TAKKT AGStuttgartHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2021DIE ERSTEN SECHS MONATEAN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Damen und Herren,mit einem Umsatzplus von 24,6 Prozent hat TAKKT im
zweiten Quartal das stärkste organische Wachstum der
Unternehmensgeschichte erzielt. Damit hat sich nach dem
erwartet verhaltenen Start ins laufende Geschäftsjahr
die Prognose von deutlich positiven Wachstumsraten ab April
bestätigt. In der organischen Betrachtung lag der
Umsatz im zweiten Quartal rund zwei Prozent unter dem
Vorkrisenniveau von 2019. Der berichtete Umsatz war durch
negative Währungseffekte belastet und stieg um 20,5
Prozent auf 291,0 (241,5) Millionen Euro.
Die hohe Wachstumsgeschwindigkeit im zweiten Quartal ist
sowohl auf die vergleichsweise schwache Basis im Vorjahr
als auch auf die anhaltend starke Nachfrage von Seiten der
Kunden zurückzuführen. Wie bereits im ersten
Quartal hätte diese Nachfrage ein noch stärkeres
Umsatzwachstum ermöglicht. Aufgrund einer hohen
Kapazitätsauslastung bei Herstellern und gleichzeitig
Beeinträchtigungen in der Lieferkette kam es zu
längeren Lieferzeiten, wodurch der Auftragsbestand im
Verlauf des ersten Halbjahrs deutlich anstieg.
Das ausgewiesene EBITDA ist durch Einmaleffekte
beeinflusst. Infolge einer Konkretisierung
umsatzsteuerrechtlicher Vorgaben für
E-Commerce-Händler in den USA traf TAKKT im zweiten
Quartal eine Risikovorsorge, die das Ergebnis um 3,3
Millionen Euro verringerte. Im Vorjahr realisierte die
Gruppe einen Einmalertrag aus einem Immobilienverkauf in
Höhe von 4,5 Millionen Euro. Dadurch war das EBITDA im
zweiten Quartal mit 25,4 (27,3) Millionen Euro etwas
niedriger als im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 8,7
(11,3) Prozent. Bereinigt um die Einmaleffekte stieg das
Ergebnis prozentual stärker als der Umsatz und lag mit
28,7 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert
von 22,8 Millionen Euro.
Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 5,9
Prozent auf 557,3 (526,4) Millionen Euro. Das organische
Wachstum betrug 9,5 Prozent. Das EBITDA erreichte in der
ersten Jahreshälfte 51,8 (51,6) Millionen Euro, in
beiden Perioden belasteten Einmaleffekte das Ergebnis in
Höhe von rund drei Millionen Euro. Die EBITDA-Marge
lag bei 9,3 (9,8) Prozent. Der freie TAKKT-Cashflow
profitierte von einem einmaligen Mittelzufluss in Höhe
von 13,4 Millionen Euro aus dem Verkauf von
Minderheitsbeteiligungen. Im Vorjahr resultierten
erhebliche Zuflüsse aus dem Abbau von
Nettoumlaufvermögen und dem Immobilienverkauf. Der
freie TAKKT-Cashflow war daher mit 49,0 (90,9) Millionen
Euro wie erwartet deutlich niedriger als vor einem Jahr.
Mit Blick auf das zweite Halbjahr geht TAKKT davon aus,
weiterhin stark organisch wachsen zu können. Weil die
Vergleichsbasis deutlich ansteigt, werden die
künftigen Wachstumsraten unter denen des zweiten
Quartals liegen. Der hohe Auftragsbestand könnte im
weiteren Jahresverlauf teilweise abgebaut werden und zum
Umsatzwachstum zusätzlich beitragen. Es ist jedoch
schwer abzuschätzen, wie lange die aktuell bestehenden
Beeinträchtigungen der Lieferkette andauern werden.
Die gestiegenen Preise vieler Rohstoffe und die
Verteuerung der Frachtkosten hat TAKKT im ersten Halbjahr
durch Preisanpassungen an Kunden weitergegeben. Auch
künftige Preissteigerungen der Vorlieferanten wird die
Gruppe weiterreichen. Insbesondere durch dieses
inflationsbedingt höhere Preisniveau rechnet TAKKT
jetzt für das Gesamtjahr mit einer organischen
Wachstumsrate zwischen zwölf und 17 Prozent und damit
einem stärkeren organischen Wachstum als die sieben
bis zwölf Prozent, die im Geschäftsbericht
prognostiziert wurden. TAKKT gibt das höhere
Preisniveau an Kunden weiter, schlägt aber aktuell
keine zusätzliche Gewinnspanne bei der eigenen
Preissetzung auf. Dadurch sind keine größeren
Effekte auf den absoluten Betrag von Rohertrag und Ergebnis
zu erwarten. Das EBITDA soll 2021 weiterhin zwischen 100
und 120 Millionen Euro betragen.
Wie im April angekündigt, hat der Aufsichtsrat der
TAKKT AG Maria Zesch einstimmig zur neuen
Vorstandsvorsitzenden (CEO) des Unternehmens ernannt. Sie
übernimmt die Position zum 01. August 2021 und folgt
damit auf Felix Zimmermann, der mit Ablauf der
Hauptversammlung am 11. Mai 2021 auf eigenen Wunsch aus dem
Vorstand ausgeschieden ist.
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KENNZAHLEN TAKKT-KONZERN UND SEGMENTEscrollen
* organisch, d.h. bereinigt um
Währungseffekte
TAKKT-AKTIE UND INVESTOR RELATIONSDie internationalen Kapitalmärkte entwickelten sich
im ersten Halbjahr insgesamt weiter positiv. In Deutschland
bewegten sich die Indizes zum Jahresstart 2021
zunächst seitwärts, nachdem sie im zweiten
Halbjahr 2020 den signifikanten Einbruch durch die
Coronavirus-Pandemie bereits ausgleichen konnten. Vor dem
Hintergrund der anhaltend expansiven Geld- und
Fiskalpolitik in den USA und Europa stiegen die Indizes
dann ab März weiter an und markierten jeweils neue
Allzeithochs. Bis zur Jahresmitte gewann der DAX 13,2
Prozent, der SDAX legte um 8,5 Prozent zu. Auch der
Aktienkurs von TAKKT entwickelte sich zum Jahresanfang
zunächst seitwärts. Mit Veröffentlichung der
vorläufigen Zahlen und des Dividendenvorschlags stieg
die Aktie Ende Februar deutlich an. Neben der Zahlung einer
Dividende für das Geschäftsjahr 2020 schlugen
Vorstand und Aufsichtsrat vor, auch die im Vorjahr
ausgesetzte Basisdividende nachzuholen. In einem insgesamt
positiven Börsenumfeld verteuerte sich die TAKKT-Aktie
bis zur Hauptversammlung am 11. Mai auf 14,30 Euro. Der
anschließende Kursrückgang durch den
Dividendenabschlag von 1,10 Euro konnte bis Ende Juni
nahezu aufgeholt werden. Der Schlusskurs am 30. Juni lag
bei 14,02 Euro (Jahresende 2020: 10,66 Euro). Inklusive der
Dividende lag die Rendite der TAKKT-Aktie im ersten
Halbjahr 2021 damit bei plus 41,8 Prozent.
Die Investor-Relations-Arbeit bei TAKKT zielt auf eine
transparente und verlässliche Information der
Aktionäre, Analysten und Investoren. Im ersten
Halbjahr 2021 nahm TAKKT an mehreren
Kapitalmarktkonferenzen teil, welche alle in einem
virtuellen Format stattfanden. Dazu zählten die
Kapitalmarktkonferenzen von ODDO BHF sowie von Kepler
Cheuvreux und Unicredit im Januar, dem CIC Market Solutions
Forum von Crédit Mutuel im Mai sowie die CEE
Consumer Conference der Erste Bank im Juni. Darüber
hinaus führte das Unternehmen Gespräche mit
Investoren auf einer virtuellen Roadshow. Ende März
erläuterte der Vorstand auf der Analystenkonferenz die
Geschäftszahlen des vergangenen Jahres sowie die
Strategie und den Ausblick für 2021.
Die Aktien der TAKKT AG befinden sich unverändert
zu knapp über 50 Prozent im Besitz der Franz Haniel
& Cie. GmbH. Bei der regionalen Verteilung des
Streubesitzes institutioneller Investoren stieg der Anteil
der USA etwas an, die restliche Verteilung blieb nahezu
unverändert.
Aktionärsstruktur und regionale Verteilung des Streubesitzes institutioneller Investoren per 30. Juni 2021 *
* Für regionale Verteilung
Näherungswerte, Basis: Daten von Bloomberg
Kursentwicklung der TAKKT-Aktie (52-Wochen-Vergleich, SDAX als Vergleichsindex)
Die TAKKT-Aktie wird derzeit von acht Analysten
beobachtet. Zum 26. Juli 2021 empfahlen fünf Analysten
den Kauf der TAKKT-Aktie, drei Empfehlungen lauteten auf
Halten. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 15,00 Euro.
Analystenempfehlungen
Einstufungen der Analysten zum 26.07.2021scrollen
Die Hauptversammlung der TAKKT AG fand am 11. Mai 2021
erneut in virtueller Form statt. Die Teilnehmer konnten die
Veranstaltung über Ton- und Videoaufzeichnung live im
Internet über ein Aktionärsportal verfolgen und
ihre Stimmrechte ausüben. Alle eingereichten Fragen
wurden vom Vorstandsvorsitzenden Felix Zimmermann
beantwortet. Auf der Tagesordnung standen die Entscheidung
über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand
und Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers sowie
die Billigung des Vergütungssystems für den
Vorstand und den Aufsichtsrat. Allen Punkten der
Tagesordnung wurde mit großer Mehrheit zugestimmt.
Damit bestätigten die Aktionäre auch den
Vorschlag, neben der Zahlung einer Dividende von 0,55 Euro
für das Geschäftsjahr 2020 auch die im Vorjahr
ausgesetzte Basisdividende von ebenfalls 0,55 Euro
nachzuholen. Die detaillierten Abstimmungsergebnisse der
Hauptversammlung 2021 können auf der Webseite der
TAKKT AG im Bereich Investor Relations eingesehen werden.
Im Anschluss an die Hauptversammlung wurde wie geplant
ein Wechsel in der Rollenverteilung im Aufsichtsrat
vollzogen. Thomas Schmidt, CEO des
TAKKT-Mehrheitsaktionärs Haniel, wurde vom
Aufsichtsrat zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der
bisherige Vorsitzende Florian Funck bleibt dem Aufsichtsrat
als Mitglied weiterhin erhalten.
ZWISCHENLAGEBERICHT
|
| Strategische Ziele | Unterziele (bis 2025) |
| Profitabel
wachsen |
• Langfristige
organische Umsatzsteigerung von rund 5% p.a.
• Zusätzliches Wachstum durch Akquisitionen • Nachhaltige Steigerung des EBITDA |
| Geschäftsmodell
transformieren |
• Organisatorische
Neuausrichtung mit Fokussierung auf zwei
Geschäftsmodelle
• Mitarbeitenden-NPS von über 30 • Kunden-NPS von über 60 • Überproportionales organisches E-Commerce-Wachstum |
| Nachhaltig
handeln |
• Frauenanteil in
Führungspositionen von mindestens 30 Prozent
• Anteil nachhaltiger Produkte von über 20 Prozent • 100 Prozent klimaneutrale Printwerbung und Versandprozesse |
TAKKT will das organische Wachstum beschleunigen und
eine organische Umsatzsteigerung von jährlich rund
fünf Prozent im langfristigen Durchschnitt erreichen.
Zusätzlich soll die Gruppe auch weiterhin über
Akquisitionen wachsen. Daneben legt TAKKT großen Wert
auf eine hohe Profitabilität. Den Ausgangspunkt bildet
eine Rohertragsmarge, die im Konzerndurchschnitt über
40 Prozent liegen soll. Das operative Ergebnis (EBITDA)
will TAKKT nachhaltig steigern.
Mit TAKKT 4.0 treibt die Gruppe die Transformation des
Geschäftsmodells voran und fokussiert sich auf zwei
Geschäftsmodelle für zwei spezifische
Kundentypen. Durch diesen stärkeren Fokus auf die
Kunden sollen sich deren Einkaufserlebnis und Zufriedenheit
verbessern. Die Gruppe hat sich zudem das Ziel gesetzt, die
Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen und
die eigene Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu
stärken. Mit der Weiterentwicklung des
Geschäftsmodells will TAKKT von der zunehmenden
Verlagerung des Geschäfts hin zu
Online-Vertriebskanälen profitieren und beim
E-Commerce weiterhin überproportional organisch
wachsen.
Nachhaltigkeit ist seit Jahren integraler Bestandteil
der Unternehmensstrategie. TAKKT ist davon überzeugt,
dass Nachhaltigkeit über alle
Wertschöpfungsstufen hinweg einen Wettbewerbsvorteil
darstellt und dauerhaft den Unternehmenswert steigert. Die
Nachhaltigkeitsziele von TAKKT decken die verschiedenen
Dimensionen der Nachhaltigkeit ab. Konkret will TAKKT den
Frauenanteil in Führungspositionen steigern, den
Anteil nachhaltiger Produkte weiter ausbauen sowie die
Printwerbung und Versandprozesse vollständig
klimaneutral stellen.
Ausführlichere Informationen zu den
Unternehmenszielen und der Strategie finden sich im
Geschäftsbericht 2020 ab Seite 44.
Das Steuerungssystem von TAKKT knüpft an die
strategischen Ziele der Gruppe an und umfasst
finanzwirtschaftliche sowie weitere operative
Steuerungsgrößen. Diese Indikatoren werden in
verschiedene Perspektiven gegliedert (Wachstum, Kosten und
Ertrag, Cash, Kunden- und Mitarbeitendenperspektive sowie
Nachhaltigkeit).
Als Maßstab für das Wachstum der Gruppe dient
die organische Umsatzentwicklung sowie das organische
E-Commerce-Wachstum. Unter Kosten und Ertrag werden die
Kennzahlen Rohertragsmarge und EBITDA betrachtet. Die
Cash-Perspektive umfasst die Kennzahlen TAKKT-Cashflow und
freier TAKKT-Cashflow sowie die Investitionsquote. Die
Kunden- und Mitarbeitendenperspektive wird mit dem cNPs
sowie dem eNPS erhoben. Für den Fortschritt im Bereich
Nachhaltigkeit greift TAKKT auf die Indikatoren
Frauenanteil in Top-Führungspositionen, Umsatzanteil
nachhaltiger Produkte und Anteil CO2-neutraler
Aktivitäten zurück. Nähere Informationen zum
Steuerungssystem sind im Geschäftsbericht 2020 ab
Seite 47 erläutert.
Die Konjunkturentwicklung in den für TAKKT
relevanten Märkten war im ersten Halbjahr weiterhin
von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Unterschiedliche
Inzidenzwerte, die Verschärfung oder Lockerung von
Schutzmaßnahmen und der Fortschritt bei den Impfungen
führten vor allem zu Jahresbeginn noch zu einer
unterschiedlichen Dynamik in den einzelnen Regionen. Im
zweiten Quartal gewann die konjunkturelle Erholung dann
überall deutlich an Fahrt.
In den USA profitierte die Wirtschaft ab Jahresbeginn
vom vergleichsweise schnellen Impftempo, den damit
einhergehenden Lockerungen der Schutzmaßnahmen und
der expansiven Fiskalpolitik. Nachdem die
Wirtschaftsleistung in der Eurozone von Januar bis
März aufgrund des verlängerten Lockdowns noch
rückläufig war, führte die
anschließende Lockerung der Schutzmaßnahmen und
der daraus resultierende Nachfrageimpuls zu einem
dynamischen Aufschwung. Weltweit führten die starke
Nachfrage zusammen mit Kapazitäts- und
Transportengpässen zu einer eingeschränkten
Verfügbarkeit wichtiger Roh- und Ausgangsstoffe und
spürbar steigenden Preisen.
Zur Einschätzung der branchenspezifischen
Rahmenbedingungen nutzt TAKKT verschiedene Indikatoren, die
im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 52 ausführlich
beschrieben sind. Die vor allem für die
europäische KAISER+KRAFT Gruppe relevanten
Einkaufsmanagerindizes spiegelten die konjunkturelle
Dynamik wider. Sie lagen im ersten Halbjahr deutlich
über der Expansionsschwelle von 50 Punkten und
erreichten mehrfach neue Höchstwerte. Bis Juni stieg
der Wert auf 63,4 Punkte für die Eurozone und 65,1
Punkte für Deutschland.
Auch der für Central und - in geringerem Maße
- für Hubert relevante Restaurant Performance Index
(RPI) deutet aktuell auf gute Rahmenbedingungen hin. Im Mai
lag der Index bei 105,5 Punkten und damit nur leicht unter
dem Rekordwert des Vormonats von 106,3 Punkten.
Wie erwartet war der Start in das Geschäftsjahr
2021 eher verhalten. Vor dem Hintergrund der hohen
Infektionszahlen im Winter und der Verlängerung der
Schutzmaßnahmen in vielen Regionen war die Nachfrage
im ersten Quartal gedämpft. Auch weil die
Vorjahreszahlen im Januar und Februar 2020 nicht von der
Pandemie beeinflusst waren, lag die organische
Wachstumsrate noch im negativen Bereich.
Gegen Ende des ersten Quartals zog die Nachfrage dann
spürbar an. Diese positive Entwicklung setzte sich in
den folgenden Monaten fort. Im Vergleich zum stark durch
die Pandemie beeinträchtigten Vorjahr erzielte TAKKT
im zweiten Quartal insgesamt einen organischen
Umsatzanstieg von fast 25 Prozent.
Die starke Nachfrage von Seiten der Kunden hätte im
ersten und zweiten Quartal ein noch stärkeres
Umsatzwachstum ermöglicht. Aufgrund einer hohen
Kapazitätsauslastung bei Herstellern und gleichzeitig
Beeinträchtigungen in der Lieferkette kam es zu
längeren Lieferzeiten, wodurch der Auftragsbestand im
Verlauf des ersten Halbjahrs deutlich anstieg. Weil der
gesamte Markt von den oben genannten Problemen betroffen
ist, reagierten die Kunden mit Verständnis auf die
Verzögerungen. Es gab daher keinen spürbaren
Anstieg bei Stornierungen von bereits aufgegebenen
Bestellungen.
Im Omnichannel Commerce Segment lag der Umsatz im ersten
Quartal organisch nahezu auf Vorjahresniveau. Im zweiten
Quartal erzielte das Segment mit einem Plus von 37,0
Prozent das stärkste Wachstum innerhalb der Gruppe.
Gründe für das starke Wachstum waren zum einen
der überdurchschnittlich starke Umsatzrückgang im
Vorjahr, zum anderen aber auch eine starke Nachfrage der
Kunden in allen drei Geschäftseinheiten.
ratioform verzeichnete eine anhaltend hohe Nachfrage
nach Verpackungslösungen und damit bereits seit
Jahresbeginn ein zweistelliges organisches Wachstum, das
sich in den letzten drei Monaten auch aufgrund der
niedrigeren Vergleichsbasis noch mal deutlich
beschleunigte. Die Geschäfte von KAISER+KRAFT mit
Betriebs- , Lager- und Büroausstattung ebenso wie der
Vertrieb von Büromöbeln von NBF starteten dagegen
mit einem leichten Minus in das neue Jahr, konnten im
zweiten Quartal jedoch stark zweistellige organische
Wachstumsraten erwirtschaften.
Das Segment Web-focused Commerce konnte die organische
Wachstumsrate im Verlauf des ersten Halbjahrs deutlich
steigern. Nach einem Minus von 5,6 Prozent im ersten
Quartal, legte der Umsatz im zweiten Quartal um 10,0
Prozent zu. Dabei entwickelten sich die beiden
Geschäftseinheiten nach wie vor sehr unterschiedlich.
Die auf den Bedarf kleinerer und mittelgroßer
Unternehmenskunden fokussierten Newport-Gesellschaften
konnten ihr starkes organisches Wachstum fortsetzen. Der
Geschäftsbereich legte das fünfte Quartal in
Folge zweistellig zu und hat das Wachstumstempo dabei
stetig gesteigert. Weiterhin herausfordernd ist die
Situation beim Geschäft mit Aufstellern und Bannern
von Displays2go. Zwar haben die USA die
Schutzmaßnahmen aufgrund der Pandemie im ersten
Halbjahr deutlich gelockert, die Anzahl größerer
Veranstaltungen oder Messen ist jedoch weiter auf deutlich
niedrigerem Niveau als vorher. Vor allem aufgrund der
niedrigeren Vergleichsbasis reduzierte sich das organische
Minus bei Displays2go von einem prozentual zweistelligen
Wert im ersten Quartal auf einen einstelligen Wert im
zweiten.
Auch das zu Jahresanfang neu gebildete Segment
Foodservice Equipment & Supplies zeigte sich im zweiten
Quartal mit einem organischen Wachstum von 9,0 Prozent nach
einem Minus von 8,7 Prozent zu Jahresbeginn deutlich
verbessert.
Diese Verbesserung im Jahresverlauf ist fast
ausschließlich auf die Aktivitäten von Central
zurückzuführen. Der auf kleinere und oft
familiengeführte Restaurants ausgerichtete
Geschäftsbereich profitierte von den Lockerungen der
Schutzmaßnahmen und konnte nach einem leichten Minus
im Vorquartal in den vergangenen drei Monaten hohes
zweistelliges Wachstum erzielen. Das stärker auf
Großkantinen und Cafeterien ausgerichtete
Geschäft von Hubert war dagegen in beiden Quartalen
zweistellig rückläufig.
TAKKT konnte den E-Commerce-Anteil im ersten Halbjahr
weiter steigern. Der Anteil erhöhte sich auf 61,1
(59,6) Prozent. Das organische E-Commerce-Wachstum lag
erneut über der organischen Umsatzentwicklung der
Gruppe und betrug 15,9 Prozent.
Die Anteile von Eigenmarken und Direktimporten
entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Der
Umsatzanteil von Eigenmarken stieg auf 25,2 (23,3) Prozent.
Während sich der Umsatz mit Direktimporten
gegenüber dem Vorjahr absolut erhöhte, ging deren
Umsatzanteil etwas zurück und lag bei 20,5 (22,8)
Prozent. Durch die Schwierigkeiten beim globalen
Warentransport waren diese Produkte überproportional
von Lieferengpässen betroffen.
Das erste Halbjahr 2020 war ab Mitte März stark
durch die erste Welle der Coronavirus-Pandemie
beeinträchtigt. Gegenüber dieser Vergleichsbasis
konnte TAKKT den Umsatz in der ersten Jahreshälfte
2021 um 5,9 Prozent auf 557,3 (526,4) Millionen Euro
steigern. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte, die das
berichtete Wachstum um 3,6 Prozentpunkte verringerten, war
das organische Umsatzplus mit 9,5 Prozent sogar fast
zweistellig.
Die Aktivitäten im Segment Omnichannel Commerce
waren im Vorjahr besonders stark von Umsatzeinbußen
durch die Pandemie betroffen und konnten im
Berichtszeitraum deutlich zweistellig wachsen. Der Umsatz
stieg insgesamt um 12,9 Prozent auf 347,2 (307,7) Millionen
Euro. Bereinigt um den negativen Währungseffekt in
Höhe von 2,5 Prozentpunkten erreichte das organische
Wachstum 15,4 Prozent. Alle drei Geschäftseinheiten
KAISER+KRAFT, ratioform und NBF erzielten zweistellige
organische Wachstumsraten.
Im Web-focused Commerce Segment war der Umsatz mit 120,0
(120,7) Millionen Euro nahezu identisch wie im Vorjahr.
Bereinigt um den negativen Währungseffekts in
Höhe von 2,5 Prozentpunkten erzielte das Segment ein
organisches Wachstum von 1,9 Prozent. Während Newport
ein deutlich zweistelliges organisches Wachstum
verzeichnete, war das auf Konferenzen und Messen
ausgerichtete Geschäft von Displays2go prozentual
zweistellig rückläufig.
Auch im Segment Foodservice Equipment & Supplies
belastete der im Vergleich zum Vorjahr schwächere
US-Dollar den Umsatz in der Berichtswährung Euro. Er
lag im Berichtszeitraum mit 92,3 (100,1) Millionen Euro um
7,8 Prozent unter dem Vorjahr. Bereinigt um den
Währungseffekt in Höhe von 8,3 Prozentpunkten
konnte das Segment ein leichtes organisches Wachstum von
0,5 Prozent erzielen. Central profitierte von der guten
Nachfrage von Restaurants nach Lockerung der
Schutzmaßnahmen und konnte organisch zweistellig
wachsen. Das Geschäft von Hubert blieb dagegen
herausfordernd und war im zweistelligen Prozentbereich
rückläufig.
Mit 40,7 (40,6) Prozent blieb die Rohertragsmarge im
ersten Halbjahr nahezu unverändert zum Vorjahr. In
beiden Zeiträumen war die Marge durch negative Effekte
beeinflusst. Im laufenden Jahr resultierten diese aus einer
geringeren Frachtmarge, unter anderem in Folge der
gestiegenen Frachtkosten. Im Vorjahr belasteten Effekte aus
der Vorratsbewertung.
Als Reaktion auf die Pandemie und den dadurch
verursachten Umsatzrückgang hatte TAKKT ab März
2020 ein umfassendes Kostenmanagement umgesetzt und vor
allem im zweiten Quartal hohe Einsparungen bei Personal-
und Marketingaufwendungen erzielt. Um der starken Nachfrage
von Kundenseite gerecht zu werden und das gute
Wachstumspotential zu nutzen, steigerte TAKKT im
Berichtszeitraum die Ausgaben für Marketing und
Personal. Die Personalkosten waren im Vorjahr durch
Einmalaufwendungen in Höhe von rund sieben Millionen
Euro belastet. Sie lagen im ersten Halbjahr bei 91,8 (93,0)
Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) war wie bereits im Vorjahr durch Einmaleffekte
beeinflusst. Infolge einer Konkretisierung
umsatzsteuerrechtlicher Vorgaben für
E-Commerce-Händler in den USA traf TAKKT eine
Risikovorsorge, die das Ergebnis um 3,3 Millionen Euro
verringerte. Im Vorjahr resultierte zusätzlich zu den
oben genannten einmaligen Personalaufwendungen auch ein
einmaliger Ertrag aus einem Immobilienverkauf. Insgesamt
war das Vorjahresergebnis damit ebenfalls um rund drei
Millionen Euro verringert. In der ersten Jahreshälfte
erwirtschaftete TAKKT ein EBITDA in Höhe von 51,8
(51,6) Millionen Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 9,3 (9,8)
Prozent.
Das Omnichannel Commerce Segment steigerte das Ergebnis
deutlich auf 52,5 (38,3) Millionen Euro. Die EBITDA-Marge
erhöhte sich auf 15,1 (12,5) Prozent. Neben dem
starken Wachstum trug zu diesem Anstieg auch der Wegfall
der oben genannten einmaligen Personalaufwendungen bei, die
das Segmentergebnis im Vorjahr belasteten.
Im Web-focused Commerce Segment lag das EBITDA bei 2,2
(7,7) Millionen Euro und die Marge bei 1,8 (6,4) Prozent.
Während die Newport-Gesellschaften ein höheres
Ergebnis als im Vorjahr erzielten, war das EBITDA von
Displays2go auch aufgrund der oben genannten Risikovorsoge
negativ.
Das EBITDA im Segment Foodservice Equipment &
Supplies lag bei 4,9 (12,7) Millionen Euro, die Marge bei
5,3 (12,7) Prozent. Der Ergebnisrückgang ist auf den
Einmalertrag für einen Immobilienverkauf im Vorjahr
und das schwache Geschäft bei Hubert
zurückzuführen.
Die Abschreibungen waren mit 18,6 (19,9) Millionen Euro
etwas geringer als im Vorjahr. Das EBIT stieg auf 33,2
(31,7) Millionen Euro, die EBIT-Marge lag unverändert
bei 6,0 Prozent. Durch den Verkauf einer Beteiligung sowie
geringere Zinsaufwendungen verbesserte sich das
Finanzergebnis auf plus 0,7 (minus 3,1) Millionen Euro. Das
Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 33,9 (28,6)
Millionen Euro. Aufgrund des nur gering besteuerten
Beteiligungsertrags reduzierte sich die Steuerquote auf
22,4 (24,8) Prozent. Das Periodenergebnis stieg deutlich
auf 26,3 (21,5) Millionen Euro. Das entspricht einem
Ergebnis je Aktie von 0,40 (0,33) Euro im ersten Halbjahr.
Das Geschäftsmodell der TAKKT zeichnet sich
weiterhin durch einen hohen operativen und freien Cashflow
aus. Der TAKKT-Cashflow stieg auf 47,0 (42,5) Millionen
Euro, die Cashflow-Marge erreichte 8,4 (8,1) Prozent. Der
TAKKT-Cashflow je Aktie lag bei 0,72 (0,65) Euro.
In Summe stieg das Nettoumlaufvermögen im ersten
Halbjahr 2021 leicht an, während TAKKT im Vorjahr
daraus einen Mittelzufluss von über dreißig
Millionen Euro generieren konnte. Vor dem Hintergrund der
Krise hatte die Gruppe umfangreiche Maßnahmen zum
Abbau des Nettoumlaufvermögens implementiert. Der
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag
dadurch mit 42,6 (75,4) Millionen Euro deutlich niedriger
als im ersten Halbjahr 2020.
Die Investitionen lagen mit 7,2 (6,9) Millionen Euro auf
ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Der freie
TAKKT-Cashflow profitierte wie bereits im Vorjahr durch
einmalige Effekte. Im Vorjahr resultierte ein Mittelzufluss
von 21,9 Millionen Euro aus dem Immobilienverkauf in den
USA, im ersten Halbjahr 2021 flossen TAKKT 13,4 Millionen
Euro aus dem Verkauf von Beteiligungen zu. Ein
Mittelzufluss von über zehn Millionen Euro resultierte
aus dem Verkauf eines Start-Up-Investments der
TAKKT-Beteiligungsgesellschaft in parcelLab im Rahmen einer
Finanzierungsrunde. Die Ausgaben für das Investment
lagen bei unter einer Million Euro. Der freie
TAKKT-Cashflow lag damit bei 49,0 (90,9) Millionen Euro.
Durch die Nachholung der im Vorjahr ausgesetzten
Basisdividende zusätzlich zur regulären
Ausschüttung überstieg die Dividendenzahlung mit
72,2 Millionen Euro den freien TAKKT-Cashflow. Dadurch
erhöhte sich die Nettofinanzverschuldung von 75,4
Millionen Euro am Jahresende 2020 auf 101,7 Millionen Euro.
Detailliertere Angaben zur Entstehung und Verwendung des
Cashflows sind der Kapitalflussrechnung dieses
Halbjahresberichts zu entnehmen.
Vor dem Hintergrund der deutlichen Verbesserung des
Geschäfts stieg die Aktivseite der Gruppe im ersten
Halbjahr etwas an. Positive Wechselkurseffekte aus dem im
Vergleich zum Jahresende stärkeren US-Dollar trugen zu
diesem Anstieg bei. Insgesamt erhöhte sich die
Aktivseite auf 1.024,6 (31.12.2020: 1.004,3) Millionen
Euro.
Das langfristige Vermögen war mit 780,3 (781,1)
Millionen Euro nahezu unverändert. Während das
Volumen der Sachanlagen etwas zurückging, nahmen die
immateriellen Vermögenswerte in ähnlicher
Höhe zu.
Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich
deutlich von 223,2 auf 244,3 Millionen Euro. Aufgrund der
dynamischen Geschäftsentwicklung stiegen sowohl die
Vorräte als auch die Forderungen gegenüber
Kunden.
Das Zahlungsverhalten der Kunden war durch die
Coronakrise weiterhin nicht wesentlich beeinflusst. Die
Debitorenlaufzeit lag weiterhin auf einem stabilen Niveau
von 28 (29) Tagen. Auch die Forderungsausfälle blieben
mit einer Ausfallquote von unter 0,2 Prozent vom Umsatz auf
konstant niedrigem Niveau.
Durch den Anstieg des kurzfristigen Vermögens
veränderte sich die Struktur der Aktivseite im ersten
Halbjahr leicht. Weiterhin macht jedoch das langfristige
Vermögen mit 76,2 (77,8) Prozent und dabei vor allem
die Geschäfts- und Firmenwerte mit 56,3 (56,5) Prozent
den Großteil des Vermögens aus.
Das Eigenkapital ging im ersten Halbjahr um 19,7
Millionen Euro zurück und betrug zur Jahresmitte 629,9
(649,6) Millionen Euro. Die negativen Effekte durch die
hohe Dividendenzahlung von 72,2 Millionen Euro wurden durch
das Periodenergebnis in Höhe von 26,3 Millionen Euro,
positive Währungseffekte in Höhe von 10,7
Millionen Euro sowie positive erfolgsneutrale Effekte aus
der Bewertung von Pensionen und Beteiligungen in Höhe
von 15,3 Millionen Euro teilweise kompensiert. Die
Eigenkapitalquote ging leicht auf 61,5 (64,7) Prozent
zurück.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im ersten
Halbjahr um 40,0 Millionen Euro auf 394,7 (354,7) Millionen
Euro. Zum einen erhöhten sich die
Bankverbindlichkeiten, zum anderen stiegen die
Verbindlichkeiten im Zuge der Belebung des Geschäfts.
In der Folge erhöhte sich der Anteil der kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber den langfristigen, die
jedoch weiter deutlich über 50 Prozent der
Verbindlichkeiten ausmachen.
Die im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 74
dargelegten Risiken und Chancen des TAKKT-Konzerns haben
sich im ersten Halbjahr nicht wesentlich verändert.
Nach Einschätzung des Vorstands bestehen keine
wesentlichen Einzelrisiken, die als bestandsgefährdend
einzustufen wären.
Das bedeutendste Risiko, aber auch eine nennenswerte
Chance, besteht für den TAKKT-Konzern weiterhin in der
Entwicklung der Konjunktur. Durch die zunehmenden
Impffortschritte sowie die expansiven geld- und
fiskalpolitischen Maßnahmen weltweit hat sich die
positive Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021
fortgesetzt. Es besteht jedoch unverändert ein
Konjunkturrisiko, etwa durch die Folgen möglicher
neuer Schutzmaßnahmen angesichts hoher
Infektionszahlen durch verschiedene Varianten des
Coronavirus.
Daneben besteht durch den Eintritt von neuen
Web-focused-Anbietern und Online-Marktplatz-Modellen oder
einer Veränderung des Verhaltens etablierter Anbieter
das Risiko eines aggressiveren Wettbewerbs mit einer
negativen Auswirkung auf Umsatz und Rohertrag.
Ebenfalls als bedeutsam schätzt TAKKT das Risiko
durch strukturelle Nachfrageänderungen ein. Der Trend
zu neuen Formen der Zusammenarbeit und virtuellen oder
hybriden Veranstaltungsformaten hat sich durch die Folgen
der Coronavirus-Pandemie beschleunigt. Daraus können
nachhaltige Marktveränderungen resultieren.
Mittelfristig besteht damit das Risiko, dass die Nachfrage
nach Büroausstattung und Displays zurückgehen
wird. Gleichzeitig bietet sich die Chance, vom steigenden
Bedarf an Produkten für das Home-Office zu
profitieren. TAKKT beobachtet und analysiert diese Trends
und wird bei Bedarf gegensteuern, etwa über eine
Anpassung von Produktsortimenten.
Des Weiteren gibt es im Zusammenhang mit der Umsetzung
von TAKKT 4.0 wesentliche Risiken. Ziele oder
Maßnahmen werden möglicherweise später
erreicht oder Ergebnisse fallen nicht zufriedenstellend
aus. Die Umsetzung kann höhere Kosten verursachen als
geplant oder nicht den gewünschten Effekt auf die
Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.
Die gezielte Ausnutzung von Schwachstellen in der
Informations- und Kommunikationstechnologie durch
Unternehmensexterne stellt ein weiteres Risiko dar. Dies
kann zu erheblichen Zahlungsmittelabflüssen bzw.
Umsatzeinbußen aufgrund von Betriebsausfällen
und Reputationsschäden führen. TAKKT begegnet
diesem Risiko mit technischen Abwehrmaßnahmen,
regelmäßigen Mitarbeiterschulungen sowie durch
die Vorgabe von definierten Prozessen. Aufgrund der
Häufung entsprechender Cyberattacken ist die
Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos gestiegen.
Durch die derzeit hohe Auslastung der globalen
Transportkapazitäten ist das Risiko für negative
Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis durch Engpässe in
den Lieferketten gestiegen. Aufgrund erhöhter
Nachfrage oder fehlender Verfügbarkeit von Produkten
kann es zu einer Stornierung von Aufträgen oder dem
Ausbleiben von Bestellungen kommen. Unterjährige
Preiserhöhungen von Seiten der Lieferanten oder
für Containerfrachten gibt TAKKT an die Kunden weiter.
Dabei besteht ein gewisses Risiko, dass die
Preiserhöhung nur mit Zeitverzug oder nicht
vollständig an die Kunden weitergegeben werden
können.
Chancen ergeben sich für TAKKT wie im
Geschäftsbericht 2020 dargestellt aus einer
Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen, aus der
Transformation des Geschäftsmodells mit der Umsetzung
von TAKKT 4.0 sowie durch steigende Marktanteile für
den Distanzhandel und das starke Wachstum des E-Commerce.
Zudem sollte der Konzern auch künftig von weiteren
wertsteigernden Akquisitionen oder Neugründungen
profitieren können. Weitere Chancen liegen in der
Nachhaltigkeitspositionierung von TAKKT in der Branche, der
Weiterentwicklung der IT-Anwendungen, einer stärkeren
Nutzung neuer Technologien und dem guten Zugang zu Kapital.
Eine ausführlichere Darstellung der für die TAKKT
relevanten Chancen und Risiken findet sich im
Geschäftsbericht 2020 ab Seite 74.
Wie bereits im Vorjahr war die Coronavirus-Pandemie auch
in der ersten Jahreshälfte ein bestimmender Faktor
für die konjunkturelle Entwicklung und den
Geschäftsverlauf der TAKKT Auch im zweiten Halbjahr
werden der weitere Fortschritt bei den Impfungen, die
Infektionszahlen und die Verbreitung neuer Virusvarianten
die Entwicklung beeinflussen.
Aktuelle Konjunkturprognosen sind daher weiterhin mit
einer hohen Unsicherheit behaftet. In einer Studie von Ende
Juli prognostizierte der Internationale Währungsfonds
für 2021 ein BIP-Wachstum von 7,0 Prozent für die
USA und ein Wachstum von 4,6 Prozent für die Eurozone.
Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber den
Schätzungen von April.
Neben den Konjunkturprognosen geben auch Markt- und
Branchenindizes Hinweise auf die weitere Entwicklung
einzelner Geschäftseinheiten. Für KAISER+KRAFT
sind dies die Einkaufsmanagerindizes, für Central der
Restaurant Performance Index (RPI). Die
Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes lagen im
Juni bei sehr hohen Werten von 63,4 Punkten für die
Eurozone und 65,1 Punkten für Deutschland. Der
für den US-Gastronomiemarkt relevante RPI stand
zuletzt bei 105,5 Punkten. Damit deuten diese Indikatoren
auf ein anhaltend positives Marktumfeld für die beiden
Geschäftseinheiten hin.
TAKKT geht mit Blick auf das zweite Halbjahr davon aus,
weiterhin stark organisch wachsen zu können. Weil die
Vergleichsbasis deutlich ansteigt, werden die
künftigen Wachstumsraten unter denen des zweiten
Quartals liegen. Der hohe Auftragsbestand könnte im
weiteren Jahresverlauf teilweise abgebaut werden und zum
Umsatzwachstum zusätzlich beitragen. Es ist jedoch
schwer abzuschätzen, wie lange die aktuell bestehenden
Beeinträchtigungen der Lieferkette andauern werden.
Die gestiegenen Preise vieler Rohstoffe und die
Verteuerung der Frachtkosten hat TAKKT im ersten Halbjahr
durch Preisanpassungen an Kunden weitergegeben. Auch
künftige Preissteigerungen der Vorlieferanten wird die
Gruppe weiterreichen. Insbesondere durch das
inflationsbedingt höhere Preisniveau rechnet TAKKT
jetzt für das Gesamtjahr mit einer organischen
Wachstumsrate zwischen zwölf und 17 Prozent und damit
einem stärkeren organischen Wachstum als die sieben
bis zwölf Prozent, die im Geschäftsbericht
prognostiziert wurden. TAKKT gibt das höhere
Preisniveau an Kunden weiter, schlägt aber aktuell
keine zusätzliche Gewinnspanne bei der eigenen
Preissetzung auf. Dadurch sind keine größeren
Effekte auf den absoluten Betrag von Rohertrag und Ergebnis
zu erwarten.
Die Rohertragsmarge wird durch das höhere
Umsatzniveau in Folge von Preissteigerungen voraussichtlich
jedoch negativ beeinflusst sein. Der im
Geschäftsbericht 2020 prognostizierte Anstieg der
Rohertragsmarge auf einen Wert von über 40 Prozent
(Geschäftsjahr 2020: 39,7 Prozent) könnte daher
geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Die
Personal- und Marketingkosten werden weiterhin deutlich
über dem Niveau von 2020 erwartet. Das EBITDA soll
2021 weiterhin zwischen 100 und 120 Millionen Euro
betragen.
Beim TAKKT-Cashflow erwartet die Gruppe unverändert
einen deutlichen Anstieg auf einen Wert zwischen 80 und 100
Millionen Euro. Der freie TAKKT-Cashflow wird wie erwartet
deutlich unter dem des Jahres 2020 liegen. Bei der
Investitionsquote rechnet TAKKT weiterhin mit einem Wert am
oberen Ende des langfristig angestrebten Richtwerts von
zwischen einem und zwei Prozent vom Umsatz. Die Aussagen im
Geschäftsbericht zur zukünftigen Entwicklung der
Nachhaltigkeitsindikatoren und zur
Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden und Mitarbeitenden
(cNPS und eNPS) gelten unverändert.
Die Zahlen für die ersten neun Monate wird TAKKT am
28. Oktober 2021 veröffentlichen.
| 01.04.2021-
30.06.2021 |
01.04.2020-
30.06.2020 |
01.01.2021-
30.06.2021 |
01.01.2020-
30.06.2020 |
|
| Umsatzerlöse | 291,0 | 241,5 | 557,3 | 526,4 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 0,1 | - 0,8 | 0,1 | - 0,6 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,6 | 0,2 | 0,9 | 0,4 |
| Gesamtleistung | 291,7 | 240,9 | 558,3 | 526,2 |
| Materialaufwand | - 174,1 | - 146,3 | - 331,6 | - 312,5 |
| Rohertrag | 117,6 | 94,6 | 226,7 | 213,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,9 | 5,6 | 2,1 | 7,1 |
| Personalaufwand | - 47,7 | - 40,5 | - 91,8 | - 93,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 45,4 | - 32,4 | - 85,2 | - 76,2 |
| EBITDA | 25,4 | 27,3 | 51,8 | 51,6 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | - 9,4 | - 9,9 | - 18,6 | - 19,9 |
| EBIT | 16,0 | 17,4 | 33,2 | 31,7 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 2,7 | - 0,2 | 2,5 | - 0,4 |
| Finanzierungsaufwand | - 0,9 | - 1,2 | - 2,0 | - 2,5 |
| Übriges Finanzergebnis | 0,3 | 0,0 | 0,2 | - 0,2 |
| Finanzergebnis | 2,1 | - 1,4 | 0,7 | - 3,1 |
| Ergebnis vor Steuern | 18,1 | 16,0 | 33,9 | 28,6 |
| Steueraufwand | - 3,7 | - 3,8 | - 7,6 | - 7,1 |
| Periodenergebnis | 14,4 | 12,2 | 26,3 | 21,5 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | 14,4 | 12,2 | 26,3 | 21,5 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien in Millionen | 65,6 | 65,6 | 65,6 | 65,6 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,22 | 0,19 | 0,40 | 0,33 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,22 | 0,19 | 0,40 | 0,33 |
| 01.04.2021-
30.06.2021 |
01.04.2020-
30.06.2020 |
01.01.2021-
30.06.2021 |
01.01.2020-
30.06.2020 |
|
| Periodenergebnis | 14,4 | 12,2 | 26,3 | 21,5 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen | 2,0 | - 10,8 | 8,9 | - 1,7 |
| Auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen entfallende Steuern | - 0,7 | 3,2 | - 2,7 | 0,5 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Folgebewertung von Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente | 9,2 | - 0,3 | 9,2 | - 0,9 |
| Auf Folgebewertung von Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente entfallende Steuern | - 0,1 | 0,0 | - 0,1 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern für Bestandteile, die zukünftig nicht erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden | 10,4 | - 7,9 | 15,3 | - 2,1 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges | 0,1 | - 0,2 | - 0,6 | 0,1 |
| Erfolgswirksame Auflösung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0,0 | 0,0 | 0,8 | 1,8 |
| Auf Folgebewertung von Cashflow-Hedges entfallende Steuern | - 0,1 | 0,1 | 0,0 | - 0,4 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges | 0,0 | - 0,1 | 0,2 | 1,5 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Anpassung von Währungsrücklagen | - 3,8 | - 8,8 | 10,7 | - 3,1 |
| Erfolgswirksame Auflösung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus der Anpassung von Währungsrücklagen | - 3,8 | - 8,8 | 10,7 | - 3,1 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern für Bestandteile, die zukünftig erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden | - 3,8 | - 8,9 | 10,9 | - 1,6 |
| Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 6,6 | - 16,8 | 26,2 | - 3,7 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | 6,6 | - 16,8 | 26,2 | - 3,7 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 21,0 | - 4,6 | 52,5 | 17,8 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | 21,0 | - 4,6 | 52,5 | 17,8 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| Sachanlagen | 125,6 | 131,6 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 577,1 | 567,9 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 67,2 | 68,8 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0,0 | 0,5 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6,7 | 7,5 |
| Latente Steuern | 3,7 | 4,8 |
| Langfristiges Vermögen | 780,3 | 781,1 |
| Vorräte | 114,2 | 105,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 98,5 | 86,9 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 20,7 | 21,4 |
| Ertragsteuerforderungen | 7,1 | 5,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3,8 | 4,3 |
| Kurzfristiges Vermögen | 244,3 | 223,2 |
| Bilanzsumme | 1.024,6 | 1.004,3 |
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| Gezeichnetes Kapital | 65,6 | 65,6 |
| Gewinnrücklagen | 590,7 | 627,1 |
| Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | - 26,4 | - 43,1 |
| Konzerneigenkapital | 629,9 | 649,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 72,8 | 67,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 78,0 | 85,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 4,8 | 4,4 |
| Latente Steuern | 62,0 | 57,9 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 217,6 | 215,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 32,7 | 15,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43,3 | 34,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 74,8 | 60,0 |
| Rückstellungen | 20,4 | 23,2 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5,9 | 6,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 177,1 | 138,9 |
| Bilanzsumme | 1.024,6 | 1.004,3 |
| Gezeichnetes
Kapital |
Gewinn-
rücklagen |
Kumulierte direkt
im Eigenkapital erfasste Wertänderungen |
Konzern-
eigenkapital |
|
| Stand 01.01.2021 | 65,6 | 627,1 | - 43,1 | 649,6 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0,0 | - 72,2 | 0,0 | - 72,2 |
| davon Auszahlungen an Aktionäre | 0,0 | - 72,2 | 0,0 | - 72,2 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 26,3 | 26,2 | 52,5 |
| davon Periodenergebnis | 0,0 | 26,3 | 0,0 | 26,3 |
| davon Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 0,0 | 0,0 | 26,2 | 26,2 |
| Transfer in Gewinnrücklagen | 0,0 | 9,5 | - 9,5 | 0,0 |
| Stand 30.06.2021 | 65,6 | 590,7 | - 26,4 | 629,9 |
| Gezeichnetes
Kapital |
Gewinn-
rücklagen |
Kumulierte direkt
im Eigenkapital erfasste Wertänderungen |
Konzern-
eigenkapital |
|
| Stand 01.01.2020 | 65,6 | 590,5 | - 11,9 | 644,2 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| davon Auszahlungen an Aktionäre | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 21,5 | - 3,7 | 17,8 |
| davon Periodenergebnis | 0,0 | 21,5 | 0,0 | 21,5 |
| davon Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 0,0 | 0,0 | - 3,7 | - 3,7 |
| Transfer in Gewinnrücklagen | 0,0 | - 0,7 | 0,7 | 0,0 |
| Stand 30.06.2020 | 65,6 | 611,3 | - 14,9 | 662,0 |
| 01.01.2021-
30.06.2021 |
01.01.2020-
30.06.2020 |
|
| Periodenergebnis | 26,3 | 21,5 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristiges Vermögen | 18,6 | 19,9 |
| Latenter Steueraufwand | 1,0 | - 0,2 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 3,8 | 5,9 |
| Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen | - 2,7 | - 4,6 |
| TAKKT-Cashflow | 47,0 | 42,5 |
| Veränderung der Vorräte | - 6,9 | - 2,3 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 11,1 | 14,1 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8,0 | - 4,1 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 4,6 | 0,8 |
| Veränderung anderer Aktiva / Passiva | 10,2 | 24,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 42,6 | 75,4 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigem Vermögen | 13,6 | 22,4 |
| Auszahlungen für Investitionen in das langfristige Vermögen | - 7,2 | - 6,9 |
| Auszahlungen für Erwerbe von konsolidierten Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 6,4 | 15,5 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 27,4 | 46,6 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | - 4,8 | - 137,7 |
| Dividendenzahlungen an Eigentümer der TAKKT AG | - 72,2 | 0,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 49,6 | - 91,1 |
| Finanzmittelbestand am 01.01. | 4,3 | 3,8 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | - 0,6 | - 0,2 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 0,1 | - 0,1 |
| Finanzmittelbestand am 30.06. | 3,8 | 3,5 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss des
TAKKT-Konzerns zum 30. Juni 2021 wurde gemäß
§ 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung" und dem DRS 16
"Zwischenberichterstattung" erstellt. Alle durch die
Europäische Union (EU) anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Interpretationen durch das IFRS Interpretations Committee
(IFRS IC) wurden berücksichtigt. Der
Konzernzwischenabschluss und -lagebericht wurden weder
analog § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Es wurden dieselben Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020
angewendet. Der Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit
dem Geschäftsbericht 2020, Seite 103 ff., zu lesen.
Alle erstmalig im laufenden Geschäftsjahr
anzuwendenden neuen und geänderten Standards
führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die
Darstellung des Zwischenabschlusses.
| 01.01.2021-30.06.2021 | Omnichannel
Commerce |
Web-focused
Commerce |
Foodservice
Equipment & Supplies |
Summe der
Segmente |
Sonstige | Konsolidierung |
| Erlöse von externen Kunden | 345,0 | 120,0 | 92,3 | 557,3 | 0,0 | 0,0 |
| Intersegmentäre Erlöse | 2,2 | 0,0 | 0,0 | 2,2 | 0,0 | - 2,2 |
| Umsatzerlöse des Segments | 347,2 | 120,0 | 92,3 | 559,5 | 0,0 | - 2,2 |
| EBITDA | 52,5 | 2,2 | 4,9 | 59,6 | - 7,8 | 0,0 |
| EBIT | 41,1 | - 2,8 | 3,2 | 41,5 | - 8,3 | 0,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 42,2 | - 3,9 | 2,8 | 41,1 | - 7,2 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 31,9 | - 2,6 | 2,0 | 31,3 | - 5,0 | 0,0 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeitbasis) | 1.430 | 560 | 335 | 2.325 | 47 | 0 |
| Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitbasis) | 1.470 | 573 | 339 | 2.382 | 46 | 0 |
| 01.01.2021-30.06.2021 | Konzernausweis |
| Erlöse von externen Kunden | 557,3 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 557,3 |
| EBITDA | 51,8 |
| EBIT | 33,2 |
| Ergebnis vor Steuern | 33,9 |
| Periodenergebnis | 26,3 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeitbasis) | 2.372 |
| Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitbasis) | 2.428 |
| 01.01.2020-30.06.2020 | Omnichannel
Commerce |
Web-focused
Commerce |
Foodservice
Equipment & Supplies |
Summe der
Segmente |
Sonstige | Konsolidierung |
| Erlöse von externen Kunden | 305,6 | 120,7 | 100,1 | 526,4 | 0,0 | 0,0 |
| Intersegmentäre Erlöse | 2,1 | 0,0 | 0,0 | 2,1 | 0,0 | - 2,1 |
| Umsatzerlöse des Segments | 307,7 | 120,7 | 100,1 | 528,5 | 0,0 | - 2,1 |
| EBITDA | 38,3 | 7,7 | 12,7 | 58,7 | - 7,1 | 0,0 |
| EBIT | 27,1 | 1,8 | 10,5 | 39,4 | - 7,7 | 0,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 24,8 | 0,1 | 9,2 | 34,1 | - 5,5 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 18,7 | 0,0 | 6,7 | 25,4 | - 3,9 | 0,0 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeitbasis) | 1.339 | 524 | 352 | 2.215 | 45 | 0 |
| Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitbasis) | 1.273 | 523 | 334 | 2.130 | 40 | 0 |
| 01.01.2020-30.06.2020 | Konzernausweis |
| Erlöse von externen Kunden | 526,4 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 526,4 |
| EBITDA | 51,6 |
| EBIT | 31,7 |
| Ergebnis vor Steuern | 28,6 |
| Periodenergebnis | 21,5 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeitbasis) | 2.260 |
| Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitbasis) | 2.170 |
Bis Ende 2020 waren die Geschäftsaktivitäten
in die beiden Segmente Omnichannel Commerce und Web-focused
Commerce unterteilt. Da Hubert und Central ein von den
übrigen Gesellschaften des Segments Omnichannel
Commerce abweichendes Geschäftsmodell verfolgen, wurde
ab dem Jahr 2021 mit Foodservice Equipment & Supplies
ein weiteres Segment gebildet, das diese beiden
Geschäftseinheiten umfasst. Dies ermöglicht eine
bessere und stärkere Integration der anderen
Gesellschaften innerhalb des Segments Omnichannel Commerce,
während gleichzeitig an den strategischen Optionen
für Hubert und Central gearbeitet werden kann. Die
Vorjahreszahlen wurden dementsprechend angepasst.
Im Vergleich zum Konsolidierungskreis am 31. Dezember
2020 sind bei den vollkonsolidierten Tochterunternehmen
KWESTO s.r.o., Prag / Tschechien, KWESTO s.r.o., Nitra /
Slowakei und KWESTO Sp. z o.o., Breslau / Polen im Zuge von
Liquidationen abgegangen. Bei den assoziierten Unternehmen
ging der Anteil an der Simple System GmbH & Co. KG,
München / Deutschland ab.
In der nachfolgenden Tabelle werden die
Umsatzerlöse nach Regionen weiter aufgegliedert:
| Omnichannel
Commerce |
Web-focused
Commerce |
Foodservice
Equipment & Supplies |
01.01.2021-
30.06.2021 |
|
| Deutschland | 116,7 | 9,6 | 0,0 | 126,3 |
| Europa ohne Deutschland | 146,4 | 73,5 | 0,0 | 219,9 |
| USA | 81,7 | 35,4 | 88,1 | 205,2 |
| Sonstige | 0,2 | 1,5 | 4,2 | 5,9 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | 345,0 | 120,0 | 92,3 | 557,3 |
| Omnichannel
Commerce |
Web-focused
Commerce |
Foodservice
Equipment & Supplies |
01.01.2020-
30.06.2020 |
|
| Deutschland | 104,2 | 6,9 | 0,0 | 111,1 |
| Europa ohne Deutschland | 127,7 | 61,6 | 0,0 | 189,3 |
| USA | 73,5 | 50,5 | 94,6 | 218,6 |
| Sonstige | 0,2 | 1,7 | 5,5 | 7,4 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | 305,6 | 120,7 | 100,1 | 526,4 |
Der Buchwert der Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen belief sich zum Abschlussstichtag
auf 65,4 Millionen Euro (69,4 Millionen Euro zum 31.
Dezember 2020). Die geleasten Vermögenswerte werden
unter Grundstücke und Bauten mit 63,9 Millionen Euro
(67,9 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020) sowie Betriebs-
und Geschäftsausstattung mit 1,5 Millionen Euro (1,5
Millionen Euro zum 31. Dezember 2020) ausgewiesen.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten enthalten zum
Abschlussstichtag langfristige Leasingverbindlichkeiten von
61,4 Millionen Euro (65,6 Millionen Euro zum 31. Dezember
2020). Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind
zum Stichtag kurzfristige Leasingverbindlichkeiten von 13,5
Millionen Euro (13,4 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020)
enthalten.
Bei der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wird neben dem Alter der Forderungen, dem
allgemeinen Kreditrisiko und den Erfahrungswerten aus der
Vergangenheit auch gegenwärtigen und prognostizierten
Bedingungen Rechnung getragen. Die Debitorenreichweite lag
zum 30. Juni 2021 bei 28 Tagen (28 Tage zum 31. Dezember
2020). Trotz der Coronakrise ergaben sich im ersten
Halbjahr keine wesentlichen Hinweise auf eine
Verschlechterung der Werthaltigkeit der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen oder eine Verschlechterung des
Zahlungsverhaltens der Kunden.
Die Ausbuchungsquote im ersten Halbjahr 2021 lag wie im
Vorjahr unter 0,2% vom Umsatz. Die Wertberichtigung auf
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stieg leicht auf
4,8 Millionen Euro (4,6 Millionen Euro zum 31. Dezember
2020).
Bei der Bewertung von Vorräten werden
Bewertungsabschläge auf Basis der voraussichtlichen
Reichweite des Lagerbestands ermittelt. Die
Wertberichtigung auf fertige Erzeugnisse und Waren lag mit
16,6 Millionen Euro (16,1 Millionen Euro zum 31. Dezember
2020) weiterhin über dem Niveau vor der Coronakrise.
Die Hauptversammlung hat am 11. Mai 2021 der
vorgeschlagenen Dividende von EUR 1,10 (EUR 0,00) pro Aktie
für das Geschäftsjahr 2020 zugestimmt. Somit
wurde insgesamt für die 65,6 Millionen
Stückaktien eine Dividende in Höhe von TEUR
72.171 (im Vorjahr TEUR 0) ausgeschüttet. Neben der
Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr
2020 in Höhe von 0,55 Euro pro Aktie wurde damit die
ausgesetzte Basisdividende aus dem Vorjahr von ebenfalls
0,55 Euro pro Aktie nachgeholt.
Ein detaillierter Überblick über die
finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management sowie
die von TAKKT gehaltenen Finanzinstrumente findet sich im
Konzernabschluss 2020. Im Folgenden wird auf die
beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die
jeweiligen Inputfaktoren und Bewertungsmethoden sowie die
Einordnung der Finanzinstrumente in die Stufen der
Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 eingegangen.
Die im Rahmen der Bewertungsmethoden zur Bemessung des
beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren werden in
folgende Stufen eingeteilt:
Stufe 1: Notierte Preise an aktiven, für das
Unternehmen zugänglichen Märkten für den
identischen Vermögenswert bzw. die identische Schuld.
Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1
genannten Marktpreisnotierungen, die für den
Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar
oder mittelbar zu beobachten sind.
Stufe 3: Inputfaktoren, die für den
Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.
Die bei TAKKT mit dem beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Finanzinstrumente betreffen Beteiligungen und
derivative Finanzinstrumente. Sie unterliegen einer
wiederkehrenden Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die
derivativen Finanzinstrumente, die in den kurzfristigen
Sonstigen Forderungen und Vermögenswerten und
kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind,
sind der Stufe 2 zuzuordnen. Die Beteiligungen, ausgewiesen
in den langfristigen Sonstigen Vermögenswerten, sind
der Stufe 3 zuzuordnen. Alle übrigen Finanzinstrumente
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen
zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da
bspw. ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven
Markt gehandelt wird, bzw. erstmalig gehandelt wird,
erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Im
Berichtszeitraum haben keine Umgliederungen stattgefunden.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die
auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basiert auf den
notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der
beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt bei den
wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Vermögenswerten und Schulden anhand der Discounted
Cashflow-Methode. Dabei werden die künftig aus den
Finanzinstrumenten erwarteten Zahlungsflüsse unter
Anwendung von laufzeitadäquaten Marktzinssätzen
diskontiert. Der Bonität des jeweiligen Schuldners
wird durch Berücksichtigung von rating- und
laufzeitabhängigen Risikoprämien in den
Diskontfaktoren Rechnung getragen. Die Risikoprämien
werden unter Verwendung von am Markt beobachtbaren Preisen
für festverzinsliche Wertpapiere ermittelt.
Die Bewertung von Venture-Capital-Fonds erfolgt anhand
der sogenannten Adjusted-Net-Asset-Methode. Hierbei werden
die von einem Fonds auf Basis anerkannter
Bewertungsmethoden ermittelten Fair Values der
Einzelinvestments aggregiert und um angemessene
Illiquiditätsabschläge für die Gesamtfonds
korrigiert. Bei den nicht-notierten Beteiligungen an
Kapitalgesellschaften wird die Bewertung abgeleitet aus
weiteren Kapitaleinlagen der Investoren bzw. vom Preis, zu
dem eine dritte Partei im Zuge einer weiteren
Finanzierungsrunde neu einsteigt (Price of Recent
Investment Valuation Method).
Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende
Zeitwert von Beteiligungen innerhalb der langfristigen
Sonstigen Vermögenswerte 6,4 Millionen Euro (7,1
Millionen Euro zum 31. Dezember 2020). Hiervon entfallen
auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Fremdkapitalinstrumente 1,3 Millionen Euro (0,8 Millionen
Euro zum 31. Dezember 2020) sowie auf erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente
5,1 Millionen Euro (6,3 Millionen Euro zum 31. Dezember
2020). Der beizulegende Zeitwert von derivativen
Finanzinstrumenten innerhalb der kurzfristigen Sonstigen
Forderungen und Vermögenswerte beträgt 0,2
Millionen Euro (0,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020)
und innerhalb der kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten
0,8 Millionen Euro (1,0 Millionen Euro zum 31. Dezember
2020).
Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte
Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in Stufe 3 in
Millionen EUR:
| 2021 | 2020 | |
| Stand 01.01. | 7,1 | 8,1 |
| Zugänge | 0,1 | 0,4 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Fair-Value-Änderungen | 0,4 | 0,1 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Fair-Value-Änderungen | 9,2 | - 1,5 |
| Abgänge | - 10,4 | 0,0 |
| Stand 30.06. / 31.12. | 6,4 | 7,1 |
| In der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasste unrealisierte Gewinne
und Verluste aus zum Bilanzstichtag gehaltenen Finanzinstrumenten |
0,4 | 0,1 |
Die im sonstigen Ergebnis erfasste positive
Fair-Value-Änderung in Höhe von 9,2 Millionen
Euro ergab sich aus der Neubewertung der Beteiligung an der
parcelLab GmbH infolge einer kürzlich
durchgeführten Finanzierungsrunde. An dieser nahm
TAKKT nicht mehr als Investor teil, sondern trennte sich
von den Anteilen, woraus die dargestellten Abgänge in
Höhe von 10,4 Millionen Euro resultieren. Für die
übrigen Beteiligungen ergeben sich aktuell keine
Anzeichen für eine verminderte Werthaltigkeit.
Die Buchwerte aller Finanzinstrumente, die in der Bilanz
nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, stellen
zum Bilanzstichtag angemessene Näherungswerte für
den beizulegenden Zeitwert dar. Wesentliche Abweichungen
zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten
könnten bei Leasingverbindlichkeiten und bei sonstigen
Finanzverbindlichkeiten, die ausschließlich
Verbindlichkeiten aus ausgegebenen TAKKT Performance Bonds
an Führungskräfte der TAKKT-Gruppe enthalten,
auftreten.
Für die sonstigen Finanzverbindlichkeiten
beträgt der Buchwert 3,2 Millionen Euro (2,6 Millionen
Euro zum 31. Dezember 2020), der beizulegende Zeitwert 3,5
Millionen Euro (2,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2020).
Die der Stufe 2 zuzuordnende Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts erfolgt dabei analog des Vorgehens
bei den wiederkehrend zum Fair Value bewerteten
Vermögenswerten und Schulden anhand der Discounted
Cashflow-Methode.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen wurden
überprüft und basieren auf den Verhältnissen
am Bilanzstichtag.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je
Aktie ergibt sich, indem das Periodenergebnis durch die
gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen
Stückaktien dividiert wird. Sogenannte potenzielle
Aktien (v.a. Aktienoptionen und Wandelanleihen), die das
Ergebnis je Aktie verwässern könnten, wurden
nicht ausgegeben. Damit entsprechen sich das
verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24
sind der Vorstand und Aufsichtsrat der TAKKT AG sowie
diesen nahestehende Personen, die assoziierten Unternehmen
der TAKKT-Gruppe sowie der Mehrheitsgesellschafter Franz
Haniel & Cie. GmbH, Duisburg / Deutschland, dessen
Tochtergesellschaften, assoziierte Unternehmen,
Vorstände und Aufsichtsorgane. Geschäfte mit
nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen das
Cash-Management-System, den laufenden Liefer- und
Verrechnungsverkehr und Dienstleistungsverträge. Durch
die Teilnahme am Cash-Management-System des Haniel-Konzerns
nutzt die TAKKT-Gruppe mögliche Skaleneffekte. Alle
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen
ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten
üblich sind.
Im ersten Halbjahr trennte sich TAKKT von der
Beteiligung an der parcelLab GmbH. Daraus ergab sich eine
im sonstigen Ergebnis erfasste positive
Fair-Value-Änderung in Höhe von 9,2 Millionen
Euro. Zudem trennte sich TAKKT von der Beteiligung an der
Simple System GmbH & Co. KG, München /
Deutschland. Dies führte zu einem Ertrag in Höhe
von 2,5 Millionen Euro im Finanzergebnis.
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse von
besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten und -forderungen
bestehen wie zum letzten Bilanzstichtag nicht. Es sind
keine außergewöhnlichen
Geschäftsvorfälle nach IAS 34.16A(c) oder andere
angabepflichtige Sachverhalte aufgetreten.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Stuttgart, 29. Juli 2021
TAKKT AG, der Vorstand
| Tobias Flaitz | Claude Tomaszewski |
TAKKT AG
Presselstraße 12
70191 Stuttgart
Deutschland
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