Syzygy AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernlagebericht

1. Allgemein

Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden „SYZYGY“, „Konzern“ oder „Gruppe“) dargestellt. Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Grundlagen des Konzerns

2.1 Geschäftstätigkeit und Struktur

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Bilanzstichtag inklusive der freien Mitarbeiter rund 500 Personen an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA.

Zum Konzern gehören neben der SYZYGY AG als Holding acht Tochtergesellschaften: Ars Thanea ska, Hi-ReS! Berlin GmbH, Hi-ReS! New York Inc, Hi-ReS! London Ltd, SYZYGY Deutschland GmbH, SYZYGY UK Ltd, uniquedigital GmbH sowie Unique Digital Marketing Ltd. Die polnische Agentur Ars Thanea ska wurde im ersten Quartal 2014 erstmals vollkonsolidiert, nachdem SYZYGY die Beteiligung am 6. Februar 2014 von 26 Prozent auf 70 Prozent erhöht hatte. Die nicht operativ tätige Gesellschaft Mediopoly Ltd wurde mit Wirkung zum 19. Mai 2014 aufgelöst und entkonsolidiert. Die Hi-ReS! Hamburg GmbH wurde rückwirkend zum 1. Januar 2014 auf die SYZYGY Deutschland GmbH als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen.

Die operativen Einheiten der SYZYGY Gruppe decken die komplette Wertschöpfungskette im digitalen Marketing ab: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, digitale Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Marketing-Services wie Media-Planung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Digitale Illustrationen und Animationen sowie die Entwicklung von Spielen für Smartphones und Tablets komplettieren das Serviceangebot.

Die Schwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT, Konsumgüter und Finanzdienstleistungen.

2.2 Konzernsteuerung

Die Organisationsstruktur der SYZYGY Gruppe ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von quantitativen und qualitativen Zielen (management by objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Kontrolle des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, in dem die Finanzzahlen den Planwerten auf monatlicher Basis gegenübergestellt werden, und welches die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet.

Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Diese werden im nachfolgenden Lagebericht ausführlich dargestellt und erläutert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

SYZYGY zieht zur Steuerung des Konzerns und für Managemententscheidungen keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren heran.

Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung hat SYZYGY jedoch nicht-finanzielle Faktoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg der Gruppe grundsätzlich als bedeutsam erachtet werden. Einige davon werden im Folgenden aufgeführt.

Mitarbeiter

Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events.

Darüber hinaus hat SYZYGY eine standardisierte Maßnahme zur Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung eingeführt, die vom Unternehmen bezuschusst wird.

Awards

Auszeichnungen bei renommierten Kreativ- und Effizienzawards sind ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit der Gruppe und erhöhen ihre Attraktivität für (potenzielle) Kunden und Mitarbeiter. SYZYGY nimmt regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil und hat in der Berichtsperiode bei acht unterschiedlichen Ausschreibungen insgesamt 23 Preise mit zwölf verschiedenen Projekten gewonnen, darunter der iF Communication Design Award, der Red Dot Design Award und der ADC Wettbewerb. Im Digitalranking der Fachzeitschrift PAGE gehörte die SYZYGY Gruppe im vergangenen Jahr zu den Top 10.

Marco Seiler, Gründer und CEO der SYZYGY Gruppe, wurde im Januar 2015 mit dem renommierten Branchenpreis „Agenturmann des Jahres“ ausgezeichnet, der jährlich von der Marketing-Fachzeitschrift Horizont verliehen wird.

Innovationsfähigkeit

Digitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen.

Um diesen Wandel zu antizipieren und aktiv mitzugestalten, veranstaltet die SYZYGY Gruppe den Digital Innovation Day, auf dem internationale Vordenker und Bestseller-Autoren zu Innovationsthemen rund um digitales Marketing referieren.

Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Software-Entwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die Wirtschaft der Eurozone bewegte sich 2014 im Spannungsfeld wirtschaftsfördernder und -hemmender Faktoren: Während der niedrige Ölpreis, die deutliche Abwertung des Euro und eine überraschend robuste US-Wirtschaft tendenziell stützend wirkten, führten die anhaltende Schuldenkrise Griechenlands, die nachlassende Konjunktur in China sowie der sich verschärfende Konflikt um die Ukraine zu einem Vertrauensverlust der Wirtschaftstreibenden und einer Abnahme ihrer Investitionsbereitschaft.

Verschärft wurde die Situation durch individuelle Haushaltsdefizite und Wirtschaftskrisen einzelner Mitgliedsstaaten, so dass die Wirtschaftsleistung des Euro-Raumes insgesamt hinter den Erwartungen zurückblieb: Dem verhaltenen Start von lediglich 0,3 Prozent Wachstum im ersten Quartal folgten sechs Monate weitgehender Stagnation, ehe die Konjunktur zum Jahresende noch einmal leicht um 0,3 Prozent anzog. Insgesamt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Berichtsperiode um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2013.

Die einzelnen Länder der Währungsgemeinschaft zeigten dabei eine sehr ungleiche Entwicklung: Während Irland, Portugal und Spanien gute Fortschritte in der Überwindung der Krise machen und ihr Bruttoinlandsprodukt steigern konnten, gingen von den zwei großen Volkswirtschaften Frankreich und Italien keine signifikanten Wachstumsimpulse aus. So erzielte Frankreich im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahr lediglich ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Italien befand sich mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent das dritte Jahr in Folge in der Rezession.

Die deutsche Wirtschaft startete - auch dank des milden Winters - dynamisch in das neue Jahr und verzeichnete am Ende des ersten Quartals ein Wachstum von 0,8 Prozent. Der gelungene Auftakt fand im weiteren Jahresverlauf zunächst jedoch keine Fortsetzung: Im zweiten Quartal ging das BIP um 0,1 Prozent zurück, um in den drei folgenden Monaten zu stagnieren. Parallel zu dieser Entwicklung gab auch der ifo-Geschäftsklima-Index sukzessive nach. Während sich die befragten Unternehmen bereits ab Februar hinsichtlich der kommenden sechs Monate zunehmend skeptisch zeigten, verschlechterte sich ab April auch die Bewertung der aktuellen Lage kontinuierlich. Erst im November verbesserte sich die Stimmung wieder, als die Wirtschaft noch einmal Schwung aufnahm und sich das BIP im vierten Quartal um 0,7 Prozent erhöhte.

Bezogen auf das Gesamtjahr konnte Deutschland seine Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent steigern, womit das Niveau der beiden Vorjahre deutlich übertroffen wurde.

Die britische Wirtschaft erreichte 2014 nach mehreren Jahren kraftvollen Wachstums erstmals wieder das Vorkrisenniveau des Jahres 2008. Obgleich kritische Stimmen die Nachhaltigkeit des Aufschwungs angesichts struktureller Schwächen immer wieder in Frage stellen, konnte das Land den konjunkturellen Aufholprozess in der Berichtsperiode fortsetzen. Wurde das Wachstum der vergangenen Jahre in hohem Maße von der Ausgabelaune privater Verbraucher getragen, gab es 2014 auch erstmals wieder Anzeichen einer steigenden Investitionsbereitschaft auf Unternehmensseite. Gestützt von der Inlandsnachfrage erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt in jedem Quartal um Werte zwischen 0,5 und 0,8 Prozent. Am Ende des Jahres stand ein Plus von 2,6 Prozent und damit der höchste Anstieg seit 2007.

3.2 Entwicklung des Werbemarktes

Statistiken des Werbemarktes haben als Vergleichswert für die Entwicklung der SYZYGY Gruppe nur eine bedingte Aussagekraft. Zum einen sind die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher, oftmals nicht nachvollziehbarer Erhebungsmethoden kaum vergleichbar und fallen teilweise sogar widersprüchlich aus; zum anderen erlauben Bruttowerbedaten, wie sie z. B. von Nielsen erstellt werden, keine Erkenntnisse über tatsächlich erfolgte Geldflüsse, da sie anhand von Listenpreisen ermittelt werden und insofern Rabatte und Sonderkonditionen unberücksichtigt lassen.

Darüber hinaus generiert die SYZYGY Gruppe lediglich einen Teil ihrer Umsätze mit der von den Statistiken erfassten digitalen Werbung, wie etwa der Schaltung von Bannern und Video Ads, Suchmaschinenmarketing und -optimierung oder Affiliate Programme. Budgets, die z. B. für die kreative und technologische Entwicklung von Markenplattformen, Business Applikationen oder Mobile Apps zur Verfügung stehen, werden indes nicht von den Erhebungen abgedeckt. Veränderungen in den reinen Mediabudgets liefern insofern zwar Anhaltspunkte für generelle Verschiebungen in der Mediastrategie von Werbetreibenden; sie sollten jedoch nicht Eins-zu-Eins auf sämtliche Entwicklungen in der vielschichtigen Digital-Branche übertragen werden.

Wie bereits in den Vorjahren haben Werbetreibende ihre Budgets für digitale Werbung 2014 deutlich überproportional erhöht. Während die klassischen Medien (d. h. ohne digitale Werbung) laut der Media-Agentur Magna Global weltweit um rund 1,6 Prozent zulegen konnten, verbuchten die digitalen Kanäle ein Plus von 17,2 Prozent. Dabei habe insbesondere der immer stärkere Fokus auf mobile Endgeräte zu diesem Anstieg beigetragen. Die vom Media-Netzwerk Carat ermittelte Budgeterhöhung um weltweit 5 Prozent berücksichtigt auch die digitalen Medien. Diese erzielten - für sich allein betrachtet - nach dieser Erhebung ein Wachstum von 16,1 Prozent, wodurch sie bereits knapp 21 Prozent des gesamten Werbevolumens auf sich vereinen konnten.

In Deutschland und Großbritannien, den beiden wichtigsten Märkten der SYZYGY Gruppe, zeigt sich ein in der Tendenz vergleichbares Bild.

In Deutschland stiegen die Werbebudgets moderat im unteren einstelligen Bereich, wobei Nielsen mit Blick auf die Brutto-Erlöse von einer Erhöhung um 4,5 Prozent spricht, während Carat, Magna Global und PwC bei den Netto-Umsätzen Zuwächse von 1,0 Prozent, 1,8 Prozent bzw. 1,9 Prozent ermittelt haben.

Hinsichtlich der digitalen Werbung reichen die Angaben von 4,0 Prozent (Nielsen), über 6,8 Prozent (Online-Vermarkterkreis (OVK)) und 8,1 Prozent (PwC).

So unterschiedlich die einzelnen Werte ausfallen, ist den Erhebungen doch gemein, dass sie Werbeformaten für mobile Endgeräte besonders kräftige Steigerungen attestieren - wenn auch ihr Anteil absolut gesehen noch gering ist: Laut einer Schätzung des OVK erhöhten sich die Ausgaben für mobile Display-Werbung in 2014 um 65 Prozent auf EUR 107 Mio., Nielsen geht von 72,5 Prozent aus. PwC ermittelte ein Plus von knapp 40 Prozent auf EUR 298 Mio.

In Großbritannien wirkte sich die starke Konjunktur auch positiv auf die Werbewirtschaft aus: Mit einem Anstieg der Werbeausgaben um insgesamt 6,4 Prozent zeigte die Branche 2014 laut Group M die höchste Wachstumsdynamik unter den weit entwickelten Werbemärkten. Die Advertising Association und Warc (AA/Warc) berichteten in ihrer gemeinsamen Studie einen Anstieg der Werbeausgaben um 5,8 Prozent, die Statistik von Carat weist einen Wert von 7,5 Prozent aus.

Der vierteljährlich erscheinende IPA Bellwether Report, der keine absoluten Zahlen sondern Trendaussagen ermittelt (d. h. die Differenz aus dem jeweiligen Prozentsatz der Befragten, die ihre Marketingausgaben erhöhen bzw. mindern wollen), verzeichnete für das Jahr 2014 die höchste durchschnittliche Zuwachsrate in der 15-jährigen Geschichte des Reports. Zwar verringerte sich das sehr hohe Saldo des ersten Quartals (20,4%) im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich, doch wurde insgesamt ein Durchschnitt von 13,6 Prozent erreicht.

Noch dynamischer entwickelte sich erwartungsgemäß die digitale Werbung. Obgleich Großbritannien neben den USA der am weitesten entwickelte Online-Markt weltweit ist, blieben die Wachstumsraten auf einem sehr hohen Niveau: Die Statistiken von Group M, eMarketer, AA/Warc und Carat weisen Werte zwischen 14,4 und 17,5 Prozent aus. Wie auch in Deutschland übertrifft mobile Werbung diese Zahlen um ein Vielfaches: Gemäß dem International Advertising Bureau (IAB UK) wurden allein in der ersten Jahreshälfte GBP 701 Mio. in mobile Werbeformate investiert, was einem Anstieg von 68 Prozent entspricht. AA/Warc geht für das Gesamtjahr von einem 56-prozentigen Wachstum aus.

Insgesamt bewegte sich die SYZYGY Gruppe damit in einem freundlichen Marktumfeld. Zwar zeigte die europäische Wirtschaft weiterhin Schwächen und erholte sich nicht im erhofften Maße von der Krise; doch die Entwicklung in den beiden Kernmärkten der Gruppe, Deutschland und Großbritannien, war von Wachstum und einer über weite Teile hinweg positiven Stimmung geprägt. Der Trend, Budgets für digitale Werbung zu erhöhen, hielt derweil an, wobei insbesondere mobile Formate weit überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten erzielen konnten.

3.3 Mitarbeiter

Der Personalbestand der SYZYGY Gruppe ist während der Berichtsperiode stark angestiegen: Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte der Konzern 453 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 127 Personen oder 39 Prozent mehr als am Stichtag des Vorjahres. Diese Entwicklung geht jeweils rund zur Hälfte auf den Personalaufbau im Rahmen des organischen Wachstums sowie auf die Vollkonsolidierung von Ars Thanea zurück.

Die Zahl der Freelancer erhöhte sich im Zuge des hohen Auftragsbestands von 37 auf 45.

237 Personen (52%) waren in den vier deutschen Gesellschaften tätig und 142 (31%) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Jahresende 68 Personen (15%), Hi-ReS! New York beschäftigte 6 Mitarbeiter.

In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen haben sich in der Berichtsperiode Veränderungen ergeben. Einen starken Zuwachs von 56 auf 102 Personen verzeichnete der Bereich Technologie, dessen Anteil von 17 Prozent auf 23 Prozent angestiegen ist. Ursächlich hierfür ist vorrangig die Akquisition von Ars Thanea sowie der Ausbau des Entwicklerteams bei SYZYGY UK.

Der überdurchschnittlich hohe Anteil an Designern bei Ars Thanea führte auch zu einer deutlichen Verstärkung des Bereichs Kreation, nämlich um 5 Prozentpunkte auf nun 19 Prozent. Mit 88 Mitarbeitern waren hier 41 Personen mehr beschäftigt als zum Jahresende 2013.

Im Online Marketing erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leicht von 91 auf 98 Personen, prozentual gesehen fiel ihr Anteil von 28 Prozent auf 22 Prozent.

Das Projektmanagement wuchs im Rahmen der Gesamtentwicklung und blieb somit konstant bei 17 Prozent.

55 Personen arbeiteten in der Verwaltung, was relativ gesehen einen leichten Rückgang auf 12 Prozent entspricht.

Im Jahresdurchschnitt waren 420 Menschen für die SYZYGY Gruppe tätig. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 35 freien Mitarbeitern ergibt sich ein Pro-Kopf-Umsatz von EUR 103.000 (VJ: 100.000)

3.4 Investitionen, Forschung und Entwicklung

Die SYZYGY Gruppe investierte in der Berichtsperiode rund EUR 1,3 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, das sind etwa 51 Prozent mehr als im Vorjahr. Hierzu trug zum einen der starke Anstieg der Mitarbeiter bei, für die Soft- und Hardware sowie Ausstattungsgegenstände angeschafft wurden; zum anderen haben sowohl Ars Thanea als auch Hi-ReS! New York in 2014 neue Büroflächen bezogen, was zu Aufwänden in Höhe von EUR 0,1 Mio. bzw. EUR 0,5 Mio. geführt hat.

3.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe

3.5.1 Ertragslage

Im Geschäftsbericht 2013 hat die SYZYGY Gruppe prognostiziert, ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 um „mindestens 15 Prozent auf EUR 40,0 Mio. steigern zu können“. Beim EBIT wurde eine Erhöhung von „voraussichtlich 60 Prozent auf EUR 3,2 Mio.“ vorhergesagt. Der Gewinn je Aktie sollte im Geschäftsjahr 2014 EUR 0,30 betragen.

Aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs konnte diese Einschätzung sowohl mit den Halbjahres- als auch mit den Neun-Monats-Zahlen angehoben werden. Die letzte Prognose vom Oktober 2014 stellte dem Markt ein Wachstum der Umsatzerlöse auf EUR 44,0 Mio. (+26% ggü. 2013), ein EBIT von EUR 3,6 Mio. (+ 80%) sowie ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,33 (+27%) in Aussicht.

Mit Umsatzerlösen von EUR 47,1 Mio. (+34%) hat SYZYGY die eigenen Wachstumsprognosen deutlich übertroffen. Auch das EBIT liegt mit EUR 3,8 Mio. und einem Plus von 90 Prozent signifikant über den Erwartungen. Beim Ergebnis je Aktie von EUR 0,35 (+35%) konnte ebenfalls eine zusätzliche Steigerung erzielt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die mehrjährige Entwicklung der wesentlichen Finanzkennzahlen:

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2010 2011 2012 2013 2014
Umsatzerlöse in TEUR 27.247 28.313 31.115 35.030 47.075
EBIT in TEUR 3.168 2.588 2.121 2.023 3.843
EBIT-Marge 11,6% 9,1% 6,8% 5,8% 8,2%
Ergebnis je Aktie in EUR 0,30 0,22 0,72 0,26 0,35

3.5.2 Umsatzerlöse

Die SYZYGY Gruppe berichtet Billings und Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse ergeben sich, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Online Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen.

In beiden Kennzahlen erzielte die SYZYGY Gruppe in der Berichtsperiode sehr starkes Wachstum: Die Billings überstiegen erstmals die Marke von EUR 100 Mio. und erhöhten sich um 43 Prozent auf EUR 129,6 Mio. Die Umsatzerlöse erreichten mit EUR 47,1 Mio. ebenfalls einen neuen Rekordwert, was einem Anstieg von 34 Prozent gegenüber 2013 entspricht.

Signifikante Neukundengewinne, starkes Wachstum auf Bestandskunden sowie die Geschäftsausweitung auf neue Märkte mit den Kunden Mazda und AVIS sind für diese dynamische Entwicklung ausschlaggebend.

Positiv hervorzuheben ist, dass zu dem guten Ergebnis alle Segmente maßgeblich beigetragen haben.

40 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftete SYZYGY mit Kunden aus der Automobilbranche, das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auf den Bereich Konsumgüter entfielen rund 27 Prozent der Erlöse (Vorjahr: 25%), 12 Prozent wurden mit Unternehmen aus IT und Telekommunikation generiert (VJ: 13%). Der Umsatzanteil von Kunden aus der Finanzbranche ging um zwei Prozentpunkte auf nun 8 Prozent zurück. Rund 13 Prozent entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser vier Kernbranchen zugeordnet werden können.

In absoluten Zahlen wurde über alle Branchen hinweg Wachstum erzielt.

Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 61 Prozent des Gesamtumsatzes, was exakt dem Vorjahreswert entspricht.

3.5.3 Betriebsausgaben und Abschreibungen

Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen summierten sich auf EUR 34,3 Mio., womit sie im Vergleich zum Vorjahr leicht unterproportional um 32 Prozent gestiegen sind. Dadurch verbesserte sich die Rohmarge um zwei Prozentpunkte auf 28 Prozent.

Die Aufwände für Vertrieb und Marketing stiegen im Rahmen der Geschäftsausweitung um 30 Prozent auf EUR 4,3 Mio. Neben Personalkosten enthält der Posten unter anderem auch die Aufwände zur Durchführung des Digital Innovation Day sowie intensive Promotionsmaßnahmen bei Ars Thanea.

Im dritten Quartal fielen darüber hinaus Kosten für den Bezug neuer Büroflächen in New York an.

Bei den allgemeinen Verwaltungskosten kam es zu Skaleneffekten: Sie stiegen um lediglich 28 Prozent auf EUR 5,1 Mio.

Die Abschreibungen liegen mit EUR 2,6 Mio. rund EUR 1,8 Mio. über dem Vorjahresniveau. Ursächlich für den Anstieg ist vorrangig ein Wertminderungsbedarf in Höhe von EUR 1,3 Mio. bei Hi-ReS! London. Dieser ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Mitbegründer und geschäftsführende Creative Director im Berichtsjahr zur SYZYGY AG gewechselt ist, um als Chief Creative Officer gruppenweit strategisch wichtige Projekte voranzutreiben. Seine Tätigkeit für Hi-ReS! London wird sich dadurch deutlich reduzieren, was einen Abschreibungsbedarf begründet. Weiterhin ist geplant, Hi-ReS! London in SYZYGY UK zu integrieren.

3.5.4 Operatives Ergebnis und EBIT-Marge

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportional, da belastende Faktoren in Deutschland und New York entfallen sind und Skaleneffekte in der Verwaltung das Ergebnis positiv beeinflusst haben: Es stieg um 90 Prozent auf EUR 3,8 Mio. In der Folge verbesserte sich auch die Profitabilität des Konzerns, was in der höheren EBIT-Marge von 8,2 Prozent zum Ausdruck kommt. Im Vorjahr hatte die Marge bei 5,7 Prozent gelegen.

3.5.5 Finanzergebnis

Durch das aktive Management der liquiden Mittel hat SYZYGY in der Berichtsperiode erneut ein hohes Finanzergebnis von EUR 2,2 Mio. erwirtschaftet. Dieser Wert liegt auf Vorjahresniveau und entspricht einer Rendite von 7,7 Prozent auf die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven. Zu dem guten Ergebnis haben primär Zinserträge aus Unternehmensanleihen sowie die Realisierung von Gewinnen aus Wertpapieren beigetragen.

3.5.6 Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie

Die sehr positive Geschäftsentwicklung der SYZYGY Gruppe spiegelt sich in einem Anstieg des Vorsteuerergebnisses um 45 Prozent auf EUR 6,0 Mio. wider. Nach Abzug von Steuern ergibt sich ein Konzernergebnis von EUR 4,7 Mio., das sind 41 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 12.723.469 gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug von Minderheitsanteilen in Höhe von EUR 0,3 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis je Aktie EUR 0,35 (+35%).

Da die Gesellschaft den Beschluss gefasst hat, bei Ausübung ausstehender Aktienoptionen die Differenz zwischen Ausübungspreis und Aktienkurs in bar zu vergüten, beträgt das verwässerte Ergebnis je Aktie analog EUR 0,35 (Vorjahr: EUR 0,26).

3.5.7 Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geographischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen „Deutschland“, „Großbritannien“ sowie den „Sonstigen Segmenten“. Letztere enthalten die Gesellschaften Ars Thanea und Hi-ReS! New York, die gemäß IFRS 8.13 nicht groß genug sind, um als geographisch eigenständige Segmente berichtet zu werden. Anzumerken ist, dass die „Sonstigen Segmente“ in 2013 ausschließlich von Hi-ReS! New York gebildet wurden, da Ars Thanea im Februar 2014 erstmals vollkonsolidiert wurde.

Die dynamische Entwicklung der SYZYGY Gruppe wurde von allen Segmenten getragen.

Die deutschen Gesellschaften steigerten ihre Umsatzerlöse um 14 Prozent auf EUR 26,8 Mio., wobei positive Impulse sowohl von Neukundengewinnen als auch von der Ausweitung bestehender Etats ausgingen. Durch den Wegfall von Faktoren, die das operative Ergebnis 2013 belastet hatten, erhöhte sich das EBIT überproportional um ein Viertel auf EUR 3,8 Mio. Die EBIT-Marge verbesserte sich somit auf 14 Prozent (VJ: 13%).

Die britischen Gesellschaften generierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 16,3 Mio., was einem Anstieg von 38 Prozent entspricht. Das starke Wachstum ist insbesondere auf eine signifikante Geschäftsausweitung bei den langjährigen Kunden Mazda und AVIS zurückzuführen: So ist SYZYGY UK seit 2014 für Mazda auf zahlreichen weiteren Märkten wie Japan, Australien, Südafrika und Taiwan tätig. Unique Digital konnte die Beziehung zu AVIS erfolgreich auf den US-amerikanischen Markt ausdehnen, was sich sowohl auf das Segment Großbritannien als auch auf die „Sonstigen Segmente“ positiv ausgewirkt hat.

Das operative Ergebnis der britischen Gesellschaften belief sich auf EUR 2,4 Mio., womit es 43 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Die EBIT-Marge von 15 Prozent entspricht einer Verbesserung um einen Prozentpunkt.

Die „Sonstigen Segmente“, die im vergangenen Jahr nur geringe Umsätze erzielt hatten und mit einem operativen Ergebnis von EUR -0,3 Mio. defizitär waren, konnten in der Berichtsperiode zum Gesamterfolg der SYZYGY Gruppe beitragen. Bei Umsatzerlösen von EUR 5,5 Mio. erwirtschafteten die beiden Gesellschaften Ars Thanea und Hi-ReS! New York ein EBIT von EUR 0,7 Mio. Dabei wurde das Ergebnis durch den Bezug neuer Büroflächen in New York und Warschau gemindert. Die EBIT-Marge betrug 13 Prozent.

In der Gesamtbetrachtung entfielen 55 Prozent der Umsatzerlöse auf das Segment Deutschland, 34 Prozent auf Großbritannien und 11 Prozent auf die Sonstigen Segmente. Beim operativen Ergebnis liegen die entsprechenden Anteile bei 55 Prozent, 35 Prozent und 10 Prozent.

3.5.8 Finanzlage

Die SYZYGY Gruppe weist zum 31. Dezember 2014 eine hohe Gesamtliquidität von EUR 35,2 Mio. aus. Dies entspricht einem Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 24,8 Mio. Diese Entwicklung ist zum großen Teil auf Stichtagseffekte zurückzuführen, die vorrangig im Online Marketing-Geschäft aufgetreten sind: Ein hoher Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kundenvorauszahlungen und sonstigen Rückstellungen führte zu einem starken Rückgang des Working Capital, was sich positiv auf den operativen Cashflow auswirkte.

Die liquiden Mittel stellten mit EUR 13,0 Mio. etwa 37 Prozent der Liquiditätsreserven (VJ: EUR 6,7 Mio.), um kurzfristig fällig werdende Verpflichtungen erfüllen zu können. Auf Wertpapiere entfielen 63 Prozent, deren Bestand in der Berichtsperiode von EUR 18,1 Mio. auf EUR 22,2 Mio. gestiegen ist. Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Anleihen lag bei 7,3 Jahren. Nähere Informationen zur Anlagestrategie finden sich im Anhang in den Abschnitten 6.3.2. und 6.3.3.

Der Gesamt-Cashflow der SYZYGY Gruppe summierte sich zum Jahresende auf EUR 5,3 Mio.

Ausschlaggebend für das Ergebnis war der außergewöhnlich starke operative Cashflow von EUR 14,4 Mio. Neben dem hohen Konzernergebnis von EUR 4,7 Mio. kamen Mittelzuflüsse aus den signifikant gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den Rückstellungen. Sie erhöhten sich im Rahmen des Umsatzwachstums und aufgrund der oben genannten Stichtagseffekte um insgesamt EUR 7,3 Mio. Ein starker Anstieg der Kundenanzahlungen um EUR 3,7 Mio. stärkte den operativen Cashflow zusätzlich.

Mindernd wirkte sich demgegenüber die größere Kapitalbindung aus, die durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva um EUR 2,1 Mio. bedingt wurde.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf EUR -5,3 Mio. und ergibt sich zuvorderst aus dem aktiven Management der Liquiditätsreserven: Dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens im Volumen von EUR 34,8 Mio. standen Käufe im Gesamtwert von EUR 38,0 Mio. gegenüber.

Weitere Mittelabflüsse in Höhe von EUR 0,9 Mio. entstanden im Rahmen der Akquisition von Ars Thanea.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten den Cashflow aus Investitionstätigkeit um weitere EUR 1,3 Mio.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ganz überwiegend von der Zahlung der ordentlichen Dividende in Höhe von EUR 3,6 Mio. bestimmt. Einen weiteren Abzugsposten in Höhe von EUR 0,2 Mio. bildete der Rückkauf eigener Aktien.

3.5.9 Vermögenslage

Im Zuge der dynamischen Geschäftsentwicklung sowie der Akquisition von Ars Thanea kam es in der Berichtsperiode zu einer deutlichen Bilanzverlängerung: Die Bilanzsumme wuchs um 26 Prozent auf EUR 83,5 Mio.

Auf der Aktivseite ergaben sich im Anlagevermögen maßgebliche Änderungen bei den Firmenwerten, die sich auf EUR 25,4 Mio. summierten und damit 30 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Bedeutende Faktoren waren hierbei die Übernahme von Ars Thanea, durch die sich der Firmenwert um rund EUR 6,5 Mio. erhöht hat. Währungseffekte von rund EUR 0,6 Mio. trugen ebenfalls zum Anstieg des Firmenwertes bei. Demgegenüber wirkte sich die Abschreibung auf Hi-ReS! London mit rund EUR 1,3 Mio. mindernd auf den Bilanzposten aus.

Die langfristigen Beteiligungen enthielten im Vorjahresbericht die Anteile an Ars Thanea und reduzierten sich als Folge der Vollkonsolidierung auf Null.

Bei den sonstigen Vermögenswerten von EUR 0,6 Mio. handelt es sich um Kautionszahlungen für die in Großbritannien gemieteten Büroflächen, deren Wert durch den im Vergleich zum Britischen Pfund schwächeren Euro leicht angestiegen ist.

Das Umlaufvermögen hat sich um insgesamt EUR 12,0 Mio. auf EUR 52,9 Mio. (+29%) erhöht.

Hier wirkten sich vor allem die hohen Liquiditätsreserven positiv aus, die durch den stichtagsbedingt überdurchschnittlich starken Cashflow um 42 Prozent auf EUR 35,2 Mio. angestiegen sind. Von dieser Summe entfielen EUR 13,0 Mio. (37%) auf Bankguthaben und Tagesgelder, EUR 22,2 Mio. (63%) waren in Wertpapiere angelegt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Rahmen des Umsatzwachstums um 24 Prozent auf EUR 16,0 Mio.

Die sonstigen Forderungen gingen um rund die Hälfte auf EUR 1,7 Mio. zurück, da der Posten im Vorjahr Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Form von Steuerrückerstattungen enthalten hat. Seit 2014 werden bei der Berechnung der Vorauszahlungen vorhandene Verlustvorträge berücksichtigt, so dass künftige Forderungen entsprechend geringer ausfallen werden.

Auf der Passivseite der Bilanz kam es im Eigenkapital zu geringfügigen Veränderungen. Mit EUR 51,0 Mio. lag es 5 Prozent über dem Wert zum 31. Dezember 2013.

Positiv wirkte sich das übrige Konzernergebnis aus, das um EUR 1,4 Mio. gestiegen ist. Hiervon entfallen EUR 1,2 Mio. auf Währungseffekte sowie EUR 0,2 Mio. auf nicht realisierte Gewinne bei Wertpapieren.

Der Verkauf eigener Aktien an die Minderheitsgesellschafter von Ars Thanea stärkte die Kapitalrücklage um rund EUR 0,1 Mio., da der Verkaufserlös über den Anschaffungskosten lag. Insgesamt belief sich die Rücklage zum Bilanzstichtag auf EUR 20,3 Mio.

Die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms über 100.000 Stücke erhöhte den entsprechenden Abzugsposten auf EUR 0,8 Mio. (VJ: EUR 0,6 Mio.)

Mit EUR 3,4 Mio. verzeichneten die langfristigen Verbindlichkeiten einen deutlichen Anstieg. Sie enthalten Earn-Out-Zahlungen, die mit den Minderheitsgesellschaftern von Ars Thanea vereinbart worden sind und die im ersten Quartal 2019 fällig werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Forderungen summierten sich auf EUR 28,9 Mio. und lagen damit 68 Prozent über dem Vorjahreswert. Neben der allgemeinen Geschäftsausweitung der Gruppe ist diese Entwicklung maßgeblich auf die Geschäftstätigkeit der amerikanischen Gesellschaft Hi-ReS! New York zurückzuführen, die als Online Marketing-Dienstleister große Mediabudgets für den Kunden AVIS verwaltet: Zum 31. Dezember weist die Gesellschaft stichtagsbedingt insgesamt EUR 7,3 Mio. bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Rückstellungen sowie den erhaltenen Anzahlungen aus.

Zusammen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Rückstellungen um 59 Prozent auf EUR 19,6 Mio. Die erhaltenen Anzahlungen beliefen sich auf EUR 6,9 Mio., was einem Anstieg um 129 Prozent entspricht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen Umsatzsteuerverbindlichkeiten, die sich als Folge des Wachstums des Konzerns um 47 Prozent auf 2,2 Mio. erhöht haben.

4. Prognosebericht

4.1 Prognoseannahmen

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY Gruppe externen Einflüssen, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum der Gruppe auswirken.

Alle Aussagen über die Zukunft der Gruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen.

Die SYZYGY Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen.

Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können.

4.2 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten der SYZYGY Gruppe

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Euro-Zone bleibt nach überwiegender Einschätzung von Experten fragil. Geopolitische Krisen, allen voran der kriegerische Konflikt um die Ukraine und die damit einhergehenden Handelssanktionen zwischen Russland und der EU, sorgen für eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten, hemmen die Investitionsbereitschaft von Wirtschaftstreibenden und führen zu konkreten Export-Einbußen.

Auch das zähe Ringen der Institutionen mit der im Januar 2015 neu gewählten Regierung Griechenlands um die finanzielle Zukunft des hoch verschuldeten Landes führt in der Real- und Finanzwirtschaft zu Unsicherheiten und trägt zur Instabilität des ohnehin nur zaghaften Aufschwungs bei.

Mit Frankreich und Italien zeigen zudem zwei der drei größten Ökonomien der Euro-Zone deutliche Wachstumsschwächen, was auch die Wirtschaft wichtiger europäischer Handelspartner beeinträchtigt und damit die Entwicklung der Währungsgemeinschaft als Ganzes signifikant hemmt.

Positive Impulse können dagegen von einer robusten US-amerikanischen Wirtschaft, einem anhaltend niedrigen Ölpreis sowie einem schwachen Euro ausgehen.

Obgleich die gesamtwirtschaftlichen Risiken derzeit zu überwiegen scheinen, lassen die Prognosen eine im Vergleich zu 2014 etwas dynamischere Konjunktur erwarten. Der Sachverständigenrat geht in seinem Jahresgutachten davon aus, dass die Euro-Länder ihr Bruttoinlandsprodukt in 2015 um 1,0 Prozent werden steigern können. Der Internationale Währungsfonds sieht mit einem Wachstum von 1,2 Prozent ein etwas größeres Potenzial.

Für Deutschland gehen die Schätzungen deutlicher auseinander. Der Sachverständigenrat zeigt sich mit 1,0 Prozent am Vorsichtigsten, der Internationale Währungsfonds prognostiziert 1,3 Prozent und die Bundesregierung 1,5 Prozent. Das DIW Berlin geht davon aus, dass Deutschland sein Wachstumsniveau von 2014 „in etwa“ wird halten können, was einem Wert von 1,6 Prozent entspräche.

Die Entwicklung in Großbritannien lässt, so der Sachverständigenrat, „aktuell eher auf einen nachhaltigen Aufschwung“ schließen. Er prognostiziert der britischen Wirtschaft ein Wachstum von 2,6 Prozent in 2015. Die Britische Handelskammer kommt zu demselben Ergebnis - allerdings nach einer Herabstufung früherer Prognosen um 0,2 Prozent. Auch das Office for Budget Responsibility geht davon aus, dass die Wachstumsdynamik im laufenden Jahr mit einem Plus von 2,4 Prozent schwächer ausfallen wird, als in 2014. Die Ursachen sieht die Behörde insbesondere in einer sinkenden Auslandsnachfrage sowie in einem Nachlassen der privaten Konsumausgaben, die das Wachstum der vergangenen Jahre in hohem Maße getragen hatten.

4.3 Werbemarkt

Die folgenden Ausführungen zur prognostizierten Entwicklung der Werbeausgaben unterliegen denselben Vorbehalten, wie sie bereits in Absatz 3.2 erörtert wurden. Sie liefern Anhaltspunkte für allgemeine Trends und Verschiebungen in Mediabudgets, eignen sich jedoch nur sehr bedingt als Beurteilungsmaßstab für die voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe.

Getrieben durch die immer größere Bedeutung von Smartphones und Tablets sowie Nachholeffekte in Schwellenländern wird das überdurchschnittliche Wachstum digitaler Werbebudgets weiterhin anhalten. Mit Blick auf die weltweiten Ausgaben liefern Magna Global, Carat und eMarketer Werte von 15,1 Prozent, 15,5 Prozent und 16,4 Prozent. Voraussagen für den Gesamtmarkt liegen nach Erhebungen von Carat und eMarketer demgegenüber bei etwa 5 Prozent.

Die Prognosen für Deutschland fallen insgesamt niedriger aus. Die Einschätzungen von PwC, Carat, Magna Global und eMarketer für den gesamten Werbemarkt reichen von 1,4 bis 2,0 Prozent.

Aktuelle Statistiken für die reine Online-Werbung sind weit spärlicher gesät. Lediglich PwC wagt einen Ausblick und sagt einen Anstieg von 7,1 Prozent voraus. Bei mobiler Werbung soll das Wachstum 32,8 Prozent betragen.

In Großbritannien wird der Gesamtmarkt laut GroupM und AA/Warc um 5,7 Prozent wachsen, Carat (4,7%) und IPA (4,1%) sind etwas vorsichtiger. Auch hinsichtlich der Online-Werbung liegen die Voraussagen von Group M und AA/Warc mit jeweils knapp 13 Prozent dicht beieinander, während eMarketer mit gut 10 Prozent darunter liegt.

4.4 Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe

Sowohl die insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten für Deutschland und Großbritannien als auch die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf den digitalen Kanal bieten der SYZYGY Gruppe sehr gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum. Reine Online-Werbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen Digital-Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der Gruppe.

Klassische Marketinginstrumente wie Print- und Rundfunkwerbung, Mailings und Außenwerbung beginnen angesichts einer durch das Internet hervorragend informierten, immer anspruchsvolleren und ungeduldigeren Kundschaft unwirksam zu werden. Konsumgüterhersteller sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, über den reinen Produktnutzen hinaus weitere Mehrwerte für ihre Kunden zu schaffen.

Technologie kann Unternehmen dabei helfen, begehrenswerter zu werden und damit ihre Relevanz zu steigern. Webpräsenzen, so genannte Markenplattformen, sind dabei zur zentralen Schaltzentrale für die Akquisition und Loyalisierung von Kunden geworden. Marketing-Verantwortliche haben die Bedeutung und Komplexität der Plattformen erkannt - und damit auch die Notwendigkeit, entsprechende Etats für die Entwicklung und Pflege bereitzustellen. Höhere Budgets und längere Projektlaufzeiten sind die Folge.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets wird die Markenwahrnehmung auch immer stärker von Apps geprägt, die dem Nutzer einen Mehrwert liefern: sei es, indem sie ihn unterhalten; oder sei es, indem sie ihm Services der unterschiedlichsten Art bieten, die sein privates und berufliches Leben erleichtern. Mit der Unterstützung erfahrener und technologisch versierter Markenspezialisten wie SYZYGY stellt digitales Marketing für Unternehmen ein großes Potenzial dar, um Serviceinnovationen, neue Kundenbindungs-Konzepte oder überzeugende und unterhaltsame Einkaufserlebnisse zu schaffen.

Die SYZYGY Gruppe geht davon aus, ihre Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr organisch um rund 20 Prozent auf etwa EUR 55,0 Mio. steigern zu können. Das operative Ergebnis wird sich voraussichtlich überproportional zu den Umsatzerlösen erhöhen. Die Segmente werden dabei in etwa gleichem Maße zum Wachstum beitragen.

Das Ergebnis je Aktie wird sich voraussichtlich auf EUR 0,40 erhöhen.

Mögliche Akquisitionen, die weiterhin zur Wachstumsstrategie die SYZYGY Gruppe gehören, können diese Prognosen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Die Ertragslage der SYZYGY Gruppe wird von der Entwicklung der operativen Einheiten und von den zukünftigen Zinserträgen der SYZYGY AG bestimmt.

5. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Wesentliche Risikofaktoren beziehen sich auf die Konjunktur der Werbewirtschaft in Deutschland und Großbritannien sowie auf die technologische Dynamik der Märkte für Internet-Dienstleistungen im Besonderen.

Durch den Vorstand der SYZYGY AG werden Risiken kontinuierlich überwacht, um negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig entgegenwirken zu können. Die Risikoeinschätzung bezieht sich hierbei sowohl auf den Umfang einer möglichen Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage als auch auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risikofaktor Auswirkungen haben kann.

Genauso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher ein wichtiges Element einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Auf Grundlage der gegenwärtig verfügbaren Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der SYZYGY AG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden würden.

5.1 Wesentliche Einzelrisiken

Operative Risiken

Rund 61 Prozent des Umsatzes der SYZYGY Gruppe werden durch das Geschäft mit den zehn größten Kunden generiert. Der Ausfall eines dieser Kunden kann, wenn überhaupt, nur mit zeitlichen Verzögerungen kompensiert werden. In einer solchen Phase ist eine entsprechend kurzfristige Verringerung der fixen Kosten meist nicht möglich.

Die Umsätze von SYZYGY sind nicht durch lange Vertragslaufzeiten abgesichert. Umsätze werden in der Regel auf Grundlage von Einzelverträgen mit einem begrenzten zeitlichen Umfang erwirtschaftet. Alle Planungen, die sich auf die Entwicklung des Umsatzes beziehen, beinhalten deshalb zwangsläufig eine große Unsicherheit.

Dem überwiegenden Teil der Umsätze liegen feste Preisvereinbarungen zugrunde. Nicht vorhersehbare Verluste sind daher möglich, wenn die kalkulierten Projektkosten unerwartet überschritten werden. SYZYGY übernimmt darüber hinaus projektbezogen die gängigen Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen. Dies kann zu Folgekosten pro Projekt führen.

Die von SYZYGY erbrachten Dienstleistungen besitzen eine Öffentlichkeitswirkung. Daher kann ein breitenwirksamer Imageschaden entstehen, wenn es bei einer Projektabwicklung zu Qualitätsmängeln in der Ausführung kommt. Ein solcher Imageschaden kann die weitere Geschäftsentwicklung spürbar negativ beeinflussen.

Aufgrund sehr stabiler und langjähriger Kundenbeziehungen, insbesondere bei den Top 10-Kunden, wird das Risiko als gering angesehen.

Anlagerisiken

Vorhandene Liquiditätsreserven werden bei SYZYGY aktiv durch den Finanzvorstand gemanagt. Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist grundsätzlich auf eine langfristige Ertragsentwicklung ausgerichtet. Dabei werden die liquiden Mittel risikodiversifiziert in Unternehmensanleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei allen festverzinslichen Wertpapieren bestehen Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Ein Anstieg der langfristigen Zinsen wirkt sich grundsätzlich negativ, ein Rückgang der Zinsen positiv auf die Kursentwicklung der Wertpapiere aus. SYZYGY reduziert die Ausfallrisiken durch eine diversifizierte Anlage in Titel mit guter Bonität, d. h. weitgehend im Bereich des Investment Grade, also mindestens ein Rating von BBB-. Das Risiko einer signifikanten Belastung des Finanzergebnisses wird insgesamt als gering eingestuft.

Konjunkturelle Risiken

Die grundsätzliche Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, kann von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst werden. Ein Nachlassen der Konjunktur kann für SYZYGY daher zu einem verminderten Auftragsvolumen und damit zu entsprechenden Umsatzeinbußen führen. Gegebenenfalls notwendige Kapazitätsanpassungen entfalten ihre Wirkung zeitverzögert und können Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zur Folge haben.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

Währungsrisiken

SYZYGY erzielt rund ein Drittel der Umsatzerlöse in Großbritannien. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds gegenüber dem Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss, je nach Kursentwicklung, im Vergleich zur Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Dennoch schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil den Erlösen auf dem britischen Markt auch Kosten in Britischen Pfund gegenüberstehen. Daher besteht für SYZYGY ein Währungsrisiko lediglich in Höhe des Jahresüberschusses der jeweiligen Landesgesellschaft.

Dieses gilt gleichermaßen für die Gesellschaften in den USA und Polen, die insgesamt etwa 12 Prozent der Gruppenumsätze erwirtschaften.

Das Risiko durch Währungsschwankungen wird als gering eingestuft.

Personelle Risiken

Die Leistungsfähigkeit des Konzerns beruht im Dienstleistungsgeschäft maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Einzelnen Personen kommt hierbei aufgrund ihrer hohen Qualifikation eine besonders große Bedeutung zu. Sollte es nicht gelingen, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten bzw. fortlaufend neue und hoch qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, kann der Erfolg von SYZYGY darunter leiden. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Risiken aus Akquisitionen

Unternehmensakquisitionen waren und sind ein Teil der Wachstumspolitik von SYZYGY. Der wirtschaftliche Erfolg von Übernahmen ist davon abhängig, wie gut die erworbene Unternehmung in die bestehende Struktur eingegliedert werden kann und wie gut es gelingt, die angestrebten Synergie-Effekte tatsächlich zu erzielen. Sollten die Bemühungen einer erfolgreichen Integration misslingen, so kann sich der Wert des übernommenen Unternehmens deutlich verringern. Dies könnte einen außerordentlichen Abschreibungsbedarf auf Beteiligungsbuchwerte nach sich ziehen.

5.2 Chancen

Die zunehmende Anzahl von Produkten und Kanälen hat traditionelle Marketing-Instrumente an ihre Grenzen geführt. Zugleich nimmt die Markenbindung nachweislich ab. Das Internet eröffnet Marken die Möglichkeit, direkt mit Kunden in Kontakt zu treten, und ihnen über die reine Werbebotschaft hinaus echte Mehrwerte zu liefern.

Webpräsenzen kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Sie werden im immer komplexeren Marketingmix großer Unternehmen zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt, was in steigenden Projektvolumina und Laufzeiten zum Ausdruck kommt.

Mit intelligentem Content Marketing können deutlich größere eigene Reichweiten aufgebaut werden, als es mit klassischer Unternehmenskommunikation gelingt - und dies ohne zusätzliche Mediakosten. Aktuelle Inhalte und Angebote, die einen hohen Relevanzgrad für Menschen haben, bieten eine große Chance, die Kundenbindung zu festigen. Mobile Endgeräte spielen bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle, denn sie sind für viele Menschen zu einem zentralen Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden. Apps, die dem Nutzer helfen, ihn unterhalten oder informieren, können entscheidend zu einer positiven Wahrnehmung der Marke beitragen. So bietet Digital Marken ein schier unerschöpfliches Potenzial, um Serviceinnovationen, neue Kundenbindungskonzepte oder überzeugende Einkaufserlebnisse zu entwickeln.

SYZYGY gehört zu den führenden Digitalagenturen in Deutschland und Großbritannien und verfügt über eine 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung digitaler Kommunikation. Mit einem starken Technologie-Arm und einer international ausgezeichneten Kreation ist es SYZYGY möglich, sich als erster Ansprechpartner für die immer neuen Herausforderungen des digitalen Marketings zu positionieren.

Wurden Digitalagenturen lange Zeit als Spezialisten einer Nische wahrgenommen, werden sie zunehmend auch mit der strategischen Markenführung betraut. Die anhaltende Verschiebung von Marketing-Etats auf digitale Kanäle zeugt davon, dass Unternehmen bei der Kommunikation immer stärker auf digitales Marketing setzen. SYZYGY geht davon aus, dass diese Entwicklung anhalten wird.

6. Internes Kontrollsystem

Die verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf dem monatlichen Berichtswesen, das neben einem Finanzreporting (Budget, aktualisierter Forecast und Ist-Zahlen) die Neugeschäftsaktivitäten und die qualitative Entwicklung der Gesellschaften umfasst. In das Finanzreporting ist ein Risikomanagement-System integriert, das quartalsweise wiederkehrend die Risikoidentifikation, Risikokommunikation und -überwachung operativer Risiken sicherstellt. Die Aggregation und Steuerung der Risiken erfolgt dann auf Ebene der SYZYGY AG bzw. wird von der SYZYGY AG initiiert. Das interne Kontrollsystem wird bei Finanztransaktionen durch Genehmigungsprozesse ergänzt (Vier-Augen-Prinzip) sowie durch Funktionstrennung und Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt.

Der Quartalsbericht der SYZYGY Gruppe unterliegt jeweils nach Aufstellung der Durchsicht und Genehmigung durch den Aufsichtsrat der SYZYGY AG.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Hierbei sind der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SYZYGY Gruppe nach IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Angaben nach § 315a Abs. 1 HGB, aufzustellen.

Die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG steuert die Prozesse zur Erstellung des Einzel- und Konzernabschlusses sowie zur Aufstellung des Lageberichts für den SYZYGY Konzern. Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich auf ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung der SYZYGY Gruppe analysiert. Durch ein konzernweites Jahresabschluss-Reporting und einen konzernweit gültigen Finanzkalender wird ein zeitnaher und standardisierter Rechnungslegungsprozess verfolgt.

Gem. § 289 Abs. 5 HGB werden die Rechnungslegungsanforderungen durch die SYZYGY AG in den Tochtergesellschaften u. a. dadurch umgesetzt, dass in der SYZYGY Gruppe weitgehend ein einheitliches Buchhaltungssystem mit einem einheitlichen Kontenrahmen verwendet wird. Alle Gesellschaften unterliegen einmal im Quartal einem Review durch die Zentralabteilung Finanzen der SYZYGY AG. Hierbei werden die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Prozesse zur Datenaufbereitung analysiert, überprüft und sichergestellt.

Ergänzt werden die internen Kontrollsysteme durch externe Prüfungsorgane wie den Jahresabschlussprüfer sowie steuerliche Außenprüfungen.

Ferner werden die Mitarbeiter in den Finanzbereichen in regelmäßigen internen wie auch externen Schulungen immer auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Anforderungen gebracht.

7. Vergütungsbericht

7.1 Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem des Vorstands wird vom Aufsichtsrat der SYZYGY AG festgelegt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige Vergütung

erfolgsbezogene Vergütung

sonstige Leistungen

Die erfolgsunabhängige Vergütung wird monatlich als Grundgehalt ausgezahlt. Die erfolgsbezogene Vergütung enthält zwei Komponenten: Zum einen wird ein erfolgsabhängiger Bonus gewährt, wenn Finanzziele des Geschäftsjahres erreicht werden, die in der Jahresplanung festgelegt und vom Aufsichtsrat beschlossen worden sind. Darüber hinaus wurden den Vorständen aktienkursorientierte Tantiemevereinbarungen gewährt, die zu 40 Prozent nach zwei Jahren und zu weiteren 60 Prozent nach drei Jahren ausgeübt werden können.

Sonstige Leistungen erhalten die Vorstandsmitglieder in Form von Beitragszahlungen zur Renten- und Unfallversicherung sowie der privaten Nutzung eines Dienstwagens bzw. einer Car Allowance von bis zu 15.000 Euro im Jahr.

Die Vergütung des Vorstands wird gem. § 4.2.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 tabellarisch, getrennt in die gewährten Zuwendungen und Zuflüsse des jeweiligen Jahres, wie folgt dargestellt:

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Marco Seiler CEO
2013 2014 2014 Minimum 2014 Maximum
Gewährte Zuwendungen TEUR TEUR TEUR TEUR
Festvergütung 250 250 250 250
Nebenleistungen 15 15 15 15
Summe 265 265 265 265
Einjährige variable Vergütung 30 37 0 37
Mehrjährige variable Vergütung        
Optionsprogramm 2012 0 0 0 0
Summe 30 37 0 37
Versorgungsaufwand 12 12 12 12
Gesamtvergütung 307 314 277 314

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Andrew P. Stevens COO
2013 2014 2014 Minimum 2014 Maximum
Gewährte Zuwendungen TEUR TEUR TEUR TEUR
Festvergütung 219 231 231 231
Nebenleistungen 16 16 16 16
Summe 235 247 247 247
Einjährige variable Vergütung 31 37 0 37
Mehrjährige variable Vergütung        
Optionsprogramm 2012 0 0 0 0
Summe 31 37 0 37
Versorgungsaufwand 14 14 14 14
Gesamtvergütung 280 298 261 298

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Marco Seiler CEO Andrew P. Stevens COO
2014 2013 2014 2013
Zufluss TEUR TEUR TEUR TEUR
Festvergütung 250 250 231 219
Nebenleistungen 15 15 16 16
Summe 265 265 247 235
Einjährige variable Vergütung 37 30 37 31
Mehrjährige variable Vergütung        
Optionsprogramm 2012 148 0 0 0
Summe 185 30 37 31
Versorgungsaufwand 12 12 14 12
Gesamtvergütung 462 307 298 278

Zum 1. Januar 2015 wurde Erwin Greiner zum Finanzvorstand bestellt.

Zusagen bei Tätigkeitsbeendigung

Dem Vorstand der SYZYGY AG ist bisher keine Altersversorgung zugesagt worden. Bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsvertrages wird eine Abfindung im Rahmen der rechtlichen Verpflichtungen gezahlt, und zwar in Höhe des noch ausstehenden, angemessenen Zielgehalts für die Restlaufzeit des Vertrags. Falls nötig, kann mit dem frühzeitigen Ausscheiden ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot von 12 Monaten festgelegt werden. In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent seiner zuletzt bezogenen durchschnittlichen vertragsgemäßen Vergütungen.

7.2 Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrates der SYZYGY AG ist in § 6 (8) der Satzung der SYZYGY AG geregelt und geht auf einen Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2014 zurück. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Vergütungsbestandteil besteht. Die feste Vergütung beträgt EUR 20.000. Die feste Vergütung erhöht sich um EUR 5.000, wenn der Börsenpreis der Gesellschaft in dem betreffenden Geschäftsjahr um mindestens 20 Prozent gestiegen ist. Die für den Vergleich maßgeblichen Börsenpreise werden ermittelt aus dem Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der ersten fünf Börsentage eines Geschäftsjahres sowie während der ersten fünf Börsentage des Folgegeschäftsjahres. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Eine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge für das Geschäftsjahr 2014 findet sich im Anhang.

8. Übernahmerelevante Angaben gem. § 315 Abs. 4 HGB mit Erläuterungen

Das gezeichnete Kapital der SYZYGY AG beträgt EUR 12.828.450 und ist eingeteilt in 12.828.450 nennwertlose Stammaktien, die auf den Inhaber lauten. Unterschiedliche Aktiengattungen wurden nicht gebildet.

Die SYZYGY Aktien sind nicht vinkuliert. Der SYZYGY AG sind keine Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Stimmrechte oder in Bezug auf die Übertragung von SYZYGY Aktien bekannt.

Die SYZYGY AG hält zum Bilanzstichtag 150.000 eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Stimmrechte oder andere Rechte zustehen.

Die WPP-Gruppe hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie - unter Berücksichtigung der eigenen Anteile der SYZYGY AG - insgesamt 30,4 Prozent der Anteile hält. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass der Vorstandsvorsitzende 4,2 Prozent und der Chief Operating Officer (COO) der SYZYGY AG 2,5 Prozent der Anteile halten.

Keine der ausgegebenen Aktien der SYZYGY AG sind mit Sonderrechten ausgestattet.

Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligte Arbeitnehmer wird von der SYZYGY AG nicht vorgenommen.

Die Voraussetzungen für die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach § 84 AktG. Die Satzung der SYZYGY AG sieht darüber hinaus vor, dass der Vorstand aus mindestens zwei Personen besteht. Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 AktG der Hauptversammlung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat gemäß der Satzung i. V. m. § 179 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28. Mai 2014 durch Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 1.200.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2009). Das bedingte Kapital 2009 wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 um EUR 900.000 auf EUR 300.000 reduziert. Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juni 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der SYZYGY AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Juni 2019 durch Ausgabe von insgesamt 900.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertlose Stückaktie der SYZYGY AG bedingt um EUR 900.000 zu erhöhen (bedingtes Kapital 2014).

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2010 ist der Vorstand berechtigt, innerhalb von 5 Jahren eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestand von insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot zurückzukaufen.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 27. Mai 2016 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 6.000.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011).

Wesentliche Vereinbarungen der SYZYGY AG, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen, sind nicht vorhanden.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern keine Entschädigungsvereinbarungen getroffen worden. Allerdings können Inhaber von Aktienoptionen innerhalb eines Monats ihre Optionen zu einem festen Preis von EUR 1,00 je Option ausüben.

9. Nachtragsbericht - Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. Dezember 2014 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SYZYGY Gruppe von besonderer Bedeutung wären.

10. Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 31. Oktober 2014 eine aktualisierte Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und veröffentlicht.

Ferner wird im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben.

Beide Erklärungen können auf unserer Unternehmenswebsite im Bereich „Investor Relations“ eingesehen werden, die über http://ir.syzygy.de erreichbar ist.

 

Bad Homburg v. d. H., den 24. März 2015

Der Vorstand

Marco Seiler

Andy Stevens

Erwin Greiner

Konzernbilanz

Aktiva

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Anhang 31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Langfristige Aktiva      
Geschäfts- oder Firmenwerte (3.1) 25.362 19.537
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (3.2) 3.335 2.657
langfristige Beteiligungen (3.3) 0 641
Sonstige Vermögenswerte (3.4) 635 583
Aktive latente Steuern (3.5) 1.238 1.845
Summe langfristige Aktiva   30.570 25.263
Kurzfristige Aktiva      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (3.6) 13.017 6.728
Wertpapiere (3.6) 22.157 18.078
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.7) 16.039 12.944
Sonstige Forderungen (3.8) 1.670 3.124
Summe kurzfristige Aktiva   52.883 40.874
Summe Aktiva   83.453 66.137

Passiva

     
  Anhang 31.12.2014 31.12.2013
    TEUR TEUR
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital* (3.9.1) 12.828 12.828
Kapitalrücklage (3.9.3) 20.294 20.207
Eigene Aktien (3.9.4) -831 -554
Übriges Konzernergebnis (3.9.5) 1.042 -355
Gewinnrücklagen (3.9.6) 17.610 16.789
nicht beherrschende Anteile   91 -238
Summe Eigenkapital   51.034 48.677
Langfristige Verbindlichkeiten      
Langfristige Verbindlichkeiten (3.13) 3.373 132
Passive latente Steuern (5.7) 120 88
Summe langfristige Verbindlichkeiten   3.493 220
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen      
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten (3.12) 174 365
Sonstige Rückstellungen (3.11) 8.172 4.240
Erhaltene Anzahlungen   6.913 3.023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.11) 11.467 8.118
Sonstige Verbindlichkeiten (3.13) 2.200 1.494
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen   28.926 17.240
Summe Passiva   83.453 66.137

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

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Januar - Dezember
2014 2013 Veränderung
ANHANG TEUR TEUR
Billings (5.1) 129.559 90.603 43%
Mediakosten (5.1) -82.484 -55.573 48%
Umsatzerlöse (5.1) 47.075 35.030 34%
Einstandskosten der erbrachten Leistungen   -34.288 -25.997 32%
Vertriebs- und Marketingkosten   -4.328 -3.334 30%
Allgemeine Verwaltungskosten   -5.130 -4.001 28%
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto (5.2) 514 325 58%
Operatives Ergebnis   3.843 2.023 90%
Finanzergebnis (5.6) 2.157 2.124 2%
Ergebnis vor Steuern   6.000 4.147 45%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.7) -1.261 -786 60%
Konzernergebnis der Periode   4.739 3.361 41%
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile   340 22 1445%
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 4.399 3.339 32%  
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden   0 0 n.a.
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden        
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung (5.8) 1.169 -218 n.a.
Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Steuern (3.6) 228 128 78%
Übriges Gesamtergebnis der Periode   1.397 -90 n.a.
Gesamtergebnis   6.136 3.271 88%
davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile   340 22 1445%
davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG   5.796 3.249 78%
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (unverwässert in EUR) (6.1) 0,35 0,26 35%
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (verwässert in EUR) (6.1) 0,35 0,26 35%

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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Anzahl Aktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Aktien Gewinnrücklage
in 1.000 Stück TEUR TEUR TEUR TEUR
01. Januar 2013 12.828 12.828 20.207 -116 16.651
Konzernergebnis der Periode         3.339
Sonstiges Ergebnis          
Gesamtergebnis         3.339
Dividende         -3.201
Kauf eigener Anteile       -438  
31. Dezember 2013 12.828 12.828 20.207 -554 16.789
01. Januar 2014 12.828 12.828 20.207 -554 16.789
Konzernergebnis der Periode         4.399
Sonstiges Ergebnis          
Gesamtergebnis         4.399
Veränderungen aus Erstkonsolidierung und Anteilsveränderungen          
Dividende         -3.578
Verkauf eigener Anteile     87 328  
Kauf eigener Anteile       -605  
31. Dezember 2014 12.828 12.828 20.294 -831 17.610
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Übriges Konzernergebnis
Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne und Verluste Anteile der Aktionäre der SYZYGY AG nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01. Januar 2013 -1.393 1.128 49.305 -260 49.045
Konzernergebnis der Periode     3.339 22 3.361
Sonstiges Ergebnis -218 128 -90   -90
Gesamtergebnis -218 128 3.249 22 3.271
Dividende     -3.201   -3.201
Kauf eigener Anteile     -438   -438
31. Dezember 2013 -1.611 1.256 48.915 -238 48.677
01. Januar 2014 -1.611 1.256 48.915 -238 48.677
Konzernergebnis der Periode     4.399 340 4.739
Sonstiges Ergebnis 1.169 228 1.397   1.397
Gesamtergebnis 1.169 228 5.796 340 6.136
Veränderungen aus Erstkonsolidierung und Anteilsveränderungen       -11 -11
Dividende     -3.578   -3.578
Verkauf eigener Anteile     415   415
Kauf eigener Anteile     -605   -605
31. Dezember 2014 -442 1.484 50.943 91 51.034

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KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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31.12.2014 2013
TEUR TEUR
Konzernergebnis der Periode 4.739 3.361
Anpassungen um nicht liquiditätswirksame Effekte:    
- Abschreibungen auf Anlagevermögen 2.554 754
- Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren -1.034 -980
- Erträge (-)/Aufwendungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 61 262
- Neubewertungseffekte aus der Erstkonsolidierung von Ars Thanea -2.031 0
- Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0 -99
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 841 250
Veränderungen der:    
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.058 -3.542
- erhaltenen Anzahlungen 3.680 434
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.141 1.312
- Steuerschulden und latente Steuern 1.517 -458
Cashflow aus der operativen Tätigkeit 14.410 1.294
Veränderung der langfristigen Aktiva 122 -69
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -1.380 -892
Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens -37.972 -24.074
Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 34.817 27.898
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener flüssiger Mittel -907 0
Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 10 114
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.310 2.977
Dividende -3.578 -3.201
Eigenkapitalzuführungen von nicht beherrschenden Anteilen -11 0
Veränderungen von eigenen Anteilen -190 -438
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.779 -3.639
Cashflow gesamt 5.321 632
Liquide Mittel zum Periodenanfang 6.728 6.103
Währungsveränderungen 968 -7
Liquide Mittel zum Periodenende 13.017 6.728

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Konzernanhang

1. GRUNDLAGEN Der Rechnungslegung

1.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der SYZYGY AG (im Folgenden „SYZYGY“, „Gruppe“, „Konzern“ oder „Gesellschaft“ genannt) für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der gültigen Fassung zum 31. Dezember 2014 - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Vorschriften des § 315a HGB entsprechen - erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde am 1. Mai 2000 unter der Firma SYZYGY AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg (HRB 6877) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg, Deutschland. Die Anschrift lautet: SYZYGY AG, Im Atzelnest 3, 61352 Bad Homburg v. d. H.

1.2 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing.

Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Technologieentwicklung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung erbringt. Ferner unterstützt die SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten und realisiert Umsätze aus Projektgeschäften mit Dritten.

Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, Warschau und New York bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Media-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Digitale Illustrationen, Animationen und Gaming komplettieren das Serviceangebot.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT, Konsumgüter sowie Finanzdienstleistungen.

1.3 Konsolidierungskreis

Grundlage für den Konzernabschluss sind die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Diese wurden nach den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzstichtage dieser Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden neben der SYZYGY AG als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen vollkonsolidiert, da der SYZYGY AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie über die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften bestimmen kann:

Ars Thanea Rozbicki S.K.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea)

Hi-ReS! Berlin GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: Hi-ReS! BER)

Hi-ReS! London Ltd, London, Großbritannien (kurz: Hi-ReS! LON)

Hi-ReS! New York Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: Hi-ReS! NY)

SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland)

SYZYGY UK Ltd, London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK)

uniquedigital GmbH, Hamburg, Deutschland (kurz: uniquedigital)

Unique Digital Marketing Ltd, London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK)

Zur Stärkung und Erweiterung des Dienstleistungsangebots sowie zur weiteren Internationalisierung übernahm die SYZYGY AG am 6. Februar 2014 weitere 44 Prozent an Ars Thanea und hält nun 70 Prozent der Anteile. Der Übergang der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik erfolgte am 6. Februar 2014. Gemäß IFRS 3.62 ergibt sich durch die Akquisition im Einzelnen ein Mittelzufluss von liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 44, ein Erwerb von kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 593 sowie von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 93. Ferner wurden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 766 erworben. Durch die Ausschüttung sämtlicher Gewinnrücklagen an die Gesellschafter in Form einer Dividende, die am 5. Februar 2014 beschlossen wurde, sowie einen Verlust im Januar 2014, ergibt sich ein negatives Eigenkapital von TEUR 36. Davon wird den Minderheitsgesellschaftern ein Anteil in Höhe von TEUR -11 zugewiesen.

SYZYGY hat für Ars Thanea bislang einen Kaufpreis von TEUR 987 in bar entrichtet. Im Rahmen von Earn-Out-Klauseln wird sich der Kaufpreis ändern, sofern in den Jahren 2016 bis 2018 definierte Gewinnziele erreicht werden. Dabei wird auf das durchschnittliche EBIT die im Kaufvertrag vereinbarte Formel angewendet. Auf Basis der aktuellen Planungen geht die Gesellschaft von einer Earn-Out-Zahlung von rund TEUR 3.373 in 2019 aus.

Die Alt-Anteile von 26 Prozent wurden zum Fair Value neu bewertet und entsprachen einem Wert von TEUR 2.572. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Fair Value der Alt-Anteile und dem bis zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung fortgeschriebenen At-Equity-Wert (bzw. TEUR 541 als fortgeführte Anschaffungskosten vor dem Erwerb der weiteren Anteile) in Höhe von TEUR 2.031 wurde erfolgswirksam im Posten „Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto“ in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag von rund TEUR 6.972 wurde auf ein Markenrecht in Höhe von TEUR 125, das mit Hilfe einer ertragswertorientierten Markenbewertung mit Lizenzsatz ermittelt worden ist, die Entwicklung immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 280, den rechnerischen Ertrag vor Steuern des Auftragsbestands in Höhe von TEUR 22 sowie gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 81 allokiert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.623 ausgewiesen, denominiert in PLN. Die weiteren Gesellschafter von Ars Thanea erwarben im Februar insgesamt 75.000 Aktien von SYZYGY im Wert von TEUR 328, die SYZYGY aus eigenen Aktien beglich.

Seit dem Erwerbszeitpunkt am 6. Februar 2014 hat Ars Thanea Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.758 zu den in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen des Konzerns beigetragen. Für das gesamte Geschäftsjahr hätte der Beitrag zu den Konzernumsatzerlösen TEUR 2.865 betragen. Der Anteil am Konzernjahresergebnis für den Zeitraum seit dem Erwerbszeitpunkt betrug TEUR 402; für das gesamte Geschäftsjahr wären es TEUR 364 gewesen.

Die Gesellschaft Mediopoly Ltd wurde am 19. Mai 2014 aufgelöst und entkonsolidiert. Die Anteile, die Mediopoly Ltd an SYZYGY UK Ltd hielt, wurden auf Unique Digital Marketing Ltd als Sachdividende übertragen. Bei der Auflösung von Mediopoly Ltd werden Währungsverluste von TEUR 315 erfolgswirksam im Posten „Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto“ in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen, die zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst waren. Die erfolgsneutral ausgewiesenen Währungsunterschiede waren durch Währungskursveränderungen zwischen dem Britischen Pfund gegenüber der Deutschen Mark bzw. dem Euro vom Jahr 2000 bis zum 19. Mai 2014 entstanden.

Die Hi-ReS! Hamburg GmbH wurde rückwirkend zum 1. Januar 2014 auf die SYZYGY Deutschland GmbH als übernehmender Rechtsträger verschmolzen. Der Antrag auf Verschmelzung wurde am 26. August 2014 gestellt und die Verschmelzung am 23. September 2014 im Handelsregister eingetragen. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden wurden von der Hi-ReS! Hamburg GmbH auf die SYZYGY Deutschland GmbH übertragen. Die Verschmelzung hat keinerlei Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Am 17. Dezember 2014 hat die SYZYGY AG die Kaufoption auf die verbleibenden 20 Prozent der Anteile an Hi-ReS! London ausgeübt. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von umgerechnet TEUR 104 vereinbart, der durch eine vertraglich vereinbarte Übertragung von 16.562 SYZYGY Aktien aus dem eigenen Bestand beglichen werden soll.

1.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind nach der für SYZYGY einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie nach IFRS angesetzt und bewertet worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Beteiligungsbuchwerte werden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser nach einer nochmaligen Überprüfung (remeasurement) erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden direkt erfolgswirksam erfasst. Vorhandene und erworbene Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich bzw. bei dem Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines einstufigen Testverfahrens überprüft. Eine Wertminderung würde anteilig in den Einstandskosten der erbrachten Leistungen, den Vertriebs- und Marketingkosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst werden.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Differenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Innenumsätze der einbezogenen Tochterunternehmen mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Soweit in Einzelabschlüssen Wertberichtigungen auf Anteile einbezogener Gesellschaften oder konzerninterner Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen der Konsolidierung zurückgenommen.

Sachverhalte, die im Konzernabschluss zu einer Zwischengewinneliminierung führen würden, liegen nicht vor.

Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, die nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit ihren anteiligen neu bewerteten Vermögenswerten (zuzüglich etwaigem Goodwill), Schulden und Eventualschulden bilanziert. Der Goodwill aus der Anwendung der At-Equity-Methode wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit des aus der Anwendung der At-Equity-Methode resultierenden Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert bestimmt. Eine Wertminderung würde im Finanzergebnis erfasst werden.

Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

1.5 Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Insbesondere bei der Bewertung der Rückstellungen, der Forderungen aus unfertigen Projekten und bei Optionsrechten sowie korrespondierend beim Goodwill waren jeweils Schätzungen erforderlich.

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten basiert auf Beurteilungen des Managements.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Rahmen des Impairment Tests ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Näheres dazu ist unter 3.1 Geschäfts- oder Firmenwert erläutert.

Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Ferner ist bei der Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung der aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern - entsprechend der ursprünglichen Bildung - erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. sind wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen des Managements verbunden. Die Beurteilung, dass eine finanzielle Schuld entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung, beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation durch das Management. Für drohende Verluste werden Rückstellungen gebildet, wenn Leistung und Gegenleistung aus diesem Geschäft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgeglichen gegenüberstehen und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann.

Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen und Schätzungen beruhen immer auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Sollte die tatsächliche Entwicklung dennoch von der erwarteten abweichen, werden, falls erforderlich, die entsprechenden Positionen angepasst.

Hinsichtlich der Buchwerte der von Schätzungsunsicherheiten betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Abschlussstichtag wird auf die Darstellung der einzelnen Konzernabschlussposten verwiesen.

1.6 Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die ausländischen Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig arbeiten, ist die Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung dieser Unternehmen. Aus diesem Grund werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach IAS 21.38 ff. die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Translationsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung gezeigt. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet, die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs am Jahresende bewertet; daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Im Berichtsjahr ging SYZYGY von folgenden Wechselkursen aus:

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2014 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
GBP/EUR 1,24 1,28

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2013 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
GBP/EUR 1,18 1,20

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2014 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/USD 1,33 1,22

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2013 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/USD 1,33 1,38

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2014 Durchschnittskurs Stichtagskurs zum 31.12.
EUR/PLN 4,18 4,30

1.7 Anwendung von veröffentlichten Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)

Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2014 enden

Die SYZYGY AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmalig beachtet:

/IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsvorschriften des IAS 27. IAS 27 entfällt jedoch nicht ersatzlos. Sein Anwendungsbereich ist aber zukünftig auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Einzelabschluss des Investors beschränkt. IFRS 10 enthält nunmehr die bisher allgemein in IAS 27 und für Zweckgesellschaften in SIC 12 geregelten Aspekte der Vollkonsolidierung. IFRS 10 enthält zudem ein einheitliches Konsolidierungskonzept. Ein Mutter-Tochter-Verhältnis wird anhand der Entscheidungskriterien Entscheidungsgewalt (power) und Ergebnisvariabilität (variability in returns) und deren Verhältnis zueinander bestimmt (link between).

Die erstmalige Anwendung des IFRS 10 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13. Durch die geänderten Definitionen gibt es nur noch zwei Arten gemeinsamer Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Die Klassifizierung als gemeinschaftlich geführte Vermögenswerte (IAS 31) ging in gemeinschaftliche Tätigkeiten über. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung nach IAS 31 bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Stattdessen ist die Anwendung der At-Equity-Methode für als Gemeinschaftsunternehmen (joint ventures) klassifizierte gemeinsame Vereinbarungen im Konzernabschluss verpflichtend. Daneben werden gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operations) wie bisher anteilig im Einzel- und Konzernabschluss des übergeordneten Unternehmens bilanziert.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/IFRS 12 Angaben zu Anteilen an Unternehmen

IFRS 12 ersetzt die bisherigen Vorschriften zu Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC 12. Der Standard regelt damit einheitlich die Angabepflichten für alle Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Unternehmen müssen Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen verbunden sind.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 12 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, jedoch haben sich dadurch zusätzliche Anhangangaben ergeben.

/IAS 27 Einzelabschlüsse

Infolge der neuen Standards zum Konsolidierungspaket (IFRS 10, IFRS 11) wurde IAS 27 geändert. IAS 27 enthält infolge der Veröffentlichung des neuen IFRS 10 nur noch Leitlinien zur Bilanzierung und zu Anhangangaben von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 27 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Infolge der Änderungen an den Standards zum Konsolidierungskreis wurde auch IAS 28 geändert. Die überarbeitete Version unterscheidet sich von der bisherigen Fassung des IAS 28 weniger inhaltlich als redaktionell. In IAS 28 werden die Vorschriften für die Anwendung der At-Equity-Methode geregelt. Bei der At-Equity-Methode wird eine Unternehmensbeteiligung bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt und der Buchwert nach dem Erwerbszeitpunkt um die anteiligen Gewinne und Verluste erhöht oder vermindert. Die Definition eines assoziierten Unternehmens erfolgt über das Konzept des „maßgeblichen Einflusses“, wonach auf die Möglichkeit der Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens abzustellen ist.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 28 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (Änderungen an IAS 36)

Die Änderungen sind auf eine Folgeänderung des IAS 36 im Zuge der Veröffentlichung von IFRS 13 zurückzuführen. Mit der Einführung von IFRS 13 wurden Angabevorschriften in IAS 36 teils zu weit gefasst. So wäre u. a. der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit Geschäfts- oder Firmenwert oder der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer anzugeben gewesen, unabhängig davon, ob eine Wertminderung erfasst wurde. Die Änderungen sehen eine entsprechende Angabepflicht des erzielbaren Betrags hingegen nur dann vor, wenn in dem Geschäftsjahr auch tatsächlich eine Wertminderung erfasst wurde. Zudem beinhalten die Änderungen Klarstellungen und Erweiterungen zu Angabepflichten von wertgeminderten Vermögenswerten, deren erzielbarer Betrag auf der Grundlage ihres beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 36 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Änderungen an IAS 39)

Ziel der Änderungen ist, Auswirkungen auf die Sicherungsbilanzierung bei Ausbuchung von Derivaten zu vermeiden, die aufgrund der Novation notwendig werden. Infolge der Änderungen an IAS 39 bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert, wenn bestimmte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 39 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderung an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)

Die Änderungen dienen der Klarstellung zur Erstanwendung von IFRS 10 und beinhalten zusätzliche Erleichterungen in allen Standards des Konsolidierungspakets. Darüber hinaus wird die wegen der retrospektiven Anwendung gebotene Anpassung der Vergleichszahlen auch bei Berichterstattung von mehr als einer Vergleichsperiode nur für die (unmittelbar vorausgehende) Vorperiode verlangt.

Die erstmalige Anwendung der geänderten IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)

Die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 dienen der Definition einer Investmentgesellschaft. Darüber hinaus wird von einem Mutterunternehmen, welches eine Investmentgesellschaft ist, verlangt, dessen Beteiligungen an einzelnen Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Konzern- und Einzelabschluss zu bewerten. Weiterhin beinhalten die Änderungen die erforderlichen Anhangangaben zu Investmentgesellschaften in IFRS 12 und dem geänderten IAS 27.

Die erstmalige Anwendung der geänderten IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

/Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden (Änderungen an IAS 32)

Die Änderung der Anwendungsrichtlinie des IAS 32 beinhaltet die Klarstellung einiger Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz. Das bisherige Saldierungsmodell wird beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Nach der Klarstellung muss ein durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Saldierung gegenwärtig bestehen, d. h. der Anspruch darf nicht von einem Ereignis in der Zukunft abhängig sein. Der Anspruch muss sowohl im gewöhnlichen Geschäftsverlauf als auch bei Ausfall, Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit rechtlich durchsetzbar sein.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 32 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Veröffentlichte und in EU-Recht übernommene, aber noch nicht angewendete Standards

Nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben und in EU-Recht übernommen, sind für die SYZYGY AG jedoch erst in der Folgeperiode anzuwenden. Die SYZYGY AG hat auch keinen Gebrauch von einer vorzeitigen Anwendung gemacht.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2011-2013 12. Dezember 2013 18. Dezember 2013 1. Juli 2014
Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2010-2012 12. Dezember 2013 17. Dezember 2013 1. Juli 2014
Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge (Änderungen an IAS 19) 21. November 2013 17. Dezember 2013 1. Juli 2014
IFRIC 21 - Abgaben 20. Mai 2013 13. Juni 2014 17. Juni 2014

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften auf die konsolidierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe werden derzeit noch geprüft. SYZYGY erwartet hieraus aber keinen wesentlichen Einfluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht in EU-Recht übernommene und noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Verlautbarungen

Nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben, aber noch nicht in EU-Recht übernommen. Sie werden von der SYZYGY AG auch noch nicht angewendet.

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Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Erwartete Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 9 Financial Instruments 24. Juli 2014 2. Halbjahr 2015 1. Januar 2018
IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts 30. Januar 2014 Noch zu entscheiden 1. Januar 2016
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers 28. Mai 2014 Q2/2015 1. Januar 2017
Investment Entities: Applying the Consolidation Exception (Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28) 18. Dezember 2014 Q4/2015 1. Januar 2016
Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) 18. Dezember 2014 Q4/2015 1. Januar 2016
Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (Amendments to IFRS 10 and IAS 28) 11. September 2014 Q4/2015 1. Januar 2016
Equity Method in Separate Financial Statements (Amendments to IAS 27) 12. August 2014 Q3/2015 1. Januar 2016
Bearer Plants (Amendments to IAS 16 and IAS 41) 30. Juni 2014 Q1/2015 1. Januar 2016
Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (Amendments to IAS 16 and IAS 38) 12. Mai 2014 Q1/2015 1. Januar 2016
Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (Amendments to IFRS 11) 6. Mai 2014 Q1/2015 1. Januar 2016
Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle 25. September 2014 Q3/2015 1. Januar 2016

SYZYGY sieht derzeit keine wesentliche Relevanz der Änderungen für den Abschluss.

1.8 Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird, soweit nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Grundannahme einer bestehenden, positiven Fortführungsprognose.

Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit werden Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch dann als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus verkauft, verbraucht oder fällig werden.

Die Gesamtergebnisrechnung ist im Bereich der erfolgswirksam im Periodenergebnis auszuweisenden Aufwendungen und Erträge gemäß IAS 1.103 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden können.

2. Wesentliche RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte sowie Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- und Firmenwerte, Markenrechte und Software.

Die Bilanzierung und Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte erfolgt gemäß IAS 38. Demnach werden einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern sie eine bestimmte Nutzungsdauer haben. Der planmäßige Aufwand aus Abschreibungen wird je nach Zuordnung der Vermögenswerte zu den Funktionsbereichen des Unternehmens unter den Funktionskosten in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge eines Unternehmenskaufs übernommen wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Spätere Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei steigenden Zeitwerten von zuvor außerplanmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten wird die Erhöhung als Wertaufholung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 sowie 38 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (Impairment Test). Im Rahmen des Impairment Tests werden jeweils zum 31. Dezember die Buchwerte des Eigenkapitals der den Geschäfts- und Firmenwerten zugrunde liegenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) einschließlich des Buchwertes des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes mit den erzielbaren Werten (recoverable amount) dieser CGU verglichen. Der erzielbare Wert ergibt sich aus dem höheren der beiden Werte (Nutzungswert und Netto-Veräußerungswert). Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnisse sowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Dabei finden regelmäßig auch Markt- und Branchenprognosen von führenden Branchenanalysten ihre Berücksichtigung. Auf die Ausführungen im Lagebericht sei diesbezüglich verwiesen. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen, wie z. B. die Umsatzentwicklung, sind mit Unsicherheiten behaftet. Übersteigt der zu testende Buchwert den nach dem DCF-Verfahren ermittelten erzielbaren Betrag, liegt eine Wertminderung vor und es wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen enthält Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen und wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Mietereinbauten werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, in der Regel über drei bis zu dreizehn Jahre, abgeschrieben.

Stellen sich bei immateriellen oder materiellen Vermögenswerten des Anlagevermögens Anzeichen für außerplanmäßige Wertminderungen ein, so wird gemäß IAS 36 beurteilt, ob die betroffenen Vermögenswerte auf ihre beizulegenden Zeitwerte abzuschreiben sind. Dies ist dann der Fall, wenn der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert. Sollten die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich des Anlagevermögens - bis auf Geschäfts- oder Firmenwerte - nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen vorgenommen.

2.2 Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, aus dem bzw. aus der ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalrechten resultiert. Sie umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertpapiere und andererseits Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten.

Originäre Finanzinstrumente

Die Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch die SYZYGY AG geliefert wird. Originäre Finanzinstrumente werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten" (at fair value through profit and loss) - die entweder beim ersten Ansatz entsprechend kategorisiert (Fair Value-Option) oder als "zu Handelszwecken gehalten" (held for trading) eingestuft sind - werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ferner werden sie als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden sollen. Die Fair Value-Option wird im SYZYGY-Konzern nicht angewendet.

"Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte" (held to maturity) - die zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes fixe oder bestimmbare Zahlungen beinhalten sowie eine feste Endfälligkeit besitzen und bis dahin gehalten werden sollen - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Wertminderungen (impairment losses) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam ausgewiesen. Zurzeit werden keine finanziellen Vermögenswerte als "bis zur Endfälligkeit gehalten" klassifiziert.

"Kredite und Forderungen" (loans and receivables) - die fixe oder bestimmbare Zahlungen haben und nicht an einem aktiven Markt notiert sind - werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen bewertet. Sie werden in der Bilanz entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale) - die zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes als zur Veräußerung verfügbar designiert worden und nicht den anderen Kategorien zugeordnet worden sind - werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und entsprechend der erwarteten Veräußerbarkeit als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte bilanziert. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden bis zur Ausbuchung des Vermögenswerts unter Berücksichtigung von Steuereffekten in den erfolgsneutralen Rücklagen berücksichtigt. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückgangs des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten wird der Aufwand sofort erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam berücksichtigt. Wenn kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Vermögenswerte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. Die SYZYGY AG bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen.

Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend der in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie.

Im SYZYGY Konzern gibt es keine hybriden oder derivativen Finanzinstrumente.

Wertpapiere, die gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden (available-for-sale), werden bei der erstmaligen Erfassung zu ihren Anschaffungskosten, die in der Regel dem Fair Value entsprechen, bewertet, anschließend mit ihren beizulegenden Zeitwerten, die in der Regel den Markt- oder Börsenwerten an den Finanzmärkten entsprechen. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital unter der Position „Übriges Konzernergebnis“ und in der Gesamtergebnisrechnung im Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren“ ausgewiesen. Ausgenommen hiervon sind Verluste aus nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst werden. Wird ein Wertpapier der Kategorie „available-for-sale“ veräußert, oder wird eine lang andauernde oder signifikante Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. In der Vergangenheit erfolgswirksam erfasste Wertminderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht. Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten werden hingegen erfolgswirksam erfasst.

Zinsänderungen führen bei festverzinslichen Wertpapieren in Abhängigkeit von der Duration zu Kursschwankungen. Hierfür werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

2.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, d. h. der Erbringung der Leistung an den Kunden, erfasst. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen über separate Wertberichtigungskonten berücksichtigt. Soweit keine Abwertungen aufgrund von Ausfallrisiken erforderlich sind, erfolgt die Bilanzierung zum Nennwert. Forderungen mit einer Fälligkeit, die über ein Jahr hinausgeht, werden marktüblich abgezinst. Erbrachte Leistungen aus Festpreisprojekten, die entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad nach der PoC-Methode (percentage of completion) im Sinne des IAS 11 realisiert werden, sind ebenfalls in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen (siehe auch Abschnitt 2.9 Umsatzrealisierung).

2.4 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Die gesamten Anschaffungskosten aus dem Erwerb eigener Aktien werden in einer Position als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eigener Aktien werden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.

2.5 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz nach IFRS und der Steuerbilanz sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen, sofern sie nicht aufrechenbar gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz oder der ertragsteuerliche Verlustvortrag verwendet werden kann.

2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 39 werden kurzfristige Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der im Wesentlichen ihrem Marktwert entspricht. Bei langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Diese werden nach Maßgabe der Effektivzinsmethode durch eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages ermittelt und bis zur Fälligkeit fortgeführt.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. In die Berechnung der sonstigen Rückstellungen fließen alle zu berücksichtigenden Kostenbestandteile ein.

2.7 Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Konzerns stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist, oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt.

2.8 Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Etwaige Wertminderungen bei den sonstigen Vermögenswerten werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

2.9 Umsatz- und Ertragsrealisierung

SYZYGY erzielt Umsatzerlöse aus Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie aus der Durchführung von Werbekampagnen.

Umsätze aus Beratungsleistungen und durch Produktion von Inhalten für digitale Medien werden realisiert, wenn die Leistung in Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen erbracht wurde, eine Zahlung seitens des Kunden wahrscheinlich ist und der Rechnungsbetrag feststeht bzw. bestimmbar ist.

Beratungsleistungen auf Festpreisbasis werden analog der PoC-Methode (percentage of completion) realisiert. Der Fertigstellungsgrad der Projekte wird anhand des Vergleichs der bereits erbrachten Zeiteinheiten zu den gesamten zur Fertigstellung des Projektes geplanten Zeiteinheiten ermittelt. Anpassungen aufgrund einer veränderten Planung werden regelmäßig durchgeführt. Für drohende Verluste aus derartigen Projekten werden Wertberichtigungen oder Rückstellungen in vollem Umfang in der Periode gebildet, in der sie erkennbar werden.

In manchen Projektverträgen sind Teilleistungen („Milestones“) vereinbart. In diesen Fällen wird eine Teilrealisierung der Umsatzerlöse nach Erbringung der jeweiligen selbstständigen Teilleistung sowie der Abnahme der Teilleistung durch den Kunden vorgenommen.

Erträge in Form von Zinsen u. Ä. werden periodengerecht abgegrenzt.

2.10 Aufwendungen aus Operating Lease-Verträgen

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird nach den gegenwärtig geltenden Regelungen der IFRS demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind.

Bei einem Operating Lease trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken, so dass der Leasing-Gegenstand in der Bilanz des Leasinggebers angesetzt wird. Beim Leasingnehmer werden während des Zeitraums des Leasingverhältnisses die gezahlten Leasingraten erfolgswirksam erfasst.

2.11 Werbeaufwendungen

Ausgaben für Werbemaßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

2.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder ermittelt, in denen die betroffenen Gesellschaften tätig sind. Die Berechnung der latenten Ertragsteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Handelsbilanz (IFRS) und Steuerbilanz. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, deren Wertänderungen direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. In diesem Fall wird die latente Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

2.13 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt. Dabei entspricht der unverwässerte Wert dem Konzernergebnis, geteilt durch die gewichtete, durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Der Erwerb eigener Aktien vermindert dementsprechend die Anzahl ausgegebener Aktien.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses werden neben den ausstehenden Aktien auch alle ausstehenden, noch nicht ausgeübten Optionen berücksichtigt, deren innerer Wert während der Berichtsperiode positiv war. Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Ausübungspreis einer Option. Die Anzahl der hieraus zusätzlich zu berücksichtigenden Aktien berechnet sich aus dem Vergleich der aus der Ausübung erzielbaren Erlöse mit dem Marktwert dieser Aktien. Die verbleibende Differenz, ausgedrückt in Anzahl der Aktien zum Marktwert, entspricht dem Verwässerungseffekt, der durch die fiktive Ausübung dieser Optionen entstanden wäre.

2.14 Aktienoptionspläne

Die Kosten aus der Ausgabe von Aktienoptionen sind gem. IFRS 2 ergebniswirksam als Personalaufwand zu erfassen (aktienkursorientierte Tantiemevereinbarung). Aufsichtsrat und Vorstand haben in 2014 beschlossen, dass eine Erfüllung in bar erfolgen soll.

Dabei wird der Marktwert der Option zum Bilanzstichtag ermittelt und der entsprechende Aufwand zeitanteilig bis zum Ausübungszeitpunkt erfasst. Die Verpflichtung der Gesellschaft wurde als Rückstellung ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur KonzernBILANZ

3.1 Geschäfts- oder Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 25.362 (Vorjahr: TEUR 19.537) ist im Rahmen der Akquisitionen von uniquedigital, Unique Digital, Hi-ReS! LON und Ars Thanea entstanden.

Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden bei SYZYGY die Einzelgesellschaften definiert. Die Bestimmung der Nutzungswerte erfolgt nach dem Discounted-Cash-Flow (DCF)-Verfahren. Die nach dem DCF-Verfahren zu diskontierenden zukünftigen Cashflows werden über eine mittelfristige Planung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermittelt. Im Zuge der Feststellung der Höhe der EBIT-Zahlen wurden die zugrunde liegenden Planungen entsprechend angepasst.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte (GoF) und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) zugeordnet:

uniquedigital

Unique Digital UK

Hi-ReS! LON

Ars Thanea

In der folgenden Tabelle sind die den CGU zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie die erzielbaren Beträge dargestellt.

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uniquedigital Unique Digital UK Hi-ReS! LON
in TEUR 2014 2013 2012 2014 2013 2012 2014 2013 2012
GoF 8.841 8.841 8.841 9.089 8.521 8.663 919 2.175 2.197
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 139 131 133 190 178 181
Erzielbarer Betrag 11.893 17.776 14.762 17.732 14.079 15.808 1.218 3.218 2.852
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Ars Thanea Gesamt
in TEUR 2014 2013 2012 2014 2013 2012
GoF 6.513 0 0 25.362 19.537 19.701
Immaterielle Vermögenswerte 102 0 0 431 309 314
Erzielbarer Betrag 20.218 0 0 51.061 35.073 33.422

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde durch einen Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2014 überprüft. Die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU wurde auf Basis des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen zum 31. Dezember 2014 ermittelt. Die Prognosen basieren auf jährlich aktualisierten Finanzplänen, die vom Management für einen Zeitraum über die kommenden fünf Jahre genehmigt wurden. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts beruht, gehören Annahmen zu Wachstumsraten, Margenentwicklung und Diskontierungssatz. Aufgrund der Verwendung interner Planungsannahmen sind diese der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen (vgl. Abschnitt 6.6).

Für die CGU Unique Digital UK und Hi-ReS! LON wurde in Großbritannien ein risikoloser Zinssatz von 2,64 Prozent (Vorjahr: 3,72%), ein unveränderter Risikozuschlag von 5,8 Prozent (Vorjahr: 5,8%) und ein Branchen-Beta von 0,87 (Vorjahr: 0,51) zugrunde gelegt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 7,7 Prozent nach Steuern (Vorjahr: 6,7%) bzw. 9,7 Prozent vor Steuern (Vorjahr: 8,8%) ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 21 Prozent Berücksichtigung (Vorjahr: 21,75%). Den entsprechenden Geschäftsplanungen ist ein erwarteter Umsatzrückgang bei Hi-ReS! LON von 4 Prozent (Vorjahr: 38% Steigerung) für 2015 bzw. ein Umsatzwachstum von 1 Prozent p. a. (Vorjahr: 5%) für die Jahre 2016 bis 2019 sowie weiterhin 0 Prozent im Terminal Value unterlegt. Bei der Unique Digital UK ist im Rahmen der Geschäftsplanung für 2015 ein erwartetes Umsatzwachstum von 4 Prozent (Vorjahr: 24%) und von 2016 bis 2019 ein Umsatzwachstum von 10 Prozent p. a. (Vorjahr: 10%) sowie 0 Prozent im Terminal Value zugrunde gelegt. Für 2015 entspricht die Wachstumsrate den genauen Planzahlen der CGU, wohingegen die weitere Entwicklung mit der allgemeinen Marktentwicklung des jeweiligen Landes einhergeht.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2015 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 10 bis 13 Prozent in Großbritannien (Vorjahr: 10%) aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Unique Digital UK.

Für Hi-ReS! LON identifizierte das Management einen Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 1.332, der in der Gesamtergebnisrechnung im Posten „Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, netto“ ausgewiesen ist. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Mitgründer und bis 2014 geschäftsführende Creative Director als Chief Creative Officer zur Muttergesellschaft gewechselt ist, um gruppenweit strategisch wichtige Projekte und Kunden zu unterstützen. Dadurch wird sich seine Tätigkeit für Hi-ReS! London einschränken, insbesondere die Gewinnung von Neugeschäft. Dies wird in den Geschäftsplanungen durch ein verringertes Umsatzwachstum berücksichtigt, so dass der erzielbare Betrag auf TEUR 1.218 sinkt.

Dementsprechend ist ein verbleibender Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 919 (Vorjahr: TEUR 2.175) der CGU Hi-ReS! LON zugeordnet.

Für uniquedigital in Deutschland wurde ein risikoloser Zinssatz von 1,59 Prozent (Vorjahr: 2,86%), ein unveränderter Risikozuschlag von 5,8 Prozent und ein Branchen-Beta von 0,87 (Vorjahr: 0,51) unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 6,6 Prozent (Vorjahr: 5,8%) nach Steuern bzw. von 9,5 Prozent (Vorjahr: 8,3%) vor Steuern ergab. Hierbei fand ein unveränderter durchschnittlicher Steuersatz von 30 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht einen Umsatzrückgang von 9 Prozent (Vorjahr: Wachstum von 20%) für das Jahr 2015 und 10 Prozent p. a. Umsatzwachstum (Vorjahr: 10%) für die Jahre 2016 bis 2019 vor. Im Terminal Value werden 0 Prozent Wachstum berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2015 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 7 Prozent (Vorjahr: 9%) in Deutschland aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der aktualisierten Analyse keinen Wertminderungsbedarf für uniquedigital, der ein unveränderter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8.841 zugeordnet ist.

Für Ars Thanea in Polen wurde ein risikoloser Zinssatz von 1,59 Prozent, ein Risikozuschlag von 5,8 Prozent, ein Branchen-Beta von 0,95, ein länderspezifischer Risikozuschlag von 1,58 Prozent sowie ein Inflationsdifferential von 100,48 Prozent unterstellt, so dass sich ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) von 8,9 Prozent nach Steuern bzw. von 10,9 Prozent vor Steuern ergab. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 19 Prozent Berücksichtigung. Der Geschäftsplan sieht ein Umsatzwachstum von 35 Prozent für das Jahr 2015 und 20 Prozent p. a. Umsatzwachstum für die Jahre 2016 bis 2019 vor. Im Terminal Value werden 0 Prozent berücksichtigt.

Marktforschungsinstitute gehen für das Jahr 2015 von einer Wachstumsrate des Online-Werbemarktes von 15 Prozent in Polen aus. Auf Basis der zugrunde liegenden Informationen identifizierte das Management in der Analyse keinen Wertminderungsbedarf für Ars Thanea, der ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 6.513 zugeordnet ist.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu Zinssatz, Wachstumsraten und Margenentwicklung verändern, so ergeben sich andere Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Ein Anstieg des Zinssatzes für 30-jährige Staatsanleihen um 100 Basispunkte würde in Deutschland zu einem gleich hohen Anstieg des WACC vor Steuern und in der Folge zu einem Rückgang der Nutzungswerte um 14 Prozent aufgrund des höheren Diskontierungsfaktors führen. Vergleichbar wären die Auswirkungen bei den Nutzungswerten in Großbritannien und Polen. Dies führte jedoch nicht zu einem Impairment bei einer weiteren CGU, bei Hi-ReS! London ergäbe sich ein zusätzlicher Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 136.

Sollten sich die Wachstumsraten bei den Online Marketing Gesellschaften uniquedigital und Unique Digital UK ab 2016 von 10 Prozent p. a. auf 5 Prozent p. a. verringern, bestünde weiterhin kein Abwertungsbedarf. Sollten sich die Wachstumsraten bei Hi-ReS! LON ab 2016 von 1 Prozent p. a. auf 0 Prozent p. a. verringern, bestünde ein zusätzlicher Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 145. Sollten sich die Wachstumsraten bei Ars Thanea ab 2016 von 20 Prozent p. a. auf 5 Prozent p. a. verringern, bestünde weiterhin kein Abwertungsbedarf.

3.2 Geschäfts- oder Firmenwert, Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist wie folgt:

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in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungskosten 1. Jan. 2014 19.537 931 1.575 5.371 27.414
Zugänge 0 71 493 742 1.306
Abgänge -60 -5 0 -327 -392
Zugang aus Erstkonsolidierung 6.623 428 32 63 7.146
Währungskursänderungen 594 3 35 100 732
Anschaffungskosten 31. Dez. 2014 26.694 1.428 2.135 5.949 36.206
Kumulierte Abschreibungen 1. Jan. 2014 0 534 744 3.942 5.220
Zugänge 1.332 388 182 652 2.554
Abgänge 0 -5 0 -326 -331
Währungskursänderungen 0 -15 8 73 66
Kumulierte Abschreibungen 31. Dez. 2014 1.332 902 934 4.431 7.509
Buchwert 31. Dez. 2014 25.362 526 1.201 1.608 28.697

Das Anlagevermögen hat sich im Vorjahr wie folgt entwickelt:

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in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Immaterielle Vermögenswerte Mietereinbauten Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Summe
Anschaffungskosten 1. Jan. 2013 19.701 911 1.411 5.876 27.899
Zugänge 14 41 301 555 911
Abgänge -2 -13 -135 -1.038 -1.188
Währungskursänderungen -176 -8 -2 -22 -208
Anschaffungskosten 31. Dez. 2013 19.537 931 1.575 5.371 27.414
Kumulierte Abschreibungen 1. Jan. 2013 0 498 680 4.228 5.406
Zugänge 0 49 132 573 754
Abgänge 0 -13 -65 -846 -924
Währungskursänderungen 0 0 -3 -13 -16
Kumulierte Abschreibungen 31. Dez. 2013 0 534 744 3.942 5.220
Buchwert 31. Dez. 2013 19.537 397 831 1.429 22.194

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten, unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, Markenwerte in Höhe von TEUR 431 (Vorjahr: TEUR 309), die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Hi-ReS! LON, Unique Digital UK und Ars Thanea entstanden sind. Sie sind in der Höhe von TEUR 329 dem Segment Großbritannien zuzuordnen und unterliegen jeweils einer unbegrenzten Nutzungsdauer, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung dieser Marken nicht abzusehen ist. Des Weiteren sind Markenwerte von Ars Thanea in Höhe von TEUR 102 enthalten, die ebenfalls im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangen sind und auf 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Diese sind dem Segment „Sonstige Segmente“ zugeordnet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen beinhalten im Wesentlichen Hardware und Büroeinrichtung. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für außerplanmäßige Abschreibungen vor.

3.3 At-Equity bewertete Finanzinvestitionen

Am 6. Februar 2014 hat die SYZYGY AG weitere 44 Prozent der Anteile an Ars Thanea erworben und hält nunmehr 70 Prozent der Anteile. Seit diesem Zeitpunkt liegen die notwendigen Beherrschungsmerkmale als Voraussetzung für eine Vollkonsolidierung vor und Ars Thanea wird seit diesem Zeitpunkt vollkonsolidiert. Im Vorjahr wurde die Beteiligung an Ars Thanea nach der At-Equity Methode bilanziert und zum Stichtag mit TEUR 641 ausgewiesen. Das bis zur Erlangung der Beherrschung der SYZYGY zuzurechnende anteilige Ergebnis in Höhe von TEUR -10 wird in der Gesamtergebnisrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

3.4 Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte sind in Höhe von TEUR 635 (Vorjahr: TEUR 583) bilanziert. Sie betreffen unter anderem Mietkautionen in Höhe von TEUR 634 (Vorjahr: TEUR 577), die fast vollständig auf SYZYGY UK entfallen.

3.5 Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr kommt es zu einem Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 1.238 (Vorjahr: TEUR 1.845). Davon entfallen TEUR 1.850 auf Verlustvorträge bei der SYZYGY AG (Vorjahr: TEUR 2.419). Ferner ergeben sich aktive Steuerlatenzen aus Bewertungsunterschieden bei den Wertpapieren in Höhe von TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 610), die verrechnet wurden. Steuerlich nicht abzugsfähige Rückstellungen bei der SYZYGY AG führen zu aktiven latenten Steuern von 65 TEUR (Vorjahr: TEUR 15).

Bei der SYZYGY Deutschland GmbH wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 21) aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen bei der SYZYGY Deutschland gebildet. Die Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern ist unter Abschnitt 5.7 „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ dargestellt.

3.6 Finanzielle Vermögenswerte und Finanzinstrumente

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten sind in folgender Tabelle dargestellt:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.017 6.728

Der in der Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die in dieser Bilanzposition genannten Beträge. Verfügungsbeschränkungen über die hier angegebenen Vermögenswerte bestehen nicht.

In der Position Wertpapiere werden von Unternehmen öffentlich begebene Schuldtitel ausgewiesen.

Wie im Vorjahr gehören zum Bilanzstichtag alle Wertpapiere der Kategorie „available-for-sale“ an und werden daher mit ihrem Marktwert bilanziert. Wertänderungen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Wie in der folgenden Tabelle dargestellt, lag der Marktwert der gesamten Wertpapiere zum 31. Dezember 2014 insgesamt um TEUR 2.148 über den Anschaffungskosten (Vorjahr: TEUR 1.820). Es entfielen TEUR 2.286 (Vorjahr: TEUR 1.971) auf unrealisierte Kursgewinne und TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 151) auf unrealisierte Kursverluste. Wertpapierkäufe und -verkäufe werden jeweils mit Valuta erfasst. Aus dem sonstigen Ergebnis vom 31. Dezember 2013 wurden in 2014 TEUR 544 Bewertungsgewinne (Vorjahr: TEUR 650) sowie TEUR 93 Bewertungsverluste (Vorjahr: 2) realisiert.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt anhand von notierten Marktpreisen. Die unrealisierten Kursverluste sind unter dem Posten „Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren“ in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die nicht nur vorübergehenden Wertminderungen sind erfolgswirksam erfasst.

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in TEUR 31.12.2014
Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/Marktwert
Wertpapiere (Available-for-sale) 20.009 2.286 -138 22.157

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in TEUR 31.12.2013
Anschaffungs -kosten Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Buchwert/Marktwert
Wertpapiere (Available-for-sale) 16.258 1.971 -151 18.078

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2014:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Wertpapiere (Available-for-sale) 1.016 2.865 18.276 0 22.157

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeit der Wertpapiere zum 31. Dezember 2013:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Wertpapiere (Available-for-sale) 0 3.807 13.639 632 18.078

Die Wertentwicklung des Wertpapierportfolios hängt grundsätzlich von der Entwicklung der Zinsen und der Entwicklung der Credit Spreads ab. Im Durchschnitt weist das Portfolio eine Duration von rund 7,3 (Vorjahr: 6,9) auf, so dass eine Veränderung der Bewertungsparameter um 1 Prozent zu einer Veränderung des Wertpapierportfolios führt. Erhöhen sich also die Credit Spreads um 100 Basispunkte bei gleichbleibendem Zinsniveau, reduziert sich der Wert des Wertpapierportfolios um rund 7,3 Prozent.

Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Bei Neuanlagen mit Rating BBB- betragen die Positionen maximal EUR 1,0 Mio. Alle Wertpapiere mit einer bestimmten Fristigkeit unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit.

In 2013 hatte SYZYGY Wertpapiere mit unbefristeter Laufzeit im Bestand. Diese Aktien wurden in 2014 veräußert.

3.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Diese Position setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen 15.020 12.037
Forderungen aus analoger PoC-Anwendung 1.019 907
  16.039 12.944

Für noch nicht endabgerechnete Leistungen werden TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 907) Forderungen und Umsatzerlöse unter analoger Anwendung der PoC-Methode ausgewiesen. Für die im Rahmen der PoC-Methode realisierten Projekte sind Kosten in Höhe von TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 854) angefallen. Hieraus ergibt sich eine Marge von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 53).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fallen in die Bewertungskategorie Loans and Receivables nach IAS 39.

Die Altersstruktur der Forderungen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nach Wertberichtigungen) in TEUR 0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage mehr als 360 Tage
zum 31.12.2014 14.518 1.496 9 16
zum 31.12.2013 12.307 590 46 1

Für erkennbare Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im Bereich „Sonstige Segmente“ wurden diese in Höhe von TEUR 6 gebildet. Im Vorjahr gab es keine Einzelwertberichtigungen.

3.8 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember 2014 und 2013 jeweils wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Rechnungsabgrenzungen 653 588
Zinsforderungen 543 520
Steuererstattungsansprüche 217 1.484
Übrige 257 532
  1.670 3.124

Alle sonstigen Vermögenswerte werden innerhalb von 12 Monaten fällig. Die Zinsforderungen, die in die Bewertungskategorie Loans and Receivables nach IAS 39 fallen, stellen verwertbare Finanzinstrumente dar und werden in folgender Fälligkeitsstruktur abgebildet:

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in TEUR
Zinsforderungen 0-90 Tage 91-180 Tage 181-360 Tage
zum 31.12.2014 224 198 121
zum 31.12.2013 191 240 89

3.9 Eigenkapital

3.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 beläuft sich, wie im Vorjahr, auf EUR 12.828.450 und ist eingeteilt in 12.828.450 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Am 31.12.2014 befanden sich 150.000 Stückaktien (Vorjahr: 125.000) im eigenen Bestand.

Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten:

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in Tsd. Aktien in Prozent
WPP Group (UK) Ltd. (direkt und indirekt) 3.848 30,0
Marco Seiler 538 4,2
Andrew Stevens 325 2,5
Streubesitz 7.967 62,1
Eigene Aktien 150 1,2
  12.828 100,0

3.9.2 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 27. Mai 2011 wurde der Beschluss zur möglichen Erhöhung des Grundkapitals erneuert. Demnach ist der Vorstand unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, zusätzliche auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bis zum 27. Mai 2016 auszugeben. Das genehmigte Kapital beträgt EUR 6.000.000,00, eingeteilt in 6.000.000 nennwertlose Stückaktien.

Außerdem wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zu einer bedingten Kapitalerhöhung ermächtigt, in dessen Rahmen bis zu 1.200.000 zusätzliche Aktien im Zusammenhang mit der Auflage eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegeben werden können (bedingtes Kapital 2009). Dieses bedingte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 von EUR 1.200.000 auf EUR 300.000 reduziert. Ferner wurde auf der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 ein bedingtes Kapital 2014 in Höhe von EUR 900.000 beschlossen (bedingtes Kapital 2014).

Im Geschäftsjahr 2012 wurden mit Wirkung zum 27. Juni 2012 insgesamt 300.000 Optionen zum Ausübungspreis von EUR 3,11 ausgegeben, die sich auf das bedingte Kapital 2009 beziehen. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 wurden keine Optionen ausgegeben. Einzelheiten zum Aktienoptionsprogramm sind in Abschnitt 3.10 ausgeführt.

Das bedingte Kapital 2014 wurde bislang nicht in Anspruch genommen.

3.9.3 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien durch die SYZYGY AG.

In 2014 wurden Gewinne aus dem Verkauf eigener Aktien in Höhe von TEUR 87 realisiert und in die Kapitalrücklage eingestellt. Im Vorjahr gab es keine Effekte, die die Kapitalrücklage geändert haben.

3.9.4 Eigene Aktien

SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. Der Gesellschaft stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einer eigenen Position ausgewiesen.

Im ersten Quartal wurden 75.000 eigene Aktien aus dem Bestand an die Minderheitsgesellschafter von Ars Thanea veräußert. Gewinne aus der Veräußerung eigener Aktien in Höhe von TEUR 87 wurden erfolgsneutral den Kapitalrücklagen zugerechnet.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SYZYGY AG haben am 6. Juni 2014 den Rückkauf von bis zu 100.000 eigenen Aktien (entspricht 0,78 Prozent des Grundkapitals) innerhalb von sechs Monaten über die Börse beschlossen. Das Rückkaufprogramm ist bis zum 5. August 2014 vollständig abgeschlossen worden.

Der Beschluss folgt der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken verwendet werden. Der Kaufpreis je Aktie darf den Börsenpreis um nicht mehr als 10 Prozent unter- oder überschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis gilt der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie im Xetra-Handelssystem während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der Veröffentlichung der Erwerbsabsicht.

Im Berichtsjahr wurden folgende Transaktionen mit eigenen Aktien getätigt:

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Datum* Stückzahl Verkaufs/Kaufpreis
(EUR)
Gesamtwert
(EUR)
Stand 31.12.2013 125.000   553.985,25
21.02.2014 -25.000 4,38 -109.388,65
26.02.2014 -50.000 4,38 -218.777,30
14.07.2014 20.000 6,11 122.244,00
15.07.2014 10.268 6,06 62.245,64
22.07.2014 29.732 6,06 180.238,36
23.07.2014 20.000 6,01 120.240,00
24.07.2014 5.565 5,96 33.177,97
05.08.2014 14.435 6,01 86.783,22
Stand 31.12.2014 150.000   830.748,49

* Valuta-Datum; Kaufdatum in der Regel 1-2 Tage früher

Zum 31. Dezember 2014 befanden sich somit 150.000 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von EUR 5,54 im Bestand des Unternehmens.

3.9.5 Übriges Konzernergebnis

Die im übrigen Konzernergebnis zusammengefassten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen nach Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 1.397 (Vorjahr: TEUR -90) und sind im Wesentlichen auf nicht realisierte Gewinne bzw. Verluste aus Wertpapieren nach Steuern (TEUR 228; Vorjahr: TEUR 128) sowie Kursgewinne aus Währungsumrechnungen (TEUR 1.169; im Vorjahr Kursverluste in Höhe von TEUR 218) zurückzuführen. Alle Veränderungen sind recyclingfähig und somit nur vorübergehend im übrigen Konzernergebnis erfasst. Sie werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

3.9.6 Bilanzgewinn

Grundlage für Dividendenausschüttungen ist das im deutschen handelsrechtlichen Einzelabschluss ausgewiesene und ausschüttungsfähige Eigenkapital der SYZYGY AG. Die Hauptversammlung beschloss am 6. Juni 2014 eine Dividende in Höhe von EUR 0,28 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,25), die ab dem 9. Juni 2014 ausgeschüttet wurde. Nach Einstellungen von TEUR 277 in die Rücklage für eigene Anteile (Vorjahr: 438), wurde der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 10.237 (Vorjahr: TEUR 11.398) auf neue Rechnung vorgetragen. Er führt zu einem entsprechenden Ausweis im Einzelabschluss der SYZYGY AG.

Zum 31. Dezember 2014 wies der Einzelabschluss der Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 13.094 (Vorjahr: TEUR 14.092) aus.

Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2014 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 17.610 (Vorjahr: TEUR 16.789) ausgewiesen.

3.10 Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Im Geschäftsjahr 2012 wurde der „Aktionsplan 2012“ beschlossen, der die Ausgabe von insgesamt 1.200.000 Optionen vorsieht.

Am 27. Juni 2012 wurden insgesamt 300.000 Optionen zum Ausübungspreis von EUR 3,11 ausgegeben. Davon können 40 Prozent nach zwei Jahren sowie weitere 60 Prozent nach drei Jahren ausgeübt werden, sofern der Aktienkurs wenigstens 20 Prozent gegenüber dem Ausübungspreis angestiegen ist. Die Optionen verfallen nach fünf Jahren. Anstatt der Ausgabe von Aktien vergütet die Gesellschaft die Differenz zwischen Ausübungspreis und dem Aktienkurs im Ausübungszeitpunkt in bar. Entsprechend sind die Verpflichtungen zeitanteilig in einer Rückstellung erfasst.

Die Parameter zur Bewertung der ausgegebenen Optionen auf Basis des Binomialmodells sind wie folgt:

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31.12.2014 31.12.2013
Erwartete Optionslaufzeit bis zu 2,5 Jahre 0,5 bis 1,5 Jahre
Risikofreier Zinssatz 0,5% 0,3355%
Erwartete Dividendenrendite 4,7% 5,5%
Erwartete Volatilität 30% 27%
Ausübungskurs EUR 3,11 EUR 3,11
Kurs zum Bilanzstichtag EUR 6,38 EUR 5,11

Bei der Bewertung wurde von der frühestmöglichen Ausübung der Optionen ausgegangen. Die Volatilität ergibt sich auf Basis der Schlusskurse der SYZYGY Aktie in den letzten zwei Jahren.

Veränderung der ausgegebenen Optionen:

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Anzahl (in Stück) Ausübungspreis beizulegender Zeitwert
Stand 31.12.2013 300.000 EUR 3,11 EUR 2,01
Neuzuteilung 0    
Ausübung 48.000    
Verfall 0    
Stand 31.12.2014 252.000 EUR 3,11 EUR 3,27

Von den 300.000 Optionen sind am 6. August 2014 48.000 Optionen zum Xetra-Schlusskurs vom 5. August 2014 in Höhe von EUR 6,20 ausgeübt worden. 72.000 Optionen sind seit dem 27. Juni 2014 ausübbar und weitere 180.000 Optionen können ab dem 27. Juni 2015 ausgeübt werden. In 2014 erfolgte eine Auszahlung in Höhe von TEUR 148 durch Ausübung von Optionen und eine erfolgswirksame Zuführung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 502, so dass sich die Rückstellungen für die Optionsausübung auf TEUR 715 (Vorjahr: TEUR 361) erhöht haben.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine weiteren Optionen ausgegeben. Es gab auch keine Optionen, die verwirkt oder erloschen sind.

3.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2014 und 2013 jeweils wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.467 8.118
Sonstige Rückstellungen:    
- Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten 5.721 2.860
- Personalbezogene Rückstellungen 2.129 1.211
- Sonstige 322 169
  19.639 12.358

Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und Kundenboni sowie die personalbezogenen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und Urlaub. Des Weiteren sind Rückstellungen für von der Wirtschaftsförderung Berlin erhaltene Subventionen in Höhe von TEUR 200 enthalten, bei denen es unsicher ist, ob SYZYGY die notwendigen Verwendungsnachweise in Bezug auf Dauerarbeitsplätze sowie angeschaffte Wirtschaftsgüter erbringen kann. Schriftliche Berichte sind für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Abschluss des Investitionsvorhaben im Februar 2015 vorzulegen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig und der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs zuzuordnen.

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2014
in TEUR
Buchwert 1.1.2014 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2014
nicht erhaltene Rechnungen 2.860 -2.775 -15 5.651 5.721
Personalbezogene Rückstellungen 1.211 -1.011 0 1.929 2.129
sonstige Rückstellungen 169 -154 -15 322 322
  4.240 -3.940 -30 7.902 8.172

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Rückstellungsspiegel zum 31.12.2013
in TEUR
Buchwert 1.1.2013 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Buchwert 31.12.2013
nicht erhaltene Rechnungen 1.711 -1.639 -32 2.820 2.860
Personalbezogene Rückstellungen 943 -718 0 986 1.211
sonstige Rückstellungen 231 -231 0 169 169
  2.885 -2.588 -32 3.975 4.240

3.12 Steuerverbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Ertragssteuerverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Englische Ertragsteuer 159 344
Polnische Ertragsteuer 14 21
  174 365

3.13 Sonstige Verbindlichkeiten

Im Folgenden sind die Bestandteile der sonstigen Verbindlichkeiten aufgeführt:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen 3.477 132
Deutsche Umsatzsteuer 1.246 570
Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer 522 399
Englische Umsatzsteuer 151 409
Polnische Umsatzsteuer -60 0
Sonstige 237 116
  5.573 1.626

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten und der langfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Sonstige Verbindlichkeiten 2.200 3.373 0 0 5.573

Folgende Aufstellung zeigt die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten und der langfristigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013:

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in TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre 5-10 Jahre Unbefristet Gesamt
Sonstige Verbindlichkeiten 1.494 132 0 0 1.626

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nach der Bewertungskategorie Financial Liabilities at Amortized Costs bewertet worden.

4. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Anwendung des IFRS 8 fordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY die Segmente nach geographischen Kriterien.

Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt zu betrachten. Umsätze, die die SYZYGY AG mit Dritten tätigt, sind ebenso wie das anteilige operative Ergebnis im Segment Deutschland erfasst. Das Segment Großbritannien umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie Hi-ReS! LON. Das Segment Deutschland setzt sich aus Hi-ReS! BER, SYZYGY Deutschland und uniquedigital zusammen. Hi-ReS! NY und Ars Thanea erfüllen nicht die Größenkriterien, um als geographisch eigenständiges Segment berichtet zu werden. Beide Einheiten werden im Bereich „Sonstige Segmente“ zusammengefasst.

Alle Segmente bieten Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot.

Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an.

Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert.

Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich des auf das jeweilige Segment entfallenden Goodwills, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten, und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

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31.12.2014
[TEUR]
Deutschland Großbritannien Sonstige Segmente Zentralfunktionen und Konsolidierung Summe
Billings 66.379 35.885 28.829 -1.534 129.559
Mediakosten -39.602 -19.556 -23.326 0 -82.484
Umsatzerlöse 26.777 16.329 5.503 -1.534 47.075
davon Innenumsätze 778 1.054 98 -1.930 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.806 2.429 689 -3.081 3.843
Finanzergebnis 59 4 -9 2.103 2.157
Ergebnis vor Steuern (EBT) 547 2.929 680 1.844 6.000
Vermögenswerte 28.137 25.916 16.037 13.363 83.453
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 8.841 10.008 6.513 0 25.362
Investitionen 607 163 531 5 1.306
Abschreibungen 611 1.502 427 14 2.554
Segmentschulden 18.895 5.721 9.391 -1.588 32.419
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 219 142 74 18 453
31.12.2013
[TEUR]
Deutschland Großbritannien Other Segments Zentralfunktionen und Konsolidierung Summe
Billings 59.852 31.116 406 -771 90.603
Mediakosten -36.325 -19.248 0 0 -55.573
Umsatzerlöse 23.527 11.868 406 -771 35.030
davon Innenumsätze 3.441 233 0 -3.674 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.054 1.698 -265 -2.464 2.023
Finanzergebnis 69 -5 0 2.060 2.124
Ergebnis vor Steuern (EBT) 55 1.693 -265 2.664 4.147
Vermögenswerte 21.818 23.057 239 21.023 66.137
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 8.841 10.696 0 0 19.537
Investitionen 829 68 3 11 911
Abschreibungen 579 144 17 14 754
Segmentschulden 13.123 6.769 706 -3.138 17.460
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 193 109 3 21 326

SYZYGY hat, ebenso wie im Vorjahr, im Segment Deutschland mit einem Kunden mehr als 10 Prozent (EUR 5,3 Mio.) der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erzielt (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.).

Auch im Segment Großbritannien wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 Prozent (EUR 5,3 Mio.) der konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) erzielt.

5. ANGABEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

5.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus den Produktbereichen Online Marketing und Design & Build enthalten. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus den Billings abzüglich der Mediakosten, die bei den Online Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten anfallen. Billings enthalten alle Abrechnungen an Dritte, d. h. sowohl eigene (im Produktbereich Design & Build) als auch solche auf eigenen Namen und für fremde Rechnung (Online Marketing). In 2014 erzielte die SYZYGY Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 35.792 im Bereich Design & Build (Vorjahr: TEUR 28.925) und Billings in Höhe von TEUR 95.671 (Vorjahr: TEUR 65.208) im Bereich Online Marketing. Der Bereich Online Marketing enthält Mediakosten in Höhe von TEUR 82.484 (Vorjahr: TEUR 55.573), so dass dort Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.187 (Vorjahr: TEUR 9.635) erzielt wurden. Zwischen den Produktbereichen gab es Innenumsätze in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 215) sowie Umsätze von oder mit dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 1.587 (Vorjahr: TEUR 3.315).

5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2014 2013
Erträge aus der Neubewertung der Alt-Anteile Ars Thanea 2.032 0
Währungskurseffekte 166 6
Erträge aus der KFZ-Nutzung von Arbeitnehmern 96 91
Erstattung Krankenkassen 56 45
Auflösung von Rückstellungen 30 32
Nebenkostenerstattung 18 13
Untervermietung 11 16
EU-Subventionen im Rahmen von Kundenprojekten 10 81
Aufwand aus Liquidation mediopoly -315 0
Impairment des Geschäfts- oder Firmenwertes der Hi-ReS! London -1.332 0
Sonstige -258 41
  514 325

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält überwiegend Aufwendungen für freie Mitarbeiter und extern vergebene Dienstleistungen:

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in TEUR 2014 2013
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.970 5.205

5.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand, welcher in den verschiedenen Posten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung enthalten ist, setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2014 2013
Löhne und Gehälter 22.923 17.804
Sozialabgaben 3.001 2.555
  25.924 20.359

Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der SYZYGY Gruppe 420 Mitarbeiter (Vorjahr: 324 Mitarbeiter).

Zum Geschäftsjahresende 2014 hat sich die Gesamtzahl der SYZYGY Mitarbeiter auf insgesamt 453 (Vorjahr: 326) erhöht. Die Mitarbeiter verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche im Unternehmen:

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Anzahl in Personen 2014 2013
Strategie/Beratung/Projektmanagement 110 86
Online Marketing/Online Media 98 91
Technologie 102 56
Kreation 88 47
Administration 55 46
  453 326

5.5 Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2014 2013
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1.720 49
Abschreibungen auf Sachanlagen 834 705
  2.554 754

5.6 Finanzergebnis

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in TEUR 2014 2013
Zinsen und ähnliche Erträge 1.143 1.141
Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren, saldiert 1.034 980
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -10 -96
Erträge aus At-Equity-Beteiligungen -10 99
  2.157 2.124

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten eingegangene Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.103 (Vorjahr: TEUR 1.096).

Das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren enthält Gewinne in Höhe von TEUR 1.237 (Vorjahr: TEUR 1.024) sowie Verluste in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 44). Die Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2).

Die Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen sowie das Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren in voller Höhe aus der Bewertungskategorie available-for-sale.

Die Erträge aus den At-Equity-Beteiligungen entfallen vollständig auf das der SYZYGY AG zustehende Ergebnis nach Steuern von Ars Thanea für den Monat Januar.

5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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in TEUR 2014 2013
Ausländische laufende Steuern 572 453
Latente Steuern 517 144
Inländische laufende Steuern 172 189
  1.261 786

In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich ein Steuersatz von 15,8 Prozent. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer hat sich für den Organkreis der SYZYGY AG gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gewerbesteuerzerlegung zwischen den Standorten Bad Homburg, Frankfurt und Hamburg ist weiterhin gleichgewichtet bei unveränderten Gewerbesteuerhebesätzen. Der anzuwendende Steuersatz für die Konzernmutter beträgt daher wie im Vorjahr 31,0 Prozent.

In Großbritannien ergibt sich seit dem 01. April 2014 ein allgemeiner Steuersatz von 21 Prozent (Vorjahr: 23%).

In den Vereinigten Staaten gilt eine allgemeine Federal Tax von 34 Prozent. Durch zusätzliche kommunale Steuern im Bundesstaat New York ergibt sich wie im Vorjahr ein effektiver Steuersatz von 45 Prozent für das Jahr 2014.

In Polen gilt seit dem 1. Januar 2014 ein einheitlicher Steuersatz von 19% auf die Gewinne der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2014 hat SYZYGY Ertragsteuern in Höhe von netto TEUR 352 erstattet bekommen. Im Vorjahr wurden Ertragssteuern in Höhe von TEUR 1.239 gezahlt.

Aufgrund der Nutzung von Verlustvorträgen ergab sich eine Minderung des Steueraufwands in Höhe von TEUR 825 (Vorjahr: TEUR 495).

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2014 2013
Aktive latente Steuern    
Verlustvorträge der SYZYGY AG 1.850 2.419
Anlagevermögen 19 21
Rückstellungen 65 15
Wertpapiere Umlaufvermögen -696 -610
  1.238 1.845

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2014 2013
Passive latente Steuern    
Effekte aus Erstkonsolidierung Hi-ReS! LON 48 47
Effekte aus Erstkonsolidierung Unique Digital UK 38 38
Effekte aus Erstkonsolidierung Ars Thanea 19 0
Anlagevermögen 15 3
  120 88

Bei der SYZYGY AG als Organträger sind die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und auf die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen erfasst; diese wurden verrechnet mit passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden der Wertpapiere.

Weitere aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen IFRS und Steuerbilanz bei der SYZYGY Deutschland GmbH.

Die SYZYGY AG hat steuerlich nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.142 bei der Körperschaftsteuer (Vorjahr: TEUR 6.953) und TEUR 6.831 bei der Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 8.686), die in den nächsten fünf Jahren verbraucht werden.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Erstkonsolidierung der Ars Thanea, Hi-ReS! LON und Unique Digital UK sowie durch unterschiedliche Nutzungsdauern beim Anlagevermögen zwischen IFRS und Steuerbilanz bei SYZYGY UK.

Steuerüberleitung:

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in TEUR 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.000 4.147
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -91 24
Steuerpflichtiges Ergebnis 5.909 4.171
Erwarteter Steueraufwand 1.832 1.293
Unterschiede aus Steuersätzen -305 -119
Steuererstattungen für Vorjahre 0 -14
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und Veränderung Wertberichtigung aktiver latenter Steuern -252 -374
Sonstige -14 0
Steuerbelastung 1.261 786

Die Unterschiede aus Steuersätzen ergeben sich aus einem durchschnittlichen Steuersatz von 31,0 Prozent in Deutschland gegenüber 21 Prozent in Großbritannien und 19 Prozent in Polen. Die latenten Steuern wurden mit den zukünftigen Steuersätzen gerechnet.

Zum 31. Dezember 2014 bestehen im Konzernkreis noch nicht genutzte, unbegrenzt nutzbare steuerliche Verlustvorträge bei Hi-ReS! Berlin und Hi-ReS! New York, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt worden sind. Bei Hi-ReS! Berlin betragen die Verlustvorträge sowohl für die Körperschaftsteuer als auch Gewerbesteuer TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 618) und bei Hi-ReS! New York TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 486).

Im Geschäftsjahr 2014 entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr: TEUR 564) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet worden sind. Die Veränderung der Bewertungsunterschiede in Höhe von TEUR 102 werden im other comprehensive income erfasst (Vorjahr: TEUR 57). Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung von Kursgewinnen und -verlusten auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr.: TEUR 84), auf welche keine latenten Steuern passiviert worden sind.

5.8 Angaben zur Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21.52 in Verbindung mit IAS 39.9 wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.169 (Vorjahr: TEUR -218) erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

6. SONSTIGE ANGABEN

6.1 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie - verwässert und unverwässert - berechnet sich gemäß IAS 33 wie folgt:

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2014 2013
Durchsch. Aktienanzahl (in Tsd.) unverwässert 12.723 12.778
Durchsch. Aktienanzahl (in Tsd.) verwässert 12.723 12.896
Konzernergebnis der Aktionäre der SYZYGY AG in TEUR 4.399 3.339
Anzahl ausgegebener Optionen (in Tsd.) 252 300
Ergebnis je Aktie - unverwässert (in EUR) 0,35 0,26
Ergebnis je Aktie - verwässert (in EUR) 0,35 0,26

6.2 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2014 beträgt EUR 14,4 Mio. gegenüber EUR 1,3 Mio. im Vorjahr. Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer vertraglichen Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten. Weitere Erläuterungen zum Cashflow sind im Konzernlagebericht aufgeführt.

Während des aktuellen Geschäftsjahres hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten durchgeführt, die entsprechend ihren Niederschlag in der Kapitalflussrechnung finden:

Der Konzern hat Erträge in Höhe von TEUR 2.031 aus der Neubewertung der Alt-Anteile von Ars Thanea sowie einen Fremdwährungsgewinn in Höhe von TEUR 35 erzielt.

Durch die Auflösung der Mediopoly entstand ein nicht zahlungswirksamer Aufwand in Höhe von TEUR 315 durch Auflösung von Differenzen aus der Währungsumrechnung.

Die Ausgabe von Optionen und Aktionen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm führte zu einem Aufwand von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 295), welcher aufgrund der Ausübungsbedingungen noch nicht zahlungswirksam geworden sind.

6.3 Risiko- und Kapitalmanagement

SYZYGY unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Risiken aus der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen sowie der Bonität von Wertpapieremittenten.

6.3.1 Währungsrisiken

SYZYGY erzielt rund ein Drittel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands. Aufgrund von Währungsschwankungen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Polnischen Zloty zum Euro können die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss je nach Kursentwicklung gegenüber der Planung sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Die Vermögenswerte und Schulden der operativen ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag jeweils in die Berichtswährung umgerechnet und unterliegen daher einem Translationsrisiko. Solche Risiken werden im SYZYGY Konzern nicht abgesichert. Im operativen Bereich wickeln die Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Daher schließt SYZYGY keine Kurssicherungsgeschäfte ab, weil ein Währungsrisiko grundsätzlich in der Höhe des Jahresüberschusses bzw. der Cashflows zur SYZYGY AG besteht. Auch für diese Cashflows hat sich SYZYGY gegen eine Kursabsicherung entschieden, da Kosten und Nutzen solcher Cashflow-Hedges als nicht angemessen erscheinen und das Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich zu betrachten ist.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag als repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Die wesentlichen originären Finanzinstrumente (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten) sind unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Wechselkursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls direkt in funktionaler Währung erfasst. Insofern bestehen keine Währungsrisiken.

SYZYGY ist insofern lediglich hinsichtlich des in ausländischer denominierter Währung erzielten Jahresüberschusses und damit verbundenen Ausschüttungen einem Währungsrisiko ausgesetzt.

6.3.2 Zinsrisiken

SYZYGY unterliegt Zinsrisiken ausschließlich hinsichtlich der Wertpapiere, dagegen bestehen keine Finanzverbindlichkeiten, die ein Zinsrisiko verursachen können. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zu Tagesgeldkonditionen variabel angelegt.

Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Zinsänderungen sind gemäß IFRS 7 darzustellen. Da bei SYZYGY Wertpapiere gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar („available-for-sale“) klassifiziert werden, haben Zinsänderungen keine unmittelbare Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital unter dem Posten „Übriges Konzernergebnis“ ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag waren rund EUR 22,2 Mio. (Vorjahr: EUR 18,1 Mio.) in einem Wertpapierportfolio angelegt, das eine Duration von rund 7,3 Jahren (Vorjahr: 6,9) aufweist. Eine Zinsänderung um 100 Basispunkte hinsichtlich der Anlagen hätte dann eine Änderung des Zeitwertes des Portfolios um rund 7,3 Prozent zur Folge. Dies würde zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 1.621 (Vorjahr: TEUR 1.249) führen. Zinserhöhungen wirken sich hierbei negativ und Zinsrückgänge positiv auf die Wertentwicklung des Portfolios aus.

6.3.3 Bonitäts- und Ausfallrisiken, Risiko der Veränderung von Credit Spreads

SYZYGY ist aus dem operativen Geschäft und hinsichtlich der Wertpapieranlagen Bonitäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Bei den Wertpapieren reduziert SYZYGY Ausfallrisiken, indem bei Neuanlagen grundsätzlich ein Kreditrating von mindestens BBB- (sog. Investment Grade) vorliegen sollte. Alle Anlagen werden bezüglich der Entwicklung des Ratings fortlaufend beobachtet, und die Investment-Entscheidung wird überprüft. Grundsätzlich wird von einem Emittenten maximal eine Position von EUR 2,0 Mio. eingegangen. Alle Wertpapiere unterliegen darüber hinaus Kursveränderungen in Abhängigkeit der Veränderung der Credit Spreads, kombiniert mit der Restlaufzeit. Eine Ausweitung der Credit Spreads in einer Risikoklasse führt dann in Abhängigkeit zur Duration eines Wertpapiers zu einem entsprechenden Kursrückgang. Bei einer Duration des Wertpapierportfolios von 7,3 Jahren und einer Ausweitung der durchschnittlichen Credit Spreads um 100 Basispunkte würde der Wert des Portfolios um 7,3 Prozent sinken. Dies würde bei SYZYGY zu einer Veränderung des Zeitwertes um TEUR 1.621 (Vorjahr: TEUR 1.249) führen.

Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken auf der Ebene der Gesellschaften fortlaufend dezentral überwacht. SYZYGY arbeitet überwiegend für Großkunden hervorragender Bonität und hat daher in der Regel keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auch ist das Forderungsvolumen mit einzelnen Kunden nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

6.3.4 Derivative Finanzinstrumente

Ebenso wie im Vorjahr setzte SYZYGY auch im Geschäftsjahr 2014 keine derivativen Finanzinstrumente zur Risikodiversifizierung und Portfoliostrukturierung ein.

6.3.5 Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement von SYZYGY verfolgt primär das Ziel, sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum zu finanzieren sowie die Unternehmensfortführung in den operativen Gesellschaften sicherzustellen. Dabei strebt SYZYGY eine hohe Eigenkapitalquote im Zielkorridor zwischen 60-80 Prozent an, da dies die Wettbewerbsfähigkeit eines Dienstleistungsunternehmens wie SYZYGY stärkt. Darüber hinaus ist es das mittelfristige Ziel des Kapitalmanagements, die Eigenkapitalrendite nachhaltig auf über 10 Prozent zu heben. Zur Zielerreichung strebt SYZYGY organisches und anorganisches Wachstum sowie eine Steigerung der Profitabilität an.

Die Kennzahlen zum Kapitalmanagement setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2014 2013
Eigenkapital laut Bilanz 51.034 48.677
Fremdkapital 32.419 17.460
Gesamtkapital 83.453 66.137
Eigenkapitalquote 61% 74%
Konzernergebnis der Periode 4.739 3.361
Eigenkapitalrendite 9% 7%

SYZYGY hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, so dass das Fremdkapital primär von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zukünftigen Verpflichtungen aus Unternehmenserwerben und Steuerverbindlichkeiten geprägt ist.

6.3.6 Liquiditätsrisiko

SYZYGY hat ein Liquiditäts-Management implementiert. Damit die finanzielle Flexibilität gewährleistet ist und jederzeit Zahlungsfähigkeit gesichert ist, hält SYZYGY eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und jederzeit liquidierbaren Wertpapieren vor.

6.4 Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse der Gesellschaft bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 319) aus der Übernahme von Mietbürgschaften für die Mietflächen in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften hängt von der Fähigkeit der in den Mietflächen ansässigen Gesellschaften ab, ihre Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis und ihrem Geschäftsbetrieb bedienen zu können. Darüber hinaus hat SYZYGY eine Bürgschaft aus dem operativen Geschäftsverkehr gegenüber einem Kunden einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 175) gewährt. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Tochtergesellschaften ihre Verträge nicht erfüllen könnten. SYZYGY hat einen unbefristeten Avalkredit in Höhe von TEUR 494 bei einem Kreditinstitut abgeschlossen, für den jährlich eine Provision in Höhe von 0,3 Prozent berechnet wird. Als Sicherheit dient ein Wertpapierdepot von SYZYGY, das einen Buchwert in Höhe von TEUR 8.604 (Vorjahr: TEUR 6.027) hat.

6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben Miet- und Leasingverträge für verschiedene Büroräume und Fahrzeuge abgeschlossen. Die zukünftigen jährlichen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen mindestens:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Innerhalb eines Jahres 2.309 1.745
1-5 Jahre 5.812 3.940
Mehr als 5 Jahre 149 649
Gesamt 8.270 6.334

Der gesamte Mietaufwand des Jahres 2014 belief sich auf TEUR 2.634 (Vorjahr: TEUR 2.175). Im Jahr 2014 wurden Erträge in Höhe von TEUR 4 aus Untervermietung erzielt (Vorjahr: TEUR 16). Für Leasingverpflichtungen wurden in 2014 TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 154) aufgewendet.

6.6 Bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen

In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die Bewertungsstufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1:

Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3:

Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

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31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 22.157 - - 22.157
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 22.157 - - 22.157
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 3.373 3.373
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt - - 3.373 3.373

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31.12.2013 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Wertpapiere 18.078 - - 18.078
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 18.078 - - 18.078
bedingte Kaufpreisverpflichtung - - 132 132
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt - - 132 132

6.7 Aufstellung der Beteiligungen der SYZYGY AG

Die SYZYGY AG hält direkte oder indirekte Anteile an den folgenden Unternehmen:

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Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Ars Thanea s.k.a., Warschau, Polen 70 355 402
Hi-ReS! Berlin GmbH, Berlin, Deutschland 60 -48 547
Hi-ReS! London Ltd, London, UK 100 177 -79
Hi-ReS! New York Inc, New York City, USA 100 -324 187
SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg, Deutschland 2 100 409 0
SYZYGY UK Ltd, London, UK1 100 2.358 1.049
Unique Digital Marketing Ltd, London, UK1 100 7.323 1.423
uniquedigital GmbH, Hamburg, Deutschland 3 100 40 0

1. Unique Digital Marketing Ltd hält 100 Prozent der Anteile an SYZYGY UK Ltd, welche in England operativ tätig ist. Daher besteht zur SYZYGY UK Ltd. eine indirekte Beteiligung.
2. Zwischen der SYZYGY Deutschland GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.
3. Zwischen der uniquedigital GmbH und der SYZYGY AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der SYZYGY AG.

6.8 Honorar der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens erhält die BDO AG insgesamt ein Honorar von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 81) zuzüglich Auslagen. Darüber hinaus sind keine weiteren Aufträge an die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vergeben worden.

6.9 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen zählen die Organe der SYZYGY AG sowie Unternehmen, auf die SYZYGY einen wesentlichen Einfluss ausüben kann. Grundsätzlich werden alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Im Jahr 2014 kaufte SYZYGY Leistungen für Kundenprojekte in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 156) von Ars Thanea ein, an der SYZYGY bis zum 5. Februar 2014 nur 26 Prozent der Anteile hielt. Alle Verbindlichkeiten wurden im laufenden Jahr bezahlt. Zum Stichtag des Vorjahres waren TEUR 97 als Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bilanziert.

In den Jahren 2014 und 2013 haben ansonsten mit Ausnahme der Bezüge an Vorstände und der Vergütung an den Aufsichtsrat keine Transaktionen mit nahestehenden Personen stattgefunden, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

6.10 Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB

Die SYZYGY Deutschland GmbH sowie die uniquedigital GmbH machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

6.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

6.12 Organe des Mutterunternehmens

6.12.1 Vorstand

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Marco Seiler Vorsitzender Geschäftsführung SYZYGY Deutschland GmbH und und Hi-ReS! Berlin GmbH
Andrew P. Stevens Vorstand Geschäftsführung Unique Digital Marketing Ltd, SYZYGY UK Ltd und Hi-ReS! New York Inc

Die Vorstandsmitglieder sind in keinem Aufsichtsrat oder in einem vergleichbaren Gremium Mitglied.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahr 2014 auf TEUR 586. Marco Seiler bezog ein Grundgehalt von TEUR 250, Nebenleistungen von TEUR 15 sowie ein variables Gehalt von TEUR 37. Andrew P. Stevens bezog ein Grundgehalt von TEUR 231, Nebenleistungen von TEUR 16 sowie ein variables Gehalt von TEUR 37.

Marco Seiler und Andy Stevens haben in 2012 jeweils 120.000 Optionen erhalten, die zu 40 Prozent nach zwei Jahren und 60 Prozent nach drei Jahren ausgeübt werden können. Marco Seiler hat in 2014 48.000 Optionen ausgeübt. Zum Stichtag waren daher noch 192.000 Optionen ausstehend, 72.000 zugunsten von Marco Seiler und 120.000 zu Gunsten von Andy Stevens. Für die daraus entstehenden Aufwendungen wurden in 2014 Rückstellungen in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr TEUR 236) gebildet.

Zum 1. Januar 2015 wurde Erwin Greiner zum Finanzvorstand bestellt.

6.12.2 Aufsichtsrat

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Michael Mädel Aufsichtsratsvorsitzender President J. Walter Thompson Ltd, London
Wilfried Beeck Aufsichtsrat CEO, ePages Software GmbH, Hamburg
Thomas Strerath Aufsichtsrat CEO, Ogilvy & Mather GmbH, Frankfurt

Die Aufsichtsräte erhalten für das Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung von jeweils TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 20), davon sind jeweils TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 15) fix und wie im Vorjahr TEUR 5 variabel.

6.13 Wertpapiergeschäfte der Organe (Directors’ Dealings)

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Marco Seiler Andrew P. Stevens Summe
Stand 31.12.2013 538.121 325.000 863.121
Käufe 0 0 0
Verkäufe 0 0 0
Stand 31.12.2014 538.121 325.000 863.121

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Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] Michael Mädel Wilfried Beeck Thomas Strerath Summe
Stand 31.12.2013 12.000 120.000 0 132.000
Käufe 8.000 0 0 8.000
Verkäufe 0 0 0 0
Stand 31.12.2014 20.000 120.000 0 140.000

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Vorstände: Optionen [Stückzahl] Marco Seiler Andrew P. Stevens Summe
Stand 31.12.2013 120.000 120.000 240.000
Zugänge 0 0 0
Abgänge -48.000 0 -48.000
Stand 31.12.2014 72.000 120.000 192.000

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Vorstände: Aktien [Stückzahl] Marco Seiler Andrew P. Stevens Summe
Stand 31.12.2012 622.279 375.000 997.279
Käufe 0 0 0
Verkäufe -84.158 -50.000 -134.158
Stand 31.12.2013 538.121 325.000 863.121

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Aufsichtsräte: Aktien [Stückzahl] Michael Mädel Wilfried Beeck Thomas Strerath Summe
Stand 31.12.2012 0 120.000 0 120.000
Käufe 12.000 0 0 12.000
Verkäufe 0 0 0 0
Stand 31.12.2013 12.000 120.000 0 132.000

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Vorstände: Optionen [Stückzahl] Marco Seiler Andrew P. Stevens Summe
Stand 31.12.2012 120.000 120.000 240.000
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2013 120.000 120.000 240.000

Die Aufsichtsräte halten keine Optionen.

6.14 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Für das Geschäftsjahr 2014 sind keine Angaben gem. § 160 Abs 1. Nr. 8 AktG zu machen.

6.15 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG wurde am 31. Oktober 2014 abgegeben und den Aktionären über die Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.

6.16 Zeitpunkt und Freigabe der Veröffentlichung

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 24. März 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Bad Homburg v. d. H., den 24. März 2015

SYZYGY AG

Der Vorstand

Marco Seiler

Andrew P. Stevens

Erwin Greiner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Syzygy AG, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasste die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 24. März 2015

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Gebhardt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der SYZYGY AG für das Geschäftsjahr 2014

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Maßgeblich für die Kontrolle waren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich oder mündlich über aktuelle Entwicklungen sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Konzerns und der Tochtergesellschaften. Bei Entscheidungen, die für die SYZYGY Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat stets einbezogen.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten vollständig nachgekommen. Die Berichte des Vorstands wurden hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch ihres Umfangs den gesetzlichen Anforderungen und den Informationsbedürfnissen des Aufsichtsrates vollumfänglich gerecht. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Der Aufsichtsrat hat die ihm erteilten Auskünfte und Berichte kritisch gewürdigt und auf Plausibilität geprüft.

Sitzungen und Teilnahme

Im Geschäftsjahr 2014 fanden im Beisein des Vorstands insgesamt acht ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt: am 22. Januar, am 3. März, am 31. März, am 29. April, am 5. und 6. Juni, am 30. Juli sowie am 31. Oktober.

Ferner haben sich Aufsichtsrat und Vorstand vom 15.-17. September zu einer dreitägigen Sitzung getroffen, um über die aktuelle Entwicklung der SYZYGY Gruppe, ihre strategische Ausrichtung sowie Chancen anorganischen Wachstums zu sprechen.

Im Rahmen der Sitzungen, bei denen alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entweder persönlich anwesend oder telefonisch zugeschaltet waren, wurden alle wichtigen Vorkommnisse besprochen und die erforderlichen Entscheidungen getroffen.

Besondere Themenschwerpunkte, die in den einzelnen Sitzungen behandelt wurden, sind im Folgenden aufgeführt:

Der Fokus der Sitzung vom 22. Januar 2014 lag auf der strategischen Weiterentwicklung und dem anorganischen Wachstum der Gruppe: Im Zusammenhang mit dem Kauf zusätzlicher Anteile an der polnischen Agentur Ars Thanea wurden die Zahlungsmodalitäten erörtert und festgelegt. Darüber hinaus wurde intensiv über ein weiteres potenzielles Übernahmeziel gesprochen.

Weitere Tagesordnungspunkte bildeten die Finanzierung der SYZYGY Gruppe sowie die Geschäftsentwicklung in New York.

Abschließend beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,28 vorzuschlagen.

In der Sitzung am 3. März 2014 wurden mögliche Integrationsszenarien für einen Akquisitionskandidaten diskutiert und konkretisiert. Die Übernahmeverhandlungen wurden zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund divergierender Interessen eingestellt.

Am 31. März 2014 fand die Bilanzsitzung unter Anwesenheit der Abschlussprüfer statt. Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2013 detailliert von den Mitgliedern des Vorstands erläutern.

Die Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen beantworteten der Vorstand und die Abschlussprüfer zur vollsten Zufriedenheit. Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen. Im Anschluss an die Ausführungen wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gebilligt und festgestellt.

Zudem wurde in der Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2014 verabschiedet. Dabei wurde der Beschluss gefasst, der Hauptversammlung die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorzuschlagen.

Des Weiteren wurde entschieden, dass die Gesellschaft Verpflichtungen aus dem am 27. Juni 2012 beschlossenen „Aktienoptionsplan 2012“ in Bar vergüten wird.

In der Aufsichtsratssitzung vom 29. April informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung. In diesem Rahmen wurden die Zahlen für das erste Quartal 2014 erörtert und anschließend genehmigt.

Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildete der Digital Innovation Day (DID2014), der sich mit digitalen Innovationsthemen befasst und ein zentrales Element der Marketingstrategie der SYZYGY Gruppe darstellt.

Am Vorabend der ordentlichen Hauptversammlung, dem 5. Juni 2014, gab der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Überblick über die jüngste Geschäftsentwicklung. Ebenso wurde über das Wertpapierportfolio und die Strategie zur Anlage der liquiden Mittel der Gesellschaft gesprochen.

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 6. Juni wurde im Rahmen einer weiteren Aufsichtsratssitzung der Rückkauf von bis zu 100.000 SYZYGY-Aktien über die Börse beschlossen. Der Rückkauf folgte einer Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 und war bis zum 6. Dezember 2014 befristet.

Die Sitzung am 30. Juli diente vorrangig der Erörterung und Genehmigung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2014. Zudem gab der Vorstand einen Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr.

Auf der letzten ordentlichen Aufsichtsratssitzung des Jahres 2014, die am 31. Oktober stattfand, wurden zunächst die 9-Monats-Zahlen erörtert und genehmigt. In diesem Zusammenhang gab der Vorstand erneut einen aktuellen Ausblick auf das verbleibende Jahr.

Im Anschluss wurden die Chancen und Risiken der Akquisition eines potenziellen Übernahmekandidaten intensiv diskutiert.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erklärung zur Unternehmensführung, die auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex enthält, und die dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung in schriftlicher Form zugeleitet worden war. Die Erklärung wurde nach der Verabschiedung gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichnet.

Schließlich wurde beschlossen, Herrn Erwin Greiner mit Wirkung zum 1. Januar 2015 zum Finanzvorstand zu berufen. Ausschlaggebend für die Berufung waren die herausragende Expertise und das persönliche Engagement Herrn Greiners, mit denen er in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Wachstum und zum Erfolg der SYZYGY Gruppe beigetragen hat. In der neu geschaffenen Position verantwortet er die Bereiche Finanzen, Recht, Verwaltung und Investor Relations.

Die erste Aufsichtsratssitzung im laufenden Geschäftsjahr 2015 fand am 27. Januar statt. Hier wurde das Budget 2015 diskutiert und verabschiedet; nach ausführlicher Diskussion und anschließender Genehmigung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 wurde beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,35 vorzuschlagen.

Darüber hinaus fand am 27. März 2015 eine Aufsichtsratssitzung zur Bilanzfeststellung statt, bei der der Wirtschaftsprüfer anwesend war.

Zwischen diesen Terminen standen Vorstand und Aufsichtsrat im kontinuierlichen Dialog. Insbesondere hat der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie weitere wichtige Ereignisse schriftlich berichtet.

Besetzung und Ausschüsse

Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder der SYZYGY AG endete nach Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 zu beschließen hatte. Daher wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2014 eine Neuwahl durchgeführt. Alle zu diesem Zeitpunkt amtierenden Aufsichtsratsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden von der Hauptversammlung in ihrem Amt bestätigt.

Der Aufsichtsrat der SYZYGY AG besteht mit den Herren Michael Mädel als Vorsitzendem, Wilfried Beeck und Thomas Strerath somit weiterhin aus drei unabhängigen Mitgliedern, die ausschließlich Aktionärsinteressen vertreten.

Die Amtsperiode umfasst die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe auch im Berichtsjahr auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Wilfried Beeck, der als Finanzexperte über umfassende Kenntnisse in der Rechnungslegung und internen Kontrollverfahren verfügt, begleitete die Themen Jahresabschluss, Prüfung und die Wahl des Wirtschaftsprüfers besonders intensiv.

Die Hauptversammlung erteilte den Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern am 6. Juni 2014 Entlastung für das Geschäftsjahr 2013.

Corporate Governance

Am 31. Oktober 2014 veröffentlichte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG als Teil der umfassenderen Erklärung zur Unternehmensführung. Die Corporate Governance Erklärung basiert auf dem Kodex in der zu diesem Zeitpunkt gültigen Fassung vom 24. Juni 2014.

Die SYZYGY AG entspricht mit wenigen Ausnahmen den im DCGK formulierten Prinzipien. Die Ausnahmen werden in der entsprechenden Erklärung dargelegt und begründet.

Der Vergütungsbericht, der die Höhe und die Struktur der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates offenlegt, ist gemäß dem DCGK im Lagebericht oder im Konzernanhang anhand der dem Kodex angehängten Mustertabellen abzugeben. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates finden sich im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2014.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung, Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung hat am 6. Juni 2014 auf Vorschlag des Aufsichtsrates die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, als Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat hat keine Umstände festgestellt, die eine Befangenheit des Wirtschaftsprüfers begründet hätten. Der Wirtschaftsprüfer selbst hat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Neben den Abschlussprüfungen sind prüfungsnahe Dienstleistungen in Höhe von TEUR 6 Honorarumsatz an die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vergeben worden.

Die BDO hat im Auftrag des Aufsichtsrates den Jahresabschluss und Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die vollständigen Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte und der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Beschlussfassung zugeleitet. Ferner informierte der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat über die Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagements, bei der keine Schwächen festgestellt wurden.

Nach kritischer Prüfung sämtlicher Vorlagen ließ sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung vom 27. März 2015 die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2014 ausführlich von den Mitgliedern des Vorstands erörtern. Die ebenfalls anwesenden Abschlussprüfer legten die Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfungen dar. Fragen wurden vom Vorstand und von den Abschlussprüfern zur vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Der Aufsichtsrat konnte sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und Prüfungsberichte überzeugen.

Auf Basis der eigenen Prüfungen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte sah der Aufsichtsrat keinen Grund zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat daher den Jahresabschluss und Lagebericht der SYZYGY AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht gebilligt und feststellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands ebenso wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SYZYGY Gruppe seinen Dank für ihr Engagement aus. Wir freuen uns auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen für das laufende Geschäftsjahr viel Erfolg.

 

Bad Homburg, den 27. März 2015

Der Aufsichtsrat

Michael Mädel, Vorsitzender des Aufsichtsrates