Südzucker AGMannheimQuartalsmitteilung 1. Quartal 2018/19QUARTALSMITTEILUNG 1. QUARTAL 2018/191. März - 31. Mai 2018 KONZERNUMSATZ1.741 [1.783] Mio. OPERATIVES KONZERNERGEBNIS78 [153] Mio. PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2018/19 UNVERÄNDERT:KONZERNUMSATZ6,8 bis 7,1 [2017/18: 7,0] Mrd. € OPERATIVES KONZERNERGEBNIS 100 bis 200 [2017/18: 445] Mio. €FINANZKALENDERHauptversammlungGeschäftsjahr 2017/18 19. Juli 2018 Q2 - Halbjahresfinanzbericht1. Halbjahr 2018/19 11. Oktober 2018 Q3 - Quartalsmitteilung1.-3. Quartal 2018/19 10. Januar 2019 Vorläufige ZahlenGeschäftsjahr 2018/19 24. April 2019 Bilanzpresse- und AnalystenkonferenzGeschäftsjahr 2018/19 16. Mai 2019 Q1 - Quartalsmitteilung1. Quartal 2019/20 11. Juli 2019 HauptversammlungGeschäftsjahr 2018/19 18. Juli 2019 Q2 - Halbjahresfinanzbericht1. Halbjahr 2019/20 10. Oktober 2019 IM ÜBERBLICK1. Quartal 2018/19
Prognose für das Gesamtjahr 2018/19 unverändert
IM ÜBERBLICKKonzernzahlen zum 31. Mai 2018scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. WIRTSCHAFTSBERICHTKonzernertragslageUmsatz und operatives ErgebnisIm 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 sank der Konzernumsatz auf 1.741 (1.783)
Mio. €. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurückging,
stieg er im Segment Spezialitäten deutlich an. Im Segment Frucht lag der Umsatz auf
Vorjahresniveau. Das operative Konzernergebnis im Berichtszeitraum verringerte sich erwartungsgemäß
deutlich auf 78 (153) Mio. € und halbierte sich damit nahezu. Dieser Rückgang ist
im Wesentlichen auf die wie erwartet deutlich schwächere Entwicklung im Segment Zucker
zurückzuführen. Auch das operative Ergebnis im Segment CropEnergies war deutlich unter
Vorjahr. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag im 1. Quartal moderat
unter Vorjahr, im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau. Ergebnis der BetriebstätigkeitDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 84 (167) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 78 (153) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von 0 (0) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen
von 6 (14) Mio. € zusammen. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in den Segmenten Zucker und Spezialitäten
verminderte sich infolge der geringeren Ergebnisbeiträge auf 6 (14) Mio. €. FinanzergebnisDas Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Monaten auf -7 (- 9) Mio. €. Es
umfasst ein Zinsergebnis unter Vorjahresniveau von - 6 (- 7) Mio. € infolge rückläufiger
Durchschnittszinsen - trotz gestiegener Durchschnittsverschuldung - sowie ein sonstiges
Finanzergebnis von - 1 (- 2) Mio. € mit einem ausgeglichenen Währungsergebnis. Steuern vom Einkommen und vom ErtragBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 77 (158) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf -37 (- 38) Mio. €. Der Anstieg der Konzernsteuerquote
auf 48 (24) % resultiert im Wesentlichen aus der Annahme, dass steuerliche Verluste
im Segment Zucker zunächst bilanziell nicht angesetzt werden können. Geschäftsentwicklung - Konzernscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
JahresüberschussVom Jahresüberschuss von 40 (120) Mio. € entfielen 20 (81) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 3 (3) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 17 (36) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Der Rückgang des Anteils der
Aktionäre der Südzucker AG am Jahresüberschuss um 75 % reflektiert insbesondere die
Belastungen aus dem Segment Zucker, während der Rückgang des Anteils der sonstigen
nicht beherrschenden Anteile am Jahresüberschuss insbesondere durch den leichten Ergebnisanstieg
im Segment Frucht nur 52 % beträgt. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie betrug 0,10 (0,39) € für das 1. Quartal 2018/19. Der Ermittlung
lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde. KonzernfinanzlageCashflowDer Cashflow erreichte 97 Mio. € nach 185 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 5,7 (10,4)
% der Umsatzerlöse. Working CapitalDer Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 26 Mio. € - nach einem
Mittelabfluss aus der Zunahme des Working Capitals von 160 Mio. € im Vorjahr - resultierte
maßgeblich aus den höheren Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern infolge der Verschiebung
von Rübengeldzahlungen in das 2. Quartal des laufenden Jahres. Im Vorjahr wurden die
Rübengeldzahlungen bereits im 1. Quartal geleistet. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich im 1. Quartal auf 66 (62) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von
22 (24) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf weitere Optimierungen
der Logistik und Effizienzverbesserungen der Produktion. Das Investitionsvolumen im
Segment Spezialitäten in Höhe von 35 (30) Mio. € betraf im Wesentlichen die Errichtung
von neuen Produktionsanlagen bzw. Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen im Segment
CropEnergies in Höhe von 2 (4) Mio. € dienten der Optimierung der Produktionsanlagen.
Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 7 (4) Mio. € überwiegend die Division
Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation weiterer Produktionskapazitäten. Entwicklung der NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden von 843 Mio. € am 28. Februar 2018 konnten um 44 Mio. € auf
799 Mio. € am 31. Mai 2018 abgebaut werden. Dabei wurden die Investitionen in Sach-
und Finanzanlagen von insgesamt 69 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 5 Mio.
€ vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 97 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus dem
Abbau des Working Capitals von 26 Mio. € finanziert. Finanzierungsrechnungscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. KonzernvermögenslageBilanzAktivascroll
Passivascroll
Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte stiegen um 433 Mio. € auf 5.171 (4.738) Mio. €. Infolge
des Erwerbs der Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts
/ USA, sowie HASA GmbH, Burg, erhöhten sich der Geschäfts- oder Firmenwert und die
übrigen immateriellen Vermögenswerte, wodurch die immateriellen Vermögenswerte insgesamt
auf 1.670 (1.240) Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt
durch Investitionen sowie die Konsolidierungskreisänderungen im Verlauf des Geschäftsjahrs
2017/18 um 86 Mio. € auf 2.994 (2.908) Mio. €. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte
um 83 Mio. € auf 507 (590) Mio. € resultierte insbesondere aus den reduzierten Anteilen
an at Equity einbezogenen Unternehmen von 376 (433) Mio. € und reflektiert das schwierige
Umfeld des Zuckermarkts für das britische Handelshaus ED&F Man Holdings Limited, London
/ Großbritannien. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 24 Mio. € auf 3.761 (3.737) Mio. €. Wesentliche
Ursache hierfür waren um 101 Mio. € höhere Vorratsbestände von 1.760 (1.659) Mio.
€ -insbesondere im Segment Spezialitäten - infolge der zum Vorjahresstichtag noch
nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH sowie
um 72 Mio. € gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.084 (1.012)
Mio. €. Dem stand ein Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 149 Mio. € auf 917 (1.066)
Mio. € gegenüber, der maßgeblich aus dem Rückgang der flüssigen Mittel in Verbindung
mit der Rückzahlung der 400-Mio.-€-Anleihe am 29. März 2018 resultierte. EigenkapitalDas Eigenkapital stieg auf 5.055 (5.029) Mio. €; die Eigenkapitalquote lag bei einer
gestiegenen Bilanzsumme von 8.932 (8.475) Mio. € mit 57 (59) % unter Vorjahresniveau.
Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG erhöhte sich um 14 Mio. € auf 3.472
(3.458) Mio. €; gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen nicht beherrschenden Anteile
um 11 Mio. € auf 929 (918) Mio. €. Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden erhöhten sich um 557 Mio. € auf 2.236 (1.679) Mio. €. Dabei
reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um
40 Mio. € auf 785 (825) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gestiegenen Marktzinssatz
von 2,20 % am 31. Mai 2018 nach 1,90 % am 31. Mai 2017. Die Finanzverbindlichkeiten
verzeichneten einen Anstieg um 540 Mio. € auf 1.096 (556) Mio. € durch die Aufnahme
der Anleihe 2017/2025 im 3. Quartal 2017/18 mit einem Buchwert von 495 Mio. € sowie
gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der übrigen
Schulden um 57 Mio. € auf 355 (298) Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen
passiven latenten Steuern. Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 126 Mio. € auf 1.641 (1.767) Mio. €.
Dabei verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Rückgang um 306
Mio. € auf 310 (616) Mio. € infolge der Rückzahlung der am 29. März 2018 fälligen
Anleihe 2011/2018 mit einem Nominalwert von 400 Mio. € sowie der Rückführung von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten. Dem stand die Aufnahme von Com-mercial Papers in Höhe
von 187 Mio. € gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten
sich um 242 Mio. € auf 688 (446) Mio. €; darin enthalten sind gestiegene Verbindlichkeiten
gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 228 (29) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die
sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten
zusammensetzen, war ein Rückgang um 62 Mio. € auf 643 (705) Mio. € zu verzeichnen. NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2018 erhöhten sich um 356 Mio. € auf 799 (443)
Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag; sie entsprachen 15,8 (8,8) % des Eigenkapitals. MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2018/19 mit 19.545 (18.416) über Vorjahr. Im Segment
Spezialitäten stieg die Mitarbeiterzahl um 1.078 auf 5.829 (4.751), was insbesondere
aus dem Mitarbeiterzuwachs im Rahmen des Erwerbs der Richelieu Foods Inc. und der
HASA GmbH durch Freiberger sowie aus Neueinstellungen bei AGRANA Stärke resultierte. scroll
SEGMENT ZUCKERMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenWeltzuckermarktIn seiner zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Juni 2018 rechnet das deutsche
Analystenhaus F. O. Licht auch für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (1. Oktober bis 30.
September) mit einem Überschuss. Nach dieser Schätzung käme es bei einer Produktion
auf Vorjahresniveau von 194,2 (193,1) Mio. t und einem weiter wachsenden Verbrauch
von 186,4 (183,7) Mio. t zu einem Aufbau der Bestände auf 83,2 (76,0) Mio. t bzw.
rund 45 (41) % eines Jahresverbrauchs. Nach Beginn des Geschäftsjahres ging der Weltmarktpreis für Weißzucker zunächst von
296 €/t auf nahezu 250 €/t zurück, erholte sich aber - unterstützt von einem stärkeren
US-Dollar - wieder auf rund 300 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis
für Weißzucker bei 303 €/t. Weltmarktpreise für Zucker1. Juni 2015 bis 31. Mai 2018, London, nächster gehandelter Terminmonat ![]() EU-ZuckermarktIn dem seit 1. Oktober 2017 laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30.
September) 2017/18 geht die EU-Kommission aufgrund einer deutlichen Anbauausweitung
bei regional unterschiedlichen, aber insgesamt guten bis sehr guten Erträgen von einem
Anstieg der Zuckererzeugung (inkl. Isoglukose) auf 22,0 (17,6) Mio. t aus. Mit dem
Wegfall der Zuckerquotenregelung und der Zuckerrübenmindestpreise ab Oktober 2017
ist auch die Begrenzung der EU-Exporte entfallen. Die Produktionssteigerung führt
zu einer Erhöhung der EU-Exporte auf 3,3 (1,4) Mio. t bei gleichzeitig rückläufigen
Importmengen von 1,2 (2,5) Mio. t. Die EU wird damit wieder vom Netto-Importeur zum
Netto-Exporteur. Für das kommende ZWJ 2018/19 geht die EU-Kommission von einer stabilen Rübenanbaufläche
aus. Bei normalen Rübenerträgen hätte das einen leichten Rückgang der Zuckererzeugung
zur Folge. EU-Preis-Reporting1. Mai 2015 bis 30. April 2018 €/t Ww. ![]() Zu Beginn des laufenden ZWJ 2017/18 im Oktober 2017 fiel der EU-Preis für Zucker (Food
und Non-Food) auf 420 €/t loser Zucker ab Werk und ging in den Folgemonaten weiter
zurück. Im April 2018 erreichte der EU-Preis mit 362 €/t das historisch bislang niedrigste
Niveau. Er liegt somit seit Anfang 2018 unter dem regulatorisch festgelegten Referenzschwellenwert
von 404 €/t. EnergiemarktRobuste Konjunkturdaten und die Produktionsdrosselung der OPEC-Staaten drehten die
globalen Rohölmärkte in ein Defizit, weshalb sich, ausgehend von einem Brent-Rohölpreis
von 64 USD/Barrel, die Rallye der Rohölpreise im 1. Quartal 2018/19 fortsetzte. Im
Quartalsverlauf wurde die Marktstimmung zunehmend auch von geopolitischen Spannungen
beeinflusst. Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran und die Verhängung von Sanktionen
durch die US-Regierung im Mai nährten Spekulationen über eine sich verschärfende Angebotsverknappung.
Als Folge erreichte der Brent-Rohölpreis am 23. Mai 2018 mit rund 80 USD/Barrel die
höchste Notierung seit dreieinhalb Jahren. Anschließend löste die Debatte über eine
mögliche Lockerung der Produktionsbeschränkungen eine Preiskorrektur aus, sodass der
Brent-Ölpreis am Quartalsende mit rund 77 USD/Barrel aus dem Handel ging. EU-Agrar- und Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und FreihandelsabkommenZum 1. Juni 2018 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Vorschläge zur EU-Agrarpolitik
nach 2020. Diese ergänzen die im Mai vorgelegten Budgetvorschläge zum EU-Haushalt
nach 2020. Es wird erwartet, dass die Vorschläge zu einer deutlichen Reduzierung der
durchschnittlichen landwirtschaftlichen Einkommen führen, was den Anpassungsdruck
in der Landwirtschaft weiter erhöht. Darüber hinaus ist mit einer stärkeren nationalen
Ausrichtung der Agrarpolitik zu rechnen. Diese Tendenz, die das Prinzip des gemeinsamen
Marktes für Agrarprodukte und Zucker unterhöhlt, birgt das Risiko zunehmender wettbewerbsverzerrender
nationaler Maßnahmen -wie die bereits heute in einigen EU-Ländern an den Zuckerrübenanbau
gekoppelten Direktzahlungen - zulasten der wettbewerbsstarken Anbauregionen, in denen
Südzucker insbesondere aktiv ist. Neben den seit Jahren stockenden WTO-Gesprächen verhandelt die EU mit verschiedenen
Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien,
über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen
der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten
künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. Im April erfolgte eine Grundsatzeinigung zwischen Mexiko und der EU über ein Freihandelsabkommen.
Bis zum Jahresende sollen verbliebene technische Fragen geklärt werden. Für Rohzucker
zur Raffination hat die EU ein zollbegünstigtes Importkontingent von 30.000 t pro
Jahr eingeräumt. Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im
Geschäftsbericht 2017/18 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker)
auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen
der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen ergeben. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment Zucker sank der Umsatz im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 trotz
deutlich höherer Absatzmengen, insbesondere im Export, infolge deutlich niedrigerer
Erlöse auf 695 (777) Mio. €. Im operativen Ergebnis konnten die höheren Exportmengen erwartungsgemäß bei Weitem
nicht den deutlichen Erlösrückgang kompensieren. Während im Vorjahr in der ersten
Geschäftsjahreshälfte die Erlöse noch angestiegen waren, sind sie seit Oktober 2017
deutlich rückläufig. Daher ging das operative Ergebnis im Berichtszeitraum auf 8 (64)
Mio. € zurück. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf 2 (4) Mio. € und betrifft - neben der AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S.r.l. - ED&F
Man Holdings Limited. Der Ergebnisbeitrag reflektiert das weiterhin schwierige Umfeld
im Bereich Zucker. Rübenanbau und Kampagne 2018In der Südzucker-Gruppe liegt die Rübenanbaufläche 2018 mit 435.800 (445.000) ha auf
Vorjahresniveau. Die Aussaat begann Anfang April und somit vergleichsweise spät bei
meist guten Aussaatbedingungen. Durch sehr warme Temperaturen mit meist ausreichenden
Niederschlägen holten die Rüben die verspätete Saat auf. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen der ersten drei Monate in Höhe von 22 (24) Mio. € entfielen überwiegend
auf Ersatzinvestitionen und Investitionen in Effizienzverbesserungen, aber auch Produktentwicklungen
im Bereich Würfelzucker. Weitere Schwerpunktthemen bildeten Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen
wie Abwasserreinigung und in Emissionsreduktionen bei der Dampferzeugung. Hervorzuheben
sind zudem IT-Projekte im Vertrieb zur Verbesserung der Logistik sowie Infrastrukturprojekte.
Hierzu zählen auch Projekte zur Erweiterung von Lagerkapazitäten für Dicksaft oder
Melasse. Viele dieser Projekte sind wesentliche Logistikbausteine für die mittlerweile
längeren Rüben- und Dicksaftkampagnen. scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT SPEZIALITÄTENGeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment Spezialitäten konnte der Umsatz trotz deutlich geringerer Erlöse für Bioethanol
im 1. Quartal auf 558 (481) Mio. € zulegen. Dieser Zuwachs basiert im Wesentlichen
auf den Umsatzbeiträgen der im Vorjahr noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzahersteller
Richelieu Foods Inc. und HASA GmbH. Das operative Ergebnis reduzierte sich im 1. Quartal hingegen von 41 auf 39 Mio. €.
Dieser Ergebnisrückgang ist im Stärkebereich auf die geringeren Erlöse für Ethanol
und Verzuckerungsprodukte sowie gestiegene Fixkosten infolge der Kapazitätserweiterung
in der Maisstärkefabrik Aschach im Laufe des Vorjahres zurückzuführen. Alle anderen
Produktbereiche entwickelten sich insgesamt planmäßig. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 4 (10) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen
Hungrana-Gruppe, die von den negativen Marktpreisentwicklungen bei Bioethanol und
- als größter europäischer Hersteller von Isoglukose - bei Verzuckerungsprodukten
besonders getroffen wurde. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 35 (30) Mio. € betrafen in der Division
BENEO vorrangig Maßnahmen zur Erfüllung von Marktanforderungen im Bereich Säuglingsnahrung.
In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang an den österreichischen
Standorten auf die Steigerung der Kartoffelverarbeitung durch die Errichtung eines
neuen Kartoffelstärketrockners in Gmünd sowie auf die Erweiterung der Weizenstärkeanlage
in Pischelsdorf. In der Division Freiberger wurde überwiegend in die Effizienzverbesserung
bestehender Anlagen in Großbritannien investiert. scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT CROPENERGIESMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenEthanolmarktIn den USA ist der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) im 1. Quartal 2018/19 von umgerechnet 317 €/m3 auf 330 €/m3 gestiegen. Dieser Preisanstieg ging jedoch ausschließlich auf Wechselkursänderungen zurück, wogegen sich die Notierung in US-Dollar von März bis Mai 2018 kaum veränderte. Schätzungen für das Jahr 2018 legen angesichts anhaltend hoher Produktionsüberschüsse nahe, dass sich die Nettoexporte mit 4,8 (5,0) Mio. m3 weiterhin auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen werden. In Brasilien gingen die Ethanolpreise umgerechnet in Euro nach Beginn der neuen Zuckerrohrernte von 490 €/m3 Anfang März 2018 auf 420 €/m3 Ende Mai 2018 zurück. Im aktuellen Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 wird ein Anstieg der Produktion auf 29,2 (27,8) Mio. m3 erwartet. Die Produktion entspricht dabei weitgehend dem erwarteten Inlandsverbrauch von 29,1 (28,4) Mio. m3 , sodass mit keinen wesentlichen Nettoexporten Brasiliens zu rechnen ist. scroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, Juni 2018. Die Ethanolpreise in Europa gingen im Berichtszeitraum von 465 €/m3 auf 442 €/m3 weiter zurück. Hierzu haben die internationalen Preisvorgaben sowie Importe beigetragen, die sich 2018 auf 0,5 (0,5) Mio. m3 belaufen sollen. Den Importen stehen dabei eine Inlandsproduktion von 7,7 (7,5) Mio. m3 und ein Inlandsverbrauch von 7,9 (7,7) Mio. m3 gegenüber. Die Produktion und der Verbrauch von Kraftstoffethanol in der EU soll sich im Jahr 2018 auf jeweils 5,3 (5,2) Mio. m3 erhöhen. Für Deutschland - den innerhalb der EU weiterhin größten Kraftstoffethanolmarkt - rechnen Marktbeobachter mit einem Verbrauch von 1,5 (1,5) Mio. m3 im Jahr 2018. GetreidemarktDem US-Landwirtschaftsministerium zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis)
2018/19 auf 2.082 (2.073) Mio. t steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von
2.127 (2.100) Mio. t wird mit einem Rückgang der Bestände auf 448 (493) Mio. t gerechnet.
Die EU-Kommission erwartet die EU-Getreideernte 2018/19 mit 304 (307) Mio. t auf Vorjahresniveau
und damit erneut deutlich über dem Verbrauch von 286 (285) Mio. t. Der Überschuss
soll dabei insbesondere zu höheren Nettoexporten von 22 (12) Mio. t führen. Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris stiegen von 167 €/t Anfang
März 2018 auf 183 €/t Ende Mai 2018. Der Anstieg ist auf Wechselkursentwicklungen
sowie Spekulationen über witterungsbedingt leicht rückläufige Erträge zurückzuführen. Aktuelle Rahmenbedingungen in der EUIn der EU stellen die Erneuerbare-Energien-Richtlinie und die Kraftstoffqualitätsrichtlinie die Weichen für mehr Klimaschutz im Transportsektor. Der Anteil an erneuerbaren Energien im Jahr 2020 soll auf 10 % steigen. Bis zu 7 %-Punkte können dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen. Biokraftstoffe in der EU müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien einhalten und über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 50 Gew.-% an Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Darüber hinaus sollen die mit dem Kraftstoffverbrauch verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 6 Gew.-% gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO2 äq/MJ gesenkt werden. Erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen reduziert die Treibhausgasemissionen um rund 70 %. Erneuerbare-Energien-Richtlinie 2021 bis 2030Die Verhandlungsführer der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und
des EU-Ministerrates haben sich am 14. Juni 2018 auf eine Anhebung des Mindestanteils
erneuerbarer Energien im Verkehr von 10 % im Jahr 2020 auf 14 % im Jahr 2030 geeinigt.
Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sollen dabei auch in Zukunft einen entscheidenden
Beitrag leisten. Entgegen früherer Vorschläge von Parlament und Kommission soll dabei
die bisherige Obergrenze von 7 % grundsätzlich weiterhin gelten. Der Kompromissvorschlag
sieht vor, den künftigen Beitrag von Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse in etwa auf
das Niveau des Jahres 2020 in den jeweiligen Mitgliedsstaaten zu begrenzen. Zur Förderung
von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen wurde eine Anhebung von 0,2 % im
Jahr 2022 auf mindestens 3,5 % im Jahr 2030 vereinbart, ihr Einsatz soll wie bisher
auf die Zielvorgaben doppelt angerechnet werden. Eine Mehrfachanrechnung soll es auch
bei der Nutzung erneuerbaren Stroms im Straßenverkehr geben. EU-Parlament und die
Mitgliedsstaaten müssen den Kompromissvorschlägen noch abschließend zustimmen. Mit
der Umsetzung der neuen EU-Vorgaben in den Mitgliedsstaaten wird sich auch für CropEnergies
eine verbesserte Planungsgrundlage ergeben, nachdem in den letzten Jahren vor allem
Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen nach 2020 vorherrschte. BelgienIn Belgien wurde beschlossen, den Anteil nachhaltiger Biokraftstoffe ab dem 1. Januar 2020 auf 8,5 % des Kraftstoffverbrauchs anzuheben. Zur Erreichung des Ziels soll unter anderem der Energieanteil von erneuerbarem Ethanol in Ottokraftstoffen auf 6,5 % steigen.1 Des Weiteren sollen Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen bis zu einem Anteil von 0,6 % auf das Gesamtziel doppelt angerechnet werden. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment CropEnergies blieb der Umsatz im Berichtszeitraum mit 176 (214) Mio. €
deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Dies ist insbesondere auf signifikant geringere
Ethanolerlöse, besonders im Vergleich zu einem überdurchschnittlich hohen Erlösniveau
im 1. Halbjahr des Vorjahres, zurückzuführen. Infolge der negativen Umsatzentwicklung verringerte sich auch das operative Ergebnis
auf 5 (23) Mio. €. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in den ersten drei Monaten beliefen sich auf 2 (4) Mio. € und dienen
neben dem Ersatz von Grundaggregaten insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen,
u. a. durch Maßnahmen zum flexiblen Rohstoffeinsatz in Zeitz oder die energetische
Optimierung durch den Einsatz neuer Wärmeübertrager bei Ensus in Großbritannien. Genauso
zählen hierzu Projekte wie der Austausch der Gasbrenner in den Trocknungsanlagen oder
die Kapazitätserweiterung von Dekantern. scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. 1
Aktuelle Beimischung von 7 Vol.-% entspricht einem Energieanteil von rund 4,2 %. SEGMENT FRUCHTMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenAbsatzmärkteLaut Euromonitor wird der globale Markt für Joghurts, insbesondere in den Bereichen
Trinkjoghurt und Naturjoghurt, von 2018 auf 2019 um 5,4 % wachsen. Bei Trinkjoghurts
werden insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum sehr hohe Wachstumsraten mit 11,6
% prognostiziert. Außerdem soll der Markt im Mittleren Osten und Afrika um 5,8 % wachsen.
Der Konsum löffelbarer Fruchtjoghurts soll im selben Zeitraum nur um 0,5 % steigen.
In Bezug auf Backwaren wird das Marktwachstum für Fruchtsnacks von 2018 auf 2019 global
mit 2,2 % prognostiziert. Hierzu zählen getrocknete Früchte, aber auch verarbeitete
Fruchtsnacks. Das Volumen von Eiscreme und gefrorenen Desserts soll einschließlich
der über den Food-Service-Kanal gehandelten Volumen von aktuell 17,7 Mio. t im Jahr
2018 auf 19,3 Mio. t bis zum Jahr 2022 ansteigen. Der Trend der Konsumentenwünsche nach gesunden und nachhaltigen Produkten sowie nach
Transparenz in Sachen Rezepturen setzt sich fort. Bemerkbar wird dies u. a. bei Markteinführungen
im Joghurtbereich wie Fruchtjoghurts mit speziellen Herkunfts- oder Sortenbezeichnungen
wie z. B. Alphonso Mango oder Monterey Erdbeere. Neben dem Interesse an regionalen
Produkten hat aber auch der Kundenwunsch nach internationalen Geschmacksrichtungen
eine große Bedeutung. Dies manifestiert sich am Markt insbesondere durch die Einführung
unterschiedlicher fermentierter Milchprodukte neben dem klassischen Joghurt, die entweder
pur oder in Kombination mit Frucht auf den Markt gebracht werden. Beispiele hierfür
sind Kefir, Lassi, Skyr, Laban oder Ayran. Ein weiterer Trend, der vor allem Eiscreme,
Desserts und Backwaren betrifft, ist das anhaltende Wachstum von sogenanntem Snacking,
dem Verzehr von Snacks außer Haus. Insbesondere Früchte als Inhaltsstoff spielen für
viele dieser Snacks eine wichtige Rolle, da sie als natürlicher und gesünder wahrgenommen
werden als andere Inhaltsstoffe wie z. B. Schokolade. Bei Apfelsaftkonzentrat ließen die geringen Erntemengen in den Hauptanbaugebieten
Polen, Ungarn, Deutschland und Italien die Konzentratpreise aus der mittlerweile abgeschlossenen
Apfelkampagne 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen. Die Apfelsaftkonzentratpreise
aus der Ernte 2018 in Europa werden unter dem Preisniveau des Vorjahres erwartet. Apfelsaftkonzentrat aus China zeigte gegenüber dem Vorjahr nur eine leicht steigende
Preistendenz, dies führte in Europa zu einer gestiegenen Nachfrage nach chinesischem
Apfelsaftkonzentrat. Die Vermarktung von Buntsaftkonzentraten und Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2017
ist im Wesentlichen abgeschlossen; es bestehen aktuell keine Preis- und Vermarktungsrisiken. RohstoffmärkteDie Erdbeerernte in den mediterranen Klimazonen ist im Wesentlichen beendet, die Kontrakte
sind zum größten Teil abgeschlossen. Ein verspäteter Erntebeginn in Nordafrika und
Spanien, ein steigendes Frischmarktvolumen im europäischen Retailbereich sowie die
letztjährige schlechte Ernte in Polen haben den Nachfragedruck erhöht und führen in
diesen Beschaffungsmärkten zu einem moderaten Preisanstieg. Günstige Abschlüsse bei
anderen Früchten wie z. B. bei der Mango werden die höheren Erdbeerpreise aber mehr
als kompensieren. Im 1. Quartal 2018/19 wurden für Fruchtzubereitungen knapp 100.000
t Rohstoffe verarbeitet. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate ist für das Erntejahr 2018 bedingt durch
die bis dato gute Vegetation von einer Normalisierung der Rohstoffverfügbarkeit auszugehen.
In China wird aufgrund von Frühjahresfrost mit deutlich geringeren Apfelmengen gerechnet. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Frucht lag im Berichtszeitraum mit 312 (311) Mio. € nahezu auf
Vorjahresniveau. Rückläufige Erlöse im Bereich Fruchtzubereitungen konnten durch höhere
Erlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate sowie Absatzsteigerungen in der Division Fruchtzubereitungen
kompensiert werden. Das operative Ergebnis stieg leicht auf 26 (25) Mio. € an. In der Division Fruchtsaftkonzentrate
ist dies auf erlösbedingt höhere Margen zurückzuführen, während in der Division Fruchtzubereitungen
gestiegene Absätze und geringere Rohstoffkosten den Erlösrückgang nicht vollständig
ausgleichen konnten. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in den ersten drei Monaten beliefen sich auf 7 (4) Mio. €. In der
Division Fruchtzubereitung wurden Ersatzinvestitionen, aber auch Investitionen im
Bereich Kapazitätserweiterung u. a. durch den Neubau einer Produktionsanlage in Jiangsu
/ China und die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk
in Australien vorgenommen. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate lag der Fokus
auf dem Bau der neuen Produktionslinie für Karottensaftkonzentrat in Ungarn. Daneben
bildeten Ersatzinvestitionen, Produktionsoptimierungen und Investitionen aus Marktanforderungen
die weiteren Themenschwerpunkte. scroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. PROGNOSEBERICHTKonzernFür das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir weiterhin einen Konzernumsatz von 6,8 bis
7,1 (Vorjahr: 7,0) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment Zucker von einem deutlichen
Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sehen wir nun den Umsatz in einer Bandbreite
von 730 bis 780 (bisherige Prognose: 760 bis 820) Mio. €. Im Segment Spezialitäten
rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg und im Segment Frucht mit einem moderat
steigenden Umsatz. Beim operativen Konzernergebnis gehen wir weiterhin von einem deutlichen Rückgang
auf 100 bis 200 (Vorjahr: 445) Mio. € aus. Dieser wird weitgehend auf den deutlichen
Ergebnisrückgang im Segment Zucker zurückzuführen sein. Auch im Segment CropEnergies
wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Dagegen erwarten wir in den Segmenten
Spezialitäten und Frucht deutlich steigende operative Ergebnisse. Wir gehen von einem weiteren Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund des sinkenden
operativen Ergebnisses rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ROCE (Vorjahr:
6,7 %). Das operative Ergebnis des 2. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 wird
deutlich unter Vorjahresniveau erwartet. Segment ZuckerAufgrund der erwartungsgemäß weiter sinkenden Zuckerpreise gehen wir trotz nochmals
steigender Absatzmengen von einem deutlichen Umsatzrückgang (Vorjahr: 3,0 Mrd. €)
im Segment Zucker aus. Der drastische Rückgang der Zuckerpreise auf ein historisch niedriges Niveau kann
bei Weitem nicht durch sinkende Herstellkosten und höhere Verkaufsvolumina ausgeglichen
werden. Daher erwarten wir einen operativen Verlust im Segment Zucker in einer Bandbreite
von - 100 bis - 200 Mio. € (operatives Ergebnis Vorjahr : 139 Mio. €) Die Prognose im Segment Zucker ist in einem sich stark verändernden Marktumfeld von
hoher Unsicherheit geprägt. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr:
2,0 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis erwarten wir weiterhin einen deutlichen Anstieg
(Vorjahr: 157 Mio. €), wenn auch die bislang schwache Ethanolpreisentwicklung das
Stärkeergebnis und die Gesamterwartung für das Segment belastet. In allen anderen
Produktbereichen wird unverändert eine planmäßige Entwicklung erwartet. Segment CropEnergiesIm Segment CropEnergies hat das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem unterdurchschnittlichen
1. Quartal begonnen. Der Hauptgrund für den Ergebnisrückgang ist der deutlich unter
Vorjahr liegende Ethanolpreis, der bislang nicht vom höheren Ölpreis profitieren konnte.
Im weiteren Jahresverlauf wird mit einer sukzessiven Verbesserung der Ethanolpreise
und Ergebnisse gerechnet, während im vergangenen Geschäftsjahr der umgekehrte Trend
zu beobachten war. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir nun, insbesondere aufgrund der bisher deutlich
unter Vorjahr liegenden Ethanolpreise, einen Umsatz in einer Bandbreite von 730 bis
780 (Vorjahr: 808) Mio. €. Das operative Ergebnis soll nun in einer Bandbreite von
25 bis 55 (bisherige Prognose: 30 bis 70; Vorjahr: 72) Mio. € liegen. Segment FruchtWir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018/19 einen moderaten Anstieg
des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses
(Vorjahr: 76 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender
Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung und
einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate
wird von einem deutlichen Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg ausgegangen. Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDiese Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen
basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl
von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht
2017/18 auf den Seiten 83 bis 94. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte
haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit
den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 2. Juli 2018 aufgestellt. Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website
stehen PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Quartal erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. Mai. Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich
den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen
können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. SUDZUCKER AGVeröffentlicht am 12. Juli 2018 KontakteInvestor Relations Nikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie auf der Website: www.suedzucker.de HerausgeberSüdzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 © 2018 |
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