![]() Südzucker AGMannheimQuartalsmitteilung 1. Quartal 2020/21Q1Quartalsmitteilung1. Quartal 2020/211. März - 31. Mai 2020Konzernumsatz 1.669 [1.680] Mio. € Operatives Konzernergebnis 61 [47] Mio. € PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2020/21Konzernumsatz 6,9 bis 7,2 [2019/20: 6,7] Mrd. € Operatives Konzernergebnis 300 bis 400 [2019/20: 116] Mio. € IM ÜBERBLICKFINANZKALENDERHauptversammlung Geschäftsjahr 2019/20 16. Juli 2020 Q2 - Halbjahresfinanzbericht 1. Halbjahr 2020/21 8. Oktober 2020 Q3 - Quartalsmitteilung 1.- 3. Quartal 2020/21 14. Januar 2021 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2020/21 20. Mai 2021 Q1 - Quartalsmitteilung 1. Quartal 2021/22 8. Juli 2021 Hauptversammlung Geschäftsjahr 2020/21 15. Juli 2021 Q2 - Halbjahresfinanzbericht 1. Halbjahr 2021/22 14. Oktober 2021 1. Quartal 2020/21
Prognose für das Gesamtjahr 2020/21
Konzernzahlen zum 31. Mai 2020scroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. WIRTSCHAFTSBERICHTKonzernertragslageUmsatz, EBITDA und operatives Ergebnis Der Konzernumsatz im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 lag mit 1.669 (1.680)
Mio. € auf Vorjahresniveau. Während der Umsatz im Segment CropEnergies deutlich und
in den Segmenten Zucker und Frucht leicht zurückging, stieg er im Segment Spezialitäten
moderat an. Das Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich um 17 Mio. € auf 134 (117) Mio. €. Das operative Konzernergebnis stieg deutlich auf 61 (47) Mio. €. Dabei wurde ein
Rückgang des operativen Ergebnisses in den Segmenten CropEnergies und Frucht von der
Verminderung des Verlusts im Segment Zucker und der Ergebnisverbesserung im Segment
Spezialitäten mehr als ausgeglichen. Ergebnis der Betriebstätigkeit Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 65 (37) Mio. € setzt sich aus dem
operativen Ergebnis von 61 (47) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen
in Höhe von 1 (- 6) Mio. € sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen
von 3 (- 4) Mio. € zusammen. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von 1 (- 6) Mio. € resultierte
im Vorjahr ausschließlich aus dem Segment Zucker und betraf das Angebot von Südzucker
an die Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultierte nahezu ausschließlich
aus den Segmenten Zucker und Spezialitäten und belief sich auf 3 (- 4) Mio. €. Finanzergebnis Das Finanzergebnis der ersten drei Monate von - 8 (- 9) Mio. € umfasst ein Zinsergebnis
von - 6 (- 6) Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von - 2 (- 3) Mio. €. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 57 (28) Mio. € beliefen sich die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag auf - 14 (- 17) Mio. €. Geschäftsentwicklung - Konzernscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Jahresüberschuss Vom Jahresüberschuss von 43 (11) Mio. € entfielen 26 (- 7) Mio. € auf die Aktionäre
der Südzucker AG, 3 (3) Mio. € auf das Hybrid-Eigenkapital und 14 (15) Mio. € auf
die sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen die Miteigentümer
der AGRANA- sowie der CropEnergies-Gruppe betreffen. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie betrug 0,12 (- 0,04) €. Der Ermittlung lag der zeitlich gewichtete
Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio. ausstehenden Aktien zugrunde. TABELLE 03Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
KonzernfinanzlageCashflow Der Cashflow erreichte 118 Mio. € nach 88 Mio. € im Vorjahreszeitraum bzw. 7,0 (5,3)
% der Umsatzerlöse. Working Capital Der saisonale Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals von 104 Mio. € resultierte
maßgeblich aus dem Abverkauf der Zuckervorräte, der zum Teil durch die Zahlung der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert wurde. Der Zufluss im
Vorjahr betrug 16 Mio. €. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich immaterieller Vermögenswerte) beliefen
sich auf 52 (72) Mio. €. Im Segment Zucker entfielen sie in Höhe von 18 (19) Mio.
€ weiterhin überwiegend auf Ersatzinvestitionen, vor allem im Bereich Elektroinstallationen
und Automatisierung, sowie auf die Erfüllung von gesetzlichen oder behördlichen Vorgaben.
Der Rückgang des Investitionsvolumens im Segment Spezialitäten auf 20 (38) Mio. €
ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr in der AGRANA Stärke noch hohe Investitionen
in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten anfielen. Im Segment CropEnergies wurden
10 (5) Mio. € für Ersatzinvestitionen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen
aufgewendet. Im Segment Frucht betrafen die Investitionen von 4 (10) Mio. € überwiegend
die Division Fruchtzubereitungen mit der Erweiterung von Produktionslinien in den
USA und Australien. Investitionen in Finanzanlagen Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 11 (5) Mio. € betrafen im Wesentlichen
den Erwerb des in Santa Cruz / USA angesiedelten Unternehmens Marroquin Organic International
Inc. durch die AGRANA Stärke GmbH; dieses soll ab dem 2. Quartal 2020/21 vollkonsolidiert
in den Konzernabschluss einbezogen werden. Das auf Bio-Produkte spezialisierte Handelshaus
bedient B2B-Kunden und bezieht einen Großteil seines Produktportfolios von AGRANA
Stärke. Im Vorjahr entfielen die Investitionen in Finanzanlagen maßgeblich auf die
Gründung des 50-%-Joint-Ventures Beta Pura GmbH, Wien/ Österreich und den Erwerb einer
Beteiligung von 3,5 % an DouxMatok Ltd., Pechta-Tikva /Israel. Entwicklung der Nettofinanzschulden Die Nettofinanzschulden sanken von 1.570 Mio. € am 29. Februar 2020 um 139 Mio. €
auf 1.431 Mio. € am 31. Mai 2020. Die Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von
insgesamt 63 Mio. € und die Gewinnausschüttungen von 5 Mio. € wurden vollständig aus
dem Cashflow in Höhe von 118 Mio. € sowie dem Mittelzufluss aus dem Abbau des Working
Capitals von 104 Mio. € finanziert. Aufgrund einer Neuzuordnung von Festgeldanlagen kam es im Vorjahr innerhalb der kurzfristigen
Vermögenswerte zu einer Umgliederung aus dem Bilanzposten "Flüssige Mittel" in den
Bilanzposten "Wertpapiere" und damit zu einer Anpassung des Vorjahres bei den sonstigen
Cashflows aus Investitionstätigkeit. Nähere Erläuterungen hierzu und zur vorjährigen
Erstanwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) sind im Geschäftsbericht 2019/20 auf
den Seiten 126 und 127 enthalten. TABELLE 04Finanzierungsrechnungscroll
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Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Tabelle 05KonzernvermögenslageBilanzscroll
Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 113 Mio. € auf 4.471 (4.584) Mio. € zurück.
Dabei verringerte sich der Buchwert der Sachanlagen um 42 Mio. € auf 3.034 (3.076)
Mio. €, da die Investitionen unter den laufenden Abschreibungen lagen. Der Rückgang
der übrigen Vermögenswerte um 55 Mio. € auf 448 (503) Mio. € resultierte im Wesentlichen
aus dem gesunkenen Buchwert der Anteile der at Equity einbezogenen Unternehmen infolge
der im Geschäftsjahr 2019/20 angefallenen Verluste von ED&F Man Holdings Ltd. Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 99 Mio. € auf 3.693 (3.594) Mio. €. Dabei
verzeichneten die Vorratsbestände einen Anstieg um 174 Mio. € auf 1.907 (1.733) Mio.
€, der maßgeblich aus höheren Zuckerbestandsmengen infolge deutlich gesunkener Zuckerabsatzmengen
und gestiegenen Rübenpreisen für die Kampagne 2019 resultierte. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen gingen um 50 Mio. € auf 1.038 (1.088) Mio. € zurück. Die
übrigen Vermögenswerte lagen mit 748 (773) Mio. € leicht unter Vorjahr. Eigenkapital Das Eigenkapital ging auf 3.790 (3.960) Mio. € und die Eigenkapitalquote auf 46 (48)
% zurück. Das Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG reduzierte sich auf 2.239
(2.408) Mio. €, was maßgeblich aus dem anteiligen Jahresfehlbetrag im weiteren Verlauf
des Geschäftsjahres 2019/20 resultierte. Die sonstigen nicht beherrschenden Anteile
lagen mit 897 (898) Mio. € auf Vorjahresniveau. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 199 Mio. € auf 2.731 (2.532) Mio. €.
Dabei erreichten die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 892
(884) Mio. € bei einem zum Vorjahresstichtag 31. Mai nahezu unveränderten Marktzinssatz
von 1,65 (1,60) %. Die Finanzverbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg um 205
Mio. € auf 1.425 (1.220) Mio. € infolge gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die übrigen Schulden verzeichneten einen Rückgang um 14 Mio. € auf 414 (428) Mio.
€. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden gingen um 43 Mio. € auf 1.643 (1.686) Mio. € zurück. Dabei
stand ein Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 70 Mio. € auf 501
(571) Mio. € insbesondere aufgrund der Rückführung aufgenommener Commercial Papers
einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 76 Mio. € auf
703 (627) Mio. € gegenüber. Letztere enthielten Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern
in Höhe von 189 (136) Mio. €. Bei den übrigen Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen,
Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten zusammensetzen, war ein Rückgang um
49 Mio. € auf 439 (488) Mio. € zu verzeichnen. Nettofinanzschulden Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2020 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresstichtag
um 191 Mio. € auf 1.431 (1.240) Mio. €; sie entsprachen 37,8 (31,3) % des Eigenkapitals. Mitarbeiter Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende
des 1. Quartals des Geschäftsjahres 2020/21 mit 18.904 (20.150) unter Vorjahr. Der
Personalrückgang ergibt sich im Segment Zucker insbesondere aus der Stilllegung von
vier Zuckerfabriken im Anschluss an die Kampagne 2019/20 und im Segment Frucht im
Wesentlichen aufgrund des reduzierten Bedarfs an Saisonarbeitskräften im Fruchtzubereitungsgeschäft. TABELLE 06Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmentenscroll
SEGMENT ZUCKERMärkteWeltzuckermarkt Das Marktforschungsunternehmen F.O. Licht geht in seiner letzten, im April 2020 veröffentlichten
Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Wirtschaftsjahr 2019/20 (1. Oktober bis 30.
September) von einem nur leicht verringerten Produktionsdefizit von rund 9,6 Mio.
t aus, obwohl die Nachfrage durch die Corona-Pandemie belastet ist und gleichzeitig
Marktverwerfungen am Rohölmarkt dazu führen, dass Brasilien nun deutlich mehr Zucker
anstelle von Bioethanol produziert. Trotz dieser Produktionssteigerung in Brasilien
geht die Weltzuckererzeugung aufgrund geringerer Mengen insbesondere aus Indien und
Thailand zurück. Dem steht ein insgesamt nur unwesentlich steigender Weltzuckerverbrauch
gegenüber. Dies wird zu einem weiteren Rückgang des Bestandsniveaus und zum niedrigsten
Verhältnis von Beständen zum Verbrauch seit 2010/11 führen. Andere Marktforschungsunternehmen
schätzen das Defizit geringer ein. Für das Wirtschaftsjahr 2020/21 erwartet F.O. Licht trotz eines Anstiegs der Weltzuckerproduktion
um rund 9 Mio. t bei einem leichten Anstieg des Weltzuckerverbrauchs ein weiteres
Defizitjahr. Die Bestände sollen nochmals um 1,6 Mio. t sinken und damit zu einem
nochmaligen Rückgang des ohnehin schon niedrigen Verhältnisses von Beständen zu Verbrauch
führen. GRAFIK 01Weltmarktpreise für Zucker 1. Juni 2017 bis 31. Mai 2020, London, nächster gehandelter Terminmonat, Weißwert ![]() Anfang 2020 stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker aufgrund der guten Fundamentaldaten
bis Mitte Februar auf bis zu 413 €/t an. Danach setzte infolge der erwarteten Abschwächung
der Weltwirtschaft ein Preisverfall bei Rohöl und den Währungen von Schwellenländern,
wie Brasilien, ein. Beides setzte den Weltmarktpreis für Zucker massiv unter Druck,
sodass er binnen weniger Wochen auf Werte um 300 €/t fiel und Ende April mit 283 €/t
seinen Tiefststand erreichte. Seither setzte wieder eine leichte Erholung ein. Zum
Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis bei 325 €/t. EU-Zuckermarkt Im laufenden Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2019/20 ging die Zuckererzeugung (EU inklusive
Vereinigtem Königreich; inklusive Isoglukose) infolge gesunkener Anbauflächen und
erneut trockenheitsbedingt unterdurchschnittlicher Zuckererträge nochmals auf 17,9
(18,2) Mio. t zurück. Sie liegt damit erneut unter dem Verbrauch, sodass Importe zur
Versorgung des EU-Marktes erforderlich sind. Für das kommende ZWJ 2020/21 erwartet die EU-Kommission einen weiteren Rückgang der
Anbaufläche um rund 2 %. Auch bei im Vergleich zum Vorjahr besseren Erträgen sollten
weiterhin Importe zur Versorgung des EU-Marktes erforderlich sein. Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) lag zu Beginn des neuen ZWJ im Oktober
2019 bei 332 €/t und stieg seitdem kontinuierlich an. Der letzte veröffentlichte Wert
vom April 2020 lag bei 379 €/t. Dabei gibt es innerhalb der EU größere regionale Preisunterschiede
zwischen den Defizit- und den Überschussregionen. Energiemarkt Die Entwicklung der Rohölpreise im 1. Quartal 2020/21 stand im Zeichen der Corona-Krise.
Anfang März 2020 wurden noch Preise von rund 52 USD/Barrel für die Nordseesorte Brent
gehandelt. Als im März 2020 signifikante staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie
getroffen wurden, brach die Ölnachfrage ein. Zusätzlich sorgten Konjunkturprognosen
über eine schwere Rezession und der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland
für einen Ausverkauf am Rohölmarkt, mit Tiefstpreisen Mitte April von 16 USD/Barrel.
Gegen Quartalsende erholte sich der Brent-Ölpreis vor allem aufgrund hoher Produktionskürzungen
der OPEC+-Staaten und der Erwartung einer wieder steigenden Nachfrage auf 38 USD/Barrel. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2019/20 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker) auf den Seiten 67
und 68 dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben. Geschäftsentwicklung Umsatz und operatives Ergebnis Der Umsatz im Segment Zucker ging leicht auf 565 (581) Mio. € zurück. Ursache ist
eine deutlich geringere Absatzmenge. Diese geht zum einen auf die geringere Zuckererzeugung
in der Kampagne 2019 zurück; zum anderen überlagert zunehmend die geringere Nachfrage
der zuckerverarbeitenden Industrie infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise
die kurzfristig positiven Impulse aus Hamsterkäufen im Einzelhandel zu Beginn des
Geschäftsjahres. Der operative Verlust konnte wie erwartet deutlich auf - 15 (- 36) Mio. € reduziert
werden. Die Verbesserung wird maßgeblich getragen von den höheren Zuckererlösen infolge
der Preiserhöhungen seit Beginn des ZWJ 2019/20. Diese überkompensieren die geringere
Absatzmenge und gestiegene Produktionskosten. TABELLE 07Geschäftsentwicklung - Segment Zuckerscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen belief sich auf 0 (- 6) Mio.
€ und betraf im Vorjahr im Wesentlichen das Angebot an die Rübenanbauer der Werke
Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte. Beide Werke wurden nach der
Kampagne 2019 geschlossen. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen belief sich im Segment Zucker
auf - 1 (- 8) Mio. € und betrifft überwiegend ED&F Man. Im Rahmen der strategischen
Neuausrichtung kommt es dort zu einer Fokussierung auf das Handelsgeschäft, mit einer
deutlichen Ergebnissteigerung zum Vorjahr. Gleichzeitig sollen verschiedene Industriebeteiligungen
außerhalb dieses Kerngeschäfts - beispielsweise die Zuckermühlen des mexikanischen
Joint Ventures Azucar Grupo Saenz - veräußert werden, die bisher belastend auf das
Konzernergebnis einwirken. Bei diesen Veräußerungsvorgängen kann es aufgrund der Corona-Pandemie
zu Verzögerungen kommen. Rübenanbau und Kampagne 2020 In der Südzucker Gruppe hat sich nach der Stilllegung von vier Zuckerfabriken die
Rübenfläche 2020 gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % auf 342.000 (391.000) ha reduziert.
Die Hauptaussaat begann Ende März und somit etwa eine Woche später als im Vorjahr
bei guten Aussaatbedingungen. Kühle Nachttemperaturen und Trockenheit von der Aussaat
bis Anfang Juni sorgten für ein verzögertes, ungewöhnlich heterogenes Pflanzenwachstum. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen in Höhe von 18 (19) Mio. € entfielen weiterhin überwiegend auf
Ersatzinvestitionen, insbesondere in den Bereichen Prozessleit- und Elektrotechnik,
aber auch auf größere Einzelmaßnahmen wie ein neues Dach für das Hochregallager in
Ochsenfurt oder die CO2-Pumpenstation in Offenau. Daneben wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Logistik
und der Erfüllung von Marktanforderungen durchgeführt. Dazu zählen eine neue Absackanlage
für Foliensäcke in Offenau, Anpassungen der Verladeleistung von losem Zucker in Etrépagny
/ Frankreich und Cerekiew / Polen, die Erweiterung der Dicksaftlagerkapazität in Tienen
/ Belgien durch einen neuen Tank sowie der Ausbau der Bio-Zuckerproduktion in Rain.
Im Bereich Umwelt wurde in Abwasseraufbereitungsanlagen in Plattling, Strzelin / Polen
und Cerekiew /Polen sowie in Maßnahmen zur Erfüllung gesetzlicher oder behördlicher
Auflagen investiert. Mit dem Ziel der Verbesserung der Prozessstabilität wurden in
Offenau neue Kühlmaischen aufgestellt und eine Rübenpumpe installiert, in Roye / Frankreich
die Filtration und in Tienen / Belgien die Kristallisation optimiert. SEGMENT SPEZIALITÄTENGeschäftsentwicklungUmsatz und operatives Ergebnis Getragen von einer insgesamt positiven Absatzentwicklung konnte der Umsatz im Segment
Spezialitäten im Berichtszeitraum auf 638 (602) Mio. € zulegen. Dabei trug insbesondere
die Kapazitätserweiterung im Bereich Stärke zum Absatzwachstum bei. Die Maßnahmen
zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeigten je nach Produktgruppe unterschiedliche
Auswirkungen. Während wir zu Beginn des Quartals einerseits mit teils sprunghaften
Nachfragesteigerungen wie beispielsweise bei Tiefkühlpizzen und funktionalen Ballaststoffen
konfrontiert waren, waren andere Produktgruppen wie beispielsweise der Bereich Portionsartikel
von einem erheblichen Rückgang betroffen. Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 52 (46) Mio. €. Neben dem insgesamt höheren
Absatzniveau trugen hierzu auch die teils rückläufigen Rohstoffkosten bei, während
die Erlöse insbesondere bei Ethanol unter dem Vorjahresniveau lagen. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen Das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 4 (4) Mio. € betrifft
das anteilige Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten der ungarischen Hungrana-Gruppe. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen im Segment Spezialitäten von 20 (38) Mio. € betrafen in der Division
BENEO den ersten Bauabschnitt einer additiven dritten Nassstärkelinie für Reisproteine
in Wijgmaal / Belgien. Am Standort Pemuco / Chile wurde mit einem mehrjährigen Projekt
zur Verbesserung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduktion der Verwendung
fossiler Brennstoffe begonnen. In der Division Freiberger wird eine Produktionslinie
am Standort Westhoughton / Vereinigtes Königreich erweitert; daneben laufen an den
US-Standorten weiterhin verschiedene Automatisierungsprojekte. In der Division Stärke
betreffen die Investitionen die Erweiterung der Nassstärkederivate in Aschach/Österreich
und den Bereich der Spezialmaisverarbeitung. TABELLE 08Geschäftsentwicklung - Segment Spezialitätenscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT CROPENERGIESMärkteAbsatzmarkt Ethanol Die Ethanolpreise in Europa lagen zu Beginn des Geschäftsjahres bei rund 630 €/m3, gingen dann kurzfristig deutlich bis auf 350 €/m3 zurück und erholten sich zum Ende des 1. Quartals auf rund 505 €/m3. Die reduzierte Nachfrage aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus führte in Europa
zu einer Anpassung der Auslastung von Ethanolanlagen. Entsprechend soll sich die Produktion
in der EU-27 in 2020 auf 6,7 (7,0) Mio. m3 und der Inlandsverbrauch auf 6,8 (7,3) Mio. m3 reduzieren. Der Rückgang wird in erster Linie bei Kraftstoffethanol erwartet, während
bei Ethanol für industrielle Anwendungen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist.
Dies ist auf den erhöhten Bedarf von Ethanol als Grundstoff für Desinfektionsmittel
zurückzuführen. Die Importe sollen mit 1,0 (1,2) Mio. m3 leicht unter Vorjahresniveau liegen. Für das Vereinigte Königreich wird mit einer
etwa gleichbleibenden Produktion von 0,5 Mio. m3 gerechnet. Der Verbrauch soll sich auf rund 1,0 (1,0) Mio. m3 belaufen. Rohstoffmärkte Dem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne
Reis) 2020/21 auf 2.230 (2.177) Mio. t weiter steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch
von 2.218 (2.182) Mio. t wird mit einem Anstieg der Bestände auf 627 (614) Mio. t
gerechnet. Für die EU rechnet die EU-Kommission mit einem leichten Rückgang der Getreideernte
2020/21 auf 287 (294) Mio. t. Der Verbrauch soll unverändert bei 261 Mio. t liegen.
Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris bewegten sich im 1. Quartal
2020/21 zwischen 170 und 206 €/t. Auslöser für die hohe Volatilität waren Unsicherheiten
über die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen Spekulationen über trockene
Witterungsbedingungen in den Monaten März und April und damit verbundene Wachstumsverzögerungen.
Bei hoher Volatilität bewegten sich die Getreidepreise im Durchschnitt nur leicht
über dem Niveau des Vorjahresquartals. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen Mit der Klimaschutzverordnung strebt die EU an, die Treibhausgasemissionen in den
Sektoren, die nicht unter den EU-Emissionshandel fallen, bis 2030 um 30 % zu senken.
Zu diesem Nicht-ETS-Bereich gehört neben Gebäuden, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft
und kleineren Industrieanlagen insbesondere der Verkehr. Aufgrund regionaler Unterschiede
innerhalb der EU wurden nationale Minderungsziele festgelegt. So sollen zum Beispiel
in Deutschland die Emissionen bis 2030 um 38 % gemindert werden. Zur Zielerreichung ist es notwendig, auf nationaler Ebene wirksame Maßnahmen zur
Begrenzung der Emissionen umzusetzen. In Deutschland sind die Klimaschutzziele im
Klimaschutzgesetz verankert. Für den Verkehrsbereich ist eine Senkung der Treibhausgasemissionen
bis 2030 auf höchstens 95 Mio. t CO2Äq vorgesehen. Dies entspricht gegenüber 2019 einer Minderung um über 60 Mio. t bzw.
rund 40 %. Zur Senkung der Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen soll ab 2021 ein
nationaler Emissionshandel beitragen, mit dem CO2-Emissionen von fossilen Kraftstoffen
bepreist werden. Die Bundesregierung hat im Mai 2020 beschlossen, dass der CO2-Preis
im Jahr 2021 mit 25 €/t statt mit den bisher beschlossenen 10 €/t starten soll. Hierauf
hatten sich im Dezember 2019 Bund und Länder geeinigt. Die deutsche Ethanolindustrie
begrüßt die Bepreisung von fossilen CO2-Emissionen und schlägt flankierend vor, die
Treibhausgasminderungsquote für Kraftstoffe von 6 Gew.-% im Jahr 2020 schrittweise
auf 16 Gew.-% bis 2030 anzuheben. Dies würde sicherstellen, dass CO2-ärmere Kraftstoffe genutzt werden und damit auch der Kraftstoffbereich seinen Beitrag
leistet, die Klimaziele 2030 zu erreichen. Im Berichtszeitraum haben sich ansonsten keine wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2019/20 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment CropEnergies) auf Seite 80
dargestellten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives Ergebnis Der Umsatz im Segment CropEnergies reduzierte sich deutlich auf 162 (185) Mio. €.
Dabei führten die durch die Corona-Pandemie bedingten Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage
infolge von Mobilitätseinschränkungen sowohl absatz- als auch erlösseitig zu einem
Rückgang. Dies konnte nur teilweise durch den deutlichen Nachfrageanstieg für Ethanol
zur Erzeugung von Desinfektionsmitteln kompensiert werden. Der geringere Umsatz spiegelte sich auch in einem im Vergleich zum starken Vorjahr
deutlich niedrigeren operativen Ergebnis von 8 (15) Mio. € wider, das aber über den
Erwartungen lag. Die geringeren Nebenprodukterlöse insbesondere für proteinhaltige
Produkte wurden dabei durch ebenfalls geringere Rohstoffpreise mehr als ausgeglichen.
Die Produktionsmenge konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden, obwohl es in Wanze
nach dem planmäßigen Wartungsstillstand aufgrund von Ausgangsbeschränkungen in Belgien
zu Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme kam. Investitionen in Sachanlagen Die Investitionen im Segment CropEnergies beliefen sich in den ersten drei Monaten
auf 10 (5) Mio. € und dienten an allen Standorten vorrangig dem Ersatz technischer
Anlagen im Bereich des gesamten Produktionsprozesses, wie beispielsweise Wärmetauscher,
Pumpen und Trockner. Daneben stehen Maßnahmen zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit
und Zuverlässigkeit im Fokus. Über die Standorte hinweg wird auch das Thema Brand-
und Explosionsschutz priorisiert. TABELLE 09Geschäftsentwicklung - Segment CropEnergiesscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. SEGMENT FRUCHTMärkteAbsatzmärkte Die weltweite Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt Fruchtjoghurt wird durch
die Corona-Pandemie leicht negativ beeinflusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor
zeigen eine globale Wachstumsrate für Joghurt im Kalenderjahr 2020 von 1,8 %. Diese
liegt 0,5 % unter der prognostizierten Wachstumsrate vor dem Ausbruch der Corona-Krise. In Europa war die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat im Frühjahr weiterhin solide
und konnte aus der Ernte 2019 bedient werden. Für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2019 wurden vollständig Verträge mit Kunden
abgeschlossen. Bei der bevorstehenden Beerenkampagne ist von einer stabilen Nachfrage
auf dem Niveau des Vorjahres auszugehen. Rohstoffmärkte Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere im Bereich der Fruchtzubereitungen wurde in den
Hauptbeschaffungsmärkten Marokko, Ägypten, Spanien und Mexiko im Wesentlichen abgeschlossen.
Infolge der Corona-Pandemie wurden in Ägypten und Marokko weniger als die geplanten
Mengen kontrahiert; gleichzeitig lagen die Beschaffungspreise um knapp 5 % über dem
Vorjahr. Fehlende Arbeitskräfte und Transportkapazitäten durch die Corona-Pandemie
führten zu einer vergleichbaren Situation für die im Mai gestartete Mangoernte im
Hauptanbaugebiet Indien. Die Auswirkungen der Spätfröste in Teilen Europas auf die Obsternten im Sommer können
zum Berichtszeitpunkt noch nicht eindeutig vorhergesagt werden. Es wird jedoch mit
Ernteeinbußen bei Aprikosen von bis zu einem Drittel gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Für die gerade angelaufene Buntsaftverarbeitungssaison 2020 im Bereich Fruchtsaftkonzentrate
wird von einer guten Rohstoffverfügbarkeit ausgegangen. Bei Äpfeln, der Hauptfrucht des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts, wird mit einer guten
Verfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen gerechnet. Aufgrund des Frühjahrsfrostes
in Ungarn liegen die Ernteerwartungen dort auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres;
eine genauere Einschätzung der Situation steht Mitte Juli 2020 an. GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives Ergebnis Im Segment Frucht bewegte sich der Umsatz mit 304 (312) Mio. € leicht unter Vorjahresniveau.
Dem gestiegenen Erlösniveau stand dabei ein rückläufiges Absatzvolumen sowohl bei
Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten gegenüber. Dies führte beim operativen Ergebnis zu einem deutlichen Rückgang auf 16 (22) Mio.
€. Neben dem teils erntebedingten, teils aber auch durch die Maßnahmen zur Bekämpfung
des Corona-Virus bedingten Absatzrückgang wirkten geringere Margen infolge gestiegener
Kosten ergebnisbelastend. Investitionen in Sachanlagen Im Segment Frucht entfiel der Großteil der Investitionen von 4 (10) Mio. € auf die
Division Fruchtzubereitungen. Neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen wurden Kapazitätserweiterungen
fortgesetzt, unter anderem die Installation je einer weiteren Produktionslinie in
den Fruchtzubereitungswerken in Central Mangrove / Australien und in Lysander / USA.
Teilweise kommt es zu Verzögerungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. In
der Division Fruchtsaftkonzentrate wurden Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen
durchgeführt. Zu nennen sind hier Investitionen in eine Verbesserung der Wasserversorgung
unter anderem durch einen neuen Hochbehälter in Kröllendorf / Österreich. Investitionen
im Bereich des neuen Geschäftsfelds Grundstoff- und Aromaherstellung laufen nach kurzen
Verzögerungen weiter. TABELLE 10Geschäftsentwicklung - Segment Fruchtscroll
1
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte. PROGNOSEBERICHTKonzern Im Konzern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von 6,9 bis 7,2
(Vorjahr: 6,7) Mrd. €. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem deutlichen Umsatzanstieg.
Im Segment Spezialitäten gehen wir von einem leicht steigenden Umsatz aus. Im Segment
CropEnergies sehen wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Im Segment Frucht erwarten
wir einen moderaten Umsatzanstieg. Das operative Konzernergebnis sehen wir in einer Bandbreite von 300 bis 400 (Vorjahr:
116) Mio. €. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem operativen Ergebnis in
einer Bandbreite von - 40 bis + 60 Mio. €. Im Segment Spezialitäten gehen wir von
einem operativen Ergebnis auf dem starken Vorjahresniveau aus. Das operative Ergebnis
im Segment CropEnergies wird deutlich rückläufig erwartet. Im Segment Frucht rechnen
wir mit einer moderaten Ergebnissteigerung. Wir gehen von einem Capital Employed auf Vorjahresniveau aus. Auf Basis der genannten
operativen Ergebnisverbesserung rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg des ROCE
(Vorjahr: 1,8 %). Das operative Ergebnis des 2. Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 wird
deutlich über Vorjahresniveau erwartet. Aufgrund der weiter andauernden Corona-Pandemie und der damit verbundenen hohen Volatilität
in allen Segmenten ist die Prognose sowohl für das 2. Quartal als auch für das Gesamtjahr
weiterhin von sehr großer Unsicherheit geprägt. Segment Zucker Auf dem Weltmarkt wird für das laufende Wirtschaftsjahr 2019/20 trotz der Auswirkungen
der Corona-Pandemie weiterhin ein - wenn auch geringeres - Defizit und damit ein Bestandsabbau
erwartet. In Europa werden rückläufige Anbauflächen dazu führen, dass die EU auch
im ZWJ 2020/21 Nettoimporteur bleiben wird und damit ein stabiles Marktumfeld vorherrscht.
Diese Grundannahmen haben bislang auch unter Berücksichtigung der potenziellen Auswirkungen
der Corona-Pandemie Bestand. Der Rückgang der Weltmarktpreise, der sich durch die
Marktverwerfungen bei Rohöl und Währungen der Schwellenländer, wie Brasilien, ergeben
hatte, wurde inzwischen teilweise wieder aufgeholt. Ob und inwieweit die bisherige
Weltmarktpreisentwicklung auch unsere Erwartungen für das europäische Preisniveau
für das ZWJ 2020/21 beeinflussen wird, hängt von der Dauer und dem Ausmaß dieser Marktverwerfungen
ab. Infolge der schlechten Zuckerrübenernte 2019, der Werksstilllegungen nach der Kampagne
2019 und der insgesamt geringeren Nachfrage infolge der Corona-Pandemie rechnen wir
mit nochmals rückläufigen Absatzmengen. Durch höhere Erlöse gehen wir dennoch von
einem deutlichen Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,3 Mrd. €) aus. Das operative Ergebnis im Segment Zucker sehen wir in einer Bandbreite zwischen -
40 und + 60 (Vorjahr: -236) Mio. €. Dabei gehen wir nach den Verlusten im 1. Quartal
auch für das gesamte 1. Halbjahr von Verlusten aus, da den seit Oktober 2019 erzielten
Preiserhöhungen unter anderem höhere Rohstoffkosten gegenüberstehen. Im Oktober 2020 erwarten wir in einem stabilen Marktumfeld einerseits steigende Erlöse
und andererseits erste materielle Kosteneinsparungen aus dem Restrukturierungsplan,
was dann - trotz ebenfalls weiter steigender Rohstoffkosten -wieder zu positiven operativen
Ergebnissen führen wird. Unsicherheiten bestehen über das Ausmaß der Erlöserhöhung, über die weitere Absatzentwicklung
im Umfeld der Corona-Pandemie und über die Kapazitätsauslastung infolge der fortgesetzten
Trockenheit in einigen Anbauregionen. Segment Spezialitäten Im Segment Spezialitäten erwarten wir einen weiteren Anstieg der Produktions- und
Absatzmengen. Daher gehen wir von einem leichten Umsatzanstieg (Vorjahr: 2,4 Mrd.
€) aus. Aufgrund teilweise rückläufiger Erlöse und höherer Kosten infolge der Kapazitätsausweitungen
sehen wir das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 190 Mio. €). Bedingt durch die Corona-Pandemie ergab sich im 1. Quartal eine auch im Verlauf heterogene
Entwicklung der verschiedenen Divisionen (positiv für die Divisionen Freiberger und
BENEO; negativ für die Divisionen PortionPack Europe und Stärke) bei insgesamt starker
Volatilität der Veränderungen. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Bild grundsätzlich fortsetzen, aber im weiteren
Jahresverlauf abschwächen wird. Segment CropEnergies CropEnergies hatte im vorangegangenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erzielt. Für
das Geschäftsjahr 2020/21 wird infolge der Corona-Pandemie ein deutlicher Rückgang
bei Umsatz (Vorjahr: 819 Mio. €) und operativem Ergebnis (Vorjahr: 104 Mio. €) erwartet.
Trotz Corona-bedingter Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage infolge von Mobilitätseinschränkungen
sowie eines zwischenzeitlich erheblichen Rückgangs der Energiepreise konnte CropEnergies
im 1. Quartal ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielen. Für das 2. Quartal wird gegenüber dem 1. Quartal mit einer Verbesserung gerechnet,
weil die seit Mitte März 2020 angeordneten Betriebs- und Mobilitätseinschränkungen
in den letzten Wochen in immer mehr Ländern gelockert wurden. Dies sollte mit einem
Anstieg der Kraftstoffnachfrage im Allgemeinen und der Nachfrage nach erneuerbaren,
CO2-armen Energien im Besonderen einhergehen. Klimaschutz wird auch mittelfristig eine
gesellschaftspolitische Herausforderung bleiben. Daneben hat CropEnergies die Erzeugung
von für Desinfektionsmittel geeignetem Ethanol deutlich erhöht. Segment Frucht Für das Segment Frucht erwarten wir im Geschäftsjahr 2020/21 einen moderaten Anstieg
des Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und des operativen Ergebnisses (Vorjahr: 58 Mio.
€). Die Erreichung dieser Prognose wird vor dem Hintergrund der Entwicklung im 1.
Quartal erschwert. Die Division Fruchtzubereitungen rechnet mit einer positiven Umsatzentwicklung, die
durch die Auslastung der geschaffenen Kapazitäten und durch das Vorantreiben der Diversifikation
im Non-Dairy-Geschäft erreicht werden soll. Durch höhere Margen, aber auch durch geringere
Kostensteigerungen als 2019/20 ist eine Ergebnissteigerung geplant. In der Division
Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einem deutlichen Umsatzanstieg
bei einer rückläufigen Ertragslage ausgegangen. Für das Segment Frucht mit seinen globalen Produktionsanlagen ist die Prognose vor
dem Hintergrund der Corona-Pandemie besonders erschwert. Zukunftsgerichtete Aussagen / Prognosen Diese Quartalsmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen
basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den
ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl
von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Einen Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht
2019/20 auf den Seiten 92 bis 101. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte
haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit
den Fortbestand der Südzucker-Gruppe gefährden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Über diesen Bericht Diese Quartalsmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Der Vorstand der Südzucker AG hat diese Quartalsmitteilung am 29. Juni 2020 aufgestellt. Dieses Dokument liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Auf der Südzucker-Website
stehen PDF-Dateien der Quartalsmitteilung zum Download zur Verfügung: www.suedzucker.de/de/investor-relations bzw. www.suedzucker.de/en/investor-relations Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom Kalenderjahr ab. Das 1. Quartal erstreckt
sich über den Zeitraum 1. März bis 31. Mai. Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen grundsätzlich
den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Bei Prozentangaben und Zahlen
können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Veröffentlicht am 9. Juli 2020 Kontakte Investor Relations Nikolai Baltruschat investor.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-240 Telefax: +49 621 421-449 Wirtschaftspresse Dr. Dominik Risser public.relations@suedzucker.de Telefon: +49 621 421-428 Telefax: +49 621 421-425 Südzucker im Internet Ausführliche Informationen zur Südzucker-Gruppe erhalten Sie über die Internetadresse
www.suedzucker.de Herausgeber Südzucker AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Telefon: + 49 621 421 - 0 © 2020 |
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