![]() Südzucker AGMannheimZwischenbericht 1. Halbjahr 2015/16ZWISCHENBERICHT 1. HALBJAHR 2015/161. März - 31. August 2015 veröffentlicht am 8. Oktober 2015
FINANZKALENDERQ3BERICHT 1. - 3. QUARTAL 2015/16 BILANZPRESSE-UND ANALYSTENKONFERENZGESCHÄFTSJAHR 2015/16 Q1BERICHT 1. QUARTAL 2016/17 HAUPTVERSAMMLUNGGESCHÄFTSJAHR 2015/16 Q2BERICHT 1. HALBJAHR 2016/17 Q3BERICHT 1. - 3. QUARTAL 2016/17 Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite
stehen PDF-Dateien des Zwischenberichts zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw. Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Halbjahr erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. August. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden
Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen
auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. KONZERNZAHLEN zum 31. August 2015scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. IM ÜBERBLICK1. Halbjahr 2015/16
Prognose für das Gesamtjahr 2015/16 angehoben
Umsatz nach Segmenten 1. Halbjahr 2015/16scroll
TABELLE 01 Operatives Ergebnis nach Segmenten 1. Halbjahr 2015/16scroll
TABELLE 02 WIRTSCHAFTSBERICHTGeschäftsentwicklung der Südzucker-Gruppe -ErtragslageUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 lag der Konzernumsatz mit 3.331 (3.482)
Mio. € unter Vorjahr. Dem erwarteten Umsatzrückgang in den Segmenten Zucker und CropEnergies
stand ein Umsatzanstieg in den Segmenten Spezialitäten und Frucht gegenüber. Im 2.
Quartal lag der Konzernumsatz auf Vorjahresniveau. Das operative Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum mit 134 (147) Mio. € unter Vorjahr.
Wesentliche Ursache war der erwartete deutliche Rückgang des operativen Ergebnisses
im Segment Zucker. Im Segment Frucht lag das operative Ergebnis ebenfalls unter Vorjahr.
In den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies hingegen konnte das operative Ergebnis
deutlich gesteigert werden. Während im 1. Quartal das operative Konzernergebnis noch
unter Vorjahr lag, konnte im 2. Quartal ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr
erreicht werden. Maßgeblich hierfür waren die positive Entwicklung in den Segmenten
CropEnergies und Spezialitäten sowie die Abschwächung des Ergebnisrückgangs im Segment
Zucker. ERGEBNIS DER BETRIEBSTÄTIGKEITDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 141 (173) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 134 (147) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von - 11 (7) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen
von 18 (19) Mio. € zusammen. Umsatz und operatives Ergebnisscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 03 Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
TABELLE 04 ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 11 (7) Mio. €
resultierte überwiegend aus dem Segment CropEnergies und betraf die im 1. Halbjahr
angefallenen Fixkosten der vorübergehend stillgelegten Bioethanolfabrik am Standort
Wilton / Großbritannien. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN DasErgebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich auf 18 (19) Mio. €. Es
entfiel mit 6 (5) Mio. € im Segment Zucker insbesondere auf das anteilige Ergebnis
des britischen Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. sowie der Studen-Gruppe und der
Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi S.r.l. Im Segment Spezialitäten ist hierunter
mit 12 (14) Mio. € das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der
Hungrana-Gruppe ausgewiesen. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015/16
auf -27 (- 21) Mio. € erhöht. Der Nettozinsaufwand ging wegen eines gegenüber dem
Vorjahreszeitraum rückläufigen Durchschnittszinses auf - 16 (- 20) Mio. € zurück.
Das sonstige Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
auf - 11 (- 1) Mio. € und war insbesondere durch bewertungsbedingte Währungsverluste
aus der Finanzierung mittel- und südamerikanischer Tochtergesellschaften belastet. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 114 (152) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 29 (- 33) Mio. €. Die Konzernsteuerquote lag bei
25 (22) %. JAHRESÜBERSCHUSSVom Jahresüberschuss von 85 (119) Mio. € entfielen 45 (75) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 11 (13) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 29 (31) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie betrug 0,12 (0,13) € für das 2. Quartal und 0,22 (0,37) € für
das 1. Halbjahr. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2
(204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. Investitionen und Finanzierung - FinanzlageCASHFLOWDer Cashflow erreichte 216 Mio. € nach 247 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 6,5 (7,1)
% der Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten. WORKING CAPITALDer Mittelzufluss aus dem Working Capital von 154 Mio. € resultierte maßgeblich aus
dem Abbau der Vorräte im Verlauf des 1. Halbjahres, der die in dieser Periode gezahlten
Verbindlichkeiten gegenüber den Rübenanbauern übertraf. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich auf 167 (168) Mio. €. Die Investitionen im Segment Zucker in Höhe von 83 (81)
Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf Investitionen zur Verbesserung
der Energieeffizienz und der Logistik. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten
in Höhe von 61 (55) Mio. € betraf im Wesentlichen den Bau der Stärkeanlage in Zeitz
sowie die Inbetriebnahme des Biomassekessels am BENEO-Standort Pemuco / Chile. Die
Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 11 (11) Mio. € dienten der Optimierung
der Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 12 (21) Mio.
€ überwiegend den Bereich Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer
Produktionskapazitäten. AUFSTOCKUNGEN AN TOCHTERUNTERNEHMEN / KAPITALRÜCKKAUFDie Aufstockungen an Tochterunternehmen im Vorjahr entfielen auf den Erwerb der Minderheitenanteile
an der AGRANA Bioethanol GmbH durch die AGRANA Stärke GmbH. Der Kapitalrückkauf im
2. Quartal 2015/16 betraf das HybridEigenkapital mit einem Nominalvolumen von 20 Mio.
€. ENTWICKLUNG DER NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanz-schulden von 593 Mio. € am 28. Februar 2015 konnten um 54 Mio. € auf
539 Mio. € am 31. August 2015 abgebaut werden. Hierbei wurden die Mittelabflüsse aus
den Investitionen in Höhe von 167 Mio. €, aus den Gewinnausschüttungen von 118 Mio.
€ und aus dem Hybrid-Rückkauf von 19 Mio. € vollständig aus dem erwirtschafteten Cashflow
in Höhe von 216 Mio. € sowie dem saisonbedingten Mittelzufluss von 154 Mio. € im Working
Capital finanziert. Im Vorjahreszeitraum haben sich die Nettofinanzschulden von 536
Mio. € am 28. Februar 2014 um 114 Mio. € auf 422 Mio. € am 31. August 2014 reduziert.
Ursächlich für den stärkeren Abbau war neben einem höheren Cashflow von 247 Mio. €
insbesondere der stärkere saisonbedingte Mittelzufluss von 237 Mio. € im Working Capital. Finanzierungsrechnungscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 05 Bilanz - VermögenslageBilanzscroll
TABELLE 06 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag
um 24 Mio. € auf 4.501 (4.525) Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich
- bei einem unveränderten Geschäfts- oder Firmenwert - leicht auf 1.183 (1.188) Mio.
€ reduziert. Die Sachanlagen stiegen um 103 Mio. € auf 2.830 (2.727) Mio. € infolge
der zwischenzeitlichen Investitionen abzüglich aufgelaufener Abschreibungen an. Die
übrigen Vermögenswerte in Höhe von 488 (610) Mio. € beinhalten mit 320 (309) Mio.
€ die Buchwerte der at Equity einbezogenen Unternehmen. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte
um 122 Mio. € ist unter anderem auf die Umgliederung von Wertpapieren in die kurzfristigen
Vermögenswerte zurückzuführen. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 196 Mio. € auf 3.200 (3.396) Mio. € zurück.
Wesentliche Ursache hierfür ist der Rückgang der Vorratsbestände - insbesondere im
Segment Zucker - um insgesamt 121 Mio. € auf 1.316 (1.437) Mio. €. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 31 Mio. € auf 991 (960) Mio. €. Der
Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 106 Mio. € auf 893 (999) Mio. € resultiert
maßgeblich aus den reduzierten flüssigen Mitteln, die die ausweisbedingte Erhöhung
des Bestands kurzfristiger Wertpapiere übertrafen. EIGENKAPITALDas Eigenkapital ist um 66 Mio. € auf 4.443 (4.509) Mio. € zurückgegangen; die Eigenkapitalquote
lag bei einer gesunkenen Bilanzsumme entsprechend mit 58 (57) % leicht über Vorjahresniveau.
Der Rückgang des Eigenkapitals der Aktionäre der Südzucker AG um 27 Mio. € auf 3.133
(3.160) Mio. € resultiert unter anderem aus dem rückläufigen Periodenergebnis. Das
Hybrid-Eigenkapital von 664 (684) Mio. € wurde in einem Nominalvolumen von 20 Mio.
€ zurückgekauft. Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile reduzierten sich um 19
Mio. € auf 646 (665) Mio. €. LANGFRISTIGE SCHULDENDie langfristigen Schulden sind um 39 Mio. € auf 1.816 (1.777) Mio. € gestiegen. Die
Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 102 Mio. € auf 773 (671) Mio. €. Dagegen
reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um
35 Mio. € auf 750 (785) Mio. € infolge der Anpassung der Berechnungsparameter, die
insbesondere den Abzinsungssatz von 2,25 % zum 31. August 2015 betraf; zum 31. August
2014 bzw. 28. Februar 2015 waren hier Abzinsungssätze von 2,50 % bzw. 1,75 % zugrunde
zu legen. Die übrigen Schulden sind um 21 Mio. € auf 293 (321) Mio. € zurückgegangen;
darin enthalten sind Steuerschulden in Höhe von 85 (110) Mio. €. KURZFRISTIGE SCHULDENDie kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 193 Mio. € auf 1.442 (1.635) Mio. €.
Dabei reduzierten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 161 Mio. € auf
377 (538) Mio. €. Gleichzeitig wurden die übrigen Schulden, die sich aus sonstigen
Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, um
28 Mio. € auf 583 (604) Mio. € abgebaut. Daneben gingen die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen um 11 Mio. € auf 482 (493) Mio. € zurück. NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanzschulden haben sich um 117 Mio. € auf 539 (422) Mio. € zum 31. August
2015 erhöht; dies entspricht 12 (9) % des Eigenkapitals. MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015/16 mit 17.002 (17.235) unter Vorjahresniveau. Mitarbeiter nach Segmentenscroll
TABELLE 07 Segment ZuckerMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenWELTZUCKERMARKTIn seiner 4. Schätzung der Weltzuckerbilanz zum Wirtschaftsjahr 2014/15 (1. Oktober
bis 30. September) vom Juli 2015 erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht nun
mit 182,6 (182,1) Mio. t eine Zuckererzeugung auf Vorjahresniveau und ein weiteres
Wachstum des Verbrauchs auf 178,7 (175,9) Mio. t. Unter Berücksichtigung sonstiger
Mengenveränderungen steigen die Bestände auf 79,3 (77,2) Mio. t Zucker bzw. 44,4 (43,9)
% eines Jahresverbrauchs. Im Verlauf des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2015/16 stieg der Weltmarktpreis
für Weißzucker von 331 €/t zunächst kurzzeitig auf rund 350 €/t an, fiel aber dann
sogar auf unter 300 €/t und lag zum Ende des Berichtszeitraumes bei 304 €/t. Dabei
war die drastische Abwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar von
erheblicher Bedeutung. Durch diese Abwertung blieb der Wert der Exporte für den weltgrößten
Zuckerexporteur, Brasilien, in Real trotz fallender Weltmarktnotierungen in US-Dollar
stabil. Weltmarktpreise für Zucker1. September 2012 bis 31. August 2015, London, nächster gehandelter Terminmonat![]() GRAFIK 01 EU-ZUCKERMARKTIm abgelaufenen Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2014/15 wurde bei europaweiten Rekorderträgen
bei der europäischen Rübenzuckerproduktion die EU-Zuckerquote erfüllt und eine sehr
hohe Nichtquotenzuckermenge erzeugt. Infolge drastisch gesunkener Zuckerpreise in
der EU blieben die Präferenzimporte im zurückliegenden ZWJ deutlich unter dem Vorjahr.
Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Quoten-zuckerendbestände zum Ende des
ZWJ 2014/15. In dem nun begonnenen ZWJ 2015/16 wurde aufgrund der beschränkten Vermarktungsmöglichkeiten
des in der Rekordernte des Vorjahres erzeugten Nichtquotenzuckers und der damit verbundenen
notwendigen Übertragung dieser Zuckermengen auf das neue Wirtschaftsjahr 2015/16 die
Anbaufläche EU-weit erheblich eingeschränkt. Gleichzeitig werden die Erträge unter
dem Rekordniveau des Vorjahres erwartet. Es wird daher mit einem deutlichen Rückgang
der Rübenzuckerproduktion in der EU gerechnet. Infolge der hohen Übertragung aus dem
Vorjahr wird aber trotzdem von einer Erfüllung der Quote und einer ausreichenden Nichtquotenzuckererzeugung
ausgegangen. Für einen Anstieg der Präferenzimporte wäre ein Preisniveau in der EU
notwendig, welches die Vermarktung der Importe mindestens kostendeckend ermöglichen
würde. Zum Ende des ZWJ 2015/16 wird nochmals ein Rückgang der Quotenzucker-bestände
erwartet. Dennoch ist der europäische Zuckermarkt durch das EU-Rübenzuckerangebot
ausreichend versorgt. EU-Preis-Reporting Zucker1. August 2012 bis 31. Juli 2015 €/t Ww.![]() Quelle: EU-Kommission, AGRI C4. GRAFIK 02 Im EU-Preis-Reporting bewegen sich die Durchschnittspreise nach einem deutlichen Rückgang
im Vorjahr seit März 2015 mit durchschnittlich zwischen 414 und 419 €/t loser Zucker
(ab Werk) weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Für das ZWJ 2014/15 wurden - wie im Vorjahr - Exportlizenzen für Nichtquotenzucker
in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben. Für das ZWJ 2015/16 wurde Anfang Oktober in Höhe
von 0,65 Mio. t die erste Tranche der Exportlizenzen vergeben. Bis einschließlich
des ZWJ 2016/17 wurde eine zollfreie Importquote in Höhe von jährlich 0,4 Mio. t für
Nichtquotenzucker zur Verwendung in der chemischen, pharmazeutischen und Fermentationsindustrie
eröffnet, die in den Vorjahren aber nur in geringem Umfang genutzt wurde. ENERGIEMARKTIm 2. Quartal 2015/16 geriet der Rohölpreis angesichts der anhaltenden globalen Überversorgung
bei gleichzeitig wahrgenommener Nachfrageschwäche der Weltwirtschaft in den Sog der
weltweiten Baisse für Rohstoffpreise. Der Abwärtstrend beschleunigte sich Ende Juli,
als die Abwertung des Renminbi eine deutliche konjunkturelle Abkühlung der chinesischen
Wirtschaft signalisierte. Im Verlauf des 2. Quartals reduzierte sich der Rohölpreis
der Nordseesorte Brent um mehr als 30 % von 63 USD/Barrel auf ein 6-Jahres-Tief von
42 USD/Barrel. Am 31. August 2015 notierte Brent bei 48 USD/Barrel, nachdem sich die
Aktienmärkte etwas erholt hatten. Die Gaspreise gaben im Verlauf des 2. Quartals 2015/16
um 16 % nach und notierten zeitweise bei 19,00 €/MWh. EU-ZUCKERPOLITIK, WTO-VERHANDLUNGEN UND FREIHANDELSABKOMMENIm Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2014/15 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf Seite 58 dargestellten
rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen
und Freihandelsabkommen ergeben. Geschäftsentwicklung - Segment ZuckerUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISDer Umsatz im Segment Zucker ging im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 auf 1.523
(1.699) Mio. € zurück. Der Rückgang schwächte sich im 2. Quartal ab. Mit Beginn des
ZWJ 2014/15 im Oktober 2014 sanken die Quotenzuckererlöse in der EU nochmals deutlich.
Dieser Rückgang wirkt nun im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum nach. Der Zuckerabsatz
lag über Vorjahr. Die Exportpreise für Nichtquotenzucker lagen weltmarktpreisbedingt
unter dem Niveau des Vorjahres. Geschäftsentwicklung - Segment Zuckerscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 08 Im 2. Quartal setzte sich die Stabilisierung des operativen Ergebnisses im Vergleich
zu den vorhergehenden Quartalen auf niedrigem Niveau fort. Trotzdem ergab sich im
Berichtszeitraum erwartungsgemäß ein operativer Verlust von - 13 (68) Mio. €. Obwohl
die Quotenzuckererlöse sich mittlerweile stabilisiert haben, liegen sie deutlich unter
dem Vorjahresniveau, was den Ergebnisrückgang im Wesentlichen verursachte. Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf 6 (5) Mio. € und umfasste -neben den anteiligen Ergebnissen der Studen-Gruppe
sowie der Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi S.r.l. - insbesondere das anteilige
Ergebnis des britischen Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. RÜBENANBAU UND KAMPAGNE 2015/16Trockenheit und Hitze spiegeln sich in einer unterdurchschnittlichen Ertragserwartung
in der Südzucker-Gruppe von knapp 70 (84) t/ha wider. Der Zuckergehalt wurde durch
die Witterung positiv beeinflusst und liegt über dem Durchschnitt der letzten fünf
Jahre. Die Kampagne startete in diesem Jahr in einigen Werken ab Anfang September. Die deutschen
Werke begannen erst Anfang Oktober mit der Rübenverarbeitung. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in Höhe von 83 (81) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen
und auf Investitionen in Effizienzverbesserungen wie bei der Schneidmaschinenstation
in Offstein, der Melasse-Entzuckerung in Tulln / Österreich oder der Pressschnitzelaufbereitung
in Roye / Frankreich. Weitere Schwerpunktthemen sind Energieeinsparungen, z. B. bei
der Erneuerung der Verdampfstation in Leopoldsdorf / Österreich sowie im Bereich der
Zuckertrocknung in Tienen / Belgien. Hervorzuheben sind zudem Logistik- und Infrastrukturprojekte,
wie sie in den Werken Plattling und Zeitz sowie in Tienen / Belgien und in Kaposvar
/ Ungarn umgesetzt werden. Segment SpezialitätenUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Segment Spezialitäten stieg der Umsatz im Berichtszeitraum auf 886 (855) Mio. €. Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitätenscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 09 Dieser Zuwachs ist auf eine positive Absatzentwicklung zurückzuführen, die die rückläufigen
Nebenprodukterlöse in der Division Stärke mehr als ausgleichen konnte. Darüber hinaus
wirkte die Abwertung des Euro umsatzsteigernd. Beim operativen Ergebnis setzte sich die positive Entwicklung mit einem deutlichen
Anstieg auf 74 (45) Mio. € im 1. Halbjahr 2015/16 fort, wozu sämtliche Divisionen
beitrugen. Der Ergebniszuwachs wird dabei neben der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung
von weiterhin rückläufigen Rohstoffkosten getragen. Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 12 (14) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 61 (55) Mio. € betrafen in der Division
BENEO maßgeblich Effizienzsteigerungen sowie die Inbetriebnahme des Biomassekraftwerks
zur Verbesserung der Energiewirtschaft am Standort Pemuco / Chile. In der Division
Stärke waren die bedeutendsten Projekte die Errichtung der Weizenstärkeanlage am Standort
Zeitz und die Kapazitätserweiterung in Aschach / Österreich. Bei Freiberger sind die
Erweiterungs-Investitionen in Westhoughton / Großbritannien zu erwähnen. Segment CropEnergiesMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenETHANOLMARKTMarktbeobachter gehen davon aus, dass die weltweite Bioethanolproduktion im Jahr 2015 um 1,0 % auf 113,4 Mio. m3 ansteigen wird. Dies resultiert aus der um 1,4 % auf 95,7 Mio. m3 gewachsenen Produktion von Kraftstoffethanol. In den USA wird für 2015 mit einer Bioethanolproduktion von 56,0 Mio. m3 (+ 0,4 %) und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte um 22 % auf 3,4 Mio. m3 gerechnet. Angesichts des massiven Produktionsüberschusses in den USA notierte der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) von März bis August 2015 nahezu ausnahmslos unter der Marke von 400 €/m3 . Ende August 2015 herrschten dabei Preise von umgerechnet rund 345 €/m3 vor. Zum niedrigen Preisniveau trug auch der weiterhin niedrige Ölpreis bei. In Brasilien soll sich die Bioethanolproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 auf 28,6 Mio. m3 (- 1,3 %) belaufen. Angesichts eines deutlichen Anstiegs der Inlandsnachfrage auf 28,7 Mio. m3 (+ 7,0 %) wird mit einer ausgeglichenen Versorgungsbilanz gerechnet. Die höhere Inlandsnachfrage ist unter anderem auf die Anhebung der Mindestbeimischung von Bioethanol auf 27 Vol.-% (E27) ab Mitte März 2015 zurückzuführen. Trotz der dynamischen Nachfrageentwicklung sind die Ethanolpreise im Berichtszeitraum auf umgerechnet rund 330 €/m3 gesunken. Hierzu haben der gute Verlauf der bisherigen Zuckerrohrernte und die Abwertung des brasilianischen Real beigetragen, der seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar rund ein Viertel an Wert verloren hat. Dagegen konnten sich die Ethanolpreise in Europa den negativen internationalen Vorgaben weitgehend entziehen und setzten ihren Erholungskurs fort. Nachdem sie Anfang Juni 2015 bei rund 535 €/m3 lagen, stiegen die Preise bis Ende August 2015 auf 560 €/m3 FOB Rotterdam. Diese Entwicklung ist unter anderem auf einen saisonalen Nachfrageanstieg zurückzuführen, der auf eine knappe Versorgungslage insbesondere am europäischen Haupthandelsplatz für Bioethanol in Rotterdam traf. Angesichts eines rückläufigen Verbrauchs von Ottokraftstoffen und ohne Impulse durch höhere Beimischungsvorgaben wird für das Jahr 2015 mit einem leichten Rückgang des Verbrauchs von Kraftstoffethanol in der EU um 5,4 % auf 5,0 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Während eine Ethanolproduktion in der EU in 2015 mit unverändert 7,3 (7,3) Mio. m3 erwartet wird, soll sich die Produktion von Kraftstoffethanol entsprechend auf 5,1 (5,3) Mio. m3 reduzieren. Damit wird auch 2015 das vorhandene Potenzial einer schnellen und kostengünstigen Reduzierung von Treibhausgasemissionen nicht ausgenutzt. Eine zeitnahe E10-Einführung in weiteren EU-Mitgliedsstaaten ist daher sinnvoll und würde die Dekarbonisierung im Transportsektor beschleunigen. In Deutschland soll der Kraftstoffethanolverbrauch im Jahr 2015 um 4,8 % auf 1,4 Mio. m3 sinken. Vorläufigen Verbrauchsdaten zufolge ist der Kraftstoffethanolabsatz in Deutschland von Januar bis Juni 2015 um 3,7 % auf rund 710 Tsd. m3 zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum fiel der Absatz von Ottokraftstoffen um 2 % auf 8,9 Mio. t. Angesichts eines Absatzrückgangs um 11,0 % auf 1,2 Mio. t reduzierte sich der Marktanteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt auf 14,1 (15,5) %. EU-Mengenbilanz Bioethanolscroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, August 2015. TABELLE 10 GETREIDEMARKTDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 11. September
2015 von einer Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2015/16 von 2.006 Mio. t (-0,8 %)
aus, die damit nur leicht unter der letztjährigen Rekordernte liegt. Bei einem erwarteten
Getreideverbrauch von 1.998 Mio. t (+ 0,7 %) wird mit einem weiteren Anstieg der Lagerbestände
auf 451 (444) Mio. t gerechnet. Die EU-Kommission erwartet im Getreidewirtschaftsjahr
2015/16 einen Rückgang der EU-Getreideernte um rund 10 %. Mit einer Erzeugung von
297 Mio. t soll jedoch der erwartete Verbrauch von 283 Mio. t Getreide einmal mehr
deutlich übertroffen werden. Mit einem Nettoexport von 26 (36) Mio. t Getreide trägt
die EU unverändert in hohem Maße zur Versorgung des Weltmarkts bei. Zur Herstellung
von Bioethanol werden voraussichtlich nur 11 Mio. t verwendet, wobei rund ein Drittel
dieser Menge wieder als Lebens- und Futtermittel in den Markt zurückfließt. Der Rückgang der europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris auf 160 €/t per
Ende August 2015 spiegelt ungeachtet der geringeren EU-Getreideernte die gute Versorgungslage
weltweit wider. Die Preise liegen um rund 25 €/t unter dem Niveau von Anfang Juni
2015. Das USDA erwartet für das Wirtschaftsjahr 2015/16 abermals eine Rekordernte für Sojabohnen von 320 (319) Mio. t und einen weiteren Aufbau der weltweiten Lagerbestände auf 85 (79) Mio. t. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT fiel Ende August 2015 als Reaktion hierauf erstmals seit Oktober 2009 wieder unter die Marke von 9 USD/ Bushel1 , was rund 295 €/t entsprach. Die Rapsschrotpreise sanken ebenfalls von Anfang Juni 2015 bis Ende August 2015 um rund 50 €/t auf ca. 230 €/t. 1
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen. Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergiesscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 11 ERNEUERBARE-ENERGIEN-RICHTLINIE, KRAFTSTOFFQUALITÄTSRICHTLINIE, EUROPÄISCHES KLIMA- UND ENERGIEPAKETNach der Zustimmung von Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union zur
Änderung der Erneuerbare-EnergienRichtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie
wurde die sogenannte iLUC-Richtlinie am 10. September 2015 im EU-Amtsblatt veröffentlicht.
Die Mitgliedsstaaten müssen die Richtlinie bis 2017 umsetzen. Die Einigung sieht vor,
dass 7 % der vorgegebenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus konventionellen
Biokraftstoffen stammen dürfen. Die restlichen 3 % sollen zum einen durch die Doppelanrechnung
von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen erreicht werden - diese werden teilweise
mit einer Unterquote von mindestens 0,5 % zusätzlich gefördert -zum anderen wird die
im Schienen- und Straßenverkehr genutzte Elektrizität mehrfach angerechnet. Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergiesUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Segment CropEnergies ging der Umsatz trotz einer anhaltenden Erholung der Ethanolerlöse
im 1. Halbjahr auf 356 (372) Mio. € zurück. Dies ist insbesondere auf geringere Produktions-
und Absatzmengen infolge der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton / Großbritannien
sowie einer Revisionsphase in Wanze / Belgien zurückzuführen. Die positive Ergebnisentwicklung setzte sich im zweiten Quartal fort, sodass das operative
Ergebnis im 1. Halbjahr deutlich von - 4 auf 40 Mio. € anstieg. Die gegenüber dem
niedrigen Vorjahresniveau zuletzt deutlich höheren Ethanolerlöse konnten in Verbindung
mit rückläufigen Nettorohstoffkosten die geringeren Absatzmengen mehr als ausgleichen.
Die Produktionspause der Anlage in Wilton / Großbritannien führte zudem neben einer
Verbesserung der operativen Kostenstruktur zu Kosteneinsparungen. Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 9 (- 1) Mio.
€ betraf die im 1. Halbjahr angefallenen Fixkosten der vorübergehend stillgelegten
Bioethanolfabrik am Standort Wilton / Großbritannien. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen beliefen sich auf 11 (11) Mio. € und dienen insbesondere der Verbreiterung
des Produktportfolios und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen an den Standorten
in Belgien und Deutschland. Segment FruchtMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenABSATZMÄRKTEBei Fruchtzubereitungen steht einem weiterhin geringfügigen Nachfragerückgang in der
EU ein leichtes Wachstum in den außereuropäischen Märkten gegenüber. Makroökonomische
und politische Probleme verlangsamen jedoch die Marktentwicklung in den Wachstumsregionen
Osteuropa (Russland, Ukraine, Weißrussland), Nordafrika (Ägypten, Algerien), Naher
Osten und Argentinien. Märkte wie Brasilien, China oder die Türkei zeigen weiterhin
einen positiven Trend. Die Absatzsituation in Mexiko hat sich seit Juni aufgrund einer
guten Nachfrage nach Fruchtzubereitungen für die Backwarenindustrie positiv entwickelt. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate führten niedrige Apfelpreise aufgrund hoher Erntemengen
und der Importsanktionen Russlands für Frischobst aus der EU zu deutlich gesunkenen
Apfelsaftkonzentratpreisen in der Kampagne 2014. In den letzten Wochen - die Apfelkampagne
2015 läuft gerade an -sind die Verkaufspreise in Europa aufgrund geringer Rohstoffmengen
wieder gestiegen. Die Wettbewerbssituation für chinesisches Apfelsaftkonzentrat ist
weiterhin herausfordernd. Es wird hier abzuwarten sein, wie sich die lokale, soeben
erst angelaufene Verarbeitungssaison entwickeln wird. Die russischen Importbeschränkungen
für Waren aus der Ukraine machen einen Import der lokal produzierten Mengen in die
EU weiterhin notwendig, um sie dann zentral weiterzuvermarkten. ROHSTOFFMÄRKTEIm Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen sind die Frühjahrs- und Sommerernten im Wesentlichen
abgeschlossen. Die Ernteerträge zu Beginn des Sommers waren größtenteils gut, in der
Folge führte die Trockenheit in Europa aber zu Ertragseinbußen und steigenden Fruchtpreisen
(z. B. bei Pfirsichen und Aprikosen). Die Situation verschärfte sich noch bei den
späten Fruchternten (z. B. Himbeeren und Brombeeren) in Zentral- und Osteuropa, wo
die Erträge nur noch unter 50 % eines durchschnittlichen Jahres lagen. Bei tropischen Früchten führte die nachteilige Währungsentwicklung des Euro gegenüber
dem US-Dollar neben regionalen Missernten bei Mango und Ananas zu empfindlichen Preiserhöhungen.
In den USA stiegen aufgrund einer belebten Nachfrage und einer nicht ausreichenden
Inlandsversorgung die Preise für Erdbeeren. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate führte die Dürre der Sommermonate zu qualitativen
und quantitativen Einbußen bei Beerenfrüchten in Europa. Bei Äpfeln ist ein eingeschränktes
Größenwachstum zu erkennen, was auch ein geringeres Gewicht der Früchte zur Folge
hat. In der Apfelkampagne 2015, die Mitte September angelaufen ist, wird daher mit
einer unter dem Vorjahr liegenden Ernte- und Verarbeitungsmenge und folglich auch
höheren Rohstoffpreisen gerechnet. Geschäftsentwicklung - Segment FruchtUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISDer Umsatz im Segment Frucht stieg leicht auf 566 (556) Mio. €. Dabei konnten die
weiterhin rückläufigen Erlöse bei Apfelsaftkonzentraten durch Absatz- und Erlössteigerungen
im Fruchtzubereitungsgeschäft mehr als ausgeglichen werden. Die rückläufige Ergebnisentwicklung hielt jedoch auch im zweiten Quartal an, sodass
sich das operative Ergebnis im 1. Halbjahr 2015/16 deutlich auf 33 (38) Mio. € reduzierte.
Hierzu trug insbesondere die weiterhin erlösbedingt rückläufige Marge im Fruchtsaftkonzentratgeschäft
bei, die nicht durch die anhaltend positive Umsatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen
ausgeglichen werden konnte. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen beliefen sich auf 12 (21) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitungen
wurden Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung, wie z. B. die Installation
einer weiteren Produktionslinie im neuen Fruchtzubereitungswerk in den USA sowie Erweiterungsprojekte
in Australien, vorgenommen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wurden vorrangig
Ersatzinvestitionen begonnen. Geschäftsentwicklung - Segment Fruchtscroll
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1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 13 NACHTRAGSBERICHTSeit dem 31. August 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist. RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international tätiges Unternehmen ist die SüdzuckerGruppe gesamtwirtschaftlichen,
branchenspezifischen und unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Informationen
zum Risikomanagementsystem und zur Risiko- und Chancensituation finden Sie im Geschäftsbericht
2014/15 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 80 bis 91 sowie
im "Wirtschaftsbericht" im Rahmen der Erläuterung der Segmente. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert,
die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe
gefährden. PROGNOSEBERICHTKonzernentwicklungWie bereits ad hoc am 22. September 2015 veröffentlicht, gehen wir für das Geschäftsjahr
2015/16 nunmehr von einem Konzernumsatz von 6,2 bis 6,4 (2014/15: 6,8) Mrd. € aus.
Dabei erwarten wir einen deutlichen Umsatzrückgang in den Segmenten Zucker und CropEnergies,
eine leichte Umsatzerhöhung im Segment Spezialitäten sowie einen Umsatz im Segment
Frucht mindestens auf Vorjahresniveau. Beim operativen Ergebnis sehen wir nunmehr eine Bandbreite von 180 bis 230 (2014/15:
181) Mio. €. Im Segment Zucker erwarten wir einen deutlichen Ergebnisrückgang. Im
Segment Spezialitäten gehen wir von einem Ergebnis über dem Vorjahresniveau, im Segment
CropEnergies von einer deutlichen Verbesserung aus. Im Segment Frucht erwarten wir,
das gute Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres zumindest bestätigen zu können. Bei einem Capital Employed auf Vorjahresniveau ist aufgrund der angepassten Ergebnisbandbreite
mit einem zumindest stabilen ROCE zu rechnen. Das operative Konzernergebnis für das 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16
wird über dem Vorjahresniveau liegen. Segment ZuckerIm Segment Zucker gehen wir von einem weiteren deutlichen Umsatzrückgang aus, da sich
das seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2014/15 am 1. Oktober 2014 nochmals verminderte
Erlösniveau nun im gesamten Geschäftsjahr auswirkt. Auch das operative Ergebnis wird sich daher aus heutiger Sicht nochmals deutlich verschlechtern,
sodass im Segment Zucker ein operativer Verlust in der Bandbreite von 50 bis 100 Mio.
€ erwartet wird. In den vergangenen Jahren wurden niedrigere Erlöse durch sinkende Rohstoffpreise teilweise
kompensiert. In der Kampagne 2014 wurde nun der in der EU-Agrarmarktordnung bis 2017
vorgeschriebene Rübenmindestpreis erreicht. Dadurch können die Belastungen aus den
gesunkenen Erlösen nicht mehr durch niedrigere Rohstoffkosten aufgefangen werden. Die eingeleiteten Kosteneinsparungen greifen, können aber nur einen Teil des Erlösrückgangs
abfedern. Während infolge der langen Kampagne 2014 zunächst Entlastungen durch geringere
fixe Stückkosten wirken, ist aufgrund der Anbaueinschränkungen für das Jahr 2015 mit
einer kürzeren Kampagne und damit wieder mit steigenden fixen Stückkosten zu rechnen.
Die Anbaueinschränkung war wegen der begrenzten Vermarktungsmöglichkeiten infolge
des EU-Quotensystems und der WTO-Exportbeschränkungen notwendig. Die Beschränkung
der Vermarktungsmöglichkeiten entfällt 2017. Trotz eines niedrigeren Capital Employed wird sich durch den erwarteten operativen
Verlust ein negativer ROCE einstellen. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten erwarten wir vor dem Hintergrund der bisherigen positiven
Entwicklung der Ethanolerlöse (Division Stärke) nun eine leichte Umsatzerhöhung. Dies
wirkt sich ebenfalls positiv auf das operative Ergebnis aus. Wir gehen nun davon aus,
das gute Vorjahresniveau zu übertreffen. Dies berücksichtigt u. a. Belastungen aus
dem Anfahrbetrieb der neuen Stärkeanlage in Zeitz, die gegen Ende des Geschäftsjahres
2015/16 in Betrieb gehen wird. Wir planen einen Anstieg des Capital Employed und einen annähernd stabilen ROCE. Segment CropEnergiesTrotz des bisher stabil hohen Ethanolerlösniveaus ist die weitere Entwicklung angesichts
niedrigerer Terminpreise ungewiss. Die temporäre Stilllegung der Bioethanolanlage
in Wilton / Großbritannien wird im Vergleich zum Vorjahr zu einer geringeren Erzeugung
sowohl von Bioethanol als auch von Lebens- und Futtermitteln und zu einem Umsatzrückgang
auf über 600 Mio. € führen. Das operative Ergebnis (vor Restruk-turierung und Sondereinflüssen)
wird nun in einer Bandbreite von 50 bis 70 Mio. € erwartet. Daneben ist aufgrund der
Stillstandsphase der Anlage in Wilton mit einem Sonderaufwand von bis zu 20 Mio. €
zu rechnen. Der ROCE wird bei stabilem Capital Employed der operativen Ergebnisentwicklung folgen. Segment FruchtFür das Segment Frucht sehen wir Umsatz und operatives Ergebnis mindestens auf dem
guten Vorjahresniveau. In der Division Fruchtsaftkonzentrate gehen wir von einer stabilen
Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir
bei steigendem Absatz mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung. Bei steigendem Capital Employed ist mit einem Rückgang des ROCE zu rechnen. GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. März bis 31. August 2015scroll
TABELLE 13 KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. März bis 31. August 2015scroll
TABELLE 14 BILANZ1 31. August 2015Aktivascroll
Passivascroll
TABELLE 15 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1 1. März bis 31. August 2015scroll
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ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSSegmentberichtscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 17 (1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss des Südzucker-Konzerns zum 31. August 2015 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Einklang mit IAS 34
erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der Südzucker AG zum 31. August
2015 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2015 unterlag
keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat
diesen Zwischenabschluss am 28. September 2015 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2014/15 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 110 bis 119 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 31. August 2015 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 2,25 % zugrunde gelegt;
zum 28. Februar 2015 bzw. 31. August 2014 basierte die Abzinsung auf 1,75 % bzw. 2,50
%. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus
diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen in diesem Zeitraum
an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden
Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und
in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden
Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten
Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den
Vorräten ausgewiesen. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung
des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandt. Deren Erläuterung im
Anhang des Geschäftsberichts 2014/15 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 124 bis 132 gilt daher entsprechend. Die Anzahl der Mitarbeiter ist
als Vollzeitäquivalent zum Stichtag angegeben. Der Geschäftsbericht 2014/15 der Südzucker-Gruppe steht Ihnen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/
bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. IFRS-AusweisänderungenMit Beginn des Geschäftsjahres 2015/16 wurde die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung
im Bereich der Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und
Aufwendungen um die Zeile "Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen" ergänzt.
Hierin enthalten sind die Beträge, die aus erfolgsneutralen Marktbewertungen und Währungsdifferenzen
bei at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren. Diese waren zuvor den Zeilen Marktbewertungen
und Währungsdifferenzen zugeordnet. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wurde
dahingehend angepasst, dass die einzelnen Komponenten der sonstigen Eigenkapitalposten,
soweit sie auf das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG entfallen, direkt ausgewiesen
werden, wobei auch hier die Beträge in einer Spalte isoliert werden, die aus erfolgsneutralen
Marktbewertungen und Währungsdifferenzen bei at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren. Hinsichtlich der zum 1. März 2014 vorgenommenen Korrekturen gemäß IAS 8 sowie deren
Auswirkungen auf diesen Zwischenabschluss wird auf die angegebenen Beträge und Erläuterungen
im Anhang des Geschäftsberichts 2014/15 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung
des Konzernabschlusses" auf den Seiten 110 bis 119 verwiesen. (2) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum Ende des 1. Halbjahres 2015/16 umfasste - neben der Südzucker
AG - 153 Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2014/15: 157 Unternehmen). Im 2. Quartal
2015/16 erfolgte die erstmalige Einbeziehung des AGRANA-Tochterunternehmens AGRANA
Research & Innovation Center GmbH, Wien/Österreich, mit einem Unterschiedsbetrag von
3,6 Mio. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Insgesamt
15 Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2014/15: 15 Unternehmen) wurden at Equity
einbezogen. (3) Ergebnis je AktieIm Zeitraum 1. März bis 31. August 2015 war der Berechnung des Ergebnisses je Aktie
(IAS 33) der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien zugrunde
zu legen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,12 (0,13) € für das 2. Quartal und
0,22 (0,37) € für das 1. Halbjahr; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie lag
nicht vor. (4) Vorrätescroll
TABELLE 18 Der Buchwert der Vorräte lag mit 1.316,4 (1.437,4) Mio. € unter Vorjahresniveau, was
im Wesentlichen durch geringere Rohstoffpreise bedingt ist. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
TABELLE 19 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 991,0 (960,2) Mio. € trotz
rückläufiger Umsatzentwicklung insbesondere im Segment Zucker über Vorjahresniveau.
Unter den Forderungen an die EU in Höhe von 9,6 (44,9) Mio. € waren im Vorjahr die
Erstattungsansprüche aus in Vorjahren zu viel erhobener Produktionsabgabe enthalten.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte von 79,5 (98,6) Mio. € beinhalten im Wesentlichen
Forderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen, Beteiligungen sowie Mitarbeiter und
übrige Dritte. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte von 98,4 (74,1) Mio.
€ betreffen überwiegend geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. (6) Sonstige Rückstellungenscroll
TABELLE 20 Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von 1C5,9 (69,4) Mio. € setzten sich
im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen
und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen
für Sozialpläne zusammen. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 134,3 (112,4) Mio. € beinhalten
Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen
und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatzansprüche von Kunden). Die übrigen Rückstellungen von 87,4 (68,5) Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich
langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen
für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit
der Zuckerproduktion stehen, sowie die Rückstellung für die vorübergehende Stilllegung
der Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton. (7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
TABELLE 21 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich leicht auf 449,6
(432,0) Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen von 91,4 (97,5) Mio.
€ beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs-und Arbeitszeitguthaben.
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf 135,8 (197,0) Mio.
€ und umfassen unter anderem Zinsverbindlichkeiten. Im Vorjahr waren hierunter auch
die Erstattungsansprüche der Rübenanbauer aus in Vorjahren zu viel erhobener Produktionsabgabe
sowie Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen und vergleichbaren Sachverhalten
enthalten; Letztere werden seit dem 3. Quartal 2014/15 in den Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Unter den übrigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten
in Höhe von 18,2 (12,0) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (8) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scroll
TABELLE 22 Die Finanzverbindlichkeiten sind um 59,4 Mio. € auf 1.150,0 (1.209,4) Mio. € zurückgegangen.
Bei einem reduzierten Bestand der Anlagen (Wertpapiere und flüssige Mittel) von 610,8
(787,9) Mio. € stiegen die Nettofinanzschulden um 117,7 Mio. € auf 539,2 (421,5) Mio.
€. HYBRID-ANLEIHEInformationen zur Hybrid-Anleihe finden Sie im Anhang des Geschäftsberichts 2014/15
unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)"
auf Seite 162. Die Nachranganleihe verzinst sich ab dem 30. Juni 2015 vierteljährig
variabel mit dem 3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a. Für die Zeit vom 30. Juni 2015
bis 30. September 2015 ausschließlich (92 Tage) wurde der Vergütungssatz auf 3,085
% p. a. festgesetzt. Für den Zeitraum vom 30. September 2015 bis 31. Dezember 2015
ausschließlich (92 Tage) wurde ein Vergütungssatz von 3,059 % p. a. festgesetzt. Die Voraussetzungen zur Kündigung und Rückzahlung der Anleihe durch Südzucker sind
derzeit nicht erfüllt. Südzucker beabsichtigt aktuell auch keinen Eingriff in Form
einer Kapitalerhöhung oder Neuemission einer Hybrid-Anleihe zur Schaffung der Kündigungsvoraussetzung.
Ein öffentliches Rückkaufangebot in einem kapitalmarktkonformen Umfang ist nicht beabsichtigt,
da dies die Eigenkapitalanrechnung durch die Ratingagenturen beeinträchtigen könnte.
Gleichwohl ist ein Rückkauf in begrenztem Umfang - maximal 5 - 10 % des Nominalvolumens
- möglich. Im Laufe des 2. Quartals 2015/16 hat Südzucker Rückkäufe mit einem Nominalvolumen
von 20,2 Mio. € vorgenommen; die sich hieraus ergebenden Effekte wurden erfolgsneutral
im Eigenkapital abgebildet. Das aktuelle Rating von Südzucker ist Baa2/P-2 (Moody's) bzw. BBB-/A-3 (Standard &
Poor's). Das Rating der Hybrid-Anleihe ist Ba3 (Moody's) bzw. B (Standard & Poor's). (9) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTEDie nachstehende Tabelle enthält die abweichenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte
der Bruttofinanzschulden. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. scroll
TABELLE 23 Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle
Forderungen sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwerts anzunehmen. Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapiere können keine beizulegenden
Zeitwerte bestimmt werden, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte
nicht vorhanden waren. BEWERTUNGSLEVELIn der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln unterschieden.
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TABELLE 24 Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2C14/15 unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 172 bis 176. (10) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Geschäftsbericht 2C14/15 im Konzernanhang unter Textziffer (36) auf den Seiten
178 bis 18C dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden
im Wesentlichen unverändert fort. (11) PersonaliaDer Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat, Herr Erhard Landes, Donauwörth, hat sein Aufsichtsratmandat
mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 16.
Juli 2C15 niedergelegt. Daher war ein Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre für die
restliche Zeit der laufenden Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats neu zu wählen.
Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wählte die ordentliche Hauptversammlung am 16. Juli
2C15 Herrn Helmut Friedl, Egling a. d. Paar, Landwirtschaftlicher Betriebsleiter und
Lehrer an der Technikerschule für Agrarwirtschaft in Landsberg am Lech. Die Wahl erfolgte
mit Wirkung ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Hauptversammlung am 16. Juli 2C15
für die restliche Zeit der laufenden Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats, d.
h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr
2C16/17 beschließen wird. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
werden.
Der Vorstand scroll
Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken
gibt der Risikobericht im Geschäftsbericht 2014/15 auf den Seiten 80 bis 91. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen
zu aktualisieren. SÜDZUCKER AGKontakteInvestor Relations Wirtschaftspresse Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: Herausgeber
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