![]() Südzucker AGMannheimZwischenbericht 1. Halbjahr 2016/171. März - 31. August 2016veröffentlicht am 13. Oktober 2016KONZERNUMSATZliegt mit 3.205 (3.331) Mio. € um 4 % unter Vorjahr. OPERATIVES KONZERNERGEBNISsteigt auf 209 (134) Mio. €. PROGNOSE FÜR DAS GESAMTJAHR 2016 / 17:Weiterhin Konzernumsatz von 6,4 bis 6,6 (2015/16: 6,4) Mrd. € erwartet. Operatives
Ergebnis soll nunmehr in einer Bandbreite von 340 bis 390 (2015/16: 241) Mio. € liegen. FinanzkalenderQ3BERICHT 1. - 3. QUARTAL 2016/17 BILANZPRESSE- UND ANALYSTENKONFERENZGESCHÄFTSJAHR 2016/17 Q1BERICHT 1. QUARTAL 2017/18 HAUPTVERSAMMLUNGGESCHÄFTSJAHR 2016/17 Q2BERICHT 1. HALBJAHR 2017/18 Q3BERICHT 1. - 3. QUARTAL 2017/18 Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite
stehen PDF-Dateien des Zwischenberichts zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw. Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Halbjahr erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. August. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden
Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen
auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. KONZERNZAHLEN zum 31. August 2016scroll
TABELLE 01 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. IM ÜBERBLICK1. Halbjahr 2016/17
Prognose für das Gesamtjahr 2016/17
Umsatz nach Segmenten 1. Halbjahr 2016/17scroll
TABELLE 02 Operatives Ergebnis nach Segmenten 1. Halbjahr 2016/17scroll
TABELLE 03 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTGeschäftsentwicklung der Südzucker-Gruppe - ErtragslageUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISDer Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 mit 3.205 (3.331)
Mio. € leicht unter Vorjahr. Dem Umsatzrückgang in den Segmenten Zucker und CropEnergies
stand ein Umsatzanstieg in den Segmenten Spezialitäten und Frucht gegenüber. Im Berichtszeitraum lag das operative Konzernergebnis mit 209 (134) Mio. € deutlich
über Vorjahr. Zu diesem Ergebnisanstieg trugen insbesondere das Segment Zucker, aber
auch alle anderen Segmente bei. ERGEBNIS DER BETRIEBSTÄTIGKEITDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 223 (141) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 209 (134) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von - 10 (- 11) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen
Unternehmen von 24 (18) Mio. € zusammen. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 10 (- 11) Mio.
€ resultierte im Segment Spezialitäten aus Aufwendungen aus der Testphase bzw. dem
Probebetrieb einzelner Komponenten der neuen Weizenstärkeanlage in Zeitz. Die Aufwendungen
im Segment CropEnergies betrafen wie schon im Vorjahr die angefallenen Fixkosten der
Stillstandsphase der Bioethanolfabrik am britischen Standort Wilton, die im Juli 2016
wieder in Betrieb genommen wurde. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich auf 24 (18) Mio. €.
Es entfiel mit 11 (6) Mio. € im Segment Zucker insbesondere auf das anteilige Ergebnis
des britischen Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. sowie der Studen-Gruppe und der
Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi S.r.l. Im Segment Spezialitäten ist hierunter
mit 13 (12) Mio. € das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der
Hungrana-Gruppe ausgewiesen. Umsatz und operatives Ergebnisscroll
scroll
TABELLE 04 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
TABELLE 05 FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis verbesserte sich in den ersten sechs Monaten auf - 18 (- 27) Mio.
€. Das Zinsergebnis reduzierte sich auf - 13 (- 16) Mio. €. Die Entwicklung des sonstigen
Finanzergebnisses auf - 5 (- 11) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem verbesserten
Währungsergebnis und ist gleichzeitig mit einer Wertberichtigung des Finanzmittelbestands
der AGRANA Frucht in der Ukraine im 1. Quartal belastet. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 205 (114) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 50 (- 29) Mio. €. Die Konzernsteuerquote lag bei
24 (25) %. JAHRESÜBERSCHUSSVom Jahresüberschuss von 155 (85) Mio. € entfielen 108 (45) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 7 (11) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 40 (29) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie betrug 0,27 (0,12) € für das 2. Quartal 2016/17 und 0,53 (0,22)
€ für das 1. Halbjahr 2016/17. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt
von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. Investitionen und Finanzierung - FinanzlageCASHFLOWDer Cashflow erreichte 268 Mio. € nach 216 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 8,3 (6,5)
% der Umsatzerlöse. WORKING CAPITALDer Mittelzufluss aus dem Working Capital von 76 Mio. € resultierte maßgeblich aus
dem Abbau der Vorräte im 1. Halbjahr, der die in dieser Periode bezahlten Rübenverbindlichkeiten
aus der Kampagne 2015/16 übertraf. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich auf 143 (167) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 71 (83) Mio.
€ überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie - in Vorbereitung auf die Produktionsausweitung
nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September
2017 - auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und der Logistik. Das Investitionsvolumen
im Segment Spezialitäten in Höhe von 56 (61) Mio. € betraf im Wesentlichen den Bau
der Stärkeanlage in Zeitz, die Kapazitätserweiterung der Stärkeanlage in Aschach /
Österreich, die Anlagenoptimierung von BENEO in Oreye / Belgien sowie die Kapazitätserweiterung
bei Freiberger in Westhoughton / Großbritannien. Die Investitionen im Segment CropEnergies
in Höhe von 6 (11) Mio. € dienten der Optimierung der Produktionsanlagen. Im Segment
Frucht betrafen die Investitionen von 10 (12) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen
und hierbei die Installation weiterer Produktionskapazitäten. INVESTITIONEN IN FINANZANLAGENDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 31 (0) Mio. € betrafen im Wesentlichen
den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra e.G., Sömmerda, im Juni 2016. ENTWICKLUNG DER NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanzschulden von 555 Mio. € am 29. Februar 2016 konnten um 63 Mio. € auf
492 Mio. € zum 31. August 2016 abgebaut werden. Dabei wurden die gesamten Investitionen
in Höhe von 174 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 105 Mio. € vollständig aus
dem erwirtschafteten Cashflow von 268 Mio. € und dem Mittelzufluss aus dem Working
Capital in Höhe von 76 Mio. € finanziert. Finanzierungsrechnungscroll
TABELLE 06 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Bilanz - VermögenslageBilanzscroll
TABELLE 07 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie langfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 141
Mio. € auf 4.642 (4.501) Mio. €. Infolge des Erwerbs der Terra e.G. erhöhte sich der
Geschäfts- oder Firmenwert, wodurch die immateriellen Vermögenswerte auf 1.194 (1.183)
Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen
und Konsolidierungskreisänderungen um 58 Mio. € auf 2.888 (2.830) Mio. €. Der Anstieg
der übrigen Vermögenswerte um 72 Mio. € auf 560 (488) Mio. € resultiert maßgeblich
aus dem ergebnisbedingten Anstieg der Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen
von 351 (320) Mio. € sowie der Erhöhung der aktiven latenten Steuern aufgrund der
bewertungsbedingten Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 81 Mio. € auf 3.119 (3.200) Mio. € zurück.
Wesentliche Ursache hierfür war der Rückgang der Vorratsbestände - insbesondere im
Segment Zucker - um insgesamt 59 Mio. € auf 1.257 (1.316) Mio. €. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 55 Mio. € auf 936 (991) Mio. €.
Der Anstieg der übrigen Vermögenswerte um 33 Mio. € auf 926 (893) Mio. € resultiert
insbesondere aus dem Anstieg der flüssigen Mittel. EIGENKAPITALDas Eigenkapital ging leicht auf 4.437 (4.443) Mio. € zurück; die Eigenkapitalquote
lag bei einer leicht gestiegenen Bilanzsumme von 7.761 (7.701) Mio. € entsprechend
mit 57 (58) % leicht unter Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker
AG sank um 12 Mio. € auf 3.121 (3.133) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen
nicht beherrschenden Anteile um 17 Mio. € auf 663 (646) Mio. €. LANGFRISTIGE SCHULDENDie langfristigen Schulden stiegen um 73 Mio. € auf 1.889 (1.816) Mio. €. Die Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 154 Mio. € auf 904 (750)
Mio. € infolge der Bewertung mit dem weiter rückläufigen Marktzinssatz von 1,35 %
am 31. August 2016 nach 2,25 % am 31. August 2015. Die Finanzverbindlichkeiten wurden
um 65 Mio. € auf 708 (773) Mio. € abgebaut. Die übrigen Schulden sind um 16 Mio. €
auf 277 (293) Mio. € zurückgegangen. KURZFRISTIGE SCHULDENDie kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 7 Mio. € auf 1.435 (1.442) Mio. €.
Während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 39 Mio. € auf 416 (377) Mio.
€ anstiegen, reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um 55 Mio. € auf 427 (482) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen
Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war
ein Anstieg um 9 Mio. € auf 592 (583) Mio. € zu verzeichnen. NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanzschulden zum 31. August 2016 haben sich um 47 Mio. € auf 492 (539)
Mio. € reduziert; sie entsprechen 11 (12) % des Eigenkapitals. MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 mit 17.649 (17.002) über Vorjahresniveau.
Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Spezialitäten resultierte insbesondere
aus den Divisionen Freiberger und Stärke. So wurden unter anderem mit der Weizenstärkeanlage
am Standort Zeitz weitere 100 Arbeitsplätze geschaffen. Mitarbeiter zum Stichtag nach Segmentenscroll
TABELLE 08 Segment ZuckerMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenWELTZUCKERMARKTDas deutsche Analystenhaus F. O. Licht erwartet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz
vom September 2016 für das Wirtschaftsjahr 2015/16 (1. Oktober bis 30. September)
erstmals seit sechs Jahren wieder ein Defizit. Dies resultiert aus einem weiteren
Wachstum des Verbrauchs auf 181,0 (178,8) Mio. t bei einer rückläufigen Zuckererzeugung,
die mit 173,7 (181,0) Mio. t zum ersten Mal seit 2012/13 wieder unter 180 Mio. t liegt.
Dadurch kommt es nach sechs Jahren wieder zu einem Abbau der Bestände auf 69,9 (80,2)
Mio. t Zucker bzw. 38,6 (44,8) % eines Jahresverbrauchs. Auch für das Wirtschaftsjahr 2016/17 erwartet F. O. Licht trotz eines Produktionsanstiegs
auf 175,5 Mio. t bei einem weiter wachsenden Verbrauch von 183,6 Mio. t einen nochmaligen
Abbau der Bestände auf 61,2 Mio. t bzw. rund 33 % eines Jahresverbrauchs und damit
auf ein Niveau noch unter dem niedrigen des Wirtschaftsjahres 2009/10. Seit Beginn des Geschäftsjahres stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker bei hoher
Volatilität von 375 €/t auf über 500 €/t und damit auf das höchste Niveau seit 2012.
Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 475 €/t.
Seither stieg der Weltmarktpreis wieder an. Weltmarktpreise für Zucker1. September 2013 bis 31. August 2016, London, nächster gehandelter Terminmonat![]() GRAFIK 01 EU-ZUCKERMARKTIm zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2015/16 war nach der Rekordernte des
Vorjahres aufgrund der eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten von Nichtquotenzucker
die Anbaufläche EU-weit erheblich reduziert worden. Bei gleichzeitig unterdurchschnittlichen
Erträgen kam es zu einem deutlichen Rückgang der Zuckerproduktion in der EU (inklusive
Isoglukose) auf rund 15,7 (20,3) Mio. t. Das führte zu einem Rückgang der Bestände
an Nichtquotenzucker. Am 1. Oktober 2016 begann das letzte ZWJ 2016/17 im bestehenden Marktordnungsrahmen.
Nach der geringen Ernte 2015 erfolgte für die Kampagne 2016 eine Ausweitung der Anbauflächen.
Die EU-Kommission rechnet mit einer Zuckerproduktion in der EU (inklusive Isoglukose)
von rund 17,4 (15,7) Mio. t. Die EU ist bei Quotenzucker Netto-Importeur. Für einen Anstieg der Präferenzimporte
wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, das die Vermarktung der Importe mindestens
kostendeckend ermöglichen würde. Zum Ende des ZWJ 2015/16 gingen die Quotenzuckerbestände
weiter zurück; zum Ende des ZWJ 2016/17 wird nochmals ein Rückgang erwartet. Für das ZWJ 2016/17 wurden bislang Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von
0,7 Mio. t - nach 1,35 Mio. t im Vorjahr - freigegeben. EU-Preis-Reporting Zucker1. August 2013 bis 31. Juli 2016 €/t Ww.![]() Quelle: EU-Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. GRAFIK 02 Die Durchschnittspreise für Quotenzucker gemäß EU-Preis-Reporting stiegen - nach im
Vorjahr auf niedrigem Niveau stagnierenden Preisen - bis Juli 2016 leicht auf 437
€/t loser Zucker (ab Werk) an. In der EU werden überwiegend Jahreskontrakte für die
Dauer eines ZWJ abgeschlossen. Das aktuelle Preisniveau laut EU-Preis-Reporting spiegelt
daher noch nicht die erwartete Bestandsentwicklung am Weltmarkt und die deutlich gestiegenen
Weltmarktpreise wider. ENERGIEMARKTDie Entwicklung der Energiemärkte im 2. Quartal stand im Zeichen der anhaltenden Überversorgung
des Weltmarkts für Rohöl. Am 8. Juni 2016 erreichte der Ölpreis der Sorte Brent zunächst
ein Jahreshoch von 53 USD/Barrel aufgrund eines unerwartet kräftigen Rückgangs der
US-Rohöllagerbestände und überdurchschnittlich hoher Ölimporte in China. Anzeichen einer anhaltenden Überversorgung des Markts leiteten eine Korrektur des
Brent-Preises auf 40 USD/Barrel am 1. August ein. Gegen Ende des 2. Quartals sorgten
Spekulationen über die Einigung auf Produktionsobergrenzen für einen Preisauftrieb
auf zwischenzeitlich 50 USD/Barrel. Am Quartalsende ging der Brent-Preis mit 46 USD/Barrel
aus dem Handel. Der seit Mitte Mai 2016 zu verzeichnende Preisanstieg bei Gas setzte sich über weite
Teile des 2. Quartals fort. Gegen Ende des 2. Quartals setzte der saisonbedingte Preisrückgang
ein, sodass Ende August 2016 ein Spotpreis von 12,20 €/MWh verzeichnet wurde. EU-ZUCKERPOLITIK, WTO-VERHANDLUNGEN UND FREIHANDELSABKOMMENIm Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2015/16 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 61
bis 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der EU-Zuckerpolitik,
WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen ergeben. Geschäftsentwicklung - Segment Zuckerscroll
scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 09 GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Berichtszeitraum ging der Umsatz im Segment Zucker auf 1.382 (1.523) Mio. € zurück.
Dieser Rückgang ist auf insbesondere im 2. Quartal unter Vorjahr liegende Quotenzuckerabsätze
und den infolge der geringeren Ernte 2015 rückläufigen Nichtquotenzuckerabsatz zurückzuführen.
Die Quotenzuckererlöse erholten sich weiter und lagen moderat über Vorjahresniveau. Das Segment Zucker erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 einen operativen
Gewinn von 40 Mio. € nach einem operativen Verlust von - 13 Mio. € im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Maßgeblich hierfür ist die moderate Erhöhung der Quotenzuckererlöse
mit Beginn des ZWJ 2015/16 im Oktober 2015, die seit Jahresbeginn 2016 in einem insgesamt
positiven Marktumfeld von weiter steigenden Quotenzuckererlösen in den Spotmärkten
verstärkt wurde. Die im 2. Quartal deutlich geringeren Quotenzuckerabsätze beeinträchtigten
die insgesamt positive Entwicklung. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf 11 (6) Mio. € und umfasste - neben den anteiligen Ergebnissen der Studen-Gruppe
sowie der italienischen Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi S.r.l. - insbesondere
das anteilige Ergebnis des britischen Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. RÜBENANBAU UND KAMPAGNE 2016Für die Südzucker-Gruppe wird aufgrund hoher Niederschlagsmengen in den Monaten Juni
und Juli mit einem überdurchschnittlichen Rübenertrag von knapp 76 (69) t/ha gerechnet;
der Zuckergehalt liegt im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Kampagne 2016 startete
Anfang September in zwei Werken der Südzucker Polska, gefolgt von AGRANA, Südzucker
Moldova und Mitte September von den Werken der Südzucker AG. Anschließend nahmen die
französischen und belgischen Werke die Rübenverarbeitung auf. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in den ersten sechs Monaten in Höhe von 71 (83) Mio. € entfielen
überwiegend auf Ersatzinvestitionen, auf Investitionen in Effizienzverbesserungen
wie bei den Rübenhofprojekten an den französischen Standorten Roye und Etrepagny,
aber auch auf Produktentwicklungen wie Hagelzucker in Tienen / Belgien und Gelierzucker-Konzentrat
in Rain, die aber auch alle wesentliche Bausteine in Vorbereitung auf das Auslaufen
der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Zuckerquote zum 30. September 2017 darstellen.
Weitere Schwerpunktthemen bilden Maßnahmen zu Energieeinsparungen, z. B. durch die
Installation der Dampfturbine in Zeitz und bei der Zuckertrocknung in Tienen sowie
Umweltinvestitionen in Abwasser- und Abgasreinigungsanlagen unter anderem in Cagny
/ Frankreich und Tienen. Hervorzuheben sind zudem Logistik- und Infrastrukturprojekte,
wie sie in den Werken Plattling und Rain sowie in Tienen umgesetzt werden. INVESTITIONEN IN FINANZANLAGENDie Investitionen in Finanzanlagen betrafen im Wesentlichen den Erwerb von 100 % der
Anteile an der Terra e.G., Sömmerda, im Juni 2016. Segment SpezialitätenUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISDer Umsatz im Segment Spezialitäten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 886 auf 905
Mio. €. Dabei hielt der positive Absatztrend an und konnte das insgesamt schwächere
Erlösniveau mehr als ausgleichen. Auch beim operativen Ergebnis konnte die positive Entwicklung im 2. Quartal fortgesetzt
und somit ein Anstieg im 1. Halbjahr auf 88 (74) Mio. € erzielt werden. Abgesehen
von der Division Stärke, die Anlaufverluste aus der Inbetriebnahme der Stärkeanlage
in Zeitz enthielt, trugen dazu sämtliche Divisionen bei. Neben den Absatzzuwächsen
profitierte das Segment Spezialitäten nochmals von geringen Rohstoffkosten. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 4 (-2) Mio. €
enthielt Aufwendungen aus der Testphase bzw. dem Probebetrieb einzelner Komponenten
der neuen Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz; die Anlage hat im August 2016 die
Produktion aufgenommen. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 13 (12) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 56 (61) Mio. € betrafen in der Division
BENEO maßgeblich Effizienzsteigerungen wie beispielsweise im Produktionsprozess bei
Orafti in Oreye / Belgien. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang
auf die Errichtung der Weizenstärkeanlage in Zeitz und die Kapazitätserhöhung in Aschach
/ Österreich. Bei Freiberger wurde vorrangig in die Erweiterung der Produktionskapazität
am Standort Westhoughton / Großbritannien investiert. Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitätenscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 10 Segment CropEnergiesMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenETHANOLMARKTIn den USA wird für 2016 mit einer um 3 % gesteigerten Bioethanolproduktion von 59,3 (57,5) Mio. m3 und einem Anstieg der Nettoexporte von Bioethanol um 18 % auf 3,2 (2,7) Mio. m3 gerechnet. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) ging im Berichtszeitraum von umgerechnet 390 €/m3 Anfang Juni 2016 auf rund 340 €/m3 Ende August 2016 zurück. Zum Preisrückgang trugen sowohl geringere Benzinpreise als auch vor allem niedrigere Rohstoffkosten bei. Internationale Bioethanolpreise1. September 2013 bis 31. August 2016 €/m3![]() GRAFIK 03 Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 sollen in Brasilien nahezu unverändert 30,6 (30,5) Mio. m3 Bioethanol hergestellt werden. Trotz einer um 5 % geringeren Inlandsnachfrage von 28,7 (30,1) Mio. m3 wird mit einem Rückgang der Nettoexporte um 39 % auf 1,1 (1,8) Mio. m3 gerechnet, nachdem 2015/16 eine deutliche Bestandsabnahme zu verzeichnen war. Mit umgerechnet rund 480 €/m3 Ende August 2016 lagen die brasilianischen Ethanolpreise rund 20 % über dem Preisniveau von Anfang Juni 2016. Der Preisanstieg ist unter anderem auf die höheren Zuckerpreise zurückzuführen. EU-Mengenbilanz Bioethanolscroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, August 2016. TABELLE 11 Die Ethanolpreise in Europa verzeichneten einen deutlichen Rückgang und lagen Ende August 2016 bei rund 460 €/m3 FOB Rotterdam, nachdem Anfang Juni 2016 noch Preise von 570 €/m3 zu beobachten waren. Die Berg- und-Tal-Fahrt europäischer Bioethanolpreise ist insbesondere mit Blick auf wenig veränderte Fundamentaldaten schwer nachvollziehbar und wohl dem Umstand geschuldet, dass die tatsächliche Angebots- und Nachfragesituation nur unzureichend in die Preisermittlung eingeht. In Europa erfolgt die Ermittlung der Marktpreise für Bioethanol vielmehr durch sogenannte Preisberichterstattungsagenturen, die sich in erster Linie auf umsatzschwache Handelsaktivitäten beziehen und damit von der realen Marktentwicklung entkoppelt zu sein scheinen. Angesichts eines leicht geringeren Verbrauchs von Ottokraftstoffen und ohne durchschlagende Impulse aus höheren Ethanolbeimischungen wird für 2016 mit einem Rückgang des Kraftstoffethanolverbrauchs in der EU um 3 % auf 5,1 (5,2) Mio. m3 gerechnet. Die europäische Produktion an Kraftstoff-ethanol soll auf rund 4,8 (5,1) Mio. m3 sinken. Das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Reduktion von Treibhausgasemissionen gerade im Verkehrssektor wird damit weiterhin nicht ausgeschöpft. In Deutschland soll der Kraftstoffethanolverbrauch 2016 leicht auf 1,4 (1,5) Mio. m3 sinken. Angesichts eines moderaten Anstiegs des Ottokraftstoffverbrauchs ist hierfür vor allem das aktuell wenig ambitionierte Treibhausgasminderungsziel von nur 3,5 Gew.-% verantwortlich. Tatsächlich zeigen die vorläufigen Verbrauchsdaten von Januar bis Juni 2016 einen Absatzrückgang um rund 1 % auf 0,7 (0,7) Mio. m3 Kraftstoffethanol. Der Absatz von E10 ist auf 1,1 (1,2) Mio. t zurückgegangen, was bei einem leicht gestiegenen Gesamtbenzinabsatz mit einem Marktanteil von 13 (14) % einhergeht. GETREIDEMARKTDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 12. September
2016 von einem Rekord bei der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2016/17 von 2.065
(1.982) Mio. t aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.048 (1.957) Mio.
t soll dies zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände auf die Rekordhöhe von 502
(486) Mio. t führen. Im Gegensatz hierzu wird in der EU mit einer geringeren Getreideernte
als 2015/16 gerechnet. Insbesondere in Frankreich und Belgien haben die ungünstigen
Witterungsbedingungen zu Ernteeinbußen geführt. Die EU-Kommission erwartet im Getreidewirtschaftsjahr
2016/17 nunmehr eine um 5 % geringere Getreideproduktion von 295 (310) Mio. t, die
erneut über dem Verbrauch von 285 (284) Mio. t liegen soll. Der größte Teil des inländischen
Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von
Bioethanol wird der Stärkeanteil von voraussichtlich 12 Mio. t Getreide verwendet.
Der Proteinanteil des zu Bioethanol verarbeiteten Getreides fließt wieder in den Lebens-
und Futtermittelmarkt zurück und ersetzt dort vor allem Sojaimporte aus Südamerika. Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris gingen von 165 €/t Anfang Juni
2016 auf rund 155 €/t Ende August 2016 zurück. Die Getreidepreisentwicklung spiegelt
die Erwartung einer erneuten weltweiten Rekordernte wider. KLIMA- UND ENERGIEPAKET 2030Am 20. Juli 2016 hat die EU-Kommission ihre Strategie für eine emissionsarme Mobilität
skizziert. Ziel ist es, die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zunächst bis
2050 um 60 % zu senken. Zudem sollen die Schadstoffe in der Luft, welche die Gesundheit
der Bevölkerung beeinträchtigen, drastisch und unverzüglich reduziert werden. Ein
Schwerpunkt liegt dabei auf dem Straßenverkehr, der mehr als 70 % der verkehrsbedingten
Treibhausgasemissionen und einen Großteil der Luftverschmutzung verursacht. Neben
der technischen Entwicklung emissionsarmer Fahrzeuge stellen emissionsarme alternative
Energieträger einen Hauptansatzpunkt dar. Die EU-Kommission prüft daher im Zuge der
Überarbeitung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie
Anreize für innovative Lösungen zur Dekarbonisierung von Kraftstoffen. Solche Maßnahmen
können konkrete Beimischungsverpflichtungen oder eine Begrenzung der Treibhausgasintensität
von Kraftstoffen sein. BEIMISCHUNGSVERPFLICHTUNG IN BELGIENIn Belgien steigt die Beimischungsverpflichtung zum 1. Januar 2017 von derzeit 4,0
Vol.-% auf 8,5 Vol.-% Bioethanol, was die flächendeckende Einführung von E10 zur Folge
haben wird. ERNEUERBARE-ENERGIEN-RICHTLINIE UND KRAFTSTOFFQUALITÄTSRICHTLINIEIm Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2015/16 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf den Seiten
75 bis 76 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen (Erneuerbare-Energien-Richtlinie,
Kraftstoffqualitätsrichtlinie, Klima- und Energiepaket 2030) ergeben. GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISDer Umsatz im Segment CropEnergies blieb mit 313 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert
von 356 Mio. €. Neben den anhaltend rückläufigen Ethanolerlösen ist dies auf reduzierte
Bioethanol-Absatzmengen infolge geringerer Handelsvolumina zurückzuführen. Trotz eines Rückgangs im 2. Quartal lag das operative Ergebnis im 1. Halbjahr mit
41 (40) Mio. € noch knapp über dem Vorjahreswert. Insgesamt konnten die Belastungen
aus den deutlich gesunkenen Ethanolerlösen sowie der Wiederinbetriebnahme der Anlage
in Wilton / Großbritannien im Juli durch ebenfalls rückläufige Nettorohstoff- und
Energiekosten ausgeglichen werden. Zudem wirkten sich produktionsbedingt höhere Absatzmengen
bei eigenerzeugtem Ethanol positiv aus. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 6 (- 9) Mio.
€ betraf wie schon im Vorjahr die angefallenen Fixkosten aus der Stilllegungsphase
der Bioethanolfabrik am Standort Wilton. Der Rückgang resultiert aus der Wiederinbetriebnahme
der Produktionsanlage im Juli 2016. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in den ersten sechs Monaten beliefen sich auf 6 (11) Mio. € und
dienten neben dem Ersatz insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen,
unter anderem in Form von Laufzeitverlängerungen zwischen Wartungsstillständen und
der Verbesserung von Logistikabläufen, wie z. B. der Bahnverladung von Futtermitteln
an Standorten in Belgien und Deutschland. Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergiesscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 12 Segment FruchtMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenABSATZMÄRKTEDie außereuropäischen Märkte für Fruchtzubereitungen, insbesondere Asien aber auch
Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen ein deutliches Wachstum. In gesättigten
Märkten wie in der EU und in den USA ist ein verstärkter Konsum von Joghurt ohne Früchten
zu verzeichnen. In Lateinamerika hat sich das Wachstum vor allem aufgrund der wirtschaftlichen
Probleme in Brasilien etwas eingebremst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die
Konsumgüter-Märkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie weiter wachsen
werden. Bei Apfelsaftkonzentrat wird aufgrund der guten Ernteaussichten für 2016 in Polen
ein Rückgang der Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr erwartet. Das chinesische Konzentratgeschäft
zeigt sich nach dem Mengenverlust 2014 im größten Absatzmarkt Nordamerika seit dem
Jahr 2015 wieder stabil. Die Konkurrenzfähigkeit von in Europa hergestelltem Apfelsaftkonzentrat
auf dem nordamerikanischen Markt in der neuen Verarbeitungssaison 2016 wird maßgeblich
von der Rohstoffpreisentwicklung in Polen bzw. China sowie vom US-Dollar-Wechselkurs
gegenüber dem Euro abhängen. Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2016 bestehen aktuell keine nennenswerten Vermarktungs-
bzw. Preisrisiken. Die Verarbeitung von Erdbeeren, Sauerkirschen und Schwarzen Johannisbeeren
konnte bereits abgeschlossen werden. ROHSTOFFMÄRKTEIm Bereich Fruchtzubereitungen verliefen die Ernten im bisherigen Jahresverlauf bis
auf wenige Ausnahmen gut. Generell weisen die Rohstoffmärkte sinkende Preise auf,
regionale bzw. fruchtspezifische Ausnahmen gab es aber z. B. in Polen (Erdbeere) und
in Griechenland und Spanien (Pfirsich). Die Märkte sind im Wesentlichen gut versorgt, lediglich bei Ananas und organischer
Vanille besteht ein Defizit. Die Nachfrage ist konjunkturbedingt tendenziell verhalten,
eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Aufgrund der Schwächung der ukrainischen Hrywnja gegenüber dem Euro ist die Ukraine
ein sehr wettbewerbsfähiger Beschaffungsmarkt geworden, in dem auch umfangreiche Synergien
mit der dort ansässigen Tiefkühlproduktion generiert werden können. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate führte der gute Witterungsverlauf in den Frühjahrs-
und Sommermonaten 2016 in Europa zu qualitativ und quantitativ normalen Ernten bei
Beerenfrüchten. Nur bei Erdbeeren wurden signifikante Mengeneinbußen verzeichnet.
Aufgrund der insgesamt ausreichenden Rohstoffverfügbarkeit sind 2016 tendenziell geringere
Preise bei Beeren, sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei der Frischobstvermarktung,
feststellbar. Die Apfelverarbeitungssaison 2016 ist in allen wesentlichen Anbauregionen angelaufen.
Die Preise liegen zu Beginn der Kampagne aufgrund von hervorragenden Ernteprognosen
im Hauptanbauland Polen unter dem Vorjahresniveau. Die strikte Kontrolle des Handelsembargos
mit einem Exportverbot polnischer Äpfel nach Russland löste bereits im Frühjahr 2016
einen deutlichen Preisdruck am europäischen Markt aus. Der Frost im Mai 2016 in den Regionen Steiermark / Österreich, Westungarn und Slowenien
führte zu deutlich reduzierten Rohstoffverfügbarkeiten in diesen Regionen. GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Segment Frucht erhöhte sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf 605 (566) Mio. €.
Während im Bereich Fruchtzubereitungen die Absatzvolumina weiter gesteigert werden
konnten, ist der Umsatzzuwachs im Bereich Fruchtsaftkonzentrate insbesondere auf eine
deutliche Erholung der Erlöse zurückzuführen. Beim operativen Ergebnis setzte sich die erfreuliche Entwicklung aus dem 1. auch im
2. Quartal fort, sodass eine deutliche Steigerung auf 40 (33) Mio. € verzeichnet werden
konnte. Zu diesem Zuwachs konnten sowohl der Bereich Fruchtzubereitungen infolge der
anhaltend positiven Absatzentwicklung als auch der Bereich Fruchtsaftkonzentrate infolge
der sich erlösbedingt deutlich erholenden Margen beitragen. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen im 1. Halbjahr beliefen sich auf 10 (12) Mio. €. In der Division
Fruchtzubereitungen wurden Ersatzinvestitionen und Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung
unter anderem durch die Installation einer weiteren Produktionslinie im neuen Fruchtzubereitungswerk
in den USA vorgenommen. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate wurden vorrangig
Ersatzinvestitionen und Investitionen aus Marktanforderungen begonnen. Geschäftsentwicklung - Segment Fruchtscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 13 RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international tätiges Unternehmen ist die Südzucker-Gruppe gesamtwirtschaftlichen,
branchenspezifischen und unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Informationen
zum Risikomanagementsystem und zur Risiko- und Chancensituation finden Sie im Geschäftsbericht
2015/16 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 86 bis 97 sowie
im "Wirtschaftsbericht" im Rahmen der Erläuterung der Segmente. Das Votum der Mehrheit der britischen Bevölkerung für einen Austritt Großbritanniens
aus der Europäischen Union (Brexit) birgt zusätzliche Risiken für Südzucker. Diese
betreffen den Zuckerabsatz der Vertriebsgesellschaft Südzucker United Kingdom Limited
sowie Produktion und Vertrieb von Freiberger und PortionPack Europe in Großbritannien.
Die indirekten Folgen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sowohl in Großbritannien
als auch in der EU sowie die Risiken aus Änderungen der rechtlichen und politischen
Rahmenbedingungen sind derzeit nicht abschätzbar. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert,
die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe
gefährden. PROGNOSEBERICHTKonzernentwicklungWir gehen für das Geschäftsjahr 2016/17 weiterhin von einem Konzernumsatz von 6,4
bis 6,6 (2015/16: 6,4) Mrd. € aus. Hierbei erwarten wir für das Segment Zucker einen
Umsatz auf Vorjahresniveau. Für das Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem leichten
Anstieg. Im Segment CropEnergies erwarten wir einen Umsatz in einer Bandbreite von
595 bis 645 (2015/16: 658) Mio. € und im Segment Frucht rechnen wir mit einem deutlichen
Zuwachs. Beim operativen Ergebnis sehen wir einen weiteren Anstieg. Es sollte sich nunmehr
in einer Bandbreite von 340 bis 390 (2015/16: 241) Mio. € bewegen. Wesentlicher Treiber
wird die Ergebnisverbesserung im Segment Zucker auf 80 bis 110 Mio. € sein. Im Segment
Spezialitäten wird mit einem Ergebnis von rund 150 Mio. € gerechnet. Im Segment CropEnergies
rechnen wir mit einer Bandbreite von 50 bis 80 Mio. €. Im Segment Frucht erwarten
wir einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen von einem leichten Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund der Erhöhung
des operativen Ergebnisses rechnen wir mit einer Verbesserung des ROCE (2015/16: 4,2
%). Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2016/17 soll sich auf rund 350 (2015/16:
371) Mio. € belaufen, einschließlich der Investitionen in Finanzanlagen auf rund 450
Mio. €. Das operative Ergebnis des 3. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 wird
deutlich über dem Vorjahresniveau erwartet. Segment ZuckerIm Segment Zucker gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Die durchschnittlichen
Zuckererlöse sollten -über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet - über denen des Vorjahres
liegen, sodass die fehlenden Umsatzbeiträge aus der beendeten Vertriebskooperation
mit Mauritius und der Beendigung der Rohzuckerraffination am Standort Marseille /
Frankreich kompensiert werden. Nach einem operativen Verlust im Geschäftsjahr 2015/16 gehen wir aufgrund des erwarteten
Erlösanstiegs im Jahresverlauf von einem operativen Ergebnis von 80 bis 110 Mio. €
für das laufende Geschäftsjahr aus. Hierzu wird in der 2. Geschäftsjahreshälfte auch
die erwartete höhere Auslastung der Zuckerfabriken in der Kampagne 2016 beitragen.
Die Umsetzung der Kosteneinsparungsmaßnahmen erfolgt wie geplant. Bei stabilem Capital Employed wird nach dem operativen Verlust des Vorjahres wieder
ein positiver ROCE (2015/16: - 2,6 %) erwartet. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten erwarten wir einen leichten Umsatzanstieg. Das operative
Ergebnis wird auf einem Niveau von rund 150 Mio. € (2015/16: 171 Mio. €) erwartet.
Dies berücksichtigt unter anderem die im Jahresdurchschnitt rückläufig erwarteten
Ethanolerlöse sowie Belastungen aus dem Anfahrbetrieb der neuen Stärkeanlage in Zeitz,
die im August 2016 in Betrieb gegangen ist. Bei leicht ansteigendem Capital Employed und einem niedrigeren operativen Ergebnisbeitrag
wird der ROCE (2015/16: 11,9 %) sinken. Segment CropEnergiesCropEnergies erwartet einen Umsatz in Höhe von 595 bis 645 Mio. € (2015/16: 658 Mio. €). Auch für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wird eine hohe Schwankungsbreite der Bioethanolpreise erwartet, zumal Anfang September die Preise kurzzeitig bis auf 425 €/m3 gesunken waren. Entlastend wirken die unter den Vorjahreswerten liegenden Rohstoffpreise. Unter der Annahme fortgesetzt volatiler und unter Vorjahr liegender Bioethanolpreise rechnet Crop-Energies für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von 50 bis 80 (2015/16: 87) Mio. €. Daneben sollen sich die Belastungen aus Re-strukturierung und Sondereinflüssen im Vorjahresvergleich deutlich verringern. Der ROCE (2015/16: 17,7 %) wird bei stabilem Capital Employed und einem rückläufigen
operativen Ergebnis sinken. Segment FruchtFür das Segment Frucht sehen wir einen deutlichen Umsatzanstieg und ein operatives
Ergebnis über dem Vorjahresniveau. In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir
aufgrund steigender Absatzmengen mit einem Umsatzanstieg. Die gute Versorgungslage
bei Früchten führt zu einer stabilen Entwicklung des operativen Ergebnisses. In der
Division Fruchtsaftkonzentrate wird die Umsatzsteigerung durch den erwarteten Erlösanstieg
getragen, der auch zu einer Erhöhung des operativen Ergebnisses führen wird. Bei einem moderat steigenden Capital Employed und einem steigenden operativen Ergebnis
erwarten wir einen ROCE (2015/16: 7,5 %) über Vorjahresniveau. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSGESAMTERGEBNISRECHNUNG
1. März bis 31. August 2016scroll
TABELLE 14 KAPITALFLUSSRECHNUNG1. März bis 31. August 2016scroll
TABELLE 15 BILANZ31. August 2016Aktiva
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TABELLE 16 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1. März bis 31. August 2016scroll
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TABELLE 17 ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSSegmentberichtscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswert. TABELLE 18 (1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss des Südzucker-Konzerns zum 31. August 2016 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Einklang mit IAS 34
erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der Südzucker AG zum 31. August
2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2016 unterlag
keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat
diesen Zwischenabschluss am 26. September 2016 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 115 bis 118 dargestellt - erstmals neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 31. August 2016 für wesentliche Pläne ein Marktzinssatz von 1,35 % zugrunde gelegt;
zum 29. Februar 2016 bzw. zum 31. August 2015 basierte die Abzinsung auf 1,95 % bzw.
2,25 %. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus
diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen in diesem Zeitraum
an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden
Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und
in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden
Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten
Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den
Vorräten ausgewiesen. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung
des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt. Deren Erläuterung im
Anhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 124 bis 129 gilt daher entsprechend. Der Geschäftsbericht 2015/16 der Südzucker-Gruppe steht Ihnen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/
bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. (2) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum Ende des 1. Halbjahres 2016/17 umfasste - neben der Südzucker
AG - 150 Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2015/16: 153 Unternehmen). Der belgische
Standort Herentals von PortionPack, der Ende des Geschäftsjahres 2015/16 zur Veräußerung
stand, wurde im 1. Quartal verkauft; der entsprechende Mittelzufluss ist in der Kapitalflussrechnung
unter Einzahlungen aus Desinvestitionen ausgewiesen. Insgesamt 16 Unternehmen (Ende
des Geschäftsjahres 2015/16: 16 Unternehmen) wurden at Equity einbezogen. Im Juni 2016 wurden 100 % der Anteile an der Terra e.G. durch die Südzucker Verwaltungs
GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der Südzucker AG, erworben. Die Terra e.G. wird
ab dem 2. Quartal 2016/17 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Die Terra e.G. hat ihren Firmensitz in Sömmerda / Thüringen und bewirtschaftet etwa
2.700 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in den Gemarkungen Brotterode, Sömmerda, Straußfurt
und Weißensee (Erfurter Becken). Durch den Erwerb sollen neben der Nutzung von Synergien laufende Flächenverluste,
insbesondere in Westdeutschland, kompensiert und Größenvorteile erhalten werden, um
die Struktur und das Ergebnis des Geschäftsbereichs Landwirtschaft nachhaltig zu sichern
und zu verbessern. Der Kaufpreis in Höhe von rund 30,2 Mio. € entfällt überwiegend auf die erworbene
landwirtschaftliche Nutzfläche, die Hofstelle mit umfangreichen Lagereinrichtungen
sowie den Maschinenpark. Nach der vorläufigen Ableitung der Marktwerte der einzelnen
Vermögens- und Schuldpositionen der Terra e.G. zum Erwerbszeitpunkt ergibt sich ein
Goodwill in Höhe von 9,6 Mio. €. Kaufpreisallokation Terra e. G.
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TABELLE 19 Der im letzten Geschäftsjahr mehrheitlich erworbene Agrarbetrieb AGRO-BARABOIENI S.
R. L., Baraboi / Moldau, an dem die Südzucker Moldova S.A. mittlerweile 100 % der
Anteile hält, wurde im 2. Quartal erstmals vollkonsolidiert in den Konzernabschluss
einbezogen. Mit einem Gesamtkaufpreis von rund 0,8 Mio. € ist diese Transaktion für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Daneben wurde eine Vereinbarung mit einem Minderheitsaktionär über den möglichen künftigen
Erwerb von Aktien an der Südzucker Moldova S.A. zu einem fixierten Kaufpreis unterzeichnet;
der Sachverhalt ist in der Entwicklung des Eigenkapitals unter den sonstigen Veränderungen
abgebildet. (3) Ergebnis je AktieIm Zeitraum vom 1. März bis 31. August 2016 war der Berechnung des Ergebnisses je
Aktie (IAS 33) der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,27 (0,12) € für das 2.
Quartal und auf 0,53 (0,22) € für das 1. Halbjahr; eine Verwässerung des Ergebnisses
je Aktie lag nicht vor. (4) Vorrätescroll
TABELLE 20 Der Buchwert der Vorräte lag mit 1.257,C (1.316,4) Mio. € unter Vorjahresniveau, was
im Wesentlichen durch geringere Bestandsmengen im Segment Zucker bedingt ist. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
TABELLE 21 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 935,9 (991,0) Mio. € bei
rückläufiger Umsatzentwicklung insbesondere im Segment Zucker unter Vorjahresniveau.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte von 109,2 (79,5) Mio. € beinhalten im Wesentlichen
Forderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen, Beteiligungen sowie Mitarbeiter und
übrige Dritte. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte von 73,1 (98,4) Mio.
€ betreffen überwiegend geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. (6) Sonstige Rückstellungenscroll
TABELLE 22 Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von 79,2 (105,9) Mio. € setzten sich
im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen
und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen
für Sozialpläne zusammen. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 152,2 (134,3) Mio. € beinhalten
Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen
und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatzansprüche von Kunden). Die übrigen Rückstellungen von 64,3 (87,4) Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich
langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen
für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit
der Zuckerproduktion stehen, sowie die Rückstellung für die Stillstandsphasen der
Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton. Die Anlage wird je nach Marktsituation
und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage genutzt. (7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
TABELLE 23 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen auf 427,4 (482,3) Mio.
€ zurück. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich auf 153,5 (135,8)
Mio. € und umfassen unter anderem Zinsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus
Personalaufwendungen von 92,5 (91,4) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen
aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Unter den übrigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten in Höhe von 17,6 (18,2) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten
und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (8) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scroll
TABELLE 24 Die Finanzverbindlichkeiten sind um 26,4 Mio. € auf 1.123,6 (1.150,0) Mio. € zurückgegangen.
Bei einem gestiegenen Bestand von Wertpapieren und flüssigen Mitteln von 631,8 (610,8)
Mio. € sanken die Nettofinanzschulden um 47,4 Mio. € auf 491,8 (539,2) Mio. €. Auf
den Finanzmittelbestand der AGRANA Frucht in der Ukraine war im 1. Quartal eine Wertberichtigung
in Höhe von 4,8 Mio. € zu bilden. Das aktuelle Rating von Moody's für Südzucker ist Baa2 / P-2 mit stabilem Ausblick.
Das Rating wurde zuletzt am 20. Mai 2016 bestätigt und der Ausblick erhöht. Das Rating
von Standard & Poor's ist BBB-/A-3 mit positivem Ausblick. Es wurde zuletzt am 21.
Juni 2016 bestätigt und der Ausblick erhöht. Das Rating der Hybrid-Anleihe wurde von
Moody's am 20. Mai 2016 von Ba3 auf Ba2 erhöht. Standard & Poor's bestätigte das Rating
für die Hybrid-Anleihe zuletzt am 21. Juni 2016 mit B+. HYBRID-ANLEIHEDie Hybrid-Anleihe verzinst sich seit dem 30. Juni 2015 vierteljährig variabel mit
dem 3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a. Für die Zeit vom 31. März 2016 bis 30. Juni
2016 ausschließlich (91 Tage) wurde der Vergütungssatz auf 2,858 % p. a. festgesetzt.
Für den Zeitraum vom 30. Juni 2016 bis 30. September 2016 ausschließlich (92 Tage)
wurde ein Vergütungssatz von 2,819 % p. a. festgesetzt. Für den Zeitraum vom 30. September
2016 bis 30. Dezember 2016 ausschließlich (91 Tage) wurde ein Vergütungssatz von 2,798
% p. a. festgesetzt. (9) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTEDie nachstehende Tabelle enthält die abweichenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte
der Bruttofinanzschulden. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. scroll
TABELLE 25 Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle
Forderungen sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwerts anzunehmen. Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapiere können keine beizulegenden
Zeitwerte bestimmt werden, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte
nicht vorhanden waren. BEWERTUNGSLEVELIn der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln unterschieden.
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TABELLE 26 Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 169 bis 172. (10) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Geschäftsbericht 2015/16 im Konzernanhang unter Textziffer (36) auf den Seiten
174 bis 175 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden
im Wesentlichen unverändert fort. (11) Ereignisse nach der BerichtsperiodeSüdzucker hat am 8. September 2016 die Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings
Ltd., London / Großbritannien, von 25 % minus eine Aktie auf 35 % minus eine Aktie
erhöht. Der Kaufpreis für diese Transaktion beträgt 91,8 Mio. US-Dollar. Die Erhöhung
unterliegt keiner wettbewerbsbehördlichen Genehmigung. Den bisherigen Anteil von 25
% minus eine Aktie an ED&F Man Holdings Ltd. hat Südzucker im Mai 2012 erworben. Mit
der Erhöhung der Beteiligung unterstreicht Südzucker ihre Internationalisierungsstrategie,
auf dem globalen Markt weiter zu wachsen. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
werden. Mannheim, 26. September 2016 Südzucker AG Der Vorstand scroll
Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken
gibt der Risikobericht im Geschäftsbericht 2015/16 auf den Seiten 86 bis 97, der um
Angaben in diesem Bericht ergänzt ist. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in
diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. SÜDZUCKER AGKontakteInvestor Relations Nikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421 - 240 Telefax: +49 621 421 - 449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421 - 428 Telefax: +49 621 421 - 425 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppeerhalten Sie auf der Website: www.suedzucker.de HerausgeberSüdzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421 - 0 © 2016 |
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