Südzucker AG

Mannheim

Quartalsmitteilung 1.- 3. Quartal 2018/19

Q3

QUARTALSMITTEILUNG

1. März - 30. November 2018

KONZERNUMSATZ

5.192 [5.302] Mio. €

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS

116 [384] Mio.

PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2018/19:

KONZERNUMSATZ

6,6 bis 6,9 [2017/18: 7,0] Mrd. €

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS

25 bis 125 [2017/18: 445] Mio. €

FINANZKALENDER

Vorläufige Zahlen

Geschäftsjahr 2018/19
24. April 2019

Bilanzpresse- und Analystenkonferenz

Geschäftsjahr 2018/19
16. Mai 2019

Q 1 - Quartalsmitteilung

1.Quartal 2019/20
11.Juli 2019

Hauptversammlung

Geschäftsjahr 2018/19
18. Juli 2019

Q2 - Halbjahresfinanzbericht

1. Halbjahr 2019/20
10. Oktober 2019

Q3 - Quartalsmitteilung

1.- 3. Quartal 2019/20
14. Januar 2020

1. - 3. Quartal 2018/19

Konzernumsatz liegt mit 5.192 (5.302) Mio. € leicht unter Vorjahr.

Operatives Konzernergebnis sinkt um 268 Mio. € auf 116 (384) Mio. € insbesondere durch deutlichen Ergebnisrückgang im Segment Zucker.

Segment Zucker weist - trotz nach wie vor höherer Absatzmengen - wie erwartet einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge gesunkener Zuckererlöse und trockenheitsbedingt geringerer Erntemengen aus:

Umsatz: - 12 % auf 2.060 (2.349) Mio.

Operatives Ergebnis: - 83 (150) Mio. €


Segment Spezialitäten zeigt erwartungsgemäß Umsatzanstieg insbesondere durch Umsatzbeiträge des im Vorjahrzeitraum noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc., USA. Der Ergebnisrückgang des 1. Halbjahres konnte im 3. Quartal aufgeholt werden

Umsatz: + 18 % auf 1.710 (1.447) Mio. €

Operatives Ergebnis: 118 (116) Mio. €


Segment CropEnergies verzeichnet deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang infolge deutlich niedrigerer Ethanolerlöse, geringerer Absatzmengen und gestiegener Rohstoffkosten:

Umsatz: - 14 % auf 532 (622) Mio. €

Operatives Ergebnis: 19 (59) Mio. €


Segment Frucht verbucht Umsatz auf Vorjahresniveau und moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses:

Umsatz: + 1 % auf 890 (884) Mio. €

Operatives Ergebnis: 62 (59) Mio. €


Prognose für das Gesamtjahr 2018/19

Konzernumsatz von 6,6 bis 6,9 (2017/18: 7,0) Mrd. € erwartet.

Operatives Konzernergebnis in einer Bandbreite von 25 bis 125 (2017/18: 445) Mio. € erwartet.

Anstieg des Capital Employed; deutlicher Rückgang des ROCE.

Konzernzahlen zum 30. November 2018

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1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in %
Umsatz und Ergebnis



Umsatzerlöse Mio. € 5.192 5.302 - 2,1
EBITDA Mio. € 345 599 - 42,6
EBITDA-Marge % 6,6 11,3
Abschreibungen Mio. € - 229 - 215 6,1
Operatives Ergebnis Mio. € 116 384 - 69,8
Operative Marge % 2,2 7,2
Jahresüberschuss Mio. € 36 260 - 86,0
Cashflow und Investitionen



Cashflow Mio. € 293 532 - 44,9
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 254 250 1,4
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 15 48 - 68,7
Investitionen gesamt Mio. € 269 298 - 9,9
Wertentwicklung



Sachanlagen1 Mio. € 3.298 2.994 10,1
Goodwill Mio. € 1.404 1.219 15,1
Working Capital Mio. € 1.696 1.513 12,1
Capital Employed Mio. € 6.510 5.839 11,5
Kapitalstruktur



Bilanzsumme Mio. € 8.952 9.317 - 3,9
Eigenkapital Mio. € 4.911 4.962 - 1,0
Nettofinanzschulden Mio. € 781 148 > 100
Eigenkapitalquote % 54,9 53,3
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) % 15,9 3,0
Aktie



Marktkapitalisierung per 30. November Mio. € 2.566 3.555 - 27,8
Gesamtzahl Aktien per 30. November Mio. Stück 204,2 204,2 0,0
Schlusskurs per 30. November 12,57 17,41 - 27,8
Ergebnis je Aktie per 30. November - 0,01 0,79 -





Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag Tsd. Stück 900 1.131 - 20,4
Performance Südzucker-Aktie 1. März bis 30. November2 % - 14,9 - 27,8
Performance SDAX® / Vorjahr: MDAX® 1. März bis 30. November2 % - 13,6 15,7
Mitarbeiter
20.129 18.801 7,1


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
2 Seit dem Geschäftsjahr 2018/19 ist die Südzucker-Aktie im SDAX® gelistet; bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 war die Südzucker-Aktie im MDAX® gelistet, daher wird die Performance der Südzucker-Aktie im Geschäftsjahr 2018/19 mit der Performance des SDAX® verglichen, die des vergangenen Jahres der des MDAX® gegenübergestellt.


WIRTSCHAFTSBERICHT

Konzernertragslage

Umsatz und operatives Ergebnis

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 verringerte sich der Konzernumsatz leicht auf 5.192 (5.302) Mio. €. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurückging, stieg er im Segment Spezialitäten deutlich an. Im Segment Frucht lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Das operative Konzernergebnis verringerte sich in den ersten neun Monaten erwartungsgemäß deutlich auf 116 (384) Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die ab dem 3. Quartal im Segment Zucker eingetretenen Verluste zurückzuführen. Auch im Segment CropEnergies sank das operative Ergebnis deutlich, jedoch im 3. Quartal weniger stark als in den Vorquartalen. Das operative Ergebnis in den Segmenten Spezialitäten und Frucht lag moderat über Vorjahresniveau.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 139 (380) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 116 (384) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 7 (- 6) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen von 16 (2) Mio. € zusammen.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen

Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 7 (- 6) Mio. € ist im Wesentlichen im Segment CropEnergies angefallen. Es resultierte aus der Auflösung einer in 2016/17 gebildeten Rückstellung für eine dem Grunde nach bestrittene Branntweinsteuerverbindlichkeit, nachdem das entsprechende Verfahren im 3. Quartal erfolgreich abgeschlossen wurde.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen verbesserte sich auf 16 (2) Mio. €. Dabei stand einem Ergebnisanstieg im Segment Zucker ein rückläufiges Ergebnis im Segment Spezialitäten gegenüber.

Geschäftsentwicklung im Konzern

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3. Quartal 1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18
Umsatzerlöse Mio. € 1.717 1.809 - 5,1 5.192 5.302
EBITDA Mio. € 85 208 - 59,5 345 599
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 108 - 105 2,2 - 229 - 215
Operatives Ergebnis Mio. € - 23 103 - 116 384
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 8 - 2 - 7 - 6
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 5 - 15 - 16 2
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € - 10 86 - 139 380
EBITDA-Marge % 4,9 11,5
6,6 11,3
Operative Marge % - 1,4 5,7
2,2 7,2
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 87 95 - 8,3 254 250
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 6 0 - 15 48
Investitionen gesamt Mio. € 93 95 - 2,1 269 298
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. €


395 415
Capital Employed Mio. €


6.510 5.839
Mitarbeiter



20.129 18.801


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1. - 3. Quartal

+ / -in %
Umsatzerlöse - 2,1
EBITDA - 42,6
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,1
Operatives Ergebnis - 69,8
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen > 100
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 63,5
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen1 1,4
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 68,7
Investitionen gesamt - 9,9
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 4,7
Capital Employed 11,5
Mitarbeiter 7,1


TABELLE 02

1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


Gewinn- und-Verlust-Rechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18 + / -in %
Umsatzerlöse 1.717 1.809 - 5,1 5.192 5.302 - 2,1
Operatives Ergebnis - 23 103 - 116 384 - 69,8
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen 8 - 2 - 7 - 6 0,0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 5 - 15 - 16 2 > 100
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 10 86 - 139 380 - 63,5
Finanzergebnis - 4 - 9 - 55,6 - 22 - 27 - 18,5
Ergebnis vor Ertragsteuern - 14 77 - 117 353 - 67,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 14 - 22 - 38,4 - 81 - 93 - 13,8
Jahresüberschuss - 28 55 - 36 260 - 86,0
davon Aktionäre der Südzucker AG - 31 32 - - 3 161 -
davon Hybrid-Eigenkapital 3 3 3,1 10 10 1,0
davon sonstige nicht beherrschende Anteile 0 20 - 100,0 29 89 - 67,6
Ergebnis je Aktie (€) - 0,15 0,16 - - 0,01 0,79 -


TABELLE 03

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten neun Monaten auf - 22 (- 27) Mio. €. Es umfasst ein verbessertes Zinsergebnis von - 16 (- 21) Mio. € infolge rückläufiger Durchschnittszinsen - bei gestiegener Durchschnittsverschuldung. Das sonstige Finanzergebnis von - 6 (- 6) Mio. € ist durch ein negatives Währungsergebnis belastet, das insbesondere aus der Abschwächung des argentinischen Pesos resultiert. Argentinien gilt seit Mitte des Jahres 2018 als Hochinflationsland, weshalb die einschlägigen Vorschriften von IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) seit dem 3. Quartal zur Anwendung kamen; dadurch wurde der Währungsverlust um 0,9 Mio. € reduziert.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 117 (353) Mio. € beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf - 81 (- 93) Mio. €. Der Anstieg der Konzernsteuerquote auf 69 (26) % resultierte im Wesentlichen daraus, dass steuerliche Verluste im Segment Zucker bilanziell nicht angesetzt wurden.

Jahresüberschuss

Vom Jahresüberschuss von 36 (260) Mio. € entfielen - 3 (161) Mio. € auf die Aktionäre der Südzucker AG, 10 (10) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 29 (89) Mio. € auf die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie betrug - 0,01 (0,79) € für das 1. - 3. Quartal 2018/19. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde.

Konzernfinanzlage

Cashflow

Der Cashflow erreichte 293 Mio. € nach 532 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 5,7 (10,0) % der Umsatzerlöse.

Working Capital

Der Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 195 (186) Mio. € resultierte maßgeblich aus dem Abbau der Vorräte aus der Kampagne 2017. Dem Aufbau der Vorräte aus der neuen Kampagne 2018 steht ein gleichzeitiger Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern entgegen.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 254 (250) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 103 (121) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen sowie auf weitere Optimierungen der Logistik und Effizienzverbesserungen in der Produktion. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 109 (85) Mio. € betraf im Wesentlichen die Errichtung und Vorbereitungen von neuen Produktionsanlagen bzw. Kapazitätserweiterungen bei BENEO und AGRANA Stärke. Die Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 9 (15) Mio. € dienten neben Ersatzinvestitionen der Optimierung und Erweiterung der Produktionsanlagen. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 33 (29) Mio. € überwiegend die Installation weiterer Produktionskapazitäten im Bereich Fruchtzubereitungen.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 15 (48) Mio. € betrafen im Wesentlichen den Erwerb von 100 % der Anteile an dem ungarischen Fruchtsaftkonzentrathersteller Brix Trade Kft., Nagykallo, im 1. Quartal, den Erwerb von 49 % der Anteile an dem algerischen Fruchtzubereitungshersteller SPA AGRANA Fruit Algeria (vormals: Elafruits SPA), Akbou, im 2. Quartal sowie die Akquisition von 100 % der Anteile des britischen Portionsartikelherstellers CustomPack Ltd, Telford, im 3. Quartal. Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen maßgeblich auf den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg / Sachsen-Anhalt im 2. Quartal 2017/18.

Entwicklung der Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden von 843 Mio. € am 28. Februar 2018 reduzierten sich um 62 Mio. € auf 781 Mio. € am 30. November 2018. Dabei wurden die Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von insgesamt 269 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 156 Mio. € vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 293 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus der Veränderung des Working Capitals von 195 Mio. € finanziert.

Finanzierungsrechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quarta
Mio. € 2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18 + / -in %
Cashflow 66 184 - 64,2 293 532 -44,9
Zunahme (-) /Abnahme (+) des Working Capitals 4 10 - 55,0 195 186 4,4
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 69 194 - 64,3 485 718 - 32,5
Summe Investitionen in Sachanlagen1 - 87 - 95 - 8,3 - 254 - 250 1,4
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 6 0 - - 15 - 48 - 68,7
Investitionen gesamt - 93 - 95 - 2,1 - 269 - 298 - 9,9
Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit 56 3 > 100 7 5 40,0
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit - 37 - 92 - 59,6 - 262 - 293 - 10,8
Aufstockungen an Tochterunternehmen (-) 0 0 - 0 - 1 - 20,0
Abstockungen an Tochterunternehmen (+) / Kapitalerhöhung (+) / bzw. -rückkauf (-) 3 0 - 3 0 > 100
Gewinnausschüttungen - 6 - 6 3,6 - 156 - 159 - 1,9
Sonstige Cashflows aus Finanzierungstätigkeit - 118 413 - - 182 342 -
Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit - 121 407 - - 335 182 -
Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel 3 4 - 25 - 6 6 -
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel - 86 512 - - 118 614 -
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 554 682 - 18,9 585 581 0,8
Flüssige Mittel am Ende der Periode 467 1.195 - 60,9 467 1.195 - 60,9


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


Konzernvermögenslage

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Bilanz Mio. € 30. November 2018 30. November 2017 + / -in %
Aktiva


Immaterielle Vermögenswerte 1.676 1.270 32,0
Sachanlagen 3.025 2.943 2,8
Übrige Vermögenswerte 535 577 - 7,3
Langfristige Vermögenswerte 5.236 4.790 9,3
Vorräte 1.832 1.859 - 1,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.015 1.031 - 1,6
Übrige Vermögenswerte 869 1.637 - 46,9
Kurzfristige Vermögenswerte 3.716 4.527 - 17,9
Bilanzsumme 8.952 9.317 - 3,9
Passiva


Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG 3.366 3.403 - 1,1
Hybrid-Eigenkapital 654 653 0,1
Sonstige nicht beherrschende Anteile 891 906 - 1,6
Eigenkapital 4.911 4.962 - 1,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 788 830 - 5,0
Finanzverbindlichkeiten 1.138 1.028 10,7
Übrige Schulden 388 289 34,3
Langfristige Schulden 2.314 2.147 7,8
Finanzverbindlichkeiten 254 459 - 44,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 859 1.103 - 22,1
Übrige Schulden 614 646 - 5,0
Kurzfristige Schulden 1.727 2.208 - 21,8
Bilanzsumme 8.952 9.317 - 3,9
Nettofinanzschulden 781 148 > 100
Eigenkapitalquote in % 54,9 53,3
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) 15,9 3,0


TABELLE 05

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 446 Mio. € auf 5.236 (4.790) Mio. €. Insbesondere durch den Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA, im 4. Quartal 2017/18 erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um 406 Mio. € auf 1.676 (1.270) Mio. €. Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich bedingt durch Investitionen sowie die Konsolidierungskreisänderungen um 82 Mio. € auf 3.025 (2.943) Mio. €. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 42 Mio. € auf 535 (577) Mio. € resultierte insbesondere aus rückläufigen Beteiligungswerten der at Equity einbezogenen Unternehmen von 395 (415) Mio. € und geringeren aktiven latenten Steuern von 84 (106) Mio. €.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 811 Mio. € auf 3.716 (4.527) Mio. € zurück. Die Vorratsbestände reduzierten sich um 27 Mio. € auf 1.832 (1.859) Mio. €, was maßgeblich aus dem überwiegend mengenbedingten Rückgang im Segment Zucker resultierte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren mit 1.015 (1.031) Mio. € um 16 Mio. € geringer. Die übrigen Vermögenswerte, die auch die flüssigen Mittel umfassen, reduzierten sich um 768 Mio. € auf 869 (1.637) Mio. €. Die Emission der 500-Mio.-€-Anleihe am 21. November 2017 mit siebenjähriger Laufzeit und einem Coupon von 1 % führte zu einem entsprechenden Anstieg der flüssigen Mittel zum 30. November 2017. Im Folgenden reduzierten sich die flüssigen Mittel insbesondere durch die Rückzahlung der 400-Mio.-€-Anleihe am 29. März 2018.

Eigenkapital

Das Eigenkapital lag mit 4.911 (4.962) Mio. € leicht unter Vorjahresniveau; bei einer geringeren Bilanzsumme von 8.952 (9.317) Mio. € ergab sich eine Eigenkapitalquote von 55 (53) %. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG lag mit 3.366 (3.403) Mio. € ebenfalls leicht unter Vorjahresniveau; die sonstigen nicht beherrschenden Anteile nahmen um 15 Mio. € auf 891 (906) Mio. € ab.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 167 Mio. € auf 2.314 (2.147) Mio. €. Dabei reduzierten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 42 Mio. € auf 788 (830) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gestiegenen Marktzinssatz von 2,20 % am 30. November 2018 nach 1,90 % am 30. November 2017. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 110 Mio. € auf 1.138 (1.028) Mio. € durch gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der übrigen Schulden um 99 Mio. € auf 388 (289) Mio. € resultiert maßgeblich aus den gestiegenen passiven latenten Steuern.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 481 Mio. € auf 1.727 (2.208) Mio. €. Dabei verzeichneten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten einen Rückgang um 205 Mio. € auf 254 (459) Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 244 Mio. € auf 859 (1.103) Mio. € zurück; darin enthalten sind rückläufige Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in Höhe von 288 (577) Mio. €. Der Rückgang war insbesondere mengenbedingt und zudem beeinflusst durch bereits Ende November 2018 geleistete Rübengeldzahlungen, die im Vorjahr erst Anfang Dezember anfielen. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um 32 Mio. € auf 614 (646) Mio. € zu verzeichnen.

Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2018 erhöhten sich um 633 Mio. € auf 781 (148) Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag; sie entsprachen 15,9 (3,0) % des Eigenkapitals. Dabei wirkte sich insbesondere die Kaufpreiszahlung von 384 Mio. € für den Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc. am 1. Dezember 2017 aus.

Am 5. April 2018 änderte Moody's den Ausblick von stabil auf negativ. Am 12. Dezember 2018 senkte Moody's das Unternehmens- und Anleihe-Rating von Baa2 auf Baa3 mit negativem Ausblick.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/19 mit 20.129 (18.801) über Vorjahr. Im Segment Spezialitäten stieg die Mitarbeiterzahl um 1.020 auf 5.909 (4.889), was insbesondere aus dem Mitarbeiterzuwachs im Rahmen der Erwerbe von Richelieu Foods Inc., Braintree / Massachusetts / USA, im 4. Quartal 2017/18 und CustomPack Ltd, Telford / Großbritannien, im 3. Quartal 2018/19 resultierte.

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmenten

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30. November 2018 2017 + / -in %
Zucker 8.269 8.385 - 1,4
Spezialitäten 5.909 4.889 20,9
CropEnergies 425 406 4,7
Frucht 5.526 5.121 7,9
Konzern 20.129 18.801 7,1


TABELLE 06

SEGMENT ZUCKER

Märkte und Rahmenbedingungen

Weltzuckermarkt

Das deutsche Analystenhaus F. O. Licht rechnet in einer Aktualisierung der Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Dezember 2018 für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (1. Oktober bis 30. September) nun mit einem leichten Defizit. Auf Basis dieser aktualisierten Schätzung wird aufgrund einer rückläufigen Produktion von 185,0 (193,3) Mio. t bei einem weiter wachsenden Verbrauch von 186,3 (183,7) Mio. t ein leichter Rückgang der Bestände auf 74,0 (75,7) Mio. t bzw. auf 39,7 (41,2) % eines Jahresverbrauchs erwartet. Dieses nunmehr erwartete Bestandsniveau liegt rund 11 Mio. t und die nunmehr erwartete Relation des Bestands zum Verbrauch rund 6 Prozentpunkte unter den Werten der August-Schätzung 2018.

Nach Beginn des Geschäftsjahres 2018/19 ging der Weltmarktpreis für Weißzucker zunächst von 296 €/t auf nahezu 250 €/t im April zurück. Unterstützt von einem stärkeren US-Dollar erholte er sich im Mai wieder auf rund 300 €/t. Ab Mitte Juli fiel das Weltmarktpreisniveau zunächst wieder und erreichte zeitweise nahezu 260 €/t, bevor es im Oktober auf rund 340 €/t - das höchste Preisniveau seit nahezu einem Jahr - anstieg, danach aber wieder nachgab. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 307 €/t.

EU-Zuckermarkt

Das zurückliegende Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30. September) 2017/18 war das erste nach Wegfall der Zuckerquotenregelung und der Zuckerrübenmindestpreise. Bei sehr guten Erträgen stiegen die Zuckererzeugung und die nun wieder unbegrenzt möglichen Exporte deutlich an, die Importe hingegen gingen zurück.

Die Erzeugungserwartungen für das seit 1. Oktober 2018 laufende ZWJ 2018/19 sind aufgrund der trockenheitsbedingt schlechteren Erträge in den großen europäischen Anbauregionen deutlich geringer als im vorhergehenden Jahr. Die EU-Kommission geht in ihrer Schätzung vom September 2018 bei einer stabilen Rübenanbaufläche von einem Rückgang der Erzeugung (inkl. Isoglukose) um 1,9 Mio. t auf 19,8 (21,7) Mio. t aus. Das Analystenhaus F. O. Licht erwartet mittlerweile einen Erzeugungsrückgang in der EU um knapp 3 Mio. t Weißzucker. Daher sollten die Exporte und die Bestände deutlich zurückgehen.

Zu Beginn des abgelaufenen ZWJ 2017/18 im Oktober 2017 fiel der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) von rund 500 €/t loser Zucker ab Werk zunächst auf 420 €/t und sank in den Folgemonaten auf knapp unter 350 €/t. Zu Beginn des neuen ZWJ 2018/19 ging der Preis nochmals um 27 €/t auf einen historischen Tiefstwert von nur noch 320 €/t im Oktober 2018 zurück. Der EU-Preis für Zucker liegt somit nunmehr rund 20 % unter dem regulatorisch festgelegten Referenzschwellenwert von 404 €/t.

Energiemarkt

Die Ölpreisrallye setzte sich zu Beginn des 3. Quartals zunächst fort, als sich eine Angebotsknappheit als Folge sanktionsbedingt rückläufiger Ölexporte aus dem Iran abzeichnete. Der Brent-Rohölpreis verteuerte sich Anfang Oktober 2018 auf ein Vierjahreshoch von 86 USD/Barrel. Die Marktstimmung kippte jedoch, als Rekord-Ölproduktionen in Saudi-Arabien und Russland sowie ein starker Produktionsanstieg in den USA bekannt wurden. Zudem ging die Nachfrage zurück, weil der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt und sinkende Wachstumsprognosen für die Eurozone zunehmend negative Konjunktursignale aussendeten. Erst die Aussicht auf Produktionskürzungen in Saudi-Arabien und Russland bremste den Preisrückgang am Quartalsende. Der Brent-Ölpreis ging am 30. November mit 59 USD/Barrel aus dem Handel.

EU-Agrar- und Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen

Zum 1. Juni 2018 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Vorschläge zur EU-Agrarpolitik nach 2020. Diese ergänzen die im Mai vorgelegten Budgetvorschläge zum EU-Haushalt nach 2020. Es wird erwartet, dass die Vorschläge zu einer Reduzierung der staatlichen Zahlungen in Form von Direktzahlungen führen können, was den Anpassungsdruck in der Landwirtschaft weiter erhöhen würde. Darüber hinaus ist mit einer stärkeren nationalen Ausrichtung der Agrarpolitik zu rechnen. Diese Tendenz, die das Prinzip des gemeinsamen Marktes für Agrarprodukte und Zucker unterhöhlt, birgt das Risiko zunehmender wettbewerbsverzerrender nationaler Maßnahmen. So gehen die bereits heute in einigen EU-Ländern an den Zuckerrübenanbau gekoppelten Direktzahlungen zulasten der wettbewerbsstarken Anbauregionen, in denen Südzucker überwiegend aktiv ist.

Neben den seit Jahren stockenden WTO-Gesprächen verhandelt die EU mit verschiedenen Staaten bzw. Staatengemeinschaften, wie beispielsweise dem MERCOSUR-Verbund und Australien, über mögliche Freihandelsabkommen. Sollten Zucker und zuckerhaltige Waren - entgegen der bisherigen Handelspraxis - nicht als sensible Produkte eingestuft werden, könnten künftig zusätzliche Zuckermengen zollbegünstigt in die EU importiert werden.

Nach der Zustimmung des EU-Parlaments zum Freihandelsabkommen mit Japan wird mit dessen Inkrafttreten zum 1. Februar 2019 gerechnet. Im Zuckerbereich wird Japan vier Einfuhrkontingente von insgesamt 3.650 t pro Jahr einräumen und die EU ihre Zollsätze auf die Einfuhren von Zucker ab dem Inkrafttreten des Abkommens abschaffen. Japan ist derzeit Netto-Importeur von Zucker.

Im April 2018 erfolgte eine Grundsatzeinigung zwischen Mexiko und der EU über ein Freihandelsabkommen. Nunmehr wurde der Vertragsentwurf veröffentlicht. Für Rohzucker zur Raffination hat die EU ein sukzessive steigendes zollbegünstigtes Importkontingent von 30.000 t pro Jahr ab dem dritten Jahr nach Inkrafttreten des Abkommens eingeräumt. Der Vertragsentwurf muss nun von den EU-Gremien verabschiedet werden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass das Abkommen 2020 in Kraft treten könnte.

Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht 2017/18 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der EU-Zuckerpolitik, WTO-Verhandlungen und Freihandelsabkommen ergeben.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Umsatz im Segment Zucker sank in den ersten drei Quartalen infolge deutlich niedrigerer Erlöse auf 2.060 (2.349) Mio. €. Trotz im 3. Quartal unter Vorjahr liegender Exportmengen infolge der trockenheitsbedingt geringeren Ernte lag der Absatz im gesamten Berichtszeitraum noch deutlich über Vorjahr, was den Erlösrückgang aber nicht kompensieren konnte.

Während im Vorjahr in der ersten Geschäftsjahreshälfte die Erlöse noch angestiegen waren, gingen diese seit Oktober 2017 deutlich zurück. Im Oktober 2018 sanken die Erlöse wie erwartet nochmals. Seit dem 3. Quartal belastet darüber hinaus auch die trockenheitsbedingt schlechtere Ernte 2018 die Ergebnisentwicklung. Daher ging das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 auf -83 (150) Mio. € zurück. Während das erste Geschäftshalbjahr noch ausgeglichen war, ist im 3. Quartal ein Verlust von -85 (38) Mio. € angefallen.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker auf 2 (- 25) Mio. € und betrifft -neben der AGRANA-Studen-Gruppe und Maxi S.r.l. - ED&F Man Holdings Limited. Trotz der deutlichen Ergebnisverbesserung reflektiert der moderate Ergebnisbeitrag das weiterhin schwierige Umfeld im Bereich Zucker.

Rübenanbau und Kampagne 2018

Die ausgeprägte Sommertrockenheit in den meisten unserer Anbaugebiete spiegelt sich in insgesamt unterdurchschnittlichen Rübenerträgen in der Südzucker-Gruppe wider. Dagegen liegt der erwartete Zuckergehalt über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Aufgrund der insgesamt geringeren Erntemengen wird die Kampagne durchschnittlich kürzer als im Vorjahr dauern. Die letzten Fabriken werden ihre Verarbeitung Anfang Februar beenden.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen der ersten neun Monate in Höhe von 103 (121) Mio. € entfielen überwiegend auf Ersatzinvestitionen, Effizienzverbesserungen in der Produktion sowie Investitionen im Bereich Lager und Logistik. Dazu zählen Maßnahmen wie weitere Abpackmaschinen und Lagerhallen, aber auch deren Anbindung an die Infrastruktur. Weitere Schwerpunkte bildeten Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen wie Abwasserreinigung, in Emissionsreduktionen bei der Dampferzeugung sowie in den Lärmschutz. Hervorzuheben sind zudem Projekte zur Erneuerung der Prozessleitsysteme in den Werken der Südzucker AG. Erweiterungen von Lagerkapazitäten für Dicksaft oder Melasse sowie Fertigwarenlager sind wesentliche Logistikbausteine für die mittlerweile längeren Rüben- und Dicksaftkampagnen.

Geschäftsentwicklung im Segment Zucker

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3. Quartal 1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18
Umsatzerlöse Mio. € 671 831 - 19,4 2.060 2.349
EBITDA Mio. € - 26 97 - 5 240
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 59 - 59 - 1,3 - 88 - 90
Operatives Ergebnis Mio. € - 85 38 - - 83 150
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € - 2 - 2 10,5 - 3 - 6
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 - 22 - 2 - 25
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € - 87 14 - - 84 119
EBITDA-Marge % - 4,0 11,7
0,2 10,2
Operative Marge % - 12,8 4,6
- 4,0 6,4
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 40 46 - 12,2 103 121
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - 2 2
Investitionen gesamt Mio. € 40 46 - 12,2 105 123
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. €


321 327
Capital Employed Mio. €


3.030 2.898
Mitarbeiter



8.269 8.385


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1. - 3. Quartal

+ / -in %
Umsatzerlöse - 12,3
EBITDA - 98,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 3,2
Operatives Ergebnis -
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen - 39,3
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit -
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen1 - 14,2
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 25,0
Investitionen gesamt - 14,4
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 1,9
Capital Employed 4,5
Mitarbeiter - 1,4


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


Tabelle 7

SEGMENT SPEZIALITÄTEN

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Auch im 3. Quartal legte der Umsatz im Segment Spezialitäten weiterhin deutlich zu und erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 1.710 (1.447) Mio. €. Zum Umsatzwachstum trugen insbesondere die Umsatzbeiträge des im Vorjahr noch nicht enthaltenen Tiefkühlpizzaherstellers Richelieu Foods Inc., USA, bei.

Das operative Ergebnis lag mit 118 (116) Mio. € leicht über dem Vorjahreswert. Damit konnte der Ergebnisrückgang aus dem 1. Halbjahr im 3. Quartal mehr als aufgeholt werden. Der Bereich Stärke profitierte dabei insbesondere von zuletzt deutlich höheren Ethanolerlösen, während diese im Verlauf des 3. Quartals des Vorjahres erheblich nachgaben. Die übrigen Produktbereiche zeigten weiterhin eine insgesamt positive Entwicklung.

Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 14 (27) Mio. € betraf im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen Hungrana-Gruppe, die von den negativen Marktpreisentwicklungen bei Bioethanol und - als größter europäischer Hersteller von Isoglukose - bei Verzuckerungsprodukten besonders getroffen wurde.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 109 (85) Mio. € betrafen in der Division BENEO vorrangig Maßnahmen zur Erfüllung von Marktanforderungen im Bereich Säuglingsnahrung. Daneben werden in allen Geschäftsfeldern der BENEO-Gruppe die Anlagen zur Kapazitätssteigerung optimiert bzw. erweitert. Dazu werden zum Teil neue Produktionslinien errichtet. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang an den österreichischen Standorten auf die Steigerung der Kartoffelverarbeitung u. a. durch die Errichtung neuer Trockneranlagen für Kartoffelstärke und Kartoffelfasern in Gmünd sowie auf die Erweiterung der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf. In Aschach wurde u. a. in den Ausbau der Energieversorgung investiert. Die Investitionen in der Division Freiberger fielen überwiegend für die Effizienzverbesserung bestehender Anlagen in Großbritannien an.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen von 7 (46) Mio. € betrafen im Wesentlichen den Erwerb von 100 % der Anteile an dem Portionsartikelhersteller CustomPack Ltd, Telford / Großbritannien, im 3. Quartal. Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen auf den 100%igen Erwerb des Tiefkühlpizzaherstellers HASA GmbH in Burg / Sachsen-Anhalt im 2. Quartal 2017/18.

Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitäten

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3. Quartal 1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18
Umsatzerlöse Mio. € 584 499 17,2 1.710 1.447
EBITDA Mio. € 70 62 13,2 202 184
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 28 - 25 10,7 - 84 - 68
Operatives Ergebnis Mio. € 42 37 14,9 118 116
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 5 7 - 33,3 14 27
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 47 44 8,0 132 143
EBITDA-Marge % 12,0 12,5
11,8 12,8
Operative Marge % 7,3 7,4
6,9 8,0
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 30 32 - 6,2 109 85
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 6 0 - 7 46
Investitionen gesamt Mio. € 36 32 12,1 116 131
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. €


72 86
Capital Employed Mio. €


2.167 1.574
Mitarbeiter



5.909 4.889


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1. - 3. Quartal

+ / -in %
Umsatzerlöse 18,1
EBITDA 9,4
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 23,5
Operatives Ergebnis 1,2
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen - 47,7
Ergebnis der Betriebstätigkeit - 7,6
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen1 27,2
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen - 83,4
Investitionen gesamt - 11,5
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen - 15,8
Capital Employed 37,6
Mitarbeiter 20,9



TABELLE 08


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


SEGMENT CROPENERGIES

Märkte und Rahmenbedingungen

Ethanolmarkt

In den USA ist der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) im 3. Quartal 2018/19 von umgerechnet 292 €/m3 weiter auf 285 €/m3 gesunken. Der anhaltend hohe Preisdruck ist insbesondere auf die zunehmenden Produktionsüberschüsse zurückzuführen. Die bisherigen Daten zeigen, dass in den USA im Jahr 2018 über 7,5 (6,9) Mio. m3 Ethanol mehr produziert als im Inland verbraucht wurden. Infolgedessen waren in den USA im Jahr 2018 nicht nur durchgehend hohe Lagerbestände zu verzeichnen, sondern es wurden nach vorläufigen Handelsdaten auch mehr als 6,0 (5,2) Mio. m3 Ethanol in Drittstaaten exportiert.

In Brasilien zogen die Ethanolpreise von 350 €/m3 Anfang September 2018 auf 425 €/m3 Ende November 2018 an. Im aktuellen Zuckerwirtschaftsjahr 2018/19 wird ein Anstieg der Ethanolproduktion auf 31,5 (27,8) Mio. m3 erwartet. Die deutliche Ausweitung der Produktion wird von einer ebenfalls dynamischen Nachfrageentwicklung begleitet. Der Inlandsverbrauch soll auf 31,2 (28,4) Mio. m3 steigen, sodass in Anbetracht einer weitgehend ausgeglichenen Versorgungsbilanz mit keinen wesentlichen Nettoexporten Brasiliens zu rechnen ist.

EU-Mengenbilanz Bioethanol

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Mio. m3 2016 2017 2018e 2019e
Anfangsbestand 2,4 2,2 2,1 2,1
Erzeugung 7,0 7,5 7,7 7,6
davon Kraftstoffethanol 4,8 5,3 5,4 5,2
Import 0,6 0,5 0,5 0,5
Verbrauch - 7,6 - 7,9 - 7,9 - 7,9
davon Kraftstoffethanol - 5,1 - 5,4 - 5,3 - 5,3
Export - 0,2 - 0,2 - 0,3 - 0,3
Endbestand 2,2 2,1 2,1 2,0


Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, Dezember 2018.

TABELLE 09

Die Ethanolpreise in Europa setzten im Berichtszeitraum ihre Berg- und-Tal-Fahrt fort. Nach 505 €/m3 Anfang September 2018 gingen die Preise bis Mitte Oktober 2018 auf rund 475 €/m3 zurück. Die Spotpreise wiesen dabei im Vergleich zu kurzfristigen Terminkursen nochmals zusätzliche Abschläge von ca. 30 €/m3 auf. Bis Ende November 2018 erholten sich die Ethanolpreise deutlich und schlossen letztlich bei 531 €/m3 , wobei die Spotpreise sogar rund 590 €/m3 erreichten. Zu der hohen Volatilität trugen insbesondere Spekulationen über die Auslastung europäischer Anlagen sowie die Vorteilhaftigkeit von Importen bei. Im Jahr 2018 sollen unverändert 0,5 (0,5) Mio. m3 Ethanol importiert werden. Den Einfuhren stehen dabei eine Inlandsproduktion von 7,7 (7,5) Mio. m3 und ein Inlandsverbrauch von 7,9 (7,9) Mio. m3 gegenüber. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll mit 5,4 (5,3) Mio. m3 den Verbrauch von 5,3 (5,4) Mio. m3 leicht übersteigen.

Getreidemarkt

Dem US-Landwirtschaftsministerium zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2018/19 auf 2.107 (2.120) Mio. t fallen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.153 (2.117) Mio. t wird mit einem Rückgang der Bestände auf 603 (649) Mio. t gerechnet.

Aufgrund der ausgeprägten Trockenheit in weiten Teilen der EU rechnet die EU-Kommission mit einem Rückgang der Getreideernte 2018/19 auf 285 (305) Mio. t. Der Verbrauch soll sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert auf 286 (286) Mio. t belaufen. Die europäischen Weizenpreise an der Euro-next in Paris bewegten sich im 3. Quartal 2018/19 weiterhin auf hohem Niveau und pendelten dabei in einer engen Bandbreite um die Marke von 200 €/t.

Erneuerbare-Energien-Richtlinie nach 2020

Nach der Zustimmung von Europäischem Parlament und Rat trat die neugefasste Erneuerbare-Energien-Richtlinie am 24. Dezember 2018 in Kraft. Der Anteil an erneuerbaren Energien in der EU soll demnach bis 2030 auf mindestens 32 % ansteigen. Im Transportsektor ist ein Anteil von mindestens 14 % vorgesehen. Dazu können erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen unverändert beitragen. Ihr Beitrag soll sich bis zu einem Prozentpunkt über dem im Jahr 2020 erreichten Niveau bewegen können. Gleichzeitig soll die Nutzung von Biokraftstoffen, deren Rohstoffgewinnung zu einem Verlust an kohlenstoffreichen Gebieten (z. B. Regenwald) führt, ab 2023 sukzessive reduziert werden. Der Anteil von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll von 0,2 % im Jahr 2022 auf mindestens 3,5 % im Jahr 2030 steigen. Darüber hinaus können diese Kraftstoffe, wie auch erneuerbarer Strom, im Straßenverkehr mehrfach auf das Transportziel angerechnet werden.

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie bis 2030 bietet die Chance, dass nachhaltig hergestellte, erneuerbare Kraftstoffe nun auch nach 2020 zum Klimaschutz auf Europas Straßen beitragen können. Auf dem Weg dorthin ist es nun notwendig, dass die EU-Mitgliedsstaaten bei der flächendeckenden E10-Einführung ohne weitere Verzögerungen voranschreiten. Kritisch zu beurteilen ist die mehrfache Anrechnung von bestimmten Kraftstoffen und Energieträgern. Durch die damit verbundene virtuelle Erhöhung des Erneuerbare-Energien-Anteils werden weder der Verbrauch fossiler Kraftstoffe noch die damit verbundenen Emissionen gesenkt. In den kommenden Jahren wird es an den EU-Mitgliedsstaaten liegen, mit einer sachgerechten Umsetzung der europäischen Vorgaben auf nationaler Ebene den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken und die Klimabilanz von Kraftstoffen zu verbessern.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Im Segment CropEnergies blieb der Umsatz im Berichtszeitraum mit 532 (622) Mio. € deutlich unter dem Vorjahr. Dies ist auf eine deutlich reduzierte Absatzmenge sowie geringere Ethanolerlöse zurückzuführen. Die Ethanolerlöse lagen im 1. Halbjahr noch unter dem überdurchschnittlich hohen Erlösniveau im 1. Halbjahr des Vorjahres. Hingegen übertrafen die gestiegenen Ethanolerlöse im 3. Quartal bereits die Erlöse im Vorjahreszeitraum.

Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergies

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3. Quartal 1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18
Umsatzerlöse Mio. € 183 195 - 5,8 532 622
EBITDA Mio. € 15 22 - 32,3 48 88
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 10 - 10 1,0 - 29 - 29
Operatives Ergebnis Mio. € 5 12 - 59,2 19 59
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 10 0 - 10 0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 15 12 28,8 29 59
EBITDA-Marge % 8,0 11,1
9,1 14,2
Operative Marge % 2,7 6,2
3,6 9,5
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 4 3 26,7 9 15
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - 0 0
Investitionen gesamt Mio. € 4 3 26,7 9 15
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. €


2 2
Capital Employed Mio. €


433 465
Mitarbeiter



425 406


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1. - 3. Quartal

+ / -in %
Umsatzerlöse - 14,5
EBITDA - 45,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1,4
Operatives Ergebnis - 67,8
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit -49,7
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen1 - 44,8
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen -
Investitionen gesamt -44,8
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 5,3
Capital Employed - 6,9
Mitarbeiter 4,7


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


TABELLE 10

Infolge der negativen Umsatzentwicklung verringerte sich auch das operative Ergebnis im Berichtszeitraum auf 19 (59) Mio. €. Dabei wirkte neben einer reduzierten Absatzmenge sowie niedrigeren Erlösen ein Anstieg der Rohstoffstoffkosten belastend.

Aufgrund des starken Preisrückgangs für Bioethanol im Oktober 2018 entschloss sich CropEnergies, in der Anlage in Wilton / Großbritannien ab Ende November 2018 eine Produktionspause einzulegen.

Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen

Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von 10 (0) Mio. € betraf im Wesentlichen die Auflösung einer in 2016/17 gebildeten Rückstellung für Branntweinsteuerrisiken in Deutschland im Zusammenhang mit Ethanolverkäufen; das entsprechende Verfahren wurde im 3. Quartal erfolgreich abgeschlossen.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in den ersten neun Monaten von 9 (15) Mio. € dienten neben dem Ersatz von Grundaggregaten insbesondere der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen, u. a. durch die Maßnahmen zum flexiblen Rohstoffeinsatz in Zeitz. Auch an den anderen Standorten wurden verschiedene Investitionen zur Optimierung in den Bereichen Energie und Entwicklung neuartiger Produkte vorgenommen. Daneben wurden auch Projekte zur allgemeinem Prozessverbesserung durchgeführt.

SEGMENT FRUCHT

Märkte und Rahmenbedingungen

Absatzmärkte

Die marktbestimmenden globalen Konsumtrends sind weiterhin Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Genuss sowie Gesundheit. Dies zeigt sich im Joghurtmarkt vor allem durch zwei Trendrichtungen: einerseits durch die Lancierung von Produkten mit starkem Fokus auf das Tierwohl (z. B. Einsatz von Heumilch, Weidehaltung), andererseits boomen auch weiterhin vegane Milchalternativen (z. B. Soja), da viele Kunden den Konsum von tierischen Produkten entweder einschränken oder zur Gänze aufgeben möchten. Das Clean Labelling, der Kundenwunsch nach Produkten mit möglichst kurzer und verständlicher Zutatenliste sowie Produkten ohne E-Nummer, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein weiterer Trend sind kleinere Portions- oder Packungsgrößen sowie die Kombination von nährwertreichen Produkten (Joghurt mit Protein) mit neuen Geschmacksrichtungen (z. B. Karamell, Kaffee).

Bei Apfelsaftkonzentrat ließen außergewöhnlich hohe Erntemengen in den Hauptanbaugebieten in Polen, Ungarn, Deutschland und Italien die Konzentratpreise gegenüber dem Vorjahr deutlich sinken. Bedingt durch den Frühjahrsfrost in China sowie die Einführung eines US-Importzolls auf Apfelsaftkonzentrat chinesischen Ursprungs konnten signifikante Apfelsaftkonzentratmengen aus Europa in den USA abgesetzt werden.

Die in der Verarbeitungssaison 2018 produzierten Fruchtsaftkonzentrate aus Äpfeln und Beeren sind bereits überwiegend kontrahiert.

Rohstoffmärkte

Bei Äpfeln konnte im Erntejahr 2018 in Europa bedingt durch den guten Vegetationsverlauf eine überdurchschnittlich große Ernte verzeichnet werden. Dies führte zu sehr guten Werksauslastungen der europäischen Standorte, während in China aufgrund von Frühjahrsfrost mit deutlich geringeren Apfelmengen gerechnet wird.

Die Erdbeerernte wurde in allen Regionen abgeschlossen. In den Hauptbeschaffungsmärkten Marokko, Ägypten, Spanien und Mexiko konnten die geplanten Volumen kontrahiert werden, die Preise lagen moderat über dem Vorjahr.

Im Allgemeinen sind die Ernten der übrigen für das Fruchtzubereitungsgeschäft relevanten Früchte (z. B. Himbeere, Sauerkirsche und Ananas) deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. Ausnahme ist die Heidelbeere.

Geschäftsentwicklung im Segment Frucht

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3. Quartal 1. - 3. Quartal


2018/19 2017/18 + / -in % 2018/19 2017/18
Umsatzerlöse Mio. € 279 284 - 1,9 890 884
EBITDA Mio. € 26 27 - 0,4 90 87
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € - 11 - 11 2,8 - 28 - 28
Operatives Ergebnis Mio. € 15 16 - 2,6 62 59
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. € 0 0 - 0 0
Ergebnis der Betriebstätigkeit Mio. € 15 16 - 2,6 62 59
EBITDA-Marge % 9,4 9,3
10,1 9,8
Operative Marge % 5,5 5,5
7,0 6,7
Investitionen in Sachanlagen1 Mio. € 13 14 - 7,4 33 29
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen Mio. € 0 0 - 6 0
Investitionen gesamt Mio. € 13 14 - 7,4 39 29
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. €


0 0
Capital Employed Mio. €


881 901
Mitarbeiter



5.526 5.121


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1. - 3. Quartal

+ / -in %
Umsatzerlöse 0,7
EBITDA 3,0
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 1,1
Operatives Ergebnis 4,9
Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen -
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -
Ergebnis der Betriebstätigkeit 4,9
EBITDA-Marge
Operative Marge
Investitionen in Sachanlagen1 15,2
Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen -
Investitionen gesamt 35,6
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen -
Capital Employed - 2,3
Mitarbeiter 7,9


1 Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.


TABELLE 11

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate verlief die Beerensaison 2018 sehr zufriedenstellend und die Rohstoffverfügbarkeit war gut.

Geschäftsentwicklung

Umsatz und operatives Ergebnis

Der Umsatz im Segment Frucht blieb im Berichtszeitraum mit 890 (884) Mio. € stabil. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten rückläufige Erlöse durch Absatzsteigerungen ausgeglichen werden. Der Bereich Fruchtsaftkonzentrate erzielte trotz geringerer Mengen durch deutlich gestiegene Erlöse einen Umsatzzuwachs.

Das operative Ergebnis stieg in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 moderat auf 62 (59) Mio. €. In der Division Fruchtsaftkonzentrate ist dies auf erlösbedingt höhere Margen zurückzuführen. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten erlösbedingt rückläufige Margen sowie gestiegene Kosten nicht durch Absatzsteigerungen ausgeglichen werden.

Investitionen in Sachanlagen

Die Investitionen in den ersten drei Quartalen beliefen sich auf 33 (29) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitungen wurden neben Ersatzinvestitionen auch Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung u. a. durch den Neubau des Fruchtzubereitungswerks in Jiangsu / China vorgenommen. Daneben wurde in die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk in Australien investiert. In der Division Fruchtsaftkonzentrate lag der Fokus auf dem Bau der Grundstoffanlage für Aromen in Österreich. Daneben bildeten Ersatzinvestitionen, Produktionsoptimierungen und Investitionen aus Marktanforderungen die weiteren Themenschwerpunkte.

Investitionen in Finanzanlagen

Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 6 (0) Mio. € betrafen den Erwerb von 100 % der Anteile am ungarischen Fruchtsaftkonzentrathersteller Brix Trade Kft., Nagykallo, im 1. Quartal sowie den Erwerb von 49 % der Anteile am algerischen Fruchtzubereitungshersteller SPA AGRANA Fruit Algeria (vormals: Elafruits SPA), Akbou, im 2. Quartal.

PROGNOSEBERICHT

Konzern

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten wir einen Konzernumsatz von 6,6 bis 6,9 (Vorjahr: 7,0) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment Zucker von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sehen wir den Umsatz in einer Bandbreite von 690 bis 720 Mio. €. Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen und im Segment Frucht mit einem leichten Umsatzanstieg.

Beim operativen Konzernergebnis gehen wir von einer Bandbreite von 25 bis 125 (Vorjahr: 445) Mio. € aus. Der Ergebnisrückgang wird weitgehend auf die erwarteten Verluste im Segment Zucker zurückzuführen sein. Auch im Segment CropEnergies wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Im Segment Spezialitäten erwarten wir ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im Segment Frucht rechnen wir mit einem leicht steigenden operativen Ergebnis.

Wir gehen von einem weiteren Anstieg des Capital Employed aus. Aufgrund des sinkenden operativen Ergebnisses rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ROCE (Vorjahr: 6,7 %).

Segment Zucker

Aufgrund der erwartungsgemäß weiter sinkenden Zuckerpreise gehen wir bei einer infolge der trockenheitsbedingt geringeren Ernte im Gesamtjahr nahezu stabilen Absatzmenge von einem deutlichen Umsatzrückgang (Vorjahr: 3,0 Mrd. €) im Segment Zucker aus.

Neben dem drastischen Rückgang der Zuckerpreise auf ein historisch niedriges Niveau wird die Ergebnisentwicklung in der zweiten Geschäftsjahreshälfte aufgrund der trockenheitsbedingt geringeren Ernte durch eine geringere Auslastung der Produktionskapazitäten sowie sinkende Exportmengen belastet. Die sich seit einigen Wochen auf den Spotmärkten abzeichnende Erholung der Zuckererlöse infolge der europaweit knappen Ernte hat wegen der mit Zuckerkunden geschlossenen Jahreskontrakte auf das laufende Geschäftsjahr keinen wesentlichen Einfluss mehr. Daher erwarten wir im Segment Zucker einen operativen Verlust in einer Bandbreite von - 150 bis - 250 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €).

Auch vor diesem Hintergrund wird die bereits angekündigte Prüfung und Neubewertung der bisherigen Strategie im Segment intensiviert.

Segment Spezialitäten

Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,0 Mrd. €). Beim operativen Ergebnis erwarten wir ein Ergebnis auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 158 Mio. €). Die Prognose basiert auf einem sehr schwierigen Marktumfeld für Verzuckerungsprodukte (Stärke) sowie sehr volatilen, zuletzt wieder höheren Ethanolerlösen, während in allen anderen Produktbereichen unverändert von einer planmäßigen Entwicklung ausgegangen wird.

Segment CropEnergies

Die wesentlichen Ursachen für den Rückgang von Umsatz und Ergebnis in den ersten drei Quartalen sind der deutlich unter Vorjahr liegende Ethanolpreis, die geringere Absatzmenge sowie der Anstieg der Rohstoffkosten. In den letzten Wochen unterlag der Ethanolpreis in Europa großen Schwankungen. Während er Mitte Oktober 2018 bei rund 475 €/m3 notierte, stieg er bis Mitte Dezember 2018 auf rund 615 €/m3 . Da sich Preisänderungen unmittelbar auf Umsatz und Ergebnis niederschlagen, erwarten wir einen Umsatz in einer Bandbreite von 690 bis 720 (Vorjahr: 808) Mio. €. Das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von 25 bis 40 (Vorjahr: 72) Mio. € liegen.

Segment Frucht

Wir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018/19 einen leichten Anstieg des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und des operativen Ergebnisses (Vorjahr: 76 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung, aber aufgrund von negativen Währungseffekten mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird bei einem stabilen Umsatz von einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses ausgegangen.

Zukunftsgerichtete Aussagen / Prognosen

Diese Quartalsmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2017/18 auf den Seiten 83 bis 94. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden.

Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Über diesen Bericht

Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 28. Dezember 2018 aufgestellt.

Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website stehen PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur Verfügung:

www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw.
www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/

Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. - 3. Quartal erstreckt sich über den Zeitraum 1. März bis 30. November.

Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

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Veröffentlicht am 10. Januar 2019

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