli 2014 ausgezahlt werden. SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT GEMÄß § 312 ABS. 3 AKTGLaut Mitteilung der süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, errechnet sich aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu der SZVG, dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V., Würzburg, dessen Landesverbänden und den Rübenanbauern aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen unserer Gesellschaft im Sinne des § 312 AktG wurden im Berichtsjahr weder getroffen noch unterlassen." JahresabschlussBILANZ ZUM 28. FEBRUAR 2014AKTIVA scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. März 2013 bis 28. Februar 2014scroll
ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSSANWENDUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDer Jahresabschluss der Südzucker AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kursgewinne bzw. Kursverluste aufgrund abweichender Devisenkassamittelkurse zwischen dem Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und dem Bilanzstichtag werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens, dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der degressiven oder linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal 30 % verrechnet. Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Gegenstände des Anlagevermögens wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt. Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände des Anlagevermögens kam ausschließlich die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wird ausgeübt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Jahr des Zugangs sofort im Aufwand erfasst, sofern ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wurden Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet. Die Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Geschäftsjahresende. Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. UmlaufvermögenDie Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzel- bzw. Festbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus wird bei eingeschränkter Verwertbarkeit jeweils ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt gemäß §§ 253 bis 256 HGB zu Herstellungskosten bzw. zu den vom Verkaufspreis abgeleiteten erzielbaren Reinerlösen unter Beachtung des Prinzips einer verlustfreien Bewertung. Dabei wird die FIFO-Methode bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse angewandt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Zucker werden der Werteverzehr des Anlagevermögens, die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Bilanzierung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Geschäftsjahresende. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unentgeltlich zugeteilte CO2 -Emissionszertifikate werden mit einem Anschaffungswert von Null, entgeltlich erworbene Zertifikate werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert. Sofern die CO2 - Emissionen die zugeteilten Zertifikate überschreiten, werden Rückstellungen in Höhe der Anschaffungskosten der Zertifikate gebildet. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenAls aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen wird in der Vorspalte offen von dem Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten eigener Aktien wird mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand des Geschäftsjahres ausgewiesen. Sonderposten mit RücklageanteilBis zum 28. Februar 2010 wurden Sonderposten mit Rücklageanteil für Unterschiede aus steuerlich zulässigen erhöhten Abschreibungen und Sonderabschreibungen sowie den linearen oder degressiven Normalabschreibungen gebildet. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde ausgeübt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Gehalts- und Rentenentwicklung sowie der mittelfristigen Erwartungen wurden die Parameter für die Gehalts- und Rentenerhöhung angepasst. Dabei wurde unverändert zum Vorjahr von einer künftigen Gehaltssteigerung von 3,00 (3,25) %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend von 3,00 (3,25) %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 2,00 (2,25) % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 1,0 (1,0) % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar 2014 wurde ein Rechnungszins von 4,86 (5,03) % zugrunde gelegt. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und zum 31. Januar 2013 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Für rückgedeckte Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht. Bei der Bemessung der Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen werden die Aufstockungsbeträge entsprechend der Regelungen des gültigen IDW RS HFA 3 als Zahlungen mit Entlohnungscharakter behandelt. Der Abzinsungssatz für Rückstellungen für Altersteilzeitguthaben beträgt 3,73 (4,06) % sowie für Jubiläumsansprüche 4,86 (5,03) %. Der Gehaltstrend entspricht dem der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Ferner werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Passive RechnungsabgrenzungspostenAls passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite vor dem Bilanzstichtag erzielte Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge berücksichtigt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Südzucker AG von derzeit 29,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Forschungs- und EntwicklungskostenDas Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen. Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bildung von Bewertungseinheiten bei SicherungsinstrumentenDie Bilanzierung von Bewertungseinheiten beruht auf dem Prinzip, dass vergleichbare Risiken aus einem Grundgeschäft durch gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme eines Sicherungsgeschäfts wirtschaftlich neutralisiert werden. Deshalb sind nicht realisierte Gewinne und Verluste in dem Umfang und für den Zeitraum unberücksichtigt, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für die Angabe der Marktwerte wird der Betrag herangezogen, welcher der Südzucker AG bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zum Bilanzstichtag zu- bzw. abfließen würde. Da die Sicherungsgeschäfte marktübliche, handelbare Finanzinstrumente umfassen, wird der Marktwert aus Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften abgeleitet. Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, ist dieser aufwandswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten einzustellen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. Sachanlagenscroll
Finanzanlagenscroll
(2) Vorrätescroll
Der Rückgang der fertigen Erzeugnisse zum 28. Februar 2014 ist insbesondere auf einen kampagnebedingt niedrigeren Zuckerbestand als im Vorjahr zurückzuführen. Teilweise waren fertige Erzeugnisse und Waren auf erwartete niedrigere Verkaufserlöse abzuwerten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 86,8 (93,9) Mio. € sind mit 10,6 (10,8) Mio. € einzelwertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen aus Konzern-Darlehen in Höhe von 290,4 (249,9) Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 48,7 (90,6) Mio. € sowie sonstige Forderungen, über die die Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt, in Höhe von 436,2 (465,4) Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 111,4 (72,8) Mio. € enthalten zum Stichtag 36,2 (40,9) Mio. € Forderungen aus einem einmaligen Steuerertrag aus dem Abschluss eines langjährigen Finanzgerichtsverfahrens zu Besteuerungsfragen nach dem Außensteuergesetz sowie Forderungen auf Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren in Höhe von 46,9 Mio. €. Der Anteil der Rübenlieferanten an der Rückerstattung in Höhe von 27,5 Mio. € ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Weiterhin sind hier Umsatzsteuerforderungen sowie Energiesteuer-Erstattungsansprüche erfasst. (4) WertpapiereWertpapierescroll
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind Aktien der AGRANA Beteiligungs AG, Wien/Österreich, ausgewiesen, die in absehbarer Zeit wieder dem Streubesitz zugeführt werden sollen. Ziel ist es, die Liquidität der AGRANA Aktie an der Wiener Börse zu erhöhen. (5) RechnungsabgrenzungspostenDer Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Zinsaufwendungen sowie im Vorjahr die abgegrenzte Optionsprämie aus der Begebung der Wandelanleihe. (6) Eigenkapitalscroll
Zum 28. Februar 2014 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Die Südzucker AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine Ausschüttungssperre auslösen. (7) Sonderposten mit RücklageanteilDer Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft ausschließlich steuerliche Sonderabschreibungen. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 453,0 (457,3) Mio. € wird mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsvermögen) in Höhe von 2,5 (2,6) Mio. € verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. (9) Übrige Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellungen enthalten Zuführungen aus Ertragsteueraufwendungen für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung abgeschlossene Zeiträume. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Personalaufwendungen, Aufwendungen für Rübenerdeausfuhr und Rekultivierung von Schlammteichen bzw. Erdarbeiten zur Bodenbearbeitung und -verbesserung sowie Prozessrisiken. Darüber hinaus bestanden Rückstellungen für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die durch Maßnahmen in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie beinhaltet Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft. (10) Verbindlichkeitenscroll
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Zum 28. Februar 2014 waren in der Position Anleihen und Schuldverschreibungen 90,0 Mio. € kurzfristige Commercial Paper Emissionen enthalten. Zum Vorjahrszeitpunkt waren keine Commercial Paper erforderlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 238,0 Mio. € nach 121,0 Mio. € im Vorjahr. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Verpflichtungen gegenüber den Rübenanbauern von 296,3 (397,8) Mio. € ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 965,9 (898,2) Mio. € betreffen im Wesentlichen Mittelaufnahmen aus den über die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, emittierten Anleihen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen, Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Weiterhin ist der Anteil der Rübenlieferanten an der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren in Höhe von 27,5 Mio. € unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. (11) RechnungsabgrenzungspostenDer Ertrag aus der EU-Umstrukturierungsbeihilfe wurde um den anteiligen Buchwert der Zusatzquote verrechnet, mit insgesamt 153,3 Mio. € passiv abgegrenzt und wird bis 2014/15 ratierlich erfolgswirksam aufgelöst. Der zum Stichtag abgegrenzte Betrag umfasst 32,3 (52,7) Mio. €. (12) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative FinanzinstrumenteVon den künftigen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Betriebspacht sind 4,0 (4,2) Mio. € innerhalb von bis zu einem Jahr, 0,4 (1,5) Mio. € innerhalb von ein bis fünf Jahren und 0,0 (0,0) Mio. € nach fünf Jahren fällig; davon betreffen 0,5 (0,5) Mio. € verbundene Unternehmen, die innerhalb von bis zu einem Jahr fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus offenen Bestellungen betrugen zum Bilanzstichtag 66,6 (61,4) Mio. €. Sie betreffen insbesondere den Neubau der Hauptverwaltung sowie der Stärkefabrik in Zeitz. Zu Gunsten der Gläubiger der von der Südzucker Finance B.V., Oud-Beijerland/Niederlande, begebenen Anleihen hat die Südzucker AG Garantien über insgesamt 400,0 (400,0) Mio. € und im Falle der nachrangigen Hybrid-Anleihe eine nachrangige Garantie in Höhe von 700,0 (700,0) Mio. € abgegeben. Die Abgabe einer weiteren Garantie erfolgte zu Gunsten der Gläubiger der BENEO Orafti Chile S.A. für eine Kreditlinie von maximal 25,0 Mio. USD; zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie seitens der Gesellschaft mit 4,5 Mio. USD in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus den begebenen Garantien wird derzeit aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaften nicht erwartet. Für Kredite der CropEnergies Bioethanool GmbH von ursprünglich 78 Mio. € sowie der Rackwitzer Biogas GmbH von 10 Mio. € haftet die Südzucker AG gesamtschuldnerisch. Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Für ein Darlehen in Höhe von 10,0 Mio. GBP an eine Tochtergesellschaft hat die Südzucker AG einen Cross-Currency-Swap abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus Zinszahlungen und Tilgung abzusichern. Das Grundgeschäft (Darlehensvergabe in Fremdwährung) und das Sicherungsinstrument (Cross-Currency-Swap) werden als Bewertungseinheit (Micro Hedge) betrachtet, da die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Entsprechend erfolgt keine währungsbedingte Abwertung der GBP-Forderung und im Fall eines negativen Marktwerts des Sicherungsinstruments wird keine Rückstellung gebildet. Am Bilanzstichtag hatte der Cross-Currency-Swap einen negativen Marktwert von 0,6 Mio. €, was der Höhe der Risiken entspricht, die mit den am Abschlussstichtag bestehenden Bewertungseinheiten abgesichert wurden. Das Sicherungsinstrument hat eine Laufzeit bis zum 21. Oktober 2016. Im Rahmen des Effektivitätstests wurde festgestellt, dass die wesentlichen wertbestimmenden Parameter (Critical-Terms) wie Nominalbeträge, Währung, Beginn, Fälligkeit, etc. von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Zukunft vollständig ausgleichen werden. Die Übereinstimmung dieser Parameter wird prospektiv überprüft und im Rahmen des Risikomanagementsystems wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung regelmäßig beurteilt. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(13) Umsatzerlösescroll
(14) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
(15) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 28,7 (11,6) Mio. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Rückerstattung von Produktionsabgaben aus Vorjahren sowie aus Buchgewinnen und der Auflösung von Rückstellungen. Daneben sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 40 (26) Tsd. € enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 1,5 (2,5) Mio. € sowie Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 20,4 (20,4) Mio. € enthalten. (16) Materialaufwandscroll
(17) Personalaufwandscroll
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(18) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2,2 (34,0) Mio. €. Daneben sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 227 (2.401) Tsd. € enthalten. (19) Beteiligungsergebnisscroll
(20) Zinsergebnisscroll
Im Geschäftsjahr sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 25,6 (24,4) Mio. € erfasst. Diese resultieren maßgeblich aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 22,5 Mio. € bzw. langfristigen Personalrückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mio. €, die mit den Erträgen saldiert sind, die aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens von 2,5 Mio. € resultieren. (21) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Steueraufwendungen aus dem laufenden Geschäftsjahr und Steuererträge aus den Vorjahren. Aus den im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Wertansätzen in der Handelsbilanz für Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen und übrigen Rückstellungen resultieren insgesamt aktive latente Steuern in Höhe von 113,0 Mio. €. Dem stehen passive latente Steuern von 25,0 Mio. € aus höheren Wertansätzen von Finanzanlagen und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz gegenüber. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29 % unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 5 %. Die Abweichungen zwischen dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen aus steuerfreien Erträgen, nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben aus der Kartellstrafe und Steuererträgen aus den Vorjahren. SONSTIGE ANGABEN(22) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 19,0 (17,7) Mio. € und wurden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. (23) Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstands- und AufsichtsratsmitgliederDie von der Südzucker AG im Geschäftsjahr 2013/14 gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand belaufen sich auf 3,7 (3,9) Mio. €. Die variable Vergütung beträgt 47 (52) % der Barbezüge; sie ist von der durch die von der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende abhängig. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihrer Hinterbliebenen wurden insgesamt 31,1 (27,1) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen betrugen 2,5 (2,2) Mio. €. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG belief sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 1,2 (2,3) Mio. €. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht im Lagebericht in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben. (24) Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGDie BlackRock, Inc., New York, NY, U.S.A. hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland am 15.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,08% (das entspricht 6280946 Stimmrechten) betragen hat. 3,08% der Stimmrechte (das entspricht 6280946 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, U.S.A. hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland am 15.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 6200342 Stimmrechten) betragen hat. 3,04% der Stimmrechte (das entspricht 6200342 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, U.S.A. hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland am 15.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 6200342 Stimmrechten) betragen hat. 3,04% der Stimmrechte (das entspricht 6200342 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. (25) AnteilsbesitzBei den deutschen Beteiligungen werden das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis einheitlich nach HGB angegeben. Sofern mit der betreffenden Beteiligung ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, wird das Jahresergebnis mit Null angegeben. Die Anteilsbesitzliste befindet sich auf den Seiten 78ff in diesem Anhang. Die Angaben erfolgen gemäß § 313 Abs. 2 und § 285 Nr. 11 HGB. (26) Aufsichtsrat und VorstandAUFSICHTSRATDr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen VorsitzenderVorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Christian Konrad, Wien, Österreich Stv. VorsitzenderEhem. Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Franz-Josef Möllenberg* , Rellingen Stv. VorsitzenderEhem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Dr. Ralf Bethke, DeidesheimEhem. Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Jochen Fenner, GelchsheimVorsitzender des Vorstands der SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG und Vorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Manfred Fischer* , Feldheim (bis 31. August 2013)Yüksel Gediagac* , BerlinBetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Erwin Hameseder, Mühldorf, ÖsterreichObmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate1
Hans Hartl* , Ergolding (bis 31. August 2013)Ralf Hentzschel, Panschwitz-KuckauVorsitzender des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e.V. Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Reinhold Hofbauer* , Deggendorf (bis 15. Juli 2013)Wolfgang Kirsch, KönigsteinVorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate im Konzern der DZ Bank AG
Georg Koch, WabernVorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e.V. Erhard Landes, DonauwörthVorsitzender des Verbands bayerischer Zuckerrübenanbauer e.V. Günther Link* , Oberickelsheim (seit 15. Juli 2013)Betriebsratsvorsitzender im Werk Ochsenfurt der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Bernd Maiweg* , GüterslohReferatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Joachim Rukwied, EberstadtPräsident des Deutschen Bauernverbands e.V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Ronny Schreiber* , EinhausenBetriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Petra Schwalbe* , Berlin (seit 19. September 2013)Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft NGG Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Nadine Seidemann* , Donauwörth (seit 1. September 2013)Mitglied des Betriebsrats im Werk Rain der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Franz-Rudolf Vogel* , WormsBetriebsratsvorsitzender des Werks Offstein der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Wolfgang Vogl* , BernriedLeiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt Konzernmandate
Rolf Wiederhold* , WabernBetriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt
1
Konzernmandate im Südzucker-Konzern und im
Konzern der Raiffeisen-Holding in Niederösterreich-Wien VORSTANDDr. Wolfgang Heer (Vorsitzender), LudwigshafenKonzernmandate
Dr. Lutz Guderjahn, OffsteinKonzernmandate
Dr. Thomas Kirchberg, OchsenfurtKonzernmandate
Thomas Kölbl, SpeyerMandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Dipl. Ing. Johann Marihart, Limberg, ÖsterreichMandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Prof. Dr. Markwart Kunz (bis Ende der Hauptversammlung am 1. August 2013), WormsKonzernmandate
(27) Aufwendungen für Leistungen des AbschlussprüfersFür Leistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2013/14 für die Südzucker AG folgende Aufwendungen angefallen: scroll
(28) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben am 21. November 2013 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet unter (http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung/2013/) zugänglich gemacht. (29) Vorschlag für die GewinnverwendungDer Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 102,6 (183,8) Mio. €. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 (0,90) € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei Ausschüttung von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Auszahlung der Dividende soll am 18. Juli 2014 erfolgen. Anteilsbesitzlistescroll
*
Ergebnisübernahme Ergebnisverwendungsbeschluss Geschäftsjahr 2013/14Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt für das Geschäftsjahr 2013/14 von 102.565.963,04 € wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende wird am 18. Juli 2014 ausgezahlt.
Mannheim, 18. Juli 2014 Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Der Vorstand VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, den 22. April 2014 DER VORSTAND Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender Dr. Lutz Guderjahn Dr. Thomas Kirchberg Thomas Kölbl Johann Marihart BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 22. April 2014 PricewaterhouseCoopers Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSENDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der Südzucker AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die anstehenden Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Änderungen der EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die Südzucker AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. KONTAKTEInvestor RelationsNikolai Baltruschatinvestor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 WirtschaftspresseDr. Dominik Risserpublic.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de HERAUSGEBERSüdzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Theodor-Heuss-Anlage 12 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 Druck und Weiterverarbeitung: Color Druck, Leimen ©2014 |
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