![]() Südzucker AGMannheimHalbjahresfinanzbericht 1. Halbjahr 2018/19HALBJAHRESFINANZBERICHT1. HALBJAHR 2018/191. März - 31. August 2018KONZERNUMSATZ3.475 [3.493] Mio. OPERATIVES KONZERNERGEBNIS139 [282] Mio. PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2018/19KONZERNUMSATZnunmehr 6,6 bis 6,9 [2017/18: 7,0] Mrd. € OPERATIVES KONZERNERGEBNISnunmehr 25 bis 125 [2017/18: 445] Mio. € FINANZKALENDERQ 3 - Quartalsmitteilung1.- 3. Quartal 2018/19 10.Januar 2019 Vorläufige ZahlenGeschäftsjahr 2018/19 24. April 2019 Bilanzpresse- und AnalystenkonferenzGeschäftsjahr 2018/19 16. Mai 2019 Q 1 - Quartalsmitteilung1. Quartal 2019/20 11.Juli 2019 HauptversammlungGeschäftsjahr 2018/19 18. Juli 2019 Q 2 - Halbjahresfinanzbericht1. Halbjahr 2019/20 10. Oktober 2019 Q 3 - Quartalsmitteilung1.- 3. Quartal 2019/20 14. Januar 2020 IM ÜBERBLICK1. Halbjahr 2018/19
Prognose für das Gesamtjahr 2018/19
Konzernzahlen zum 31. August 2018scroll
TABELLE 01 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. WIRTSCHAFTSBERICHTKonzernertragslageUmsatz und operatives ErgebnisDer Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 bei 3.475 (3.493)
Mio. €. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurückging,
stieg er im Segment Spezialitäten deutlich an. Im Segment Frucht lag der Umsatz leicht
über Vorjahresniveau. Im Berichtszeitraum verringerte sich das operative Konzernergebnis erwartungsgemäß
deutlich auf 139 (282) Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die wie erwartet
deutlich schwächere Entwicklung im Segment Zucker zurückzuführen. Auch im Segment
CropEnergies ging das operative Ergebnis deutlich zurück. Das operative Ergebnis im
Segment Spezialitäten lag moderat unter, im Segment Frucht moderat über Vorjahresniveau. Ergebnis der BetriebstätigkeitDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 149 (295) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 139 (282) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von - 1 (- 4) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen
Unternehmen von 11 (17) Mio. € zusammen. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen verminderte sich infolge des geringeren
Ergebnisbeitrags im Segment Spezialitäten auf 11 (17) Mio. €. FinanzergebnisDas Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten auf - 18 (- 18) Mio. €.
Es umfasst ein verbessertes Zinsergebnis von - 11 (- 14) Mio. € infolge rückläufiger
Durchschnittszinsen - bei gestiegener Durchschnittsverschuldung - sowie ein sonstiges
Finanzergebnis von - 7 (- 4) Mio. €, das von einem negativen Währungsergebnis, insbesondere
durch die Abschwächung des argentinischen Pesos, geprägt ist. Steuern vom Einkommen und vom ErtragBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 131 (277) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 67 (- 72) Mio. €. Der Anstieg der Konzernsteuerquote
auf 51 (26) % resultiert im Wesentlichen aus der Annahme, dass steuerliche Verluste
im Segment Zucker zunächst bilanziell nicht angesetzt werden können. Geschäftsentwicklung im Konzern
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TABELLE 02 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
TABELLE 03 JahresüberschussVom Jahresüberschuss von 64 (205) Mio. € entfielen 28 (128) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 7 (7) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 29 (70) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Der Rückgang des Anteils der
Aktionäre der Südzucker AG am Jahresüberschuss reflektiert insbesondere das schwierige
Marktumfeld im Segment Zucker. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie betrug 0,14 (0,63) € für das 1. Halbjahr 2018/19. Der Ermittlung
lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde. KonzernfinanzlageCashflowDer Cashflow erreichte 227 Mio. € nach 349 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 6,5 (10,0)
% der Umsatzerlöse. Working CapitalDer Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 190 (176) Mio. € resultierte
maßgeblich aus dem Abbau der Vorräte im 1. Halbjahr, der die in diesem Zeitraum bezahlten
Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern überstieg. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich im 1. Halbjahr auf 167 (155) Mio. €. Die Investitionen im Segment Zucker in Höhe
von 63 (75) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf weitere
Optimierungen der Logistik und Effizienzverbesserungen der Produktion. Das Investitionsvolumen
im Segment Spezialitäten in Höhe von 78 (53) Mio. € betraf im Wesentlichen die Errichtung
und Vorbereitungen von neuen Produktionsanlagen bzw. Kapazitätserweiterungen in den
Bereichen BENEO und AGRANA Stärke. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe
von 5 (12) Mio. € beinhalten neben diversen Ersatzinvestitionen die Optimierung und
Erweiterung der Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von
21 (15) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen und hierbei die Installation
weiterer Produktionskapazitäten. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 9 (48) Mio. € betrafen im Wesentlichen
den Erwerb von 100 % der Anteile an dem ungarischen Fruchtsaftkonzentrathersteller
Brix Trade Kft., Nagykallö, im 1. Quartal sowie den Erwerb von 49 % der Anteile an
dem algerischen Fruchtzubereitungshersteller Elafruits SPA, Akbou, im 2. Quartal.
Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen maßgeblich auf den 100%igen
Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg / Sachsen-Anhalt im 2. Quartal
2017/18. Entwicklung der NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden von 843 Mio. € am 28. Februar 2018 reduzierten sich um 85
Mio. € auf 758 Mio. € am 31. August 2018. Dabei wurden die Investitionen in Sach-
und Finanzanlagen von insgesamt 176 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 150 Mio.
€ vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 227 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus
der Veränderung des Working Capitals von 190 Mio. € finanziert. Finanzierungsrechnungscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. KonzernvermögenslageBilanzscroll
TABELLE 05 Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte stiegen um 394 Mio. € auf 5.196 (4.802) Mio. €. Insbesondere
infolge des Erwerbs des Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc., Braintree /
Massachusetts / USA, im 4. Quartal 2017/18 erhöhten sich der Geschäfts- oder Firmenwert
und die übrigen immateriellen Vermögenswerte, wodurch die immateriellen Vermögenswerte
insgesamt auf 1.667 (1.272) Mio. € anstiegen. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte
sich bedingt durch Investitionen sowie die Konsolidierungskreisänderungen um 68 Mio.
€ auf 3.022 (2.954) Mio. €. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 69 Mio. € auf
507 (576) Mio. € resultierte insbesondere aus aufgrund des schwierigen Zuckermarktumfelds
rückläufigen Beteiligungswerten der at Equity einbezogenen Unternehmen von 380 (423)
Mio. € und geringeren aktiven latenten Steuern von 73 (98) Mio. €. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 62 Mio. € auf 3.511 (3.449) Mio. €. Wesentliche
Ursachen hierfür waren um 130 Mio. € höhere Vorratsbestände von 1.439 (1.309) Mio.
€ - insbesondere im Segment Spezialitäten -infolge des zum Vorjahresstichtag noch
nicht enthaltenen Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc. sowie um 61 Mio. €
gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.041 (980) Mio. €. Dem
stand ein Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 129 Mio. € auf 1.031 (1.160) Mio.
€ gegenüber, der maßgeblich aus dem Rückgang der flüssigen Mittel in Verbindung mit
der Rückzahlung der 400-Mio.-€-Anleihe am 29. März 2018 resultierte. EigenkapitalDas Eigenkapital lag mit 4.919 (4.929) Mio. € auf Vorjahresniveau; bei einer gestiegenen
Bilanzsumme von 8.707 (8.251) Mio. € ergab sich eine Eigenkapitalquote von 56 (60)
%. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG lag mit 3.382 (3.385) Mio. € ebenfalls
auf Vorjahresniveau; die sonstigen nicht beherrschenden Anteile nahmen um 8 Mio. €
auf 883 (891) Mio. € ab. Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden erhöhten sich um 602 Mio. € auf 2.255 (1.653) Mio. €. Dabei
reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um
41 Mio. € auf 787 (828) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gestiegenen Marktzinssatz
von 2,20 % am 31. August 2018 nach 1,90 % am 31. August 2017. Die Finanzverbindlichkeiten
verzeichneten einen Anstieg um 542 Mio. € auf 1.081 (539) Mio. € durch die Aufnahme
der Anleihe 2017/2025 im 3. Quartal 2017/18 mit einem Buchwert von 495 Mio. € sowie
gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der übrigen Schulden
um 101 Mio. € auf 387 (286) Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen passiven
latenten Steuern. Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 136 Mio. € auf 1.533 (1.669) Mio. €.
Dabei verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Rückgang um 106
Mio. € auf 429 (535) Mio. € infolge der Rückzahlung der am 29. März 2018 fälligen
Anleihe 2011/2018 mit einem Nominalwert von 400 Mio. €. Dem stand die Aufnahme von
Commercial Papers in Höhe von 150 Mio. € sowie ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten
sich um 32 Mio. € auf 468 (436) Mio. €; darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber
Rübenanbauern in Höhe von 18 (28) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen
Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war
ein Rückgang um 62 Mio. € auf 636 (698) Mio. € zu verzeichnen. NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden zum 31. August 2018 stiegen - insbesondere aufgrund des Erwerbs
von Richelieu Foods Inc. im 4. Quartal 2017/18 - um 510 Mio. € auf 758 (248) Mio.
€; sie entsprechen 15,4 (5,0) % des Eigenkapitals. MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2018/19 mit 19.546 (18.030) über Vorjahr. Im
Segment Spezialitäten stieg die Mitarbeiterzahl um 792 auf 5.695 (4.903), was insbesondere
aus dem Mitarbeiterzuwachs im Rahmen des Erwerbs der Richelieu Foods Inc. durch Freiberger
sowie aus Neueinstellungen bei AGRANA Stärke resultierte. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl
im Segment Frucht um 581 auf 6.177 (5.596) resultierte insbesondere aus einem höheren
Bedarf an Saisonkräften beispielsweise für das gestiegene Apfel- und Kirscherntevolumen
in der Ukraine oder für das größere Erdbeerverarbeitungsvolumen in Marokko. Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmentenscroll
TABELLE 06 SEGMENT ZUCKERMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenWeltzuckermarktDas deutsche Analystenhaus F. O. Licht rechnet in einer Aktualisierung der Schätzung
der Weltzuckerbilanz vom August 2018 auch für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (1. Oktober
bis 30. September) mit einem Überschuss. Nach dieser aktualisierten Schätzung käme
es bei einer Produktion auf Vorjahresniveau von 194,2 (193,2) Mio. t und einem weiter
wachsenden Verbrauch von 185,7 (183,0) Mio. t zu einem weiteren Aufbau der Bestände
auf 84,6 (76,3) Mio. t bzw. rund 46 (42) % eines Jahresverbrauchs. Weltmarktpreise für Zucker1. September 2015 bis 31. August 2018, London, nächster gehandelter Terminmonat![]() GRAFIK 01 Nach Beginn des Geschäftsjahres 2018/19 ging der Weltmarktpreis für Weißzucker zunächst
von 296 €/t auf nahezu 250 €/t im April zurück. Unterstützt von einem stärkeren US-Dollar
erholte er sich im Mai wieder auf rund 300 €/t. Seit Mitte Juli fiel das Weltmarktpreisniveau
zeitweise auf nahezu 260 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis
für Weißzucker bei 280 €/t und ist bis Ende September 2018 weiter gefallen. EU-ZuckermarktIn dem zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30. September) 2017/18
geht die EU-Kommission aufgrund einer deutlichen Anbauausweitung bei regional unterschiedlichen,
aber insgesamt guten bis sehr guten Erträgen von einem Anstieg der Zuckererzeugung
(inkl. Isoglukose) auf 21,7 (17,6) Mio. t aus. Mit dem Wegfall der Zuckerquotenregelung
und der Zuckerrübenmindestpreise ab Oktober 2017 entfiel auch die Begrenzung der EU-Exporte.
Die Produktionssteigerung führte zu einer Erhöhung der EU-Exporte auf 3,3 (1,4) Mio.
t bei gleichzeitig rückläufigen Importmengen von 1,3 (2,5) Mio. t. Die EU wurde damit
wieder vom NettoImporteur zum Netto-Exporteur. Für das seit 1. Oktober 2018 laufende ZWJ 2018/19 geht die EU-Kommission bei einer
stabilen Rübenanbaufläche aufgrund der trockenheitsbedingt schlechteren Erträge in
den großen europäischen Anbauregionen von einem Rückgang der Erzeugung um 1,9 Mio.
t auf 19,8 (21,7) Mio. t aus. Bei unverändert erwarteten Importen sollen daher die
Exporte und die Bestände zurückgehen. EU-Preis-Reporting Zucker1. August 2015 bis 31. Juli 2018 €/t Ww.![]() Quelle: EU Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. GRAFIK 02 Zu Beginn des abgelaufenen ZWJ 2017/18 im Oktober 2017 fiel der EU-Preis für Zucker
(Food und Non-Food) auf 420 €/t loser Zucker ab Werk und ging in den Folgemonaten
weiter zurück. Im Juli 2018 erreichte der EU-Preis mit 346 €/t das historisch bislang
niedrigste Niveau. Er liegt somit seit Anfang 2018 deutlich unter dem regulatorisch
festgelegten Referenzschwellenwert von 404 €/t. EnergiemarktDas von den OPEC-Staaten Ende 2016 vereinbarte Kürzungsabkommen wurde im 2. Quartal
2018/19 infolge einer stark rückläufigen Produktion in Venezuela übererfüllt, sodass
die globalen Rohölmärkte im Defizit blieben. Der Brent-Rohölpreis entwickelte sich,
ausgehend von 77 USD / Barrel, weitgehend seitwärts. Bis Mitte August 2018 ließen
eine drohende Eskalierung des amerikanisch-chinesischen Handelskonfliktes und die
steigende Ölproduktion der OPEC-Staaten und Russlands den Preis auf 71 USD / Barrel
konsolidieren. Der Handelskonflikt und die straffe US-Zinspolitik weckten zudem Befürchtungen
vor einer gedämpfte Nachfrageentwicklung in den Schwellenländern. Die Marktstimmung
drehte gegen Quartalsende ins Positive, als sich eine Entspannung im Handelskonflikt
abzeichnete und die Erwartung sanktionsbedingt rückläufiger Ölexporte aus dem Iran
auf eine Angebotsverknappung hindeuteten. Der Brent-Rohölpreis stieg am Quartalsende
auf 78 USD / Barrel; bis Ende September 2018 war ein weiterer Anstieg zu verzeichnen. EU-Agrar- und Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und FreihandelsabkommenZum 1. Juni 2018 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Vorschläge zur EU-Agrarpolitik
nach 2020. Diese ergänzen die im Mai vorgelegten Budgetvorschläge zum EU-Haushalt
nach 2020. Es wird erwartet, dass die Vorschläge zu einer Reduzierung der staatlichen
Zahlungen in Form von Direktzahlungen führen können, was den Anpassungsdruck in der
Landwirtschaft weiter erhöhen würde. Darüber hinaus ist mit einer stärkeren nationalen
Ausrichtung der Agrarpolitik zu rechnen. Diese Tendenz, die das Prinzip des gemeinsamen
Marktes für Agrarprodukte und Zucker unterhöhlt, birgt das Risiko zunehmender wettbewerbsverzerrender
nationaler Maßnahmen - wie die bereits heute in einigen EU-Ländern an den Zuckerrübenanbau
gekoppelten Direktzahlungen - zulasten der wettbewerbsstarken Anbauregionen, in denen
Südzucker überwiegend aktiv ist. Neben den seit Jahren stockenden WTO-Gesprächen verhandelt die EU mit verschiedenen
Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien,
über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen
der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten
künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden. Im April erfolgte eine Grundsatzeinigung zwischen Mexiko und der EU über ein Freihandelsabkommen.
Bis zum Jahresende sollen verbliebene technische Fragen geklärt werden. Für Rohzucker
zur Raffination hat die EU ein zollbegünstigtes Importkontingent von 30.000 t pro
Jahr eingeräumt. Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im
Geschäftsbericht 2017/18 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker)
auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen
der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlun-gen und Freihandelsabkommen ergeben. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Zucker sank im Berichtszeitraum, trotz deutlich höherer Absatzmengen
im Export und in der EU, infolge deutlich niedrigerer Erlöse auf 1.389 (1.516) Mio.
€. Die höheren Absatzmengen konnten erwartungsgemäß bei Weitem nicht den nochmals stärkeren
Erlösrückgang kompensieren. Während im Vorjahr in der ersten Geschäftsjahreshälfte
die Erlöse noch angestiegen waren, sind sie seit Oktober 2017 deutlich rückläufig.
Daher ging das operative Ergebnis im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 auf 3
(111) Mio. € zurück und war im 2. Quartal mit - 6 (47) Mio. € negativ. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf 1 (- 2) Mio. € und betrifft - neben der AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S.r.l. -
ED&F Man Holdings Limited. Der Ergebnisbeitrag reflektiert das weiterhin schwierige
Umfeld im Bereich Zucker. Rübenanbau und Kampagne 2018Die Trockenheit im Sommer in den meisten unserer Anbaugebiete spiegelt sich in einer
insgesamt unterdurchschnittlichen Ertragserwartung in der Südzucker-Gruppe wider.
Dagegen liegt der erwartete Zuckergehalt über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die Kampagne startete in diesem Jahr Ende August bei Südzucker Moldau. Die übrigen
Werke haben zwischen Ende September und Anfang Oktober mit der Kampagne begonnen. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen der ersten sechs Monate in Höhe von 63 (75) Mio. € entfielen überwiegend
auf Ersatzinvestitionen und Investitionen im Bereich Lager und Logistik. Hierzu zählen
Maßnahmen wie weitere Abpackmaschinen und Lagerhallen, aber auch die Anbindung an
die Infrastruktur. Weitere Schwerpunktthemen bildeten Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen
wie Abwasserreinigung und Emissionsreduktionen bei der Dampferzeugung sowie in Lärmschutzmaßnahmen.
Hervorzuheben sind zudem Projekte zur Erneuerung der Prozessleitsysteme in den Werken
der Südzucker AG. Geschäftsentwicklung im Segment Zuckerscroll
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TABELLE 07 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT SPEZIALITÄTENGeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment Spezialitäten konnte die positive Entwicklung des 1. Quartals fortgesetzt
und der Umsatz im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 auf 1.125 (949) Mio. € gesteigert
werden. Dabei wurden weiterhin deutlich unter Vorjahr liegende Bioethanolerlöse insbesondere
durch die Umsatzbeiträge des im Vorjahr noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzaherstellers
Richelieu Foods Inc. mehr als ausgeglichen. Dem steht jedoch weiterhin ein Rückgang des operativen Ergebnisses gegenüber, welches
sich im 1. Halbjahr auf 75 (80) Mio. € verringerte. Dabei wirkten sich im Bereich
Stärke neben den gestiegenen Fixkosten aus Kapazitätserhöhungen weiterhin die geringeren
Erlöse für Verzuckerungsprodukte und Ethanol ergebnisbelastend aus. Die übrigen Produktbereiche
entwickelten sich insgesamt erwartungsgemäß positiv. Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 10 (19) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen
Hungrana-Gruppe, die von den negativen Marktpreisentwicklungen bei Bioethanol und
- als größter europäischer Hersteller von Isoglukose - bei Verzuckerungsprodukten
besonders getroffen wurde. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 78 (53) Mio. € betrafen in der Division
BENEO vorrangig Maßnahmen zur Erfüllung von Marktanforderungen im Bereich Säuglingsnahrung.
Daneben werden in allen Geschäftsfeldern der BENEO die Anlagen zur Kapazitätssteigerung
optimiert bzw. erweitert. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang
an den österreichischen Standorten auf die Steigerung der Kartoffelverarbeitung u.
a. durch die Errichtung neuer Trockneranlagen für Kartoffelstärke und Kartoffelfasern
in Gmünd sowie auf die Erweiterung der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf. In der
Division Freiberger wurde überwiegend in die Effizienzverbesserung bestehender Anlagen
in Westhoughton / Großbritannien investiert. Investitionen in FinanzanlagenIm Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 46 Mio. € auf
den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg / Sachsen-Anhalt
im 2. Quartal 2017/18. Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitätenscroll
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TABELLE 08 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT CROPENERGIESMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenEthanolmarktIn den USA soll die Ethanolproduktion im Jahr 2018 auf 61,9 (61,5) Mio. m3 ansteigen. Aufgrund des Produktionsüberschusses wird mit US-Nettoexporten von 5,0 (5,0) Mio. m3 gerechnet. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) ging im Berichtszeitraum von umgerechnet 330 €/m3 Anfang Juni 2018 auf rund 290 €/m3 Ende August 2018 zurück. Der Preisrückgang ist u. a. auf einen zwischenzeitlich angestiegenen Lagerbestand zurückzuführen, nachdem günstige Maispreise in den USA eine hohe Kapazitätsauslastung begünstigten. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 sollen in Brasilien 29,2 (27,8) Mio. m3 Ethanol hergestellt werden. Aufgrund der geringeren Weltmarktpreise für Zucker werden über 60 % des geernteten Zuckerrohrs zu Ethanol verarbeitet, wohingegen es im Vorjahr nur rund 50 % waren. Die Ethanolproduktion wird daher trotz einer etwas geringeren Zuckerrohrernte steigen und dabei weitgehend dem erwarteten Verbrauch von 29,4 (28,4) Mio. m3 entsprechen. Die Ethanolpreise setzten ihren rückläufigen Trend fort und gingen, umgerechnet in Euro, von rund 420 €/m3 Anfang Juni 2018 auf rund 330 €/m3 im Ende August 2018 zurück. EU-Mengenbilanz Bioethanolscroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, August 2018. TABELLE 09 Nachdem die Ethanolpreise in Europa im 1. Quartal 2018/19 unter 450 €/m3 gesunken waren, stiegen sie zunächst auf 470 €/m3 Anfang Juni 2018 und weiter auf rund 510 €/m3 Ende August 2018 an. Der Preisanstieg kann u. a. auf geringere Importe und höhere Getreidepreise im Berichtszeitraum zurückgeführt werden. Die Produktion und der Verbrauch von Kraftstoffethanol in der EU sollen sich auf jeweils 5,3 (5,2) Mio. m3 leicht erhöhen. In Deutschland gehen Marktbeobachter für 2018 von einem unveränderten Kraftstoffethanolverbrauch von 1,5 (1,5) Mio. m3 aus. Im 1. Halbjahr 2018 lag der Absatz jedoch nach vorläufigen Daten bei 752 (702) Tsd. m3 und damit rund 7 % höher als im Vorjahreszeitraum. GetreidemarktDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 12. September
2018 von einer Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2018/19 leicht über dem Vorjahresniveau
mit 2.080 (2.073) Mio. t aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.132 (2.095)
Mio. t sollen sich die Lagerbestände auf 446 (498) Mio. t reduzieren. Die EU-Kommission erwartet angesichts dürrebedingter Ernteverluste einen deutlichen
Rückgang der EU-Getreideproduktion auf 287 (307) Mio. t. Die Ernte entspricht demnach
dem erwarteten Verbrauch von 286 (285) Mio. t. In Anbetracht der geringeren Verfügbarkeit europäischen Getreides sind die Weizenpreise
an der Euronext in Paris von 182 €/t Anfang Juni 2018 auf 205 €/t Ende August 2018
und damit um über 10 % angestiegen. Im Vorjahresvergleich ist sogar ein Preisanstieg
um über 30 % zu verzeichnen. Rechtliche und politische RahmenbedingungenAktuelle Rahmenbedingungen in der EUIn der EU stellen die Erneuerbare-Energien-Richtlinie und die Kraftstoffqualitätsrichtlinie die Weichen für mehr Klimaschutz im Transport. Der Anteil an erneuerbaren Energien soll bis 2020 auf 10 % steigen. Bis zu 7 %-Punkte können dabei auf erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen. Erneuerbare Kraftstoffe müssen strenge Nachhaltigkeits-kriterien einhalten und über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 50 Gew.-% an Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Darüber hinaus sollen die mit dem Kraftstoffverbrauch verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 6 Gew.-% gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO2 äq/MJ gesenkt werden. Erneuerbare-Energien-Richtlinie nach 2020Bei den Verhandlungen über die Neufassung der ErneuerbareEnergien-Richtlinie einigten
sich Europäisches Parlament und Rat am 14. Juni 2018 auf eine gemeinsame Position.
Der Anteil an erneuerbaren Energien in der EU soll demnach bis 2030 auf mindestens
32 % ansteigen. Für den Transportsektor ist dabei ein Anteil von mindestens 14 % vorgesehen.
Hierzu können erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen unverändert beitragen. Ihr
Beitrag soll sich auf dem im Jahr 2020 erreichten Niveau bewegen können. Gleichzeitig
soll die Nutzung von Biokraftstoffen, deren Rohstoffgewinnung zu einem Verlust an
kohlenstoffreichen Gebieten (z. B. Regenwald) geführt haben, ab 2023 sukzessive reduziert
werden. Der Anteil von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll von 0,2 % im
Jahr 2022 auf mindestens 3,5 % im Jahr 2030 steigen. Darüber hinaus sollen diese Kraftstoffe,
wie auch erneuerbarer Strom, im Straßenverkehr mehrfach auf das Transportziel angerechnet
werden. Mit dem Inkrafttreten der Richtlinie wird Anfang 2019 gerechnet. Der Kompromiss
bietet die Chance, dass nachhaltig hergestellte, erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen
auch nach 2020 genutzt werden können. Kritisch zu beurteilen ist die mehrfache Anrechnung
bestimmter Kraftstoffe und Energieträger, weil durch die damit verbundene virtuelle
Erhöhung des ErneuerbareEnergien-Anteils weder der Verbrauch fossiler Kraftstoffe
gesenkt noch die Ausbeutung fossiler Ölquellen verringert wird. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment CropEnergies blieb der Umsatz im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19
mit 349 (428) Mio. € deutlich unter dem Vorjahr. Dies ist insbesondere auf signifikant
geringere Ethanolerlöse, besonders im Vergleich zu einem noch überdurchschnittlich
hohen Erlösniveau im 1. Halbjahr des Vorjahres, zurückzuführen. Infolge der negativen Umsatzentwicklung verringerte sich auch das operative Ergebnis
auf 14 (47) Mio. €. Dabei wirkten neben niedrigeren Erlösen eine reduzierte Absatzmenge
sowie ein Anstieg der Rohstoffkosten belastend. Im 2. Quartal erholte sich das operative
Ergebnis im Vergleich zum 1. Quartal aufgrund gestiegener Ethanolerlöse deutlich. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in den ersten sechs Monaten beliefen sich auf 5 (12) Mio. € und
dienen neben dem Ersatz von Grundaggregaten insbesondere der Effizienzsteigerung von
Produktionsanlagen, u. a. durch Maßnahmen zum flexiblen Rohstoffeinsatz in Zeitz.
Auch an den anderen Standorten werden verschiedene Investitionen zur Optimierung im
Bereich Energie, aber auch in der allgemeinem Prozessverbesserung durchgeführt. Hierzu
zählt auch die Erweiterung der Zentrifugenstation bei Ensus, Wilton / Großbritannien. Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergiesscroll
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TABELLE 10 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT FRUCHTMarktentwicklung, wirtschaftliches Umfeld, RahmenbedingungenAbsatzmärkteDie marktbestimmenden globalen Konsumtrends sind weiterhin Nachhaltigkeit und Transparenz,
Natürlichkeit sowie Gesundheit und Genuss. Nachhaltigkeit und Transparenz zeigen sich
im Joghurtmarkt vor allem durch zwei Trendrichtungen: Produkte mit starkem Fokus auf
das Tierwohl (z. B. Heumilch, Weidekühe) und vegane Milchalternativen (z. B. aus Soja).
Weiterhin steigende Bedeutung kommt dem Clean Labelling, dem Kundenwunsch nach Produkten
mit möglichst kurzer und verständlicher Zutatenliste sowie Produkten ohne Zutaten
mit E-Nummern, zu. Bei Apfelsaftkonzentrat lassen die guten Ernteprognosen in den Hauptanbaugebieten
Polen, Ungarn, Deutschland und Italien die Konzentratpreise gegenüber dem Vorjahr
deutlich sinken. Die Erwartung für die Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2018
in Europa liegt unter dem Preisniveau des Vorjahres. Diese niedrigen Preise für europäische
Ware in Kombination mit höheren Preisen aufgrund des Frühjahresfrosts in China führen
dazu, dass Ware aus Europa in den USA wettbewerbsfähig ist; erste Abschlüsse konnten
hier bereits getätigt werden. Die in der Verarbeitungssaison 2018 produzierten Buntsaftkonzentrate sind bereits
überwiegend kontrahiert. RohstoffmärkteBei Äpfeln wird für das Erntejahr 2018 in Europa bedingt durch den guten Vegetationsverlauf
von einer überdurchschnittlich großen Ernte ausgegangen. Dies zeigt sich auch in der
deutlich über den Vorjahren liegenden Warenanlieferung im Monat August. In China wird
aufgrund von Frühjahrsfrost mit deutlich geringeren Apfelmengen gerechnet. Die Erdbeerernte wurde in allen Regionen mit Ausnahme von Südafrika abgeschlossen.
In den mediterranen Beschaffungsmärkten konnten die geplanten Volumen kontrahiert
werden, die Preise lagen geringfügig über dem Vorjahr. Die Ernten der für das Fruchtzubereitungsgeschäft relevanten Früchte (z. B. Himbeere,
Sauerkirsche und Ananas) sind im laufenden Jahr deutlich höher ausgefallen als im
Vorjahr. Ausnahme ist die Heidelbeere. Geschäftsentwicklung im Segment Fruchtscroll
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TABELLE 11 1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate verlief die Beerensaison 2018 sehr zufriedenstellend,
die Rohstoffverfügbarkeit war gut und die Verarbeitung wurde bei allen Hauptprodukten
abgeschlossen. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Frucht stieg im Berichtszeitraum leicht auf 612 (600) Mio. €.
Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten rückläufige Erlöse durch Absatzsteigerungen
ausgeglichen werden. Bei Fruchtsaftkonzentraten ergab sich ein Umsatzzuwachs trotz
geringerer Mengen durch deutlich gestiegene Erlöse. Das operative Ergebnis stieg im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/19 moderat auf
47 (44) Mio. €. In der Division Fruchtsaftkonzentrate ist dies auf erlösbedingt höhere
Margen zurückzuführen. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten erlösbedingt rückläufige
Margen sowie gestiegene Kosten nicht durch Absatzsteigerungen ausgeglichen werden. Investitionen in SachanlagenDie Investitionen im 1. Halbjahr beliefen sich auf 21 (15) Mio. €. In der Division
Fruchtzubereitungen wurden Ersatzinvestitionen, aber auch Investitionen im Bereich
Kapazitätserweiterung u. a. durch den Neubau einer Produktionsanlage in Jiangsu /
China und die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk
in Australien vorgenommen. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate liegt der
Fokus auf dem Bau der Grundstoffanlage für Aromen in Österreich. Daneben bildeten
Ersatzinvestitionen, Produktionsoptimierungen und Investitionen aus Marktanforderungen
die weiteren Themenschwerpunkte. Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 6 (0) Mio. € betrafen den Erwerb von
100 % der Anteile am ungarischen Fruchtsaftkonzentrathersteller Brix Trade Kft., Nagykallö,
im 1. Quartal sowie den Erwerb von 49 % der Anteile am algerischen Fruchtzubereitungshersteller
Elafruits SPA, Akbou, im 2. Quartal. PROGNOSEBERICHT1KonzernFür das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir nunmehr einen Konzernumsatz von 6,6 bis
6,9 (bisherige Prognose: 6,8 bis 7,1; Vorjahr: 7,0) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment
Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sehen wir
den Umsatz in einer Bandbreite von 730 bis 780 Mio. €. Im Segment Spezialitäten rechnen
wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg und im Segment Frucht mit einem moderat steigenden
Umsatz. Beim operativen Konzernergebnis gehen wir nunmehr von einer Bandbreite von 25 bis
125 (bisherige Prognose 100 bis 200; Vorjahr: 445) Mio. € aus. Dieser Rückgang wird
weitgehend auf das Segment Zucker zurückzuführen sein. Auch im Segment CropEnergies
wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Im Segment Spezialitäten erwarten wir
nunmehr ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im Segment Frucht rechnen wir mit einem
deutlich steigenden operativen Ergebnis. Wir gehen von einem weiteren Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund des sinkenden
operativen Ergebnisses rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ROCE (Vorjahr:
6,7 %). Das operative Ergebnis des 3. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 wird
deutlich unter Vorjahresniveau erwartet. Segment ZuckerDie Prognose im Segment Zucker ist im aktuell sehr schwierigen Marktumfeld (EU- und
Weltzuckermarkt) und aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den wesentlichen europäischen
Anbaugebieten, die auch die großen Anbaugebiete der Südzucker-Gruppe betrifft, von
hoher Unsicherheit geprägt. Auch vor diesem Hintergrund wird die bereits angekündigte
Prüfung und Neubewertung der bisherigen Strategie im Segment intensiviert. Für das Geschäftsjahr 2018/19 gehen wir für das Segment Zucker aufgrund der weiter
sinkenden Zuckerpreise und erntebedingt nur noch leicht steigenden Absatzmengen von
einem deutlichen Umsatzrückgang (Vorjahr: 3,0 Mrd. €) aus. Der weitere drastische Rückgang der Zuckerpreise auf ein historisch niedriges Niveau
kann bei Weitem nicht durch sinkende Herstellkosten und nur noch leicht höhere Verkaufsvolumina
ausgeglichen werden. Daher erwarten wir nunmehr einen operativen Verlust im Segment
Zucker in einer Bandbreite von - 150 bis - 250 (bisherige Prognose: - 100 bis - 200;
Vorjahr: 139) Mio. €. Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr:
2,0 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis erwarten wir nunmehr ein Ergebnis auf Vorjahresniveau
(bisherige Prognose: deutlicher Anstieg; Vorjahr: 157 Mio. €). Die Anpassung basiert
auf einem sehr schwierigen Marktumfeld für Verzuckerungsprodukte (Stärke) und Ethanol,
während in allen anderen Produktbereichen unverändert von einer planmäßigen Entwicklung
ausgegangen wird. Segment CropEnergiesIm Segment CropEnergies hat das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem unterdurchschnittlichen
1. Halbjahr begonnen. Der Hauptgrund für die Verringerung von Umsatz und Ergebnis
ist der deutlich unter Vorjahr liegende Ethanolpreis sowie der Anstieg der Rohstoffkosten.
Im weiteren Jahresverlauf wird mit einer Verbesserung der Ethanolpreise gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir einen Umsatz in einer Bandbreite von 730
bis 780 (Vorjahr: 808) Mio. €. Das operative Ergebnis soll unverändert in einer Bandbreite
von 25 bis 55 (Vorjahr: 72) Mio. € liegen. Segment FruchtWir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018/19 einen moderaten Anstieg
des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses
(Vorjahr: 76 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender
Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung und
einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate
wird von einem moderaten Umsatz- und einem deutlichen operativen Ergebnisanstieg ausgegangen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international tätiges Unternehmen ist die Südzucker-Gruppe gesamtwirtschaftlichen,
branchenspezifischen und unternehmerischen Risiken und Chancen ausgesetzt. Informationen
zum Risikomanagementsystem und zur Risiko- und Chancensituation finden Sie im Geschäftsbericht
2017/18 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 83 bis 94 sowie
im "Wirtschaftsbericht" im Rahmen der Erläuterung der Segmente. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert,
die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe
gefährden. GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. März bis 31. August 2018Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
TABELLE 12 KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. März bis 31. August 2018scroll
TABELLE 13 BILANZ 31. August 2018Aktivascroll
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TABELLE 14 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 1. März bis 31. August 2018scroll
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TABELLE 15 ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSSegmentberichtscroll
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einschließlich immaterieller Vermögenswerte. TABELLE 16 (1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss des Südzucker-Konzerns zum 31. August 2018 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. In Einklang mit IAS 34
erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der Südzucker AG zum 31. August
2018 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2018 unterlag
keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat
diesen Zwischenabschluss am 1. Oktober 2018 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2017/18 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 117 bis 120 dargestellt - erstmals neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Die Auswirkungen der erstmals ab dem 1. März 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards
IFRS 9 (Finanzinstrumente) und IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) werden am
Ende dieser Textziffer (1) beschrieben. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 31. August 2018 für wesentliche Pläne unverändert zum 28. Februar 2018 ein Marktzinssatz
von 2,20 % zugrunde gelegt; zum 31. August 2017 basierte die Abzinsung auf 1,90 %.
Die biometrische Rechnungsgrundlage für die deutschen Pensionspläne basiert auf den
Heubeck-Richttafeln 2005 G. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Januar. Aus
diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen in diesem Zeitraum
an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsvorbereitung der nachfolgenden
Kampagne stehen, werden sie unterjährig über die Bestandsveränderung aktiviert und
in der Bilanz unter den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In der anschließenden
Zuckerproduktion werden diese dann bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten
Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der fertigen Erzeugnisse unter den
Vorräten ausgewiesen. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung
des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2018 angewandt. Deren Erläuterung im
Anhang des Geschäftsberichts 2017/18 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 126 bis 131 gilt daher entsprechend. Der Geschäftsbericht 2017/18 der Südzucker-Gruppe steht Ihnen im Internet unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/
bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. IFRS 9 (Finanzinstrumente)In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 9 wurden die Übergangseffekte
kumulativ zum 1. März 2018 in den sonstigen Rücklagen erfasst, was in der Entwicklung
des Eigenkapitals abgebildet ist. Durch die Überführung von Wertpapieren in Form von
Eigenkapitalinstrumenten von der bisher geltenden Kategorie "zur Veräußerung verfügbar"
in die Kategorie "erfolgswirksam über die GuV" bzw. in die Kategorie "erfolgswirksam
über die sonstigen Rücklagen (ohne Recycling)" haben sich Verschiebungen von 1,4 Mio.
€ von den sonstigen Eigenkapitalposten (Marktbewertung Wertpapiere) in die sonstigen
Rücklagen ergeben. Für Kredite und Forderungen, die auch Wertpapiere in Form von Schuldinstrumenten
enthielten, ergaben sich keine Umstellungseffekte, da diese weiterhin in der Kategorie
"zu fortgeführten Anschaffungskosten" bilanziert werden. Aus der Neuregelung zur Erfassung von Wertminderungen für Kreditrisiken aus Forderungen
in Abhängigkeit von deren Überfälligkeiten entstand ein zusätzlicher portfoliobasierter
Wertminderungsbedarf, der zum 1. März 2018 in Höhe von - 0,4 Mio. € erfolgsneutral
in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst wurde. In der Gesamtergebnisrechnung wurde mit Einführung der Kategorie "erfolgswirksam über
die sonstigen Rücklagen (ohne Recycling)" für die Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
innerhalb der Zwischensumme "Zukünftig nicht in der GuV zu erfassende Erträge und
Aufwendungen" die neue Zeile "erfolgswirksam über die sonstigen Rücklagen (ohne Recycling)"
eingefügt. In der Gesamtergebnisrechnung ersetzt die Zeile "Marktbewertung Schuldinstrumente
(Wertpapiere) nach latenten Steuern" innerhalb der Zwischensumme "Zukünftig in der
GuV zu erfassende Erträge und Aufwendungen" die bis zum 4. Quartal 2017/18 ausgewiesene
Zeile "Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere nach latenten Steuern".
Entsprechend betrifft der Vorjahresausweis die Bewertung von Wertpapieren der Kategorie
"zur Veräußerung verfügbar". Gleiches gilt für die Entwicklung des Eigenkapitals. Dort wurde innerhalb der "sonstigen
Eigenkapitalposten" die Spalte "Marktbewertung zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere"
durch die Spalte "Marktbewertung Schuldinstrumente (Wertpapiere)" ersetzt. IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)Mit IFRS 15 kommt es im Zusammenhang mit Zuckerlieferungen an die at Equity einbezogene
Maxi S.r.l. zu einer früheren Erfassung von Umsatzerlösen bzw. der korrespondierenden
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; auf Basis der modifizierten retrospektiven
Umstellungsmethode wird die sich hieraus zum 1. März 2018 ergebende Eigenkapitalmehrung
von 1,6 Mio. € erfolgsneutral unter den sonstigen Rücklagen erfasst. Daneben wurden bisher unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Lieferrechte
als aktivierte Vertragskosten qualifiziert und entsprechend ihrer Restlaufzeit als
nichtfinanzielle Vermögenswerte unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Auswirkungen von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Bilanzscroll
TABELLE 17 (2) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum 31. August 2018 umfasste - neben der Südzucker AG - 161
vollkonsolidierte Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2 017/18: 158 Unternehmen).
Eine bestehende, zwei erworbene und eine gegründete Gesellschaft wurden im 1. Halbjahr
erstkonsolidiert, eine Gesellschaft wurde verschmolzen. Die Erwerbe betrafen zum einen
die 100%ige Beteiligung an der ungarischen Gesellschaft Brix Trade Kft., die Fruchtsaftkonzentrate
herstellt und vertreibt; der Kaufpreis betrug 1,5 Mio. €. Die Gesellschaft wurde zum
1. Mai 2018 erstkonsolidiert. Zum anderen wurden im 2. Quartal 49 % der Anteile an
dem algerischen Fruchtzubereitungshersteller Elafruits SPA für 4,4 Mio. € erworben.
Die Erstkonsolidierung erfolgte am 2. Juli 2018; die Vollkonsolidierung ist mit der
Stimmrechtsmehrheit aufgrund bestehender Managementverträge begründet. Mit einem Geschäfts-
oder Firmenwert von insgesamt 0,4 Mio. € sind die Auswirkungen dieser Erwerbe auf
den Südzucker-Konzernabschluss insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt 16 Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2017/18: 17 Unternehmen) wurden
at Equity einbezogen; eine Gesellschaft wurde im 2. Quartal verschmolzen. Am 19. September 2018 wurden 100 % der Anteile an dem Portionsartikelhersteller CustomPack
Ltd, Telford / Großbritannien, für einen vorläufigen Kaufpreis von rund 6 Mio. € erworben;
eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Südzucker-Gruppe,
gemeinsam mit den bisherigen Erwerben, wird nicht erwartet. (3) Ergebnis je AktieIm Zeitraum vom 1. März bis 31. August 2018 war der Berechnung des Ergebnisses je
Aktie (IAS 33) der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,04 (0,24) € für das 2.
Quartal und auf 0,14 (0,63) € für das 1. Halbjahr; eine Verwässerung des Ergebnisses
je Aktie lag nicht vor. (4) Vorrätescroll
TABELLE 18 Der Buchwert der Vorräte lag mit 1.439,1 (1.309,1) Mio. € über Vorjahresniveau, was
insbesondere aus höheren Vorratsbeständen im Segment Spezialitäten - u. a. infolge
des zum Vorjahresstichtag noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu
Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA - resultiert. Der Anstieg der Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe ist unter anderem auf die Zahlung einer Rohstoffsicherungsprämie
für Rüben der Kampagne 2019 zurückzuführen. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
TABELLE 19 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.040,8 (979,9) Mio. € über
Vorjahresniveau. Die Forderungen an die EU in Höhe von 33,4 (0,2) Mio. € betreffen
im Wesentlichen die noch bestehenden Erstattungsansprüche aus zu viel erhobenen Produktionsabgaben
für die Zuckerwirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/2001. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte
von 57,2 (101,5) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen nicht einbezogene
Unternehmen, Beteiligungen, Mitarbeiter und übrige Dritte sowie geleistete Sicherheiten
im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften. Die übrigen nichtfinanziellen Vermögenswerte
von 47,5 (50,4) Mio. € betreffen überwiegend geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen. (6) Sonstige Rückstellungenscroll
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TABELLE 20 Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von 81,4 (76,2) Mio. € setzen sich im
Wesentlichen aus überwiegend langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen
und Rückstellungen für Altersteilzeit sowie überwiegend kurzfristigen Rückstellungen
für Sozialpläne zusammen. Die Rückstellungen für Prozesse und Risikovorsorge von 179,8 (181,4) Mio. € beinhalten
Rückstellungen für Marktordnungsverfahren, Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen
und Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und Schadensersatzansprüche). Die übrigen Rückstellungen von 60,7 (55,9) Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich
langfristigen Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige Rückstellungen
für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang mit
der Zuckerproduktion stehen. (7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
TABELLE 21 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 467,7 (436,3) Mio.
€. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf 198,9 (237,0) Mio.
€ und umfassen unter anderem Zinsverbindlichkeiten sowie im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften
erhaltene Sicherungsleistungen. Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen von
107,4 (99,0) Mio. € beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien,
Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben. Unter den übrigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten
in Höhe von 23,6 (9,6) Mio. € sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. (8) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scroll
TABELLE 22 Die Finanzverbindlichkeiten sind um 435,5 Mio. € auf 1.510,0 (1.074,5) Mio. € angestiegen.
Bei einem reduzierten Bestand von Wertpapieren und flüssigen Mitteln von 752,5 (826,7)
Mio. € stiegen die Nettofinanzschulden um 509,7 Mio. € auf 757,5 (247,8) Mio. €. Moody's bestätigte am 2. Juni 2017 das Unternehmens- und Anleihe-Rating von Baa2 und
den stabilen Ausblick. Am 5. April 2018 wurde dieses Rating bestätigt und der Ausblick
auf negativ geändert; das Rating wird derzeit von Moody's im Hinblick auf eine Herabstufung
überprüft. Die nachrangige Hybrid-Anleihe bewertet Moody's unverändert zu 75 % als
Eigenkapital. S&P hat das langfristige Unternehmensrating am 23. Juni 2017 von BBB- auf BBB bei
stabilem Ausblick hochgestuft. Am 23. November 2017 wurde die am 21. November 2017
platzierte 500-Mio.-€-Anleihe ebenfalls mit BBB bewertet. Am 31. Mai 2018 wurde dieses
Rating bestätigt und der Ausblick auf negativ geändert. Die nachrangige Hybrid-Anleihe
wird unverändert zu 50 % als Eigenkapital eingestuft. Hybrid-AnleiheDie nach IFRS als Eigenkapital eingestufte Hybrid-Anleihe verzinst sich seit dem 30.
Juni 2015 vierteljährig variabel mit dem 3-Monats-Euribor plus 3,10 % p. a. Für den
Zeitraum 29. Juni bis 28. September 2018 (ausschließlich) wurde der Vergütungssatz
auf 2,776 % festgesetzt. Weitere I nformationen zur Hybrid-Anleihe stehen im Anhang
des Geschäftsberichts 2017/18 unter Ziffer (30) "Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere
und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" auf den Seiten 163 bis 165 sowie auf der
Südzucker-Website unter www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Anleihen/ zur Verfügung. (9) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und beizulegende ZeitwerteFinanzinstrumente, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten,
deren Buchwert nicht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht: scroll
TABELLE 23 BewertungslevelIn der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln unterschieden.
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TABELLE 24 Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2017/18 unter Ziffer (32) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 175 bis 178. (10) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Geschäftsbericht 2017/18 im Konzernanhang unter Textziffer (36) auf den Seiten
179 bis 181 dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden
im Wesentlichen unverändert fort. (11) Ereignisse nach der BerichtsperiodeSeit dem 31. August 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
werden. Mannheim, 1. Oktober 2018 Südzucker AG Der Vorstand scroll
Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen
basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl
von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Über diesen BerichtDieser Halbjahresfinanzbericht unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Der Vorstand der Südzucker AG hat diesen Halbjahresfinanzbericht am 1. Oktober 2018
aufgestellt. Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website
stehen PDF-Dateien des Halbjahresfinanzberichts zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw. www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/ Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Halbjahr erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. August. Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich
den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen
können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. SÜDZUCKER AGVeröffentlicht am 11. Oktober 2018 KontakteInvestor Relations Nikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internetadresse
www.suedzucker.de HerausgeberSüdzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: +49 621 421-0 © 2018 |
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