Talanx AG

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Zielgerichtet

Konzern-Geschäftsbericht 2011

Konzernkennzahlen

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    2011 2010 2009
Talanx-Konzern gesamt        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 23.682 22.869 20.923
nach Regionen        
Deutschland In % 38 39 42
Ost- und Mitteleuropa (CEE) In % 4 3 2
Übriges Europa In % 26 27 27
Nordamerika In % 14 16 16
Lateinamerika In % 7 6 5
Australien/Asien In % 9 7 6
Übrige Länder In % 2 2 2
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 19.456 18.6755) 17.323
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR -1.690 -2.036 -1.031
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 3.262 3.2245) 2.658
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 1.245 1.032 1.497
Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) In Mio. EUR 897 6675) 893
Konzernergebnis (nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter) In Mio. EUR 520 2165) 485
Eigenkapitalrendite1) In % 10,0 4,55) 11,8
Darstellung nach Segmenten2)        
Industrieversicherung        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 3.138 3.076 3.077
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 1.375 1.413 1.405
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR 155 -57 134
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 204 231 240
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 321 185 334
Privat- und Firmenversicherung Deutschland        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 6.710 6.823 6.614
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 5.461 5.502 5.158
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR -1.258 -1.631 -945
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 1.530 1.577 1.207
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 110 -44 209
Privat- und Firmenversicherung International        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 2.482 2.233 1.827
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 1.862 1.738 1.403
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR -43 -136 -99
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 159 151 121
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 54 27 -42
Schaden-Rückversicherung        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 6.826 6.340 5.753
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 5.961 5.395 5.237
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR -264 78 136
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 880 779 610
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 629 909 760
Personen-Rückversicherung        
Gebuchte Bruttoprämien In Mio. EUR 5.270 5.090 4.529
Verdiente Nettoprämien In Mio. EUR 4.789 4.654 4.078
Versicherungstechnisches Ergebnis In Mio. EUR -281 -290 -258
Kapitalanlageergebnis In Mio. EUR 512 508 525
Operatives Ergebnis (EBIT) In Mio. EUR 225 276 371
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung3) In % 101,0 100,9 96,7
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-/Unfall-Erstversicherer In % 96,6 104,5 96,6
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Rückversicherung In % 104,2 98,3 96,7
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    2011 2010 2009
Haftendes Kapital In Mio. EUR 11.321 10.771 9.156
Eigenkapital der Aktionäre der Talanx AG In Mio. EUR 5.421 4.9455) 4.574
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter In Mio. EUR 3.285 3.035 2.579
Hybridkapital In Mio. EUR 2.615 2.791 2.003
Selbst verwaltete Kapitalanlagen In Mio. EUR 75.750 72.461 67.036
Kapitalanlagen gesamt In Mio. EUR 87.467 83.422 76.385
Kapitalanlagerendite4) In % 4,0 4,2 3,7
Bilanzsumme In Mio. EUR 115.268 111.1005) 101.213
Mitarbeiter Kapazitäten 17.061 16.874 16.921

1) Jahresergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
2) Vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
3) Bereinigte kombinierte Schaden-/Kostenquote unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
4) Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen
5) Angepasst aufgrund IAS 8

UNSERE VISION

Talanx ist die führende globale B2B-Versicherungsgruppe.

UNSERE MISSION

Durch die optimale Zusammenarbeit unserer Geschäftsbereiche setzen wir erfolgversprechende Chancen auf den globalen Versicherungsmärkten konsequent um - zum Wohle unserer Stakeholder.

Kennzahlen der Konzernsegmente

Industrieversicherung

Bedeutende Akquisitionen und Kooperationen in den Niederlanden und Vietnam

Trotz zahlreicher Naturkatastrophen - etwa in Asien - zufriedenstellendes versicherungstechnisches Ergebnis

Deutlich gestiegenes EBIT trotz geringeren Kapitalanlageergebnisses

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Sehr gute Neugeschäftsentwicklung, unter anderem im Mitversicherungsgeschäft und bei fondsgebundenen Produkten

Absatz von Sachversicherungsprodukten entwickelte sich gut

Kostensenkungen verbessern versicherungstechnisches Ergebnis und damit EBIT trotz Restrukturierungskosten

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

Privat- und Firmenversicherung International

Mehrere Akquisitionen in Lateinamerika abgeschlossen, in Polen noch laufend

Bruttoprämien steigen durch Zukäufe, aber auch durch organisches Wachstum

EBIT gegenüber Vorjahr verdoppelt durch versicherungstechnisches und Kapitalanlageergebnis

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

Schaden-Rückversicherung

Starkes Bruttoprämienwachstum durch zufriedenstellende Erneuerungsrunden

Außergewöhnlich hohe Großschadenbelastungen drücken EBIT

Gutes Kapitalanlageergebnis

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

Personen-Rückversicherung

Finanzmarktvolatilität und Schuldenkrise eröffnen teilweise neue Geschäftspotenziale

Gestiegenes Geschäftsvolumen unter anderem in Schwellenländern

Situation an den Finanzmärkten vermindert EBIT trotz positiven versicherungstechnischen Geschäftsverlaufs

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

Konzernfunktionen

Segment umfasst interne Dienstleistungsgesellschaften, Konzernkapitalanlageverwaltung, Rückversicherungsmakler und Talanx AG

Weiterer Anstieg der selbst verwalteten Kapitalanlagen

Verbesserung des EBIT durch Wegfall von Sondereffekten des Vorjahres

Selbst verwaltete Kapitalanlagen In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

In der Vielfalt liegt unsere Kraft. Talanx ist mit den unterschiedlichsten Marken auf den Märkten präsent, um verschiedene Kunden- und Produktgruppen zielgerichtet zu bedienen. In der Zusammenarbeit ziehen sie alle an einem Strang mit der Zielsetzung einer nachhaltigen, erfolgreichen Entwicklung des Konzerns.

Unsere wichtigsten Marken der Erst- und Rückversicherung sowie für Finanzdienstleistungen sind auf der gegenüberliegenden Seite dargestellt.

Talanx Konzern

Unsere Marken

Talanx

Die Marke Talanx steht für den gesamten Konzern, aber auch für einige Gesellschaften - an der Spitze die Talanx AG, die die Aufgaben einer Management- und Finanzholding im Konzern übernimmt und selbst kein Versicherungsgeschäft betreibt. Die Talanx Service AG, die Talanx Systeme AG, die Talanx Asset Management GmbH und Talanx Immobilien GmbH sowie der RückVersicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker fungieren als konzerninterne Dienstleistungsgesellschaften, während die Geschäftsbereichsgesellschaften Talanx Deutschland AG und Talanx International AG die operativen Gesellschaften verschiedener Marken im In- bzw. Ausland bündeln.

HDI GERLING

HDI-Gerling fokussiert sich insbesondere auf das weltweite Industrieversicherungsgeschäft. Die Palette von HDI-Gerling reicht von der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung über die Lebensversicherung bis zur betrieblichen Altersversorgung und Altersvorsorgelösungen für Privatkunden.

PB Versicherungen Partner der Postbank

Die PB Versicherungen arbeiten im Vertriebsweg Bancassurance exklusiv für den Partner Postbank: Eingebettet in deren Marktauftritt und zugeschnitten auf deren Kunden bieten sie attraktive Versicherungsprodukte zu günstigen Preisen.

Posta Biztosító

Im Vertriebsweg Bancassurance die wachstumsstarke Kooperation mit der ungarischen Post. Das verständliche und transparente Leistungsangebot mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis umfasst die Sparten Leben und Schaden/Unfall.

HDI

Unter dieser Marke arbeitet die HDI Direkt Versicherung AG mit Versicherungsprodukten für private Kunden in Deutschland. Außerhalb Deutschlands firmieren Gesellschaften in der Privat- und Firmen- sowie der Industrieversicherung unter HDI.

TARGO-VERSICHERUNG

Im Vertriebsweg Bancassurance arbeiten die TARGO Versicherungen exklusiv für den Partner TARGOBANK und bieten deren Kunden einen Service, der auf der leichten und bequemen Abwicklung sämtlicher Bank-, Finanz- und Versicherungsgeschäfte basiert.

hannover rück e+s rück

Die Hannover Rück-Gruppe, einer der größten Rückversicherer der Welt, betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit ca. 2.300 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Die Tochtergesellschaft E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt.

neue leben Willkommen Zukunft

Die neue leben Versicherungen positionieren sich im Vertriebsweg Bancassurance als Vorsorgespezialist für Sparkassen. Sie bieten ihren Kunden und Vertriebspartnern innovative Versicherungsangebote zu attraktiven Konditionen.

CiV

Unter der Marke CiV firmieren die russische OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" sowie die türkische CiV Hayat Sigorta A.Ş. Beide Gesellschaften sind Bancassurance-Kooperationen mit der Citibank und belegen, dass das Bancassurance-Konzept der Talanx auch auf andere Länder übertragbar ist.

ampegaGerling

Einer der großen bankenunabhängigen Asset Manager in Deutschland. Von Fonds bis zum Asset Management für private und institutionelle Anleger bietet Ampega-Gerling die komplette Wertschöpfungskette der Vermögensverwaltung.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2011 war für den Talanx-Konzern ein Jahr mit Licht und Schatten, dennoch lautet das Fazit insgesamt "sehr zufriedenstellend": Einerseits sah sich der Konzern einer sehr hohen Schadenbelastung ausgesetzt, andererseits konnte er im Berichtsjahr eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielen.

Das Umfeld für die Assekuranz insgesamt war 2011 alles andere als positiv: Nie zuvor gab es eine solche Häufung schadenträchtiger Naturkatastrophen, ganz zu schweigen von dem unvorstellbaren menschlichen Leid, das sie mit sich brachten. Nur einmal zuvor musste die Assekuranz höhere Belastungen aus extremen Naturereignissen innerhalb eines Jahres schultern. Von dieser Entwicklung war auch unser Konzern mit einem Großschadenaufwand von über einer Milliarde Euro betroffen. Belastungen entstanden aber auch durch interne Projekte: So begannen wir 2011 in unserem deutschen Firmen- und Privatkundengeschäft in den Aufbau kundenorientierter, effizienter Strukturen zu investieren. Dies soll uns wieder in die Lage versetzen, in unserem Heimatmarkt profitable Marktanteile zu sichern, ein Projekt, bei dem wir auf gutem Weg sind.

Im Gegensatz zur versicherungstechnischen Rechnung hat sich das Kapitalanlageergebnis besser entwickelt als erwartet, trotz anhaltend turbulenter Zeiten auf den internationalen Kapitalmärkten. Wir haben das niedrige Zinsniveau dazu genutzt, Staatsanleihen guter Bonität zu verkaufen und die Erlöse hieraus bevorzugt in Unternehmensanleihen zu reinvestieren. Dennoch haben sich die unrealisierten Reserven in den Kapitalanlagen weiter erhöht. Positive Ergebniseffekte ergaben sich auch aus der Auflösung vorsorglich gebildeter Rückstellungen aufgrund für uns günstiger Urteile in rechtlichen Auseinandersetzungen. Dabei handelte es sich um die Frage der Doppelbesteuerung ausländischer Kapitaleinkünfte sowie um ein Kartellrechtsverfahren.

Entscheidend bei der Beurteilung der Leistungskraft des Konzerns ist der Blick auf die operative Entwicklung der Geschäftsbereiche: Hier können wir zufrieden feststellen, dass alle Bereiche der Erstversicherung Ergebnisverbesserungen erzielen konnten, und abgesehen vom deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft konnten auch alle Konzernsegmente in der Bruttoprämie zulegen. Der Blick auf das Konzernergebnis von 520 Mio. EUR zeigt, dass die gute Diversifizierung der Gruppe unterstreicht, wie solide Talanx aufgestellt ist und wie gut sie selbst solch schadenträchtige Jahre wie das vergangene verarbeiten kann.

An der sehr guten Finanzkraft der Talanx hat sich nichts geändert. Dies belegt der Anstieg des Konzerneigenkapitals um 9 % auf 8,7 Mrd. EUR und die weitere Verbesserung unserer Solvenzquote, die etwa doppelt so hoch war wie gesetzlich gefordert. Im Januar hat die Ratingagentur Standard & Poor's das wichtige "Financial Strength"-Rating der Talanx-Erstversicherungsgruppe von A+ (stable) gegen den Branchentrend bestätigt, wobei die Kapitalstärke der Gruppe und die führende Wettbewerbsposition im Industriegeschäft und im deutschen Bancassurance-Geschäft hervorgehoben wurden.

Wir werten 2011 aber auch deshalb als Erfolg, weil wir erneut konsequent an der Umsetzung unserer strategischen Zielsetzungen gearbeitet haben: Bereits im ersten Jahr hat unsere neue, transparente Konzernstruktur mit gemeinsamen Zentralfunktionen in der Erstversicherung für einen deutlichen Effizienzzuwachs gesorgt: Prozesse können einfacher, schneller und effizienter erledigt werden; unsere Innovationsfähigkeit ist gewachsen.

Die Industrieversicherung konnte die ambitionierten Anforderungen erneut erfüllen: Im August schlossen wir mit dem Marktführer in Vietnam, der PVI Holdings, eine strategische Partnerschaft, um auf dem vietnamesischen Wachstumsmarkt unser anerkanntes Know-how in der Industrieversicherung einzubringen. Im zweiten Quartal wurde erstmals die niederländische Nassau konsolidiert, ein etablierter Nischenversicherer für Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O und Krisenmanagement.

Auch im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft konnten wir in unseren Zielmärkten zulegen: In Lateinamerika haben wir Gesellschaften in Mexiko, Argentinien und Uruguay erworben, ebenso wie in unserem Zielmarkt Mittel- und Osteuropa, dort in Polen. Dort gelangen uns in den letzten Monaten zusammen mit unserem japanischen Kooperationspartner Meiji Yasuda zwei spektakuläre Zukäufe: Mit der in der Bancassurance tätigen TU Europa und der Nummer zwei im polnischen Markt, Warta, können wir unseren Marktanteil signifikant steigern. Die aufsichtsbehördlichen Zustimmungen zum Abschluss dieser Transaktionen erwarten wir in nächster Zukunft.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich bedanken. Sie haben erneut mit hohem, engagiertem Einsatz dafür gesorgt, dass sich der Konzern auch 2011 erfolgreich weiterentwickelt hat. Mein Dank gilt aber auch unseren Kooperationspartnern und Kunden. Das Vertrauen, das Sie uns auch 2011 wieder entgegengebracht haben, möchten wir nicht nur behalten, unser Bestreben richtet sich darauf, es zu vertiefen! Dies erachten wir als unseren wichtigsten Auftrag, den wir auch in den kommenden Jahren durch eine erfolgreiche Entwicklung der Talanx erfüllen wollen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herbert K. Haas

Vorstand

Herbert K. Haas

Vorsitzender

Burgwedel

Vorsitzender des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G.,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Konzernentwicklung

Konzern-Projektmanagement

Investor Relations

Presse/Öffentlichkeitsarbeit

Recht

Revision

Vorstandsbüro/Compliance

Dr. Christian Hinsch

stv. Vorsitzender

Burgwedel

stv. Vorsitzender des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G.,

Vorsitzender des Vorstands

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Geschäftsbereich Industrieversicherung

Personal

Facility-Management

Einkauf

Rückversicherungseinkauf

Torsten Leue

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

Talanx International AG, Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International

Dr. Thomas Noth

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

Talanx Systeme AG, Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Informationstechnologie

Dr. Immo Querner

Celle

Mitglied des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G.,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Finanzen/Beteiligungen/Immobilien

Kapitalanlagen

Controlling

Inkasso

Risikomanagement

Rechnungswesen/Steuern

Dr. Heinz-Peter Roß

Gräfelfing

Vorsitzender des Vorstands

Talanx Deutschland AG, Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Betriebsorganisation

Ulrich Wallin

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

Hannover Rückversicherung AG,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Geschäftsbereich Rückversicherung

 

Dr. Heinz-Peter Roß

Torsten Leue

Dr. Christian Hinsch stv. Vorsitzender

Herbert K. Haas Vorsitzender

Dr. Immo Querner

Dr. Thomas Noth

Ulrich Wallin

Aufsichtsrat

Wolf-Dieter Baumgartl

Vorsitzender

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Talanx AG,

Berg

Ralf Rieger

stv. Vorsitzender

Angestellter,

HDI-Gerling Vertrieb Firmen

und Privat AG, Raesfeld

Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

stv. Vorsitzender

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der ThyssenKrupp Technologies AG,

Hamburg

Antonia Aschendorf

(seit 1. September 2011)

Rechtsanwältin,

Hamburg

Karsten Faber

Zentralbereichsleiter,

Hannover Rückversicherung AG,

E+S Rückversicherung AG,

Hannover

Jutta Hammer

(seit 1. Februar 2011)

Angestellte, HDI-Gerling

Leben Betriebsservice GmbH,

Bergisch Gladbach

Hans-Ulrich Hanke

(bis 31. Januar 2011)

Angestellter, HDI-Gerling

Leben Betriebsservice GmbH,

Brühl

Gerald Herrmann

Gewerkschaftssekretär,

Norderstedt

Dr. Thomas Lindner

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Groz-Beckert KG,

Albstadt

Jutta Mück

Angestellte, HDI-Gerling

Industrie Versicherung AG,

Oberhausen

Otto Müller

Angestellter,

Hannover Rückversicherung AG,

Hannover

Dr. Hans-Dieter Petram

ehem. Mitglied des Vorstands

der Deutsche Post AG,

Inning

Dr. Michael Rogowski

Vorsitzender des Stiftungsrats

der Hanns-Voith-Stiftung,

Heidenheim

Katja Sachtleben-Reimann

Angestellte, Talanx Service AG,

Hannover

Dr. Erhard Schipporeit

ehem. Mitglied des Vorstands

der E.ON AG,

Hannover

Bodo Uebber

(bis 31. August 2011)

Mitglied des Vorstands

der Daimler AG,

Stuttgart

Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder

Professorin an der

Leibniz Universität,

Hannover

Werner Wenning

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Bayer AG,

Leverkusen

Aufsichtsratsausschüsse Zusammensetzung zum 31.12.2011

Finanz- und Prüfungsausschuss

Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender

Dr. Thomas Lindner

Ralf Rieger

Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

Dr. Erhard Schipporeit

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender

Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

Dr. Michael Rogowski

Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder

Vermittlungsausschuss

Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender

Ralf Rieger

Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

Katja Sachtleben-Reimann

Nominierungsausschuss

Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender

Dr. Thomas Lindner

Dr. Michael Rogowski

Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen.

Aufgaben der Ausschüsse

Finanz- und Prüfungsausschuss

Vorbereitung der Finanzentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats

Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Finanzangelegenheiten wie Gründung von Gesellschaften, Erwerb von Beteiligungen und Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften innerhalb eines jeweils definierten Wertrahmens

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Vorbereitung der Personalangelegenheiten des Gesamtaufsichtsrats

Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Personalangelegenheiten, für die der Gesamtaufsichtsrat nicht zwingend ausschließlich zuständig ist

Vermittlungsausschuss

Vorschlag für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht wird (§ 31 Abs. 3 MitbestG)

Nominierungsausschuss

Empfehlung von geeigneten Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben jederzeit wahrgenommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.

Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die am 25. März, am 17. Mai, am 12. August und am 18. November 2011 stattfanden. Ferner trat der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung am 13. Dezember 2011 zusammen. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss und der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats traten jeweils viermal, der Nominierungsausschuss einmal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2011 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schriftlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist. Weitere Hauptpunkte der Berichterstattung waren grundsätzliche Fragen der Konzernstrategie, die Auswirkungen der Finanzkrise und der hohen Verschuldung einzelner EU-Staaten sowie das Erdbeben und der Tsunami in Japan und die daran anschließende Reaktorkatastrophe in Fukushima. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Optimierung der Konzernstrukturen, die Neuausrichtung des Geschäftsfeldes Privat- und Firmenversicherung Deutschland, die Zusammenfassung der IT und der sonstigen Dienstleistungen in zwei Servicegesellschaften, Akquisitionen und Akquisitionsvorhaben im Ausland sowie die Planungen für das Jahr 2012 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden.

Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vorstands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Erwerbs-, Veräußerungs- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle der Kauf von zwei Versicherungsgesellschaften in Polen (TU Europa und Warta), der Erwerb von drei Versicherungsgesellschaften in Lateinamerika, die Veräußerung der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG und der Clarus AG und der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einer vietnamesischen Versicherungsgesellschaft. Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland und die Wachstumsstrategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung International im Aufsichtsrat beraten. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2011 verschiedene Erwerbsvorhaben, u. a. in Israel, in der Türkei und in Südamerika geprüft; über den Stand der Überlegungen und Gespräche wurden wir jeweils unterrichtet gehalten.

Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das Aufsichtsratsplenum mit der Festlegung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Ferner wurde der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 18. November 2011 gemäß § 3 Abs. 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet. Die Frage der Angemessenheit des Vergütungssystems für Geschäftsleiter im Konzern wurde mit der Frage der Angemessenheit der Vergütungshöhe verknüpft und im Zusammenhang mit der Festlegung der Tantiemen in der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2012 behandelt.

Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Dem Abschluss, der Änderung und der Beendigung von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen im Konzern erteilte der Aufsichtsrat aufgrund der schriftlichen und der mündlichen Erläuterungen des Vorstands die erforderliche Zustimmung.

Arbeit der Ausschüsse

Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft, die seit Q3/2011 auch veröffentlicht werden. Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2010 erörtert und uns mit dem internen Kontrollsystem, den Risikoberichten, der Arbeit des Risikomanagements und der internen Revision sowie dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers befasst.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat sich ausführlich mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand befasst und die Ziele der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 festgelegt. Außerdem wurden im Zuge der Festlegung der Tantiemen der Vorstandsmitglieder auf der Grundlage der Neuregelung des Vergütungssystems Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen.

Der Nominierungsausschuss ist am 21. Juli 2011 zu einer Sitzung zusammengetreten und hat mit dem Ziel einer ausgewogenen, an dem Grundsatz der Vielfalt ausgerichteten Zusammensetzung des Aufsichtsrats eine Empfehlung für einen Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung ausgesprochen.

Corporate Governance

Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Satzung und die Geschäftsordnungen der Gesellschaft angepasst und auch im Übrigen den Empfehlungen des Kodex, soweit dies für eine noch nicht börsennotierte Gesellschaft sachgerecht erschien, Rechnung getragen. Hierzu gehört nicht zuletzt auch der erstmals erfolgende individualisierte Ausweis der Vorstands- und der Aufsichtsratsvergütung im Vergütungsbericht des Geschäftsberichts 2011.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte beim Jahresabschluss die Prüfung der Steuer- und der Pensionsrückstellungen sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Bewertung von Stufe 2 und 3 Assets, des Intercompany-True-Up-Prozesses mit den Auslandseinheiten, der Umsetzung der IFRS-Improvements 2010 und die Prüfung der Kapitalflussrechnung. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer.

Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 19. März 2012 und in der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2012 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an.

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass

1. die tatsächlichen Angaben richtig sind,

2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2011 ist Herr Hans-Ulrich Hanke aufgrund seines Wechsels in die passive Altersteilzeit als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Mit Wirkung ab 1. Februar 2011 ist ihm Frau Jutta Hammer als Mitglied im Aufsichtsrat für den Rest der laufenden Mandatsperiode nachgefolgt. Ferner ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2011 Herr Bodo Uebber aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Am 22. August 2011 wählte die Hauptversammlung Frau Antonia Aschendorf mit Wirkung ab 1. September 2011 für den Rest der laufenden Mandatsperiode in den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat Herrn Hanke und Herrn Uebber für ihre konstruktive und engagierte Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Vorstand und Mitarbeiter haben im abgelaufenen Geschäftsjahr mit großem persönlichen Einsatz gearbeitet und gehandelt. Hierfür gilt ihnen der besondere Dank des Aufsichtsrats.

 

Hannover, 20. März 2012

Für den Aufsichtsrat

Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender

Talanx steht auf einer soliden Basis. Der Weg zu weiterem Wachstum steht offen - der Konzern ist finanzstark und fit für den Wettbewerb der Zukunft.

Aufgebaut haben dies mit hohem Engagement die heute rund 18.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns rund um den Globus, und sie arbeiten weiter daran, ihn zu einer der führenden global agierenden Versicherungsgruppen auszubauen.

Auf einem starken Fundament lässt es sich sicher stehen und arbeiten

Nur wer auf einem soliden Fundament steht und einen sicheren Stand hat, kann auch zielgerichtet handeln. Und nur wer sicher agiert, kann grundsolide Arbeit leisten und das Fundament tragfähig ausbauen.

WELTWEITE VERSICHERUNGSGRUPPE MIT STARKEN WURZELN IN DEUTSCHLAND

Der Talanx-Konzern ist eine Versicherungsgruppe, die heute auf allen Kontinenten vertreten ist. Mit starken Wurzeln in Deutschland gelang es dem Konzern einerseits, sich ein solides finanzielles und strategisches Fundament zu schaffen, das sich als tragfähige Basis für eine außergewöhnliche Erfolgsstory erwies; andererseits schaffte Talanx den Schritt hin zu einer global agierenden Gruppe und wuchs im vergangenen Jahrzehnt besonders stark.

Die Talanx-Gruppe - mit über 23 Mrd. EUR Bruttoprämien eine bedeutende Versicherungsgruppe in Deutschland und Europa -arbeitet in der Erst- und Rückversicherung mit mehreren bekannten Marken. Dazu zählen HDI und HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden, Hannover Rück, einer der weltweit führenden Rückversicherer, die auf Bankenvertrieb spezialisierten neue leben, TARGO Versicherungen und PB Versicherungen sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Der Konzern mit Sitz in Hannover ist in 150 Ländern aktiv - und besitzt gute Ratings: Standard & Poor's bewertet die Finanzkraft der Talanx-Erstversicherungsgruppe mit A+/stable (strong) und die der Hannover Rück-Gruppe mit AA-/stable (very strong).

INTEGRIERTER KONZERN MIT B2B-AUSRICHTUNG

Was Talanx in der Branche besonders macht, ist die geschäftspolitische Ausrichtung: Der Konzern betreibt sein Geschäft in der Hauptsache mit professionellen Marktteilnehmern, z. B. mit anderen Versicherern, Banken, professionellen Maklerhäusern sowie großen mittelständischen Unternehmen und Industriekonzernen, die zum Teil mit eigenen Versicherungsabteilungen ausgestattet sind. Ergänzend dazu vertreibt die Gruppe ihre Produkte auch direkt an Gewerbetreibende und private Kunden.

Seine moderne, klare und effiziente Struktur hat der Konzern - zur Gewährleistung hoher Transparenz für Kunden und Investoren - auf vier operative Kundensegmente zugeschnitten: Industrieversicherung, Privat- und Firmenkunden Deutschland, Privat- und Firmenkunden International und Rückversicherung.

FORTSCHRITT ALS TRADITION

In seiner über hundertjährigen Geschichte hat der Konzern mehrfach bewiesen, dass kontinuierlicher Erfolg nur auf der Basis ständiger Wandlungsfähigkeit möglich ist. Talanx antizipiert Markterfordernisse, reagiert flexibel auf Anforderungen und setzt Veränderungen schnell um.

Die Versicherung von industriellen Kunden ist ein Geschäft zwischen Profis. Unsere Industriekunden in Deutschland und im Ausland profitieren von jahrzehntelanger Erfahrung in Risikobewertung und -management sowie ausgewiesener Expertise in professionellem Schadenmanagement. HDI-Gerling Industrie arbeitet rund um den Globus mit ca. 2.600 eigenen Mitarbeitern. Sie begleitet ihre Kunden mit passgenauen Lösungen in 32 Ländern über Erstversicherungseinheiten des Talanx-Konzerns und in weiteren 100 Ländern durch Netzwerkpartner. Und die Industrieversicherung als traditionelles Kerngeschäft des Konzerns wird weiter ausgebaut: HDI-Gerling Industrie ist auf dem Weg zum Global Player, der aus eigener Kraft weltweit präsent und wettbewerbsfähig ist.

↗ Erfolgsrezept Mehrmarkenkonzern

Während die Marke Talanx in erster Linie auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Gesellschaften die hohe internationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie.

Der Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 5.500 Mitarbeitern durchläuft derzeit ein Fitnessprogramm mit dem Ziel: Der Marktanteil soll profitabel ausgebaut, die Kostenquote wettbewerbsfähig und der Kundenwert optimiert werden. Dies soll durch die Schaffung effizienter Strukturen und Prozesse geschehen, mit denen die Durchschlagskraft am Markt und die Kundenorientierung verbessert werden sollen. Am Ende soll ein profitabel wachsender, moderner Versicherer stehen, der seinen Geschäftspartnern schlanke Prozesse und seinen Kunden beste Produkte bietet, kurz: einer der effizientesten und kundenorientiertesten Versicherer in diesem Markt in Deutschland. Im Geschäftsbereich findet eine filigrane, auf Geschäftspartner zugeschnittene Philosophie Anwendung mit dem Anspruch, professionellen Partnern wie Banken, großen Maklerhäusern, Unternehmen in der Kompositversicherung oder Automobilherstellern in der Zusammenarbeit beim Verkauf von Autoversicherungen optimale Bedingungen zu bieten.

Mit einem ambitionierten Plan arbeitet der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International: Der Bereich mit 5.100 Mitarbeitern hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Märkten zu wachsen, denen wir ein hohes Zukunftspotenzial zuschreiben und die wir daher als strategisch definiert haben, nämlich Mittel- und Osteuropa (inkl. Türkei) sowie Lateinamerika. Dort, wo Talanx International heute schon arbeitet, sollen die Aktivitäten optimiert und neue Marktsegmente erschlossen werden. Dass dieser ambitionierte Plan nicht unrealistisch ist, zeigt die Entwicklung der zurückliegenden Jahre: Mit einer Mischung aus organischem Wachstum und Zukäufen konnte der Bereich besonders stark zulegen. Auch hier dominiert die Zusammenarbeit mit Profis: Der Großteil der Policen wird über Makler und freie Agenten vertrieben. Eine große Chance des Bereichs ist es, dass sich trotz aller Unterschiede auf den Zielmärkten Erfahrungen, Vorgehensweisen und Produkte auf andere Märkte übertragen lassen. Durch die Kenntnis vieler internationaler Privatkundenmärkte hat sich Talanx International zu einem Know-how-Träger entwickelt, dem der Ausbau von Geschäft oder der Eintritt in neue lukrative Märkte leichter fällt.

Neustart mit moderner und effizienter Struktur

Die 2010 eingeleitete Umstrukturierung läuft planmäßig und zeigt bereits Resultate. Nachdem die Struktur auf Kundengruppen ausgerichtet wurde, arbeitet die Gruppe im Privat- und Firmenkundengeschäft Deutschland am Aufbau eines der effizientesten und kundenorientiertesten Versicherer in diesem Marktsegment.

2012 Als nächster Schritt wird das Deutschlandgeschäft für Privat- und Gewerbekunden für den Wettbewerb fit gemacht: Geschäftspartner und Kunden sollen kundenorientierter, transparenter und effizienter bedient werden.

01/2011 Talanx arbeitet mit einer an der Strategie ausgerichteten Konzern- und Ressortstruktur und kann so Profitabilitäts- und Wachstumsziele leichter realisieren.

10/2009 Startschuss für eine der größten Umstrukturierungen in der Konzerngeschichte. Ziel: beste Voraussetzungen im Wettbewerb!

In der Rückversicherung betreibt Hannover Rück alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung. Rein auf den B2B-Bereich ausgerichtet, unterhält die Gruppe Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaften und ist mit ca. 2.200 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Das Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Hannover Rück hat sich der Effizienz verschrieben und genießt hohe Anerkennung bei Kunden und Investoren. Sie ist nicht nur einer der weltweit größten Rückversicherer, sondern dabei auch noch äußerst profitabel. Die Personen-Rückversicherung ist strategisches Wachstumssegment des Bereichs und hat sich unter den großen, weltweit tätigen Gesellschaften etabliert.

Leistungsfähige und effiziente Zentralfunktionen stellen sicher, dass der Konzern auf Kurs bleibt. Der Talanx AG kommen strategische Aufgaben zu, sie nimmt dabei Einfluss auf die Grundpositionierung der Bereiche, sofern dies für die Einhaltung der Gesamtstrategie nötig ist. Zwei zentrale Dienstleistungsgesellschaften haben das Ziel, Prozesse zu standardisieren und zu vereinheitlichen sowie Synergien zu heben. Sie bilden das Segment Konzernfunktionen zusammen mit dem Bereich Finanzdienstleistungen, der vor allem die Verwaltung der konzernweiten Vermögensanlagen und den Fondsanbieter AmpegaGerling sowie daneben den konzerninternen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker umfasst.

Die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns hat gezeigt, dass seine Geschichte eine ausbaufähige Basis bildet: Die heutige Talanx ist eine Plattform, die viel geschäftspolitischen Spielraum nach oben bietet, also für weiteres zielorientiertes Wachstum.

Talanx steigt in Akquisitionen und strategische Kooperationen ein und baut so die internationale Handlungsfähigkeit aus.

Durch den Erwerb vertrieblich gut aufgestellter Gesellschaften und deren Ausbau mit lokalem Management erschließen wir neue Märkte und fahren eine konsequente Wachstumsstrategie.

Gemeinsam voran mit einer zielgerichteten Strategie

Unser Prinzip ist es, die Ergebnisverantwortung bei unseren Geschäftsbereichen anzusiedeln und ihnen im Rahmen unserer strategischen Positionierung ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit zuzubilligen - denn auf diesem Miteinander beruht unser Erfolg, und unter dieser Prämisse bauen wir die eigenen Stärken aus und bündeln die Kräfte innerhalb des Konzerns.

Im vergangenen Jahr hat der Talanx-Konzern den vollständigen Wandel von einer Spartenorganisation zur Kundenorganisation vollzogen. Während der Geschäftsbereich Rückversicherung unverändert blieb, wurde unser Kerngeschäft im global aufgestellten Geschäftsbereich Industrieversicherung gebündelt. Die Privat- und Firmenversicherung ist regional eingeteilt in das Deutschland- und das internationale Geschäft.

Besonders außerhalb Deutschlands gehören Akquisitionen fest zu unserer Strategie: Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International etwa erwarb seit 2009 Gesellschaften in fünf Ländern. Im Fokus standen dabei die Regionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika.

Dies schließt aber keineswegs aus, dass wir uns auch genauso konsequent von Beteiligungen trennen, die nicht mehr Teil des Kerngeschäfts sind - im Berichtsjahr beispielsweise von Clarus und der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung. Innerhalb der Industrieversicherung bieten wir weiterhin Rechtsschutz an, jedoch nicht mehr für Privatkunden.

Einen Schwerpunkt legen wir auf Kosteneffizienz. Signifikante jährliche Einsparungen wollen wir durch unterschiedlichste Maßnahmen erreichen, wie z. B. schlankere, zentralisierte und automatisierte Dienstleistungsprozesse mit einem hohen Synergiepotenzial, wozu auch die Vereinheitlichung unserer IT-Organisation gehört. Gleichzeitig arbeiten wir an der Stärkung und Restrukturierung von Organisationseinheiten, nicht nur bei der Privat- und Firmenversicherung in Deutschland.

Der Talanx-Konzern baut auf das regional vorhandene Know-how; so bleibt bei Zukäufen die Expertise im Hause und wird weiter genutzt.

PROFITABLES ORGANISCHES WACHSTUM UND ZIELGERICHTETE ZUKÄUFE

Ein Blick in den Rückspiegel zeigt: Was das Wachstum angeht, hat Talanx eine hohe Geschwindigkeit vorgelegt. Die Vervierfachung der Bruttoprämien in den letzten 15 Jahren wäre nicht allein durch organisches Wachstum zu erzielen gewesen; wir haben unsere Gruppe immer wieder um attraktive Gesellschaften im In- und Ausland erweitert. Unsere hohe internationale Produktexpertise und Vertriebskraft helfen uns dabei, uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner einzustellen. Neue Gesellschaften und Geschäftsbereiche haben wir effizient in den Konzern integriert. Zudem verfügen wir über eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die auf unterschiedlichste professionelle Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann.

Gezielter Ausbau in definierten Regionen

Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika und Asien zählen zu den Märkten, die wir gezielt ausbauen wollen. Im Einklang mit der Internationalisierungsstrategie des Talanx-Konzerns kann durch die Akquisition geeigneter Gesellschaften die Präsenz in diesen Regionen vergrößert und die vielversprechenden Chancen in den Versicherungsmärkten können genutzt werden.

Ein wichtiges Standbein unserer Globalisierungsstrategie ist die Industrieversicherung: Ihr Gewicht innerhalb des Konzern-Portfolios soll nicht nur in den von uns definierten Zielmärkten steigen, sondern sie hat auch in jenen Ländern einen Wachstumsauftrag, in denen der Talanx-Konzern bereits seit Längerem aktiv ist. Unser Geschäft mit deutschen Industrieunternehmen, die international tätig sind, wollen wir beispielsweise dadurch erweitern, dass wir uns gezielt auch des Vertriebsnetzes unserer Privat- und Firmenversicherung bedienen. Unsere Industriekunden profitieren dabei von jahrzehntelanger Erfahrung vor Ort.

Ein echter Wachstumsmotor unseres Konzerns ist auch der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International mit den strategischen Zielmärkten Mittel- und Osteuropa (inkl. Türkei) sowie Lateinamerika; er soll sowohl aus eigener Kraft als auch durch Zukäufe einen höheren Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern. Hier sehen wir große Chancen darin, unser Expertenwissen, etwa in der Bancassurance, in internationale Märkte zu exportieren. Die Nutzung des lokalen Know-hows und die Präsenz eines ausgebauten Vertriebsnetzes unterstützen den Bereich dabei, die spezifischen Anforderungen seiner Kunden zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Die strategische Allianz, die wir 2010 mit der japanischen Versicherungsgruppe Meiji Yasuda geschlossen haben, ermöglicht es uns, passende Gelegenheiten gemeinsam wahrzunehmen. Mehr dazu im nächsten Kapitel.

Auch in Deutschland wollen wir in der Privat- und Firmenversicherung nicht stagnieren. In diesem wettbewerbsintensiven Markt liegt unsere Chance in profitablen Spezialgebieten und innovativen Nischen. Die alternde Bevölkerung kann uns hier zum Vorteil werden, wenn wir maßgeschneiderte Produkte für diese Bevölkerungsgruppe anbieten können.

EFFIZIENZ IN DIE RICHTIGE BAHN LENKEN

Seit Beginn des Berichtsjahres arbeitet der Erstversicherungsbereich mit gemeinsamen Zentralfunktionen, was nicht nur eine Effizienzsteigerung bedeutet, sondern auch eine spürbare Kostenersparnis.

Die erste Wegstrecke liegt also mit unserer Fokussierung auf die Kunden und der Neustrukturierung unseres Konzerns schon hinter uns; wir arbeiten durch die Umsetzung dieser Maßnahmen bereits sehr kostenbewusst. Und wir liegen durch die Schaffung der Privat- und Firmenversicherung Deutschland als eigenen Geschäftsbereich im Fahrplan, die Kosteneffizienz noch weiter zu steigern. Auch die Vereinheitlichung unserer IT-Landschaft in Deutschland durch die im Berichtsjahr neu gegründete Talanx Systeme AG läuft rund.

Die Entwicklung des Talanx-Konzerns zeigt: Die Maßnahmen, die Talanx getroffen hat, um für die Zukunft noch breiter aufgestellt zu sein und die Kapitalmarktfähigkeit weiter zu verbessern, greifen.

↗ Geschäftsprozesse folgen Kundenbedürfnissen

Wir haben die Kunden ans Steuer gesetzt und die neue Organisationsstruktur an ihren Bedürfnissen ausgerichtet. Damit stellen wir uns optimal auf unterschiedliche Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können wir auch neue Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche gut in den Konzern integrieren. Außerdem unterstützen schlanke, effiziente und einheitliche Geschäftsprozesse die Konzernstrategie als ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Eine starke finanzielle Basis gestattet es Talanx, steile Gipfel zu erklimmen.

Mit einer komfortablen Finanzausstattung im Gepäck können wir uns den Herausforderungen der Branche stellen und Akquisitionen in erfolgversprechenden Märkten anstreben.

Unsere Ziele: ambitioniert, aber erreichbar

Im Talanx-Konzern streben wir nachhaltig profitables Wachstum an. Wir wollen uns organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie durch Kooperationen entwickeln - unsere Finanzkraft kommt uns dabei zugute.

Nur mit einer soliden finanziellen Basis wird es uns gelingen, zielgerichtet strategisch und organisch zu wachsen. Wir arbeiten beständig daran, diese Basis zu verbreitern und zu stärken und uns so für die Zukunft zu rüsten.

SOLIDE PERFORMANCE

Diese solide Performance bildet die Ausgangsbasis, eine führende Marktposition in Deutschland zu erreichen. Hier wollen wir im Privat- und Firmenkundengeschäft profitabler werden und fokussiertes Wachstum erreichen. Die im Berichtsjahr neu gegründete Geschäftsbereichsgesellschaft Talanx Deutschland AG - für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI-Gerling und der Bancassurance - ist hierbei der Treiber.

Die Bancassurance, unser Geschäft in den Bank- und Postkooperationen, kann dank eines hohen Automatisierungsgrades und der Integration in die Prozesse der Partnerbanken bereits sehr effiziente Abläufe und damit niedrige Kostenquoten vorweisen.

Unser vorrangiges Ziel ist jedoch, insbesondere im Ausland überdurchschnittlich erfolgreich Geschäft zu generieren. Durch Steigerungen in den Geschäftsbereichen Industrieversicherung und Privat- und Firmenversicherung International soll in der Erstversicherung der Anteil der generierten Bruttoprämie aus dem Ausland langfristig mit den Prämien aus Deutschland auf einem Niveau liegen. Bislang sind es etwa 30 % der gesamten Erstversicherungsprämie, aber der Anteil klettert stetig. Dort, wo wir tätig sind, streben wir weiterhin an, über dem Marktdurchschnitt zu wachsen.

↗ Kennzahlen Talanx-Konzern

+4 % Wachstum gebuchte Bruttoprämien

3,3 Mrd. EUR Kapitalanlageergebnis 2011

8,7 Mrd. EUR Konzerneigenkapital 2011

202 % Bereinigte Solvabilität 2011

Mit dem Erwerb der L'Union de Paris Uruguay S. A. (mittlerweile HDI Seguros), der L'UNION de Paris Argentina S. A. und der mexikanischen Metropolitana im Berichtsjahr ist der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International seinem Ziel, sich in Lateinamerika langfristig zu positionieren, ein weiteres Stück näher gekommen. Unser wichtigster Wachstumstreiber in dieser Region ist aktuell die Gesellschaft in Brasilien, vornehmlich mit ihrem Kraftfahrtgeschäft.

Weitere Akquisitionen in für uns strategisch wichtigen Regionen gehen wir ebenso gezielt an: Wir prüfen, wo wir unsere Aktivitäten in schon bestehenden Märkten optimieren können, und suchen dort zudem systematisch nach geeigneten Partnern. Mit Meiji Yasuda haben wir als Kooperationspartner bereits im Jahr 2010 ein hervorragend im japanischen Markt positioniertes Unternehmen gefunden, das sehr gut mit unseren Zielsetzungen korrespondiert. Ein Ende 2011 gestartetes Projekt zeigt in der Region Osteuropa exemplarisch, wie erfolgreich diese Kooperation funktioniert: Wir haben zusammen mit Meiji Yasuda eine langfristige strategische Bancassurance-Kooperation in Polen und ausgewählten Ländern Zentral- und Osteuropas mit der Getin Holding Group beschlossen. In diesem Zusammenhang haben wir die Mehrheit an der polnischen Versicherungsgruppe TU Europa übernommen.* Außerdem gelang uns im Januar 2012 in Polen ein weiterer bedeutender Zukauf: Die Talanx International AG hat sich mit der belgischen KBC-Gruppe verständigt, von dieser 100 % der Anteile an der zweitgrößten Versicherungsgruppe des Landes, TUiR Warta S. A., zu übernehmen.* Unmittelbar nach Vollzug des Erwerbs soll unser Kooperationspartner Meiji Yasuda 30 % der Warta-Anteile übernehmen.

In der Industrieversicherung wollen wir unser Geschäft in Europa sowie in Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und auf der arabischen Halbinsel weiter ausbauen; außerdem ist die Gründung einer Niederlassung in Singapur geplant. Die Industrieversicherung spielt daher auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei den Ertragserwartungen des Talanx-Konzerns.

Die Hannover Rück-Gruppe, die unseren Geschäftsbereich Rückversicherung bildet, bewegt sich naturgemäß in einem volatilen Umfeld. Sie achtet strikt auf die Profitabilität ihres Geschäfts mit einem konsequent umgesetzten Zyklusmanagement.

* Vorbehaltlich der aufsichts- und kartellrechtlichen Zustimmung der Behörden

STABIL IN VOLATILEM GESCHÄFT

Die diversifizierte Konzernstruktur mit Geschäftsbereichen der Erst- und Rückversicherung trägt dazu bei, das Ergebnis des Konzerns zu verstetigen. So war das berichtete Konzernergebnis in den letzten zehn Jahren kein einziges Mal negativ; im Auf und Ab der Versicherungsbranche durchaus keine Selbstverständlichkeit. Trotz Einmaleffekten im Jahr 2010 und Katastrophenschäden im Berichtsjahr konnten wir unser Prämien- und Ergebnisniveau über die Jahre gut halten und in der Wachstumsphase der vergangenen Jahre unsere starke Kapitalisierung aufrechterhalten.

In den letzten Jahren ist unser Prämienvolumen stetig angestiegen. Jedoch ist dies für die Messung unseres Erfolgs nur einer der Maßstäbe: Angesichts der unterschiedlichen Risikoprofile unserer Aktivitätsbereiche Erst- und Rückversicherung setzen wir uns in den volatilen Segmenten ausschließlich Ertragsziele und nicht Umsatzziele. In weniger risikoexponierten Segmenten definieren wir sowohl Ertrags- als auch Umsatzziele. Den strategischen Rahmen füllen dabei unsere einzelnen Geschäftsbereiche aus: Im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder definieren sie ihre Kunden- und Geschäftsbeziehungen weitgehend eigenständig. Wir setzen auf das bewährte Organisationsprinzip: so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig- und fordern daher von den einzelnen Geschäftsbereichen des Talanx-Konzerns, ihre Wachstums- und Ertragschancen mit einem Höchstmaß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung selbst wahrzunehmen.

Auch aus der Sicht von Mitarbeitern und solchen, die es werden wollen, bietet die Finanzkraft der Talanx Vorteile: Sie sorgt dafür, dass die Gruppe ein sicherer und attraktiver Arbeitgeber ist.

Mit der Umsetzung dieser Strategie arbeiten wir weiter an der Optimierung unseres Chancen-Risiko-Profils im europäischen Vergleich.

Rekordergebnis

Unser Konzernergebnis hat sich im Berichtsjahr mehr als verdoppelt.

ZUVERSICHTLICHER BLICK IN DIE ZUKUNFT

Talanx-Highlights 2011

01/2011

HDI-GERLING ÜBERNIMMT NIEDERLÄNDISCHEN SACHVERSICHERER

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG übernimmt den niederländischen Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij N. V., Rotterdam. Die Gesellschaft mit 160 Mitarbeitern hat sich in den Niederlanden und darüber hinaus auf Sparten wie Berufshaftpflicht, D&O und Krisenmanagement spezialisiert.

HANNOVER RÜCK ERWIRBT RÜCKVERSICHERUNGSBESTAND

Die Hannover Rück übernimmt von der Scottish Re den gesamten Versicherungsbestand, der das Sterblichkeitsrisiko bei Risiko- und Kapitallebensversicherungen abdeckt und von 2000 bis 2003 von der Scottish Re übernommen wurde. Das Geschäft soll ein jährliches Prämienvolumen in Höhe von ca. 80 Mio. USD generieren.

02/2011

MADRID WIRD INDUSTRIE-VERSICHERUNGS-DREHSCHEIBE

Die spanische HDI Seguros, ein Tochterunternehmen der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, wird zur Drehscheibe für Industrieversicherungslösungen in Lateinamerika ausgebaut.

BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNG AUSGEZEICHNET

Bei seiner Untersuchung der Kompetenz in der betrieblichen Altersversorgung hat das unabhängige Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) 22 Anbieter untersucht. HDI-Gerling erhält die Bestnote "exzellent" und steht damit ganz oben nach Versicherungsschutz, Service, Beratung und Verwaltung.

03/2011

BESTNOTEN FÜR BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG

Fünf Sterne für HDI-Gerling vergibt die Analysegesellschaft Morgen & Morgen in ihrer Untersuchung von Berufsunfähigkeitsversicherungen - und das trotz erhöhter Anforderungen. Das Gesamtrating gilt für mehrere Produkte aus der Produktfamilie "EGO".

04/2011

ZUKÄUFE IN ARGENTINIEN UND URUGUAY

Talanx baut die Präsenz im strategischen Zielmarkt Lateinamerika weiter aus und übernimmt zwei Versicherungsgesellschaften: L'UNION de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A. und L'Union de Paris Cía. Uruguaya de Seguros S. A. Die bislang in Privatbesitz befindlichen Gesellschaften beschäftigten im Geschäftsjahr 2010 knapp 140 Mitarbeiter bei einem Prämienvolumen von rund 44 Mio. EUR. Beide sollen künftig unter HDI Seguros firmieren.

07/2011

ZUKAUF IN MEXIKO

Die Talanx International AG übernimmt die mexikanische Gesellschaft Metropolitana Compañía de Seguros. Ihr Geschäft besteht überwiegend aus Kraftfahrzeuggeschäft und ergänzt damit hervorragend die Aktivitäten des Konzerns in Mexiko: Bei der bereits ansässigen HDI Seguros liegt der Schwerpunkt mit rund 80 % ebenfalls im Kraftfahrzeuggeschäft. Beide Gesellschaften werden zusammengeführt und rangieren dann unter den ersten zehn Kfz-Versicherern in Mexiko.

Unser Ziel: fit werden für die Zukunft. Die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres belegen, dass wir auf diesem Weg beständig Fortschritte machen.

Die Weiterentwicklung unserer Struktur, Kooperationen und Übernahmen sowie unsere ausgezeichneten Produkte sind Mittel, den kommenden Herausforderungen zu begegnen.

08/2011

STRATEGISCHE PARTNERSCHAFT IN VIETNAM

Der Talanx-Konzern und die PVI Holdings, Hanoi, vereinbaren eine strategische Partnerschaft. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG übernimmt 25,1 % an der vietnamesischen Gesellschaft. Ziel ist es, gemeinsam die Geschäftsentwicklung der PVI Holdings am vietnamesischen Versicherungsmarkt zu forcieren. Dafür wird der Talanx-Konzern künftig eng mit der PVI Holdings und ihren Tochterunternehmen zusammenarbeiten.

10/2011

VEREINFACHTE STRUKTUR BEI PB VERSICHERUNGEN

Rückwirkend zum 1. Januar 2011 wird die 2008 aus der BHW Lebensversicherung AG hervorgegangene PBV Lebensversicherung AG auf die PB Lebensversicherung AG verschmolzen. Dadurch soll die Zusammenarbeit der PB Versicherungen mit Vertriebspartnern und Kunden effizienter werden.

11/2011

NEUBAU IN HANNOVER WIRD EINGEWEIHT

Insgesamt 1.852 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns am Standort Hannover ziehen nach nur zwei Jahren Bauzeit in ein neues Bürogebäude. Die Anschrift lautet HDI-Platz 1. Das neue Gebäude besticht durch Transparenz und Helligkeit.

12/2011

TALANX VERSTÄRKT PRÄSENZ IN POLEN

Talanx und ihr japanischer Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company starten gemeinsam mit der polnischen Finanzdienstleistungsgruppe Getin Holding Group eine langfristige strategische Bancassurance-Kooperation in Polen und ausgewählten Ländern Zentral- und Osteuropas. Als Teil der Vereinbarung übernehmen sie - vorbehaltlich der aufsichts- und kartellrechtlichen Zustimmung - die Versicherungsgesellschaften Europa Life und Europa Non-Life mit Sitz in Wrocław (Breslau). Talanx ist in Polen bereits mit zwei Gesellschaften in der Kraftfahrt-, der Haftpflicht- und allgemeinen Sachversicherung sowie Lebensversicherung tätig.

Der Talanx-Konzern kann auf ein insgesamt sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2011 zurückblicken: Bei den Bruttoprämieneinnahmen legte der Konzern um 4 % zu; das Kapitalanlageergebnis lag auf dem Niveau des Vorjahres, und das trotz des schwierigen Kapitalmarktumfelds. Talanx hatte eine sehr hohe Schadenbelastung zu verkraften, konnte aber dennoch eines der besten Ergebnisse ihrer Geschichte erzielen. Das operative Ergebnis (EBIT) legte im zweistelligen Prozentbereich zu; das Konzernergebnis hat sich mehr als verdoppelt. Getragen wurde diese Ergebnisverbesserung durch die Erstversicherung: Die Diversifizierung der Gruppe zahlt sich aus.

Im Hinblick auf die Konzernentwicklung war das Jahr 2011 vor allem durch Akquisitionen und Kooperationen geprägt: Um in seinen Zielmärkten Lateinamerika sowie Osteuropa stärkeres Wachstum zu erzielen, hat der Konzern Zukäufe in Mexiko, Argentinien, Uruguay und Polen getätigt. Damit wir uns profitable Marktanteile auf unserem Heimatmarkt sichern können, begannen wir zudem im Berichtsjahr, in unserem deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft in den Aufbau kundenorientierter, effizienter Strukturen zu investieren.

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) In Mrd. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Konzernlagebericht

Der Talanx-Konzern

Geschäftstätigkeit

Der Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Er beschäftigte zum Jahresende 2011 weltweit rund 18.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht als Finanz- und Managementholding die Talanx AG mit Sitz in Hannover, deren alleiniger Eigentümer der HDI V. a. G. ist, ein seit über 100 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl-(ED-) und Raum-Versicherung, Leitungswasser-(Lw-)Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage-(EC-)Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, Sonstige Sachversicherung, Sonstige Schadenversicherung.

Talanx ist weltweit auf allen Kontinenten mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Dabei liegt im Privat- und Firmenkundengeschäft ein Schwerpunkt auf Deutschland sowie international vor allem auf den Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa und Türkei sowie Lateinamerika. Die Industrieversicherung und hauptsächlich die Rückversicherung sind darüber hinaus noch in weiteren Märkten tätig, etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien und einigen asiatischen Staaten.

Konzernstruktur

Das Berichtsjahr war das erste Jahr, in dem der neue Zuschnitt unserer Konzernsegmente voll zum Tragen kam. Die sehr komplex gewordene Organisation haben wir für die Zukunft konkurrenzfähig aufgestellt, damit wir auch künftig unsere Wachstums- und Profitabilitätsziele erreichen können. Aufgaben, die bislang an verschiedenen Stellen im Konzern mehrfach erledigt wurden, sind nun an wenigen Stellen konzentriert.

In der Erstversicherung agieren wir mit drei spartenübergreifend an Kundensegmenten ausgerichteten Konzernsegmenten: Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäftsbereiche zeichnet jeweils ein Vorstandsmitglied verantwortlich.

Die Industrieversicherung als Global Player ist weltweit präsent: Sie ist so weit wie möglich unabhängig von Dritten und mit der Fähigkeit ausgestattet, internationale Konsortien zu führen. Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland werden die deutschen Gesellschaften mit Privat- und Firmenkundengeschäft miteinander verzahnt, unabhängig von den traditionellen Spartengrenzen zwischen der Lebens- und Sachversicherung. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International bewegen wir uns hauptsächlich in den strategischen Zielmärkten Mittel- und Osteuropa inklusive der Türkei sowie Lateinamerika. Auch die Bancassurance-Kooperationen außerhalb Deutschlands sind hier angesiedelt.

Die Rückversicherungssegmente, getragen durch die Hannover Rück, blieben unverändert.

Zu den Konzernfunktionen zählen wir - als Finanz- und Managementholding ohne eigene Geschäftstätigkeit - die Talanx AG, die vorwiegend strategische Aufgaben wahrnimmt. Dazu gehören außerdem die Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG; ferner der Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker und der Bereich Finanzdienstleistungen, der vor allem die Verwaltung der Konzernanlagen umfasst.

Konzernstruktur Group Structure

Strategie

Der Talanx-Konzern ist weltweit aktiv im Erst- und Rückversicherungsgeschäft sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung. In den mehr als 100 Jahren unseres Bestehens haben wir uns vom reinen Haftpflichtversicherer der Industrie zum globalen Versicherungskonzern entwickelt - mit Fokus auf das Industrie-, Firmen- und Privat- und Rückversicherungsgeschäft. Dabei setzen wir insbesondere auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit professionellen Partnern. Im Talanx-Konzern optimieren wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern und die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Die Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass die Talanx in allen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügt, um Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten und erfolgversprechende Märkte zu erschließen. Dadurch sichern wir unsere Unabhängigkeit und steigern nachhaltig den Erfolg des Konzerns für Investoren, Kunden, Mitarbeiter und weitere Stakeholder.

An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Managementholding. Sie stellt sicher, dass das oberste Ziel erreicht wird: nachhaltiges, profitables Wachstum. Dies ist auch die Vorgabe für alle Geschäftsbereichsstrategien, die aus der Konzernstrategie abgeleitet werden. Das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns zentralisiert die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Weise können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen optimal wahrnehmen.

Während die Marke Talanx in erster Linie auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Gesellschaften die hohe internationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können auch neue Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche effizient in den Konzern integriert werden. Zudem schafft diese Struktur eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die insbesondere auf unterschiedlichste professionelle Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann.

Schlanke, effiziente und einheitliche Geschäftsprozesse, verbunden mit einer modernen und einheitlichen IT-Struktur, unterstützen die Konzernstrategie als ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Strategische Ziele der Talanx

Die Konzernpolitik und ihre obersten strategischen Zielsetzungen setzen auf verlässliche Kontinuität, starke Finanzkraft und nachhaltiges profitables Wachstum und sind damit auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtet. Dieses Leitmotiv ist die Basis für alle weiteren Konzernziele. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx-Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen.

Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nicht finanzielle Leistungsindikatoren" Seiten 82 ff. ausführlich beschrieben, das Risikomanagement im Abschnitt "Risikobericht" Seiten 100 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt.

Gewinnziel

Der Talanx-Konzern setzt sich eine langfristig überdurchschnittliche Rentabilität zum Ziel. Unser Maßstab dafür ist die Eigenkapitalrendite nach IFRS. Dabei vergleichen wir uns mit den 20 größten Versicherungsunternehmen in Europa. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen.

Aus diesem Gewinnziel leiten wir die Zielvorgaben ab, anhand derer wir die operativen Geschäftsbereiche steuern. Die Talanx AG stellt sicher, dass die Gesamtheit der individuellen Ertragsziele in den Geschäftsbereichen mindestens der definierten Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement des Talanx-Konzerns zielt auf eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur zur Stärkung der Finanzkraft der Gruppe ab.

Dies geschieht durch zwei Ansätze: Einerseits optimieren wir durch den Einsatz von geeigneten Eigenkapitalsubstituten und Finanzierungsinstrumenten die Kapitalstruktur. Andererseits richten wir die Eigenmittelausstattung so aus, dass sie mindestens den Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein AA-Rating genügt. Darüber hinausgehende Eigenmittel werden nur gebildet, wenn sie dadurch unser Ertragspotenzial über die Verzinsung der thesaurierten Mittel hinaus steigern, z. B. durch eine verbesserte Bereitstellung von Risikokapazität und -schutz oder durch eine höhere Unabhängigkeit von den Rückversicherungs-/Retrozessionsmärkten.

Die Allokation von Kapitalressourcen erfolgt grundsätzlich mit der Maßgabe, jene Bereiche auszustatten, die mittelfristig den jeweils höchsten risikoadjustierten Nachsteuerertrag erwarten lassen. Dabei berücksichtigen wir die angestrebte Portfolio-Diversifizierung und das benötigte Risikokapital sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Allokation erfolgt anhand des erwarteten Wertschöpfungsbeitrags (IVC), abgeleitet aus abgestimmten Geschäftsplänen.

Wachstumsziel

Im Talanx-Konzern streben wir unter Berücksichtigung des Chancen-Risiko-Profils und eines diversifizierten Portfolios nachhaltig profitables Wachstum an. Dabei wachsen wir organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie durch Kooperationen.

Überdurchschnittlich wachsen wollen wir vor allem in der Industrieversicherung und der Privat- und Firmenversicherung International. Der Anteil der im Ausland generierten Bruttoprämie aus der Erstversicherung (Industrie- sowie Privat- und Firmenversicherung) soll dabei langfristig die Hälfte der gesamten Erstversicherungsbruttoprämie betragen.

Im Bereich der Industrieversicherung sind wir ein anerkannter Führungsversicherer in Europa und bauen unsere globale Präsenz aus. Den Ausbau unserer Aktivitäten in der Firmen- und Privatversicherung im Ausland konzentrieren wir vornehmlich auf Regionen Mittel- und Osteuropas einschließlich Türkei sowie Lateinamerikas. Im deutschen Privat- und Firmenversicherungsgeschäft wollen wir eine Erhöhung der Profitabilität und fokussiertes Wachstum erzielen. Als langfristiger Mehrheitsaktionär der Hannover Rück verfolgen wir das Ziel, die Stellung des Unternehmens als Global Player abzusichern und selektiv auszubauen.

Angesichts der unterschiedlichen Risikoprofile unserer Geschäftsfelder setzen wir uns in den volatilen Segmenten ausschließlich Ertragsziele. In weniger risikoexponierten Segmenten definieren wir sowohl Ertrags- als auch Umsatzziele.

Die weitergehende Ausgestaltung dieses strategischen Rahmens im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder bestimmen unsere einzelnen Geschäftsbereiche.

Unternehmenssteuerung

Im Talanx-Konzern sehen wir es als unsere nachhaltig zu erfüllenden Kernaufgaben an, unsere Kunden verlässlich zu begleiten, in allen Marktphasen über ausreichend unabhängige Kapazität zu verfügen, neue Märkte zu erschließen und die Werthaltigkeit des Konzerns für Anteilseigner langfristig zu sichern und zu erhöhen. Gleichzeitig vergrößert sich das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie von Seiten der Kapitalmärkte und Ratingagenturen. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert für uns in folgenden Zielen:

Profitabilität steigern und Wert schaffen

Kapital optimal einsetzen

Kapitalkosten optimieren

dort investieren, wo wir langfristig die höchste risikoadjustierte Rendite erwirtschaften

strategische Chancen ergreifen und gleichzeitig die immanenten Risiken beachten und steuern

Diese Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, im Rahmen dessen wir unser Augenmerk besonders auf die vier elementaren Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Holding Talanx AG und den Konzern-Geschäftsbereichen regeln: Kapital-, Performance- und Risikomanagement sowie Mergers & Acquisitions.

Performance-Management

Das Kernstück unseres Steuerungsinstrumentariums ist das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Da Fehlsteuerungen sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet sind, legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte hinsichtlich einer konsequenten Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen.

Der eng mit der Konzernstrategie verknüpfte Performance-Management-Zyklus sah im Berichtsjahr wie folgt aus:

Performance-Management-Zyklus

Wesentliche Schritte der Strategieumsetzung im Talanx-Konzern sind die Aufstellung einer strategischen Programmplanung, d. h. das Herunterbrechen der strategischen Ziele auf Teilziele, und das nachfolgende weitere Herunterbrechen dieser Teilziele auf operative Ziele, die mit konkreten Maßnahmen unterlegt sind.

Performance-Management und Geschäftsbereichssteuerung basieren auf folgenden Grundprinzipien:

Der Vorstand der Holdinggesellschaft Talanx AG gibt als Rahmen für die Planung und Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten strategische Indikationen vor. Der Fokus liegt auf den Kernsteuerungsgrößen des Konzerns und auf konzernweiten strategischen Initiativen. Damit definieren die Zielindikationen den Anspruch des Konzerns an ökonomische Wertsteigerung, Rentabilität, Sicherheitsniveau und Wachstumsinitiativen.

Holding und Geschäftsbereiche des Konzerns nutzen zur Steuerung der Geschäfte eine konsistente Performance-Metrik, die neben den finanziellen Kernsteuerungsgrößen weitere relevante operative Steuerungsgrößen aus vier unterschiedlichen Perspektiven umfasst: der Finanzperspektive, der Markt- und Kundenperspektive, der Prozessperspektive und der Mitarbeiterperspektive.

Anhand dieser Performance-Metrik diskutieren und beurteilen die Vorstände der Holding und Geschäftsbereiche in regelmäßigen Zeitintervallen die Performance.

Indem wir unsere Strategie in strukturierten Übersichten messbar darstellen und ihre Umsetzung überwachen, verknüpfen wir mittels der Performance-Metrik unsere strategische mit unserer operativen Planung.

Unsere fünf Kernsteuerungsgrößen

IVC - Intrinsic Value Creation
Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (als absoluter Betrag)

xRoCC - Excess Return on Company's Capital
Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (im Verhältnis zum Company's Capital)

Dividende/Ergebnisabführung des Ressorts

Risikobudget
Festlegung des zur Verfügung stehenden Risikokapitals pro Ressort

Kapitaladäquanz (CAR)
Mindestsolvabilität des Ressorts (Verhältnis des vorhandenen Kapitals zum Risk-Based Capital)

Konzernholding und Konzernressorts nutzen eine konsistente Performance-Metrik zur Steuerung der Geschäfte.

Steuerungsindikatoren

Im Rahmen unseres Performance-Managements messen wir die ökonomische Wertsteigerung von der strategischen Planung bis zur operativen Steuerung mit unserem zentralen Steuerungsindikator Intrinsic Value Creation (IVC).

Mithilfe des IVC werden die Wertbeiträge des Konzerns auf unterschiedlichen Hierarchieebenen - Konzern, Geschäftsbereiche, operative Gesellschaften - erfasst und konsistent zugeordnet. Der IVC und seine methodische Ableitung bilden die Grundlage, auf der sich die Wertbeiträge der Geschäftsbereiche sowie der einzelnen operativen Einheiten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Charakteristika vergleichbar messen lassen, um wertschöpfende Bereiche zuverlässig zu identifizieren. Die Kernsteuerungsgrößen, die operativen Steuerungsgrößen und ihre jeweilige Zielerreichung verschaffen die erforderliche Transparenz, um den Kapital- und Ressourceneinsatz zu optimieren, Chancen und Risiken zu erkennen und weiterführende Maßnahmen einzuleiten.

Die methodische Ableitung des IVC - und damit der ökonomischen Wertschaffung - erfolgt unverändert nach dem einheitlichen Grundschema für unsere Leben- und Nicht-Leben-Gesellschaften. Die Wertschaffung stellt danach den ökonomischen Periodenerfolg nach Abzug der Kapitalkosten dar.

Der IVC wird auf Basis der spezifisch unterschiedlichen Kenngrößen für Leben und Nicht-Leben unterschiedlich berechnet:

Im Bereich Nicht-Leben (d. h. Schaden/Unfallversicherung sowohl in der Erst- als auch in der Rückversicherung) bemisst der IVC die Differenz zwischen dem Net Operating Profit after Adjustments and Tax (NOPAT) und den Kapitalkosten für Risk-Based Capital und Excess Capital.

Der NOPAT ist eine ökonomisch aussagefähige, periodengerechte Ergebnis- und Steuerungsgröße. Er setzt sich zusammen aus dem IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern und Marktwertadjustierungen, die sich aus der Veränderung der Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz ergeben (z. B. Schadenreservediskont, Schaden-Überreserven, nicht ergebniswirksame Marktwertveränderungen).

Die Kapitalkosten reflektieren den Verzinsungsanspruch der Kapitalgeber/Investoren und sind vom NOPAT abzuziehen, um den IVC und damit die echte Wertschöpfung im Rahmen der wertorientierten Steuerung zu erhalten. Sie bestehen aus den Kosten für das zugewiesene Risk-Based Capital sowie Kosten des Excess Capital. Das Risk-Based Capital gibt den risikoadäquaten Kapitalbedarf einer Gesellschaft bzw. Einheit in Abhängigkeit eines vorgegebenen Sicherheitsniveaus an. Es spiegelt damit die Höhe des notwendigen Kapitals zum Schutz vor einer ökonomischen Insolvenz wider. Während das Risk-Based Capital mit einem 99,97-prozentigen Value-at-Risk-Ansatz risikoadäquat auf die ergebnisverantwortlichen Einheiten verteilt wird, ergibt sich das Excess Capital als Unterschiedsbetrag des Risk-Based Capital zum Company's Capital. Die Kosten für das Risk-Based Capital errechnen sich aus einem risikofreien Basiszins, einer marktadäquaten Risikomarge und friktionalen Kosten. Für das Excess Capital werden dagegen nur der risikofreie Zins sowie die friktionalen Kosten angesetzt, da es sich hierbei um nicht im Risiko stehendes Kapital handelt.

Definitionen der Kapitalkostensätze

Der risikofreie Basiszins ist ein Zinssatz, der kein Ausfall-, aber durchaus ein Marktrisiko (z. B. Zinsänderungsrisiko) enthält. Im Zusammenhang mit Risk-Based Capital verwenden wir als risikofreien Zins den dreijährigen Durchschnitt zehnjähriger Swap-Rates.

Die Risikomarge stellt das Kompensat eines Investors für seine Investition in eine risikobehaftete Anlageform (z. B. in ein Unternehmen) dar. Da die Risikomarge nicht für jeden Investor individuell festgelegt werden kann, erfolgt ihre Bestimmung auf Basis der durchschnittlichen Überrendite eines ausgewählten Aktienindexes gegenüber einem risikofreien Zins. Hierbei wird auf einen Index mit großer geografischer Diversifikation und möglichst breiter Branchenabdeckung zurückgegriffen, da dieser die Möglichkeit bietet, systematische Risiken durch Diversifikation aus dem Portfolio zu eliminieren.

Friktionale Kosten stellen Opportunitätskosten dar, die dem Anteilseigner dadurch entstehen, dass er sein Kapital nicht direkt in den Kapitalmarkt investiert, sondern diese Investition auf dem Umweg über ein Unternehmen vornimmt, und das Kapital im Unternehmen gebunden und nicht mehr frei fungibel ist. Subsumierte Sachverhalte sind z. B. Doppelbesteuerung, Insolvenzgefahr und Agenturkosten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kapitalkostensätze, die unserer wertorientierten Steuerung für das Nicht-Leben-Geschäft zugrunde liegen. Die Kapitalkostensätze mit einer 1-Jahres-Ruinwahrscheinlichkeit basieren auf dem Sicherheitsniveau (Risikomaß: Value at Risk) von 99,5 % - dies entspricht dem aufsichtsrechtlich notwendigen Kapital - sowie dem höheren Eigenanspruch des Talanx-Konzerns mit einem Risikomaß von 99,97 %, das auch im Einklang mit unserem Zielrating von AA bei Standard & Poor's steht.

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Eigenkapitalkosten des Nicht-Leben-Geschäfts VaR 99,97
%
Sicherheitsniveau  
Kapitalkostensätze  
Risikofreier Zins (EUR)1) 3,5 %
Risikomarge 3,0 %
Friktionale Kosten 1,5 %

1) Basis: dreijähriger Durchschnitt zehnjähriger Swap-Rates zum Stichtag 31. Dezember 2008, 2009, 2010

Durch Anhebung des Sicherheitsniveaus auf 99,97 % steigt das Risk-Based Capital, während das Excess Capital sinkt; in gleichem Maße verringern sich die Risikomarge und der Kostensatz der friktionalen Kosten. Auf Basis unserer aktuell gültigen Bestimmung der Kapitalkosten ergeben sich für das Risk-Based Capital auf dem Sicherheitsniveau von 99,97 % Opportunitätskosten des Investors, die um 450 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Oberhalb dieses Zinssatzes wird Wert geschaffen. Die in unserer Strategie formulierte Zielsetzung einer Eigenkapitalrendite für den Konzern von mindestens 750 Basispunkten über "risikofrei" beinhaltet damit bereits einen nicht unerheblichen Wertschöpfungsanspruch.

Im Berichtsjahr haben wir die wertorientierte Steuerung des Nicht-Leben-Geschäfts mit dem Ziel einer verbesserten Operationalisierung methodisch weiter verfeinert und austariert. Dem Prinzip einer verursachungsgerechten Zuordnung der Ergebnisquellen folgend wurde die Zerlegung des IVC einer operativen Einheit in separate Ergebnistöpfe für Versicherungstechnik, Kapitalanlagen und Kapitalmanagement eingeführt. Diese Aufteilung erlaubt insbesondere auch eine sachgerechte Ergebniszuordnung im Rahmen einer markt- und wettbewerbsfähigen Vergütungsordnung aus dem Blickwinkel einer nachhaltigen wertorientierten Unternehmensentwicklung.

Im Bereich Leben (d. h. der Personenversicherung sowohl in der Erst- als auch in der Rückversicherung) bewerten wir die Wertschaffung anhand der Veränderung des Market Consistent Embedded Value (MCEV), die sich in der Größe MCEV Earnings widerspiegelt. Dabei ist der MCEV definiert als Unternehmenswert, der sich aus zwei Komponenten zusammensetzt: dem diskontierten Ertragsstrom bis zur vollständigen Abwicklung des Bestandsportfolios sowie dem Zeitwert der Eigenmittel unter Berücksichtigung von Kapitalbindungskosten. Anders ausgedrückt: Der MCEV besteht aus der Summe des Ertragswertes des Versicherungsbestandes und des Netto- bzw. Aktionärsreinvermögens.

Den MCEV haben wir als Basis für die wertorientierte Steuerung des Lebensversicherungsgeschäfts gewählt, weil er den im bereits kontrahierten Versicherungsbestand liegenden Wert des Unternehmens aus Sicht des Aktionärs darstellt und sich dadurch optimal für die Bestimmung der Wertschaffung von Lebensversicherungsunternehmen mit ihren überwiegend langfristig ausgelegten Produkten eignet.

Der IVC Leben ergibt sich somit als Differenz zwischen den Größen MCEV Earnings und Roll Forward, der den erwarteten Kapitalkosten unter Berücksichtigung der Risikoexponierung im Bereich der Kapitalmarktrisiken entspricht.

Um die vergleichbare Rendite unterschiedlich großer Geschäftseinheiten oder Geschäftsbereiche zu messen, wird der IVC ins Verhältnis zum jeweils vorhandenen Kapital gesetzt. Auf diese Weise erhalten wir die Kennzahl Excess Return on Company's Capital (xRoCC), die die über den Kapitalkostensatz hinausgehende Rendite für den Aktionär aufzeigt.

Forschung und Entwicklung

Als Holdinggesellschaft betreibt die Talanx AG keine eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung. Wir arbeiten aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements. In den verschiedenen Geschäftsbereichen analysieren wir Entwicklungen wie Demografie oder Klimawandel und entwickeln auf Märkte und Kunden abgestimmte Produkte.

Märkte, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliche Entwicklung

Das beherrschende Thema im Berichtsjahr war die sich weiter verschärfende europäische Staatsschuldenkrise mit ihren Auswirkungen auf die Finanzbranche und insbesondere die Banken. Die daraus resultierende globale konjunkturelle Entwicklung zeichnete sich durch eine allgemeine Abkühlung aus, die insbesondere für die Eurozone spürbar wurde. Länder der Europeripherie, die zum Teil enorme Sparanstrengungen zu stemmen haben, erlitten deutliche Wachstumseinbußen. Im Zuge dieser kritischen Gemengelage kam es zu mitunter bedeutenden Ratingherabstufungen. So verloren die USA ihre Bestnote bei Standard & Poor's, und auch die Bonität mehrerer europäischer Staaten hat sich verschlechtert - hierbei sind Italien und Spanien als Schwergewichte zu nennen, deren Zinsaufschläge in der Folge neue Höchststände erreichten.

Als Reaktion auf die Staatsschuldenkrise sind auf den vergangenen EU-Gipfeln etliche Maßnahmen beschlossen worden. Allerdings konnten weder die Initiative eines freiwilligen Griechenland-Forderungsverzichts des privaten Sektors noch die geforderte Rekapitalisierung der europäischen Banken oder die angestrebte Ausweitung des EFSF-Rettungsschirms die Märkte bislang nachhaltig beruhigen. Die von den europäischen Regierungschefs erzielte Einigung, einen separaten Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin abzuschließen, erscheint vielen dabei als unentbehrliche Maßnahme.

Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr

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Veränderung in % gegenüber Vorjahr 2011 2010
USA +1,7 +3,0
Euroraum +1,51) +1,9
Deutschland +3,0 +3,7
Großbritannien +0,91) +2,1
Japan -0,9 +4,5

1) Bloomberg-Konsensprognosen, Stand 15. Februar 2012; 2011: vorläufige Werte

Stabilisierend wirkten sich im vierten Quartal des Berichtsjahres die relativ robusten Konjunkturdaten in den USA aus. Die US-Wirtschaft wuchs nach Bloomberg-Angaben im vierten Quartal mit einer annualisierten Rate von 2,8 % gegenüber dem Vorquartal, und die Arbeitslosenquote markierte mit 8,5 % im Dezember 2011 ein Dreijahrestief. In der Eurozone verzeichnete das BIP im vierten Quartal einen Rückgang um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal und stieg somit nur noch um 0,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Innerhalb der Eurozone wies Deutschland zuletzt ein Wachstum von 1,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf.

Die Geldpolitik der großen Zentralbanken war im Verlauf des Berichtsjahres unverändert expansiv. Als Reaktion auf die angespannte Situation am Geldmarkt senkten die globalen Zentralbanken in einer konzertierten Aktion den Zinssatz, zu dem Geldinstitute Dollar gegen Sicherheiten aufnehmen können. Seit Amtsantritt von Mario Draghi, dem neuen Präsidenten der EZB, nahm diese den Leitzins in zwei Schritten auf 1,0 % (interest rate on the main refinancing operations) zurück und begab im Dezember erstmals einen Dreijahrestender. Mit der Wiederaufnahme des Ankaufs europäischer Staatsanleihen ist die EZB erneut in einen Krisenmodus gewechselt.

Die Inflationsraten in der Eurozone zogen im Jahresverlauf deutlich an und lagen Ende 2011 über dem ausgewiesenen Ziel der EZB. So kletterte die von der EZB für Dezember 2011 veröffentlichte jährliche Teuerungsrate auf 2,7 %; in den USA lag die Teuerungsrate im Dezember 2011 bei 3,0 %. Im Vereinigten Königreich pendelte sich die Teuerungsrate im Jahresverlauf auf Werte über 4 % ein.

Entwicklung von Währungen relativ zum Euro 31.12.2010 = 100

Während der Euro im ersten Halbjahr noch von der etwas restriktiveren Geldpolitik der EZB profitieren konnte - der Euro lag zeitweise über 1,45 USD je 1,00 EUR -, wertete er im Schlussquartal im Zuge der anhaltenden Euro-Schuldenkrise deutlich ab und fiel Ende 2011 unter die Marke von 1,30 USD je 1,00 EUR. Ähnlich gestaltete sich die Entwicklung des Euro zum britischen Pfund: Von einem Wechselkurs von rund 0,86 GBP je 1,00 EUR zu Jahresbeginn stieg der Euro zur Jahresmitte auf 0,90 GBP je 1,00 EUR und sackte zum Jahresende 2011 auf 0,83 GBP je 1,00 EUR ab. Im Zuge der Euroschwäche, die sich auch gegenüber dem Schweizer Franken niederschlug, hat die Schweizer Notenbank im September 2011 angekündigt, einen Wechselkurs unterhalb von 1,20 CHF je 1,00 EUR nicht mehr zu tolerieren. Zum Polnischen Zloty wertete der Euro im Jahresverlauf rund 13 % auf.

Kapitalmärkte

Die Aktienmärkte präsentierten sich im Gesamtjahr 2011 äußerst volatil. Im ersten Quartal schickte die Tsunami-Katastrophe in Japan mit ihren verheerenden Folgen die Märkte kurzzeitig auf eine globale Talfahrt. Beflügelt durch eine starke Gewinnsaison erholten sich die Märkte im ersten Halbjahr jedoch wieder. Mit der Eskalation der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise kam es im dritten Quartal wieder zu großen Verlusten an den globalen Aktienmärkten. Der Deutsche Aktienindex DAX büßte innerhalb weniger Wochen nahezu 2.500 Punkte ein und gab damit rund ein Drittel seines Wertes ab; ähnlich deutlich gab der EURO STOXX 50 nach. Im Schlussquartal wurde ein Teil der Verluste wieder kompensiert. Dennoch fiel die Jahresbilanz in Europa tiefrot aus: Der DAX verlor fast 15 % und der EURO STOXX 50 gut 17 %. Deutlich besser schnitten die amerikanischen Indizes ab: Der Dow Jones konnte auf Jahressicht ein Plus von rund 5 % aufweisen, und der S&P 500 beendete das Jahr nahezu unverändert.

Entwicklung der Aktienmärkte 2011 31.12.2010 = 100

Renditen zehnjähriger Staatsanleihen 2011 In %

Die Rentenmärkte wurden im Jahr 2011 primär von der ungelösten Schulden- bzw. Bonitätskrise der GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) dominiert. Sowohl auf Seiten der betroffenen Staatsanleihen als auch in den nachgelagerten Anlageklassen Covered Bonds sowie Bank- und Unternehmensanleihen kam es zu zahlreichen Ratingherabstufungen. Im vierten Quartal hat sich die Situation trotz zweier großer EU-Gipfel nicht entspannt. Neben einer schlechter werdenden Stimmung gegenüber den "großen" GIIPS-Ländern, insbesondere Italien, ist eine drohende Bankenkrise wieder deutlich in den Marktfokus gerückt. Die Banken werden ihrer Intermediärfunktion unseres Erachtens vielfach nicht mehr gerecht, und ein Interbankenhandel findet kaum statt. Die Differenz zwischen besichertem und unbesichertem Geldhandel spricht nach unserer Auffassung wieder für ein Krisenszenario. Die Liquiditätsversorgung erfolgt überwiegend über ausgedehnte Zentralbanklinien, wie z. B. den Dreijahrestender zu 1 %, der mit einem Volumen von 489 Mrd. EUR in Anspruch genommen wurde. Die EZB war am Sekundärmarkt weiterhin mit dem Kauf von Peripherie-Staatsanleihen aktiv und setzte ein neues Covered-Bonds-Ankaufprogramm um. Die Notwendigkeit, das Vertrauen in den Bankensektor zu stützen, rückte zunehmend auch in den Fokus der Politik.

Eine positive Jahresanfangsstimmung sorgte noch in den ersten Monaten des Berichtsjahres für leicht steigende Renditen: Die zehnjährige Bund-Rendite notierte Anfang April bei nahezu 3,5 %. Ab April trübte sich die Stimmung infolge der ungelösten Schuldenkrise jedoch deutlich ein; und die Renditen gingen sehr stark zurück. Mit Renditen von deutlich unter 2 % verschärfte sich diese Entwicklung im dritten Quartal noch, bevor der Markt Mitte des vierten Quartals drehte und im November wieder Renditen von ca. 2,3 % erzielt werden konnten. Richtung Jahresende sanken die Renditen in Erwartung eines sehr hohen Refinanzierungsbedarfes Anfang 2012 allerdings erneut deutlich. Zweijährige Bundesanleihen notierten per 31. Dezember 2011 bei 0,14 %, fünfjährige bei 0,76 % und zehnjährige bei 1,83 %. Im unterjährigen Bereich wurden zeitweise sogar negative Renditen ausgewiesen. Das spiegelt auch die Notenbankpolitik wider. Die Haltung der EZB ist nach der Zinserhöhung im Juli deutlich vorsichtiger geworden. Im November und Dezember gab es jeweils Leitzinssenkungen um 0,25 Prozentpunkte auf aktuell 1,00 % (interest rate on the main refinancing operations).

Bei Staatsanleihen hielt der Trend zu bevorzugten Investitionen in die wenigen verbliebenen "Safe-Haven-Märkte" an. Andererseits hielten sich Anleihen von Kreditinstituten bis Ende Juli sehr stabil. Erst infolge der in den Fokus rückenden Bankenkrise kam es auch hier zu deutlichen Einbrüchen bei Emissionen von Banken, insbesondere bei Nachrangdarlehen.

Der Neuemissionsmarkt zeigte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 vor allem für Covered Bonds aktiv. Etwa 50 % der im gesamten Berichtsjahr erfolgten Emissionen wurden im ersten Quartal begeben. In der sich verschärfenden Krise kam der Neuemissionsmarkt jedoch in der Breite nahezu zum Erliegen; der anstehende Refinanzierungsbedarf wird von Kapitalmarktexperten als sehr hoch eingeschätzt.

Internationale Versicherungsmärkte

Die Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich insbesondere auf Veröffentlichungen von Swiss Re sigma, des ifo Instituts und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

2011 war kein einfaches Jahr für die internationale Versicherungswirtschaft: Neben hohen Belastungen durch die schweren Naturkatastrophen im schadenträchtigsten Jahr aller Zeiten stellten die ab der zweiten Jahreshälfte an Dynamik verlierende Weltwirtschaft, die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA sowie das bereits seit längerem andauernde Niedrigzinsumfeld Versicherungsunternehmen weltweit vor Herausforderungen. In diesem Umfeld hat sich die Versicherungsbranche unseres Erachtens dennoch ordentlich entwickelt. Die hohe Entwicklungsdynamik in den Schwellenländern hat sich im Berichtsjahr etwas abgeschwächt, liegt aber nach wie vor deutlich über derjenigen in den Industrieländern. Für den Talanx-Konzern ist insbesondere die Entwicklung in den Wachstumsregionen Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa von Bedeutung, die wir als Zielregionen für den Ausbau des internationalen Geschäfts definieren.

Schaden- und Unfallversicherung

In den entwickelten Märkten hat das Prämienwachstum in der Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2011 dank der verstärkten Versicherungsnachfrage nach der vorangegangenen Rezession leicht zugelegt. Die Wachstumsraten in Schwellenländern sind etwas zurückgegangen, liegen jedoch weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als in den industrialisierten Märkten. Im Gegensatz zum Vorjahr haben im Berichtsjahr alle globalen Wachstumsregionen zur positiven Entwicklung der Gesamtnachfrage nach Versicherungsschutz beigetragen. Mittel- und Osteuropa erzielte nach Rückgängen in den Jahren 2009 und 2010 wieder Wachstum, u. a. dank erhöhter Nachfrage in Russland und höherer Preise in der polnischen Sachversicherung. Für Lateinamerika war ein beschleunigtes Prämienwachstum festzustellen. In vielen der neuen Schlüsselmärkte führten steigende Autoverkäufe zu einer erhöhten Entwicklung der Nachfrage nach Kraftfahrtversicherungen. Darüber hinaus war in der Kranken- und privaten Unfallversicherung sowie in der landwirtschaftlichen Versicherung - wenngleich noch in kleinem Maßstab - Wachstum zu verzeichnen.

Die Profitabilität in der Schaden- und Unfallversicherung hat sich weniger gut entwickelt. Dies ist sowohl auf die versicherungstechnischen Ergebnisse als auch auf die Kapitalanlageergebnisse zurückzuführen. Die versicherungstechnischen Ergebnisse wurden durch die immensen Aufwendungen für die Großschadenereignisse 2011 belastet. Profitabilitätseinbußen aufgrund der Großschadenereignisse hatten vor allem Versicherer aus den industrialisierten Märkten zu verkraften, während Versicherer aus Schwellenländern hiervon kaum betroffen waren. Belastungen durch die Flutkatastrophe in Thailand dürften hingegen auch lokale Versicherer stark beeinflussen. Die Gesamtbelastung aus diesem Schadenereignis ist derzeit noch nicht abschließend evaluiert.

Nach Aussagen im Global Insurance Review (GIR) der Swiss Re blieb im vierten Jahr der Finanzkrise das Anlageumfeld für die Versicherungsbranche schwierig und brachte die Kapitalanlageergebnisse unter Druck. Furcht vor einer erneuten Rezession und die europäische Staatsschuldenkrise sorgten für eine schwache Entwicklung an den Kapitalmärkten. Der Beitrag der Kapitalanlageergebnisse zur Gesamtprofitabilität blieb im historischen Vergleich niedrig. Branchenschätzungen gehen für 2011 von Anlageergebnissen in Höhe von ca. 10 % der verdienten Nettoprämien aus, im Vergleich zu durchschnittlich 13,5 % für den Zeitraum 1999 bis 2007. Insgesamt kommt die Branche in der Schaden- und Unfallversicherung voraussichtlich auf eine Eigenkapitalrendite von 4 % (nach 6 % im Vorjahr) und dürfte damit nicht nur unterhalb des Vorkrisenniveaus, sondern auch unterhalb ihres Kapitalkostensatzes liegen. Insgesamt rechnen die Experten für 2011 mit einer verbesserten Marktsituation für die europäische Schaden/Unfallversicherung: Gegenüber 2010 verbesserten sich im Berichtsjahr die versicherungstechnischen Ergebnisse, was sich insbesondere auch in der Kraftfahrtversicherung widerspiegelt. Nachdem bereits 2010 laut GIR erste Prämienanpassungen für die Kraftfahrtversicherung in Großbritannien und Italien durchgesetzt worden waren, dürfte sich diese Entwicklung 2011 in weiteren Märkten fortsetzen, u. a. in Deutschland und Frankreich.

Für die Rückversicherung allgemein war 2011 ein Jahr mit extrem hohen Katastrophenschäden, sodass nach Experteneinschätzung die Rückversicherer für das Berichtsjahr mit einer kombinierten Schaden-/Kostenquote zwischen 108 % und 110 % zu rechnen haben. Da die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Thailand vom November noch nicht abschließend beurteilt werden konnten, sind höhere Belastungen für die globalen Rückversicherer nicht auszuschließen. Verbunden mit den ungünstigen Bedingungen an den Kapitalmärkten, wird dies zu einer deutlich schlechteren Profitabilität bei den meisten Rückversicherern führen. Die Eigenkapitalrendite der Branche wird, bezogen auf das Geschäftsjahr, auf 3 % bis 4 % geschätzt, nachdem sie im Vorjahr noch 11 % betragen hatte.

Lebensversicherung

Nach einer kurzen Erholung im Vorjahr ist das weltweite Prämienvolumen in der Lebensversicherung im Berichtsjahr leicht gesunken. Dabei fiel der Rückgang in entwickelten Versicherungsmärkten stärker aus als in den Schwellenländern. Für Letztere war allerdings zum ersten Mal eine Stagnation des Beitragsaufkommens zu verzeichnen. Maßgeblich ist dies auf einen kräftigen Beitragsrückgang in China zurückzuführen, das durch sein Prämienvolumen die kumulierte Entwicklung der Emerging Markets dominiert. Für die Wachstumsmärkte ohne Berücksichtigung von China gab es auch 2011 einen deutlichen Beitragszuwachs. Bei den Schwellenländern war vor allem die Entwicklung in Lateinamerika mit einem Prämienwachstum von nahezu 10 % auffallend. Die Wachstumsspitze in Mittel- und Osteuropa bildeten Polen und Russland. Russland konnte mit einer Wachstumsrate von über 50 % glänzen, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.

Die Profitabilität der Lebensversicherer auf den internationalen Versicherungsmärkten hat sich nach Expertenmeinung seit Anfang 2010 auf ein Niveau von etwa 12 % Eigenkapitalrendite stabilisiert. Sie liegt damit nach wie vor unterhalb des Vorkrisenniveaus von 2007. Mit dem Erreichen einer Marke von 15 % oder mehr dürfte in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sein.

Das weltweite Prämienvolumen aus der traditionellen Lebensrückversicherung ist im Berichtsjahr gesunken, wobei dieser Rückgang im Wesentlichen aus den industrialisierten Märkten herrührt. In den Wachstumsregionen wird für das Berichtsjahr weiterhin mit einem Prämienanstieg gerechnet. Nichtsdestotrotz konnten die zehn größten Lebensrückversicherer ihr Nettoprämienaufkommen allein in den ersten neun Monaten des Jahres um rund 7 % steigern, was im Wesentlichen durch den Erwerb von Gesellschaften erreicht wurde.

Deutsche Versicherungswirtschaft

Entwicklung der Bruttobeitragseinnahmen der einzelnen Versicherungssparten in Deutschland

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  20111) 2010
Veränderung in % gegenüber Vorjahr    
Schaden- und Unfallversicherung +2,5 +0,9
Lebensversicherung -5,7 +6,0
Private Krankenversicherung +4,9 +5,7
Gesamt -1,2 +4,4

1) Vorläufige Werte

Quelle: GDV

2011 ist das vierte Jahr infolge, welches durch die Finanz- und Schuldenkrise geprägt wurde. Dank breit diversifizierter, langfristiger Kapitalanlagen und einem nur geringfügigen Engagement in Anleihen der sogenannten GIIPS-Staaten war die deutsche Versicherungsbranche in der Lage, negative Auswirkungen auf ihr Geschäft und ihre Kunden weitgehend abzufedern. Trotz Krise und einer im Jahresverlauf wieder nachlassenden konjunkturellen Erholung war die Geschäftsentwicklung der Branche im Berichtsjahr aus unserer Sicht zufriedenstellend. Der spartenübergreifend zu verzeichnende leichte Beitragsrückgang ist vor allem auf die Normalisierung des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung zurückzuführen, das in den beiden Vorjahren einen signifikanten Anstieg erlebt hatte. Insgesamt vermeldete der GDV für die deutsche Versicherungswirtschaft 2011 mit 176,7 Mrd. EUR ihr historisch zweithöchstes Beitragsvolumen. Die von Erstversicherern erbrachten Versicherungsleistungen sind im Berichtsjahr gestiegen, wozu in der Lebensversicherung eine zunehmende Zahl regulärer Abläufe von Versicherungsverträgen sowie in der Schaden- und Unfallversicherung steigende Schadenaufwendungen beigetragen haben.

Schaden- und Unfallversicherung

Die Schaden- und Unfallversicherung hat im Berichtsjahr mit einem Zuwachs der Beitragseinnahmen von ca. 2,5 % das höchste Wachstum seit 2003 erreicht und damit den Aufwärtstrend des Vorjahres fortgesetzt. Vorrangig ist dies dem Prämienwachstum in der Kraftfahrtversicherung zu verdanken, welches im Jahr 2011 deutlich steigen konnte. In diesem Bereich konnten Beitragsanhebungen sowohl im Neugeschäft als auch im Bestandsgeschäft durchgesetzt werden.

Von einer positiven Entwicklung wird auch in allen anderen Zweigen ausgegangen, wobei besonders die Transportversicherung und die Kreditversicherung solide zulegten. Schadenseitig hatte die Branche im Geschäftsjahr 2011 zwar einen prozentual nur geringfügigen Anstieg, absolut aber die seit dem Elbe-Hochwasser 2002 zweithöchste Belastung zu bewältigen. Als wesentliche Schadenereignisse haben hierzu die lange Frostperiode Anfang des Jahres sowie zwei Extremwetterfronten im August bzw. September beigetragen. Diese waren zwar regional begrenzt, brachten aber eine sehr hohe Schadenlast mit sich. In der Gesamtbetrachtung wirken sich die positiven Effekte des Beitragswachstums stärker aus als die gestiegenen Leistungen, sodass der versicherungstechnische Gewinn der Schaden- und Unfallversicherer 2011 erstmals seit zwei Jahren wieder wuchs. Für die kombinierte Schaden-/Kostenquote rechnet damit der GDV mit einer Verbesserung um voraussichtlich einen Prozentpunkt.

Lebensversicherung

Insgesamt kam es in der Lebensversicherung im Berichtsjahr zu einer Normalisierung der Geschäftsentwicklung. Die Jahre 2009 und 2010 waren vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise von einem extremen Trend zum Einmalbeitragsgeschäft geprägt gewesen. Dessen expansives Wachstum hat sich 2011 nicht fortgesetzt, sondern hat sich - unseres Erachtens erwartungsgemäß - spürbar zurückentwickelt. Im Gegensatz zum Einmalbeitragsgeschäft ist das für die nachhaltige Entwicklung der Branche bedeutendere Neugeschäft gegen laufenden Beitrag nach Rückgängen in den beiden Vorjahren 2011 um 8,1 % auf 6,1 Mrd. EUR gewachsen. Gemessen an der Beitragssumme - bei der die Verträge gegen laufenden Beitrag mit ihrer Laufzeit gewichtet werden - ergibt sich für das Berichtsjahr damit insgesamt ein Wachstum im Neugeschäft von 5,5 %. Die gesamten gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung haben sich hingegen infolge der Entwicklung der Einmalbeiträge im Berichtsjahr um 4,8 % verringert. Die Zahl der Vertragskündigungen ist ungeachtet der andauernden Finanzkrise erneut leicht zurückgegangen.

Eine wachsende und ernstzunehmende Herausforderung für die deutschen Lebensversicherer stellt das nach wie vor niedrige Zinsumfeld dar. Ist es der Branche 2011 noch gelungen, eine auskömmliche Nettoverzinsung auf ihre Kapitalanlagen zu erwirtschaften, deuten die branchenweiten Ankündigungen zur Senkung der Überschussbeteiligungen darauf hin, dass sich dieses Umfeld bei Ausbleiben einer Trendwende in Zukunft auf die Leistungen der Lebensversicherer auswirken dürfte.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Das Geschäft des Talanx-Konzerns unterliegt zahlreichen und detaillierten aufsichtsrechtlichen Regelungen und Anforderungen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden in den Ländern, in denen der Konzern tätig ist, haben weitreichende Kompetenzen und Eingriffsbefugnisse. Die Beachtung dieser Regelungen und Anforderungen sowie die fortlaufende Anpassung des Geschäfts und der Produkte der Talanx an etwaige Neuerungen sind mit erheblichem Aufwand verbunden. Gegenwärtig sieht sich die Talanx mit besonders weitreichenden Veränderungen des regulatorischen Umfeldes konfrontiert, insbesondere infolge nationaler wie internationaler Bemühungen zur Vermeidung einer erneuten Finanzkrise.

Weltweit ist eine Tendenz zur Verschärfung der Regulierung und Aufsicht über Banken und Versicherungsunternehmen - auch im Rahmen von Stresstests - und zu erhöhten Anforderungen an deren Kapitalausstattung zu beobachten. Besonders im Fokus steht dabei die sogenannte Systemrelevanz: Unternehmen, deren Zusammenbruch unabsehbare Folgen für die gesamte Finanz- und Versicherungswirtschaft hätte und die in diesem Sinne systemrelevant sind, müssen zukünftig mit erheblich höheren aufsichtsrechtlichen Anforderungen rechnen, insbesondere im Hinblick auf ihre Kapitalausstattung. Dies entspricht einem jedenfalls auf Banken bezogenen Beschluss, den die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) am 4. November 2011 in Cannes im Hinblick auf 29 namentlich benannte Banken gefasst hat. Für die Versicherungswirtschaft ist die International Association of Insurance Supervisors (IAIS) beauftragt worden, bis zum G-20-Gipfeltreffen im Juni 2012 zu prüfen, ob - entgegen den Einschätzungen der Versicherungswirtschaft - auch (reine) Versicherungsunternehmen als global systemrelevant einzustufen sind, insoweit Prüfkriterien zu entwickeln und gegebenenfalls global systemrelevante Versicherungsunternehmen zu identifizieren. In diesen Prüfprozess ist auch der Talanx-Konzern eingebunden, der nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Frankfurt allerdings ausdrücklich nicht als im oben beschriebenen Sinn systemrelevant einzustufen ist. Weitere gegenwärtig diskutierte Reformvorschläge betreffen beispielsweise die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der Europäischen Union.

In jüngerer Vergangenheit haben sich zudem grundlegende Änderungen in der Struktur der Aufsichtsorgane, insbesondere auf EU-Ebene, ergeben. Zum 1. Januar 2011 ist an die Stelle des bisherigen Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) die neue European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) mit Sitz in Frankfurt getreten, deren Hauptaufgabe in der Entwicklung und Ausarbeitung von technischen Standards, Empfehlungen und Leitlinien zur Koordination der nationalen Aufsichtsbehörden besteht. EIOPA kann zwar keine Verfügungen gegenüber deutschen Versicherungsunternehmen treffen. Sie kann aber etwa die nationalen Aufsichtsbehörden dazu verpflichten, etwaige Abweichungen ihrer Aufsichtspraxis von Vorgaben der EIOPA zu begründen (sogenanntes Comply-or-explain-Prinzip). In Ausnahmefällen kann EIOPA außerdem Anweisungen gegenüber den nationalen Behörden erteilen und bei deren Nichtbefolgung unmittelbar selbst durch verbindliche Entscheidungen gegenüber Versicherungsunternehmen tätig werden. Des Weiteren wird EIOPA - mit teilweise nur eingeschränkter Kontrolle durch das europäische Parlament - nach dem Vertrag über die Arbeitsweise der EU eine zentrale Rolle im Verordnungsgebungsprozess zur Konkretisierung der noch nicht in Kraft getretenen Solvency-II-Richtlinie einnehmen. Ohne Zweifel wird die Tätigkeit von EIOPA von großer praktischer Bedeutung für deutsche Versicherungsunternehmen sein und führt bereits in der aktuellen Vorbereitungsphase branchenweit zu einem ganz erheblichen, teilweise kaum noch überschaubaren Anstieg der zu beachtenden aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Solvency-II-Richtlinie wird überdies derzeit durch die sogenannte Omnibusrichtlinie überarbeitet. Sie steht, genau wie ihre Konkretisierung durch europäische Durchführungsrechtsakte und Umsetzungsrechtsakte der EU-Mitgliedsstaaten, noch nicht bis ins letzte Detail fest, wird jedoch zu einer weitreichenden Harmonisierung des Aufsichtsrechts in der EU führen. Die bereits in der Richtlinie angelegte Verschärfung der quantitativen und qualitativen Aufsicht und der Transparenzanforderungen - insbesondere durch strengere Kapitalvorgaben und Anforderungen für unternehmensinterne Risikokontrollsysteme sowie für Berichts- und Dokumentationsprozesse - wird vom deutschen Gesetzgeber im aktuellen Entwurf zur Anpassung des vag aufgegriffen. Die Talanx beabsichtigt in diesem Kontext, einen Antrag auf Genehmigung eines internen Risikomodells zu stellen. Dieses von Talanx selbst entwickelte Risikomodell soll anstelle der in der Solvency-II-Richtlinie alternativ enthaltenen Standardformel verwendet werden, um die Solvenzkapitalanforderungen für den Talanx-Konzern mit einem höheren Präzisionsgrad zu errechnen. Durch ein im laufenden Austausch mit der Aufsichtsbehörde entwickeltes internes Modell soll dem individuellen Geschäftsmodell, der Rechtsstruktur und vor allem der Risikostruktur des Konzerns bestmöglich Rechnung getragen werden. Seitens der europäischen und der nationalen Aufsicht ist ausdrücklich erwünscht, dass die großen Versicherungsgruppen frühzeitig interne Modelle entwickeln.

Geschäftsentwicklung

Der Talanx-Konzern erreichte im Berichtsjahr eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte und konnte in wichtigen Kenngrößen -Bruttoprämie, Konzernergebnis und Eigenkapitalrendite - ein Wachstum im ein- bis zweistelligen Prozentbereich verzeichnen. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr ebenfalls deutlich, sodass auch das operative Ergebnis (EBIT) mit 1,2 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr (1,0 Mrd. EUR) deutlich zulegte. Die Gründe liegen insbesondere in einem Ergebnisanstieg in der Erstversicherung; der Anteil der Rückversicherung am EBIT fiel dagegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Unsere Finanzkraft, die sich u. a. an der Solvabilitätsquote misst - diese war doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert -, ist unverändert gut.

Gebuchte Bruttoprämien In Mrd. EUR

Operatives Ergebnis (EBIT) In Mrd. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Umstrukturierung auf gutem Weg

Unsere neue Konzernstruktur mit gemeinsamen Zentralfunktionen in der Erstversicherung führte schon im ersten Jahr der Umsetzung zu einer Kosteneinsparung. Mit diesem Umbau optimierte Talanx die Struktur im Hinblick auf Transparenz seinen Kunden und dem Kapitalmarkt gegenüber und ebenso im Hinblick auf Effizienz als Voraussetzung dafür, die strategischen Ziele schneller zu erreichen.

Der Schwerpunkt der Umstrukturierung des Talanx-Konzerns im Erstversicherungsbereich lag im Berichtsjahr auf der deutschen Privat- und Firmenversicherung. Notwendig wurde die Umstrukturierung, da der deutsche Markt nur noch begrenztes Wachstumspotenzial birgt, Wettbewerb findet hauptsächlich über den Preis statt. Mit diesem Programm soll eine höhere Effizienz und eine noch mehr auf den Kunden ausgerichtete Organisation geschaffen werden. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Ziel soll ein profitabel wachsender, moderner Versicherer sein, der seinen Geschäftspartnern - Banken, großen Maklerhäusern, industriellen Kooperationspartnern - optimale Bedingungen und seinen Kunden bedarfsgerechte Produkte bietet.

Steigerung unseres internationalen Geschäfts und des Neugeschäfts in Deutschland

In unserem Wachstumsfeld Industrieversicherung sind wir im Berichtsjahr mit der vietnamesischen PVI Holdings eine strategische Partnerschaft eingegangen. Unser Ziel ist, auf dem vietnamesischen Wachstumsmarkt unser anerkanntes Know-how aus der Industrieversicherung einzubringen. Außerdem haben wir die niederländische Nassau Verzekering übernommen, einen etablierten Nischenversicherer für Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O und Krisenmanagement.

Im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft konnten wir ebenfalls zulegen: Wir haben im Zielmarkt Lateinamerika Gesellschaften in Mexiko, Argentinien und Uruguay sowie im Zielmarkt Mittel- und Osteuropa Gesellschaften in Polen erworben: Ende des vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres haben wir dort zusammen mit unserem japanischen Kooperationspartner Meiji Yasuda die in der Bancassurance tätige TU Europa und die Warta zugekauft; dies soll uns ermöglichen, unseren dortigen Marktanteil signifikant zu steigern. Wir erwarten in nächster Zukunft die Zustimmung der zuständigen Aufsichts- und Wettbewerbsbehörden zu diesen Transaktionen.

Auf unserem Heimatmarkt verlief besonders die Steigerung des Neugeschäfts sehr erfreulich. Trotz des Einbruchs beim Geschäft mit Einmalbeiträgen gelang es uns, gegenüber dem Vorjahr noch einmal zuzulegen.

Geschäftsverlauf Konzern

Die gebuchten Bruttoprämien der Gruppe erhöhten sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 4 % (5 % währungskursbereinigt) auf 23,7 Mrd. EUR. Mit Ausnahme von Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnten alle Segmente des Konzerns dazu beitragen. Spitzenreiter beim Wachstum war das internationale Privat- und Firmenkundengeschäft mit einem Plus von 11 %, gefolgt von der Schaden-Rückversicherung mit 8 %.

Durch die leichte Erhöhung der Selbstbehaltsquote auf 87,9 (87,3) % stiegen die verdienten Nettoprämien um 4 % auf 19,5 (18,7) Mrd. EUR.

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 346 Mio. EUR oder 17 % auf -1,7 Mrd. EUR. Hier sorgte vor allem eine deutliche Erholung im Bereich der Erstversicherungen für eine Kompensation des Ergebnisrückgangs im Bereich Schaden-Rückversicherung. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Konzerns blieb mit 101,0 (100,9) % nahezu unverändert, wobei einer verbesserten Kostenquote ein leichter Anstieg der Schadenquote um 0,9 Prozentpunkte gegenüberstand.

Vor dem Hintergrund der Turbulenzen 2011 an den internationalen Kapitalmärkten ist das konstante Kapitalanlageergebnis der selbst verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns in Höhe von 3,0 (2,9) Mrd. EUR sehr zufriedenstellend. Dabei steht der Steigerung bei den ordentlichen Erträgen ein Rückgang im außerordentlichen Ergebnis gegenüber. Das niedrige Zinsniveau wurde dazu genutzt, Staatsanleihen guter Bonität zu verkaufen und die Erlöse hieraus bevorzugt in Unternehmensanleihen zu reinvestieren. Dennoch haben sich die unrealisierten Reserven in den Kapitalanlagen weiter erhöht. Aufgrund der beiden im dritten bzw. vierten Quartal 2010 aufgelegten nachrangigen Schuldverschreibungen von insgesamt 800 Mio. EUR erhöhten sich die Finanzierungszinsen um 27 Mio. EUR.

Insbesondere bedingt durch ein rückläufiges Währungskursergebnis sowie durch Umstrukturierungskosten im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist das übrige Ergebnis stark rückläufig auf -327 (-139) Mio. EUR. Diese Entwicklung konnte jedoch durch das verbesserte versicherungstechnische Ergebnis überkompensiert werden, sodass sich das EBIT im Vergleich zu 2010 um 21 % auf 1.245 (1.032) Mio. EUR erhöhte. Der Ergebnisanstieg ist in erheblichem Ausmaß vom Bereich Erstversicherung getragen. Positive Ergebniseffekte ergaben sich auch aus der Auflösung von Rückstellungen aufgrund zweier positiver Urteile. Im ersten Fall handelte es sich um die Frage der Doppelbesteuerung ausländischer Kapitaleinkünfte, im zweiten Fall um ein Kartellrechtsverfahren (siehe Anhang Seite 270 und 282).

Das Konzernergebnis lag mit 520 (216) Mio. EUR um 141 % über dem des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite stieg von 4,5 auf 10,0 %.

Entwicklung der Geschäftsbereiche im Konzern

Anteil der Segmente an den Bruttoprämien

Industrieversicherung

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In Mio. EUR 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttoprämien 3.138 3.076 3.077
Verdiente Nettoprämien 1.375 1.413 1.405
Versicherungstechnisches Ergebnis 155 -57 134
Kapitalanlageergebnis 204 231 240
Operatives Ergebnis (EBIT) 321 185 335
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) in % 88,6 104,1 90,5

1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Der Geschäftsbereich Industrieversicherung wird durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I) geführt. Die Gesellschaft bietet in Deutschland an elf Standorten die volle Palette individueller Kundenbetreuung. Über Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Netzwerkpartner ist sie weltweit aktiv. Als international tätiger Industrieversicherer begleitet HG-I seine Kunden im In- und Ausland mit passgenauen Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Dabei reicht die Leistungspalette von der Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall- sowie Feuer- und Sachversicherung bis zu Transport-, Special Lines und Technischen Versicherungen. Mit individuell zugeschnittenen Deckungskonzepten werden umfassende Versicherungslösungen realisiert, und diese bieten damit die komplette Produktpalette zur Absicherung von unternehmerischen Risiken. Ebenso wichtig: Aufgrund langjähriger Erfahrung verfügt HG-I über ein professionelles Schadenmanagement, das im Schadenfall weltweit schnellste Hilfe leisten kann.

Im Berichtsjahr kam die Nassau Verzekering Maatschappij N. V. neu in die Gruppe und wurde auf die bestehende niederländische Tochtergesellschaft verschmolzen. Über den Erwerb des etablierten Nischenversicherers haben wir uns in Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O-Versicherungen sowie Krisenmanagement als Dienstleistung verstärkt. Außerdem beteiligte sich die HG-I mit 25 % an der Petro Vietnam Insurance Holdings.

Gebuchte Bruttoprämien leicht gestiegen

Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs beliefen sich im Berichtsjahr auf 3,1 (3,1) Mrd. EUR. Zum Gesamtanstieg von 62 Mio. EUR haben Zuwächse der einzelnen Gesellschaften (vor Konsolidierung) wie folgt beigetragen: mit 191 Mio. EUR die HG-I, mit 40 Mio. EUR die niederländische Tochtergesellschaft und mit jeweils rund 20 Mio. EUR die belgische Tochtergesellschaft und der Rückversicherer HDI-Gerling Welt Service AG. Ebenfalls 20 Mio. EUR Mehrbeitrag meldete die US-Tochtergesellschaft HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago. Die HG-I verzeichnete insbesondere in den Kraftfahrtsparten Zuwächse durch Beitragsanhebungen im Bestand und ein erfreuliches Neugeschäft, außerdem entwickelte sich die Sparte Feuer insbesondere im Ausland gut. In den Niederlanden waren in erster Linie die Übernahme der Nassau Verzekering Maatschappij N. V., Rotterdam (Nassau), durch die HG-I und deren anschließende Verschmelzung auf die niederländische Tochtergesellschaft HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam (HDI Niederlande), ausschlaggebend für den Prämienanstieg. Der Anstieg in Belgien resultierte aus dem erfolgreich verlaufenen Neugeschäft, vornehmlich in den Sparten Haftpflicht, Feuer, Transport und Technische Versicherungen.

Die spanische Gesellschaft bewegte sich in etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraums, wobei marktbedingte Abgänge durch Neugeschäft in Property/Engineering in Lateinamerika sowie im mittleren Marktsegment kompensiert werden konnten. Der Rückgang in Höhe von 87 Mio. EUR der HDI Versicherung AG, Wien (HDI Austria), entstand lediglich dadurch, dass 2010 noch die gesamte Gesellschaft im Segment Industrieversicherung ausgewiesen wurde, ab 2011 jedoch 45 % des Geschäfts dem Segment Privat- und Firmenversicherung International zugeordnet werden und es dort zu einem entsprechenden Anstieg kam.

Die verdienten Nettoprämien im Konzernsegment verringerten sich um 38 Mio. EUR auf 1,4 (1,4) Mrd. EUR. Wesentlich war der im Verhältnis zum Prämienzuwachs stärkere Anstieg der Abgaben an Rückversicherer, der sich um 97 Mio. EUR auf 1,7 (1,7) Mrd. EUR erhöhte. Hauptsächlich war dies durch die HG-I getrieben, die neben höheren Rückdeckungen im Naturkatastrophenbereich aufgrund eines Sondereffektes um 225 Mio. EUR auf 1,6 (1,3) Mrd. EUR gestiegene Rückversicherungsbeiträge auswies (vor Konsolidierung). Die niederländische Tochtergesellschaft der HG-I zeigte aufgrund der Integration der Nassau ebenfalls um 21 Mio. EUR höhere Beitragsabgaben an Rückversicherer. Hingegen verringerten sich die Rückversicherungsbeiträge der HDI Austria um rund 57 Mio. EUR aufgrund der Abgabe des Geschäfts an das Segment Privat- und Firmenversicherung International.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Die sonstigen versicherungstechnischen Erträge steigerten sich im Berichtszeitraum um rund 99 Mio. EUR auf 109 (10) Mio. EUR; wesentlich ist ein Sondereffekt in der HG-I, der einen erwähnten gegenläufigen Effekt in den abgegebenen Rückversicherungsbeiträgen hat.

Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen sanken um 153 Mio. EUR auf 1,3 (1,5) Mrd. EUR. Ausschlaggebend ist der Rückgang der Nettoaufwendungen für Versicherungsleistungen um 162 Mio. EUR auf 1,0 (1,2) Mrd. EUR, außerdem reduzierten sich die Verwaltungsaufwendungen für eigene Rechnung um rund 18 Mio. EUR auf 212 (230) Mio. EUR; gegenläufig wiesen die Abschlussaufwendungen eine leichte Steigerung von 7 Mio. EUR auf 89 (82) Mio. EUR auf. Deutlicher veränderten sich die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen, die mit 20 (-1) Mio. EUR ausgewiesen wurden. Einen wesentlichen Einfluss hatte auch hier die größte Segmentgesellschaft HG-I, deren Nettoaufwand für Versicherungsleistungen sich - trotz des an Naturkatastrophen reichen Schadenjahres - erheblich verminderte. Bei den Gesellschaften in den Niederlanden wirkte sich auch im Schadenaufwand die Übernahme der Nassau mit einem Anstieg aus. Anstiege verzeichneten auch die HDI-Gerling America Insurance Company und die HDI-Gerling Welt Service.

Die Nettoschadenquote verbesserte sich signifikant auf 66,8 (82,0) %, während die Nettokostenquote mit 21,9 (22,1) % relativ stabil blieb. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag bei 88,6 (104,1) %. Das versicherungstechnische Nettoergebnis konnte insgesamt um 212 Mio. EUR auf 155 (-57) Mio. EUR gesteigert werden.

Kapitalanlageergebnis leicht gesunken

Das Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs verringerte sich um 27 Mio. EUR auf 204 (231) Mio. EUR. Dies war durch einen leichten Rückgang der ordentlichen Erträge von -14 Mio. EUR bedingt, aber auch durch ein um 11 Mio. EUR verschlechtertes außerordentliches Ergebnis und leicht erhöhte Aufwendungen für Kapitalanlagen. Haupttreiber waren erhöhte Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in der HG-I.

Ergebnis der größten Gesellschaft prägt das Segment

Das übrige Ergebnis verzeichnete ebenfalls einen recht deutlichen Rückgang von 49 Mio. EUR; im Vergleich zu einem Vorjahresgewinn in Höhe von 11 Mio. EUR wurde ein Verlust von 38 Mio. EUR ausgewiesen. Dieser Ergebnissprung wurde abermals maßgeblich durch die HG-I geprägt, die im Berichtsjahr verstärkt Rückstellungen für Einzelsachverhalte bildete und zudem im Vorjahr durch erhebliche Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und der Rücknahme von Wertberichtigungen auf Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer geprägt war.

Die wichtigsten Gesellschaften der Industrieversicherung und ihre wesentlichen Kennzahlen1)

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  Sachversicherungsprodukte
  HDI-Gerling Industrie Versicherung AG HDI Versicherung AG, Österreich
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 2.721 2.530 2.524 105 192 193
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 1.563 1.338 1.386 67 124 122
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -67 -1 -15 -1 -1 1
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -31 14 -51 -1 -2 -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.122 1.177 1.174 38 69 72
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 2.043 1.646 1.524 72 142 123
Anteile der Rückversicherer 1.201 642 698 44 92 69
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 842 1.004 826 28 50 54
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 485 463 508 21 37 37
Anteile der Rückversicherer 230 190 241 14 26 27
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 255 273 267 7 11 10
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 106 5 1 1 2 3
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen -6 -7 55 - 1 2
davon: Amortisation PVFP - - - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 112 12 -54 1 1 1
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 137 -88 27 4 9 9
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 263 250 276 6 10 11
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 74 30 53 1 1 4
c. Depotzinsergebnis 2 - - - - -
Kapitalanlageergebnis 191 220 223 5 9 7
Übriges Ergebnis -71 25 -23 - - -
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 257 157 227 9 18 16
Kapitalanlagen 6.229 5.946 5.762 160 309 247
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 3.884 3.325 3.350 89 146 162
Abgegrenzte Abschlusskosten 17 16 2 1 2 2
Versicherungstechnische Rückstellungen 7.779 7.481 7.224 172 297 262
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 6,3 7,2 6,8 10,8 10,2 9,8
Verwaltungskostenquote (netto) 15,0 15,4 14,5 29,5 27,9 26,6
Abschlusskostenquote (brutto) 11,9 11,2 13,5 9,2 9,4 9,2
Abschlusskostenquote (netto) 7,8 7,8 8,3 -11,9 -11,7 -13,1
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 77,3 65,2 62,0 68,9 74,1 62,9
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 65,1 84,3 75,0 71,6 69,5 73,5
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 87,7 107,5 97,8 89,3 85,7 87,0
Nettoverzinsung 3,1 3,8 4,1 2,1 3,1 3,0
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  Sachversicherungsprodukte
  HDI-Gerling Verzekeringen N.V., Niederlande HDI HANNOVER International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A., Spanien
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 300 260 243 110 109 157
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 196 171 161 77 75 89
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -20 -1 4 -2 3 -2
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 2 1 3 -1 1 1
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 122 87 83 32 36 65
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 204 141 156 89 143 108
Anteile der Rückversicherer 122 83 106 65 105 57
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 82 58 50 24 38 51
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 68 54 52 21 20 35
Anteile der Rückversicherer 34 35 33 14 15 17
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 34 19 19 7 5 18
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - - - 1 3 5
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - - - - 1 5
davon: Amortisation PVFP - - - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - - - 1 2 -
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 6 10 14 2 -5 -4
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 14 20 7 6 7 12
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 1 - 1 1 2 3
c. Depotzinsergebnis - - - - - -
Kapitalanlageergebnis 13 20 6 5 5 9
Übriges Ergebnis -7 -3 -4 - - -
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 12 27 16 7 1 5
Kapitalanlagen 272 192 173 192 179 141
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 345 296 287 267 271 251
Abgegrenzte Abschlusskosten 5 3 2 - 1 -
Versicherungstechnische Rückstellungen 579 433 418 425 424 352
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 4,3 5,1 5,1 2,6 3,2 4,4
Verwaltungskostenquote (netto) 11,4 15,1 15,1 8,7 10,2 10,5
Abschlusskostenquote (brutto) 16,8 15,6 15,9 16,3 14,3 18,4
Abschlusskostenquote (netto) 16,0 6,7 7,5 11,8 1,9 17,4
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 63,5 54,3 63,4 81,0 126,3 68,9
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 66,7 66,2 60,0 71,8 101,9 77,2
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 94,2 87,9 82,6 92,4 114,0 105,0
Nettoverzinsung 5,7 10,6 3,5 2,4 3,5 5,3
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  Sachversicherungsprodukte  
  HDI-Gerling Assurances S. A., Belgien Übrige2)
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 137 116 104 -235 -131 -144
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 117 102 92 -265 -152 -118
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -2 4 1 24 33 30
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -1 4 2 12 24 4
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 19 14 11 42 30 -
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 97 76 71 -182 -101 -205
Anteile der Rückversicherer 83 69 70 -199 -113 -91
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 14 7 1 17 12 -114
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 21 15 14 -37 -21 -24
Anteile der Rückversicherer 20 17 14 -35 -27 -31
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 1 -2 - -2 6 -7
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 1 - - - - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - - - 26 4 48
davon: Amortisation PVFP - - - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 1 - - -26 -4 -43
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 5 9 10 1 8 78
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 4 2 2 -11 -21 3
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 1 1 1 1 3 8
c. Depotzinsergebnis - - - 1 - -
Kapitalanlageergebnis 3 1 1 -13 -24 -6
Übriges Ergebnis -1 -3 -5 41 -9 -7
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 7 7 6 -29 -25 65
Kapitalanlagen 54 59 70 -266 -50 64
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 275 251 219 -528 -423 -322
Abgegrenzte Abschlusskosten -1 - - 5 4 2
Versicherungstechnische Rückstellungen 300 267 230 -479 -368 -278
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 6,0 3,6 4,3      
Verwaltungskostenquote (netto) 42,2 30,8 40,1      
Abschlusskostenquote (brutto) 9,9 9,3 8,6      
Abschlusskostenquote (netto) -34,7 -42,8 -45,0      
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 71,3 63,6 67,8      
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 68,7 50,7 12,8      
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 77,1 40,1 9,9      
Nettoverzinsung 6,6 2,3 1,9      
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  Industrieversicherung
In Mio. EUR 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.138 3.076 3.077
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 1.755 1.658 1.732
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -28 37 19
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -20 42 -41
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.375 1.413 1.405
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 2.323 2.047 1.777
Anteile der Rückversicherer 1.316 878 909
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 1.007 1.169 868
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 579 568 622
Anteile der Rückversicherer 277 256 315
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 302 312 307
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 109 10 9
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 20 -1 105
davon: Amortisation PVFP - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 89 11 -96
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 155 -57 134
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 282 268 311
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 79 37 70
c. Depotzinsergebnis 1 - -
Kapitalanlageergebnis 204 231 240
Übriges Ergebnis -38 11 -39
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 321 185 335
Kapitalanlagen 6.641 6.635 6.457
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 4.332 3.866 3.947
Abgegrenzte Abschlusskosten 27 26 8
Versicherungstechnische Rückstellungen 8.776 8.534 8.208
In %      
Verwaltungskostenquote (brutto) 6,8 7,4 7,1
Verwaltungskostenquote (netto) 15,4 16,3 15,7
Abschlusskostenquote (brutto) 11,8 10,9 13,0
Abschlusskostenquote (netto) 6,5 5,8 6,2
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 75,5 65,9 59,7
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 66,8 82,0 68,6
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 88,6 104,1 90,5
Nettoverzinsung 3,1 3,6 3,9

1) Darstellung vor Konsolidierung
2) Übrige Gesellschaften sowie ggf. segmentinterne Konsolidierung

Das operative Ergebnis (EBIT) der HG-I verbesserte sich um 100 Mio. EUR auf 257 (157) Mio. EUR, was in der Hauptsache durch den signifikanten Anstieg des versicherungstechnischen Nettoergebnisses um 225 Mio. EUR auf 134 (-88) Mio. EUR bedingt war. Obwohl das Berichtsjahr durch Naturkatastrophen, etwa in Japan und Thailand, geprägt war und außerdem erhebliche Reserveverstärkungen im Bereich Haftpflicht vorgenommen werden mussten, kam es zu einem deutlichen Rückgang der versicherungstechnischen Nettoaufwendungen um 162 Mio. EUR auf 842 (1.004) Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen durch zwei Faktoren bedingt: Da hohe Rückentlastungen auf die Großschadenereignisse des Geschäftsjahres entfielen, führte der Bruttoaufwand nicht zu proportional ansteigenden Nettobelastungen; außerdem ergaben sich auf Basis einer Neubeurteilung verschiedener Schadeneinschätzungen trotz der vorstehend erwähnten Reserveverstärkungen hohe Abwicklungsgewinne.

Bei der niederländischen Tochtergesellschaft der HG-I sank das EBIT relativ deutlich um 15 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Ergebnisentwicklung war maßgeblich durch die Integration der neu erworbenen Nassau geprägt, nachdem Nassau ein Vermögenschadenhaftpflichtportfolio auf die Schwestergesellschaft HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) übertragen hatte. So wiesen die Bruttobeiträge zwar einen relativ kräftigen Anstieg von 40 Mio. EUR auf 300 (260) Mio. EUR auf; dies wurde aber hauptsächlich durch erhöhte versicherungstechnische Nettoaufwendungen und ein verschlechtertes sonstiges Ergebnis überkompensiert.

Das EBIT der HDI Austria verminderte sich um 9 Mio. EUR auf 9 (18) Mio. EUR und spiegelte damit den oben beschriebenen Ausweis eines Teils des Geschäfts in einem anderen Konzernsegment wider. In der spanischen Gesellschaft verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT), getragen durch die Versicherungstechnik, auf 7 (1) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Nettoergebnis verbesserte sich auf 2 (-5) Mio. EUR, was insbesondere den normalisierten Großschadenverlauf zeigt. Im Vorjahr war die Gesellschaft durch ein Erdbeben in Chile sowie durch den Nettoverlust aus der Ablösung einer Rückversicherungsbeziehung betroffen.

Insgesamt ergibt sich für das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs - insbesondere durch die signifikante Verbesserung des versicherungstechnischen Nettoergebnisses, das die Rückgänge der anderen Ergebnisbestandteile überkompensieren konnte - eine Steigerung von 136 Mio. EUR auf 321 (185) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland

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In Mio. EUR 2011 20101) 20091)
Gebuchte Bruttoprämien 6.710 6.823 6.614
Verdiente Nettoprämien 5.461 5.502 5.158
Versicherungstechnisches Ergebnis -1.258 -1.631 -945
Kapitalanlageergebnis 1.530 1.577 1.207
Operatives Ergebnis (EBIT) 110 -44 209
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)2) in % 101,6 104,2 99,2

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland bündelt das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI Direkt, HDI-Gerling sowie der Bancassurance-Aktivitäten des Talanx-Konzerns und bietet für inländische Privat- und Firmenkunden den für sie passenden Versicherungsschutz. Als Geschäftsbereichsgesellschaft ist die Talanx Deutschland AG tätig. Die Produktpalette reicht von Sachversicherungen über Lebensversicherungen bis hin zur betrieblichen Altersversorgung. Dabei stehen jegliche Vertriebskanäle zur Verfügung - sowohl eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten, der Direktvertrieb sowie die Bankkooperationen.

Die funktionale Organisation sichert klare Verantwortlichkeiten und legt die Grundlagen für die Arbeit über bisherige Spartengrenzen der Sach- und Lebensversicherung hinweg. Dieser spartenübergreifende Blick ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen der Prozesse und Serviceleistungen zum Vorteil der Kunden.

Prämienvolumen gibt leicht nach, jedoch gutes Neugeschäft

Die gebuchten Bruttoprämien im Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - beliefen sich im Berichtsjahr auf 6,7 (6,8) Mrd. EUR. Dabei verlief die Entwicklung unserer Sachversicherungsprodukte erfreulich: Die hierauf entfallenden Beitragseinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 % auf 1,5 (1,5) Mrd. EUR. Somit betrug ihr Anteil am gesamten Segment 23 (21) %. Unsere bedeutendste Sachversicherungssparte Kraftfahrt profitierte von großvolumigem Neugeschäft und Beitragsanpassungen sowohl mit steigenden Bestandsbeiträgen als auch Stückzahlwachstum. Das Wachstum unserer Haftpflichtsparten konnte absolut die Steigerung im Bereich Kraftfahrt sogar übertreffen. Besonders erfreulich entwickelten sich die Beitragseinnahmen unseres Produktes "Compact", das die Möglichkeit bietet, verschiedene Risiken zu bündeln. Im Ergebnis verbleiben für Sachversicherungsprodukte verdiente Nettobeiträge von 1,4 (1,3) Mrd. EUR.

Die gebuchten Bruttobeiträge unserer Lebensversicherer - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - gaben marktkonform aufgrund insgesamt sinkender Einmalbeiträge leicht nach und beliefen sich auf 5,2 (5,4) Mrd. EUR. Dabei verlief die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften unterschiedlich. Die neue leben Lebensversicherung AG konnte gegen den Trend deutlich im Einmalbeitragsgeschäft zulegen und erzielte so ein Beitragsplus von 3 %. Bei der TARGO Lebensversicherung AG wurde die positive Entwicklung im Geschäft gegen laufende Beiträge durch die rückläufigen Einmalprämien überkompensiert und führte wie auch bei der PB Lebensversicherung AG (rückwirkend zum 1. Januar 2011 mit der PBV Lebensversicherung AG verschmolzen) zu rückläufigen Beitragseinnahmen. Bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG prägten bestandsbedingt im Verhältnis zum Neugeschäft hohe Abläufe auch die Beitragsentwicklung und führten bei ebenfalls sinkenden Einmalbeiträgen zu rückläufigen Prämieneinnahmen.

Die Selbstbehaltsquote des Segments blieb mit 93,4 (92,6) % nahezu konstant. Tendenziell zu einem Anstieg führten hier geringere Rückversicherungsquoten im Bereich der Lebensversicherung, die aus der Ablösung von Quotenrückversicherungsverträgen im Vor- wie auch Geschäftsjahr resultierten. Der Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft hatte verringerte Sparbeiträge für unsere fondsgebundenen Produkte zur Folge. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Beitragsüberträge ergaben sich damit insgesamt verdiente Nettoprämien von unverändert 5,5 (5,5) Mrd. EUR.

Der Neuzugang - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - entwickelte sich positiv: Er lag trotz des Rückgangs im Einmalbeitragsgeschäft mit 734 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 704 Mio. EUR. Aufgrund ihres Erfolgs im Mitversicherungsgeschäft sticht die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG hervor; sie erreichte eine Steigerung um 29 % auf 108 Mio. EUR. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten profitierte von der positiven Entwicklung im Geschäft mit fondsgebundenen Rententarifen der neue leben Lebensversicherung AG und auch von der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, auf die unverändert der weitaus größte Anteil am Neugeschäft entfällt. Hier erzielten wir vor allem aufgrund unseres Erfolgs mit innovativen fondsgebundenen Produkten mit variablen Garantieanteilen ein Wachstum von 201 auf 206 Mio. EUR. Den erwarteten Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft unserer Lebensversicherer konnten die TARGO Lebensversicherung AG und die PB Lebensversicherung AG dennoch kompensieren und erneut das Neugeschäftsvolumen des Vorjahres erreichen.

Versicherungstechnisches Ergebnis mit deutlicher Verbesserung

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 23 % deutlich auf -1,3 (-1,6) Mrd. EUR. Es wird regelmäßig von den Lebensversicherungsprodukten dominiert, bei denen es sich gegenüber dem Vorjahr um 21 % auf -1,2 (-1,6) Mrd. EUR verbesserte. Hier sind unter anderem die Aufzinsung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (Zuführung zur Deckungsrückstellung) und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer an dem Kapitalanlagenergebnis (RfB-Zuführung) enthalten. Die Erträge, die diesen Aufwendungen gegenüberstehen, sind hingegen im Kapitalanlageergebnis enthalten, sodass das versicherungstechnische Ergebnis -isoliert betrachtet - nur wenig Aussagekraft hat. Für die Verbesserung im versicherungstechnischen Ergebnis der Lebensversicherer im Berichtszeitraum waren primär rückläufige Amortisationen für aktivierte erworbene Versicherungsbestände verantwortlich. Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) der Lebensversicherungsprodukte sanken zum Teil als Folge der gesunkenen Einmalprämien auf -4,7 (-4,9) Mrd. EUR.

Die Entwicklung im versicherungstechnischen Ergebnis unserer Sachversicherungsprodukte wurde primär durch höhere Amortisationen aktivierter Abschlusskosten geprägt. So stiegen die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) trotz erzielter Kosteneinsparungen auf -480 (-470) Mio. EUR. Die positive Beitragsentwicklung führte in Kombination mit einer leicht gestiegenen Geschäftsjahresschadenquote bei einem Abwicklungsgewinn zu einer Ergebnisentlastung. Insgesamt verblieb ein versicherungstechnisches Ergebnis in diesem Bereich von -22 (-56) Mio. EUR.

Kapitalanlageergebnis leicht unter Vorjahr

Das Kapitalanlageergebnis des Segments ging um 3 % auf 1,5 (1,6) Mrd. EUR zurück. Es wird insgesamt von den Lebensversicherungsprodukten mit einem Anteil von 93 % geprägt. Damit waren vom gesamten Kapitalanlageergebnis rund 1,4 (1,5) Mrd. EUR zum weit überwiegenden Teil anteilig den Lebensversicherungsnehmern gutzuschreiben. Das hohe Einmalbeitragsgeschäft des Vorjahres und damit steigende Zinsträger führten zu steigenden ordentlichen Kapitalanlageerträgen. Insgesamt dominierte jedoch die Entwicklung im außerordentlichen Kapitalanlageergebnis: Nach 114 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum - vor allem geprägt von Veräußerungsgewinnen aus Spezialfonds - sind 17 Mio. EUR im Berichtsjahr angefallen.

Operatives Ergebnis dreht in den positiven Bereich

Die langfristig angelegte Neuausrichtung des Geschäftsbereichs prägt das Segmentergebnis. So führten damit zusammenhängende Sonderaufwendungen, insbesondere die Ablösung von Rückversicherungsverträgen anlässlich der Verschmelzung der ASPECTA auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG sowie Belastungen aus der Wertanpassung verschiedener lebensversicherungstechnischer Bilanzposten infolge der Kapitalmarktentwicklungen und veränderten Kostenstrukturen, im Vorjahr zu einem operativen Ergebnis von -44 Mio. EUR. Die positive Entwicklung im Geschäftsjahr - getragen von dem sehr guten Neugeschäftswachstum und nachhaltigen Kostensenkungen - bestätigt die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen und führte bereits im Berichtsjahr zu einer Kompensation außerordentlicher Belastungen. Somit erhöhte sich das operative Ergebnis in erster Linie bedingt durch das verbesserte versicherungstechnische Ergebnis auf 110 Mio. EUR. Neben dem Rückgang im Kapitalanlagenergebnis wurde es auch von verminderten Amortisationen auf aktivierte erworbene Versicherungsbestände geprägt.

Die wichtigsten Gesellschaften der Privat- und Firmenversicherung Deutschland und ihre wesentlichen Kennzahlen1)

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  Sachversicherungsprodukte
  HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG HDI Direkt Versicherung AG
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 750 708 725 588 562 557
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 53 55 71 74 88 101
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -2 1 2 - -1 1
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - - 3 - -1 1
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 695 654 653 514 474 456
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 537 465 418 380 417 390
Anteile der Rückversicherer 32 31 43 30 50 57
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 505 434 375 350 367 333
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 279 266 280 140 145 147
Anteile der Rückversicherer 8 12 12 15 17 19
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 271 254 268 125 128 128
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 3 1 1 1 - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 1 5 1 2 2 1
davon: Amortisation PVFP - - - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 2 -4 - -1 -2 -1
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -79 -38 10 38 -23 -6
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 62 67 87 52 61 70
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 11 29 20 10 8 17
c. Depotzinsergebnis -1 - - -1 - -
Kapitalanlageergebnis 50 38 67 41 53 53
Übriges Ergebnis -53 -10 -30 -44 -11 -11
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert -82 -10 47 35 19 36
Kapitalanlagen 1.663 1.691 1.607 1.348 1.377 1.394
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - - -
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 91 95 103 98 144 163
Abgegrenzte Abschlusskosten 20 20 1 4 5 -
Versicherungstechnische Rückstellungen 1.338 1.248 1.230 682 782 826
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 15,4 16,7 16,4 12,3 14,4 13,7
Verwaltungskostenquote (netto) 16,6 18,1 18,3 14,1 17,1 16,8
Abschlusskostenquote (brutto) 21,9 20,8 22,1 11,5 11,4 12,7
Abschlusskostenquote (netto) 22,4 20,7 22,7 10,3 9,9 11,4
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 71,8 65,7 57,5 64,9 74,4 70,0
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 72,4 66,9 57,5 68,3 77,6 73,4
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 111,5 105,7 98,5 92,9 104,6 101,5
Nettoverzinsung 3,0 2,3 4,2 3,1 3,9 3,9
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  Sachversicherungsprodukte
  TARGO Versicherung AG
In Mio. EUR 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 97 102 110
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 27 29 32
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 9 12 13
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - - -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 79 85 91
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 30 33 45
Anteile der Rückversicherer 9 12 14
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 21 21 31
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 60 64 64
Anteile der Rückversicherer 11 12 14
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 49 52 50
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - - -
davon: Amortisation PVFP - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - - -
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 9 12 10
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 8 9 11
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen - 1 2
c. Depotzinsergebnis - - -
Kapitalanlageergebnis 8 8 9
Übriges Ergebnis -1 -3 -
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 16 17 19
Kapitalanlagen 192 191 197
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - -
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 24 23 23
Abgegrenzte Abschlusskosten 27 28 32
Versicherungstechnische Rückstellungen 186 190 197
In %      
Verwaltungskostenquote (brutto) 2,7 6,0 5,4
Verwaltungskostenquote (netto) 3,6 8,1 7,4
Abschlusskostenquote (brutto) 54,3 49,6 46,6
Abschlusskostenquote (netto) 58,3 52,4 47,6
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 27,8 28,9 36,5
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 25,3 25,3 34,6
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 87,8 86,1 90,0
Nettoverzinsung 4,1 4,2 4,4

1) Darstellung vor Konsolidierung

Die wichtigsten Gesellschaften der Privat- und Firmenversicherung Deutschland und ihre wesentlichen Kennzahlen1)

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  Lebensversicherungsprodukte
  HDI-Gerling Lebensversicherung AG neue leben Lebensversicherung AG
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 2.405 2.486 1.999 1.065 1.029 943
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 658 683 329 90 105 98
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 152 228 138 17 17 18
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge - -7 -81 - - -
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - -12 - - - -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.595 1.580 1.451 958 907 827
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 2.190 2.442 1.844 1.215 1.140 1.039
Anteile der Rückversicherer 45 76 86 5 7 9
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 2.145 2.366 1.758 1.210 1.133 1.030
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 178 268 172 73 84 40
Anteile der Rückversicherer 81 74 35 4 4 4
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 97 194 137 69 80 36
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 5 2 2 - 3 1
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 132 161 42 2 33 18
davon: Amortisation PVFP 40 85 38 2 33 18
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -127 -159 -40 -2 -30 -17
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -774 -1.139 -484 -323 -336 -256
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 1.088 1.104 884 438 357 356
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 211 110 287 87 26 97
c. Depotzinsergebnis -25 -27 -26 -1 -1 -1
Kapitalanlageergebnis 852 967 571 350 330 258
Übriges Ergebnis -46 126 -49 1 2 3
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 32 -46 38 28 -4 5
Kapitalanlagen 19.432 19.617 18.528 8.075 7.974 7.351
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.727 3.753 1.478 674 690 557
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2.069 2.349 731 28 26 22
Abgegrenzte Abschlusskosten 1.084 860 604 250 226 214
Versicherungstechnische Rückstellungen 20.661 20.862 19.755 7.963 7.720 7.326
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 1,7 1,9 1,7 1,0 3,3 3,1
Verwaltungskostenquote (netto) 2,6 3,0 2,3 1,1 3,8 3,5
Abschlusskostenquote (brutto) 5,7 8,9 7,3 5,9 4,8 1,2
Abschlusskostenquote (netto) 3,5 9,2 7,2 6,0 5,0 0,9
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) - - - - - -
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) - - - - - -
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) - - - - - -
Nettoverzinsung 4,5 5,2 3,2 4,4 4,3 3,6
Stornoquote Lebensversicherungsprodukte 5,9 4,9 6,3 5,2 5,2 5,8
Abschlusskosten (Leben) in % der Beitragssumme des Neugeschäfts 1,3 3,4 3,5 2,9 2,4 0,4
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  Lebensversicherungsprodukte
  Targo Lebensversicherung AG PB Lebensversicherung AG2)
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 811 896 795 756 179 189
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 68 72 78 43 19 21
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 56 36 41 44 2 27
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 6 40 65 -2 -3 -8
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - - - - - -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 693 828 741 667 155 133
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 534 626 524 719 158 152
Anteile der Rückversicherer 23 26 29 27 -1 18
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 511 600 495 692 159 134
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 259 276 283 102 25 24
Anteile der Rückversicherer 28 8 9 16 2 4
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 231 268 274 86 23 20
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - - - 3 - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - - - 32 7 8
davon: Amortisation PVFP - - - 10 7 8
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - - - -29 -7 -8
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -49 -40 -28 -140 -34 -29
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 132 113 127 183 46 40
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 21 8 40 8 2 2
c. Depotzinsergebnis -1 -1 -1 -4 -4 -4
Kapitalanlageergebnis 110 104 86 171 40 34
Übriges Ergebnis -3 -7 -6 -5 -1 -
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 58 57 52 26 5 5
Kapitalanlagen 2.585 2.520 2.215 3.876 989 868
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 531 549 439 284 137 112
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 34 36 37 103 109 117
Abgegrenzte Abschlusskosten 191 207 222 129 1 3
Versicherungstechnische Rückstellungen 2.643 2.531 2.286 4.028 982 873
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 1,5 3,4 3,7 2,1 4,8 5,9
Verwaltungskostenquote (netto) 1,7 3,8 4,3 2,4 5,4 8,0
Abschlusskostenquote (brutto) 30,3 26,2 29,2 11,4 9,2 7,4
Abschlusskostenquote (netto) 31,7 28,6 32,5 10,6 9,2 6,8
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) - - - - - -
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) - - - - - -
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) - - - - - -
Nettoverzinsung 4,3 4,4 4,1 7,2 4,7 4,6
Stornoquote Lebensversicherungsprodukte 19,7 21,7 28,5 7,9 8,5 12,0
Abschlusskosten (Leben) in % der Beitragssumme des Neugeschäfts 8,0 8,3 9,6 4,6 7,2 4,4
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  Lebensversicherungsprodukte  
  PBV Lebensversicherung AG2) Übrige3)
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 589 498 238 272 798
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 28 28 12 25 281
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge - 28 26 -40 -46 171
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge - 1 2 -6 5 173
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - - - - 13 159
Verdiente Prämien für eigene Rechnung - 534 446 260 285 360
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) - 555 467 211 184 354
Anteile der Rückversicherer - 14 9 -31 -16 37
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) - 541 458 242 200 317
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) - 102 59 37 52 525
Anteile der Rückversicherer - 13 14 -2 30 397
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) - 89 45 39 22 128
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - 15 6 1 7 1
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - 18 8 -80 4 19
davon: Amortisation PVFP - 15 7 3 7 4
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - -3 -2 81 3 -18
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung - -99 -59 60 66 -103
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen - 106 102 -42 -70 79
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen - 9 13 11 -12 35
c. Depotzinsergebnis - - - 1 -2 -4
Kapitalanlageergebnis - 97 89 -52 -60 40
Übriges Ergebnis - -7 -2 -11 -79 114
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert - -9 28 -3 -73 51
Kapitalanlagen - 2.433 2.030 913 874 2.002
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - 137 110 67 153 1.507
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - 5 3 7 10 1.460
Abgegrenzte Abschlusskosten - 113 114 34 38 187
Versicherungstechnische Rückstellungen - 2.590 2.200 972 760 2.091
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) - 7,4 10,9      
Verwaltungskostenquote (netto) - 8,2 12,2      
Abschlusskostenquote (brutto) - 9,9 0,9      
Abschlusskostenquote (netto) - 8,5 -2,1      
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) - - -      
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) - - -      
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) - - -      
Nettoverzinsung - 4,4 4,8      
Stornoquote Lebensversicherungsprodukte - 8,7 9,3      
Abschlusskosten (Leben) in % der Beitragssumme des Neugeschäfts - 3,6 -0,7      
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  Privat- und Firmenversicherung Deutschland
In Mio. EUR 2011 20104) 20094)
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 6.710 6.823 6.614
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 871 932 835
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 383 437 625
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 5 48 167
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - - 163
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.461 5.502 5.158
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 5.816 6.020 5.233
Anteile der Rückversicherer 140 199 302
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 5.676 5.821 4.931
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 1.128 1.282 1.594
Anteile der Rückversicherer 161 172 508
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 967 1.110 1.086
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 13 28 11
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 89 230 97
davon: Amortisation PVFP 55 147 75
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -76 -202 -86
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -1.258 -1.631 -945
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 1.921 1.793 1.756
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 359 181 513
c. Depotzinsergebnis -32 -35 -36
Kapitalanlageergebnis 1.530 1.577 1.207
Übriges Ergebnis -162 10 19
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 110 -44 281
Kapitalanlagen 38.084 37.666 36.192
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 5.283 5.419 4.203
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2.454 2.797 2.659
Abgegrenzte Abschlusskosten 1.739 1.498 1.377
Versicherungstechnische Rückstellungen 38.473 37.665 36.784
In %      
Verwaltungskostenquote (brutto) 4,2 5,7 5,8
Verwaltungskostenquote (netto) 5,1 7,1 7,7
Abschlusskostenquote (brutto) 12,6 13,0 17,7
Abschlusskostenquote (netto) 12,6 13,1 13,4
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 65,0 67,4 61,8
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 67,5 69,4 62,5
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 101,6 104,2 99,2
Nettoverzinsung 4,1 4,4 3,5
Stornoquote Lebensversicherungsprodukte - - -
Abschlusskosten (Leben) in % der Beitragssumme des Neugeschäfts - - -

1) Darstellung vor Konsolidierung
2) Verschmelzung der PBV Lebensversicherung AG auf die PB Lebensversicherung AG zum 1. Januar 2011
3) Übrige Gesellschaften (Sach- und Lebensversicherungsprodukte) sowie ggf. segmentinterne Konsolidierung
4) Angepasst aufgrund IAS 8

Segment im Überblick - weitere Kennzahlen

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In Mio. EUR 2011 20101) 20091)
Gebuchte Bruttoprämien 6.710 6.823 6.614
Schaden/Unfall 1.515 1.466 1.507
Leben 5.195 5.357 5.107
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.461 5.502 5.158
Schaden/Unfall 1.409 1.352 1.296
Leben 4.052 4.150 3.862
Versicherungstechnisches Ergebnis -1.258 -1.631 -945
Schaden/Unfall -22 -56 11
Leben -1.239 -1.577 -956
Sonstige 3 2 -
Kapitalanlageergebnis 1.530 1.577 1.207
Schaden/Unfall 108 126 126
Leben 1.422 1.451 1.080
Sonstige - - 1
Neuzugang gemessen in Annual Premium Equivalent 734 704 657
Einmalbeiträge (Leben) 1.278 1.372 975
Laufende Beiträge (Leben und Nicht-Leben) 606 567 559
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent 734 704 657
Kraftfahrtversicherung 137 131 133
Sachversicherung 12 10 10
Haftpflichtversicherung 21 18 15
Unfallversicherung 14 15 19
Sonstige Schaden-/Unfallversicherungen 22 14 17
Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung 178 174 154
Klassische Lebens- und Rentenversicherung 270 271 239
Risikoprodukte 72 69 64
Sonstige Lebenprodukte 8 2 6

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Privat- und Firmenversicherung International

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In Mio. EUR 2011 20101) 2009
Gebuchte Bruttoprämien 2.482 2.233 1.827
Verdiente Nettoprämien 1.862 1.738 1.403
Versicherungstechnisches Ergebnis -43 -136 -99
Kapitalanlageergebnis 159 151 121
Operatives Ergebnis (EBIT) 54 27 -42
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Sachversicherungen)2) in % 99,3 105,2 102,5

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung International bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften der Bereiche Sachversicherung, Lebensversicherung sowie der Bancassurance im Ausland und ist in mittlerweile 15 Ländern mit über acht Millionen Kunden präsent. Das Segment wird durch die Talanx International AG geführt.

In diesem Segment bieten wir den Privat- und Firmenkunden im Ausland einen umfangreichen Versicherungsschutz nach Maß. Die Produktpalette umfasst unter anderem Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie Angebote der Lebensversicherung. Dabei bilden das erfahrene und kompetente Management sowie das hohe versicherungstechnische Fachwissen der Mitarbeiter vor Ort das Rückgrat. Durch die Nutzung des lokalen branchenspezifischen Know-hows und die Präsenz in Form eines ausgebauten Vertriebsnetzes können wir die spezifischen Anforderungen unserer Kunden im Ausland erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten betrieben. Darüber hinaus gewinnt der Post- und Bankenkanal als Vertriebsweg für viele unserer Gesellschaften zunehmend an Bedeutung.

Im Geschäftsjahr hat Talanx das Geschäft vor allem im Zielmarkt Lateinamerika ausgebaut: Eine Gesellschaft in Argentinien, die das Lebens- und Sachversicherungsgeschäft betreibt, sowie ein Sachversicherer in Uruguay sind jetzt Teil des Konzerns. In Mexiko wurde ein Kaufvertrag für eine weitere Gesellschaft unterschrieben, die ab dem 1. Januar 2012 zur Gruppe gehört. Außerdem hat die Talanx International AG für die polnische TU Europa-Gruppe, die sowohl Lebens- als auch Sachversicherungsprodukte anbietet, ein öffentliches Übernahmeangebot unterzeichnet und rechnet mit dem Closing in nächster Zeit. Kurz nach dem Bilanzstichtag haben wir zudem mit der belgischen KBC Group einen Kaufvertrag über 100 % der Anteile an TUiR WARTA S. A., der nach Bruttoprämien zweitgrößten Versicherung in Polen, abgeschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichts- und Wettbewerbsbehörden erwarten wir das Closing in der zweiten Jahreshälfte 2012. Unser strategischer Partner Meiji Yasuda wird dann 30 % dieser Anteile übernehmen. Damit macht der Geschäftsbereich auch auf dem zweiten Zielmarkt Fortschritte: Mittel- und Osteuropa.

Entwicklung der Schlüsselmärkte

Ergänzend zu den allgemeinen Aussagen über die internationalen Versicherungsmärkte (Seite 40 f.) lässt sich zu den umsatzstärksten Märkten in diesem Segment - Brasilien, Polen und Italien -hinzufügen: In Brasilien ist eine positive Wirtschaftsentwicklung zu verzeichnen. Auf diesem Markt sind wir insbesondere in der Kraftfahrtversicherung tätig, die von diesem freundlichen Wirtschaftsumfeld bislang stark profitiert. Polens Wirtschaftsleistung verzeichnet seit 2009 ein abgeschwächtes, aber positives Wachstum trotz der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Dieses Umfeld begünstigt ebenfalls den Versicherungsmarkt im Land. In Polen sind wir neben der Kraftfahrtversicherung in weiteren Sparten wie der Haftpflicht- und allgemeinen Sachversicherung sowie dem Bereich Lebensversicherung tätig. Auf dem italienischen Markt sind wir sowohl im Lebensversicherungsmarkt als auch im Bereich der Sachversicherung - vornehmlich Kraftfahrtversicherung - tätig. In der Kraftfahrtversicherung waren nach mehreren Jahren des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks Beitragserhöhungen durchsetzbar.

Prämienvolumen mit zweistelligem Wachstum

Die gebuchten Bruttoprämien des Segments (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen um rund 11 % gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 2,5 (2,2) Mrd. EUR. Von diesem Anstieg entfielen 6 % bzw. etwa 128 Mio. EUR auf anorganisches Wachstum; der größte Teil davon, 86 Mio. EUR, ist auf die erstmalige Zurechnung des österreichischen Privat- und Firmenkundengeschäfts zurückzuführen. Etwas schwächer mit 5 % bzw. etwa 121 Mio. EUR war das organische Wachstum der Bruttoprämien. Es wurde durch einen Sondereffekt, der im folgenden Abschnitt dargestellt wird, im Lebensversicherungsgeschäft der HDI Assicurazioni sowie die weitgehende Einstellung des Neugeschäfts der ASPECTA Liechtenstein und ASPECTA Luxemburg beeinflusst. Ohne diese Sondereffekte belief sich das gesamte Beitragswachstum auf 26 %. Wesentlicher Treiber für den Anstieg war mit einem Beitragswachstum von umgerechnet 141 Mio. EUR die HDI Seguros in Brasilien. Zum Teil wurde das organische Wachstum im Konzernsegment bei den Sachversicherungsprodukten durch Währungskurseffekte beeinflusst; insbesondere die Wechselkurse für die türkische und mexikanische Währung veränderten sich stark. So verzeichnete die mexikanische HDI Seguros im Sachbereich in Lokalwährung ein Wachstum von 25 %; nach der Euro-Umrechnung waren es immer noch beachtliche 21 %. Damit stellte sie immer noch einen Treiber für den Prämienanstieg im Sachgeschäft dar. Die türkische HDI Sigorta konnte mithilfe verstärkter Marketingaktivitäten, Kooperationen mit Banken sowie der Eröffnung neuer Agenturen ihr Prämienvolumen in Lokalwährung um 29 % steigern; nach Euro-Umrechnung ergibt sich hingegen lediglich ein Anstieg von 11 %.

Die im Berichtsjahr akquirierten Gesellschaften in Uruguay und Argentinien sind mit jeweils drei Quartalen enthalten. Argentinien trug ein Prämienvolumen von insgesamt 36 Mio. EUR bei, während die Gesellschaft in Uruguay knapp 6 Mio. EUR Prämie erzielte.

Bei der italienischen HDI Assicurazioni gingen die Lebensversicherungsprämien gegenüber der Vergleichsperiode zurück. Der wesentliche Prämientreiber im Vorjahr war eine staatlich eingeführte Steueramnestie, durch die hohe Einmalbeiträge für die Kapitalanlage zur Verfügung standen und von der auch Lebensversicherungspolicen als eine attraktive Investmentalternative profitieren konnten. Dieser Effekt entfällt zwar für das Jahr 2011, dennoch konnte die Gesellschaft im klassischen Lebensversicherungsgeschäft eine Steigerung verzeichnen. Ebenso gab es im Schaden-/Unfallgeschäft, insbesondere in Kfz-Haftpflicht, aufgrund gestiegener Durchschnittsprämien und des Abschlusses zahlreicher neuer Verträge einen Zuwachs von rund 15 %, der damit über dem durchschnittlichen Wachstum des italienischen Schaden-/Unfallmarktes lag.

Von den im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns im vergangenen Jahr auf die Talanx International AG übertragenen Gesellschaften konnte die polnische Lebensversicherungsgesellschaft aufgrund einer Kooperation mit der polnischen BRE-Bank insbesondere im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung ihr Prämienvolumen um 60 % in Euro (in Lokalwährung: 64 %) steigern. Auch die russische CiV Life hatte ein in Euro um 36 % (in Lokalwährung: 38 %) höheres Prämienvolumen zu verzeichnen. Das Prämienaufkommen der türkischen CiV Hayat Sigorta blieb in Euro gegenüber dem Vorjahr konstant. Gemessen am Gesamtvolumen des Bereiches sind die beiden Gesellschaften noch von untergeordneter Bedeutung, in ihren Märkten wachsen sie jedoch mit am schnellsten. Die ungarische Lebensversicherung Magyar Posta Életbiztosító konnte ihre Prämien 2011 um 7 % gegenüber dem Vorjahr steigern, was über dem durchschnittlichen Marktwachstum lag. Sie ist wie auch im Vorjahr sechstgrößter Lebensversicherer Ungarns.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts wurde zum 1. Januar 2011 das Neugeschäft der ASPECTA-Gesellschaften in Luxemburg und Liechtenstein weitgehend eingestellt, sodass in Luxemburg das Beitragsvolumen um knapp 30 % sank und in Liechtenstein um 12 % in Lokalwährung bzw. 1 % in Euro.

Die wichtigsten Gesellschaften der Privat- und Firmenversicherung International und ihre wesentlichen Kennzahlen1)

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  Sachversicherungsprodukte
  HDI Seguros S. A., Brasilien HDI Asekuracja TU S.A., Polen
In Mio. EUR 2011 2010 2009 2011 2010 2009
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 810 669 461 248 240 193
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 44 25 19 25 24 41
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -63 -51 -33 -11 -10 -
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -15 -5 -3 -2 -3 -1
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 718 598 412 214 209 153
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 540 438 281 148 190 127
Anteile der Rückversicherer 41 33 4 10 25 25
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 499 405 277 138 165 102
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 205 172 131 69 70 56
Anteile der Rückversicherer 2 1 1 2 1 9
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 203 171 130 67 69 47
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 1 - - 4 3 2
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 12 8 4 7 5 14
davon: Amortisation PVFP - - - - - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -11 -8 -4 -3 -2 -12
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 5 14 1 6 -27 -8
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 66 44 25 19 19 16
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 9 5 - 3 1 2
c. Depotzinsergebnis - - - - - -
Kapitalanlageergebnis 57 39 25 16 18 14
Übriges Ergebnis -24 -22 -9 -1 -2 -2
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 38 31 17 21 -11 4
Kapitalanlagen 526 464 322 324 336 270
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 107 70 39 55 64 49
Abgegrenzte Abschlusskosten 68 63 50 15 15 13
Versicherungstechnische Rückstellungen 634 572 390 363 389 297
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 2,9 2,9 2,5 12,1 13,5 13,5
Verwaltungskostenquote (netto) 3,0 3,0 2,6 13,4 14,9 16,9
Abschlusskostenquote (brutto) 24,5 24,9 28,1 17,0 16,9 15,3
Abschlusskostenquote (netto) 25,2 25,6 29,0 18,0 18,1 13,5
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 73,9 72,3 66,4 64,2 83,4 71,5
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 71,2 69,2 68,0 66,4 80,3 73,6
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 99,5 97,8 99,7 97,8 113,3 104,1
Nettoverzinsung 11,6 9,7 9,6 4,8 5,9 10,4
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  Sachversicherungsprodukte Lebensversicherungsprodukte  
  HDI Assicurazioni S. p. A., Italien HDI Assicurazioni S. p. A., Italien Übrige2)
In Mio. EUR 2011 2010 20093) 2011 2010 2011
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 306 265 602 187 325 931
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - 241
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 17 16 25 10 9 185
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -10 -1 -2 - - -23
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - -1 - - - 8
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 279 249 575 177 316 474
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 204 185 564 206 338 459
Anteile der Rückversicherer 6 1 17 7 7 110
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 198 184 547 199 331 349
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 69 63 84 12 16 181
Anteile der Rückversicherer 5 3 6 3 1 28
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 64 60 78 9 15 153
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 2 2 1 - - 7
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 6 5 8 3 4 12
davon: Amortisation PVFP - - 1 - - 1
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -4 -3 -7 -3 -4 -5
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 13 2 -57 -34 -34 -33
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 19 15 76 59 62 47
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 7 5 21 21 7 10
c. Depotzinsergebnis - - -1 -1 -1 -
Kapitalanlageergebnis 12 10 54 37 54 37
Übriges Ergebnis -12 -12 -16 -2 -2 -23
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 13 - -19 1 18 -19
Kapitalanlagen 459 441 1.769 1.391 1.493 784
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 25 25 64 34 35 362
Abgegrenzte Abschlusskosten 76 79 92 8 7 43
Versicherungstechnische Rückstellungen 645 610 1.968 1.414 1.487 1.034
In %            
Verwaltungskostenquote (brutto) 4,2 4,6 2,5 2,5 1,6  
Verwaltungskostenquote (netto) 4,5 4,9 2,6 2,6 1,7  
Abschlusskostenquote (brutto) 19,3 19,4 11,5 4,1 3,4  
Abschlusskostenquote (netto) 18,5 19,2 11,0 2,7 3,0  
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto) 70,5 71,3 - - -  
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto) 72,8 75,7 - - -  
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto) 95,8 99,8 - - -  
Nettoverzinsung 2,6 - 3,3 2,6 -  
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  Übrige2) Privat- und Firmenversicherung International
In Mio. EUR 2010 2009 2011 20104) 20094)
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 734 571 2.482 2.233 1.827
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 207 144 241 207 144
3. Gebuchte Rückversicherungsbeiträge 129 157 281 203 242
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -14 3 -107 -76 -32
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 18 10 -9 9 6
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 366 263 1.862 1.738 1.403
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen (brutto) 281 273 1.557 1.432 1.245
Anteile der Rückversicherer -44 71 174 22 117
Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) 325 202 1.383 1.410 1.128
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (brutto) 336 206 536 657 477
Anteile der Rückversicherer 204 113 40 210 129
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) 132 93 496 447 348
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 12 5 14 17 8
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 12 8 40 34 34
davon: Amortisation PVFP 1 - 1 1 1
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis - -3 -26 -17 -26
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -91 -35 -43 -136 -99
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 34 29 210 174 146
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 4 2 50 22 25
c. Depotzinsergebnis - 1 -1 -1 -
Kapitalanlageergebnis 30 28 159 151 121
Übriges Ergebnis 67 -22 -62 29 -49
Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 6 -29 54 44 -27
Kapitalanlagen 588 490 3.484 3.322 2.851
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 519 547 583 713 699
Abgegrenzte Abschlusskosten 38 43 210 202 198
Versicherungstechnische Rückstellungen 885 838 4.090 3.943 3.493
In %          
Verwaltungskostenquote (brutto)     6,0 5,6 5,4
Verwaltungskostenquote (netto)     7,6 7,0 6,9
Abschlusskostenquote (brutto)     16,6 24,8 21,2
Abschlusskostenquote (netto)     19,0 18,7 17,9
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (brutto)     70,2 76,0 71,7
Schadenquote für Sachversicherungsprodukte (netto)     70,5 75,6 71,6
Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schadenversicherer (netto)     99,3 105,2 102,5
Nettoverzinsung     4,7 4,8 5,2

1) Darstellung vor Konsolidierung
2) Übrige Gesellschaften (Sach- und Lebensversicherungsprodukte) sowie ggf. segmentinterne Konsolidierung
3) Aus technischen Gründen liegt für Italien für 2009 keine Trennung nach Leben und Nicht-Leben vor, demzufolge werden die Gesamtwerte für 2009 in Nicht-Leben dargestellt
4) Angepasst aufgrund IAS 8

Versicherungstechnisches Ergebnis deutlich verbessert

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den internationalen Sachversicherungen lag bei 99,3 (105,2) % und damit um 5,9 Prozentpunkte besser als in der Vergleichsperiode. Einfluss auf diese positive Entwicklung hatte unter anderem die italienische HDI Assicurazioni, die insbesondere im Kfz-Haftpflichtgeschäft deutliche Verbesserungen erzielen konnte.

Im vergangenen Jahr hatten die Flut- und Winterschäden das Ergebnis der polnischen HDI Asekuracja stark belastet, was sich im Jahresergebnis 2010 deutlich widerspiegelte. Aufgrund des Ausbleibens solcher Ereignisse und der deutlichen Verbesserung der Schadenquote in der Kraftfahrtversicherung im Berichtsjahr konnte die HDI Asekuracja wieder ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erzielen.

Einen weiteren Beitrag konnte die türkische HDI Sigorta leisten. Aufgrund einer Verbesserung in den Motorsparten sowie durch die schrittweise Umsetzung des strategischen Ziels, in den Nicht-Motorsparten ein überdurchschnittliches Prämienwachstum zu erzielen, konnte sie eine Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses gegenüber der Vergleichsperiode erreichen.

Bei der brasilianischen HDI Seguros führten inflationsbedingte Wertanpassungen für vor Gericht verhandelte Schäden zu einem Anstieg der versicherungstechnischen Aufwendungen sowie der Schadenquote. Auch die gesunkene Durchschnittsprämie in der Kfz-Versicherung wirkte sich negativ auf die Schadenquote aus.

Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment belief sich auf insgesamt -43 (-136) Mio. EUR und war damit rund 69 % besser als in der Vergleichsperiode.

Kapitalanlageergebnis leicht über Vorjahr

2011 konnte im Segment Privat- und Firmenversicherung International ein Kapitalanlageergebnis von 159 Mio. EUR erzielt werden, was einem Anstieg von 5 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht. Er resultierte im Wesentlichen aus dem ordentlichen Kapitalanlageergebnis, wohingegen das außerordentliche Kapitalanlageergebnis insbesondere durch Abschreibungen um 63 % gegenüber 2010 zurückgegangen ist.

Das ordentliche Kapitalanlageergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund durchweg höherer Kapitalanlagebestände sowie eines für uns günstigeren Zinsniveaus in einigen Ländern. Hauptverantwortlich für die Verschlechterung des außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses war die italienische HDI Assicurazioni, die Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von rund 14 Mio. EUR zuzüglich unrealisierter Verluste in Höhe von rund 6 Mio. EUR zu verzeichnen hatte. Ebenfalls betroffen von den Entwicklungen der Kapitalmärkte war die polnische HDI Asekuracja, die Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von rund 2 Mio. EUR verbuchte.

Operatives Ergebnis verdoppelt

Aufgrund einer Verbesserung sowohl des versicherungstechnischen Ergebnisses als auch des Kapitalanlageergebnisses konnten wir im Segment Privat- und Firmenversicherung das Berichtsjahr mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten EBIT von 54 (27) Mio. EUR und einer EBIT-Rendite von 2,9 (1,5) % abschließen.

Segment im Überblick -weitere Kennzahlen

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In Mio. EUR 2011 20101) 2009
Gebuchte Bruttoprämie 2.482 2.233 1.827
Schaden/Unfall 1.775 1.435 1.084
Leben 707 798 743
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.862 1.738 1.403
Schaden/Unfall 1.476 1.235 905
Leben 386 503 498
Versicherungstechnisches Ergebnis -43 -136 -99
Schaden/Unfall 24 -64 -24
Leben -67 -72 -75
Sonstige - - -
Kapitalanlageergebnis 159 151 121
Schaden/Unfall 101 77 63
Leben 57 74 58
Sonstige 1 - -
Neuzugang gemessen in Annual Premium Equivalent 897 778 598
Einmalbeiträge (Leben) 406 517 477
Laufende Beiträge (Leben und Nicht-Leben) 856 726 550
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent 897 778 598
Kraftfahrtversicherung 612 509 362
Sachversicherung 72 53 41
Haftpflichtversicherung 30 26 18
Unfallversicherung 16 14 14
Sonstige Schaden-/Unfallversicherungen 85 70 56
Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung 27 41 46
Klassische Lebens- und Rentenversicherung 18 19 18
Risikoprodukte 16 12 11
Sonstige Lebenprodukte 21 34 32

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Schaden-Rückversicherung

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In Mio. EUR 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttoprämien 6.826 6.340 5.753
Verdiente Nettoprämien 5.961 5.395 5.237
Versicherungstechnisches Ergebnis -264 78 136
Kapitalanlageergebnis 880 779 610
Operatives Ergebnis (EBIT) 629 909 760
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) in % 104,2 98,3 96,7

1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Die Schaden-Rückversicherung wird im Talanx-Konzern fast ausschließlich von der Hannover Rück-Gruppe betrieben. Hier bieten wir unseren Kunden eine umfassende Produktpalette im Vertrags- und fakultativen Rückversicherungsgeschäft sowie bei strukturierten Rückversicherungslösungen an. Wir legen großen Wert auf die geografische Diversifizierung unseres Geschäfts, das weitgehend zentral in Hannover gezeichnet wird, unterstützt durch zahlreiche Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit.

Wir verfolgen in der Schaden-Rückversicherung keine Wachstumsziele, sondern betreiben ein aktives Zyklusmanagement, d. h., wir weiten unser Geschäft aus, wenn sich die Ratensituation positiv darstellt, und reduzieren es, wenn uns die Preise nicht adäquat erscheinen.

Geschäftsverlauf bestätigt Erwartungen

Die Situation auf den internationalen Rückversicherungsmärkten stellte sich im Berichtsjahr überwiegend günstig dar. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 - zu diesem Zeitpunkt wurden 67 % unserer Verträge in der traditionellen Rückversicherung neu verhandelt - verlief besser als von einigen Marktteilnehmern zunächst erwartet. Wenngleich die Marktbedingungen tendenziell weicher waren, hatten wir genügend Möglichkeiten, profitables Geschäft zu zeichnen. Die Preise und Konditionen blieben im Wesentlichen stabil, und wir konnten das Prämienvolumen insgesamt um rund 2 % steigern.

Bei den unterjährigen Vertragserneuerungen waren Ratenerhöhungen insbesondere bei den durch Naturkatastrophen exponierten Rückversicherungssparten zu verzeichnen. Getrieben wurden die Preisanstiege durch die immensen Großschäden des ersten Quartals 2011. Aber auch bei schadenfreien Rückversicherungsprogrammen aus nicht von den Großschäden betroffenen Regionen waren zum Teil Ratenerhöhungen zu erzielen.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan im März des Berichtsjahres ließen sich erwartungsgemäß Preiserhöhungen für nichtproportionale Erdbebendeckungen sowie Konditionsverbesserungen bei proportionalen Verträgen erzielen. Auch in der privaten Unfallrückversicherung und bei den industriellen Feuerprogrammen stiegen die Preise an. Für uns war es in der Erneuerungsrunde wichtig, unsere japanischen Zedenten in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen und ihnen die benötigte Kapazität zur Verfügung zu stellen. Die Vertragsverhandlungen für Australien und Neuseeland führten ebenfalls zu substanziellen Preisanpassungen, sowohl für schadenbelastete als auch schadenfreie Programme. Dies galt insbesondere für Neuseeland, das sowohl 2010 als auch 2011 hohe Schäden aus Erdbeben zu verkraften hatte. Zufrieden waren wir ebenfalls mit den Vertragserneuerungen in weiteren asiatischen Ländern; auch hier haben wir unser Prämienvolumen leicht ausgebaut. Auch in Nordamerika - unserem größten Einzelmarkt - konnten wir im Verlauf des Jahres Ratenverbesserungen erzielen. Dies resultierte sowohl aus den Belastungen der US-amerikanischen Versicherungswirtschaft aus Tornado- und Überschwemmungsereignissen als auch aus Modellanpassungen der Agentur Risk Management Solutions (RMS).

Insgesamt waren die Marktchancen in der Schaden-Rückversicherung sehr zufriedenstellend, sodass wir im Berichtsjahr profitabel wachsen und unseren Marktanteil ausweiten konnten. Im Fokus unserer Aktivitäten lagen die Märkte China, Zentral- und Osteuropa sowie die fakultative Rückversicherung und die landwirtschaftlichen Risiken.

Prämienwachstum zufriedenstellend

Das Bruttoprämienvolumen für unser Konzernsegment Schaden-Rückversicherung erhöhte sich im Berichtsjahr um 8 % auf 6,8 (6,3) Mrd. EUR. Währungsbereinigt wäre es 1 Prozentpunkt mehr gewesen. Der Selbstbehalt stieg von 88,9 % auf 91,3 %. Die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 11 % auf 6,0 (5,4) Mrd. EUR. Damit fällt die Steigerung höher als erwartet aus.

Hohe Schadenbelastungen wirken sich auf Ertragslage aus

Auch wenn die Hurrikan-Saison in Nord- und Mittelamerika erneut recht moderat verlief, so hatte die (Rück-) Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr doch außergewöhnlich hohe Belastungen zu tragen. Größtes Schadenereignis für die Versicherungswirtschaft waren das Erdbeben in Japan und der daraus resultierende Tsunami. Dieses Ereignis führte für uns zu einer Nettobelastung von 229 Mio. EUR. Aber auch die Überschwemmungen in Thailand sowie das Erdbeben in Neuseeland brachten einen hohen Großschadenanfall mit sich. Für die Hannover Rück entstanden hieraus Belastungen von 196 bzw. 121 Mio. EUR. Diese und andere Naturkatastrophen sowie eine Reihe von Frequenzschäden resultierten in einer Netto-Großschadenbelastung für das Berichtsjahr von 981 (662) Mio. EUR. Dieser Wert übertraf nicht nur den bereits überdurchschnittlich hohen Wert des Vorjahres, sondern auch bei Weitem den Erwartungswert von rund 530 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund stieg die kombinierte Schaden-/Kostenquote von 98,3 % auf 104,2 %.

In den Zielmärkten Deutschland und Nordamerika entwickelte sich unser Geschäft im Berichtsjahr doch besser als nach den hohen Schäden zu Beginn des Jahres erwartet: Das Prämienvolumen stieg auf 1,9 (1,8) Mrd. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 106,1 %, nach 97,4 % im Vorjahr, das operative Ergebnis (EBIT) 184 (301) Mio. EUR.

Das versicherungstechnische Ergebnis des gesamten Segments verschlechterte sich auf -264 (78) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 13 % auf 880 (779) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) für die Schaden-Rückversicherung ging zum 31. Dezember 2011 angesichts der hohen Großschadenlast auf 629 (909) Mio. EUR zurück.

Personen-Rückversicherung

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In Mio. EUR 2011 2010 2009
Gebuchte Bruttoprämien 5.270 5.090 4.529
Verdiente Nettoprämien 4.789 4.654 4.078
Versicherungstechnisches Ergebnis -281 -290 -258
Kapitalanlageergebnis 512 508 525
Operatives Ergebnis (EBIT) 225 276 371

Im Konzernsegment Personen-Rückversicherung sind unter dem Markennamen Hannover Life Re die Aktivitäten in der Rückversicherung der Sparten Lebens-, Renten- und Krankenversicherung zusammengefasst. Die Hannover Life Re ist einer der vier weltweit wichtigsten Personen-Rückversicherer. Die operativen Einheiten sind in mehr als zwanzig Standorten auf allen fünf Kontinenten angesiedelt, um den Kunden einen optimalen Service vor Ort bieten zu können.

Bewährtes Geschäftsmodell

Die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in der Personen-Rückversicherung betreiben wir unter dem Markennamen Hannover Life Re. Wir bieten weltweit individuelle Rückversicherungslösungen in den Bereichen Lebens-, Renten- und Krankenversicherung an, wobei wir uns bewusst auf die Übernahme der biometrischen Risiken Sterblichkeit, Langlebigkeit und Morbidität konzentrieren. Zusätzlich zeichnen wir die Sparte Unfallversicherung, sofern diese von Lebensversicherern betrieben wird, sowie das sogenannte Retakaful-Geschäft, das speziell auf Versicherungsprodukte nach islamischem Recht ausgerichtet ist.

Unsere zentrale Geschäftspolitik basiert auf den bewährten fünf Säulen konventionelle Rückversicherung, neue Märkte, multinationale Versicherer, Bancassurance und Financial Solutions. Jede Säule zeichnet sich durch besondere Fachkompetenz aus, ist durch einen individuellen Marketingansatz gekennzeichnet und auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse und Produkte ausgerichtet. Im Segment der konventionellen Rückversicherung beteiligen wir uns selektiv an attraktivem, traditionellem Personen-Rückversicherungsgeschäft. Mittels der vier anderen Säulen bieten wir individuelle, innovative und bedarfsorientierte Versicherungslösungen an.

Die konventionelle Rückversicherung macht traditionell den größten Anteil an unserem Portefeuille aus. Doch insbesondere durch unsere Aktivitäten im britischen privaten Rentenmarkt (Enhanced Annuities) haben wir unser Geschäftsvolumen im Bereich der neuen Märkte deutlich erhöht, sodass diese Säule einen kontinuierlich wachsenden Beitrag zu unserem Geschäft leistet.

Gute Geschäftsentwicklung trotz schwierigen Umfelds

Die anhaltende Volatilität an den internationalen Finanzmärkten sowie die Staatsschuldenkrise in Europa haben weltweit zu Verunsicherungen bei Privatanlegern und Unternehmen geführt. Neben dem Bankensektor wurde auch die Versicherungswirtschaft immer stärker von diesen Entwicklungen beeinflusst. Uns als finanzstarkem Vertragspartner hat dies teilweise neue Geschäftspotenziale eröffnet, denn wir konnten unseren von der Krise beeinträchtigten Kunden die gewünschte Sicherheit bieten. Dadurch waren wir trotz der ungünstigen Marktbedingungen in der Lage, ein weitestgehend befriedigendes Ergebnis für das Personen-Rückversicherungsgeschäft zu erzielen.

Auf der Lebenserstversicherungsseite haben die starken Schwankungen an den Geldmärkten, die hohe Fluktuation der Börsen und das anhaltend niedrige Zinsniveau zudem zu einer gestiegenen Nachfrage nach Rückversicherungsschutz geführt. Das Interesse der Erstversicherer an maßgeschneiderten Rückversicherungslösungen stieg, einerseits, um ihre Eigenkapitalkosten auf einem moderaten Niveau zu halten, und andererseits, um die geforderten Solvabilitätsanforderungen zu erfüllen.

Innerhalb der vergangenen vier Jahre konnten wir unseren Marktanteil am US-amerikanischen organischen Neugeschäft deutlich ausdehnen, wobei wir unser Neugeschäft jährlich im zweistelligen Prozentbereich gesteigert haben, und dies, obwohl sich der gesamte US-Rückversicherungsmarkt im Betrachtungszeitraum rückläufig entwickelt hat.

In Großbritannien gehören wir zu den führenden Rückversicherern im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen und sind ein bevorzugter Geschäftspartner bei privaten Rentenversicherungen für Personen mit verkürzter Lebenserwartung, den sogenannten Enhanced Annuities. Daneben übernehmen wir Verpflichtungen zur Rentenzahlung aus großen Pensionsfonds (Portefeuilleübernahmen), die in der Regel auf den Teil begrenzt sind, der sich bereits in der Auszahlungsphase befindet.

Marktposition ausgebaut

In wesentlichen Schwellenmärkten haben wir im Berichtsjahr unser Geschäftsvolumen erfreulich steigern können. In den osteuropäischen Märkten sind wir außerordentlich stark gewachsen. Insbesondere in Russland konnten wir unsere Marktposition deutlich verbessern. In Südafrika sind wir auf dem Gebiet der Individuallebensversicherungen nach wie vor hervorragend aufgestellt und bieten unseren Kunden hier einen umfassenden Service auch im Direktvertrieb von Versicherungsprodukten. Im indischen Markt konnten wir durch unsere Kooperation mit der lokalen Gesellschaft GIC Re unsere Marktdurchdringung wesentlich erhöhen. Im asiatischen Markt haben wir unsere lokale Präsenz in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Hier konnten wir unser Geschäftsvolumen im Berichtsjahr sichtbar steigern - besonders in der Region Greater China (Volksrepublik China, Hongkong und Taiwan) sind wir erneut überdurchschnittlich stark gewachsen. Im Berichtsjahr steigerten wir ebenfalls in den islamisch geprägten Ländern wie Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unser Geschäft. In dieser Länderregion zeichnen wir Versicherungen nach islamischem Recht über unsere Tochtergesellschaft Hannover ReTakaful in Manama, Bahrain.

Gute Prämienentwicklung

Im Berichtsjahr haben wir Bruttoprämien in Höhe von 5,3 Mrd. EUR gezeichnet, was einer Steigerung von 4 % im Vergleich zu der Vorjahresprämie von 5,1 Mrd. EUR entspricht. Währungskursbereinigt wäre auch in diesem Segment das Wachstum 1 Prozentpunkt stärker gewesen. Unser Nettoselbstbehalt ist bei einer verdienten Nettoprämie von 4,8 (4,7) Mrd. EUR mit 91,0 (91,7) % leicht gesunken.

Wir konzentrieren uns generell auf die Bereiche Lebens- und Rentenversicherung, d. h. die Übernahme von Mortalitäts- sowie Langlebigkeitsrisiken. Im Berichtsjahr erzielten wir hiermit 89 % der Prämieneinnahmen im Konzernsegment. Auf das biometrische Risiko der Morbidität entfallende Schutzdeckungen machten im Berichtsjahr 9 % unserer weltweit gezeichneten Prämie aus. Das Unfallgeschäft trug mit 2 % den kleinsten Anteil zu den Prämieneinnahmen bei.

Ergebnisentwicklung leicht hinter den Erwartungen

Insgesamt konnten wir ein Kapitalanlageergebnis von 512 (508) Mio. EUR ausweisen.

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug im Berichtsjahr 225 (276) Mio. EUR. Financial Solutions und Bancassurance zeigten erneut eine hervorragende Ergebnisrendite. Trotz des insgesamt positiven versicherungstechnischen Geschäftsverlaufs blieb das Ergebnis - und damit auch die EBIT-Rendite - im gesamten Segment wegen der schwierigen Situation an den internationalen Kapitalmärkten leicht hinter unseren Erwartungen zurück.

Konzernfunktionen

Das Segment Konzernfunktionen umfasst neben der Talanx AG als wesentliche Gesellschaften die internen Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG, die Talanx-Investment-Gesellschaften Talanx Asset Management GmbH, AmpegaGerling Investment GmbH und Talanx Immobilien Management GmbH sowie den konzerninternen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker AG.

Kapitalanlagespezialisten im Talanx-Konzern

Die Talanx Asset Management GmbH betreibt zusammen mit der Tochtergesellschaft AmpegaGerling Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Wertpapierportfolios der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Das operative Ergebnis aller Talanx-Investment-Gesellschaften sinkt aufgrund eines neuen Konzern-Feemodells auf 33 (43) Mio. EUR.

Die AmpegaGerling Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden. Die Absatzsituation der Investmentbranche war im Jahr 2011 stark geprägt von der Ausweitung der Finanzmarktkrise, die sich infolge der ungelösten Schuldenkrisen in den USA und Europa wieder deutlich verschärfte. Als Folge verzeichnet die Branche laut Statistik des Bundesverbandes BVI bei den Wertpapierfonds Nettomittelrückflüsse in Höhe von 13,4 Mrd. EUR, wobei sich der negative Trend zum Jahresende hin verstärkte.

In dieser schwierigen Situation hat sich die AmpegaGerling Investment GmbH vergleichsweise gut behauptet, da keine Nettomittelabflüsse über das Gesamtjahr zu verzeichnen sind und sogar im schwierigen vierten Quartal Mittelzuflüsse in Höhe von 33 Mio. EUR generiert werden konnten. Die AmpegaGerling Investment GmbH erzielte beim Geschäft mit externen Kunden im Berichtsjahr ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 66 Mio. EUR. Das Gesamtvermögen der von der AmpegaGerling Investment GmbH verwalteten Publikumsfonds lag - trotz des positiven Mittelaufkommens - zum Ende des Jahres 2011 mit 3,3 Mrd. EUR um 6 % unter dem Niveau vom Jahresende 2010 (3,5 Mrd. EUR). Ursache für die Reduzierung der Assets under Management sind die im zweiten Halbjahr 2011 deutlich nachgebenden Kurse an den internationalen Aktienmärkten, durch die sich das Fondsvermögen vermindert hat. Ergänzend zum Retail-Geschäft betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich aufgrund des vorhandenen Know-how-Profils als Outsourcing-Partner für konzernfremde Erstversicherer.

Ende 2011 betrugen die selbst verwalteten Kapitalanlagen im Talanx-Konzern 75,8 (72,5) Mrd. EUR und erhöhten sich somit um 4,5 %.

Talanx Reinsurance Broker - Vermittler für Rückversicherungsabgaben

Talanx Reinsurance Broker AG ist im Talanx-Konzern dem Segment Konzernfunktionen zugeordnet und befindet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG. Im Berichtsjahr wurde die bis dahin unter dem Namen Protection Re bekannte Gesellschaft umbenannt und firmiert seit dem 1. September 2011 als Talanx Reinsurance Broker. Die Gesellschaft ist der professionelle Berater und Vermittler für die Kompositrückversicherungsabgaben des Talanx-Konzerns. Das Kerngeschäft liegt in der umfassenden Beratung in allen Bereichen der ausgehenden Rückversicherung. Talanx Reinsurance Broker AG übernimmt für Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung - von der Portfolioanalyse über die Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis zur Administration und Abwicklung der platzierten Vereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen.

Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von Talanx Reinsurance Broker AG betreuten Konzernzedenten konnten auch für 2012 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden. Das operative Ergebnis der Gesellschaft für 2011 beträgt 13 (8) Mio. EUR, was ab diesem Jahr im Rahmen der Segmentverteilung den geschäftsabgebenden Segmenten in wesentlichen Teilen wieder zugerechnet wird. Somit verbleibt im Segment Konzernfunktionen im Berichtsjahr ein Ergebnisbeitrag von ca. 2 (8) Mio. EUR. Die 2009 in London gegründete Niederlassung der Gesellschaft wurde zum 31. Mai 2011 geschlossen. Das Geschäft wird nun wieder von Deutschland aus betreut.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen von -63 (-315) Mio. EUR war im Vorjahr von dem Verlust der Talanx AG geprägt, der aus den verschiedenen Zuschüssen und Rückstellungen wegen Freistellungserklärungen gegenüber den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie International entstanden war. Sie standen überwiegend im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ASPECTA Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG sowie der Einstellung des Neugeschäfts der ASPECTA-Aktivitäten in Luxemburg und Liechtenstein. Der Ergebnisbeitrag der Talanx AG zum Segmentergebnis verbesserte sich aus diesen Gründen auf -114 (-373) Mio. EUR.

Die Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG leisten grundsätzlich keinen Ergebnisbeitrag, da sie vereinbarungsgemäß auf Kostenerstattungsbasis arbeiten. Abweichend hiervon weist die Talanx Service AG im Berichtsjahr ein operatives Ergebnis in Höhe von 12 Mio. EUR aus, das aus der Auflösung einer Rückstellung resultiert. Die übrigen Gesellschaften (im Wesentlichen die HDI Reinsurance (Ireland) Ltd.) tragen mit insgesamt 4 (7) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments bei.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Der Charakter eines diversifizierten Finanzdienstleistungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit tätige Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen, die unter Einschluss der Depotforderungen 87,5 Mrd. EUR oder 76 % der Bilanzsumme ausmachen. Sie dienen in erster Linie der Unterlegung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft, die sich ohne Einbeziehung der Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, auf 75,8 Mrd. EUR beliefen. Die wichtigsten Finanzierungsmittel sind das Eigenkapital (8 % der Bilanzsumme) und die emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (2 % der Bilanzsumme).

Höhe und Zusammensetzung des Vermögens

Die Vermögenslage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Aktiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.

Analyse der Kapitalstruktur

Kapitalstruktur im Mehrjahreszeitraum

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  2011 20101) 20091)
  In Mio. EUR In % In Mio. EUR In % In Mio. EUR In %
Immaterielle Vermögenswerte 2.210 2 2.172 2 2.427 2
Kapitalanlagen 87.467 76 83.422 75 76.385 76
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 6.067 5 6.414 6 4.975 5
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 6.462 6 5.523 5 5.962 6
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 4.729 4 5.011 5 4.342 4
Abgegrenzte Abschlusskosten 4.013 3 3.715 3 3.544 3
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.570 1 1.265 1 1.685 2
Aktive Steuerabgrenzung 320 < 1 268 < 1 203 < 1
Sonstige Vermögenswerte 1.865 2 1.781 2 1.655 2
Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 565 1 1.529 1 35 < 1
Summe der Aktiva 115.268 100 111.100 100 101.213 100

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Die deutliche Erhöhung unserer Bilanzsumme um 4,2 Mrd. EUR auf 115,3 Mrd. EUR ist maßgeblich auf den markanten Anstieg unserer Kapitalanlagen um rund 4,1 Mrd. EUR - dies entspricht knapp 5 % -auf 87,5 (83,4) Mrd. EUR zurückzuführen. In der Bestandserhöhung der selbst verwalteten Kapitalanlagen (+3,3 Mrd. EUR) spiegeln sich neben der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Geschäfts auch der Bestandszuwachs aus der Währungsumrechnung der in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen sowie die gesunkenen Zinsen wider. Letztere führen zu einer positiven Entwicklung der Marktwerte bei unseren "jederzeit veräußerbaren" festverzinslichen Wertpapieren. Der deutliche Anstieg der Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen von 1,0 Mrd. EUR bzw. 17 % ist durch die Ausweitung des Versicherungsgeschäfts des Konzerns getragen. Diese positive Entwicklung wird zum Teil durch den gegenläufigen Effekt aus der Verminderung der langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, kompensiert. Hinsichtlich der Entwicklung dieses Postens verweisen wir auf unsere Darstellung im Anhang im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". Detaillierte Erläuterungen zu den Kapitalanlagen werden weiter unten in diesem Kapitel sowie im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 186 ff. sowie unter den "Erläuterungen zur Konzernbilanz" ab Seite 209 ff. gegeben.

Immaterielle Vermögenswerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte (2,2 Mrd. EUR) entfallen im Wesentlichen auf versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP), die sich aus dem Erwerb von Versicherungsbeständen der Vergangenheit ergeben (1,3 Mrd. EUR nach 1,4 Mrd. EUR im Vorjahr). Darüber hinaus entfällt ein nicht unwesentlicher Betrag von 690 (589) Mio. EUR auf erworbene Geschäfts- und Firmenwerte. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten "Geschäfts- oder Firmenwert" und "Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände", Seite 209 ff.

Die vorzunehmende Amortisation bei den übernommenen Versicherungsbeständen belastet das Jahresergebnis, soweit sie auf den Aktionärsanteil entfällt, in Höhe von 58 (152) Mio. EUR. Den ausgewiesenen versicherungsbezogenen Vermögenswerten stehen - bezogen auf den Versicherungsnehmeranteil - entsprechende Rückstellungen für Beitragsrückerstattung gegenüber.

Korrespondierend mit dem Rückgang der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, sank der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 347 Mio. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider.

In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" wird neben der Veräußerung von Versicherungsbeständen der PB Pensionskasse AG, Hilden (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland), sowie der HDI Seguros S. A. de C. V., León (Mexiko) (Segment Privat- und Firmenversicherung International), die Veräußerung von Immobilien aus verschiedenen Konzernsegmenten, die Veräußerung der PARTNER OFFICE AG (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie die geplante Veräußerung der ASPECTA Assurance International AG, Vaduz (Liechtenstein) (Segment Privat- und Firmenversicherung International), ausgewiesen. Die Veräußerung bei sämtlichen Transaktionen ist innerhalb von einem Jahr höchstwahrscheinlich. Im Vorjahr wurde der im Berichtsjahr geplante Verkauf der operativen Gesellschaften des amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington (Segment Schaden-Rückversicherung), unter diesem Posten ausgewiesen. Eine Gesamtdarstellung dieser Vorgänge einschließlich der unterjährig als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen haben wir im Konzernanhang im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" näher erläutert.

Kapitalanlagenmanagement und -ziele

Das Management der Kapitalanlagen des Konzerns beruht auf dem Grundprinzip der stetigen Wertentwicklung. Durch einen systematisch und diszipliniert umgesetzten Investmentprozess wird die Erreichung von konsistenten und nachhaltigen Ergebnissen sichergestellt. Im besonderen Fokus stehen dabei die strategische und taktische Asset-Allokation. Neben den Konzernrisikovorgaben und den gesetzlichen Rahmenbedingungen werden im Rahmen der Allokation ebenfalls die Anforderungen der jeweiligen Geschäftsmodelle berücksichtigt. Die Abbildung der Passivseite in Form der Cashflow- und Währungsstruktur, aber auch das Durationsmatching sowie die Erfüllung der spezifischen Anforderungen an die Liquiditätshaltung sind Einflussfaktoren, die die Asset-Allokation und damit auch den risikogewichteten Return der Portfolios maßgeblich bestimmen.

Auch nimmt die bevorstehende Inkraftsetzung von Solvency II immer mehr Einfluss auf das Kapitalanlagemanagement. So werden beispielsweise bei Lebensversicherungsgesellschaften im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland verstärkt derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um sich künftig entsprechende Renditen zu sichern und somit einen positiven Beitrag zur Erfüllung der Solvency-II-Erfordernisse zu leisten. Darüber hinaus wurde durch eine sukzessive Erhöhung der Duration eine optimale Abstimmung des Liability-Asset-Profils erreicht. Die hohe Ratingqualität der investierten Kapitalanlagen in den jeweiligen Portfolios wurde dabei stets erhalten.

Obwohl 2011 geprägt war von zahlreichen Ratingherabstufungen, besitzen mehr als 86 % der Papiere in der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein Rating von A oder besser. Eine breitgefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führt zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen, deren Risiko reduzierende Wirkung sich auch in der Krise des Euroraums bewährt hat.

Die Risikosteuerung der Kapitalanlagen ist in das Konzern-Limit- und Schwellenwertsystem eingebettet, das sich aus der ganzheitlichen Konzernrisikosteuerung ableitet. In diesem Rahmen wird das Ziel verfolgt, über die Allokation der Kapitalanlagen die bestmögliche Rendite zu erzielen, ohne die jederzeitige Einhaltung der Risikobudgets zu gefährden.

Für die Messbarkeit der wesentlichen Risiken werden zahlreiche Instrumente eingesetzt, die eine umfangreiche und laufende Betrachtung der Risiken gewährleisten. Dazu zählen unter anderem Stresstests, Value-at-Risk-Berechnungen oder die tägliche Limitüberwachung von z. B. Kumulrisiken. Mithilfe dieser Instrumente war es auch in Krisenzeiten möglich, die entsprechenden Risiken zu begrenzen und das Portfolio danach auszurichten. Die Anlagepolitik des Konzerns kann dabei als konservativ charakterisiert werden.

Als zentrale Schnittstelle für die Risikomessung und das Risikocontrolling der Kapitalanlagen des Konzerns fungiert die Talanx Asset Management GmbH. So werden auch im Rahmen der strategischen Konzernziele erworbene oder neu gegründete Konzerneinheiten zeitnah in die Systeme der Talanx Asset Management GmbH eingebunden, um ein konzerneinheitliches Limitcontrolling sicherzustellen. Über- und Unterschreitungen werden taggleich angezeigt, sodass umgehend Maßnahmen zur Behebung der Limitverletzungen definiert werden können. Darüber hinaus werden für signifikante Unternehmenskennziffern Schwellenwerte definiert, bei deren Erreichung rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, um eine mögliche Überschreitung der Limite bzw. Gefährdung der Ziele frühzeitig zu verhindern.

Kapitalanlageentwicklung

Zusammensetzung der Kapitalanlagen In Mio. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Der Anstieg des Kapitalanlagebestandes setzte sich auch im Berichtsjahr fort. Per Saldo nahm der Bestand um knapp 5 % zum Jahresende 2011 auf 87,5 Mrd. EUR zu. Zu dieser Entwicklung hat neben dem Zuwachs der Depotforderungen auf 11,7 Mrd. EUR (+6,9 %) ebenfalls das Wachstum von 4,5 % bei den selbst verwalteten Kapitalanlagen auf nunmehr 75,8 Mrd. EUR geführt. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen ist außer durch die im Berichtsjahr erfolgten Unternehmenserwerbe im Wesentlichen durch die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft, die im Rahmen der jeweils gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt wurden, begründet.

Die Entwicklung auf den Märkten führte ebenfalls zu einer Bestandsänderung. Über alle Laufzeiten hinweg konnte 2011, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, eine deutliche Zinssenkung beobachtet werden, die sich in einer Erhöhung der Marktwerte der gehaltenen festverzinslichen Papiere niederschlug. Die zweijährigen deutschen Staatsanleihen verloren - bei den ohnehin niedrigen Zinsen - ca. 75 Basispunkte und liegen zum Jahresende bei 0,1 %. Die Zinssenkung bei einer zehnjährigen Laufzeit lag bei ca. 100 Basispunkten, sodass das Zinsniveau zum Jahreswechsel 1,8 % betrug.

Neben den Zinseffekten wirkte sich ebenfalls die Entwicklung des US-Dollar-Kurses direkt auf die Kapitalanlagen aus. Dieser lag zum 31. Dezember 2010 bei 1,34 USD je EUR und stieg in der ersten Jahreshälfte über 1,45 USD je EUR, bevor die Entwicklung in der zweiten Hälfte in die entgegengesetzte Richtung verlief. Der Kurs des US-Dollars notierte zum 31. Dezember 2011 bei 1,29 USD je EUR und lag somit unter dem Vorjahresniveau. Allein aus Währungskursdifferenzen ergab sich ein Anstieg der in US-Dollar gehaltenen Bestände nach Umrechnung in den EUR von knapp 4 %. Zum Jahresabschluss betrug der Bestand an US-Dollar-Kapitalanlagen 11,4 Mrd. EUR und entsprach 15 % der selbst verwalteten Kapitalanlagen.

Während festverzinsliche Anlagen bereits in den Vorjahren stets die bedeutendste Kapitalanlageklasse waren, kommt ihnen im Jahr 2011 eine noch höhere Bedeutung zu. Der Anteil an festverzinslichen Wertpapieren betrug 78 % am Gesamtbestand und hat somit im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte zugenommen. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 2,7 Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr reinvestiert. Das Aktienengagement wurde im Laufe des Geschäftsjahres auf ein Minimum zurückgefahren. Die wirtschaftliche Aktienquote betrug zum Jahresende 1,0 %. Alternative Investments sowie Immobilien hatten weiterhin einen geringen Anteil am Gesamtbestand, trugen aber unter Diversifizierungsaspekten zur Stabilisierung der Portfolios bei.

Unter Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und konzerninterner Vorgaben gestaltete sich die Diversifikation der Kapitalanlagen per 31. Dezember 2011 wie folgt:

Zusammensetzung der Kapitalanlagen In %

Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen selbst verwalteten Kapitalanlagen stellt sich der Bestand wie folgt dar:

Zusammensetzung der selbst verwalteten Kapitalanlagen nach Anlageklassen

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  2011 20101) 20091)
  In Mio. EUR In % In Mio. EUR In % In Mio. EUR In %
Fremdgenutzter Grundbesitz 1.100 2 1.095 2 955 2
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 78 < 1 74 < 1 61 < 1
Anteile an assoziierten Unternehmen 209 < 1 144 < 1 134 < 1
Darlehen und Forderungen            
Darlehen inkl. Hypothekendarlehen 1.291 2 1.439 2 1.584 2
Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere 31.670 42 30.904 43 29.964 45
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 4.294 6 2.999 4 2.858 4
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 31.009 41 28.330 39 24.226 36
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.132 2 2.070 3 2.022 3
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente            
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 856 1 974 1 834 1
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 16 < 1 15 < 1 27 < 1
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 5 < 1 69 < 1 64 < 1
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 70 < 1 83 < 1 62 < 1
Derivate2) 53 < 1 80 < 1 112 < 1
Übrige Kapitalanlagen 3.967 4 4.185 6 4.133 6
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 75.750 100 72.461 100 67.036 100

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Derivate nur mit positiven Marktwerten

Festverzinsliche Wertpapiere

Der Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) stieg im Jahr 2011 um 4,6 Mrd. EUR an und betrug zum Jahresende 67,8 Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt bei steigender Tendenz mit 78 %, bezogen auf den Gesamtbestand, weiterhin den wirtschaftlich bedeutsamen Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf.

Wie bereits im Jahr 2010 war in der Kapitalanlagekategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Im Jahr 2011 entwickelte sich diese Kategorie zur Hauptinvestitionsklasse. Der Bestand dieser Finanzinstrumente, deren Bestandsänderung Auswirkungen auf das Eigenkapital haben, stieg um 2,7 Mrd. EUR (+9 %) auf 31,0 Mrd. EUR. Wie schon im Jahr 2010 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr zunehmend in Industrieanleihen investiert. Diese Strategie führte außer zu einer Stärkung der Renditesituation der Portfolios zu einer weiteren Diversifikation. Der Anteil der Industrieanleihen, bezogen auf den Gesamtbestand, wurde um 3 Prozentpunkte auf 18 % gesteigert.

Die auf den Posten "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" entfallenden unrealisierten Gewinne und Verluste (ohne übrige Kapitalanlagen) stiegen im Geschäftsjahr 2011 aufgrund gesunkener Zinsen um 154 Mio. EUR und betrugen zum Bilanzstichtag im Saldo 461 Mio. EUR. Daneben nutzte der Konzern die positive Marktwertentwicklung verstärkt zur Realisation von Gewinnen.

Die "Darlehen und Forderungen" stiegen im Geschäftsjahr um 0,6 Mrd. EUR (+2 %) auf 33,0 Mrd. EUR. Bedingt durch die Senkung des Zinsniveaus wuchsen die Bewertungsreserven auf 2.263 (842) Mio. EUR an. Bei dieser Anlagenklasse wurde neben den Investitionen in Industrieanleihen im Jahr 2011 aus Risiko-Return-Gesichtspunkten ebenfalls verstärkt in Pfandbriefe investiert. In Staatsanleihen wurde, bedingt durch die unterjährig erfolgten Ratingherabstufungen, nur in begrenztem Maß investiert. Somit betrug der Bestand an Staatspapieren oder ähnlich sicheren Papieren in dieser Haltekategorie 10,2 Mrd. EUR und entsprach einem Anteil von 13 % am Gesamtbestand.

Der Konzern war zum Jahresende nur mit einem kleinen Bestand an Staatsanleihen der sog. GIIPS-Staaten investiert. Die Marktwerte der Kapitalanlageengagements in diese Staaten zum Jahresende betrug 1,3 Mrd. EUR und entsprachen somit 1,7 % des selbst verwalteten Kapitalanlagebestands. Das Engagement in Italien (Marktwert 634 Mio. EUR) ist durch die Präsenz des Konzerns in diesem Land begründet. Im Rahmen der Risikosteuerung wird dieses Exposure bis zum Ende des ersten Quartals 2012 um 86 Mio. EUR nominal reduziert. Unter Risikogesichtspunkten wird derzeit weiter an der Strategie festgehalten, die bestehenden Kapitalanlage-Engagements in den GIIPS-Staaten nicht weiter auszubauen. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführung im Risikobericht auf Seite 104.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fand ebenfalls ein Aufbau des Bestands der Kapitalanlagekategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" statt, der maßgeblich in den beiden Rückversicherungssegmenten erfolgte. Der Aufbau dieser Position wurde durch Desinvestitionen bzw. auch durch Umgliederungen bei den "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten" ermöglicht. Im Rückversicherungssegment haben wir festverzinsliche Wertpapiere zu Marktwerten in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. EUR aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in den Dauerbestand umgegliedert. Die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, ermöglicht es den Gesellschaften, die bilanziellen Volatilitäten aufgrund von Zinsbewegungen zu reduzieren.

Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere In %

Der Konzern betreibt unverändert eine konservative Anlagepolitik. Für detaillierte Hinweise zur Kreditqualität unserer Kapitalanlagen siehe Anhang, Seite 197 - 205.

Bei Sicherheitsleistungen, die für versicherungstechnische Rückstellungen von Zedenten im Segment Rückversicherungen gebildet werden, erhöhten sich seit Jahresende 2010 die Depotforderungen von 11,0 Mrd. EUR auf 11,7 Mrd. EUR. Dies entspricht bei gestiegenen Gesamtkapitalanlagebeständen unverändert zum Vorjahr einer Quote von 13 %.

Aktien und Aktienfonds

Die europäischen Aktienmärkte waren im vergangenen Jahr geprägt durch eine globale Talfahrt. In der ersten Jahreshälfte wurde diese Tendenz ausgelöst durch die Katastrophen in Japan und in der zweiten Jahreshälfte fortgeführt als Eskalation der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise. Spiegelbildlich zu der Entwicklung auf den Aktienmärkten wurden die Aktienbestände, die zu Jahresbeginn noch bei 1,9 Mrd. EUR lagen, bereits im ersten Quartal 2011 signifikant abgebaut. Die verbleibenden Aktienbestände befinden sich zum größten Teil in Aktienfonds und sind innerhalb dieser abgesichert. Im Wesentlichen befinden sich Aktien in den Portfolios der Gesellschaften im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Bei den übrigen Beständen handelt es sich um strategische Engagements. Das Aktienengagement im gesamten Konzern betrug zum Jahresende 0,9 Mrd. EUR, dies entspricht einer wirtschaftlichen Aktienquote von 1,0 %.

Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Bestände (ohne übrige Kapitalanlagen) verminderten sich um 179 Mio. EUR und betragen nunmehr 129 (308) Mio. EUR.

Immobilien inklusive Anteile an Immobilienfonds

Fremdgenutzter Grundbesitz wird Ende 2011 in Höhe von 1,1 Mrd. EUR gehalten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine sehr leichte Steigerung um 5 Mio. EUR. Im Berichtszeitraum wurden neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 20 Mio. EUR auch außerplanmäßige Abschreibungen über 19 Mio. EUR aufgrund von Marktbewertungen vorgenommen. Den außerplanmäßigen Abschreibungen standen Zuschreibungen in gleicher Höhe entgegen.

Die Immobilienquote, die auch die Investments in Immobilienfonds beinhaltet, lag unverändert bei 2 %.

Kapitalanlageergebnis

Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses

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In Mio. EUR 2011 20101) 2009
Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.938 2.782 2.607
davon laufende Erträge aus Zinsen 2.734 2.616 2.457
davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen - 2 -6
Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen 309 385 236
Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen -112 -78 -332
Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen -30 -12 52
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen 149 133 145
Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 2.956 2.944 2.418
Depotzinsergebnis 306 280 240
Summe 3.262 3.224 2.658

1) Im Berichtsjahr wurden die Aufwendungen für die Verwaltung von nicht konzerneigenen Kapitalanlagen unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Das Vorjahr wurde insoweit angepasst

Das Kapitalanlageergebnis des Berichtsjahres wies mit 3,3 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung aus. Wesentlicher Ergebnistreiber sind unverändert die laufenden Erträge aus Zinsen, die, bezogen auf das gesamte Kapitalanlageergebnis, von 81 % auf 84 % stiegen.

Die ordentlichen Kapitalanlageerträge betrugen zum Jahresende 2.938 Mio. EUR (+156 Mio. EUR bzw. +6 %) bei einem Anstieg der selbst verwalteten Kapitalanlagen von +5 %, der durch die Zuflüsse aus dem Versicherungsgeschäft getragen ist. Dem sinkenden Kapitalmarktzinsniveau entgegenlaufend beträgt der Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren 4,2 % und liegt damit leicht über dem Vorjahreswert von 4,1 %. Dabei konnte im Rahmen der Reinvestitionen der Abwärtstrend des allgemeinen Zinsniveaus durch verstärkte Investitionen in Industrieanleihen abgefedert werden. Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos wurden derivative Finanzinstrumente (u. a. Vorkäufe) insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland eingesetzt. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen verweisen wir auf den Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seite 231 ff.

Das Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr insgesamt deutlich unter dem Vorjahresniveau und betrug im Saldo 309 (385) Mio. EUR. Eine signifikante Steigerung der Gewinnrealisation bei festverzinslichen Wertpapieren aufgrund der günstigen Marktgegebenheiten wurde durch gestiegene Verluste insbesondere bei Aktien (60 Mio. EUR) kompensiert. Darüber hinaus führten vor allem in den beiden Rückversicherungssegmenten bereits im Jahr 2010 begonnene Portfolioadjustierungen - vor dem Hintergrund der Diversifizierung und Renditesteigerung wurden Umschichtungen von Staatsanleihen zu Industrieanleihen vorgenommen - zu Gewinnrealisationen. Ferner schlug die Veräußerung griechischer Staatsanleihen im ersten Quartal mit Verlusten in Höhe von 30 Mio. EUR zu Buche, die im Wesentlichen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland angefallen sind.

Im Vergleich zu 2010 waren insbesondere die Bewegung am Aktienmarkt, aber auch die Staatsschuldenkrise im Jahr 2011 für höhere Abschreibungserfordernisse verantwortlich. Auf Gesamtkonzernebene wurden auf Aktientitel - darunter einige strategische Beteiligungen -91 (45) Mio. EUR abgeschrieben. Bei den festverzinslichen Wertpapieren waren Wertberichtigungen von 30 (17) Mio. EUR notwendig. Aufgrund der verschärften Situation der Staatsschuldenkrise wurden im dritten und vierten Quartal die Bestände an griechischen Staatsanleihen auf den Marktwert (durchschnittlicher Bewertungskurs bei 22 %) abgeschrieben. Der Abschreibungsaufwand belief sich auf 12 Mio. EUR. Darüber hinaus haben wir Abschreibungen in Höhe von 9 Mio. EUR auf nachrangige Anleihen vorgenommen, die im Rahmen der Krise der Landesbanken weiter unter Druck geraten waren.

Über alle Assetklassen zusammen standen den Abschreibungen Zuschreibungen in Höhe von 74 (37) Mio. EUR entgegen. Von den gesamten Zuschreibungen entfielen 30 Mio. EUR auf Alternative Investments und 19 Mio. EUR auf Immobilien.

Das unrealisierte Ergebnis verschlechterte sich um 18 Mio. EUR und betrug -30 Mio. EUR.

Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen belief sich auf 306 (280) Mio. EUR.

Nachfolgend ist das Jahresergebnis 2011 nach Konzernsegmenten dargestellt. Der Ergebnisrückgang in den Segmenten Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnte insbesondere durch deutliche Ergebnissteigerungen in der Schaden-Rückversicherung mehr als ausgeglichen werden. Wesentliche Ergebnistreiber waren hier neben gestiegenen laufenden Kapitalerträgen auch ein höheres unrealisiertes Ergebnis 8 (-32) Mio. EUR aus den im Jahr 2010 zur Absicherung eines Teils der Inflationsrisiken unserer versicherungstechnischen Schadenreserven abgeschlossenen Inflation Swaps. Hieraus resultieren erfolgswirksame unrealisierte Gewinne von 12 (-31) Mio. EUR. Hinsichtlich näherer Details verweisen wir auf unsere Anmerkungen 29 "Kapitalanlageergebnis" im Anhang.

Kapitalanlageergebnis nach Konzernsegmenten1) In Mio. EUR

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten

Das Kapitalanlageergebnis des Konzernsegments Konzernfunktionen umfasst in erster Linie die Kosten für die Verwaltung der Kapitalanlagen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Der Konzern ist verschiedene Verpflichtungen eingegangen. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögenslage sind hierbei Letters of Credit und Treuhandkonten zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (6.300 Mio. EUR), Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten (2.071 Mio. EUR), Garantieleistungen aus begebenen nachrangigen Schuldverschreibungen (1.959 Mio. EUR), Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements (648 Mio. EUR), Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (477 Mio. EUR) sowie Verpflichtungen nach §§ 124 ff. vag als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer (410 Mio. EUR). Darüber hinaus belaufen sich die Sonstigen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 auf 861 Mio. EUR.

Zudem obliegen dem Konzern Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Einbindung in gerichtliche Verfahren sowie Schiedsverfahren. Diese Verpflichtungen haben wir sämtlich im Anhang in den Abschnitten "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" und "Sonstige Angaben - Miete und Leasing" inklusive der Vorjahresangaben dargestellt.

Finanzlage

Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva des Konzerns sind geprägt durch das Erst- und Rückversicherungsgeschäft. Den größten Anteil haben die versicherungstechnischen Rückstellungen, die nach den Anforderungen der Versicherungsaufsicht durch die Kapitalanlagen zu bedecken sind. Darüber hinaus finanziert sich der Konzern insbesondere durch Eigenkapital sowie nachrangige Anleihen und Verbindlichkeiten, die auch unsere wichtigsten Finanzmittel repräsentieren.

Die Finanzlage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Passiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.

Analyse der Kapitalstruktur

Kapitalstruktur im Mehrjahreszeitraum

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  2011 20101) 20091)
  In Mio. EUR In % In Mio. EUR In % In Mio. EUR In %
Eigenkapital 8.706 8 7.980 7 7.153 7
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.615 2 2.791 3 2.003 2
Versicherungstechnische Rückstellungen - brutto 83.100 72 77.510 70 73.210 72
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 6.067 5 6.414 6 4.975 5
Andere Rückstellungen 2.589 2 2.751 2 2.644 3
Verbindlichkeiten 10.212 9 10.829 10 9.750 10
Passive Steuerabgrenzung 1.488 1 1.444 1 1.478 1
Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 491 1 1.381 1 - -
Summe der Passiva 115.268 100 111.100 100 101.213 100

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Währungseinflüsse

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Konzern gebündelten Versicherer bestehen naturgemäß währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und Finanzlage.

Grundsätzlich erhalten und erbringen jedoch die international tätigen Versicherer im Regelfall Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Assets zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden. Hierzu bedarf es einer währungskongruenten Bedeckung. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die jeweiligen nationalen Währungen entsprechend der Darstellung im Anhang unter "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" dargestellt.

Entwicklung der wesentlichen Posten

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Eigenkapital um 726 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg von 9 % - auf 8.706 (7.980) Mio. EUR erhöht. Das Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beläuft sich auf 5.421 (4.945) Mio. EUR.

Der Bestand an nachrangigen Verbindlichkeiten sank leicht um 176 Mio. EUR auf 2,6 Mrd. EUR und resultiert aus der Ausübung einer Kündigungsoption und der vollständigen Rückzahlung einer Anleihe der Emittentin Hannover Finance (Luxembourg) S. A. im ersten Quartal 2011 (138 Mio. EUR). Die Ausgestaltungsmerkmale dieser Anleihen sind detailliert im Anhang in den Ausführungen zu Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" beschrieben.

Ferner besteht eine Kreditlinie für die Talanx AG in Höhe von nominal 1,5 Mrd. EUR, von der - unverändert zur Vorperiode - ein Betrag in Höhe von 550 Mio. EUR in Anspruch genommen worden ist. Das Darlehen wird bei einer Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 disponibel variabel verzinst. Darüber hinaus hat die Talanx AG per 13. Juli 2011 bzw. 21. Dezember 2011 zwei Verträge über syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien in Höhe von 500 Mio. EUR bzw. 650 Mio. EUR jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Es handelt sich um die Anschlussfinanzierung, die vertraglich erst dann zum Tragen kommt, wenn die bestehende Kreditlinie ausgelaufen ist oder gekündigt wurde oder mit Auszahlung der neuen Kreditlinie ausläuft.

Hinsichtlich weiterer Kreditvereinbarungen sowie Letters of Credit verweisen wir auf die Darstellung der außerbilanziellen Finanzinstrumente sowie die Darstellungen im Anhang auf Seite 208 bzw. 283.

Zusammensetzung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft (nach Konsolidierung)

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In Mrd. EUR 2011 20101) 20091)
Rückstellung für Prämienüberträge 4,7 4,3 3,8
Deckungsrückstellung 45,7 43,6 41,0
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 31,4 28,5 27,3
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1,0 0,8 0,9
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 0,3 0,3 0,2
Gesamt 83,1 77,5 73,2

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer ergibt sich die nachfolgende Darstellung:

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In Mrd. EUR 2011 20101) 20091)
Rückstellung für Prämienüberträge 4,3 3,9 3,5
Deckungsrückstellung 44,7 42,6 40,1
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 26,5 24,5 22,5
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1,0 0,8 0,9
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 0,3 0,3 0,3
Gesamt 76,8 72,1 67,3

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Hierbei sind die bestehenden Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern mindestens in gleicher Höhe mit Kapitalanlagen zu bedecken. Bezogen auf den Bilanzstichtag beträgt das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen - einschließlich der Depotforderungen -88 (86) %. Somit besteht eine Überdeckung der Rückstellung von 10,7 (11,3) Mrd. EUR.

Die Rückstellungen stehen dem Konzern im Rahmen der jeweiligen Restlaufzeit zur Verfügung. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Darstellung der Restlaufzeiten insbesondere der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsleistungen (Anhang, Angabe 19 "Deckungsrückstellung" und 20 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle", Seite 243 sowie 244).

Die versicherungstechnischen Verpflichtungen zu Bruttowerten nach Konsolidierung werden maßgeblich von der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dominiert. Zum Bilanzstichtag entfallen 55 (56) % der gesamten Rückstellungen auf die Deckungsrückstellungen.

Brutto-Rückstellungen nach Konzernsegmenten (nach Konsolidierung)

Brutto-Rückstellungen nach Konzernsegmenten (nach Konsolidierung)

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  Deckungsrückstellung Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
In Mio. EUR 2011 20101) 20091) 2011 2010 2009
Industrieversicherung 1 - - 7.883 7.746 7.388
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 34.099 33.338 31.922 2.579 2.695 2.772
Privat- und Firmenversicherung International 1.811 1.869 1.727 1.285 1.130 936
Schaden-Rückversicherung - - - 16.979 14.577 14.163
Personen-Rückversicherung 9.828 8.403 7.328 2.694 2.390 1.991
Konzernfunktionen - - - - - 6
Gesamt 45.739 43.610 40.977 31.420 28.538 27.256

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Die Deckungsrückstellung ist ein mathematisch errechneter Wert für künftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftig eingehender Prämien), vor allem in der Lebensversicherung.

Insgesamt sind die Bruttorückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % bzw. 5,6 Mrd. EUR gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Deckungsrückstellungen (+5 % bzw. 2,1 Mrd. EUR) sowie die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+10 % bzw. 2,9 Mrd. EUR) zurückzuführen.

Der Anstieg der Deckungsrückstellung ist auf die natürliche Alterung der Versicherungsbestände sowie ein organisches Wachstum zurückzuführen. Der gesamte Zuwachs von 2,1 Mrd. EUR entfällt mit 0,7 Mrd. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie mit 1,4 Mrd. EUR auf das Segment Personen-Rückversicherung.

Der Anstieg der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Schadenbelastungen aus dem Segment Schaden-Rückversicherung. Ursächlich hierfür waren die zahlreichen und schweren Naturkatastrophen, u. a. Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie Flutschäden in Nord- und Zentral-Thailand. Bis auf im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland stellte sich in den anderen Segmenten ein Anstieg der Schadenrückstellungen ein.

Veräußerungsgruppen

Gemäß den Vorschriften des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" hatten wir im Vorjahr im Segment Schaden-Rückversicherung die geplante Veräußerung der operativen Gesellschaften des amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, als Veräußerungsgruppe klassifiziert. Diese Transaktion wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. 2011 haben wir neben den versicherungstechnischen Verpflichtungen aus den beabsichtigten Übertragungen von Versicherungsbeständen der HDI Seguros S. A. de C. V., León (Mexiko), sowie der PB Pensionskasse AG, Hilden, auch die Vermögenswerte und Verpflichtungen der PARTNER OFFICE AG sowie der ASPECTA Assurance International AG, Vaduz (Liechtenstein), separat als Veräußerungsgruppe ausgewiesen. Die auf die Veräußerungsgruppe entfallenden Verbindlichkeiten haben wir unsaldiert von den Vermögenswerten dargestellt.

Hinsichtlich der Details verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" ab Seite 182 ff.

Außerbilanzielle Geschäfte

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten, die im Anhang unter "Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen" (Seite 283) erläutert werden.

Asset-Liability-Management

Die Struktur unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen und anderer Verbindlichkeiten ist die wesentliche Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Talanx-Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen ausgleichen bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten.

Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Passivseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellungen im Risikobericht ab Seite 100.

Die Duration (durchschnittliche Kapitalbindungsdauer) des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere im Talanx-Konzern wurde 2011 bei 6,3 leicht erhöht. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht - wie oben geschildert - auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Modified Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 8,2 Jahren im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherungen mit 3,7 Jahren relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der Talanx Asset Management wird die aktivische Duration in regelmäßigen Abständen mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt.

Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in USD mit 15 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in GBP und AUD gehalten, die in Summe jedoch nicht mehr als 5 % aller Kapitalanlagen ausmachen.

Um das Asset-Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein (siehe hierzu unsere Ausführungen im Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seite 231 ff.).

Zur Absicherung des Inflationsrisikos wurde im Teilkonzern der Hannover Rück zudem ein Inflations-Swap-Geschäft abgeschlossen. Mittels dieses derivativen Finanzinstruments sollen die Schadenreserven gegen Inflationsrisiken abgesichert werden.

Kapitalmanagement

Kapitalmanagementprozess

Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist.

Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Konzerns. Wir unterscheiden drei grundlegende Kapitalbegriffe: Companys Capital, Risk-Based Capital und Excess Capital.

Als Companys Capital (Aktionärsreinvermögen) bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene, dem Aktionär zuzuordnende ökonomische Kapital. Es setzt sich aus dem Eigenkapital nach IFRS und sogenanntem Softkapital zusammen. Zum Softkapital, das aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern beinhaltet, zählen wir z. B. den Schadenreservediskont und eine über "Best Estimate"-Reservierung hinausgehende Schadenreservierung in der Schaden/Unfallversicherung, den nicht kapitalisierten Bestandswert in der Lebens- und Personenversicherung sowie die stillen Reserven/Lasten in der Anlagekategorie Darlehen und Forderungen. Das Company's Capital dient in unserer wertorientierten Steuerung als Basis für die Bestimmung der Kapitalkosten sowie des über die Kapitalkosten hinausgehenden Verzinsungsanspruchs des Aktionärs (vgl. auch Erläuterungen zu xRoCC, Seite 35 und 37).

Risk-Based Capital (Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit des Kapitalverzehrs unter 0,03 % liegt (vgl. Risikobericht). Dieses Sicherheitsniveau entspricht einem 99,97-prozentigen Value at Risk. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für die Erstversicherungsgesellschaften auf Basis des Talanx-Risikokapitalmodells berechnet.

Excess Capital (Überschusskapital) ist die Residualgröße zwischen Company's Capital und Risk-Based Capital. Damit handelt es sich um Kapital, das nicht im Risiko steht. Da es nicht für die Deckung der Geschäftsrisiken benötigt wird und sofern es auch nicht zusätzlich risikotragend ausgelastet werden kann, kann es ohne Überstrapazierung der Risikotragfähigkeit entzogen werden. Das Verhältnis von Companys Capital und Risk-Based Capital zeigt darüber hinaus die Kapitaladäquanz an. Da Excess Capital ein Bestandteil des Companys Capital ist, beinhaltet es keinerlei Fremdmittel, sondern ist direkt dem Aktionär zuzuordnen. Bei Rückführung von Excess Capital bestehen allerdings Restriktionen sowohl durch (aufsichts-) rechtliche Aspekte als auch durch Ratingerfordernisse.

Das generelle Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern -eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur der Gruppe - ist explizit in der Strategie festgeschrieben (Seite 32 ff.). Außer nach der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-/ Risikoaspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio der Talanx. Hierdurch werden Investitionen, auch unter dem Gedanken der Diversifikation, in präferierte Wachstumsmärkte/Geschäftssegmente kanalisiert.

Somit besteht eine zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements darin, das Kapital zu identifizieren, das über das benötigte Risikokapital auf dem definierten Sicherheitsniveau hinausgeht - oder es im gegenläufigen Fall unterschreitet. Der Value at Risk definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer gegebenen Haltedauer mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Falls eine Über- oder Unterkapitalisierung besteht, wird sie in einem nächsten Schritt durch geeignete Korrekturmaßnahmen behoben oder zumindest abgemildert. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig hinreichender Kapitaladäquanz und unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten.

Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, die sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns sowie auf die Fähigkeit der Talanx AG auswirkt, den operativen Einheiten Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.

Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Kapitalverzinsung für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst und effizient umgeht.

Mit der Konzernsteuerungsfunktion Kapitalmanagement sind wir somit in der Lage,

Transparenz über das tatsächlich vorhandene Kapital zu schaffen,

das benötigte Risikokapital vorzugeben und seine Ermittlung zu koordinieren sowie

die Kapitalstruktur zu optimieren, Finanzierungsmaßnahmen durchzuführen und alle strukturellen Veränderungen zu unterstützen, die Auswirkungen auf den Kapitalbedarf haben.

Im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II ist im Jahr 2012 vorgesehen, die Allokation des Kapitals anhand des neuen internen Modells zu vollziehen.

Eigenkapital

Gewinnziel

Der Talanx-Konzern setzt sich eine langfristig überdurchschnittliche Rentabilität zum Ziel. Unser Maßstab dafür ist die Eigenkapitalrendite nach IFRS. Dabei vergleichen wir uns mit den 20 größten Versicherungsunternehmen in Europa. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen.

Die Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Eigenkapitalquote

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    2011 20101) 20091)
Bilanzielles Eigenkapital, gesamt In Mio. EUR 8.706 7.980 7.153
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter In Mio. EUR 3.285 3.035 2.579
Bilanzsumme In Mio. EUR 115.268 111.100 101.213
Eigenkapitalquote In % 7,6 7,2 7,1

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Unter Berücksichtigung der zusätzlichen aufsichtsrechtlich anerkannten Eigenmittel, wie nachrangige Verbindlichkeiten, stellt sich die modifizierte Eigenkapitalquote wie folgt dar:

Zusätzliche Eigenmittel und modifizierte Eigenkapitalquote

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    2011 20101) 20091)
Zusätzliche Eigenmittel In Mio. EUR 1.497 1.469 1.117
Modifizierte Eigenkapitalquote In % 8,9 8,5 8,2

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Entwicklung der Eigenkapitalrendite1)

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    2011 20102) 20092)
Konzernergebnis3) In Mio. EUR 520 216 485
Eigenkapitalrendite1) In % 10,0 4,5 11,8
Risikofreier Zins In % 3,1 3,5 3,6
Zielgröße In % 10,6 11,0 11,1
Performance In % -0,6 -6,5 0,7

1) Die Eigenkapitalrendite ist das Jahresergebnis zu durchschnittlichem Eigenkapital (beides jeweils ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital)
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital

Die Performance stellt hierbei die Zielüber- bzw. -untererfüllung dar. Im Jahr 2009 haben wir die uns gesetzten Ziele erreicht. Die Ertragssituation im Geschäftsjahr 2010 war maßgeblich auf eine Vielzahl von Einmaleffekten zurückzuführen. Diese waren insbesondere in einer deutlich höheren Risikovorsorge bei deutschen Lebensversicherungsgesellschaften sowie einer schlechteren Entwicklung im internationalen Privatkundengeschäft begründet. Zudem war nach einer außerordentlich geringeren Schadenbelastung im Jahr 2009 das versicherungstechnische Ergebnis in den Bereichen Industrieversicherung und Schaden-Rückversicherung rückläufig.

Hinsichtlich der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr verweisen wir auf unsere Ausführung im Kapitel "Geschäftsentwicklung" Seite 43 ff.

Entwicklung des Eigenkapitals

Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen haben folgende Ursachen:

Das Konzernergebnis, das auf unsere Anteilseigner entfällt, stieg deutlich um 141 % auf 520 (216) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die "Nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (Übrige Rücklagen)" verminderten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 11 % auf 343 Mio. EUR. Maßgeblich für diese Entwicklung sind vor allem die Rückgänge bei den Nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten aus Kapitalanlagen um -106 Mio. EUR auf 416 (522) Mio. EUR sowie bei den Übrigen Eigenkapitalveränderungen -59 (15) Mio. EUR; im Wesentlichen Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting. Der Rückgang bei den unrealisierten Kursgewinnen/ -verlusten aus Kapitalanlagen entfällt insbesondere auf unsere direkt gehaltenen Aktienengagements. Gegenläufig entwickelten sich die "Gewinne/Verluste aus Währungsumrechnung" von +43 Mio. EUR auf 46 Mio. EUR infolge von Wechselkursentwicklungen von Fremdwährungen gegenüber dem EUR in der Berichtsperiode. Die Rücklage aus Cashflow-Hedges stieg deutlich auf -60 (-123) Mio. EUR.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich um 250 Mio. EUR - dies entspricht 8 % - auf 3,3 Mrd. EUR. Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenüberschuss beläuft sich auf 377 (451) Mio. EUR. Gegenläufig wirkte sich die höhere Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern in Höhe von 183 Mio. EUR (+13 %) aus.

Entwicklung des Eigenkapitals n Mio. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Darstellung des Segmenteigenkapitals1) einschließlich darauf entfallender Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

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In Mio. EUR 2011 20102)
Segment    
Industrieversicherung 1.683 1.612
davon Minderheiten - -
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 2.417 2.635
davon Minderheiten 23 6
Privat- und Firmenversicherung International 709 514
davon Minderheiten 7 10
Rückversicherung 5.595 5.073
davon Minderheiten 3.295 3.040
Konzernfunktionen -1.702 -1.912
davon Minderheiten - -
Konsolidierung 4 58
davon Minderheiten -40 -21
Gesamtes Eigenkapital 8.706 7.980
Konzerneigenkapital 5.421 4.945
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 3.285 3.035

1) Das Segmenteigenkapital ist definiert als Residualgröße aus Segmentaktiva und -passiva
2) Angepasst aufgrund IAS 8

Anmerkung: Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital für den Geschäftsbereich Rückversicherung werden vereinfacht aus den Konzernminderheiten an Hannover Rück abgeleitet; zu diesem Zweck werden die beiden Rücksegmente zusammengefasst dargestellt.

Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 753 (632) Mio. EUR, nachrangige Verbindlichkeiten von 300 (300) Mio. EUR sowie Darlehen in Höhe von 559 (559) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden.

Der Saldo in der Konsolidierungsspalte ist im Wesentlichen das Ergebnis von Bewertungsdifferenzen von Forderungen aus der Lebensrückversicherung und Verbindlichkeiten bei Lebenserstversicherungen. Diese sind durch die verpflichtende Anwendung unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards für Erst- und Rückversicherung nicht zu vermeiden.

Entwicklung der nicht bilanzierten Bewertungsreserven

In der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 2.263 (842) Mio. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang zu den Positionen "Fremdgenutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Sonstige Vermögenswerte" und "Nachrangige Verbindlichkeiten".

Eigenkapital und nicht bilanzierte Bewertungsreserven

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In Mrd. EUR 2011 20101) 20091)
Konzerneigenkapital 8,7 8,0 7,1
Nicht bilanzierte Bewertungsreserven vor Steuern inklusive der den Versicherungsnehmern und den nicht beherrschenden Gesellschaftern am Eigenkapital zustehenden Anteile 2,7 1,2 1,1

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Liquidität und Finanzierung

Liquidität generieren wir vornehmlich aus unserem operativen Erst- und Rückversicherungsgeschäft, der laufenden Verzinsung unserer Kapitalanlagen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Zu Liquiditätsengpässen kam es folglich nicht.

Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung

Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. Solange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Zusammenfassung des Zahlungsmittelzuflusses

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In Mio. EUR 2011 20101) 20091)
Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.837 4.650 5.472
Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -2.976 -5.652 -5.072
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit -510 553 -129
Veränderung des Finanzmittelfonds 351 -449 271

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen enthält, ist im Jahresvergleich deutlich auf 3.837 (4.650) Mio. EUR gesunken. Bei der Ermittlung wird das Jahresergebnis von 897 (667) Mio. EUR in der Konzern-Kapitalflussrechnung um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen (Nettobetrachtung) korrigiert (4,2 (3,9) Mrd. EUR). Ursächlich hierfür ist neben der Erhöhung der Deckungsrückstellungen in den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Personen-Rückversicherung der durch das Segment Schaden-Rückversicherung getriebene signifikante Anstieg der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Abschnitt zur Beschreibung der Finanzlage).

Der deutliche Rückgang bei der Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Mrd. EUR wird durch die Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften in Höhe von +2,1 Mrd. EUR nahezu kompensiert. Im Ergebnis resultiert der Rückgang des Kapitalflusses aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 813 Mio. EUR im Wesentlichen aus dem Rückgang der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge in Höhe von -1,3 Mrd. EUR und entfällt vor allem auf die Veränderung bei den versicherungstechnischen Rückstellungen für Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, die sich insbesondere 2010 deutlich erhöhten (siehe korrespondierende Entwicklung beim Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit). Die Entwicklung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten resultiert aus der Stellung von Sicherheiten der Rückversicherer. Wir verweisen auf die Darstellung der Kapitalanlageentwicklung.

Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Wie auch im Vorjahr übersteigen die Auszahlungen aus dem Kauf von Kapitalanlagen mit 3,1 (4,2) Mrd. EUR die Einzahlungen aus Verkauf und Endfälligkeit. Weiterhin ergaben sich Veränderungen aus den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von +63 (-1.394) Mio. EUR. Diese Mittelabflüsse des Vorjahres resultieren mit 1,2 Mrd. EUR aus gestiegenen Investitionen in diese Kapitalanlagen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Im Geschäftsjahr betragen die Mittelabflüsse des Segments 133 Mio. EUR, die durch Mittelzuflüsse aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung International kompensiert werden.

Der Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit wurde im Berichtsjahr maßgeblich durch die Veränderungen der sonstigen Finanzierungsaktivitäten in Höhe von -328 (719) Mio. EUR bestimmt. Ursächlich für den Vorjahresanstieg waren insbesondere die Begebung nachrangiger Schuldverschreibungen sowie die Bankverbindlichkeiten und Anleihen. Die Mittelabflüsse des Berichtsjahrs wurden durch Zahlung von Dividenden in Höhe von 183 (162) Mio. EUR sowie die Rückzahlung einer nachrangigen Verbindlichkeit im ersten Quartal 2011 in Höhe von 138 Mio. EUR geprägt. Per Saldo sank der Kapitalabfluss aus Finanzierungstätigkeit um 1,1 Mrd. EUR.

Im Berichtsjahr hat sich der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, insgesamt um 305 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR erhöht. Vom Zahlungsmittelbestand wurden 42 (27) Mio. EUR für Veräußerungsgruppen nach IFRS 5 in Abzug gebracht.

Weitere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", Seite 109 f.

Finanzierung

Neben der Finanzierung aus den oben beschriebenen Eigenkapitalveränderungen stehen uns die Aktiva zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung. Daneben hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können:

Die Talanx AG hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Zum Bilanzstichtag wurde eine Tranche über insgesamt 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie beträgt zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Bereits 2011 hat die Talanx AG Vereinbarungen über zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien von 500 Mio. EUR bzw. 650 Mio. EUR jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Es handelt sich um die Anschlussfinanzierung, die vertraglich erst dann zum Tragen kommt, wenn die bestehende Kreditlinie ausgelaufen ist oder gekündigt wurde oder mit Auszahlung der neuen Kreditlinie ausläuft.

Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Der Gesamtbetrag belief sich zum Bilanzstichtag auf 3,2 (2,8) Mrd. EUR.

Davon: Auf bilateraler Basis bestehen mit Kreditinstituten unbesicherte LoC-Fazilitäten über ein Gesamtvolumen von umgerechnet 2.403 (1.207) Mio. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten (maximal bis 2021) im Rückversicherungsbereich. Zur Ablösung der in den Jahren 2005 und 2006 abgeschlossenen syndizierten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC) besteht in den Segmenten Personen- und Schaden-Rückversicherung ein Kreditrahmen in Höhe von 773 Mio. EUR in Form einer unbesicherten, syndizierten Avalfazilität. Diese hat eine grundsätzliche Laufzeit bis Anfang 2017 und verfügt über Verlängerungsoptionen. Darüber hinaus wurden mehrere bilaterale Kreditverträge abgeschlossen. Die syndizierte Fazilität aus 2005 verfügt zum Bilanzstichtag nach Teilkündigungen über einen Restbetrag von 27 Mio. EUR und endet vollständig Anfang Januar 2012. Die syndizierte LoC-Linie aus 2006 wurde im Zuge der Refinanzierung komplett zurückgeführt. Weiter wurde im Dezember 2009 eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 386 (566) Mio. EUR abgeschlossen.

Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen".

Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen unserer Aktionärsstruktur Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung unseres Ratings, eine Besicherungsverpflichtung seitens der Hannover Rückversicherung AG auslösen.

Weiterführende, detailliertere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement haben wir im Risikobericht im Abschnitt Liquiditätsrisiken dargestellt.

Analyse Fremdkapital

Mit dem Ziel, die Kapitalkosten zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital".

Die Talanx AG hat den von einem breiten Bankenkonsortium im Jahr 2009 zur Verfügung gestellten Kreditrahmen im Volumen von 1,5 Mrd. EUR zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr in Höhe von 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 und kann jeweils nach Ablauf von drei Monaten fällig gestellt werden. Hinsichtlich der Anschlussfinanzierung verweisen wir auf den vorherigen Abschnitt. Weitere 9 Mio. EUR Verbindlichkeiten der Talanx AG entfallen auf konzernintern begebene Inhaberschuldverschreibungen. Zusätzlich bestehen bei mehreren Konzernunternehmen langfristige Darlehen, im Wesentlichen Hypothekendarlehen, in Höhe von 203 (188) Mio. EUR.

Mit Wirkung zum 14. März 2011 wurde die im September 2001 begebene Anleihe der Hannover Finance (Luxembourg) S.A. mit einem Buchwert von 138 Mio. EUR ordentlich gekündigt und vollständig zurückgezahlt (33 Mio. EUR).

Darüber hinaus wurden im Jahr 2011 Rückkäufe emittierter Anleihen nur in geringem Umfang durchgeführt.

Entwicklung des strategischen Fremdkapitals

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In Mio. EUR 2011 2010 2009
Nachrangige Anleihen der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 1.732 1.869 1.365
Nachrangige Anleihen der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 261 265 269
Nachrangige Anleihen der HDI-Gerling Lebensversicherung AG 113 115 105
Nachrangige Anleihen der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 209 242 264
Nachrangige Anleihen der Talanx AG 300 300 -
Bankverbindlichkeiten der Talanx AG 550 550 550
Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando 203 188 116
Übrige Bankverbindlichkeiten der Talanx AG - - 57
Sonstiges 9 9 9
Gesamt 3.377 3.538 2.735

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Anhang in den Angaben 16 "Eigenkapital", 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten", 25 "Begebene Anleihen und Darlehen", 26 "Übrige Verbindlichkeiten" sowie unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen Verpflichtungen".

Gruppensolvabilität

Die Talanx AG unterliegt als Versicherungsholding den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen gemäß § 1 b vag. Für den Konzern erfolgt eine Beaufsichtigung durch die BaFin auf Gruppenebene. Hierzu meldet der Mutterkonzern HDI V. a. G. nach den Vorschriften der bereinigten Solvabilität ergänzende Informationen an die BaFin.

Solvabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschriften zur bereinigten Solvabilität zielen darauf ab, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Für die Ermittlung der berücksichtigungsfähigen Eigenmittel wird das Eigenkapital nach IFRS angepasst und insbesondere um die anrechnungsfähigen Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten sowie nicht im Eigenkapital enthaltene Bewertungsreserven erhöht bzw. um die immateriellen Vermögensgegenstände verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel des Talanx-Konzerns sind doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert.

Abgeleitete Solvabilität1)

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    2011 2010 2009
Berücksichtigungsfähige Konzerneigenmittel In Mio. EUR 6.843 6.363 5.639
Bedeckungssatz In % 201,8 196,7 184,2

1) Aus der bereinigten Solvabilität des HDI-Konzerns analog für Talanx ermittelt

Die Erhöhung des Bedeckungssatzes von 196,7 % auf 201,8 % ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Konzerneigenkapitals nach IFRS infolge des in die Gewinnrücklagen eingestellten Konzernergebnisses zurückzuführen. Die Entwicklung der in Abzug zu bringenden bzw. hinzuzurechnenden Posten ist nahezu unverändert zum Vorjahr.

Rating der Gruppe und wesentlicher Tochterunternehmen

Auch im Berichtszeitraum wurden die sehr guten Einstufungen des Talanx-Konzerns und seiner Gesellschaften durch die internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A. M. Best bestätigt. Zu unterscheiden ist zwischen dem "Insurer Financial Strength Rating" (Finanzstärkerating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem "Issuer Credit Rating" bzw. "Counterparty Credit Rating", das Investoren ein unabhängiges Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert.

Financial Strength Ratings des Talanx-Konzerns und der Teilkonzerne

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  Standard & Poor's A. M. Best
  Note Ausblick Note Ausblick
Talanx-Konzern1)     A Stable
Talanx Primary Group2) A+ Stable    
Hannover Rück-Teilkonzern3) AA- Stable A Positive

1) Die Bezeichnung von A. M. Best ist "HDI V. a. G. and Talanx AG's leading non-life direct insurance operation and leading life insurance operation"
2) Dieses Rating bezieht sich auf den Teilkonzern Erstversicherungen (Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International des Talanx-Konzerns) und auf seine wesentlichen Kerngesellschaften
3) Dieses Rating gilt für die Hannover Rückversicherung AG und ihre wesentlichen Kerngesellschaften. Der Hannover Rück-Teilkonzern entspricht dem Geschäftsbereich Rückversicherung des Talanx-Konzerns

Von A. M. Best wird die finanzielle Stabilität des Talanx-Konzerns (sowohl für den Erstversicherungsbereich als auch für den Rückversicherungsbereich) als "Excellent" eingestuft und fällt mit einem Rating von A in die zweitbeste Beurteilungskategorie. Der Ausblick für das Rating der Hannover Rück wird von A. M. Best aufgrund der exzellenten Kapitalisierung positiv eingestuft, während der Ausblick für das Rating der Erstversicherungsgesellschaften stabil ist.

Bei S&P erhält der Teilkonzern Hannover Rück mit AA- ("Very Strong") ein Rating aus der zweitbesten Beurteilungskategorie, während der Erstversicherungsbereich mit einem A+ ("Strong") innerhalb der drittbesten Ratingkategorie eingestuft wird. Der Ausblick der Ratings für beide Teilkonzerne ist jeweils stabil.

Als ausgewiesene Stärke wird beiden Teilkonzernen von S&P eine starke Wettbewerbsposition zugesprochen. Als weitere Stärken nennt S&P für die Talanx Primary Group deren starke Kapitalisierung und eine konservative Kapitalanlagestrategie. Hannover Rück besticht aus Sicht von S&P durch ein sehr gutes Risikomanagement. A. M. Best bescheinigt den beiden Teilkonzernen u. a. eine sehr gute Kapitalisierung sowie eine exzellente Stellung im Wettbewerb. Dabei profitiert der Talanx-Konzern aus Sicht beider Ratingagenturen u. a. von dem im Jahr 2009 initiierten Restrukturierungsprogramm "Fokus".

Nach Ende des Berichtsjahres hat A. M. Best im Februar 2012 seine hervorragenden Ratings der Versicherungsgesellschaften aus dem Erstversicherungsbereich bestätigt. Bei S&P ergab sich insoweit eine positive Änderung, als die TARGO Lebensversicherung im Januar von A auf A+ hochgestuft wurde. Eine Übersicht über die Finanzstärkeratings aus dem Erstversicherungsbereich zeigt die folgende Tabelle:

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  Standort Standard & Poor's A.M. Best
Gesellschaften der Talanx Primary Group   Note Ausblick Note Ausblick
HDI Direkt Versicherung AG Deutschland A+ Stable - -
HDI-Gerling America Insurance Company USA A+ Stable A Stable
HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG Deutschland A+ Stable - -
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Deutschland A+ Stable A Stable
HDI-Gerling Lebensversicherung AG Deutschland A+ Stable A Stable
HDI-Gerling Welt Service AG Deutschland A+ Stable A Stable
neue leben Lebensversicherung AG Deutschland A+ Stable - -
TARGO Lebensversicherung AG Deutschland A+ Stable - -
HDI-Gerling Verzekeringen N.V. (Nederland) Niederlande A Stable - -
HDI-Gerling Verzekeringen N.V./ HDI-Gerling Assurances S. A. (Belgie/Belgique) Belgien A Stable - -
HDI Versicherung AG Österreich A Stable - -
PB Lebensversicherung AG Deutschland A Stable - -

Die Ratings der vier von A. M. Best beurteilten Gesellschaften wurden im Berichtsjahr mit A und stabilem Ausblick bestätigt. Bei S&P haben sich zwei Änderungen gegenüber 2010 ergeben: Für die TARGO Lebensversicherung ergibt sich insoweit ein Unterschied, als dass die Gesellschaft durch die Anerkennung des "Core"-Status ein Upgrade von A auf A+ bekommen hat. Durch diese Entscheidung erkennt S&P die strategisch bedeutsame Position sowie die starke Ertragsfähigkeit der TARGO Lebensversicherung an. Die zweite Veränderung ist, dass durch die Verschmelzung der PBV Lebensversicherung auf die PB Lebensversicherung das S&P-Rating dieser Gesellschaft zurückgezogen wurde.

Die ersten acht in der Tabelle genannten Gesellschaften definiert S&P als Kerngesellschaften oder "Core Companies" der Talanx Primary Group. Diesen wird damit auch dieselbe Rating-Einstufung zugewiesen. Die weiteren in der Tabelle genannten Gesellschaften sind bei S&P als strategisch bedeutsame Beteiligungen eingestuft und haben deshalb eine um einen Notch* niedrigere Rating-Beurteilung.

* Ein Notch dient der Abstufung innerhalb einer Ratingkategorie

Einzelratings von Tochtergesellschaften der Hannover Rück sind aktuell der Internet-Seite der Hannover Rück (www.hannover-rueck.de) zu entnehmen. Bei der Hannover Rück ergaben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen im Rating.

Issuer Credit Ratings (Emittentenratings) von Gesellschaften des Talanx-Konzerns

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  Standard & Poor's A. M. Best
  Note Ausblick Note1) Ausblick
Talanx AG A- Stable bbb+ Stable
Hannover Rückversicherung AG AA- Stable a+ Positive

1) Zur Unterscheidung von Finanzstärkeratings verwendet A. M. Best bei Emittentenratings Kleinbuchstaben

Die vorstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Issuer Credit Ratings (ICR). Mit der genannten Einstufung von A- ("Strong") bei S&P wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit "sehr gut" bewertet und entspricht damit der drittbesten Kategorie innerhalb der Emittentenrating-Skala. Bei A. M. Best wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit bbb+ ("Good"), also mit "gut" beurteilt und entspricht so der viertbesten Ratingkategorie. Der Ausblick der Ratings ist bei beiden Ratingagenturen stabil.

Ursächlich für die im Vergleich zu den "Financial Strength Ratings" etwas schlechtere Einstufung der Talanx AG ist der nach der Methodologie der Ratingagenturen übliche sogenannte Holding-Abschlag. Demzufolge erhalten Gesellschaften, die ausschließlich als Holding fungieren und nicht selbst im operativen Geschäft tätig sind, gemäß den allgemeinen Analysekriterien der Ratingagenturen eine Abstufung gegenüber dem Financial Strength Rating einer vergleichbaren Versicherungsgesellschaft.

Die Hannover Rückversicherung AG wird bei S&P mit AA- ("Very Strong") bewertet und damit in die zweitbeste Ratingkategorie eingeordnet. Der Ausblick dieses Ratings ist stabil. Bei A. M. Best wird die Hannover Rückversicherung AG als Emittent mit a+ ("Strong") beurteilt. Diese Einstufung entspricht der drittbesten Ratingkategorie in der ICR-Ratingskala von A. M. Best. Der Ausblick des ICR der Hannover Rückversicherung AG ist - im Einklang mit ihrem Finanzstärkerating - positiv.

Des Weiteren existieren diverse Ratings für die von Konzernunternehmen emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (Emissionsratings). Diese Ratings sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter dem Punkt 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" im Anhang des Geschäftsberichts aufgeführt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Jahres 2011 in Anbetracht des Umfelds als durchaus zufriedenstellend. Der Konzern konnte sich sowohl bei der Eigenkapitalrendite, beim EBIT und insbesondere im Konzernergebnis gegenüber dem - allerdings schwachen - Vorjahr deutlich verbessern. Das versicherungstechnische Ergebnis konnte zwar nicht ganz die Erwartungen erfüllen, denn es wurde durch Naturkatastrophen in einem Ausmaß belastet, das die Erwartungswerte weit übertraf. Dennoch kam es zu einer Steigerung, was unter anderem auf das verbesserte Neugeschäft aus der Erstversicherung in Deutschland und das Konzernsegment Industrie zurückzuführen ist, trotz des Rückgangs des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung. Vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten stimmt das konstante Kapitalanlageergebnis des Konzerns besonders zufrieden. Auch strukturell ist das Ergebnis gut: Die Finanzkraft ist weiterhin hoch; insbesondere die Solvabilitätsquote ist deutlich höher als gesetzlich gefordert. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns unverändert positiv.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter im Talanx-Konzern 18.314 (18.006), dies entspricht 17.061 (16.874) Vollzeitstellen. Die Zahl der Mitarbeiter im Ausland stieg aufgrund von Unternehmenszukäufen auf 7.251 (6.865). Im Inland sank die Zahl der Mitarbeiter einhergehend mit dem Verkauf unseres Rechtsschutzversicherers sowie organisatorischen Veränderungen auf 11.063 (11.141). Weltweit hat der Konzern Mitarbeiter in 40 Ländern und auf fünf Kontinenten. In Deutschland sind etwa drei Viertel der Mitarbeiter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig.

Mitarbeiter nach Regionen

In Deutschland betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 48 %, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten 17 %; damit liegen beide Werte auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den außertariflich entlohnten Mitarbeitern haben wir eine Frauenquote von 33 % erreicht; auf Ebene der leitenden Angestellten betrug sie 13 %.

Mitarbeiter nach Beschäftigungsumfang in Deutschland

Allgemein gilt, dass Leistungsträger mit Potenzial bei Talanx unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion gefördert werden. Bei Entwicklungsprogrammen für Führungsnachwuchskräfte und für neu ernannte Führungskräfte lag die Frauenquote in den meisten Programmen in den letzten Jahren im Durchschnitt bei rund 30 %. Im Managementprogramm für künftige leitende Angestellte liegen wir mit nunmehr 20 % weiblichen Teilnehmern deutlich über dem Anteil der Frauen insgesamt bei den leitenden Angestellten.

Den Lebensphasen angepasste Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Telearbeit und die Unterstützung von Familien bei der Suche geeigneter Kinderbetreuungsmöglichkeiten helfen dabei, Frauen mit Potenzial für Führungsaufgaben bestmöglich zu fördern und zu binden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Frauen weiter verstärkt Führungspositionen wahrnehmen.

Mitarbeiter nach Geschlecht in Deutschland

Einen Schwerpunkt der Personalarbeit stellten im Jahr 2011 die Vorbereitungen für die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland dar. Die kontinuierliche Einbeziehung der Mitarbeiter bei den anstehenden Veränderungen haben wir im Berichtsjahr fortgesetzt. Ein Projektteam begleitete die verschiedenen Formen unserer Resonanzrunden - Rückspiegelungen von Mitarbeitern zu Projektthemen - und die Dialogveranstaltung "Wir stellen uns", eine Gesprächsrunde bestehend aus Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern. Zusätzlich wurden Teams zur ständigen Beratung und Unterstützung für die einzelnen Vorstandsressorts des Geschäftsbereichs etabliert, z. B. für die Konzeption und Moderation von Workshops und Veranstaltungen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Umsetzung der im Jahr 2010 beschlossenen organisatorischen Neuaufstellung des Konzerns. Sie umfasst im Erstversicherungsbereich neben der Ausrichtung auf den Kunden auch die auf einem Multistandortkonzept basierende Bündelung von Querschnittsfunktionen. Für die Erreichung der erforderlichen Anpassungsfähigkeit an sich immer schneller ändernde Rahmenbedingungen wird daher seit 2011 der größte Teil der Personalarbeit des gesamten Talanx-Konzerns in Deutschland, ausgenommen die Hannover Rück, durch die Talanx Service AG erbracht.

Qualifizierte und leistungsmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich durch Eigenverantwortung und Gestaltungswillen auszeichnen, sind neben effizienten organisatorischen Strukturen der entscheidende Erfolgsfaktor für den Talanx-Konzern. Unsere Personalarbeit ist dann erfolgreich, wenn sie sicherstellt, dass heutigen und zukünftigen Herausforderungen mit den richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am richtigen Ort begegnet werden kann. Personalmarketing, Personalentwicklung und berufliche Erstausbildung sind daher wesentliche Bestandteile der konzernweiten Personalarbeit. Ein weiteres Thema im Berichtsjahr war die Überarbeitung der Vergütungsstruktur von Führungskräften im Konzern.

Der demografische Wandel erfordert es, qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Konzern zu binden und darüber hinaus neue Mitarbeiter zu gewinnen. Die im Vorjahr entwickelte Imagekampagne "Talanxieren Sie Ihre Karriere" haben wir 2011 im Internet und in Printmedien sowie auf ausgewählten Hochschulmessen präsentiert. In der Rückversicherung wurde überdies die im Jahr 2010 eingeführte Employer-Branding-Kampagne im Berichtsjahr um einen neuen Auftritt im Karriereteil der Webseite der Hannover Rück ergänzt.

Von herausragender Bedeutung ist neben einem professionellen Personalmarketing eine kontinuierliche Personalentwicklung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden wie schon in den Jahren zuvor durch eine große Zahl von Weiterbildungsmaßnahmen und Entwicklungsprogrammen gefördert und systematisch qualifiziert. Dies trägt dazu bei, dass Führungspositionen überwiegend aus den eigenen Reihen besetzt werden können. Die Qualifizierungsprogramme im Konzern werden permanent den jeweiligen Anforderungen angepasst und sind sowohl auf fachliche wie auf überfachliche Qualifikationen gerichtet.

Die Talanx Corporate Academy war im Berichtsjahr ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung im Konzern. Die im Jahr 2010 ins Leben gerufene Einrichtung bietet Vorständen und oberen Führungskräften aus den weltweiten Konzerngesellschaften ein hochwertiges Weiterbildungsangebot. Sie dient insbesondere der Vermittlung der Strategie und der Steuerungsmethoden der Talanx und fördert zudem die Kommunikation und Vernetzung untereinander. Referenten und Diskussionspartner sind Mitglieder des Talanx-Vorstands sowie Professoren renommierter Business Schools.

Im Geschäftsbereich Industrieversicherung haben wir im Rahmen der systematischen Nachwuchsförderung Traineeprogramme für Tätigkeiten im Account Management und Underwriting sowie in der Vertriebsunterstützung und der Maklerbetreuung durchgeführt. In diesen im Regelfall einjährigen Ausbildungen eignen sich die Teilnehmer fundierte Kenntnisse über unterschiedlichste Aufgabenbereiche in der Industrieversicherung an. Auch im Jahr 2012 führen wir die Programme fort, um dem unverändert hohen Bedarf an Spezialisten Rechnung zu tragen.

Die systematische Förderung der Potenzial-, Fach- und Führungskräfte steht im Fokus der Führungskräfteentwicklung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. So wurde eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen den Führungskräften der im Geschäftsbereich zusammengeführten Gesellschaften unterstützt. Vorhandene Entwicklungsprogramme wurden gemeinsam mit der Talanx Service AG überarbeitet.

Unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück hat im Bereich der Personalentwicklung im Jahr 2011 das Blended Learning als eine weitere, zeitgemäße Lernmethode eingeführt und damit die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland in die interne Qualifizierung weiter verbessert. Blended Learning bedeutet eine Kombination von tutoriell begleiteten E-Learning-Selbstlernphasen und Präsenzschulungen. Damit wird das Lernen orts- und zeitunabhängig. Klassische Präsenzschulungen mit ihrem kommunikativen, verbindenden und motivierenden Charakter werden dort, wo es didaktisch angebracht ist, weiterhin eingesetzt, z. B. in Seminaren, die die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern oder ihre Kundenorientierung weiter stärken.

Die Erstausbildung im Talanx-Konzern ist von anerkannt hoher Qualität: Seit 2005 wurde sie insgesamt viermal mit einem Bildungspreis der deutschen Versicherungswirtschaft ausgezeichnet. Handlungsorientierung und selbstständiges Arbeiten im Team haben bei der Berufsausbildung eine große Bedeutung. Unsere Ausbildung ist gesellschaftsübergreifend und bietet den Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss daher eine Vielzahl beruflicher Chancen. Dadurch ist auch die Übernahmequote seit Jahren konstant hoch. Schwerpunkte stellen die Ausbildungen zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen sowie das duale Studium zum Bachelor of Arts und zum Bachelor of Science dar. Zum 31. Dezember 2011 waren im Talanx-Konzern im Inland 415 (404) Auszubildende beschäftigt.

Dank an Mitarbeiter und Gremien

Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren durch hohes persönliches Engagement geprägten Beitrag zum guten Ergebnis des Konzerns. Dem Konzernbetriebsrat sowie allen anderen betriebsrätlichen Gremien dankt der Vorstand für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Corporate Social Responsibility

Im Rahmen unserer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung kommt dem schonenden Umgang mit den eingesetzten Ressourcen und unserem Engagement für gesellschaftliche und soziale Projekte eine besondere Bedeutung zu.

Nachhaltigkeit

Bei der Verfolgung unseres Ziels, Umweltbelastungen möglichst gering zu halten, konzentrieren wir uns im Talanx-Konzern grundsätzlich auf drei Bereiche: ein nachhaltiges eigenes Wirtschaften, die Entwicklung von Produkten, die Umweltschutz, Energiesparen und soziale Verantwortung fördern, sowie eine Kapitalanlagepolitik, die Nachhaltigkeit bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigt.

Aktuelles Beispiel für unsere Energiesparpolitik im Konzern ist das neue Firmengebäude in Hannover, das im Dezember des Berichtsjahres eingeweiht wurde. Hier zielt das technische Konzept auf minimalen Energie- und Ressourcenverbrauch. Regenerative Energien und Ressourcen werden genutzt; für den Grundbedarf an Heiz- und Kühlenergie beispielsweise das natürliche Erdpotenzial (Geothermie). Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, Dreifachverglasung und die Begrünung von Dachflächen tragen ebenfalls zur Nachhaltigkeit des Gebäudes bei.

In allen aktuellen Fondspolicen bietet HDI-Gerling ein aktiv gemanagtes Portfolio an, das dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet ist. Die Anlagestrategie "Zukunft-Plus" enthält nachhaltige und ökologische Investments. Die Klassifizierung wird von der unabhängigen Research-Agentur Feri EuroRating Service AG vorgegeben. Kriterien bei der Auswahl sind der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, ein sparsamer Umgang mit Ressourcen, der faire Umgang mit Menschen sowie eine attraktive Rendite.

AmpegaGerling, unsere Anlagegesellschaft für Drittkunden, bietet Publikumsfonds an, für die das Thema Nachhaltigkeit ein wichtiges Investmentkriterium ist. Als nachhaltige Geldanlage offeriert sie neben dem Gerling Responsibility Fonds auch die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI und terrAssisi Aktien I AMI. Die Fonds investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt "Zukunftsverantwortung" zu den Vorreitern zählen.

Im Rahmen der Kapitalanlagepolitik unseres Konzerns achten wir außer auf die angeführten Kriterien auf die Einhaltung bestimmter ethischer, sozialer und ökologischer Standards bei den Emittenten unserer Investmentprodukte.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unser Engagement in der Gesellschaft, auch als "Good Corporate Citizenship" bezeichnet, ist sehr vielseitig. So fördern Geschäftsbereiche eigene individuelle Projekte, und unsere Mitarbeiter zeigen gesellschaftliches Engagement durch zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten. Auf Konzernebene haben wir uns insbesondere des Bereichs "Bildung und Ausbildung" angenommen. Als zentrale Maßnahme vergibt die im Jahr 2009 neu gegründete Talanx-Stiftung seit dem Sommersemester 2010 jedes Semester bis zu zehn Stipendien an begabte Studierende in versicherungsnahen Fachbereichen der Universitäten in Hannover, Leipzig, Köln, Karlsruhe und Ulm. Im Jahr 2012 ist eine Aufstockung auf bis zu 15 Stipendien und die Ausweitung auf weitere Universitäten vorgesehen. Förderungswürdig sind besonders leistungsstarke Studenten, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um ihr Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren.

Ergänzend zur Gründung der Talanx-Stiftung unterstützt die Talanx seit dem Frühjahr 2011 die internationale Studentenorganisation SIFE Germany e. V. SIFE steht für "Students In Free Enterprises" und ist eine Non-Profit-Organisation, die 1975 in den USA gegründet wurde und heute weltweit in 47 Ländern an über 1.800 Universitäten tätig ist. In Deutschland konnte sich SIFE an mittlerweile 32 Universitäten etablieren und wird derzeit außer von Talanx von 40 weiteren führenden Unternehmen als Sponsoren unterstützt. In selbstbestimmten Praxisprojekten helfen die Studierenden benachteiligten Personen oder Organisationen, ihre Situation zu verbessern und nachhaltig aus eigener Kraft zu stabilisieren. Die Studierenden bereiten dabei ihre sozialen, ökologischen, karitativen und kulturellen Projekte selbst vor und führen sie in Eigenregie durch. Zielorientierung, Budgetplanung und Erfolgsmessung sind integraler Bestandteil jedes SIFE-Projekts.

Die Zusammenarbeit von Talanx und SIFE hat viele Facetten. Neben der finanziellen Förderung als Partner von SIFE sind Talanx-Mitarbeiter aus dem Bereich Personal als Juroren bei den Landeswettbewerben aktiv. Zudem unterstützen Führungskräfte und Mitarbeiter der Talanx als sogenannte Business Advisors SIFE-Gruppen an den Hochschulen direkt mit Rat und Tat. Ideal für uns ist, dass SIFE nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich ist, sondern auch in anderen Ländern, in denen die Talanx große Unternehmungen unterhält, wie beispielsweise Brasilien, Polen oder Italien. Insofern kann die Initiative auch leicht international ausgebaut werden.

Marketing und Werbung, Vertrieb

Das Mehrmarkenprinzip im Talanx-Konzern spiegelt sich in der breitgefächerten Kommunikation wider, mit der die Tochtergesellschaften mit verschiedenen Marken über maßgeschneiderte Marketing- und Werbemaßnahmen ihre jeweiligen Kundensegmente adressieren. Die Erstversicherer im Konzern, wie HDI und HDI-Gerling, wenden sich an die breite Öffentlichkeit und setzen dafür beispielsweise TV-Werbespots, Anzeigenkampagnen oder Sponsoring ein. Unser Geschäftsbereich Rückversicherung und das Asset-Management sprechen fokussiert ihre speziellen Zielgruppen an. Die Kommunikation der Talanx AG wiederum richtet sich besonders an die erweiterte Financial Community und Wirtschaftsjournalisten.

Die Vertriebswege, die die Gesellschaften in der Gruppe nutzen, sind äußerst vielfältig: Sie reichen von eigenen Ausschließlichkeitsorganisationen und der Präsenz vor Ort durch Niederlassungen und Geschäftsstellen über die Einschaltung von Maklern und freien Vermittlern bis hin zu hoch spezialisierten Bankenkooperationen. Weitere Informationen dazu finden sich in den Abschnitten zum jeweiligen Konzernsegment.

Corporate Governance

Die Talanx AG versteht unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Anlegern, unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung.

Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat.

Die Talanx AG orientiert sich bei der Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen, an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), mit denen sie sich zwischenzeitlich weitgehend an die Standards börsennotierter Unternehmen angenähert hat.

Vorstand

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 9 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Derzeit besteht der Vorstand aus sieben Mitgliedern. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats soll dieser nur Personen zu Mitgliedern des Vorstands bestellen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Bestellungszeiträume sollen so bestimmt werden, dass diese spätestens in dem Monat enden, in dem das Vorstandsmitglied sein 65. Lebensjahr vollendet.

Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands wird auf Seite 6 des Geschäftsberichts erläutert.

Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Unbeschadet der Gesamtverantwortung führt jedes Vorstandsmitglied im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung.

Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist.

Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die strategische Ausrichtung, die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie die bestehenden Chancen und Risiken.

Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht oder strategischer Tragweite bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrates:

die Verabschiedung der strategischen Grundsätze und Zielsetzungen für die Gesellschaft und den Konzern

die Verabschiedung der Jahresplanung der Gesellschaft und des Konzerns

der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Unternehmensverträgen

der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmensteilen ab einer bestimmten Größenordnung

Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsratsvorsitzenden wahrnehmen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung der Gesellschaft. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung und Billigung des Einzel- und Konzernabschlusses zuständig.

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen die Aufsichtsratsmitglieder zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 72. Lebensjahr nicht vollendet haben.

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Umsetzung strategischer Entscheidungen, wesentliche Chancen und Risiken sowie die Planung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 8 f. des Geschäftsberichts erläutert.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht unter anderem vor, dass jedes Mitglied des Aufsichtsrats über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen muss und dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören soll. Mindestens ein unabhängiges Mitglied muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll dem Grundsatz der Vielfalt Rechnung tragen. Es wird angestrebt, dass mindestens vier Mitglieder Frauen sind. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat fünf weibliche Personen an. Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seines Mandats genügend Zeit zur Verfügung steht. Dem Aufsichtsrat dürfen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft angehören.

Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Finanz- und Prüfungsausschuss

Nominierungsausschuss

Vermittlungsausschuss

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor und entscheiden anstelle des Aufsichtsrats in dem durch die jeweilige Geschäftsordnung für den Ausschuss festgelegten Kompetenzrahmen.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Er bearbeitet ferner Fragen der Compliance und des Informationssystems für den Aufsichtsrat und erörtert die Quartalsberichte, die seit Q3/2011 veröffentlicht werden. Er bereitet die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts durch den Aufsichtsrat vor. Hierbei lässt sich der FPA ausführlich über die Sichtweise des Wirtschaftsprüfers zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informieren sowie sich die Auswirkungen eventuell geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsfragen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und bestehende Alternativen erläutern. Er befasst sich mit Fragestellungen der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitet die Personalentscheidungen für den Aufsichtsrat vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss, Änderung und Beendigung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme der vergütungsrelevanten Inhalte sowie Beschlüsse zu ihrer Durchführung. Er ist zuständig für die Gewährung von Darlehen an den in §§ 89 Abs. 1, 115 AktG genannten und gemäß § 89 Abs. 3 AktG gleichgestellten Personenkreis sowie für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG. Er nimmt anstelle des Aufsichtsrats die Befugnisse aus § 112 AktG wahr und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Weitere Einzelheiten über die Aktivitäten der Aufsichtsratsausschüsse entnehmen Sie bitte den Darstellungen im Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 10 des Geschäftsberichts.

Hauptversammlung

In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Derzeit ist einziger Aktionär der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.

Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und beschließt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats und über Satzungsänderungen der Gesellschaft. Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. Für besondere Fälle sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Compliance

Als selbstverständlich betrachtet der Talanx-Konzern die Einhaltung geltenden Rechts als Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Compliance-Beauftragten der Talanx unterstützt.

Mit der Verhaltensrichtlinie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzten wir Maßstäbe im Hinblick auf ein verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit dieser Richtlinie und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen in Einklang steht.

Nicht nur die Qualität unserer Produkte und unserer Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir Vertrauen, ein in unserer Branche nicht zu unterschätzender Wettbewerbsfaktor.

Mithilfe von Schulungsveranstaltungen und -programmen bieten wir den Mitarbeitern Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-relevante Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen.

Ein Hinweisgebersystem ermöglicht den Mitarbeitern, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße auch anonym zu melden. Auf dieser Basis können die Compliance-Beauftragten tätig werden, den Schaden eindämmen und weitere Schäden vermeiden.

Risikoüberwachung und -Steuerung

Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem der Talanx AG basiert auf der Risikostrategie, die ihrerseits aus der Unternehmensstrategie abgeleitet ist. Wesentliches Element ist die systematische und vollständige Erfassung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Risikobericht auf Seite 100 zu entnehmen.

Vergütung

Die Struktur der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstandes sind im Einzelnen im Vergütungsbericht beschrieben. Erstmals wird die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dort auch individualisiert ausgewiesen.

Vergütungsbericht

Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2011 aus der Tätigkeit der Vorstandsmitglieder für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen. Außerdem werden die Struktur und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG sowie die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands dargestellt.

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" Bestandteil des Anhangs zum Konzernjahresabschluss 2011 sind. Nach deutschem Handelsrecht beinhalten die Angaben ebenfalls Pflichtangaben des Anhangs (§ 314 HGB) bzw. des Lageberichts (§ 315 HGB), die insgesamt in diesem Vergütungsbericht erläutert und im Anhang zusätzlich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben summarisch zusammengefasst dargestellt werden.

Die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der im Jahr 2010 in Kraft getretenen Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (VersVergV) werden beachtet. Ergänzend haben wir die konkretisierenden Vorschriften des DRS 17 (geändert 2010) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" berücksichtigt.

Vergütung des Vorstands

Die Festlegung der Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen.

Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem für den Vorstand auf Grundlage der neuen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben für die Vorstandsvergütung überprüft und dessen Struktur grundlegend neu ausgerichtet. Die neue Vergütungsstruktur gilt mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 für alle aktiven Vorstandsmitglieder.

Struktur der Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten (vertikal). Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist und einer nachhaltigen langfristigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt.

Die Vergütung des Vorstands teilt sich in eine jährliche Festvergütung und eine variable Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich bei einer Zielerreichung von 100 % in einer Bandbreite von 44 % bis 68 %.

Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind.

Vorstandsvergütungsmodell ab 1. Januar 2011

1) Vorstandsvorsitzender/Finanzvorstand: 70 % Konzernergebnis, 30 % individuelle Performance (persönliche Ziele)
Stv. Vorstandsvorsitzender: 50 % Konzernergebnis, 30 % Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance
Geschäftsbereichsverantwortliche: 40 % Konzernergebnis, 40 % Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance
Chief Information Officer: 40 % Konzernergebnis, 60 % individuelle Performance
2) Split durch gesetzliche Mindestanforderungen vorgegeben

Komponenten der Vorstandsvergütung

Festvergütung

Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten bar ausbezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig, mindestens aber in Zeitabständen von zwei Jahren überprüft.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte nicht leistungsbezogene Nebenleistungen in marktüblichem Rahmen, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Dauer der Vorstandsbestellung wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung des Dienstwagens erfolgt durch das Vorstandsmitglied. Des Weiteren gewährt die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern Versicherungsschutz in angemessener Höhe (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherung). Die Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet.

Reisekosten und sonstige Aufwendungen im Interesse der Gesellschaft werden dem Vorstandsmitglied in angemessenem Rahmen ersetzt.

Bemessungsgrundlagen/Voraussetzungen für Zahlung der variablen Vergütung ab 2011

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Vergütungsbestandteil Bemessungsgrundlage/Parameter Voraussetzung für Zahlung
Ergebnistantieme    
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 70 % Stv. Vorstandsvorsitzender: 50 % Chief Information Officer: 40 % Geschäftsbereichsverantwortliche: 40 % • Konzern-Return-on-Equity (RoE); individueller Grundbetrag (gestaffelt nach Verantwortungsbereich und Berufserfahrung) je 0,1 Prozentpunkt, um den die Durchschnitts-Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre (GJ) den risikofreien Zinssatz übersteigt (erstmalig für 2013; für 2011 lediglich RoE für GJ 2011 als Betrachtungszeitraum, für 2012 Durchschnitts-RoE für GJ 2011 und 2012) • 100 % = 12,8 % RoE • Cap max: 200 % • Cap min: -100 % (Malus); • Veränderung des risikofreien Zinssatzes um 1 Prozentpunkt oder mehr führt zur Anpassung der Bonuskalkulation; • Berechnung RoE: Konzernjahresüberschuss IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) ./. arithm. Mittelwert des Konzerneigenkapitals gemäß IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) zu Beginn und Ende des Geschäftsjahres. • Vertragliche Regelung; • Erreichen der Dreijahresziele.
Geschäftsbereichstantieme    
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender, Finanzvorstand und Chief Information Officer: 0 % Stv. Vorstandsvorsitzender: 30 % Geschäftsbereichsverantwortliche: 40 % • Bewertung der Intrinsic Value Creation (IVC) der Geschäftsfelder im jeweiligen Verantwortungsbereich; • Hauptkriterien IVC: relative Veränderung zum Vorjahr, absolute Höhe, Vergleich zum Zielwert, Ausschüttungs- bzw. Ergebnisabführungsquote, allgemeines Marktumfeld; • 100 % = Betrag x = Ziele voll erreicht • Cap max: 200 % • Cap min: 0 EUR; • Erstmalige Anwendung für 2013, bis dahin Verfeinerung des IVC-Konzepts und Aufsichtsratsbeschluss nach pflichtgemäßem Ermessen. • Erreichen der Jahresziele; • bis 2013: der Aufsichtsrat bestimmt den Grad der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen; • ab 2013: Erreichen des IVC.
Performancetantieme    
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 30 % Chief Information Officer: 60 % Stv. Vorstandsvorsitzender und Geschäftsfbereichsverantwortliche: 20 % • Persönliche qualitative, quantitative Ziele; individueller Beitrag zum Gesamtergebnis, Führungskompetenz, Innovationskompetenz, unternehmerische Kompetenz, Ressortspezifika. • 100 % = Betrag x = Ziele voll erreicht • Cap max: 200 % • Cap min: 0 EUR • Erreichen der Jahresziele; • der Aufsichtsrat bestimmt den Grad der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen.

Auszahlungsmodalitäten der variablen Gesamtvergütung

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Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
• 60 % der variablen Vergütung mit der nächsten monatlichen Gehaltszahlung nach Aufsichtsratsbeschluss • 20 % der variablen Vergütung in Bonusbank; Zurückbehaltung für drei Jahre; • zur Auszahlung steht jeweils derjenige positive Betrag an, der drei Jahre vor dem Auszahlungszeitpunkt eingestellt wurde, soweit dieser den Saldo der Bonusbank unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr nicht übersteigt; • anstehende, nicht durch einen positiven Saldo der Bonusbank gedeckte Auszahlung verfällt; • Verlust der Ansprüche aus der Bonusbank in Sonderfällen: Niederlegung des Amtes ohne wichtigen Grund; Vertragsverlängerung zu gleichen Bedingungen wird abgelehnt; • keine Verzinsung von Guthaben. • Automatische Zuteilung von virtuellen Talanx-Share-Awards im Gegenwert von 20 % der variablen Vergütung; • nach Sperrfrist von vier Jahren Auszahlung des auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelten Wertes; • Wert der Aktie bei Zuteilung/Auszahlung: ungewichteter arithm. Mittelwert der Xetra-Schlusskurse fünf Handelstage vor bis fünf Handelstage nach der Konzernbilanz-Aufsichtsratssitzung; • zusätzl. Auszahlung der Summe aller während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividenden je Aktie; • Wertveränderungen der Share Awards durch Strukturmaßnahmen von kumulativ 10 % oder mehr löst Anpassung aus.

Negative variable Gesamttantieme = Auszahlung von 0 EUR variable Vergütung.

Ein etwaiger Minuswert der variablen Gesamttantieme eines Geschäftsjahres wird vollständig in die Bonusbank (siehe Spalte "mittelfristig") übernommen.

Bemessung der variablen Vergütung

Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem sogenannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie - bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich - einem sogenannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile an der gesamten variablen Vergütung wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt.

Konzernbonus

Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter Betrag je 0,1 Prozentpunkt, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) den risikofreien Zinssatz übersteigt, vergütet. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der Höchstbetrag des Konzernbonus wie auch der maximale Malusbetrag sind individuell vereinbart. Die Regelung über den Konzernbonus kann angepasst werden, sofern sich der risikofreie Zinssatz in einem Umfang verändert, dass sich eine Abweichung (absolut) von mindestens einem Prozentpunkt ergibt. Der risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird.

Geschäftsbereichsbonus

Der Geschäftsbereichsbonus soll sich an der im jeweils abgelaufenen Dreijahreszeitraum erreichten durchschnittlichen Intrinsic Value Creation (IVC) für den von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Geschäftsbereich orientieren. Ein allgemein gültiges Konzept zur Messung des IVC wird derzeit noch weiter verfeinert. Die Regelung zur Berechnung der Geschäftsbereichsperformance auf der Grundlage des Geschäftsbereichs-IVC soll erstmals für das Geschäftsjahr 2013 Anwendung finden.

Bis eine solche Regelung finalisiert ist, wird der Geschäftsbereichsbonus vom Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Dabei wird der Aufsichtsrat insbesondere folgende Kriterien berücksichtigen: relative Veränderung des IVC im Vergütungsjahr, absolute Höhe des IVC im Vergütungsjahr, IVC im Vergütungsjahr im Vergleich zum Zielwert, Ausschüttungs- bzw. Ergebnisabführungsquote des Geschäftsbereichs im Vergleich zum Zielwert, allgemeines Marktumfeld. Bei vollständiger Erfüllung der Kriterien wird der für eine 100 % Kriterienerfüllung individuell festgelegte Betrag erreicht. Über- bzw. Untererfüllung der Kriterien führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Erfüllung der Kriterien.

Individualbonus

Ferner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle im Folgejahr zu erreichende qualitative und gegebenenfalls auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungs-, Innovations- und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Spezifika, sein. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Betrag für eine 100 % Zielerfüllung wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung.

Gesamthöhe der variablen Vergütung

Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Ergibt sich als Folge der Addition der Einzelbeträge ein Negativ-Betrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h., es gibt keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag der variablen Vergütung wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt (vgl. nächster Abschnitt "Auszahlung der variablen Vergütung").

Die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt in der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung.

Auszahlung der variablen Vergütung

Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung bar ausbezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten und erst nach Ablauf eines angemessenen Zurückbehaltungszeitraums ausbezahlt. Der zurückbehaltene Teil wird nach Maßgabe der in den folgenden Abschnitten dargestellten Regelungen je zur Hälfte (d. h. in Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der festgesetzten variablen Vergütung) in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt, um die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen.

Bonusbank

In die Bonusbank werden jährlich 20 % der festgesetzten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausbezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/ Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr - gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt.

Share Awards

Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach einem Börsengang der Talanx AG nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung. Die Zuteilung der Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung der Talanx AG oder des Vorstandsmitglieds bedarf. Solange die Aktien der Talanx noch nicht börsennotiert sind, gilt als Wert je Aktie der Talanx AG der Buchwert des Eigenkapitals je Aktie, wie er sich aus dem nach internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr ergibt. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie ab Börsennotierung der Talanx AG, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) ausbezahlt. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.

Bei einem Vorstandsmitglied werden zusätzlich virtuelle Share Awards gewährt, deren Gesamtzahl sich nach dem Wert je Aktie der Hannover Rück im Zeitpunkt der Zuteilung bestimmt. Der Wert je Aktie der Hannover Rück richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird. In diesem Fall wird für je einen Share Award nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Hannover Rück-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.

Nach dem bis zum 31. Dezember 2010 gültigen Vergütungsmodell bestand die variable Vergütung des betreffenden Vorstandsmitglieds aus einer Ergebnistantieme und einer Performancetantieme. Im Unterschied zur aktuellen Vergütungsstruktur bemaß sich die Ergebnistantieme am arithmetischen Durchschnitt der Ist-Earnings per Share (EPS nach IFRS) für die letzten drei abgelaufenen Geschäftsjahre; die Performancetantieme entsprach in etwa dem Individualbonus im neuen Vergütungsmodell. Statt der virtuellen Share Awards wurden nach der alten Vergütungsstruktur Aktienwert-Beteiligungsrechte (ABR) der Hannover Rückversicherung AG zugeteilt. Die Zuteilung der ABR erfolgte letztmalig im Berichtsjahr für das Geschäftsjahr 2010. Der virtuelle Aktienoptionsplan mit ABR bleibt solange in Kraft, bis alle zugeteilten ABR ausgeübt oder verfallen sind. Die detaillierten Bedingungen werden im Anhang dieses Konzerngeschäftsberichts im Kapitel "Aktienbasierte Vergütung" erläutert.

Fortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wird das Jahresfestgehalt in unveränderter Höhe weiter gewährt, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags.

Wird das Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Dienstvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Dienstvertrag mit dem Ende des sechsten Monats, nach dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist, spätestens jedoch mit dem Ende des Dienstvertrags. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich auf Dauer nicht in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit

Bei Eigenkündigung, Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund durch die Gesellschaft oder wenn ein Angebot auf Vertragsverlängerung zu gleichen oder besseren Bedingungen abgelehnt wird (Ausnahme: Das Vorstandsmitglied hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), verfallen alle Rechte auf Auszahlung der Bestände aus der Bonusbank bzw. den Share Awards. Endet das Vertragsverhältnis vor Ende der Sperrfrist der Bonusbank bzw. Share Awards regulär, ohne dass ein Angebot auf Vertragsverlängerung erfolgt, so behält das Vorstandsmitglied seine Ansprüche auf Auszahlung aus der Bonusbank bzw. den bereits zugeteilten Share Awards.

Ein Anspruch auf Einstellung von Beträgen in die Bonusbank bzw. auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalles oder Todesfalles hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Vorstandsmitglieds erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung.

Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels oder aus anderen Gründen sind in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder nicht vorgesehen.

Ein Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 empfiehlt, ist in den Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft nicht enthalten. Eine vorzeitige Beendigung des Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund kann nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder der Verlängerung des jeweiligen Dienstvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Zwar werden in der juristischen Literatur Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert, die eine rechtssichere Umsetzung der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 erlauben. Es ist allerdings zweifelhaft, ob qualifizierte Kandidaten für einen Posten im Vorstand der Gesellschaft entsprechende Klauseln akzeptieren würden. Darüber hinaus wird der Spielraum für Verhandlungen über das Ausscheiden eingeengt, was insbesondere dann nachteilig sein kann, wenn Unklarheit über das Vorliegen eines wichtigen Grunds für die Abberufung besteht. Es liegt deshalb nach Auffassung der Talanx AG im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex abzuweichen.

Höhe der Vorstandsvergütung

Die Gesamtbezüge des Vorstands aus seiner Tätigkeit für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen betrugen 9.939 (7.035) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus den in der nachfolgenden Tabelle gemäß DRS 17 dargestellten Komponenten. Die Vorstandsbezüge werden im Geschäftsjahr 2011 in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften auf freiwilliger Basis erstmals individualisiert angegeben.

Etwaige Vergütungen für Mandate in verbundenen Unternehmen und gesellschaftsgebundene Mandate werden auf die variable Vergütung angerechnet und sind in der Übersicht gesondert dargestellt.

Gesamtbezüge des aktiven Vorstands gemäß DRS 17 (geändert 2010)

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  Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung1)
      Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Name
In TEUR
I Festvergütung II Sachbezüge/ Nebenleistungen III Auszuzahlende variable Vergütung (60 %) IV davon Vergütung aus Konzernmandaten2) Bonusbank V Wert in Bonusbank einzustellen3) (20 %) Share Awards VI Wert der zu gewährenden Share Awards4) (20 %)
Herbert K. Haas 714 21 708 468 236 236
Dr. Christian Hinsch 504 14 430 14 143 143
Torsten Leue9) 560 113 415 11 138 138
Dr. Thomas Noth 500 17 196   65 65
Dr. Immo Querner 544 9 436 204 145 145
Dr. Heinz-Peter Roß9) 560 165 415 83 138 138
Ulrich Wallin10),11) 520 33 824   275 572
Gesamt 201112) 3.902 372 3.088 780 1.140 1.437
Gesamt 201013) 2.717 358 3.702 575 - 258
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  Erfolgsabhängige Vergütung1)
Name
In TEUR
Langfristig Share Awards VII Aufwand für aktienbasierte Vergütung5) Gesamt6) geschätzte Anzahl Talanx- Share-Awards7) geschätzte Anzahl Hannover Rück-Share-Awards
Herbert K. Haas 40 1.915 7,05 -
Dr. Christian Hinsch 24 1.234 4,27 -
Torsten Leue9) 25 1.364 4,12 -
Dr. Thomas Noth 16 843 1,94 -
Dr. Immo Querner 25 1.279 4,33 -
Dr. Heinz-Peter Roß9) 34 1.416 4,12 -
Ulrich Wallin10),11) 232 2.224 1,25 6.072
Gesamt 201112) 396 9.939 27,08 6.072
Gesamt 201013) 246 7.035 - -

1) Zum Bilanzstichtag 2011 lag noch kein Organbeschluss über die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütungen für 2011 vor. Der Ausweis erfolgt auf Basis
von Schätzungen und der entsprechend gebildeten Rückstellungen

2) Auf die für 2011 auszuzahlende variable Vergütung angerechnete Vergütungen aus Aufsichtsratsmandaten in verbundenen Unternehmen
3) Angegeben ist der Nominalwert; volle oder teilweise Auszahlung erfolgt 2015, abhängig von dem sich bis dahin entwickelnden Saldo der Bonusbank
4) Angegeben ist der Nominalwert der zu gewährenden Share Awards; die Auszahlung des Gegenwerts der Share Awards erfolgt 2016 zu ihrem dann maßgeblichen Wert. Bei Herrn Wallin einschließlich im Berichtsjahr zugeteilter Aktienwert-Beteiligungsrechte (ABR) der Hannover Rückversicherung AG im Wert von insgesamt 297 (258) TEUR (vgl. Fn. 11)
5) Der Aufwand für Share Awards wird im Berichtsjahr anteilig in Abhängigkeit von der jeweiligen Laufzeit des Dienstvertrags erfasst.
Bei Herrn Wallin einschließlich des Aufwands für im Berichtsjahr ausgeübte ABR der Hannover Rückversicherung AG in Höhe von 139 (22) TEUR sowie der Zuführung zur Rückstellung 2011 für bestehende ABR in Höhe von 29 (224) TEUR
6) Summe aus I, II, III, V, VI
7) Für die Berechnung der Anzahl der Talanx-Share-Awards wurde der Buchwert des Eigenkapitals je Aktie, wie er sich aus dem nach internationalen Rechnungslegungsstandards i. S. v. § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss für das Berichtsjahr ergibt, herangezogen
8) Für die Berechnung der Anzahl der Hannover Rück-Share-Awards wurde der Xetra-Schlusskurs der Hannover Rück-Aktie per 31. Dezember 2011 herangezogen. Die tatsächliche Anzahl der zu gewährenden Hannover Rück-Share-Awards wird sich aus dem arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzernbilanz-Aufsichtsratssitzung der Hannover Rückversicherung AG im März 2012 ergeben
9) Die Sachbezüge und Nebenleistungen der Herren Leue und Dr. Roß beinhalten die mit den Festbezügen des Monats Dezember gewährten erfolgsunabhängigen Zusatzzahlungen
10) Herr Wallin erhält für das Geschäftsjahr 2011 Talanx-Share-Awards im Wert von 42 TEUR (1,25 Stück) und Hannover Rück-Share-Awards im Wert von 233 TEUR (6.072 Stück)
11) Herrn Wallin wurden im Berichtsjahr für das Geschäftsjahr 2010 57.500 Stück ABR der Hannover Rückversicherung AG im Wert von insgesamt 297 TEUR zugeteilt. Diese wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (nach dem Black-Scholes-Optionspreismodell) zum Zeitpunkt der Gewährung (8. März 2011) angesetzt. Da der Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG in der Sitzung nach dem Bilanzstichtag über die endgültige Zuteilung der ABR beschließt und da die Laufzeit der ABR jeweils am 1. Januar des Folgejahrs beginnt, werden die für das Geschäftsjahr zugeteilten ABR erst im Folgejahr aufwandswirksam. Aufgrund des Wechsels vom ABR-Programm zum Share-Award-Programm im Jahr 2011 und den unterschiedlichen Buchungsvorschriften für diese Programme sind gem. DRS 17 im Jahr 2011 beide aktienbasierten Vergütungsprogramme zu zeigen, obwohl sie sich auf unterschiedliche Jahre beziehen
12) Für die Tantiemezahlungen 2010 wurden insgesamt 336 TEUR weniger ausgezahlt als zurückgestellt. Der Gesamtbetrag für die auszuzahlende variable Vergütung 2011 wurde entsprechend gemindert
13) Die Gesamtwerte für 2010 entsprechen der alten Vergütungsstruktur und sind deshalb nur eingeschränkt mit den Gesamtwerten 2011 vergleichbar

Dem aktiven Vorstand im Berichtsjahr tatsächlich zugeflossene Barvergütungen

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Name
In TEUR
Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung1) Gesamt
Herbert K. Haas 714 1.263 1.977
Dr. Christian Hinsch 504 647 1.151
Torsten Leue 660 178 838
Dr. Thomas Noth 500 275 775
Dr. Immo Querner 544 623 1.167
Dr. Heinz-Peter Roß 725 564 1.289
Ulrich Wallin2) 520 684 1.204
Gesamt 2011 4.167 4.234 8.401
Gesamt 2010 2.982 4.866 7.583

1) Im Berichtsjahr für das Geschäftsjahr 2010 ausgezahlte erfolgsabhängige Vergütung
2) Inkl. der im Berichtsjahr ausgeübten Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG in Höhe von 139 (22) TEUR. Ausweis unter erfolgsabhängiger Vergütung

Betriebliche Altersversorgung

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder mit der Talanx AG beinhalten - mit einer Ausnahme, bei der ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Relation zur Festvergütung gewährt wird - Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet ("Defined Benefit"). Das vereinbarte Maximalruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 35 % und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In Verbindung mit der ab dem Geschäftsjahr 2011 geltenden Vergütungsstruktur wurde ein nicht ruhegehaltsfähiger Festvergütungsbestandteil eingeführt.

In einem Fall besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System ("Defined Contribution") beruht. In diesem Fall wird ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des versorgungsfähigen Einkommens (feste jährliche Bezüge zum Stichtag 1. Juli eines jeden Jahres) von der Gesellschaft geleistet.

In beiden Vertragsvarianten ("Defined Benefit" und "Defined Contribution") werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr).

Hinterbliebenenversorgung

Stirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Dienstvertrags, hat der überlebende Ehepartner, ersatzweise die anspruchsberechtigten Kinder, Anspruch auf Fortzahlung des monatlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Stirbt das Vorstandsmitglied nach Beginn der Ruhegeldzahlung, wird dem überlebenden Ehepartner und ersatzweise den unterhaltsberechtigten Kindern für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate das Ruhegehalt fortgezahlt.

Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts, das das Vorstandsmitglied bezogen hat oder bezogen hätte, wenn es bis zum Zeitpunkt seines Todes dienstunfähig geworden wäre. Bei Wiederverheiratung entfällt das Witwengeld. Wird diese Ehe durch Tod oder Scheidung aufgelöst, lebt der Anspruch wieder auf. Es sind jedoch alle Pensions-, Renten und sonstigen Versicherungsleistungen anzurechnen, die aufgrund der neuen Ehe zufließen.

Waisengeld wird in Höhe von 15 %, bei Wegfall des Witwengeldes in Höhe von 25 % des Ruhegeldes gewährt, das das Vorstandsmitglied am Todestag bezogen hat oder bezogen hätte, wenn der Pensionsfall aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Das Waisengeld wird längstens bis zum vollendeten 25. bzw. 27. Lebensjahr gezahlt. Einkommen aus einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wird teilweise angerechnet.

Anpassungen

Für Anpassungen der Ruhe-, Witwen- und Waisengelder wird der Verbraucherpreisindex für Deutschland (Gesamtindex) herangezogen.

Höhe der Altersversorgung

Die Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf insgesamt 1.509 (1.558) TEUR. Die Aufwendungen für Altersvorsorge (Service Cost) für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.060 (796) TEUR. Die Angaben zur Höhe der Altersversorgung für den Vorstand der Talanx AG werden im Berichtsjahr erstmals namentlich individualisiert angegeben.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen, für die im Berichtsjahr sechs Einzelzusagen bestanden, beliefen sich auf 1.493 (790) TEUR. Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 10.736 (11.747) TEUR.

Pensionsanwartschaften des aktiven Vorstands

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Name
In TEUR
Pensionszusage Barwert DBO2) per 31.12.2011 Aufwendungen für die Altersvorsorge3)
Herbert K. Haas 390 5.369 195
Dr. Christian Hinsch 275 3.653 142
Torsten Leue 225 266 225
Dr. Thomas Noth4)     100
Dr. Immo Querner 250 1.707 150
Dr. Heinz-Peter Roß 149 273 123
Ulrich Wallin 220 2.531 125
Gesamt 2011 1.509 13.799 1.060
Gesamt 2010 1.558 13.804 796

1) Wert des vereinbarten jährlichen Maximal-Ruhegehalts bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres
2) DBO = Defined Benefit Obligation (Pensionsverpflichtung)
3) Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen erfasste Personalaufwand (Service Cost)
4) Bei Herrn Dr. Noth besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage mit einem jährlichen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % der jährlichen Festvergütung. Angegeben ist hier der Finanzierungsbeitrag in Höhe von 100 (100) TEUR

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 4. Juni 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen.

Für das Berichtsjahr beträgt die jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats seit dem Geschäftsjahr 2010 jährlich eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Mio. EUR, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gemäß § 113 Abs. 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, die seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Abs. 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung.

Für die Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats wird eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrages.

Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds (einschließlich Mitgliedschaft in den Ausschüssen des Aufsichtsrats) beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Fallen zwei oder mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse auf einen Tag, so wird insgesamt nur ein Sitzungsgeld gezahlt.

Die auf die Aufsichtsratsvergütungen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 2.135 (1.857) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle. Die Bezüge werden im Berichtsjahr erstmals namentlich individualisiert angegeben.

Individuelle Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

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Name Funktion Art der Vergütung Höhe1)2)
In TEUR        
Wolf-Dieter Baumgartl3) • Vorsitzender des   Basisvergütung 163
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 70
    - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Vergütung Ausschusstätigkeit 123
    - Finanz- und Prüfungsausschusses Sitzungsgelder 22
    - Nominierungsausschusses    
    - Vermittlungsausschusses   378
Prof. Dr. Eckhard Rohkamm • Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats   Basisvergütung 75
  • Mitglied des   Variable Vergütung 31
    - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Vergütung Ausschusstätigkeit 50
    - Finanz- und Prüfungsausschusses Sitzungsgelder 13
    - Vermittlungsausschusses   169
Ralf Rieger • Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats   Basisvergütung 77
  • Mitglied des   Variable Vergütung 31
    - Finanz- und Prüfungsausschusses Vergütung Ausschusstätigkeit 25
    - Vermittlungsausschusses Sitzungsgelder 9
        142
Antonia Aschendorf • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung Variable Vergütung 17
  (seit 1. September 2011)   Sitzungsgelder 2
        26
Karsten Faber • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 50
      Variable Vergütung 20
      Sitzungsgelder 5
        75
Jutta Hammer • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 66
  (seit 1. Februar 2011)   Variable Vergütung 19
      Sitzungsgelder 5
        90
Hans-Ulrich Hanke • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 24
  (bis 31. Januar 2011)   Variable Vergütung 2
      Sitzungsgelder -
        26
Gerald Herrmann • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 50
      Variable Vergütung 20
      Sitzungsgelder 5
        75
Dr. Thomas Lindner • Mitglied des   Basisvergütung 50
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 20
    - Finanz- und Prüfungsausschusses Vergütung Ausschusstätigkeit 25
    - Nominierungsausschusses Sitzungsgelder 10
        105
Jutta Mück • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 72
      Variable Vergütung 20
      Sitzungsgelder 7
        99

Individuelle Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

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Name Funktion Art der Vergütung Höhe1)2)
In TEUR      
Otto Müller • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 80
      Variable Vergütung 39
      Sitzungsgelder 8
        127
Dr. Hans-Dieter Petram • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 50
      Variable Vergütung 20
      Sitzungsgelder 4
        74
Dr. Michael Rogowski • Mitglied des   Basisvergütung 50
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 20
    - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Vergütung Ausschusstätigkeit 25
    - Nominierungsausschusses Sitzungsgelder 10
        105
Katja Sachtleben-Reimann • Mitglied des   Basisvergütung 68
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 20
    - Vermittlungsausschusses Vergütung Ausschusstätigkeit -
      Sitzungsgelder 6
        94
Dr. Erhard Schipporeit3) • Mitglied des   Basisvergütung 80
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 40
    - Finanz- und Prüfungsausschusses Vergütung Ausschusstätigkeit 40
      Sitzungsgelder 15
        175
Bodo Uebber • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 33
  (bis 31. August 2011)   Variable Vergütung 14
      Sitzungsgelder 1
        48
Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder • Mitglied des   Basisvergütung 50
    - Aufsichtsrats Variable Vergütung 20
    - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Vergütung Ausschusstätigkeit 25
      Sitzungsgelder 9
        104
Werner Wenning • Mitglied des Aufsichtsrats   Basisvergütung 50
      Variable Vergütung 20
      Sitzungsgelder 5
        75
Gesamt 20114)       2.135
Gesamt 2010       1.857

1) Die Vergütung für das Geschäftsjahr wird jeweils mit Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beschließt. Für die Vergütung sind die gebildeten Rückstellungen angegeben
2) Zzgl. der auf die Vergütungen und Sitzungsgelder zu zahlenden, von der Gesellschaft erstatteten Umsatzsteuer
3) Einschließlich Aufsichtsratsvergütungen von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen
4) Für die Vergütungen 2010 wurden insgesamt 126 TEUR (zzgl. USt.) mehr ausgezahlt als zurückgestellt. Der Gesamtbetrag für die Vergütungen 2011 wurde entsprechend erhöht

Darlehen an Organmitglieder und Haftungsverhältnisse

Zur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten bedarf die Gewährung von Darlehen der Talanx AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen an Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats sowie ihrer Angehörigen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Zum Bilanzstichtag bestand ein Hypothekendarlehen eines Mitglieds des Aufsichtsrats bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG in Höhe von 64 (80) TEUR. Im Berichtsjahr wurden 15 TEUR getilgt, die Restlaufzeit des Darlehens beträgt vier Jahre und drei Monate, der vereinbarte Zinssatz beläuft sich auf nominal 4,2 (effektiv 4,3) %. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises.

Weitere nach IAS 24 angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen gab es im Berichtsjahr nicht.

IAS 24 sieht eine gesonderte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Die Vergütung des genannten Personenkreises stellt sich wie folgt dar:

Managementvergütung gemäß IAS 24

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In TEUR 2011 2010
Gehälter und sonstige kurzfristig fällige Vergütungen 9.497 8.634
Andere langfristig fällige Leistungen1) 1.140  
Gewährung von Aktien und anderen eigenkapitalbasierten Vergütungen2) 1.437 258
Aufwendungen für die Altersvorsorge3) 1.060 796
Gesamt 12.978 9.688

1) Angegeben ist der Nominalwert des für die Mitglieder des Vorstands für 2011 in die Bonusbank einzustellenden Anteils der erfolgsabhängigen Vergütung
2) Angegeben ist der Nominalwert der den Mitgliedern des Vorstands für 2011 zu gewährenden Share Awards und der Wert der im Berichtsjahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG
3) Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen erfasste Personalaufwand (Service Cost)

Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands

Die Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (sogenannte Risikoträger) gleichermaßen.

Für den Personenkreis der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands, die nicht zu den Risikoträgern gehören, existieren in der Talanx-Gruppe in den einzelnen Geschäftsbereichen separate Vergütungssysteme, die der Vergütungsstrategie des Konzerns entsprechen. Unterschiede in der Ausgestaltung sollen den spezifischen Rahmenfaktoren der Geschäftsbereiche Rechnung tragen und deren Wettbewerbsfähigkeit fördern.

Die Vergütung für diesen Personenkreis setzt sich über alle Geschäftsbereiche hinweg aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Im Durchschnitt lag die variable Vergütung im Jahr 2011 bei 30 %.

Im Berichtsjahr bildete die weitere Vereinheitlichung der Vergütungs- und Zielvereinbarungssysteme einen wesentlichen Schwerpunkt der Personalarbeit im Konzern.

Zum einen wurde ein neues Vergütungssystem für Risikoträger eingeführt und zum anderen die konzernweite Anpassung der variablen Vergütung für Führungskräfte vorbereitet. Höhe und Struktur der Vergütung tragen einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung, sie sind marktgerecht und wettbewerbsfähig.

Grundlage des leistungsorientierten Vergütungssystems in der Erstversicherung ist das Zielgehalt. Dies bezeichnet das Gesamtbruttojahresgehalt, das bei guter Leistung erzielt wird. Das Zielgehalt setzt sich zusammen aus einem ixen Gehaltsbestandteil sowie einem variablen Vergütungsbestandteil, der von der Verantwortungs- und Funktionsstufe der Stelle abhängt. Die variable Vergütung macht einen Anteil von 35 % des Zielgehalts aus.

Die variable Vergütung errechnet sich daraus, in welchem Umfang bestimmte Zielvorgaben in den Bereichen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsergebnis und individuelles Ergebnis erreicht wurden. Die genannten drei Zielkategorien für die variable Vergütung werden bei Führungskräften in Geschäftsbereichen der Erstversicherung und in Konzernfunktionen unterschiedlich gewichtet.

Im Teilkonzern Hannover Rück gilt mit Wirkung zum 1. Januar 2012 für alle Konzernführungskräfte im In- und Ausland ein einheitliches Vergütungssystem.

Die Bemessung der variablen Vergütung basiert auch hier auf den Elementen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsziele und individuelle Ziele. Die Gewichtung der Elemente richtet sich danach, ob Verantwortung entweder im Marktbereich oder im Servicebereich getragen wird. Die Vereinbarung der Geschäftsbereichsziele und individuellen Ziele sowie deren Zielerreichungsgrad werden im Rahmen des MbO-Verfahrens vorgenommen. Bei der Neuausrichtung des Vergütungssystems wird auch die aktienbasierte Vergütung des Vorstands (Share-Award-Programm) auf die Führungskräfte ausgedehnt.

Nachtragsbericht

Ereignisse, die einen Einfluss auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage haben könnten, sind im Prognose- und Chancenbericht sowie im Anhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", Seiten 286 f. beschrieben.

Risikobericht

Risikostrategie

Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie formuliert die Ziele und Strukturen des Risikomanagements. Voraussetzungen für die Übernahme von Risiken sind Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zum Risikobudget des Konzerns. Die Risikostrategie bildet als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Gekoppelt an die wertorientierte Steuerung ist die Risikostrategie integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich auch in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider.

Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern gehen wir eine Vielzahl von Risiken bewusst ein, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Sowohl die Unternehmens- als auch die Risikostrategie unterliegen einem etablierten Überprüfungsprozess. Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung wollen wir die Adäquanz unserer strategischen Leitlinien und damit ein Handeln auf adäquater Informationsbasis sicherstellen.

Die derzeitig aufsichtsrechtlich gültigen Solvabilitätsanforderungen werden vom Talanx-Konzern erfüllt.

Funktionen innerhalb des Risikomanagementsystems

Wesentlich für ein effizientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen wie folgt definiert:

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Steuerungselement Wesentliche Aufgabe im Risikomanagement
Aufsichtsrat • Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement
Vorstand • Gesamtverantwortung für das Risikomanagement • Festlegung der Risikostrategie • Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements
Risikokomitee • Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: - kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie - Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf existenzgefährdende Risiken
Chief Risk Officer • Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken
Zentrales Risikomanagement • Konzernübergreifende unabhängige Risikoüberwachungsfunktion • Methodenkompetenz, u. a. für die - Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikobewertung, -steuerung und -analyse - Risikolimitierung und -berichterstattung - übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals
Dezentrales Risikomanagement • Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen • Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung dienen
Interne Revision • Prozessunabhängige Überprüfung der Funktionsbereiche des Konzerns

Neben diesen (Risiko-) Funktionen und Gremien sind für gesonderte Themen auch organisatorische Strukturen, wie z. B. Krisenstäbe für die Bewältigung von Notfallereignissen und Krisenfälle, implementiert.

Risikomanagementprozess

Der Talanx-Konzern deckt mit seinen Geschäftsbereichen ein umfangreiches Produktspektrum ab - von Versicherungen bis zu Finanz- und sonstigen Dienstleistungen. Daher arbeiten die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaften mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Der Talanx-Konzern verfolgt einen zentral-dezentralen Ansatz. Im Rahmen des zukünftig zu verwendenden internen Modells (für Solvency II) obliegt die Verantwortung und in unwesentlichen Teilen auch der Betrieb von Modellen konzernweit relevanter Risikokategorien dem Konzern. In den Geschäftsbereichen erfolgt dagegen der Betrieb der Modelle, die versicherungstechnische Risiken abbilden. Deren Fortentwicklung erfolgt gemeinsam, wobei die Modellhoheit bei der Konzernholding liegt. Durch Auditierungen prüft der Konzern die Adäquanz der implementierten Modelle sowie die Einhaltung von Konzernrichtlinien.

Der Risikomanagementprozess umfasst die Identifikation, Messung, Analyse, Bewertung, Limitierung, Überwachung und Steuerung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung.

Wir identifizieren konzernweit Risiken über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Durch zentrale Überprüfungsverfahren wird die Vollständigkeit der Risiken sowie die qualitative Analyse und Bewertung überprüft. Weitergehende Analysen nehmen dann die Risikomanagementeinheiten der Geschäftsbereiche vor. Übergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Die maßgeblichen Methoden und Verfahren sind dokumentiert und Gegenstand der internen Angemessenheitsüberprüfungen sowie der Prüfungen seitens der internen Revision. Im Berichtsjahr wurde mit einer Weiterentwicklung in Richtung der konzernweiten Harmonisierung der Erfassungsmethode begonnen.

Neben der softwarebasierten Risikoerfassung führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit dem dezentralen Risikomanagement der Geschäftsbereiche sowie den konzerninternen Dienstleistungsgesellschaften. Diese Risikogespräche unterstützen die Analyse und Bewertung der Risiken auf Ebene der Talanx AG. Für wesentliche Änderungen in der Risikoposition ist ein Eskalationsverfahren auch in Richtung Konzernrisikomanagement vereinbart, sodass ein Ad-hoc-Risikomanagement auf Ebene der Talanx AG gewährleistet ist.

Zur Messung, Analyse und Bewertung von Risiken leitet das Konzernrisikomanagement aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikokapitalmodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine Bewertung der Risiken vor. Es lehnt sich im Berichtszeitraum noch in wesentlichen Bereichen (allerdings verfeinert) an das sogenannte GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung von Einzelrisiken sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ein zentrales Ziel der Risikoquantifizierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,97-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und Risikokategorien berücksichtigt.

Im Rahmen der Risikolimitierung verfolgt die Vorgabe von Spitzenkennzahlen den Zweck, innerhalb unseres zentralen Limit- und Schwellenwertsystems Risiken des Konzerns zu steuern und zu überwachen. Limite und Schwellenwerte für quantitativ messbare Risiken sollen dabei die Risikosteuerung und -überwachung operationalisieren. Nicht oder schwer quantifizierbare wesentliche Risiken (z. B. operationale Risiken) überwachen und steuern wir primär durch Prozesse und Verfahren.

Bei der Risikoüberwachung unterscheiden wir insbesondere zwischen der prozessintegrierten unabhängigen Überwachung und der prozessunabhängigen Überwachung. Die prozessintegrierte unabhängige Überwachung liegt vor allem bei dem Risikokomitee, dem Chief Risk Officer und den ihn unterstützenden Organisationseinheiten. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt insbesondere durch die Interne Revision und den Aufsichtsrat.

Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren sowie eine ausreichende unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement verfolgt dabei das Ziel zu gewährleisten, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Über wesentliche Änderungen in der Risikoposition ist der Vorstand der Talanx AG ad hoc zu informieren.

Mögliche Folgen von Risiken sind nicht nur zu dokumentieren, sondern haben auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen einzufließen, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernsegmente und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Die Talanx AG erstellt auf dieser Basis ihren eigenen Ergebnisplan. Ziel dieses Planungsprozesses ist, die zukünftige Entwicklung ebenso zu berücksichtigen wie die Interdependenzen zwischen den Plänen der jeweiligen Tochtergesellschaft und der Talanx AG. Im Rahmen des Performance-Management-Zyklus werden bei der Planung sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigt.

Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse dienen nicht nur dem Zweck, die umfassenden Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes an das Berichts- und Meldewesen zu erfüllen, sie beziehen sich vielmehr auch auf die Erstellung und Überprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von Planungs- und Controllinginstrumenten.

Im Berichtsjahr wurde unser Risikomanagement im Bereich der Erstversicherung von Standard & Poor's mit "adequate with positive trend" beurteilt. Das Risikomanagement der Hannover Rück wurde von S&P mit "strong" beurteilt.

Bei der Talanx Asset Management sowie der AmpegaGerling Investment GmbH ist im Jahr 2009 und 2010 die Zertifizierung des US-amerikanischen Prüfungsstandards SAS No. 70 ("Statement on Auditing Standards No. 70") erfolgt. Die Zertifizierung dient als Nachweis einer angemessenen Ausgestaltung des Kontrollsystems sowie einer wirksamen Umsetzung der Kontrollen. Im Jahr 2011 wurde die Prüfung nach dem Standard SAS No. 70 durch die Prüfung nach dem internationalen Standard ISAE 3402 ersetzt.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement im Talanx-Konzern ist geprägt durch seine dezentrale Organisationsstruktur. Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt in ein dezentrales Risikomanagement auf Ebene der Geschäftsbereiche und ein zentrales Risikomanagement auf Konzernebene.

Die zentralen Merkmale des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Es gibt eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet (Funktionstrennung).

Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Maßnahmen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Soweit möglich kommt für die relevanten Systeme Standardsoftware zum Einsatz.

Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien, Arbeitsanweisungen) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche sind in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

In den rechnungslegungsrelevanten Prozessabläufen sind Kontrollen implementiert: Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden durch die verantwortlichen Mitarbeiter auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dabei wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Des Weiteren finden durch eine datenbankgestützte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sichern integrierte Kontrollen die Richtigkeit und Vollständigkeit des Konzernabschlusses. Die Prozesse zur Organisation und Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und zur Erstellung des Konzernabschlusses der Talanx AG sowie zugehörige Kontrollen sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt, die regelmäßig unter Compliance-Aspekten überprüft und optimiert wird.

Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch gesammelt, das allen Konzerngesellschaften IT-gestützt zur Verfügung steht und allen Mitarbeitern vorliegt, die mittelbar oder unmittelbar an der Erstellung der Konzernabschlüsse mitwirken. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Eine Betreuung der dezentralen Rechnungsweseneinheiten der Tochtergesellschaften durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens stellt sicher, dass die Vorschriften des Handbuchs eingehalten werden.

Der Konzernabschluss der Talanx AG wird auf der Grundlage der von den einbezogenen Tochtergesellschaften angeforderten und empfangenen Meldedaten (IFRS-Packages) am Standort der Konzernmutter in Hannover erstellt. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften sowie für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich; die Verwaltung der Kapitalanlagen erfolgt für die inländischen und einen Großteil der ausländischen Tochtergesellschaften grundsätzlich zentral durch die Talanx Asset Management GmbH. Insoweit wirken die Maßnahmen des Risikomanagements auf Ebene der Tochtergesellschaften auch auf die Talanx AG.

Für die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine internetbasierte IT-Anwendung eingesetzt. Die in einer Datenbank abgelegten Posten aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang sowie konsolidierungsrelevante Daten werden mittels Schnittstellen in das Konsolidierungssystem eingelesen und dort verarbeitet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, konsolidiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Des Weiteren ist im Konsolidierungssystem ein Freigabeprozess für manuelle Buchungen implementiert, der unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen eine Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips sicherstellt.

Die Konzernabschlüsse der Talanx AG werden zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; die quartärlichen Zwischenabschlüsse des Konzerns sowie die IFRS-Packages der einbezogenen Unternehmen unterliegen der prüferischen Durchsicht.

Risiken der künftigen Entwicklung

Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Banken- und Wirtschafts- bzw. Staatsschuldenkrise besteht ein hoher Grad an Unsicherheit; ob sich die diesbezüglichen Risiken nicht zukünftig weiter konkretisieren und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns nachhaltig beeinträchtigen. Die weitere Entwicklung der Krise kann vor allem auch nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten der Versicherungsnehmer haben. Gleiches, d. h. große Unsicherheit, gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit.

Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 5-20 orientieren:

versicherungstechnische Risiken

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus Finanzinstrumenten

operationale Risiken

sonstige Risiken

Auswirkungen der Banken- und Wirtschaftskrise

Die Konjunkturlage der deutschen Wirtschaft erscheint uns weiterhin eher robust und zufriedenstellend. Allerdings wird durch das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft und Zweifel an der nachhaltigen Finanzierung einiger Staaten vielfach eine Konjunkturabkühlung prognostiziert. Nach dem langwierigen Schuldenstreit zwischen der US-Regierung und der Opposition hat die Ratingagentur Standard & Poor's die US-Bonität von der Bestnote AAA auf AA+ herabgestuft. Zugleich wurde der Ausblick als "negativ" bewertet. Damit könnte den USA eine weitere Abstufung innerhalb der nächsten zwei Jahre drohen. Die Ratingagentur Moody's hat die langfristigen Kredite einiger US-Großbanken um eine Stufe schlechter bewertet, da die Wahrscheinlichkeit einer Unterstützung in einem Krisenfall durch die Regierung als gering eingestuft wurde.

Auch die Probleme aus der Staatsschuldenkrise innerhalb der Eurozone sind ungelöst. Mittlerweile refinanzieren sich bereits Griechenland, Irland und Portugal über europäische und internationale Hilfsfonds. Insbesondere in Griechenland wird die dringend notwendige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte durch die tiefe und lang anhaltende Rezession in Verbindung mit weiter steigenden Staatsausgaben erschwert. Der Marktwert des Kapitalanlagebestands des Talanx-Konzerns in griechische Staatsanleihen belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 3,3 Mio. EUR. Mit dem vom griechischen Parlament im Februar 2012 verabschiedeten Gesetz zum Schuldenschnitt realisiert sich für den Talanx-Konzern das Risiko weiterer Abschreibungen auf dieses Emittentenexposure. Aufgrund unseres zum Ende des Berichtsjahrs sehr niedrig ausfallenden Bestandes wird der Abschreibungsbedarf im Jahr 2012 nur sehr geringen Einfluss auf das Kapitalanlageergebnis des Konzerns haben. Das Rating für Italien wurde im Berichtsjahr von der Ratingagentur Standard & Poor's herabgestuft und der Ausblick als negativ bewertet. Der Talanx-Konzern besitzt gegenüber den sogenannten GIIPS-Staaten Kapitalanlagen (Staats- und halbstaatliche Anleihen) zum 31. Dezember 2011 zu Marktwerten in Höhe von 1.297,2 Mio. EUR (davon Italien 634,3 Mio. EUR, Spanien 405,8 Mio. EUR, Irland 220,4 Mio. EUR und Portugal 33,5 Mio. EUR ohne Berücksichtigung der fondsgebundenen Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen), sodass hieraus bonitätsbedingte Ausfälle resultieren können. Durch Sicherungsmaßnahmen auf der europäischen Ebene (sogenannter Europäischer Rettungsschirm) droht bei den Anleihen insbesondere der GIIPS-Staaten jenseits Griechenlands derzeit noch kein erhöhtes Ausfallrisiko.

In zunehmendem Maße zeigt sich in internationalen Märkten infolge der Banken- und Wirtschaftskrise sowie der sich abzeichnenden aufsichtsrechtlichen Neuerungen eine Tendenz zur Erhöhung der Kapitalanforderungen seitens der Aufsichtsbehörden. Diese Entwicklung könnte auch einzelne ausländische Tochtergesellschaften des Konzerns treffen und Kapitalmaßnahmen erfordern. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise diskutieren die G-20-Staaten ähnliche Eigenkapitalaufschläge für systemrelevante Versicherer wie Banken. Ob es zu derartigen Aufschlägen kommt und wie diese gegebenenfalls bei den Versicherern ausgestaltet werden sollten, ist noch unklar.

Die Spannungen im arabischen und nordafrikanischen Raum führten zu gestiegenen Rohstoffpreisen. Engpässe in der globalen Versorgung mit elektrotechnischen Vorprodukten waren die direkte Folge der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. Der schwelende Atomkonflikt mit dem Iran könnte bei einer Zuspitzung den Anstieg der Rohstoffpreise beschleunigen (und zu erheblichen Verwerfungen im weltweiten Anlegerverhalten und somit zu einer (erneuten) Krise an den Kapitalmärkten führen).

Die Talanx unterwirft sich in ihrer Kapitalanlagerichtlinie einem genau definierten Netz vom Limiten, um existenzgefährdende Risiken in Abhängigkeit von einzelnen Schuldnern zu vermeiden. Im Zuge der fortschreitenden Banken- und Wirtschaftskrise an den Kapitalmärkten wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen Punkten verschärft.

Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, auch wenn der Konzern dieses Zinsgarantierisiko vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe hierzu "Wesentliche versicherungstechnische Risiken") reduziert. Zudem könnte es insbesondere im Zuge weiter sinkender Zinsen und höherer Volatilitäten Rückgänge beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Leben-Erstversicherer geben. Der MCEV für 2011 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2012 berechnet.

Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Die Staatschuldenkrise im Euro-Währungsgebiet und die Befürchtungen hinsichtlich einer weltweiten Verminderung des wirtschaftlichen Wachstums prägten weiterhin das Marktumfeld. Zusätzliche Besorgnis im Bankenbereich entstand nicht nur aus den möglichen Verlusten auf Anleihen und Kredite an die europäischen Peripherieländer (GIIPS), sondern auch aus den regulatorisch stark angehobenen Anforderungen an das Risikokapital, die zu einem erheblichen Bedarf an neuem Eigenkapital bei den Banken bzw. zur Verkürzung der Bilanzen führen. Eine Kreditverknappung seitens der Banken könnte auch die Talanx AG treffen und ein Liquiditätsrisiko darstellen. Das Liquiditätsrisiko hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt nur eine untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichend flüssige Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung, die im Geschäftsjahr zum überwiegenden Teil unterjährig verlängert werden können. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen.

Wesentliche versicherungstechnische Risiken

Ergänzend zu den folgenden Angaben enthält der Anhang eine ausführliche, auch quantitative, Beschreibung der Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten.

Die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden.

In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko.

Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials unzureichend interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert, z. B. durch eine höhere Inflationsrate.

Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz.

Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, bezeichnet die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Risikobeherrschung nehmen die Unternehmen des Talanx-Konzerns eine vorsichtige Rückstellungsbemessung vor. Dabei berücksichtigen die Unternehmen neben den von den Kunden genannten Angaben zu den Schäden auch die Erkenntnisse aus eigenen Schadenprüfungen und -erfahrungen. Außerdem wird eine sogenannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft; darüber hinaus werden externe Reservegutachten angefertigt. Zu den Abwicklungsergebnissen der Schadenrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" Seiten 244 ff.

Im Folgenden werden die Risiken einzelner Versicherungszweige in der Schaden- und Unfallversicherung sowie anschließend die Risiken in der Leben-Erstversicherung und in der Personen-Rückversicherung dargestellt.

Bei Haftpflichtversicherungsverträgen gewähren wir dem Versicherungsnehmer und eventuell mitversicherten Personen Schutz gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter. Ersetzt werden in der Regel Personen- und Sachschäden, aber auch Vermögensschäden sind versicherbar. Hierunter fällt auch die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Die vereinbarten Versicherungssummen stellen die Deckungsgrenzen dar. Die Häufigkeit und die Höhe der Schäden können durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Durch eine Änderung der Rechtsprechung könnte die Anzahl von Fällen, in denen Ansprüche vor Gericht geltend gemacht werden, steigen, was Auswirkungen auf die Entschädigungsleistungen haben kann. Ebenso können Risiken durch Inflation entstehen, da die Schäden zum Teil über einen sehr langen Zeitraum abgewickelt werden. So könnten die gebildeten Rückstellungen inflationsbedingt nicht ausreichen, um daraus die späteren Schadenzahlungen zu leisten. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen ist der (Rück-)Versicherer haftbar für alle versicherten Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit eintreten, sogar dann, wenn der Schaden erst nach der Vertragslaufzeit erkannt wird. Daher bilden wir auch bei Haftpflichtverträgen Schadenrückstellungen nicht nur für bereits gemeldete Schäden, sondern auch für solche, die zwar eingetreten, aber noch nicht berichtet worden sind. Zur Berechnung dieser Rückstellungen werden aktuarielle Methoden angewendet. Diese können bezüglich der zugrunde gelegten Annahmen Irrtumsrisiken bergen.

Unfallversicherungsverträge gewähren Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen. Die Konzerngesellschaften leisten in der Regel je nach Unfallfolgen und Vertrag Tagegeld, Invaliditätsentschädigung oder -rente bzw. eine Todesfallsumme. Die Rückstellungen werden auf der Basis lebensversicherungsmathematischer Modelle errechnet.

Die Konzern(rück)versicherungsgesellschaften kalkulieren ihre Prämien der Haftpflicht- und Unfallversicherungsverträge auf Basis von Erfahrungswerten und aktuariellen Berechnungen. Ferner steuern sie diese Risiken durch ihre Zeichnungspolitik. Zeichnungsrichtlinien, die auch Zeichnungsausschlüsse und -limits umfassen, geben Kriterien für die Risikoselektion vor. Diese Zeichnungsrichtlinien sind für die Underwriter verbindlich; sie werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird das Risiko von Spitzenbelastungen durch entsprechenden Rückversicherungsschutz reduziert. Des Weiteren werden die Rückstellungen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft.

Sachversicherungsverträge werden geschlossen, damit im Schadenfall eine Versicherungsleistung für die beschädigte oder zerstörte Sache gezahlt wird. Die Höhe und das Ausmaß der Schäden, die diese Verträge abdecken, sind insbesondere bestimmt durch die Kosten des Wiederaufbaus von Gebäuden, die Kosten für die Wiederherstellung oder Entschädigung für den Inhalt sowie bei industriellen und gewerblichen Verträgen durch Schäden, die wegen einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs entstehen. Die Leistungen sind jedoch durch die Versicherungssumme begrenzt. In der Kraftfahrzeugversicherung können Schäden durch die Wiederbeschaffung eines zerstörten Fahrzeugs oder dessen Reparatur entstehen.

Von besonderer Bedeutung bei diesen Verträgen sind die versicherungstechnischen Risiken. So können unrichtige Kalkulationsannahmen, eine ungenügende Kumulkontrolle oder Fehleinschätzungen des Schadenverlaufs dazu führen, dass wesentliche Zahlungsströme von den Erwartungen abweichen, die bei der Kalkulation der Prämie zugrunde gelegt wurden. Insbesondere der klimatische Wandel kann zu häufigen und schweren Wetterereignissen (z. B. Überflutungen oder Stürmen) mit entsprechenden Schäden führen. Bei industriellen Sachversicherungsverträgen können durch große Einzelschadenereignisse hohe Schäden entstehen. Zur Eingrenzung der Risiken beobachten wir kontinuierlich ein eventuelles Abweichen des tatsächlichen vom erwarteten Schadenverlauf und präzisieren gegebenenfalls die Kalkulationen. Beispielsweise haben die Konzerngesellschaften bei der Erneuerung von Verträgen die Möglichkeit, die Preise an eine veränderte Risikosituation anzupassen. Auch steuern sie diese Risiken durch die Zeichnungspolitik: Hier existieren ebenfalls Zeichnungsausschlüsse und -limits, die als Kriterium für die Risikoselektion gelten. In einigen Sparten gelten außerdem Selbstbehalte. Spitzenbelastungen durch hohe Einzel- und Kumulrisiken werden durch sorgfältig gewählten Rückversicherungsschutz verringert.

Um Naturgefahrenkumule insbesondere für eigene Rechnung frühzeitig zu identifizieren, werden vor allem für den Hannover Rück-Konzern umfangreiche Szenarioanalysen angestellt. Dabei werden z. B. die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Klimaveränderungen mithilfe von Simulationsmodellen weltweit analysiert. Basierend auf diesen Auswertungen werden das maximale Engagement, das die Hannover Rück für derartige Risiken übernehmen wird, und der entsprechende Retrozessionsbedarf bestimmt. Die Retrozession - also die Weitergabe von Risiken an andere sorgfältig ausgewählte Rückversicherer von langfristig bewährter Bonität - ist ein weiteres wichtiges Instrument, die versicherungstechnischen Risiken zu begrenzen.

In der Leben-Erstversicherung wird der Versicherer durch den Versicherungsvertrag entweder zu einer einmaligen oder zu einer regelmäßig wiederkehrenden Leistung verpflichtet. Die Prämienkalkulation beruht hier auf einem rechnungsmäßigen Zins und auf biometrischen Grundlagen, die u. a. vom Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn, von der Vertragsdauer und von der Höhe der Versicherungssumme abhängen. Versicherungsfälle sind vor allem der Tod der versicherten Person oder Ablauf (Erleben) eines vereinbarten Termins.

Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Dies gilt auch und vermehrt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen unter "Wesentliche operationale Risiken" diskutiert werden.

Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Prämien und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erforderlich machen. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert.

Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen.

Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurzlaufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko.

Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) dahingehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsprämien zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu, und die Versicherungsnehmer wären nicht an den gegebenenfalls entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, sogenannte Swaptions und Book-Yield Notes sowie Vorkäufe, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportfolios ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden.

Ein dauerhaft niedriges Zinsniveau birgt für die Lebensversicherer im Konzern bezüglich der HGB-Bilanz das Risiko, dass eine Zinsnachreservierung erforderlich wird. Eine solche Änderung der handels- und aufsichtsrechtlichen Regelungen zur Reserveauffüllung der Deckungsrückstellung wurde mit der Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) vorgenommen. Die Verordnung trat im März 2011 in Kraft. Die Reserveauffüllung beginnt danach für einen Bestand von Versicherungen mit dem Rechnungszins 4 % bereits, wenn die Marktzinsen im langjährigen Durchschnitt unter 4 % gesunken sind. Entsprechend den Planungsannahmen sowie weiterer Zinsanalyse zeigt sich die Notwendigkeit der Nachreservierung im Geschäftsjahr 2012. Um die Sicherheitsmargen im aufsichtsrechtlichen Altbestand zu erhöhen, wurden teilweise Nachreservierungen schon im Geschäftsjahr 2011 vorgenommen.

Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung, insbesondere Katastrophenrisiken z. B. im Hinblick auf Pandemien. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis von abgesicherten biometrischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit) genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung der weltweit gültigen Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überarbeitet werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der entsprechenden Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen (z. B. von Stornorisiken) vorgenommen. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko nur von geringer Risikorelevanz in der Personen-Rückversicherung.

Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen.

Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best zugrunde gelegt. Für die Einbeziehung der Ratingdaten wurde ein Ratinginformationssystem implementiert.

Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Wesentliche Risiken aus Finanzinstrumenten

Die Risiken aus Finanzinstrumenten sind insbesondere vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaften gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt.

Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarkts zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Zielen ausgerichtet:

Optimierung der Rendite aus den Kapitalanlagen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau

permanente Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (Zahlungsfähigkeit)

Risikodiversifizierung (Mischung und Streuung)

Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimits und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften.

Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaften detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie und orientieren sich so an den Prinzipien des § 54 vag, dass möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Das Konzernrisikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limits. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen.

Die Risiken aus Finanzinstrumenten umfassen insbesondere Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken. Zum Umfang und Ausmaß dieser Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Ausprägungen von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 186 ff.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und können auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus sowie von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Diese können zu Wertberichtigungsbedarf oder zu Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen.

Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Ergänzend ist das Credit-Spread-Risiko zu nennen. Als Credit Spread wird die Zinsdifferenz zwischen einer risikobehafteten und einer risikolosen Anleihe bei gleichbleibender Bonität bezeichnet. Änderungen dieser am Markt beobachtbaren Risikoaufschläge führen analog der Änderungen der reinen Marktrenditen zu Marktwertänderungen der korrespondierenden Wertpapiere. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Das daraus resultierende Zinsgarantierisiko in der Lebensversicherung reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe hierzu "Wesentliche versicherungstechnische Risiken").

Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertveränderungen von im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivaten. Durch gezielte Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Zudem ist der Aktienbestand größtenteils über Stop-Loss-Konzepte gegen Kursverluste abgesichert.

Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen - insbesondere dann, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht. Bei der Steuerung des Währungsrisikos wird überwacht, ob jederzeit eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Das Risiko wird begrenzt, indem Kapital möglichst in den Währungen angelegt wird, in denen die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen sind.

Die Investitionen in alternative Assetklassen wie Private Equity und Hedge-Fonds werden durch ein konservatives Regelsystem limitiert und regelmäßig überwacht. Die Hedge-Fonds sind für die einzelnen Gesellschaften vollständig transparent und werden täglich im Hinblick auf Liquidität, Leverage und Exposure überwacht.

Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt oder über Fondsanteile gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschafften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall (z. B. eine Immobilienkrise) hervorgerufen werden. Bei direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolioebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände/Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko wie bei den Private-Equity-Fonds durch regelmäßiges Beobachten der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert.

Derivatgeschäfte schließt der Talanx-Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden im Limitsystem gepflegt und laufend überwacht. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt.

Durch eine Vielzahl risikosteuernder Maßnahmen reduzieren wir die potenziellen Marktpreisrisiken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv/Passiv-Konzept fortentwickelt. Die Berechnung des VaR erfolgt auf Basis historischer Daten, z. B. der Volatilität der Marktwerte und der Korrelation der Risiken. Im Rahmen dieser Berechnungen wird der Rückgang des Marktwerts unseres Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums simuliert. Weitere wesentliche Risikosteuerungsmaßnahmen sind Stresstests. So simulieren die Experten der Talanx Asset Management GmbH mögliche Marktveränderungen mit der Folge erheblicher Kurs- und Zinsverluste für den Großteil der Wertpapiere. Zudem werden Marktpreisrisiken anhand von unternehmensspezifischen und aufsichtsrechtlich gebotenen Stresstests mit entsprechend fest vorgegebenen Stresstestparametern ermittelt.

Bonitätsrisiken

Adressenausfallrisiken bzw. Bonitätsrisiken bestehen in der potenziellen Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Schuldnern und der daraus resultierenden Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder bonitätsbedingter Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch Ratingagenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratings. Ist ein Rating auf diese Weise nicht zu ermitteln, wird ein internes Rating erstellt. Dieses geschieht durch Auf- und Abschläge gegenüber dem Emittentenrating bzw. anderen Papieren des gleichen Emittenten. Die Risikomessung und -steuerung erfolgt außer anhand der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeiten für die jeweilige Ratingklasse anhand der Produktart, der erwarteten Erlösquote sowie der Restlaufzeit. Darüber hinaus wird als Risikokennzahl ein Credit Value at Risk als unerwarteter Verlust mit einer Haltedauer von einem Jahr und einem angestrebten Sicherheitsniveau von 99,97 % ermittelt.

Die Adressenausfallrisiken werden durch unterschiedliche Limitierungen auf Portfolio-, Ratingklassen-, Emittenten- und Emissionsebenen begrenzt. Limitbrüche führen zu definierten Eskalationsmaßnahmen. In geringem Umfang werden im Talanx-Konzern auch OTC-Derivate eingesetzt, die zu einem Kontrahentenrisiko führen. Durch die Anwendung von Netting und Sicherheitsvereinbarungen wird das wirtschaftliche Ausfallrisiko mit den jeweiligen Kontrahenten reduziert.

Liquiditätsrisiken

Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in flüssige Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifikante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen. Den Liquiditätsrisiken begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.

Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann.

Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimits für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimits werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht.

Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln optimiert der Konzern auch mithilfe von Cash Pools innerhalb der jeweiligen Konzernunternehmen, in denen Liquiditätszu- und -abflüsse der Konzernunternehmen gesteuert werden.

Wesentliche operationale Risiken

Hierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse sowie mitarbeiter- und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Rechtsrisiken.

Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, mit den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Für die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externer und interner Richtlinien ist neben der Internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig.

Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen, wie insbesondere geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-)Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken werden vom Talanx-Vorstand im ständigen Austausch mit dem lokalen Management kontinuierlich beobachtet.

In verschiedenen Ländern ist eine Finanzsteuer (Finanztransaktionssteuer und Finanzaktivitätssteuer) zur zumindest teilweisen Finanzierung der Kosten der Bankenkrise geplant oder bereits umgesetzt. Es besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe gegebenenfalls auch den Konzern trifft.

Außerdem diskutieren die G-20-Staaten vor dem Hintergrund der Bankenkrise für Versicherer ähnliche Eigenkapitalaufschläge wie für systemrelevante Banken. Wie ein entsprechender Kapitalaufschlag bei den in Betracht kommenden Versicherern ausgestaltet werden soll, ist offenbar noch unklar. Überträgt man die Stoßrichtung der Bankenpläne allerdings auf die Assekuranz, könnten auf große Versicherer - und somit gegebenenfalls auch auf den Talanx-Konzern - neue hohe Kapitalanforderungen zukommen.

Zudem haben Gerichtsurteile von obersten Instanzen weitreichende Folgen für das Kerngeschäft der Talanx-Tochtergesellschaften. Nach einem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 1. März 2011 ist es Versicherungsunternehmen mit Wirkung ab dem 21. Dezember 2012 nicht mehr gestattet, das Geschlecht als einen von mehreren Risikofaktoren für die Berechnung von Prämien und Leistungen zuzulassen. Bezüglich bestehender Verträge könnte das Urteil Auswirkungen auf die verschiedenen, künftig noch ausübbaren, vertraglichen Optionsrechte der Bestandskunden und die vertraglich vereinbarten künftigen Umrechnungen der Bestandsverträge haben. Zudem könnten sich Auswirkungen auf die Prämienkalkulation sowie Risiken durch Umdeckungen, erhöhtes Storno oder verringertes Neugeschäft ergeben. Abzuwarten ist, ob diese Rechtsprechung auch auf andere in der Versicherungswirtschaft im Rahmen der Prämienkalkulation etablierte Unterscheidungsmerkmale zukünftig erstreckt wird.

Darüber hinaus gibt es gerichtlich anhängige Verfahren, insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die nach rechtskräftigem Abschluss Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Hierzu gehört beispielsweise das laufende Verfahren bezüglich der Unwirksamkeit von Klauseln der allgemeinen Versicherungsbedingungen zu den Rückkaufswerten und zur Verwendung der Abschlusskosten in Verträgen sowie die Frage der Behandlung der unterjährigen Zahlungsweise in Versicherungsverträgen. Bei der Behandlung der Ratenzahlungszuschläge existieren völlig unterschiedliche obergerichtliche Entscheidungen. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs existiert (noch) nicht. Bei dem Neugeschäft wurden die bisher gerichtlich angefochtenen Aspekte aus Vorsicht und auch aus verbraucherfreundlichen Erwägungen angepasst. Für den Bestand ist das praktisch nicht möglich.

Auch die ausländische Gesetzgebung führt zu Risiken. Im März 2010 wurde in den USA der "Foreign Account Tax Compliance Act" (FATCA) verabschiedet, der zum 1. Januar 2013 in Kraft tritt. Die neuen FATCA-Regelungen verschärfen das US-Steuer-Reporting von ausländischen Finanzinstitutionen (auch Versicherungsunternehmen) und haben das Ziel, Steuerhinterziehungen von US-Steuerpflichtigen über Kapitalanlagen im Ausland zu bekämpfen. Zurzeit ist noch nicht eindeutig geklärt, welche Versicherungsprodukte von den vorgesehenen Meldepflichten erfasst werden. Nach derzeitigem Stand sollen Risikolebensversicherungen, Sach- und Rückversicherungen von den Regelungen ausgenommen sein, wohingegen alle sogenannten Cash-Value-Produkte und Versicherungen mit Investmentkomponente einbezogen werden. Das Thema bleibt weiterhin unter Beobachtung.

Des Weiteren sehen sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert sowie Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können.

Rechtliche Risiken können sich auch im Kontext mit Akquisitionen ergeben. Bezüglich jüngerer Auslandsakquisitionen unter Einbindung unseres Partners Meji Yasuda als Minderheitsaktionär besteht das regulatorische Risiko, dass im Rahmen des internen Modells nach Solvency II zukünftig die Risiken aus diesen Beteiligungen 100-prozentig rechnerisch beim Ermitteln des erforderlichen Gruppensolvenzkapitals zu berücksichtigen sind, die Eigenmittel des Minderheitsaktionärs aber nicht korrelierend berücksichtigt werden dürfen (haircut). Unseres Erachtens sind grundsätzlich die Eigenmittel des Minderheitsaktionärs richtigerweise zu berücksichtigen bzw. der Risikoanteil, der auf das Minderheitsaktionariat entfällt, abzusetzen. Die Diskussionen hierüber sind unter dem laufenden Solvency II nicht abgeschlossen; der Ausgang der Diskussion ist ungewiss. Des Weiteren besteht das wesensimmanente bzw. joint-venture-typische Risiko, dass mit Blick auf die gesetzlichen Schutzrechte des Minderheitsaktionärs und auch auf vertragliche eingeräumte Schutzrechte bei Meinungsverschiedenheiten sogenannte Deadlock-Situationen im Beschlussfindungsprozess bestimmter Organe der erworbenen Gesellschaft entstehen, die nur durch Konsensfindung oder - in Ermangelung einer solchen - durch Anteilsübertragungen mit entsprechenden Liquiditätsbelastungen gelöst werden können.

Neben den rechtlichen Risiken zählen zu den weiteren operationalen Risiken der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit; denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten ist von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronischer Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.

Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt der Konzern großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und - wo tarifvertraglich möglich - adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen.

Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb nicht nur mit eigenen Außendienstorganen, sondern auch mit externen Vermittlern, Maklern und mehreren Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht insbesondere bei Fremdvertrieben naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse beeinflusst werden können - mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb.

Sonstige wesentliche Risiken

Im Bereich der sonstigen Risiken sind für uns hauptsächlich mögliche zukünftige Risiken ("Emerging Risks"), die strategischen Risiken und die Reputationsrisiken wesentlich. Des Weiteren fallen unter sonstige Risiken auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG.

"Emerging Risks" (z. B. in der Nanotechnologie oder im Zuge des Klimawandels) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Risikogehalt, insbesondere im Hinblick auf unseren Vertragsbestand, noch nicht verlässlich beurteilt werden kann. Die Risiken entwickeln sich allmählich von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen. Daher sind Risikofrüherkennung und anschließende Relevanzbestimmung von entscheidender Bedeutung. Zur Früherkennung haben wir einen effizienten geschäftsbereichsübergreifenden Prozess entwickelt und die Anbindung an das Risikomanagement sichergestellt, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten zu können (z. B. laufende Überwachung und Bewertung, vertragliche Ausschlüsse oder die Entwicklung neuer [Rück-]Versicherungsprodukte).

Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an.

Mit dem im Berichtsjahr abgeschlossenen Projekt Fokus verfolgte der Konzern eine Umstrukturierung des Konzerns zur Verbesserung der Marktaufstellung. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzerngeschäftsfelder im Erstversicherungsgeschäft, um erfolgreicher im Markt agieren zu können. Im geringen Umfang existieren noch Risiken, wie z. B. Betriebsrisiken bei der Vereinheitlichung von Prozessen innerhalb der Zentralfunktionen. Zur Optimierung der Dienstleistungsqualität und der Kostenstruktur wurden weitere konzernweite Projekte bzw. ein Programm initiiert. Den dabei entstehenden Betriebsrisiken begegnen wir mit geeigneten Maßnahmen, die bereits beim Projekt Fokus angewandt wurden.

Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden) ergibt. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze.

Sonstige Risiken umfassen auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, besonders durch die Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäfts. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen.

Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnet der Konzern mit geeigneten Instrumenten im Controlling, in der Internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und fehlender Ausgeglichenheit des Geschäfts reduziert der Konzern für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche.

Das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen oder deren ungenügender Rentabilität wird durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie durch intensive Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung.

Prognose- und Chancenbericht

Unsere nachstehenden Ausführungen über die erwarteten Entwicklungen des Talanx-Konzerns und seiner Gesellschaften stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten internen Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Obwohl wir die zugrunde liegenden Annahmen mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen getroffen haben, kann aufgrund der für Zukunftsaussagen grundsätzlich geltenden Unsicherheiten, insbesondere hinsichtlich zukünftiger Kapitalmarktverhältnisse, Naturkatastrophen und des rechtlichen Umfeldes, nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Die Prognoseunsicherheit wird durch die globale Vernetzung der Wirtschaftsbeziehungen und der Kapitalmärkte erschwert. Die Effekte der Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich bereits im Berichtsjahr niedergeschlagen haben, werden sich unserer Ansicht nach in der Versicherungswirtschaft auch in den kommenden Jahren noch auswirken.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir halten im aktuellen Jahr eine weitere Verlangsamung der Wachstumsdynamik in den entwickelten Ländern für möglich, wie sie sich bereits im Schlussquartal 2011 abzuzeichnen begann. Das konjunkturelle Umfeld, insbesondere in der Eurozone, schätzen wir für 2012 als kritisch ein. Da die Mittel sowohl der Fiskal- als auch der Geldpolitik zunehmend ausgeschöpft erscheinen, ist eine Stimulierung der Wirtschaft durch Konjunkturpakete oder Zinssenkungen in Zukunft wohl nunmehr schwerer möglich. Insbesondere die Arbeitsmärkte in den Euro-Peripherieländern dürften nicht zuletzt aufgrund deutlicher Sparanstrengungen unter Druck bleiben. Ob es den USA gelingen wird, sich von dieser Entwicklung abzukoppeln, bleibt vor dem Hintergrund eines sich verlangsamenden Wachstums in den Schwellenländern abzuwarten.

Im Zuge einer globalen Abkühlung sehen wir trotz weiterer geldpolitischer Maßnahmen keinen Preisdruck. Insgesamt dürften für 2012 die Verschärfung der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise (samt anstehender Rekapitalisierungsanforderungen) sowie die Diskussionen um ein Auseinanderbrechen der Eurozone die zentralen Risikofaktoren bleiben. Inwiefern die Schwellenländer weiterhin in dem Maße wie bisher als stabilisierendes Element wirken können, ist fraglich.

Kapitalmärkte

Die letztlich ungelöste Verschuldungsproblematik, die negative Stimmung im Bankensektor sowie die deutlich eingetrübten Konjunkturerwartungen lassen zumindest für das erste Halbjahr 2012 ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld befürchten. Nach den Zinssenkungen im November und Dezember 2011 gehen wir im ersten Halbjahr von einer weiteren Zinssenkung in der Eurozone aus. Die USA haben sich quasi verpflichtet, die Leitzinsen in den nächsten zwei Jahren auf dem niedrigen Niveau zu belassen, falls sich nicht eine deutliche konjunkturelle Erholung zeigt. Eine Stabilisierung der allgemeinen Risikosituation wird vermutlich nur zu erreichen sein, wenn es der Politik durch entsprechend akzeptierte Maßnahmen und Rahmenbedingungen gelingt, bei den Marktteilnehmern wieder nachhaltiges Vertrauen zu schaffen.

Wir nehmen für die Aktienmärkte 2012 eine durch hohe Volatilität gekennzeichnete Seitwärtsbewegung an. Belastend wirkt der zwingend erforderliche globale Schuldenabbau. Dies dürfte - auch hinsichtlich neuer Rekapitalisierungsvorschriften - Werte aus dem Finanzsektor in besonderem Maße treffen. Eine makroökonomische Abkühlung würde zudem zu sinkenden Unternehmensgewinnen führen. Aufgrund von deutlich zurückgeführter Verschuldung und vergleichsweise gesunden Bilanzen scheinen die Unternehmen jedoch auf eine Abkühlung gut vorbereitet zu sein. Auch die bereits historisch günstige fundamentale Bewertung dürfte das Risiko eines Kursrückgangs abmildern.

Künftige Branchensituation

Die Ausführungen zur künftigen Branchensituation stützen sich insbesondere auf Veröffentlichungen des ifo Instituts, des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Swiss Re sigma.

Versicherungswirtschaft in Deutschland

Vor dem Hintergrund anhaltender konjunktureller Risikofaktoren sind Prognosen zwangsläufig mit Unsicherheiten behaftet. Trotz aller Unwägbarkeiten sollte es aber für die Versicherungsbranche insgesamt im Jahr 2012 eine Verbesserung der Beitragsentwicklung geben. Die Versicherungsnachfrage ruht gemäß Aussagen des GDV weiterhin auf einer stabilen Basis. Aktuelle Herausforderungen der Branche, wie die Intensivierung des Wettbewerbs oder die Veränderung regulatorischer Rahmenbedingungen, sollten für eine weitere Verschiebung in den Marktpositionen der einzelnen Anbieter sorgen. Gleichzeitig bieten Entwicklungen wie die zunehmende Ausdifferenzierung von Kundengruppen und der demografische Wandel in Deutschland in dem herrschenden Kontext einer hohen Marktdurchdringung grundsätzlich neue Geschäftsmöglichkeiten für Versicherer. Dies sollte sich in weiteren Veränderungen der Produktlandschaft und einer steigenden Vielfalt bei Vertriebsstrukturen niederschlagen.

Bei aller bestehenden Unsicherheit gehen wir für die kommenden beiden Jahre von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung im Allgemeinen aus, die sich allerdings gegenüber dem Niveau des Berichtsjahres etwas abschwächen könnte. So sind - nach Angaben des ifo Instituts - einerseits dem weiteren Wachstum durch die in vielen Sparten bereits hohe Marktdurchdringung Grenzen gesetzt, und das allgemeine Wirtschaftswachstum sollte sich verlangsamen. Gleichwohl rechnen wir für das Jahr 2012 mit einem konjunkturellen Umfeld, das sich stabilisierend auf das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung auswirken dürfte.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung in der Lebensversicherung dürfte von gegenläufigen Einflussfaktoren geprägt sein. Positiv schlagen nach Berichten des GDV die relativ gute wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte, die nach wie vor gute Wettbewerbssituation der Lebensversicherer gegenüber anderen Anlageformen sowie die anerkannte Notwendigkeit einer Ausweitung der privaten Altersvorsorge zu Buche. Dämpfend wirkt das seit längerem anhaltende Abwarten der privaten Haushalte im Hinblick auf längerfristige Geldanlagen. Diese Vorsichtshaltung wurde durch die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Eurokrise noch verstärkt und steht einer stärkeren Ausweitung der kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge entgegen. Als entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Lebensversicherung betrachten wir jedoch das Zinsumfeld. In dem aktuellen, bereits seit längerem anhaltenden Niedrigzinsumfeld wird es zunehmend schwieriger, die in den Versicherungsbeständen der vergangenen Jahre abgegebenen Garantien hinsichtlich einer Mindestverzinsung zu verdienen. Die deutsche Lebensversicherungsbranche verfügt über eine solide Kapitalisierung und entsprechende Reserven sowie über diversifizierte, langfristige Kapitalanlagen. Diese Umstände gestatten es ihr, das niedrige Zinsniveau gegebenenfalls noch für einige Jahre zu verkraften.

Versicherungswirtschaft international

Angesichts des für 2012 im Global Insurance Review der Swiss Re (GIR) prognostizierten geringeren Wirtschaftswachstums in den entwickelten Versicherungsmärkten Europas und Nordamerikas gehen wir für diese auch von einer dürftigeren Nachfrage nach Versicherungsprodukten aus. Auch in den von uns definierten Zukunftsmärkten Lateinamerikas, Mittel- und Osteuropas und Asiens dürfte sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen, aber nach wie vor auf einem deutlich höheren Niveau als in den Industrieländern bleiben. Das Wirtschaftswachstum sollte die Nachfrage nach Versicherungen aus unserer Sicht weiter stützen und damit für eine Fortsetzung des starken Prämienwachstums im Markt sorgen, wenngleich auch hier mit zum Teil abnehmender Geschwindigkeit zu rechnen sein wird.

Für die EU-Länder Mittel- und Osteuropas dürfte die Einführung von Solvency II die wesentliche Herausforderung darstellen und voraussichtlich zu einer weiteren Konsolidierung kleinerer Versicherungsunternehmen führen. In Russland dürften laut GIR zudem erhöhte Mindestkapitalanforderungen eine Konsolidierung auf dem russischen Versicherungsmarkt vorantreiben.

Das Prämienwachstum in der Schaden/Unfall-Versicherung in den Emerging Markets könnte durch die europäische Finanzkrise beeinflusst werden. Insbesondere mittel- und osteuropäische Versicherungsmärkte sehen sich - so die Beobachtung des GIR - dem Risiko einer Abschwächung sowohl der wirtschaftlichen Entwicklung insgesamt wie auch der Prämienentwicklung im Schaden- und Unfallgeschäft ausgesetzt. Lateinamerikanische Versicherungsmärkte könnten durch eine Schwäche der US-Wirtschaft gefährdet sein, insbesondere aufgrund von Währungsrisiken, die sich bei der Anlage in US-Dollar-Papieren materialisieren könnten. Angesichts starker Nachfrage im Privat- wie im Spezialversicherungsgeschäft halten wir ein anhaltend stabiles Prämienwachstum für nicht unwahrscheinlich. Das Segment der Spezialversicherungen, zu denen z. B. Bürgschaftsversicherungen oder technische Versicherungen gehören, sollte unseres Erachtens von geplanten umfangreichen Investitionen in Infrastruktur und Energie profitieren. Auch bei landwirtschaftlichen Versicherungen dürfte mittelfristig ein schnelles Wachstum zu erwarten sein, wenn die ausländische Nachfrage nach Agrarprodukten aus Lateinamerika weiter zunimmt.

Im kurzfristigen Ausblick ist die wirtschaftliche Entwicklung des internationalen Lebensversicherungsgeschäftes aus unserer Sicht als eher verhalten zu beurteilen. Die aktuellen makroökonomischen Herausforderungen - Entwicklung von BIP, Beschäftigung, Einkommen - dürften dabei, so etwa die Analyse des GIR, mit einiger Wahrscheinlichkeit Ursache für ein verringertes Prämienwachstum sein, indem sie sowohl die Sparmöglichkeiten von Verbrauchern (und damit das Individualgeschäft) als auch das Gruppengeschäft beschränken. Zusätzlich erschweren historisch niedrige Zinsen, eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten und strenger werdende Kapitalanforderungen das Geschäft.

In den Schwellenländern insgesamt sollte aus unserer Sicht nach dem zeitweiligen Einbruch im Berichtsjahr im Jahre 2012 im Lebensversicherungsgeschäft eine Rückkehr auf den Wachstumspfad denkbar sein, eine Erholung der asiatischen Versicherungsmärkte vorausgesetzt, insbesondere des chinesischen und indischen, die für die negative Prämienentwicklung der Schwellenländer 2011 verantwortlich waren. Lateinamerikanische sowie mittel- und osteuropäische Versicherungsmärkte haben nach unserer Einschätzung eine realistische Chance, ihr robustes Prämienwachstum auch im Jahr 2012 im Allgemeinen fortzusetzen. Grundsätzlich angetrieben wird die anhaltende Nachfrage nach Lebensversicherungsprodukten in Schwellenländern durch steigenden Wohlstand, Reformen der Gesundheits- und Rentensysteme sowie durch ein zunehmendes Bewusstsein für die Notwendigkeit privater Absicherung. Eine wesentliche Wachstumschance dürfte zukünftig im Bereich solcher Lebensversicherungen bestehen, die ausschließlich den Transfer eines Risikos vorsehen (Lebensversicherung ohne Sparanteil). Während das Wachstum der vergangenen Jahre vor allem durch Lebensversicherungsprodukte mit Sparanteil gespeist wurde, gibt es in der Absicherung gegen Vermögensschäden aufgrund von Krankheit oder Tod in vielen Schwellenländern noch großen Nachholbedarf. Die Nachfrage nach solchen Produkten zu steigern, wird durch das ungünstige makroökonomische Umfeld in diesen Ländern begünstigt, da historisch betrachtet in Zeiten höherer wirtschaftlicher und finanzieller Risiken die Abschlüsse klassischer Risikoversicherungen zunehmen. Nachfragestrukturell sind die Geschäftsaussichten für Lebensversicherer in den Schwellenländern daher unseres Erachtens als äußerst solide einzustufen.

Auch wirken sich zunehmende Lebensdauererwartungen (d. h. ein Anstieg des sogenannten versicherungstechnischen Langlebigkeitsrisikos) naturgemäß vom Grundsatz her nachfragefördernd aus. Mit einer zunehmenden Lebensdauererwartung steigt etwa natürlich auch das Risiko, im Alter in finanzielle Nöte zu geraten oder etwa ein langfristiger Pflegefall zu werden und damit einhergehend die objektive Notwendigkeit, Vorsorge zu treffen, etwa mit passenden Lebensversicherungsprodukten.

Auch die Nachfrage nach weiteren Lebensversicherungsprodukten, wie Risikolebens- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, dürfte unseres Erachtens stabil bleiben, da diese nach wie vor wichtige Bedürfnisse adressieren und kaum durch branchenfremde Alternativen substituierbar sind.

Eine konkrete Perspektive für eine wirklich durchgängige Verbesserung der Profitabilität in dem Produktbereich der Lebensversicherung über das aktuelle Niveau hinaus vermögen wir derzeit noch nicht zu identifizieren, insbesondere nicht für den Fall längerfristig niedriger Zinsen, die die Höhe der Anlageerträge negativ beeinflussen und in Einzelfällen - z. B. in Märkten mit langfristig zinsgarantierten Produkten - die Solvabilität gefährden könnten. Des Weiteren belasten strengere Kapitalanforderungen für das Anlagerisiko und die langfristigen Garantien (Solvency II) die Profitabilität der Lebensversicherung im Allgemeinen.

Wir halten es angesichts eines denkbaren längerfristig unattraktiven Zinsumfeldes für möglich, dass die wirtschaftliche Entwicklung bei der traditionellen Lebensrückversicherung in den nächsten Jahren trotz des objektiv steigenden Vorsorgebedarfs stagniert. Für industrialisierte Märkte erscheinen uns Wachstumsraten analog denjenigen in der Lebenserstversicherung im niedrigen einstelligen Prozentbereich denkbar. In den Wachstumsmärkten bestehen wesentliche Nutzenversprechen der Rückversicherung in der Unterstützung von Erstversicherern bei der Produktentwicklung, dem Underwriting und dem Schadenmanagement. Lebensrückversicherer könnten neue Wachstumsfelder durch den weiteren Ausbau der Übernahme von Bestandsgeschäftsblöcken von Erstversicherern und Pensionsfonds erschließen. Kaufopportunitäten könnten hier insbesondere bezüglich Einheiten aus dem Bestand von Direktversicherungsunternehmen entstehen, die sich aufgrund zunehmenden Drucks auf ihre Kapitalseite von unprofitablen oder Randgeschäftsfeldern trennen müssen. Potenzial messen wir auch dem Geschäft mit dem Transfer von Langlebigkeitsrisiken in ausgewählten Ländern bei.

Ausrichtung des Talanx-Konzerns in den kommenden zwei Geschäftsjahren

Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 ist eine Ergebnisprognose aufgrund der aktuellen Unsicherheit an den Kapitalmärkten naturgemäß besonders schwierig. Die derzeitige Staatsschulden- und Finanzmarktkrise ist eine der wesentlichen Herausforderungen der nächsten zwei Jahre. Für den Talanx-Konzern streben wir - trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen auf den Kapitalmärkten -eine weitere Verbesserung des Ergebnisses in den kommenden zwei Geschäftsjahren an. Wir gehen davon aus, dass nahezu sämtliche Geschäftsbereiche zu diesem Wachstum beitragen werden. Für den Geschäftsbereich Industrieversicherung sehen wir im kommenden Jahr allerdings ein leicht erhöhtes Risiko eines vorübergehenden Rückgangs des Ergebnisses aufgrund der sich aktuell abzeichnenden Verlangsamung der wirtschaftlichen Wachstumsdynamik sowie positiver außerordentlicher Sondereffekte im Berichtsjahr. Der Talanx-Konzern plant, seine Kapitalausstattung und somit seine Finanzlage durch geeignete Maßnahmen aus allen verfügbaren Quellen zu verbessern, wie z. B. auch durch die Emission von Hybridkapital.

Der im Jahr 2009 begonnene Konzernumbau mit der Zusammenführung zentraler Aufgaben konnte im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt werden. Unser Ziel ist es, durch die neu implementierten Strukturen bis Ende 2012 erste Synergieeffekte realisieren zu können. Darüber hinaus legen wir in den nächsten zwei Jahren einen Schwerpunkt auf die Beseitigung von Kostennachteilen insbesondere im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft. Um diesen Bereich zukunftsfähig aufzustellen, ist es notwendig, die Prozesse effizienter zu gestalten und gesellschaftsübergreifende, gemeinsame Lösungen umzusetzen. Im ausländischen Privat- und Firmenkundengeschäft streben wir hingegen ein profitables Wachstum in den strategischen Zielmärkten Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa an.

Ausrichtung am Markt

Gesamtheitlicher Blick auf den Kunden

Stärkung des Privat- und Firmenkundengeschäfts Inland/Ausland

Effizienzsteigerung der Organisation

Komplexität der Konzernstruktur reduzieren

Synergiepotenziale nutzen

Die strategische Ausrichtung unserer Konzernsegmente im Überblick:

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Konzernsegment Unser Auftrag und strategische Aufgaben
Industrieversicherung • Wachstum im Ausland
  • Entwicklung zum Global Player
Privat- und Firmenversicherung Deutschland • Ausbau des Marktanteils mit Blick auf eine Steigerung der Profitabilität
  • Beseitigung der Kostennachteile
  • Aufbau klarer und einfacher organisatorischer Strukturen
  • Etablierung einer intensiveren Kundenorientierung
Privat- und Firmenversicherung International • Wachstum in strategischen Zielmärkten
  • Optimierung der Geschäftsaktivitäten in bestehenden Märkten
Schaden-Rückversicherung • Einer der weltweit profitabelsten Schaden-Rückversicherer zu werden
  • Präzise Einschätzung der Risiken
  • Risikotechnisch orientierte Preis- und Bedingungsgestaltung sowie angemessenes Reservierungsniveau
Personen-Rückversicherung • In fünf Jahren einer der drei großen, weltweit tätigen und überdurchschnittlich profitablen Personen-Rückversicherer zu werden
  • Jährlich zweistelliges Wachstum der Umsatz- und Ertragskennzahlen
  • Regionale und biometrische Ausgewogenheit des Portfolios

Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns

Für den Talanx-Konzern streben wir auf konsolidierter Basis ein organisches Wachstum der gebuchten Bruttoprämien an, das den Steigerungsraten der vergangenen zwei Jahre entsprechen soll. Hierzu sollen insbesondere die Geschäftsbereiche Industrie, Privat- und Firmenversicherung International sowie die Rückversicherung beitragen. Hinzu kommen Akquisitionen wie die bereits bekannt gegebenen Zukäufe der Europa Group und der Warta in Polen.

Industrieversicherung

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zählt zu den großen Versicherern in Europa und ist einer der Marktführer in Deutschland, gemessen am Prämienvolumen. Steigende Prämieneinnahmen und ein zunehmendes Auslandsgeschäft untermauern die starke Position im internationalen Wettbewerb. Darauf aufbauend gehen wir von einer weiterhin positiven Prämienentwicklung aus. Der Anstieg sollte - auch angesichts unserer schon jetzt hohen inländischen Marktdurchdringung - vornehmlich im Ausland generiert werden.

Die Prämiensteigerung in der Industrieversicherung wollen wir mittels der folgenden Maßnahmen erzielen: Das Führen der Mitversicherer bei internationalen Versicherungsprogrammen wollen wir ausbauen und den Auf- und Ausbau von Kooperationen vorantreiben. Außerdem steht die Weiterentwicklung innovativer, komplexer Versicherungslösungen im Blickpunkt, z. B. in den Bereichen erneuerbare Energien und Zukunftstechnologien. Zusätzlich soll die Nutzung aller Vertriebspotenziale über Cross-Selling zu einer weiteren Prämiensteigerung beitragen. Wir rechnen mit einem anhaltenden Prämiendruck, bedingt durch die im Wesentlichen gleich gebliebene Versicherungsnachfrage bei steigenden Versicherungskapazitäten. In der Sparte Kraftfahrt gehen wir hingegen aufgrund des historisch niedrigen Prämienniveaus von der Möglichkeit einer zukünftigen moderaten Ratenerhöhung aus. In der Sparte Feuer dürften aller Voraussicht nach in ausgewählten Märkten hohe Schäden durch Naturkatastrophen im Berichtsjahr zu Ratenerhöhungen führen. In der derzeitigen Marktsituation sind ein passgenaues Underwriting und Risikomanagement notwendig. Durch die gute Kapitalausstattung des Segments Industrieversicherung ist es ein strategisches Ziel, unseren Selbstbehalt in den kommenden Jahren sukzessive zu steigern, um somit überproportional vom Prämienwachstum zu profitieren.

Wie schon in den Jahren zuvor bestehen unserer Ansicht nach im Ausland die größten Wachstumschancen. Daher soll 2012 und 2013 der Ausbau zum Global Player weiter vorangetrieben werden. Mit der im zweiten Quartal 2011 erstmals einbezogenen niederländischen Gesellschaft Nassau Verzekering Maatschappij N. V., Rotterdam, die als etablierter Nischenversicherer schwerpunktmäßig Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O-Versicherungen sowie Krisenmanagement als Dienstleistung erbringt, wollen wir unsere Ziele konsequent umsetzen. Europaweit streben wir den Ausbau unseres Industriegeschäfts in den Bereichen Lokalgeschäft, Mittelstand und internationale Versicherungsprogramme an. Unsere Zielregionen außerhalb Europas sind weiterhin Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und die Arabische Halbinsel. Durch den Ausbau der HDI Seguros Madrid (Spanien) zur Drehscheibe für Industrieversicherungslösungen in Lateinamerika und dank der strategischen Partnerschaft mit PVI Holdings, dem führenden vietnamesischen Industrieversicherer, befinden wir uns auf einem guten Weg. In Indien ist der Start unseres Joint Ventures mit Magma für 2012 geplant. Außerdem sind Neueröffnungen von Niederlassungen in Kanada abgeschlossen und für Singapur geplant. Des Weiteren wird eine Präsenz auf der Arabischen Halbinsel geprüft.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Für das Jahr 2012 streben wir im Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland an, die Bruttoprämieneinnahmen leicht zu steigern.

Diese Entwicklung soll im Wesentlichen aus einem Anstieg bei dem Verkauf von Lebensversicherungsprodukten resultieren. Wachstumschancen sehen wir insbesondere bei den Gesellschaften, die den Bankenvertriebsweg nutzen: neue leben, TARGO und PB Versicherungen. Wir wollen unsere Positionierung als Vorsorgespezialist und strategischer Partner der Kooperationsunternehmen weiter ausbauen und uns mit innovativen Produkten sowie bewährter Leistungsstärke weiter am Markt etablieren. Weitere Chancen sehen wir insbesondere in der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie in der fondsgebundenen Lebensversicherung; in diesen Märkten hat sich insbesondere die HDI-Gerling Lebensversicherung als Produktanbieter positioniert. Nach wie vor stehen die langfristige Sicherung eines profitablen Wachstums, eine exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie die Gewinnung neuer Kundensegmente und Kosteneffizienzen im Blickpunkt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft ist außerdem die weitere Forcierung des Geschäfts mit der betrieblichen Altersvorsorge vorgesehen. Wir halten es für möglich, dass insbesondere die HDI-Gerling Lebensversicherung AG im Neugeschäft von diesen Entwicklungen profitieren und die zukünftigen planmäßigen Abläufe kompensieren kann.

Bei den Sachversicherungsprodukten wird aufgrund einer relativ hohen Marktdurchdringung von uns kein wesentlicher Mengeneffekt für die Prämienentwicklung erwartet. In der Kraftfahrtversicherung, die einen hohen Anteil an den Prämieneinnahmen in der Sachversicherung ausmacht, könnte eine leichte Anhebung des Preisniveaus im Markt erfolgen. Insgesamt streben wir für 2012 ein konstantes Prämienvolumen an. Hierzu soll auch das erwartete Wachstum der Credit Life International Versicherung AG beitragen, die Ende 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat und Kunden gegen Zahlungsausfälle bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit absichert. Chancen sehen wir außerdem im Auf- und Ausbau von Kooperationen sowie in der Nutzung von Cross-Selling- und Up-Selling-Potenzialen - also einer Wachstumssteigerung dadurch, dass das Unternehmen höherwertige oder erweiterte eigene Produkte anbietet. Neben einer jüngst aktualisierten Produktpalette in modularer Struktur liegen unseres Erachtens weitere Stärken der Privat- und Firmenversicherung Deutschland in einem umfassenden Vertriebswegemix mit bundesweiter Abdeckung sowie Spezialisten-Know-how im Bereich freie Berufe.

Die Umstrukturierung des Konzerns wird in der Privat- und Firmenversicherung Deutschland weiter fortgesetzt. Ziel ist es, die Geschäftsprozesse und Organisation an den Wünschen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten, um einen besonders effizienten und stark auf den Kunden ausgerichteten Versicherer in Deutschland entstehen zu lassen. Darüber hinaus wird in den nächsten zwei Jahren ein Schwerpunkt auf der Beseitigung von Kostennachteilen liegen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg, die Komplexität im Unternehmen zu reduzieren und gleichzeitig die Kundenorientierung zu erhöhen, wird die Bündelung des Produktangebotes der Sachversicherung in einer Gesellschaft sein. Für 2012 ist daher die Verschmelzung der Risikoträger HDI Direkt Versicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG geplant.

Privat- und Firmenversicherung International

Das ausländische Privatkundengeschäft verfolgt eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Prämienwachstum bei einer angemessenen Profitabilitätssteigerung. Wir konzentrieren uns auf den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts in unseren Zielregionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa und der Türkei durch organisches und anorganisches Wachstum. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf der Optimierung der Aktivitäten in den bestehenden Märkten. Akquisitionen wollen wir außerhalb der Zielregionen nur dann tätigen, wenn ein klarer Mehrwert oberhalb der gesetzten Parameter erreicht werden kann.

Wir gehen in den ausländischen Märkten, in denen wir im Privatkundengeschäft tätig sind, von einem Prämienwachstum aus. Die Zukäufe der polnischen Versichererer Europa Group und Warta, deren Vollzug nach Durchführung der Genehmigungsverfahren im Jahr 2012 erfolgen soll, werden dabei zusätzliche Prämieneinnahmen für dieses Segment beisteuern. Der bislang dynamischste Wachstumstreiber im ausländischen Privatkundengeschäft ist HDI Seguros in Brasilien: Wir rechnen damit, dass sich die positive Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft fortsetzt und unserer Gesellschaft, die im Wesentlichen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft tätig ist, auch zukünftig besonders zugutekommt.

Im polnischen Markt, in dem wir bislang überwiegend im Kraftfahrzeug-Haftpflichtgeschäft tätig sind, werden wir nach Abschluss der Zukäufe der Europa Group und der Warta die nach Prämienvolumen zweitgrößte Versicherungsgruppe sein.

Mit unserem strategischen Partner Meiji Yasuda streben wir an, Marktchancen zu nutzen, um gemeinsam im Ausland zu wachsen. Im Zentrum stehen dabei insbesondere Investitionen in Mittel- und Osteuropa sowie der Türkei und Lateinamerika.

Schaden-Rückversicherung

Über die Aussagen zu den einzelnen Märkten der Schaden-Rückversicherung hinaus bleibt festzuhalten, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten von (Natur-)Katastrophenereignissen hinsichtlich Anzahl, Umfang und ihres versicherungstechnischen Ausmaßes starken Schwankungen unterliegen. Das Geschäftsjahr 2011 war geprägt durch eine hohe Zahl von Naturkatastrophen, die zu signifikanten Schadenbelastungen für die Versicherungs- und Rückversicherungswirtschaft geführt haben. Auffällig war, dass große Schadenbelastungen auch aus Katastrophen resultierten, die nicht oder nur bedingt modellierbar waren. Es ist unseres Erachtens zu erkennen, dass dem Risiko der eingeschränkten Modellierbarkeit durch noch konsequenteres Risikomanagement und durch Entzug von Rückversicherungskapazitäten begegnet wird.

Die Staatsverschuldung einiger Länder, die der Euro-Währungsunion angehören, sowie das niedrige Zinsniveau im Jahr 2011 führten zu einem Druck auf das Kapitalanlageergebnis. In einigen großen Versicherungsmärkten mussten, um die Ertragsziele erreichen zu können, Reserveredundanzen aufgelöst werden. Diese Effekte führen zu noch größeren Anforderungen an ein gewinnorientiertes technisches Zeichnungsverhalten, was sich in einem erhöhten Preisniveau widerspiegelt. Große Unsicherheiten bestehen weiterhin in der Einschätzung der Zahl sowie der Höhe von möglichen Insolvenzen, die die Kredit- und Kautionssparten belasten können.

Wachstumsmöglichkeiten resultieren aus Änderungen von Naturgefahrenmodellen für Hauptgefahren in den USA und Europa sowie aus Nachfragen vor dem Hintergrund von Solvency-II-Regelungen. Ähnliche Überlegungen zur Kapitalausstattung und damit verbunden auch ein steigendes Nachfrageverhalten ist in Schwellenländern zu beobachten.

Personen-Rückversicherung

Die globalen Bedingungen in der Personen-Rückversicherung sind unverändert positiv. In den Industrieländern wie den USA, Großbritannien, Japan und Deutschland setzt sich der demografische Wandel fort und führt zu einer stetig steigenden Nachfrage im Bereich der Senioren-, Pflege- und Rentenversicherungsprodukte. In den Schwellenländern wie Indien, China, Brasilien und auch Russland hält der Trend der Urbanisierung an. Hier bildet sich eine kaufkräftige Mittelschicht heraus, die zunehmend an der Absicherung ihres Vermögens, der gesundheitlichen Vorsorge und der Absicherung ihrer Hinterbliebenen interessiert ist.

Zur Optimierung ihres Kapital-, Liquiditäts- und Risikomanagements sowie zur Reduzierung des versicherungstechnischen Risikos profitieren Erstversicherer von maßgeschneidertem Rückversicherungsschutz. Besonders im Hinblick auf Solvency II erwarten wir eine steigende Nachfrage nach individuellen Rückversicherungslösungen, durch die das erforderliche Risikokapital für Erstversicherer reduziert werden kann. Unter diesen Voraussetzungen gehen wir davon aus, dass der Personen-Rückversicherungsmarkt für uns auch in den kommenden Jahren erfreuliche Ertragschancen bereithalten wird.

Das Geschäft der Personen-Rückversicherung ist generell durch eine stabile Geschäftsentwicklung und eine geringe Exponierung gegenüber zufälligen Schwankungen im Ergebnisverlauf geprägt. Zu berücksichtigen sind gleichwohl zum einen ökonomische Risiken wie das Zins-, Ausfall- und Währungskursrisiko und zum anderen versicherungstechnische Risiken; hier sind insbesondere Sterblichkeit und Langlebigkeit, Morbidität und Invalidität sowie Storno zu nennen. Die Entwicklung dieser Faktoren ist vollständig in unser Risikomanagement integriert. Wir führen regelmäßige Überprüfungen der Angemessenheit durch in Bezug auf die zugrunde liegenden kalkulatorischen Annahmen, die Grundlagenforschung zu Entwicklungen biometrischer Rechnungsgrundlagen, eine umfängliche Reservierung aller versicherungstechnischen Verpflichtungen sowie die Risikodiversifikation (sowohl geografisch als auch nach Risikoarten, wie z. B. zwischen Sterblichkeit und Langlebigkeit).

Konzernfunktionen

An der Spitze des Konzerns agiert die Talanx AG als Finanz- und Managementholding mit dementsprechenden zentralen, konzernweit zuständigen Organisationseinheiten.

Daneben umfasst das Segment Konzernfunktionen auch den konzerninternen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker AG, die internen Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG sowie die Vermögensverwaltung über die Gesellschaften Talanx Asset Management GmbH, AmpegaGerling Investment GmbH und Talanx Immobilien Management GmbH.

Talanx Reinsurance Broker AG fungiert als professioneller Rückversicherungsberater und -vermittler für die Nicht-Leben-Erstversicherungsgesellschaften des Talanx-Konzerns im In- und Ausland. Das oberste Ziel ist die dauerhafte Sicherung verfügbarer Rückversicherungskapazitäten für die Konzerngesellschaften, die wir zu bestmöglichen Konditionen und mit bestmöglicher Bonität unserer Rückversicherungspartner anstreben. Für die im Jahr 2012 zu platzierenden Rückversicherungsabgaben aller von Talanx Reinsurance Broker AG betreuten Konzernzedenten hat sich kein Kapazitätsengpass abgezeichnet.

Die konzerninternen Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG leisten keinen Ergebnisbeitrag, da sie vereinbarungsgemäß auf Kostenerstattungsbasis arbeiten. Die Talanx Service AG wurde zu Jahresbeginn 2011 etabliert und bietet insbesondere für unseren deutschen Erstversicherungsbereich wesentliche Dienstleistungsfunktionen gebündelt an. Im Juni 2011 wurde die Talanx Systeme AG gegründet, die wesentliche Dienstleistungen (u. a. sämtliche IT-Funktionen) für unseren deutschen Erstversicherungsbereich bündelt. Neben der Optimierung der IT-Kostenstruktur stehen die Verbesserung der Infrastruktur und die Vereinheitlichung von Vertriebsanwendungen im Vordergrund.

Die Talanx Asset Management GmbH verwaltet die konzerneigenen Kapitalanlagen inklusive Accounting, Reporting und Risikomanagement. Analog zur angestrebten Expansion im Versicherungsgeschäft sollten auch die selbst verwalteten Kapitalanlagen weiter ansteigen. Infolge der aktuellen Staatsschulden- und Finanzmarktkrise besteht jedoch gerade hinsichtlich der Entwicklung der Kapitalanlagen eine hohe Unsicherheit. Die strategische Partnerschaft mit dem österreichischen Asset-Manager C-QUADRAT Investment AG, an dem Talanx Asset Management GmbH mit 25,1 % beteiligt ist, soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Einer der Bestandteile der Kooperation ist ein Leistungsaustausch zwischen den Partnern gemäß dem jeweiligen Kompetenzprofil - insbesondere die Expertise von AmpegaGerling beim Management von Rentenfonds und das Management von Dachfonds mit Absolut-Return-Profil seitens C-QUADRAT. Ein weiterer Schritt der Zusammenarbeit ist die für das erste Halbjahr 2012 geplante Gründung eines gemeinsamen Unternehmens, das speziell auf institutionelle Vertriebspartner ausgerichtet ist und somit neue Absatzkanäle erschließen soll.

Die AmpegaGerling Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfolio-Management und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden. Im aktuellen Jahr 2012 erwarten wir, dass sich das Retail-Geschäft positiv entwickeln wird. Unser Ziel im Retail-Geschäft ist, eine positive Geschäftsentwicklung durch einen weiteren deutlichen Ausbau des Volumens unserer Publikumsfonds zu erreichen. Ergänzend betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich mit ihrem Know-how als Outsourcing-Partner für konzernfremde Erstversicherer.

Chancen-Management

Die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen ist integraler Bestandteil unseres Performance-Management-Prozesses und bereits seit Jahren fest in der Unternehmenskultur und dem ganzheitlichen Steuerungsansatz des Talanx-Konzerns verankert. Chancen konsequent zu nutzen sehen wir als eine wesentliche unternehmerische Herausforderung an, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Das Kernelement unseres Chancen-Management-Prozesses bildet die integrierte, nach dem Schema einer Balanced Scorecard aufgebaute Performance-Metrik. Dies gilt über sämtliche Hierarchieebenen hinweg - von der Konzernspitze bis in einzelne Funktionsbereiche der Konzerngesellschaften. Sie stellt auch das Bindeglied zwischen unserem strategischen und operativen Chancen-Management dar.

Im strategischen Chancen-Management werden zu Beginn des jährlich neu stattfindenden Performance-Management-Prozesses die auf Basis der Dachstrategie identifizierten strategischen Ziele sowie spezifische strategische Kernthemen von der Konzernleitung bewertet und als Zielindikation auf die Geschäftsbereiche heruntergebrochen. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Geschäftsbereiche anschließend im Rahmen einer strategischen Programmplanung spezifische Zielangebote und strategische Aktionsprogramme. Nach einem Strategiedialog zwischen Konzernleitung und den jeweiligen Geschäftsbereichsvorständen werden die strategischen Einzelprogramme zu einem verbindlichen strategischen Gesamtprogramm des Konzerns zusammengestellt, das den Aufsatzpunkt und den Rahmen für den operativen Teil des Chancen-Managements bildet.

Im operativen Chancen-Management werden die strategischen Vorgaben in operative Ziele und einen detaillierten Aktivitätenplan umgesetzt und als verbindliche Zielvereinbarungen auch auf den Ebenen unterhalb der Geschäftsbereichsebene festgeschrieben. Hierfür kommt gleichermaßen die integrierte Performance-Metrik zum Einsatz. Ob und in welchem Umfang sich die Erfolgschancen und -potenziale in operativen Erfolgen niederschlagen, wird in unterjährigen und jahresabschließenden Performance-Reviews überprüft und nachgehalten. Aus diesen Reviews ergeben sich wiederum vorwärtsgerichtete Steuerungsimpulse für den nächsten Chancen-Management-Zyklus.

Zwei wesentliche Aspekte des Chancen-Managements im Talanx-Konzern bestehen somit darin, den Fokus von der kurzfristigen Performance und rein finanziellen Ergebnisgrößen auf die für eine nachhaltige Performance relevanten Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zu lenken und die erfolgreiche Umsetzung dieser Werttreiber in einem regelmäßigen, integrierten Steuerungs- und Kontrollprozess zu überwachen.

Einschätzung künftiger Chancen und Herausforderungen

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen

Demografischer Wandel in Deutschland: Ausgelöst durch den demografischen Wandel, ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem klassischen "Rentner der Vergangenheit" gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren.

Energiewende: Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft schwerpunktmäßig aus erneuerbaren Quellen zu decken. Mit dem Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg bis 2022 sind die Weichen für dieses Ziel gestellt. Die Energiewende ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Es gilt, die erneuerbaren Energien flächendeckend zugänglich zu machen; gleichzeitig müssen neue Wege gefunden werden, um Energie zu sparen bzw. effizienter zu nutzen. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch das neue Energiesystem, das zum wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz erneuerbarer Energien. Neben der Förderung von Windparks, Photovoltaikanlagen, Bio- und Wasserkraftwerken kommt dem Netzausbau eine zentrale Bedeutung zu. Als langfristige Investition haben wir im Sommer 2011 zusammen mit einem Käuferkonsortium Anteile an der RWE-Netztochter Amprion gekauft. Wir sehen diese Beteiligung als nachhaltiges Engagement und wollen zukünftig derartige Investments weiter ausbauen.

Finanzmarktstabilität: Durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt worden. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Aktienmärkten ein hoher Grad an Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Die klassische deutsche Lebensversicherung, bei der Garantien für die gesamte Laufzeit gegeben werden, steht auf dem Prüfstand. Aufgrund hoher Eigenmittelanforderungen für diese Geschäfte ist es grundsätzlich vorstellbar, die Garantien zukünftig auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

Aufsichtsrechtliche Änderungen: Die gesamte Versicherungswirtschaft sieht sich vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und einer Flut diesbezüglicher europäischer und deutscher Umsetzungsvorschriften. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert und Maßnahmen eingeleitet. Dies bietet gleichzeitig die Chance, unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht zu werden. Zur Bewertung von Risikokategorien sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns wird derzeit ein internes, Solvency-II-gerechtes stochastisches Risikokapitalmodell implementiert, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht und sich bereits im Genehmigungsprozess durch die BaFin befindet.

In Europa besteht für Rückversicherungskonzerne die Chance, dass die Nachfrage der Zedenten nach Rückversicherungslösungen aufgrund der Kapitalanforderungen unter Solvency II zunimmt, da der Risikotransfer an die Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaftlich attraktive Alternative bietet.

Im Unternehmen begründete Chancen

Um unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen sowie Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen - klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. So führen wir beispielsweise eine neue, modulare Produktstruktur ein, mit der Kunden ihren Versicherungsschutz individuell zusammenstellen können - durch fest definierte Bausteine reduziert sich dabei auch unser Verwaltungsaufwand. Darüber hinaus verbessern wir unsere interne Zusammenarbeit. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen. Hinsichtlich der Rentabilität arbeiten wir daran, vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend zu nutzen. Effizient arbeiten wir, wenn die eingesetzten Mittel in einem ordentlichen Verhältnis zu den Ergebnissen stehen. Hier haben wir angesichts komplexer Prozesse sowie zu hoher Kosten bereits einige Initiativen gestartet. Mit der integrierten Jahresplanung haben wir beispielsweise ein zentrales Steuerungsinstrument für die Vertriebs-, Betriebs-, Marketing- und Produktmaßnahmen eingeführt. Damit wird es in Zukunft möglich sein, ressortübergreifend markt-, ressourcen- und budgeteffizient zu arbeiten. Weitere Beispiele sind ein neues SAP-Bestandsführungssystem sowie die digitale Sachbearbeitung. Die Neuausrichtung erfordert auch die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur wollen wir aktiv fördern. So wird an einem konzernweiten variablen Vergütungssystem für Führungskräfte der ersten Ebene gearbeitet. Auch jährliche Feedbackgespräche mit allen Mitarbeitern sollen helfen, über gegenseitige Erwartungen strukturiert zu sprechen.

Vielversprechende Vertriebswege

Bancassurance: Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über den Bankschalter hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Bancassurance etabliert. Im Talanx-Konzern ist die Bancassurance ein Erfolgsfaktor mit großen Zukunftschancen. Basis des Erfolgs ist das spezielle Geschäftsmodell, bei dem das Versicherungsgeschäft vollständig in die Strukturen des Bankpartners integriert ist. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen die Entwicklung der Versicherungsprodukte - Bank, Sparkasse oder Post stellen im Gegenzug vielfältige Vertriebskanäle zur Verfügung. Die Versicherungsunternehmen der Talanx-Bancassurance konzentrieren sich dabei nicht nur auf den deutschen Markt, sondern haben das Bancassurance-Modell bereits nach Ungarn, in die Türkei und nach Russland exportiert. Dies wird unserer Ansicht nach grundsätzlich ein profitables Wachstum mit Ausrichtung auf europäische Märkte unterstützen. Der Erfolg des Talanx-Bancassurance-Modells beruht im Wesentlichen auf drei Kernfaktoren: Zum Ersten auf dem Aufbau exklusiver Versicherungsgesellschaften; für jede Kooperation wird eine eigene Versicherungsgesellschaft gegründet und mit langfristigen exklusiven Kooperationsverträgen - mit Laufzeiten von bis zu 30 Jahren - an den Partner gebunden. Dabei werden die Versicherungsprodukte nur über die Vertriebskanäle des Kooperationspartners verkauft; zum Zweiten auf der höchstmöglichen Integration bei exzellenter Produkt- und Servicequalität: Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der strategischen Ausrichtung des Partners. Die Versicherungsunternehmen entwickeln exklusive und maßgeschneiderte Produkte für die Kundensegmente der Bank und sind dabei vollständig in den jeweiligen Marktauftritt eingegliedert. Die Integration in die IT-Systeme der Partner erleichtert zudem die ganzheitliche Beratung beim Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten. Und zum Dritten beruht der Erfolg auf der maßgeschneiderten Vertriebsunterstützung des Partners: Die Vertriebsmitarbeiter der Bank erhalten ein individuelles Training und eine exklusive Betreuung durch Vertriebscoachs der Versicherungsgesellschaften. Dabei werden Produktfachwissen und Verkaufsansätze vermittelt. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften leicht verständliche und unterstützende Verkaufsmaterialien zur Verfügung.

Internet: Die zunehmende Digitalisierung und der damit verbundene problemlose Zugang zu Informationen haben dazu geführt, dass sich die überwiegende Zahl der Verbraucher vor Abschluss eines Versicherungsvertrages vorab im Internet informiert. Das Internet bietet die Chance, insbesondere jüngere Zielgruppen anzusprechen, und ist zu einem wichtigen Medium für Kunden und Versicherungsunternehmen geworden. Die HDI Direkt Versicherung AG hat aus diesen Gründen gemeinsam mit anderen Versicherern im Berichtsjahr das Verbraucherportal Transparo ins Leben gerufen. Hier können Interessierte Versicherungs-, Finanz- und Energiedienstleistungen vergleichen. Kernelemente von Transparo sind mehrere webbasierte Vergleichsrechner, die Preise und Leistungen aller verfügbaren Tarife gegenüberstellen. Wir streben an, zukünftig weiteres Wachstum über diesen Vertriebsweg generieren zu können.

Auch im Bereich der Industrieversicherung bietet das Internet neue Zukunftschancen. So hat die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zusammen mit anderen renommierten Partnern bereits im Jahr 2010 die Plattform inex24 gegründet. Es ist die weltweit erste neutrale Kollaborationsplattform für den Industrieversicherungssektor. inex24 stellt Industrieunternehmen, Vermittlern und Risikoträgern eine neutrale, hochsichere Webplattform mit einer Vielzahl leistungsstarker Werkzeuge zur Verfügung. Verhandlungen und Abschlüsse von Industrieversicherungen können so schneller, einfacher und sicherer abgewickelt werden.

Makler: Trotz der zunehmenden Bedeutung des Internetvertriebs bleibt der persönliche Kontakt zum Kunden auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor. Insbesondere dem Vertrieb über Makler messen wir zukünftig ein hohes Wachstumspotenzial zu. Die Talanx AG ist mit der Swiss Life eine enge Partnerschaft eingegangen und hält einen dauerhaften Aktienanteil von knapp 10 %. Als Teil dieser Kooperation soll Talanx ein wichtiger Produktpartner des Finanzdienstleisters AWD werden. Des Weiteren hält Talanx knapp 10 % am Finanzdienstleister MLP. Sowohl MLP als auch die AWD-Gruppe, die mittlerweile zur Swiss Life gehört, sind bedeutende Partner im Maklervertrieb. Diese Beteiligungen sind eine Chance, die bereits bestehenden Geschäftsverbindungen zu den betreffenden Maklern zu stärken und weiter auszubauen.

Konzernabschluss

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

der Talanx AG

Aktiva

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  Anhang 31.12.2011 31.12.20101)
In Mio. EUR          
A. Immaterielle Vermögenswerte          
a. Geschäfts- oder Firmenwert 1   690   589
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2   1.520   1.583
        2.210 2.172
B. Kapitalanlagen          
a. Fremdgenutzter Grundbesitz 3   1.100   1.095
b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 4   78   74
c. Anteile an assoziierten Unternehmen 5   209   144
d. Darlehen und Forderungen 6   32.961   32.343
e. Sonstige Finanzinstrumente          
i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 7 4.294     2.999
ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 8/11 32.141     30.400
iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 9/11/12 1.000     1.221
f. Übrige Kapitalanlagen 10/11   3.967   4.185
Selbst verwaltete Kapitalanlagen     75.750   72.461
g. Depotforderungen     11.717   10.961
Kapitalanlagen       87.467 83.422
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen       6.067 6.414
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen       6.462 5.523
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 13     4.729 5.011
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 14     4.013 3.715
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand       1.570 1.265
H. Aktive Steuerabgrenzung 27     320 268
I. Sonstige Vermögenswerte 15     1.865 1.781
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden       565 1.529
Summe der Aktiva       115.268 111.100

1) Angepasst aufgrund IAS 8

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Passiva

         
  Anhang 31.12.2011 31.12.20101)
In Mio. EUR          
A. Eigenkapital 16        
a. Gezeichnetes Kapital   260     260
Nominalwert: 260          
Bedingtes Kapital: 26          
b. Rücklagen   5.161     4.685
Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter     5.421   4.945
c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital     3.285   3.035
Summe Eigenkapital       8.706 7.980
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 17   2.615   2.791
C. Versicherungstechnische Rückstellungen          
a. Rückstellung für Prämienüberträge 18 4.677     4.267
b. Deckungsrückstellung 19 45.739     43.610
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 20 31.420     28.538
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 21 1.008     845
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen   256     250
      83.100   77.510
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird     6.067   6.414
E. Andere Rückstellungen          
a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22 1.343     1.316
b. Steuerrückstellungen 23 557     743
c. Sonstige Rückstellungen 24 689     692
      2.589   2.751
F. Verbindlichkeiten          
a. Begebene Anleihen und Darlehen 25 762     747
b. Depotverbindlichkeiten   5.039     5.224
c. Übrige Verbindlichkeiten 11/12/26 4.411     4.858
      10.212   10.829
G. Passive Steuerabgrenzung 27   1.488   1.444
Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen       106.071 101.739
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden       491 1.381
Summe der Passiva       115.268 111.100

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Talanx AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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  Anhang 2011 20101)
In Mio. EUR        
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung   23.682   22.869
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung   1.112   1.139
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien   2.732   2.767
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge   -385   -277
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge   -3   11
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 28   19.456 18.675
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 30 19.128   17.718
Anteile der Rückversicherer   2.381   1.698
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto     16.747 16.020
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 31 4.716   4.887
Anteile der Rückversicherer   400   515
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto     4.316 4.372
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge   128   71
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen   211   390
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis     -83 -319
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung     -1.690 -2.036
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 29 3.691   3.383
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 29 735   439
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen   2.956   2.944
Depotzinsergebnis 29 306   280
Kapitalanlageergebnis     3.262 3.224
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, bewertet nach der Equity-Methode   -   2
10. a. Sonstige Erträge 32 704   947
b. Sonstige Aufwendungen 32 1.031   1.086
Übriges Ergebnis     -327 -139
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert     1.245 1.049
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 33   - 17
Operatives Ergebnis (EBIT)     1.245 1.032
12. Finanzierungszinsen 34   161 134
13. Ertragsteuern 35   187 231
Jahresergebnis     897 667
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter     377 451
davon Konzernergebnis     520 216

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Talanx AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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In Mio. EUR 2011 20101)
Jahresergebnis 897 667
1. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode 89 108
Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung -132 -224
Steuerertrag/-aufwand -18 -3
  -61 -119
2. Währungsumrechnung    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode 59 249
Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung 25 2
Steuerertrag/-aufwand -7 -12
  77 239
3. Veränderungen aus Cashflow-Hedges    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode 73 -103
Steuerertrag/-aufwand -10 3
  63 -100
4. Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/ Shadow Accounting    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode -29 324
Steuerertrag/-aufwand -6 -7
  -35 317
5. Veränderungen aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode -3 -2
Steuerertrag/-aufwand - -
  -3 -2
6. Sonstige Veränderungen    
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode -30 4
Steuerertrag/-aufwand 8 -1
  -22 3
Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern 19 338
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode 916 1.005
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 440 615
davon Konzernanteil 476 390

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals

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        Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen)
In Mio. EUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Nicht realisierte Kursgewinne/ -verluste aus Kapitalanlagen Gewinne/ Verluste aus der Währungs-
umrechnung
Übrige Eigenkapital-
veränderungen
Stand 31.12.2009 260 630 3.474 667 -140 -294
Anpassungen gemäß IAS 8 - - -22 29 - -26
Stand 1.1.2010 angepasst 260 630 3.452 696 -140 -320
Veränderung der Beteiligungsquote1) - - - - - -
Periodenergebnis - - 216 - - -
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen - - - -174 143 305
darin Anpassungen gemäß IAS 8 - - -3 - -1 -
davon Währungsumrechnung - - - - 143 -
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - -174 - -
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - -
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - - - - - -1
davon übrige Veränderungen2) - - - - - 306
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 216 -174 143 305
Dividenden an Aktionäre - - - - - -
Kapitalreduzierung - - - - - -
Stand 31.12.20103) 260 630 3.668 522 3 -15
Stand 1.1.2011 260 630 3.668 522 3 -15
Veränderung der Beteiligungsquote1) - - - - - -
Periodenergebnis - - 520 - - -
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen - - - -106 43 -44
davon Währungsumrechnung - - - - 43 -
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - -106 - -
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - -
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - - - - - -2
davon übrige Veränderungen2) - - - - - -42
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 520 -106 43 -44
Dividende an Aktionäre - - - - - -
Kapitalerhöhung - - - - - -
Stand 31.12.2011 260 630 4.188 416 46 -59
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  Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen)      
In Mio. EUR Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges Konzerneigenkapital Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Stand 31.12.2009 -23 4.574 2.579 7.153
Anpassungen gemäß IAS 8 - -19 - -19
Stand 1.1.2010 angepasst -23 4.555 2.579 7.134
Veränderung der Beteiligungsquote1) - - 7 7
Periodenergebnis - 216 451 667
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen -100 174 164 338
darin Anpassungen gemäß IAS 8 - -4 - -4
davon Währungsumrechnung - 143 96 239
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - -174 55 -119
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges -100 -100 - -100
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - -1 -1 -2
davon übrige Veränderungen2) - 306 14 320
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -100 390 615 1.005
Dividenden an Aktionäre - - -162 -162
Kapitalreduzierung - - -4 -4
Stand 31.12.20103) -123 4.945 3.035 7.980
Stand 1.1.2011 -123 4.945 3.035 7.980
Veränderung der Beteiligungsquote1) - - -8 -8
Periodenergebnis - 520 377 897
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 63 -44 63 19
davon Währungsumrechnung - 43 34 77
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - -106 45 -61
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges 63 63 - 63
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - -2 -1 -3
davon übrige Veränderungen2) - -42 -15 -57
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 63 476 440 916
Dividende an Aktionäre - - -183 -183
Kapitalerhöhung - - 1 1
Stand 31.12.2011 -60 5.421 3.285 8.706

1) Anteilsänderung ohne Änderung des Kontrollstatus
2) Die übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting sowie Sonstige Veränderungen
3) Angepasst aufgrund IAS 8

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung der Talanx AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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In Mio. EUR 2011 20101)
I. 1. Periodenergebnis 897 667
I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen 4.249 3.932
I. 3. Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -394 -38
I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten -1.897 441
I. 5. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 887 -1.230
I. 6. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten 385 71
I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 110 16
I. 8. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -308 -385
I. 9. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses -92 1.176
I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.837 4.650
II. 1. Mittelzu-/-abfluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 162 47
II. 2. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen -153 -
II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz 105 41
II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz -167 -205
II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten 18.644 16.579
II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten -21.793 -20.801
II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 63 -1.394
II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen 260 162
II. 9. Zahlungswirksame Abflüsse aus dem Erwerb materieller und immaterieller Vermögenswerte2) -116 -116
II. 10. Zahlungswirksame Zuflüsse aus dem Verkauf materieller und immaterieller Vermögenswerte2) 19 35
II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -2.976 -5.652
III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen 1 -
III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen - -4
III. 3. Gezahlte Dividenden -183 -162
III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten -328 719
III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit -510 553
Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) 351 -449
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 1.265 1.685
Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse -2 56
Finanzmittelfonds nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften 2 -
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 1.612 1.292
Finanzmittelfonds der Veräußerungsgruppen 42 27
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres ohne Veräußerungsgruppen 1.570 1.265
Zusatzinformationen    
Gezahlte Steuern 40 294
Gezahlte Zinsen 309 255
davon aus Finanzierungstätigkeit 161 134
davon aus laufender Geschäftstätigkeit 148 121

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) 2011 weisen wir die zahlungswirksamen Zu- und Abflüsse aus dem Verkauf und Erwerb von materiellen und immateriellen Vermögenswerten gemäß DRS 2-20 erstmals separat aus; das Vorjahr wurde entsprechend angepasst

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Erläuterung zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Darstellung des Zahlungsmittelflusses folgt IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 2 zur Aufstellung von Kapitalflussrechnungen, die durch DRS 2-20 für Versicherungsunternehmen ergänzt und konkretisiert wurden.

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht der Bilanzposition "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand".

Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadensfall. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises gesondert gezeigt. Der Erwerb neuer Gesellschaften wird in der Zeile "Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.

Die Ertragsteuerzahlungen werden dem Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet (IAS 7.35). Die im Berichtsjahr erhaltenen Zinsen belaufen sich auf 2,7 Mrd. EUR; die erhaltenen Dividenden betragen 51 Mio. EUR.

Insgesamt betragen die Mittelabflüsse für Unternehmenserwerbe 232 Mio. EUR. Hierbei wurden Finanzmittelfonds mit einem Gesamtwert von 79 Mio. EUR erworben, sodass der Mittelabfluss unter Berücksichtigung der erhaltenen Zahlungsmittel 153 Mio. EUR beträgt. Im Zuge von Unternehmensveräußerungen sind unter Berücksichtigung der Kaufpreiszahlung 162 Mio. EUR zugegangen. Daneben sind aus dem Erwerb von at equity konsolidierten Unternehmen 66 Mio. EUR an Mitteln abgeflossen (Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten).

Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Sie ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Konzernanhang

Allgemeine Informationen

Die Talanx AG steht als Finanz- und Managementholding an der Spitze des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns und der elftgrößten europäischen Versicherungsgruppe (auf Basis der Bruttobeiträge 2010) mit Sitz in Hannover. Sie ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Die Gruppe ist weltweit über Kooperationen in über 150 Ländern aktiv und bietet qualitativ hochwertige Versicherungsdienstleistungen sowohl im Nichtlebens- als auch im Lebensversicherungsgeschäft, in der Rückversicherung sowie Geschäfte im Bereich Asset-Management an.

Der Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in den Geschäftsbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie Konzernfunktionen. Dazu zählen HDI, HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat- und Firmenkunden sowie Industriekunden, Hannover Rück - einer der weltweit führenden Rückversicherer -, die auf Bankenvertrieb spezialisierten neue leben, PB und Targo Versicherungen sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Am Jahresende 2011 arbeiteten weltweit 17.061 (16.874) Mitarbeiter* in den Gesellschaften des Talanx-Konzerns.

Die Talanx AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft), Hannover (HDI V. a. G.) und Muttergesellschaft für alle zum HDI V. a. G. gehörenden Konzerngesellschaften. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 mit der Adresse "Riethorst 2, 30659 Hannover" eingetragen. Der HDI V. a. G. ist nach §§ 341 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind.

* Mitarbeiterkapazitäten zum 31.12.

Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS

Die Talanx AG hat als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 3 HGB freiwillig gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die in § 315 a Abs. 1 HGB genannten Standards und Vorschriften wurden vollständig beachtet.

Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschriften, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend; soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) bilanziert.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. Dezember 2011 geltenden IFRS-Vorschriften sowie die vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC, ehemals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC)) und des vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC) verabschiedeten Interpretationen, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2011 bindend ist und die von der EU übernommen wurden, beachtet. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt, soweit sie den derzeit geltenden IFRS nicht entgegenstehen.

Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.

Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von Standards

Der geänderte IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen", der am 20. Juli 2010 durch die EU ratifiziert wurde, verlangt als wesentliche Neuerung Angaben zu sogenannten "Commitments", beispielsweise zu Garantien und Zusagen sowie zu Verpflichtungen, die vom Eintritt (oder Nichteintritt) bestimmter zukünftiger Ereignisse abhängen. Darüber hinaus wird die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person präzisiert. Der Konzern hat den geänderten IAS 24 mit Beginn des Geschäftsjahres erstmals angewandt. Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen.

Der Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (herausgegeben im Mai 2010) "Verbesserung der IFRS" ist Bestandteil des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) der vom IASB herausgegebenen Standards, der eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen enthält. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden; die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Februar 2011. Sofern diese Änderungen praktische Bedeutung für den Konzern hatten, ergab sich kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Keine Auswirkungen auf den Konzern hatten zudem die weiteren ab dem 1. Januar 2011 anzuwendenden Änderungsstandards bzw. Interpretationen:

Im Dezember 2009 hat die EU Änderungen am IAS 32 "Finanzinstrumente Darstellung - Einstufung von Bezugsrechten" in europäisches Recht übernommen. Der IAS 32 wurde dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden.

IFRIC 14 "IAS 19 - die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung": Die Neuerungen sind von Relevanz, wenn ein Versorgungsplan eine Mindestdotierungsverpflichtung vorsieht und das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen auf diese leistet.

Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung beim Schuldner, wenn neu verhandelte Vertragsbedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit es diesem erlauben, die finanzielle Verbindlichkeit ganz oder teilweise durch die Ausgabe eigener Eigenkapitalinstrumente zu tilgen (sogenannte Debt-for-Equity Swaps). Die Eigenkapitalinstrumente sind im Zugangszeitpunkt grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Unterschiedsbeträge zwischen dem Fair Value des Eigenkapitalinstruments und dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit sind in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzen.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, die 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden

Im November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht. IFRS 9 "Finanzinstrumente" ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, das künftig den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen wird. Mit IFRS 9 werden neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Dieser Standard wurde im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert; letztere sind unverändert aus dem IAS 39 übernommen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 9 noch zu analysieren. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass die Neuerungen u. a. Einfluss auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben werden. Das IASB hat zudem am 16. Dezember 2011 mit der Bezeichnung "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" weitere Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" herausgegeben. Danach wurde die verpflichtende Anwendung des IFRS 9 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben. In IFRS 7 hat das IASB in diesem Zusammenhang detaillierte Anhangangaben hinsichtlich des Übergangs auf IFRS 9 eingefügt. Der Standard bzw. die Änderungen sind bisher nicht in europäisches Recht übernommen worden.

Das IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen zu IFRS 7 veröffentlicht, die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, betreffen. Gegenstand der Änderungen sind Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten. Ein Transfer von finanziellen Vermögenswerten liegt beispielsweise beim Verkauf von Forderungen oder bei sogenannten Asset-backed-Securities(ABs)-Transaktionen vor. Eine Ratifizierung durch die EU ist am 22. November 2011 erfolgt. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Dezember 2010 hat das IASB Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" hinsichtlich der Beseitigung fixer Daten sowie schwerwiegender Hochinflation veröffentlicht, die seitens der EU noch nicht ratifiziert wurden. Durch diesen Änderungsstandard wurde u. a. der bislang verwendete Verweis auf den 1. Januar 2004 als festen Umstellungszeitpunkt durch eine allgemeinere Formulierung ersetzt. Ferner werden in dieser Vorschrift erstmals Regelungen für diejenigen Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einige Zeit vor dem Umstellungszeitpunkt die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung einer Hochinflation unterlag. Die Ergänzung tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am 1. Juli 2011 beginnen. Wir erwarten aus der Anwendung dieser Änderungen keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Das IASB hat im Dezember 2010 Änderungen zum IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht, die noch nicht durch die EU übernommen wurden. Diese Neuerungen enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells des IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Die Ergänzung tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Wir erwarten aus der Anwendung dieser Änderungen keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Am 12. Mai 2011 hat das IASB drei neue und zwei überarbeitete Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie damit in Beziehung stehende Anhangangaben neu regeln:

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt die bisher im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Regelungen und schafft einen einheitlichen Beherrschungsbegriff und somit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen des neuen IFRS 10 auf den Konzernabschluss.

Der überarbeitete IAS 27 wird künftig ausschließlich Vorschriften zur Bilanzierung von Anteilen an Tochter-, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens enthalten. Der Wortlaut des bisherigen Standards wurde bis auf geringfügige Änderungen übernommen.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, bei denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Der neue Standard ersetzt die diesbezüglichen Regelungen im IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Nach IFRS 11 ist eine quotale Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen nicht mehr zulässig. Ihre Einbeziehung erfolgt künftig verpflichtend nach der "at equity"-Methode. Wir sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur in einem Fall (Credit Life International Services GmbH) betroffen.

Der überarbeitete IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" wird um die Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Künftig ist die Anwendung der "at equity"-Methode einheitlich vorgeschrieben.

Die im Zusammenhang mit der Konsolidierung, der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stehenden Anhangangabepflichten sind künftig in IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" zusammengefasst. Mit dem Ziel, dem Abschlussadressaten das Wesen der Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verdeutlichen, sind im Vergleich zu den bisherigen Regelungen zum Teil deutlich erweiterte Angabepflichten vorgesehen.

Die Vorschriften der IFRS 10, 11 und 12 sowie die geänderten IAS 27 und 28 sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Alle Standards sind bisher nicht durch die EU ratifiziert worden. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen der Neuregelungen auf den Konzernabschluss.

Ebenfalls am 12. Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Dieser neue Standard schafft eine standardübergreifende Vereinheitlichung des Begriffs des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) sowie der bei seiner Ermittlung anzuwendenden Methoden. Der beizulegende Zeitwert wird als Veräußerungspreis definiert, dessen Ermittlung so weit wie möglich auf beobachtbaren Marktparametern basieren soll. Darüber hinaus sollen umfangreiche erläuternde und quantitative Angabepflichten die Qualität der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beschreiben. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen des neuen IFRS 13, gehen aber davon aus, dass die Anwendung zu keiner wesentlichen Änderung der Bilanzierung führen wird. IFRS 13 ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurde bisher nicht von der EU ratifiziert.

Im Juni 2011 hat das IASB die Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sowie des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht.

Gemäß IAS 1 sind Positionen des Sonstigen Gesamtergebnisses zukünftig danach zu unterteilen, ob sie erfolgswirksam durch die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden können. Sofern Posten des Sonstigen Gesamtergebnisses vor Steuern dargestellt werden, sind entsprechende Steuerposten ebenfalls für jede Gruppe des Sonstigen Gesamtergebnisses getrennt auszuweisen. Die Änderungen des IAS 1 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Die wesentliche Neureglung des IAS 19 ist die Abschaffung des Wahlrechts, künftige versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entweder unmittelbar erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital zu erfassen oder zeitverzögert im Rahmen der sogenannten Korridormethode. Anfallende versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind demnach vollständig über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital zu bilanzieren; die Korridormethode ist nicht mehr zulässig. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des sogenannten Planvermögens nicht mehr mit der erwarteten Verzinsung, sondern in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Verpflichtung. Ferner sind entsprechend der Zielsetzung des geänderten Standards umfangreiche Anhangangaben erforderlich. Da der Konzern gegenwärtig die Korridormethode anwendet, sind entsprechende Auswirkungen - die aktuell untersucht werden - zu erwarten. Die Erstanwendung des geänderten IAS 19 ist für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Die Änderungen der IAS 1 und IAS 19 sind bisher nicht durch die EU ratifiziert worden.

Das IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten angepasst und Änderungen am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen am IAS 32 und an IFRS 7 veröffentlicht. Die gemäß IAS 32 definierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden grundsätzlich beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Dieser Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. In IFRS 7 sind hinsichtlich bestimmter Aufrechnungsvereinbarungen neue Angabepflichten vorgesehen. Diese Offenlegungspflichten sind unabhängig davon zu beachten, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden geführt hat. Der Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen dieser beiden Änderungen auf den Konzernabschluss.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, deren Anwendung das Prinzip der Stetigkeit zugrunde liegt. Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie im Jahr 2011 durchgeführte Änderungen/Anpassungen von Bilanzierungsgrundsätzen sowie die wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen erläutert. Die im Geschäftsjahr 2011 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 168 ff.) beschrieben.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler

Im Berichtsjahr haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend den Vorschriften des IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" für nachfolgende Sachverhalte rückwirkend angepasst.

a) Im zweiten Quartal 2011 haben wir den Ansatz latenter Steuerschulden für zu versteuernde temporäre Differenzen in Bezug auf den Geschäfts- oder Firmenwert eines in Vorjahren durchgeführten Unternehmenserwerbs, die nicht aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes hervorgingen, rückwirkend im Segment Privat- und Firmenversicherung International korrigiert. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 erhöhten sich die passiven latenten Steuern um 7 Mio. EUR; in selbiger Höhe verminderten sich die Gewinnrücklagen. Zum 31. Dezember 2011 reduzierten sich die Rücklagen infolge dieser Anpassung um 4 Mio. EUR, davon entfallen 3 Mio. EUR auf das Konzernergebnis und 1 Mio. EUR auf die übrigen Rücklagen (Gegenposten: Ertragsteuern und Passive Steuerabgrenzung).

b) Mit Wirkung zum 30. September 2011 hat der Konzern die Bilanzierung der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte bei in Vorjahren erworbenen Lebensversicherungsgesellschaften (PVFP) im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland auf einheitliche Methoden umgestellt. Daraus resultierte eine Saldierung des PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer (Position: Sonstige immaterielle Vermögenswerte) in Höhe der bei der Erstkonsolidierung ermittelten und angesetzten passiven latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung (Position: Rückstellung für Beitragsrückerstattung). Die Änderung dieser Bilanzierungsmethode und damit einhergehend die Anpassung der Amortisationsverläufe wurde retrospektiv angewendet. Auswirkungen auf das Konzernergebnis oder das Eigenkapital haben sich in keiner der vorangegangenen Berichtsperioden ergeben. Zum 31. Dezember 2010 verringern sich die Bilanzpositionen Sonstige immaterielle Vermögenswerte und "Rückstellung für Beitragsrückerstattung" gegenüber dem ursprünglichen Ausweis um 268 Mio. EUR. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 vermindern sich diese Bilanzposten um jeweils 321 Mio. EUR.

c) Der Konzern hat im vierten Quartal 2011 den bilanziellen Ausweis innerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen vereinheitlicht. In Einklang mit den anzuwendenden US-GAAP-Vorschriften (FASB ASC 944-40; ehemals FAS 97) wird die Rückstellung für noch nicht verdiente Beitragsteile (Unearned Revenue Liabilities) bei Versicherungsverträgen, die nach dem Universal-Life-Modell klassifiziert werden, in der Deckungsrückstellung - zuvor Rückstellungen für Prämienüberträge - bilanziert. Diese Ausweisänderung hatte in keiner der vorangegangenen Berichtsperioden Auswirkungen auf das Konzernergebnis oder das Eigenkapital. Zum 31. Dezember 2010 verringern sich demzufolge die Rückstellungen für Prämienüberträge um 1.144 Mio. EUR. In gleicher Höhe steigt die Deckungsrückstellung. Diese Modifizierung führt in der Konzern-GuV zu einer Umgliederung aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung in die Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) in Höhe von 78 Mio. EUR. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 betrug die Umgliederung jeweils 1.223 Mio. EUR.

d) Zum 31. Dezember 2011 haben wir retrospektiv den Ausweis bestimmter Immobilien, die als Renditeimmobilien in einem Spezialfonds gehalten werden, korrigiert. Gemäß den Vorschriften des IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" werden diese Vermögenswerte im Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und demnach zutreffend in der Bilanzposition "Fremdgenutzter Grundbesitz" (vorher Bilanzposten: Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente; nicht festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds) gebucht. Diese Ausweisänderung innerhalb der Kapitalanlagen hat sich zu keiner Zeit auf das Eigenkapital oder das Ergebnis ausgewirkt. Vielmehr erhöhte sich zum Bilanzstichtag des Vorjahres der Bestand an fremdgenutztem Grundbesitz um 235 Mio. EUR; gegenläufig (in gleicher Höhe) verminderte sich der Ausweis der jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente. Zum 1. Januar 2010 stieg der Bilanzausweis an fremdgenutztem Grundbesitz um 229 Mio. EUR; die Ausweisminderung bei den Finanzinstrumenten beträgt demnach 229 Mio. EUR.

Die durchgeführten Korrekturen wirken sich auf Posten der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 bzw. der Vergleichsperiode 31. Dezember 2010 folgendermaßen aus:

Konzernbilanz zum 1. Januar 2010

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  1.1.2010 wie ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 1.1.2010
In Mio. EUR   zu a) zu b) zu c) zu d)  
A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.154 - -321 - - 1.833
B. a. Fremdgenutzter Grundbesitz 726 - - - 229 955
B. e.ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 26.477 - - - -229 26.248
A. b. Rücklagen 4.302 -7 - - - 4.295
C. a. Rückstellung für Prämienüberträge 5.026 - - -1.223 - 3.803
C. b. Deckungsrückstellung 39.754 - - 1.223 - 40.977
C. d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.274 - -321 - - 953
G. Passive Steuerabgrenzung 1.509 7 - - - 1.516

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

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  31.12.2010 wie ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 31.12.2010
In Mio. EUR   zu a) zu b) zu c) zu d)  
A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.851 - -268 - - 1.583
B. a. Fremdgenutzter Grundbesitz 860 - - - 235 1.095
B. e.ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 30.635 - - - -235 30.400
A. b. Rücklagen 4.689 -4 - - - 4.685
C. a. Rückstellung für Prämienüberträge 5.411 - - -1.144 - 4.267
C. b. Deckungsrückstellung 42.466 - - 1.144 - 43.610
C. d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.113 - -268 - - 845
G. Passive Steuerabgrenzung 1.443 1 - - - 1.444

Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2010 haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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  31.12.2010 wie ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 31.12.2010
In Mio. EUR   zu a) zu c)  
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -185 - -92 -277
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 25 - -14 11
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 17.810 - -92 17.718
Anteile der Rückversicherer 1.712 - -14 1.698
13. Ertragsteuern 228 3 - 231
Jahresergebnis        
davon Konzernergebnis 219 -3 - 216

Änderungen von Schätzungen in der Berichtsperiode

Der Konzern hat die Ermittlungslogik für die modellbasierte Marktbewertung und für den Anteil der dauerhaften Wertminderungen an Marktwertänderungen bei Collateralised Debt Obligations, Collateralised Loan Obligations und High-yield-Fonds mit dem Ziel einer marktnäheren Bewertung angepasst. Dabei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die gemäß IAS 8 prospektiv im Berichtszeitraum ohne Anpassung der Vergleichsangaben für Vorjahre vorzunehmen ist. Unter Beibehaltung der bis zum 31. Dezember 2010 verwendeten Parameter und Verfahren hätten sich im Berichtszeitraum um 0,3 Mio. EUR höhere Abschreibungen und um 5 Mio. EUR höhere Zuschreibungen ergeben. Die Marktwerte der genannten Instrumente wären um 1 Mio. EUR höher ausgewiesen worden. Die Auswirkung, die diese Anpassung der Ermittlungslogik in zukünftigen Berichtsperioden hat, wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu ermitteln.

Im vierten Quartal 2011 wurden bei einzelnen Versicherungsgesellschaften (Segment: Privat- und Firmenversicherung Deutschland) die Beteiligungen der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis und Risikoergebnis zulasten des Aktionärsanteils in der konventionellen sowie in der fondsgebundenen Lebensversicherung angehoben. In diesem Zusammenhang wird der geplante Überschuss vor Steuern für die Jahre 2011-2013 abgesenkt. Durch eine schrittweise Erhöhung in den Folgeperioden soll im Jahre 2022 die ursprüngliche Zuführungsquote der Überschussbeteiligung wieder erreicht sein. Die Bestimmung der betroffenen Buchwerte ("Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP)" und "Rückstellung für Beitragsrückerstattung") erfolgte im Rahmen einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung ohne Anpassung der Vorjahre. Aus diesen Schätzverfahren resultieren im Berichtszeitraum zusätzliche Aufwendungen in Höhe von 21 Mio. EUR wegen geänderter Aufteilung der Amortisationsbeträge bei den PVFPs (Konzern-GuV-Posten: "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen"). Der Bilanzposten erhöhte sich zulasten des Eigenkapitals bzw. Steueranteils um 21 Mio. EUR. Der Anstieg der latenten Beitragsrückerstattung (Position: Rückstellung für Beitragsrückerstattung) wegen angepasster Zuführungsquoten und Änderungen der geschätzten IFRS-Umbewertungsbeträge beläuft sich auf 5 Mio. EUR. Die Darstellung dieser Auswirkung auf zukünftige Perioden wurde wegen des damit verbundenen unverhältnismäßigen Aufwands, der für die Ermittlung notwendig gewesen wäre, nicht vorgenommen.

Änderungen der Darstellung der Konzernbilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Bilanzierung des unter den "nachrangigen Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Hybridkapitals erfolgt entsprechend der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ergebnisbestandteile, die sich aus der Amortisation von im Rahmen der Emission entstandenen Transaktionskosten und Agien bzw. Disagien ergeben, wurden bisher im übrigen Ergebnis ausgewiesen, während der Ausweis des Nominalzinses als "Finanzierungszinsen" erfolgte. Um dem Charakter der Effektivzinsmethode besser zu entsprechen, weisen wir zukünftig alle Aufwendungen einheitlich als Finanzierungszinsen aus. Die Ausweiskorrektur der Vorperiode gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" führte somit zu einer Verbesserung des übrigen Ergebnisses zulasten der Finanzierungszinsen in Höhe von 4 Mio. EUR.

Im Jahr 2011 haben wir den Ausweis der nicht liquiden Wiederauffüllungsprämien im Erstversicherungsgeschäft modifiziert. Die bislang unter dem Rückversicherungsanteil an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen gebuchte Wiederauffüllungsprämie bilanzieren wir ab dem vierten Quartal unter den gebuchten nicht liquiden Rückversicherungsprämien. Diese Vorgehensweise führt insgesamt zu einer angemesseneren Präsentation, da wirtschaftlich gesehen die Wiederauffüllungsprämie nichts anderes als einen Rückversicherungsbeitrag darstellt, jedoch Zahlungszeitpunkt und/oder -höhe noch ungewiss sind. Aus dieser Umgliederung resultiert für 2011 eine Minderung der verdienten Prämie um 107 Mio. EUR; gegenläufig verbesserte sich das Sonstige versicherungstechnische Ergebnis. Unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation wurde auf eine Anpassung der Vorjahre verzichtet.

Die Aufwendungen für die Verwaltung von nicht konzerneigenen Kapitalanlagen werden analog den dazugehörigen Erträgen im übrigen Ergebnis erfasst (Position: Sonstige Aufwendungen, zuvor Aufwendungen für Kapitalanlagen). Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst (47 Mio. EUR).

Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen ausgeübt bzw. Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten auswirken.

Diese Entscheidungen und Annahmen werden i. d. R. fortlaufend neu bewertet und basieren in Teilen auf historischen Erfahrungen sowie weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen bezüglich zukünftiger Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig erscheinen. Die im Konzern installierten Prozesse auf Ebene der Tochtergesellschaften wie auch auf Konzernebene sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung der relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Daneben wird sichergestellt, dass die vom Konzern vorgegebenen Standards angemessen und konsistent angewendet werden. Die Schätzungen und Annahmen mit signifikantem Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte einzelner Bilanzposten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres werden nachfolgend dargestellt. Darüber hinaus finden sich in den entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder direkt in den Erläuterungen zu den einzelnen Positionen weitere Erörterungen.

Versicherungstechnische Rückstellungen: Zum 31. Dezember 2011 bilanziert der Konzern versicherungstechnische Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 31.420 Mio. EUR und Deckungsrückstellungen von 45.739 Mio. EUR. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die hinsichtlich Höhe oder Fälligkeit unsicher sind, werden nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Die tatsächlichen Zahlungen für Versicherungsfälle können höher oder niedriger ausfallen; hieraus entstehende Abwicklungsgewinne und -verluste wirken sich ergebniswirksam aus. Im Bereich der Lebensversicherung bzw. Personen-Rückversicherung hängt die Ermittlung der Reserven und Vermögenswerte entscheidend von aktuariellen Projektionen des Geschäfts ab. Hierbei werden wesentliche Eingabeparameter entweder durch den Tarif vorbestimmt (z. B. eingerechnete Kosten, Prämienhöhe, Rechnungszins) oder geschätzt (z. B. Sterbe-, Invaliditäts- oder Stornowahrscheinlichkeiten). Diese Annahmen sind u. a. stark abhängig von länderspezifischen Parametern, Vertriebsweg, Qualität der Antragsprüfung und Rückversicherungsform. Für die Bilanzierung nach US GAAP werden diese Annahmen zu jedem Abschlussstichtag überprüft und später an die tatsächliche Projektion angepasst. Die sich hieraus ergebenden Effekte spiegeln sich u. a. als True-up-Anpassungen grundsätzlich in den Bilanzpositionen Sonstige immaterielle Vermögenswerte; Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP), Abgegrenzte Abschlusskosten, Rückstellung für Beitragsrückerstattung (latente RfB) und ggf. der Deckungsrückstellung (Finanzierung der Schlussgewinne) wider.

Beizulegender Zeitwert bzw. Wertminderungen von Finanzinstrumenten: Die ausgewiesenen zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betrugen 37.203 Mio. EUR zum Stichtag. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie Wertminderungen, insbesondere bei nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten (z. B. Derivate im Zusammenhang mit Modified-Coinsurance-/ Coinsurance-Funds-Withheld-Verträgen), werden durch geeignete Bewertungstechniken bestimmt. Wir verweisen insoweit auf unsere Ausführungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufgreifkriterien zur Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs bestimmter Finanzinstrumente im Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen". Die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Stufen der Bewertungshierarchie findet sich in der Angabe 11 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" des Anhangs. Sofern wesentliche Bewertungsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), haben Schätzungen und Annahmen eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung des Zeitwerts dieser Instrumente.

Impairment-Test der Geschäfts- oder Firmenwerte (Buchwert zum 31. Dezember 2011: 690 Mio. EUR): Der Konzern untersucht, in Einklang mit dem Abschnitt "Geschäfts- oder Firmenwert", ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Sofern der erzielbare Betrag auf Berechnungen des Nutzungswerts basiert, werden entsprechende Annahmen wie z. B. nachhaltig erzielbares Ergebnis und Wachstumsraten zugrunde gelegt (siehe zudem Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert", Seiten 209 ff.).

Abgegrenzte Abschlusskosten: Zum Bilanzstichtag weist der Konzern Abschlusskosten in Höhe von 4.013 Mio. EUR aus. Die Rechnungsgrundlagen zur Amortisation der abgegrenzten Abschlusskosten werden laufend überprüft und ggf. angepasst. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden regelmäßig Kontrollen hinsichtlich z. B. Gewinnverläufen, Stornoannahmen- und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen.

Erworbene Versicherungsbestände (PVFP): Der Bestandswert (31. Dezember 2011: 1.333 Mio. EUR) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Erwerbs und wird auf Basis aktuarieller Methoden bestimmt. Unsicherheiten können u. a. in der Erwartung dieser Nettozahlungsströme bestehen.

Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern: Insbesondere erfolgen Einschätzungen hinsichtlich der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge vor allem im Zusammenhang mit bilanzierten passiven latenten Steuern und geplanten zukünftigen Erträgen. Zum Stichtag beliefen sich die Aktiven Steuerabgrenzungen im Konzern auf 320 Mio. EUR.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Konzern veröffentlicht zum Stichtag Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen - nach Abzug von Planvermögen - in Höhe von 1.343 Mio. EUR. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Berechnung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen Abzinsungssätze, Inflationsraten und erwartete Renditen des Planvermögens mit ein. Diese Parameter berücksichtigen die individuellen Verhältnisse der betroffenen Einheiten und werden unter Einbeziehung von Versicherungsmathematikern bestimmt. Weitere wesentliche Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen finden sich auch in Angabe 22 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" des Anhangs.

Rückstellungen für Restrukturierungen (31. Dezember 2011: 87 Mio. EUR): Die im Konzern bilanzierten Restrukturierungsrückstellungen, die auf offiziellen und den betroffenen Mitarbeitern bekanntgemachten Restrukturierungsplänen beruhen, beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich der Höhe der Abfindungszahlungen wie auch Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen.

Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung von Versicherungsverträgen

Im März 2004 hat das IASB mit dem Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" erstmals einen Standard für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und dabei das Projekt "Versicherungsverträge" in zwei Phasen aufgeteilt. IFRS 4 repräsentiert das Ergebnis der Phase 1 und ist eine Übergangsregelung, bis das IASB die Bewertung von Versicherungsverträgen mit Abschluss der Phase 2 neu vorgeschrieben hat. Mittlerweile wurde der Standardentwurf (ED/2010/8) "Bilanzierung von Versicherungsverträgen" veröffentlicht. Gegenwärtig ist noch nicht entschieden, inwiefern die geänderten Vorschläge an dem Standardentwurf - vorgesehen für das dritte oder vierte Quartal 2012 - als "Re-Exposure" (erneute Veröffentlichung eines geänderten Entwurfs) oder lediglich als "Review Draft" (vorläufiger Entwurf der endgültigen Änderung) veröffentlicht werden.

Nach IFRS 4 (Phase 1) - der auch Anwendung bei Rückversicherungsverträgen findet - ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaften abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbaren, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes, ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungsunternehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand (Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstechnischen Posten im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US GAAP (im Wesentlichen im Standard FASB ASC 944 ff.) bilanziert. Alle Verträge ohne versicherungstechnisches Risiko werden nach IFRS 4 als Investmentverträge behandelt. Soweit Investmentverträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden sie - sofern IFRS 4 keine gesonderten Vorschriften vorhält - ebenfalls nach den Regelungen der US GAAP bilanziert. Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden wie Finanzinstrumente nach dem IAS 39 behandelt.

Aktivseite

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie der Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte, sind zu fortgeführten Anschaffungs-/ Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, linearen Abschreibungen und ggf. Wertminderungen aktiviert. Die Sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten vor allem erworbene und selbst erstellte Software sowie die versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist die positive Differenz aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach erneuter Prüfung sofort erfolgswirksam zu vereinnahmen. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen wie auch Wertaufholungen sind unzulässig.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff. "Wertminderung von Vermögenswerten" zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zuzuordnen (siehe Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert" dieses Anhangs, Seiten 209 ff.). Diese Zuordnung erfolgt auf diejenige CGU, von der erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen zieht. Eine CGU darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment. Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit den Konzernbuchwerten einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts dieser CGU verglichen. Übersteigen die Buchwerte den erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung (Position: "Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert") zu erfassen.

Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte: Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärs- und Steueranteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, planmäßig abgeschrieben (amortisiert). Eine Aufteilung nach Laufzeiten in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden erworbenen Versicherungsverträgen findet sich in Angabe 2 "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" des Anhangs, Seiten 213 ff. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; ggf. werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine außerplanmäßige Abschreibung zu erfolgen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.

Die Sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten zudem erworbene sowie selbst erstellte Software. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, eigenentwickelte Software zu Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibung erfolgt über eine geschätzte Nutzungsdauer von in der Regel drei bis zehn Jahren. Alle sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und wenn erforderlich außerplanmäßig wertgemindert. Diese Abschreibungen und Wertminderungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Zuschreibungen auf diese Vermögenswerte erfassen wir in den Sonstigen Erträgen.

Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen

Bei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifiziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifiziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden.

Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert unterschreitet. Alle fünf Jahre zum Bilanzstichtag wird für den Direktbestand grundsätzlich ein qualifiziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. An den anderen Bilanzstichtagen werden interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung angefertigt. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinflussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Bei Immobilien-Spezialfonds erfolgt alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Erstbewertung - die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien wird der Marktwert nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Leerstands ermittelt.

Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen, die nachträgliche Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten darstellen, werden aktiviert und können im Einzelfall die Nutzungsdauer verlängern.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode, auf Basis des auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapitals, bewerteten assoziierten Unternehmen. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens ist im Kapitalanlageergebnis enthalten. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind.

Finanzielle Vermögenswerte/Verpflichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Direktbestand bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" bei Zugang eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Kategorisierung (s. o.) und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen außerplanmäßigen Abschreibungen. Beim Fair Value handelt es sich um den Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht oder eine finanzielle Verpflichtung beglichen werden könnte.

Täglich fällige Finanzinstrumente werden mit dem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen u. a. der Kassenbestand sowie die Depotforderungen.

Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden Anteile an Tochtergesellschaften - die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden - sowie sonstige Beteiligungen erfasst. Ebenso bilanzieren wir assoziierte Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, in diesem Bilanzposten. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Darlehen und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn mit der Rückzahlung eines Darlehens/einer Forderung nicht bzw. nicht mehr in voller Höhe zu rechnen ist (siehe auch unsere Erläuterungen zum Abschnitt "Wertberichtigung (Impairment)" in diesem Kapitel). Eine Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten.

Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen.

Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden effektivzinskonstant über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beträge, die bei Lebensversicherern im Zuge der Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (übrige Rücklagen) bilanziert.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Die Handelsbestände (zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente) beinhalten alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden hier alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen ausgewiesen, die nicht die Anforderungen des IAS 39 an eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) erfüllen. Derivate mit negativen Marktwerten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten bilanziert. Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen nicht besicherte, von Unternehmen begebene Schuldtitel. Ferner werden in dieser Position strukturierte Produkte unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ausgewiesen. Hierbei werden trennungspflichtige strukturierte Finanzinstrumente - deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist - erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" oder "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" entsprechend in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen.

Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Kapitalanlageergebnis.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente gemäß Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (Hedge Accounting) designiert werden, sind im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair-Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedge); weitere Informationen in Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seiten 231 ff. Diese Sicherungsinstrumente werden unter den Sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Für Finanzinstrumente entspricht der Zeitwert im Grundsatz dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag veräußern bzw. begleichen würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Wertpapieren erfolgt somit grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für finanzielle Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs verwendet; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere.

Der Konzern verwendet hierzu mehrere Bewertungsmodelle:

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Finanzinstrument Preismethode Parameter Preismodell
Festverzinsliche Wertpapiere      
Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen Hull-White, Black-Karasinski, Libor-Market-Modell u. a.
Nicht notierte Rentenfonds Theoretischer Kurs Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV)1) NAV-Methode1)
ABS/MBS ohne Marktquotierungen Theoretischer Kurs Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten Future-Cashflow-Verfahren, Liquidierungsverfahren
CDOs/CLOs, Genussscheine (Participating Certificates) Theoretischer Kurs Risikoprämien, Ausfallraten, Verwertungsraten, Tilgungen Barwertmethode
Aktien      
Nicht notierte Aktien Theoretischer Kurs Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, ggf. Buchwert NAV-Methode1)
Übrige Kapitalanlagen      
Private Equity Theoretischer Kurs Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Börsenwerte NAV-Methode1)
Derivative Finanzinstrumente      
Zinsswaps ("Plain Vanilla") Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve, Spot- und Forward-Rates Zinsparitätsmodell
OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite Black-Scholes
FX-Optionen Theoretischer Kurs Spot Rates, Wechselkurse, implizite Volatilitäten Garman/Kohlhagen
Zinstermingeschäfte (Vorkäufe) Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode
Inflationsswaps Theoretischer Kurs Inflationsswap-Raten (Consumer Price Index), historische Index-Fixings, Zinsstrukturkurve Barwertmethode mit Saisonalitätskorrektur
Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik Theoretischer Kurs Marktwerte der Cat Bonds, Zinsstrukturkurve Barwertmethode

1) NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)

Auch bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten der Kategorien "Darlehen und Forderungen" bzw. "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" werden für die Ermittlung der Zeitwerte - im Wesentlichen zur Darstellung der stillen Reserven/ Lasten - die oben aufgeführten Bewertungsmodelle angewandt.

Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, haben wir einem Level der Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zugeordnet. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe 11 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" in diesem Anhang.

Der auf Basis von Bewertungsmethoden zum Erwerbszeitpunkt festgestellte Wert kann allerdings von den tatsächlichen Anschaffungskosten abweichen. Die daraus resultierende Bewertungsdifferenz stellt ein theoretisches Ergebnis zum Erwerbszeitpunkt (Day-one Profit/Loss) dar. Zum Bilanzstichtag ergab sich lediglich ein unwesentlicher Verlust.

Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten - mit Ausnahme der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (da Wertminderungen implizit im beizulegenden Zeitwert enthalten sind) - objektive, substanzielle Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Der IAS 39.59 enthält zudem eine Liste objektiver Hinweise, die zu einer Wertminderung finanzieller Vermögenswerte führen. Ergänzend dazu sieht der IAS 39.61 weitere Kriterien für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung dann gegeben ist, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder nachhaltig (im Sinne von dauerhaft) unter die Anschaffungskosten abgesunken ist.

Danach ist im Konzern - bezogen auf Eigenkapitaltitel - ein Rückgang des Zeitwerts signifikant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaffungskosten unterschreitet. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, das das Eigenkapitalinstrument hält. Diese Regelungen wenden wir analog auch bei Beteiligungen an Fonds, die in privatem Beteiligungskapital ("Private Equity") investieren, an. Um dem spezifischen Charakter dieser Fonds Rechnung zu tragen (hier anfänglich negativer Rendite- und Liquiditätsverlauf aus dem sogenannten "J-Curve"-Effekt während der Investitionsperiode der Fonds), schreiben wir erstmals nach einer zweijährigen Karenzphase bei Vorliegen einer signifikanten oder nachhaltigen Wertminderung auf den Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwertes ab.

Wir legen bei den festverzinslichen Wertpapieren grundsätzlich die gleichen Indikatoren zugrunde wie bei den Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter. Zusätzlich wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Dabei beziehen wir in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind.

Wertberichtigungen erfolgen bei nachhaltiger bzw. dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag - sofern vorhanden auf den öffentlich notierten Börsenkurs - und werden aufwandswirksam erfasst. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital bilanziert.

Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, sind weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, unverändert im Konzern verbleiben.

Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren "Net Asset Value" (Nettovermögenswert) als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches Risiko

Depotforderungen sind Forderungen der Rückversicherer an ihre Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Die Depotverbindlichkeiten (Ausweis unter Verbindlichkeiten) repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt.

Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen erfolgswirksam vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Der Ausweis der Bestandsgrößen erfolgt als Depotforderungen und -verbindlichkeiten, deren Marktwerte annähernd ihren Buchwerten entsprechen.

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Diese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Die Anlagen werden getrennt von den übrigen Kapitalanlagen geführt und angelegt. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste.

Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden versicherungstechnischen Rückstellungen anhand eines vereinfachten Verfahrens ermittelt; wir verweisen auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen; Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.

Forderungen

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie die Sonstigen Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt; soweit erforderlich, nehmen wir auf Basis einer Einzelbetrachtung Wertberichtigungen vor. Für die Wertberichtigung auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft verwenden wir Wertberichtigungskonten, alle anderen Abschreibungen werden direkt gegen den zugrunde liegenden Bestand gebucht.

Abgegrenzte Abschlusskosten

In den aktivierten Abschlusskosten werden (gemäß FASB ASC 944) Provisionen und andere Kosten abgegrenzt, die im engen Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss oder der Erneuerung von Verträgen stehen und damit variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind. Diese werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; ggf. hat eine Anpassung zu erfolgen.

Für die Sachversicherungsgesellschaften und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei den Personenversicherern im Erstversicherungsbereich sowie in der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei im Allgemeinen von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen.

Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit.

Aktive Steuerabgrenzung

Aktive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreffenden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschriften erstellten Steuerbilanzen und den nach konzerneinheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.

Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, sind auch die daraus resultierenden latenten Steuern erfolgsneutral gebildet.

Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting, die einen positiven Marktwert aufweisen, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der Werthaltigkeit von eigengenutztem Grundbesitz gelten grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu fremdgenutzten Immobilien.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nennbetrag bilanziert.

Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5

Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sind erfolgswirksam zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. Übersteigt der Wertminderungsbedarf für eine Veräußerungsgruppe den Buchwert der zugehörigen langfristigen Vermögenswerte, wird die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung im Sinne des IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" geprüft. Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sind dem gleichnamigen Abschnitt zu entnehmen.

Passivseite

Eigenkapital

Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Rücklagen (Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen) und die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die vom Aktionär der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen sowie konsolidierte Zweckgesellschaften/Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt und thesauriert haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden kumuliert in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen berücksichtigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition bilanziert. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt. Die Wertschwankungen dieser Derivate bilanzieren wir in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals gesondert bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen.

Versicherungstechnische Rückstellungen (einschließlich Ertrag und Aufwendungen)

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen basiert auf Grundlage des FASB Accounting Standards Codification (ASC 944 ff; vormals FAS 60, FAS 97 und FAS 120).

Bei den kurzfristigen Versicherungsverträgen werden die bereits vereinnahmten auf künftige Risikoperioden entfallenden Prämien zeitanteilig abgegrenzt und als Prämienüberträge bilanziert. Insofern werden diese Prämien über die Laufzeit der Versicherungsverträge im Verhältnis zum bereitgestellten Versicherungsschutz bzw. bei Fälligkeit als verdient und somit als Ertrag erfasst. Die Prämieneinnahmen werden für Verträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden Annahmen getroffen, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Daten nicht verfügbar sind. Zudem werden unter den Prämienüberträgen Beträge, die bei Abschluss bestimmter langfristiger Verträge erhoben werden (z. B. Restschuldversicherung), gebucht. Die Prämienüberträge entsprechen dem in künftigen Perioden gewährten Versicherungsschutz.

Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität und Invalidität, aber auch Stornowahrscheinlichkeit sowie Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt.

Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen.

Für die Bewertung der Deckungsrückstellungen müssen die Lebensversicherungsprodukte gemäß FASB Accounting Standards Codification (ASC) 944-40 in die folgenden Kategorien unterteilt werden:

Bei Verträgen der Lebenserstversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 120 i. V. m. SOP 95-1 [Statement of Principles]) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut.

Für Verträge der Lebenserstversicherung ohne Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird.

Bei Verträgen der Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (vormals enthalten in FAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie betrifft Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlung noch unsicher sind. Insofern beruht sie auf Schätzungen, die von den tatsächlichen Zahlungen abweichen können. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle.

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle basieren grundsätzlich auf anerkannten versicherungsmathematischen Schätzverfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden, soweit keine einzelfallbezogenen Schätzungen zu berücksichtigen sind (hinsichtlich der einzelfallbezogenen Schätzungen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Großschäden). Sie sind nach "Best Estimate"-Grund-sätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen werden bei der Ermittlung des "Best Estimate" berücksichtigt. Zur Bemessung der "Ultimate Liability" werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünftige Inflation der Schadenabwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Inflation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Bilanziert wird daher der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag ("Best Estimate"), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fließen in die Wertfindung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt. Die Rückstellungen für das übernommene Geschäft werden dabei grundsätzlich für das Konzerngeschäft nach Vorgaben der Vorversicherer bzw. für das Nichtkonzerngeschäft mittels aktuarieller Analysen gebildet.

Zusätzlich werden Rückstellungen für nicht gemeldete, bereits eingetretene Schäden (IBNR-Reserven) gebildet.

Für Großschäden liegen teilweise keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und ggf. nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Rückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Insbesondere für die deutschen Lebensversicherer sind die aufsichtsrechtlichen Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes (vag) sowie die Verordnung über die Mindestbeitragsrückerstattung in der Lebensversicherung (Mindestzuführungsverordnung) zu beachten.

Wir überprüfen regelmäßig alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Sofern aktuelle Erfahrungen ergeben, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben nicht decken, werden nach Auflösung der abgegrenzten Abschlusskosten die versicherungstechnischen Rückstellungen ergebniswirksam angepasst bzw. eine Drohverlustrückstellung gebildet. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen.

Shadow Accounting

IFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbar"), die im Eigenkapital (Other Comprehensive Income, OCI) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: abgegrenzte Abschlusskosten, Present Values of Future Profits (PVFPs), Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Margins, EGM) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als sogenannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im Eigenkapital (OCI) abgebildet.

Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird

Bei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", Seite 148.

Andere Rückstellungen

Dieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes.

Darüber hinaus besteht seit Langem in verschiedenen deutschen Gesellschaften die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden durch einen Versicherungsvertrag mit verschiedenen Lebensversicherungen des Konzerns rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, über Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfondsversorgungen sowie rückgedeckte Unterstützungskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Des Weiteren bestehen bei einigen Konzerngesellschaften pensionsähnliche Zusagen in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen externen Versorgungsträger. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt.

Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensionsverpflichtungen gelten. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind.

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf, Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter und unerwartete Gewinne oder Verluste des Planvermögens). Der Konzern wendet für die Erfassung seiner versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste das im IAS 19 festgelegte Korridorverfahren an. Beim Korridorverfahren wird ein Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste ergebniswirksam erfasst, sofern zu Beginn des Geschäftsjahres die bislang nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den höheren der folgenden Beträge übersteigen: 10 % des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche oder 10 % des Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens. Der Betrag außerhalb des Korridors geht, dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Begünstigten, als Ertrag oder Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.

Sonstige Rückstellungen inklusive der Steuerrückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Voraussetzungen sind, dass der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert und deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist bzw. deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Restrukturierungsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen sowie Abfindungszahlungen an Mitarbeiter. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, soweit es sich nicht um Depotverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Derivaten handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Depotverbindlichkeiten werden zum Nennwert, Verbindlichkeiten aus Derivaten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt (zu den im Konzern angewandten Bewertungsmodellen zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte siehe Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen"). Ferner werden unter den übrigen Verbindlichkeiten Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting eingesetzt werden, erfasst; weitere Informationen hierzu sind in der Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting" (Seiten 231 ff.) erläutert.

Anteilsbasierte Vergütung

Die anteilsbasierten Vergütungen werden im Konzern ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu jedem Stichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld bestimmt. Der Zeitwert jedes dieser Pläne wird als Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach wird jede Änderung des Zeitwertes von nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Passive Steuerabgrenzung

Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur Aktiven Steuerabgrenzung.

Währungsumrechnung

Abschlusspositionen der Konzerngesellschaften werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Euro ist die Berichtswährung, in der der Konzernabschluss aufgestellt wird.

Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die Bilanzierung der aus der Umrechnung resultierenden Währungskursgewinne bzw. -verluste gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" richtet sich nach dem Charakter der jeweils zugrunde liegenden Bilanzposition. Gewinne und Verluste, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im übrigen Ergebnis erfasst.

Währungsumrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihrer beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst werden, sind mit diesen als Gewinn oder Verlust aus Marktwertänderungen ergebniswirksam auszuweisen. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten, wie z. B. Aktien, die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert sind, werden zunächst erfolgsneutral in einem separaten Posten des Eigenkapitals bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung bzw. Wertminderung realisiert.

Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaften sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgen zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen - auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben - werden als eigener Posten innerhalb der übrigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der ausländischen Unternehmung behandelt und entsprechend umgerechnet.

Die Umrechnungskurse der für den Konzern wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

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  Bilanz (Stichtag) Erfolgsrechnung (Durchschnitt)
Währung/Land 31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
1 EUR entspricht        
ARS Argentinien 5,5731 - 5,7549 -
AUD Australien 1,2723 1,3068 1,3419 1,4510
BHD Bahrain 0,4881 0,4997 0,5253 0,5009
BRL Brasilien 2,4153 2,2085 2,3286 2,3384
CAD Kanada 1,3198 1,3259 1,3765 1,3758
CHF Schweiz 1,2169 1,2437 1,2334 1,3783
CLP Chile 672,4126 619,9699 672,0297 677,6252
CNY China 8,1489 8,7511 9,0027 8,9895
GBP Großbritannien 0,8362 0,8585 0,8704 0,8592
HKD Hongkong 10,0565 10,3146 10,8451 10,3232
HUF Ungarn 313,5951 280,1572 280,8034 276,2410
KRW Korea, Republik 1.500,6009 1.501,6346 1.541,9185 1.541,5994
MXN Mexiko 18,0413 16,4031 17,3507 16,8429
MYR Malaysia 4,1038 4,0869 4,2592 4,2915
PLN Polen 4,4652 3,9678 4,1282 4,0114
SEK Schweden 8,9063 9,0119 9,0121 9,5582
UAH Ukraine 10,3695 10,5603 11,1263 10,5571
UYU Uruguay 25,8267 - 26,8319 -
USD USA 1,2946 1,3254 1,3934 1,3287
ZAR Südafrika 10,4800 8,7907 10,0559 9,7204

Segmentberichterstattung

Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente

Die Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt der internen Berichts- und Steuerungsstruktur der Gruppe, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Der Konzern hat danach die geschäftlichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungsgeschäft und Konzernfunktionen aufgeteilt. Die Versicherungsaktivitäten sind weiter in fünf berichtspflichtige Segmente untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt.

Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung sind aufgrund der spartenübergreifenden und nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) ausgerichteten Steuerung in die drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland", "Privat- und Firmenversicherung International" gegliedert. Diese Segmentierung entspricht auch den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand.

Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen und gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG ordnen wir allerdings dem Segment Schaden-Rückversicherung auch die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx-Konzernabschluss hingegen den beiden Rückversicherungssegmenten zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG: Konsolidierungsspalte). Dadurch sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, und denen im Abschluss der Hannover Rückversicherung AG unvermeidlich.

Ein weiteres berichtspflichtiges Segment bildet der Bereich Konzernfunktionen. Insgesamt hat der Konzern in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" somit sechs berichtspflichtige Segmente identifiziert. Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen.

Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft als eigenständiges Segment aus. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl von Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Transport-, Special-Lines- und Technische Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: In diesem berichtspflichtigen Segment werden spartenübergreifend die Versicherungsaktivitäten für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts - also der Versicherungsvertrieb über Bankschalter - gesteuert. Neben den klassischen Kompositversicherungen werden eine Vielzahl von Lebensversicherungsprodukten in Form der Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmal- oder laufenden Beitrag angeboten: Kapital-, Renten- und Risikoversicherung, Unfallversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Auslandsreiseversicherung und betriebliche Altersvorsorgeprodukte.

Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die breite Auswahl an Versicherungsprodukten entspricht weitgehend derjenigen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland.

Schaden-Rückversicherung* : Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft.

Personen-Rückversicherung* : Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in den Sparten Leben, Kranken, Renten und Unfall zusammen.

Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst, in Abgrenzung zu den fünf operativen Segmenten, die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung der Geschäfte der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung und für die Erstversicherung die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft für Privat- und institutionelle Anleger der AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, weisen wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Geschäftsbereich zentrale Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten - wie z. B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen - auf Kostenerstattungsbasis, vorwiegend für die Erstversicherer im Inland, ausführen.

Bewertungsgrundlagen für den Erfolg der berichtspflichtigen Segmente

Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen, segmentübergreifenden Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge, die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden hingegen im jeweiligen Segment eliminiert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Segment-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz bzw. Segmentbilanz. Als langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte sowie der eigen- und fremdgenutzte Grundbesitz.

Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt.

Änderungen in der Segmentberichterstattung

Der Konzern weist im Berichtsjahr das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden unserer Tochtergesellschaft in Österreich (HDI Versicherung AG, Wien) im Segment Privat- und Firmenversicherung International (zuvor Industrieversicherung) aus. Das Industrieversicherungsgeschäft dieser Gesellschaft zeigen wir unverändert im Geschäftssegment Industrieversicherung. Auf die Anpassung der Vorjahreswerte wurde im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Relation verzichtet.

* Zu dem abweichenden Segmentergebnis zwischen dem Talanx-Konzern und der Hannover Rück-Gruppe siehe unsere Erläuterungen zu Beginn des Kapitels

Segmentberichterstattung. Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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  Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.20102) 31.12.20111) 31.12.2010
A. Immaterielle Vermögenswerte            
a. Geschäfts- oder Firmenwert 153 60 403 397 118 124
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 24 8 1.275 1.361 28 29
  177 68 1.678 1.758 146 153
B. Kapitalanlagen            
a. Fremdgenutzter Grundbesitz 36 39 594 684 73 69
b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 9 9 23 24 - -
c. Anteile an assoziierten Unternehmen 78 - 38 9 22 24
d. Darlehen und Forderungen 2.606 3.084 26.877 26.993 7 3
e. Sonstige Finanzinstrumente            
i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 118 121 293 295 269 71
ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 2.984 2.764 9.122 8.364 2.274 2.444
iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 7 16 287 445 523 487
f. Übrige Kapitalanlagen 774 559 848 849 316 224
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 6.612 6.592 38.082 37.663 3.484 3.322
g. Depotforderungen 29 43 2 3 - -
Kapitalanlagen 6.641 6.635 38.084 37.666 3.484 3.322
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 5.283 5.419 784 995
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 4.332 3.866 2.454 2.797 583 713
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 1.004 1.675 423 368 424 354
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 27 26 1.739 1.498 210 202
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 245 242 581 337 158 204
H. Aktive Steuerabgrenzung 25 25 18 22 64 59
I. Sonstige Vermögenswerte 419 448 1.110 1.412 245 211
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 5 - 111 - 572 -
Summe der Aktiva 12.875 12.985 51.481 51.277 6.670 6.213
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  Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.20102)
A. Immaterielle Vermögenswerte            
a. Geschäfts- oder Firmenwert 16 8 - - - -
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 26 29 105 108 62 48
  42 37 105 108 62 48
B. Kapitalanlagen            
a. Fremdgenutzter Grundbesitz 395 301 2 2 - -
b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 18 11 - - 28 30
c. Anteile an assoziierten Unternehmen 122 85 6 12 14 14
d. Darlehen und Forderungen 3.497 2.270 28 45 - 1
e. Sonstige Finanzinstrumente            
i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 3.956 3.024 200 4 17 46
ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 12.142 12.096 5.356 4.409 263 323
iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 142 181 40 92 1 -
f. Übrige Kapitalanlagen 1.954 2.352 364 273 467 413
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 22.226 20.320 5.996 4.837 790 827
g. Depotforderungen 836 696 12.506 11.940 - -
Kapitalanlagen 23.062 21.016 18.502 16.777 790 827
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - - -
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 1.446 941 586 515 - -
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 1.977 1.806 1.162 1.036 - -
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 459 362 1.468 1.472 - -
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 388 328 119 118 79 36
H. Aktive Steuerabgrenzung 37 10 25 2 151 150
I. Sonstige Vermögenswerte 1.069 970 44 47 448 474
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 1.529 - - - -
Summe der Aktiva 28.482 26.999 22.011 20.075 1.530 1.535
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  Konsolidierung Gesamt
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20102) 31.12.2011 31.12.20102)
A. Immaterielle Vermögenswerte        
a. Geschäfts- oder Firmenwert - - 690 589
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte - - 1.520 1.583
  - - 2.210 2.172
B. Kapitalanlagen        
a. Fremdgenutzter Grundbesitz - - 1.100 1.095
b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - - 78 74
c. Anteile an assoziierten Unternehmen -71 - 209 144
d. Darlehen und Forderungen -54 -53 32.961 32.343
e. Sonstige Finanzinstrumente        
i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente -559 -562 4.294 2.999
ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente - - 32.141 30.400
iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - - 1.000 1.221
f. Übrige Kapitalanlagen -756 -485 3.967 4.185
Selbst verwaltete Kapitalanlagen -1.440 -1.100 75.750 72.461
g. Depotforderungen -1.656 -1.721 11.717 10.961
Kapitalanlagen -3.096 -2.821 87.467 83.422
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 6.067 6.414
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen -2.939 -3.309 6.462 5.523
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft -261 -228 4.729 5.011
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 110 155 4.013 3.715
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand - - 1.570 1.265
H. Aktive Steuerabgrenzung - - 320 268
I. Sonstige Vermögenswerte -1.470 -1.781 1.865 1.781
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden -125 - 565 1.529
Summe der Aktiva -7.781 -7.984 115.268 111.100

1) Im Jahr 2011 wurde das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden in Österreich dem Segment Privat- und Firmenversicherung International zugeordnet (zuvor Industrieversicherung); Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst
2) Angepasst aufgrund IAS 8

Segmentberichterstattung. Bilanz zum 31. Dezember 2011

Passiva

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  Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.20102) 31.12.20111) 31.12.2010
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 261 265 215 165 - -
C. Versicherungstechnische Rückstellungen            
a. Rückstellung für Prämienüberträge 777 713 786 808 968 891
b. Deckungsrückstellung 1 - 34.114 33.359 1.811 1.869
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 7.960 7.777 2.580 2.696 1.285 1.129
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 9 13 985 793 14 39
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 29 31 8 9 12 15
  8.776 8.534 38.473 37.665 4.090 3.943
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - 5.283 5.419 784 995
E. Andere Rückstellungen            
a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen 405 438 64 133 11 8
b. Steuerrückstellungen 109 117 90 142 44 40
c. Sonstige Rückstellungen 100 92 313 283 37 33
  614 647 467 558 92 81
F. Verbindlichkeiten            
a. Begebene Anleihen und Darlehen - - - - - 17
b. Depotverbindlichkeiten 14 4 2.022 2.224 155 345
c. Übrige Verbindlichkeiten 1.456 1.835 2.242 2.321 249 298
  1.470 1.839 4.264 4.545 404 660
G. Passive Steuerabgrenzung 71 88 263 290 26 20
Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen 11.192 11.373 48.965 48.642 5.396 5.699
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - 99 - 565 -
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  Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.20102)
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.731 1.869 100 92 509 542
C. Versicherungstechnische Rückstellungen            
a. Rückstellung für Prämienüberträge 2.110 1.813 106 98 - -
b. Deckungsrückstellung - - 10.309 8.941 - -
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 18.030 15.634 2.739 2.431 - -
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - - - - -
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 146 131 61 51 - -
  20.286 17.578 13.215 11.521 - -
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - - - - -
E. Andere Rückstellungen            
a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen 68 64 20 18 775 655
b. Steuerrückstellungen 172 263 13 24 129 157
c. Sonstige Rückstellungen 79 135 31 23 130 128
  319 462 64 65 1.034 940
F. Verbindlichkeiten            
a. Begebene Anleihen und Darlehen 203 188 283 168 1.421 1.304
b. Depotverbindlichkeiten 411 320 5.242 5.572 - -
c. Übrige Verbindlichkeiten 629 620 1.309 1.139 267 657
  1.243 1.128 6.834 6.879 1.688 1.961
G. Passive Steuerabgrenzung 739 716 367 310 1 4
Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen 24.318 21.753 20.580 18.867 3.232 3.447
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - 1.381 - - - -
           
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  Konsolidierung Gesamt
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20102) 31.12.2011 31.12.20102)
B. Nachrangige Verbindlichkeiten -201 -142 2.615 2.791
C. Versicherungstechnische Rückstellungen        
a. Rückstellung für Prämienüberträge -70 -56 4.677 4.267
b. Deckungsrückstellung -496 -559 45.739 43.610
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -1.174 -1.129 31.420 28.538
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 1.008 845
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen - 13 256 250
  -1.740 -1.731 83.100 77.510
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - 6.067 6.414
E. Andere Rückstellungen        
a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen - - 1.343 1.316
b. Steuerrückstellungen - - 557 743
c. Sonstige Rückstellungen -1 -2 689 692
  -1 -2 2.589 2.751
F. Verbindlichkeiten        
a. Begebene Anleihen und Darlehen -1.145 -930 762 747
b. Depotverbindlichkeiten -2.805 -3.241 5.039 5.224
c. Übrige Verbindlichkeiten -1.741 -2.012 4.411 4.858
  -5.691 -6.183 10.212 10.829
G. Passive Steuerabgrenzung 21 16 1.488 1.444
Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen -7.612 -8.042 106.071 101.739
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden -173 - 491 1.381
  Eigenkapital3)   8.706 7.980
  Summe der Passiva   115.268 111.100

1) Im Jahr 2011 wurde das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden in Österreich dem Segment Privat- und Firmenversicherung International zugeordnet (zuvor Industrieversicherung); Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst
2) Angepasst aufgrund IAS 8
3) Eigenkapital Konzern und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Segmentberichterstattung. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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  Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
In Mio. EUR 20111) 2010 2011 20102) 20111) 20102)
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.138 3.076 6.710 6.823 2.482 2.233
davon: mit anderen Segmenten 29 28 61 21 - -
mit Dritten 3.109 3.048 6.649 6.802 2.482 2.233
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 871 932 241 207
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.755 1.658 383 437 281 203
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -28 37 5 48 -107 -76
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -20 42 - - -9 9
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.375 1.413 5.461 5.502 1.862 1.738
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 2.323 2.047 5.816 6.020 1.557 1.432
Anteile der Rückversicherer 1.316 878 140 199 174 22
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 1.007 1.169 5.676 5.821 1.383 1.410
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 579 568 1.128 1.282 536 657
Anteile der Rückversicherer 277 256 161 172 40 210
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 302 312 967 1.110 496 447
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 109 10 13 28 14 17
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 20 -1 89 230 40 34
davon: Amortisation PVFP - - 55 147 1 1
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 89 11 -76 -202 -26 -17
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 155 -57 -1.258 -1.631 -43 -136
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 282 268 1.921 1.793 210 174
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 79 37 359 181 50 22
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 203 231 1.562 1.612 160 152
Depotzinsergebnis 1 - -32 -35 -1 -1
Kapitalanlageergebnis 204 231 1.530 1.577 159 151
davon: Zinsen und ähnliche Erträge 213 223 1.527 1.485 152 119
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 29 7 102 68 18 8
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 9 - 26 10 2 -
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen - - 1 1 -3 -1
10. a. Sonstige Erträge 129 197 194 397 38 142
b. Sonstige Aufwendungen 167 186 356 387 100 113
Übriges Ergebnis -38 11 -162 10 -62 29
davon: Zinsen und ähnliche Erträge 6 4 12 8 6 23
Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3 26 3 11 - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 31 21 23 2 16
Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 31 7 7 24 10 14
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 321 185 110 -44 54 44
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - 17
Operatives Ergebnis (EBIT) 321 185 110 -44 54 27
12. Finanzierungszinsen 13 14 10 11 - -
13. Ertragsteuern 104 32 23 -12 17 47
Jahresergebnis 204 139 77 -43 37 -20
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - - 8 - -2 -1
davon Konzernergebnis 204 139 69 -43 39 -19
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  Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen
In Mio. EUR 2011 2010 2011 2010 2011 2010
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 6.826 6.340 5.270 5.090 - -
davon: mit anderen Segmenten 408 367 246 277 - -
mit Dritten 6.418 5.973 5.024 4.813 - -
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 596 705 473 423 - -
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -262 -274 -7 -13 - -
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 7 -34 1 - - -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.961 5.395 4.789 4.654 - -
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 5.525 4.330 4.306 4.106 - -
Anteile der Rückversicherer 823 456 358 317 - -
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 4.702 3.874 3.948 3.789 - -
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 1.591 1.525 1.186 1.216 - -
Anteile der Rückversicherer 66 92 67 98 - -
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 1.525 1.433 1.119 1.118 - -
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 2 - 7 17 - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen - 10 10 54 - -
davon: Amortisation PVFP - - 2 4 - -
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 2 -10 -3 -37 - -
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -264 78 -281 -290 - -
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 1.056 946 258 246 23 13
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 190 179 70 42 61 63
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 866 767 188 204 -38 -50
Depotzinsergebnis 14 12 324 304 - -
Kapitalanlageergebnis 880 779 512 508 -38 -50
davon: Zinsen und ähnliche Erträge 704 672 619 606 7 3
Abschreibungen auf Kapitalanlagen 31 23 - 1 6 9
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 37 27 - - - -
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 6 2 -3 1 2 -
10. a. Sonstige Erträge 184 332 55 95 696 606
b. Sonstige Aufwendungen 171 280 61 37 721 871
Übriges Ergebnis 13 52 -6 58 -25 -265
davon: Zinsen und ähnliche Erträge 74 6 2 1 19 14
Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15 61 - - - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14 32 36 10 81 65
Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 30 48 12 11 4 6
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 629 909 225 276 -63 -315
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 629 909 225 276 -63 -315
12. Finanzierungszinsen 99 90 5 4 81 65
13. Ertragsteuern 33 196 35 61 -29 -107
Jahresergebnis 497 623 185 211 -115 -273
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 281 345 90 107 - -
davon Konzernergebnis 216 278 95 104 -115 -273
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  Konsolidierung Gesamt
In Mio. EUR 2011 20102) 2011 20102)
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung -744 -693 23.682 22.869
davon: mit anderen Segmenten -744 -693 - -
mit Dritten - - 23.682 22.869
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 1.112 1.139
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien -756 -659 2.732 2.767
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 14 1 -385 -277
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 18 -6 -3 11
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 8 -27 19.456 18.675
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto -399 -217 19.128 17.718
Anteile der Rückversicherer -430 -174 2.381 1.698
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 31 -43 16.747 16.020
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto -304 -361 4.716 4.887
Anteile der Rückversicherer -211 -313 400 515
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto -93 -48 4.316 4.372
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge -17 -1 128 71
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 52 63 211 390
davon: Amortisation PVFP - - 58 152
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -69 -64 -83 -319
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 1 - -1.690 -2.036
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen -59 -57 3.691 3.383
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen -74 -85 735 439
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 15 28 2.956 2.944
Depotzinsergebnis - - 306 280
Kapitalanlageergebnis 15 28 3.262 3.224
davon: Zinsen und ähnliche Erträge -66 -67 3.156 3.041
Abschreibungen auf Kapitalanlagen - -1 186 115
Zuschreibungen auf Kapitalanlagen - - 74 37
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen -3 -1 - 2
10. a. Sonstige Erträge -592 -822 704 947
b. Sonstige Aufwendungen -545 -788 1.031 1.086
Übriges Ergebnis -47 -34 -327 -139
davon: Zinsen und ähnliche Erträge -11 -12 108 44
Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - 21 98
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17 -19 165 158
Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - 94 110
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert -31 -6 1.245 1.049
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - 17
Operatives Ergebnis (EBIT) -31 -6 1.245 1.032
12. Finanzierungszinsen -47 -50 161 134
13. Ertragsteuern 4 14 187 231
Jahresergebnis 12 30 897 667
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - - 377 451
davon Konzernergebnis 12 30 520 216

1) Im Jahr 2011 wurde das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden in Österreich dem Segment Privat- und Firmenversicherung International zugeordnet (zuvor Industrieversicherung); Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst
2) Angepasst aufgrund IAS 8

Aufgliederung der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Beiträge

Die nachfolgend abgebildete regionalisierte Aufteilung basiert auf der geografischen Herkunft der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Bruttoprämie gegenüber externen Kunden. Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. Die Segmentierung wurde im Grundsatz auf die Bereiche Erstversicherung, Rückversicherung und Konzernfunktionen verdichtet.

Darüber hinaus berichten wir die gebuchten Bruttobeiträge je nach Versicherungsart bzw. -zweig auf Konzernebene.

Selbst verwaltete Kapitalanlagen nach geografischer Herkunft1)

Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1)

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  31.12.2011
In Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Konzernfunktionen Gesamt
Deutschland 27.374 5.850 347 33.571
Großbritannien 2.691 2.323 123 5.137
Mittel- und Osteuropa (CEE) 228 - - 228
Rest von Europa 14.899 7.245 264 22.408
USA 853 6.628 3 7.484
Rest von Nordamerika 97 1.415 1 1.513
Lateinamerika 771 634 - 1.405
Asien und Australien 448 3.100 1 3.549
Rest der Welt 53 402 - 455
Gesamt 47.414 27.597 739 75.750

Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1)

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  31.12.2010
In Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Konzernfunktionen Gesamt
Deutschland 30.795 6.064 465 37.324
Großbritannien 1.371 1.705 46 3.122
Mittel- und Osteuropa (CEE) 241 - - 241
Rest von Europa 12.601 6.993 316 19.910
USA 839 6.052 - 6.891
Rest von Nordamerika 103 987 - 1.090
Lateinamerika 720 368 - 1.088
Asien und Australien 240 2.121 - 2.361
Rest der Welt 36 398 - 434
Gesamt 46.946 24.688 827 72.461

1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichterstattung kommen

Aufgliederung der gebuchten Bruttoprämien nach Segmenten1)

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Industrieversicherung 3.109 3.048
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 6.649 6.802
Privat- und Firmenversicherung International 2.482 2.233
Schaden-Rückversicherung 6.417 5.973
Personen-Rückversicherung 5.025 4.813
Gesamt 23.682 22.869

1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtsdarstellung kommen

Gebuchte Bruttoprämien nach geografischer Herkunft (grundsätzlich nach Sitz des Kunden)1)

Gebuchte Bruttoprämien1)

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  2011
In Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Gesamt
Deutschland 8.227 703 8.930
Großbritannien 118 2.416 2.534
Mittel- und Osteuropa (CEE) 754 105 859
Rest von Europa 1.911 1.846 3.757
USA 157 2.719 2.876
Rest von Nordamerika - 444 444
Lateinamerika 982 789 1.771
Asien und Australien 82 1.948 2.030
Rest der Welt 9 472 481
Gesamt 12.240 11.442 23.682

Gebuchte Bruttoprämien1)

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  2010
In Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Gesamt
Deutschland 8.281 691 8.972
Großbritannien 182 2.434 2.616
Mittel- und Osteuropa (CEE) 655 103 758
Rest von Europa 1.987 1.572 3.559
USA 145 2.957 3.102
Rest von Nordamerika - 416 416
Lateinamerika 778 695 1.473
Asien und Australien 47 1.452 1.499
Rest der Welt 8 466 474
Gesamt 12.083 10.786 22.869

1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtdarstellung kommen

Darstellung der gebuchten Bruttoprämien nach Versicherungsarten und -zweigen auf Konzernebene1)

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Schaden/Unfall-Erstversicherung 6.398 5.950
Leben-Erstversicherung 5.842 6.133
Schaden-Rückversicherung 6.417 5.973
Personen-Rückversicherung 5.025 4.813
Gesamt 23.682 22.869

1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtsdarstellung kommen

Konsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden überwiegend auf den Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Eine Erstellung von Zwischenabschlüssen für die Konzerngesellschaften mit abweichenden Stichtagen ist gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" nicht zwingend erforderlich, da deren Abschlussstichtage nicht mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegen. Die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle zwischen den abweichenden Abschlussstichtagen und dem Konzernabschlussstichtag wurden berücksichtigt.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß den Vorschriften des IAS 27 vorgenommen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich der Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt bzw. hinsichtlich der Zweckgesellschaften die Mehrheit der ökonomischen Risiken oder Nutzen im Konzern verbleibt. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung - bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen ("Impairment-Test") gegebenenfalls außerplanmäßig wertberichtigt. Geringfügige bzw. negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung erfolgswirksam berücksichtigt.

Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften wird in der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital" gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden-, Erfolgs- und Zwischenergebniskonsolidierung eliminiert.

Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Ein maßgeblicher Einfluss wird vermutet, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden grundsätzlich - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten assoziierter Unternehmen wird nach IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Gemeinschaftsunternehmen, also wenn zwei oder mehr Partnerunternehmen eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Führung durchführen, werden in den Konzernabschluss nach der Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Vorgehensweise im Wege der Quotenkonsolidierung entspricht weitgehend der Einbeziehung von Tochterunternehmen nach IAS 27. Im Unterschied dazu werden die Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie die Aufwendungen und Erträge des Gemeinschaftsunternehmens nicht in voller Höhe, sondern nur anteilig in Höhe der Beteiligungsquote in die Konzernbilanz bzw. Konzern-GuV übernommen.

Konsolidierungskreis

Konzernobergesellschaft ist die Talanx AG. Gemäß IAS 27 werden in den Konzernabschluss die Talanx AG als Mutterunternehmen und alle wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften/Zweckgesellschaften einbezogen, an denen die Talanx AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt.

Von der Konsolidierung ausgenommen sind lediglich Tochtergesellschaften, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind und nicht das Versicherungsgeschäft betreiben. Ob ein Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, beurteilt der Konzern anhand der Bilanzsumme und des Jahresergebnisses der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden durchschnittlichen Konzernwerten der letzten drei Jahre. Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 39 (37) Tochtergesellschaften nicht konsolidiert, deren Geschäftszweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaften der Gruppe ist. Die Bilanzsumme dieser Tochtergesellschaften beträgt insgesamt weniger als 0,1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf insgesamt weniger als 1 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochterunternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist.

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:

Konsolidierungskreis

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  Inland Ausland Gesamt
Anzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen      
31.12.2010 70 86 156
Zugänge 2 7 9
Abgänge 6 7 13
31.12.2011 66 861) 152
Anzahl der vollkonsolidierten Zweckgesellschaften      
31.12.2010 14 10 24
davon Spezialfonds 14 8 22
Zugänge - - -
Abgänge 2 - 2
davon Spezialfonds 2 - 2
31.12.2011 12 10 22
Summe der vollkonsolidierten Tochterunternehmen/Zweckgesellschaften 78 96 174
Anzahl der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen      
31.12.2010 3 9 12
Zugänge 1 1 2
Abgänge - 1 1
31.12.2011 4 92) 13
Quotal bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen      
31.12.2010 1 - 1
Zugänge - - -
Abgänge - - -
31.12.2011 1 - 1

1) Setzt sich zusammen aus: 50 Einzelgesellschaften und 36 Unternehmen, die in drei Teilkonzernen vollkonsolidiert werden
2) Setzt sich zusammen aus: vier Einzelgesellschaften und fünf Unternehmen, die in einem Teilkonzern at Equity einbezogen wurden

Zu den wesentlichen Zu- und Abgängen des Berichtsjahres verweisen wir auf unsere Erläuterungen in den folgenden Abschnitten dieses Kapitels. Alle verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie Zweckgesellschaften inklusive der Spezialfonds sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (siehe separates Kapitel dieses Konzernanhangs, Seiten 288 ff.) einzeln aufgeführt.

Zu- und Abgänge der vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Berichtsjahr 2011 sind neun Tochterunternehmen zugegangen. Die 13 Abgänge bei den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften resultieren aus dem Verkauf einzelner Unternehmen, konzerninternen Verschmelzungen sowie aus der Entkonsolidierung wegen Geringfügigkeit dieser Einheiten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konsolidierungskreis des Konzerns hat sich seit 31. Dezember 2010 im Einzelnen wie folgt verändert:

Erwerbe und Neugründungen

Am 1. April 2011 hat die Talanx International AG (TINT), Hannover, 100 % der Saint Honoré Iberia SL, Madrid, Spanien, erworben. Diese Gesellschaft ist als Holding mit 99,231 % an der Zwischenholding Protecciones Esenciales S. A., Buenos Aires, Argentinien, sowie mit 10 % an der Versicherungsgesellschaft L'Union de Paris Cía. Uruguaya de Seguros S. A., Montevideo, Uruguay, beteiligt. Die Zwischenholding selbst ist mit 98,771 % an der bis zu diesem Zeitpunkt in Privatbesitz befindlichen L' UNION de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A., Buenos Aires, Argentinien, beteiligt. Die L' UNION de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A. ist mit 90 % ebenfalls an der bis zu diesem Zeitpunkt in Privatbesitz befindlichen L'Union de Paris Cía. Uruguaya de Seguros S. A. beteiligt.

Mit gleichem Datum hat unsere chilenische Tochtergesellschaft Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile, 0,769 % der Zwischenholding Protecciones Esenciales S. A. sowie 1,229 % der argentinischen L' UNION de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A. erworben. Sämtliche vier Gesellschaften sind im zweiten Quartal 2011 erstkonsolidiert (siehe auch unsere Ausführungen im Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" des Anhangs).

Die TINT hat ihre Anteile an der HDI Seguros S. A., São Paulo, Brasilien, im Rahmen von zwei im ersten Quartal 2011 durchgeführten Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsaktionäre nicht teilgenommen haben, von 99,9977 % auf 99,9979 % erhöht. Im Rahmen einer im März 2011 durchgeführten Kapitalerhöhung bei der HDI STRAKHUVANNYA, Kiew, Ukraine, erhöhte die TINT ihre Beteiligung an der Gesellschaft von 99,2240 % auf 99,2795 %.

Mit Closing (Erwerbszeitpunkt) vom 27. April 2011 hat die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, 100 % der Anteile an der Nassau Verzekering Maatschappij N. V. (Nassau), Rotterdam, erworben. Die gekaufte Gesellschaft wurde, nach Abspaltung des Versicherungsbestandes ihrer deutschen Niederlassung, noch im vierten Quartal 2011 rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf unsere niederländische Versicherungsunternehmung HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam, verschmolzen. Weitere Informationen zur Erstkonsolidierung der Nassau finden sich im Anhang unter dem Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode". Die Nassau ist zudem an der VOV Verwaltungsorganisation für Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherungen für Mitglieder von Organen juristischer Personen GmbH, Köln, in Höhe von 25 % beteiligt. Aufgrund der Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird diese Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss at Equity konsolidiert.

Im zweiten Quartal wurde die International Hannover Holding AG mit Sitz in Hannover gegründet. Die Gesellschaft, deren gezeichnetes Kapital 50 TEUR beträgt, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, Großbritannien, die wiederum zu 100 % der Hannover Rückversicherung AG gehört. Gegenstand des Unternehmens ist das Halten, Erwerben und Veräußern von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Im Verlauf des zweiten Quartals beteiligte sich die Funis GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, mit einer Kapitaleinlage von 98 TUSD (das entspricht 49 % des Stammkapitals) an der Glencar Underwriting Managers, Inc. mit Sitz in Chicago, USA. Der Geschäftszweck der Gesellschaft wird im Wesentlichen darin bestehen, Spezialgeschäft sowie Schaden- und Unfall-Programmgeschäft zu zeichnen. Im Verlauf des dritten Quartals 2011 wurden Vorzugsaktien in Höhe von rund 2 Mio. USD erworben.

Die International Hannover Holding AG und die Glencar Underwriting Managers, Inc. werden aufgrund der Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando, USA, eine 100-prozentige Tochter der Hannover Rückversicherung AG, hält seit Gründung der 11 Stanwix LLC, Wilmington, USA, am 16. Mai 2011 100 % deren Anteile. Gegenstand der 11 Stanwix LLC ist das Halten und Verwalten von Immobilien.

Die Funis GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, hat mit Wirkung zum 18. August 2011 rund 75 % der Anteile an der Integra Insurance Solutions Ltd., Bradford, erworben. Die Integra vermittelt als Agentur Versicherungsgeschäft an die International Insurance Company of Hannover Ltd., die ebenfalls eine Gesellschaft des Hannover Rück-Konzerns ist (siehe auch weitere Informationen zur Erstkonsolidierung im Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode").

Am 25. August 2011 wurde die Talanx Deutschland Bancassurance GmbH durch Ausgliederung von Beteiligungen an Aktiengesellschaften der Talanx Deutschland AG mit Sitz in Hilden gegründet; die Talanx Deutschland AG hält 100 % der Anteile an der Talanx Deutschland Bancassurance GmbH. Gegenstand der neuen Gesellschaft ist im Wesentlichen, als Managementholding Beteiligungen an in- und ausländischen Versicherungsgesellschaften zu halten und dabei insbesondere durch koordinierende Beratung eine einheitliche Leitung in den Unternehmen sicherzustellen, an denen sie mehrheitlich beteiligt ist.

Mit Eintragung im Handelsregister der Stadt Köln am 4. November 2011 wurde die HG-I Alternative Investments Beteiligungs-GmbH & Co. KG gegründet. An der Gesellschaft sind die Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH als Komplementärin und die Talanx Asset Management GmbH als geschäftsführende Kommanditistin, jeweils ohne Kapitaleinlage und Beteiligung am Gesellschaftskapital (und Gesellschaftsvermögen), beteiligt. Gründungskommanditistin ist daneben die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I) mit einer übernommenen Kapitaleinlage von 80 Mio. EUR. Ein Teilbetrag der Kapitaleinlage der HG-I in Höhe von nominal 21 Mio. EUR wurde als Sacheinlage an die Gesellschaft geleistet, und zwar durch Einbringung der Beteiligung der HG-I an der HG-Sach Altinvest GmbH & Co. KG.

Im Geschäftsjahr 2011 haben die Hannover Rück AG und die E+S Rück AG jeweils 50 % der Anteile an der HAPEP II Komplementär GmbH von der Talanx Asset Management GmbH, die zu 100 % der Talanx AG gehört, erworben. Bei dieser Transaktion zwischen Gesellschaften unter gemeinsamer Beherrschung wurde kein Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Verkauf

Nach Zustimmung der Kartellbehörden hat die Talanx Deutschland AG (TD), Hannover, ihre Anteile an der Clarus AG, Wiesbaden, mit Closing zum 28. Juni 2011 an die Clarus Holding GmbH, Wiesbaden, vollständig veräußert (Segment: Privat- und Firmenversicherung Deutschland). Aus dieser Transaktion stellt sich ein Abgangsverlust von 0,2 Mio. EUR ein. Im Rahmen des Verkaufs wurde zusätzlich eine Drohverlustrückstellung, u. a. für zugesicherte Sanierungszuschüsse, in Höhe von 13 Mio. EUR gebildet. Im Rahmen dieser Veräußerungstransaktion erwarb die TD 25,1 % der Geschäftsanteile von 25 TEUR an der Clarus Holding GmbH von der Aragon AG, Wiesbaden. Bei der Clarus Holding GmbH handelt es sich um ein assoziiertes Unternehmen des Konzerns, das wegen seiner Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss at Equity konsolidiert wird.

Die Hannover Rückversicherung AG hat nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden vom 8. Juli 2011 den Verkauf der vier operativen Gesellschaften ihres amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, und die damit einhergehende Entkonsolidierung zum 12. Juli 2011 vollzogen. Die Anteile an der CIGI in Höhe von 100 % hält die Hannover Rückversicherung AG mittelbar über die Zwischenholding Hannover Finance, Inc., Wilmington, die ebenfalls zu 100 % in den Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG einbezogen wird. Hinsichtlich weiterer Details zur Entkonsolidierung verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".

Mit notariellem Vertrag vom 5. Mai 2011 haben die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover, sowie die Talanx Deutschland AG, Hannover, sämtliche Anteile an der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG, Hannover, sowie der HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH, Hannover, an die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln, veräußert. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2011 vollzogen. Aus der Veräußerung ergab sich ein Ertrag in Höhe von 4 Mio. EUR, der im übrigen Ergebnis bilanziert ist (siehe auch unsere Ausführungen im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen").

Verschmelzungen/Liquidierungen/Löschungen

Die Gerling Insurance Agency, Inc., Chicago, und die HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd. (HDI-GAUS), Sydney, werden ab dem ersten Quartal 2011 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen - u. a. wegen erfolgter Bestandsübertragung des Versicherungsgeschäfts bei der HDI-GAUS auf die HDI-Gerling Industrie Versicherungs AG (Niederlassung Australien) im Vorjahr -, da sie aufgrund ihrer Bilanzsumme und ihres Ergebnisses unwesentlich für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Aus der Entkonsolidierung der HDI-GAUS ergab sich ein Ertrag von 4 Mio. EUR.

Mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde die Proactiv IT Servicegesellschaft mbH, München, im April 2011 auf die Proactiv Servicegesellschaft mbH, Hilden, verschmolzen.

Mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde die HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG, Köln, Ende September 2011 auf die HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Köln, verschmolzen.

Die PBV Lebensversicherung AG, Hilden, wurde im Oktober 2011 mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 auf die PB Lebensversicherung AG, Hilden, verschmolzen.

Konsolidierung von Zweckgesellschaften

Hinsichtlich der Konsolidierung von Zweckgesellschaften unterscheidet der Konzern im Folgenden die Bereiche Spezialfonds, Kapitalanlagen, Verbriefung von Rückversicherungsrisiken sowie Retrozessionen und Insurance-Linked-Securities (ILS). Diese Zweckgesellschaften sind nach SIC-12 "Konsolidierung-Zweckgesellschaften" hinsichtlich ihrer Konsolidierungspflicht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS keine spezifischen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung des IAS 8 bei der Analyse auch auf die relevanten US-GAAP-Vorschriften.

Spezialfonds

In den Anwendungsbereich des SIC-12 fallen u. a. Sondervermögen, die im Wesentlichen aufgelegt werden, um einem eng begrenzten Zweck zu dienen. Insofern hat der Konzern das Vorliegen wirtschaftlicher Beherrschung im Sinne des IAS 27.13 i. V. m. SIC-12 bei seinen Spezial-Sondervermögen zu überprüfen. Eine wirtschaftliche Beherrschung ist z. B. dann gegeben, wenn einer Konzerngesellschaft die Mehrheit aus Nutzen und Risiken aus den Aktivitäten des Spezialfonds zuzurechnen ist.

In diesem Zusammenhang wurden zum Bilanzstichtag 19 Spezial- und ein Publikumsfonds in den Konzernabschluss wegen Bestehens eines Beherrschungsverhältnisses gegenüber dem Sondervermögen einbezogen. Ein Aktienspezialfonds (PBVL-Aktien) wurde im ersten Quartal 2011 aufgelöst, ein weiterer Fonds (HG-LV Corporates) im dritten Quartal 2011.

Kapitalanlagen

Im Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG seit dem Jahr 1988 an einer Vielzahl von Zweckgesellschaften, im Wesentlichen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfluss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt.

Die Hannover Rückversicherung AG beteiligt sich im Wesentlichen über ihre Gesellschaften Secquaero ILS Fund Ltd. und Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von Zweckgesellschaften zur Verbriefung von Katastrophenrisiken. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht der beteiligten Zweckgesellschaften.

Verbriefung von Rückversicherungsrisiken

Die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von Zweckgesellschaften strukturiert.

Mit Wirkung zum 30. März 2011 wurde zum Zweck der Finanzierung statutarischer Rückstellungen (sogenannte Triple-X-Reserven) eines US-amerikanischen Zedenten bei der Hannover Rückversicherung AG eine strukturierte Transaktion abgeschlossen. Die Struktur erforderte den Einbezug einer Zweckgesellschaft, der Maricopa LLC mit Sitz in Delaware. Die Zweckgesellschaft trägt von dem Zedenten verbriefte, extreme Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehalts und überträgt diese Risiken mittels eines fix/variablen Swaps mit zehnjähriger Laufzeit auf eine Konzerngesellschaft der Hannover Rück-Gruppe. Die maximale Kapazität der Transaktion beträgt umgerechnet 386 Mio. EUR, zum Vertragsabschluss und mit Stand zum Bilanzstichtag wurden davon umgerechnet 193 Mio. EUR gezeichnet. Die von der Hannover Rückversicherung AG garantierten variablen Zahlungen an die Zweckgesellschaft decken deren Leistungsverpflichtungen. Über eine Entschädigungsvereinbarung erhält die Hannover Rückversicherung AG für sämtliche aus dem Swap im Leistungsfall resultierenden Zahlungen eine Rückvergütung von der Muttergesellschaft des Zedenten. Da die Hannover Rückversicherung AG aus ihrer Geschäftsbeziehung mit der Zweckgesellschaft weder die Mehrheit der ökonomischen Risiken noch des Nutzens zieht noch einen kontrollierenden Einfluss ausübt, besteht keine Konsolidierungspflicht. Nach IAS 39 ist diese Transaktion als Finanzgarantie zum Zeitwert zu bilanzieren. Wir legen hierbei die Nettomethode zugrunde, nach der der Barwert der vereinbarten fixen Swap-Prämien mit dem Barwert der Garantieverbindlichkeit saldiert wird. Infolgedessen betrug der Zeitwert bei Erstansatz null. Der Ansatz des Höchstwerts aus dem fortgeführten Zugangswert bzw. dem nach IAS 37 als Rückstellung zu passivierenden Betrag erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Inanspruchnahme als wahrscheinlich einzustufen ist. Dies war zum Bilanzstichtag nicht der Fall. Die Rückvergütungsansprüche aus der Entschädigungsvereinbarung sind in diesem Fall getrennt von und bis zur Höhe der Rückstellung zu aktivieren.

Im Juli 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG eine Katastrophenanleihe (Cat Bond) emittiert, um Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Winterstürme in den Kapitalmarkt zu transferieren. Der Cat Bond in Höhe von nominal 150 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis 31. März 2012 und wurde von Eurus II Ltd., einer auf den Cayman Islands ansässigen Zweckgesellschaft, bei institutionellen Investoren aus Europa und Nordamerika platziert. Die Hannover Rückversicherung AG übt keinen kontrollierenden Einfluss auf die Zweckgesellschaft aus. Unter IFRS ist diese Transaktion als Finanzinstrument zu bilanzieren.

Im Rahmen ihrer "K"-Transaktionen hat sich die Hannover Rückversicherung AG weitere Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei der "K"-Zession (vormals "K6"), die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Das Volumen dieser Verbriefung wurde im Berichtsjahr aufgestockt und beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 259 (249) Mio. EUR. Die Transaktion hat zukünftig eine unbefristete Laufzeit und kann von den Investoren jährlich gekündigt werden. Für diese Transaktion wird Kaith Re Ltd., eine auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft, genutzt.

Darüber hinaus nutzt die Hannover Rückversicherung AG die Zweckgesellschaft Kaith Re Ltd. für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen.

Retrozessionen und Insurance-Linked Securities (ILS)

Seit dem Jahr 2010 zeichnet die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked Securities(ILS)-Aktivitäten sogenannte besicherte Frontingverträge, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von Zweckgesellschaften an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktion ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Bei diesen Strukturen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses über die jeweils involvierten Zweckgesellschaften seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht.

Eine der wesentlichen Transaktionen, "FacPool Re", mit der die Hannover Rückversicherung AG von September 2009 bis Januar 2011 ein Portfolio fakultativer Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt transferiert hat, befindet sich zum Bilanzstichtag in der Abwicklung. An den Rückversicherungsabgaben innerhalb von "FacPool Re" waren eine Reihe von Zweckgesellschaften beteiligt, an denen die Hannover Rückversicherung AG keine Anteile gehalten und aus deren Tätigkeiten sie über keine ihrer Geschäftsbeziehungen eine Mehrheit des ökonomischen Nutzens bzw. der Risiken gezogen hat.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf der operativen Gesellschaften des Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, wurde ein Teilportfolio der CIGI an eine Zweckgesellschaft retrozediert. Der Retrozessionsvertrag wurde gemeinsam mit der gesamten Veräußerungstransaktion zum Zeitpunkt der Zustimmung der US amerikanischen Aufsichtsbehörden wirksam ("Closing Condition"). Die Zustimmung ist am 8. Juli 2011 erfolgt, die Transaktion begann mit Vollzug der Veräußerung bei gleichzeitiger Entkonsolidierung der operativen Gesellschaften. Da die Hannover Rückversicherung AG nicht der Hauptnutznießer der Zweckgesellschaft ist und weder mittelbare noch unmittelbare Kontrolle über diese ausübt, besteht keine Konsolidierungspflicht für diese Zweckgesellschaft.

Assoziierte Unternehmen bewertet nach der Equity-Methode

Assoziierte Unternehmen, sind solche, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle ausübt. Im Berichtsjahr waren 13 (zwölf) nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" zu bewerten. Weitere neun (sechs) assoziierte Unternehmen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht at Equity bilanziert (wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" auf Seite 136 ff.).

Die HDI-Direktversicherung AG, Hannover, hat sich im Rahmen eines Konsortiums durch Zeichnung einer Kapitalerhöhung am 1. Juli 2011 und den Abschluss eines Aktienkauf- und Übertragungsvertrages am 15. Juli 2011 an der Aspect Online AG, Augsburg, mit 21,1 % beteiligt. Die Aspect Online AG ist die Betreiberin des Online-Vergleichsportals "Transparo" für Versicherungs-, Energie- und Finanzdienstleistungen aller Art. Im dritten Quartal 2011 haben wir diese Beteiligung wegen des bestehenden maßgeblichen Einflusses erstmals als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss at Equity einbezogen (siehe auch unsere Informationen zu dem relevanten Bilanzposten im Konzernanhang).

Die zum Teilkonzern Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, gehörende Aviation Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika, wurde im Oktober 2011 liquidiert.

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung 25 % der Anteile an der Petro Vietnam Insurance Holdings, Hanoi, Vietnam (kurz PVI), erworben. Der Kaufpreis betrug umgerechnet 65 Mio. EUR. Das Closing dieser Transaktion fand am 20. Oktober 2011 statt. Wir beziehen diese Gesellschaft wegen des maßgeblichen Einflusses erstmals im vierten Quartal 2011 als at Equity bewertetes assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss ein (zu weiteren Ausführungen siehe unsere Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva: Angabe 5 "Anteile an assoziierten Unternehmen").

Zum Bilanzstichtag wurden damit vier inländische und neun ausländische assoziierte Unternehmen at Equity konsolidiert.

Gemeinschaftsunternehmen - quotal konsolidiert

Unverändert gegenüber dem Jahresabschluss 2010 wird die Credit Life International Services GmbH, Neuss, (Konzernanteil: 50 %) als einziges Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Die kurz- und langfristigen Vermögenswerte bzw. Schulden in Bezug auf unseren Anteil an dieser Gesellschaft betragen jeweils 1 Mio. EUR zum Stichtag. Die dem Konzern zuzurechnenden Erträge und Aufwendungen belaufen sich auf je 3 Mio. EUR. Eventualverbindlichkeiten sowie sonstige Kapitalverpflichtungen bestehen nicht.

Die neue leben Holding AG hat mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 24. November 2011 einen Geschäftsanteil von 50 % an der nl-PS Betriebliche Vorsorge GmbH, Erlangen, von der PS-Pensions Solutions GmbH erworben (Stammkapital 50 TEUR). Gegenstand der nl-PS ist es, im Auftrag für die im Geschäftsgebiet der Tochtergesellschaften der neuen leben Holding Aktiengesellschaft ansässigen Vertriebspartner Produkte der betrieblichen Altersvorsorge zu kommunizieren und deren Abschluss zu vermitteln. Die Gemeinschaftsunternehmung ist zum Erwerbszeitpunkt aus Sicht des Konzerns von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und wird daher unter den "Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen. Die Gesellschaft hat im Dezember 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Ein Jahresabschluss lag zum Zeitpunkt des Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor, insoweit konnten die Angaben hinsichtlich der anteiligen Vermögenswerte und Schulden bzw. zu den konzernanteiligen Erträgen und Aufwendungen nicht erfolgen.

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse in der Berichtsperiode

Segment: Privat- und Firmenversicherung International

Am 1. April 2011 (Erwerbszeitpunkt) hat die Talanx International AG (TINT), Hannover, 100 % der Saint Honoré Iberia SL, Madrid, Spanien, zu einem Kaufpreis von 34,6 Mio. USD erworben. Bezüglich der detaillierten Beteiligungsverhältnisse verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Konsolidierung" im Unterabschnitt "Erwerbe und Neugründungen".

Mit gleichem Datum hat unsere chilenische Tochtergesellschaft Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile, 0,769 % der Zwischenholding Protecciones Esencial S. A. zu einem Kaufpreis von 152 TUSD sowie 1,229 % der argentinischen L' UNION de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A. zu einem Kaufpreis von 248 TUSD erworben. Insgesamt haben die beteiligten Talanx-Gesellschaften umgerechnet 25 Mio. EUR für die vier Gesellschaften gezahlt, und somit verfügt die TINT bei allen Gesellschaften über 100 % der Stimmrechte.

Die Gesellschaft in Argentinien betreibt schwerpunktmäßig das Kraftfahrt- und Lebensversicherungsgeschäft (neben Transport, Feuer und Unfall); in Uruguay wird das Versicherungsgeschäft mit Schwerpunkt Transport und Kraftfahrt (neben Feuer und Unfall) betrieben. Beide Unternehmen arbeiten mit unabhängigen Maklern zusammen. Mit diesen Akquisitionen soll die weitere Internationalisierung im Segment Privat- und Firmenversicherung International vorangetrieben werden. Der Konzern verstärkt zudem seine Präsenz in Lateinamerika und kann so die Chancen in den dortigen Märkten nutzen.

Aus dieser Transaktion ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5 Mio. EUR, der sich u. a. aus der regionalen Erweiterung in Lateinamerika herleitet. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die zum Erwerbszeitpunkt für jede Hauptgruppe von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden erfassten Beträge nach IFRS stellen wir wie folgt dar, wobei wir die Angaben zulässigerweise nach IFRS 3 B 65 zusammengefasst haben: Wir haben Vermögenswerte in Form von Kapitalanlagen (31 Mio. EUR), Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (15 Mio. EUR), Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (13 Mio. EUR), Zahlungsmitteln (1 Mio. EUR), Aktiver Steuerabgrenzung (1 Mio. EUR) und Sonstigen Vermögenswerten (7 Mio. EUR) sowie Schulden in Form von Versicherungstechnischen Rückstellungen (34 Mio. EUR), anderen Rückstellungen (3 Mio. EUR), übrigen Verbindlichkeiten (8 Mio. EUR) und Passiver Steuerabgrenzung (3 Mio. EUR) übernommen. In den Vermögenswerten sind immaterielle und materielle Vermögenswerte von 7 Mio. EUR enthalten. Das Eigenkapital nach IFRS betrug zum Zeitpunkt des Erwerbs 20 Mio. EUR.

Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Darüber hinaus wurden Eventualverbindlichkeiten in einem unwesentlichen Umfang (0,4 Mio. EUR) identifiziert; bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert. Die gebuchte Bruttoprämie beträgt zum 31. Dezember 2011 42 Mio. EUR. Sofern die Gesellschaften zum 1. Januar 2011 einbezogen gewesen wären, würde sich die gebuchte Bruttoprämie auf 55 Mio. EUR belaufen. Das Ergebnis der Gesellschaften vor Steuern und Zinsen auf Hybridkapital stellte sich zum 31. Dezember 2011 mit 4 Mio. EUR ein. Sofern der Erwerb zum 1. Januar 2011 stattgefunden hätte, würde es sich auf 5 Mio. EUR belaufen haben.

Segmente: Industrieversicherung bzw. Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Am 27. April 2011 (Erwerbszeitpunkt) hat die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I), Hannover, 100 % der Anteile an dem niederländischen Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij N. V. (Nassau), Rotterdam, zu einem Kaufpreis von 198 Mio. EUR erworben (Segment Industrieversicherung). Bei dem durch unsere Tochtergesellschaft übernommenen Versicherer handelt es sich um einen etablierten Nischenversicherer, der sich in den Niederlanden und darüber hinaus auf Spezialsparten wie Berufshaftpflicht, D&O und Krisenmanagement spezialisiert hat. Endkunden sind mittelständische Unternehmen. Die Nassau hat Niederlassungen in Deutschland, Frankreich und Dänemark. Die erworbene Gesellschaft wurde im vierten Quartal rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf den niederländischen Versicherer HDI Verzekeringen N. V. (HDI/NL) verschmolzen, der eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HG-I ist. Der deutsche Versicherungsbestand - vorwiegend Vermögenschadenhaftpflicht - wurde im dritten Quartal auf die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP), Hannover, übertragen.

Die erstmalige Bilanzierung im zweiten Quartal 2011 wurde auf Basis einer vorläufigen Kaufpreisallokation vorgenommen, da insbesondere die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten und Steuerpositionen noch nicht abgeschlossen war. Der im Rahmen dieser Transaktion vorläufig erfasste Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 121 Mio. EUR. Hiervon wurde, aufgrund der geplanten Bestandsübertragung auf die HG-FP und den Anforderungen des Management-Approachs folgend, dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ein Betrag in Höhe von 13 Mio. EUR im Rahmen der Erstkonsolidierung zugeordnet. Mit dem Erwerb der Nassau soll vor allem die weitere Internationalisierung im Segment Industrieversicherung vorangetrieben werden. Darüber hinaus leitet sich der Geschäfts- oder Firmenwert aus den erwarteten Synergieeffekten durch die Zusammenführung von Geschäftsprozessen bei unseren niederländischen Gesellschaften ab. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die zum Erwerbszeitpunkt für jede Hauptgruppe der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfassten Beträge stellten sich auf vorläufiger Basis wie folgt dar: Wir haben Vermögenswerte in Form von Kapitalanlagen (75 Mio. EUR), Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (38 Mio. EUR), Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (42 Mio. EUR), Zahlungsmitteln (77 Mio. EUR) und Sonstigen Vermögenswerten (9 Mio. EUR) sowie Schulden in Form von versicherungstechnischen Rückstellungen (143 Mio. EUR), anderen Rückstellungen (6 Mio. EUR), übrigen Verbindlichkeiten (13 Mio. EUR) und Passiver Steuerabgrenzung (2 Mio. EUR) übernommen. In den übernommenen Vermögenswerten sind materielle Vermögenswerte von 6 Mio. EUR enthalten. Das Eigenkapital nach IFRS betrug zum Zeitpunkt des Erwerbs 77 Mio. EUR.

Die erworbenen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und entfallen mit 34 Mio. EUR auf Forderungen gegen Versicherungsvermittler und mit 4 Mio. EUR auf Forderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft. Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert; weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet.

Nach Fertigstellung der Kaufpreisallokation im dritten Quartal haben wir die vorläufigen Werte auf den Erwerbstag erfolgsneutral gegen den Geschäfts- oder Firmenwert angepasst. Die Berichtigungen betreffen im Wesentlichen den Ansatz von immateriellen Werten in Höhe von 23 Mio. EUR, die Erhöhung der passiven latenten Steuern um 6 Mio. EUR sowie die Erhöhung des Eigenkapitals um 17 Mio. EUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert vermindert sich demzufolge insgesamt um 17 Mio. EUR und entfällt mit 11 Mio. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland und mit 93 Mio. EUR auf das Segment Industrieversicherung. Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich aus Sonstigen immateriellen Vermögenswerten (16 Mio. EUR) sowie versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerten (PVFP) von 7 Mio. EUR. zusammen. Das Eigenkapital nach IFRS beträgt nach den Anpassungen 94 Mio. EUR.

Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten, bedingten Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separaten Transaktionen im Sinne von IFRS 3 bilanziert. Die gebuchte Bruttoprämie betrug zum 30. September 2011 (vor Verschmelzung auf die HDI/NL) 27 Mio. EUR. Sofern die Gesellschaft zum 1. Januar 2011 einbezogen gewesen wäre, würde sich die gebuchte Bruttoprämie auf 98 Mio. EUR belaufen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen auf Hybridkapital der Gesellschaft stellte sich zum 30. September 2011 mit -0,4 Mio. EUR ein. Sofern der Erwerb zum 1. Januar 2011 stattgefunden hätte, würde es sich auf 4 Mio. EUR belaufen haben.

Segment: Schaden-Rückversicherung

Die Funis GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, hat mit Wirkung zum 18. August 2011 rund 75 % der Anteile an der Integra Insurance Solutions Ltd. zu einem Kaufpreis von 7,5 Mio. GBP erworben. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR wurden ergebniswirksam als Sonstige Aufwendungen erfasst. Die Integra vermittelt als Agentur Versicherungsgeschäft an die International Insurance Company of Hannover Ltd., die ebenfalls eine Gesellschaft des Hannover Rück-Konzerns ist. Darüber hinaus wurde eine bedingte Kaufpreiszahlung in Höhe von maximal 11,3 Mio. GBP vereinbart, die im Wesentlichen vom Volumen und von der Profitabilität des von der Integra bis 2014 akquirierten Geschäfts abhängig ist. Auf Basis des wahrscheinlichen Geschäftsverlaufs beträgt der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreiszahlungen zum Erwerbszeitpunkt rund 5,1 Mio. GBP und erhöht somit den im Rahmen der Erstkonsolidierung entstehenden Unterschiedsbetrag.

Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt der Integra betrug 0,1 Mio. GBP. Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich überwiegend aus Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten zusammen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation ergaben sich weder aus der Bewertung des übernommenen Vermögens Effekte, noch konnten bislang nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten identifiziert werden. Daher wurde der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstehende Unterschiedsbetrag in Höhe von 12,6 Mio. GBP zunächst vollständig als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Integra erwirtschaftete im Zeitraum der Konzernzugehörigkeit ein positives Ergebnis nach Steuern von 0,3 Mio. GBP. Im vierten Quartal haben wir die Konsolidierung in Bezug auf indirekte Minderheiten finalisiert. Gemäß der multiplikativen Methode wird die Kapitalkonsolidierung aus Sicht des Mutterunternehmens durchgeführt. Die Minderheitenanteile an den Anschaffungskosten der Beteiligung und an dem Eigenkapital werden somit erfolgsneutral mit dem Ausgleichsposten "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" im Eigenkapital aufgerechnet; insofern wird nur der auf den Konzern entfallende Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der entsprechend angepasste Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Bilanzstichtag somit 6,3 Mio. GBP.

Unternehmenszusammenschlüsse nach der Berichtsperiode

Mit Vertrag vom 24. Juni 2011 haben Talanx International AG und HDI Seguros Mexiko (beide Segment Privat- und Firmenversicherung International) 100 % des mexikanischen Versicherers Metropolitana Compania de Seguros, Mexiko-Stadt, Mexiko, zum Kaufpreis von 100 Mio. USD erworben. Der Erwerb der Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2012 vollzogen (= Closing). Die mexikanische Gesellschaft betreibt im Wesentlichen das Kraftfahrzeuggeschäft. Darüber hinaus werden Lebens- und Sachgeschäft betrieben. Das Prämienvolumen belief sich 2011 auf 75 Mio. EUR. Der Vertrieb ist auf Mexiko-Stadt und das Zentrum des Landes ausgerichtet.

Mit dieser Übernahme soll die weitere Internationalisierung im Segment Privat- und Firmenversicherung International vorangetrieben werden. Der Konzern verstärkt mit der Übernahme seine Präsenz in Lateinamerika und kann so die Chancen in den dortigen Märkten nutzen.

Die nach IFRS 3 B 64(f) - (n), (q) in Verbindung mit IFRS 3 B 66 vorzunehmenden Angaben können aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbszeitpunkts zum Abschlussstichtag sowie aufgrund noch nicht vorliegender Eröffnungsbilanz nicht gemacht werden.

Übernahmeangebote der Berichtsperiode

Bereits mit Presseerklärung vom 14. Dezember 2011 hat die Talanx International AG (Segment Privat- und Firmenversicherung International) darüber informiert, dass sie gemeinsam mit unserem strategischen japanischen Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company sowie der polnischen Getin Holding Group eine langfristige strategische Bancassurance-Kooperation in Polen startet. Hierzu werden Talanx International AG sowie Meiji Yasuda Life Insurance Company zusammen von der Getin Holding Group die Versicherungsgesellschaften TU Europa Life (Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie Europa S. A.) und TU Europa Non-Life (Towarzystwo Ubezpieczeń Europa S. A.) (Europa Group) übernehmen. Die Talanx International AG übernimmt hierbei eine Mehrheitsbeteiligung von 50 % plus eine Aktie zu einem Preis von umgerechnet 200 Mio. EUR. Allen Aktionären der an der Warschauer Börse öffentlich gehandelten Europa Group wird zudem ein öffentliches Zeichnungsangebot ("Public Tender Offer") unterbreitet. Nach Abschluss der Transaktion werden die Getin Holding Group und Meiji Yasuda jeweils eine wesentliche Minderheitsbeteiligung halten. Da das Closing für das zweite Quartal 2012 - und somit nach Genehmigung des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung - erfolgt, sind Angaben nach IFRS 3 unterblieben.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Entwicklung der im letzten Konzernabschluss ausgewiesenen Werte

Die Hannover Rückversicherung AG hat am 21. Dezember 2010 Einigung über den Verkauf der operativen Gesellschaften ihres amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, erzielt, eine auf die Abwicklung von Versicherungsgeschäft spezialisierte Gesellschaft. Die zuständigen Aufsichtsbehörden erteilten ihre Zustimmung zu der Transaktion am 8. Juli 2011. Somit konnten der Vollzug der Transaktion und die Entkonsolidierung der CIGI zum 12. Juli 2011 erfolgen. Die Anteile an der CIGI in Höhe von 100 % hielt die Hannover Rückversicherung AG mittelbar über die Zwischenholding Hannover Finance, Inc., Wilmington, die ebenfalls zu 100 % in den Konzernabschluss einbezogen wird. Der vereinbarte Kaufpreis betrug 219 Mio. USD.

Die Tochtergesellschaften der CIGI stellten gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" eine Veräußerungsgruppe dar, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten war. Die Bewertung der Veräußerungsgruppe führte im Berichtszeitraum zu einem Ertrag in Höhe von 8 Mio. EUR. Der Ertrag wurde im übrigen Ergebnis ausgewiesen.

Die sich aus der Währungsumrechnung der zur Veräußerungsgruppe zugehörigen Vermögenswerte und Schulden ergebenden kumulierten, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile in Höhe von -23 (31. Dezember 2010: -29) Mio. EUR wurden erst im Rahmen der Entkonsolidierung realisiert. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung wurden Ergebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in Höhe von 5 (31. Dezember 2010: 3) Mio. EUR realisiert. Der Ausweis erfolgte im übrigen Ergebnis.

In der folgenden Tabelle werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe, die im Einklang mit IFRS 5 jeweils getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen wurden, dargestellt und in ihre wesentlichen Komponenten untergliedert.

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In Mio. EUR 12.07.2011 31.12.2010
Aktiva    
Kapitalanlagen 578 643
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 15 27
Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 783 831
Abrechnungsforderungen 4 17
Sonstige Vermögenswerte 16 11
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 1.396 1.529
Passiva    
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.206 1.310
Depotverbindlichkeiten 18 27
Abrechnungsverbindlichkeiten 11 17
Andere Verbindlichkeiten 21 27
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 1.256 1.381

Im Berichtsjahr umgegliederte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die bereits veräußert wurden

Innerhalb der ersten drei Quartale des Berichtszeitraums haben HDI-Gerling Lebensversicherung AG (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (Segment Industrieversicherung) Liegenschaften mit einem Gesamtbuchwert von 61 Mio. EUR bzw. 2 Mio. EUR zum Kaufpreis von 73 Mio. EUR bzw. 2 Mio. EUR als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. Es stellte sich im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ein Veräußerungsgewinn von 12 Mio. EUR ein.

Die mit Vertrag vom 29. März 2011 von der Talanx Deutschland AG, Hannover, veräußerte Clarus AG, Wiesbaden, die wir im ersten Quartal 2011 als Veräußerungsgruppe bewertet und ausgewiesen haben, wurde im zweiten Quartal 2011 entkonsolidiert. Weitere Informationen sind im Kapitel "Konsolidierung" erläutert.

Mit notariellem Vertrag vom 5. Mai 2011 haben die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP), Hannover, sowie die Talanx Deutschland AG (TD), Hannover, sämtliche Anteile an der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG (HG-RS), Hannover, sowie der HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH (HG-RSG), Hannover, zum Kaufpreis von 37 Mio. EUR bzw. 100 TEUR an die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln, veräußert. Die Anteile an der HG-RS werden von der HG-FP, die Anteile der HG-RSG von der TD gehalten. Die beiden veräußerten Gesellschaften sind dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland zugeordnet. Der Vollzug der Transaktion fand am 1. Oktober 2011 statt; die Gesellschaften wurden im vierten Quartal entkonsolidiert. Beide Gesellschaften stellten zum 30. September 2011 gemäß IFRS 5 jeweils eine Veräußerungsgruppe dar, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten war. Im Rahmen der Bewertung der HG-RSG resultiert im Berichtsjahr durch die Bildung einer Rückstellung ein Bewertungsaufwand in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Die entsprechenden Aufwendungen wurden im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Die Vermögenswerte und Schulden beliefen sich auf jeweils 1 Mio. EUR. Die Vermögenswerte der HG-RS beliefen sich zum 30. September 2011 auf 138 Mio. EUR und entfielen mit 121 Mio. EUR auf Kapitalanlagen, mit 2 Mio. EUR auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, mit 3 Mio. EUR auf abgegrenzte Abschlusskosten sowie mit 12 Mio. EUR auf Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand. Diesen Vermögenswerten standen Verbindlichkeiten von insgesamt 119 Mio. EUR entgegen, die mit 112 Mio. EUR auf Versicherungstechnische Rückstellungen, mit 5 Mio. EUR auf Sonstige Rückstellungen sowie mit 2 Mio. EUR auf übrige Verbindlichkeiten entfielen. Die bis zum 30. September 2011 aufgelaufenen direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne der Veräußerungsgruppe (HG-RS) betrugen 1 Mio. EUR. Bei der HG-RSG wurden keine Beträge erfasst.

Zum Bilanzstichtag auszuweisende langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Mit Vertrag vom 29. Dezember 2011 hat die HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover, 100 % der Anteile an ihrem Tochterunternehmen PARTNER OFFICE AG, Köln, (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) (PO) zum Kaufpreis von 1 EUR an die Kapitalwerk Beteiligungsgesellschaft mbH, Bonn, veräußert. Die Transaktion steht u. a. unter dem Zustimmungsvorbehalt der Aufsichtsbehörde. Wir erwarten den Vollzug im ersten Quartal 2012.

Darüber hinaus beabsichtigen wir die Veräußerung unseres 100-prozentigen Tochterunternehmens ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein (A-Lie; Segment Privat- und Firmenversicherung International), die bereits Anfang 2011 das Neugeschäft eingestellt hat. Sämtliche Anteile werden von Talanx International AG, Hannover, gehalten. Diese Transaktion dient der Fokussierung gemäß der strategischen Unternehmensausrichtung der Talanx International AG. Wir streben den Abschluss der Transaktion im ersten Halbjahr 2012 an.

Sowohl die PO als auch die A-Lie stellen gemäß IFRS 5 jeweils eine Veräußerungsgruppe dar, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten ist. Aus der Bewertung der PO ergab sich demzufolge ein Aufwand in Höhe von 4 Mio. EUR, der im übrigen Ergebnis ausgewiesen wurde.

Im Einklang mit IFRS 5 werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppen in einer Bilanzposition getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns werden in Übereinstimmung mit IAS 27 weiterhin vollständig eliminiert.

Die Vermögenswerte der PO belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf 8 Mio. EUR und entfallen mit 7 Mio. EUR auf Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand sowie mit 1 Mio. EUR auf Sonstige Vermögenswerte. Diesen Vermögenswerten stehen Verbindlichkeiten von insgesamt 8 Mio. EUR entgegen, die insgesamt auf Sonstige Rückstellungen entfallen.

Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe A-Lie hinsichtlich ihrer wesentlichen Komponenten stellen sich wie folgt dar:

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In Mio. EUR 31.12.2011
Aktiva  
Kapitalanlagen 1
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 261
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 24
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 3
Abgegrenzte Abschlusskosten 99
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 46
Aktive Steuerabgrenzung 1
Sonstige Vermögenswerte 5
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 440
Passiva  
Versicherungstechnische Rückstellungen 81
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von Versicherungsnehmern getragen wird 261
Sonstige Rückstellungen 4
Depotverbindlichkeiten 16
Übrige Verbindlichkeiten 24
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 386

Die kumulierten, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile belaufen sich zum Stichtag auf -1 Mio. EUR.

Darüber hinaus beabsichtigen PB Pensionskasse AG, Köln, (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie HDI Seguros S. A. de C. V., León, Mexiko, (Segment Privat- und Firmenversicherung International) die Veräußerung von Lebensversicherungsportfolios. Im Rahmen der Transaktionen werden neben den versicherungstechnischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Kapitalanlagen zur Bedeckung der Verpflichtungen an den Erwerber veräußert. Die Versicherungstechnischen Rückstellungen bei der PB Pensionskasse AG betragen 86 Mio. EUR sowie 3 Mio. EUR an Versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von Versicherungsnehmern getragen wird, und 2 Mio. EUR Passive Steuerabgrenzung, denen Vermögenswerte von 96 Mio. EUR gegenüberstehen. Diese betreffen mit 6 Mio. EUR immaterielle Vermögenswerte, mit 85 Mio. EUR Kapitalanlagen, mit 3 Mio. EUR Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sowie Sonstige Vermögenswerte in Höhe von 2 Mio. EUR.

HDI Seguros S. A. de C. V. weist Versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von 6 Mio. EUR sowie Kapitalanlagen in Höhe von 5 Mio. EUR und immaterielle Vermögenswerte von 1 Mio. EUR aus. Zum Bilanzstichtag betragen die direkt im Eigenkapital erfassten kumulierten Erträge und Aufwendungen für beide Gesellschaften insgesamt 1 Mio. EUR.

Beide Transaktionen dienen der Fokussierung gemäß der beabsichtigten Unternehmensausrichtung und führen - insbesondere bei unserer mexikanischen Gesellschaft - zu Kostenoptimierung im Bereich der IT sowie der Personalaufwendungen. Wir erwarten den Abschluss beider Bestandsübertragungen im ersten Quartal 2012.

Ferner beabsichtigen HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (Segment Industrieversicherung), HDI-Gerling Lebensversicherung AG, neue leben Lebensversicherung AG (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie E+S Rückversicherung AG (Segment Schaden-Rückversicherung) Immobilienbestände mit Buchwerten von insgesamt 15 Mio. EUR zu veräußern, und haben diese als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. Die Veräußerungspreise der verschiedenen Objekte stehen noch nicht genau fest. Ursächlich für die Verkaufsabsichten sind neben einer schlechteren Mietsituation die hohen Verwaltungsaufwendungen. Wir erwarten die wirtschaftlichen Übergänge noch im ersten Quartal 2012.

Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten

Die im Folgenden aufgeführten Angaben ergänzen die Risikoberichterstattung im Lagebericht und berücksichtigen die Anforderungen von § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB, DRS 5 i. V. m. DRS 5-20, IFRS 4 und IFRS 7. Zu grundlegenden qualitativen Aussagen, z. B. zur Organisation unseres Risikomanagements oder zur Einschätzung der Risikolage, verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht.

Klassenbildung von Finanzinstrumenten

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" fasst alle Angabepflichten für Finanzinstrumente zusammen. Einige der Angabepflichten sind in Form der Klassenbildung vorzunehmen. Dabei ist mindestens so zu gruppieren, dass eine Unterscheidung zwischen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, und solchen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, möglich wird. Die Klassenbildung ist nicht notwendigerweise identisch mit der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39.9 bzw. IAS 39.45-46 zum Zwecke der Folgebewertung. Die Klassenbildung unserer Finanzinstrumente orientiert sich an den Belangen unseres Bestands und unserer Bilanzgliederung; die Detaillierungstiefe der angegebenen Klassen kann zulässigerweise je nach geforderter Angabe variieren.

Grundsätzlich haben wir die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten gebildet:

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  Klassen von Finanzinstrumenten Bewertungsgrundlage
Finanzinstrumente aus Versicherungsverträgen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Nominalwert
  Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Gemäß den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden versicherungstechnischen Rückstellungen
  Depotforderungen Nominalwert
  Depotverbindlichkeiten Nominalwert
Finanzinstrumente aus Kapitalanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Zeitwert, fortgeführte Anschaffungskosten1)
  Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
  Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente Fortgeführte Anschaffungskosten
  Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente: • festverzinsliche Wertpapiere • nicht festverzinsliche Wertpapiere Zeitwert
  Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente: • als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente • zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Zeitwert
  Übrige Kapitalanlagen Zeitwert, ggf. fortgeführte Anschaffungskosten1)
Sonstige Finanzinstrumente Sonstige Vermögenswerte - derivative Finanzinstrumente, die die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen (Sicherungsinstrumente mit positivem Marktwert) Zeitwert
  Nachrangige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
  Begebene Anleihen und Darlehen Fortgeführte Anschaffungskosten
  Übrige Verbindlichkeiten - derivative Finanzinstrumente (Handelsbestände mit negativem Marktwert) sowie Derivative, die die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen (Sicherungsinstrumente mit negativem Marktwert) Zeitwert
  Übrige Verbindlichkeiten - andere Verbindlichkeiten; Investmentverträge, die wie Finanzinstrumente nach IAS 39 bewertet werden Zeitwert

1) Eine getrennte Darstellung der Finanzinstrumente, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Zeitwert, siehe Abschnitt Ausfallrisiken auf Seite 203

Den Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns bilden der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen Sparten der Schaden/Unfall- und der Lebensversicherung, sowohl im Bereich der Erstversicherung als auch in der Rückversicherung.

Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen

Die Risiken aus Versicherungsverträgen setzen sich in erster Linie aus den Versicherungsrisiken, den Ausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken und den Marktrisiken zusammen. Die Versicherungsrisiken in der Schadenversicherung werden getrennt von denen in der Personenversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden.

Management versicherungstechnischer Risiken in der Schaden/Unfallversicherung

In der Schadenversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die Versicherungsrisiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und aus dem Reserverisiko.

Das Versicherungsgeschäft beruht darauf, in der Erstversicherung den Versicherungsnehmern und in der Rückversicherung den Zedenten ihre individuellen Risiken abzunehmen und im Kollektiv und über die Zeit auszugleichen. Für den Versicherer besteht das grundsätzliche Risiko darin, aus im Voraus kalkulierten, nicht veränderbaren Prämien Versicherungsleistungen zu erbringen, deren Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Das Reservierungsrisiko entsteht aus einer möglicherweise unzureichenden Bildung von bilanziellen Schadenreserven und einer sich somit ergebenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses.

Dem übernommenen Prämien-/Schadenrisiko begegnen wir unter anderem durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt:

Selbstbehaltsquote nach Segmenten

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In % 2011 2010 2009
Industrieversicherung 44,1 46,1 43,7
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 92,9 91,6 85,6
Privat- und Firmenversicherung International 88,7 92,4 86,9
Schaden-Rückversicherung 91,3 88,9 94,1
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 79,8 78,9 78,7

Die Selbstbehaltsquote auf Konzernebene für die Schaden/Unfallversicherung bleibt mit 79,8 % nach 78,9 % nahezu auf dem Vorjahresniveau. Vor allem aufgrund des angepassten Ausweises der Wiederauffüllungsprämie unter den Rückversicherungsprämien ging die Selbstbehaltsquote im Segment Industrieversicherung zurück.

Die Schadenquote für eigene Rechnung entwickelte sich in den Segmenten im Vergleichszeitraum wie folgt:

Schadenquote nach Segmenten

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In % 2011 2010 2009
Industrieversicherung 66,8 82,0 68,6
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 67,5 69,4 62,5
Privat- und Firmenversicherung International 70,5 75,6 71,6
Schaden-Rückversicherung 78,8 72,0 72,8
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 74,5 73,6 70,5

Dem starken Anstieg der Schadenquote in der Schaden-Rückversicherung (+ 6,8 Prozentpunkte infolge der hohen Großschadenlast) steht ein in Teilen merklicher Rückgang der Quoten in der Erstversicherung gegenüber. Insgesamt erhöhte sich die Schadenquote auf Konzernebene somit leicht um 0,9 Prozentpunkte. Die moderate Höhe der Schadenquoten in den vergangenen Jahren ist zudem Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schadenmanagement.

Im Segment Industrieversicherung wirkten sich hohe Rückentlastungen auf die Großschadenereignisse positiv auf die Schadenquote im Berichtsjahr aus. Darüber hinaus führte die Neubeurteilung verschiedener Schadeneinschätzungen zu stark erhöhten Abwicklungsgewinnen. Im Ergebnis sinkt daher die Schadenquote, trotz diverser Naturkatastrophen - die insbesondere die Sparten Feuer und Technische Versicherungen betrafen - und Nachreservierungen im Bereich Haftpflicht, auf 66,8 (82,0) % deutlich. Die merkliche Verbesserung im Segment Privat- und Firmenversicherung International ist unter anderem einer verbesserten Schadenentwicklung im Bereich Kraftfahrtversicherung der HDI Asekuracja zuzuschreiben. Daneben war das Vorjahr belastet durch Flut- und Winterschäden unserer Sachversicherungsgesellschaft in Polen. Die Schadenquote im Segment Schaden-Rückversicherung war 2011 geprägt durch die hohen außerordentlichen Belastungen aus Naturkatastrophen im ersten Quartal - im Wesentlichen Erdbeben und Tsunami in Japan und die Erdbeben in Neuseeland - sowie die Flutschäden in Thailand in der zweiten Jahreshälfte. Dadurch stieg die Schadenquote im Bereich der Schaden-Rückversicherung um 6,8 Prozentpunkte auf 78,8 %.

Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleisten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie die künftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten lassen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken zu.

Die auf Basis aktuarieller Methoden ermittelten Schadenreserven werden ggf. um Zusatzreserven auf der Grundlage eigener aktuarieller Schadeneinschätzungen und um die sogenannte Spätschadenreserve für Schäden, die bereits eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, ergänzt. Insbesondere für Haftpflichtschäden werden aufgrund der langen Abwicklungsdauer Spätschadenreserven gestellt, die nach Risikoklassen und Regionen differenziert errechnet werden.

Die hinreichende Bemessung der Schadenreserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist sehr komplex, da zwischen Schadenverursachung und Schadenmeldung zum Teil Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen können. Die Exponierung des Konzerns im Hinblick auf asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist jedoch relativ gering. Die Angemessenheit dieser Reserven wird üblicherweise mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 25,9 (22,8) Mio. EUR; die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 222 (212) Mio. EUR.

Zur Einschätzung der für das Segment Schaden-Rückversicherung wesentlichen Katastrophenrisiken aus Naturgefahren (Erdbeben, Stürme) kommen lizenzierte wissenschaftliche Simulationsmodelle zum Einsatz, die durch die Expertise der entsprechenden Fachbereiche ergänzt werden. Zur Risikoermittlung des Portefeuilles werden ferner verschiedene Szenarien in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt. Die Überwachung der Naturgefahrenexponierung des Portefeuilles (Kumulkontrolle) wird durch die sukzessive Einführung von realistischen Extremschadenszenarien vervollständigt.

Wir analysieren Extremszenarien bzw. Kumule, die zu hohen Schäden führen können. Für den Konzern ergeben sich auf der Grundlage der aktuellen bzw. zuletzt ermittelten Werte folgende Abschätzungen für die Netto-Schadenbelastungen:

Kumulszenarien1)

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In Mio. EUR 2011 2010
250-Jahres-Schaden USA-Sturm 595 709
250-Jahres-Schaden USA-Erdbeben Kalifornien 473 531
250-Jahres-Schaden Europa-Sturm 355 530
250-Jahres-Schaden Tokio-Erdbeben 441 460
250-Jahres-Schaden Japan-Sturm 312 386
250-Jahres-Schaden Sydney-Erdbeben 177 183

1) Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen

Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert. So gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen.

Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen zur Bilanzposition 20 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle", Seiten 244 ff.). Eine Qualitätssicherung unserer eigenen aktuariellen Berechnungen zur Angemessenheit der Reserve erfolgt jährlich zusätzlich durch externe Aktuariats- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Zur teilweisen Absicherung von Inflationsrisiken hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG Inflation Swaps (USD- und EUR-Zero-Coupon-Swaps) abgeschlossen. Mittels dieser derivativen Finanzinstrumente werden Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken abgesichert. Ein Inflationsrisiko besteht insbesondere darin, dass sich die Verpflichtungen (z. B. Schadenreserven) inflationsbedingt anders entwickeln könnten als bei der Reservebildung unterstellt. Erstmals wurde ein Inflationsschutz im zweiten Quartal 2010 mit einer Laufzeit von vier und fünf Jahren erworben. Eine Aufstockung erfolgte im ersten Quartal 2011 (Laufzeit acht Jahre).

In der Schaden/Unfallversicherung erfolgt die Überwachung und Steuerung des Reservierungsrisikos grundsätzlich durch eine Analyse der Schadenreserven anhand von aktuariellen Methoden. Bei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung. Das Eintreten einer Zinssenkung würde dabei zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. Bei der Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung werden die aktuellen Rententafeln als Rechnungsgrundlage verwendet.

Ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfallerst- und -rückversicherung um fünf Prozentpunkte würde das Jahresergebnis nach Steuern um 350 (321) Mio. EUR mindern.

Management von Marktrisiken in der Personenversicherung

Typische Risiken in der Personenversicherung (Personen-Erst- und Personen-Rückversicherung) entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien enthalten. Somit sind hier neben den Zinsrisiken die biometrischen Risiken und die Stornorisiken von besonderer Bedeutung. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen und für die Bewertung von aktivierten Abschlusskosten bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

Aufgrund der vorgenannten Risiken können sich die Kalkulationsgrundlagen und unsere Erwartungen als unzureichend herausstellen. Unsere Lebensversicherer nutzen verschiedene Instrumente, um hier gegenzusteuern.

Zur Berechnung der Prämie und der versicherungstechnischen Rückstellungen werden in den Konzernunternehmen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, deren Angemessenheit regelmäßig durch einen kontinuierlichen Abgleich der nach den Ausscheideordnungen erwarteten und der tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle sichergestellt wird. Darüber hinaus wird durch adäquate Sicherheitszuschläge in den Rechnungsgrundlagen dem Irrtums-, Zufalls- und Änderungsrisiko angemessen Rechnung getragen.

Bei den Lebensversicherungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen enthaltenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Werden diese Sicherheitszuschläge nicht benötigt, generieren sie Überschüsse, die den gesetzlichen Regelungen entsprechend größtenteils an die Versicherungsnehmer weitergegeben werden. Dadurch ist die Ergebniswirkung bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- oder Zinserwartung durch eine Anpassung der künftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer eingeschränkt.

Wir prüfen regelmäßig das Stornoverhalten unserer Versicherungsnehmer und die Stornoentwicklung unseres Versicherungsbestands.

Durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen werden bestimmte übernommene - vornehmlich biometrische - Risiken zusätzlich abgedeckt.

Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken ebenfalls von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber - bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz.

Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt:

Selbstbehaltsquote nach Segmenten

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In % 2011 2010 2009
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 93,6 92,9 90,4
Privat- und Firmenversicherung International 82,8 84,1 83,3
Personen-Rückversicherung 91,0 91,7 90,7
Gesamt Personenversicherung 91,8 91,8 90,1

Die Sensitivität gegenüber diesen Risiken messen wir anhand einer Embedded-Value-Analyse. Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) ist ein wesentliches Instrument des Risikomanagements. Er bezeichnet den Barwert der künftigen Aktionärserträge plus Eigenkapital abzüglich Kapitalkosten des Geschäfts der Personen-Erst- und -Rückversicherer nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der Embedded Value ist "Market Consistent", d. h., er ist mit einer Kapitalmarktbewertung erstellt, die bestimmten Anforderungen genügt: arbitragefrei, risikoneutral, die modelltechnische Abbildung der Finanzinstrumente liefert die aktuellen Marktpreise.

Zusätzlich wird der Neugeschäftswert (NBV) betrachtet. Der MCEV und der NBV bezeichnen den Barwert der künftigen Aktionärserträge des Geschäfts der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen.

Der MCEV wird für unsere großen Leben-Erstversicherer sowie das Personen-Rückversicherungsgeschäft der Hannover Rück ermittelt. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen die Lebensversicherer des Konzerns und damit der Konzern im Bereich Personenversicherung als Ganzes exponiert sind, und sie geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Im Rahmen der Analysen werden Sensitivitäten zu Sterblichkeiten, Stornowahrscheinlichkeiten, Verwaltungskosten sowie zum Zins- bzw. Aktienkursniveau betrachtet.

Sensitivitäten zu Sterblichkeiten

Die Exponiertheit der Lebensversicherer im Konzern unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit entsprechenden Auswirkungen auf den MCEV.

Sensitivitäten zu Stornowahrscheinlichkeiten

Bei Verträgen mit Rückkaufsrecht ist die bilanzierte Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der zugehörige Rückkaufswert, daher ist die wirtschaftliche Auswirkung des Stornoverhaltens eher durch die Höhe der Stornoabschläge und andere Produktmerkmale bestimmt. Eine gegenüber der Erwartung höhere Stornowahrscheinlichkeit würde sich zum Teil negativ auf den MCEV auswirken.

Sensitivitäten zu Verwaltungskosten

Gegenüber der Erwartung höhere Verwaltungskosten würden zu einer Minderung des MCEV führen.

Sensitivitäten zu Zins- und Aktienkursniveau

Es besteht in der Lebenserstversicherung ein erhebliches Zinsgarantierisiko, das sich durch die Verpflichtung ergibt, jeweils die Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen zu erwirtschaften. Die festverzinslichen Kapitalanlagen haben in der Regel eine kürzere Duration als die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen (Durations-Mismatch). Daraus resultieren ein Wiederanlagerisiko für bereits akkumulierte Guthaben und ein Neuanlagerisiko für die zukünftigen Beiträge. Bleiben die Kapitalerträge über die restliche Abwicklungsdauer der Verbindlichkeiten hinter den Zinsforderungen aus den Garantien zurück, so führt dies zu einer entsprechenden Ertragsminderung, und der MCEV sinkt. Ein Rückgang des Aktienkursniveaus hätte ebenfalls einen negativen Einfluss auf den MCEV.

Derivate, die in Lebensversicherungsverträgen eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sind

In den Versicherungsprodukten können folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein, sofern diese bei Vertragsabschluss vereinbart wurden:

Möglichkeit des Rückkaufs und der Beitragsfreistellung des Vertrags.

Erhöhung der Versicherungsleistung ohne erneute Gesundheitsprüfung - überwiegend mit den dann jeweils gültigen Rechnungsgrundlagen bezüglich Biometrie und Garantieverzinsung (Dynamikanpassung, Nachversicherungsgarantien bei bestimmten Änderungen der Lebenssituation).

Möglichkeit, bei aufgeschobenen Rentenversicherungen anstelle des Rentenübergangs die Auszahlung der Versicherungsleistung durch Einmalzahlung (Kapitalwahlrecht) zu wählen. Daraus ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Kalkulation der Renten verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Bei dem nach IFRS 4 vorgeschriebenen Angemessenheitstest wird diese Option berücksichtigt.

Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der entsprechenden Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden.

Management von Kreditrisiken aus Versicherungsverträgen

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Um dieses zu begrenzen, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Schuldners, die anhand marktüblicher Ratingklassen gemessen wird. Die Auswahl der Rückversicherer wird darüber hinaus auf Basis interner und externer Expertenschätzung, wie beispielsweise Marktinformationen von Maklern, vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsmittlern sind grundsätzlich ungesichert. Das Ausfallrisiko dieser Forderungen unterliegt einer laufenden Beobachtung im Rahmen unseres Risikomanagements. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Forderungen mit verhältnismäßig niedrigen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen. Diese Forderungen bestehen im Allgemeinen gegenüber Versicherungsnehmern, die über kein Rating verfügen. Allein Firmenkunden ab einer gewissen Größenordnung verfügen über externe Einschätzungen ihrer Bonität.

Bei den Versicherungsvermittlern handelt es sich um einzelne Makler oder Maklerorganisationen, die in der Regel ebenfalls über kein Rating verfügen. Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichen auf Basis einer systemgestützten Abgabensteuerung geregelt: Es werden Abgabenlimite für die einzelnen Retrozessionäre vorgegeben und noch freie Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfristiges Geschäft ermittelt.

Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso betreiben die Konzerngesellschaften jeweils ein effektives Mahnverfahren mit dem Ziel einer Verminderung der Außenstände. Darüber hinaus werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt.

Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären, weil das abgeschlossene Bruttogeschäft nicht immer vollständig im Selbstbehalt bleibt, sondern nach Bedarf (retro)zediert wird. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer. Unsere Rückversicherungspartner werden unter Berücksichtigung externer Ratings durch Kreditkomitees sorgfältig ausgewählt, es wird fortlaufend auf ihre Bonität geachtet, und es werden gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen ergriffen.

Der Buchwert der Finanzinstrumente, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen als Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag stellt sich wie folgt dar (ohne Depotforderungen):

Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungsverträgen resultieren

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  31.12.20111)
In Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung
Forderungen          
Policendarlehen - 189 2 - -
Forderungen an Versicherungsnehmer 313 157 344 87 17
Forderungen an Versicherungsvermittler 254 213 41 361 -
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 363 32 38 1.395 1.114
Sonstige Vermögenswerte          
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 3.420 770 310 1.376 586
Summe 4.350 1.361 735 3.219 1.717

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten

Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungsverträgen resultieren

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  31.12.20101)
In Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung
Forderungen          
Policendarlehen - 198 2 - -
Forderungen an Versicherungsnehmer 290 149 291 61 5
Forderungen an Versicherungsvermittler 272 146 39 298 -
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.047 57 23 1.330 1.003
Sonstige Vermögenswerte          
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2.967 873 254 914 515
Summe 4.576 1.423 609 2.603 1.523

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten

Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots, die keine Zahlungsströme auslösen und die von Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Sie verhalten sich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduzieren sich in gleichem Maß die versicherungstechnische Rückstellungen. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt; eine Darstellung in obiger Tabelle ist vor diesem Hintergrund unterblieben.

Für das in Rückdeckung gegebene Geschäft reduzieren wir das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern dadurch, dass wir über unseren konzerneigenen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker AG die Rückversicherer sorgfältig auswählen und auf deren Bonität anhand von Einschätzungen international anerkannter Ratingagenturen achten.

In den drei Erstversicherungssegmenten beliefen sich die aus der passiven Rückversicherung, d. h. der Abgabe der von uns übernommenen Risiken, resultierenden Ansprüche - die Anteile der Rückversicherer - auf 4,5 (4,1) Mrd. EUR. Die sich hieraus ergebenden Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen 3,4 (3,1) Mrd. EUR.

Für die Kontrahenten der Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich folgende Ratingstruktur auf Konzernebene:

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In % AAA AA A BBB < BBB Ohne
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - (2) 53 (40) 31 (44) 1 (-) - (-) 15 (14)

84 (86) % unserer Zessionäre sind mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Bei der Ermittlung der Ratings sind etwaige erhaltene Sicherheiten wie Depots oder Avalbürgschaften bereits berücksichtigt.

Der Abrechnungssaldo, definiert als der Anteil der Rückversicherer an den verdienten Beiträgen abzüglich des Anteils der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsleistungen sowie den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, belief sich im Berichtsjahr auf 52 (-565) Mio. EUR.

Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 407 (740) Mio. EUR. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr (333 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Genauigkeit bei Ermittlung der zu saldierenden Forderungen und Verbindlichkeiten (Umstellung der Saldierungsmethode). Zum Bilanzstichtag weisen mehr als 51 (60) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf.

In den beiden Rückversicherungssegmenten beliefen sich die Ansprüche aus der Retrozession zum Bilanzstichtag auf 2,0 (1,4) Mrd. EUR. Insgesamt 91 (92) % der Retrozessionäre sind mit einem sogenannten Investment-Grade-Rating klassifiziert. Von diesen verfügen fast 90 (92) % über ein Rating der Kategorie A oder besser. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unserer Politik, Ausfallrisiken in diesem Bereich soweit möglich zu vermeiden.

Die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die zum Bilanzstichtag überfällig, aber nicht wertgemindert waren, stellen sich wie folgt dar:

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  31.12.2011 31.12.2010
In Mio. EUR > 3 Monate < 1 Jahr > 1 Jahr > 3 Monate < 1 Jahr > 1 Jahr
Forderungen an Versicherungsnehmer 64 24 59 14
Forderungen an Versicherungsvermittler 34 7 44 22
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 103 278 445 305
Summe 201 309 548 341

Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren. Bei der Darstellung wurde auf das kurze Laufzeitband "1 Tag bis 3 Monate" verzichtet, da hier konzernweit unterschiedliche Prozesse zur Anwendung kommen. Im Konzern liegt das Forderungsmanagement dezentral in der Verantwortung der Tochtergesellschaften. Daraus ergibt sich, dass der Ablauf des Forderungsmanagements - den zugrunde liegenden Geschäftsrisiken folgend - unterschiedlich ist (u. a. unterschiedliche Behandlung ausfallgefährdeter Forderungen (Ausbuchung oder Wertberichtigung), unterschiedliche Zeitpunkte, wann das Forderungsmanagement einsetzt, und unterschiedliche Instrumente des Forderungsmanagements). Erst ab einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen verlieren die genannten Gründe an Bedeutung und lassen eine konzernweite Aussage zu.

Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 61 (73) bzw. 42 (66) Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 6 (9) % bzw. 5 (9) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 1,5 (2,3) %. Die jährliche Ausfallquote liegt bei 1,6 (1,0) %. Aus dem passiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 178 (325) Mio. EUR, was einer Quote von 41 (41) % entspricht.

Bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften der Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung (Hannover Rück-Konzern), waren zum Bilanzstichtag 277 (247) Mio. EUR unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 3,1 (2,8) Mrd. EUR älter als 90 Tage sowie teilweise wertgemindert. Dies entspricht einem Anteil von 8,8 (8,7) %. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre beträgt 0,1 (0,1) %.

Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft (Segment: Schaden-Rückversicherung) sind nahezu unverändert zu 38,8 % durch Depots oder Avalbürgschaften gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h., es besteht meist ein Aufrechnungspotenzial mit eigenen Verbindlichkeiten.

Auf eine Wertberichtigung der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist.

Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Analyse der aus Versicherungsverträgen resultierenden einzeln wertgeminderten Vermögenswerte

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  31.12.2011 31.12.2010
In Mio. EUR Risikovorsorge davon 2011 Buchwert nach Risikovorsorge Risikovorsorge davon 2010 Buchwert nach Risikovorsorge
Forderungen an Versicherungsnehmer 26 1 918 25 -8 796
Forderungen an Versicherungsvermittler 19 -2 869 21 -36 755
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 48 -9 2.942 57 -52 3.460
Summe 93 -10 4.729 103 -96 5.011

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

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In Mio. EUR 2011 2010
Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Vorjahres 103 200
Veränderung des Konsolidierungskreises - -
Wertberichtigungen des Geschäftsjahres 11 7
Zuschreibungen 9 91
Währungskursänderungen -1 3
Sonstige Veränderungen -11 -16
Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Geschäftsjahres 93 103

Die Ausfallrisiken von Finanzinstrumenten, die aus Versicherungsverträgen resultieren, wurden durch Einzelbetrachtung ermittelt. Etwaige Sicherheiten wurden berücksichtigt. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 2 (2) %.

Im Einzelnen stellen sich die jährlichen Wertberichtigungsquoten wie folgt dar:

Wertberichtigungsquoten

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In % 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen an Versicherungsnehmer 2,8 3,1
Forderungen an Versicherungsvermittler 2,2 2,6
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1,6 1,6

Die jährlichen Ausfallquoten beliefen sich auf:

Ausfallquoten

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In % 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen an Versicherungsnehmer 1,0 1,6
Forderungen an Versicherungsvermittler 1,6 1,1
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 0,4 0,2

Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten aus Versicherungsverträgen betrugen:

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2011 In Mio. EUR Zinserträge Zinsaufwendungen Wertberichtigung Zuschreibung Summe
Depotforderungen 422 - - - 422
Depotverbindlichkeiten - 116 - - -116
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - 2 2 -
Gesamt 422 116 2 2 306
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2010 In Mio. EUR Zinserträge Zinsaufwendungen Wertberichtigung Zuschreibung Summe
Depotforderungen 425 - - 2 427
Depotverbindlichkeiten - 145 - - -145
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - -2 23 25
Gesamt 425 145 -2 25 307

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Risiken aus den Kapitalanlagen umfassen hauptsächlich das Marktrisiko (beinhaltet das Fremdwährungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashflow-Risiko und das Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko sowie das Liquiditätsrisiko.

Management von Risiken aus Kapitalanlagen

Zur Überprüfung der strategischen Asset-Allokation wird regelmäßig die Struktur der selbst verwalteten Kapitalanlagebestände (ohne Depotforderungen) überprüft. Zum Stand 31. Dezember 2011 ergibt sich für den Konzern folgendes Bild:

Gewichtung wesentlicher Kapitalanlageklassen

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In % Rahmenwert gemäß Kapitalanlagerichtlinien Stand per 31.12.2011 Stand per 31.12.2010
Renten (Direktbestand und Investmentfonds) mind. 50 88 86
Börsennotierte Aktien (Direktbestand und Investmentfonds) max. 25 1 2
Immobilien (Direktbestand und Investmentfonds) max. 5 2 2

Dabei zeigt sich, dass sich die Rentenpapiere, Aktien und Immobilien im Rahmen der definierten Konzernlimite bewegen. Unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit des Unternehmens sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden durch unsere gesamtheitlichen Asset-Liability-Steuerungssysteme die Anlageziele Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung ausgewogen berücksichtigt. Risiken, die dem in erster Linie entgegenstehen, sind Marktrisiken, Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken.

Marktrisiken

Das Marktänderungsrisiko umfasst in erster Linie das Risiko von Marktpreisänderungen von festverzinslichen Anlagen und von Aktien sowie das Währungsrisiko durch Wechselkursschwankungen bei nicht kongruenter Bedeckung. Dies kann zu Wertberichtigungsbedarf oder zu realisierten Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken.

Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv-Passiv-Konzept fortentwickelt. Der VaR definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer (z. B. zehn Tage) mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (z. B. 95 %) nicht überschritten wird.

Die Ermittlung des VaR erfolgt täglich auf Basis historischer Daten. Im Rahmen dieser Berechnungen werden sowohl die Verlustpotenziale des Gesamtportfolios als auch von Teilportfolios überwacht und limitiert. Bei der Berechnung dieses maximalen Verlustpotenzials werden ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde gelegt. Das heißt, dass dieses geschätzte Verlustpotenzial innerhalb von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % überschritten wird.

Als Eingangsdaten fließen täglich fortgeschriebene Bestände in die Berechnung ein. Der Umfang der Marktdatenhistorie zur Risikoanalyse beträgt 181 Wochen. Darauf basierend werden 180 Wochenänderungen für jeden relevanten Marktparameter wie z. B. Aktienkurse, Wechselkurse und Zinssätze berechnet, die dann zur Value-at-Risk-Ermittlung herangezogen werden. Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit werden durch die Verwendung eines sogenannten Decay-Faktors stärker gewichtet, um die Sensitivität des VaR-Modells auf aktuelle Volatilitätsveränderungen und damit die Prognosequalität zu verbessern. Die Aktualisierung der Zeitreihen, auf deren Basis die Risikoparameter berechnet werden, erfolgt wöchentlich. Dabei werden die Marktparameter der ältesten Woche entfernt und durch diejenigen der aktuellen Woche ersetzt. Basierend auf den aktualisierten Marktdaten wird eine Rekalibrierung des Risikomodells vorgenommen.

Das verwendete Risikomodell basiert auf einem Multifaktorenmodell. Dieses Modell fußt auf einer Vielzahl repräsentativer Zeitreihen wie z. B. Zinsen, Wechselkursen und Aktienindizes. Aus diesen Zeitreihen lassen sich mithilfe einer Hauptkomponentenanalyse alle risikorelevanten Faktoren ermitteln. Die zwischen den Zeitreihen bestehenden Korrelationen fließen in die Gewichtung der Risikofaktoren ein. Dadurch werden Kumulations- und Diversifikationseffekte bei der Risikoschätzung berücksichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios werden gegen diese Faktoren regressiert. Die dabei ermittelten Faktorladungen stellen einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Faktoren, die aus den Bewegungen der repräsentativen Zeitreihen abgeleitet wurden, und den Bewegungen der Wertpapiere her. Durch die Simulation der Faktorentwicklungen werden die Risiken der Wertpapiere abgeleitet. Das Risiko der Optionen wird durch vollständige Simulation abgeleitet. Hierdurch werden die nichtlinearen Zusammenhänge zwischen Optionspreisen und den Preisbewegungen der zugrunde liegenden Basiswerte berücksichtigt.

Der Ermittlung des Value at Risk liegen Normalszenarien der Märkte zugrunde. Um auch Extremszenarien abbilden zu können, werden zusätzlich Stresstests vorgenommen. Hierbei werden die Verlustpotenziale auf Basis bereits eingetretener oder fiktiver Extremereignisse geschätzt. Die tatsächlichen Marktentwicklungen können von den Modellannahmen abweichen.

Der VaR (Konfidenzniveau 95 %, Haltedauer zehn Tage) zum 31. Dezember 2011 betrug 1,3 Mrd. EUR, das entspricht 1,8 % der betrachteten Kapitalanlagen.

Stresstests sowie Szenarioanalysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis, womit wir das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen abschätzen. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir auf der Basis von historischen Daten Aktien- und Währungskurs- sowie Renditeänderungen. Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertänderungen, z. B. durch Verluste bestimmter Aktienindizes, der im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Indexderivate. Durch gezielte Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Währungskursrisiken sind für einen international agierenden Versicherungskonzern, in dem ein wesentlicher Teil des Geschäfts in Fremdwährung gezeichnet wird, von großer Bedeutung.

Die folgende Tabelle zeigt Szenarien der Entwicklung der im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Beachtung dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren.

Szenarien der Entwicklung von im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag:

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Portefeuille Szenario Erfolgs-
wirksam in der Gewinn- und Verlust-
rechnung zu erfassen1)
Erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen1) 31.12.2011 Bestands-
veränderung auf Markt-
wertbasis2)
31.12.2010 Bestands-
veränderung auf Markt-
wertbasis2)
In Mio. EUR            
Aktien3) Aktienkurse +20 % +1 +151 +152 +361
  Aktienkurse +10 % +0,4 +75 +76 +181
  Aktienkurse -10 % -1 -87 -88 -191
  Aktienkurse -20 % -2 -174 -175 -382
Festverzinsliche Wertpapiere Renditeanstieg +200 bps -277 -2.695 -7.781 -6.297
  Renditeanstieg +100 bps -153 -1.421 -4.142 -3.346
  Renditerückgang -100 bps +181 +1.551 +4.382 +3.456
  Renditerückgang -200 bps +390 +3.247 +9.212 +7.245
Währungssensitive Kapitalanlagen Wechselkursveränderung4) +10 % -1.942 -106 -2.048 -1.750
  davon USD   -1.083 -80 -1.163 -989
  davon GBP   -235 -1 -236 -194
  davon AUD   -192 -1 -193 -150
  davon Sonstige   -433 -24 -457 -418
  Wechselkursveränderung4) -10 % +1.942 +106 +2.048 +1.750
  davon USD   +1.083 +80 +1.163 +989
  davon GBP   +235 +1 +236 +194
  davon AUD   +192 +1 +193 +150
  davon Sonstige   +433 +24 +457 +418

1) Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung)
2) Inkl. Finanzinstrumente der Kategorien "Darlehen und Forderungen" und "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente"
3) Inkl. Derivatebestände
4) Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro um +/-10 %, auf Basis der Bilanzwerte

Unsere Kapitalanlagen (inklusive der laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand) setzen sich aus folgenden Währungen zusammen:

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Währung
In %
31.12.2011 31.12.2010
EUR 74 76
USD 15 13
GBP 3 3
AUD 2 2
Sonstige 6 6
Gesamt 100 100

Zur Teilabsicherung von Beständen, insbesondere im Hinblick auf Preis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken, setzen wir Short-Call- und Long-Put-Optionen sowie Swaps ein. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um unser Portfolio im Hinblick auf Risiko-Ertrags-Gesichtspunkte zu optimieren. Um Risiken, insbesondere Bonitätsrisiken, aus der Anwendung dieser Geschäfte zu vermeiden, werden die Verträge ausschließlich mit erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen und die Vorgaben aus den Anlagerichtlinien eingehalten. Durch die konsequente Anwendung des Prinzips der kongruenten Währungsbedeckung können wir zudem das Fremdwährungsrisiko im Konzern deutlich reduzieren.

Ausfallrisiken

Die zu überwachenden Adressenausfallrisiken beinhalten Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Neben den durch den Vorstand vorgegebenen Kontrahenten- und Emittentenlisten stellt die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite eine wesentliche Voraussetzung für eine Investitionsentscheidung dar. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Kontrahenten bzw. Schuldners. Wesentlicher Anhaltspunkt hierfür sind die durch externe Agenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Die Neuanlage ist zur Begrenzung des Bonitätsrisikos auf den Investment-Grade beschränkt.

Die maximale Ausfallrisikoexposition (unserer Finanzinstrumente im Bereich der selbst verwalteten Kapitalanlagen) am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, stellt sich wie folgt dar1) :

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31.12.2011
In Mio. EUR
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 78 - 78
Darlehen und Forderungen 32.961 - 32.961
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 4.294 - 4.294
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente - 32.141 32.141
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente      
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente - 128 128
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente - 872 872
Übrige Kapitalanlagen 118 3.849 3.967
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31.12.2010
In Mio. EUR
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 74 - 74
Darlehen und Forderungen 32.343 - 32.343
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 2.999 - 2.999
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente2) - 30.400 30.400
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente      
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente - 989 989
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente - 232 232
Übrige Kapitalanlagen 114 4.071 4.185

2) Angepasst aufgrund IAS 8

Die Kapitalanlagen werden von den Schuldnern regelmäßig bedient. Sicherheiten bestehen vor allem bei den hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen sowie bei den Hypothekendarlehen, die grundpfandrechtlich besichert sind.

1) Die Unterteilung der Finanzinstrumente erfolgt zudem nach Bewertungsgrundlagen (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten und bewertet zum beizulegenden Zeitwert)

Zum Bilanzstichtag befanden sich, mit Ausnahme der Hypothekendarlehen, keine überfälligen nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. Die Hypothekendarlehen weisen Rückstände von insgesamt 17 (24) Mio. EUR auf; darunter fällige Forderungen über zwölf Monate in Höhe von 3 (5) Mio. EUR. Diese Forderungen sind ausreichend durch Grundpfandrechte besichert, sodass auf eine Wertberichtigung verzichtet wurde. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass eine Verwertung nur im Falle von Leistungsstörungen möglich ist. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen verweisen wir auf Angabe 29, Seite 259.

Die festverzinslichen Kapitalanlagen und Darlehen (ohne die übrigen Kapitalanlagen) verteilen sich auf folgende Schuldnergruppen mit der dazugehörigen Bonitätsstruktur:

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31.12.2011
In Mio. EUR
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt
EU-Mitgliedsstaaten 1.240 4.217 5.457
Ausländische Regierungen 1. 010 2.772 3.782
Quasistaatliche Institutionen1) 10.252 5.383 15.635
Unternehmen 7.248 12.651 19.899
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 15.888 5.807 21.695
Hypothekendarlehen 1.100 - 1.100
Investmentfondsanteile - 767 767
Sonstige 519 271 790

1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.619 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) und 2.488 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

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31.12.2010
In Mio. EUR
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt
EU-Mitgliedsstaaten 1.329 4.670 5.999
Ausländische Regierungen 398 3.173 3.571
Quasistaatliche Institutionen1) 9.563 5.369 14.932
Unternehmen 7.771 10.126 17.897
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 14.499 5.054 19.553
Hypothekendarlehen 1.239 - 1.239
Investmentfondsanteile - 666 666
Sonstige 543 314 857

1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.305 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) und 3.039 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

Bei mehr als 96 (96) % der hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen handelt es sich zum Bilanzstichtag um Pfandbriefe.

Die Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne übrige Kapitalanlagen, Policendarlehen und Hypothekendarlehen) stellt sich wie folgt dar:

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Rating Staatsanleihen Anleihen quasistaatlicher Institutionen1) Unternehmensanleihen
  In % Mio. EUR In % Mio. EUR In % Mio. EUR
AAA 41 3.818 36 5.596 1 192
AA 29 2.695 57 8.949 12 2.392
A 17 1.613 5 756 55 11.035
BBB 5 416 1 241 27 5.437
< BBB 4 369 1 92 4 711
ohne Rating 4 328 - 1 1 132
Gesamt 100 9.239 100 15.635 100 19.899
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Rating Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuldverschreibungen Sonstige
  In % Mio. EUR In % Mio. EUR
AAA 74 16.041 1 10
AA 22 4.734 2 33
A 1 281 10 137
BBB 2 386 31 422
< BBB 1 219 23 319
ohne Rating - 34 33 445
Gesamt 100 21.695 100 1.366

1) In den Anleihen quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 5.107 (5.344) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

Zum Ende des Berichtszeitraums waren Schuldner von 96 (98) % unserer Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit einem sogenannten Investment-Grade-Rating klassifiziert (AAA bis BBB), 86 (91) % verfügten über ein Rating der Kategorie A und besser. Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen erhalten bei Anschaffung ein internes Rating, das so weit wie möglich vom Emittentenrating abgeleitet wird.

Bei den Policendarlehen, den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten sowie den Beteiligungspapieren bestehen grundsätzlich keine Ratings.

Von den kurzfristigen Geldanlagen, überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr (Position: übrige Kapitalanlagen), weisen rund 73 % ein Rating der Kategorie A und besser auf.

Zu den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen, die nicht im Zusammenhang mit Kapitalanlagen oder dem Versicherungsgeschäft stehen und die größtenteils über kurzfristige Laufzeiten verfügen. Der Forderungsbestand setzt sich aus einer verhältnismäßig großen Anzahl von Schuldnern zusammen, sodass das Ausfallrisiko bei diesen Finanzinstrumenten von uns als gering eingestuft wird.

Zum Bilanzstichtag gab es keine Wertpapierleihgeschäfte im Konzern. Daneben lagen jedoch mit Pensionsgeschäften vergleichbare Repurchase Agreements vor, die nicht zu einer Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte nach IAS 39 führten. Wir haben Vermögenswerte in Höhe von 2 Mio. EUR aus kurzfristigen Repurchase Agreements (sogenannte Overnight Repurchase Agreements) weiterhin in der Bilanz angesetzt, da nur ein minimales Ausfallrisiko besteht. Die im Zusammenhang mit dieser Transaktion bestehenden Verbindlichkeiten betragen null EUR.

Management von Konzentrationsrisiken

Zur Minderung des Portfoliorisikos wird eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Assetklassen beachtet. Das Konzentrationsrisiko wird über die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht und ist insgesamt vergleichsweise gering, auch wenn insbesondere Bankenfusionen zu spürbaren Konzentrationserhöhungen führen. Darüber hinaus darf in stärker risikobehafteten Kapitalanlagen nur in begrenztem Umfang investiert werden.

Die aufgeführten Messungs- und Überwachungsmechanismen führen insgesamt zu einer vorsichtigen und breit diversifizierten Anlagestrategie. So beträgt die Exponierung des Konzerns innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staats- und halbstaatlichen Anleihen der sogenannten GIIPS-Staaten auf Marktwertbasis 1,3 Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 1,7 %. Die fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Marktwerte auf Anleihen dieser betroffenen Staaten belaufen sich zum Bilanzstichtag bzw. zum Vergleichszeitraum wie folgt:

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31.12.2011 Emittent     davon Emittentenland = Investorenland
In Mio. EUR Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte
Portugal 49 34 - -
Irland 266 220 3 3
Italien 701 634 473 438
Griechenland 3 3 - -
Spanien 407 406 - -
Gesamt 1.426 1.297 476 441
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31.12.2010 Emittent     davon Emittentenland = Investorenland
In Mio. EUR Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte
Portugal 77 70 - -
Irland 299 233 3 3
Italien 466 455 329 322
Griechenland 155 111 - -
Spanien 674 611 2 2
Gesamt 1.671 1.480 334 327

Auf die griechischen Staatsanleihen wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 12 Mio. EUR vorgenommen (siehe hierzu unsere Erläuterungen in Angabe 29 des Anhangs). Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (sogenannter europäischer Rettungsschirm) droht bei den weiteren Staatsanleihen der GIIPS-Staaten derzeit kein Ausfallrisiko.

Im Rahmen der Risikosteuerung wird das Exposure in Italien bis zum Ende des ersten Quartals 2012 um 86 Mio. EUR (nominal) reduziert.

Management von Liquiditätsrisiken

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird unter anderem auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.

Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht.

Zur Darstellung der Kapitalanlagen und der Bruttorückstellungen sowie der Rückversicherungsanteile (nach ihren erwarteten bzw. vertraglichen Laufzeiten gegliedert) verweisen wir auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten im Konzernanhang.

Die folgende Tabelle zeigt die Cashflows der wesentlichen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) und der finanziellen Verbindlichkeiten, die für das Management von Liquiditätsrisiken von Bedeutung sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind gegliedert nach den erwarteten Laufzeiten, die Verbindlichkeiten nach den vertraglichen Laufzeiten:

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2011
In Mio. EUR
Gesamtwert netto 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre 5 bis 10 Jahre 10 bis 20 Jahre Mehr als 20 Jahre
Versicherungstechnische Rückstellungen1) 76.798 9.972 18.251 12.654 13.015 10.266
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.615 - - - 1.218 498
Begebene Anleihen und Darlehen 762 642 120 - - -
Übrige Verbindlichkeiten2) 4.411 652 112 14 3 17
davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 94 9 51 14 3 17
davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) 69 17 52 - - -
Summe 84.586 11.266 18.483 12.668 14.236 10.781
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2011
In Mio. EUR
Ohne Laufzeit
Versicherungstechnische Rückstellungen1) 7.098
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Nachrangige Verbindlichkeiten 899
Begebene Anleihen und Darlehen -
Übrige Verbindlichkeiten2) 75
davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) -
davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) -
Summe 8.072
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20104)
In Mio. EUR
Gesamtwert netto 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre 5 bis 10 Jahre 10 bis 20 Jahre Mehr als 20 Jahre
Versicherungstechnische Rückstellungen1),4) 72.137 10.682 17.669 12.388 11.860 8.120
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.791 138 - - 1.254 500
Begebene Anleihen und Darlehen 747 - 747 - - -
Übrige Verbindlichkeiten2) 4.858 494 211 13 3 12
davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 85 9 59 12 2 1
davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) 149 - 149 - - -
Summe 80.533 11.314 18.627 12.401 13.117 8.632
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20104)
In Mio. EUR
Ohne Laufzeit
Versicherungstechnische Rückstellungen1),4) 6.321
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Nachrangige Verbindlichkeiten 899
Begebene Anleihen und Darlehen -
Übrige Verbindlichkeiten2) 2
davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 2
davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) -
Summe 7.222

1) Unter den versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausschließlich die Deckungsrückstellungen und die Schadenrückstellungen nach Restlaufzeiten aufgeteilt. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung umfasst die handelsrechtlichen Ansprüche der Versicherungsnehmer, soweit sie nicht bereits endgültig einzelnen Versicherungsnehmern zugeteilt und ausgezahlt wurden. Im Wesentlichen ist daher eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich. Die Restdifferenz beträgt 5.542 (5.097) Mio. EUR. (Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dem/den folgenden Geschäftsjahr(en) zuzurechnen ist. Es handelt sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge nicht um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme
2) Unter den übrigen Verbindlichkeiten werden die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern sowie die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft nicht nach Laufzeiten aufgeteilt gezeigt, da es sich um Verbindlichkeiten handelt, die direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und entsprechend nicht getrennt davon betrachtet werden können
3) Eine Darstellung der undiskontierten Zahlungsströme bei entsprechenden Derivaten wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen. Stattdessen werden die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente angegeben
4) Angepasst aufgrund IAS 8

Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen insofern keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit; ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können:

Die Talanx AG hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Zum Bilanzstichtag wurde eine Tranche über insgesamt 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie beträgt zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Bereits 2011 hat die Talanx AG Vereinbarungen über zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien von 500 Mio. EUR bzw. 650 Mio. EUR jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Es handelt sich um die Anschlussfinanzierung, die vertraglich erst dann zum Tragen kommt, wenn die bestehende Kreditlinie ausgelaufen ist oder gekündigt wurde oder mit Auszahlung der neuen Kreditlinie ausläuft.

Zur Ablösung der in den Jahren 2005 und 2006 abgeschlossenen syndizierten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC) hat sich die Hannover Rück im Jahr 2011 einen Kreditrahmen in Höhe von 773 Mio. EUR in Form einer unbesicherten syndizierten Avalfazilität einräumen lassen. Die LoC-Fazilität hat eine grundsätzliche Laufzeit bis Anfang 2017 und verfügt über Verlängerungsoptionen. Darüber hinaus wurden mehrere bilaterale Kreditverträge abgeschlossen. Die syndizierte Fazilität aus dem Jahr 2005 verfügt zum Bilanzstichtag nach Teilkündigungen über einen Restbetrag von 27 Mio. EUR und endet vollständig Anfang Januar 2012. Die syndizierte LoC-Linie aus 2006 wurde im Zuge der Refinanzierung komplett zurückgeführt.

Auf bilateraler Ebene bestehen zudem mit Kreditinstituten LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 2,4 (1,2) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2021. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Kapitel "Sonstige Angaben", Abschnitt "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen", Seite 283. Im Dezember 2009 wurde eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 386 (566) Mio. EUR abgeschlossen.

Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rückversicherung AG Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung des Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva

(1) Geschäfts- oder Firmenwert

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In Mio. EUR 2011 2010
Bruttowert 31.12. des Vorjahres 754 741
Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres -11 13
Bruttowert nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres 743 754
Veränderung des Konsolidierungskreises 116 -
Abgänge 5 -
Währungskursänderungen 1 -
Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 855 754
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 165 148
Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres - -
Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres 165 148
Wertminderung - 17
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 165 165
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 589 593
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 690 589

Die Veränderung des Konsolidierungskreises (116 Mio. EUR) betrifft die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den im Berichtsjahr erworbenen Anteilen an der Holding Saint Honoré Iberia S. L., Madrid, und ihren Tochtergesellschaften in Argentinien und Uruguay (jeweils 100 %) sowie der Nassau Verzekering Maatschappij N. V., Rotterdam, (100 %) und aus dem Erwerb der Anteile an der Integra Insurance Solutions Ltd., Bradford, (75 %). Ausführliche Informationen zu den Unternehmenserwerben finden sich im Abschnitt "Unternehmenserwerbe in der Berichtsperiode" des Anhangs.

Im Jahr 2010 haben wir im Segment Privat- und Firmenversicherung International den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Mexico" im Rahmen des Werthaltigkeitstests vollständig abgeschrieben (17 Mio. EUR).

Impairment-Test (Werthaltigkeitsprüfung)

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.

Der Konzern hat sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte einer CGU zugeordnet. Die CGUs in der Erstversicherung entsprechen für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland den gleichlautenden Geschäftssegmenten im Sinne von IFRS 8. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar. Unternehmensübergreifende Synergiepotenziale (mit Bezug zu den Mittelzuflüssen) sind grundsätzlich nur in den Ländern zu realisieren, in denen der Konzern mit mehreren Gesellschaften vertreten ist. In diesem Fall haben wir die Geschäfts- oder Firmenwerte einzelnen Unternehmen oder Gruppen von Unternehmen zugeordnet. Die einzelnen Auslandseinheiten operieren hinsichtlich ihrer Produkte und Vertriebsstrukturen ansonsten weitestgehend autark.

Die CGUs des Konzerns sind somit:

Geschäftssegment Industrieversicherung

Geschäftssegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Geschäftssegment Schaden-Rückversicherung

Geschäftssegment Personen-Rückversicherung

Die CGUs des Segments Privat- und Firmenversicherung International sind:

Brasilien

Polen

Chile

Argentinien/Uruguay

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Nassau Verzekering Maatschappij N. V., Rotterdam, wurde in Höhe von 93 Mio. EUR der CGU "Industrieversicherung" und mit 11 Mio. EUR der CGU "Privat- und Firmenversicherung Deutschland" zugeordnet. Der aus dem Kauf der Holding Saint Honoré Iberia S. L., Madrid, und deren Beteiligungen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Privat- und Firmenversicherung International (5 Mio. EUR) ist der CGU "Argentinien/ Uruguay" zugerechnet. Der sich aus dem Anteilserwerb der Integra Insurance Solutions Ltd., Bradford, ergebende Geschäfts- oder Firmenwert ist vollständig auf die CGU "Schaden-Rückversicherung" allokiert.

Der Abgang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 5 Mio. EUR resultiert aus der Veräußerung der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG, Hannover, die Teil der CGU Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt: "Zu- und Abgänge der vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige gesellschaftliche Veränderungen").

Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die berichtspflichtigen Segmente.

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In Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Summe
Bilanzwert 31.12.2009 60 397 128 8 593
Währungsumrechnung 1.1.2010 - - 13 - 13
Bilanzwert nach Währungsumrechnung 1.1.2010 60 397 141 8 606
Wertminderung - - 17 - 17
Bilanzwert 31.12.2010 60 397 124 8 589
Währungsumrechnung 1.1.2011 - - -11 - -11
Bilanzwert nach Währungsumrechnung 1.1.2011 60 397 113 8 578
Veränderung des Konsolidierungskreises 93 11 5 7 116
Abgänge - -5 - - -5
Wertminderung - - - - -
Währungskursänderungen - - - 1 1
Bilanzwert 31.12.2011 153 403 118 16 690

Der Konzern führt den Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßig im vierten Quartal auf Basis des Zahlenwerks zum Stichtag 30. September jeden Jahres durch.

Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts zu ihrem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem Nettoveräußerungserlös und dem Nutzungswert. Für alle CGUs mit Ausnahme der beiden Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt, der vom Konzern auf der Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens - der Ertragswertmethode - ermittelt wird. Soweit CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-of-the-Parts-Betrachtung zur Anwendung.

Für die Bewertung der Schaden-/Unfall-Versicherer in den CGUs Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International bilden die vom jeweiligen Management der Gesellschaften verabschiedeten Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens, im Allgemeinen mit unverändertem Konzept, auf sogenannter Stand-alone-Basis erstellt und erfassen das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung des sechsten Jahres als ewige Rente. In der Detailplanung werden (zum Zeitpunkt der Planung) unternehmensindividuelle Approximationen durchgeführt. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die jeweilige Profitabilität in Abhängigkeit von der Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaftsebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportefeuille vorgenommen. Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaften setzt sich aus einem risikolosen Basiszins, aus länderindividuellen Zinsstrukturkurven, einer Marktrisikoprämie und einem gesellschaftsindividuellen Betafaktor (Ermittlung auf Basis des Capital-Asset-Pricing Model) zusammen. Zudem verwenden wir für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus, auf Basis konservativer Annahmen, konstante Wachstumsraten. Die Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die gegebenenfalls in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Der aktuelle Kapitalisierungszinssatz sowie die langfristige Wachstumsrate sind nachfolgend für die Schaden-/Unfall-Versicherer der CGUs aufgelistet.

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CGU Kapitalisierungszinssatz
In %
Langfristige Wachstumsrate
In %
Industrieversicherung    
Deutschsprachige Länder 8,5 - 9,0 0,0 - 0,5
Übrige Länder (nur EU) 8,5 - 10,0 0,0 - 0,5
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 8,5 - 11,51) 0,0 - 0,5
Privat- und Firmenversicherung International    
Brasilien 15,0 1,0
Polen 10,3 1,0
Chile 11,25 0,5
Argentinien/Uruguay 19,0 (ARS); 10,0 (UYU) 1,0

1) Kapitalisierungszinssatz 11,5 % für den Zeitraum nach Ende der aktuellen Bancassurance-Kooperation

Grundlage für die Bewertung der deutschen Lebensversicherer ist der aktuelle Forecast hinsichtlich des Market Consistent Embedded Value 2011 (MCEV) zuzüglich des Barwerts des erwarteten Neugeschäfts (New Business Value, NBV). Der MCEV ist eine branchenspezifische Bewertungsmethode zur Bestimmung des Zeitwerts von bestehenden Versicherungsbeständen. Der MCEV wie auch der NBV werden aus Sicht des Aktionärs, d. h. unter Berücksichtigung einer Limited Liability Put Option (LLPO) berechnet.

Die Bewertungsrechnung unterstellt hierbei vereinfacht ein konstantes Verhältnis zwischen APE (Annual Premium Equivalent) und NBV. Die APE-Werte 2011 - 2016 sind dem Forecast und der Mittelfristplanung entnommen; eine Fortschreibung nach 2016 geschieht unter der Annahme eines jährlichen Wachstums von 0 %.

Die grundsätzlich für alle inländischen Lebensversicherer anzuwendende Methode enthält darüber hinaus für Gesellschaften mit langfristigen, exklusiven Kooperationsvereinbarungen - und der damit einhergehenden Stabilität in ihrem Neugeschäft - eine modifizierte Variante. Der begrenzten Laufzeit dieser Kooperationsvereinbarungen wird hierbei mit einem Risikoaufschlag auf den Diskontierungszins in Höhe von drei Prozentpunkten für den Zeitraum nach Ende der aktuellen Vereinbarung Rechnung getragen.

Der Kapitalisierungszinssatz im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland beträgt 8,5 %.

Kleine Versicherer und Nicht-Versicherungsgesellschaften werden entweder mit ihrem Ertragswert oder ihrem Eigenkapital bewertet.

Für die CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung, die in Summe der Hannover Rück-Gruppe entsprechen, wird für Zwecke des Impairment-Tests in einem ersten Schritt der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zum Bilanzstichtag herangezogen. Der Börsenwert der Hannover Rückversicherung AG wird auf der Grundlage der durchschnittlichen Umsatzrendite der vergangenen drei Jahre auf die beiden CGUs verteilt. Der auf diese Weise ermittelte erzielbare Betrag wird dem Beteiligungsansatz inklusive des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts gegenübergestellt. Sollte der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zu einem Bilanzstichtag durch Faktoren, die nicht die nachhaltige Ertragsposition der Hannover Rück-Gruppe widerspiegeln, kurzfristig deutlich negativ beeinflusst sein, kann alternativ ein Ertragswertverfahren zur Anwendung kommen.

Zum Bilanzstichtag waren keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erforderlich.

(2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

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  Versicherungs- bezogene immaterielle Vermögenswerte Software      
In Mio. EUR   erworben erstellt Übrige 2011 20101)
Bruttowert 31.12. des Vorjahres 2.389 305 122 56 2.872 2.891
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - - - - - -87
Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 2.389 305 122 56 2.872 2.804
Veränderung des Konsolidierungskreises 7 - 1 15 23 -
Zugänge - 40 3 5 48 76
Abgänge 11 1 4 7 23 24
Umgliederungen - 12 - -9 3 11
Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 -10 -2 - -3 -15 -
Sonstige Änderungen - - - - - -
Währungskursänderungen - -2 - -1 -3 5
Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 2.375 352 122 56 2.905 2.872
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 989 213 71 16 1.289 1.058
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - - - - - -87
Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 989 213 71 16 1.289 971
Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - -
Zugänge - - - - - -
Abgänge 11 - 3 - 14 5
Abschreibungen/Amortisation            
planmäßig 67 38 11 2 118 313
außerplanmäßig - - - - - -
Umgliederungen - 3 - - 3 8
Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 -3 -2 - -3 -8 -
Sonstige Änderungen - - - - - -
Währungskursänderungen - -2 - -1 -3 2
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 1.042 250 79 14 1.385 1.289
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 1.400 92 51 40 1.583 1.833
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.333 102 43 42 1.520 1.583

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht

Die "Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" (= PVFP) bei den Lebenserstversicherern resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (Bilanzwert 2011: 811 Mio. EUR) sowie den im Jahr 2007 gekauften Vertragsbeständen der ehemaligen BHW Lebensversicherung AG (Verschmelzung auf die PB Lebensversicherung AG zum 1. Januar 2011) und der PB Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2011: 319 Mio. EUR) sowie aus der neue leben Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2011: 97 Mio. EUR).

Darüber hinaus entfallen zum Bilanzstichtag 95 Mio. EUR auf die Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles durch die Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd. (Segment Personen-Rückversicherung). Aus dem Erwerb der Nassau Verzekering Maatschappij N. V. (Nassau), Rotterdam, und ihrer rückwirkenden Verschmelzung auf die niederländische Versicherungsunternehmung HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam (Segment Industrieversicherung), im Jahr 2011 besteht zum Bilanzstichtag ein PVFP in Höhe von 5 Mio. EUR.

Insbesondere durch planmäßige Abschreibungen/Amortisation verminderten sich die versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um 67 Mio. EUR auf 1.333 Mio. EUR. Soweit es sich bei den Lebensversicherungsunternehmen um Portefeuillewerte (PVFP) handelt, werden diese aktiviert und über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben (siehe hierzu auch unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 141).

Der brutto ausgewiesene PVFP setzt sich zusammen aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuern gebildet werden, sowie einem Versicherungsnehmeranteil und wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestands gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünftigen Perioden zu verteilen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.

Die Verteilung der PVFPs bei den Lebenserstversicherungsgesellschaften wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

PVFP Lebenserstversicherungsgesellschaften

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20101)
Aktionärsanteil 659 720
Versicherungsnehmeranteil 574 583
Bilanzwert 1.233 1.303

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Die Aufteilung des Aktionärsanteils sowie des Anteils der Versicherungsnehmer des PVFP auf die unterschiedlichen Laufzeiten stellt sich wie folgt dar:

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In Mio. EUR bis zu 10 Jahre bis zu 20 Jahre bis zu 30 Jahre über 30 Jahre Summe
Aktionärsanteil 363 187 187 22 759
Versicherungsnehmeranteil 305 166 82 21 574
Bilanzwert 31.12.2011 668 353 269 43 1.333

Die Abschreibungen/Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 67 (265) Mio. EUR entfallen mit 58 (152) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 9 (113) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil. Die Amortisation auf den Aktionärsanteil weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen" aus.

Hinsichtlich der Umgliederung aufgrund IFRS 5 verweisen wir auf unsere Darstellung im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" im Abschnitt "Zum Bilanzstichtag auszuweisende langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".

(3) Fremdgenutzter Grundbesitz

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In Mio. EUR 2011 20101)
Bruttowert 31.12. des Vorjahres 1.296 1.069
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - -185
Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 1.296 884
Veränderung des Konsolidierungskreises 6 -
Korrektur IAS 8 - 254
Zugänge 103 150
Abgänge 90 33
Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 -26 -
Umgliederung -5 29
Währungskursänderungen 9 12
Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 1.293 1.296
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 201 343
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - -185
Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 201 158
Korrektur IAS 8 - 19
Abgänge 18 4
Wertaufholung nach Impairment 19 -
Abschreibungen    
planmäßig 20 15
außerplanmäßig 19 7
Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 -11 1
Umgliederung - 5
Währungskursänderungen 1 -
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 193 201
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 1.095 726
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.100 1.095

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst;
Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht

Die Zugänge (103 Mio. EUR) entfallen vor allem auf das Segment Schaden-Rückversicherung (98 Mio. EUR) und sind unter anderem auf die deutlich gestiegenen Investitionstätigkeiten der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., und der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH zurückzuführen.

Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 1.173 (1.152) Mio. EUR. Die Ermittlung der Zeitwerte führten wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 36 (24) Mio. EUR; auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 3 (2) Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen.

Von dem fremdgenutzten Grundbesitz wurden 309 (387) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet.

(4) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

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In Mio. EUR 2011 2010
Verbundene Unternehmen 29 13
Beteiligungen 49 61
Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres 78 74

Assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht "at Equity" bewertet werden, weisen wir unter den Beteiligungen aus (siehe auch unsere Anmerkungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 141). Für diese nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 48 (52) Mio. EUR, Schulden von 7 (21) Mio. EUR, Jahresergebnisse von 3 (0,2) Mio. EUR und Umsätze in Höhe von 14 (9) Mio. EUR.

(5) Anteile an assoziierten Unternehmen

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In Mio. EUR 2011 2010
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 144 134
Veränderung des Konsolidierungskreises 71 14
Zugänge 2 -
Abgänge - 2
Erfolgswirksame Anpassung -4 -
Erfolgsneutrale Anpassung -3 -2
Währungskursänderungen -1 -
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 209 144

Die Veränderung des Konsolidierungskreises (71 Mio. EUR) entfällt auf den Anteilserwerb des börsennotierten Unternehmens Petro Vietnam Insurance Holdings (PVI), Hanoi, Vietnam, (Segment: Industrieversicherung) sowie der Aspect Online AG, Augsburg, Deutschland (Segment: Privat- und Firmenversicherung Deutschland).

Der Geschäfts- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 60 (24) Mio. EUR, davon entfallen auf PVI 35 Mio. EUR. Von den assoziierten Unternehmen sind die Apulia Prontoprestito S. p. A, Rom, die PVI und die C-QUADRAT Investment AG, Wien, börsennotiert. Der Börsenwert unserer Anteile betrug zum Stichtag 70 (32) Mio. EUR. Davon entfallen auf PVI 36 Mio. EUR und auf C-QUADRAT 26 (27) Mio. EUR.

Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen zusammengefasst 2,7 (2,3) Mrd. EUR, die Schulden 2,1 (1,8) Mrd. EUR, die Jahresergebnisse 9 (26) Mio. EUR und die Umsätze 610 (360) Mio. EUR.

Für weitere Angaben zu unseren assoziierten Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel "Konsolidierung", Seite 168 f., bzw. auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, Seite 288 ff.

(6) Darlehen und Forderungen

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  Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Hypothekendarlehen 1.100 1.239 132 106 1.232 1.345
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 191 200 - - 191 200
Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner1) 10.216 9.728 876 304 11.092 10.032
Unternehmensanleihen 6.674 7.342 162 97 6.836 7.439
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 14.453 13.491 1.112 341 15.565 13.832
Genussscheindarlehen 327 343 -19 -6 308 337
Gesamt 32.961 32.343 2.263 842 35.224 33.185

1) In den Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 2.389 (2.114) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 14.428 (13.464) Mio. EUR enthalten (99 [99] %).

Vertragliche Restlaufzeit

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  Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Jahr 2.810 1.290 3.033 1.306
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 1.486 1.380 1.505 1.422
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 2.905 1.601 3.034 1.612
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 2.927 3.046 3.085 3.081
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 2.316 2.986 2.449 3.107
Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 8.035 9.252 8.520 9.553
Mehr als 10 Jahre 12.482 12.788 13.598 13.104
Gesamt 32.961 32.343 35.224 33.185

Ratingstruktur der Darlehen und Forderungen

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  Fortgeführte Anschaffungskosten
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
AAA 12.928 13.553
AA 11.028 11.780
A 4.880 4.521
BBB und weniger 2.543 925
ungeratet 1.582 1.564
Gesamt 32.961 32.343

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

Bei den ungerateten Darlehen und Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen.

(7) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente

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  Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 426 438 24 13 450 451
Schuldtitel der US-Regierung 927 386 44 45 971 431
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 81 11 1 1 82 12
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) 851 726 36 34 887 760
Schuldtitel von Unternehmen 574 429 6 18 580 447
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 1.435 1.009 36 44 1.471 1.053
Gesamt 4.294 2.999 147 155 4.441 3.154

1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 230 (191) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 1.424 (998) Mio. EUR enthalten (99 [99] %).

Der Konzern hat festverzinsliche Wertpapiere zu Marktwerten in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. EUR aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" umgegliedert. Aus den Wertpapieren resultierten kumulierte stille Reserven in Höhe von 47 Mio. EUR, die infolge der Umgliederung ergebniswirksam über die Restlaufzeiten der Papiere amortisiert werden. Diese Wertpapiere stehen den betreffenden Gesellschaften des Konzerns unter Berücksichtigung von Cashflow-Projektionen dauerhaft zur Verfügung. Die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zum Laufzeitende zu halten, ermöglichen den Gesellschaften, die bilanzielle Volatilität zu reduzieren.

Vertragliche Restlaufzeit

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  Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Jahr 553 344 557 347
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 864 483 874 499
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 635 377 664 396
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 1.125 404 1.189 437
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 573 857 610 911
Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 498 480 501 512
Mehr als 10 Jahre 46 54 46 52
Gesamt 4.294 2.999 4.441 3.154

Ratingstruktur der bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente

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  Fortgeführte Anschaffungskosten
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
AAA 1.786 1.731
AA 1.787 728
A 405 407
BBB und weniger 303 125
ungeratet 13 8
Gesamt 4.294 2.999

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

(8) Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

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  Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20101) 31.12.2011 31.12.20101) 31.12.2011 31.12.20101)
Festverzinsliche Wertpapiere            
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 4.205 4.719 3 -65 4.208 4.654
Schuldtitel der US-Regierung 1.224 2.059 56 66 1.280 2.125
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 1.320 950 35 14 1.355 964
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen2) 5.126 5.165 208 98 5.334 5.263
Schuldtitel von Unternehmen 12.153 9.538 86 115 12.239 9.653
Investmentfonds 675 640 2 -3 677 637
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 5.657 4.742 72 80 5.729 4.822
Genussscheine 188 210 -1 2 187 212
Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 30.548 28.023 461 307 31.009 28.330
Nicht festverzinsliche Wertpapiere            
Aktien 422 926 97 250 519 1.176
Investmentfonds 541 800 32 58 573 858
Genussscheine 40 36 - - 40 36
Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt 1.003 1.762 129 308 1.132 2.070
Wertpapiere gesamt 31.551 29.785 590 615 32.141 30.400

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 2.484 (3.039) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 5.052 (4.220) Mio. EUR enthalten (88 [88] %).

Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere

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  Zeitwerte Fortgeführte Anschaffungskosten
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Jahr 2.760 3.516 2.755 3.498
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 3.107 3.512 3.078 3.468
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 3.569 3.489 3.525 3.396
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 3.712 3.725 3.685 3.644
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 3.187 3.726 3.145 3.708
Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 9.497 6.987 9.437 7.000
Mehr als 10 Jahre 5.177 3.375 4.923 3.309
Gesamt 31.009 28.330 30.548 28.023

Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere

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  Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
AAA 10.932 13.186
AA 5.944 4.514
A 8.379 6.924
BBB und weniger 5.353 3.451
ungeratet 401 255
Gesamt 31.009 28.330

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

(9) Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

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Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Festverzinsliche Wertpapiere    
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 5 14
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 137 34
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) 50 97
Schuldtitel von Unternehmen 412 467
Investmentfonds 90 30
Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 78 230
Genussscheine 84 102
Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 856 974
Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 16 15
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - -
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente gesamt 872 989
Festverzinsliche Wertpapiere    
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 4 3
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten - 49
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen - 9
Schuldtitel von Unternehmen - 7
Andere Wertpapiere 1 1
Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 5 69
Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 70 83
Derivate 53 80
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt 128 232
Gesamt 1.000 1.221

1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 4 (0) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 11 (121) Mio. EUR enthalten (14 [53] %).

Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere

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  Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Jahr 303 481
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 207 73
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 64 116
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 34 45
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 55 3
Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 21 41
Mehr als 10 Jahre 177 284
Gesamt 861 1.043

Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere

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  Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
AAA 11 154
AA 46 72
A 157 115
BBB und weniger 491 508
ungeratet 156 194
Gesamt 861 1.043

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten klassifizierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten unter anderem strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode -30 (-12) Mio. EUR und in kumulativer Form -20 (8) Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht.

(10) Übrige Kapitalanlagen

Die übrigen Kapitalanlagen im Gesamtwert von 4,0 (4,2) Mrd. EUR enthalten im Wesentlichen folgende Positionen:

Beteiligungen an Personengesellschaften

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

kurzfristige Geldanlagen

Die zu Marktwerten bewerteten Beteiligungen an Personengesellschaften betreffen hauptsächlich Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften und werden der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert (Bilanzwert) dieser Beteiligungen beträgt zum Stichtag 1.057 (1.017) Mio. EUR. Die fortgeführten Anschaffungskosten der Beteiligungen beliefen sich auf 798 (722) Mio. EUR; ferner wurden aus diesen Investments unrealisierte Gewinne von 263 (298) Mio. EUR und unrealisierte Verluste von 4 (3) Mio. EUR ergebnisneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Position: "Übrige Rücklagen") erfasst. Zudem werden in dieser Position alternative Investments mit Marktwerten in Höhe von 102 (18) Mio. EUR (fortgeführte Anschaffungskosten: 102 [18] Mio. EUR) gebucht, deren Wertänderung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert ist.

Die Ausleihungen an verbundene (nicht konsolidierte) Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Kategorie: "Darlehen und Forderungen"). Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 118 (114) Mio. EUR.

In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 2.690 (3.037) Mio. EUR ausgewiesen, die im Allgemeinen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die fortgeführten Anschaffungskosten dieser Finanzinstrumente betragen 2.686 (3.034) Mio. EUR; unrealisierte Gewinne wurden in Höhe von 4 (3) Mio. EUR ergebnisneutral bilanziert. Die kurzfristigen Geldanlagen sind im Konzern als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert.

Ratingstruktur der kurzfristigen Geldanlagen

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  Zeitwerte
In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
AAA 71 90
AA 607 375
A 1.284 694
BBB und weniger 659 1.781
ungeratet 69 97
Gesamt 2.690 3.037

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

(11) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente

Fair-Value-Hierarchie

Für die Angaben nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Fair-Value-Kategorie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen, soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und anderen Verbindlichkeiten (enthalten in der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten") sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge-Accounting).

Aufteilung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente

Die Zuordnung der zum Fair Value angesetzten Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag gemäß den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt vorgenommen:

Stufe 1 - auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (unverändert übernommene) Preise. Hierunter fallen in erster Linie börsennotierte Aktien, Futures und Optionen, Investmentfonds sowie an regulierten Märkten gehandelte Anleihen hoher Liquidität. Zum Bilanzstichtag betrug der Anteil der Stufe 1 zugeordneten Finanzinstrumente am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte 36 (45) %.

Stufe 2 - für die Bewertung auf Basis von Eingangsparametern, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren und nicht der Stufe 1 zuzuordnen sind. Dieses sind z. B. auf Basis von Zinsstrukturkurven bewertete Vermögensgegenstände wie Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen. Marktpreise von Anleihen eingeschränkter Liquidität, z. B. Unternehmensanleihen, werden ebenfalls der Stufe 2 zugeordnet. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag 61 (52) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente dieser Stufe zugeordnet.

Stufe 3 - für die Bewertung auf Basis von Eingangsparametern, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Hierunter fallen in erster Linie nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern 3 (3) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente dieser Kategorie zu.

Nachfolgend werden die Buchwerte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse nach den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie gezeigt.

Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente

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In Mio. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 31) Bilanzwert 31.12.2011
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte        
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente        
Festverzinsliche Wertpapiere 9.616 21.382 11 31.009
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 761 79 292 1.132
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente        
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 162 683 27 872
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 79 46 3 128
Übrige Kapitalanlagen 2.647 197 1.005 3.849
Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente - 21 - 21
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 13.265 22.408 1.338 37.011
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen        
Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)        
Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) 2 92 - 94
Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten - 69 - 69
Andere Verbindlichkeiten2) - 29 - 29
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 2 190 - 192

1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden
2) Die anderen Verbindlichkeiten enthalten Investmentverträge, die wie Finanzinstrumente nach IAS 39 zum Zeitwert bewertet werden

Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente

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In Mio. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 31) Bilanzwert 31.12.2010
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte        
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente        
Festverzinsliche Wertpapiere 11.054 17.216 60 28.330
Nicht festverzinsliche Wertpapiere2) 1.706 79 285 2.070
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente        
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 130 836 23 989
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 153 79 - 232
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 3.016 158 897 4.071
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 16.059 18.368 1.265 35.692
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen        
Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)        
Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) 2 83 - 85
Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten 109 40 - 149
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 111 123 - 234

1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden
2) Angepasst aufgrund IAS 8

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertpapiere mit einem Zeitwert von 1.063 Mio. EUR entgegen dem Vorjahr nicht mehr als Finanzinstrumente der Stufe 1, sondern Stufe 2 zuzuordnen. Die Umgliederung war vor allem infolge der gesunkenen Liquidität der Instrumente vorzunehmen. Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 217 Mio. EUR, die im Vorjahr als Finanzinstrumente der Stufe 2 ausgewiesen wurden, haben wir 2011 in Stufe 1 umgegliedert. Die Umgliederungen in Stufe 1 betreffen ausschließlich festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente".

Analyse der Finanzinstrumente, für die signifikante Eingangsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3)

Im Berichtszeitraum wurden übrige Kapitalanlagen mit einem Volumen von 36 Mio. EUR und festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" mit einem Volumen von 6 Mio. EUR, da insoweit alle zum Zeitwert benötigten Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, zutreffend aus Stufe 3 in Stufe 2 umgegliedert. Darüber hinaus haben wir nicht festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" mit einem Zeitwert von 20 Mio. EUR aus Stufe 3 in Stufe 1 umgegliedert. Für diese Papiere lagen in der Berichtsperiode notierte Marktpreise vor. Von den nicht festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" wurden 5 Mio. EUR aus Stufe 1 nun Stufe 3 zugeordnet, da diese Wertpapiere nicht mehr am Markt notiert sind.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäftsjahres.

Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente

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In Mio. EUR Jederzeit veräußerbare Finanz-
instrumente/
Fest-
verzinsliche Wertpapiere
Jederzeit veräußerbare Finanz-
instrumente/
Nicht fest-
verzinsliche Wertpapiere
Erfolgs-
wirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanz-
instrumente
Zu Handels-
zwecken gehaltene Finanz-
instrumente
Übrige Kapital-
anlagen (bewertet zum Fair Value)
Gesamt-
summe finanzielle Vermögens-
werte
Anfangsbestand zum 1.1.2010 134 552 32 - 713 1.431
Erträge und Aufwendungen            
in der GuV erfasst 1 -8 2 - -18 -23
direkt im Eigenkapital erfasst 2 -7 - - 95 90
Transfer nach Stufe 3 - - - - - -
Transfer aus Stufe 3 -6 -279 -25 - - -310
Zugänge 12 35 13 - 168 228
Abgänge 80 12 - - 64 156
Währungskurs-
änderungen
-3 4 1 - 3 5
Anfangsbestand zum 1.1.2011 60 285 23 - 897 1.265
Erträge und Aufwendungen            
in der GuV erfasst - 1 -2 - 11 10
direkt im Eigenkapital erfasst -3 -1 - - -35 -39
Transfer nach Stufe 3 - 5 - - - 5
Transfer aus Stufe 3 -6 -20 - - -36 -62
Zugänge 1 52 13 3 221 290
Abgänge 38 33 7 - 70 148
Währungskurs-
änderungen
-3 3 - - 17 17
Endbestand zum 31.12.2011 11 292 27 3 1.005 1.338

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt.

Darstellung der Ergebniseffekte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3

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In Mio. EUR Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Festverzinsliche Wertpapiere Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Nicht festverzinsliche Wertpapiere Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Übrige Kapitalanlagen (bewertet zum Fair Value) Gesamtsumme finanzielle Vermögenswerte
Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2010          
Erträge aus Kapitalanlagen 2 - 5 3 10
Aufwendungen für Kapitalanlagen -1 -8 -3 -21 -33
Davon entfallen auf zum 31.12.2010 im Bestand befindliche Finanzinstrumente          
Erträge aus Kapitalanlagen 2 - 5 1 8
Aufwendungen für Kapitalanlagen -1 -2 -3 -7 -13
Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2011          
Erträge aus Kapitalanlagen - 4 - 32 36
Aufwendungen für Kapitalanlagen - -3 -2 -21 -26
Davon entfallen auf zum 31.12.2011 im Bestand befindliche Finanzinstrumente          
Erträge aus Kapitalanlagen - 3 - 29 32
Aufwendungen für Kapitalanlagen - -2 -1 - 18 -21

Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 1,3 (1,3) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 1,2 (1,2) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 55 (28) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich.

(12) Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting

Derivate

Derivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt.

Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IFRS 4 "Versicherungsverträge" erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seite 146 ff.

Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge-Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde, und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen ergebniswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate aus strukturierten Finanzinstrumenten und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges (siehe separater Abschnitt dieser Angabe).

Den Ausweis der derivativen Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen stellt die folgende Tabelle dar.

Bilanzausweis der derivativen Finanzinstrumente

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In Mio. EUR Sicherungsinstrument nach IAS 39 31.12.2011 31.12.2010
Bilanzposition (positive Marktwerte)      
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) Nein 53 80
Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente Ja 21 -
Bilanzposition (negative Marktwerte)      
Verbindlichkeiten, übrige Verbindlichkeiten (Derivate) Nein -94 -85
  Ja -69 -149
Gesamt (saldiert)   -89 -154

Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten - ohne Sicherungsderivate -ein unrealisierter Verlust in Höhe von -13 (-20) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2011 geschlossenen Positionen beträgt 3 (-21) Mio. EUR.

Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von -89 (-154) Mio. EUR; das entspricht 0,08 (0,1) % der Bilanzsumme.

Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente

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In Mio. EUR Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre Mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahre Mehr als 10 Jahre Sonstige 31.12.2011
Zinssicherung            
Zeitwerte -16 -27 1 -10 - -52
Nominalwerte 595 2.307 58 33 - 2.993
Währungssicherung            
Zeitwerte 3 -12 -5 - -2 -16
Nominalwerte 207 151 22 - 28 408
Aktien-/Indexsicherung            
Zeitwerte -2 6 - - - 4
Nominalwerte - 62 - - - 62
Inflationssicherung            
Zeitwerte - -15 -6 - - -21
Nominalwerte - 2.868 309 - - 3.177
Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen1)            
Zeitwerte - - - - -5 -5
Sonstige Risiken            
Zeitwerte - - 1 - - 1
Nominalwerte - -4 1 - - -3
Summe aller Sicherungsgeschäfte            
Zeitwerte -15 -48 -9 -10 -7 -89
Nominalwerte 802 5.384 390 33 28 6.637
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In Mio. EUR 31.12.2010
Zinssicherung  
Zeitwerte -129
Nominalwerte 2.288
Währungssicherung  
Zeitwerte -34
Nominalwerte 111
Aktien-/Indexsicherung  
Zeitwerte -6
Nominalwerte 1
Inflationssicherung  
Zeitwerte -31
Nominalwerte 2.535
Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen1)  
Zeitwerte 46
Sonstige Risiken  
Zeitwerte -
Nominalwerte -
Summe aller Sicherungsgeschäfte  
Zeitwerte -154
Nominalwerte 4.935

1) Die Finanzinstrumente betreffen ausschließlich eingebettete Derivate im Bereich der Rückversicherung, die nach IFRS 4 von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat zu bilanzieren sind. Aufgrund der Charakteristik dieser Derivate ist eine Laufzeitangabe bzw. Darstellung der Nominalwerte nicht sinnvoll möglich und daher unterblieben. Diese Derivate sind zum beizulegenden Zeitwert bilanziert

Im Geschäftsjahr hat der Konzern im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Inflationsrisiken innerhalb der Schadenreserven erworben. Aus diesen Transaktionen resultiert ein Ausweis von negativen Marktwerten in Höhe von 21 (31) Mio. EUR (Bilanzposition 26, "Übrige Verbindlichkeiten").

Hedge-Accounting

Im Rahmen des Hedge-Accounting versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäfts durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufig entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei grundsätzlich auf Einzelgeschäftsebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie. Zudem findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht.

Fair-Value-Hedges

Zur Sicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Aktien (Grundgeschäfte) hat der Konzern Equity Swaps als Sicherungsderivate designiert. Bei dieser als Fair-Value-Hedge qualifizierten Absicherung werden die Änderungen des Zeitwerts der Derivate mit den dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts des Grundgeschäfts im Kapitalanlageergebnis erfasst. Für die Fair-Value-Hedges wurden im Berichtszeitraum Verluste in Höhe von -6 Mio. EUR aus den Grundgeschäften und Gewinne aus Sicherungsderivaten von 5 Mio. EUR ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen lag keine Ineffektivität vor.

Cashflow-Hedges

Der Konzern setzt im Rahmen von Cashflow-Hedges Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) ein, um Zahlungsströme bei bestimmten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten (Grundgeschäfte) gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Die Plain-Vanilla-Zinsswaps dienen dazu, sich vor negativen Effekten im Periodenergebnis bei steigenden Zinsen zu schützen. Den erhaltenen Zinszahlungen aus den Swap-Geschäften (variable Zinsen) stehen in gleicher Höhe Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber; darüber hinaus hat der Konzern fixe Zinszahlungen an die Swap-Partner zu leisten. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifikantes Bonitätsrisiko vermieden. Der variable Zinssatz steht in Abhängigkeit zum Drei-Monats-EURIBOR. Darüber hinaus hat der Konzern künftige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäften (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen wird nach IAS 39 als Cashflow-Hedge abgebildet.

Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern und ggf. der Beteiligung der Versicherungsnehmer bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis, im Falle der effektiven Sicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten im übrigen Ergebnis, ausgewiesen. Das Grundgeschäft wird weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechend der Zuordnung zur Kategorie nach IAS 39.9 bewertet. Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz finanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert.

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern und vor Beteiligung der Versicherungsnehmer) dar.

Entwicklung der Rücklage für Cashflow-Hedges

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In Mio. EUR 2011 2010
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres -136 -33
Zuführungen (Absicherung Zahlungsströme aus variablen Zinsen) 17 7
Zuführungen/Verminderungen (Absicherung geplanter Transaktionen) 56 -110
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres (vor Steuern) -63 -136

Der Negativsaldo der Cashflow-Hedge-Rücklage verminderte sich im Berichtsjahr um 73 (-103) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. 63 (-100) Mio. EUR (nach Steuern).

Ein Betrag in Höhe von -6 (1,2) Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aufgrund von Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges ergebniswirksam erfasst.

Die Zahlungsströme aus den Cashflow-Hedges und deren jeweiliger Beitrag zum Gewinn oder Verlust werden wie folgt erwartet.

Zahlungsströme der abgesicherten Transaktion

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In Mio. EUR Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre Gesamt erwartet 31.12.2011 31.12.20101)
Cashflow der Grundgeschäfte -9 -935 -944 -9 -5
Cashflow der Sicherungsinstrumente -18 - -18 -18 -21
Gewinn/Verlust -27 - -27 -27 -26

1) Cashflow der betroffenen Periode

Beizulegende Zeitwerte der Sicherungsinstrumente

Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge-Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt:

Sicherungsinstrumente

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In Mio. EUR 2011 2010
Fair-Value-Hedges    
Equity Swaps 6 -6
Cashflow-Hedges    
Zinsswaps -17 -33
Wertpapiertermingeschäfte (saldiert)1) -37 -110
Gesamt -48 -149

1) 2011: Positive Marktwerte (15 Mio. EUR); negative Marktwerte (50 Mio. EUR)

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr -23 (-22) Mio. EUR und betreffen vor allem die laufenden Zinszahlungen (-18 [-21] Mio. EUR), die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (-6 [1,2] Mio. EUR), 5 (1) Mio. EUR aus Sicherungsderivaten im Zusammenhang mit Fair-Value-Hedges sowie -4 (-3) Mio. EUR aus sonstigen Zahlungen.

(13) Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

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In Mio. EUR 2011 2010
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.787 1.551
davon:    
an Versicherungsnehmer 918 796
an Versicherungsvermittler 869 755
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 2.942 3.460
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 4.729 5.011

(14) Abgegrenzte Abschlusskosten

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  2011 2010
In Mio. EUR Bruttogeschäft Anteil der Rückversicherer Nettogeschäft Bruttogeschäft Anteil der Rückversicherer Nettogeschäft
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 4.013 298 3.715 3.899 355 3.544
Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - -
Portefeuilleein-/-austritte 11 1 10 10 1 9
Neu aktivierte Abschlusskosten 918 92 826 624 -4 628
Amortisationen 575 125 450 658 65 593
Währungsanpassungen 17 6 11 138 6 132
Umgliederung nach IFRS 5 -110 -10 -100 - 5 -5
Sonstige Veränderungen 1 - 1 - - -
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 4.275 262 4.013 4.013 298 3.715

Hinsichtlich der Umgliederung aufgrund IFRS 5 verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Abschnitt "Zum Bilanzstichtag auszuweisende langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". Der in der Berichtsperiode unter den Umgliederungen nach IFRS 5 ausgewiesene Wert entfällt im Wesentlichen auf die A-Lie (106 Mio. EUR).

(15) Sonstige Vermögenswerte

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In Mio. EUR 2011 2010
Eigengenutzter Grundbesitz 698 646
Steuerforderungen 210 266
Betriebs- und Geschäftsausstattung 146 140
Zins- und Mietforderungen 11 15
Derivative Finanzinstrumente - Sicherungsinstrumente Hedge-Accounting 21 -
Übrige Vermögenswerte 779 714
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.865 1.781

Entwicklung des eigengenutzten Grundbesitzes

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In Mio. EUR 2011 2010
Bruttowert 31.12. des Vorjahres 689 822
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) - -23
Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 689 799
Veränderung des Konsolidierungskreises 5 -
Zugänge 65 56
Abgänge 5 136
Umgliederungen 3 -32
Umgliederung nach IFRS 5 -3 -
Währungskursänderungen -2 2
Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 752 689
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 43 210
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) - -23
Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 43 187
Veränderung Konsolidierungskreis 1 -
Zugänge - -
Abgänge - 134
Abschreibungen    
Planmäßig 12 12
Außerplanmäßig - 1
Wertaufholung nach Impairment 3 -
Umgliederungen 1 -23
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 54 43
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 646 612
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 698 646

1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht

Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 756 (697) Mio. EUR. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Die angewandten Verfahren zur Ermittlung der Buchwerte sind dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 141 zu entnehmen.

Von dem eigengenutzten Grundbesitz wurden 235 (245) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag 17 (96) Mio. EUR. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 0 (2) Mio. EUR.

Entwicklung der Betriebs- und Geschäftsausstattung

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In Mio. EUR 2011 2010
Bruttowert 31.12. des Vorjahres 397 411
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) - -27
Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 397 384
Veränderung des Konsolidierungskreises 5 -
Zugänge 64 42
Abgänge 17 38
Umgliederungen 4 1
Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 -5 -
Sonstige Veränderungen 1 -
Währungskursänderungen -2 8
Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 447 397
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 257 263
Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) - -27
Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres 257 236
Veränderung Konsolidierungskreis 1 -
Zugänge - -
Abgänge 11 30
Abschreibungen    
Planmäßig 54 45
Außerplanmäßig 1 1
Umgliederungen 1 1
Sonstige Änderungen - -
Währungskursänderungen -2 4
Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 301 257
Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 140 148
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 146 140

1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht

Übrige Vermögenswerte

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84 77
Forderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen 69 75
Forderungen aus Führungsfremdgeschäft 80 68
Übrige materielle Vermögenswerte 9 8
Forderungen aus Rückdeckungsversicherung 60 55
Vorausgezahlte Versicherungsleistungen 131 175
Rückkaufswerte 41 33
Rechnungsabgrenzung 33 37
Andere Vermögenswerte 272 186
Gesamt 779 714

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva

(16) Eigenkapital

Das Eigenkapital wird entsprechend IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" in Verbindung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss sowie aus den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Vermögens- und Schuldposten.

Das Grundkapital der Talanx AG beträgt unverändert 260 Mio. EUR und ist in 260.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals" auf Seite 128.

Darstellung der Eigenkapitalzusammensetzung

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20101)
Gezeichnetes Kapital 260 260
Kapitalrücklage 630 630
Gewinnrücklage 3.668 3.452
Übrige Rücklagen 343 387
Konzernergebnis 520 216
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 3.285 3.035
Gesamt 8.706 7.980

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Die Gewinnrücklagen enthalten 1.419 (1.383) Mio. EUR Schwankungsrückstellungen.

Die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) enthalten 46 (3) Mio. EUR Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung. Außerdem sind in den übrigen Rücklagen unrealisierte Gewinne und Verluste enthalten, die sich wie nachstehend verteilen.

Unrealisierte Gewinne und Verluste1)

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20102)
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen -2 -1
Aus Kapitalanlagen, jederzeit veräußerbar 502 610
Aus Cashflow-Hedges -63 -136
Übrige Veränderungen -42 -28
abzüglich/zuzüglich    
Gewinnbeteiligung VN/Shadow-Accounting1) -12 13
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern -86 -74
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital (OCI) 240 177
  537 561

1) Hierin enthalten: erfolgsneutral gebildete Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung
2) Angepasst aufgrund IAS 8

Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der Tochtergesellschaften; im Wesentlichen am Eigenkapital der Hannover Rück-Gruppe.

Ausgleichsposten für nicht beherrschende Gesellschafter am Eigenkapital

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In Mio. EUR 2011 2010
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 270 224
Anteil am Jahresergebnis 377 451
Übriges Eigenkapital 2.638 2.360
Gesamt 3.285 3.035

Die eigenkapitalwirksamen Bewegungen der Finanzinstrumente - die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" im Konzern zugeordnet sind - vor Berücksichtigung von Versicherungsnehmern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar.

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In Mio. EUR 2011 2010
Zuführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwertbewertung der "jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" (unrealisierte Gewinne und Verluste) 102 97
Überführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwertbewertung der "jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" in das Periodenergebnis -146 -216

Eigenkapitalentwicklung und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind im Anhang Angaben zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten ein Verständnis über Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements ermöglichen und die Informationen zur Konzerneigenkapitalentwicklung ergänzen.

Wir verweisen insoweit auf unsere nachfolgenden Ausführungen sowie zusätzlich auf unsere Angaben zum Kapital- und Performance-Management sowie zur wertorientierten Steuerung im Lagebericht.

Kapitalmanagement

Eine wesentliche strategische Zielsetzung des Talanx-Konzerns sind der Schutz und die stetige Stärkung seiner Kapitalbasis. Im Rahmen des Kapitalmanagements betrachtet der Talanx-Konzern das haftende Kapital, das über das bilanzielle Eigenkapital hinausgeht.

Das haftende Kapital wird definiert als Summe aus

dem Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter, das sich aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen und Gewinnrücklagen zusammensetzt,

den Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital und

dem sogenannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das unsere nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst.

Das haftende Kapital betrug zum Bilanzstichtag 11,3 (10,8) Mrd. EUR.

Die folgende Grafik verdeutlicht die Entwicklung des haftenden Kapitals in den vergangenen drei Berichtsjahren.

Entwicklung des haftenden Kapitals in den vergangenen drei Berichtsjahren In Mio. EUR

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Als zentralen wertorientierten Steuerungsindikator verwendet der Talanx-Konzern die "Intrinsic Value Creation" (IVC), mit der die Wertschaffung unserer Konzerngesellschaften und Ressorts gemessen wird. Dieses Konzept sowie die Zielsetzungen und Grundsätze, nach denen wir unsere Unternehmenssteuerung und das Kapitalmanagement betreiben, beschreiben wir in unseren Ausführungen zum Kapital- und Performance-Management in den relevanten Abschnitten des Lageberichts.

Hinsichtlich der Kapitalausstattung erfüllt der Talanx-Konzern die Erwartungen der den Konzern beurteilenden Ratingagenturen. Darüber hinaus unterliegen einzelne Konzerngesellschaften nationalen Kapital- und Solvabilitätsanforderungen. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt.

Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt.

(17) Nachrangige Verbindlichkeiten

Verschiedene Konzernunternehmen haben, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten, in der Vergangenheit langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen, die nachrangig und zum Teil börsennotiert sind.

Im Einzelnen setzt sich das langfristige nachrangige Fremdkapital aus folgenden Finanzinstrumenten zusammen:

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  Nominalbetrag
In Mio. EUR
Verzinsung Fälligkeit Rating3) Begebung 2011
In Mio. EUR
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Fest (5 %), dann variabel verzinslich 2005/ohne Endfälligkeit (a; A) Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde in Höhe eines Teilbetrags den Inhabern der 2001 emittierten Anleihe zum Umtausch angeboten. Die Schuldverschreibung ist erstmals am 1.6.2015 und danach zu jedem Kuponzahlungstermin kündbar. 486
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Fest (5,75 %), dann variabel verzinslich 2010/2040 (a; A) Die garantierte, nachrangige Anleihe wurde 2010 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 498
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 750 Fest (5,75 %), dann variabel verzinslich 2004/2024 (a; A) Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde am europäischen Kapitalmarkt emittiert. Sie ist frühestens 2014 und danach zu jedem Kuponzahlungstermin kündbar. 748
Hannover Finance (Luxembourg) S. A.1)   Fest (6,25 %), dann variabel verzinslich 2001/2031 (a; A) Die garantierte, nachrangige Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR emittiert worden. Den Inhabern dieser Anleihe wurde die 2005 ausgegebene neue Anleihe zum Umtausch angeboten. Am Umtausch nahmen nominal 12 Mio. EUR teil. -
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 250 Fest (7 %), dann variabel verzinslich 2004/2024 (bbb+; A-) Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und kann frühestens 2014 durch die Emittentin gekündigt werden. 261
HDI-Gerling Lebensversicherung AG 110 Fest (6,75 %) 2005/ohne Endfälligkeit (-; A-) Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und kann erstmals 2015 durch die Emittentin gekündigt werden. 113
Talanx AG 300 Fest, dann variabel verzinslich 2010/ohne Endfälligkeit (-; BBB) Die Talanx AG hat 2010 eine nachrangige Namensschuldverschreibung mit einer vertraglichen Pflicht zur Wandlung in Talanx-Aktien im Falle eines Börsengangs begeben; sie kann nach zehn Jahren erstmals durch die Emittentin gekündigt werden. 300
Talanx Finanz2) 209 Fest (4,5 %) 2005/2025 (bbb; BBB) Die Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR emittiert worden. Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung ist an der Luxemburger Börse notiert. 209
Gesamt           2.615
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  2010
In Mio. EUR
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 484
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 747
Hannover Finance (Luxembourg) S. A.1) 138
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 265
HDI-Gerling Lebensversicherung AG 115
Talanx AG 300
Talanx Finanz2) 242
Gesamt 2.791

1) Im ersten Quartal 2011 hat die Emittentin ihre Call-Option ausgeübt und das ausstehende Volumen der Anleihe vollständig zurückgezahlt
2) Im ersten Quartal 2011 haben Konzerngesellschaften Anleihen im Nominalwert von 24 Mio. EUR erworben; im vierten Quartal haben Konzerngesellschaften weitere Anleihen im Nominalwert von 9 Mio. EUR erworben; das ausstehende Volumen wurde entsprechend gemindert
3) (Debt Rating A.M. Best; Debt Rating S&P)

Die Minderung der nachrangigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Ausübung einer Call-Option und der damit in Zusammenhang stehenden vollständigen Rückzahlung einer Anleihe im ersten Quartal 2011 durch die Emittentin Hannover Finance (Luxembourg) S. A. (138 Mio. EUR) sowie dem Erwerb von Anleihen durch Konzerngesellschaften im Wert von 33 Mio. EUR.

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2011
In Mio. EUR
Fortgeführte Anschaffungskosten Stille Reserven/ Lasten Abgegrenzte Zinsen Zeitwert
Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 2.615 -208 59 2.466
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2010
In Mio. EUR
Fortgeführte Anschaffungskosten Stille Reserven/ Lasten Abgegrenzte Zinsen Zeitwert
Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 2.791 -86 66 2.771

Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten, aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Renditeeigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt.

Das Nettoergebnis in Höhe von 152 (126) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 156 (126) Mio. EUR und Erträge aus der Amortisation (4 [0] Mio. EUR).

Nachrangige Verbindlichkeiten: Restlaufzeiten

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In Mio. EUR 2011 2010
bis zu 1 Jahr - 138
bis zu 5 Jahre - -
5 - 10 Jahre - -
10 - 20 Jahre 1.218 1.254
mehr als 20 Jahre 498 500
ohne feste Laufzeit 899 899

Eine detaillierte Darstellung der Laufzeiten befindet sich im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" (Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken", Seite 206 ff.).

(18) Rückstellung für Prämienüberträge

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  2011 20101)
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
Stand 31.12. des Vorjahres 4.267 348 3.919 3.803 342 3.461
Veränderung des Konsolidierungskreises 60 15 45 - - -
Portefeuilleein-/-austritte 8 7 1 -3 -1 -2
Zuführungen 1.346 87 1.259 997 104 893
Auflösungen 958 84 874 722 116 606
Umgliederung nach IFRS 5 -30 - -30 - - -
Übrige Änderungen 2 3 -1 - 1 -1
Währungskursänderungen -18 13 -31 192 18 174
Stand 31.12. des Geschäftsjahres 4.677 389 4.288 4.267 348 3.919

1) Angepasst aufgrund IAS 8

(19) Deckungsrückstellung

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  2011 20101)
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
Stand 31.12. des Vorjahres 43.610 1.035 42.575 40.977 869 40.108
Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - -
Portefeuilleein-/-austritte 542 17 525 -61 217 -278
Zuführungen 3.172 -59 3.231 4.076 -25 4.101
Auflösungen 1.617 3 1.614 1.740 - 1.740
Umgliederung nach IFRS 5 -152 -8 -144 - - -
Übrige Änderungen -2 - -2 -1 - -1
Währungskursänderungen 186 6 180 359 -26 385
Stand 31.12. des Geschäftsjahres 45.739 988 44.751 43.610 1.035 42.575

1) Angepasst aufgrund IAS 8

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  2011 20101)
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
1 Jahr oder kürzer 2.224 86 2.138 2.889 94 2.795
Zwischen 1 und 5 Jahren 8.179 171 8.008 8.491 196 8.295
Zwischen 5 und 10 Jahren 8.700 131 8.569 8.859 155 8.704
Zwischen 10 und 20 Jahren 10.679 190 10.489 9.890 187 9.703
Länger als 20 Jahre 9.105 149 8.956 7.190 80 7.110
Depots 6.852 261 6.591 6.291 323 5.968
Gesamt 45.739 988 44.751 43.610 1.035 42.575

1) Angepasst aufgrund IAS 8

(20) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

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  2011 2010
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
Stand 31.12. des Vorjahres 28.538 4.073 24.465 27.256 4.734 22.522
Veränderung des Konsolidierungskreises 195 41 154 -2 - -2
Portefeuilleein-/-austritte 17 -8 25 124 -11 135
zuzüglich            
Geschäftsjahresschäden 12.067 2.153 9.914 13.746 1.391 12.355
Vorjahresschäden 2.103 211 1.892 579 134 445
Schadenaufwendungen insgesamt 14.170 2.364 11.806 14.325 1.525 12.800
abzüglich            
Geschäftsjahresschäden 4.545 563 3.982 6.814 518 6.296
Vorjahresschäden 7.208 1.095 6.113 6.340 1.077 5.263
Schadenzahlungen insgesamt 11.753 1.658 10.095 13.154 1.595 11.559
Übrige Änderungen -100 -2 -98 -1.210 -741 -469
Währungskursänderungen 353 105 248 1.199 161 1.038
Stand 31.12. des Geschäftsjahres 31.420 4.915 26.505 28.538 4.073 24.465

In den übrigen Änderungen bzw. Währungskursänderungen sind die Werte der Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 in Höhe von 100 Mio. EUR (brutto) enthalten. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu der Veräußerungsgruppe auf den Seiten 182 ff.

Abwicklung der Netto-Schadenrückstellung

Die Schadenrückstellungen beruhen naturgemäß zu einem gewissen Grad auf Schätzungen, die mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Der Unterschied aus letztjähriger und aktueller Einschätzung schlägt sich im Netto-Abwicklungsergebnis nieder. Darüber hinaus kommt es durch Rückversicherungsverträge, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahr entspricht oder die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossen werden, regelmäßig dazu, dass Schadenaufwendungen nicht exakt dem Geschäfts- oder dem Vorjahr zugewiesen werden können.

Die in Fremdwährung gelieferten Abwicklungsdreiecke der Berichtseinheiten werden zum aktuellen Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um währungsbereinigte Abwicklungsergebnisse darstellen zu können. In den Fällen, in denen der ursprünglich geschätzte Endschaden mit dem tatsächlichen Endschaden in Originalwährung übereinstimmt, wird auch nach Umrechnung in die Konzernberichtswährung (EUR) sichergestellt, dass kein rein währungsindiziertes Abwicklungsergebnis ausgewiesen wird.

In den nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Jahre 2001 bis 2011 getrennt nach unseren wesentlichen Sachversicherungsgesellschaften in den Erstversicherungssegmenten und dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung dargestellt (sogenanntes Schadenabwicklungsdreieck). Die Übersichten zeigen die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen.

Die noch nicht abgewickelten Netto-Schadenrückstellungen im Konzern belaufen sich auf insgesamt 26,5 Mrd. EUR. Davon entfallen auf unsere Sachversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich sowie das Segment Schaden-Rückversicherung 6,6 Mrd. EUR bzw. 16,7 Mrd. EUR. Weitere 3,2 Mrd. EUR verteilen sich auf das Segment Personen-Rückversicherung (2,5 Mrd. EUR) und das Lebenserstversicherungsgeschäft (0,7 Mrd. EUR).

Innerhalb der Erstversicherungssegmente sowie im Segment Schaden-Rückversicherung werden die Werte vor Eliminierung konzerninterner Beziehungen gezeigt. Die für das Bilanzjahr 2001 berichteten Werte beinhalten außerdem die nicht mehr separat im Schadenabwicklungsdreieck dargestellten Werte der Vorjahre. Die veröffentlichten Abwicklungsergebnisse reflektieren die im Geschäftsjahr 2011 für die einzelnen Abwicklungsjahre entstandenen Endschadenveränderungen.

Darin können Schadenrückstellungen berücksichtigt sein, die mit Portefeuilleein- und -austritten bzw. Konsolidierungskreisveränderungen in Zusammenhang stehen. Deshalb sind die Abwicklungsergebnisse im aktuellen Geschäftsjahr im Segment Schaden-Rückversicherung um die Netto-Schadenrückstellungen der im Juli 2011 veräußerten operativen Gesellschaften der Clarendon Insurance Group, Inc. bereinigt dargestellt. Daneben waren Veränderungen des Konsolidierungskreises aufgrund der Unternehmenserwerbe und Veräußerungen in der Berichtsperiode bei den Erstversicherungssegmenten vorzunehmen (unter anderem die Erwerbe in den Niederlanden und Argentinien sowie Uruguay bzw. der Entkonsolidierung der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG). Wir verweisen insbesondere auf unsere Ausführungen in den Kapiteln "Unternehmenszusammenschlüsse" und "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".

Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung in den Erstversicherungssegmenten

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In Mio. EUR 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 3.912 3.904 4.222 4.884 5.818 5.908
Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre            
Ein Jahr später 802 881 642 737 1.128 992
Zwei Jahre später 1.206 1.246 1.041 1.257 1.682 1.795
Drei Jahre später 1.449 1.538 1.414 1.662 2.243 2.010
Vier Jahre später 1.678 1.811 1.743 2.111 2.376 2.448
Fünf Jahre später 1.879 2.076 2.110 2.215 2.761 2.847
Sechs Jahre später 2.106 2.368 2.148 2.535 3.077  
Sieben Jahre später 2.354 2.348 2.415 2.822    
Acht Jahre später 2.332 2.529 2.657      
Neun Jahre später 2.503 2.726        
Zehn Jahre später 2.663          
Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung            
Am Ende des Jahres 3.912 3.904 4.222 4.884 5.818 5.908
Ein Jahr später 3.423 3.823 3.858 4.508 4.884 5.231
Zwei Jahre später 3.275 3.624 3.813 4.262 5.017 5.337
Drei Jahre später 3.332 3.682 3.778 4.423 5.215 4.840
Vier Jahre später 3.327 3.676 3.981 4.664 4.820 4.946
Fünf Jahre später 3.445 3.882 4.201 4.408 4.903 5.228
Sechs Jahre später 3.542 4.021 4.014 4.486 5.187  
Sieben Jahre später 3.701 3.883 4.084 4.769    
Acht Jahre später 3.603 3.925 4.329      
Neun Jahre später 3.634 4.079        
Zehn Jahre später 3.780          
Veränderung gegenüber dem Vorjahr            
der Endschadenrückstellung1) -146 -8 -91 -38 -1 2
des Konsolidierungskreises 1 - - - 1 -2
Abwicklungsergebnis -147 8 -91 -38 -2 4
In % -4 - -2 -1 - -
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In Mio. EUR 2007 2008 2009 2010 2011
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 6.257 6.122 6.153 6.471 6.596
Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre          
Ein Jahr später 1.468 1.004 1.312 1.391  
Zwei Jahre später 1.872 1.751 2.023    
Drei Jahre später 2.428 2.286      
Vier Jahre später 2.891        
Fünf Jahre später          
Sechs Jahre später          
Sieben Jahre später          
Acht Jahre später          
Neun Jahre später          
Zehn Jahre später          
Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung          
Am Ende des Jahres 6.257 6.122 6.153 6.471 6.596
Ein Jahr später 5.719 5.371 5.697 5.933  
Zwei Jahre später 5.064 4.884 5.727    
Drei Jahre später 5.246 5.389      
Vier Jahre später 5.560        
Fünf Jahre später          
Sechs Jahre später          
Sieben Jahre später          
Acht Jahre später          
Neun Jahre später          
Zehn Jahre später          
Veränderung gegenüber dem Vorjahr          
der Endschadenrückstellung1) -32 -191 475 568  
des Konsolidierungskreises -1 -3 5 2  
Abwicklungsergebnis -31 -188 470 566  
In % -1 -4 8 10  

1) Berechnungsbeispiel: Im Jahr 2001 ist die Differenz zu ermitteln (3.634 Mio. EUR abzgl. 3.780 Mio. EUR = -146 Mio. EUR). Dieser Betrag wird festgeschrieben und in den Folgeperioden, z. B. 2002, mit der Veränderung z. B. des Jahres 2001 zu 2002 fortgeschrieben. Im Jahr 2002 ist daher im ersten Schritt die Differenz zwischen den beiden ausgewiesenen Beträgen aus dem Jahr 2002 zu berechnen und diese dann von dem Wert im Jahr 2001 abzusetzen. Die Reihe ist anschließend fortzuführen

Im laufenden Jahr verzeichnet der Konzern in seinen Erstversicherungssegmenten ein positives Abwicklungsergebnis von 535 Mio. EUR, das im Wesentlichen durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, HDI Seguros S.A. (Brasilien) sowie HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A. (Polen) getragen wird.

Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung im Segment Schaden-Rückversicherung

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In Mio. EUR 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 11.693 12.737 12.997 12.657 12.977 16.232
Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre            
Ein Jahr später 2.026 2.351 3.379 4.164 1.466 2.567
Zwei Jahre später 3.466 5.185 6.892 5.290 3.481 4.316
Drei Jahre später 5.708 7.834 7.598 6.270 4.632 5.649
Vier Jahre später 8.234 8.456 8.338 7.053 5.756 6.458
Fünf Jahre später 8.716 9.019 8.934 7.849 6.388 6.861
Sechs Jahre später 9.107 9.458 9.579 8.311 6.710  
Sieben Jahre später 9.450 10.029 9.929 8.585    
Acht Jahre später 9.869 10.298 10.151      
Neun Jahre später 10.071 10.455        
Zehn Jahre später 10.193          
Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung            
Am Ende des Jahres 11.693 12.737 12.997 12.657 12.977 16.232
Ein Jahr später 10.295 10.639 12.810 13.138 13.966 12.365
Zwei Jahre später 9.173 10.627 13.123 14.197 10.900 11.953
Drei Jahre später 9.247 10.961 14.044 11.829 10.473 11.711
Vier Jahre später 9.912 11.616 12.190 11.451 10.364 11.526
Fünf Jahre später 10.486 10.201 11.991 11.426 10.194 10.816
Sechs Jahre später 9.513 10.290 12.052 11.274 9.552  
Sieben Jahre später 9.640 10.380 11.908 10.750    
Acht Jahre später 9.741 10.267 11.443      
Neun Jahre später 9.607 9.871        
Zehn Jahre später 9.252          
Veränderung gegenüber dem Vorjahr            
der Endschadenrückstellung1) 355 41 69 59 118 68
des Konsolidierungskreises 289 54 40 42 46 13
Abwicklungsergebnis 66 -13 29 17 72 55
In % 1 - - - 1 -
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In Mio. EUR 2007 2008 2009 2010 2011
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 12.818 13.675 14.013 15.281 16.679
Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre          
Ein Jahr später 2.512 2.986 2.815 2.499  
Zwei Jahre später 4.320 4.640 4.062    
Drei Jahre später 5.447 5.409      
Vier Jahre später 6.006        
Fünf Jahre später          
Sechs Jahre später          
Sieben Jahre später          
Acht Jahre später          
Neun Jahre später          
Zehn Jahre später          
Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung          
Am Ende des Jahres 12.818 13.675 14.013 15.281 16.679
Ein Jahr später 12.481 13.486 13.909 14.472  
Zwei Jahre später 12.105 12.697 13.177    
Drei Jahre später 11.924 11.896      
Vier Jahre später 11.137        
Fünf Jahre später          
Sechs Jahre später          
Sieben Jahre später          
Acht Jahre später          
Neun Jahre später          
Zehn Jahre später          
Veränderung gegenüber dem Vorjahr          
der Endschadenrückstellung1) 77 14 -69 77  
des Konsolidierungskreises 5 1 1 -  
Abwicklungsergebnis 72 13 -70 77  
In % 1 - -1 1  

1) Berechnungsbeispiel: Im Jahr 2001 ist die Differenz zu ermitteln (9.607 Mio. EUR abzgl. 9.252 Mio. EUR = 355 Mio. EUR). Dieser Betrag wird festgeschrieben und in den Folgeperioden, z. B. 2002, mit der Veränderung z. B. des Jahres 2001 zu 2002 fortgeschrieben. Im Jahr 2002 ist daher im ersten Schritt die Differenz zwischen den beiden ausgewiesenen Beträgen aus dem Jahr 2002 zu berechnen und diese dann von dem Wert im Jahr 2001 abzusetzen. Die Reihe ist anschließend fortzuführen

Das positive Abwicklungsergebnis in Höhe von insgesamt 318 Mio. EUR ergibt sich im laufenden Geschäftsjahr insbesondere aus positiven Reserveabwicklungen in den Geschäftsbereichen Kredit/ Kaution, Transport/Luftfahrt sowie aus dem kurzabwickelnden Sachgeschäft.

Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 4,9 (4,1) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4 (4) Mio. EUR. Der Gesamtwert der Nettorückstellungen beträgt 26,5 (24,4) Mrd. EUR. Auf diesen Wert bezieht sich die nachfolgende Darstellung der Laufzeiten.

Laufzeiten der Rückstellung

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  2011 2010
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
1 Jahr oder kürzer 9.289 1.455 7.834 9.403 1.516 7.887
Zwischen 1 und 5 Jahren 12.064 1.821 10.243 10.944 1.570 9.374
Zwischen 5 und 10 Jahren 4.899 814 4.085 4.243 559 3.684
Zwischen 10 und 20 Jahren 3.072 546 2.526 2.401 244 2.157
Länger als 20 Jahre 1.506 196 1.310 1.094 84 1.010
Depots 590 83 507 453 100 353
Gesamt 31.420 4.915 26.505 28.538 4.073 24.465

(21) Rückstellung für Beitragsrückerstattung

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  2011 20101)
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
Stand 31.12. des Vorjahres 845 1 844 953 1 952
Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - -
Portefeuilleein-/-austritte - - - - - -
Zuführungen/Auflösungen (-) 373 - 373 -111 - -111
Abgänge            
Lebensversicherungsverträge 182 - 182 -1 - -1
Haftpflicht-/Unfallversicherungsverträge mit Prämienrückgewähr 18 - 18 11 - 11
Übrige Änderungen -10 - -10 12 - 12
Währungskursänderungen - - - 1 - 1
Stand 31.12. des Geschäftsjahres 1.008 1 1.007 845 1 844

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Von den übrigen Änderungen im Berichtsjahr entfallen 3 Mio. EUR auf Umgliederungen aufgrund IFRS 5.

(22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Konzernunternehmen erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung und umfasst grundsätzlich eine Alters- und Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Der Pensionsanspruch ist dienstzeit- und gehaltsabhängig. Der betragsmäßig überwiegende Teil der Pensionszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen.

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Berechtigten eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den beitragsorientierten Pensionsplänen sind die von dem Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen aus den Leistungszusagen nicht von vornherein festgelegt. Bei den Zusagen an inländische Mitarbeiter handelt es sich überwiegend um durch das Unternehmen erteilte Direktzusagen sowie Zusagen über die HDI Unterstützungskasse e. V. Mehr als die Hälfte der Anwartschaftsbarwerte entfallen auf fällige Versorgungsleistungen.

Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, im Wege der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Hierfür stehen als Versorgungsträger unter anderem die HDI-Gerling Lebensversicherung AG, die neue leben Lebensversicherung AG, die HDI-Gerling Pensionskasse AG, die PB Pensionsfonds AG sowie eine rückgedeckte Unterstützungskasse zur Verfügung. Für die Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gruppe besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung bei der Gerling Versorgungskasse VVaG. Hierbei handelt es sich regelmäßig um beitragsorientierte Pensionspläne, für die keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach der "Projected Unit Credit Method" gebildet. Sie errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und berücksichtigen die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die geschätzte künftige Gehaltsentwicklung des Pensionsberechtigten. Die Diskontierung der Leistungsansprüche erfolgt mit Zinssätzen, die nach den Teilbeständen der aktiven bzw. ausgeschiedenen Mitarbeiter und der Leistungsempfänger differenziert entsprechend der jeweiligen Duration festgelegt werden. Als mit den jeweiligen Barwerten gewichtetes Mittel ergibt sich der unten ausgewiesene Mischzinssatz.

Die Neufassung des IAS 19 sieht unter anderem die Abschaffung des Korridorverfahrens vor (siehe auch unsere Erläuterungen im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS"). Unter Berücksichtigung der Aufgabe des Korridorverfahrens - bereits 2011 bzw. im Vorjahr- und direktem Ausweis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital hätte sich nach Abzug latenter Steuern und latenter Beitragsrückerstattung aus dieser Änderung eine Reduzierung des Eigenkapitals in Höhe von 53 (116) Mio. EUR ergeben.

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt.

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Bewertungsparameter/Annahmen gewichtet
In %
2011 2010
Abzinsungsfaktor 4,84 4,52
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 5,62 5,78

Bewertungsparameter/Annahmen

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  2011 2010
In % Deutschland USA UK Sonstige Deutschland USA
Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend 2,75 - - 2,5 - 5,0 2,75 -
Rentendynamik 2,0 3,0 3,0 2,0 - 3,0 2,0 2,0
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  2010
In % UK Sonstige
Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend - 2,5 - 5,0
Rentendynamik 3,4 2,0 - 3,0

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns stellt sich wie folgt dar.

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts

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In Mio. EUR 2011 2010
Anwartschaftsbarwert 1.1. des Geschäftsjahres 1.579 1.424
Laufender Dienstzeitaufwand 18 12
Zinsaufwand 72 74
Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer - 1
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -92 131
Währungsumrechnung - 5
Gezahlte Pensionen -69 -68
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 22 1
Unternehmenszu- und -abgänge 23 -1
Plankürzungen -2 -
Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.551 1.579

Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen ergibt sich aus der folgenden Darstellung.

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts

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In Mio. EUR 2011 2010
Anwartschaftsbarwert für nicht fondsfinanzierte Pläne 1.449 1.506
Anwartschaftsbarwert für ganz oder teilweise fondsfinanzierte Pläne 102 73
Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.551 1.579
Zeitwert des Planvermögens -129 -82
Finanzierungsstatus 1.422 1.497

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich dabei wie folgt entwickelt.

Veränderung des Planvermögens

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In Mio. EUR 2011 2010
Zeitwert 1.1. des Geschäftsjahres 82 70
Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen 5 3
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -6 7
Währungsumrechnung 1 4
Beiträge der Arbeitgeber 34 4
Gezahlte Pensionen -2 -3
Planabgeltungen - -3
Unternehmenszu- und -abgänge 15 -
Zeitwert 31.12. des Geschäftsjahres 129 82

Der Anstieg des Planvermögens ist neben den gestiegenen Beiträgen der Arbeitgeber aus der Bilanzierung der mittelbaren Versorgungszusagen bei Unterstützungskassen auch auf den Neuzugang von Unternehmen zurückzuführen. Die Unternehmenszugänge betreffen den Erwerb des niederländischen Sachversicherers Nassau, der rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf den niederländischen Versicherer HDI-Gerling Verzekeringen N. V. (HDI/NL) verschmolzen wurde.

Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportefeuilles setzt sich wie folgt zusammen.

Portefeuillestruktur des Planvermögens

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In % 2011 2010
Festverzinsliche Wertpapiere 46 54
Aktien 17 18
Sonstiges 37 28
Gesamt 100 100

Die erwartete langfristige Vermögensrendite je Anlageklasse beruht auf Studien zu historischen und geschätzten zukünftigen Renditesätzen.

Im Zeitwert des Planvermögens sind zum Bilanzstichtag Beträge in Höhe von 35 (33) Mio. EUR für eigene Finanzinstrumente enthalten.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0 (3) Mio. EUR.

Im Folgenden wird eine Überleitung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen auf den bilanzierten Stand der Pensionsrückstellung dargestellt.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Verpflichtung

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In Mio. EUR 2011 2010
Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.551 1.579
Zeitwert des Planvermögens 31.12. des Geschäftsjahres -129 -82
Finanzierungsstatus 31.12. des Geschäftsjahres 1.422 1.497
Noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -84 -180
Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -2 -1
Aufgrund der Begrenzung des IAS 19.5 (b) nicht angesetztes Vermögen 7 -
Netto-Pensionsrückstellung 31.12. des Geschäftsjahres 1.343 1.316

Die bilanzierte Rückstellung hat sich dabei wie folgt entwickelt.

Entwicklung der Pensionsrückstellung

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In Mio. EUR 2011 2010
Bilanzwert 1.1. des Geschäftsjahres 1.316 1.298
Währungsumrechnung - 1
Veränderung des Konsolidierungskreises -1 -6
Netto-Pensionsaufwand 95 92
Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer - -
Gezahlte Beiträge -9 -2
Gezahlte Pensionen -69 -68
Umgliederungen und sonstige Bewegungen 11 1
Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - -
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.343 1.316

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne (Saldo aus Aufwendungen und Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen.

Zusammensetzung der Netto-Pensionsaufwendungen

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In Mio. EUR 2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand 17 12
Zinsaufwand 72 74
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen -5 -3
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 9 9
Auswirkungen von Plankürzungen 2 -
Netto-Pensionsaufwendungen Geschäftsjahr 95 92

Die wichtigsten Beträge im Rahmen der Bilanzierung leistungsorientierter Pensionspläne stellen sich wie folgt dar.

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In Mio. EUR 2011 2010 2009 2008 2007
Anwartschaftsbarwert 1.551 1.579 1.424 1.246 1.359
Zeitwert des Planvermögens 129 82 70 56 73
Überschuss (+)/Fehlbetrag (-) des Plans 1.422 1.497 1.354 1.190 1.286
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen für:          
Verpflichtungsumfang -15 -11 -3 -2 -15
Planvermögen 1 -1 - 6 1

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 3 (2) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind.

Die Netto-Pensionsaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 19 (12) Mio. EUR unter den Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen, in Höhe von 74 (79) Mio. EUR in den sonstigen Aufwendungen sowie in Höhe von 2 (1) Mio. EUR in den sonstigen Kapitalanlageaufwendungen erfasst.

Beitragsorientierte Pensionszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 2 (4) Mio. EUR, davon entfällt im Geschäftsjahr ein Betrag von 1 Mio. EUR auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen.

(23) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen.

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In Mio. EUR 2011 2010
Ertragsteuerrückstellungen 423 569
Sonstige Steuerrückstellungen 134 174
Gesamt 557 743

(24) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen, die in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen sind, entwickelten sich wie folgt.

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In Mio. EUR Restruktu-
rierung/
Integration
Entgeltliche Übernahme von Pensions-
verpflichtungen Dritter
Gratifikationen Jubiläums-
leistungen
Vorruhestand/
Altersteilzeit
Sonstige Personal-
kosten
Bilanzwert 1.1.2010 18 75 60 28 58 43
Veränderung des Konsolidierungs-
kreises
- - - - - -
Zuführungen 16 - 52 1 15 53
Inanspruchnahmen 7 - 44 3 13 32
Auflösungen 2 - 6 - - 1
Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - - - -1 -
Übrige Änderungen -6 - -3 - -3 4
Währungs-
kursänderungen
- - - - - 1
Bilanzwert 31.12.2010 19 75 59 26 56 68
Veränderung des Konsolidierungs-
kreises
- - 2 - - 1
Zuführungen 80 - 48 4 12 29
Inanspruchnahmen 9 - 40 4 17 29
Auflösungen - - 2 - 1 1
Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - - - -1 -
Übrige Änderungen -3 - - - - -1
Währungs-
kursänderungen
- - - - - -
Bilanzwert 31.12.2011 87 75 67 26 49 67
scroll
In Mio. EUR Ausstehende Rechnungen Übrige Gesamt
Bilanzwert 1.1.2010 95 198 575
Veränderung des Konsolidierungskreises - - -
Zuführungen 196 247 580
Inanspruchnahmen 160 123 382
Auflösungen 9 125 143
Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - -1
Übrige Änderungen -7 75 60
Währungskursänderungen 1 1 3
Bilanzwert 31.12.2010 116 273 692
Veränderung des Konsolidierungskreises - -6 -3
Zuführungen 131 86 390
Inanspruchnahmen 120 93 312
Auflösungen 11 93 108
Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - -1
Übrige Änderungen -1 40 35
Währungskursänderungen -1 -3 -4
Bilanzwert 31.12.2011 114 204 689

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen berücksichtigen die Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung. Der im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet im Wesentlichen die Umsetzungsvorhaben im Rahmen unseres Projekts "wir" (Wachstum, Innovation und Resultate) in Höhe von 80 Mio. EUR. Diese Rückstellungen enthalten vor allem Personalkosten für Abfindungszahlungen und Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen. Im Programm "WIR" werden die konzeptionellen Arbeiten des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, der das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft bündelt, zusammengefasst.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl unterschiedlichster Sachverhalte, die nicht den vorstehenden Kategorien zugeordnet werden können. Sie betreffen u. a. ausstehende Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgaben, drohende Verluste und Zinsanteile.

Grundsätzlich können die Rückstellungen hinsichtlich ihrer Fristigkeit unterschieden werden. Hierbei sind insbesondere die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen, aber auch die Rückstellungen für Vorruhestand/Altersteilzeit überwiegend langfristiger Natur. Die Rückstellungen insbesondere für Restrukturierungsrückstellungen sind mittelfristiger Natur (Laufzeit für Restrukturierungsrückstellungen in der Regel bis zu zwei Jahre). Die Rückstellungen für Gratifikation und ausstehende Rechnungen sind hingegen kurzfristig.

Unter den übrigen Änderungen sind im Jahr 2011 Umgliederungen gemäß IFRS 5 in Höhe von 11 Mio. EUR bilanziert. Darüber hinaus wurde für Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe eine Rückstellung in Höhe von 4 Mio. EUR gebildet (Position: "Übrige"); weitere Erläuterungen finden sich hierzu im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seite 182 ff.

(25) Begebene Anleihen und Darlehen

In dieser Position weist der Konzern Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 762 (747) Mio. EUR aus, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilserwerben oder sonstigen Investitionstätigkeiten stehen.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 15 Mio. EUR auf 762 Mio. EUR im Berichtsjahr betrifft ausschließlich das Segment Schaden-Rückversicherung und resultiert aus dem gestiegenen Finanzierungsbedarf infolge der Investitionstätigkeit der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando.

Darüber hinaus entfallen Verbindlichkeiten in Höhe von 559 Mio. EUR auf das Segment Konzernfunktionen. Sie stehen vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilskäufen im Jahr 2007 (Kauf von 100 % der Anteile an der PBV Lebensversicherung, vormals BHW Lebensversicherung AG, und der PB Pensionskasse, vormals BHW Pensionskasse AG, sowie Aufstockung der Anteile an den PB Versicherungen auf 100 %). Zur Finanzierung hat die Talanx AG eine variable verzinsliche Bankverbindlichkeit in Höhe von 550 Mio. EUR aufgenommen. Für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos nutzt der Konzern derivative Finanzinstrumente (für weitere Informationen siehe Angabe 12, Abschnitt "Derivate Finanzinstrumente und Hedge-Accounting", Seite 231 ff.). Weitere 9 Mio. EUR entfallen auf eine im Jahr 2003 begebene Inhaberschuldverschreibung; Laufzeit bis Juli 2013. Die aus diesen Verbindlichkeiten resultierenden Zinsaufwendungen 9 (8) Mio. EUR weisen wir unter der Position "Finanzierungszinsen" aus.

Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt 22 (15) Mio. EUR und umfasst Zinsaufwendungen einschließlich der Amortisationen in Höhe von 2 (1) Mio. EUR.

Der Bilanzwert dieser Position entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. In diesem Gesamtbetrag sind Verbindlichkeiten in Höhe von 642 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten (siehe hierzu auch Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 206 ff.).

(26) Übrige Verbindlichkeiten

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In Mio. EUR 2011 2010
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 2.192 2.155
davon gegenüber Versicherungsnehmern 1.529 1.548
davon gegenüber Versicherungsvermittlern 663 607
Abrechnungsverbindlichkeiten 1.346 1.968
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 92 68
Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen 195 145
Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft 86 71
Verbindlichkeiten aus Derivaten 163 234
davon negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 69 149
Rechnungsabgrenzung 15 26
Zinsen 15 15
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 14 11
Andere Verbindlichkeiten 293 165
Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 4.411 4.858

In den Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen sind unterjährige Ausschüttungen in Höhe von 65 (36) Mio. EUR aus Anteilen an Fonds enthalten, die in privates Beteiligungskapital investieren ("Private-Equity-Fonds") und die zum Bilanzstichtag noch nicht ergebniswirksam zu vereinnahmen waren.

Erläuterungen zu den Restlaufzeiten der in den übrigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" gegeben. Ausführliche Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Derivaten finden sich in Angabe 12, Seite 231 ff.

(27) Aktive und passive Steuerabgrenzung

In der folgenden Tabelle werden die aktiven und passiven latenten Steuern auf die Bilanzpositionen aufgeteilt, aus denen sie resultieren.

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20101)
Aktive latente Steuern (latente Steuerforderungen)    
Schadenrückstellung 427 338
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 266 290
Verlustvorträge 356 306
Deckungsrückstellung 35 50
Sonstige Rückstellungen 127 208
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 11 12
Kapitalanlagen 93 68
Depotforderungen 240 309
Beitragsrückerstattung 1 13
Übrige Kapitalanlagen 2 3
Wertberichtigung -194 -180
Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) 3 -
Abgegrenzte Abschlusskosten 88 -
Sonstige 230 400
Gesamt 1.685 1.817
Passive latente Steuern (latente Steuerverbindlichkeiten)    
Schwankungsrückstellung 1.180 1.088
Abgegrenzte Abschlusskosten2) 614 488
Depotforderungen 41 51
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 81 381
Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) 228 302
Deckungsrückstellung 125 167
Versicherungstechnische Rückstellungen 68 47
Kapitalanlagen 206 197
Schadenrückstellung 52 30
Übrige Kapitalanlagen 36 63
Schuldenkonsolidierung 34 18
Rückstellungen 2 55
Beitragsrückerstattung 3 -
Sonstige 183 106
Gesamt 2.853 2.993
Nettobetrag der latenten Steuern 1.168 1.176

1) Anpassung aufgrund IAS 8
2) Die Steuerlatenzen auf die abgegrenzten Abschlusskosten beziehen sich auf den Nettoausweis, d. h. auf den Ausweis nach Berücksichtigung der Rückanteile

Die aktiven und passiven latenten Steuern sind wie folgt ausgewiesen.

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.20101)
Aktive latente Steuern 320 268
Passive latente Steuern 1.488 1.444
Nettobetrag der latenten Steuern 1.168 1.176

1) Anpassung aufgrund IAS 8

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(28) Verdiente Prämien für eigene Rechnung

Wir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert.

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20111)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden- Rück-
versicherung
Personen-
Rück-
versicherung
Summe
Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.109 6.649 2.482 6.417 5.025 23.682
Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 871 241 - - 1.112
Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.419 158 158 572 425 2.732
Veränderung der Bruttoprämienüberträge -27 6 -107 -250 -7 -385
Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -13 - 4 5 1 -3
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.676 5.626 1.972 5.590 4.592 19.456
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20101)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland2)
Privat- und Firmen-
versicherung International2)
Schaden-
Rück-
versicherung
Personen-
Rück-
versicherung
Summe
Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.048 6.802 2.233 5.973 4.813 22.869
Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 932 207 - - 1.139
Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.363 210 88 692 414 2.767
Veränderung der Bruttoprämienüberträge 41 47 -76 -276 -13 -277
Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 42 -11 19 -39 - 11
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.684 5.718 1.843 5.044 4.386 18.675

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
2) Anpassung aufgrund IAS 8

(29) Kapitalanlageergebnis

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20111)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden- Rück-
versicherung
Personen- Rück-
versicherung
Konzern-
funktionen
Erträge aus Grundstücken 5 52 2 38 - -
Dividenden2) 6 19 1 12 -2 15
Laufende Zinserträge 200 1.507 152 659 209 7
Sonstige Erträge 4 13 - 38 1 -
Ordentliche Kapitalanlageerträge 215 1.591 155 747 208 22
Erträge aus Zuschreibungen 8 26 3 37 - -
Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 45 231 29 223 40 -
Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 1 51 24 25 10 -
Kapitalanlageerträge 269 1.899 211 1.032 258 22
Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 24 144 8 79 4 -
Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 3 44 18 17 58 1
Summe 27 188 26 96 62 1
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke            
planmäßig 1 10 - 9 - -
außerplanmäßig 1 18 - - - -
Abschreibungen auf Dividendentitel 16 52 16 1 - 6
Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 9 13 2 6 - -
Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 2 9 - 15 - -
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen3) 4 6 1 9 1 50
Sonstige Aufwendungen 13 26 3 30 2 4
Sonstige Kapitalanlage-
aufwendungen/ Abschreibungen
46 134 22 70 3 60
Kapitalanlage-
aufwendungen
73 322 48 166 65 61
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 196 1.577 163 866 193 -39
Depotzinserträge 1 - - 22 399 -
Depotzinsaufwendungen - 22 - 8 86 -
Depotzinsergebnis 1 -22 - 14 313 -
Kapitalanlageergebnis 197 1.555 163 880 506 -39
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20111)
In Mio. EUR
Summe
Erträge aus Grundstücken 97
Dividenden2) 51
Laufende Zinserträge 2.734
Sonstige Erträge 56
Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.938
Erträge aus Zuschreibungen 74
Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 568
Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 111
Kapitalanlageerträge 3.691
Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 259
Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 141
Summe 400
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke  
planmäßig 20
außerplanmäßig 19
Abschreibungen auf Dividendentitel 91
Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 30
Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 26
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen3) 71
Sonstige Aufwendungen 78
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/Abschreibungen 335
Kapitalanlageaufwendungen 735
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 2.956
Depotzinserträge 422
Depotzinsaufwendungen 116
Depotzinsergebnis 306
Kapitalanlageergebnis 3.262

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt 0 (2) Mio. EUR
3) Die Aufwendungen für die Verwaltung von nicht konzerneigenen Kapitalanlagen werden ab dem Berichtszeitraum unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst (47 Mio. EUR)

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20101)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden- Rück-
versicherung
Personen- Rück-
versicherung
Konzern-
funktionen
Erträge aus Grundstücken 7 51 1 32 - -
Dividenden2) 9 23 3 6 1 7
Laufende Zinserträge 208 1.463 119 634 189 3
Sonstige Erträge 3 11 - 9 2 1
Ordentliche Kapitalanlageerträge 227 1.548 123 681 192 11
Erträge aus Zuschreibungen - 10 - 27 - -
Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 24 191 26 207 39 3
Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 3 21 24 12 14 -
Kapitalanlageerträge 254 1.770 173 927 245 14
Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 10 28 3 55 9 -
Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 1 12 6 44 23 -
Summe 11 40 9 99 32 -
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke            
planmäßig 1 7 - 7 - -
außerplanmäßig - 11 - - - -
Abschreibungen auf Dividendentitel 2 28 8 1 - 6
Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere - 9 - 8 - -
Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 3 13 - 8 - 3
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen3) 4 11 1 9 2 51
Sonstige Aufwendungen 8 17 1 25 2 2
Sonstige Kapitalanlage-
aufwendungen/ Abschreibungen
18 96 10 58 4 62
Kapitalanlage-
aufwendungen
29 136 19 157 36 62
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 225 1.634 154 770 209 -48
Depotzinserträge - - - 19 406 -
Depotzinsaufwendungen 1 24 - 7 113 -
Depotzinsergebnis -1 -24 - 12 293 -
Kapitalanlageergebnis 224 1.610 154 782 502 -48
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20101)
In Mio. EUR
Summe
Erträge aus Grundstücken 91
Dividenden2) 49
Laufende Zinserträge 2.616
Sonstige Erträge 26
Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.782
Erträge aus Zuschreibungen 37
Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 490
Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 74
Kapitalanlageerträge 3.383
Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 105
Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 86
Summe 191
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke  
planmäßig 15
außerplanmäßig 11
Abschreibungen auf Dividendentitel 45
Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 17
Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 27
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen3) 78
Sonstige Aufwendungen 55
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/Abschreibungen 248
Kapitalanlageaufwendungen 439
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 2.944
Depotzinserträge 425
Depotzinsaufwendungen 145
Depotzinsergebnis 280
Kapitalanlageergebnis 3.224

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt 0 (2) Mio. EUR
3) Die Aufwendungen für die Verwaltung von nicht konzerneigenen Kapitalanlagen werden ab dem Berichtszeitraum unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Die Werte wurden entsprechend angepasst (47 Mio. EUR)

Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 166 (100) Mio. EUR entfallen mit 26 (27) Mio. EUR auf die sonstigen Kapitalanlagen, darunter 14 (7) Mio. EUR auf den Bereich alternative Anlagen aus dem Segment Schaden-Rückversicherung. Die Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 30 (17) Mio. EUR werden größtenteils bei strukturierten Papieren vorgenommen. Weitere 91 (45) Mio. EUR Wertminderungen betreffen die Aktienbestände, deren Zeitwert signifikant (d. h. um mindestens 20 %) oder dauerhaft (d. h. für mindestens neun Monate) unter die Anschaffungskosten gesunken war. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 74 (37) Mio. EUR. Diese entfielen im Wesentlichen - mit 30 (3) Mio. EUR - auf alternative Anlagen und mit 20 (24) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere. Daneben waren Zuschreibungen in Höhe von 19 Mio. EUR auf fremdgenutzte Immobilien vorzunehmen.

Der Konzern ist zum Abschlussstichtag nur geringfügig in griechischen Staatsanleihen investiert. Nominalwerten von insgesamt 15 Mio. EUR (0,02 %, bezogen auf den Bestand der selbst verwalteten Kapitalanlagen) stehen Marktwerte von 3 Mio. EUR gegenüber. Im Zuge der Diskussion um den europäischen Rettungsschirm sowie die gefassten Beschlüsse des Eurogipfels aus dem Juli 2011 haben wir bei den Wertpapieren insgesamt 12 Mio. EUR Abschreibungen auf den Marktwert vorgenommen. Die bilanzierten Papiere bewerten wir somit mit einem durchschnittlichen Kurs von 22 % zum Bilanzstichtag.

Aus der Umgliederung von festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" zu Marktwerten in Höhe von 1,3 Mrd. EUR und der in diesem Zusammenhang enthaltenen stillen Reserven von 47 Mio. EUR ergibt sich ein zukünftiger Amortisationsaufwand, der über die Restlaufzeit zu verteilen ist. Weitere Umgliederungen zwischen den verschiedenden Kategorien unserer Finanzinstrumente sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden.

Zum Bilanzstichtag befanden sich darüber hinaus keine überfälligen, nicht wertberichtigten Wertpapiere im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden.

Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen

Die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns (siehe hierzu "Klassenbildung von Finanzinstrumenten" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 186 ff.).

Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (71 [78] Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen (78 [55] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 3.262 (3.224) Mio. EUR.

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20111)
In Mio. EUR
Ordentliche Kapitalanlageerträge Amortisation Gewinne aus dem Abgang Verluste aus dem Abgang Wertberichtigung Zuschreibung
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 6 - - 2 - -
Darlehen und Forderungen 1.263 66 58 3 21 3
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 125 21 1 - - -
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 1.164 -28 290 113 12 18
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 48 - 78 58 92 4
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente            
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 44 - 17 6 - -
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 - 1 1 - -
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 1 - 1 - - -
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 3 2 - -
Derivate 1 - 42 41 - -
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 61 - 24 1 21 30
Sonstige1) 160 5 53 32 40 19
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 2.874 64 568 259 186 74
Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten 306 - - - - -
Gesamt 3.180 64 568 259 186 74
scroll
20111)
In Mio. EUR
Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Summe2)
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - - 4
Darlehen und Forderungen - - 1.366
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente - - 147
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere - - 1.319
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 2 -21
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente      
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere 28 34 49
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 1 1
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere - - 2
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - 2 -1
Derivate 34 59 -23
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 1 2 92
Sonstige1) 46 41 170
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 111 141 3.105
Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten - - 306
Gesamt 111 141 3.411

1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten.
2) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen

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20101)
In Mio. EUR
Ordentliche Kapitalanlageerträge Amortisation Gewinne aus dem Abgang Verluste aus dem Abgang Wertberichtigung Zuschreibung
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 3 - - - 3 -
Darlehen und Forderungen 1.265 79 53 20 10 3
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 120 - - - - -
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 1.036 20 251 42 8 30
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 65 - 121 16 51 -
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente            
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 42 - 23 3 - -
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - - - -
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente            
Festverzinsliche Wertpapiere 4 - - - - -
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 3 1 - -
Derivate 4 - 23 23 - -
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 29 - 7 - 22 4
Sonstige1) 109 6 9 - 21 -
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 2.677 105 490 105 115 37
Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten 280 - - - - -
Gesamt 2.957 105 490 105 115 37
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20101)
In Mio. EUR
Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Summe2)
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - - -
Darlehen und Forderungen - - 1.370
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente - - 120
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere - - 1.287
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 119
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente      
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere 45 24 83
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 2 - 2
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente      
Festverzinsliche Wertpapiere 1 - 5
Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 2
Derivate 18 2 20
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 4 - 22
Sonstige1) 4 60 47
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 74 86 3.077
Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten - - 280
Gesamt 74 86 3.357

1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten.
2) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen

Die Zinserträge stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar.

Zinserträge aus Kapitalanlagen

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In Mio. EUR 2011 2010
Darlehen und Forderungen 1.329 1.344
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 146 120
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 1.136 1.056
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente    
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 44 42
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 1 4
Sonstige 78 50
Gesamt 2.734 2.616

(30) Aufwendungen für Versicherungsleistungen

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20111)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden-
Rück-
versicherung
Personen-
Rück-
versicherung
Summe
Brutto            
Schadenzahlungen 2.180 4.304 1.392 3.285 3.381 14.542
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 78 -37 98 1.999 221 2.359
Veränderung der Deckungsrückstellung 1 855 54 - 651 1.561
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 3 651 12 - - 666
Summe 2.262 5.773 1.556 5.284 4.253 19.128
Anteil der Rückversicherer            
Schadenzahlungen 832 239 58 375 298 1.802
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 300 -94 4 396 28 634
Veränderung der Deckungsrückstellung - -65 4 - -2 -63
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 1 - 7 - - 8
Summe 1.133 80 73 771 324 2.381
Netto            
Schadenzahlungen 1.348 4.065 1.334 2.910 3.083 12.740
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -222 57 94 1.603 193 1.725
Veränderung der Deckungsrückstellung 1 920 50 - 653 1.624
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 2 651 5 - - 658
Summe 1.129 5.693 1.483 4.513 3.929 16.747

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen

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20101) In
Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland2)
Privat- und Firmen-
versicherung Internationa2)
Schaden- Rück-
versicherung
Personen-
Rück-
versicherung
Summe
Brutto            
Schadenzahlungen 1.974 3.721 1.128 3.380 3.157 13.360
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 73 -2 159 772 174 1.176
Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.464 134 - 744 2.342
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 4 824 12 - - 840
Summe 2.051 6.007 1.433 4.152 4.075 17.718
Anteil der Rückversicherer            
Schadenzahlungen 799 119 43 468 274 1.703
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -57 68 17 -7 -4 17
Veränderung der Deckungsrückstellung - -58 -9 - 41 -26
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 1 - 3 - - 4
Summe 743 129 54 461 311 1.698
Netto            
Schadenzahlungen 1.175 3.602 1.085 2.912 2.883 11.657
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 130 -70 142 779 178 1.159
Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.522 143 - 703 2.368
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 3 824 9 - - 836
Summe 1.308 5.878 1.379 3.691 3.764 16.020

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
2) Angepasst aufgrund IAS 8

(31) Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen

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20111)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden- Rück-
versicherung
Personen-
Rückversicherung
Summe
Brutto            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
366 1.044 413 1.405 915 4.143
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-8 -204 -19 -86 -34 -351
Summe der Abschluss-
aufwendungen
358 840 394 1.319 881 3.792
Verwaltungs-
aufwendungen
212 281 142 161 128 924
Summe Abschluss- und Verwaltungs-
aufwendungen
570 1.121 536 1.480 1.009 4.716
Anteil der Rückversicherer            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
214 29 29 60 34 366
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-6 7 3 1 29 34
Summe der Abschluss-
aufwendungen
208 36 32 61 63 400
Netto            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
152 1.015 384 1.345 881 3.777
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-2 -211 -22 -87 -63 -385
Summe der Abschluss-
aufwendungen
150 804 362 1.258 818 3.392
Verwaltungs-
aufwendungen
212 281 142 161 128 924
Summe Abschluss- und Verwaltungs-
aufwendungen
362 1.085 504 1.419 946 4.316

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen

scroll
20101)
In Mio. EUR
Industrie-
versicherung
Privat- und Firmen-
versicherung Deutschland
Privat- und Firmen-
versicherung International
Schaden- Rück-
versicherung
Personen- Rück-
versicherung
Summe
Brutto            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
363 980 374 1.287 821 3.825
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-30 -92 161 -14 17 42
Summe der Abschluss-
aufwendungen
333 888 535 1.273 838 3.867
Verwaltungs-
aufwendungen
230 389 122 163 116 1.020
Summe Abschluss- und Verwaltungs-
aufwendungen
563 1.277 657 1.436 954 4.887
Anteil der Rückversicherer            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
213 56 30 91 53 443
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-17 23 26 -4 44 72
Summe der Abschluss-
aufwendungen
196 79 56 87 97 515
Netto            
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungs-
provisionen
150 924 344 1.196 768 3.382
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisions-
rückstellungen
-13 -115 135 -10 -27 -30
Summe der Abschluss-
aufwendungen
137 809 479 1.186 741 3.352
Verwaltungsaufwendungen 230 389 122 163 116 1.020
Summe Abschluss- und Verwaltungs-
aufwendungen
367 1.198 601 1.349 857 4.372

1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen

(32) Übriges Ergebnis

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In Mio. EUR 2011 20101)
Sonstige Erträge    
Währungskursgewinne 121 262
Erträge aus Dienstleistungen und Mieten 138 194
Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen 21 98
Erträge aus Deposit Accounting 49 50
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 1 9
Erträge aus der Auflösung sonstiger nichttechnischer Rückstellungen 88 143
Zinserträge 108 44
Provisionserträge 59 57
Erträge aus dem Rückkauf eigener Wertpapiere 3 4
Übrige Erträge 116 86
Summe 704 947
Sonstige Aufwendungen    
Währungskursverluste 105 120
Sonstige Zinsaufwendungen 165 158
Abschreibungen und Wertberichtigungen 94 110
Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes2) 216 226
Personalaufwendungen 41 19
Aufwendungen für Dienstleistungen2) 89 164
Sonstige Steuern 22 51
Aufwendungen aus der Bewertung von Veräußerungsgruppen 4 55
Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen (Projekt "WIR") 80 -
Übrige Aufwendungen 215 183
Summe 1.031 1.086
Übriges Ergebnis -327 -139

1) Angepasst aufgrund IAS 8
2) Ein Teil der Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes wurden im Vorjahr versehentlich unter den Aufwendungen für Dienstleistungen bilanziert, daher haben wir die Vergleichszahlen entsprechend angepasst (Umgliederung von 63 Mio. EUR)

Das übrige Ergebnis enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen, die Aufwendungen für Versicherungsleistungen sowie die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertberichtigungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen.

Der Anstieg der sonstigen Zinserträge resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsanteil der Steuerrückerstattung aus dem BFH-Urteil des Vorjahres. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Angabe 35 "Ertragsteuern".

Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen betreffen die Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung. Der im Berichtsjahr ausgewiesene Betrag beinhaltet Kosten im Rahmen unseres Projekts "wir" (Wachstum, Innovation und Resultate).

(33) Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert

Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert im Vorjahr (17 Mio. EUR) betrafen ausschließlich das Segment Privat- und Firmenversicherung International. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert", Seite 209 ff.

(34) Finanzierungszinsen

Die Finanzierungszinsen in Höhe von 161 (134) Mio. EUR beinhalten ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen mit 152 (126) Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 9 (8) Mio. EUR auf begebene Anleihen und Darlehen.

(35) Ertragsteuern

Auf der Grundlage eines Urteils des Bundesfinanzhofs vom Oktober 2010 zur Hinzurechnungsbesteuerung von Kapitaleinkünften der in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns gemäß Außensteuergesetz wurden im ersten Quartal 2011 für frühere Jahre bereits gezahlte Steuern zu großen Teilen rückerstattet. Bescheide über die Hinzurechnung für die Gesellschaften Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd. und Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd. wurden durch Aufhebungsbescheide vom 8. Februar 2011 bzw. 31. März 2011 gegenstandslos. Körperschaftsteuerliche Folgebescheide für die Hannover Rück AG und die E+S Rück AG sind im Berichtszeitraum ergangen. Die gewerbesteuerlichen Auswirkungen wurden durch den Organträger HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. ebenfalls im dritten Quartal 2011 ausgeglichen. Insgesamt resultierte aus der Rückerstattung von Steuern und Zinsen im Berichtszeitraum eine Konzernergebniserhöhung in Höhe von 64 Mio. EUR nach Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Unter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet.

Die tatsächlichen und die latenten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen.

Ertragsteuern

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In Mio. EUR 2011 20101)
Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr 316 416
Periodenfremde tatsächliche Steuern -81 -79
Latente Steuern aufgrund temporärer Unterschiede -10 -24
Latente Steuern aus Verlustvorträgen -42 -82
Veränderung latenter Steuern aus Steuersatzänderungen 4 -
Ausgewiesener Steueraufwand 187 231

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags auf In- und Ausland

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In Mio. EUR 2011 20101)
Laufende Steuern 235 337
Inland 140 249
Ausland 95 88
Latente Steuern -48 -106
Inland -5 -123
Ausland -43 17
Gesamt 187 231

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Die im Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf -33 (-20) Mio. EUR.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand dar:

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand

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In Mio. EUR 2011 20101)
Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern 1.084 898
Erwarteter Steuersatz 31,6 % 31,6 %
Erwarteter Steueraufwand 343 284
Veränderung der latenten Steuersätze 4 -
Besteuerungsunterschiede bei den Auslandstöchtern -35 -42
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 128 115
Steuerfreie Erträge -159 -83
Wertberichtigung 6 25
Aperiodischer Steueraufwand -136 -84
Sonstige 36 16
Ausgewiesener Steueraufwand 187 231

1) Angepasst aufgrund IAS 8

Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 31,6 (31,6) %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt.

Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 17,3 (25,8) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen.

Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an Konzerngesellschaften in Höhe von 136 (111) Mio. EUR wurden keine latenten Steuern gebildet, weil der Konzern deren Umkehrung steuern kann und sie sich nicht in absehbarer Zeit umkehren werden.

Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit mit großer Wahrscheinlichkeit künftig zu versteuernde Einkommen in ausreichender Höhe zur Realisierung verfügbar sein werden. Unternehmen, bei denen im laufenden Geschäftsjahr oder im Vorjahr steuerliche Verluste angefallen sind, haben einen Überhang von aktiven über passive Steuerabgrenzungen von 100 Mio. EUR angesetzt.

Die aktiven, nicht wertberichtigten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 167 Mio. EUR werden voraussichtlich in Höhe von 44 Mio. EUR innerhalb eines Jahres und in Höhe von 123 Mio. EUR nach einem Jahr realisiert.

Zeitliche Nutzbarkeit nicht aktivierter Verlustvorträge

Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 644 (610) Mio. EUR, die wie im Vorjahr im Wesentlichen in Deutschland und Luxemburg bestehen, und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 23 (23) Mio. EUR in der Türkei haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung keine latenten Steuern gebildet. Darüber hinaus bestanden nicht aktivierte Steuergutschriften in Südafrika in Höhe von 4 (6) Mio. EUR. Die nicht aktivierten latenten Steuern für diese Sachverhalte betragen insgesamt 194 (180) Mio. EUR.

Die nicht aktivierten Verlustvorträge und Steuergutschriften verfallen wie folgt.

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In Mio. EUR 1 - 5 Jahre 6 - 10 Jahre > 10 Jahre Unbegrenzt Gesamt
Verlustvorträge 67 - 27 550 644
Temporäre Differenzen - - - 23 23
Steuergutschriften 4 - - - 4
Gesamt 71 - 27 573 671

In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge haben im Berichtsjahr den latenten Steueraufwand um 17 (12) Mio. EUR gemindert. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr 2011 zu einem latenten Steueraufwand von 13 (12) Mio. EUR.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl und Personalaufwendungen

Mitarbeiterzahl

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter verteilt sich wie folgt.

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  2011 2010
Industrieversicherung 2.610 2.441
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 5.810 6.792
Privat- und Firmenversicherung International 5.013 4.746
Rückversicherungsunternehmen 2.210 2.130
Konzernfunktionen 2.176 1.671
Gesamt ohne Personen in Ausbildung 17.819 17.780
Personen in Ausbildung 475 442
Gesamt 18.294 18.222

Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 18.314 (18.006) Mitarbeiter für den Konzern tätig.

Der Zuwachs im Segment Konzernfunktionen resultiert aus der Überführung der deutschen IT-Mitarbeiter in die 2011 gegründete Talanx Systeme AG.

Personalaufwendungen

Die folgenden Personalaufwendungen beinhalten vor allem die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Schadenaufwendungen (für Schadenregulierung) und die Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen.

Zusammensetzung der Personalaufwendungen

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In Mio. EUR 2011 2010
Löhne und Gehälter 956 925
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung    
Soziale Abgaben 119 137
Aufwendungen für Altersversorgung 71 19
Aufwendungen für Unterstützung 17 19
  207 175
Gesamt 1.163 1.100

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" werden als nahe stehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert.

Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), der unmittelbar sämtliche Anteile an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, zu denen in erster Linie die Tochtergesellschaften zählen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen, die at Equity bewertet wurden. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen.

Die nahe stehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G.

Geschäftsvorfälle zwischen Talanx und ihren Tochterunternehmen sowie zwischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich durch Konsolidierung eliminiert und werden somit im Anhang nicht erläutert. Im Berichtsjahr bestehen Ausleihungen an den HDI V. a. G. in Höhe von 112 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Oktober 2013. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Für die Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht, Seite 88 ff.

Anteilsbasierte Vergütung

Im Geschäftsjahr 2011 bestanden im Konzern die folgenden anteilsbasierten Vergütungspläne:

Aktienwert-Beteiligungsrechtsplan (ABR) der Hannover Rückversicherung AG (gültig seit 2000)

Share Award Plan (anteilsbasierte Vergütung in der Form von virtuellen Aktien, gültig seit 2011)

Nachfolgend werden die Pläne beschrieben und ihre Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Aktienwert-Beteiligungsrechtsplan der Hannover Rückversicherung AG

Der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzern-Führungskreises. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rückversicherung AG, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rückversicherung AG orientierten Barbetrags. Die Bilanzierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich ist in IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" geregelt.

Für das Berichtsjahr sind mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 8. November 2010 die Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten gekündigt worden, soweit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft auf Basis dieser Bedingungen Aktienwert-Beteiligungsrechte eingeräumt werden konnten (Teilbeendigung). Zugeteilte Aktienwert-Beteiligungsrechte bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit ausübbar. Für alle sonstigen Zuteilungsberechtigten gelten die Bedingungen im Berichtsjahr weiterhin.

Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 zugeteilt und werden für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht werden.

Das interne Erfolgskriterium ist das Erreichen des vom Aufsichtsrat festgelegten Zielergebnisses, ausgedrückt in "Diluted Earnings per Share" nach IAS 33 "Earnings per Share" (EPS). Wird das Zielergebnis über- oder unterschritten, wird die zunächst gewährte vorläufige Basisanzahl entsprechend erhöht bzw. reduziert und ergibt die EPS-Basisanzahl. Das externe Erfolgskriterium ist die relative Entwicklung des Aktienkurses im Zuteilungsjahr. Hierfür gilt der RBS Global Reinsurance Index (gewichtet) als Benchmark. Er beinhaltet die Entwicklung börsennotierter Rückversicherer der Welt. Entsprechend der Out- oder Underperformance dieses Index wird die EPS-Basisanzahl erhöht, jedoch maximal um 400 % der Basisanzahl, bzw. ermäßigt, aber maximal um 50 % der EPS-Basisanzahl.

Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt wurden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt für 40 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die erste Tranche jedes Zuteilungsjahres) zwei Jahre, für jeweils weitere 20 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die Tranchen zwei bis vier jedes Zuteilungsjahres) verlängert sich die Sperrfrist jeweils um ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rückversicherung AG.

Am 4. November 2009 hat der Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG für die Mitglieder des Vorstands und am 23. November 2009 der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG für die weiteren Mitglieder des Konzern-Führungskreises die Verlängerung der Wartezeit von zwei auf vier Jahre für die ab dem Zuteilungsjahr 2010 zu gewährenden Aktienwert-Beteiligungsrechte beschlossen. Nach Ablauf dieser Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten ABR ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten ABR beträgt jeweils ein weiteres Jahr.

Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an den letzten 20 Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes.

Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt.

Im Falle der Kündigung des Anstellungsverhältnisses oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrags oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauffolgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses.

Aus den Zuteilungen für die Jahre 2002 bis 2004 sowie 2006, 2007, 2009 und 2010 bestehen im Geschäftsjahr 2011 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für die Jahre 2001, 2005 und 2008 erfolgte keine Zuteilung.

Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG

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  Zuteilungsjahr
  2010 2009 2007 2006 2004 2003
Ausgabedatum 8.3.2011 15.3.2010 28.3.2008 13.3.2007 24.3.2005 25.3.2004
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Sperrfrist 4 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Basispreis (in EUR) 33,05 22,70 34,97 30,89 27,49 24,00
Teilnehmer im Jahr der Ausgabe 129 137 110 106 109 110
Anzahl ausgegebener Optionen 1.681.205 1.569.855 926.565 817.788 211.171 904.234
Fair Value zum 31.12.2011 (in EUR) 5,09 7,65 6,93 7,57 12,49 8,99
Maximalwert (in EUR) 8,92 8,76 10,79 10,32 24,62 8,99
Gewichteter Ausübungspreis - - 5,85 9,93 12,4 8,99
Bestand an Optionen zum 31.12.2011 1.665.950 1.495.890 844.231 252.443 119.439 2.714
Rückstellung zum 31.12.2011 (in Mio. EUR) 1,72 8,35 5,59 1,91 1,49 0,02
Auszahlungsbeträge im Geschäftsjahr 2011 (in Mio. EUR) - - 0,24 4,34 0,09 0,01
Aufwand im Geschäftsjahr 2011 (in Mio. EUR) 1,72 4,45 -0,27 -0,23 -0,47 -
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  Zuteilungsjahr 2002
Ausgabedatum 11.4.2003
Laufzeit 10 Jahre
Sperrfrist 2 Jahre
Basispreis (in EUR) 23,74
Teilnehmer im Jahr der Ausgabe 113
Anzahl ausgegebener Optionen 710.429
Fair Value zum 31.12.2011 (in EUR) 8,79
Maximalwert (in EUR) 8,79
Gewichteter Ausübungspreis n. a.
Bestand an Optionen zum 31.12.2011 -
Rückstellung zum 31.12.2011 (in Mio. EUR) -
Auszahlungsbeträge im Geschäftsjahr 2011 (in Mio. EUR) 0,02
Aufwand im Geschäftsjahr 2011 (in Mio. EUR) -

Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells.

Den Berechnungen sind der Jahresschlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 14. Dezember 2011 von 35,985 EUR, eine erwartete Volatilität von 41,33 % (historische Volatilität auf Fünfjahresbasis), eine Dividendenrendite von 5,56 % und ein risikofreier Zinssatz von 0,27 % für das Zuteilungsjahr 2003, 0,51 % für das Zuteilungsjahr 2004, 1,05 % für das Zuteilungsjahr 2006, 1,31 % für das Zuteilungsjahr 2007, 1,79 % für das Zuteilungsjahr 2009 und 1,99 % für das Zuteilungsjahr 2010 zugrunde gelegt worden.

Im Geschäftsjahr 2011 ist für 100 % der für die Jahre 2002 bis 2004, für 80 % der für das Jahr 2006 und für 60 % der für das Jahr 2007 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 2.365 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2002, 602 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2003, 7.183 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004, 437.491 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2006 und 41.583 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2007. Die Summe der Auszahlungsbeträge belief sich auf 4,7 Mio. EUR.

Der Bestand der Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG hat sich wie folgt entwickelt.

Entwicklung des Aktienwert-Beteiligungsrechtsplans der Hannover Rückversicherung AG/Anzahl der Optionen

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  Zuteilungsjahr
  2010 2009 2007 2006 2004 2003
Ausgegeben 2003 - - - - - -
Ausgeübt 2003 - - - - - -
Verfallen 2003 - - - - - -
Bestand 31.12.2003 - - - - - -
Ausgegeben 2004 - - - - - 904.234
Ausgeübt 2004 - - - - - -
Verfallen 2004 - - - - - 59.961
Bestand 31.12.2004 - - - - - 844.273
Ausgegeben 2005 - - - - 211.171 -
Ausgeübt 2005 - - - - - -
Verfallen 2005 - - - - 6.397 59.834
Bestand 31.12.2005 - - - - 204.774 784.439
Ausgegeben 2006 - - - - - -
Ausgeübt 2006 - - - - - 278.257
Verfallen 2006 - - - - 14.511 53.578
Bestand 31.12.2006 - - - - 190.263 452.604
Ausgegeben 2007 - - - 817.788 - -
Ausgeübt 2007 - - - - 12.956 155.840
Verfallen 2007 - - - 8.754 13.019 38.326
Bestand 31.12.2007 - - - 809.034 164.288 258.438
Ausgegeben 2008 - - 926.565 - - -
Ausgeübt 2008 - - - - 1.699 121.117
Verfallen 2008 - - - 3.103 1.443 2.162
Bestand 31.12.2008 - - 926.565 805.931 161.146 135.159
Ausgegeben 2009 - - - - - -
Ausgeübt 2009 - - - - 1.500 79.262
Verfallen 2009 - - 17.928 16.158 3.192 -
Bestand 31.12.2009 - - 908.637 789.773 156.454 55.897
Ausgegeben 2010 - 1.569.855 - - - -
Ausgeübt 2010 - - 10.399 95.380 29.832 52.581
Verfallen 2010 - 34.255 8.380 2.642 - -
Bestand 31.12.2010 - 1.535.600 889.858 691.751 126.622 3.316
Ausgegeben 2011 1.681.205 - - - - -
Ausgeübt 2011 - - 41.583 437.491 7.183 602
Verfallen 2011 15.245 39.710 4.044 1.817 - -
Bestand 31.12.2011 1.665.960 1.495.890 844.231 252.443 119.439 2.714
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  Zuteilungsjahr 2002
Ausgegeben 2003 710.429
Ausgeübt 2003 -
Verfallen 2003 23.765
Bestand 31.12.2003 686.664
Ausgegeben 2004 -
Ausgeübt 2004 -
Verfallen 2004 59.836
Bestand 31.12.2004 626.828
Ausgegeben 2005 -
Ausgeübt 2005 193.572
Verfallen 2005 23.421
Bestand 31.12.2005 409.835
Ausgegeben 2006 -
Ausgeübt 2006 160.824
Verfallen 2006 22.896
Bestand 31.12.2006 226.115
Ausgegeben 2007 -
Ausgeübt 2007 110.426
Verfallen 2007 10.391
Bestand 31.12.2007 105.298
Ausgegeben 2008 -
Ausgeübt 2008 93.747
Verfallen 2008 944
Bestand 31.12.2008 10.607
Ausgegeben 2009 -
Ausgeübt 2009 560
Verfallen 2009 -
Bestand 31.12.2009 10.047
Ausgegeben 2010 -
Ausgeübt 2010 7.682
Verfallen 2010 -
Bestand 31.12.2010 2.365
Ausgegeben 2011 -
Ausgeübt 2011 2.365
Verfallen 2011 -
Bestand 31.12.2011 -

Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 4,7 Mio. EUR. Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nichttechnischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäftsjahr 2011 19,1 (18,6) Mio. EUR. Der Aufwand beträgt insgesamt 5,2 (9,4) Mio. EUR.

Share Award Plan

Die Aufsichtsräte der Talanx und der wesentlichen Konzerngesellschaften einschließlich der Hannover Rückversicherung AG haben beschlossen, mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 für die Mitglieder ihrer Vorstände ein "Share-Award-Programm" einzuführen, das die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten in Form von virtuellen Aktien, sog. "Share Awards", vorsieht und 20 % der jeweils festgesetzten variablen Vergütung umfasst. Das Share-Award-Programm gibt es in zwei Ausprägungen:

Talanx Share Awards (für Vorstände der Talanx und der wesentlichen Konzerngesellschaften ex Hannover Rückversicherung AG)

Hannover Rück Share Awards (für Vorstände der Hannover Rückversicherung AG - ersetzt den mit Wirkung zum Berichtsjahr gekündigten Aktienwert-Beteiligungsrechtsplan, ab Geschäftsjahr 2012 auch für bestimmte Führungskräfte der Hannover Rückversicherung AG)

Die Share Awards begründen keinen Anspruch auf Lieferung von Aktien, sondern lediglich auf Zahlung eines Barbetrags nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen.

Im Rahmen des Share-Award-Programms sind diejenigen Personen zuteilungsberechtigt, denen nach ihrem Dienstvertrag ein Anspruch auf Gewährung von Share Awards eingeräumt ist und deren Dienstverhältnis zum jeweiligen Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards besteht und nicht durch Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung vor Ablauf der Sperrfrist endet.

Share Awards werden erstmals für das Geschäftsjahr 2011 und dann jeweils für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt.

Grundsätzlich bestimmt sich die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards nach dem Wert je Aktie. Der Wert je Aktie richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Für die Talanx Share Awards gilt zurzeit der Buchwert des Eigenkapitals des nach internationalen Rechungslegungsstandards aufgestellten Konzernabschlusses für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr je Aktie als Berechnungsgrundlage. Sobald die Talanx AG börsennotiert ist, wird der Wert je Aktie der Talanx gemäß den oben genannten Grundsätzen zugrunde gelegt. Für die Hannover Rück Share Awards wird der Wert je Aktie der Hannover Rückversicherung AG (Bestimmung s. o.) zugrunde gelegt.

Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich aus der Division des Betrags, der für die Zuteilung von Share Awards für den jeweiligen Berechtigten zur Verfügung steht (20 % der jeweils festgesetzten variablen Vergütung), durch den Wert je Aktie, bei den Hannover Rück Share Awards ab sofort, bei den Talanx Share Awards ab Börsennotierung der Talanx AG, aufgerundet auf die nächste volle Aktie.

Die Zuteilung von Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung bedarf. Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der für den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Aktie gemäß oben genannten Definitionen gezahlt. Für die Wertberechnung gelten die Vorschriften des vorangegangenen Absatzes entsprechend.

Dem jeweiligen Berechtigten ist der Betrag zu zahlen, der der Summe der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelten Werte der zugeteilten Share Awards, für die die Sperrfrist von vier Jahren abgelaufen ist, entspricht. Der Betrag wird im Monat nach Ablauf des für die Ermittlung des Wertes je Aktie nach den vorstehenden Absätzen maßgeblichen Zeitraums überwiesen. Gegebenenfalls abzuführende Steuern und Sozialversicherungsabgaben werden dabei in Abzug gebracht.

Mit Zahlung des Wertes der Share Awards wird zusätzlich ein Betrag in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet wurden. Die Höhe der Dividende ist die Summe aller während der Laufzeit der Share Awards ausgeschütteten Dividenden je Aktie, multipliziert mit der Anzahl der Share Awards, die zum Auszahlungszeitpunkt für den jeweiligen Berechtigten zur Auszahlung kommen. Im Falle einer vorzeitigen Auszahlung der Share Awards erfolgt die Auszahlung des Wertes der Dividenden nur für den Zeitraum bis zum Eintritt des die vorzeitige Auszahlung auslösenden Ereignisses. Eine anteilige Berücksichtigung noch nicht ausgeschütteter Dividenden erfolgt nicht.

Endet das Vorstandsmandat oder das Dienstverhältnis mit dem Berechtigten, so behält dieser seine Ansprüche auf Zahlung des Wertes für bereits zugeteilte Share Awards nach dem Ablauf der jeweiligen Sperrfrist, es sei denn, die Beendigung des Vorstandsmandats oder des Dienstvertrags beruht auf (i) einer Amtsniederlegung/Eigenkündigung des Berechtigten mit Ausnahme einer Niederlegung/Kündigung durch das Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund, (ii) einer Nichtannahme eines Verlängerungsangebots zu zumindest gleichen Vertragsbedingungen durch den Berechtigten (Ausnahme: der Berechtigte hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand der jeweiligen Gesellschaft zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), (iii) einer außerordentlichen fristlosen Kündigung des Dienstvertrags des Berechtigten durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund oder (iv) einer Abberufung aus wichtigem Grund im Sinne von § 84 Abs. 3 AktG (Ausnahme: Vertrauensentzug). Im Todesfall gehen die Ansprüche aus den bereits zugeteilten bzw. noch zuzuteilenden Share Awards auf die Erben über.

Ein Anspruch auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalles oder Todesfall hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Berechtigten erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung.

Kommt es während der Laufzeit des Share-Award-Programms zu einer Veränderung des Grundkapitals oder zu Umstrukturierungsmaßnahmen, die sich unmittelbar auf das Grundkapital oder (wie Aktiensplit oder Aktienzusammenlegung) die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien auswirken (jeweils "Strukturmaßnahme") und hat dies eine (positive oder negative) Wertveränderung der Share Awards von kumulativ 10 % oder mehr zur Folge, so wird die Methode der Wertermittlung der einzelnen Share Awards oder die Anzahl der Share Awards entsprechend angepasst, um eine durch die Strukturmaßnahme entstehende Wertveränderung der Share Awards auszugleichen.

Die Anpassung erfolgt durch den Aufsichtsrat der Talanx AG für die Talanx Share Awards bzw. den Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG für die Hannover Rück Share Awards, sodass der Gesamtwert der zugeteilten Share Awards unmittelbar nach der Durchführung der Strukturmaßnahme soweit wie möglich dem Gesamtwert der Share Awards unmittelbar vor Durchführung der Strukturmaßnahme entspricht.

Der Share Award Plan wird im Konzern als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 bilanziert. Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsbasis der Talanx Share Awards und der Hannover Rück Share Awards werden die weiteren Angaben für die beiden Ausprägungen des Share-Award-Programms nachfolgend getrennt dargestellt:

Talanx Share Awards

Der vorläufige beizulegende Zeitwert beträgt 33.486 EUR pro Stück bei einer voraussichtlichen Zuteilung von insgesamt 54,26 Stück zuzüglich der Barwertsumme der bis zum Laufzeitende erworbenen Dividendenansprüche. Erwartete Dividendenzahlungen werden nicht berücksichtigt. Ansprüche aus Dividenden sind im Berichtsjahr nicht entstanden. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem anteiligen Eigenkapital (ab Börsennotierung nach dem Aktienkurs) zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dabei wird der Wert der Aktie mit der voraussichtlichen Stückzahl multipliziert.

Der Personalaufwand aus Share Awards wird periodengerecht über die Laufzeit der Dienstverträge verteilt. Im Rahmen der ratierlichen Zuschreibung der Zeitwerte wurden der Rückstellung für Share Awards im Jahr 2011 erstmals Personalaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR zugeführt. Der Betrag wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Hannover Rück Share Awards

Der vorläufige beizulegende Zeitwert beträgt 38,325 EUR pro Stück bei einer voraussichtlichen Zuteilung von insgesamt 24.390 Stück zuzüglich der Barwertsumme der bis zum Laufzeitende erworbenen Dividendenansprüche. Erwartete Dividendenzahlungen werden nicht berücksichtigt. Ansprüche aus Dividenden im Berichtsjahr sind zum Bilanzstichtag nicht entstanden. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Börsenkurs der Aktie zum Bewertungsstichtag (30. Dezember 2011). Dabei wird der Aktienkurs mit der voraussichtlich zuzuführenden Stückzahl multipliziert. Durch die plangemäße Bestimmung des Werts je Aktie nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird, ergibt sich eine Anpassung des im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierten beizulegenden Zeitwerts und der Stückzahl der zuzuteilenden Share Awards, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr berücksichtigt wird.

Der Personalaufwand aus Share Awards wird periodengerecht über die Laufzeit der Dienstverträge der Vorstände verteilt. Im Rahmen der ratierlichen Zuschreibung der Zeitwerte wurden der Rückstellung für Share Awards im Berichtsjahr erstmals Personalaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR zugeführt. Der Betrag wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Rechtsstreitigkeiten

Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ist als Folge der Verschmelzung mit der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG als übernehmende Gesellschaft Beteiligte eines Kartellordnungswidrigkeitenverfahrens geworden. Das Bundeskartellamt hatte im März 2005 neben anderen deutschen Versicherern u. a. gegen die Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG wegen angeblicher Kartellabsprachen im deutschen Industrieversicherungsmarkt ein Bußgeld in Höhe von 19 Mio. EUR verhängt. Im Januar 2010 hat das OLG Düsseldorf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG vom Kartellvorwurf freigesprochen, weil eine Haftung als Rechtsnachfolgerin der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG nicht in Betracht komme. Der Bundesgerichtshof hat den Freispruch zugunsten der HDI-Gerling Industrie Versicherung durch Verwerfung der gegen das Urteil eingelegten Rechtsbeschwerde der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf im November 2011 endgültig bestätigt und sich hierbei unserer rechtlichen und wirtschaftlichen Argumentation vollständig angeschlossen. Das Verfahren ist damit rechtskräftig abgeschlossen.

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat im September 2011 ein Bußgeld in Höhe 6 Mio. EUR wegen angeblicher Kartellabsprachen in der Region Kampanien gegen die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG verhängt. Die Gesellschaft hat gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt.

Aus dem Erwerb der Lion Insurance Company, Trenton, USA, durch unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance, Inc., Wilmington, USA, bestand mit den früheren Eigentümern der Lion Insurance Company ein Rechtsstreit über die Freigabe eines Treuhandkontos in Höhe von ca. 14 Mio. USD, das als Sicherheit für Verbindlichkeiten der früheren Eigentümer im Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäftssegment diente. Das Verfahren wurde durch Teilvergleich und Gerichtsurteil im August 2011 unter Aufteilung des Treuhandkontos auf die beteiligten Parteien beendet.

Mit Ausnahme dieser Verfahren bestanden in der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts -keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Garantien in Form von Letters of Credit von verschiedenen Kreditinstituten für uns zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten 3.164 2.842
Treuhandkonten in den USA (Master Trust Funds, Supplement Trust Funds und Single Trust Funds) zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten; die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere werden überwiegend als "jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" im Bestand der Kapitalanlagen ausgewiesen1) 3.136 2.884
Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten als Sicherheiten zugunsten Rückversicherer und Zedenten; im Allgemeinen außerhalb der USA 2.071 1.902
Garantieerklärungen für begebene nachrangige Schuldverschreibungen: Die Garantien decken die jeweiligen Bondvolumina sowie die fälligen Zinsen ab. 1.959 2.131
Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements: Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Gesellschaften in Form von Personengesellschaften. 648 333
Verpflichtungen aus Mieten/Leasinggeschäften2) 477 492
Einzahlungsverpflichtungen sowie Beitragszahlungen nach §§ 124 ff. VAG als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer 410 372
Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Kreditinstituten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen 309 258
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus beabsichtigten Unternehmenserwerben 277 -
Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Serviceverträgen - vorwiegend im Zusammenhang mit IT-Auslagerungsverträgen 165 186
Zur Sicherheitenstellung bestehender Derivatgeschäfte in Sperrdepots hinterlegte Kapitalanlagen: Wir haben für bestehende Derivatgeschäfte Sicherheiten mit einem beizulegenden Zeitwert von 5 (0) Mio. EUR erhalten.1) 37 108
Verpflichtungen aus strukturierten Papieren durch Andienungsrechte von Emittenten: Die möglichen Inanspruchnahmen betragen 10 Mio. EUR für 2012 (31.12.2010: 159 Mio. EUR für 2011 und 11 Mio. EUR für 2012). 10 170
Sonstige Verpflichtungen 63 36
Gesamt 12.726 11.714

1) Die Angabe bezieht sich im Wesentlichen auf den Zeitwert/Buchwert
2) Details siehe nachfolgende Angaben zu Mieten und Leasing auf Seite 284

Bei unseren Erstversicherungssegmenten sowie im Geschäftsbereich Konzernfunktionen wurden finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 8 Mio. EUR verpfändet (in der Aufstellung enthalten). Sie dienen der Besicherung von Devisenoptionen (2 Mio. EUR) und als Sicherheit für künftige Mietverpflichtungen (6 Mio. EUR).

Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse.

Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte.

Bei den Angaben handelt es sich grundsätzlich um Nominalbeträge.

Mieten und Leasing

Leasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Mieter/Leasingnehmer sind

Zum Bilanzstichtag bestehen offene Verpflichtungen aus unkündbaren Vertragsverhältnissen in Höhe von 477 (492) Mio. EUR.

Zukünftige Leasingverpflichtungen

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In Mio. EUR 2012 2013 2014 2015 2016 Nachfolgend
Ausgaben 49 44 39 36 33 276

Aus Operating-Leasing-Verträgen fielen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 39 (51) Mio. EUR an. Mehrjährige Mietverhältnisse bestanden vor allem bei Tochtergesellschaften der Hannover Rückversicherung AG in Afrika und den USA. Darüber hinaus betreffen die Verpflichtungen mehrjährige Mietverhältnisse von Erstversicherungsunternehmen im Inland.

Zum Bilanzstichtag bestanden Aufwendungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen in geringem Umfang (0,1 Mio. EUR).

Leasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Vermieter/Leasinggeber sind

Der Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 492 (340) Mio. EUR.

Zukünftige Mieteinnahmen

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In Mio. EUR 2012 2013 2014 2015 2016 Nachfolgend
Einnahmen 83 80 75 73 70 111

Die Mieteinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 74 (65) Mio. EUR. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten einer in den USA ansässigen Grundstücksgesellschaft im Segment Schaden-Rückversicherung wie auch aus der Vermietung von Grundstücken in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen.

Bezüge der Organe der Obergesellschaft

Zum Bilanzstichtag setzte sich der Vorstand aus 7 (7) aktiven Mitgliedern zusammen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 9.939 (7.035) TEUR. Im Rahmen des 2011 neu eingeführten anteilsbasierten Vergütungssystems hat der Vorstand Ansprüche auf virtuelle Aktien mit einem Zeitwert in Höhe von 907 TEUR (27,08 Stück)* aus dem Talanx-Share-Award-Programm und einem Zeitwert in Höhe von 233 TEUR (6.072 Stück)* aus dem Hannover Rück-Share-Award-Programm. Darüber hinaus wurden einem Vorstandsmitglied im Berichtsjahr für das Jahr 2010 Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rück in Höhe von 296,9 TEUR (57.500 Stück) gewährt.

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 1.493 (790) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 10.736 (11.747) TEUR als "Projected Benefit Obligations" zurückgestellt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 2.135 (1.857) TEUR. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen bestehen nicht.

Vorschüsse wurden den Organmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Zum Bilanzstichtag bestand ein Hypothekendarlehen eines Aufsichtsratsmitglieds in Höhe von 64 (80) TEUR mit einer Restlaufzeit von vier Jahren und drei Monaten. Im Berichtsjahr wurden 15 TEUR getilgt, der vereinbarte Zinssatz beträgt nominal 4,2 % (effektiv 4,2 %).

Die weiteren Angaben zu Organbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht (Seite 88 ff.) enthalten. Die dortigen Informationen beinhalten auch den individualisierten Ausweis der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats und sind Bestandteil des Konzernabschlusses.

* Die Angaben für die anteilsbasierte Vergütung und die Stückzahl der Zuteilung stehen nach der Konzernbilanz-Aufsichtsratssitzung endgültig fest. Die ausgewiesenen Werte basieren auf einer bestmöglichen Schätzung

Honorar des Abschlussprüfers

Konzernabschlussprüfer der Talanx-Gruppe ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG AG).

Die von der KPMG AG und deren verbundenen Unternehmen* im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare im Sinne von § 318 HGB betrugen 10,8 (12,7) Mio. EUR. Im Betrag enthalten sind 7,9 (9,2) Mio. EUR Abschlussprüfungsleistungen, 0,4 (0,1) Mio. EUR für andere Bestätigungsleistungen, 0,3 (0,9) Mio. EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 2,2 (2,5) Mio. EUR für sonstige Leistungen.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG haben am 13. Dezember 2011 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rückversicherung AG finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http://www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/index.html).

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres

Großschadenereignisse

Der Brand der Bohrplattform KS Endeavor vor der Küste von Nigeria am 16. Januar 2012 wird für unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück zu einem geschätzten Schaden in einem sehr niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich führen.

Am 16. sowie am 23. Januar 2012 berichtete die Hannover Rückversicherung AG über die Auswirkungen der Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia auf die Hannover Rück, die für sie zu einem Großschaden führt. Die Nettobelastung aus der Schiffskaskoversicherung beläuft sich auf ca. 30 Mio. EUR, Haftpflichtansprüche sind zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Der Gesamtschaden für die Hannover Rück als einen der führenden Transportrückversicherer könnte sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen.

* KPMG AG und deren verbundene Unternehmen umfassten zum 31. Dezember 2011 die KPMG-Gesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Spanien, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Türkei sowie in den GUS-Staaten die Gesellschaften in Russland, der Ukraine, Kasachstan, Kirgisistan, Georgien und Armenien

Sonstige Ereignisse

Mit Pressemitteilung vom 20. Januar 2012 hat unsere Tochtergesellschaft Talanx International AG, Hannover, den Erwerb von 100 % der TUiR Warta S. A. (Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji Warta S. A.) von der belgischen KBC-Gruppe zum Preis von 770 Mio. EUR bekannt gegeben. Der Erwerb steht u. a. unter dem Genehmigungsvorbehalt der zuständigen Behörden. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs soll unser strategischer japanischer Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company 30 % dieser Anteile übernehmen. Zur Warta-Gruppe gehört auch der Lebensversicherer Warta Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie S. A. Da wir das Closing für die zweite Hälfte 2012 erwarten, sind Angaben nach IFRS 3 unterblieben.

Mit Pressemitteilung vom 26. Januar 2012 informierte die Hannover Rückversicherung AG über die erneute Beteiligung des Kapitalmarkts an (Natur-)Katastrophenrisiken durch eine Aufstockung der Schutzdeckung "K-Zession" (vormals "K6") in Höhe von umgerechnet rund 15 Mio. EUR auf 270 Mio. EUR. Die Schutzdeckung ist ein proportionales Retrozessionsprogramm, mit dem das traditionelle Schutzdeckungsprogramm zur Absicherung gegen Spitzenrisiken, wie beispielsweise Naturkatastrophen, ergänzt wird. Die Transaktion wurde weltweit bei institutionellen Investoren platziert und ist vollständig besichert. Die Zessionsrate beträgt rund 37 % und bezieht sich auf ein Portefeuille aus nichtproportionalen Rückversicherungsverträgen der sechs Hauptzonen für Katastrophenrisiken sowie auf die Luftfahrt- und Transport-(inklusive Meerestechnik-)Sparten.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Talanx AG

1. Tochterunternehmen In den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
Industrieversicherung  
HDI Gerling Insurance of South Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
HDI HANNOVER International España, Cía de Seguros y Reaseguros S. A., Madrid, Spanien 100,00
HDI Versicherung AG, Wien, Österreich 100,00
HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago, USA 100,00
HDI-Gerling Assurances S. A., Brüssel, Belgien 100,00
HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Deutschland 100,00
HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam, Niederlande 100,00
HDI-Gerling Welt Service AG, Hannover, Deutschland 100,00
HG Sach AltInvest GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland6),8) 100,00
HG-I Alternative Investments Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 100,00
IVEC Institutional Venture and Equity Capital AG, Köln, Deutschland8) 100,00
Riethorst Grundstückgesellschaft AG & Co. KG, Hannover, Deutschland6),8) 100,00
Privat- und Firmenversicherung Deutschland  
Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00
CiV Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden 100,00
Credit Life International Lebensversicherung AG (vormals: Erste Credit Life International AG), Hilden 100,00
Credit Life International Versicherung AG (vormals: Zweite Credit Life International AG), Hilden 100,00
GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln 100,00
HDI Direkt Versicherung AG, Hannover 100,00
HDI-GERLING Financial Service GmbH, Wien, Österreich 100,00
HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover 100,00
HDI-Gerling Friedrich Wilhelm Rückversicherung AG, Köln 100,00
HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Köln5) 100,00
HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln 100,00
HDI-Gerling Pensionsfonds AG, Köln 100,00
HDI-Gerling Pensionskasse AG, Köln 100,00
HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Köln5) 100,00
HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover5) 100,00
HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover6) 100,00
neue leben Holding AG, Hamburg 67,50
neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg 100,00
neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg 100,00
PARTNER OFFICE AG, Köln5) 100,00
PB Lebensversicherung AG, Hilden 100,00
PB Pensionsfonds AG, Hilden 100,00
PB Pensionskasse AG, Hilden 100,00
PB Versicherung AG, Hilden 100,00
Talanx Deutschland AG, Hannover5) 100,00
Talanx Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH (vormals: Proactiv Communication Center GmbH), Hilden5) 100,00
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  %-Anteil am Kapital1)
Talanx Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden5) 100,00
Talanx Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH (vormals: Proactiv Servicegesellschaft mbH), Hilden5) 100,00
TARGO Lebensversicherung AG, Hilden 100,00
TARGO Versicherung AG, Hilden 100,00
Privat- und Firmenversicherung International  
ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein 100,00
ASPECTA Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg 100,00
CiV Hayat Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei 100,00
HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen 100,00
HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien 100,00
HDI Immobiliare S. r. L., Rom, Italien 100,00
HDI Seguros S. A. de C.V., León, Mexiko 99,47
HDI Seguros S.A., Montevideo, Uruguay 100,00
HDI Seguros S. A., Santiago, Chile 99,93
HDI Seguros S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
HDI Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei 100,00
HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, Ukraine 99,28
HDI Zahstrahovane AD, Sofia, Bulgarien 94,00
HDI-Gerling Zycie Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen 100,00
InChiaro Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien 51,00
InLinea S. p. A., Rom, Italien 70,00
Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile 100,00
L'UNION de Paris Compañía Argentina de Seguros S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
Magyar Posta Biztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn 66,93
Magyar Posta Életbiztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn 66,93
OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, Russland 100,00
OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland 100,00
Protecciones Esenciales S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
Saint Honoré Iberia S. L., Madrid, Spanien 100,00
Talanx International AG, Hannover, Deutschland5) 100,00
Schaden-Rückversicherung  
11 Stanwix LLC, Wilmington, USA15) 100,00
300 South Orange Avenue LLC, Wilmington, USA15) 100,00
402 Santa Monica Blvd. LLC, Wilmington, USA15) 100,00
465 Broadway LLC, Wilmington, USA15) 100,00
5115 Sedge Boulevard LP, Chicago, USA15) 84,00
5115 Sedge Corporation, Chicago, USA15) 100,00
Atlantic Capital Corporation, Wilmington, USA11),14) 100,00
Cargo Transit Insurance (Pty) Ltd., Helderkruin, Südafrika16) 80,00
Clarendon Insurance Group Inc., Wilmington, USA14) 100,00
Compass Insurance Company Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 100,00
Construction Guarantee (Pty.) Ltd., Parktown, Südafrika16) 60,00
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  %-Anteil am Kapital1)
E+S Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland 63,69
Envirosure Underwriting Managers (Pty.) Ltd., Durban, Südafrika16) 60,00
Film & Entertainment Underwriters SA (Pty). Ltd., Northcliff, Südafrika16) 51,00
Funis GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 100,00
Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 80,00
Gem & Jewel Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 70,00
GLL HRE CORE PROPERTIES LP, Wilmington, USA15) 99,90
GLL Terry Francois Blvd. LLC, Wilmington, USA15) 50,95
Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 100,00
Hannover Euro Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland8) 100,00
Hannover Euro Private Equity Partners III GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland8),9) 100,00
Hannover Euro Private Equity Partners IV GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland7),8) 100,00
Hannover Finance (Luxembourg) S.A., Luxemburg, Luxemburg 100,00
Hannover Finance (UK) Limited, Virginia Water, Großbritannien 100,00
Hannover Finance Inc., Wilmington, USA13) 100,00
Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 100,00
Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 100,00
Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,00
Hannover Re Advanced Solutions Ltd., Dublin, Irland12) 100,00
Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland 100,00
Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Köln, Deutschland 100,00
Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando, USA13) 100,00
Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland 100,00
Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 100,00
Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika13) 100,00
Hannover Reinsurance Mauritius Ltd., Port Louis, Mauritius16) 100,00
Hannover ReTakaful B.S.C (c), Manama, Bahrain 100,00
Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland 100,00
Hannover Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland 50,22
Hannover Services (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien 100,00
HAPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland 100,00
HAPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 100,00
HEPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland8) 100,00
HEPEP III Holding GmbH, Köln, Deutschland8) 100,00
HILSP Komplementär GmbH, Hannover, Deutschland 100,00
Hospitality Industries Underwriting Consultants (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 90,00
Indoc Holdings S.A., Luxemburg, Luxemburg11),16) 100,00
Integra Insurance Solutions Limited, Bradford, Großbritannien 74,99
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  %-Anteil am Kapital1)
Inter Hannover (No. 1) Ltd., London, Großbritannien 100,00
International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, Großbritannien 100,00
Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika16) 75,50
Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 51,00
Micawber 185 (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 100,00
MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika16) 80,00
MUA Insurance Company Ltd., Kapstadt, Südafrika16) 100,00
One Winthrop Square LLC, Wilmington, USA15) 100,00
Oval Office Grundstücks GmbH, Hannover, Deutschland8) 100,00
Peachtree (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika11),16) 100,00
Secquaero ILS Fund Ltd., Georgetown, Grand Cayman, Cayman-Inseln 100,00
SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 72,20
Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika16) 90,00
Transit Underwriting Managers (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika16) 100,00
Woodworking Risk Acceptances (Pty) Ltd., Pietermaritzburg, Südafrika16) 60,00
Personen-Rückversicherung  
Hannover Life Re AG, Hannover, Deutschland 100,00
Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien 100,00
Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland 100,00
Hannover Life Reassurance (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien 100,00
Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda 100,00
Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA 100,00
Konzernfunktionen  
Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 100,00
AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, Deutschland 100,00
Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals: GERLING Beteiligungs-GmbH), Hannover, Deutschland 100,00
HDI Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland7),8),9) 100,00
HEPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 100,00
HEPEP III Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 100,00
HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln, Deutschland 100,00
Talanx Asset Management GmbH (vormals: AmpegaGerling Asset Management GmbH), Köln, Deutschland5) 100,00
Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland6) 100,00
Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg 100,00
Talanx Immobilien Management GmbH (vormals: AmpegaGerling Immobilien Management GmbH), Köln, Deutschland5) 100,00
Talanx Reinsurance Broker AG (vormals: Protection Reinsurance Intermediaries AG, Hannover, Deutschland5),7),8),9) 100,00
Talanx Service AG, Hannover, Deutschland5) 100,00
Talanx Systeme AG, Hannover, Deutschland5) 100,00

2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds a) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Spezialfonds

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  %-Anteil am Fondsvermögen1)
Industrieversicherung  
Ampega-Vienna-Bonds-Fonds, Wien, Österreich 100,00
GERLING EURO-RENT 3, Köln, Deutschland 100,00
Privat- und Firmenversicherung Deutschland  
Ampega-nl-Balanced-Fonds, Köln 100,00
Ampega-nl-Euro-DIM-Fonds, Köln 100,00
Ampega-nl-Global-Fonds, Köln 100,00
Ampega-nl-Rent-Fonds, Köln 100,00
Ampega-TAL-A-Fonds, Köln 100,00
Gerling Immo Spezial 1, Köln 100,00
GKL SPEZIAL RENTEN, Köln 100,00
HDI Gerling-Sach Industrials, Köln 100,00
HGLV-Financial, Köln 100,00
PBVL-Corporate, Köln 100,00
terrAssisi Aktien I AMI, Köln 64,26
Privat- und Firmenversicherung International  
BNP-HDI Credit FI Renda Fixa Credito Privado, São Paulo, Brasilien 100,00
Credit Suisse HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien 100,00
CSHG Hannover FI Multimercado Credito Privado, São Paulo, Brasilien 100,00
HSBC FI Renda Fixa Hannover, São Paulo, Brasilien 100,00
HSBC Performance HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien 100,00
UBS Pactual HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien 100,00
Schaden-Rückversicherung  
FRACOM FCP, Paris, Frankreich 100,00

2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds b) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaften

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  %-Anteil am Kapital1)
Schaden-Rückversicherung  
Hannover Re (Guernsey) PCC Ltd., St. Peter Port, Großbritannien 100,00
Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda 88,00

3. In dem Konzernabschluss at Equity bewertete assoziierte Unternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
Apulia Prontoprestito S. p. A., Rom, Italien10) 10,60
aspect online AG, Augsburg, Deutschland 21,09
C-QUADRAT Investment AG, Wien, Österreich 25,56
Camargue Underwriting Managers (Pty) Ltd., Parktown, Südafrika16) 26,00
Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 37,33
Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 40,00
Flexible Accident & Sickness Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 40,00
HANNOVER Finanz GmbH, Hannover, Deutschland 25,00
ITAS Vita S. p. A., Trient, Italien 34,88
neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg, Deutschland 49,00
Petro Vietnam Insurance Holdings, Hanoi, Vietnam 25,00
Takafol South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika16) 49,00
WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover, Deutschland 40,00

4. Wegen untergeordneter Bedeutung nicht at Equity in den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
Capital System GmbH, Hannover, Deutschland 49,00
Clarus Holding GmbH, Wiesbaden, Deutschland 25,10
Energi, Inc. (vormals: Energi Holding Inc.), Peabody, USA 28,50
Hannover Care AB, Stockholm, Schweden 30,00
Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 50,00
PlaNet Guarantee (SAS), Saint-Ouen, Frankreich 23,58
Sciemus Power MGA Limited, London, Großbritannien 25,00
VOV Verwaltungsorganisation für Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherungen für Mitglieder von Organen juristischer Personen GmbH, Köln, Deutschland 25,00
XS Direct Holding Ltd., Dublin, Irland 25,00

5. In den Konzernabschluss nach IFRS einbezogenes Gemeinschaftsunternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
Credit Life International Services GmbH, Neuss, Deutschland 50,00

6. Wegen untergeordneter Bedeutung nicht als Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
nl-PS Betriebliche Vorsorge GmbH, Erlangen, Deutschland 50,00

7. In den Konzernabschluss nach IFRS nicht einbezogene verbundene Unternehmen

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  %-Anteil am Kapital1)
Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. GmbH, Köln, Deutschland 100,00
CiV Immobilien GmbH, Hilden, Deutschland 100,00
Clarenfin (Pty) Ldt., Johannesburg, Südafrika12) 100,00
Desarollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de CV, Leon, Mexiko 100,00
Gente Compania de Soluciones Profesionales de Mexico, S. A. de C. V., Leon, Mexiko 100,00
Gerling Insurance Agency, Inc., Chicago, USA 100,00
Gerling Norge A/S, Oslo, Norwegen 100,00
GERLING Sustainable Development Project-GmbH, Köln, Deutschland 100,00
Gerling-Konzern Panamericana Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
Glencar Underwriting Managers, Inc., Itasca, USA 95,90
H. J. Roelofs Assuradeuren B.V., Rotterdam, Niederlande 100,00
Hannover Life Re Consultants, Inc., Orlando, USA 100,00
Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbai, Indien 100,00
Hannover Re Services Italy S. r. L., Mailand, Italien 100,00
Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan 100,00
Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA 100,00
Hannover Risk Consultants B. V., Rotterdam, Niederlande 100,00
Hannover Rückversicherung AG Escritorio de Representação no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 100,00
Hannover Services (Mexico) S. A. de C. V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland 50,00
HDI Direkt Service GmbH, Hannover, Deutschland 100,00
HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty., Ltd., Sydnea, Australien 100,00
HDI-Gerling Schadenregulierung GmbH (vormals: HDI-Gerling Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH), Hannover, Deutschland 100,00
HDI-Gerling Services S. A., Brüssel, Belgien 100,00
HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH, Hannover, Deutschland 100,00
HR Hannover Re Correduria de Reaseguros S. A., Madrid, Spanien 100,00
International Hannover Holding AG, Hannover, Deutschland 100,00
International Mining Industry Underwriters Ltd., London, Großbritannien 100,00
LRA Superannuation Plan Pty Ltd., Sydney, Australien12) 100,00
Mediterranean Reinsurance Services Ltd., Hongkong, China11) 100,00
Nassau Assekuranzkontor GmbH, Köln, Deutschland 100,00
Paetau Sports Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
Scandinavian Marine Agency A/S, Oslo, Norwegen 52,00
Shamrock Marine-Insurance Agency GmbH, Hamburg, Deutschland 100,00
SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover, Deutschland 100,00
Svedea AB, Stockholm, Schweden 71,20
THS Services Versicherungsvermittlungs GmbH, Berlin, Deutschland 100,00
THV Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland 99,00
VES Gesellschaft f. Mathematik, Verwaltung und EDV mbH, Gevelsberg, Deutschland3) 100,00

8. Beteiligungen

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  %-Anteil am Kapital1)
DFA Capital Management, Inc., Wilmington, USA2),3) (Eigenkapital in TUSD: 1.177; Ergebnis vor Gewinnabführung in TUSD: -1.928) 25,37
IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, München, Deutschland2),3) (Eigenkapital in TEUR: -11.272; Ergebnis vor Gewinnabführung in TEUR: 8.764) 37,50

9. Beteiligungen der Hannover Rückversicherung AG an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet (große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 341 a HGB)

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  %-Anteil am Kapital1)
Acte Vie S.A. Compagnie d'Assurances sur la Vie et de Capitalisation, Straßburg, Frankreich2),4) (Eigenkapital in TEUR: 8.203; Ergebnis vor Gewinnabführung in TEUR: 226) 9,38

1) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 und 4 AktG
2) Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften nach jeweiligem lokalem Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung; abweichende Währungen sind angegeben
3) Zahlen zum Geschäftsjahresende 2009
4) Zahlen zum Geschäftsjahresende 2010
5) Die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen
6) Die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 b HGB wurde in Anspruch genommen
7) Auch dem Segment Industrieversicherung zugeordnet
8) Auch dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland zugeordnet
9) Auch dem Segment Firmen- und Privatversicherung International zugeordnet
10) Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Gremienzugehörigkeit gemäß IAS 28.7 (a)
11) Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation
12) Die Gesellschaft ist inaktiv und erstellt keinen Geschäftsbericht
13) Die Gesellschaft erstellt einen eigenen Teilkonzernabschluss
14) In den Teilkonzernabschluss der Hannover Finance, Inc. einbezogen
15) In den Teilkonzernabschluss der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. einbezogen
16) In den Teilkonzernabschluss der Hannover Reinsurance Group Africa (Pty.) Ltd. einbezogen

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in

Hannover, den 6. März 2012

 

Hannover, den 6. März 2012

Der Vorstand

Haas

Dr. Hinsch

Leue

Dr. Noth

Dr. Querner

Dr. Roß

Wallin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 6. März 2012

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer

Husch, Wirtschaftsprüfer

Unsere Standorte

Argentinien

L'UNION de Paris

Compañía Argentina de Seguros S. A.

Tte. Gral. J. D. Perón 650 5P (1038)

Buenos Aires

Telefon +54 11 5300 3305

Telefax +54 11 5300 3300

Australien

Hannover Life Re of Australasia Ltd

Level 7

70 Phillip Street

Sydney NSW 2000

Telefon +61 2 9251-6911

Telefax +61 2 9251-6862

Hannover Rückversicherung AG

Australian Branch - Chief Agency,

Facultative Office

The Re Centre, Level 21

Australia Square

264 George Street

Sydney NSW 2000

Telefon +61 2 9274-3000

Telefax +61 2 9274-3033

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Australien

Exchange House Level 12, 10 Bridge Street

Sydney NSW 2000

Telefon +61 2 8274-4200

Telefax +61 2 8274-4299

Bahrain

- Hannover ReTakaful B.S.C. (c)

- Hannover Rückversicherung AG, Bahrain Branch

Al Zamil Tower 17th floor

Government Avenue

Manama Center 305

Manama

Telefon +973 17 214-766

Telefax +973 17 214-667

Belgien

HDI-Gerling Assurances S. A.

Avenue de Tervuren 273 B1

1150 Brüssel

Telefon +32 2 7730-811

Telefax +32 2 7730-950

Bermuda

Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd.

Victoria Place, 2nd floor,

31 Victoria Street

Hamilton, HM 10

Telefon +1 441 2952827

Telefax +1 441 2952844

Hannover Re (Bermuda) Ltd.

Victoria Place, 2nd floor,

31 Victoria Street

Hamilton, HM 10

Telefon +1 441 2943110

Telefax +1 441 2967568

Brasilien

Hannover Rückversicherung AG

Escritório de Representação no Brasil Ltda.

Praça Floriano, 19/1701

CEP 20 031 050

Rio de Janeiro

Telefon +55 21 2217 9500

Telefax +55 21 2217 9515

HDI Seguros S. A.

Avenida Eng. Luís Carlos Berrini

901-5° andar

04571-010 São Paulo-SP

Telefon +55 11 550 519-95

Telefax +55 11 550 515-11

Bulgarien

HDI Zahstrahovane AD

G.S. Rakovski No 99

1000 Sofia

Telefon +359 2 930-9050

Telefax +359 2 987-9167

Chile

HDI Seguros S. A.

Encomenderos 113

Las Condes/Santiago

Telefon +56 2 422 9000

Telefax +56 2 422 9400

China

Hannover Rückversicherung AG

Hong Kong Branch

2008 Sun Hung Kai Centre

30 Harbour Road

Wan Chai, Hongkong

Telefon +852 2519 3208

Telefax +852 2588 1136

Hannover Rückversicherung AG

Shanghai Branch

Suite 3307, China Fortune Tower

1568 Century Boulevard

Pudong

200122 Shanghai

Telefon +86 21 5081-9585

Telefax +86 21 5820-9396

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Hongkong

Room 5202, Central Plaza

18, Harbour Road

Wan Chai, Hongkong

Telefon +852 25 98-8338

Telefax +852 25 98-8838

Dänemark

HDI-Gerling Verzekeringen N. V.

Niederlassung Dänemark

Indiakaj 6, 1. Sal

2100 Kopenhagen

Telefon +45 3336-9595

Telefax +45 3336-9596

Deutschland

- AmpegaGerling Investment GmbH

- Talanx Asset Management GmbH

- Talanx Immobilien Management GmbH

Charles-de-Gaulle-Platz 1

50679 Köln

Telefon +49 221 790799-0

Telefax +49 221 790799-999

E+S Rückversicherung AG

Karl-Wiechert-Allee 50

30625 Hannover

Telefon +49 511 5604-0

Telefax +49 511 5604-1188

Hannover Rückversicherung AG

Karl-Wiechert-Allee 50

30625 Hannover

Telefon +49 511 5604-0

Telefax +49 511 5604-1188

- HDI Direkt Versicherung AG

- HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG

Riethorst 2

30659 Hannover

Telefon +49 511 645-0

Telefax +49 511 645-4545

- HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

- HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG

HDI-Platz 1

30659 Hannover

Telefon +49 511 645-0

Telefax +49 511 645-4545

- HDI-Gerling Lebensversicherung AG

- HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG

- HDI-Gerling Pensionsfonds für die Wirtschaft AG

- HDI-Gerling Pensionskasse AG

Charles-de-Gaulle-Platz 1

50679 Köln

Telefon +49 221 144-0

Telefax +49 221 144-3833

HDI-Gerling Pensionsmanagement AG

Hohenzollernring 72

50672 Köln

Telefon +49 221 144-69200

Telefax +49 221 144-6069200

HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH

Riethorst 2

30659 Hannover

Telefon +49 511 645-4126

Telefax +49 511 645-4545

- neue leben Holding AG

- neue leben Lebensversicherung AG

- neue leben Unfallversicherung AG

Sachsenstraße 8

20097 Hamburg

Telefon +49 40 23891-0

Telefax +49 40 23891-333

PB Versicherungen

Proactiv-Platz 1

40721 Hilden

Telefon +49 2103 34-5100

Telefax +49 2103 34-5109

- Talanx AG

- Talanx Deutschland AG

- Talanx International AG

- Talanx Service AG

- Talanx Systeme AG

Riethorst 2

30659 Hannover

Telefon +49 511 3747-0

Telefax +49 511 3747-2525

Talanx Reinsurance Broker AG

Karl-Wiechert-Allee 57

30625 Hannover

Telefon +49 511 54223-0

Telefax +49 511 54223-200

TARGO Versicherungen

Proactiv-Platz 1

40721 Hilden

Telefon +49 2103 34-7100

Telefax +49 2103 34-7109

Frankreich

Hannover Rückversicherung AG

Succursale Française

109 rue de la Boetie

(Eingang: 52 avenue de Champs Elysées)

75008 Paris

Telefon +33 1 4561 73-00 (life)

Telefon +33 1 4561 73-40 (non-life)

Telefax +33 1 4561 73-60

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Frankreich

Tour Opus 12 - La Défense 9

77 Esplanade du Générale de Gaulle

92914 Paris La Défense Cedex

Telefon +33 1 44 0556-00

Telefax +33 1 44 0556-66

Griechenland

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Griechenland

11 Omirou & 1 Vissarionos Street

10672 Athen

Telefon +30 210 7259-181

Telefax +30 210 7259-177

Großbritannien

- Hannover Life Reassurance (UK) Limited

- Hannover Services (UK) Limited

Hannover House

Virginia Water

Surrey GU25 4AA

Telefon +44 1344 845-282

Telefax +44 1344 845-383

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Großbritannien

1 Great Tower Street

London EC3R 5AA

Telefon +44 20 7696-8099

Telefax +44 20 7696-8444

International Insurance Company of

Hannover Limited

1 Arlington Square

Bracknell RG12 1WA

Telefon +44 1344 397600

Telefax +44 1344 397601

Büro London:

10 Fenchurch Street

London EC3M 3BE

Telefon +44 20 7015-4000

Telefax +44 20 7017-4001

Indien

Hannover Re Consulting Services

India Private Limited

215 Atrium

,C' Wing, Unit 616, 6th floor

Andheri-Kurla Rd.

Andheri (East)

Mumbai 400069

Telefon +91 22 613808-08

Telefax +91 22 613808-10

Irland

Hannover Life Reassurance (Ireland) Limited

No. 4 Custom House Plaza, IFSC

Dublin 1

Telefon +353 1 612-5718

Telefax +353 1 673-6917

Hannover Reinsurance (Ireland) Limited

No. 2 Custom House Plaza, IFSC

Dublin 1

Telefon +353 1 612-5700

Telefax +353 1 829-1400

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Ireland

Merrion Hall

Strand Road

Sandymount

Dublin 4

Telefon +353 1 299-4622

Italien

Hannover Re Services Italy S.r.l.

Via Dogana, 1

20123 Mailand

Telefon +39 02 8068 1311

Telefax +39 02 8068 1349

HDI Assicurazioni S.p.A.

Via Abruzzi 10 b

00187 Rom

Telefon +39 06 42103-1

Telefax +39 06 42103-500

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Italien

Via Franco Russoli, 5

20143 Mailand

Telefon +39 02 83113-400

Telefax +39 02 83113-202

Japan

Hannover Re Services Japan K. K.

7th floor, Hakuyo Building

3-10 Nibancho Chiyoda-ku

Tokio 102-0084

Telefon +81 3 5214-1101

Telefax +81 3 5214-1105

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Japan

Sanbancho KS Building 7F

2 Banchi, Sanbancho Chiyoda-ku

Tokio 102-0075

Telefon +81 3 5214-1361

Telefax +81 3 5214-1365

Kanada

Hannover Rückversicherung AG

Canadian Branch - Chief Agency

3650 Victoria Park Avenue, Suite 201

Toronto, Ontario M2H 3P7

Telefon +1 416 496-1148

Telefax +1 416 496-1089

Hannover Rückversicherung AG

Canadian Branch - Facultative Office

130 King St, West, Suite

2125 Toronto, Ontario M5X 1A4

Telefon +1 416 867-9712

Telefax +1 416 867-9728

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Kanada

Suite 1900 - 181 University Avenue

Toronto, Ontario M5H 3M7

Kolumbien

Hannover Rückversicherung AG

Bogota Representative Office

Carrera 9

No. 77-67

Floor 5

Centro Empresarial 98

Bogotá

Telefon +57 1 6420066-200

Telefax +57 1 6420273

Korea

Hannover Rückversicherung AG

Korea Branch Room 414, 4th floor

Gwanghwamoon Officia B/D

163, Shinmunro-1ga, Jongro-gu

Seoul 110-999

Telefon +82 2 3700 0600

Telefax +82 2 3700 0699

Luxemburg

Talanx Finanz (Luxemburg) S. A.

5, Rue Eugène Ruppert

2453 Luxemburg

Telefon +35 224-1842

Telefax +35 224-1853

Malaysia

Hannover Rückversicherung AG

Malaysian Branch

Suite 31-1, 31st floor

Wisma UOA II

No. 21 Jalan Pinang 50450 Kuala Lumpur

Telefon +60 3 2687 3600

Telefax +60 3 2687 3760

Mexiko

Hannover Services (México) S. A. de C. V.

German Centre, Oficina 4-4-28

Av. Santa Fé No. 170

Col. Lomas de Santa Fé

C.P. 01210 México, D.F.

Telefon +52 55 9140 0800

Telefax +52 55 9140 0815

HDI-Gerling de México Seguros S. A.

Av. Paseo de las Palmas N. 239-104

Col. Lomas de Chapultepec

11000 México, D.F.

Telefon +52 55 5202-7534

Telefax +52 55 5202-9679

HDI Seguros S. A. de C. V.

Paseo de los Insurgentes 1701

Col. Granada

León, Guanajuato

Telefon +52 477 7104764

Telefax +52 477 7104786

Niederlande

HDI-Gerling Verzekeringen N. V.

Westblaak 14

3012 KL Rotterdam

Telefon +31 10 4036-100

Telefax +31 10 4036-275

Norwegen

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Norwegen

C. J. Hambros plass 2D

0164 Oslo

Telefon +47 232 136-50

Telefax +47 232 136-51

Österreich

HDI-Gerling Lebensversicherung AG

Galaxy 21

Praterstr. 31

1020 Wien

Telefon +43 120 709-220

Telefax +43 120 709-900

HDI Versicherung AG

Edelsinnstr. 7-11

1120 Wien

Telefon +43 50 905-0

Telefax +43 50 902-602

Polen

HDI Asekuracja TU S. A.

Al. Jerozolimskie 133A

02-304 Warschau

Telefon +48 22 534-4000

Telefax +48 22 534-4001

HDI-Gerling Życie TU S. A.

Al. Jerozolimskie 133A

02-304 Warschau

Telefon +48 22 537-2000

Telefax +48 22 537-2001

Russland

OOO Strakhovaya Kompaniya

"CiV Life"

Obrucheva street 30/1, bld. 1

Moskau, 117485

Telefon +7 495 967 9 267

Telefax +7 495 967 9 260

OOO Strakhovaya Kompaniya

"HDI Strakhovanie"

Obrucheva street 30/1, bld. 2

Moskau, 117485

Telefon +7 495 967 9 257

Telefax +7 495 967 9 260

Schweden

Hannover Rückversicherung AG,

Tyskland filial

Hantverkargatan 25

P. O. Box 22085

10422 Stockholm

Telefon +46 8 617 5400

Telefax +46 8 617 5597 (life)

Telefax +46 8 617 5593 (non-life)

International Insurance Company

of Hannover Ltd., England filial

Hantverkargatan 25

P. O. Box 22085

10422 Stockholm

Telefon +46 8 617 5400

Telefax +46 8 617 5592

Schweiz

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Schweiz

Dufourstrasse 46

8008 Zürich

Telefon +41 44 265-4747

Telefax +41 44 265-4748

Singapur

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Niederlassung Singapur

30 Cecil Street #11-01/02

Prudential Tower

Singapore 049712

Slowakische Republik

HDI Versicherung AG

Niederlassung Slowakische Republik

Obchodná 2

811 06 Bratislava

Telefon +421 2 5 710 8611

Telefax +421 2 5 710 8618

Spanien

HDI HANNOVER International España

Cía de Seguros y Reaseguros S. A.

c/Luchana, 23-5°

28010 Madrid

Telefon +34 91 444-2000

Telefax +34 91 444-2019

HDI HANNOVER International España

Cía de Seguros y Reaseguros S. A.

c/Rosellón, 216-9°

08008 Barcelona

Telefon +34 93 272 10-00

Telefax +34 93 238 76-70

HR Hannover Re,

Correduría de Reaseguros, S. A.

Paseo del General Martínez Campos 46

28010 Madrid

Telefon +34 91 319-0049

Telefax +34 91 319-9378

Südafrika

Compass Insurance Company Limited

P. O. Box 37226

Birnam Park 2015

Johannesburg

Telefon +27 11 7458-333

Telefax +27 11 7458-444

- Hannover Life Reassurance Africa Limited

- Hannover Reinsurance Africa Limited

- Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd.

P. O. Box 85321

Emmarentia 2029

Johannesburg

Telefon +27 11 481-6500

Telefax +27 11 484-3330/32

HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd.

P. O. Box 66

Saxonwold

2132 South Africa

Telefon +27 11 340-0100

Telefax +27 11 447-4981

Taiwan

Hannover Rückversicherung AG

Taipei Representative Office

Rm. 902, 9F, No. 129, Sec. 3

Misheng E. Road

Taipeh

Telefon +886 2 8770-7792

Telefax +886 2 8770-7735

Tschechische Republik

HDI Versicherung AG

Niederlassung Tschechische Republik

Jugoslávská 29

120 00 Prag 2

Telefon +420 2 2019 0210

Telefax +420 2 2019 0299

Türkei

CiV Hayat Sigorta A. Ş.

Saray Mah. Ö. Faik Atakan Caddesi

Yilmaz Plaza No: 3

34768 Ümraniye, Istanbul

Telefon +90 216 633-1700

Telefax +90 216 633-1709

HDI Sigorta A. Ş.

Büyükdere Caddesi

Tatlısu Mahallesi

Arif Ay Sokak

HDI Sigorta

Binası N0: 6

34774 Ümraniye/Istanbul

Telefon +90 212 368-6000

Telefax +90 212 368-6010

Ukraine

HDI Strakhuvannya

102, Chervonoarmiyska Str.

03150 Kiew

Telefon +38 44 247 4477

Telefax +38 44 529 0894

Ungarn

HDI Versicherung AG

Niederlassung Ungarn

Batthyány u. 65

1015 Budapest

Telefon +36 1 2482-820

Telefax +36 1 2482-829

- Magyar Posta Életbiztosító Zrt.

- Magyar Posta Biztosító Zrt.

Bégutca 3-5

1022 Budapest

Telefon +36 1 4234-200

Telefax +36 1 4234-210

Uruguay

HDI Seguros S. A.

Misiones 1549 CP

11000 Montevideo

Telefon +598 2916 0850

Telefax +598 2916 0847

USA

Hannover Life Reassurance Company of America

800 N. Magnolia Avenue

Suite 1400

Orlando, FL 32803-3268

Telefon +1 407 649-8411

Telefax +1 407 649-8322

Büro Charlotte

13840 Ballantyne Corporate Place,

Suite 400

Charlotte, North Carolina 28277

Telefon +1 704 731-6300

Telefax +1 704 542-2757

Büro Denver

1290 Broadway, Suite 1600

Denver, Colorado 80203

Telefon +1 303 860-6011

Telefax +1 303 860-6032

Büro New York

112 Main Street

East Rockaway, New York 11518

Telefon +1 516 593-9733

Telefax +1 516 596-0303

Hannover Re Services USA, Inc.

500 Park Blvd., Suite 1360

Itasca, IL 60143

Telefon +1 630 250-5517

Telefax +1 630 250-5527

HDI-Gerling America Insurance Company

150 North Clark Street, 48th Floor

Chicago, IL 60601

Telefon +1 312 580-1900

Telefax +1 312 580-0700

Vietnam

PVI Insurance

154 Nguyen Thai Hoc Str.

Hanoi

Telefon +84 43 733 5588

Telefax +84 43 733 6284

Glossar und Kennzahlendefinitionen. A-D

Abschlusskosten

Kosten, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung).

Abschlusskosten (Leben) in Prozent der Beitragssumme des Neugeschäfts

Abschlussaufwendungen (netto) im Verhältnis zur Beitragssumme des Neugeschäfts.

Abschlusskostenquote

a) brutto: Abschlussaufwendungen (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien einschließlich Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV).

b) netto: Abschlussaufwendungen (netto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien ohne Sparbeiträge aus FLV/FRV.

Annual Premium Equivalent - APE

Jahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung.

Anschaffungskosten, fortgeführte

Kaufpreis eines Vermögenswerts einschließlich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Vermögenswerten vermindert um planmäßige und/oder außerplanmäßige Abschreibungen.

Anwartschaftsbarwert

Barwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage.

Asset Management

Kapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten.

Assoziiertes Unternehmen

Unternehmen, das weder durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäfts- oder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen)

Summe aus Provisionen, Vertriebs-, Personal-, Sach- und laufenden Verwaltungskosten.

Bancassurance

Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien.

Beitrag

> Prämie

Bonität

Kreditwürdigkeit. Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

brutto

Bei Versicherungen: vor Abzug der> passiven Rückversicherung.

Coinsurance-funds-withheld-Vertrag

Mitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält.

Combined Ratio

> kombinierte Schaden-/Kostenquote

Compliance

Gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Corporate Governance

System zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und Überwachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Unternehmen zu fördern.

Deckungsrückstellung

Nach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung.

Deposit Accounting

Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren.

Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten

Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/ -verbindlichkeiten sind zu verzinsen.

Derivat, derivatives Finanzinstrument

Aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B.> Swaps, Optionen und Futures.

Due-Diligence-Prüfung

Prüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische Stärken-Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts.

Duration

Finanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Bindungsdauer des Barwerts eines Finanzinstruments darstellt; ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko.

EBIT

Earnings before interest and tax.> operatives Ergebnis.

Eigenkapital

Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Innenfinanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (realisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Das Eigenkapital haftet bei der Kapitalgesellschaft für die Verbindlichkeiten.

Embedded Value

Maßstab zur Bewertung der Leistung von Lebensversicherungsunternehmen: Summe aus den freien Kapitalanlagen (Nettovermögen) und dem Ertragswert des Versicherungsbestands.

Emittent

Privates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Aktien die Aktiengesellschaft und bei Bundesanleihen der Bund.

Equity-Methode

Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen (> assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss.

Erneuerung

Bei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in sogenannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert.

Erstversicherer

Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht.

Exponierung, Exposure

Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands.

Fair Value

Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

fakultative Rückversicherung

Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko.

fondsgebundene Lebensversicherung

Lebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt.

für eigene Rechnung

Bei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung.

Geschäfts- oder Firmenwert

Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist.

Großschaden

Schaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt.

haftendes Kapital

Summe aus

dem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt,

den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und

dem sogenannten Hybridkapital als eigen-kapitalergänzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst.

Hybridkapital

Fremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital.

Impairment

Außerplanmäßige Abschreibung, die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert.

Insurance-Linked Securities - ILS

Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt.

International Financial Reporting Standards - IFRS

Internationale Rechnungslegungsstandards, bei Talanx angewendet seit 2004.

Investment-Grade

Ein Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen.> Bonität

Kapitalflussrechnung

Rechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände.

Katastrophenanleihe

Instrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt.

kombinierte Schaden-/Kostenquote

Summe aus> Schadenquote und> Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen. Bei der Berechnung der bereinigten kombinierten Schaden-/ Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen um das Depotzinsergebnis bereinigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden-Erst- und Rückversicherern.

kongruente Währungsbedeckung

Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden.

Konsolidierung

In der Bilanzierungspraxis: Zusammenfassung von Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzernabschluss. Hierbei werden konzerninterne Transaktionen eliminiert.

Kostenquote

Verhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.

Kumulrisiko

Versicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem> Portefeuille führt.

latente Steuern

Differenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handelsbilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in der Folgezeit wieder ausgleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeitablauf auflöst.

Lebensversicherung

Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung.

Letter of Credit - LoC

Bankbürgschaft; beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft.

Market Consistent Embedded Value - MCEV

Spezielle Methode zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen, mit deren Hilfe die Langfristigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts und der damit verbundenen Risiken abgebildet werden kann.

Modified-Coinsurance(ModCo)-Vertrag

Rückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten.

Morbidität

Krankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt.

Mortalität

Sterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.

netto

Bei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung.

Nettoverzinsung

Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen.

nichtproportionale Rückversicherung

Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. Versicherungssumme tragen muss.

operatives Ergebnis

Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges, zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern).

OTC

over the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern.

Passive Rückversicherung

Bestehende Rückversicherungsprogramme der Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken.

Personenversicherung

Sparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung.

Portefeuille, Portfolio

a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment übernommenen Risiken.

b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen.

Prämie

Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken.

Prämienüberträge

In einem Wirtschaftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind.

Present value of future profits - PVFP

Immaterieller Vermögensgegenstand, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen.

Private Equity

Von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital.

Provision

Vergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler.

Quotenrückversicherung

Form der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden.

Rate

Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer> nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist.

Rating

Systematische Einschätzung von Unternehmen hinsichtlich ihrer> Bonität durch eine Ratingagentur oder Bank.

Rückstellung

Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt der Fälligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung).

Rückversicherer

Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem> Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt.

Retail

a) Allgemein: Privatkundengeschäft.

b) AmpegaGerling: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen.

Retrozession

Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer.

Risikomanagement-System

Gesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren.

Schaden- und Unfallversicherung

Gesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebensversicherung und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine fest vereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird.

Schadenquote

Bilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich dem sonstigen versicherungstechnischem Ergebnis (netto), jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen versicherungstechnischer Sachverhalte - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.> PVFP

Schadenquote für Sachversicherungsprodukte

a) brutto: Summe der Schadenaufwendungen (brutto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien.

b) netto: Summe der Schadenaufwendungen (netto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien.

Schwankungsrückstellung

Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals.

Selbstbehalt

Der Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also> netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenvericherung).

Solvabilität

Ausstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist.

Solvency II

Projekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europäischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen.

Spezialgeschäft

Spezialversicherung für Nischengeschäft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung.

Stornoquote Lebensversicherungsprodukte

Summe aus Storno und sonstigem vorzeitigen Abgang im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand (Kennzahl nach GDV).

Stresstest

Form der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von> Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können.

Swap

engl. Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden.

Underlying

Basiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Optionsgeschäfts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient.

Underwriting

Prüfung und Einschätzung von (Rück-) Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-) Versicherer profitabel ist.

Überschussbeteiligung

Gesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen.

Value at Risk

Risikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.

verdiente Prämien

Anteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt.

versicherungstechnisches Ergebnis

Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus> verdienten Prämien für eigene Rechnung und den sonstigen versicherungstechnischen Erträgen (netto) sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP, jedoch ohne Konsolidierungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung (Technik).> PVFP

Verwaltungskosten

Kosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen.

Verwaltungskostenquote

a) brutto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV).

b) netto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien ohne Sparbeiträge aus FLV/FRV.

Volatilität

Schwankungsmaß der Variabilität von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinssätzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schadenverlauf haben können.

weicher Markt

Marktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien.

Zedent

Erst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert).

Zeitwert

> Fair Value

Zessionär

Rückversicherer des Erstversicherers.

Veröffentlicht am: 22. März 2012

Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch.

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CZ Tschechische Republik.

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Rück, Hannover

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NO Norwegen.

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SK Slowakische Republik.

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HDI Sigorta, Istanbul

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Afrika

ZA Südafrika.

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Hannover Life Re Africa, Johannesburg

Hannover Re Africa, Johannesburg

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Australien

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FINANZKALENDER 2012

22. MÄRZ

11.00 Uhr: Bilanz-Pressekonferenz zum Jahresabschluss 2011

16. MAI

Zwischenbericht zum 31. März 2012

13. AUGUST

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14. NOVEMBER

Zwischenbericht zum 30. September 2012

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