![]() Symrise AGHolzmindenKonzernzwischenbericht Januar - Juni 2020SHARING VALUESStarke Wurzeln, neue WegeFinanzinformationen H1 2020Symrise KonzernUmsatz in Mio. €![]() Umsatz nach Regionen in Mio. € (Organisches Wachstum in %)![]() scroll
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FlavorUmsatz in Mio. €![]() scroll
NutritionUmsatz in Mio. €![]() scroll
Scent & CareUmsatz in Mio. €![]() scroll
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bereinigt um Transaktions- & Integrationskosten im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen Umsatz im ersten Halbjahr 7,6 % über dem VorjahreszeitraumOrganisches Umsatzwachstum von 3,4 % in den ersten sechs Monaten und 4,6 % im zweiten Quartal trotz weltweiter Corona-PandemieOperatives Ergebnis 11,9 % über Vorjahr. EBITDA-Marge steigt auf 21,6 %EBITDA-Margenziel 2020 auf 21 bis 22 % angehobenUmsatzziel 2020 und Mittelfristziele 2025 bestätigt Symrise setzte seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2020 fort und erzielte einen
Umsatzanstieg von 7,6 % auf 1.821 Mio. € (H1 2019: 1.692 Mio. €). Ohne Berücksichtigung
des Portfolioeffekts aus der ADF/ IDF-Akquisition und ohne Wechselkurseffekte erhöhte
sich der Umsatz organisch um 3,4 %. Alle Segmente trugen zu der positiven Entwicklung
bei und legten organisch auch im weltweit weiterhin durch die Corona-Pandemie angespannten
wirtschaftlichen Umfeld zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 393
Mio. € und lag damit 11,9 % über dem normalisierten1 Vorjahresvergleichswert (EBITDA(N) H1 2019: 351 Mio. €). Die Profitabilität des Konzerns
verbesserte sich mit einer EBITDAMarge von 21,6 % ebenfalls deutlich gegenüber dem
Vorjahresvergleichswert (EBITDA(N)-Marge H1 2019: 20,8 %). Der Periodenüberschuss überstieg mit 169 Mio. € das Niveau des normalisierten Vorjahreswerts
um 10,3 % (H1 2019: 153 Mio. €). ÜBER SYMRISE Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, kosmetischen Grund-
und Wirkstoffen, funktionalen Inhaltsstoffen sowie von Lösungen für die Nahrungsmittelherstellung
auf Basis natürlicher Ausgangsstoffe. Zu den Kunden gehören Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel-
und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln
und Heimtiernahrung. Mit einem Umsatz von rund 3,4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2019 gehört das Unternehmen
zu den global führenden Anbietern. Der Konzern mit Sitz in Holzminden ist mit mehr
als 100 Niederlassungen in Europa, Afrika und dem Nahen sowie Mittleren Osten, in
Asien, den USA sowie in Lateinamerika vertreten. Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt Symrise neue Ideen und marktfähige Konzepte
für Produkte, die aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Wirtschaftlicher
Erfolg und unternehmerische Verantwortung sind dabei untrennbar miteinander verbunden.
Symrise - always inspiring more ... Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Corona-Pandemie stellt eine große Herausforderung für die Weltwirtschaft dar.
Ab Jahresbeginn 2020 verbreitete sich das neuartige Coronavirus, durch das die Lungenkrankheit
COVID-19 ausgelöst werden kann, ausgehend von China mit einer dynamischen Zunahme
der Infektionen auf der ganzen Welt. Zur Eindämmung der Pandemie ergriffen nahezu
alle Regierungen einschneidende Maßnahmen. Dazu gehören Einschränkungen der Bewegungsfreiheit
und Kontaktverbote für Personen, Reisebeschränkungen sowie die vorübergehende Schließung
von Unternehmen, Hotels, Restaurants und Einzelhandelsgeschäften. In vielen Ländern
sind die wirtschaftlichen Aktivitäten im ersten Halbjahr 2020 zeitweise weitgehend
zum Stillstand gekommen. Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste weltweite Rezession dürfte nach Einschätzung
des Internationalen Währungsfonds IWF vom Juni 2020 schärfer ausfallen als der wirtschaftliche
Einbruch aufgrund der Finanzkrise 2008 /2009. Der Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung
könnte 2020 rund 4,9 % erreichen. Angebotsseitig kommt es zu Produktionsausfällen
und Unterbrechungen des Handels, die Nachfrage leidet trotz staatlicher Konjunkturprogramme
in Rekordhöhe unter den Einkommenseinbußen der privaten Haushalte und einer stark
steigenden Arbeitslosigkeit. Bei sukzessiver Lockerung der Maßnahmen gegen die Verbreitung
des Coronavirus im Jahresverlauf 2020 und dadurch ausgelöster konjunktureller Belebung
sieht der IWF für 2021 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 5,4 %. Die globale Wirtschaftsleistung
würde dann immer noch 6,5 Prozentpunkte unter dem Wachstumsszenario liegen, das der
IWF vor der Pandemie für 2021 aufgestellt hatte. Der wirtschaftliche Rückschlag wird sich 2020 in den Industrieländern voraussichtlich
auf ein Minus von 8,0 % belaufen, der Zuwachs der Wirtschaftsleistung könnte dann
2021 4,8 % erreichen. Damit würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieser Ländergruppe
2021 um 4 % unter dem Niveau von 2019 liegen. Besonders hart getroffen von den wirtschaftlichen
Auswirkungen der Pandemie ist der Euroraum (BIP 2020: - 10,2 %) sowie Großbritannien
(BIP 2020: - 10,2 %) und die USA (BIP 2020: - 8,0 %). Auch die Wirtschaftsleistung in den Entwicklungs- und Schwellenländern dürfte sich
2020 deutlich verringern; der IWF erwartet hier ein Minus von 3,0 %, gefolgt von einem
Zuwachs um 5,9 % im Jahr 2021. Rückschlag und Aufschwung verlaufen in dieser Ländergruppe
aber deutlich differenzierter als in den Industrieländern - in Abhängigkeit von dem
Verlauf der Pandemie, der Effektivität der Gegenmaßnahmen und der Wirtschaftsstruktur:
China befindet sich im Sommer 2020 schon wieder in einer Phase der wirtschaftlichen
Erholung und könnte im Gesamtjahr 2020 sogar ein geringes Wachstum von 1,0 % erzielen.
In Indien ist 2020 mit einem Rückgang des BIP um 4,5 % zu rechnen. In Lateinamerika
sind Brasilien (BIP 2020: - 9,1 %) und Mexiko (BIP 2020: - 10,5 %) besonders hart
betroffen. Auswirkungen der Corona-Pandemie Die Folgen der Corona-Pandemie wirken sich bislang nur gering auf die Geschäftsentwicklung
aus. Aufgrund der Klassifizierung unserer Industrie als systemrelevant konnte Symrise
die Produktion an allen Standorten ohne wesentliche Unterbrechungen fortführen und
gegenüber seinen Kunden lieferfähig bleiben. Dennoch hat die Corona-Pandemie auch Symrise vor Herausforderungen gestellt. Neben
einigen Unterbrechungen der globalen Lieferketten mussten etablierte Arbeitsprozesse
kurzfristig umgestellt und an die aktuelle Situation angepasst werden. So hat Symrise
an allen Standorten umfassende Maßnahmen eingeleitet, um Mitarbeiter und Geschäftspartner
bestmöglich zu schützen. Hierzu zählen beispielsweise Home-Office-Lösungen, um räumliche
Distanz zu schaffen, die zeitliche Trennung von Schichten und Labortätigkeiten sowie
zusätzliche Hygienemaßnahmen. Gleichzeitig verzichtet Symrise weitestgehend auf Reisetätigkeiten
und setzt stattdessen auf Onlinebesprechungen und Videokonferenzen. Mit einer breiten Angebotspalette von Produktlösungen für Nahrungsmittel sowie zur
Körperpflege und Hygiene bedient Symrise besonders in diesen Zeiten die Bedürfnisse
des täglichen Lebens. Zudem verfügt Symrise über eine starke internationale Ausrichtung
mit eigenen Produktionsstandorten in den wichtigsten Absatzmärkten. Aufgrund dieses
diversifizierten und ausgewogenen Geschäftsmodells sieht sich Symrise in der Lage,
die Risiken in einzelnen Märkten zu begrenzen und die geschäftlichen Chancen - die
sich auch in dieser schwierigen Situation vielerorts bieten - konsequent zu nutzen.
Mit der temporären Umstellung einzelner Produktionsbereiche auf die Herstellung von
dringend benötigten Desinfektionsmitteln und deren kostenfreier Abgabe an Kommunen
hat Symrise zugleich seine soziale Verantwortung zur Krisenbekämpfung wahrgenommen. Umsatzentwicklung im KonzernUMSATZENTWICKLUNG DES SYMRISE KONZERNS in Mio. €![]() Der Symrise Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von 7,6 %.
Die Akquisition von ADF/IDF wirkte sich mit 106 Mio. € positiv auf die Umsatzentwicklung
aus. Ohne Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten betrug das organische
Umsatzwachstum trotz der Corona-Pandemie 3,4 %. Im zweiten Quartal waren sowohl positive
als auch negative Effekte der Pandemie in einzelnen Anwendungsbereichen zu verzeichnen. Das Segment Flavor erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein organisches Umsatzwachstum
von 0,6 %. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten betrug der Umsatz des Segments
in Berichtswährung 636 Mio. € und lag damit geringfügig unter dem Wert des Vorjahres
(H1 2019: 637 Mio. €). Im zweiten Quartal war erstmals ein verändertes Konsumentenverhalten
im Rahmen der Corona-Pandemie festzustellen. Der Trend zum Kochen und Essen zu Hause
führte zu einer starken Nachfrage nach Produkten des Anwendungsbereichs Savory sowie
nach Produktlösungen für Backwaren und Cerealien. Gleichzeitig führte der reduzierte
Außer-Haus-Verzehr zu einer geringeren Nachfrage nach Getränkeprodukten und Süßwaren. In der Region EAME litt das Segment unter einer deutlich reduzierten Nachfrage nach
Getränkeprodukten und Süßwaren. Der Anwendungsbereich Savory verzeichnete hingegen
ein hohes, prozentual einstelliges Wachstum. Insgesamt blieb der Umsatz der Region
jedoch leicht unter dem Wert des ersten Halbjahrs 2019. Die größten Zuwächse konnten
in den Ländermärkten Deutschland und in der Golf-Region erzielt werden. Negativ von
der Corona-Pandemie beeinflusst waren hingegen die Ländermärkte Großbritannien, Italien,
Irland, Österreich und Schweden. In der Region Nordamerika zeigten sich ähnliche Effekte wie in der Region EAME. Produktlösungen
für den würzigen Bereich waren sehr gefragt, wohingegen Getränkeprodukte und Süßwaren
weniger Absatz fanden. Insgesamt bewegten sich die Umsätze der Region Nordamerika
organisch in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein prozentual einstelliges organisches Umsatzwachstum,
vor allem getrieben von einer sehr starken Nachfrage nach Produkten des Anwendungsbereichs
Savory, der organisch prozentual zweistellig zulegen konnte. Im Anwendungsbereich
Sweet ging die Nachfrage auch in der Region Asien/ Pazifik zurück, so dass die Umsätze
unter dem Vorjahresvergleichswert blieben. Der Anwendungsbereich Beverages erreichte
dagegen das Vorjahresniveau. Die größten Zuwächse in der Region wurden in den Ländermärkten
Indonesien, Thailand, Vietnam und Singapur erzielt. China, Indien und Japan hingegen
litten stärker unter der Corona-Pandemie. Die Region Lateinamerika erzielte im ersten Halbjahr 2020 das höchste Wachstum des
Segments und zeigte sich größtenteils unbeeinflusst von der Corona-Pandemie. Alle
Anwendungsbereiche konnten hohe prozentual ein- oder zweistellige organische Zuwachsraten
realisieren. Vor allem die Ländermärkte Brasilien, Uruguay und Mexiko entwickelten
sich positiv und konnten stark zulegen. Das Segment Nutrition erreichte im ersten Halbjahr 2020 ein kräftiges organisches
Umsatzwachstum von 10,5 %. Unter Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten
belief sich der Umsatz in Berichtswährung auf 474 Mio. € und lag 38,1 % über dem Vorjahresvergleichswert
(H1 2019: 343 Mio. €). Die Akquisition von ADF/IDF wirkte sich mit 106 Mio. € positiv
auf die Umsatzentwicklung aus. Der Anwendungsbereich Pet Food zeigte sich erneut als der Wachstumstreiber des Segments
Nutrition und erzielte in allen Regionen hohe, prozentual zweistellige organische
Zuwächse. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in den Ländermärkten USA,
Mexiko, Brasilien und Russland, vor allem bei unseren globalen und regionalen Kunden. Im Anwendungsbereich Food zeichnete sich die Region Asien / Pazifik durch prozentual
zweistellige organische Zuwächse aus, vor allem in den Ländermärkten China, Indien
und Taiwan. In der Region EAME erreichten die Umsätze das Vorjahresniveau, wohingegen
die Regionen Nord- und Lateinamerika knapp unter dem Vorjahresvergleichswert lagen. Die Umsatzentwicklung im Anwendungsbereich Aqua verlief ebenfalls erfreulich. Insbesondere
in den Regionen EAME und Asien / Pazifik konnten gute Zuwächse erzielt werden. Probi berichtet ein prozentual einstelliges organisches Umsatzwachstum, vor allem
in den Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik. Das Segment Scent & Care erreichte im ersten Halbjahr 2020 ein organisches Umsatzwachstum
von 2,6 %. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten betrug der Umsatz im ersten
Halbjahr 2020 in Berichtswährung 711 Mio. € und lag damit knapp unter dem Wert des
Vorjahreszeitraums (H1 2019: 712 Mio. €). Auch im Segment Scent & Care wurde insbesondere
im zweiten Quartal eine veränderte Konsumentennachfrage im Zuge der Corona-Pandemie
sichtbar. Produktlösungen für die Reinigung und Hygiene wurden stark nachgefragt,
wohingegen Luxusartikel wie Fine Fragrances, Kosmetik und auch Sonnenschutzprodukte
einen deutlich reduzierten Absatz fanden. Der Umsatz im Geschäftsbereich Fragrance war geprägt von einer starken Nachfrage
in den Anwendungsbereichen Consumer Fragrance und Oral Care, die beide ein hohes prozentual
ein- beziehungsweise zweistelliges organisches Wachstum verzeichneten. Besonders gefragt
waren Produktlösungen zur Körperpflege. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances waren
die Auswirkungen der Corona-Pandemie hingegen deutlich zu spüren. Eine weltweit reduzierte
Reisetätigkeit sowie geschlossene Geschäfte im Rahmen der Lockdowns wirkten sich negativ
auf die Nachfrage nach Luxusartikeln aus. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich
Fragrance aber ein solides, prozentual einstelliges organisches Wachstum mit Zuwächsen
in allen Regionen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Aroma Molecules lag im ersten Halbjahr 2020 leicht
unter dem hohen Vorjahresniveau, vor allem bedingt durch eine geringere Nachfrage
nach Duftstoffen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Anwendungsbereich von stark steigenden
Rohstoffpreisen in Zeiten der Rohstoffknappheit profitiert. Positive Impulse kamen
hingegen aus dem Anwendungsbereich Menthol, der unter Nutzung neugeschaffener Kapazitäten
in den USA prozentual zweistellig zulegen konnte. Das höchste Umsatzwachstum wurde
hier in den Regionen EAME sowie Nord- und Lateinamerika erzielt. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Cosmetic Ingredients entwickelte sich im ersten
Halbjahr 2020 verhalten und litt vor allem unter einer reduzierten Nachfrage nach
Sonnenschutzprodukten. Dies ist vor allem auf Effekte im Rahmen der Corona-Pandemie
durch eine reduzierte Reisetätigkeit zurückzuführen. Die übrigen Anwendungsbereiche
des Geschäftsbereichs zeigten gute prozentual ein- beziehungsweise zweistellige organische
Zuwächse. Wachstumsmärkte waren hier insbesondere die Regionen Lateinamerika und Asien
/ Pazifik mit den Ländermärkten Brasilien, China und Korea. ErgebnissituationOperatives Ergebnis2 Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2020 verlief trotz der weltweiten Corona-Pandemie
insgesamt erfreulich. Das Bruttoergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
ebenfalls deutlich um 5,5 % auf 730 Mio. € (H1 2019: 692 Mio. €). Die Bruttomarge
lag mit 40,1 % vor allem infolge gestiegener Fertigungskosten nach Einbeziehung von
ADF/IDF unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (H1 2019: 40,9 %). Die Herstellungskosten
stiegen mit 9,1 % überproportional auf 1.091 Mio. €, was vor allem auf die Einbeziehung
von ADF/IDF sowie die Portfolioverschiebungen als Folge des geänderten Konsumentenverhaltens
im Rahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Der Anstieg der Vertriebskosten
auf 272 Mio. € entwickelte sich mit 4,0 % unterproportional. Die F&E-Aufwendungen
betrugen 104 Mio. € und lagen 1,5 % unter dem Vorjahresvergleichswert. Die F&E-Quote
betrug 5,7 %, nach 6,2 % im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Entwicklung der F&E-Aufwendungen
spiegelt eine reduzierte Projektaktivität im Rahmen der Corona-Pandemie sowie proportional
geringere Forschungsaufwendungen bei ADF/IDF wider. Die Verwaltungskosten beliefen
sich auf 107 Mio. € und lagen 9,6 % über dem Vorjahreswert (H1 2019 normalisiert um
Einmaleffekte der ADF/IDF-Akquisition: 98 Mio. €). Der Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten 2020 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) von 393
Mio. €. Gegenüber der Vorjahresperiode konnte ein Anstieg von 11,9 % erreicht werden,
sowohl durch profitables Umsatzwachstum, als auch durch die Einbeziehung von ADF/IDF.
Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,8-Prozentpunkte auf 21,6 % (EBITDA(N) H1 2019:
20,8 %). ERGEBNISÜBERSICHT in Mio. €/in %![]() Das EBITDA des Segments Flavor betrug in der Berichtsperiode 147 Mio. € (H1 2019:
144 Mio. €) und stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 %. Die EBITDA-Marge
verbesserte sich von 22,6 % im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 23,2 % im laufenden
Geschäftsjahr, vor allem durch proportional geringere Rohstoffkosten. Das Segment Nutrition erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein EBITDA von 100 Mio. €
(H1 2019 EBITDA(N): 67 Mio. €). Die EBITDA-Marge des Segments erreichte einen Wert
von 21,0 % und liegt damit 1,5 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahreszeitraums
(EBITDA(N)-Marge H1 2019: 19,5 %). Der Anstieg der Profitabilität ist im Wesentlichen
auf die gute Entwicklung bei Pet Food sowie die Einbeziehung von ADF/IDF zurückzuführen. Scent & Care erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 ein EBITDA von 146 Mio. € und
liegt damit 6 Mio. € über dem Vorjahresvergleichswert (H1 2019: 140 Mio. €). Die EBITDA-Marge
des Segments belief sich auf 20,6 % und liegt damit 0,9 Prozentpunkte über dem Wert
im ersten Halbjahr 2019 (19,7 %). Finanzergebnis Das Finanzergebnis für die ersten sechs Monate 2020 betrug - 29 Mio. € und lag damit
um 1 Mio. € unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Steuern Im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich die Ertragsteueraufwendungen auf 64 Mio. €.
Dies entspricht einer Steuerquote von 27,0 % (Vorjahr: 27,0 %). Periodenüberschuss und Ergebnis je Aktie Der auf die Aktionäre der Symrise AG entfallende Periodenüberschuss der ersten sechs
Monate 2020 betrug 169 Mio. € und lag damit 16 Mio. € über dem normalisierten Wert
des Vorjahreszeitraums von 153 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie erreichte
1,25 €, nach 1,14 € (normalisiert) im ersten Halbjahr des Vorjahres (+ 9,6 %). Cashflow Der operative Cashflow des ersten Halbjahrs 2020 lag mit 219 Mio. € um 78 Mio. €
über dem Vorjahresvergleichswert von 141 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf
das verbesserte operative Ergebnis sowie die Einbeziehung von ADF/IDF zurückzuführen. Der Business Free Cashflow hat sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 139 Mio. € auf 190 Mio. € deutlich erhöht. Finanzlage Im Laufe des ersten Halbjahrs 2020 hat Symrise aufgrund des starken Cashflows per
saldo Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 68 Mio. € zurückgeführt. Dies betrifft im
Wesentlichen Bankdarlehen, die im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung ADF/IDF aufgenommen
worden waren. Zur allgemeinen Liquiditätsvorsorge vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der
damit einhergehenden Unsicherheit bezüglich der Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung
hat Symrise im ersten Halbjahr 2020 zusätzliche bilaterale Kreditlinien im Volumen
von insgesamt 250 Mio. € mit Kreditinstituten vereinbart. Gemeinsam mit der zum Stichtag
ebenfalls nicht in Anspruch genommenen revolvierenden Kreditlinie dienen sie der Liquiditätsreserve
der Symrise Gruppe. Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2019 um 28
Mio. € auf 1.645 Mio. €. Das Verhältnis aus Nettoverschuldung inkl. Leasingverbindlichkeiten
zu EBITDA(N) beläuft sich damit auf 2,2. Inklusive Pensions- und Leasingverbindlichkeiten
betrug die Nettoverschuldung 2.261 Mio. €, was einem Verhältnis von Nettoverschuldung
(inklusive Leasingverbindlichkeiten und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen) zu EBITDA(N) von 3,0 entsprach. Mitarbeiter Zum 30. Juni 2020 beschäftigte der Konzern weltweit 10.413 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
(Vollzeitmitarbeiter; ohne Trainees und Auszubildende). Im Vergleich zum Vorjahresultimo
(31. Dezember 2019: 10.264) entspricht dies einem Anstieg um 149 Vollzeitmitarbeiter. Chancen- und Risikobericht Risiken gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz, die den Fortbestand des Symrise Konzerns
gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Eine detaillierte Übersicht über die Chancen und Risiken sowie eine Beschreibung
des Risikomanagementsystems enthält der Konzernlagebericht 2019 (siehe Finanzbericht
2019 auf den Seiten 42 ff.). Die dort getroffenen Aussagen gelten im Wesentlichen
unverändert. Die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie werden von Symrise kontinuierlich
beobachtet. Die Krise hat das Konsumentenverhalten in Teilen verändert und zu einer
Verschiebung im Portfolio geführt. Eine Vielzahl der Produkte, die aktuell stärker
nachgefragt sind, bedienen die essenziellen Bedürfnisse in Bezug auf Ernährung, Körperpflege
und Hygiene. Darüber hinaus ergeben sich verzögerte Lieferketten durch eine komplexere
Logistik. Die daraus resultierenden Chancen und Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements
verfolgt und bewertet. Wenn nötig, werden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Ausblick Mit seiner globalen Präsenz, seinem stetig wachsenden Portfolio und seiner breiten
Kundenbasis sieht sich der Konzern auch im derzeit anspruchsvollen Marktumfeld robust
und verlässlich aufgestellt. Symrise ist weltweit im vollen Umfang operativ tätig
und nachhaltig lieferfähig. Die Corona-Pandemie hat das Konsumverhalten in Teilen
verändert und bereits zu einer Verschiebung bei der Nachfrage in unserem Portfolio
geführt. Eine Vielzahl der aktuell stärker nachgefragten Produkte bedient essenzielle
Bedürfnisse wie Ernährung, Körperpflege und Hygiene. Auch in der aktuell noch weiter angespannten Situation aufgrund der Corona-Pandemie
konnte Symrise seinen Umsatz und auch die Profitabilität im ersten Halbjahr steigern.
Daher blickt der Konzern unverändert zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr.
Auch wenn sich die Auswirkungen der Pandemie nur begrenzt abschätzen lassen, geht
das Unternehmen weiter davon aus, im verbleibenden Jahresverlauf wieder schneller
als der relevante Markt zu wachsen. Schätzungen zufolge soll das Marktwachstum etwa
3 bis 4 % betragen. Symrise sieht sich gut aufgestellt, um die Anfang 2020 bestätigten
Umsatzziele zu erreichen. Mittelfristig strebt das Unternehmen bis 2025 an, seinen Umsatz auf 5,5 bis 6,0 Mrd.
€ zu steigern. Hierzu sollen ein jährliches organisches Wachstum von 5 bis 7 % (CAGR)
sowie ergänzende zielgerichtete Akquisitionen beitragen. Die Profitabilität soll sich
langfristig in einem Zielkorridor von 20 bis 23 % bewegen. Unter Annahme einer stabilen
Euro / US-Dollar-Relation erhöht der Konzern für 2020 die Erwartung für die EBITDA-Marge
von bisher über 20 % auf 21 % bis 22 %. Nachtragsbericht Symrise hat zur Refinanzierung der im November und Dezember 2020 fälligen Finanzierungen
(rund 320 Mio. €) einen Eurobond über 500 Mio. € mit Valuta 1. Juli 2020 erfolgreich
am Kapitalmarkt platziert. Der Eurobond hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist
mit einem jährlichen Kupon von 1,375 % ausgestattet. Die über die für die Rückzahlung
der Verbindlichkeiten hinausgehenden Mittel stehen dem Unternehmen für die weitere
Liquiditätssicherung zur Verfügung. Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020Konzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
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| In T€ | H1 2019 | H1 2020 |
| Periodenüberschuss | 148.719 | 172.909 |
| davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG | 146.015 | 169.185 |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 2.704 | 3.724 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist |
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| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe1 | 18.817 | - 71.869 |
| Absicherung von Zahlungsströmen (Währungssicherung) | - 296 | 4 |
| Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern | - 1.430 | 4.367 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, bei denen keine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung möglich ist |
||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen und ähnlichen Verpflichtungen |
- 86.338 | - 6.112 |
| Auf diese Bestandteile entfallende Ertragsteuern | 24.923 | 1.528 |
| Sonstiges Ergebnis | - 44.324 | - 72.082 |
| Konzerngesamtergebnis | 104.395 | 100.827 |
| davon entfällt auf Aktionäre der Symrise AG | 102.502 | 97.183 |
| davon entfällt auf nicht beherrschende Anteile | 1.893 | 3.644 |
| In T€ | 31. Dezember 2019 angepasst* | 30. Juni 2020 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 445.900 | 360.717 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 647.675 | 698.828 |
| Vorräte | 891.689 | 924.341 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 79.445 | 104.820 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 11.919 | 16.206 |
| Tatsächliche Ertragsteuerforderungen | 22.224 | 12.039 |
| 2.098.852 | 2.116.951 | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.387.721 | 2.325.393 |
| Sachanlagen | 1.244.747 | 1.218.188 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 17.817 | 23.136 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 12.473 | 11.911 |
| Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen | 90.789 | 90.135 |
| Latente Steueransprüche | 100.749 | 98.749 |
| 3.854.296 | 3.767.512 | |
| AKTIVA | 5.953.148 | 5.884.463 |
*
Bezüglich der Details zur Anpassung wird auf TZ 5 des Anhangs verwiesen.
| In T€ | 31. Dezember 2019 angepasst* | 30. Juni 2020 |
| VERBINDLICHKEITEN | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 332.497 | 324.007 |
| Finanzverbindlichkeiten | 503.324 | 438.733 |
| Leasingverbindlichkeiten | 21.058 | 21.249 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 192.723 | 210.827 |
| Sonstige Rückstellungen | 10.857 | 12.532 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.373 | 4.862 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 79.533 | 83.926 |
| 1.146.365 | 1.096.136 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.462.833 | 1.465.987 |
| Leasingverbindlichkeiten | 75.378 | 79.223 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.033 | 5.643 |
| Sonstige Rückstellungen | 29.212 | 28.114 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 604.851 | 616.375 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.597 | 3.019 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 167.492 | 160.276 |
| Tatsächliche Ertragsteuerverbindlichkeiten | 3.263 | 3.263 |
| 2.349.659 | 2.361.900 | |
| SUMME VERBINDLICHKEITEN | 3.496.024 | 3.458.036 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 135.427 | 135.427 |
| Kapitalrücklage | 1.798.030 | 1.798.030 |
| Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | - 217.187 | - 221.771 |
| Kumulierte Währungskursdifferenzen | - 194.047 | - 261.569 |
| Bilanzgewinn | 874.443 | 913.195 |
| Sonstige Rücklagen | 3.197 | 3.212 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG | 2.399.863 | 2.366.524 |
| Nicht beherrschende Anteile | 57.261 | 59.903 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 2.457.124 | 2.426.427 |
| PASSIVA | 5.953.148 | 5.884.463 |
*
Bezüglich der Details zur Anpassung wird auf TZ 5 des Anhangs verwiesen.
| In T€ | H1 2019 | H1 2020 |
| Periodenüberschuss | 148.719 | 172.909 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | - 1.445 |
| Ertragsteuern | 55.060 | 63.972 |
| Zinsergebnis | 23.135 | 27.727 |
| Abschreibungen und Wertminderungen des Anlagevermögens | 110.112 | 127.296 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) der langfristigen Verbindlichkeiten | 5.492 | 8.282 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) der langfristigen Vermögenswerte | 6.518 | - 4.943 |
| Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 2.053 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 5.413 | 19.105 |
| Cashflow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 343.623 | 414.956 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Vermögenswerte |
- 74.505 | - 110.297 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) der Vorräte | - 38.596 | - 57.980 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten |
- 28.870 | 27.092 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 60.609 | - 55.047 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 141.043 | 218.724 |
| Auszahlungen für Unternehmenserwerbe und für nachträglich bedingte Kaufpreiskomponenten sowie für Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen |
- 8.443 | 88 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen sowie in langfristige finanzielle Vermögenswerte |
- 82.488 | - 58.847 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 90.931 | - 58.759 |
| Aufnahme (+)/Tilgung (-) von Bankkrediten | - 53.020 | - 67.881 |
| Aufnahme (+)/Tilgung (-) von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | 748.478 | - 134 |
| Transaktionskosten in Bezug auf die Fremdkapitalfinanzierung | - 2.532 | 0 |
| Ausgabe neuer Aktien/Kapitalerhöhung | 400.000 | 0 |
| Transaktionskosten in Bezug auf die Eigenkapitalfinanzierung | - 2.030 | 0 |
| Erhaltene (+)/gezahlte (-) Zinsen | - 10.888 | - 9.670 |
| Ausgeschüttete Dividenden der Symrise AG | - 121.884 | - 128.655 |
| Ausgeschüttete Dividenden an Minderheitsaktionäre | - 1.370 | - 995 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - 195 | - 1.875 |
| Tilgungsanteil von Leasingzahlungen | - 9.164 | - 10.418 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 947.395 | - 219.628 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen | 997.507 | - 59.663 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | 7.234 | - 24.470 |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten (Hyperinflation) | - 1.812 | - 1.050 |
| Summe der Veränderungen | 1.002.929 | - 85.183 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 1. Januar | 279.595 | 445.900 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen zum 30. Juni | 1.282.524 | 360.717 |
| In T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | Kumulierte Währungskursdifferenzen | Bilanzgewinn | Sonstige Rücklagen |
| 1. Januar 2019 | 129.813 | 1.405.085 | - 161.694 | - 189.413 | 705.668 | 2.533 |
| Anpassung durch IFRS 16 | - | - | - | 3 | 97 | - |
| 1. Januar 2019 angepasst | 129.813 | 1.405.085 | - 161.694 | - 189.410 | 705.765 | 2.533 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | - 61.415 | 18.089 | 146.015 | - 187 |
| Ausgeschüttete Dividenden | - | - | - | - | - 121.884 | - |
| Ausgabe von Stammaktien abzgl. Transaktionskosten | 5.614 | 392.945 | - | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen |
- | - | - | - 6 | - 532 | - |
| 30. Juni 2019 | 135.427 | 1.798.030 | - 223.109 | - 171.327 | 729.364 | 2.346 |
| In T€ | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG | Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
| 1. Januar 2019 | 1.891.992 | 52.416 | 1.944.408 |
| Anpassung durch IFRS 16 | 100 | 73 | 173 |
| 1. Januar 2019 angepasst | 1.892.092 | 52.489 | 1.944.581 |
| Konzerngesamtergebnis | 102.502 | 1.893 | 104.395 |
| Ausgeschüttete Dividenden | - 121.884 | - 1.370 | - 123.254 |
| Ausgabe von Stammaktien abzgl. Transaktionskosten | 398.559 | - | 398.559 |
| Sonstige Veränderungen |
- 538 | 343 | - 195 |
| 30. Juni 2019 | 2.270.731 | 53.355 | 2.324.086 |
| In T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Rücklage für Neubewertungen (Pensionen) | Kumulierte Währungskursdifferenzen | Bilanzgewinn | Sonstige Rücklagen |
| 1. Januar 2020 angepasst* | 135.427 | 1.798.030 | - 217.187 | - 194.047 | 874.443 | 3.197 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | - 4.584 | - 67.433 | 169.185 | 15 |
| Ausgeschüttete Dividenden | - | - | - | - | - 128.655 | - |
| Sonstige Veränderungen |
- | - | - | - 89 | - 1.778 | - |
| 30. Juni 2020 | 135.427 | 1.789.030 | - 221.771 | - 261.569 | 913.195 | 3.212 |
| In T€ | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
| 1. Januar 2020 angepasst* | 2.399.863 | 57.261 | 2.457.124 |
| Konzerngesamtergebnis | 97.183 | 3.644 | 100.827 |
| Ausgeschüttete Dividenden | - 128.655 | - 995 | - 129.650 |
| Sonstige Veränderungen |
- 1.867 | - 7 | - 1.874 |
| 30. Juni 2020 | 2.366.524 | 59.903 | 2.426.427 |
*
Bezüglich der Details zur Anpassung wird auf TZ 5 des Anhangs verwiesen.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 der Symrise Aktiengesellschaft
(Symrise AG, nachstehend auch bezeichnet als "Symrise"), wurde am 21. Juli 2020 durch
Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie
zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.
Symrise erstellte den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 im Einklang
mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International
Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen (IFRIC), wie sie in
der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwenden sind. Die bestehenden Abweichungen
zwischen den anzuwendenden IFRS in der vom IASB verabschiedeten Form und der von der
EU übernommenen Form sind ohne Relevanz für diesen Abschluss. Der Konzernzwischenabschluss
ist in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
aufgestellt worden. Danach enthält der verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht die
vollständigen für den Konzernabschluss des Geschäftsjahres verlangten Informationen
und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2019 zu lesen.
Die Wechselkurse zum Euro der für den Symrise Konzern wichtigsten Währungen haben
sich wie folgt verändert:
| Währung | Stichtagskurs = 1 € | Durchschnittskurs = 1 € | |||
| 31. Dezember 2019 | 30. Juni 2020 | H1 2019 | H1 2020 | ||
| Brasilianischer Real | BRL | 4,516 | 6,167 | 4,342 | 5,418 |
| Chinesischer Renminbi | CNY | 7,819 | 7,945 | 7,667 | 7,747 |
| Britisches Pfund | GBP | 0,847 | 0,909 | 0,874 | 0,875 |
| Mexikanischer Peso | MXN | 21,197 | 25,953 | 21,648 | 23,862 |
| US-Dollar | USD | 1,123 | 1,123 | 1,130 | 1,102 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Bei der Erstellung wurden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze berücksichtigt,
die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 zugrunde lagen und im dortigen
Anhang unter TZ 2 ausführlich erläutert sind. Die seit dem 1. Januar 2020 verpflichtend
anzuwendenden Änderungen an verschiedenen Standards sowie der Verweis auf das Rahmenkonzept
für die Finanzberichterstattung hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
der Symrise AG.
Die Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen des Symrise Konzerns beträgt unverändert
106. Der Verschmelzung einer Konzerngesellschaft im ersten Halbjahr steht der Erwerb
der SMP GmbH mit Sitz in München (Deutschland) gegenüber. Die Anteile an der SMP GmbH
wurden zu einem Kaufpreis von 80 T€ erworben. Es werden weiterhin ein Gemeinschaftsunternehmen
sowie drei assoziierte Unternehmen at equity bilanziert.
Die Folgen der Covid-19 Pandemie wirken sich bislang nur gering auf die Geschäftsentwicklung
aus. Aufgrund der Klassifizierung von Symrise als systemrelevantes Unternehmen konnte
die Produktion an allen Standorten ohne wesentliche Unterbrechungen fortgeführt werden
und so die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden aufrechterhalten bleiben. Aufgrund
eines diversifizierten und ausgewogenen Geschäftsmodells sieht sich Symrise in der
Lage, die Risiken in einzelnen Märkten zu begrenzen und die geschäftlichen Chancen
- die sich auch in dieser schwierigen Situation vielerorts bieten - konsequent zu
nutzen. Symrise erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein organisches Umsatzwachstum von
3,4 %, die EBITDA-Marge beläuft sich auf 21,6 % und liegt damit deutlich über der
des Vorjahreszeitraums. Auch wenn sich die Auswirkungen der Pandemie nur begrenzt
abschätzen lassen, geht Symrise weiter davon aus, im verbleibenden Jahresverlauf wieder
schneller als der relevante Markt zu wachsen sowie die Mittelfristziele, wie im Lagebericht
beschrieben, zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurde auf die Durchführung gesonderter
Werthaltigkeitstests verzichtet.
Symrise hat am 1. November 2019 sämtliche Anteile an der ADF/IDF Unternehmensgruppe
erworben. Die Transaktion wurde im letzten Konzernabschluss im Anhang unter TZ 2.4
(Konsolidierungskreis) ausführlich erläutert. Vor diesem Hintergrund werden in diesem
Zwischenabschluss lediglich die Veränderungen gegenüber dieser Darstellung aufgeführt:
Die finalen Anschaffungskosten betragen 864,0 Mio. USD und liegen damit 3,6 Mio.
USD über der zum 31. Dezember 2019 berichteten vorläufigen Gegenleistung. Der zum
Erwerbsstichtag zu leistende Zahlungsbetrag bestand aus einer Basiskomponente, die
um vertraglich definierte Bilanzgrößen zum Akquisitionszeitpunkt anzupassen war. Bei
Zahlung waren zunächst vorläufige Werte zugrunde gelegt worden. Auf Basis der mittlerweile
finalen Werte ergab sich diese geringfügige Erhöhung des Kaufpreises. Zum Berichtsstichtag
30. Juni 2020 verbleiben - mit Ausnahme eines auf einem Treuhandkonto gehaltenen Teilbetrags
in Höhe von 104,0 Mio. USD - keine ausstehenden Zahlungen. Der noch auf dem Treuhandkonto
gehaltene Betrag wird nach Ablauf einer Garantie- und Gewährleistungsfrist dem Veräußerer
zufließen. Symrise weist daher zum Bilanzstichtag weder eine Forderung gegenüber dem
Treuhänder noch eine Verbindlichkeit gegen dem Veräußerer aus.
Die Kaufpreisallokation zu dieser Transaktion ist noch nicht final abgeschlossen.
Der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 755,4 Mio. USD veränderte sich im Wesentlichen um die identifizierten
immateriellen Vermögenswerte sowie die geänderten beizulegenden Zeitwerte der Sachanlagen
und Vorräte. Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen wurden ebenso im Rahmen
der Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag neu bewertet und sind zum beizulegenden
Zeitwert bei Erstkonsolidierung bilanziert. Sie werden darauf aufbauend laufend im
Wege der at equity Bilanzierung fortgeschrieben. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert
ist in den USA vollständig für Steuerzwecke abzugsfähig.
Die übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten
sind zu folgenden vorläufig erfassten Zeitwerten angesetzt:
| Vorläufig erfasster Zeitwert in TUSD zum Erstkonsolidierungszeitpunkt | Vorläufig erfasster Zeitwert in T€ zum Erstkonsolidierungszeitpunkt | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 22.683 | 20.332 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 32.290 | 28.942 |
| Vorräte | 36.662 | 32.862 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 359.505 | 322.238 |
| Sachanlagen | 112.832 | 101.136 |
| Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen | 99.359 | 89.058 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.833 | 6.126 |
| Finanzverbindlichkeiten | - 26.237 | - 23.518 |
| Verbindlichkeiten aus transaktionsbedingten Einmalzahlungen | - 35.545 | - 31.861 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 1.575 | - 1.412 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 16.965 | - 15.206 |
| Erworbenes Nettovermögen | 589.842 | 528.697 |
| Gegenleistung für den Erwerb der Anteile | 864.013 | 774.448 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 274.171 | 245.751 |
Die Kaufpreisallokation zu dem in TZ 4 beschriebenen Unternehmenserwerb der ADF/IDF
Unternehmensgruppe ist noch nicht abgeschlossen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2019 vorläufig angesetzten Beträge wurden auf Basis der aktuellen Ergebnisse rückwirkend
korrigiert. Die neuen Informationen sind so berücksichtigt, als wenn sie bereits bei
Erwerbszeitpunkt bekannt gewesen wären.
Nachfolgend werden die bisher veröffentlichten Bilanzposten zum 31. Dezember 2019,
bei denen sich Veränderungen ergeben haben, sowie die angepassten Werte zum 31. Dezember
2019 tabellarisch dargestellt:
| In T€ | 31. Dezember 2019 veröffentlicht | Veränderung | 31. Dezember 2019 angepasst |
| VERMÖGENSWERTE | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 889.239 | 2.450 | 891.689 |
| Tatsächliche Ertragsteuerforderungen | 22.480 | - 256 | 22.224 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.863.856 | - 428.723 | 1.435.133 |
| Rezepturen und Technologien | 101.905 | 10.544 | 112.449 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 505.343 | 305.218 | 810.561 |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke und Gebäude | 475.796 | 809 | 476.605 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 473.706 | 24.804 | 498.510 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 94.775 | 4.124 | 98.899 |
| Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen | 15.396 | 75.393 | 90.789 |
| Latente Steueransprüche | 99.173 | 1.576 | 100.749 |
| AKTIVA | 5.957.209 | - 4.061 | 5.953.148 |
| VERBINDLICHKEITEN | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 192.470 | 253 | 192.723 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.124 | 3.249 | 6.373 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 167.748 | - 256 | 167.492 |
| SUMME VERBINDLICHKEITEN | 3.492.776 | 3.248 | 3.496.024 |
| EIGENKAPITAL | |||
| Kumulierte Währungskursdifferenzen | - 193.991 | - 56 | - 194.047 |
| Bilanzgewinn | 881.696 | - 7.253 | 874.443 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Symrise AG | 2.407.172 | - 7.309 | 2.399.863 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 2.464.433 | - 7.309 | 2.457.124 |
| PASSIVA | 5.957.209 | - 4.061 | 5.953.148 |
Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert aus den für das vierte Quartal 2019
nachgeholten Abschreibungen auf die angepassten beizulegenden Zeitwerte der Sachanlagen
und die identifizierten immateriellen Vermögenswerte. Darüber hinaus sind die auf
das Jahr 2019 entfallenden höheren Herstellungskosten infolge der Neubewertung der
Vorräte sowie die Veränderung der latenten Steuern aus allen Korrekturen berücksichtigt.
Aus der Umrechnung dieses angepassten Ergebnisses von der Berichtswährung US-Dollar
in die Konzernwährung Euro ergaben sich geringfügige Währungseffekte, die Teil des
sonstigen Ergebnisses sind. Die Gesamtergebnisrechnung des ersten Halbjahres 2019
ist aufgrund des späteren Erwerbszeitpunkts nicht betroffen, gleiches gilt für die
Kapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2019.
Die Geschäftstätigkeit in den Segmenten Scent & Care, Flavor sowie Nutrition ist
kaum saisonabhängig, es treten lediglich beschränkt saisonale Effekte auf. Bezüglich
der Entwicklung dieser einzelnen Segmente wird auf den beiliegenden Konzernzwischenlagebericht
verwiesen.
| In T€ | H1 2019 | H1 2020 |
| Umsatzerlöse | 1.692.330 | 1.821.205 |
| Scent & Care | 711.686 | 710.909 |
| Flavor | 637.376 | 636.409 |
| Nutrition | 343.268 | 473.887 |
| EBITDA | 341.685 | 393.138 |
| Scent & Care | 140.227 | 146.102 |
| Flavor | 144.301 | 147.461 |
| Nutrition | 57.157 | 99.575 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagevermögen | - 110.112 | - 127.296 |
| Scent & Care | - 35.897 | - 39.219 |
| Flavor | - 28.691 | - 30.212 |
| Nutrition | - 45.524 | - 57.865 |
| EBIT | 231.573 | 265.842 |
| Scent & Care | 104.330 | 106.883 |
| Flavor | 115.610 | 117.249 |
| Nutrition | 11.633 | 41.710 |
| Finanzergebnis | - 27.794 | - 28.961 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 203.779 | 236.881 |
Das EBITDA des Segments Nutrition für das Vorjahr wird im Konzernzwischenlagebericht
um die im Zusammenhang mit dem Erwerb von ADF/IDF angefallenen Transaktionskosten
bereinigt und als EBITDA(N) dargestellt.
Darüber hinaus wird das Umsatzwachstum je Segment - aufbauend auf dem Vorjahresumsatz
- in die Komponenten organisches Wachstum sowie portfolio- und währungskursbedingte
Veränderungen aufgeteilt und berichtet. Zur Ermittlung des organischen Wachstums werden
für die Umsatzerlöse des Berichts- und des Vorjahres einheitliche Währungskurse verwendet,
so dass die Umsatzerlöse vor Veränderungen von Wechselkursen als organisches Wachstum
dargestellt werden. Unter portfoliobedingten Veränderungen werden Auswirkungen aufgrund
von Zu- und Abgängen des Konsolidierungskreises abgebildet. Die verbleibende Veränderung
stellt währungskursbedingte Entwicklungen dar.
Für die drei Segmente stellen sich diese Komponenten wie folgt dar:
| In T€ | Scent & Care | Flavor | Nutrition |
| Umsatzerlöse 30. Juni 2019 | 711.686 | 637.376 | 343.268 |
| Organisches Wachstum | 18.191 | 3.929 | 36.192 |
| Portfoliobedingte Veränderungen | - | - | 105.943 |
| Währungskursbedingte Veränderungen | - 18.968 | - 4.896 | - 11.516 |
| Umsatzerlöse 30. Juni 2020 | 710.909 | 636.409 | 473.887 |
Zu den Kunden von Symrise zählen sowohl große multinationale Konzerne als auch wichtige
regionale und lokale Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Heimtiernahrung, Parfüms,
Kosmetika, Körperpflegeprodukten sowie Reinigungs- und Waschmitteln. Die Umsatzerlöse
werden zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert und sind innerhalb eines Jahres fällig.
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| 30. Juni 2020 In T€ | Buchwert | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value |
| AKTIVA | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FAAC) | 1.032.433 | 1.032.433 | - | - | 1.032.433 |
| Zahlungsmittel | 318.743 | 318.743 | - | - | 318.743 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 698.828 | 698.828 | - | - | 698.828 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 14.862 | 14.862 | - | - | 14.862 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | 55.147 | - | - | 55.147 | 55.147 |
| Kurzfristige Einlagen | 41.974 | - | - | 41.974 | 41.974 |
| Wertpapiere | 739 | - | - | 739 | 739 |
| Eigenkapitalinstrumente | 5.433 | - | - | 5.433 | 5.433 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 7.001 | - | - | 7.001 | 7.001 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 82 | - | 82 | - | 82 |
| PASSIVA | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC) | 2.240.148 | 2.240.148 | - | - | 2.275.856 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 328.162 | 328.162 | - | - | 328.162 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.904.720 | 1.904.720 | - | - | 1.940.428 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.266 | 7.266 | - | - | 7.266 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) | 551 | - | - | 551 | 551 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | 551 | - | - | 551 | 551 |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (n.a.) | 64 | - | 64 | - | 64 |
Im Folgenden wird beschrieben, in welcher Hierarchiestufe gemäß IFRS 13 "Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts" die Finanzinstrumente eingestuft sind, die wiederkehrend
zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten kurzfristigen Einlagen
und Wertpapiere sind Level 1 und die Eigenkapitalinstrumente Level 3 zugeordnet. In
den Eigenkapitalinstrumenten sind zwei Beteiligungen enthalten, deren Bewertung und
damit der Barwert des erwarteten Nutzens aus diesen Beteiligungen auf Basis einer
Discounted Cashflow-Berechnung erfolgt. Als nicht beobachtbare Inputfaktoren wurden
ein gewichteter Kapitalkostensatz von 9,5 % beziehungsweise 15,9 % und eine langfristige
Wachstumsrate von 1,0 % zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente
hat sich zum Stichtag durch Währungskurseffekte von 5.520 T€ auf 5.433 T€ verringert.
Als Bewertungskurse für die Mark to Market- Bewertung der Devisentermingeschäfte im
Level 2 werden für die Terminvaluta die gültigen Terminbewertungskurse verwendet.
Diese ergeben sich aus der Zinsdifferenz der beteiligten Währungen unter Berücksichtigung
der Laufzeit, Ineffektivitäten bestehen zum Stichtag in unwesentlichem Maße. Auf die
Anpassung der beizulegenden Zeitwerte um die Komponenten des kontrahentenspezifischen
und des eigenen Ausfallrisikos (Credit Valuation Adjustment - CVA/Debt Valuation Adjustment
- DVA) sowie der Liquiditätsprämie für die jeweilige Fremdwährung (Cross Currency
Basis Spread -CCBS) wurde aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. Im Berichtszeitraum
wurden keine Transfers zwischen Level 1 und 2 vorgenommen. Die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte erfolgt unverändert.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der mit
diesen finanziellen Verbindlichkeiten verbundenen künftigen Zahlungen unter Zugrundelegung
der jeweils gültigen Referenzzinssätze ermittelt und jeweils um einen entsprechenden
bonitätsabhängigen Spread (Risikoprämie) angepasst. Die Bestimmung der beizulegenden
Zeitwerte der übrigen Finanzinstrumente erfolgt unverändert. Es ergeben sich daraus
keine wesentlichen Abweichungen zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert.
Symrise hat zur Refinanzierung der im November und Dezember 2020 fälligen Finanzierungen
(rund 320,0 Mio. €) einen Eurobond über 500,0 Mio. € mit Valuta 1. Juli 2020 erfolgreich
am Kapitalmarkt platziert. Der Eurobond hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist
mit einem jährlichen Kupon von 1,375 % ausgestattet. Die über die für die Rückzahlung
der Verbindlichkeiten hinausgehenden Mittel stehen dem Unternehmen für die weitere
Liquiditätssicherung zur Verfügung.
Holzminden, den 21. Juli 2020
Symrise AG
Der Vorstand
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Olaf Klinger | Achim Daub |
| Dr. Jean-Yves Parisot | Heinrich Schaper |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss des Symrise
Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Holzminden, den 21. Juli 2020
Symrise AG
Der Vorstand
| Dr. Heinz-Jürgen Bertram | Olaf Klinger | Achim Daub |
| Dr. Jean-Yves Parisot | Heinrich Schaper |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzerngewinn-
und -Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzernkapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Symrise AG, Holzminden, für den Zeitraum vom 1. Januar
2020 bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG
sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 22. Juli 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Ludwig | Dr. Janze |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
29. Oktober 2020
Umsatzentwicklung Januar - September 2020
Symrise AG
Mühlenfeldstraße 1
Konzernkommunikation
37603 Holzminden
Deutschland
T + 49 55 31.90 - 0
F + 49 55 31.90 - 16 49
3st kommunikation, Mainz
AC medienhaus GmbH, Wiesbaden
Der Zwischenbericht liegt auch in Englisch vor. Er ist unter der Inter netadresse
www.symrise.com in deutscher und englischer Sprache abrufbar. Im Zweifelsfall ist
die deutsche Version entscheidend.
Die aktuellste Fassung ist der Homepage zu entnehmen.
Diese Information enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen
und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Symrise AG beruhen. Mit der Verwendung
von Worten wie erwarten, beabsichtigen, planen, vorhersehen, davon ausgehen, glauben,
schätzen und ähnlichen Formulierungen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet.
Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen
auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Symrise AG
und ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse unterliegen einer
Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen
Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs
von Symrise und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, wie z. B. das künftige
wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern.
Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt
Symrise hierzu eine gesonderte Verpflichtung.
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