![]() Südzucker AGMannheimZwischenbericht 1. - 3. Quartal 2016/171. März - 30. November 2016veröffentlicht am 12. Januar 2017KONZERNUMSATZliegt mit 4.905 [4.949] Mio. € um 1 % unter Vorjahr. OPERATIVES KONZERNER GEBNISsteigt um 129 Mio. € auf 327 [198] Mio. €. PROGNOSE FÜR DAS GESAMTJAHR 2016/17:Weiterhin Konzernumsatz von 6,4 bis 6,6 [2015/16: 6,4] Mrd. € erwartet. Operatives
Ergebnis soll nunmehr in einer Bandbreite von 380 bis 410 [2015/16: 241] Mio. € liegen. FinanzkalenderBILANZPRESSE- UND ANALYSTENKONFERENZGESCHÄFTSJAHR 2016/17 Q1BERICHT 1. QUARTAL 2017/18 HAUPTVERSAMMLUNGGESCHÄFTSJAHR 2016/17 Q2BERICHT 1. HALBJAHR 2017/18 Q3BERICHT 1. - 3. QUARTAL 2017/18 Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite
stehen PDF-Dateien des Zwischenberichts zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. - 3. Quartal
erstreckt sich über den Zeitraum 1. März bis 30. November. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich
den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen
können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. KONZERNZAHLEN zum 30. November 2016scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. IM ÜBERBLICK1. - 3. Quartal 2016/17
Prognose für das Gesamtjahr 2016/17
Umsatz nach Segmenten 1. - 3. Quartal 2016/17scroll
Operatives Ergebnis nach Segmenten 1. - 3. Quartal 2016/17scroll
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTGeschäftsentwicklung der Südzucker-Gruppe -ErtragslageUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 lag der Konzernumsatz mit 4.905
(4.949) Mio. € leicht unter Vorjahr. Dem Umsatzrückgang im Segment Zucker stand ein
Umsatzanstieg in den Segmenten Spezialitäten und Frucht gegenüber, der Umsatz im Segment
CropEnergies war auf Vorjahresniveau. Dabei lag der Konzernumsatz im 3. Quartal erwartungsgemäß
erstmals in diesem Geschäftsjahr wieder über Vorjahr. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 lag das operative Konzernergebnis
mit 327 (198) Mio. € deutlich über Vorjahr. Zu diesem Ergebnisanstieg trugen insbesondere
das Segment Zucker, aber auch die Segmente Frucht und Spezialitäten bei, wobei das
operative Ergebnis im Segment Spezialitäten im zurückliegenden Quartal das hohe Vorjahresniveau
erwartungsgemäß nicht mehr erreichen konnte. Im Segment CropEnergies lag das operative
Ergebnis durch dessen Rückgang im 3. Quartal nun unter Vorjahr. ERGEBNIS DER BETRIEBSTÄTIGKEITDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 356 (231) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 327 (198) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von - 15 (- 15) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen
Unternehmen von 44 (48) Mio. € zusammen. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 15 (- 15) Mio.
€ resultierte unter anderem aus den Aufwendungen aus der Testphase der neuen Weizenstärkeanlage
in Zeitz bis Juli 2016 sowie den bis zur Wiederinbetriebnahme im Juli 2016 angefallenen
Fixkosten der Stillstandsphase der Bioethanolfabrik am britischen Standort Wilton. Umsatz und operatives Ergebnisscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Gewinn- und Verlust-Rechnungscroll
ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich auf 44 (48) Mio. €.
Es entfiel mit 24 (30) Mio. € im Segment Zucker auf das anteilige Ergebnis des britischen
Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. sowie der Studen-Gruppe und der Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft
Maxi S.r.l. Im Segment Spezialitäten ist hierunter mit 20 (18) Mio. € das anteilige
Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe ausgewiesen. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten auf - 26 (- 37) Mio.
€. Das Zinsergebnis reduzierte sich auf - 19 (- 24) Mio. €. Die Entwicklung des sonstigen
Finanzergebnisses auf - 7 (- 13) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem Währungsergebnis
und der Wertberichtigung eines Finanzmittelbestands der AGRANA Frucht in der Ukraine. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 330 (194) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 75 (- 42) Mio. €. Die Konzernsteuerquote lag bei
23 (22) %. JAHRESÜBERSCHUSSVom Jahresüberschuss von 255 (152) Mio. € entfielen 182 (91) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 10 (15) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 63 (46) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie betrug 0,36 (0,23) € für das 3. Quartal 2016/17 und 0,89 (0,45)
€ für das 1. - 3. Quartal 2016/17. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt
von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. Investitionen und Finanzierung - FinanzlageCASHFLOWDer Cashflow erreichte 458 Mio. € nach 342 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 9,3 (6,9)
% der Umsatzerlöse. WORKING CAPITALDer Mittelzufluss aus dem Working Capital von 150 Mio. € resultierte maßgeblich aus
dem Abverkauf der Vorräte aus der Kampagne 2015. Dem Aufbau der Zuckervorräte aus
der neuen Kampagne 2016 steht ein gleichzeitiger Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber
Rübenanbauern entgegen. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich auf 218 (261) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie mit 109 (130) Mio. € überwiegend
auf Ersatzinvestitionen sowie auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und
der Logistik in Vorbereitung auf die Produktionssituation nach dem Auslaufen der Regelungen
zu Rübenmindestpreis und Quote am 30. September 2017. Das Investitionsvolumen im Segment
Spezialitäten in Höhe von 82 (93) Mio. € betraf im Wesentlichen den Bau der Stärkeanlage
in Zeitz, die Kapazitätserweiterungen der Stärkeanlage in Aschach/Österreich, die
Anlagenoptimierung bei BENEO in Oreye/Belgien sowie bei Freiberger in Westhoughton/Großbritannien.
Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 11 (13) Mio. € dienten der Optimierung
der Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 16 (25) Mio.
€ überwiegend die Division Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer
Produktionskapazitäten. INVESTITIONEN IN FINANZANLAGENDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 118 (0) Mio. € betrafen mit 82 Mio.
€ die Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London /
Großbritannien, von 25 % minus eine Aktie auf rund 35 % im September 2016. Daneben
entfielen 29 Mio. € auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra e.G., Sömmerda,
im Juni 2016 sowie 5 Mio. € auf die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der
Studen-Gruppe. ENTWICKLUNG DER NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanzschulden von 555 Mio. € am 29. Februar 2016 konnten um 153 Mio. € auf
402 Mio. € zum 30. November 2016 abgebaut werden. Dabei wurden die gesamten Investitionen
in Höhe von 336 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 110 Mio. € vollständig aus
dem erwirtschafteten Cashflow von 458 Mio. € und dem Mittelzufluss aus dem Working
Capital in Höhe von 150 Mio. € finanziert. Finanzierungsrechnungscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Die Südzucker AG hat am 22. November 2016 über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft
Südzucker International Finance B.V. eine Unternehmensanleihe über ein Nominalvolumen
von 300 Mio. € platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen
Kupon von 1,25 % p. a. Die Anleihe dient der Refinanzierung der im März 2018 fälligen
Anleihe in Höhe von 400 Mio. €, der Kampagnefinanzierung 2016/17 sowie der Aufstockung
der Finanzierung von Tochtergesellschaften. Bilanz - VermögenslageBilanzscroll
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie langfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 148
Mio. € auf 4.709 (4.561) Mio. €. Infolge des Erwerbs der Terra e.G. erhöhte sich der
Geschäfts oder Firmenwert, wodurch die immateriellen Vermögenswerte auf 1.193 (1.185)
Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen
und Konsolidierungskreisänderungen um 36 Mio. € auf 2.860 (2.824) Mio. €. Der Anstieg
der übrigen Vermögenswerte um 104 Mio. € auf 656 (552) Mio. € resultiert maßgeblich
aus dem Anstieg der Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen von 467 (364) Mio.
€ infolge der Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London/Großbritannien,
sowie der anteiligen Ergebnisvereinnahmung. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 325 Mio. € auf 4.181 (3.856) Mio. €. Wesentliche
Ursache hierfür waren um 41 Mio. € höhere Vorratsbestände - insbesondere im Segment
Zucker - von 1.989 (1.948) Mio. €, um 57 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen von 1.030 (973) Mio. € sowie ein Anstieg der übrigen Vermögenswerte
um 227 Mio. € auf 1.162 (935) Mio. €, der maßgeblich aus dem Anstieg der flüssigen
Mittel resultierte. EIGENKAPITALDas Eigenkapital stieg auf 4.606 (4.532) Mio. €; die Eigenkapitalquote lag bei einer
gestiegenen Bilanzsumme von 8.890 (8.417) Mio. € mit 52 (54) % leicht unter Vorjahresniveau.
Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG erhöhte sich um 60 Mio. € auf 3.267
(3.207) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen nicht beherrschenden Anteile
um 16 Mio. € auf 686 (670) Mio. €. LANGFRISTIGE SCHULDENDie langfristigen Schulden stiegen um 333 Mio. € auf 2.116 (1.783) Mio. €. Die Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 80 Mio. € auf 837 (757)
Mio. € infolge der Bewertung mit dem weiter rückläufigen Marktzinssatz von 1,75 %
am 30. November 2016 nach 2,25 % am 30. November 2015. Die Finanzverbindlichkeiten
erhöhten sich um 269 Mio. € auf 1.000 (731) Mio. € insbesondere infolge der im 3.
Quartal aufgenommenen Anleihe 2016/2023 mit einem Buchwert von rund 300 Mio. €. Die
übrigen Schulden sind um 16 Mio. € auf 279 (295) Mio. € zurückgegangen. KURZFRISTIGE SCHULDENDie kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 66 Mio. € auf 2.168 (2.102) Mio. €. Während
die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 28 Mio. € auf 262 (290) Mio. € zurückgingen,
stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 111 Mio. € auf 1.234
(1.123) Mio. €; letztere enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe
von 674 (582) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen,
Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um
17 Mio. € auf 672 (689) Mio. € zu verzeichnen. NETTOFINANZSCHULDENDie Nettofinanzschulden zum 30. November 2016 sind um 15 Mio. € auf 402 (417) Mio.
€ zurückgegangen; sie entsprechen 8,7 (9,2) % des Eigenkapitals. MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016/17 mit 18.391 (17.999) über Vorjahresniveau.
Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Spezialitäten resultierte insbesondere
aus den Divisionen Freiberger und Stärke. So wurden unter anderem mit der höheren
Kapazitätsauslastung am britischen Pizzaproduktionsstandort Westhoughton mehr als
200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mitarbeiter zum Stichtag nach Segmentenscroll
Segment ZuckerMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenWELTZUCKERMARKTNach dem ersten Produktionsdefizit seit sechs Jahren im Wirtschaftsjahr 2015/16 (1.
Oktober bis 30. September) erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner
Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Dezember 2016 auch für das Wirtschaftsjahr 2016/17
wieder ein Defizit. Trotz eines Produktionsanstiegs auf 178,8 (174,5) Mio. t kommt
es bei einem weiter wachsenden Verbrauch von 183,3 (180,7) Mio. t nochmals zu einem
Abbau der Bestände auf 64,4 (70,3) Mio. t bzw. rund 35 (39) % eines Jahresverbrauchs
und damit auf das niedrige Niveau des Wirtschaftsjahres 2010/11. Seit Beginn des Geschäftsjahres stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker bei hoher
Volatilität von 375 €/t auf über 550 €/t und damit auf das höchste Niveau seit 2012.
Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 495 €/t. Weltmarktpreise für Zucker1. Dezember 2013 bis 30. November 2016, London, nächster gehandelter Terminmonat![]() EU-ZUCKERMARKTAm 1. Oktober 2016 begann das letzte Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2016/17 im bisherigen
Marktordnungsrahmen mit Zuckerquotenregelung und Zuckerrübenmindestpreisen. Nach der
geringen Ernte 2015 erfolgte für die Kampagne 2016 eine Ausweitung der Anbauflächen.
Die EU-Kommission rechnet mit einer Zuckerproduktion in der EU (inklusive Isoglukose)
von rund 17,4 (15,7) Mio. t. Die EU ist bei Quotenzucker Netto-Importeur. Für einen Anstieg der Präferenzimporte
wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, das die Vermarktung der Importe mindestens
kostendeckend ermöglichen würde. Zum Ende des ZWJ 2015/16 gingen die Quotenzuckerbestände
weiter zurück; zum Ende des ZWJ 2016/17 wird nochmals ein Rückgang erwartet. Für das ZWJ 2016/17 wurden bislang Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von
0,7 Mio. t - nach 1,35 Mio. t im Vorjahr - freigegeben. Die Durchschnittspreise für Quotenzucker gemäß EU-Preis-Reporting stiegen - nach im
Vorjahr auf niedrigem Niveau stagnierenden Preisen - bis Oktober 2016 auf 470 €/t
loser Zucker (ab Werk) an. EU-Preis-Reporting Zucker1. November 2013 bis 31. Oktober 2016 €/t Ww.![]() Quelle: EU-Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. ENERGIEMARKTBei anhaltender Überversorgung des Weltmarkts bewegte sich der Ölpreis der Nordseesorte
Brent im 3. Quartal 2016/17 zunächst in einer Bandbreite zwischen 45 und 50 USD/Barrel.
Am 28. September 2016 einigten sich die OPEC-Staaten auf eine Produktionskürzung von
bis zu 0,8 Mio. Barrel pro Tag, der Brent-Ölpreis kletterte am 18. Oktober 2016 auf
das Jahreshoch von 54 USD/Barrel. Am 30. November 2016 vereinbarten die OPEC-Staaten
eine Produktionskürzung um 1,2 Mio. Barrel auf 32,5 Mio. Barrel pro Tag; der Preis
für Brent-Öl lag bei 52 USD/Barrel. Der saisonbedingte Preisrückgang bei Gas setzte sich zu Beginn des 3. Quartals fort,
sodass zeitweise Spotpreise von ca. 12,00 €/MWh erzielt werden konnten. Seit Oktober
2016 war eine erhöhte Volatilität an den Energiemärkten zu erkennen, die sich auch
auf den Gaspreis mit Preisschwankungen von bis zu 1 €/MWh innerhalb weniger Tage auswirkte.
Anfang November 2016 setzte ein Aufwärtstrend an den Gasmärkten ein, sodass der Spotpreis
Ende November 2016 bei 18,40 € /MWh lag. EU-ZUCKERPOLITIK, WTO-VERHANDLUNGEN UND FREIHANDELSABKOMMENDie EU hat die Durchführungsverordnung zur Eröffnung und Verwaltung der EU-Einfuhrkontingente
für Zucker aus Südafrika veröffentlicht. Für das Jahr 2016 wurden noch zollfreie Einfuhrkontingente
von 25.000 t Roh- und Weißzucker eröffnet. Ab dem Jahr 2017 gelten dann jährliche
Einfuhrkontingente aus Südafrika in die EU in Höhe von 150.000 t Roh- und Weißzucker.
Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im
Geschäftsbericht 2015/16 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker)
auf den Seiten 61 bis 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen
der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen ergeben. Geschäftsentwicklung - Segment Zuckerscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Segment Zucker ging der Umsatz im Berichtszeitraum auf 2.143 (2.264) Mio. € zurück.
Dieser Rückgang ist insbesondere auf geringere Quotenzuckerabsätze und infolge der
geringeren Ernte 2015 rückläufige Nichtquotenzuckerabsätze zurückzuführen. Dem standen
steigende Zuckererlöse gegenüber, die im 3. Quartal den Mengenrückgang überkompensierten. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 erreichte das Segment Zucker
einen operativen Gewinn von 77 Mio. € nach einem operativen Verlust von - 39 Mio.
€ im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Maßgeblich hierfür ist die Erhöhung der Quotenzuckererlöse.
Zu Geschäftsjahresbeginn wirkte zunächst der moderate Preisanstieg seit Beginn des
ZWJ 2015/16 im Oktober 2015 nach. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zogen darüber
hinaus in einem insgesamt positiven Marktumfeld die Erlöse an den Spotmärkten weiter
an, was nun seit Oktober 2016 in allen Märkten positiv wirkt. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 6 (- 2) Mio.
€ resultierte im Wesentlichen aus einer Risikovorsorge bezüglich strittiger Umsatzsteuer
in Rumänien. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf 24 (30) Mio. € und umfasste -neben den anteiligen Ergebnissen der Studen-Gruppe
sowie der italienischen Vertriebs-Joint-Venture-Gesellschaft Maxi S.r.l. - insbesondere
das anteilige Ergebnis des britischen Handelshauses ED&F Man Holdings Ltd. Im 3. Quartal
des Vorjahres war auch ein Erwerbsgewinn aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der
Empresas Iansa S.A., Santiago / Chile, durch ED&F Man enthalten, nachdem ED&F Man
auf eine Anteilsmehrheit in Höhe von rund 92 % aufstocken konnte. RÜBENANBAU UND KAMPAGNE 2016Hohe Niederschläge bis in den Sommer spiegeln sich in insgesamt überdurchschnittlichen
Erträgen in der SüdzuckerGruppe von rund 75 (69) t/ha wider. Der Zuckergehalt liegt
mit 17,2 (17,5) % auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten fünf Jahre. Die Kampagnedauer
der Südzucker-Gruppe beträgt voraussichtlich im Durchschnitt 106 (89) Tage. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in den ersten neun Monaten in Höhe von 109 (130) Mio. € entfielen
überwiegend auf Ersatzinvestitionen, auf Investitionen in Effizienzverbesserungen
wie bei den Rübenhofprojekten in Roye und Etrepagny, beide Frankreich, aber auch auf
Produktentwicklungen wie Hagelzucker in Tienen / Belgien und Gelierzucker-Konzentrat
in Rain. Weitere Schwerpunktthemen bilden Energieeinsparungen, z. B. bei der Dampfturbine
in Zeitz und bei der Zuckertrocknung in Tienen sowie Umweltinvestitionen in Abwasser-
und Abgasreinigungsanlagen unter anderem in Cagny / Frankreich und Tienen. Hervorzuheben
sind zudem Logistik- und Infrastrukturprojekte, wie sie in den Werken Plattling und
Rain sowie in Tienen umgesetzt werden. Viele dieser Projekte sind wesentliche Bausteine
für die Durchführung längerer Kampagnen, die nach dem Auslaufen der Regelungen zu
Rübenmindestpreis und Quote am 30. September 2017 geplant sind. INVESTITIONEN IN FINANZANLAGENDie Investitionen in Finanzanlagen betrafen im Wesentlichen die Aufstockung der Beteiligung
am Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London / Großbritannien, von 25 % minus eine
Aktie auf rund 35 % im September 2016, den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra
e.G., Sömmerda, im Juni 2016 und die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an
der Studen-Gruppe. Segment SpezialitätenUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIn den ersten neun Monaten konnte der Umsatz im Segment Spezialitäten von 1.355 auf
1.372 Mio. € gesteigert werden. Dabei standen dem insgesamt anhaltend positiven Absatztrend
- auch wechselkursbedingt - schwächere Erlöse gegenüber. Das operative Ergebnis konnte im abgelaufenen Quartal mit 46 (53) Mio. € zwar an das
gute 1. Halbjahr, erwartungsgemäß jedoch nicht an das außergewöhnlich starke Vorjahresquartal
anschließen. Nach neun Monaten verbleibt ein Ergebnisanstieg von 127 auf 133 Mio.
€. Abgesehen von der Division Stärke, die durch Anlaufverluste aus der Inbetriebnahme
der Stärkeanlage in Zeitz belastet ist, lagen sämtliche Divisionen auf oder über Vorjahr.
Dies ist insbesondere auf die realisierten Absatzsteigerungen zurückzuführen. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 2 (0) Mio. €
enthielt Aufwendungen aus der Testphase der neuen Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz
bis Juli 2016. ERGEBNIS AUS AT EQUITY EINBEZOGENEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 20 (18) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 82 (93) Mio. € betrafen in der Division
BENEO maßgeblich Effizienzsteigerungen wie z. B. im Produktionsprozess bei Orafti
in Oreye / Belgien. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang
auf die Errichtung der Weizenstärkeanlage in Zeitz und die Kapazitätserhöhung in Aschach
/ Österreich. Bei der Division Freiberger wurde vorrangig in die Effizienzverbesserung
bestehender Anlagen am Standort Westhoughton / Großbritannien investiert. Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitätenscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Segment CropEnergiesMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenETHANOLMARKTIn den USA wird für 2016 mit einer Ethanolproduktion von 59,3 (57,5) Mio. m3 und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte auf 3,4 (2,3) Mio. m3 gerechnet. Trotz einer Anhebung der Beimischungsverpflichtung für Ethanol für 2017 soll der hohe Produktionsüberschuss in den USA weitgehend bestehen bleiben, sodass auch im kommenden Jahr Nettoexporte von 3,4 Mio. m3 erwartet werden. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) stieg im Berichtszeitraum von umgerechnet 340 €/m3 Anfang September 2016 auf rund 410 €/m3 Ende November 2016. Der Preisanstieg ist sowohl auf eine rege Exportnachfrage als auch auf geringere Lagerbestände und höhere Ölpreise zurückzuführen. Internationale Bioethanolpreise1. Dezember 2013 bis 30. November 2016 €/m3![]() Quelle: NYMEX, CBOT, CEPEA/ESALQ Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 sollen in Brasilien 27,6 (30,5) Mio. m3 Bioethanol hergestellt werden. Bei einer ebenfalls geringeren Inlandsnachfrage von 27,0 (30,1) Mio. m3 wird mit einem massiven Rückgang der Nettoexporte auf 0,6 (1,8) Mio. m3 gerechnet, nachdem 2015/16 noch eine deutliche Bestandsabnahme zu verzeichnen war. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 soll die Produktion mit 26,2 Mio. m3 nur noch knapp über dem Inlandsverbrauch von 25,9 Mio. m3 liegen. Die Nettoexporte sollen sich demzufolge auf 0,3 Mio. m3 halbieren. Infolge der engeren Versorgungssituation, die nicht zuletzt auf höhere Zuckerpreise zurückzuführen ist, waren die brasilianischen Ethanolpreise bis Ende Oktober 2016 auf über 600 €/m3 gestiegen und lagen damit rund 25 % über dem Preisniveau von Anfang September 2016. Bis Ende November 2016 sanken sie jedoch wieder leicht auf umgerechnet rund 570 €/m3 . EU-Mengenbilanz Bioethanolscroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, Dezember 2016. Die Ethanolpreise in Europa setzten ihre Berg- und-Tal-Fahrt fort. Nachdem sie Anfang September 2016 bei rund 440 €/m3 lagen, erreichte der 1-Monats-Future am 6. September 2016 mit 427 €/m3 ein neues Allzeittief. Im Anschluss notierten die Ethanolpreise weitgehend zwischen 450 und 470 €/m3 , um dann gegen Ende November 2016 bei 466 €/m3 zu schließen. Angesichts fehlender Impulse durch höhere Ethanolbeimischungen wird für 2016 mit einem leichten Rückgang des EU-Kraftstoffethanolverbrauchs um 2 % auf 5,2 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Die europäische Produktion an Kraftstoffethanol soll auf rund 4,7 (5,1) Mio. m3 sinken. Im Jahr 2017 soll der Verbrauch jedoch dank höherer Beimischungsvorgaben in mehreren EU-Mitgliedstaaten auf rund 5,4 Mio. m3 steigen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser weitgehend von erneuerbarem Ethanol aus europäischen Rohstoffen gedeckt werden wird. Die EU-Produktion soll sich folglich ebenfalls auf 5,4 Mio. m3 erhöhen. Der Kraftstoffethanolverbrauch in Deutschland soll sich 2016 mit 1,5 (1,5) Mio. m3 auf Vorjahresniveau bewegen. Angesichts eines moderaten Anstiegs des Ottokraftstoffverbrauchs verhindert vor allem das aktuell wenig ambitionierte Treibhausgasminderungsziel von nur 3,5 Gew.-% eine steigende Ethanolnutzung. Die vorläufigen Verbrauchsdaten von Januar bis September 2016 zeigen einen Absatzrückgang um rund 1 % auf 1,1 (1,1) Mio. m3 Kraftstoffethanol. Der Absatz von E10 ist auf 1,7 (1,9) Mio. t zurückgegangen, was bei einem leicht gestiegenen Gesamtbenzinabsatz mit einem Marktanteil von 13 (14) % einhergeht. GETREIDEMARKTDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 9. Dezember
2016 von einem Rekord bei der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2016/17 von 2.081
(1.985) Mio. t aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.059 (1.962) Mio.
t soll dies zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände auf die Rekordhöhe von 507
(485) Mio. t führen. In der EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr
2016/17 nunmehr eine um 6 % geringere Getreideernte von 293 (312) Mio. t, die aber
dennoch über dem Verbrauch von 285 Mio. t liegen soll. Der größte Teil des inländischen
Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % nach wie vor auf die Tierfütterung. Zur
Herstellung von Kraftstoffethanol wird voraussichtlich der Stärkeanteil von lediglich
11,5 (11,2) Mio. t Getreide und damit weniger als 4 % der EU-Getreideernte verwendet.
Der Proteinanteil des verarbeiteten Getreides wird zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln
veredelt, die vor allem Sojaimporte aus Nord- und Südamerika ersetzen. Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris lagen Ende November 2016 mit
162 €/t nur knapp über dem Niveau von Anfang September 2016. Zwischenzeitlich bewegten
sich die Weizenpreise weitgehend in einer engen Bandbreite zwischen 150 und 170 €/t.
Die weitgehend stabile Getreidepreisentwicklung spiegelt die Erwartungen einer erneuten
weltweiten Rekordernte und damit verbunden einer komfortablen weltweiten Getreideversorgung
mit hohen Lagerbeständen wider. KLIMA- UND ENERGIEPAKET 2030Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission ein umfangreiches Paket von klima- und
energiepolitischen Maßnahmen bis 2030 vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Senkung
der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 %. Dies soll unter anderem durch die verstärkte
Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden, deren Anteil bis 2030 auf mindestens
27 % steigen soll. Für den Transportsektor ist keine spezifische Zielvorgabe enthalten.
Es ist lediglich vorgesehen, dass der Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen
vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8
% im Jahr 2030 ansteigen soll. Die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen
soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken. Die EU-Kommission begründet
ihre Absicht mit angeblich mäßigen Klimaeffekten von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen.
Diese Argumentation lässt jedoch nachstehende Fakten außer Acht und übersieht die
bedeutenden Vorteile von z. B. Bioethanol aus Futtergetreide für Umwelt, Klima, Gesellschaft
und Wirtschaft:
Alternative Biokraftstoffe, wie z. B. Ethanol aus Stroh oder Holz, stellen eine Option
zu den bereits vorhandenen Biokraftstoffen dar, um zukünftig noch mehr fossile Kraftstoffe
zu ersetzen. Aufgrund ihrer aktuell hohen Kosten sind sie derzeit aber kommerziell
noch nicht ausreichend verfügbar. Zudem sind aus diesen Rohstoffen in der Regel keine
wertvollen und proteinreichen Lebens- und Futtermittel, bei denen Europa von Importen
abhängig ist, herstellbar. BEIMISCHUNGSVERPFLICHTUNG IN BELGIENIn Belgien steigt die Beimischungsverpflichtung zum 1. Januar 2017 von derzeit 4,0
Vol.-% auf 8,5 Vol.-% Bioethanol, was die flächendeckende Einführung von E10 zur Folge
haben wird. ERNEUERBARE-ENERGIEN-RICHTLINIE UND KRAFTSTOFFQUALITÄTSRICHTLINIEIm Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2015/16 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf den Seiten
75 bis 76 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen (Erneuerbare-Energien-Richtlinie,
Kraftstoffqualitätsrichtlinie) ergeben. GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISNach dem deutlichen Zuwachs im 3. Quartal liegt der Umsatz im Segment CropEnergies
nach neun Monaten nun mit 507 (506) Mio. € auf Vorjahresniveau. Dabei konnten deutlich
rückläufige Ethanolerlöse sowie geringere Handelsvolumina durch höhere Produktions-
und Absatzmengen - insbesondere aus der wieder in Betrieb genommenen Anlage in Wilton
/ Großbritannien - ausgeglichen werden. Das operative Ergebnis lag mit 60 (63) Mio. € trotz des volatilen Ethanolerlösumfelds
moderat unter dem hohen Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf den deutlichen Rückgang
der Ethanolerlöse zurückzuführen, der nicht vollständig durch die Ausweitung der Produktions-
und Absatzmengen sowie durch die rückläufigen Nettorohstoff- und Energiekosten kompensiert
werden konnte. ERGEBNIS AUS RESTRUKTURIERUNG UND SONDEREINFLÜSSENDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 7 (- 12) Mio.
€ betraf die bis zur Wiederinbetriebnahme im Juli 2016 angefallenen Fixkosten aus
der Stilllegungsphase der Bioethanolfabrik am Standort Wilton. Der Rückgang resultiert
aus der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage im Juli 2016. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in den ersten neun Monaten beliefen sich auf 11 (13) Mio. € und
dienten neben dem Ersatz insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen,
unter anderem in Form von Laufzeitverlängerungen zwischen Wartungsstillständen, und
von Logistikabläufen, wie z. B. der Bahnverladung von Futtermitteln an den Standorten
in Belgien und Deutschland. Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergiesscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Segment FruchtMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenABSATZMÄRKTEDie außereuropäischen Märkte für Fruchtzubereitungen, insbesondere Asien, aber auch
Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen ein deutliches Wachstum. In gesättigten
Märkten, wie der EU und den USA, ist ein verstärkter Konsum von Joghurt ohne Fruchtzubereitungen
zu verzeichnen. In Lateinamerika hat sich das Wachstum vor allem aufgrund der wirtschaftlichen
Probleme in Brasilien etwas eingebremst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die
Konsumgütermärkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie weiter wachsen werden. Bei Apfelsaftkonzentrat haben sich die Preise in Europa in den letzten Wochen aufgrund
der gestiegenen Nachfrage gegenüber derzeit begrenzten Angebotsmengen auf einem soliden
Niveau stabilisiert. Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2016 bestehen aktuell
keine nennenswerten Vermarktungs- bzw. Preisrisiken. ROHSTOFFMÄRKTEDie Ernten für Fruchtzubereitungen verliefen im bisherigen Jahresverlauf bis auf wenige
Ausnahmen gut. Im Vergleich zum Vorjahr war die Preistendenz bei fast allen Früchten
stabil bis sinkend. Die Märkte sind im Wesentlichen gut versorgt, lediglich bei Ananas
und Vanille besteht ein Defizit. Bei der Hauptfrucht Erdbeere gab es im laufenden
Geschäftsjahr in den mediterranen Herkunftsländern eine gute Verfügbarkeit und ein
günstiges Preisniveau; damit konnten Teuerungen in Polen, China und Mexiko kompensiert
werden. In der Division Fruchtsaftkonzentrate führte der gute Witterungsverlauf in den Frühjahrs-
und Sommermonaten 2016 in Europa zu qualitativ und quantitativ normalen Ernten bei
Beerenfrüchten. Aufgrund der insgesamt ausreichenden Rohstoffverfügbarkeit sind 2016
tendenziell geringere Preise bei Beeren, sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei
der Frischobstvermarktung, feststellbar. Die Apfelverarbeitungssaison 2016 ist in allen wesentlichen Anbauregionen abgeschlossen.
Die Preise lagen in der Kampagne 2016 aufgrund hervorragender Ernten im Hauptanbauland
Polen unter dem Vorjahresniveau. Der Frost im Mai 2016 in den Regionen Steiermark / Österreich, Westungarn und Slowenien
führte in diesen Regionen zu deutlich reduzierten Rohstoffverfügbarkeiten. GeschäftsentwicklungUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISIm Segment Frucht konnte der Umsatz im Berichtszeitraum auf 883 (824) Mio. € zulegen.
Dies ist neben dem weiteren Absatzzuwachs im Bereich Fruchtzubereitungen auf eine
deutliche Erholung der Erlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen. Das operative Ergebnis konnte auch im 3. Quartal weiter zulegen, sodass sich nach
neun Monaten ein Anstieg auf 57 (47) Mio. € ergibt. Während der Bereich Fruchtzubereitungen
von der anhaltend positiven Absatzentwicklung profitierte, erholten sich im Bereich
Fruchtsaftkonzentrate die Margen infolge der erzielten Erlössteigerungen. INVESTITIONEN IN SACHANLAGENDie Investitionen in den ersten neun Monaten beliefen sich auf 16 (25) Mio. €. In
der Division Fruchtzubereitungen wurden Ersatzinvestitionen und Investitionen im Bereich
Kapazitätserweiterung unter anderem durch die Installation einer weiteren Produktionslinie
im neuen Fruchtzubereitungswerk in den USA vorgenommen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate
wurden vorrangig Ersatzinvestitionen und Investitionen aus Marktanforderungen begonnen. Geschäftsentwicklung - Segment Fruchtscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international tätiges Unternehmen ist die SüdzuckerGruppe gesamtwirtschaftlichen,
branchenspezifischen und unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Informationen
zum Risikomanagementsystem und zur Risiko- und Chancensituation finden Sie im Geschäftsbericht
2015/16 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 86 bis 97 sowie
im "Wirtschaftsbericht" im Rahmen der Erläuterung der Segmente. Das Votum der Mehrheit der britischen Bevölkerung für einen Austritt Großbritanniens
aus der Europäischen Union (Brexit) kann Risiken für die Südzucker-Geschäftstätigkeit
aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mit sich bringen,
die derzeit nicht abschätzbar sind. Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der
Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich
der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Die Behandlung dieser
Vorschläge durch das Europäische Parlament und den Rat werden zusammen mit den nationalen
und europäischen Branchenverbänden der Bioethanolwirtschaft 2017 genau verfolgt und
die möglichen Folgen analysiert. Bei dem derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens
ist es kaum möglich vorauszusagen, wie sich die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen
auf das Bioethanolgeschäft auswirken werden. Eine Reduzierung von obligatorischen
Beimischungsquoten kann zu einem Nachfragerückgang führen und das Bioethanolgeschäft
belasten. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert,
die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe
gefährden. PROGNOSEBERICHTKonzernentwicklungWir gehen für das Geschäftsjahr 2016/17 weiterhin von einem Konzernumsatz von 6,4
bis 6,6 (2015/16: 6,4) Mrd. € aus. Hierbei erwarten wir für die Segmente Zucker und
Spezialitäten einen Umsatz auf Vorjahresniveau. In den Segmenten CropEnergies und
Frucht rechnen wir mit einem deutlichen Zuwachs. Beim operativen Ergebnis sehen wir einen weiteren deutlichen Anstieg. Es sollte sich
nunmehr in einer Bandbreite von 380 bis 410 (2015/16: 241) Mio. € bewegen. Wesentlicher
Treiber wird die Ergebnisverbesserung im Segment Zucker auf nunmehr 90 bis 120 (2015/16:
- 79) Mio. € sein. Im Segment Spezialitäten wird nun mit einem Ergebnis von rund 160
(2015/16: 171) Mio. € gerechnet. Im Segment CropEnergies rechnen wir nun mit einer
Bandbreite von 70 bis 85 (2015/16: 87) Mio. €. Im Segment Frucht erwarten wir unverändert
einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2015/16: 62 Mio. €). Wir gehen von einem leichten Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund der Erhöhung
des operativen Ergebnisses rechnen wir mit einer Verbesserung des ROCE (2015/16: 4,2
%). Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2016/17 soll sich auf rund 350 (2015/16:
371) Mio. € belaufen, einschließlich der umgesetzten und erwarteten Investitionen
in Finanzanlagen auf rund 500 Mio. €. Segment ZuckerIm Segment Zucker gehen wir von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Die durchschnittlichen
Zuckererlöse sollten -über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet - über denen des Vorjahres
liegen, sodass die fehlenden Umsatzbeiträge aus der beendeten Vertriebskooperation
mit Mauritius und der Beendigung der Rohzuckerraffination am Standort Marseille /
Frankreich kompensiert werden. Nach einem operativen Verlust im Geschäftsjahr 2015/16 gehen wir nunmehr insbesondere
aufgrund des erwarteten Erlösanstiegs im Jahresverlauf von einem operativen Ergebnis
von 90 bis 120 (bisherige Prognose: 80 bis 110) Mio. € für das laufende Geschäftsjahr
aus. Hierzu wird auch die höhere Auslastung der Zuckerfabriken in der Kampagne 2016
beitragen. Die Umsetzung der Kosteneinsparungsmaßnahmen erfolgt wie geplant. Bei stabilem Capital Employed wird nach dem operativen Verlust des Vorjahres wieder
ein positiver ROCE (2015/16: - 2,6 %) erwartet. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten erwarten wir nun einen Umsatz auf Vorjahresniveau (bisherige
Prognose: leichter Umsatzanstieg). Das operative Ergebnis wird nun auf einem Niveau
von rund 160 (bisherige Prognose: rund 150) Mio. € erwartet. Dies berücksichtigt unter
anderem den im Jahresdurchschnitt weniger ausgeprägten Rückgang der Ethanolerlöse
sowie die Belastungen aus der neuen Stärkeanlage in Zeitz, die im August 2016 in Betrieb
gegangen ist. Bei leicht ansteigendem Capital Employed und einem niedrigeren operativen Ergebnisbeitrag
wird der ROCE (2015/16: 11,9 %) sinken. Segment CropEnergiesCropEnergies rechnet nun mit einem Umsatz in Höhe von 685 bis 715 (bisherige Prognose:
595 bis 645) Mio. €. Auch für den Verlauf des restlichen Geschäftsjahres wird eine
hohe Schwankungsbreite der Bioethanolpreise erwartet. Entlastend wirken die unter
den Vorjahreswerten liegenden Rohstoffpreise. Unter der Annahme fortgesetzt volatiler
und unter Vorjahr liegender Bioethanolpreise rechnet CropEnergies für das Geschäftsjahr
2016/17 nun mit einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von 70 bis 85 (bisherige
Prognose: 50 bis 80) Mio. €. Daneben sollen sich die Belastungen aus Restrukturierung
und Sondereinflüssen im Vorjahresvergleich deutlich verringern. Der ROCE (2015/16: 17,7 %) wird bei stabilem Capital Employed und einem rückläufigen
operativen Ergebnis sinken. Segment FruchtFür das Segment Frucht sehen wir einen deutlichen Umsatzanstieg und ein operatives
Ergebnis über dem Vorjahresniveau. In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir
aufgrund steigender Absatzmengen mit einem höheren Umsatz. Die gute Versorgungslage
bei Früchten führt zu einer stabilen Entwicklung des operativen Ergebnisses. In der
Division Fruchtsaftkonzentrate wird die deutliche Umsatzsteigerung durch den erwarteten
Erlösanstieg getragen, der auch zu einer deutlichen Erhöhung des operativen Ergebnisses
führen wird. Bei einem moderat steigenden Capital Employed und einem steigenden operativen Ergebnis
erwarten wir einen ROCE (2015/16: 7,5 %) über Vorjahresniveau. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSGESAMTERGEBNISRECHNUNG1. März bis 30. November 2016scroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG1. März bis 30. November 2016scroll
BILANZ30. November 2016Aktivascroll
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ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1. März bis 30. November 2016scroll
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ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSSegmentberichtscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. (1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss des Südzucker-Konzerns zum 30. November 2016 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Einklang mit IAS 34
erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der Südzucker AG zum 30. November
2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2016 unterlag
keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat
diesen Zwischenabschluss am 30. Dezember 2016 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren -wie im Anhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 115 bis 118 dargestellt -erstmals neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 30. November 2016 für wesentliche Pläne ein Marktzinssatz von 1,75 % zugrunde gelegt;
zum 29. Februar 2016 bzw. zum 30. November 2015 basierte die Abzinsung auf 1,95 %
bzw. 2,25 %. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus
diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen in diesem Zeitraum
an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden
Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und
in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden
Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten
Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den
Vorräten ausgewiesen. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung
des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt. Deren Erläuterung im
Anhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 124 bis 129 gilt daher entsprechend. Der Geschäftsbericht 2015/16 der Südzucker-Gruppe steht Ihnen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/
bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. (2) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum 30. November 2016 umfasste -neben der Südzucker AG -150
Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2015/16: 153 Unternehmen). Der belgische Standort
Herentals von PortionPack, der Ende des Geschäftsjahres 2015/16 zur Veräußerung stand,
wurde im 1. Quartal verkauft; der entsprechende Mittelzufluss ist in der Kapitalflussrechnung
unter Einzahlungen aus Desinvestitionen ausgewiesen. Insgesamt 16 Unternehmen (Ende
des Geschäftsjahres 2015/16: 16 Unternehmen) wurden at Equity einbezogen. Im Juni 2016 wurden 100 % der Anteile an der Terra e.G. durch die Südzucker Verwaltungs
GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der Südzucker AG, erworben. Die Terra e.G. wird
seit dem 2. Quartal 2016/17 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Die Terra e.G. hat ihren Firmensitz in Sömmerda / Thüringen und bewirtschaftet etwa
2.700 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in den Gemarkungen Brotterode, Sömmerda, Straußfurt
und Weißensee (Erfurter Becken). Durch den Erwerb sollen neben der Nutzung von Synergien laufende Flächenverluste,
insbesondere in Westdeutschland, kompensiert und Größenvorteile erhalten werden, um
die Struktur und das Ergebnis des Geschäftsbereichs Landwirtschaft nachhaltig zu sichern
und zu verbessern. Der Kaufpreis in Höhe von rund 30,2 Mio. € entfällt überwiegend auf die erworbene
landwirtschaftliche Nutzfläche, die Hofstelle mit umfangreichen Lagereinrichtungen
sowie den Maschinenpark. Nach der vorläufigen Ableitung der Marktwerte der einzelnen
Vermögens- und Schuldpositionen der Terra e.G. zum Erwerbszeitpunkt ergibt sich ein
Goodwill in Höhe von 9,6 Mio. €. Vom vereinbarten Kaufpreis sind derzeit noch 1 Mio.
€ als Sicherheit einbehalten. Kaufpreisallokation Terra e. G.scroll
Der im letzten Geschäftsjahr mehrheitlich erworbene Agrarbetrieb AGRO-BARABOIENI S.
R. L., Baraboi / Moldau, an dem die Südzucker Moldova S.A. mittlerweile 100 % der
Anteile hält, wurde im 2. Quartal erstmals vollkonsolidiert in den Konzernabschluss
einbezogen. Mit einem Gesamtkaufpreis von rund 0,8 Mio. € ist diese Transaktion für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Daneben wurde eine Vereinbarung mit einem Minderheitsaktionär über den möglichen künftigen
Erwerb von Aktien an der Südzucker Moldova S.A. unterzeichnet; der Sachverhalt ist
in der Entwicklung des Eigenkapitals unter den sonstigen Veränderungen abgebildet. Südzucker hat am 8. September 2016 die Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings
Ltd., London / Großbritannien, von 25 % minus eine Aktie auf rund 35 % erhöht. Der
Kaufpreis für diese Transaktion beträgt 82 Mio. €. Die Erhöhung unterliegt keiner
wettbewerbsbehördlichen Genehmigung. Den bisherigen Anteil von 25 % minus eine Aktie
an ED&F Man Holdings Ltd. hatte Südzucker im Mai 2012 erworben. Mit der Erhöhung der
Beteiligung unterstreicht Südzucker ihre Internationalisierungsstrategie, auf dem
globalen Markt weiter zu wachsen. (3) Ergebnis je AktieIm Zeitraum vom 1. März bis 30. November 2016 war der Berechnung des Ergebnisses je
Aktie (IAS 33) der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,36 (0,23) € für das 3.
Quartal und auf 0,89 (0,45) € für das 1. -3. Quartal; eine Verwässerung des Ergebnisses
je Aktie lag nicht vor. (4) Vorrätescroll
Der Buchwert der Vorräte lag mit 1.988,5 (1.947,5) Mio. € über Vorjahresniveau, was
im Wesentlichen durch höhere Bestandsmengen im Segment Zucker bedingt ist. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.029,6 (972,8) Mio. € trotz
rückläufiger Umsatzentwicklung insbesondere im Segment Zucker über Vorjahresniveau.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte von 106,5 (85,0) Mio. € beinhalten im Wesentlichen
Forderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen, Beteiligungen sowie Mitarbeiter und
übrige Dritte. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte von 47,6 (88,7) Mio.
€ betreffen überwiegend geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. (6) Sonstige Rückstellungenscroll
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Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von 79,6 (100,7) Mio. € setzten sich
im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen
und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen
für Sozialpläne zusammen. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 159,9 (134,3) Mio. € beinhalten
Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen
und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatzansprüche von Kunden). Die übrigen Rückstellungen von 67,4 (86,1) Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich
langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen
für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit
der Zuckerproduktion stehen, sowie die Rückstellung für die Stillstandsphasen der
Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton. Die Anlage wird je nach Marktsituation
und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage genutzt. (7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 1.234,2 (1.122,5)
Mio. €, was aus den höheren Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern von 674,3 (581,8)
Mio. € resultiert. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf
170,6 (174,3) Mio. € und umfassen unter anderem Zinsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten
aus Personalaufwendungen von 101,8 (98,3) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen
aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Unter den übrigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten in Höhe von 13,4 (30,2) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten
und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (8) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scroll
Die Finanzverbindlichkeiten sind um 241,6 Mio. € auf 1.262,6 (1.021,0) Mio. € gestiegen.
Bei einem gestiegenen Bestand von Wertpapieren und flüssigen Mitteln von 860,9 (604,5)
Mio. € sanken die Nettofinanzschulden um 14,8 Mio. € auf 401,7 (416,5) Mio. €. Auf
einen Finanzmittelbestand der AGRANA Frucht in der Ukraine war im 1. Quartal eine
Wertberichtigung in Höhe von 4,7 Mio. € zu bilden. Die Südzucker AG hat am 22. November 2016 über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft
Südzucker International Finance B.V. eine Unternehmensanleihe über ein Nominalvolumen
von 300 Mio. € platziert. Die nicht nachrangige, durch Südzucker garantierte Anleihe
hat eine Laufzeit von sieben Jahren, einen Kupon von 1,25 % p. a. und zum Zeitpunkt
der Emission einen Aufschlag von 97 Basispunkten über dem siebenjährigen Swapsatz. Das aktuelle Rating von Moody's für Südzucker ist Baa2/P-2 mit stabilem Ausblick.
Das Rating wurde zuletzt am 20. Mai 2016 bestätigt und der Ausblick verbessert. Das
Rating von Standard & Poor's ist BBB-/A-3 mit positivem Ausblick. Es wurde zuletzt
am 21. Juni 2016 bestätigt und der Ausblick verbessert. Das Rating der Hybrid-Anleihe
wurde von Moody's am 20. Mai 2016 von Ba3 auf Ba2 erhöht. Standard & Poor's bestätigte
das Rating für die Hybrid-Anleihe zuletzt am 21. Juni 2016 mit B+. HYBRID-ANLEIHEDie Hybrid-Anleihe verzinst sich seit dem 30. Juni 2015 vierteljährig variabel mit
dem 3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a. Für die nachstehenden Zeiträume wurden folgende
Vergütungssätze festgesetzt: scroll
(9) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTEDie nachstehende Tabelle enthält die abweichenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte
der Bruttofinanzschulden. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall
zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts
vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. scroll
Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle
Forderungen sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwerts anzunehmen. Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapiere können keine beizulegenden
Zeitwerte bestimmt werden, da Markt-oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte
nicht vorhanden waren. BEWERTUNGSLEVELIn der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln unterschieden.
scroll
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 169 bis 172. (10) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Geschäftsbericht 2015/16 im Konzernanhang unter Textziffer (36) auf den Seiten
174 bis 175 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden
im Wesentlichen unverändert fort. (11) Ereignisse nach der BerichtsperiodeAGRANA erweiterte am 1. Dezember 2016 ihre Marktpräsenz in Südamerika durch den Erwerb
von 100 % der Anteile an Main Process S.A., Buenos Aires / Argentinien, einem Hersteller
von Fruchtzubereitungen. Die Gesellschaft erzielte mit 175 Mitarbeitern im Geschäftsjahr
2015 einen Umsatz von 19 Mio. €. Der Erwerb dient der nachhaltigen Stärkung der Marktführerschaft
im Fruchtzubereitungsbereich, da sich das breite Produktsortiment von Main Process
ideal in das Produktportfolio einfügt. Der Kaufpreis besteht aus einer festen Basiskomponente
von rund 45 Mio. € und einer Earn-out-Komponente, die auf der Erreichung von Ergebniszielen
im Zeitraum 2018/19 und 2019/20 basiert. Die Zeitwerte der Eröffnungsbilanz und die
Höhe des damit zusammenhängenden Goodwills sowie die damit verbundenen Angaben werden
zurzeit noch ermittelt. Im Dezember 2016 hat AGRANA einen Förderdarlehensvertrag in Höhe von 41,5 Mio. € zur
Finanzierung des Ausbaus der Stärkeaktivitäten in Aschach / Österreich unterzeichnet. Im Juni 2016 hat AGRANA zur Umsetzung einer strategischen Partnerschaft mit den Eigentümern
des serbischen Unternehmens Sunoko d.o.o., Novi Sad / Serbien, eines der größten Rübenzuckerproduzenten
in der Balkanregion, ein Term Sheet mit dem Ziel eines Mehrheitserwerbs unterzeichnet
und zwischenzeitlich das Genehmigungsverfahren durch die Kartellbehörden eingeleitet. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
werden. Mannheim, 30. Dezember 2016 Südzucker AG Der Vorstand scroll
Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken
gibt der Risikobericht im Geschäftsbericht 2015/16 auf den Seiten 86 bis 97, der um
Angaben in diesem Bericht ergänzt ist. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in
diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. SÜDZUCKER AGKontakteInvestor Relations Nikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de HerausgeberSüdzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 © 2017 |
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