![]() TAKKT AGStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2015 bis zum 31.12.2015BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren,2015 konnte TAKKT erneut ein profitables Wachstum zeigen und die Stärken seiner Portfoliostrategie umsetzen. So waren einerseits gute organische Zuwächse zu verzeichnen, andererseits lieferten die beiden Akquisitionen von Post-Up Stand und BiGDUG im abgelaufenen Geschäftsjahr erste Umsatz- und Ergebnisbeiträge. In Nordamerika sahen wir eine Fortsetzung der sehr positiven Entwicklung aus dem Vorjahr, in Europa entwickelte sich das Geschäft nach einem verhaltenen Jahresauftakt leicht positiv. Im Zuge der konzernweiten strategischen Initiative DYNAMIC, mit der sich TAKKT vom klassischen Versandhändler zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen weiterentwickelt, konnten weitere Projekte abgeschlossen werden. Der Aufsichtsrat hat das Unternehmen und den Vorstand wie gewohnt eng begleitet und unterstützt. GESCHÄFTSVERLAUF UND PERSONALÄNDERUNGENDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2015 siebenmal. Dabei handelte es sich um vier reguläre und drei außerordentliche Sitzungen, darunter eine Strategieklausur. Gegenstand der Sitzungen waren v.a. der aktuelle Geschäftsverlauf und die strategische Weiterentwicklung des Konzerns mit den entsprechenden Projekten. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit den Akquisitionen von Post-Up Stand und BiGDUG, der Möglichkeit weiterer Unternehmenserwerbe, der Akquisitionsstrategie sowie der Bedeutung der Digitalisierung für das Geschäftsmodell der TAKKT AG. Weitere Themen waren die Planung der Geschäftsentwicklung, die Risikolage inklusive der Quantifizierung der wesentlichen Risiken, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und die Tätigkeit der Revision. Auf der Agenda standen zudem wichtige Fragen der Corporate Governance und Compliance. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Themen waren dabei die Ausgestaltung der Vorstandsvergütung im Rahmen des bestehenden Vergütungssystems, die Zielgröße des Frauenanteils für Aufsichtsrat und Vorstand, die Regelgrenzen für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat sowie die Nachfolgeplanung im TAKKT-Konzern. Entsprechende Empfehlungen wurden dem Aufsichtsrat zur Erörterung und Beschlussfassung vorgelegt. Nachdem Frau Dr. Dorothee Ritz bereits im Oktober 2014 gerichtlich als Aufsichtsratsmitglied bestellt wurde, haben die Aktionäre Frau Dr. Ritz in der 16. ordentlichen Hauptversammlung am 06. Mai 2015 als Aufsichtsrätin in diesem Amt bestätigt. KONSTRUKTIVE UND PARTNERSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEITDie Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war im Berichtsjahr gewohnt transparent und offen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen zeitnah schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Aspekte. Die Beratungen von Aufsichtsrat und Vorstand wurden stets konstruktiv und offen geführt. Bei Bedarf wurden diese durch weitere Erörterungen zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands ergänzt. Bei Sachverhalten, die vom Aufsichtsrat zu entscheiden waren, hat der Aufsichtsrat stets zeitnah Beschlüsse gefasst. AM CORPORATE GOVERNANCE KODEX ORIENTIERTDer Aufsichtsrat legt Wert darauf, seine Kontrollaufgaben kontinuierlich und intensiv zu erfüllen. Diese Selbstverpflichtung wird seine Tätigkeit auch in Zukunft prägen, denn sie liefert einen wichtigen Beitrag zur verantwortungsvollen Unternehmensführung bei TAKKT. In diesem Zusammenhang haben Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2015 erneut die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) unterzeichnet. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts und auf der TAKKT-Website. In der Septembersitzung des Aufsichtsrats wurde über die Zielgröße des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Vorstand der TAKKT AG entschieden. In der Dezembersitzung wurde gemäß der Neufassung des DCGK eine Regelgrenze von drei Amtszeiten für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Eine begründete Abweichung von dieser Verfahrensweise im Einzelfall bleibt vorbehalten und stellt keine Abweichung von der Regelgrenze dar. HÖHERE AUSSCHÜTTUNGSQUOTEVorstand und Aufsichtsrat haben eine Anpassung der Dividendenpolitik beschlossen und wollen künftig zwischen 35 und 45 Prozent des Periodenergebnisses ausschütten. Sie werden der Hauptversammlung im Mai 2016 daher vorschlagen, eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie zu zahlen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent des Periodenergebnisses. Die Aktionäre profitieren damit noch stärker als bislang unmittelbar von der guten Ertragslage und dem hohen Cashflow. GENEHMIGUNG DES KONZERN- UND JAHRESABSCHLUSSESDie Hauptversammlung hat die vom Aufsichtsrat vorgeschlagene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Stuttgart, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2015 beauftragt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß § 107 Abs. 3 Satz 3 Aktiengesetz (AktG) und Ziffer 7.2.1 des DCGK überprüft. Prüfungsschwerpunkte des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss 2015 waren die Bilanzierung von Rückstellungen (ohne Pensionsrückstellungen), die steuerliche Überleitungsrechnung, die Bilanzierung von latenten Steuern und der Lagebericht, insbesondere die Berichterstattung über wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Mit Blick auf den Konzern legten die Abschlussprüfer ihren Schwerpunkt auf die Berichterstattung der ausländischen Wirtschaftsprüfer, die Goodwill-Impairment-Tests, die Kaufpreisallokationen für die erworbenen Unternehmen Post-Up Stand und BiGDUG, die Entkonsolidierung der Plant Equipment Group, die Konsolidierungsmaßnahmen sowie den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht. Die Prüfer haben den Jahresabschluss der TAKKT AG und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht geprüft und uneingeschränkt testiert. Dabei wurde auch das Risikofrüherkennungssystem der TAKKT-Gruppe geprüft und dessen Eignung bestätigt. Die verantwortlichen Abschlussprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen. Sie informierten die Mitglieder über die wichtigsten Ergebnisse der Prüfung und beantworteten weitergehende Fragen. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung nach eingehender Erörterung zugestimmt. Zudem prüfte und genehmigte das Gremium den Konzernabschluss, den Jahresabschluss der TAKKT AG, den zusammengefassten Lagebericht der TAKKT AG und des Konzerns sowie den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns. Damit ist der Jahresabschluss der TAKKT AG festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt. AUFSICHTSRAT BILLIGT ABHÄNGIGKEITSBERICHTDie Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, hielt mit 50,2 Prozent auch im Geschäftsjahr 2015 die Mehrheit der TAKKT-Aktien. Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand für das vergangene Geschäftsjahr daher einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen verfasst. Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Stuttgart, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer erteilte folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass erstens die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, zweitens bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren und drittens bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht geprüft und gemäß § 314 AktG gebilligt. Das Gremium hatte keine Einwände gegen den Abhängigkeitsbericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands, die im Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts abgedruckt ist. Wir danken den Aktionären der TAKKT AG dafür, dass sie uns auch im Jahr 2015 erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Allen Mitarbeitern des TAKKT-Konzerns danken wir für ihren anhaltend hohen Einsatz und ihre hervorragende Leistung im Jahr 2015. Dem Vorstand gilt Dank für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Stuttgart, im März 2016 Stephan Gemkow, Vorsitzender des Aufsichtsrats der TAKKT AG MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSStephan GemkowVorsitzender Vorsitzender des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg Dr. Johannes HauptStellvertretender Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen Dr. Florian FunckMitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg Thomas KniehlSachbearbeiter Schäden/Recherchen/Retouren der KAISER + KRAFT GmbH, Stuttgart Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold PicotUniversitätsprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München Dr. Dorothee RitzGeschäftsführerin Microsoft Österreich, Wien LageberichtDER TAKKT AG UND DES TAKKT-KONZERNSGESCHÄFTSMODELLDer TAKKT-Konzern ist ein Portfolio von B2B-Spezialversandhändlern für Geschäftsausstattung. Die Rolle der TAKKT AG als Management-Holding besteht hierbei in der strategischen Führung und Begleitung der Portfoliogesellschaften sowie in der Steuerung der Gesellschaften nach denselben Wert- und Wachstumstreibern. Wesentliches Ziel der TAKKT AG ist die Sicherstellung eines langfristig stabilen, profitablen und wachstumsorientierten Portfolios von Spezialversandhändlern in unterschiedlichen und sich ergänzenden Zielmärkten, Produktfeldern und Regionen. Die Aufgaben der TAKKT AG bestehen neben der Verantwortung für die strategische Ausrichtung des Portfolios in den klassischen Holdingfunktionen wie z.B. Finanzierung, Controlling und Recht. Zudem fördert und organisiert die Holding den Know-how-Transfer zwischen den Sparten. GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONB2B-SPEZIALVERSANDHANDEL FÜR GESCHÄFTSAUSSTATTUNGDie Portfoliogesellschaften und Marken der TAKKT-Gruppe agieren in attraktiven Märkten im Bereich des B2B-Spezialversandhandels und konzentrieren sich vorwiegend auf den Verkauf langlebiger und preisstabiler Ausrüstungsgegenstände an Firmenkunden. Dabei umfassen die angebotenen Produktsortimente größtenteils Gebrauchsgüter, die Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit nutzen. Die TAKKT-Gesellschaften liefern z.B. Palettenhubwagen an deutsche Automobilzulieferer, Computerschränke an Schweizer Maschinenbauer oder Gastronomiebedarf an US-amerikanische Großküchen. Der Vertrieb erfolgt im Rahmen eines integrierten Multi-Channel-Ansatzes über die Vertriebs- und Marketingkanäle Print (Kataloge und Broschüren), Online (Webshops und E-Procurement-Lösungen), Tele (telefonische Kundenbetreuung) sowie Field (persönliche Betreuung durch Mitarbeiter im Außendienst). Das Marktumfeld von TAKKT lässt sich anhand verschiedener Kriterien definieren (siehe nachfolgende Tabelle). Die Gesellschaften der TAKKT-Gruppe positionieren sich in diesem Marktumfeld als B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung mit umfassendem Serviceangebot und vorwiegend horizontaler Ausrichtung. Die Gesellschaften sind hauptsächlich in Europa und Nordamerika tätig. scroll
KLARE ORGANISATIONSSTRUKTURDie Organisationsstruktur des TAKKT-Konzerns stellt sich wie auf der folgenden Seite abgebildet dar. Der Konzern wird von der TAKKT AG als Management-Holding geführt, die sowohl für die Steuerung der Gesellschaften als auch für die Weiterentwicklung der Konzernstrategie verantwortlich ist. Die Portfoliogesellschaften gliedern sich in vier Sparten, die in unterschiedlichen Märkten operieren. In den einzelnen Sparten erbringen die Servicegesellschaften zentrale Dienstleistungen für die einzelnen Vertriebsgesellschaften und betreuen z.B. den Einkauf, das Marketing, die Logistik und die IT. Die Vertriebsgesellschaften sind entweder als Multi-Channel- oder als Web-focused-Marke positioniert. Für Zwecke der Berichterstattung sind die einzelnen Sparten zu Geschäftsbereichen zusammengefasst. So gehören die Business Equipment Group (BEG) und die Packaging Solutions Group (PSG) zum Geschäftsbereich TAKKT EUROPE. Die Specialties Group (SPG) und die Office Equipment Group (OEG) sind im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA vereint. Der Geschäftsbereich TAKKT EUROPE verfügt nach der Akquisition von BiGDUG zum 02. Juli 2015 über mehr als 50 Standorte sowie vier Zentrallager und 15 Regionallager.
Unternehmensstruktur![]()
Der Geschäftsbereich TAKKT AMERICA verfügt nach dem Verkauf der Sparte PEG mit Wirkung zum 30. Januar 2015 und der Akquisition der Gesellschaft Post-Up Stand zum 01. April des Berichtsjahres über knapp 20 Standorte und verfolgt aufgrund der räumlichen Größe des Marktes auf Spartenebene eine weniger zentralisierte Lagerstandortstrategie als die BEG innerhalb von TAKKT EUROPE. Um eine zügige Belieferung in den unterschiedlichen Regionen zu gewährleisten, betreibt TAKKT AMERICA neun Zentrallager und ein Regionallager.
Einen Überblick über alle Konzerngesellschaften liefert die Anteilsbesitzliste des TAKKT-Konzerns, die dem Konzernanhang unter Ziffer 5 "Sonstige Erläuterungen" zu entnehmen ist. Darüber hinaus sind alle Standorte des Konzerns auf den Standortkarten am Ende dieses Geschäftsberichts aufgeführt. MEHR-MARKEN-STRATEGIE UND EFFIZIENTE KUNDENANSPRACHE ALS ERFOLGSFAKTORENIm Vertrieb der Produkte verfolgt TAKKT eine Mehr-Marken-Strategie, die Multi-Channel- und Web-focused-Marken umfasst und sich nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der jeweiligen Kundengruppen richtet:
Mehrwert für den Kundenscroll
MEHRWERT FÜR DEN KUNDEN - ÜBER REINEN VERSANDHANDEL HINAUSDie Gesellschaften der TAKKT-Gruppe bewegen sich in einer attraktiven Marktnische. Im B2B-Versandhandel betrachtet der Kunde den Preis im Verhältnis zu einem Paket aus Produkt, Qualität und Service. Guter Versandhandel bedeutet für ihn, qualitativ hochwertige Produkte schnell finden und einfach bestellen zu können. Darüber hinaus erwartet er ein hohes Maß an Service rund um das eigentliche Produkt. Genau auf diesem Gebiet liegt die Stärke der Konzerngesellschaften. Der Service, den die TAKKT-Gesellschaften ihren Kunden bieten, um sie langfristig zu binden, umfasst insbesondere die in der Tabelle auf S. 42 aufgeführten Leistungen. Neben dem Mehrwert für den Kunden schafft TAKKT auch erheblichen Nutzen auf Seiten der Lieferanten. Die Aufnahme in das Sortiment einer TAKKT-Gesellschaft bringt für diese große Vorteile, verglichen mit dem eigenständigen Vertrieb ihrer Produkte. Sie erhalten direkt Zugang zu einer sehr großen Zahl von Kunden in unterschiedlichen Ländern und umgehen damit die natürlichen Markteintrittsbarrieren, die sich insbesondere in Europa aus den unterschiedlichen Währungen, Sprachen und rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben. ATTRAKTIVE MARKTNISCHEDie Marktnische des B2B-Spezialversandhandels ist aus Sicht von TAKKT auch in folgender Hinsicht vorteilhaft:
MARKTENTWICKLUNGEN FÖRDERN BEWÄHRTES GESCHÄFTSMODELLNachhaltige Chancen für TAKKT ergeben sich aus Sicht der Unternehmensführung durch sechs strukturelle Markttrends, die TAKKT mit entsprechenden Wettbewerbsstärken bedient (vgl. Tabelle unten). Diese Trends untermauern zudem das Geschäftsmodell des Unternehmens -die Konzentration auf Geschäftskunden, den Multi-Channel-Vertriebsansatz, die Spezialisierung der Sortimente und das umfassende Serviceangebot für den Kunden. scroll
UNTERNEHMENSZIELE UND -STRATEGIEAngesichts des Ziels, der weltweit führende B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung zu sein, vereint der TAKKT-Konzern spezialisierte Gesellschaften mit unterschiedlichen Stärken zu einem Portfolio. Dabei setzen die Konzerngesellschaften die Marketing- und Vertriebskanäle Print, Online, Tele und Field im Rahmen eines Multi-Channel-PLUS-Ansatzes ein. TAKKT will zudem bis Ende 2016 in Sachen Nachhaltigkeit Vorbild der Branche sein. In der nachstehenden Übersicht sind die strategischen Ziele des TAKKT-Konzerns dargestellt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. scroll
PROFITABEL WACHSENIn den vergangenen 15 Jahren wurde nahezu jährlich eine Neugründung oder Akquisition durchgeführt. Dieses Expansionstempo plant TAKKT auf lange Sicht beizubehalten, wobei der Fokus künftig noch stärker auf Unternehmenskäufe ausgerichtet sein wird. TAKKT will weiterhin profitabel wachsen und den Umsatz in Zukunft um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr steigern -bei einer EBITDA-Marge zwischen 12 und 15 Prozent. Das Wachstum soll über einen langen Zeitraum betrachtet rund zur einen Hälfte organisch und zur anderen Hälfte durch Akquisitionen entstehen. Das organische Wachstum wird durch folgende Initiativen gefördert:
Weitergehende Ausführungen zur Umsetzung des organischen Wachstumsziels über die Initiative DYNAMIC sowie unseren Digitalisierungsaktivitäten finden sich im Abschnitt Innovation und Entwicklung auf den Seiten 48 bis 52. Zudem soll der Konzern durch Akquisitionen wachsen. Potentielle Übernahmekandidaten gliedern sich in drei Bereiche: Kleinere Gesellschaften, die einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionen Euro Bereich erwirtschaften und ein starkes, aber bereits profitables Wachstum aufweisen, sind neu im Fokus der Akquisitionsstrategie. Unternehmen mittlerer Größe, die bereits eine marktführende Position besitzen, bilden als Plattformakquisition den Ausgangspunkt für weiteres organisches Wachstum oder strategische Zukäufe. Schließlich sind noch große Unternehmen ebenfalls als Akquisitionsziel denkbar, wenngleich mit einer deutlich geringeren Eintrittswahrscheinlichkeit. Oftmals befinden sich die für TAKKT interessanten Unternehmen in Familienbesitz. Vor diesem Hintergrund pflegt TAKKT langfristige Kontakte zu möglichen Zielunternehmen. Um jederzeit handlungsfähig zu sein, stehen für kleinere und mittelgroße Unternehmenserwerbe fortwährend ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Bei der Entscheidung über eine Akquisition spielen zudem folgende Aspekte eine Rolle:
Um einen Wertzuwachs nach Eingliederung in den Konzernverbund zu realisieren, unterstützt TAKKT die neu akquirierten Unternehmen bei der Fortsetzung und Forcierung ihres Wachstumskurses, hilft bei der Expansion des Geschäftsmodells in neue Märkte und fördert z.B. den Austausch von Organisations-, Logistik-, IT-, Marketing- und Vertriebs-Know-how über die verschiedenen Gesellschaften hinweg. RISIKEN DIVERSIFIZIERENTAKKT strebt an, die Risiken des Konzerns weiter zu diversifizieren und sich von konjunkturellen Einflüssen unabhängiger zu machen. Dabei werden folgende Ebenen bedacht. Auf Kundenebene bedient das Unternehmen verarbeitende Betriebe, Händler, Dienstleister sowie gemeinnützige und staatliche Organisationen, um zyklische Schwankungen einzelner Zielgruppen auszugleichen. Bestellungen verarbeitender Betriebe -das ursprüngliche Stammgeschäft des TAKKT-Konzerns -stehen noch hinter knapp einem Drittel des Umsatzvolumens, wobei der Anteil der übrigen Kundengruppen in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Mittelfristig verfolgt der Konzern das Ziel, ausgewogene Umsatzanteile mit dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handels- und Dienstleistungssektor sowie gemeinnützigen und staatlichen Institutionen zu erzielen. Diese zunehmende Diversifikation nach Kundengruppen stabilisiert das TAKKT-Geschäft durch eine verringerte Abhängigkeit vom zyklischen Geschäft mit dem verarbeitenden Gewerbe. Diversifikation von Kundengruppen![]() Auf Produktebene unterscheidet TAKKT zwischen Produkten für Betrieb & Umwelt, Lager &Transport, Büro, Verpackung & Versand, Gastronomie und Verkaufsförderung. TAKKT streut hier breit, um Schwankungen der Nachfrage aktiv entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat sein Produktportfolio durch die Akquisitionen von Hubert (2000), NBF (2006), Central (2009), GPA (2012), Ratioform (2012) und Post-Up Stand (2015) gezielt auf Produktgruppen für Gastronomie, Verkaufsförderung, nordamerikanische Büromöbel und Verpackung ausgedehnt. Dies erlaubt TAKKT, an den Wachstumstrends dieser Branchen zu partizipieren. Diversifikation von Produktsortimenten![]() Auf Regionenebene differenziert TAKKT zwischen Deutschland, Europa ohne Deutschland, den USA sowie sonstigen Ländern wie Kanada und China. Insbesondere der Anteil des US-Geschäfts hat seit 2000 deutlich zugenommen. Regional zu diversifizieren, hat sich in der Vergangenheit als Stütze des TAKKT-Portfolios erwiesen. Konjunkturelle Schwankungen in bestimmten Zielmärkten können so teilweise durch gegenläufige Entwicklungen in anderen Regionen kompensiert werden. Der Konzern wird diesen Weg fortführen und verfolgt das Ziel, dauerhaft auf mindestens zwei Kontinenten signifikante Umsatzbeiträge zu erzielen. Diversifikation von Regionen![]() NACHHALTIG HANDELNDer Versandhandel ist deutlich ressourcenschonender als der stationäre Handel. Somit ist das TAKKT-Geschäftsmodell per se bereits nachhaltiger als andere Wettbewerbsmodelle. Nachhaltigkeit ist für TAKKT folglich nicht neu. Darüber hinaus gehört es im Konzern seit jeher zur unternehmerischen Tradition, mit allen Ressourcen behutsam umzugehen. TAKKT hat das Ziel der Nachhaltigkeit -die langfristige Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen -seit dem Jahr 2011 explizit als Teil der Unternehmensstrategie verankert und will in der Branche bis Ende 2016 weltweit Vorbild werden. Damit positioniert sich TAKKT frühzeitig im Wettbewerbsumfeld. Unternehmen achten immer stärker darauf, ihren individuellen Beitrag zur Schonung der Ressourcen beizusteuern, und erwarten von ihren Geschäftspartnern, dass auch diese ihre Wertschöpfungskette aktiv nach Nachhaltigkeitsaspekten steuern. TAKKT berücksichtigt die Anforderungen der Kunden in Sachen Nachhaltigkeit. Das konzernweite Programm SCORE verankert das Thema Nachhaltigkeit im Tagesgeschäft und bündelt die einzelnen Maßnahmen. Die Ziele und wesentlichen Maßnahmen des TAKKT-Konzerns zur Nachhaltigkeit sind im Abschnitt Nachhaltigkeit und Mitarbeiter auf den Seiten 52ff. dieses Geschäftsberichts und im kürzlich erschienen Nachhaltigkeitsbericht dargestellt. STEUERUNGSSYSTEMEINHEITLICHE KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DER SPARTEN UND EINZELGESELLSCHAFTENDer Kern des Geschäftsmodells der TAKKT-Gesellschaften ist trotz unterschiedlicher Ausrichtung hinsichtlich Regionen, Sortimenten, Kundengruppen und Vertriebsansätzen vergleichbar. Daher steuert das Management den Konzern und die einzelnen Sparten sowie alle Tochtergesellschaften nach den gleichen Wert- und Wachstumstreibern. Entwickeln sich die Kenngrößen einer Konzerngesellschaft nicht zufriedenstellend, reagiert das TAKKT-Management zeitnah mit entsprechenden Initiativen und Gegenmaßnahmen. Zu diesem Zweck werden alle unten genannten internen Steuerungskennzahlen regelmäßig an den Vorstand berichtet.
INTERNE COVENANTS ZUR STEUERUNG DER FINANZSTRUKTURZur Überwachung und Steuerung der Finanzstruktur achtet der TAKKT-Konzern auf die Einhaltung von vier selbst vorgegebenen internen Kennzahlen (Covenants), die in der folgenden Übersicht dargestellt sind: scroll
Die internen Covenants sind nicht in Kreditverträgen vereinbart, sondern dienen ausschließlich der internen Steuerung, um die finanzielle Solidität des Konzerns zu bewahren. Aus den Kennzahlen lässt sich auch der finanzielle Spielraum für Akquisitionen ableiten. INNOVATION UND ENTWICKLUNGAls Handelsunternehmen betreibt TAKKT keine klassische Forschung und Entwicklung wie etwa technologieorientierte Hersteller. Das Marktumfeld, in dem sich TAKKT als B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung bewegt, unterliegt jedoch einem ständigen Wandel. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Digitalisierung, die für das Geschäftsmodell der TAKKT-Gesellschaften schon seit vielen Jahren zentral ist und auch in Zukunft viele Chancen bietet. Immer größer werdende Datenmengen, höhere Bandbreiten und neue Endgeräte als technische Treiber haben auch auf gesellschaftlicher Ebene zu Verhaltensänderungen geführt. Kunden werden zunehmend anspruchsvoller, die Zusammenarbeit von Einkauf und Lieferanten wird durch digitale Schnittstellen effizienter, neue Beschaffungs-, Lager- und Absatzprozesse setzen sich durch. Daher wird TAKKT 2016 eine digitale Agenda mit konkreten Digitalisierungsaktivitäten entwickeln. Der Konzern arbeitet zudem daran, Sortimente, Prozesse, Services und Marktbearbeitung weiterzuentwickeln und die künftigen Erfordernisse des Marktes zu antizipieren, noch bevor sie zum allgemeinen Standard geworden sind. Im Rahmen der laufenden Wachstums- und Modernisierungsinitiative DYNAMIC, die diese Themenbereiche unter anderem in Form von Projekten abdeckt, konnten im Berichtsjahr weitere Fortschritte erzielt werden. TAKKT kommt somit bezüglich des Ziels, ein Multi-Channel-PLUS-Unternehmen zu werden, weiter gut voran. INNOVATIONSFORMATETAKKT verfolgt das Ziel, die Konzerngesellschaften und den Konzern als Ganzes Schritt für Schritt vom klassischen Versandhändler zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen weiterzuentwickeln. Dazu wählt TAKKT im Wesentlichen vier Innovationsformate: Definition und Zielwerte der finanziellen Steuerungskennzahlenscroll
AUF DEM WEG ZUM MULTI-CHANNEL-PLUS-UNTERNEHMENIm Rahmen der strategischen Wachstumsinitiativen setzt TAKKT insbesondere auf den Ausbau der Multi-Channel-Aktivitäten. Hintergrund dieses Ansatzes ist die Feststellung, dass sich das Verhalten der Kunden weltweit verändert. Noch vor einigen Jahren dominierte der Katalog als Vertriebsmedium. Heute kann ein Unternehmen bei der Suche nach Produkten auf deutlich mehr Informationsquellen zurückgreifen. So spielen heute digitale Medien und Angebote von Unternehmen wie Webshops und Blogs für den Kunden eine größere Rolle im Informations- und Beschaffungsprozess als dies früher der Fall war und stellen eine höhere Transparenz her. Angesichts dessen gewinnen neuere Formen des Marketings wie SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising) stark an Bedeutung und entwickeln sich somit zu wichtigen Differenzierungsmerkmalen im Wettbewerb. TAKKT ist auf dem Weg, sich vom klassischen Versandhändler zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen weiterzuentwickeln und damit den logischen nächsten Schritt in der Evolution der Geschäftsmodelle zu gehen. Zu diesem Zweck hat TAKKT bereits 2012 ein Multi-Channel-Leitbild entwickelt (Multi-Channel PLUS). Dieses strategische Leitbild beinhaltet im Wesentlichen die Forcierung der dynamischen Kundenbearbeitung über unterschiedliche Marketing- und Vertriebskanäle, eine gezielte Sortimentserweiterung und den Ausbau der Eigenmarken. Aus dem Multi-Channel-Leitbild ging die konzernweite Wachstums- und Modernisierungsinitiative DYNAMIC hervor, die sich v.a. auf die Bereiche Einkauf, Marketing, Vertrieb und IT erstreckt. DYNAMIC umfasste ursprünglich rund 50 Projekte, die dezentral innerhalb der einzelnen Sparten durchgeführt wurden und werden und teilweise auf mehrere Jahre angelegt sind. Unter Berücksichtigung des Verkaufs der Plant Equipment Group umfasst die Initiative rund 40 Projekte, von denen einige bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Durch die dezentrale Vorgehensweise können die einzelnen Sparten ihren Multi-Channel-PLUS-Ansatz auf die jeweiligen Anforderungen ihrer Kundensegmente einerseits und regionale Besonderheiten andererseits abstimmen. Dabei unterscheiden sich die Sparten in ihrem individuellen Transformationsbedarf. So sind beispielsweise sogenannte Outbound-Vertriebskanäle, wie etwa der aktive Telefonverkauf durch Anrufe beim Kunden und die persönliche Betreuung durch Mitarbeiter im Außendienst, bei bestimmten Gesellschaften innerhalb des TAKKT-Konzerns bereits fester Bestandteil des Marketings, während sie in anderen nun als Teil der DYNAMIC-Initiative forciert werden. Durch den konzerninternen Wissenstransfer profitieren die dezentralen Bereiche des TAKKT-Konzerns voneinander und können so Best-Practice-Beispiele auch spartenübergreifend anwenden. In verschiedenen Konzernbereichen verfolgen die TAKKT-Konzerngesellschaften Projekte zur Einführung neuer Warenwirtschaftssysteme, medienneutraler Datenbanken und neuer Webshops -u.a., um eine einheitliche Datenbasis für eine gezieltere Kundenansprache und eine effizientere Ausrichtung an die Kundenbedürfnisse zu schaffen. Derartige IT-Projekte erfordern teils hohe Investitionen. Die Investitionen in die Verbesserung und Entwicklung der IT-Systeme lagen im Berichtsjahr bei 9,6 (6,8) Millionen Euro und machten damit 0,9 (0,7) Prozent des Umsatzes aus. Konzernweit werden einheitliche Projektmanagementstandards angewendet, um die Projekte strukturiert und transparent abzuarbeiten. Die angestoßenen Maßnahmen betreffen die Sparten in unterschiedlichem Ausmaß und werden gegebenenfalls von einem professionellen Change Management begleitet. Je nach Bedarf ergreifen die Gesellschaften Maßnahmen in puncto Kommunikation, sowie zur Mobilisierung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Dazu hat TAKKT konzernintern Kompetenzen in den Bereichen Change Management und Projektmanagement aufgebaut und etabliert. Ziel der Initiative ist es, das im Konzern angestrebte organische Wachstum von vier bis fünf Prozent auch weiterhin zu erreichen. Im Rahmen eines dezentralen Prozesses hat TAKKT dabei sieben wesentliche Wachstumstreiber identifiziert. Der Erfolg von DYNAMIC wird über Indikatoren gemessen, welche die Entwicklung dieser Wachstumstreiber widerspiegeln. Die Indikatoren, die Wachstumstreiber und die konzernweiten Zielvorgaben zur Orientierung lauten wie folgt: scroll
Die DYNAMIC-Indikatoren sind für alle Sparten identisch, die Zielvorgaben sind sparten- und teilweise gesellschaftsspezifisch. Die DYNAMIC-Projekte der einzelnen Sparten sind auf die Zielerreichung der Indikatoren bis zum Abschluss der DYNAMIC-Initiative ausgerichtet, wobei einzelne Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden:
Informationen zur bisherigen Zielerreichung der DYNAMIC-Indikatoren sind im Abschnitt Unternehmensperformance dieses Geschäftsberichts aufgeführt. DIGITALISIERUNGDie fortschreitende Technik der Digitalisierung verändert den Unternehmensalltag, die Verfügbarkeit von Informationen und unser gesamtes Zusammenleben. Zudem hat sie wesentlichen Einfluss auf das Kaufverhalten der TAKKT-Kunden und deren Erwartungshaltung an das Unternehmen. Diese neuen Möglichkeiten möchte der Konzern noch stärker nutzbar machen. Im Rahmen von DYNAMIC wurden bereits seit 2013 erste digitale Themenbereiche wie die weitergehende elektronische Anbindung von Lieferanten angegangen. TAKKT möchte die Möglichkeiten der Digitalisierung allerdings im zweiten Schritt nun noch stärker für seine Kunden und Geschäftspartner nutz- und erlebbar machen. Daher wird TAKKT 2016 eine digitale Agenda mit konkreten Digitalisierungsaktivitäten entwickeln. Diese Aktivitäten werden dezentral erfolgen, da die einzelnen Sparten und Gesellschaften unterschiedliche Reifegrade in Sachen Digitalisierung aufzeigen. Dies lässt sich zum Beispiel mit der organisatorischen Komplexität der Geschäftseinheit oder mit dem historischen Entwicklungspfad der Gesellschaft begründen, hat aber teilweise auch operative Gründe wie z. B. Geschäftsmodellunterschiede. Die dezentralen Einheiten werden ihre Digitalisierungsaktivitäten anhand einer möglichst einheitlichen Struktur definieren. Eine solche Struktur umfasst im Wesentlichen drei Aspekte:
In einem ersten Schritt werden 2016 die digitalen Agenden der einzelnen Sparten und Gesellschaften dezentral definiert. Daran anschließend werden in den Folgejahren die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt. FORTLAUFENDE QUALITÄTSSICHERUNGDas Qualitätsmanagement des Konzerns orientiert sich an den Anforderungen und Erwartungen der Kunden. TAKKT erfasst alle Kundennachfragen oder Reklamationen elektronisch. Speziell ausgebildete Mitarbeiter bearbeiten, analysieren und klassifizieren alle Anregungen und Beanstandungen. Daraus leitet das Unternehmen systematisch Verbesserungen bei seinen Produkten, Werbemitteln und Geschäftsabläufen ab. In die Prozesse sind die Lieferanten und Dienstleister des Konzerns eingebunden, deren Qualität ebenfalls kontinuierlich gemessen wird. Dies gilt auch und gerade für die Direktimporte, die TAKKT im Rahmen der DYNAMIC-Initiative weiter ausbauen wird. Alle zusätzlichen Lieferanten unterliegen ebenfalls strengen Auswahlkriterien und fortlaufenden Tests in Bezug auf die Produktqualität. In Europa sind die Gesellschaften an wesentlichen Standorten der TAKKT-Gruppe nach DIN ISO 9001:2008 oder vergleichbaren Standards zertifiziert. Nicht zertifizierte Gesellschaften halten durch interne Vorgaben, Schulungen und Kontrollen ein adäquates und ebenso hohes Qualitätsniveau. In jährlichen Audits wird der aktuelle Stand des Qualitätssicherungssystems überprüft. Der Wettbewerbsvorteil für TAKKT ist unmittelbar spürbar, denn neben der sinkenden Reklamationsquote zeigt sich, dass immer mehr Kunden ausschließlich bei Unternehmen mit nachweislich hohen Qualitätsstandards einkaufen. NACHHALTIGKEIT UND MITARBEITERDie Unternehmensführung definiert Nachhaltigkeit als die langfristige Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen und ist sich bewusst, dass erst so ein langfristiger Unternehmenserfolg möglich wird. Nachhaltigkeit ist deshalb ein etablierter und integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und tägliche Gemeinschaftsaufgabe auf allen Ebenen des Konzerns. TAKKT hat sich vorgenommen, bis Ende 2016 in Sachen Nachhaltigkeit weltweit Vorbild der Branche zu sein. NACHHALTIGKEIT IST EINE FRAGE DER VERNUNFTDer Direktvertrieb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen im B2B-Spezialversandhandel bietet Geschäftskunden Transparenz in der Vorauswahl hochqualitativer Produkte und einfache Bestellwege. Im Vergleich zu zweistufigen stationären Handelsmodellen ist der Versandhandel darüber hinaus auch CO2-effizienter. Für TAKKT als Versandhandelsunternehmen ist nachhaltiges Wirtschaften also bereits im Geschäftsmodell integriert und keine Modeerscheinung. Im Konzernverbund gehört es seit jeher zur unternehmerischen Tradition, mit allen Ressourcen behutsam umzugehen. Nachhaltigkeit und profitables Wachstum schließen sich nicht aus, sondern gehen Hand in Hand. Deshalb hat das Unternehmen die Nachhaltigkeitsaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette als Teil der Unternehmensstrategie etabliert. Die verschiedenen Maßnahmen werden seit 2011 in sechs identifizierten Handlungsfeldern über die Nachhaltigkeitsinitiative "Sustainable Corporate Responsibility" (SCORE) inhaltlich und strukturell im Unternehmen verankert. Durch SCORE schafft TAKKT die Voraussetzungen, Maßnahmen zur nachhaltigen Unternehmensführung über alle Konzernsparten hinweg im Tagesgeschäft zu koordinieren und umzusetzen. Die Nachhaltigkeitsinitiative wird - als klares Signal nach innen und außen -direkt vom Vorstand verantwortet. TAKKT hat sich bereits 2012 dazu verpflichtet, die zehn anerkannten Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung einzuhalten und für deren Verbreitung zu sorgen. Im Rahmen der Einhaltung der Prinzipien des Global Compact fasst TAKKT seit 2013 die Ergebnisse und Entwicklungen auf diesem Gebiet in einem Zwischenbericht zusammen. Bereits 2014 hat TAKKT als eines von wenigen deutschen Unternehmen das hohe Niveau des "Advanced Level" beim Global Compact erreicht. Diese Klassifizierung konnte mit dem Zwischenbericht zur Nachhaltigkeit 2015 bestätigt werden. Die Berichterstattung zeichnet sich durch ihre Ergebnisorientierung aus und enthält eine Vielzahl von Kennzahlen. Die Nachhaltigkeitsberichte sind in gedruckter Form erhältlich und auf der TAKKT-Website abrufbar. Auf der TAKKT Website finden sich zudem umfassende Detailinformationen, die über die kompakte Darstellung im Printbericht hinausgehen. NACHHALTIGKEIT MESSBAR MACHENDer TAKKT-Konzern setzt seine Stakeholder regelmäßig darüber in Kenntnis, wie er unternehmerische Verantwortung wahrnimmt. Das Management ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit über alle Wertschöpfungsstufen hinweg einen Wettbewerbsvorteil erzeugt und dauerhaft den Unternehmenswert steigert. TAKKT hat die Erwartungen der Stakeholder und die Herausforderungen des Geschäftsmodells ausgearbeitet und in sechs Handlungsfelder eingeteilt: Einkauf, Marketing, Logistik, Ressourcen und Klima, Mitarbeiter und Gesellschaft. Für jedes Handlungsfeld wurden konkrete Maßnahmen und Ziele formuliert, die in das Führungssystem des Konzerns integriert sind ("built-in"). Durch diese organisatorische Verankerung des Nachhaltigkeitsprinzips werden an allen Punkten der Wertschöpfungskette Lösungsansätze entwickelt, die zu einer Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung beitragen. Im Einzelnen hat TAKKT die folgenden Maßnahmen und Ziele für das Jahr 2016 definiert:
Der Fortschritt bei der Erreichung dieser Ziele ist im Abschnitt Unternehmensperformance dieses Geschäftsberichts dargestellt. NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNG BEI TAKKTSeit 2012 veröffentlicht TAKKT Nachhaltigkeitsberichte, die nach den internationalen Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt werden. Der TAKKT-Konzern gibt in den Berichten Auskunft über den aktuellen Stand bei den wichtigsten Meilensteinen und Zwischenzielen. Im Nachhaltigkeitsbericht 2014 berichtete TAKKT im Standard der Leitlinie GRI-G4. Als eines der ersten Unternehmen befand sich TAKKT bereits 2014 auf dem Anwendungsniveau "Comprehensive". TAKKT informiert somit sehr umfassend über die materiellen Aspekte der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig mit diesem Geschäftsbericht erscheint auch der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht, der wieder auf dem Anwendungsniveau "Comprehensive" erstellt wurde. Zudem nimmt TAKKT jährlich beim Ranking der internationalen Initiative Carbon Disclosure Project (CDP) teil. Das CDP befragt jährlich weltweit über 3.000 Unternehmen in rund 60 Ländern nach deren CO2-Ausstoß sowie den Strategien zur Verminderung des Treibhauseffekts. Ziel ist es, die Klimastrategien von Unternehmen vergleichbar zu machen und diese zu veranlassen, ihre Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Im Berichtsjahr belegte TAKKT im Disclosure Score, der die Transparenz der Klimaberichterstattung bewertet, mit 86 von insgesamt 100 Punkten erneut eine sehr gute Position und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um zehn Punkte verbessern. Damit erreichte TAKKT den Status "Sector leader Consumer Discretionary" in der DACH-Region und liegt folglich deutlich über dem durchschnittlichen Disclosure Score von 64 des entsprechenden Sektors, dem TAKKT zugeordnet ist. Im Performance Score, der die Anstrengungen im Klimaschutz beurteilt, und erst ab einem Disclosure Score von 50 Punkten vergeben wird, hat der Konzern erneut die Einstufung "C" erreicht. Damit liegt TAKKT bei den zur Teilnahme berechtigten Unternehmen im Mittelfeld. PERSONALENTWICKLUNGSPROJEKT "LIFT" IN DER GRÖSSTEN SPARTE BEG ABGESCHLOSSENAus der Weiterentwicklung zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen im Rahmen der konzernweiten Wachstums- und Modernisierungsinitiative DYNAMIC ergeben sich für TAKKT neue Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeiter, die Zusammenarbeit im Unternehmen und die Mitarbeiterführung. Um diesen Veränderungsprozess zu begleiten, hatte die BEG das Personalentwicklungsprojekt LIFT als Teil von DYNAMIC gestartet. Kern des Projekts war es, die geänderten Anforderungen an das Personalmanagement in den Fokus zu nehmen und die systematische Personalgewinnung und -entwicklung zu fördern. Unter anderem umfasste LIFT das Personalmarketing und Bewerbermanagement, den Onboarding-Prozess für neue Kollegen, die Talenterkennung sowie die laufende Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Zur Mitte des Geschäftsjahres 2015 wurde das Projekt LIFT abgeschlossen. Ergebnisse des Projektes im Bereich Personalmarketing sind beispielsweise die neuen Karriereseiten der TAKKT AG und KAISER+KRAFT EUROPA GmbH. Weiterhin wurde im Bewerbermanagement ein neues IT-System zum Managen des gesamten Bewerbungsprozesses implementiert. Darüber hinaus wurden ein Talent-Programm und neue Schulungskonzepte zur Identifikation von Potenzialträgern im Unternehmen eingeführt und die systematische Weiterentwicklung von Mitarbeitern vorangetrieben. Ein Großteil der implementierten Maßnahmen wurde bereits erstmalig evaluiert und befindet sich nun in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die Ergebnisse des Projektes legen die Basis für die Erreichung weiterer ambitionierter Ziele zur Schaffung einer ganzheitlichen konzernweiten Personalentwicklung, die sich TAKKT im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative SCORE gegeben hat. Die diesbezüglichen Fortschritte werden regelmäßig in den Nachhaltigkeitsberichten der TAKKT AG veröffentlicht. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist zeitgleich mit diesem Geschäftsbericht erschienen. AUSBILDUNG UND ENTWICKLUNGTAKKT rekrutiert durch den Fokus auf Ausbildung qualifiziertes Personal aus den eigenen Reihen. 2015 waren insgesamt 59 (53) Nachwuchskräfte konzernweit in Ausbildung, davon absolvierten 17 (13) Studentinnen und Studenten ein berufsbegleitendes Studium der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Im Berichtsjahr begannen konzernweit 3 (2) Hochschulabsolventen ein Traineeprogramm, in dem sie in verschiedene Bereiche des Unternehmens im In- und Ausland eingearbeitet werden. In den Gesellschaften durchlaufen neu eingestellte Mitarbeiter einen Onboarding-Prozess, der eine schnelle fachliche Integration der Mitarbeiter sicherstellt. Neben dem Kennenlernen des eigenen Teams und der Einarbeitung in die eigenen Aufgaben stehen in den ersten Wochen und Monaten z. B. auch die Schnittstellenbereiche, das Geschäftsmodell und die TAKKT-Werte im Fokus. Zudem bindet der TAKKT-Konzern Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen, indem er z.B. in Weiterbildung und Personalentwicklung investiert. Damit wird die konzernweite Mitarbeiterfluktuation gering gehalten. Die Ausgaben für Aus- und Weiterbildung betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 943 (900) Tausend Euro und dienen u.a. dem Kompetenzaufbau im Rahmen der DYNAMIC-Initiative und der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und Führung. FRAUENFÖRDERUNG UND VIELFALTFür TAKKT als weltweit operierendes Unternehmen gehört es zum Selbstverständnis, die vielfältigen Erfahrungen der Mitarbeiter aus unterschiedlichen Kulturen als gleichberechtigt anzuerkennen und diesen Respekt zu zollen. Basis dafür ist ein fairer Umgang auf allen Ebenen. Anti-Diskriminierungs-Richtlinien sind fester Bestandteil des Compliance-Handbuchs der TAKKT-Gruppe. Das konzernweit gültige Prinzip "Think global, act local" spiegelt sich in den Einstellungsrichtlinien wider. Das Unternehmen setzt auf Mitarbeiter und Führungskräfte vor Ort, die sprachliches und kulturelles Fingerspitzengefühl ebenso mitbringen wie Markt- und Kundennähe. Zugleich setzt TAKKT auf eine ausgewogene Mischung aus langjährigen, erfahrenen Mitarbeitern und jungen Talenten. Regelmäßige Impulse erhalten die lokalen Teams zudem durch den konzernübergreifenden Erfahrungsaustausch im Rahmen der Führungskräfte- und Traineeprogramme. Schon seit einigen Jahren ist TAKKT im Rahmen der Nachfolgeplanung bestrebt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen kontinuierlich auszubauen, um in diesem Bereich ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis herzustellen. Aktuell liegt der Frauenanteil unter den Mitarbeitern des TAKKT-Konzerns bei 47,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser leicht gesunken. Bei den Führungskräften konnte der Frauenanteil im Vergleich zum Vorjahr auf 34,3 Prozent gesteigert werden. Im Bereich der Top-Führungskräfte ist der Anteil von Frauen im Vergleich zu 2014 annähernd gleich geblieben. Frauenanteil TAKKT-Konzern in %scroll
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Sparten- und Vertriebs-Gruppengeschäftsführer,
Leiter der Zentralabteilungen in der TAKKT AG. Das im Mai 2015 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen bestärkt uns darin, die bisherigen Bemühungen in diesem Bereich weiter voranzutreiben. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, von denen die TAKKT AG als börsennotiertes und nicht mitbestimmtes Unternehmen betroffen ist, wurden für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die obersten Führungsebenen der Holdinggesellschaft verbindliche Zielgrößen festgelegt, deren Erreichung in zukünftigen Geschäftsberichten dokumentiert wird. Im Detail wurde für die einzelnen Ebenen folgendes beschlossen:
TAKKT ist vom Mehrwert gemischter Führungsteams überzeugt und sieht es als konzernweite Aufgabe an, länder- und spartenübergreifend gleiche Chancen für Frauen und Männer in ihrer Karriereentwicklung zu gewährleisten. Der Konzern gibt sich mit der Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen nicht zufrieden und setzt vielmehr auf eine konzernweite, nachhaltige Entwicklung in diesem Bereich. Aus diesem Grund werden in den kommenden Jahren sukzessive für alle Sparten Zielgrößen definiert. Die Erreichung dieser Ziele wird regelmäßig dokumentiert und vorangetrieben. Insoweit geht die Unternehmens-Gruppe über die gesetzlichen Anforderungen, die sich nur auf die TAKKT AG beziehen, hinaus. Die BEG verfolgt als erste Sparte ein Pilotprojekt, um unternehmensintern verbindliche Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen. Innerhalb der Sparte möchte sie in den obersten Führungsebenen die aktuelle Frauenquote von 10,0 Prozent bis zum Jahr 2017 halten und bis 2022 auf mindestens 15 Prozent erhöhen. Für die mittlere Führungsebene, die aktuell mit 13,4 Prozent weiblicher Führungskräfte besetzt ist, lautet die Zielvorgabe für das Jahr 2017 20 Prozent und für das Jahr 2022 30 Prozent. Bezüglich der untersten Führungsebene soll der aktuelle Frauenanteil von 47,1 Prozent bis 2017 gehalten werden. Bis zum Jahr 2022 soll hier ein gleichgewichtiges Geschlechterverhältnis erreicht sein. Unterstützende Maßnahmen zur Zielerreichung werden Anfang 2016 ausgearbeitet und im weiteren Jahresverlauf implementiert. ANZAHL DER MITARBEITER LEICHT RÜCKLÄUFIGDie Anzahl der Beschäftigten lag im Berichtsjahr bei 2.464 (2.515) und ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Beim Vergleich mit dem Vorjahr sind die Portfolioeffekte aus dem Verkauf der PEG sowie aus der Erstkonsolidierung der beiden Zukäufe Post-Up Stand sowie BiGDUG im Geschäftsjahr 2015 zu berücksichtigen. Ohne diese Effekte wäre die Anzahl der Beschäftigten um 25 angestiegen. Die Umsetzung der Vertriebsziele im Rahmen der Weiterentwicklung zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen schlägt sich auch in der Struktur der Mitarbeiterverteilung nieder. So wurden in den letzten Jahren v.a. die Bereiche Vertrieb und Online verstärkt. Insgesamt sind mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in den europäischen Tochtergesellschaften beschäftigt. Mehr als drei Viertel der TAKKT-Mitarbeiter arbeiten in Deutschland und den USA. Anzahl der Mitarbeiterscroll
Mitarbeiterstruktur (Kopfzahlenbasis)scroll
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Sparten- und Vertriebs-Gruppengeschäftsführer,
Leiter der Zentralabteilungen in der TAKKT AG. Der Altersdurchschnitt aller Konzernmitarbeiter lag im Berichtsjahr bei rund 42 (42) Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 10,5 (10,9) Jahren. TAKKT strebt eine ausgewogene Verteilung zwischen den Altersgruppen durch vielfältige Rekrutierungsmaßnahmen und die Verbesserung der Personalgewinnung und -entwicklung an. Altersstruktur der Belegschaftscroll
ERFOLGSBETEILIGUNG IN MEHREREN STUFENDie Mitarbeiter von TAKKT leisten einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg, den der Konzern über erfolgsabhängige Prämienmodelle honoriert. Für die verschiedenen Mitarbeitergruppen stehen unterschiedliche Bonussysteme in den Gesellschaften zur Verfügung, die eine Prämie bei Erreichen bestimmter Umsatzziele, Team- oder persönlicher Arbeitsziele vorsehen. Da die TAKKT-Führungskräfte im Konzern besonders hohe Verantwortung übernehmen, gelten für sie spezielle Entlohnungsmodelle. Das mittlere Management erhält eine Vergütung, die vom operativen Ergebnis der Gesellschaft und von individuellen Zielvorgaben abhängt. Die Incentivierung des Vorstands der TAKKT AG richtet sich nach dem operativen Ergebnis in Form des EBIT, dem TAKKT Value Added (TVA) und der Aktienrendite in Form des Total Shareholder Return (TSR). Detaillierte Angaben dazu finden sich im Vergütungsbericht dieses Geschäftsberichts. Darüber hinaus können die Angestellten in Deutschland Belegschaftsaktien erwerben. Im Geschäftsjahr 2015 haben 41,7 (38,6) Prozent der Zeichnungsberechtigten diese Möglichkeit genutzt und insgesamt 20.205 (18.000) Aktien erworben. Das Programm wird 2016 fortgeführt. Neu hinzugekommen ist die Ausgabe von TAKKT Performance Bonds, ein Beteiligungsangebot an TAKKT-Führungskräfte, bei dem diese durch die Zeichnung von Anteilen an der wirtschaftlichen Entwicklung der TAKKT-Gruppe teilhaben können. Die Rendite dieses Instruments wird auf Basis des TAKKT value added ermittelt. Dieses Angebot wurde erstmals 2015 aufgelegt und soll 2016 fortgeführt werden. ZUSATZLEISTUNGENNeben den tätigkeitsbezogenen Leistungen für die Mitarbeiter hat der Konzern vielfältige Förderprogramme etabliert. V.a. an ausländischen Standorten, die nicht das in Deutschland vorhandene hohe Vorsorgeniveau haben, können Mitarbeiter freiwillig Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, die je nach lokalen Gegebenheiten verschieden sind. Dazu gehören beispielsweise Kranken- und Rentenversicherungen über die Firma für solche Länder, in denen die gesetzlichen Versicherungen nicht ausreichend sind. Auch in Deutschland werden Zusatzleistungen wie gesundheitsfördernde Maßnahmen oder Familienberatung angeboten. GESCHÄFTSJAHRRAHMENBEDINGUNGENWie im Vorjahr war die Weltwirtschaft auch 2015 von unterschiedlichen Wachstumsdynamiken in der Eurozone und den USA geprägt. Die Eurozone erholte sich weiter und schloss das Jahr mit einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum ab. Deutschland lag dabei weiterhin über dem durchschnittlichen Wachstum in der Eurozone, die Wachstumsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr nahm jedoch in Deutschland weniger stark zu. Die Konjunktur in Nordamerika entwickelte sich erneut besser als in der Eurozone und konnte an das starke Vorjahr anknüpfen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENIm Geschäftsbericht 2014 hatte TAKKT für 2015 unterschiedliche Wachstumspfade für die Eurozone und Nordamerika vorausgesagt. Die tatsächlichen Daten des Berichtsjahres bestätigen diese Prognose. Dabei konnte die Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts (BIP) in der Eurozone die Prognose übertreffen. In den USA lag die Wachstumsrate trotz einer Unterschreitung der Prognose auf einem erwartet hohen Niveau und deutlich über der Eurozone. Nach dem eher schwachen Wachstum im Vorjahr entwickelte sich die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im Berichtsjahr mit einer Steigerung um 1,5 (0,8) Prozent positiver. Nach einer weiteren Festigung der Konjunktur zu Beginn des Jahres konnte trotz einiger weltwirtschaftlicher Turbulenzen auch in den restlichen Monaten die Erholung fortgesetzt werden. Anders als die Eurozone entwickelte sich die Schweiz, die nach einem BIP-Wachstum im Vorjahr von 2,0 Prozent eine deutliche konjunkturelle Eintrübung erfuhr und im Berichtsjahr nur mit 0,9 Prozent wachsen konnte. Mit einem Wachstum des BIP von 1,7 (1,5) Prozent entwickelte sich Deutschland im Berichtsjahr erneut besser als die Eurozone. Vergleichbar zur Entwicklung in der Eurozone war auch in Deutschland eine weitergehende Festigung der Konjunktur zu verzeichnen. Das Wachstum nahm im Vergleich zum Vorjahr dabei jedoch nicht so stark zu wie in der Eurozone. Insgesamt konnten die im Geschäftsbericht 2014 geäußerten Erwartungen von 1,3 Prozent BIP-Wachstum allerdings übertroffen werden. In den USA lag das BIP-Wachstum für das Jahr 2015 mit 2,5 (2,4) Prozent auf Niveau des Vorjahres, jedoch unter der von TAKKT erwarteten Höhe. Zu Jahresbeginn war das Wachstum durch einen Rückgang der Produktion in den Wintermonaten belastet. In den weiteren Quartalen folgten dann jedoch Gegenbewegungen, die zum Abschluss des Jahres zu einem leicht besseren Wachstum als im Vorjahr führen konnten. BIP-Wachstum für Eurozone, Deutschland und USAscroll
Quellen: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Internationaler Währungsfonds BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENTAKKT greift unter anderem auf verschiedene Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Managers-Indizes, PMI) zurück, um die mittelfristig zu erwartende Entwicklung in den Absatzregionen besser einschätzen zu können. Dabei handelt es sich um Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die von verschiedenen Forschungsinstituten in Zusammenarbeit mit nationalen Verbänden erhoben und zu einem Index zusammengefasst werden. Einkaufsmanagerindizes sind für TAKKT mit einem Vorlauf von drei bis sechs Monaten zuverlässige Indikatoren für den Auftragseingang aus dem verarbeitenden Gewerbe. Bei TAKKT sind PMI-Werte v.a. für das Equipment-Geschäft der europäischen Sparte BEG relevant. Auch die Geschäftsentwicklung der PSG orientiert sich grob an diesen Indizes, allerdings mit einem geringeren Zeitverzug und aufgrund der geringeren Zyklizität weniger stark als im Falle der BEG.
Der PMI für die Eurozone lag wie im Vorjahr auch im Berichtsjahr durchgängig über dem Referenzwert von 50. Die höchsten Werte des Index konnten dabei Mitte und Ende des Jahres 2015 verzeichnet werden. So war nach nur leicht über dem Referenzwert liegenden Werten Ende 2014 bis Mitte des Jahres 2015 eine Steigerung zu verzeichnen. Seither wurden durchgängig Werte über 52 ausgewiesen. In Deutschland ergab sich ein ähnliches Bild. Der PMI lag ebenfalls in allen Monaten des Jahres 2015 über dem Referenzwert, wobei auch in Deutschland insbesondere in der zweiten Jahreshälfte höhere Werte ausgewiesen wurden. Einkaufsmanagerindizes Juli 2014 bis Dezember 2015![]() Für die US-amerikanische Sparte SPG ist der Restaurant Performance Index (RPI) ein relevanter Branchenindikator. Der RPI basiert auf einer Umfrage unter US-amerikanischen Restaurantbetreibern und berücksichtigt neben Einschätzungen zur aktuellen Lage auch Zukunftseinschätzungen. Ein Wert über 100 signalisiert dabei ein Marktwachstum, während ein Wert unter 100 eine rückläufige Entwicklung abbildet. Im Jahresverlauf 2015 zeigte sich ein freundlicher Verlauf des Index. Der RPI konnte gegenüber dem Jahr 2014 zulegen und lag bis zum Juli durchweg bei Werten über 102 Punkten. Ab August lagen die Indexwerte etwas niedriger, der Dezember markierte mit 99,7 Punkten den ersten Wert unter der 100-Punkte-Schwelle seit Anfang 2013. Der deutliche Rückgang zum Jahresende war dabei laut dem Branchenverband National Restaurant Association auch auf die als unsicher wahrgenommene wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen. Restaurant Performance Index Juli 2014 bis Dezember 2015![]() Mit Blick auf das Umfeld der US-amerikanischen Sparte OEG ist die BIFMA-Auswertung zum Auftragseingang der Möbelhersteller ein Branchenindikator. Dabei erhebt die BIFMA ("Business and Institutional Furniture Manufacturers Association") durch eine Umfrage unter Unternehmen ihrer Branche den geschätzten Auftragseingang des jeweils vergangenen Monats beziehungsweise Quartals. Dieser Auftragseingang, der nach Angaben der BIFMA einen Großteil der Branche abdeckt, wird mit dem Vorjahreswert verglichen. Eine Prognosefunktion wie der PMI und in geringerem Maße auch der RPI besitzt die Auswertung der BIFMA nicht. Im Gesamtjahr 2015 lagen die von der BIFMA vermeldeten Auftragseingänge um 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei lagen die Auftragseingänge in den ersten drei Quartalen über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums, im vierten Quartal leicht darunter. Insbesondere im ersten Quartal wurde ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Im Vorjahresvergleich ist zu beachten, dass in der zweiten Jahreshälfte 2014 das Wachstum des Auftragseingangs besonders hoch gewesen war, so dass wie erwartet ab Jahresmitte 2015 ein Basiseffekt zu beobachten war. Auftragseingang BIFMA 2015 zum Vorjahresquartal![]() Insgesamt lagen die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr im Bereich der Erwartungen. Die BIP-Wachstumsraten konnten sich vor allem in der Eurozone und Deutschland im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Nordamerika konnte an das starke Vorjahr anknüpfen. Eine Verbesserung der BIP-Wachstumsraten entspricht dem im Geschäftsbericht 2014 dargestellten wahrscheinlichsten Szenario. Allerdings war die Verbesserung der BIP-Wachstumsrate in Nordamerika stärker erwartet worden. Zudem belastete die konjunkturelle Eintrübung in der Schweiz stärker als prognostiziert die Rahmenbedingungen in Europa. GESCHÄFTSVERLAUFDas Geschäftsjahr 2015 war erneut von einem deutlich unterschiedlichen Geschäftsverlauf in den beiden Kernmärkten Europa und Nordamerika geprägt. In Europa beeinträchtigten vor allem die unerwartete Freigabe und der darauf folgende starke Anstieg des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro den Geschäftsverlauf. In Nordamerika entwickelten sich die Geschäfte dagegen deutlich über den Erwartungen. Zudem wurde der Wegfall des Geschäfts der Ende Januar 2015 verkauften amerikanischen Konzernsparte PEG durch positive Währungseffekte aufgrund des starken US-Dollars mehr als kompensiert. Im Geschäftsjahr konnten des Weiteren mit Post-Up Stand in den USA und BiGDUG in Großbritannien zwei kleinere Gesellschaften erworben werden. TAKKT EUROPE: ENTWICKLUNG GETRÜBT DURCH SONDERSITUATION IN DER SCHWEIZDer Geschäftsverlauf im Geschäftsbereich TAKKT EUROPE war geprägt durch eine unterschiedliche Dynamik in den Sparten. In der BEG war im ersten Quartal eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen, während die folgenden beiden Quartale ein leichtes Wachstum auswiesen. Das vierte Quartal zeichnete sich durch ein solides organisches Wachstum aus. Der Geschäftsverlauf war insgesamt getrübt durch die Entwicklung in der Schweiz. Nachdem die Schweizer Nationalbank im Januar überraschend die Kopplung der Landeswährung an den Euro aufgegeben hatte, führte der Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro bei der BEG zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung der dortigen Unternehmen. In der Folge entschieden sich die Schweizer Landesgesellschaften der BEG -wie auch große Teile der Wettbewerber -, den Kunden so genannte Währungsrabatte einzuräumen. Trotz eines Anstiegs der Anzahl der Aufträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum führten die Währungsrabatte zu einem entsprechenden Umsatzrückgang in der Schweiz. Anfang Juli wurde BiGDUG, der führende Online-Händler für Betriebsausstattung in Großbritannien, von KAISER+KRAFT EUROPA erworben und ergänzt seitdem die Sparte BEG. Die Gesellschaft vertreibt vor allem Lager- und Regalsysteme. Aufgrund fehlender langfristiger Perspektiven stellte der Konzern im Jahresverlauf die Vertriebsaktivitäten von KAISER+KRAFT im japanischen Markt ein. In der PSG konnte in den ersten neun Monaten ein solides organisches Wachstum verzeichnet werden. Das Schlussquartal war dagegen aufgrund einer schwachen Entwicklung in Deutschland rückläufig. Ursächlich hierfür war die Einführung eines geplanten neuen ERP-Systems, die mit einer geringeren Produktivität einherging. Daneben wurde im Geschäftsjahr eine Reorganisation der Lagerstandorte und Vertriebsbüros in Deutschland durchgeführt. Darüber hinaus hatte auch die PSG im Jahresverlauf mit den oben beschriebenen widrigen Marktbedingungen in der Schweiz zu kämpfen, wenngleich die Geschäfte aufgrund des konjunkturstabileren Produktsortiments weniger rückläufig waren als in der BEG. Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 hat Ratioform 100 Prozent der Anteile des bisherigen Franchisepartners in Österreich übernommen. TAKKT AMERICA: ÜBERDURCHSCHNITTLICHES ORGANISCHES WACHSTUM IN BEIDEN SPARTENDie Gesellschaften im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA konnten vom positiven Konjunkturumfeld in den USA profitieren und haben sich im Berichtsjahr sehr gut entwickelt. Die SPG hat im gesamten Jahresverlauf konstant hohe Wachstumsraten gezeigt und konnte im Gesamtjahr organisch im knapp zweistelligen Prozentbereich zulegen. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der SPG-Gesellschaft Central, die auf Jahressicht ein Wachstum von mehr als 20 Prozent aufweisen konnte. Im April wurde Post-Up-Stand, ein Spezialversandhändler für kundenindividuell bedruckte Displays akquiriert und ergänzt damit in den USA das bestehende Display-Geschäft in der Sparte SPG. Auch nach Eingliederung in den TAKKT-Konzern konnte Post-Up-Stand an seine bisherigen Wachstumsraten anknüpfen und entwickelt sich somit erwartungsgemäß. Mitte des Jahres nahm Hubert neben dem Zentrallager in Harrison, Ohio, ein zweites Lager in Reno, Nevada, in Betrieb, um die Kunden an der Westküste schneller beliefern zu können. Die OEG entwickelte sich im ersten Halbjahr mit einem organischen Umsatzzuwachs im klar zweistelligen Prozentbereich sehr erfreulich. Erwartungsgemäß verlangsamte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte aufgrund eines Basiseffekts aus dem starken Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnte auch die OEG im Gesamtjahr organisch knapp zweistellig wachsen. Ende Januar wurde die Sparte Plant Equipment Group (PEG) an einen nordamerikanischen Wettbewerber veräußert. TAKKT hat mit diesem Schritt die Ressourcen noch stärker auf die Weiterentwicklung zum integrierten Multi-Channel-Unternehmen fokussiert. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGEIm Berichtsjahr konnte der TAKKT-Konzern den Umsatz deutlich um 8,5 Prozent steigern. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Akquisitionen und Desinvestitionen sowie der positiven Währungseffekte stieg der Umsatz organisch um 4,7 Prozent. Das organische Wachstum wurde von der starken organischen Entwicklung bei TAKKT AMERICA getragen, während TAKKT EUROPE organisch knapp über Vorjahresniveau lag. Die EBITDA-Marge stieg im Berichtsjahr auf 14,8 Prozent und lag damit im oberen Bereich des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. DEUTLICHER UMSATZANSTIEG INSBESONDERE AUS TAKKT AMERICADer TAKKT-Konzern konnte den Umsatz im Berichtsjahr auf 1.063,8 (980,4) Millionen Euro steigern und lag damit erstmals in der Geschichte des Unternehmens über der Schwelle von einer Milliarde. Das berichtete Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr betrug damit 8,5 Prozent. Belastet war das berichtete Umsatzwachstum zum einen durch den mit Wirkung zum 30. Januar 2015 erfolgten Verkauf der nordamerikanischen Konzernsparte PEG. Zum anderen erzielte das in der Zwischenzeit eingestellte Geschäft von Topdeq im Gegensatz zu 2014 keine Umsatzbeiträge mehr. Positiv wirkten sich auf das berichtete Umsatzwachstum dagegen die Umsatzbeiträge der zum 01. April bzw. 02. Juli erfolgten Unternehmenserwerbe Post-Up Stand und BiGDUG aus. Diese Portfolioeffekte hatten in Summe einen negativen Einfluss in Höhe von 5,8 Prozentpunkten auf den Umsatz. Zudem ergaben sich im Berichtsjahr positive Währungseffekte von 9,6 Prozentpunkten. Die stärksten positiven Einflüsse auf den Umsatz in Berichtswährung Euro resultierten dabei aus dem US-Dollar sowie dem Schweizer Franken. Bereinigt um die genannten Effekte verbesserte sich der Umsatz gegenüber Vorjahr organisch um 4,7 Prozent. Die Umsatzentwicklung entsprach damit dem im Prognosebericht des Vorjahres erwarteten organischen Wachstum von drei bis fünf Prozent. Wie prognostiziert entwickelte sich der Geschäftsbereich TAKKT AMERICA auch aufgrund der positiven konjunkturellen Bedingungen besonders stark. Umsatz in Mio. Euro![]() AUFTRAGSEINGANG ÜBER E-COMMERCE SOWIE TELE- UND FIELD-AKTIVITÄTEN WEITER ÜBERPROPORTIONAL STEIGENDIm Rahmen der verfolgten Multi-Channel-PLUS-Strategie ist zwischen Marketing- oder Vertriebsimpulsen einerseits und der Erfassungsart des Bestelleingangs andererseits zu unterscheiden. Bei der Zuordnung von Auftragseingängen zu den einzelnen Vertriebskanälen kann lediglich die Erfassungsart direkt ermittelt werden. Indirekte Rückschlüsse auf Marketing- oder Vertriebsimpulse können unter Beachtung der vielfältigen Verknüpfungen in Multi-Channel-Modellen jedoch wertvolle Informationen darstellen. So zeigt die Aufschlüsselung des Auftragseingangs, dass sich das E-Commerce-Geschäft im Jahr 2015 erneut überdurchschnittlich entwickelte. Im Berichtsjahr lag der Auftragseingang über E-Commerce bei 391,3 (295,4) Millionen Euro. Sein Anteil am gesamten Auftragseingang erhöhte sich damit zum wiederholten Mal und lag bei 36,5 (30,1) Prozent. Berücksichtigt sind hierin auch Aufträge, die auf traditionellem Weg bei TAKKT eingingen, aber über das Internet ausgelöst wurden. Dieser erneute Anstieg des Bestelleingangs über E-Commerce ist auf die weiter intensivierten E-Commerce-Aktivitäten der Multi-Channel-Marken zurückzuführen. Zudem verfügen die neu erworbenen Aktivitäten Post-Up Stand und BiGDUG über einen höheren E-Commerce-Anteil am Auftragseingang, während die veräußerte PEG unter dem Durchschnitt des Konzerns lag. Umsatz- und Ertragskennzahlenscroll
E-Commerce-Anteil am Auftragseingang in %![]() Der Auftragseingang aus Field- und Tele-Aufträgen konnte weiter auf 16,7 (16,4) Prozent des Konzernumsatzes erhöht werden. Field-Aktivitäten umfassen dabei klassische Vertriebsmaßnahmen von Außendienstmitarbeitern wie Sales-Reps. Zu Aufträgen, die dem Tele-Outbound zugeordnet werden, zählt TAKKT Bestellungen, die aus dem aktiven Telefonvertrieb resultieren. Die traditionelle Bestellannahme über herkömmliche Eingangskanäle wie Telefon, Fax oder Brief (Traditional Inbound) stand mit einem Anteil von 46,8 (53,5) Prozent zum ersten Mal hinter weniger als der Hälfte des Auftragseingangs. Auftragseingang nach Erfassungsart![]() ORGANISCHER ANSTIEG BEI DEN AUFTRAGSZAHLENDie Anzahl der Aufträge lag im Berichtsjahr mit 2,2 (2,2) Millionen auf dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung war durch die 2014 durchgeführte Einstellung des Topdeq-Geschäfts sowie den Verkauf der PEG negativ beeinflusst. Eine positive Wirkung hatten dagegen die in 2015 erworbenen Aktivitäten Post-Up Stand und BiGDUG. Ohne die genannten Veränderungen im Portfolio des TAKKT-Konzerns ist die Anzahl der Aufträge um rund 5,2 Prozent gestiegen. Der durchschnittliche Auftragswert erhöhte sich im Konzern deutlich. Im Durchschnitt belief sich das Volumen einer einzelnen Kundenbestellung im Berichtsjahr auf 482 (450) Euro. Die Entwicklung des durchschnittlichen Auftragseingangs war neben den Portfolio-Veränderungen zudem durch positive Währungseffekte beeinflusst. Organisch lag der durchschnittliche Auftragswert in etwa auf Vorjahresniveau. In der Prognose für das Jahr 2015 waren beide Werttreiber des Auftragseingangs über den vergleichbaren Vorjahreswerten erwartet worden, wobei die Verbesserung im durchschnittlichen Auftragswert damals größer eingeschätzt wurde als die Erhöhung der Auftragsanzahl. Kennzahlen zum Auftragseingangscroll
TAKKT EUROPE: VERHALTENE ENTWICKLUNG IN BEIDEN SPARTENIm Geschäftsbereich TAKKT EUROPE lag der Umsatz 2015 mit 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert und betrug 538,3 (519,8) Millionen Euro. Damit ging der Anteil am Konzernumsatz auf 50,6 (53,0) Prozent zurück. Der ausgewiesene Umsatz von TAKKT EUROPE war dabei durch die Einstellung des Geschäftes von Topdeq belastet. Im Jahr 2014 erzielte Topdeq im Rahmen des Abschmelzungsprozesses Umsatzerlöse, denen 2015 keine entsprechenden Umsätze mehr entgegenstanden. Positiv wirkte sich dagegen der Erwerb von BiGDUG aus, der seit Juli zum Umsatz von TAKKT EUROPE beiträgt. Zudem wurde der Umsatz von TAKKT EUROPE in der Berichtswährung Euro durch Währungseffekte positiv beeinflusst, v.a. durch die stärkere Notierung des Schweizer Franken. Insgesamt ergaben sich positive Effekte durch die Portfolioveränderungen in Höhe von 0,8 Prozentpunkten und durch Währungseffekte in Höhe von 2,1 Prozentpunkten auf die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs. Bereinigt um diese beiden Effekte stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs TAKKT EUROPE nur leicht um 0,7 Prozent. Stellt man auf die organische Umsatzentwicklung ab, konnte die Anzahl der Aufträge gegenüber dem Vorjahr erhöht werden, während der durchschnittliche Auftragswert zurückging. Die beiden Sparten von TAKKT EUROPE entwickelten sich dabei organisch auf ähnlichem Niveau. In der auf Betriebs-, Lager- und Geschäftsausstattung spezialisierten BEG trug die neu erworbene Konzerngesellschaft BiGDUG in der zweiten Jahreshälfte zum Umsatz bei. Organisch war insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung zu verzeichnen, wobei sich die verschiedenen Absatzregionen unterschiedlich entwickelten. Sehr erfreuliches Wachstum zeigten die Aktivitäten der BEG in Skandinavien, sowie in Süd- und Osteuropa. Während Deutschland ein leicht positives Wachstum erreichte, war die Entwicklung in den anderen westeuropäischen Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Benelux leicht rückläufig. Einen deutlichen negativen Einfluss auf die organische Umsatzentwicklung der BEG hatte die allgemeine Investitionszurückhaltung am Schweizer Absatzmarkt, die aus der Stärke des Schweizer Franken gegenüber dem Euro resultierte. Der Umsatz in Landeswährung ging dort aufgrund von gewährten Währungsrabatten deutlich zurück. Die beschriebene Entwicklung der Schweizer Aktivitäten belastete das organische Wachstum der TAKKT EUROPE deutlich mit 1,3 Prozentpunkten. Des Weiteren wurden die Vertriebsaktivitäten in Japan wegen fehlender langfristiger Perspektive eingestellt, so dass ab dem Sommer keine Umsatzerlöse mehr erzielt wurden. Die Sparte PSG, die aus der Ratioform-Gruppe besteht und auf den Handel von Verpackungslösungen spezialisiert ist, erzielte ein leicht positives Umsatzwachstum. Den Belastungen aus den Schweizer Aktivitäten sowie einer eher verhaltenen Entwicklung im wichtigsten Markt Deutschland standen höhere Wachstumsraten in den Märkten Spanien, Italien und Großbritannien gegenüber. Umsatz TAKKT EUROPE in Mio. Euro![]() TAKKT AMERICA: ERNEUT ÜBERDURCHSCHNITTLICHES UMSATZWACHSTUMDer Umsatz im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um 14,1 Prozent auf 525,8 (460,9) Millionen Euro. Der Anteil am Konzernumsatz stieg auf 49,4 (47,0) Prozent. Begünstigt wurde das Umsatzwachstum in der Berichtswährung Euro durch die stärkere Notierung des US-Dollar sowie durch die erstmalige Konsolidierung der per April erworbenen Aktivitäten von Post-Up Stand. Gegenläufig war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr durch die Veräußerung der nordamerikanischen Konzernsparte PEG zum 30. Januar 2015 belastet. Die Effekte aus den Portfolioveränderungen betrugen minus 14,1 Prozentpunkte, während das berichtete Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs durch positive Währungseffekte mit 18,2 Prozentpunkten beeinflusst war. Organisch, also ohne Portfolio- und ohne Währungseinflüsse, lag das Umsatzwachstum von TAKKT AMERICA gegenüber Vorjahr bei exzellenten 10,0 Prozent. Das organische Umsatzwachstum ergab sich dabei vornehmlich aus einer Erhöhung der Auftragsanzahl. In geringerem Maß konnte zudem auch der durchschnittliche Auftragswert gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Innerhalb von TAKKT AMERICA trugen beide Sparten zu dem starken Geschäftsverlauf bei. Die SPG erzielte in Landeswährung und ohne Einfluss der neu erworbenen Konzerngesellschaft Post-Up Stand ein Umsatzwachstum im knapp zweistelligen Prozentbereich. Neben einer positiven Entwicklung im nordamerikanischen Food-Service- und Food-Retail-Bereich sowie in der auf Displayartikel spezialisierten Konzerngesellschaft GPA profitierte die Sparte im Berichtsjahr vor allem von einer sehr hohen Wachstumsdynamik bei dem auf Restaurants spezialisierten Anbieter Central. Die Sparte OEG wies sogar ein noch stärkeres Umsatzwachstum aus. Der Umsatz stieg in US-Dollar wie im Vorjahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das hohe Wachstum bei der OEG profitierte 2015 von guten Geschäften mit staatlichen Kunden und in noch stärkerem Maße von der hohen Nachfrage privater Unternehmen. Umsatz TAKKT AMERICA in Mio. Euro![]() UMSATZ NACH REGIONEN: ANTEIL DER USA AUCH WÄHRUNGSBEDINGT WEITER GESTIEGENBeeinflusst durch Währungs- und Akquisitionseffekte sowie die unterschiedlichen organischen Geschäftsentwicklungen in Nordamerika und Europa entwickelte sich die regionale Umsatzverteilung wie folgt:
36,3 (39,0) Prozent der Konzernumsätze wurden in der Berichtswährung Euro erzielt. Der US-Dollar-Anteil betrug 47,6 (44,0) Prozent. Andere Währungen, wie z.B. der Schweizer Franken, das britische Pfund oder die schwedische Krone, hatten einen Anteil von insgesamt 16,1 (17,0) Prozent. Umsatz nach Währungen![]() KONSTANTE ROHERTRAGSMARGE IM KONZERNIm Berichtsjahr lag die Rohertragsmarge des Konzerns mit 42,6 (42,6) Prozent auf Vorjahresniveau. Dabei profitierte die berichtete Rohertragsmarge vom Wegfall der Topdeq-Umsätze und von der Veräußerung der PEG, die eine Rohertragsmarge unter dem Konzerndurchschnitt erzielte. Positiv wirkten sich zudem die Unternehmenserwerbe aus, da die Geschäftsmodelle von BiGDUG und insbesondere von Post-Up Stand vergleichsweise hohe Rohertragsmargen ermöglichen. Ohne die Desinvestitionen und Akquisitionen hätte die Rohertragsmarge des Konzerns bei 42,2 (43,2) Prozent gelegen. Die um die genannten Portfolioeffekte bereinigte Rohertragsmarge war auf Ebene der beiden Geschäftsbereiche im Berichtsjahr rückläufig. Dies erklärt sich u.a. durch einen veränderten Produkt- und Kundenmix bei einzelnen Vertriebsgesellschaften, wie etwa bei der Sparte PSG. Bei TAKKT EUROPE führte zudem die Entwicklung in der Schweiz zu einer Verringerung der Rohertragsmarge. Vor dem Hintergrund der Entscheidung der Schweizer Notenbank im Januar 2015, den Kurs des Schweizer Frankens freizugeben, wurden den Kunden Währungsrabatte eingeräumt, die zu Lasten von Umsatz und Rohertragsmarge gingen. Im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA ist als zusätzlicher Einfluss die durchgeführte Preisanpassung einer Auswahl von Produkten bei Hubert in Nordamerika zu nennen. Dies führte erwartungsgemäß zu Rückgängen in der Rohertragsmarge. Des Weiteren resultierte ein negativer Effekt auf die Rohertragsmarge aus strukturellen Verschiebungen. TAKKT AMERICA erzielte 2015 erneut ein höheres Wachstum als TAKKT EUROPE, erwirtschaftet jedoch strukturell eine geringere Rohertragsmarge. Dies liegt in den unterschiedlichen Produktsortimenten und Märkten der beiden Geschäftsbereiche begründet. Damit konnte die Erwartung des letztjährigen Prognoseberichts, die um Portfolioeffekte bereinigte Rohertragsmarge auf Ebene der Geschäftsbereiche stabil oder nur leicht rückläufig zu halten, nicht ganz erreicht werden. Insgesamt lag die Rohertragsmarge jedoch weiterhin deutlich über dem langfristigen Zielwert von über 40 Prozent. KOSTEN FÜR PERSONAL UND MARKETING: WEITER STRUKTURELLE VERSCHIEBUNG DURCH MULTI-CHANNEL-STRATEGIEDie Personalaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 6,0 Prozent auf 154,2 (145,5) Millionen Euro. Dabei ist zum einen der erhöhende Einfluss des stärkeren US-Dollar auf den in der Konzernwährung angegebenen Wert in Euro zu beachten. Zudem gab es Effekte durch die Desinvestitionen und Akquisitionen. Ohne diese wären die Personalaufwendungen um 4,3 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Aufgrund des im Rahmen von DYNAMIC intensivierten Ausbaus der Multi-Channel-Aktivitäten Tele und Field war weiterhin eine strukturelle Verschiebung von Werbe-zu Personalaufwendungen zu beobachten. Die Personalaufwandsquote (in Prozent des Umsatzes) ging trotz des genannten Verschiebungseffektes gegenüber dem Vorjahr leicht zurück auf 14,5 (14,8) Prozent. Grund hierfür war 2015 insbesondere die gute Auslastung der Infrastruktur bei den stark wachsenden Aktivitäten von TAKKT AMERICA. Durch die strukturelle Verschiebung von Werbe-zu Personalaufwendungen entwickelten sich die Aufwendungen für Print- und Online-Marketing organisch wie erwartet erneut leicht unterproportional zum Umsatz. EBITDA-MARGE DES KONZERNS ERNEUT IM OBEREN BEREICH DES ZIELKORRIDORSDie wesentliche Steuerungskennzahl des TAKKT-Konzerns für die operative Ertragskraft ist das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Im Berichtsjahr stieg das EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Prozent auf 157,3 (137,3) Millionen Euro. Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind der Umsatzanstieg sowie positive Währungseffekte aus der Umrechnung der in US-Dollar erzielten Ergebnisbeiträge in die Berichtswährung Euro. Zudem wurde im Berichtsjahr durch die Entkonsolidierung der PEG ein positiver Ergebnisbeitrag von 3,3 Millionen Euro realisiert. Die im Rahmen von DYNAMIC angestoßenen Initiativen führten hingegen zu Aufwendungen von rund 5,2 Millionen Euro. EBITDA in Mio. Euro/Marge in %![]() Im Verhältnis zum Konzernumsatz (EBITDA-Marge) konnte ein Anstieg auf 14,8 (14,0) Prozent realisiert werden. Damit lag die Marge 2015 im oberen Bereich des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. Im Berichtsjahr wirkten sich v.a. das erzielte Umsatzwachstum und die damit einhergehende bessere Auslastung der Versandhandelsinfrastruktur sowie der oben genannte Ergebnisbeitrag aus der Entkonsolidierung der PEG positiv auf die EBITDA-Marge aus. Im Vergleich der Profitabilität zum Vorjahr ist zudem zu beachten, dass die Verbesserung der EBITDA-Marge durch den Wegfall des wenig profitablen PEG-Geschäfts und den Beitrag von Post-Up Stand begünstigt ist. Bereinigt um den einmaligen Ertrag aus der Entkonsolidierung lag die EBITDA-Marge 2015 bei 14,5 Prozent. Ein belastender Effekt auf die EBITDA-Marge liegt im Berichtsjahr in der umsatzbedingten Zunahme des Ergebnisanteils des Geschäftsbereichs TAKKT AMERICA begründet, dessen Marge unter dem Konzerndurchschnitt liegt. TAKKT EUROPE: GERINGERES EBITDA AUS VERHALTENEM GESCHÄFTSVERLAUFDas EBITDA im Geschäftsbereich TAKKT EUROPE sank im Berichtszeitraum leicht um 0,8 Prozent auf 98,4 (99,1) Millionen Euro. Dies ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass die verhaltene Geschäftsentwicklung von TAKKT EUROPE 2015 lediglich zu geringfügig höheren Umsatzerlösen führte, während die Kosten aufgrund des Multi-Channel PLUS-Ansatzes planmäßig angestiegen sind. Zudem ergaben sich wie zuvor beschrieben negative Einflüsse auf den Rohertrag von TAKKT EUROPE. Die Aufwendungen für DYNAMIC betrugen im Berichtsjahr dabei 3,1 Millionen Euro. Der positive Einfluss durch die erstmalige Konsolidierung von BiGDUG wurde im Berichtsjahr teilweise durch die angefallenen Transaktionskosten kompensiert. EBITDA TAKKT EUROPE in Mio. Euro/ Marge in %![]() Die EBITDA-Marge sank damit auf 18,3 (19,1) Prozent und lag trotz des Rückgangs deutlich über dem oberen Ende des Zielkorridors für den Konzern. Bereinigt um den Effekt aus der Akquisition BiGDUG ging die EBITDA-Marge um 0,5 Prozentpunkte zurück. Die PSG ist in puncto Profitabilität nach wie vor Spitzenreiter des Geschäftsbereichs. Auch die EBITDA-Marge der BEG liegt weiterhin deutlich über dem Zielkorridor für den Gesamtkonzern. TAKKT AMERICA: EBITDA-MARGE STEIGEND IM ZWEISTELLIGEN PROZENTBEREICHIm Geschäftsbereich TAKKT AMERICA konnte das EBITDA um 44,9 Prozent auf 68,9 (47,6) Millionen Euro erhöht werden. Diese Steigerung war auch währungs- und akquisitionsbedingt. Zusätzlich profitierte TAKKT AMERICA von dem positiven Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf der PEG. Doch auch die beiden Sparten des Geschäftsbereiches konnten ihr EBITDA organisch aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung 2015 deutlich steigern. Die Aufwendungen für die DYNAMIC-Initiative belasteten das Ergebnis dagegen mit 2,1 Millionen Euro. EBITDA TAKKT AMERICA in Mio. Euro/ Marge in %![]() Die EBITDA-Marge des Geschäftsbereichs TAKKT AMERICA stieg auf 13,1 (10,3) Prozent und lag damit wie im Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Bereinigt um den positiven Effekt aus der Entkonsolidierung der PEG hätte die EBITDA-Marge 12,5 Prozent betragen. Im Vorjahresvergleich macht sich dabei positiv bemerkbar, dass die veräußerte PEG über eine geringe Profitabilität verfügte und mit Post-Up Stand ein Unternehmen mit überdurchschnittlicher EBITDA-Marge für den Geschäftsbereich erworben wurde. Die Profitabilität der SPG innerhalb von TAKKT AMERICA war erneut am höchsten. Die OEG konnte wie im Vorjahr eine Profitabilität knapp unter dem zweistelligen Margenbereich erzielen. VERGLEICH MIT DER PROGNOSE DES VORJAHRESIm Bericht für das Geschäftsjahr 2014 wurde für 2015 auf Ebene der Geschäftsbereiche für TAKKT EUROPE eine leicht verbesserte Margenentwicklung und für TAKKT AMERICA eine deutliche Steigerung der Profitabilität erwartet. Während die Entwicklung sich für TAKKT EUROPE vor allem aufgrund der verhaltenen Umsatzentwicklung nicht bestätigte, konnte die Prognose für TAKKT AMERICA sogar übertroffen werden. Wie prognostiziert lag die Profitabilität von TAKKT EUROPE weiterhin deutlich über dem Zielkorridor des Konzerns und die Marge von TAKKT AMERICA im unteren Bereich des Konzernzielkorridors von 12 bis 15 Prozent. Für den TAKKT-Konzern wurde im Prognosebericht des Vorjahres eine Verbesserung der EBITDA-Marge gegenüber 2014 erwartet sowie ein Wert am oberen Rand des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. Diese Prognose konnte im Berichtsjahr mit einer EBITDA-Marge von 14,8 Prozent erreicht werden. ABSCHREIBUNGEN WÄHRUNGSBEDINGT ÜBER VORJAHRDie Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr auf 28,0 (26,5) Millionen Euro. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus den Akquisitionen beliefen sich dabei im Berichtsjahr auf 12,2 (11,0) Millionen Euro. Der Anstieg der Abschreibungen ist primär auf die beiden Unternehmenserwerbe und den stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Bereinigt um Währungseffekte gingen die Abschreibungen 2015 leicht zurück. Außerordentliche Belastungen, wie die Wertberichtigung bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwerte, fielen wie im Vorjahr auch 2015 nicht an. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag mit 129,4 (110,8) Millionen Euro um 16,8 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge stieg auf 12,2 (11,3) Prozent. Die Finanzverschuldung ist im Berichtsjahr aufgrund der fällig gewordenen Kaufpreisverbindlichkeit aus der Akquisition von GPA im Jahre 2012 sowie den Kaufpreiszahlungen für die beiden Akquisitionen in 2015 angestiegen. Dennoch war der Zinsaufwand geringer, unter anderem weil die im Oktober 2014 gekündigten variablen Schuldscheindarlehen deutlich günstiger refinanziert werden konnten. Insgesamt belief sich das Finanzergebnis auf minus 9,5 (minus 11,5) Millionen Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 119,9 (99,3) Millionen Euro. ANSTIEG VON PERIODENERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIEDie Steuerquote sank gegenüber dem Vorjahr von 33,9 Prozent auf 32,4 Prozent. Ursache hierfür war vor allem das nicht steuerlich wirksame Entkonsolidierungsergebnis aus dem Verkauf der PEG. Bereinigt um diesen Effekt wäre die Steuerquote des Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 34,1 Prozent gestiegen. Insgesamt stieg das Periodenergebnis um 23,4 Prozent auf 81,0 (65,7) Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich entsprechend auf 1,24 (1,00) Euro, bezogen auf die unveränderte durchschnittliche gewichtete Aktienzahl von 65.610.331 Stück. FINANZLAGETAKKT verfügt über ein zentrales Finanzmanagement, das die Bonität und Finanzierungsfähigkeit des Konzerns nachhaltig sicherstellt. Expansionschancen kann die Gruppe damit jederzeit kurzfristig nutzen. Die Finanzierungsstruktur des Konzerns ist ausgewogen und optimiert. Im Berichtsjahr ist die Finanzverschuldung aufgrund der fällig gewordenen Kaufpreiszahlung für die Akquisition von GPA im Jahr 2012 sowie der Kaufpreiszahlungen für die beiden Akquisitionen in 2015 leicht gestiegen. Durch die gute Geschäftsentwicklung lag der TAKKT-Cashflow deutlich höher als im Vorjahr. ZENTRALES FINANZMANAGEMENT BEGRENZT FINANZIELLE RISIKENDas Finanzmanagement des TAKKT-Konzerns umfasst die Steuerung und Allokation aller finanziellen Ressourcen mit dem Hauptziel, die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Darüber hinaus verfolgt TAKKT im Rahmen des Finanzmanagements folgende Ziele:
DEUTLICHER ANSTIEG DES TAKKT-CASHFLOWSEine wesentliche Stärke des TAKKT-Geschäftsmodells besteht in der hohen Innenfinanzierungskraft. Im Berichtsjahr erzielte der Konzern erneut einen hohen Zahlungsmittelüberschuss. Der TAKKT-Cashflow -definiert als Periodenergebnis plus Abschreibungen, Wertminderungen auf langfristiges Vermögen und erfolgswirksam verbuchte latente Steuern -summierte sich auf 114,2 (98,7) Millionen Euro. Der TAKKT-Cashflow je Aktie stieg auf 1,74 (1,50) Euro, die TAKKT-Cashflow-Marge im Verhältnis zum Umsatz auf 10,7 (10,1) Prozent. Im Zeitraum von 2011 bis 2015 bewegte sie sich zwischen 8,8 und 10,7 Prozent, was die nachhaltige Cashflow-Stärke des Geschäftsmodells unterstreicht. TAKKT-Cashflow in Mio. Euro und Cashflow-Marge in %![]() Trotz des höheren TAKKT-Cashflows sank der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 87,3 (101,2) Millionen Euro. Dies ist im Wesentlichen auf einen Sondereffekt aus der Zahlung der ausstehenden Kaufpreisverbindlichkeit für die im Jahr 2012 erworbene George Patton Associates (GPA) zurückzuführen. Im ersten Quartal wurden 69,2 Millionen Euro an die früheren Eigentümer gezahlt. Der Teilbetrag, der auf die Aufzinsung sowie die erfolgswirksam erfolgten Anpassungen der ursprünglich erwarteten Kaufpreisverbindlichkeit zurückzuführen ist, ist in der Kapitalflussrechnung in Höhe von 16,2 Millionen Euro dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zugeordnet. Bereinigt um diesen Effekt hätte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 103,5 Millionen Euro betragen. Der operative Aufbau des Nettoumlaufvermögens in Höhe von 12,3 Millionen Euro war insbesondere bedingt durch den Aufbau der Vorräte in Höhe von 13,2 Millionen Euro, der vor allem an verschiedenen Standorten in den USA erfolgte. Dieser Anstieg der Vorräte ist auf die hohe Nachfrage vor Ort, den Aufbau eines neuen Lagers bei Hubert an der Westküste und auf das Ziel zurückzuführen, für einen noch breiteren Teil des Sortiments eine schnelle Verfügbarkeit sicherzustellen. Betriebswirtschaftliche Darstellung des freien TAKKT-Cashflows in Mio. Euroscroll
Das Geschäftsmodell des TAKKT-Konzerns ist wenig kapitalintensiv, weshalb die Investitionen in das langfristige Vermögen grundsätzlich eher gering ausfallen. Langfristig strebt TAKKT eine Investitionsquote (Investitionen für die Erhaltung, Erweiterung und Modernisierung des Geschäftsbetriebs im Verhältnis zum Umsatz) von ein bis zwei Prozent an. Die Investitionsquote lag im Berichtsjahr inklusive der konzernweiten Wachstums- und Modernisierungsinitiative DYNAMIC weiterhin in der Mitte dieser Spanne bei 1,3 (1,4) Prozent. TAKKT investierte im Berichtsjahr insgesamt 14,2 (13,6) Millionen Euro, von denen 9,4 (8,2) Millionen Euro auf den Geschäftsbereich TAKKT EUROPE und 4,7 (5,3) Millionen Euro auf den Geschäftsbereich TAKKT AMERICA entfielen. Die wesentlichen Investitionen betrafen die Ausstattung eines neuen Lagers in der SPG und die Vorbereitung bzw. Implementierung neuer Warenwirtschaftssysteme in der BEG und PSG. Insgesamt investierte TAKKT 7,0 (4,5) Millionen Euro im Zusammenhang mit DYNAMIC. Aus dem zum 30. Januar 2015 vollzogenen Verkauf der PEG resultierte ein Mittelzufluss von 16,1 Millionen Euro. Nach Abzug der Investitionen in das langfristige Vermögen und Zuflüssen aus Desinvestitionen von langfristigem Vermögen verblieb im Berichtsjahr ein freier TAKKT-Cashflow von 89,5 (88,1) Millionen Euro. Dem freien TAKKT-Cashflow standen die Restkaufpreiszahlungen für die Akquisition von GPA sowie die Kaufpreiszahlungen für den Erwerb von Post-Up Stand und BiGDUG in Höhe von insgesamt 92,3 Millionen Euro entgegen, ebenso wie die Zahlung der Dividende von 21,0 Millionen Euro. Der über den freien TAKKT-Cashflow hinausgehende Betrag in Höhe von 23,8 Millionen Euro wurde über freie Kreditlinien finanziert. Hierdurch und aufgrund von Währungseffekten bei der Umrechnung der US-Dollar-Verschuldung in die Berichtswährung Euro stieg die Nettofinanzverschuldung, d.h. die Finanzverschuldung abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, auf 244,0 (217,5) Millionen Euro. Das Cashflow-starke Geschäftsmodell des-TAKKT-Konzerns ermöglicht in Jahren ohne Akquisitionen einen signifikanten Abbau der Nettofinanzverschuldung. In Jahren mit Akquisitionstätigkeit findet dagegen in der Regel ein Aufbau statt. Unter Berücksichtigung aller Finanzierungstätigkeiten des Konzerns lag der Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2015 bei 3,3 (4,0) Millionen Euro. Details zur Entstehung und Verwendung des Cashflows ergeben sich aus der Kapitalflussrechnung dieses Geschäftsberichts. Entwicklung der Nettofinanzverschuldung in Mio. Euro![]() DIVERSIFIZIERTE FINANZIERUNG, AUSGEWOGENES FÄLLIGKEITSPROFILTAKKT legt Wert auf eine konservative, langfristig ausgerichtete und diversifizierte Finanzierung des Geschäfts. Die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns werden zentral gesteuert, Finanzierungen bestehen vorrangig in den Währungsräumen EUR, USD und GBP. TAKKT nutzt im Wesentlichen die folgenden Finanzierungsinstrumente:
Die durchschnittlichen Restlaufzeiten und Zinssätze der Finanzverbindlichkeiten im TAKKT-Konzern sind unter Ziffer 22 des Konzernanhangs dargestellt. Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: Fälligkeitsprofil Finanzverbindlichkeiten des TAKKT-Konzerns in Mio. Euro![]() Neben den Kreditlinienziehungen standen dem Konzern zusätzlich zugesagte freie Kreditlinien in Höhe von 135,8 (173,0) Millionen Euro zur Verfügung, wovon 68,5 (72,1) Millionen Euro auf kurzfristige Kreditlinien und 67,3 (100,9) Millionen Euro auf langfristige Kreditlinien entfallen. Somit verfügt TAKKT über ausreichend finanzielle Flexibilität, um Akquisitionschancen kurzfristig ergreifen zu können -unabhängig von der aktuellen Situation am Kapitalmarkt. Angesichts der Diversifikation des Finanzierungsportfolios hinsichtlich Finanzierungsquellen und Laufzeiten bleiben die Unabhängigkeit und der unternehmerische Handlungsspielraum des TAKKT-Konzerns nachhaltig gewahrt. Dazu tragen auch über Jahre aufgebaute vertrauensvolle Beziehungen des Unternehmens zu den Kreditgebern bei. Es finden regelmäßig persönliche Gespräche und einmal pro Jahr ein Bankers Day statt, in dessen Rahmen ausführlich über die aktuelle Unternehmensentwicklung informiert wird. EINSATZ DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE NUR ZU SICHERUNGSZWECKENAls weltweit tätiges Unternehmen ist TAKKT Risiken aus Schwankungen der Wechselkurse und Marktzinsen ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese finanziellen Risiken regelmäßig zu überwachen und -sofern ökonomisch sinnvoll -zu begrenzen. Im Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten stellen abgestimmte Regelungen sicher, dass außerhalb eines festgelegten Rahmens keine Finanztransaktionen ohne vorherige Genehmigung durch den Vorstand erfolgen. Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken mit Bezug zu einem Grundgeschäft abgeschlossen. Finanztransaktionen werden zudem ausschließlich mit hierfür freigegebenen Geschäftspartnern durchgeführt, die ein bestimmtes Bonitätsrating erfüllen müssen. Im Rahmen der Sicherungspolitik strebt TAKKT bei Zinsänderungsrisiken eine Sicherungsquote von 60 bis 80 Prozent des Finanzierungsvolumens an. Währungsrisiken werden zu ca. 70 Prozent der Nettoposition abgesichert. Details zur Verwendung bzw. Bewertung dieser Finanzinstrumente sind im Risikobericht sowie im Konzernanhang nachzulesen. INTERNE COVENANTS ZUR KAPITALSTEUERUNG IM ZIELKORRIDORAlle Covenants, die TAKKT intern zur langfristigen Steuerung der Finanzstruktur verwendet, bewegen sich zum Stichtag innerhalb der selbst gesetzten Zielkorridore. Damit unterstreichen sie die solide Finanzierung des Konzerns und bilden die Basis für zukünftiges Wachstum. TAKKT strebt eine Balance zwischen Sicherheit und Rentabilität an. Einerseits soll ausreichend finanzieller Spielraum für Wachstum und schwierigere Zeiten zur Verfügung stehen, andererseits wird eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Gesamtkapitals angestrebt. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 49,1 (43,8) Prozent deutlich über dem Vorjahreswert und damit im mittleren Bereich des Zielkorridors von 30 bis 60 Prozent. Wesentliche Ursache für den Anstieg der Eigenkapitalquote war die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des positiven Jahresergebnisses, welche prozentual deutlich stärker ausfiel als der prozentuale Anstieg der Bilanzsumme. Trotz steigender Nettofinanzverbindlichkeiten konnte das Gearing aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals auf 0,5 (0,6) leicht verbessert werden. Die Entschuldungsdauer liegt bei 2,2 (2,5) Jahren. TAKKT konnte den Nettofinanzierungsaufwand im Berichtsjahr gegenüber 2014 reduzieren, während sich das operative Ergebnis vor Goodwill-Abschreibungen erhöhte, womit die Zinsdeckung nun bei 14,4 (9,8) liegt. Berechnung und Definition der Kennzahlen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt. Unternehmensinterne Covenantsscroll
VERMÖGENSLAGEDie Akquisitionen des Geschäftsjahres sowie die Währungseffekte, insbesondere bedingt durch die Entwicklung des stärkeren US-Dollars, führen zu einer deutlichen Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte um 65,5 Millionen Euro. Sie machen mit 56,0 Prozent über die Hälfte der Vermögenswerte aus. Auf der Passivseite liegen die Finanzverbindlichkeiten bei 25,6 Prozent und das Eigenkapital bei 49,1 Prozent der Bilanzsumme. Beide Positionen bilden zusammen ca. drei Viertel der Passiva ab. VERMÖGEN STEIGT DURCH AKQUISITIONENDie Aktivseite des TAKKT-Konzerns ist im Jahr 2015 im Wesentlichen aufgrund der Akquisitionen sowie der Währungseffekte gestiegen. Durch die erstmalige Konsolidierung von Post-Up Stand und BiGDUG sind Vermögenswerte in Höhe von 66,2 Millionen Euro zugegangen. Positive Währungseffekte in Höhe von 43,1 Millionen Euro, verursacht im Wesentlichen durch die Veränderung des US-Dollar-Stichtagskurses, wurden durch die abgehenden Vermögenswerte im Rahmen der Veräußerung der Anteile der zur Plant Equipment Group (PEG) gehörenden Unternehmen in Höhe von 23,9 Millionen Euro teilweise kompensiert. Insgesamt erhöhte sich die Summe der Aktiva im Berichtsjahr um 9,3 Prozent auf 964,2 (882,5) Millionen Euro. Bilanzstruktur des TAKKT-Konzerns![]() Die langfristigen Vermögenswerte machen mit 735,6 (663,6) Millionen Euro zum Bilanzstichtag 76,3 (75,2) Prozent des Vermögens aus. Durch die Akquisitionen sind im Berichtsjahr insbesondere Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 40,6 Millionen Euro und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 13,8 Millionen Euro zugegangen. Positive Währungseffekte von 24,9 Millionen Euro bei den Geschäfts- und Firmenwerten führten zu einer weiteren Erhöhung. Den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 28,0 Millionen Euro standen Investitionen von 14,2 Millionen Euro gegenüber. Wertberichtigungen auf Geschäfts- und Firmenwerte waren auf Basis der durchgeführten Werthaltigkeitstests nicht erforderlich. Mit 56,0 (53,8) Prozent machen Geschäfts- und Firmenwerte weiterhin den wesentlichen Teil des bilanzierten Vermögens aus. Geleaste Vermögenswerte erscheinen dann als Vermögenswerte in der Bilanz, wenn sie wirtschaftlich als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Dies betrifft in der TAKKT-Gruppe insbesondere das Versandhandelszentrum der Sparte BEG in Kamp-Lintfort sowie das Zentrallager der Sparte PSG in München. Sie werden mit 31,2 (33,7) Millionen Euro unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Markenwerte oder internes Know-how können ungeachtet ihrer Bedeutung für den TAKKT-Konzern nur dann als immaterielle Vermögenswerte bilanziert werden, wenn sie den Bedingungen des IAS 38 entsprechen. Dies ist bei den immateriellen Vermögenswerten, die innerhalb des TAKKT-Konzerns geschaffen wurden, nicht der Fall. Entsprechend werden diese Werte nicht bilanziert. Beim Erwerb ganzer Unternehmen werden einige der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 im Konzernabschluss angesetzt, wenn sie identifizierbar und selbstständig bewertbar sind. Die entsprechenden Bilanzansätze stellen einen guten Indikator für das Wertpotenzial dieser Vermögenswerte dar. So wurden beispielsweise für die Akquisitionen von NBF (2006), Central (2009), GPA (2012) und Post-Up Stand (2015) insgesamt 36,2 Millionen US-Dollar, für die Akquisition von BiGDUG (2015) 0,6 Millionen Britische Pfund und für die Akquisition von Ratioform (2012) 42,1 Millionen Euro für Kundenbeziehungen angesetzt. Der zum Bilanzstichtag um planmäßige Abschreibungen verringerte Wert dieser Kundenbeziehungen liegt bei insgesamt 25,3 (31,4) Millionen Euro. Der Wert der zum 31. Dezember 2015 bilanzierten Marken im TAKKT-Konzern beläuft sich auf 29,3 (27,3) Millionen Euro. Das kurzfristige Vermögen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 228,6 (218,9) Millionen Euro bzw. 23,7 (24,8) Prozent der Bilanzsumme. Der Abgang der Vermögenswerte der PEG in Höhe von 23,9 Millionen Euro wurde durch die akquisitionsbedingten Effekte in Höhe von 10,7 Millionen Euro sowie den Währungseffekten teilweise kompensiert. Akquisitionsbedingt gingen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 6,4 Millionen Euro und Vorräte von 3,3 Millionen Euro als wesentliche Einzelposten zu. Neben dem akquisitionsbedingten Aufbau stiegen die Vorräte organisch um 12,1 Millionen Euro vor allem durch die hohe Nachfrage bei den US-Sparten SPG und OEG, den Aufbau eines neuen Lagers bei Hubert an der Westküste und die Bereitstellung eines noch breiteren Teils des Sortiments für einen schnellen Versand. Zusammen mit positiven Währungseffekten in Höhe von 5,8 Millionen Euro erhöhten sich die Vorräte damit auf 103,8 (82,6) Millionen Euro. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Wesentlichen durch Währungseffekte von 3,6 Millionen Euro sowie durch den operativen Aufbau von 7,0 Millionen Euro auf 94,0 (83,3) Millionen Euro. Das Zahlungsverhalten der Kunden war mit einer Debitorenlaufzeit von 30 (31) Tagen gewohnt zuverlässig und die Forderungsausfälle blieben wie im Vorjahr mit einer Ausfallquote von unter 0,2 Prozent auf niedrigem Niveau, so dass daraus kein Einfluss auf die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte. Im TAKKT-Konzern bestehen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente wie Forderungsverkäufe oder Asset Backed Securities. Die Unternehmensgruppe hat Operating-Leasingverträge mit zukünftigen Zahlungsverpflichtungen von insgesamt 52,5 (54,1) Millionen Euro abgeschlossen -z.B. für Lager und Bürogebäude, Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge. Diese Leasingverträge werden gemäß IAS 17 nicht aktiviert und sind damit nicht im Vermögen ausgewiesen. ANSTIEG DES EIGENKAPITALS, REDUZIERUNG DER VERBINDLICHKEITENAngesichts des Periodenüberschusses von 81,0 (65,7) Millionen Euro und der Dividendenzahlung von unverändert 21,0 Millionen Euro, der positiven Währungseffekte von 23,3 Millionen Euro sowie der positiven Effekte aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen von 4,0 Millionen Euro, erhöhte sich das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2015 auf 473,4 (386,8) Millionen Euro. Die Konzerneigenkapitalquote stieg deutlich auf 49,1 (43,8) Prozent und lag damit leicht über der Mitte des Zielkorridors von 30 bis 60 Prozent. Langfristige Verbindlichkeiten machten mit 314,8 (241,0) Millionen Euro 32,6 (27,3) Prozent der Passivseite aus. Die bedeutsamste Position stellten weiterhin die langfristigen Finanzverbindlichkeiten dar, die sich im Berichtsjahr auf 173,7 (125,3) Millionen Euro erhöhten. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich von 57,5 auf 70,0 Millionen Euro, was in gleichem Maße auf die um planmäßige Abschreibungen erhöhten steuerlichen Minderwerte der Geschäftswerte in den US-amerikanischen Konzerngesellschaften sowie Währungs- und Akquisitionseffekte zurückzuführen ist. Der Anteil der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sank von 6,0 auf 5,3 Prozent der Bilanzsumme. Dies ist im Wesentlichen auf die wieder leicht gestiegenen Zinssätze im Euroraum zurückzuführen, die zu einer erfolgsneutralen Verminderung dieser Rückstellungen führten. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,5 (0,4) Millionen Euro beinhalten nun im Wesentlichen die Kaufpreisverbindlichkeiten gegenüber den Alteigentümern der US-amerikanischen Konzerngesellschaft Post-Up Stand sowie der britischen Konzerngesellschaft BiGDUG, die beide 2018 zur Auszahlung kommen werden, wenn die jeweilige Gesellschaft bestimmte Ertragsziele erreicht. Wesentliche Kennzahlen zur Vermögenslage (in Mio. Euro)scroll
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten machten mit 176,0 (254,8) Millionen Euro einem Anteil von 18,3 (28,9) Prozent der Bilanzsumme aus. Die bedeutendste Position im Berichtsjahr stellen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten dar, die sich auf 73,6 (96,2) Millionen Euro verringerten. Eine zum Vorjahresstichtag ausgewiesene fixe Tranche eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 29,0 Millionen Euro wurde im dritten Quartal des Berichtsjahres zurückgezahlt. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich auf 45,7 (99,9) Millionen Euro. Die hier im Vorjahr ausgewiesene Kaufpreisverbindlichkeit gegenüber den Alt-Eigentümern von GPA in Höhe von 61,0 Millionen Euro wurde im ersten Quartal 2015 beglichen. Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich dagegen von 17,0 auf 18,8 Millionen Euro. Von untergeordneter Bedeutung blieben weiterhin die Ertragsteuerverbindlichkeiten mit einem Wert von 10,0 (6,2) Millionen Euro. UNTERNEHMENSPERFORMANCEIm Berichtsjahr konnten die Zielwerte aller finanziellen Steuerungskennzahlen erreicht werden. Nach wie vor wirtschaftet TAKKT operativ sehr profitabel. Die DYNAMIC-Indikatoren konnten deutlich verbessert werden und mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele ist der Konzern auf Kurs. SOLIDE FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLENIm Abschnitt Steuerungssystem dieses Geschäftsberichts wurden die finanziellen Kennzahlen definiert, die TAKKT zur internen Steuerung des Konzerns heranzieht. Die Entwicklung dieser Kenngrößen ist der Tabelle auf Seite 73 zu entnehmen. Die Entwicklung der Kennzahlen organische Umsatzentwicklung, Rohertragsmarge und EBITDA-Marge ebenso wie die Kennzahlen zum Auftragseingang wurden im Abschnitt Umsatz- und Ertragslage dieses Geschäftsberichts detailliert erläutert, die Entwicklung von TAKKT-Cashflow und Investitionsquote im Abschnitt Finanzlage. Der TAKKT Value Added stieg deutlich um 9,6 Millionen Euro auf einen Wert von 28,5 (18,9) Millionen Euro. Das für die Berechnung des TAKKT Value Added resultierende erwirtschaftete operative Ergebnis nach Steuern war mit 90,0 (77,0) Millionen Euro dabei insgesamt um 13,0 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital erhöhte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der unterjährig durchgeführten Unternehmenserwerbe von Post-Up Stand und BiGDUG. Unter Verwendung des gewichteten durchschnittlichen Gesamtkapitalkostensatzes nach Steuern (WACC) von 8,1 (8,1) Prozent ergaben sich Gesamtkapitalkosten in Höhe von 61,6 (58,1) Millionen Euro. Der Anstieg des TAKKT Value Added ist im Wesentlichen auf die positive allgemeine Geschäftsentwicklung, den im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der PEG erzielten positiven Ergebnisbeitrag von 3,3 Millionen Euro sowie positive Währungseffekte im ausgewiesenen Ergebnis zurückzuführen (siehe dazu Abschnitt Umsatz- und Ertragslage). Das erwirtschaftete Ergebnis war infolge von Unternehmenserwerben, unter anderem durch die Akquisition von Post-Up Stand und BiGDUG, im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 1,2 Millionen Euro von gestiegenen planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte belastet. Mit Blick auf den absoluten Wert des TAKKT Value Added verminderten die genannten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte das erwirtschaftete operative Ergebnis nach Steuern im Berichtsjahr um insgesamt 8,4 (7,6) Millionen Euro. Ohne diese planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie den damit einhergehenden steuerlichen Einfluss hätte sich ein TAKKT Value Added in Höhe von 36,9 (26,5) Millionen Euro ergeben. TAKKT Value Added in Mio Euro![]() Auch der Return on Capital Employed (ROCE) lag im Berichtsjahr mit 15,7 (14,4) Prozent deutlich über dem Wert des Vorjahres. Die Gründe für diese Entwicklung liegen ebenfalls in der positiven Geschäftsentwicklung sowie im positiven Effekt aus der Entkonsolidierung der PEG. Wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert konnten damit die beiden Kennzahlen TAKKT Value Added und ROCE deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig wurden die im Abschnitt Steuerungssystem genannten Zielwerte übertroffen. WEITER VERBESSERTE DYNAMIC-INDIKATORENUm den Erfolg der strategischen Wachstums- und Modernisierungsinitiative DYNAMIC messbar zu machen, hat TAKKT sieben Wachstumstreiber definiert, die über Indikatoren quantifiziert werden. Für jeden dieser Indikatoren gibt es konzernweite Orientierungsziele, die im Abschnitt Innovation und Entwicklung auf Seite 50 dargestellt sind. Die Entwicklung dieser Kenngrößen ist der Tabelle auf S. 74 zu entnehmen. Der Anteil neuer Produkte am Auftragseingang erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 in allen Sparten des Konzerns. Zum Teil liegt dieser Anstieg weiterhin in der Definition des Indikators begründet: Er umfasst den Umsatz mit Produkten, die ab Jahresbeginn 2013 in das Sortiment aufgenommen worden sind. Für 2015 werden also die Bestellungen von Produkten erfasst, die in den vergangenen drei Jahren neu etabliert wurden, für 2014 nur die der vergangenen zwei Jahre. Zudem haben die TAKKT-Gesellschaften 2015 mehr neue Produkte eingeführt als in den Vorjahren und mit den neuen Produkten erfreuliche Auftragseingänge erwirtschaftet. Der Anteil der Eigenmarken am Auftragseingang stieg ebenfalls in allen Sparten. Lediglich für die Gesellschaft GPA hat der Vertrieb von Eigenmarken eine untergeordnete Bedeutung, so dass dort planmäßig keine Aktivitäten gestartet wurden. Positiv ist die erfreuliche Entwicklung des Eigenmarkenanteils bei Central und bei der OEG herauszuheben. Zudem führte Ratioform Ende 2014 eine Eigenmarke ein, mit der 2015 relevante Umsätze erzielt werden konnten. Der Anteil der Direktimporte am Einkaufsvolumen erhöhte sich auf Konzernebene im Berichtsjahr. In der BEG konnte das Volumen der in China beschafften Produkte durch Einkaufsaktivitäten vor Ort erhöht werden. Aber auch in den anderen Sparten resultierten die Maßnahmen zur Erhöhung der Direktimporte in einer Steigerung der entsprechenden Kennzahlen. Zudem hatte die Konsolidierung der beiden akquirierten Gesellschaften Post-Up Stand und BiGDUG einen positiven Effekt. Negativ wirkte sich dagegen der Umstand aus, dass die Konzerngesellschaft GPA, die rund drei Viertel ihres Einkaufsvolumens aus Übersee bezieht und damit für knapp die Hälfte der Direktimporte des Konzerns verantwortlich ist, 2015 einen leicht geringeren Anteil von Direktimporten als im Vorjahr zu verzeichnen hatte. Der Anteil der Web-only-Produkte am Gesamtsortiment wuchs in allen Sparten. Eine Ausnahme stellt die PSG dar, für die Web-only-Produkte strategisch von untergeordneter Bedeutung sind. Entwicklung der finanziellen Steuerungskennzahlenscroll
Der Anteil des über organische Suchresultate generierten Auftragseingangs am gesamten Auftragseingang über Suchmaschinen konnte in 2015 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden - und lag damit weiterhin im Zielkorridor von 30 bis 35 Prozent. Der Anteil der organisch ausgelösten Bestellungen ist neben der Optimierung des Webshops auch stark von der Werbeaktivität auf Suchmaschinen (SEA) beeinflusst. Deutlicher wuchs der Anteil des E-Commerce am Auftragseingang 2015. Der Anstieg resultierte zum einen aus der erfreulichen Entwicklung der Aktivitäten von TAKKT AMERICA mit einem strukturell höheren E-Commerce Anteil. Aber auch in den einzelnen Sparten des TAKKT-Konzerns konnten die Anteile des elektronisch erzielten Auftragseingangs durchgängig erhöht werden. Dabei trug auch der hohe E-Commerce-Anteil von Post-Up Stand und BiGDUG zur Steigerung dieser Kennzahl bei. Weitere Erläuterungen zum Auftragseingang über E-Commerce sind in der Umsatz- und Ertragslage ab Seite 60 dargestellt. Der Anteil der Tele- und Field-Aktivitäten am Auftragseingang konnte im Berichtsjahr nur leicht erhöht werden. In keiner der Sparten führten die ergriffenen Maßnahmen zu einer deutlichen Steigerung des Indikators. Der Auftragseingang über die genannten Kanäle spielt weiterhin vor allem bei Ratioform und Central eine sehr wichtige Rolle. Insgesamt hat TAKKT mit Blick auf die Orientierungsziele der DYNAM IC-Initiative in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht. Der Großteil der 2012 definierten Kennzahlen wird bis Ende 2016 voraussichtlich innerhalb des jeweiligen Zielkorridors oder sogar darüber liegen. Bei den Anteilen von neuen Produkten und von Eigenmarken am Auftragseingang, ebenso wie beim Anteil des über Tele- und Field-Aktivitäten erzielten Auftragseingangs wird der Konzern die ambitionierten Zielwerte wahrscheinlich erst in den folgenden Jahren erreichen. WEITERE DEUTLICHE FORTSCHRITTE BEI NACHHALTIGKEITSINDIKATORENMit den Nachhaltigkeitsindikatoren verfolgt TAKKT das Ziel, auch in diesem Bereich den Fortschritt systematisch dokumentieren zu können. Im Berichtsjahr wurde weiter auf das Ziel, bis Ende 2016 in Bezug auf Nachhaltigkeit weltweit Vorbild in der Branche zu werden, hingearbeitet. In den im Jahr 2011 erstmals definierten sechs Handlungsfeldern arbeiten Management und Mitarbeiter auf allen Ebenen des TAKKT-Konzerns an der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele. In allen Handlungsfeldern gab es erneut Fortschritte. Die aktuelle Mehrjahresübersicht der für diese Handlungsfelder relevanten Kennzahlen und Initiativen ist in der Tabelle Nachhaltigkeitsindikatoren auf Seite 75 dargestellt.
DYNAMIC-Indikatorenscroll
NACHTRAGSBERICHTNach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage hatten. Nachhaltigkeitsindikatorenscroll
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An bereits 2011 etablierten Standorten in
Deutschland und den USA. GESCHÄFTSAUSBLICKRISIKO- UND CHANCENBERICHTTAKKT ist in seinem unternehmerischen Handeln Risiken und Chancen ausgesetzt. Das Chancen- und Risikomanagement des Konzerns dient dazu, diese frühzeitig zu erkennen und zu bewerten sowie entsprechende Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und aller wesentlichen Konzerngesellschaften informiert. Aus Sicht des TAKKT-Vorstands ist das Verhältnis von Chancen und Risiken 2015 weitgehend unverändert zum Vorjahr geblieben. Die Gesamtrisikosituation des TAKKT-Konzerns ist auf absehbare Zeit beherrschbar, bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. SYSTEMATISCHES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTTAKKT verfügt über ein Chancen- und Risikomanagementsystem, das alle wesentlichen Chancen und Risiken systematisch identifiziert, bewertet, steuert und überwacht. Im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20 wird ein Risiko dabei als die Gefahr einer negativen Abweichung von den Unternehmenszielen definiert, eine Chance dagegen als die Möglichkeit, diese Ziele überzuerfüllen. TAKKT strebt bei allen Aktivitäten ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an, um den Unternehmenswert im Interesse aller Stakeholder nachhaltig zu steigern. Organisatorisch ist das Chancen- und Risikomanagementsystem wie folgt aufgebaut:
EFFIZIENTE STEUERUNGS- UND KONTROLLSYSTEMEDas Management der TAKKT-Gruppe führt die operativen Gesellschaften über effektive Steuerungs- und Kontrollsysteme. Jährlich diskutiert der Vorstand mit den Tochtergesellschaften die operative Planung für das kommende Jahr und die Ergebnisse aus der Risikoerhebung. Er wird zudem regelmäßig über den aktuellen Auftragseingang informiert. Die Analyse und Besprechung der Monatsabschlüsse zwischen Vorstand und Zentralabteilung Betriebswirtschaft tragen dazu bei, Chancen und Risiken u.a. im Hinblick auf den Rohertrag aktiv zu steuern. Basis für die effektive Steuerung der Kostenrisiken sind zudem spezielle Berichtsformate, die über wesentliche Kostenblöcke wie Personal- und Werbekosten Auskunft geben. Grundlage der strategischen Konzernsteuerung ist eine detaillierte Mehrjahresplanung, die in jährlichem Zyklus für alle Sparten und den Gesamtkonzern erstellt wird. Alle Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen grundsätzlich auf Ebene der Tochtergesellschaften und führen bis zum Vorstand bzw. Aufsichtsrat. Bei wesentlichen Entscheidungen ist dessen Zustimmung erforderlich. Auf allen Ebenen und Prozessstufen sind interne Kontrollmechanismen etabliert. Neugründungen und Akquisitionen werden gemäß einem strukturierten Integrationsablauf in das Controlling bzw. das Chancen- und Risikomanagementsystem aufgenommen. Sie müssen die gleichen Standards erfüllen wie die etablierten Konzerngesellschaften. INTERNES KONTROLLSYSTEM ZUM RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS NACH §§ 289 ABS. 5, 315 ABS. 2 NR. 5 HGBDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Finanzberichterstattung des gesamten TAKKT-Konzerns und soll die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherstellen, einschließlich der für den Konzernabschluss notwendigen Konsolidierungsprozesse. Es ist Teil des gesamten internen Kontrollsystems des TAKKT-Konzerns und orientiert sich am international anerkannten Rahmenwerk "COSO (The Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Internal Control - Integrated Framework" Darüber hinaus verfügt TAKKT über ein konzerneinheitliches Risikomanagementsystem, um Chancen und Risiken zu steuern. Die Wirksamkeit der Rechnungslegungsprozesse wird durch einen wiederkehrenden Ablauf dokumentiert, der sich aus Risikoanalyse, Kontrollerhebung und der Wirksamkeitsbeurteilung der Kontrollen zusammensetzt. Dabei wird zunächst die Erhebung, Aktualisierung und Überprüfung der zentralen Risikofelder anhand vorab definierter qualitativer und quantitativer Kriterien vorgenommen. Aufbauend darauf werden bereits vorhandene Kontrollen identifiziert bzw. neue Kontrollmaßnahmen implementiert, die zur Begrenzung der Risiken geeignet sind. Die Effektivität der Kontrollen wird in regelmäßigen Abständen durch ein Self-Assessment der Kontrollverantwortlichen überprüft und dokumentiert. Die Ergebnisse werden zusätzlich durch die Wirtschaftsprüfer verifiziert und regelmäßig an den Aufsichtsrat berichtet. TAKKT sichert die konzerneinheitliche Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der aktuellen International Financial Reporting Standards (IFRS) über verbindliche Vorgaben wie eine laufend aktualisierte Bilanzierungsrichtlinie, einen einheitlichen Kontenplan für die Berichterstattung, einen konzernweiten Terminplan für die Abschlusserstellung und diverse Handbücher. Bei Bedarf werden externe Sachverständige oder qualifizierte Gutachter hinzugezogen, etwa für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen oder für Gutachten zur Kaufpreisallokation bei Unternehmenserwerben. Alle Mitarbeiter, die für das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung zuständig sind, werden regelmäßig geschult. Die Abschlüsse der Einzelgesellschaften werden unter Zuhilfenahme standardisierter IT-Systeme erstellt. Die Konsolidierung der Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss erfolgt mithilfe einer modernen und hocheffizienten Standardsoftwarelösung. Zur Erstellung des Konzernanhangs kommt ein zentral verwaltetes formularbasiertes Erfassungs- und Verdichtungsinstrument zum Einsatz. Umfangreiche systemtechnische Prüfvorgänge in den IT-Systemen sollen die Vollständigkeit und Verlässlichkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Informationen gewährleisten. Die IT-Systeme im Rechnungswesen sind vor unbefugten Zugriffen geschützt. Zusätzlich sind Funktionstrennungen umgesetzt, um Risiken durch Fehler und Unregelmäßigkeiten zu verhindern oder einzuschränken, Probleme zu identifizieren und Korrekturmaßnahmen sicherzustellen. Dadurch ist gewährleistet, dass kein einzelner Mitarbeiter die alleinige Kontrolle über alle Phasen eines Geschäftsvorgangs besitzt. IT-Change-Management-Systeme stellen sicher, dass bei Veränderungen der IT-Infrastruktur keine Daten verloren gehen. Bei allen rechnungslegungsbezogenen Prozessen ist das Vier-Augen-Prinzip zentrale Grundlage des internen Kontrollsystems. Die Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben durch den Konzern wird regelmäßig überwacht, u.a. von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern, der Zentralabteilung Konzernrechnungswesen, der internen Revision und dem Konzernabschlussprüfer. Die Überwachung beinhaltet die Identifizierung von Schwachstellen, die Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Überprüfung, ob Schwachstellen behoben worden sind. Im Rahmen der Konzernjahresabschlussprüfung berichten externe Wirtschaftsprüfer über wesentliche Prüfungsergebnisse und Schwachstellen im internen Kontrollsystem für die in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten. KONTINUIERLICHE ANALYSE UND ÜBERWACHUNG DER CHANCEN UND RISIKENDas Chancen- und Risikomanagementsystem des-TAKKT-Konzerns kategorisiert die Chancen und Risiken thematisch wie in der Tabelle auf Seite 78. Die Chancen und Risiken des TAKKT-Konzerns werden im weiteren Verlauf des Risikoberichts erläutert. Der Prozess zur Evaluation aller Chancen und Risiken läuft wie folgt ab:
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KONJUNKTUR- UND WETTBEWERBSRISIKENKonjunktureller Abschwung als wesentliches Risiko im GeschäftsmodellDas B2B-Versandhandelsgeschäft für Geschäftsausstattung ist grundsätzlich konjunkturabhängig. Das TAKKT-Geschäftsmodell unterliegt insofern einem allgemeinen Konjunkturrisiko. Bisher ist es der Unternehmensgruppe zumeist gelungen, die Auswirkung konjunktureller Schwankungen in einzelnen Ländern, Branchen und Bereichen durch Diversifikation abzufedern.
Lediglich in besonders schweren konjunkturellen Krisen wie zuletzt im Jahr 2009 kann TAKKT nicht von der Diversifikation des Geschäfts profitieren, da sich in solchen Fällen jede Kundengruppe, jede Branche und jede Region in ihren Investitionen stark zurückhält. Beispielhaft sank 2009 der Umsatz organisch um etwas mehr als 25 Prozent. Das EBITDA verringerte sich bei einer Marge von ca. zehn Prozent um rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Konjunkturrisiko blieb im Berichtsjahr 2015 im Wesentlichen unverändert zu der Situation im Vorjahr. Kalkulierbares Risiko durch neue WettbewerberDarüber hinaus unterliegt der Konzern potentiell dem Risiko, durch den Eintritt neuer Wettbewerber Marktanteile zu verlieren (Wettbewerbsrisiko). Im B2B-Versandhandel für Geschäftsausstattung schätzt TAKKT dieses Risiko nach wie vor als kalkulierbar ein. Die Markteintrittsbarrieren sind selbst für reine Online-Anbieter hoch, denn der Aufbau der Zulieferstrukturen, der Logistik und eines Kundenstamms ist kosten- und zeitintensiv. Neue Mitbewerber müssen zunächst mit mehrjährigen Anlaufverlusten rechnen. Etablierte Anbieter wie die TAKKT-Gesellschaften haben hier gegenüber Start-up-Unternehmen Größenvorteile in Einkauf und Vertrieb. Auch das Risiko, dass die integrierten Multi-Channel-Geschäftsmodelle in der TAKKT-Gruppe durch offene und internetbasierte Marktplätze ersetzt werden, schätzt das Unternehmen als weiterhin kalkulierbar ein. Während der Erfolg solcher Marktplätze im B2C-Bereich v.a. auf die Preisgestaltung der einzelnen Transaktion und die Bequemlichkeit der Bestellung zurückzuführen ist, stehen im B2B-Bereich weitere Kundenbedürfnisse im Vordergrund. Der Firmenkunde ist in der Regel an einem qualitativ hochwertigen Produktsortiment, einer professionellen Beratung und einem umfangreichen After-Sales-Service interessiert. Zu letzterem zählen z.B. die Erfüllung von Garantieleistungen, Nachbestellungen und Ersatzteillieferungen. Die Produkte aus dem TAKKT-Sortiment sollen dazu beitragen, die gewerbliche Tätigkeit produktiver zu machen und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, damit sich der Kunde auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Darüber hinaus ist der Firmenkunde an einer flexiblen und differenzierten Preisgestaltung -je nach Bedarf, Produkt und nachgefragtem Volumen -interessiert. Elektronische Marktplätze können diese Flexibilität, Differenzierung und zusätzliche Dienstleistungen rund um das Produkt nur bedingt leisten. Insgesamt haben Marktplätze trotz ihrer Stärken -wie etwa in der Preisstellung und der Bündelung vieler unterschiedlicher Angebote -gegenüber Produktspezialisten den Nachteil, dass sie den Anforderungen an ein attraktives Gesamtpaket aus Produkt, Service und Preis nicht vollständig gerecht werden können. Um diesen Wettbewerbsvorteil beizubehalten, setzt TAKKT darauf, das Serviceangebot rund um das eigentliche Produkt fortlaufend weiterzuentwickeln. RISIKEN AUS UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -POSITIONIERUNGKalkulierbare Akquisitions- und IntegrationsrisikenIm Rahmen der Wachstumsstrategie kauft der TAKKT-Konzern gezielt Unternehmen zu, die das Portfolio hinsichtlich Regionen, Produkten und Kunden ergänzen und neues Know-how einbringen. Damit ist einerseits eine Reihe von Chancen verbunden, die im weiteren Verlauf dieses Abschnitts aufgegriffen werden. Andererseits könnten Akquisitions- und Integrationsrisiken daraus resultieren, dass
TAKKT besitzt eine über Jahrzehnte aufgebaute Erfahrung mit Akquisitionen und ist für diese Risiken daher gut gerüstet. Zukäufe werden sorgfältig vorbereitet und nur dann getätigt, wenn eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass das übernommene Unternehmen nachhaltig zum Erfolg des TAKKT-Konzerns beiträgt. Dabei stellt das Unternehmen anspruchsvolle Renditeanforderungen und führt vor dem Erwerb eine umfangreiche Due Diligence durch. Überdies werden neue Unternehmen anhand klar definierter Prozesse in den Konzernverbund integriert, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit basieren. Entwickelt sich eine Gesellschaft nicht zufriedenstellend, reagiert TAKKT zeitnah und leitet bei Bedarf Initiativen und Gegenmaßnahmen ein. Grundsätzlich stehen jeweils alle operativen und strategischen Optionen offen, von weitergehenden Investitionen oder einer Veränderung der Marketingstrategie über eine Repositionierung, einen Verkauf oder das Abschmelzen der Marke. Die jährlichen Impairment-Tests auf Geschäfts- und Firmenwerte haben im Berichtsjahr erneut deren Werthaltigkeit bestätigt. Auch im vergangenen Geschäftsjahr waren keine Abwertungen vorzunehmen. Entsprechende wesentliche Abwertungsrisiken sind nicht erkennbar. Keine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder KundenTAKKT unterliegt weiterhin keinem nennenswerten Abhängigkeitsrisiko mit Blick auf einzelne Lieferanten (Lieferantenrisiko). Das Unternehmen greift auf einen äußerst fragmentierten Pool aus rund 4.000 Lieferanten zurück, kann für fast jedes Produkt kurzfristig auf alternative Lieferanten ausweichen und achtet darauf, dass sich an dieser Situation auch langfristig nichts ändert. Auch in vergangenen Krisen ist es nicht zu einer Konsolidierung bei den Lieferanten für die Produktsortimente in der TAKKT-Gruppe gekommen. Die Kundenstruktur der Geschäftsmodelle im TAKKT-Konzern ist stark diversifiziert und trägt damit zur Reduktion der Abhängigkeiten auf der Absatzseite bei (Kundenrisiken). Nur mit zwei Kunden realisiert der Konzern Umsätze, die jeweils mehr als zwei Prozent des Konzernumsatzes betragen. Der Wegfall einzelner Kunden fällt daher nicht wesentlich ins Gewicht. Zudem diversifiziert TAKKT auf der Kundenseite. Zum Kundenstamm zählen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen wie Dienstleistung, öffentlicher Verwaltung und produzierendem Gewerbe. Dabei verschiebt sich die Gewichtung. Noch vor 25 Jahren gehörte ein Großteil der Kunden des Konzerns dem produzierenden Sektor an, mittlerweile hat sich deren Anteil auf knapp 30 Prozent reduziert. TAKKT verfolgt das Ziel, diversifizierte Umsatzanteile mit dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handels- und Dienstleistungssektor sowie gemeinnützigen und staatlichen Institutionen zu erzielen. Bei der Größe der Kunden gibt es eine große Bandbreite -vom Freiberufler über Hotelketten bis hin zur staatlichen Verwaltung, von der einfachen Werkstatt bis hin zum großen Fertigungsbetrieb. Dank E-Commerce verbreitert sich die Kundenbasis in Zukunft weiter. Kleinere Abnehmer können dank der Online-Medien besser erreicht und wirtschaftlicher angesprochen werden. Großkunden wiederum werden durch E-Procurement stärker an TAKKT gebunden, da die Beschaffung für sie über dieses Medium einfacher und effizienter wird. E-Commerce mit höherem Risiko als traditionelles KataloggeschäftTendenziell ist E-Commerce zunächst einem höheren Risiko ausgesetzt als das klassische Kataloggeschäft, da Sortiment und Preise im Marktvergleich deutlich transparenter sind. Der technische Fortschritt im Internet unterwirft Geschäftsmodelle zudem einem ständigen Wandel (Risiko technischer Neuerungen). So müssen etwa Inhalt und Aufbau der Webshops fortlaufend an die sich ändernden Algorithmen der Suchmaschinen angepasst werden, damit das eigene Angebot nicht in der Platzierung zurückfällt und die Shops damit potentielle Kunden verlieren. TAKKT begegnet diesem Risiko durch die kontinuierliche Steuerung der Online-Marketing-Maßnahmen und deren Optimierung im Hinblick auf sich ständig ändernde Rahmenbedingungen. Indem der TAKKT-Konzern das Online-Marketing zudem fortlaufend weiterentwickelt -derzeit über die konzernweite Initiative DYNAMIC -, beobachtet er technische Trends und Neuentwicklungen genau und kann diese in eigenen Lösungen umsetzen. Flexible Reaktion bei steigenden BeschaffungspreisenTAKKT unterliegt dem Risiko, steigende Beschaffungspreise nicht an die Kunden weitergeben zu können (Preisanpassungsrisiken). Dem treten die Multi-Channel-Marken des Konzerns entgegen, indem sie ihre Kataloge und Webshops mehrmals im Jahr überarbeiten. So können sie in den meisten Fällen flexibel auf Änderungen bei Angeboten und Beschaffungspreisen reagieren, vorausgesetzt die Wettbewerbssituation lässt dies zu. Bei den Web-focused-Marken sind Anpassungen sogar schneller und häufiger möglich. Erhöhen sich etwa die Kosten für Stahl, kann TAKKT meist zeitnah die Produktpreise anpassen oder ein alternatives Produkt anbieten. Überdies handelt das Unternehmen bewusst mit langlebigen Wirtschaftsgütern, die weder verderblich sind noch nennenswerten technischen oder modischen Veränderungsrisiken unterliegen. Insgesamt ist das Risiko aus steigenden Beschaffungspreisen daher weiterhin begrenzt. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Gezielter Schutz der Produktion und des Versands der gedruckten WerbemittelDer gedruckte Katalog ist ein wichtiges Vertriebsmedium für die TAKKT-Gruppe. Ein Risiko besteht darin, dass dieses Werbemittel beschädigt beim Kunden ankommt oder verloren geht (Werbemittelrisiken). Das Unternehmen wählt daher alle Dienstleister sorgfältig aus und achtet besonders darauf, dass die Werbemittel bei der Produktion und Verteilung unbeschädigt bleiben. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, lässt der Konzern die Kataloge in mehreren Druckereien an unterschiedlichen Standorten produzieren. Versicherungen decken die Risiken aus dem Verlust oder der Zerstörung von Werbemitteln ab. Auch aus Schwankungen der Preise für Papier und Druck resultiert ein Risiko für TAKKT. Da das Unternehmen jährlich rund 34 Millionen Werbemittel erstellen lässt, sind diese Kosten nicht unerheblich. Damit sich kurzfristige Preisschwankungen nicht auf den Ertrag auswirken, schließt der Konzern überwiegend langfristige Druckverträge mit verlässlichen Partnern ab. Von möglichen finanziellen Problemen einzelner Druckereien waren die TAKKT-Gesellschaften im Berichtsjahr nicht wesentlich beeinflusst. Geringes Risiko bei der VorratshaltungAls unwesentlich schätzt TAKKT nach wie vor die Risiken aus dem Vorratsvermögen ein, also Risiken aus der Alterung sowie der technischen und preislichen Entwicklung der Produkte (Vorratsrisiko). Tische, Stühle oder Schränke sind Standardartikel, die immer benötigt werden. V.a. im B2B-Geschäft unterliegen sie keinen saisonalen Preisschwankungen oder vorübergehenden Modetrends. Da der Konzern das Sortiment fortlaufend aktualisiert, kann es vorkommen, dass ein Artikel nicht mehr im Katalog angeboten wird, aber noch auf Lager liegt. In diesem Fall wird das Produkt zu Vorzugspreisen verkauft oder das Unternehmen nutzt das Rückgaberecht für Restbestände, das regelmäßig mit einer Vielzahl von Lieferanten vereinbart wird. Kalkulierbare LogistikrisikenTAKKT hält Artikel zumeist in großen Versandhandelszentren vor und muss daher weniger Vorräte anlegen und seltener Artikel nachbestellen, als das bei mehreren kleinen Lagern der Fall wäre. Nur wenn kleinere Regionallager für einen optimalen Lieferservice erforderlich sind, bauen die Sparten solche Standorte auf, wie z.B. in Skandinavien, Osteuropa, USA oder China. Durch den gebündelten Einkauf der Produkte kann TAKKT Preisvorteile nutzen. Das senkt zudem die Verkaufspreise und kommt so den Kunden zugute. Diese Vorteile überwiegen bei Weitem die Nachteile, die bei einem Zentrallager z.B. im Falle eines Brandes bestehen (Logistikrisiken). Auch diese Risiken werden ausreichend abgesichert -durch Versicherungen u.a. gegen Feuer, Diebstahl oder Betriebsstörung. Jede TAKKT-Sparte prüft ihre Lagerkonzepte regelmäßig und gewährleistet damit gleichbleibend hohe Standards bei Sicherheit, Lieferqualität, Schnelligkeit und Effizienz. Führt die zeitweilige Störung in einem Lager zu Lieferengpässen, können die Gesellschaften den größten Teil ihrer Waren auch per Streckengeschäft vertreiben. Falls notwendig, werden die Lager an neue Anforderungen angepasst. TAKKT beauftragt im Regelfall externe Logistikunternehmen mit der Auslieferung der Produkte und achtet bei deren Auswahl auf attraktive Kosten und umfangreiches Know-how bei der Zustellung in die sehr unterschiedlichen Regionen. Schwankungen der Treibstoffpreise, Kfz-Steuern oder Mauttarife wirken sich kaum auf die Ertragslage des Konzerns aus. Die Ausgaben für den Warentransport betragen deutlich weniger als zehn Prozent des Konzernumsatzes. Kaum Forderungsausfälle und GarantieleistungenDas Risiko eines Forderungsausfalls ist bei TAKKT mit einer Ausfallquote von unter 0,2 Prozent des Umsatzes weiterhin außergewöhnlich niedrig. Zum einen prüft das Unternehmen die Bonität seiner Kunden konsequent und betreibt aktives Forderungsmanagement. Zum anderen ist der durchschnittliche Auftragswert niedrig, bei einer breit diversifizierten Kundenstruktur. Auch über den Konjunkturzyklus hinweg bleibt die Quote der Forderungsausfälle daher stabil. Gleiches gilt für die Debitorenreichweite. Sie misst den durchschnittlichen Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang und betrug im Berichtsjahr 30 (31) Tage. Auch die Zahl der Gewährleistungs- und Garantiefälle ist seit Jahren konstant niedrig. Rückgaberechte werden nur selten in Anspruch genommen. TAKKT vertreibt vorwiegend langlebige Produkte, die wenig fehleranfällig sind. Zusätzliche Sicherheit gewinnt das Unternehmen durch Rückgabevereinbarungen, die mit den meisten Lieferanten bestehen. TAKKT schützt sich über Versicherungen gegen Risiken der Produkthaftung. Geringe PersonalrisikenDer nachhaltige Erfolg von TAKKT hängt wesentlich von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern ab. Ihr Know-how und Engagement wirkt sich unmittelbar auf das Geschäft aus. Um auch künftig profitabel wachsen zu können, ist TAKKT darauf angewiesen, stets hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und langfristig an sich binden zu können. Der Konzern legt daher großen Wert auf eine zielgerichtete Personalpolitik, die z.B. die gezielte Aus- und Weiterbildung umfasst. Personalrisiken durch Fluktuation bestehen in der Breite kaum, da TAKKT über Vertretungs- oder Nachfolgelösungen im Falle von Krankheit oder Weggang eines Mitarbeiters verfügt. In Schlüsselpositionen des Unternehmens, für die besondere, seltenere Qualifikationen erforderlich sind, könnte ein Weggang oder Ausfall von Mitarbeitern hingegen zu längeren Vakanzen führen. Verlässliche AdressdatenbankRisiken ergeben sich potentiell auch aus dem Verlust von Kundendaten. Eine hochwertige und sichere Adressdatenbank bildet die Basis für das Geschäft der TAKKT-Gesellschaften. Der Konzern schützt die Daten bestehender und potentieller Kunden daher sorgfältig. Sicherheitssysteme gewährleisten ferner, dass ausschließlich befugte Personen, soweit gesetzlich zulässig, auf die Adressen zugreifen und sie bearbeiten können. Der TAKKT-Vorstand geht davon aus, dass mögliche vom Verbraucherschutz getriebene Verschärfungen von Datenschutzbestimmungen auch zukünftig die besonderen Bedürfnisse des B2B-Bereichs berücksichtigen und das Geschäftsmodell von TAKKT nicht wesentlich beeinträchtigen werden. Sichere und leistungsstarke IT-, E-Commerce- und KommunikationssystemeTAKKT ist auf leistungsfähige, zuverlässige IT-Systeme angewiesen -etwa auf Datenserver, Software für die Warenwirtschaft, Produktmanagementsysteme und Webshops. Datensicherheit und der störungsfreie Betrieb der Systeme spielen daher eine wichtige Rolle im Risikomanagement des Konzerns (IT-Risiken). Die TAKKT-internen IT-Abteilungen und externe Spezialisten überprüfen die Systeme laufend darauf, ob sie einwandfrei arbeiten, vor unbefugtem Zugriff sicher sind und ob sich die Daten problemlos wiederherstellen lassen. Auf Basis einer Sicherheitsanalyse hat der Konzern Messsysteme und ein Konzept zum IT-Sicherheitsmanagement entwickelt. So regeln Richtlinien jegliche Nutzung von E-Mail, Internet und anderer IT. Die Mitarbeiter verpflichten sich schriftlich, diese Regeln zu befolgen. Risiken können auch aus der Einführung neuer IT-Systeme resultieren. Um diesen Risiken zu begegnen, setzt TAKKT u.a. Projektorganisationen und Back-up-Lösungen ein. Bei TAKKT EUROPE nutzen die Gesellschaften überwiegend zentrale Hochverfügbarkeitssysteme, um Daten und Funktionalitäten zu sichern. Ein Server wickelt dabei den laufenden Geschäftsbetrieb ab, während eine Spezialsoftware sämtliche Dateien auf ein Back-up-System kopiert. Dieses System übernimmt den Betrieb nur bei einem Serverausfall. Bei TAKKT AMERICA werden die gleichen Risiken größtenteils durch ständige Datensicherung und die Auslagerung von Hardwarekapazitäten reduziert. Für den Geschäftsverlauf ist zudem entscheidend, dass die Vertriebsgesellschaften ohne Unterbrechung über ihre Webshops und auch telefonisch erreichbar sind. Bei den Webshops ist neben einer dauerhaften Verfügbarkeit auch die Performance, also die technisch bedingte Geschwindigkeit beim Navigieren im Webshop, wichtig. Hier setzen die TAKKT-Gesellschaften auf stets aktuelle Webshop-Technologien und bieten damit dem Kunden eine verlässliche und bequeme Einkaufsmöglichkeit. Der Konzern setzt zur Sicherstellung der telefonischen Erreichbarkeit unterbrechungsfreie Versorgungs- und Sicherungssysteme ein, um sich gegen Ausfälle und Defekte zu schützen. Zudem können Rufnummern zu anderen Standorten umgeleitet werden. Das Unternehmen prüft kontinuierlich, wie gut die Vertriebsbüros der Gesellschaften für die Kunden erreichbar sind. Anhand dieser Tests kann TAKKT die Beratungskapazitäten flexibel an das Geschäftsvolumen anpassen. FINANZWIRTSCHAFTLICHE UND RECHTLICHE RISIKENAls weltweit tätiges Unternehmen ist TAKKT finanziellen Risiken ausgesetzt. Dies betrifft Risiken aus Wechselkurs- und Marktzinsschwankungen sowie aus der Finanzierung und Sicherstellung der Liquidität. Ziel des Finanzmanagements ist es, diese Risiken regelmäßig zu überwachen und mittels operativer und finanzwirtschaftlicher Aktivitäten zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden regelmäßig nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Derivate werden zudem nur mit freigegebenen Finanzkontrahenten aus dem Bankenportfolio des Konzerns durchgeführt. Diese Kontrahenten müssen ein bestimmtes Bonitätsrating erfüllen. Das Kontrahentenausfallrisiko wird regelmäßig überwacht. Wechselkursrisiken: Transaktionsrisiken überwiegend gesichert, Translationsrisiken v.a. aus USD-SchwankungenWährungsrisiken entstehen aus Geschäften, die nicht in der Berichtswährung Euro abgewickelt werden. Mit Blick auf volatile Wechselkurse sind Transaktionsrisiken und Translationsrisiken zu unterscheiden:
Begrenzung von Zinsänderungsrisiken mithilfe von ZinssicherungsgeschäftenEin Zinsänderungsrisiko resultiert aus marktbedingten Schwankungen des allgemeinen Zinsniveaus. Es schlägt sich zum einen in der Höhe der Zinszahlungen und zum anderen in den Marktwerten von Finanzinstrumenten nieder. Gegen dieses Risiko schützt sich TAKKT über Zinssatzswaps. Damit der Zinssatz langfristiger Finanzverbindlichkeiten auch langfristig abgesichert wird, richtet sich die Laufzeit der Besicherung nach der Laufzeit der Finanzverbindlichkeiten. Das angestrebte Sicherungsniveau liegt grundsätzlich bei 60 bis 80 Prozent des Finanzierungsvolumens. So werden negative Effekte aus Zinserhöhungen begrenzt. Gleichzeitig ergibt sich aber auch die Chance, von Zinssenkungen zu profitieren. Die Entwicklung des Sicherungsvolumens wird v.a. durch die Planverschuldung bestimmt. Die zum Bilanzstichtag gehaltenen Sicherungsinstrumente sind im Konzernanhang ab Seite 150 beschrieben. Dort werden auch quantitative Angaben zu allen Währungs- und Zinsänderungsrisiken gemacht, u.a. Sensitivitätsanalysen zu Schwankungen der Wechselkurse und Zinssätze. Durch den Einsatz der oben genannten Instrumente zur Währungs- und Zinssicherung gibt es für TAKKT keine wesentlichen finanziellen Preisänderungsrisiken. Marginales Liquiditätsrisiko - Finanzierung langfristig gesichertAuch aus der Finanzierung könnten TAKKT potentielle Risiken erwachsen (Finanzierungsrisiken). Der Konzern überwacht und steuert die Finanzstruktur über eine langfristige Finanzplanung und selbst auferlegte interne Kennzahlen (Covenants), die in den Abschnitten Steuerungssystem und Finanzlage aufgeführt sind. Zur Sicherung der Liquidität greift das Unternehmen auf eine diversifizierte Finanzierungsstruktur mit unterschiedlichen Fälligkeiten zurück. Neben vertraglich zugesicherten Kreditlinien von einem breit gestreuten Bankenpool hat TAKKT 2012 ein Schuldscheindarlehen begeben und nutzt auch Finanzierungsleasing. Es bestehen freie zugesagte Kreditlinien im Volumen von 135,8 Millionen Euro zum Jahresende 2015. Rechtliche und steuerliche Risiken ohne wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der GruppeDie Gesellschaften der TAKKT-Gruppe sind im Tagesgeschäft als Kläger und Beklagte an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Diese Verfahren beeinflussen die wirtschaftliche Lage des Konzerns nicht wesentlich, weder einzeln noch insgesamt (Rechtliche Risiken). Die höhere Staatsverschuldung führt in einigen Ländern unter Umständen zu einer erhöhten Anzahl an Steuerprüfungen. TAKKT selbst sieht hierbei allerdings keine signifikanten zusätzlichen steuerlichen Risiken. GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS: KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKENIm Geschäftsjahr 2015 ist die Risikolandschaft des TAKKT-Konzerns gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert geblieben, Chancen und Risiken standen in einem ausgewogenen Verhältnis. Auf Basis aller derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach Einschätzung des Vorstands gegenwärtig und im Prognosezeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken oder nennenswerte Risiken, die über das normale unternehmerische Risiko hinausgehen. Das Geschäftsmodell ist cashflow-stark und das Unternehmen solide finanziert, sodass auch die Summe der Einzelrisiken oder eine erneute weltweite Rezession den Fortbestand der Unternehmensgruppe nicht gefährden. Das bedeutendste Risiko, aber auch eine nennenswerte Chance, besteht für den TAKKT-Konzern weiterhin in der Entwicklung der Konjunktur. Der Eintritt eines Konjunkturabschwungs bzw. eines Konjunkturaufschwungs wird dabei generell als gleich wahrscheinlich angesehen. Bei einem weltweiten Abschwung in der Größenordnung des Jahres 2009 mit einem organischen Umsatzeinbruch von etwas mehr als 25 Prozent, verringerte sich das EBITDA um rund 50 Prozent. Als zweites nennenswertes Risiko für die in Euro berichteten Umsatz- und Ergebnisgrößen ist das reine Umrechnungsrisiko aus Änderungen der Wechselkurse zu nennen -v.a. die Relation zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Eine Abwertung bzw. eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro wird als gleich wahrscheinlich angenommen. Eine Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro um fünf Prozent würde zu einem zwischen zwei und zweieinhalb Prozentpunkten niedrigeren Umsatzausweis führen. Risiken aus dem Ausfall der IT- und / oder Versandhandelsinfrastruktur sind für das Unternehmen ebenfalls wesentlich, da eine funktionierende IT-Infrastruktur und Logistik für die Abwicklung des operativen Geschäfts entscheidend sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird als sehr gering betrachtet mit einem möglichen negativen Ergebniseffekt bis zu einem niedrigen zweistelligen Betrag in Millionen Euro. Darüber hinaus besteht durch den Eintritt neuer und aggressiv im Wettbewerb tätiger Web-focused-Wettbewerber das Risiko einer negativen Entwicklung von Umsatz und Rohertrag. Aufgrund der Markteintrittsbarrieren im B2B-Versandhandel für Geschäftsausstattung und aufgrund der Beobachtung, dass die Wettbewerbsaggressivität nach erfolgtem Eintritt häufig nicht stark ausgeprägt ist, wird die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts jedoch als begrenzt erachtet. Ein möglicher negativer Ergebniseffekt wird dabei mit einem niedrigen zweistelligen Betrag in Millionen Euro beziffert. Ein weiteres bedeutsames Risiko besteht in einer schlechter als erwartet verlaufenden Integration und Fortführung eines akquirierten Unternehmens. Der Eintritt dieses Risikos wird als gering eingeschätzt. Das Ergebnis könnte dadurch als direkte Folge kurzfristig um einen mittleren einstelligen Millionen Euro Betrag belastet werden. Daneben könnte eine Absenkung der langfristigen Prognose der Geschäftsentwicklung eines akquirierten Unternehmens unter die ursprünglichen Erwartungen zu außerplanmäßigen Wertminderungen der Geschäfts- und Firmenwerte bzw. der übrigen immateriellen Vermögenswerte führen. Ein solcher aus der bilanziellen Abbildung resultierender negativer Ergebniseffekt könnte auch im zweistelligen Millionenbereich liegen. Insgesamt legt TAKKT höchste Priorität auf die Überwachung und Begrenzung von steuerbaren Risiken und hat daher Vorkehrungen getroffen, diese rechtzeitig erkennen und begrenzen zu können. Risiken aus Konjunktur- und Wechselkursschwankungen, denen externe Einflüsse zugrunde liegen, können von TAKKT dagegen nur begrenzt gesteuert werden. CHANCEN DES TAKKT-KONZERNSFür TAKKT ergeben sich weiterhin attraktive Wachstumschancen. Im Rahmen des integrierten Chancen- und Risikomanagementsystems hat der TAKKT-Konzern eine Reihe von Chancen für die Unternehmensentwicklung der kommenden Jahre identifiziert. Neben der im Prognosebericht detailliert erläuterten Chance aus einem konjunkturellen Aufschwung sind die wesentlichen weiteren Chancen im folgenden Abschnitt erläutert. Multi-Channel-PLUS-Konzept: Konzernweite Initiative DYNAMICTAKKT erwartet Wachstumschancen durch die Weiterentwicklung vom klassischen Versandhändler zum Multi-Channel-PLUS-Unternehmen. Durch die geschickte Kombination der Vertriebs- und Marketingmedien Print, Online, Tele und Field kann sich das Unternehmen als kompetenter und starker Partner der Kunden profilieren. Der Konzern verfügt in diesem Bereich bereits über langjährige Erfahrung und entwickelt diese Marketingstrategie weiter, indem er die Tele- und Field-Aktivitäten intensiviert und die verschiedenen Online- und Offline-Marketingmedien noch besser miteinander verknüpft. U.a. hat TAKKT zu diesem Zweck im Jahr 2013 die konzernweite Initiative DYNAMIC gestartet. Demographischer Wandel: Neue Möglichkeiten mit Online-Kanälen und E-ProcurementTAKKT erwartet durch die Ausdehnung der Online- und E-Procurement-Aktivitäten Chancen auf eine Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz. Die Zahl der Nutzer, die mit dem Internet aufgewachsen sind ("Digital Natives"), steigt ständig. Die zielgerichtete Produktauswahl wird durch bessere Suchfunktionen immer einfacher. Auf diese Trends antwortet TAKKT mit einer differenzierten Online-Strategie. Kunden mit hohem Service- und Beratungsbedarf sowie ausgeprägtem Prozesskostendenken adressiert das traditionelle TAKKT-Geschäft über die bekannten Multi-Channel-Marken mithilfe von Webshops und E-Procurement. Laufkunden mit geringeren Service- und Beratungsansprüchen werden über Web-focused-Marken und deren Webshops angesprochen. Für TAKKT ergibt sich hier ein Wettbewerbsvorteil gegenüber neuen reinen Online-Wett-bewerbern, da der Konzern bei der Erschließung zusätzlicher Zielgruppen über neue Vertriebsmarken und alternative Vertriebswege die vorhandene Back-End-Infrastruktur nutzen kann. Zunehmende Diversifikation des GeschäftsmodellsÜber ein aktives Portfoliomanagement strebt TAKKT eine breite Diversifikation des Geschäftsmodells auf Ebene der Produkte, Kunden und Regionen an. Dies bietet dem Konzern die Chance, die Abhängigkeit von einzelnen Branchen und Regionen zu verringern und damit auch in konjunkturell schwierigen Zeiten Stabilität und Kontinuität sicherzustellen.
Um weiter zu diversifizieren, will die Unternehmensgruppe einerseits marktführende B2B-Direct-Marketing-Unternehmen in anderen Branchen zukaufen und andererseits bestehende Geschäftsmodelle auf weitere Regionen ausdehnen und um zusätzliche Produktgruppen bereichern. Potentielle weitere Akquisitionen und NeugründungenWeitere Chancen für den Konzernumsatz und die Profitabilität ergeben sich durch potentielle weitere Zukäufe in den kommenden Jahren. TAKKT verfügt über langjährige Erfahrung bei der Integration neuer Gesellschaften und Geschäftsmodelle in den Konzern. Es werden hohe Anforderungen an die Wachstumsaussichten, die Profitabilität und das Geschäftsmodell der Zielgesellschaft gestellt. Durch gezielte Unternehmenszukäufe kann TAKKT an Wachstumstrends in ausgewählten Branchen partizipieren und überdurchschnittliche Zuwächse verbuchen. TAKKT profitierte in den vergangenen Jahren sehr von den zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen durch die realisierten Akquisitionen. Darüber hinaus hat das Unternehmen durch die Übernahmen spezielles Know-how hinzugewonnen, das nun konzernweit genutzt werden kann. Auch nach den beiden Unternehmenskäufen 2015 steht die Erschließung und Nutzung wertsteigernder Akquisitionsmöglichkeiten weiterhin im Fokus. Darüber hinaus sollen bestehende Geschäftsmodelle per Roll-out auf neue Märkte ausdehnt werden. Aktives Portfoliomanagement beinhaltet neben Akquisitionen und Neugründungen auch die regelmäßige Überprüfung bestehender Aktivitäten und die Aufgabe von Landesgesellschaften, deren Entwicklung in Bezug auf die Wert- und Wachstumstreiber die Anforderungen des Konzerns langfristig nicht erfüllt. Mit dem Verkauf der Sparte PEG sowie der Einstellung der Vertriebsaktivitäten von KAISER+KRAFT im japanischen Markt hat TAKKT diese Strategie des konsequenten Portfoliomanagements fortgesetzt. NachhaltigkeitsoffensiveTAKKT verfolgt das Ziel, bis Ende 2016 in Sachen Nachhaltigkeit Vorbild in seiner Branche zu sein, und hat Nachhaltigkeit dauerhaft als Teil der Unternehmensstrategie etabliert. Dieses Vorhaben ist kein Selbstzweck. B2B-Kunden entscheiden sich zunehmend für nachhaltig wirtschaftende Geschäftspartner, deren gesamte Wertschöpfungskette aktiv nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten gesteuert wird. TAKKT sieht die große Chance, die Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit frühzeitig als Alleinstellungsmerkmal in seiner Branche nutzen zu können und ist überzeugt, dass Anbieter, die auf Nachhaltigkeit setzen, im Wettbewerb auf Dauer besser bestehen können. Weiterentwicklung der IT-AnwendungenTAKKT hat in zahlreichen Konzerngesellschaften damit begonnen, die komplexen IT-Prozesse bei Warenwirtschaft und Einkauf weiter zu optimieren und medienneutrale Produktdatenbanken aufzubauen, die unabhängig vom Vertriebs- und Marketingkanal einheitliche Produktdaten liefern. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die reibungslose Umsetzung eines Multi-Channel-PLUS-Marketings und die Wahrnehmung der damit verbundenen Wachstumschancen. Stärkere Nutzung des technologischen Wandels (Digitalisierung)TAKKT möchte die durch die Digitalisierung entstehenden Möglichkeiten noch stärker nutzbar machen. Im Rahmen von DYNAMIC wurden bereits seit 2013 erste digitale Themenbereiche angegangen. 2016 wird TAKKT eine digitale Agenda mit konkreten Digitalisierungsaktivitäten entwickeln. Die fortschreitende Technik bringt viele Veränderungen mit sich und hat einen wesentlichen Einfluss auf das Informations- und Kaufverhalten der TAKKT-Kunden. Erklärtes Ziel ist es, die Potenziale der Digitalisierung in allen Wertschöpfungsstufen zu erkennen und mit Hilfe dieser neuen Möglichkeiten interne Unternehmensprozesse schneller und effizienter zu gestalten. TAKKT will die Vorteile der Digitalisierung damit für die Kunden nutzbar und erlebbar machen und ihnen auch in Zukunft das beste Einkaufserlebnis bieten. Darüber hinaus werden steigende Datenmengen, höhere Bandbreiten und neue Endgeräte Geschäftsmodellideen hervorbringen, die als Ansatzpunkte dienen können. Guter Zugang zu KapitalTAKKT verfügt mit einer diversifizierten und langfristig ausgerichteten Finanzierungsstruktur über einen guten Zugang zu Kapital. Für kurzfristige Akquisitionschancen stehen ausreichend freie Kreditlinien im Volumen von knapp 140 Millionen Euro zur Verfügung. Als börsennotierter Gesellschaft steht TAKKT zudem grundsätzlich auch der Eigenkapitalmarkt zur Kapitalbeschaffung zur Verfügung, falls sich dem Konzern eine attraktive Akquisitionsmöglichkeit bietet, die nicht allein mit Fremdkapital finanziert werden kann. PROGNOSEBERICHTUNTERSCHIEDLICHE KONJUNKTURERWARTUNGEN IN EUROPA UND NORDAMERIKA FÜR 2016Die konjunkturelle Verbesserung der Absatzmärkte ist ein wesentlicher Faktor dafür, in welchem Maße der TAKKT-Konzern die im Risiko- und Chancenbericht dargestellten Chancen wird nutzen können. Europa und Nordamerika, die für TAKKT wichtigsten Regionen, werden sich nach Einschätzung des Unternehmens auch im Jahr 2016 unterschiedlich entwickeln:
Sowohl für Nordamerika als auch für Europa sind bezüglich der konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2016 die Risiken einer starken Abschwächung des Wachstums in China, der Verfall des Ölpreises, die Diskussion um einen möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU (Brexit) sowie die hohe Volatilität an den Finanzmärkten zu nennen. Bei einem Andauern der starken Kursschwankungen an den Finanzmärkten über einen längeren Zeitraum könnte sich die negativen Erwartungen der Marktteilnehmer auch auf die Realwirtschaft auswirken. In diesem Szenario wäre die Weltkonjunktur deutlich gebremst und die zuvor genannten Erwartungen für die BIP-Wachstumsraten würden klar unterschritten. KURZFRISTIGE FRÜHINDIKATOREN DEUTEN AUF SOLIDEN START IN DAS JAHR 2016 HINGestützt werden die Aussagen zu den fundamentalen Geschäftsaussichten durch die Entwicklung wichtiger Branchenindikatoren. So sind beispielsweise Einkaufsmanagerindizes verlässliche Indikatoren für die Auftragsentwicklung der europäischen Sparte BEG mit einem Zeitversatz von drei bis sechs Monaten. Werte unter 50 Punkten führen in der Regel zu einem Rückgang, Werte über 50 Punkten zu einem Anstieg des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit Mitte 2015 deuten die Werte für Europa auf eine Belebung hin. Im Januar 2016 lagen die Werte für Deutschland (52,3) und Europa (52,3) laut dem Forschungsinstitut Markit Economics über dem Schwellenwert von 50. TAKKT rechnet daher für die BEG mit einem positiven Umfeld zu Beginn des Jahres 2016, verbunden mit einer erwarteten weiteren Belebung im Jahresverlauf. Die übrigen Indikatoren weisen ebenfalls auf eine positive Entwicklung in den einzelnen Branchen hin. Beim RPI, einem Indikator für die TAKKT-Sparte SPG, war der Dezember-Wert von 99,7 durch die Unsicherheit im Markt in Folge starker Rückgänge an den Finanzmärkten und beim Ölpreis belastet. Im Januar lag der Index mit 100,6 Punkten wieder über der Expansionsschwelle von 100 und signalisiert damit Marktwachstum bei US-amerikanischen Restaurantbetreibern. Für den Auftragseingang des Branchenverbands BIFMA, einem Zusammenschluss von amerikanischen Unternehmen der Büromöbelbranche, wird für 2016 ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert, nachdem der Auftragseingang der Branche zum Jahresende leicht rückläufig war. FORTSETZUNG DES NACHHALTIGEN ORGANISCHEN WACHSTUMSKURSES ERWARTETIn den vergangenen rund 30 Jahren ist der Konzern durchschnittlich um fast zehn Prozent pro Jahr gewachsen -einschließlich des starken Rückgangs im Jahr 2009. Dazu trugen organisches Wachstum und akquisitorisches Wachstum je etwa zur Hälfte bei. Das langfristige Mittel des organischen Wachstums resultiert aus Zeiten durchschnittlichen Wachstums (wie 2010, 2011, 2014 und 2015), Phasen mit unterdurchschnittlicher oder negativer Entwicklung (wie 2009 sowie 2012 und 2013) und Jahre wie 2006 und 2007 in denen TAKKT organisch überdurchschnittlich stark gewachsen ist. Das Management ist davon überzeugt, dass die TAKKT-Gruppe mittel- und langfristig weiterhin auf diesem Wachstumspfad bleiben kann. Die Entwicklung der kommenden Jahre hängt aufgrund der Zyklizität des Geschäfts stark von der Konjunkturentwicklung in den USA und in Europa ab. Bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung des Konzerns für das Jahr 2016 ist zu beachten, dass die PEG im Januar 2015 noch Umsatzerlöse innerhalb des TAKKT-Konzerns erzielt hat, denen 2016 keine entsprechenden Umsätze mehr entgegenstehen werden. Dieser Desinvestitionseffekt wird sich in Höhe von rund 0,6 Prozentpunkten negativ auf das berichtete Umsatzwachstum auswirken. Zudem werden sich die 2015 erfolgten Erwerbe von Post-Up Stand und BiGDUG positiv auf das berichtete Umsatzwachstum auswirken, da sie 2015 lediglich drei bzw. zwei Quartale zum Konzernumsatz beigetragen haben, 2016 jedoch das gesamte Jahr über ihren Beitrag leisten. Das in der Prognose zugrunde gelegte organische Umsatzwachstum wird bereinigt um die genannten Portfolio- sowie Währungseffekte dargestellt. Insgesamt hält der Vorstand aus heutiger Sicht folgendes Szenario für das Jahr 2016 für wahrscheinlich. TAKKT geht davon aus, dass sich die BIP-Wachstumsraten in Europa und in den USA wie oben erläutert leicht über dem Niveau von 2015 bewegen werden. Die Indikatoren für die Entwicklung relevanter Zielmärkte in den USA waren zum Jahresende rückläufig, dennoch erwartet TAKKT, dass diese Märkte auch 2016 ihren Wachstumstrend fortsetzen können und die derzeit zu beobachtende Unsicherheit an den Finanzmärkten die Konjunktur nicht nachhaltig belastet. Unter diesen Rahmenbedingungen sollte der Konzern ein organisches Umsatzplus von drei bis fünf Prozent erzielen können. Dabei sollte sich die Anzahl der Aufträge stärker entwickeln als der durchschnittliche Auftragswert. Beide Kennzahlen werden in der organischen Betrachtung für das Jahr 2016 über den Vorjahreswerten erwartet. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erwartungsgemäß entwickeln, etwa wenn sich die Unsicherheit an den Finanzmärkten negativ auf das Investitionsverhalten in der Realwirtschaft auswirkt und sich die BIP-Wachstumsraten unter dem Niveau von 2015 bewegen, so wird TAKKT 2016 nur eine schwach positive oder sogar leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung erreichen können. Im Falle deutlich positiverer Konjunkturdaten mit einer unerwartet starken Verbesserung der Wachstumsraten des BIP sollte TAKKT von der wirtschaftlichen Belebung profitieren und beim organischen Umsatz um über fünf Prozent zulegen können. US-DOLLAR WIRKT SICH AUF KENNZAHLEN AUSTAKKT erwirtschaftet rund die Hälfte des Umsatzes in Nordamerika. Kursschwankungen des US-Dollars wirken sich daher erheblich auf die in Euro ausgewiesenen Konzernkennzahlen aus (Translationsrisiko). Ein starker US-Dollar führt, umgerechnet in die Berichtswährung Euro, zu höheren Umsätzen. Ist der US-Dollar gegenüber dem Euro schwach, reduziert sich der Konzernumsatz. Die folgenden Szenarien verdeutlichen dies:
Um die Währungseffekte zu verdeutlichen und die Geschäftsentwicklung objektiv darzustellen, informiert der Konzern über die Umsatzveränderung sowohl in Berichtswährung als auch währungsbereinigt. Zudem stellt TAKKT die Umsatzeffekte von Akquisitionen und Desinvestitionen in allen Finanzberichten transparent dar. Die Umsatzprognose bezieht sich dabei -wenn nicht anders erwähnt -stets auf organische, also währungs-, desinvestitions- und akquisitionsbereinigte Angaben. Die Prognose für 2016 ist, wie oben im Detail erläutert, um die Effekte aus dem Verkauf der PEG, der Akquisitionen von Post-Up Stand und BiGDUG sowie um Effekte aus Währungsschwankungen bereinigt. EBITDA-MARGE ERNEUT IM OBEREN DRITTEL DES ZIELKORRIDORS ERWARTETDer Vorstand hat das Ziel bekräftigt, die Rohertragsmarge des Konzerns langfristig über der 40-Prozent-Marke zu halten. TAKKT rechnet für 2016 bereinigt um Portfolioeffekte mit stabilen oder leicht rückläufigen Rohertragsmargen auf Ebene der Geschäftsbereiche. Neben anderen Effekten wird die Rohertragsmarge von TAKKT AMERICA wegen eines neuen Rahmenvertrags mit einem Hubert-Großkunden belastet. Positiv auf die berichtete Rohertragsmarge des TAKKT-Konzerns wird sich dagegen der Erwerb von Post-Up Stand und BiGDUG auswirken, da diese Geschäftsmodelle eine Rohertragsmarge über dem Konzerndurchschnitt erwirtschaften. Im Falle einer weiteren Steigerung des Geschäftsanteils von TAKKT AMERICA ist jedoch ein leicht negativer Effekt auf die Rohertragsmarge auf Konzernebene nicht auszuschließen. TAKKT AMERICA erzielt strukturell geringere Rohertragsmargen als TAKKT EUROPE. Die EBITDA-Marge des Konzerns sollte sich unter den erwarteten Rahmenbedingungen im oberen Drittel des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent bewegen. Dabei ist zu beachten, dass zum einen durch ein im Vergleich zu TAKKT EUROPE höheres operatives Wachstum von TAKKT AMERICA die EBITDA-Marge auf Konzernebene belastet werden könnte. Zum anderen resultierte 2015 aus dem Verkauf der Sparte PEG ein Ergebnisbeitrag in Höhe von 3,3 Millionen Euro, während für 2016 aus heutiger Sicht keine vergleichbaren Einmaleffekte zu erwarten sind. Die Verstärkung der Aktivitäten zur Digitalisierung der Wertschöpfungskette wird 2016 erwartungsgemäß zu ersten Kosten führen. Für die EBITDA-Marge strebt TAKKT insgesamt einen Wert an, der auf dem Niveau der um den einmaligen Ertrag bereinigten Marge des Jahres 2015 (14,5 Prozent) liegt. Auf Ebene der Geschäftsbereiche wird für TAKKT EUROPE organisch eine EBITDA-Marge rund um den Wert von 2015 (18,3 Prozent) erwartet. Der positive Einfluss aus dem erwarteten Umsatzwachstum und der damit einhergehenden steigenden Kapazitätsauslastung sollte den negativen Effekt aus möglicherweise rückläufiger Rohertragsmarge kompensieren. Es wird für TAKKT EUROPE weiterhin eine Profitabilität deutlich über dem Konzerndurchschnitt erwartet. Wie im Berichtsjahr werden auch 2016 noch DYNAMIC-Aufwendungen anfallen. Für TAKKT AMERICA wird organisch eine leichte Verbesserung der EBITDA-Marge erwartet. Einen negativen Einfluss auf den Vorjahresvergleich wird der einmalige Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der Sparte PEG 2015 haben. Dagegen stehen als positive Effekte vor allem die erwartete operative Verbesserung der bestehenden Sparten sowie der Erwerb von Post-Up Stand mit einer Profitabilität über dem Durchschnitt des Geschäftsbereiches. Insgesamt sollte die EBITDA-Marge bei TAKKT AMERICA damit erneut das untere Drittel des Konzernzielkorridors von 12 bis 15 Prozent erreichen. Sollten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter als erwartet ausfallen, so ist eine EBITDA-Marge des Konzerns in der unteren Hälfte des Zielkorridors nicht auszuschließen. Im Falle einer die Prognosen übertreffenden Wirtschaftsentwicklung könnte die EBITDA-Marge den oberen Rand des Zielkorridors erreichen. Analog werden die EBITDA-Margen von TAKKT EUROPE und TAKKT AMERICA positiv bzw. negativ von einer entsprechenden Abweichung von den erwarteten Rahmenbedingungen beeinflusst. TAKKT-CASHFLOW WEITER ANSTEIGEND -INVESTITIONEN GEPRÄGT DURCH INITIATIVE DYNAMICDie Entwicklung des TAKKT-Cashflows sollte im Jahr 2016 zunächst von der prognostizierten positiven Entwicklung des Ergebnisses profitieren. Da das Jahr 2015 jedoch wie in der Umsatz- und Ertragslage beschrieben durch steuerfreie Erträge aus dem Verkauf der PEG begünstigt war, wird die Verbesserung des TAKKT-Cashflow tendenziell geringer ausfallen als der Ergebnisanstieg. Trotzdem würde sich der TAKKT-Cashflow im Vergleich zum Jahr 2015 erneut erhöhen, die zugehörige TAKKT-Cashflow-Marge sollte wie 2015 über dem Zielwert von acht Prozent liegen. Die Investitionen in die Erweiterung, Modernisierung und Rationalisierung des bestehenden Geschäfts werden im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich am oberen Ende des langfristig angestrebten Richtwerts zwischen einem und zwei Prozent vom Umsatz liegen. Ein Schwerpunkt für die nächsten Jahre sind der Aus- und Umbau der europäischen IT-Infrastruktur sowie weitere Maßnahmen aus der Initiative DYNAMIC sowie eine noch stärkere Nutzung der Chancen der Digitalisierung, die im Abschnitt Innovation und Entwicklung dargestellt sind. Zudem werden für 2016 weitere Investitionen in die Lagerstruktur im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA erwartet. VERBESSERUNG BEI ROCE UND TAKKT VALUE ADDEDDie Entwicklung der Kennzahlen ROCE und TAKKT Value Added sollte im Jahr 2016 ebenfalls von der positiven Ergebnisentwicklung beeinflusst sein, wobei die akquisitionsbedingt höheren Kapitalkosten einen Teil dieser Steigerung kompensieren. Aus heutiger Sicht sind für den Fall ohne Unternehmensakquisitionen in 2016 keine weiteren relevanten Einflüsse auf die beiden Kennzahlen abzusehen. Unter den erwarteten Rahmenbedingungen wird daher sowohl für ROCE als auch für den TAKKT Value Added eine weitere leichte Steigerung gegenüber dem Jahr 2015 erwartet. Dies entspricht dem im Abschnitt Steuerungssystem formulierten Zielwert, der einen ROCE von deutlich über zwölf Prozent und einen deutlich positiven TAKKT Value Added vorsieht. ENTSCHULDUNG UND VERBESSERUNG DER INTERNEN COVENANTSDie traditionell hohen freien Cashflows werden im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich erneut dadurch begünstigt, dass keine außerordentlich hohen Investitionen in die Erweiterung, Modernisierung und Rationalisierung der Infrastruktur geplant sind. Ohne weitere Unternehmenserwerbe, die sich bei günstigen Gelegenheiten immer ergeben können, sollte dies auch in 2016 zu einer raschen Entschuldung und einer weiteren Verbesserung der selbst auferlegten Covenants führen. Sollte TAKKT 2016 eine Akquisition realisieren, werden sich abhängig von der Höhe und Finanzierung des Kaufpreises Veränderungen bei der Eigenkapitalquote, dem Gearing, dem Verschuldungs- und dem Zinsdeckungsgrad ergeben. Auch im Fall von Unternehmensübernahmen achtet das Management von TAKKT auf die Einhaltung der selbst gesteckten Zielvorgaben für die internen Covenants. Die Definition und die Zielkorridore der Covenants werden in den Abschnitten Steuerungssystem und Finanzlage dieses Geschäftsberichts näher erläutert. ANPASSUNG DER DIVIDENDENPOLITIKDie Dividendenpolitik des Konzerns ist im Abschnitt TAKKT-Aktie und Investor Relations dargestellt und zielt auf eine Ausschüttungsquote zwischen 35 und 45 Prozent des Periodenergebnisses ab. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung im Mai 2016 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie zu zahlen. Dies entspräche einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSTAKKT rechnet mit Blick auf die dargelegten Chancen für die kommenden Jahre mit einer anhaltend positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs. Dies setzt konjunkturelle Rahmenbedingungen voraus, die sowohl in den Zielmärkten Europa als auch Nordamerika wie prognostiziert durch leicht steigende Wachstumsraten gekennzeichnet sind. Auf Basis derzeitiger Konjunkturprognosen rechnet der Vorstand mit BIP-Wachstumsraten leicht über dem Niveau von 2015. Unter diesen Voraussetzungen wird ein organisches Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent und eine EBITDA-Marge im oberen Drittel des Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent erwartet. Sowohl der TAKKT-Cashflow als auch der TAKKT Value Added und der ROCE werden über den entsprechenden Werten von 2015 prognostiziert. GEWÄHRLEISTUNGDieser Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind Einschätzungen, die das TAKKT-Management auf Basis aller Informationen getroffen hat, die ihm zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen und Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Daher kann das TAKKT-Management keine Gewähr für diese Angaben übernehmen. CORPORATE GOVERNANCECORPORATE GOVERNANCE BERICHTGute Corporate Governance steigert langfristig den Unternehmenswert. Werte wie Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen werden bei TAKKT daher großgeschrieben. Die Transparenz im Dialog mit seinen Interessengruppen sieht der Konzern als Basis für den Unternehmenserfolg an. BEKENNTNIS ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXTAKKT bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen und Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Das unterstreicht den Stellenwert verantwortungsvoller Unternehmensführung bei TAKKT. Aus diesem Grund haben Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2015 ihre Erklärung erneuert, dass sie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in ihrer aktuellen Form gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) weitgehend folgen. Die Entsprechenserklärung ist am Ende dieses Corporate Governance Berichts im Wortlaut abgedruckt und kann unter www. takkt.de jederzeit in ihrer aktuellen Version eingesehen werden. Nur in wenigen Fällen folgt TAKKT nicht den Empfehlungen des Kodex:
MITBESTIMMUNG AUF DER HAUPTVERSAMMLUNGAuf der jährlichen Hauptversammlung der TAKKT AG haben die Aktionäre die Gelegenheit, ihre gesetzlichen Rechte wahrzunehmen. Ihr Stimmrecht zu den Abstimmungspunkten der Tagesordnung können sie persönlich ausüben oder auf einen Vertreter übertragen. Zudem können sie per Briefwahl abstimmen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren für die Hauptversammlung der TAKKT AG entspricht den Vorgaben des deutschen Aktienrechts und den internationalen Standards. Jeder Aktionär, der an einer Hauptversammlung der TAKKT AG teilnehmen und dort sein Stimmrecht ausüben möchte, muss sich anmelden und nachweisen, dass er zur Teilnahme und Ausübung des Stimmrechts berechtigt ist. Die Einzelheiten der Anmelde- und Teilnahmebedingungen werden in der Einladung zu jeder Hauptversammlung bekannt gemacht. UNTERNEHMENSFÜHRUNG IN ENGER ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRATDie TAKKT-internen Führungsstrukturen zeichnen sich durch eine klare Organisation und direkte Berichtslinien aus. Zudem setzt das Unternehmen auf wertorientierte Vergütungs- und Anreizsysteme. Nähere Informationen zur Vorstandsvergütung bei TAKKT sind im Vergütungsbericht dieses Geschäftsberichts dargestellt. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei TAKKT nach dem Motto "Gemeinsam erfolgreicher" zusammen. Der Vorstand leitet das Unternehmen, entwickelt Strategien, setzt diese ins operative Geschäft um und stellt ein effektives Risikomanagement sicher. Wichtige Entscheidungen stimmt der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Zudem informiert er ihn regelmäßig über wesentliche Veränderungen in Unternehmen, Umfeld, Strategie und Geschäftsentwicklung. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu kontrollieren und zu beraten. Diese Pflicht nimmt er engagiert wahr und trägt so maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Er unterstützt den Vorstand dabei, seine Aufgaben vollständig und in angemessener Zeit zu erfüllen und ist an den wesentlichen Entscheidungen beteiligt. Zudem beauftragt der Aufsichtsrat den Wirtschaftsprüfer gemäß Beschluss der Hauptversammlung. Gemäß Satzung besteht der Aufsichtsrat der TAKKT AG aus sechs Mitgliedern. Der Personalausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen und hat u.a. die Aufgabe, Themen im Zusammenhang mit den Anstellungsverhältnissen der Vorstandsmitglieder vorzubereiten. Auch muss er bei eventuellen zusätzlichen Dienstverträgen der Aufsichtsratsmitglieder mit der Gesellschaft zustimmen. Aktuell bestehen keine derartigen Dienstverträge. Der Personalausschuss setzt sich aktuell zusammen aus Herrn Stephan Gemkow, Vorsitzender, Herrn Dr. Johannes Haupt, stellvertretender Vorsitzender, sowie Herrn Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot. Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine Directors-and Officers (D&O)-Versicherung mit den gesetzlich bestimmten Selbstbehalten abgeschlossen. Die Vergütungsprinzipien des Aufsichtsrats sind in der Satzung des Unternehmens festgelegt, welche auf der TAKKT-Website www.takkt.de abgerufen werden kann. VIELFALT IM AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat der TAKKT AG strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils internationaler Geschäftstätigkeit als Ziel gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die verschiedene Grundsätze berücksichtigt. Bei den Wahlvorschlägen soll v.a. auf die Qualifikation und Eignung der Kandidaten geachtet werden. In Ausführung der Vorgaben des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen hat der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 15. September 2015 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von einer Frau bei sechs Mitgliedern festgelegt. Damit wurde die derzeitige Besetzung wiedergegeben und die Zielgröße im Geschäftsjahr 2015 erfüllt. Angesichts der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, der Erfahrung und Qualifikation seiner Mitglieder, des Umfelds der TAKKT AG und der bestehenden Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht TAKKT die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex als erfüllt an. Der Aufsichtsrat wird das genannte Ziel und die damit verbundenen Grundsätze auch künftig berücksichtigen. In der Septembersitzung des Aufsichtsrats wurde darüber hinaus für den Vorstand der Status quo als Zielgröße festgelegt. In den relevanten Führungsebenen der TAKKT AG unterhalb des Vorstands sind zum 31. Dezember 2015 noch keine Frauen vertreten. Bis 2017 wurde auch hier der Status quo als Zielgröße definiert. Bis 2022 wurde das Ziel festgelegt, mindestens zehn Prozent der Positionen dieser Führungsebenen mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. TAKKT gibt sich mit der Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen auf Ebene der TAKKT AG nicht zufrieden und wird in den kommenden Jahren sukzessive Zielgrößen für alle TAKKT-Sparten definieren und deren Erreichung regelmäßig verfolgen. Darüber hinaus wurde gemäß der Neufassung von Ziffer 5.4.1 des DCGK eine Regelgrenze von drei Amtszeiten für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. In Erfüllung von Ziffer 5.4.2 des DCGK hatte der Aufsichtsrat zudem beschlossen, dass ihm mindestens zwei unabhängige Mitglieder angehören sollen. Weitere Informationen zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB (Erklärung zur Unternehmensführung) sind auf der TAKKT-Website verfügbar. COMPLIANCETAKKT misst der Einhaltung aller gesetzlichen und vertraglichen Pflichten im Rahmen einer ordnungsgemäßen Geschäftsleitung höchste Priorität zu. Der Vorstand achtet außerdem darauf, dass unternehmensinterne Richtlinien befolgt werden. Bei TAKKT besteht ein Compliance-System in üblichem Umfang, das von den Fachabteilungen und dem Compliance Officer des Konzerns überprüft wird. Dank dieser Maßnahmen können eventuelle Compliance-Verstöße in der Regel rasch identifiziert werden. Zudem hat TAKKT, neben den bereits bestehenden üblichen Compliance-Regelungen (z.B. zur Antikorruption, Antidiskriminierung, etc.), eine Whistleblowing-Hotline bei einem externen Dienstleister eingerichtet, unter der Mitarbeiter Compliance-Verstöße anonym melden können. Ferner hat TAKKT ein System eingeführt, bei dem jeder Mitarbeiter mittels einer elektronischen Plattform über alle compliance-relevanten Themen geschult wird und nach erfolgreicher Bearbeitung eines Tests ein Zertifikat erhält. RISIKOMANAGEMENTDer verantwortungsbewusste Umgang mit Geschäftsrisiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Vorstand und Management der TAKKT AG nutzen konzernweite Berichts- und Kontrollsysteme, um diese Risiken zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und neuen Rahmenbedingungen angepasst sowie vom Konzernabschlussprüfer überprüft. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über die wesentlichen Risiken und ihre Entwicklung. Einzelheiten zum Risikomanagement sowie zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem sind im Risiko- und Chancenbericht ausführlich dargestellt. INTERNES KONTROLLSYSTEMDas interne Kontrollsystem bei TAKKT beinhaltet sowohl rechnungslegungsbezogene als auch leistungswirtschaftliche Aspekte. TAKKT-Vorstand und TAKKT-Aufsichtsrat sind zur Einrichtung, Kontrolle und Überwachung des internen Kontrollsystems verpflichtet. Bei TAKKT wird das interne Kontrollsystem in einer systematischen und nachvollziehbaren Struktur dokumentiert und regelmäßig auf seine Wirksamkeit hin geprüft. Ergebnisse dieser Prüfungen werden dokumentiert und Maßnahmen zur Behebung identifizierter Kontrollschwächen nachvollziehbar umgesetzt. INTERNE REVISIONDie interne Revision ist im Auftrag des Vorstands der TAKKT AG tätig und ihm gegenüber verantwortlich. Sie soll als unabhängiges und objektives Prüfungs- und Beratungsorgan den Vorstand in seinen Führungs- und Kontrollaufgaben unterstützen. Aufgabe der internen Revision ist es dabei, die Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems aller wesentlichen Geschäftsprozesse zu prüfen. Durch die Prüfungstätigkeit schafft die interne Revision Transparenz, identifiziert Risiken und Verbesserungspotenziale, erarbeitet Lösungsvorschläge und trägt damit zum Erfolg des TAKKT-Konzerns bei. Der TAKKT-Vorstand berichtet dem TAKKT-Aufsichtsrat einmal jährlich über das Revisionssystem, den Prüfungsplan sowie die Revisionstätigkeit und lässt dabei den Prüfungsplan für das Folgejahr bewilligen. MELDEPFLICHTIGE GESCHÄFTE UND ANTEILSBESITZAm 31. Dezember 2015 besaßen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats insgesamt 3.676 (3.676) Aktien der TAKKT AG. Dies entspricht deutlich weniger als einem Prozent der ausgegebenen TAKKT-Aktien. Gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen Führungskräfte (sowie ihnen eng verbundene natürliche oder juristische Personen) eines im Regulierten Markt notierten Unternehmens dem jeweiligen Emittenten und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) melden, wenn sie im Laufe eines Kalenderjahres Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente in Höhe von mehr als 5.000 Euro erwerben oder verkaufen. Im Berichtsjahr wurden keine meldepflichtigen Transaktionen verzeichnet. Informationen zum Anteilsbesitz finden sich unter Ziffer 5 "Sonstige Erläuterungen" im Konzernanhang. GESCHÄFTSBEREICHE PRÄGEN ENTWICKLUNG DER TAKKT AGDie Konzernobergesellschaft TAKKT AG agiert als reine Managementholding und ist für die Steuerung aller Gesellschaften nach den gleichen Wert- und Wachstumstreibern sowie der Weiterentwicklung der Konzernstrategie verantwortlich. Das operative Geschäft wird innerhalb der Geschäftsbereiche abgewickelt. Ihre Ergebnisse beeinflussen daher weitestgehend die Ertrags-, Finanz- und Vermögenssituation sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der TAKKT AG. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENGemäß § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 Nr. 1-9 Handelsgesetzbuch (HGB) sind für die TAKKT AG und den TAKKT-Konzern folgende Aussagen zu machen: Das Grundkapital der TAKKT AG in Höhe von 65.610.331 Euro entspricht 65.610.331 auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Auf diese entfallen keinerlei Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Zum 31. Dezember 2015 ist die TAKKT AG zu 50,2 Prozent ein Tochterunternehmen der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg. Darüber hinaus gibt es keine Anteilseigner, die mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten. Zur Ernennung oder Absetzung von Mitgliedern des Vorstands gelten die §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) sowie § 5 der Satzung der Gesellschaft und für eine Änderung der Satzung die §§ 179, 133 AktG. Der Vorstand der TAKKT AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 05. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrmals unter Berücksichtigung des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu insgesamt 32.805.165 Euro zu erhöhen. Darüber hinaus ist der Vorstand nach Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Ein etwaiges umgekehrtes Bezugsrecht bzw. Andienungsrecht für den Fall des Erwerbs und das Bezugsrecht der Aktionäre für den Fall der Veräußerung sind ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke bis zum 05. Mai 2019 durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Jedes Vorstandsmitglied hat das Recht zur Kündigung seines Anstellungsvertrags, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der TAKKT AG im Sinne der §§ 29ff. Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) von der Franz Haniel & Cie. GmbH erwerben. Weitere Details hierzu sind im Vergütungsbericht angegeben. Am Bilanzstichtag bestanden Finanzverbindlichkeiten über insgesamt 189,7 Millionen Euro bei Schuldscheininvestoren und verschiedenen Kreditinstituten, welche einer Kontrollwechselklausel nach den §§ 289 Abs. 4 Nr. 8 und 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB unterliegen. Weitere Angaben unterbleiben gemäß dem zweiten Halbsatz der jeweiligen Vorschrift. Weitere Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB (Beschränkungen der Stimmrechte), Nr. 4 (Aktien mit Sonderrechten), Nr. 5 (Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung), und Nr. 9 (Entschädigungsvereinbarung mit Vorstand oder Arbeitnehmern bei einem Übernahmeangebot) sind für die TAKKT AG bzw. für den TAKKT-Konzern nicht relevant. ABHÄNGIGKEITSBERICHT VORGELEGTDie TAKKT AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg. Der Vorstand hat deshalb dem Aufsichtsrat nach § 312 AktG ordnungsgemäß über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Bericht erstattet. Der Abhängigkeitsbericht schließt mit folgender Feststellung: "Zusammengefasst erklären wir, dass die TAKKT AG nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde" ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM 31. DEZEMBER 2015:Vorstand und Aufsichtsrat der TAKKT AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat erklären weiter, dass seit Abgabe der letzten Erklärung den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung entsprochen wurde. Davon gelten folgende Ausnahmen: 1. In Ziffer 4.2.4 regelt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsbestandteilen, grundsätzlich unter Namensnennung offen gelegt wird. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. Diese Angaben erfolgen bei der TAKKT AG nicht individualisiert, da die Hauptversammlung vom 04. Mai 2011 für die Dauer von fünf Jahren einen solchen Beschluss gefasst hat. Aus diesem Grund sind auch die Empfehlungen in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex, nämlich zum einen, welche Informationen über die individuelle Vorstandsvergütung künftig in den Vergütungsbericht aufgenommen werden sollen und zum anderen, wie diese Informationen in den von der Regierungskommission vorgeschlagenen Mustertabellen abzubilden sind, für die TAKKT AG nicht relevant. 2. In Ziffer 5.3.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss einrichtet. Bei der TAKKT AG ist kein Prüfungsausschuss gebildet. Da der Aufsichtsrat der TAKKT AG mit sechs Mitgliedern vergleichsweise klein ist, sehen Aufsichtsrat und Vorstand nach wie vor keinen Bedarf, einen Prüfungsausschuss für das Gremium einzurichten. 3. In Ziffer 5.3.3 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss einrichtet. Bei der TAKKT AG ist kein Nominierungsausschuss gebildet. Da der Aufsichtsrat der TAKKT AG mit sechs Mitgliedern vergleichsweise klein ist, sehen Aufsichtsrat und Vorstand auch keinen Bedarf, einen Nominierungsausschuss für das Gremium einzurichten. 4. In Ziffer 7.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung erörtert werden sollen. Bei der TAKKT AG wird der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand laufend über den Geschäftsverlauf informiert. Zudem erhalten alle Aufsichtsratsmitglieder einen schriftlichen Monatsbericht. Aufgrund dessen hält der Aufsichtsrat eine zusätzliche gesonderte Erörterung der Quartalsberichte im Gesamtaufsichtsrat oder in einem Prüfungsausschuss nicht für erforderlich.
Stuttgart, 31. Dezember 2015 TAKKT AG Für den Aufsichtsrat Stephan Gemkow, Vorsitzender des Aufsichtsrats Für den Vorstand Dr. Felix Zimmermann, Vorstandsvorsitzender VERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht erläutert die Grundsätze, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der TAKKT AG herangezogen werden. Des Weiteren schildert er die Struktur, die Zusammensetzung und die Höhe der Vergütungskomponenten. Zudem beschreibt er die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DES VORSTANDSDer Vorstand der TAKKT AG ist maßgeblich für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens verantwortlich und erhält daher eine Vergütung, die seinen Aufgaben und der wirtschaftlichen Lage des Konzerns angemessen ist. Die Vergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Sie setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig auf Vorschlag des Personalausschusses die Struktur und die Angemessenheit des Vergütungssystems sowie die Vergütungshöhen. ERFOLGSUNABHÄNGIGE VERGÜTUNGSKOMPONENTENDie erfolgsunabhängige Vergütung des Vorstands besteht aus drei Teilen: der fixen Grundvergütung, den Nebenleistungen und der Altersversorgung. Die fixe Grundvergütung wird den Vorstandsmitgliedern monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen die Nutzung von Dienstwagen sowie Unfall-, Auslandskranken-, Reisegepäck- und D&O-Versicherungen. Der Selbstbehalt der D&O-Versicherung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands entspricht gemäß §93 Abs. 2 Satz 3 AktG einer Höhe von zehn Prozent des jeweiligen Schadens, jedoch maximal dem Eineinhalbfachen der fixen Jahresgrundvergütung. Als Vergütungsbestandteil wird die Dienstwagennutzung von den Vorstandsmitgliedern versteuert. Die Vorstände erhalten eine Altersversorgungszusage, der jährlich ein Beitrag von zehn Prozent der Summe aus Grundvergütung und Zieltantieme zugeführt wird. Dabei ist die Gewährung des Beitrags an die Bestelldauer als Vorstand gebunden. Die Zieltantieme entspricht einer Zielerreichung von hundert Prozent. Für die Beiträge wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls eine Verzinsung von sechs Prozent p.a. gewährt. Ein Anspruch auf Altersleistungen besteht ab Austritt, frühestens allerdings mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Bei Invalidität und im Todesfall wird das Versorgungsguthaben ausgezahlt, das sich ergibt, wenn bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres Beiträge gezahlt worden wären. Ab 2016 wird ein Teil dieser Zusage mit marktüblichen Produkten auf Basis einer vertraglichen Treuhandvereinbarung gegen einen möglichen Insolvenzfall abgesichert. ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNGSKOMPONENTENDie erfolgsabhängigen Komponenten bestehen aus einer jährlich ausgezahlten Tantieme und einer rollierenden Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, die derzeit als Performance-Cash-Plan ausgestaltet ist. Als Bemessungsgrundlage der Jahrestantieme dient das operative Ergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres in Form des EBIT (Jahresergebnis unbeeinflusst von Zinsen und Steuern). Die Funktionsweise der Jahrestantieme beruht auf einem Sharing-Modell, d.h. es wird eine Beteiligungsrate an der Bemessungsgrundlage EBIT definiert. Die Beteiligungsrate ist dabei personenspezifisch und wird anhand eines langfristigen Ziel-EBIT kalibriert. Als Grundlage dafür dienen die Werte aus der jährlich erstellten strategischen Planung, die sich über einen festen Zeitraum von vier Jahren ergeben sowie die Ist-Werte der vergangenen Geschäftsjahre. Diese Betrachtung im langfristigen Verlauf dient der Ausrichtung an einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Sie soll verhindern, dass die Incentivierung des Vorstands zu stark vom jährlichen Budget bzw. von kurzfristigen Maßnahmen zur Ertrags- oder Wertsteigerung beeinflusst wird. Der Aufsichtsrat hat das Recht, nach pflichtgemäßem Ermessen einen Zu- oder Abschlag von 20 Prozent auf die gemäß der Beteiligungsrate gemessene Tantieme zu machen. Mögliche Anlässe hierfür sind Sonderleistungen eines Vorstandsmitglieds, außerordentliche Umstände oder persönliche Arbeitsziele. Die Jahrestantieme ist insgesamt in der Auszahlungshöhe bei 200 Prozent des Zielwertes gedeckelt. Die Vorstände können nach Altersklassen gestaffelt Teile ihrer Tantieme in zusätzliche Rentenbestandteile umwandeln. Die Performance-Cash-Pläne werden jährlich neu aufgelegt und bei Zielerreichung nach einer Laufzeit von vier Jahren bar ausbezahlt. Für 2015 wurde ein Performance-Cash-Plan mit Laufzeit bis 2018 gewährt. Der Aufsichtsrat entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Bedingungen und den Umfang des für das entsprechende Jahr auszugebenden Performance-Cash-Plans. Dieser hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die Höhe der Auszahlung des Performance-Cash-Plans 2015 hängt von zwei im Vorhinein definierten Erfolgszielen ab:
Mit den Performance-Cash-Plänen erfolgt eine klare Ausrichtung der Vorstandsvergütung für eine nachhaltige Steigerung des externen und internen Unternehmenswerts. Auch die Performance-Cash-Pläne sind in der Auszahlungshöhe gedeckelt. Diese liegen für die Performance-Cash-Pläne ab 2012 bei 300 Prozent des Zielwerts. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen bzw. eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird nach Erdienung des Anspruchs erfasst. Die aktienkursbasierte Komponente wird dabei als sogenannte cash-settled share-based payment transaction gemäß IFRS 2 klassifiziert und über ein Binomialmodell bewertet. Die Verbindlichkeit aus dem Performance-Cash-Plan wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im jeweiligen Kalenderjahr erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ungeachtet dessen erfolgt die Auszahlung aus dem jeweiligen Performance-Cash-Plan erst nach Ablauf der Laufzeit von vier Jahren gemäß der dann vorliegenden finalen Bewertung. Nach den aktuellen dienstvertraglichen Vereinbarungen besteht der volle Anspruch auf Auszahlung des Performance-Cash-Plans, wenn das Arbeitsverhältnis zu Beginn der Laufzeit mindestens zwölf Monate bestanden hat. Bei Erreichen der Altersgrenze, Ein- oder Austritt aus dem Vorstandsverhältnis innerhalb eines Kalenderjahres erfolgt für den jüngst aufgelegten Plan eine zeitanteilige Anrechnung. Aktienoptionen zählen bei der TAKKT AG nicht zur Vorstandsvergütung und sind auch in Zukunft nicht vorgesehen. Vergütung des Vorstands in TEURscroll
VERGÜTUNGSAUFWENDUNGEN IM BERICHTSJAHRDie Vergütung der Fixgehälter im Berichtsjahr entsprach mit Ausnahme einer turnusgemäßen Anpassung von einzelnen Vergütungselementen und unter Berücksichtigung des geplanten, altersbedingten Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds Ende Februar 2014 dem Niveau des Vorjahres. In dem ausgewiesenen Aufwand für die Jahrestantieme von TEUR 1.635 (TEUR 1.288) sind Nachzahlungen für das Vorjahr in Höhe von TEUR 106 (im Vorjahr eine Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 63) enthalten. Bereinigt um diese Effekte betrug der Aufwand für die Jahrestantieme TEUR 1.529 (TEUR 1.351). Der Aufwand für die langfristigen Performance-Cash-Pläne betrug im Berichtsjahr TEUR 1.065 (TEUR 125). Im Vorjahr war der Aufwand durch die Auflösung von zuvor gebildeten Rückstellungen für die bereits laufenden Performance-Cash-Pläne in Höhe von TEUR 501 vermindert. Der Anstieg des Rückstellungsaufwands ist unter anderem auf die im Berichtsjahr 2015 erfolgte Aktienkursentwicklung und die daraus resultierende zukünftige Erwartung für die Performance-Cash-Pläne zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurde der für das Jahr 2011 gewährte Performance-Cash-Plan an zwei aktuelle und zwei ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von insgesamt TEUR 744 ausbezahlt. Der beizulegende Zeitwert der laufenden Performance-Cash-Pläne 2012 bis 2015 (2011 bis 2014) wie auch die entsprechende Rückstellung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.836 (TEUR 2.119). Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Erfolgsfaktoren. In der ausgewiesenen Vorsorge für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist eine freiwillige, durch Umwandlung erfolgte Zuführung der Vorstände in Höhe von TEUR 70 (TEUR 70) enthalten. SONSTIGE ANGABENZum Bilanzstichtag betrug der Barwert der Pensionsanwartschaften für den Vorstand TEUR 4.322 (TEUR 4.078). Bei den aktuellen Vorstandsverträgen entspricht die Begrenzung möglicher Abfindungszahlungen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Demnach dürfen etwaige Zahlungen, die dem Vorstandsmitglied im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund gewährt werden, maximal die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten und gleichzeitig den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten. Jedes Vorstandsmitglied hat das Recht zur Kündigung seines Anstellungsvertrags, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der TAKKT AG im Sinne der §§ 29ff. Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) von der Franz Haniel & Cie. GmbH erwerben. Bei Ausübung des Rechts zur Kündigung hat das Vorstandsmitglied einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. Eine Anrechnung anderweitiger Einkünfte findet nicht statt. Der Abfindungsanspruch besteht nicht, wenn die Gesellschaft den Anstellungsvertrag außerordentlich aus wichtigem Grund kündigt. Zum 31. Dezember 2015 hielten die Mitglieder des Vorstands der TAKKT AG 536 (536) Aktien. Gegenüber Mitgliedern des Vorstands bestehen mit Ausnahme von Verbindlichkeiten aus TAKKT Performance Bonds in Höhe von TEUR 307 (TEUR 0) und den üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Be- und Anstellungsverträgen keine weiteren Forderungen oder Verbindlichkeiten. Die Bezüge für ausgeschiedene Vorstände betrugen TEUR 447 (TEUR 342). Für ehemalige Vorstände bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.096 (TEUR 6.494). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSJedes Aufsichtsratsmitglied der TAKKT AG erhält eine feste Vergütung von jährlich 50.000 Euro und für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss eine ergänzende feste Vergütung von 2.500 Euro. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses erhält davon den doppelten, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied für jede persönliche Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 Euro pro Sitzungstag. Die TAKKT AG gewährt den Mitgliedern des Aufsichtsrats einen Auslagenersatz und erstattet die auf Vergütung und Auslagenersatz zu zahlende Umsatzsteuer. Zudem hat die Gesellschaft für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit abdeckt. Insgesamt betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats im Berichtsjahr TEUR 401 (TEUR 376), davon TEUR 375 (TEUR 355) für die Tätigkeit im Aufsichtsrat, TEUR 11 (TEUR 11) für die Tätigkeit in Ausschüssen sowie TEUR 15 (TEUR 10) an Sitzungsgeldern. Von den gewährten Bezügen wurden zum Stichtag noch TEUR 386 (TEUR 366) als Verbindlichkeiten bilanziert. Zum 31. Dezember 2015 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats 3.140 (3.140) Aktien der TAKKT AG. Vergütung des Aufsichtsrats in TEUR2015scroll
2014scroll
KonzernabschlussGewinn- und Verlustrechnung in TEURdes TAKKT-Konzernsscroll
Gesamtergebnisrechnung in TEURdes TAKKT-Konzernsscroll
Nähere Erläuterungen zum Sonstigen Ergebnis finden sich auf Seite 133. Bilanz in TEURdes TAKKT-KonzernsAktiva scroll
Entwicklung des Eigenkapitals in TEURdes TAKKT-Konzernsscroll
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Weitere Ausführungen zum Konzerneigenkapital finden sich auf Seite 133 Kapitalflussrechnung des TAKKT-Konzerns in TEURscroll
Die Kapitalflussrechnung des TAKKT-Konzerns wurde derivativ aus dem Konzernabschluss ermittelt und in Übereinstimmung mit den Bestimmungen von IAS 7 erstellt. Sie zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung des Finanzmittelbestands im Laufe des Geschäftsjahres. Getrennt nach Herkunft und Verwendung gliedert sich die Kapitalflussrechnung in einen operativen Bereich sowie in Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit werden dabei nach der indirekten Methode, die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode dargestellt. Zur Währungsbereinigung wurden die einzelnen Bilanzpositionen der Eröffnungsbilanz mit den maßgeblichen Umrechnungskursen der Schlussbilanz umgerechnet. Diese Werte wurden mit der Schlussbilanz verglichen. In der Finanzkommunikation wird die Kennzahl TAKKT-Cashflow verwendet. Diese definiert TAKKT als Periodenergebnis plus Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristiges Vermögen und erfolgswirksam verbuchte latente Steuern. Sie ist als Zwischensumme innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit eingefügt. Die Investitionen beziehen sich auf Erhaltung, Erweiterung und Modernisierung des Geschäftsbetriebs. Die Einzahlungen aus den Abgängen von konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 16.119 betreffen den Verkauf der nordamerikanischen Konzernsparte PEG. Die Auszahlungen für Erwerbe von konsolidierten Unternehmen betreffen Zahlungen für die 2015 erworbenen Unternehmen Post-Up Stand (TEUR 13.723) und BiGDUG (TEUR 25.483) sowie die letzten Teilzahlungen der Kaufpreisverbindlichkeiten aus den Erwerben von GPA (TEUR 52.981) und UBEN (TEUR 116) in den Geschäftsjahren 2012 und 2011. Der Zahlungsabfluss für die ausstehende Kaufpreisverbindlichkeit von GPA wurde gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnung wie folgt aufgeteilt. TEUR 52.981 wurden als Auszahlungen für Erwerbe von konsolidierten Unternehmen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Der auf die Aufzinsung sowie die erfolgswirksamen Anpassungen der ursprünglich erwarteten Kaufpreisverbindlichkeit zurückzuführende Teil ist in der Kapitalflussrechnung in Höhe von TEUR 16.207 dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zugeordnet. Bereinigt um diesen Effekt hätte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR 103.483 betragen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war insbesondere beeinflusst vom Aufbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Vorräte, insbesondere an den verschiedenen Standorten in den USA, ist auf die hohe Nachfrage vor Ort, den Aufbau eines neuen Lagers bei Hubert an der Westküste und auf das Ziel zurückzuführen, für einen noch breiteren Teil des Sortiments eine schnelle Verfügbarkeit sicherzustellen. Der Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert neben dem allgemeinen organischen Wachstum auch aus einem sehr umsatzstarken Dezember 2015. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Zinseinzahlungen von TEUR 20 (TEUR 30), Zinsauszahlungen von TEUR 6.335 (TEUR 8.496) sowie Einzahlungen aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (TEUR 99). An Ertragsteuern wurden im Jahr 2015 TEUR 27.101 (TEUR 28.674) gezahlt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus Transaktionen mit Eigentümern sowie Finanzverbindlichkeiten. Die Transaktionen mit Eigentümern betreffen die Dividende an die Aktionäre der TAKKT AG in Höhe von TEUR 20.995 (TEUR 20.995). Die zahlungswirksamen Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten betreffen die Einzahlungen und Auszahlungen aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten. Diese betreffen insbesondere die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 64.135 (im Vorjahr Tilgung von TEUR 37.616), die Rückführung des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 29.000 (TEUR 77.500) sowie die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.587 (im Vorjahr Aufnahme von TEUR 48.813). Die Bestandteile der Finanzverbindlichkeiten werden auf Seite 134 f. erläutert. Der Finanzmittelbestand ergibt sich als Summe aus Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die innerhalb der Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte ausgewiesenen Zahlungsmittel. Eine Saldierung mit kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten erfolgte nicht. Die Zahlungsmittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung. Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen 2015 des TAKKT-Konzerns in TEURscroll
Segmentberichterstattung nach geografischen Regionen 2015 des TAKKT-Konzerns in TEURscroll
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Langfristige Vermögenswerte, mit Ausnahme
von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen. Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen 2014 des TAKKT-Konzerns in TEURscroll
Segmentberichterstattung nach geografischen Regionen 2014 des TAKKT-Konzerns in TEURscroll
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Langfristige Vermögenswerte, mit Ausnahme
von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen. INFORMATION ZU DEN SEGMENTENIm Rahmen der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 werden die Aktivitäten des TAKKT-Konzerns nach ihrer organisatorischen Aufteilung abgegrenzt. Die Aufteilung der Segmente erfolgt nach dem Managementansatz. Dementsprechend sind Segmentinformationen auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung an den Vorstand der TAKKT AG als Hauptentscheidungsträger darzustellen. Die berichtspflichtigen Segmente umfassen die Geschäftsbereiche TAKKT EUROPE und TAKKT AMERICA und entsprechen den wesentlichen geografischen Gebieten, in denen der Konzern tätig ist. Wesentliches Segmentergebnis zu Steuerungszwecken ist das EBITDA. Es werden für die Segmentinformationen die gleichen Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzernabschluss angewendet. Für die Transfers innerhalb des Konzerns werden Verrechnungspreise angesetzt, die auf Basis der Kostenaufschlagsmethode ermittelt und, soweit möglich, über einen Drittvergleich plausibilisiert werden. Die Kostenaufschlagsmethode entspricht den Grundsätzen der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development). Die Ermittlungssystematik hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Investitionen in das langfristige Segmentvermögen umfassen die Zugänge zu den Sachanlagen, zu Anderen immateriellen Vermögenswerten und zum langfristigen finanziellen Vermögen. Zugänge durch Unternehmenserwerbe sind nicht enthalten. Der Geschäftsbereich TAKKT EUROPE ist in zwei Sparten unterteilt: Die Business Equipment Group (BEG), bestehend aus den Vertriebsmarken KAISER + KRAFT, gaerner, Gerdmans, KWESTO, Certeo und BiGDUG bietet in über zwanzig Ländern in Europa sowie in China Produkte für Transport-, Betriebs-, Lager- und Büroausstattung an. Zu den Kunden der BEG zählen sowohl Industrieunternehmen als auch Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistung und Handel sowie öffentliche Einrichtungen. Die Packaging Solutions Group (PSG), bestehend aus den Vertriebsmarken Ratioform und Davpack, bietet in sechs europäischen Ländern verschiedene Transportverpackungen für Unternehmen unterschiedlichster Branchen an. Der Geschäftsbereich TAKKT AMERICA ist in zwei Sparten unterteilt: Die Specialties Group (SPG), bestehend aus den Vertriebsmarken Hubert in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich und der Schweiz sowie Central Restaurant Products, Retail Resource, Displays2Go und Post-Up Stand in den USA, vertreibt Gastronomieausstattung, Bedarfsartikel und Artikel zur Verkaufsförderung für Gastronomie, Hotels und Einzelhandel. Die Office Equipment Group (OEG), bestehend aus den Vertriebsmarken National Business Furniture (NBF) in den USA und Kanada sowie Dallas Midwest und officefurniture.com in den USA, bietet Produkte aus dem Bereich Büroausstattung an. Zu den Kunden zählen neben Unternehmen auch Behörden, der Gesundheitssektor, Schulen und Kirchen. Bis zum 30. Januar 2015 war im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA die Sparte Plant Equipment Group (PEG) enthalten. Bestehend aus den Vertriebsmarken C&H in den USA und Mexiko, IndustrialSupplies.com in den USA, Products for Industry in den USA und Kanada sowie Avenue in Kanada, vertrieb die Sparte Produkte aus den Bereichen Transport, Lager und Betrieb. Die Sparte PEG wurde mit Wirkung zum 30. Januar 2015 verkauft. Weitere Informationen zum Verkauf der PEG finden sich auf Seite 153. In der Spalte Sonstige der Segmentberichterstattung wird im Wesentlichen die TAKKT AG, in der die zentralen Funktionen des Konzerns gebündelt sind, ausgewiesen, da für diese die Definition eines berichtspflichtigen Segments nach IFRS 8 nicht erfüllt ist. Geografische InformationenDie Zuordnung der externen Umsätze erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Einheit, die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte nach dem Sitz der besitzenden Einheit. Konzernanhang ZUM 31. DEZEMBER 20151. ALLGEMEINE ANGABENGRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGDer Konzernabschluss der TAKKT AG, Stuttgart, wurde nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committee und SIC - Standards Interpretations Committee) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden dabei beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden berücksichtigt. Der Konzernabschluss sowie der Bericht über die Lage der TAKKT AG und des Konzerns wurden vom Vorstand am 22. Februar 2016 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Neue RechnungslegungsvorschriftenFolgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren bei TAKKT für das Geschäftsjahr 2015 erstmalig verpflichtend anzuwenden: scroll
Alle erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen Auslegungen und geänderten IFRS führen bei TAKKT zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzernabschlusses. Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die für TAKKT erst ab dem 01. Januar 2016 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser Standards setzt die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU voraus. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen: scroll
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wird kein Gebrauch gemacht. Die Auswirkungen einer früheren Anwendung der neuen bzw. überarbeiteten Standards, insbesondere des IFRS 9 und des IFRS 15 werden nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eine frühere Anwendung hätte zu erweiterten Angaben im Anhang geführt. Im Januar 2016 hat der IASB den neuen Standard IFRS 16 Leasing veröffentlicht. Grundsätzlich sind demnach alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers aufzunehmen. Zum Bilanzstichtag hat TAKKT Verpflichtungen aus Mindestleasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen in Höhe von 54,1 Millionen Euro. Es handelt sich im Wesentlichen um Mietverpflichtungen für Bürogebäude und Lager. Weitere Informationen dazu finden sich auf Seite 158. Ansonsten liegen dem Konzernabschluss dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Vorjahr zugrunde. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, wird auf den nächsten Tausender gerundet. Zur besseren Übersicht werden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung verschiedene Positionen zusammengefasst. Diese werden im Anhang ausführlich dargestellt. Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in lang- und kurzfristige Posten gegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern sie innerhalb von zwölf Monaten fällig werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. KONSOLIDIERUNGSKREISKonzernobergesellschaft ist die in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 19962 eingetragene TAKKT AG, Stuttgart/ Deutschland. Beim elektronischen Bundesanzeiger werden der zum 31. Dezember 2015 gemäß IFRS aufgestellte Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der gemäß HGB aufgestellte Einzelabschluss der TAKKT AG sowie die weiteren nach § 325 HGB erforderlichen Unterlagen eingereicht. Der in über 25 Ländern aktive TAKKT-Konzern ist B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung. Neben der TAKKT AG wurden 11 (12) inländische und 62 (60) ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss umfasst alle Unternehmen, die die TAKKT AG im Sinne von IFRS 10 beherrscht. Bei den vollkonsolidierten Tochterunternehmen handelt es sich um 100-Prozent-Beteiligungen. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 wie folgt geändert. scroll
Es existiert ein inländisches assoziiertes Unternehmen. Am 31. Dezember 2015 war die TAKKT AG zu 50,2 (50,2) Prozent ein Tochterunternehmen der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg/ Deutschland. Die TAKKT-Gruppe wird daher in deren Konzernabschluss einbezogen. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZETochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die TAKKT AG das Unternehmen direkt oder indirekt gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die TAKKT aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die relevanten Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Ein Tochterunternehmen wird zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem TAKKT die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte zu dem Zeitpunkt, an dem der TAKKT-Konzern die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt. Der Teil des Kaufpreises, der in Erwartung zukünftiger positiver Zahlungsrückflüsse aus dem Unternehmenserwerb getätigt wurde und nicht bestimmten bzw. bestimmbaren Vermögenswerten im Rahmen der vollständigen Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzuordnen ist, wird als Geschäfts- und Firmenwert im langfristigen Vermögen ausgewiesen. Entsprechend IFRS 3 wird der jeweilige Geschäfts- und Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich bzw. sofern bei Eintritt besonderer Ereignisse (Triggering Events) angezeigt, unterjährig einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) nach IAS 36 unterzogen. Nähere Erläuterungen dazu finden sich auf Seite 111 f. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses angefallene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Tochterunternehmen wurden eliminiert. Bürgschaften und Garantien, die von der TAKKT AG oder einem ihrer konsolidierten Tochterunternehmen zu Gunsten anderer konsolidierter Tochterunternehmen übernommen werden, wurden eliminiert. Zwischenergebnisse im lang- und kurzfristigen Vermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden eliminiert. Auf Konsolidierungsvorgänge wurden latente Steuern gemäß IAS 12 angesetzt, soweit sich die steuerlichen Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Im TAKKT-Konzern gibt es keine auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital, am Periodenergebnis und am Gesamtergebnis. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Berichtswährung der TAKKT AG ist der Euro. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung. Da alle einbezogenen Unternehmen ihre Geschäfte wirtschaftlich selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Gemäß der Methode der funktionalen Währung werden bei allen Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Währungsunterschiede aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse in die Konzernwährung werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn ein ausländischer Geschäftsbetrieb entkonsolidiert wird, werden bislang erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder -verlusts erfasst. Der TAKKT-Konzern hat keine Tochterunternehmen in Hochinflationsländern. Fremdwährungsgeschäfte wurden in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung erfolgte mit dem Kurs am Bilanzstichtag. Daraus entstehende Umrechnungsdifferenzen wurden in den Einzelabschlüssen erfolgswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Für den TAKKT-Konzern wesentliche Wechselkursescroll
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Skonti, Rabatte und Abgrenzungen aus Kundenbindungsprogrammen. Umsatzerlöse aus Verkäufen werden realisiert, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist, der Betrag der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung. Rückgaberechten von Kunden wird durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Im Rahmen eines Kundenbindungsprogramms ausgegebene Prämienpunkte werden entsprechend IFRIC 13 durch die Bildung eines zum beizulegenden Zeitwert bewerteten passiven Rechnungsabgrenzungspostens innerhalb der Sonstigen Verbindlichkeiten umsatzmindernd abgegrenzt. Übrige Erträge werden erfasst, sobald der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und der Betrag verlässlich bestimmt werden kann. Werbekosten werden aufwandswirksam behandelt, sobald das Unternehmen das Recht zum Zugriff auf die Werbemittel besitzt bzw. die Dienstleistung im Zusammenhang mit den Werbeaktivitäten empfangen hat. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert (fortgeführte Anschaffungskosten) gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert) definiert. Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Steueraufwand enthält sowohl Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden auf Basis des zu versteuernden Einkommens nach den Steuervorschriften des jeweiligen Landes für das Geschäftsjahr unter Berücksichtigung des jeweils geltenden Steuersatzes ermittelt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 zu ihrem beizulegenden Zeitwert dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die entsprechenden Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen zur Deckung von Aufwendungen werden erfolgswirksam behandelt und grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die kompensiert werden sollen. Zuwendungen zur Deckung von Investitionen werden von den Anschaffungskosten der geförderten Vermögenswerte abgezogen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bilanziert. Sind die Grundlagen für eine Wertminderung nicht mehr gegeben, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht übersteigen dürfen. Die Kosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen neben den Einzelkosten auch diejenigen Teile der Gemeinkosten, die der Herstellung direkt zurechenbar sind. Sachanlagen werden nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern im Konzern zugrunde: scroll
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Soweit der TAKKT-Konzern im Rahmen von Leasingtransaktionen als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt und somit als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist, sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zum beizulegenden Zeitwert bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags, zwischen 10 und 25 Jahren, abgeschrieben. Der Barwert der aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen ist unter den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Für mittels Finanzierungsleasingverträgen geleaste Gebäude bestehen teilweise marktübliche Kauf- und Verlängerungsoptionen zum Ende der Grundmietzeit. Im Allgemeinen entspricht der Optionspreis dem jeweiligen Restbuchwert am Ende der Vertragslaufzeit. Zur Ermittlung des Barwerts wurde, sofern möglich, der den Leasingverträgen zugrunde liegende Zinssatz verwendet. Lag dieser Zinssatz nicht vor, so wurde der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet. Neben dem Finanzierungsleasing hat der TAKKT-Konzern Mietverträge abgeschlossen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum an den gemieteten Gegenständen beim Leasinggeber verbleibt (operatives Leasing). Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstands übliche Miet- und Mietverlängerungsregelungen sowie Preisanpassungsklauseln. Bei den Geschäfts- und Firmenwerten sowie immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, da diese keine eigenständigen Zahlungsströme generieren, wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 einmal jährlich bzw., sofern durch Eintritt besonderer Ereignisse (Triggering Events) angezeigt, auch unterjährig auf Ebene von sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Im TAKKT-Konzern bestanden im Geschäftsjahr insgesamt 4 (5) zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Grundlage des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) bildet eine Detailplanung der zukünftigen Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen und Veränderungen des kurzfristigen Nettoumlaufvermögens für einen Zeithorizont von fünf Jahren sowie einer ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung basiert jeweils auf vom zuständigen Management verabschiedeten Finanzplänen, die auch für interne Zwecke verwendet werden. Wesentliche Planungsannahmen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum und die Ergebnismarge im Detailplanungszeitraum sowie das Wachstum in der ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Für die Ermittlung der Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Das Wachstum in der ewigen Rente wird so festgelegt, dass es unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums liegt. Die daraus abgeleiteten Zahlungsströme werden mit den für jede Cash Generating Unit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Cash Generating Unit zu bestimmen. Ausgehend von einem Gesamtkapitalkostensatz nach Steuern, der aus dem Capital Asset Pricing Model abgeleitet wurde, wird über ein iteratives Verfahren derjenige Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern ermittelt, bei dem der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Zur Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes wurden dabei ein risikoloser Zinssatz sowie ein Risikozuschlag, der sich aus einer Marktrisikoprämie und einem durchschnittlichen relevered Betafaktor der Peer-Group ergibt, verwendet. Der angewandte Fremdkapitalkostensatz setzt sich zusammen aus dem risikolosen Zinssatz zuzüglich eines Risikozuschlags (Credit Spread). Der erzielbare Betrag, der dem höheren Wert aus Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung (Nutzungswert) oder ggf. dem in einem zweiten Schritt ermittelten beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) entspricht, wird mit dem zugehörigen Buchwert verglichen. Liegt dieser unter dem Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine Wertminderung auf den Geschäfts- und Firmenwert und ggf. auf die restlichen Vermögenswerte der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Marken werden mit einer unbestimmten Nutzungsdauer angesetzt, da das Nutzungsrecht der Marken unbegrenzt in Anspruch genommen werden kann und der Bekanntheitsgrad dauerhaft durch Werbemaßnahmen aufrechterhalten wird. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare bzw. dem Nutzungsverlauf entsprechende degressive Abschreibungen und ggf. um Wertminderungen, bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern im Konzern zugrunde: scroll
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden, soweit sie nicht gemäß IAS 38 aktivierungspflichtig sind, zum Zeitpunkt ihres Anfallens erfolgswirksam erfasst. Sobald die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind, werden Entwicklungskosten aktiviert. Die Bilanzierung dieser selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen. Aktivierte Herstellungskosten beinhalten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Auf eine Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Die Anteile werden mit den Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt. Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bilanziert. Angesetzt wird grundsätzlich ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (first in, first out) ermittelter Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten sind aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht zu berücksichtigen. Es werden Bewertungsabschläge über die voraussichtliche Reichweite des Lagerbestands vorgenommen. Wenn die Gründe, die zu einer Wertminderung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt kategorisiert:
Die Klassifizierung wird zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Käufe und Verkäufe von Finanzanlagen bzw. Wertpapieren aller Kategorien werden zum Erfüllungstag (Settlement-Date-Accounting) bilanziert. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale erfolgt zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zzgl. Transaktionskosten und anschließend mit ihrem jeweiligen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Die daraus resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Sofern kein notierter Marktpreis vorhanden und auch nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden die Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bilanziert. Liegen substanzielle Hinweise für eine Wertminderung vor, erfolgt eine erfolgswirksame Abwertung. Sind die Grundlagen für eine Wertminderung nicht mehr gegeben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen. Diese erfolgt bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral und bei Schuldinstrumenten, sofern die Bedingungen des IAS 39 erfüllt sind, erfolgswirksam. Bei Veräußerung der Vermögenswerte werden die zuvor im Sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Aufwendungen und Erträge erfolgswirksam berücksichtigt. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorien Held to Maturity sowie Ausgereichte Kredite und Forderungen werden anfänglich mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten (Nennwert, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode) oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert (ggf. unter Anwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes) angesetzt. Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko, dem Alter der Forderungen und den Erfahrungswerten in der Vergangenheit (z. B. Eintreibungskosten und gezogene Skonti) durch Bildung einer pauschalierten Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Pauschalierung ist durch die im Versandhandel hohe Zahl an Debitoren begründet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorie Fair Value through Profit and Loss werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend mit ihrem jeweiligen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Etwaige Transaktionskosten werden bei Einbuchung erfolgswirksam berücksichtigt. Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts gehen unmittelbar in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Hierin sind ausschließlich Derivate enthalten, die aus Konzernsicht nicht in einer effektiven Hedge-Beziehung stehen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden, soweit sie nicht der Kategorie Fair Value through Profit and Loss zuzurechnen sind, mit den fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht. Zudem muss beabsichtigt sein, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen bzw. gleichzeitig mit der Realisierung des finanziellen Vermögenswerts die zugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Andernfalls werden der finanzielle Vermögenswert und die Verbindlichkeit unsaldiert in der Bilanz ausgewiesen. In geringfügigem Maße werden hiermit in Zusammenhang stehende Aufwendungen und Erträge saldiert. Die nach IFRS 7 für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte der Kategorien Available for Sale, Finanzinstrumente der Kategorie Fair Value through Profit and Loss, Derivate in einer Sicherungsbeziehung sowie bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben, die in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten gezeigt werden. Bei den Ausgereichten Krediten und Forderungen und den Finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst. Die im Rahmen der Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren werden in folgende Stufen eingeteilt: Stufe 1: Notierte Preise an aktiven, für das Unternehmen zugänglichen Märkten für den identischen Vermögenswert bzw. die identische Schuld. Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. Mitunter können die zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld herangezogenen Inputfaktoren auf unterschiedlichen Stufen der Bewertungshierarchie angesiedelt sein. In derartigen Fällen wird die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in ihrer Gesamtheit auf derjenigen Stufe eingeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bemessung insgesamt wesentlich ist. Die bei TAKKT mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente betreffen derivative Finanzinstrumente und bedingte Gegenleistungen. Sie unterliegen einer wiederkehrenden Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die derivativen Finanzinstrumente, die in den kurzfristigen Sonstigen Forderungen und Vermögenswerten und kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, sind der Stufe 2 zuzuordnen. Die bedingten Gegenleistungen, die in den kurz- und langfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, sind der Stufe 3 zuzuordnen. Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da bspw. ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird, bzw. erstmalig gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und 3 erfolgt bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden anhand der Discounted Cashflow-Methode. Dabei werden die künftig aus den Finanzinstrumenten erwarteten Zahlungsflüsse unter Anwendung von laufzeitadäquaten Marktzinssätzen diskontiert. Der Bonität des jeweiligen Schuldners trägt TAKKT durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), Rechnung. Die CVA bzw. DVA werden bei Verfügbarkeit unter Verwendung von am Markt beobachtbaren Preisen für Kreditderivate ermittelt. Der beizulegende Zeitwert bedingter Gegenleistungen ergibt sich durch risikoadäquate Diskontierung des wahrscheinlichsten Werts für den Erfüllungsbetrag. Derivative Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermingeschäfte und Zinssatzswaps werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Bei TAKKT kommen derivative Finanzinstrumente entweder zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Schuld (Fair-Value-Hedge) oder zur Absicherung eines zukünftigen Zahlungsflusses aus eingegangenen oder geplanten Grundgeschäften (Cashflow-Hedge) zum Einsatz. Sie werden nicht zu Handelszwecken getätigt oder aus spekulativen Gründen eingegangen. Der Konzern dokumentiert unter Beachtung von IAS 39 alle Beziehungen zwischen Sicherungsgeschäften und den zugeordneten Basisgeschäften. Dieses Verfahren beinhaltet die Verknüpfung der als Sicherungsinstrument bestimmten Derivate mit den besicherten Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen oder prognostizierten zukünftigen Transaktionen. Bei TAKKT erfolgt sowohl die prospektive als auch die retrospektive Effektivitätsmessung für Cashflow-Hedges über den Nachweis einer hohen statistischen Korrelation. Dabei werden für Datenreihen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften ins Verhältnis gesetzt. Wenn der Quotient innerhalb der von IAS 39 definierten Bandbreite von 80 bis 125 Prozent liegt, gilt der Hedge als effektiv. Die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei Käufen oder Verkäufen zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt unter den Sonstigen Forderungen und Vermögenswerten bzw. unter den Sonstigen Verbindlichkeiten. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Der Marktwert eines Devisentermingeschäfts entspricht der Differenz der Barwerte des Nominalbetrags zum fixierten Terminkurs und des Nominalbetrags zum Terminkurs am Bilanzstichtag. Der Marktwert eines Zinssatzswaps entspricht dem Barwert der zukünftigen Cashflows, welche sich aus dem Derivat ergeben. Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit laufzeitkonformen Zinssätzen entsprechend der Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währung. Sofern es sich um einen Cashflow-Hedge handelt, werden die Marktwertveränderungen des als effektiv eingestuften Teils des Sicherungsinstruments zunächst im Sonstigen Ergebnis unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern als Bestandteil der kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen, bis der künftig gesicherte Zahlungsstrom eintritt. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts. Der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte (Hedge-ineffektive) Teil der Marktwertveränderungen wird erfolgswirksam berücksichtigt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines effektiven Fair-Value-Hedges werden ebenso wie die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des zugeordneten Grundgeschäfts ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Diese im Regelfall gegenläufigen Änderungen heben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung nahezu auf. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, welche nicht die Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39 erfüllen, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sonstige Vermögenswerte sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert aktiviert. Die Bewertung der Mitarbeiterdarlehen und der Kautionen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital angesetzt. Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen das zu versteuernde Einkommen erzielt wird. Latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz -mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung - sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden wertberichtigt, sofern deren Realisierung nicht mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Für die wahrscheinliche Nutzbarkeit wird die Fünf-Jahres-Planung der jeweiligen Gesellschaft unter Berücksichtigung einer möglichen Verlusthistorie zugrunde gelegt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweils landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bei der Berechnung der latenten Steuern bereits berücksichtigt. Die Saldierung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den Regeln des IAS 12 dann, wenn sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und der Anspruch zur Aufrechnung laufender Steuererstattungsansprüche und -verbindlichkeiten rechtlich durchsetzbar ist. Soweit Sachverhalte erfolgsneutral im Eigenkapital bzw. Sonstigen Ergebnis verbucht wurden und eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, wird diese ebenso erfolgsneutral im Eigenkapital bzw. Sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Alle übrigen Veränderungen der latenten Steuern werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein langfristiger Vermögenswert oder eine Gruppe von Vermögenswerten und diesen zugehörige Schulden (Veräußerungsgruppe) werden entsprechend IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für deren Verkauf gängig und üblich sind, sofort zur Veräußerung verfügbar sein, und eine solche Veräußerung muss hoch wahrscheinlich sein. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz gesondert unter den Kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner Vermögensgegenstände oder Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt jährlich von unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen. Bei der Berechnung dieser Leistungsverpflichtungen werden neben biometrischen Berechnungsgrundlagen insbesondere die jeweils aktuelle langfristige Kapitalmarktrendite sowie aktuelle Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Der Rechnungszins basiert auf erstrangigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen mit AA-Rating von mindestens einer namhaften Ratingagentur. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit und des Lebensalters der Pensionsberechtigten berücksichtigt. Die unmittelbaren Pensionszusagen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Daten gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, werden sofort bei ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital bzw. Sonstigen Ergebnis erfasst. Die im Eigenkapital bzw. Sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie darauf entfallende latente Steuern werden in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und darauf entfallende latente Steuern werden gesondert in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Der Nettozinsaufwand wird ermittelt, in dem der zum Ende des letzten Geschäftsjahres ermittelte Diskontierungszinssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Pensionsrückstellung angewandt wird. Dabei wird für die Leistungsverpflichtung und das Planvermögen derselbe Zinssatz verwendet. Die Erfassung des Nettozinsaufwands erfolgt im Finanzierungsaufwand. Im Personalaufwand werden der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der bei Planänderungen und -kürzungen entsteht, wird sofort in der Periode der Entstehung ergebniswirksam erfasst. Mit Ausnahme der nach IAS 19 bzw. nach IFRS 2 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden Sonstige Rückstellungen auf Basis von IAS 37 zum bestmöglich geschätzten Erfüllungsbetrag gebildet, soweit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und zuverlässig ermittelbar sein. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst. Wenn es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass mit der Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen verbunden ist, wird eine Rückstellung aufgelöst. Restrukturierungsrückstellungen werden gebildet, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan verabschiedet wurde und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung der Umsetzung dieses Plans geweckt wurde. Die Restrukturierungsrückstellung enthält nur direkt mit der Maßnahme in Zusammenhang stehende Kosten. Entsprechend IFRS 2 wird die aktienkursbasierte Komponente der jährlich neu aufgelegten langfristigen Performance-Cash-Pläne des Vorstands als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert, die abhängig von der Entwicklung des Total Shareholder Returns (TSR) ist. In die Berechnung des TSR fließen die Entwicklung des Aktienkurses und die Dividendenzahlung ein. Die Bewertung der aktienkursbasierten Komponente erfolgt anhand eines Binomialmodells. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen bzw. eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird nach Erdienung des Anspruchs erfasst. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im jeweiligen Berichtsjahr erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten und bedingten Gegenleistungen in der Folge mit den fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode) bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingraten angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird durch Abzinsung der künftigen Leasingraten auf Basis der aktuellen laufzeitkonformen Zinssätze und unter Berücksichtigung zwischenzeitlicher Tilgungen ermittelt. Die Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeiten unter einem Jahr liegen, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzpositionen ausgewiesen. Eventualverbindlichkeiten und -forderungen werden, sofern IFRS 3 nicht anzuwenden ist, grundsätzlich nicht angesetzt, sondern im Anhang angegeben und erläutert. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung werden Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten- und forderungen auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand des Managements basieren. Im Wesentlichen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen auf die folgenden Posten. Bei Unternehmenserwerben werden im Rahmen von Kaufpreisallokationen alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten bewertet. In Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts erfolgt die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts unter Verwendung von anerkannten Bewertungsmethoden. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit Annahmen des Managements über die künftige Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie der verwendeten Diskontierungszinssätze. Die bilanziellen Zeitwerte stellen dabei eine wesentliche Schätzgröße dar ebenso wie der aus der Kaufpreisallokation residual ermittelte Geschäfts- und Firmenwert. Neben der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten beruht auch die Bewertung bedingter Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben auf Annahmen und Einschätzungen des Managements über die künftige Entwicklung des erworbenen Unternehmens. Abweichungen der zukünftigen tatsächlichen Unternehmensentwicklung von der erwarteten können Einfluss auf die Höhe der bedingten Gegenleistungen und das Ergebnis nach Steuern haben. Die Werthaltigkeitstests von Geschäfts- und Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer basieren auf zukunftsbezogenen Annahmen, die auf der Entwicklung in der Vergangenheit und den Erwartungen bezüglich der künftigen Marktentwicklung beruhen. Die wichtigsten Annahmen betreffen die Entwicklung von Umsatz und Ergebnismarge im Detailplanungszeitraum, das Wachstum in der ewigen Rente nach dem Detailplanungszeitraum, gewichtete Gesamtkapitalkostensätze und Steuersätze. Die zuvor genannten Prämissen sowie das zugrunde liegende Berechnungsmodell können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Bei Forderungen aus Lieferung und Leistung umfasst die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Analyse der Altersstruktur und der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Die tatsächlichen Zahlungseingänge können von den bilanzierten Buchwerten abweichen. Bei Vorräten basieren Schätzungen der Wertberichtigung im Wesentlichen auf vergangenheitsbasierten Reichweitenanalysen der einzelnen Produkte. Für die Bewertung von Rückstellungen, vor allem für Pensionsverpflichtungen, für Prozessrisiken, drohende Verluste und Restrukturierungsmaßnahmen, sind Annahmen und Einschätzungen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme, die Höhe der Verpflichtung sowie die bei langfristigen Rückstellungen verwendeten Zinssätze wesentlich. Bei Garantierückstellungen sind Einschätzungen basierend auf Erfahrungswerten hinsichtlich in der Vergangenheit erfolgter Garantiefälle zu treffen. Bei Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sind zudem versicherungsmathematische Annahmen über künftige Entgelt- und Rentenentwicklungen, Lebenserwartungen sowie Fluktuationen erforderlich. Die tatsächliche Entwicklung und damit die in Zukunft tatsächlich anfallenden Zahlungen können dabei von der erwarteten Entwicklung und den gebildeten Rückstellungen abweichen. Die Bewertung der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten erfordert Annahmen und Einschätzungen des Managements. Neben der Auslegung der auf das jeweilige Steuersubjekt anzuwendenden steuerlichen Vorschriften ist insbesondere bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge die Möglichkeit abzuschätzen, zukünftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erwirtschaften bzw. entsprechende Steuergestaltungsmöglichkeiten zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge umzusetzen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag. Obwohl die Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen des Managements getroffen werden, führen zukünftige Ereignisse und Veränderungen von Rahmenbedingungen häufig dazu, dass die tatsächlichen Werte von den Schätzwerten abweichen. Dies gilt insbesondere auch für Verpflichtungen, die dem Grunde, der Höhe und dem Eintrittstermin nach unsicher sind. Bei Abweichungen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. 2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) Umsatzerlöse in TEURscroll
Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen betrafen den Mehrheitsaktionär Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg/Deutschland, sowie Tochtergesellschaften des Mehrheitsaktionärs, die nicht zum Konsolidierungskreis der TAKKT AG gehören. Eine Aufstellung der Umsätze mit verbundenen Unternehmen findet sich unter dem Abschnitt Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen auf Seite 159. Eine Aufgliederung der Umsätze nach Segmenten und Regionen ergibt sich aus der Segmentberichterstattung auf Seite 104 f. (2) Sonstige betriebliche Erträge in TEURscroll
(3) Personalaufwand in TEURscroll
Zur Anzahl der im Konzern Beschäftigten wird auf die Angaben der Segmentberichterstattung auf Seite 104 f. verwiesen (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen in TEURscroll
Weitere Erläuterungen zu den Restrukturierungsaufwendungen finden sich auf Seite 141. Bei den Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um deren vollständige Ausbuchung aufgrund von Uneinbringlichkeit. Die Aufwendungen für Ausbuchungen beliefen sich auf TEUR 1.275 (TEUR 1.200). Die Betriebskosten enthalten zum großen Teil Print- und Online-Werbekosten. In den Betriebssteuern sind z. B. Grundsteuer, Kfz-Steuer, Steuern auf Vermögen und Kapital sowie die französische Taxe Professionnelle enthalten. (5) Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte in TEURscroll
In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf die im Rahmen von Kaufpreisallokationen angesetzten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 12.163 (TEUR 10.999) enthalten. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen erfasst. Im Vorjahr wurden im Segment TAKKT EUROPE Wertminderungen nach IAS 36 auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 107 vorgenommen. Diese betrafen Mietereinbauten in Räumlichkeiten, deren Nutzung vorzeitig aufgegeben wurde. Zudem wurden im Vorjahr im Segment TAKKT AMERICA Wertminderungen in Höhe von TEUR 491 auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Diese betrafen einen Releasewechsel für eine von der PEG genutzte ERP-Software, der vor dem Hintergrund des Verkaufs der PEG nicht vollständig durchgeführt wurde. Die Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird, da sie keine eigenständigen Zahlungsströme generieren, zusammen mit den Geschäfts- und Firmenwerten auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Aus diesen Werthaltigkeitstests hat sich weder für 2014 noch für 2015 ein Abwertungsbedarf ergeben. Weitere Informationen finden sich im nachfolgenden Abschnitt Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Informationen zu den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer finden sich auf Seite 126 f. (6) Wertminderungen auf Geschäfts- und FirmenwerteAus den Werthaltigkeitstests der Geschäftsjahre 2014 und 2015 hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben. Zur allgemeinen Vorgehensweise bei Werthaltigkeitstests sind nähere Ausführungen auf Seite 111 f. zu finden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts- und Firmenwerte sowie die im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendeten wesentlichen Annahmen: scroll
Das durchschnittliche jährliche Wachstum der externen Umsätze (Compound Annual Growth Rate) im Detailplanungszeitraum betrug für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zwischen 4,6 (1,2) und 6,3 (6,4) Prozent. Die Rohertragsmargen wurden als konstant bis leicht rückläufig angenommen. Der Nachweis der Werthaltigkeit basiert bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) auf dem Nutzungswert. Bei der Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden auch Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Eine Erhöhung der gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern um einen Prozentpunkt oder eine Verminderung des Wachstums in der ewigen Rente um einen Prozentpunkt hätten nicht zu einer Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte geführt. Dies gilt ebenfalls für eine Verringerung des Cashflows vor Zinsen und Steuern in der ewigen Rente um zehn Prozent. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit PEG wurde mit Wirkung zum 30. Januar 2015 veräußert. Der Geschäftswert der PEG wurde bereits zum 31.12.2014 in die Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. Die für die Veräußerung erhaltene Gegenleistung in Höhe von TEUR 22.872 überstieg das abgehende Vermögen der PEG in Höhe von TEUR 14.067, inklusive eines Geschäftswerts von TEUR 2.505, deutlich. Nähere Erläuterungen zum Verkauf der PEG finden sich auf Seite 153. Weitere Details zu den Geschäfts- und Firmenwerten finden sich in den entsprechenden Erläuterungen auf Seite 126 f. Eine Beschreibung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten findet sich in den entsprechenden Erläuterungen in der Segmentberichterstattung auf Seite 106. (7) Finanzierungsaufwand in TEURscroll
Die Position Zinsanteil Kaufpreisverbindlichkeiten resultiert aus der Aufzinsung der im Rahmen der Erwerbe von Post-Up Stand, BiGDUG und GPA bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeiten. In 2014 war in dieser Position nur die Aufzinsung der im Rahmen des Erwerbs von GPA bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeit enthalten. Diese wurde im ersten Quartal 2015 beglichen. In den Zinsen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgebern sind auch Zinsen enthalten, die aus dem Schuldscheindarlehen resultieren. Weitere Informationen sind in den Tabellen Nettoergebnis der Finanzinstrumentekategorien auf Seite 145 sowie Zinssicherung auf Seite 150 enthalten. (8) Übriges Finanzergebnis in TEURscroll
Nähere Erläuterungen zum Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten befinden sich im Risiko- und Chancenbericht auf Seite 82 f. und im Anhang auf Seite 143 ff. (9) SteueraufwandIm Steueraufwand werden die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die erfolgswirksamen latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die angewendeten Ertragsteuersätze der einzelnen Länder liegen zwischen 10,0 (10,0) Prozent und 39,0 (39,0) Prozent. Zusammensetzung des Steueraufwands in TEURscroll
Die Steuern enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 163 (TEUR 100). Latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.515 (TEUR 2.392) resultiert aus der Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern. Aus Änderungen von Steuersätzen resultiert ein latenter Steueraufwand von TEUR 9 (TEUR 6). Im Geschäftsjahr wurden Abwertungen von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 13 (TEUR 62) aufgehoben. Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die TAKKT AG von 30,7 (30,7) Prozent ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen: Steuerüberleitungsrechnung in TEURscroll
Der rechnerische Steuersatz von 30,7 Prozent ergibt sich aus der Anwendung der im Jahr 2015 in Deutschland gültigen Steuersätze. Dabei wurden neben der Körperschaftsteuer in Höhe von 15,0 Prozent der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und der durchschnittliche Gewerbesteuersatz der deutschen Konzerngesellschaften berücksichtigt. Die Konzernsteuerquote sank im Berichtszeitraum auf 32,4 (33,9) Prozent. Ursache hierfür war vor allem das nicht steuerlich wirksame Entkonsolidierungsergebnis aus dem Verkauf der PEG. Bereinigt um diesen Effekt wäre die Steuerquote des Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 34,1 Prozent gestiegen. Ein im Rahmen des PEG-Verkaufs in den USA entstandener steuerlicher Veräußerungsverlust ist innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbar, sofern steuerlich nutzbare Veräußerungsgewinne generiert werden. (10) Ergebnis je Aktiescroll
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Periodenergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Stückaktien dividiert wird. Sogenannte potenzielle Aktien (v. a. Aktienoptionen und Wandelanleihen), die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten, wurden nicht ausgegeben. Damit entsprechen sich verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(11) Sachanlagen in TEURscroll
Wertminderungen nach IAS 36 werden auf Seite 120 erläutert. Der Buchwert von im Rahmen von Finanzierungsleasing erworbenen Sachanlagen belief sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 31.244 (TEUR 33.668). Die geleasten Vermögenswerte werden unter Grundstücke und Bauten mit TEUR 29.506 (TEUR 31.651) und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 1.738 (TEUR 2.017) ausgewiesen. Da die Übernahme der als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte am Ende der Leasingzeit nicht hinreichend sicher ist, werden die Finanzierungsleasingobjekte wie bisher über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Insgesamt ergab sich kein Änderungsbedarf bei den verwendeten Parametern. Für im rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum befindliche Sachanlagen bestanden mit Ausnahme der im Rahmen des Finanzierungsleasings aktivierten Vermögenswerte wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen. Das Bestellobligo für Sachanlagen beläuft sich auf TEUR 353 (TEUR 278). scroll
(12) Geschäfts- und Firmenwerte in TEURscroll
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Durch die Akquisition von Post-Up Stand gab es einen Zugang bei den Geschäftswerten in der SPG. Der Anstieg der Firmenwerte resultiert im Berichtsjahr aus dem Erwerb von BiGDUG in der BEG. Nähere Informationen zu den Unternehmenserwerben finden sich auf Seite 153 ff. Die kumulierten planmäßigen Abschreibungen der Geschäfts- und Firmenwerte bis zum Jahr 2004 wurden aufgrund des ab 2005 bei TAKKT angewendeten Impairment-Only-Ansatzes mit den Anschaffungskosten verrechnet. Buchwerte der Geschäftswerte in TEURscroll
Einige der in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen waren als sogenannte Asset Deals zu bilanzieren. Hierbei wurden alle Vermögenswerte vom Käufer einzeln erworben. Überstiegen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert der einzeln identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wurde die Differenz als Geschäftswert aktiviert. Buchwerte der Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung in TEURscroll
Waren Erwerbe als sogenannte Share Deals zu bilanzieren, wurde derjenige Teil der Anschaffungskosten, der das zum Zeitwert bewertete Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt überstieg, als Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung aktiviert. FolgekonsolidierungNach der Einführung des Impairment-Only-Ansatzes im Frühjahr 2004 werden die Geschäfts- und Firmenwerte bei TAKKT seit dem 01. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen bzw. bei Bedarf auch einem unterjährigen Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. In den Geschäftsjahren 2015 sowie 2014 waren keine Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte vorzunehmen. Steuerliche Geschäftswerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Daraus resultierende latente Steuern kumulierten sich zum Stichtag auf TEUR 82.656 (TEUR 68.225). Aus Firmenwerten aus Kapitalkonsolidierung resultieren keine latenten Steuern. (13) Andere immaterielle Vermögenswerte in TEURscroll
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Die wesentlichen Zugänge im Berichtsjahr betrafen Module von Warenwirtschaftssystemen in den Sparten BEG und PSG. Wertminderungen nach IAS 36 werden auf Seite 120 erläutert. Für immaterielle Vermögenswerte bestanden wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen. Die erworbenen Marken sind als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer mit ihrem Buchwert in Höhe von TEUR 29.260 (TEUR 27.291) bilanziert. Davon sind TEUR 10.200 (TEUR 10.200) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PSG,TEUR 11.574 (TEUR 10.378) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit SPG und TEUR 7.486 (TEUR 6.713) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit OEG zuzuordnen. Die Kundenlisten entfallen mit TEUR 20.479 (TEUR 26.656) auf die PSG, mit TEUR 4.211 (TEUR 4.751) auf die SPG und mit TEUR 624 (TEUR 0) auf die BEG und haben eine verbleibende Abschreibungsdauer von 2 bis 7 Jahren. Das Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte beträgt TEUR 44 (TEUR 219). (14) Sonstige VermögenswerteIn den Sonstigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Mitarbeiterdarlehen, Kautionen und Rückdeckungsversicherungen enthalten. (15) Latente SteuernLatente Steuern auf Verlustvorträge in TEURscroll
Vortragsfähigkeit der wertberichtigten Verlustvorträge in TEURscroll
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern: Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern in TEURscroll
Erfolgsneutral wurden auf Marktwerte von originären und derivativen Finanzinstrumenten, die als Cashflow-Hedges zu klassifizieren sind, latente Steuern in Höhe von minus TEUR 268 (TEUR 41) bilanziert. Auf erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 6.422 (TEUR 7.804) bilanziert. Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.007 (TEUR 1.907) entfallen TEUR 164 (TEUR 134) auf Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr ein negatives Periodenergebnis hatten. Der Ansatz der jeweiligen aktiven latenten Steuern basiert auf den positiven Ergebnissen der rollierenden Fünf-Jahres-Planung der jeweiligen Gesellschaft unter Berücksichtigung der Zukunftserwartungen sowie der Geschäftsentwicklung bzw. auf der Verlusthistorie der Vergangenheit. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten für einbehaltene Gewinne von Tochtergesellschaften bilanziert, da TAKKT in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich diese nicht in absehbarer Zeit auflösen werden. Im Fall einer zukünftigen Gewinnausschüttung würde eine Steuerschuld in Höhe von TEUR 3.877 (TEUR 3.582) entstehen. Ggf. anfallende ausländische Quellensteuern sowie ertragsteuerliche Effekte bei ausländischen Zwischenholdings wurden dabei aus Wesentlichkeitsgründen nicht berücksichtigt. (16) Vorräte in TEURscroll
Bei fertigen Erzeugnissen und Waren sind individuelle Bewertungsabschläge über die voraussichtliche Reichweite des Lagerbestands in Höhe von TEUR 9.237 (TEUR 8.436) vorgenommen worden. Zwischengewinne wurden in Höhe von TEUR 152 (TEUR 238) eliminiert. (17) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenEntwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEURscroll
Nähere Angaben zur Überleitungsrechnung von Brutto- auf Nettowerte finden sich auch im Abschnitt 4. Risikomanagement und Finanzinstrumente (Seite 143 ff.). TAKKT hat keine überfällige Forderung aktiviert, die nicht einer Wertminderung unterliegt. (18) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte in TEURscroll
(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in TEURscroll
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden kurzfristige Gelder mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten ausgewiesen. (20) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und VerbindlichkeitenIm Vorjahr waren zum Bilanzstichtag die Vermögenswerte und Schulden der im Geschäftsbereich TAKKT AMERICA geführten Sparte Plant Equipment Group (PEG) als zur Veräußerung ausgewiesen. Der Verkauf der Anteile an den zur PEG gehörenden Unternehmen wurde am 30. Januar 2015 vollzogen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vermögenswerte und Schulden der PEG, die im Vorjahr als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen waren. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe in TEURscroll
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe standen, betrugen zum 31.12.2014 TEUR 1.722 und resultierten aus Umrechnungsdifferenzen. Weitere Informationen zum Verkauf der PEG finden sich auf Seite 153. (21) KonzerneigenkapitalDie Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist auf Seite 101 ersichtlich. Das vollständig eingezahlte Grundkapital der TAKKT AG beträgt EUR 65.610.331 (EUR 65.610.331) und ist eingeteilt in 65.610.331 (65.610.331) auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von 1,00 Euro. Von der durch die Hauptversammlung am 06. Mai 2014 bis zum 05. Mai 2019 erteilten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2015 keinen Gebrauch gemacht. Ferner ist der Vorstand der TAKKT AG durch satzungsändernden Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 05. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrmals unter Berücksichtigung des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu insgesamt EUR 32.805.165,00 zu erhöhen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit dies zum Ausgleich von freien Spitzenbeträgen erforderlich ist. Auch von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2015 kein Gebrauch gemacht. Es wird auf Seite 91 f. im Lagebericht verwiesen. Die Gewinnrücklagen enthalten die thesaurierten Erfolgsbeiträge des Konzerns sowie den Saldo der erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen und latenten Steuerabgrenzungen. Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen in TEURscroll
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der TAKKT AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung, durch Hauptversammlungsbeschluss oder aufgrund der Einstellung in die Gewinnrücklagen von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats, schlägt der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2015 einen Betrag in Höhe von TEUR 32.805 (TEUR 20.995) auszuschütten. Somit entfällt auf die 65,6 Millionen Stückaktien eine Gesamtdividende je Aktie von EUR 0,50 (EUR 0,32). (22) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in TEURscroll
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen den jeweiligen Laufzeiten der in Anspruch genommenen Finanzierungszusagen. Zusätzlich stehen TAKKT nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 135,8 Millionen Euro (173,0 Millionen Euro) zur Verfügung. Die durchschnittliche Nettofinanzverschuldung betrug für das Geschäftsjahr TEUR 245.522 (TEUR 243.546). Dabei wurde die Verschuldung nach Monaten gewichtet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen das Versandhandelszentrum in Kamp-Lintfort/Deutschland und drei Mietobjekte der Ratioform Verpackungen GmbH in Pliening/Deutschland sowie eine Regalanlage. Im vierten Quartal 2012 wurde ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 140.000 in vier Tranchen begeben. Die Tranchen hatten Laufzeiten von drei und fünf Jahren mit jeweils fixer und variabler Verzinsung. Der variabel verzinste Teil des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 77.500 wurde 2014 gekündigt und zu günstigeren Konditionen refinanziert. Im vierten Quartal 2015 wurde eine fix verzinste Tranche in Höhe von TEUR 29.000 planmäßig zurückgeführt. Die Position Sonstige enthält zum Stichtag die Verbindlichkeiten aus ausgegebenen TAKKT Performance Bonds an Führungskräfte der TAKKT-Gruppe. Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten aus ausgegebenen EVA®-Zertifikaten enthalten. Aufgrund von Aufrechnungsvereinbarungen innerhalb der Clearing-Verträge für Konzernverrechnungskonten mit der Haniel Finance Deutschland GmbH, Duisburg/Deutschland, und der Haniel Finance B.V. Venlo/Niederlande, wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (TEUR 4.122) mit den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von brutto TEUR 42.427 (TEUR 56.042) in Übereinstimmung mit IAS 32 saldiert. Eine Aufstellung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen findet sich im Abschnitt Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen auf Seite 159. Finanzverbindlichkeiten nach Währungen und Zinssicherung in TEURscroll
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Die Berechnung der gewichteten Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte auf Basis der zum Stichtag gezogenen sowie freien Kreditlinien. Nähere Erläuterungen zur Zinssicherung finden sich auf Seite 150 ff. (23) Langfristige Sonstige VerbindlichkeitenDie Langfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.032 (TEUR 0). Darin sind bedingte Gegenleistungen in Höhe von TEUR 11.574 (TEUR 0) enthalten. Weitere Informationen zu bedingten Gegenleistungen finden sich auf Seite 157. (24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür zahlreiche Mitarbeiter des TAKKT-Konzerns bestehen in Abhängigkeit von rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme zur Alterssicherung, die in der Regel die Dauer der Betriebszugehörigkeit und das Gehalt oder Endgehalt der Mitarbeiter berücksichtigen. Es handelt sich dabei sowohl um leistungsorientierte als auch um beitragsorientierte Versorgungssysteme, die Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen abdecken. Die Pensionsverpflichtungen enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen. Die für den TAKKT-Konzern wesentlichen leistungsorientierten Regelungen im Rahmen der Altersversorgung betreffen deutsche Gesellschaften und bestehen für den Vorstand, Führungskräfte sowie sonstige Mitarbeiter. Die Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung erfolgt ausschließlich über Rückstellungen. Für Vorstände besteht eine Altersversorgungszusage, aufgrund derer jährlich ein Beitrag von zehn Prozent der Summe aus Grundvergütung und Richttantieme der Rückstellung für Pensionen zugeführt wird. Dabei ist die Gewährung des Beitrags an die Bestelldauer als Vorstand gebunden. Die Richttantieme entspricht einer Zielerreichung von 100 Prozent. Für die Beiträge wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls eine Mindestverzinsung von sechs Prozent pro Jahr gewährt. Ein Anspruch auf Altersleistungen besteht ab Austritt, frühestens allerdings mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Bei Invalidität und im Todesfall wird das Versorgungsguthaben ausgezahlt, das sich ergäbe, wenn bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres Beiträge gezahlt worden wären. Für bestimmte Führungskräfte bestehen Altersversorgungszusagen, auf Basis derer eine Altersrentenzahlung mit Erreichen eines Alters von 65 Jahren, Invaliditäts- sowie Witwen- und Waisenrente abgedeckt sind. Der jährliche Beitrag zur Altersversorgung beträgt acht Prozent des Jahresfesteinkommens der jeweiligen Führungskraft. Für die jährliche Verzinsung der erdienten Rentenbausteine wird der handelsrechtliche Referenzzinssatz der Bundesbank verwendet. Die Auszahlung kann je nach Vereinbarung verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt werden. Für ehemalige Führungskräfte existiert ein bereits stillgelegter Plan, auf dessen Basis noch laufende Rentenzahlungen erfolgen. Für eine Vielzahl der sonstigen Mitarbeiter deutscher Konzerngesellschaften besteht ein Versorgungsplan, der die Altersrente mit Erreichen des 65. Lebensjahres, Invaliditäts- sowie Witwen- und Waisenrente regelt. Dabei werden in Abhängigkeit der geleisteten Dienstjahre und des durchschnittlichen rentenbeitragspflichtigen Entgelts der letzten drei Arbeitsjahre gemäß der aktuell gültigen Betriebsvereinbarung monatlich festgelegte Eurobeträge für jedes Dienstjahr im Versorgungsfall fällig. Weiter besteht für bestimmte Mitarbeiter die Möglichkeit, freiwillig Gehalt umzuwandeln. Diese als Deferred Compensation bezeichneten Beträge werden in Rentenbausteine umgewandelt und als Rente ausbezahlt. Außerdem bestehen wenige sonstige Einzelzusagen, im Wesentlichen Altzusagen erworbener Konzerngesellschaften. Aus dem Großteil dieser sonstigen Einzelzusagen erfolgen bereits laufende Rentenzahlungen. In der Schweiz bestehen dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) entsprechend Zusagen für Mitarbeiter und Führungskräfte, die Altersrente, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen regeln. Die Finanzierung erfolgt durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an einen Pensionsfond (Sammelstiftung), der das Planvermögen darstellt. Die Beiträge in Prozent des versicherten Lohns variieren in Abhängigkeit von Gehalt und Alter. Die Auszahlung erfolgt in Form von Rentenzahlungen oder als Einmalbetrag. Zur Absicherung der Pensionsansprüche unterliegen die Pläne Mindestdotierungsverpflichtungen, aus denen sich in Zukunft gegebenenfalls Nachschussverpflichtungen ergeben können. In einer niederländischen Gesellschaft besteht ein Versorgungsplan für 7 (11) Mitarbeiter, der die Altersrente ab 65 Jahren, Invalidität und Witwen- und Waisenrente abdeckt. Die Höhe der Rente basiert auf dem Arbeitsentgelt abzüglich der staatlichen Altersvorsorge. Die Finanzierung dieser Versorgungszusage erfolgt durch Leistungen an eine Versicherungsgesellschaft. Das dadurch entstandene Planvermögen umfasst ausschließlich qualifizierte Versicherungspolicen. Zum 01. Januar 2011 wurde der zugrunde liegende Plan stillgelegt. Danach erworbene Ansprüche werden durch einen beitragsorientierten Plan abgedeckt. Der in der Bilanz erfasste Wert der Pensionsrückstellungen leitet sich wie folgt her: Finanzierungsstatus der Pensionsrückstellungen in TEURscroll
Für die vorangehend beschriebenen Pläne kommen bei der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts folgende Parameter zur Anwendung: Parameter in Prozentscroll
Der Rechnungszins basiert auf erstrangigen, festverzinslichen Unternehmensanleihen, die von mindestens einer namhaften Ratingagentur ein AA-Rating erhielten. Die gewichtete Duration der Pensionsrückstellungen beträgt 20,1 (20,6) Jahre zum 31. Dezember 2015. Alle übrigen Pensionsverpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung und werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Berechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt. Entwicklung der Pensionsrückstellungen in TEURscroll
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Das Planvermögen enthält keine eigenen Finanzinstrumente oder selbst genutzten Vermögenswerte. Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen werden sich in 2016 voraussichtlich auf TEUR 353 belaufen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand in 2015 resultiert aus angepassten Konditionen, insbesondere der Verringerung der Verzinsung, für die Schweizer Renten beim finanzierenden Pensionsfond (Sammelstiftung). In 2014 resultierten der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand und Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen aus der Einstellung des operativen Geschäfts der Topdeq-Gruppe und der damit verbundenen Reduktion der Arbeitnehmerzahl, die von dem Pensionsplan erfasst wurden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkung der Veränderung einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme auf den Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen. Dabei bleiben alle übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert, d. h. mögliche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Annahmen bleiben unberücksichtigt. Sensitivitätsanalyse des Anwartschaftsbarwerts in TEURscroll
Die folgende Tabelle zeigt die zukünftig erwarteten Zahlungen für Versorgungsleistungen: Erwartete Fälligkeit der Versorgungsleistungen 2015 in TEURscroll
Erwartete Fälligkeit der Versorgungsleistungen 2014 in TEURscroll
Die mit den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeit auch finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken, durch welche der Rechnungszins beeinflusst werden kann, oder Inflationsrisiken, die Auswirkungen auf Entgelt- oder Rententrend haben können. Eine Absicherung dieser Risiken wird nicht angestrebt. Beitragsorientierte VersorgungspläneEin Baustein der Altersversorgung des überwiegenden Teils der Mitarbeiter, insbesondere in Deutschland, ist die gesetzliche Rentenversicherung. Die hierfür geleisteten und als Personalaufwand erfassten Arbeitgeberbeiträge beliefen sich in der Berichtsperiode auf TEUR 8.713 (TEUR 8.039). Die künftige Höhe dieser Aufwendungen hängt wesentlich von der Entwicklung der zugrunde liegenden Rentenversicherungssysteme ab. Bei einigen ausländischen Gesellschaften, insbesondere den US-amerikanischen, bestehen freiwillige beitragsorientierte Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die betroffenen US-Gesellschaften leisten nach einer bestimmten Betriebszugehörigkeit einen Beitrag für die Alterssicherung der Arbeitnehmer an einen externen Fonds. Die Arbeitgeberbeiträge sind abhängig von freiwilligen Arbeitnehmerbeiträgen, dabei aber der Höhe nach auf bis zu 5,0 (5,0) Prozent des Gehalts des Arbeitnehmers begrenzt. Darüber hinaus bestehen für bestimmte US-Gesellschaften Pläne, die -in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung einer Gesellschaft -zu weiteren Arbeitgeberbeiträgen an den externen Fonds führen können. Ansprüche aus den Beitragszahlungen können die Gesellschaften nicht herleiten, ein Planvermögen ist bei den Gesellschaften nicht zu aktivieren. Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne betrugen im Berichtsjahr TEUR 2.234 (TEUR 2.028). (25) Langfristige Sonstige und Kurzfristige Rückstellungen in TEUREntwicklung der Langfristigen Sonstigen und Kurzfristigen Rückstellungen in TEURscroll
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Die Langfristigen Verpflichtungen aus dem Personalbereich beinhalten im Wesentlichen die Performance-Cash-Pläne des Vorstands und Altersteilzeitverpflichtungen. Die Rückstellung für Restrukturierung beinhaltet zum Bilanzstichtag nur noch Mietverpflichtungen, die aus der Einstellung des operativen Geschäfts der Topdeq-Gruppe resultieren. (26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenBei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen größtenteils branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. (27) Kurzfristige Sonstige Verbindlichkeiten in TEURscroll
Die ausstehende Kaufpreisverbindlichkeit der zum 01. April 2012 erworbenen George Patton Associates, Inc., Rhode Island/USA, war zum 31. Dezember 2014 mit TEUR 61.019 in den kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Nach Aufzinsung von TEUR 327 und unter Berücksichtigung von Währungsänderungen in Höhe von TEUR 7.842 wurde die Kaufpreisverbindlichkeit mit TEUR 69.188 im ersten Quartal 2015 beglichen. Der letzte Teil des Kaufpreises der in 2011 erworbenen UBEN Unternehmensberatung Enzinger GmbH, Waldkirchen/Deutschland, der zum 31.12.2014 ebenfalls als kurzfristige Sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen wurde, wurde im dritten Quartal 2015 in Höhe von TEUR 116 beglichen. 4. RISIKOMANAGEMENT UND FINANZINSTRUMENTETAKKT hat im Risiko- und Chancenbericht des Konzernlageberichts auf Seite 76 ff. die möglichen finanzwirtschaftlichen Risiken für den Erfolg der TAKKT-Gruppe sowie die Strategie zur Steuerung dieser Risiken ausführlich dargestellt. Neben dem Liquiditäts- und Kreditrisiko ist TAKKT im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken aufgrund der internationalen Präsenz auch Chancen und Risiken durch Wechselkurs- sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns berücksichtigt entsprechend die Unsicherheiten aus der künftigen Entwicklung der Finanzmärkte. Durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sollen Risiken reduziert werden. Mit dieser Strategie unterstützt das Risikomanagementsystem die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns. Die von TAKKT gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden IAS 39-Kategorien zugeordnet: I. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten II. Ausgereichte Kredite und Forderungen (zu fortgeführten Anschaffungskosten) III. Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015 in TEURscroll
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014 in TEURscroll
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorie I. betreffen Derivate, die nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten zu klassifizieren sind. Diese Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. In der Spalte Keine IAS-39-Kategorie sind Derivate mit einem positiven beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 421 (TEUR 221) bzw. einem negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 634 (TEUR 368), Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit einem Buchwert von TEUR 33.397 (TEUR 35.416) und zum beizulegenden Zeitwert bewertete bedingten Gegenleistungen in Höhe von TEUR 11.574 (TEUR 116) enthalten. Die Ermittlungsmethode aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte und Sonstigen Verbindlichkeiten ist mit Ausnahme der Bewertung von bedingten Gegenleistungen der Stufe 2 zuzuordnen. Zur Überleitung der der Stufe 3 zuzuordnenden bedingten Gegenleistungen vgl. Seite 157. Eine Definition der Stufen findet sich auf Seite 114. Im Berichtsjahr wurden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen vorgenommen. Die Buchwerte aller Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, stellen zum Berichtsstichtag angemessene Näherungswerte für den beizulegenden Zeitwert dar. Wesentliche Abweichungen zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten könnten bei Leasingverbindlichkeiten und den festverzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens auftreten. Für diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag folgende Angaben gemacht: Finanzverbindlichkeiten nach Buchwerten und beizulegendem Zeitwert in TEURscroll
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt dabei analog des Vorgehens bei den wiederkehrend zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten und Schulden. Im Oktober 2015 wurde eine fixe Tranche des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 29.000 planmäßig getilgt. Daher sind sowohl Buchwert als auch beizulegender Zeitwert des Schuldscheindarlehens gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis der Finanzinstrumentekategorien setzt sich wie folgt zusammen: Nettoergebnis der Finanzinstrumentekategorien in TEURscroll
KREDITRISIKOTAKKT ist sowohl aus dem operativen Geschäft als auch aus Finanzinstrumenten einem Kreditrisiko ausgesetzt. Das Kreditrisiko im operativen Bereich resultiert aus möglichen Forderungsausfällen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit der Kunden. Der mögliche Verlust kann den Buchwert der Forderung gegenüber dem einzelnen Kunden nicht überschreiten. Bedingt durch die Vielzahl der bestehenden Kundenbeziehungen ist das Risiko insgesamt als vergleichsweise niedrig einzustufen. Aufgrund der im Risikobericht auf Seite 80 beschriebenen starken Diversifikation der Kundenstruktur kommt es im operativen Geschäft zu keinen außerordentlichen Risikokonzentrationen. Dank einer konsequenten Bonitätsprüfung im Vorfeld einer Transaktion sowie eines stringenten Mahnwesens sind die Forderungsausfälle aus Lieferungen und Leistungen mit unverändert unter 0,2 Prozent vom Umsatz im Geschäftsjahr sehr gering. Dem Risiko eines Forderungsausfalls wird durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte auf gelieferte Gegenstände und durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEURscroll
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Das Kreditrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und somit maximal in Höhe der angesetzten positiven beizulegenden Zeitwerte abzüglich der negativen beizulegenden Zeitwerte mit dem gleichen Vertragspartner. Da Finanzgeschäfte nur mit Kontrahenten guter Bonität eingegangen und aufrechterhalten werden, ist das tatsächliche Ausfallrisiko als eher gering einzustufen. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden durch breite Streuung der Transaktionen und Geschäfte auf eine Mehrzahl von Banken mit guter Bonität vermieden. Die Bonität der Banken wird laufend überwacht. LIQUIDITÄTSRISIKOUnter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, zu irgendeinem Zeitpunkt den Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen aus den am 31. Dezember 2015 bestehenden originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie Ein- und Auszahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten. Finanzgarantien bestanden nicht. Fremdwährungsbeträge wurden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum Bilanzstichtag in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Fälligkeitsanalyse zum 31. Dezember 2015 in TEURscroll
Fälligkeitsanalyse zum 31. Dezember 2014 in TEURscroll
TAKKT verfügt über umfangreiche nicht genutzte kurz- und langfristige Kreditlinien bei einer Vielzahl von deutschen und internationalen Banken in Höhe von 135,8 Millionen Euro (173,0 Millionen Euro). Daher ist das aus den Fälligkeiten resultierende Liquiditätsrisiko weitgehend zu vernachlässigen. MARKTPREISRISIKOUnter dem Begriff Marktpreisrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen von Marktpreisen ändern. Für TAKKT besteht das Marktpreisrisiko hauptsächlich aus dem Währungsrisiko und dem Zinsrisiko. In den nachfolgenden Abschnitten werden je Risikoart die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Finanzinstrumente detailliert beschrieben. Aus den nachfolgenden Sensitivitätsanalysen zu den Marktpreisrisiken geht hervor, welche Auswirkungen sich auf Ergebnis und Eigenkapital ergeben hätten, wenn hypothetische Änderungen verschiedener relevanter Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag eingetreten wären. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist und dass die unterstellten Änderungen der Risikovariablen am Stichtag nach vernünftigem Ermessen möglich waren. WÄHRUNGSRISIKODie nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über das abgesicherte Nominalvolumen sowie die zugehörigen Marktwerte der Währungssicherungsgeschäfte. Die Kontrakte haben eine Restlaufzeit von einem Jahr (einem Jahr). Ein Netting von Währungsinstrumenten wurde nicht durchgeführt. Währungssicherung in TEURscroll
Zur Absicherung des Nettovermögens einer in Fremdwährung bilanzierenden Beteiligung werden originäre Fremdwährungsverbindlichkeiten eingesetzt. Im Jahr 2015 wurden aus der Wertänderung dieses Sicherungsgeschäfts resultierende Gewinne nach latenten Steuern in Höhe von TEUR 747 (TEUR 0) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Es ergaben sich keine Ineffektivitäten aus dem Net Investment Hedge. WÄHRUNGSDERIVATE, ALS CASHFLOW-HEDGES QUALIFIZIERTTAKKT ist Währungsrisiken ausgesetzt, weil der Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen in eingeschränktem Umfang (unter zehn Prozent des Konzernumsatzes) in unterschiedlichen Währungen erfolgt. Die im TAKKT-Konzern zu erwartenden Netto-Fremdwährungszahlungsströme werden zu rund 70 Prozent durch Währungsinstrumente abgesichert, die als effektive Cashflow-Hedges qualifiziert werden können und bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden waren. Wechselkursänderungen der zugrunde liegenden Währungen haben über die Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte Auswirkungen auf die kumulierten, direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen. Daher werden diese bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne nach latenten Steuern von insgesamt TEUR 152 (TEUR 102) erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Außerdem wurden im Sonstigen Ergebnis verbuchte Gewinne in Höhe von TEUR 104 (TEUR 69) in die Gewinn- und Verlustrechnung (Position Sonstige betriebliche Aufwendungen) transferiert. TAKKT erwartet, dass mit Eintritt der Zahlungen innerhalb der nächsten zwölf Monate im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne nach latenten Steuern in Höhe von TEUR 152 in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert werden. Die im Rahmen von Cashflow-Hedges designierten Grundgeschäfte sind -differenziert nach Währungen -wie folgt fällig: Grundgeschäfte der Währungsderivate in TEURscroll
WÄHRUNGSDERIVATE OHNE HEDGE-ACCOUNTINGWirtschaftliche Absicherungen von konzerninternen Darlehen werden, sobald diese währungsübergreifend sind, in Form von Devisentermingeschäften abgewickelt. Mit diesem Vorgehen wird die konzerninterne Finanzierung kursgesichert. Somit ergibt sich für den Konzern kein Risiko aus Wechselkursänderungen. Während aus der Sicht der Einzelgesellschaft das Derivat in Beziehung zu einem Basisgeschäft gesetzt werden kann, wird im Rahmen der Schuldenkonsolidierung im Konzern das Basisgeschäft eliminiert. Das eingesetzte Finanzinstrument ist aus Konzernsicht demzufolge nicht mehr für Sicherungszwecke bestimmt. Kursänderungen der zugrunde liegenden Währungen führen über Marktwertveränderungen bei den Derivaten sowie bei den dazugehörigen Konzerndarlehen zu gegenläufigen Schwankungen im Übrigen Finanzergebnis und werden folglich in die erfolgsbezogene Sensitivitätsberechnung einbezogen. Auch Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten gegenüber Dritten auf Ebene der Einzelgesellschaften werden ggf. in Form von Devisentermingeschäften wirtschaftlich abgesichert. Auch hier führen Wechselkursänderungen der zugrunde liegenden Währungen über Marktwertveränderungen bei den Derivaten sowie bei den dazugehörigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten zu gegenläufigen Schwankungen im Ergebnis und werden folglich ebenfalls in die ergebnisbezogene Sensitivitätsberechnung einbezogen. Es wird kein Fair-Value-Hedge-Accounting angewendet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Auswirkungen einer theoretischen Veränderung des Wechselkurses EUR / CHF auf das Vorsteuerergebnis sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag. Andere Wechselkursschwankungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Einflüsse auf Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die aus der Umrechnung von Einzelabschlüssen in Fremdwährung in die Berichtswährung Euro resultieren (sogenannte Translationsrisiken), bleiben hierbei unberücksichtigt. Sensitivitätsanalyse für Währungsschwankungen in TEURscroll
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ZINSRISIKODie nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über das abgesicherte Nominalvolumen sowie die zugehörigen Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte. Ein Netting von Geschäften findet bei diesen Instrumenten nicht statt. Zinssicherung in TEURscroll
Zur Sicherung künftiger Zinszahlungen aus der variabel verzinslichen USD-Verschuldung hat TAKKT Zinssatzswaps mit einem Nominalvolumen von TUSD 120.000 als Cashflow-Hedges klassifiziert. Neben den bereits zum Vorjahresende bestehenden TUSD 40.000 mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2016 hat TAKKT im März 2015 weitere Zinssatzswaps, die als Tilgungsswaps ausgestaltet sind, mit einer Laufzeit bis zum 28. September 2018 abgeschlossen. Davon haben TUSD 40.000 einen Laufzeitbeginn am 31. März 2015 und TUSD 40.000 einen Laufzeitbeginn am 30. Juni 2016. Unverändert zum Vorjahr ist zum Bilanzstichtag ein Zinssatzswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 10.000 mit Laufzeit bis zum 19. Oktober 2017 als Cashflow-Hedge klassifiziert. Mit den abgeschlossenen Zinssatzswaps verfolgt TAKKT das Ziel, die variabel verzinsliche Mittelaufnahme in eine festverzinsliche Aufnahme zu wandeln. Eine etwaige Veränderung der Bonität und damit der Kreditmarge des Kreditnehmers ist nicht Bestandteil der Sicherung. Der als effektiv eingestufte Teil des Zinssatzswaps wird mit dem beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral bilanziert. Marktzinsänderungen führen bei als Cashflow-Hedges qualifizierten Zinssatzswaps sowohl zu Schwankungen in den kumulierten, direkt im Eigenkapital bzw. Sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen (Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts) als auch zu Schwankungen im Finanzierungsaufwand (Ausgleichszahlungen). Daher werden diese Finanzinstrumente bei der eigenkapitalbezogenen und der erfolgsbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Im Jahr 2015 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte resultierende Verluste nach latenten Steuern in Höhe von TEUR 398 (TEUR 566) erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Im Eigenkapital erfasste Verluste nach latenten Steuern in Höhe von TEUR 303 (TEUR 658) wurden in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert (Position Finanzierungsaufwand). Diese Beträge stellen somit die Veränderung des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung dar. Es lagen wie im Vorjahr keine nennenswerten Ineffektivitäten vor. GRUNDGESCHÄFTE DER ZINSDERIVATEDer TAKKT-Konzern finanziert sich über langfristige bilaterale Kreditlinien, die in der Regel auf revolvierender Basis mit kurzfristiger Zinsfestschreibung in Anspruch genommen werden, und seit 2012 auch über ein Schuldscheindarlehen, welches jedoch im Oktober 2014 sowie im Oktober 2015 zum Teil zurückgeführt wurde. Durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten sichert sich TAKKT gegen steigende Marktzinsen und somit möglicherweise künftig steigende Zinszahlungen ab. Das angestrebte Sicherungsniveau liegt bei 60 bis 80 Prozent des Finanzierungsvolumens. Die folgende Tabelle zeigt, in welchen Berichtszeiträumen mit dem Anfall der zum 31. Dezember 2015 abgesicherten Cashflows gerechnet wird. Die erwarteten abgesicherten Zinsauszahlungen resultieren aus variabel verzinslichen USD-Verbindlichkeiten mit einem anfänglichen Nominalvolumen in Höhe von TUSD 80.000 (TUSD 40.000) sowie variabel verzinslichen EUR-Verbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen von TEUR 10.000 (TEUR 10.000). Grundgeschäfte der Zinsderivate in TUSD/TEURscroll
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Sonstige FinanzinstrumenteDie variabel verzinslichen Finanzinstrumente werden in die erfolgsbezogene Sensitivitätsberechnung einbezogen, da Zinsänderungen Auswirkungen auf das Finanzergebnis haben. Nichtverzinsliche Finanzinstrumente (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) unterliegen in der Regel keinem Zinsänderungsrisiko. Nur wenn sich Marktzinsänderungen auf zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente auswirken, werden sie bei der Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Sensitivität des Vorsteuerergebnisses sowie des Eigenkapitals bei einer theoretischen Änderung des Marktzinsniveaus bezogen auf die Finanzinstrumente, welche einer solchen Veränderung des Zinsniveaus ausgesetzt wären. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist und dass die unterstellte Änderung des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag möglich wäre. Sensitivitätsanalyse für Zinsschwankungen in TEURscroll
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5. SONSTIGE ERLÄUTERUNGENVERKAUF UND ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN Verkauf der Plant Equipment GroupDer Verkauf der nordamerikanischen Konzernsparte Plant Equipment Group im Segment TAKKT AMERICA an die Global Industrial Holdings LLC, Port Washington/USA, und Global Industrial Mexico Holdings Inc., Port Washington/USA, wurde am 30. Januar 2015 vollzogen. Die für die Veräußerung erhaltene Gegenleistung beträgt 22,9 Millionen Euro. Unter Einbeziehung der in der veräußerten Sparte vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von 1,0 Millionen Euro, eines treuhänderisch einbehaltenen Betrags von 1,7 Millionen Euro sowie zahlungswirksamer Transaktionskosten von 4,1 Millionen Euro ergibt sich ein zahlungswirksamer Betrag für die Veräußerung in Höhe von 16,1 Millionen Euro. Durch den Verkauf gingen zum 30. Januar 2015 23,9 Millionen Euro Vermögenswerte sowie 9,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten aus der Bilanz ab. Unter Berücksichtigung von im Geschäftsjahr aufwandswirksamen Transaktionskosten sowie dem in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedernden Sonstigen Ergebnis von minus 2,4 Millionen Euro, beträgt der Entkonsolidierungserfolg 3,3 Millionen Euro. Erwerb der Unternehmensgruppe Post-Up StandMit Wirkung zum 01. April 2015 hat die TAKKT-Konzerngesellschaft TAKKT America Holding, Inc., Milwaukee/USA, die Unternehmensgruppe Post-Up Stand mit Sitz in Maple Heights/USA erworben. Post-Up Stand ist ein führender und etablierter Spezialist für kundenindividuell bedruckte Werbemittel -z.B. Roll-Up Displays, mobile Messestände und Werbebanner -in den USA. Post-Up Stand erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von etwa 16 Millionen US-Dollar und eine EBITDA-Marge von über 15 Prozent. Die Akquisition ist eine optimale Ergänzung des erfolgreichen Displays-Geschäfts von GPA und stärkt die Specialties Group. Für die Übernahme von hundert Prozent der Anteile wurde ein Kaufpreis in zwei Raten vereinbart. Bei Vollzug der Transaktion wurde eine erste Kaufpreisrate von 15,3 Millionen US-Dollar bezahlt. Eine weitere fixe Kaufpreisrate in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar wird im zweiten Quartal 2018 fällig. Ein zusätzlich möglicher und variabler Kaufpreisanteil von bis zu 13,5 Millionen US-Dollar hängt von der Erreichung von Performancezielen der Gesellschaft über die nächsten drei Jahre ab und ist ebenfalls im zweiten Quartal 2018 zahlbar. Alle Zahlungen werden ausschließlich in liquiden Mitteln geleistet. Der noch ausstehende sowie der bedingte Teil des Kaufpreises, den das Management erwartet, wurden im Erwerbszeitpunkt diskontiert und in Höhe von 9,1 Millionen US-Dollar als langfristige Sonstige Verbindlichkeit passiviert. Die Transaktion ist steuerlich als Asset Deal ausgestaltet. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt des im zweiten Quartal 2015 erworbenen Unternehmens stellen sich wie folgt dar: scroll
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte mit einem Wert von insgesamt 3,9 Millionen Euro und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle: scroll
Eventualverbindlichkeiten wurden nicht angesetzt. Als verbleibender Überschuss der übertragenen Gegenleistungen in Höhe von 22,7 Millionen Euro (24,4 Millionen US-Dollar) über die Zeitwerte der erworbenen, einzeln identifizier- und bewertbaren Vermögenswerte und Schulden wurde ein Geschäftswert in Höhe von 17,0 Millionen Euro aktiviert, der verschiedene Faktoren widerspiegelt. Die bedeutendsten darunter sind Mitarbeiterstamm, Mitarbeiter-Know-how sowie die Stärkung der strategischen Position des TAKKT-Konzerns in Nordamerika. Der Geschäftswert ist, wie die identifizierten immateriellen Vermögenswerte, in der Steuerbilanz grundsätzlich voll abschreibbar. Der Teil des Geschäftswerts jedoch, der auf der bedingten Gegenleistung beruht, wirkt sich steuerlich erst ab dem Zeitpunkt und in dem Maße aus, in dem aus der bedingten Gegenleistung eine unbedingte Verpflichtung wird. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beträgt zum Erwerbszeitpunkt 0,1 Millionen Euro. Darin sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto sowie netto in Höhe von 0,1 Millionen Euro enthalten. Seit der Kontrollerlangung im April 2015 trug Post-Up Stand mit Umsatzerlösen von 13,6 Millionen Euro sowie einem Periodenergebnis von insgesamt minus 0,1 Millionen Euro zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bei. Wäre die Transaktion bereits zum 01. Januar 2015 erfolgt, wären die Konzernumsatzerlöse in 2015 um 18,2 Millionen Euro und das Periodenergebnis um 0,2 Millionen Euro höher gewesen. Erwerbsnebenkosten in Höhe von 0,4 Millionen Euro, die im Rahmen der Transaktion angefallen sind, werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und sind im Periodenergebnis gewinnmindernd enthalten. Die bisherigen Eigentümer bleiben nach Abschluss der Transaktion weiterhin für die Geschäftsführung verantwortlich. Erwerb von BiGDUGMit Wirkung zum 02. Juli 2015 hat die TAKKT-Konzerngesellschaft KAISER + KRAFT EUROPA GmbH, Stuttgart/Deutschland, das Unternehmen BiGDUG Ltd. mit Sitz in Gloucester/Großbritannien, erworben. BiGDUG ist ein führender und etablierter Spezialist im Online-Handel von Betriebsausstattung mit Schwerpunkt Lagerung und Regale. BiGDUG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von etwa 19 Millionen britischen Pfund und eine EBITDA-Marge im mittleren Bereich des TAKKT-Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. Die Akquisition stärkt die Online-Aktivitäten der Business Equipment Group und ist daher eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Geschäften. Für die Übernahme von hundert Prozent der Anteile wurde ein Kaufpreis von 22,3 Millionen britischen Pfund vereinbart, der bei Vollzug der Transaktion in liquiden Mitteln geleistet wurde. Darüber hinaus wurde ein weiterer möglicher und variabler Kaufpreisanteil von bis zu 6,3 Millionen britischen Pfund vereinbart. Dieser hängt von der Erreichung von Performancezielen der Gesellschaft über die nächsten drei Jahre ab und wäre im Jahr 2018, ebenfalls in liquiden Mitteln, zahlbar. Der noch ausstehende bedingte Teil des Kaufpreises, den das Management erwartet, wurde diskontiert und in Höhe von 3,3 Millionen britischen Pfund als langfristige Sonstige Verbindlichkeit passiviert. Die Transaktion ist steuerlich als Share Deal zu werten. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt des im dritten Quartal 2015 erworbenen Unternehmens stellen sich wie folgt dar: scroll
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte mit einem Wert von insgesamt 9,7 Millionen Euro und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle: scroll
Eventualverbindlichkeiten wurden nicht angesetzt. Als verbleibender Überschuss der übertragenen Gegenleistungen in Höhe von 36,1 Millionen Euro (25,6 Millionen britische Pfund) über die Zeitwerte der erworbenen, einzeln identifizier- und bewertbaren Vermögenswerte und Schulden wurde ein Firmenwert in Höhe von 23,6 Millionen Euro aktiviert, der verschiedene Faktoren widerspiegelt. Die bedeutendsten darunter sind Mitarbeiterstamm, Mitarbeiter-Know-how sowie die Stärkung des Portfolios in Europa. Der Firmenwert ist, wie die identifizierten immateriellen Vermögenswerte, steuerlich nicht wirksam. Das in britischen Pfund bilanzierte Nettovermögen von BiGDUG wurde durch originäre Fremdwährungsverbindlichkeiten abgesichert (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation). Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beträgt zum Erwerbszeitpunkt 0,5 Millionen Euro. Darin sind im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von brutto sowie netto 0,4 Millionen Euro enthalten. Seit der Kontrollerlangung im Juli 2015 trug BiGDUG mit Umsatzerlösen von 13,9 Millionen Euro sowie einem Periodenergebnis von insgesamt minus 0,5 Millionen Euro zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bei. Wäre die Transaktion bereits zum 01. Januar 2015 erfolgt, wären die Konzernumsatzerlöse in 2015 um 27,1 Millionen Euro höher und das Periodenergebnis um minus 0,6 Millionen Euro geringer gewesen. Erwerbsnebenkosten in Höhe von 0,6 Millionen Euro, die im Rahmen der Transaktion angefallen sind, werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und sind im Periodenergebnis gewinnmindernd enthalten. Die bisherigen Eigentümer steuern nach Abschluss der Transaktion weiterhin die Geschäfte von BiGDUG. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGENWesentliche Eventualverbindlichkeiten und -forderungen bestehen wie im Vorjahr nicht. KAPITALMANAGEMENTVorrangiges Ziel des Kapitalmanagements im TAKKT-Konzern ist die Optimierung und Aufrechterhaltung einer soliden Kapitalstruktur, um die notwendige Flexibilität und den Spielraum für wertsteigernde Investitionen sicherzustellen. Das Konzerneigenkapital und die Nettofinanzverschuldung stellen die Basisgrößen für das Kapitalmanagement dar. Zur Kapitalsteuerung stehen grundsätzlich Instrumente wie Dividendenzahlungen, Eigenkapital- oder Fremdfinanzierungsmaßnahmen zur Verfügung. TAKKT unterliegt keinen externen Mindestkapitalanforderungen. Der Konzern überwacht und steuert die Kapitalstruktur auf Basis einer langfristigen Finanzplanung und spezifischer selbstauferlegter Covenants. Für jede dieser Kennzahlen hat TAKKT intern kritische Grenzen festgelegt. Für die Eigenkapitalquote strebt der Konzern einen Wert zwischen 30 und 60 Prozent an. Für das Gearing bzw. den Verschuldungsgrad wird langfristig ein Wert kleiner als 1,5 angestrebt. Der Zielbereich für die Entschuldungsdauer liegt bei weniger als fünf Jahren. Für die Zinsdeckung als weitere Maßzahl der finanziellen Stabilität des Unternehmens wird ein Wert über vier angestrebt. Dem Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung dieser Kennzahlen Bericht erstattet. Unternehmensinterne Covenants in TEURscroll
Die Ergebnissteuerung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgt im TAKKT-Konzern über Kennzahlensysteme. Dabei dient die EBITDA-Marge mit einem langfristigen Zielkorridor von 12 bis 15 Prozent als Maßstab für die kurzfristige operative Ertragskraft und der TAKKT Value Added, für den ein signifikant positiver Wert angestrebt wird, für das längerfristige wertorientierte Controlling. Zu näheren Ausführungen zur wertorientierten Unternehmenssteuerung wird auf die Abschnitte Steuerungssystem und Unternehmensperformance auf den Seiten 47 f. und 72 ff. des Geschäftsberichts verwiesen. NICHT KONSOLIDIERTE STRUKTURIERTE EINHEITENStrukturierte Einheiten sind Einheiten, die derart ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Oft sind ihre Aktivitäten limitiert, sie verfügen über ein eng und genau definiertes Ziel oder sind unzureichend mit Eigenkapital ausgestattet. Die Einheiten werden konsolidiert, wenn der TAKKT-Konzern Beherrschung gemäß IFRS 10 über diese hat. TAKKT hat zwei Lagerhallen von Leasingobjektgesellschaften angemietet, die als nicht konsolidierte strukturierte Einheiten geführt werden. Die beiden Leasinggesellschaften haben die Lagerhallen eigens für TAKKT errichtet und vermieten diese an den Konzern. TAKKT ist an den Gesellschaften weder beteiligt noch kann TAKKT auf Basis der vertraglichen Regelungen die für die variablen Rückflüsse wesentlichen Aktivitäten bestimmen. Die Finanzierung der Gesellschaften erfolgt durch externe Banken. Die Leasingverträge sind als Finanzierungsleasing gemäß IAS 17 bilanziert. Insgesamt resultieren daraus die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Vermögenswerte und Schulden. Buchwerte in Zusammenhang mit nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in TEURscroll
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 19.085 (TEUR 20.966), die den noch zu leistenden Mindestleasingzahlungen entsprechen. Verlustrisiken im Sinne des IFRS 12 bestehen nicht. VERÄNDERUNG VON BEDINGTEN GEGENLEISTUNGEN in Millionen EURscroll
Die bedingten Gegenleistungen enthalten zum Bilanzstichtag die im Rahmen der Unternehmenserwerbe von Post-Up Stand und BiGDUG in 2015 vereinbarten bedingten Kaufpreisbestandteile. Die Höhe der in 2018 zu zahlenden bedingten Gegenleistungen hängt von einer über drei Jahre kumulierten Ergebnisgröße ab. Die Ergebnisgröße entspricht dem Rohertrag abzüglich der Werbekosten. Die maximale Auszahlungssumme liegt dabei bei 12,0 Millionen US-Dollar (Post-Up Stand) bzw. 6,3 Millionen britischen Pfund (BiGDUG). Erst beim Erreichen einer bestimmten Betragsschwelle kommt es zu einer Auszahlung. Wäre die vom Management erwartete kumulierte Ergebnisgröße um fünf Prozent höher bzw. geringer, dann wäre der Buchwert der hier ausgewiesenen bedingten Gegenleistungen zum Bilanzstichtag um 1,9 Millionen Euro erhöht bzw. vermindert. In den Abgängen ist ein Teil der ursprünglich bedingten Gegenleistung von Post-Up Stand in Höhe von 1,2 Millionen Euro enthalten, der von Umsatzzielen abhängig war, die im Jahr 2015 erreicht wurden. Dieser Teil ist nun in den unbedingten Kaufpreisverpflichtungen enthalten. Von den bedingten Gegenleistungen sind TEUR 0 (TEUR 116) innerhalb eines Jahres fällig. Die Wertermittlung der bedingten Gegenleistung erfolgt regelmäßig durch qualifizierte Mitarbeiter und wird mit dem zuständigen Management abgestimmt. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGNach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten. LEASING UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Leasing und sonstige finanzielle Verpflichtungen 2015 in TEURscroll
Leasing und sonstige finanzielle Verpflichtungen 2014 in TEURscroll
Bei den Verpflichtungen aus operativen Leasingverträgen handelt es sich hauptsächlich um Mietverpflichtungen für Bürogebäude und Lager. Diese Verträge unterliegen in der Regel Preisanpassungsklauseln. Den Mindestleasingauszahlungen stehen künftige Mindestleasingeinzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen in Höhe von TEUR 527 (TEUR 0) gegenüber. MITARBEITERBETEILIGUNGSMODELLIn 2015 hatten Führungskräfte der TAKKT-Gruppe erstmals die Möglichkeit, TAKKT Performance Bonds zu zeichnen. Die Laufzeit der TAKKT Performance Bonds beträgt fünf Jahre. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in besonderen Fällen möglich. Der Zinssatz für die subordinierten TAKKT Performance Bonds wird jährlich neu ermittelt. Er entspricht einer Basisverzinsung zuzüglich eines Subordinationszuschlags zuzüglich bzw. abzüglich eines positiven bzw. negativen TAKKT Value Added-Spreads. Die Mindestverzinsung p.a. beträgt null Prozent, die Verzinsung nach oben ist gedeckelt. Der TAKKT Value Added ist definiert als Differenz aus dem erwirtschafteten Ergebnis nach Steuern und den Kapitalkosten auf das eingesetzte durchschnittliche Kapital. Das erwirtschaftete Ergebnis nach Steuern ergibt sich dabei auf Basis des EBIT (bereinigt um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Folge von Unternehmenserwerben), das um den Steueraufwand vermindert und um das übrige Finanzergebnis erhöht wird. Die ausgegebenen TAKKT Performance Bonds sind mit TEUR 1.096 (TEUR 0) in den Finanzverbindlichkeiten unter der Position Sonstiges ausgewiesen. Im Berichtsjahr resultierte daraus ein Zinsaufwand von TEUR 26 (TEUR 0). Die von der TAKKT-Gruppe ausgegebenen EVA®-Zertifikate wurden in 2015 vollständig ausbezahlt. Im Vorjahr waren sie mit TEUR 630 in den Finanzverbindlichkeiten unter der Position Sonstige ausgewiesen. Im Berichtsjahr war insgesamt ein Aufwand von TEUR 6 (TEUR 31) zu buchen. Leitende Führungskräfte des-TAKKT-Konzerns hatten bis 2005 die Möglichkeit, EVA®-Zertifikate zu zeichnen. Die EVA®- Zertifikate waren Schuldverschreibungen, deren Kurswert von drei Faktoren abhing: dem absoluten erwirtschafteten Mehrwert, der sich nach der Formel [(Return on Capital - Cost of Capital) x Capital] berechnete, der EVA®-Veränderung zum Vorjahr und einer Risikoprämie auf das eingesetzte Kapital. Der Inhaber des Zertifikats war finanziell am Wertzuwachs oder an der Wertminderung des Unternehmens beteiligt, für das er tätig war. Neben der Chance, eine Rendite zu erwirtschaften, konnte der Inhaber bei entsprechender Entwicklung seine gesamte Einlage verlieren. Die Zertifikate hatten eine generelle Laufzeit von jeweils zehn Jahren, der Zertifikatsinhaber war berechtigt, die Einlösung des Zertifikatsrechts frühestens nach fünf Jahren zu fordern. Darüber hinaus wurden den inländischen Mitarbeitern im Berichtsjahr erneut Belegschaftsaktien zum Kauf angeboten. Hierfür an der Börse erworbene Aktien wurden Anfang 2015 an die Mitarbeiter weiterverkauft. Insgesamt wurden 20.205 (18.000) Aktien durch 442 (415) Mitarbeiter erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 41,7 (38,6) Prozent aller Berechtigten. Die Aktien wurden zu einem Durchschnittskurs von EUR 14,38 (EUR 13,83) gekauft und zu einem Durchschnittskurs von EUR 11,21 (EUR 10,72) an die Mitarbeiter weiterveräußert. Insgesamt ergab sich ein Aufwand von TEUR 64 (TEUR 56). DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie nach § 161 Aktiengesetz (AktG) vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde zum 31. Dezember 2015 abgegeben und den Aktionären über die Website der TAKKT AG zugänglich gemacht (siehe auch Seite 92 in diesem Geschäftsbericht). ANGABEN ZU DIRECTORS' DEALINGSGemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) (Directors' Dealings) haben Personen, die bei einem Emittenten von Aktien Führungsaufgaben wahrnehmen, und mit diesen in enger Beziehung stehende natürliche und juristische Personen, eigene Geschäfte mit Aktien des Emittenten oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, sowohl dem Emittenten als auch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) anzuzeigen, wenn diese Geschäfte im Lauf eines Kalenderjahres den Wert von 5.000 Euro übersteigen. Der TAKKT AG liegen für das Berichtsjahr keine Meldungen vor. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNahestehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der TAKKT AG sowie diesen nahestehende Personen, die assoziierten Unternehmen der TAKKT-Gruppe sowie der Mehrheitsgesellschafter Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg/Deutschland, dessen Tochtergesellschaften, assoziierte Unternehmen, Vorstände und Aufsichtsorgane. Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen das Cash-Management-System, den laufenden Liefer- und Verrechnungsverkehr und Dienstleistungsverträge. Durch die Teilnahme am Cash-Management-System des Haniel-Konzerns nutzt die TAKKT-Gruppe mögliche Skaleneffekte. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in TEURscroll
TAKKT unterhält mit vielen Unternehmen, die auch Kunden oder Lieferanten sind, Geschäftsbeziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Unter diesen Kunden oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats von TAKKT haben. Beziehungen zu nahestehenden Personen betreffen ausschließlich den Vorstand und den Aufsichtsrat der TAKKT AG und werden im Folgenden beschrieben. VERGÜTUNGSSYSTEM DES VORSTANDSDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten zusammen. Die erfolgsunabhängige Vergütung des Vorstands besteht aus drei Teilen: der fixen Grundvergütung, den Nebenleistungen und der Altersversorgung. Die erfolgsabhängigen Komponenten bestehen aus einer jährlich ausgezahlten Tantieme und einer rollierenden Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, die derzeit als Performance-Cash-Plan ausgestaltet ist. Die Performance-Cash-Pläne enthalten eine aktienkursbasierte Komponente, die nach IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert wird. Der Auszahlungsbetrag der Performance-Cash-Pläne ist der Höhe nach begrenzt und ist abhängig von der Zielerreichung, die im Wesentlichen auf der Entwicklung des Aktienkurses (Total Shareholder Return) und wertorientierter Kennzahlen (TAKKT Value Added) basiert. Nähere Erläuterungen zum Vergütungssystem finden sich im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts auf Seite 93 ff. Vergütungen des Vorstands in TEURscroll
Die Vergütung der Fixgehälter im Berichtsjahr entsprach mit Ausnahme einer turnusgemäßen Anpassung von einzelnen Vergütungselementen und unter Berücksichtigung des geplanten, altersbedingten Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds Ende Februar 2014 dem Niveau des Vorjahres. In dem ausgewiesenen Aufwand für die Jahrestantieme von TEUR 1.635 (TEUR 1.288) sind Nachzahlungen für das Vorjahr in Höhe von TEUR 106 (im Vorjahr eine Rückstellungsauflösung in Höhe von TEUR 63) enthalten. Bereinigt um diese Effekte betrug der Aufwand für die Jahrestantieme TEUR 1.529 (TEUR 1.351). Der Aufwand für die langfristigen Performance-Cash-Pläne betrug im Berichtsjahr TEUR 1.065 (TEUR 125). Im Vorjahr war der Aufwand durch eine Auflösung von zuvor gebildeten Rückstellungen für die bereits laufenden Performance-Cash-Pläne in Höhe von TEUR 501 vermindert. Der Anstieg des Rückstellungsaufwands ist unter anderem auf die im Berichtsjahr 2015 erfolgte Aktienkursentwicklung und die daraus resultierende zukünftige Erwartung für die Performance-Cash-Pläne zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurde der für das Jahr 2011 gewährte Performance-Cash-Plan an zwei aktuelle und zwei ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von insgesamt TEUR 744 ausbezahlt. Der beizulegende Zeitwert der laufenden Performance-Cash-Pläne 2012 bis 2015 (2011 bis 2014) wie auch die entsprechende Rückstellung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.836 (TEUR 2.119). Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Erfolgsfaktoren. In der ausgewiesenen Vorsorge für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist eine freiwillige, durch Umwandlung erfolgte Zuführung der Vorstände in Höhe von TEUR 70 (TEUR 70) enthalten. Zum Bilanzstichtag betrug der Barwert der Pensionsanwartschaften für den Vorstand TEUR 4.322 (TEUR 4.078). Zum 31. Dezember 2015 hielten die Mitglieder des Vorstands der TAKKT AG 536 (536) Aktien. Gegenüber Mitgliedern des Vorstands bestehen mit Ausnahme von Verbindlichkeiten aus TAKKT Performance Bonds in Höhe von TEUR 307 (TEUR 0) und den üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Be- und Anstellungsverträgen keine weiteren Forderungen oder Verbindlichkeiten. Die Bezüge für ausgeschiedene Vorstände betrugen TEUR 447 (TEUR 342). Für ehemalige Vorstände bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.096 (TEUR 6.494). GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATSDie Bezüge des Aufsichtsrats der TAKKT AG im Geschäftsjahr betrugen TEUR 401 (TEUR 376), davon TEUR 375 (TEUR 355) für die Tätigkeit im Aufsichtsrat, TEUR 11 (TEUR 11) für die Tätigkeit in Ausschüssen sowie TEUR 15 (TEUR 10) an Sitzungsgeldern. Dem angestellten Betriebsratsmitglied im Aufsichtsrat steht weiterhin sein reguläres Gehalt im Rahmen seines Arbeitsvertrags zu. Dieses entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Die Aufsichtsratsvergütung ist ein reines Fixum. Von den gewährten Bezügen werden zum Stichtag noch TEUR 386 (TEUR 366) als Verbindlichkeiten bilanziert. Zum 31. Dezember 2015 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats 3.140 (3.140) Aktien der TAKKT AG. Nähere Informationen zur Vergütung des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts auf Seite 95. HONORAR FÜR LEISTUNGEN DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS in TEURscroll
Die sonstigen Leistungen beinhalten hauptsächlich prüfungsnahe Leistungen. ANTEILSMELDUNG DER AKTIONÄREAußerhalb der Meldepflicht des WpHG teilte uns die Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, im Januar 2016 freiwillig mit, dass sie zum 31. Dezember 2015 über 50,2 (50,2) Prozent der stimmberechtigten Stückaktien am Grundkapital der TAKKT AG verfügte. Zu den Mitteilungen gem. § 21 Abs. 1 WpHG verweisen wir auf die Veröffentlichung auf unserer Homepage. BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNGSPFLICHTGemäß § 264 Abs. 3 HGB sind folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit: KAISER+KRAFT EUROPA GmbH, Stuttgart KAISER+KRAFT GmbH, Stuttgart Gaerner GmbH, Duisburg Certeo Business Equipment GmbH, Stuttgart VHZ Versandhandelszentrum Pfungstadt GmbH, Pfungstadt Hubert Europa Service GmbH, Pfungstadt Hubert GmbH, Pfungstadt UBEN Unternehmensberatung Enzinger GmbH, Waldkirchen Ratioform Holding GmbH, Pliening Ratioform Verpackungen GmbH, Pliening BEG GmbH, Stuttgart ANTEILSBESITZ DER TAKKT AG, STUTTGART, ZUM 31. DEZEMBER 2015Die TAKKT AG, Stuttgart, in nachfolgender Übersicht mit Nummer 1 bezeichnet, ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt. scroll
ORGANE DER GESELLSCHAFT ZUM 31. DEZEMBER 2015AUFSICHTSRATStephan Gemkow, Overath, geb. am 23. Januar 1960Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg Mitglied des Aufsichtsrats der EVONIK Industries AG, Essen Mitglied des Aufsichtsrats der JetBlue Airways Corp., New York/USA Dr. Johannes Haupt, Karlsruhe, geb. am 29. Juni 1961Stellvertretender Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Elektro-Kontakt d.d., Zagreb/Kroatien Vorsitzender des Verwaltungsrats der DEFENDI Italy Srl, Ancona/Italien Vorsitzender des Verwaltungsrats der ETA d.o.o., Cerkno/Slowenien Vorsitzender des Verwaltungsrats der BLANCO GmbH & Co. KG, Oberderdingen Vorsitzender des Verwaltungsrats der BLANCO Professional GmbH & Co. KG, Oberderdingen Mitglied des Verwaltungsrats der ARPA S.A.S., Niedermodern/Frankreich Dr. Florian Funck, Essen, geb. am 23. März 1971Mitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg Mitglied des Aufsichtsrats der METRO AG, Düsseldorf Mitglied des Aufsichtsrats der Vonovia SE, Bochum Thomas Kniehl, Stuttgart, geb. am 11. Juni 1965Sachbearbeiter Schäden/Recherchen/Retouren der KAISER+KRAFT GmbH, Stuttgart Vorsitzender des gemeinsamen Gesamtbetriebsrats der KAISER+KRAFT GmbH, Stuttgart, und der KAISER + KRAFT EUROPA GmbH, Stuttgart Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot, Gauting, geb. am 28. Dezember 1944Universitätsprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sartorius AG, Göttingen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen Mitglied des Aufsichtsrats der WIK GmbH, Bad Honnef Mitglied des Aufsichtsrats der WIK-Consult GmbH, Bad Honnef Mitglied des Verwaltungsrats der Sartorius Stedim Biotech S.A., Aubagne/Frankreich Dr. Dorothee Ritz, Pullach, geb. am 31. März 1968Geschäftsführerin Microsoft Österreich, Wien VORSTANDDr. Felix A. Zimmermann, Stuttgart, geb. am 27. Juni 1966Vorstandsvorsitzender, CEO Mitglied des Beirats der Müller Ltd. & Co. KG, Ulm, bis 29. November 2015 Dirk Lessing, Bad Homburg, geb. am 16. März 1963Vorstand Dr. Claude Tomaszewski, Stuttgart, geb. am 25. April 1969Vorstand, CFO
Stuttgart, den 22. Februar 2016 TAKKT AG Der Vorstand Dr. Felix A. Zimmermann Dirk Lessing Dr. Claude Tomaszewski VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der TAKKT AG und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Stuttgart, 22. Februar 2016 TAKKT AG Der Vorstand Dr. Felix A. Zimmermann Dirk Lessing Dr. Claude Tomaszewski Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der TAKKT AG, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewendeten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 22. Februar 2016 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wolfgang Berger, Wirtschaftsprüfer Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer |
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