Syzygy AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

I. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

ALLGEMEIN

Syzygy ist eine europäische Agenturgruppe für interaktives Marketing mit rund 250 Mitarbeitern. Der Konzern besteht aus der Syzygy Aktiengesellschaft sowie ihren sechs Tochtergesellschaften: der Syzygy Deutschland GmbH, der Syzygy UK Ltd., der uniquedigital GmbH, der Unique Digital Marketing Ltd., dem Designstudio Hi-ReS! London Ltd. sowie der Mediopoly Ltd.

Mit Niederlassungen in Bad Homburg bei Frankfurt am Main, Hamburg und London bieten die operativen Einheiten des Konzerns Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung („Design & Build“). Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot. So ermöglicht es Syzygy ihren Kunden, das Internet als leistungsstarkes Kommunikations- und Vertriebsmedium zu nutzen und die Interaktion mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern zu verbessern und zu vertiefen. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation / IT, Handel und Konsumgüter, Finanzdienstleistungen sowie Medien und Unterhaltung.

WETTBEWERBSUMFELD UND LAGE DES KONZERNS

Das Jahr eins nach dem Wirtschaftseinbruch 2009 überraschte mit einer beispiellosen Aufholjagd. Viel schneller und dynamischer, als noch zu Beginn 2010 von den meisten Ökonomen erwartet, erholten sich die Konjunkturkennzahlen und Stimmungsbarometer in weiten Teilen der Welt und beschrieben in ihrem Jahresverlauf vielerorts ein perfektes „V“.

In der Eurozone entwickelten sich die Volkswirtschaften heterogen und drifteten weiter auseinander: Die Schuldenkrise mehrerer Mitgliedsstaaten sorgte am Finanzmarkt weiterhin für Unsicherheit und führte in Politik und Wirtschaft zu Diskussionen über die Zukunft der Gemeinschaftswährung.

Die deutsche Wirtschaft, die in 2009 die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt hatte, erwies sich als europäisches Zugpferd und machte vor allem im Frühjahr und Sommer deutlich an Boden gut. Das seit der Wiedervereinigung höchste Jahresplus von 3,6 Prozent lag deutlich über den ursprünglichen Prognosen, die sich zwischen 1,4 Prozent (Bundesregierung) und 1,7 Prozent (DIW Berlin) bewegt hatten. Neben der starken Auslandsnachfrage machten sich ab dem zweiten Halbjahr auch Impulse aus dem Inland positiv bemerkbar, die von einer optimistischen Stimmung der deutschen Verbraucher und Unternehmen zeugte. Das von der Krise besonders hart getroffene Vereinigte Königreich erlebte in den ersten drei Quartalen zunächst einen moderaten Konjunkturaufschwung, musste in den Wintermonaten jedoch erneut einen Rückgang hinnehmen: Das BIP sank im vierten Quartal um 0,5 Prozent und beeinträchtigte damit auch die Entwicklung des Gesamtjahres, das mit einem Zuwachs von 1,4% abgeschlossen wurde. Zu dieser negativen Entwicklung trugen nicht nur witterungsabhängige Wirtschaftszweige wie die Bau- oder Logistikbranche bei, die unter dem frühen Wintereinbruch zu leiden hatten, sondern auch der Finanz- und Dienstleistungssektor musste Einbußen hinnehmen. Insofern ist der Konjunkturaufschwung bei weitem nicht so dynamisch wie in Deutschland.

ONLINE-WERBEMARKT

Parallel zur allgemeinen Konjunktur erholte sich 2010 auch die Werbewirtschaft. Zwar divergieren die Werte je nach Erhebungsmethode, doch zeugen die unterschiedlichen Statistiken von einem übergreifenden Trend: Der Paradigmenwechsel in der Werbewelt hält an. Die digitalen Kanäle vereinen immer größere Budgetanteile auf sich und bringen insbesondere Zeitungen und Zeitschriften langsam aber sicher in Bedrängnis.

Die Mediaagentur ZenithOptimedia schätzt die weltweiten Werbeausgaben für das vergangene Jahr auf rund USD 450 Mrd., das sind knapp 5 Prozent mehr als in 2009. Wie bereits in der Vergangenheit entwickelte sich das Internet weit überdurchschnittlich und verzeichnete zum Jahresende ein Umsatz-Wachstum von 14 Prozent auf USD 62 Mrd. Damit verbesserte sich sein Anteil am gesamten Werbebudget um 1,2 Prozentpunkte auf nunmehr 14 Prozent.

In Deutschland beliefen sich die Investitionen in klassische Medien (inkl. Internet) laut der Nielsen-Werbestatistik auf EUR 25 Mrd., das sind rund 11 Prozent mehr als in 2009. Das Internet (hier: Banner-Werbung) ließ alle anderen Medien weit hinter sich und verbuchte zum Jahresende ein Plus von überragenden 34,7 Prozent auf insgesamt EUR 2,4 Mrd.

Der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft, der die Nielsen-Statistik auf 100 Prozent hochrechnet und um Affiliate- und Suchmaschinenmarketing ergänzt, prognostizierte für das Jahr 2010 eine Steigerung der Bruttowerbeinvestitionen in das Internet um 19 Prozent auf EUR 5,1 Mrd.

Basierend auf Werten der ersten drei Quartale 2010 errechnete die Advertising Association für das Vereinigte Königreich eine Erhöhung der gesamten Werbeausgaben um 6,6 Prozent, was dem stärksten Anstieg seit 2004 entspricht. Neben TV und Außenwerbung gehörte Online mit einem Umsatzwachstum von 11 Prozent im dritten Quartal zu den Top Performern. Etwas konservativer fallen die Schätzungen von ZenithOptimedia aus, die dem Internet in UK ein Werbeplus von 6,9 Prozent voraussagen.

Absolute Zahlen liefern das Internet Advertising Bureau (IAB) und eMarketer: Das IAB ermittelte für das erste Halbjahr 2010 Online-Werbeumsätze in Höhe von GBP 2,0 Mrd., emarketer kommt für das Gesamtjahr auf GBP 3,31 Mrd. Dabei entsprechen beide Werte einer Steigerungsrate von 10 Prozent. Deutlich überproportional profitierten soziale Netzwerke, die Werbeeinnahmen in Höhe von GBP 130 Mio. auf sich vereinen konnten, das sind 44 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

MARKTENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Syzygy Gruppe Netto-Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt EUR 27,2 Mio. erwirtschaften können. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von EUR 1,6 Mio. oder 6 Prozent. Die Tochtergesellschaften Syzygy Deutschland GmbH und Syzygy UK Ltd. sowie das Designstudio Hi-ReS! London Ltd. repräsentieren hierbei das Design & Build – Geschäft, während uniquedigital GmbH in Hamburg und Unique Digital Marketing Ltd. in London das Online Marketing Geschäft fokussieren.

Die Syzygy AG fungiert als Holding- und Dienstleistungsgesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Planung, Technologieentwicklung und -transfer, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung erbringt sowie Neugeschäftsaktivitäten unterstützt.

BETEILIGUNGEN

Die Syzygy AG führt als Management Holding die Tochtergesellschaften auf Basis von Finanz- und Unternehmenszielen. Hierfür besteht ein Controlling- und Berichtssystem, das die Finanzzahlen auf monatlicher Basis den Planwerten gegenüberstellt und die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet. Die wesentlichen Finanzkennzahlen sind dabei Umsatzerlöse und Gewinn vor Steuern sowie das Finanzergebnis für die Syzygy AG.

Zwischen der Syzygy AG und der Syzygy Deutschland GmbH besteht seit dem 1. Januar 2001 ein Ergebnisabführungsvertrag. Im Jahresergebnis der Syzygy AG ist der Ergebnisbeitrag der Syzygy Deutschland GmbH in Höhe von Euro 2,1 Mio. (Vorjahr Euro 1,9 Mio.) enthalten.

Ferner wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Syzygy AG und der uniquedigital GmbH, Hamburg, abgeschlossen. Im Jahresergebnis der Syzygy AG ist daher der Ergebnisbeitrag der uniquedigital GmbH in Höhe von Euro 2,3 Mio. (Vorjahr Euro 1,2 Mio.) erfasst.

In 2010 erfolgten Gewinnausschüttungen von der Unique Digital Marketing Ltd. in Höhe von Euro 1,1 Mio. (Vorjahr Euro 2,1 Mio.) und der Hi-ReS! London Ltd. in Höhe von Euro 0,2 Mio. (Vorjahr Euro 0,2 Mio.) an die Syzygy AG. Im Vorjahr erfolgte darüber hinaus eine Ausschüttung in Höhe von Euro 0,5 Mio. von der mediopoly Ltd.

Dadurch erzielte die Syzygy AG im Geschäftsjahr 2010 Beteiligungserträge in Höhe von Euro 5,7 Mio. gegenüber Euro 6,2 Mio. in 2009.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis der Syzygy AG besteht aus Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften und Zinserträgen, Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie der Realisierung von Kursgewinnen oder Kursverlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren. Die liquiden Mittel werden als Tagesgelder oder in festverzinslichen Wertpapieren angelegt.

Die Zinsentwicklung war bei 10-jährigen Bundesanleihen von 3,40% per 31. Dezember 2009 auf 2,97% per 31. Dezember 2010 rückläufig. Die Zinsentwicklung hatte damit positive Effekte auf die Kursentwicklung der Wertpapiere. Die credit spreads bei Industrieanleihen waren in 2010 rückläufig, während die spreads bei Finanztiteln eine hohe Volatilität aufgrund der Staatsschuldenkrise aufwiesen. Insgesamt hat das Wertpapierportfolio eine leichte Abwertung von Euro 0,3 Mio. erfahren, während aus der Veräußerung von Wertpapieren ein Gewinn von Euro 0,3 Mio. erzielt wurde.

Insgesamt konnte ein Finanzergebnis von Euro 6,8 Mio. erzielt werden (Vorjahr Euro 9,6 Mio.), davon entfallen auf Beteiligungserträge Euro 5,7 Mio. (Vorjahr Euro 6,2 Mio.) und auf Erträge aus den liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens Euro 1,1 Mio. (Vorjahr Euro 3,4 Mio.). Der Rückgang um Euro 2,8 Mio. ist daher sowohl durch niedrigere Beteiligungserträge (Euro -0,5 Mio.) als auch durch ein niedrigeres Ergebnis aus dem Zins- und Portfoliomanagement (Euro -2,3 Mio.) zurückzuführen.

Die Zinsrendite auf die durchschnittlich vorhandenen liquiden Reserven liegt mit rund 6,5% auf einem leicht höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr mit 6,0%. Die Anlagestrategie ist unverändert auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel in Unternehmensanleihen investiert. Die durchschnittliche Restlaufzeit aller Wertpapiere beträgt rund 5 Jahre und die Verteilung liegt bei 2% kurzfristiger Anlagen (Tagesgelder) und 98% Unternehmensanleihen.

GESCHÄFTSERGEBNIS

Das operative Ergebnis von Euro – 2,0 Mio. und das Finanzergebnis von Euro 6,8 Mio. führen zu einem positiven Geschäftsergebnis von Euro 4,8 Mio. gegenüber Euro 8,4 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem ungewöhnlich hohen Vorjahreswert im Finanzergebnis, der durch Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert der festverzinslichen Wertpapiere begründet war. Darüber hinaus hat sich die Kostenbasis der Syzygy AG durch erhöhte Marketingaktivitäten wie auch durch die Beschäftigung eines zusätzlichen Vorstands erhöht.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme hat sich geringfügig von Euro 50,3 Mio. auf Euro 51,9 Mio. erhöht, wobei die Höhe des Eigenkapitals von Euro 42,0 Mio. auf Euro 46,4 Mio. deutlich angestiegen ist. Folglich erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 84% im Vorjahr auf nunmehr 89%. Die Finanzanlagen bilden nunmehr auf der Vermögensseite mit rund Euro 29,6 Mio. bzw. 57% der Bilanzsumme die größte Position, gefolgt von den liquiden Mitteln und marktgängigen Wertpapieren des Umlaufvermögens mit Euro 18,0 Mio. bzw. rund 35% der Bilanzsumme. Durch Earn-Out-Zahlungen für Unique Digital Marketing in Höhe von Euro 2,6 Mio. und eine Dividendenzahlung in Höhe von Euro 2,6 Mio. in 2010 hat sich ein Mittelabfluss von Euro 5,2 Mio. ergeben; dem stehen wesentliche Mittelzuflüsse gegenüber, die sich aus der Veränderung der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie durch die Ausschüttung von Beteiligungserträgen in Höhe von insgesamt Euro 7,9 Mio. ergaben.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von Euro 7,0 Mio. im Vorjahr auf Euro 2,4 Mio. zum Bilanzstichtag ist nur teilweise cash-wirksam erfolgt, da die Begleichung eines Teils der Earn-Out-Zahlungen durch die Ausgabe neuer Aktien erfolgte sowie die Veränderung dieser Position auch aus Anpassungen ergebnisabhängiger Kaufpreisverpflichtungen begründet ist. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen noch ausstehende Zahlungsverpflichtungen aus dem Unternehmenserwerb der Hi-ReS! London Ltd. Die Vermögens- und Finanzlage der Syzygy AG ist damit als exzellent einzustufen. Der hohe Bestand an verfügbaren liquiden Mitteln, die hohe Eigenkapitalquote sowie die geringen Verpflichtungen gegenüber Dritten eröffnen der Syzygy AG weiterhin die Möglichkeit, ihre strategischen Ziele insbesondere im Bereich der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit durch Unternehmenserwerbe oder Neugründungen von Gesellschaften weiterzuverfolgen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht ist ein wesentlicher Bestandteil des Corporate Governance Berichts. Er erläutert die Grundlagen der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Syzygy AG.

VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN VORSTAND

Das Vergütungssystem des Vorstands wird vom Aufsichtsrat der Syzygy AG festgelegt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige Vergütung

erfolgsbezogene Vergütung

sonstige Leistungen.

Die erfolgsunabhängige Vergütung wird monatlich als Grundgehalt ausgezahlt. Die erfolgsbezogene Vergütung enthält zwei Komponenten: Zum einen wird ein erfolgsabhängiger Bonus gewährt, wenn in den Quartalen Finanzziele erreicht werden, die in der Jahresplanung festgelegt und vom Aufsichtsrat beschlossen worden sind. Darüber hinaus werden den Vorständen bei Erreichung langfristiger Ziele Aktien mit einer Haltedauer von mindestens zwei Jahren gewährt.

Sonstige Leistungen erhalten die Vorstandsmitglieder in Form von Beitragszahlungen zur Renten- und Unfallversicherung sowie der privaten Nutzung eines Dienstwagens bzw. einer Car Allowance von bis zu 15.000 Euro im Jahr. Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Beträge sind aus dem Anhang ersichtlich.

ZUSAGEN BEI TÄTIGKEITSBEENDIGUNG

Der Vorstand der Syzygy AG erhält keine Ansprüche zur Altersversorgung. Bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages wird eine Abfindung im Rahmen der rechtlichen Verpflichtungen gezahlt, und zwar in Höhe des noch ausstehenden, angemessenen Zielgehalts für die Restlaufzeit des Vertrags.

Falls nötig, kann mit dem frühzeitigen Ausscheiden ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von 12 Monaten festgelegt werden. In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seiner zuletzt bezogenen durchschnittlichen vertragsgemäßen Leistungen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats der Syzygy AG ist in § 6 (8) der Satzung der Syzygy AG geregelt und geht auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juni 2003 zurück. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Vergütungsbestandteil besteht. Die feste Vergütung beträgt EUR 15.000. Die feste Vergütung erhöht sich um EUR 5.000, wenn der Börsenpreis der Gesellschaft in dem betreffenden Geschäftsjahr um mindestens 20 Prozent gestiegen ist. Die für den Vergleich maßgeblichen Börsenpreise werden ermittelt aus dem Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der ersten fünf Börsentage eines Geschäftsjahres sowie während der ersten fünf Börsentage des Folgegeschäftsjahres. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten eine anteilige Vergütung.

Eine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 findet sich im Anhang der Syzygy AG.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN GEM. § 289 ABS. 4 HGB MIT ERLÄUTERUNGEN

Das Grundkapital der Syzygy AG beträgt Euro 12.828.450 und ist eingeteilt in 12.828.450 nennwertlose Stammaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet.

Die Syzygy Aktien sind nicht vinkuliert. Der Syzygy AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von Syzygy Aktien bekannt.
Die Syzygy AG hält zum Bilanzstichtag 25.000 eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Stimmrechte oder andere Rechte zustehen.

Die WPP-Gruppe hatte der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie insgesamt 27,88 Prozent der Anteile hält. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass der Vorstandsvorsitzende 4,86 Prozent und der COO der Syzygy AG 2,93 Prozent der Anteile hält.

Keine der ausgegebenen Aktien der Syzygy AG ist mit Sonderrechten ausgestattet.

Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Arbeitnehmer wird von der Syzygy AG nicht vorgenommen.

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der Syzygy AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Syzygy AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Juni 2011 durch Ausgabe neuer nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt bis zu EUR 6.000.000 zu erhöhen. Davon haben Vorstand und Aufsichtsrat zum Teil Gebrauch gemacht, so dass zum 31.12.2010 ein genehmigtes Kapital von EUR 5.250.000 besteht.
Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Syzygy AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28. Mai 2014 durch Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der Syzygy AG bedingt um EUR 1.200.000 zu erhöhen.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2010 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen.

Wesentliche Vereinbarungen der Syzygy AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels entstehen, sind nicht vorhanden.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden.

II. RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die Syzygy AG unterliegt einer Vielzahl von Chancen und Risiken, deren Eintreten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv oder negativ beeinflussen kann. Sowohl in den operativen Bereichen als auch auf zentraler Ebene analysiert die Syzygy AG regelmäßig die Chancen und Risiken.

Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlich wiederkehrenden Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget, aktualisierter Forecast und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten und die qualitative Entwicklung der Gesellschaften umfasst. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement – System integriert, das monatlich wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und –überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt dann auf der Ebene der Holding bzw. wird von der Holding initiiert. Darüber hinaus werden alle Tochtergesellschaften einem monatlichen Review unterzogen.

Gem. §289 Abs. 5 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die Syzygy AG in den Tochtergesellschaften u.a. dadurch umgesetzt, dass in der Syzygy-Gruppe grundsätzlich ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen mindestens einmal im Quartal einer internen Revision durch die Zentralabteilung Finanzen der Syzygy AG. In einem Review werden die Einhaltung der Bilanzierungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt. Das interne Kontrollsystem wird dabei u.a. bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip). Ergänzt werden die internen Kontrollsysteme durch externe Prüfungsorgane wie den Jahresabschlussprüfer sowie steuerliche Außenprüfungen.

Der Quartalsbericht der Syzygy Gruppe unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der Syzygy AG.

Ferner werden die Mitarbeiter in den Finanzbereichen in regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen immer auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Anforderungen gebracht.

Die Ertragslage der Syzygy AG ist neben den auch zukünftig zu erwartenden Zinserträgen von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und deren Fähigkeit, die bei der Muttergesellschaft entstehenden Kosten zu decken, bestimmt. Die Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung der Syzygy AG stehen daher in engem wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Risiken der operativen Konzerngesellschaften. Die Ertragslage der Syzygy AG wird maßgeblich von der Ertragslage der Tochtergesellschaften abhängen.

Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der Syzygy AG und deren Tochtergesellschaften gefährden würden. Risikofaktoren beziehen sich auf die konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen, die Art des Dienstleistungsgeschäftes und die Dynamik des Marktes für Internet-Dienstleistungen.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Syzygy AG ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken können die Finanzlage sowie die Ertragslage negativ beeinflussen und somit auch dazu führen, dass die Syzygy AG ihre geplanten Geschäftsziele nicht erreicht. Durch den Vorstand der Syzygy AG werden diese Risiken auch in Zukunft kontinuierlich ermittelt und mögliche Maßnahmen zu deren Verringerung definiert. Die Risikoabschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann.

PERSONELLE RISIKEN

Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine besonders große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue hoch qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von Syzygy darunter leiden.

ANLAGERISIKEN

Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei allen festverzinslichen Wertpapieren bestehen Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus. Syzygy reduziert die Ausfallrisiken durch die diversifizierte Anlage in Titel mit guter Bonität, d.h. grundsätzlich Investment Grade. Dem Zinsänderungsrisiko soll durch die Wahl unterschiedlicher Laufzeiten Rechnung getragen werden.

RISIKEN AUS AKQUISITIONEN

Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von Syzygy. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie gut es gelingt, die angestrebten Synergie-Effekte zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies würde einen außerordentlichen Abschreibungsbedarf auf Firmenwerte nach sich ziehen.

CHANCEN

Das Internet ist in den vergangenen Jahren für große Teile der Bevölkerung zum wichtigsten Medium avanciert, auf das sie privat und beruflich nicht mehr verzichten wollen. Gefördert wird diese Entwicklung unter anderem durch den sich immer stärker ins Web verlagernden Konsum von TV- und Videoinhalten sowie den immensen Erfolg sozialer Netzwerke, welche die Bindung der Nutzer an das Internet weiter erhöhen. Die zunehmende Verbreitung von Tablet PCs und immer leistungsfähigeren Smartphones hat der Integration medialer Inhalte in den Alltag zusätzlich Vorschub geleistet und eröffnet Marketeers ganz neue Möglichkeiten der (ortsbezogenen) Zielgruppenansprache und des Abverkaufs.

Mit der steigenden Verweildauer im Internet wird auch das Online-Shopping immer beliebter. Insbesondere die deutschen und britischen Verbraucher nutzen die Möglichkeiten des digitalen Einkaufs. Mit Ausgaben von über EUR 91 Mrd. zeichnen sie für mehr als die Hälfte der in Europa generierten E-Commerce-Umsätze verantwortlich. Für die Otto Gruppe hat sich der Online-Handel bereits zum wichtigsten Vertriebskanal entwickelt, sie rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit E-Commerce-Umsätzen in Höhe von EUR 3 Mrd.

Das Internet hat die Spielregeln des Marketings fundamental verändert, der Werbemarkt ist fragmentierter und komplexer denn je. Agenturen müssen Wege finden, diese vielschichtige Welt strategisch, kreativ und technologisch zu beherrschen, um einerseits der immer anspruchsvolleren Always-On-Gesellschaft gerecht zu werden, andererseits Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Vertriebs- und Reputationsziele zu erreichen. Dabei ist das Potenzial des Internets als Marketingkanal noch lange nicht ausgereizt, sondern wird mit jeder technologischen Innovation neu definiert.

Syzygy ist eine Internet-Agentur der ersten Stunde und verfügt über langjährige und tiefgreifende Online-Kompetenz. Durch den Aufbau von unternehmensübergreifenden Einheiten zur multimedialen Strategie- und Markenführung trägt der Konzern der fortschreitenden Verschmelzung von on- und offline Rechnung. So aufgestellt ist es Syzygy möglich, sich als erster Ansprechpartner für die immer neuen Herausforderungen des Marketings zu positionieren und sich zunehmend auch als Lead-Agentur bei Bluechips zu empfehlen. Besonders hohe Wachstumsraten werden im Bereich der mobilen Onlinewerbung gesehen, die Syzygy durch den Aufbau spezieller Expertenteams kapitalisieren will.

AUSBLICK UND PROGNOSE

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt die Syzygy Gruppe Faktoren, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum des Konzerns auswirken.

Prognosen über die künftige Wirtschaftsentwicklung beruhen auf einer sich kontinuierlich verändernden Datenbasis und sind daher mit Unsicherheiten verbunden. Alle Aussagen über die weitere Entwicklung der Agenturgruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannt waren. Die tatsächlichen Ergebnisse können hiervon jedoch abweichen.

Die Syzygy Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Daher können Akquisitionen das künftige Wachstum des Konzerns positiv beeinflussen.

Ferner kann die Geschäftsentwicklung positive Impulse aus der Akquisition bedeutender Neukunden erhalten, ebenso wie aus der Weiterentwicklung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus weitere Budgets gewonnen werden können.

ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG

Die unerwartet rasante Erholung der weltweiten Konjunktur lässt die internationale Management-Elite positiv in die Zukunft blicken. Laut der von PricewaterhouseCoopers durchgeführten „Global Annual CEO Survey“ beurteilen die befragten Vorstände die Wachstumsperspektiven für die kommenden Jahre so optimistisch wie zuletzt in 2007. Besonders euphorisch zeigten sich die deutschen CEOs, von denen drei Viertel mit Umsatzsteigerungen in den kommenden drei Jahren rechnen. Weltweit teilt jeder zweite Wirtschaftsführer diese Einschätzung.

In der Euro-Zone dürfte sich die heterogene Konjunkturentwicklung in 2011 weiter fortsetzen. Das vom statistischen Dienst der Europäischen Union (Eurostat) vorausgesagte durchschnittliche BIP-Wachstum von 1,4 Prozent umfasst so unterschiedliche Werte wie -3,0 Prozent für Griechenland und +4,4 Prozent für Estland. In 2012 werden nach Einschätzung des Eurostat die Peripherieländer jedoch wieder Anschluss finden, so dass sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedern der Währungsunion verringern und gemeinsam ein Wachstum von 1,8 Prozent erzielt werden kann.

Konjunkturprognosen für 2011 liegen für Deutschland zwischen 2,0 Prozent (Bundesbank) und 2,5 Prozent (u. a. OECD), wobei die optimistischeren Schätzungen deutlich überwiegen. Erste Voraussagen für 2012 bewegen sich zwischen 1,3 Prozent (DIW) und 2,2 Prozent (OECD), so dass von einer nachlassenden Dynamik des Aufschwungs ausgegangen werden kann.

Die Vorhersagen für 2011 belaufen sich für das Vereinigte Königreich im Mittel auf ein Konjunkturplus von 2,0 Prozent, schwanken jedoch stark zwischen 1,1 und 3,1 Prozent. Unsicherheiten ergeben sich aus den drastischen Haushaltskürzungen, der Mehrwertsteuererhöhung um 2,5 Prozent als auch aus der Finanzmisere Irlands, das Großbritanniens fünftgrößten Exportmarkt darstellt. Für das Jahr 2012 traut Eurostat dem britischen Inselstaat ein Wachstum von 2,5 Prozent zu, die Britische Handelskammer urteilt mit 1,8 bis 2,1 Prozent etwas vorsichtiger.

ONLINE-WERBEMARKT

Online hat sich längst als einer der wichtigsten Werbekanäle etabliert und wird auch weiterhin überproportionales Wachstum verzeichnen können. Das World Advertising Research Center (WARC) etwa sagt dem globalen Werbemarkt für 2011 eine Umsatz-Steigerung von 4,5 Prozent, dem Internet dagegen von 13 Prozent voraus. ZenithOptimedia ermittelte mit 4,5 Prozent bzw. 14 Prozent vergleichbare Werte. Auf Länderebene zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wobei Prognosen für den sehr reifen Online-Werbemarkt in UK mit einem Plus von 6,2 Prozent (WARC) bzw. 5,9 Prozent (ZenithOptimedia) verhaltener ausfallen. Mit diesen Werten übertrifft das Web aber noch immer deutlich jene 2,7 bzw. 2,5 Prozent Wachstum, die WARC und Zenith dem britischen Werbemarkt als Ganzes voraussagen.

Für Deutschland erwartet PricewaterhouseCoopers bis 2014 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Online-Werbung um 12,5 Prozent, verglichen mit einer Steigerung der gesamten Werbeausgaben um 4,8 Prozent.

Besonders dynamisch wird sich in beiden Ländern die mobile Onlinewerbung entwickeln, die bislang noch in ihren Kinderschuhen steckt, ihr Potenzial und ihre Attraktivität in den kommenden Jahren jedoch immer mehr entfalten wird. In Deutschland rechnet PwC bis 2014 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von rund 33 Prozent, Enders Analysis hält in Großbritannien sogar ein jährliches Wachstum von 45 Prozent bis 2015 für realistisch.

ENTWICKLUNG DER SYZYGY GRUPPE

Die allgemeine Konjunkturbelebung vor allem in Deutschland und die zunehmende Verlagerung von Marketingaktivitäten ins Internet bieten der Syzygy Gruppe gute Rahmenbedingungen, um sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv zu entwickeln.

Der Syzygy Konzern sieht sich hervorragend aufgestellt, um Bluechips dabei zu unterstützen, die Herausforderungen einer sich immer stärker digitalisierenden Welt zu meistern. Mit der Gründung von Hi-ReS! New York hat Syzygy einen wichtigen Schritt unternommen, um die Internationalisierung der Gruppe voranzutreiben, neue Kundenpotenziale in den USA zu erschließen und die Attraktivität unseres Unternehmens für hoch qualifizierte Mitarbeiter weiter zu erhöhen.

Exakte Prognosen über die Entwicklung der Gruppe sind schwer zu treffen. Große Bestandskunden haben für das laufende Geschäftsjahr jedoch eine Erhöhung ihrer Budgets im Vergleich zu 2010 angekündigt, und die verstärkte Teilnahme an Agenturwettbewerben im vergangenen Jahr wirkt sich positiv auf die Neugeschäftsentwicklung aus.

Für 2011 und 2012 erwartet Syzygy daher zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und operativem Ergebnis.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die Syzygy AG hat im Januar 2011 eine neue Gesellschaft in New York gegründet. Hi-ReS! New York Inc. wird im ersten Quartal 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen und Kunden aus dem US-amerikanischen Raum bedienen.

Ferner haben im Februar 2011 die Syzygy AG und Ars Thanea s.c., Warschau, Polen, eine Absichtserklärung abgegeben, ihre bisherige Kooperation zu intensivieren. Im Zuge dessen will die Syzygy AG 26% der Anteile an Ars Thanea erwerben.

Des Weiteren sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14.12.2010 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Goverance Kodex abgegeben und veröffentlicht.

Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben.

Beide Erklärungen können auf der Website im Bereich „Investor Relations“ eingesehen werden, erreichbar über http://www.syzygy.de/default3_and_fz_menu=Corporate_2010.aspx

 

Bad Homburg v.d.H., den 11. März 2011

SYZYGY AG

Der Vorstand

Bilanz

AKTIVA

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  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.001,53 6.615,40
II. Sachanlagen 25.770,16 22.131,11
III. Finanzanlagen 29.612.465,10 30.103.722,21
Summe Anlagevermögen 29.644.236,79 30.132.468,72
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.562.412,41 3.020.484,63
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.641.451,11 1.631.608,25
  4.203.863,52 4.652.092,88
II. Wertpapiere    
1. Eigene Anteile 0,00 85.500,00
2. Sonstige Wertpapiere 17.702.222,00 14.734.040,00
III. Kassenbestand; Guthaben bei Kreditinstituten 315.923,72 668.236,94
  18.018.145,72 15.487.776,94
Summe Umlaufvermögen 22.222.009,24 20.139.869,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.474,56 53.835,84
Summe Aktiva 51.914.720,59 50.326.174,38

Passiva

   
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 12.828.450,00 12.078.450,00
Nennbetrag eigener Anteile -25.000,00 0,00
Ausgegebenes Kapital 12.803.450,00 12.078.450,00
II. Kapitalrücklage 22.772.178,63 20.950.128,63
III. Gewinnrücklagen    
Rücklage für eigene Anteile 0,00 85.500,00
Rücklage für wegen eigener Anteile 25.000,00 0,00
IV. Bilanzgewinn 10.780.985,12 8.880.318,74
Summe Eigenkapital 46.381.613,75 41.994.397,37
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 470.743,00 548.163,79
2. Sonstige Rückstellungen 285.000,00 262.764,27
Summe Rückstellungen 755.743,00 810.928,06
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.289,90 44.661,13
2. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 2.294.319,89 514.470,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.441.754,05 6.961.717,45
Summe Verbindlichkeiten 4.777.363,84 7.520.848,95
Summe Passiva 51.914.720,59 50.326.174,38

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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  2010
EUR
2009
EUR
1. Umsatzerlöse 941.800,62 798.932,64
davon aus verbundenen Unternehmen 941.800,62 798.932,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 133.556,22 441.045,15
Rohergebnis 1.075.356,84 1.239.977,79
3. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.183.187,70 -1.202.254,79
b) Soziale Abgaben -145.431,19 -150.836,98
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.547,71 -7.923,45
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.672.509,89 -1.157.767,43
Betriebsergebnis -1.934.319,65 -1.278.804,86
6. Erträge aus Beteiligungen 1.286.000,00 3.175.525,29
davon aus verbundenen Unternehmen 1.286.000,00 3.175.525,29
7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 4.403.919,41 3.053.036,35
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.515.025,08 3.532.604,01
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -337.875,50 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -93.459,46 -129.984,44
davon an verbundene Unternehmen -61.541,67 -53.957,10
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.839.289,88 8.352.376,35
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -377.933,50 -1.057.094,70
13. Sonstige Steuern 0,00 -2.669,30
14. Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) 4.461.356,38 7.292.612,35
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.880.318,74 3.408.723,49
16. Entnahmen aus der Rücklage für eigene Anteile 0,00 -12.999,60
17. Einstellung in die Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
18. Gewinnausschüttung -2.560.690,00 -1.808.017,50
19. Bilanzgewinn 10.780.985,12 8.880.318,74

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

A. Allgemeine Angaben

(1) Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 S. 2 HGB aufgrund ihrer Notierung am Prime Standard der Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss der Syzygy AG ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Ferner werden erstmals ab 1. Januar 2010 die Vorschriften des BilMoG berücksichtigt. Die Syzygy AG macht von dem Wahlrecht gem. Art. 67 Abs. 8 EGHGB Gebrauch, die Vorjahreszahlen bei erstmaliger Anwendung des BilMoG nicht anzupassen.

(2) Konsolidierungskreis

Die Syzygy AG ist die Muttergesellschaft der Syzygy Gruppe. In den Konzernabschluss sind alle Tochterunternehmen, an denen die Gesellschaft indirekt oder direkt die Mehrheit der Stimmrechte hält, einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind nach den International Financial Reporting Standards („IFRS“), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften nach § 315a HGB aufgestellt worden. Hierbei entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Auf die Aufstellung der Beteiligungen unter Abschnitt B. (1) wird verwiesen.

Der Jahresabschluss der Syzygy AG zum 31. Dezember 2009 wurde am 2. Juni 2010 und der Konzernabschluss am 30. April 2010 sowie mit einer Ergänzung am 10. Dezember 2010 im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im vorangegangenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr fortgeführt sowie die neuen Regelungen nach BilMoG in 2010 berücksichtigt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Alle Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände ist wie folgt:

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Software 3 Jahre
EDV-Hardware 3 Jahre
Büroausstattung 5 -13 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen werden grundsätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Dies war im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Die gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Anlagegüter werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. bei Tauschvorgängen zu dem hingegebenen Gegenwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt. Forderungen in fremden Währungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Finanzinstrumente werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern niedrigere Marktpreise notiert wurden.

Eigene Anteile werden seit 1. Januar 2010 nicht mehr als Vermögensgegenstand ausgewiesen, sondern vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfassen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Für latente Steuern erfolgt ein Ausweis in der Bilanz, sofern sich unter Berücksichtigung der Gesamtdifferenzenbetrachtung ein passiver Bilanzposten ergibt. Im Fall eines bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern wird von dem Nichtansatzwahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der steuerlichen Latenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 30,7%.

(4) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit den verbundenen Unternehmen wurden Geschäftsbesorgungsverträge abgeschlossen, nach denen Dienstleistungen der Syzygy AG abgerechnet werden. Diese umfassen insbesondere Leistungen in den Bereichen Strategieentwicklung, Akquisition von Neukunden, Betreuung von laufenden Kunden, Betreuung des Rechnungswesens, Marketingdienstleistungen, Office Management sowie die Gewährung von Darlehen. Hierfür werden grundsätzlich Marktpreise bzw. bei Sachaufwendungen die angefallenen Kosten zuzüglich eines angemessenen Aufschlags für Gemeinkosten berechnet.

Die Syzygy AG hat mit der Syzygy Deutschland GmbH seit dem 1. Januar 2001 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie mit der uniquedigital GmbH seit 1. Januar 2009 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens 2010 ist in beigefügtem Anlagespiegel als Anlage in diesem Anhang dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Software, das Sachanlagevermögen vor allem EDV-Hardware und sonstige Büroausstattung.

Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 491 vermindert. Dies resuliert im Wesentlichen aus der Neuberechnung des Kaufpreisanteils, der auf einer Earn-Out-Vereinbarung beruht. In den Finanzanlagen werden ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen wie folgt ausgewiesen:

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  Anteil
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis TEUR**
Hi-ReS! London Ltd, London 80 340 189
Mediopoly Ltd, Jersey * 100 787 8
Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H. 100 383 2.055
Syzygy UK Ltd, London 100 851 -72
Unique Digital Marketing Ltd, London 100 1.253 432
uniquedigital GmbH, Hamburg 100 40 2.348

* Mediopoly Ltd. hält 100% der Anteile an Syzygy UK Ltd., welche in Großbritannien operativ tätig ist. Daher besteht zur Syzygy UK eine indirekte Beteiligung.
** Jahresergebnis vor Ergebnisabführung.

(2) Umlaufvermögen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen teilen sich wie folgt auf:

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  31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Unique Digital Marketing Ltd. 991 68
Syzygy Deutschland GmbH 790 2.601
Syzygy UK Ltd. 781 351
  2562 3.020

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich überwiegend um Forderungen, die aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements resultieren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten vor allem Zinsforderungen in Höhe von TEUR 541 und Steuer- und Zinsforderungen aus Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.100.

Die Zins- und Steuerforderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten festverzinsliche Wertpapiere. Im Vorjahr wurden eigene Anteile ausgewiesen, die seit 1. Januar 2010 mit ihrem rechnerischen Wert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und der frei werdende Betrag den anderen Gewinnrücklagen zugeführt wurde.

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  31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Festverzinsliche Wertpapiere 17.702 14.734
Eigene Anteile 0 86
  17.702 14.820

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2010:

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in TEUR bis 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Festverzinsliche Wertpapiere 976 8.893 7.833 0 17.702

(3) Eigenkapital

(a) Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 ist eingeteilt in 12.828.450 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Davon wurden 25.000 eigene Anteile in Abzug gebracht, so dass das ausgegebene Kapital EUR 12.803.450 beträgt.

Die eigenen Anteile wurden zwischen 20. September und 28. Oktober 2005 zum Durchschnittskurs von EUR 4,66 je Aktie bzw. TEUR 116 erworben und werden seit 1. Januar 2010 in Höhe des rechnerischen Wertes offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Wert der eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag EUR 3,59 je Aktie bzw. TEUR 90. Der Erwerb erfolgte aufgrund der Ermächtigung durch Hauptversammlungsbeschluss vom 2. Juni 2005.

Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten:

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  Anzahl in Tausend %
WPP Group (UK) Ltd. (direkt und indirekt) 3.570 27,88
Marco Seiler 622 4,86
Andrew Stevens 375 2,93
Streubesitz 8.236 64,33
  12.803 100,0

(b) Genehmigtes und bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtrates, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 30. Juni 2011 auszugeben. Von dieser Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat Gebrauch gemacht und eine Kapitalerhöhung um TEUR 750 beschlossen. Die neuen Aktien wurden am 21. Mai 2010 zum Handel zugelassen. Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.250.

Außerdem wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zu einer bedingten Kapitalerhöhung ermächtigt, in dessen Rahmen bis zu 1.200.000 zusätzliche Aktien im Zusammenhang mit der Auflage eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegeben werden können. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Optionen ausgegeben. Ferner sind keine Aktienoptionen zum Stichtag ausstehend.

(c) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entstand im Rahmen des Börsenganges am 6. Oktober 2000 aus den zugeflossenen Mitteln, die den Nennbetrag des gezeichneten Kapitals überstiegen.

Darüber hinaus erhöhte sich die Kapitalrücklage im Rahmen einer Kapitalerhöhung in 2010 durch die Ausgabe von 750.000 Aktien um TEUR 1.822. Die neuen Aktien wurden zu Marktpreisen emittiert und der den rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 übersteigende Betrag wird gem. § 272 Abs. 2 HGB als Agio in die Kapitalrücklage eingestellt.

(d) Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2010 waren noch 25.000 eigene Aktien zum Buchwert von TEUR 86 im Bestand. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der rechnerische Wert eigener Anteile in Höhe von TEUR 25 vom gezeichneten Kapital abgesetzt, die Rücklage für eigene Anteile aufgelöst und der frei werdende Betrag von TEUR 25 den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

(e) Bilanzgewinn

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 8.880 wurde aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie bzw. von TEUR 2.561 ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.320 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2010 beträgt TEUR 4.461, so dass zum 31. Dezember 2010 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.781 ausgewiesen wird.

(4) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen umfassen insbesondere Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die noch nicht endgültig veranlagten Jahre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Kosten der Jahres- und Konzernabschlusserstellung, -prüfung und Veröffentlichung, Urlaubsansprüche und Boni.

(5) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(6) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

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  31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
uniquedigital GmbH, Hamburg 2.280 514
Hi-ReS! London Ltd., London 14 0
  2.294 514

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(7) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

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  31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Verpflichtungen aus Ertragsteuern 1.097 17
Earn-Out-Verpflichtung 776 1.007
Umsatzsteuer 288 294
Verpflichtungen aus Optionen 249 364
Kaufpreisverpflichtungen 0 5.240
Sonstige 32 40
  2.442 6.962

Die Earn-Out-Verpflichtung ist abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2011 und ist in 2011 fällig. Die Verpflichtungen aus der Option werden voraussichtlich in 2015 fällig.

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Syzygy AG resultieren aus Dienstleistungen gegenüber den Tochtergesellschaften; davon entfallen auf:

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  2010
TEUR
2009
TEUR
Syzygy Deutschland GmbH 578 552
Syzygy UK Ltd. 152 103
Unique Digital Marketing Ltd. 92 0
Hi-ReS! London Ltd. 84 37
uniquedigital GmbH 36 107
  942 799

(9) Sonstige betriebliche Erträge

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  2010
TEUR
2009
TEUR
Erträge aus der Währungsumrechnung 75 333
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 18 32
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 39
Sonstige 41 37
  134 441

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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  2010
TEUR
2009
TEUR
Gruppenaktivitäten 418 190
Kapitalmarktkosten 262 16
Marketing-Kosten 185 132
Reisekosten 180 177
Rechts- und Beratungskosten 153 133
Prüfungskosten 86 74
Währungsumrechnung 79 110
Miete 57 37
Personalsuche 46 10
Aufsichtsrat 45 45
KFZ-Kosten 43 45
Versicherungen 39 57
Fortbildung 18 45
Übrige 62 87
  1673 1158

(11) Honorar der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden im Konzernanhang dargestellt.

(12) Finanzergebnis

Aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag mit der Syzygy Deutschland GmbH wurden Erträge von TEUR 2.055 (Vorjahr: TEUR 1.897) realisiert. Ferner resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der uniquedigital GmbH Erträge in Höhe von TEUR 2.348 (Vorjahr: TEUR 1.156).

Durch Ausschüttungen wurden Beteiligungserträge von der Unique Digital Marketing Ltd. in Höhe von TEUR 1.110 (Vorjahr: TEUR 2.117) und von der Hi-ReS! London Ltd. in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 187) realisiert.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betragen TEUR 1.515 (Vorjahr: TEUR 3.533). Dieser Betrag enthält im Wesentlichen Zinserträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 802 sowie Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 367.

Aus Abschreibungen auf Wertpapiere auf den niedrigeren Marktwert zum Bilanzstichtag ergeben sich Aufwendungen von TEUR 338, und die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen TEUR 93.

(13) Steuern vom Einkommen und Ertrag

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  2010
TEUR
2009
TEUR
Gewerbesteuer 599 421
Körperschaftsteuer 463 563
Kapitalertragsteuer 208 0
Solidaritätszuschlag 37 30
Steuererstattung / Steuernachzahlung Vorjahre -929 43
  378 1057

C. Sonstige Angaben

(1) Latente Steuern

Der nicht angesetzte Überhang aktiver Steuerlatenzen ergibt sich aus Bewertungsunterschieden vor allem im Finanz-Anlagevermögen, Rückstellungen sowie den Wertpapieren des Umlaufvermögens.

(2) Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2010 vierzehn Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 14). Zum Stichtag 31. Dezember 2010 waren 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 14) beschäftigt.

(3) Haftungsverhältnisse, Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gesellschaft gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 750 aus der Übernahme von Mietbürgschaften (TEUR 250) für die Mietflächen in Bad Homburg und Hamburg sowie einer Kundenbürgschaft (TEUR 500). Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Bürgschaft hängt von der Fähigkeit der Syzygy Deutschland GmbH und der uniquedigital GmbH ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Da mit beiden Gesellschaften ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, kann das Risiko als gering eingestuft werden.

Ferner bestehen Leasingverträge für Firmenwagen, aus denen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 48) bestanden.

(4) Corporate Governance - Erklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14.12.2010 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Goverance Kodex abgegeben und veröffentlicht. Die Erklärung kann auf der website im Bereich „Investor Relations“ eingesehen werden, erreichbar über http://ir.syzygy.de/default3_and_fz_menu=Corporate_2010.aspx.

(5) Vorstand

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Marco Seiler Vorstandsvorsitzender Geschäftsführung Syzygy Deutschland GmbH Director mediopoly Ltd.
Frank Wolfram Vorstand Geschäftsführung Syzygy Deutschland GmbH
Andrew P. Stevens Vorstand Director Unique Digital Marketing Ltd. Director Syzygy UK Ltd.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahr 2010 auf TEUR 726. Marco Seiler bezog ein Grundgehalt von TEUR 250 sowie ein variables Gehalt von TEUR 12. Frank Wolfram hatte ein Grundgehalt von TEUR 225 und einen variablen Anteil von TEUR 11 und Andrew P. Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 218 sowie ein variables Gehalt von TEUR 10. Die Vorstände haben in 2010 keine Optionen erhalten.

(5) Aufsichtsrat

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Michael Maedel (Aufsichtsratsvorsitzender) President J. Walter Thompson Ltd., London
Adriaan Rietveld General Partner Esnet Group, USA
Wilfried Beeck CEO, ePages Software GmbH, Hamburg

Die Aufsichtsräte Michael Maedel, Adriaan Rietveld und Wilfried Beeck erhalten für das Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung von jeweils TEUR 15, davon sind jeweils TEUR 15 fix.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37v Abs. 2 Nr. 3 WpHG iVm. § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.“

 

Bad Homburg v.d. Höhe, den 11. März 2011

Der Vorstand

Marco Seiler

Frank Wolfram

Andrew P. Stevens

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Syzygy AG, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2011

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Werner, Wirtschaftsprüfer