![]() Talanx AGHannoverTalanx Einzelabschluss 2009Talanx AktiengesellschaftAufstellung des Anteilbesitzes gem. § 285 Nr.11 HGB zum 31. Dezember 2009scroll
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keine Angaben gemäß § 286 Abs.3 HGB
Hannover, 8. April 2010 Talanx AG auf einen Blickscroll
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von ± einer Einheit auftreten. Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2009 ist der Aufsichtsrat seinen Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung jederzeit nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen, einer außerordentlichen und einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung zusammen. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat viermal, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten sechsmal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2009 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schriftlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Neuausrichtung des Konzerns und Optimierung seiner Strukturen sowie die Planung für das Jahr 2010 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Wir ließen uns ferner die Grundzüge der wertorientierten Steuerung erläutern und behandelten eine Reihe von Akquisitions- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und ggf. Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle der Erwerb des US-amerikanischen Lebensrückversicherungsgeschäfts des niederländischen Finanzkonzerns ING durch die Hannover Life Re, die Begründung einer Zusammenarbeit mit der Swiss Life, der Kauf einer Gesellschaft in Mexiko und die Eingehung eines Joint Venture in Indien. Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des Talanx-Konzerns, seine Kapitalanlagestrategie sowie über den möglichen Gang an die Börse beraten. Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das Aufsichtsratsplenum erstmals anhand eines aktuellen Musters mit den Regelungen in den Vorstands-Dienstverträgen sowie mit der Überprüfung der Festbezüge einzelner Vorstandsmitglieder und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Arbeit der AusschüsseDer Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft. Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2008 erörtert. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten, der im September 2009 um ein zusätzliches Mitglied erweitert wurde, befasste sich neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum in mehreren Sitzungen mit Fragen der künftigen Vorstandsstruktur und einer neuen Geschäftsverteilung für den Vorstand, die am 25. November 2009 auf Empfehlung des Ausschusses vom Gesamtaufsichtsrat verabschiedet wurde. Außerdem wurden im Rahmen der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. Corporate GovernanceBesondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat aktualisiert. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag. Schwerpunkte waren neben den üblichen Prüftätigkeiten beim Jahresabschluss die Prüfung der Buch- und der Zeitwerte der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und der latenten Steuern sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 und die Prüfung des Verfahrens der Intercompany-Abstimmung im Rahmen der Konsolidierung. Ferner waren das Interne Kontrollsystem und die Risikoberichterstattung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 27. Mai 2010 und in der Aufsichtsratssitzung am 28. Mai 2010 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandMit der Hauptversammlung der Gesellschaft am 17. Juni 2009 endeten die Mandate von Frau Schulze, Herrn Faßhauer und Herrn Funck im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat ihnen für ihre verantwortungsbewusste und wertvolle Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Von den Delegierten der Arbeitnehmer wurden Frau Jutta Mück und Frau Katja Sachtleben-Reimann sowie als Vertreter der leitenden Angestellten Herr Karsten Faber neu in den Aufsichtsrat gewählt. Im Übrigen wurden die bisherigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wiedergewählt. Herr Dr. Voscherau hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft mit Ablauf des 22. Juli 2009 niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat ihm für sein langjähriges Engagement Dank und Anerkennung ausgesprochen. Neu in den Aufsichtsrat wurde mit Wirkung ab 1. Oktober 2009 Herr Werner Wenning gewählt. Wie bereits im vergangenen Jahr berichtet, hat der Aufsichtsrat Herrn Ulrich Wallin am 22. Januar 2009 mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsmitglied der Talanx AG mit der Zuständigkeit für das Geschäftsfeld Rückversicherung bestellt. Herr Wallin trat damit - wie ab 1. Juli 2009 in den Rückversicherungsgesellschaften Hannover Rückversicherung AG und E+S Rückversicherung AG - die Nachfolge von Herrn Zeller an, der am 22. Januar 2009 aus dem Vorstand der Talanx AG ausgeschieden ist. Das Mandat von Herrn Dr. Löffler im Vorstand der Gesellschaft hat einvernehmlich mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 geendet. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Heinz-Peter Roß bereits mit Wirkung ab 1. Juli 2009 zum Mitglied des Vorstands bestellt, der ab 1. Juni 2010 das neu gebildete Geschäftsfeld Retail Deutschland übernehmen wird. Der Aufsichtsrat der Talanx AG hat Herrn Zeller und Herrn Dr. Löffler jeweils seinen besonderen Dank für die langjährige erfolgreiche Arbeit im Vorstand der Talanx AG und im Talanx-Konzern ausgesprochen. Mit Wirkung ab 25. November 2009 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Christian Hinsch zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft bestellt, der sich ab Mitte 2010 auf den Ausbau des Industrieversicherungsgeschäfts weltweit konzentrieren wird. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Hinsch ferner mit Wirkung ab 1. Januar 2010 zum Arbeitsdirektor gem. § 33 MitbestG bestellt. Er tritt insoweit die Nachfolge von Herrn Haas an, der diese Funktion mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 niedergelegt hat. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitern des Talanx-Konzerns für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hannover, 28. Mai 2010 Für den Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Verwaltungsorgane der GesellschaftAufsichtsratWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG, Berg ■ Johannes Funckstv. Vorsitzender (bis 17.6.2009) Angestellter, HDI Direkt Versicherung AG, Mühlheim ■ Ralf Rieger(seit 17.6.2009) stv. Vorsitzender Angestellter, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Raesfeld ■ Prof. Dr. Eckhard Rohkammstv. Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG, Hamburg ■ Karsten Faber(seit 17.6.2009) Zentralbereichsleiter, Hannover Rückversicherung AG, E+S Rückversicherung AG, Hannover ■ Reinhard Faßhauer(bis 17.6.2009) Leitender Angestellter, HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Langenhagen ■ Hans-Ulrich HankeAngestellter, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Brühl ■ Gerald HerrmannGewerkschaftssekretär, Norderstedt ■ Dr. Thomas LindnerVorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG, Albstadt ■ Jutta Mück(seit 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Oberhausen ■ Otto MüllerAngestellter, Hannover Rückversicherung AG, Hannover ■ Dr. Hans-Dieter Petramehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG, Inning ■ Dr. Michael RogowskiVorsitzender des Aufsichtsrats der Voith AG, Heidenheim ■ Katja Sachtleben-Reimann(seit 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover ■ Dr. Erhard Schipporeitehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG, Hannover ■ Barbara Schulze(bis 17.6.2009) Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Bochum ■ Bodo UebberMitglied des Vorstands der Daimler AG, Stuttgart ■ Dr. Eggert Voscherau(bis 22.7.2009) Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE, Ludwigshafen ■ Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder(seit 3.2.2009) Professorin an der Leibniz Universität, Hannover ■ Werner Wenning(seit 1.10.2009) Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen ■ AufsichtsratsausschüsseZusammensetzung zum 31.12.2009Finanz- und PrüfungsausschussWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender ■ Dr. Thomas Lindner■ Ralf Rieger■ Prof. Dr. Eckhard Rohkamm■ Dr. Erhard Schipporeit■ Ausschuss für VorstandsangelegenheitenWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender ■ Prof. Dr. Eckhard Rohkamm■ Dr. Michael Rogowski■ Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder■ VermittlungsausschussWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender ■ Ralf Rieger■ Prof. Dr. Eckhard Rohkamm■ Katja Sachtleben-Reimann■ NominierungsausschussWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender ■ Dr. Thomas Lindner■ Dr. Michael Rogowski■ Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Aufgaben der AusschüsseFinanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
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Lagebericht. Geschäft und RahmenbedingungenDie Talanx AG übt die Funktion der Finanz- und Managementholding des Talanx-Konzerns aus und ist weltweit in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Über Kooperationen arbeitet der Konzern insgesamt in 150 Ländern. Die überwiegende Mehrzahl der Konzerngesellschaften ist in der Erst- und Rückversicherung tätig; einige Tochtergesellschaften - vor allem im Inland -arbeiten auf dem Feld der Finanzdienstleistungen. Die Leitung und Steuerung des Konzerns ist die primäre Aufgabe der Talanx AG. Ihr Vorstand legt die Konzernstrategie fest und entscheidet über die geschäftspolitischen Ziele des Konzerns. Die Zielerreichung wird seitens der Talanx AG überwacht und durch Kapitalallokation, Zielvorgaben, Performance-Messung und geeignete Anreizsysteme gesteuert. Gleichzeitig verantwortet die Talanx AG die Eigen- und Fremdkapitaloptimierung für den Konzern. Bei der Konzernsteuerung setzt die Talanx AG auf das in den letzten Jahren bewährte Organisationsprinzip: so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig - unter Beachtung der Corporate-Governance-Richtlinien. Durch die Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein Höchstmaß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen am besten wahrnehmen. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDas Jahr 2009 lässt sich in zwei Phasen einteilen: Im ersten Halbjahr wurden die negativen Auswirkungen der Finanzkrise auch in der so genannten Realwirtschaft mit aller Härte deutlich. Der bereits 2008 zu beobachtende Einbruch der Realwirtschaft setzte sich mit einer enormen Dynamik fort und führte zum schwersten Abschwung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Industrieproduktion der entwickelten Länder stürzte in einem bis dahin unbekannten Ausmaß ab, Konsumenten- und Stimmungsindizes markierten wiederholt neue Allzeittiefs. Allein in Deutschland wurde das Wachstum der Industrieproduktion von zehn Jahren vernichtet. Die Auswirkungen der konzertierten Rettungs- und Stützungsmaßnahmen für den Finanzsektor von Regierungen und Zentralbanken rund um den Globus läuteten mit der Eindämmung der systemischen Risiken die Trendwende und damit die zweite Phase ein. Durch das Schnüren von großen Konjunkturpaketen und eine extrem expansive Geldpolitik der Zentralbanken gelang es, sich gegen den globalen Abschwung zu stemmen. Zunächst drehten gegen Mitte des Jahres die Stimmungs- und Frühindikatoren und deuteten auf eine Stabilisierung der Wirtschaft hin. In den letzten Monaten des Jahres wurden sie zunehmend durch "harte" realwirtschaftliche Daten bestätigt. Eine Wiederbelebung des Außenhandels ging mit steigender Industrieproduktion in Deutschland und den USA einher. Gegen Ende des Jahres mehrten sich die Zeichen, dass der Arbeitsmarkt zumindest in den USA die Talsohle bald durchschritten haben würde. Offiziell befand sich die Wirtschaft der USA bereits ab dem letzten Quartal 2007 in der Rezession. Für das dritte Quartal 2009 wurde mit 2,2 % annualisiert die erste positive Quartalsrate gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte die Wirtschaft noch um 2,6 %. Die Verbraucherpreise in Amerika zeigten seit Beginn des Berichtsjahres eine fallende Tendenz, die vorübergehend Sorgen über eine Deflation aufkommen ließ. Dieser Trend war jedoch eine Folge der im Vorjahr stark gestiegenen Rohstoffpreise, wie die stabil positive Kerninflation zeigte. Gegen Ende des Jahres kehrten die Inflationsraten mit zuletzt +1,8 % im Vergleich zum Vorjahr wieder in den positiven Bereich zurück. Die US-Arbeitslosenquote stieg auf den höchsten Stand seit den Achtzigerjahren und lag zum Jahresende bei 10 %. Auch in der Eurozone gelang im dritten Quartal der Sprung zurück zu positiven Wachstumszahlen, nachdem Deutschland bereits im zweiten Quartal mit einem kleinen Wachstum positiv überrascht hatte. Wie in den USA kletterte die Arbeitslosenquote in Europa mit 10 % in den zweistelligen Bereich. Deutschland bildete hier zwar mit 8,1 % eine positive Ausnahme, Verzerrungen durch Kurzarbeit müssen jedoch berücksichtigt werden. Auch in Europa rutschten die Inflationsraten 2009 zunächst in den negativen Bereich, zum Jahresende setzte auch hier eine Stabilisierung ein und die Rückkehr zu positiven Veränderungsraten gelang. Auch das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar zeigte im Jahresverlauf eine Zweiteilung. Nachdem der Dollar zu Beginn des Jahres zunächst auf 1,25 gegenüber dem Euro aufwertete, drehte diese Entwicklung im März 2009. Mit steigender Bereitschaft, Risiken einzugehen, erhöhte sich die Wechselkursrate des Euro kontinuierlich gegenüber dem US-Dollar und markierte im Dezember ein neues Hoch mit 1,51 USD. Auch das britische Pfund wertete zu Beginn des Jahres zunächst gegenüber dem Euro auf, sank jedoch im Juni 2009 von 0,98 auf 0,84. Gegen Ende des Jahres befand sich der Wechselkurs in einer Seitwärtsbewegung und beschloss das Jahr bei 0,89. KapitalmärkteDie Zentralbanken verfolgten nahezu eine Nullzinspolitik: Die Fed senkte die Leitzinsen aus Angst vor einer zweiten großen Depression auf 0 % bis 0,25 %, und die EZB senkte die Leitzinsen mit 1,00 % auf den niedrigsten Stand seit ihrem Bestehen. Teilweise wurde sogar die Notwendigkeit negativer Zinsen diskutiert. Die staatlichen Rettungsprogramme zogen eine starke Ausweitung des Angebots an Staatsanleihen nach sich, die zum größten Teil von den Zentralbanken angekauft wurden, weshalb sie zu einer deutlichen Ausweitung der Zentralbankbilanzen führte. Die unkonventionellen Maßnahmen der Zentralbanken zeigten Erfolg - im Jahresverlauf entspannten sich Geld- und Kapitalmarkt. Bei den Marktteilnehmern führte die Finanzmarktkrise zu einer Flucht in risikoarme Anlagen. Davon profitierte der Markt für Staatsanleihen: Die Risikoaversion der Marktteilnehmer ließ die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA und der Eurozone zwischen Januar und März 2009 mehrfach auf Niveaus um die 2,0 % bzw. 2,8 % fallen. Parallel dazu kam es bis Mitte März zu einer deutlichen Erhöhung der Risiko- und Illiquiditätsaufschläge für Finanzanleihen, insbesondere für Nachrangkapital, aber auch für erstrangige und gedeckte Anleihen. Die Unterstützung der Märkte durch Regierungen und Zentralbanken kompensierte die gestiegene Risikoaversion teilweise und ließ die Renditen anschließend wieder leicht anziehen. Im Zuge dieser Beruhigung setzte ab Mitte März in allen risikobehafteten Assetklassen eine in dieser Intensität noch nie dagewesene Kursrally ein. Es kam bis Jahresende für Investment-Grade-Zinstitel zu ungewöhnlichen Kurszuwächsen von zum Teil über 20 %. VersicherungswirtschaftDie deutsche Versicherungswirtschaft hat ihre Beitragseinnahmen 2009 um mehr als 4 % gesteigert und ihr Wachstum im Vergleich zum Vorjahr damit leicht beschleunigt. Damit konnte sich die Assekuranz erfolgreich von der rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abkoppeln. Im Gegensatz zu den teilweise scharfen Einbrüchen in sonstigen Wirtschaftszweigen war die Nachfrage nach Versicherungsschutz weitgehend stabil. Zwar blieb auch die Versicherungswirtschaft von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verschont, sie konnte ihre Position als professionelle Instanz für zuverlässige Risikotragung und sicherer Hafen für die Vermögenswerte der Kunden und Investoren jedoch auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eindrucksvoll untermauern. Das Umfeld für die deutsche Schaden- und Unfallversicherung hat sich 2009 tendenziell weiter eingetrübt, sodass von einer Stagnation bis allenfalls geringfügigem Prämienwachstum ausgegangen werden kann. Während sich die Nachfrage im Privatkundengeschäft aufgrund der relativ stabilen Wirtschaftslage der privaten Haushalte als weitgehend beständig erwiesen hat, war im industriellen und gewerblichen Segment die Tendenz zu weiteren Kosteneinsparungen erkennbar. Zusätzlichen Druck auf die Prämienentwicklung übte die umsatzorientierte Tarifierung aus, die sich bei rückläufigen Umsätzen in niedrigeren Prämien niederschlägt. Insbesondere die Kraftfahrtversicherung, die größte Einzelsparte, leidet darüber hinaus seit mehreren Jahren unter einem intensiven, durch moderate Schadenverläufe begünstigten Preiswettbewerb, der 2009 einen weiteren Prämienabrieb zur Folge hatte. Ein weiterer Grund für die relativ geringen Wachstumsspielräume ist der hohe Grad der Marktdurchdringung, der das Wachstum des Mengengerüstes begrenzt. Das schwierige konjunkturelle Umfeld hat in einigen Sparten - insbesondere der Kredit-, Transport- und Rechtsschutzversicherung - zu einer deutlich gestiegenen Schadenbelastung geführt, für die eine starke Erhöhung des Insolvenzrisikos und der Zahl an Rechtsschutzfällen mitursächlich sind. Nach den vorliegenden Zahlen muss daher für die gesamte Schaden- und Unfallversicherung von einem Anstieg der kombinierten Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) ausgegangen werden. Auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt blieben 2009 die Trends größtenteils intakt. Hierzu gehört zum einen die zunehmende Bedeutung der Rentenversicherung gegenüber der in früheren Jahren als Hauptprodukt fungierenden kapitalbildenden Lebensversicherung. Produktgestaltung und Marktentwicklung folgen hier offenkundig der demografischen Entwicklung, die neben anderen Effekten von einer steigenden Lebenserwartung und dem damit einhergehenden Vorsorgebedarf gekennzeichnet ist. Zum anderen war 2009 geprägt von einem sehr starken Anstieg des Neuzugangs an Einmalbeiträgen, während der Neuzugang nach Anzahl und laufendem Beitrag gegenüber dem Vorjahr zurückging. Der vor der Finanzkrise bestehende Trend zur fondsgebundenen Lebensversicherung wurde dagegen durch die erhöhte Risikoaversion der Kunden merklich gebremst. Die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) erhöhten sich 2009 um insgesamt 7 % auf 81,4 Mrd. EUR. Das Umfeld der Rückversicherung war insgesamt von einer unterdurchschnittlichen Belastung aus Großschäden im Berichtsjahr, auch dank einer unauffälligen Hurrikansaison, geprägt. Es gab zwar eine Reihe verheerender Naturkatastrophen, die Auswirkungen auf die Rückversicherungswirtschaft blieben jedoch überwiegend gering. Als große Einzelereignisse im Jahr 2009 sind die Buschbrände in Australien, der Wintersturm "Klaus" und der Absturz des Air-France-Airbus hervorzuheben. Wie die meisten Versicherungsunternehmen haben auch die Rückversicherer die Krise bislang vergleichsweise gut überstanden. Dabei standen risikoadäquate Preise im Mittelpunkt des Berichtsjahres. Krisenbedingt hat die Bonität der Marktteilnehmer eine noch höhere Bedeutung gewonnen, dies gilt insbesondere auch für die Rückversicherung. Überblick über den GeschäftsverlaufIn der Talanx AG machen sich die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zeitversetzt bemerkbar: Während der gesamte Konzern nach dem kapitalanlagebedingten Einbruch des Vorjahres 2009 ein Ergebnis auf dem Niveau der Jahre vor der Krise erreicht hat, fällt das Ergebnis der Konzernholding Talanx AG gegenüber 2008. Die Rückversicherungstochter Hannover Rückversicherung AG zahlte aufgrund ihres schlechten Ergebnisses im Geschäftsjahr 2008 keine Dividende und auch die Ergebnisabführung aus der Lebensversicherung fiel geringer aus. Die Sachversicherungsgruppe und die Bancassurance-Gesellschaften sorgten jedoch mit hohen Gewinnabführungen dafür, dass der Rückgang in Summe eher moderat blieb. Der niedrigere Jahresüberschuss bedeutet nicht, dass das Geschäftsjahr ohne Erfolg verlaufen wäre: Das Unternehmen verfügt nach wie vor über eine sehr solide Finanzkraft. Neben einem teilweise sehr deutlichen organischen Wachstum machte der Konzern mit dem Markteintritt in Indien und dem mexikanischen Privatkundenmarkt 2009 im Auslandsgeschäft weitere Fortschritte. Auch die Kooperation mit Swiss Life entwickelte sich erwartungsgemäß. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel um 17 % auf 270 (327) Mio. EUR. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung waren die deutlich gesunkenen Erträge aus Beteiligungen (Rückgang um 109 Mio. EUR auf 38 Mio. EUR). Der wesentliche Grund hierfür war der Ausfall der wie in den Vorjahren phasenverschoben vereinnahmten Dividende von Hannover Rück für das vorangegangene Jahr. So wurden 2008 noch insgesamt 139 Mio. EUR an Dividendenausschüttung aus der Hannover Rück für 2007 (1,80 EUR Dividende +0,50 EUR Bonus je Aktie) vereinnahmt. Demgegenüber stiegen einige Ausschüttungen von Gesellschaften, mit denen kein Ergebnisabführungsvertrag besteht, an. Ausschüttungssteigerungen sind unter anderem bei der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. (+16 Mio. EUR), bei der HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG (+9 Mio. EUR) und bei der Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG (+3 Mio. EUR) zu verzeichnen. Dagegen sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen trotz der 2009 andauernden Finanzkrise auf 360 (329) Mio. EUR angestiegen. Die Entwicklung der Ergebnisabführungen verlief in den verschiedenen Segmenten der Erstversicherung unterschiedlich. So stieg die Abführung der HDI-Gerling Sach Serviceholding auf 216 (180) Mio. EUR. Gründe für diese Steigerung liegen in günstigen Schadenverläufen bei den operativ tätigen Tochtergesellschaften HDI-Gerling Industrie Versicherung AG,HDI Direkt Versicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, die zu niedrigeren Schadenaufwendungen führten und infolgedessen partielle Auflösungen von Schwankungsreserven ermöglichten. Zudem konnten bei diesen Gesellschaften einige außerordentliche Abgangserträge im Kapitalanlageergebnis erzielt werden, die die infolge der niedrigen Zinsen rückgängigen ordentlichen Kapitalerträge kompensieren konnten. Auch die Proactiv Holding AG mit ihrem Bancassurance-Geschäft konnte die Ergebnisabführung auf 101 (52) Mio. EUR fast verdoppeln. Entgegen dieser erfreulichen Entwicklung führt die HDI-Gerling Leben Serviceholding AG für 2009 lediglich 0,4 Mio. EUR ab, nachdem im Vorjahr noch 25 Mio. EUR vereinnahmt werden konnten. Wesentliche Ursache für die nachlassende Ertragskraft dieses Geschäftsfelds sind die ungünstigen Geschäftsbedingungen, insbesondere im Bereich der fondsgebundenen Versicherer. Die AmpegaGerling Asset Management GmbH konnte das an die Talanx abgeführte Ergebnis um 10 % auf 30 Mio. EUR steigern. Von der Protection Reinsurance Intermediaries AG wurden 12 (13) Mio. EUR vereinnahmt. Das Zinsergebnis blieb mit -60 (-66) Mio. EUR per saldo in etwa auf stabilem Niveau. Während die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen um 4 Mio. EUR auf 41 Mio. EUR anstiegen, reduzierten sich die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge um 29 Mio. EUR auf 20 Mio. EUR. Gründe für letztere Entwicklung liegen vor allem in den deutlich gesunkenen Zinsniveaus für Fest- und Tagesgelder und dem mit diesem niedrigen Zinsniveau verbundenen variablen Zinsertrag aus einem Swapgeschäft. Demgegenüber sank auch der Zinsaufwand auf 127 (146) Mio. EUR. Ein Grund für diese Entwicklung waren entsprechend niedrigere Zinsaufwendungen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Erfreulicherweise fielen im Gegensatz zum Vorjahr im Berichtsjahr keine Ergebnisbelastungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens an. Nachdem 2008 durch Anpassungen der Steuerberechnung für Vorjahre noch ein Steuerertrag von 42 Mio. EUR vereinnahmt wurde, ist 2009 ein Steueraufwand, anders als in den Vorjahren frei von größeren Sondereffekten, in Höhe von 57 Mio. EUR angefallen. Insgesamt sank der Jahresüberschuss 2009 gegenüber dem Vorjahr um knapp 42 % auf 213 (369) Mio. EUR. Nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags des Vorjahres in Höhe von 184 Mio. EUR und einer Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 106 Mio. EUR beträgt der Bilanzgewinn 291 (369) Mio. EUR. FinanzlageDie Liquidität, die zur Bestellung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung gewährleistet. Diese Planung wird mindestens monatlich vorgenommen, im Bedarfsfall auch in kürzeren Intervallen. Finanzmittel fließen der Talanx AG vor allem durch Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, Dividendenerträge und Zinserträge aus Ausleihungen zu. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden regelmäßig mit dem Konzerncontrolling die erwarteten Liquiditätsströme aus Ergebnisabführungen im Rahmen der laufend aktualisierten Planungsrechnungen abgestimmt. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten aufbringen. Aufgrund ihrer Holdingeigenschaft können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen. Im Bedarfsfall steht der Gesellschaft kurzfristig eine bereits fest vereinbarte auf Abruf disponible Kreditlinie eines breiten Bankenkonsortiums zur Verfügung. Bei der Auswahl der Kreditliniengeber hat die Gesellschaft auch in der Vergangenheit stets auf deren langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke geachtet. Infolge der Finanz- und Kreditkrise sind in den Jahren 2008/2009 mehrere große Bankhäuser in Insolvenz gegangen, fusionierten oder wurden staatlich auf verschiedenste Weise gestützt. Daher kommt der laufenden Überwachung der Kapitalstärke der Kreditliniengeber, die zentral von der AmpegaGerling Asset Management GmbH wahrgenommen wird, aktuell eine besondere Relevanz zu. VermögenslageDas Bilanzbild der Talanx AG wird wie in den Vorjahren weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre Anteile an den Zwischenholdings geprägt. Die Bilanzsumme blieb insgesamt mit knapp 6,7 Mrd. EUR nahezu unverändert, obwohl sich der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen um 6 % auf knapp 5,1 Mrd. EUR erhöhte. Wesentlichster Zugang bei den verbundenen Unternehmen war die 2009 gegründete Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG mit einem Buchwert von 146 Mio. EUR. Sie verwaltet die verschiedenen dauerhaften Kapitalanlagen des Konzerns. Insgesamt stieg somit der Anteil der verbundenen Unternehmen an der Bilanzsumme auf 76 (72) % an. Demgegenüber sanken per saldo die Wertpapierbestände des Anlagevermögens um 250 Mio. EUR, die Wertpapierbestände des Umlaufvermögens um 23 Mio. EUR und die aktivierten Forderungen gegenüber Steuerbehörden auf Körperschaftssteuer um 115 Mio. EUR deutlich. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen auf 330 (276) Mio. EUR an. Aktiva ![]() Auf der Passivseite wurde die im Vorjahr gezogene Tranche der Kreditlinie von 250 Mio. EUR zurückgezahlt, sodass von der Kreditlinie über insgesamt 1,5 Mrd. EUR am Bilanzstichtag 2009 lediglich 550 Mio. EUR in Anspruch genommen worden sind. Die Eigenkapitalquote ist auf 62,4 (59,2) % weiter angestiegen. Passiva ![]() Bericht über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenIn dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen. Auszugleichende Nachteile im Sinne des § 311 (1) AktG liegen nicht vor. GewinnverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 291 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernstruktur![]() Nur die wesentlichen Beteiligungen, vereinfachte Darstellung Stand: 22.2.2010 Entwicklung der wichtigsten BeteiligungsgesellschaftenIn diesem Kapitel werden die Entwicklung und der Geschäftsverlauf 2009 der wichtigsten unter der Talanx AG zusammengefassten Gesellschaften beschrieben. Diese Darstellungsform wurde gewählt, weil das Ergebnis der Talanx AG als Holdinggesellschaft maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt wird. Die Kennzahlen der Gesellschaften sind nach HGB ermittelt; die HDI-Gerling International Holding stellt ihre ausländischen Tochtergesellschaften nach den internationalen IFRS-Richtlinien dar, um die Vergleichbarkeit untereinander zu ermöglichen. Die meisten inländischen Gesellschaften sind über Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der Talanx AG verbunden; eine Auflistung findet sich im Anhang unter "Sonstige Angaben/Wichtige Verträge". Im Laufe des Jahres 2010 werden in der Talanx-Gruppe die Konzernsegmente in der Erstversicherung neu strukturiert, was Auswirkungen auf die Zugehörigkeit der Einzelgesellschaften haben wird. Geschäftsbereich Schaden/Unfall-ErstversicherungSchwerpunkte des Geschäftsbereichs sind die weltweite Industrieversicherung sowie die Schaden- und Unfallversicherung für Privat- und Gewerbekunden in Deutschland und Europa. Wichtige Vertriebswege sind dabei der Direktvertrieb, unabhängige Vermittler sowie der eigene Außendienst. Der Geschäftsbereich wird vor allem dominiert von folgenden Gesellschaften, die unter der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG zusammengefasst sind und deren Entwicklung im Folgenden beschrieben wird: HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, HDI Direkt Versicherung AG sowie den unter der HDI-Gerling International Holding AG gebündelten ausländischen Versicherungsgesellschaften. Des Weiteren gehören zu diesem Geschäftsbereich: HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG und die ausländischen Tochterunternehmen der HDI-Gerling Industrie. HDI-Gerling Sach Serviceholding AGDie HDI-Gerling Sach Serviceholding AG nimmt als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Talanx AG die Position einer Zwischenholding für die HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe ein. Zu ihren wesentlichen Beteiligungen gehören die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, die HDI Direkt Versicherung AG und die HDI-Gerling International Holding AG, an denen die Gesellschaft jeweils 100 % hält. Die Gesellschaft bündelt zudem die Zentralfunktionen wie Rechnungswesen oder Personal, die nicht direkt das Versicherungsgeschäft betreffen. Die Gesellschaft betreibt selbst kein operatives Versicherungsgeschäft. Nach der Übernahme der Dienstleistungsfunktionen für die inländischen Gesellschaften der Sachversicherungsgruppe im Vorjahr stand bei der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG im Berichtsjahr die weitere Verlagerung von Funktionen an den zentralen Standort Hannover im Fokus. So wurden die Auflösung der ehemals zu Gerling gehörenden In- und Exkassoabteilung in Köln und die Zusammenführung der zentralen In- und Exkassofunktion der Sachversicherungsgruppe am Standort Hannover 2009 planmäßig abgeschlossen. Die Umsatzerlöse der HDI-Gerling Sach Serviceholding stiegen im Geschäftsjahr auf 353 (247) Mio. EUR. Aus Gewinnabführungsverträgen ergaben sich für die Gesellschaft folgende Ergebnisübernahmen: HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 154 (150) Mio. EUR, HDI Direkt Versicherung AG 74 (71) Mio. EUR, HDI-Gerling International Holding AG 14 (29) Mio. EUR sowie HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG 20 (13) Mio. EUR. Von der HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat Versicherung AG wurde ein Verlust von 4 (8) Mio. EUR übernommen. Aufgrund des mit der Talanx AG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 216 (180) Mio. EUR abgeführt. Nachdem die Integration der ehemaligen Gerling-Gesellschaften bereits im Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen worden ist und im Berichtsjahr neue gemeinsame Unternehmensleitlinien der Führung und Zusammenarbeit entwickelt wurden, gilt es im Jahr 2010 diese erfolgreich umzusetzen. Ein weiteres Schwerpunktthema 2010 ist für die HDI-Gerling Sach Serviceholding die Umstrukturierung des Talanx-Konzerns, von der die Gesellschaft zentral betroffen ist. Da die Funktionen der Gesellschaft künftig durch andere Organisationseinheiten des Konzerns wahrgenommen werden sollen, gilt es die personellen und organisatorischen Übergänge im laufenden Geschäftsjahr vorzubereiten. HDI-Gerling Industrie Versicherung AGDie HDI-Gerling Industrie Versicherung AG betreibt das Versicherungsgeschäft für gewerbliche und industrielle Kunden über elf deutsche Niederlassungen sowie über Niederlassungen in wichtigen Metropolen Europas und im südostasiatischen und pazifischen Raum. Über die Tochtergesellschaften der HDI-Gerling Welt Service AG und der Schwestergesellschaft HDI-Gerling International Holding AG stehen den Kunden weltweit 26 eigene internationale Einheiten für Fronting zur Verfügung, von denen 22 auch lokales Industriegeschäft zeichnen. Die eigenständig agierenden Geschäftsfelder "Industrie", "Konzern" und "International" stellen die kontinuierliche Betreuung der jeweiligen Zielgruppen sicher. Im Jahr 2009 war das Industrieversicherungsgeschäft durch die konjunkturellen Nachwirkungen und den nach wie vor intensiven Wettbewerb insbesondere in der Kraftfahrzeugversicherung geprägt. Trotz der eher gedämpften Perspektiven verlief die Geschäftsentwicklung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, die im Berichtsjahr durch Sondereinflüsse geprägt ist, positiv. Die Bruttobeitragseinnahmen der Gesellschaft erhöhten sich trotz des sehr wettbewerbsintensiven Umfelds leicht um 1,5 % auf 2,5 (2,5) Mrd. EUR. Dies resultiert aus der Ausweitung des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts um 23 % auf 612 (471) Mio. EUR. Zudem wurde deutlich mehr retro-zediertes Geschäft von der Tochtergesellschaft HDI-Gerling Welt Service AG übernommen. Beide Effekte reflektieren das angestrebte Wachstum im Ausland und konnten den deutlichen Rückgang im selbst abgeschlossenen überwiegend inländischen Geschäft um 6 % auf 1,9 (2,0) Mrd. EUR leicht überkompensieren. Die Schadenentwicklung des Berichtsjahres verlief ohne herausgehobene, das Gesamtergebnis prägende neue Großschäden. Im Allgemeinen Geschäft beläuft sich das Ergebnis auf 266 (96) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis, das im Vorjahr noch stark von den Folgen der Finanzmarktkrise geprägt war, erholte sich auf 235 (191) Mio. EUR. Auch das sonstige Ergebnis fiel deutlich positiver aus als im Vorjahr. Insgesamt verzeichnet die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ein Geschäftsergebnis vor Steuern in Höhe von 170 (177) Mio. EUR. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG konnte sich erneut erfolgreich als ein führender Industrieversicherer am europäischen Markt behaupten. Der Ausbau der erfolgreichen Marktposition 2010 wird durch das wirtschaftliche Umfeld erschwert. Trotz der noch nicht vollständig absehbaren Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise erwartet die Gesellschaft auf Basis des Geschäftsumfangs von 2009 ein Bruttoprämienvolumen, das nur knapp unter dem des Berichtsjahres liegt. Allerdings wird die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 2010 die Gesellschaften der HDI-Gerling International Holding AG, die überwiegend Industriegeschäft zeichnen, sowie das Industrieportfolio der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG übernehmen. HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AGDie HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG bietet Versicherungsschutz für Privatpersonen, Einzelunternehmer und Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen in den Segmenten Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Kraftfahrzeugversicherungen. Sie agiert im Markt mit einer eigenen Außendienstorganisation und arbeitet mit ausgesuchten Versicherungsmaklern zusammen. Mit der Außendienstorganisation verfolgt die Gesellschaft einen ganzheitlichen Betreuungsansatz für ihre Kunden. Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG war 2009 erneut einem harten Verdrängungswettbewerb ausgesetzt, der sich insbesondere im Kraftfahrzeugversicherungsmarkt auswirkte. In der Kfz-Versicherung musste die Gesellschaft einen deutlichen Beitragsrückgang verzeichnen. In den übrigen Privatsparten musste die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG segmentübergreifend Stückzahlverluste hinnehmen. Einer erfreulichen Neugeschäftsproduktion steht hier eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte, aber noch immer unbefriedigende Stornosituation gegenüber. Im Sach- und Haftpflichtbereich des Firmensegmentes verzeichnete die Gesellschaft wettbewerbs- und sanierungsbedingt sowohl Stückzahl- als auch Beitragsabriebe. Hiervon waren insbesondere die Segmente Feuer-, Technische und Transportversicherung betroffen. Die Bruttobeitragseinnahmen des Unternehmens sanken somit im Geschäftsjahr 2009 um 5 % auf 725 (761) Mio. EUR. Über alle Segmente war auf der Schadenseite 2009 ein sehr gutes Jahr. Hierfür sorgten vor allem das Ausbleiben größerer Elementarschäden durch Sturm oder Hagel und eine erfreuliche Entwicklung bei den Schadenereignissen im Bereich mittlerer Millionenschäden. Nach Rückversicherung und Zuführung zur Schwankungsrückstellung beträgt das versicherungstechnische Ergebnis -44 (-6) Mio. EUR. Das Ergebnis des allgemeinen Geschäfts zeigt mit 65 (23) Mio. EUR eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere das Kapitalanlageergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 30 Mio. EUR auf 70 (40) Mio. EUR an. Das sonstige Ergebnis entwickelte sich ebenfalls sehr positiv. Der Vorjahresverlust von 16 Mio. EUR sank auf 5 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Insgesamt konnte die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ihr Geschäftsergebnis vor Steuern auf 21 (18) Mio. EUR verbessern. Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG optimiert zum Jahresanfang 2010 ihre Produktpalette. Es werden umfangreiche Produkterneuerungen und Deckungserweiterungen in den privaten Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungssparten im Tarif und in den Bedingungen eingeführt, um den Kunden marktüberdurchschnittliche Produkte anbieten zu können. Weiterhin sind ein Ausbau des aktiven Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungsmanagements sowie eine Intensivierung von Kundenzufriedenheitsstudien geplant. Das Privatkundengeschäft wird in den kommenden Jahren durch die Entwicklung in der privaten Kraftfahrzeugversicherung geprägt sein, da weiterhin branchenweit mit sinkenden Beiträgen infolge des intensiven Wettbewerbs zu rechnen ist. Darüber hinaus wird im Jahr 2010 das Kooperationsgeschäft neu ausgerichtet, um die Gewinnung neuer Kooperationspartner zu optimieren. HDI Direkt Versicherung AGDie HDI Direkt Versicherung AG bietet dem privaten Kunden ein umfangreiches Portfolio an Versicherungsprodukten von der privaten Haftpflicht- über die Kraftfahrzeugversicherung bis hin zu Unfall-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen. Die HDI Direkt Versicherung AG vertreibt ihre Produkte unter anderem über bundesweit fast 100 Geschäftsstellen und Kundendienste sowie über ausgewählte Kooperationspartner. Im Belegschaftsgeschäft ist die Gesellschaft deutscher Marktführer. Über ihre Tochtergesellschaft HDI Direkt Service GmbH bedient HDI Direkt unter anderem den Vertriebsweg Telefon und - mit der Marke HD124 - den Internet-Vertriebsweg. In allen Sparten sah sich die HDI Direkt Versicherung AG im Geschäftsjahr 2009 erneut einem harten Wettbewerb ausgesetzt, der insbesondere in der Kraftfahrzeugversicherung nach wie vor den Markt bestimmt. Aufgrund ihrer guten Tarifpositionierung konnte das Unternehmen jedoch überproportional an dem durch die so genannte Abwrackprämie ausgelösten Boom bei den Pkw-Neuzulassungen im Kleinwagensegment partizipieren. Auch in den anderen Sparten waren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren, darunter besonders in Zweigen, die in Zeiten sinkender Haushaltseinkommen als verzichtbar angesehen werden. Insgesamt lagen die Beitragseinnahmen der HDI Direkt Versicherung AG daher mit 557 (582) Mio. EUR um 4 % unter denen des Vorjahres. Zwar sanken auch die Aufwendungen für Schadenfälle, da im Geschäftsjahr keine wesentlichen Elementarschadenereignisse eingetreten sind und außerdem hohe Erträge aus der Abwicklung von Altschäden zu verzeichnen waren. An diesen Abwicklungsgewinnen partizipierte jedoch die Rückversicherung überproportional, sodass im Netto ein Verlust von 21 Mio. EUR vor Schwankungsrückstellung ausgewiesen wird. Entnahmen aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 31 Mio. EUR tragen zu einem positiven versicherungstechnischen Ergebnis von 10 (43) Mio. EUR bei. Im allgemeinen Geschäft hat die HDI Direkt Versicherung AG mit 64 (28) Mio. EUR ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis erwirtschaftet. Insbesondere das Kapitalanlageergebnis hat sich um 31 Mio. EUR auf 75 (44) Mio. EUR verbessert. Im sonstigen Ergebnis zeigen sich dagegen keine signifikanten Veränderungen. Unter dem Strich konnte die HDI Direkt Versicherung AG 2009 somit ihr Geschäftsergebnis vor Steuern auf 74 (71) Mio. EUR steigern. Während im Geschäftsjahr 2009 der Vertriebsweg Direkt Service und hier speziell der Vertriebszweig Internet mit der Marke HDI24 erfreuliche Bestandszuwächse erzielt hat, wird die Gesellschaft 2010 zusätzlich den Vertrieb im Belegschaftsgeschäft und mit Kooperationspartnern ausbauen. Ferner ist eine Intensivierung des Vertriebs in den Sparten Haftpflicht-, Unfall-, Sachversicherung avisiert. Basis wird auch hier die bereits im Vorjahr erfolgreich eingeführte modular gestaltete neue Produktgeneration sein. HDI-Gerling International Holding GruppeDie HDI-Gerling International Holding AG ist in der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe zuständig für die Steuerung der im Ausland angesiedelten, rechtlich selbstständigen HDI-Gerling- und HDI-Versicherungsgesellschaften, die Schaden/Unfallversicherung betreiben. Sie nimmt eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, neue Märkte zu begutachten und strategische Optionen auf internationaler Ebene zu identifizieren. Als Holding hält die Gesellschaft zwischen 94 und 100 % der Anteile der betreffenden Unternehmen und ist selbst eine 100-prozentige Tochter der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG. In den folgenden Unternehmenskennzahlen und Quoten der HDI-Gerling International Holding AG sind die Ergebnisse der HDI Mexiko nur anteilig enthalten. Im Laufe des Berichtsjahres erfolgte die Umwandlung der slowakischen Poistovna HDI-Gerling Slovensko A.S. von einer AG in eine Niederlassung der HDI Versicherung Österreich und damit auch die Übertragung des Portfolios auf die Niederlassung. Damit agiert die österreichische Gesellschaft mit Niederlassungen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Zudem wurde das Privatgeschäft der spanischen Gesellschaft an die zum spanischen Automobilclub RACC gehörende Versicherungsgesellschaft UAS (Universal Asistencia de Seguros y Reaseguros S.A.) verkauft. Somit zeichnet die Gesellschaft zukünftig nur noch Industriegeschäft. Ziel der HDI-Gerling International Holding mit ihren Beteiligungen ist es, wert- und ertragsorientiert zu wachsen. Dank ihrer auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Strategie ist sie auf die Herausforderungen der sich stark verändernden Märkte gut vorbereitet. Das Augenmerk liegt dabei auf klar definierten Zielländern und -märkten: Süd-, Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika sind als primäre strategische Zielmärkte definiert. Mittelfristig sind darüber hinaus auch ausgewählte Märkte im Asia-Pacific-Raum von Interesse. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft auf das internationale Firmen- und Privatgeschäft in den primären Zielmärkten wurde im Berichtsjahr durch den Zukauf in Mexiko zum 1. Oktober 2009 gestärkt. Der Erwerb der HDI Seguros S.A. (vormals Genworth Seguros Mexico, S.A. de C.V.) markiert den Eintritt in den mexikanischen Privatkundenmarkt. Damit verwirklicht HDI-Gerling International einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie auf dem lateinamerikanischen Versicherungsmarkt und setzt dabei auf die Struktur, Beständigkeit und Solidität der Gesellschaft. Die Gesellschaft mit insgesamt 428 Mitarbeitern und über 1.800 selbstständigen Versicherungsvertretern mit eigenen Büros in 25 Städten besitzt bereits jetzt eine angemessene Flächenpräsenz in der mexikanischen Republik. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2009 ein Bruttoprämienvolumen in Höhe von 16 Mio. EUR und ein EBIT von 0,8 Mio. EUR. HDI Seguros verfügt über einen Kapitalanlagebestand in Höhe von 63 Mio. EUR und Eigenkapital in Höhe von 13 Mio. EUR und verwaltet einen Bestand von ca. 147.000 Verträgen. Im gesamten mexikanischen Versicherungsmarkt rangiert die Gesellschaft damit auf Platz 27 und auf Platz 14 bei den Kfz-Versicherungen. Einen weiteren Schritt für den Eintritt in einen viel versprechenden Markt hat die HDI-Gerling International Gruppe mit der Unterzeichnung eines Joint-Venture-Vertrags mit dem indischen Finanzunternehmen Magma Fincorp Limited zum Verkauf von Versicherungsprodukten für den indischen Markt unternommen. Das Finanzunternehmen finanziert Investitions- und Konsumgüter für Gewerbe- und Privatkunden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Finanzierung von Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Geräten sowie der Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Unternehmen. Das Gemeinschaftsunternehmen, welches sich derzeit noch im Lizenzierungsprozess befindet, mit Namen Magma HDI-General Insurance Company Limited und geplantem Hauptsitz in Kolkata ermöglicht somit den Markteintritt im Subkontinent Indien. Mit über 150 Büros im ländlichen Raum und in mittelgroßen Städten ist die Magma Fincorp Limited mit einem starken Vertriebs- und Netzwerk in Indien vertreten. Gemeinsam mit den umfangreichen Erfahrungen der HDI-Gerling International Gruppe aus anderen Emerging Markets in Osteuropa und Lateinamerika bietet die starke Verankerung der Magma Fincorp Limited eine gute Plattform mit hervorragenden Wachstumsperspektiven für den weiteren Ausbau des Geschäfts in bisher mit Versicherungsangeboten unzureichend versorgten Regionen im indischen Markt. Neben dem Markteintritt in Mexiko und Indien sowie trotz des Verkaufs des Versicherungsportfolios des Privatgeschäfts in Spanien konnte die HDI-Gerling International Gruppe weiterhin organisch wachsen. Mit einem Wachstum von 2 % (ohne Währungskursbereinigung) stieg das Bruttoprämienvolumen im Geschäftsjahr 2009 insgesamt betrachtet auf 2,1 (2,1) Mrd. EUR. Damit konnte nach erstmaliger Überschreitung der 2-Mrd.-Grenze im Vorjahr das Prämienniveau trotz der Sondereffekte gehalten werden. Dennoch waren im Laufe des Berichtsjahres die Auswirkungen der Finanzkrise insbesondere in der Zurückhaltung der Kundennachfrage wie auch in den umsatzabhängigen Sparten im Industriegeschäft deutlich spürbar. Auf den Kapitalmärkten stellten insbesondere das niedrige Zinsniveau wie auch die hohen Volatilitäten die gesamte Branche und damit auch die HDI-Gerling International Gruppe vor besondere Herausforderungen. Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 70 % auf 125 (74) Mio. EUR. Nach den aus der Finanzkrise resultierenden hohen Abschreibungen und Abgangsverlusten im Vorjahr waren im Geschäftsjahr 2009 sichtlich geringere Wertberichtigungen erforderlich. Zudem konnten im Berichtsjahr deutliche Wertaufholungen verzeichnet werden. Das kumulierte EBIT der Gruppe belief sich auf 41 (54) Mio. EUR. Die Schadenquote netto liegt im Nicht-Leben-Bereich für das Geschäftsjahr 2009 bei 70,5 (70,2) %. Die Schaden-/Kostenquote wird in Höhe von 99,2 (96,2) % ausgewiesen. Besonders erfolgreich ist weiterhin die HDI Seguros S.A. in Brasilien, die ihr Netzwerk auch 2009 weiter ausgebaut hat und als führender Kfz-Versicherer - in einigen Bundesstaaten unter den drei ersten Anbietern - die Präsenz auch auf Sào Paulo ausgeweitet hat. Die Gesellschaft versichert inzwischen über 1 Million Fahrzeuge. Ebenso besonders erfolgreich war in den vergangenen Jahren in Hinblick auf Wachstum und Ertrag die österreichische HDI Versicherung AG, welche auch im Jahr 2009 erneut als bester Kfz-Versicherer des Landes ausgezeichnet wurde. Die HDI-Gerling International Holding AG erzielte Erträge in Höhe von insgesamt 31 (36) Mio. EUR, die im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen der Beteiligungsgesellschaften stammen. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis in Höhe von 14 (29) Mio. EUR an die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG abgeführt. Auch für das Geschäftsjahr 2010 verfolgt das ausländische Privatkundengeschäft eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Wachstum bei angemessener Profitabilität. Geschäftsbereich Personen-ErstversicherungIm Fokus dieses Geschäftsbereichs stehen Produkte, die zu einer umfassenden privaten und betrieblichen Altersvorsorge beitragen. Bedient werden die Vertriebswege unabhängige Vermittler, Direktvertrieb, Ausschließlichkeitsorganisation sowie Bank- und Postkooperationen (Bancassurance). Die zwei Geschäftsfelder Lebensversicherung und Bancassurance werden jeweils von einer Zwischenholding geführt. Geschäftsfeld Lebensversicherung: HDI-Gerling Leben Serviceholding AG und TochtergesellschaftenDie HDI-Gerling Leben Serviceholding AG (HG-LSH), Köln, hält als Zwischenholding Beteiligungen an in- und ausländischen Versicherungsgesellschaften und sonstigen Unternehmen. Die Kernfunktion der HG-LSH ist die Weiterentwicklung und erfolgreiche Koordination der Lebensversicherungsaktivitäten der Marken HDI-Gerling und Aspecta unter einheitlicher Leitung im In- und Ausland. Im Rahmen der für die HDI-Gerling Leben-Gruppe erbrachten Dienstleistungen erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 14 (14) Mio. EUR. Weitere Erträge ergaben sich unter anderem aus Beteiligungen in Höhe von 104 (31) Mio. EUR, deren Anstieg hauptsächlich aus Abgangsgewinnen aus Tochtergesellschaften resultiert, die als vorbereitende Maßnahme zu den im Rahmen des Projektes Fokus geplanten Umstrukturierungen in eine Zwischenholding eingebracht wurden. Gegenläufig fielen neben betrieblichen Aufwendungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 74 Mio. EUR an, die nahezu vollständig eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert einer Tochtergesellschaft betrafen. Der verbleibende Gewinn von 0,4 (25) Mio. EUR wird an die Talanx AG abgeführt. Die geplante Umstrukturierung des Talanx-Konzerns hat neben der spartenübergreifenden Ausrichtung nach Kundengruppen eine Steigerung der Effizienz durch Straffung der Struktur, Reduktion der Komplexität und stärkere Bündelung der zentralen Konzernfunktionen zum Ziel. Die Umsetzung der angestrebten Veränderungen kann auch für die HG-LSH mit nachhaltigen Auswirkungen verbunden sein. Die Neugeschäftsbeiträge der HDI-Gerling Lebensversicherung AG (HG-LV) konnten im Berichtsjahr trotz des schwierigen Marktumfelds um 2 % auf 292 Mio. EUR gesteigert werden. Wie in der Branche war hierfür der Zuwachs der Einmalbeiträge ursächlich, die um 24 % auf 156 Mio. EUR anstiegen. Diese Entwicklung ist im Hinblick darauf, dass die Gesellschaft im Interesse der Bestandskunden auf den Vertrieb so genannter Kapitalisierungsgeschäfte verzichtet hat, besonders hervorzuheben. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge gaben um 15 % auf 135 Mio. EUR nach. Der Rückgang ist vor dem Hintergrund der letzten Riesterstufe 2008 zu betrachten, die in erheblichem Umfang im Vorjahr zum Neugeschäft beigetragen hatte. Bereinigt um diesen Sondereffekt konnten die laufenden Neugeschäftsbeiträge nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Waren in den vergangenen Jahren die fondsgebundenen Kapital- und Rentenversicherungen die tragende Säule des Neugeschäfts, so gab es im Berichtsjahr im Zuge des durch die Finanzkrise gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses der Kunden eine stärkere Nachfrage nach konventionellen Vorsorgeprodukten. Die Neugeschäftsbeiträge dieses Produktsegments stiegen um 13 % auf 159 Mio. EUR. Aber auch das Neugeschäft der fondsgebundenen Vorsorgeprodukte konnte durch den erfolgreichen Ausbau der Produktfamilie "TwoTrust" in einem schwierigen Marktumfeld vergleichsweise stabil gehalten werden. Mit Neugeschäftsbeiträgen von 115 Mio. EUR fiel der Rückgang von 11 % deutlich niedriger aus als in der Branche, die ein Minus von 23 % zu verzeichnen hatte. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 1,9 Mrd. EUR. Ursächlich hierfür waren die schwächere Entwicklung der laufenden Beiträge sowie der vorrangig die fondsgebundenen Versicherungen betreffende Anstieg der Stornoquoten. Mit einer Nettoverzinsung von 4 % konnte ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis aus Kapitalanlagen erzielt werden. Die HG-LV erzielte auf dieser Basis wie im Vorjahr einen Jahresüberschuss von 35 Mio. EUR. Auf lange Sicht wird sich die Lebensversicherungsbranche gestärkt aus der Finanzkrise weiterentwickeln können. Klassische Produkte sowie mit Garantieelementen ausgestattete Hybridprodukte sind für eine wieder stärker sicherheitsorientierte Kundschaft besonders gut geeignet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Die HG-LV ist mit ihren innovativen und flexiblen Produkten sehr gut positioniert, um von dieser Entwicklung profitieren zu können. Mit der Produktfamilie "TwoTrust" erfüllt sie genau die Anforderungen, die dem Kunden besonders wichtig sind: überdurchschnittliche Renditechancen und hohe Sicherheit. Die Neugeschäftsentwicklung der Aspecta Lebensversicherung AG (a-lv) war im Berichtsjahr erneut durch ein Marktumfeld gekennzeichnet, welches sich für die Gesellschaft aufgrund ihrer vertriebs- und produktseitigen Ausrichtung als besonders schwierig darstellte. So wirkte sich die voranschreitende Vermittlerkonzentration auch im Berichtsjahr nachteilig auf die Neugeschäftsergebnisse der auf diesen Vertriebsweg fokussierten Gesellschaft aus. Darüber hinaus belastete die aus der Finanzkrise resultierende Verunsicherung der Kunden in Bezug auf fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen - die im Neugeschäft der A-LV seit Jahren dominierende Produktgruppe - den Vertriebserfolg. Beide Effekte hatten eine deutliche Verminderung des Neugeschäfts zur Folge. Die Neugeschäftsbeiträge erreichten im Berichtsjahr 32 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang um 29 % gegenüber dem Vorjahr. Mit Neubeiträgen von 29 Mio. EUR machten fondsgebundene Versicherungen nach wie vor den überwiegenden Teil des Neugeschäfts aus. Analog zu der durch geringeres Neugeschäft und gestiegene Stornoraten gekennzeichneten Entwicklung des Bestands reduzierten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 9 % auf 471 (519) Mio. EUR. Mit einer Nettoverzinsung von 4 (4) % wurde ein Ergebnis aus Kapitalanlagen leicht über dem des Vorjahres erreicht. Insgesamt erzielte die Gesellschaft damit wie im Vorjahr ein ausgeglichenes Ergebnis. Die a-lv ist im Rahmen der Zwei-Marken-Strategie der HDI-Gerling Leben-Gruppe auf performanceorientierte Fondsprodukte spezialisiert. Das Marktumfeld wird für die Gesellschaft, vor dem Hintergrund des bei vielen Kunden deutlich im Fokus stehenden Sicherheitsbedürfnisses, zunächst schwierig bleiben. Die aktuelle Positionierung der Gesellschaft kann im Hinblick auf die laufenden Marktveränderungen und die Wirkungen der Finanzkrise nur ein Zwischenschritt auf dem Weg weiterer Maßnahmen sein, die im Zusammenhang mit den laufenden Konzernprojekten noch zu bewerten sind. Geschäftsfeld Bancassurance: Proactiv Holding AG und TochtergesellschaftenDie Proactiv Holding AG - Bancassurance by Talanx bündelt die Aktivitäten des Geschäftsfelds für den Konzern. Die Holding verfügt über drei nationale und drei internationale Kooperationen. Die dort ansässigen Versicherungsgesellschaften sind insbesondere in den Bereichen Lebens-, Renten- und Unfallversicherungen tätig. Für diese Versicherungsgesellschaften übernimmt sie die strategische Weiterentwicklung und Positionierung sowie Zentral- und Querschnittsfunktionen. Das Geschäftsfeld trug 2009 rund 2,8 Mrd. EUR zu den Prämieneinnahmen des Talanx-Konzerns bei. Das Jahresergebnis der Proactiv Holding AG wurde ihrer Stellung gemäß durch die Erträge der Beteiligungsgesellschaften maßgeblich geprägt. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen aus Tochtergesellschaften betrugen 21 Mio. EUR, die phasengleich aktivierten Dividendenansprüche der ausschüttenden Beteiligungsgesellschaften beliefen sich 2009 auf 75 Mio. EUR. Die Dividendenforderungen 2009 gegenüber der Neue Leben Holding AG werden phasengleich aktiviert. Hinzu kam die Dividende 2008, die im Berichtsjahr in Höhe von 10 Mio. EUR noch phasenversetzt zufloss, sodass der Proactiv Holding AG aus den Tochtergesellschaften insgesamt 106 Mio. EUR zuflossen. Im Vorjahr wurde das Ergebnis der Targo Lebensversicherung AG (ehemals CiV Lebensversicherung AG) direkt an die Talanx AG abgeführt und lief somit nicht über die Bücher der Proactiv Holding AG. 2009 ist die Dividende der Targo Lebensversicherung phasengleich in der Proactiv Holding AG aktiviert worden. Die Holding schließt das Geschäftsjahr 2009 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 102 (52) Mio. EUR ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Talanx AG abgeführt. Die Neue Leben-Gruppe positioniert sich im Markt als Vorsorgespezialist und kompetenter Partner der Sparkassen und hat sich mit einem Gesamtsystem aus hochwertigen Produkten, flexiblen Vorsorgelösungen und maßgeschneiderten Zielgruppenkonzepten bei ihren Sparkassenpartnern als Innovator in der privaten und betrieblichen Vorsorge etabliert. Die Neue Leben Holding AG ist die 100-prozentige Muttergesellschaft der Neue Leben Lebensversicherung AG und der Neue Leben Unfallversicherung AG. An der Neue Leben Pensionsverwaltung AG ist die Neue Leben Holding AG zu 49 % beteiligt, die wiederum zu 100 % an der Neue Leben Pensionskasse AG beteiligt ist. Hauptaktionärin der Neue Leben Holding AG ist mit 67,5 % die Proactiv Holding AG; weitere Anteilseigner sind mittelbar und unmittelbar sieben Sparkassen. Der Jahresüberschuss der Neue Leben Holding AG ist im Jahr 2009 um 1,7 Mio. EUR auf 17 (15) Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus der Erhöhung der Ausschüttung der Neue Leben Lebensversicherung AG. Die Neue Leben Lebensversicherung AG erzielte einen Jahresüberschuss von 14 (13) Mio. EUR, der in voller Höhe an die Neue Leben Holding AG ausgeschüttet wurde. Die Neue Leben Pensionsverwaltung beendete das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss, konnte aber aufgrund des Verlustvortrags aus dem Vorjahr keine Ausschüttung an die Neue Leben Holding AG vornehmen. Der Bilanzgewinn der Neue Leben Holding AG beträgt nach Zuführung zu den Gewinnrücklagen im Berichtsjahr 17 Mio. EUR. Insgesamt konnten die Gesellschaften der Neue Leben-Gruppe trotz des schwierigen Marktumfeldes ihre Wettbewerbsposition im Jahr 2009 stärken. So hat die Neue Leben Lebensversicherung AG ihre Verwaltungskostenquote auf dem marktführend niedrigen Niveau von 1,1 (1,1) % gehalten. Durch eine nachhaltige und sicherheitsorientierte Anlagepolitik erzielte die Neue Leben Lebensversicherung AG eine Nettoverzinsung in Höhe von 4,5 %. Ihren Kunden bietet die Neue Leben Lebensversicherung AG als Folge auch für 2010 mit einer Gesamtverzinsung von 5,5 % für Kapital- und Rentenversicherungen eine weiterhin überdurchschnittliche Überschussbeteiligung. Aufgrund einer noch verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr erwarten die Neue Leben Versicherungen weiterhin eine Herausforderung für den Vertrieb. Durch die bundesweite Einführung einer regionalen Betreuung stärkt die Neue Leben ihre Präsenz in den Regionen. Ziel ist es, die Betreuung und Unterstützung der Sparkassenpartner in den Themen Altersvorsorge und Risikoabsicherung weiter zu verbessern, die Zusammenarbeit mit den bestehenden Partnern zu intensivieren und neue Sparkassenpartner zu gewinnen. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 rechnet die Neue Leben Holding AG mit einem guten Jahresergebnis. Als exklusiver Versicherungspartner der TARGOBANK (ehemals Citibank) hat sich die CiV Lebensversicherung AG an den neuen Namen der Bank angepasst. Sie firmiert seit 22. Februar 2010 als Targo Lebensversicherung AG und unterstreicht damit weiterhin die enge Bindung an den Bankpartner. Die Targo Lebensversicherung AG blickt auf eine 25-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit der TARGOBANK zurück, die heute zu den erfolgreichsten Bancassurance-Kooperationen in Deutschland gehört. Gemeinsam mit der TARGOBANK entwickelt die Targo Lebensversicherung AG maßgeschneiderte Vorsorgeprodukte, die vollständig in das Corporate Design und Produktportfolio der Partnerbank eingebunden sind. Die Versicherungsprodukte der Targo Lebensversicherung AG sind damit fester Bestandteil der Angebotspalette der TARGOBANK. Nachdem der Bankpartner, die Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA, am 6. Dezember 2008 von der französischen Genossenschaftsbank Banque Föderative du Credit Mutuel von der ehemaligen Muttergesellschaft Citigroup übernommen wurde, musste zum 22. Februar 2010 eine Umbenennung erfolgen. Die Citibank firmiert seitdem als TARGOBANK AG & Co. KGaA. Auch die CiV Versicherungen haben sich an den neuen Namen des Bankpartners angepasst und firmieren seit 22. Februar 2010 unter Targo Versicherung AG (ehemals CiV Versicherung AG) und Targo Lebensversicherung AG (ehemals CiV Lebensversicherung AG). Das Erscheinungsbild der Targo Versicherungen passt sich der neuen Marke des Bankpartners an. Im Rahmen einer groß angelegten Rebranding-Kampagne wurden die Filialen der TARGOBANK umgestaltet, die Produktnamen der Targo Versicherungen überarbeitet, Verkaufsunterlagen und Marketingmaterialien entsprechend angepasst sowie die Website neu gestaltet. Im Neugeschäft erreichte die Targo Lebensversicherung AG eine Beitragssumme von 2,2 Mrd. EUR und die gebuchten Bruttobeiträge betrugen im Geschäftsjahr 832 Mio. EUR. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag mit 4,6 % deutlich über der des Vorjahres in Höhe von 1,5 %. Mit einer Verzinsung (ohne Berücksichtigung der Schlussüberschussanteile) der Guthaben der Versicherungsnehmer von 4,8 % bei den Lebens- und Rentenversicherungsprodukten liegt die Targo Lebensversicherung AG deutlich über dem Marktdurchschnitt in Höhe von 4,2 %. Als Jahresüberschuss der Targo Lebensversicherung AG wurden 39 (32) Mio. EUR erwirtschaftet. Für 2010 sieht sich die Targo Lebensversicherung AG für profitables Wachstum gut gerüstet. Mit dem neuen Eigentümer Credit Mutuel wird der erfolgreiche Weg weiter fortgesetzt - dies sollen auch die Umfirmierung und die Orientierung an dem neuen Partner verdeutlichen. Die PBV Lebensversicherung AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Proactiv Holding AG mit Hauptsitz in Hilden. Das Unternehmen besitzt zudem eine Niederlassung in Hameln. Die PBV Lebensversicherung AG tritt mit der PB Lebensversicherung AG, der PB Versicherung AG, der PB Pensionsfonds AG und der PB Pensionskasse AG unter der Marke "PB Versicherungen - Partner der Postbank" einheitlich am Markt auf. Die einzelnen Gesellschaften haben sich auf folgende Produkte spezialisiert:
Gemeinsam mit ihrem Partner Deutsche Postbank AG bietet die PBV Lebensversicherung AG Versicherungsprodukte an, die optimal auf die Bedürfnisse der Postbank-Kunden ausgerichtet sind. Alle Produkte werden exklusiv für die sieben Vertriebswege der Deutschen Postbank AG entwickelt. Die Kooperation verbindet die Vertriebskraft der Postbank mit dem Versicherungs-Know-how der Talanx. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich auf 496 (454) Mio. EUR; dies entspricht einem Plus von 9 %. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war der Anstieg der Einmalbeiträge um 53 % auf 129 (84) Mio. EUR. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung erhöhten sich um 4,3 % und lagen mit 471 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Die Einzelversicherungen trugen mit 436 (390) Mio. EUR bzw. 88 (86) % zu den gebuchten Beiträgen bei. Insgesamt wurde 2009 ein Neugeschäft von 1,9 (2,4) Mrd. EUR Versicherungssumme bzw. 52 (66) Mio. EUR, bezogen auf den laufenden Beitrag für ein Jahr, vermittelt. Im Einzelgeschäft lag das Neugeschäft bei 1,6 (2,0) Mrd. EUR Versicherungssumme. Das Nettokapitalanlageergebnis der PBV Lebensversicherung AG erreichte 98 Mio. EUR. Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen betrug 4,6 %, während die Nettoverzinsung mit 5,3 (3,0) % deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert wurde. Die PBV Lebensversicherung AG hat für 2010 das überdurchschnittlich hohe Niveau zugunsten der Kunden gehalten. Mit einer Überschussbeteiligung von 4,5 % zuzüglich eines Schlussüberschusses von 0,7 % können die Versicherten in der Regel am unverändert hohen Satz der Überschussbeteiligung von 5,2 % teilhaben. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die PBV Lebensversicherung AG einen Jahresüberschuss von 15 Mio. EUR. Unter Einbezug des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 4 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 19 Mio. EUR. Im Sinne einer wertorientierten Steuerung wird die PBV Lebensversicherung AG ihre Ausrichtung weiterhin auf die Erhöhung des Bestandswerts durch weitere Verbesserung der Kostensituation und des Ergebnisses im Kapitalanlagebereich fortführen. Auf dieser Grundlage werden Chancen gesehen, Marktvorteile zu erlangen und die Position der PBV Lebensversicherung AG als Spezialversicherer für private Altersvorsorgeprodukte im Wettbewerb weiter zu stärken. Die PB Lebensversicherung AG ist ebenfalls eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Proactiv Holding AG und ist in die PB Versicherungen integriert. Der Hauptsitz der PB Lebensversicherung AG ist Hilden. Seit 2008 konzentriert sich die PB Lebensversicherung AG im Neugeschäft ausschließlich auf das Kreditlebensversicherungsgeschäft. Daneben verwaltet sie weiterhin den bis 2008 akquirierten so genannten Altbestand Einzelleben. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Kreditlebensversicherung konnten im Geschäftsjahr 2009 um 2 Mio. EUR auf insgesamt 39 Mio. EUR gesteigert werden. Darüber hinaus erhöhten sich die gesamten Einmalbeiträge von 55 Mio. EUR im Vorjahr um 8 % auf 59 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Anstieg der Riesterzulagen. Aufgrund des Strategiewechsels - das Neugeschäft Einzelleben wird seit 2008 von der PBV Lebensversicherung AG übernommen - reduzierten sich insgesamt die gebuchten Bruttobeiträge der PB Lebensversicherung AG von 201 Mio. EUR um 8 Mio. EUR auf 193 Mio. EUR. Das Nettokapitalanlageergebnis der PB Lebensversicherung AG stieg im Vergleich zum Jahr 2008 deutlich auf 37 (28) Mio. EUR. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen erreichte 4,5 % und entspricht auf diesem guten Niveau auch der laufenden Durchschnittsverzinsung. Die Lebensversicherungskunden der PB Lebensversicherung AG können in der Regel vom unverändert hohen Satz der Überschussbeteiligung von 4,7 % profitieren. Der Jahresüberschuss konnte im Geschäftsjahr auf 9,2 (8,8) Mio. EUR gesteigert werden. Geschäftsbereich RückversicherungDer Geschäftsbereich Rückversicherung der Talanx-Gruppe, in dem die Schaden- und Personen-Rückversicherung zusammengefasst ist, besteht hauptsächlich aus der Hannover Rück-Gruppe als einer der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt. Die Talanx AG hält 50,2 % der Anteile an der Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück), die übrigen Aktien der börsennotierten Gesellschaft sind im Besitz institutioneller und privater Investoren. Die Hannover Rück zeichnet die aktive Rückversicherung des Konzerns nur im Ausland; ihre Tochtergesellschaft E+S Rückversicherung AG (E+S Rück) ist für das Deutschlandgeschäft zuständig. Über die konzerninterne Retrozession zwischen den Gesellschaften ist die Hannover Rück am deutschen Rückversicherungsmarkt beteiligt, und umgekehrt schlägt sich das internationale Geschehen im Geschäftsergebnis der E+S Rück nieder. Hannover Rückversicherung AGDas Rückversicherungsgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr sehr zufrieden stellend. Die mit der Finanzmarktkrise einhergehende Kapitalverknappung bei den Erstversicherern hat sich im Berichtsjahr stimulierend auf das operative Geschäft der Hannover Rück ausgewirkt. Das Instrument Rückversicherung als eine Form des Kapitalmanagements für die Kunden hat weiter an Attraktivität gewonnen, vor allem in kapitalintensiven Segmenten der Schaden-Rückversicherung. Nachdem die Ratensituation im Vorjahr noch durch Aufweichungstendenzen gekennzeichnet war, konnte die Hannover Rück in den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2009 - zu diesem Zeitpunkt werden rund zwei Drittel der Verträge erneuert - stabile Preise, aber auch Steigerungen erzielen. In einigen Märkten bzw. Sparten beliefen sich diese sogar auf zweistellige Prozentgrößen. Im Sachgeschäft waren im ersten Halbjahr noch deutliche Ratenerhöhungen zu erzielen, deren Niveau aber im weiteren Verlauf des Berichtsjahres stagnierte. Aufgrund ausgebliebener Katastrophenschäden kam es zu keinen weiteren Preiserhöhungen. Die Ratensituation im Haftpflichtgeschäft war 2009 überwiegend ungenügend. Zwar waren in den USA Preiserhöhungen im Bereich der Arbeitsunfallrückversicherung möglich; jedoch waren diese nicht ausreichend. In den allgemeinen Haftpflichtsparten und auch in der Berufshaftpflicht blieben die Raten lediglich stabil. Die Belastungen aus Großschäden fielen im Berichtsjahr auch dank einer unauffälligen Hurrikansaison unterdurchschnittlich aus. Es gab zwar eine Reihe verheerender Naturkatastrophen, die Auswirkungen auf die Rückversicherungswirtschaft blieben jedoch überwiegend gering. Das größte Einzelereignis im Jahr 2009 waren für die Hannover Rück die Buschbrände in Australien, gefolgt von Wintersturm "Klaus" und dem Absturz des Air-France-Airbus. Insgesamt belief sich die Netto-Großschadenbelastung im Jahr 2009 auf 104 (212) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote beträgt für das Berichtsjahr 101,3 (98,5) %. 2009 erteilten die chinesischen Aufsichtsbehörden auch die Geschäftslizenz für die Schaden-Rückversicherung, nachdem diese bereits für die Personen-Rückversicherung bestand. Von nun an werden beide Geschäftsfelder direkt von Shanghai aus betrieben. Die verstärkte Präsenz ermöglicht es, alle Dienstleistungen gebündelt abzurufen. Gleichzeitig verschafft sie eine optimale Ausgangslage, um die Position in China weiter auszubauen. Im Hinblick auf neue Geschäftsentwicklungen engagiert sich die Hannover Rück nun auch im Bereich der Mikroversicherungen. In Pakistan wurde in Zusammenarbeit mit einem ansässigen Versicherer ein erstes Projekt auf den Weg gebracht: So wird nun auch Menschen mit geringem Einkommen ermöglicht, Versicherungsschutz zu erwerben. Die Hannover Rück ist hier als Rückversicherungspartner tätig und unterstützt vor allem auch mit ihrem Know-how. Mikroversicherungen werden zukünftig noch an Bedeutung gewinnen, sodass weitere Kooperationen folgen werden. Sehr zufriedenstellend entwickelt sich auch weiterhin das so genannte Retakaful-Geschäft, also die Rückversicherung nach schariakonformen Prinzipien. Auch der Geschäftsverlauf in der Lebensrückversicherung war im Berichtsjahr sehr erfreulich. Angesichts einer deutlich schwächeren Solvenzposition bei den Lebensversicherern war ein steigender Bedarf an Rückversicherungslösungen festzustellen und so wurden vermehrt risiko- und finanzorientierte Produkte nachgefragt. Hier hat die Hannover Rück im Berichtsjahr eine Reihe von mittelgroßen Transaktionen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Südafrika und in China inklusive Hongkong abgeschlossen. Das Gesamtgeschäft der Hannover Rück verlief sehr erfreulich. Die gebuchte Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft stieg im Berichtsjahr um 14 % auf 8,3 (7,3) Mrd. EUR. Der Selbstbehalt erhöhte sich von 75 % auf 78 %. Die verdiente Nettoprämie wuchs um 17 % auf 6,4 (5,4) Mrd. EUR. Es konnte ein Jahresüberschuss von 259 (-210) Mio. EUR erzielt werden. Aufgrund der dargestellten positiven Marktbedingungen in der Schaden-Rückversicherung und im Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft sowie der strategischen Ausrichtung erwartet die Hannover Rück für 2010 wieder ein gutes Geschäftsjahr. Die Hannover Rück geht in Originalwährung von einem Nettoprämienwachstum von rund 4 % für den Bereich Schaden-Rückversicherung und in Höhe von rund 10 % für die Lebens- und Krankenrückversicherung aus. Ebenfalls wird eine Kapitalanlagerendite von 3,5 % angestrebt. E+S Rückversicherung AGDie E+S Rück, als der Rückversicherer für Deutschland, ist dank hervorragender Bonität sowie ausgeprägter Kundenorientierung und Kontinuität in den Geschäftsbeziehungen seit vielen Jahrzehnten ein gesuchter Partner. Die E+S Rück nimmt in Deutschland - dem zweitgrößten Nicht-Leben-Rückversicherungsmarkt - unverändert die zweite Position unter den Rückversicherern ein. Der Schaden-Erstversicherungsmarkt war im Jahr 2009 vor allem in Deutschland nach wie vor durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet - sowohl in der Industrie- als auch in der Privatversicherung; hier insbesondere in der für das Unternehmen wichtigen Kraftfahrzeugsparte. Dagegen zeigten sich die Bedingungen im Rückversicherungsmarkt günstiger, wodurch die Raten und Konditionen überwiegend auskömmlich waren. Die gebuchte Bruttoprämie der Schaden-Rückversicherung stieg 2009 um 197 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR. Der erfreuliche Volumenzuwachs erfolgte insbesondere in den Sparten Haftpflicht, Feuer, Unfall, Kraftfahrt und Luftfahrt. Das Prämienvolumen der Personen-Rückversicherung blieb gegenüber dem Vorjahr fast konstant. Der geringe Rückgang des Lebensgeschäfts wurde durch einen Zuwachs der Krankenrückversicherung nahezu kompensiert. Die gebuchte Bruttoprämie beider Sparten sank 2009 um 0,4 % auf 1,1 Mrd. EUR. Die Belastungen aus Großschäden fielen im Berichtsjahr auch wegen einer unauffälligen Hurrikansaison unterdurchschnittlich aus. Zwar gab es eine Reihe verheerender Katastrophen, die Auswirkungen auf die Rückversicherungswirtschaft blieben jedoch überwiegend gering. Das größte Einzelereignis im Jahr 2009 waren für die E+S Ende September die Überschwemmungen in Manila auf den Philippinen mit einer Netto-Schadenbelastung von 11 Mio. EUR, gefolgt vom Absturz des Air-France-Airbus mit 7 Mio. EUR Anfang Juni. Insgesamt belief sich die Netto-Großschadenbelastung im Jahr 2009 auf nur 35 (113) Mio. EUR. Die Netto-Schadenaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im Berichtsjahr um 233 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR, vor allem bedingt durch höhere Aufwendungen in den Sparten Haftpflicht und Leben. Der Aufwand für die übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen betrug 2009 dagegen nur 28 (143) Mio. EUR. Die Geschäftsausweitung führte auch zu einer Erhöhung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb gegenüber 2008 um 92 Mio. EUR auf 469 Mio. EUR. Die Aufwendungen für die eigene Verwaltung wuchsen dabei nur geringfügig. Die Verwaltungskostenquote - das Verhältnis von Verwaltungskosten zur verdienten Nettoprämie - sank im Berichtsjahr von 1,7 % auf 1,6 %. In Summe stieg die gebuchte Bruttoprämie der E+S Rück 2009 um 8 % auf 2,6 Mrd. EUR. Durch den starken Anstieg der Schaden-Rückversicherung verringerte sich der Anteil der Personen-Rückversicherung auf 42 %. Infolge des leicht erhöhten Selbstbehalts stieg die verdiente Nettoprämie stärker um 10 % auf 2,0 (1,8) Mrd. EUR. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Stabilisierung der internationalen Kapitalmärkte erwirtschaftete die E+S Rück im Jahr 2009 wieder ein zufriedenstellendes Kapitalanlageergebnis von 290 Mio. EUR. Das Vorjahresresultat von 211 Mio. EUR war durch realisierte Verluste aus Aktienverkäufen belastet. Die Geschäftsausweitung führte zu einem hohen Zufluss neuer liquider Mittel, die im Berichtsjahr primär konservativ in Schuldscheindarlehen angelegt wurden. Die selbstverwalteten Kapitalanlagen erhöhten sich weiter auf 4,5 (4,3) Mrd. EUR. Aufgrund der positiven Marktbedingungen in der Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie der strategischen Ausrichtung erwartet die E+S Rück wieder ein gutes Geschäftsjahr 2010und einen Jahresüberschuss in ähnlicher Größenordnung wie im Berichtsjahr. Voraussetzungen dafür sind allerdings ein Schadenverlauf des Naturgefahrengeschäfts im Rahmen des Erwartungswertes und keine neuen Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten. Geschäftsbereich KonzernfunktionenIm Geschäftsbereich Konzernfunktionen sind unter der Marke "AmpegaGerling" sowohl das Asset Management des Talanx-Konzerns als auch die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft für institutionelle und Privatkunden angesiedelt. Unter der Marke werden die Asset Management GmbH, die Investment GmbH und die Immobilien Management GmbH geführt. Außerdem gehört der konzerneigene Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG zum Geschäftsfeld Konzernfunktionen. AmpegaGerling Asset Management GmbHDie AmpegaGerling Asset Management GmbH (AMG) ist eine nicht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigte Vermögensverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 2 Abs. 6 Nr. 5 des Kreditwesengesetzes (KWG). Sie erbringt ihre Finanzdienstleistungen ausschließlich im Rahmen des Konzernprivilegs, namentlich gegenüber konzerninternen Versicherungs- und sonstigen Unternehmen im Talanx-Konzern. Die Geschäftstätigkeit der AMG umfasst neben dem Asset Management für die Gesellschaften des Talanx-Konzerns das vollständige Angebot administrativer Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung einschließlich Steuern und Meldewesen nach HGB und IFRS, Performance Measurement, Investment-/Risk-Controlling, Compliance, Investment Reporting sowie Financial Analysis/Asset Liability Management in Abstimmung mit den Versicherungsträgern. Zum Geschäftsjahresende beläuft sich das Gesamtvolumen der verwalteten Kapitalanlagen auf 59,8 Mrd. EUR. Damit liegt es um 5,9 Mrd. EUR, insbesondere getragen durch Markteffekte, über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöhte sich in Verbindung mit dem volumenbedingten Anstieg des Provisionsergebnisses (+8,3 Mio. EUR) auf 23 (21) Mio. EUR. Bereinigt um die im Jahr 2008 erfolgten Ergänzungszuweisungen in fünf Sondervermögen der AmpegaGerling Investment in Höhe von 9 Mio. EUR erhöhten sich die Personal- und Sachaufwendungen um 11 Mio. EUR, insbesondere begründet durch Sonderprojekt- und Beratungskosten, verbunden mit dem Ausbau und der Risiko-/Qualitätssicherung der Prozess- und Leistungsstrukturen zur Sicherstellung der IPO-Fähigkeit des Talanx-Konzerns sowie der Zertifizierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Neben dem Management der Herausforderungen der besonderen Finanz- und Kapitalmarktsituation steht das Jahr 2010 weiterhin im Zeichen der Sicherstellung der IPO-Fähigkeit des Talanx-Konzerns sowie der Solvency-II-Zertifizierung eines internen Modells durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der SAS-70-(I)-Zertifizierung. Verbunden mit einem Rückgang der betrieblichen Aufwendungen, insbesondere bedingt durch eine Reduzierung der Projekt- und Beratungskosten, wird bei einem erwarteten gleichbleibenden Volumen der verwalteten Kapitalanlagen 2010 ein Betriebsergebnis von 29 Mio. EUR ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erwartet. AmpegaGerling Investment GmbHDie AmpegaGerling Investment GmbH (AIG) ist eine Kapitalanlagegesellschaft nach deutschem Recht gemäß § 2 Abs. 6 des Investmentgesetzes (InvG). Eigentümer der AIG sind zu 94,9 % die AmpegaGerling Asset Management GmbH (AMG) sowie zu 5,1 % die Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG (Alstertor). Die AIG verwaltet richtlinienkonforme Sondervermögen, Immobiliensondervermögen, gemischte Sondervermögen sowie Altersvorsorge-Sondervermögen und betreibt die Finanzportfolioverwaltung sowie das Depotgeschäft. Am 31. Dezember 2009 hatte die Gesellschaft 48 Spezialfonds und 82 Publikumsfonds mit einem Volumen von insgesamt 9,8 (9,1) Mrd. EUR verwaltet. Der Auflage von 13 neuen Sondervermögen im Segment Publikumsfonds und sechs im Segment Spezialfonds stand die Schließung von neun Publikumsfonds und sechs Spezialfonds gegenüber. Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung wurden von der Gesellschaft acht Finanzportfolios mit einem Volumen von 3,4 (3,6) Mrd. EUR per 31. Dezember 2009 verwaltet. Insgesamt verwaltete die AmpegaGerling Investment GmbH zum Bilanzstichtag 129 Portfolios mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 13,2 (2,7) Mrd. EUR. Im Retailgeschäft, dem strategischen Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivitäten, erzielte die AIG dank signifikanter Nettomittelzuflüsse sowie der positiven Performanceentwicklung am Aktien- und Rentenmarkt einen Volumenzuwachs in Höhe von 440 Mio. EUR auf 2,2 Mrd. EUR. Dies entspricht gegenüber dem Ausgangswert per Dezember 2008 in Höhe von 1,8 Mrd. EUR (nach Verlagerung der Fondsbaskets aus dem Unit-linked-Geschäft von der AIG zur AMG) einer Steigerung um 24 %. Abweichend von der Branchenentwicklung akquirierte AmpegaGerling am Markt einen Nettomittelzufluss in Höhe von 276 Mio. EUR (ohne Berücksichtigung von Konzernanlagen in Publikumsfonds). Demgegenüber weist die Gesamtbranche laut Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) für Publikumsfonds einen Nettomittelabfluss von 781 Mio. EUR aus. Damit konnte sich AmpegaGerling erfolgreich von der Branchenentwicklung abkoppeln und gegen den Trend wachsen. Auch im Wettbewerbsvergleich mit den Kapitalanlagegesellschaften deutscher Versicherer zeigt sich ein positives Bild; hier verzeichnet AmpegaGerling den höchsten Nettomittelzufluss bei Publikumsfonds. Die allgemeine Branchensituation stabilisierte sich 2009 gegenüber der Situation 2008, wenngleich das leicht rückläufige Mittelaufkommen (-781 Mio. EUR) noch keine grundsätzliche Trendumkehr des Anlegerverhaltens zeigt. In den einzelnen Assetklassen wird ein differenziertes Bild deutlich: Während insbesondere Geldmarkt- (-3,9 Mrd. EUR) und Rentenfonds (-600 Mio. EUR) weiterhin Abflüsse verzeichneten, konnten Aktien- (+1,5 Mrd. EUR) und Mischfonds (+900 Mio. EUR) zulegen. Für AmpegaGerling war diese Absatzstruktur des Gesamtmarktes problematisch, da der eigene Produktschwerpunkt aufgrund des Unternehmensprofils als Versicherungskapitalanlagegesellschaft zwangsläufig auf Renten- und Geldmarktfonds liegt. Umso erfreulicher ist es, dass AIG in diesen Assetklassen ein ausgeglichenes Absatzergebnis gelang und darüber hinaus die Zuwächse bei vermögensverwaltenden Mischfonds für das signifikante Wachstum sorgten. Hinsichtlich der Vertriebssegmente erwiesen sich das Unit-linked-Geschäft (AIG-Fonds innerhalb konzerneigener Fondspolicen +46 Mio. EUR) sowie das White-Label-Geschäft (Fondsadministration für Dritte, +327 Mio. EUR Zufluss) auch 2009 als dauerhafte Erfolgsgaranten. Das Direktgeschäft über die konzerneigene Vertriebsorganisation stabilisierte sich im Jahresverlauf und weist für 2009 nur noch einen vergleichsweise geringen Abfluss (-31 Mio. EUR) aus. Im Drittgeschäft mit konzernexternen Vertriebspartnern gelang trotz des Produktschwerpunktes bei Renten- und Geldmarktfonds ein nahezu ausgeglichenes Absatzergebnis (-16 Mio. EUR). Ergänzend zum Retailgeschäft betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich aufgrund des vorhandenen Know-how-Profils als Outsourcing-Partner für kleine und mittlere Erstversicherer sowie als Administrator für konzernfremde Asset Manager. 2009 konnte ein Masterfonds eines konzernfremden Versicherungsunternehmens um 160 Mio. EUR ausgebaut werden. Dem standen Rückflüsse bei Reportingmandaten gegenüber, sodass sich 2009 per saldo eine Volumenreduzierung in Höhe von -334 Mio. EUR (-9 %) gegenüber dem Vorjahr ergab. Das Volumen im institutionellen Geschäft beläuft sich damit per Dezember 2009 auf 3,3 Mrd. EUR und hat einen Anteil von 25 % am Gesamtvolumen der in der AIG verwalteten Kapitalanlagen. Die für die Talanx-Konzerngesellschaften verwalteten Kapitalanlagebestände bewegen sich insbesondere nach Verlagerung eines bis 2008 von der AmpegaGerling Asset Management verwalteten Direktanlagemandates mit 7,7 Mrd. EUR über dem Vorjahresvolumen von 6,9 Mrd. EUR. Vor dem Hintergrund der 2008 signifikant rückläufigen Marktentwicklung, insbesondere im Retailgeschäft, und der Verlagerung von Finanzportfoliomandaten von der AIG auf die AMG wurde im Berichtsjahr insgesamt ein Provisionsergebnis in Höhe von 23 (27) Mio. EUR erwirtschaftet. Die Personal- und Sachaufwendungen einschließlich Kostenverrechnung innerhalb der AmpegaGerling-Gesellschaften bewegen sich nach Bereinigung um die im Jahr 2008 erfolgte Fondszuweisung knapp über Vorjahresniveau. Insgesamt wurde 2009 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 7 (4) Mio. EUR erreicht. AmpegaGerling Immobilien Management GmbHDie Geschäftstätigkeit der AmpegaGerling Immobilien Management GmbH (AIM) umfasst neben dem kaufmännischen und technischen Immobilienmanagement für die Versicherungsträger im Talanx-Konzern Leistungen in den Bereichen Investment, Mandantenbuchhaltung und Corporate Real Estate Management sowie die Betreuung von Baufinanzierungsgeschäften überwiegend für die HDI-Gerling Lebensversicherung AG. Der Verkehrswert der verwalteten Immobilien zum Geschäftsjahresende 2009 bewegte sich mit 1,38 Mrd. EUR um 8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 0,2 (1,9) Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurde ein operatives Ergebnis unter Vorjahresniveau erwirtschaftet, was u. a. auf eine Reduzierung der sonstigen Erträge zurückzuführen ist. Die Gesellschaft erwartet für 2010 infolge der Provisionsvereinbarungen mit den Anlegern aus dem Talanx-Konzern ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Ergebnisbeiträge aus möglichen Projektberatungsleistungen können zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht veranschlagt werden. Vor diesem Hintergrund sollen 2010 das Geschäftsmodell und die Unternehmensstrategie der Gesellschaft einer Prüfung und Optimierung unterzogen werden. Protection Reinsurance Intermediaries AGProtection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) ist im Talanx-Konzern dem Segment Konzernfunktionen zugeordnet und befindet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG. Die Gesellschaft ist der professionelle Berater und Vermittler für die Rückversicherungsabgaben (Nicht-Leben-Geschäft) des Talanx-Konzerns. Das Kerngeschäft der Protection Re liegt in der umfassenden Beratung von Erstversicherungsgesellschaften in allen Bereichen der ausgehenden Rückversicherung. Protection Re übernimmt für die Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Von der Portfolioanalyse über die Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis hin zur Administration und Abwicklung der platzierten Rückversicherungsvereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen. In dieser zentralen Funktion optimiert Protection Re die Rückversicherung für die Zedenten im Talanx-Konzern weltweit. Vertragliche und fakultative Rückversicherungskapazitäten werden langfristig aufgebaut und gesichert. Die Bonitätsanforderungen an die Rückversicherer der Gruppe werden zentral gesteuert und permanent überwacht. Das Know-how, die langjährige Erfahrung und die exzellenten Kontakte der Mitarbeiter von Protection Re in den internationalen Rückversicherungsmärkten sowie die intensive persönliche Zusammenarbeit mit weltweiten Partnern sichern verlässliche Rückversicherungskapazitäten. 2009 ist insbesondere zur Platzierung des Geschäftes deutscher Zedenten an Rückversicherungsgesellschaften außerhalb der Europäischen Union die Niederlassung der Protection Re in London eröffnet worden. Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von Protection Re betreuten Konzernzedenten konnten somit auch für 2010 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden. Mit dem 2009 betreuten Platzierungsvolumen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR Abgabeprämie gehört die Gesellschaft zu den bedeutenden Rückversicherungsmaklern in Europa. Der gesamte Jahresgewinn in Höhe von 12 (13) Mio. EUR wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Talanx AG abgeführt. Derzeit ist davon auszugehen, dass sich das im Jahr 2009 erzielte positive Ergebnis der Protection Re auf dem nun erreichten Niveau auch im Geschäftsjahr 2010 realisieren lässt. Besondere Ereignisse nach dem StichtagDie Erdbeben auf Haiti Mitte Januar 2010 und in Chile Ende Februar 2010 mit einer Stärke von 7,0 bzw. 8,8 auf der Richterskala haben Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Als Talanx-Konzern sind wir nach ersten Schätzungen mit einem Netto-Schadenaufwand von ca. 210 Mio. EUR betroffen. Eine Explosion in einem im Bau befindlichen Elektrizitätswerk in den USA am 7. Februar 2010 wird ersten Schätzungen zufolge eine Schadenbelastung von ca. 10 Mio. EUR für unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück nach sich ziehen. Der Wintersturm "Xynthia" der Ende Februar 2010 über Europa gezogen ist, verursachte Schätzungen zufolge versicherte Schäden von über 1,5 Mrd. EUR. Wir sind über unsere Erst- und Rückversicherungsaktivitäten von diesem Großschaden betroffen, aus dem nach heutigem Erkenntnisstand eine Netto-Schadenbelastung von ca. 60 Mio. EUR resultiert. Im Zusammenhang mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs werden zurzeit noch die Ursachen ermittelt. An den für mögliche Verantwortliche bestehenden Haftpflichtversicherungen sind auch Gesellschaften des Talanx-Konzerns beteiligt. Am 19. Januar 2010 haben unsere Tochtergesellschaft Proactiv Holding AG und die RheinLand Versicherungsgruppe einen Kooperationsvertrag zur gemeinschaftlichen Entwicklung des Restkreditversicherungsgeschäfts in Europa geschlossen. Beide Vertragspartner gründen gemeinsam die Vermittlungsgesellschaft "Credit Life International Services" als Joint Venture mit Sitz in Neuss und halten jeweils 50 %. In dieser neuen Gesellschaft werden beide Partner ihre Kompetenzen und Ressourcen bündeln und gemeinsam unter der Dachmarke "Credit Life International" auf europäischer Ebene als Restkreditversicherungsanbieter auftreten. Mit Pressemitteilung vom 27. Januar 2010 hat die Hannover Rück bekannt gegeben, die im Berichtsjahr aufgelegte Transaktion "K6" mit Wirkung zum 1. Januar 2010 um das angestrebte maximale Volumen in Höhe von 106 Mio. EUR auf 230 Mio. EUR aufgestockt zu haben. Die neuen Tranchen wurden sowohl von neuen als auch von bisherigen Investoren gezeichnet. Im März 2010 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück mit der Deutschen Bank eine langfristige Akkreditivkreditlinie in Höhe von 500 Mio. USD vereinbart. Diese Fazilität ermöglicht es der Hannover Rück, zusätzliche attraktive Wachstumschancen im US-amerikanischen Rückversicherungsmarkt zu nutzen. Derzeit finden Verhandlungen über den Verkauf unserer Tochtergesellschaft Euro International Reinsurance S.A., Luxemburg, - die dem Segment Schaden-Rückversicherung zugeordnet ist - statt. Die Veräußerung wird für das Jahr 2010 angestrebt. Ein Ausweis der betreffenden Vermögenswerte und Schulden als Veräußerungsgruppe wurde nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen des IFRS 5 zum Bilanzstichtag noch nicht vollumfänglich erfüllt waren. RisikoberichtAls Holding eines Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzerns mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen trägt die Talanx AG nicht nur eigene unternehmerische Risiken, sondern ist auch an den Risiken ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die entgeltliche Übernahme von Risiken ist Kern unseres Geschäfts, ein ausgeprägtes Risikobewusstsein als Voraussetzung einer nachhaltigen Chancenteilhabe erfolgsentscheidend. Zur Risikobeobachtung und -steuerung kommen daher auch in der Talanx AG eigens hierfür ausgerichtete Instrumente zum Einsatz. Die Überwachungsmechanismen und Entscheidungsprozesse der Talanx AG sind eingebettet in die Standards des Konzerns, die insbesondere die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, das interne Kontrollsystem und die Controlling-Instrumente umfassen. Zur Steuerung unserer Geschäftsaktivitäten verwenden wir einen wertorientierten Ansatz (Intrinsic Value Creation). Einer der wichtigsten Parameter innerhalb dieses Prozesses ist das Risikokapital, d. h. das zum Betrieb unserer Geschäftsaktivitäten erforderliche Kapital. Mit der Verwendung des Risikokapitals als Steuerungsgröße optimieren wir die Kapitalverwendung innerhalb des Konzerns. Entsprechend dem Ansatz vergleichsweise weitgehender Eigenverantwortung und Dezentralisierung pflegen die Tochterunternehmen jeweils eigene Risikomanagement-Systeme, denn sie können ihre Risiken selbst am besten beurteilen und bewerten sowie Risikosteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergreifen. Das Konzernrisikomanagement gibt zur Ausgestaltung der dezentralen Risikomanagementsysteme jedoch Richtlinien vor, die einen konzernweit einheitlichen und aggregierbaren Mindeststandard gewährleisten, und leitet aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikomodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine adäquate Bewertung der Risiken vor. Es lehnt sich zurzeit noch in wesentlichen Bereichen an ein verfeinertes so genanntes GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung von Einzelrisiken sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ziel der Risikoquantifizierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,5-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und Risikokategorien berücksichtigt. Derzeit wird ein stochastisches, Solvency-II-orientiertes Risikokapitalmodell entwickelt, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Jahr 2008 mit der Untersuchung dieses Modells begonnen, deren Ziel die aufsichtsrechtliche Genehmigung ist. Bezüglich der Kapitalausstattung streben wir in unserem internen Risikokapitalmodell eine Kapitaladäquanzgröße an, die uns einen hohen Sicherheitspuffer gibt. Als Nebenbedingung zur aufsichtsrechtlichen Übererfüllung der Kapitalausstattung verfolgt die Talanx ein Zielrating, das bei Standard & Poor's der Kategorie "AA" entspricht. Um über die Risikosituation in den Tochtergesellschaften laufend informiert zu sein, führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit den Risikoverantwortlichen der Geschäftsfelder. Wesentliche Änderungen in der Risikoposition berichten die Risikoverantwortlichen in den Geschäftsfeldern ad hoc an das Konzernrisikomanagement. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement gewährleistet, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann. Das Risikokomitee des Talanx-Konzerns, das insbesondere aus dem Chief Risk Officer und dem Finanzvorstand der Talanx AG sowie den Risikomanagern aus den einzelnen Geschäftsbereichen besteht, überwacht die Kapitalisierung und das Risikoprofil der gesamten Gruppe, die in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen sollen. Aufgaben des Risikokomitees sind zudem, die Risikokontrolle weiter zu verbessern und sicherzustellen, dass ein umfassendes Risikobewusstsein im Talanx-Konzern verankert ist. Mögliche Folgen von Risiken werden nicht nur dokumentiert, sondern sie fließen auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen ein, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernunternehmen und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und im Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Risiken der künftigen EntwicklungDie Risiken, denen die Talanx AG ausgesetzt ist, haben wir in Risikogruppen zusammengefasst und auf Basis der bestehenden Standards analysiert und bewertet. Zu den Risikogruppen zählen:
Die globalen Risiken umfassen Risiken aus der Veränderung von sowohl politischen als auch wirtschafts- und steuerrechtlichen Bestimmungen. Diese werden vom Vorstand der Talanx AG und den entsprechenden Gremien für den gesamten Konzern intensiv erörtert und insbesondere durch Verbandstätigkeit, Informationsdatenbanken sowie ständigen Austausch mit dem lokalen Management überwacht. Zu den Beteiligungsrisiken zählen insbesondere die Ergebnisentwicklung der einzelnen Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäfts. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen. Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnen wir mit geeigneten Instrumenten im Controlling, der internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen und gegebenenfalls ergänzende Sonderberichte erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und mangelnder Ausgeglichenheit des Geschäfts reduzieren wir für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie durch gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche. In der Gruppe der funktionalen Risiken wird das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen und deren ungenügender Rentabilität durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie intensive Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet die Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung. Auch beim Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko ist die Talanx AG unmittelbar über die Ergebnisabführungsverträge und die Dividendenzahlungen an den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Der Verschuldungsgrad der Talanx AG wird regelmäßig überwacht. Im Jahr 2009 betrug das Verhältnis von Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme 37,6 (40,7) %. Ein hoher Anteil der Rückstellungen betrifft die Pensionsrückstellungen. Einer möglichen ungenügenden Dotierung der Pensionsrückstellungen (z. B. durch Sterblichkeitsänderungen, Inflation und Zinsentwicklung) begegnet die Talanx durch regelmäßige Überprüfung der Rechnungsgrundlagen auf ihre Angemessenheit hin. Die beschriebenen Instrumente und Verfahrensweisen zur Überwachung und Steuerung der Risiken beinhalten auch eine Planungskomponente, sodass wir auch die Risiken der künftigen Entwicklung im Fokus der Betrachtung behalten. Im Planungsprozess für die Talanx AG werden die Planungen der wesentlichen Tochtergesellschaften dem Vorstand und den entsprechenden Konzerngremien vorgelegt, in diesem Rahmen intensiv diskutiert, plausibilisiert und verabschiedet. Dabei wird differenziert auf die Besonderheiten der Geschäftsentwicklung der einzelnen Gesellschaften eingegangen. Die Talanx AG erstellt auf dieser Basis ihren eigenen Ergebnisplan. Durch diesen Planungsprozess wird die zukünftige Entwicklung ebenso berücksichtigt wie die Interdependenzen zwischen den Plänen der Tochtergesellschaft und denen der Talanx AG. Im Rahmen des Performance-Management-Zyklus werden bei der Planung sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigt. Zusammenfassende Einschätzung der RisikolageEs sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Talanx AG existenziell gefährden könnten. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Bankenkrise besteht jedoch ein hoher abstrakter Grad an Unsicherheit. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Da die Risikosituation der Talanx AG maßgeblich durch die Risiken der Tochtergesellschaften beeinflusst wird, werden im Folgenden deren Risiken und die Risikomanagementmaßnahmen näher beschrieben. Die Risikolage der Tochtergesellschaften ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien:
Im Rahmen des Projektes Fokus ist eine Umstrukturierung des Talanx-Konzerns geplant. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft. Die neue Struktur ist an unseren Kundensegmenten ausgerichtet: am globalen Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am deutschen sowie ausländischen Privatkundengeschäft. Mögliche Auswirkungen auf die Chancen- und Risikolage können erst nach Vorliegen eines entsprechend detaillierten Umsetzungsplans analysiert werden. Auswirkungen der BankenkriseDie Auswirkungen der Bankenkrise sind auch am Talanx-Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Nachdem im Jahr 2008 aufgrund des negativen Kapitalmarktumfeldes umfangreiche Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen wurden, war die Situation 2009 deutlich entspannter. Das Marktrisiko von Aktien wurde verringert, indem die Aktienquote bereits 2008 deutlich reduziert wurde und die restlichen Bestände größtenteils gegen Kursverluste abgesichert wurden. Das Engagement der Talanx ist durch die Kapitalanlagerichtlinien limitiert, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Im Zuge der fortschreitenden Bankenkrise an den Kapitalmärkten wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen risikomindernden Punkten verschärft. Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften. Dieses Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe wesentliche versicherungstechnische Risiken). Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Dies hat für den Talanx-Konzern eine im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt nur untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichende liquide Mittel verfügt. Zudem stehen umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen. Insgesamt gab es im Zuge gesunkener Zinsen, höherer Volatilitäten und gestiegener Risikospreads beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Lebenserstversicherer für 2008 deutliche Rückgänge. Der MCEV für 2009 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2010 berechnet. Des Weiteren könnte die Bankenkrise Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftsfelder des Talanx-Konzerns haben, zum Beispiel eine mögliche sinkende Nachfrage nach Versicherungsschutz. Wesentliche versicherungstechnische RisikenDie versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsbeiträgen später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko. Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials falsch interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert hat, zum Beispiel durch eine höhere Inflation. Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, ist die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Steuerung des Risikos bildet Talanx zusätzlich zu den Reserven für Schäden, die von den Kunden gemeldet werden, Zusatzreserven auf Basis eigener Schadenprüfungen. Außerdem wird eine so genannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft und ein externes Reservegutachten angefertigt. Typische Risiken der Leben-Erstversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Beiträge zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen über die Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen. Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten im Stornofall für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen -nicht direkt reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko. Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes dahin gehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsbeiträge zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu und die Versicherungsnehmer wären nicht an den gegebenenfalls entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, um die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte und Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, so genannte Swaptions und Book-Yield Notes, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportefeuilles ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden. Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen der Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten der Zedenten sind das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber - bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz. Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und sie geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A.M. Best zugrunde gelegt. Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Wesentliche Risiken aus KapitalanlagenDie Kapitalanlagerisiken sind vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaften gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt. Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarktes zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Maximen ausgerichtet:
Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften. Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaften detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie. Das Konzernrisikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen. Die Risiken im Kapitalanlagebereich umfassen insbesondere das Markt-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko entsteht aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und kann auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus und von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Das Bonitätsrisiko besteht im Wertverlust einer Kapitalanlage aufgrund des Ausfalls eines Schuldners oder einer Änderung in seiner Zahlungsfähigkeit. Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Zudem besteht insbesondere im Bereich der partiarischen Darlehen das Risiko, dass Zinszahlungen ausfallen können. Dieses Risiko hat sich durch die Bankenkrise erhöht. Wesentliche operationale RisikenOperationale Risiken umfassen die Gefahr von Verlusten, die eintreten aufgrund von
Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externer und interner Richtlinien ist neben der internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie insbesondere geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück)-versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken werden vom Talanx-Vorstand für den gesamten Konzern und im ständigen Austausch mit dem lokalen Management intensiv beobachtet. Mit gewisser Sorge sehen wir die Erweiterungen staatlicher Interventionsbefugnisse bei Banken, wenn bei diesen eine Unterschreitung aufsichtsrechtlicher Kennziffern droht. So besteht insbesondere bei Genussscheinen und stillen Einlagen das latente Risiko eines staatlichen Eingriffs zulasten der Verbraucher und der institutionellen Anleger wie der investierenden Versicherungswirtschaft. Zudem ist in den USA eine Bankenabgabe geplant, um die Kosten der Bankenkrise zumindest teilweise zu finanzieren. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe zum Aufbau eines Notfallfonds auch in Deutschland oder dem übrigen Europa nicht nur für Banken, sondern auch für Versicherer eingeführt wird und damit auch den Talanx-Konzern treffen könnte. Die Folgen dieses mittelbaren Bankenkrisenrisikos sind derzeit für uns nicht überschaubar. Darüber hinaus gibt es Rechtsstreite und Gerichtsurteile insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Zudem vertritt die Finanzverwaltung entgegen sehr deutlicher fachanwaltlicher Einschätzung die Auffassung, dass nicht unerhebliche Kapitaleinkünfte, die die in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns erzielt haben, aufgrund der Regelungen des Außensteuergesetzes bei den jeweiligen Muttergesellschaften in Deutschland der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Soweit bereits entsprechende Steuerbescheide vorliegen, wurden hiergegen auch hinsichtlich der bereits als Steueraufwand berücksichtigten Beträge Rechtsmittel eingelegt. Unsere Auffassung ist in einem erstinstanzlichen Verfahren vollumfänglich bestätigt worden. Zudem sieht sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weit reichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die mit den aufsichtsrechtlichen Änderungen verbundenen erhöhten Anforderungen haben wir erkannt und Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können. Zu den weiteren operationalen Risiken zählen der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit, denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für Talanx. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronischer Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt Talanx großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungsplanungen und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre wie nichtmonetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen. Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb mit externen Vermittlern, Maklern und mehreren Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse beeinflusst werden können mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb. Bezüglich der neuen Influenza A (H1N1), auch "Schweinegrippe" genannt, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Juni 2009 die Pandemiestufe 6 aus. Als Folge wurden der Konzern-Krisenstab einberufen und in den Geschäftsfeldern Krisenstäbe eingerichtet. Der Konzern-Krisenstab und die dezentralen Krisenstäbe stehen im engen Kontakt miteinander und haben Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsabläufe eingeleitet. Der Talanx-Konzern beobachtet weiterhin die Situation bezüglich der "Schweinegrippe", um auf neue Entwicklungen rasch und angemessen reagieren zu können. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenÖffentlichkeitsarbeit und WerbungAls Holdinggesellschaft, die keine Produkte unter eigenem Namen anbietet, verfügt die Talanx AG nicht über ein eigenes Marketing und schaltet klassische Werbung nur in geringem Umfang. Die verschiedenen Tochtergesellschaften und Marken führen in verschiedenen Medien jeweils Kampagnen durch, die auf ihre Kunden zugeschnitten sind. Da sich die Marke Talanx an die Financial Community -Analysten, Banken und Fondsmanager - sowie Wirtschaftsjournalisten richtet, erscheinen Anzeigen zur Steigerung der Bekanntheit selektiv in Zeitungen und Zeitschriften, die besonders häufig von solchen Personen gelesen werden. Als weitere Maßnahme wird börsentäglich jeweils vor und nach der Sendung "Börse im Ersten" ein zweiteiliger TV-Spot gesendet, der auf Talanx als Sponsor dieser Sendung hinweist. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterInsgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 91 (83) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter 97 (85), dies entspricht 91,9 (81,9) Vollzeitstellen (Mitarbeiterkapazitäten). Primäre Aufgabe der Talanx AG als Finanz- und Managementholding ist die Leitung und Steuerung des Konzerns. Dementsprechend koordiniert der zentrale Personalbereich die konzernrelevanten Personalthemen. Hierzu gehören neben der betrieblichen Mitbestimmung und der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter des Konzerns insbesondere die Bereiche Hochschulmarketing, Positionierung des Konzerns als "Top-Arbeitgeber", Qualifizierung der oberen Führungskräfte, Potenzialerfassung und Personalcontrolling. Wichtigste Aktivität des Personalbereichs im Berichtsjahr war die Einrichtung der Talanx Corporate Academy für die oberen Führungskräfte der Konzerngesellschaften weltweit. Die Talanx Corporate Academy bietet für diese Zielgruppe, teilweise in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Business Schools, ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot an, dass sich als übergeordnete Ergänzung zu den bereits vorhandenen Angeboten der Konzerngesellschaften versteht. In der Academy werden konzernspezifische Themen, wie die Talanx-Strategie und die Steuerungsmethoden des Konzerns, vermittelt. Wichtiges Ziel ist aber auch eine Verbesserung der Kommunikation und der Vernetzung zwischen der Holding und den Geschäftsfeldern und zwischen den Geschäftsfeldern untereinander. Als Referenten und Diskussionspartner ergänzen sich Professoren bekannter Business Schools und Mitglieder des Vorstands der Talanx AG. Personalentwicklung ist jedoch nicht nur bei den oberen Führungskräften, sondern bei allen Mitarbeitern der Talanx AG ein wesentlicher Bestandteil der Personalarbeit. Denn wir sind nur so gut wie unsere Mitarbeiter. Abgeleitet aus der Dachstrategie der Talanx, die hinsichtlich der Personalpolitik des Konzerns das Ziel der strategischen Mitarbeiterförderung und -entwicklung verfolgt, wurde im Berichtsjahr ein Aus- und Weiterbildungsangebot für die Mitarbeiter der Talanx AG konzipiert. Das vom Konzern-Personalwesen erarbeitete Angebot beinhaltet für Talanx spezifische Fragestellungen, insbesondere die Bereiche Risikomanagement/TERM, integrierte Steuerungsinstrumente, Mergers & Acquisitions, aber ganz wesentlich auch Verhaltens- und Methodentrainings sowie Sprach- und IT-Schulungen. Im Rahmen des Hochschulmarketings und der Platzierung des Talanx-Konzerns als "Top-Arbeitgeber" ist eine übergreifende Arbeitgeber-Image-Kampagne vorbereitet worden, die durch den Slogan "Talanxieren Sie Ihre Karriere" einen hohen Wiedererkennungswert verspricht. Weiterhin wird sich Talanx an den wichtigsten Hochschulmessen beteiligen, um möglichst frühzeitig Verbindungen zu geeigneten Studenten und Absolventen aufzubauen. Ein neues Praktikantenbindungsprogramm für besonders leistungsstarke Praktikanten ergänzt das Bündel an Maßnahmen. Schließlich hat die Talanx AG im Jahr 2009 die Talanx-Stiftung gegründet, deren Hauptzweck es ist, leistungsstarke und förderungswürdige Studenten durch Stipendien zu unterstützen. Die Stiftung konzentriert sich in ihrer Zusammenarbeit auf versicherungsnahe Fachbereiche ausgewählter Universitäten. Sie vergibt pro Semester bis zu zehn Stipendien. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Talanx AG für ihr Engagement und für ihre Leistung im vergangenen Geschäftsjahr. PrognoseberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenIm Jahresverlauf 2010 sollte sich die Erholung der Realwirtschaft weiter fortsetzen. Diese wird zunächst durch die Wirkung der laufenden Konjunkturprogramme unterstützt, die aber im Verlauf des Jahres langsam auslaufen. Auch aus dem Lagerhaltungs- und Investitionszyklus ergibt sich positive Hilfestellung für die kommenden Monate. Insbesondere die Investitionen wurden zuletzt so stark eingeschränkt, dass mittelfristig zumindest Ersatzinvestitionen zur Erhaltung des Kapitalstocks erforderlich sein werden. Erweiterungsinvestitionen sind hingegen bei stark unterausgelasteten Kapazitäten nicht zu erwarten. Dämpfend auf das Wirtschaftswachstum wirkt sich hingegen die Verschuldung von öffentlichem und privatem Sektor aus. Die dringend erforderliche Entschuldung wird das Konsumpotenzial einschränken. Der Arbeitsmarkt gestaltet sich heterogen. Während die USA die Talsohle bald durchschritten haben sollten, wird in Deutschland nach dem Auslaufen von Kurzarbeitergeldern erst im laufenden Jahr 2010 mit steigenden Arbeitslosenquoten gerechnet. Hier wurde Zeit "erkauft", die nun langsam abläuft. Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Erholung der Realwirtschaft ein holpriger Weg bevorsteht, der durch wiederkehrende Rückschläge gekennzeichnet ist. Das Wachstumspotenzial der kommenden Jahre wird sich unterhalb des Vorkrisenniveaus einpendeln, die Auswirkungen der Finanzkrise noch länger spürbar sein. Die Inflationsraten sollten 2010 moderat steigen und in Richtung des Zentralbankzielniveaus zurückkehren. Stark steigender Kostendruck wird jedoch bei geringer Kapazitätsauslastung und hoher Arbeitslosigkeit nicht aufkommen. Die im relativen Vergleich stärkere Erholung der US-Wirtschaft sollte sich im Jahr 2010 positiv auf die Entwicklung des US-Dollars auswirken und tendenziell zu einer Aufwertung gegenüber dem Euro führen. Ebenfalls stützend sollte sich die erwartete Einengung der Zinsdifferenz zwischen den USA und dem Euroraum auswirken, wenn die Fed vor der EZB den ersten Zinsschritt macht. Das britische Pfund kann durch den unsichereren Inflationsausblick 2010 gedrückt werden. Auch die schwache wirtschaftliche Entwicklung stellt einen Belastungsfaktor für die britische Währung dar. Da die Erholung bisher hinter den USA und der Eurozone zurückgeblieben ist, besteht jedoch die Möglichkeit einer Aufholjagd, die tendenziell stützend auf die Währung wirkt. Demgegenüber steht das hohe Fiskaldefizit in England relativ zur Eurozone, welches wiederum eher belastend wirken sollte. KapitalmärkteFür 2010 wird erwartet, dass die Zentralbanken anfangen, die Überschussliquidität an den Märkten wieder einzusammeln. Solange die Liquidität nicht in die Realwirtschaft gelangt und der konjunkturelle Aufschwung schwach verläuft, ist der inflationäre Druck moderat. Daher werden für die Fed die ersten Zinserhöhungen erst im dritten Quartal 2010 eingepreist. Für die EZB wird erwartet, dass sie der Fed folgen wird. Für 2010 wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer vermehrt in risikoreichere Anlageklassen investieren. Die Suche nach Rendite, gepaart mit dem für 2010 prognostizierten hohen Emissionsvolumen von Staatsanleihen, wird wahrscheinlich zu steigenden zehnjährigen Renditen von Staatsanleihen führen. Insgesamt geht das Unternehmen in Verbindung mit den Leitzinserhöhungen von einer flacher werdenden Zinskurve auf einem höheren Niveau aus. Für die Unternehmensanleihemärkte erwarten wir unter Berücksichtigung von nachrichtengetriebenen kurzfristigen Volatilitäten weiter eine stabile Entwicklung. Der Aktienmarkt sollte die positive Entwicklung der vergangenen Monate fortsetzen. Die fundamentale Bewertung befindet sich jedoch noch deutlich unterhalb des langfristigen Durchschnitts. Bei den Unternehmensgewinnen wurde bereits eine Trendwende eingeläutet. Nach dem Absturz der Gewinne im Jahr 2009 kann von niedrigem Niveau aus sogar mit einem deutlichen Gewinnsprung gerechnet werden. Aus historischer Sicht war die Erholungsbewegung seit dem Tiefpunkt im März 2009 überdurchschnittlich. Das Tempo der Aufwärtsbewegung sollte sich entsprechend etwas verlangsamen. Künftige BranchensituationWie nahezu alle Branchen - insbesondere der Finanzsektor -hat sich auch die Versicherungswirtschaft den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen können, wenngleich sie von den unmittelbaren Auswirkungen der Krise mit deutlich geringerer Wucht getroffen wurde als der Bankensektor. Als bedeutender Wirtschaftsfaktor und Teilnehmer am Kapitalmarkt nimmt sie eine entscheidende Schlüsselfunktion im Finanz- und Wirtschaftssystem wahr. Trotz der Krise hat sich das Geschäftsmodell der Versicherer als robust erwiesen. Vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden konjunkturellen Erholung, die jedoch keineswegs frei von der Gefahr von Rückschlägen ist, sind von den Jahren 2010 und 2011 wichtige Impulse und Weichenstellungen für die weitere Zukunft zu erwarten. Für die deutsche Lebensversicherung rechnen wir mit einer - gemessen an den konjunkturellen Vorzeichen - verhaltenen Geschäftsentwicklung, die nach unserer Einschätzung mit einer eher gedämpften Beitrags- und Neugeschäftsentwicklung einhergehen wird. Für das Prämienwachstum sehen wir ein stagnierendes bis leicht rückläufiges Niveau als wahrscheinlich an. Eine sichere Prognose wird dadurch erschwert, dass sich derzeit mehrere Trends überlagern. Zum einen dürfte sich die Kaufzurückhaltung weiter Bevölkerungskreise aufgrund der noch bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheit dämpfend auf die Nachfrage auswirken. Hier bleibt zu hoffen, dass sich der unzweifelhaft bestehende Vorsorgebedarf, insbesondere in Bezug auf die eigenverantwortliche Altersvorsorge, über kurz oder lang in wieder ansteigenden Abschlusszahlen von Lebensversicherungsverträgen niederschlagen wird. Wachstumsimpulse - insbesondere für die klassische Lebensversicherung - sind zum anderen auch darin zu erkennen, dass der Sicherheitsaspekt für potenzielle Kunden im Zuge der Finanzkrise gegenüber einer einseitigen Renditebetrachtung deutlich an Attraktivität hinzugewonnen hat. Die Zurückhaltung gegenüber fondsgebundenen Versicherungsprodukten dürfte dagegen noch weiter anhalten - zumindest bis zu einer nachhaltigen Erholung der Aktienmärkte. Relativ schwer einzuschätzen ist die weitere Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäftes, dessen Dynamik insbesondere von den Bedingungen am Kapitalmarkt und vom Angebot an Konkurrenzprodukten abhängt. Während sich bei der Annahme einer wirtschaftlichen Normalisierung der Trend zu mehr Einmalbeiträgen grundsätzlich fortsetzen dürfte, ist bei einer andauernden Niedrigzinsphase eher von zwei gegenläufigen Effekten auszugehen: einer steigenden Bedeutung von kurz laufenden Kapitalisierungsprodukten auf der einen Seite und einem gleichzeitigen Nachlassen der langfristigen Sparneigung, die sich in einem Rückgang von Einmalbeiträgen durch das Einstellen von Neugeschäft bei etablierten Anbietern, z. B. bei Sofortrenten, niederschlagen könnte. Auch die Einflussfaktoren des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes auf die Schaden- und Unfallversicherung sind noch stark von den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Der finanzielle Spielraum sowohl der Privatkunden als auch der gewerblichen und Industriekunden hat sich infolge der Krise verringert. Während sich die wirtschaftliche Lage der Privatkunden und -haushalte insgesamt recht stabil darstellt, erweist sich die Situation der Unternehmen infolge rezessionsbedingter Absatzeinbrüche und gestiegener Kapitalkosten als vergleichsweise angespannt. Bei möglichen Prämieneinbußen im gewerblich-industriellen Geschäft aufgrund rückläufiger, für die Beitragsbemessung relevanter Umsatzzahlen ist daher von insgesamt konstanten bis leicht rückläufigen Prämieneinnahmen in diesem Geschäftssegment auszugehen. In der Kfz-Versicherung verdichten sich die Anzeichen eines nachlassenden Preiswettbewerbes. Trotz der beginnenden Marktverhärtung wird sich der Prämienabrieb der vergangenen Jahre jedoch voraussichtlich noch nicht in positives Wachstum umkehren können, da der Absatz an Neufahrzeugen und somit die Nachfrage nach Versicherungsschutz 2010 noch unter dem Einfluss der von der "Abwrackprämie" verursachten Vorzieheffekte stehen dürften. In der industriellen Sachversicherung und der Transportversicherung dürfte es 2010 konjunkturbedingt, durch geringere Produktion und infolge des Kostendruckes ebenfalls zu Prämienrückgängen kommen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Wachstumsimpulse der Schaden- und Unfallversicherung nicht zuletzt aufgrund des konjunkturellen Umfeldes, des moderaten Schadenverlaufes der vergangenen Jahre und der Marktsättigung in Grenzen halten werden. Die Erwartung eines unterdurchschnittlichen bis leicht negativen Prämienwachstums geht einher mit einem anhaltenden Druck auf die Kostenquoten trotz der weithin initiierten Kostensparprogramme. Auch ein länger anhaltendes niedriges Verzinsungsniveau bei Kapitalanlagen wird dazu beitragen, den Druck auf das versicherungstechnische Ergebnis und die Combined Ratio weiter zu verstärken, um eine angemessene Eigenkapitalverzinsung (Return on Equity) zu erreichen. Ausrichtung der Gesellschaft in den folgenden zwei GeschäftsjahrenDie Ausrichtung der Talanx AG in den Jahren 2010 und 2011 wird durch den im September 2009 begonnenen Konzernumbau geprägt sein, dessen Ziel darin liegt, den Konzern für die Zukunft wettbewerbsfähiger zu machen, die Effizienz der Prozesse zu erhöhen und die Wachstums- und Profitabilitätsziele dauerhaft zu erfüllen. Das umfassende Umstrukturierungsprogramm erstreckt sich auf den Erstversicherungsbereich sowie die Holding- und Servicefunktionen. Die Marktbearbeitung wird künftig mit einer neuen, an den Kundengruppen ausgerichteten Geschäftsfeldstruktur erfolgen mit der Segmentierung nach Industriegeschäft weltweit, Privatkundengeschäft Deutschland und Privatkundengeschäft Ausland. Die bisherige Trennung von Lebens- und Sachversicherungssegmenten wird aufgehoben. Während Industrieversicherung und das ausländische Privatkundengeschäft eine klare Expansionsstrategie verfolgen sollen, liegt die Zielsetzung für das deutsche Privatkundengeschäft zunächst in der Wiedererlangung einer wettbewerbsfähigen Kostenposition. Weitere Ziele liegen darin, die Steuerungsfunktionen im Konzern stärker zu bündeln und die bisherige Komplexität zu reduzieren. Mit der neuen Aufstellung wird sich die Talanx konsequent an den Kundenbedürfnissen ausrichten, die Konzernstruktur straffen und die organisatorischen Voraussetzungen für eine zielgerichtete und effiziente Marktbearbeitung schaffen. Gleichzeitig entspricht die neue Struktur auch besser den Anforderungen des Kapitalmarktes. Die Talanx wird an ihrer bewährten und erfolgreichen Mehr-Marken-Strategie uneingeschränkt festhalten. Einen besonderen Schwerpunkt wird darüber hinaus die weitere Modernisierung und Restrukturierung unserer konzernweiten Informationstechnologie-Systeme einnehmen. Erwartete Ertrags- und Finanzlage der GesellschaftErgebnisentwicklungNach den derzeitigen Planungen und Erwartungen gehen wir davon aus, dass die Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungen an die Talanx AG im Jahr 2010 mit knapp 380 Mio. EUR etwas niedriger liegen werden als im Vorjahr mit entsprechenden Erträgen von 398 Mio. EUR. Diese Entwicklung wird hauptsächlich durch zwei Faktoren bestimmt: Den ersten wichtigen Faktor stellt die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung der Hannover Rückversicherung AG, an der die Talanx AG unverändert einen Mehrheitsanteil von 50,2 % hält, für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2009 mit einer Barausschüttung von 2,10 EUR je Aktie dar. Der zweite Faktor liegt in dem gegenläufig wirkenden Sachverhalt begründet, dass die Ergebnisabführung der HDI-Gerling Sach Serviceholding im Jahr 2009 durch außerordentliche Effekte signifikant höher als der Betrag ausgefallen ist, der in der Planung für 2010 vorgesehen ist. Unter Berücksichtigung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses sowie des Zinsergebnisses sollte der Jahresüberschuss der Talanx AG 2010 planungsgemäß in der Größenordnung von rund 200 Mio. EUR liegen. Für 2011 rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung der Gewinnabführungen der operativen Erstversicherungsgesellschaften. Im Zuge dieser Entwicklung rechnen wir auch mit einem im Vergleich zu 2010 um rund 40 Mio. EUR verbesserten Jahresüberschuss. FinanzlageDer sich für 2010 aller Voraussicht nach ergebende Liquiditätsüberschuss dürfte genutzt werden können, um die gegenüber einem Bankenkonsortium bestehende Kreditfazilität der Talanx AG mit einem nennenswerten Teilbetrag zurückzuführen. Die Tilgung wird zu einer Verringerung der Fremdfinanzierung und des Zinsaufwandes der Talanx AG beitragen. ChancenChancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenVersicherungsnachfrage: Durch die Finanzkrise wurde das Vertrauen in Banken und banknahe Produkte erheblich beeinträchtigt. Infolgedessen gewann die Sicherheit von Produkten wieder zunehmend an Bedeutung. Insbesondere für auf Sicherheit Wert legende Vorsorgekunden könnte die klassische kapitalbildende Lebensversicherung eine Renaissance erleben. Die Lebensversicherungsgesellschaften der Talanx könnten davon dank ihrer innovativen Produkte überdurchschnittlich profitieren. Demografischer Wandel: Angesichts der demografischen Entwicklung stehen in jüngerer Zeit zwei Märkte mit hohem Entwicklungspotenzial im Fokus: zum einen der "Markt der Senioren", zum anderen der "Markt der jungen Kunden", die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialversicherungssystems einer zusätzlichen eigenverantwortlichen Vorsorge bedürfen. Senioren nehmen mehr und mehr Serviceleistungen in Anspruch, für die eine hohe Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit besteht. Außerdem sind sie zunehmend aktiver und setzen sich mit diesem Profil auch in höherem Maße absicherungsbedürftigen Risiken aus. Für die Anbieterseite ist es somit nicht allein damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, vielmehr müssen neu konzipierte Produkte angeboten werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für Zweitwohnsitze, intensive Reisetätigkeit im Ausland, sportliche Aktivitäten oder die Vermögensweitergabe an die Kinder. Vor dem Hintergrund, auslaufende Kapitalversicherungen in (Leib-)Rentenversicherungen zu reinvestieren, gewinnen in dieser Zielgruppe ferner auch Einmalbeitragsprodukte aufgrund von Vermögensumschichtungen an Bedeutung. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch eine breite Palette privater Vorsorgeprodukte und attraktiver Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung kann dieses Potenzial erschlossen werden. Für diese Kundengruppe erwarten wir insbesondere einen verstärkten Nachfragetrend nach Altersvorsorgeprodukten mit flexibler Spar- und Entsparphase. Die Lebensversicherungsgesellschaften der Talanx sind mit ihrer umfassenden, auf die Kundengruppen zugeschnittenen Produktpalette und vertrieblichen Aufstellung gut für den "Markt der Senioren" und den "Markt der jungen Kunden" gerüstet. Im Unternehmen begründete ChancenTransparenz durch VVG-Reform: Durch die VVG-Reform wird den Versicherungskunden eine bessere Vergleichbarkeit von Anbietern und Produkten ermöglicht. Hiervon könnten insbesondere Gesellschaften mit niedrigen wettbewerbsfähigen Kostenquoten profitieren. Günstiger Schadenverlauf aufgrund Wirtschaftskrise: Die Sachgruppe erwartet in der wirtschaftlichen Krise im Wesentlichen noch in der industriellen Feuerversicherung einen günstigeren Schadenverlauf. Eine Ursache hierfür liegt in der in konjunkturellen Schwächephasen geringeren Auslastung der Produktionskapazitäten mit der daraus resultierenden besseren Situation hinsichtlich Sicherheit und Anlagenwartung. Die aktuell zu beobachtende positive Schadenentwicklung ist auch auf den verminderten Eintritt von Naturkatastrophenkumulen, wie z. B. Hagel- oder Sturmereignisse, zurückzuführen. Vertriebsweg Bancassurance: Im Vergleich zu anderen Vertriebswegen wird erwartet, dass sich der Anteil des Bankenvertriebes am Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland von derzeit rund 26 % auf ca. 31 % im Jahr 2012 erhöhen wird. Im Geschäftsfeld Bancassurance ist die Talanx mit unterschiedlichen Kooperationspartnern seit langem erfolgreich tätig. Vertriebsweg Makler: Die Talanx hat mit der Swiss Life eine strategische Partnerschaft vereinbart und einen dauerhaften Aktienanteil von knapp 10 % erworben, um die Zusammenarbeit zu unterlegen. Als Teil der Kooperation soll Talanx ein wichtiger Produktpartner vom AWD werden. Des Weiteren hat Talanx knapp 10 % an MLP erworben. Sowohl MLP als auch die AWD-Gruppe sind bedeutende Vertriebspartner der Leben-Gruppe. Die Ausweitung der Beteiligung der Talanx ist auch eine Chance, dass die Geschäftsbeziehungen zu den betreffenden Vermittlern nicht nur weiterhin stabil bleiben, sondern auch noch ausgebaut werden können. Bilanz zum 31.12.2009Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.-31.12.2009scroll
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Angaben zur Bilanzierung und BewertungBewertung AktivaImmaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt worden. Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert; der Ansatz für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde um steuerlich zulässige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode; die Nutzungsdauer beträgt drei bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 EUR sind sofort abzugsfähige Betriebsausgaben (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG). Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 EUR bis 1.000 EUR wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten erfasst. Der Zeitwert der Holdinggesellschaften wurde im Rahmen einer so genannten Sum-of-Parts-Bewertung bestimmt, innerhalb derer die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt wurden. Die Ermittlung der Zeitwerte für die Beteiligungen an operativen Gesellschaften erfolgt bei Kompositgesellschaften und Finanzdienstleistern mittels des Ertragswertverfahrens. Bei Lebensversicherungsgesellschaften wird der Marktwert überwiegend anhand fortgeschriebener "Embedded Values" ermittelt. In begründeten Einzelfällen wurden Gesellschaften mit ihrem Buchwert, insbesondere im Falle von anschaffungsnahen Vorgängen, angesetzt. Der Buchwert der HDI-Gerling Leben Serviceholding AG wurde zum 31. Dezember 2009 mit 973.965 TEUR und der Zeitwert mit 857.676 TEUR angegeben. Die Beteiligung an der Gesellschaft ist eine strategische Beteiligung im Anlagevermögen. Eine nachhaltige Wertminderung liegt nicht vor, denn der aktuelle Zeitwert der HDI-Gerling Leben Serviceholding AG war maßgeblich durch das in der Finanzkrise entstandene außergewöhnlich niedrige Zinsniveau und hohe Kapitalmarktvolatilitäten belastet. Aktuell deuten erste Zinsmaßnahmen z. B. von Zentralbanken darauf hin, dass die Zinsen zukünftig wieder steigen werden, dies würde zu Werterhöhungen beim Embedded Value führen. Bestehende Hinweise deuten darauf hin, dass die Wertminderung lediglich vorübergehend ist und der beizulegende Zeitwert nicht unterhalb des Buchwertes liegt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert aktiviert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Die Ausleihung an die Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. wurde zum 31. Dezember 2009 mit einem Buchwert von 7.828 TEUR und einem Zeitwert von 6.791 TEUR angegeben. Die Abschreibung wurde unterlassen, da die Papiere im Januar des Folgejahres über dem Buchwert veräußert werden konnten. Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Kapitalrückzahlungen, bilanziert. Sonstige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten, gemindert um Abschreibungen, erfasst. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Einlagen bei Kreditinstituten sowie laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert aktiviert. Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgenden Kostenschlusses wurden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den sonstigen Forderungen erfasst. Der Abgrenzungsposition stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den übrigen Rückstellungen gezeigt werden. Sonstige Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Bewertung PassivaDie Pensionsrückstellungen wurden nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6 a EStG ermittelt. Dabei lagen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. Bei der Berechnung der Rückstellungen für die Altersteilzeit wurden alle Mitarbeiter der Gesellschaft berücksichtigt, die die Altersteilzeit in Anspruch genommen haben bzw. die voraussichtlich die Altersteilzeitregelung in Anspruch nehmen werden (Anwartschaft). Die Berechnungen erfolgten unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 5,5 %. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach der Betriebszugehörigkeit und den bestehenden Anspruchsvoraussetzungen unter Berücksichtigung des Anwachsens der entsprechenden Anwartschaften gebildet worden. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen beziehen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ein. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert. WährungsumrechnungWenn Fremdwährungspositionen vorliegen, erfolgt die Bewertung zum Bilanzstichtag für Positionen der Bilanz zum Stichtagskurs und für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Der Bewertungskurs für die Bestände ist der Mittelkurs, bei monatlicher Bewertung der jeweilige Stichtagskurs zum Monatsende. SonstigesDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde abweichend vom gesetzlichen Gliederungsschema dargestellt, um mit den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Posten den Besonderheiten einer Holding Rechnung zu tragen. Dazu wurden die Erträge aus Beteiligungen wegen ihrer großen Bedeutung an den Anfang gestellt. Angaben zur Bilanz - AktivaEntwicklung des Anlagevermögensscroll
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A.I.1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und WertenErworbene Software wurde in Höhe von 1.351 TEUR bilanziert. A.III.1. Anteile an verbundenen UnternehmenIm Folgenden wird der wesentliche Anteilsbesitz dargestellt. Die Aufteilung des vollständigen Anteilsbesitzes ist in der gesonderten Anteilsbesitzliste aufgeführt. scroll
1)
Auf Basis der lokalen Einzelabschlüsse der
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1)
Auf Basis der lokalen Einzelabschlüsse der
Gesellschaften Zum 1. Oktober 2009 hat die HDI-Gerling International Holding AG 99,45 % der Anteile an der inzwischen in HDI Seguros S.A. de C.V. umfirmierten Gesellschaft Genworth Seguros Mexico, S.A. de C.V., Leon/Mexiko, von der Genworth Life Insurance Company erworben. Die Gesellschaft betreibt das Schaden- und Unfall-Erstversicherungsgeschäft sowie das Restschuldgeschäft. Bei Letzterem hat sich die Käuferin verpflichtet bzw. ist berechtigt, das Restschuldgeschäft ausschließlich treuhänderisch für die Verkäuferin zu führen. Im Februar und Oktober 2009 hat die Inversiones HDI Limitada ihren Anteil an der HDI Seguros S.A., Chile, durch Erwerbe von Minderheitsaktionären um 0,16 % erhöht und hält damit 99,92 % an der chilenischen Gesellschaft. Im März und April 2009 hat die HDI-Gerling International Holding AG durch Erwerbe von Minderheitsaktionären ihren Anteil an der HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, von 97,70 % auf 98,83 % erhöht. Zum 1. Juni 2009 hat die Talanx AG eine bisher von einem Dritten gehaltene Aktie der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A., Luxemburg, übernommen. Damit hält die Talanx AG 100 % an der vorgenannten Gesellschaft. A.III.2. Ausleihungen an verbundene UnternehmenHierunter fallen zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 640.000 TEUR gegenüber der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG sowie nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 7.828 TEUR gegenüber der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. A.III.3.BeteiligungenDieser Betrag enthält die an der IGEPA Industrie- und Gewerbepark GmbH & Co. KG gehaltene Beteiligung unter Berücksichtigung planmäßiger Kapitalrückzahlungen in Höhe von 32.119 TEUR und die Beteiligung an der DFA Capital Management Inc. in Höhe von 4.200 TEUR. B.I.1. Forderungen gegen verbundene Unternehmenscroll
Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Forderungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr. B.I.2. Sonstige Vermögensgegenständescroll
Die sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus den Steuererklärungen 2008. C. Rechnungsabgrenzungspostenscroll
Hier wird neben abgegrenzten Verwaltungskosten ein Disagio ausgewiesen, das durch Darlehensaufnahmen bei der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG und der HDI-Gerling Lebensversicherung AG entstanden ist. Das Disagio wird zeitanteilig aufgelöst. D. Voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre gemäß § 274 Abs. 2 HGBscroll
Der Posten wird aufgrund der realitätsnahen Bewertung der Schadenrückstellungen in der Steuerbilanz der HDI-Gerling Industrieversicherung AG (HG-I), der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP) und der HDI Direkt Versicherung AG (H-D) gebildet. Die Berechnung der voraussichtlichen Steuerentlastung erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 31,6 % auf die Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die HG-I, HG-FP und H-D stehen in einem körperschafts- und gewerbesteuerlichen Organschaftsverhältnis zur Talanx; die Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz wirken sich daher beim Organträger aus. Erläuterungen zur Bilanz - PassivaA.I. Gezeichnetes Kapitalscroll
Das Grundkapital besteht aus 260.000 auf den Namen lautenden Stückaktien. Am Aktienkapital unserer Gesellschaft ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, zu 100 % beteiligt. A.II. Kapitalrücklagescroll
A.III. Gewinnrücklagenscroll
Bei der Zuführung handelt es sich um 50 % des Bilanzgewinns 2008, der aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Vom Vorstand wurden weitere 106.327 TEUR aus dem laufenden Jahresüberschuss eingestellt. Bei dem ausgewiesenen Betrag handelt es sich in voller Höhe um andere Gewinnrücklagen. A.IV. Bilanzgewinnscroll
Es handelt sich mit 184.600 TEUR um 50 % des Bilanzgewinns 2008, der aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 vorgetragen wurde, und um 106.327 TEUR aus dem Ergebnis des laufenden Jahres. B.3. Sonstige Rückstellungenscroll
C.1. AnleihenDer Ausweis betrifft einen Anteil an der im Jahr 2003 begebenen Inhaberschuldverschreibung, der von einer nicht mehr zum Konzernkreis gehörenden Gesellschaft gehalten wird. C.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
Der Talanx AG wurde per 1. August durch ein Bankenkonsortium unter der Führung der Bank of America ein Kreditrahmen in Höhe von 1.500.000 TEUR zur Verfügung gestellt. Davon wurden zum Bilanzstichtag 550.000 TEUR in Anspruch genommen. Außerdem werden hier Verpflichtungen aus älteren Hypothekendarlehen ausgewiesen. In dem Gesamtbetrag sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren enthalten. C.4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmenscroll
Die Talanx AG hat marktgerecht verzinste Inhaberschuldverschreibungen begeben, die von verschiedenen Konzerngesellschaften gezeichnet worden sind. Zum Bilanzstichtag werden sie mit 696 Mio. EUR ausgewiesen. Die Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. hat am 10. Februar 2005 nachrangige Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 20 Jahren, deren Rückzahlung durch die Talanx AG garantiert wird, begeben. Der Erlös aus der Begebung wurde der Talanx AG darlehensweise überlassen. Die Restschuld des Darlehens betrug zum Bilanzstichtag 295 Mio. EUR. Die Hannover Re (Bermuda) Ltd. hat der Talanx AG ein Darlehen über 50 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Das Darlehen wird am 31. Mai 2013 fällig. Ferner werden auch Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen, kurzfristig zur Verfügung gestellte Festgelder sowie Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit Tochtergesellschaften ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Erträge aus Beteiligungenscroll
2. Sonstige betriebliche Erträgescroll
3. Personalaufwandscroll
Dieser Posten enthält Vorstandsvergütungen und Gehälter in Höhe von 10.198 TEUR, Pensionszahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder, die Zuführung zur Pensionsrückstellung inklusive Freihalteansprüchen und soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Aufwendungen für Werbung stammen im Wesentlichen aus der Image-Kampagne. Der größte Teil der Beratungsleistungen steht im Zusammenhang mit IT-Projekten und der geplanten Umstrukturierung des Konzerns. Mit Vertrag vom 24. Juni 2009 haben unsere Gesellschaft und eine inländische Sachversicherungsgesellschaft als Gesamtschuldner mit einem Unternehmen des Hannover Rück-Konzerns die Aufhebung eines zwischen diesen Gesellschaften bestehenden Quotenrückversicherungsvertrags gegen Zahlung von 14.000 TEUR vereinbart. Im Innenverhältnis hat sich die Talanx AG gegenüber der HG-FP verpflichtet, den Ausgleichsbetrag allein zu tragen. 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögensscroll
Der Ausweis betrifft überwiegend Zinserträge aus an verbundene Unternehmen gewährten Darlehen. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträgescroll
Hier werden im Wesentlichen die Zinserträge aus Tages- und Festgeldern, aus den Ergebnisabführungsverträgen, aus laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, aus Swapgeschäften sowie Erträge aus Dividenden ausgewiesen. 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungenscroll
Der Ansatz betrifft Darlehenszinsen sowie Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den in den Geschäftsjahren 2003 und 2006 ausgegebenen Anleihen an verschiedene Konzerngesellschaften, Zinsaufwendungen aus dem Darlehen gegenüber der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A., Zinsen aus Swaps, Zinsen, die aus der teilweisen Ziehung der Kreditlinie resultieren, Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionen sowie Bereitstellungszinsen. 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgenscroll
Diese Erträge stammen von den unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden. 11. Aufwendungen aus Verlustübernahmenscroll
Diese Aufwendungen stammen von den unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden. 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
Im Vorjahr resultierten der tatsächliche Steuerertrag sowie der latente Steueraufwand im Wesentlichen aus einer Anpassung der realitätsnahen Bewertung der Schadenrückstellungen bei HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I), HDI Direkt Versicherung AG (H-D) und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP) (vgl. Erläuterungen zu Aktiva, Posten D. Voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre gemäß § 274 Abs. 2 HGB). Sonstige AngabenGesellschafterDie Gesellschafteranteile werden zu 100 % vom HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, als alleinigem Aktionär gehalten. Wichtige VerträgeEs bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Talanx und der
Seit dem 17. April 2002 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Magyar Posta Rt., um deren Kunden über ungarische Gemeinschaftsunternehmen (Tochterunternehmen der PROACTIV Holding AG) Lebens- und Sachversicherungsprodukte anbieten zu können. Mit der Citibank wurde am 22. Dezember 2006 eine Rahmenvereinbarung für Kooperationen auf ausländischen Märkten im Bancassurance-Bereich abgeschlossen und eine Zusammenarbeit in Russland und in der Türkei vereinbart. Am 18. Juli 2007 schloss die Talanx mit der Deutschen Postbank AG eine Kooperationsvereinbarung mit einer Laufzeit von 15 Jahren über den Vertrieb von Versicherungsprodukten der PB Versicherungen. Die Kooperationsvereinbarung knüpft an die Kooperation zwischen dem HDI V. a. G. und der Deutschen Postbank AG an und stellt diese auf eine neue Grundlage. Mitarbeiterscroll
Organe der GesellschaftDie Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands entnehmen Sie bitte der Übersicht auf den Seiten 5-7 dieses Berichtes. Bezüge der OrganeDie Gesamtbezüge der Vorstände betrugen 3.244 TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 918 TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstände und deren Hinterbliebener betrugen 290 TEUR, die gesamte Pensionsrückstellung für Vorstände beträgt 2.528 TEUR. Derivative FinanzinstrumenteIm Berichtsjahr 2007 haben wir Zinsswapgeschäfte abgeschlossen, um eine variabel verzinsliche Verbindlichkeit gegen steigende Zinsen abzusichern. Diese wurde zur Finanzierung des Kaufpreises für die Anteile an der damaligen BHW Lebensversicherung, der BHW Pensionskasse sowie der restlichen 50 % an der PB Lebensversicherung und der PB Versicherung AG in Höhe von 550 Mio. EUR mit Valuta 28. September 2007 aufgenommen. Der variable Zinssatz steht in Abhängigkeit vom 3-Monats-EURlBOR (zzgl. 22,5 Basispunkten). Mit gleicher Valuta wurden vier Zinsswapgeschäfte über insgesamt nominal ebenfalls 550 Mio. EUR abgeschlossen. Aus diesen Zinsswaps erhalten wir variable Zinsen in absolut gleicher Höhe, wie wir aus der Verbindlichkeit zu zahlen haben, und zahlen im Gegenzug fixe Zinsen. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hoch gerateter Kontrahenten wird ein zusätzliches signifikantes Bonitätsrisiko nicht eingegangen. Die Laufzeit der Swaps entspricht der Laufzeit des Grundgeschäftes. Die einzelnen Kontrahenten sind: LB Baden-Württemberg, DZ Bank und Calyon mit jeweils 150 Mio. EUR sowie Morgan Stanley mit 100 Mio. EUR. Da das Grund- und Sicherungsgeschäft in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang steht, handelt es sich um eine Bewertungseinheit. Den stillen Lasten der Derivate in Höhe von 34 Mio. EUR stehen stille Reserven im Grundgeschäft gegenüber. Die Berechnung des Marktwerts erfolgt im bestandsführenden System SimCorp Dimension der AmpegaGerling Asset Management GmbH anhand der Discounted-Cashflow-Methode. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Talanx AG hat gegenüber den Inhabern der im Februar 2005 von ihrer Tochtergesellschaft Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. begebenen nachrangigen Schuldverschreibung über ursprünglich 350 Mio. EUR eine nachrangige Garantie über die Zahlung der aus der Anleihe zu zahlenden Beträge wie Zinsen und Rückzahlungen abgegeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Die durch die Begebung der Anleihe aufgenommenen Mittel in Höhe von 350 Mio. EUR wurden der Talanx AG von der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. darlehensweise zur Verfügung gestellt. Im September 2009 hat die Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. einen Teil der begebenen Anleihe im Nennwert von 75 Mio. EUR zurückerworben und entwertet, sodass die Schuldverschreibung zum Abschluss des Berichtsjahres noch in Höhe von 275 Mio. EUR bestand. Die Talanx AG hat das ihr von der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. gewährte Darlehen in Höhe von rund 53 Mio. EUR zurückgezahlt. Der Restbetrag des Darlehens ist in der Bilanz unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Talanx AG hat ferner Bürgschaften für die nicht eingezahlten Teile von Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften TARGO Lebensversicherung AG (vormals: CiV Lebensversicherung AG) (59,0 Mio. EUR) und TARGO Versicherung AG (vormals: CiV Versicherung AG) (8,9 Mio. EUR) übernommen. Darüber hinaus bestehen latente Einzahlungsverbindlichkeiten aus nicht voll eingezahlten Aktien der Protection Reinsurance Intermediaries AG (0,7 Mio. EUR). In einem Einbringungsvertrag über Gesellschaftsanteile an der HDI Reinsurance (Ireland) Ltd. mit unserer Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG vom 30. Juni 2003 hat sich unsere Gesellschaft für den Fall zu Ausgleichsmaßnahmen verpflichtet, dass das am Einbringungsstichtag bestehende Geschäft der HDI Reinsurance (Ireland) Ltd. den der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen nicht entspricht. Die Talanx AG hat der HDI Pensionskasse AG durch die HDI-Gerling Leben Serviceholding AG (vormals: ASPECTA Global Group AG) einen Organisationsfonds von 3,3 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Für die ersten sieben Jahre - beginnend mit dem Geschäftsjahr 2002, in dem die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb erteilt wurde - haben wir uns verpflichtet, die zum Ausgleich eines sonst entstehenden, nicht durch Entnahmen aus dem Organisationsfonds gedeckten Jahresfehlbetrags notwendigen Beträge zu erstatten. KonzernabschlussDie Talanx AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover (HDI V. a. G.). Der HDI V. a. G. ist nach §§ 341 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens HDI V. a. G. wird im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht. Die Talanx AG hat als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt.
Hannover, den 8. April 2010 Talanx Aktiengesellschaft Der Vorstand Haas Dr. Hinsch Kox Dr. Noth Dr. Querner Dr. Roß Wallin Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Talanx Aktiengesellschaft, Hannover:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Hannover, den 19. April 2010 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Ellenbürger Husch Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer ImpressumTalanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail info@talanx.com www.talanx.com Ansprechpartner zum Jahresabschlussscroll
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