Südzucker AGMannheimHalbjahresfinanzbericht 1. Halbjahr 2020/21Q2 Halbjahresfinanzbericht1. Halbjahr 2020/211. März - 31. August 2020Konzernumsatz3.349
[3.314] Mio. €
Operatives Konzernergebnis129
[74] Mio. €
PROGNOSE FÜR GESAMTJAHR 2020/21 UNVERÄNDERT6,9 bis 7,2
300 bis 400
IM ÜBERBLICKFINANZKALENDERQ3 - Quartalsmitteilung1.- 3. Quartal 2020/21
14. Januar 2021
Bilanzpresse- und AnalystenkonferenzGeschäftsjahr 2020/21
20. Mai 2021
Q1 - Quartalsmitteilung1. Quartal 2021/22
8. Juli 2021
HauptversammlungGeschäftsjahr 2020/21
15. Juli 2021
Q2 - Halbjahresfinanzbericht1. Halbjahr 2021/22
14. Oktober 2021
Q3 - Quartalsmitteilung1.- 3. Quartal 2021/22
13. Januar 2022
1. Halbjahr 2020/21scrollen
Unveränderte Prognose für das Gesamtjahr 2020/21scrollen
Konzernzahlen zum 31. August 2020scrollen
1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 01
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTKonzernertragslageUmsatz, EBITDA und operatives ErgebnisIm 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 lag der
Konzernumsatz mit 3.349 (3.314) Mio. € auf
Vorjahresniveau. Während der Umsatz im Segment
CropEnergies deutlich zurückging und in den Segmenten
Zucker und Frucht auf Vorjahresniveau lag, stieg er im
Segment Spezialitäten moderat an.
Das Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich um 62 Mio.
€ auf 276 (214) Mio. €.
Das operative Konzernergebnis stieg deutlich auf 129
(74) Mio. €. Dabei wurde ein Rückgang des
operativen Ergebnisses im Segment Frucht von der
Verminderung des Verlusts im Segment Zucker und den
Ergebnisverbesserungen in den Segmenten Spezialitäten
und CropEnergies mehr als ausgeglichen.
Ergebnis der BetriebstätigkeitDas Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von
118 (71) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis
von 129 (74) Mio. €, dem Ergebnis aus Restrukturierung
und Sondereinflüssen in Höhe von -12 (-5) Mio.
€ sowie dem Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen
Unternehmen von 1 (2) Mio. € zusammen.
Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und
Sondereinflüssen von - 12 (- 5) Mio. € umfasste
maßgeblich die im Segment Zucker mit den Ende des
Geschäftsjahres 2018/19 beschlossenen
Werksschließungen und der Anpassung der
Verwaltungsstrukturen verbundenen Aufwendungen. Der
Vorjahresbetrag resultierte unter anderem aus dem Segment
Zucker und betraf das Angebot von Südzucker an die
Rübenanbauer der Werke Warburg und Brottewitz zur
Rückgabe ihrer Lieferrechte. Beide Werke wurden nach
der Kampagne 2019 geschlossen.
Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in
den Segmenten Zucker, Spezialitäten und CropEnergies
belief sich auf 1 (2) Mio. €.
Geschäftsentwicklung im Konzernscrollen
scrollen
1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 02
FinanzergebnisDas Finanzergebnis in den ersten sechs Monaten von -26
(-17) Mio. € umfasst ein Zinsergebnis von - 12 (-12)
Mio. € sowie ein sonstiges Finanzergebnis von -14 (-
5) Mio. €. Der deutliche Anstieg des sonstigen
Finanzergebnisses resultierte aus der vollständigen
Abwertung einer Beteiligung an einer französischen
Zuckerfabrik.
Steuern vom Einkommen und vom ErtragBei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 92 (54) Mio.
€ beliefen sich die Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag auf - 26 (- 34) Mio. €.
JahresüberschussVom Jahresüberschuss von 66 (20) Mio. €
entfielen 25 (- 15) Mio. € auf die Aktionäre der
Südzucker AG, 7 (7) Mio. € auf das
Hybrid-Eigenkapital und 34 (28) Mio. € auf die
sonstigen nicht beherrschenden Anteile, die im Wesentlichen
die Miteigentümer der AGRANA- sowie der
CropEnergies-Gruppe betreffen.
Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie betrug 0,12 (- 0,07) €
für das 1. Halbjahr 2020/21. Der Ermittlung lag der
zeitlich gewichtete Durchschnitt von 204,2 (204,2) Mio.
ausstehenden Aktien zugrunde.
Gewinn- und-Verlust-Rechnungscrollen
TABELLE 03
KonzernfinanzlageCashflowDer Cashflow erreichte 237 Mio. € nach 176 Mio.
€ im Vorjahreszeitraum und damit 7,1 (5,3) % der
Umsatzerlöse.
Working CapitalDer Mittelzufluss aus der Abnahme des Working Capitals
von 130 (119) Mio. € resultierte maßgeblich aus
dem Abverkauf der Zuckervorräte im 1. Halbjahr, der
die in diesem Zeitraum bezahlten Verbindlichkeiten
gegenüber Rübenanbauern überstieg.
Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen (einschließlich
immaterieller Vermögenswerte) beliefen sich im 1.
Halbjahr auf 127 (150) Mio. €. Im Segment Zucker
entfielen sie in Höhe von 54 (48) Mio. €
weiterhin überwiegend auf Ersatzinvestitionen,
Investitionen im Bereich Elektroinstallationen und
Automatisierung sowie auf die Erfüllung von
gesetzlichen oder behördlichen Vorgaben. Mit einem
Investitionsvolumen in Höhe von 49 (68) Mio. €
wurden im Segment Spezialitäten die Schaffung neuer
Produktionskapazitäten in der Division Stärke
sowie Anlagenerweiterungen und Optimierungen bei BENEO und
Freiberger fortgeführt. Im Segment CropEnergies wurden
14 (13) Mio. € für Ersatzinvestitionen und
Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von
Produktionsanlagen aufgewendet. Im Segment Frucht betrafen
die Investitionen von 10 (21) Mio. € überwiegend
die Division Fruchtzubereitungen mit der Installation
weiterer Produktionskapazitäten.
Finanzierungsrechnungscrollen
1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte,
TABELLE 04
Investitionen in FinanzanlagenDie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 11
(7) Mio. € betrafen den Erwerb des Unternehmens
Marroquin Organic International Inc., Santa Cruz/USA, durch
die AGRANA Stärke GmbH. Marroquin Organic
International Inc. wird seit dem Ende des 2. Quartals
2020/21 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss
einbezogen. Das auf Bioprodukte spezialisierte Handelshaus
bedient B2B-Kunden und bezieht einen Großteil seines
Produktportfolios von AGRANA Stärke. Im Vorjahr
entfielen die Investitionen in Finanzanlagen
maßgeblich auf die Gründung des 50-%-Joint
Ventures Beta Pura GmbH, Wien / Österreich und den
Erwerb einer Beteiligung von 3,5 % an DouxMatok Ltd.,
Pechta-Tikva / Israel.
Entwicklung der NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden sanken von 1.570 Mio. € am
29. Februar 2020 um 125 Mio. € auf 1.445 Mio. €
am 31. August 2020. Die Investitionen in Sach- und
Finanzanlagen von insgesamt 138 Mio. € und die
Gewinnausschüttungen von 87 Mio. € wurden
vollständig aus dem Cashflow in Höhe von 237 Mio.
€ sowie dem Mittelzufluss aus dem Abbau des Working
Capitals von 130 Mio. € finanziert.
Aufgrund einer Neuzuordnung von Festgeldanlagen kam es
im Vorjahr innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte
zu einer Umgliederung aus dem Bilanzposten "Flüssige
Mittel" in den Bilanzposten "Wertpapiere" und damit zu
einer Anpassung der Vorjahreswerte bei den sonstigen
Cashflows aus Investitionstätigkeit. Diese
Umgliederung hat zu keiner Veränderung der
Nettofinanzschulden geführt. Weitere
Erläuterungen dazu und zur vorjährigen
Erstanwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) werden
im Geschäftsbericht 2019/20 auf den Seiten 126 und 127
gemacht.
KonzernvermögenslageBilanzAktivascrollen
Passivascrollen
TABELLE 05
Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte gingen um 204 Mio.
€ auf 4.399 (4.603) Mio. € zurück. Dabei
verringerte sich der Buchwert der Sachanlagen um 60 Mio.
€ auf 3.027 (3.087) Mio. €, da die Investitionen
unter den laufenden Abschreibungen lagen. Der Rückgang
der übrigen Vermögenswerte um 101 Mio. € auf
412 (513) Mio. € resultierte im Wesentlichen aus dem
gesunkenen Buchwert der Anteile der at Equity einbezogenen
Unternehmen infolge der im Geschäftsjahr 2019/20
angefallenen Verluste von ED&F Man Holdings Limited,
London / Vereinigtes Königreich, sowie der
vollständigen Abwertung einer Beteiligung an einer
französischen Zuckerfabrik.
Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 81 Mio.
€ auf 3.413 (3.332) Mio. €. Dabei verzeichneten
die Vorratsbestände einen Anstieg um 133 Mio. €
auf 1.675 (1.542) Mio. €, der maßgeblich aus
höheren Zuckerbestandsmengen infolge deutlich
gesunkener Zuckerabsatzmengen und gestiegenen
Rübenpreisen für die Kampagne 2019 resultierte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit
1.011 (1.000) Mio. € auf Vorjahresniveau. Der
Rückgang der übrigen Vermögenswerte auf 727
(790) Mio. € resultierte maßgeblich aus dem
Abbau von flüssigen Mitteln und Wertpapieren.
EigenkapitalDas Eigenkapital ging auf 3.600 (3.777) Mio. € und
die Eigenkapitalquote auf 46 (48) % zurück. Das
Eigenkapital der Aktionäre der Südzucker AG
reduzierte sich auf 2.090 (2.263) Mio. €, was
maßgeblich aus dem anteiligen Jahresfehlbetrag im 2.
Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 resultierte. Die
sonstigen nicht beherrschenden Anteile lagen mit 856 (860)
Mio. € auf Vorjahresniveau.
Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden reduzierten sich um 72 Mio.
€ auf 2.748 (2.820) Mio. €. Dies resultierte im
Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 945 (985)
Mio. € bei einem gegenüber dem Vorjahresstichtag
31. August gestiegenen Marktzinssatz von 1,35 (0,95) %. Die
Finanzverbindlichkeiten lagen mit 1.410 (1.408) Mio. €
auf Vorjahresniveau. Die übrigen Schulden gingen um 34
Mio. € auf 393 (427) Mio. € zurück.
Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden verzeichneten einen Anstieg
um 126 Mio. € auf 1.464 (1.338) Mio. €. Dabei
stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 141
Mio. € auf 517 (376) Mio. € insbesondere aufgrund
der Aufnahme von Commercial Papers. Gleichzeitig stiegen
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 17
Mio. € auf 487 (470) Mio. € und beinhalten
Verbindlichkeiten gegenüber Rübenanbauern in
Höhe von 10 (17) Mio. €. Bei den übrigen
Schulden, die sich aus sonstigen Rückstellungen,
Steuerschulden und sonstigen Verbindlichkeiten
zusammensetzen, war ein Rückgang um 32 Mio. € auf
460 (492) Mio. € zu verzeichnen.
NettofinanzschuldenDie Nettofinanzschulden zum 31. August 2020 stiegen
unterjährig wie erwartet um 219 Mio. € auf 1.445
(1.226) Mio. €, was 40 (32) % des Eigenkapitals
entsprach.
MitarbeiterDie Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalente) lag zum Ende des 1. Halbjahres
des Geschäftsjahres 2020/21 mit 18.723 (19.606) unter
Vorjahr. Der Personalrückgang ergab sich im Segment
Zucker insbesondere aus der Stilllegung von vier
Zuckerfabriken im Anschluss an die Kampagne 2019/20 und im
Segment Frucht maßgeblich aus dem reduzierten Bedarf
an Saisonarbeitskräften im
Fruchtzubereitungsgeschäft.
Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nach Segmentenscrollen
TABELLE 06
SEGMENT ZUCKERMärkteWeltzuckermarktIn der letzten Aktualisierung der Schätzung der
Weltzuckerbilanz für das abgelaufene Wirtschaftsjahr
2019/20 (1. Oktober bis 30. September) im August 2020 geht
das Marktforschungsunternehmen F.O. Licht nun von einem
Produktionsdefizit von 5,3 Mio. t aus. Dabei wird infolge
der Corona-Pandemie nun einerseits ein leichter
Rückgang der Nachfrage erwartet. Andererseits
führen die Marktverwerfungen am Rohölmarkt dazu,
dass Brasilien nun deutlich mehr Zucker anstelle von
Ethanol produziert. Trotz dieser Produktionssteigerung in
Brasilien geht die Weltzuckererzeugung aufgrund geringerer
Mengen insbesondere in Indien und Thailand zurück.
Dies führt zu einem Rückgang des Bestandsniveaus.
Andere Analystenhäuser schätzen das Defizit
2019/20 geringer ein, was insbesondere auf die Erwartung
einer infolge der Corona-Pandemie noch geringeren Nachfrage
zurückzuführen ist.
Für das Wirtschaftsjahr 2020/21 erwartet F.O. Licht
trotz eines Anstiegs der Weltzuckerproduktion um rund 5
Mio. t bei einem leichten Anstieg des Weltzuckerverbrauchs
ein weiteres Defizitjahr. Die Bestände sollen nochmals
um 2,4 Mio. t sinken.
Weltmarktpreise für Zucker1. September 2017 bis 31. August 2020, London,
nächster gehandelter Terminmonat
GRAFIK 01
Anfang 2020 stieg der Weltmarktpreis für
Weißzucker aufgrund der guten Fundamentaldaten bis
Mitte Februar auf bis zu 413 €/t an. Danach setzte
infolge der erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft
ein Preisverfall bei Rohöl und den Währungen von
Schwellenländern, wie Brasilien, ein. Beides setzte
den Weltmarktpreis für Zucker massiv unter Druck,
sodass er binnen wenigen Wochen auf Werte um 300 €/t
fiel und Ende April mit 283 €/t seinen Tiefststand
erreichte. Danach schwankten die Weltmarkpreise in einer
Bandbreite von rund 290 €/t bis rund 340 €/t. Zum
Ende des Berichtszeitraums lag der Weltmarktpreis bei 301
€/t.
EU-ZuckermarktIm abgelaufenen Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2019/20 ging
die Zuckererzeugung (EU inklusive Vereinigten
Königreichs; inklusive Isoglukose) infolge gesunkener
Anbauflächen und erneut trockenheitsbedingt
unterdurchschnittlicher Zuckererträge nochmals auf
18,0 (18,2) Mio. t zurück. Damit musste erneut Zucker
importiert werden.
Der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food, ab
Werk) lag zu Beginn des neuen ZWJ im Oktober 2019 bei 332
€/t und stieg seitdem auf nahezu 380 €/t an. Der
letzte veröffentliche Wert vom Juli 2020 lag bei 378
€/t. Dabei gibt es innerhalb der EU größere
regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und den
Überschussregionen.
Für das nun begonnene ZWJ 2020/21 erwartet die
EU-Kommission für die EU-27 und das Vereinigte
Königreich einen weiteren Rückgang der
Anbaufläche um rund 2 %. Infolge auch 2020 schwieriger
Witterungsbedingungen sowie erhöhten
Schädlingsbefalls werden auch 2020 in den
Hauptanbauregionen schwache Erträge erwartet.
Frankreich, das Vereinigte Königreich sowie Belgien,
die Niederlande und Westdeutschland sind zudem von einer
Viruskrankheit betroffen, dem Yellow Virus, das durch die
grüne Blattlaus verbreitet wird. In der Region
südlich von Paris werden Ertragsausfälle von rund
40 % erwartet. Analysten erwarten eine Erzeugung von bis zu
1 Mio. t unter dem Vorjahresniveau, was den Bestandsaufbau
aus dem ZWJ 2019/20 infolge der temporär geringen
Nachfrage durch die Corona-Pandemie mehr als kompensiert.
Die EU wird damit voraussichtlich im ZWJ 2020/21 im dritten
ZWJ in Folge Netto-Importeur von Zucker bleiben.
EnergiemarktAnfang Juni 2020 lag der Brent-Ölpreis bei 38
USD/Barrel und ging am 31. August 2020 nach einer
längeren Seitwärtsbewegung mit 45 USD/Barrel aus
dem Handel. Nach Lockerung der coronabedingten
Einschränkungen war im Juni eine langsame Erholung der
globalen Rohölnachfrage zu verzeichnen. Gleichzeitige
Förderkürzungen der OPEC-Staaten führten
insgesamt zu einem Anstieg des Brent-Ölpreises auf 44
USD/Barrel Mitte Juli 2020. Im weiteren Quartalsverlauf
bremsten jedoch steigende Corona-Neuinfektionen zum
Beispiel in den USA und anhaltende
Mobilitätseinschränkungen die Nachfrage- und
Preisdynamik ab; der globale Rohölmarkt litt unter
anhaltender Nachfrageschwäche. Weitere Preiserholungen
wurden zudem durch die Rücknahme der
Förderkürzung einiger OPEC-Staaten im August 2020
verhindert.
Rechtliche und politische RahmenbedingungenEine Ratifizierung des Mercosur-Abkommens wird immer
unwahrscheinlicher, nachdem sich nun auch die deutsche
Ratspräsidentschaft kritisch zu Brandrodungen im
Amazonasgebiet geäußert hat.
Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen
Änderungen der im Geschäftsbericht 2019/20
(Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment Zucker)
auf den Seiten 67 und 68 dargestellten rechtlichen und
politischen Rahmenbedingungen ergeben.
GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment Zucker lag der Umsatz mit 1.112 (1.121) Mio.
€ auf Vorjahresniveau. Dabei stand gestiegenen
Zuckererlösen eine deutlich geringere Absatzmenge
gegenüber. Der Absatzrückgang geht zum einen auf
die geringere Zuckererzeugung in der Kampagne 2019
zurück. Zum anderen wurden die kurzfristig positiven
Impulse aus Hamsterkäufen im Einzelhandel zu Beginn
des Geschäftsjahres im weiteren Verlauf des Jahres
durch die geringere Nachfrage der zuckerverarbeitenden
Industrie infolge der Maßnahmen zur Eindämmung
der Coronakrise überlagert.
Wie erwartet konnte der operative Verlust deutlich auf
-56 (-93) Mio. € reduziert werden. Die Verbesserung
wird maßgeblich von den höheren
Zuckererlösen infolge der Preiserhöhungen seit
Beginn des ZWJ 2019/20 getragen. Diese
überkompensieren die geringere Absatzmenge und
gestiegene Produktionskosten.
Geschäftsentwicklung im Segment Zuckerscrollen
scrollen
1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 07
Ergebnis aus Restrukturierung und SondereinflüssenDas Ergebnis aus Restrukturierung und
Sondereinflüssen belief sich auf - 13 (- 5) Mio.
€ und betraf Aufwendungen für die Ende des
Geschäftsjahres 2018/19 beschlossenen
Werksschließungen und die Anpassung der
Verwaltungsstrukturen. Im Vorjahr waren die Aufwendungen
für das Angebot an die Rübenanbauer der Werke
Warburg und Brottewitz zur Rückgabe ihrer Lieferrechte
enthalten. Beide Werke wurden nach der Kampagne 2019
geschlossen.
Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen
belief sich im Segment Zucker auf - 8 (- 5) Mio. € und
betrifft überwiegend ED&F Man Limited,
London/Vereinigtes Königreich. Im Rahmen der
strategischen Neuausrichtung erfolgt eine Fokussierung auf
das profitabel laufende Handelsgeschäft. Verschiedene
Industriebeteiligungen außerhalb dieses
Kerngeschäfts - wie beispielsweise die
Zuckermühlen des mexikanischen Joint Ventures Azucar
Grupo Saenz -, die das Konzernergebnis von ED&F Man
belasten, sollen veräußert werden. Bei der
Umsetzung dieser Maßnahmen kommt es insbesondere
aufgrund der Corona-Pandemie zu Verzögerungen, weshalb
diese Ergebnisbelastungen weiter bestehen bleiben. Zur
liquiditätsmäßigen Absicherung der
strategischen Neuausrichtung und der damit einhergehenden
Restrukturierung hat ED&F Man im September 2020 eine
dreijährige Verlängerung bestehender
Finanzierungen vereinbart.
Rübenanbau und Kampagne 2020In der Südzucker-Gruppe hat sich nach der
Stilllegung von vier Zuckerfabriken die
Rübenfläche 2020 gegenüber dem Vorjahr um 12
% auf 344.000 (391.000) ha reduziert. Trockenheit, vor
allem im Frühjahr aber auch regional im Sommer, sowie
ein starker Virusbefall in Frankreich, Belgien und in
Teilen Deutschlands führen zu einer insgesamt leicht
unterdurchschnittlichen Ertragserwartung in der
Südzucker-Gruppe.
Die Kampagne startete in diesem Jahr am 4. September als
Erstes bei Südzucker Polska. Die meisten der
übrigen Südzucker-Werke begannen Mitte September
bis Anfang Oktober mit der Rübenverarbeitung.
Investitionen in SachanlagenDie Investitionen in Höhe von 54 (48) Mio. €
entfielen im 1. Halbjahr weiterhin überwiegend auf
Ersatzinvestitionen, insbesondere in den Bereichen
Prozessleit- und Elektrotechnik, aber auch auf
größere Einzelmaßnahmen wie ein neues Dach
für ein Hochregallager oder eine CO
2-Pumpenstation. Daneben wurden Maßnahmen
zur Verbesserung der Logistik und der Erfüllung von
Marktanforderungen durchgeführt. Dazu zählen eine
neue Absackanlage für Foliensäcke, Anpassungen
der Verladeleistung von losem Zucker, die Erweiterung der
Dicksaftlagerkapazität durch einen neuen Tank sowie
der Ausbau der Biozuckerproduktion. Im Bereich Umwelt wurde
in Abwasseraufbereitungsanlagen sowie in Maßnahmen
zur Erfüllung gesetzlicher oder behördlicher
Auflagen investiert.
SEGMENT SPEZIALITÄTENGeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDie insgesamt positive Absatzentwicklung im Segment
Spezialitäten setzte sich auch im 2. Quartal fort,
sodass der Umsatz im 1. Halbjahr gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum weiter auf 1.262 (1.192)
Mio. € zulegen konnte. Dieser Anstieg wurde auch durch
die im Verlauf des Vorjahres in Betrieb genommenen
Kapazitätserweiterungen im Bereich Stärke
unterstützt. Während einzelne Produkte wie
beispielsweise Tiefkühlpizzen von den Maßnahmen
zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus
profitieren konnten, ergaben sich bei anderen
Produktgruppen wie Verzuckerungsprodukten oder
Portionsartikeln deutliche Belastungen.
Infolge der Absatzmengenausweitung konnte auch das
operative Ergebnis deutlich auf 103 (87) Mio. €
zulegen, wobei teils rückläufige Rohstoffkosten
ebenfalls zu dieser Verbesserung beitragen konnten.
Darüber hinaus wirkte sich die deutliche Erholung der
Ethanolerlöse im Verlauf der letzten Monate positiv
aus.
Ergebnis aus at Equity einbezogenen UnternehmenDas Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen in
Höhe von 9 (7) Mio. € betraf das anteilige
Ergebnis der Stärke- und Bioethanolaktivitäten
der ungarischen Hungrana-Gruppe.
Investitionen in SachanlagenDie Investitionen im Segment Spezialitäten von 49
(68) Mio. € betrafen in der Division BENEO
Kapazitätserweiterungen an allen Standorten bzw. deren
Vorbereitung für die kommenden Jahre. Die neue,
staatlich geförderte sechsstufige Verdampfstation am
Standort Offstein befindet sich in der Fertigstellung. In
Wijgmaal / Belgien wurde der erste Bauabschnitt einer
dritten Nassstärkelinie für Reisproteine nahezu
abgeschlossen. Die Inbetriebnahme ist für das 3.
Quartal 2020/21 geplant. Am Standort Pemuco/Chile wurde mit
einem mehrjährigen Projekt zur Verbesserung der
Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduktion der
Verwendung fossiler Brennstoffe begonnen. In der Division
Freiberger wird eine Produktionslinie am Standort
Westhoughton/Vereinigtes Königreich erweitert; daneben
laufen bei Richelieu in den USA weiterhin diverse
Automatisierungsprojekte. In der Division Stärke soll
die Erweiterung der Nassstärkederivate in Aschach /
Österreich zum 3. Quartal 2020/21 abgeschlossen
werden.
Geschäftsentwicklung im Segment Spezialitätenscrollen
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1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 08
SEGMENT CROPENERGIESMärkteAbsatzmarkt EthanolIn Europa verzeichneten die Ethanolpreise einen
erheblichen Anstieg von rund 510 €/m
3 Anfang Juni auf rund 785 €/m
3 Ende August 2020. Am 20. August 2020
markierten die Spotpreise sogar ein zwischenzeitliches
Allzeithoch von 811 €/m
3. Die Produktion in der EU-27 und im
Vereinigten Königreich soll sich 2020 auf 7,2 (7,5)
Mio. m3 und der Inlandsverbrauch auf 7,7 (8,3) Mio. m3
reduzieren. Der Rückgang wird in erster Linie bei
Kraftstoffethanol erwartet, während bei Ethanol
für industrielle Anwendungen ein deutlicher Anstieg zu
verzeichnen ist. Dies ist vor allem auf den erhöhten
Bedarf an Ethanol als Grundstoff für
Desinfektionsmittel zurückzuführen. Die Importe
in der EU-27 sollen mit 1,2 (1,2) Mio. m3 auf
Vorjahresniveau liegen.
GetreidemarktDem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die
Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2020/21 auf 2.230
(2.181) Mio. t weiter steigen. Bei einem erwarteten
Getreideverbrauch von 2.222 (2.181) Mio. t wird mit einem
Anstieg der Bestände auf 630 (622) Mio. t gerechnet.
Für die EU-27 rechnet die EU-Kommission mit einem
Rückgang der Getreideernte 2020/21 auf 277 (294) Mio.
t. Der Verbrauch soll unverändert bei 261 (261) Mio. t
liegen. In der EU-27 soll insbesondere die Weizenernte
2020/21 mit 120 (138) Mio. t deutlich kleiner ausfallen als
im Vorjahr. In Großbritannien soll der Rückgang
laut IGC noch deutlicher ausfallen. Mit nur 11 (16) Mio. t
werden dort voraussichtlich rund 35 % weniger Weizen als im
Vorjahr geerntet.
Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in
Paris schlossen Ende August 2020 bei rund 188 €/t und
damit im Vergleich zu rund 187 €/t Anfang Juni 2020
kaum verändert. Ein guter Erntebeginn in weiten Teilen
Europas war zwar zunächst mit einem Preisrückgang
von ca. 10 €/t verbunden, aufgrund der anhaltend
trockenen Witterungsbedingungen wurde diese Entwicklung
jedoch bis zum Ende des 2. Quartals 2020/21 wieder
zunichtegemacht.
Rechtliche und politische RahmenbedingungenMit der Klimaschutzverordnung strebt die EU an, die
Treibhausgasemissionen in den Sektoren, die nicht unter den
EU-Emissionshandel (ETS) fallen, bis 2030 um 30 % zu
senken. Zu diesem Nicht-ETS-Bereich gehört neben
Gebäuden, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und
kleineren Industrieanlagen insbesondere der Verkehr.
Aufgrund regionaler Unterschiede innerhalb der EU wurden
dafür nationale Minderungsziele festgelegt. So sollen
zum Beispiel in Deutschland die Emissionen bis 2030 um 38 %
gemindert werden.
Zur Zielerreichung ist es notwendig, auf nationaler
Ebene wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der
Emissionen umzusetzen. In Deutschland sind die
Klimaschutzziele im Klimaschutzgesetz (KSG) gesetzlich
verankert. Für den Verkehrsbereich ist eine Senkung
der Treibhausgasemissionen bis 2030 auf höchstens 95
Mio. t CO
2-Äquivalente vorgesehen. Dies entspricht
gegenüber 2019 einer Minderung um über 60 Mio. t
bzw. rund 40 %. Zur Senkung der Treibhausgasemissionen von
Kraftstoffen soll ab 2021 ein nationaler Emissionshandel
beitragen, mit dem CO
2-Emissionen von fossilen Kraftstoffen bepreist
werden. Der CO
2-Preis soll zunächst von 25 €/t im
Jahr 2021 auf 55 €/t im Jahr 2025 steigen. Die
deutsche Ethanolindustrie begrüßt die Bepreisung
von fossilen CO2-Emissionen und schlägt flankierend
vor, die Treibhausgasminderungsquote für Kraftstoffe
von 6 Gew.-% im Jahr 2020 schrittweise auf 16 Gew.-% bis
2030 anzuheben. Dies würde sicherstellen, dass CO
2-ärmere Kraftstoffe genutzt werden und
damit auch der Kraftstoffbereich seinen Beitrag leistet,
die Klimaziele 2030 zu erreichen.
Im Berichtszeitraum haben sich ansonsten keine
wesentlichen Änderungen der im Geschäftsbericht
2019/20 (Konzernlagebericht, Wirtschaftsbericht, Segment
CropEnergies) auf Seite 80 dargestellten rechtlichen und
politischen Rahmenbedingungen ergeben.
GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisIm Segment CropEnergies reduzierte sich der Umsatz auf
373 (405) Mio. €. Nach dem massiven Preiseinbruch bei
Ethanol zu Beginn des Geschäftsjahres infolge der
durch die Corona-Krise geringeren Kraftstoffnachfrage
konnten sich die Erlöse anschließend erheblich
erholen und zum Ende des Berichtszeitraums ein neues
Rekordhoch erreichen. Dadurch wurden der
Absatzrückgang sowie die geringeren
Nebenprodukterlöse teilweise ausgeglichen.
Nach dem Rückgang im 1. Quartal konnte das
operative Ergebnis insbesondere der Erholung der
Ethanolerlöse folgend im 2. Quartal deutlich zulegen,
sodass sich nach sechs Monaten eine Ergebnisverbesserung
auf 51 (44) Mio. € ergibt. Dazu trugen auch geringere
Rohstoffkosten bei, welche die ebenfalls
rückläufigen Nebenprodukterlöse kompensieren
konnten.
Investitionen in SachanlagenDie Investitionen im Segment CropEnergies beliefen sich
im 1. Halbjahr auf 14 (13) Mio. € und dienten an allen
Standorten vorrangig dem Ersatz technischer Anlagen im
Bereich des gesamten Produktionsprozesses, wie
beispielsweise Wärmetauscher, Pumpen und Trockner.
Daneben stehen Maßnahmen zur Steigerung der
Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit im
Fokus. Über die Standorte hinweg wird auch das Thema
Brand- und Explosionsschutz priorisiert. Projekte zur
Erweiterung der Produktionsanlagen betreffen unter anderem
den flexiblen Einsatz von Rohstoffen in Zeitz.
Geschäftsentwicklung im Segment CropEnergiesscrollen
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1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 09
SEGMENT FRUCHTMärkteAbsatzmärkteDie Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt
Fruchtjoghurt wird durch die COVID-19-Pandemie leicht
negativ beeinflusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor
zeigen eine globale Wachstumsrate für Joghurt im
Kalenderjahr 2020 von 1,8 %. Diese liegt 0,5 Prozentpunkte
unter der prognostizierten Wachstumsrate vor dem Ausbruch
der Corona-Krise.
Die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat war im
Frühjahr weiterhin solide und konnte aus der Ernte
2019 bedient werden.
Für die überwiegende Menge von
Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2020 wurden bereits
Verträge mit Kunden abgeschlossen. Besonders bei
Kirschen und Himbeeren war das Marktumfeld
äußerst herausfordernd, was zu unter dem Vorjahr
liegenden Margen führte. Auch war bei den Eindeckungen
ein sehr defensives und zögerliches Vorgehen der
Kunden zu beobachten.
RohstoffmärkteFür den Fruchtzubereitungsbereich wurden im 1.
Halbjahr 2020/21 rund 218.000 t Rohstoffe eingekauft. Dabei
konnte die Erdbeerernte im Juli 2020 in allen relevanten
Beschaffungsmärkten abgeschlossen werden. Die geplante
Bedarfsmenge wurde zu leicht höheren Preisen als im
Vorjahr vollständig kontrahiert. In Marokko,
Ägypten und Spanien stand aufgrund
eingeschränkter Verarbeitungskapazitäten in
Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eine geringere
Rohstoffmenge zur Verfügung. Die Erntemengen in Polen
und der Ukraine lagen unter den Erwartungen, wofür in
erster Linie ungünstige Witterungsverhältnisse
während der Blüte und Erntephase verantwortlich
waren. Des Weiteren wurden auch wieder vermehrt chinesische
Erdbeeren für die Werke in Übersee eingekauft.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate waren in
der überwiegend abgeschlossenen
Buntsaftverarbeitungssaison 2020 Rohstoffpreise über
dem Vorjahresniveau zu verzeichnen.
Bei der Hauptfrucht Apfel im
Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird mit einer guten
Rohstoffverfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen
gerechnet. Aufgrund des Frühjahrsfrostes in Ungarn
verbleiben die Ernteerwartungen dort auf dem niedrigen
Niveau des Vorjahres. In China wird von einer sehr guten
Rohstoffversorgung ausgegangen, die Apfelverarbeitung
begann bereits Anfang August.
GeschäftsentwicklungUmsatz und operatives ErgebnisDer Umsatz im Segment Frucht lag mit 602 (596) Mio.
€ auf Vorjahresniveau. Während sich die
Umsätze bei Fruchtzubereitungen insgesamt stabil
entwickelten, konnten die Umsätze mit
Fruchtsaftkonzentraten infolge erntebedingt höherer
Erlöse trotz geringerer Absatzvolumina gesteigert
werden.
Trotz einer Verbesserung im 2. Quartal ist infolge der
schwachen Entwicklung zu Geschäftsjahresbeginn im
Berichtszeitraum ein deutlicher Rückgang beim
operativen Ergebnis auf 31 (36) Mio. € festzustellen.
Dabei verringerten sich die Margen bei
Fruchtsaftkonzentraten trotz gestiegener Erlöse
infolge der höheren Rohstoffpreise aus der Ernte 2019.
Zudem wirkten geringere Absatzmengen ergebnisbelastend. Bei
den Fruchtzubereitungen konnten ebenfalls
rückläufige Absätze und Margen durch
Kosteneinsparungen ausgeglichen werden.
Investitionen in SachanlagenIm Segment Frucht entfiel der Großteil der
Investitionen von 10 (21) Mio. € auf die Division
Fruchtzubereitungen. Neben Ersatz- und
Erhaltungsinvestitionen wurden Kapazitätserweiterungen
fortgesetzt, unter anderem die Installation je einer
weiteren Produktionslinie in den Fruchtzubereitungswerken
in Central Mangrove/ Australien und in Lysander / USA. In
der Division Fruchtsaftkonzentrate wurden
Ersatzinvestitionen und Produktionsoptimierungen
durchgeführt. Zu nennen sind hier Investitionen in
eine Verbesserung der Wasserversorgung unter anderem durch
einen neuen Hochbehälter in
Kröllendorf/Österreich. Die Inbetriebnahme ist
für das 3. Quartal 2020/21 geplant. Außerdem
erfolgen Investitionen im Bereich des neuen
Geschäftsfelds Grundstoff- und Aromaherstellung.
Geschäftsentwicklung im Segment Fruchtscrollen
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Vermögenswerte.
TABELLE 10
PROGNOSEBERICHTKonzernIm Konzern erwarten wir für das Geschäftsjahr
2020/21 einen Umsatz von 6,9 bis 7,2 (Vorjahr: 6,7) Mrd.
€. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem
leichten Umsatzanstieg. In den Segmenten Spezialitäten
und Frucht gehen wir von einem moderat steigenden Umsatz
aus. Im Segment CropEnergies sehen wir eine Bandbreite von
790 bis 840 Mio. € Das operative Konzernergebnis sehen
wir in einer Bandbreite von 300 bis 400 (Vorjahr: 116) Mio.
€. Dabei rechnen wir im Segment Zucker mit einem
operativen Ergebnis in einer Bandbreite von -100 bis - 50
Mio. €. In den Segmenten Spezialitäten und Frucht
rechnen wir mit einer moderaten Ergebnissteigerung. Das
operative Ergebnis im Segment CropEnergies wird in einer
Bandbreite von 110 bis 140 Mio. € erwartet.
Wir gehen von einem Capital Employed auf Vorjahresniveau
aus. Auf Basis der genannten operativen
Ergebnisverbesserung rechnen wir mit einem deutlichen
Anstieg des ROCE (Vorjahr: 1,8 %).
Das operative Ergebnis des 3. Quartals des laufenden
Geschäftsjahres 2020/21 wird deutlich über
Vorjahresniveau erwartet.
Aufgrund der weiter andauernden Corona-Pandemie und der
damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten
ist sowohl die Prognose für das 3. Quartal als auch
für das Gesamtjahr 2020/21 weiterhin von großer
Unsicherheit geprägt.
Segment ZuckerAuf dem Weltmarkt wird für das abgelaufene ZWJ
2019/20, trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie,
weiterhin ein -wenn auch geringeres - Defizit und damit ein
Bestandsabbau erwartet. In Europa werden
rückläufige Anbauflächen sowie in wichtigen
Anbauregionen erneut trockene Witterungsbedingungen und
verstärkter Schädlingsbefall zu einer nochmals
rückläufigen Zuckererzeugung führen, sodass
die EU auch im ZWJ 2020/21 Nettoimporteur bleiben wird und
damit ein stabiles Marktumfeld vorherrscht. Diese
Grundannahmen haben bislang auch unter
Berücksichtigung der potenziellen Auswirkungen der
Corona-Pandemie Bestand. Die Weltmarktpreise haben sich
durch die Marktverwerfungen bei Rohöl und
Währungen der Schwellenländer, wie Brasilien,
reduziert. Die zwischenzeitliche Preiserholung am Weltmarkt
wurde weitestgehend wieder im Markt abgegeben.
Dementsprechend konnten wir für die bisher
kontrahierten Mengen die angestrebte Preiserhöhung
nicht in Gänze erreichen. Ob und inwieweit die
bisherige Weltmarktpreisentwicklung die weiteren
Preisverhandlungen für das ZWJ 2020/21 beeinflussen
wird, hängt von der Dauer und dem Ausmaß dieser
Marktverwerfungen ab. Infolge der schlechten
Zuckerrübenernten 2019 und 2020, der
Werksstilllegungen nach der Kampagne 2019 und der insgesamt
geringeren Nachfrage infolge der Corona-Pandemie rechnen
wir mit einem stärkeren Rückgang der Absatzmengen
gegenüber unserer bisherigen Erwartung. Durch
höhere Erlöse gehen wir dennoch von einem
leichten Umsatzanstieg (bisherige Prognose: deutlicher
Anstieg; Vorjahr: 2,3 Mrd. €) aus.
Das operative Ergebnis im Segment Zucker sehen wir
nunmehr in einer Bandbreite von -100 bis -50 (bisherige
Prognose: - 40 bis + 60; Vorjahr: - 236) Mio. €. Dabei
gehen wir im 2. Halbjahr weiterhin von einer deutlichen
Ergebnisverbesserung gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum aus. Dem höheren Preisniveau und den
ersten materiellen Kosteneinsparungen aus dem
Restrukturierungplan werden dabei höhere
Rohstoffkosten und höhere Produktionskosten aus der
reduzierten Werksauslastung infolge der erneut schlechten
Ernte 2020 gegenüberstehen.
Unsicherheiten bestehen im Hinblick auf das Ausmaß
der Erlöserhöhung für die noch ausstehenden
Kontraktmengen, auf die weitere Absatzentwicklung im Umfeld
der Corona-Pandemie und auf die finale
Kapazitätsauslastung infolge der fortgesetzten
Trockenheit und des verstärkten Schädlingsbefalls
in einigen Anbauregionen.
Segment SpezialitätenIm Segment Spezialitäten erwarten wir einen
weiteren Anstieg der Produktions- und Absatzmengen. Vor dem
Hintergrund der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr gehen
wir nunmehr von einem moderaten Anstieg bei Umsatz und
operativem Ergebnis aus (bisherige Prognose: leichter
Umsatzanstieg und operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau;
Vorjahr: Umsatz 2,4 Mrd. €; operatives Ergebnis 190
Mio. €).
Trotz der bisher positiven Entwicklung bestehen
Unsicherheiten im Umfeld der Corona-Pandemie im Hinblick
auf die weitere Absatz-, Erlös- und
Rohstoffkostenentwicklung.
Segment CropEnergiesCropEnergies hatte im vorangegangenen Geschäftsjahr
ein Rekordergebnis erzielt. Trotz coronabedingter
Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage infolge von
Mobilitätseinschränkungen sowie eines
zwischenzeitlich erheblichen Rückgangs der
Ethanolpreise konnte CropEnergies, aufgrund der rapiden
Erlösverbesserung durch eine schnelle Aufhebung der
Mobilitätseinschränkungen, in den letzten Monaten
eine sehr gute Entwicklung erzielen. Im 1. Halbjahr konnte
damit ein operatives Ergebnis deutlich über dem
Vorjahresniveau erreicht werden.
Für das Geschäftsjahr 2020/21 wird nun ein
Umsatz in einer Bandbreite von 790 bis 840 (bisherige
Prognose: deutlicher Umsatzrückgang; Vorjahr 819 Mio.
€) erwartet. Wir rechnen nun mit einem operativen
Ergebnis in einer Bandbreite von 110 bis 140 Mio. €
(bisherige Prognose: deutlicher Rückgang des
operativen Ergebnisses; Vorjahr: 104 Mio. €)
Voraussetzung für eine Fortführung der
positiven Entwicklung ist jedoch, dass die robuste
Ethanolnachfrage anhält und es im
Geschäftsverlauf nicht erneut zu bedeutenden
Mobilitätseinschränkungen in der EU kommt.
Segment FruchtFür das Segment Frucht erwarten wir im
Geschäftsjahr 2020/21 einen moderaten Anstieg des
Umsatzes (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und des operativen
Ergebnisses (Vorjahr: 58 Mio. €).
Die Division Fruchtzubereitungen rechnet mit einer
positiven Umsatzentwicklung, die durch die Auslastung der
geschaffenen Kapazitäten und durch das Vorantreiben
der Diversifikation im Non-Dairy-Geschäft erreicht
werden soll. Durch höhere Margen, aber auch durch
Kosteneinsparungen ist eine Ergebnissteigerung geplant. In
der Division Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue
Geschäftsjahr von einem deutlichen Umsatzanstieg bei
einer rückläufigen Ertragslage ausgegangen.
Für das Segment Frucht mit seinen globalen
Produktionsanlagen ist die Prognose vor dem Hintergrund der
Corona-Pandemie weiterhin besonders erschwert.
RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international tätiges Unternehmen ist die
Südzucker-Gruppe gesamtwirtschaftlichen,
branchenspezifischen und unternehmerischen Risiken und
Chancen ausgesetzt. Informationen zum
Risikomanagementsystem und zur Risiko- und Chancensituation
finden Sie im Geschäftsbericht 2019/20 im Kapitel
"Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 92 bis 101.
Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte
haben wir keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln
oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der
Südzucker-Gruppe gefährden.
GESAMTERGEBNISRECHNUNG1. März bis 31. August 2020scrollen
TABELLE 11
KAPITALFLUSSRECHNUNG1. März bis 31. August 2020scrollen
TABELLE 12
BILANZ31. August 2020Aktivascrollen
Passivascrollen
TABELLE 13
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1. März bis 31. August 2020scrollen
scrollen
TABELLE 14
ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSSegmentberichtscrollen
1 Einschließlich immaterieller
Vermögenswerte.
TABELLE 15
(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss des Südzucker-Konzerns zum
31. August 2020 wurde entsprechend den Regeln zur
Zwischenberichterstattung nach IAS 34
(Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den
vom International Accounting Standards Board (IASB)
herausgegebenen International Financial Reporting Standards
(IFRS) erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die
Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der
Südzucker AG zum 31. August 2020 in verkürzter
Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2020
unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen
Durchsicht. Der Vorstand der Südzucker AG hat diesen
Zwischenabschluss am 28. September 2020 aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie
im Anhang des Geschäftsberichts 2019/20 unter Ziffer
(1) "Grundlagen für die Aufstellung des
Konzernabschlusses" auf den Seiten 125 bis 128 dargestellt
- erstmals neue bzw. geänderte Standards und
Interpretationen anzuwenden.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des
Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2020 angewandt.
Deren Erläuterung im Anhang des Geschäftsberichts
2019/20 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze" auf den Seiten 135 bis 139 gilt
daher entsprechend. Der Geschäftsbericht 2019/20 der
Südzucker-Gruppe steht im Internet unter
www.suedzucker.de/de/investor-relations bzw.
www.suedzucker.de/en/investor-relations zur Einsicht und
zum Download zur Verfügung. Die dort gemachten Angaben
werden wie folgt ergänzt:
Bei der Berechnung der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde am 31.
August 2020 für wesentliche Pläne ein
Marktzinssatz von 1,35 % zugrunde gelegt; zum 31. August
2019 basierte die Abzinsung auf 0,95 %.
Die Ertragsteuern wurden auf der Basis
landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das
gesamte Geschäftsjahr ermittelt. Wesentliche
Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der
Jahressteuerquote im jeweiligen Quartal des Anfalls voll
berücksichtigt.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den
Monaten September bis Januar. Aus diesem Grund fallen die
Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen in diesem Zeitraum
an. Soweit die vor der Zuckerkampagne angefallenen
Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Produktionsvorbereitung der nachfolgenden Kampagne stehen,
werden sie unterjährig über die
Bestandsveränderung aktiviert und in der Bilanz unter
den Vorräten als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. In
der anschließenden Zuckerproduktion werden diese dann
bei der Ermittlung der Herstellungskosten des erzeugten
Zuckers berücksichtigt und damit als Bestandteil der
fertigen Erzeugnisse unter den Vorräten ausgewiesen.
CropEnergies erhält für die Ethanolproduktion
aus nachwachsenden Rohstoffen am belgischen Standort Wanze
Green Certificates. Die Erlöse aus deren
Veräußerung kürzen den Materialaufwand.
Diese laufende Regelung ist bis zum Jahr 2024, die
Anschlussregelung bis zum Jahr 2038 gültig.
(2) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum 31. August 2020 umfasste -
neben der Südzucker AG-145 vollkonsolidierte
Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2019/20: 152).
Sechs Gesellschaften wurden verschmolzen und zwei
Gesellschaften wurden liquidiert.
Am 1. März 2020 wurden 100 % der Anteile von
Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz/USA, von
der AGRANA Stärke GmbH, Wien / Österreich,
erworben und Ende des 2. Quartals 2020 vollkonsolidiert.
Das US-amerikanische Unternehmen vertreibt Bio- und
gentechnikfreie Lebensmittelzutaten. Der passive
Unterschiedsbetrag wurde unmittelbar im sonstigen
betrieblichen Ertrag erfasst.
Kaufpreisallokation Marroquin Organic International, Inc.scrollen
TABELLE 16
Insgesamt 16 Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres
2019/20: 16) wurden at Equity einbezogen.
(3) Ergebnis je AktieIm Zeitraum vom 1. März bis 31. August 2020 war der
Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) der zeitlich
gewichtete Durchschnitt von 204,2 Mio. ausstehenden Aktien
zugrunde zu legen. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf
0,00 (- 0,03) € für das 2. Quartal und auf 0,12
(- 0,07) € für das 1. Halbjahr; eine
Verwässerung des Ergebnisses je Aktie lag nicht vor.
(4) Vorrätescrollen
TABELLE 17
Der Buchwert der Vorräte lag mit 1.674,9 (1.542,3)
Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Bestände
der fertigen und unfertigen Erzeugnisse im Segment Zucker
lagen absatzbedingt über dem Vorjahresbestandsniveau
zum 31. August. Der Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen ist unter anderem auf Anzahlungen im Juni
2020 für zukünftige Lieferzusagen
(Rohstoffsicherungsprämie für den Rübenanbau
in der Kampagne 2021) zurückzuführen. Die
Aufwandswirksamkeit der Rohstoffsicherungsprämien
entsteht mit der Verarbeitung der Rüben der
entsprechenden Kampagne.
(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescrollen
TABELLE 18
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit
1.011,1 (999,7) Mio. € auf Vorjahresniveau.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte von
71,6 (61,2) Mio. € beinhalten im Wesentlichen
Forderungen gegen nicht einbezogene Unternehmen,
Beteiligungen, Mitarbeiter und übrige Dritte.
Die übrigen nichtfinanziellen Vermögenswerte
von 58,6 (67,9) Mio. € betreffen überwiegend
geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen sowie zugekaufte CO
2-Emissionszertifikate.
(6) Sonstige Rückstellungenscrollen
TABELLE 19
Die personalbezogenen Rückstellungen in Höhe
von 95,9 (108,8) Mio. € setzen sich im Wesentlichen
aus überwiegend langfristigen Rückstellungen
für Jubiläumsaufwendungen und Rückstellungen
für Altersteilzeit sowie überwiegend
kurzfristigen Rückstellungen für Sozialpläne
zusammen.
Die Rückstellungen für Prozesse und
Risikovorsorge von 164,4 (177,8) Mio. € beinhalten
Rückstellungen für Marktordnungsverfahren,
Verfahren aus operativen Vertragsbeziehungen und
Kartellrechtsrisiken (Bußgelder und
Schadensersatzansprüche).
Die übrigen Rückstellungen von 75,2 (89,3)
Mio. € betreffen im Wesentlichen die mehrheitlich
langfristigen Rückstellungen für
Rückbaumaßnahmen sowie lang- und kurzfristige
Rückstellungen für Rekultivierungs- und
Umweltverpflichtungen, die überwiegend im Zusammenhang
mit der Zuckerproduktion stehen.
(7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscrollen
TABELLE 20
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit 487,2 (470,4) Mio. € leicht über
Vorjahresniveau.
Die Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen von 106,0
(101,4) Mio. € beinhalten im Wesentlichen
Verpflichtungen aus Tantiemen, Prämien, Urlaubs- und
Arbeitszeitguthaben.
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten
reduzierten sich auf 144,3 (155,5) Mio. € und umfassen
unter anderem Zinsverbindlichkeiten sowie im Zusammenhang
mit Sicherungsgeschäften erhaltene
Sicherungsleistungen.
Unter den übrigen nichtfinanziellen
Verbindlichkeiten in Höhe von 11,6 (16,4) Mio. €
sind im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten und
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen erfasst.
(8) Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)scrollen
TABELLE 21
Die Finanzverbindlichkeiten sind um 143,8 Mio. €
auf 1.927,0 (1.783,2) Mio. € angestiegen. Bei einem
reduzierten Bestand von Wertpapieren und flüssigen
Mitteln von 481,6 (557,0) Mio. € stiegen die
Nettofinanzschulden um 219,2 Mio. € auf 1.445,4
(1.226,2) Mio. €.
Moody's bestätigte das Unternehmens- und
Anleiherating am 19. Juni 2020 mit Baa3 und behielt den
negativen Ausblick. In dieser jüngsten Credit-Opinion
äußerte Moody's die Erwartung, dass sich die
operative Profitabilität und die Kreditkennzahlen im
Geschäftsjahr 2020/21 auf ein für das Baa3-Rating
angemessenes Niveau erholen. Die nachrangige Hybrid-Anleihe
bewertet Moody's weiterhin zu 75 % als Eigenkapital.
Standard & Poor's (S&P) hatte am 24. Mai 2019
das langfristige Unternehmensrating von BBB- bestätigt
und den Ausblick auf negativ geändert; das Rating
wurde am 11. September 2020 erneut bestätigt. Die
Hybrid-Anleihe wird weiterhin zu 50 % als Eigenkapital
angerechnet.
Hybrid-AnleiheDie Hybrid-Anleihe verzinst sich seit dem 30. Juni 2015
vierteljährlich variabel mit dem 3-Monats-Euribor plus
3,10 % p. a. Für den Zeitraum 30. Juni bis 30.
September 2020 (ausschließlich) wurde der
Vergütungssatz auf 2,697 % festgesetzt. Weitere
Informationen zur Hybrid-Anleihe stehen im Anhang des
Geschäftsberichts 2019/20 unter Ziffer (30)
"Finanzverbindlichkeiten sowie Wertpapiere und
flüssige Mittel (Nettofinanzschulden)" auf Seite 175
sowie auf der Südzucker-Website zur Verfügung.
(9) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und beizulegende ZeitwerteDie in der nachstehenden Tabelle aufgeführten
Bruttofinanzschulden sind Finanzinstrumente - bewertet zu
Anschaffungskosten oder fortgeführten
Anschaffungskosten -, deren Buchwerte nicht annähernd
den beizulegenden Zeitwerten entsprechen:
scrollen
TABELLE 22
BewertungslevelIn der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln unterschieden.
scrollen
scrollen
scrollen
TABELLE 23
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren
Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang
des Geschäftsberichts 2019/20 unter Ziffer (32)
"Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf
den Seiten 186 bis 188.
(10) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Geschäftsbericht 2019/20 im Konzernanhang
unter Textziffer (36) auf den Seiten 190 bis 192
dargestellten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen bestanden im Wesentlichen unverändert fort.
(11) Ereignisse nach der BerichtsperiodeSeit dem 31. August 2020 sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein
wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage zu erwarten ist.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben werden.
Mannheim, 28. September 2020
Südzucker AG
Der Vorstand
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Zukunftsgerichtete Aussagen / PrognosenDieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die
Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf
den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen
des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren
Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die
zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr
abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie
beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und
beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als
nicht zutreffend erweisen.
Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem
Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu
aktualisieren.
Dieser Halbjahresfinanzbericht unterlag keiner
Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der
Vorstand der Südzucker AG hat diesen
Halbjahresfinanzbericht am 28. September 2020 aufgestellt.
Über diesen BerichtDieses Dokument liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Auf der Südzucker-Website stehen
PDF-Dateien der Zwischenmitteilungen zum Download zur
Verfügung:
www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/ bzw.
www.suedzucker.de/en/Investor-Relations/
Das Geschäftsjahr der Südzucker AG weicht vom
Kalenderjahr ab. Das 1. Halbjahr erstreckt sich über
den Zeitraum 1. März bis 31. August.
Die auf den vorangegangenen Seiten in Klammern gesetzten
Zahlen betreffen grundsätzlich den entsprechenden
Vorjahreszeitraum bzw. - zeitpunkt. Bei Prozentangaben und
Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Druck-
und Satzfehler vorbehalten.
Veröffentlicht am 8. Oktober 2020
KontakteInvestor Relations
Nikolai Baltruschat
investor.relations@suedzucker.de
Telefon: +49 621 421-240
Telefax: +49 621 421-449
WirtschaftspresseDr. Dominik Risser
public.relations@suedzucker.de
Telefon: +49 621 421-428
Telefax: +49 621 421-425
Südzucker im InternetAusführliche Informationen zur
Südzucker-Gruppe
erhalten Sie über die Internet-Adresse
www.suedzucker.de
HerausgeberSüdzucker AGMaximilianstraße 10
68165 Mannheim
Telefon: + 49 621 421 - 0
© 2020
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