![]() Südzucker AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2016 bis zum 28.02.2017Südzucker AGSTARK IN DIE ZUKUNFTGESCHÄFTSBERICHT 2016 / 17 SÜDZUCKER AGKURZPROFIL"Wir sind für unsere Kunden ein verlässlicher Lieferant von qualitativ hochwertigen Lebens- und Futtermitteln wie auch Bioethanol, die wir großtechnisch aus den verschiedensten agrarischen Rohstoffen gewinnen. Unser Ziel ist es, ein profitables Wachstum zu erreichen und dabei unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Damit steigern wir den Unternehmenswert nachhaltig." Südzucker hat sich vom regionalen Zuckererzeuger zu einer international agierenden Unternehmensgruppe entwickelt und ist mit den Segmenten Zucker, Spezialitäten, Crop Energies und Frucht ein bedeutendes Unternehmen der Ernährungsindustrie. Im traditionellen Zuckerbereich ist die Gruppe in Europa größter Anbieter von Zuckerprodukten mit 29 Zuckerfabriken und zwei Raffinerien - von Frankreich im Westen über Belgien, Deutschland, Österreich bis hin zu den Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Moldau im Osten. Das Segment Spezialitäten mit den Bereichen funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Futtermittel (BENEO), Tiefkühl-/Kühlprodukte (Freiberger), Portionsartikel (PortionPack Europe) und Stärke ist auf dynamischen Wachstumsmärkten tätig. Das Segment CropEnergies umfasst die Bioethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Mit dem Segment Frucht ist die Unternehmensgruppe weltweit tätig, im Bereich Fruchtzubereitungen Weltmarktführer und bei Fruchtsaftkonzentraten in Europa in führender Position. Basis dieses Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how in der großtechnischen Verarbeitung verschiedenster agrarischer Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten, insbesondere zu Lebensmitteln für Industriekunden und Endverbraucher, aber auch zu Futtermitteln und weiteren Produkten. Auf der Vermarktungsseite liegt unser Fokus im Business-to-Business-Bereich. Die stabile Eigentümerstruktur schafft einen verlässlichen Rahmen für die Unternehmensentwicklung. KONZERN 2016/17scroll
Zu dem deutlichen Anstieg des operativen Konzernergebnisses haben insbesondere das Segment Zucker, aber auch alle anderen Segmente, beigetragen. Der Cashflow folgt der Ergebnisentwicklung und steigt deutlich. AUSBLICK 2017/186,7 bis 7,0 Mrd. € KONZERNUMSATZ erwartet 425 bis 500 Mio. € STEIGENDES OPERATIVES KONZERNERGEBNIS erwartet Rund 350 Mio. € INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN Leichter Anstieg des CAPITAL EMPLOYED; höherer ROCE. Rund 100 PRODUKTIONSSTANDORTE in 31 Ländern ZUCKER2.776 [2.855] Mio. € UMSATZ 72 [- 79] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 3.169 [3.041] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 2,3 [- 2,6] % ROCE Segment Zucker verzeichnet trotz Umsatzrückgangs deutlich positives operatives Ergebnis insbesondere durch gestiegene Zuckererlöse. EUROPÄISCHER MARKTFÜHRER28,6 Mio. t RÜBENVERARBEITUNG 4,7 Mio. t ZUCKERERZEUGUNG (inkl. Rohzuckerraffination) 29 ZUCKERFABRIKEN 9 Deutschland 2 Belgien 4 Frankreich 5 Polen 2 Moldau 2 Österreich 1 Rumänien 1 Slowakei 2 Tschechien 1 Ungarn 2 RAFFINERIEN 1 Bosnien-Herzegowina 1 Rumänien SPEZIALITÄTEN1.819 [1.791] Mio. € UMSATZ 184 [171] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 1.499 [1.436] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 12,2 [11,9] % ROCE Segment Spezialitäten steigert durch weiteren Absatzzuwachs nochmals Umsatz und operatives Ergebnis. BENEO: Funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel, Tiernahrung, Non-Food und Pharmazie FREIBERGER: Tiefgekühlte und gekühlte Pizza sowie tiefgekühlte Pastagerichte und Snacks PORTIONPACK EUROPE: Portionsartikel STÄRKE: Stärke für den Food- und Non-Food-Bereich sowie Bioethanol 22 PRODUKTIONSSTANDORTE 5 Deutschland (BENEO/Freiberger / Stärke) 2 Belgien (BENEO) 2 Großbritannien (Freiberger / PPE) 1 Italien (BENEO) 2 Niederlande (PPE) 4 Österreich (Freiberger / Stärke) 1 Rumänien (Stärke) 1 Spanien (PPE) 1 Tschechien (PPE) 1 Ungarn (Stärke) 1 Chile (BENEO) 1 Südafrika (PPE) CROPENERGIES726 [658] Mio. € UMSATZ 98 [87] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 479 [490] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 20,4 [17,7] % ROCE Segment CropEnergies kann Umsatz steigern. Insbesondere höhere Erzeugungs- und Absatzmengen führen zu einem nochmals höheren operativen Ergebnis. Einer der führenden europäischen Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol, überwiegend für den Kraftstoffsektor PRODUKTIONSKAPAZITÄT PRO JAHR: 1,2 Mio. m3 BIOETHANOL JOINT VENTURE IN DEUTSCHLAND: Anlage zur Gewinnung von flüssigem Kohlendioxid in Lebensmittelqualität 4 PRODUKTIONSSTANDORTE 1 Deutschland 1 Belgien 1 Frankreich 1 Großbritannien FRUCHT1.155 [1.083] Mio. € UMSATZ 72 [62] Mio. € OPERATIVES ERGEBNIS 866 [823] Mio. € CAPITAL EMPLOYED 8,3 [7,5] % ROCE Segment Frucht verbessert insbesondere durch höhere Erlöse bei Fruchtsaftkonzentraten Umsatz und operatives Ergebnis. WELTMARKTFÜHRER bei Fruchtzubereitungen für internationale Lebensmittelkonzerne (z. B. Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie) und führender Produzent von Fruchtsaftkonzentraten in Europa 39 PRODUKTIONSSTANDORTE 2 Österreich 2 Deutschland 2 Frankreich 6 Polen 1 Rumänien 1 Russland 1 Serbien 1 Türkei 2 Ukraine 4 Ungarn 1 Ägypten 2 Argentinien 1 Australien 1 Brasilien 2 China 1 Fidschi 2 Marokko 1 Mexiko 1 Südafrika 1 Südkorea 4 USA KONZERNZAHLENscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Umsatz nach Segmentenscroll
Operatives Ergebnis nach Segmentenscroll
STARK IN DIE ZUKUNFTWas macht ein Unternehmen stark und damit langfristig erfolgreich? Für Südzucker spielen drei Eigenschaften eine ganz wesentliche Rolle: Vielseitigkeit, Kompetenz und Nachhaltigkeit. KOMPETENZDie Kompetenz eines Unternehmens setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen und ist ein wesentlicher Faktor im Wettbewerb. >S. 4 NACHHALTIGKEITDie unternehmerische Verantwortung zeigt sich bereits im Geschäftsmodell und findet unter anderem Ausdruck in einer ressourcenschonenden Produktion.>S. 6 VIELSEITIGKEITEine breite Aufstellung sichert Unternehmen die starke Basis, um in ihren Märkten erfolgreich zu sein. >S. 2 VIELSEITIGKEITSTARK AM MARKT - DURCH GEKONNTE DIVERSIFIZIERUNGAuf mehreren Beinen steht es sich besser: Ein Erfolgsrezept für Unternehmen ist daher Vielseitigkeit, sei es bei der Unternehmensstruktur, dem Produktportfolio, den Märkten oder den Mitarbeitern. Und unsere Beine stehen auf einem festen Fundament: der Verarbeitung von Agrarrohstoffen. 4 SEGMENTE 13 DIVISIONENDie Größe unserer Segmente verschafft uns eine starke Marktposition. Ihre Aufteilung in kleine Unternehmenseinheiten macht uns nicht nur schlagkräftig im operativen Tagesgeschäft, sondern auch flexibel bei neuen Anforderungen. UNTERSCHIEDLICHSTE PRODUKTEWir sind mit einem breiten Spektrum von Produkten am Markt. Unser Angebot reicht von Zucker über Stärke, Bioethanol, Fruchtzubereitungen und Futtermittel bis zu Tiefkühlpizzas und Portionsartikeln. VIELFÄLTIGE MÄRKTEMit unseren vielfältigen Produkten bedienen wir unterschiedlichste Märkte und sorgen so für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Marktschwankungen, die ein Segment betreffen, können durch ein anderes aufgefangen werden. Diesen Ansatz verfolgen wir konsequent weiter. GELEBTE DIVERSITÄTIn weltweit 31 Ländern arbeiten Mitarbeiter für uns, die eine Vielfalt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Kulturen in unser Unternehmen einbringen. Wir sehen darin einen hohen Wert für das Unternehmen. KNOW-HOWWir profitieren von dem Know-how unserer weltweit rund 17.000 Mitarbeiter. Sie bringen das Fertigungs-, Produkt- und Marktwissen ein, das uns erfolgreich macht. ERFAHRUNGSeit 1837 sammeln wir Erfahrungen rund um die Zuckerproduktion, wandeln sie in Wissen um und setzen es ein - inzwischen konzernweit und segmentübergreifend. MASSGESCHNEIDERTE PRODUKTEWir bieten der weiterverarbeitenden Industrie ein breites Sortiment maßgeschneiderter Produkte. Durch eigene Forschung und Entwicklung bauen wir unser Sortiment kontinuierlich aus. VERARBEITUNGWir beherrschen die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu qualitativ hochwertigen Produkten wie Lebensmitteln, aber auch zu Futtermitteln und Biokraftstoffen - und entwickeln diese ständig weiter. KOMPETENZSTARK AM MARKT - DURCH MOTIVIERTE MITARBEITERUnternehmerische Kompetenz setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen: Das Know-how ist unerlässlich für die Verarbeitung, die Verarbeitung ist die Basis für maßgeschneiderte Produkte, um nur drei zu nennen. So kann ein Unternehmen Eigenschaften entwickeln, die es von der Konkurrenz abhebt. Und profitiert von genau den Wettbewerbsvorteilen, die für eine gesicherte Zukunft unerlässlich sind. LOGISTIKWir decken die gesamte Logistikkette vom Rohstoff über die Veredelung bis zum Kunden ab und können Abnehmer zuverlässig beliefern. Dies gilt für einige Bereiche bereits weltweit, in anderen arbeiten wir daran. NACHHALTIGKEITSTARK AM MARKT - DURCH VERANTWORTUNGSVOLLES HANDELNUnternehmen sind keine Inseln, sondern auf vielfältige Art und Weise mit der Gesellschaft und der Umwelt verknüpft. Verantwortungsvolles Handeln sichert dieses Netzwerk und ist die Voraussetzung für langfristigen ökonomischen Erfolg. Kein Geschäft ist es wert, der Natur als unserem Partner Schaden zuzufügen. NATÜRLICHE BASISAgrarrohstoffe sind die Basis unseres Geschäfts. Auch deshalb ist nachhaltiges Handeln traditionell in der Unternehmensstrategie verankert: Wir produzieren ressourcenschonend und verwerten die verwendeten Agrarrohstoffe möglichst vollständig. LÜCKENLOSWir legen den Nachhaltigkeitsgedanken für alle fünf konzernweiten Handlungsfelder zugrunde: von der Beschaffung über Umwelt- und Energieaspekte in der Produktion, Produktverantwortung und Qualität sowie gesellschaftliche Verantwortung bis zu Arbeitsbedingungen und Menschenrechten und berücksichtigen so die gesamte Wertschöpfungskette. FESTGELEGTER RAHMENDas allgemein akzeptierte Regelwerk der Global Reporting Initiative (GRI) bildet den Rahmen für unsere Berichterstattung, die die Interessen unserer wesentlichen Stakeholder berücksichtigt. MARKTPOSITIONVielseitigkeit, Kompetenz und Nachhaltigkeit verknüpfen sich bei Südzucker zu einer starken Marktposition. In vielen von uns besetzten Geschäftsfeldern sind wir Nummer 1 oder eine starke Nummer 2. Damit und mit der Größe unseres Unternehmens haben wir einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Jetzt gilt es, diese Positionen zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Dafür arbeiten wir kontinuierlich an unserer Internationalisierungsstrategie - insbesondere im Segment Zucker. DAS SICHERT UNS AUCH KÜNFTIG EINE STARKE POSITION1 weltweit im Bereich Zucker und FruchtzubereitungenRund 17.000 Mitarbeiter6,5 MRD. € KonzernumsatzRund 100 Produktionsstandorte weltweit4,7 MIO. T Zucker aus Rüben und Raffination34 MIO. T Agrarrohstoffe verarbeitetBis zu 2,5 Mio. Packungen Tiefkühlprodukte täglich3,0 G wiegt ein Glückszucker-HerzAN UNSERE AKTIONÄREMANNHEIM, 24. APRIL 2017Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, "Stark in die Zukunft" - auf diesen Weg haben wir die Südzucker-Gruppe gebracht und freuen uns, Ihnen einen positiven Abschluss des Geschäftsjahres 2016/17 präsentieren zu können: Der Umsatz ist erwartungsgemäß mit 6,5 (6,4) Mrd. € leicht höher als im Vorjahr, das operative Ergebnis konnte mit 426 (241) Mio. € deutlich zulegen. An diesem Ergebnis wollen wir Sie, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, teilhaben lassen und werden gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,45 (0,30) €/Aktie vorschlagen. Mit diesem Vorschlag setzen wir unsere nachhaltige Dividendenpolitik, die auch die langfristige Unternehmensentwicklung im Blick behält, fort. In unserer Strategiediskussion haben wir herausgearbeitet, was Südzucker ausmacht. Mit den auf den vorangegangenen Seiten beschriebenen Eigenschaften "vielseitig", "kompetent" und"nachhaltig" haben wir Ihnen einen ersten Eindruck von der Basis des Unternehmens gegeben. Im weiteren Bericht stellen wir Ihnen eine große Bandbreite an Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr, über unsere Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit, aber auch über die künftige Entwicklung zur Verfügung. Besonders im Segment Zucker haben wir uns viel vorgenommen. In den vergangenen Jahren hatten wir bereits mehrere Einschnitte durch veränderte Rahmenbedingungen zu verkraften. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten wir bei einem Umsatz von 2.776 Mio. € wieder ein positives operatives Ergebnis von 72 Mio. € erzielen. Das Segment Zucker ist in einer Übergangsphase, entsprechend liegt das Ergebnis noch unter unseren langfristigen Erwartungen. Nun werden Ende September 2017 nach fast 50 Jahren die europäischen Regelungen zu Rübenmindestpreisen und Produktionsquoten auslaufen. Der Wegfall der Produktionsquoten bietet die Chance, deutlich mehr Zucker zu produzieren und damit die Produktionskapazitäten zukünftig besser auszulasten. Wir werden damit unsere europäische Marktposition festigen und die neu eröffneten Exportmöglichkeiten gezielt nutzen. Eine Ausweitung unserer Zuckerproduktion ist natürlich maßgeblich davon abhängig, dass die Fabriken ausreichend mit Rüben versorgt werden. Deshalb haben wir frühzeitig gemeinsam mit den Rüben-anbauern ein neues, flexibles Rübenkontrahierungs- und -bezahlungssystem entwickelt, das die Risiken und Chancen, die sich aus der künftigen Entwicklung auf dem Zuckermarkt ergeben, auf beide Partner verteilt. Entscheidend wird jedoch sein, dass sowohl Rübenanbauer als auch die Südzucker-Gruppe in der Lage sind, auch in Phasen niedriger Zuckerpreise erfolgreich zu wirtschaften. Deshalb spielen unsere Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Acker bis zum Kunden - eine bedeutende Rolle: Kostenführerschaft ist unser Ziel. Das Engagement unserer Mitarbeiter und die Bereitschaft der Rübenanbauer, diese Herausforderung gemeinsam mit uns zu meistern, setzen ein deutliches Signal. Für die kommende Kampagne haben wir die benötigten Rüben kontrahiert. Dies ist umso wichtiger, da die Zuckerbestände zum Ende des aktuellen Zuckerwirtschaftsjahres 2016/17 sowohl bei Südzucker als auch in der gesamten EU auf ein Minimum sinken werden. Ein früher Kampagnebeginn und die starke Ausweitung der Produktion sollen einen reibungslosen Übergang gewährleisten. Ein wichtiger Schritt auf den globalen Zuckermarkt ist der Aufbau der Verkaufsorganisation "Global Markets", mit der wir weltweit tätige Kunden aus einer Hand beliefern wollen. Mit unserer Niederlassung in Antwerpen als Teil von "Global Markets" sind wir darauf vorbereitet, die voraussichtlich ab Oktober 2017 um ein Vielfaches steigenden Exportmengen abzuwickeln. Im Zuge der Erschließung neuer Märkte wurde im vergangenen Jahr eine Verkaufsgesellschaft in Israel gegründet. Insgesamt werden damit die Exporte außerhalb der EU wieder eine größere Rolle spielen, interessante Märkte sind unter anderem der Mittlere und Nahe Osten, Afrika und Südostasien. Die Vorbereitungen für die entsprechende Zuckerlogistik ab der Kampagne 2017/18 sind weit fortgeschritten. Langzeitverträge mit Lagerhaltern in Seehäfen und anderen externen Logistikpartnern sind abgeschlossen. Von den Zuckerfabriken können wir mit speziellen Bahnwaggons und Umschlag in Container bei unseren Logistikpartnern über den Seeweg praktisch jeden Markt der Welt beliefern. Synergien im B2B-Bereich wollen wir mit der Einführung einer gemeinsamen Marke mit einheitlicher Kommunikation über alle Vertriebswege für die Produktgruppen Kristall-/Flüssigzucker sowie Spezialitäten nutzen. Zusätzliche Vermarktungschancen für Weltmarktzucker verwirklichen wir mit unserer Beteiligung am britischen Handelshaus ED&F Man Holdings Limited. Diese seit 2012 bestehende Beteiligung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 % auf rund 35 % erhöht. Unterstützung für unser Zuckersegment erfahren wir durch das weltweite Bevölkerungswachstum und steigende Einkommen. Diese weiterhin stabilen Trends lassen den weltweiten Zuckerverbrauch jährlich um rund 2 % zunehmen - das entspricht immerhin rund 3 - 4 Mio. t zusätzlicher Zuckernachfrage im Jahr. Neben diesen positiven Aspekten werden wir leider auch weiterhin von negativen Schlagzeilen über unser Produkt Zucker begleitet. Es wird der Eindruck vermittelt, dass Zucker für alle Fehlentwicklungen unserer modernen Gesellschaften - insbesondere aber für Übergewicht - verantwortlich ist. So wurde in einigen Ländern bereits eine Zuckersteuer eingeführt, um dem zunehmenden Übergewicht der Bevölkerung entgegenzuwirken. Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Zuckersteuer nicht schlank macht. Eine Gewichtszunahme bei gesunden Menschen ist einfach zu erklären: Es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht. Ob diese Kalorien aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlenhydraten stammen, spielt dabei keine Rolle. Deshalb werden auch die jüngsten Überlegungen, den Anteil von Zucker in Produkten zugunsten anderer Zutaten zu reduzieren, keinen Durchbruch bei der Bekämpfung von Übergewicht bringen. Denn meist weisen so reformulierte Produkte - entgegen der Annahme der Verbraucher - nicht wesentlich weniger Kalorien aus. Gegen diese Art der Verbrauchertäuschung wehren wir uns nachdrücklich. Ein Produkt zu süßen und gleichzeitig die Anzahl der Kalorien zu reduzieren, ist eine Stärke von Isomalt, einem der zahlreichen, sehr unterschiedlichen Produkte des Segments Spezialitäten. Mit dieser Vielfalt - von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung über Tiefkühl- sowie Kühlprodukte bis hin zu Portionsartikeln und Stärken für Food- und Non-Food-Anwendungen - beliefern wir unterschiedlichste Kunden und Märkte. Die verschiedenen Trends zu Lebensmitteln mit gesundheitsfördernden Eigenschaften, Clean Label, vegetarisch oder vegan, aber auch zu Convenience-Produkten sind ungebrochen, und so haben wir in allen Bereichen von einer positiven Absatzentwicklung profitiert. Im Segment Spezialitäten konnte bei einem leichten Umsatzanstieg auf 1.819 Mio. € das operative Ergebnis trotz Wechselkursveränderungen und Belastungen aus der Inbetriebnahme der neuen Stärkefabrik in Zeitz auf 184 Mio. € gesteigert werden. Erfreulich ist, dass der Probebetrieb der Anlage in Zeitz abgeschlossen wurde und wir heute in der Lage sind, Kunden mit Glukosesirupen mit den geforderten Qualitäten zu beliefern. Im Segment CropEnergies ist weiterhin vor allem die Entwicklung der Ethanolpreise der bestimmende Faktor: Noch zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres belasteten extrem niedrige Ethanolpreise das Geschäft. Die sich anschließend abzeichnende moderate Erholung haben wir genutzt und die Produktion von Bioethanol sowie von Lebens- und Futtermitteln mit der Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton/Großbritannien deutlich gesteigert. Damit konnten wir Umsatz und Ergebnis des bereits sehr guten Vorjahres mit 726 Mio. € bzw. 98 Mio. € nochmals um mehr als 10 % übertreffen. Während des zwischenzeitlichen Stillstands in Wilton wurden zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung der Produktion und zur Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs umgesetzt. Damit sind auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Anlage künftig flexibel nach Markt- und Auftragslage zu nutzen, denn auch in Zukunft rechnen wir mit weiter stark schwankenden Preisen auf den Bioethanolmärkten. Die Richtung, in die sich die politischen Diskussionen zum Thema Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in Europa entwickeln, ist für uns nicht nachvollziehbar. So sehen wir den Vorschlag, die Nutzung von Kraftstoffen aus Ackerpflanzen von maximal 7 % im Jahr 2021 auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 zu senken, obwohl unser Bioethanol inzwischen über 70 % der Emissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einspart, kritisch. Noch kritischer sehen wir den Wegfall des Ziels, im Transportsektor einen Anteil von 10 % aus erneuerbaren Energien zu erreichen. Mit der Entwicklung im Segment Frucht können wir zufrieden sein: Beim Umsatz erreichten wir mit 1.155 Mio. € ein Plus von rund 7 %, beim Ergebnis mit 72 Mio. € sogar ein Plus von 16 %. Besonders erfreulich ist, dass wir die Marktposition in der Division Fruchtzubereitungen durch Marktanteilsgewinne verbessern konnten. Den eingeschlagenen Weg verfolgen wir konsequent weiter. Um unsere Marktpräsenz in dem Wachstumsmarkt Lateinamerika auszubauen, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr die Firma Main Process S.A., einen Hersteller von Fruchtzubereitungen mit Sitz in Argentinien, erworben. Das breite Produktsortiment fügt sich ideal in das bestehende diversifizierte Produktportfolio ein. Darüber hinaus wurde von AGRANA Fruit eine Gesellschaft in Indien gegründet, die im Lauf des Geschäftsjahres 2017/18 die operative Tätigkeit aufnehmen soll. Zur Versorgung des amerikanischen Markts haben wir die Kapazität im Fruchtzubereitungswerk in Lysander /USA erhöht. So weit ein Überblick über die wesentlichen Entwicklungen in unseren Segmenten. Kommen wir nun zu den Kapitalmarktmaßnahmen, mit denen wir das Wachstum der Südzucker-Gruppe finanziell flankieren: Im November 2016 haben wir eine Unternehmensanleihe über ein Nominalvolumen von 300 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Kupon von 1,25 % p. a. erfolgreich platziert. Neben der Finanzierung der Kampagne 2016/17 dient sie auch der frühzeitigen Refinanzierung der im März 2018 fälligen Anleihe aus dem Jahr 2011, die sich mit 4,125 % verzinst. Im Februar 2017 haben wir den Streubesitzanteil der AGRANA durch eine Kapitalerhöhung um 1,4 Millionen neue AGRANA-Aktien und die gleichzeitige Platzierung von 0,5 Millionen AGRANA-Aktien aus dem Südzucker-Direktbestand von zuletzt nur 7 % auf knapp 19 % erhöht. Die Mittel in Höhe von 189 Mio. € aus Kapitalerhöhung und Platzierung stärken die Finanzierung des weiteren Wachstums. In das neue Geschäftsjahr 2017/18 sind wir gut gestartet. Dies macht uns zuversichtlich, das geplante Wachstum des Umsatzes auf 6,7 bis 7,0 Mrd. € und des operativen Ergebnisses auf eine Bandbreite von 425 bis 500 Mio. € zu erreichen. Wie in der Vergangenheit mehrfach dargelegt, wird uns die Volatilität auf den Zucker- und Ethanolmärkten weiter begleiten. Nur gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir stark in die Zukunft gehen. Sie sind vielseitig, kompetent, handeln nachhaltig - und tragen damit unseren Erfolg. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Engagement und die Leistungsbereitschaft im vergangenen Geschäftsjahr. Sehr geehrte Damen und Herren, als Aktionäre erwarten Sie von Ihrem Unternehmen auch eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Wir wollen diesen Anspruch erfüllen und haben entsprechende Grundsätze in unserer Unternehmensstrategie und in unseren Leitlinien verankert. Im folgenden Bericht können Sie nachlesen, wie wir der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sind für uns weiterhin der Rahmen für diese Berichterstattung. Wir bedanken uns für Ihr Engagement und Ihre Verbundenheit. Südzucker geht stark in die Zukunft, begleiten Sie uns dabei!
Mit freundlichen Grüßen Südzucker AG Vorstand DR. WOLFGANG HEER, VORSITZENDER DR. THOMAS KIRCHBERG THOMAS KÖLBL JOHANN MARIHART VORSTAND*DR. WOLFGANG HEER LUDWIGSHAFEN AM RHEIN VORSITZENDERErstbestellung: 1. März 2008Vorsitzender seit 20. November 2012Bestellt bis: 28. Februar 2018Jahrgang 1956. Ab 1978 Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Karlsruhe. 1987 Beginn der Tätigkeit bei der Süddeutschen Zucker-Aktiengesellschaft in der Hauptverwaltung Mannheim. 1991 Bestellung zum Gründungsmitglied der Geschäftsführung der Südzucker GmbH, Zeitz. 1995 Leiter der Zentralabteilung Betriebswirtschaft der Südzucker AG. Ab 1997 Vorsitzender der Geschäftsführung der Freiberger Lebensmittel GmbH in Berlin. Von 2009 bis 2012 Sprecher und seit 2012 Vorsitzender des Vorstands der Südzucker AG. RESSORTS
DR. THOMAS KIRCHBERG OCHSENFURTErstbestellung: 1. September 2007Bestellt bis: 31. August 2022Jahrgang 1960. Studium der Landwirtschaft in Göttingen. 1989 Eintritt in die Südzucker AG in Ochsenfurt. Im Jahr 1991 Ernennung zum kommissarischen und 1995 zum Leiter der Gebietsdirektion Mitte. Ab 1997 Geschäftsführer der Südzucker International, ein Jahr später ebenfalls für Moldau zuständig. 2004 Ernennung zum Vorstandssprecher der Südzucker Polska. Seit September 2007 Mitglied des Vorstands der Südzucker AG. RESSORTS
THOMAS KÖLBL SPEYERErstbestellung: 1. Juni 2004Bestellt bis: 31. Mai 2019Jahrgang 1962. Berufsausbildung zum Industriekaufmann, anschließend Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Beginn der Südzucker-Laufbahn im Jahr 1990. Vor der Bestellung zum Vorstand im Jahr 2004 als Direktor für die Zentralabteilung strategische Unternehmensplanung, Konzernentwicklung und Beteiligungen zuständig. Seit 2005 Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG. RESSORTS
JOHANN MARIHART LIMBERG / ÖSTERREICHErstbestellung: 31. Januar 1994Bestellt bis: 31. Januar 2019Jahrgang 1950. Studium der technischen Chemie an der Technischen Universität in Wien, Fachrichtung Biotechnologie und Lebensmittelchemie. Nach dem beruflichen Start in einem Pharmaunternehmen Beginn der AGRANA-Laufbahn ab 1976 in der Stärkefabrik Gmünd. Seit 1988 Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG, seit 1992 deren Vorstandsvorsitzender. Seit 1994 im Vorstand der Südzucker AG. RESSORTS
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Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich
auf Seite 184 des Geschäftsberichts. AUFSICHTSRAT*DR. HANS-JÖRG GEBHARDVorsitzender Eppingen Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. FRANZ-JOSEF MÖLLENBERG**1. stv. Vorsitzender Rellingen Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ERWIN HAMESEDER2. stv. Vorsitzender Mühldorf / Österreich Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. DR. JOCHEN FENNERGelchsheim Vorstandsvorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. HELMUT FRIEDLEgling a. d. Paar Vorstandsvorsitzender des Verbands Bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. YÜKSEL GEDIAGAC**Berlin Gesamtbetriebsratsvorsitzender Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG VERONIKA HASLINGERWien / Österreich Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. RALF HENTZSCHELPanschwitz-Kuckau Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V. WOLFGANG KIRSCHKönigstein Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG GEORG KOCHWabern Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. SUSANNE KUNSCHERTStuttgart Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG GÜNTHER LINK**Oberickelsheim Betriebsratsvorsitzender Werk Ochsenfurt Südzucker AG BERND MAIWEG**Aarbergen Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten JOACHIM RUKWIEDEberstadt Präsident des Deutschen Bauernverbandes e. V. RONNY SCHREIBER**Einhausen Betriebsratsvorsitzender Hauptverwaltung Mannheim Südzucker AG PETRA SCHWALBE**Berlin Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NADINE SEIDEMANN**Donauwörth Mitglied des Betriebsrats Werk Rain Südzucker AG FRANZ-RUDOLF VOGEL**Worms Gesamtbetriebsratsvorsitzender Südzucker AG WOLFGANG VOGL**Bernried Leiter der Werke Plattling und Rain Südzucker AG ROLF WIEDERHOLD**Wabern Betriebsratsvorsitzender Werk Wabern Südzucker AG
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Eine Aufstellung mit den Mandaten findet sich
ab Seite 182 des Geschäftsberichts. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, bevor wir an dieser Stelle in gewohnter Weise ausführlich über die Arbeit des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 berichten, lassen Sie uns einen kurzen Blick auf ein maßgebliches Thema werfen: die künftige Ausrichtung des Unternehmens. Seit der Entscheidung der EU im Juni 2013, wesentliche Regelungen für den europäischen Zuckermarkt ersatzlos auslaufen zu lassen, hat Südzucker bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Wertschöpfungskette vom Acker bis zum Kunden eingeleitet und umgesetzt. Die Frage, wie sich der europäische Zuckermarkt ab Oktober 2017 ohne die bisher gültigen Regelungen darstellen wird, kann heute nicht eindeutig beantwortet werden. Es handelt sich schlichtweg um einen einmaligen Vorgang, weltweit wurde in keiner anderen für die Zuckerproduktion bedeutenden Region der regulatorische Rahmen dermaßen gelockert, wie es in Europa nun der Fall sein wird. Fest steht nur, dass sich diese gravierenden Veränderungen des europäischen Zuckermarkts in hohem Maße auf unser Unternehmen auswirken werden. Die Entwicklungen auf dem Zuckerweltmarkt werden zukünftig sehr viel unmittelbarer den europäischen Markt beeinflussen. Deshalb wird auch die Fähigkeit unseres Unternehmens, flexibel auf Marktschwankungen zu reagieren, entscheidend für den Erfolg sein. Entsprechende Maßnahmen wurden angestoßen und umgesetzt. Beispielhaft kann an dieser Stelle sicherlich das neue Rübenkontrahierungssystem genannt werden. Unternehmen und Rübenanbauer haben sich frühzeitig auf Konditionen geeinigt, die sowohl eine flexible, marktorientierte Rübenbezahlung als auch eine längere Auslastung der Zuckerfabriken ermöglichen. Aufsichtsrat und Vorstand haben ebenso in den übrigen Segmenten die Zukunft im Blick. Zu nennen wäre hier der Bau und die Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Zeitz, die nicht nur das Produktspektrum des Unternehmens erweitert, sondern auch die optimale Nutzung der Stoffströme am Verbundstandort Zeitz ermöglicht. Unter anderem mit diesen Themen haben wir im Geschäftsjahr 2016/17 die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt und ausführlich die Rahmenbedingungen, die Ausrichtung und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens diskutiert. Dabei sind wir den Aufgaben nachgekommen, für die wir nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich sind: den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten. Bei allen die Südzucker-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Südzucker-Gruppe - einschließlich der Risikolage - sowie über Risikomanagement und Compliance unterrichtet. Der Vorstand berichtete in allen Sitzungen des Aufsichtsrats über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats über die aktuelle Entwicklung und alle bedeutenden Geschäftsvorgänge. Gegenstand dieser Berichte waren im Wesentlichen die Lage und Entwicklung des Unternehmens, die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung - jeweils bezogen auf die Südzucker AG und die Südzucker-Gruppe. Darüber hinaus nahm der Aufsichtsratsvorsitzende an Vorstandssitzungen teil und wurde vom Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Arbeitsgesprächen laufend über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informiert. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2016/17 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat - jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung -zugestimmt. Gegenstand der Bilanzsitzung am 18. Mai 2016 war die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses der Südzucker AG sowie des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2016. Der Abschlussprüfer berichtete über die Schwerpunkte und Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats wurden beschlossen. Es wurde weiter die ordentliche Hauptversammlung 2016 vorbereitet; der Aufsichtsrat beschloss die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge. Der Vorstand stellte die aktuelle Compliance-Organisation vor. Der Aufsichtsrat genehmigte Nachträge zu Investitionen sowie Beteiligungsvorhaben und Grundstückskäufe. In der Sitzung am 13. Juli 2016 - am Tag vor der Hauptversammlung - genehmigte der Aufsichtsrat den Investitionsplan 2017/18, das Langfristinvestitionsprogramm und Investitionsnachträge. Der Finanzvorstand stellte die Mittelfristplanung vor. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem Finanzierungs- und Beteiligungsvorhaben. In der Sitzung am 17. November 2016 wurde die Ergebnishochrechnung 2016/17 vorgestellt. Wie stets in der November-Sitzung behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2016. Der Aufsichtsrat beschloss auch eine redaktionelle Änderung der Fassung der Satzung. Er genehmigte außerdem Finanzierungs- und Beteiligungsvorhaben, eine Kapitalmaßnahme sowie Investitionsnachträge. Die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Kirchberg wurde um weitere fünf Jahre verlängert. In der Sitzung am 31. Januar 2017 stellte sich eine Kandidatin der Aktionärsseite für die Aufsichtsratswahl 2017 vor. Es wurde das Thema Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014 behandelt. Der Finanzvorstand präsentierte die aktuelle Ergebnishochrechnung 2016/17. Der Aufsichtsrat genehmigte Beteiligungs- und Investitionsvorhaben sowie Aktualisierungen des Investitionsbudgets. Der Aufsichtsrat beschloss turnusmäßig eine Anpassung der Vorstandsvergütung. In der Sitzung am 18. Mai 2016 fehlte ein und in der Sitzung am 17. November 2016 fehlten zwei Mitglieder des Aufsichtsrats entschuldigt. Die fehlenden Mitglieder nahmen aber mittels schriftlicher Stimmabgabe an den Beschlussfassungen teil. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich in den Sitzungen anwesend. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse teil. Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse (Präsidium, Vermittlungsausschuss, Prüfungsausschuss, Landwirtschaftlicher Ausschuss und Sozialausschuss) gebildet, die sich jeweils paritätisch aus Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzen. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Präsidium des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2016/17 viermal. Es behandelte stets strategische Themen. In den Sitzungen am 18. Mai 2016 und am 13. Juli 2016 wurde außerdem die Nachfolgeplanung für den Vorstand besprochen. In den Sitzungen am 17. November 2016 und 18. Januar 2017 wurden der Stand der Kartell-Schadensersatzklagen und die Organverantwortung im Zusammenhang mit dem Kartellbußgeld 2014 behandelt. In der Sitzung am 31. Januar 2017 wurde die turnusgemäße Anpassung der Vorstandsvergütung vorbesprochen. Der Prüfungsausschuss kam im vergangenen Geschäftsjahr fünfmal - in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen -zusammen. In seiner Sitzung am 4. Mai 2016 befasste er sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahresabschluss der Südzucker AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 14. Juli 2016 erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 11. Oktober 2016 befasste er sich, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kont-rollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung des Halbjahresberichts. In den Telefonkonferenzen am 5. Juli 2016 und am 10. Januar 2017 erörterte der Prüfungsausschuss die Quartalsberichte Q1 bzw. Q3 2016/17 mit dem Vorstand. Am 10. Januar 2017 beschäftigte er sich außerdem mit den neuen gesetzlichen Vorgaben für Nicht-Prüfungsleistungen und billigte den Katalog erlaubter Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers nebst Anwendungsleitlinien. In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet. Der Landwirtschaftliche Ausschuss tagte am 17. November 2016. Es wurde über Aktuelles aus dem Geschäftsbereich Landwirtschaft, den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebs in Thüringen und über die Agrar-Aktivitäten in Moldau berichtet und diskutiert. Über die Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Ebenso hat der Sozialausschuss nicht getagt. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebogen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 17. November 2016. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. ComplianceAm 10. Januar 2017 fand das turnusmäßige Fraud-Gespräch zwischen Vorstand, Abschlussprüfer und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses statt. Es wurde dort über die Einschätzung von Geschäftsrisiken und Maßnahmen zur Begrenzung des Fraud-Risikos informiert und anschließend diskutiert. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei Südzucker einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der -von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2016 finden Sie im Corporate-Governance-Bericht. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Corporate-Governance/ zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und fristgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Südzucker-Gruppe; auch hierüber hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich informieren lassen. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Südzucker AG für das Geschäftsjahr 2016/17, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2016/17 geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. PwC prüft seit dem Geschäftsjahr 2003/04 den Konzern- und Einzelabschluss. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer bei PwC ist seit 2016/17 Michael Conrad. Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, dass die SZVG über 50 % der Stimmrechte an der Südzucker AG hält, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 9. Mai 2017 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2017 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Südzucker AG und den Konzernabschluss der Südzucker-Gruppe in seiner Sitzung am 17. Mai 2017; der Jahresabschluss der Südzucker AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands vom 24. April 2017 zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,45 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. PersonaliaIm Aufsichtsrat und im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2016/17 keine Veränderungen. Gemeinsam mit dem Vorstand gedenkt der Aufsichtsrat aller im Berichtsjahr verstorbenen Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe. Dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Südzucker AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Mannheim, 17. Mai 2017 Für den Aufsichtsrat DR. HANS-JÖRG GEBHARD, VORSITZENDER SÜDZUCKER-AKTIE UND KAPITALMARKTKapitalmarktumfeld geprägt von politischen GroßereignissenDas Börsenjahr 2016 litt anfangs unter dem schwächsten globalen Börsenstart seit 25 Jahren, ausgelöst von Sorgen hinsichtlich der Konjunkturentwicklung in China und des Ölpreiseinbruchs. Der DAX gab von Jahresanfang 2016 bis Mitte Februar 2016 um 20 % nach. Die chinesische Wirtschaft zeigte sich jedoch robust, die Rohölpreise und die globalen Aktienmärkte erholten sich. Zudem wirkte die gute Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone stabilisierend. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stellte weiterhin massiv Liquidität zur Verfügung. Am 2. Juni 2016 kündigte die EZB die Ausdehnung ihres Kaufprogramms auf Unternehmensanleihen im Investment Grade-Rating-Bereich an. Am 23. Juni 2016 votierten die Briten für den EU-Austritt Großbritanniens, was mit erheblichen Turbulenzen an den Aktienmärkten und einer Abwertung des britischen Pfunds verbunden war. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen trieb den Goldpreis auf ein Jahreshoch und ließ die Kapitalmarktrenditen sinken. Die zehnjährige Bund-Rendite markierte Anfang Juli 2016 bei - 0,20 % ihr Allzeittief. Auch diesmal erholten sich die Aktienmärkte schnell, zumal die Risiken aus dem Brexit als begrenzt angesehen wurden. Die zweite Jahreshälfte war geprägt von Wahlversprechen des US-Präsidenten Trump, ein massives Investitionsprogramm in der Größenordnung von rund einer Billion Dollar anzustoßen. Dies kurbelte die Inflationserwartungen an, konjunkturabhängige Aktien entwickelten eine Jahresendrallye. An den Rentenmärkten zogen die langfristigen Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen und US Treasury Bonds an. DAX® und MDAX® partizipierten an dieser Entwicklung, der MDAX® markierte sein Allzeithoch am 21. Februar 2017 bei 23.636 Punkten. Kennzahlen der Südzucker-Aktiescroll
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Bilanzstichtag. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie![]() Anleihen der Südzucker AGscroll
Die Südzucker-Aktie profitierte von den beiden Anhebungen der Ergebnisprognose für 2016/17 und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Schlusskurs von 24,10 € am 28. Februar 2017 einen Wertzuwachs (Kursentwicklung und Dividendenausschüttung) von 76 %. Der MDAX® legte im gleichen Zeitraum um 20 % zu. Stabile AktionärsstrukturDie Südzucker AG verfügt unverändert über zwei langfristig orientierte Großaktionäre. Der Anteilsbesitz der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) aus Eigen- und Fremdbesitz an der Südzucker AG lag zum 28. Februar 2017 bei rund 56 %. Die Zucker Invest GmbH, der zweite Großaktionär, der die österreichischen Anteilseigner der Raiffeisengruppe repräsentiert, hielt seinen Anteilsbesitz unverändert bei rund 10 %. Der Streubesitz von 34 % verteilte sich auf Privatanleger sowie Investmentfonds, Pensionskassen und Versicherungen in Europa und Nordamerika. Bestätigung des Investment-Grade-Ratings als strategisches ZielSüdzucker bekennt sich zu einer konservativen Finanzpolitik mit dem Ziel der effizienten Kapitalmarktrefinanzierung. Kursentwicklung der Südzucker-Aktie im Vergleich zu DAX® und MDAX®![]() Börsendaten der Südzucker-Aktiescroll
Zur Erhöhung der Transparenz beauftragt Südzucker seit 1991 die Ratingagentur Moody's mit der Bewertung des Unternehmenskreditprofils. Seit 2003 veröffentlicht zudem Standard & Poor's (S&P) Analysen der Finanzkennzahlen. Südzucker erhielt stets ein Investment-Grade-Rating, was dem Unternehmen eine hohe Kreditwürdigkeit sowie eine starke Cashflow- und Ertragskraft attestiert. Die Verbesserung der Finanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2016/17 wirkte sich positiv auf das Rating aus. Moody's bestätigte am 20. Mai 2016 das Investment-Grade-Rating (Rating des Unternehmens und der Senioranleihen) von Baa2 und erhöhte den Ausblick von negativ auf stabil; die nachrangige Hybridanleihe bewertet Moody's zu 75 % als Eigenkapital. Am 21. Juni 2016 bestätigte S&P das Investment-Grade-Rating von BBB- und erhöhte den Ausblick von stabil auf positiv. Am 23. November 2016 wurde das Rating im Zusammenhang mit der am 22. November 2016 platzierten 300-Mio.-€-Anleihe bekräftigt. Die Hybridanleihe fließt zu 50 % als Eigenkapital ein. Südzucker verfolgt die klare Strategie, das Investment-Grade-Rating zu bestätigen. KonzernlageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSKonzernstrukturDie Südzucker AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Mannheim, ist die Muttergesellschaft der Südzucker-Gruppe und gleichzeitig die größte operative Gesellschaft. In den Konzernabschluss sind - neben der Muttergesellschaft Südzucker AG - 152 (153) Gesellschaften einbezogen, bei denen die Südzucker AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Die Equity-Bewertung wurde bei 16 (16) Gesellschaften angewendet. Weitere Details zu Beteiligungen finden sich unter Ziffer (38) "Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB" des Konzernanhangs in diesem Geschäftsbericht. Die Südzucker-Gruppe umfasst die vier Segmente Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Dabei sind die Segmente Zucker, Spezialitäten und Frucht in insgesamt 13 Divisionen untergliedert, die das operative Tagesgeschäft steuern. Das Segment CropEnergies wird als eigenständige Unternehmenseinheit geführt. Konzernfunktionen werden in den Bereichen Betriebswirtschaft / Controlling, Co-Produkte, Einkauf Hilfs- und Betriebsstoffe, Einkauf Investitions-, Instandhaltungsgüter und Dienstleistungen, Finanzen und Rechnungswesen, Forschung / Entwicklung / Services, Ingenieurwesen, Investor Relations, Landwirtschaftliche Forschung, Lebensmittelrecht / Verbraucherpolitik / Qualitätssicherung, Liegenschaften / Versicherungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation / IT, Personal, Recht, Revision, Steuern, Strategische Unternehmensplanung / Konzernentwicklung / Beteiligungen, Zucker / Verkauf, Zucker / Produktion sowie Zucker / Rübe von den entsprechenden Geschäftsbereichen /Zentralabteilungen wahrgenommen. Daneben sind administrative Aufgaben in Shared-Finance-Centern sowie Forschungsaktivitäten an mehreren Forschungsstandorten zusammengefasst. Segment ZuckerIm Segment Zucker werden Zucker und Zuckerspezialitäten sowie Futtermittel produziert und vermarktet. Das Segment umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. SEGMENT ZUCKERscroll
SEGMENT SPEZIALITÄTENscroll
SEGMENT CROPENERGIESscroll
SEGMENT FRUCHTscroll
Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chișinău)) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft; Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz; Terra e. G, Sömmerda). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., die AGRANA-Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l. Segment SpezialitätenDas Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die FreibergerGruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pastagerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen. Segment CropEnergiesDie Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte AG geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocar-bonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen. Segment FruchtDas Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Getränkeindustrie. KonzernsteuerungDer Vorstand der Südzucker AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung für den Vorstand bestimmt die nähere Ausgestaltung der Vorstandsarbeit. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der Südzucker AG für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand hat für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen Sorge zu tragen. Ebenso ist er für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen verantwortlich. Des Weiteren hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Auch für die Leitungsorgane auf Ebene der Segmente und Divisionen ist Compliance die Basis für das Führen des operativen Tagesgeschäfts. Im Rahmen einer Matrixorganisation werden sie von zentralen Konzernfunktionen, die mit einem fachlichen Weisungsrecht ausgestattet sind, unterstützt und beraten. WertmanagementIm Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Rahmen des Wertmanagements strebt Südzucker in den Segmenten und Divisionen an, mit der Rendite auf das eingesetzte Kapital eine Prämie über die Kapitalkosten hinaus zu erzielen und hierdurch einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt Südzucker ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet, darauf aufbauend, zentral definierte Kennzahlen an; wesentliche Kennzahlen sind das operative Ergebnis und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE). Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed) umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- und Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE entspricht dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Südzucker ermittelt die Kapitalkosten für das eingesetzte operative Vermögen als Durchschnitt der gewichteten Eigen- und Fremdkapitalkosten. Die Kapitalkosten werden für die Segmente und Divisionen spezifiziert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Südzucker-Gruppe derzeit die wesentlichen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren dar. FinanzmanagementDie Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten wie Hybrid-Eigenkapital, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankkredite. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden vorrangig durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms von insgesamt 600 Mio. € sowie syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien gewährleistet. Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an den für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Faktoren. Die im Finanzmanagement von Südzucker verwendeten Kenngrößen für die Kapitalstruktur sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). Weitere Erläuterungen zu den operativen Ergebnissen je Segment sowie zu den Kennzahlen zur Kapitalstruktur werden im Kapitel "Wirtschaftsbericht" gegeben. Die Ableitung der Kapitalkosten ist im Konzernanhang unter Ziffer (21) "Immaterielle Vermögenswerte" dargestellt. Weitere Angaben zum Finanzmanagement sowie Einzelheiten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten werden im Konzernanhang unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" gemacht. UNSERE STRATEGIEKONZERNNachhaltig handeln | Von Megatrends profitieren | Unternehmenswert steigern | Marktposition stärken Auf Kernkompetenzen fokussieren | Diversifizierung weiterentwickeln - Synergien nutzen | Mitarbeiter fördern und fordern Solide Finanzierungsstrategie fortführen - Gezielt wertorientiert investieren scroll
Strategische Ausrichtung und ZieleUnser Ziel ist es, ein profitables Wachstum zu erreichen und dabei unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Damit steigern wir den Unternehmenswert nachhaltig. Nachhaltigkeit ist fester und gelebter Bestandteil unserer UnternehmensstrategieVerantwortungsvolles Handeln ist die Voraussetzung für langfristigen ökonomischen Erfolg. Die Unternehmensführung bekennt sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens, in deren Kern der sorgfältige Umgang mit allen genutzten Ressourcen steht. Kein Geschäft ist es wert, der Natur als unserem Partner Schaden zuzufügen (► Kapitel Nachhaltigkeit). Wir orientieren uns an globalen MegatrendsGlobale Megatrends, wie die wachsende Weltbevölkerung und steigende Einkommen, führen zu einer steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie erneuerbarer Energie. Wir richten unsere Geschäftsfelder weiterhin daran aus. Mit ihren vier Segmenten ist die Südzucker-Gruppe in Bereichen tätig, die auch mittel- bis langfristig von diesen Megatrends profitieren. Diese werden Wachstumsmotoren bleiben und neue Perspektiven bieten. So wird sich insbesondere auch in den Schwellenländern die Nachfrage nach unseren Produkten weiter erhöhen. Beispielsweise wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich rund 2 % pro Jahr steigt - von derzeit leicht über 180 Mio. t auf etwa 200 Mio. t im Jahr 2025. Unser Ziel ist eine nachhaltige Steigerung des UnternehmenswertsDabei orientieren wir uns am Return on Capital Employed (ROCE). In unseren Geschäftsfeldern wollen wir unsere Position stärkenIn unseren Geschäftsfeldern wollen wir unsere Position auf den Inlands- und unseren Exportmärkten stärken und Maßstäbe setzen. Ziel ist es, die Nummer 1 oder eine starke Nummer 2 zu sein. Die Aufhebung der Exportbeschränkungen für europäischen Rübenzucker wird wieder vermehrt Vermarktungschancen auf dem Weltmarkt bieten. In diesem veränderten Marktumfeld sieht sich Südzucker als Europas größter Anbieter von Rübenzucker mit leistungsfähigen Fabriken in den wettbewerbsfähigsten europäischen Rübenanbaugebieten in einer guten Position. Ausgehend von der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden und den wichtigsten Zuckerverbrauchsmärkten ist Südzucker in der Lage, Kunden in ganz Europa mit Zuckerprodukten kostenoptimal zu beliefern. Der nächste Schritt ist die Ausweitung der Zuckerproduktion in Verbindung mit dem Aufbau einer globalen Vertriebsstruktur, um weltweit tätige Kunden aus einer Hand direkt beliefern zu können. Zusätzliche Vermarktungschancen für Weltmarktzucker nutzen wir durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Handelshaus ED&F Man, London. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit verbessert Südzucker kontinuierlich die Kosten- und Logistikstrukturen im Zuckersegment; dazu gehört auch die künftige höhere Auslastung unserer Rübenzuckerfabriken. Wir legen den Fokus auf unsere KernkompetenzenWir legen den Fokus auf unsere Kernkompetenzen, die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen und die damit verbundene Logistik mit dem Ziel, dieses Know-how ständig weiterzuentwickeln. Dafür forschen wir intensiv - insbesondere zu den Themen Rohstoffsicherung, Verarbeitungstechnologie, Produktinnovationen sowie Nutzung und Veredelung von Co-Produkten (► Kapitel Forschung und Entwicklung). UNSERE STÄRKEN UND WERTEUnsere Kernkompetenz ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Unsere Expertise bezieht die gesamte Wertschöpfungskette von unseren Lieferanten bis zu unseren Kunden ein. Dabei können wir auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter bauen. Sie sind Träger unseres Know-hows, unserer Erfahrung und unserer Innovationskraft bei Produktion, Vermarktung und Logistik. Wir stehen für Qualität und Zuverlässigkeit sowie die Produktion von guten und sicheren Produkten. Wir pflegen einen fairen Umgang mit unseren Stakeholdern. In unseren Geschäftsfeldern können wir auf eine starke Marktposition bauen. Die Unternehmenstradition bildet eine feste Basis für unsere Werte. Wir respektieren die Ansprüche künftiger Generationen. Wir verfügen über ein diversifiziertes Portfolio und nutzen SynergienMit der breiten Basis unseres Portfolios sowie einer Diversifizierung in verschiedenen Regionen und Märkten sorgen wir für ein ausgeglichenes Risikoprofil. Diesen Ansatz verfolgen wir weiter. Dabei sollen sich gezielte Wachstumsaktivitäten an unserer Kernkompetenz orientieren, um Synergien über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg - von der Rohstoffgewinnung über die Veredelungsstufen bis zum Endkunden - nutzen zu können. Synergien nutzen wir insbesondere auch durch die Stärkung von Verbundstandorten, an denen für unterschiedliche Segmente produziert wird. Dies schont die natürlichen Ressourcen, reduziert die Kosten und trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Solide FinanzierungsstrategieWir verfolgen eine solide Finanzierungsstrategie. Ziel ist, die nachhaltige Cashflow-Kraft des Südzucker-Konzerns zu stärken sowie stabile Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen zu pflegen und den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und Banken zu sichern. Gezielte wertorientierte InvestitionenZur Sicherung des zukünftigen Wachstums werden wir alle Geschäftsfelder weiter stärken. Neben Ersatzinvestitionen und Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz in allen Segmenten und Divisionen liegt ein Fokus auf dem Auf- und Ausbau von Verbundstandorten; dort werden Investitionen seg-mentübergreifend realisiert. Gleichzeitig wird die Internationalisierungsstrategie in Form der ständigen Prüfung von Akquisitionsmöglichkeiten unverändert fortgeführt. Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter.Unsere weltweit tätigen Mitarbeiter tragen den Erfolg des Unternehmens durch ihre fachliche Kompetenz, die Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und ihr Engagement. Die verschiedenen Maßnahmen der Personalpolitik werden so eingesetzt, dass die Mitarbeiter die Strategie des Unternehmens unterstützen und in der Lage sind, unter den sich verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu agieren. UNSERE LEITLINIENWir halten die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien ein. Wir handeln wirtschaftlich und traditionell nachhaltig: Ein langfristig orientierter, sorgfältiger und verantwortlicher Umgang mit der Natur und allen Ressourcen ist Grundlage unseres Geschäfts. Wir sind ein verlässlicher Partner für unsere Lieferanten und Kunden. Wir sind ein verantwortungsbewusster Arbeitgeber, der die Potenziale seiner Mitarbeiter fördert, deren individuelle Persönlichkeiten schätzt und achtet. Wir pflegen eine offene und transparente Kommunikation mit unseren Aktionären und allen weiteren Kapitalmarktteilnehmern. Die von uns produzierten Lebensmittel sollen Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. NachhaltigkeitVerankerung im UnternehmenSüdzucker ist seit der Unternehmensgründung im 19. Jahrhundert ein der Landwirtschaft und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen. Kern unseres Geschäftsmodells ist die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Produkten für Ernährungsindustrie, Endverbraucher und industrielle Anwendungen - dies im großen Maßstab: Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden an den weltweit rund 100 Produktionsstandorten insgesamt rund 34 Mio. t Agrarrohstoffe wie z. B. Zuckerrüben, Getreide, Mais, Zichorien sowie Früchte verarbeitet. Zur mittel- und langfristigen Erhaltung der wirtschaftlichen Grundlage des Unternehmens ist es essenziell, die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe dauerhaft zu sichern. Ebenso zählt Nachhaltigkeit zu den Unternehmenswerten unserer Kunden und beeinflusst zunehmend die Einkaufsentscheidungen der Verbraucher. Daher ist das Prinzip der Nachhaltigkeit traditionell ein fester und gelebter Bestandteil der Unternehmensstrategie. Nachhaltiges Handeln soll in allen Unternehmensteilen und Regionen jeweils auf allen Ebenen - vom Management bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter - verankert werden. NachhaltigkeitsstrategieWir richten unser Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom agrarischen Rohstoff bis zum fertigen Produkt im Sinne der Nachhaltigkeit aus. So beginnt ressourcenschonender Umgang mit der Natur bereits bei der sorgfältigen Auswahl der zu verarbeitenden Agrarprodukte. Südzucker stellt hohe Qualitätsanforderungen an die Rohstoffe. Nachhaltigkeit und Qualitätsführerschaft bestimmen die Verarbeitung der agrarischen Rohstoffe zu Zucker, Futtermitteln, funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung, Bioethanol sowie zu Stärke- und Fruchtprodukten. Dabei legen wir in allen Segmenten besonderen Wert auf:
Unsere StakeholderIm abgelaufenen Geschäftsjahr hat Südzucker mit den Verantwortlichen der Handlungsfelder anhand von Workshops und Fragebogen eine Stakeholderanalyse durchgeführt. Die im Vorjahr erhobenen Stakeholder-Gruppen und Dialogformen wurden im Wesentlichen bestätigt. Hervorzuheben ist, dass dem persönlichen Gespräch mit allen Stakeholder-Gruppen ein sehr hoher Stellenwert beigemessen wird. scroll
Unsere wesentlichen HandlungsfelderAls Unternehmen sind wir gefordert, unsere Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf wesentliche Auswirkungen auf Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft zu analysieren, darzustellen und die Entwicklung zu verfolgen. Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse hat Südzucker die Bedeutung einzelner Nachhaltigkeitsaspekte für sich und relevante Stakeholder-Gruppen beurteilt und den folgenden Handlungsfeldern zugeordnet:
Die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsaspekte in den wesentlichen Handlungsfeldern werden nachfolgend in diesem Kapitel oder an anderer Stelle in diesem Bericht dargestellt. BeschaffungGrundsätze der BeschaffungEin Schwerpunkt der Südzucker-Nachhaltigkeitsaktivitäten liegt bereits bei der der Produktion vorgelagerten Wertschöpfungskette. Zur Sicherstellung der Versorgung mit agrarischen Rohstoffen, Hilfs- und Betriebsstoffen, Investitions- und Instandhaltungsgütern sowie Dienstleistungen werden von der Südzucker-Gruppe Waren und Dienstleistungen unter Beachtung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte eingekauft. Bestandteil der Ausschreibungsverfahren und Vertragsverhandlungen mit Lieferanten ist der Verhaltenskodex für Lieferanten. Zusammen mit den Südzucker-Leitlinien für Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards stellt dieser Verhaltenskodex eine nachhaltige Beschaffung sicher. Er gilt für Lieferanten der gesamten Wertschöpfungskette. Südzucker führt Audits bei Lieferanten zur Überprüfung der Einhaltung dieser Prinzipien durch. Der Einkaufsbereich wird im Rahmen verschiedener jährlich stattfindender Audits, z. B. ISO 9001 oder International Food Standard, geprüft und zertifiziert. Besonderes Augenmerk gilt den bei Südzucker verwendeten agrarischen Rohstoffen und Vorprodukten. Diese stammen überwiegend aus europäischer Produktion und erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung in der EU geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft. Mit der Reform der EU-Agrarpolitik 2013 wurde für die bis 2020 laufende Förderperiode ein Schwerpunkt auf umweltgerechte Landbewirtschaftung gelegt. Neben den Verpflichtungen aus dem Greening werden von Südzucker insbesondere eine Erweiterung der Fruchtfolge, der Zwischenfrucht-bzw. Leguminosenanbau, die Anlage von Blühstreifen und die Anlage von Gewässerrandstreifen praktiziert und gefördert. Ein hoher Anteil der Agrarrohstoffe, die von Südzucker verarbeitet werden, stammt aus Vertragsanbau. So bezieht Südzucker Zuckerrüben ausschließlich von landwirtschaftlichen Betrieben im Umfeld der Zuckerfabriken. Dabei werden für jeweils ein Anbaujahr Rübenlieferverträge abgeschlossen, die Anbau-, Liefer- und Vergütungsbedingungen regeln. Bei der Bioethanolherstellung werden Agrarrohstoffe verwendet, für die besondere Nachhaltigkeitskriterien gelten. Damit wird sichergestellt, dass der Anbau der Biomasse nicht auf schützenswerten Flächen oder zulasten der biologischen Vielfalt erfolgt. Um dies zu gewährleisten, wird nach von der EU anerkannten Zertifizierungssystemen wie z. B. REDcert EU, ISCC EU oder 2BSvs zertifiziert und extern auditiert. Die Einhaltung der Kriterien ist in den Verträgen mit Rohstofflieferanten verankert. Landwirtschaft im FokusVersuchsanbau, Bewirtschaftung eigener landwirtschaftlicher Betriebe und Wissenstransfer tragen sowohl zur Rohstoffsicherung als auch zur Effizienzsteigerung bei unseren Rohstofflieferanten bei. Eine konzernweite landwirtschaftliche Forschung setzt den Fokus auf die wissenschaftliche Unterstützung, Technologieentwicklung und Beratung für alle landwirtschaftlichen Rohstoffe innerhalb der SüdzuckerGruppe - im Mittelpunkt steht die Zuckerrübe ( ► Kapitel Forschung und Entwicklung). Beratung für moderne und nachhaltige LandbewirtschaftungAm Beispiel der Zuckerrübe lässt sich anschaulich zeigen, wie durch gemeinsame Wissens- und Forschungsplattformen von Landwirten, eigener Landwirtschaft und Forschung, Bodengesundheitsdienst und wissenschaftlichen Institutionen, wie z. B. dem Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen oder dem International Institute for Beet Research in Brüssel / Belgien, Anbau- und Erntemethoden optimiert werden. Dadurch können die Landwirte zu Themen wie z. B. Bodenbearbeitung, Auswahl des Saatguts, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit und Ernte umfassend beraten und der Zuckerrübenanbau im besten Sinne der Nachhaltigkeit stets effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Ziel der Beratungsinitiative "Mont Blanc" ist die Intensivierung und Vernetzung der unterschiedlichsten regional abgestimmten Beratungskonzepte sowie der Erfahrungsaustausch zwischen den Experten der Konzerngesellschaften. Einen wichtigen Beitrag leistet der Bodengesundheitsdienst mit einer Vielzahl unterschiedlicher Analysen und darauf basierenden Empfehlungen für die Landwirtschaft. Vorrangig ist dabei die Untersuchung von Böden auf Nährstoffe mit dem Verfahren der Elektro-Ultrafiltration (EUF). Ziel ist es, die Düngung standortspezifisch zu optimieren, um die Qualität der Ernteprodukte zu verbessern, die Umwelt zu schonen und Düngekosten zu reduzieren. Teilschlagspezifische Bodenanalysen ermöglichen die Anpassung der Düngermengen für Teilbereiche der Äcker. Jedes Jahr stehen so für weit über 300.000 Hektar Zuckerrübenanbaufläche der SüdzuckerGruppe in Deutschland und in den umliegenden europäischen Ländern Datengrundlagen zur Verfügung, mit denen die Anbauer ihren Düngereinsatz optimiert auf den Bedarf der Pflanze und umweltgerecht steuern können. Damit gilt die Zuckerrübe heute unter den gängigen Ackerkulturen als Gesundungsfrucht in der Fruchtfolge. Darüber hinaus stehen Analysen und Empfehlungen zur Optimierung des Nährstoffkreislaufs in landwirtschaftlichen Betrieben im Fokus. Dazu gehört auch die Untersuchung von Böden auf den Humusgehalt. Mit der Untersuchung organischer Dünger auf Nährstoffe werden Empfehlungen für deren umweltgerechten Einsatz in der Landwirtschaft ausgesprochen. Untersuchungen auf Rübennematoden in Böden bieten dem Rübenanbauer die Möglichkeit, vorteilhafte Standorte sowie geeignete Anbaumaßnahmen und Sorten zu nutzen. Für tierhaltende Betriebe wird Grundfutter, wie Mais- und Grassilage, untersucht. Das Themenfeld der Prognose und Diagnose von Pflanzenkrankheiten soll weiter ausgebaut werden. Sustainable Agriculture Initiative PlatformSüdzucker ist Mitglied der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform, der führenden Initiative zur Förderung nachhaltiger Anbaumethoden auf globaler Ebene. Die Non-Profit-Organisation wurde 2002 gegründet und umfasst heute über 90 Mitglieder - vornehmlich große Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, darunter zahlreiche Südzucker-Kunden. Mit der Zugehörigkeit zu SAI dokumentieren Lebensmittelhersteller und deren Rohstofflieferanten die Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitskriterien. Die Südzucker AG und ihre Zuckerrübenanbauer in Deutschland, Belgien, Frankreich und Polen haben 2016 die Einhaltung umfassender Nachhaltigkeitskriterien im Zuckerrübenanbau unter Beweis gestellt. Mit dem Erhalt des RedCert2-Zertifikats in Deutschland, Frankreich und Polen gelang es auf Anhieb, die Einhaltung der Kriterien der SAI-Platform auf Silber-Status zu belegen. In Belgien wurde auf das bestehende Vegaplan-System zurückgegriffen. AGRANA verwendet für den Nachweis nachhaltiger Agrarpraxis im Vertragsanbau für Zuckerrüben in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien, für Kartoffeln in Österreich sowie für Äpfel in Ungarn das von SAI entwickelte Farm Sustainability Assessment. Im Rahmen dieser betrieblichen Selbstauskunft erzielte etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer Gold-Status, der Rest Silber. Die Ergebnisse werden im Geschäftsjahr 2017/18 einer externen Verifizierung nach den SAI-Vorgaben unterzogen. BiodiversitätIn der Südzucker-Gruppe werden zahlreiche Maßnahmen initiiert und gefördert, mit denen die Rohstofflieferanten ihren Beitrag zur Biodiversität leisten. Seit 2014 werden in Deutschland, seit 2016 auch in Frankreich, Belgien und Polen Saatmischungen für Blühstreifen am Feldrand ausgegeben. In Österreich wurde eine blühende Saatmischung als Alternative zu anderen Zwischenfrüchten verwendet. Auf den Feldern wird so der Boden gelockert, Nährstoffe werden mobilisiert und das Bodenleben wird aktiviert. Zusätzlich ergeben die blühenden Felder und Feldränder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide sowie ein attraktives Landschaftsbild. Umwelt- und Energieaspekte in der ProduktionGrundsätze der ProduktionBei der Verarbeitung agrarischer Rohstoffe ist es unser Ziel, unter Beachtung höchster Qualitätsstandards den Ressourcenbedarf einschließlich des Energieeinsatzes und mögliche Umweltauswirkungen zu minimieren. Dies beinhaltet für uns, dass nicht nur alle gesetzlichen und selbst auferlegten Anforderungen eingehalten werden, sondern Anlagekonzeptionen und Produktionsprozesse stetig überprüft und optimiert werden. Hierzu zählen auch die Konzeption und der Betrieb von Verbundstandorten wie beispielsweise in Zeitz, wo wir aus Zuckerrüben und Getreide Zucker, Ethanol, Weizenstärke, proteinreiche Lebens- und Futtermittel sowie biogene Kohlensäure hersteilen. Energie und EmissionenBei der Produktion zeichnet sich Südzucker durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. So führen z. B. Kraft-Wärme-Kopplung und mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Ein zentraler Baustein im betrieblichen Umweltschutz ist für uns die Steigerung der Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse. Damit reduzieren wir den Brennstoffbedarf und senken gleichzeitig die Emissionen von Luftschadstoffen und klimarelevanten Treibhausgasen. Viele Einzelmaßnahmen an unseren weltweit rund 100 Produktionsstandorten tragen zur insgesamt spürbar verbesserten Umweltbilanz unserer Produktion bei: Beispielsweise wurden bereits 2014 an den Standorten Ochsenfurt und Rain Anlagen zur Vortrocknung der Zuckerrübenschnitzel mit bislang ungenutzter Abwärme in Betrieb genommen. An unserem Produktionsstandort Pemuco in Chile läuft seit 2015 ein Biomassekessel, der im Wesentlichen aus Abfallholz Dampf und Elektrizität erzeugt. In der Bioethanolanlage in Wanze / Belgien wird in einem bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns gewonnen. Die Biogasanlage in Rackwitz erzeugt aus nachwachsenden Rohstoffen eigener Produktion ganzjährig Biomethan zur Einspeisung ins öffentliche Netz. An den Zuckerfabrikstandorten Strzelin / Polen, Kaposvár / Ungarn und Drochia / Moldau werden Biogasanlagen betrieben, die aus Biomasse - vor allem frischen bzw. fermentierten / silierten Rübenschnitzeln -erneuerbare Energie für die Zuckerfabriken erzeugen und ebenfalls ins öffentliche Netz einspeisen. An den deutschen und österreichischen Produktionsstandorten von Südzucker, AGRANA, BENEO, Freiberger und CropEnergies, ist das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 zertifiziert. Gleiches gilt für die Zuckerproduktionsstandorte in Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn sowie die übrigen Standorte in der Division Fruchtsaftkonzentrate in der EU. Die Nachhaltigkeitsanforderungen für die Herstellung von Biokraftstoffen stellen sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und -nutzung deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. An den Standorten Zeitz, Wilton / Großbritannien und Pischelsdorf / Österreich wird das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid in speziellen Anlagen gereinigt, verflüssigt und als biogene Kohlensäure beispielsweise für die Getränkeherstellung vermarktet. Wasser und AbwasserWasser, die global gesehen bedeutendste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der Südzucker-Gruppe. Unsere Produktionsanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird. Vielfach wird auch das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser - Zuckerrüben bzw. Äpfel bestehen zu rund 75 % bzw. 85 % aus Wasser - in den Prozessen genutzt. So wird z. B. ein großer Teil des Wassers, das eine Zuckerfabrik benötigt, schon mit dem Rohstoff Rübe in die Fabrik gebracht. Insgesamt kann der Wassergehalt in den verarbeiteten Feldfrüchten dazu führen, dass die Abwassermenge die Wasserentnahme übersteigt. Daneben können hohe Niederschläge ebenfalls zu einer gesteigerten Wassereinleitung führen. Energieeinsatz im Konzern![]() Emissionen konzernweit aus direktem und indirektem Energieeinsatz![]() Von der gesamten Wasserentnahme entfallen über 50 % auf die Entnahme von Oberflächenwasser insbesondere aus Flüssen, das wiederum maßgeblich für die Durchlaufkühlung bei der Zuckerproduktion verwendet wird, d. h., das Wasser wird nur zur Kühlung von Prozessen eingesetzt und dann direkt wieder den Vorflutern zugeführt. Konzern - Wasserentnahme / Abwasser absolutscroll
AbfallDurch integrierte Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Konzern - Abfällescroll
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Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe
aus der Produktion. Der nochmals starke Rückgang der Abfallmenge ist auf die vollständige Anwendung einer konzerneinheitlichen Abgrenzung zwischen Produkten und Abfällen zurückzuführen. Danach werden z. B. Pressschnitzel, Carbokalk oder Trester dann nicht mehr unter den Abfällen erfasst, wenn eine Nutzung als hochwertiges Futter- oder Düngemittel erfolgt. Produktverantwortung und QualitätQualitätsmanagement und ProduktsicherheitSüdzucker ist sich der Verantwortung als Hersteller und Anbieter von Lebens- und Futtermitteln bewusst. Deshalb hat die Herstellung sicherer und qualitativ hochwertiger Produkte eine zentrale Bedeutung. In allen Unternehmensbereichen sind QualitätsmanagementSysteme implementiert, um die Sicherheit und die gewünschte Qualität der Produkte zu gewährleisten - von der Entwicklungsphase eines Produkts über Beschaffung, Produktion und Transport bis hin zur Abgabe an den Kunden. Ein zentrales Element eines jeden Qualitätsmanagement-Systems ist das HACCP-Konzept. Es stellt eine systematische Gefahrenanalyse dar, die die Eigenschaften der Rohstoffe und der Endprodukte, jeden einzelnen Produktionsschritt sowie Transport- und Lagergegebenheiten umfasst. Auf Grundlage dieser Analyse werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten eingeleitet. In das System eingebunden ist auch die Analyse von Reklamationen als zusätzliche Informationsbasis für die ständige Verbesserung von Prozessen und Produkten. Darüber hinaus tragen Rohstoffspezifikationen, Kenntnis der Herkunft, Qualitätsmanagement beim Lieferanten und Qualität der Lieferbeziehungen dazu bei, ein Höchstmaß an Sicherheit für den eigenen Produktionsprozess zu erhalten. Zu einem gemeinsamen Verständnis in Bezug auf die Beschaffenheit der Produkte tragen die Endproduktspezifikationen bei. Außerdem bietet Südzucker den Kunden anwendungstechnische Beratung sowie Unterstützung bei der Produktentwicklung. ZertifizierungenKunden aus der Lebensmittelwirtschaft messen der Überprüfung von Sicherheit und Gesetzeskonformität unserer Produkte durch externe Zertifizierungsorganisationen eine große Bedeutung bei. Entsprechend orientieren sich unsere Produktionsprozesse an international anerkannten Standards mit umfangreichen Anforderungen und standardisierten Bewertungsverfahren, wie z. B. IFS Food, BRC Global Standard Food Safety und FSSC 22000. Alle Südzucker-Produktionsstätten, die Lebensmittel herstellen, verfügen heute über Zertifikate, die äquivalent zum Global Food Safety Initiative Standard GFSI sind. Für einzelne Produktgruppen verfügen verschiedene Produktionsstandorte darüber hinaus - entsprechend besonderen Kundenanforderungen - über weitere spezifische Zertifikate wie z. B. Koscher oder Halal. Gesellschaftliche VerantwortungUnternehmerischer Erfolg und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gehören für uns zusammen und stellen eine wichtige Voraussetzung nachhaltigen Wirtschaftens dar. Wir wollen als Unternehmen zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung in den drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales beitragen. Ökologische NachhaltigkeitZu der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit gehören die im Handlungsfeld Umwelt- und Energieaspekte in der Produktion beschriebenen Aspekte Energieeinsatz, Emissionen, Wasserentnahme, Abwasser und Abfall sowie das Thema Logistik bei Beschaffung und Distribution. Voraussetzung für einen reibungslosen Betrieb der Fabriken ist eine effiziente Logistik. Südzucker engagiert sich in der vorgelagerten Wertschöpfungskette mit einer Vielzahl von Maßnahmen, um die Belastungen aus dem Transport der Rohstoffe sowie der weiteren benötigten Stoffe möglichst gering zu halten. An der insgesamt verarbeiteten Menge von rund 34 Mio. t agrarischer Rohstoffe haben die für die Zucker- und Bioethanolgewinnung benötigten Rüben- und Getreidemengen mit rund 31 Mio. t den mit Abstand größten Anteil. Südzucker entwickelte bereits in den 1990er-Jahren ein System, das eine effiziente Anfuhr der Zuckerrüben vom Acker bis in die Fabrik ermöglicht. Dabei wird zunehmend eine GPS- / GIS-gestützte Lenkung der Logistikeinheiten eingesetzt. Die Streckenführung wird stetig optimiert, unnötige Fahrten und Wartezeiten werden vermieden, Fahrer in umweltschonender und rücksichtsvoller Fahrweise geschult und moderne LKWs mit hoher Ladekapazität und niedrigen Emissionen eingesetzt. Gleichzeitig wird das Transportvolumen durch eine effiziente Reinigung der Rüben am Feldrand vermindert. Auch bei der Rohstoffversorgung der Bioethanolfabriken setzen wir auf die Reduzierung von Emissionen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze / Belgien, Loon-Plage / Frankreich und Wilton / Großbritannien liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und / oder Häfen und Bahntrassen. Zum einen sind dadurch die Transportwege kurz, zum anderen kann die Belieferung per Schiff und Bahn erfolgen. In Wanze werden beispielsweise die eingesetzten Rohstoffe überwiegend per Schiff sowie über eine Direktrohrleitung aus der benachbarten Zuckerfabrik angeliefert. Die Anlieferung von Reis für BENEO in Wijgmaal / Belgien erfolgt zunehmend durch Binnenschiffe. Die effiziente und gut synchronisierte Distribution unserer Produkte zum Endkunden spielt eine immer größere Rolle für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Auch aus ökologischer Sicht ist es angesichts umfangreicher Warenströme von Bedeutung, die Distributionslogistik stetig zu optimieren. Im Segment Zucker setzen wir beispielsweise einen regelmäßig fahrenden Shuttlezug zur Lieferung von Zucker nach Italien ein. Zusätzlich werden ab dem Geschäftsjahr 2017/18 Spezialwaggons zum Transport von losem Zucker zur Belieferung des Exporthafens in Antwerpen eingesetzt. Zur Reduzierung des Transportvolumens von Futtermitteln vermarkten wir in Süddeutschland Pressschnitzel mit höherem Trockensubstanz - Gehalt. Die Auslieferung von Carbokalk erfolgt in vielen Werken als Rückfracht nach Zuckerrübenlieferungen. Mit Blick auf zusätzliche Exportmöglichkeiten für Zucker ab Oktober 2017 wurden Transport- und Lagerkonzepte auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtet. Im Segment CropEnergies erfolgt die Auslieferung der Produkte überwiegend mit Schiff und Bahn. Ökonomische NachhaltigkeitDie ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit ist geprägt von der überdurchschnittlich hohen wachstums- und beschäftigungsorientierten Wirkung der Produktion der SüdzuckerGruppe im ländlichen Raum. Kennzeichnend für die meisten unserer Standorte ist, dass sie sich nah an der Rohstofferzeugung und damit im ländlichen Raum befinden. Dort leisten die Produktionsstätten nicht nur erhebliche volkswirtschaftliche Beiträge durch Bereitstellung langfristiger und qualifizierter Arbeitsplätze, sondern tragen auch zur Existenzsicherung der regionalen landwirtschaftlichen Betriebe bei. Die im Jahr 2013 von Südzucker in Auftrag gegebene Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFOR in Darmstadt, welche die Bedeutung der Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Zucker der Südzucker AG in der europäischen Volkswirtschaft quantifiziert, wurde Anfang 2017 aktualisiert. Demnach generierten beispielsweise die Südzucker-Werke in Europa eine direkte Bruttowertschöpfung von 0,8 Mrd. €. Einschließlich indirekter und induzierter Wertschöpfungseffekte lag der Wert bei 3,0 Mrd. €. Rund 81 % der gesamten Mitgliedschaften in Branchen- und Interessensvereinigungenscroll
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Stellvertretend für mehrere Mitgliedsunternehmen
der Südzucker-Gruppe. Wertschöpfung wird im ländlichen Raum erwirtschaftet. Die direkten und indirekten Beschäftigungseffekte summierten sich zu rund 60.500 Arbeitsplätzen, 77 % davon im ländlichen Raum. Der Beschäftigungsmultiplikator lag bei 8,0 -auf jeden Arbeitsplatz bei Südzucker kamen demnach sieben Arbeitsplätze in anderen Unternehmen. Soziale NachhaltigkeitDie soziale Dimension leben wir durch verantwortungsvollen Dialog mit Politik und Institutionen, vielfältiges gesellschaftliches Engagement sowie Beteiligung an dem Nachhaltigkeitsbewertungssystem EcoVadis. Dialog mit Politik und InstitutionenSüdzucker steht als Unternehmen in engem Bezug zu verschiedenen gesellschaftlichen Interessengruppen. Neben der strikten Einhaltung bestehender Gesetze und Regulierungen sehen wir es auch als unsere Pflicht an, einen stetigen Dialog mit der Politik, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen zu führen und Branchenverbände durch aktiv gelebte Mitgliedschaften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist es unser Bestreben, zur Schaffung tragfähiger und praxisgerechter Lösungen regulatorischer Fragestellungen beizutragen. Dabei orientiert sich unsere Kommunikation stets an wissenschaftlich fundierten Sachpositionen; der objektiv-fachliche Dialog ist uns ein ernsthaftes Anliegen. Südzucker ist beim Transparenzregister der EU, das die Tätigkeit von Interessenvertretern auf europäischer Ebene erfasst und kontrolliert, gelistet. Südzucker ist unter anderem in Branchen- und Interessenvertretungen laut Tabelle 010 engagiert. Gesellschaftliches EngagementUnternehmerischer Erfolg und gesellschaftliches Engagement gehören für Südzucker zusammen. In vielen gemeinwohlorientierten Projekten und Initiativen tragen wir dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Schwerpunkte sind dabei die Förderung von Wissenschaft und Lehre unter anderem auch an Universitäten, die Pflege des historischen Erbes der Zuckerindustrie durch unsere "Museumszuckerfabrik" Oldisleben, Sportsponsoring sowie die Förderung lokaler Projekte unterschiedlicher Ausrichtung im direkten Umfeld der Produktionsstandorte. EcoVadisSüdzucker nimmt seit 2013 am Nachhaltigkeitsbewertungssystem EcoVadis teil. EcoVadis ist eine französische Initiative, die Unternehmen hinsichtlich der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in unterschiedlichen Dimensionen bewertet. Die Ergebnisse finden zunehmend Beachtung bei zahlreichen Kunden aus der Lebensmittelwirtschaft. Südzucker partizipiert aktiv und stellt regelmäßig umfangreiche Informationen zu Aspekten aus den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen, Compliance und Beschaffung zur Verfügung. Nach aktueller Bewertung zählt Südzucker zu den besten 30 % aller bewerteten Unternehmen und bekommt den SilberStatus zugesprochen. Arbeitsbedingungen und MenschenrechteFür die gesamte Südzucker-Gruppe haben angemessene Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Menschenrechte einen hohen Stellenwert. Entsprechend misst Südzucker deren konzernweiter Umsetzung große Bedeutung bei. Dabei bilden gesetzliche Regelungen zu Arbeitsbedingungen, Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit die Mindestanforderungen. Daneben kommen die Regelungen der International Labour Organization (ILO) sowie der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) zur Anwendung. VerhaltenskodexSeit 2004 ist der Verhaltenskodex über die soziale Verantwortung der Unternehmen in der europäischen Zuckerindustrie, der vom Comite Europeen des Fabricants de Sucre (CEFS) und der European Federation of Food, Agriculture und Tourism Trade Unions (EFFAT) unterzeichnet wurde, in Kraft. Zum Zeitpunkt der Verabschiedung Anfang 2003 handelte es sich um den ersten Verhaltenskodex auf Branchenebene und den ersten Vertrag dieser Art zwischen europäischen Sozialpartnern. Bei der Erstellung dieses Kodex wurde auf anerkannte Standards wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (AEMR) oder die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation) Bezug genommen. Der Verhaltenskodex von Südzucker basiert auf diesem Verhaltenskodex der Zuckerindustrie. Südzucker verpflichtet sich, die Geschäftstätigkeit auf ethische, legale und verantwortungsvolle Art und Weise auszuüben. Dieser Kodex ist weltweit an allen Standorten respektiert. Gleichzeitig erwartet die Südzucker AG von ihren Lieferanten bzw. Vertragspartnern, dass auch diese sich gemäß den in diesen Richtlinien dargelegten Vorgaben verhalten. Den Verhaltenskodex finden Sie auf unserer Internetseite unter www.suedzucker.de/de/ Unternehmen/Unternehmensprofil/Strategische-Leitlinien/. SEDEXSüdzucker ist Mitglied der weltweit bekannten Online-Plattform SEDEX. Dadurch zeigen wir unseren Kunden und Partnern, dass die Grundsätze der ethischen und sozialen Nachhaltigkeit bei uns Priorität haben und geachtet werden. An zahlreichen Standorten der Südzucker-Gruppe werden Audits nach dem SMETA-(Sedex-Members-Ethical-Trade-Audit-) Leitfaden durchgeführt, beispielsweise an den Standorten des Segments Zucker sowie der Division BENEO in Deutschland, der Division Stärke in Österreich und des Segments Frucht in Österreich, Polen, der Türkei, Marokko, Brasilien und den USA. Die Auditberichte können je nach Anforderung Kunden zur Verfügung gestellt werden. Alle bei SEDEX registrierten Produktionsstandorte nehmen darüber hinaus jährlich ein SEDEX-Self-Assessment vor. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden an 57 Standorten Audits durchgeführt; insgesamt sind damit rund 59 % der Produktionsstandorte auditiert. In nachstehender Übersicht sind die nachhaltigkeitsorientierten Initiativen und Organisationen aufgeführt, die von Südzucker befürwortet und unterstützt werden. Mitgliedschaften in nachhaltigkeitsrelevanten Initiativenscroll
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Stellvertretend für mehrere Mitgliedsunternehmen
der Südzucker-Gruppe. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGWesentliche Basis des Südzucker-Geschäftsmodells ist die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten. Es ist daher die Kernaufgabe unserer Forschung, alle Schritte des Wertschöpfungsprozesses vom Anbau der Rohstoffe über die Prozesstechnologie bis zu den Endprodukten kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Ein weiterer Fokus liegt auf der Evaluierung neuer Rohstoff- und Produktkonzepte unter Einsatz neuer Technologien oder auf Basis neuer interessanter Rohstoffe, um das Produktportfolio zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Gruppenweit und länderübergreifend werden Projekte für den gesamten Konzern - auch in Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, anderen Unternehmen, staatlichen Institutionen oder Universitäten auch im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten - durchgeführt. Der gruppenweite Austausch, die gemeinsame Bearbeitung und das Bereitstellen der Informationen für alle Beteiligten der SüdzuckerGruppe gewährleisten den Transfer der Ergebnisse aus Forschung und Versuchswesen in die Praxis. Zur Sicherung des Know-hows und zur Stärkung der Marktposition insbesondere im Bereich der funktionellen Zutaten und Stärkederivate wurden im Geschäftsjahr 2016/17 weitere Patentanmeldungen eingereicht. Konzernweit arbeiten 401 (391) Mitarbeiter für den Bereich Forschung und Entwicklung; das Gesamtbudget betrug 2016/17 insgesamt 41,8 (42,2) Mio. €. Agrarische RohstoffeKernthemen für die landwirtschaftliche Forschung sind Ansatzpunkte zur Sicherung von Ertrag und Qualität der im Konzern verarbeiteten agrarischen Rohstoffe - insbesondere die im Vertragsanbau produzierten Rohstoffe Zuckerrübe und Chicoree. Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Institut für Zuckerrübenforschung oder das zusammen mit den süddeutschen Rübenanbauern getragene Kuratorium für Versuchswesen und Beratung spielen hier eine wesentliche Rolle. Gemeinsam arbeiten wir unter Berücksichtigung der individuellen und nationalen Gegebenheiten und Anforderungen an praxisorientierten Feldversuchen in den jeweiligen Ländern. Der Fokus all unserer Aktivitäten ist, unsere Rohstofflieferanten intensiv zu beraten und ihnen die Möglichkeiten einer nachhaltigen und umweltschonenden Effizienzsteigerung -abgestimmt auf ihre Region mit den entsprechenden Gegebenheiten - aufzuzeigen. PflanzenschutzIn Deutschland beispielsweise sind die Versuchsfragen auf die zukünftigen Herausforderungen z. B. des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz der Bundesregierung abgestimmt, die unter anderem die Minimierung des Risikos bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zum Ziel hat. Für den bedarfsorientierten, integrierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur gezielten Kontrolle von Krankheiten und Schädlingen spielen die Bekämpfung von Resistenzen, Fruchtfolgekrankheiten, neu auftretenden Pathogenen und Schädlingen, die Entwicklung alternativer Verfahren zur Ergänzung des chemischen Pflanzenschutzes sowie dessen Optimierung durch verbesserte Prognosemodelle eine wichtige Rolle. Aktuell gibt es einen innovativen Ansatz, die Unkrautkontrolle durch den Einsatz von Zuckerrübensorten mit einer Resistenz gegen Herbizide aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe weiter zu optimieren. SortenDie Überprüfung der Sortenleistung hinsichtlich Ertrag, Qualität und Lagereignung in Kombination mit Resistenzen gegen bedeutende Pathogene wie Nematoden, Blattkrankheiten und Wurzelfäulen nimmt einen Schwerpunkt der Versuchstätigkeit ein. Gleichzeitig soll die Widerstandsfähigkeit auch gegen abiotische Faktoren wie z. B. Hitze und Trockenheit erhöht werden. Sowohl national als auch international werden die Sorten an einer Vielzahl von Standorten unter den jeweiligen Umweltbedingungen geprüft. Steigerung von Zucker- und InulingehaltDas Ziel des Projekts "Betamorphosis" ist, die Effizienz des Zuckertransports innerhalb der Pflanze zu steigern. Im Folgeprojekt "Betahiemis" wird an der Erhöhung der Frosttoleranz von Zuckerrüben gearbeitet. Für Chicoree gibt es Ansätze, den Inulin-Qualitätsabbau im Laufe einer Kampagne zu verlangsamen. Dabei kommen unter anderem neue molekularbiologische Methoden des Genome Editing wie z. B. CRISPR / Cas9 zur Anwendung. Smart FarmingIm Rahmen des "Smart Farmings" wollen wir die Beratungs- und Informationsqualität in der Landwirtschaft verbessern. Die Erfassung, Auswertung und Verknüpfung einer Vielzahl von Daten wird zunehmend als Entscheidungshilfe für den Landwirt dienen. So soll der Einsatz von Betriebsmitteln optimiert, sollen Effizienz und Produktivität vorangetrieben, Kosten im Anbau reduziert und - nicht zuletzt - die Umweltbelastung gesenkt werden. Optimierung der Erntequalität und Verbesserung der LangzeitlagerungBei längeren Kampagnen werden die Themen effiziente und schonende Ernte sowie verlustarme Lagerung der Rohstoffe, wie z. B. von Zuckerrüben am Feldrand, an Bedeutung zunehmen. Hier arbeiten wir gemeinsam mit den Herstellern der Rodetechnik an Lösungen und nutzen dabei die Möglichkeiten der Integration einer innovativen Sensortechnologie bzw. des Bodenbioms. ZuckerProzesstechnologieSchwerpunkte im Bereich der Zuckertechnologie sind die Verbesserung einzelner Prozessstufen sowie die Optimierung der Produktqualität. Auch im Hinblick auf künftig längere Kampagnen werden in Zusammenarbeit mit Experten aus der Zuckerproduktion Modelle zur Bewertung der Effizienz einzelner Prozessabschnitte entwickelt und anschließend technologische Maßnahmen zur Reduzierung von Zuckerverlusten sowie zur Energieeinsparung und Einsparung von Hilfsstoffen implementiert. Mit dieser konzernweiten technologischen Harmonisierung des Rübenverarbeitungsprozesses können unter Berücksichtigung lokaler Rahmenbedingungen und der verfügbaren technischen Ausstattung weitere Optimierungspotenziale einzelner Werke evaluiert werden, um durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern. Darüber hinaus werden Investitionsmaßnahmen bewertet und technologisch begleitet. Die Bandbreite erstreckt sich von Versuchen auf Pilotanlagen bis zur Inbetriebnahme von neu installierten Anlagenteilen. ProduktentwicklungIm Bereich Produktentwicklung Zucker und Zuckerspezialitäten wird an Rezepturen - mit dem Fokus auf Markttrends wie Clean Label und der Verwendung natürlicher Zutaten -, an neuen Produktionskonzepten und Technologien sowie an Einzelhandelsprodukten gearbeitet. Funktionelle LebensmittelzutatenProzesstechnologieDie Produktion von Palatinose™ wurde auf einen neu entwickelten Biokatalysator umgestellt, um den Rohstoff Saccharose möglichst optimal zu nutzen. Im Produktsortiment der Fructane wurden neue Varianten mit spezifischen Eigenschaftsprofilen - unter anderem eine Bio-Variante auf Basis von Agave-Inulin - erfolgreich im Markt platziert. Durch eine physikalische Behandlung wurden neue Varianten funktionaler Reisstärken mit einem verbesserten Eigenschaftsprofil entwickelt. Die so hergestellten Stärken haben den Vorteil, dass sie zur Herstellung von Clean-Label-Produkten verwendet werden können. Die in der Pilotanlage gewonnenen Erkenntnisse konnten problemlos in die Produktionsanlage übertragen werden. Ernährungsphysiologische AspekteDie physiologischen Eigenschaften von Palatinose™, Inulin und Oligofruktose wurden anhand ernährungswissenschaftlicher Forschung und experimenteller Studien weiter untermauert. Der Fokus der Arbeiten lag auf der vorteilhaften Wirkung der Palatinose™ für Blutglukoseregulation und Energiestoffwechsel sowie von Inulin und Oligofruktose auf die Darmgesundheit. ProduktentwicklungDer Bereich Produktentwicklung funktioneller Lebensmittelzutaten ist geprägt durch die Erarbeitung von Anwendungskonzepten sowie eine Vielzahl kundenorientierter Fragestellungen und Entwicklungen. Für galenIQ stehen die Verwendungsmöglichkeiten in Tabletten, dragierten Produkten und Pulveranwendungen sowie neue Varianten mit einem speziellen Partikelgrößenspektrum im Fokus der Entwicklungsaktivitäten. Die technologischen Vorteile von Isomalt zeigen sich insbesondere in unterschiedlichsten Kaugummi- und Hart-karamellen-Anwendungen. Für den Kaugummi-Sektor wurde das Konzept des transparenten, sogenannten "Translucent"-Coatings entwickelt. Die Palatinose™-haltige Fertigglasur mit einer reduzierten Klebrigkeit konnte erstmals in größerem Maßstab hergestellt werden. Weiterhin wurden Rezepturen mit hohem Palatinose™-Anteil für die Herstellung von milchhaltigen Getränken entwickelt. Bei Inulin und Oligofruktose stehen Formulierungen in Backwaren und Milchprodukten zur Zucker- oder Fettreduktion im Vordergrund der Entwicklungsaktivitäten. So konnte beispielsweise der Fettgehalt im Frischkäse reduziert werden. Anwendungstechnische Entwicklungen für den Einsatz von Reisstärke und Reismehl in Säuglingsnahrungsprodukten und Backwaren werden vorangetrieben. Pflanzliche Proteine, wie beispielsweise texturiertes Gluten und Reismehl, sind gefragte Zutaten für den dynamisch wachsenden Markt für vegetarische und vegane Lebensmittel. Hier forschen wir mit Hochdruck an neuen Kombinationen aus Gluten und Reis- oder Weizenmehl mit unterschiedlichen Eigenschaftsprofilen. Durch die Investition in einen eigenen Technikumsextruder können wir schneller und flexibler neue Produkte entwickeln. StärkeRohstoffDer Reifegrad von Getreide und vor allem von Mais hat einen wesentlichen Einfluss auf die Verarbeitbarkeit des Rohstoffs sowie auf die Eigenschaften der daraus gewonnenen Stärke. Mit der für die Weizenverarbeitung erweiterten Pilotanlage wurden Rohstoffe unterschiedlicher Reifegrade verarbeitet. Dabei wurden die Verarbeitungseigenschaften charakterisiert und die gewonnene Stärke analytisch untersucht. Außerdem werden zur Qualitätsbeurteilung anwendungstechnische Untersuchungen in Lebensmittelanwendungen und im Non-Food-Bereich durchgeführt. FoodEntsprechend den Markttrends "vegan" und "Clean Label" konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten auf die Entwicklung entsprechender Stärken für die Lebensmittelindustrie. Für den veganen Markt wurde z. B. eine neue Rezeptur erarbeitet, mit der in verschiedenen Backwarenrezepturen die gesamte Ei-Menge substituiert werden kann. Non-FoodAuch in den technischen Bereichen gewinnen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend an Bedeutung und bestimmen die Anforderungen des Markts. Innovative Lösungen konnten im Bereich der Stärkeklebstoffe für den Markt bereitgestellt werden. Ein spezielles Schaumauftragsverfahren führte zur Entwicklung neuer Stärkeprodukte, die in der Praxis eine schnellere Verklebung bei gleichzeitiger Reduktion der Leimauftragsmenge ermöglichen. Im Trockenmörtelbereich setzt sich der Trend zu hochspezialisierten Stärkeprodukten fort. Potenzial bietet die Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften von Fliesenklebern und Spachtelmassen. In Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern konnten hochmodifizierte Stärkeether entwickelt und am Markt platziert werden. Im Bereich Geothermie und Erdölbohrung konnten neue verdickende Stärkeether für Bohrspülmassen entwickelt werden. Durch die Herstellung von hochderivatisierten Stärken stehen dem Markt neue Produkte mit interessanten Eigenschaftsprofilen zur Verfügung. Die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der biologisch abbaubaren Kunststoffe wurde weiter intensiviert. So kann nun thermoplastische Stärke in beträchtlichen Anteilen für die Herstellung von biologisch abbaubaren Folien eingesetzt werden. Produkt- und Prozessoptimierungen ermöglichen kundenspezifische Lösungen. Dies verbessert nicht nur die Nachhaltigkeit im biopolymeren Endprodukt, sondern reduziert auch die Kosten für die Biokunststoffproduktion. Für die Kosmetikindustrie wurden neue Stärkeprodukte für die Anwendung in Trockenhaarshampoos entwickelt und zur Produktionsreife geführt. In Rezepturen von Flüssigshampoos und Hairconditionern konnten erdölbasierte Komponenten durch neu entwickelte Stärkeverdicker ersetzt werden. Diese Produkte sind besonders haar- und kopfhautschonend. BioethanolIn den Bioethanol-Produktionsanlagen soll ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen zur Fermentation eingesetzt werden. So steht weiterhin die Evaluierung neuer Aufschlusstechnologien sowie neuer Enzyme und Hefen auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Ebenfalls im Fokus stehen die Identifizierung und Umsetzung von Energieeinsparpotenzialen - eng verbunden mit dem Einsatz optimierter Techniken zur Prozessautomation. Weiterentwicklungen werden jeweils auf die verschiedenen Anlagen der CropEnergies-Gruppe übertragen. Beispiele sind die Erhöhung der Trocknungskapazitäten für Bioethanol und die Optimierung der Glutentrockung in Wanze / Belgien, die Verbesserung der Produktqualität und die Kapazitätserhöhung der DDGS-Pelletierung in Zeitz sowie die reibungslose Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton / Großbritannien, wo sich die technologischen und technischen Anpassungen auch positiv auf die Prozessstabilität auswirkten. Nach wie vor werden qualitätsrelevante Fragestellungen bearbeitet sowie der Normungsprozess von Ethanol und ethanolhaltigen Kraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene unterstützt. In Studien mit europäischen Experten wurden die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% weiterentwickelt. Diese Ausarbeitungen dienen als Vorlage für eine Normung zukünftiger Kraftstoffe mit höherem Ethanolanteil. Im Fokus stehen weiterhin wissenschaftliche Studien zur verbesserten Energieeffizienz solcher Kraftstoffe im Vergleich zu den bekannten Ottokraftstoffen. FruchtIm Bereich der Rohstoffbeschaffung wurde durch den Einsatz neuer Technologien die Aktivität der Mikroorganismen auf der Oberfläche der geernteten Früchte erheblich reduziert und deren Haltbarkeit damit verbessert. Durch eine neuartige Behandlung der Früchte vor dem Einfrieren konnten signifikante Texturverbesserungen beim Auftauen erzielt werden. Diese neuen Verfahren bringen neben den sensorischen Verbesserungen erhebliche Einsparungen in der weiteren Verarbeitung mit sich. In Kooperation mit der Technischen Universität Wien wurden neue Erkenntnisse zur Optimierung von Kühlern gewonnen. Deren Implementierung in die Produktion reduziert die Schädigung der Früchte während der Verarbeitung. Die sensorischen Eigenschaften von Fruchtzubereitungen konnten durch eine Optimierung der Pasteurisationsparameter und der Prozessführung signifikant verbessert werden. Gleichzeitig bleibt der hohe mikrobielle Qualitätsstandard erhalten. Für die Verwendung in Eiscreme wurde eine neuartige Fruchtzubereitung entwickelt, die sich bei der Produktion und im fertigen Produkt aufgrund ihrer Textur weder mit dem Eis noch mit dem Schokoladenüberzug vermischt. Chia-Samen gelten als neuer interessanter Rohstoff mit großem Potenzial für Anwendungen in Lebensmitteln. Die Forschungsaktivitäten konzentrierten sich auf die Isolierung der äußeren Samenschicht, die hauptsächlich aus Mucopolysacchariden besteht und stark verdickende Eigenschaften aufweist. Dieser Stabilisator ist dem Hydrokolloid Xanthan ähnlich, allerdings mit einer wesentlich höheren Verdickungskraft. Das gewonnene Material wurde erfolgreich zur Stabilisierung einer Reihe von Lebensmitteln, wie beispielsweise Mayonnaise, Ketchup, Fruchtzubereitungen, Backwaren oder Schlagsahne, eingesetzt. Neue Produkte und TechnologienProteineSüdzucker verfolgt das Ziel, Produktionsanlagen als integrierte Bioraffinerien ( Stichwort Bioraffination) zu betreiben und durch die Gewinnung weiterer Wertkomponenten die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktionsanlagen zu steigern. Von Interesse sind Konzepte für gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Nutzung der Nebenströme, die in eigenen und insbesondere auch in öffentlich geförderten Projekten verfolgt werden. In dem EU-Projekt "PROMINENT" wird beispielsweise die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion, wie z. B. Gluten, Distillers' Dried Grains with Solubles (DDGS) und Concentrated Distillers' Solubles (CDS) untersucht. Im Rahmen der Gemeinsamen Technologieinitiative (Joint Technology Initiative - JTI) Bio-based Industries (BBI) werden mit europäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft Verfahrenskonzepte entwickelt, um aus Teilströmen der Bioethanolproduktion neue Proteinprodukte für Lebensmittelanwendungen zu generieren. In der ersten Phase konnten proteinhaltige Prozessteilströme auf Basis von Weizen identifiziert und erste hochfunktionelle Proteinprodukte isoliert werden. Diese vielversprechende Alternative zu tierischen Proteinen kann einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige, gesunde Ernährung leisten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit bestehender Anlagen verbessern. Stichwort: BioraffinationBioraffination ist der nachhaltige Umwandlungsprozess von Biomasse in nutzbare höherwertige Produkte, wie Nahrungs- und Futtermittel sowie Chemikalien und Energie in Form von Kraftstoff, Strom oder Wärme. Bioethanol als ChemierohstoffIm Rahmen der Bioethanolfolgechemie wird weiterhin an Konzepten zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoff für die chemische Industrie gearbeitet, der Fokus liegt auf der chemisch-katalytischen Umwandlung von Ethanol zu Butanol. In einem ersten Schritt wurden geeignete Katalysatoren identifiziert, aktuell wird eine Pilotanlage für ein kontinuierliches Verfahren installiert, um die Reaktionsführung und Ausbeute weiter zu optimieren. Biobased ChemicalsProdukte auf Basis von Kohlenhydraten sind in Bezug auf die Nachhaltigkeit insbesondere für den Kunststoffsektor hochinteressant. Deshalb wird das Thema Biobased Chemicals hinsichtlich Rohstoffbasis und Technologien intensiv verfolgt und in verschiedenen öffentlich geförderten Projekten Knowhow für fermentative und chemisch-katalytische Verfahren generiert. Dieses Know-how wird für eigene Forschungsansätze genutzt, um Produkte auf Basis von Kohlenhydraten herzustellen. Vielversprechende Resultate ermöglichten erste Patentanmeldungen zu biobasierten Produkten. Nächster Schritt ist die Planung einer kontinuierlich arbeitenden Pilotanlage. Ein Beispiel ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "ZeroCarb FP", das im Rahmen der Innovationsallianz industrielle Biotechnologie implementiert wurde. Hier wird die stoffliche Nutzung von hochreinem Kohlendioxid aus der Bioethanol-Fermentation verfolgt. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 fixiert und chemische Zwischenprodukte liefert. Die auf diese Weise gewonnenen Biobased Chemicals können als Alternative zu petrochemi-schen Produkten eingesetzt werden sowie einen positiven Beitrag für die Nachhaltigkeit und die Gesamtökonomie der Bioethanolanlagen leisten. In der ersten Phase wurde ein zweistufiges biotechnologisches Verfahren für eine organische Säure mit einem besonders breiten Substitutionspotenzial für erdölbasierte Chemikalien entwickelt. Die Ergebnisse sind vielversprechend und sollen nun in einer größer dimensionierten Anlage verifiziert werden. MITARBEITER1Mitarbeiter nach Segmenten und Regionen2Die Anzahl der in der Südzucker-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Stichtag 28. Februar 2017 um 2,6 % auf 16.908 (16.486). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Spezialitäten resultierte insbesondere aus den Divisionen Freiberger und Stärke. So wurden unter anderem aufgrund einer höheren Kapazitätsauslastung am britischen Pizzaproduktionsstandort Westhoughton über 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Kampagnebetrieb in den Zuckerfabriken und in Teilen des Segments Spezialitäten sowie die Saisonalität des Fruchtgeschäfts führen zu Schwankungen der Mitarbeiterzahl im Verlauf eines Geschäftsjahres. Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmentenscroll
Bei der Betrachtung der Beschäftigung nach Regionen sind keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Nach wie vor ist ein knappes Viertel aller Mitarbeiter in Deutschland tätig, etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft ist in anderen EU-Ländern beschäftigt. Im übrigen Ausland arbeiten 25 %. Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Regionenscroll
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Der Begriff Mitarbeiter steht im gesamten
Bericht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis und GeschlechtÜber 70 % aller Mitarbeiter stehen in einem Beschäftigungsverhältnis, das durch einen Kollektivvertrag geregelt ist. Von den insgesamt beschäftigten Arbeitnehmern befinden sich rund 13 % in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Dies sind überwiegend saisonal beschäftigte Mitarbeiter, die im Wesentlichen bei der Ernteunterstützung bzw. während der Verarbeitungskampagnen tätig sind. Mit einer Vielzahl von Angeboten unterstützt Südzucker die Mitarbeiter, um beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Dazu gehören unter anderem sehr flexible Arbeitsmodelle - insbesondere Vereinbarungen zu Gleitzeit, Teilzeit- oder Telearbeit - sowie auch unterschiedliche Angebote an Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitern. Der Anteil der in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiter lag konzernweit bei rund 3 %, wobei von dieser Möglichkeit nach wie vor hauptsächlich Frauen Gebrauch machen. Zum 28. Februar 2017 verteilt sich die Anzahl der Beschäftigten nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlecht auf Konzernebene wie folgt: Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis und Geschlechtscroll
Südzucker beachtet selbstverständlich alle gesetzlichen Vorgaben. Dies gilt auch für die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. So werden Mitarbeiter ausschließlich nach ihrer Eignung, Qualifikation und Leistungs-bzw. Lernbereitschaft eingestellt und gefördert. Das Geschlecht spielt keine Rolle, Frauen und Männer haben die gleichen Chancen. Dennoch ist durch die sehr starke Ausrichtung des Unternehmens auf Produktion und Technik auf allen Ebenen ein zum Teil deutlich höherer Anteil an Männern zu verzeichnen. In den Nachwuchsprogrammen ist der Anteil an Frauen inzwischen gestiegen. In der gesamten Südzucker-Gruppe lag der Anteil von Frauen in der Belegschaft Ende 2016/17 bei rund 30 %, der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei rund 19 %. Die 1. und 2. Ebene des Managements unterhalb des Vorstands setzt sich wie folgt zusammen: Managementscroll
Altersstruktur und BetriebszugehörigkeitDie Altersstruktur zeigt weiterhin ein relativ ausgeglichenes Bild. Mitarbeiter nach Altersgruppen in %![]() Durch die Heraufsetzung der gesetzlichen Altersgrenze wird sich jedoch der Anteil an älteren Arbeitnehmern in den kommenden Jahren erhöhen. Entsprechende Maßnahmen zur Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen müssen vorbereitet und eingeführt werden. Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Konzern von rund 13 Jahren ist Beleg für die Attraktivität von Südzucker als Arbeitgeber. Neben angemessener Vergütung und modernen Sozialleistungen sowie den entsprechenden Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeit liefert vor allem die Unternehmenskultur einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines guten Betriebsklimas. Betriebszugehörigkeit nach Jahren in %![]() Die nachstehende Gegenüberstellung von Neueinstellungen und Fluktuation bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen zeigt einen deutlichen Überhang der Zugänge, der unter anderem die neu geschaffenen Arbeitsplätze im Segment Spezialitäten in den Divisionen Stärke und Freiberger sowie im Segment Frucht betrifft. Die Fluktuation umfasst arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen sowie Renteneintritte. Neueinstellungen und Fluktuationscroll
Personalentwicklung / Aus- und WeiterbildungMaßnahmen zur Personalentwicklung und Weiterbildung haben im gesamten Südzucker-Konzern große Bedeutung. Angesichts der weitergeführten Vorruhestandsprogramme (Altersteilzeit) und der aus Marktveränderungen resultierenden Herausforderungen wird nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit gelegt. Verschiedene internationale Trainee-Programme, Nachwuchsführungskräfte-Programme, International-On-Boarding-Programme wie auch zahlreiche Schulungen unmittelbar in den jeweiligen Betrieben sind Teil dieser Maßnahmen. Weitere Maßnahmen sind sogenannte Verhaltenstrainings - von Führungsseminaren bis zu Präsentationstrainings -, aber auch Fremdsprachenseminare oder Schulungen zum Thema IT-Sicherheit. Neben der fachlichen Weiterbildung stehen immer auch der Team-Gedanke, das Kennenlernen und die Kommunikation mit Kollegen aus anderen Unternehmensteilen wie auch die persönliche Entwicklung sowie die Motivation im Fokus. Berufsausbildung in der Südzucker AG und in der GruppeDie primäre Berufsausbildung wurde auf hohem Niveau fortgesetzt. Dies ist einerseits Beleg für die soziale Verantwortung des Unternehmens; andererseits werden damit die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel zu begegnen. Die Südzucker AG erreichte mit 200 Auszubildenden in neun Ausbildungsberufen eine Ausbildungsquote von rund 10 %. Insgesamt wurden in den deutschen und österreichischen Unternehmen der Südzucker-Gruppe im letzten Geschäftsjahr im Durchschnitt 307 (309) Auszubildende in 17 Ausbildungsberufen beschäftigt. Bei der Raffinerie Tirlemontoise in Tienen haben im September 2016 im Rahmen eines Pilotprojekts 22 Auszubildende mit einer dualen Berufsausbildung als Elektromechaniker begonnen. Nach dem vielversprechenden Start soll dieses Projekt weiter ausgeweitet werden. Derzeit werden die Möglichkeiten am Standort Wanze geprüft. Ausbildungsberufe in der Südzucker-Gruppe
Arbeitssicherheit und GesundheitsschutzArbeitssicherheitArbeitssicherheit hat im gesamten Südzucker-Konzern einen hohen Stellenwert. Dabei gilt es, den Hebel an beiden wesentlichen Aspekten anzusetzen: dem Schaffen einer sicheren Arbeitsumgebung sowie eines Bewusstseins jedes einzelnen Mitarbeiters für sicheres Verhalten. Risiken im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt und bewertet. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft und die Effektivität der festgelegten Maßnahmen regelmäßig bewertet. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem definiert die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unterweisung sowie der Unfalluntersuchung und legt die Verantwortlichkeiten fest. Unfallquote und unfallbedingte Ausfalltagequote1scroll
Im Geschäftsjahr 2016/17 war ein tödlicher Arbeitsunfall zu beklagen. Darüber hinaus gab es leider weitere schwere Arbeitsunfälle, sodass sich die unfallbedingte Ausfalltagequote gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Die Arbeitsunfälle wurden ausführlich untersucht und analysiert, geeignete Maßnahmen festgelegt, um derartige Unfälle künftig zu vermeiden. Diese Maßnahmen wurden auch auf nicht betroffene Werke ausgedehnt. Die Ansätze zur Reduzierung der Arbeitsunfälle sind in den jeweiligen Segmenten unterschiedlich und werden an die spezifischen Anforderungen angepasst. Zu nennen sind hier Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte, aber auch Arbeitsschutz-Aktionstage, in deren Rahmen die Mitarbeiter auf aktive und ansprechende Art und Weise zu Arbeitsschutzthemen geschult und sensibilisiert werden. Besonders hervorzuheben sind hier von Mitarbeitern eingereichte Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit, wie z. B. ein Vorschlag zur Einstiegssicherung für Gruben und Kanäle mithilfe einer portablen Konstruktion. Als Mitglied im Verein der Zuckerindustrie unterstützt Südzucker aktiv die zwischen diesem Arbeitgeberverband und der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur "VISION ZERO. Null Unfälle - Gesund Arbeiten!". Das Ziel "Null Unfälle" verfolgen wir konzernweit. Dies konnte für das Jahr 2016 an folgenden Standorten des Segments Zucker erreicht werden: Buzău, Cagny, Cerekiew, Etrépagny, Kaposvár, Regensburg, Roman, Strzelin, Strzyżów und Tandarei. Darüber hinaus blieben auch BENEO-Palatinit in Offstein, BENEO-Remy in Wijgmaal, Biowanze in Wanze und Ensus in Wilton sowie sieben Produktionsstandorte im Segment Frucht unfallfrei. Im Branchenvergleich behaupten wir in den deutschen Zuckerfabriken die Vorreiterrolle seit mehr als 25 Jahren. Auch Crop-Energies nimmt mit ihren Standorten eine Spitzenstellung ein. GesundheitsschutzSüdzucker ist der Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein besonderes Anliegen. Dafür werden unterschiedliche Maßnahmen und Initiativen durchgeführt, unter anderem die arbeitsmedizinische Betreuung durch Betriebsärzte, Impfprogramme, aber auch die seit zwei Jahren laufende Analyse von psychischen Belastungen an Arbeitsplätzen, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und entsprechend umzusetzen. Um Mitarbeitern nach längerer Krankheit die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, wurde ein betriebliches Eingliederungsmanagement etabliert. Psychische Belastungen kann auch die Erreichbarkeit der Mitarbeiter über Internet, Intranet, E-Mail und Social Media auslösen. Mit einem Verhaltenskodex zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten hat Südzucker klare Regeln aufgestellt, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeiten in Anspruch genommen werden können. Südzucker hat in ihren Leitlinien verankert, dass ihre Produkte Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein sollen. Um das Bewusstsein ihrer Mitarbeiter für dieses Thema zu stärken und entsprechendes Wissen zu vermitteln, wurde im Mitarbeitermagazin eine Serie unter dem Titel "Gesundheitstipps" gestartet. Darüber hinaus werden an einigen Standorten auch Workshops angeboten. Zahlreiche sportliche Angebote wie Laufveranstaltungen oder Fußballturniere, aber auch Kooperationen mit Fitnesseinrichtungen ergänzen das Engagement. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Krankheitsquote unverändert bei rund 4 (4) %. Südzucker als verantwortungsbewusster ArbeitgeberGrundlage für den Umgang von Südzucker mit Mitarbeitern ist der Südzucker-Verhaltenskodex, der unter anderem ein Verbot von Diskriminierung, Belästigung, Kinder- und Zwangsarbeit enthält sowie Bekenntnisse beispielsweise zu Versammlungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz beinhaltet. Dieser Kodex gilt als Bestandteil der Einkaufsbedingungen auch für unsere Lieferanten und Dienstleister. Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zeigen die Gesellschaften der Südzucker-Gruppe an ihren Standorten mit einer Vielzahl und großen Bandbreite von Aktivitäten Engagement für ihre Mitarbeiter. Zu nennen wären hier Familientage und -feste in unterschiedlichster Form, gemeinsame Sportveranstaltungen oder auch kulturelle und wohltätige Veranstaltungen in den Regionen rund um die jeweiligen Standorte. Betriebliches VorschlagswesenIn nahezu allen Unternehmensbereichen der Südzucker-Gruppe sind Systeme für die Einreichung von Verbesserungsvorschlägen etabliert. Die Qualität der Vorschläge zeigt die Motivation der Mitarbeiter, ihre Fachkenntnisse erfolgreich einzubringen und damit Prozesse effizienter zu gestalten sowie Kosten zu senken. Dialog mit den Arbeitnehmervertretern - Europäischer BetriebsratIm vergangenen Jahr tagte der Europäische Betriebsrat in Berlin. Vertreter aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Polen und Ungarn diskutierten mit dem Vorstand zu Themen mit länderübergreifendem Charakter. Dank des VorstandsDer Vorstand weiß das Engagement und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter des Konzerns sehr zu schätzen und bedankt sich ganz herzlich bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Auch den Belegschaftsvertretern gilt der Dank für die stets kooperative und konstruktive Zusammenarbeit. CORPORATE GOVERNANCEIm Folgenden wird gemäß § 289 a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate-Governance-Bericht sind auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/ de/Erklaerung_Unternehmensfuehrung/). Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratNachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 289 a Abs. 2 Nr. 3 HGB. AllgemeinesDie Südzucker AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der Südzucker AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand in der Fassung vom 26. Januar 2016 geregelt. Mit der Tochtergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG, Wien / Österreich, besteht eine Vorstandsverschränkung: Der Vorsitzende des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG, Herr J ohann Marihart, Limberg / Österreich, ist zugleich Mitglied des Vorstands der Südzucker AG und der Finanzvorstand der Südzucker AG, Herr Thomas Kölbl, Speyer, ist zugleich Mitglied des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind Mitglieder oder Vorsitzende in den Aufsichtsgremien der wesentlichen Tochtergesellschaften der Südzucker-Gruppe. AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend - schriftlich und in den turnusmäßigen Sitzungen - über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns. Weitere Schwerpunkte der Berichterstattung sind die Themen Risikomanagement und Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben; sie ist in der Fassung vom 26. November 2009 in Kraft. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer regelmäßig getrennt. Zusammensetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Südzucker AG gehören gemäß Satzung 20 Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die derzeitigen Amtsperioden sind identisch: Die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder läuft für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind im Aufsichtsrat nicht vertreten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind mit dem Sektor, in dem die Südzucker AG tätig ist, vertraut. Financial Expert im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss - also ein Mitglied, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt - ist Frau Veronika Haslinger, Wien / Österreich. Diversity-ZieleFür seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. November 2010 und Bestätigung seitens des neu konstituierten Aufsichtsrats am 20. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
Die Zielfestlegung für eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat wurde - nach Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (sogenanntes Geschlechterquotengesetz) am 1. Mai 2015 - aktualisiert. Diese Ziele werden im nachstehenden Corporate-Governance-Bericht erläutert. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Im Jahr 2012 fand die turnusmäßige Wahl der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft und der Aktionärsvertreter durch die Hauptversammlung statt; in den Hauptversammlungen 2014 und 2015 wurden Nachwahlen für ausgeschiedene Aktionärsvertreter durchgeführt. Seither gehören dem Aufsichtsrat mindestens zwei und damit eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an (nicht unabhängig i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der Internationalität. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen an - jeweils zwei auf der Arbeitnehmerseite und der Aktionärsseite. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss, dem Landwirtschaftlichen Ausschuss, dem Sozialausschuss und dem Vermittlungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Das Präsidium sowie der Vermittlungsausschuss bestehen aus vier Mitgliedern und die übrigen Ausschüsse jeweils aus sechs Mitgliedern; sie sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Aufgaben des Präsidiums und der übrigen Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat in der Fassung vom 26. November 2009, für den Prüfungsausschuss gilt darüber hinaus dessen Geschäftsordnung in der Fassung vom 21. Juli 2009. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (37) "Aufsichtsrat und Vorstand" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Südzucker AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Südzucker AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, im Vorfeld der Hauptversammlung auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/de/ Investor-Relations/Hauptversammlung/) ihre Stimme abzugeben bzw. Vollmacht an die Stimmrechtsvertreter der Südzucker AG oder Vollmacht an einen Dritten zu erteilen. Hauptversammlung 2017Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung, die für den 20. Juli 2017 vorgesehen ist, sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden gemäß den aktienrechtlichen Vorschriften veröffentlicht und auf der Internetseite der Südzucker AG (www.suedzucker.de/ de/Investor-Relations/Hauptversammlung/) zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Der Vorstand der Südzucker AG und das Management im Südzucker-Konzern nutzen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Corporate-Governance-BerichtCorporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht bezieht sich auf die Angaben gemäß § 289 a Abs. 2 Nr. 1 HGB. Eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildet dabei die Basis für Transparenz und den Anspruch, Aktionäre und Öffentlichkeit schnell und umfassend zu informieren. Mit Veröffentlichung dieses Corporate-Governance-Berichts trägt die Südzucker AG den gesetzlichen Vorschriften und den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) Rechnung. Bei Südzucker ist eine gute Corporate Governance Teil des Selbstverständnisses und seit Jahren gelebte Praxis. Sie wurde konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Kodex ausgerichtet und ist bedeutende Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Nach Ansicht von Südzucker ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 7. Februar 20171 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate-Governance-Grundsätze verzichtet. Den Empfehlungen des Kodex wird mit den in der Entsprechenserklärung dargestellten Ausnahmen gefolgt. Entsprechenserklärung 2016In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat wurden - gegenüber Vorjahrestext - folgende Abweichungen von Empfehlungen gestrichen, da diesen Empfehlungen inzwischen entsprochen wird:
Die 2015 neu eingeführte Kodex-Empfehlung, wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahestehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzunehmen, wurde am 26. Januar 2016 durch Aufnahme in die Geschäftsordnung für den Vorstand der Südzucker AG umgesetzt. Der Erklärung einer Abweichung von der Empfehlung bedarf es daher nicht mehr.
Aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Besetzung von Aufsichtsräten im sogenannten Geschlechterquoten-Gesetz vom 1. Mai 2015 wurde der Kodex umformuliert. Die aktuelle Kodex-Fassung gibt nur noch den gesetzlichen Regelungsinhalt wieder und stellt keine Empfehlung mehr dar, zu der Abweichungen nach § 161 AktG anzugeben sind. Die (bisher nur vorsorgliche) Erklärung einer Abweichung konnte deshalb entfallen.
Im letztjährigen Geschäftsbericht wurden die Aufsichtsratsbezüge nicht individualisiert dargestellt, es erfolgte aber eine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Der Kodex-Empfehlung wurde und wird insoweit auch in Zukunft entsprochen, sodass eine Anpassung des Wortlauts der Entsprechenserklärung zu Ziffer 5.4.6 erfolgen konnte. Der vollständige Wortlaut der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der Südzucker-Internetseite veröffentlicht (www.suedzucker.de/ de/Entsprechenserklaerung/). GeschlechterquoteDie durch das sogenannte Geschlechterquotengesetz am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Änderung des Aktiengesetzes sieht für börsennotierte und mitbestimmte Gesellschaften eine fixe Geschlechterquote von 30 % im Aufsichtsrat und für börsennotierte Gesellschaften die Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 15. Juli 2015 die Beibehaltung des Frauenanteils im Vorstand von 0 % bis 30. Juni 2017 festgelegt. Der Vorstand hat in der Sitzung am 21. September 2015 beschlossen, dass in der Südzucker AG der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bis 30. Juni 2017 - von derzeit 8 % bzw. 12 % - auf jeweils 10 bis 15 % angehoben werden soll. Aus- und FortbildungDie Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von Südzucker angemessen unterstützt; auch im Geschäftsjahr 2016/17 fand eine Informationsveranstaltung zu Corporate-Governance-Themen durch einen externen Fachanwalt statt, an der fast alle Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen. VergütungsberichtVorstandDas Vergütungssystem des Vorstands der Südzucker AG beinhaltet ein festes Jahresgehalt, eine variable Vergütung, die auf der durchschnittlichen Dividende der vorangegangenen drei Geschäftsjahre basiert, eine betriebliche Altersversorgung, die im Wesentlichen nach einem festen Anteil an der jährlichen Fixvergütung bemessen ist, sowie Sachbezüge. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile und vergleichbare langfristige Vergütungskomponenten sind nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands wird seit Inkrafttreten des VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) durch das Plenum des Aufsichtsrats - nach Vorbereitung durch das Präsidium - festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Der durch das VorstAG geänderte § 87 Abs. 1 AktG sieht vor, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist; variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der gesetzlich geforderten Mehrjährigkeit wird dadurch Rechnung getragen, dass die durchschnittliche Dividende von drei vorangegangenen Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird. AufsichtsratDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Südzucker AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine Grundvergütung. Diese Grundvergütung besteht aus einer festen, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbaren Vergütung von 60.000 € sowie einer variablen Vergütung von 500 € für je angefangene 0,01 € ausgeschüttete Dividende auf die Stammaktie, die 0,50 € übersteigt. Bei der Berechnung der Vergütung werden steuerlich begründete Sonderdividenden nicht berücksichtigt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache und dessen Stellvertreter sowie sonstige Mitglieder des Präsidiums erhalten das Anderthalbfache dieser Vergütung. Pro Ausschussmitgliedschaft erhöht sich die Grundvergütung um 25 %, für Ausschussvorsitzende um 50 %; dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat und gilt nicht für die Mitgliedschaft im Präsidium und im Vermittlungsausschuss. Die Südzucker AG verzichtet - wie in der Entsprechenserklärung näher dargestellt - auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung, da diese Beeinträchtigung der Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht. Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Ziffer (36) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. Der Deutsche Corporate Governance Kodex folgt dem als Empfehlung bezüglich der Aufsichtsratsmitglieder. Die Selbstbehalte der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in der D&O-Versicherung entsprechend angepasst. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat / meldepflichtige WertpapiergeschäfteKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der Südzucker AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt 1 % oder mehr des Grundkapitals repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden der Südzucker AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt. ComplianceNachstehende Erläuterungen beziehen sich auf die Angaben zu den Compliance-Unternehmensgrundsätzen gemäß § 289 a Abs. 2 Nr. 2 HGB. Compliance-Management-SystemCompliance - also die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien - ist für Südzucker ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Dabei wird Compliance bei Südzucker nicht lediglich als Vorstandsaufgabe, sondern als Aufgabe des gesamten Managements aller Konzernfunktionen, Divisionen sowie Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen der Südzucker-Gruppe gesehen und gelebt. Das Compliance-Management soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. Vor diesem Hintergrund wird es kontinuierlich fortentwickelt und regelmäßig auf die geltenden Anforderungen hin überprüft. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (Informieren und Schulen), "Einhalten" (Kontrollieren und Dokumentieren) sowie "Verbessern" (Berichten und Handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert; sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation weiter fortentwickelt. Zur weiteren Stärkung der Compliance-Kultur wurde auch 2016/17 die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt. Schwerpunkte der - mit länder- und gesellschaftsspezifischen Anpassungen - konzernweit geltenden, Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht sowie die Korruptionsprävention. Diese Grundsätze werden über Richtlinien konkretisiert. Exemplarisch genannt werden sollen hier die Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe sowie die Richtlinie für den Umgang mit Geschenken und Einladungen im Verhältnis zu Geschäftspartnern der Südzucker-Gruppe. Ziel dieser Vorgaben ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen zu bewahren sowie sinnvolle und anschauliche Unterstützung zur Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und Unternehmensrichtlinien zu geben.
Der Vorstand erstattet regelmäßig über Compliance-Themen Bericht an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Südzucker AG. Compliance-UnternehmensgrundsätzeSüdzucker will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze sind auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Unternehmensgrundsaetze / veröffentlicht. Südzucker wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Südzucker bietet seinen Mitarbeitern die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung an, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Denn nur risikobewusste Beschäftigte können Risiken erkennen und diese auch erfolgreich vermeiden oder zumindest reduzieren. Compliance Officer und Compliance-Beauftragte gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden konzernweit Schulungen durchgeführt. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmens-grundsätze unverzüglich dem Compliance Officer, den Compliance-Beauftragten oder dem Vorstand mitzuteilen. Übernahmerelevante AngabenDie folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, StimmrechteZum 28. Februar 2017 beträgt das gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Stimmrechte, Übertragung von AktienJede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Es besteht ein Stimmbindungsvertrag zwischen der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, und der Zucker Invest GmbH (Zucker Invest), Wien / Österreich, einer Gesellschaft der Unternehmensgruppe der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung (Raiffeisen-Holding), Wien / Österreich. Daneben bestehen weitere Stimmbindungsverträge zwischen Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe. Ferner besteht ein Vorkaufsrecht der SZVG hinsichtlich 18.797.796 von Zucker Invest gehaltener Südzucker-Aktien und ein Vorkaufsrecht der Zucker Invest hinsichtlich 246.368 von SZVG gehaltener Südzucker-Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %Der Südzucker AG sind zwei unmittelbare Beteiligungen an ihrem Kapital bekannt, die 10 % überschreiten: Die SZVG ist mit rund 56 % am Grundkapital beteiligt, die Zucker Invest mit rund 10 %. Über die Zucker Invest sind die Raiffeisen-Holding und die mit ihr verbundenen Unternehmen mittelbar beteiligt. Die Beteiligungen werden den Gesellschaften wechselseitig zugerechnet, sodass nach dem Wertpapierhandelsgesetz jeweils Beteiligungen in Höhe von rund 66 % am gezeichneten Kapital bestehen. Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmeraktienAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei Südzucker nicht. Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital der Südzucker AG beteiligt, die einer Stimmrechtskontrolle unterliegen. Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederDie Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84, 85 AktG, 31 Mit-bestG. Nach § 5 Nr. 2 der Satzung der Südzucker AG in der aktuellen Fassung vom 23. Dezember 2016 bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Aufsichtsrat hat auch die Befugnis, stellvertretende Vorstandsmitglieder zu bestellen. SatzungsänderungenFür Satzungsänderungen gelten die §§ 179 ff. AktG. Der Aufsichtsrat ist nach § 22 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die lediglich die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und AktienrückkaufDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.000.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Der Vorstand kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats und nach näherer Maßgabe von § 4 Abs. 4 der Satzung das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausschließen, wobei die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 15. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können unter anderem zum Zwecke der Einziehung zulasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2015. Von der Ermächtigung zum Erwerb von eigenen Aktien 2015 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Kontrollwechsel- und EntschädigungsvereinbarungenDie Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen gemäß § 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 HGB, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Unterabschnitt "Vergütungsbericht" des Corporate-Governance-Berichts und sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtaussage zur GeschäftsentwicklungIm Geschäftsjahr 2016/17 blieben die für uns wesentlichen Märkte weiterhin volatil und herausfordernd. Unter starken Schwankungen setzte sich bei den Weltmarktnotierungen für Zucker eine positive Preisentwicklung durch, die sich seit dem Spätjahr 2016 auch für den EU-Markt abzeichnete. Noch turbulenter verliefen die Notierungen am europäischen Ethanolmarkt, der in der Berichtsperiode zwischenzeitlich einen erfreulichen Preisanstieg, aber auch ein Allzeittief verzeichnete. Der Konzernumsatz lag erwartungsgemäß leicht über Vorjahresniveau. Mit dem erzielten operativen Ergebnis in der Südzucker-Gruppe sind wir angesichts der Marktentwicklung zufrieden. Einen herausragenden Beitrag hat das Segment CropEnergies trotz der im Durchschnitt unter dem Vorjahr liegenden Ethanolerlöse geleistet. Erfreulich war, dass wir unsere Position als führender Bioethanolhersteller in Europa mit der Wiederinbetriebnahme von Ensus ausbauen konnten. Auch künftig werden wir die Bioethanolkapazitäten unserer Standorte den Marktbedingungen entsprechend flexibel nutzen. In den Segmenten Spezialitäten und Frucht konnten wir in allen Divisionen eine gute Absatz- und Ergebnisentwicklung realisieren. Das Segment Zucker befindet sich in einer Übergangsphase; entsprechend liegen die Ergebnisse noch unter unseren langfristigen Erwartungen. Alle unsere Steuerungskennzahlen - operatives Ergebnis, Return on Capital Employed (ROCE), Cashflow und Nettofinanzschulden - haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Kapitalstruktur haben wir durch die Kapitalerhöhung der AGRANA Beteiligungs-AG sowie die Platzierung von AGRANA-Aktien aus dem Südzucker-Direktbestand gestärkt und sind damit für künftige Herausforderungen solide aufgestellt. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWirtschaftliches Umfeld und WährungenDas Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2016 betrug 3,1 %. Eine wesentliche Rolle haben dabei die Konjunkturabkühlung in den USA und China sowie die fortschreitende Rezession in Brasilien gespielt. Zudem sorgten politische Ereignisse wie das Brexit-Votum und die US-Präsidentschaftswahl für erhebliche Verunsicherung. Die Eurozone befand sich mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von + 1,7 % weiter auf einem guten Wachstumspfad; in Deutschland wurde das Konsumklima der Privathaushalte durch annähernde Vollbeschäftigung und steigende Reallöhne beflügelt. Der Euro handelte im Spannungsfeld zwischen Zinserhöhungszyklus in den USA und expansiver Geldpolitik im Euroraum. Am 2. Juni 2016 kündigte die EZB die Erweiterung ihres Kaufprogramms auf Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich und den Anleiheerwerb von monatlich rund 80 Mrd. € an. Das Brexit-Votum am 23. Juni 2016 ließ das britische Pfund um rund 10 % abwerten. Nach den US-Präsidentschaftswahlen im November 2016 stiegen die Inflationserwartungen, was auch zu einer deutlichen Abwertung von Währungen der Schwellenländer führte. Der brasilianische Real brach innerhalb kurzer Zeit um 8 % ein. Der Abwertungstrend des Euro wurde durch folgende geldpolitische Maßnahmen verstärkt:
Am 20. Dezember 2016 markierte der Euro ein 14-Jahres-Tief bei 1,04 USD/€ und erholte sich gegen Geschäftsjahresende auf 1,06 USD/€. Bezogen auf das Südzucker-Geschäftsjahr wertete der Euro um 3 % ab, der brasilianische Real erholte sich und gewann 21 % gegenüber dem US-Dollar. Absatz- und RohstoffmärkteDer seit Herbst 2015 anhaltende Aufwärtstrend des Zuckerweltmarktpreises setzte sich bei weiterhin hoher Volatilität im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 fort. Getrieben von der seit über zwei Jahren anhaltenden Defizitsituation auf dem Weltmarkt und verstärkt durch hohe Positionen finanzieller Investoren stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker bis Oktober 2016 auf über 550 €/t an - das höchste Niveau seit 2012. Danach setzte zunächst eine Preiskorrektur ein, anschließend erholten sich die Preise wieder auf über 500 €/t. Die europäischen Ethanolpreise schwankten im Geschäftsjahr 2016/17 stark. Nachdem die Preise im März und April 2016 bei rund 460 €/m3 lagen, hielten sie sich von Mai bis Juli 2016 oberhalb der Marke von 500 €/m3 . In der Spitze stieg der Ethanolpreis dabei auf rund 575 €/m3 , um kurz darauf bis Anfang September 2016 auf ein neues Allzeittief von 427 €/m3 abzusinken. Ab Dezember 2016 führten Spekulationen über eine engere Versorgungslage zu einem deutlichen Anstieg der europäischen Ethanolpreise bis Ende Februar 2017 auf rund 640 €/m3 fob Rotterdam. Die globale Getreideernte soll im Wirtschaftsjahr 2016/17 einen erneuten Rekordwert erreichen und die weltweiten Lagerbestände ebenfalls auf ein neues Rekordniveau steigen lassen. In Erwartung dieser ausgezeichneten Versorgungslage sanken die Weizenpreise bereits zu Beginn des Geschäftsjahres auf rund 145 €/t und erreichten damit ein Niveau, das zuletzt Mitte 2010 beobachtet werden konnte. Bis Ende Februar 2017 stiegen die Weizenpreise in der EU wieder auf 170 €/t an. Hierzu haben eine geringere Getreideernte in der EU und eine rege Exportnachfrage beigetragen. Der Fruchtzubereitungsmarkt verzeichnete in den außereuropäischen Märkten Asien, Nordafrika und Naher Osten dynamisches Wachstum, während die gesättigten Märkte EU und USA eine Tendenz zu höherem Konsum von Joghurt ohne Fruchtzubereitungen aufwiesen. Wachstumspotenzial versprechen die Konsumgütermärkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie. Im Markt für europäisches Apfelsaftkonzentrat haben sich die Preise in den letzten Monaten des Geschäftsjahres in einem Umfeld steigender Nachfrage und begrenzter Angebotsmengen auf hohem Niveau stabilisiert. Die Rohstoffmärkte für Fruchtzubereitungen waren infolge solider Ernten gut versorgt und zeigten stabile bis sinkende Preistendenz auch bei der Hauptfrucht Erdbeere. Auf dem wichtigsten Rohstoffmarkt für Fruchtsaftkonzentrate sorgte Frost im Mai 2016 in Österreich, Westungarn und Slowenien für eine reduzierte Verfügbarkeit von Äpfeln. Energie und EmissionshandelDie Energiemärkte waren frühzeitig geprägt von Spekulationen über eine von der OPEC geplante Beschränkung der Rohölförderung. Seit dem 14-Jahres-Tief bei 26 USD/Barrel1 Mitte Januar 2016 infolge globaler Konjunktursorgen und anhaltender Überproduktion formten die Rohölmärkte einen Aufwärtstrend, der mit Unterbrechungen bis zum Geschäftsjahresende anhielt.
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Ein Barrel entspricht 158,987 Liter. Gespeist wurde dieser Trend von Spekulationen über eine Produktionskürzung, die am 30. November 2016 von den OPEC-Staaten beschlossen wurde. Vereinbart wurde eine Drosselung der Rohölförderung um 1,2 Mio. Barrel auf 32,5 Mio. Barrel pro Tag; das Ende der langjährigen Überschussproduktion zeichnete sich ab. Ferner setzte der sogenannte "TrumpEffekt" Impulse, als die angekündigten Konjunkturprogramme die Fantasie auf der Nachfrageseite belebten. Der Rohölpreis der Nordseesorte Brent ging mit 57 USD / Barrel am Geschäftsjahresende aus dem Handel. Auf dem Gasmarkt zeichneten verhältnismäßig volle Gasspeicher in Europa sowie die weltweiten geopolitischen Krisen für eine Seitwärtsbewegung der Gaspreise bei zwischenzeitlich starken Preisschwankungen verantwortlich. In den Sommermonaten war der übliche, wenn auch überproportional starke, Abwärtstrend der Gaspreise zu verzeichnen. In den Herbst- und Wintermonaten begannen die Spot- und Future-Notierungen der Gaspreise deutlich zu steigen. Gründe hierfür waren vor allem die beschlossene Drosselung der Rohölförderung sowie die erhöhte Nachfrage nach Gas infolge niedriger Temperaturen sowie als Brennstoff für die Stromerzeugung. Im europäischen Emissionshandel (ETS) bewegten sich die EUA-Preise 2016/17 auf einem konstant niedrigen Niveau. Daran änderte auch der Mitte Februar 2017 vom Europäischen Parlament verabschiedete Vorschlag zur Reform des Emissionshandelssystems für die 4. Handelsperiode 2021 bis 2030 wenig. Am 28. Februar 2017 notierten die EUA auf dem Spotmarkt bei 5,20 (4,98) €. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu den branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird auf die Erläuterungen zu den einzelnen Segmenten verwiesen. Geschäftsentwicklung der Südzucker-Gruppe - ErtragslageUmsatz und operatives ErgebnisIm Geschäftsjahr 2016/17 stieg der Konzernumsatz um 1,4 % auf 6.476 (6.387) Mio. €. Dabei konnten höhere Umsätze in den Segmenten Spezialitäten, CropEnergies und Frucht den Rückgang im Segment Zucker mehr als ausgleichen. Umsatz und operatives Ergebnisscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Deutlich besser entwickelt hat sich das operative Konzernergebnis: Zu dem Anstieg auf 426 (241) Mio. € haben insbesondere das Segment Zucker, aber auch alle anderen Segmente beigetragen. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE)Das Capital Employed stieg auf 6.012 (5.791) Mio. €. Dabei war ein Anstieg in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und Frucht zu verzeichnen, dem ein leichter Rückgang im Segment CropEnergies gegenüberstand. In Verbindung mit dem deutlich verbesserten operativen Ergebnis von 426 (241) Mio. € stieg der ROCE auf 7,1 (4,2) %. Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Ergebnis der BetriebstätigkeitDas Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2016/17 in Höhe von 441 (277) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 426 (241) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 20 (- 19) Mio. € und dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 35 (55) Mio. € zusammen. Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 20 (- 19) Mio. € resultierte aus Aufwendungen für ein neu angebotenes Altersteilzeitprogramm, für Umsatz- und Verbrauchssteuerrisiken sowie Aufwendungen aus der Testphase der neuen Weizenstärkeanlage in Zeitz. Bei CropEnergies war nach der Wiederinbetriebnahme der Bioethanolfabrik in Wilton / Großbritannien die im Februar 2015 bei Stilllegung gebildete Rückstellung aufzulösen. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich auf 35 (55) Mio. €. Es entfiel mit 7 (32) Mio. € auf das Segment Zucker (ED&F Man Holdings Limited, AGRANA-Studen-Gruppe, Maxi S.r.l.) und mit 28 (23) Mio. € auf das Segment Spezialitäten (Hungrana-Gruppe). FinanzergebnisDas Finanzergebnis verbesserte sich auf - 34 (- 50) Mio. €. Dabei lag das Zinsergebnis mit - 27 (- 27) Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Entwicklung des sonstigen Finanzergebnisses auf - 7 (- 23) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem Währungsergebnis und der Wertberichtigung eines Finanzmittelbestands der AGRANA Frucht in der Ukraine. Steuern vom Einkommen und vom ErtragBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 407 (227) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf - 95 (- 46) Mio. €. Die Steuerquote lag bei 23 (20) %. JahresüberschussVom Jahresüberschuss von 312 (181) Mio. € entfielen 214 (109) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 13 (18) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 85 (54) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Das Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie betrug 1,05 (0,53) €. Der Ermittlung liegt der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Millionen ausstehenden Aktien zugrunde. Investitionen und Finanzierung -FinanzlageFinanzierungsrechnungscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. CashflowDer Cashflow folgte dem verbesserten Jahresüberschuss und erreichte 634 Mio. € nach 480 Mio. € im Vorjahr. Damit erreichte der Cashflow 9,8 (7,5) % der Umsatzerlöse. Working CapitalDer Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals um 89 Mio. € resultierte maßgeblich aus mengenbedingt gestiegenen Zuckervorratsbeständen sowie den umsatzbedingt gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, was nur teilweise durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert werden konnte. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich auf 329 (371) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie mit 153 (181) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und der Logistik in Vorbereitung auf die Produktionsausweitung nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 126 (131) Mio. € betrifft im Wesentlichen den Ausbau neuer Produktionskapazitäten in der Division Stärke sowie Anlagenoptimierungen bei BENEO und Freiberger. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 16 (17) Mio. € dienen dem Ersatz und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 34 (42) Mio. € mit der Installation weiterer Produktionskapazitäten überwiegend die Division Fruchtzubereitungen. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 164 (0) Mio. € betrafen im Segment Zucker mit 82 Mio. € die Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, um 10 % auf rund 35 % im September 2016. Daneben entfielen 29 Mio. € auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra e. G., Sömmerda, im Juni 2016 sowie 5 Mio. € auf die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Im Segment Frucht wurden 46 Mio. € für den Erwerb von Main Process S.A., Buenos Aires / Argentinien investiert. Abstockungen an Tochterunternehmen / KapitalrückkaufDurch eine Kapitalerhöhung mit Ausgabe von 1,4 Millionen neuen AGRANA-Aktien und die gleichzeitige Platzierung von 0,5 Millionen AGRANA-Aktien aus dem Südzucker- Direktbestand konnte der Streubesitz von AGRANA von 7 % auf 19 % erhöht werden. Aus beiden Maßnahmen sind insgesamt Mittel in Höhe von 189 Mio. € zugeflossen. Im Vorjahr hat Südzucker Hybrid-Eigenkapital in Höhe von 29 Mio. € zurückgekauft. GewinnausschüttungenDie im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 115 (129) Mio. € entfielen mit 62 (51) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 53 (78) Mio. € auf andere Gesellschafter. Entwicklung der NettofinanzschuldenDer Cashflow von 634 Mio. € sowie der Mittelzufluss von 189 Mio. € aus der Kapitalerhöhung und Platzierung von AGRANA-Aktien haben den Mittelabfluss aus dem Aufbau des Working Capitals um 89 Mio. €, aus den Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von insgesamt 493 Mio. € sowie aus den Gewinnausschüttungen in Höhe von 115 Mio. € übertroffen. Entsprechend konnten die Nettofinanzschulden von 555 Mio. € um 142 Mio. € auf 413 Mio. € zum 28. Februar 2017 abgebaut werden. Die Südzucker AG hat am 22. November 2016 über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft Südzucker International Finance B.V. eine Unternehmensanleihe über ein Nominalvolumen von 300 Mio. € platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Kupon von 1,25 % p. a. Die Anleihe dient der Refinanzierung der im März 2018 fälligen Anleihe in Höhe von 400 Mio. €, der Kampagnefinanzierung 2016/17 sowie der Aufstockung der Finanzierung von Tochtergesellschaften. Bilanz - VermögenslageLangfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte stiegen um 246 Mio. € auf 4.780 (4.534) Mio. €. Infolge des Erwerbs der Main Process S.A. sowie der Terra e. G. erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert, wodurch die immateriellen Vermögenswerte auf 1.240 (1.189) Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen und Konsolidierungskreisänderungen um 97 Mio. € auf 2.922 (2.825) Mio. €. Bilanzscroll
Der Anstieg der übrigen Vermögenswerte um 98 Mio. € auf 618 (520) Mio. € resultiert maßgeblich aus dem Anstieg der Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen auf 433 (333) Mio. € infolge der Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, sowie der anteiligen Ergebnisvereinnahmung. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 357 Mio. € auf 3.956 (3.599) Mio. €. Wesentliche Ursache hierfür waren um 156 Mio. € höhere Vorratsbestände - insbesondere im Segment Zucker - von 2.053 (1.897) Mio. €, um 98 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 881 (783) Mio. € sowie ein Anstieg der übrigen Vermögenswerte um 103 Mio. € auf 1.022 (919) Mio. €, der maßgeblich aus dem Anstieg der flüssigen Mittel resultierte. EigenkapitalDas Eigenkapital stieg auf 4.888 (4.473) Mio. €; die Eigenkapitalquote lag bei einer gestiegenen Bilanzsumme von 8.736 (8.133) Mio. € mit 56 (55) % leicht über Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG erhöhte sich um 189 Mio. € auf 3.347 (3.158) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen nicht beherrschenden Anteile um 226 Mio. € auf 888 (662) Mio. €, was maßgeblich aus den Kapitalmaßnahmen bei AGRANA resultiert. Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden stiegen um 229 Mio. € auf 2.040 (1.811) Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 25 Mio. € auf 823 (798) Mio. € infolge der Bewertung mit dem rückläufigen Marktzinssatz von 1,90 % am 28. Februar 2017 nach 1,95 % am 29. Februar 2016. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 183 Mio. € auf 917 (734) Mio. € insbesondere infolge der im 3. Quartal aufgenommenen Anleihe 2016/2023 mit einem Buchwert von rund 300 Mio. €. Die übrigen Schulden sind um 21 Mio. € auf 300 (279) Mio. € angestiegen. Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 41 Mio. € auf 1.808 (1.849) Mio. €. Während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 204 Mio. € auf 221 (425) Mio. € zurückgingen, stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 116 Mio. € auf 917 (801) Mio. €; letztere enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 442 (354) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Anstieg um 47 Mio. € auf 670 (623) Mio. € zu verzeichnen. NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2017 um 142 Mio. € auf 413 (555) Mio. € zurückgegangen. Das Verhältnis der Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals betrug 8,4 (12,4) %. Die langfristigen Finanzierungserfordernisse des Konzerns sind zum 28. Februar 2017 durch 697 (399) Mio. € Anleihen, 43 (126) Mio. € Schuldscheindarlehen sowie 174 (207) Mio. € Bankdarlehen gedeckt. Der kurzfristigen Finanzierung dienten am Bilanzstichtag Schuldscheindarlehen von 83 (0) Mio. €, Bankdarlehen von 138 (261) Mio. € sowie Anleihen von 0 (164) Mio. €. Aus den nicht genutzten syndizierten Kreditlinien und weiteren bilateralen Bankkreditlinien standen der Südzucker-Gruppe am Bilanzstichtag mit 1,6 (1,4) Mrd. € ausreichend Liquiditätsreserven zur Verfügung. Daneben bestanden flüssige Mittel sowie Anlagen in Wertpapieren von insgesamt 0,7 (0,6) Mrd. €. Wertbeitrag, Kapitalstruktur und DividendeWertbeitraescroll
Kapitalstrukturscroll
Das Capital Employed lag mit 6.012 (5.791) Mio. € um 221 Mio. € über Vorjahresniveau. Bedingt durch Investitionen und Akquisitionen erhöhten sich die Buchwerte der Sachanlagen und des Goodwill. Außerdem erhöhte sich das Working Capital -im Wesentlichen im Segment Zucker - infolge gestiegener Vorratsbestände sowie höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, was nur teilweise durch gleichzeitig gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert wurde. Gleichwohl stieg der Return on Capital Employed (ROCE) 2016/17 von 4,2 auf 7,1 %, was auf das deutlich verbesserte operative Ergebnis von 426 (241) Mio. € zurückzuführen ist. Am Bilanzstichtag betrug der Verschuldungsfaktor aus dem Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 0,7 (1,2). Die Nettofinanzschulden lagen zum 28. Februar 2017 bei 8,4 (12,4) % des Eigenkapitals in Höhe von 4.888 (4.473) Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 56,0 (55,0) % bei einer gleichzeitig auf 8.736 (8.133) Mio. € gestiegenen Bilanzsumme. Südzucker verfolgt seit Jahren eine transparente, der Ergebnis- und Verschuldungssituation des Konzerns angepasste Dividendenpolitik, die auf Kontinuität ausgerichtet ist. Ausschüttungen orientieren sich in erster Linie an der nachhaltigen operativen Ergebnisentwicklung des Konzerns. Die Entwicklung der Dividende je Aktie in Relation zu wesentlichen Ertragskennzahlen ist in Tabelle 024 dargestellt. Der Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat von 0,45 (0,30) €/Aktie berücksichtigt das positive Ergebnismomentum des Geschäftsjahres 2016/17. Auf der Grundlage von 204,2 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme in Höhe von 91,9 Mio. €. Im Vorjahr belief sich die Ausschüttungssumme auf 61,3 Mio. €. Dividendescroll
SEGMENT ZUCKERscroll
Marktentwicklung und wirtschaftliches UmfeldWeltzuckermarktFür das Wirtschaftsjahr 2016/17 (1. Oktober bis 30. September) erwartet das deutsche Analystenhaus F. O. Licht in seiner 3. Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Februar 2017 wiederum ein Defizit. Im vorhergehenden Wirtschaftsjahr 2015/16 hatte sich das erste Produktionsdefizit seit sechs Jahren ergeben. Trotz einer Erholung der Produktion auf 178,0 (174,7) Mio. t kommt es bei einem weiter wachsenden Verbrauch von 181,0 (180,0) Mio. t nochmals zu einem Abbau der Bestände auf 65,4 (70,9) Mio. t bzw. rund 36 (39) % eines Jahresverbrauchs und damit auf das niedrigste Niveau seit 2010/11. Die Erzeugung war im Wirtschaftsjahr 2015/16 witterungsbedingt insbesondere in Indien und Thailand und durch Anbaueinschränkungen in Europa gegenüber den vorhergehenden Jahren zurückgegangen. 2016/17 führten Anbauausweitung und Ertragsteigerung in Europa zu einer leicht höheren Zuckererzeugung, die aber nicht das Niveau der vorherigen Jahre erreichte. Das Wachstum des Weltzuckerverbrauchs setzt sich auch 2016/17 fort. Wachstumstreiber ist das Bevölkerungswachstum insbesondere in Afrika und Asien. Bei weiterhin hoher Volatilität setzte sich der seit Herbst 2015 anhaltende Aufwärtstrend im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/17 fort. Getrieben von der seit über zwei Jahren anhaltenden Defizitsituation auf dem Weltmarkt und verstärkt durch hohe Positionen finanzieller Investoren stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker von 375 €/t zu Beginn des Geschäftsjahres bis Oktober 2016 auf über 550 €/t an - das höchste Niveau seit 2012. Danach setzte zunächst eine Preiskorrektur ein, der Weltmarktpreis gab bis Mitte Dezember auf nahezu 450 €/t nach. Anschließend erholten sich die Preise wieder und stiegen - unterstützt durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro - auf über 500 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 503 €/t. Weltzuckerbilanz![]() Weltzuckerbilanzscroll
Quelle: F. O. Licht, 3. Schätzung der Weltzuckerbilanz, Februar 2017. Die nebenstehende Tabelle gibt einen Überblick über die bedeutendsten Zuckerproduktions- und Verbrauchsländer sowie die größten Im- und Exportnationen. Brasilien ist mit einem Anteil von rund 23 % nach wie vor der größte Zuckererzeuger und mit 27,7 Mio. t der mit Abstand größte Zuckerexporteur. EU-ZuckermarktAm 1. Oktober 2016 begann das letzte Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober - 30. September) im bisherigen Marktordnungsrahmen mit Zuckerquotenregelung und Zuckerrübenmindestpreisen. Die EU-Kommission rechnet aufgrund der Ausweitung der Anbauflächen und besserer Erträge mit einem Anstieg der Zuckerproduktion in der EU (inklusive Isoglukose) auf rund 17,4 (15,7) Mio. t. Im ZWJ 2015/16 war die Erzeugung aufgrund von Anbaueinschränkungen nach einer Rekordernte im vorhergehenden Jahr zurückgegangen. Auch für das ZWJ 2016/17 geht die EU-Kommission, wie schon in den vorangegangenen Jahren, von einem weiteren Abbau der Quotenzuckerbestände aus. Die EU ist bei Quotenzucker Netto-Importeur. Für einen Anstieg der Präferenzimporte wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, das die Vermarktung der Importe mindestens kostendeckend ermöglichen würde. Tatsächlich lag das EU-Preisniveau seit Juni 2016 sogar unter dem Weltmarktpreis. Für das ZWJ 2016/17 wurden - wie im Vorjahr - Exportlizenzen für Nichtquotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. t freigegeben. Der Durchschnittspreis für Quotenzucker gemäß EU-Preis-Reporting stieg seit Anfang des Geschäftsjahres bis September 2016 von rund 430 €/t auf 450 €/t loser Zucker (ab Werk) an. Mit Beginn des neuen ZWJ erhöhte sich das EU-Preis-niveau zunächst auf 470 €/t im Oktober 2016 und lag Ende Januar 2017 bei 495 €/t. Rechtliche und politische RahmenbedingungenWTO-VerhandlungenDie seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen der sogenannten Doha-Runde, mit dem vorrangigen Ziel, die Handelsaussichten der Entwicklungsländer zu verbessern, konnten nach wie vor nicht zum Abschluss gebracht werden. scroll
Quelle: F. O. Licht, 3. Schätzung der Weltzuckerbilanz, Februar 2017.
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Zucker, der im Land verbraucht wird, ohne
Raffination von Rohzucker für Drittländer. Weltmarktpreise für Zucker![]() EU-Zuckerbilanzscroll
Quelle: EU-Kommission, AGRI C4, Schätzung der EU-Zuckerbilanz 2016/17, März 2017. Am 19. Dezember 2015 hat die WTO-Ministerkonferenz beschlossen, die Exportsubventionen für Agrargüter früher als ursprünglich vorgesehen abzuschaffen. Für Zuckerexporte aus der EU hat dies durch das Auslaufen der Quoten- und Mindestpreisregelung im Oktober 2017 keine unmittelbaren negativen Auswirkungen. In der EU produzierter Rübenzucker kann nach Oktober 2017 ohne Mengenbegrenzung auf den Weltmarkt exportiert werden. FreihandelsabkommenNeben den WTO-Gesprächen finden Verhandlungen mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund1 und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen statt. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis -nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig erhebliche zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. EU-Preis-Reporting![]() Quelle: EU-Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Im November 2016 hat die EU die Durchführungsverordnung zur Eröffnung und Verwaltung der EU-Einfuhrkontingente für Zucker aus Südafrika veröffentlicht. Für das Jahr 2016 wurden noch zollfreie Einfuhrkontingente von 25.000 t Roh- und Weißzucker eröffnet. Ab dem Jahr 2017 gelten dann jährliche Einfuhrkontingente aus Südafrika in die EU in Höhe von 150.000 t Roh- und Weißzucker. Des Weiteren haben die EU und Ecuador Ende Dezember 2016 die notwendigen Verfahren für die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens abgeschlossen. Der Handelsteil des Abkommens ist somit am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Die EU hat sich verpflichtet, zwei zollfreie Importkontingente zu eröffnen: 15.000 t für Roh- und 10.000 t für Weißzucker, Isoglukose, Glukose und stark zuckerhaltige Erzeugnisse. Diese Kontingente sollen jährlich Leicht ansteigen. EU-Initiative zur Zuckerreduktion in LebensmittelnAngestoßen durch die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezüglich des Anteils von Zucker in der täglichen Ernährung wird der Druck auf die EU-Kommission ebenso wie auf die EU-Mitgliedsstaaten immer größer, in Bezug auf Rezepturänderungen bei Produkten aktiv zu werden. Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich darauf verständigt, dass bis 2020 - ausgehend vom Basisjahr 2015 - insgesamt 10 % weniger sogenannter zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittelangebot enthalten sein soll. Darunter werden alle Zuckerarten und nicht nur Haushaltszucker verstanden, ebenso Fruchtzubereitungen, die Lebensmitteln zum Süßen zugesetzt werden.
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BrasiLien, Argentinien, Paraguay, Uruguay. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment Zucker führten insbesondere ein geringerer Quotenzuckerabsatz, aber auch rückläufige Nichtquotenzuckerabsätze infolge der geringeren Ernte 2015 zu einem Umsatzrückgang auf 2.776 (2.855) Mio. €. Im Verlauf des Geschäftsjahres steigende Zuckererlöse konnten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres den Absatzrückgang überkompensieren. Das operative Ergebnis stieg deutlich auf 72 (- 79) Mio. €. Wesentliche Ursache waren die höheren Quotenzuckererlöse. Zu Geschäftsjahresbeginn wirkte zunächst der moderate Preisanstieg seit Beginn des ZWJ 2015/16 im Oktober 2015. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zogen darüber hinaus in einem insgesamt positiven Marktumfeld die Erlöse an den Spotmärkten weiter an. Seit Oktober 2016 wirkt dieser Effekt nun in allen Märkten positiv. Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 12 ( 4) Mio. € enthält im Wesentlichen Aufwendungen für ein Ende des Geschäftsjahres 2016/17 neu angebotenes Altersteilzeitprogramm der Südzucker AG sowie für Umsatzsteuerrisiken der AGRANA Romania S.A. Im Vorjahr waren Erträge aus dem Rückerstattungsanspruch auf die in den ZWJ 2001/02 bis 2005/06 zu viel erhobene EU-Produktionsabgabe enthalten. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf 7 (32) Mio. € und betrifft ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, die AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S.r.l. Im Vorjahr war auch ein Erwerbsgewinn aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Empresas Iansa S.A., Santiago / Chile, durch ED&F Man enthalten, nachdem ED&F Man auf eine Anteilsmehrheit in Höhe von rund 92 % aufstocken konnte. Capital Employed und Return on Capital EmployedDas Capital Employed stieg insbesondere durch höhere Zuckerbestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 3.169 (3.041) Mio. €. Infolge des operativen Gewinns von 72 (- 79) Mio. € war der ROCE im Geschäftsjahr 2016/17 mit 2,3 (- 2,6) % wieder positiv. Geschäftsentwicklung im Segment Zuckerscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 153 (181) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen, auf Investitionen in Effizienzverbesserungen wie bei den Rübenhof- und Rübenreinigungsprojekten in Roye und Etrepagny, beide Frankreich, aber auch auf Produktentwicklungen wie Hagelzucker in Tienen / Belgien und Gelierzucker-Konzentrat in Rain. Weitere Schwerpunktthemen bilden Energieeinsparungen, z. B. bei der Dampfturbine in Zeitz, die den benötigten Prozessdampf zur Elektroenergieerzeugung nutzt, sowie Umweltinvestitionen in Abwasser- und Abgasreinigungsanlagen unter anderem in Cagny / Frankreich und Tienen. Erwähnenswert sind zudem Logistik- und Infrastrukturprojekte, wie sie in den Werken Plattling, Rain, Offenau und Offstein sowie in Tienen umgesetzt werden. Viele dieser Projekte sind wesentliche Bausteine für die Durchführung längerer Kampagnen, die nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote am 30. September 2017 geplant sind. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen betrafen im Wesentlichen die Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Ltd., London, um 10 % auf rund 35 % im September 2016, den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra e. G., Sömmerda, im Juni 2016 und die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Rohstoff und ProduktionAnbauflächeDie Zuckerrübenanbaufläche in der Südzucker-Gruppe wurde im Jahr 2016 um rund 10 % auf 385.000 (350.000) ha erhöht, nachdem im Vorjahr durch die Übertragung für viele Rübenanbauer eine Einschränkung notwendig war. Aussaat und VegetationsverlaufDie Aussaat begann 2016 ähnlich früh wie in den Vorjahren bei mittleren bis guten Aussaatbedingungen. Mitte April waren nahezu in allen Regionen der Südzucker-Gruppe die Rüben gesät, lediglich in Belgien führten starke Niederschläge zu einer Verzögerung. Kühle Perioden mit Nachtfrost ließen nach der Saat nur ein verhaltenes Rübenwachstum zu. Ab Mitte Mai profitierten die meisten Bestände von den ausgiebigen Regenfällen und konnten sich mit steigenden Temperaturen gut entwickeln. Die feuchte, warme Witterung in den Hauptwachstumsmonaten förderte aber das Auftreten insbesondere von Pilzkrankheiten. Hohe Temperaturen von über 30 °C in den Monaten August und September führten regional zu ausgetrockneten Böden, die die Rübenernte erschwerten. ErträgeDank der nahezu optimalen Witterung für die Rübe während der Vegetationsperiode wurden bei AGRANA in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn sehr gute, weit überdurchschnittliche Erträge erreicht. Umgekehrt führten ungünstige Witterungsverhältnisse in Belgien und Frankreich zu regional sehr unterschiedlichen, überwiegend unterdurchschnittlichen Rübenerträgen. In allen anderen Regionen der Südzucker-Gruppe wurde eine meist überdurchschnittliche Rübenernte erzielt. Insgesamt liegt der Ertrag in der Südzucker-Gruppe mit 74 (69) t/ha um rund 2 % über dem fünfjährigen Mittel. Der Zuckergehalt in der Südzucker-Gruppe liegt mit 17,2 (17,5) % auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten fünf Jahre. Anbau und Erzeugung![]() Zuckererzeugung nach Regionen![]() Kampagne 2016Sowohl die deutlich ausgedehnte Anbaufläche als auch der überdurchschnittliche Rübenertrag haben zu einer Erhöhung der Gesamtrübenmenge auf 28,6 (23,7) Mio. t geführt. Bei einer Verarbeitungsleistung nahezu auf Vorjahresniveau dauerte die Kampagne im Schnitt aller Werke 107 (89) Tage. Die Verarbeitungsdauer in den einzelnen Werken lag zwischen 44 Tagen in Fälesti / Moldau und 151 Tagen in Sered / Slowakei. Die Kampagne verlief in allen Werken aufgrund der milden und trockenen Witterung bis in den Winter hinein meist problemlos. Lediglich zum Kampagnestart erschwerte das trockene Wetter an einigen Standorten die Rodung der Zuckerrüben und damit die Versorgung der Fabriken. In sieben Werken der Gruppe konnten neue Bestmarken bei der Rübenverarbeitung erzielt werden, in zwei Werken führten Probleme mit der Rübenqualität zu unterdurchschnittlichen Verarbeitungsleistungen. Lediglich in Fälesti und Roman/ Rumänien musste die Verarbeitung der Rüben wegen heftiger Niederschläge im Oktober 2016 vorübergehend ausgesetzt werden. Niedrige Temperaturen von bis zu - 15 °C im Januar 2017 erschwerten die Rübenverarbeitung bei AGRANA in Österreich, Tschechien und der Slowakei. An mehreren Standorten wird während der Rübenkampagne Dicksaft als Zwischenprodukt in Tanks gelagert und in separaten Dicksaftkampagnen zu Zucker weiterverarbeitet, direkt an Kunden verkauft oder innerhalb des Konzerns zur Ethanolherstellung eingesetzt. In den Werken Warburg und Hrusovany / Tschechien wurden in separaten Kampagnen Biorüben zu Biozucker verarbeitet. Erstmals fand auch in Roman eine kurze Biorübenkampagne statt. Dank der Ausdehnung der Biorübenanbaufläche konnte insgesamt deutlich mehr Biozucker als im Jahr zuvor erzeugt werden. ZuckererzeugungInsgesamt stieg die Zuckererzeugung im Konzern auf 4,7 (4,2) Mio. t, davon entfielen 4,4 (3,8) Mio. t auf die Zuckergewinnung aus Rüben und 0,23 (0,43) Mio. t auf Zucker aus Rohrrohzuckerraffination. Energieeinsatz und EmissionenDer Energiebedarf in den Zuckerfabriken der Südzucker-Gruppe wird über hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) abgedeckt. Es wird ein Mix überwiegend fossiler Brennstoffe eingesetzt. Davon entfiel in den vergangenen Jahren mehr als die Hälfte auf Erdgas. Der eingesetzte Brennstoff richtet sich nach den lokalen Verfügbarkeiten. Die Versorgung der Fabriken erfolgt zum Teil bivalent, d. h., je nach Beschaffungspreisen kann sich der eingesetzte Brennstoff von Kampagne zu Kampagne ändern. Bereits heute wird das in den anaeroben Abwasserbehandlungsanlagen gewonnene Biogas als Brennstoff in den Zuckerfabriken eingesetzt. Eine Versorgung der Fabriken aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind ist nicht möglich, da vor allem Wärme in Form von Prozessdampf benötigt wird. Langfristig wäre - sofern lokal verfügbar und wirtschaftlich - die Aufnahme von Biomasse in den Energiemix eine Möglichkeit, den Anteil erneuerbarer Energie zu erhöhen. Die Menge der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Der Elektroenergiebedarf in den Zuckerfabriken wird in der Regel direkt in den jeweiligen Fabriken in hocheffizienten KWK-Anlagen erzeugt. Energieeinsatz im Segment Zucker![]() Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Zucker![]() Wasserentnahme und AbwasserDie Wasserentnahme der Fabriken orientiert sich an den lokalen Wasserverfügbarkeiten und ist auf die möglichst effiziente Nutzung der wertvollen Ressource Wasser ausgelegt. Der Großteil des entnommenen Wassers - ca. 70 % - wird für Durchlaufkühlungen verwendet, d. h., das Wasser wird nur zur Kühlung von Prozessen eingesetzt und dann direkt wieder den Vorflutern zugeführt. Die verarbeiteten Zuckerrüben bestehen zu etwa drei Vierteln aus Wasser. Dieses Wasser wird sowohl für die Wäsche der Zuckerrüben als auch für die Extraktion des Zuckers aus den Schnitzeln verwendet. Dabei bestehen Kreislaufführungen zur Mehrfachnutzung. Das Wasser aus dem Rohstoff Zuckerrübe deckt zu ca. 80 % den Frischwasserbedarf der Fabriken (exkl. Durchlaufkühlungen). Die Südzucker-Gruppe verfügt an zahlreichen Produktionsstandorten über aerobe und anaerobe Betriebskläranlagen. Bei letzteren wird das entstehende Biogas energetisch verwertet. Segment Zucker - Wasserentnahme / Abwasserscroll
Verwertung der RohstoffeBei der Verarbeitung agrarischer Rohstoffe nutzt Südzucker alle Rohstoffbestandteile, um daraus hochwertige Produkte und Nebenprodukte herzustellen. Aus Zuckerrüben erzeugen wir z. B. neben dem Zucker ebenso Zuckerrübenschnitzel, Melasse und Carbokalk. Die Zuckerrübenschnitzel werden als Futtermittel bzw. als Rohstoff zur Erzeugung von Energie aus erneuerbarer Quelle verwendet, Melasse sowohl als Futtermittel als auch als Rohstoff für die Fermentationsindustrie zur Herstellung von z. B. Hefe, Ethanol oder Zitronensäure und Carbokalk als Kalkdüngemittel in der Landwirtschaft. ErdanhangDie Verringerung des Erdanhangs während der Ernte und der Verladung hat sowohl auf die Transportmengen als auch auf den Aufwand bei der Aufbereitung von Rüben und Abwasser positive Auswirkungen. Deshalb ist die Vorreinigung der Rüben am Feldrand in Zentraleuropa übliche Praxis. Dabei haben die Witterungsbedingungen einen wesentlichen Einfluss darauf, wie viel Erde nach der Reinigung an den Rüben haftet. In der Kampagne 2016 lag der Erdanhang bei 5,2 (4,7) %. Die in der Fabrik abgewaschene Erde wird nach Sedimentation in Erdabsetzbecken als hochwertiger Boden zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit wieder auf die Felder verbracht. Dies erfolgt, um den Stoffkreislauf zu schließen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, da es sich bei Rübenerde um hochwertigen Ackerboden handelt. AbfallDer mengenmäßig überwiegende Anteil an Abfällen wird recycelt. Dabei handelt es sich vor allem um Schlacken und Aschen aus dem Einsatz von Kohle in den eigenen KWK-Anlagen. Segment Zucker - Abfällescroll
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Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe
aus der Produktion. Der nochmals starke Rückgang der Abfallmenge ist auf die vollständige Umsetzung einer einheitlichen Zuordnung von Abfällen zurückzuführen. Danach werden Nebenprodukte, wie z. B. Pressschnitzel, nicht unter den Abfällen erfasst, auch wenn sie teilweise nach landesspezifischem Entsorgungsrecht als Abfall gelten. AbsatzZuckerDer konsolidierte Gesamtabsatz aller Konzerngesellschaften -inklusive Nicht-Quotenzucker an die Non-Food-Industrie und in den Export - sank im Geschäftsjahr 2016/17 um 12,1 % auf 4,8 (5,5) Mio. t. Dabei stand einer Absatzsteigerung um 4,9 % in den Gesellschaften außerhalb der EU ein Rückgang in den EU-Gesellschaften um 13,2 % auf 4,5 (5,1) Mio. t gegenüber, der sowohl auf die Entwicklung bei Quotenzucker als auch bei Nicht-Quotenzucker zurückzuführen ist. Der Gesamtabsatz von Quotenzucker lag mit 3,8 (4,3) Mio. t um 10,8 % unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang betraf sowohl die Länder, in denen die Südzucker-Gruppe Zucker produziert -mit Ausnahme von Österreich und Tschechien -, als auch die Länder ohne Produktion, aber mit eigenen Vertriebsstrukturen. Der Absatz von Nicht-Quotenzucker sank verfügungsbedingt um 24,8 % auf 0,7 (0,9) Mio. t, vor allem bedingt durch die geringeren Mengen in der EU, wo 0,5 (0,6) Mio. t verkauft wurden. Die Exporte gingen auf 0,2 (0,3) Mio. t zurück. Futtermittel und MelasseDie Erzeugung von Melasseschnitzeln und Melasse ist 2016/17 weltweit gestiegen. Dazu hat unter anderem die höhere Produktion in der EU beigetragen. Auch in der Südzucker-Gruppe wurden in der Kampagne 2016 aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Rübenverarbeitung größere Mengen erzeugt. Hierzu hat insbesondere die gegenüber dem Vorjahr höhere Melasseschnitzelproduktion an den deutschen Standorten beigetragen. Bei der Vermarktung von Melasseschnitzeln konnten - trotz dieser Mehrmengen, bis September 2016 fallender Getreidepreise und hoher Importe aus Russland - Preise erzielt werden, die nur leicht unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Verkaufspreise für Melasse aus Rüben lagen trotz der konzernweit größeren Produktionsmenge nur leicht unter dem Vorjahr, da die Rohrmelassepreise stabil blieben. SEGMENT SPEZIALITÄTENGeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Spezialitäten erhöhte sich leicht von 1.791 auf 1.819 Mio. €. Neben der Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz trug hierzu insbesondere der anhaltende Absatzzuwachs bei. Hierdurch konnten die -teils auch durch Wechselkurseffekte - rückläufigen Erlöse mehr als ausgeglichen werden. Insbesondere der Verfall des britischen Pfunds aufgrund des Brexit-Beschlusses hatte negative Auswirkungen auf einzelne Gesellschaften des Segments. Das operative Ergebnis konnte mit 184 (171) Mio. € gegenüber dem außergewöhnlich guten Vorjahresniveau nochmals gesteigert werden. Der weitere Absatzzuwachs in nahezu sämtlichen Geschäftsfeldern war dabei höher als die belastenden Effekte aus dem Anlauf der Stärkefabrik in Zeitz und die rückläufigen Erlöse. Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 4 (- 2) Mio. € enthielt Aufwendungen aus der Testphase der neuen Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz bis Juli 2016. Im Vorjahr standen Aufwendungen aus der im Geschäftsjahr 2015/16 begonnenen Testphase der Weizenstärkeanlage Erträge unter anderem aus Vermögenssteuererstattungen für Vorjahre bei BENEO gegenüber. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 28 (23) Mio. € betrifft im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE)Das Capital Employed erhöhte sich maßgeblich investitionsbedingt auf 1.499 (1.436) Mio. €. Durch die Steigerung des operativen Ergebnisses auf 184 (171) Mio. € verbesserte sich der ROCE auf 12,2 (11,9) %. Das Capital Employed umfasst auch die Investitionen in die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz. Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitätenscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. InvestitionenDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 126 (131) Mio. € betrafen in der Division BENEO insbesondere Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess bei Orafti in Oreye / Belgien und in der Agglomerations-Anlage bei Palatinit in Offstein. In der Division Stärke entfiel die wesentliche Investition auf die Errichtung und Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Zeitz und die Kapazitätserhöhung in Aschach / Österreich. Bei der Division Freiberger wurde vorrangig in Effizienzverbesserungen durch neue Produktionsanlagen an den Standorten Berlin und Westhoughton / Großbritannien investiert. Division BENEOscroll
Wirtschaftliches Umfeld und RahmenbedingungenWissenschaftliche Erkenntnisse über den Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit wie auch das Interesse der Verbraucher, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, haben stark zugenommen. Die daraus entstehenden Ernährungstrends, wie Zucker- oder Fettreduktion, Bio, glutenfrei, vegetarisch oder vegan, werden von der Ernährungsindustrie aufgegriffen und führen zu einer steigenden Nachfrage nach möglichst natürlichen Zutaten, die diese Anforderungen erfüllen, ernährungsphysiologisch sinnvoll sind und geschmacklich den Verbraucherwünschen entsprechen. GeschäftsentwicklungBENEO konnte im Geschäftsjahr 2016/17 ihre Marktposition erfolgreich behaupten und ein deutliches Wachstum auf allen Kernmärkten erreichen. Neben dem europäischen Markt liegt der Fokus auf dem Potenzial der amerikanischen und asiatischen Märkte. So wurde beispielsweise ein Verkaufsbüro in Indien für die Expansion in diesen bedeutenden Wirtschaftsraum eröffnet. Für weiteres Wachstum in Europa ist die lebensmittelrechtliche Anerkennung sogenannter Claims mit Aussagen zu Produkteigenschaften durch die European Food Safety Authority (EFSA) unerlässlich. So wurde beispielsweise der Ballaststoff Inulin von der Lebensmittelindustrie in Produktentwicklungen eingesetzt, nachdem im Januar 2016 der exklusive Claim zur Auslobung einer verbesserten Darmregulierung anerkannt wurde. Deshalb bleiben Forschungsaktivitäten zu diesen Themen im Fokus. Nationale und internationale Kunden werden mit Know-how im Bereich Lebensmitteltechnologie unterstützt. Neben Aktivitäten in den Hauptanwendungen Backwaren, Cerealien, Molkereiprodukte, Babynahrung und Süßwaren werden zunehmend typische Rezepturen der internationalen Küche, wie z. B. chinesische Mondkuchen, mit entsprechendem Marktpotenzial entwickelt. Ebenso werden neue Anwendungen wie der Ersatz tierischer Proteine durch pflanzliche Zutaten erforscht. In diesem Zusammenhang wurde erheblich in die Erneuerung der anwendungstechnischen Entwicklungslabore am belgischen Standort Tienen investiert. Das Verkaufsvolumen von Isomalt konnte trotz starken Wettbewerbs und weiterer Konzentration in der Süßwarenindustrie auf hohem Niveau weiter ausgebaut werden. Auch die Nachfrage nach Palatinose™ für Spezial-, Baby- und Sportlerernährung sowie für lebensmitteltechnologische Anwendungen steigt. Die Produktgruppe der funktionellen Ballaststoffe Inulin und Oligofruktose wurde Anfang 2017 um eine Inulinvariante in Bioqualität erweitert. Die Reisderivate mit den Auslobungen "clean label", "glutenfrei", "laktosefrei" oder "allergenfrei" befinden sich weiter auf Wachstumskurs; die Produkteinführung einer neuen, physikalisch funktionalisierten Reisstärke stärkt diese Position. Die positive Marktentwicklung für das technologisch funktionale Weizenprotein BENEO Pro VWG hat sich fortgesetzt; neben Tiernahrung wird es verstärkt in der Lebensmittelindustrie verwendet. Division Freibergerscroll
Division PortionPack Europescroll
Wirtschaftliches Umfeld und RahmenbedingungenDie Eingriffe der Europäischen Union in den Milchmarkt setzen sich 2017 weiter fort und führten seit Mitte des vergangenen Jahres zu einem starken Preisanstieg bei Käse, einem der wichtigsten Rohstoffe für die Pizzaproduktion. MarktentwicklungIn Deutschland ging die Nachfrage nach tiefgekühlter Pizza insgesamt um rund 1,3 % zurück, der Umsatz um 1,9 %. Dabei verzeichneten die Markenartikelhersteller bei einem nahezu stabilen Absatz einen umsatzrückgang im Einzelhandel um 0,9 %. Bei den Handelseigenmarken sank der Absatz um 3,9 % und der Umsatz um 4,1 %. In Frankreich und Großbritannien wuchs die Nachfrage nach Tiefkühlpizzen und gekühlten Pizzen. GeschäftsentwicklungIm zurückliegenden Geschäftsjahr gelang es der Freiberger-Gruppe, die Erwartungen trotz steigender Milchpreise und der Entwicklung des britischen Pfunds zu erfüllen. Entgegen dem Markttrend konnte Freiberger durch die konsequente Ausrichtung auf Produktqualität in Deutschland die gleiche Menge wie im Vorjahr absetzen. In Frankreich und in Großbritannien stieg der Absatz. Vor diesem Hintergrund wird Freiberger weiter seine Qualitäts- und Investitionsstrategie fortsetzen und die Produktionskapazitäten auf die speziellen Anforderungen des Einzelhandels in den Märkten ausrichten sowie Trends im Verbraucherverhalten in seinen Sortimenten und Produktionskonzepten einbeziehen. Markt- und GeschäftsentwicklungIm Geschäftsjahr 2016/17 bewegte sich PortionPack Europe in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. In Belgien wurden im Rahmen einer Umstrukturierung zu Beginn des Geschäftsjahres die Produktionsaktivitäten veräußert und das Geschäft mit den Foodservice-Kunden als reine Handelsaktivität fortgesetzt. Aufgrund der in Euro umgerechnet deutlich niedrigeren Umsätze in England und des geringeren Geschäftsvolumens in Belgien lag der Umsatz der PortionPack Europe-Gruppe unter dem Vorjahr. Division Stärkescroll
Wirtschaftliches Umfeld, Rahmenbedingungen und RohstoffmärkteÜber die Entwicklung auf den internationalen Getreidemärkten und die politischen Rahmenbedingungen für Bioethanol berichten wir ausführlich in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" sowie "Segment CropEnergies". Marktentwicklung AbsatzmärkteDer Stärkemarkt war insgesamt von einer sehr stabilen Nachfrage gekennzeichnet. Bei Kartoffelstärke brachte die abgelaufene Verarbeitungskampagne eine sehr erfreuliche Versorgungslage mit sich, sodass die Vertriebsstrategie neben Marktanteilssteigerungen im Heimatmarkt und den umliegenden Märkten auf Exporte in die wachsenden Märkte Lateinamerika und Asien ausgerichtet ist. Neben dem Lebensmittelsektor ist es vor allem die auf hohem Niveau produzierende Papier- und Wellpappenindustrie, die auch bei nativer Mais- und Weizenstärke die Nachfrage auf hohem Niveau hält. Bestimmend für das Umfeld bei stärkebasierten Verzuckerungsprodukten war die Markt- und Preisentwicklung bei Zucker. Insbesondere für das Isoglukosegeschäft hatte dies positive Effekte auf Nachfrage und Preisentwicklung. GeschäftsentwicklungIn der Division Stärke stieg der Umsatz um 1,7 %. Die Absatzmenge von eigengefertigten Produkten stieg aufgrund einer deutlich höheren Produktivität in allen Werken. Insbesondere bei nativen Stärken konnten die deutlichen Mehrmengen zu stabilen Preisen im Markt platziert werden. Die Ethanolnotierungen waren im Geschäftsjahr sehr volatil, die Durchschnittspreise für Bioethanol lagen unter dem Vorjahr. Durch gestiegene Verkaufsmengen konnte der Umsatz aber beinahe konstant gehalten werden. Die Produktgruppe der modifizierten Stärken entwickelte sich mengen- und preismäßig stabil. Die Verfolgung der Spezialitätenstrategie brachte im Berichtsjahr auch deutliche Umsatzsteigerungen bei margenstarken Bio-Produkten, sowohl durch Mengensteigerungen als auch aufgrund gefestigter Verkaufspreise. Die Entwicklung der Zuckerpreise in Europa hatte einen positiven Einfluss auf die Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte, sodass die Umsätze, auch durch Mehrabsatz, über dem Vorjahr lagen. ProduktionIn der Kampagne 2016/17 hat die Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd / Österreich in 149 (104) Tagen rund 238.900 (164.400) t Stärkeindustriekartoffeln mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 19,6 (17,3) % verarbeitet. Aus 24.800 (24.600) t Speiseindustriekartoffeln wurden 4.400 (4.200) t Kartoffeldauerprodukte produziert. Die Maisverarbeitungsmenge (ohne Bioethanolverarbeitung) erhöhte sich auf rund 416.400 (406.000) t, was auf den gestiegenen Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, zertifiziert gentechnikfreier Mais) zurückzuführen war. Bei der Hungrana-Gruppe in Ungarn konnte die gesamte Maisverarbeitung moderat auf über 1,1 Mio. t gesteigert werden. In der Weizenstärkeanlage am Standort Pischelsdorf / Österreich wurden rund 198.000 (182.200) t Weizen für die Verarbeitung zu Weizenstärke eingesetzt. Diese Weizenstärke hat sich aufgrund ihrer hohen Reinheit einen festen Platz bei industriellen Anwendungen gesichert. In der angeschlossenen Bioethanolanlage wurden rund 636.700 (591.800) t Getreide verarbeitet. Aus der Ernte 2016 wurden über Vorverträge mit Landwirten rund 69.700 t Ethanolweizen und -triticale kontrahiert. Für die Ernte 2017 wurden wiederum Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten. Nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde in der Stärkefabrik am Standort Zeitz im März 2016 mit dem Probebetrieb begonnen und anschließend die Anlage im Juli 2016 in Betrieb genommen. Mit rund 100 neuen Mitarbeitern wird in der Anlage Weizen aus der umliegenden Region zu Glukosesirupen für die Lebensrnittel- und chemische Industrie verarbeitet. Neben dem Hauptprodukt Glukosesirup werden Kleie für die Futtermittelindustrie und das Pflanzenprotein Gluten gewonnen. Gluten ist ein wichtiger Rohstoff für beispielsweise die Backindustrie oder auch für die Fischzucht. Erstmals wurden größere Mengen Kleie aus der neu in Betrieb genommenen Weizenstärkeanlage in Zeitz zu guten Konditionen im In- und Ausland verkauft. Produktion im Segment SpezialitätenEnergieeinsatz und EmissionenBedingt durch die Vielfalt der hergestellten Produkte gibt es im Segment Spezialitäten sehr unterschiedliche Herstellungsprozesse und dadurch unterschiedliche Arten des Energiebedarfs. Die Abdeckung des Wärmebedarfs erfolgt meist über Eigenerzeugung, der Elektroenergiebedarf wird sowohl durch Netzbezug als auch Eigenerzeugung in hocheffizienten KWK-Anlagen gedeckt. Als Brennstoff wird überwiegend Erdgas eingesetzt. Am BENEO-Standort in Pemuco / Chile werden überwiegend nachwachsende Rohstoffe als Brennstoff verwendet. Energieeinsatz im Segment Spezialitäten![]() Die Menge der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Perspektivische Reduktionsmöglichkeiten der CO2 -Emissionen ergeben sich durch die weitere Steigerung der Energieeffizienz der Produktionsprozesse und - soweit lokal verfügbar und wirtschaftlich - die Erhöhung des Energieanteils aus erneuerbaren Quellen. Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Spezialitäten![]() Wasserentnahme und AbwasserDie Wasserentnahme in den Fabriken des Segments Spezialitäten ist auf eine möglichst effiziente Nutzung der Ressource Wasser ausgerichtet. Sie hängt vom jeweiligen Herstellungsprozess ab und variiert dementsprechend stark. Es wird vornehmlich Grundwasser sowie Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung eingesetzt. Häufig verbleibt ein Teil des Wassers in den erzeugten Produkten. In der Division Stärke wird daneben auch Oberflächenwasser genutzt; dies vornehmlich zur Durchlaufkühlung. Segment Spezialitäten - Wasserentnahme / Abwasserscroll
Die Behandlung der Produktionsabwässer im Segment Spezialitäten erfolgt überwiegend in eigenen biologischen Betriebskläranlagen. Die verbleibende Menge wird in kommunale Kläranlagen bzw. Abwasserbehandlungsanlagen Dritter eingeleitet. Verwertung der RohstoffeBei der Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in den Divisionen BENEO und Stärke nutzt Südzucker alle Bestandteile der eingesetzten Agrarrohstoffe, um daraus hochwertige Produkte herzustellen. In der Division Freiberger werden vorwiegend Zwischenprodukte wie z. B. Mehl, Tomatensauce und Käse verwendet, die bedarfsorientiert eingekauft werden. ErdeIm Segment Spezialitäten werden unter anderem Zichorien verarbeitet, an denen trotz Vorreinigung eine geringe Menge Erde anhaftet, die mit der Lieferung in die Fabriken gelangt. Die dort von den Rohstoffen abgewaschene Erde wird entwässert und in der Regel wieder in die Landwirtschaft zurückgeführt. AbfallDer mengenmäßig überwiegende Anteil an Abfällen wird kompostiert. Dabei handelt es sich insbesondere um Reisschalen und Vinasserückstände, die bei der Verarbeitung von Reis und Zichorien in der Division BENEO anfallen. Ein weiterer wesentlicher Teil der Abfälle wird der energetischen Verwertung zugeführt, hauptsächlich in der Division Freiberger. Segment Spezialitäten - Abfällescroll
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Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe
aus der Produktion. SEGMENT CROPENERGIES1scroll
Marktentwicklung und wirtschaftliches UmfeldAbsatzmarkt BioethanolIm Jahr 2016 blieb die weltweite Ethanolerzeugung mit 117,7 (117,5) Mio. m3 nahezu auf Vorjahresniveau. Davon waren unverändert rund 84 % für den Kraftstoffsektor und 16 % für Getränke, Kosmetik, medizinische oder industrielle Anwendungen bestimmt. Die weltweite Erzeugung von Kraftstoffethanol von 99,3 (98,5) Mio. m3 entspricht einem Anteil von rund 5 % des weltweiten Ottokraftstoffmarkts. Auch im Jahr 2017 soll die Weltethanolproduktion mit 117,6 Mio. m3 stabil auf Vorjahresniveau liegen. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll bei 99,3 Mio. m3 bleiben. In den USA stieg die Ethanolproduktion im Jahr 2016 um 3,5 % und erreichte 59,5 (57,5) Mio. m3 . Der Inlandsverbrauch stieg um 2,7 % auf 55,9 (54,5) Mio. m3 . Die Nettoexporte erhöhten sich angesichts des hohen Produktionsüberschusses auf 3,9 (2,7) Mio. m3 . Für 2017 wird mit einer stabilen Produktion von 60,3 (59,5) Mio. m3 und einem leicht auf 56,2 (55,9) Mio. m3 steigenden Verbrauch gerechnet. In Brasilien soll die Bioethanolproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 um 10 % auf 27,5 (30,5) Mio. m3 deutlich sinken. Ursächlich hierfür sind attraktive Weltmarktpreise für Zucker, die einen größeren Teil der Zuckerrohrernte in die Zuckerproduktion fließen lassen. Die Inlandsnachfrage reduzierte sich ebenfalls deutlich um 11 % auf 26,8 (30,1) Mio. m3 . Bei einer weitgehend ausgeglichenen Versorgungsbilanz, die auch im Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 vorherrschen soll, gingen die Nettoexporte auf 0,3 (1,8) Mio. m3 zurück. In der EU wird der gesamte Ethanolverbrauch (einschließlich Alkohol für traditionelle und technische Anwendungen) im Jahr 2016 kaum verändert auf 7,6 (7,7) Mio. m3 geschätzt. Stillstände verschiedener Produktionsanlagen in Europa schlugen sich in einer auf 7,0 (7,3) Mio. m3 gesunkenen Ethanolherstellung nieder. Der Rückgang betraf größtenteils die Produktion von Kraftstoffethanol von 4,8 (5,0) Mio. m3 . Der Verbrauch von Kraftstoffethanol im Jahr 2016 ging um 3 % auf 5,1 (5,3) Mio. m3 zurück. Für 2017 erwarten Marktbeobachter angesichts der Anhebung der Beimischungsverpflichtungen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten einen Anstieg des Kraftstoffethanolverbrauchs auf 5,4 (5,1) Mio. m3 . Dieser Bedarf soll weitgehend aus inländischer Produktion gedeckt werden, die auf 5,4 (4,8) Mio. m3 steigen soll. Mit der Einführung von E10, d. h. Ottokraftstoff mit einem Ethanolanteil von 10 Vol.-%, in Belgien zum 1. Januar 2017 wird in der EU das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Senkung von Treibhausgasemissionen zunehmend genutzt, aber weiterhin nicht ausgeschöpft. EU-Mengenbilanz Bioethanolscroll
Quelle: F. 0. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, April 2017.
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Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter. In den USA stieg der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade von 1,37 USD/Gallone1 Anfang März 2016 auf 1,53 USD / Gallone Ende Februar 2017. Dies entsprach einem Anstieg auf rund 380 (330) €/m3 . Als Hauptgrund für diese Erhöhung wird der Anstieg der Ölpreise angesehen. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich in diesem Zeitraum auf rund 55 (35) USD/Barrel. Die brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2017 mit umgerechnet rund 525 (490) €/m3 über dem Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf war dabei eine hohe Preisvolatilität zu beobachten. Die Preise schwankten, in Euro umgerechnet, zwischen 380 und 610 €/m3 . Hierzu trug neben den Entwicklungen auf den Zucker- und Ölmärkten auch die volatile Wechselkursentwicklung der brasilianischen Währung bei. In Europa stiegen die Ethanolpreise von rund 490 €/m3 fob Rotterdam Anfang März 2016 auf rund 640 €/m3 Ende Februar 2017 deutlich an. Zwischenzeitlich schwankten sie jedoch stark und verzeichneten Anfang September 2016 sogar ein neues Allzeittief von 427 €/m3 . Internationale Bioethanolpreise![]() Quelle: NYMEX, CB0T, CEPEA/ESALQ Absatzmarkt ProteineBei der Herstellung von Ethanol wird nur die im Getreide enthaltene Stärke zu Alkohol umgewandelt. Die darüber hinaus enthaltenen Bestandteile veredelt CropEnergies zu proteinreichen Lebens- und Futtermitteln, die zudem wertvolle Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalten. Die Preise dieser Produkte werden vor allem vom Sojapreisniveau auf dem Weltmarkt sowie den europäischen Rapsschrot preisen beeinflusst. Trotz einer erneuten Rekordernte von Sojabohnen und eines weiteren Anstiegs der Lagerbestände im Wirtschaftsjahr 2016/17 erhöhten sich die Sojabohnenpreise. Ausgehend von einem Preisniveau, das zuletzt im März 2009 so niedrig war, stieg die Sojabohnennotierung von 8,50 auf über 10 USD/ Bushel. Die Preise für Rapsschrot folgten dieser Vorgabe, unterstützt durch eine geringere EU-Rapsernte, und stiegen von rund 180 €/t Anfang März 2016 auf rund 220 €/t Ende Februar 2017 an. RohstoffmärkteDas US-Landwirtschaftsministerium rechnet in seiner Schätzung vom 11. April 2017 für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 mit einer weltweiten Rekordproduktion von Getreide (ohne Reis) von 2.097 (1.986) Mio. t. Der Weltgetreideverbrauch soll auf 2.076 (1.962) Mio. t ansteigen. Angesichts des erneuten Produktionsüberschusses sollen die weltweiten Lagerbestände weiter anwachsen und ein neues Rekordniveau von 510 (489) Mio. t erreichen. Für die EU erwartet die EU-Kommission dagegen für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 einen Rückgang der Getreideernte um 5,5 % auf 295 (312) Mio. t, da insbesondere im Westen Europas witterungsbedingte Ernteausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch überstieg die Getreideernte in der EU erneut den inländischen Verbrauch von 285 (284) Mio. t. Der 1-Monats-Future für Mahlweizen an der Euronext in Paris notierte Anfang März 2016 bei 145 €/t. Ein solch niedriges Niveau war zuletzt Mitte 2010 beobachtet worden. Das attraktive Preisniveau regte die Exportnachfrage an, sodass die Weizenpreise bis Ende Februar 2017 wieder auf 170 €/t stiegen. Rechtliche und politische RahmenbedingungenErneuerbare-Energien-RichtlinieDie Erneuerbare-Energien-Richtlinie definiert die rechtlichen Grundlagen für Biokraftstoffe in der EU. Demnach ist 2020 im Transportsektor ein verbindlicher Anteil erneuerbarer Energien in Höhe von 10 % zu erreichen. Davon können bis zu 7 %-Punkte aus erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen kommen. Die restlichen 3 %-Punkte sollen durch die Doppelanrechnung von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen bzw. durch Mehrfachanrechnung von erneuerbarem Strom, der im Schienen- und Straßenverkehr genutzt wird, erreicht werden. Dabei achtet die EU auf die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien. Zu den Mindestanforderungen gehört, dass Biokraftstoffe 35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) der Treibhausgase im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Darüber hinaus ist die Herkunft der verarbeiteten Biomasse lückenlos zu dokumentieren. KraftstoffqualitätsrichtlinieDie Kraftstoffqualitätsrichtlinie gibt vor, dass bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Als Basiswert dient die durchschnittliche Treibhausgasintensität von Kraftstoffen von 94,1 g CO2 äq / MJ. Im Vergleich dazu senkt erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen die Treibhausgasemissionen um rund 70 %. Die Kraftstoffqualitätsrichtlinie ermöglicht zudem den Marktzugang des treibhausgasreduzierten Ottokraftstoffs E10, d. h. Benzin mit einem Ethanolanteil von 10 Vol.-%. Pariser KlimavertragIm Dezember 2015 hatten sich 195 Länder bei der UN-Klimakonferenz in Paris erstmals auf einen rechtlich verbindlichen Weltklimavertrag geeinigt, der am 4. November 2016 in Kraft trat. Im Rahmen des Abkommens hat sich auch die EU verpflichtet, Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 °C zu ergreifen. Wesentlicher Eckpfeiler hierfür ist, die Ausbeutung und Verbrennung fossiler Kohlenstoffreserven zu mindern und damit die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht noch weiter zu erhöhen. Hierzu leisten erneuerbare Kraftstoffe, die durch Fotosynthese auf die bereits in der Atmosphäre befindlichen Kohlenstoffvorräte zurückgreifen, einen unverzichtbaren Beitrag. Der Pariser Klimavertrag stellt eine wichtige Richtschnur für die Ausgestaltung der künftigen Energie- und Klimaschutzpolitik dar. Klima- und Energiepaket 2030Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission ein umfangreiches Paket von klima- und energiepolitischen Maßnahmen für die Zeit nach 2020 vor. Im Mittelpunkt steht dabei, die gesamten Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 um mindestens 40 % zu senken. Dies soll unter anderem durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden, deren Anteil bis 2030 auf mindestens 27 % steigen soll. Für den Transportsektor ist keine spezifische Zielvorgabe enthalten. Es ist lediglich vorgesehen, den Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 zu steigern. Die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken. Die EU-Kommission begründet ihre Absicht mit angeblichen Zweifeln an der Nachhaltigkeit von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen. Diese Argumentation ignoriert jedoch die in zahlreichen wissenschaftlichen Analysen dargelegten Fakten, welche die großen Vorteile von Ethanol z. B. aus Futtergetreide und Zuckerrüben nicht nur für Umwelt und Klima, sondern darüber hinaus auch für die Wirtschaft untermauern. Europäisches Ethanol spart nachweislich rund 70 % der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin ein. Gleichzeitig ersetzen die ebenfalls anfallenden proteinreichen Lebens- und Futtermittel umfangreiche Sojaimporte aus Nord- und Südamerika. Mit der Nutzung von Futtergetreide aus der Überschussregion Europa sorgt die Ethanolindustrie zudem gerade für Getreide geringer Qualität, das sonst keinen Exportmarkt finden würde, für eine Marktentlastung. Heimische Biokraftstoffe aus nachhaltig erzeugten landwirtschaftlichen Rohstoffen reduzieren zudem die übergroße Abhängigkeit von fossilen Ölimporten. Einer pauschalisierten Verurteilung aller Kraftstoffe aus Ackerpflanzen seitens der EU-Kommission fehlt somit jegliche Faktenbasis und wird deren ökologischer und ökonomischer Bedeutung nicht gerecht. Grundsätzlich kann die Förderung alternativer Kraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen sinnvoll sein, sofern sie auf dem bereits Erreichten aufbauen. Auf diese Weise kann sich eine weitere Alternative zu fossilen Kraftstoffen etablieren und deren Verbrauch verringern. Dagegen wäre eine Substitution etablierter Biokraftstoffe durch andere alternative Kraftstoffe sowohl klima-als auch energiepolitisch unverantwortlich, da damit der Verbrauch fossiler Kraftstoffe nicht gesenkt und somit die Ausbeutung von Ölquellen nicht gebremst würde. Insgesamt hält Südzucker daher das vorgeschlagene Maßnahmenpaket der EU-Kommission für ungeeignet, um die Verbrennung fossiler Kraftstoffe im Verkehr zu senken. Es ist zu befürchten, dass sich so die 2020er-Jahre zu einem verlorenen Jahrzehnt für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen entwickeln werden. Treibhausgasminderungsquoten in DeutschlandIn Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein Treibhausgasminderungsziel im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Dieses wurde zum 1. Januar 2017 von 3,5 auf 4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Beimischungserhöhung in BelgienIn Belgien wurde der Anteil von Bioethanol in Ottokraftstoffen von durchschnittlich mindestens 4 Vol.-% auf 8,5 Vol.-% erhöht. Die Neuregelung trat zum 1. Januar 2017 in Kraft und führte zur Markteinführung von E10. GeschäftsentwicklungIm Geschäftsjahr 2016/17 konnte CropEnergies die Ertragslage erneut verbessern. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Produktions- und Absatzmengen deutlich gesteigert. Hierzu trug insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton / Großbritannien im Juli 2016 bei. Auch die niedrigeren Rohstoffpreise wirkten sich positiv auf die Ertragslage aus. Im Gegensatz hierzu lagen die erzielten Absatzpreise, trotz einer erfreulichen Entwicklung der Ethanolpreise im letzten Quartal, überwiegend unter dem Vorjahresniveau. Umsatz und operatives ErgebnisIm Segment CropEnergies erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 726 (658) Mio. €. Dies ist insbesondere auf höhere Erzeugungsmengen von Bioethanol wie auch von Lebens- und Futtermitteln infolge der Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton zurückzuführen. Die aufgrund der höheren Eigenerzeugung reduzierten Handelswarenmengen sowie niedrigere Ethanolerlöse konnten mehr als kompensiert werden. Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz rückläufiger Ethanolerlöse gegenüber dem außerordentlich starken Vorjahr nochmals deutlich auf ein Rekordniveau von 98 (87) Mio. €. Ausschlaggebend waren sowohl die deutlich höheren Erzeugungs- und Absatzmengen als auch rückläufige Nettorohstoff- und Energiekosten. Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von - 4 (- 18) Mio. € betraf zum einen Aufwendungen aus Branntweinsteuerrisiken in Deutschland im Zusammenhang mit Ethanolverkäufen. Zum anderen sind am Standort Wilton die bis zur Wiederinbetriebnahme im Juli 2016 angefallenen Fixkosten der Stillstandsphase der Bioethanolfabrik und der Ertrag aus der Auflösung des Restbetrags der bei Stilllegung gebildeten Rückstellung für die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen enthalten. Im Vorjahr waren die angefallenen Fixkosten für den Stillstand während des gesamten Geschäftsjahres enthalten. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE)Das Capital Employed lag mit 479 (490) Mio. € leicht unter Vorjahr, wobei einem deutlich über dem Investitionsvolumen liegenden Abschreibungsniveau ein Anstieg des Working Capitals gegenüberstand. Durch die Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 98 (87) Mio. € stieg der ROCE auf 20,4 (17,7) %. InvestitionenDie Investitionen beliefen sich auf 16 (17) Mio. €. Neben Ersatzinvestitionen sind insbesondere Investitionen zur Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen, unter anderem in Form von längeren Laufzeiten zwischen den Wartungsstillständen, und Kapazitätserweiterungen bei der Glutenproduktion in Wanze / Belgien zu nennen. Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergiesscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Rohstoff und ProduktionIn Zeitz, Wanze und Wilton werden ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung legt CropEnergies großen Wert auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug von Futtergetreide und Zuckersirupen. In Loon-Plage / Frankreich lag der Fokus auf kostengünstigem Bezug von Rohalkohol. Im Geschäftsjahr 2016/17 steigerte die CropEnergies-Gruppe die Bioethanolerzeugung deutlich auf 1,0 (0,8) Mio. m3 . Die höhere Bioethanolproduktion ergab sich maßgeblich durch die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016. Die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln stieg auf 0,6 (0,4) Mio. t. Auch die CT Biocarbonic GmbH konnte die Produktion von biogenem Kohlendioxid weiter steigern. In Zeitz wurde der Rohstoffeinsatz bei hoher Kapazitätsauslastung kontinuierlich an die jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Der veränderte Rohstoffmix führte dabei auch zu einer höheren ProtiGrain®-Produktion. Mit der bereits Anfang 2015 in Betrieb genommenen Anlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol hat CropEnergies die Flexibilität, jährlich bis zu 60.000 m3 Alkohol für Anwendungen außerhalb des Kraftstoffbereichs zu veredeln. Die Bioethanolanlage in Wanze lief ebenfalls mit hoher Auslastung, wobei im Zuge eines veränderten Rohstoffmixes die Produktion von proteinreichen Lebens- und Futtermitteln gesteigert wurde. In Wilton wurde der Stillstand ab Februar 2015 für die Umsetzung zahlreicher Modifikationen genutzt, um die Zuverlässigkeit und die Energieeffizienz der Anlage zu verbessern. Die Anlage wurde im Juli 2016 wieder in Betrieb genommen und in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 kontinuierlich bei hoher Kapazitätsauslastung betrieben. In Loon-Plage wurden die Vergällungsmöglichkeiten erweitert und die Verladungseinrichtungen optimiert. Zudem konnte die Verfügbarkeit der Produktionsanlage in Loon-Plage erhöht werden. Energieeinsatz und EmissionenDer spezifische Energieeinsatz hängt neben der Prozessführung und den angewandten Technologien unter anderem auch von der Art und der Qualität der eingesetzten Rohstoffe ab. Aufgrund der Flexibilität der Anlagen ist CropEnergies in der Lage, den Rohstoffeinsatz an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Die Qualität und Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen wird dabei nicht zuletzt von den jeweils herrschenden Witterungs- und damit Aufwuchsbedingungen bestimmt. Als Energieträger werden neben konventionellen Brennstoffen auch Kleie und Biogas eingesetzt. Der Anteil an erneuerbaren Energien beträgt rund 25 %. In Wanze wird der Bedarf an Prozessenergie zu einem Großteil in einem Biomassekraftwerk aus Kleie, d. h. aus den Schalen des angelieferten Weizens, erzeugt. Energieeinsatz im Segment CropEnergies![]() Die Menge der CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Aufgrund von Strom- und Dampfexporten sowohl zu Dritten als auch zu Anlagen innerhalb der Südzucker-Gruppe ist ein Teil der Emissionen anderen Gesellschaften zuzuordnen. Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment CropEnergies![]() Wasserentnahme und AbwasserDie Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. Die Produktionsanlagen von CropEnergies zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung und damit mehrfache Nutzung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird. Sofern Abwasser anfällt, stellen werkseigene Kläranlagen eine umweltgerechte Aufbereitung der Abwässer und damit die Einhaltung der jeweils gültigen Grenzwerte sicher. Das gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wasser wird in die benachbarten Flüsse abgeleitet. Segment CropEnergies - Wasserentnahme / Abwasserscroll
Verwertung der RohstoffeDank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig verarbeitet, sodass Abfälle nur in sehr geringem Umfang anfallen. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht der Herstellung von Ethanol dienen, werden veredelt und zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln weiterverarbeitet. AbfallDer überwiegende Teil der Abfälle wird recycelt, kompostiert oder energetisch verwendet. Segment CropEnergies - Abfällescroll
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Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe
aus der Produktion sowie Reinigungschemikalien. AbsatzAbsatz BioethanolDer Gesamtabsatz von Bioethanol stieg im Zuge höherer Produktionsmengen deutlich. Er belief sich auf insgesamt 1,2 (1,0) Mio. m3 . Davon entfielen 0,1 (0,2) Mio. m3 auf Handelsmengen. Wichtigster Absatzmarkt war nach wie vor Deutschland. Neben der Sicherung der Marktposition in Deutschland lag der Fokus im Geschäftsjahr 2016/17 in einer stärkeren regionalen Diversifikation. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam, Duisburg und seit Kurzem auch in Amsterdam sichert CropEnergies eine flexible, frachtgünstige und zuverlässige Belieferung der Kunden. CropEnergies hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in den Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts ausgebaut. Mit hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität aus den Anlagen in Zeitz und in Loon-Plage beliefert CropEnergies namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie. Der Vertrieb von Neutralalkohol wurde auch bei Ryssen Chile SpA vorangetrieben und die Marktposition in Chile gefestigt. Aufgrund der internationalen Preisentwicklungen und der Einführung eines Anti-Dumping-Zolls auf Bioethanol aus den USA gibt es derzeit nur wenige Importe aus Brasilien und den USA in die EU, sodass sich CropEnergies derzeit darauf beschränkt, die Marktentwicklung in diesen beiden Staaten zu beobachten. Absatz Lebens- und FuttermittelDas Produktportfolio der CropEnergies-Gruppe umfasst getrocknete Eiweißfuttermittel (ProtiGrain®, DDGS), das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten für Lebens- und Futtermittelanwendungen. Entsprechend dem höheren Produktionsvolumen und einem höheren Getreideanteil im Rohstoffmix ist die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2016/17 auf 0,6 (0,4) Mio. t gestiegen. In Anbetracht der relativ stabilen Entwicklung der internationalen Proteinpreise konnte CropEnergies im Vergleich zu den Getreidepreisen weiterhin attraktive Erlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel erzielen. Vor allem aufgrund eines geringeren Preisniveaus in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres konnte das Erlösniveau aus dem Vorjahr jedoch mehrheitlich nicht ganz erreicht werden. SEGMENT FRUCHTscroll
Marktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld und RahmenbedingungenDie außereuropäischen Märkte für Fruchtzubereitungen, vor allem in Asien aber auch in Nordafrika und im Nahen Osten, verzeichnen ein deutliches Wachstum. In gesättigten Märkten, wie in der EU und den USA, verstärkt sich allerdings der Trend zum Konsum von Joghurt ohne Fruchtzubereitungen. In Lateinamerika hat sich das Wachstum aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in Brasilien etwas abgeschwächt. Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass die Konsumgüter-Märkte Eiscremes, Food-Services und Backwaren weiter wachsen werden. Der Trend zu niedrigeren Fruchtgehalten in Getränken einerseits sowie zu direkt gepressten 100 %-Säften andererseits ist weiterhin ungebrochen. Global entwickeln sich die Absätze von 100 %- Fruchtsäften und Nektaren weiterhin leicht rückläufig, auch wenn relevante europäische Märkte wie Deutschland eine leichte Erholung bzw. Stabilität verzeichnen. Die Nachfrage wird hier stark durch die in den Medien dargestellten Themen wie "Adipositas" und "Zuckerreduktion in Getränken" beeinflusst. Speziell der nordamerikanische Markt ist stark unter Druck, was sich in der Nachfrage nach Konzentraten widerspiegelt. Stabil bis leicht wachsend sind weiterhin die Märkte Naher Osten und Afrika, wobei letzterer einen starken Nachfrageanstieg nach natürlichen Produkten verzeichnet. Weiterhin sinkende Verkaufsmengen verzeichnen aufgrund der politischen Situation die Ukraine und Russland. Das Preisniveau bei Fruchtsaftkonzentraten hat sich in Europa aufgrund der erwarteten Erntemengen in den Hauptanbaugebieten im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich nach unten entwickelt. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Frucht erhöhte sich auf 1.155 (1.083) Mio. €. Zu diesem Anstieg trugen neben einem leichten Absatzzuwachs insbesondere gestiegene Erlöse bei Apfelsaftkonzentraten bei. Das operative Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 72 (62) Mio. €. Dieser Anstieg ist auf höhere Erlöse und Margen bei gleichzeitigem Absatzzuwachs in der Division Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen. Dagegen konnten die positiven Effekte aus Absatz- und Erlössteigerungen in der Division Fruchtzubereitungen die gestiegenen Kosten nicht vollständig ausgleichen. Die Fruchtzubereitungsaktivitäten von Main Process S.A., Buenos Aires / Argentinien, wurden im 4. Quartal 2016/17 erstmals konsolidiert. Capital Employed und Return on Capital Employed (ROCE)Das Capital Employed stieg auf 866 (823) Mio. €. Dabei stand einem investitions- und akquisitionsbedingten Anstieg ein Rückgang des Working Capitals infolge eines gesunkenen Vorratsvermögens gegenüber. In Verbindung mit einem gesteigerten operativen Ergebnis von 72 (62) Mio. € verbesserte sich der ROCE auf 8,3 (7,5) %.
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Weitere ausführliche Informationen stehen
im Geschäftsbericht 2016/17 der AGRANA zur Verfügung. Geschäftsentwicklung im Segment Fruchtscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 34 (42) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitung wurden Ersatzinvestitionen wie z. B. bei der Produktionslinie in Mitry / Frankreich, aber auch Investitionen zur Kapazitätserweiterung unter anderem durch eine weitere Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk Lysander / USA vorgenommen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate erfolgten vorrangig Ersatzinvestitionen und Investitionen aufgrund von Marktanforderungen. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 46 Mio. € betrafen den Erwerb von Main Process S.A., Buenos Aires / Argentinien. AGRANA Fruit (Fruchtzubereitungen)In der Division Fruchtzubereitungen konnte der Umsatz vor allem aufgrund höherer Absatzmengen um knapp 5 % gesteigert werden. Leicht negativ wirkten Fremdwährungseffekte in einzelnen Ländern, insbesondere in Ägypten, Argentinien, China, Mexiko, Russland, der Türkei und der Ukraine. Während in Europa sowie im Nahen Osten und Afrika eine Ergebnisverbesserung erzielt werden konnte, war vor allem in Nordamerika, aber auch Australien und Asien ein Rückgang zu verzeichnen, sodass insgesamt betrachtet ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreicht wurde. Absatzsteigerungen gab es - mit Ausnahme von Nordamerika - in allen Regionen. Die Mengenentwicklung in Osteuropa blieb trotz des politisch herausfordernden Umfelds positiv. Auch in der EU als der umsatzmäßig bedeutendsten Region konnten bei einem insgesamt rückläufigen Markt wieder höhere Mengen abgesetzt werden. Zu der positiven Umsatz- und Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen haben Kunden aus allen Bereichen - von Molkereien über Food-Service, Backwaren und Eiscreme - beigetragen. Im Einklang mit unseren globalen Großkunden konnte die Marktposition weiter verbessert und konnten in allen Märkten Marktanteilsgewinne verzeichnet werden. Langfristige Kundenverträge sichern diese Entwicklung. Nachhaltige Wachstumschancen für die Zukunft ergeben sich aus der Weiterentwicklung des Kundenportfolios in den Non-Dairy-Produktbereichen (z. B. Zubereitungen für globale Convenience-Food-Ketten, Eiscremekomponenten für globale Marken), der kürzlich erfolgten Akquisition in Argentinien oder der Gründung der AGRANA Fruit India im September 2016. Nach einer Kapitalerhöhung im Februar 2017 hat diese Gesellschaft unter anderem Produktionsanlagen, Land und Gebäude erworben und plant, die Produktion und den Verkauf im Laufe des Geschäftsjahres 2017/18 aufzunehmen. Die Division Fruchtzubereitungen konnte im vergangenen Geschäftsjahr von guten Einkaufsbedingungen profitieren. So waren die Ernten teilweise überdurchschnittlich gut, die Rohstoffpreise sanken im Verlauf des Jahres und lagen unter dem Vorjahr. In Ländern wie Ägypten, Mexiko, Russland, der Türkei und der Ukraine kam uns die schwächere Landeswährung zugute. AUSTRIA JUICE (Fruchtsaftkonzentrate)AUSTRIA JUICE ist global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt darstellt. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland sowie der Mittlere und Ferne Osten. Das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat wird insbesondere in Japan, den USA, Russland und Australien, aber auch in Europa vermarktet. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2016/17 deutlich über dem Vorjahr, vor allem aufgrund höherer Preise für Apfelsaftkonzentrate aus der Ernte 2015. Gegen Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres waren die Fruchtsaftkonzentratpreise stabil, wobei in Summe aus der Ernte 2015 eine steigende Tendenz, vor allem beim Apfel, festzustellen war. In der Kampagne 2016 verzeichnete AUSTRIA JUICE sowohl bei den Rohstoffpreisen als auch bei den Marktpreisen eine erneute Preisreduktion. Dieser Trend war auch bei Buntsaftkonzentraten zu beobachten. Die deutliche Verbesserung des Ergebnisses war auf bessere Margen bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2015 zurückzuführen, aber auch auf eine verbesserte Ertragslage der chinesischen Tochtergesellschaft sowie auf die Stabilisierung des Fruchtweingeschäfts in Deutschland. Die verfügbaren Apfelmengen aus den Hauptverarbeitungsregionen in Europa - Polen und Ungarn - lagen über dem Vorjahr. Lokale Fröste, etwa in Südostösterreich, Westungarn und den Balkanländern, hatten kaum Auswirkungen. Diese gute Versorgungslage führte zu teilweise deutlich geringeren Rohstoffpreisen. Die europäischen Fruchtsaftkonzentratwerke waren in der Kampagne 2016 gut ausgelastet, in China verlief die Produktionssaison besser als im Vorjahr. Die Beerenverarbeitungssaison war insgesamt von guten Mengenverfügbarkeiten bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Rohstoffe - Erdbeere, Sauerkirsche, Schwarze Johannisbeere; ausgenommen Himbeere -lagen unter dem Vorjahr. ProduktionEnergieeinsatz und EmissionenDer Energiebedarf der weltweiten Produktionsstandorte der Divisionen Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate wird überwiegend mit Erdgas als Energieträger gedeckt, an einigen Standorten wird auch selbst produziertes Biogas eingesetzt. Daneben beziehen die Produktionsstandorte Strom aus externen Quellen. Energieeinsatz im Segment Frucht![]() Die Menge der CO2 -Emissionen ist in erster Linie vom Gesamtenergiebedarf abhängig. Die spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt des Segments Frucht stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an, da im laufenden Berichtsjahr der chinesische Standort Xianyang erstmals in die Berichterstattung aufgenommen wurde. Hier ist Kohle der Primärenergieträger. Ohne Berücksichtigung des chinesischen Fruchtsaftkonzentratstandorts wären die spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment Frucht konstant geblieben. Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz im Segment FruchtWasserentnahme und AbwasserDas in den Produktionsprozessen eingesetzte Wasser stammt zu rund zwei Dritteln aus Brunnen und zu einem Drittel aus der kommunalen Wasserversorgung. Es wird in der Division Fruchtzubereitungen z. B. zum Waschen frischer Früchte in den Erstverarbeitungswerken und zur Reinigung von Anlagen und Transportbehältnissen genutzt. Darüber hinaus verbleibt Wasser teilweise auch im fertigen Produkt. Wo es möglich ist - wie beispielsweise bei der Herstellung von Apfelsaftkonzentrat -, wird das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in den Herstellungsprozessen genutzt und im Kreislauf geführt. Die Mehrzahl der Produktionsstandorte des Segments Frucht verfügt über aerobe und anaerobe Betriebskläranlagen, die verbleibenden Standorte nutzen kommunale Kläranlagen zur Aufbereitung des Abwassers. Segment Frucht - Wasserentnahme / Abwasserscroll
Verwertung der RohstoffeWährend bei der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare agrarische Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte Trester, weiter zu hochwertigen Nebenprodukten aufbereitet. Sie finden als Ballaststofflieferanten z. B. Einsatz in Müsli- und Snack-Produkten. Weitere Nebenprodukte sind unter anderem Aromen oder Apfelmehl. Anfallende Stiele und Blätter werden an die Anbauer der Rohstoffe abgegeben und dort als biologischer Dünger eingesetzt. AbfallDer mengenmäßig überwiegende Anteil an Abfällen besteht aus Verpackungen und Produktionsabfällen und wird wiederverwendet bzw. recycelt. Der starke Rückgang der Abfallmenge ist auf die vollständige Umsetzung einer einheitlichen Zuordnung von Abfällen zurückzuführen. Danach werden Nebenprodukte, wie z. B. Trester, nicht unter den Abfällen erfasst. Segment Frucht - Abfällescroll
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Im Wesentlichen verbrauchte Schmierstoffe
aus der Produktion. Tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklungscroll
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Veröffentlicht in der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz
(Konzernlagebericht 2015/16) am 19. Mai 2016. In der vorstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016/17 der Prognose für 2016/17, die mit dem Konzernabschluss 2015/16 veröffentlicht wurde, gegenübergestellt. Am 19. Mai 2016 wurde mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015/16 in der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz bekannt gegeben, dass Südzucker für das Geschäftsjahr 2016/17 von einem Konzernumsatz von 6,4 bis 6,6 Mrd. € ausgeht. Beim operativen Ergebnis sah Südzucker einen weiteren Anstieg auf eine Bandbreite von 250 bis 350 (Geschäftsjahr 2015/16: 241) Mio. €. Als wesentlicher Treiber wurde die Ergebnisverbesserung im Segment Zucker nach einem negativen Vorjahresergebnis in Höhe von - 79 Mio. € gesehen. In den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies wurde nach dem Rekordjahr 2015/16 jeweils mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Im Segment Frucht erwartete Südzucker einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Mit der Zwischenberichterstattung zum 1. Quartal 2016/17 wurde diese Prognose erneut bestätigt. Mit Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 1. Halbjahr 2016/17 wurde die Bandbreite für das operative Ergebnis auf 340 bis 390 Mio. € angehoben. Maßgeblich war im Segment Zucker die erwartete Ergebnisverbesserung auf 80 bis 110 Mio. €. Im Segment Spezialitäten wurde mit einem Ergebnis von rund 150 Mio. € gerechnet. Im Segment CropEnergies rechnete Südzucker mit einer Bandbreite von 50 bis 80 Mio. €. Im Segment Frucht wurde weiterhin ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Am 12. Januar 2017 wurde mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 3. Quartal 2016/17 das operative Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer Bandbreite von 380 bis 410 Mio. € beziffert (Segment Zucker 90 bis 120 Mio. €, Segment Spezialitäten rund 160 Mio. €, Segment CropEnergies 70 bis 85 Mio. € und Segment Frucht unverändert ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 62 Mio. €). Am 13. Februar 2017 hat CropEnergies die Prognose mit der Anhebung der Bandbreite für das operative Ergebnis auf 95 bis 100 Mio. € weiter angehoben. Die tatsächlichen Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016/17 lagen mit 329 Mio. € innerhalb der ursprünglich angekündigten Bandbreite von 300 bis 350 Mio. €. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRisikomanagementsystemDie Geschäftspolitik der Südzucker-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um Risiken, aber auch Chancen zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet. Risiko- und ChancenpolitikSüdzucker begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko bzw. Chance versteht Südzucker künftige Entwicklungen bzw. Ereignisse, die das Erreichen strategischer Ziele und operativer Planungen negativ bzw. positiv beeinflussen können. Südzucker setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt. RisikomanagementDas Risikomanagement hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken. Zum Risikomanagement der Südzucker-Gruppe gehört ein Überwachungssystem, das die Einhaltung aller getroffenen Maßnahmen sicherstellt. RisikomanagementsystemDer Vorstand hat die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er wird dabei vom Risikomanagementausschuss unterstützt, der die Angemessenheit der bestehenden Risikomanagementregelungen regelmäßig prüft und diese gegebenenfalls fortentwickelt. Daneben beobachtet der Risikomanagementausschuss fortlaufend wesentliche, auch geschäftsübergreifende Risiken und zeigt - falls erforderlich - Handlungsbedarf auf. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems als Teil des Risikomanagementsystems. Das Risikomanagementsystem der Geschäftsbereiche bzw. Divisionen sowie der Zentralabteilungen mit Konzernfunktion liegt in der Verantwortung von deren Leitern. Diese ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken. Die Veränderung von Marktpreisen kann wesentlichen positiven bzw. negativen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher wurden in den Geschäftsbereichen und Divisionen, in denen das operative Ergebnis wesentlich von volatilen Marktpreisen beeinflusst wird, Risikokomitees eingerichtet, die Entscheidungen über den Umgang mit diesen Risiken vorbereiten. Marktpreisrisiken aus Rohstoff- und Absatzpreisen, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken werden durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in einer Risikomanagementrichtlinie vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regelt. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken hoher Bonität oder an Terminbörsen abgeschlossen. Regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der operativen, finanziellen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Dabei stehen dem Vorstand und den zuständigen Geschäftsbereichen bzw. Divisionen auch monatliche Risikoberichte zur Verfügung, die Risiken und Sensitivitäten sowohl auf Geschäftsbereichs- bzw. Divisions- als auch auf Konzernebene beinhalten und auf das laufende und folgende Geschäftsjahr fokussieren. Dabei wird die Entwicklung der Risikoparameter - der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung folgend - mit der Planung bzw. dem aktuellen Forecast verglichen, während die Risikobewertung durch Ermittlung der Auswirkungen auf das operative Ergebnis erfolgt. RISIKOMANAGEMENTSYSTEMRisikokommunikationUnabdingbar für das Funktionieren eines Risikomanagementsystems ist die offene Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Daher stellen der Vorstand, die Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsleitungen und die Konzernfunktionen eine offene und schnelle Kommunikation von Risiken sicher. Die Mitarbeiter sind angehalten, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Unter anderem durch regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung und der Planungen zwischen Geschäftsbereichs- bzw. Divisionsverantwortlichen und Vorstand ist ein unmittelbarer Informationsfluss gewährleistet. Für identifizierte strategische oder operative Risiken werden in diesem Rahmen Maßnahmen definiert und initiiert. Neben den Geschäftsbereichs-bzw. Divisionsverantwortlichen tragen die Konzernfunktionen den Ressortvorständen regelmäßig aktuelle Entwicklungen aus ihren Verantwortungsbereichen vor. Interne RevisionDie interne Konzernrevision nimmt ihre Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie in den Konzerngesellschaften wahr. Sie ist dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet und bewertet im Rahmen unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse - auch mit dem Fokus, diese und die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse zu verbessern. RisikenÜbersicht der UnternehmensrisikenNachfolgend werden die für Südzucker wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "finanzielle Auswirkung", bezogen auf die mittelfristige Ergebniserwartung, klassifiziert. Die Wirkung getroffener Gegensteuerungsmaßnahmen wurde dabei berücksichtigt. scroll
Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung. Die Preisvolatilität von Rohstoffen, die Risiken von schwankenden Produktpreisen sowie Veränderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung. Übersicht der Unternehmensrisikenscroll
Strategische RisikenWie in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichts zu den Segmenten erläutert, unterliegt die Geschäftstätigkeit sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 wird zu einer Ausweitung der Rübenzucker- und Isoglukoseerzeugung in der EU führen. Die EU wird dadurch wieder zum Nettoexporteur von Zucker. Der hochvolatile Weltmarktpreis für Zucker ist zunehmend preisbestimmend für den EU-Zuckermarkt. Dadurch wird die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten zunehmen. Die Höhe des Zuckerpreises wird zukünftig die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe beeinflussen, deren Anbau im Wettbewerb mit Alternativfrüchten steht. Gleichzeitig ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlung von an den Rübenanbau gekoppelten Prämien in einigen EU-Mitgliedsstaaten. Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Bei dem derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens ist es kaum möglich, vorauszusagen, wie sich die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen auf das Bioethanolgeschäft auswirken werden. Eine Reduzierung von obligatorischen Beimischungsquoten kann zu einem Nachfragerückgang führen und die Geschäftstätigkeit der CropEnergies belasten. Zusätzliche Risiken bestehen, falls im Rahmen neuer bilateraler Freihandelsabkommen zusätzliche zollfreie Einfuhrkontingente für Zucker eröffnet werden oder der EU-Außenschutz verringert wird. Auch bei Bioethanol können z. B. die Einschränkung oder Förderung der Nutzung verschiedener Rohstoffe zur Herstellung von Bioethanol, die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten nach 2020 sowie die Regulierung der Nutzung von Anbauflächen zu zusätzlichen Chancen oder Risiken führen. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Mögliche Änderungen internationaler und nationaler Handelsabkommen oder der Agrarmarktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und mit ihren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Südzucker-Gruppe im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Das Votum der Mehrheit der britischen Bevölkerung für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) kann Risiken für die Südzucker-Geschäftstätigkeit aus Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen mit sich bringen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind. Am 29. März 2017 ist der entsprechende Antrag Großbritanniens bei der EU eingegangen. Daneben unterliegen die Produkte der Südzucker-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten. Operative RisikenRisiken aus der Verfügbarkeit von RohstoffenInsgesamt werden in der Südzucker-Gruppe jährlich rund 30 bis 35 Mio. t landwirtschaftliche Rohstoffe von über 800.000 ha Anbaufläche verarbeitet. Dies sind neben Zuckerrüben auch Mais, Weizen, Gerste, Reis, Triticale, Zichorien und Kartoffeln. Hinzu kommen noch die im Fruchtsegment verarbeiteten Rohstoffe. Südzucker ist als Verarbeiter dieser Rohstoffe - trotz regionaler Streuung - Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Hier sind in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Schwankungen der Ernteerträge durch Extremwetterereignisse (Klimawandel) sowie Pflanzenschädlinge und -krankheiten zu nennen. Risiken ergeben sich aus einer erhöhten Verdunstung sowie extremen Witterungsereignissen, wie beispielsweise lang anhaltende Trockenperioden und Überschwemmungen, Stürme und Hagel, die in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen können. Zudem kann durch die geografische Verschiebung der Klimazonen bzw. Niederschläge die Produktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen regional negativ beeinflusst werden. Diesem Risiko wird durch eine entsprechende Anbauplanung sowie gezielte Anbauberatung und Forschung bestmöglich Rechnung getragen. Für den Zuckerrübenanbau in Europa ist der Klimawandel aber auch mit Chancen verbunden. Eine früher beginnende und verlängerte Vegetationszeit, weniger Frosttage sowie eine schnellere Bodenerwärmung führen tendenziell zu steigenden Erträgen. Beschaffungsrisiken im Zuckersegment bestehen im Wettbewerb des Rübenanbaus mit den übrigen Feldfrüchten. Die Planung unserer Rübenanbauer ist darauf ausgerichtet, die ausgegebenen Lieferrechte für Rüben sicher zu erfüllen. Risiken aus der Preisvolatilität von RohstoffenNeben den Beschaffungsrisiken unterliegen landwirtschaftliche Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht in allen Fällen unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Auf den Getreide- und Ölsaatenmärkten sind die Preisschwankungen insbesondere durch die weltweiten und regionalen Fundamentaldaten von Angebot, Nachfrage und Lagerbeständen beeinflusst. Wenn die Lagerbestände eine kritische Grenze im Verhältnis zum jährlichen Verbrauch unterschreiten und Intransparenz über bestimmte Angebots- und Nachfragefaktoren besteht, reagieren die Märkte sensibel mit Preisschwankungen. Dies war bei einzelnen Produkten in den letzten Jahren wiederholt zu beobachten und wird auch in den nächsten Jahren grundsätzlich möglich sein. Durch den zunehmenden weltweiten Rohstoffhandel entspricht dabei die Preisvolatilität der globalen Märkte zunehmend derjenigen auf den europäischen und inländischen Märkten. Zudem können politische Maßnahmen wichtiger Exportländer, wie z. B. Exportstopps, die Volatilität kurzfristig verstärken. Für Zuckerrüben werden in den jeweiligen Anbaugebieten Rübenlieferverträge i. d. R. jeweils für ein Anbaujahr abgeschlossen. Für das ZWJ 2016/17 reflektieren diese für Quotenrüben die noch geltenden marktordnungsrechtlichen Vorgaben bezüglich Mindestpreisen und Beteiligung der Rübenanbauer an höheren Erlösen. Für Nichtquotenrüben werden die Rübenpreise teilweise aus den Zuckererlösen abgeleitet. Ab dem ZWJ 2017/18 erfolgt in der Südzucker-Gruppe die Rübenpreisableitung für die gesamte Rübenmenge aus den Zuckererlösen, ohne einen Rübenmindestpreis zu garantieren. Die Festlegung der Rübenpreise muss allerdings auch der Wettbewerbssituation der Rübe mit anderen Ackerkulturen Rechnung tragen. An den Raffinationsstandorten Brčko / Bosnien-Herzegowina und Buzău / Rumänien wird Rohzucker aus externer Produktion zu Weißzucker verarbeitet. Hier wird das Risiko schwankender Einkaufspreise für Rohzucker durch Warentermingeschäfte abgesichert. Zur Herstellung von Bioethanol werden kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Zur Risikoeinschätzung wird bei der Herstellung von Bioethanol eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten sowie von Erlösen für Lebens- und Futtermittel (Steuerung nach Nettorohstoffkosten) vorgenommen. Da Veränderungen beim Getreidepreis überwiegend mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden. CropEnergies verfolgt die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Ethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquoten entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus allen unseren Anlagen erfüllt diese Anforderungen unter der Voraussetzung, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist. Die Rohstoffkosten sind auch in der Stärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. Auch hier ist die Strategie, den geplanten Bedarf in einem adäquaten Ausmaß durch physische Lieferkontrakte abzudecken. In eingeschränktem Umfang werden auch Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es besteht das Risiko, dass höhere Rohstoffkosten nur zu einem Teil kurzfristig an Kunden weitergegeben werden können. Das Beschaffungsrisiko im Segment Frucht wird durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie mögliche Pflanzenkrankheiten beeinflusst. Dadurch bedingte Ernteausfälle können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Einstandspreise der Rohstoffe negativ auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und Kenntnisse über Beschaffungsmärkte möglich, in der Division Fruchtzubereitungen regionale Engpässe in der Versorgung bzw. Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Es werden zusätzlich, je nach Möglichkeit, sowohl beschaffungs-als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen. In der Division Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert. Die Südzucker-Gruppe wirkt Energiepreisrisiken entgegen, indem Produktionsanlagen darauf ausgerichtet sind, verschiedene Energieträger situationsgerecht mit dem Ziel der Kostenoptimierung einsetzen zu können. Darüber hinaus werden Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz der Produktionsanlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Für die in der Kampagne eingesetzten Energieträger erfolgen teilweise Mengen- und Preissicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen oder auch durch Derivate. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 deckt den Verbrauch der Südzucker-Gruppe nicht. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Zucker, Stärke, Inulin und Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden; ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status wird derzeit nicht erwartet. Die Rahmenbedingungen für die kommende 4. Handelsperiode der Jahre 2021 bis 2030 sind bei dem derzeitigen Stand des EU-Gesetzgebungsverfahrens schwer vorauszusagen. Vor dem Hintergrund der Klimaziele der EU - einer Minderung der Treibhausgase um 20 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2030, jeweils gemessen am Wert von 1990 - wird generell von einer weiteren Reduzierung der kostenlos zugeteilten Zertifikate ab 2021 ausgegangen. Risiken aus der Preisvolatilität der ProdukteIm Segment Zucker bestehen Absatzpreisrisiken infolge von Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, dem EU-Binnenmarkt sowie den Futtermittelmärkten. In begrenztem Umfang stellt die EU im ZWJ 2016/17 Exportlizenzen zur Verfügung. Ab Oktober 2017 wird aufgrund der Freigabe des Exports nach dem Ende des Quotensystems im Zusammenhang mit einer steigenden Produktionsmenge und einer Erhöhung der Exporte gerechnet. Dies wird die Risiken in Bezug auf Schwankungen des Weltmarktpreises erhöhen. Auch für den EU-Binnenmarkt zeichnet sich eine zunehmende und unmittelbare Abhängigkeit vom Weltmarkt ab. Für direkt vom Weltmarktpreis abhängige Mengen schließen wir je nach Marktlage Sicherungsgeschäfte in Form von Zucker-Futures an den Terminbörsen in London und New York ab. Dem Absatzrisiko und dem Preisrisiko bei Futtermitteln wird insbesondere durch eine kontinuierliche Verkaufsstrategie sowie eine langfristig orientierte Kundenbindung Rechnung getragen. Ebenfalls unterliegen beispielsweise die Preise für Bioethanol in Europa verschiedenen Einflussfaktoren, wie z. B. Angebot und Nachfrage auf lokaler Ebene, dem Preisniveau und dem Angebot in den USA, Brasilien und anderen Exportländern sowie politischen Rahmenbedingungen, und können daher größeren Schwankungen unterworfen sein. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit und - soweit möglich - durch derivative Instrumente sowie durch die flexible Nutzung der Bioethanolanlage am britischen Standort Wilton je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage. Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Im Dezember 2015 einigte sich der Trilog der Europäischen Union auf die Umsetzung der Benchmark-Richtlinie. Diese schreibt einen transparenten Preisfindungsmechanismus für Preisreferenzen an nicht regulierten Märkten vor. Die Mitgliedsstaaten der EU haben für die Umsetzung der Richtlinie zwei Jahre Zeit. Es ist zu erwarten, dass die Umsetzung auch zu mehr Transparenz bei der Feststellung des Bioethanolpreises und somit zu weniger Volatilität und mehr Liquidität in der Preisnotierung führen wird. WechselkursrisikenWechselkursrisiken entstehen im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung anfallen. Im Segment Zucker unterliegen Zuckerexporte auf dem Weltmarkt US-Dollar-Wechselkursrisiken, die grundsätzlich vom Zeitpunkt des Abschlusses eines Zucker-Futures bis zum Zahlungseingang abgesichert werden. Die Rohzuckerraffination unterliegt Währungsrisiken durch den teilweisen Rohzuckereinkauf in US-Dollar. Im Segment Spezialitäten resultieren Fremdwährungsrisiken in der Division BENEO aus den Umsatzerlösen in US-Dollar, deren zugrunde liegende Herstellungskosten überwiegend in Euro und chilenischem Peso anfallen. Für Umsatzerlöse der Freiberger-Gruppe in Großbritannien ergibt sich ein Währungsrisiko aus dem britischen Pfund, das sich mit dem Votum für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union erhöht. Am 29. März 2017 ist der entsprechende Antrag Großbritanniens bei der EU eingegangen. Im Segment CropEnergies erfolgen sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte überwiegend in Euro. Lediglich beim Einkauf von Rohalkohol in US-Dollar und beim Verkauf von Industriealkohol in Euro ergeben sich Währungsrisiken. Diese werden unmittelbar nach dem Einkauf des Rohalkohols über Devisentermingeschäfte abgesichert. Im Segment Frucht bestehen Währungsrisiken vorwiegend aus dem Absatz in Euro oder US-Dollar, während der Aufwand für Rohstoffe und Produktion in lokaler Währung entsteht. Sofern der Rohstoffeinkauf bzw. der Absatz in Fremdwährung erfolgen, wird das Währungsrisiko teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert. ProduktqualitätsrisikenBedeutende Ereignisse im Zusammenhang mit ernsten Verstößen gegen Sicherheitsstandards, die für Nahrungsmittel oder sonstige Bereiche gelten, könnten sich nachteilig auf die Reputation von Südzucker und den Absatz unserer Produkte auswirken. Zudem gehört es zu den Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, Kunden jederzeit mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Um dies zu gewährleisten, verfügt Südzucker über ein Qualitätsmanagement, in dem Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe festgelegt sind. Das Qualitätsmanagement umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die Einhaltung der Anforderungen intern und extern regelmäßig überprüft. Erforderlichenfalls werden Maßnahmen mit dem Ziel der Optimierung ergriffen; dies leistet einen Beitrag zur weiteren Risikominimierung. IT-RisikenDie Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Es ist davon auszugehen, dass die Bedrohung durch externe Angriffe auf IT-Systeme der Südzucker-Gruppe weiter zunehmen wird. Die Optimierung, Aufrechterhaltung und insbesondere die Sicherheit der IT-Systeme werden sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen gewährleistet. Vor diesem Hintergrund hat Südzucker Informationssysteme und Prozesse innerhalb der Südzucker-Gruppe weitreichend vereinheitlicht. PersonalrisikenDie Südzucker-Gruppe steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die Position von Südzucker im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, betonen wir im Rahmen unserer Personalmanagement-Aktivitäten die Attraktivität der Südzucker-Gruppe als Arbeitgeber und zielen darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben attraktiven Sozialleistungen und Vergütungssystemen setzen wir dabei auf breit gefächerte Perspektiven in der Südzucker-Gruppe wie Fort- und Weiterbildungsangebote, Trainee-Programme und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Bonitäts- und AusfallrisikenSollten Kunden in größerem Umfang nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Südzucker zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Südzucker tritt diesen Bonitäts- und Ausfallrisiken für den Forderungsbestand entgegen, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Darüber hinaus wird das konzernweite Kreditmanagement weiter strikt umgesetzt. Zudem werden Risiken durch Kreditversicherungen und Bankgarantien begrenzt. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte für Preisrisiken abgeschlossen haben. Weitere operative RisikenAus weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik sowie Forschung und Entwicklung liegen können, sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft abzusehen. Südzucker begegnet auch den weiteren operativen Risiken durch ständige Überwachung sowie kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. CompliancerisikenAllgemeine rechtliche RisikenEs sind verschiedene Rechtsstreitigkeiten gegen die Südzucker AG und ihre Konzerngesellschaften anhängig. Für diese Verfahren werden Prozesskostenrückstellungen gebildet. Für die Prozessrisiken erfolgt eine Rückstellungsbildung, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis in einer bestimmten Berichtsperiode nehmen, die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen haben aber keinen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Südzucker ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfelds, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt. Derartige Risiken werden zeitnah erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns evaluiert und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen eingeleitet. KartellrechtsrisikenEs besteht das Risiko, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und Verfahren durch Wettbewerbsbehörden eingeleitet werden. Entsprechende Verfahren sind immer mit einem Reputationsverlust verbunden, können zum Erlass von hohen Bußgeldern führen und dann zusätzlich Ersatzansprüche von Dritten nach sich ziehen, auch wenn sie unbegründet sind. Auch im Geschäftsjahr 2016/17 hat Südzucker die Maßnahmen der Kartellrechts-Compliance weiter intensiviert. Zur Vermeidung von Kartellverstößen werden Schulungen durchgeführt und turnusgemäß wiederholt. Die Maßnahmen werden -unter Berücksichtigung der aus dem im Jahr 2014 beendeten Kartellverfahren gegen mehrere Unternehmen der Zuckerindustrie in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse - intensiv fortgeführt. Als gruppenweit geltender Rahmen für die Verhinderung von Kartellrechtsverstößen ist seit 1. Dezember 2014 eine Richtlinie zur Einhaltung des Kartellrechts in der Südzucker-Gruppe (Wettbewerbs-Richtlinie) in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, Mitarbeiter vor Gesetzesverstößen im Kartellrecht zu bewahren und praxisnahe Unterstützung bei der Anwendung der einschlägigen Vorschriften zu geben. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung des Kartellrechts. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, hatte das deutsche Bundeskartellamt den deutschen Zuckerherstellern Südzucker AG, Nordzucker AG und Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG wettbewerbsbeschränkende Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen zur Last gelegt. Südzucker akzeptierte den am 18. Februar 2014 erlassenen Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlements, um das fast fünf Jahre laufende, auf Aussagen eines Kronzeugen basierende Verfahren zu beenden und dadurch Rechts- sowie Planungssicherheit zu erlangen. Das deutsche Kartellverfahren ist mit Zahlung der Geldbuße abgeschlossen. Nach dem Abschluss des deutschen Kartellverfahrens machen Kunden erwartungsgemäß Schadensersatzansprüche wegen angeblicher kartellbedingter Preisaufschläge geltend. Diese Ansprüche werden von Südzucker und den beiden anderen mit einem Bußgeld belegten deutschen Zuckerherstellern grundsätzlich bestritten, zumal verschiedene Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass den Kunden in dem vom Bundeskartellamt zur Last gelegten Zeitraum keine Nachteile entstanden sind. Verschiedene Kunden haben die betroffenen Zuckerhersteller - zumeist gesamtschuldnerisch - vor mehreren Gerichten in Deutschland auf Schadensersatz oder Auskunft verklagt. Alle Gerichtsverfahren befinden sich in einem frühen Stadium; Urteile zur Sache sind bislang nicht ergangen. Wie im Vorjahresbericht erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH und die Südzucker AG die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Im Zusammenhang mit dem deutschen Kartellbußgeld wird die Beteiligung an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen auch in Bezug auf Österreich vorgeworfen. Die Beklagten sehen den Bußgeld-Antrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht bisher durchgeführte Beweisaufnahme - auch nach den letzten Zeugenvernehmungen im September 2014 - nicht bestätigt. Das Kartellgericht Wien hat noch kein Urteil verkündet. KorruptionsrisikenKorruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe gegen Gesetze, interne Regelungen oder von Südzucker anerkannte regulatorische Standards verstoßen und in der Folge das betroffene Unternehmen der Südzucker-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Die Compliance-Aktivitäten und die Compliance-Organisation wurden auch im Geschäftsjahr 2016/17 weiterentwickelt sowie zur Stärkung der Compliance-Kultur die an Transparenz und den Unternehmensgrundsätzen orientierte Führungskultur fortlaufend verbessert. Um rechtskonformes und sozialethisches Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters zu gewährleisten, wurden Schulungsmaßnahmen weiter intensiviert sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen weiterentwickelt und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Südzucker-Gruppe unterliegt aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu zählen Risiken aus Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Liquiditätsrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken. Marktpreisrisiken aus Zuckerexporten, Bioethanolabsatz, Energieeinkäufen sowie Rohstoffeinkäufen bewerten wir als operative Risiken, die im entsprechenden Abschnitt dieses Risikoberichts beschrieben sind. ZinsänderungsrisikenAus variabel verzinslichen oder kurzfristig fälligen Finanzverbindlichkeiten und -anlagen ist die Südzucker-Gruppe in begrenztem Umfang kurzfristigen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Der Umfang dieser Verbindlichkeiten bzw. Anlagen ist aufgrund des kampagnebezogenen Finanzbedarfs im Jahresverlauf stark schwankend. Langfristige Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der geringen Verschuldung ebenfalls nur von untergeordneter Bedeutung. WechselkursrisikenFinanzwirtschaftliche Wechselkursrisiken resultieren überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. In Osteuropa finanziert die Südzucker-Gruppe ihre Tochterunternehmen mit konzerninternen Euro-Darlehen. Daneben bestehen US-Dollar-Finanzierungen in Chile und Mexiko. In geringem Umfang haben auch Muttergesellschaften im Euroraum Finanzierungen an Tochtergesellschaften in deren abweichender Landeswährung gewährt. LiquiditätsrisikenEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Die Liquidität der Südzucker-Gruppe wird daher täglich überwacht. Soweit es ökonomisch sinnvoll ist, bestehen nationale oder länderübergreifende Cashpools. Daneben werden Liquiditätsüberschüsse auch gruppenintern angelegt. Über die Begebung langfristiger Anleihen sowie die Nutzung von Bankkrediten stellt Südzucker ein ausgewogenes Schuldenrückzahlungsprofil sicher und reduziert Refinanzierungsrisiken. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund des Commercial-Paper-Programms sowie der von Banken verbindlich zugesagten Kreditlinien kann Südzucker kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen und die während der Zuckerkampagne bestehenden saisonalen Finanzierungserfordernisse jederzeit erfüllen. Bonitäts- und Ausfallrisiken im FinanzbereichBonitäts- und Ausfallrisiken im Finanzbereich bestehen in Bezug auf Finanzinstitute, mit denen Südzucker finanzielle Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat, bei denen Geldanlagen getätigt werden, Kreditlinien bestehen oder die Bürgschaften zugunsten von Südzucker stellen. Dieses Risiko hat sich aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch limitiert, dass Finanzgeschäfte nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Risiko der RatingherabstufungDie Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit von Südzucker. Dabei sieht sich Südzucker der Erhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings verpflichtet. Herabstufungen der vergebenen Ratings könnten sich bei künftigen Finanzierungserfordernissen negativ auf die Kapitalkosten des Konzerns auswirken. Weitere Informationen zu Kredit-, Liquiditäts-, Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken einschließlich des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken sind im Anhang zum Konzernjahresabschluss unter Ziffer (31) "Risikomanagement in der Südzucker-Gruppe" zu finden. GesamtrisikopositionZu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Südzucker-Gruppe gehören neben den Risiken einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen insbesondere Risiken aus Schwankungen von Produkt- und Rohstoffpreisen. Im Segment Zucker hat der Einfluss des Weltmarktpreises auf das Preisniveau von Zucker in der EU zugenommen. Dieser wird sich in Zukunft noch verstärken; damit wird das Risiko aus Schwankungen des EU-Zuckerpreises zunehmen. Im Segment CropEnergies ist das Ergebnis vor allem vom Preisniveau der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Weizen - und von den Bioethanolerlösen abhängig. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen aus reichenden Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden, kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Weizen und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebnisentwicklung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aber nach wie vor nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. ChancenDurch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat der Südzucker-Konzern zugleich eine Vielzahl von Chancen. Nachstehend werden die Chancen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente bzw. Divisionen erläutert. Südzucker ist Europas führender Zuckerhersteller und hat in den Segmenten Spezialitäten (funktionelle Inhaltsstoffe für Lebens- und Futtermittel, Tiefkühlprodukte, Portionsartikel und Stärke), CropEnergies und Frucht (Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate) bedeutende Marktpositionen inne. Damit agiert die Südzucker-Gruppe inmitten der auch in Zukunft weltweit dynamisch wachsenden Märkte mit entsprechend höherer Nachfrage nach Agrarrohstoffen, Lebens- und Futtermitteln sowie Energie. Südzucker ist in Europa in vorteilhaften Naturräumen mit guten Böden, hohen Erträgen und im globalen Vergleich günstigen Witterungsverhältnissen positioniert; dies ist im weltweiten Wettbewerb eine stabile und verlässliche Ausgangsbasis. Die wachsende Weltbevölkerung wie auch der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln insbesondere in Ländern mit steigendem Lebensstandard sollten zu einer Erhöhung von Marktchancen der Produkte von Südzucker führen. Mit ihrer Infrastruktur zur Erzeugung und Vermarktung von Bioethanol in Europa ist die Gruppe hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Markt für Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu profitieren. Segment ZuckerSüdzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und der Nähe zu den Industriekunden. Weitere Marktchancen können sich im Non-Food Markt z. B. der Biobased Chemicals ergeben. Weitere Chancen können sich aus dem Zuckerexport außerhalb der EU, der ab 2017 nicht mehr durch Exportrestriktionen begrenzt sein wird, ergeben. Mit dem Wegfall der Quotenregelung ergibt sich die Möglichkeit der Erhöhung der Kapazitätsauslastung durch längere Kampagnen. Beim weltweiten Zuckerverbrauch wird mit einer Steigerung um 2 bis 3 % pro Jahr von derzeit über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 gerechnet. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Allerdings haben kurzfristig auch weitere Faktoren, insbesondere die Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten von Zuckerrohr und -rüben sowie Wechselkursentwicklungen oder die Positionen von Finanzinvestoren, einen wesentlichen Einfluss. Dies gilt insbesondere für den brasilianischen Real und die Ethanolpolitik der brasilianischen Regierung, die sich auf den Zuckerweltmarktpreis auswirken können. Darüber hinaus ergeben sich für Südzucker über die Beteiligung an ED&F Man zusätzliche Potenziale, an einem Marktwachstum zu partizipieren. Segment SpezialitätenDurch den Ausbau des Segments Spezialitäten besitzt Südzucker eine gute Position auf mehreren Wachstumsmärkten. BENEOEin wichtiger Baustein des Segments Spezialitäten ist die Division BENEO, die vom langfristigen Trend zu gesünderem Ernährungsverhalten profitiert. BENEO ist mit ihren Produktlinien funktionelle Kohlenhydrate - Isomalt, Palatinose™ -sowie den Ballaststoffen Inulin und Oligofruktose ein weltweit führender Anbieter von funktionellen Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Getränke und Tierfutter. Eine klare Differenzierung im Markt bietet das besondere Produktspektrum der aus Reis hergestellten Zutaten, insbesondere aufgrund seiner hyperallergenen Eigenschaften. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen für den Konzern wird derzeit eine Ausweitung der Produktlinien für neue Anwendungen weiter vorangetrieben. FreibergerDie Freiberger-Gruppe nutzt ihre europaweit führende Position als Anbieter kundenindividueller Convenience-Produkte für die Eigenmarken internationaler Handelsunternehmen, um das hieraus resultierende Wachstumspotenzial auszuschöpfen. Neben den Vertriebsaktivitäten auf dem europäischen Markt wurden diese unter anderem auf den nordamerikanischen Markt ausgeweitet. PortionPack EuropeDer europäische Marktführer gestaltet, produziert und vertreibt Portionsartikel. Das Produktsortiment umfasst schwerpunktmäßig den Food-Bereich, aber auch einige Non-Food-Artikel. Dabei liegen die Hauptmärkte insbesondere im Food-Service-Bereich wie Hotels, Gastronomie und Catering. PortionPack kann seine Position im europäischen Markt durch internes und externes Wachstum, flexible Reaktion auf Kundenanforderungen sowie kontinuierliche Produktinnovationen festigen. StärkeDie Division Stärke legt den Schwerpunkt auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen stehen dabei im Fokus. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie. Im europäischen Süßungsmittelmarkt können sich ab 2017 zusätzliche Absatzmöglichkeiten im Bereich Isoglukose bzw. Stärkeverzuckerungsprodukte ergeben. Segment CropEnergiesDie weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität werden maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und / oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klima-Gipfels für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen werden. Anders wird das gesteckte Ziel, die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen und den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken, nicht erreicht werden können. Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die Crop-Energies-Gruppe als einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet. Ein Grund hierfür ist das erfolgreiche Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016, wodurch CropEnergies nun die gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage nutzen kann. Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt. Segment FruchtDas AGRANA-Fruchtsegment ist Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie sowie größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren auf dem europäischen Markt. Wachstumschancen ergeben sich in Ländern mit steigenden Einkommen, wie z. B. Russland, China und Brasilien. Auch der US-Markt, der nordafrikanische Raum und der Mittlere Osten werden intensiver bearbeitet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGrundzügeDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Südzucker AG hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen und damit zu jeder Zeit ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Das System ist in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen in allen relevanten rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen verankert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wesentliche Bestandteile sind Grundsätze, Verfahren sowie Kontrollen, wie beispielsweise konzerneinheitliche Kontierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsvorgaben sowie Prozesse zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Finanzberichterstattung. IFRS-Reporting-RichtlinieDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der Südzucker-Gruppe einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) stellen die konzernweit einheitliche Bilanzierung und Bewertung sämtlicher Geschäftsvorfälle der in den Südzucker-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sicher. Die interne IFRS-Reporting-Richtlinie regelt die Südzucker-relevante Anwendung der IFRS und konkretisiert Bilanzierungssachverhalte. Der Inhalt der IFRS-Reporting-Richtlinie wird zentral vorgegeben und regelmäßig aktualisiert. Internes Kontrollsystem, bezogen auf den RechnungslegungsprozessDer Konzernrechnungslegungsprozess beginnt in den Einzelgesellschaften des Konzerns. Hierbei werden in den einzelnen Organisationseinheiten die Abschlüsse erstellt, kontrolliert und mit der Einspielung in das Konsolidierungssystem an die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG übermittelt. Für alle im Konzernrechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme bestehen klar strukturierte Berechtigungskonzepte. Die zentrale Konsolidierungsstelle der Südzucker AG verantwortet neben der Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Erstellung des Konzernlageberichts und -abschlusses auch den verbindlichen Konzernkontenrahmen und betreut die IT-Konsolidierungstools. Bei der Bewertung von Rückstellungen, im Wesentlichen Personalrückstellungen, werden im Rahmen des Jahresabschlussprozesses regelmäßig externe Gutachter eingesetzt. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der Südzucker-Gruppe; ein wichtiger Fokus liegt auf der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip sowie der Einhaltung der Richtlinien für wesentliche Geschäftsprozesse. Automatisierte Validierungsregeln und Plausibilitätsprüfungen insbesondere im IT-Konsolidierungssystem stellen die Vollständigkeit und Richtigkeit von Eingabedaten der Einzelgesellschaften sicher. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen schränken die Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen weitgehend ein. Allerdings können insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen mit negativen Auswirkungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder andere Umstände nie vollständig ausgeschlossen werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen weiterhin beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Auf Konzernebene umfassen diese Kontrollaktivitäten die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften werden die vorhandenen internen Kontrollsysteme zügig an den hohen Standard der Südzucker-Gruppe angepasst. Interne PrüfungDer Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Compliance, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung; er prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die interne Revision prüft das interne Kontrollsystem, die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und konzerninternen Richtlinien sowie das Risikomanagementsystem. Sie entwickelt bei Bedarf entsprechende Empfehlungen und Prozessänderungen und trägt damit zu einer stetigen Verbesserung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei. Externe PrüfungDer Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen der Abschlussprüfung bestätigt, dass das Risikofrüherkennungssystem von Südzucker geeignet ist, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hatte keine Feststellungen zu wesentlichen Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenLaut Prognosen des Internationalen Währungsfonds IWF soll das globale Wirtschaftswachstum (gemessen am Bruttoinlandsprodukt BIP) von 3,1 % im Jahr 2016 auf 3,4 % im Jahr 2017 zulegen. Die Steigerung dürfte in erster Linie von den USA, 2,3 (1,6) %, Kanada, Russland sowie einigen Schwellenländern in Asien getragen werden. Brasilien wird nach der tiefen Rezession (- 3,5 % im Jahr 2016) vermutlich zu leichtem Wachstum zurückkehren. Für das Eurogebiet prognostiziert die EU-Kommission eine leichte Abschwächung des BIP-Wachstums im Jahr 2017 auf 1.6 (1,7) %; auch für Deutschland wird bei anhaltend robuster Wirtschaftslage ein leichter Rückgang des Wachstums auf 1.6 (1,9) % erwartet. Risiken für die Wachstumsaussichten könnten unter anderem aus der Brexit-Entscheidung Großbritanniens und aus handelsbeschränkenden Maßnahmen der US-Regierung entstehen. Absatz- und RohstoffmärkteHinsichtlich detaillierter Einzelheiten zu den branchenbezogenen Rahmenbedingungen wird auf die Erläuterungen in den einzelnen Segmenten verwiesen. ZuckerIm ZWJ 2016/17 wird für den Weltmarkt für Zucker im zweiten Jahr in Folge ein Defizit erwartet. Für das darauffolgende Wirtschaftsjahr wird mit einer Erhöhung der Weltzuckererzeugung und einem leichten Überschuss gerechnet. Trotzdem sollen die Weltzuckerbestände auf einem niedrigen Niveau bleiben. Nach hohen Weltmarktpreisnotierungen Ende 2016 bzw. zu Beginn 2017, die durch hohe Long-Positionen spekulativer Anleger getrieben waren, erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 eine Preiskorrektur. Auf dieser Basis wird bei weiterhin hoher Volatilität mit stabilen bis leicht fallenden Weltmarktpreisen gerechnet. Auch auf diesem Weltmarktpreisniveau ist der EU-Zuckermarkt für Importe derzeit nicht attraktiv. Vor dem Hintergrund des Wegfalls der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung im EU-Zuckermarkt wird mit einem deutlichen Anstieg der EU-Zuckererzeugung gerechnet. Der Weltmarkt sollte angesichts einer jährlichen Steigerung der Nachfrage um geschätzt rund 2 % aufnahmebereit für höhere EU-Exporte sein. BioethanolDer Bioethanolverbrauch 2017 in der EU wird auf 7,8 (7,6) Mio. m3 geschätzt. Der Anstieg ist weitgehend auf eine höhere Nutzung von Kraftstoffethanol zurückzuführen. Dieser positive Marktausblick beruht insbesondere auf höheren Beimischungsvorgaben in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung schöpfen die EU-Mitgliedsstaaten das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Dekarbonisierung des Transportsektors noch nicht aus. Für einen nennenswerten Ausbau erneuerbarer Energien im Kraftstoffbereich bedarf es einer Einführung von E10 in weiteren EU-Ländern. Für das Geschäftsjahr 2017/18 rechnet CropEnergies mit weiterhin volatilen Ethanolpreisen, die sich aber unterhalb der hohen Notierungen zu Jahresbeginn 2017 bewegen dürften. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die tatsächliche Bioethanolnachfrage weiterhin deutlich unter den Prognosen der nationalen Aktionspläne der EU-Mitgliedsstaaten liegt, auf deren Grundlage der Ausbau der Produktionskapazitäten in der EU erfolgte. Bei moderater Entwicklung der Bioethanolimporte wird damit gerechnet, dass sich die europäischen Ethanolpreise verstärkt nach Angebot und Nachfrage in der EU richten werden. FruchtBei Fruchtzubereitungen verzeichnen Asien, Nordafrika und der Nahe Osten ein deutliches Wachstum. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Konsumgütermärkte Eiscremes, Food-Services und Backwaren weiter wachsen werden. Im Konzentratgeschäft ist der Trend zu niedrigeren Fruchtgehalten in Getränken sowie direkt gepressten 100 %-Säften ungebrochen. Global entwickeln sich die Absätze von 100 %-Fruchtsäften und Nektaren leicht rückläufig, auch wenn bedeutende Märkte wie Deutschland eine leichte Erholung bzw. Stabilität verzeichnen. Stabil bis leicht wachsend sind die Märkte Naher Osten und Afrika. GetreideIm Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 erwartet das US-Landwirtschaftsministerium eine Weltgetreideproduktion (ohne Reis) auf Rekordniveau von 2,1 Mrd. t. Die Lagerbestände sollen auf über 500 Mio. t ansteigen. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 prognostiziert der Internationale Getreiderat eine Getreideernte von erneut über 2 Mrd. t, was mögliche Preissteigerungen in Grenzen halten sollte. KonzernWir gehen für das Geschäftsjahr 2017/18 von einem Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (2016/17: 6,5) Mrd. € aus. Hierbei erwarten wir für die Segmente Zucker und Frucht einen moderaten und für das Segment Spezialitäten einen leichten Umsatzanstieg. Im Segment CropEnergies rechnen wir mit einem Umsatz in einer Bandbreite von 725 bis 800 (2016/17: 726) Mio. €. Beim operativen Ergebnis sehen wir einen weiteren Anstieg. Es sollte sich in einer Bandbreite von 425 bis 500 (2016/17: 426) Mio. € bewegen. Wesentlicher Treiber wird der deutliche Ergebnisanstieg im Segment Zucker sein. In den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies wird nach dem Rekordjahr 2016/17 jeweils mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Im Segment Frucht erwarten wir einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen von einem leichten Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund der Erhöhung des operativen Ergebnisses rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung des ROCE (2016/17: 7,1 %). Das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017/18 soll sich auf rund 350 (2016/17: 329) Mio. € belaufen. Das operative Ergebnis des 1. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 wird über dem Vorjahresniveau erwartet. Segment ZuckerVor dem Hintergrund des Auslaufens der Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen im EU-Zuckermarkt zum 30. September 2017 ist insbesondere die Prognose im Segment Zucker von hoher Unsicherheit geprägt. Wir gehen von einem moderaten Umsatzanstieg aus (2016/17: 2,8 Mrd. €). Dieser wird im Wesentlichen durch den erwarteten Anstieg der durchschnittlichen Zuckererlöse im Gesamtjahr sowie einer Ausweitung der Absatzmengen getragen. Aufgrund des erwarteten Erlösanstiegs im Geschäftsjahresdurchschnitt und der Absatzausweitung insbesondere im Export gehen wir von einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses für das laufende Geschäftsjahr aus (2016/17: 72 Mio. €). Die Ausweitung der Produktions- und Absatzmengen führt zu einer erheblichen Verbesserung der Kapazitätsauslastung mit den entsprechenden Kostendegressionseffekten. Bei leicht ansteigendem Capital Employed wird bei einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses ein höherer ROCE (2016/17: 2,3 %) erwartet. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten erwarten wir einen leichten Umsatzanstieg (2016/17: 1,8 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis gehen wir von einem deutlichen Rückgang gegenüber dem sehr hohen Vorjahresniveau aus (2016/17: 184 Mio. €). Dies berücksichtigt insbesondere höhere Rohstoffkosten, rückläufige Ethanolerlöse sowie weitere Belastungen aus der neuen Stärkeanlage in Zeitz, die 2016/17 in Betrieb gegangen war. Bei stabilem Capital Employed und einem niedrigeren operativen Ergebnisbeitrag wird der ROCE (2016/17: 12,2 %) sinken. Segment CropEnergiesAuch die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 wird maßgeblich von der stark schwankenden Preisentwicklung auf den Bioethanolmärkten abhängen. Die Terminpreise für Bioethanol in Europa, die allerdings aufgrund des geringen Handelsvolumens nur von begrenzter Aussagekraft sind, deuten für das Geschäftsjahr 2017/18 einen Preisrückgang gegenüber dem jetzigen Niveau an. Auf Basis einer fortgesetzt hohen Kapazitätsauslastung rechnet CropEnergies daher mit einem Umsatz von 725 bis 800 (2016/17: 726) Mio. €. Vor diesem Hintergrund und auf Basis der derzeitigen Getreidepreise erwartet CropEnergies im Geschäftsjahr 2017/18 ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 40 bis 80 (2016/17: 98) Mio. €. Der ROCE (2016/17: 20,4 %) wird bei stabilem Capital Employed und einem rückläufigen operativen Ergebnis sinken. Segment FruchtFür das Segment Frucht rechnen wir aufgrund steigender Absatzmengen mit einem moderaten Anstieg des Umsatzes (2016/17: 1.155 Mio. €) und des Ergebnisses (2016/17: 72 Mio. €). Diese Entwicklung wird von beiden Divisionen -Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate - getragen. Hierbei wird von stabilen Rohstoffpreisen ausgegangen. Bei einem moderat steigenden Capital Employed und einem steigenden operativen Ergebnis erwarten wir einen ROCE (2016/17: 8,3 %) über Vorjahresniveau. KonzernabschlussGESAMTERGEBNISRECHNUNG1. März 2016 bis 28. Februar 2017scroll
Unter Ziffer (6) bis (19) sowie (27) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung gegeben. KAPITALFLUSSRECHNUNG1. März 2016 bis 28. Februar 2017scroll
Unter Ziffer (20) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben. Bilanz28. Februar 2017Aktiva scroll
Unter den Ziffern (16) und (21) bis (30) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Bilanz gegeben. ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1. März 2016 bis 28. Februar 2017scroll
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Unter Ziffer (26) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zum Eigenkapital gegeben. SEGMENTBERICHTscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Die Berichtssegmente der Südzucker-Gruppe sind entsprechend IFRS 8 (Operative Segmente) an der internen Berichtsstruktur gegenüber dem Gesamtvorstand ausgerichtet. Die Südzucker-Gruppe berichtet in den vier Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht. Segment ZuckerIm Segment Zucker werden Zucker und Zuckerspezialitäten sowie Futtermittel produziert und vermarktet. Das Segment umfasst den Geschäftsbereich Zucker mit den vier Divisionen in Belgien (Raffinerie Tirlemontoise S.A., Tienen), Deutschland (Südzucker AG, Mannheim), Frankreich (Saint Louis Sucre S.A.S., Paris) und Polen (Südzucker Polska S.A., Wroclaw) sowie den Vertriebsgesellschaften in Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien und Spanien. In der Division AGRANA Zucker ist die Zuckerproduktion in Österreich, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammengefasst. Des Weiteren bestehen die Divisionen Zuckerproduktion in Moldau (Südzucker Moldova S.A., Chisinau) und Landwirtschaft (Südzucker AG, Geschäftsbereich Landwirtschaft; Agrar und Umwelt AG Loberaue, Rackwitz; Terra e.G., Sömmerda). At Equity einbezogen werden das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, die AGRANA-Studen-Gruppe (einschließlich Zuckerproduktion in Bosnien) und das italienische Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l. Segment SpezialitätenDas Segment Spezialitäten beinhaltet die vier Divisionen BENEO, Freiberger, PortionPack Europe und Stärke. BENEO produziert und vermarktet Inhaltsstoffe aus verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel und Tiernahrung mit ernährungsphysiologischen und technologischen Vorzügen. Die Freiberger-Gruppe ist Produzent von tiefgekühlter und gekühlter Pizza sowie tiefgekühlten Pastagerichten und Snacks mit klarem Fokus auf das Handelsmarkengeschäft. Die PortionPack-Europe-Gruppe ist auf die Entwicklung, Abpackung und Vermarktung von Portionsartikeln spezialisiert. Die Division Stärke umfasst das Stärke- und Bioethanolgeschäft der AGRANA-Gruppe mit der österreichischen Kartoffel-, Mais- und Weizenstärkeproduktion, der Maisstärkefabrik in Rumänien sowie der Bioethanolproduktion in Österreich. Der Division Stärke ist außerdem die Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz zugeordnet. Die Stärke- und Bioethanolaktivitäten der Hungrana-Gruppe in Ungarn werden at Equity einbezogen. Segment CropEnergiesDie Bioethanolaktivitäten der Südzucker-Gruppe an den vier Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie die Handelsaktivitäten in Brasilien und Chile sind im Segment CropEnergies gebündelt und werden als börsennotierte Aktiengesellschaft geführt. CropEnergies ist einer der führenden Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol für den Kraftstoffsektor in Europa sowie von Lebens- und Futtermitteln. Zudem ist CropEnergies zu 50 % an der CT Biocarbonic GmbH beteiligt, die in Zeitz eine Produktionsanlage zur Herstellung von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität betreibt; diese Gesellschaft wird at Equity einbezogen. Segment FruchtDas Segment Frucht umfasst die beiden Divisionen Fruchtzubereitungen (AGRANA Fruit) und Fruchtsaftkonzentrate (AUSTRIA JUICE). Die weltweit tätigen Unternehmen des Segments Frucht beliefern internationale Lebensmittelkonzerne vor allem aus der Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Getränkeindustrie. Ergebnis der BetriebstätigkeitDas in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Ergebnis der Betriebstätigkeit setzt sich aus dem operativen Ergebnis, dem Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen und dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen zusammen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist dabei eine Kennzahl, die eine Vergleichsgröße für Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzstrukturen und Steuersystemen darstellt, indem der Jahresüberschuss um das Finanzergebnis und den Steueraufwand bereinigt wird. Operatives ErgebnisDas operative Ergebnis ist das um Sondereinflüsse und um die Effekte aus der At-Equity-Einbeziehung bereinigte Ergebnis der Betriebstätigkeit. Sondereinflüsse sind im laufenden Geschäftsbetrieb nicht regelmäßig wiederkehrende wie auch aperiodische Ergebniseinflüsse. Das operative Ergebnis dient als Basis der internen Unternehmenssteuerung. Die operative Marge errechnet sich als Quotient aus operativem Ergebnis und Umsatzerlösen. Gesamtkapitalrendite ROCEDie Gesamtkapitalrendite ROCE (Return on Capital Employed) bezieht das operative Ergebnis auf das Capital Employed. Das Capital Employed leitet sich wie folgt ab: scroll
Capital EmployedDas Capital Employed spiegelt das in den Segmenten und im Konzern gebundene operative Kapital wider. Es setzt sich aus dem Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögenswerte sowie dem Working Capital (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen) zusammen. Zur einheitlichen Darstellung des aus Konzernsicht tatsächlich gebundenen Kapitals werden die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Segment Frucht wie auf Ebene der unmittelbaren Muttergesellschaft AGRANA Beteiligungs-AG voll aufgedeckt. Das Working Capital umfasst nur originär unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Geschäfte zwischen den Segmenten - mit Umsatzerlösen von 389,6 (361,6) Mio. € - erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Nachstehend erfolgen Angaben zur Segmentierung nach Regionen: scroll
Die Umsatzerlöse mit Dritten richten sich nach der Lieferdestination. Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens, der Investitionen und der Mitarbeiter erfolgt nach den Ländern, in denen die Tochterunternehmen der Südzucker-Gruppe ihren Sitz haben. Die Angaben zur Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter erfolgen - sofern nichts anderes angegeben - grundsätzlich als Vollzeitäquivalent zum Bilanzstichtag. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernabschlussesDie Südzucker AG hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim / Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 42 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 23. Dezember 2016 ist der Gegenstand des Unternehmens die Herstellung von Zucker, dessen Verkauf, die Verwertung der sich ergebenden Nebenerzeugnisse und der Betrieb der Landwirtschaft. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich auch an anderen Unternehmungen in jeder zulässigen Form zu beteiligen, solche zu erwerben und alle Geschäfte zu unternehmen, welche zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar als dienlich erscheinen. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Südzucker AG sowie ihre Tochterunternehmen. Südzucker hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Südzucker AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2017 ist am 24. April 2017 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer Pricewater-houseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden; mit gleichem Datum wurde der Dividendenvorschlag des Vorstands veröffentlicht. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 9. Mai 2017 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17. Mai 2017. Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts (Geschäftsbericht) ist der 18. Mai 2017. Südzucker erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst und Zwischensummen eingefügt. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" nicht etwas anderes berichtet wird. Erstmals angewendete IFRS und IFRICIm Geschäftsjahr 2016/17 waren die nachstehenden Standards erstmals verpflichtend anzuwenden; die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Südzucker: scroll
Zukünftig anzuwendende IFRS und IFRICIn der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2017/18 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. Südzucker hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für Südzucker von Relevanz sind; sofern künftig geltende Vorschriften für Südzucker nicht einschlägig sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet. scroll
(2) KonsolidierungskreisVollkonsolidierte TochterunternehmenIn den Konzernabschluss wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der Südzucker AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Südzucker AG unmittelbar oder mittelbar über die Beherrschung verfügt. Zum Bilanzstichtag wurden - neben der Südzucker AG - 152 (153) Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss erfasst. Sieben Gesellschaften wurden liquidiert. Darüber hinaus wurden vier gegründete Gesellschaften erstkonsolidiert. Der belgische Standort Herentals von PortionPack wurde im 1. Quartal und die James Fleming & Co. Ltd., einschließlich deren Tochtergesellschaft W. T. Mather Ltd., beide West Lothian / Großbritannien, wurde im 4. Quartal verkauft. Aus diesen Veräußerungen ist ein Verlust in Höhe von 0,4 Mio. € angefallen, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Weitere Informationen dazu finden sich unter Ziffer (20) "Angaben zur Kapitalflussrechnung". Die Auswirkungen der Abgänge auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Juni 2016 wurden 100 % der Anteile an der Terra e. G. durch die Südzucker Verwaltungs GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der Südzucker AG, erworben und ab dem 2. Quartal 2016/17 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Die Terra e. G. hat ihren Firmensitz in Sömmerda / Thüringen und bewirtschaftet etwa 2.700 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in den Gemarkungen Brotterode, Sömmerda, Straußfurt und Weißensee (Erfurter Becken). Durch den Erwerb sollen neben der Nutzung von Synergien laufende Flächenverluste, insbesondere in Westdeutschland, kompensiert und Größenvorteile erhalten werden, um die Struktur und das Ergebnis des Geschäftsbereichs Landwirtschaft nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Der Kaufpreis in Höhe von rund 30,2 Mio. € - davon waren 29,2 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlungswirksam - entfällt überwiegend auf die erworbene landwirtschaftliche Nutzfläche, die Hofstelle mit umfangreichen Lagereinrichtungen sowie den Maschinenpark. Aus der Ableitung der Marktwerte der einzelnen Vermögens- und Schuldpositionen der Terra e. G. zum Erwerbszeitpunkt ergibt sich ein Goodwill in Höhe von 10,3 Mio. €. KaufpreisaLlokation Terra e.G.scroll
Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses war die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Die Terra e. G. trug im Einbeziehungszeitraum von acht Monaten mit 2,7 Mio. € zum Konzernumsatz und mit 0,5 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss bei. Mit Integration in den Geschäftsbereich Landwirtschaft ist auf ganzjähriger Geschäftsjahresbasis mit einer weiteren Erhöhung von Umsatz- und Ergebnisbeitrag zu rechnen. Am 1. Dezember 2016 fand das Closing des Erwerbs der zwei argentinischen Gesellschaften Main Process S.A. und Sudinver S.A. mit Sitz in Buenos Aires / Argentinien statt. Von beiden Gesellschaften wurden durchgerechnet 100 % der Anteile von AGRANA Fruit S.A.S., Paris / Frankreich und AGRANA Fruit Services S.A.S., Paris / Frankreich erworben. Beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert. Main Process S.A. ist ein Produzent von Fruchtzubereitungen und liegt im Nordosten von Argentinien. Mit seinen rund 175 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 19 Mio. €. Neben den Fruchtzubereitungen für Joghurts und Eiscreme ist das Unternehmen auf die Herstellung von Sirup für Getränke und Füllungen für Backwaren spezialisiert. Zusätzlich zum Kerngeschäft für Industriekunden gibt es auch im Bereich der Quick-Service-Restaurants (z. B. Fast-Food-Ketten) und Food-Service-Sektoren (z. B. Hotels und Catering) zusätzliche Absatzpotenziale. Durch den Erwerb sollen einerseits die Marktpräsenz in Südamerika erweitert und andererseits globale Synergien im Segment Frucht nutzbar gemacht werden. Das Nettovermögen zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung und der sich aus der Akquisition ergebende Goodwill sind nachstehend aufgeführt: Kaufpreisallokation Main Process S.A.scroll
Der Kaufpreis besteht aus einer Basiskomponente von 43,3 Mio. € und einer Earn-out-Komponente von 13,2 Mio. €, die auf der Erreichung von Ergebniszielen im Zeitraum 2018/19 und 2019/20 basiert. Zahlungswirksam war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Kaufpreisanteil von 45,6 Mio. €. Folgende Faktoren führten zur Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Segmentebene Frucht: Mit dem Erwerb wird eine weitere Diversifizierung von neuen Produktkategorien mit Wachstumspotenzial erreicht. Fruchtzubereitungen für den Bereich Lebensmittelservice, nicht fruchtbasierte Produkte und "Small-Pack"-Anwendungen und dazugehörige Produktionstechnologien ermöglichen die weltweite Ausrollung, insbesondere in die Wachstumsmärkte Asiens. Darüber hinaus werden durch den Erwerb global agierende Kunden neu gewonnen bzw. bestehende Kundenbeziehungen vertieft. Dadurch wird allgemein eine bessere Lieferantenstellung in anderen Ländern erreicht. Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses war die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Die vollkonsolidierten Gesellschaften trugen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeitraum 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 mit 6,2 Mio. € zum Konzernumsatz und mit 0,8 Mio. € zum Konzernjahresüberschuss bei. Unter der Annahme, dass die Akquisition bereits zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden hätte, hätte der Umsatzbeitrag 20,1 Mio. € und der Anteil am Konzernjahresüberschuss 2,6 Mio. € betragen. Der im letzten Geschäftsjahr mehrheitlich erworbene Agrarbetrieb AGRO-BARABOIENI S. R. L., Baraboi / Moldau, an dem die Südzucker Moldova S.A. mittlerweile 100 % der Anteile hält, wurde ebenfalls erstmals vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Mit einem Gesamtkaufpreis von rund 0,8 Mio. € ist diese Transaktion für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Daneben wurde eine Vereinbarung mit einem Minderheitsaktionär über den möglichen künftigen Erwerb von Aktien an der Südzucker Moldova S.A. zu einem fixierten Kaufpreis unterzeichnet; der Sachverhalt ist in der Entwicklung des Eigenkapitals unter den sonstigen Veränderungen abgebildet. At equity einbezogene UnternehmenDie Equity-Bewertung wurde sowohl auf die 15 (15) Joint-Venture-Gesellschaften der Hungrana- bzw. der AGRANA-Studen-Gruppe, die CT Biocarbonic GmbH, die Maxi S.r.l. sowie die Collaborative Packing Solutions (Pty) Ltd als auch auf das assoziierte Unternehmen ED&F Man Holdings Limited angewendet. Dabei wird das anteilige Ergebnis erfolgswirksam erfasst; der auf Südzucker entfallende Effekt aus Marktbewertungen und Wechselkursdifferenzen ist erfolgsneutral in den sonstigen Eigenkapitalposten abgebildet. Nachstehend ist die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Joint-Venture-Gesellschaften dargestellt, wobei der wesentliche Anteil auf die Hungrana-Gruppe entfällt: scroll
Als einziges assoziiertes Unternehmen wird zurzeit die ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, mit der At- Equity-Methode einbezogen. Die Gesellschaft hat ein von Südzucker abweichendes Geschäftsjahr, das am 30. September endet, und erstellt die Konzernabschlüsse ebenfalls gemäß IFRS. Zu den Südzucker-Abschlussstichtagen wird ein zwei Monate zurückliegender Zwischenabschluss des Teilkonzerns einbezogen. Die nachfolgend abgebildete zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ED&F Man Holdings Limited bezieht sich somit auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember. Daneben werden auch bedeutende Ereignisse bis zum Bilanzstichtag der Südzucker AG berücksichtigt: scroll
Südzucker hat am 8. September 2016 die Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited um 10 % auf rund 35 % erhöht. Der Kaufpreis für diese Transaktion belief sich auf 82 Mio. €. Die Erhöhung unterlag keiner wettbewerbsbehördlichen Genehmigung. Den bisherigen Anteil von rund 25 % an ED&F Man Holdings Limited hat Südzucker im Mai 2012 erworben. Mit der Erhöhung der Beteiligung unterstreicht Südzucker ihre Internationalisierungsstrategie, auf dem globalen Markt weiter zu wachsen. Der Buchwert aller Anteile at Equity einbezogener Unternehmen beträgt 432,8 (333,3) Mio. €. Für die beiden wesentlichen Beteiligungen - dies sind die ED&F Man Holdings Limited und die Hungrana-Gruppe - ist nachfolgend der Buchwert abgeleitet: scroll
(3) KonsolidierungsmethodenKonsolidierung nach der ErwerbsmethodeNach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis für das erworbene Tochterunternehmen wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wird. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erfolgswirksam aufgelöst. Erwerbsbezogene Kosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Kosten, die bei der Abstockung von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollverlust entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Equity-BewertungDie Beteiligungen an Joint-Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) sowie an assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) bzw. IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen. Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäftsführung ausgeübt werden kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen, Joint Ventures oder Joint Operations handelt. Regelmäßig liegt dies bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 % vor. Sukzessiver UnternehmenserwerbIm Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben (Business Combination achieved in Stages) werden die Anteile des zu erwerbenden Unternehmens nacheinander in verschiedenen Tranchen erworben, d. h., die Erlangung der Beherrschung über ein Unternehmen erfolgt stufenweise in mehreren Schritten. IFRS 3 ist auf den Zusammenschluss dann anzuwenden, sobald der Erwerber die Beherrschung erlangt hat. Vor Erlangung der Beherrschung wird die Beteiligung - in Abhängigkeit von den einschlägigen Regeln - als Anteil an assoziierten Unternehmen, als gemeinschaftliche Vereinbarung oder als Finanzinstrument bilanziert. Zu dem Zeitpunkt, zu dem Kontrolle erlangt wird, wird der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts des erworbenen Unternehmens neu bestimmt mit der bei Unternehmenserwerben grundsätzlich gegebenen Wahlmöglichkeit, den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert (Full-Goodwill-Methode) oder nur den auf Basis des anteiligen neubewerteten Nettovermögens hergeleiteten Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren (Purchased-Goodwill-Methode). Die Erlangung der Beherrschung löst eine vollständige Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden aus. Jegliche Anpassungen eines zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteils werden bei Kontrollerlangung erfolgswirksam durchgeführt. Eliminierung von konzerninternen TransaktionenKonzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaft BENEO Asia Pacific Pte. Ltd. in Singapur, die in Euro geführt wird, stimmt die Funktionalwährung der Tochterunternehmen mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Sofern die Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen in anderen Funktionalwährungen aufgestellt werden als dem Euro - der Berichtswährung von Südzucker -, erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und der Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekannt gegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Das Gesamtergebnis wird grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Wenn jedoch die Anwendung der Jahresdurchschnittskurse zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung der betroffenen Posten zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll
Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen unter der Position Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBei der Erstellung der Konzernabschlüsse von den Konzerngesellschaften sind die einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen einheitlich anzuwenden. Eine Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt nur, soweit die einschlägigen Standards Wahlrechte bei der Bilanzierung und Bewertung vorsehen bzw. wenn die Grundsätze weiter konkretisiert werden. Insbesondere wird von einer Wiederholung der Texte der jeweiligen Standards bzw. von der Wiedergabe von Grundregeln abgesehen. Immaterielle VermögenswerteErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten (Triggering Events) für eine Wertminderung einem Werthaltigkeits-test (Impairment Only Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnebezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauernscroll
WertpapiereDie Bilanzierung von Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens erfolgt unabhängig von deren Fälligkeit. Die Erstbewertung findet am Erfüllungstag zum Marktwert zuzüglich Transaktionskosten statt. Die Einteilung wird in die Kategorien "Zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Held for Trading)", "Zur Veräußerung verfügbar (Available for Sale)" und "Kredite und Forderungen" vorgenommen. Letztgenannter Kategorie sind auch verzinsliche Darlehen zugeordnet und zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen angesetzt. Sonstige BeteiligungenDie Erstbewertung basiert auf den Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten. Die Folgebewertung der sonstigen Beteiligungen, für die kein an einem aktiven Markt notierter Wert existiert und für die der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt zu Anschaffungskosten. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei kommt die Durchschnittsmethode oder die Fifo-Methode (First in - first out) zum Ansatz. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen überwiegend im 3. Quartal des Südzucker-Geschäftsjahres an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den Vorräten ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VermögenswerteDie ausgewiesenen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. CO2-EmissionsrechteDie Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emis-sionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Hybrid-EigenkapitalAus den Anleihebedingungen des im Sommer 2005 begebenen Hybrid-Eigenkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) eine Bilanzierung als Eigenkapital der Südzucker-Gruppe. Entsprechend wird die steuerlich abzugsfähige Verzinsung nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividendenzahlungen gegenüber den Aktionären der Südzucker AG behandelt. Kapitalbeschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Steuern direkt vom Hybrid-Eigenkapital abgesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen decken, sofern die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt und eine zuverlässige Schätzung möglich ist, auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Bei diesbezüglichen Anhangangaben zur Rückstellungsentwicklung wurde von der Regelung des IAS 37.92 Gebrauch gemacht. Zur Beurteilung bzw. Schätzung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen. ErtragsteuernAls Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Laufende ErtragsteuernDie ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Die erstmalige Erfassung und Folgebewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Steuererstattungsansprüche und -schuldenIn der Bilanz werden die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Vorauszahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die langfristigen Steuerschulden beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Die Auf- und Abzinsung der Steuerschulden sowie steuerlicher Nebenleistungen wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Latente SteuernLatente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktive und passive latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung vorliegt. Ein sich danach ergebender Überhang an aktiven latenten Steuern wird nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, unter anderem über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag galten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle VerbindlichkeitenLang- und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Erstbewertung zum Marktwert abzüglich Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten aus Anleihen werden gekürzt um Disagio und Transaktionskosten ausgewiesen. Die Aufzinsung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Werts werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art der Sicherungsbeziehung. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Handelstag. Mit Fair Value Hedges werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgesichert. Dabei werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Wenn Grund- und Sicherungsgeschäfte bereits originär mit den beizulegenden Zeitwerten erfolgswirksam bewertet werden, kann zur Erzielung der Fair-Value-Absicherung auf die Anwendung der Sonderregelungen des Fair-Value-Hedge-Accounting verzichtet werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Führen die Transaktionen zum Ansatz von nicht-finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, z. B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit verrechnet. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe, ausgewiesen. Bei variablen Preisvereinbarungen wird eine vertragsindividuelle Schätzung der zu erwartenden Endpreise für die Umsatzrealisierung vorgenommen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Der Übergang der Chancen und Risiken auf den Käufer wird üblicherweise gemäß den INCOMTERMS (International Commercial Terms) bestimmt. Ermessensentscheidungen, Annahmen und SchätzungenDie Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen werden sowie Schätzungen erfolgen. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bestimmte Verträge erfordern eine Einschätzung, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist unter anderem der Diskontierungssatz eine wichtige Einflussgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (27) "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Bei der Bilanzierung von Rückstellungen oder der Angabe von Eventualverbindlichkeiten können sich Unsicherheiten ergeben, da es - insbesondere im Zusammenhang mit anhängigen oder sich möglicherweise ergebenden Rechtsstreitigkeiten - erforderlich ist, Schätzungen und Annahmen z. B. über die Wahrscheinlichkeit des Ausgangs von Verfahren vorzunehmen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis von Prognoserechnungen für die Cashflows der Cash Generating Units der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes. Auch die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens sowie des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden basiert auf Schätzungen. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Ertragsteuern können in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe der erwarteten Steuerzahlung bzw. -erstattung einer Unsicherheit unterliegen, für die das Unternehmen eine Einschätzung vorzunehmen hat. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen unseren Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG(6) UmsatzerlöseBezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellungen in der Segmentberichterstattung. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
Die Bestandsveränderungen enthalten auch die Abwertungen von Vorräten auf den Nettoveräußerungserlös sowie Wertaufholungen; die entsprechenden Erläuterungen werden unter Ziffer (24) "Vorräte" gegeben. (8) Sonstige betriebliche Erträgescroll
In den sonstigen Erträgen in Höhe von 58,8 (71,8) Mio. € sind unter anderem Versicherungserstattungen und sonstige Entschädigungen, Agrar-Ausgleichszahlungen und Zuschüsse, Erträge aus erbrachten Serviceleistungen sowie aus Vermietung und Verpachtung, periodenfremde Erträge (ohne Steuern und Zinsen) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. (9) Materialaufwandscroll
(10) Personalaufwandscroll
Vom gesamten Personalaufwand in Höhe von 841,7 (831,5) Mio. € sind 10,5 (11,7) Mio. € im Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen ausgewiesen und betrafen insbesondere das neu aufgelegte Altersteilzeitprogramm der Südzucker AG sowie die Personalaufwendungen der britischen Bioethanolanlage bis zu deren Wiederinbetriebnahme und der Stärkefabrik Zeitz bis zum Abschluss der Testphase. Im Vorjahr waren darunter im Wesentlichen die Aufwendungen für das Personal der vorübergehend stillgelegten britischen Bioethanolanlage sowie die Neueinstellungen der im Aufbau befindlichen Stärkefabrik Zeitz enthalten. Aufgrund der Kampagnetätigkeit - insbesondere in den Segmenten Zucker und Frucht - kommt es in der Südzucker-Gruppe im Verlauf des Geschäftsjahres zu schwankenden Mitarbeiterzahlen. Die unterjährige Entwicklung je Segment (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten zum jeweiligen Quartalsstichtag) wird nachfolgend aufgezeigt und vermittelt einen Überblick über den durchschnittlichen Mitarbeiterbedarf je Geschäftsjahr. Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 mit 16.908 (16.486) um 422 Mitarbeiter über dem Vorjahr. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Spezialitäten resultierte insbesondere aus den Divisionen Freiberger und Stärke. So wurden unter anderem mit der höheren Kapazitätsauslastung am britischen Pizzaproduktionsstandort Westhoughton über 200 neue Arbeitsplätze geschaffen. VollzeitäquivaLente zu den Quartalsstichtagenscroll
(11) Abschreibungenscroll
Die Wertminderungen (inklusive Sondereinflüssen) von insgesamt 4,3 (7,8) Mio. € entfielen insbesondere auf das Segment CropEnergies und betrafen neben Abwertungen auf den Nutzungswert im Wesentlichen die regelmäßigen Abschreibungen während der Stillstandsphase des Produktionsstandorts in Großbritannien, die im Sonderergebnis ausgewiesen sind. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung in Höhe von 257,3 (262,9) Mio. € umfassen unter anderem Büro-, Kommunikations- und Reisekosten, Beratungshonorare, Gebühren und Beiträge, Versicherungsprämien, Mitarbeiterschulungen, freiwillige Sozialleistungen sowie Fremdleistungen für Instandhaltungen und Reparaturen. Die Aufwendungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 7,2 (9,9) Mio. € betrafen im Wesentlichen Aufwendungen aus Umsatzsteuerrisiken im Segment Zucker in Rumänien sowie Vorsorgen für ein Verbrauchssteuerverfahren im Segment CropEnergies in Deutschland. Im Vorjahr entfielen die Aufwendungen maßgeblich auf die seit Februar 2015 stillgelegte Bioethanolfabrik von CropEnergies am Standort Wilton / Großbritannien sowie auf die Testphase der Weizenstärkeanlage am Standort Zeitz. Die sonstigen Steuern in Höhe von 25,4 (25,5) Mio. € umfassen Besitz-, Verbrauchs- und Verkehrssteuern. Die übrigen Aufwendungen von 56,4 (75,8) Mio. € beinhalten unter anderem Forschungs- und Entwicklungskosten, Marktforschungshonorare, Lizenzgebühren sowie übrige bezogene Dienstleistungen. (13) Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen von 35,0 (55,0) Mio. € beinhaltet das anteilige Ergebnis der JointVenture-Gesellschaften der Hungrana-Gruppe, der AGRANA-Studen-Gruppe, der CT Biocarbonic GmbH, der Maxi S.r.l. und der Collaborative Packing Solutions (Pty) Ltd sowie des assoziierten Unternehmens ED&F Man Holdings Limited. (14) Ergebnis der Betriebstätigkeitscroll
Die Aufteilung des Ergebnisses der Betriebstätigkeit und dessen Komponenten nach Segmenten erfolgt in der Segmentberichterstattung. (15) Finanzerträge und -aufwendungenscroll
Das Zinsergebnis lag mit - 26,9 (- 26,9) Mio. € auf Vorjahresniveau. Im Zinsergebnis sind auch der Nettoaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 15,2 (13,8) Mio. € sowie der Aufwand aus der Aufzinsung der übrigen langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 0,8 (1,1) Mio. € enthalten. Das sonstige Finanzergebnis belief sich auf - 7,0 (- 23,3) Mio. €. Das darin enthaltene Währungsergebnis verbesserte sich von - 21,5 Mio. € auf - 0,5 Mio. €. Daneben ist das sonstige Finanzergebnis mit einer Wertberichtigung auf den Finanzmittelbestand der AGRANA Frucht in der Ukraine in Höhe von 4,8 Mio. € belastet. (16) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand von 94,9 (45,8) Mio. € setzt sich aus laufenden gezahlten oder geschuldeten Steuern sowie dem latenten Steueraufwand bzw. -ertrag wie folgt zusammen: scroll
Der im Geschäftsjahr 2016/17 unverändert zu berücksichtigende theoretische Steueraufwand von 29,1 % ergibt sich aus dem deutschen Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,8 % sowie der Gewerbesteuer von 13,3 %. Die Überleitung vom theoretischen zum tatsächlichen Steueraufwand ist nachfolgend dargestellt: scroll
Nach einem gestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern von 407,0 (226,7) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 94,9 (45,8) Mio. €. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Für steuerliche Verlustvorträge, deren Nutzung in Zukunft wahrscheinlich ist, wurden insgesamt 130,0 (148,4) Mio. € latente Steuern aktiviert. Latente Steueransprüche in Höhe von 79,7 (112,1) Mio. € wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Von diesen nicht angesetzten latenten Steueransprüchen sind 71,1 (98,2) Mio. € unbegrenzt vortragsfähig, vom übrigen Bestand in Höhe von 8,6 (13,9) Mio. € verfällt der wesentliche Teil innerhalb eines Zeitraums von bis zu sieben Jahren. Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder in der laufenden Periode ein negatives Ergebnis gezeigt haben, wurden zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von 70,3 (54,7) Mio. € bilanziert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung insoweit wahrscheinlich ist. Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 67,0 (48,8) Mio. € wurden keine latenten Steuerschulden gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Im Berichtsjahr haben latente Steuern die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen um 2,4 Mio. € erhöht bzw. im Vorjahr um 6,3 Mio. € vermindert. Wesentliche Einflussgröße waren dabei latente Steuerforderungen aus der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 4,5 Mio. € bzw. im Vorjahr zu einer Verminderung des Eigenkapitals um 10,7 Mio. € führten. Darüber hinaus wurden 0,6 Mio. € Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst. Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt: scroll
Die zum 28. Februar 2017 ausgewiesenen kurzfristigen Steuererstattungsansprüche reduzierten sich auf 20,7 (36,0) Mio. € und umfassten im Vorjahr neben Steuervorauszahlungen noch den verbliebenen Erstattungsanspruch aufgrund eines abgeschlossenen Gerichtsverfahrens zum Außensteuergesetz. Die langfristigen Steuerschulden in Höhe von 102,9 (98,6) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Die kurzfristigen Steuerschulden von 49,2 (60,6) Mio. € betreffen neben den Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr noch erwartete Nachzahlungen für Vorjahre. (17) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im Konzernlagebericht erläutert. Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wurden von 401 (391) Mitarbeitern wahrgenommen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen insgesamt 41,8 (42,2) Mio. € und waren in voller Höhe aufwandswirksam. (18) Ergebnis je Aktiescroll
Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) war der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,05 (0,53) €; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie lag nicht vor. (19) Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis von 22,2 (- 46,2) Mio. € umfasst erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen im Eigenkapital der Südzucker-Aktionäre und der sonstigen nicht beherrschenden Anteile. Die zukünftig in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzugliedernden Erträge und Aufwendungen in Höhe von 34,3 (- 72,7) Mio. € beinhalten die Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge), zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Available for Sale), die Währungsumrechnung aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie den Anteil aus at Equity einbezogenen Unternehmen. Die konsolidierungsbedingten Währungsdifferenzen von 25,9 (- 56,6) Mio. € resultieren insbesondere aus der Stärkung des chilenischen Pesos, des polnischen Zloty und des russischen Rubels, der eine Schwächung des britischen sowie des ägyptischen Pfunds gegenüber stand. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Aufwendungen aus der Schwächung des polnischen Zloty, des chilenischen Pesos, des britischen Pfunds sowie des mexikanischen Pesos enthalten. Bei den zukünftig nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzugliedernden Beträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von - 10,1 (27,0) Mio. €. Die Absenkung des Diskontierungssatzes von 1,95 % zum 29. Februar 2016 auf 1,90 % für wesentliche Pensionspläne zum 28. Februar 2017 führte zu einer Belastung des Eigenkapitals in Höhe von 8,6 Mio. €. Im Vorjahr hatten die Änderung des Diskontierungssatzes sowie erfahrungsbedingte Anpassungen zu einer Entlastung des Eigenkapitals in Höhe von 27,0 Mio. € geführt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG(20) Angaben zur KapitalflussrechnungCashflowDer Cashflow liegt mit 634,0 (480,4) Mio. € über dem Vorjahr und folgt dem verbesserten Jahresüberschuss. Veränderung des Working CapitalsDie Mittelbindung durch die Zunahme des Working Capitals um - 89,0 Mio. € war maßgeblich durch höhere Vorratsbestände sowie höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet, was nur teilweise durch die gleichzeitig gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert wurde. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich auf 329,0 (370,8) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 153,1 (181,1) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf Investitionen zur Verbesserung der Effizienz und der Logistik in Vorbereitung auf die Produktionssituation nach dem Auslaufen der Regelungen zu Rübenmindestpreis und Quote. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 126,0 (131,2) Mio. € betrifft im Wesentlichen den Ausbau neuer Produktionskapazitäten in der Division Stärke sowie Anlagenoptimierungen bei BENEO und Freiberger. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 16,1 (16,8) Mio. € dienen dem Ersatz und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 33,8 (41,7) Mio. € mit der Installation weiterer Produktionskapazitäten überwiegend die Division Fruchtzubereitungen. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe 163,9 (0,1) Mio. € betrafen mit 81,8 Mio. € die Aufstockung der Beteiligung am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, um 10 % auf rund 35 % im September 2016 und mit 45,5 Mio. € den Erwerb von Main Process, Buenos Aires / Argentinien. Daneben entfielen 29,2 Mio. € auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Terra e. G., Sömmerda, im Juni 2016 sowie 5,0 Mio. € auf die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Einzahlungen aus DesinvestitionenDer belgische Standort Herentals von PortionPack, der Ende des Geschäftsjahres 2015/16 zur Veräußerung stand, wurde im 1. Quartal 2016/17 verkauft. Außerdem wurde im 4. Quartal James Fleming & Co. Ltd., West Lothian / Großbritannien, veräußert. Daraus ist unter den Einzahlungen aus Desinvestitionen ein Mittelzufluss von 14,2 Mio. € ausgewiesen. Abstockungen an Tochterunternehmen / KapitalrückkaufDurch eine Kapitalerhöhung mit Ausgabe von 1,4 Millionen neuer AGRANA-Aktien sowie die gleichzeitige Platzierung von 0,5 Mio. AGRANA-Aktien aus dem Südzucker-Direktbestand konnte der Streubesitz von AGRANA von 7 % auf 19 % erhöht werden. Aus beiden Maßnahmen sind insgesamt Mittel in Höhe von 189 Mio. € zugeflossen; dies beinhaltet bereits die Kürzung um darauf entfallende Kosten und Steuern von rund 3,5 Mio. €. Im Vorjahr hat Südzucker Hybrid-Eigenkapital in Höhe von 29 Mio. € zurückgekauft. GewinnausschüttungenDie im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgezahlten Gewinnausschüttungen im Konzern von insgesamt 115,3 (129,2) Mio. € entfielen mit 61,6 (51,0) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG sowie mit 53,7 (78,2) Mio. € auf andere Gesellschafter. SteuerzahlungenDer Saldo der Steuerzahlungen belief sich auf 72,9 (79,0) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen sind grundsätzlich der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Zinszahlungen und DividendenDie erhaltenen und gezahlten Zinsen sowie die erhaltenen Dividenden werden den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Aufnahme und Tilgung von FinanzierungsmittelnDie Finanzierungsmittel aus der Emission der Südzucker-Anleihe im November 2016 in Höhe von 299 Mio. €, der AGRANA-Kapitalerhöhung von 139,7 Mio. € sowie der Platzierung des Direktanteils der Südzucker AG an AGRANA in Höhe von 48,8 Mio. € im Februar 2017 konnten zur Rückführung der Aufnahme von kurzfristigen Commercial Papers in Höhe von 125,0 Mio. € genutzt werden. Weitere 200,1 Mio. € wurden zur Reduzierung von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sowie zur Tilgung der von Raffinerie Tirlemontoise S.A. begebenen Anleihen verwendet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(21) Immaterielle Vermögenswertescroll
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Geschäfts- oder FirmenwerteZur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden die Geschäfts- oder Firmenwerte im Südzucker-Konzern den Segmenten Zucker und Frucht sowie den Divisionen BENEO, Freiberger und PortionPack als relevante Zahlungsmittel generierende Einheiten bzw. Cash Generating Units (CGUs) zugeordnet. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die jeweiligen Buchwerte der CGUs regelmäßig mit dem Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei Südzucker) verglichen, um eine mögliche Wertminderung zu identifizieren. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer CGU erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten, vom Aufsichtsrat verabschiedeten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Fünf-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung sowie der gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU zu berechnen. Die Eigenkapitalkosten sind aus den Renditeerwartungen der Südzucker-Aktionäre, die angesetzten Fremdkapitalkosten aus den langfristigen Refinanzierungskonditionen des Südzucker-Kapitalmarktumfelds abgeleitet. Die Eigenkapitalkosten errechnen sich aus einem risikolosen Basiszinssatz von 0,4 (1,5) % zum Bewertungsstichtag 31. August 2016, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisikoaufschlag. Als risiko lose r Zinssatz wurde die Rendite von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 20 Jahren herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 6,5 (6,5) % sowie dem für Südzucker gültigen Geschäftsrisiko, das aus Kapitalma rkt-informationen abgeleitet wird. Die so abgeleiteten Eigenkapitalkosten werden für jede CGU individualisiert, indem die jeweiligen Länderrisiken und Geschäftsrisiken berücksichtigt werden. Bei den Fremdkapitalkosten werden die aktuellen kalkulatorischen Refinanzierungskosten für Anleihen und das Hybridkapital sowie der Zinssatz für Pensionsverpflichtungen angesetzt. Dabei berücksichtigt der Renditezuschlag (Credit Spread) das aktuelle Südzucker-Langfristrating von Baa2 (Moody's) bzw. BBB- (S&P). Südzucker verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in den CGUs eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der in der Fünf-Jahres-Planung angenommenen Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Investitionen des Planungszeitraums basieren auf den verabschiedeten Investitionsplänen und berücksichtigen die Ersatzinvestitionserfordernisse. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Kapitalkosten vor Steuern. Letztere reflektieren die zum Vorjahr weiter gefallene Rendite von Bundesanleihen im Zusammenhang mit dem EZB-Anleihekaufprogramm. Unter Berücksichtigung der EZB-Inflationserwartung, die die angenommene Wachstumsrate maßgeblich beeinflusst, ist mittelfristig von einer Trendumkehr auszugehen. scroll
Im Geschäftsjahr 2016/17 ergab sich aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte kein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGUs jeweils über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen und Planungen, die den Nutzungswert der CGUs bestimmen. Die Höhe der jeweiligen Nutzungswerte ist abhängig von den zukünftigen Cashflows laut der Unternehmensplanung sowie den zugrunde gelegten Kapitalkosten. Zum Bewertungsstichtag lagen in allen CGUs die Nutzungswerte deutlich über den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Aufgrund dieser Überdeckungen führt die in einer Sensitivitätsbetrachtung angenommene Reduktion der geplanten nachhaltigen Cashflows um 10 % oder eine Erhöhung der sich am Kapitalmarkt ergebenden Kapitalkosten nach Steuern - etwa aufgrund eines wieder steigenden Zinsniveaus - um einen Prozentpunkt in keiner CGU zur Notwendigkeit einer Wertberichtigung. Für die CGU Zucker sind die Einschätzungen der EU-Rübenzucker- und Isoglukoseproduktion, der Entwicklung der Zuckerimporte und -exporte sowie der Zuckerpreise die wichtigsten Planannahmen. Die wesentlichen Kostenelemente der CGU sind die Rohstoff- und Energiekosten. Diese Einschätzungen berücksichtigen neben den aktuellen Marktentwicklungen auch eigene Einschätzungen der jeweiligen Fachbereiche. Mit der Aufhebung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung im Jahr 2017 werden auch die Beschränkungen der Exportmöglichkeiten für Zucker entfallen. Damit wird sich ein neues Marktgleichgewicht aus EU-Rübenzucker- und Isoglukoseproduktion sowie Zuckerimporten- und -exporten einstellen. Die EU-Marktpreisentwicklung wird noch stärker durch die Weltmarktpreisentwicklung bestimmt. Allgemein wird damit gerechnet, dass der weltweite Zuckerverbrauch weiterhin um durchschnittlich 2 % pro Jahr von derzeit leicht über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 ansteigt. Diese Aussichten stützen den Zuckerweltmarktpreis. Südzucker besitzt durch die Konzentration auf die besten Rübenanbauregionen in Europa eine gute Wettbewerbsposition in der EU und kann das Auslaufen der Quotenregelung zur Stärkung ihrer Produktions- und Marktposition nutzen; Logistische Vorteile ergeben sich vor allem aus der Produktion in den europäischen Kernmärkten und damit der Nähe zu den Industriekunden. Mit dem Wegfall der Quotenregelung wird Südzucker die Möglichkeit nutzen, die Kapazitäten durch längere Kampagnen besser auszulasten. Weitere Chancen ergeben sich aus dem Wegfall der Begrenzung der Zuckerexporte außerhalb der EU. (22) Sachanlagenscroll
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Die Investitionen sind um staatliche Investitionszuschüsse in Höhe von 1,2 (0,2) Mio. € gekürzt. Im Gegenzug wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von 1,2 (1,0) Mio. € aktiviert. Bei der Berechnung der Fremdkapitalkosten wurden der jeweilige Zinssatz des für die betroffene Investition aufgenommenen Darlehens bzw. die allgemeinen Refinanzierungskosten in Höhe von 0,8 bis 3,6 % zugrunde gelegt. Die wechselkursbedingten Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Stärkung des chilenischen Pesos, des polnischen Zloty und des russischen Rubels sowie der Schwächung des britischen und des ägyptischen Pfunds gegenüber dem Euro; insgesamt erhöhte dies den Buchwert der Sachanlagen um 14,3 Mio. €. Im Vorjahr führte die Schwächung der mittel- und südamerikanischen sowie osteuropäischen Währungen gegenüber dem Euro zur Reduzierung des Buchwerts der Sachanlagen um 38,5 Mio. €. (23) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen, Wertpapiere und sonstige Beteiligungenscroll
Die at Equity einbezogenen Unternehmen umfassen im Wesentlichen im Segment Zucker die Beteiligungen am Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London / Großbritannien, an der AGRANA-Studen-Gruppe, Wien / Österreich, und am Vertriebs-Joint-Venture Maxi S.r.l., Bozen / Italien, im Segment Spezialitäten die Beteiligung an der Hungrana-Gruppe, Szabadegyhaza / Ungarn, sowie im Segment CropEnergies die Beteiligung an der CT Biocarbonic GmbH, Zeitz. Die Zugänge zu den at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 86,8 Mio. € betrafen die Erhöhung der Beteiligungsquote an ED&F Man auf rund 35 % sowie die anteilige Kapitalerhöhung der Beteiligung an der AGRANA-Studen-Gruppe. Die sonstigen Beteiligungen umfassen auch Tochterunternehmen, die wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden. (24) Vorrätescroll
Die Vorräte lagen mit 2.052,5 (1.897,2) Mio. € um 155,3 Mio. € über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen durch den Aufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse im Segment Zucker infolge der gestiegenen Ernte der Zuckerkampagne 2016 bedingt ist. Im Segment Zucker waren auf die Bestände zum 28. Februar 2017 Vorratsabwertungen in Höhe von 3,0 (2,5) Mio. € vorzunehmen, die im Wesentlichen auf zum Bilanzstichtag gesunkene Nettoveräußerungserlöse zurückzuführen sind. Außerdem waren Abwertungen im Segment Spezialitäten in Höhe von 1,5 (0,8) Mio. €, im Segment CropEnergies von 0,5 (0,0) Mio. € und im Segment Frucht in Höhe von 1,2 (0,8) Mio. € vorzunehmen. Daneben waren zum 28. Februar 2017 auf die Handelswarenbestände im Segment Zucker Abwertungen auf den Nettoveräußerungserlös in Höhe von 0,7 (2,0) Mio. € und im Segment Frucht keine nach 0,3 Mio. € im Vorjahr erforderlich. (25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 98,0 Mio. € auf 880,8 (782,8) ist im Wesentlichen umsatzbedingt. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 92,5 (79,9) Mio. € beinhalten maßgeblich Finanzforderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen, Beteiligungen sowie Mitarbeiter und übrige Dritte. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte von 32,0 (69,0) Mio. € betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 880,8 (782,8) Mio. €; davon waren 776,5 (667,7) Mio. € noch nicht fällig. Die überfälligen Forderungen strukturieren sich wie nachfolgend dargestellt: scroll
Südzucker reduziert Ausfallrisiken, indem die Bonität sowie das Zahlungsverhalten von Schuldnern ständig überwacht wird und entsprechende Kreditlinien festgelegt werden. Außerdem werden Risiken im Wesentlichen durch Kreditversicherungen und in geringem Umfang durch Bankgarantien begrenzt. Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum 28. Februar 2017 keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Bei den überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen wir von einem Zahlungseingang aus; daneben sind auch diese Forderungen im Warenkreditversicherungsprogramm der Südzucker-Gruppe enthalten. (26) EigenkapitalGezeichnetes KapitalZum 28. Februar 2017 beträgt das ausgegebene gezeichnete Kapital 204.183.292 € und ist in 204.183.292 Stückaktien eingeteilt; dabei handelt es sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien, womit das ausgegebene gezeichnete Kapital dem ausstehenden gezeichneten Kapital entspricht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage betrifft die Südzucker AG. Darin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse erfasst, die sich aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen oder der Vereinbarung von Optionsprämien unter Berücksichtigung der nach IFRS verpflichtenden Kürzung um damit zusammenhängende Kosten einschließlich der darauf entfallenden Steuern ergaben. Weitere Angaben zum Eigenkapital werden im Konzernlagebericht unter "Corporate Governance" im Abschnitt "Übernahmerelevante Angaben" gemacht. Sonstige Rücklagen und sonstige EigenkapitalpostenDie sonstigen Rücklagen beinhalten die thesaurierten Periodenergebnisse, Beträge für Ausschüttungsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern. Im Fall des Erwerbs eigener Aktien werden die sonstigen Rücklagen direkt um das Aufgeld gekürzt bzw. bei einer späteren Emission direkt wieder erhöht. Die sonstigen Eigenkapitalposten umfassen die erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen der Aktionäre der Südzucker AG, die zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu realisieren sind. Hybrid-EigenkapitalDas Hybrid-Eigenkapital von 653,1 (653,1) Mio. € beinhaltet die im Sommer 2005 emittierte Hybrid-Anleihe mit einem Nennbetrag von 700 Mio. €. Im Laufe des Geschäftsjahres 2015/16 hat Südzucker Rückkäufe mit einem Nominalvolumen von 31,6 Mio. € vorgenommen; die sich daraus ergebenden Effekte wurden erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Weitere Informationen zur Hybrid-Anleihe stehen unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" sowie auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Sonstige nicht beherrschende AnteileDie sonstigen nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 887,9 (661,4) Mio. € betreffen mit 737,9 (525,9) Mio. € die Miteigentümer des Teilkonzerns AGRANA. Die übrigen nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 150,0 (135,5) Mio. € entfallen überwiegend auf den Minderheitenanteil am Teilkonzern CropEnergies. scroll
Südzucker und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben an der AGRANA-Kapitalerhöhung Ende Januar 2017 nicht teilgenommen, was zu einer Verwässerung der Beteiligung der Z&S Zucker und Stärke Holding AG auf 78,3 (86,1) % an der AGRANA und damit der Erhöhung des Streubesitzes der AGRANA-Aktie führte. Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG. An der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG ist - neben Südzucker - die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. mit 50 % abzüglich einer Aktie beteiligt, in der die österreichischen AGRANA-Miteigentümer (unter anderem die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien sowie Vertreter der österreichischen Rübenproduzenten) ihre Interessen zusammengefasst haben. Details der Zusammenarbeit zwischen Südzucker und der Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sind in einer Syndikatsvereinbarung geregelt. Danach steht Südzucker eine jederzeit nutzbare Stimmrechtsmehrheit an der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG und damit ein beherrschender Einfluss über den Teilkonzern AGRANA zu. Bei Ausübung dieser Stimmrechtsmehrheit durch Südzucker verfügt die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. über vertraglich definierte Schutzrechte, gleichzeitig ist diese unter Einhaltung einer mindestens einjährigen Frist berechtigt, die Stimmengleichheit unter den Syndikatspartnern herzustellen. Im Rahmen der Kapitalerhöhung der AGRANA Beteiligungs-AG hat Südzucker aus einem 2014 erworbenen und seither zur Weiterveräußerung gehaltenen Direktbestand 500.000 AGRANA-Aktien platziert. Dadurch reduzierte sich die von der Südzucker AG gehaltene Direktbeteiligung an der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien / Österreich, auf 2,7 (6,5) %. Der in der Entwicklung des Eigenkapitals unter dem Posten Abstockungen an Tochterunternehmen / Kapitalerhöhung dargestellte Effekt von 189,0 Mio. € entfällt im Wesentlichen auf die der AGRANA Beteiligungs-AG aus der Kapitalerhöhung zugeflossenen Mittel in Höhe von 139,7 Mio. € und den von der Südzucker AG aus der Platzierung des Direktbestands erzielten Erlös von 48,8 Mio. €. Die darauf entfallenden Transaktionskosten und Steuern in Höhe von 3,5 Mio. € wurden von den genannten Beträgen unmittelbar gekürzt. Der durchgerechnete Konzernanteil der Südzucker AG am AGRANA-Teilkonzern beträgt 41,9 (49,6) %. Somit ist nun in Höhe von 58,1 (50,4) % das Eigenkapital der AGRANA als Minderheitenanteil im Südzucker-Konzernabschluss auszuweisen; Effekte aus der entsprechenden Umgliederung der sonstigen Rücklagen zwischen Eigen- und Minderheitenanteil sind im Eigenkapitalspiegel ebenfalls unter diesem Posten erfasst. Eine Übersicht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der beiden Teilkonzerne AGRANA und CropEnergies ist nachfolgend dargestellt: scroll
Die Daten entsprechen den veröffentlichten Konzernabschlüssen der jeweiligen Teilkonzerne. Weitere ausführliche Informationen stehen in den aktuellen Geschäftsberichten 2016/17 der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien / Österreich, und der CropEnergies AG, Mannheim, zur Verfügung. (27) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBeitragsorientierte PensionspläneDie Gesellschaften der Südzucker-Gruppe leisten im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 43,1 (42,0) Mio. €. Leistungsorientierte PensionspläneDie betriebliche Altersversorgung im Südzucker-Konzern beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Daneben bestehen pensionsähnliche Verpflichtungen insbesondere bei ausländischen Konzernunternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die bilanzierte Nettoverpflichtung der Südzucker-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten sowie fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen abzüglich des Zeitwerts des Planvermögens zusammen: scroll
Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter in der Südzucker-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungs- und Abfertigungspläne, die sich wie folgt verteilen: scroll
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DeutschlandFür die Mitarbeiter der Südzucker AG bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt wird. Die Pensionsverpflichtungen der Südzucker AG sind rückstellungsfinanziert und stellen das mit Abstand größte Versorgungswerk in der Südzucker-Gruppe dar. Die übrigen deutschen Versorgungspläne von CropEnergies, BENEO und anderen sind in ihrer Ausgestaltung mit den Regelungen der Südzucker AG für aktive Mitarbeiter vergleichbar und sind ebenfalls nahezu ausschließlich rückstellungsfinanziert. BelgienFür die Mitarbeiter der belgischen Gesellschaften Raffinerie Tirlemontoise S.A., BENEO-Orafti S.A. und Biowanze S.A. bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt; die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen. FrankreichEbenfalls fondsfinanziert ist der Versorgungsplan für die Mitarbeiter von Saint Louis Sucre S.A.S. in Frankreich. Die Leistung aus dem Versorgungsplan ermittelt sich als ein prozentualer Anteil eines vor Renteneintritt gezahlten Durchschnittsgehalts, von dem die staatliche Rente sowie andere Betriebsrenten abgezogen werden. ÖsterreichHierunter fallen im Wesentlichen die geschlossenen Pläne der AGRANA Zucker GmbH und der AGRANA Stärke GmbH, die rückstellungsfinanziert sind. Das Planvermögen betrifft überwiegend die Pensionszusagen der AGRANA Beteiligungs-AG für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder, die in eine Pensionskasse ausgelagert sind. AbfertigungspläneDie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgepläne für Abfertigungen. Neben den größten Abfertigungsplänen in Österreich und Frankreich bestehen entsprechende Zusagen auch in Mexiko, Polen, Russland, Südkorea, der Ukraine und den USA. Die Zusagen in Österreich und Frankreich stellen gesetzliche Versorgungszusagen über eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod dar, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Entwicklung der NettoschuldDie Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
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Aufwand für betriebliche AltersversorgungDie Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Auswirkungen aus Plankürzungen oder -abgeltungen sind im Personalaufwand enthalten. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste NeubewertungDie erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf 14,6 (- 37,7) Mio. € und resultierte aus der Anpassung des Diskontierungssatzes von 1,95 % auf 1,90 % für wesentliche Pensionspläne sowie erfahrungsbedingten Anpassungen. Im Vorjahr resultierte die Veränderung insbesondere aus der Anpassung des Abzinsungssatzes. Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. AnnahmenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens der wesentlichen Pensionspläne wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll
Bei der Ermittlung der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen in der Eurozone kamen insgesamt Zinssätze zwischen 1,60 und 2,10 (1,80 und 2,60) % zur Anwendung. Diese Zinssätze basieren auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlichen gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht. Die Anwendung unterschiedlicher Zinssätze berücksichtigt die abweichenden Durationen von Plänen. Für Pläne mit überwiegendem Rentnerbestand (Duration um zehn Jahre) wurden 1,60 (1,80) %, für Pläne mit einem Mischbestand von aktiven Mitarbeitern und Rentnern (Duration um 17 Jahre) wurden 1,90 (1,95) % und für Pläne mit weitgehendem Bestand an aktiven Mitarbeitern (Duration um 25 Jahre) wurden 2,10 (2,15) % zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet. SensitivitätsanalyseDie im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. scroll
PlanvermögenDas prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Daher besteht das Planvermögen überwiegend aus Schuldverschreibungen, deren Risikostruktur langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet. Daneben sind Eigenkapitaltitel und Versicherungsverträge sowie in geringem Umfang Immobilienanteile enthalten. Im Fall der Schuldverschreibungen orientieren sich die Renditeerwartungen an Staatsanleihen. Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbst genutzte Immobilien. Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert. Bei der Ermittlung der Zeitwerte des Planvermögens sind für die folgenden Vermögenskategorien im angegebenen Umfang Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten zugrunde gelegt worden: scroll
RisikenIm Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die Südzucker-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen in Inflationsraten. Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann. Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen könnten, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen. Duration und künftige ZahlungenDie durchschnittliche gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwerts sämtlicher leistungsorientierter Verpflichtungen beträgt 16,6 (16,6) Jahre. Im Geschäftsjahr 2017/18 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 3,0 (2,6) Mio. € erwartet. In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet: Künftige Pensions- und Abfertigungszahlungenscroll
(28) Sonstige Rückstellungenscroll
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Während der Berichtsperiode haben sich die sonstigen Rückstellungen wie folgt entwickelt: scroll
Personalbezogene RückstellungenDie personalbezogenen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen für Sozialpläne zusammen und liegen 2,2 Mio. € unter Vorjahresniveau. Von dem Gesamtbetrag von 84,7 Mio. € werden voraussichtlich 19,5 Mio. € in 2017/18 und 65,2 Mio. € in den Folgejahren in Anspruch genommen. Rückstellungen für Prozesse und RisikovorsorgeDie Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 169,2 Mio. € beinhalten Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatz). Von dem Gesamtbetrag von 169,2 Mio. € werden voraussichtlich 163,1 Mio. € in 2017/18 und 6,1 Mio. € in den Folgejahren in Anspruch genommen. Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen lagen mit 71,0 (71,1) Mio. € auf Vorjahresniveau. Diese betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit der Zuckerproduktion stehen. Des Weiteren werden Rückstellungen im Zusammenhang mit der Zuteilung von Emissionszertifikaten durch die Deutsche Emissionshandelsstelle und vergleichbare Behörden in der Europäischen Union gebildet, sofern die verbrauchte Menge die kostenlos zugeteilten Zertifikate übersteigt. Die Zuführungen betrafen insbesondere Rückstellungen für Umsatzsteuerrisiken in Rumänien im Segment Frucht sowie für ein Verbrauchssteuerverfahren in Deutschland im Zusammenhang mit Ethanolverkäufen. Die Auflösungen entfielen maßgeblich auf den Restbetrag der bei Stilllegung der Ethanolfabrik am Standort Wilton / Großbritannien gebildeten Rückstellung für die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen. Für das Geschäftsjahr 2017/18 wird eine Inanspruchnahme von 50,6 Mio. € und in den Folgejahren in Höhe von 20,4 Mio. € erwartet. Zuführungen und AufzinsungenDie Zuführungen umfassen die Bildung neuer sowie die Anpassung bestehender Rückstellungen, die erfolgswirksam in den einschlägigen operativen Aufwandsarten erfasst werden. Daneben ist auch die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten, die im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen betrifft. Die Aufzinsungen sind im Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen und beliefen sich auf 0,8 (1,1) Mio. €. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Aufgrund der gestiegenen Erntemenge erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern von 353,7 Mio. € auf 441,9 Mio. €. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 169,8 (154,6) Mio. € umfassen unter anderem Zinsabgrenzungen. Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 116,2 (105,9) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Unter den übrigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 9,8 (20,0) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (30) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scroll
Von den Finanzschulden in Höhe von 1.138,3 Mio. € stehen der Südzucker-Gruppe 917,2 Mio. € bzw. 80,6 % langfristig zur Verfügung. FinanzmanagementDie Finanzierung des Südzucker-Konzerns basiert auf der nachhaltigen Cashflow-Kraft, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Das Fundament der Finanzierung bildet das Investment-Grade-Rating, das den Zugang zu den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsinstrumenten sicherstellt. Südzucker nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Finanzinstrumenten: Hybrid-Anleihe, Anleihen, Commercial-Paper, Schuldscheindarlehen und syndizierte bzw. bilaterale Bankkreditlinien. Die Anleihen werden durch die niederländische Finanzierungsgesellschaft Südzucker International Finance B.V. begeben und konzernweit verwendet. Die Finanzierung von Akquisitionen und Investitionen wird unter Berücksichtigung der für ein Investment-Grade-Rating erforderlichen Finanzrelationen vorgenommen. Zur unterjährigen Finanzierung der der Zuckerbranche eigenen Saisonalität (Finanzierung der Rübengeldraten und Vorratsbestände) ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. Diese kurzfristigen Finanzierungserfordernisse werden durch die Nutzung des Commercial-Paper-Programms mit einem Volumen von 600 Mio. € bzw. einer syndizierten Kreditlinie von 600 Mio. € der Südzucker sowie über syndizierte Kreditlinien von 450 Mio. € des AGRANA-Teilkonzerns gewährleistet. Daneben stehen der Unternehmensgruppe bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung. Südzucker finanziert sich derzeit im Wesentlichen durch die folgenden Finanzinstrumente: Hybrid-AnleiheDie Südzucker International Finance B.V. emittierte im Juli und August 2005 eine unendliche, nachrangige Hybrid-Anleihe im Volumen von 700 Mio. €. Seit dem 30. Juni 2015 kann die Anleihe durch Südzucker gekündigt und vorzeitig zum Nennwert zurückgezahlt werden (Schuldnerkündigungsrecht). Die Anleihe kann lediglich vollständig, aber nicht in Teilbeträgen gekündigt werden. Das Kündigungsrecht steht unter der Bedingung, dass Südzucker innerhalb von zwölf Monaten vor dem Wirksamwerden der Kündigung gleichrangige Wertpapiere und / oder nachrangige Wertpapiere mit ähnlicher Ausstattung ausgegeben hat, mit einem Ausgabeerlös in Höhe der aus der Kündigung der Hybrid-Anleihe zahlbaren Beträge (gemäß § 6 Abs. 5 und 6 der Anleihebedingungen). Die Voraussetzungen zur Kündigung und Rückzahlung der Anleihe durch Südzucker sind derzeit nicht erfüllt. Ein Rückkauf der Hybrid-Anleihe - auch in Teilbeträgen - ist gemäß § 6 Abs. 7 der Anleihebedingungen möglich. Im Laufe des Geschäftsjahres 2015/16 hat Südzucker Rückkäufe mit einem Nominalvolumen von 31,6 Mio. € vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden keine Rückkäufe vorgenommen. Die Hybrid-Anleihe verzinst sich variabel mit dem Angebotssatz im Interbankenmarkt der Eurozone für Drei-Monats-Einlagen zuzüglich 3,10 % (3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a.). Die Couponzahlungen sind vierteljährlich jeweils nachträglich fällig. Für die nachstehenden Zeiträume wurden folgende Vergütungssätze festgesetzt: scroll
Ferner sehen die Anleihebedingungen vor, dass Südzucker im Fall eines Dividenden-Ereignisses die Option zur Aufschiebung der Zinscouponzahlungen hat. Eine optionale (freiwillige) Couponaussetzung kann eintreten, falls auf der letzten Hauptversammlung keine Dividende für Aktien der Südzucker AG beschlossen wurde. Bei einem Cashflow-Ereignis ist Südzucker verpflichtet, die Zinscouponzahlung ausfallen zu lassen. Eine zwingende Couponaussetzung kann eintreten, sofern der konsolidierte Cashflow 5 % der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns unterschreitet. Zum 28. Februar 2017 erreichte der Cashflow mit 634,0 (480,4) Mio. € 9,8 (7,5) % des konsolidierten Umsatzes von 6.476,0 (6.387,0) Mio. €. Die Nachranganleihe wird von den Ratingagenturen Moody's zu 75 % und Standard & Poor's zu 50 % als Eigenkapital bewertet und verbessert dadurch die kreditratingrelevanten Verschuldungskennziffern des Konzerns. Die Nachranganleihe ist gemäß IFRS voll als Eigenkapital auszuweisen - vergleiche auch Erläuterungen zu Ziffer (26) "Eigenkapital". Anleihe 2011/2018Am 22. März 2011 hat die Südzucker International Finance B.V. eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 400 Mio. € und einem Coupon von 4,125 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren bis 29. März 2018. Anleihe 2016/2023Am 22. November 2016 hat die Südzucker International Finance B.V. eine Anleihe mit einem Nominalwert in Höhe von 300 Mio. € und einem Coupon von 1,25 % emittiert. Die Anleihe ist von der Südzucker AG garantiert und hat eine Laufzeit von sieben Jahren bis 29. November 2023. Weitere Informationen zu den vorgenannten Anleihen stehen auf der Südzucker-Internetseite unter www.suedzucker.de/de/ Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. Sonstige AnleihenDie von Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel / Belgien, begebene sonstige Anleihe mit einem Nominalwert von 38,6 Mio. € wurde im Geschäftsjahr 2016/17 vollständig getilgt. Commercial-Paper-ProgrammDas Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) dient der kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt. Investoren in CPs sind überwiegend institutionelle Anleger. Das CP-Programm von Südzucker im Rahmen von insgesamt 600 Mio. € ermöglicht es, kurzfristige Schuldverschreibungen je nach Bedarf und Marktlage zu begeben. Am 28. Februar 2017 waren keine CPs nach 125,0 Mio. € im Vorjahr ausstehend. scroll
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Die gesamten Anleihen mit einem Buchwert von 697,1 (562,3) Mio. € waren festverzinslich. Das aktuelle Rating von Moody's für Südzucker ist Baa2/P-2 mit stabilem Ausblick. Das Rating wurde zuletzt am 20. Mai 2016 bestätigt und der Ausblick verbessert. Das Rating von Standard & Poor's ist BBB-/A-3 mit positivem Ausblick. Es wurde zuletzt am 21. Juni 2016 bestätigt und der Ausblick verbessert. Das Rating der Hybrid-Anleihe wurde von Moody's am 20. Mai 2016 von Ba3 auf Ba2 erhöht. Standard & Poor's bestätigte das Rating für die Hybrid-Anleihe zuletzt am 21. Juni 2016 mit B+. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich auf 437,9 (593,2) Mio. €. Von den festverzinslichen Bankverbindlichkeiten von 287,4 (266,8) Mio. € stehen 210,1 (247,5) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die variabel verzinslichen Darlehen wurden auf 150,5 (326,4) Mio. € reduziert. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,2 (1,1) Mio. € durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 7,8 (7,8) Mio. € durch sonstige Pfandrechte gesichert. scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Schuldscheindarlehen in Höhe von 126 Mio. € mit Fälligkeiten von 2017 bis 2022. Südzucker steht eine revolvierende Kreditfazilität über 600 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und als Back-up-Kreditlinie für das CP-Programm zur Verfügung. Die syndizierte Kreditlinie hat eine Laufzeit bis 2020. Die Kreditlinie ist mit einem Bankenkonsortium von 17 Banken, die den Kernbankenkreis der Südzucker-Gruppe bilden, vereinbart. Neben der Südzucker AG kann die CropEnergies AG als alternativer Kreditnehmer diese Kreditlinie bis zu einem Betrag von 100 Mio. € nutzen. Wie im Vorjahr wurde die Kreditlinie zum 28. Februar 2017 nicht in Anspruch genommen. AGRANA kann syndizierte Kreditfazilitäten über 300 bzw. 150 Mio. € zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung nutzen. Diese syndizierten Kreditlinien haben Laufzeiten bis 2020 bzw. 2018; der Kreditrahmen wird von fünf Banken zur Verfügung gestellt. Diese Kreditlinien wurden zum 28. Februar 2017 nicht in Anspruch genommen; im Vorjahr waren daraus 111 Mio. € zum Bilanzstichtag gezogen. Wertpapiere und flüssige MittelDie Anlagen in Wertpapieren von insgesamt 144,5 (144,3) Mio. € erfolgten überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren. Aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen bestehen Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel von Tochterunternehmen von 16,9 (18,2) Mio. € in Ägypten, China und der Ukraine. Auf den Finanzmittelbestand der AGRANA Frucht in der Ukraine war eine Wertberichtigung von 4,8 Mio. € zu bilden. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN(31) Risikomanagement in der Südzucker-GruppeDer Konzern unterliegt Kreditrisiken (Ausfall- und Bonitätsrisiken) sowie Liquiditätsrisiken. Daneben ist die Südzucker-Gruppe in vielfältiger Weise auch Marktpreisrisiken ausgesetzt. Im operativen Bereich betrifft dies im Wesentlichen die Commoditypreisrisiken aus Zucker- und Bioethanolabsatz, Energie-, Getreide- und Maiseinkäufen sowie das mit Absatz und Beschaffung verbundene Währungsrisiko. Im Finanzbereich bestehen analoge Preisrisiken im Bereich Zins und Wechselkurs. Die Wertpapieranlagen, die einem Aktienkursrisiko unterliegen, sind in der Südzucker-Gruppe unwesentlich. Zum Umgang mit diesen Risiken wurde das nachfolgend beschriebene Kreditrisikomanagement, Liquiditätsmanagement und Preisrisikomanagement konzernweit implementiert. KreditrisikomanagementDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Südzucker-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Überfällige oder uneinbringliche Forderungen können den Erfolg der Südzucker-Gruppe beeinträchtigen. Südzucker hat Risikofrüherkennungssysteme eingerichtet, die drohende Forderungsausfälle frühzeitig signalisieren. Die Grundsätze des Kreditrisikomanagements in der Südzucker-Gruppe sind:
Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt. Für verbleibende Restrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Das Kreditrisiko der jeweils offenen Gesamtforderungen beläuft sich im Wesentlichen auf den Selbstbehalt im Rahmen der abgeschlossenen Warenkreditversicherungen, der regelmäßig 10 % beträgt. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Ziffer (25) des Anhangs angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von Südzucker nicht wesentlich. Bedeutende Risikokonzentrationen sind nicht gegeben. Im Finanzbereich bestehen im Wesentlichen bei der Anlage von Liquiditätsüberschüssen Kontrahentenrisiken. Das Hauptkriterium für die Auswahl einer Bank als Geschäftspartner ist hier insbesondere deren Short-Term-Deposit-Rating in Verbindung mit ihrem Langfrist-Rating, das regelmäßig überprüft wird. LiquiditätsmanagementWesentliche Ziele des Liquiditätsmanagements sind die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die rechtzeitige Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie die Kostenoptimierung in der Südzucker-Gruppe. Im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements stellt die Südzucker International Finance B.V., Oud-Beijerland / Niederlande, die am Kapitalmarkt aufgenommenen Mittel den Konzernunternehmen zur Verfügung. Daneben bestehen Cashpools in nationalen Shared-Treasury-Centern. Bei den Geldanlagen gibt es neben den Regelungen für das Kontrahentenrisiko im Rahmen des Kreditrisikomanagements auch Vorgaben bezüglich der Laufzeiten sowie des vereinheitlichten Reportings an das Group Treasury. Darunter fällt auch das Monitoring von Planvermögen für Pensionsverpflichtungen. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen frühzeitig erkannt. Die Liquiditätsplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und berücksichtigt die aufgrund der Zuckerkampagne besonderen saisonalen Finanzierungserfordernisse. Die Liquiditätsplanung des Budgetjahres erfolgt auf Monatsbasis. Unterjährig wird die Planung durch drei Forecast-Planungen aktualisiert. Die strategische Finanzplanung erfolgt auf der Grundlage der Fünf-Jahres-Planung. Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden Finanzierungen durch Tages- bzw. Termingeldaufnahmen oder die Ausgabe von Commercial Papers im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Südzucker-Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von syndizierten und bilateralen Kreditlinien, Wertpapieren und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten. Die langfristige Fremdkapitalfinanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Begebung von Anleihen, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Hinsichtlich der Einzelheiten zu den von Südzucker eingesetzten Finanzinstrumenten verweisen wir auf Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" in diesem Anhang. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der finanziellen Verbindlichkeiten per 28. Februar 2017. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind nicht diskontiert und umfassen Zins- und Tilgungszahlungen. scroll
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Die nicht diskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Annahme, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten zum frühesten Fälligkeitstermin erfolgt. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze. PreisrisikomanagementDas Preisrisikomanagement umfasst die Bereiche Währung, Zins und Commoditypreise. Bei den nachfolgenden Ausführungen werden Risiko- und Managementdetails bezüglich der drei genannten Teilbereiche weiter ausgeführt. WährungsrisikoWährungsrisiken bestehen aufgrund der weltweiten Ausrichtung des Südzucker-Konzerns, womit sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet sind. Die wesentlichen Einfluss nehmenden Kursrelationen resultieren aus US-Dollar, britischem Pfund, polnischem Zloty, rumänischem und moldauischem Leu bzw. argentinischem Peso gegenüber dem Euro sowie chilenischem bzw. mexikanischem Peso und brasilianischem Real gegenüber dem US-Dollar. Das Währungsrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse oder Material- bzw. Wareneinsatz abweichend von der lokalen Währung (funktionale Währung) anfallen. Im Finanzergebnis resultiert das Währungsrisiko überwiegend aus der konzerninternen Finanzierung von Tochterunternehmen, abweichend von deren Landeswährung. WährungsrisikomanagementZiel des Währungsrisikomanagements ist die Reduktion der Wechselkursrisiken. Über Art und Umfang der operativen Währungsabsicherung entscheiden die Geschäftsbereiche und Divisionen in Abstimmung mit der zentralen Finanzabteilung. Zur Absicherung der operativen Wechselkursrisiken werden Derivate in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Im Finanzbereich kommen auch Cross-Currency-Swaps zum Einsatz. SensitivitätsanalyseDie im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse gibt an, welche Auswirkungen sich auf das Konzernergebnis bzw. Konzerneigenkapital vor Steuern ergeben hätten, wenn zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit abweichenden Wechselkursen umzurechnen gewesen wären. Dabei entspricht das Währungs-Exposure dem Nettobetrag der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzierungstätigkeit zusammen und schließen konzerninterne Salden ein. Bestehende Währungssicherungen werden bei der Betrachtung nicht berücksichtigt, sofern sie nicht einer Forderung oder Verbindlichkeit exakt zugeordnet sind. Ein negativer Betrag bedeutet, dass ein Überhang an Verbindlichkeiten besteht. Bei der Sensitivität wird unterstellt, dass die Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung zum 28. Februar 2017 um + 10 % abgewertet bzw. - 10 % aufgewertet hätten. Nachstehend sind das Währungs-Exposure und die hypothetische Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern als Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) dargestellt. scroll
Das Währungs-Exposure aus übrigen Währungen betrifft Euro-Forderungen bzw. -Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften in Ländern mit abweichender funktionaler Währung. In Polen wird seit 2005 ein langfristiges konzerninternes Euro-Darlehen in Höhe von 99,1 Mio. € gewährt, das als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert ist, weshalb die daraus resultierenden Währungsschwankungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Wenn der Euro gegenüber dem polnischen Zloty um 10 % abgewertet bzw. aufgewertet hätte, hätte sich das Eigenkapital vor Steuern um 9,0 (9,0) Mio. € erhöht bzw. um 11,0 (11,0) Mio. € verringert. ZinsrisikoAus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten beziehungsweise Geldanlagen ist Südzucker Zinsrisiken ausgesetzt. Diese Zinsänderungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen. ZinsrisikomanagementSüdzucker nutzt eine auf den Liquiditätsbedarf optimierte Finanzierungsstruktur; diese beinhaltet zur Minimierung des Zinsänderungsrisikos auch Finanzinstrumente mit einer Zinsfestschreibung. Details dazu können dem Kapitel (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" entnommen werden. Daneben werden in begrenztem Umfang derivative Instrumente wie Zinsswaps zum Zinsrisikomanagement eingesetzt. SensitivitätsanalyseAnleihen und langfristige Bankschulden sind überwiegend mit fester Verzinsung vereinbart. Wäre das Marktzinsniveau um einen halben Prozentpunkt angestiegen, hätte dies, bezogen auf die am 28. Februar 2017 variabel verzinslichen Finanzinstrumente und ohne Berücksichtigung abgeschlossener Zinsswaps, zu nachfolgender Erhöhung des Zinsaufwands geführt: scroll
Ein Rückgang des Marktzinsniveaus um einen halben Prozentpunkt hätte eine vergleichbare Reduzierung des Zinsaufwands zur Folge gehabt. Risiken aus CommoditypreisenSüdzucker ist im operativen Bereich aufgrund volatiler Preise der Commodity-Märkte wesentlichen Preisrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite ausgesetzt, die insbesondere Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie-, Getreide-, Bioethanol- sowie Fruchtpreise betreffen. Management von CommoditypreisrisikenDie Basis eines risikoadäquaten Umgangs mit diesen Risiken ist ein standardisiertes und fortlaufendes Monitoring des Risiko-exposures und der Risikoveränderung differenziert nach Produkten. Auf dieser Basis können Entscheidungen zur Risikoabsicherung durch die regelmäßig tagenden Risikoausschüsse der Divisionen getroffen werden. SensitivitätsanalyeBei der Messung der Risiken werden Sensitivitäten und ein Earnings-at-Risk-Modell verwendet. Im Rahmen der Anwendung des Earnings-at-Risk-Modells ist es das Ziel, die Auswirkung der Marktpreisentwicklung einzelner Risikoträger auf das künftige operative Ergebnis zu bestimmen. Südzucker stellt bei der Berechnung des Earnings-at-Risk-Modells auf eine Haltedauer von einem Monat ab, da innerhalb dieses Zeitraums sämtliche offenen Positionen mit Sicherungsgeschäften geschlossen werden könnten. Entsprechend erfolgt das Risikoberichtswesen monatlich. Als wesentliche Risikoträger wurden in der Südzucker-Gruppe Zuckerexporte und -importe einschließlich damit verbundener Währungsrisiken, der Verkauf von Bioethanol sowie der Einkauf von Energie und Getreide identifiziert. Weitere Ausführungen erfolgen im nachfolgenden Abschnitt zu derivativen Finanzinstrumenten. Derivative Instrumente zur Absicherung von PreisrisikenDie Südzucker-Gruppe setzt zur Absicherung von Währungs-, Zins- und Commoditypreisrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzbereich in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Die im operativen Bereich eingesetzten Commodityderivate umfassen Zucker-, Weizen-, Mais- und Bioethanolfutures, Weizenoptionen und Ölswaps sowie Währungstermingeschäfte. Zur Sicherung der Risiken im Finanzbereich werden marktübliche Instrumente wie Zinsswaps und Währungstermingeschäfte verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sowohl die Einhaltung dieser Richtlinien als auch die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Die Nominalvolumen und die Marktwerte der derivativen Instrumente stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Fall von OTC-Derivaten (Zins-, Währungs- und Energiederivate) unterliegt Südzucker bei positiven Marktwerten einem Kreditrisiko. Die Kreditrisiken werden beschränkt, indem Derivate nur mit Banken und Partnern guter Bonität abgeschlossen werden. Aus Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden (Zucker-, Weizen-, Mais- und Bioethanolfutures), ergeben sich regelmäßig keine Kreditrisiken. Der Marktwert der am 28. Februar 2017 abgeschlossenen Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinses um einen Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10 %, einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais-, Ölpreise bzw. der Zucker- und Bioethanolpreise um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität): scroll
Diese entsprechende Veränderung der Marktpreise hätte das Eigenkapital um 8,2 (2,4) Mio. € bzw. um - 14,4 (- 9,4) Mio. € und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 20,7 (17,3) Mio. € bzw. um - 9,6 (- 16,2) Mio. € verändert. Weitere Einzelheiten zu den Marktwerten getrennt nach Bewertungskategorie und Bewertungslevel werden unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" gegeben. (32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je Bewertungskategorie dar. scroll
Nachfolgend sind die Summen je Bewertungskategorie nach IAS 39 sowie die Nettoergebnisse je Bewertungskategorie angegeben. Summe und Nettoergebnis je Bewertungskategorie nach IAS 39 scroll
Die Nettoergebnisse je Bewertungskategorie umfassen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten. Daneben werden Währungsergebnisse sowie die Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen erfasst. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten" umfasst Zinsaufwendungen in Höhe von 28,3 (29,1) Mio. €. In der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" sind Zinserträge in Höhe von 17,1 (17,1) Mio. € enthalten. BewertungslevelFür Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterscheidet man drei Bewertungslevel hinsichtlich der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Auf Bewertungslevel 1 erfolgt die Bewertung auf Basis unangepasster, auf aktiven Märkten verwendeter Marktpreise. Bei Bewertungslevel 2 wird die Bewertung mit Preisen vorgenommen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden. Für Bewertungslevel 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in denen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten kommt Bewertungslevel 3 in der Südzucker-Gruppe derzeit nicht zur Anwendung. Für die als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente) und sonstigen Beteiligungen des langfristigen Vermögens, für die keine an einem aktiven Markt notierten Werte existieren und für die die beizulegenden Zeitwerte nicht zuverlässig ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde, da die Cashflows nicht zuverlässig bestimmbar sind. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen an die EU, der übrigen finanziellen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt, was einer Bewertung nach Level 2 entspricht. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus der Produktionsabgabe sowie den kurzfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeit die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen 2011/2018 und 2016/23 in Höhe von 726,8 (427,6) Mio. € basieren auf der Kursnotierung am letzten Handelstag im Geschäftsjahr. Dies entspricht Bewertungslevel 1. Nachfolgende Finanzinstrumente wurden zu Zeitwerten bilanziert: scroll
Die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen (Bewertungslevel 1). Soweit keine Notierungen an aktiven Märkten vorliegen, erfolgt die Bewertung mit Preisen, die aus Marktpreisen, die auf aktiven Märkten verwendet werden, abgeleitet werden (Bewertungslevel 2). Die positiven und negativen Marktwerte aus Währungs-, Zins- und Commodityderivaten betreffen einerseits Derivate, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind. Dabei werden künftige Zahlungsströme aus festen Verpflichtungen oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Andererseits bestehen Währungs-, Zins- und Commodityderivate in Form von Fair Value Hedges bzw. ohne formal designierte Hedgebeziehung, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung des Fair Values eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit dienen und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Ermittlung der Marktwerte von Commodityderivaten wie Zucker-, Weizen- oder Ethanolfutures wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen (Bewertungslevel 1). Für die Marktwerte der weiteren Commodityderivate, wie z. B. Ölswaps, basiert die Bewertung auf der Grundlage von Benzin- und Kohlenotierungen einschlägiger Handels- und Kursinformationsplattformen (Bewertungslevel 2). Die Bewertung der Währungstermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen (Bewertungslevel 2). Bei den abgeschlossenen Zinsderivaten handelt es sich ausschließlich um Zinsswaps. Für diese Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt (Bewertungslevel 2). (33) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse, die nicht in der Konzernbilanz passiviert werden, stellen sich wie folgt dar: scroll
Bürgschaften, Gewährleistungsverpflichtungen und EventualverbindlichkeitenBürgschaften betreffen vor allem Bankkredite der gemeinschaftlich geführten Beteiligungen im Segment Zucker bei AGRANA wie auch Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Wir erwarten, wie bei den Gewährleistungsverpflichtungen, hieraus keine Inanspruchnahme. Es besteht eine Eventualverbindlichkeit aus einer Rückerstattungsforderung auf eine EU-Förderung in Ungarn in Höhe von 6,5 (6,4) Mio. €. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein. Bestellungen für Investitionen in SachanlagenDie Bestellungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 68,9 (98,7) Mio. € betreffen die in den Zuckerfabriken bis zu Beginn der nächsten Kampagne erforderlichen Investitionen. Verpflichtungen aus Operating LeasingDie Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen insbesondere Mietverträge für Büroräume, Maschinen, Fahrzeuge, EDV-Anlagen sowie für Bürogeräte. Die nicht abgezinsten Mindestmietzahlungen in Folgeperioden belaufen sich auf 89,2 (45,3) Mio. €. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen sind wie folgt fällig: scroll
Der Anstieg der Verpflichtungen aus Operating Leasing resultierte im Wesentlichen aus der Verlängerung bestehender sowie dem Abschluss neuer Mietverträge im Zusammenhang mit der Verbesserung der Logistikstruktur und dem Ausbau des Exportgeschäfts. (34) Aufwendungen für Leistungen des KonzernabschlussprüfersFür Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fielen im Geschäftsjahr 2016/17 Aufwendungen für nachstehende Leistungen an: scroll
(35) Entsprechenserklärungen nach § 161 AktGSüdzucker AGVorstand und Aufsichtsrat der Südzucker AG haben am 17. November 2016 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der Südzucker AG im Internet unter www.suedzucker.de/ de/Entsprechenserklaerung_2016/ dauerhaft zugänglich gemacht. CropEnergies AGVorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 16. November 2016 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von CropEnergies unter www.cropenergies.com/de/investorrelations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerungen/ dauerhaft zugänglich gemacht. (36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende UnternehmenAls nahestehende Unternehmen kommen in Betracht: Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. (Raiffeisen-Holding), Wien / Österreich, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften, die über die Zucker Invest GmbH, Wien / Österreich, am Grundkapital beteiligt ist. Das Südzucker-Unterstützungswerk (SUW), Frankenthal ( Pfalz), dessen Stiftungsvermögen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Rentnern von Südzucker in besonderen Notfallsituationen und für soziale Zwecke dient. Dem Stiftungsrat gehören unter anderem Mitglieder des Vorstands der Südzucker AG an. Die Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen, die der gemeinschaftlichen Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Südzucker-Gruppe unterliegen. Nahestehende PersonenDie Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Südzucker AG sowie ihre Angehörigen sind nahestehende Personen. Auf den für die SZVG und das SUW bei der Südzucker AG geführten Konten wurden im Geschäftsjahr 2016/17 Zahlungseingänge aus Dividenden und Zinsen aus dem laufenden Geschäftsverkehr verbucht. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Südzucker AG gegenüber der SZVG 0,2 (0,3) Mio. € und gegenüber dem SUW 4,1 (4,4) Mio. €. Daneben bestanden Finanzforderungen in Höhe von 201,3 (132,7) Mio. € an die bzw. Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,4 (54,7) Mio. € gegenüber der Raiffeisen-Gruppe; die Finanzforderungen betreffen mit 125 Mio. € eine Nachranganleihe mit einem Zinssatz bis einschließlich 23. Februar 2021 von 5,53 %. Die übrigen Verzinsungen erfolgen ebenfalls zu marktüblichen Konditionen. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen zwischen der Südzucker AG und ihren Tochterunternehmen umfangreiche Geschäftsbeziehungen mit Joint-Venture-Gesellschaften und einem assoziierten Unternehmen. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden wie unter fremden Dritten abgewickelt. Das Volumen der Transaktionen der Südzucker-Gruppe mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen ergibt sich wie folgt: scroll
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Nur Beziehungen mit voll konsolidierten Konzerngesellschaften. Zum Bilanzstichtag betragen die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Joint-Venture-Gesellschaften und assoziierten Unternehmen: scroll
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Nur Beziehungen mit voll konsolidierten Konzerngesellschaften. VorstandsvergütungDie Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder der Südzucker AG sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Die variable Vergütung ist abhängig von der seitens der Hauptversammlung noch zu beschließenden Dividende; die Auszahlung erfolgt nach der jeweiligen Hauptversammlung. scroll
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Südzucker AG und ihren Hinterbliebenen wurden insgesamt 33,1 (34,7) Mio. € zurückgestellt. Die Pensionszahlungen an frühere Vorstandsmitglieder der Südzucker AG und ihre Hinterbliebenen beliefen sich auf 2,6 (3,5) Mio. €. Die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstände betrugen 24,1 (22,0) Mio. €; im Geschäftsjahr 2016/17 belief sich der zugeführte Dienstzeitaufwand auf 0,5 (0,7) Mio. €. AufsichtsratsvergütungDie Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Südzucker AG ist in nachstehender Tabelle aufgeführt. Eine variable Vergütung erfolgt nur bei einer Dividende, die 0,50 € je Aktie übersteigt, und ist nicht angefallen. scroll
Daneben erhalten diejenigen Vertreter im Aufsichtsrat, die auch Arbeitnehmer in der Südzucker-Gruppe sind, das ihnen vertraglich zustehende Arbeitsentgelt, das nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat steht. Die Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Corporate-Governance-Bericht im Konzernlagebericht beschrieben. (37) Aufsichtsrat und VorstandAufsichtsratDr. Hans-Jörg Gebhard, EppingenVorsitzenderJahrgang 1955, Mitglied seit 3. Januar 1995, Vorsitzender seit 24. August 2000 Vorstandsvorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate1
Franz-Josef Möllenberg2 , Rellingen 1. stellvertretender VorsitzenderJahrgang 1953, Mitglied seit 14. Mai 1992, 1. stv. Vorsitzender seit 26. August 1992 Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Erwin Hameseder, Mühldorf / Österreich 2. stellvertretender VorsitzenderJahrgang 1956, Mitglied seit 31. Juli 2003, 2. stv. Vorsitzender seit 17. Juli 2014 Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m. b. H. Mandate3
Dr. Jochen Fenner, GelchsheimJahrgang 1952, Mitglied seit 11. Mai 2005 Vorstandsvorsitzender des Verbands Fränkischer Zuckerrübenbauer e. V. Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG Helmut Friedl, Egling a. d. PaarJahrgang 1965, Mitglied seit 16. Juli 2015 Vorstandsvorsitzender des Verbands Bayerischer Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate
Yüksel Gediagac2 , BerlinJahrgang 1968, Mitglied seit 19. Juli 2012 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Veronika Haslinger, Wien / ÖsterreichJahrgang 1972, Mitglied seit 17. Juli 2014 Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m. b. H. Mandate3
Ralf Hentzschel, Panschwitz-KuckauJahrgang 1964, Mitglied seit 21. Juli 2011 Vorsitzender des Präsidiums des Verbands Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer e. V. Mandate
Wolfgang Kirsch, Königstein im TaunusJahrgang 1955, Mitglied seit 24. Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG Mandate4
Georg Koch, WabernJahrgang 1963, Mitglied seit 21. Juli 2009 Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerrübenanbauer Kassel e. V. Stv. Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG Susanne Kunschert, StuttgartJahrgang 1970, Mitglied seit 17. Juli 2014 Geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG Mandate
Günther Link2 , OberickelsheimJahrgang 1953, Mitglied seit 15. Juli 2013 Betriebsratsvorsitzender des Werks Ochsenfurt der Südzucker AG Bernd Maiweg2 , AarbergenJahrgang 1953, Mitglied seit 13. Februar 2009 Referatsleiter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Joachim Rukwied, EberstadtJahrgang 1961, Mitglied seit 24. Juli 2007 Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. Mandate
Ronny Schreiber2 , EinhausenJahrgang 1969, Mitglied seit 29. Juli 2004 Betriebsratsvorsitzender der Hauptverwaltung Mannheim der Südzucker AG Petra Schwalbe2 , BerlinJahrgang 1953, Mitglied seit 19. September 2013 Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Mandate
Nadine Seidemann2 , DonauwörthJahrgang 1982, Mitglied seit 1. September 2013 Mitglied des Betriebsrats des Werks Rain der Südzucker AG Franz-Rudolf Vogel2 , WormsJahrgang 1956, Mitglied seit 24. Juli 2007 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Südzucker AG Wolfgang Vogl2 , BernriedJahrgang 1962, Mitglied seit 1. März 2011 Leiter der Werke Plattling und Rain der Südzucker AG Rolf Wiederhold2 , WabernJahrgang 1969, Mitglied seit 1. März 2013 Betriebsratsvorsitzender des Werks Wabern der Südzucker AG
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Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. Ausschüsse des AufsichtsratsPräsidiumDr. Hans-Jörg Gebhard Franz-Josef Möllenberg Erwin Hameseder Franz-Rudolf Vogel Landwirtschaftlicher AusschussDr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner Georg Koch Günther Link Ronny Schreiber Wolfgang Vogl PrüfungsausschussDr. Jochen Fenner (Vorsitzender) Dr. Hans-Jörg Gebhard Veronika Haslinger Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel Rolf Wiederhold SozialausschussDr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Dr. Jochen Fenner Erwin Hameseder Bernd Maiweg Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel VermittlungsausschussDr. Hans-Jörg Gebhard (Vorsitzender) Erwin Hameseder Franz-Josef Möllenberg Franz-Rudolf Vogel VorstandDr. Wolfgang HeerLudwigshafen am Rhein VorsitzenderSeit 20. November 2012; Mitglied des Vorstands seit 1. März 2008; bestellt bis 28. Februar 2018 Dr. Thomas KirchbergOchsenfurt Seit 1. September 2007; bestellt bis 31. August 2022 Thomas KölblSpeyer Seit 1. Juni 2004; bestellt bis 31. Mai 2019 Mandate1
Johann MarihartLimberg / Österreich Seit 31. Januar 1994; bestellt bis 31. Januar 2019 Mandate1
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Mandate neben den Funktionen im Südzucker-Konzern. (38) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGBI. Verbundene Unternehmen (vollkonsolidiert)scroll
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Stimmrechtsmehrheit. II. Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen (at Equity einbezogen)scroll
III. Unternehmen von untergeordneter Bedeutung und sonstige Beteiligungen >20 % (nicht einbezogen)scroll
(39) Vorschlag für die GewinnverwendungDer Bilanzgewinn der Südzucker AG beträgt 91,9 Mio. €. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,45 € je Aktie auszuschütten und damit den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Soweit am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien vorhanden sind, wird der Beschlussvorschlag dahingehend modifiziert, bei unveränderter Ausschüttung von 0,45 € je dividendenberechtigte Stückaktie den entsprechend höheren verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Hauptversammlung findet am 20. Juli 2017 statt; die Auszahlung der Dividende erfolgt am 25. Juli 2017. (40) Ereignisse nach dem BilanzstichtagSeit dem 28. Februar 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, den 24. April 2017 DER VORSTAND DR. WOLFGANG HEER, VORSITZENDER DR. THOMAS KIRCHBERG THOMAS KÖLBL JOHANN MARIHART Der nach deutschen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Südzucker AG, die von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden sind, werden beim Betreiber des Bundesanzeigers (Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Köln) eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht können bei der Gesellschaft angefordert werden. Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Südzucker AG, MannheimVermerk über die Prüfung des KonzernabschlussesPrüfungsurteil zum KonzernabschlussWir haben den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erklären wir, dass nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 vermittelt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil zum KonzernabschlussWir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen sowie ergänzenden Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Besonders wichtige PrüfungssachverhalteBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 2 Zuckerpreissicherungsgeschäfte 3 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge 4 Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage der Ensus UK Limited Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte1 In dem Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" insgesamt Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 1.190,6 Mio. ausgewiesen. Die Gesellschaft hat die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Auf dieser Basis werden jährlich sowie anlassbezogen von der Gesellschaft Werthaltigkeitstests ("Impairment Tests") durchgeführt. Grundlage der Bewertung ist der Barwert der künftigen Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Die Barwerte werden mittels Discounted Cashflow-Modellen ermittelt. Die vorgenommenen Bewertungen werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit aus der aktuellen von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten 5-Jahres-Planung abgeleitet. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der zugrunde liegenden Komplexität der Bewertungsmodelle war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Bei unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung der Impairment Tests nachvollzogen und die Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten beurteilt. Von der Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir uns unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Planungsrechnungen aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten 5-Jahres-Planung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen überzeugt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der auf diese Weise ermittelten Geschäftswerte haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Aufgrund der materiellen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte (diese machen rund 14 % der Konzernbilanzsumme aus) sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung derselben auch von volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit der Gesellschaft liegen, haben wir die ergänzenden Sensitivitätsanalysen der Gesellschaft nachvollzogen und festgestellt, dass die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte insgesamt angemessen. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 21 des Konzernanhangs enthalten. 2 Zuckerpreissicherungsgeschäfte1 Mit der Aufhebung der Quotenregelung und dem Wegfall der bisherigen Exportbeschränkungen wird die Preisentwicklung von Zucker zukünftig stärker durch die Weltmarktpreisentwicklung bestimmt. Dies führt zu einer zunehmenden Bedeutung von Zuckerpreissicherungsgeschäften mittels derivativer Finanzinstrumente. Organisatorisch wurden diese Anforderungen im Südzucker-Konzern durch die Zusammenfassung der entsprechenden Konzernaktivitäten im Bereich "Global Markets" umgesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird durch eine Konzernrichtlinie zum Management operativer Preisrisiken geregelt. Im Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter den Bilanzposten "positiver" bzw. "negativer Marktwert Zuckerderivate" erstmals wesentliche Marktwerte von Zuckerderivaten in Höhe von € + 26,5 Mio. bzw. € - 17,1 Mio. ausgewiesen. Die ausstehenden Zuckerderivate umfassen ein abgesichertes Volumen von rund 670.000 Tonnen. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte zur Absicherung des mit der Zuckersicherung verbundenen Währungsrisikos mit einem negativen Marktwert in Höhe von € 14,8 Mio. und einem positiven Marktwert von € 1,7 Mio. Aufgrund der Größenordnung des Sicherungsvolumens, der umfangreichen Anforderungen an die Bilanzierung und Berichterstattung durch den IAS 39 sowie der von der Gesellschaft vorgenommenen organisatorischen Veränderungen innerhalb des Konzerns war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten von Corporate Treasury Solutions die Prozesse in Bezug auf das Zuckerpreismanagement aufgenommen. Die Umsetzung der Aufbau- und Ablauforganisation haben wir mit branchenüblichen Standards zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Risikomanagements verglichen und hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt. Die Konzernrichtlinie zum Management operativer Preisrisiken haben wir insbesondere hinsichtlich einer schriftlich dokumentierten Risikomanagementstrategie und der Zuordnung von Verantwortlichkeiten durch die gesetzlichen Vertreter kritisch gewürdigt und ebenfalls hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt. Neben der strategischen, organisatorischen und prozessualen Umsetzung des Zuckerpreismanagements haben wir die bilanzielle Abbildung des Zuckerhedgings auf Basis der von der Südzucker AG erstellten Dokumentation gewürdigt. Daneben haben wir die zur Verfügung gestellten Buchungsunterlagen hinsichtlich ihres Einklangs mit den Vorgaben internationaler Rechnungslegungsstandards beurteilt. Im Detail beinhaltete dies unter anderem das Vorliegen der Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting, einschließlich der Erstellung entsprechender Effektivitätstests. Darüber hinaus haben wir die Buchungen zur Erfassung relevanter Posten und deren Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nachvollzogen sowie auf Übereinstimmung mit einschlägigen Rechnungslegungsvorgaben beurteilt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bilanzierung und Bewertung der Sicherungsgeschäfte auf Basis angemessener Prozesse zutreffend erfolgt. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu (derivativen) Finanzinstrumenten, der Anwendung von Hedge Accounting und zum Preisrisikomanagement sind insbesondere in Abschnitt 31 und 32 des Konzernanhangs enthalten. 3 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Risikovorsorge1 Im Konzernabschluss der Südzucker AG werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge in Höhe von € 169,2 Mio. ausgewiesen. Diese betreffen Rechtsstreitigkeiten aus Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und Kartellrechtsrisiken einschließlich Bußgeldern und Schadensersatz. Die vorzunehmende Risikobeurteilung zum Verlauf von Rechtsstreitigkeiten und die Einschätzung, ob aufgrund eines vorliegenden Rechtsstreits die Passivierung einer Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich und ggfs. in welcher Höhe die gegenwärtige Verpflichtung zu bemessen ist, wird in hohem Maße durch die Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter geprägt. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem den von der Gesellschaft eingerichteten Prozess, der die Erfassung, die Einschätzung hinsichtlich eines Verfahrensausgangs sowie die bilanzielle Darstellung eines Rechtsstreits sicherstellt, beurteilt. Diese Beurteilung umfasste auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den wesentlichen Rechtsrisiken. Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Ansatz- und Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten, Nachvollzug der stetig angewendeten Berechnungsmethodik und Einsichtnahme in zugrunde liegende Unterlagen gewürdigt. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit der Rechtsabteilung der Gesellschaft, um uns die aktuellen Entwicklungen und Gründe, die zu den entsprechenden Einschätzungen geführt haben, erläutern zu lassen. Die Entwicklung der wesentlichen Rechtsstreitigkeiten einschließlich der Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der möglichen Verfahrensausgänge wird uns in schriftlicher Form durch die Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag haben wir darüber hinaus externe Rechtsanwaltsbestätigungen eingeholt, die die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen stützen. Die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen zur Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und die damit einhergehende Risikovorsorge im Konzernabschluss konnten wir nachvollziehen und stimmen mit den von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Einschätzungen überein. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge sind in Abschnitt 28 des Konzernanhangs enthalten. 4 Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage der Ensus UK Limited1 Nach der temporären Stilllegung der Produktionsanlage der Ensus UK Limited wurde im Mai 2016 beschlossen, die Produktionsanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Die aus dem in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 andauernden Stillstand resultierenden Sonderaufwendungen belasten das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2016/17 mit € 6,7 Mio. Für drohende Verluste aus belastenden Verträgen bestand zum Bilanzstichtag 29. Februar 2016 noch eine im Vorjahr gebildete Rückstellung, die im Geschäftsjahr 2016/17 zum Teil verbraucht und darüber hinaus aufgelöst wurde. Der Ertrag wurde in den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der Schätz- und Ermessenspielräume in den zugrunde liegenden Annahmen der Unternehmensplanung für die Ensus UK Limited sowie den verwendeten Rechenmodellen für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Hinblick auf die Werthaltigkeit der in den Sachanlagen erfassten Produktionsanlage haben wir uns im Rahmen der Prüfung intensiv mit dem Werthaltigkeitstest der Gesellschaft und den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der wesentlichen wertbestimmenden Prämissen in der Planungsrechnung, insbesondere den Erwartungen der gesetzlichen Vertreter zur Preisentwicklung auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, auseinandergesetzt. Wir haben die grundsätzliche Methode und das Bewertungskonzept zur Ermittlung des Nutzungswerts gewürdigt und das Bewertungsmodell in Stichproben auf mathematische Richtigkeit getestet. Die Methodik zur Ermittlung des Abzinsungssatzes haben wir hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt und die zugrunde liegenden Parameter gewürdigt. Hinsichtlich der bilanzierten Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen sowie deren Verbrauch und Auflösung im Geschäftsjahr 2016/17 haben wir die Berechnung der Gesellschaft nachvollzogen und Einblick in die zugrunde liegenden Verträge genommen. In Bezug auf den zusätzlichen Ausweis der Sonderaufwendungen im Konzernanhang haben wir uns von der korrekten Ermittlung des Betrags aus den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung überzeugt. Durch die dargestellten und weiteren Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage nach einem temporären Stillstand und die damit einhergehende Auflösung der Drohverlustrückstellung zutreffend abgebildet wurden. 3 Die Angaben der Gesellschaft zum Wiederanfahren der Produktionsanlage der Ensus UK Limited nach deren temporärem Stillstand und deren Auswirkungen auf die Konzernbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind im Konzernanhang unter den Kapiteln "Sonstige betriebliche Aufwendungen" und "Entwicklung der sonstigen Rückstellungen" enthalten. Zusätzliche InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die zusätzlichen Informationen verantwortlich. Die zusätzlichen Informationen umfassen
Unser Prüfungsurteil umfasst nicht die zusätzlichen Informationen und wir haben keine dahingehende Beurteilung vorgenommen. Unsere Verantwortung im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses besteht darin, die zusätzlichen Informationen kritisch zu lesen und etwaige wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den zusätzlichen Informationen und dem Konzernabschluss oder unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen oder wesentliche falsche Angaben zu berücksichtigen. Wenn wir aufgrund unserer Tätigkeit feststellen, dass die zusätzlichen Informationen wesentliche falsche Angaben enthalten, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Im Hinblick darauf haben wir nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den KonzernabschlussDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben, sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des KonzernabschlussesUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsorgan unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsorgan eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsorgan erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENVermerk über die Prüfung des KonzernlageberichtsPrüfungsurteil zum KonzernlageberichtWir haben den Konzernlagebericht der Südzucker AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernlageberichts geführt. Grundlage für das Prüfungsurteil zum KonzernlageberichtWir haben unsere Prüfung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht beinhaltet. Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfen wir den Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang heben wir hervor:
Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Conrad.
Frankfurt am Main, den 24. April 2017 PricewaterhouseCoopers GmbH MICHAEL CONRAD, Wirtschaftsprüfer PPA. OLAV KRÜTZFELDT, Wirtschaftsprüfer WEITERE INFORMATIONENGLOBAL REPORTING INITIATIVESüdzucker berichtet in diesem Geschäftsbericht konzernweit zu Nachhaltigkeitsthemen. Die Erhebung und Darstellung der für die Geschäftstätigkeit von Südzucker wesentlichen Daten erfolgt in Übereinstimmung mit der Leitlinie der Global Reporting Initiative, Version G4 CORE. Der Erstellung dieses Berichts vorausgegangen ist die Überprüfung der für den letztjährigen Bericht ermittelten ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von Südzucker sowie der Erwartungen und Beurteilungen der Stakeholder. Dafür wurde mit den Verantwortlichen der Handlungsfelder eine Stakeholder- und eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Gegenüber den im Vorjahr identifizierten Themenfeldern und Eingruppierungen gab es nur geringfügige Abweichungen. Die Einordnung in zwei Gruppen wurde beibehalten. Die erste Gruppe beinhaltet alle wesentlichen Aspekte - zugeordnet zu den Handlungsfeldern - , für die gilt, dass die Relevanz sowohl für Südzucker als auch für ihre Stakeholder sehr hoch ist: Beschaffung
Energie und Emissionen
Gesellschaftliche Verantwortung
Arbeitsbedingungen und Menschenrechte
Über diese Themen wird in den entsprechenden Kapiteln berichtet. Zur zweiten Gruppe gehören Themen, die entweder für Südzucker oder ihre Stakeholder nicht die höchste Relevanz haben, aber dennoch beachtet und/oder auf weitere Verbesserungspotenziale geprüft werden:
Organisatorische und inhaltliche BerichtsgrenzenSoweit verfügbar, erfolgt die Angabe von Daten in Tabellen und Grafiken unter der Einbeziehung von drei Vorjahren. Soweit dies nicht der Fall ist, bleibt die Angabe auf das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. Kalenderjahr beschränkt. Organisatorische BerichtsgrenzenGrundsätzlich umfassen die in diesem Geschäftsbericht integrierten Nachhaltigkeitsinformationen alle vollkonsolidierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe. Die Angaben zu Energie, Emissionen, Wasser und Abfall beziehen sich ausschließlich auf Produktionsstandorte. Im Segment Zucker sind dies unverändert die Zuckerfabriken in der EU; erstmals einbezogen ist die INSTANTINA Nahrungsmittel- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich. Im Segment Spezialitäten umfasst die Berichterstattung die Produktionsstandorte der Divisionen BENEO, Freiberger und Stärke. In den Segmenten CropEnergies sind sämtliche Produktionsstandorte einbezogen. Im Segment Frucht wurde der Kreis der einbezogenen Produktionsstandorte um das chinesische Fruchtsaftkonzentratwerk in Xianyang City ergänzt; der 2016/17 erworbene Produktionsstandort der Main Process S.A., Buenos Aires/Argentinien, ist hingegen noch nicht enthalten. Inhaltliche Berichtsgrenzen(1) Bewertung von Lieferanten bezüglich Menschenrechtsaspekten, Arbeitspraktiken und ökologischen AspektenAufgrund der Bedeutung der agrarischen Rohstoffe für die Produktion beschränkt Südzucker die Berichterstattung auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe (Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln, Früchte) und auf Vorlieferanten aus der Lebensmittelindustrie (z. B. Molkereiprodukte, Gemüse, Fleischverarbeitungsunternehmen für die Pizzaproduktion, tiefgefrorene Fruchtstücke). (2) Energieeinsatz und EmissionenDa Südzucker agrarische Rohstoffe wie Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln und Früchte verarbeitet, deren Menge, Zucker- und Stärkegehalt bzw. Qualität aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren in der Vegetations- und Ernteperiode jährlichen Schwankungen unterliegen, kann der mit der Produktion verbundene spezifische Energieeinsatz variieren. Entsprechend können Angaben über den Gesamtenergieeinsatz bzw. -emissionen zwischen einzelnen Berichtsperioden deutlich schwanken. Die Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen entsprechend GRI betreffen den Produktionsbereich und beschränken sich auf direkte und indirekte energiebezogene Emissionen im Rahmen von Scope 1 und Scope 2 gemäß Definition durch das Greenhouse Gas Protocol. Direkte energiebezogene Emissionen (Scope 1) umfassen den unmittelbaren Einsatz von fossilen Energieträgern (Gas, Öl und Kohle) sowie erneuerbaren Energieträgern (Biomasse) zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme in den eigenen Kraftwerken. Indirekte energiebezogene Emissionen (Scope 2) betreffen den Verbrauch zugekaufter Energie wie elektrischen Strom oder Dampf, der zu mittelbaren energiebezogenen Emissionen beiträgt. Um Doppelerfassungen zu vermeiden, werden konzerninterne Lieferungen von Strom und Dampf an Verbundstandorten bei den Strom und Dampf erzeugenden Konzerngesellschaften erfasst (Scope 1). Der Energieverbrauch und damit verbundene indirekte Emissionen in den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsbereichen außerhalb von Südzucker (Scope 3) werden nicht dargestellt. (3) Wasser- und AbwasserKennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette in Zusammenhang mit der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe werden nicht berichtet. (4) AbfallBei den Angaben des Gesamtgewichts des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode wird auf die tatsächliche Abfallbeseitigung abgestellt. Entsprechend werden die als Nebenprodukte vertriebenen oder kostenfrei abgegebenen Futter- und Düngemittel nicht als Abfall ausgewiesen, auch wenn diese in bestimmten Fällen aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen in einigen Ländern als Abfall zu deklarieren sind. ManagementansatzNachstehend wird dargestellt, wie nachhaltigkeitsrelevante, wesentliche Aspekte und Herausforderungen analysiert und gemanagt werden. Dabei wird angegeben, mit welchem Managementansatz die jeweiligen Aspekte in Bezug auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen gesteuert werden. scroll
Berichtsprofil und PrüfungFür das Geschäftsjahr 2016/17 wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung wiederum in den Finanzbericht integriert. Die Berichterstattung ist auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen sowie -aktivitäten beschränkt und folgt den Prinzipien von Ausgewogenheit, Klarheit, Genauigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit. Die Inhalte und Daten dieses Berichts wurden auf Basis interner Prozesse ermittelt. Sie stammen aus vorhandenen Management- und Reportingsystemen und wurden in den operativen Einheiten der Segmente bzw. Divisionen abgefragt. Die Berichtsinhalte wurden von fachlich zuständigen Mitarbeitern geprüft. Die in diesem Bericht veröffentlichten Daten wurden mit größter Sorgfalt erhoben und verarbeitet. Angaben zu Nachhaltigkeitsthemen im Konzernlagebericht wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen. Eine separate externe Prüfung der nachhaltigkeitsbezogenen Angaben ist nicht erfolgt. Verzeichnis der im Bericht dargestellten GRI-Standardangabenscroll
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im Berichtsjahr sind keine wesentlichen Korruptionsfälle
bekannt geworden. Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht in diesem Geschäftsbericht. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. KONTAKTEInvestor RelationsNikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 WirtschaftspresseDr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 NachhaltigkeitDr. Volker Proffen sustainability@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-547 Telefax: +49 621 421-399 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internet-Adresse: www.suedzucker.de HerausgeberSüdzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 Konzept, Gestaltung und RealisationMPM Corporate Communication Solutions, Mainz www.mpm.de BildnachweisAlexander Seeboth Druck und Weiterverarbeitungabcdruck, Heidelberg Papier: Heaven 42 softmatt © 2017 FINANZKALENDERQ1 Bericht 1. Quartal 2017/1813. Juli 2017 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2016/1720. Juli 2017 Q2 Bericht 1. Halbjahr 2017/1812. Oktober 2017 Q3 Bericht 1.-3. Quartal 2017/1811. Januar 2018 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2017/1817. Mai 2018 Q1 Bericht 1. Quartal 2018/1912. Juli 2018 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2017/1819. Juli 2018 Über diesen BerichtDer Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Internetseite www.suedzucker.de stehen PDF-Dateien des Geschäftsberichts (deutsch und englisch) sowie des Jahresabschlusses der Südzucker AG zum Download zur Verfügung. Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab und betrifft den Zeitraum 1. März bis 28./29. Februar. Zahlen in Klammern beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Geschäftsbericht 2016/17 der Südzucker AG ist ein integrierter Bericht, das heißt, er enthält finanzielle und nichtfinanzielle Informationen. Die finanziellen Informationen entsprechen den Regelungen nach IFRS. Die nichtfinanziellen Informationen werden nach GRI G4 Core dargestellt ( ► Kapitel Weitere Informationen) und jeweils mit dem Symbol » versehen. Südzucker AGMaximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: + 49 621 421 - 0 |
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