![]() Südzucker AGMannheimQuartalsmitteilung 1. Quartal 2019/20Q1
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| ― |
Konzernumsatz liegt mit 1.680 (1.741) Mio. € um 4 % unter Vorjahr. |
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| ― |
Operatives Konzernergebnis sinkt um 31 Mio. € auf 47 (78) Mio. €. |
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| ― |
Segment Zucker weist Umsatzrückgang und operativen Verlust infolge gesunkener Zuckererlöse
aus:
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| ― |
Fortgesetztes Wachstum im Segment Spezialitäten. Umsatzanstieg und Verbesserung des
operativen Ergebnisses durch höheres Absatzniveau:
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| ― |
Segment CropEnergies verzeichnet Umsatz- und Ergebnisanstieg infolge höherer Ethanolerlöse:
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| ― |
Segment Frucht verbucht Umsatz auf Vorjahresniveau und Rückgang des operativen Ergebnisses:
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Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (2018/19: 6,8) Mrd. € erwartet. |
| ― |
Operatives Konzernergebnis in einer Bandbreite von 0 bis 100 (2018/19: 27) Mio. € erwartet. |
| ― |
Leichter Anstieg des Capital Employed; ROCE bis zu 1,5 %. |
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatz und Ergebnis | ||||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.680 | 1.741 | - 3,5 |
| EBITDA | Mio. € | 117 | 138 | - 15,3 |
| EBITDA-Marge | % | 6,9 | 7,9 | |
| Abschreibungen | Mio. € | - 70 | - 60 | 16,7 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 47 | 78 | - 40,0 |
| Operative Marge | % | 2,8 | 4,5 | |
| Jahresüberschuss | Mio. € | 11 | 40 | - 73,6 |
| Cashflow und Investitionen | ||||
| Cashflow | Mio. € | 88 | 97 | - 9,4 |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 72 | 66 | 9,1 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 5 | 3 | 43,8 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 77 | 69 | 10,7 |
| Wertentwicklung | ||||
| Sachanlagen1 | Mio. € | 3.341 | 3.267 | 2,3 |
| Goodwill | Mio. € | 735 | 1.396 | - 47,4 |
| Working Capital | Mio. € | 1.979 | 1.890 | 4,7 |
| Capital Employed | Mio. € | 6.167 | 6.666 | - 7,5 |
| Kapitalstruktur | ||||
| Bilanzsumme | Mio. € | 8.172 | 8.932 | - 8,5 |
| Eigenkapital | Mio. € | 3.960 | 5.055 | - 21,7 |
| Nettofinanzschulden | Mio. € | 1.240 | 799 | 55,2 |
| Eigenkapitalquote | % | 48,5 | 56,6 | |
| Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) | % | 31,3 | 15,8 | |
| Aktie | ||||
| Marktkapitalisierung 31. Mai | Mio. € | 2.836 | 3.131 | - 9,4 |
| Gesamtzahl Aktien 31. Mai | Mio. Stück | 204,2 | 204,2 | 0,0 |
| Schlusskurs 31. Mai | € | 13,89 | 15,34 | - 9,5 |
| Ergebnis je Aktie 31. Mai | € | - 0,04 | 0,10 | - |
| Durchschnittliches Handelsvolumen / Tag | Tsd. Stück | 651 | 866 | - 24,8 |
| Performance Südzucker-Aktie 1. März bis 31. Mai | % | 8,1 | 3,9 | |
| Performance SDAX® 1. März bis 31. Mai | % | 0,2 | 2,6 | |
| Mitarbeiter | 20.150 | 19.545 | 3,1 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Der Konzernumsatz im 1. Quartal 2019/20 ging auf 1.680 (1.741) Mio. € zurück. Während
der Umsatz im Segment Zucker deutlich zurückging, lag er im Segment Frucht auf Vorjahresniveau
und stieg in den Segmenten Spezialitäten und CropEnergies an.
Das operative Konzernergebnis verringerte sich deutlich auf 47 (78) Mio. €, was im
Wesentlichen auf den erwarteten Verlust im Segment Zucker zurückzuführen ist. Der
Rückgang im Segment Frucht wird durch Ergebnisverbesserungen in den Segmenten Spezialitäten
und CropEnergies mehr als ausgeglichen.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 37 (84) Mio. € setzt sich aus dem operativen
Ergebnis von 47 (78) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von - 6 (0) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen
von - 4 (6) Mio. € zusammen.
Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung
und Sondereinflüssen von - 6 (0) Mio. € resultiert ausschließlich aus dem Segment
Zucker und betrifft im Wesentlichen das Angebot von Südzucker an die Rübenanbauer
der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in den Segmenten Zucker und Spezialitäten
belief sich auf - 4 (6) Mio. €.
Das Finanzergebnis der ersten drei Monate beträgt - 9 (- 7) Mio. €. Es umfasst ein
Zinsergebnis von - 6 (- 6) Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 3 (- 1)
Mio. €.
Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 28 (77) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 17 (- 37) Mio. €.
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.680 | 1.741 | - 3,5 |
| EBITDA | Mio. € | 117 | 138 | - 15,3 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 70 | - 60 | 16,7 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 47 | 78 | - 40,0 |
| Ergebnis aus Restrukturierung/Sondereinflüssen | Mio. € | - 6 | 0 | > 100 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | - 4 | 6 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 37 | 84 | - 55,8 |
| EBITDA-Marge | % | 6,9 | 7,9 | |
| Operative Marge | % | 2,8 | 4,5 | |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 72 | 66 | 9,1 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 5 | 3 | 43,8 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 77 | 69 | 10,7 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 382 | 376 | 1,5 |
| Capital Employed | Mio. € | 6.167 | 6.666 | - 7,5 |
| Mitarbeiter | 20.150 | 19.545 | 3,1 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
| 1. Quartal | |||
| Mio. € | 2019/20 | 2018/19 | + / - in % |
| Umsatzerlöse | 1.680 | 1.741 | - 3,5 |
| Operatives Ergebnis | 47 | 78 | - 40,0 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | - 6 | 0 | 0,0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | - 4 | 6 | - |
| Ergebnis der betriebstätigkeit | 37 | 84 | - 55,8 |
| Finanzergebnis | - 9 | - 7 | 28,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 28 | 77 | - 63,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 17 | - 37 | - 53,1 |
| Jahresüberschuss | 11 | 40 | - 73,6 |
| davon Aktionäre der Südzucker AG | - 7 | 20 | - |
| davon Hybrid-Eigenkapital | 3 | 3 | 0,0 |
| davon sonstige nicht beherrschende Anteile | 15 | 17 | - 12,2 |
| Ergebnis je Aktie (€) | - 0,04 | 0,10 | - |
Vom Jahresüberschuss von 11 (40) Mio. € entfielen - 7 (20) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 3 (3) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 15 (17) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen.
Das Ergebnis je Aktie betrug - 0,04 (0,10) € für das 1. Quartal 2019/20. Der Ermittlung
lag der zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde.
Der Cashflow erreichte 88 Mio. € nach 97 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 5,3 (5,7)
% der Umsatzerlöse.
Der Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 16 Mio. € nach 26 Mio.
€ im Vorjahreszeitraum resultierte maßgeblich aus dem Abverkauf der Zuckervorräte,
der zum Teil durch die Zahlung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
kompensiert wurde.
Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich im 1. Quartal auf 72 (66) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von
19 (22) Mio. € überwiegend auf Ersatzinvestitionen, Investitionen im Bereich Automatisierung
sowie auf die Verbesserung der Logistik und die Erfüllung von gesetzlichen oder behördlichen
Vorgaben. Das Investitionsvolumen im Segment Spezialitäten in Höhe von 38 (35) Mio.
€ betraf im Wesentlichen die Schaffung neuer Produktionskapazitäten in der Division
Stärke sowie Anlagenerweiterungen und Optimierungen bei BENEO und Freiberger. Die
Investitionen im Segment CropEnergies in Höhe von 5 (2) Mio. € dienten dem Ersatz
und der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Als Einzelmaßnahme ist hier das
Projekt zum flexibleren Einsatz von Rohstoffen im Werk Zeitz zu nennen. Im Segment
Frucht betrafen die Investitionen von 10 (7) Mio. € überwiegend die Division Fruchtzubereitungen
und hierbei die Installation weiterer Produktionslinien.
Die Nettofinanzschulden von 1.129 Mio. € am 28. Februar 2019 stiegen um 111 Mio. €
auf 1.240 Mio. € am 31. Mai 2019. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse)
zum 1. März 2019 resultierte eine erstmalige Erfassung von Leasingverbindlichkeiten
von 136 Mio. € in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Im Übrigen
wurden die Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von insgesamt 77 Mio. € und die
Gewinnausschüttungen von 5 Mio. € vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 88 Mio.
€ sowie dem Mittelzufluss aus dem Abbau des Working Capitals von 16 Mio. € finanziert.
| 1. Quartal | |||
| Mio. € | 2019/20 | 2018/19 | + / - in % |
| Cashflow | 88 | 97 | - 9,4 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) des Working Capitals | 16 | 26 | - 41,3 |
| Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit | 104 | 123 | - 15,8 |
| Summe Investitionen in Sachanlagen1 | - 72 | - 66 | 9,1 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | - 5 | - 3 | 43,8 |
| Investitionen gesamt | - 77 | - 69 | 10,7 |
| Sonstige Cashflows aus Investitionstätigkeit | 2 | 3 | - 33,3 |
| Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Investitionstätigkeit | - 75 | - 66 | 14,0 |
| Aufstockungen an Tochterunternehmen (-) | 0 | 0 | - 100,0 |
| Gewinnausschüttungen | - 5 | - 5 | - 2,1 |
| Sonstige Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | 27 | - 167 | - |
| Mittelabfluss (-) / -zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit | 22 | - 172 | - |
| Sonstige Änderungen der flüssigen Mittel | 1 | - 9 | - |
| Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel | 52 | - 122 | - |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 354 | 585 | - 39,5 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 406 | 463 | - 12,2 |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
| Mio. € | 31. Mai 2019 | 31. Mai 2018 | + / - in % |
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.005 | 1.670 | - 39,8 |
| Sachanlagen | 3.070 | 2.994 | 2,6 |
| Übrige Vermögenswerte | 504 | 507 | - 0,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.579 | 5.171 | - 11,4 |
| Vorräte | 1.733 | 1.760 | - 1,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.088 | 1.084 | 0,4 |
| Übrige Vermögenswerte | 772 | 917 | - 15,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.593 | 3.761 | - 4,5 |
| Bilanzsumme | 8.172 | 8.932 | - 8,5 |
| Passiva | |||
| Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG | 2.408 | 3.472 | - 30,7 |
| Hybrid-Eigenkapital | 654 | 654 | 0,0 |
| Sonstige nicht beherrschende Anteile | 898 | 929 | - 3,4 |
| Eigenkapital | 3.960 | 5.055 | - 21,7 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 884 | 785 | 12,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.220 | 1.096 | 11,2 |
| Übrige Schulden | 423 | 355 | 19,2 |
| Langfristige Schulden | 2.527 | 2.236 | 13,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 571 | 310 | 84,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 627 | 688 | - 9,0 |
| Übrige Schulden | 487 | 643 | - 24,3 |
| Kurzfristige Schulden | 1.685 | 1.641 | 2,7 |
| Bilanzsumme | 8.172 | 8.932 | - 8,5 |
| Nettofinanzschulden | 1.240 | 799 | 55,2 |
| Eigenkapitalquote in % | 48,5 | 56,6 | |
| Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals (Gearing) | 31,3 | 15,8 |
Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 592 Mio. € auf 4.579 (5.171) Mio. € zurück.
Dabei resultierte der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte um 665 Mio. € auf
1.005 (1.670) Mio. € maßgeblich aus der Wertberichtigung des Geschäfts- oder Firmenwerts
im Segment Zucker um 673 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19. Dagegen stieg
der Buchwert der Sachanlagen um 76 Mio. € auf 3.070 (2.994) Mio. €. Hierbei wirkte
- neben den laufenden Investitionen - die Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen
in Höhe von 127 Mio. € aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. März
2019. Diesem Anstieg stand ein Rückgang der Buchwerte der Sachanlagen aufgrund der
zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19 vorgenommenen Wertminderungen gegenüber. Die
übrigen Vermögenswerte lagen mit 504 (507) Mio. € auf Vorjahresniveau.
Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 168 Mio. € auf 3.593 (3.761) Mio. € zurück.
Dabei verzeichneten die Vorratsbestände einen Rückgang um 27 Mio. € auf 1.733 (1.760)
Mio. €, der maßgeblich aus geringeren Bestandsmengen im Segment Zucker resultierte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.088 (1.084) Mio. € auf
Vorjahresniveau. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 145 Mio. € auf 772 (917)
Mio. € ergab sich insbesondere aus einem saisonüblichen Abbau der flüssigen Mittel
sowie aus den geringeren sonstigen Vermögenswerten; letztere enthielten im Vorjahr
Forderungen an die EU infolge zu viel erhobener Produktionsabgaben für die Zuckerwirtschaftsjahre
1999/2000 und 2000/01.
Das Eigenkapital ging auf 3.960 (5.055) Mio. € und die Eigenkapitalquote auf 49 (57)
% zurück. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG reduzierte sich um 1.064
Mio. € auf 2.408 (3.472) Mio. €, was maßgeblich aus dem anteiligen Jahresfehlbetrag
im weiteren Verlauf des Vorjahres resultierte, insbesondere aus der Wertminderung
der Geschäfts- oder Firmenwerte und Sachanlagen sowie der weiteren Aufwendungen im
Zusammenhang mit den geplanten Werkschließungen im Segment Zucker. Die sonstigen nicht
beherrschenden Anteile verzeichneten einen Rückgang um 31 Mio. € auf 898 (929) Mio.
€.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 291 Mio. € auf 2.527 (2.236) Mio. €. Dies
resultierte aus dem Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
um 99 Mio. € auf 884 (785) Mio. € infolge der Bewertung mit dem gesunkenen Marktzinssatz
von 1,60 % am 31. Mai 2019 nach 2,20 % am 31. Mai 2018. Die Finanzverbindlichkeiten
verzeichneten einen Anstieg um 124 Mio. € auf 1.220 (1.096) Mio. € infolge der Erfassung
von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 sowie gestiegener
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die übrigen Schulden verzeichneten einen
Anstieg um 68 Mio. € auf 423 (355) Mio. €, der insbesondere aus den sonstigen Rückstellungen
resultierte.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 44 Mio. € auf 1.685 (1.641) Mio. €. Dabei verzeichneten
die kurzfristigen Finanz-Verbindlichkeiten einen Anstieg um 261 Mio. € auf 571 (310)
Mio. € infolge gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aufgenommener
Commercial Papers und der Erfassung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung
von IFRS 16. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich
um 61 Mio. € auf 627 (688) Mio. €; darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber
Rübenanbauern in Höhe von 136 (228) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus
sonstigen Rückstellungen, Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen,
war ein Rückgang um 156 Mio. € auf 487 (643) Mio. € zu verzeichnen.
Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2019 erhöhten sich um 441 Mio. € auf 1.240 (799)
Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag; sie entsprachen 31,3 (15,8) % des Eigenkapitals.
Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2019/20 mit 20.150 (19.545) über Vorjahr. Der
Anstieg der Zahl der Mitarbeiter im Segment Spezialitäten um 326 auf 6.155 (5.829)
resultierte maßgeblich aus Einstellungen bei den britischen Standorten von Freiberger
und bei AGRANA Stärke in Österreich sowie aus dem Erwerb von CustomPack Ltd, Telford
/ Großbritannien, im 3. Quartal des Vorjahres. Im Segment Frucht stieg die Mitarbeiterzahl
um 354 auf 6.622 (6.268) u. a. aufgrund des im 2. Quartal des Vorjahrs erworbenen
algerischen Fruchtherstellers SPA AGRANA Fruit Algeria.
| 31. Mai | 2019 | 2018 | + / - in % |
| Zucker | 6.932 | 7.037 | - 1,5 |
| Spezialitäten | 6.155 | 5.829 | 5,6 |
| CropEnergies | 441 | 411 | 7,3 |
| Frucht | 6.622 | 6.268 | 5,6 |
| Konzern | 20.150 | 19.545 | 3,1 |
In einer Aktualisierung der ersten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das kommende
Wirtschaftsjahr 2019/20 (1. Oktober bis 30. September) im Mai 2019 geht das deutsche
Analystenhaus F. O. Licht nach einer ausgeglichenen Zuckerbilanz im laufenden Wirtschaftsjahr
2018/19 nun von einem Produktionsdefizit in Höhe von rund 3 Mio. t aus. Dabei wird
ein stabiles Produktionsniveau bei steigendem Weltzuckerverbrauch erwartet. Trotzdem
bleiben die Zuckerbestände noch auf einem hohen Niveau.
Im Geschäftsjahr 2019/20 bewegte sich der Weltmarktpreis für Weißzucker bisher in
einer engen Bandbreite zwischen 287 €/t und 305 €/t. Zum Ende des Berichtszeitraums
lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 296 €/t.

Im laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ; 1. Oktober bis 30. September) 2018/19 fiel
die Erzeugung trockenheitsbedingt um 3,7 Mio. t auf 18,2 (21,9) Mio. t und wird damit
deutlich unter dem Verbrauch von 19,1 (19,6) Mio. t liegen.
Für das kommende ZWJ 2019/20 geht die EU-Kommission von einer um 6 % sinkenden Rübenanbaufläche
aus. Bei durchschnittlichen Rübenerträgen erwartet die EU-Kommission einen geringen
Anstieg der Erzeugung auf 18,9 Mio. t (inkl. Isoglukose).
Zu Beginn des laufenden ZWJ 2018/19 im Oktober 2018 fiel der EU-Preis für Zucker (Food
und Non-Food) nochmals und bewegte sich seither in einer Bandbreite zwischen 312 und
321 €/t loser Zucker ab Werk. Der letzte veröffentlichte Wert vom April 2019 lag mit
319 €/t leicht über dem Tiefstwert von 312 €/t im Februar 2019.
Das Ölangebot verknappte sich infolge der OPEC-Produktions-drosselung und zeigte zusammen
mit den US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela Wirkung. Zudem einigte sich die OPEC+
darauf, bis Juni stärker kürzen zu wollen als im Kürzungsabkommen vereinbart. Die
Produktionskürzungen der OPEC+ -Staaten führten zeitweise zu einer Unterversorgung
des Marktes. Der Brent-Rohölpreis entwickelte sich, ausgehend von 65 USD/Barrel am
Quartalsanfang, deutlich fester und erreichte Ende April ein Fünf-Monats-Hoch bei
75 USD/ Barrel. Im Quartalsverlauf gewannen Konjunkturängste als Folge des eskalierenden
Handelskonfliktes zwischen den USA und China Oberhand und es zeichneten sich erstmals
Konjunkturschwächen in China und Europa ab. Die geopolitischen Spannungen im Mittleren
Osten nahmen zu. Gegen Quartalsende kam es zu einem Ausverkauf an den Rohölmärkten,
der Brentpreis konsolidierte auf 62 USD/Barrel Ende Mai.
Großbritannien hat bis zum 31. Oktober 2019 Zeit, das Austrittsabkommen mit der EU
im britischen Unterhaus zu ratifizieren. Aufgrund der anstehenden Neuwahl des Vorsitzenden
der regierenden Conservative Party bis Ende Juli 2019 bleibt das Zeitfenster für eine
Ratifizierung unter einer neuen Parteiführung und unter einem neuen Premierminister
bis Ende Oktober 2019 eng. Sollte die Ratifizierung des Abkommens nicht termingerecht
stattfinden, kommt es am 1. November zu einem No-Deal-Brexit, also einem Austritt
Großbritanniens aus der EU ohne Austrittsvertrag. In diesem Fall gehen wir momentan
davon aus, dass sich der Marktzugang für europäischen Weißzucker zum britischen Markt
erschweren wird. Die britische Regierung hat im Falle eines No-Deal-Brexits Zölle
von generell 150 €/t importierten Weißzuckers jeglicher Herkunft festgesetzt. Rohzuckerimporte
werden mit Zöllen von 339 €/t belegt. Dies gilt jedoch nicht für ein zollfreies Einfuhrkontingent
von 260.000 t Rohzucker jeglicher Herkunft und für Lieferungen im Rahmen bestehender
Partnerschaftsabkommen, wie z. B. mit den AKP-Staaten und LDCs.
Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen der im
Geschäftsbericht 2018/19 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker)
auf den Seiten 61 und 62 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen
ergeben.
Der Umsatz im Segment Zucker sank im 1. Quartal deutlich auf 581 (695) Mio. €. Der
Rückgang ist auf nochmals deutlich niedrigere Erlöse und eine infolge der geringeren
Ernte 2018 moderat geringere Absatzmenge zurückzuführen.
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 581 | 695 | - 16,4 |
| EBITDA | Mio. € | - 16 | 22 | - |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 20 | - 14 | 46,8 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | - 36 | 8 | - |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | - 6 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | - 8 | 2 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | - 50 | 10 | - |
| EBITDA-Marge | % | - 2,8 | 3,3 | |
| Operative Marge | % | - 6,3 | 1,3 | |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 19 | 22 | - 8,4 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 4 | 0 | - |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 23 | 22 | 10,7 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 317 | 310 | 2,1 |
| Capital Employed | Mio. € | 2.606 | 3.252 | - 19,9 |
| Mitarbeiter | 6.932 | 7.037 | - 1,5 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Im Segment Zucker ergab sich wie erwartet ein operativer Verlust in Höhe von - 36
(8) Mio. €. Wesentliche Ursachen sind einerseits ein nicht kostendeckendes Preisniveau
im EU-Zuckermarkt und andererseits eine nach der trockenheitsbedingt geringeren Ernte
2018 deutlich geringere Exportmenge. Entlastend wirkt in den ersten beiden Quartalen,
dass bereits im Jahresabschluss 2018/19 die Vorräte auf die erwarteten niedrigen Nettoverkaufserlöse
abgewertet wurden, sodass die aus dem Absatz resultierenden Verluste bereits im Jahresabschluss
2018/19 enthalten waren.
Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von - 6 (0) Mio. € betrifft
im Wesentlichen das Angebot von Südzucker an die Rübenanbauer der Werke Warburg und
Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte. Beide Werke werden nach der Kampagne 2019
geschlossen.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf - 8 (2) Mio. € und betrifft die Verluste der von ED&F Man Holdings Limited gehaltenen
Beteiligungen an Zuckerfabriken, die das schwierige Umfeld in den Welt-Zuckermärkten
reflektieren.
In der Südzucker-Gruppe hat sich die Rübenfläche 2019 gegenüber dem Vorjahr um rund
10 % auf 391.100 (434.000) ha reduziert. Die Hauptaussaat begann Mitte März und somit
etwa zwei Wochen früher als im Vorjahr bei meist guten Aussaatbedingungen. Kühle Temperaturen,
vor allem in den Nächten, sorgten bis Anfang Mai für ein verzögertes Pflanzenwachstum.
Seither sorgen milde Temperaturen und regelmäßige Niederschläge für eine zügige Rübenentwicklung.
Die Investitionen der ersten drei Monate in Höhe von 19 (22) Mio. € betrafen überwiegend
Ersatzinvestitionen. Der Austausch von Prozessleittechnik nimmt dabei weiterhin einen
hohen Stellenwert ein. Daneben entfielen die Investitionen auf Maßnahmen zur Verbesserung
der Logistik wie die Errichtung einer neuen Absackanlage für Foliensäcke im Werk Offenau.
Auch die Einführung der Verarbeitung von Bio-Rüben im Werk Rain spielt hierbei eine
Rolle. Weitere Schwerpunkte waren Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen wie Abwasseraufbereitung
und in Emissionsreduktionen.
Im 1. Quartal 2019/20 konnte der Umsatz im Segment Spezialitäten erneut auf nun 602
(558) Mio. € gesteigert werden. Neben dem insgesamt höheren Absatzniveau trug hierzu
besonders die deutliche Erholung der Ethanolerlöse gegenüber dem niedrigen Vorjahresniveau
bei.
Entsprechend verbesserte sich auch das operative Ergebnis deutlich auf 46 (39) Mio.
€. Dabei wurden teils deutliche Steigerungen der Rohstoffpreise durch die positive
Umsatzentwicklung mehr als ausgeglichen.
Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 4 (4) Mio. € betraf
im Wesentlichen das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen
Hungrana-Gruppe.
Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 38 (35) Mio. € betrafen in der Division
BENEO maßgeblich Kapazitätserweiterungen an allen Standorten bzw. deren Vorbereitung
für die kommenden Jahre. Neben der Erweiterung der Kristallisationskapazität ist unter
anderem auch der Ausbau des Warenlagers am Standort Offstein zu nennen. In Wijgmaal
/ Belgien wird mit dem ersten Bauabschnitt einer dritten Nassstärkelinie für Reisproteine
begonnen. In der Division Stärke entfiel der maßgebliche Investitionsumfang auf die
Kapazitätserhöhung der Stärkefabrik in Pischelsdorf/Österreich sowie auf den Ausbau
der Nassderivate in Aschach / Österreich. Bei der Division Freiberger wurde insbesondere
in die Erweiterung einer Produktionslinie am Standort Westhoughton / UK sowie in verschiedene
Automatisierungsprojekte bei Richelieu / USA investiert.
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 602 | 558 | 7,9 |
| EBITDA | Mio. € | 75 | 67 | 13,1 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 29 | - 28 | 3,2 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 46 | 39 | 20,2 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | 0 | - 100,0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 4 | 4 | - 33,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 50 | 43 | 14,5 |
| EBITDA-Marge | % | 12,5 | 11,9 | |
| Operative Marge | % | 7,7 | 6,9 | |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 38 | 35 | 6,5 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 0 | 1 | - 100,0 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 38 | 36 | 1,6 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 63 | 64 | - 1,6 |
| Capital Employed | Mio. € | 2.215 | 2.115 | 4,7 |
| Mitarbeiter | 6.155 | 5.829 | 5,6 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Die Ethanolpreise in Europa stiegen im 1. Quartal 2019/20 von 555 €/m3 auf rund 595 €/m3 . Die Spotpreise überschritten dabei zwischenzeitlich sogar die Marke von 600 €/m3 . Zur Preiserholung trug eine robuste Nachfrage bei moderaten Importaktivitäten bei. Im Jahr 2019 sollen 0,7 (0,6) Mio. m3 Ethanol importiert werden. Am 16. Mai 2019 ist der Antidumpingzoll auf Ethanolimporte aus den USA von 49 €/m3 weggefallen. Den Einfuhren stehen eine EU-Produktion von 7,6 (7,7) Mio. m3 und ein Verbrauch von 8,0 (8,0) Mio. m3 gegenüber. Die EU-Produktion von Kraftstoffethanol wird mit 5,2 (5,3) Mio. m3 leicht unter dem Verbrauch von 5,4 (5,4) Mio. m3 erwartet.
Dem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne
Reis) 2019/20 auf 2.177 (2.138) Mio. t steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch
von 2.192 (2.166) Mio. t wird mit einem Rückgang der Bestände auf 602 (617) Mio. t
gerechnet. Für die EU rechnet die EU-Kommission mit einem Anstieg der Getreideernte
2019/20 auf 311 (290) Mio. t. Der Verbrauch soll unverändert bei 287 (287) Mio. t
liegen. Die guten Ernteaussichten in Europa haben dazu geführt, dass die europäischen
Weizenpreise an der Euronext in Paris im 1. Quartal 2019/20 weitgehend um die Marke
von 185 €/t pendelten. Wenngleich dies im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Anstieg
um fast 20 €/t entspricht, sind die Weizenpreise gegenüber dem 4. Quartal 2018/19
um ca. 20 €/t gesunken.
Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2018/19 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf Seite 73
dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben.
Der Umsatz im Segment CropEnergies lag im Berichtszeitraum mit 185 (176) Mio. € moderat
über dem Vorjahr. Rückläufige Absatzmengen konnten durch deutlich höhere Erlöse mehr
als ausgeglichen werden.
Das operative Ergebnis stieg deutlich auf 15 (5) Mio. €. Dies ist auf signifikant
höhere Ethanolerlöse, besonders im Vergleich zu einem niedrigen Erlösniveau im 1.
Halbjahr des Vorjahres, zurückzuführen. Die gestiegenen Ethanolerlöse konnten den
Rückgang der Produktions- und Absatzmengen sowie höhere Rohstoffkosten mehr als ausgleichen.
Die Investitionen in den ersten drei Monaten beliefen sich auf 5 (2) Mio. € und dienten
dem Ersatz technischer Anlagen wie Wärmetauscher, Pumpen und Trockner über den gesamten
Produktionsprozess an allen Standorten. Daneben lag der Schwerpunkt auf der Effizienzsteigerung
von Produktionsanlagen, wie u. a. dem flexiblen Rohstoffeinsatz am Standort Zeitz
oder der Erweiterung der Glutenproduktion sowie der Mühlenkapazität in Wanze / Belgien.
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 185 | 176 | 5,2 |
| EBITDA | Mio. € | 26 | 15 | 81,1 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 11 | - 10 | 10,3 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 15 | 5 | > 100 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 15 | 5 | > 100 |
| EBITDA-Marge | % | 14,0 | 8,1 | |
| Operative Marge | % | 8,2 | 2,6 | |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 5 | 2 | > 100 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 5 | 2 | > 100 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 2 | 2 | 11,1 |
| Capital Employed | Mio. € | 459 | 451 | 1,7 |
| Mitarbeiter | 441 | 411 | 7,3 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Die globalen Konsumtrends, welche die Entwicklung der Absatzmärkte für Fruchtzubereitungen
(Molkereiprodukte, Eiscreme, Backwaren und Food Services) beeinflussen, sind weiterhin
Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit sowie Genuss. Im Bereich von Natürlichkeit
und Nachhaltigkeit liegt das Hauptaugenmerk aktuell auf Kreislaufwirtschaft und Nachverfolgbarkeit
von Inhaltsstoffen. Oft werden Früchte auch mit einer spezifischen Herkunftsbezeichnung
im Endprodukt ausgelobt (z. B. Monterey Erdbeeren). In allen genannten Produktkategorien
werden zahlreiche Produkte für den schnellen, aber dennoch gesunden Snack zwischendurch
auf den Markt gebracht.
Die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat ist weiterhin stabil. Verfügbare Ware aus der
laufenden Frühjahresproduktion konnte erfolgreich vermarktet werden. Verkäufe werden
sowohl in die USA als auch innerhalb Europas getätigt; es liegen auch Anfragen aus
Afrika vor.
Die Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2018 sind fast vollständig kontrahiert.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere wurde in den mediterranen Klimazonen Marokko, Ägypten,
Spanien und in Mexiko im Wesentlichen abgeschlossen. Die geplanten Bedarfsmengen wurden
kontrahiert. Trotz höherer Marktpreise konnte aufgrund langjähriger strategischer
Vereinbarungen zu günstigeren Preisen als im Vorjahr abgeschlossen werden. Der marokkanische
wie auch der ägyptische Beschaffungsmarkt gewinnen für die USA zunehmend an Bedeutung,
einerseits aus Wettbewerbsgründen, andererseits bedingt durch wiederholt geringes
Rohwarenaufkommen aus Mexiko.
Im Bereich der tropischen Früchte verlaufen die Ernten gut, die Nachfrage ist konstant,
sodass mit stabilen bzw. leicht rückläufigen Preisen gerechnet werden kann. Bei Himbeeren,
Sauerkirschen und Äpfeln in Europa und den USA werden nach einem historischen Tief
höhere Preise erwartet. Steinfrüchte wie Pfirsich und Aprikose dürften stabil auf
Vorjahresniveau bleiben.
Für die gerade angelaufene Buntsaftverarbeitungssaison 2019 geht man von einer guten
Rohstoffverfügbarkeit auf Vorjahresniveau aus. Bei der Hauptfrucht Apfel wird von
einer ausreichenden Verfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen ausgegangen. Aufgrund
des Frühjahrsfrostes in Ungarn liegen die Ernteerwartungen unter dem Vorjahr.
Der Umsatz im Segment Frucht lag im Berichtszeitraum mit 312 (312) Mio. € auf Vorjahresniveau.
Ein leichter Umsatzanstieg in der Division Fruchtzubereitungen ist insbesondere auf
ein höheres Absatzvolumen zurückzuführen. Rückläufige Erlöse konnten in der Division
Fruchtsaftkonzentrate nicht vollständig durch gestiegene Absätze kompensiert werden
und führten zu einem moderaten Umsatzrückgang.
Das operative Ergebnis verringerte sich auf 22 (26) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitungen
ist dies auf höhere Kosten zurückzuführen, während in der Division Fruchtsaftkonzentrate
gestiegene Absätze zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses führten.
Die Investitionen beliefen sich auf 10 (7) Mio. €. In der Division Fruchtzubereitungen
wurden überwiegend Ersatzinvestitionen, aber auch Investitionen im Bereich Kapazitätserweiterung
u. a. durch die Installation einer weiteren Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk
in Central Mangrove / Australien vorgenommen. Auch das russische Werk Serpuchow wird
um eine neue Linie erweitert. Im Bereich der Division Fruchtsaftkonzentrate liegt
der Schwerpunkt auf Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen. Am Standort
Kröllendorf / Österreich wurde in einen neuen Hochbehälter zur Stabilisierung der
Produktionskapazität investiert. Daneben laufen Investitionen in das neue Geschäftsfeld
der Grundstoff- und Aromaherstellung an.
| 1. Quartal | ||||
| 2019/20 | 2018/19 | + / - in % | ||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 312 | 312 | - 0,1 |
| EBITDA | Mio. € | 32 | 34 | - 6,5 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | - 10 | - 8 | 18,3 |
| Operatives Ergebnis | Mio. € | 22 | 26 | - 14,5 |
| Ergebnis aus Restrukturierung / Sondereinflüssen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | Mio. € | 22 | 26 | - 14,5 |
| EBITDA-Marge | % | 10,1 | 10,8 | |
| Operative Marge | % | 7,0 | 8,2 | |
| Investitionen in Sachanlagen1 | Mio. € | 10 | 7 | 42,3 |
| Investitionen in Finanzanlagen / Akquisitionen | Mio. € | 1 | 2 | - 66,7 |
| Investitionen gesamt | Mio. € | 11 | 9 | 23,3 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | Mio. € | 0 | 0 | - |
| Capital Employed | Mio. € | 888 | 848 | 4,7 |
| Mitarbeiter | 6.622 | 6.268 | 5,6 | |
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte.
Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwarten wir einen Konzernumsatz von 6,7 bis 7,0 (Vorjahr:
6,8) Mrd. €. Dabei gehen wir im Segment Zucker von einem moderaten Umsatzrückgang
aus. Im Segment CropEnergies sehen wir den Umsatz in einer Bandbreite von nun 740
bis 820 (bisherige Prognose: 720 bis 820; Vorjahr: 693) Mio. €. Im Segment Spezialitäten
rechnen wir mit einem leicht steigenden, im Segment Frucht mit einem moderat steigenden
Umsatz.
Beim operativen Konzernergebnis gehen wir von einer Bandbreite von 0 bis 100 (Vorjahr:
27) Mio. € aus. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem nochmaligen operativen
Verlust in Höhe von - 200 bis - 300 Mio. €. Demgegenüber gehen wir im Segment Spezialitäten
von einer moderaten und im Segment Frucht von einer deutlichen Ergebnissteigerung
aus. Im Segment CropEnergies wird ein operatives Ergebnis nun zwischen 30 und 70 (bisherige
Prognose: 20 bis 70; Vorjahr: 33) Mio. € erwartet.
Wir gehen von einem Anstieg des Capital Employed aus, der maßgeblich aus der Anwendung
des neuen IFRS-Standards zur Leasingbilanzierung resultiert. Auf Basis der genannten
operativen Ergebnisbandbreite rechnen wir mit einem ROCE von bis zu 1,5 % (Vorjahr:
0,4 %).
Das operative Ergebnis des 2. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 wird
deutlich unter Vorjahresniveau erwartet.
Bei rückläufigen Absatzmengen gehen wir trotz durchschnittlich höherer Erlöse für
das Geschäftsjahr 2019/20 von einem moderaten Umsatzrückgang (Vorjahr: 2,6 Mrd. €)
im Segment Zucker aus. Bei einem im Geschäftsjahresdurchschnitt unbefriedigenden Preisniveau,
rückläufigen Absatzmengen und in der Kampagne 2019 deutlich steigenden Herstellkosten
erwarten wir einen operativen Verlust im Segment Zucker in einer Bandbreite von -
200 bis - 300 Mio. € (Vorjahr: - 239 Mio. €). Diese Prognose im Segment Zucker ist
in einem sich weiterhin stark verändernden Marktumfeld von hoher Unsicherheit geprägt.
Ergebnisverbesserungen aus dem Restrukturierungsplan im Segment Zucker werden sich
erst nach Stilllegung der Werke ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 auswirken.
Im Segment Spezialitäten rechnen wir mit einer Ausweitung der Produktions- und Absatzmengen
in sämtlichen Divisionen. Damit sollte ein leichter Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,3 Mrd.
€) auch zu einem moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses (Vorjahr: 156 Mio. €)
führen.
Im Geschäftsjahr 2019/20 wird die Geschäftsentwicklung bei CropEnergies maßgeblich
von der Preisentwicklung auf den Bioethanolmärkten abhängen. CropEnergies rechnet
mit Ethanolpreisen, die sich - ausgehend von dem zum Teil sehr niedrigen Preisniveau
des Vorjahres - insgesamt oberhalb des Vorjahresniveaus bewegen dürften. CropEnergies
erwartet nun einen Umsatz von 740 bis 820 (bisherige Prognose: 720 bis 820; Vorjahr:
693) Mio. € und ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 30 bis 70 (bisherige
Prognose: 20 bis 70; Vorjahr: 33) Mio. €.
Wir erwarten für das Segment Frucht im Geschäftsjahr 2019/20 einen moderaten Anstieg
des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses
(Vorjahr: 77 Mio. €). In der Division Fruchtzubereitungen rechnen wir aufgrund steigender
Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung und einer deutlichen Verbesserung
des operativen Ergebnisses. In der Division Fruchtsaftkonzentrate wird von einer stabilen
Entwicklung von Umsatz und operativem Ergebnis ausgegangen.
Der von der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 gestellte Antrag
auf Festsetzung eines Bußgeldes wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen
gegen die Südzucker AG und die AGRANA Zucker GmbH, Wien / Österreich, wurde durch
das Kartellgericht Wien mit Beschluss vom 15. Mai 2019 abgewiesen. Der Beschluss war
bei der Aufstellung der Quartalsmitteilung noch nicht rechtskräftig.
Diese Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen
basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl
von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht
2018/19 auf den Seiten 84 bis 96. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte
haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit
den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden.
Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren.
Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 24. Juni 2019 aufgestellt.
Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website
stehen PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur Verfügung:
www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw.
www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/
Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Quartal erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. Mai.
Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich
den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen
können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Veröffentlicht am 11. Juli 2019
Investor Relations
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Telefax: +49 621 421-449
Wirtschaftspresse
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Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internetadresse
www.suedzucker.de
Südzucker AG
Maximilianstraße 10
68165 Mannheim
Telefon: +49 621 421-0
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