![]() Talanx AGHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Talanx AnteilsbesitzlisteAufstellung des Anteilbesitzes gem. § 285 Nr.11 HGB zum 31. Dezember 2009scroll
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keine Angaben gemäß § 286 Abs.3 HGB
Hannover, 8. April 2010 Konzern-Geschäftsbericht 2009 Auftakt für die Zukunft.Kennzahlen der KonzernsegmenteSchaden/Unfall-Erstversicherung
Personen-Erstversicherung
Schaden-Rückversicherung
Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Alle Angaben gemäß IFRS Personen-Rückversicherung
Konzernfunktionen
Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Verwaltete KapitalanlagenMrd. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)*Mio. EUR![]()
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Aufgrund geänderter Segmentzuordnung sind
die Jahre bis 2007 nicht mit 2008/2009 vergleichbar Unsere Marken![]() HDI-GerlingDie Marke vereint die Sachversicherungsgruppe für Industrie- und Privatkunden und die Leben-Gruppe mit Produkten für die Risikoabsicherung, Altersvorsorge und betrieblicher Altersversorgung. ![]() HDIEin breites Spektrum von Sachversicherungen für Privatkunden im Inland - über HDI Direkt - und international. ![]() Targo VersicherungenDer voll integrierte Spezialversicherer mit leistungsstarken Vorsorge- und Sicherheitskonzepten exklusiv für Kunden der TARGOBANK. ![]() PB VersicherungenExklusiver Versicherungspartner der Postbank für Lebens- und Unfallversicherungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Postbank-Kunden ausgerichtet sind. ![]() Neue LebenÜberdurchschnittliche Leistungen, geringe Verwaltungskosten: der kompetente Vorsorgespezialist in Kooperation mit vielen Sparkassen und ausgesuchten Versicherungsmaklern. ![]() Posta BiztosítóDie wachstumsstarke Bancassurance-Kooperation mit der ungarischen Post mit Schwerpunkt auf den Sparten Leben und Schaden/Unfall. ![]() Hannover Rück, E+S RückEine der größten Rückversicherungsgruppen der Welt mit Schaden- und Personen-Rückversicherungsgeschäft. E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt. ![]() AmpegaGerlingEiner der großen bankenunabhängigen Asset Manager in Deutschland, der die Finanzdienstleistungen im Konzern verantwortet. ![]() Protection ReDer professionelle konzerneigene Rückversicherungsmakler für das von der Talanx-Gruppe abgegebene Rückversicherungsgeschäft. Der Talanx-Konzern ist die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe. Talanx arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Erst- und Rückversicherung. Zu den Marken zählen HDI und HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden, mit Hannover Rück einer der führenden Rückversicherer, die auf Banken- und Postvertrieb ausgerichteten Targo Versicherungen, PB Versicherungen und Neue Leben sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Die Gruppe ist tätig in den Geschäftsfeldern Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung sowie Schaden- und Personen-Rückversicherung. Der Konzern mit Sitz in Hannover ist in 150 Ländern aktiv und verfügt über eine ausgezeichnete Finanzkraft. scroll
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von ± einer Einheit auftreten.
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Kombinierte Schaden-/Kostenquote unter Berücksichtigung
erhaltener Depotzinsen Auftakt zum Erfolg - Der Talanx-Konzern betritt mit einer neuen Aufstellung die Bühne. Unsere Meinung dazu: Da steckt Musik drin. Aus diesem Grund haben wir das Thema Musik auch als Motto unseres Konzerngeschäftsberichts gewählt. Rhythmus, Tempo, Swing, Harmonie - das alles wollen wir unseren Investoren, Kunden und Mitarbeitern mit der neuen Struktur des Konzerns bieten. Und die Garantie, dass diese Aufstellung der Gruppe im globalen Konzert der Assekuranz dauerhaft gut vernehmbar ist -mit Melodien, die im Ohr bleiben. Und wenn Sie einen "Musikwunsch" an uns haben, halten wir es mit einer alten Radiosendung des SDR aus den 70er Jahren: "Sie wünschen, wir spielen"! Vorwort des VorstandsvorsitzendenMeine sehr geehrte Damen und Herren,unser Ziel, im Quintett der fünf profitabelsten Versicherungsgruppen in Europa mitzuspielen, haben wir 2009 erreicht. Und unser Mindestziel, eine Eigenkapitalrendite von 750 Basispunkten über dem risikofreien Zins zu erreichen, haben wir sogar deutlich übertroffen. Das sind nicht die beiden einzigen guten Nachrichten, wenn wir einen Blick auf das Jahresergebnis des Talanx-Konzerns 2009 werfen. Alle unsere Eckdaten können sich sehen lassen: Wir haben zugelegt bei den Bruttoprämien, beim Kapitalanlageergebnis, beim EBIT und beim Konzernergebnis. Dass sich die Ergebnissituation verbessert, war nach Überwindung der größten und schwersten Finanzkrise allerdings auch nicht anders zu erwarten. Insofern sind die Steigerungsraten zum Vorjahr keine besondere Leistung, und ein Vergleich mit 2008 ist daher auch wenig aussagekräftig. Die richtige Sichtweise ist, das Ergebnis 2009 mit dem vor der Krise zu vergleichen. Und dieses Niveau haben wir sogar übertroffen: Das Konzernergebnis liegt über dem Stand des Jahres 2007 - und das war ein gutes Ergebnis. Das ist die gute, gleichzeitig aber auch die schlechte Nachricht: Die Krise hat unseren Konzern ein Jahr gekostet. Uneingeschränkt positiv zu sehen ist aber die Tatsache, wie schnell und unbeschadet Talanx die Krise hinter sich gelassen hat. Nach wie vor verfügt der Talanx-Konzern über eine sehr solide Finanzkraft. Worin liegen die Gründe dafür? Mit unserer Risikovorsorge haben wir den richtigen Ton getroffen: Der Konzern ist auf solidem Fundament gebaut und so stabil, dass er selbst große Erschütterungen unbeschadet übersteht. Diese Aussage lässt uns zwar nicht ruhen im Bemühen, die Gruppe noch erschütterungsfreier aufzustellen, aber sie erfüllt uns mit Zuversicht, auch die vor uns liegenden Aufgaben anpacken und meistern zu können. Finanzielle Stabilität, also die Sicherheit eines Konzerns, und Flexibilität, also seine Zukunftsfähigkeit, sind die entscheidenden Pfeiler für die weitere erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns. Neben den "Aufräumarbeiten" infolge der Finanzkrise hat Talanx 2009 Fortschritte bei der Erreichung der Konzernziele gemacht. Im Hinblick auf das Konzernziel "Ausbau der Lebensrückversicherung" konnte die Hannover Rück zu Beginn des Jahres den erfolgreichen Erwerb eines Einzellebens-Rückversicherungsportefeuilles vermelden. Diese Akquisition schafft einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Diversifizierung des weltweiten Personen-Rückversicherungsgeschäfts. Auch im Ausbau des Auslandsgeschäfts in der Erstversicherung sind wir 2009 ein gutes Stück vorangekommen. Neben einem teilweise sehr deutlichen organischen Wachstum gelang der Markteintritt in Mexiko und Indien. Trotz der Fortschritte und trotz der positiven Eckdaten würde ich dem Jahr 2009 insgesamt die Schulnote 2,5 geben. Ein unbefriedigendes Neugeschäft und rückläufige Prämieneinnahmen im deutschen Privatkundengeschäft verhindern eine bessere Bewertung. Auch aus diesem Grund hat Talanx im Berichtsjahr damit begonnen, die Struktur des Konzerns grundlegend umzubauen, um flexibel auf Änderungen im Markt reagieren zu können. Nach der schnellen und erfolgreichen Integration von Gerling strebt unser Konzern im Erstversicherungsgeschäft eine Neuausrichtung an: Die Organisation soll sich an Kundengruppen ausrichten. Damit will Talanx gleichzeitig die Voraussetzungen für mehr Wachstum und größere Effizienz schaffen. In der Erstversicherung wird der Konzern zukünftig mit den drei Ressorts Industriekunden, Privatkundengeschäft Deutschland und Privatkundengeschäft Ausland arbeiten. Das Ressort Rückversicherung ist von der Umstrukturierung nicht betroffen. Das zweite Thema neben der Ausrichtung an Kundengruppen ist die Zielsetzung, die Effizienz im Konzern zu steigern. Dies erreichen wir auf mehreren Wegen: Wir straffen die Struktur, reduzieren die Komplexität und bündeln die zentralen Konzernfunktionen stärker. Der Projektname, den wir der Umstrukturierung intern gegeben haben, lautet Fokus. Er ist Programm: Mit diesem Schritt konzentrieren wir uns stringent auf unsere Kundengruppen, auf eine Steigerung der Effizienz und auf eine Reduktion der Komplexität im Konzern. Wir bauen auf unsere Stärken und arbeiten systematisch daran, unseren Nachholbedarf zu schließen. Auf diese Weise werden wir unsere strategischen Zielsetzungen schneller und besser erreichen. Auch mit Blick auf die vor uns liegende Herausforderung der Neustrukturierung haben wir als Thema unseres diesjährigen Geschäftsberichts "Musik" gewählt. Wer in der Musik erfolgreich sein will, braucht nicht nur eine eingängige Melodie, sie muss auch gut gespielt werden. Am besten hört es sich an, wenn jeder im Orchester sein Instrument beherrscht und das Ganze harmoniert. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies bei uns zutrifft: Wir beherrschen unsere Instrumente und das Zusammenspiel. Und in seiner neuen Aufstellung spielt der Talanx-Konzern mit mehr Rhythmus und mehr Dynamik. Wir würden uns freuen, wenn diese neuen Töne Sie mitreißen würden. In diesem Sinne hoffen wir, Ihnen mit dem vorliegenden Jahresbericht einen angenehmen und kurzweiligen "Hörgenuss" zu verschaffen. Mit freundlichen Grüßen
Herbert K. Haas Der Vorstandscroll
AufsichtsratWolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG, Ber Johannes Funck stv. Vorsitzender (bis 17.6.2009) Angestellter, HDI Direkt Versicherung AG, Mühlheim Ralf Rieger (seit 17.6.2009) stv. Vorsitzender Angestellter, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Raesfeld Prof. Dr. Eckhard Rohkamm stv. Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG, Hamburg Karsten Faber (seit 17.6.2009) Zentralbereichsleiter, Hannover Rückversicherung AG, E+S Rückversicherung AG, Hannover Reinhard Faßhauer (bis 17.6.2009) Leitender Angestellter, HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Langenhagen Hans-Ulrich Hanke Angestellter, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Brühl Gerald Herrmann Gewerkschaftssekretär, Norderstedt Dr. Thomas Lindner Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG, Albstadt Jutta Mück (seit 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Oberhausen Otto Müller Angestellter, Hannover Rückversicherung AG, Hannover Dr. Hans-Dieter Petram ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG, Inning Dr. Michael Rogowski Vorsitzender des Aufsichtsrats der Voith AG, Heidenheim Katja Sachtleben-Reimann (seit 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover Dr. Erhard Schipporeit ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG, Hannover Barbara Schulze (bis 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Bochum Bodo Uebber Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Stuttgart Dr. Eggert Voscherau (bis 22.7.2009) Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE, Ludwigshafen Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder (seit 3.2.2009) Professorin an der Leibniz Universität, Hannover Werner Wenning (seit 1.10.2009) Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen Aufsichtsratsausschüsse Zusammensetzung zum 31.12.2009Finanz- und PrüfungsausschussWolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Dr. Erhard Schipporeit Ausschuss für VorstandsangelegenheitenWolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Dr. Michael Rogowski Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder VermittlungsausschussWolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Katja Sachtleben-Reimann NominierungsausschussWolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Dr. Michael Rogowski Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Aufgaben der AusschüsseFinanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
Vorstandscroll
Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2009 ist der Aufsichtsrat seinen Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung jederzeit nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen, einer außerordentlichen und einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung zusammen. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat viermal, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten sechsmal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2009 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schriftlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Neuausrichtung des Konzerns und Optimierung seiner Strukturen sowie die Planung für das Jahr 2010 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Wir ließen uns ferner die Grundzüge der wertorientierten Steuerung erläutern und behandelten eine Reihe von Akquisitions- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und ggf. Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle der Erwerb des US-amerikanischen Lebensrückversicherungsgeschäfts des niederländischen Finanzkonzerns ING durch die Hannover Life Re, die Begründung einer Zusammenarbeit mit der Swiss Life, der Kauf einer Gesellschaft in Mexiko und die Eingehung eines Joint Venture in Indien. Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des Talanx-Konzerns, seine Kapitalanlagestrategie sowie über den möglichen Gang an die Börse beraten. Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das Aufsichtsratsplenum erstmals anhand eines aktuellen Musters mit den Regelungen in den Vorstands-Dienstverträgen sowie mit der Überprüfung der Festbezüge einzelner Vorstandsmitglieder und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Arbeit der AusschüsseDer Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft. Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2008 erörtert. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten, der im September 2009 um ein zusätzliches Mitglied erweitert wurde, befasste sich neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum in mehreren Sitzungen mit Fragen der künftigen Vorstandsstruktur und einer neuen Geschäftsverteilung für den Vorstand, die am 25. November 2009 auf Empfehlung des Ausschusses vom Gesamtaufsichtsrat verabschiedet wurde. Außerdem wurden im Rahmen der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. Corporate GovernanceBesondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat aktualisiert. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag. Schwerpunkte waren neben den üblichen Prüftätigkeiten beim Jahresabschluss die Prüfung der Buch- und der Zeitwerte der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und der latenten Steuern sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 und die Prüfung des Verfahrens der Intercompany-Abstimmung im Rahmen der Konsolidierung. Ferner waren das Interne Kontrollsystem und die Risikoberichterstattung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 27. Mai 2010 und in der Aufsichtsratssitzung am 28. Mai 2010 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandMit der Hauptversammlung der Gesellschaft am 17. Juni 2009 endeten die Mandate von Frau Schulze, Herrn Faßhauer und Herrn Funck im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat ihnen für ihre verantwortungsbewusste und wertvolle Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Von den Delegierten der Arbeitnehmer wurden Frau Jutta Mück und Frau Katja Sachtleben-Reimann sowie als Vertreter der leitenden Angestellten Herr Karsten Faber neu in den Aufsichtsrat gewählt. Im Übrigen wurden die bisherigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wiedergewählt. Herr Dr. Voscherau hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft mit Ablauf des 22. Juli 2009 niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat ihm für sein langjähriges Engagement Dank und Anerkennung ausgesprochen. Neu in den Aufsichtsrat wurde mit Wirkung ab 1. Oktober 2009 Herr Werner Wenning gewählt. Wie bereits im vergangenen Jahr berichtet, hat der Aufsichtsrat Herrn Ulrich Wallin am 22. Januar 2009 mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsmitglied der Talanx AG mit der Zuständigkeit für das Geschäftsfeld Rückversicherung bestellt. Herr Wallin trat damit - wie ab 1. Juli 2009 in den Rückversicherungsgesellschaften Hannover Rückversicherung AG und E+S Rückversicherung AG - die Nachfolge von Herrn Zeller an, der am 22. Januar 2009 aus dem Vorstand der Talanx AG ausgeschieden ist. Das Mandat von Herrn Dr. Löffler im Vorstand der Gesellschaft hat einvernehmlich mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 geendet. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Heinz-Peter Roß bereits mit Wirkung ab 1. Juli 2009 zum Mitglied des Vorstands bestellt, der ab 1. Juni 2010 das neu gebildete Geschäftsfeld Retail Deutschland übernehmen wird. Der Aufsichtsrat der Talanx AG hat Herrn Zeller und Herrn Dr. Löffler jeweils seinen besonderen Dank für die langjährige erfolgreiche Arbeit im Vorstand der Talanx AG und im Talanx-Konzern ausgesprochen. Mit Wirkung ab 25. November 2009 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Christian Hinsch zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft bestellt, der sich ab Mitte 2010 auf den Ausbau des Industrieversicherungsgeschäfts weltweit konzentrieren wird. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Hinsch ferner mit Wirkung ab 1. Januar 2010 zum Arbeitsdirektor gem. § 33 MitbestG bestellt. Er tritt insoweit die Nachfolge von Herrn Haas an, der diese Funktion mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 niedergelegt hat. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern des Talanx-Konzerns für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hannover, 28. Mai 2010 Für den Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Der Konzern mit neuer Struktur.Die Strategie.Strategie folgt Markt, Struktur folgt Strategie - mit der neuen Struktur hat Talanx das Ohr am KundenJede Zeit verlangt ihre spezielle Musik. Im Bemühen, das Publikum mit dem optimalen Sound für sich zu gewinnen, veränderten sich im Laufe der Jahre Ensembles immer wieder. Neue Instrumente kamen hinzu, andere verschwanden, die Art und Weise, wie Instrumente gespielt wurden und wie sie zum Einsatz kamen, wurde immer wieder den verschiedenen Musikrichtungen angepasst. Seine Zielgruppen für sich zu gewinnen und den richtigen Ton im Marktauftritt zu treffen war auch das Motiv des Talanx-Konzerns, seine Strukturen zu überprüfen. Stimmt die Instrumentierung noch, treffen wir noch die richtige Tonlage und die Erwartungen der Märkte? Können wir mit unserer Aufstellung noch unsere Konzernziele Wachstumssteigerung und Effizienzsteigerung im In- und Ausland erfüllen? Die Erkenntnis aus dieser Prüfung war keine Überraschung, sondern eine Bestätigung des im Konzern lange gepflegten Management-Grundsatzes: Die Strategie muss dem Markt folgen, die Organisation der Strategie. Konkret: Eine neue Aufstellung wird den Konzern besser voranbringen. Eine nach Kundensegmenten ausgerichtete Organisation verbunden mit gesteigerter Effizienz, schlankeren Strukturen und einer stärkeren Bündelung der Steuerungsfunktion in der Holding schafft die Voraussetzung dafür, dass der Talanx-Konzern seine Ziele schneller erreicht. Kern der neuen Struktur sind die neu arrangierten Ressorts in der Erstversicherung: Für das nationale und das internationale Privatkundengeschäft sowie für das globale Industriegeschäft zeichnet jeweils ein Talanx-Vorstandsmitglied verantwortlich. Der Geschäftsbereich Rückversicherung arbeitet in der bewährten Form weiter. Das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft wird spartenübergreifend in einem Bereich zusammengeführt. Der einheitliche Blick auf den Kunden ist eine gute Voraussetzung dafür, besseren Service zu leisten und beim Cross-Selling, also dem Verkauf zusätzlicher Produkte, alle Register zu ziehen: Die Zusammenführung ist vor allem in diesem Kundensegment die Prämisse dafür, Kostenvorteile zu gewinnen, die Effizienz zu steigern und so unsere Position im Verdrängungswettbewerb selektiv auszubauen. Bereits in den vergangenen Jahren hat das Privatkundengeschäft im Ausland mit den höchsten Wachstumsraten aufgespielt. Um die dahinterstehende Wachstumsstrategie noch konsequenter zu verfolgen und ihr besonderes Gewicht zu verleihen, schaffen wir auch hier spartenübergreifend einen eigenen Bereich. Sein Ziel: stringentes Wachstum in chancenreichen Märkten. Das bedeutet, wir müssen unsere heutigen Märkte bestmöglich ausbauen, aber auch neue, vielversprechende Märkte suchen und erschließen. Einen Wachstumsauftrag hat auch der neue Bereich Industrieversicherung. Hier werden wir unsere Kernkompetenzen weiterentwickeln und aus der hervorragenden Marktposition in Deutschland Kapital schlagen. Als logischen, aber auch notwendigen Schritt werden wir die Lücke zu den weltweit führenden Wettbewerbern schließen und die Chance beim Schopf packen, zum Global Player aufzusteigen. Der Markt.Bündelung von Funktionen und Aufgaben steigert die EffizienzIm Takt mit den Marktanforderungen Die erste Geige bei der Umstrukturierung spielt der Kunde. Aber im Gleichklang mit der Neuausrichtung erfährt auch das interne Zusammenspiel eine neue Akzentuierung. Neben der Kundensegmentierung schaffen wir günstigere Bedingungen, die nachhaltig Wert schaffen und unseren Konzern im Wettbewerb besserstellen werden: eine gebündelte Konzernsteuerung, eine schlanke, an unserer Strategie ausgerichtete Konzern- und Ressortstruktur und gesteigerte Effizienz. Im Konzert von Holding und Geschäftsbereichen, aber auch zwischen den Geschäftsbereichen lässt sich organisatorisch eine Menge optimieren. Wir müssen die Chance nutzen, die uns die Größe unseres Konzerns bietet, nämlich durch Bündelung von Aufgaben deutliche Skaleneffekte zu erzielen. Den Taktstock hat unverändert die Talanx AG in der Hand. Ihre Funktion bleibt es, strategische Aufgaben von Bedeutung für den gesamten Konzern wahrzunehmen, also die Definition der Strategie, Portfolioentscheidungen, übergreifende Steuerungsaufgaben, Bereitstellung der Finanzmittel und die Sicherstellung von Synergien. In dieser Rolle als Dirigent schafft es Talanx auch, leichter den Ton des Kapitalmarktes zu treffen und so den Konzern noch besser auf die Kapitalmarktanforderungen auszurichten. Drehscheibe der Zusammenarbeit und gleichzeitig Effizienzcenter im deutschen Erstversicherungsgeschäft des Konzerns wird eine neu zu bildende Servicegesellschaft sein. Sie fasst allgemeine Querschnittsfunktionen der Erstversicherer zusammen, die bislang getrennt in Zwischenholdings der Geschäftsfelder angesiedelt waren, beispielsweise Inkasso oder Personal. Dadurch löst sie künftig zentral Fragestellungen, die zurzeit in mehreren Zwischenholdings unabhängig voneinander bearbeitet wurden, und gewährleistet zudem einen einheitlichen Konzernauftritt. Sie soll Leistungen für Konzerngesellschaften standardisieren und dafür sorgen, dass alle auf einer einheitlichen und konsistenten Zahlenbasis arbeiten. Jeder Geschäftsbereich braucht bestimmte Aufgaben vor Ort. Um dem gerecht zu werden, arbeitet die Servicegesellschaft nach einem Multistandortkonzept. Ihre Mitarbeiter sind weiterhin an den Hauptstandorten des Konzerns in Hannover, Köln, Hilden und Hamburg tätig. Der Servicegesellschaft zur Seite stehen die Spezialdienstleister wie AmpegaGerling oder Protection Re, die bereits heute Querschnittsaufgaben wahrnehmen. In der operativen Geschäftssteuerung und strategischen Marktbearbeitung geben die Geschäftsbereiche den Ton an. Unterstützt von der Servicegesellschaft sind sie nahe am Markt und können schnell auf Marktveränderungen reagieren. Von ihrer Fähigkeit zur Variation oder zur Improvisation hängt in hohem Maß der Erfolg der Gruppe ab. Dabei ist die Antwort der Versicherer auf die aktuellen Fragen der Absicherung und der Altersvorsorge gar nicht so weit weg von Interpretationselementen in der Musik. Von der klassischen Musik bis hin zum Jazz, von Johann Sebastian Bach bis Coleman Hawkins variierten Musiker immer Themen oder improvisierten über Harmonien, die diesem Thema zugrunde lagen. Das macht die Assekuranz ebenso. Ihr Thema ist Sicherheit. Entscheidend sind Beherrschung der Instrumente und virtuoses Spiel. Und genau damit werden die operativen Einheiten des Konzerns das Publikum für sich gewinnen. Der Kunde.KUNDEN UMFASSEND UND GEZIELT BEDIENENIM GLEICHKLANG MIT DEN ZIELGRUPPEN Wer eine Versicherung abschließt, will vorher keine Unternehmensstrukturen studieren. Er geht nicht zu einer Sparte, sondern zu einem Unternehmen, genauer gesagt zu einer Marke. Mit der neuen Organisation überwindet der Talanx-Konzern die traditionellen Spartengrenzen, zum Beispiel zwischen der Lebens- und Sachversicherung. Die neuen Geschäftsbereiche arbeiten im Gleichklang mit ihren Kunden. Ein umfassendes Kundenmanagement im neuen Bereich Privat- und Firmenkunden Deutschland gestattet uns, zufriedene Versicherungsnehmer von weiteren Produkten des Hauses zu überzeugen - ein beträchtliches Geschäftspotenzial im aggressiven deutschen Wettbewerbsumfeld. Dazu muss ein inländischer Kunde mit Verträgen verschiedener Konzerngesellschaften konzernweit als eine Verbindung wahrgenommen werden. Vom gezielten und besseren Service profitiert nicht nur der Versicherungsnehmer, in ihm stecken auch Chancen für Talanx. Denn Prämisse für eine optimale Entwicklung im saturierten deutschen Privatkundenmarkt ist die umfassende Kenntnis des Kundenstamms und das Wissen, was Kunden wünschen. Mit diesem erweiterten Horizont wiederum können wir leichter geeignete zielgruppenspezifische Lösungspakete entwickeln und gewinnen dadurch an Attraktivität. Den Kontrapunkt zum eben vorgestellten Bereich setzt Privat- und Firmenkunden Ausland. Wobei Privatkundenversicherung im Ausland alles andere ist als grenzüberschreitendes Geschäft. Unterschiede in den nationalen Gesetzgebungen und bei den nationalen Aufsichtsbehörden, aber auch kulturelle Unterschiede machen sie zur lokalen Angelegenheit. Dennoch ist es sinnvoll, diesen Bereich in einer Einheit zusammenzufassen, denn trotz aller Unterschiede lassen sich Erfahrungen, Vorgehensweisen und Produkte auf andere Märkte übertragen. Und so entwickelt sich dieser Bereich zu einem Know-how-Träger, der leichter auf neuen lukrativen Märkten mitspielen kann. Vor allem in Regionen mit ähnlicher Kultur, wie Lateinamerika oder Mittel- und Osteuropa, die Talanx als strategische Wachstumsmärkte definiert. Aufbauend auf lokalem Management befruchtet jedes Engagement, jede Erfahrung mit Vertriebswegen und Kunden die Arbeit des Bereichs über Grenzen hinweg. So orchestriert wird die scheinbare Dissonanz verschiedener Märkte zu einem harmonischen Klangbild, der scheinbare Nachteil unterschiedlicher Systeme zum Vorteil. Der Industrieversicherer HDI-Gerling spielt seit langem auf der internationalen Bühne: Weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften und Niederlassungen an 29 Standorten präsent, begleitet er seine Kunden auf deren Weg der Globalisierung. In 130 Ländern kann HDI-Gerling Service bieten. Neu ausgerichtet im Geschäftsbereich Industrie weltweit erhält der Traditionsversicherer den klaren Auftrag zu wachsen. Die Chancen stehen gut. Die Finanzkrise hat den weltweiten Industrieversicherungsmarkt durcheinander gewirbelt. An dieser Stelle kommt uns unsere Marktposition zugute: Wir sind einer der führenden deutschen Industrieversicherer, und im Konzert der europäischen Marktteilnehmer spielen wir eine bedeutende Rolle. Das Ziel.Stärken ausbauen, Lücken schließenDer Talanx-Konzern trifft den richtigen Ton Von Louis Armstrong soll das Zitat stammen: "Es gibt nur zwei Arten von Musik: gute und schlechte. Es kommt nicht darauf an, was du spielst, sondern wie du spielst." Der Gedanke, wie man spielt, mit anderen Worten, wie man den Markt bearbeitet, war eine Koordinate für die Umstrukturierung des Konzerns. Und dabei konzentriert Talanx sich auf ihre Stärken und Chancen. Mit der neuen Struktur schaffen wir die Voraussetzung dafür, mittel- und langfristig zu wachsen - und zwar deutlich und schneller als der Markt. Die Umstrukturierung hat zwei melodische Hauptthemen: Stärken ausbauen, Lücken schließen. Wachstum dort, wo wir noch deutliches Potenzial sehen und zu schwach aufgestellt sind. Effizienzsteigerung da, wo wir durch eine Reduzierung der Komplexität und Bündelung der zentralen Funktionen Vorteile im Markt gewinnen können. Zunächst zu unseren Stärken: Viele unserer Gesellschaften sind hervorragend positioniert. Die Rückversicherung ist exzellent aufgestellt. Sowohl strategisch als auch operativ ist die Hannover Rück gut unterwegs. Daher arbeitet dieser Bereich unverändert weiter. Für unsere zweite große Stärke, die Industrieversicherung, gilt ebenfalls, dass wir zu den Takt angebenden Gesellschaften gehören. Zweimal 100 Jahre Erfahrung in der Industrieversicherung haben einen guten Klang für Kunden. Mit dieser Expertise von HDI-Gerling haben wir eine hervorragende Ausgangsposition, um einer der global führenden Industrieversicherer zu werden. Die Lücke im deutschen Privatkundengeschäft werden wir in der neuen Formation schließen. Mit der Zusammenführung des gesamten deutschen Privatkundengeschäfts in einem Geschäftsbereich gewinnen wir Kostenvorteile, können effizienter arbeiten und verlorene Marktanteile zurückgewinnen. In der neuen Orchestrierung schaffen wir es, in diesem schwierigen Markt besser Gehör zu finden. Auch im Privatkundengeschäft Ausland wollen wir forte spielen, insbesondere in den Emerging Markets, wo es überproportional hohe Wachstumschancen gibt. Auch hier tragen wir der Bedeutung dieses Bereichs durch ein eigenes Ressort Rechnung. Die neue Struktur steigert die Effizienz im Talanx-Konzern: Die Prozesse, die bisher in mehreren Zwischenholdings mehrfach abliefen, schaffen wir in der neuen Struktur schneller. Gleiche oder ähnliche Aufgaben an verschiedenen Stellen werden zentralisiert. Das reduziert den Koordinationsaufwand. Ähnliches gilt auch für die Konzernsteuerungsfunktion. Eine funktionierende Steuerung ist aber unabdingbare Voraussetzung für ein erfolgreiches Wachstum, womit sich der Kreis schließt. Das Fazit: Die neue Struktur muss in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Das Orchester ist mehr als die Summe der einzelnen Instrumente. Die Kunst, den richtigen Ton zu treffen, liegt darin, an den richtigen Stellen fortissimo zu spielen, zur richtigen Zeit adagio, zur passenden Gelegenheit die Solisten in den Vordergrund zu rücken und dabei immer im Takt zu bleiben. Dies alles führt im Konzern zu einem besseren Zusammenspiel, zu einem harmonischeren Klangbild. Und mit der neuen Struktur spielen wir im richtigen Rhythmus. Wir werden schneller und effizienter und können die Herausforderungen der Märkte besser bewältigen. Dies sichert die Position des Talanx-Konzerns im zukünftigen Wettbewerb und macht ihn attraktiver für Privat- und Industriekunden im In- und Ausland. News. Spotlights 2009.TALANX ON TOUR 200901/2009Hannover Rück platziert Lebens-RückversicherungsgeschäftDie Hannover Rück platziert ein Portefeuille der Personen-Rückversicherung am internationalen Kapitalmarkt. Die Transaktion umfasst ein Finanzierungsvolumen von 100 Mio. EUR in fondsgebundenem Lebens- und Rentengeschäft. Mit diesem Transfer wandelt das Unternehmen zukünftige Erträge in liquide Mittel um, verschafft sich größere finanzielle Flexibilität im Hinblick auf den weiteren Ausbau seines Lebens- und Krankenportefeuilles und verbessert zudem seine Risikodiversifikation. Eintritt in Privatkundenmarkt in MexikoIm Rahmen ihrer Wachstumsstrategie auf dem lateinamerikanischen Versicherungsmarkt tritt HDI-Gerling International mit dem Kauf der Genworth Seguros México, S.A. de CV. von Genworth Financial in den mexikanischen Privatkundenmarkt ein. Die Übernahme umfasst die Geschäftszweige Kraftfahrzeug-, Sach- und Haftpflichtversicherung, Lebens- und Personenunfallversicherung. 02/2009Hannover Rück kauft RückversicherungsportefeuilleDie Hannover Rück erwirbt von der Scottish Re Group Limited im Rahmen einer Rückversicherungstransaktion das ING-Einzellebensportefeuille sowie zusätzlich wesentliche Teile der Infrastruktur für das Lebensrückversicherungsgeschäft in Nordamerika. Mit dieser Transaktion erreicht die Hannover Rück in den USA die fünfte Stelle im Einzellebens-Rückversicherungsgeschäft und verbessert zudem die Diversifizierung ihrer Ertragsquellen. 03/2009impulse und HDI-Gerling zeichnen bAV-Lösung ausHDI-Gerling Leben und das Unternehmermagazin impulse haben die Initiative "bAV-Unternehmer des Jahres" ins Leben gerufen und vorbildliche Konzepte der betrieblichen Altersversorgung (bAV) im deutschen Mittelstand gesucht. Damit wollen sie den Austausch zwischen Wissenschaft, Anbietern und Praktikern zu betrieblichen Vorsorgekonzepten fördern. PB Versicherungen gründen VertriebsakademieIm Rahmen der vertriebswegeübergreifenden Personalausbildung und -entwicklung wurde mit der Gründung der PBV-Akademie eine Talentschmiede für den Vertriebsnachwuchs und eine Möglichkeit zur weiteren Förderung erfahrener Consultants geschaffen. Die PB Versicherungen reagieren damit auch auf die steigenden Anforderungen des Marktes an die Beratungskompetenz im Vertrieb. 04/2009HDI-Gerling mit Bestnoten in der BerufsunfähigkeitsversicherungDie Analysegesellschaft Morgen & Morgen bestätigt das Höchstrating von fünf Sternen für alle Berufsunfähigkeitsprodukte von HDI-Gerling. Untersucht wurden Erfahrung, Bestand, Leistungsfall- und Antragsprüfung sowie die Prozesse. Auch das Analysehaus Franke & Bornberg hat die Berufsunfähigkeitsversicherungen von HDI-Gerling bereits mit der Bestnote (FFFplus) ausgezeichnet. 05/2009Neue Leben von Assekurata und Focus-Money prämiertEine Auszeichnung erhielt die Neue Leben von der Zeitschrift Focus-Money im Vergleich der Finanzstärke deutscher Lebensversicherer: die Höchstnote "sehr gut" (1,0) als einer der finanzstärksten Lebensversicherer. Basis für die Bewertung war das "A++/Exzellent"-Rating der Assekurata vom Januar. Mit dieser Bestnote zeichnete Assekurata die Kontinuität der Neuen Leben in puncto Leistung und Kundenorientierung aus. PB Versicherungen mit neuen GeschäftsfeldernDie PB Versicherungen verantworten jetzt auch das Bausparrisiko- und Kreditlebensversicherungsgeschäft der Postbank Finanzberatung AG. Sie weiten dieses Geschäft auf den mobilen Vertriebsweg der Postbank mit rund 4.000 Finanzberatern aus. Neue Leben verlängert SparkassenverträgeDie Neue Leben Versicherungen schließen mit vier ihrer Aktionärssparkassen vorzeitig neue Verträge für eine exklusive oder teilexklusive Zusammenarbeit. Die Verträge haben eine Laufzeit von bis zu weiteren 15 Jahren. 06/2009Erster Spatenstich für Riethorst 19Unter Beteiligung hoher politischer Prominenz findet der erste Spatenstich für den Neubau von HDI-Gerling in Hannover statt. Damit beginnen offiziell die Bauarbeiten für das sechsgeschossige Gebäude, das im Sommer 2011 bezogen werden soll. 07/2009Neue Varianten von TwoTrustFür Kunden, die Wert auf eine möglichst hohe Garantieleistung legen, bietet HDI-Gerling Leben mit "TwoTrust Klassik" eine neue Lebens- bzw. Rentenversicherung. TwoTrust Klassik ist für laufende Beitragszahlungen und Einmalzahlungen sowie für alle Vorsorgeschichten verfügbar. Neben der reinen Privatpolice gibt es eine steuerlich geförderte Basisrente sowie mehrere Varianten in der betrieblichen Altersversorgung. HDI-Gerling gründet Joint Venture in IndienDie HDI-Gerling International Holding AG und das indische Finanzunternehmen Magma Fincorp Limited unterzeichnen ein Abkommen über die Gründung eines Joint Ventures. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens mit Namen Magma HDI General Insurance Co. mit geplantem Hauptsitz in Kolkata ist, die Stärken beider Unternehmen zu bündeln, um in Indien auf den Kunden zugeschnittene Versicherungsprodukte anzubieten. Sehr gutes Rating für PB VersicherungenDie Lebensversicherungen PBV und PB werden erstmals von Standard & Poor's bewertet. Die finanzielle Stabilität der jeweils mit "A" bewerteten Gesellschaften ist sehr gut, der Ausblick bei beiden "stable". Nach Top-Noten im kundenorientierten Ratingverfahren von Assekurata ("A+ (Sehr gut)") und dem 4-Sterne-Rating des unabhängigen Analysehauses Morgen & Morgen ist dies die dritte sehr gute Unternehmensauszeichnung für die PB Versicherungen in den vergangenen zwölf Monaten. 08/2009HDI-Gerling erhält gute Noten für Firmenkundenservice"Vier Kronen" und ein "Sehr gut" - so beurteilt die ServiceRating GmbH die Servicequalität für die "Compact"-Versicherung von HDI-Gerling Firmen und Privat. 92 % der Kunden zeigten sich beim unabhängigen Ratingverfahren zufrieden mit der Qualität der Beratung; die organisatorischen Abläufe der Schaden- und Vertragsbearbeitung wurden mit "exzellent" bewertet. 09/2009Leben-Gruppe zieht umDie HDI-Gerling Leben-Gruppe zieht mit über 2.000 Arbeitsplätzen in ihren neuen Hauptsitz um, die Rheinpark-Metropole in Köln-Deutz. Zwei Wochen später folgen AmpegaGerling und die Kölner Niederlassung der Sachversicherungsgruppe. Die angemietete Fläche im neuen Bürokomplex umfasst rund 68.000 m²; der Mietvertrag läuft über 20 Jahre. Innovativer RisikoportefeuilletransferDie Hannover Rück transferiert erstmals ein Portefeuille fakultativer Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt. Hierbei handelt es sich um weltweite Einzelrisiken, die das Unternehmen bündelt und im Kapitalmarkt platziert. Dabei geht es nicht um den Schutz des eigenen Geschäfts, sondern um den unmittelbaren Transfer von Kundengeschäft. Damit erhalten Zedenten auch für solches Geschäft einen Zugang zum Kapitalmarkt, das sich auf eigenständiger Basis nicht hierfür anbieten würde. HDI Österreich mit AssCompact Award ausgezeichnetIn Wien wird HDI mit dem "AssCompact Award" in der Sparte Kfz geehrt. In den Sparten Leben und Eigenheim sowie Haushalte erreichen HDI-Gerling und HDI je einen Platz unter den ersten zehn. Rund 1.400 Makler und Versicherungskunden hatten die Versicherungsunternehmen mit präzisen Begründungen bewertet. Reactions Global Awards für Hannover RückDie renommierte internationale Fachzeitschrift "Reactions" kürt die Hannover Rück in New York zur "Best Global Reinsurance Company". Außerdem wird sie als weltweit bester Rückversicherer für Specialty Lines geehrt - dazu zählen u. a. die Segmente Luft- und Transportrückversicherung. Grundlage für die Preisverleihung war das Votum der "Reactions"-Leserschaft. Talanx-Konzern kündigt Neuordnung anDer Talanx-Konzern wird seine organisatorische Aufstellung überarbeiten: Sie wird konsequent auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Im Zentrum stehen außerdem eine schlanke Struktur sowie die ganzheitliche Marktbearbeitung und Effizienzsteigerung. Das Ziel der neuen Struktur ist, den Konzern für die Zukunft konkurrenzfähig aufzustellen, Wachstums- und Profitabilitätsziele sicherzustellen und dadurch langfristig sichere Arbeitsplätze zu schaffen. 10/2009Hannover Rück verstärkt Präsenz in ChinaDie Hannover Rück hat von der chinesischen Aufsichtsbehörde die Genehmigung für die Eröffnung einer Niederlassung in Shanghai für den Bereich Schaden-Rückversicherung erhalten. Bereits seit Mai 2008 verfügt sie dort über eine Niederlassung, die das chinesische Personen-Rückversicherungsgeschäft zeichnet. Zukünftig werden beide Geschäftsfelder direkt von Shanghai aus betrieben. Erstrating für HDI ÖsterreichAufgrund ihres Status als strategisch bedeutsame Gesellschaft der Talanx-Erstversicherungsgruppe erhält die österreichische HDI Versicherung AG im Erstrating von S&P sowohl ein Finanzstärkerating als auch ein Emittentenrating von "A" mit stabilem Ausblick. Lebensversicherer bestehen Belastungstest mit BestnoteDas Analysehaus Morgen & Morgen führt bei deutschen Lebensversicherern exklusiv für die Zeitschrift Capital einen Belastungstest durch. Die Finanzkraft der CiV (heute Targo) Lebensversicherung AG, der Neue Leben Lebensversicherung AG und der PBV Lebensversicherung AG schneidet in dem "M&M BelastungsTest Kapitalmarkt-Risiken" mit der Bestnote "ausgezeichnet" ab. 11/2009HDI Seguros Brasilien versichert eine Million FahrzeugeDie brasilianische Gesellschaft der HDI-Gerling-Sachgruppe erreicht die Marke von einer Million versicherter Fahrzeuge. Die Gesellschaft mit knapp 1.000 Mitarbeitern ist auf Wachstumskurs und plant, weitere Niederlassungen in verschiedenen Landesteilen zu eröffnen. BaFin-Zwischenprüfung erfolgreichAmpegaGerling schließt den ersten Prüfungsblock der BaFin zur Genehmigung der Solvency-II-Richtlinien für die Versicherungsgesellschaften im Talanx-Konzern erfolgreich ab. Die Prüfungshandlungen erstreckten sich im Wesentlichen auf die Risikosteuerung des Unternehmens und der Kapitalanlagen. 12/2009Hannover Life Re in den USA akkreditiertHannover Life Reassurance Company of America ist als akkreditierter Rückversicherer in New York zugelassen. Diese Akkreditierung erlaubt Hannover Life Re, ihr Geschäft in allen 50 Staaten der USA und Puerto Rico zu betreiben. HDI Direkt "Bester Autoversicherer"Exklusiv für Focus-Money ermittelt die Unternehmensberatung NAFI mit der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft die günstigsten Tarife für unterschiedliche Versicherungsarten und Kundenprofile. Dabei schneidet HDI hervorragend ab: Focus-Money verleiht der HDI Direkt die Auszeichnung "Bester Autoversicherer". Ergebnis 2009.Mit dem Abschluss des Jahres 2009 setzt der Talanx-Konzern den Schlussakkord hinter die Finanzkrise. Schwierige Marktverhältnisse konnten Deutschlands drittgrößte Versicherungsgruppe nicht aus dem Takt bringen. Gute Resultate erzielte der Konzern beim Prämienwachstum, Kapitalanlageergebnis, EBIT und Konzernergebnis. Damit konnte Talanx wieder an die Ertragsstärke in der Zeit vor der Finanzkrise anschließen. Der durch die Finanzkrise hervorgerufene unfreiwillige "Stresstest" unter realen Bedingungen hat gezeigt: Die stabile Verfassung und die grundsolide Finanzkraft von Talanx konnte selbst das finanzielle Katastrophenszenario nicht erschüttern. Der deutliche Anstieg der Bruttoprämieneinnahme stammt insbesondere aus einer erfolgreichen Transaktion in der Lebensrückversicherung in Nordamerika: Mit der Übernahme eines bedeutenden Lebensrückversicherungsportefeuilles stärkte die Hannover Rück ihre Position in den USA erheblich. Neben einem teilweise sehr deutlichen organischen Wachstum im internationalen Erstversicherungsgeschäft kann der Konzern mit dem Markteintritt in Mexiko und Indien 2009 weitere Fortschritte melden. Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen)Mrd. EUR![]() Finanzbericht.Geschäftstätigkeit, Organisation und StrukturDer Talanx-Konzern ist die nach Bruttoprämien drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe und arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Wir beschäftigten zum Jahresende 2009 weltweit rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit Ende des Berichtsjahres arbeiten wir am Umbau der Konzernstruktur; zum Bilanzstichtag waren die Aktivitäten des Konzerns noch in folgende fünf Konzernsegmente gegliedert: Schaden/Unfall-Erstversicherung, Personen-Erstversicherung, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung sowie Konzernfunktionen. Dem letztgenannten Segment sind auch die Finanzdienstleistungen zugeordnet. An der Spitze des Konzerns steht die Finanz- und Managementholding Talanx AG mit Sitz in Hannover, deren alleiniger Eigentümer der HDI V.a.G. ist, ein seit über 100 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Weltweit ist Talanx in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Über Kooperationen arbeiten wir insgesamt in 150 Ländern. Dabei konzentriert sich die Erstversicherung im Bereich Personenversicherung auf Europa, im Bereich Schaden/Unfall-Versicherung vor allem auf die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika. In der Erstversicherung haben wir in den vergangenen Jahren Gesellschaften in wachstumsstarken Märkten übernommen, z. B. in Brasilien, Chile, Polen, der Ukraine, der Türkei und zuletzt in Mexiko und Indien. In diesen Ländern haben wir jeweils die Absicht, uns mittelfristig unter den zehn größten Versicherern des Landes zu platzieren. Die Industrieversicherung und vor allem die Rückversicherung sind darüber hinaus noch auf anderen Kontinenten tätig, etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien und einigen asiatischen Staaten. Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl und Raum (ED)-Versicherung, Leitungswasser (Lw)-Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratsversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, Sonstige Sachversicherung, Sonstige Schadenversicherung. Konzernlagebericht. Geschäftstätigkeit.Konzernstruktur![]() StrategieDer Talanx-Konzern ist international aktiv in der Erstversicherung - mit der Ausnahme der Sparten Kranken- und Kreditversicherung - und in der Rückversicherung. In seinem Heimatmarkt gestaltet unser Konzern die Versicherungsbranche wesentlich mit. Unter den größten europäischen Versicherungsgruppen wuchs Talanx gemessen an den Bruttobeitragseinnahmen in den letzten Jahren am schnellsten. In der Talanx optimieren wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern, die Kapitaleffizienz zu erhöhen sowie Wachstums- und Ertragschancen flexibler wahrzunehmen. Diese Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass unsere Gruppe auch in schwierigen Marktphasen über ausreichend unabhängige Risikokapazität verfügt, Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten, interessante Märkte zu erschließen und dadurch die Unabhängigkeit und die Werthaltigkeit des Konzerns für Investoren langfristig zu sichern und zu erhöhen. An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Managementholding. Ihre primäre Aufgabe ist die Leitung und Steuerung des Konzerns. Die Talanx AG setzt bei der Konzernsteuerung auf das in den letzten Jahren bewährte Organisationsprinzip: so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig unter Beachtung der Corporate-Governance-Richtlinien. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Art können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen am besten wahrnehmen, immer mit dem Ziel eines profitablen Wachstums. Während die Marke Talanx ausschließlich auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Geschäftsbereichen unsere hohe internationale Produktexpertise, unsere vorausschauende Zeichnungspolitik und unsere Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. Dies fördert auch eine effiziente Integration neuer Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche in den Konzern. Zudem schafft diese Struktur eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die auf unterschiedlichste Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann. Strategische ZieleDie obersten strategischen Ziele des Talanx-Konzerns sind die Sicherstellung einer dauerhaften Mehrheitsbeteiligung des HDI V.a.G. sowie die Fokussierung auf eine Stakeholder-Value-Orientierung. Dahinter steht die feste Überzeugung, dass nur auf dieser Basis die Konzernpolitik auf verlässliche Kontinuität, auf überdurchschnittlich profitables Wachstum und damit auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtet werden kann. Dies geschieht mit der Zielsetzung, den Interessen sowohl der Anteilseigner als auch - gleichsam als Voraussetzung - der Kunden und der Mitarbeiter ausgewogen gerecht zu werden und den größtmöglichen Nutzen für diese Gruppen zu schaffen. Dies erreichen wir durch einen starken Talanx-Konzern, der kontinuierlich durch die stetige Sicherung und Optimierung der Kapitalbasis und -allokation einen optimalen Risikoschutz bereitstellen kann. Als verbindliches Leitmotiv sind diese strategischen Ziele Basis aller weiteren Konzernziele. GewinnzielDer Talanx-Konzern setzt sich eine kontinuierliche, überdurchschnittliche und die Risikoexposition berücksichtigende Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zum Ziel. Wir streben an, unter den 20 größten europäischen Versicherungskonzernen zu den fünf profitabelsten zu gehören, gemessen an der Eigenkapitalrendite nach IFRS. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und vor Minderheitsanteilen: eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für 10-jährige deutsche Staatsanleihen. Die Verwendung des Konzerngewinns ist auf die erforderliche Stärkung der Kapitalbasis des Konzerns ausgerichtet. Diese macht uns unabhängiger von den Entwicklungen der Erst- sowie Rückversicherungsmärkte und versetzt uns in die Lage, nachhaltig eine attraktive marktadäquate Rendite zu erwirtschaften. Die Ausschüttungspolitik der Konzerngesellschaften wird unter Beachtung der einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen zentral durch die Talanx AG gesteuert, mit der Maßgabe, sowohl die Kapitaleffizienz bei den Konzerngesellschaften zu optimieren als auch den Liquiditäts- und Kapitalanforderungen des Konzerns gerecht zu werden. KapitalmanagementDas Kapitalmanagement des Talanx-Konzerns zielt auf eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur zur Stärkung der Finanzkraft der Gruppe. Dies geschieht durch zwei Ansätze: Einerseits optimieren wir durch den Einsatz von geeigneten Eigenkapitalsubstituten und Finanzierungsinstrumenten die Kapitalkosten. Andererseits richten wir die Eigenmittelausstattung so aus, dass sie mindestens den Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein "AA"-Rating genügt. Darüber hinausgehende Eigenmittel werden gebildet, um dadurch unser Ertragspotenzial über die Verzinsung der thesaurierten Mittel hinaus zu steigern, z. B. durch eine verbesserte Bereitstellung von Risikokapazität und -schutz oder durch eine höhere Unabhängigkeit von den Rückversicherungs-/ Retrozessionsmärkten. Kapitalressourcen werden grundsätzlich mit der Maßgabe allokiert, jene Bereiche auszustatten, die mittelfristig den jeweils höchsten risikoadjustierten Nachsteuerertrag erwarten lassen. Dabei berücksichtigen wir die angestrebte Portfolio-Diversifizierung und das benötigte Risikokapital sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Allokation erfolgt anhand des erwarteten Wertschöpfungsbeitrags (IVC), abgeleitet aus abgestimmten Geschäftsplänen. Die Talanx AG öffnete sich in den vergangenen Jahren dem Kapitalmarkt, um ihre Finanzkraft schon vor einem Börsengang stärken zu können. Ein folgerichtig weiterer Schritt auf diesem Weg der Kapitalmarktorientierung ist ein Börsengang: Langfristig sollen an der Börse maximal 49,9 % des stimmberechtigten Aktienkapitals der Talanx AG platziert werden. Um die Substanzstärkung und die daraus sich ergebenden strategischen Optionen zu maximieren, wird dieser Börsengang über eine Kapitalerhöhung durchgeführt. WachstumszielUm unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu stärken, streben wir im Talanx-Konzern ein ertragsorientiertes Wachstum unter Berücksichtigung der optimalen segmentalen sowie regionalen Diversifikation des Portfolios und der risikoadjustierten Rendite an. Die Realisierung erfolgt organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie Kooperationen - mit bevorzugter Konzentration auf die Segmente Erstversicherung Schaden/Unfall, Personen-Erstversicherung und Personenrückversicherung. Unser Ziel ist eine Geschäftsstruktur, die sich gemessen am Wertbeitrag wie folgt zusammensetzt: ![]() Der Anteil der im Ausland generierten Bruttoprämie aus der Erstversicherung soll dabei mittelfristig die Hälfte der gesamten Erstversicherungsbruttoprämie betragen. Angesichts der unterschiedlichen Risikoprofile unserer Geschäftsfelder setzen wir uns in den volatilen Segmenten ausschließlich Ertragsziele. In weniger risikoexponierten Segmenten definieren wir sowohl Ertrags- als auch Umsatzziele. Die weitergehende Ausgestaltung dieses strategischen Rahmens im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder leisten unsere einzelnen Geschäftsbereiche. Märkte, wirtschaftliche und rechtliche RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDas Jahr 2009 lässt sich in zwei Phasen einteilen: Im ersten Halbjahr wurden die negativen Auswirkungen der Finanzkrise auch in der so genannten Realwirtschaft mit aller Härte deutlich. Der bereits 2008 zu beobachtende Einbruch der Realwirtschaft setzte sich mit einer enormen Dynamik fort und führte zum schwersten Abschwung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Industrieproduktion der entwickelten Länder stürzte in einem bis dahin unbekannten Ausmaß ab, Konsumenten- und Stimmungsindizes markierten wiederholt neue Allzeittiefs. Allein in Deutschland wurde das Wachstum der Industrieproduktion von zehn Jahren vernichtet. Die Auswirkungen der konzertierten Rettungs- und Stützungsmaßnahmen für den Finanzsektor von Regierungen und Zentralbanken rund um den Globus läuteten mit der Eindämmung der systemischen Risiken die Trendwende und damit die zweite Phase ein. Durch das Schnüren von großen Konjunkturpaketen und eine extrem expansive Geldpolitik der Zentralbanken gelang es, sich gegen den globalen Abschwung zu stemmen. Zunächst drehten gegen Mitte des Jahres die Stimmungs- und Frühindikatoren und deuteten auf eine Stabilisierung der Wirtschaft hin. In den letzten Monaten des Jahres wurden sie zunehmend durch "harte" realwirtschaftliche Daten bestätigt. Eine Wiederbelebung des Außenhandels ging mit einer steigenden Industrieproduktion in Deutschland und den USA einher. Gegen Ende des Jahres mehrten sich die Zeichen, dass der Arbeitsmarkt zumindest in den USA die Talsohle bald durchschritten haben würde. Offiziell befand sich die Wirtschaft der USA bereits ab dem letzten Quartal 2007 in der Rezession. Für das dritte Quartal 2009 wurde mit 2,2 % annualisiert die erste positive Quartalsrate gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte die Wirtschaft noch um 2,6 %. Die Verbraucherpreise in Amerika zeigten seit Beginn des Berichtsjahres eine fallende Tendenz, die vorübergehend Sorgen über eine Deflation aufkommen ließ. Dieser Trend war jedoch eine Folge der im Vorjahr stark gestiegenen Rohstoffpreise, wie die stabil positive Kerninflation zeigte. Gegen Ende des Jahres kehrten die Inflationsraten mit zuletzt +1,8 % im Vergleich zum Vorjahr wieder in den positiven Bereich zurück. Die US-Arbeitslosenquote stieg auf den höchsten Stand seit den Achtzigerjahren und lag zum Jahresende bei 10 %. Auch in der Eurozone gelang im dritten Quartal der Sprung zurück zu positiven Wachstumszahlen, nachdem Deutschland bereits im zweiten Quartal mit einem kleinen Wachstum positiv überrascht hatte. Wie in den USA kletterte die Arbeitslosenquote in Europa mit 10 % in den zweistelligen Bereich. Deutschland bildete hier zwar mit 8,1 % eine positive Ausnahme, Verzerrungen durch Kurzarbeit müssen jedoch berücksichtigt werden. Auch in Europa rutschten die Inflationsraten 2009 zunächst in den negativen Bereich, zum Jahresende setzte auch hier eine Stabilisierung ein und die Rückkehr zu positiven Veränderungsraten gelang. Auch das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar zeigte im Jahresverlauf eine Zweiteilung. Nachdem der Dollar zu Beginn des Jahres zunächst auf 1,25 gegenüber dem Euro aufwertete, drehte diese Entwicklung im März 2009. Mit steigender Bereitschaft, Risiken einzugehen, erhöhte sich die Wechselkursrate des Euro kontinuierlich gegenüber dem US-Dollar und markierte im Dezember ein neues Hoch mit 1,51 USD. Auch das britische Pfund wertete zu Beginn des Jahres zunächst gegenüber dem Euro auf, sank jedoch im Juni 2009 von 0,98 auf 0,84. Gegen Ende des Jahres befand sich der Wechselkurs in einer Seitwärtsbewegung und beschloss das Jahr bei 0,89. Entwicklung des Euro relativ zu anderen Währungen 200931.12.2008 = 100 ![]() KapitalmärkteDie Zentralbanken verfolgten nahezu eine Nullzinspolitik: Die Fed senkte die Leitzinsen aus Angst vor einer zweiten großen Depression auf 0 % bis 0,25 %, und die EZB senkte die Leitzinsen mit 1,00 % auf den niedrigsten Stand seit ihrem Bestehen. Teilweise wurde sogar die Notwendigkeit negativer Zinsen diskutiert. Die staatlichen Rettungsprogramme zogen eine starke Ausweitung des Angebots an Staatsanleihen nach sich, die zum größten Teil von den Zentralbanken angekauft wurden, weshalb sie zu einer deutlichen Ausweitung der Zentralbankbilanzen führte. Die unkonventionellen Maßnahmen der Zentralbanken zeigten Erfolg - im Jahresverlauf entspannten sich Geld- und Kapitalmarkt. Bei den Marktteilnehmern führte die Finanzmarktkrise zu einer Flucht in risikoarme Anlagen. Davon profitierte der Markt für Staatsanleihen: Die Risikoaversion der Marktteilnehmer ließ die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA und der Eurozone zwischen Januar und März 2009 mehrfach auf Niveaus um die 2,0 % bzw. 2,8 % fallen. Parallel dazu kam es bis Mitte März zu einer deutlichen Erhöhung der Risiko- und Illiquiditätsaufschläge für Finanzanleihen, insbesondere für Nachrangkapital, aber auch für erstrangige und gedeckte Anleihen. Die Unterstützung der Märkte durch Regierungen und Zentralbanken kompensierte die gestiegene Risikoaversion teilweise und ließ die Renditen anschließend wieder leicht anziehen. Renditen zehnjähriger Staatsanleihen 2009% ![]() Im Zuge dieser Beruhigung setzte ab Mitte März in allen risikobehafteten Assetklassen eine in dieser Intensität noch nie dagewesene Kursrally ein. Es kam bis Jahresende für Investment-Grade-Zinstitel zu ungewöhnlichen Kurszuwächsen von zum Teil über 20 %. In der zweiten Jahreshälfte bewegten sich die zehnjährigen Renditen in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen 3,0 % bis 3,5 %. Die niedrigen Geldmarktzinsen und der leichte Anstieg der Renditen führten zu einer außergewöhnlich steilen Zinsstrukturkurve. Diese Steilheit wird jedoch nicht von Dauer sein. Gegen Ende des Jahres führten die Turbulenzen in Dubai und die Ratingherabstufung Griechenlands noch einmal zu einer temporären Flucht in Staatsanleihen und damit verbunden zu einem Rückgang der zehnjährigen Renditen. Die gegen Jahresende ausgebildete Untergrenze von 3,0 % wurde nicht mehr durchbrochen. Das deutet darauf hin, dass vereinzelte negative Nachrichten nur zu temporären Kursausschlägen und nicht zu einem kompletten Drehen der Märkte führen. Auch das Börsenjahr 2009 war zunächst durch die Finanzkrise und die globale Rezession gekennzeichnet. Als im März 2009 der Tiefpunkt markiert wurde, hatten die wichtigsten Indizes im Schnitt ca. 30 % von ihren Höchstständen am Jahresanfang abgegeben. Im zweiten Quartal gelang es den Aktienmärkten, die Talfahrt zu stoppen und zu einer dynamischen Gegenbewegung anzusetzen. Allein im April konnten die Börsen zweistellig zulegen und eine der besten Monatsperformances seit Jahren erzielen. Auch im zweiten und dritten Quartal wurden jeweils zweistellige Zuwachsraten erreicht, und im vierten Quartal konnte der Handel nach einer kurzen Konsolidierungsphase mit einem Plus in allen wichtigen Indizes beendet werden. Von seinem Tiefpunkt aus stieg der DAX bis zum Jahresende über 65 % und übertraf zeitweise wieder die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Zählern. Der breit gefasste amerikanische S&P 500 legte sogar um 67 % zu - auch aus historischer Sicht eine außergewöhnlich starke Aufwärtsbewegung. Auf Jahressicht ergibt sich damit eine Performance des DAX und des S&P 500 von jeweils 23 %, während der EURO STOXX 50 um 21 % über dem Jahresanfangsstand schloss. Entwicklung der Aktienmärkte 200931.12.2008 = 100 ![]() Internationale VersicherungsmärkteDie internationale Versicherungsbranche konnte sich im Laufe des Jahres 2009 von den größten Schockwellen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nach und nach erholen, um sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Zwar blieb das konjunkturelle Umfeld größtenteils schwierig, gleichwohl konnte sich die Kapitalausstattung vieler Versicherungsunternehmen und -gruppen im Zuge der Verbesserung der Lage auf den Kapitalmärkten deutlich regenerieren. Selbst auf dem Höhepunkt der Krise konnten sowohl die Erst- als auch die Rückversicherer - von wenigen Ausnahmen abgesehen - ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachkommen. Von den für die Finanzbranche insgesamt aufgewendeten staatlichen Stützungsmaßnahmen entfiel nur ein äußerst geringer Anteil auf den Versicherungssektor in Europa. Trotz eines insgesamt zunehmenden Bedarfs an privater Altersvorsorge waren die Neugeschäftszahlen der Lebensversicherungsmärkte überwiegend rückläufig. Neugeschäftswachstum in einzelnen Ländern, etwa in Italien, war eher die Ausnahme. Unter dem Eindruck der Finanzkrise hat sich die Nachfrage von den fondsgebundenen Produkten wieder hin zu den klassischen und Risikoprodukten verlagert. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit hat sich außerdem die Bereitschaft, langjährig laufende Verträge einzugehen, deutlich verringert. Dem eher schleppenden Neugeschäft steht eine wachsende Anzahl auslaufender Versicherungspolicen aus den abschlussstärkeren Jahren gegenüber. Die Schadenerst- und Rückversicherungsmärkte erwiesen sich trotz der Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftsflaute als insgesamt zufriedenstellend. Aus Sicht der Rückversicherer kann 2009 sogar mit dem Prädikat "gut" versehen werden, nachdem die Erneuerungsrunde zum Jahresbeginn mit zum Teil kräftigen Ratenanhebungen einhergegangen war. Schon vor der Finanzkrise waren die Schwellenländer - insbesondere die so genannten BRIC-Staaten - aufgrund ihrer dynamisch wachsenden Wirtschaftskraft für die global agierenden Erst- und Rückversicherer attraktiv, und dies hat sich 2009 mit Ausnahme Osteuropas fortgesetzt. Ansätze für Preiserhöhungen in unzureichend tarifierten Geschäftssegmenten trafen auf die angespannte wirtschaftliche Situation der Nachfrageseite und wurden mit der Erholung der Investmenterträge weitgehend zurückgestellt. Die Höhe der weltweit von Naturkatastrophen verursachten Schäden lag 2009 trotz einer überdurchschnittlichen Anzahl von Elementarschäden deutlich unter der im Jahr zuvor. Der gesamte wirtschaftliche Schaden wird auf rund 50 Mrd. USD veranschlagt. Mit 22 Mrd. USD wurden über 40 % des Gesamtschadens von der Versicherungsbranche übernommen; ca. 20 Mrd. USD entfielen auf den amerikanischen Kontinent und Europa. Neben anderen Faktoren hat die relativ ruhige Hurrikan-Saison im Nordatlantik zu der unterdurchschnittlichen Schadenentwicklung beigetragen. Größter Einzelschaden war der Wintersturm "Klaus", der zu Beginn des Jahres Nordspanien und Südwestfrankreich heimsuchte. Unabhängig von den Naturkatastrophen des Jahres 2009 hält der Trend zu steigenden wetterbedingten Katastrophen an. Deutsche VersicherungswirtschaftEntwicklung der Beitragseinnahmen der einzelnen Versicherungszweige in Deutschlandscroll
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat ihre Beitragseinnahmen 2009 um mehr als 4 % gesteigert und ihr Wachstum im Vergleich zum Vorjahr damit leicht beschleunigt. Damit konnte sie sich erfolgreich von der rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abkoppeln. Im Gegensatz zu den teilweise scharfen Einbrüchen in sonstigen Wirtschaftszweigen war die Nachfrage nach Versicherungsschutz weitgehend stabil. Zwar blieb auch die Versicherungswirtschaft von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verschont, sie konnte ihre Position als professionelle Instanz für zuverlässige Risikotragung und sicherer Hafen für die Vermögenswerte der Kunden und Investoren jedoch auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eindrucksvoll untermauern. Das Umfeld für die deutsche Schaden- und Unfallversicherung hat sich 2009 tendenziell weiter eingetrübt, sodass von einer Stagnation bis allenfalls geringfügigem Prämienwachstum ausgegangen werden kann. Während sich die Nachfrage im Privatkundengeschäft aufgrund der relativ stabilen Wirtschaftslage der privaten Haushalte als weitgehend beständig erwiesen hat, war im industriellen und gewerblichen Segment die Tendenz zu weiteren Kosteneinsparungen erkennbar. Zusätzlichen Druck auf die Prämienentwicklung übte die umsatzorientierte Tarifierung aus, die sich bei rückläufigen Umsätzen in niedrigeren Prämien niederschlägt. Insbesondere die Kraftfahrtversicherung, die größte Einzelsparte, leidet darüber hinaus seit mehreren Jahren unter einem intensiven, durch moderate Schadenverläufe begünstigten Preiswettbewerb, der 2009 einen weiteren Prämienabrieb zur Folge hatte. Ein weiterer Grund für die relativ geringen Wachstumsspielräume ist der hohe Grad der Marktdurchdringung, der das Wachstum des Mengengerüsts begrenzt. Das schwierige konjunkturelle Umfeld hat in einigen Sparten - insbesondere der Kredit-, Transport- und Rechtsschutzversicherung - zu einer deutlich gestiegenen Schadenbelastung geführt, für die eine starke Erhöhung des Insolvenzrisikos und der Zahl an Rechtsschutzfällen mitursächlich sind. Daher muss für die gesamte Schaden- und Unfallversicherung von einem Anstieg der kombinierten Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) ausgegangen werden. Auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt blieben 2009 die Trends größtenteils intakt. Hierzu gehört zum einen die zunehmende Bedeutung der Rentenversicherung gegenüber der in früheren Jahren als Hauptprodukt fungierenden kapitalbildenden Lebensversicherung. Produktgestaltung und Marktentwicklung folgen hier offenkundig der demografischen Entwicklung, die neben anderen Effekten von einer steigenden Lebenserwartung und dem damit einhergehenden Vorsorgebedarf gekennzeichnet ist. Zum anderen war 2009 geprägt von einem sehr starken Anstieg des Neuzugangs an Einmalbeiträgen, während der Neuzugang nach Anzahl und laufendem Beitrag gegenüber dem Vorjahr zurückging. Der vor der Finanzkrise bestehende Trend zur fondsgebundenen Lebensversicherung wurde dagegen durch die erhöhte Risikoaversion der Kunden merklich gebremst. Die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) erhöhten sich 2009 um insgesamt 7 % auf 81,4 Mrd. EUR. Das anhaltend niedrige Zinsniveau erschwerte die auskömmliche Neu- und Wiederanlage an den Kapitalmärkten und führte zu steigendem Druck auf die Reserven und Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenAuch im Berichtsjahr war der Konzern mit zahlreichen neuen oder geänderten rechtlichen Anforderungen konfrontiert. Insbesondere aufsichtsrechtliche Vorschriften wurden weltweit umfangreich verschärft. Im Januar 2009 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Rundschreiben zu den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) erlassen. Damit werden die Anforderungen des § 64 a vag an die Organisation von Versicherungsunternehmen aus aufsichtsbehördlicher Sicht interpretiert und viele Regelungen der im November 2009 vom Rat der Europäischen Union verabschiedeten Solvency-II-Richtlinie vorweggenommen. Mit Solvency II soll in Europa ein risikobasiertes Solvenzsystem eingeführt werden. Die Richtlinie, die bis spätestens Ende Oktober 2012 in nationales Recht umzusetzen ist, enthält Anforderungen u. a. an eine risikoadäquate Eigenmittelausstattung und ein angemessenes Risikomanagement. Die Einzelheiten hierzu werden zurzeit von verschiedenen Gremien unter Konsultation der Versicherungswirtschaft beraten. Im Juli 2009 wurde das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarkt- und der Versicherungsaufsicht verabschiedet, durch das die Befugnisse der BaFin nochmals erweitert werden. So kann die Aufsichtsbehörde unter bestimmten Voraussetzungen Zahlungen von Versicherungsunternehmen an verbundene Unternehmen untersagen oder beschränken. Außerdem stellt das Gesetz u. a. Anforderungen an Sachkunde und Zuverlässigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern von Versicherungsunternehmen und verpflichtet übergeordnete Unternehmen von Versicherungsunternehmen, der BaFin quartalsweise über Risikokonzentrationen auf Gruppenebene zu berichten. Mit ihrem Rundschreiben zu den Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich vom 21. Dezember 2009 hat die BaFin die von den G-20-Staaten und dem Financial Stability Board verabschiedeten Grundsätze für eine angemessene Vergütungspraxis im Versicherungssektor aufgegriffen mit dem Ziel, Fehlanreize durch unangemessene variable Vergütungsbestandteile zu vermeiden. Durch den im Februar 2010 von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes über aufsichtsrechtliche Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen sollen die Vorgaben auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. Corporate GovernanceDie Talanx AG versteht unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitern und Investoren sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. VorstandDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 7 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands wird auf Seite 8 des Geschäftsberichts erläutert. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Jedes Vorstandsmitglied führt im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die strategische Ausrichtung, die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie über die bestehenden Chancen und Risiken. Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats:
AufsichtsratDer Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung der Gesellschaft. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und Dienstverträge der Vorstandsmitglieder und die Prüfung des Jahresabschlusses zuständig. Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Umsetzung strategischer Entscheidungen, wesentliche Chancen und Risiken sowie die Planung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 6-7 erläutert. HauptversammlungIn der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Einziger Aktionär der Talanx AG ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G. ComplianceAls selbstverständlich betrachtet der Talanx-Konzern die Einhaltung geltenden Rechts als Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Compliance-Beauftragten der Talanx und der Geschäftsbereiche unterstützt. Nicht nur die Qualität unserer Produkte und unserer Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Geschäftspartnern und gegenüber der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir Vertrauen, einen insbesondere in unserer Branche entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Mit der Verhaltensrichtlinie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen wir Maßstäbe für ein verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit dieser Richtlinie und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen in Einklang steht. Ein Hinweisgebersystem gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße auch anonym zu äußern. Auf dieser Basis können die Compliance-Beauftragten tätig werden, den Schaden eindämmen und weitere Schäden vermeiden. GeschäftsentwicklungDer Talanx-Konzern hat das Jahr 2009 trotz schwieriger Marktverhältnisse erfolgreich abgeschlossen. Mit guten Resultaten bei Prämienwachstum, Kapitalanlageergebnis, EBIT und Konzernergebnis konnte Talanx wieder an die gute Ertragsstärke vor der Finanzkrise anknüpfen. Die durch die Krise verursachten Dissonanzen an den Kapitalmärkten führten im Vorjahr zwar zu einem Rückgang der Ergebnisse. Allerdings hat dieser unfreiwillige Stresstest gezeigt, dass sich der Konzern in einer stabilen Verfassung befindet, in der er selbst schwere Turbulenzen gut überstehen kann: Talanx verfügt nach wie vor über eine sehr solide Finanzkraft. Auslandsgeschäft weiter auf WachstumspfadAuch 2009 konnte der Talanx-Konzern Fortschritte im Auslandsgeschäft verzeichnen. So erwarb die HDI-Gerling Sachgruppe zu Beginn des Berichtsjahres ein Unternehmen in Mexiko, das seit dem 1. Oktober 2009 als HDI Seguros (Mexiko) zum Konzern gehört. Die Gesellschaft ist vorwiegend in der Kraftfahrtversicherung tätig und erzielt jährliche Prämieneinnahmen von etwa 50 Mio. EUR. In Indien schloss die HDI-Gerling Sachgruppe mit dem Finanzunternehmen Magma Fincorp Limited ein Joint Venture zum Verkauf von Versicherungsprodukten für den indischen Markt. Aber auch beim organischen Wachstum konnte der Konzern im Ausland, beispielsweise in Brasilien, kräftig zulegen. Die dortige HDI Seguros ist mittlerweile der nach Stückzahl fünftgrößte Autoversicherer des Landes, seit kurzem hat die Gesellschaft über eine Million versicherte Fahrzeuge im Bestand. Kooperation mit Swiss Life macht FortschritteNach der Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft mit der Swiss Life im März 2009 starteten im Spätsommer gemeinsame Arbeitsgruppen, um Kooperationsfelder zu sondieren. Hier schreitet die Arbeit zur Zufriedenheit beider Partner voran. Erstes konkretes Ergebnis ist ein im laufenden Jahr beschlossener deutlicher Ausbau der Zusammenarbeit in Teilbereichen der Lebensrückversicherung. Darüber hinaus wird untersucht, wie gemeinsame Aktivitäten z. B. auf den Gebieten Pensionsmanagement oder Restschuldversicherung aussehen könnten. Auch die Vertriebsleistung über die AWD-Gruppe entwickelt sich zufriedenstellend. Erste Ergebnisse gibt es auch beim gegenseitigen Vertrieb von Publikumsfonds. Mit neuer Struktur Stärken ausbauen und strategische Lücken schließenGegen Ende des dritten Quartals gab Talanx den Auftakt für eine umfassende organisatorische Neuaufstellung. Ziel ist eine Struktur nach Kundengruppen, mit der der Konzern seine Position im Wettbewerb stärken und auf Änderungen im Markt schneller reagieren kann. Die Erstversicherung wird zukünftig in drei Ressorts gegliedert: Industriegeschäft, Privatkundengeschäft Deutschland und Privatkundengeschäft Ausland. Das Ressort Rückversicherung bleibt unverändert. Diese Struktur wird im Laufe des Jahres 2010 umgesetzt und wird sich auch entsprechend auf die künftige Segmentberichterstattung auswirken. Ausführlich berichten wir dazu auf den Seiten 12-19. Geschäftsverlauf KonzernDie gebuchten Bruttoprämien inklusive der Sparbeiträge aus der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung stiegen um 10 % auf 20,9 (im Vorjahr 19,0) Mrd. EUR. Der Zuwachs stammte aus der Rückversicherung, insbesondere aus der Übernahme eines bedeutenden Lebensversicherungsportfolios. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich um 2,3 % auf 22,4 (21,9) Mio. Stück. Zum Wachstum der Vertragsstückzahl trugen vor allem die Auslandsgesellschaften bei. Anteil der Regionen an den Bruttoprämien![]() Aufgrund höherer Selbstbehalte in den Rückversicherungssegmenten wuchsen die verdienten Nettoprämien um 16 % auf 17,3 (14,9) Mrd. EUR. Erhöhte Schaden-/Kostenquoten in der Schaden-Erst- und auch -Rückversicherung ließen die kombinierte Schaden-/Kostenquote insgesamt um 1,4 Prozentpunkte auf 96,6 (95,2) % ansteigen. Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 78 % auf 2,9 (1,6) Mrd. EUR. Nach den hohen Abschreibungen und Abgangsverlusten des Vorjahres, die der Finanzkrise geschuldet waren, fielen 2009 deutlich geringere Wertberichtigungen an, zudem gab es Wertaufholungen. Operatives Ergebnis (EBIT)Mio. EUR![]() Das EBIT stieg auf 1,5 (0,6) Mrd. EUR; dies entspricht einer Steigerungsrate von 151 % gegenüber dem - jedoch durch die Finanzkrise beeinträchtigten - Vorjahresergebnis. In allen Konzernsegmenten verbesserte sich das EBIT; besonders stark wiederum in der Rückversicherung. Das Jahresergebnis belief sich auf 932 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen erreichte 526 (183) Mio. EUR. Entwicklung der KonzernsegmenteAn der Geschäftstätigkeit der operativen Konzernsegmente hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts Grundlegendes geändert. Unverändert arbeiteten 2009 demnach die vier Konzernsegmente Schaden/Unfall-Erstversicherung, Personen-Erstversicherung mit den Geschäftsfeldern Bancassurance und Leben, Schaden-Rückversicherung sowie Personen-Rückversicherung. Neu zusammengestellt wurde das Segment Konzernfunktionen, bislang Finanzdienstleistungen. Der Grund dafür ist die fortgesetzte Anpassung an Vorgaben der IFRS, den Konzern am so genannten Management-Approach auszurichten. Dem neuen Segment Konzernfunktionen wurden daher mehrere Gesellschaften neu zugeordnet, um hier sämtliche konzerninternen segmentübergreifenden Dienstleistungen zu bündeln. Das Segment umfasst die AmpegaGerling-Gesellschaften und die Protection Reinsurance Intermediaries aus dem bisherigen Segment Finanzdienstleistungen sowie die Talanx AG und Einzelgesellschaften mit Konzernfunktionen, die keinem der übrigen Segmente zugeordnet sind und zuvor im Rahmen der Konsolidierung ausgewiesen wurden. Anteil der Segmente an den Bruttoprämien![]() Im Jahr 2009 kam als bedeutender Neuzugang der mexikanische Schaden/Unfall-Versicherer HDI Seguros zum Konzern. Im laufenden Jahr 2010 steht eine umfangreiche Neusegmentierung bevor, die sich im vorliegenden Lagebericht noch nicht widerspiegelt. Im Folgenden handelt es sich bei Angaben zu Einzelgesellschaften um Zahlen gemäß IFRS nach Konsolidierung innerhalb des betreffenden Konzernsegments. Schaden/Unfall-ErstversicherungKennzahlen Schaden/Unfall-Erstversicherung1)scroll
1)
Aufgrund veränderter Segmentzuordnung sind
die Jahre vor 2007 nur eingeschränkt vergleichbar: Seit 2005 sind
die Erstversicherer der Hannover Rück-Gruppe dem Segment Schaden-Rückversicherung
zugeordnet Im Konzernsegment Schaden/Unfall-Erstversicherung mit gebuchten Bruttoprämien von über 5,8 Mrd. EUR wird das Stammgeschäft des Talanx-Konzerns betrieben. Die Angebotspalette reicht von Schaden- und Unfallversicherungen für Privatkunden bis zu weltweiter professioneller Industrieversicherung - knapp 14 Millionen Kunden vertrauen auf die Leistungen und die über 100-jährige Erfahrung unserer Sachgruppe. Den Ton innerhalb des Segments gibt die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG an. Ihre Tochtergesellschaften HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, HDI Direkt Versicherung AG sowie HDI-Gerling International Holding AG arbeiten wiederum jeweils mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen im In- und Ausland in den Marktsegmenten Gewerbe-/Privatkundengeschäft und Industrieversicherungsgeschäft. Vielversprechende MarktpositionenDie Sachgruppe des Talanx-Konzerns hat in ihren jeweiligen Teilmärkten sehr gute Marktpositionen: In der Industrieversicherung zählt HDI-Gerling zur europäischen Spitze. Beim Mitspielen im Markt hält sich die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG streng an ihre Maxime "Stabiler Ertrag anstelle von Prämienwachstum": In harten Marktphasen wollen wir profitabel wachsen, in weichen Marktphasen nehmen wir dagegen eher Marktanteilsverluste in Kauf, als den Ertrag zu gefährden - eine Entwicklung, die im Geschäft des Berichtsjahres zu beobachten war. Unverzichtbares Merkmal eines professionellen Industrieversicherers ist die weltweite Handlungsfähigkeit im Gleichklang mit seinen Kunden. In über 130 Ländern der Erde kann HDI-Gerling Industrie seine Industriekunden auf Dauer begleiten. Über ein Netzwerk mit 26 eigenen Einheiten kann HDI-Gerling über 80 % seines Servicebedarfs im Ausland über die eigene Organisation abdecken. In den übrigen Märkten bietet der Industrieversicherer seinen Kunden professionelle Betreuung auf Basis eines Kooperationsvertrags mit der britischen RSA. Im deutschen Privatkunden- und Gewerbegeschäft vertreiben HDI-Gerling und HDI ihre Produkte über eine breite Skala von Kanälen, ein klarer Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften deutschen Markt in diesem Segment. Die Vertriebswege der Gruppe bilden hier das vollständige Marktspektrum ab und stehen in diesem Variantenreichtum kaum einem anderen Versicherungskonzern zur Verfügung. Über die Gesellschaft HDI-Gerling Firmen und Privat sichern wir Sachwerte und Risiken des Alltags von kleinen und mittleren Firmen, Freiberuflern sowie Privatpersonen zielgerecht ab. Im wachsenden Markt der Direktversicherungen bietet HDI Direkt Kunden über fast 100 Geschäftsstellen und Kundendienste, telefonisch oder schriftlich Service und Versicherungsschutz. Der Name HDI Direkt hat einen guten Klang im Markt: Durch das hoch standardisierte Produktangebot profitieren Kunden von einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Im heimischen Belegschaftsgeschäft, dem Geschäft mit Mitarbeitern von Unternehmen, hat HDI Direkt die Marktführerschaft erlangt. Im Internet erreichen uns Kunden unter der Marke HDI24. Geschäftsverlauf 2009Die gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden/UnfallErstversicherung gingen um 0,8 % auf 5,8 (5,9) Mrd. EUR zurück. Der Rückgang beruhte zum einen auf Prämieneinbußen im inländischen Privat- und Firmengeschäft, zum anderen auf Währungskursveränderungen und dem Verkauf eines Versicherungsportfolios in Spanien. Die gebuchten Bruttoprämien im Auslandsgeschäft, das 44 % der Beiträge umfasste, stiegen um 3 % auf 2,7 (2,6) Mrd. EUR* . Bei isolierter Betrachtung des reinen Sachgeschäfts - die Gesellschaften in Italien und Mexiko haben auch Lebensversicherungen im Bestand - betrug der Auslandsanteil am Gesamtgeschäft 41 %. Die verdienten Nettoprämien im Segment insgesamt verminderten sich um 1 % auf 3,8 (3,9) Mrd. EUR. Der Selbstbehalt sank leicht auf 65,1 (66,7) %. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 33 % auf 454 (342) Mio. EUR. Im Vorjahr hatte die Bankenkrise für Verluste gesorgt, im Berichtsjahr konnten Aufwärtstrends der Börse genutzt werden. Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote stieg auf 96,5 (95,3) %. Das EBIT verbesserte sich auf 363 (259) Mio. EUR. Der deutsche Markt bleibt tonangebend im SegmentUnverändert liegt der Schwerpunkt des Segments mit 56 % des Prämienvolumens auf Deutschland. Hier erzielte das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung 2009 eine Bruttoprämie* in Höhe von 3,3 (3,4) Mrd. EUR. Die Sachgruppe ist damit der zweitgrößte deutsche Sachversicherer. Die Talanx-Gesellschaften zählen sowohl in der Industrieversicherung als auch in der Privatkundenversicherung insgesamt zu den Marktführern. Im Jahr 2009 war das Industrieversicherungsgeschäft durch die konjunkturellen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und den nach wie vor intensiven Wettbewerb, insbesondere in der Kraftfahrzeugversicherung, geprägt. Bei mittelgroßen Kunden konkurrieren neben neu in den deutschen Markt eingetretenen ausländischen zunehmend auch wieder inländische mittelgroße Wettbewerber um Marktanteile. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen verlief die geschäftliche Entwicklung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG insgesamt sehr gut: Das ausgewiesene Prämienvolumen konnte um 1,5 % gesteigert werden.
*
vor intrasegmentärer Konsolidierung Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG war wie die HDI Direkt Versicherung AG auch 2009 einem harten Verdrängungswettbewerb ausgesetzt, der vor allem in der Kraftfahrzeugversicherung nach wie vor den Markt bestimmt. Bei einer uneinheitlichen Entwicklung in den einzelnen Sparten waren die Beitragseinnahmen in beiden Gesellschaften zusammen um 4,5 % rückläufig, weil das allgemeine Tarifniveau in der Kraftfahrtversicherung am Markt weiter sank und die Gesellschaften sich diesem Trend nicht entziehen konnten. Einen erheblichen Anteil an der positiven Entwicklung der Vertragsstückzahlen hatte der Vertriebsweg Internet mit der Marke HDI24. Insgesamt war der Geschäftsverlauf in beiden Gesellschaften zufriedenstellend. Im Auslandsgeschäft spielt die MusikDas strategische Ziel des Konzerns im internationalen Geschäft ist wert- und ertragsorientiertes Wachstum. Das Augenmerk liegt dabei auf klar definierten Regionen: Süd-, Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika hat Talanx als Zielmärkte definiert. Darüber hinaus sind auch ausgewählte Märkte in der Asien-Pazifik-Region für uns von Interesse. In puncto Zielerfüllung im Auslandsgeschäft kann der Talanx-Konzern erneut Erfolge vorweisen. So erwarb die HDI-Gerling Sachgruppe zu Jahresbeginn ein Unternehmen in Mexiko, das seit dem 1. Oktober 2009 als HDI Seguros (Mexiko) zum Konzern gehört. In Indien schloss die HDI-Gerling Sachgruppe ein Joint Venture mit dem Finanzunternehmen Magma Fincorp Limited zum Verkauf von Versicherungsprodukten im indischen Markt. Zusätzlich zu den vielversprechenden Zukäufen im Ausland kann der Konzern auch beim organischen Wachstum im internationalen Geschäft an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Das Bruttoprämienvolumen der HDI-Gerling International Holding stieg um 2 % (ohne Währungskursbereinigung) auf 2,1 (2,1) Mrd. EUR. Damit konnte das Prämienniveau nach der erstmaligen Überschreitung der 2-Mrd.-Grenze im Vorjahr trotz des Verkaufs des Privatversicherungsportfolios in Spanien gehalten werden. Dennoch waren 2009 in nahezu allen Märkten der Gruppe die Auswirkungen der Bankenkrise deutlich spürbar. Dies zeigte sich in den umsatzabhängigen Sparten im Industriegeschäft und ganz besonders in der zurückhaltenden Kundennachfrage. Wichtige Auslandsregionen im KonzernsegmentWest-, Mittel- und OsteuropaIm europäischen Ausland sind folgende Länder und Regionen von Bedeutung: BeneluxUnsere niederländische Tochtergesellschaft HDI-Gerling Niederlande zählt zu den größten drei Versicherern auf dem dortigen Industrieversicherungsmarkt. Über eine Tochtergesellschaft in Belgien bearbeitet sie auch den belgischen Industrieversicherungsmarkt. Hier ist die Gesellschaft ebenfalls die Nummer drei im Markt. Auf dem niederländischen Markt geben anhaltend weiche Konditionen verbunden mit intensivem Preiswettbewerb den Ton an. Dennoch konnte HDI-Gerling Niederlande, die an einer ertragsorientierten und damit selektiven Zeichnungspolitik festhält, ihr Prämienvolumen mit insgesamt 243 (243) Mio. EUR konstant halten. Das operative Ergebnis sank aufgrund erhöhter versicherungstechnischer und sonstiger Aufwendungen auf 16 (23) Mio. EUR. In Belgien betrugen die gebuchten Bruttoprämien 104 (99) Mio. EUR, das EBIT lag bei 6 (7) Mio. EUR. Der Rückgang ist u. a. bedingt durch gestiegene Aufwendungen wie den Auf- und Ausbau des Mittelstandsgeschäfts. PolenTrotz starken Wettbewerbs auf dem polnischen Markt hat die HDI Asekuracja TU S.A. ihre Stellung unter den fünf größten Nichtlebensversicherern gehalten. Dennoch führten deutliche Währungseffekte und der starke Preiswettbewerb zu geringeren Prämieneinnahmen von 194 (242) Mio. EUR. Die Gesellschaft, die ausschließlich im Schaden/Unfall-Segment tätig ist, verfügt mit acht Regionalbüros, 52 Niederlassungen und 231 Vertriebsstellen über das zweitgrößte Vertriebsnetzwerk in Polen. Sie verwaltet mittlerweile einen Bestand von 3,5 (3,0) Mio. Verträgen. Das operative Ergebnis belief sich auf 6 (14) Mio. EUR. BulgarienDer bulgarische Versicherungsmarkt ist geprägt von kontinuierlichem Wachstum. Unsere im Dezember 2009 von HDI ZAD in HDI Zahstrahovane AD umbenannte Gesellschaft verfügt mittlerweile über ein landesweit ausgebautes eigenes Vertriebsnetzwerk von 30 Niederlassungen, elf Büros und 563 Agenturen. Die Gesellschaft mit Schwerpunkt im Privatkundengeschäft, insbesondere in der Autoversicherung, konnte ihr Bruttoprämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr auf 10 (10) Mio. EUR erneut leicht steigern. Der Jahresüberschuss betrug 115 (98) TEUR, was einem Wachstum von 17 % entspricht. Österreich, Ungarn, Tschechien und SlowakeiDie österreichische HDI Versicherung AG, die mit über 240 Mitarbeitern insgesamt 404 (399) Tausend Verträge verwaltet, war in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich - sowohl im Hinblick auf Wachstum als auch auf Ertrag. Zum fünften Mal in Folge wurde die Gesellschaft 2009 als bester Kfz-Versicherer des Landes ausgezeichnet. Im Laufe des Berichtsjahres wurde die slowakische Poistovna HDI-Gerling Slovensko A.S. von einer AG in eine Niederlassung der HDI Österreich umgewandelt und ihr Portfolio auf die Niederlassung übertragen. Damit arbeitet die österreichische Gesellschaft nunmehr mit Niederlassungen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Das schwierige, immer noch von der Wirtschaftskrise gezeichnete Marktumfeld führte im Berichtsjahr zu einem leichten Prämienabrieb im Kfz- und im Industriebereich. Deshalb blieben sowohl die gebuchten Bruttoprämien mit 193 (196) Mio. EUR als auch das EBIT mit 16 (19) Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau. Südeuropa und TürkeiItalienUnsere italienische Gesellschaft HDI Assicurazioni S.p.A. ist sowohl im Lebens- als auch im Sachversicherungsgeschäft tätig. Sie hatte 2009, wie bereits im Vorjahr, stark mit der internationalen Finanzkrise zu kämpfen. Dennoch konnte das Bruttoprämienvolumen auf 602 (564) Mio. EUR erhöht werden, davon entfielen 358 (318) Mio. EUR auf den Bereich Leben. Durch staatliche Steuererleichterungen sind Lebenspolicen zu attraktiven Anlagemöglichkeiten geworden, was zu einem starken Anstieg in diesem Bereich führte. Die Gesellschaft plant, das Nichtleben-Portfolio weiter auszubauen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im weitgehend gesättigten italienischen Versicherungsmarkt langfristig zu sichern. Das Vertriebsnetz besteht mittlerweile aus 210 Generalagenturen und 168 Vertretungsbüros sowie 16 weiteren Vertriebskanälen. SpanienNach dem Verkauf des Privatgeschäfts an die zum spanischen Automobilclub RACC gehörende Versicherungsgesellschaft Universal Asistencia de Seguros y Reaseguros S.A. zeichnet die HDI Hannover International (España) Cía. de Seguros y Reaseguros S.A. in Madrid zukünftig nur noch Industriegeschäft. Wegen des Verkaufs der Privatsparten ging die Bruttoprämie auf 157 (177) Mio. EUR zurück. Allerdings konnte die Gesellschaft in den Industriesparten trotz des harten Konkurrenzkampfs und der weiterhin spürbaren Auswirkungen der Bankenkrise ihr Bruttoprämienvolumen leicht steigern. Die Krise hinterließ auch Spuren im EBIT, das auf 4 (15) Mio. EUR zurückging. TürkeiDie Bankenkrise hat auch den türkischen Markt hart getroffen. Die Konsumenten hielten sich zurück, was sinkende Kfz-Neuzulassungen zur Folge hatte und in der Autoversicherung zu einem starken Preiswettbewerb führte. HDI Sigorta A.S. konnte ihr Bruttoprämienvolumen in Originalwährung um 16 % steigern. Aufgrund veränderter Währungsparitäten wirkt sich dieser Erfolg nur in einem Bruttoprämienvolumen in Höhe von 81 (80) Mio. EUR aus. Der Grund für die Steigerung ist im gut ausgebauten Vertriebsnetz mit über 600 Verkaufsstellen zu sehen: HDI Sigorta ist mit nunmehr neun Niederlassungen in allen wichtigen Regionen vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf dem Privat- und Standardgeschäft. Die 2007 abgeschlossenen Vertriebspartnerschaften mit der türkischen Post- und Telefongesellschaft PTT und der Tekfen Bank wurden erfolgreich fortgeführt und sollen weiterhin ausgebaut werden. Das EBIT lag bei -10 (-9) Mio. EUR. LateinamerikaMexikoMit dem Erwerb der HDI Seguros S.A. (vormals Genworth Seguros México, S.A. de CV.) hat die Talanx-Gruppe den Eintritt in den vielversprechenden mexikanischen Privatkundenmarkt geschafft. Die Gesellschaft mit über 400 Mitarbeitern und über 1.800 selbständigen Versicherungsvertretern in 25 Städten, die vorwiegend in der Kraftfahrtversicherung tätig ist, ist schon heute im ganzen Land angemessen vertreten. Im mexikanischen Versicherungsmarkt rangiert die Gesellschaft auf Platz 27, in der Autoversicherung auf Rang 14. Sie erzielte seit Zugehörigkeit zum Konzern im letzten Quartal 2009 ein Bruttoprämienvolumen in Höhe von 16 Mio. EUR und ein EBIT von 0,8 Mio. EUR. BrasilienLateinamerika gilt im Privatkundengeschäft der Gruppe als einer der wichtigsten strategischen Wachstumsmärkte; Brasilien spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Folgen der Finanzkrise, die 2009 noch deutlich zu spüren waren, haben die brasilianische Wirtschaft weniger stark getroffen als andere lateinamerikanische Länder. Vor dem Hintergrund des enormen Wachstumspotenzials des Landes hat sich unsere Gesellschaft HDI Seguros S.A. in den vergangenen Jahren sehr gut weiterentwickelt: Sie verfügt mittlerweile über 55 Niederlassungen und ist darüber hinaus mit 30 Schadenschnelldiensten präsent. Die Gesellschaft hat ihr Netzwerk auch 2009 weiter ausgebaut und ihre Präsenz auf die Region São Paulo erweitert - ein Einzugsgebiet mit enormem Wachstumspotenzial. Im Gesamtmarkt rangiert HDI Seguros nach Prämieneinnahmen derzeit auf Platz 11, im Kfz-Geschäft auf dem 7. Platz. Unterstützt durch das langfristige Vertriebsabkommen mit der HSBC Bank, deren ca. 900 Niederlassungen und Verkaufspunkte wir für den Vertrieb unserer Versicherungsprodukte nutzen, konnte HDI Seguros auch 2009 insbesondere in der Kfz-Sparte wachsen: Trotz ergebnisorientierter Zeichnungspolitik steigerte die Gesellschaft ihr Prämienvolumen erneut, und zwar auf 461 (407) Mio. EUR. Das EBIT ist in erster Linie wegen erhöhter Aufwendungen für Versicherungsfälle auf 18 (20) Mio. EUR gesunken. ChileDie HDI Seguros S.A. mit Hauptsitz in Santiago ist eine der jüngsten Gesellschaften in der Gruppe, arbeitet jedoch schon seit langer Zeit im chilenischen Versicherungsmarkt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Standard- und Privatkundengeschäft. Mit insgesamt 154 Mitarbeitern und sieben Niederlassungen in großen Städten in allen wichtigen Regionen des Landes ist die Gesellschaft sehr gut aufgestellt. Sie verfügt über ein Netz von 800 Versicherungsmaklern. Ende 2009 verwaltete sie einen Bestand von ca. 475.000 Verträgen. Trotz der schwierigen Lage auf dem chilenischen Markt rangiert unsere Gesellschaft derzeit auf Platz 12, in den Nischenmärkten Container und Vertrauensschaden sogar auf dem ersten bzw. zweiten Platz. Sie erzielte 2009 ein Bruttoprämienvolumen in Höhe von 24 (14) Mio. EUR, hatte aber stark mit den Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise zu kämpfen. Das EBIT sank auf 1 (2) Mio. EUR. AsienIndienEin weiterer Eintritt in einen vielversprechenden Markt gelang der Gruppe in Indien. Das Joint Venture mit dem indischen Finanzunternehmen Magma Fincorp Limited hat den Verkauf von Versicherungsprodukten im indischen Markt zum Ziel. Magma finanziert Investitions- und Konsumgüter für Gewerbe und Privatkunden. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der Finanzierung von Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Geräten sowie auf der Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Unternehmen. Das Gemeinschaftsunternehmen namens Magma HDI General Insurance Company Limited befindet sich derzeit noch im Lizenzierungsprozess. Hauptsitz der Gesellschaft soll in Kolkata sein. Mit über 150 Magma-Büros im ländlichen Raum und in mittelgroßen Städten hat das Joint Venture ein starkes Vertriebs- und Netzwerk im bisher mit Versicherungsangeboten unzureichend versorgten indischen Markt. Personen-ErstversicherungKennzahlen Personen-Erstversicherung1)scroll
Seine Aktivitäten in der Lebensversicherung hat der Talanx-Konzern 2009 im Konzernsegment Personen-Erstversicherung zusammengefasst. Hier spielen die beiden Geschäftsfelder Lebensversicherung und Bancassurance im Duett. Das Geschäftsfeld Lebensversicherung arbeitet mit den Marken HDI-Gerling und Aspecta. Unter dem Dach der HDI-Gerling Leben Serviceholding in Deutschland operieren u. a. die Gesellschaften HDI-Gerling Lebensversicherung AG, HDI-Gerling Pensionsfonds AG, HDI-Gerling Pensionskasse AG, HDI-Gerling Pensionsmanagement AG und die Aspecta Lebensversicherung AG. International arbeitet die Gruppe in Polen, Liechtenstein und der Schweiz, Luxemburg, Österreich, Italien und Spanien. In Deutschland und den internationalen Zielmärkten bietet das Segment die komplette Produktpalette der Risikoabsicherung und Altersvorsorge an, sowohl in der privaten als auch in der betrieblichen Altersversorgung. Als Spezialist für innovative und Performance-orientierte Versicherungslösungen, insbesondere im Produktsegment fondsgebundene Vorsorge, fungiert die Marke Aspecta. Das Geschäftsfeld verfügt über ein breites Vertriebsspektrum, das so nur wenigen Wettbewerbern zur Verfügung steht: Es reicht von der Ausschließlichkeitsorganisation über Makler und Mehrfachagenten bis hin zum Direktvertrieb. Aspecta konzentriert sich auf unabhängige Vertriebspartner, aber auch HDI-Gerling Leben und die HDI-Gerling Pensionskasse arbeiten in der privaten und betrieblichen Altersversorgung mit unabhängigen Vermittlern zusammen. Beim Vertrieb von Versicherungen über den Bankschalter spielt das Talanx-Geschäftsfeld Bancassurance eine führende Rolle in Deutschland. In diesem Geschäftsfeld arbeitet der Konzern sehr erfolgreich im Einklang mit seinen Kooperationspartnern - im deutschen Markt mit der TARGOBANK (bis Februar 2010 Citibank), der Postbank und führenden Sparkassen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie international mit der ungarischen Post. Die Zusammenarbeit setzen im Inland die Versicherer Targo Versicherungen (bis Februar 2010 CiV Versicherungen), PB Versicherungen, PBV Leben, PB Pensionskasse und Neue Leben in die Tat um. Im Ausland agiert das Geschäftsfeld mit den Gesellschaften Magyar Posta, CiV Life und CiV Hayat Sigorta. Das Kooperationsabkommen zwischen Talanx und TARGOBANK läuft bis 2025. In Russland und der Türkei besteht eine Kooperation mit der amerikanischen Citigroup über die Tochtergesellschaften CiV Life in Moskau und CiV Hayat Sigorta in Istanbul. Zwischen den PB Versicherungen und der Postbank existiert eine Kooperationsvereinbarung bis 2022. Die Vertriebsform Bancassurance hat sich für den Talanx-Konzern in den vergangenen Jahren zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt. Entscheidend für den Erfolg der Kooperationen ist die Fähigkeit exakt im Takt mit dem Partner zu spielen. Dazu gehören die vollständige Integration in die Kultur und die Markenarchitektur des Bank- bzw. Postpartners. Ergänzt wird dies durch exklusive, maßgeschneiderte Produkte und einen hohen Grad der Einbindung in die jeweilige Infrastruktur der Datenverarbeitung. Geschäftsverlauf im KonzernsegmentDer deutsche Altersvorsorgemarkt war infolge der Finanzkrise in Moll gestimmt und mit einem weiteren schwierigen Jahr konfrontiert. Die Konsumenten nahmen nach dem Vertrauensverlust in Banken die Versicherer in Sippenhaft und hielten sich beim Kauf von traditionellen Lebensversicherungen gegen laufenden Beitrag zurück. Der Neuzugang solcher Versicherungslösungen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr nach Anzahl und Beitrag. Bei den Produkten setzte sich 2009 der Trend zu einer stärkeren Nachfrage nach Rentenversicherung gegenüber der früher eher nachgefragten kapitalbildenden Lebensversicherung fort. Dies ist offensichtlich eine Folge der demografischen Entwicklung, die Kunden scheinbar dazu veranlasst, vor dem Hintergrund einer steigenden Lebenserwartung Vorsorgelösungen mit kontinuierlichen Auszahlungen vorzuziehen. Besonders geprägt war die Neugeschäftsentwicklung des Marktes 2009 von einem sehr starken Anstieg an Einmalbeitragsprodukten mit Kapitalisierungscharakter. Der Talanx-Konzern bietet zwar Einmalbeitragsprodukte an, aber keine derartigen bankähnlichen Produkte. Die vor der Finanzkrise stark nachgefragte fondsgebundene Lebensversicherung hingegen wurde aufgrund der Nähe zum Aktienmarkt von Kunden merklich gemieden. Zugleich stieg die Nachfrage nach Garantieprodukten deutlich. Diese Faktoren betrafen die Neugeschäftsentwicklung des Konzernsegmentes Personen-Erstversicherung unmittelbar: Das Annual Premium Equivalent (APE = Summe aus laufenden Prämien und 10 % der Einmalprämien) ging um 21 % auf 566 (713) Mio. EUR zurück. Das geringere Neugeschäft gegen laufenden Beitrag konnte durch den Anstieg bei den Einmalprämien nicht ausgeglichen werden. Die Entwicklung bei den laufenden Neugeschäftsbeiträgen ist vor dem Hintergrund des Sondereinflusses 2008 aus der Umsetzung der letzten Riester-Stufe zu bewerten. Ohne Berücksichtigung dieses Effektes ergibt sich ein deutlich geringerer APE-Rückgang um 11 %. Die im Segment insgesamt gebuchten Bruttobeiträge einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen verringerten sich aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts und eines erhöhten Bestandsstornos im Geschäftsfeld Lebensversicherung leicht um 0,7 % auf 5,65 (5,69) Mrd. EUR. Der Bestand gemessen an der Brutto-Versicherungssumme (ohne Zusatzversicherungen) ging im Berichtszeitraum um 3 % auf 172,9 (178,6) Mrd. EUR zurück, was vor allem auf den Bestandsrückgang im Geschäftsfeld Lebensversicherung zurückzuführen ist. Die Anzahl der Verträge im Bestand (ohne Zusatzversicherungen) im Segment Personen-Erstversicherung lag mit 8,3 (8,4) Mio. Stück auf dem Niveau des Vorjahres. Die Vertragsstückzahlen im Inland verminderten sich um 3 % auf 7,4 (7,6) Mio. Stück, im Ausland konnte dagegen ein deutlicher Zuwachs um 23 % auf 951 (772) Tsd. Verträge erzielt werden. Die Selbstbehaltsquote lag mit 88,4 (87,9) % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 4 % auf 4,1 (4,0) Mrd. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus deutlich geringeren Aufwendungen zur Erhöhung der Nettoprämienüberträge im Geschäftsfeld Lebensversicherung, welche anhand regelmäßig zu aktualisierender, künftiger Gewinnverläufe abzugrenzen sind. Das Kapitalanlageergebnis lag mit 1.157 (985) Mio. EUR um 17 % über dem des Vorjahres. Mit den im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Abschreibungen konnten das niedrigere Veräußerungsergebnis und die niedrigeren laufenden Erträge überkompensiert werden. Insbesondere bedingt durch höhere Nettoprämien und ein verbessertes Kapitalanlageergebnis übertraf das EBIT des Konzernsegments Personen-Erstversicherung mit 183 (156) Mio. EUR das entsprechende Vorjahresergebnis deutlich. Geschäftsfeld LebensversicherungDie gebuchten Bruttoprämien einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen der Gesellschaften der HDI-Gerling Leben-Gruppe lagen aufgrund niedrigerer Neugeschäftsbeiträge und eines erhöhten Bestandsabgangs infolge von Vertragskündigungen mit 2,9 (3,0) Mrd. EUR um 4 % unter dem Vorjahresniveau. Gebuchte BruttoprämienMrd. EUR![]() Misstöne ergaben sich auch beim APE, das mit 226 (277) Mio. EUR um 18 % hinter dem Vorjahr zurückblieb - eine Entwicklung, die alle Gesellschaften des Geschäftsfeldes betraf. Die Aspecta Lebensversicherung AG sowie die Aspecta-Gesellschaften in Luxemburg und Liechtenstein waren durch ihre Spezialisierung auf investmentorientierte Anlagekonzepte besonders betroffen, weil sich die Zurückhaltung der Kunden bei diesen Produkten überdurchschnittlich stark auswirkte. Bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG hingegen war der Rückgang im Neugeschäft gegen laufende Beiträge im Wesentlichen durch den Riester-Effekt des Vorjahres begründet: Nach Herausrechnen dieses Sondereffekts aus der Vergleichsgröße des Vorjahres reduziert sich das Minus beim APE von 12% auf 1,5 %. Im gesamten Geschäftsfeld betrug der Rückgang ohne den Riester-Effekt 12 %. Der rückläufigen Entwicklung wird seit Mitte des laufenden Jahres mit einem neuen Garantieprodukt erfolgreich entgegengewirkt. Geschäftsfeld BancassuranceIm Geschäftsfeld Bancassurance stiegen die Bruttoprämien einschließlich der Sparbeiträge aus der fondsgebundenen Lebensversicherung um 4 % von 2,7 Mrd. EUR auf 2,8 Mrd. EUR. Besonders erfolgreich waren die PBV Lebensversicherung AG und die Neue Leben Lebensversicherung AG, die ihre gebuchten Bruttobeiträge verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9 % bzw. 6 % erhöhen konnten. Begründet ist diese Entwicklung in der deutlichen Steigerung beim Neugeschäft aus Einmalbeiträgen. Auch die Beitragseinnahmen der im Geschäftsfeld enthaltenen deutschen Sachversicherer - insbesondere der Targo Versicherung AG - stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 insgesamt an. Das Neugeschäft des Geschäftsfeldes lag mit einem APE von 340 (435) Mio. EUR um 22 % unter dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der Riester-Erhöhung 2008 reduziert sich der APE-Rückgang auf 10 %. Besonders betroffen waren die Targo Lebensversicherung AG (-25 %) und die Targo Versicherung AG (-44 %). Auch diesen Dissonanzen lag das durch die Finanzmarktkrise verursachte zurückhaltende Konsumentenverhalten zugrunde, hinzu kamen noch Beeinträchtigungen durch die Einführung eines neuen EDV-Systems bei dem Bankpartner. Wichtige Regionen im KonzernsegmentNicht nur in Deutschland wächst der Bedarf an Altersvorsorgeprodukten, auch in ausländischen Märkten sind wir mit unseren Lebensversicherungsgesellschaften und Niederlassungen aktiv. Unsere Geschäftstätigkeit im Bereich Leben erstreckt sich auf Polen, Liechtenstein und die Schweiz, Luxemburg, Österreich, Italien und Spanien sowie Ungarn, Russland und die Türkei. DeutschlandDer bedeutendste Markt für das Segment Personen-Erstversicherung ist der Heimatmarkt; hier erwirtschaften die Lebensversicherer im Talanx-Konzern mit Abstand den größten Teil ihres Prämienvolumens. Auch wenn die andauernde Finanzkrise weiterhin die Nachfrage nach Versicherungen dämpft, ist die Altersvorsorge nach wie vor ein aktuelles Thema für die Verbraucher. Ausgestattet mit einem breiten Spektrum kundenorientierter, von Ratingagenturen mit Bestnoten ausgezeichneter Produkte und gut positioniert im Markt sehen die Talanx-Lebensversicherer hier weiterhin große Chancen. Die Bruttoprämieneinnahmen des Segments in Deutschland blieben mit 5,1 (5,2) Mrd. EUR knapp auf dem Niveau des Vorjahres. Mittel- und OsteuropaDie Märkte in Mittel- und Osteuropa bleiben nach unserer Überzeugung trotz der Auswirkungen der Finanzkrise für unser Segment langfristig chancenreich. In den Volkswirtschaften steckt ein hohes Wachstumspotenzial, das auch positive Auswirkungen auf das Altersvorsorgegeschäft hat. In Polen ging das Prämienvolumen um 7 % auf 41 (43) Mio. EUR zurück. Vor allem das Gruppengeschäft war hier von Kostensparmaßnahmen und Belegschaftsabbau in zahlreichen polnischen Gesellschaften betroffen. In Österreich wurde die Neugeschäftsentwicklung außer von Auswirkungen der Finanzkrise auch vom Verbot von Fremdwährungsdarlehen durch die Finanzmarktaufsicht belastet. Das Bruttoprämienvolumen der dort operierenden Niederlassungen sank in der Folge um 10 % auf 96 (108) Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge der in Ungarn operierenden Gesellschaften stiegen um 4 % auf 119 (114) Mio. EUR. Die im Aufbau befindlichen Gesellschaften in Russland und der Türkei konnten ihre gebuchten Bruttobeiträge ebenfalls weiter steigern. In Russland wurde ein Bruttoprämienvolumen von 23 (12) Mio. EUR und in der Türkei von 6 (3) Mio. EUR erzielt. Trotz der restriktiven Kreditvergabe durch Citibank Russland konnte das Neugeschäft durch Restschuldprodukte durch die CiV Life überkompensiert werden. Sowohl die ungarische Lebensgesellschaft als auch die türkische und russische Gesellschaft konnten durch Einzellebenprodukte mit Einmalbeitrag ein höheres Neugeschäft generieren. West- und SüdeuropaAuch das Geschäft in dieser Region stand deutlich unter dem Einfluss der Finanzkrise und der dadurch verursachten Zurückhaltung der Versicherungsnehmer gegenüber fondsgebundenen Produkten. Auch wenn in der zweiten Jahreshälfte mit zunehmender Stabilisierung der Finanzmärkte ein Anziehen des Absatzes verzeichnet werden konnte, ist das Prämienvolumen 2009 zurückgegangen. Besonders von dieser Entwicklung betroffen war das auf den Absatz von Einmalbeitragsprodukten ausgerichtete Geschäft der Aspecta Assurance International Luxembourg S.A., bei der die Prämien um 32 % auf 64 (94) Mio. EUR sanken. Die dieser Gesellschaft zugeordnete Niederlassung in Italien konnte trotz des sehr schwierigen Marktumfelds bei einem Beitragsvolumen von 76 (79) Mio. EUR den Prämienabrieb auf 3 % begrenzen. Die spanische Niederlassung erzielte durch die Zusammenarbeit mit einem neuen Vertriebspartner einen Prämienzuwachs auf 14 (13) Mio. EUR. In der Schweiz sanken in einem durch Kurseinbrüche verunsicherten Marktumfeld die Bruttobeiträge um 2 % auf 65 (66) Mio. EUR. Schaden-RückversicherungKennzahlen Schaden-Rückversicherung1)scroll
1)
Aufgrund veränderter Segmentzuordnung sind
die Jahre vor 2007 nur eingeschränkt vergleichbar: Seit 2005 sind
die Erstversicherer der Hannover Rück-Gruppe dem Segment Schaden-Rückversicherung
zugeordnet Die Schaden-Rückversicherung wird im Talanx-Konzern ganz überwiegend von der Hannover Rück-Gruppe betrieben, einer der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt. Sie unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaften in rund 150 Ländern, ihre Infrastruktur besteht aus über 100 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen in rund 20 Ländern. Zyklusmanagement im Dienst der ProfitabilitätIn der Schaden-Rückversicherung verfolgen wir keine Wachstumsziele, sondern beobachten den Ratenverlauf genau: Wenn sich die Ratensituation positiv darstellt, weiten wir unser Geschäft aus, wenn sich die Preissituation nicht adäquat zeigt, reduzieren wir es. Dieses aktive Zyklusmanagement ist nach wie vor der Eckpfeiler unseres Underwritings zusammen mit einer ertragsorientierten Zeichnungspolitik, nach der wir uns auf jene Segmente konzentrieren, die die höchste Profitabilität versprechen. Angesichts der sehr positiven Marktverhältnisse haben wir im Berichtsjahr unser Engagement insbesondere in den attraktiven Segmenten ausgeweitet. Deutliche Ratensteigerungen zeigte vor allem das Katastrophengeschäft, das 2008 von Schäden betroffen war, aber auch die weltweite Kredit- und Kautionsrückversicherung. Neue Töne - erstmalige AktivitätenSeit dem vergangenen Geschäftsjahr engagieren wir uns nun auch im Bereich der Mikroversicherungen. In Pakistan wurde in Zusammenarbeit mit einem ansässigen Versicherer ein erstes Projekt auf den Weg gebracht: Dort können nun auch Menschen mit geringem Einkommen Versicherungsschutz erwerben. Die Hannover Rück ist hier als Rückversicherungspartner tätig und unterstützt vor allem auch mit ihrem Know-how. Wir gehen davon aus, dass Mikroversicherungen zukünftig noch an Bedeutung gewinnen und weitere Kooperationen folgen werden. Im Rahmen unserer erweiterten Aktivitäten im Bereich Insurance-Linked Securities haben wir im Berichtsjahr erstmals ein Portefeuille fakultativer Rückversicherungsrisiken - also weltweite Einzelrisiken - in den Kapitalmarkt transferiert. Dabei ging es nicht um den Schutz unseres eigenen Geschäfts, sondern um den unmittelbaren Transfer von Kundengeschäft. Gleichzeitig erhalten Investoren Zugang zu Risiken, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten. Die Höhe des bereitgestellten Kapitals betrug insgesamt 60 Mio. USD, wovon wir rund 5 Mio. USD übernommen haben. Geschäftsverlauf 2009Die Zahlenangaben für das Talanx-Segment SchadenRückversicherung unterscheiden sich vom gleichnamigen Geschäftsfeld der Hannover Rück einerseits durch Rückversicherungsaktivitäten des Konzerns außerhalb der Hannover Rück-Gruppe; andererseits resultieren Unterschiede daraus, dass bestimmte Sachverhalte in den beiden Konzernen konsolidierungstechnisch unterschiedlich gehandhabt werden. Die von der Finanzmarktkrise ausgelöste Kapitalverknappung in der weltweiten Assekuranz kurbelte die Nachfrage nach Rückversicherung an. Auch die Vertragserneuerungen zur Jahresmitte verliefen für uns wegen des überwiegend risikoadäquaten Preisniveaus insgesamt günstig. Daher stieg die gebuchte Bruttoprämie nach Jahren des Prämienrückgangs im Berichtsjahr um 15 % auf 5,8 (5,0) Mrd. EUR. Der Selbstbehalt erhöhte sich infolge geringerer Retrozessionen von 89,0 % auf 94,1 %. Die verdiente Nettoprämie stieg um 22 % auf 5,2 (4,3) Mrd. EUR. Die Belastungen aus Großschäden blieben im Berichtsjahr auch dank einer unauffälligen Hurrikan-Saison unterdurchschnittlich. Die Auswirkungen der Naturkatastrophen auf die Rückversicherungswirtschaft waren überwiegend gering. Somit blieb die Nettobelastung von 240 (458) Mio. EUR im Berichtsjahr unterhalb der Erwartung. Dass die kombinierte Schaden-/Kostenquote dennoch mit 96,7 % leicht über der im Vorjahreszeitraum (95,0 %) lag, ist Ausdruck unserer konservativen Reservierungspolitik. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich auf 136 (200) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich auf 620 (47) Mio. EUR; 2008 war es durch hohen Abschreibungsbedarf auf Aktien belastet gewesen. Das operative Ergebnis (EBIT) war im Vorjahr ebenfalls davon geprägt gewesen und konnte sich daher 2009 außerordentlich auf 757 (122) Mio. EUR erhöhen. Die Hannover Rück hat ihr Geschäftsfeld Schaden-Rückversicherung neu strukturiert. Die folgende Kommentierung folgt dieser Aufteilung in drei Teilbereiche, die etwa gleich große Anteile an der Bruttoprämie haben: die Zielmärkte, das Spezialgeschäft und die globale Rückversicherung. ZielmärkteDie Zielmärkte unseres Schaden-Rückversicherungsgeschäfts sind Deutschland und Nordamerika. Die Geschäftsentwicklung verlief hier zufriedenstellend: Das Prämienvolumen stieg auf zusammen 1,7 (1,6) Mrd. EUR, dazu steuerten beide Regionen jeweils etwa die Hälfte bei. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug im Berichtsjahr 104,7 (99,0) % und das EBIT erreichte 119 (-90) Mio. EUR. DeutschlandDer deutsche Markt wird von unserer Tochtergesellschaft E+S Rück betreut. Sie ist dank ihres guten Ratings, ihrer ausgeprägten Kundenorientierung und der Kontinuität ihrer Geschäftsbeziehungen seit Jahrzehnten ein gefragter Partner und nimmt in Deutschland nach wie vor eine der führenden Positionen ein. Bei insgesamt schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen fand der Rückversicherungsmarkt in Deutschland im Vergleich zum Erstversicherungsmarkt günstigere Marktbedingungen vor, also überwiegend auskömmliche Raten und Konditionen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 103,1 %. NordamerikaDer nordamerikanische (Rück-)Versicherungsmarkt ist der weltweit größte Einzelmarkt. Die Hannover Rück ist wegen ihrer langjährigen Geschäftsbeziehungen, ihrer Expertise und vor allem wegen ihrer exzellenten Bonität ein geschätzter Partner. Wir zählen unverändert zum engen Kreis der Rückversicherer, die bevorzugt bei der Platzierung und Preisfestsetzung angesprochen werden. Bewusst haben wir 2009 auf den Ausbau unseres Marktanteils verzichtet, da wir das Geschäft in einigen Segmenten für noch nicht ausreichend attraktiv halten. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag bei 106,4 %. SpezialgeschäftZum Spezialgeschäft zählen wir das Transport- und Luftfahrtgeschäft, Kredit/Kaution, die strukturierten Produkte, ILS (Insurance-Linked Securities), den Londoner Markt und das Direktgeschäft. Das Prämienvolumen stieg von 1,9 auf 2,2 Mrd. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote belief sich auf 96,5 (97,2) %. Das EBIT für das Spezialgeschäft betrug 256 (3) Mio. EUR. TransportIm internationalen Transportrückversicherungsgeschäft zählt die Hannover Rück zu den Marktführern. Trotz der Rezession blieb die Nachfrage stabil: Dank adäquater Konditionen zeigte sich der Markt in guter Verfassung, und wir konnten höhere Preise erzielen. Es ist uns gelungen, den Ausbau unseres Portefeuilles außerhalb der USA sowie Westeuropas voranzutreiben. Im Hinblick auf Großschäden war 2009 weltweit ein verhältnismäßig ruhiges Jahr, und wir erreichten eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von 78,1 %. LuftfahrtAuch in der internationalen Luftfahrtrückversicherung gehören wir zu den Marktführern. Wir haben unser Engagement in der nichtproportionalen Rückversicherung dank anziehender Raten ausgeweitet und unser Portefeuille durch Neuzeichnungen im Bereich der allgemeinen Luftfahrtrückversicherung weiter diversifiziert. Unser Prämienvolumen stieg bei einer gleichzeitig geringeren Exponierung aufgrund eines geringeren Passagieraufkommens. Das Berichtsjahr litt unter einer überdurchschnittlichen Schadenbelastung. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 86,3 %. Kredit und KautionIn der weltweiten Kredit- und Kautionsrückversicherung gehört die Hannover Rück zu den Marktführern. Angesichts der Rezession war die Situation in diesen Sparten schwierig. Insgesamt haben wir unser Geschäft noch restriktiver als bisher gezeichnet und unser Portefeuille weiter diversifiziert - sowohl nach Produkten als auch nach Regionen. Wir haben im Berichtsjahr die zu erzielenden deutlichen Preiserhöhungen genutzt, unser Geschäft sehr selektiv ausgebaut und dabei die Bruttoprämie deutlich erhöht. Auch wenn das Ergebnis angesichts gestiegener Ausfallquoten und unserer vorsichtigen Reservierung lediglich ausgeglichen war, erwarten wir eine Rückkehr in die Gewinnzone für 2010. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug im Berichtsjahr 104,2 % und reflektiert die hohe Schadenfrequenz in der Warenkreditversicherung. Strukturierte RückversicherungDie Umsetzung des Versicherungsaufsichtsgesetzes zur Regulierung von strukturierter Rückversicherung in Deutschland sowie eine Verordnung des Bundesministeriums der Finanzen haben zu größerer Rechtssicherheit im Umgang mit Finanzrückversicherungsverträgen geführt und damit auch für neues Geschäftspotenzial gesorgt. Weitere Triebfedern für eine Nachfragesteigerung waren die Kapitalverluste seitens der Erstversicherer. Weltweit gehören wir zu den zwei größten Anbietern für strukturierte Deckungen und konnten unser Prämienvolumen noch erhöhen. Entsprechend unserer Strategie einer regionalen Diversifizierung haben wir unser Geschäft in Europa weiter ausgebaut, aber auch in Asien und Australien neue Abschlüsse getätigt. Im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeit mit unseren Marktbereichen für die traditionelle Rückversicherung weiter intensiviert, sodass wir unseren Kunden nun unser gesamtes Produktportfolio, aber auch eine umfangreiche Servicepalette anbieten können. Insurance-Linked SecuritiesAngesichts der Auswirkungen der Finanzmarktkrise spielten Katastrophenanleihen und ähnliche Verbriefungsinstrumente im Berichtsjahr eine untergeordnete Rolle. Umso erfreulicher war es, dass wir unsere 2006 begebene Katastrophenanleihe "Eurus" im Berichtsjahr erneuern konnten. Anstelle der ursprünglich geplanten 75 Mio. EUR ist es uns gelungen, das doppelte Volumen zu platzieren. Außerdem haben wir, wie zu Beginn des Kapitels beschrieben, erstmals ein fakultatives Risikoportefeuille in den Kapitalmarkt transferiert und planen weitere derartige Transaktionen. Großbritannien und Londoner MarktDie Finanzmarktkrise hat in Großbritannien und Irland ihre Spuren hinterlassen. In Großbritannien wirkte sie sich vor allem negativ auf die Banken aus. Daher stiegen die Preise im Berufshaftpflichtgeschäft, und hier insbesondere bezogen auf Finanzinstitute, stark an. Erneut profitierte die Hannover Rück im Haftpflichtbereich von ihrem sehr guten Rating. Im Berichtsjahr haben wir unser Prämienvolumen leicht ausgebaut und sind mit der Geschäftsentwicklung insgesamt zufrieden. DirektgeschäftÜber zwei Tochtergesellschaften in Großbritannien und Südafrika zeichnet die Hannover Rück Direktgeschäft ergänzend zu ihrer Hauptgeschäftstätigkeit als Rückversicherer. Hierbei handelt es sich u. a. um Geschäft, das auf eng definierte Portefeuilles im Nischen- oder sonstigen Nichtstandardgeschäft spezialisiert ist. Im strategischen Fokus unserer Geschäftsbeziehungen in Großbritannien stehen kleinere und mittelgroße Unternehmen. Neu in unserem Portefeuille ist das Segment der Rechtsschutzversicherungen, von dem wir uns gute Geschäftsmöglichkeiten erwarten. Das Prämienvolumen haben wir im Berichtsjahr insgesamt deutlich erhöht. Unsere zweite Operation ist in Südafrika eine der führenden Gesellschaften in diesem Segment. Die Rückversicherung des Geschäfts übernimmt zu großen Teilen die Hannover Re Africa. Die im Vorjahr erworbene südafrikanische MUA Insurance Company Ltd. wurde im Berichtsjahr erfolgreich in eine Zeichnungsagentur umgegründet. Globale RückversicherungUnter globale Rückversicherung fassen wir die weltweiten Märkte mit Ausnahme unserer Zielmärkte Deutschland und Nordamerika und des Spezialgeschäfts zusammen. Sie umfasst zudem weitere Spezialbereiche wie das weltweite Katastrophengeschäft, die fakultative Rückversicherung, landwirtschaftliche Risiken und das schariakonforme Retakaful-Geschäft. Mit der Entwicklung unserer Märkte innerhalb der globalen Rückversicherung sind wir zufrieden. Das Prämienvolumen konnten wir hier um 18 % auf 1,8 Mrd. EUR erhöhen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 87,9 (88,5) %; das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 296 % auf 356 (90) Mio. EUR. EuropaWichtige europäische Märkte sind für uns
LateinamerikaAuf den lateinamerikanischen Märkten ist für uns - neben der Zeichnung von landwirtschaftlichen Risiken - der Bereich der Katastrophendeckungen interessant. In Brasilien unterhalten wir seit 2008 eine Repräsentanz und agieren als zugelassener Rückversicherer, wodurch wir im Berichtsjahr weitere Marktanteile gewinnen konnten. Unser Prämienvolumen für die lateinamerikanischen Märkte haben wir 2009 erhöht. Großschadenereignisse hatten wir nicht zu verzeichnen und sind insgesamt mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Japan, China, SüdostasienUnser größter asiatischer Markt ist mit deutlichem Abstand Japan. Über unsere Servicegesellschaft in Tokio haben wir einen guten Einblick in den japanischen Markt und waren dank unseres sehr guten Ratings auch im Berichtsjahr ein besonders gefragter Partner. Wir haben im Berichtsjahr im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Spitzenrisiken reduziert. Deshalb, aber auch wegen der Aufwertung des japanischen Yen, ging unser Prämienvolumen zurück. Schadenseitig verlief das Berichtsjahr moderat. Insgesamt sind wir mit den Ergebnissen unseres Japan-Geschäfts sehr zufrieden. Der wichtigste Wachstumsmarkt Asiens ist nach wie vor China. Wir konnten im Berichtsjahr die Verträge dank guter Konditionen ausweiten und unser Prämienvolumen insgesamt deutlich steigern. Die Lizenz für den Geschäftsbetrieb von Personen-Rückversicherung in China wurde 2009 auf den Bereich Schaden-Rückversicherung erweitert. Von nun an werden wir beide Geschäftsfelder direkt von Shanghai aus betreiben. Diese verstärkte Präsenz ermöglicht unseren Kunden, alle Dienstleistungen gebündelt abzurufen. Gleichzeitig verschafft sie uns eine optimale Ausgangslage, um unsere Position in China weiter auszubauen. Hauptmärkte der Hannover Rück in Südostasien sind Malaysia, Indien, die Philippinen und Indonesien. Wir konnten unser Portefeuille weiter diversifizieren; zunehmend interessant ist der Bereich der Mikroversicherungen in bislang wenig entwickelten Märkten. In Pakistan haben wir in Zusammenarbeit mit einem ansässigen Versicherer ein erstes Projekt auf den Weg gebracht. Sowohl die Philippinen als auch Indonesien waren von Naturkatastrophen betroffen, wenngleich sie sich in unserem versicherungstechnischen Ergebnis kaum niederschlugen. AustralienDie Hannover Rück nimmt im australischen Nichtleben-Rückversicherungsmarkt unverändert die dritte Position ein. Seit fast 25 Jahren sind wir in Sydney mit einer Niederlassung vertreten. Dank dieser lokalen Präsenz sowie unseres sehr guten Ratings schätzen uns unsere Kunden als attraktiven und verlässlichen Partner. Es ist uns gelungen, unter Berücksichtigung hoher Profitabilität selektiv zu wachsen und unsere Marktposition zu stärken. Unser Prämienvolumen hat sich im Berichtsjahr etwas stärker erhöht als erwartet, jedoch bei einer sehr angespannten Schadensituation. Globales KatastrophengeschäftDas Katastrophengeschäft der Hannover Rück wird vornehmlich von Bermuda aus gezeichnet, das hierfür weltweit als Kompetenzzentrum gilt. Neben der Expertise unserer Mitarbeiter vor Ort machen uns unsere Finanzstärke und das exzellente Rating zu einem seit Jahren besonders gefragten Partner für Zedenten und Makler. Strategie für unser weltweites Katastrophengeschäft war im Berichtsjahr, die Spitzenrisiken zu reduzieren und uns in kleineren Märkten sowie in Regionen mit weniger hohen Risiken zu exponieren. In vielen Märkten konnten wir Preiserhöhungen erzielen. Insgesamt haben wir unser Prämienvolumen für das weltweite Katastrophengeschäft leicht reduziert. Die Großschadensituation blieb im Berichtsjahr moderat. Landwirtschaftliche VersicherungenLandwirtschaftliche Versicherungsrisiken haben in unserem Portefeuille in den letzten Jahren an Gewicht gewonnen. Wir haben neue Produkte eingeführt und unsere Anteile in den traditionellen Märkten gesichert, aber auch in sich entwickelnden Märkten Marktanteile hinzugewonnen. Außerdem haben wir unser Prämienvolumen deutlich steigern können. Retakaful-GeschäftUnser Retakaful-Geschäft, also die Versicherung nach islamischem Recht, zeichnen wir sowohl in Südostasien als auch auf der arabischen Halbinsel. Für dieses Geschäft sehen wir weiterhin viel Potenzial. Mit der Hannover ReTakaful in Bahrain unterhalten wir eine Tochtergesellschaft, die diesen Geschäftszweig exklusiv betreibt. Das Berichtsjahr war von zunehmendem Wettbewerb gekennzeichnet; dennoch haben wir unsere Prämieneinnahmen 2009 erhöht. Die volumenstärkste Region war Saudi-Arabien. Fakultative RückversicherungAuch in der fakultativen (Rück-)Versicherung konnten wir als Auswirkung der Finanzmarktkrise teilweise eine stärkere Nachfrage registrieren. Der Wettbewerb war in fast allen Segmenten unverändert hoch; im Allgemeinen blieben die Raten und Konditionen stabil. Im Berichtsjahr konnten wir von den Kapazitätsengpässen einiger Rückversicherer profitieren und das Prämienvolumen steigern. Unsere Marktposition haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und sehen in der fakultativen Rückversicherung auch weiterhin viel Potenzial für profitables Wachstum. Mit unserer Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr waren wir zufrieden; die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 94,9 %. Personen-RückversicherungKennzahlen Personen-Rückversicherungscroll
Im Konzernsegment Personen-Rückversicherung sind unter dem weltweiten Markennamen Hannover Life Re unsere Aktivitäten in der Rückversicherung der Sparten Lebens-, Renten- und Krankenversicherung zusammengefasst. Zusätzlich zeichnen wir in diesem Geschäftsfeld auch die Sparte Unfallversicherung, soweit sie von Lebensversicherern betrieben wird. Die Hannover Life Re ist einer der vier weltweit wichtigsten Personen-Rückversicherer. Dank ihres hervorragenden Ratings hat ihr Name einen guten Klang. Die operativen Einheiten sind in mehr als zwanzig Standorten auf allen fünf Kontinenten angesiedelt, um den Kunden einen optimalen Service vor Ort bieten zu können. Wir setzen auf das Zusammenspiel von Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Servicebüros in einem dezentralen Netzwerk. Diese Organisation gewährleistet jederzeit und rund um den Globus einen schnellen, effizienten Wissenstransfer im Interesse unserer Kunden. Wir legen unverändert großen Wert auf die Pflege langfristiger Beziehungen zu unseren wichtigen Zedenten. Dabei nimmt ein systematisches Customer Relationship Management eine zentrale Rolle ein, das wir durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen unseren regionalen Vertriebsverantwortlichen zusätzlich stärken. Auf dem Weg in die Top 3International haben wir unsere Marktposition in unseren Schwerpunktmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Australien und Frankreich zum Teil deutlich gestärkt; aber auch in den wichtigen Schwellenmärkten China und Indien konnten wir erkennbare Fortschritte erzielen. In einer Reihe wichtiger Versicherungsmärkte gehören wir inzwischen zu den führenden Anbietern. Damit ist unser Ziel, die Nr. 3 des Weltmarktes zu werden, in greifbare Nähe gerückt. Einen Meilenstein für unsere strategische Ausrichtung im US-Markt stellte die Übernahme eines großen Bestands an US-Lebensversicherungsrisiken über eine maßgeschneiderte Rückversicherungstransaktion Anfang 2009 dar. Er enthält mehr als vier Millionen rückversicherte Policen und generiert jährliche Prämieneinnahmen von über 1 Mrd. USD. Zusammen mit dem Bestand haben wir eine Reihe von Underwriting- und Administrationssystemen und die zugehörigen Datenbanken übernommen sowie 130 qualifizierten Rückversicherungsfachleuten eine neue berufliche Heimat geboten. Mit diesem zusätzlichen Bestand können wir sofort deutliche Skaleneffekte für die zukünftige Abwicklung realisieren. Die im Jahr 2008 in Asien gegründeten Lebensniederlassungen in Shanghai und in Seoul haben ihre Markteintrittsstrategien erfolgreich umgesetzt und große Resonanz im lokalen Lebensmarkt gefunden. In China etwa haben wir inzwischen über 40 Kundenverbindungen aufgebaut. Auch in Indien entspricht unsere Zusammenarbeit mit dem marktführenden Rückversicherer GIC Re unseren Erwartungen; hier konnten wir bereits die ersten größeren Verträge akquirieren. In Brasilien setzten wir - unterstützt von unserer Repräsentanz in Rio de Janeiro - zielgerichtet die Kooperation mit der Malucelli Re um und konnten die ersten vier Zedenten gewinnen. Auch bei den schariakonformen Produkten, die wir über eine Tochtergesellschaft in Bahrain vertreiben, machen wir gute Fortschritte. Hier rückversichern wir vor allem auf Gruppenbasis in den Ländern der Golfregion Produkte, mit denen familiäre Sicherungsziele erreicht werden sollen wie die Absicherung der Ausbildungsaufwendungen für Kinder. Geschäftsmodell bewährt sichUnsere Akquisitions- und Zeichnungspolitik basiert nach wie vor auf dem Geschäftsmodell der "Fünf Säulen", das unter einem einheitlichen strategischen Dach fünf unterschiedliche kundenbezogene Produkt- und Serviceangebote zusammenfasst. Jede Säule zeichnet sich durch einen spezifischen Marketingansatz aus, der durch das weltweite Netzwerk der Hannover Life Re unterstützt wird. Bisher machte das klassische Rückversicherungsgeschäft von Mortalitäts- und Morbiditätsrisiken mit knapp 40 % den größten Anteil am Prämienvolumen aus. Durch die US-Akquisition stieg dieser Anteil 2009 auf mehr als 44 %, das entspricht etwa 2 Mrd. EUR. Die vier Spezialsegmente Financial Solutions, Multinationale Versicherer, Neue Märkte und Bancassurance sind in absoluten Zahlen ebenfalls weiter gewachsen. Innerhalb der vier Spezialsegmente haben wir in der europäischen Bancassurance eine besondere Dynamik im Bereich der Neuen Märkte beobachtet - hier insbesondere bei britischen Vorzugsrenten. Sehr zufrieden sind wir auch mit dem Segment Financial Solutions, in dem wir in den USA, Großbritannien, Deutschland, Südafrika und Hongkong eine Reihe kleinerer bis mittelgroßer Transaktionen zu attraktiven Konditionen realisieren konnten. Solche Rückversicherungslösungen haben im Berichtsjahr einen Anklang gefunden wie nie zuvor in den vergangenen 20 Jahren. Im klassischen Marktsegment zeigten die asiatischen Märkte - hier vor allem die Region Greater China - und Südafrika ein deutliches Wachstum. Geschäftsverlauf 2009Das Konzernsegment Personen-Rückversicherung wird von der Hannover Rück und ihren Tochtergesellschaften betrieben; auch hier können die Kennzahlen von denen im gleichnamigen Geschäftsfeld der Hannover Rück-Gruppe abweichen. Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise, die im Jahr 2008 erstmals spürbar wurden, haben unsere operativen Geschäftsergebnisse auch im Berichtsjahr geprägt: Auf der Marktseite erlebten wir eine erhöhte Nachfrage nach Rückversicherungsschutz, weil im Zuge der Finanzmarktkrise die Kapital- und Solvenzposition vieler Lebensversicherer geschwächt war. Die gebuchte Bruttoprämie für die Personen-Rückversicherung stieg im Berichtsjahr um beachtliche 44 % auf 4,5 (3,1) Mrd. EUR. Hiervon entfielen 0,8 Mrd. EUR auf die Übernahme des US-Lebensrückversicherungsportefeuilles; aber auch das organische Wachstum lag auf einem erfreulichen zweistelligen prozentualen Niveau. Bei konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum der Bruttoprämie sogar 46 % betragen. Die verdiente Nettoprämie stieg auf 4,1 (2,8) Mrd. EUR. Eine signifikante Rolle für unsere Ergebnissituation spielten im Berichtsjahr die Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten, und zwar vor allem in Form von Marktwertanpassungen unserer festverzinslichen Wertpapiere, die bei Zedenten in den USA und in Großbritannien hinterlegt sind. Im Kontrast zum Vorjahr waren die Auswirkungen auf die Ertragsrechnung diesmal sehr positiv. Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlageergebnis von 694 (371) Mio. EUR; das entspricht einer Steigerung um 87 %. Besondere Aufmerksamkeit legen wir traditionell auf schlanke Prozesse, eine effiziente Personalstruktur und kurze Entscheidungswege, sodass die Verwaltungskostenquote der Hannover Life Re wieder deutlich unter denen wichtiger Wettbewerber lag. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf einen Rekordwert von 369 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von 114 Mio. EUR mehr als verdreifacht. Eliminiert man sämtliche einmaligen Sondereinflüsse, u. a. die aus der Übernahme des US-Lebensrückversicherungsportefeuilles und aus den Marktwertanpassungen bei Rückversicherungsdepots in den USA und Großbritannien, so stellt sich ein reguläres operatives Ergebnis von 230 Mio. EUR ein. Das Konzernergebnis in der Personen-Rückversicherung stieg deutlich auf 146 (32) Mio. EUR. Wichtige Regionen im KonzernsegmentDer US-amerikanische Markt trat 2009 dank der beschriebenen Akquisition erstmals als der wichtigste Einzelmarkt auf: Auf ihn entfielen im Berichtsjahr 37 % der gesamten Prämieneinnahmen. An zweiter Stelle lag Großbritannien, mit 24 % der bei weitem größte europäische Lebensrückversicherungsmarkt, während der deutsche Markt mit 10 % nun die dritte Position innehatte. Weitere bedeutende Märkte für die Hannover Life Re sind Australien, Frankreich, Südafrika, Italien und Luxemburg, wohingegen die asiatischen Märkte und die Märkte Lateinamerikas in absolutem Volumen noch wenig Gewicht haben. DeutschlandFederführend bei unseren Lebensrückversicherungsaktivitäten im deutschen Markt ist die E+S Rück, deren Prämieneinnahmen bei rund 390 Mio. EUR lagen. Dass diese trotz des schwachen Marktumfelds gegenüber dem Vorjahr leicht wuchsen, ist der Akquisition von zwei neuen Kunden zu verdanken, wodurch die Anzahl der deutschen Kunden auf 41 stieg. Auch im deutschen Markt haben wir eine lebhaftere Nachfrage nach kapitalmarktorientierten Rückversicherungslösungen festgestellt. Außerdem haben wir ein stark wachsendes Interesse der Erstversicherer an einer Neugestaltung der Antragsprozesse beobachtet; hierfür ist die E+S Rück mit ihrer langjährigen Erfahrung in systemgestützten Antragsprozessen bestens vorbereitet. Durch diese Positionierung konnten wir im Berichtsjahr mehrere Rückversicherungsverträge mit bestehenden und neuen Kunden abschließen. Bei einer Nettoprämie von 345 Mio. EUR und einem günstigen Verlauf der biometrischen Risiken konnte insgesamt wieder ein erfreuliches operatives Ergebnis (EBIT) erzielt werden. GroßbritannienDer britische Lebens- und Rentenversicherungsmarkt ist der größte europäische Rückversicherungsmarkt. Hier agieren wir unverändert über unsere Tochtergesellschaft HLR United Kingdom als Full-Service-Provider im konventionellen Marktsegment mit Akzent auf die risikoorientierten Deckungen, dem so genannten Protection Business. Der britische Lebensmarkt zeichnet sich seit einigen Jahren durch eine ungewöhnlich hohe Wettbewerbsintensität aus, die sich auch auf den Rückversicherungsmarkt übertragen hat. Vor diesem Hintergrund betreibt die HLR UK eine konservative Zeichnungspolitik, die sich auf die Fortführung von bestehenden Kundenverbindungen konzentriert und neue Deckungsformen - wie die neue Generation von Critical-Illness-Policen - propagiert. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr unsere Aktivitäten im Bereich der individuellen Invaliditätsdeckungen verstärkt und unser Marketing in Irland intensiviert. Bei der Zahlenbetrachtung ist der starke Abschwung des britischen Pfunds zu berücksichtigen, das auf Zwölf-MonatsSicht um 12,3 % gegenüber unserer Bilanzwährung Euro abgewertet wurde. Angesichts dieser Abwertung sind die Bruttoprämieneinnahmen der HLR UK von 183 (186) Mio. EUR und der operative Gewinn der Gesellschaft von 20 (23) Mio. EUR sehr zufriedenstellend. Die spezialisierten Bereiche der sofort beginnenden Leibrenten mit verkürzter Auszahlungsdauer sowie in zunehmendem Umfang die Rückversicherung des Langlebigkeitsrisikos aus den Übernahmen von Pensionsfonds haben sich im Berichtsjahr - teilweise durch neue, teilweise durch den Ausbau von existierenden Kundenverbindungen - sehr dynamisch entwickelt. Dadurch stiegen unsere Prämieneinnahmen um 78 % auf 657 Mio. EUR. Die Hannover Life Re ist nach wie vor Marktführer in der Rückversicherung von britischen Vorzugsrenten mit verkürzter Auszahlungsdauer. Ihre Ergebnissituation wurde im Berichtsjahr durch eine Ausweitung der Zinsspreads bei Kapitalanlagen belastet, die im Zusammenhang mit Depots bei einem unserer Zedenten hinterlegt worden sind. Wir gehen davon aus, dass diese Verluste bis Mitte 2010 weitgehend ausgeglichen sein werden. In einer ganzheitlichen Betrachtung, die auch das bei der HLR Ireland und der HLR Bermuda platzierte UK-Geschäft berücksichtigt, beläuft sich unser Rückversicherungsgeschäft aus Großbritannien auf eine Prämie von insgesamt 1,1 Mrd. EUR. Davon entfallen 60 % auf die Übernahmen der Hannover Rück AG, 20 % auf die HLR Ireland, 17 % auf die HLR UK und 3 % auf die HLR Bermuda. IrlandUnsere vor zehn Jahren in Dublin gegründete Tochtergesellschaft HLR Ireland zeichnet weltweites Geschäft, das im Rahmen von maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen von renommierten Erstversicherern vor allem aus den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa zediert wird. Die zentrale Position der HLR Ireland innerhalb des weltweiten HLR-Netzwerks wurde im Februar 2009 durch die weitgehende Übernahme der Mortalitätsrisiken aus unserer Akquisition in den USA bestätigt. Das Prämienvolumen verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr und überschritt mit 1,2 Mrd. EUR erstmals die Ein-Milliarden-Euro-Marke. Das operative Ergebnis betrug 189 (0,8) Mio. EUR, das Nachsteuerergebnis 177 Mio. EUR. Dies basiert auf einem zufriedenstellenden Risikoergebnis und einem - dank der beschriebenen Einmaleffekte - ausgezeichneten Kapitalanlageergebnis. Nordamerika inkl. BermudaFür den US-amerikanischen Lebensmarkt zeichnet die Hannover Life Re America verantwortlich. Die Schwerpunkte der Aktivitäten lagen im Berichtsjahr bei finanzorientierten Deckungen für US-Zedenten und bei privatwirtschaftlich organisierten Teilen des Senioren-Krankenversicherungsmarktes. Die beschriebene Übernahme eines bedeutenden Portefeuilles in den USA war ein Wendepunkt für unsere Positionierung im traditionellen US-Mortalitätsmarkt. Das übernommene Portefeuille an Zedentenverbindungen erwies sich als komplementär: Von den 40 wichtigsten Zedenten aus dem übernommenen Bestand hatte die HLR America bisher nur fünf Verbindungen selbst aufgebaut. Damit ergeben sich hervorragende Möglichkeiten für den Ausbau des Neugeschäfts im konventionellen US-Mortalitätsmarkt. Die Prämieneinnahmen der HLR America beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,0 Mrd. (614 Mio.) EUR; die verdienten Nettoprämien stiegen um 9 % auf 263 Mio. EUR. Der Risikoverlauf für das Sterblichkeitsrisiko - auch für das mit Wirkung vom 1. Januar 2009 übernommene Portefeuille - war zufriedenstellend, und die Ertragssituation im Bereich der finanzorientierten Deckungen war nach der weitgehenden Normalisierung des US-Kapitalmarktes exzellent. Auch hier haben sich die erwähnten Einmaleffekte positiv ausgewirkt. So ergab sich ein stark verbesserter operativer Gewinn von 41 Mio. EUR nach einem Verlust von 18 Mio. EUR im Vorjahr. Die Hannover Life Re Bermuda berichtet über einen sehr erfreulichen Geschäftsverlauf. Sie spielt weltweit die gesamte Klaviatur an Rückversicherungslösungen und setzt dabei die günstigen Bedingungen des Versicherungsplatzes Bermuda zum Nutzen unserer Zedenten ein. Einen besonderen Schwerpunkt stellt das Bancassurance-Geschäft aus Nordamerika und Japan dar. In ihrem zweiten vollen Geschäftsjahr zeichnete die Gesellschaft sechs neue Rückversicherungsverträge. Die Bruttoprämie der HLR Bermuda betrug 113 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs auf 16 (9) Mio. EUR an, wobei der Vorsteuerwert identisch ist mit dem Nachsteuerergebnis. KonzernfunktionenKennzahlen Konzernfunktionen1)scroll
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Aufgrund geänderter Segmentzuordnung sind
die Jahre vor 2008 nur eingeschränkt vergleichbar Das Segment Konzernfunktionen bündelt die segmentübergreifenden Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2009 hat es einen neuen Zuschnitt erhalten: Mehrere Gesellschaften wurden dem Segment neu zugeordnet. Das Segment umfasst nun die AmpegaGerling-Gesellschaften und die Protection Reinsurance Intermediaries aus dem bisherigen Segment Finanzdienstleistungen, die Konzernholding Talanx AG, die selbst nicht operativ tätig ist, und Einzelgesellschaften mit Konzernfunktionen, die keinem der übrigen Segmente zugeordnet sind und zuvor im Rahmen der Konsolidierung ausgewiesen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst und sind daher nicht mehr mit den 2008 veröffentlichten Werten vergleichbar. AmpegaGerlingDie Marke "AmpegaGerling" steht in der Talanx sowohl für das Asset Management des Konzerns als auch für die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft für institutionelle und Privatkunden. AmpegaGerling ist damit zentral verantwortlich für das Kapitalanlagemanagement aller Gruppengesellschaften - von strategischen und operativen Investmententscheidungen bis zu administrativen Services wie Kapitalanlagenbuchhaltung, Accounting und Investment Reporting. Unter der Marke werden die Asset-Management-, die Investment- und die Immobilien-Gesellschaft geführt. Das Repertoire von AmpegaGerling reicht von individuellen Anlagekonzepten für Privatanleger bis hin zu umfassenden Lösungen für institutionelle Kunden. Die AmpegaGerling Asset Management GmbH betreut die Anlagen des Talanx-Konzerns. Die AmpegaGerling Investment GmbH arbeitet zusätzlich als Fondsanbieter für Privatkunden und institutionelle Anleger. Das Immobilienmanagement der Gruppe ist bei der AmpegaGerling Immobilien GmbH gebündelt. AmpegaGerling als Trio eng kooperierender Gesellschaften ist damit einer der größten bankenunabhängigen Asset Manager in Deutschland. Zu den institutionellen Kunden im Investmentbereich zählen Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke sowie externe Vermögensverwalter. Das Produktportfolio umfasst Spezialfonds und Publikumsfonds sowie die institutionelle Vermögensverwaltung einschließlich spezialisierter Administrationsdienstleistungen für Auftraggeber außerhalb des Konzerns. Zum Geschäftsjahresende belief sich das Gesamtvolumen der verwalteten Kapitalanlagen bei der AmpegaGerling Asset Management GmbH auf 59,8 Mrd. EUR. Damit liegt es um 5,9 Mrd. EUR über dem Vorjahreswert, insbesondere getragen durch Markteffekte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöhte sich in Verbindung mit dem volumenbedingten Anstieg des Provisionsergebnisses (+8 Mio. EUR) auf 23 (21) Mio. EUR. Bereinigt um die Ergänzungszuweisungen in fünf Sondervermögen der AmpegaGerling Investment in Höhe von 9 Mio. EUR im Jahr 2008 erhöhten sich die Personal- und Sachaufwendungen um 11 Mio. EUR. Diese Steigerung war insbesondere begründet durch Sonderprojekt- und Beratungskosten verbunden mit dem Ausbau und der Risiko-/Qualitätssicherung der Prozess- und Leistungsstrukturen des Talanx-Konzerns sowie der Zertifizierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Im Retailgeschäft, dem strategischen Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivitäten, erzielte die AmpegaGerling Investment GmbH dank signifikanter Nettomittelzuflüsse sowie der positiven Performance-Entwicklung am Aktien- und Rentenmarkt einen Volumenzuwachs von 440 Mio. EUR auf 2,2 Mrd. EUR. Gegenüber dem Ausgangswert per Dezember 2008 entspricht dies einer Steigerung um 24 %. Abweichend von der Branchenentwicklung akquirierte AmpegaGerling am Markt einen Nettomittelzufluss in Höhe von 276 Mio. EUR (ohne Berücksichtigung von Konzernanlagen in Publikumsfonds) und konnte somit gegen den Trend wachsen. Die Gesamtbranche weist laut Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI) für Publikumsfonds einen Nettomittelabfluss von 781 Mio. EUR aus. Auch im Wettbewerbsvergleich mit den Kapitalanlagegesellschaften deutscher Versicherer zeigt sich ein positives Bild; hier verzeichnet AmpegaGerling den höchsten Nettomittelzufluss bei Publikumsfonds. Trotz der 2008 signifikant rückläufigen Marktentwicklung, insbesondere im Retailgeschäft, und der Verlagerung von Finanzportfoliomandaten von der Investment- auf die Asset-Management-Gesellschaft wurde im Berichtsjahr insgesamt ein Provisionsergebnis in Höhe von 23 (27) Mio. EUR erwirtschaftet. Die Personal- und Sachaufwendungen einschließlich Kostenverrechnung innerhalb der AmpegaGerling-Gesellschaften bewegten sich nach Bereinigung um die Fondszuweisung aus dem Jahr 2008 knapp über Vorjahresniveau. Insgesamt wurde 2009 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 7 (4) Mio. EUR erreicht. Der Verkehrswert der verwalteten Immobilien zum Geschäftsjahresende 2009 lag mit 1,4 Mrd. EUR um 8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AmpegaGerling Immobilien Management GmbH belief sich auf 0,2 (1,9) Mio. EUR, was u. a. auf eine Reduzierung der sonstigen Erträge zurückzuführen ist. Rückversicherungseinkauf durch Protection ReIm Talanx-Segment Konzernfunktionen arbeitet auch die Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re), der professionelle Rückversicherungsberater und -vermittler für Nicht-Leben-Rückversicherungsabgaben der Talanx-Gruppe. Sie befindet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG, hat ihren Sitz in Hannover sowie eine Niederlassung in London. Ziel der Gesellschaft ist die langfristige Sicherung der Rückversicherungskapazität für alle Erstversicherungsunternehmen der Talanx-Gruppe im Nicht-Leben-Bereich und die Entwicklung optimaler Lösungen für unsere Kunden und Geschäftspartner. Die Protection Re kooperiert weltweit mit Rückversicherern, ausgewählten Rückversicherungsmaklern und anderen Dienstleistungsunternehmen. Das Kerngeschäft der Protection Re ist die umfassende Beratung von Erstversicherungsgesellschaften in allen Bereichen der ausgehenden Rückversicherung. Protection Re übernimmt für die Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Von der Portfolioanalyse und der Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis hin zur Administration und Abwicklung der platzierten Rückversicherungsvereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen. SegmentergebnisDas Kapitalanlageergebnis in diesem Segment umfasst in erste Linie die Personal- und Sozialkosten für die Verwaltung der konzerneigenen Kapitalanlagen und Fremdbestände. Dadurch liegt es regelmäßig im negativen Bereich, was keine Rückschlüsse auf das Kapitalanlageergebnis des Konzerns zulässt. Dieses ist im Anschluss im Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage" beschrieben. Im Segment verbesserte sich das Kapitalanlageergebnis auf -22 (-96) Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf Aktienverkäufe der Talanx zurückzuführen, denen zum Teil Abschreibungen aufgrund weiterer Kursrückgänge aus dem ersten Quartal gegenüberstanden. Das übrige Ergebnis sank auf 37 (80) Mio. EUR. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Talanx AG, aufgrund geringerer Zinserträge (-17 Mio. EUR) vor allem aus einem Zinsswap, der den Finanzierungszinsen aus der Kreditlinie gegenübersteht. Das EBIT lag nach einem negativen Vorjahresergebnis mit 11 (-16) Mio. EUR deutlich im positiven Bereich. Vermögens- und FinanzlageDer Charakter eines diversifizierten Finanzdienstleistungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit tätige Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Talanx-Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen, die im vergangenen Jahr ohne Berücksichtigung der Depotforderungen (10,8 Mrd. EUR) 70 % der Bilanzsumme ausmachten. Sie dienen in erster Linie der Unterlegung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft, die sich - unter Einbeziehung der Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - auf 78,5 Mrd. EUR beliefen. Die deutliche Erhöhung unserer Bilanzsumme um 7,5 Mrd. EUR auf 103,0 Mrd. EUR ist in erster Linie auf den markanten Anstieg unserer Kapitalanlagen um rund 7 Mrd. EUR - das entspricht 10 % - auf 77,8 (70,8) Mrd. EUR zurückzuführen. Vor allem die versicherungstechnischen Mittelzuflüsse sowie die positive Entwicklung der Marktwerte unseres Portfolios aus festverzinslichen Wertpapieren trugen zu einem Wertzuwachs der selbstverwalteten Kapitalanlagen (+4,8 Mrd. EUR) bei. Positiv wirkte sich auf den Kapitalanlagebestand auch die starke Steigerung der Depotforderungen um 26 % auf 10,8 Mrd. EUR aus; davon entfallen Zugänge in Höhe von allein 0,8 Mrd. EUR auf den Erwerb des US-amerikanischen Lebensrückversicherungsportefeuilles im Segment Personen-Rückversicherung. Detaillierte Erläuterungen zu den Kapitalanlagen finden sich im weiteren Verlauf dieses Kapitels sowie im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 145, und "Erläuterungen zur Konzernbilanz" ab Seite 170. scroll
Korrespondierend zur Erhöhung der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, erhöhte sich der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,6 Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die gestiegenen Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. In der Position "Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen" werden die fremdgenutzten Immobilienpakete aus dem Konzernsegment Personen-Erstversicherung ausgewiesen, die höchstwahrscheinlich innerhalb von einem Jahr verkauft werden. Den Vorgang haben wir im Konzernanhang im Abschnitt "Veräußerungsgruppen" näher erläutert. Die wesentlichen Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer setzten sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Der deutliche Anstieg der Deckungsrückstellung - als künftige Verpflichtungen in der Personenversicherung - um 10 % auf 39,0 Mrd. EUR stammt ganz überwiegend aus dem Segment Personen-Rückversicherung und steht im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Portefeuilles sowie einem erfreulichen organischen Wachstum. Aber auch das Lebensversicherungsgeschäft unserer Erstversicherer, vor allem im Geschäftsfeld Bancassurance, trug zur Erhöhung der Deckungsrückstellung bei. Die leichte Erhöhung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich hauptsächlich aus dem Segment Schaden-Rückversicherung. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren bei im Vorjahresvergleich nahezu unveränderten Bruttoschadenrückstellungen vor allem der erhöhte Selbstbehalt infolge geringerer Retrozessionen sowie die Entwicklung der Wechselkurse. Trotz gegenläufiger Effekte bei anderen wichtigen Fremdwährungen führte insbesondere der Kursanstieg des US-Dollars gegenüber dem Euro zu einem leichten Anstieg der Schadenrückstellungen auf Eurobasis. Die Netto-Schadenrückstellungen im Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung lagen leicht über dem Vorjahresniveau. Die versicherungstechnischen Rückstellungen (nach Konsolidierung) verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Konzernsegmente: Versicherungstechnische Rückstellungen% ![]() Der Jahresvergleich unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen je Konzernsegment verdeutlicht die Ausbalancierung der Konzernstruktur. Der Anteil des Rückversicherungsgeschäfts an den versicherungstechnischen Verpflichtungen beträgt rund 34 (32) %, während das Erstversicherungsgeschäft etwa 66 (68) % beisteuert. Treiber der leichten Verschiebung zugunsten der Rückversicherungssegmente ist der Bereich Personen-Rückversicherung. Auslöser ist hier, neben dem äußerst positiven Geschäftsverlauf, vor allem auch die Akquisition des Lebensrückversicherungsportfolios. Mit dieser Transaktion hat der Konzern Deckungsrückstellungen in Höhe von rund 1 Mrd. EUR übernommen. Insbesondere durch die in Vorjahren neu hinzugekommenen Geschäfte der PBV Lebensversicherung und der PB Versicherungen wurde das Konzernsegment Personen-Erstversicherung nachhaltig gestärkt. Nahezu die Hälfte der versicherungstechnischen Rückstellungen entfiel auf dieses Konzernsegment. Umfangreiche Informationen zu diesen Verpflichtungen siehe Anhang, "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva", Seite 193. Unsere dargestellten versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, in denen die Depotverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie die Abrechnungsverbindlichkeiten enthalten sind, machten 86 % der Bilanzsumme aus und werden durch unsere Kapitalanlagen, die Depotforderungen, die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen überdeckt. Vor allem durch den Rückkauf mehrerer Tranchen unserer selbst emittierten Schuldverschreibungen u. a. der Talanx Finanz S.A., Luxemburg, sowie die vollständige Tilgung der Nachranganleihe der Hannover Finance, Inc., Wilmington/ USA, hat sich das aufgenommene langfristige Fremdkapital im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert. Es setzte sich zum Bilanzstichtag aus insgesamt sechs nachrangigen Anleihen über nominal 2,0 (2,1) Mrd. EUR und einem Darlehen über nominal 550 (550) Mio. EUR zusammen. Detaillierte Informationen befinden sich im Konzernanhang in den Abschnitten "Nachrangige Verbindlichkeiten", Seite 195, und "Begebene Anleihen und Darlehen", Seite 207. Das langfristige Fremdkapital ergänzt unser Eigenkapital und dient in erster Linie dazu, unsere Kapitalkosten zu optimieren. Es macht insgesamt 3 (3) % der Bilanzsumme bzw. 26 (32) % der Summe aus Eigenkapital und aufgenommenem langfristigen Fremdkapital aus. Daneben bestanden Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Konzernanhang im entsprechenden Abschnitt dargestellt sind. Asset-Liability-ManagementDie Struktur unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Talanx-Konzerns. Die Verknüpfung und Abstimmung der versicherungstechnischen Passiva mit dem Kapitalanlageportefeuille leistet ein integriertes Asset-Liability-Management. Ziel ist die Stabilisierung der Position gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Siehe hierzu auch Risikobericht, ab Seite 79. Um das Asset Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein (siehe hierzu unsere Ausführungen im Konzernanhang im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seite 187). KapitalanlagenZusammensetzung der KapitalanlagenMio. EUR![]() Verglichen mit den Erhöhungen des Kapitalanlagebestands des vergangenen Jahres konnte 2009 ein deutlicher Zuwachs um 7,0 Mrd. EUR auf 77,8 Mrd. EUR erzielt werden. Nach dem konstanten ersten Quartal 2009 stiegen die Kapitalanlagebestände kontinuierlich an. Mittelzuflüsse aus der Versicherungstechnik wurden unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur investiert. Zur Minderung der bilanziellen Volatilität haben wir festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von ca. 1,5 Mrd. EUR aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" umgeschichtet. Des Weiteren wurde das Engagement in Aktien angesichts der attraktiven Märkte ab dem ersten Quartal 2009 wieder leicht erhöht, wobei die Aktienquote mit 2 (2) % im Vergleich zu 2008 unverändert blieb. Im Rahmen der Kapitalanlagestrategie und unter Einhaltung der übergeordneten Vorgaben durch gesetzliche Richtlinien und die Richtlinien des Talanx-Konzerns waren die Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag wie folgt diversifiziert: Zusammensetzung der Kapitalanlagen% ![]() Festverzinsliche WertpapiereWeiterhin besteht der Großteil des Kapitalanlagebestandes des Talanx-Konzerns aus Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen. Im Jahr 2009 stieg deren Anteil um 3,9 Mrd. EUR auf 57,9 (54,0) Mrd. EUR an. Über 80 % dieser Erhöhung sind Anlageklassen zuzuordnen, deren Bestände zu Anschaffungskosten bilanziert werden, sodass Veränderungen der Marktwerte ohne Auswirkungen auf das Ergebnis oder Eigenkapital bleiben. Die Erhöhung im Bestand "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" resultiert im Wesentlichen aus der Umschichtung fälliger Papiere aus der Anlageklasse "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente". Die Schuldverschreibungen der Kategorie "Darlehen und Forderungen" stiegen um fast 6 % von 28,3 Mrd. EUR auf 30,0 Mrd. EUR, vorwiegend durch die Wiederanlage von versicherungstechnischen Zuflüssen im Geschäftsjahr 2009. Der Anteil der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente", deren volatile Bestände sich auf das Eigenkapital auswirken, stieg lediglich um 2,6 % (0,6 Mrd. EUR) auf 24,2 Mrd. EUR. Dieser vergleichsweise moderate Anstieg resultiert vor allem aus der zuvor beschriebenen Strategie zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos. Den Schwerpunkt der Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere bildeten mit rund 22,9 (21,2) Mrd. EUR Investments in Staatsanleihen oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner; das entspricht einem Anteil von 40 (39) %. Genau wie im Vorjahr wurden weitere 30 % des Portfolios in durch Hypotheken besicherte Schuldverschreibungen angelegt; hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und öffentliche Pfandbriefe. Das Jahr 2009 war geprägt durch die angespannte Situation insbesondere bei den SoFFin-geschützten Institutionen, darunter verschiedene Landesbanken, die Commerzbank und die Hypo Real Estate. Der Bestand der in den Fokus geratenen Papiere lag für festverzinsliche Wertpapiere insgesamt bei ca. 4,7 Mrd. EUR, wovon 3,9 Mrd. EUR mit einer Staats- oder Realgarantie versehen waren. Darüber hinaus wurden diese Titel einer regelmäßigen Prüfung hinsichtlich Werthaltigkeit unterzogen. Aus der Verknüpfung der versicherungstechnischen Portfolios auf der Passivseite mit den Risikocharakteristika der Kapitalanlagen auf der Aktivseite resultieren unternehmensspezifische Vorgaben, die kontinuierlich überwacht und ggf. angepasst werden. So ist beispielsweise die Duration (durchschnittliche Kapitalbindungsdauer) im Segment Leben mit 7 Jahren im Vergleich zum Segment Schaden/Unfall mit 3,8 Jahren deutlich länger. Die Duration des gesamten Kapitalanlagebestands der festverzinslichen Wertpapiere im Talanx-Konzern wurde 2009 von 5,9 auf 5,5 Jahre verkürzt. Unter Beachtung der kongruenten Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern weiterhin die Kapitalanlagen in US-Dollar mit ca. 64 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Der Gesamtanteil in Fremdwährungen belief sich zum Ende des Jahres nahezu unverändert auf 21 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind die überwiegend an deutsche Versicherungsnehmer gewährten und ausgezahlten Hypothekendarlehen und Policendarlehen um rund 0,2 Mrd. EUR auf 1,6 Mrd. EUR zurückgegangen und machen insgesamt 2 (3) % des Kapitalanlagebestandes aus. In unserer Anlagestrategie dient die ausgewogene Mischung der Anlagen der Reduktion von Risiken. Unter Berücksichtigung des betriebenen Versicherungsgeschäfts und der organisatorischen Rahmenbedingungen wird ein angemessener Ertrag für die Gesellschaften erzielt. Weiterhin verfolgt der Talanx-Konzern eine konservative Anlagepolitik. So besitzen weiterhin mehr als 90 % der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein Rating der Klasse "A" oder besser. Dank der beschriebenen neutralen bis defensiven Diversifikation der festverzinslichen Wertpapiere und der unkonventionellen Maßnahmen der Zentralbanken im Jahresverlauf lagen die Ergebnisse 2009 wieder innerhalb der Planung. Die Abschreibungen des festverzinslichen Portfolios reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 191 Mio. EUR auf 101 Mio. EUR. Die positive Marktentwicklung führte bei den jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten zu einem Anstieg der saldierten stillen Lasten und stillen Reserven per Jahresende auf 498 (-128) Mio. EUR. Unser Bestand an festverzinslichen Wertpapieren weist - gemessen an den Ratingklassen - eine gute Qualität auf: Am 31. Dezember 2009 waren ca. 98 (99) % der festverzinslichen Wertpapiere mit einem so genannten InvestmentGrade-Rating klassifiziert (AAA bis BBB). Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere% ![]() Aktien und AktienfondsUnser Bestand an Aktien und Aktienfonds hat sich im Laufe des Jahres 2009 auf 1,9 Mrd. EUR erhöht, bedingt vor allem durch die überaus positive Marktentwicklung seit dem ersten Quartal 2009. Gemessen an dem gestiegenen Gesamtkapitalanlagebestand des Talanx-Konzerns blieb die Aktienquote jedoch unverändert bei 2 %. Die Aktienbestände wurden teilweise gegen Kursverluste abgesichert, und zwar wegen hoher Optionspreise vorwiegend mit dynamischen Stop-Loss-Strategien. Der bereits erwähnte positive Marktverlauf wirkte sich auch auf die mit den entsprechenden Gewinnen saldierten unrealisierten Verluste der jederzeit veräußerbaren nicht festverzinslichen Wertpapiere aus. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 ergaben sich hier stille Reserven in Höhe von 342 Mio. EUR, während zum Vorjahresstichtag stille Lasten von 53 Mio. EUR verzeichnet worden waren. Die Depotforderungen sind im Berichtsjahr 2009 - hauptsächlich durch den Zukauf des Lebensrückversicherungsportfolios - von 8,6 Mrd. EUR um 26 % auf 10,8 Mrd. EUR angestiegen. Immobilien inklusive Anteile an ImmobilienfondsIm Jahr 2009 stieg der Wert des fremdgenutzten Grundbesitzes inklusive Anteile an Immobilienfonds von 1,0 Mrd. EUR auf 1,2 Mrd. EUR leicht an. Dadurch erhöhte sich die Immobilienquote von 1 % auf 2 %; gemessen am Gesamtbestand der Kapitalanlagen bleibt sie jedoch weiterhin gering. Nicht enthalten in dieser Position sind die selbstgenutzten Immobilien, denn diese werden in der Bilanzposition "Sonstige Vermögenswerte" ausgewiesen. Wie in den Vorjahren unterliegt auch diese Anlageklasse einer stetigen Überprüfung und Überwachung hinsichtlich Rendite- und Risikokennzahlen. Für detaillierte Hinweise zur Kreditqualität unserer Kapitalanlagen siehe Anhang, Seiten 157-163. KapitalanlageergebnisEntwicklung des Kapitalanlageergebnissesscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8 Das Kapitalanlageergebnis zeigt 2009 eine deutliche Erholung. Die Abschreibungen, die im Vorjahr das Ergebnis stark belastet hatten, reduzierten sich deutlich, sodass das Ergebnis wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Finanzkrise lag. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass die ordentlichen Kapitalanlageerträge nicht mit der Bestandserhöhung Schritt gehalten haben. Vielmehr sind sie mit 3,1 Mrd. EUR nahezu auf Vorjahresniveau verblieben. Aus dem Abgang von Kapitalanlagen im Rahmen des aktiven Managements verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2009 einen saldierten Gewinn von 236 (148) Mio. EUR. Realisierte Verluste aus dem Aktienabbau im ersten Quartal konnten im Laufe des Jahres wieder kompensiert werden. Zum Jahresende haben wir Gewinne aus den aufgebauten Positionen erwirtschaftet, sodass in dieser Assetkategorie ein realisiertes Ergebnis in Höhe von 55 Mio. EUR erreicht wurde. Darüber hinaus wurden bei den festverzinslichen Kapitalanlagen realisierte Verluste von 107 Mio. EUR durch realisierte Gewinne in Höhe von 262 Mio. EUR deutlich überkompensiert. Die Abschreibungen fielen im Vergleich zum Vorjahr moderat aus: Für Aktien lagen sie bei 112 Mio. (1,2 Mrd.) EUR und sind im Wesentlichen auf die negative Marktsituation im ersten Quartal zurückzuführen. Bei den festverzinslichen Kapitalanlagen mussten 2009 insgesamt 101 Mio. EUR abgeschrieben werden. Hier sind zum Jahresende auch Abschreibungen auf partiarische Titel von Landesbanken eingeflossen. Die fortgeführte Anlagepolitik der Risikominimierung durch einen hohen Grad an Streuung führte 2009 zu einer Festigung des Kapitalanlageergebnisses. Nichtsdestotrotz musste das Engagement in Landesbanken aufgrund der aktuellen Bewertung der Adressen abgeschrieben werden. Der Gesamtwert betrug ca. 38 Mio. EUR. ![]() Das Kapitalanlageergebnis des Konzernsegments Konzernfunktionen umfasst in erster Linie die Kosten für die Verwaltung sämtlicher Kapitalanlagen sowohl der konzerneigenen wie auch der Fremdbestände. Aufgrund eines Sondereffekts ist der Vorjahresvergleich hier nur begrenzt aussagekräftig. Konzerneigenkapital und nicht bilanzierte BewertungsreservenEntwicklung des EigenkapitalsMio. EUR![]() Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Eigenkapital um 1.474 Mio. EUR oder 26 % auf 7,2 (5,7) Mrd. EUR erhöht, der Konzernanteil belief sich auf 4.614 (3.626) Mio. EUR (siehe auch "Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals", Seite 94). Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen hatten folgende Ursachen: Das Konzernergebnis, das auf unsere Anteilseigner entfällt, stieg deutlich um 187 % auf 526 (183) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die "Nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen)" erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stark um 450 Mio. EUR auf 209 Mio. EUR. Ursächlich für diese Entwicklung ist vor allem der starke Anstieg bei den nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten aus den Kapitalanlagen. Im Berichtsjahr ergab sich ein Anstieg dieses Saldos von 363 Mio. EUR auf 799 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang des risikofreien Zinses sowie der Kreditrisikozuschläge für Unternehmensrisiken. Infolgedessen ist der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste unserer jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Kapitalanlagen auf 498 (-128) Mio. EUR gestiegen. Durch Wechselkursschwankungen von Fremdwährungen gegenüber dem Euro stieg die Währungsumrechnungsrücklage im Berichtsjahr um 70 Mio. EUR auf -141 Mio. EUR. In dieser Rücklage weisen wir Wechselkurseffekte aus, die sich bei der Umrechnung des Vermögens und der Schulden unserer ausländischen Tochtergesellschaften in Euro ergeben. Die Minderheitsanteile am Eigenkapital erhöhten sich um 486 Mio. EUR auf rund 2,6 Mrd. EUR. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem im Berichtsjahr erzielten anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnis in Höhe von 406 Mio. EUR. Bezogen auf das erfreuliche Jahresergebnis des Konzerns erhöhte sich somit deren Anteil am Ergebnis im Vorjahresvergleich um 474 Mio. EUR. Entwicklung der nicht bilanzierten BewertungsreservenIn der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. scroll
Kapital- und Performance-ManagementKapitalmanagementprozess![]() Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist. Eine überproportional starke Wachstumsphase hat dazu geführt, dass der Talanx-Konzern heute deutlich komplexer ist als noch vor einigen Jahren. Wir nutzen daher unsere Instrumente der Konzernsteuerung, um systematisch die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Gleichzeitig erhöhen das regulatorische Umfeld, die Kapitalmärkte und die Ratingagenturen ihre Anforderungen an Versicherungskonzerne. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert für uns in folgenden Zielen:
Diese Ziele verfolgen wir mit unserem integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf die vier elementaren Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Holding Talanx AG und den Konzernressorts regeln: Kapital-, Performance- und Risikomanagement sowie Mergers & Acquisitions. KapitalmanagementDie Konzernsteuerungsfunktion des Kapitalmanagements
Eine wichtige Aufgabe des Kapitalmanagements ist, das Kapital zu identifizieren, das über das benötigte Risikokapital auf dem von uns definierten Sicherheitsniveau eines 99,5-prozentigen Value at Risk hinausgeht - oder dieses im gegenläufigen Fall unterschreitet. Der Value at Risk definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Falls eine solche Über- oder Unterkapitalisierung besteht, wird sie in einem nächsten Schritt durch geeignete Korrekturmaßnahmen behoben oder zumindest abgemildert. So können im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf abzielen, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren. Dabei ist unser erklärtes Ziel, eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig hinreichender Kapitaladäquanz und unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten zu erreichen. Als einen weiteren wesentlichen Aspekt der Kapitalsteuerung betrachten wir die Optimierung unserer Kapital- und Finanzierungsstruktur. Hier lautet unser Ziel, optimale Kapitalkosten und die bestmögliche Kapitalallokation zu erreichen. Im Steuerungssystem des Talanx-Konzerns unterscheiden wir drei grundlegende Kapitalbegriffe: Company's Capital, Risk-Based Capital und Excess Capital. Das Company's Capital (Aktionärsreinvermögen) dient in unserer wertorientierten Steuerung als Basis für die Bestimmung der Kapitalkosten sowie des über die Kapitalkosten hinausgehenden Verzinsungsanspruchs (vgl. auch unten "xRoCC"). Es repräsentiert das in einer Einheit (Gesellschaft oder Ressort) insgesamt vorhandene Kapital, das sich aus dem Eigenkapital nach IFRS und so genanntem Softkapital zusammensetzt. Zum Softkapital zählen wir z. B. den Schadenreservediskont, eine über Best-Estimate-Reservierung hinausgehende Reservierung in der Schaden/Unfall-Versicherung sowie den nicht kapitalisierten Bestandswert in der Lebens- und Personenversicherung. Risk-Based Capital (Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit des Kapitalverzehrs unter 0,5 % liegt (vgl. Risikobericht). In der Gegenüberstellung mit dem vorhandenen Kapital zeigt sich eine Über- oder Unterkapitalisierung bzw. die Kapitaladäquanz. Excess Capital (Überschusskapital) ist die Residualgröße zwischen Company's Capital und Risk-Based Capital und stellt das Kapital dar, das nicht im Risiko steht. Performance-ManagementDas Kernstück unseres Steuerungsinstrumentariums ist das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie (vgl. Seite 26) und deren konsequente Umsetzung. Fehlsteuerungen sind sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet; daher legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte, die der konsequenten Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen dienen. Die wesentlichen Schritte der Strategieumsetzung sind die Aufstellung einer strategischen Programmplanung, d. h. das Herunterbrechen der strategischen Ziele in Teilziele, und das nachfolgende Herunterbrechen dieser Teilziele in operative Ziele, die durch konkrete Maßnahmen unterlegt sind. Performance-Management und Ressortsteuerung basieren auf folgenden Grundprinzipien:
Indem wir unsere Strategie in strukturierten Übersichten messbar darstellen und ihre Umsetzung überwachen, verknüpfen wir mittels der Performance-Metrik unsere strategische Planung mit der operativen Planung. ![]() Unsere fünf Kernsteuerungsgrößen:
Konzernholding und Konzernressorts nutzen eine konsistente Performance-Metrik zur Steuerung der Geschäfte. SteuerungsindikatorenIm Rahmen unseres Performance-Managements messen wir die ökonomische Wertsteigerung von der strategischen Planung bis hin zur operativen Steuerung mit unserem zentralen Steuerungsindikator Intrinsic Value Creation (IVC). Mithilfe des IVC werden die Wertbeiträge des Konzerns auf unterschiedlichen Hierarchieebenen - Konzern-, Ressort- und Gesellschaftsebene - erfasst und konsistent zugeordnet. Der IVC und seine methodische Ableitung bilden die Grundlage, auf der sich die Wertbeiträge der Ressorts sowie der einzelnen operativen Einheiten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Charakteristika vergleichbar messen lassen, um wertschöpfende Bereiche zuverlässig aufzudecken. Die Kernsteuerungsgrößen, die operativen Steuerungsgrößen und ihre jeweilige Zielerreichung schaffen die erforderliche Transparenz, um den Kapital- und Ressourceneinsatz zu optimieren, Chancen und Risiken zu identifizieren und weiterführende Maßnahmen zu initiieren. Wir haben unser Instrumentarium der wertorientierten Steuerung 2009 weiter verfeinert und im konzernweiten Steuerungsprozess verfestigt. Bei der methodischen Ableitung des IVC - und damit der ökonomischen Wertschaffung - wird unverändert das jeweilige Grundschema für die Bereiche Nicht-Leben und Leben zugrunde gelegt. Die Wertschaffung stellt danach den ökonomischen Periodenerfolg nach Abzug der Kapitalkosten dar. Der IVC wird auf Basis der spezifisch unterschiedlichen Kenngrößen in den beiden Geschäftsfeldern unterschiedlich berechnet: IVC-Berechnung Nicht-Leben![]() Im Bereich Nicht-Leben (Schaden/Unfall-Erst- und SchadenRückversicherung) bemisst der IVC die Differenz zwischen dem NOPAT (Net Operating Profit after Adjustments and Tax) und den Kapitalkosten für Risk-Based Capital und Excess Capital. Der NOPAT ist eine ökonomisch aussagefähige, periodengerechte Ergebnis- und Steuerungsgröße. Er setzt sich zusammen aus dem IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern und Marktwertadjustierungen, die sich aus der Veränderung der Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz ergeben (Schadenreservediskont, Schaden-Überreserven, nicht ergebniswirksame Marktwertveränderungen). Die Kapitalkosten bestehen aus den Kosten für das zugewiesene Risk-Based Capital und den Kosten des Excess Capital. Während das Risk-Based Capital mit dem Talanx-Risikomodell mit einem 99,5-prozentigen Value-at-Risk-Ansatz risikoadäquat auf die ergebnisverantwortlichen Einheiten verteilt wird, ergibt sich das Excess Capital als Unterschiedsbetrag zwischen Risk-Based Capital und Company's Capital. Die Kosten für das Risk-Based Capital errechnen sich aus folgenden Komponenten: einem risikofreien Basiszins* , friktionalen Kosten** und einer marktadäquaten Risikomarge. Für das Excess Capital werden dagegen nur der risikofreie Zins sowie die friktionalen Kosten angesetzt, da es sich hierbei um nicht im Risiko stehendes Kapital handelt. Auf Basis unserer aktuell gültigen Bestimmung der Kapitalkosten ergeben sich für das Risk-Based Capital Opportunitätskosten des Investors, die um 600 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Oberhalb dieses Zinssatzes wird Wert geschaffen. Die in unserer Dachstrategie formulierte Zielsetzung einer Eigenkapitalrendite für den Konzern von mindestens 750 Basispunkten über "risikofrei" enthält damit bereits einen nicht unerheblichen Wertschöpfungsanspruch.
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Ermittelt als dreijähriger Durchschnitt zehnjähriger
Swap-Rates IVC-Berechnung Leben![]() Im Bereich Leben (Personen-Erst- und -Rückversicherung) bewerten wir die Wertschaffung anhand der Veränderung des Market Consistent Embedded Value (MCEV), die sich in der Größe MCEV Earnings widerspiegelt. Die MCEV Earnings entsprechen damit dem NOPAT. Der MCEV ist definiert als Unternehmenswert, der als diskontierter Ertragsstrom bis zur vollständigen Abwicklung des Bestandsportefeuilles gemessen wird, zuzüglich des Zeitwerts der Eigenmittel unter Berücksichtigung von Kapitalbindungskosten. Den MCEV haben wir als Basis für die wertorientierte Steuerung des Lebensversicherungsgeschäfts gewählt, weil er den im bereits kontrahierten Versicherungsbestand liegenden Wert des Unternehmens aus Sicht des Aktionärs darstellt. Der IVC Leben ergibt sich als Differenz zwischen MCEV Earnings und Roll Forward; Letzterer entspricht den erwarteten Kapitalkosten unter Berücksichtigung der Risikoexponierung im Bereich der Kapitalmarktrisiken. Um die Rendite unterschiedlich großer Geschäftseinheiten oder Geschäftsbereiche vergleichen zu können, wird der IVC ins Verhältnis zum jeweils vorhandenen Kapital gesetzt. Auf diese Weise erhalten wir die Kennzahl xRoCC (Excess Return on Company's Capital), die die über den Kapitalkostensatz hinausgehende Rendite für den Aktionär aufzeigt. Rating der Gruppe und wesentlicher TochterunternehmenAuch in den zurückliegenden Monaten haben der Talanx-Konzern und seine Gesellschaften exzellente bzw. sehr gute Einstufungen von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A.M. Best erhalten. Zu unterscheiden ist zwischen dem "Financial Strength Rating" (Finanzstärkerating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber den Kunden - in unserem Fall den Versicherungsnehmern - nachzukommen, und dem "Issuer Credit Rating" bzw. "Counterparty Credit Rating", das Investoren von unabhängiger Seite über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft informiert. Financial Strength Ratings des Talanx-Konzerns und der Teilkonzernescroll
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Die Bezeichnung bei A.M. Best lautet "Talanx
AG's main operating subsidiaries" Mit dieser Bewertung von A der Ratingagentur A.M. Best wird die finanzielle Stabilität des Talanx-Konzerns (sowohl für den Erstversicherungsbereich der Talanx als auch für den Rückversicherungsbereich der Talanx) als "Excellent" eingestuft. Der Ausblick für beide Ratings ist jeweils stabil. Ein Rating von A entspricht bei A.M. Best der zweitbesten Beurteilungskategorie. Bei Standard and Poor's erhält der Teilkonzern Hannover Rück mit AA- ("Very Strong") ein Rating aus der zweitbesten Beurteilungskategorie, während der Erstversicherungsbereich mit einem A+ ("Strong") innerhalb der drittbesten Ratingkategorie eingestuft wurde. Während der Ausblick der Talanx Primary Group sich als stabil darstellt, wurde der Hannover Rückversicherung bei S&P im Juni 2009 ein negativer Ausblick zugewiesen. Als Gründe nannte S&P u. a. die eingeschränkte finanzielle Flexibilität der Hannover Rückversicherung, da sie ihre Cat Bonds (Katastrophenanleihen) nicht vollständig am Kapitalmarkt platzieren konnte. Als ausgesprochene Stärke wird von S&P für beide Teilkonzerne insbesondere die starke Wettbewerbsposition genannt. A.M. Best bescheinigt beiden Teilkonzernen u. a. eine sehr gute Kapitalisierung, die sich trotz der Finanzkrise sogar noch verbessert habe. In den Vorjahren sind die Ratingaktivitäten des Talanx-Konzerns deutlich ausgeweitet worden. So haben zuletzt die beiden Lebensversicherungstöchter mit dem Vertriebskanal Postbank - die PB Lebensversicherung AG und die BPV Lebensversicherung AG - sowie die österreichische Gesellschaft HDI Versicherung AG ein S&P-Rating von A erhalten. Außerdem wurde im Jahr 2009 die südafrikanische Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, die Hannover Life Reassurance Africa Ltd., erstmals dem Ratingprozess von S&P unterzogen. Auch dieser Gesellschaft wurde mit A, Outlook Stable, ein sehr gutes Erst-Rating zugesprochen. Eine Übersicht über die Finanzstärkeratings aus dem Erstversicherungsbereich zeigt die folgende Tabelle: Financial Strength Ratings von Gesellschaften der Talanx Primary Groupscroll
Die ersten acht in der Tabelle genannten (grau hinterlegten) Gesellschaften definiert S&P als Kerngesellschaften oder "Core Companies" der Talanx Primary Group. Ihnen wird damit auch dieselbe Ratingeinstufung zugewiesen. Die weiteren in der Tabelle genannten Gesellschaften sind bei S&P als strategisch bedeutsame Beteiligungen eingestuft und erhalten damit eine um einen Notch* niedrigere Ratingbeurteilung. Bei A.M. Best gelten alle drei von dieser Agentur beurteilten Gesellschaften als Kerngesellschaften ("Main operating subsidiaries") des Talanx-Konzerns. Ratings von Tochtergesellschaften der Hannover Rück sind aktuell der Internetseite der Hannover Rück zu entnehmen. Issuer Credit Ratings (Emittentenratings) von Gesellschaften des Talanx-Konzernsscroll
Mit der in der Tabelle gezeigten Einstufung von A- ("Strong") bei S&P wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit "Sehr gut" bewertet und entspricht damit der drittbesten Kategorie innerhalb der Emittentenratings. Bei A.M. Best wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit bbb+ ("Good"), also mit gut, beurteilt und entspricht so der viertbesten Ratingkategorie. Der Ausblick dieser Ratings ist für die Talanx AG bei beiden Agenturen stabil. Ursächlich für die im Vergleich zu den Financial Strength Ratings etwas schlechtere Einstufung der Talanx AG ist der nach der Methodologie der Ratingagenturen übliche so genannte Holdingabschlag. Demzufolge erhalten Gesellschaften, die ausschließlich als Holding fungieren und nicht selbst im operativen Geschäft tätig sind, gemäß den allgemeinen Analysekriterien der Ratingagenturen eine Abstufung gegenüber dem Financial Strength Rating einer vergleichbaren Versicherungsgesellschaft.
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Ein Notch dient der Abstufung innerhalb einer
Ratingkategorie Die Hannover Rückversicherung AG wird im Issuer Credit Rating (ICR) bei S&P mit AA- ("Very Strong") bewertet und damit in die zweitbeste Ratingkategorie eingeordnet. Der Ausblick des Ratings der Hannover Rückversicherung AG ist - im Einklang mit ihrem Finanzstärkerating - negativ. Bei A.M. Best wird die Hannover Rückversicherung AG als Emittent mit a+ ("Strong") beurteilt; der Ausblick ist stabil. Diese Einstufung entspricht der drittbesten Ratingkategorie in der ICR-Ratingskala von A.M. Best. Außerdem existieren diverse Ratings für die von Konzernunternehmen emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (Emissionsratings). Diese Ratings sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter dem Punkt (17) "Nachrangige Verbindlichkeiten" im Anhang des Geschäftsberichts aufgeführt. Analyse der Konzern-KapitalflussrechnungFür den Talanx-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadenfall. Darüber hinaus vereinnahmen wir laufende Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Den vollständigen Zahlungsmittelzufluss haben wir in der Kapitalflussrechnung auf Seite 95 veröffentlicht; zusammengefasst stellt er sich wie folgt dar: scroll
Ausgangspunkt für die Ermittlung des Mittelzuflusses aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ist das Jahresergebnis in Höhe von 932 (115) Mio. EUR. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen beinhaltet, ist im Jahresvergleich deutlich auf 5.472 (963) Mio. EUR gestiegen. Bei der Ermittlung wird das Jahresergebnis von 932 Mio. EUR in der Konzern-Kapitalflussrechnung um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen (Nettobetrachtung) korrigiert (3,3 Mrd. EUR). Insbesondere der starke Anstieg der Deckungsrückstellungen vor allem im Segment Personen-Rückversicherung sowie im Geschäftsfeld Bancassurance bestimmte maßgeblich diese Entwicklung (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Abschnitt zur Beschreibung der Vermögenslage). Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Mit 2,7 Mrd. EUR überstiegen sie die Einzahlungen aus dem Verkauf bzw. der Endfälligkeit von Kapitalanlagen. Darüber hinaus trug der Mittelabfluss aus der Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von 1,6 (Vorjahr: Mittelzufluss von 0,9) Mrd. EUR zum Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit bei. Durch den im Berichtsjahr durchgeführten Erwerb des US-amerikanischen Lebensrückversicherungsportefeuilles ergaben sich Zuflüsse bei den Kapitalanlagen von 131 Mio. EUR und bei den versicherungstechnischen Rückstellungen von 982 Mio. EUR. Aus dem Erwerb der HDI Seguros, S.A. de C.V. entstanden keine wesentlichen Mittelzu- oder -abflüsse. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit wurde im Berichtsjahr maßgeblich durch die Veränderungen aus den sonstigen Finanzierungsaktivitäten bestimmt. Hohe Dividendenzahlungen analog zum Vorjahr ergaben sich 2009 nicht. Infolgedessen ging der Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit um über 300 Mio. EUR zurück. Im Berichtsjahr hat sich der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, insgesamt um 277 Mio. EUR auf 1,7 Mrd. EUR erhöht. Weitere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt Liquiditätsrisiko, Seite 80. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Jahres 2009 insgesamt als erfolgreich. Das Ergebnis liegt im Rahmen unserer Erwartung; in einem schwierigen Umfeld haben wir unsere Ziele hinsichtlich der Entwicklung von Prämien und EBIT erreicht. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 750 Basispunkten über dem risikofreien Zins haben wir übertroffen: Sie betrug 12,8 (5,0) %. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns unverändert positiv. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiterinnen und MitarbeiterWie auch in den Vorjahren waren unsere Mitarbeiter erneut Garant unseres Erfolgs. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir trotz einer schwierigen Marktlage ein gutes Ergebnis erzielt haben. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr Engagement und ihre Leistung im vergangenen Geschäftsjahr. Allen betriebsrätlichen Gremien dankt der Vorstand für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter sämtlicher Konzerngesellschaften 18.038 (17.734), das entspricht 16.921 (16.541) Vollzeitstellen. Die Belegschaft ist damit um 1,7 % gewachsen. Der Anstieg erklärt sich im Wesentlichen durch unsere Auslandsakquisitionen in Mexiko und den USA mit 395 bzw. 129 Mitarbeitern. Dem stand ein integrationsbedingter Personalabbau im Inland gegenüber. Insgesamt waren von den 18.038 Mitarbeitern 6.656 (6.029) Personen, das sind 37 %, im Ausland beschäftigt und 11.382 (11.705) in Deutschland. Weltweit hat unser Konzern Mitarbeiter in 40 Ländern auf fünf Kontinenten. In Deutschland sind etwa drei Viertel der Mitarbeiter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig. Mitarbeiter nach Regionen![]() In Deutschland betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 47 %, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten unverändert 16 %; damit liegen beide Werte einen Prozentpunkt über dem Branchendurchschnitt. Der Altersdurchschnitt unserer deutschen Mitarbeiter betrug 43,5 Jahre, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 14,2 Jahre, beides ebenfalls leicht über dem Branchendurchschnitt. Mitarbeiter nach Geschlecht![]() Eine zeitgemäße Personalarbeit ist im Talanx-Konzern ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie. Im Berichtsjahr konzentrierte sich die konzernweite Personalarbeit vor allem auf das Personalmarketing, die Personalentwicklung und die Ausbildung. Eine Folge des demografischen Wandels wird in naher Zukunft ein massiver Mangel an qualifizierten Hochschulabsolventen und Fachkräften sein. Der "Kampf um Talente" wird erneut aufflammen. Um sicherzustellen, dass Talanx auch in Zukunft hoch qualifizierte Absolventen und Mitarbeiter für den Konzern und seine Unternehmen begeistern kann, ist die Erhöhung der Bekanntheit des Talanx-Konzerns und seiner Einzelmarken von großer Bedeutung. Im Berichtsjahr haben Konzernsegmente und Holding gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um den potenziellen Bewerbern die meist noch unentdeckten Karrierechancen und interessanten Einstiegsmöglichkeiten im Talanx-Konzern näherzubringen. So startet 2010 eine übergreifende Arbeitgeber-Image-Kampagne unter dem Slogan "Talanxieren Sie Ihre Karriere". Weiterhin wird der Talanx-Konzern künftig auf den wesentlichen Hochschulmessen vertreten sein, um mit den Studenten und Absolventen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Startschuss war der Auftritt von Talanx als Dachmarke mit nahezu allen Konzerngesellschaften auf dem Absolventenkongress 2009 in Köln. Schließlich wird ein konzernweites Praktikantenbindungsprogramm gestartet, um mit denjenigen Praktikanten, die besonders gute Leistungen gezeigt haben, bis zu ihrem Eintritt in das Berufsleben in Verbindung zu bleiben. Personalmarketing richtet sich nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird für alle Arbeitgeber in Deutschland eine zunehmende Rolle spielen. Unsere vielfältigen Teilzeit-Arbeitsmodelle, die in Deutschland von 1.781 Mitarbeitern (das sind ca. 16 % der Stamm-Belegschaft) genutzt werden, bieten die Möglichkeit, Familienleben und Beruf aufeinander abzustimmen. Darüber hinaus sorgen die Konzerngesellschaften zunehmend für Kinderbetreuungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Bürogebäude. So hat die Hannover Rück 2008 einen Betriebskindergarten mit 30 Plätzen für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingerichtet. Im Berichtsjahr haben die HDI-Gerling-Lebensversicherungsgesellschaften am Standort Köln ihren Umzug mit dem Angebot einer standortnahen Kinderbetreuung verbunden, die gemeinsam mit einem privaten Kindergarten realisiert werden konnte. Mitarbeiter in Deutschland nach Beschäftigungsumfang![]() Einen wichtigen Schwerpunkt der Personalarbeit stellt nach wie vor die Personalentwicklung dar. Wie in vergangenen Jahren wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch für ihre anspruchsvollen Aufgaben durch Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen qualifiziert. Ziel ist es, die überdurchschnittliche Qualifikation der Mitarbeiter zu sichern und weiter auszubauen, um so den Konzern optimal auf die Herausforderungen des Marktes vorzubereiten. Neben den fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden regelmäßig Schulungen in Methoden- und Sozialkompetenz angeboten. Auf Konzernebene ist die wichtigste Neuerung hier die Errichtung der Talanx Corporate Academy. Sie bietet, teilweise in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Business Schools, ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot für die oberen Führungskräfte aller Konzerngesellschaften weltweit. Ergänzend zu den Angeboten der Geschäftsfelder und Landesgesellschaften dient die Corporate Academy ganz besonders der Vermittlung von Strategie und Steuerungsmethoden der Talanx. Ein wichtiges Ziel ist aber auch eine Verbesserung der Kommunikation und der Vernetzung zwischen Holding und Geschäftsfeldern und zwischen den Geschäftsfeldern untereinander. Als Referenten und Diskussionspartner ergänzen sich Professoren bekannter Business Schools und Mitglieder des Talanx-Vorstands. In allen Geschäftsfeldern haben sich die Mitarbeiter in erfreulich großem Umfang weitergebildet. Sie nutzten nicht nur Angebote zu fachlichen Themen, sondern arbeiteten auch intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Methoden-, Führungs- und Sozialkompetenz. Vielfach konnten sie dabei auf eigens entwickelte zielgruppenspezifische Spezialprogramme zurückgreifen. Die HDI-Gerling Sachgruppe stand nach dem strukturellen und prozessualen Abschluss der Integration von Gerling vor der Herausforderung, eine gemeinsame Unternehmenskultur für die Unternehmen des Sachversicherungssegments zu formulieren. In über 50 Workshops haben die Mitarbeiter des Sachversicherungsbereichs Unternehmensleitlinien der Führung und Zusammenarbeit erarbeitet. Diese umfassen die unabdingbaren Gebote der Kundenorientierung, der Leistungsbereitschaft, des Willens nach Verbesserung und wesentliche Forderungen nach Wertschätzung und Fairness. Verbindende und verbindliche Werte stiften Identität und bieten Orientierung und Verlässlichkeit. Sie schaffen somit die Voraussetzung für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Einen weiteren Schwerpunkt legte die HDI-Gerling Sachgruppe auf die Nachwuchsförderung. Im Rahmen von Trainee-Programmen konnten Account-Manager und Underwriter in den einzelnen Versicherungssparten ihre speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten ausbauen, um den zunehmenden Bedarf der Unternehmen der Sachgruppe zu bedienen. Die Mitarbeiter der HDI-Gerling Leben-Gruppe erlernten im Zuge des Prozess- und Projektmanagements sowohl Grundlagen als auch Six-Sigma-Methoden. Das Geschäftsfeld Bancassurance entwickelte ein neues Mitarbeiter-Kompetenz-Profil und ein Konzept zur Einführung einer Fachkarriere: Weil nicht alle qualifizierungswilligen Mitarbeiter Führungsverantwortung übernehmen können und wollen, ist es immer wichtiger, diesen Mitarbeitern innerhalb des Unternehmens attraktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten auf der Fachebene anzubieten. Diesem Ziel dient die Einführung der Fachkarriere. Darüber hinaus nahmen die Vertriebsmitarbeiter der Targo Lebensversicherung AG im Rahmen einer eigenen Vertriebsakademie an speziell für sie entwickelten Seminaren teil, die die systematische Entwicklung vom Vertriebscoach über den Senior Vertriebscoach und Vertriebsmanager bis zum (stellvertretenden) Vertriebsleiter begleiten. Die Hannover Rück betont im Rahmen ihrer Personalentwicklung den ganzheitlichen Ansatz von der Stärkung der Arbeitgebermarke über das Kompetenzmanagement und die Nachfolgeplanung bis hin zur Weiterbildung. Im Rahmen des Kompetenzmanagements werden die fachlichen Qualifikationen der einzelnen Funktionsgruppen regelmäßig mit den Anforderungen des Marktes abgeglichen. Inzwischen werden auch die Auswirkungen des demografischen Wandels berücksichtigt, aufgrund dessen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bis zu einem relativ hohen Alter erhalten werden muss. Dementsprechend werden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Balance zwischen Beruf und Privatleben angeboten. Auch der Erstausbildung kommt im Konzern eine hohe Bedeutung zu: Eine fundierte Ausbildung für junge Menschen ist für den Einzelnen eine Voraussetzung für den erfolgreichen Berufsstart und bedeutet für das Unternehmen langfristig die Gewinnung von kompetenten, qualifizierten und motivierten Mitarbeitern. Der überwiegende Anteil der Auszubildenden wird nach Abschluss der Ausbildung übernommen. Zum 31. Dezember 2009 waren im Talanx-Konzern im Inland 391 (389) Auszubildende beschäftigt. Auszubildende nach Geschäftsfeldern![]() NachhaltigkeitDie Unternehmen im Talanx-Konzern zeigen auf vielfältige Weise ihre Verantwortung für die Umwelt. Unseren Versicherern stehen dafür drei Wege offen: im Unternehmen nachhaltig zu wirtschaften, Produkte zu entwickeln, die Kriterien wie Umweltschutz, Energieverbrauch und soziale Verantwortung unterstützen, und solche Kriterien bei der eigenen Kapitalanlage zu berücksichtigen. Im Unternehmen setzen wir u. a. auf Energiesparmaßnahmen, die in unseren Bürogebäuden vielfältige Formen annehmen. Besonders bei Neubauten nutzen wir die Gelegenheit, auf umweltgerechte Baumaßnahmen und einen umweltschonenden Betrieb zu achten: So wird die Neue Leben im Herbst 2010 ihr neues Verwaltungsgebäude beziehen, das als erstes Bürogebäude in Hamburg als "Green Building" auf der Grundlage des Zertifizierungsverfahrens nach LEED NC errichtet wird. Voraussetzungen für diese Zertifizierung sind u. a. eine besonders umwelt- und energieschonende Errichtung sowie der umweltgerechte Betrieb des Gebäudes. Auch beim Neubau der Hauptverwaltung in Hannover, den Talanx bis 2011 in eigener Verantwortung errichtet, werden ressourcenschonende Aspekte besonders berücksichtigt: Dreischeibenverglasung, Geothermie, Wärmerückgewinnung und die Temperierung der Räume über aktivierte Betondecken sollen dafür sorgen, dass die Vorschriften zum Energieverbrauch weit unterschritten werden. Auf der Produktseite bieten wir in der Versicherung beispielsweise Deckungserweiterungen für Photovoltaik-Anlagen oder auch Vergünstigungen in der Kfz-Versicherung für verbrauchsarme Fahrzeuge, Hybridfahrzeuge und solche mit Elektro-, Gas-, Wasserstoff- oder Brennstoffzellen-Motor. Ein aktiv gemanagtes Öko-Depot bietet HDI-Gerling in allen aktuellen Fondspolicen an. Die Anlagestrategie "Zukunft" enthält nachhaltige Aktien-, Misch- und Rentenfonds. Kriterien bei ihrer Auswahl sind der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, ein sparsamer Umgang mit Ressourcen, der faire Umgang mit Menschen sowie eine attraktive Rendite. Auch AmpegaGerling hat Anlageprodukte, in denen das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt wird, in ihrem Portfolio. Sie bietet als nachhaltige Geldanlage neben dem Gerling Responsibility Fonds auch die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI und terrAssisi Aktien I AMI an. Die Fonds investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt "Zukunftsverantwortung" zu den Vorreitern zählen. Bei der Kapitalanlage unseres Konzerns beachten wir die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich größtmöglicher Rentabilität, Liquidität und Sicherheit, um jederzeit die vereinbarten Versicherungsleistungen erbringen zu können. Stehen uns Anlagemöglichkeiten zur Verfügung, die besondere ethische, soziale und ökologische Belange berücksichtigen und gleichzeitig allen eben genannten Ansprüchen genügen, finden diese besondere Beachtung. Gesellschaftliche VerantwortungIm Hinblick auf die gesellschaftliche Verantwortung konzentriert sich Talanx auf den Schwerpunkt "Bildung und Ausbildung" und widmet sich damit einem Thema, das sowohl für die Zukunft jedes Einzelnen als auch die des Unternehmens und für die Volkswirtschaft von großer Bedeutung ist. Als zentrale Maßnahme seiner Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten hat der Konzern die Talanx-Stiftung eingerichtet: Es ist uns ein wichtiges Anliegen, besonders leistungsstarke und förderungswürdige Studenten finanziell zu unterstützen. Gefördert werden sollen vor allem Studenten, die selbst nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, ihr Studium ohne entsprechende Unterstützung im Rahmen der Regelstudienzeit und mit dem ihrer Begabung entsprechenden Ergebnis zu absolvieren. Zu diesem Zweck wurde im Berichtsjahr die Talanx-Stiftung gegründet, die Mittel zur Vergabe von Stipendien an Studenten bereitstellt. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit ausgewählten versicherungsnahen Fachbereichen der Universitäten in Hannover, Leipzig, Köln und Ulm sowie mit dem Karlsruher Institut für Technologie zusammen. Pro Semester werden bis zu zehn Studenten in das Programm aufgenommen; erstmals im April für das Sommersemester 2010. Vertrieb, Marketing und WerbungDas Mehrmarkenprinzip im Talanx-Konzern spiegelt sich in der vielstimmigen externen Kommunikation wider, in der die Tochtergesellschaften mit verschiedenen Marken über maßgeschneiderte Marketing- und Werbemaßnahmen ihre jeweiligen Kundensegmente adressieren. Erstversicherer wie HDI und HDI-Gerling wenden sich an die breite Öffentlichkeit und setzen dafür beispielsweise TV-Werbespots, Anzeigenkampagnen oder Sponsoring ein. Rückversicherung und Asset Management sprechen fokussiert ihre speziellen Zielgruppen an. Die Kommunikation der Talanx AG richtet sich besonders an die erweiterte Financial Community und Wirtschaftsjournalisten. Die Bekanntheit bei diesen Zielgruppen steigern wir u. a. durch das Sponsoring einer Börsensendung. Die Vertriebswege, die die Gesellschaften in der Gruppe nutzen, sind äußerst vielfältig: Sie reichen von eigenen Ausschließlichkeitsorganisationen und der Präsenz vor Ort durch Niederlassungen und Geschäftsstellen über die Einschaltung von Maklern und freien Vermittlern bis zu den hoch spezialisierten Bankenkooperationen der Bancassurance. Weitere Informationen dazu finden sich in den Abschnitten zum jeweiligen Konzernsegment. RisikoberichtDie entgeltliche Übernahme von Risiken ist Kern unseres Geschäfts, ein ausgeprägtes Risikobewusstsein als Voraussetzung einer nachhaltigen Chancenteilhabe erfolgsentscheidend. Der Talanx-Konzern deckt mit seinen Konzernsegmenten ein umfangreiches Produktspektrum ab - von Versicherungen bis zu Finanz- und sonstigen Dienstleistungen. Daher arbeiten die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaften mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse erfüllen nicht nur die umfassenden Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes an das Berichts- und Meldewesen, sie umfassen auch die Erstellung und Überprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von leistungsfähigen Planungs- und Controllinginstrumenten. Entsprechend dem Ansatz vergleichsweise weitgehender Eigenverantwortung und Dezentralisierung pflegen unsere Tochterunternehmen jeweils eigene RisikomanagementSysteme, denn sie können ihre Risiken selbst am besten beurteilen und bewerten sowie Risikosteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergreifen. Das Konzernrisikomanagement gibt zur Ausgestaltung der dezentralen Risikomanagement-Systeme jedoch Richtlinien vor, die einen konzernweit einheitlichen und aggregierbaren Mindeststandard gewährleisten, und leitet aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikomodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine adäquate Bewertung der Risiken vor. Es lehnt sich zurzeit noch in wesentlichen Bereichen an ein verfeinertes so genanntes GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung sowohl von Einzelrisiken als auch der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ziel der Risikoquantifizierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,5-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells ist ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und Risikokategorien berücksichtigt. Derzeit wird ein stochastisches, Solvency-II-orientiertes Risikokapitalmodell entwickelt, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat 2008 mit der Untersuchung dieses Modells begonnen, deren Ziel die aufsichtsrechtliche Genehmigung ist. Bezüglich der Kapitalausstattung streben wir in unserem internen Risikokapitalmodell eine Kapitaladäquanzgröße an, die uns einen hohen Sicherheitspuffer gibt. Als Nebenbedingung zur aufsichtsrechtlichen Übererfüllung der Kapitalausstattung verfolgt die Talanx ein Zielrating, das bei Standard & Poor's der Kategorie "AA" entspricht. Um über die Risikosituation in den Tochtergesellschaften laufend informiert zu sein, führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit den Risikoverantwortlichen der Geschäftsfelder. Wesentliche Änderungen in der Risikoposition berichten die Risikoverantwortlichen in den Geschäftsfeldern ad hoc an das Konzernrisikomanagement. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement gewährleistet, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Das Risikokomitee des Talanx-Konzerns, das insbesondere aus dem Chief Risk Officer und dem Finanzvorstand der Talanx AG sowie den Risikomanagern aus den einzelnen Geschäftsbereichen besteht, überwacht die Kapitalisierung und das Risikoprofil der gesamten Gruppe, die in einem angemessenen und der Risikostrategie entsprechenden Verhältnis zueinander stehen sollen. Zu den Aufgaben des Risikokomitees zählt zudem, die Risikokontrolle weiter zu verbessern und sicherzustellen, dass ein umfassendes Risikobewusstsein im Talanx-Konzern verankert ist. Mögliche Folgen von Risiken werden nicht nur dokumentiert, sondern fließen auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen ein, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernunternehmen und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagement-SystemDas Risikomanagement im Talanx-Konzern ist geprägt durch seine dezentrale Organisationsstruktur. Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt in ein dezentrales Risikomanagement auf Ebene der Ressorts und ein zentrales Risikomanagement auf Konzernebene. Die zentralen Merkmale des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sichern integrierte Kontrollen die Richtigkeit und Vollständigkeit des Konzernabschlusses. Die Prozesse zur Organisation und Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und zur Erstellung des Konzernabschlusses der Talanx AG sowie zugehörige Kontrollen sind in einer übergreifenden IKS-Richtlinie dokumentiert und werden regelmäßig unter Compliance-Aspekten überprüft und optimiert. Die IKS-Richtlinie ist Bestandteil eines Organisationshandbuchs. Alle konzerninternen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind in einem Bilanzierungshandbuch gesammelt. Es wird allen Konzerngesellschaften IT-gestützt zur Verfügung gestellt und liegt allen Mitarbeitern vor, die mittelbar oder unmittelbar an der Erstellung von Einzel- oder Konzernabschlüssen mitwirken. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Eine enge Betreuung der dezentralen Rechnungsweseneinheiten der Tochtergesellschaften durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens stellt sicher, dass die Vorschriften des Handbuchs eingehalten werden. Dies wird regelmäßig durch den Konzernabschlussprüfer bestätigt. Der Konzernabschluss der Talanx AG wird auf der Grundlage von IFRS-Packages der einbezogenen Tochtergesellschaften erstellt. Insoweit wirken die Maßnahmen des Risikomanagements auf Ebene der Tochtergesellschaften auch auf die Talanx AG. Für die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine intranetbasierte IT-Anwendung eingesetzt. Die in einer Datenbank abgelegten Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalentwicklung, Segmentberichterstattung und Anhang sowie konsolidierungsrelevante Daten werden mittels Schnittstellen in das Konsolidierungssystem eingelesen und dort verarbeitet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, korrigiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Für außerordentliche und seltene Geschäftsvorfälle sind manuelle Buchungen und entsprechende Freigaberegelungen in Arbeitsanweisungen geregelt. Die Konzernabschlüsse der Talanx AG sowie die IFRS-Packages der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden regelmäßig vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Risiken der künftigen EntwicklungEs sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns existenziell beeinträchtigen können. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Bankenkrise besteht jedoch ein hoher abstrakter Grad an Unsicherheit. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Gegen die finanziellen Konsequenzen denkbarer Risiken haben wir hohe Garantiemittel gebildet. Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 5-20 orientieren:
Im Rahmen des Projekts "Fokus" ist eine Umstrukturierung des Talanx-Konzerns geplant. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft. Die neue Struktur ist an unseren Kundensegmenten ausgerichtet: am globalen Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am deutschen sowie ausländischen Privatkundengeschäft. Mögliche Auswirkungen auf die Chancen- und Risikolage können erst nach Vorliegen eines entsprechend detaillierten Umsetzungsplans analysiert werden. Auswirkungen der BankenkriseDie Auswirkungen der Bankenkrise sind auch am Talanx-Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Nachdem im Jahr 2008 aufgrund des negativen Kapitalmarktumfeldes umfangreiche Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen wurden, war die Situation 2009 deutlich entspannter. Das Marktrisiko von Aktien wurde verringert, indem die Aktienquote bereits 2008 deutlich reduziert wurde und die restlichen Bestände größtenteils gegen Kursverluste abgesichert wurden. Das Engagement der Talanx ist durch die Kapitalanlagerichtlinien limitiert, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Im Zuge der fortschreitenden Bankenkrise wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen, risikomindernden Punkten verschärft. Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften. Dieses Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"). Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Dies hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt nur eine untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichende liquide Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen. Insgesamt gab es im Zuge gesunkener Zinsen, höherer Volatilitäten und gestiegener Risikospreads beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Leben-Erstversicherer für 2008 deutliche Rückgänge. Der MCEV für 2009 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2010 berechnet. Des Weiteren könnte die Bankenkrise Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftsfelder des Talanx-Konzerns haben, z. B. in Form einer möglichen sinkenden Nachfrage nach Versicherungsschutz. Wesentliche versicherungstechnische RisikenErgänzend zu den folgenden Angaben enthält der Anhang eine ausführliche, auch quantitative Beschreibung der Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten. Die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Schaden/Unfall-ErstversicherungIn der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsbeiträgen später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko. Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials unzureichend interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert hat, z. B. durch eine höhere Inflation. Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und eine regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, ist die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Steuerung des Risikos bildet der Talanx-Konzern zusätzlich zu den Reserven für Schäden, die von den Kunden gemeldet werden, Zusatzreserven auf Basis eigener Schadenprüfungen. Außerdem wird eine so genannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft und ein externes Reservegutachten angefertigt. Zu den Abwicklungsergebnissen der Schadenrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle", Seite 198. Im Folgenden werden die Risiken einzelner Versicherungszweige in der Schaden- und Unfallversicherung sowie anschließend die Risiken in der Leben-Erstversicherung und in der Personen-Rückversicherung dargestellt. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen gewähren wir dem Versicherungsnehmer und eventuell mitversicherten Personen Schutz gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter. Ersetzt werden in der Regel Personen- und Sachschäden, aber auch Vermögensschäden sind versicherbar. Hierunter fällt auch die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Die vereinbarten Versicherungssummen stellen die Deckungsgrenzen dar. Die Häufigkeit und die Höhe der Schäden können durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Durch eine Änderung der Rechtsprechung könnte die Anzahl von Fällen, in denen Ansprüche vor Gericht geltend gemacht werden, steigen und somit Auswirkungen auf die Entschädigungsleistungen haben. Ebenso können Risiken durch die Inflation entstehen; denn die Schäden werden zum Teil über einen sehr langen Zeitraum abgewickelt. So könnten die gebildeten Rückstellungen inflationsbedingt nicht ausreichen, um daraus die späteren Schadenzahlungen zu leisten. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen ist der (Rück-)Versicherer haftbar für alle versicherten Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit eintreten, sogar dann, wenn der Schaden erst nach der Vertragslaufzeit erkannt wird. Daher bilden wir Schadenrückstellungen nicht nur für bereits gemeldete Schäden, sondern auch für solche, die zwar eingetreten, aber noch nicht berichtet worden sind. Zur Berechnung dieser Rückstellungen werden aktuarielle Methoden angewendet. Diese können wegen der zugrunde gelegten Annahmen Irrtumsrisiken bergen. Unfallversicherungsverträge gewähren Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen. Die Konzerngesellschaften leisten in der Regel je nach Unfallfolgen und Vertrag Tagegeld, Invaliditätsentschädigung oder -rente oder aber eine Todesfallsumme. Die Rückstellungen werden auf Basis lebensversicherungsmathematischer Modelle errechnet. Die Konzern(rück)versicherungsgesellschaften kalkulieren die Prämien ihrer Haftpflicht- und Unfallversicherungsverträge auf Basis von Erfahrungswerten und aktuariellen Berechnungen. Ferner steuern sie diese Risiken durch ihre Zeichnungspolitik. Zeichnungsrichtlinien, die auch Zeichnungsausschlüsse und -limite umfassen, geben Kriterien für die Risikoselektion vor. Diese Zeichnungsrichtlinien sind für die Underwriter verbindlich; sie werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird das Risiko von Spitzenbelastungen durch entsprechenden RückVersicherungsschutz reduziert. Des Weiteren werden die Rückstellungen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Sachversicherungsverträge werden geschlossen, um im Schadenfall eine Versicherungsleistung für das beschädigte oder zerstörte Eigentum zu erhalten. Die Höhe und das Ausmaß der Schäden, die diese Verträge abdecken, sind insbesondere bestimmt durch die Kosten des Wiederaufbaus von Gebäuden, die Kosten für die Wiederherstellung oder Entschädigung für den Inhalt sowie bei industriellen und gewerblichen Verträgen durch Schäden, die wegen einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs entstehen. Die Leistungen sind jedoch durch die Versicherungssumme begrenzt. In der Kraftfahrzeugversicherung können Schäden durch die Wiederbeschaffung eines zerstörten Fahrzeugs oder dessen Reparatur entstehen. Von besonderer Bedeutung bei diesen Verträgen sind die versicherungstechnischen Risiken. So können unrichtige Kalkulationsannahmen, eine ungenügende Kumulkontrolle oder Fehleinschätzungen des Schadenverlaufs dazu führen, dass wesentliche Zahlungsströme von den Erwartungen abweichen, die bei der Kalkulation der Prämie zugrunde gelegt wurden. Insbesondere der klimatische Wandel kann zu häufigen und schweren Wetterereignissen (z. B. Überflutungen oder Stürmen) mit entsprechenden Schäden führen. Bei industriellen Sachversicherungsverträgen können durch große Einzelschadenereignisse hohe Schäden entstehen. Zur Eingrenzung der Risiken beobachten wir kontinuierlich ein eventuelles Abweichen des tatsächlichen vom erwarteten Schadenverlauf und präzisieren gegebenenfalls die Kalkulationen. Beispielsweise haben die Konzerngesellschaften bei der Erneuerung von Verträgen die Möglichkeit, die Preise der tatsächlichen Risikosituation anzupassen. Auch steuern sie diese Risiken durch die Zeichnungspolitik: Hier existieren ebenfalls Zeichnungsausschlüsse und -limite, die als Kriterium für die Risikoselektion gelten. In einigen Sparten gelten außerdem Selbstbehalte. Spitzenbelastungen durch hohe Einzel- und Kumulrisiken werden durch sorgfältig gewählten Rückversicherungsschutz verringert. Um Naturgefahrenkumule insbesondere für eigene Rechnung frühzeitig zu identifizieren, werden vor allem für den Hannover Rück-Konzern Szenarien durchgerechnet. Dabei werden z. B. die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Klimaveränderungen mithilfe von Simulationsmodellen weltweit analysiert. Basierend auf diesen Auswertungen werden das maximale Engagement, das die Hannover Rück für derartige Risiken übernehmen sollte, und der entsprechende Retrozessionsbedarf bestimmt. Die Retrozession - also die Weitergabe von Risiken an andere sorgfältig ausgewählte Rückversicherer von langfristig bewährter Bonität - ist ein weiteres wichtiges Instrument, um die versicherungstechnischen Risiken zu begrenzen. Leben-ErstversicherungIn der Leben-Erstversicherung wird der Versicherer durch den Versicherungsvertrag entweder zu einer einmaligen oder zu einer regelmäßig wiederkehrenden Leistung verpflichtet. Die Prämienkalkulation beruht hier auf einem rechnungsmäßigen Zins und auf biometrischen Grundlagen, die u. a. vom Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn, von der Vertragsdauer und von der Höhe der Versicherungssumme abhängen. Versicherungsfälle sind vor allem der Tod der versicherten Person oder Ablauf (Erleben) eines vereinbarten Termins. Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Beiträge zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen über die Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen. Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten im Stornofall für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen -nicht direkt reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko. Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) dahingehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsbeiträge zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu, und die Versicherungsnehmer wären nicht an den ggf. entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, um die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte und Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, so genannte Swaptions und Book-Yield Notes, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportefeuilles ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden. Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber - bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz. Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der PersonenRückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und sie geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen aus Sicht des Risikomanagements ein Schwerpunkt zu setzen ist. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A.M. Best zugrunde gelegt. Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Wesentliche Risiken aus KapitalanlagenDie Kapitalanlagerisiken sind vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaften gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt. Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarktes zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik im Konzern grundsätzlich an folgenden Maximen ausgerichtet:
Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften. Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaften detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie und orientieren sich so an den Prinzipien des § 54 vag, dass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Das Konzernrisikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen. Die Risiken im Kapitalanlagebereich umfassen insbesondere das Markt-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiko. MarktrisikoDas Marktrisiko entsteht aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und kann auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus und von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Diese können zu Wertberichtigungsbedarf oder zu Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Mögliche Marktveränderungen mit der Folge erheblicher Kurs- und Zinsverluste simulieren die Experten der AmpegaGerling Asset Management GmbH für den Großteil der Wertpapiere. Ein wesentliches Instrument zur Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Value at Risk, der täglich auf Basis historischer Daten berechnet wird. Zudem wird das Marktänderungsrisiko anhand von unternehmensspezifischen und aufsichtsrechtlich gebotenen Stresstests mit entsprechend fest vorgegebenen Stresstestparametern ermittelt. Bei der Steuerung des Währungsrisikos wird überwacht, ob jederzeit eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Das Risiko wird begrenzt, indem Kapital möglichst in den Währungen angelegt wird, in denen die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen sind. Die Investitionen in alternative Assetklassen wie Private Equity und Hedge-Fonds werden durch ein konservatives Regelsystem limitiert und regelmäßig überwacht. Die Hedge-Fonds sind für die einzelnen Gesellschaften vollständig transparent und werden täglich im Hinblick auf Liquidität, Leverage und Exposure überwacht. Bei direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolioebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände/Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko wie bei den Private-Equity-Fonds durch regelmäßiges Beobachten der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert. Derivatgeschäfte schließt der Talanx-Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden im Limitsystem gepflegt und laufend überwacht. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. BonitätsrisikoDas Bonitätsrisiko besteht im Wertverlust einer Kapitalanlage aufgrund des Ausfalls eines Schuldners oder einer Änderung seiner Zahlungsfähigkeit. Die Finanzinstrumente könnten dadurch notleidend werden mit entsprechendem Wertberichtigungs- oder Abschreibungsbedarf. Im Bereich der partiarischen Darlehen besteht insbesondere das Risiko, dass Zinszahlungen ausfallen. Dieses Risiko hat sich durch die Bankenkrise teilweise realisiert. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch Ratingagenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Ist ein Rating auf diese Weise nicht zu ermitteln, wird ein internes Rating erstellt. Dies geschieht durch Auf- und Abschläge gegenüber vorhandenen Ratings des Emittenten oder Papieren des gleichen Emittenten mit anderer Ausstattung. Die zu überwachenden Bonitätsrisiken umfassen Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Kontrolliert werden die Adressenausfallrisiken anhand vorgegebener Kontrahentenlisten sowie durch die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite. Die Einhaltung der vorgegebenen Emittentenlimite (Konzernlimite bzw. Unternehmenslimite) wird vom Risikocontrolling überwacht. LiquiditätsrisikoUnter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Diesem Risiko begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Wesentliche operationale RisikenOperationale Risiken umfassen die Gefahr von Verlusten, die eintreten aufgrund von
Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, mit den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Für die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externer und interner Richtlinien ist neben der internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie insbesondere geschäftsspezifische Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-) Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken werden vom Talanx-Vorstand für den gesamten Konzern und im ständigen Austausch mit dem lokalen Management intensiv beobachtet. Mit gewisser Sorge sehen wir die Erweiterungen staatlicher Interventionsbefugnisse bei Banken, wenn bei diesen eine Unterschreitung aufsichtsrechtlicher Kennziffern droht. So besteht insbesondere bei Genussscheinen und stillen Einlagen das latente Risiko eines staatlichen Eingriffs zulasten der Verbraucher und der institutionellen Anleger wie der investierenden Versicherungswirtschaft. Zudem ist in den USA eine Bankenabgabe geplant, um die Kosten der Bankenkrise zumindest teilweise zu finanzieren. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe zum Aufbau eines Notfallfonds auch in Deutschland oder dem übrigen Europa nicht nur für Banken, sondern auch für Versicherer eingeführt wird und damit auch den Talanx-Konzern treffen könnte. Die Folgen dieses mittelbaren Bankenkrisenrisikos sind derzeit für uns nicht überschaubar. Darüber hinaus gibt es Rechtsstreite und Gerichtsurteile insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Zudem vertritt die Finanzverwaltung entgegen sehr deutlicher fachanwaltlicher Einschätzung die Auffassung, dass nicht unerhebliche Kapitaleinkünfte, die die in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns erzielt haben, aufgrund der Regelungen des Außensteuergesetzes bei den Muttergesellschaften in Deutschland der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Soweit bereits entsprechende Steuerbescheide vorliegen, wurden hiergegen auch hinsichtlich der bereits als Steueraufwand berücksichtigten Beträge Rechtsmittel eingelegt. Unsere Auffassung ist in einem erstinstanzlichen Verfahren vollumfänglich bestätigt worden. Zudem sieht sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die mit den aufsichtsrechtlichen Änderungen verbundenen erhöhten Anforderungen haben wir erkannt und Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können. Zu den weiteren operationalen Risiken zählen der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit; denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten ist von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronischer Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt der Konzern großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre wie nicht monetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen. Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb mit externen Vermittlern, Maklern und Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse beeinflusst werden können, mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb. Bezüglich der neuen Influenza A (H1N1), auch "Schweinegrippe" genannt, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Juni 2009 die Pandemiestufe 6 aus. Als Folge wurden der KonzernKrisenstab einberufen und in den Geschäftsfeldern ebenfalls Krisenstäbe eingerichtet. Der Konzern-Krisenstab und die dezentralen Krisenstäbe stehen im engen Kontakt miteinander und haben Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsabläufe eingeleitet. Der Talanx-Konzern beobachtet die Situation bezüglich der "Schweinegrippe" weiterhin, um auf neue Entwicklungen rasch und angemessen reagieren zu können. Sonstige wesentliche RisikenSonstige Risiken umfassen vor allem Beteiligungsrisiken der Talanx AG, besonders durch die Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäfts. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen. Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnet der Konzern mit geeigneten Instrumenten im Controlling, der internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und mangelnder Ausgeglichenheit des Geschäfts reduziert der Konzern für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie durch gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche. Das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen oder deren ungenügender Rentabilität wird durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie durch intensive Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung. Besondere Ereignisse nach dem StichtagEreignisse, die einen Einfluss auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage haben könnten, sind im folgenden Prognosebericht und im Anhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", ab Seite 231 beschrieben. PrognoseberichtBei den Ausführungen über die erwarteten Entwicklungen des Talanx-Konzerns und seines Umfelds handelt es sich um unsere subjektiven Einschätzungen. Sie stützen sich auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen, deren Eintreten jedoch ungewiss ist. Obwohl wir die zugrunde liegenden Annahmen mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen getroffen haben, kann aufgrund der für Zukunftsaussagen grundsätzlich geltenden Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Die Prognoseunsicherheit wird durch Unwägbarkeiten infolge der internationalen Finanzmarktkrise sowie der Auswirkungen und Dauer der weltweiten Wirtschaftskrise zusätzlich verstärkt. Auch wenn sich aktuell eine Stabilisierung in weiten Teilen der Weltwirtschaft abzeichnet, darf die Gefahr neuerlicher Rückschläge nicht unterschätzt werden. Ferner schlagen sich die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen erfahrungsgemäß erst zeitverzögert auf den Versicherungsmärkten nieder. Auch aus diesem Grund dürften die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Versicherungswirtschaft auf absehbare Zeit noch nicht gänzlich ausgestanden sein. Wirtschaftliche RahmenbedingungenKünftige gesamtwirtschaftliche SituationIm Jahresverlauf 2010 sollte sich die Erholung der Realwirtschaft weiter fortsetzen. Sie wird zunächst durch die Wirkung der laufenden Konjunkturprogramme unterstützt, die aber im Verlauf des Jahres langsam auslaufen. Auch aus dem Lagerhaltungs- und Investitionszyklus ergibt sich eine Hilfestellung für die kommenden Monate. Insbesondere die Investitionen wurden zuletzt so stark eingeschränkt, dass mittelfristig zumindest Ersatzinvestitionen zur Erhaltung des Kapitalstocks erforderlich sein werden. Erweiterungsinvestitionen sind hingegen bei stark unterausgelasteten Kapazitäten nicht zu erwarten. Dämpfend auf das Wirtschaftswachstum wirkt sich hingegen die Verschuldung von öffentlichem und privatem Sektor aus. Die dringend erforderliche Entschuldung wird das Konsumpotenzial einschränken. Der Arbeitsmarkt gestaltet sich heterogen. Während die USA die Talsohle bald durchschritten haben sollten, wird in Deutschland nach dem Auslaufen von Kurzarbeitergeldern erst im laufenden Jahr mit steigenden Arbeitslosenquoten gerechnet. Hier wurde Zeit "erkauft", die nun langsam abläuft. Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Erholung der Realwirtschaft ein holpriger Weg bevorsteht, der durch wiederkehrende Rückschläge gekennzeichnet ist. Das Wachstumspotenzial der kommenden Jahre wird sich unterhalb des Vorkrisenniveaus einpendeln, die Auswirkungen der Finanzkrise werden noch länger spürbar sein. Die Inflationsraten sollten 2010 moderat steigen und in Richtung des Zentralbankzielniveaus zurückkehren. Stark steigender Kostendruck wird jedoch bei geringer Kapazitätsauslastung und hoher Arbeitslosigkeit nicht aufkommen. Die im relativen Vergleich stärkere Erholung der US-Wirtschaft sollte sich im Jahr 2010 positiv auf die Entwicklung des US-Dollars auswirken und tendenziell zu einer Aufwertung gegenüber dem Euro führen. Ebenfalls stützend sollte sich die erwartete Einengung der Zinsdifferenz zwischen den USA und dem Euroraum auswirken, wenn die Fed vor der EZB den ersten Zinsschritt macht. Das britische Pfund könnte durch den unsichereren Inflationsausblick 2010 gedrückt werden. Auch die schwache wirtschaftliche Entwicklung stellt einen Belastungsfaktor für die britische Währung dar. Da die Erholung bisher hinter der in den USA und der Eurozone zurückgeblieben ist, besteht jedoch die Möglichkeit einer Aufholjagd, die tendenziell stützend auf die Währung wirkt. Dem gegenüber steht das hohe Fiskaldefizit in England relativ zur Eurozone, das wiederum eher belastend wirken sollte. KapitalmärkteFür 2010 wird erwartet, dass die Zentralbanken anfangen, die Überschussliquidität an den Märkten wieder einzusammeln. Solange die Liquidität nicht in die Realwirtschaft gelangt und der konjunkturelle Aufschwung schwach verläuft, ist der inflationäre Druck moderat. Daher werden für die Fed die ersten Zinserhöhungen erst im dritten Quartal 2010 eingepreist. Für die EZB wird erwartet, dass sie der Fed folgen wird. Für 2010 wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer vermehrt in risikoreichere Anlageklassen investieren. Die Suche nach Rendite, gepaart mit dem für 2010 prognostizierten hohen Emissionsvolumen von Staatsanleihen, wird wahrscheinlich zu steigenden zehnjährigen Renditen von Staatsanleihen führen. Insgesamt gehen wir in Verbindung mit den Leitzinserhöhungen von einer flacher werdenden Zinskurve auf einem höheren Niveau aus. Für die Unternehmensanleihemärkte erwarten wir unter Berücksichtigung von nachrichtengetriebenen kurzfristigen Volatilitäten weiter eine stabile Entwicklung. Der Aktienmarkt sollte die positive Entwicklung der vergangenen Monate fortsetzen. Die fundamentale Bewertung befindet sich noch deutlich unterhalb des langfristigen Durchschnitts. Bei den Unternehmensgewinnen wurde bereits eine Trendwende eingeläutet. Nach dem Absturz der Gewinne im Jahr 2009 kann - von niedrigem Niveau aus - sogar mit einem deutlichen Gewinnsprung gerechnet werden. Aus historischer Sicht war die Erholungsbewegung seit dem Tiefpunkt im März 2009 überdurchschnittlich. Das Tempo der Aufwärtsbewegung sollte sich entsprechend etwas verlangsamen. Künftige BranchensituationObwohl sich die Versicherungswirtschaft der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen kann, ist ihre gegenwärtige Grundverfassung durch hohe Stabilität geprägt. Der weiteren Entwicklung sieht die Branche mit Zuversicht entgegen. Für die deutsche Lebensversicherung rechnen wir mit einer - gemessen an den konjunkturellen Vorzeichen - verhaltenen Geschäftsentwicklung, die nach unserer Einschätzung mit einer eher gedämpften Beitrags- und Neugeschäftsentwicklung einhergehen wird. Für die Prämienentwicklung sehen wir ein stagnierendes bis leicht rückläufiges Niveau als wahrscheinlich an. Eine sichere Prognose wird dadurch erschwert, dass sich derzeit mehrere Trends überlagern: Zum einen dürfte sich die Kaufzurückhaltung weiter Bevölkerungskreise aufgrund der noch bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheit dämpfend auf die Nachfrage auswirken. Hier bleibt zu hoffen, dass sich der unzweifelhaft bestehende Vorsorgebedarf, insbesondere in Bezug auf die eigenverantwortliche Altersvorsorge, über kurz oder lang in wieder ansteigenden Abschlusszahlen von Lebensversicherungsverträgen niederschlagen wird. Zum anderen sind Wachstumsimpulse - insbesondere für die klassische Lebensversicherung - auch darin zu erkennen, dass der Sicherheitsaspekt für potenzielle Kunden im Zuge der Finanzkrise gegenüber einer einseitigen Renditebetrachtung deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Die Zurückhaltung gegenüber fondsgebundenen Versicherungsprodukten dürfte dagegen noch weiter anhalten - zumindest bis zu einer nachhaltigen Erholung der Aktienmärkte. Relativ schwer einzuschätzen ist die weitere Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts, dessen Dynamik insbesondere von den Bedingungen am Kapitalmarkt und vom Angebot an Konkurrenzprodukten abhängt. Während sich bei der Annahme einer wirtschaftlichen Normalisierung der Trend zu mehr Einmalbeiträgen grundsätzlich fortsetzen dürfte, ist bei einer andauernden Niedrigzinsphase eher von zwei gegenläufigen Effekten auszugehen: einer steigenden Bedeutung von kurz laufenden Kapitalisierungsprodukten und einem gleichzeitigen Nachlassen der langfristigen Sparneigung, die sich in einem Rückgang von Einmalbeiträgen durch das Einstellen von Neugeschäft bei etablierten Anbietern, z. B. bei Sofortrenten, niederschlagen könnte. Auch die Einflussfaktoren des gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf die deutsche Schaden- und Unfallversicherung sind noch stark von den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Der finanzielle Spielraum sowohl der Privatkunden als auch der gewerblichen und Industriekunden hat sich infolge der Krise verringert. Während sich die wirtschaftliche Lage der Privatkunden und -haushalte insgesamt recht stabil darstellt, erweist sich die Situation der Unternehmen infolge rezessionsbedingter Absatzeinbrüche und gestiegener Kapitalkosten als vergleichsweise angespannt. Bei möglichen Prämieneinbußen im gewerblich-industriellen Geschäft aufgrund rückläufiger, für die Beitragsbemessung relevanter Umsatzzahlen ist daher von insgesamt konstanten bis leicht rückläufigen Prämieneinnahmen in diesem Geschäftssegment auszugehen. In der Kfz-Versicherung verdichten sich die Anzeichen eines nachlassenden Preiswettbewerbs. Trotz der beginnenden Marktverhärtung wird sich der Prämienabrieb der vergangenen Jahre jedoch voraussichtlich noch nicht in Wachstum umkehren können, da der Absatz an Neufahrzeugen und somit die Nachfrage nach Versicherungsschutz 2010 noch unter dem Einfluss der von der "Abwrackprämie" verursachten Vorzieheffekte stehen dürften. In der industriellen Sachversicherung und der Transportversicherung dürfte es konjunkturbedingt, durch geringere Produktion und infolge des Kostendrucks ebenfalls zu Prämienrückgängen kommen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Wachstumsimpulse der Schaden- und Unfallversicherung nicht zuletzt aufgrund des konjunkturellen Umfelds, des moderaten Schadenverlaufs der vergangenen Jahre und der Marktsättigung in Grenzen halten werden. Die Erwartung eines unterdurchschnittlichen bis leicht negativen Prämienwachstums geht einher mit einem anhaltenden Druck auf die Kostenquoten trotz der allenthalben initiierten Kostensparprogramme. Auch ein länger anhaltendes niedriges Verzinsungsniveau bei Kapitalanlagen wird dazu beitragen, den Druck auf das versicherungstechnische Ergebnis und die Combined Ratio weiter zu verstärken, um eine angemessene Eigenkapitalverzinsung (Return on Equity) zu erreichen. Im internationalen Maßstab schätzen wir die Geschäftsaussichten der Erst- und Rückversicherung in einem Spektrum ein, das von skeptisch-zurückhaltend bis gedämpft optimistisch reicht. Von den Kapitalmärkten dürften auf mittlere Sicht keine nachhaltigen Wachstumsimpulse für die Versicherungsunternehmen zu erwarten sein; gleichzeitig werden im operativen Versicherungsgeschäft erwartungsgemäß das niedrige Zinsniveau und ein unterdurchschnittliches Prämienwachstum weiterhin für insgesamt schwierige Marktbedingungen sorgen. Gleichwohl wird die internationale Versicherungswirtschaft auch 2010 einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Wirtschaft leisten. Auf den internationalen Leben-Erstversicherungsmärkten wird die Zurückhaltung potenzieller Kunden gegenüber Verträgen mit langfristigen Beitragsverpflichtungen voraussichtlich weiterhin spürbar bleiben. Demgegenüber sollte das Einmalbeitragsgeschäft auf absehbare Zeit eine bedeutsame Rolle spielen, wenn auch mit von Land zu Land unterschiedlich verlaufender Dynamik und Schwankungsbreite. Zur Belebung der Nachfrage nach klassischen Altersvorsorgeprodukten wird es zunächst der weiteren Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bedürfen. Gute Wachstumschancen sind in den Schwellenländern zu erkennen, in denen der wachsende Wohlstand und Vorsorgebedarf einer zunehmenden Bevölkerung mit einer vergleichsweise niedrigen Versicherungsdurchdringung einhergeht. Die allgemeinen Rahmenbedingungen in der internationalen Personen-Rückversicherung sind für die nächsten zwei bis drei Jahre als prinzipiell günstig zu bezeichnen. Wir gehen davon aus, dass der Rückversicherungsmarkt insgesamt in den kommenden Jahren eine stärkere Wachstumsdynamik entwickelt als der Erstversicherungsmarkt. Trotz eines harten, aber professionell geführten Wettbewerbs unter den Personen-Rückversicherern werden sich die Ertragschancen weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau bewegen. In der internationalen Schaden-Erst- und -Rückversicherung muss mit steigendem Druck auf die versicherungstechnischen Ergebnisse gerechnet werden. Angesichts niedriger Zinsen und Anlagerenditen können die Kapitalkosten nur auf der Basis auskömmlicher Combined Ratios verdient werden. Ansatzpunkte zur Verbesserung der Combined Ratios liegen in Prämienanhebungen und/oder Kostenreduzierungen. Allerdings dürfte der Spielraum für breit angelegte Prämienerhöhungen in der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation relativ gering sein. Erfolgsaussichten für global tätige Versicherer liegen auch in diesem Geschäftssegment in einer Expansion in Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial bzw. unterdurchschnittlicher Versicherungsdurchdringung. Der Eintritt in neue Märkte, z. B. in Schwellenländern, führt zu einer besseren Verteilung der Geschäftsaktivitäten und damit zu höheren Diversifikationseffekten. Ausrichtung des Konzerns in den kommenden zwei GeschäftsjahrenDie Ausrichtung des Konzerns im Prognosezeitraum wird wesentlich durch den im September 2009 begonnenen Konzernumbau geprägt sein. Mit einer neuen Aufstellung wird der Talanx-Konzern seine Kräfte bündeln und Stärken ausbauen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und der Prozesseffizienz. Das umfassende Umstrukturierungsprogramm erstreckt sich auf den Erstversicherungsbereich sowie die Holding- und Servicefunktionen. Ausführlich beschrieben wird es auf den Seiten 12-19. Die wesentlichen Gründe für die strategische Neuordnung beziehen sich sowohl auf die Ausrichtung am Markt als auch auf die Effizienzsteigerung der Organisation. Mit der neuen Aufstellung wird sich die Talanx konsequent an den Kundenbedürfnissen ausrichten, die Konzernstruktur straffen und die organisatorischen Voraussetzungen für eine zielgerichtete und effiziente Marktbearbeitung schaffen. Gleichzeitig entspricht die neue Struktur auch besser den Anforderungen des Kapitalmarktes. An ihrer bewährten und erfolgreichen Mehrmarkenstrategie wird die Talanx uneingeschränkt festhalten. Ausrichtung am Markt
Effizienzsteigerung der Organisation
Einen besonderen Schwerpunkt wird die weitere Modernisierung und Restrukturierung unserer konzernweiten Informationstechnologie-Systeme bilden. Darüber hinaus werden wir die konzernweiten Projekte zur weiteren Verbesserung unserer Ergebnis- und Risikosteuerung vorantreiben. Hierzu gehören u. a. die Entwicklung eines konzernweiten stochastischen internen Risikomodells und dessen Zertifizierung durch die BaFin sowie die weitere Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement in Versicherungen (MaRisk VA). ChancenChancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenVersicherungsnachfrage: Die Finanzkrise hat das Vertrauen in Banken und banknahe Produkte erheblich beeinträchtigt. Infolgedessen gewann die Sicherheit von Produkten wieder zunehmend an Bedeutung. Insbesondere bei auf Sicherheit Wert legenden Vorsorgekunden könnte die klassische kapitalbildende Lebensversicherung eine Renaissance erleben. Die Lebensversicherungsgesellschaften der Talanx könnten davon dank ihrer innovativen Produkte überdurchschnittlich profitieren. Demografischer Wandel: Angesichts der demografischen Entwicklung stehen in jüngerer Zeit zwei Märkte mit hohem Entwicklungspotenzial im Fokus - zum einen der "Markt der Senioren", zum anderen der "Markt der Jungen Kunden", die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialversicherungssystems einer zusätzlichen eigenverantwortlichen Vorsorge bedürfen. Senioren nehmen mehr und mehr Serviceleistungen in Anspruch, für die eine hohe Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit besteht. Außerdem sind sie zunehmend aktiver und setzen sich mit diesem Profil auch in höherem Maße absicherungsbedürftigen Risiken aus. Für die Anbieterseite ist es somit nicht allein damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, vielmehr müssen neu konzipierte Produkte angeboten werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für Zweitwohnsitze, intensive Reisetätigkeit im Ausland, sportliche Aktivitäten oder die Vermögensweitergabe an die Kinder. Vor dem Hintergrund, auslaufende Kapitalversicherungen in (Leib-)Rentenversicherungen zu reinvestieren, gewinnen in dieser Zielgruppe ferner auch Einmalbeitragsprodukte aufgrund von Vermögensumschichtungen an Bedeutung. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch eine breite Palette privater Vorsorgeprodukte und attraktiver Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung kann dieses Potenzial erschlossen werden. Für diese Kundengruppe erwarten wir insbesondere einen verstärkten Nachfragetrend nach Altersvorsorgeprodukten mit flexibler Spar- und Entsparphase. Die Lebensversicherungsgesellschaften der Talanx sind mit ihrer umfassenden, auf die Kundengruppen zugeschnittenen Produktpalette und vertrieblichen Aufstellung gut für den "Markt der Senioren" und den "Markt der jungen Kunden" gerüstet. Im Unternehmen begründete ChancenTransparenz durch VVG-Reform: Durch die VVG-Reform wird den Versicherungskunden eine bessere Vergleichbarkeit von Anbietern und Produkten ermöglicht. Hiervon könnten insbesondere Gesellschaften mit niedrigen wettbewerbsfähigen Kostenquoten profitieren. Voraussichtliche Entwicklung des KonzernsDem nachfolgenden Ausblick liegt die bisherige Segmentstruktur des Talanx-Konzerns zugrunde, um die prognostizierte Entwicklung im Vergleich zu der Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres konsistent darzustellen. Die künftigen Abschlüsse des Talanx-Konzerns werden nach der neuen Struktur, d. h. mit den neu deklarierten Geschäftsfeldern im Bereich der Erstversicherung - Industriegeschäft weltweit, Privatkundengeschäft Deutschland und Privatkundengeschäft Ausland -, erstellt. Die Rückversicherungssegmente bleiben unverändert. Vorjahresangaben werden dann ebenfalls in dieser neuen Konzernstruktur berichtet werden. Schaden/Unfall-ErstversicherungFür das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung erwarten wir 2010 gebuchte Bruttoprämien in der Größenordnung von 5,8 (2009: 5,8) Mrd. EUR. In der Industrieversicherung wird der Ausbau der erfolgreichen Marktposition durch das wirtschaftliche Umfeld erschwert; die Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise sind noch nicht vollständig absehbar. Das deutsche Privatkundengeschäft wird in den kommenden Jahren von der Entwicklung in der privaten Kraftfahrzeugversicherung geprägt sein, da weiterhin branchenweit mit sinkenden Beiträgen infolge des intensiven Wettbewerbs zu rechnen ist. Hier haben wir unsere Produktpalette überarbeitet und umfangreiche Produktneuerungen und Deckungserweiterungen in den privaten Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungssparten im Tarif und in den Bedingungen eingeführt, um den Kunden marktüberdurchschnittliche Produkte anbieten zu können. Das Kooperationsgeschäft richten wir neu aus, um die Gewinnung neuer Kooperationspartner zu optimieren. Im Vertriebsweg Direkt Service und hier speziell im Vertriebszweig Internet (HDI 24) wollen wir den Vertrieb im Belegschaftsgeschäft und mit Kooperationspartnern ausbauen. Ferner ist eine Intensivierung des Vertriebs in den Sparten Haftpflicht-, Unfall-, Sachversicherung avisiert. Insgesamt sind bei den inländischen Gesellschaften marktbedingt leicht sinkende Prämieneinnahmen eingeplant. Im Gegensatz dazu sollte das von den Tochtergesellschaften der HDI-Gerling international betriebene Auslandsgeschäft wiederum deutlich expandieren können. Neben kräftigem organischem Wachstum in Ländern wie Brasilien trägt auch der zum 1. Oktober 2009 vollzogene Erwerb der HDI Seguros in Mexiko zum Wachstum des Auslandsgeschäfts bei. Personen-ErstversicherungDie gebuchten Bruttoprämien (inkl. Sparbeiträge aus fondsgebundenen Policen) des Segments Personen-Erstversicherung dürften bis Ende 2010 ebenfalls wieder ansteigen. Auf lange Sicht wird sich die Lebensversicherungsbranche nach der Finanzkrise gestärkt weiterentwickeln können. Klassische Produkte sowie mit Garantieelementen ausgestattete Hybridprodukte sind für eine wieder sicherheitsorientiertere Kundschaft besonders gut geeignet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Im Umkehrschluss wird das Marktumfeld für Performance-orientierte Fondsprodukte zunächst schwierig bleiben. Mit einem überdurchschnittlichen Prämienwachstum rechnen wir in unserem Geschäftsfeld Bancassurance. Die Targo Lebensversicherung will den erfolgreichen Weg mit ihrem Kooperationspartner auch mit dessen neuem Eigentümer Crédit Mutuel fortsetzen. Die Neue Leben Versicherungen stärken ihre Präsenz in den Regionen, um die Betreuung und Unterstützung der Sparkassenpartner bei den Themen Altersvorsorge und Risikoabsicherung weiter zu verbessern, die Zusammenarbeit mit den bestehenden Partnern zu intensivieren und neue Sparkassenpartner zu gewinnen. Für die PB Lebensversicherung stehen die langfristige Sicherung profitablen Wachstums, die hervorragende Kosteneffizienz sowie die exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen im Fokus. Die BPV Lebensversicherung AG will ihre Ausrichtung auf die Erhöhung des Bestandswerts durch weitere Verbesserung der Kostensituation und des Ergebnisses im Kapitalanlagenbereich fortführen. Sie positioniert sich weiterhin als Spezialversicherer für private Altersvorsorgeprodukte. Im Restschuldgeschäft planen wir über eine Kooperation mit der Rheinland Versicherung eine Marktausweitung in elf europäische Länder. Trotz des zu erwartenden schwierigen Marktumfelds und relativ großer Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung der Lebensversicherung streben wir mit unseren starken Marken und deren auf die individuellen Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produktpaletten ein Prämienvolumen von 5,8 (2009: 5,7) Mrd. EUR an. Schaden-RückversicherungEinen signifikanten Anstieg der gebuchten Bruttoprämien auf gut 6 (2009: 5,8) Mrd. EUR erwarten wir im Konzernsegment Schaden-Rückversicherung, das überwiegend von der Hannover Rück-Gruppe repräsentiert wird. Neben selektiven Ratenerhöhungen, z. B. im Bereich der Kredit- und Kautionsrückversicherung, planen wir zusätzliches Neugeschäft in Australien und Korea, im Offshore-Segment sowie aus kapitalentlastenden Verträgen (Surplus-Relief), deren Potenzial es im Zuge der Eigenkapitalanforderungen aus Solvency II und des marktweit vermehrten Einsatzes von Risikokapitalmodellen zu nutzen gilt. Insgesamt sind die Bedingungen in der weltweiten SchadenRückversicherung immer noch günstig. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2010 verlief weitgehend erwartungsgemäß und mit zufriedenstellenden Ergebnissen. Da es den Erst- und Rückversicherern in recht kurzer Zeit gelungen ist, das infolge der Finanzmarktkrise verloren gegangene Kapital größtenteils wieder aufzubauen, stand ausreichend Kapazität zur Verfügung, und die Preise blieben im Wesentlichen stabil. In schadenfreien Segmenten gaben sie leicht nach; in schadenträchtigen Sparten wie der Luftfahrtrückversicherung waren Ratensteigerungen zu verzeichnen. Da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus geringere Renditen aus den Kapitalanlagen zu erzielen sind, wird das Hauptaugenmerk verstärkt auf das versicherungstechnische Ergebnis gerichtet. Wir erwarten, dass in der Schaden-Rückversicherung für 2010 eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von weniger als 97 % möglich ist. Voraussetzung ist, dass die Großschadensituation - die im ersten Quartal den Erwartungswert substanziell überschritt - für das Gesamtjahr im Rahmen unserer Annahmen bleibt. Aufgrund ihrer Finanzstärke, die durch ausgezeichnete Ratings dokumentiert wird, eröffnen sich der Hannover Rück beste Möglichkeiten, von den sich bietenden Marktchancen zu profitieren und attraktives Geschäft zu generieren. Wir richten unseren Blick in der Schaden-Rückversicherung weiterhin auf profitable Nischenmärkte und rechnen für das laufende Jahr und darüber hinaus mit einer sehr positiven Geschäftsentwicklung. Personen-RückversicherungIm Segment Personen-Rückversicherung rechnen wir für 2010 mit einem deutlichen Prämienanstieg auf 4,6 (2009: 4,5) Mrd. EUR. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich das 2009 erworbene Portefeuille über die Jahre langsam abbaut, sodass das organische Wachstum geringer ausfällt als bei einer Betrachtung ohne Erwerb dieses Portefeuilles. Das durch die Transaktion erworbene Know-how bildet gleichzeitig eine hervorragende Ausgangsposition für zusätzliche Geschäftschancen im Risikolebensgeschäft. Auch unter dem Eindruck der internationalen Finanzmarktkrise gehen wir mittelfristig von einer günstigen Konstellation für die Personen-Rückversicherung aus, die in den meisten Märkten aufgrund der langfristigen demografischen Veränderungen zu einem weiteren dynamischen Wachstum führen wird. Das Modell der "Fünf Säulen" der Hannover Life Re hat auch in der volatilen Periode 2008/2009 seine Tragfähigkeit bewiesen, sodass wir diesen strategischen Ansatz konsequent fortführen werden. Dabei werden wir für das kommende Jahr Schwerpunkte im Bereich des US-Mortalitätsmarktes (als Teil der Säule "Konventionelle Rückversicherung") sowie im britischen Renten- und Pensionsgeschäft (als Teil der Säule "Neue Märkte und Produkte") setzen. Auch im laufenden Jahr werden die Haupttreiber unserer geschäftlichen Entwicklung in den reifen Versicherungsmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Australien, Südafrika und Frankreich liegen. In allen diesen Märkten sind wir als marktführender Rückversicherer anerkannt, eine Rolle, die wir gezielt ausbauen werden. Neben unserem organischen Wachstum erwarten wir - ähnlich wie im Falle der 2009 getätigten Transaktion - Bestandsübernahmen aus den entwickelten Versicherungsmärkten. Konzern gesamtFür den Talanx-Konzern auf konsolidierter Basis rechnen wir 2010 - basierend auf einem Wechselkurs des US-Dollars zum Euro von 1,41 - mit einer weiteren Steigerung der gebuchten Bruttoprämien (inkl. Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen) auf über 21 Mrd. EUR. Das Prämienwachstum wird überwiegend aus den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung erwartet. An unserem Ziel, den Selbstbehalt im Konzern unter Beachtung unserer Risikotragfähigkeit weiter zu erhöhen, halten wir fest. Bei einer planmäßigen Erhöhung der Selbstbehaltsquote des Konzerns 2010 ergibt sich ein im Vergleich zur Bruttoprämie überproportionaler Anstieg der gebuchten Nettoprämien. Nach dem "verlorenen" Jahr 2008 und der anschließenden Rückkehr in die Erfolgsspur der Jahre vor der Bankenkrise wird es 2010 darauf ankommen, an das Ergebnis 2009 anzuknüpfen. Dieses Ziel zu erreichen, wird aufgrund des insgesamt schwierigen Umfelds kein Selbstläufer sein, sondern nur durch die gebündelten Anstrengungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich sein. Darüber hinaus hängt die Zielerreichung davon ab, dass der Konzern von einer den Erwartungswert gravierend übersteigenden Großschadenbelastung und einschneidend negativen Kapitalmarktentwicklungen verschont bleibt. Unter dieser Prämisse sind wir trotz der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen zuversichtlich, 2010 eine Eigenkapitalrendite in der Größenordnung der in unserer Dachstrategie verankerten Zielgröße von 750 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen zu erzielen. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva scroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009scroll
Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009scroll
Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitalsscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8 Kapitalflussrechnungscroll
Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Darstellung des Zahlungsmittelflusses folgt IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 2 zur Aufstellung von Kapitalflussrechnungen, die durch DRS 2-20 für Versicherungsunternehmen ergänzt und konkretisiert wurden. Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode entwickelt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht der Bilanzposition "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand". Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadenfall. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert. Der Erwerb neuer Gesellschaften wird in der Zeile "Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Die durch den Erwerb der HDI Seguros, S.A. de C.V., Mexiko, und des US-amerikanischen ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles zugegangenen Vermögenswerte und Schulden sind dem Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse" des Konzernanhangs, Seite 140, zu entnehmen. Im Rahmen der Transaktionen ergaben sich Kaufpreiszahlungen in Höhe von 40 Mio. EUR. Das Barvermögen aus den übernommenen Geschäftsbetrieben nach Berücksichtigung der Kaufpreiszahlung betrug zum Erwerbszeitpunkt 79 Mio. EUR. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung des Konzerns erfolgt im Berichtsjahr erstmals nach den Vorschriften des IFRS 8 "Geschäftssegmente". Neben erweiterten Anhangangaben führte dies auch zu einem modifizierten Ausweis in der Segmentberichterstattung. Durch die Anwendung des Management Approach hat der Konzern seine berichtspflichtigen Segmente auf Basis der Informationen, die den Hauptentscheidungsträgern des Konzerns für die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft berichtet werden, bestimmt. Die Aufteilung der Gesamtaktivitäten auf die Segmente erfolgt daher grundsätzlich nach Verantwortungsbereichen im Konzernvorstand, d. h., ausschlaggebend ist die Zugehörigkeit der Geschäftsaktivitäten zu den Verantwortungsbereichen, die im Vorstand der Konzernholding (Talanx AG) festgelegt sind. Für weitere Informationen zur Herleitung der berichtspflichtigen Segmente bzw. zu den Produkten und Dienstleistungen, mit denen die Geschäftssegmente Erträge erzielen, verweisen wir auf das separate Kapitel "Segmentberichterstattung" im Konzernanhang ab Seite 139. Die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns sind im Rahmen von IFRS 8 identifiziert als
Die Segmente werden in der Segmentberichterstattung jeweils nach Konsolidierung der intrasegmentären Transaktionen gezeigt. Die segmentübergreifenden Konsolidierungseffekte werden in der Spalte "Konsolidierung" ausgewiesen. Für Transaktionen zwischen Konzernunternehmen gelten Konditionen wie mit fremden Dritten. Segmentberichterstattung.Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8 Segmentberichterstattung.Bilanz zum 31. Dezember 2009Passiva scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8 Segmentberichterstattung. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8 SegmentberichterstattungDie nachfolgend abgebildete regionalisierte Aufteilung basiert auf der geografischen Herkunft der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Bruttoprämie gegenüber externen Kunden. Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. scroll
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Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender
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Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle KonzernanhangAllgemeine InformationenDie Talanx AG steht als Finanz- und Managementholding an der Spitze des mit Prämieneinnahmen in Höhe von 20,9 (19,0) Mrd. EUR für 2009 drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns. Sie ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Die Gruppe betreibt weltweit in über 150 Ländern Geschäfte in den Bereichen Schaden/Unfall-Erstversicherung, Personen-Erstversicherung, Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie im Bereich Finanzdienstleistungen. Der Konzern arbeitet international sehr erfolgreich als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Dazu zählen in erster Linie die HDI-Gerling Versicherungen mit den Kerngeschäftsfeldern Industrie- und Privatgeschäft im Bereich der Sachversicherung und der Lebensversicherung, die Hannover Rück als eine der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt, die auf Bankenvertrieb spezialisierten Neue Leben, TARGO Versicherungen (ehemals CiV Versicherungen), PB Versicherungen und PBV Lebensversicherung, Aspecta sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Am Jahresende 2009 arbeiteten weltweit 16.921 (16.541) Mitarbeiter* in den Gesellschaften des Talanx-Konzerns. Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hannover, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 mit der Adresse "Riethorst 2, 30659 Hannover" eingetragen. Die Talanx AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover (HDI V.a.G.). Der HDI V.a.G. ist nach §§ 341 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
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Mitarbeiterkapazitäten zum 31.12. Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRSDie Talanx AG hat als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 3 HGB freiwillig gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die in § 315 a Abs. 1 HGB genannten Standards und Vorschriften wurden vollständig beachtet. Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschriften, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend; soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) bilanziert. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. Dezember 2009 geltenden IFRS-Vorschriften sowie die vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) verabschiedeten Interpretationen, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2009 vorgeschrieben war, beachtet. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt, soweit sie den derzeit geltenden IFRS nicht entgegenstehen. Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von StandardsIFRS 8 "Geschäftssegmente": IFRS 8 ersetzt den bisherigen IAS 14 "Segmentberichterstattung" und gleicht im Rahmen des Konvergenzprojekts die Regelungen zur Segmentberichterstattung an die Regelungen des Financial Accounting Standard (fas) 131 ,,Disclosures about Segments of an Enterprise and Related Information" an. Die erstmalige Umsetzung des zum 1. Januar 2009 anzuwendenden Standards im Konzern führte in erster Linie zu einer modifizierten Segmentberichterstattung. Nach IFRS 8 hat die Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management Approach zu erfolgen. Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde, die das Management intern für die Bewertung und die Allokation von Ressourcen verwendet. Unsere Segmentdefinitionen hatten sich bereits im Vorjahr eng an den Vorgaben des neuen IFRS 8 orientiert. Allein das Segment "Finanzdienstleistungen" wird nun mit den bisher im Segment "Konsolidierung" ausgewiesenen Gesellschaften, die Konzernfunktionen ausüben (im Wesentlichen die Talanx AG), zusammengefasst und wurde in "Konzernfunktionen" umbenannt. Hintergrund dieser angepassten Zuordnung sind die überwiegend funktionellen Tätigkeiten der AmpegaGerling-Gesellschaften als Konzerndienstleister für die interne Kapitalanlageverwaltung bzw. die Platzierung von Rückversicherungsabgaben für die Talanx-Erstversicherungsgesellschaften durch die Protection Reinsurance Intermediaries AG. Die Konsolidierungsbuchungen werden in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne, segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Daneben haben wir aufgrund der in IFRS 8 enthaltenen, neuen Angabepflichten zu bestimmten Ertrags- und Aufwandskomponenten die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung um zusätzliche Davon-Angaben erweitert (weitere Informationen zur Segmentberichterstattung finden sich neben den Angaben im Konzernabschluss auch im entsprechenden Abschnitt im Konzernanhang). IAS 1 (rev. 2007) "Darstellung des Abschlusses": Den überarbeiteten Standard haben wir in der Berichtsperiode erstmals angewendet. Die wesentliche Änderung des IAS 1 ist die Darstellung des Gesamterfolgs der Berichtsperiode, der sich aus dem Ergebnis und den nicht ergebniswirksamen, im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen zusammensetzt. Wir haben uns für eine zweigeteilte Darstellungsvariante entschieden, in der die herkömmliche Gewinn- und Verlustrechnung um eine Darstellung der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ergänzt wird, die die nicht anteilseignerbezogenen Veränderungen im Eigenkapital umfasst. Für jede Komponente der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge werden die zugehörigen Steuerauswirkungen sowie die realisierten Gewinne und Verluste (Reklassifizierung) der Periode in der "Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen" angegeben. Als Folge dieser Neuerung enthält die Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals grundsätzlich Transaktionen mit den Eigenkapitalgebern in der Funktion als Eigenkapitalgeber, das Gesamtperiodenergebnis und ggf. Auswirkungen rückwirkender Anpassungen. Zusätzlich verlangt der überarbeitete IAS 1 im Falle einer retrograden Anpassung des Abschlusses nach IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" die Veröffentlichung einer weiteren Bilanz mit dem Stichtag Beginn der frühesten Vergleichsperiode des vorliegenden Konzernabschlusses. Von der Möglichkeit einer Umbenennung der Bestandteile des Konzernabschlusses haben wir keinen Gebrauch gemacht. Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Die Neuerungen sehen erweiterte Angaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Diese Änderungen, welche im März 2009 veröffentlicht und im November 2009 in europäisches Recht übernommen wurden, sind erstmals im Geschäftsjahr 2009 anzuwenden. Wir haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, im ersten Jahr der Anwendung keine Vergleichsangaben darstellen zu müssen. Die Angaben zur Zeitwertermittlung werden dahingehend spezifiziert, dass eine Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten anhand einer an die US-GAAP angelehnten, dreistufigen "Fair-Value-Hierarchie" eingeführt und der Umfang der Angabepflichten erweitert wird. Die Ausführung zum Liquiditätsrisiko betrifft vor allem Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten. Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Im Februar 2008 wurden die Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 "Finanzinstrumente mit Rückgaberecht und Verpflichtungen im Rahmen der Liquidation" veröffentlicht, welche im Berichtsjahr verpflichtend anzuwenden sind. Die Änderung des IAS 1 betrifft neue Angabepflichten, die sich auf kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen im Liquidationsfall beziehen. Die Neufassung des IAS 32 erlaubt es, kündbare Finanzinstrumente unter bestimmten Bedingungen künftig als Eigenkapital zu klassifizieren. Die Überarbeitung von IAS 1 und IAS 32 hatte keine praktische Bedeutung für den Konzernabschluss. Die durch die im Oktober 2008 in Kraft getretene Änderung zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" eröffneten Erleichterungen zur Umklassifizierung und -bewertung bestimmter Finanzinstrumente hat der Konzern zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften wurden folgende Änderungen von Standards und Interpretationen zum 1. Januar 2009 beachtet:
Die Übernahme dieser Änderungen und Interpretationen hatte - sofern überhaupt praktische Bedeutung für den Konzernabschluss bestand - keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Berichtszeitraum. Neue Kodifizierung der US-GAAP-RechnungslegungsstandardsIm Juli 2009 hat das Financial Accounting Standard Board (FASB) die Accounting Standards Codification (ASC) eingeführt. Die FASB ASC ist eine grundlegende Neugliederung von Bilanzierungs- und Berichterstattungsgrundsätzen, die dem Nutzer den Zugang zu allen offiziellen US-GAAP-Dokumenten erleichtern soll, indem die offizielle Literatur in eine thematisch organisierte Struktur gebracht wurde, die nicht beabsichtigt, US-GAAP zu ändern. Die Versicherungsbilanzierung nach US-GAAP wird im Wesentlichen im Standard FASB ASC 944 zusammengefasst. Dieser Standard stellt vor allem die Bilanz- und GuV-Posten dar, anstatt wie bisher nach verschiedenen Arten von Versicherungsverträgen zu untergliedern. Die alten Standards für die Versicherungsbilanzierung FAS 60, 97, 113 und 120 sind vollständig in der neuen FASB ASC 944 integriert. Die Darstellung der verschiedenen Vertragsarten befindet sich im Wesentlichen in FASB ASC 944-20 (Insurance Activities). Das "Deposit Accounting" nach US-GAAP wird durch die Neukodifizierung in FASB ASC 340-30 abgebildet. Später in Kraft tretende Standards und Änderungen von StandardsIm November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht. IFRS 9 ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, welches den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" künftig ersetzen wird. Der neue Standard enthält eine überarbeitete Kategorisierung von Finanzinstrumenten. Demnach soll es künftig nur noch zwei Kategorien geben: "at fair value" und "amortized costs". Eine Umklassifizierung ist nur noch möglich, sofern sich das Geschäftsmodell wesentlich ändert. Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, sind in der Bilanz zum Fair Value anzusetzen. Die Wertveränderungen werden erfolgswirksam erfasst. Ausnahme sind die Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, diese zum Fair Value mit Erfassung der Veränderungen im sonstigen Gesamtergebnis (at fair value through other comprehensive income, FVTOCI) anzusetzen. Der Standard, dessen Auswirkungen auf den Konzern derzeit geprüft werden, ist bisher nicht durch die EU übernommen worden. Im November 2009 hat das IASB Änderungen zu IAS 24 "Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" veröffentlicht. Als wesentliche Neuerungen verlangt die Änderung beispielsweise Angaben zu Garantien und Zusagen sowie zu Verpflichtungen, die vom Eintritt (oder Nichteintritt) bestimmter zukünftiger Ereignisse abhängen. Darüber hinaus wird die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person präzisiert. Der Standard, dessen Auswirkungen auf den Konzern derzeit geprüft werden, ist bisher nicht durch die EU ratifiziert worden. Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" veröffentlicht. Die Interpretation regelt, dass Unterschiedsbeträge zwischen dem Fair Value des Eigenkapitalinstruments und dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzen sind. Die Interpretation ist für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden. Eine Ratifizierung durch die EU wurde bisher nicht vorgenommen. Das IASB hat im Juli 2009 Änderungen zu IFRS 1 "Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender" veröffentlicht. Im Wesentlichen sollen bestimmte Ausnahmeregelungen ausgeweitet werden. Der geänderte Standard soll ab Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden sein. Eine Ratifizierung durch die EU wurde bisher nicht vorgenommen. Wir erwarten keinen Einfluss auf den Konzernabschluss aus der Anwendung dieser Änderungen. Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Interpretation IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften" zu den Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung gilt unter der Voraussetzung, dass ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Nach der Änderung wird künftig gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Die Änderung des IFRIC 14 soll verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft treten. Ein Endorsement wird für das zweite Quartal 2010 erwartet. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB überarbeitete Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS". Die Neuregelungen umfassen vor allem die bilanzielle Behandlung von Minderheitsanteilen, Bewertungsfragen bei sukzessivem Unternehmenserwerb, Änderungen in der Beteiligungsquote mit und ohne Verlust der Beherrschung sowie Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen und deren Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Die überarbeiteten Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Beide Neufassungen wurden am 3. Juni 2009 durch die EU ratifiziert. Die Neuerungen sind prospektiv anzuwenden, Auswirkungen auf den Konzern können sich somit grundsätzlich erst bei zukünftigen Erwerbstransaktionen ergeben. Das IASB hat im Juni 2009 Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" herausgegeben, mit denen die Bilanzierung von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen im Konzern klargestellt wird. Eine Ratifizierung durch die EU wurde im März 2010 vorgenommen. Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit nicht erwartet. Im Juli 2008 wurden die Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen" veröffentlicht. Mit den Änderungen an IAS 39 wird klargestellt, wie bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit dem Inflationsanteil von Finanzinstrumenten und mit Optionskontrakten, die als Sicherungsinstrument genutzt werden, zu verfahren ist. Die Änderungen, welche im September 2009 in europäisches Recht übernommen wurden, sind für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht erwartet. Im Juli 2008 hat das IASB die Interpretation IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien" veröffentlicht. IFRIC 15 gibt Aufschluss darüber, in welchem Fall Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien im Abschluss auszuweisen sind und ob ein Vertrag zur Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 "Fertigungsaufträge" oder von IAS 18 "Erträge" fällt. Die Interpretation ist auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden und wurde am 29. Juli 2009 in europäisches Recht übernommen. Wir erwarten aus der Anwendung der Interpretation keinen Einfluss auf den Konzern. Im Juli 2008 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" (im Juni 2009 übernommen in europäisches Recht) veröffentlicht. In dieser Interpretation werden mögliche Absicherungen einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe und deren Bilanzierung geregelt. IFRIC 16 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Wir erwarten aus der Anwendung der Interpretation keinen Einfluss auf den Konzernabschluss. Im Dezember 2009 hat die EU die Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung bestimmter Bezugsrechte, wenn die emittierten Instrumente nicht auf die funktionale Währung des Emittenten lauten. Die Änderungen zu IAS 32 sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Januar 2010 beginnen, anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet. Im April 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" veröffentlicht. Die Interpretation beinhaltet Regelungen für den Ansatz von Sachdividenden beim Eigentümer. IFRIC 17 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Interpretation wurde am 26. November 2009 in europäisches Recht übernommen. Wir erwarten keinen Einfluss aus der Anwendung der Interpretation auf den Konzernabschluss. Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses zu den IFRS wurde der IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" überarbeitet und im Januar 2009 von der EU ratifiziert. Die Änderungen umfassen hauptsächlich Spezifizierungen der Offenlegungsanforderungen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im März 2009 wurden die Änderungen zur Interpretation IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" von der EU endorsed. IFRIC 12 stellt klar, wie die zugrunde liegenden Infrastruktureinrichtungen vom Betreiber einer Dienstleistungskonzessionsvereinbarung bilanziert werden. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden. Wir erwarten aus der Anwendung der Interpretation keinen Einfluss auf den Konzernabschluss. Der Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2009) "Verbesserung der IFRS" ist der zweite im Rahmen der jährlichen Verbesserungsprozesse des IASB (Annual Improvement Process) herausgegebene Standard, der eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen enthält. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden; die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im März 2010. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenÄnderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie BilanzierungsfehlerIm Berichtsjahr 2009 haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend den Vorschriften des IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" für nachfolgende Sachverhalte rückwirkend zum 31. Dezember 2008 angepasst:
Die im Geschäftsjahr 2009 durchgeführten Anpassungen gemäß IAS 8 wirkten sich auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008 wie nachfolgend dargestellt aus. Die einzelnen Sachverhalte sind entsprechend den vorstehenden Erläuterungen mit den Buchstaben a) und b) gekennzeichnet: scroll
Passiva scroll
Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2008 haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben: scroll
Darüber hinaus hat der Konzern die Bilanzierung aus früheren Perioden betreffend die Amortisation bestimmter Wertpapiere in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 ergebnisneutral über die Gewinnrücklage bzw. die Rücklage aus Kapitalanlagen (übrige Rücklagen) angepasst. Unterschiedsbeträge bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, die auf zwischenzeitliche Marktzinsänderungen zurückzuführen sind, werden danach bis zum nächsten Zinsanpassungstermin amortisiert. Auf eine rückwirkende Anpassung für frühere Jahre wurde unter Kosten-Nutzen-Aspekten verzichtet. Die Anpassungen wirkten sich auf die Eröffnungsbilanz 2009 folgendermaßen aus: scroll
Änderungen von Schätzungen in der Berichtsperiode
Bilanzierung von VersicherungsverträgenSeit 2005 bestimmt die Vorschrift IFRS 4 "Versicherungsverträge" für einen Übergangszeitraum (Phase 1) die Bilanzierung und die Bewertung von Versicherungsverträgen, bis das IASB den Ansatz und die Bewertung von Versicherungsverträgen abschließend geregelt hat. Für das zweite Quartal 2010 wird der Exposure Draft für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen erwartet. Nach IFRS 4 ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaften abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbaren, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes, ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungsunternehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand (Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstechnischen Posten im Konzernabschluss der Talanx AG in Übereinstimmung mit den US-GAAP bilanziert. Alle Verträge ohne versicherungstechnisches Risiko werden nach IFRS 4 als Investmentverträge behandelt. Soweit Investmentverträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden sie ebenfalls nach den Regelungen der US-GAAP bilanziert. Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden wie Finanzinstrumente nach IAS 39 behandelt. Bei der Bilanzierung von Lebensversicherungsverträgen sind folgende Besonderheiten zu beachten: Shadow AccountingIFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbar"), die im Eigenkapital (Other Comprehensive Income, OCI) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: Abgegrenzte Abschlusskosten, Present Values of Future Profits (PVFPS), Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Profits, EGPs) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als so genannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im Eigenkapital (OCI) abgebildet. Kategorisierung von LebensversicherungsproduktenFür die Bilanzierung müssen Lebensversicherungsprodukte gemäß FASB ASC 944-20 in die folgenden Kategorien unterteilt werden:
Mitversicherungsverträge in der LebensversicherungBei Mitversicherungsverträgen sind die von den federführenden Gesellschaften übernommenen Beträge in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung - ihrem wirtschaftlichen Charakter folgend - für die auf die Lebensversicherer des Konzerns entfallenden Anteile den entsprechenden Jahresabschlussposten zugeordnet worden. Gewinnzuteilungsarten in der LebensversicherungDie deutschen Lebensversicherungsunternehmen des Konzerns beteiligen die Versicherten an den erwirtschafteten Überschüssen. Abhängig davon, in welchem Maße in den Bestandsgruppen, Abrechnungsverbänden und Tarifgruppen Überschüsse entstehen, können grundsätzlich folgende laufende Gewinnanteile zusätzlich zum Rechnungszins zugeteilt werden:
Dies berücksichtigen wir durch einen Gewinnausgleich, der die Gewinnanteile des Jahres erhöht oder mindert. Außerdem können Schlussgewinnanteile festgesetzt werden, die aus nicht unmittelbar zuteilbaren Überschüssen resultieren. Die Schlussgewinnanteile werden entsprechend den Versicherungsbedingungen grundsätzlich zusammen mit der Versicherungsleistung fällig. Bei Tod oder Kündigung wird - gegebenenfalls erst nach Ablauf einer Wartezeit - ein reduzierter Schlussgewinnanteil fällig. Gewinnzuteilung in der LebensrückversicherungIm Allgemeinen beteiligt sich die Hannover Life Re nicht an den Überschüssen, die ihre Zedenten an die Versicherungsnehmer ausschütten. Ausnahmen bilden lediglich das italienische Rivalutabile-Geschäft sowie ein sehr geringer Anteil des deutschen Geschäfts; hier werden die Zuteilungsverfahren vom Zedenten festgelegt. Grundsätzlich sind die Unternehmen der Hannover Rück-Gruppe nicht verpflichtet, ihre Zedenten an Überschüssen aus Rückversicherungsverträgen zu beteiligen. Das Ausmaß der tatsächlichen Überschussbeteiligung wird stattdessen auf einzelvertraglicher Basis vereinbart. Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches RisikoIm Zusammenhang mit Versicherungsverträgen, die sowohl den Anforderungen des IFRS 4 als auch der FASB ASC 944-20-15 (vormals FAS 113) entsprechen, weisen wir unter den Depotforderungen die von uns bei unseren Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots aus. Die Depotverbindlichkeiten repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bar- und Wertpapierdepots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US-GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen erfolgswirksam vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Ausweis der Bestandsgrößen erfolgt als Depotforderungen und -verbindlichkeiten, deren Marktwerte annähernd ihren Buchwerten entsprechen. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt. Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert bei einigen Bilanzposten zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen, die sich auf Ausweis, Ansatz und Bewertung in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag auswirken. Insbesondere trifft dies zu bei der Bildung und der Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte, den Rückstellungen, bei deren Berechnung biometrische Annahmen bzw. Annahmen über den Schadenanfall in der Zukunft herangezogen werden (versicherungstechnische Rückstellungen, Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen), der Ermittlung von Zeitwerten und Wertminderungen von Finanzinstrumenten, die nicht auf öffentlich zugänglichen Preisen eines aktiven Marktes beruhen, der Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente, der Wertberichtigung von Abrechnungsforderungen, beim Geschäfts- oder Firmenwert und bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern. Sofern Schätzungen eine wesentliche Rolle spielten, sind diese in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und im Anhang beschrieben (vgl. u. a. Anhangangaben zu versicherungstechnischen Rückstellungen, zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und zur Beschreibung des Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36). Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro (EUR) aufgestellt. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden die Abschlüsse grundsätzlich in den Landeswährungen aufgestellt, die somit die funktionalen Währungen darstellen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" in die Berichtswährung umgerechnet. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaften sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgen zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Fremdwährungspositionen in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Einzelgesellschaften werden zu Transaktionskursen in die jeweilige funktionale Landeswährung umgerechnet. Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Einzelgesellschaften werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Umrechnungsdifferenzen, auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Fremdwährungsgewinne und -Verluste aus der Umrechnung von monetären Aktiva und Passiva werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis der Einzelgesellschaften angesetzt. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung von nicht monetären Aktiva, die ergebniswirksam zum Zeitwert bewertet sind, werden als Gewinn oder Verlust aus Marktwertänderungen im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Andere Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten werden in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen (übrige Rücklagen) bilanziert. Die Umrechnungskurse der für den Konzern wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Aktivseite Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenImmaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit Ausnahme von Geschäfts- und Firmenwerten sowie versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten, planmäßig linearen Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen aktiviert worden. Für sämtliche immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer bestimmt. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Die Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Versicherungsbeständen werden über die Laufzeit der zugehörigen Vertragsbestände verteilt. Geschäfts- oder FirmenwertDer sich aus Unternehmenserwerben ergebende Geschäfts- oder Firmenwert ist die positive Differenz aus den Anschaffungskosten und dem anteilig beizulegenden Zeitwert identifizierter Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (Zeitwert des neubewerteten Nettovermögens). Der Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer und wird daher nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach dem ,,impairment-only approach" mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterworfen und je nach Ausgang der Prüfung gegebenenfalls abgeschrieben. Ein so ermittelter Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff "Wertminderung von Vermögenswerten" so genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zuzuordnen. Im Konzern entsprechen die CGUs regelmäßig den Segmenten; einzige Ausnahme stellt das Segment Personen-Erstversicherung dar, das zwei CGUs unterscheidet. Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit dem Beteiligungsansatz im Konzern vor Kapitalkonsolidierung einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts verglichen. Übersteigt der Beteiligungsansatz inklusive zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwerte den erzielbaren Betrag, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Betrag der Wertminderung wird zunächst mit dem Geschäfts- oder Firmenwert und anschließend proportional mit den zugehörigen Buchwerten derjenigen Vermögenswerte verrechnet, die IAS 36 unterliegen. Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts werden bei anschließender Werterholung nicht rückgängig gemacht. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 sofort ergebniswirksam zu erfassen. Versicherungsbezogene immaterielle VermögenswerteDer Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Die Amortisation erfolgt entsprechend dem angenommenen Verlauf der dem PVFP zugrunde liegenden Versicherungsverträge. Im Rahmen eines jährlichen Tests werden die Variablen, die bei der Berechnung des PVFP zum Tragen kommen, überprüft und der Amortisationsbetrag ermittelt. Die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Für den Versicherungsnehmeranteil wird eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung gebildet, der auf der Aktivseite ein versicherungsbezogener immaterieller Vermögenswert (PVFP Versicherungsnehmeranteil) in gleicher Höhe gegenübersteht. SoftwareSoftware beinhaltet erworbene sowie selbsterstellte Software. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Eigenentwickelte Software wird zu Herstellungskosten bilanziert. Die Software wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Kosten für Wartung und Instandhaltung werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst; Ausgaben für die Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden aktiviert. Für die Versicherungsgesellschaften werden die Abschreibungen auf Software auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Sofern Anzeichen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Weiterhin wird gemäß IAS 38.111 ("Immaterielle Vermögenswerte") in Verbindung mit IAS 36 jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. Kapitalanlagen einschließlich Erträge und AufwendungenBei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifiziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifiziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden. Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, an. Die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear, maximal über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert unterschreitet. Für den Direktbestand wird grundsätzlich alle fünf Jahre ein qualifiziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinflussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Zusätzlich werden an jedem Bilanzstichtag interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung erstellt. Bei Immobilien-Spezialfonds erfolgt alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Ersteinwertung - die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien kommen alternative Verfahren für die Wertermittlung zur Anwendung, in deren Rahmen verschiedene Faktoren wie Alter und Modernisierungsgrad der Gebäude, Lage und erzielte Preise für vergleichbare Objekte, die zeitnah veräußert wurden, herangezogen werden. Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen werden aktiviert, sofern sie die Nutzungsdauer verlängern. Alle finanziellen Vermögenswerte/Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in der Bilanz erfasst. Der Ansatz erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag. In Spezialfonds gehaltene Kapitalanlagen werden zum Handelstag bilanziert. Finanzinstrumente werden im Zeitpunkt ihres Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich danach, welchen Kategorien nach IAS 39 sie zum Zeitpunkt ihres Erwerbs zugeordnet wurden, und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen. Bei dem Fair Value handelt es sich um den Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht oder eine finanzielle Verpflichtung beglichen werden könnte. Der Fair Value von Finanzinstrumenten wird auf Basis von Marktkursen bzw. beobachtbaren Marktdaten des Stichtags und anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Finanzielle Vermögenswerte werden dabei mit den Geldkursen, finanzielle Verbindlichkeiten mit den Briefkursen bewertet. Ausführliche Informationen zu den im Konzern angewandten Bewertungsprinzipien und den eingesetzten Bewertungsmethoden zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente sowie eine hierarchische Einstufung bestimmter Wertpapiere finden sich im Kapitel ,,Fair-Value-Hierarchie" ab Seite 166. Täglich fällige Finanzinstrumente werden mit dem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen u. a. der Kassenbestand sowie die Depotforderungen. Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden Anteile an Gesellschaften erfasst, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Allgemeinen nach der Equity-Methode auf der Basis des anteiligen Eigenkapitals, das auf den Konzern entfällt, erfasst. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens ist im Kapitalanlageergebnis enthalten. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind. Die Darlehen und Forderungen umfassen Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn mit der vollumfänglichen Rückzahlung des Darlehens bzw. der Forderung nicht mehr gerechnet wird. Eine Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten. Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente umfassen festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Wir zählen sie zu unserem dispositiven, jederzeit veräußerbaren Bestand. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden effektivzinskonstant über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beiträge, die bei Lebensversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), im Eigenkapital bilanziert. Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Dies betrifft im Wesentlichen nicht besicherte, von Unternehmen begebene Schuldtitel sowie derivative Finanzinstrumente. Ferner werden in dieser Kategorie strukturierte Produkte unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ,,Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ausgewiesen. Hierbei werden trennungspflichtige strukturierte Finanzinstrumente - deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist - erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" oder "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" entsprechend in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen. Sofern eingebettete Derivate nach den Vorschriften des IFRS 4.7 bis 4.9 "Versicherungsverträge" von den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen zu trennen sind, werden diese gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und im Falle eines positiven Marktwertes ebenfalls dieser Bilanzposition zugeordnet. Sämtliche Wertänderungen bei den beizulegenden Zeitwerten dieser Finanzinstrumente werden ergebniswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente umfassen alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden hier derivative Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten ausgewiesen, die nicht die Anforderungen an eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting nach IAS 39) erfüllen und nicht im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen stehen. Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Kapitalanlageergebnis. Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten - mit Ausnahme der ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente einschließlich des Handelsbestands - objektive, substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Bei allen diesen Finanzinstrumenten werden dauerhafte Wertminderungen aufwandswirksam in der Ergebnisrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste objektiver Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts. Ergänzend dazu sieht IAS 39.61 weitere objektive Hinweise für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung vorliegt, wenn der Zeitwert signifikant oder nachhaltig unter die Anschaffungskosten abgesunken ist. Danach ist ein Rückgang des Zeitwerts signifikant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist; ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaffungskosten unterschreitet. Wir legen bei den festverzinslichen Wertpapieren grundsätzlich die gleichen Indikatoren zugrunde wie bei den Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter. Zusätzlich wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Wir beziehen in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind. Für die Beurteilung bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter, ob eine Wertminderung vorliegt, werden die bereits dargestellten quantitativen Grenzen für das Vorliegen eines wesentlichen oder länger anhaltenden Rückgangs des beizulegenden Zeitwerts herangezogen. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, welches das Eigenkapitalinstrument hält. Die Wertminderungen auf Kapitalanlagen setzen wir grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, sind weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin im Konzern verbleiben. Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem Nennwert angesetzt. Sofern hier ebenfalls ausgewiesene Eigenkapitalinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren "Net Asset Value" (Nettovermögen) als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von LebensversicherungspolicenDiese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Die Anlagen werden getrennt von den übrigen Kapitalanlagen geführt und angelegt. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDie Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden entsprechend den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge anhand eines vereinfachten Verfahrens ermittelt; wir verweisen auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen. Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt. Abgegrenzte AbschlusskostenAbschlusskosten sind variable Kosten, die einen primären Bezug zum Abschluss oder zu der Erneuerung von Versicherungsverträgen aufweisen, d. h., es gibt keinen anderen Funktionsbereich, dem die Kosten mehrheitlich zugeordnet werden können. Der Abschlusskostenbegriff umfasst sowohl unmittelbare Kosten (z. B. Provisionen, Kosten der Gesundheitsprüfung) als auch mittelbare Kosten (z. B. Kosten der Vertriebsunterstützung). Sofern die beiden Voraussetzungen der Variabilität und des primären Zusammenhangs kumulativ erfüllt sind, sind die Abschlusskosten als abgegrenzte Abschlusskosten zu aktivieren und werden über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge abgeschrieben. Vertriebsbezogene Leistungen werden mit der gleichen Methode und den gleichen Annahmen bilanziert. Aktivierte Abschlusskosten werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Für die Schaden/Unfall-Erstversicherung und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. In der Personen-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten bei Lebens- und Rentenversicherungen mit laufender Prämienzahlung unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen. Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit. Aktive SteuerabgrenzungAktive latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" bilanziert, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschriften erstellten Steuerbilanzen und den nach konzerneinheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt. Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden auch die daraus resultierenden latenten Steuern erfolgsneutral gebildet. Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind. Übrige AktivaÜbrige Aktiva werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für Sachanlagen heißt das, dass die Anschaffungskosten vermindert um die kumulierten planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer verteilten Abschreibungen und die Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen werden. Die Behandlung des unter den übrigen Aktiva ausgewiesenen selbstgenutzten Grundbesitzes wird analog zu fremdgenutztem Grundbesitz behandelt. Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchstwahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte beziehungsweise Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten im Berichtsjahr sind dem Abschnitt .Veräußerungsgruppen" zu entnehmen. PassivseiteEigenkapitalIm Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Rücklagen (Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen) und die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die vom Aktionär der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen und Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt und thesauriert haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden kumuliert in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen berücksichtigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition erfasst. Im Berichtsjahr wurden Zinsswaps als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt. Die Wertschwankungen werden in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital bilanziert. Die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt; wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der entsprechenden Aktivposten. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Prämienüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Prämien, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Prämien werden für Versicherungsverträge taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden teilweise Pauschalverfahren angewendet, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Abrechnungsdaten der Vorversicherer nicht verfügbar sind. Prämienüberträge treten überwiegend bei kurzfristigen Versicherungsverträgen (z. B. Schaden/Unfallversicherungen) auf. Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität, Invalidität, Stornowahrscheinlichkeit und Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlung noch unsicher ist. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle. Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle basieren auf anerkannten versicherungsmathematischen Verfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden. Zur Bemessung der "Ultimate Liability" werden im Nicht-Leben-Bereich für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünftige Inflation der Schadenabwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Inflation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass die Schätzung der Rückstellungen mit Unsicherheit behaftet ist und die tatsächlichen Zahlungen daher höher oder niedriger ausfallen können. Zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer kann ein längerer Zeitraum liegen. Bilanziert wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag ("Best Estimate"), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fließen in die Wertfindung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt. Für besondere Ereignisse im Zusammenhang mit Großschäden werden auch Einzelfallbetrachtungen, hauptsächlich in der Betriebshaftpflicht und im industriellen Feuerbereich, angestellt. Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden gebildet, um den geschätzten Kosten bei Schäden Rechnung zu tragen, die eingetreten sind, den Risikoträgern des Konzerns jedoch noch nicht gemeldet wurden. Diese Rückstellungen werden, gleich den Rückstellungen für gemeldete Schadenfälle, gebildet, um die geschätzten Aufwendungen und Schadenregulierungskosten zu berücksichtigen, die zur endgültigen Schadenabwicklung nötig sind. Da über den Eintritt dieser Schäden noch nichts bekannt ist, stützt sich der Konzern auf Erfahrungswerte, die gemäß aktuellen Trends und anderen relevanten Faktoren angepasst werden. Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer und statistischer Modelle der erwarteten Kosten für die endgültige Abwicklung und die Verwaltung von Schäden gebildet. Die Analysen basieren auf aktuell bekannten Fakten und Umständen, Voraussagen künftiger Ereignisse, Schätzungen der künftigen Inflationsentwicklung sowie anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren. Jüngste Trends der Schadenmeldungen, Schadenausmaße, Risikozunahmen und künftige Inflation sind Faktoren, die zur Rückstellungsbildung für aufgetretene, jedoch noch nicht gemeldete Schäden herangezogen werden. Die Rückstellungen werden geprüft und regelmäßig überarbeitet. Das Verfahren zur Schätzung von Rückstellungen für am Bilanzstichtag bekannte Versicherungsfälle und Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht bekannte Versicherungsfälle ist naturgemäß ungenau, da eine große Anzahl von Variablen die endgültigen Schadensummen beeinflussen. Ziel des Konzerns ist es, die mit der Schätzung von Rückstellungen verbundenen Unsicherheiten zu reduzieren, indem verschiedene versicherungsmathematische Techniken der Rückstellungsberechnung und verschiedene Analysen der den Techniken zugrunde liegenden Annahmen genutzt werden. Für Großschäden liegen keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und ggf. nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden mit Ausnahme weniger Rückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattungen (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wirdBei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden in der in der Überschrift genannten Position gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen". Andere RückstellungenDieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Darüber hinaus besteht seit Mitte der Neunzigerjahre in verschiedenen deutschen Gesellschaften die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden durch einen Versicherungsvertrag mit der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, bzw. mit der Neue Leben Lebensversicherung AG, Hamburg, rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in Pensionskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes. Des Weiteren bestehen bei einigen Konzerngesellschaften pensionsähnliche Zusagen in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensionsverpflichtungen gelten. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf, Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter und unerwartete Gewinne oder Verluste des Planvermögens). Der Konzern wendet für die Erfassung seiner versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste das in IAS 19 festgelegte Korridorverfahren an. Von der ebenfalls nach IAS 19 gegebenen Möglichkeit, ein anderes Verfahren zur schnelleren Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste anzuwenden, wird kein Gebrauch gemacht. Beim Korridorverfahren wird ein Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste ergebniswirksam erfasst, sofern die zu Beginn des Geschäftsjahres bislang nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den höheren der folgenden Beträge übersteigen: 10 % des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche oder 10 % des Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens. Der Betrag außerhalb des Korridors geht, dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Begünstigten, als Ertrag oder Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Übrige Rückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Verbindlichkeiten und nachrangige VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, soweit es sich nicht um Depotverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Derivaten handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Depotverbindlichkeiten werden zum Nennwert, Verbindlichkeiten aus Derivaten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt (zu den im Konzern angewandten Bewertungsprinzipien und eingesetzten Bewertungsmethoden zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte siehe Kapitel "Fair-Value-Hierarchie". Ferner werden unter den Übrigen Verbindlichkeiten Zinsswaps, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt werden, erfasst. Diese werden ebenfalls zum Zeitwert bilanziert (zur Bilanzierung von Cashflow-Hedges siehe Note 12, Seite 187). Passive SteuerabgrenzungPassive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung. KonsolidierungKonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stellen grundsätzlich einen Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember auf. Einige Spezialfonds und Private-Equity-Gesellschaften haben abweichende Wirtschaftsjahre; sie werden auf der Basis von Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß den Vorschriften des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" vorgenommen. Tochtergesellschaften werden konsolidiert, sobald die Talanx AG über eine Stimmrechtsmehrheit oder eine faktische Kontrollmöglichkeit verfügt. Dies gilt grundsätzlich analog für die Einbeziehung von Zweckgesellschaften (siehe separaten Abschnitt zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften). Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung - bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten unter den Kapitalanlagen ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften und einbezogenen Zweckgesellschaften bzw. Spezialfonds erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Danach werden alle Vermögenswerte und Verpflichtungen des Tochterunternehmens im Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Geringfügige bzw. negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung erfolgswirksam berücksichtigt - eine planmäßige Abschreibung findet nicht statt. Der Buchwert des Goodwills wird jährlich, sofern Anzeichen für eine mögliche Wertminderung bestehen auch unterjährig, auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment-Test). Wird eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts festgestellt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften der Talanx AG wird in der Position "Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital" gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position "Anteile anderer Gesellschafter" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden- und Erfolgskonsolidierung eliminiert. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschlüsse der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern ein "at equity" bewertetes Unternehmen abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwendet, werden im Allgemeinen angemessene Anpassungen an die IFRS-Konzernvorgaben im Rahmen der Nebenrechnung vorgenommen. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten assoziierter Unternehmen wird nach IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Konsolidierung von ZweckgesellschaftenHinsichtlich der Konsolidierung von Zweckgesellschaften unterscheidet der Konzern im Folgenden die Bereiche Kapitalanlagen (ohne Spezial- und Publikumsfonds) und Verbriefung von Rückversicherungsrisiken. KapitalanlagenIm Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG seit dem Jahr 1988 an einer Vielzahl von Zweckgesellschaften, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfluss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt. Die Hannover Rückversicherung AG beteiligt sich über einzelne Tochtergesellschaften durch die Zeichnung bestimmter Kapitalmarktwertpapiere, so genannter Katastrophenanleihen ("Cat Bonds"), an einer Reihe von Zweckgesellschaften zur Verbriefung von Katastrophenrisiken. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses seitens der Hannover Rück keine Konsolidierungspflicht. Verbriefung von RückversicherungsrisikenDie Verbriefung von Abrechnungs- und Rückversicherungsrisiken wird vorrangig unter Verwendung von Zweckgesellschaften strukturiert. Diese sind nach der Interpretation 12 des Standing Interpretations Committee (sic-12) "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" hinsichtlich ihrer Konsolidierungspflicht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS derzeit keine spezifischen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung von IAS 8.12 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" im Rahmen der Analyse auch auf die relevanten Us-GAAP-Vorschriften. Mit dem Ziel, Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Winterstürme in den Kapitalmarkt zu transferieren, hat die Hannover Rückversicherung AG im Juli 2009 zum zweiten Mal das Instrument eines auf einem Sekundärmarkt handelbaren Cat Bonds genutzt. Der Cat Bond mit einem Volumen von 150 Mio. EUR wurde von Eurus II Ltd., einer auf den Cayman Islands ansässigen Zweckgesellschaft, bei institutionellen Investoren aus Europa und Nordamerika platziert. Bei Eurus II Ltd. handelt es sich um die Nachfolgetransaktion der zum 8. April 2009 vertragsgemäß beendeten "Eurus"-Struktur. Die Hannover Rückversicherung AG verfügt nicht über die Mehrheit der Chancen und Risiken aus dieser Transaktion. Unter IFRS ist diese Transaktion als Finanzinstrument zu klassifizieren. Im September 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked-Securities (ILS)-Aktivitäten mit der Transaktion "Fac Pool Re" erstmals ein Portefeuille fakultativer Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt transferiert. Die Verträge, die weltweite Einzelrisiken abdecken, werden von einem konzernfremden Maklerhaus vermittelt, von der Hannover Rückversicherung AG gezeichnet und unter Nutzung eines Dienstleisters im Kapitalmarkt platziert. Die Transaktion "Fac Pool Re" setzt sich aus einer Quotenrückversicherung und zwei nichtproportionalen Rückversicherungsabgaben zusammen. Die Höhe des bereitgestellten Kapitals beträgt insgesamt 60 Mio. USD, wovon die Hannover Rückversicherung AG etwa 5 Mio. USD trägt und darüber hinaus Schäden übernimmt, die die Kapazität von "Fac Pool Re" überschreiten. An den Rückversicherungsabgaben innerhalb von "Fac Pool Re" ist eine Reihe von Zweckgesellschaften beteiligt, an denen die Hannover Rückversicherung AG keine Anteile hält und aus deren Tätigkeiten die Hannover Rückversicherung AG über keine ihrer Geschäftsbeziehungen eine Mehrheit des ökonomischen Nutzens bzw. der Risiken zieht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG erneut den Kapitalmarkt zur Beschaffung von Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken genutzt. Die per 31. Dezember 2008 vertragsgemäß beendete "K5"-Transaktion wurde durch die Nachfolgetransaktion "K6" abgelöst. Das Volumen von "K6" beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 120 Mio. EUR. Bei dieser Verbriefung, die erneut bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Wie bereits für die Transaktionen "K3" und "K5" wird Kaith Re Ltd., eine auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft, genutzt. Die Transaktion hat eine geplante Laufzeit bis 31. Dezember 2011. Darüber hinaus nutzt die Hannover Rückversicherung AG die Zweckgesellschaft Kaith Re Ltd. für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen. Im Jahr 2007 hat die Hannover Rückversicherung AG Risiken aus Rückversicherungsforderungen in den Kapitalmarkt transferiert. Mit dieser Verbriefung, die eine Laufzeit von fünf Jahren hat, wird das mit Rückversicherungsforderungen verbundene Ausfallrisiko reduziert. Das der Transaktion zugrunde liegende Forderungsportefeuille hat einen Nominalwert von 1 Mrd. EUR und besteht aus Exponierungen gegenüber Retrozessionären. Auf Basis dieses Referenzportefeuilles wurde ein die ersten 60 Mio. EUR übersteigendes Volumen in Höhe von nominal 95 Mio. EUR verbrieft. Die zur Besicherung dienenden Wertpapiere werden über die Zweckgesellschaft Merlin CDO I B.V. begeben. Als Auslöser einer Zahlung an die Hannover Rückversicherung AG dient die Insolvenz eines oder mehrerer Retrozessionäre, sobald der vertraglich definierte, über die Laufzeit kumulierte Selbstbehalt der Hannover Rückversicherung AG in Höhe von 60 Mio. EUR überschritten wird. Zum Bilanzstichtag hat die Hannover Rückversicherung AG von Merlin emittierte Verbriefungen mit einem Nominalwert von insgesamt 34 (11) Mio. EUR auf dem Zweitmarkt erworben und hält diese in ihrem Anlagebestand. Die Hannover Rückversicherung AG zieht über keine ihrer Geschäftsbeziehungen die Mehrheit des ökonomischen Nutzens bzw. der Risiken aus der Tätigkeit der Zweckgesellschaft. KonsolidierungskreisKonzernobergesellschaft ist die Talanx AG. Gemäß IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" werden in den Konzernabschluss die Talanx AG als Mutterunternehmen und alle wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften einbezogen, an denen die Talanx AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt (Tochterunternehmen). Das Kriterium der Wesentlichkeit wird dabei ausschließlich auf Gesellschaften angewendet, die nicht das Versicherungsgeschäft betreiben. Neben der Talanx AG werden 74 inländische und 54 ausländische Einzelgesellschaften sowie drei ausländische Teilkonzerne - die als Gruppe (inkl. vorhandener assoziierter Unternehmen) einbezogen werden - voll konsolidiert. Sieben Gesellschaften werden im Konzernabschluss nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" als assoziierte Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Darüber hinaus werden 17 Spezial- und ein Publikumsfonds gemäß SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" in den Konsolidierungskreis einbezogen; davon 16 inländische Fonds. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden 33 Tochtergesellschaften, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt geringfügig angesehen wird. Die Bilanzsumme dieser Tochtergesellschaften beträgt weniger als 0,1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf weniger als 1 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochterunternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist. Tochterunternehmenscroll
Die sechs Zugänge setzen sich aus dem erstmaligen Einbezug von vier gegründeten Gesellschaften und zwei Erwerben zusammen. Die fünf Abgänge resultieren aus konzerninternen Verschmelzungen. Der Konsolidierungskreis des Talanx-Konzerns hat sich seit 31. Dezember 2008 im Einzelnen wie folgt verändert: GründungenIm ersten Quartal 2009 wurde die HDI Reinsurance (Ireland) Ltd. mit Sitz in Dublin, Irland, gegründet. Die HDI-Gerling Sach Serviceholding - eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Talanx AG -hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Die irische Aufsichtsbehörde hat der Gesellschaft am 22. Dezember 2009 die Genehmigung erteilt, das Rückversicherungsgeschäft im Nicht-Leben-Bereich zu betreiben. Seit diesem Tag zeichnet die Gesellschaft Rückversicherungsverträge mit Gesellschaften des Talanx-Konzerns. Im zweiten Quartal 2009 wurde die Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover gegründet. Der Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb, das Halten und das Verwalten von Beteiligungen und dauerhaften Kapitalanlagen; Kommanditistin ist die Talanx AG. Am 14. August 2009 wurde die HG Sach AltInvest GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln in das Handelsregister eingetragen. Der Zweck der Gesellschaft besteht im Aufbau, Halten und Verwalten eines Portefeuilles von alternativen Kapitalanlagen wie Private-Equity-Fonds, Real-Estate-Private-Equity-Fonds und festverzinslichen Schuldverschreibungen, insbesondere durch das Eingehen von Beteiligungen an Gesellschaften mit einem ähnlichen Gesellschaftszweck. Am 23. Oktober 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG die FUNIS GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover gegründet. Die Hannover Rückversicherung AG ist geschäftsführender Kommanditist der Gesellschaft und hält eine Kapitaleinlage in Höhe von 100 TEUR, die zum Bilanzstichtag noch nicht eingezahlt war; sie wurde am 25. Januar 2010 geleistet. Der Zweck der Gesellschaft besteht im Halten, Erwerben und Veräußern von Beteiligungen an anderen Gesellschaften. ErwerbeZum 1. Oktober 2009 hat die HDI-Gerling International Holding AG von der Genworth Life Insurance Company 99,45 % der Anteile an der inzwischen in HDI Seguros, S.A. de C.V. umfirmierten Gesellschaft Genworth Seguros México, S.A. de C.V., León/Mexiko, erworben. Die Gesellschaft betreibt das Schaden- und Unfall-Erstversicherungsgeschäft sowie das Restschuldgeschäft. Bei Letzterem hat sich die Käuferin verpflichtet bzw. ist berechtigt, das Restschuldgeschäft ausschließlich treuhändisch für die Verkäuferin zu führen. Weitere Angaben folgen im Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" ab Seite 140. Mit Vertrag vom 30. November 2009 hat die HDI-Gerling Leben Serviceholding AG 100 % der Anteile an der in ASPECTA Euro Group GmbH, Köln, umbenannten Vorratsgesellschaft HWD Dreißig GmbH erworben. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und das Verwalten von Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften, die zum Talanx-Konzern gehören. VerschmelzungenIm Juni 2009 wurden die Poistovna HDI-Gerling Slovensko A.S. (Slowakei) auf die HDI Versicherung AG (Wien) und die Gerling America Insurance Company auf die HDI-Gerling America Insurance Company (beide Chicago/USA) verschmolzen. Beide Verschmelzungsvorgänge erfolgten rückwirkend auf den 1. Januar 2009. Im September 2009 wurden die Gerling Kundenservice Firmen und Privat GmbH (Köln), die HDI-Gerling Autohaus Service GmbH (nicht konsolidiert) und die HDI-Gerling Vertrieb Makler Firmen und Privat GmbH (beide Hannover) auf die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover, verschmolzen. Im selben Monat erfolgte die Verschmelzung der Siton BeteiligungsGmbH auf die Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH (beide Hannover). Alle Verschmelzungsvorgänge erfolgten rückwirkend auf den 1. Januar 2009. SonstigesAm 13. Juli 2009 hat die GLL HRE Core Properties L.P. mit Sitz in Wilmington, Delaware/USA, ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Gesellschaft gehört zu 99,9 % der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando/USA, und wird in deren Teilkonzernabschluss voll konsolidiert. Der Geschäftszweck liegt im Erwerben, Halten und Verwalten von Immobilien in den USA. Sonstige gesellschaftsrechtliche VeränderungenIm Februar und Oktober 2009 hat die Inversiones HDI Limitada ihren Anteil an der HDI Seguros S.A., Chile, durch Erwerbe von Minderheitsaktionären um 0,16 % erhöht und hält damit 99,92 % an der chilenischen Gesellschaft. Im März und April 2009 hat die HDI-Gerling International Holding AG durch Erwerbe von Minderheitsaktionären ihren Anteil an der HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, von 97,70 % auf 98,83 % erhöht. Zum 1. Juni 2009 hat die Talanx AG eine bisher von einem Dritten gehaltene Aktie der Talanx Finanz (Luxembourg) S.A., Luxemburg, übernommen. Damit hält die Talanx AG 100 % an der vorgenannten Gesellschaft. Der Konzernabschluss umfasst neben der Talanx AG als Obergesellschaft (Segment Konzernfunktionen) folgende wesentliche Unternehmen* ; die Angaben zur Höhe des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres entstammen den lokalen Jahresabschlüssen der Gesellschaften. scroll
*
Bruttoprämien bei Versicherungsgesellschaften
über 50 Mio. EUR
1)
Abweichende Währungen sind angegeben In das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung wurden weitere zwölf, in das Segment Personen-Erstversicherung neun, in das Segment Schaden-Rückversicherung zwei und in das Segment Personen-Rückversicherung zwei Versicherungsgesellschaften einbezogen. Daneben werden über alle Segmente verteilt weitere 69 Nicht-Versicherungsgesellschaften konsolidiert. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind solche, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle, ausübt. Bei Anteilen an Unternehmen zwischen 20 % und 50 % der direkt oder indirekt (z. B. durch Tochterunternehmen) gehaltenen Stimmrechte wird davon ausgegangen, dass es sich um assoziierte Unternehmen handelt. Bei einem Unternehmen, das trotz eines Stimmrechtsanteils von weniger als 20 % als assoziiert eingestuft wurde, liegt der maßgebliche Einfluss im Wesentlichen aufgrund von Gremienzugehörigkeiten gemäß IAS 28.7 (a) vor. Zum Bilanzstichtag wurden drei (drei) inländische und vier (vier) ausländische assoziierte Unternehmen "at equity" konsolidiert. scroll
1)
Abweichende Währungen sind angegeben Die in den Konzernabschluss der Talanx AG einbezogenen Unternehmen sind Bestandteil der vollständigen Liste über den Anteilsbesitz, die im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht wird. SegmentberichterstattungÜber die dargestellten Segmentinformationen wird in einer Art und Weise berichtet, die der Systematik der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger folgt. Die Herleitung der Segmente erfolgt grundsätzlich nach Verantwortungsbereichen im Konzernvorstand der Talanx AG. Der Hauptentscheidungsträger ist für die Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Der Konzern hat daher in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" für seine Versicherungsaktivitäten vier berichtspflichtige Segmente definiert: Schaden/Unfall-Erstversicherung, Personen-Erstversicherung, Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung. Aufbauend auf der Organisationsstruktur der Gruppe sind dabei die geschäftlichen Aktivitäten zunächst in die Bereiche Erst- und Rückversicherung untergliedert. Wegen der unterschiedlichen Arten von Produkten, Risiken und Kapitalzuordnung wurden die Versicherungsaktivitäten im Bereich der Erstversicherung weiter unterteilt in Schaden/Unfall und Leben bzw. im Rückversicherungsbereich in Schaden- und Personen-Rückversicherung. Im Segment Personen-Erstversicherung haben wir hierbei die operativen Geschäftsfelder "Lebensversicherung" und ,,Bancassurance" vor allem aufgrund vergleichbarer wirtschaftlicher Merkmale zusammengefasst. Ein separates berichtspflichtiges Segment bildet der Bereich Konzernfunktionen. Im Folgenden sind die Produkte und Dienstleistungen, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen, aufgeführt: Schaden/Unfall-Erstversicherung:Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl von Versicherungsprodukten wie die Unfall-, Haftpflicht-, Kraftfahrzeughaftpflicht-, Feuer-, Sach-, Transport-, Luftfahrt-, Kredit-, Kautions- und All-Risk-Versicherungen. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt. Personen-Erstversicherung:In diesem Segment wird eine Vielzahl von Versicherungsarten in Form von Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmal- oder laufenden Beitrag angeboten: Kapital-, Renten- und Risikoversicherung, Unfallversicherung, fondsgebundene und indexgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Auslandsreiseversicherung und betriebliche Altersvorsorgeprodukte. Schaden-Rückversicherung:Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Personen-Rückversicherung:Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in den Sparten Lebens-, Kranken-, Renten- und Unfallversicherung (letztere nur, soweit sie von Lebensversicherern betrieben werden) zusammen. Konzernfunktionen:Das Segment Konzernfunktionen umfasst - in Abgrenzung zu den vier operativen Segmenten - die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung der Geschäfte der Talanx-Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben und Konzernfinanzierung. Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. Diese konzerninternen Transaktionen zwischen den Segmenten werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Talanx-Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität bzw. auch zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung bereinigt. Unternehmenszusammenschlüsse der BerichtsperiodeAm 1. Oktober 2009 (Erwerbszeitpunkt) hat der Konzern über seine Tochtergesellschaft HDI-Gerling International Holding AG 99,45 % der Anteile an der HDI Seguros, S.A. de C.V. - vormals Genworth Seguros México, S.A. de CV. - für 26 Mio. EUR erworben. HDI Seguros ist eine Versicherungsgesellschaft, die im mexikanischen Privatkundenmarkt vorwiegend das Schaden- und Unfall-Erstversicherungsgeschäft sowie das Restschuldgeschäft betreibt. Die Käuferin hat sich verpflichtet bzw. ist berechtigt, das Restschuldgeschäft ausschließlich treuhändisch für die Verkäuferin zu führen. HDI Seguros wird im Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung konsolidiert. In diesem Zusammenhang übernahm die HDI-Gerling International Holding AG ebenfalls zum Erwerbszeitpunkt 1. Oktober 2009 für 0,4 Mio. EUR 99,998 % der Anteile an der Gente Compañía de Soluciones Profesionales de México, S.A. de CV., einer Servicegesellschaft, in deren Anstellungsverhältnis die Arbeitnehmer der HDI Seguros, S.A. de C.V. stehen. Verkäuferin beider Gesellschaften war die Genworth Life Insurance Company. Insbesondere unter Abwägen von Kosten und Nutzen verzichten wir auf die Konsolidierung der Servicegesellschaft Gente Compañía de Soluciones Profesionales de México, S.A. de C.V., die über keine nennenswerten Vermögenswerte und Verpflichtungen gegenüber konzernfremden Dritten verfügt und auch kein Versicherungsgeschäft betreibt. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden sich hierdurch nicht ergeben. Die folgende Tabelle stellt die übernommenen Vermögenswerte und den Geschäfts- und Firmenwert detailliert dar: scroll
Der Geschäfts- und Firmenwert leitet sich aus unseren Erwartungen in Bezug auf die Ertragsstärke und das Wachstumspotenzial der erworbenen Gesellschaft ab, die mit dem Einstieg in den stark wachsenden Versicherungsmarkt in Mexiko verbunden sind. Der Erwerb erfüllt die Voraussetzungen eines Unternehmenszusammenschlusses im Sinne von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Im Zuge der Erstellung der Übernahmebilanz zum 1. Oktober 2009 wurden die Vermögenswerte und Schulden der HDI Seguros, S.A. de CV. neu bewertet und mit ihren Zeitwerten abgebildet (Purchase Price Allocation - Kaufpreisallokation). Dabei wurden die IFRS-Werte zum 1. Oktober 2009 (Zeitpunkt des Kontrollübergangs) aus dem lokalen Abschluss per 30. September 2009 in einem Schritt entwickelt. Eine zusätzliche Erstellung eines IFRS-Abschlusses auf den Zeitpunkt unmittelbar vor der Übernahme wäre mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden gewesen und ist daher unterblieben. Die Angaben nach IFRS 3.67 (f) sind insoweit nicht vollständig. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Erwerbszeitpunkt mit folgenden Werten zum 1. Oktober 2009 angesetzt: scroll
Die Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft werden seit der Erstkonsolidierung zum 1. Oktober 2009 in den Konzernabschluss einbezogen. In der nachstehenden Tabelle ist das Prämienvolumen der HDI Seguros, S.A. de CV. seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt dargestellt. Die "As if"-Darstellung bezieht sich auf die ausgewiesenen Bruttoprämieneinnahmen seit Beginn des Berichtsjahres, ermittelt nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Eine "As if"-Darstellung der Ergebnisbeiträge ab dem 1. Januar 2009 erfolgte aufgrund des unangemessen hohen Aufwands, der zur Ermittlung nötig gewesen wäre, nicht: Bruttoprämien, Ergebnisbeitragscroll
Am 20. Februar 2009 hat der Konzern über seine Tochtergesellschaften Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando (HLRUS), und Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd., Dublin (HLRlr), das US-amerikanische ING-Lebensrückversicherungsportefeuille im Rahmen einer Rückversicherungs- und Vermögenserwerbstransaktion mit der Scottish Re Group Limited, Hamilton/Bermuda, erworben. Im Rahmen der Transaktion haben die beiden Gesellschaften die versicherungstechnischen Verbindlichkeiten dieses Geschäfts übernommen und im Gegenzug die erforderlichen Vermögenswerte erhalten. Der Abschluss der Rückversicherungsverträge erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2009, eine Kaufpreiszahlung ergab sich dadurch nicht. Neben dem Abschluss der Rückversicherungsverträge hat die HLRUS die erforderliche Infrastruktur für das Lebensrückversicherungsgeschäft in Nordamerika zu einem Kaufpreis in Höhe von 13 Mio. EUR erworben. Die Infrastruktur umfasst im Wesentlichen die IT-Systeme für die Verwaltung und Quotierung des Geschäfts. In der Folge wurde auch ein Teil der Belegschaft der Scottish Re Group übernommen. Nach den Vorschriften von IFRS 3 wird die Übernahme wie ein Unternehmenszusammenschluss bilanziert, da die Rückversicherungsverträge und die zu ihrer Verwaltung notwendigen Systeme in Verbindung mit dem übernommenen Personal als eigenständiger Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 anzusehen sind. Der Geschäftsbetrieb wurde zum 1. Januar 2009 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Für die Erstkonsolidierung wurden im Rahmen geeigneter Bewertungsmethoden bei der Ermittlung der Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Teil Annahmen und Schätzungen zugrunde gelegt, die auf Prognosen zukünftiger Zahlungsmittelflüsse beruhen. Daher erfolgte der zunächst vorgenommene Einbezug des Geschäftsbetriebs in den Konzernabschluss auf vorläufiger Basis unter Nutzung der bestmöglichen verfügbaren Informationen. Nach IFRS 3 ist diese vorläufige Bilanzierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt fertig zu stellen. Sich daraus ergebende Wertänderungen der angesetzten Vermögenswerte und Schulden sind so zu bilanzieren, als ob ihr angepasster beizulegender Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt von diesem Zeitpunkt an angesetzt worden wäre. Im Verlauf des Berichtsjahres wurden die vorläufigen Wertansätze der aus dieser Transaktion übernommenen Vermögenswerte und Schulden analysiert und waren infolgedessen in Teilen anzupassen. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Geschäftsbetriebs wurden nach Fertigstellung der vorläufigen Bilanzierung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit folgenden Werten angesetzt: scroll
Im Zusammenhang mit der Übernahme des Lebensrückversicherungsbestands wurde nach den Regelungen des IFRS 4 in Verbindung mit den für die versicherungstechnische Bilanzierung relevanten US-GAAP-Vorschriften ein immaterieller Vermögenswert aktiviert, der den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelflüsse aus den übernommenen Rückversicherungsverträgen repräsentiert (PVFP). Der Erstansatz des PVFP erfolgt auf der Basis anerkannter aktuarieller Bewertungsmethoden ("actuarial appraisal method") zum Zeitwert, in den Folgeperioden wird er planmäßig über die Laufzeit der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge proportional zu den zukünftigen Prämieneinnahmen amortisiert. Zusätzlich wird der immaterielle Vermögenswert regelmäßig auf seine Werthaltigkeit untersucht. Im Ergebnis einer detaillierten Überarbeitung der aktuariellen Bewertungsmodelle war dieser Vermögenswert gegenüber dem ursprünglichen Erstansatz um 14 Mio. EUR auf 104 Mio. EUR zu erhöhen. Neue Erkenntnisse aus der Überprüfung und Einzelbewertung der übernommenen Rückversicherungsverträge führten zu einer um 30 Mio. EUR auf 982 Mio. EUR reduzierten Deckungsrückstellung, zur Ausbuchung der vorläufig angesetzten Anteile der Rückversicherer an der Deckungsrückstellung in Höhe von 27 Mio. EUR sowie zu weiteren, insgesamt geringfügigen Korrekturen. Nach Ansatz aller angepassten erstkonsolidierten Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ergaben sich insgesamt Nettovermögenswerte in Höhe von 106 Mio. EUR nach Steuern. Unter Berücksichtigung des für die oben beschriebenen sonstigen Vermögenswerte gezahlten Kaufpreises in Höhe von 13 Mio. EUR resultiert ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert, der gemäß IFRS 3.56 sofort ertragswirksam zu vereinnahmen war. Negativer Geschäfts- und Firmenwertscroll
Nach den Regelungen des IFRS 3 in der für diesen Rückversicherungs- und Vermögenserwerbsvorgang gültigen Fassung zählen die direkt zurechenbaren Nebenkosten der gesamten Transaktion, das sind z. B. Honorare für von Dritten erbrachte Beratungs- und Prüfungsdienstleistungen, zu den Anschaffungskosten. Die Nebenkosten, deren endgültige Höhe im Verlauf des vierten Quartals 2009 abschließend festgestellt worden ist, beliefen sich auf 6 Mio. EUR. Bei Vorliegen eines negativen Geschäfts- oder Firmenwerts sind die Nebenkosten von dem ertragswirksam vereinnahmten negativen Geschäfts- oder Firmenwert abzusetzen, sodass aus der Transaktion insgesamt ein einmaliger Nettoertrag in Höhe von 87 Mio. EUR resultiert, von dem 43 Mio. EUR ins Konzernergebnis eingehen und 44 Mio. EUR auf Anteile anderer Gesellschafter entfallen. Zum Bilanzstichtag wird die erfolgswirksame Vereinnahmung des negativen Geschäfts- und Firmenwertes unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Nebenkosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die gebuchte Bruttoprämie vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum Stichtag beläuft sich auf 834 Mio. EUR. Für den gleichen Zeitraum war aus dem übernommenen Geschäftsbetrieb ein Ergebnis in Höhe von 45 Mio. EUR zu verzeichnen, in dem der sonstige betriebliche Ertrag aus der Auflösung des negativen Geschäfts- und Firmenwerts nicht enthalten ist. VeräußerungsgruppenIn der Position "Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen" wird zum 31. Dezember 2009 im Segment Personen-Erstversicherung ein Buchwert in Höhe von 35 Mio. EUR ausgewiesen. Das zum 31. Dezember 2008 zu einer Veräußerungsgruppe zusammengefasste Immobilienportefeuille der Neue Leben Lebensversicherung AG, bestehend aus 16 gemischt genutzten Objekten, wurde im Berichtszeitraum wegen des geänderten Marktumfeldes rückabgewickelt. Zum Zeitpunkt der Rückabwicklung war ein Aufwand aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 0,3Mio. EUR aufgelaufen. Statt im Rahmen einer einzelnen Transaktion ist ein Abverkauf der einzelnen Objekte vorgesehen. Zum 31. Dezember 2009 werden zwei Objekte (5 Mio. EUR) in Hamburg als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. Mit Kaufdatum vom 7. bzw. 8. Dezember 2009 wurden die beiden Objekte zum Preis von insgesamt 5,3 Mio. EUR verkauft. Der wirtschaftliche Übergang erfolgte im Februar bzw. März 2010. Im vierten Quartal 2009 fand darüber hinaus der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der im Jahr 2008 als "zur Veräußerung gehalten" klassifizierten Immobilie der HDI-Gerling Lebensversicherung AG statt. Das Objekt mit Buchwert von 14 Mio. EUR wird seither nicht mehr ausgewiesen. Mit Datum vom 29. Oktober und 15. Dezember 2009 hat die HDI-Gerling Lebensversicherung AG zwei Gebäude (15 Mio. EUR) in Hamburg und Leipzig veräußert. Bei dem Gebäude in Hamburg handelt es sich um ein Bürogebäude, das aufgrund von hohem Leerstand zum Kaufpreis von 14,7 Mio. EUR verkauft wurde. Das Wohngebäude in Leipzig wurde vor allem aufgrund hoher Verwaltungsaufwendungen und schwieriger Mietsituation zum Kaufpreis von 0,9 Mio. EUR veräußert. Darüber hinaus hat die HDI-Gerling Lebensversicherung AG eine Liegenschaft in Würzburg (15 Mio. EUR) als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. Hierbei handelt es sich um ein Gebäude, das im Eigentum des Immobilien-Sondervermögens "Gerling Immo Spezial 1" steht. Aufgrund anstehender hoher Sanierungskosten im Falle einer erneuten Vermietung wird das Objekt verkauft. Im Dezember 2009 wurde eine bindende Exklusivitätsvereinbarung unterzeichnet; der Kaufpreis wird voraussichtlich 18,6 Mio. EUR betragen. Der Abschluss der Transaktion wird im 1.Halbjahr 2010 erwartet. Im Februar 2010 hat das Management der HDI-Gerling Lebensversicherung AG den Beschluss gefasst, sämtliche Aktien aus ihrem Aktienspezialfonds GIK Leben 1 zu veräußern und den Spezialfonds an die Fondsgesellschaft zurückzugeben. Der gleiche Sachverhalt liegt bei der HDI-Gerling Pensionskasse vor. Diese hat ihren Aktienspezialfonds HGPK-Aktien veräußert. Die Rückgabe der Aktien wurde im Februar 2010 durchgeführt. Da die Kriterien nach IFRS 5.7 und 5.8 erst nach dem Abschlussstichtag erfüllt waren, ist ein separater Ausweis gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2009 unterblieben. Beide Gesellschaften werden im Segment Personen-Erstversicherung konsolidiert. Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und FinanzinstrumentenDie im Folgenden aufgeführten Angaben ergänzen die Risikoberichterstattung im Lagebericht und berücksichtigen die Anforderungen von DRS 5-20, IFRS 4 und IFRS 7. Zu grundlegenden qualitativen Aussagen, z. B. zur Organisation unseres Risikomanagements oder zur Einschätzung der Risikolage, verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht. Neben der Klassenbildung von Finanzinstrumenten werden nachfolgend Art und Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten, getrennt nach Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Kapitalanlagen, angegeben. Das Kapitel endet mit der Darstellung der Bewertungshierarchie (Fair-Value-Hierarchie) der zum Fair Value angesetzten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zudem werden die im Konzern eingesetzten Bewertungstechniken zur Bestimmung dieser beizulegenden Zeitwerte beschrieben. Klassenbildung von FinanzinstrumentenIFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" fasst alle Angabepflichten für Finanzinstrumente zusammen. Einige der Angabepflichten sind in Form der Klassenbildung vorzunehmen. Dabei ist mindestens so zu gruppieren, dass eine Unterscheidung zwischen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, und solchen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, möglich wird. Die Klassenbildung ist nicht notwendigerweise identisch mit der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39.45-46 zum Zwecke der Folgebewertung. Die Klassenbildung unserer Finanzinstrumente orientiert sich an den Belangen unseres Bestands und unserer Bilanzgliederung. Grundsätzlich haben wir die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten gebildet:
Den Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des Talanx-Konzerns bilden der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen Sparten der Schaden/Unfall- und der Lebensversicherung, sowohl im Bereich der Erstversicherung als auch in der Rückversicherung. Risiken aufgrund von VersicherungsverträgenDie Risiken aus Versicherungsverträgen setzen sich in erster Linie aus den Versicherungsrisiken, den Ausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken und den Marktrisiken zusammen. Die Versicherungsrisiken in der Schadenversicherung werden getrennt von denen in der Personenversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Management versicherungstechnischer Risiken in der Schaden/UnfallversicherungIn der Schadenversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die Versicherungsrisiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und aus dem Reserverisiko. Das Versicherungsgeschäft beruht darauf, in der Erstversicherung den Versicherungsnehmern und in der Rückversicherung den Zedenten ihre individuellen Risiken abzunehmen und im Kollektiv und über die Zeit auszugleichen. Für den Versicherer besteht das grundsätzliche Risiko darin, aus im Voraus kalkulierten, nicht veränderbaren Prämien Versicherungsleistungen zu erbringen, deren Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Das Reservierungsrisiko entsteht aus einer möglicherweise unzureichenden Bildung von bilanziellen Schadenreserven und einer sich somit ergebenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Dem übernommenen Prämien-/Schadenrisiko begegnen wir unter anderem durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt: scroll
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Aufgrund veränderter Segmentzuordnung sind
die Jahre 2005 und 2007 nur eingeschränkt vergleichbar Die Erhöhung der Selbstbehaltsquote auf Konzernebene 2009 resultiert aus dem markanten Anstieg des Selbstbehalts im Segment Schaden-Rückversicherung. Infolge geringerer Retrozessionen erhöhte sich hier die Selbstbehaltsquote von 89,0 % auf 94,1 % deutlich. Dem steht ein leichter Rückgang der Selbstbehaltsquote im Erstversicherungsgeschäft gegenüber. Die Erhöhung des Selbstbehalts von 2007 zu 2008 im Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung war in erster Linie auf das Industriegeschäft zurückzuführen und resultierte überwiegend aus der Einmalprämienzahlung für einen Stop-Loss-Vertrag im US-Casualty-Geschäft, geänderten Rückversicherungsordnungen und einem Sondereffekt im Jahr 2007. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Quote in diesem Segment sind die Modifikationen der Segmentdefinition, die 2006, 2007 und 2008 durchgeführt wurden. In erster Linie wurden Umhängungen zwischen den beiden Segmenten Schaden/Unfall-Erstversicherung und Schaden-Rückversicherung vorgenommen. 2007 wurde das Lebensversicherungsgeschäft der italienischen Tochtergesellschaft HDI Assicurazioni in das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung umgegliedert. Das Lebensversicherungsgeschäft der italienischen Gesellschaft hat traditionell einen höheren Selbstbehalt als die Sachversicherer. 2008 wurde die Euro Re International aus dem Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung in die Schaden-Rückversicherung umgegliedert. Das unmittelbare Vorjahr wurde jeweils angepasst. Die Schadenquote für eigene Rechnung entwickelte sich nach Segmenten über einen Zeitraum von fünf Jahren wie folgt: scroll
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Aufgrund veränderter Segmentzuordnung sind
die Jahre 2005 und 2007 nur eingeschränkt vergleichbar Die moderate Höhe der Schadenquoten in den vergangenen Jahren ist Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schadenmanagement. Der Anstieg der Schadenquote im Segment Schaden-Rückversicherung zum Bilanzstichtag steht vor allem im Zusammenhang mit erhöhten Quoten in den Zielmärkten Deutschland und Nordamerika. Im Gegensatz dazu fiel im Erstversicherungsgeschäft die aktuariell ermittelte Geschäftsjahresschadenquote gegenüber dem Vorjahr besser aus. Zu berücksichtigen ist hier auch, dass Unwetterschäden nach den Erfahrungen mit dem Sturmereignis "Kyrill" 2007 und einer daraufhin geänderten Rückversicherungsstruktur deutlich erhöhten Beteiligungen der Rückversicherer unterliegen. Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleisten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie auf die künftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten lassen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken zu. Die im Rückversicherungsbereich auf Basis aktuarieller Methoden ermittelten Schadenreserven werden ggf. um Zusatzreserven auf der Grundlage eigener aktuarieller Schadeneinschätzungen und um die so genannte Spätschadenreserve für Schäden, die bereits eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, ergänzt. Insbesondere für Haftpflichtschäden werden aufgrund der langen Abwicklungsdauer Spätschadenreserven gestellt, die nach Risikoklassen und Regionen differenziert errechnet werden. Die hinreichende Bemessung der Schadenreserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist sehr komplex, da zwischen Schadenverursachung und Schadenmeldung zum Teil Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen können. Die Exponierung des Konzerns im Hinblick auf asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist jedoch relativ gering. Die Angemessenheit dieser Reserven wird üblicherweise mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Rückversicherungsbereich bei 24,3 (25,0); die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 198 (150) Mio. EUR. Zur Einschätzung der für den Rückversicherungsbereich wesentlichen Katastrophenrisiken aus Naturgefahren (Erdbeben, Stürme) kommen lizenzierte wissenschaftliche Simulationsmodelle zum Einsatz, die durch die Expertise der entsprechenden Fachbereiche ergänzt werden. Zur Risikoermittlung des Portefeuilles werden ferner verschiedene Szenarien (z. B. USA/Hurrikan, Europa/ Sturm, USA/Erdbeben) in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt. Die Überwachung der Naturgefahrenexponierung des Portefeuilles (Kumulkontrolle) wird durch die sukzessive Einführung von realistischen Extremschadenszenarien vervollständigt. Wir analysieren Extremszenarien bzw. Kumule, die zu hohen Schäden führen können. Für den Konzern ergeben sich auf der Grundlage der aktuellen bzw. zuletzt ermittelten Werte folgende potenzielle Netto-Schadenbelastungen: scroll
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Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren
können von den Modellannahmen abweichen Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert. So gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen. Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen zur Bilanzposition "(20) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle"). In der Schaden/Unfallversicherung erfolgt die Überwachung und Steuerung des Reservierungsrisikos grundsätzlich durch eine Analyse der Schadenreserven anhand von aktuariellen Methoden. Bei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung. Das Eintreten einer Zinssenkung würde dabei zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. Bei der Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung werden die aktuellen Rententafeln als Rechnungsgrundlage verwendet. Ein Anstieg der Nettoschadenquote in diesen beiden Segmenten der Schaden/Unfallversicherung um 5 Prozentpunkte würde das Jahresergebnis nach Steuern um 298 (268) Mio. EUR mindern. Management von Marktrisiken in der PersonenversicherungTypische Risiken in der Personenversicherung (Personen-Erst- und Personen-Rückversicherung) entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien enthalten. Somit sind hier neben den Zinsrisiken die biometrischen Risiken und die Stornorisiken von besonderer Bedeutung. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen und für die Bewertung von aktivierten Abschlusskosten bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Aufgrund der vorgenannten Risiken können sich die Kalkulationsgrundlagen und unsere Erwartungen als unzureichend herausstellen. Unsere Lebensversicherer nutzen verschiedene Instrumente, um hier gegenzusteuern.
Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken ebenfalls von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko der Lebenserstversicherung hat demgegenüber -bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt: scroll
Die Sensitivität gegenüber diesen Risiken messen wir anhand einer Embedded-Value-Analyse. Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) ist ein wesentliches Instrument des Risikomanagements. Er bezeichnet den Barwert der künftigen Aktionärserträge plus Eigenkapital abzüglich Kapitalkosten des Geschäfts der Personen-Erst- und -Rückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der Embedded Value ist "market consistent", d. h., er ist mit einer Kapitalmarktbewertung erstellt, die bestimmten Anforderungen genügt: arbitragefrei, risikoneutral, die modelltechnische Abbildung der Finanzinstrumente liefert die aktuellen Marktpreise. Zusätzlich wird der Neugeschäftswert (NBV) betrachtet. Der MCEV und der NBV bezeichnen den Barwert der künftigen Aktionärserträge des Geschäfts der Leben-Erstversicherung und der PersonenRückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der MCEV wird für unsere großen Leben-Erstversicherer sowie das Personen-Rückversicherungsgeschäft der Hannover Rück ermittelt. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen die Lebensversicherer des Konzerns und damit der Konzern im Bereich Personenversicherung als Ganzes exponiert sind, und sie geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Im Rahmen der Analysen werden Sensitivitäten zu Sterblichkeiten, Stornowahrscheinlichkeiten, Verwaltungskosten sowie zum Zins- bzw. Aktienkursniveau betrachtet. Sensitivitäten zu SterblichkeitenDie Exponiertheit der Lebensversicherer im Konzern unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit entsprechenden Auswirkungen auf den MCEV. Sensitivitäten zu StornowahrscheinlichkeitenBei Verträgen mit Rückkaufsrecht ist die bilanzierte Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der zugehörige Rückkaufswert, daher ist die wirtschaftliche Auswirkung des Stornoverhaltens eher durch die Höhe der Stornoabschläge und andere Produktmerkmale bestimmt. Eine gegenüber der Erwartung höhere Stornowahrscheinlichkeit würde sich zum Teil negativ auf den MCEV auswirken. Sensitivitäten zu VerwaltungskostenGegenüber der Erwartung höhere Verwaltungskosten würden zu einer Minderung des MCEV führen. Sensitivitäten zu Zins- und AktienkursniveauEs besteht ein erhebliches Zinsgarantierisiko, das sich durch die Verpflichtung ergibt, jeweils die Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen zu erwirtschaften. Die festverzinslichen Kapitalanlagen haben in der Regel eine kürzere Duration als die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen (Durations-Mismatch). Daraus resultieren ein Wiederanlagerisiko für bereits akkumulierte Guthaben und ein Neuanlagerisiko für die zukünftigen Beiträge. Bleiben die Kapitalerträge über die restliche Abwicklungsdauer der Verbindlichkeiten hinter den Zinsforderungen aus den Garantien zurück, so führt dies zu einer entsprechenden Ertragsminderung und der MCEV sinkt. Ein Rückgang des Aktienkursniveaus hätte ebenfalls einen negativen Einfluss auf den MCEV. Derivate, die in Lebensversicherungsverträgen eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sindIn den Versicherungsprodukten können folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein, sofern diese bei Vertragsabschluss vereinbart wurden:
Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der entsprechenden Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Management von Kreditrisiken aus VersicherungsverträgenForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Um dieses zu begrenzen, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Schuldners, die anhand marktüblicher Ratingklassen gemessen wird. Die Auswahl der Rückversicherer wird darüber hinaus auf Basis interner und externer Expertenschätzung, wie beispielsweise Marktinformationen von Maklern, vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsmittlern sind grundsätzlich ungesichert. Das Ausfallrisiko dieser Forderungen unterliegt einer laufenden Beobachtung im Rahmen unseres Risikomanagements. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Forderungen mit verhältnismäßig niedrigen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen. Diese Forderungen bestehen im Allgemeinen gegenüber Versicherungsnehmern, die über kein Rating verfügen. Allein Firmenkunden ab einer gewissen Größenordnung verfügen über externe Einschätzungen ihrer Bonität. Bei den Versicherungsvermittlern handelt es sich um einzelne Makler oder Maklerorganisationen, die in der Regel ebenfalls über kein Rating verfügen. Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichen auf Basis einer systemgestützten Abgabensteuerung geregelt: Es werden Abgabenlimite für die einzelnen Retrozessionäre vorgegeben und noch freie Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfristiges Geschäft ermittelt. Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso betreiben die Konzerngesellschaften jeweils ein effektives Mahnverfahren mit dem Ziel einer Verminderung der Außenstände. Darüber hinaus werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt. Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären, weil das abgeschlossene Bruttogeschäft nicht immer vollständig im Selbstbehalt bleibt, sondern nach Bedarf (retro)zediert wird. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer. Unsere Rückversicherungspartner werden durch Kreditkomitees sorgfältig ausgewählt, es wird fortlaufend auf ihre Bonität geachtet, und es werden gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen ergriffen. Der Buchwert der Finanzinstrumente, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, als Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, stellt sich wie folgt dar (ohne Depotforderungen): scroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen zwischen den Segmenten scroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen zwischen den Segmenten Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots, die keine Zahlungsströme auslösen und die von Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Sie verhalten sich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduziert sich in gleichem Maß die versicherungstechnische Rückstellung. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt; eine Darstellung in obiger Tabelle ist vor diesem Hintergrund unterblieben. Für das in Rückdeckung gegebene Geschäft reduzieren wir das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern dadurch, dass wir über unseren konzerneigenen Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG die Rückversicherer sorgfältig auswählen und auf deren Bonität anhand von Einschätzungen international anerkannter Ratingagenturen achten. In den beiden Erstversicherungssegmenten beliefen sich die aus der passiven Rückversicherung, d. h. der Abgabe der von uns übernommenen Risiken, resultierenden Ansprüche - die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - auf insgesamt 4,1 (4,8) Mrd. EUR. Die sich hieraus ergebenden Forderungen gegenüber Rückversicherern (nach Abzug von Wertberichtigungen) betrugen 389 (398) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen mehr als 67 % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf. Für die Kontrahenten der Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich folgende Ratingstruktur: scroll
88 (84) % unserer Zessionäre sind mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Bei der Ermittlung der Ratings sind etwaige erhaltene Sicherheiten wie Depots oder Avalbürgschaften bereits berücksichtigt. In den beiden Rückversicherungssegmenten beliefen sich die Ansprüche aus der Retrozession zum Bilanzstichtag auf 1,9 (2,2) Mrd. EUR. Insgesamt 96 (96) % der Retrozessionäre sind mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifiziert. Von diesen verfügen über 94 (95) % über ein Rating der Kategorie A oder besser. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unserer Politik, Ausfallrisiken in diesem Bereich soweit möglich zu vermeiden. Die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die zum Bilanzstichtag überfällig, aber nicht wertgemindert waren, stellen sich wie folgt dar: scroll
Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren. Bei der Darstellung wurde auf das kurze Laufzeitband "1 Tag bis 3 Monate" verzichtet, da hier konzernweit unterschiedliche Prozesse zur Anwendung kommen. Im Konzern liegt das Forderungsmanagement dezentral in der Verantwortung der Tochtergesellschaften. Daraus ergibt sich, dass der Ablauf des Forderungsmanagements - den zugrunde liegenden Geschäftsrisiken folgend - unterschiedlich ist (u. a. unterschiedliche Behandlung ausfallgefährdeter Forderungen (Ausbuchung oder Wertberichtigung); unterschiedliche Zeitpunkte, wann das Forderungsmanagement einsetzt, und unterschiedliche Instrumente des Forderungsmanagements). Erst ab einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen verlieren die genannten Gründe an Bedeutung und lassen eine konzernweite Aussage zu. Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 120 (64) bzw. 52 (5) Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 15 (8) % bzw. 9 (<1) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 2,5 %. Aus dem passiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 229 (143) Mio. EUR, was einer Quote von 46 (23) % entspricht; hier lag die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre unter 4,8 (1,3) %. Bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften des Hannover Rück-Konzerns, die die Rückversicherungssegmente des Konzerns ausmachen, waren zum Bilanzstichtag 258 Mio. EUR unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 2,9 Mrd. EUR älter als 90 Tage sowie teilweise wertgemindert. Dies entspricht einem Anteil von 8,6 %. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre lag bei 0,2 %. Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft sind nahezu unverändert zu 30,5 % durch Depots oder Avalbürgschaften gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h., es besteht meist ein Aufrechnungspotenzial mit eigenen Verbindlichkeiten. Auf eine Wertberichtigung der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist. Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Berichtsjahr wurde Risikovorsorge für die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 21 Mio. EUR aufgelöst. Diese Risikovorsorge ist nicht mehr erforderlich, nachdem wir im vergangenen Jahr durch die Verbriefung von aus Rückversicherungsforderungen resultierenden Ausfallrisiken die verbleibenden Kreditrisiken deutlich reduziert haben. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: scroll
Die Ausfallrisiken von Finanzinstrumenten, die aus Versicherungsverträgen resultieren, wurden durch Einzelbetrachtung ermittelt. Etwaige Sicherheiten wurden berücksichtigt. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 5 (6) %. Im Einzelnen stellen sich die jährlichen Wertberichtigungsquoten wie folgt dar: scroll
Die jährlichen Ausfallquoten beliefen sich auf: scroll
Die Netto-Gewinne/-Verluste aus Finanzinstrumenten aus Versicherungsverträgen betrugen: scroll
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Risiken aus KapitalanlagenDie Risiken aus den Kapitalanlagen umfassen hauptsächlich das Marktrisiko (beinhaltet das Fremdwährungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashflow-Risiko und das Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko sowie das Liquiditätsrisiko. Management von Risiken aus KapitalanlagenZur Überprüfung der strategischen Asset Allocation wird regelmäßig die Struktur der Kapitalanlagebestände überprüft. Zum Stand 31. Dezember 2009 ergibt sich für den Konzern folgendes Bild (ohne Depotforderungen): scroll
Dabei zeigt sich, dass sich die Rentenpapiere, Aktien und Immobilien im Rahmen der definierten Konzernlimite bewegen. Unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit des Unternehmens sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden durch unsere gesamtheitlichen Asset-Liability-Steuerungssysteme die Anlageziele Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung ausgewogen berücksichtigt. Risiken, die dem in erster Linie entgegenstehen, sind Marktrisiken, Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. MarktrisikenDas Marktänderungsrisiko umfasst in erster Linie das Risiko von Marktpreisänderungen von festverzinslichen Anlagen und von Aktien sowie das Währungsrisiko durch Wechselkursschwankungen bei nicht kongruenter Bedeckung. Dies kann zu Wertberichtigungsbedarf oder zu realisierten Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Ein wesentliches Instrument zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Value at Risk (VaR). Dieser definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer (z. B. 10 Tagen) mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (z. B. 95 %) nicht überschritten wird. Die Ermittlung des VaR erfolgt täglich auf Basis historischer Daten. Im Rahmen dieser Berechnungen werden sowohl die Verlustpotenziale des Gesamtportfolios als auch von Teilportfolios überwacht und limitiert. Bei der Berechnung dieses maximalen Verlustpotenzials werden ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde gelegt. Das heißt, dass dieses geschätzte Verlustpotenzial innerhalb von 10 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % überschritten wird. Als Eingangsdaten fließen täglich fortgeschriebene Bestände in die Berechnung ein. Der Umfang der Marktdatenhistorie zur Risikoanalyse beträgt 181 Wochen. Darauf basierend werden 180 Wochenänderungen für jeden relevanten Marktparameter wie z. B. Aktienkurse, Wechselkurse und Zinssätze berechnet, die dann zur Value-at-Risk-Ermittlung herangezogen werden. Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit werden durch die Verwendung eines so genannten Decay-Faktors stärker gewichtet, um die Sensitivität des VaR-Modells für aktuelle Volatilitätsveränderungen und damit die Prognosequalität zu verbessern. Die Aktualisierung der Zeitreihen, auf deren Basis die Risikoparameter berechnet werden, erfolgt wöchentlich. Dabei werden die Marktparameter der ältesten Woche entfernt und durch diejenigen der aktuellen Woche ersetzt. Basierend auf den aktualisierten Marktdaten wird eine Rekalibrierung des Risikomodells vorgenommen. Das verwendete Risikomodell basiert auf einem Multifaktorenmodell. Dieses Modell fußt auf einer Vielzahl repräsentativer Zeitreihen, wie z. B. Zinsen, Wechselkursen und Aktienindizes. Aus diesen Zeitreihen lassen sich mithilfe einer Hauptkomponentenanalyse alle risikorelevanten Faktoren ermitteln. Die zwischen den Zeitreihen bestehenden Korrelationen fließen in die Gewichtung der Risikofaktoren ein. Dadurch werden Kumulations- und Diversifikationseffekte bei der Risikoschätzung berücksichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios werden gegen diese Faktoren regressiert. Die dabei ermittelten Faktorladungen stellen einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Faktoren, die aus den Bewegungen der repräsentativen Zeitreihen abgeleitet wurden, und den Bewegungen der Wertpapiere her. Durch die Simulation der Faktorentwicklungen werden die Risiken der Wertpapiere abgeleitet. Das Risiko der Optionen wird durch vollständige Simulation abgeleitet. Hierdurch werden die nichtlinearen Zusammenhänge zwischen Optionspreisen und den Preisbewegungen der zugrunde liegenden Basiswerte berücksichtigt. Der Ermittlung des VaR liegen Normalszenarien der Märkte zugrunde. Um auch Extremszenarien abbilden zu können, werden zusätzlich Stresstests vorgenommen. Hierbei werden die Verlustpotenziale auf Basis bereits eingetretener oder fiktiver Extremereignisse geschätzt. Die tatsächlichen Marktentwicklungen können von den Modellannahmen abweichen. Der VaR zum Jahresende 2009 (21. Dezember 2009) betrug 900 (684) Mio. EUR, das entspricht 1 (1) % der betrachteten Kapitalanlagen. Stresstests sowie Szenarioanalysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis, womit wir das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen abschätzen. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir auf der Basis von historischen Daten Aktien- und Währungskurs- sowie Renditeänderungen. Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertänderungen, z. B. durch Verluste bestimmter Aktienindizes, der im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Indexderivate. Durch gezielte Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Währungskursrisiken sind für einen international agierenden Versicherungskonzern, in dem ein wesentlicher Teil des Geschäfts in Fremdwährung gezeichnet wird, von großer Bedeutung. Die folgende Tabelle zeigt Szenarien der Entwicklung von den im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Beachtung dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren. Szenarien der Entwicklung von im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag: scroll
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Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung) Unsere Kapitalanlagen setzen sich aus folgenden Währungen zusammen: scroll
Zur Teilabsicherung von Beständen, insbesondere im Hinblick auf Preis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken, setzen wir Short-Call- und Long-Put-Optionen sowie Swaps ein. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um unser Portfolio im Hinblick auf Risiko-Ertrags-Gesichtspunkte zu optimieren. Um Risiken, insbesondere Kreditrisiken, aus der Anwendung dieser Geschäfte zu vermeiden, werden die Verträge ausschließlich mit erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen und die Vorgaben aus den Anlagerichtlinien eingehalten. Durch die konsequente Anwendung des Prinzips der kongruenten Währungsbedeckung können wir zudem das Fremdwährungsrisiko im Konzern deutlich reduzieren. AusfallrisikenDie zu überwachenden Adressenausfallrisiken beinhalten Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Neben den durch den Finanzvorstand vorgegebenen Kontrahenten- und Emittentenlisten stellt die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite eine wesentliche Voraussetzung für eine Investitionsentscheidung dar. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Kontrahenten bzw. Schuldners. Wesentlicher Anhaltspunkt hierfür sind die durch externe Agenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Die Neuanlage ist zur Begrenzung des Bonitätsrisikos auf den Investment-Grade beschränkt. Die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, stellt sich wie folgt dar: scroll
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Die Kapitalanlagen werden von den Schuldnern regelmäßig bedient. Sicherheiten bestehen vor allem bei den hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen sowie bei den Hypothekendarlehen, die grundpfandrechtlich besichert sind. Zum Bilanzstichtag befanden sich, mit Ausnahme der Hypothekendarlehen, keine überfälligen, nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. Die Hypothekendarlehen weisen Rückstände von insgesamt 22 (18) Mio. EUR auf. Diese Forderungen sind ausreichend durch Grundpfandrechte besichert, sodass auf eine Wertberichtigung verzichtet wurde. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass eine Verwertung nur im Falle von Leistungsstörungen möglich ist. Zu den wertberichtigten Kapitalanlagen verweisen wir auf Note 29, Seite 211. Die festverzinslichen Kapitalanlagen und Darlehen (ohne die übrigen Kapitalanlagen) verteilen sich auf folgende Schuldnergruppen mit der dazugehörigen Bonitätsstruktur: scroll
1)
Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe
von 2.674 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten)
und 3.850 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten,
die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche
Bundesländer garantiert sind scroll
1)
Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe
von 1.943 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten)
und 2.815 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten,
die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche
Bundesländer garantiert sind Bei mehr als 87 (88) % der hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen handelt es sich zum Bilanzstichtag um Pfandbriefe. Die Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne übrige Kapitalanlagen, Policendarlehen und Hypothekendarlehen) stellt sich wie folgt dar: scroll
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Zum Ende des Berichtszeitraums waren Schuldner von 98 (99) % unserer Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifiziert (AAA bis BBB), 92 (94) % verfügten über ein Rating der Kategorie A und besser. Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen erhalten bei Anschaffung ein internes Rating, das so weit wie möglich vom Emittenten-Rating abgeleitet wird. Grundpfandrechtlich besicherte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1.383 (1.607) Mio. EUR sind Privatpersonen gewährt worden, die über kein Rating verfügen. Daneben bestehen auch bei den Policendarlehen, den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten sowie Beteiligungspapieren grundsätzlich keine Ratings. Zu den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen, die nicht im Zusammenhang mit Kapitalanlagen oder dem Versicherungsgeschäft stehen und die größtenteils über kurzfristige Laufzeiten verfügen. Der Forderungsbestand setzt sich aus einer verhältnismäßig großen Anzahl von Schuldnern zusammen, sodass das Ausfallrisiko bei diesen Finanzinstrumenten von uns als gering eingestuft wird. Management von KonzentrationsrisikenZur Minderung des Portfoliorisikos wird eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Assetklassen beachtet. Das Konzentrationsrisiko wird über die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht und ist insgesamt vergleichsweise gering, auch wenn insbesondere Bankenfusionen zu spürbaren Konzentrationserhöhungen führen. Darüber hinaus darf in stärker risikobehaftete Kapitalanlagen nur in begrenztem Umfang investiert werden. Management von LiquiditätsrisikenUnter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird unter anderem auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Zur Darstellung der Kapitalanlagen und der Bruttorückstellungen sowie der Rückversicherungsanteile (nach ihren erwarteten bzw. vertraglichen Laufzeiten gegliedert) verweisen wir auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten. Die folgende Tabelle zeigt die Cashflows der wesentlichen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) und der finanziellen Verbindlichkeiten, die für das Management von Liquiditätsrisiken von Bedeutung sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind gegliedert nach den erwarteten Laufzeiten, die Verbindlichkeiten nach den vertraglichen Laufzeiten: scroll
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1)
Unter den versicherungstechnischen Rückstellungen
werden ausschließlich die Deckungsrückstellungen und die Schadenrückstellungen
nach Restlaufzeiten aufgeteilt Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung
umfasst die handelsrechtlichen Ansprüche der Versicherungsnehmer,
soweit sie nicht bereits endgültig einzelnen Versicherungsnehmern
zugeteilt und ausgezahlt wurden. Im Wesentlichen ist daher eine eindeutige
Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten
nicht möglich. Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil
der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit
nach dem Bilanzstichtag dem/den folgenden Geschäftsjahr(en) zuzurechnen
ist. Es handelt sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge nicht
um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen insofern keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit; ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. Im Konzern wurden im Berichtsjahr finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 8,4 Mio. EUR als Sicherheiten für Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten gestellt. Die Sicherheiten werden im Wesentlichen aufgrund von Anforderungen der Aufsichtsbehörden gehalten. Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können: Der Talanx-Konzern hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Ende 2008 hatten wir zwei Tranchen über insgesamt 800 Mio. EUR in Anspruch genommen. Eine Tranche über 250 Mio. EUR wurde im April 2009 zurückgezahlt. Der Nominalwert der Kreditlinie beträgt zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Zur Absicherung möglicher künftiger Großschäden hatte sich die Hannover Rückversicherung AG im Jahr 2004 einen Kreditrahmen in Höhe von 500 Mio. EUR in Form eines unbesicherten syndizierten Darlehens einräumen lassen. Die Fazilität hatte eine Laufzeit von fünf Jahren und endete im August 2009. Sie wurde innerhalb ihrer Laufzeit nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Kreditinstituten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC), darunter zwei unbesicherte syndizierte Avalkreditlinien in Höhe von umgerechnet jeweils 1,4 Mrd. EUR aus den Jahren 2005 bzw. 2006, von denen die eine Linie je zur Hälfte im Januar 2010 und im Januar 2012 und die andere Linie im Januar 2013 ausläuft. Auf bilateraler Ebene bestehen zudem mit Kreditinstituten LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 1,1 Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen". Im Dezember 2009 wurde eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 523 Mio. EUR abgeschlossen. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur der Hannover Rück Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung des Ratings, eine Besicherungsverpflichtung seitens der Hannover Rück auslösen. Fair-Value-HierarchieFür die Angaben nach IFRS 7.27 B sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der dreistufigen Fair-Value-Kategorie zuzuordnen. Ziel der neuen Vorschrift ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: jederzeit veräußerbare Wertpapiere, ergebniswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen, soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sowie negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten (enthalten im Bilanzposten "Übrige Verbindlichkeiten"). Eine Angabe von Vergleichsinformationen ist im Jahr der Erstanwendung nicht vorgeschrieben und wurde daher auch nicht vorgenommen. Aufteilung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten FinanzinstrumenteDie Zuordnung der zum Fair Value angesetzten Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag gemäß den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt vorgenommen:
Nachfolgend werden die Buchwerte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse nach den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie gezeigt: scroll
BewertungsprinzipienDie Ermittlung der Zeitwerte der Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird im Allgemeinen ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere. BewertungstechnikenFür die Ermittlung des Fair Value von Finanzinstrumenten werden im Konzern Bewertungstechniken eingesetzt, sofern keine in aktiven Märkten notierten Preise verfügbar sind. Nachfolgend stellen wir die Bewertungstechniken der wesentlichen Arten von Finanzinstrumenten dar. scroll
1)
NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) Der auf Basis von Bewertungsmethoden zum Erwerbszeitpunkt festgestellte Wert kann allerdings von den tatsächlichen Anschaffungskosten abweichen. Die daraus resultierende Bewertungsdifferenz stellt ein theoretisches Ergebnis zum Erwerbszeitpunkt (day-one profit/loss) dar. Zum Bilanzstichtag ergab sich lediglich ein unwesentlicher Verlust. Analyse der Finanzinstrumente, für die signifikante Eingangsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3)Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäftsjahres. scroll
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt. scroll
Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwertes führt, verlangt IFRS 7.27 B (e) eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 1,4 Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 1,3 Mrd. EUR unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 101 Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva(1) Geschäfts- oder Firmenwertescroll
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der HDI Seguros de Automoveis e Bens S.A. im Jahr 2005, dem Kauf der vormaligen Gerling-Gruppe durch die Talanx AG 2006, der 2007 erfolgten Aufstockung der Konzernanteile an den PB Versicherungen auf 100 % sowie dem Kauf von jeweils 100 % der BHW Lebensversicherung AG und der BHW Pensionskasse AG (beide ebenfalls 2007). Ursächlich für den Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte sind die im Berichtsjahr durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen (92 Mio. EUR), die sich vor allem im Rahmen des Werthaltigkeitstests ergaben. Bezüglich der Annahmen für den Wertminderungstest wird auf die Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt "Impairment-Test (Werthaltigkeitsprüfung)" verwiesen. Ein Betrag in Höhe von 1 Mio. EUR entfällt auf Abschreibungen, die im Zusammenhang mit der nachträglichen Aktivierung ertragsteuerlicher Verlustvorträge aus dem Erwerb der GerlingGruppe (Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung) stehen. Diesem Abschreibungsbetrag stehen in gleicher Höhe Erträge aus dem Ansatz latenter Steueransprüche gegenüber. Die Zugänge in Höhe von 43 Mio. EUR betreffen mit 28 Mio. EUR die Zahlung eines nachträglichen Kaufpreises für die Ausweitung einer Vertriebsvereinbarung im Segment Personen-Erstversicherung sowie mit 15 Mio. EUR den Erwerb der HDI Seguros, S.A. de CV., Mexiko, im Segment Schaden/ Unfall-Erstversicherung (Veränderung des Konsolidierungskreises; siehe hierzu unsere Ausführungen im Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode"). Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die berichtspflichtigen Segmente im Konzern: scroll
Impairment-Test (Werthaltigkeitsprüfung)Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Ein Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts mit ihrem erzielbaren Betrag. Dem Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung ist zum Bilanzstichtag ein Geschäfts- oder Firmenwert von 188 Mio. EUR zugeordnet, der anteilig aus dem Gerling-Erwerb 2006 und aus der Übernahme von Anteilen an mehreren ausländischen Versicherungsgesellschaften resultiert. Der erzielbare Betrag des Segments, das die CGU darstellt, wird auf der Basis des Nutzungswerts (Value in Use) anhand der Ermittlung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme berechnet. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Nutzungswerts sind die Planungsrechnungen der Einzelgesellschaften, die zu einer konsolidierten Gesamtplanung auf Segmentebene aggregiert werden. In der Detailplanungsphase, die fünf Jahre umfasst, erfolgt die Planung für jedes einzelne Berichtsjahr. Dabei werden die Annahmen zur Planung auf Basis vergangener Erfahrungen und externer Informationen zur Entwicklung der Märkte getroffen. Die Planung wird gegebenenfalls um Sondereffekte bereinigt. Die fünfte Planperiode übernimmt in der Berechnung die Funktion eines als nachhaltig erzielbar unterstellten Ergebnisses, das ab dem sechsten Jahr der Planung als konstant angenommen wird. Der Nutzungswert ergibt sich aus der Abzinsung der geplanten künftigen Zahlungsströme unter Verwendung eines gewichteten Kapitalisierungszinssatzes, der die in diesem Segment befindlichen Gesellschaften anteilig berücksichtigt. Die Ermittlung des jeweiligen Kapitalisierungszinssatzes erfolgt unter Anwendung des Capital-Asset-Pricing Model (CAPM). Ausgehend von einem risikolosen Basiszinssatz berücksichtigt er das Länderrisiko und unternehmensindividuelle Risiken durch angemessene Zuschläge. Dabei werden sowohl das Sitzland der Tochtergesellschaften als auch das dort herrschende Zinsniveau und etwaige Währungsrisiken berücksichtigt. Die angewandten Kapitalisierungszinssätze der im Segment befindlichen Gesellschaften liegen in einer Bandbreite von 8,50 % und 15,00 % vor Steuern, was Zinssätzen von 12,40 bis 18,30 % nach Steuern entspricht. Der gewichtete Kapitalisierungszinssatz des Segments beläuft sich auf 12,85 % vor Steuern. Im Berichtsjahr wurde ein Wertminderungsbedarf von 42 Mio. EUR identifiziert und ergebniswirksam erfasst. Das Segment Personen-Erstversicherung ist in zwei CGUs aufgeteilt:
Die CGUs im Bereich Personen-Erstversicherung werden schrittweise überprüft. Als Niederstwertgrenze für den Zeitwert eines Lebensversicherungsunternehmens wird der European Embedded Value (EEV) angesetzt. Zu den einzelnen CGUs gehörende Gesellschaften, die kein Versicherungsgeschäft betreiben, werden mit ihrem Ertragswert oder (aus Vereinfachungsgründen) mit ihrem Buchwert angesetzt. In einem zweiten Schritt wird über einen extern oder intern ermittelten Multiplikator für die EEVs ein indikativer Zeitwert der Lebensversicherungsunternehmen ermittelt und angesetzt. Mithilfe des Multiplikators fließen aktuelle und marktbestätigte Erfahrungswerte in die Berechnung ein, die das Verhältnis von Embedded Value und Zeitwert (Börsenkurs) einer Vergleichsgruppe von Lebensversicherungsunternehmen widerspiegeln. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wurde 2009 der Geschäfts- oder Firmenwert, welcher der CGU "HDI-Gerling Leben Serviceholding AG Gruppe" zugeordnet ist, vollständig abgeschrieben. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1 Mio. EUR entfielen auf die CGU "Bancassurance-Gruppe". Für die Rückversicherungssegmente Schaden- und Personen-Rückversicherung, die in Summe weitestgehend der Hannover Rück-Gruppe entsprechen, wird für Zwecke des Impairment-Tests in einem ersten Schritt der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie herangezogen. Der Börsenwert der Hannover Rückversicherung AG wird auf der Grundlage der durchschnittlichen Umsatzrendite der vergangenen drei Jahre auf die beiden Segmente verteilt. Der auf diese Weise ermittelte erzielbare Betrag wird dem Beteiligungsansatz inklusive des dem jeweiligen Segment zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts gegenübergestellt. Sollte der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zu einem Bilanzstichtag durch Faktoren, die nicht die nachhaltige Ertragsposition der Hannover RückGruppe widerspiegeln, deutlich negativ beeinflusst sein, kann alternativ ein Ertragswertverfahren (wie oben für die CGU Schaden/Unfall-Erstversicherung beschrieben) zur Anwendung kommen. Jedes dieser beiden Segmente stellt eine eigene CGU dar; dem Segment Schaden-Rückversicherung sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7 Mio. EUR zugeordnet. Zum Bilanzstichtag bestand kein Impairment-Bedarf. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen entfielen auf das Segment Konzernfunktionen und betrafen mit 3 Mio. EUR die AmpegaGerling Investment GmbH. (2) Sonstige immaterielle Vermögenswertescroll
Die "Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (Bilanzwert 2009: 1,3 Mrd. EUR) sowie den im Jahr 2007 gekauften Vertragsbeständen der BHW Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2009: 309 Mio. EUR) und der PB Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2009: 66 Mio. EUR) sowie aus der Neue Leben Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2009: 145 Mio. EUR). Der im Bruttowert des Geschäftsjahres ausgewiesene Zugang in Höhe von 104 Mio. EUR betrifft den im Rahmen der Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles angesetzten Barwert zukünftiger Zahlungsmittelflüsse des erworbenen Geschäfts (PVFP). Die Amortisationsdauer beträgt 30 Jahre. Aus dem Erwerb der HDI Seguros, S.A. de CV. ergab sich ein versicherungsbezogener immaterieller Vermögenswert von 1 Mio. EUR. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" sowie den Abschnitt "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Insbesondere durch Abschreibungen/Amortisation verminderten sich die versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um 163 Mio. EUR auf 1.976 Mio. EUR. Soweit es sich bei den Lebensversicherungsunternehmen um Portefeuillewerte (PFPV) handelt, werden diese aktiviert und über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Der brutto ausgewiesene PVFP setzt sich zusammen aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil. Der PVFP weist die in einem erworbenen Versicherungsbestand enthaltenen Gewinnanteile zukünftiger Jahre aus, die Bestandteile des Kaufpreises des jeweiligen Bestandes sind und ausschließlich dem Aktionär (vor Steuern) zufließen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften ausgewiesen, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen. Dieser wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals durch die Bildung der Rückstellungen für Beitragsrückerstattung nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestandes gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünftigen Perioden zu verteilen. Die Verteilung der PVFPs bei den Lebensversicherungsgesellschaften wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die Abschreibungen/Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 247 Mio. EUR entfallen mit 75 Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 70 Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil im Segment Personen-Erstversicherung. Der Aktionärsanteil wird zusammen mit den Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände im Konzernsegment Schaden/Unfall-Erstversicherung (99 Mio. EUR, davon außerplanmäßig 74 Mio. EUR) sowie den Amortisationen im Segment Personen-Rückversicherung (3 Mio. EUR) in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position ,,Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte" ausgewiesen. (3) Fremdgenutzter Grundbesitzscroll
Die Zugänge betreffen vor allem das Segment Personen-Rückversicherung (148 Mio. EUR) und sind auf die deutlich gestiegenen Investitionstätigkeiten der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., zurückzuführen. Weitere 14 Mio. EUR entfallen auf das Segment Schaden/Unfall-Erstversicherung. Die Änderungen im Bereich Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 betreffen fremdgenutzte Grundstücke und Bauten, die als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wurden (vergleiche hierzu unsere Anmerkungen im Abschnitt "Veräußerungsgruppen" auf Seite 144). Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 790 (622) Mio. EUR. Die Ermittlung der Zeitwerte führten wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Von dem fremdgenutzten Grundbesitz wurden 415 (428) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet. (4) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungenscroll
(5) Anteile an assoziierten Unternehmenscroll
Die Geschäfts- oder Firmenwerte aller nach der "at equity"-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen beliefen sich zum Jahresende auf 20 (20) Mio. EUR. Von den assoziierten Unternehmen ist einzig die Apulia Prontoprestito S.p.A, Rom, börsennotiert. Der Börsenwert unseres Anteils betrug zum Stichtag 11 Mio. EUR. Für weitere Angaben zu unseren assoziierten Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel "Konsolidierung", Seite 131. (6) Darlehen und Forderungenscroll
1)
In den Darlehen und Forderungen an staatliche
oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 2.310
(1.751) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland,
andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 11.869 (10.451) Mio. EUR enthalten (98 %). scroll
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Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingkategorie BBB und weniger sind ungeratete Darlehen und Forderungen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen. (7) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumentescroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 360 (121) Mio. EUR enthalten. scroll
Der Konzern hat gemäß IAS 39.9 festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" zu Marktwerten in Höhe von 1,5 Mrd. EUR in die Kategorie ,,Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" umgewidmet. Aus den Wertpapieren resultierten kumulierte stille Lasten in Höhe von 10 Mio. EUR, die infolge der Umwidmung ergebniswirksam über die Restlaufzeit amortisiert werden. Diese Wertpapiere stehen den betreffenden Gesellschaften des Konzerns unter Berücksichtigung von Cashflow-Projektionen dauerhaft zur Verfügung. Die Fähigkeit, sie bis zum Laufzeitende zu halten, ermöglichte den Konzernunternehmen, die bilanzielle Volatilität zu reduzieren. scroll
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Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 8 Mio. EUR. (8) Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumentescroll
1)
In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen
sind Wertpapiere in Höhe von 3.850 (2.815) Mio. EUR enthalten, die
durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche
Bundesländer garantiert sind In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 2.796 (3.562) Mio. EUR enthalten (73 %). scroll
1)
Bei den sonstigen Änderungen sind im Berichtsjahr
Umklassifizierungen aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente"
in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente"
enthalten scroll
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Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 10 Mio. EUR. (9) Ergebniswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumentescroll
1)
Im Vorjahr wurden die Genussscheine in der
Position "Andere Wertpapiere" ausgewiesen In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 126 (127) Mio. EUR enthalten. scroll
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Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 4 Mio. EUR. Eine Analyse der Marktwertänderungen im Bestand der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten, festverzinslichen Wertpapiere ergab, dass -5 Mio. EUR auf Änderungen der Ratingeinstufungen von kündbaren Anleihen zurückzuführen sind. Zur Absicherung dieser Analyse verwenden wir zusätzlich ein internes Ratingverfahren. Unser internes Ratingsystem basiert auf den jeweiligen Einstufungen der Kreditwürdigkeit von Wertpapieren durch die Agenturen Standard & Poor's und Moody's und berücksichtigt jeweils die niedrigste der vorliegenden Ratingeinstufungen. (10) Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumentescroll
Die bilanzierten Derivate beziehen sich vor allem auf derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken eingesetzt werden (siehe auch Note "(12) Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting"). scroll
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Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. (11) Übrige KapitalanlagenDie übrigen Kapitalanlagen im Gesamtwert von 4,6 (3,9) Mrd. EUR enthalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Die Beteiligungen an Personengesellschaften enthalten hauptsächlich Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften und werden der Kategorie "available for sale" zugeordnet. Der Marktwert der Beteiligungen beträgt 695 (860) Mio. EUR. Die fortgeführten Anschaffungskosten dieser Beteiligungen beliefen sich zum Stichtag auf 578 (713) Mio. EUR; ferner wurden aus diesen Investments unrealisierte Gewinne von 126 (173) Mio. EUR und unrealisierte Verluste von 9 (26) Mio. EUR ergebnisneutral erfasst. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 117 (117) Mio. EUR. In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 3.000 (2.189) Mio. EUR ausgewiesen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weiterhin sind Anteile an Immobilienfonds in Höhe von 474 (422) Mio. EUR enthalten, die ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Immobilienfonds wie auch die kurzfristigen Geldanlagen sind im Konzern als "available for sale" kategorisiert. (12) Derivative Finanzinstrumente und Hedge AccountingDerivateDerivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren, ein. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt. Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 ,,Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IFRS 4 "Versicherungsverträge" erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken wird auf das Kapitel ,,Fair-Value-Hierarchie" verwiesen. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument im Sinne von Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt wird oder nicht. In diesem Zusammenhang hat der Konzern einzelne Derivate als Sicherungsinstrumente gegen Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedges) bei bestimmten bilanzierten Verbindlichkeiten (siehe separaten Abschnitt dieser Note) designiert. Sofern Derivate keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen ergebniswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Den Ausweis der derivativen Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen stellt die folgende Tabelle dar: scroll
Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten - ohne Sicherungsderivate im Sinne von Hedge Accounting - ein unrealisierter Gewinn in Höhe von 14 Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2009 geschlossenen Positionen betrug 19 Mio. EUR. Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von 40 (262) Mio. EUR; das entspricht 0,04 (0,3) % der Bilanzsumme. scroll
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Hedge AccountingDer Konzern setzt im Rahmen von Cashflow-Hedges Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) ein, um Zahlungsströme bei bestimmten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten (Grundgeschäfte) gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Die Plain-Vanilla-Zinsswaps dienen dazu, sich vor negativen Effekten im Periodenergebnis bei steigenden Zinsen zu schützen. Den erhaltenen Zinszahlungen aus den Swapgeschäften (variable Zinsen) stehen in gleicher Höhe Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber; darüber hinaus hat der Konzern fixe Zinszahlungen an die Swappartner zu leisten. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifikantes Bonitätsrisiko vermieden. Der variable Zinssatz steht in Abhängigkeit zum Drei-Monats-EURIBOR. Der Konzern dokumentiert bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel seines Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie. Darüber hinaus findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend in der Folge eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate den Cashflow des Grundgeschäfts hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Cashflow-Hedges wurde erbracht. Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis gezeigt. Das Grundgeschäft wird weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechend der Zuordnung zur Kategorie gemäß IAS 39.9 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bewertet. Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern) dar: scroll
Der Negativsaldo der Cashflow-Hedge-Rücklage erhöhte sich im Berichtsjahr um -7 (-26) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. -5 (-18) Mio. EUR (nach Steuern). Ein Betrag in Höhe von 0,2 (-0,8) Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aufgrund von Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges ergebniswirksam erfasst. Der Fair Value der Sicherungsinstrumente belief sich zum Bilanzstichtag auf -42 (-35) Mio. EUR; der Ausweis erfolgt unter der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten". Der Rückgang der Zeitwerte von 7 Mio. EUR ist auf die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen zurückzuführen. Der Fair Value des Grundgeschäfts entspricht dem Buchwert und beläuft sich auf 550 (550) Mio. EUR. Die Cashflows aus der abgesicherten Transaktion und deren jeweiliger Beitrag zum Gewinn oder Verlust werden wie folgt erwartet: scroll
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Cashflow der betroffenen Periode Die Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr -16 (1) Mio. EUR und betreffen die laufenden Zinszahlungen (-16 (2) Mio. EUR) sowie die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (0,2 (-0,8) Mio. EUR). (13) Forderungen aus dem Versicherungsgeschäftscroll
(14) Abgegrenzte Abschlusskostenscroll
(15) Sonstige Vermögenswertescroll
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Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 691 (628) Mio. EUR. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Die angewandten Verfahren zur Ermittlung der Buchwerte sind dem Abschnitt "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 113 zu entnehmen. Von dem eigengenutzten Grundbesitz wurden 253 (259) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag 42 (-) Mio. EUR. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf - (2) Mio. EUR. scroll
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Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva(16) EigenkapitalDas Eigenkapital wird entsprechend IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" in Verbindung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss sowie aus den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Vermögens- und Schuldposten. Das Grundkapital der Talanx AG beträgt unverändert 260 Mio. EUR und ist in 260.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Bei den Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der Tochtergesellschaften. Die eigenkapitalwirksamen Bewegungen des dispositiven Bestands vor Berücksichtigung von Versicherungsnehmern, Minderheiten und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar: scroll
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Eigenkapitalentwicklung und FremdanteileGemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind im Anhang Angaben zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten ein Verständnis über Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements ermöglichen und die Informationen zur Konzerneigenkapitalentwicklung ergänzen. Wir verweisen insoweit auf unsere nachfolgenden Ausführungen sowie zusätzlich auf unsere Angaben zum Kapital- und Performance-Management sowie zur wertorientierten Steuerung im Lagebericht. KapitalmanagementEine wesentliche strategische Zielsetzung des Talanx-Konzerns sind der Schutz und die stetige Stärkung seiner Kapitalbasis. Im Rahmen des Kapitalmanagements betrachtet der Talanx-Konzern das haftende Kapital, das über das bilanzielle Eigenkapital hinausgeht. Das haftende Kapital wird definiert als Summe aus
Das haftende Kapital betrug zum Bilanzstichtag 9,2 (7,8) Mrd. EUR. Die folgende Grafik verdeutlicht die Entwicklung des haftenden Kapitals in den vergangenen fünf Berichtsjahren. ![]() Als zentralen wertorientierten Steuerungsindikator verwendet der Talanx-Konzern die "Intrinsic Value Creation" (IVC), mit der die Wertschaffung unserer Konzerngesellschaften und Ressorts gemessen wird. Dieses Konzept sowie die Zielsetzungen und Grundsätze, nach denen wir unsere Unternehmenssteuerung und das Kapitalmanagement betreiben, beschreiben wir in unseren Ausführungen zum Kapital- und Performance-Management im gleichnamigen Abschnitt des Lageberichts. Hinsichtlich der Kapitalausstattung erfüllt der Talanx-Konzern die Erwartungen der den Konzern beurteilenden Ratingagenturen. Darüber hinaus unterliegen einzelne Konzerngesellschaften nationalen Kapital- und Solvabilitätsanforderungen. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt. (17) Nachrangige VerbindlichkeitenVerschiedene Konzernunternehmen haben, um die Kapitalstruktur des Konzerns und damit die Kapitalkosten zu optimieren und um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten, in der Vergangenheit langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen, die überwiegend nachrangig und zum Teil börsennotiert sind. Im Einzelnen setzt sich das langfristige nachrangige Fremdkapital aus folgenden Finanzinstrumenten zusammen: scroll
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Debt Rating A.M. Best; Debt Rating S&P Der Rückgang der nachrangigen Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus dem Rückkauf von Teilbeträgen einzelner Emissionen durch Konzerngesellschaften. scroll
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Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten, aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Rendite-Eigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt. Das Nettoergebnis in Höhe von 104 (109) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasste im Berichtsjahr ordentliche Aufwendungen in Höhe von 102 (113) Mio. EUR und Aufwendungen aus der Amortisation von 2 (-4) Mio. EUR. Von den nachrangigen Verbindlichkeiten haben 638 Mio. EUR eine Restlaufzeit von 5-10 Jahren, 746 Mio. EUR eine Restlaufzeit von 10-20 Jahren, 138 Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 20 Jahren sowie 481 Mio. EUR keine feste Laufzeit. Eine detaillierte Darstellung der Laufzeiten befindet sich im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" (Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken"). (18) Rückstellung für Prämienüberträgescroll
(19) Deckungsrückstellungscroll
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(20) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
Die Abwicklungsdreiecke stellen den Zusammenhang zwischen dem Schadenereignisjahr und dem Schadenabwicklungsjahr her. Analog den Vorjahren weisen wir die gebildeten Schadenrückstellungen nicht nach den Anfalljahren, sondern gemäß der Abwicklung der bilanziellen Rückstellung aus. Zum besseren Verständnis erfolgt eine Trennung des Ausweises nach den beiden Konzernsegmenten Schaden/Unfall-Erstversicherung und Schaden-Rückversicherung, wobei ausschließlich die jeweiligen Netto-Schadenrückstellungen gezeigt werden. Der Ausweis wird jeweils um eine entsprechende Überleitungsrechnung auf die Konzernwerte je Segmentbilanz ergänzt. In den beiden nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen der Jahre 1999 bis 2009 getrennt nach den Konzernsegmenten Schaden-Rückversicherung und Schaden/UnfallErstversicherung dargestellt. Aus den Tabellen sind die im Laufe der Zeit vorgenommenen Veränderungen - bedingt durch erbrachte Zahlungen, Nachverrechnungsbeiträge und aktualisierte Schätzungen der noch ausstehenden Leistungen - der jeweiligen Bilanzrückstellungen zu ersehen. Die Nettoabwicklungsergebnisse zeigen die Differenz zwischen Ursprungsschadenrückstellung und aktueller Reservierung. Diese Ergebnisse werden maßgeblich beeinflusst durch die Wertentwicklung des Euro bezogen auf die wichtigsten Fremdwährungen. Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung im Segment Schaden/Unfall-ErstversicherungDie Übersicht zeigt die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag im Segment Schaden/UnfallErstversicherung gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Die Abwicklungen der Rückstellungen einzelner Anfalljahre werden dagegen nicht gezeigt. scroll
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Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung im Segment Schaden-RückversicherungDie Abwicklungsdreiecke zeigen die bilanzielle Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag im Segment Schaden-Rückversicherung gebildeten Netto-Schadenrückstellung, die sich aus der Rückstellung für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen. scroll
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Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 4,7 (5,5) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 24 (47) Mio. EUR. Der Gesamtwert der Nettorückstellungen beträgt 22,5 (21,7) Mrd. EUR. Auf diesen Wert bezieht sich die nachfolgende Darstellung der Laufzeiten. scroll
(21) Rückstellung für Beitragsrückerstattungscroll
(22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Konzernunternehmen erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung und umfasst grundsätzlich eine Alters- und Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Der Pensionsanspruch ist dienstzeit- und gehaltsabhängig. Der überwiegende Teil der Pensionszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Berechtigten eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den beitragsorientierten Pensionsplänen sind die von dem Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen aus den Leistungszusagen nicht von vornherein festgelegt. Bei den Zusagen an inländische Mitarbeiter handelt es sich überwiegend um durch das Unternehmen finanzierte Zusagen; Pensionsfonds bestehen nicht. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in der HDI-Gerling Pensionskasse AG im Wege der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen der HDI-Gerling Pensionskasse AG werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Für die Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gruppe besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung bei der Gerling Versorgungskasse VVaG. Die Arbeitgebergesellschaften übernehmen hier die Verwaltungskosten und haften für die Erfüllbarkeit der Lebensversicherungsverträge in Form einer Nachschusspflicht. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach der "Projected Unit Credit Method" gebildet. Sie errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und berücksichtigen die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die geschätzte künftige Gehaltsentwicklung des Pensionsberechtigten. Die Diskontierung der Leistungsansprüche erfolgt unter Ansatz eines konzerneinheitlichen Mischzinssatzes. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: scroll
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Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen ergibt sich aus der folgenden Darstellung: scroll
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich dabei wie folgt entwickelt: scroll
Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportefeuilles setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zeitwert des Planvermögens sind zum Bilanzstichtag Beträge in Höhe von 1 (1) Mio. EUR für eigene Finanzinstrumente enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 5 (-7) Mio. EUR. Im Folgenden wird eine Überleitung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen auf den bilanzierten Stand der Pensionsrückstellung dargestellt: scroll
Die bilanzierte Rückstellung hat sich dabei wie folgt entwickelt: scroll
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne (Saldo aus Aufwendungen und Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 3 (6) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind. Die Netto-Pensionsaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 14 (11) Mio. EUR unter den Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen, in Höhe von 77 (75) Mio. EUR in den sonstigen Aufwendungen sowie in Höhe von 1 (1) Mio. EUR in den sonstigen Kapitalanlageaufwendungen erfasst. Beitragsorientierte Leistungszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 4 (3) Mio. EUR, davon entfällt nur ein geringer Betrag auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. (23) SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(24) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen, die in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen sind, entwickelten sich wie folgt: scroll
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(25) Begebene Anleihen und DarlehenIn dieser Position weist der Konzern Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 675 (602) Mio. EUR aus, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilserwerben oder sonstigen Investitionstätigkeiten stehen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 73 Mio. EUR auf 675 Mio. EUR im Berichtsjahr betrifft ausschließlich das Segment Schaden-Rückversicherung und resultiert aus dem gestiegenen Finanzierungsbedarf infolge der Investitionstätigkeit der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. Darüber hinaus entfallen Darlehen in Höhe von 559 Mio. EUR auf das Segment Konzernfunktionen und stehen vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilskäufen im Jahr 2007 (Kauf von 100 % Anteile an der BHW Lebensversicherung AG und der BHW Pensionskasse AG sowie der Aufstockung der Anteile an den PB Versicherungen auf 100 %). Zur Finanzierung hat die Talanx AG eine variable verzinsliche Bankverbindlichkeit in Höhe von 550 Mio. EUR aufgenommen. Für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos nutzt der Konzern derivative Finanzinstrumente (für weitere Informationen siehe Note 12, Abschnitt ,,Hedge Accounting", Seite 188). Das Nettoergebnis aus den Darlehensverbindlichkeiten beträgt 14 (32) Mio. EUR und umfasst ausschließlich Zinsaufwendungen. Der Bilanzwert dieser Position entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. In diesem Gesamtbetrag sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren enthalten (siehe hierzu auch Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten"). (26) Übrige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen nahezu vollständig auf die Talanx AG und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ein 2008 aufgenommenes Darlehen über nominal 250 Mio. EUR haben wir im April 2009 zurückgezahlt. Erläuterungen zu den Restlaufzeiten der in den übrigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden im Kapitel ,,Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" gegeben. Ausführliche Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Derivaten finden sich in Note 12, Seite 187. (27) Aktive und passive SteuerabgrenzungIn der folgenden Tabelle werden die aktiven und passiven latenten Steuern auf die Bilanzpositionen aufgeteilt, aus denen sie resultieren. scroll
Die aktiven und passiven latenten Steuern sind wie folgt ausgewiesen: scroll
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(28) Verdiente Prämien für eigene RechnungWir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert. scroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen (29) Kapitalanlageergebnisscroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 344 (1.418) Mio. EUR entfallen mit 123 Mio. EUR auf die sonstigen Kapitalanlagen; darunter 93 Mio. EUR auf den Bereich alternative Anlagen. Hierin enthalten sind Abschreibungen auf privates Beteiligungskapital in Höhe von 54 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 101 (191) Mio. EUR werden größtenteils bei strukturierten Papieren vorgenommen. Weitere 112 (1.172) Mio. EUR Wertminderungen betreffen die Aktienbestände. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von 21 Mio. EUR, die mit 11 Mio. EUR auf alternative Anlagen und 10 Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere entfielen. Nettogewinne und -Verluste aus KapitalanlagenDie in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns (siehe hierzu "Klassenbildung von Finanzinstrumenten" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 145). Unter Einbezug der Zinserträge aus Depotforderungen (447 (330) Mio. EUR) sowie der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (105 (115) Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen (40 (47) Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 2.866 (1.610) Mio. EUR. scroll
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Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne und
Verluste aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen
sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte
- zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting
(siehe Note 12) sind in der Aufstellung nicht enthalten scroll
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Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne und
Verluste aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen
sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte
- zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting
(siehe Note 12) sind in der Aufstellung nicht enthalten Die Zinserträge stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar: scroll
(30) Aufwendungen für Versicherungsleistungenscroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen scroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen (31) Abschluss- und Verwaltungsaufwendungenscroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen (32) Sonstiges Ergebnisscroll
Der Saldo aus sonstigen versicherungstechnischen Erträgen und Aufwendungen beträgt -177 (-75) Mio. EUR. (33) Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte und Abschreibungen auf Geschäfts- oder FirmenwerteDie Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 269 (121) Mio. EUR enthalten die Abschreibungen/Amortisation auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 177 Mio. EUR sowie die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (92 Mio. EUR). Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Notes "(1) Geschäfts- oder Firmenwerte", Seite 170, und "(2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte", Seite 173. (34) FinanzierungszinsenDie Finanzierungszinsen in Höhe von 130 (156) Mio. EUR enthalten sämtliche Zinsaufwendungen für sonstiges zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital. Im Wesentlichen sind die Zinsaufwendungen aus den nachrangigen Verbindlichkeiten enthalten. (35) ErtragsteuernUnter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet. Die tatsächlichen und die latenten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Finanzverwaltung vertritt entgegen sehr deutlicher fachanwaltlicher Einschätzung die Auffassung, dass nicht unerhebliche Kapitaleinkünfte, die die in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns erzielt haben, aufgrund der Regelungen des Außensteuergesetzes bei den Muttergesellschaften in Deutschland der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Soweit bereits entsprechende Steuerbescheide vorliegen, wurden hiergegen auch hinsichtlich der bereits als Steueraufwand berücksichtigten Beträge Rechtsmittel eingelegt. Unsere Auffassung ist in einem erstinstanzlichen Verfahren vollumfänglich bestätigt worden. Die im Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf -94 (-32) Mio. EUR. Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand dar: scroll
Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 31,6 %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt. Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 33,7 (74,8) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen. Die hohe Steuerquote des Vorjahres steht vor allem im Zusammenhang mit der negativen Entwicklung an den Kapitalmärkten, da Verluste aus unseren Aktienanlagen - insbesondere im Segment Schaden-Rückversicherung - nach deutschem Steuerrecht nicht abzugsfähig sind. Zeitliche Nutzbarkeit nicht aktivierter VerlustvorträgeAuf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 748 (624) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 87 (97) Mio. EUR haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung keine latenten Steuern gebildet. Darüber hinaus bestanden nicht aktivierte Steuergutschriften in Höhe von 22 (20) Mio. EUR. Die nicht aktivierten Verlustvorträge und Steuergutschriften verfallen wie folgt: scroll
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge haben im Berichtsjahr den latenten Steueraufwand um 2 (11) Mio. EUR und den tatsächlichen Steueraufwand um - (37) Mio. EUR gemindert. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr 2009 zu einem latenten Steueraufwand von 2 (11) Mio. EUR. Sonstige AngabenMitarbeiterzahlDie Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter verteilt sich auf: scroll
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Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" werden als nahestehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert. Zu den nahestehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), der unmittelbar sämtliche Anteile an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, zu denen in erster Linie die Tochtergesellschaften zählen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen, die "at equity" bewertet wurden. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahestehenden Unternehmen erbringen. Die nahestehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a.G. Geschäftsvorfälle zwischen Talanx und ihren Tochterunternehmen sowie zwischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich durch Konsolidierung eliminiert und werden somit im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit besteht zwischen Konzerngesellschaften und der DFA Capital Management eine vertragliche Beziehung über den Erwerb und die Implementierung/Anpassung einer Softwarelösung für dynamisches Finanzmanagement, die Aktivierungen in vergangenen Geschäftsjahren zur Folge hatte und in künftigen Geschäftsjahren zur Folge haben wird. Die vertraglichen Zahlungsvereinbarungen sehen vor, dass die Vertragsleistungen überwiegend zeitlich aufeinander abgestimmt und gleichwertig erbracht werden. Für die Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen zu den Bezügen der Organe der Obergesellschaft. Aktienorientierte VergütungDer Vorstand der Hannover Rückversicherung AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rückversicherung AG, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rückversicherung AG orientierten Barbetrags. Die Bilanzierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich ist in IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" geregelt. Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 zugeteilt und werden für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht werden. Das interne Erfolgskriterium ist das Erreichen des vom Aufsichtsrat festgelegten Zielergebnisses, ausgedrückt in "Diluted Earnings per Share" nach IAS 33 "Earnings per Share" (EPS). Wird das Zielergebnis über- oder unterschritten, wird die zunächst gewährte vorläufige Basisanzahl entsprechend erhöht bzw. reduziert und ergibt die EPS-Basisanzahl. Das externe Erfolgskriterium ist die Entwicklung des Aktienkurses im Zuteilungsjahr. Hierfür gilt der ABN Amro Global Reinsurance Index (gewichtet) als Benchmark. Er beinhaltet die Entwicklung börsennotierter Rückversicherer der Welt. Entsprechend der Out- oder Underperformance dieses Index wird die EPS-Basisanzahl erhöht, jedoch maximal um 400 % der Basisanzahl, bzw. ermäßigt, jedoch maximal um 50 % der EPS-Basisanzahl. Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt wurden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt für 40 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die erste Tranche jedes Zuteilungsjahres) zwei Jahre; für jeweils weitere 20 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die Tranchen zwei bis vier jedes Zuteilungsjahres) verlängert sich die Sperrfrist jeweils um ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rückversicherung AG. Am 4. November 2009 hat der Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG für die Mitglieder des Vorstands und am 23. November 2009 der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG für die weiteren Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG die Verlängerung der Wartezeit von zwei auf vier Jahre für die ab dem Zuteilungsjahr 2010 zu gewährenden Aktienwert-Beteiligungsrechte beschlossen. Nach Ablauf dieser Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ausübbar. Die Wartezeit für weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils ein weiteres Jahr. Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an den letzten 20 Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraums. Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt. Im Falle der Kündigung des Anstellungsverhältnisses oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrags oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauf folgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses. Aus den Zuteilungen für die Jahre 2000, 2002 bis 2004 sowie 2006 und 2007 bestehen im Geschäftsjahr 2009 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für die Jahre 2001, 2005 und 2008 erfolgte keine Zuteilung: scroll
Im Geschäftsjahr 2009 ist für 100 % der für die Jahre 2000, 2002 und 2003, für 80 % der für das Jahr 2004 und für 40 % der für das Jahr 2006 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 6.525 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2000, 560 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2002, 79.262 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2003 und 1.500 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 0,7 Mio. EUR. Der Bestand der Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Berechnungen sind der Jahresschlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 21. Dezember 2009 von 32,63 EUR, eine erwartete Volatilität von 32,97 % (historische Volatilität auf Fünf-Jahres-Basis), eine Dividendenrendite von 6,13 % und ein risikofreier Zinssatz von 0,70 % für das Zuteilungsjahr 2000, 1,59 % für das Zuteilungsjahr 2002, 1,96 % für das Zuteilungsjahr 2003, 2,29 % für das Zuteilungsjahr 2004, 2,83 % für das Zuteilungsjahr 2006 und 3,06 % für das Zuteilungsjahr 2007 zugrunde gelegt worden. Der durchschnittliche Fair Value je Aktienwert-Beteiligungsrecht beträgt für das Zuteilungsjahr 2000 5,49 EUR, für das Zuteilungsjahr 2002 8,79 EUR, für das Zuteilungsjahr 2003 8,63 EUR, für das Zuteilungsjahr 2004 10,96 EUR, für das Zuteilungsjahr 2006 6,50 EUR und für das Zuteilungsjahr 2007 5,76 EUR. Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung für das Berichtsjahr 10,5 (3,7) Mio. EUR. Der Aufwand für das Geschäftsjahr 2009 beträgt insgesamt 7,5 Mio. EUR. RechtsstreitigkeitenDie HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ist als Folge der Verschmelzung mit der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG als übernehmende Gesellschaft Beteiligte eines Kartellordnungswidrigkeitenverfahrens geworden. Das Bundeskartellamt hatte im März 2005 neben anderen deutschen Versicherern u. a. gegen die Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG wegen angeblicher Kartellabsprachen im deutschen Industrieversicherungsmarkt ein Bußgeld in Höhe von 19 Mio. EUR verhängt. Im Januar 2010 hat das OLG Düsseldorf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG vom Kartellvorwurf freigesprochen, weil eine Haftung als Rechtsnachfolgerin der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG nicht in Betracht komme. Gegen das Urteil legte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Rechtsbeschwerde ein, sodass die Angelegenheit nun dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorliegt. Aus dem Erwerb der Lion Insurance Company, Trenton/USA, durch unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance, Inc., Wilmington/USA, besteht mit den früheren Eigentümern der Lion Insurance Company ein Rechtsstreit über die Freigabe eines Treuhandkontos in Höhe von ca. 13 Mio. USD, das als Sicherheit für Verbindlichkeiten der früheren Eigentümer in Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäftssegment dient. Bezogen auf das laufende Verfahren mit der Finanzverwaltung, betreffend die Kapitaleinkünfte der in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften einiger Konzernunternehmen, verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Konzernanhang (Note "(35) Ertragsteuern", Seite 220) bzw. auf den entsprechenden Abschnitt im Risikobericht. Mit Ausnahme dieses Verfahrens bestanden im Berichtsjahr und am Bilanzstichtag - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts - keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEine von der Hannover Finance, Inc., Wilmington/USA, im Geschäftsjahr 1999 begebene nachrangige Anleihe hat die Hannover Rückversicherung AG zum 31. März 2009 vollständig getilgt. Damit ist die seitens der Hannover Rückversicherung AG zur Absicherung gegebene Garantie ebenfalls erloschen. Die Hannover Rückversicherung AG hat über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S.A. drei nachrangige Schuldverschreibungen am europäischen Kapitalmarkt platziert. Sowohl die im Jahr 2001 begebene Anleihe, deren Anleihevolumen nunmehr 138 Mio. EUR beträgt, als auch die Anleihen aus den Geschäftsjahren 2004 über 750 Mio. EUR und 2005 über 500 Mio. EUR hat die Hannover Rückversicherung AG jeweils durch eine nachrangige Garantie abgesichert (zu näheren Erläuterungen bezüglich der nachrangigen Schuldverschreibungen verweisen wir auf Note "(17) Nachrangige Verbindlichkeiten", Seite 195. Die Garantien der Hannover Rückversicherung AG für die nachrangigen Schuldverschreibungen greifen ein, soweit fällige Zahlungen aus den Anleihen nicht seitens der jeweiligen Emittentin geleistet werden. Die Garantien decken die jeweiligen Bondvolumina sowie die bis zu den Rückzahlungszeitpunkten fälligen Zinsen ab. Da die Zinsen aus den Anleihen teilweise von den jeweils zu den Zinszahlungszeitpunkten geltenden Zinshöhen am Kapitalmarkt abhängig sind (Floating Rate), sind die maximalen undiskontierten Beträge einer möglichen Inanspruchnahme nicht hinreichend genau schätzbar. Im Hinblick auf die Garantieleistungen hat die Hannover Rückversicherung AG keine Rückgriffsrechte außerhalb des Konzerns. Zur Besicherung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten hat die Hannover Rückversicherung AG in den USA ein Treuhandkonto (Master Trust) gestellt. Zum Bilanzstichtag belief es sich auf 2.341 (2.353) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen des dispositiven Bestands ausgewiesen. Zusätzlich hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen von so genannten Single Trust Funds ihren Zedenten weitere Sicherheiten in Höhe von 310 (269) Mio. EUR eingeräumt. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hält die Hannover Rückversicherung AG außerhalb der USA in verschiedenen Sperrdepots und Treuhandkonten Sicherheiten vor, die sich, bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften des Hannover Rück-Konzerns, zum Bilanzstichtag auf 1.588 (1.389) Mio. EUR beliefen. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG hält gesperrte Bestände in Höhe von 36 (47) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen (available for sale) ausgewiesen. Bei den Sonderinvestments existieren Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 351 (319) Mio. EUR. Die Verpflichtungen bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Private Equity Funds und Venture-Capital-Gesellschaften in Form von Personengesellschaften. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Der Gesamtbetrag belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.868 Mio. EUR. Die in einigen der zugrunde liegenden Avalrahmenkreditverträgen enthaltenen, marktüblichen vertraglichen Klauseln zur Einhaltung vereinbarter Auflagen erläutern wir im Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" des Kapitels "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 163. Für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten die im Rahmen dieser Transaktionen üblichen Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 174 (86) Mio. EUR beträgt. Im Bereich der Kapitalanlagen bestanden zum Ende des Geschäftsjahres bei einigen Konzerngesellschaften mögliche finanzielle Verpflichtungen aus strukturierten Papieren durch Andienungsrechte von Emittenten in Höhe von insgesamt 425 Mio. EUR. Die möglichen Inanspruchnahmen betragen 257 Mio. EUR für 2010, 158 Mio. EUR für 2011 und 10 Mio. EUR für 2012. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2009 sonstige finanzielle Verpflichtungen für gezeichnetes, aber noch nicht ausgezahltes Investitionsvolumen in Höhe von 49 Mio. EUR. Die zugesagten noch nicht ausgezahlten Baufinanzierungsdarlehen an Versicherungsnehmer beliefen sich auf 7 Mio. EUR. Verpflichtungen für vertraglich vereinbarte zukünftige Serviceleistungen im Zusammenhang mit IT-Auslagerungsverträgen beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf insgesamt 102 (177) Mio. EUR. Aus abgeschlossenen Dienstleistungs- und Serviceverträgen bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 13 Mio. EUR. Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse. Die Lebensversicherungsgesellschaften des Konzerns sind gemäß §§ 124 ff. vag Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Zusätzlich haben sich die Gesellschaften verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (HGB) unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung der Gesellschaften 336 Mio. EUR. Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte. Mieten und LeasingLeasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Mieter/Leasingnehmer sindZum Bilanzstichtag bestehen offene Verpflichtungen aus Vertragsverhältnissen in Höhe von 446 Mio. EUR. scroll
Aus Operating-Leasing-Verträgen fielen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 22 (27) Mio. EUR an. Mehrjährige Mietverhältnisse bestanden vor allem bei Tochtergesellschaften der Hannover Rückversicherung AG in Afrika und den USA. Darüber hinaus betreffen die Verpflichtungen mehrjährige Mietverhältnisse von Erstversicherungsunternehmen im Inland. Leasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Vermieter/Leasinggeber sindDer Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 147 Mio. EUR. scroll
Die Mieteinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 21 Mio. EUR. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten einer in den USA ansässigen Grundstücksgesellschaft im Segment Schaden-Rückversicherung. Bezüge der Organe der ObergesellschaftDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 8.399 (10.629) TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 918 (888) TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 399 (244) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 6.678 (2.964) TEUR als "Projected Benefit Obligations" zurückgestellt. Vorschüsse oder Kredite wurden den Organmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. IAS 24 sieht eine detaillierte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Der genannte Personenkreis erhielt die folgenden Vergütungsbestandteile: scroll
Honorar des AbschlussprüfersKonzernabschlussprüfer der Talanx-Gruppe ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG AG). Die von der KPMG AG und deren verbundenen Unternehmen* im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare im Sinne von § 318 HGB betrugen 13,7 (9,7) Mio. EUR. Der Betrag enthält in Höhe von 8,1 (7,4) Mio. EUR Honorar für die Abschlussprüfung, 1,0 (0,4) Mio. EUR für sonstige Gutachten und Bewertungen, 0,9 (0,4) Mio. EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 3,7 (1,5) Mio. EUR für sonstige Bestätigungsleistungen und Leistungen für Mutter- oder Tochterunternehmen. Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG haben am 4. November 2009 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rückversicherung AG finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http://www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/ index.html). Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresGroßschadenereignisseDie Erdbeben auf Haiti Mitte Januar 2010 und in Chile Ende Februar 2010 mit einer Stärke von 7,0 bzw. 8,8 auf der Richterskala haben Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Als Talanx-Konzern sind wir nach ersten Schätzungen mit einem Netto-Schadenaufwand von ca. 210 Mio. EUR betroffen. Eine Explosion in einem im Bau befindlichen Elektrizitätswerk in den USA am 7. Februar 2010 wird ersten Schätzungen zufolge eine Schadenbelastung von ca. 10 Mio. EUR für unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück nach sich ziehen. Der Wintersturm "Xynthia", der Ende Februar 2010 über Europa gezogen ist, verursachte Schätzungen zufolge versicherte Schäden von über 1,5 Mrd. EUR. Wir sind über unsere Erst- und Rückversicherungsaktivitäten von diesem Großschaden betroffen, aus dem nach heutigem Erkenntnisstand eine Netto-Schadenbelastung von ca. 60 Mio. EUR resultiert. Im Zusammenhang mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs werden zurzeit noch die Ursachen ermittelt. An den für mögliche Verantwortliche bestehenden Haftpflichtversicherungen sind auch Gesellschaften des Talanx-Konzerns beteiligt. Sonstige EreignisseAm 19. Januar 2010 haben unsere Tochtergesellschaft Proactiv Holding AG und die RheinLand Versicherungsgruppe einen Kooperationsvertrag zur gemeinschaftlichen Entwicklung des Restkreditversicherungsgeschäfts in Europa geschlossen. Beide Vertragspartner gründen gemeinsam die Vermittlungsgesellschaft "Credit Life International Services" als Joint Venture mit Sitz in Neuss und halten jeweils 50 %. In dieser neuen Gesellschaft werden beide Partner ihre Kompetenzen und Ressourcen bündeln und gemeinsam unter der Dachmarke "Credit Life International" auf europäischer Ebene als Restkreditversicherungsanbieter auftreten. Mit Pressemitteilung vom 27. Januar 2010 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück bekannt gegeben, dass sie die im Berichtsjahr aufgelegte Transaktion "K6" mit Wirkung zum 1. Januar 2010 um das angestrebte maximale Volumen in Höhe von 106 Mio. EUR auf 230 Mio. EUR aufgestockt hat. Die neuen Tranchen wurden sowohl von neuen als auch von bisherigen Investoren gezeichnet. Im März 2010 hat die Hannover Rück mit der Deutschen Bank eine langfristige Akkreditiv-Kreditlinie in Höhe von 500 Mio. USD vereinbart. Diese Fazilität ermöglicht es der Hannover Rück, zusätzliche attraktive Wachstumschancen im US-amerikanischen Rückversicherungsmarkt zu nutzen. Derzeit finden Verhandlungen über den Verkauf unserer Tochtergesellschaft Euro International Reinsurance S.A., Luxemburg, die dem Segment Schaden-Rückversicherung zugeordnet ist, statt. Die Veräußerung wird für das Jahr 2010 angestrebt. Ein Ausweis der betreffenden Vermögenswerte und Schulden als Veräußerungsgruppe wurde nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen des IFRS 5 zum Bilanzstichtag noch nicht vollumfänglich erfüllt waren.
Hannover, den 8. April 2010 Der Vorstand Haas Dr. Hinsch Kox Dr. Noth Dr. Querner Dr. Roß Wallin Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 23. April 2010 KPMG AG Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Husch, Wirtschaftsprüfer Unsere StandorteAustralienHannover Life Re of Australasia Ltd Level 7 70 Phillip Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9251-6911 Telefax +61 2 9251-6862 Hannover Rückversicherung AG Australian Branch - Chief Agency The Re Centre, Level 21 Australia Square 264 George Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9274-3000 Telefax +61 2 9274-3033
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Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-0 Telefax +49 221 144-3833 HDI-Gerling Pensionsmanagement AG Hohenzollernring 72 50672 Köln Telefon +49 221 144-69200 Telefax +49 221 144-6069200 HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG Günther-Wagner-Allee 14 30177 Hannover Telefon +49 511 3902-0 Telefax +49 511 3902-3799 HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-4338 Telefax +49 511 645-4545 HDI Informationssysteme Gesellschaft für Anwendungsentwicklung mbH Walderseestr. 11 30177 Hannover Telefon +49 511 3975-0 Telefax +49 511 3975-250
20097 Hamburg Telefon +49 40 23891-0 Telefax +49 40 23891-333 PB Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-5100 Telefax +49 2103 34-5109 Protection Reinsurance Intermediaries AG Karl-Wiechert-Allee 57 30625 Hannover Telefon +49 511 54223-0 Telefax +49 511 54223-200 Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 Targo Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-7100 Telefax +49 2103 34-7109 FrankreichHannover Rückversicherung AG Succursale Française 109 rue de la Boétie (Eingang: 52 avenue de Champs Elysées) 75008 Paris Telefon +33 1 4561 73-00 (life) Telefon +33 1 4561 73-40 (non-life) Telefax +33 1 4561 73-60 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Frankreich Tour Opus 12 - La Défense 9 77 Esplanade du Générale de Gaulle 92914 Paris La Défense Cedex Telefon +33 1 44 0556-00 Telefax +33 1 44 0556-66 GriechenlandHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Griechenland 11 Omirou & 1 Vissarionos Street 10672 Athen Telefon +30 210 7259-181 Telefax +30 210 7259-177 Großbritannien
Hannover House Virginia Water Surrey GU25 4AA Telefon +44 1344 845-282 Telefax +44 1344 845-383 HDI-Gerling Industrial Insurance Company Niederlassung Großbritannien 1 Great Tower Street London EC3R 5AA Telefon +44 20 7696-8099 Telefax +44 20 7696-8444 International Insurance Company of Hannover Limited 1 floor L' Avenir, Opladen Way Bracknell Berkshire RG12 0PE Telefon +44 1344 3976-00 Telefax +44 1344 3976-01 Büro London: 4th floor 60 Fenchurch Street London EC3M 4AD Telefon +44 20 748-07300 Telefax +44 20 748-13845 IndienHannover Re Consulting Services India Private Limited 215 Atrium ,C' Wing, Unit 616, 6th floor Andheri-Kurla Rd. Andheri (East) Mumbai 400069 Telefon +91 22 613808-08 Telefax +91 22 613808-10 IrlandHannover Life Reassurance (Ireland) Limited No. 4 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5718 Telefax +353 1 673-6917 Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd. No. 2 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5715 Telefax +353 1 829-1400 ItalienAspecta Assurance International Luxembourg S.A. Via Russoli 5 20143 Mailand Telefon +39 02 99292-100 Telefax +39 02 99292-121 Hannover Re Services Italy S.r.l. Via Mazzini, 12 20123 Mailand Telefon +39 02 8068 1311 Telefax +39 02 8068 1349 HDI Assicurazioni S.p.A. Via Abruzzi 10 b 00187 Rom Telefon +39 06 421036-01 Telefax +39 06 421036-00 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Rappresentanza Generale per l'Italia Via Franco Russoli, 5 20143 Mailand Telefon +39 02 83113-400 Telefax +39 02 83113-202 JapanHannover Re Services Japan KK 7th floor, Hakuyo Building 3-10 Nibancho Chiyoda-ku Tokio 102-0084 Telefon +81 3 5214-1101 Telefax +81 3 5214-1105 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Japan Sanbancho KS Building 7F 2 Banchi, Sanbancho Chiyoda-ku Tokio 102-0075 Telefon +81 3 5214-1361 Telefax +81 3 5214-1365 KanadaHannover Rückversicherung AG Canadian Branch - Chief Agency 3650 Victoria Park Avenue, Suite 201 Toronto, Ontario M2H 3P7 Telefon +1 416 496-1148 Telefax +1 416 496-1089 Hannover Rückversicherung AG Canadian Branch - Facultative Office 150 York Street, Suite 1008 Toronto, Ontario M5H 3S5 Telefon +1 416 867-9712 Telefax +1 416 867-9728 KolumbienHannover Rückversicherung AG Bogotá Representative Office Calle 98 No. 21-50 Office Number 901 Centro Empresarial 98 Bogotá Telefon +57 1 6420-066 Telefax +57 1 6420-273 KoreaHannover Rückversicherung AG Korea Branch Room 414, 4th floor Gwanghwamoon Officia B/D 163, Shinmunro-1ga, Jongro-gu Seoul 110-999 Telefon +82 2 3700 0600 Telefax +82 2 3700 0699 LiechtensteinAspecta Assurance International AG Landstrasse 124/PF 101 9490 Vaduz Telefon +42 3239 3030 Telefax +42 3239 3033 LuxemburgAspecta Assurance International Luxembourg S. A. Goldbell 1 5, Rue Eugène Ruppert 2453 Luxemburg Telefon +35 226-4981 Telefax +35 226-498200 Euro International Reinsurance S. A. 43, Boulevard du Prince Henri 1724 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853 Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 43, Boulevard du Prince Henri 1724 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853 MalaysiaHannover Rückversicherung AG Malaysian Branch Suite 31-1, 31th floor Wisma UOA II No. 21 Jalan Pinang 50450 Kuala Lumpur Telefon +60 3 2164 5122 Telefax +60 3 2164 6129 MexikoHannover Services (México) S. A. de C. V. German Centre, Oficina 4-4-28 Av. Santa Fé No. 170 Col. Lomas de Santa Fé C.P. 01210 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 9140 0800 Telefax +52 55 9140 0815 HDI-Gerling de México Seguros S.A. Av. Paseo de las Palmas N. 239-104 Col. Lomas de Chapultepec 11000 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 5202-7534 Telefax +52 55 5202-9679 HDI Seguros S. A. de C. V. Paseo de los Insurgentes 1701 Col. Granada León, Guanajuato Telefon +52 477 7104764 Telefax +52 477 7104786 NiederlandeHDI-Gerling Verzekeringen N. V. Westblaak 14 3012 KL Rotterdam Telefon +31 10 403-6100 Telefax +31 10 403-6275 NorwegenHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Norwegen C. J. Hambros plass 2D 0164 Oslo Telefon +47 232 136-50 Telefax +47 232 136-51 Österreich
Galaxy 21 Praterstr. 31 1020 Wien Telefon +43 120 709-0 Telefax +43 120 709-900 HDI Versicherung AG Edelsinnstr. 7-11 1120 Wien Telefon +43 50 905-5010 Telefax +43 50 905-5020 PolenHDI Asekuracja TU S. A. ul. Plocka 11/13 01-231 Warschau Telefon +48 22 534-4000 Telefax +48 22 534-4001
ul. Hrubieszowska 2 01-209 Warschau Telefon +48 22 537-2000 Telefax +48 22 537-2001 RusslandOOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" 30/1 Obrucheva street Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 257 Telefax +7 495 967 9260 SchwedenHannover Rückversicherung AG, Tyskland filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5597 (life) Telefax +46 8 617 5593 (non-life) International Insurance Company of Hannover Ltd., England filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5592 SchweizHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Schweiz Dufourstraße 46 8034 Zürich Telefon +41 44 265-4747 Telefax +41 44 265-4748 Slowakische RepublikHDI Versicherung AG Niederlassung Slowakei Stúrova 11 811 02 Bratislava Telefon +421 2 5 710 8611 Telefax +421 2 5 710 8618 SpanienHDI Hannover International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Luchana, 23-6° 28010 Madrid Telefon +34 91 444-2000 Telefax +34 91 444-2019 HDI Hannover International España Cía de Seguros y Reaseguros S.A. c/Rosellón, 216-11° 08008 Barcelona Telefon +34 93 272-0575 Telefax +34 93 487-4371 HR Hannover Re Correduría de Reaseguros, S. A. Paseo del General Martínez Campos 46 28010 Madrid Telefon +34 91 319-0049 Telefax +34 91 319-9378 SüdafrikaCompass Insurance Company Limited P. O. Box 37226 Birnam Park 2015 Johannesburg Telefon +27 11 7458-444 Telefax +27 11 7458-344
P. O. Box 85321 Emmarentia 2029 Johannesburg 2000 Telefon +27 11 4816-500 Telefax +27 11 4843330/32 HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. P. O. Box 66 Saxonworld 2132 Südafrika Telefon +27 11 340-0100 Telefax +27 11 447-4981 TaiwanHannover Rückversicherung AG Taipei Representative Office 8F, No. 122, Tun Hwa North Road Taipeh 105 Telefon +886 2 8770-7792 Telefax +886 2 8770-7735 Tschechische RepublikHDI Versicherung AG Niederlassung Tschechische Republik Jugoslavska 29 120 00 Prag 2 Telefon +420 2 2019 0203 Telefax +420 2 2019 0299 TürkeiCiV Hayat Sigorta A.S. Inkilap Mah. Ö. Faik Atakan Caddesi Yilmaz Plaza No: 3 34768 Ümraniye, Istanbul Telefon +90 216 633-1700 Telefax +90 216 633-1709 HDI Sigorta A. S. Büyükdere Caddesi C.E.M. Is Merkezi No: 23 Kat: 7-8-9 34361 Sisli/Istanbul Telefon +90 212 368-6000 Telefax +90 212 368-6010 UkraineHDI Strakhuvannya 102, Chervonoarmiyska Str. 03150 Kiew Telefon +38 44 247 4477 Telefax +38 44 529 83 42 UngarnHDI Versicherung AG Niederlassung Ungarn Bathyany u. 65 1015 Budapest Telefon +36 1 2482-824 Telefax +36 1 2482-829
Begutca 3-5 1022 Budapest Telefon +36 1 4234-200 Telefax +36 1 4234-210 USAClarendon Insurance Group, Inc. Suite 1900 466 Lexington Avenue New York, NY 10017 Telefon +1 212 790-9700 Telefax +1 212 790-9800 Hannover Life Reassurance Company of America 800 N. Magnolia Avenue Suite 1400 Orlando, FL 32803-3268 Telefon +1 407 649-8411 Telefax +1 407 649-8322 Hannover Re Services USA, Inc. 500 Park Blvd., Suite 1360 Itasca, IL 60143 Telefon +1 630 250-5517 Telefax +1 630 250-5527 HDI-Gerling America Insurance Company 150 North Wacker Drive, 29th floor Chicago, IL 60606 Telefon +1 312 580-1900 Telefax +1 312 580-0700 Glossar. A-EAbschlusskostenKosten, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). AktuarMathematiker, der sich mit Fragestellungen von Versicherungswesen, Kapitalanlagen und Altersvorsorge beschäftigt. Anschaffungskosten, fortgeführteKaufpreis eines Wirtschaftsguts einschließlich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern vermindert um planmäßige und/oder außerplanmäßige Abschreibungen. AnwartschaftsbarwertBarwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage. Asset ManagementKapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten. Assoziiertes UnternehmenUnternehmen, das weder durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern nach der> Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist, auf dessen Geschäfts- oder Firmenpolitik aber ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen)Summe aus Personalkosten, Provisionen, Sachkosten, Vertriebs- und laufenden Verwaltungskosten. BancassuranceBank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/ Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien. Beitrag> Prämie Black-Scholes-OptionspreismodellAnalytisches Modell für die Berechnung von theoretischen Optionspreisen, das den Tageskurs des Basiswerts, den Zinsfuß, die Restlaufzeit, die> Volatilität und eventuelle Dividendenzahlungen innerhalb der Laufzeit berücksichtigt. BonitätKreditwürdigkeit. Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Book-Yield NoteIn einem Wertpapier verbrieftes Absicherungsinstrument. Es dient der Absicherung des Wiederanlagezinses, wenn das Fünf-Jahres-Mittel des Marktzinses auf einem vorher definierten Niveau liegt, und approximiert die realen Erträge des Portfolios. bruttoBei Versicherungen: vor Abzug der passiven Rückversicherung. Cat Bond>Katastrophenanleihe Combined Ratio>kombinierte Schaden-/Kostenquote ComplianceGesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter. Corporate GovernanceSystem zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und Überwachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Unternehmen zu fördern. DeckungsrückstellungNach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung. Deposit AccountingAus der US-amerikanischen Rechnungslegung stammende Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren. Depotforderungen/DepotverbindlichkeitenSicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Derivat, derivatives FinanzinstrumentAus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B.> Swaps, Optionen und Futures. Due-Diligence-PrüfungPrüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische Stärken-Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts. DurationFinanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Bindungsdauer des Barwerts eines Finanzinstruments darstellt; ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko. E-KEBITEarnings before interest and tax.> operatives Ergebnis. EigenkapitalMittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (realisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Embedded ValueMaßstab zur Bewertung der Leistung von Lebensversicherungsunternehmen: Summe aus den freien Kapitalanlagen (Nettovermögen) und dem Ertragswert des Versicherungsbestands. EmittentPrivates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Aktien die Aktiengesellschaft und bei Bundesanleihen der Bund. Equity-MethodeVerfahren zur Bewertung von Beteiligungen im Konzernabschluss. ErneuerungBei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in so genannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert. ErstversichererGesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht. Exponierung, ExposureGefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands. Fair ValueBetrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. fakultative RückversicherungBeteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. fondsgebundene LebensversicherungLebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt. für eigene Rechnung> netto Geschäfts- oder FirmenwertBetrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist. GroßschadenSchaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. haftendes KapitalSumme aus
harter MarktMarktphase, die sich durch hohe Prämien auszeichnet. Gegensatz:> weicher Markt HybridkapitalFremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital. ImpairmentAußerplanmäßige Abschreibung, die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögensgegenstands kleiner ist als dessen Buchwert. Insurance-Linked Securities - ILSFür die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt. International Financial Reporting Standards - IFRSInternationale Rechnungslegungsstandards, bei Talanx angewendet seit 2004. Investment-GradeEin Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Risiko aufweisen. KapitalflussrechnungRechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände. KatastrophenanleiheInstrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt. kombinierte Schaden-/KostenquoteSumme aus> Schadenquote und> Kostenquote. Bei der Berechnung der bereinigten kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen im Segment SchadenRückversicherung um das Depotzinsergebnis bereinigt. kongruente WährungsbedeckungBedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. KonsolidierungIn der Bilanzierungspraxis: Zusammenfassung von Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzernabschluss. KostenquoteVerhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. KumulrisikoVersicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem> Portefeuille führt. L-Rlatente SteuernDifferenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handelsbilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in den Folgemonaten wieder ausgleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeitablauf auflöst. LebensversicherungZusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung. Letter of Credit - LoCBankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft. Market Consistent Embedded Value - MCEVSpezielle Methode zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen, mit deren Hilfe die Langfristigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts und der damit verbundenen Risiken abgebildet werden kann. MorbiditätMaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt. MortalitätSterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. nettoBei Versicherungen: nach Abzug der passiven Rückversicherung. nichtproportionale RückversicherungRückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand tragen muss. operatives ErgebnisSumme aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges, zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern). OTCover the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. PersonenversicherungSparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung. Portefeuille, Portfolio
PrämieVereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken. PrämienüberträgeIn einem Bilanzjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind. Present value of future profits - PVFPImmaterieller Vermögensgegenstand, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Private EquityVon Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital. ProvisionVergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler. QuotenrückversicherungForm der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko vertraglich festgelegt wird. Dabei ist der Verwaltungsaufwand beim Rückversicherungsunternehmen sehr gering. RateProzentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer> nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist. RatingSystematische Einschätzung von Unternehmen hinsichtlich ihrer>Bonität durch eine Ratingagentur oder Bank. Retail
RetrozessionAbgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer. Retrozessionär>Zessionär, sofern es sich dabei um eine Rückversicherung handelt. Risikomanagement-SystemGesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren. RückstellungPassivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt der Fälligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung). RückversichererGesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem> Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt. S-ZSchadenquoteVerhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich dem sonstigen versicherungstechnischem Ergebnis (netto), jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.> PVFP Schaden- und UnfallversicherungGesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebensversicherung und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine festvereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird. SchwankungsrückstellungRückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals. SegmentberichterstattungNach Geschäftsbereichen und Regionen untergliederte Darstellung des Konzernabschlusses. SelbstbehaltDer Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also> netto ausweist. SolvabilitätAusstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist. Solvency IIProjekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europäischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen. Spezialgeschäft
StresstestForm der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von> Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können. Swapengl. Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden. SwaptionOptionskontrakt, der es dem Käufer gegen eine Zahlung einer einmaligen Prämie erlaubt, zu - oder bis zu - einem bestimmten Zeitpunkt in einen Zinsswap (> Swap) einzusteigen. Sie ermöglicht die Absicherung gegen steigende Zinssätze, ohne dem Käufer dabei die Möglichkeit zu nehmen, bei sinkenden Zinssätzen günstiger zu refinanzieren. ÜberschussbeteiligungGesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen. UnderlyingBasiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Optionsgeschäfts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient. UnderwritingPrüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist. Value at RiskRisikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden. verdiente PrämienAnteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt. versicherungstechnisches ErgebnisSaldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus verdienten Prämien für eigene Rechnung und den sonstigen versicherungstechnischen Erträgen (netto) sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP, jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen.> PVFP VerwaltungskostenKosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen. VolatilitätSchwankungsmaß der Variabilität von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinssätzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schadenverlauf haben können. weicher MarktMarktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz:> harter Markt ZedentErst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert). Zeitwert, beizulegenderBetrag, zu dem zwischen sachverständigen und unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht werden könnte. ZessionärRückversicherer des Erstversicherers. ImpressumTalanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail info@talanx.com www.talanx.com Ansprechpartner zum KonzernabschlussCarsten Meyer Telefon +49 511 3747-2166 Telefax +49 511 3747-2512 E-Mail carsten.meyer@talanx.com Ansprechpartner für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitThomas von Mallinckrodt Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 E-Mail thomas.mallinckrodt@talanx.com Redaktionsschluss: 8. April 2010 Veröffentlicht am: 8. Juni 2010 Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch. Geschäftsbericht im Internet:http://geschaeftsbericht2009.talanx.com Standorte weltweitAmerikaBM Bermuda.Hannover Life Re Bermuda, Hamilton Hannover Re Bermuda, Hamilton BR Brasilien.Hannover Re (Representative Office), Rio de Janeiro HDI Seguros, Säo Paulo CA Kanada.Hannover Rück (Branch), Toronto CL Chile.HDI Seguros, Santiago CO Kolumbien.Hannover Rück (Representative Office), Bogotá MX Mexiko.Hannover Services (México), Mexiko-Stadt HDI-Gerling de México Seguros, Mexiko-Stadt HDI Seguros, León US USA.Clarendon Insurance Group, New York Hannover Life Re America, Orlando Hannover Re Services USA, Itasca/Chicago HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago EuropaAT Österreich.Aspecta Lebensversicherung, Wien HDI-Gerling Financial Services, Wien HDI Versicherung, Wien BE Belgien.HDI-Gerling Assurances/Verzekeringen, Brüssel BG Bulgarien.HDI Zahstrahovane, Sofia CH Schweiz.HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Zürich CZ Tschechische Republik.HDI Versicherung (Niederlassung), Prag DE Deutschland.AmpegaGerling, Köln Aspecta, Köln E+S Rück, Hannover Hannover Rück, Hannover HDI Direkt, Hannover HDI-Gerling Leben-Gruppe, Köln HDI-Gerling Sachgruppe, Hannover Neue Leben, Hamburg PB Versicherungen, Hilden Proactiv, Hilden Protection Re, Hannover Talanx, Hannover Targo Versicherungen, Hilden ES Spanien.HDI Seguros, Madrid/Barcelona HR Hannover Re, Madrid FR Frankreich.Hannover Rück (Branch), Paris HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Paris GR Griechenland.HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Athen HU Ungarn.HDI Versicherung (Niederlassung), Budapest Magyar Posta Biztositö, Budapest Magyar Posta Eletbiztosftö, Budapest IE Irland.Hannover Life Re (Ireland), Dublin Hannover Re (Ireland), Dublin HDI Reinsurance, Dublin IT Italien.Aspecta Assurance International, Mailand Hannover Re Services Italy, Mailand HDI Assicurazioni, Rom HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Mailand LI Liechtenstein.Aspecta Assurance International, Vaduz LU Luxemburg.Aspecta Assurance International, Luxemburg Euro International Re, Luxemburg Hannover Finance, Luxemburg Talanx Finanz, Luxemburg NL Niederlande.HDI-Gerling Verzekeringen, Rotterdam NO Norwegen.HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Oslo PL Polen.HDI Asekuracja, Warschau HDI-Gerling Polska, Warschau HDI-Gerling Zycie, Warschau SE Schweden.Hannover Rück (Branch), Stockholm International Insurance Company of Hannover (Niederlassung), Stockholm SK Slowakische Republik.HDI Versicherung (Niederlassung), Bratislava TR Türkei.CiV Hayat Sigorta, Istanbul HDI Sigorta, Istanbul UA Ukraine.HDI Strakhuvannya, Kiew UK Großbritannien.Hannover Life Re UK, Virginia Water Hannover Services UK, Virginia Water HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), London International Insurance Company of Hannover, Bracknell/London AfrikaZA Südafrika.Compass Insurance Company, Johannesburg Hannover Life Re Africa, Johannesburg Hannover Re Africa, Johannesburg HDI-Gerling Insurance South Africa, Johannesburg AustralienAU Australien.Hannover Life Re Australasia, Sydney Hannover Rück (Branch), Sydney HDI-Gerling Australia Insurance Company, Sydney HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Sydney Asien/PazifikBH Bahrain.Hannover ReTakaful, Manama Hannover Rück (Branch), Manama CN China.Hannover Rück (Hong Kong Branch) Hannover Rück (Shanghai Branch) Hannover Rück (Representative Office), Shanghai HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Hongkong IN Indien.Hannover Re Consulting Services, Mumbai Magma HDI General Insurance, Kolkata* JP Japan.Hannover Re Services Japan, Tokio HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Tokio KR Korea.Hannover Rück (Branch), Seoul MU Malaysia.Hannover Rück (Branch), Kuala Lumpur RU Russland.CiV Life, Moskau TW Taiwan.Hannover Rück (Representative Office), Taipeh
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