SYZYGY AG

Bad Homburg

Zwischenbericht zum 30. Juni 2016

Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns

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2. Quartal
Januar-Juni

2016 2015 Veränd. 2016 2015 Veränd.

kEUR kEUR
kEUR kEUR
Umsatzerlöse 16.405 13.974 17% 30.830 27.633 12%
EBITDA 1.899 1.501 27% 3.698 3.090 20%
EBITDA-Marge 11,6% 10,7% 0,9pp 12,0% 11,2% 0,8pp
EBIT 1.479 1.208 22% 2.954 2.546 16%
EBIT-Marge 9,0% 8,6% 0,4pp 9,6% 9,2% 0,4pp
Finanzergebnis 404 524 -23% 800 1.080 -26%
Konzernergebnis 1.376 1.315 5% 2.723 2.709 1%
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,10 0,10 0% 0,20 0,20 0%
Zahl der Mitarbeiter inkl. Freelancer 602 528 14% 602 528 14%
Liquide Mittel und Wertpapiere 21.772 26.987 -19% 21.772 26.987 -19%
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 1.070 -1.900 n.a. 1.211 -3.062 n.a.

1. Allgemein

Im folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden "SYZYGY", "Konzern" oder "Gruppe") dargestellt. Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende Konzernabschluss wurde nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Grundlagen des Konzerns

2.1. Geschäftstätigkeit und Struktur

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Bilanzstichtag inklusive der freien Mitarbeiter rund 600 Personen an Standorten in Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA.

Zum Konzern gehören neben der SYZYGY AG als Holding zehn Tochtergesellschaften: Ars Thanea Rozbicki s.k.a., Hi-ReS! Berlin GmbH, Hi-ReS! London Ltd, SYZYGY Deutschland GmbH, SYZYGY Digital Marketing Inc., SYZYGY München GmbH, SYZYGY UK Ltd, uniquedigital GmbH sowie Unique Digital Marketing Ltd.

Im April 2016 erwarb die SYZYGY Gruppe 70 Prozent der Anteile an der in Berlin ansässigen USEEDS° GmbH. Durch die Beteiligung an USEEDS° verstärkt sich die Gruppe im Bereich Customer Experience.

Die operativen Einheiten der SYZYGY Gruppe decken die komplette Wertschöpfungskette im digitalen Marketing ab: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Hosting, digitalen Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Marketing-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience und Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen sowie die Entwicklung von Spielen für Smartphones und Tablets komplettieren das Serviceangebot.

Die Schwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT, Konsumgüter und Finanzdienstleistungen.

2.2. Konzernsteuerung

Die Organisationsstruktur der SYZYGY Gruppe ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von quantitativen und qualitativen Zielen (Management by Objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Kontrolle des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, in dem die Finanzzahlen den Planwerten auf monatlicher Basis gegenübergestellt werden, und welches die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet.

Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY Konzern gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Diese werden im nachfolgenden Lagebericht ausführlich dargestellt und erläutert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

SYZYGY zieht zur Steuerung des Konzerns und für Managemententscheidungen keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren heran. Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung hat SYZYGY jedoch nicht-finanzielle Faktoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg der Gruppe grundsätzlich als bedeutsam erachtet werden. Einige davon werden im Folgenden aufgeführt.

Mitarbeiter

Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Um sie zu halten und neue Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität, Austausch und Begegnung bieten, eine offene, kommunikative Führungskultur, flexible Arbeitszeitmodelle, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events. Darüber hinaus hat SYZYGY eine standardisierte Maßnahme zur Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung eingeführt, die vom Unternehmen bezuschusst wird.

Vorstand

Marco Seiler, Gründer der SYZYGY Gruppe, verlässt SYZYGY nach mehr als 21 Jahren zu Ende August 2016. Lars Lehne, der im April diesen Jahres in den Vorstand der SYZYGY Gruppe berufen wurde, übernahm mit Wirkung zum 7. Juli 2016 den CEO-Posten von Marco Seiler.

Innovationsfähigkeit

Digitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen.

Um diesen Wandel zu antizipieren und aktiv mitzugestalten, veranstaltet die SYZYGY Gruppe den Digital Innovation Day, auf dem internationale Vordenker und Bestsellerautoren zu Innovationsthemen rund um digitales Marketing referieren.

Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Software-Entwicklung, IT-Management, Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind.

Awards

Auszeichnungen bei renommierten Kreativ- und Effizienz-Awards sind ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit der Gruppe und erhöhen ihre Attraktivität für (potenzielle) Kunden und Mitarbeiter. SYZYGY nimmt regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Getragen von der Binnenkonjunktur ist die Wirtschaft in der Eurozone überraschend gut und dynamisch ins Jahr 2016 gestartet. In den ersten drei Monaten des Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Einige Sondereffekte wirkten sich günstig aus und führten zu einer gewissen Überzeichnung der Wachstumsrate. Diese begrenzten aber ebenso die Expansionsmöglichkeiten für das zweite Quartal 2016. Folglich führte ein anhaltend gedämpftes Wachstum mit nur 0,3 Prozent in den Monaten April bis Juni zum schwächsten Quartal seit Q4/2014. Die Wachstumsrate im Juni blieb gegenüber Mai unverändert und rührte daher, dass der Aufschwung im Industriebereich von der Abkühlung im Servicesektor überkompensiert wurde.

Belastungen für die europäische Konjunktur stellen externe Risiken, wie das langsamere Wachstum in den aufstrebenden Märkten und geopolitische Spannungen, aber auch EU-interne Faktoren wie die italienische Bankenkrise, eine weiterhin schwache Wirtschaft in Griechenland, die Schuldenkrise in Spanien und Portugal, die Flüchtlingsmigration und hohe Volumina notleidender Kredite in Teilen des europäischen Bankensystems dar. Darüber hinaus sorgen der Brexit und dessen noch nicht absehbaren Folgen für erhöhte Unsicherheit. Experten rechnen mit einer Erholung der Ölpreise, die so ihre stützende Wirkung auf die Märkte verlieren könnten.

Der weiterhin schwache Euro hilft der Exportwirtschaft; eine äußerst lockere Geldpolitik fördert mit leichterem und billigerem Zugang zu Finanzmitteln eine Belebung der Investitionstätigkeiten und sich allmählich bessernde Arbeitsmarktbedingungen setzen in der Eurozone positive Impulse. Optimistisch stimmt die Konvergenz unter den großen Mitgliedstaaten der Eurozone, was für die mittelfristige Stabilität des Währungsraumes von großer Bedeutung ist. Die Europäische Kommission erwartet für 2016 ein Wachstum von 1,6 Prozent im Euroraum und 1,8 Prozent in der EU.

Die führenden Forschungsinstitute ifo, INSEE und ISTAT korrigierten ihre Prognosen nach dem Brexit-Referendum leicht nach unten und erwarten, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,4 und vierten Quartal 2016 nur noch 0,3 Prozent wächst.

Auch die deutsche Wirtschaft startete mit einem starken ersten Quartal in das neue Jahr und legte im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent zu. Dabei wirkten die staatlichen Ausgaben für die Integration und Unterbringung der Flüchtlinge wie ein kleines Konjunkturpaket. Nach dem starken Jahresbeginn dürfte es im zweiten Vierteljahr auch in Deutschland eine kleine Delle in der Wachstumskurve gegeben haben.

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ging im Februar diesen Jahres überraschend deutlich auf 105,8 Punkte zurück, konnte sich aber bis Juni 2016 mit 108,7 Punkten auf das höchste Niveau des Jahres steigern. Die Befragten waren mit der aktuellen Geschäftslage zufriedener, die Aussichten für die nächsten Monate verbesserten sich sogar deutlich. Der ifo Konjunkturtest für das Dienstleistungsgewerbe zeigt eine Stimmungsaufhellung, der Indikator stieg auf 27,2 Saldenpunkte und bewegt sich damit auf einem hohen Niveau. Die Dienstleister sind für die kommenden Monate optimistischer, nehmen ihre expansiven Beschäftigungspläne aber erneut etwas zurück. Diese Daten wurden vor einer Entscheidung über den Brexit erhoben.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut DIW in Berlin geht für das zweite Quartal von einer Wachstumsrate von rund 0,3 Prozent zum Vorquartal aus und bestätigt, dass Dienstleistungsbereiche das derzeitige Wachstum tragen.

Experten des ifo Institutes erwarten, dass die Entscheidung der Briten gegen einen Verbleib in der EU der deutschen Konjunktur in diesem und nächsten Jahr nur einen kleinen Dämpfer versetzen und im Jahr 2016 um 0,1 und 2017 0,1 bis 0,2 Prozent weniger wachsen wird. Schwächere Exporte und geringere Investitionen führen zu nur geringen Effekten und gefährden den Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr drei Jahren befindet, nicht spürbar. Der DIW hingegen warnt vor einer deutlichen Minderung der britischen Importe in der Automobilbranche sowie für pharmazeutische und chemische Erzeugnisse und sieht die Gefahr, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft um einen halben Prozentpunkt im kommenden Jahr geringer ausfallen könnte. Die Abwertung des britischen Pfundes gegenüber dem Euro dürfte den Nachfragerückgang und damit die Auswirkungen noch verstärken.

Die britische Wirtschaft startete mit einem BIP-Wachstum von 0,4 Prozent gegenüber dem Stand des Schlussquartals 2015 in das neue Jahr. Das Wachstum wurde von privaten Haushalten und dem Staat getragen; dagegen fielen Investitionen auf Unternehmensseite um 0,6 Prozent, Ausfuhren gingen um 0,4 Prozent zurück. Ökonomen erwarten eine weitere Abschwächung im Jahresverlauf, nicht wenige Experten halten eine Rezession für möglich. Volkswirte von Standard Life Investments erwarten für 2017 ein Wachstum von nur 0,2 Prozent, vor der Brexit-Entscheidung lag dieser Wert bei 2,1 Prozent.

Die US-Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,1 Prozent, im Vergleich zum vierten Quartal 2015 um 0,3 Prozent geringer. Für das Gesamtjahr rechnen Experten des IWF mit einem Wachstum von 2,2 Prozent für 2016, welches sich in 2017 auf 2,5 Prozent beschleunigen könnte und bescheinigen der größten Volkswirtschaft der Welt eine gute Verfassung.

In Polen lastet das überraschend schwache Wirtschaftswachstum auf der Währung. Im zweiten Quartal wuchs die polnische Wirtschaft nur um 2,4 Prozent und lag damit um rund 1 Prozent hinter Analystenerwartungen zurück. Volkswirte der BRE Bank sehen eine drastische Abkühlung und rechnen mit Zinssenkungen.

3.2. Entwicklung des Werbemarktes

Statistiken zur Entwicklung des Werbemarktes im zweiten Quartal 2016 waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts kaum verfügbar. Zudem sieht SYZYGY die Aussagekraft von Werbestatistiken als begrenzt an, da die Ergebnisse und Prognosen aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden stark divergieren. Vor dem Hintergrund der insgesamt robusten Konjunktur in den ersten beiden Quartalen 2016 sowie überwiegend positiver Prognosen für das Gesamtjahr 2016 ist jedoch davon auszugehen, dass Unternehmen ihre Marketingbudgets tendenziell erhöht haben.

Auch im Werbemarkt spielt die Unsicherheit, die aus dem Brexit hervorgeht, eine große Rolle. Die Folgen des Austritts der Briten aus der EU für die Digital- und Werbewirtschaft sind nicht absehbar.

Das Informationsunternehmen Nielsen vermeldet, dass sich der deutsche Werbemarkt im ersten Quartal des Jahres gegenüber dem Vorjahreshalbjahr positiv entwickelt hat und so am Trend des Vorjahres anknüpft. Der Gesamtmarkt wuchs um 5,6 Prozent und bilanziert Bruttoausgaben in Höhe von EUR 6,9 Mrd. Bezieht man den Monat April 2016 in die Betrachtung mit ein, liegt die Steigerung sogar bei 6,6 Prozent, denn es wurden in Summe EUR 9,4 Mrd. ausgegeben. Im Hinblick auf die sportlichen Großereignisse, die noch im Juni stattfanden, dürfte sich dieser Wachstumstrend im gesamten ersten Halbjahr noch verstärkt haben. Im Segment der mobilen Werbung stiegen die Umsätze im ersten Quartal um 42,5 Prozent, im Bereich Internet wurden jedoch 3,7 Prozent weniger investiert.

Die Unsicherheit über den Ausgang des EU-Referendums schlug sich gemäß dem IPA Bellwether Report auch auf die Werbebranche in Großbritannien mit Abschluss des ersten Quartals 2016 nieder. 21 Prozent der Befragten gaben an, dass die Marketing Budgets in den ersten drei Monaten gestiegen sind, 18 Prozent hingegen verzeichneten einen Rückgang, in Summe ergibt sich ein Wachstum von 3,0 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr 2016 liegt bei 3,3 Prozent, spiegelt aber noch nicht die Brexit-Entscheidung wider.

3.3. Mitarbeiter

Der Personalbestand der SYZYGY Gruppe ist während der Berichtsperiode weiter angestiegen: Zum 30. Juni 2016 beschäftigte die SYZYGY Gruppe 546 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Anstieg um 71 Personen im Vergleich zum 31. März 2016, bzw. 64 Personen zum Ende des Vorjahreshalbjahres rührte in erster Linie aus der Integration von 42 Mitarbeitern von USEEDS° in die Gruppe. Aber auch das Umsatzwachstum der anderen operativen Gesellschaften der SYZYGY Gruppe führte zu einem entsprechenden Aufbau der Mitarbeiterzahlen.

Die Zahl der Freelancer betrug zum Stichtag rund 56 Personen (Basis: FTE), dies sind 10 Personen mehr als im ersten Halbjahr 2015. 341 Personen (62 Prozent) waren in den sechs deutschen Gesellschaften tätig und 111 (20 Prozent) in den britischen Agenturen. Für Ars Thanea arbeiteten zum Quartalsende 75 Personen (14 Prozent) und für SYZYGY Digital Marketing in New York 19 Mitarbeiter.

In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen haben sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Jahresende 2015 keine signifikanten Veränderungen ergeben. Der Bereich Technologie umfasst nun 20 Prozent (Q4 2015: 23 Prozent) der Mitarbeiter. Der Anteil der Mitarbeiter in der Kreation (21 Prozent) und im Online Marketing (20 Prozent) erhöhte sich leicht um zwei bzw. um einen Prozentpunkt. In der Strategie/Beratung arbeiteten zu Ende des ersten Halbjahres 11 Prozent der Mitarbeiter. Im Bereich Projektmanagement ist ein leichter Rückgang von 18 auf 17 Prozent zu verzeichnen. In der Verwaltung arbeiteten zum Ende des Berichtszeitraumes 62 Personen, was einem im Vergleich zum Jahresende 2015 gleichbleibenden Anteil von 11 Prozent der Belegschaft entspricht.

Im Periodendurchschnitt waren 593 Personen -inklusive rund 60 freier Mitarbeiter -für die SYZYGY Gruppe tätig. Daraus ergibt sich ein annualisierter Pro-Kopf-Umsatz von EUR 110.000 (Vorjahr: EUR 104.000, mit durchschnittlich 534 Personen).

3.4. Investitionen, Forschung und Entwicklung

Im ersten Halbjahr 2016 investierte SYZYGY rund EUR 0,3 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Dies umfasst Investitionen in Ausstattungsgegenstände für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten der SYZYGY Gruppe.

3.5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe

3.5.1. Ertragslage

Die SYZYGY Gruppe berichtet Billings und Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse ergeben sich, indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Online Marketing-Gesellschaften als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen.

In beiden Kennzahlen erzielte die SYZYGY Gruppe in der Berichtsperiode deutliches Wachstum: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Billings um 8 Prozent auf EUR 74,2 Mio. und die Umsatzerlöse um 12 Prozent auf EUR 30,8 Mio. gesteigert werden; dies entspricht erneut Rekordwerten in einem Halbjahr.

Zu dieser positiven Entwicklung haben insbesondere Neukundengewinne beigetragen. Die Entwicklung der Bestandskunden war unterschiedlich, insbesondere die Automobilhersteller hatten im ersten Halbjahr ihre Budgets im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert, während andere Kundensegmente zulegten. In Summe wiegen sich die Effekte bei den Bestandskunden auf. Auch hat die Ausweitung des Geschäfts auf neue Märkte das Wachstum unterstützt. Dabei macht sich die engere Anbindung an WPP positiv bemerkbar -auch wenn die Effekte bislang gering sind.

34 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftete SYZYGY mit Kunden aus der Automobilbranche, das sind 9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreshalbjahr. Auf den Bereich Konsumgüter entfielen rund 27 Prozent der Erlöse, dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozent, 12 Prozent wurden mit Unternehmen aus IT und Telekommunikation generiert (Vorjahr: 11 Prozent). Der Umsatzanteil von Kunden aus der Finanzbranche erhöhte sich von 8 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 10 Prozent. Rund 17 Prozent der Umsatzerlöse entfielen auf Unternehmen, die keiner dieser vier Kernbranchen zugeordnet werden können. Durch die Integration von USEEDS° ergeben sich Verschiebungen, wie auch durch eine schwächere Investitionsneigung der Automobilbranche im ersten Halbjahr 2016.

Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 56 Prozent des Gesamtumsatzes, dies ist ein Rückgang von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung in der Berichtsperiode negativ beeinflusst, so dass das Wachstum um rund EUR 0,5 Mio., bzw. 2 Prozent gehemmt wurde. Insbesondere das Britische Pfund neigte im Jahresverlauf zur Schwäche. Die Entscheidung des Brexit wird diesen Trend voraussichtlich verstärken. So lag der Durchschnittskurs in der Vorjahresperiode bei EUR 1,36 und in der Berichtsperiode bei EUR 1,29 gegenüber einem Britischen Pfund. Ebenso haben Polnische Zloty leicht an Wert verloren, während der US-Dollar im Periodendurchschnitt konstant war.

3.5.2. Betriebsausgaben und Abschreibungen

Die Einstandskosten der erbrachten Leistungen stiegen im Vergleich zum Umsatzwachstum leicht unterproportional um 8 Prozent auf EUR 21,8 Mio. Die Rohmarge erhöhte sich in der Folge um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei EUR 3,2 Mio. und stiegen im Vergleich zum Vorjahreswert um 27 Prozent. Das Wachstum der SYZYGY Gruppe und insbesondere Aufwendungen in Zusammenhang mit Akquisitionen führten in der Berichtsperiode zu zusätzlichen Kosten im Bereich der Verwaltung.

Die Vertriebs- und Marketingkosten summierten sich im ersten Halbjahr 2016 auf EUR 3,1 Mio. und stiegen damit überproportional um 23 Prozent. Im ersten Halbjahr initiierte Neugeschäftsaktivitäten und Marketingmaßnahmen sowie die Durchführung des Digital Innovation Day haben zu dieser Entwicklung geführt.

Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich auf EUR 0,7 Mio. und liegen damit leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (EUR 0,5 Mio.).

3.5.3. Operatives Ergebnis und EBIT-Marge

Der operative Gewinn der SYZYGY Gruppe konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von EUR 2,5 Mio. um 16 Prozent auf EUR 3,0 Mio. oder 9,6 Prozent EBIT-Marge gesteigert werden. Positiv hervorzuheben ist, dass zu dem guten Ergebnis alle Segmente einen Betrag geleistet haben.

Die Währungseffekte haben sich beim operativen Ergebnis kaum ausgewirkt. Während die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung und damit des operativen Gewinns auf Grund des schwächeren Britischen Pfund und des schwächeren Polnischen Zloty zu einem geringeren absoluten Wert führt, verändert sich die EBIT-Marge dadurch nicht. Die Auswirkungen sind auch in absoluter Größe nicht wesentlich und liegen bei unter EUR 0,1 Mio.

3.5.4. Finanzergebnis

Durch das aktive Management der liquiden Mittel hat SYZYGY in der Berichtsperiode ein Finanzergebnis von EUR 0,8 Mio. erwirtschaftet. Dieser Wert liegt unter dem der Vergleichsperiode und entspricht einer annualisierten Rendite von 6,5 Prozent auf die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven. Das Finanzergebnis ergibt sich primär aus Zinserträgen aus Unternehmensanleihen sowie der Realisierung von Gewinnen aus Wertpapieren. Inzwischen wurden rund ein Viertel der Wertpapiere in USD-Anleihen investiert, da das Zinsniveau in USD höher als bei EUR-Anleihen vergleichbarer Bonität liegt und der USD zur Stärke tendiert.

3.5.5. Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je Aktie

Die positive Geschäftsentwicklung der SYZYGY Gruppe spiegelt sich in einem Vorsteuerergebnis von EUR 3,8 Mio. wider. Im Vorjahreshalbjahr betrug das Vorsteuerergebnis EUR 3,6 Mio. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um 4 Prozent. Nach Abzug von Steuern in Höhe von EUR 1,0 Mio. ergibt sich ein Konzernergebnis von EUR 2,7 Mio.

Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 12.717 in Tausend gewinnberechtigten Aktien und nach Abzug von Minderheitsanteilen in Höhe von EUR 0,2 Mio. beträgt das unverwässerte Ergebnis für das erste Halbjahr 2016 je Aktie EUR 0,20; dies entspricht dem Niveau des Vergleichszeitraumes im Vorjahr.

3.5.6. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente nach geographischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen "Deutschland", "Großbritannien" den "Vereinigten Staaten" sowie den "Sonstigen Segmenten". Letzteres enthält die Gesellschaft Ars Thanea, die gemäß IFRS 8.13 nicht groß genug ist, um als geographisch eigenständiges Segment berichtet zu werden.

Das Wachstum der SYZYGY Gruppe wurde im Wesentlichen von den Segmenten USA und Deutschland getragen.

Die dynamische Entwicklung in den Vereinigten Staaten hält an. Die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit von AVIS USA hat das Geschäft der amerikanischen Tochtergesellschaft deutlich gestärkt. Ferner tragen die Umsatzverlagerungen von ca. EUR 0,7 Mio. vom Segment "Großbritannien" hin zu den USA als auch Neugeschäft von Ars Thanea im amerikanischen Markt zum Wachstum bei. Dadurch konnte die amerikanische Agentur ihre Umsatzerlöse von EUR 1,5 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 4,0 Mio. im ersten Halbjahr 2016 steigern.

Die deutschen Agenturen konnten im ersten Halbjahr ihre Umsatzerlöse erheblich um 15 Prozent auf EUR 19,1 Mio. steigern. Das operative Ergebnis wuchs um 10 Prozent und erreichte EUR 3,0 Mio.

Das Segment "Großbritannien" generierte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 6,9 Mio. und blieb damit um 18 Prozent oder EUR 1,5 Mio. hinter dem Vorjahreswert zurück. Auch das operative Ergebnis war mit EUR 0,8 Mio. leicht rückläufig, jedoch bei einer EBIT Marge von 11 Prozent weiterhin sehr profitabel. Die Währungseffekte hatten innerhalb des Segments mit rund EUR -0,5 Mio. einen signifikanten Einfluß auf die Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge und das operative Ergebnis sind durch das schwächere Britische Pfund jedoch kaum berührt.

In "Sonstige Segmente" wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1,5 Mio. erwirtschaftet, dies entspricht einem Wachstum von 13 Prozent. Das operative Ergebnis belief sich auf EUR 0,2 Mio. bei einer EBIT-Marge von 17 Prozent.

Die Umsatzverteilung nach Segmenten stellte sich im ersten Halbjahr 2016 wie folgt dar: 60 Prozent der Erlöse wurden von den deutschen Gesellschaften erwirtschaftet, 22 Prozent von den britischen, 13 Prozent im Segment "Vereinigte Staaten" und 5 Prozent von Ars Thanea. Beim EBIT entfallen 65 Prozent auf das Segment "Deutschland", 17 Prozent auf "Großbritannien", 13 Prozent auf "Vereinigte Staaten" und 5 Prozent auf "Sonstige Segmente."

3.5.7. Finanzlage

SYZYGY verfügte zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von insgesamt EUR 21,8 Mio., dies entspricht einem Rückgang um EUR 5,0 Mio. oder 19 Prozent zum 31. Dezember 2015. Während sich der Bestand der liquiden Mittel um EUR 2,9 Mio. auf EUR 6,7 Mio. erhöhte, reduzierte sich der Wertpapierbestand auf EUR 15,1 Mio.

Somit waren 69 Prozent der Mittel in Unternehmensanleihen investiert, 31 Prozent entfielen auf Bankguthaben. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen betrug 6,6 Jahre.

Der Gesamt-Cash-Flow der SYZYGY Gruppe war zum Stichtag mit EUR 3,1 Mio. positiv. Diese Entwicklung teilt sich im Wesentlichen in einen positiven Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit von EUR 1,2 Mio. sowie in den positiven Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten von EUR 2,1 Mio. auf. Dieser umfasst den Verkauf (EUR 17,6 Mio.) und Erwerb (EUR -9,8 Mio.) von Wertpapieren sowie den Erwerb von konsolidierten Unternehmen (EUR -4,7 Mio.).

Zum positiven operativen Cash-Flow haben insbesondere das Periodenergebnis von EUR 2,7 Mio. und die Abschreibungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. beigetragen. Diese Effekte wurden durch eine höhere Kapitalbildung reduziert, indem die Forderungen entsprechend des Umsatzwachstums um EUR 1,5 Mio. zunahmen, während das kurzfristige Fremdkapital weitgehend konstant blieb. Verschiebungen ergaben sich auf Grund des Stichtags zwischen den Rückstellungen, Kundenanzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich weitgehend aufheben.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit war bedingt durch die Zahlung von Dividenden an Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR -0,1 Mio. negativ.

3.5.8. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SYZYGY Gruppe hat sich zum Stichtag auf EUR 78,5 Mio. erhöht, die Steigerung um EUR 1,0 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2015 entspricht einem leichten Plus von 1 Prozent.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um rund 16 Prozent auf EUR 35,2 Mio. Dieser Anstieg ist auf den Erwerb der Anteile an USEEDS° zurückzuführen.

Bei den kurzfristigen Aktiva war ein Rückgang um EUR 3,8 Mio. oder 8 Prozent auf EUR 43,4 Mio. zu verzeichnen. Dafür sind sowohl eine Reduzierung des Wertpapierbestandes und der liquiden Mittel um EUR 5,0 Mio. (-19 Prozent) auf EUR 21,8 Mio. und ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8 Prozent auf EUR 20,1 Mio. verantwortlich.

Mit EUR 52,2 Mio. lag das Eigenkapital um EUR 1,0 Mio. oder 2 Prozent leicht über dem Wert zum 31. Dezember 2015. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 66 Prozent.

Das kumulierte übrige Konzernergebnis beträgt EUR -1,4 Mio. und liegt damit um EUR 2,1 Mio. unter dem Wert zum 31. Dezember 2015. Dieser Posten enthält im Wesentlichen nicht realisierte Kursveränderungen bei Fremdwährungspositionen und Wertpapieren.

Die kurzfristigen Passiva lagen mit EUR 23,7 Mio. nahezu auf dem Niveau des Jahresendes 2015 (EUR 23,9 Mio.). Darin enthalten sind im Wesentlichen der Rückgang von EUR -2,6 Mio. auf EUR 5,2 Mio. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen sowie ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen von EUR 7,1 Mio. auf EUR 10,2 Mio.

4. Prognosebericht

4.1. Prognoseannahmen

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY Gruppe Faktoren, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum des Konzerns auswirken. Insbesondere die mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU sind derzeit nicht abzusehen und kalkulierbar. Die erhöhte Unsicherheit wird fortan bestehen und damit dämpfend auf die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich wirken, sollten sich die Austrittsverhandlungen über Monate oder gar Jahre hinziehen und die Bedingungen für den zukünftigen Handel, die Migration und die Kapitalflüsse zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ungeklärt bleiben.

Alle Aussagen über die Zukunft der Gruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher in den Folgeperioden abweichen.

Die SYZYGY Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung. Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen und werden erst nach Abschluß einer Transaktion in den Prognosen berücksichtigt.

Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen, wenn über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können.

4.2. Allgemeine Wirtschaftslage

SYZYGY geht derzeit von einem moderaten Wachstum in den für die Gruppe relevanten Kernmärkten aus. Insgesamt überwiegen die positiven Faktoren für das Wirtschaftswachstum.

Deutschland wird voraussichtlich erneut stärker wachsen als andere europäische Länder. Dennoch werden auch hier die Unsicherheit und der Pessimismus hinsichtlich der Konjunkturprognosen aufgrund des Brexit und seiner Auswirkungen deutlich.

So fiel der ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung für die deutsche Konjunktur kräftig auf den niedrigsten Stand seit November 2012. Für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum ist der Ausblick der Experten ebenfalls drastisch, der Index fiel um mehr als 30 Punkte auf -14,7 Punkte ab. Ökonomen der OECD, der Bundesbank, des DIW und des ifo Institutes bestätigten im Juni noch Prognosen für das Wachstum in Deutschland zwischen 1,6 und 1,8 Prozent für das laufende Jahr. Der Internationale Währungsfonds korrigierte im Juli seine Jahresprognosen für 2017 wegen des Brexit-Votums nach unten. In seiner aktualisierten Prognose sagen die Sachverständigen für den Euroraum eine Zuwachsrate von 1,4 Prozent voraus; in Deutschland soll die Wirtschaft um nur 1,2 Prozent wachsen. Am stärksten trifft das Votum nach Einschätzung der Ökonomen die britische Wirtschaft -für 2016 rechnen sie mit einem Wachstum von nur noch 1,7 Prozent (-0,2 Prozent) und für 2017 statt 2,2 Prozent nur noch mit 1,3 Prozent.

4.3. Werbemarkt

Die Bereitschaft von Unternehmen in Marketingmaßnahmen zu investieren, hängt in hohem Maße von der allgemeinen Wirtschaftslage ab. Alle Schätzungen und Prognosen, die nachfolgend aufgeführt werden, unterliegen der besonderen Unsicherheit durch die Entscheidung für den Brexit und entstanden vor dem Votum und sind daher nur begrenzt aussagefähig. Dennoch rechnet SYZYGY angesichts der derzeit überwiegenden positiven Konjunkturaussichten für das Jahr 2016 mit tendenziell steigenden Werbebudgets. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich der Anteil von Online-Werbung am Gesamtbudget weiter erhöhen wird.

Für den deutschen Gesamtmarkt liegen die Prognosen des Mediaagenturnetzwerkes Carat bei 1,8 Prozent, für 2017 wird ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet. Die großen Wachstumstreiber in 2016 bleiben weiterhin Online-Videowerbung mit einem Anstieg von 21 Prozent und Mobile Advertising mit 44 Prozent.

Für Großbritannien, das ebenso wie Deutschland zu den Top 5 der weltweiten Werbemärkte gehört, erwarten Branchenkenner von ZenithOptimedia ein Wachstum des Gesamtmarktes von 9,2 Prozent in 2016 für die Jahre 2017 und 2018 durchschnittlich 6,1 Prozent. Großbritannien ist gemessen am Wachstum nach China weltweit der größte mobile Werbemarkt, die Anteile der mobilen Medien machen mehr als die Hälfte (51 Prozent) aus. In diesem Jahr fließen 28 Prozent der gesamten Werbeausgaben in den Bereich mobiler Medien, in 2018 soll der Anteil bereits bei 39 Prozent liegen. Eine von ZenithOptimedia veröffentlichte Analyse zu den negativen Auswirkungen, die die Entscheidung der Briten für den Austritt aus der EU auf den britischen Werbemarkt haben könnte, kam zu dem Ergebnis, dass der Brexit jährlich GBP 70 Mio. an Wachstum in der Werbebranche kosten könnte.

Die Wachstumsaussichten für die USA bewertet die Studie von ZenithOptimedia mit 3,6 Prozent und bis 2018 einen Anstieg der Werbeausgaben von bis zu 3,1 Prozent.

4.4. Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY Gruppe

Obwohl die gesamtwirtschaftlichen Aussichten von Unsicherheit geprägt sind, sieht SYZYGY weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum, die nachhaltige Verschiebung von Marketingbudgets auf digitale Kanäle unterstützt und bestärkt die positive Entwicklung. Reine Online-Werbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen digitalen Marketings dar und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der Gruppe.

Die SYZYGY Gruppe hält die im Zwischenbericht zum 31. März 2016 gegebene Prognose aufrecht und geht davon aus, ihre Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr auf etwa EUR 65,0 Mio. steigern zu können. Das operative Ergebnis wird sich voraussichtlich leicht überproportional zu den Umsatzerlösen erhöhen. Insbesondere die Segmente "Deutschland", "Vereinigte Staaten" und "Sonstige" werden zum Wachstum beitragen, während das Segment "Großbritannien" einen Umsatzrückgang verzeichnen wird.

Die Ertragslage der SYZYGY Gruppe wird von der Entwicklung der operativen Einheiten und von den zukünftigen Zinserträgen der SYZYGY AG bestimmt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."


Bad Homburg v. d. H., den 29. Juli 2016

Der Vorstand

Konzernbilanz

Aktiva

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30.06.2016 30.06.2015 31.12.2015

TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte


Geschäfts- oder Firmenwerte 29.578 26.643 25.080
Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.680 3.480 3.345
Sonstige Vermögenswerte 638 702 674
Aktive latente Steuern 1.259 1.236 1.259
Summe langfristige Vermögenswerte 35.155 32.061 30.358
Kurzfristige Vermögenswerte


Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.721 6.737 3.841
Wertpapiere 15.051 20.250 22.946
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.148 19.167 18.632
Sonstige Vermögenswerte 1.456 1.466 1.762
Summe kurzfristige Vermögenswerte 43.376 47.620 47.181
Summe Vermögenswerte 78.531 79.681 77.539

Passiva

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30.06.2016 30.06.2015 31.12.2015

TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital* 12.828 12.828 12.828
Kapitalrücklage 20.504 20.306 20.306
Eigene Aktien -435 -739 -739
Übriges Konzernergebnis -1.421 1.852 674
Gewinnrücklagen 20.287 15.650 17.806
Eigenkapital der Aktionäre der SYZYGY AG 51.763 49.897 50.875
nicht beherrschende Anteile 458 317 312
Summe Eigenkapital 52.221 50.214 51.187
Langfristige Verbindlichkeiten


Langfristige Verbindlichkeiten 2.383 3.373 2.342
Passive latente Steuern 194 144 146
Summe langfristige Verbindlichkeiten 2.577 3.517 2.488
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen


Steuerverbindlichkeiten 753 665 1.127
Sonstige Rückstellungen 10.151 9.271 7.125
Erhaltene Anzahlungen 4.969 6.079 5.430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.164 8.402 7.797
Sonstige Verbindlichkeiten 2.696 1.533 2.385
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 23.733 25.950 23.864
Summe Passiva 78.531 79.681 77.539

* Bedingtes Kapital TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.200).

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerngesamtergebnisrechnung

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2. Quartal
Januar-Juni

2016 2015 Veränd. 2016 2015 31.12.2015

TEUR TEUR
TEUR TEUR TEUR
Billings 39.636 34.536 15% 74.236 68.523 143.919
Mediakosten -23.231 -20.562 13% -43.406 -40.890 -86.608
Umsatzerlöse 16.405 13.974 17% 30.830 27.633 57.311
Einstandskosten der erbrachten Leistungen -11.565 -10.179 14% -21.754 -20.067 -40.615
Vertriebs- und Marketingkosten -1.667 -1.266 32% -3.064 -2.495 -6.151
Allgemeine Verwaltungskosten -1.618 -1.158 40% -3.173 -2.489 -6.205
Sonstige betriebliche Erträge/ Aufwendungen, netto -76 -163 -53% 115 -36 928
Operatives Ergebnis 1.479 1.208 22% 2.954 2.546 5.268
Finanzergebnis 404 524 -23% 800 1.080 1.975
Ergebnis vor Steuern 1.883 1.732 9% 3.754 3.626 7.243
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -507 -417 22% -1.031 -917 -2.379
Konzernergebnis der Periode 1.376 1.315 5% 2.723 2.709 4.864
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 154 97 59% 242 226 225
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 1.222 1.218 0% 2.481 2.483 4.639
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0 0 n.a. 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden





Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -999 388 -357% -2.120 1.961 1.029
Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Steuern 200 -1.151 n.a. 4 -1.151 -1.401
Übriges Gesamtergebnis der Periode -799 -763 5% -2.116 810 -372
Gesamtergebnis 577 552 5% 607 3.519 4.492
davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 132 97 36% 221 226 221
davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 445 455 -2% 386 3.293 4.271
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (unverwässert in EUR) 0,10 0,10 0% 0,20 0,20 0,37
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (verwässert in EUR) 0,10 0,10 0% 0,20 0,20 0,37


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Veränd.
Billings 8%
Mediakosten 6%
Umsatzerlöse 12%
Einstandskosten der erbrachten Leistungen 8%
Vertriebs- und Marketingkosten 23%
Allgemeine Verwaltungskosten 27%
Sonstige betriebliche Erträge/ Aufwendungen, netto -419%
Operatives Ergebnis 16%
Finanzergebnis -26%
Ergebnis vor Steuern 4%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12%
Konzernergebnis der Periode 1%
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 7%
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG 0%
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden n.a.
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -208%
Erfolgsneutrale Änderung unrealisierter Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Steuern n.a.
Übriges Gesamtergebnis der Periode n.a.
Gesamtergebnis -83%
davon Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Anteile -2%
davon Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der SYZYGY AG -88%
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (unverwässert in EUR) 0%
Ergebnis je Aktie aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (verwässert in EUR) 0%


Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

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Übriges Konzernergebnis

Anzahl Aktien (in 1.000) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Aktien Gewinnrücklage Währungsumrechnung

Stück TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Januar 2015 12.828 12.828 20.294 -831 17.610 -442
Konzernergebnis der Periode



4.639
Übriges Gesamtergebnis der Periode




1.033
Gesamtergebnis



4.639 1.033
Dividende



-4.443
Verkauf eigener Anteile

12 92

31. Dezember 2015 12.828 12.828 20.306 -739 17.806 591
1. Januar 2016 12.828 12.828 20.306 -739 17.806 591
Konzernergebnis der Periode



2.481
Übriges Gesamtergebnis der Periode




-2.099
Gesamtergebnis



2.481 -2.099
Veränderungen aus Erstkonsolidierung und Anteilsveränderungen





Verkauf eigener Anteile

198 304

Auszahlungen an Minderheiten





30. Juni 2016 12.828 12.828 20.504 -435 20.287 -1.508


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Übriges Konzernergebnis



Unrealisierte Gewinne und Verluste Anteile der Aktionäre der SYZYGY AG nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital

TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Januar 2015 1.484 50.943 91 51.034
Konzernergebnis der Periode
4.639 225 4.864
Übriges Gesamtergebnis der Periode -1.401 -368 -4 -372
Gesamtergebnis -1.401 4.271 221 4.492
Dividende
-4.443
-4.443
Verkauf eigener Anteile
104
104
31. Dezember 2015 83 50.875 312 51.187
1. Januar 2016 83 50.875 312 51.187
Konzernergebnis der Periode
2.481 242 2.723
Übriges Gesamtergebnis der Periode 4 -2.095 -21 -2.116
Gesamtergebnis 4 386 221 607
Veränderungen aus Erstkonsolidierung und Anteilsveränderungen

65 65
Verkauf eigener Anteile
502
502
Auszahlungen an Minderheiten
0 -140 -140
30. Juni 2016 87 51.763 458 52.221

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzernkapitalflussrechnung

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Januar-Juni

2016 2015 2015

TEUR TEUR TEUR
Konzernergebnis der Periode 2.723 2.709 4.864
Anpassungen um nicht liquiditätswirksame Effekte:


- Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 739 544 2.122
- Gewinne (-) und Verluste (+) aus dem Verkauf von Wertpapieren -471 -520 -848
- Erträge (-)/Aufwendungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 40 35 23
- Änderung der Earn-Out Verbindlichkeit 0 0 -1.031
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 490 260 -47
Veränderungen der:


- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.883 -1.836 -1.812
-erhaltenen Anzahlungen -419 -1.089 -1.752
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 475 -3.790 -5.453
- Steuerschulden und latente Steuern -483 625 1.513
Cashflow aus der operativen Tätigkeit 1.211 -3.062 -2.421
Veränderung der langfristigen Vermögenswerte -295 457 266
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -798 -573 -1.105
Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens -9.789 -28.617 -40.792
Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 17.595 29.634 38.816
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener flüssiger Mittel -4.657 0 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 2.056 901 -2.815
gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -140 0 0
gezahlte Dividende an Aktionäre der SYZYGY AG 0 -4.443 -4.443
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -140 -4.443 -4.443
Cashflow gesamt 3.127 -6.604 -9.679
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenanfang 3.841 13.017 13.017
Währungsveränderungen -247 324 503
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente zum Periodenende 6.721 6.737 3.841

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Im operativem Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 1), erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 717) und gezahlte Steuern in Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 228) enthalten.

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben

Rechnungslegung

Der Finanzbericht der SYZYGY AG für die ersten 6 Monate 2016 umfasst nach den Vorschriften des § 37 y WpHG i. V. m. § 37 w Abs. 2 WpHG einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dabei wurde der ungeprüfte Zwischenabschluss unter Beachtung der Regelungen des IAS 34 sowie in Übereinstimmung mit DRS 16 erstellt. Dementsprechend wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 gewählt. Der Lagebericht wurde unter den anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt.

Die Rechnungslegungs- und Konsolidierungsgrundsätze werden angewendet, wie im Konzernanhang zum Geschäftsbericht 2015 beschrieben. Ebenso werden die einzelnen Positionen der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung zu den gleichen Bewertungsgrundsätzen dargestellt, wie sie im Geschäftsbericht 2015 beschrieben und angewendet wurden. Die vorliegenden Geschäftszahlen und -angaben sind daher im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht zum Konzernabschluss 2015 zu lesen.

Der Konzernzwischenbericht ist keiner prüferischen Durchsicht gemäß §37 w Abs. 5 WpHG unterzogen worden.

Geschäftstätigkeit der SYZYGY Gruppe

Die SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing.

Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Technologieentwicklung, Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung erbringt. Ferner unterstützt die SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten und realisiert Umsätze aus Projektgeschäften mit Dritten.

Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London, München, Warschau und New York bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites, Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Media-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience und Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen, Animationen und Gaming komplettieren das Serviceangebot.

Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT, Konsumgüter sowie Finanzdienstleistungen.

Konsolidierungskreis und -grundsätze

In den Konzernabschluss zum 30. Juni 2016 wurden neben der SYZYGY AG folgende Tochterunternehmen vollkonsolidiert:

Ars Thanea Rozbicki S.K.A., Warschau, Polen (kurz: Ars Thanea)

Hi-ReS! Berlin GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: Hi-ReS! BER)

Hi-ReS! London Ltd, London, Großbritannien (kurz: Hi-ReS! LON)

SYZYGY Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H., Deutschland (kurz: SYZYGY Deutschland)

SYZYGY Digital Marketing Inc., New York City, Vereinigte Staaten von Amerika (kurz: SYZYGY NY -ehemals: Hi-ReS! New York Inc)

SYZYGY München GmbH, München, Deutschland (kurz: SYZYGY München)

SYZYGY UK Ltd, London, Großbritannien (kurz: SYZYGY UK)

uniquedigital GmbH, Hamburg, Deutschland (kurz: uniquedigital)

Unique Digital Marketing Ltd, London, Großbritannien (kurz: Unique Digital UK)

USEEDS° GmbH, Berlin, Deutschland (kurz: USEEDS°)

Im April 2016 hat die SYZYGY AG 70 Prozent der Anteile an USEEDS° übernommen, um das Dienstleistungsangebot zu erweitern und insbesondere den Bereich Customer Experience zu stärken. Der Übergang der Kontrolle erfolgte am 11. April 2016. Gemäß IFRS 3.62 ergibt sich durch die Akquisition im Einzelnen ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR 224, ein Erwerb von kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 569 sowie von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 144. Ferner wurden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 613 erworben, so dass sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 324 ergibt.

Darüber hinaus hat SYZYGY den Erwerb von weiteren 10 Prozent der Anteile an USEEDS° für das erste Quartal 2019 vereinbart, so dass sich bereits zum Erwerbszeitpunkt eine present ownership für SYZYGY auch in Hinblick auf die zusätzlichen Anteile ergibt. Der Preis für die weiteren Anteile ist von der zukünftigen Geschäftsentwicklung der USEEDS° in den Jahren 2016 bis 2018 abhängig.

Ein sich ergebener Unterschiedsbetrag von rund TEUR 6.008 wurde auf ein Markenrecht in Höhe von TEUR 200 sowie den rechnerischen Ertrag nach Steuern des Auftragsbestands in Höhe von TEUR 75 sowie gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 83 allokiert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 5.816 ausgewiesen, denominiert in EUR. Die endgültige Kaufpreisallokation ist gemäß IFRS 3 spätestens ein Jahr nach dem Vollzug der Transaktion abzuschließen und wird daher zum Ende des Geschäftsjahres verifiziert.

Angaben zu den allgemeinen Konsolidierungsgrundsätzen finden sich im Geschäftsbericht des Jahres 2015 ab Seite 69.

Segmentberichterstattung

Die Anwendung des IFRS 8 fordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung.

Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion zu betrachten. Das Segment Großbritannien umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie Hi-ReS! LON. Das Segment Deutschland setzt sich aus Hi-ReS! BER, SYZYGY Deutschland, SYZYGY München, uniquedigital und USEEDS° zusammen. SYZYGY NY stellt seit 2015 das eigene Segment Vereinigte Staaten dar und Ars Thanea erfüllt nicht die Größenkriterien, um als geographisch eigenständiges Segment berichtet zu werden und ist daher im Bereich "Sonstige Segmente" dargestellt.

Alle Segmente bieten Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot.

Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern an.

Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert.

Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich des auf das jeweilige Segment entfallenden Goodwills, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten und gemindert um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen.

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30. Juni 2016 Deutschland Großbritannien Vereinigte Staaten Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Billings 35.243 16.979 21.228 1.457 1.215 -1.886
Mediakosten -16.136 -10.060 -17.210 0 0 0
Umsatzerlöse 19.107 6.919 4.018 1.457 1.215 -1.886
davon Innenumsätze 587 364 0 538 397 -1.886
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.022 783 591 249 -1.608 -83
Finanzergebnis 51 -2 0 -6 968 -211
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.073 781 591 243 -640 -294
Vermögenswerte 38.220 19.924 7.402 7.858 59.257 -54.130
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 14.666 8.592 0 6.320 0 0
Investitionen 582 157 49 47 11 0
Abschreibungen 440 115 45 137 8 0
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 8.143 5.946 5.950 756 9.361 -3.846
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 319 111 19 75 22 0


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30. Juni 2016 Summe

TEUR
Billings 74.236
Mediakosten -43.406
Umsatzerlöse 30.830
davon Innenumsätze 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 2.954
Finanzergebnis 800
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.754
Vermögenswerte 78.531
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 29.578
Investitionen 846
Abschreibungen 745
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0
Segmentschulden 26.310
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 546


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30. Juni 2015 Deutschland Großbritannien Vereinigte Staaten Sonstige Segmente Zentralfunktion Konsolidierung

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Billings 34.626 14.423 18.415 1.291 702 -934
Mediakosten -18.005 -5.954 -16.931 0 0 0
Umsatzerlöse 16.621 8.469 1.484 1.291 702 -934
davon Innenumsätze 93 220 0 72 598 -983
Operatives Ergebnis (EBIT) 2.736 903 194 193 -1.470 -10
Finanzergebnis 59 9 0 1 1.011 0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.795 912 194 194 -459 -10
Vermögenswerte 24.399 24.648 9.710 7.729 58.619 -45.424
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 8.841 11.095 0 6.707 0 0
Investitionen 472 41 25 27 8 0
Abschreibungen 333 113 43 48 7 0
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Segmentschulden 12.362 5.941 9.881 441 12.451 -11.609
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 253 131 8 72 18 0


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30. Juni 2015 Summe

TEUR
Billings 68.523
Mediakosten -40.890
Umsatzerlöse 27.633
davon Innenumsätze 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 2.546
Finanzergebnis 1.080
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.626
Vermögenswerte 79.681
Davon Geschäfts- und Firmenwerte 26.643
Investitionen 573
Abschreibungen 544
Wertminderungsaufwand für Geschäfts- oder Firmenwert 0
Segmentschulden 29.467
Mitarbeiter am Bilanzstichtag 482


Eigene Aktien

SYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. Der Gesellschaft stehen aus eigenen Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird als Abzugsposten vom Eigenkapital in einer eigenen Position ausgewiesen.

Am 29. Mai 2015 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Mai 2020 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der Gesellschaft zu erwerben. SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Mitarbeitern des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. 54.910 eigene Aktien wurden am 12. April 2016 im Rahmen der Akquisition von USEEDS° an den Verkäufer übertragen, so dass sich zum 30. Juni 2016 insgesamt 78.528 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von EUR 5,54 im Bestand des Unternehmens befanden.

Directors' Dealings

Die Aktienbestände der Organe und die im Berichtszeitraum erfolgten Transaktionen sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Vorstände: Aktien

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Anzahl Marco Seiler Andrew P. Stevens Erwin Greiner Lars Lehne Summe
Stand 31.12.2015 0 0 0 6.000 6.000
Käufe 0 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 0 0 0
Stand 30.06.2016 0 0 0 6.000 6.000

Aufsichtsräte: Aktien

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Anzahl Michael Mädel Wilfried Beeck Ralf Hering Summe
Stand 31.12.2015 0 0 0 0
Käufe 0 10.000 0 10.000
Verkäufe 0 0 0 0
Stand 30.06.2016 0 10.000 0 10.000

Vorstände: Optionen

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Anzahl Marco Seiler Andrew P. Stevens Erwin Greiner Lars Lehne Summe
Stand 31.12.2015 0 0 36.000 0 36.000
Käufe 0 0 0 0 0
Verkäufe 0 0 -18.000 0 -18.000
Stand 30.06.2016 0 0 18.000 0 18.000

Anstatt der Ausgabe von Aktien vergütet die Gesellschaft die Differenz zwischen Ausübungspreis und dem Aktienkurs im Ausübungszeitpunkt in bar. Entsprechend sind die Verpflichtungen zeitanteilig in einer Rückstellung erfasst.

Die Aufsichtsratsmitglieder halten keine Optionen.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2016 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 leicht verändert.

Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten:

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in Tsd. Aktien in Prozent
WPP Group (UK) Ltd. (direkt und indirekt) 6.476 50,48
Streubesitz 6.273 48,90
Eigene Aktien 79 0,62
Gesamt 12.828 100,00

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V .m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."


Bad Homburg v. d. H., den 29. Juli 2016
SYZYGY AG

Der Vorstand

Finanzkalender 2016

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Zwischenbericht zum 30.09.2016 28. Oktober
Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt 21. November
MKK Münchener Kapitalmarkt Konferenz 7. Dezember

SYZYGY AG

Investor Relations

Im Atzelnest 3

61352 Bad Homburg

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