TAKKT AGStuttgartHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Kennzahlen TAKKT-Konzern und Divisions
*
organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen
Die hohe konjunkturelle Unsicherheit und die Zollstreitigkeiten wirken sich bei TAKKT
negativ auf die Nachfrage von Firmenkunden nach Betriebsausstattung aus. Im zweiten
Quartal lag die organische Wachstumsrate der Gruppe bei minus 5,7 Prozent. Die Verbesserung
von knapp zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal resultierte vor allem aus dem
FoodService-Geschäft (FS), das ein leicht positives organisches Wachstum erzielte.
Die Umsatzentwicklung der Division Industrial & Packaging (I&P) blieb zum Vorquartal
unverändert, die der Division Office Furniture & Displays (OF&D) verbesserte sich
leicht. "Im aktuellen Umfeld agieren viele Kunden aufgrund der Zollstreitigkeiten
abwartend und halten sich vor allem bei der Vergabe größerer Aufträge zurück. Das
beeinflusst unsere Auftragsentwicklung. Und es entspricht dem, was wir aus dem Markt
und von Wettbewerbern wahrnehmen," so CEO Andreas Weishaar. Im ersten Halbjahr erzielte TAKKT einen Umsatz von 491,7 (529,4) Millionen Euro und
damit 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereinigt um den Verkauf der Aktivitäten
von MyDisplays lag die organische Wachstumsrate bei minus 6,7 Prozent. Die Effekte
aus veränderten Wechselkursen waren insgesamt neutral. Die organische Umsatzentwicklung
von minus 5,7 Prozent bei der I&P und minus 2,8 Prozent bei FS lag im mittleren bis
niedrigen einstelligen negativen Prozentbereich. In der OF&D-Division war der Rückgang
mit minus 12,6 Prozent noch zweistellig. Während das Display-Geschäft leicht unter
Vorjahresniveau blieb, war der Vertrieb von Büroausstattung in den USA unter anderem
durch ein restriktives Ausgabeverhalten staatlicher Kunden belastet. Wie erwartet beeinflussten Effekte aus Frachten, teilweise in Folge der US-Importzölle,
die Rohertragsmarge negativ. Sie erreichte im ersten Halbjahr 39,5 (40,5) Prozent.
Vor dem Hintergrund der rückläufigen Umsatzentwicklung verringerte die Gruppe die
eigenen Ausgaben. Bei den Aufwendungen für Marketing, Personal und sonstige Kosten
konnte TAKKT insgesamt Einsparungen von rund sieben Millionen Euro realisieren. Im
Vorjahr profitierte die Gruppe bei den Personalkosten von Erträgen aus der Auflösung
von Rückstellungen und geringeren Aufwendungen für die variable Vergütung. Ohne diesen
Effekt wären die Einsparungen um knapp drei Millionen Euro höher ausgefallen. Einen
positiven Einfluss auf die Kosten hatten im Berichtsjahr die geringeren einmaligen
Aufwendungen in Höhe von 4,0 (7,3) Millionen Euro. Das EBITDA lag bei 16,9 (29,9)
Millionen Euro, die EBITDA-Marge bei 3,4 (5,7) Prozent. Bereinigt um die einmaligen
Aufwendungen erreichte die EBITDA-Marge 4,3 (7,0) Prozent. Als Reaktion auf die Einführung der Importzölle hatte TAKKT im April unter anderem
Einfuhren aus China in die USA gestoppt. Nach der Einigung zwischen den beiden Handelspartnern
und der Absenkung der Zölle hat die Gruppe wieder in größerem Umfang Bestellungen
vorgenommen. Aus dem Aufbau von Vorräten resultierte für das erste Halbjahr ein Mittelabfluss
von 3,9 Millionen Euro. Zusammen mit deutlich geringeren Anzahlungen von Kunden durch
ein schwaches Projektgeschäft führte dies zu einem Free Cashflow von minus 9,3 (plus
25,6) Millionen Euro. Die Gruppe hat im ersten Halbjahr konsequent an der Umsetzung der TAKKT Forward-Strategie
gearbeitet. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen lag ein Schwerpunkt
auf der Umsetzung der Performance-Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstrukturen und
zur Steigerung des Cashflows. "In unserem wichtigen Kerngeschäft I&P setzen wir ein
neues Operating Model inklusive eines Shared Service Centers um, mit dem wir künftig
kundenfokussierter, digitaler, flexibler und effizienter arbeiten werden. Ermöglicht
wird dies durch den Aufbau neuer Kompetenzen, etwa im Bereich Automatisierung und
KI-Anwendung, und durch die Verlagerung von Funktionen in unser TAKKT Competence Center
in Ungarn. Das erlaubt es, dass wir uns in unserem Kerngeschäft auf die Aufgaben fokussieren,
mit denen wir für unsere Kunden einen echten Mehrwert schaffen. Eher transaktionale
und wiederkehrende Tätigkeiten vergeben wir an einen externen Partner," so Weishaar.
Die vollständige Implementierung des neuen Operating Model wird voraussichtlich etwa
ein Jahr dauern und sich spürbar positiv auf die Profitabilität der Division auswirken.
Durch die jetzt angestoßenen Veränderungen werden die einmaligen Aufwendungen im laufenden
Jahr höher ausfallen als ursprünglich erwartet. Sie könnten damit einen ähnlichen
oder etwas höheren Betrag ausmachen als die 17,1 Millionen Euro an einmaligen Aufwendungen
im Vorjahr. Neben der Umsetzung des neuen Operating Model passt TAKKT im aktuellen Umfeld relevante
Kostenpositionen an die geringere Nachfrage an und arbeitet an zusätzlichen strukturellen
Verbesserungen. Dies umfasst Kosteneinsparungen beim Einkauf und durch eine fokussiertere
Sortimentsgestaltung, eine optimierte Aufstellung bei Lager und Logistik sowie eine
höhere Effizienz beim Marketing und den sonstigen Kosten. Durch angestoßene und identifizierte
Performance-Maßnahmen will TAKKT die eigene Kostenbasis spürbar verschlanken und mittelfristig
mindestens 30 Millionen Euro an jährlichen Einsparungen realisieren. Aufgrund der unverändert hohen Unsicherheit und dem weiterhin herausfordernden konjunkturellen
Umfeld rechnet TAKKT für das zweite Halbjahr nicht mehr mit einer signifikanten Verbesserung
der organischen Umsatzentwicklung. Die Gruppe hat daher kürzlich die Prognose angepasst
und rechnet jetzt für das Gesamtjahr mit einer organischen Wachstumsrate zwischen
minus neun und minus zwei Prozent. "Wir sehen auch im aktuellen Marktumfeld gute Ergebnisse
unserer Wachstumsinitiativen, etwa bei der verstärkten Ansprache größerer Kunden.
Gleichzeitig bleiben viele Unternehmen in ihrem Bestellverhalten sehr zurückhaltend,
in Europa ebenso wie in den USA. Mit unserer TAKKT Forward Strategie sind wir auf
diese Situation vorbereitet. Neben zusätzlichen Wachstumsinitiativen fokussieren wir
uns insbesondere auf Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung unserer Kostenstruktur,"
so Weishaar. Aus der Umsetzung dieser Maßnahmen erwartet TAKKT positive Ergebnisbeiträge, die den
Effekt des geringeren Umsatzniveaus auf das Ergebnis teilweise kompensieren. Die um
einmalige Aufwendungen bereinigte EBITDAMarge soll sich gegenüber dem ersten Halbjahr
verbessern und für das Gesamtjahr zwischen vier und sechs Prozent liegen. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Cashflows. "Wir arbeiten intensiv an der Verringerung
des Nettoumlaufvermögens, insbesondere durch einen starken Abbau der Vorräte. Zusätzlich
prüfen wir weitere Optionen, um positive Beiträge zum Cashflow zu realisieren und
damit den negativen Effekt aus höheren einmaligen Aufwendungen zu kompensieren," so
CFO Timo Krutoff. Insgesamt erwartet die Gruppe, für 2025 einen Free Cashflow in Höhe
eines niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen Euro-Betrags zu erwirtschaften. "Wir fokussieren uns in diesem Umfeld auf die Aspekte, die wir beeinflussen können.
Das ist die stringente Umsetzung unserer TAKKT Forward-Strategie, mit der wir die
Grundlage für künftiges Wachstum und die Verbesserung unserer Performance legen. Wir
verfügen weiter über eine starke Bilanz und werden auch im laufenden Jahr einen klar
positiven Free Cashflow erwirtschaften. Das erlaubt es uns, an unserer Dividendenpolitik
festzuhalten und auch im kommenden Jahr die Zahlung einer Dividende vorzuschlagen,"
so Weishaar. TAKKT-AKTIE UND INVESTOR RELATIONSDie Kapitalmärkte in Europa entwickelten sich im ersten Halbjahr sehr positiv. Nach
temporär deutlich negativen Kursreaktionen auf die Ankündigung der US-amerikanischen
Importzölle im April konnten sich die Indizes im zweiten Quartal wieder deutlich erholen.
Dazu beigetragen haben auch Zuflüsse vom US-Kapitalmarkt in die europäischen Werte.
Der deutsche Leitindex DAX stieg im ersten Halbjahr um insgesamt 20,1 Prozent an,
der Nebenwerteindex SDAX realisierte sogar einen Anstieg um 28,1 Prozent im ersten
Halbjahr. Die TAKKT-Aktie konnte im ersten Halbjahr nicht vom Aufwärtstrend der europäischen
Kapitalmärkte profitieren. Nach einer insgesamt stabilen Entwicklung im ersten Quartal
reagierte die Aktie wie der Gesamtmarkt negativ auf die Ankündigung der US-Zölle.
Nach einer Erholung des Kursniveaus in den Wochen vor der Hauptversammlung im Mai
folgte die Aktie nach der Dividendenzahlung von 0,60 Euro je Aktie einem negativen
Trend und schloss Ende Juni mit 6,65 Euro. Ausgehend von einem Schlusskurs Ende 2024
von 7,70 Euro entspricht das einem Minus von 13,6 Prozent. Unter Berücksichtigung
der Dividende lag die Performance bei minus 5,8 Prozent. TAKKT besuchte im Februar die von Montega organisierten Hamburger Investorentage.
Ende März präsentierte der Vorstand im Rahmen eines virtuellen Capital Markets Update
die neue TAKKT Forward-Strategie mit den drei Säulen Focus, Growth und Performance
sowie den Ausblick für 2025. Im Mai nahm TAKKT an der vom Equity Forum organisierten
Frühjahrskonferenz in Frankfurt teil. Zudem führte das Unternehmen im Rahmen virtueller
Roadshows Gespräche mit Investoren. Derzeit liegen zur TAKKT-Aktie aktuelle Einschätzungen von vier Analysten vor. Zum
25. Juli 2025 empfahlen zwei Analysten die TAKKT-Aktie zu halten und zwei den Kauf
der TAKKT-Aktie. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 7,95 Euro. Einstufungen der Analysten zum 25.07.2025![]() Kursentwicklung der TAKKT-Aktie (52-Wochen-Vergleich, SDAX als Vergleichsindex)![]()
Die Hauptversammlung der TAKKT AG fand am 21. Mai 2025 in virtueller Form statt. Die
Teilnehmenden konnten die Veranstaltung über Ton- und Videoaufzeichnung über das Aktionärsportal
verfolgen und ihre Aktionärsrechte ausüben. In seiner Rede gab CEO Andreas Weishaar
einen Überblick über die neue TAKKT ForwardStrategie, das große Potenzial der Gruppe
und die mittelfristigen Ziele. Im Rahmen der Generaldebatte beantwortete der Vorstand die Fragen der Aktionäre und
Aktionärsvertreter. Bei der Abstimmung zu den Tagesordnungspunkten wurden alle Punkte
mit großer Mehrheit beschlossen. Damit stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der
Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie zu. Als Nachfolger für Herrn
Dr. Johannes Haupt wurde Herr Henk Derksen in den Aufsichtsrat gewählt. Die detaillierten
Abstimmungsergebnisse zur Hauptversammlung 2025 können auf der Webseite der TAKKT
AG im Bereich Investor Relations eingesehen werden. Zwischenlagebericht des TAKKT-KonzernsGESCHÄFTSTÄTIGKEITOrganisation und GeschäftsfelderDie TAKKT-Gruppe ist in Europa und Nordamerika tätig und auf den B2B-Handel für Geschäftsausstattung
spezialisiert. Die Gruppe ist in drei Divisions organisiert, die jeweils mit mehreren
eigenständig positionierten Vertriebsmarken Produkte für eine bestimmte Arbeitswelt
vertreiben. Marketing und Vertrieb erfolgen überwiegend in einem Omnichannel-Modell,
in dem die Marken E-Commerce-Kanäle wie Webshops und E-Procurement mit Printmarketing,
der Ansprache durch Key Account Manager und telefonischen Vertrieb kombinieren. Die
Vertriebsmarken des Konzerns konzentrieren sich vorwiegend auf den Verkauf langlebiger
und preisstabiler Ausrüstungsgegenstände sowie Spezialartikel für den wiederkehrenden
Bedarf an Firmenkunden in verschiedenen Branchen und Regionen. Die angebotenen Produktsortimente
umfassen größtenteils Gebrauchsgüter, die Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit
nutzen. Die TAKKT-Gesellschaften liefern z.B. Palettenhubwagen an deutsche Automobilzulieferer,
Computerschränke an Schweizer Maschinenbauer, höhenverstellbare Schreibtische an US-Behörden,
Versandkartons an europäische Industriebetriebe oder Gastronomieausstattung an US-amerikanische
Großküchen. Die Gruppe adressiert den Markt über die drei Divisions Industrial & Packaging,
Office Furniture & Displays und FoodService. Detaillierte Informationen zu Geschäftsfeldern, zum Markt und zur organisatorischen
Ausrichtung finden sich im Geschäftsbericht 2024 ab Seite 29. Unternehmensziele und -strategieTAKKT setzt ab 2025 mit TAKKT Forward eine neue Strategie um. Diese sieht eine stärkere
Ausrichtung auf Kunden mit einem häufigeren und komplexeren Beschaffungsbedarf vor.
Kern der neuen Strategie sind drei zentrale Säulen:
Das übergeordnete Ziel der neuen Strategie ist die Steigerung des Shareholder Value
über höhere Wachstumsraten, operative Verbesserungen, eine höhere Profitabilität und
attraktive Dividendenschüttungen. Durch die Umsetzung der Strategie will TAKKT in
den Jahren bis 2028 die folgenden Ziele erreichen:
Ausführlichere Informationen zu den Unternehmenszielen und der Strategie finden sich
im Geschäftsbericht 2024 ab Seite 36. SteuerungssystemDas Steuerungssystem des TAKKT-Konzerns umfasst finanzwirtschaftliche sowie weitere
operative Steuerungsgrößen. Dabei werden die Indikatoren in verschiedene Perspektiven
gegliedert (organisches Wachstum, Kosten und Ertrag, Cash, Kunden- und Mitarbeitendenperspektive
sowie Nachhaltigkeit). Die drei Divisions des Konzerns werden im Wesentlichen nach
den gleichen Kennzahlen gesteuert. Bei der TAKKT AG ist das Beteiligungsergebnis die
relevante Steuerungsgröße. Als Maßstab für das Wachstum der Gruppe dient die organische Umsatzentwicklung sowie
das organische Wachstum des Auftragseingangs über E-Commerce (ECommerce-Wachstum).
Unter Kosten und Ertrag werden die Kennzahlen Rohertragsmarge und die um einmalige
Aufwendungen bereinigte EBITDA-Marge betrachtet. Die Cash-Perspektive umfasst den
Free Cashflow sowie die Investitionsquote. Die Kunden- und Mitarbeitendenperspektive
wird mit dem cNPs und dem eNPS erhoben. Für den Fortschritt im Bereich Nachhaltigkeit
greift TAKKT auf den Anteil nachhaltiger Produkte am Umsatz zurück. Nähere Informationen
zum Steuerungssystem sind im Geschäftsbericht 2024 ab Seite 39 erläutert. GESCHÄFTSLAGE IM ERSTEN HALBJAHRRahmenbedingungenDas konjunkturelle Umfeld von TAKKT war im ersten Halbjahr 2025 von hoher Unsicherheit
und Volatilität geprägt. Besonders relevant waren die Ankündigung und Umsetzung der
US-Importzölle. Die Unklarheit über Dauer und Höhe der Zölle führte in vielen Branchen
zu einer sehr geringen Investitionsbereitschaft. Die BIP-Wachstumsrate in der Eurozone
lag bei nur rund einem Prozent, in Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung.
Die Wirtschaft in den USA entwickelte sich leicht besser als in Europa, das BIP-Wachstum
verlangsamte sich aber gegenüber dem Vorjahr auf einen Wert von knapp zwei Prozent. Neben einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war die Gruppe auch mit herausfordernden
branchenspezifischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Zu deren Einschätzung nutzt TAKKT
verschiedene Indikatoren, die im Geschäftsbericht 2024 ab Seite 46 ausführlich beschrieben
sind. Die vor allem für die europäische Division Industrial & Packaging relevanten
Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes lagen im ersten Halbjahr weiter
durchgehend unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Ausgehend von sehr niedrigen
Werten um die 45 Punkte zum Jahresende 2024 verbesserten sich die Einschätzungen der
Einkaufsmanager im Verlauf des ersten Halbjahrs. Für die Eurozone erreichte der PMI
im Juni 49,5 Punkte, in Deutschland 49,0 Punkte. In der Vergangenheit bestand zwischen
einer Verbesserung der PMI-Werte und einer Verbesserung des Auftragseingangs in der
I&P ein Zeitverzug zwischen drei und sechs Monaten. Anders als die Einkaufsmanager
entwickelten sich relevante Datenpunkte im Ernst & Young Industriebarometer für die
deutsche Industrie weniger positiv und zeigten für das erste Quartal eine leicht negative
Umsatzentwicklung sowie eine Fortsetzung und Beschleunigung des Beschäftigungsabbaus. Der Restaurant Performance Index (RPI) gibt Auskunft zur Lage der US-Restaurantindustrie
und ist damit ein relevanter Indikator für die Division FoodService. Im ersten Halbjahr
schwankte der RPI um die Expansionsschwelle von 100. Für den Mai lag er zuletzt bei
100,1 Punkten und signalisierte damit ein neutrales Marktumfeld für die FoodService-Aktivitäten. UmsatzlageDer Umsatz der Gruppe erreichte in der ersten Jahreshälfte 491,7 (529,4) Millionen
Euro und lag damit um 7,1 Prozent unter Vorjahr. Positive Wechselkurseffekte im ersten
Quartal und negative Effekte im zweiten Quartal hoben sich gegenseitig auf. Für den
Berichtszeitraum war der Einfluss damit neutral. Der Verkauf von MyDisplays zum Jahresende
2024 hatte einen negativen Einfluss von 0,4 Prozentpunkten. Die organische Wachstumsrate
lag damit bei minus 6,7 Prozent. Eine klare Verbesserung gegenüber der Entwicklung
im Vorjahr, wie erwartet blieb die Umsatzentwicklung aber in allen drei Divisions
noch negativ. Wie zu Jahresbeginn angekündigt, hatten neben den schwierigen Rahmenbedingungen
und der hohen Unsicherheit im Markt auch interne Themen noch einen negativen Einfluss
auf die Umsatzentwicklung. Umsatz TAKKT-Konzern
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| 01.04.2025 - 30.06.2025 | 01.04.2024- 30.06.2024 | 01.01.2025 - 30.06.2025 | 01.01.2024 - 30.06.2024 | |
| Umsatzerlöse | 240,3 | 260,4 | 491,7 | 529,4 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 0,0 | 0,0 | 0,3 | - 0,1 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,0 | 0,2 | 0,2 | 0,4 |
| Gesamtleistung | 240,3 | 260,6 | 492,2 | 529,7 |
| Materialaufwand | - 146,1 | - 157,2 | - 297,8 | - 315,4 |
| Rohertrag | 94,2 | 103,4 | 194,4 | 214,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,6 | 0,9 | 1,6 | 2,1 |
| Personalaufwand | - 48,4 | - 51,5 | - 97,1 | - 104,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 40,7 | - 39,6 | - 82,0 | - 82,0 |
| EBITDA | 5,7 | 13,2 | 16,9 | 29,9 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | - 7,4 | - 8,4 | - 15,0 | - 16,6 |
| EBIT | - 1,7 | 4,8 | 1,9 | 13,3 |
| Finanzierungsaufwand | - 2,0 | - 2,0 | - 4,0 | - 3,9 |
| Übriges Finanzergebnis | - 0,3 | 0,1 | - 0,7 | 0,0 |
| Finanzergebnis | - 2,3 | - 1,9 | - 4,7 | - 3,9 |
| Ergebnis vor Steuern | - 4,0 | 2,9 | - 2,8 | 9,4 |
| Ertragsteuern | 1,3 | - 0,7 | 1,4 | - 2,1 |
| Periodenergebnis | - 2,7 | 2,2 | - 1,4 | 7,3 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | - 2,7 | 2,2 | - 1,4 | 7,3 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien in Millionen | 64,0 | 64,6 | 64,0 | 64,7 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | - 0,04 | 0,03 | - 0,02 | 0,11 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | - 0,04 | 0,03 | - 0,02 | 0,11 |
| 01.04.2025 - 30.06.2025 | 01.04.2024 - 30.06.2024 |
01.01.2025 - 30.06.2025 | 01.01.2024 - 30.06.2024 | |
| Periodenergebnis | - 2,7 | 2,2 | - 1,4 | 7,3 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen | 0,0 | 2,3 | 3,9 | 2,8 |
| Auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen entfallende Steuern | 0,0 | - 0,8 | - 1,1 | - 1,0 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Folgebewertung von Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - 0,3 |
| Auf Folgebewertung von Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente entfallende Steuern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern für Bestandteile, die zukünftig nicht erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden | 0,0 | 1,5 | 2,8 | 1,5 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges | - 0,7 | - 0,3 | - 0,3 | 0,1 |
| Erfolgswirksame Auflösung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0,1 | 0,0 | - 0,6 | 0,8 |
| Auf Folgebewertung von Cashflow-Hedges entfallende Steuern | 0,1 | 0,1 | 0,2 | - 0,3 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges | - 0,5 | - 0,2 | - 0,7 | 0,6 |
| Erfolgsneutrale Erfassung von Erträgen und Aufwendungen aus der Anpassung von Währungsrücklagen | - 14,8 | 3,3 | - 21,4 | 7,3 |
| Erfolgswirksame Auflösung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus der Anpassung von Währungsrücklagen | - 14,8 | 3,3 | - 21,4 | 7,3 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern für Bestandteile, die zukünftig erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden | - 15,3 | 3,1 | - 22,1 | 7,9 |
| Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | - 15,3 | 4,6 | - 19,3 | 9,4 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | - 15,3 | 4,6 | - 19,3 | 9,4 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | - 18,0 | 6,8 | - 20,7 | 16,7 |
| davon Eigentümer der TAKKT AG | - 18,0 | 6,8 | - 20,7 | 16,7 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| Sachanlagen | 99,2 | 106,7 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 487,0 | 508,2 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 30,3 | 35,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11,6 | 11,8 |
| Latente Steuern | 11,8 | 7,6 |
| Langfristiges Vermögen | 639,9 | 669,4 |
| Vorräte | 108,3 | 112,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 95,1 | 106,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13,5 | 13,9 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 10,3 | 7,1 |
| Ertragsteuerforderungen | 6,4 | 4,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6,2 | 8,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | 239,8 | 253,3 |
| Bilanzsumme | 879,7 | 922,7 |
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| Gezeichnetes Kapital | 65,6 | 65,6 |
| Eigene Anteile | - 19,1 | - 19,2 |
| Gewinnrücklagen | 420,8 | 460,6 |
| Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | 16,3 | 35,6 |
| Konzerneigenkapital | 483,6 | 542,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 87,2 | 76,3 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 50,3 | 53,6 |
| Sonstige Rückstellungen | 5,5 | 5,7 |
| Latente Steuern | 53,3 | 55,7 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 196,3 | 191,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 70,0 | 45,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten | 84,4 | 94,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,5 | 14,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19,0 | 18,6 |
| Rückstellungen | 8,0 | 9,3 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5,9 | 6,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 199,8 | 188,8 |
| Bilanzsumme | 879,7 | 922,7 |
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen | Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | Konzerneigenkapital | |
| Stand 01.01.2025 | 65,6 | - 19,2 | 460,6 | 35,6 | 542,6 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0,0 | 0,1 | - 38,4 | 0,0 | - 38,3 |
| davon Ausgabe von eigenen Aktien | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| davon Auszahlungen an Aktionäre | 0,0 | 0,0 | - 38,4 | 0,0 | - 38,4 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | - 1,4 | - 19,3 | - 20,7 |
| davon Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | - 1,4 | 0,0 | - 1,4 |
| davon Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - 19,3 | - 19,3 |
| Transfer in Gewinnrücklagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2025 | 65,6 | - 19,1 | 420,8 | 16,3 | 483,6 |
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen | Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | Konzerneigenkapital | |
| Stand 01.01.2024 | 65,6 | - 10,8 | 567,4 | 20,5 | 642,7 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 0,0 | - 3,9 | - 64,6 | 0,0 | - 68,5 |
| davon Erwerb / Ausgabe von eigenen Aktien | 0,0 | - 3,9 | 0,0 | 0,0 | - 3,9 |
| davon Auszahlungen an Aktionäre | 0,0 | 0,0 | - 64,6 | 0,0 | - 64,6 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 7,3 | 9,4 | 16,7 |
| davon Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 7,3 | 0,0 | 7,3 |
| davon Sonstiges Ergebnis (Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 9,4 | 9,4 |
| Stand 30.06.2024 | 65,6 | - 14,7 | 509,2 | 30,8 | 590,9 |
| 01.01.2025 - 30.06.2025 | 01.01.2024 - 30.06.2024 | |
| Periodenergebnis | - 1,4 | 7,3 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristiges Vermögen | 15,0 | 16,6 |
| Latenter Steuerertrag | - 3,2 | - 1,4 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 1,1 | 0,9 |
| Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen | - 0,1 | 0,1 |
| Veränderung der Vorräte | - 3,9 | 8,3 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6,0 | - 4,1 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlicher Verbindlichkeiten | - 4,2 | 17,8 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 0,6 | - 5,5 |
| Veränderung anderer Aktiva / Passiva | - 6,6 | - 2,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2,1 | 37,6 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellem Vermögen | 0,2 | 0,3 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen | - 4,8 | - 5,2 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 4,6 | - 4,9 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 65,3 | 78,6 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | - 19,6 | - 32,7 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | - 6,8 | - 7,1 |
| Dividendenzahlungen an Eigentümer der TAKKT AG | - 38,4 | - 64,6 |
| Auszahlungen an Eigentümer der TAKKT AG (Aktienrückkauf) | 0,0 | - 4,0 |
| Einzahlungen von Eigentümern der TAKKT AG (Belegschaftsaktien) | 0,1 | 0,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0,6 | - 29,7 |
| Finanzmittelbestand am 01.01. | 8,1 | 5,6 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | - 1,9 | 3,0 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 0,0 | - 0,1 |
| Finanzmittelbestand am 30.06. | 6,2 | 8,5 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss des TAKKT-Konzerns zum 30. Juni 2025 wurde
gemäß § 115 WpHG sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" und
dem DRS 16 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Alle durch die Europäische Union
(EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen
durch das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden berücksichtigt. Der Konzernzwischenabschluss
und -lagebericht wurden weder analog § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Es wurden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 angewendet. Der Zwischenabschluss ist
im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht 2024, Seite 93 ff., zu lesen.
Alle erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten Standards
führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
sowie die Darstellung des Zwischenabschlusses.
| 01.01.2025 - 30.06.2025 | Industrial & Packaging | Office Furniture & Displays | Food Service | Summe der Segmente | Sonstige | Konsolidierung |
| Erlöse von externen Kunden | 284,0 | 101,4 | 106,3 | 491,7 | 0,0 | 0,0 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 284,0 | 101,4 | 106,3 | 491,7 | 0,0 | 0,0 |
| Rohertrag | 120,9 | 43,7 | 29,7 | 194,3 | 0,0 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 42,6% | 43,1% | 27,9% | 39,5% | ||
| EBITDA | 23,8 | 4,5 | - 1,0 | 27,3 | - 10,4 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 8,4% | 4,4% | - 0,9% | 5,6% | ||
| Anpassungen | 1,4 | 0,8 | 0,2 | 2,4 | 1,6 | 0,0 |
| EBITDA bereinigt | 25,2 | 5,3 | - 0,8 | 29,7 | - 8,8 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 8,9% | 5,2% | - 0,7% | 6,0% | ||
| Free Cashflow | 14,2 | - 0,1 | - 5,9 | 8,2 | - 17,5 | 0,0 |
| 01.01.2025 - 30.06.2025 | Konzernausweis |
| Erlöse von externen Kunden | 491,7 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 491,7 |
| Rohertrag | 194,3 |
| in % vom Umsatz | 39,5% |
| EBITDA | 16,9 |
| in % vom Umsatz | 3,4% |
| Anpassungen | 4,0 |
| EBITDA bereinigt | 20,9 |
| in % vom Umsatz | 4,3% |
| Free Cashflow | - 9,3 |
| 01.01.2024 - 30.06.2024 | Industrial & Packaging | Office Furniture & Displays | Food Service | Summe der Segmente | Sonstige | Konsolidierung |
| Erlöse von externen Kunden | 299,3 | 119,6 | 110,5 | 529,4 | 0,0 | 0,0 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 299,3 | 119,6 | 110,5 | 529,4 | 0,0 | 0,0 |
| Rohertrag | 131,2 | 53,7 | 29,4 | 214,3 | 0,0 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 43,8% | 44,9% | 26,6% | 40,5% | ||
| EBITDA | 33,1 | 7,2 | - 0,9 | 39,4 | - 9,5 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 11,1% | 6,0% | - 0,8% | 7,4% | ||
| Anpassungen | 3,3 | 1,2 | 0,2 | 4,7 | 2,6 | 0,0 |
| EBITDA bereinigt | 36,4 | 8,4 | - 0,7 | 44,1 | - 6,9 | 0,0 |
| in % vom Umsatz | 12,2% | 7,0% | - 0,6% | 8,3% | ||
| Free Cashflow | 26,3 | 11,9 | - 0,6 | 37,6 | - 12,0 | 0,0 |
| 01.01.2024 - 30.06.2024 | Konzernausweis |
| Erlöse von externen Kunden | 529,4 |
| Intersegmentäre Erlöse | 0,0 |
| Umsatzerlöse des Segments | 529,4 |
| Rohertrag | 214,3 |
| in % vom Umsatz | 40,5% |
| EBITDA | 29,9 |
| in % vom Umsatz | 5,7% |
| Anpassungen | 7,3 |
| EBITDA bereinigt | 37,2 |
| in % vom Umsatz | 7,0% |
| Free Cashflow | 25,6 |
Zur Abgrenzung der berichtspflichtigen Segmente wird auf den Konzernabschluss der
TAKKT AG zum 31.Dezember 2024 verwiesen.
Im Vergleich zum Konsolidierungskreis am 31. Dezember 2024 sind die TAKKT Group Magyarország
Kft., Budaörs/Ungarn und die TAKKT Hungary Kft., Budaörs/Ungarn durch Neugründung
zugegangen.
In der nachfolgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse nach Regionen weiter aufgegliedert:
| Industrial & Packaging | Office Furniture & Displays | Food Service | 01.01.2025 - 30.06.2025 | |
| Deutschland | 95,9 | 0,0 | 2,2 | 98,1 |
| Europa ohne Deutschland | 187,9 | 0,0 | 5,8 | 193,7 |
| USA | 0,0 | 99,7 | 92,4 | 192,1 |
| Sonstige | 0,2 | 1,7 | 5,9 | 7,8 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | 284,0 | 101,4 | 106,3 | 491,7 |
| Industrial & Packaging | Office Furniture & Displays | Food Service | 01.01.2024 - 30.06.2024 | |
| Deutschland | 104,8 | 2,5 | 1,9 | 109,2 |
| Europa ohne Deutschland | 194,4 | 0,0 | 6,4 | 200,8 |
| USA | 0,0 | 115,1 | 96,3 | 211,4 |
| Sonstige | 0,1 | 2,0 | 5,9 | 8,0 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | 299,3 | 119,6 | 110,5 | 529,4 |
Der Buchwert der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen belief sich zum Abschlussstichtag
auf 41,0 Millionen Euro (46,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2024). Die geleasten
Vermögenswerte werden unter Grundstücke und Bauten mit 40,6 Millionen Euro (45,8 Millionen
Euro zum 31. Dezember 2024) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 0,4 Millionen
Euro (0,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2024) ausgewiesen.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten enthalten zum Abschlussstichtag langfristige
Leasingverbindlichkeiten von 36,0 Millionen Euro (42,2 Millionen Euro zum 31. Dezember
2024). Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind zum Stichtag kurzfristige
Leasingverbindlichkeiten von 14,3 Millionen Euro (14,6 Millionen Euro zum 31. Dezember
2024) enthalten.
Die Hauptversammlung hat am 21. Mai 2025 der vorgeschlagenen Dividende von EUR 0,60
(EUR 1,00) pro Aktie für das Geschäftsjahr 2024 zugestimmt. Somit wurde insgesamt
für die nach dem Aktienrückkauf ausstehenden 64,0 (64,6) Millionen Stückaktien eine
Dividende in Höhe von 38,4 Millionen Euro (im Vorjahr 64,6 Millionen Euro) ausgeschüttet.
Ein detaillierter Überblick über die finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management
sowie die von TAKKT gehaltenen Finanzinstrumente findet sich im Konzernabschluss 2024.
Im Folgenden wird auf die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die jeweiligen
Inputfaktoren und Bewertungsmethoden sowie die Einordnung der Finanzinstrumente in
die Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 eingegangen.
Die im Rahmen der Bewertungsmethoden zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten
Inputfaktoren werden in folgende Stufen eingeteilt:
| ― |
Stufe 1: Notierte Preise an aktiven, für das Unternehmen zugänglichen Märkten für den identischen Vermögenswert bzw. die identische Schuld. |
| ― |
Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| ― |
Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
Die bei TAKKT mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente betreffen
Beteiligungen und derivative Finanzinstrumente. Sie unterliegen einer wiederkehrenden
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die derivativen Finanzinstrumente, die in den
kurzfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerten und kurzfristigen Sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, sind der Stufe 2 zuzuordnen. Die Beteiligungen,
ausgewiesen in den langfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerten, sind der
Stufe 3 zuzuordnen.
Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und
Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, da bspw.
ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird, bzw. erstmalig
gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt
werden, basiert auf den notierten Preisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt bei den wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Vermögenswerten und Schulden anhand der Discounted Cashflow-Methode. Dabei werden
die künftig aus den Finanzinstrumenten erwarteten Zahlungsflüsse unter Anwendung von
laufzeitadäquaten Marktzinssätzen diskontiert. Der Bonität des jeweiligen Schuldners
wird durch Berücksichtigung von rating- und laufzeitabhängigen Risikoprämien in den
Diskontfaktoren Rechnung getragen. Die Risikoprämien werden unter Verwendung von am
Markt beobachtbaren Preisen für festverzinsliche Wertpapiere ermittelt.
Die Bewertung von Venture-Capital-Fonds erfolgt anhand der sogenannten Adjusted-Net-Asset-Methode.
Hierbei werden die von einem Fonds auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden ermittelten
Fair Values der Einzelinvestments aggregiert und um angemessene Illiquiditätsabschläge
für die Gesamtfonds korrigiert. Bei den nicht-notierten Beteiligungen an Kapitalgesellschaften
wird die Bewertung abgeleitet aus weiteren Kapitaleinlagen der Investoren bzw. vom
Preis, zu dem eine dritte Partei im Zuge einer weiteren Finanzierungsrunde neu einsteigt
(Price of Recent Investment Valuation Method).
Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert von Beteiligungen innerhalb der
langfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte 11,3 Millionen Euro (11,5 Millionen
Euro zum 31. Dezember 2024). Hiervon entfallen auf erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente 1,5 Millionen Euro (1,3 Millionen Euro
zum 31. Dezember 2024) sowie auf erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Eigenkapitalinstrumente 10,0 Millionen Euro (10,0 Millionen Euro zum 31. Dezember
2024). Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb der
kurzfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte beträgt 0,6 Millionen Euro (0,8
Millionen Euro zum 31. Dezember 2024) und innerhalb der kurzfristigen Sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten 0,5 Millionen Euro (0,4 Millionen Euro zum 31. Dezember 2024).
Die folgende Übersicht zeigt eine detaillierte Überleitung der wiederkehrend zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in Stufe 3 in Millionen EUR:
| 2025 | 2024 | |
| Stand 01.01. | 11,5 | 13,3 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Fair-Value-Änderungen*) | - 0,2 | - 0,4 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Fair-Value-Änderungen | 0,0 | - 1,4 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06. / 31.12. | 11,3 | 11,5 |
| *) Ausweis im übrigen Finanzergebnis, davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus zum Bilanzstichtag gehaltenen Finanzinstrumenten | - 0,2 | - 0,4 |
Die im Vorjahr im sonstigen Ergebnis erfasste negative Fair-Value-Änderung in Höhe
von 1,4 Millionen Euro ergab sich aus der Neubewertung bei zwei Beteiligungen infolge
einer weiteren Finanzierungsrunde. An diesen nahm TAKKT nicht mehr als Investor teil.
Für die übrigen Beteiligungen ergeben sich aktuell keine Anzeichen für einen veränderten
Fair Value.
Die Buchwerte aller Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert werden, stellen zum Bilanzstichtag angemessene Näherungswerte für den beizulegenden
Zeitwert dar. Wesentliche Abweichungen zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten
können bei finanziellen Verbindlichkeiten aus TAKKT Performance Bonds auftreten. Für
diese beträgt der Buchwert 1,2 Millionen Euro (1,3 Millionen Euro zum 31. Dezember
2024), der beizulegende Zeitwert 1,2 Millionen Euro (1,4 Millionen Euro zum 31. Dezember
2024).
Die der Stufe 2 zuzuordnende Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt dabei
analog des Vorgehens bei den wiederkehrend zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten
und Schulden anhand der Discounted Cashflow-Methode.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen wurden überprüft und basieren auf den Verhältnissen
am Bilanzstichtag.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Periodenergebnis
durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Stückaktien dividiert
wird. Sogenannte potenzielle Aktien (v.a. Aktienoptionen und Wandelanleihen), die
das Ergebnis je Aktie verwässern könnten, wurden nicht ausgegeben. Damit entsprechen
sich das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinn des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat
der TAKKT AG und die Vorstände des Mehrheitsgesellschafters Franz Haniel & Cie. GmbH,
Duisburg / Deutschland sowie deren nahe Familienangehörige, der Mehrheitsgesellschafter
Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg / Deutschland, dessen Tochtergesellschaften und
assoziierte Unternehmen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen
im Wesentlichen das Cash-Management-System, den laufenden Liefer- und Verrechnungsverkehr
und Dienstleistungsverträge. Durch die Teilnahme am Cash-Management-System des Haniel-Konzerns
nutzt die TAKKT-Gruppe mögliche Skaleneffekte. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie
sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
TAKKT hat im ersten Halbjahr 2025 Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Stärkung des
Cashflows vorangetrieben. Im Segment Industrial & Packaging wird ein neues Operating
Model eingeführt, das durch Automatisierung, KI, die Verlagerung von Funktionen nach
Ungarn sowie die Auslagerung transaktionaler Tätigkeiten Effizienz und Kundenorientierung
verbessern soll. Die dadurch verursachten einmaligen Aufwendungen im laufenden Jahr
könnten einen ähnlichen oder etwas höheren Betrag ausmachen wie die 17,1 Millionen
Euro an einmaligen Aufwendungen im Vorjahr.
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten und -forderungen bestehen wie zum letzten Bilanzstichtag
nicht. Es sind keine außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle nach IAS 34.16A(c) oder andere
angabepflichtige Sachverhalte aufgetreten.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Stuttgart, 28. Juli 2025
TAKKT AG, der Vorstand
| Andreas Weishaar | Timo Krutoff |
TAKKT AG
Presselstraße 12
70191 Stuttgart
Deutschland
Investor Relations
T +49 711 3465-8223
F +49 711 3465-8104
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