![]() SYZYGY AGBad HomburgZwischenbericht zum 30. Juni 2016Geschäftsentwicklung und Lage des Konzernsscroll
1. AllgemeinIm folgenden Konzernlagebericht wird die Lage des SYZYGY Konzerns (im Folgenden "SYZYGY",
"Konzern" oder "Gruppe") dargestellt. Der dem Konzernlagebericht zugrunde liegende
Konzernabschluss wurde nach den Regeln der International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Grundlagen des Konzerns2.1. Geschäftstätigkeit und StrukturDie SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister
rund um digitales Marketing. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum Bilanzstichtag
inklusive der freien Mitarbeiter rund 600 Personen an Standorten in Deutschland, Großbritannien,
Polen und den USA. Zum Konzern gehören neben der SYZYGY AG als Holding zehn Tochtergesellschaften: Ars
Thanea Rozbicki s.k.a., Hi-ReS! Berlin GmbH, Hi-ReS! London Ltd, SYZYGY Deutschland
GmbH, SYZYGY Digital Marketing Inc., SYZYGY München GmbH, SYZYGY UK Ltd, uniquedigital
GmbH sowie Unique Digital Marketing Ltd. Im April 2016 erwarb die SYZYGY Gruppe 70 Prozent der Anteile an der in Berlin ansässigen
USEEDS° GmbH. Durch die Beteiligung an USEEDS° verstärkt sich die Gruppe im Bereich
Customer Experience. Die operativen Einheiten der SYZYGY Gruppe decken die komplette Wertschöpfungskette
im digitalen Marketing ab: von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption
und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business
Applikationen, Websites, Hosting, digitalen Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden
Geschäftsbereich stellen darüber hinaus Online Marketing-Services wie Mediaplanung,
Suchmaschinenmarketing und -optimierung sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt
SYZYGY Kunden im Bereich Customer Experience und Usability und begleitet sie durch
alle Phasen des User Centered Design Prozesses. Digitale Illustrationen und Animationen
sowie die Entwicklung von Spielen für Smartphones und Tablets komplettieren das Serviceangebot. Die Schwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT, Konsumgüter
und Finanzdienstleistungen. 2.2. KonzernsteuerungDie Organisationsstruktur der SYZYGY Gruppe ist dezentral, wobei die SYZYGY AG als
Management Holding die Tochtergesellschaften anhand von quantitativen und qualitativen
Zielen (Management by Objectives) führt. Die Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften
operieren im Rahmen ihrer Zielvorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung
und Kontrolle des Konzerns besteht ein Controlling- und Berichtssystem, in dem die
Finanzzahlen den Planwerten auf monatlicher Basis gegenübergestellt werden, und welches
die wesentlichen Chancen und Risiken abbildet. Gemäß DRS 20 sind in die Berichterstattung finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
aufzunehmen, sofern sie auch zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden. Finanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der SYZYGY Konzern
gesteuert wird, sind Umsatzerlöse sowie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT).
Diese werden im nachfolgenden Lagebericht ausführlich dargestellt und erläutert. Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenSYZYGY zieht zur Steuerung des Konzerns und für Managemententscheidungen keine nicht-finanziellen
Leistungsindikatoren heran. Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten
Unternehmensführung hat SYZYGY jedoch nicht-finanzielle Faktoren identifiziert, die
für den langfristigen Erfolg der Gruppe grundsätzlich als bedeutsam erachtet werden.
Einige davon werden im Folgenden aufgeführt. MitarbeiterAls Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich
auf der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Um sie zu halten und neue
Talente zu gewinnen, ist SYZYGY bestrebt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein interessantes,
abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören unter anderem
regelmäßige interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte,
die eine inspirierende Arbeitsumgebung und attraktive Büroflächen mit Raum für Kreativität,
Austausch und Begegnung bieten, eine offene, kommunikative Führungskultur, flexible
Arbeitszeitmodelle, Hochschulkooperationen zur Förderung des Nachwuchses und Firmen-Events.
Darüber hinaus hat SYZYGY eine standardisierte Maßnahme zur Altersvorsorge in Form
einer Direktversicherung eingeführt, die vom Unternehmen bezuschusst wird. VorstandMarco Seiler, Gründer der SYZYGY Gruppe, verlässt SYZYGY nach mehr als 21 Jahren zu
Ende August 2016. Lars Lehne, der im April diesen Jahres in den Vorstand der SYZYGY
Gruppe berufen wurde, übernahm mit Wirkung zum 7. Juli 2016 den CEO-Posten von Marco
Seiler. InnovationsfähigkeitDigitales Marketing unterliegt einem permanenten Wandel. Innovative Technologien und
Veränderungen im Nutzerverhalten erfordern eine fortlaufende Anpassung des Dienstleistungsspektrums
und die Weiterentwicklung der internen Kompetenzen. Um diesen Wandel zu antizipieren und aktiv mitzugestalten, veranstaltet die SYZYGY
Gruppe den Digital Innovation Day, auf dem internationale Vordenker und Bestsellerautoren
zu Innovationsthemen rund um digitales Marketing referieren. Auf operativer Ebene sorgen regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen dafür, dass
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Software-Entwicklung, IT-Management,
Design, Informationsarchitektur, Beratung und Projektmanagement stets mit den neuesten
Technologien, Gestaltungsprinzipien und Methoden vertraut sind. AwardsAuszeichnungen bei renommierten Kreativ- und Effizienz-Awards sind ein wichtiger Indikator
für die Leistungsfähigkeit der Gruppe und erhöhen ihre Attraktivität für (potenzielle)
Kunden und Mitarbeiter. SYZYGY nimmt regelmäßig an nationalen und internationalen
Wettbewerben teil. 3. Wirtschaftsbericht3.1. Allgemeine WirtschaftsentwicklungGetragen von der Binnenkonjunktur ist die Wirtschaft in der Eurozone überraschend
gut und dynamisch ins Jahr 2016 gestartet. In den ersten drei Monaten des Jahres legte
das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal
zu. Einige Sondereffekte wirkten sich günstig aus und führten zu einer gewissen Überzeichnung
der Wachstumsrate. Diese begrenzten aber ebenso die Expansionsmöglichkeiten für das
zweite Quartal 2016. Folglich führte ein anhaltend gedämpftes Wachstum mit nur 0,3
Prozent in den Monaten April bis Juni zum schwächsten Quartal seit Q4/2014. Die Wachstumsrate
im Juni blieb gegenüber Mai unverändert und rührte daher, dass der Aufschwung im Industriebereich
von der Abkühlung im Servicesektor überkompensiert wurde. Belastungen für die europäische Konjunktur stellen externe Risiken, wie das langsamere
Wachstum in den aufstrebenden Märkten und geopolitische Spannungen, aber auch EU-interne
Faktoren wie die italienische Bankenkrise, eine weiterhin schwache Wirtschaft in Griechenland,
die Schuldenkrise in Spanien und Portugal, die Flüchtlingsmigration und hohe Volumina
notleidender Kredite in Teilen des europäischen Bankensystems dar. Darüber hinaus
sorgen der Brexit und dessen noch nicht absehbaren Folgen für erhöhte Unsicherheit.
Experten rechnen mit einer Erholung der Ölpreise, die so ihre stützende Wirkung auf
die Märkte verlieren könnten. Der weiterhin schwache Euro hilft der Exportwirtschaft; eine äußerst lockere Geldpolitik
fördert mit leichterem und billigerem Zugang zu Finanzmitteln eine Belebung der Investitionstätigkeiten
und sich allmählich bessernde Arbeitsmarktbedingungen setzen in der Eurozone positive
Impulse. Optimistisch stimmt die Konvergenz unter den großen Mitgliedstaaten der Eurozone,
was für die mittelfristige Stabilität des Währungsraumes von großer Bedeutung ist.
Die Europäische Kommission erwartet für 2016 ein Wachstum von 1,6 Prozent im Euroraum
und 1,8 Prozent in der EU. Die führenden Forschungsinstitute ifo, INSEE und ISTAT korrigierten ihre Prognosen
nach dem Brexit-Referendum leicht nach unten und erwarten, dass das reale Bruttoinlandsprodukt
im dritten Quartal um 0,4 und vierten Quartal 2016 nur noch 0,3 Prozent wächst. Auch die deutsche Wirtschaft startete mit einem starken ersten Quartal in das neue
Jahr und legte im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent zu. Dabei wirkten die staatlichen
Ausgaben für die Integration und Unterbringung der Flüchtlinge wie ein kleines Konjunkturpaket.
Nach dem starken Jahresbeginn dürfte es im zweiten Vierteljahr auch in Deutschland
eine kleine Delle in der Wachstumskurve gegeben haben. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ging im Februar
diesen Jahres überraschend deutlich auf 105,8 Punkte zurück, konnte sich aber bis
Juni 2016 mit 108,7 Punkten auf das höchste Niveau des Jahres steigern. Die Befragten
waren mit der aktuellen Geschäftslage zufriedener, die Aussichten für die nächsten
Monate verbesserten sich sogar deutlich. Der ifo Konjunkturtest für das Dienstleistungsgewerbe
zeigt eine Stimmungsaufhellung, der Indikator stieg auf 27,2 Saldenpunkte und bewegt
sich damit auf einem hohen Niveau. Die Dienstleister sind für die kommenden Monate
optimistischer, nehmen ihre expansiven Beschäftigungspläne aber erneut etwas zurück.
Diese Daten wurden vor einer Entscheidung über den Brexit erhoben. Das Wirtschaftsforschungsinstitut DIW in Berlin geht für das zweite Quartal von einer
Wachstumsrate von rund 0,3 Prozent zum Vorquartal aus und bestätigt, dass Dienstleistungsbereiche
das derzeitige Wachstum tragen. Experten des ifo Institutes erwarten, dass die Entscheidung der Briten gegen einen
Verbleib in der EU der deutschen Konjunktur in diesem und nächsten Jahr nur einen
kleinen Dämpfer versetzen und im Jahr 2016 um 0,1 und 2017 0,1 bis 0,2 Prozent weniger
wachsen wird. Schwächere Exporte und geringere Investitionen führen zu nur geringen
Effekten und gefährden den Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr
drei Jahren befindet, nicht spürbar. Der DIW hingegen warnt vor einer deutlichen Minderung
der britischen Importe in der Automobilbranche sowie für pharmazeutische und chemische
Erzeugnisse und sieht die Gefahr, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft um einen
halben Prozentpunkt im kommenden Jahr geringer ausfallen könnte. Die Abwertung des
britischen Pfundes gegenüber dem Euro dürfte den Nachfragerückgang und damit die Auswirkungen
noch verstärken. Die britische Wirtschaft startete mit einem BIP-Wachstum von 0,4 Prozent gegenüber
dem Stand des Schlussquartals 2015 in das neue Jahr. Das Wachstum wurde von privaten
Haushalten und dem Staat getragen; dagegen fielen Investitionen auf Unternehmensseite
um 0,6 Prozent, Ausfuhren gingen um 0,4 Prozent zurück. Ökonomen erwarten eine weitere
Abschwächung im Jahresverlauf, nicht wenige Experten halten eine Rezession für möglich.
Volkswirte von Standard Life Investments erwarten für 2017 ein Wachstum von nur 0,2
Prozent, vor der Brexit-Entscheidung lag dieser Wert bei 2,1 Prozent. Die US-Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,1 Prozent, im Vergleich
zum vierten Quartal 2015 um 0,3 Prozent geringer. Für das Gesamtjahr rechnen Experten
des IWF mit einem Wachstum von 2,2 Prozent für 2016, welches sich in 2017 auf 2,5
Prozent beschleunigen könnte und bescheinigen der größten Volkswirtschaft der Welt
eine gute Verfassung. In Polen lastet das überraschend schwache Wirtschaftswachstum auf der Währung. Im
zweiten Quartal wuchs die polnische Wirtschaft nur um 2,4 Prozent und lag damit um
rund 1 Prozent hinter Analystenerwartungen zurück. Volkswirte der BRE Bank sehen eine
drastische Abkühlung und rechnen mit Zinssenkungen. 3.2. Entwicklung des WerbemarktesStatistiken zur Entwicklung des Werbemarktes im zweiten Quartal 2016 waren zum Zeitpunkt
der Erstellung dieses Berichts kaum verfügbar. Zudem sieht SYZYGY die Aussagekraft
von Werbestatistiken als begrenzt an, da die Ergebnisse und Prognosen aufgrund unterschiedlicher
Erhebungsmethoden stark divergieren. Vor dem Hintergrund der insgesamt robusten Konjunktur
in den ersten beiden Quartalen 2016 sowie überwiegend positiver Prognosen für das
Gesamtjahr 2016 ist jedoch davon auszugehen, dass Unternehmen ihre Marketingbudgets
tendenziell erhöht haben. Auch im Werbemarkt spielt die Unsicherheit, die aus dem Brexit hervorgeht, eine große
Rolle. Die Folgen des Austritts der Briten aus der EU für die Digital- und Werbewirtschaft
sind nicht absehbar. Das Informationsunternehmen Nielsen vermeldet, dass sich der deutsche Werbemarkt im
ersten Quartal des Jahres gegenüber dem Vorjahreshalbjahr positiv entwickelt hat und
so am Trend des Vorjahres anknüpft. Der Gesamtmarkt wuchs um 5,6 Prozent und bilanziert
Bruttoausgaben in Höhe von EUR 6,9 Mrd. Bezieht man den Monat April 2016 in die Betrachtung
mit ein, liegt die Steigerung sogar bei 6,6 Prozent, denn es wurden in Summe EUR 9,4
Mrd. ausgegeben. Im Hinblick auf die sportlichen Großereignisse, die noch im Juni
stattfanden, dürfte sich dieser Wachstumstrend im gesamten ersten Halbjahr noch verstärkt
haben. Im Segment der mobilen Werbung stiegen die Umsätze im ersten Quartal um 42,5
Prozent, im Bereich Internet wurden jedoch 3,7 Prozent weniger investiert. Die Unsicherheit über den Ausgang des EU-Referendums schlug sich gemäß dem IPA Bellwether
Report auch auf die Werbebranche in Großbritannien mit Abschluss des ersten Quartals
2016 nieder. 21 Prozent der Befragten gaben an, dass die Marketing Budgets in den
ersten drei Monaten gestiegen sind, 18 Prozent hingegen verzeichneten einen Rückgang,
in Summe ergibt sich ein Wachstum von 3,0 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr
2016 liegt bei 3,3 Prozent, spiegelt aber noch nicht die Brexit-Entscheidung wider. 3.3. MitarbeiterDer Personalbestand der SYZYGY Gruppe ist während der Berichtsperiode weiter angestiegen:
Zum 30. Juni 2016 beschäftigte die SYZYGY Gruppe 546 fest angestellte Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Der Anstieg um 71 Personen im Vergleich zum 31. März 2016, bzw. 64
Personen zum Ende des Vorjahreshalbjahres rührte in erster Linie aus der Integration
von 42 Mitarbeitern von USEEDS° in die Gruppe. Aber auch das Umsatzwachstum der anderen
operativen Gesellschaften der SYZYGY Gruppe führte zu einem entsprechenden Aufbau
der Mitarbeiterzahlen. Die Zahl der Freelancer betrug zum Stichtag rund 56 Personen (Basis: FTE), dies sind
10 Personen mehr als im ersten Halbjahr 2015. 341 Personen (62 Prozent) waren in den
sechs deutschen Gesellschaften tätig und 111 (20 Prozent) in den britischen Agenturen.
Für Ars Thanea arbeiteten zum Quartalsende 75 Personen (14 Prozent) und für SYZYGY
Digital Marketing in New York 19 Mitarbeiter. In der Betrachtung der Belegschaft nach Funktionen haben sich in der Berichtsperiode
im Vergleich zum Jahresende 2015 keine signifikanten Veränderungen ergeben. Der Bereich
Technologie umfasst nun 20 Prozent (Q4 2015: 23 Prozent) der Mitarbeiter. Der Anteil
der Mitarbeiter in der Kreation (21 Prozent) und im Online Marketing (20 Prozent)
erhöhte sich leicht um zwei bzw. um einen Prozentpunkt. In der Strategie/Beratung
arbeiteten zu Ende des ersten Halbjahres 11 Prozent der Mitarbeiter. Im Bereich Projektmanagement
ist ein leichter Rückgang von 18 auf 17 Prozent zu verzeichnen. In der Verwaltung
arbeiteten zum Ende des Berichtszeitraumes 62 Personen, was einem im Vergleich zum
Jahresende 2015 gleichbleibenden Anteil von 11 Prozent der Belegschaft entspricht. Im Periodendurchschnitt waren 593 Personen -inklusive rund 60 freier Mitarbeiter -für
die SYZYGY Gruppe tätig. Daraus ergibt sich ein annualisierter Pro-Kopf-Umsatz von
EUR 110.000 (Vorjahr: EUR 104.000, mit durchschnittlich 534 Personen). 3.4. Investitionen, Forschung und EntwicklungIm ersten Halbjahr 2016 investierte SYZYGY rund EUR 0,3 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen. Dies umfasst Investitionen in Ausstattungsgegenstände für die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten der SYZYGY Gruppe. 3.5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYZYGY Gruppe3.5.1. ErtragslageDie SYZYGY Gruppe berichtet Billings und Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse ergeben sich,
indem die Billings um Mediakosten reduziert werden, die in den Online Marketing-Gesellschaften
als durchlaufende Posten einnahme- und ausgabeseitig anfallen. In beiden Kennzahlen erzielte die SYZYGY Gruppe in der Berichtsperiode deutliches
Wachstum: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Billings um 8 Prozent auf
EUR 74,2 Mio. und die Umsatzerlöse um 12 Prozent auf EUR 30,8 Mio. gesteigert werden;
dies entspricht erneut Rekordwerten in einem Halbjahr. Zu dieser positiven Entwicklung haben insbesondere Neukundengewinne beigetragen. Die
Entwicklung der Bestandskunden war unterschiedlich, insbesondere die Automobilhersteller
hatten im ersten Halbjahr ihre Budgets im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert,
während andere Kundensegmente zulegten. In Summe wiegen sich die Effekte bei den Bestandskunden
auf. Auch hat die Ausweitung des Geschäfts auf neue Märkte das Wachstum unterstützt.
Dabei macht sich die engere Anbindung an WPP positiv bemerkbar -auch wenn die Effekte
bislang gering sind. 34 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftete SYZYGY mit Kunden aus der Automobilbranche,
das sind 9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreshalbjahr. Auf den Bereich Konsumgüter
entfielen rund 27 Prozent der Erlöse, dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozent,
12 Prozent wurden mit Unternehmen aus IT und Telekommunikation generiert (Vorjahr:
11 Prozent). Der Umsatzanteil von Kunden aus der Finanzbranche erhöhte sich von 8
Prozent im Vorjahreszeitraum auf 10 Prozent. Rund 17 Prozent der Umsatzerlöse entfielen
auf Unternehmen, die keiner dieser vier Kernbranchen zugeordnet werden können. Durch
die Integration von USEEDS° ergeben sich Verschiebungen, wie auch durch eine schwächere
Investitionsneigung der Automobilbranche im ersten Halbjahr 2016. Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete SYZYGY 56 Prozent des Gesamtumsatzes,
dies ist ein Rückgang von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung in der Berichtsperiode negativ beeinflusst,
so dass das Wachstum um rund EUR 0,5 Mio., bzw. 2 Prozent gehemmt wurde. Insbesondere
das Britische Pfund neigte im Jahresverlauf zur Schwäche. Die Entscheidung des Brexit
wird diesen Trend voraussichtlich verstärken. So lag der Durchschnittskurs in der
Vorjahresperiode bei EUR 1,36 und in der Berichtsperiode bei EUR 1,29 gegenüber einem
Britischen Pfund. Ebenso haben Polnische Zloty leicht an Wert verloren, während der
US-Dollar im Periodendurchschnitt konstant war. 3.5.2. Betriebsausgaben und AbschreibungenDie Einstandskosten der erbrachten Leistungen stiegen im Vergleich zum Umsatzwachstum
leicht unterproportional um 8 Prozent auf EUR 21,8 Mio. Die Rohmarge erhöhte sich
in der Folge um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei EUR 3,2 Mio. und stiegen im Vergleich
zum Vorjahreswert um 27 Prozent. Das Wachstum der SYZYGY Gruppe und insbesondere Aufwendungen
in Zusammenhang mit Akquisitionen führten in der Berichtsperiode zu zusätzlichen Kosten
im Bereich der Verwaltung. Die Vertriebs- und Marketingkosten summierten sich im ersten Halbjahr 2016 auf EUR
3,1 Mio. und stiegen damit überproportional um 23 Prozent. Im ersten Halbjahr initiierte
Neugeschäftsaktivitäten und Marketingmaßnahmen sowie die Durchführung des Digital
Innovation Day haben zu dieser Entwicklung geführt. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich auf EUR 0,7 Mio. und liegen damit
leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (EUR 0,5 Mio.). 3.5.3. Operatives Ergebnis und EBIT-MargeDer operative Gewinn der SYZYGY Gruppe konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von
EUR 2,5 Mio. um 16 Prozent auf EUR 3,0 Mio. oder 9,6 Prozent EBIT-Marge gesteigert
werden. Positiv hervorzuheben ist, dass zu dem guten Ergebnis alle Segmente einen
Betrag geleistet haben. Die Währungseffekte haben sich beim operativen Ergebnis kaum ausgewirkt. Während die
Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung und damit des operativen Gewinns auf Grund
des schwächeren Britischen Pfund und des schwächeren Polnischen Zloty zu einem geringeren
absoluten Wert führt, verändert sich die EBIT-Marge dadurch nicht. Die Auswirkungen
sind auch in absoluter Größe nicht wesentlich und liegen bei unter EUR 0,1 Mio. 3.5.4. FinanzergebnisDurch das aktive Management der liquiden Mittel hat SYZYGY in der Berichtsperiode
ein Finanzergebnis von EUR 0,8 Mio. erwirtschaftet. Dieser Wert liegt unter dem der
Vergleichsperiode und entspricht einer annualisierten Rendite von 6,5 Prozent auf
die durchschnittlich vorhandenen Liquiditätsreserven. Das Finanzergebnis ergibt sich
primär aus Zinserträgen aus Unternehmensanleihen sowie der Realisierung von Gewinnen
aus Wertpapieren. Inzwischen wurden rund ein Viertel der Wertpapiere in USD-Anleihen
investiert, da das Zinsniveau in USD höher als bei EUR-Anleihen vergleichbarer Bonität
liegt und der USD zur Stärke tendiert. 3.5.5. Steueraufwand, Konzernergebnis, Ergebnis je AktieDie positive Geschäftsentwicklung der SYZYGY Gruppe spiegelt sich in einem Vorsteuerergebnis
von EUR 3,8 Mio. wider. Im Vorjahreshalbjahr betrug das Vorsteuerergebnis EUR 3,6
Mio. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um 4 Prozent. Nach
Abzug von Steuern in Höhe von EUR 1,0 Mio. ergibt sich ein Konzernergebnis von EUR
2,7 Mio. Auf Basis der durchschnittlich vorhandenen 12.717 in Tausend gewinnberechtigten Aktien
und nach Abzug von Minderheitsanteilen in Höhe von EUR 0,2 Mio. beträgt das unverwässerte
Ergebnis für das erste Halbjahr 2016 je Aktie EUR 0,20; dies entspricht dem Niveau
des Vergleichszeitraumes im Vorjahr. 3.5.6. SegmentberichterstattungGemäß IFRS 8, der auf den Management-Approach abstellt, berichtet SYZYGY Segmente
nach geographischen Kriterien und unterscheidet dabei zwischen "Deutschland", "Großbritannien"
den "Vereinigten Staaten" sowie den "Sonstigen Segmenten". Letzteres enthält die Gesellschaft
Ars Thanea, die gemäß IFRS 8.13 nicht groß genug ist, um als geographisch eigenständiges
Segment berichtet zu werden. Das Wachstum der SYZYGY Gruppe wurde im Wesentlichen von den Segmenten USA und Deutschland
getragen. Die dynamische Entwicklung in den Vereinigten Staaten hält an. Die Ausdehnung der
Geschäftstätigkeit von AVIS USA hat das Geschäft der amerikanischen Tochtergesellschaft
deutlich gestärkt. Ferner tragen die Umsatzverlagerungen von ca. EUR 0,7 Mio. vom
Segment "Großbritannien" hin zu den USA als auch Neugeschäft von Ars Thanea im amerikanischen
Markt zum Wachstum bei. Dadurch konnte die amerikanische Agentur ihre Umsatzerlöse
von EUR 1,5 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 4,0 Mio. im ersten Halbjahr 2016 steigern. Die deutschen Agenturen konnten im ersten Halbjahr ihre Umsatzerlöse erheblich um
15 Prozent auf EUR 19,1 Mio. steigern. Das operative Ergebnis wuchs um 10 Prozent
und erreichte EUR 3,0 Mio. Das Segment "Großbritannien" generierte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 6,9 Mio. und
blieb damit um 18 Prozent oder EUR 1,5 Mio. hinter dem Vorjahreswert zurück. Auch
das operative Ergebnis war mit EUR 0,8 Mio. leicht rückläufig, jedoch bei einer EBIT
Marge von 11 Prozent weiterhin sehr profitabel. Die Währungseffekte hatten innerhalb
des Segments mit rund EUR -0,5 Mio. einen signifikanten Einfluß auf die Umsatzentwicklung.
Die EBIT-Marge und das operative Ergebnis sind durch das schwächere Britische Pfund
jedoch kaum berührt. In "Sonstige Segmente" wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1,5 Mio. erwirtschaftet,
dies entspricht einem Wachstum von 13 Prozent. Das operative Ergebnis belief sich
auf EUR 0,2 Mio. bei einer EBIT-Marge von 17 Prozent. Die Umsatzverteilung nach Segmenten stellte sich im ersten Halbjahr 2016 wie folgt
dar: 60 Prozent der Erlöse wurden von den deutschen Gesellschaften erwirtschaftet,
22 Prozent von den britischen, 13 Prozent im Segment "Vereinigte Staaten" und 5 Prozent
von Ars Thanea. Beim EBIT entfallen 65 Prozent auf das Segment "Deutschland", 17 Prozent
auf "Großbritannien", 13 Prozent auf "Vereinigte Staaten" und 5 Prozent auf "Sonstige
Segmente." 3.5.7. FinanzlageSYZYGY verfügte zum Bilanzstichtag über Liquiditätsreserven in Höhe von insgesamt
EUR 21,8 Mio., dies entspricht einem Rückgang um EUR 5,0 Mio. oder 19 Prozent zum
31. Dezember 2015. Während sich der Bestand der liquiden Mittel um EUR 2,9 Mio. auf
EUR 6,7 Mio. erhöhte, reduzierte sich der Wertpapierbestand auf EUR 15,1 Mio. Somit waren 69 Prozent der Mittel in Unternehmensanleihen investiert, 31 Prozent entfielen
auf Bankguthaben. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen betrug 6,6 Jahre. Der Gesamt-Cash-Flow der SYZYGY Gruppe war zum Stichtag mit EUR 3,1 Mio. positiv.
Diese Entwicklung teilt sich im Wesentlichen in einen positiven Cash-Flow aus der
operativen Tätigkeit von EUR 1,2 Mio. sowie in den positiven Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten
von EUR 2,1 Mio. auf. Dieser umfasst den Verkauf (EUR 17,6 Mio.) und Erwerb (EUR -9,8
Mio.) von Wertpapieren sowie den Erwerb von konsolidierten Unternehmen (EUR -4,7 Mio.). Zum positiven operativen Cash-Flow haben insbesondere das Periodenergebnis von EUR
2,7 Mio. und die Abschreibungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. beigetragen. Diese Effekte
wurden durch eine höhere Kapitalbildung reduziert, indem die Forderungen entsprechend
des Umsatzwachstums um EUR 1,5 Mio. zunahmen, während das kurzfristige Fremdkapital
weitgehend konstant blieb. Verschiebungen ergaben sich auf Grund des Stichtags zwischen
den Rückstellungen, Kundenanzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
die sich weitgehend aufheben. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit war bedingt durch die Zahlung von Dividenden
an Minderheitsgesellschafter in Höhe von EUR -0,1 Mio. negativ. 3.5.8. VermögenslageDie Bilanzsumme der SYZYGY Gruppe hat sich zum Stichtag auf EUR 78,5 Mio. erhöht,
die Steigerung um EUR 1,0 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2015 entspricht einem leichten
Plus von 1 Prozent. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um rund 16 Prozent auf EUR 35,2 Mio.
Dieser Anstieg ist auf den Erwerb der Anteile an USEEDS° zurückzuführen. Bei den kurzfristigen Aktiva war ein Rückgang um EUR 3,8 Mio. oder 8 Prozent auf EUR
43,4 Mio. zu verzeichnen. Dafür sind sowohl eine Reduzierung des Wertpapierbestandes
und der liquiden Mittel um EUR 5,0 Mio. (-19 Prozent) auf EUR 21,8 Mio. und ein Anstieg
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8 Prozent auf EUR 20,1 Mio. verantwortlich. Mit EUR 52,2 Mio. lag das Eigenkapital um EUR 1,0 Mio. oder 2 Prozent leicht über
dem Wert zum 31. Dezember 2015. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 66 Prozent. Das kumulierte übrige Konzernergebnis beträgt EUR -1,4 Mio. und liegt damit um EUR
2,1 Mio. unter dem Wert zum 31. Dezember 2015. Dieser Posten enthält im Wesentlichen
nicht realisierte Kursveränderungen bei Fremdwährungspositionen und Wertpapieren. Die kurzfristigen Passiva lagen mit EUR 23,7 Mio. nahezu auf dem Niveau des Jahresendes
2015 (EUR 23,9 Mio.). Darin enthalten sind im Wesentlichen der Rückgang von EUR -2,6
Mio. auf EUR 5,2 Mio. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen sowie ein Anstieg
der sonstigen Rückstellungen von EUR 7,1 Mio. auf EUR 10,2 Mio. 4. Prognosebericht4.1. PrognoseannahmenWie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt auch die SYZYGY Gruppe Faktoren, auf die
sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen tatsächlichen oder
wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ
auf das Wachstum des Konzerns auswirken. Insbesondere die mittelbaren und unmittelbaren
Auswirkungen eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU sind derzeit nicht abzusehen
und kalkulierbar. Die erhöhte Unsicherheit wird fortan bestehen und damit dämpfend
auf die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich wirken, sollten sich
die Austrittsverhandlungen über Monate oder gar Jahre hinziehen und die Bedingungen
für den zukünftigen Handel, die Migration und die Kapitalflüsse zwischen dem Vereinigten
Königreich und der EU ungeklärt bleiben. Alle Aussagen über die Zukunft der Gruppe beruhen auf Informationen und Erkenntnissen,
die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bekannt und verfügbar waren. Da diese
Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten
behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher in den Folgeperioden abweichen. Die SYZYGY Gruppe erstellt ihre Prognosen auf Basis ihrer organischen Entwicklung.
Akquisitionen können das künftige Wachstum des Konzerns positiv oder negativ beeinflussen
und werden erst nach Abschluß einer Transaktion in den Prognosen berücksichtigt. Ferner können positive Impulse für die Geschäftsentwicklung aus der Akquisition bedeutender
Neukunden kommen, ebenso wie aus der Ausweitung bestehender Kundenbeziehungen, wenn
über die geplanten Projekte hinaus zusätzliche Budgets gewonnen werden können. 4.2. Allgemeine WirtschaftslageSYZYGY geht derzeit von einem moderaten Wachstum in den für die Gruppe relevanten
Kernmärkten aus. Insgesamt überwiegen die positiven Faktoren für das Wirtschaftswachstum. Deutschland wird voraussichtlich erneut stärker wachsen als andere europäische Länder.
Dennoch werden auch hier die Unsicherheit und der Pessimismus hinsichtlich der Konjunkturprognosen
aufgrund des Brexit und seiner Auswirkungen deutlich. So fiel der ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung
für die deutsche Konjunktur kräftig auf den niedrigsten Stand seit November 2012.
Für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum ist der Ausblick der Experten ebenfalls
drastisch, der Index fiel um mehr als 30 Punkte auf -14,7 Punkte ab. Ökonomen der
OECD, der Bundesbank, des DIW und des ifo Institutes bestätigten im Juni noch Prognosen
für das Wachstum in Deutschland zwischen 1,6 und 1,8 Prozent für das laufende Jahr.
Der Internationale Währungsfonds korrigierte im Juli seine Jahresprognosen für 2017
wegen des Brexit-Votums nach unten. In seiner aktualisierten Prognose sagen die Sachverständigen
für den Euroraum eine Zuwachsrate von 1,4 Prozent voraus; in Deutschland soll die
Wirtschaft um nur 1,2 Prozent wachsen. Am stärksten trifft das Votum nach Einschätzung
der Ökonomen die britische Wirtschaft -für 2016 rechnen sie mit einem Wachstum von
nur noch 1,7 Prozent (-0,2 Prozent) und für 2017 statt 2,2 Prozent nur noch mit 1,3
Prozent. 4.3. WerbemarktDie Bereitschaft von Unternehmen in Marketingmaßnahmen zu investieren, hängt in hohem
Maße von der allgemeinen Wirtschaftslage ab. Alle Schätzungen und Prognosen, die nachfolgend
aufgeführt werden, unterliegen der besonderen Unsicherheit durch die Entscheidung
für den Brexit und entstanden vor dem Votum und sind daher nur begrenzt aussagefähig.
Dennoch rechnet SYZYGY angesichts der derzeit überwiegenden positiven Konjunkturaussichten
für das Jahr 2016 mit tendenziell steigenden Werbebudgets. Gleichzeitig ist davon
auszugehen, dass sich der Anteil von Online-Werbung am Gesamtbudget weiter erhöhen
wird. Für den deutschen Gesamtmarkt liegen die Prognosen des Mediaagenturnetzwerkes Carat
bei 1,8 Prozent, für 2017 wird ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet. Die großen Wachstumstreiber
in 2016 bleiben weiterhin Online-Videowerbung mit einem Anstieg von 21 Prozent und
Mobile Advertising mit 44 Prozent. Für Großbritannien, das ebenso wie Deutschland zu den Top 5 der weltweiten Werbemärkte
gehört, erwarten Branchenkenner von ZenithOptimedia ein Wachstum des Gesamtmarktes
von 9,2 Prozent in 2016 für die Jahre 2017 und 2018 durchschnittlich 6,1 Prozent.
Großbritannien ist gemessen am Wachstum nach China weltweit der größte mobile Werbemarkt,
die Anteile der mobilen Medien machen mehr als die Hälfte (51 Prozent) aus. In diesem
Jahr fließen 28 Prozent der gesamten Werbeausgaben in den Bereich mobiler Medien,
in 2018 soll der Anteil bereits bei 39 Prozent liegen. Eine von ZenithOptimedia veröffentlichte
Analyse zu den negativen Auswirkungen, die die Entscheidung der Briten für den Austritt
aus der EU auf den britischen Werbemarkt haben könnte, kam zu dem Ergebnis, dass der
Brexit jährlich GBP 70 Mio. an Wachstum in der Werbebranche kosten könnte. Die Wachstumsaussichten für die USA bewertet die Studie von ZenithOptimedia mit 3,6
Prozent und bis 2018 einen Anstieg der Werbeausgaben von bis zu 3,1 Prozent. 4.4. Voraussichtliche Entwicklung der SYZYGY GruppeObwohl die gesamtwirtschaftlichen Aussichten von Unsicherheit geprägt sind, sieht
SYZYGY weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum, die nachhaltige
Verschiebung von Marketingbudgets auf digitale Kanäle unterstützt und bestärkt die
positive Entwicklung. Reine Online-Werbung, auf die sich die oben aufgeführten Statistiken
beziehen, stellt dabei lediglich eine Facette des komplexen digitalen Marketings dar
und repräsentiert nur einen Teil des Leistungsspektrums der Gruppe. Die SYZYGY Gruppe hält die im Zwischenbericht zum 31. März 2016 gegebene Prognose
aufrecht und geht davon aus, ihre Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr auf etwa
EUR 65,0 Mio. steigern zu können. Das operative Ergebnis wird sich voraussichtlich
leicht überproportional zu den Umsatzerlösen erhöhen. Insbesondere die Segmente "Deutschland",
"Vereinigte Staaten" und "Sonstige" werden zum Wachstum beitragen, während das Segment
"Großbritannien" einen Umsatzrückgang verzeichnen wird. Die Ertragslage der SYZYGY Gruppe wird von der Entwicklung der operativen Einheiten
und von den zukünftigen Zinserträgen der SYZYGY AG bestimmt. Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind."
Der Vorstand KonzernbilanzAktivascroll
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Bedingtes Kapital TEUR 1.200 (Vorjahr: TEUR 1.200). Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
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Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzernkapitalflussrechnungscroll
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Im operativem Cashflow sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 1),
erhaltene Zinsen in Höhe von TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 717) und gezahlte Steuern in
Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 228) enthalten. Ausgewählte erläuternde AnhangangabenRechnungslegungDer Finanzbericht der SYZYGY AG für die ersten 6 Monate 2016 umfasst nach den Vorschriften
des § 37 y WpHG i. V. m. § 37 w Abs. 2 WpHG einen Konzernzwischenabschluss und einen
Konzernzwischenlagebericht. Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften
der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung
aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dabei wurde der ungeprüfte
Zwischenabschluss unter Beachtung der Regelungen des IAS 34 sowie in Übereinstimmung
mit DRS 16 erstellt. Dementsprechend wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 gewählt. Der Lagebericht wurde unter den
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt. Die Rechnungslegungs- und Konsolidierungsgrundsätze werden angewendet, wie im Konzernanhang
zum Geschäftsbericht 2015 beschrieben. Ebenso werden die einzelnen Positionen der
Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung zu den gleichen Bewertungsgrundsätzen
dargestellt, wie sie im Geschäftsbericht 2015 beschrieben und angewendet wurden. Die
vorliegenden Geschäftszahlen und -angaben sind daher im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht
zum Konzernabschluss 2015 zu lesen. Der Konzernzwischenbericht ist keiner prüferischen Durchsicht gemäß §37 w Abs. 5 WpHG
unterzogen worden. Geschäftstätigkeit der SYZYGY GruppeDie SYZYGY Gruppe ist ein international tätiger Kreativ-, Technologie- und Mediadienstleister
rund um digitales Marketing. Die SYZYGY AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr, indem sie
zentrale Dienstleistungen im Bereich Strategie, Kreation, Planung, Technologieentwicklung,
Rechnungswesen, IT-Infrastruktur und Finanzierung erbringt. Ferner unterstützt die
SYZYGY AG die Tochtergesellschaften bei Neugeschäftsaktivitäten und realisiert Umsätze
aus Projektgeschäften mit Dritten. Die Tochtergesellschaften üben als operative Einheiten das Beratungs- und Dienstleistungsgeschäft
aus. Mit Niederlassungen in Bad Homburg, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, London,
München, Warschau und New York bieten sie Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum:
von der strategischen Beratung über Projektplanung, Konzeption und Gestaltung bis
hin zur technischen Realisierung von Markenplattformen, Business Applikationen, Websites,
Online-Kampagnen und Mobile Apps. Einen bedeutenden Geschäftsbereich stellen darüber
hinaus Online Media-Services wie Mediaplanung, Suchmaschinenmarketing und -optimierung
sowie Affiliate Programme dar. Überdies unterstützt SYZYGY Kunden im Bereich Customer
Experience und Usability und begleitet sie durch alle Phasen des User Centered Design
Prozesses. Digitale Illustrationen, Animationen und Gaming komplettieren das Serviceangebot. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in den Branchen Automobile, Telekommunikation/IT,
Konsumgüter sowie Finanzdienstleistungen. Konsolidierungskreis und -grundsätzeIn den Konzernabschluss zum 30. Juni 2016 wurden neben der SYZYGY AG folgende Tochterunternehmen
vollkonsolidiert:
Im April 2016 hat die SYZYGY AG 70 Prozent der Anteile an USEEDS° übernommen, um das
Dienstleistungsangebot zu erweitern und insbesondere den Bereich Customer Experience
zu stärken. Der Übergang der Kontrolle erfolgte am 11. April 2016. Gemäß IFRS 3.62
ergibt sich durch die Akquisition im Einzelnen ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR
224, ein Erwerb von kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 569 sowie von langfristigen
Vermögenswerten in Höhe von TEUR 144. Ferner wurden Verbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 613 erworben, so dass sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 324 ergibt. Darüber hinaus hat SYZYGY den Erwerb von weiteren 10 Prozent der Anteile an USEEDS°
für das erste Quartal 2019 vereinbart, so dass sich bereits zum Erwerbszeitpunkt eine
present ownership für SYZYGY auch in Hinblick auf die zusätzlichen Anteile ergibt.
Der Preis für die weiteren Anteile ist von der zukünftigen Geschäftsentwicklung der
USEEDS° in den Jahren 2016 bis 2018 abhängig. Ein sich ergebener Unterschiedsbetrag von rund TEUR 6.008 wurde auf ein Markenrecht
in Höhe von TEUR 200 sowie den rechnerischen Ertrag nach Steuern des Auftragsbestands
in Höhe von TEUR 75 sowie gegenläufige passive latente Steuern in Höhe von TEUR 83
allokiert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von TEUR 5.816 ausgewiesen, denominiert in EUR. Die endgültige Kaufpreisallokation
ist gemäß IFRS 3 spätestens ein Jahr nach dem Vollzug der Transaktion abzuschließen
und wird daher zum Ende des Geschäftsjahres verifiziert. Angaben zu den allgemeinen Konsolidierungsgrundsätzen finden sich im Geschäftsbericht
des Jahres 2015 ab Seite 69. SegmentberichterstattungDie Anwendung des IFRS 8 fordert eine Segmentberichterstattung entsprechend der internen
Steuerung (Management-Approach) des Konzerns. Vor diesem Hintergrund berichtet SYZYGY
die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung. Die SYZYGY AG als Holdinggesellschaft erbringt hauptsächlich Serviceleistungen an
die operativen Einheiten und ist deshalb von diesen getrennt im Bereich Zentralfunktion
zu betrachten. Das Segment Großbritannien umfasst SYZYGY UK, Unique Digital UK sowie
Hi-ReS! LON. Das Segment Deutschland setzt sich aus Hi-ReS! BER, SYZYGY Deutschland,
SYZYGY München, uniquedigital und USEEDS° zusammen. SYZYGY NY stellt seit 2015 das
eigene Segment Vereinigte Staaten dar und Ars Thanea erfüllt nicht die Größenkriterien,
um als geographisch eigenständiges Segment berichtet zu werden und ist daher im Bereich
"Sonstige Segmente" dargestellt. Alle Segmente bieten Großunternehmen ein ganzheitliches Dienstleistungsspektrum rund
um unternehmensrelevante Internet-Lösungen: von der strategischen Beratung über Projektplanung,
Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Realisierung. Suchmaschinenmarketing
und Online Media Planung komplettieren das Serviceangebot. Die einzelnen Segmente wenden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie der Gesamtkonzern
an. Die SYZYGY AG beurteilt die Leistungen der Segmente vorrangig anhand des Umsatzes
und des EBIT. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz
der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen
Umsatzerlöse setzen sich aus Umsatzerlösen gegenüber externen Kunden und intersegmentären
Umsätzen zusammen. Die Transaktionen innerhalb der Segmente, die grundsätzlich zu
Marktpreisen verrechnet werden, wurden eliminiert. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller Aktiva zuzüglich des auf das jeweilige
Segment entfallenden Goodwills, gemindert um die Forderungen, die auf Unternehmen
des gleichen Segments entfallen. Die Segmentinvestitionen umfassen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen. Die Segmentschulden entsprechen der Summe aller Passiva ohne Eigenkapital, zuzüglich
der auf das jeweilige Segment entfallenden Anteile der Minderheiten und gemindert
um die Verbindlichkeiten, die auf Unternehmen des gleichen Segments entfallen. scroll
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Eigene AktienSYZYGY ist berechtigt, eigene Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen oder sie Dritten
im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen anzubieten. Der Gesellschaft stehen aus eigenen
Aktien keine Dividenden- oder Stimmrechte zu. Der Umfang des Aktienrückkaufs wird
als Abzugsposten vom Eigenkapital in einer eigenen Position ausgewiesen. Am 29. Mai 2015 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 28. Mai
2020 insgesamt bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien der Gesellschaft zu erwerben.
SYZYGY ist berechtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, einzuziehen, Mitarbeitern
des Unternehmens als Kompensation oder Dritten eigene Aktien im Rahmen des Erwerbs
von Unternehmen anzubieten. 54.910 eigene Aktien wurden am 12. April 2016 im Rahmen
der Akquisition von USEEDS° an den Verkäufer übertragen, so dass sich zum 30. Juni
2016 insgesamt 78.528 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von EUR
5,54 im Bestand des Unternehmens befanden. Directors' DealingsDie Aktienbestände der Organe und die im Berichtszeitraum erfolgten Transaktionen
sind in den folgenden Tabellen dargestellt: Vorstände: Aktienscroll
Aufsichtsräte: Aktienscroll
Vorstände: Optionenscroll
Anstatt der Ausgabe von Aktien vergütet die Gesellschaft die Differenz zwischen Ausübungspreis
und dem Aktienkurs im Ausübungszeitpunkt in bar. Entsprechend sind die Verpflichtungen
zeitanteilig in einer Rückstellung erfasst. Die Aufsichtsratsmitglieder halten keine Optionen. AktionärsstrukturDie Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2016 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015
leicht verändert. Zum Stichtag wurden die Anteile wie folgt gehalten: scroll
Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 37y WpHG i. V .m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind."
Der Vorstand Finanzkalender 2016scroll
SYZYGY AG Investor Relations Im Atzelnest 3 61352 Bad Homburg t +49 6172 9488-252 f +49 6172 9488-270 e ir@syzygy.net i ir.syzygy.net |
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