![]() Talanx AktiengesellschaftHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Konzern-Geschäftsbericht 2013ChancenDER TALANX-KONZERN AUF EINEN BLICK6 KONZERNKENNZAHLENscroll
1)
Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis
und Ergebnis aus Investmentverträgen zu durchschnittlichem selbst
verwalteten Kapitalanlagenbestand DIE SEGMENTE AUF EINEN BLICK7 INDUSTRIEVERSICHERUNGSIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 57
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]() 8 PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDSIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 59
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]() 9 PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALSIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 61
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]() 10 SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGSIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 65
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]() 11 PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGSIEHE AUCH LAGEBERICHT SEITE 66
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)/KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]()
1)
Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel ,,Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden" FINANZ-HIGHLIGHTS 2013GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN 28,1 MRD. EURDIVIDENDENVORSCHLAG JE AKTIE 1,20 EURWACHSTUM BRUTTOPRÄMIEN +6 %Wachstumsimpulse aus dem Ausland: Durch Akquisitionen und Fokussierung auf ausgewählte Zielregionen erhöhen wir kontinuierlich den Anteil des internationalen Geschäfts an unseren gesamten Prämien. 1 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN IN MRD. EUR![]() 2 ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIEN IN %![]() 3 EIGENKAPITALRENDITE1) IN %![]() KONZERNERGEBNIS +22 %OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 1,8 MRD. EURZu der leichten Steigerung unseres operativen Ergebnisses trugen vor allem die Geschäftsbereiche der Privat- und Firmenversicherung bei. Die Rückversicherung leistet absolut gesehen den größten Anteil am Ergebnis. 4 OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) IN MRD. EUR![]() 5 EBIT NACH SEGMENTEN2) IN %![]()
1)
Jahresergebnis ohne Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter TALANX - CHANCEN IM QUADRATHinter dem Namen Talanx steht eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art: Unser zukunftsorientiertes Geschäftsmodell und eine diszipliniert umgesetzte Strategie haben uns in den letzten Jahren stetig wachsen lassen, sodass wir heute zu den führenden europäischen Versicherungsgruppen zählen. Das Zusammenspiel aus Erst- und Rückversicherung und ein Portfolio starker Marken verleihen Talanx hohe Flexibilität und ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir nun mit klar formulierten Zielen fortschreiben. Talanx ist ein Konzern voller Chancen, ein Konzern voller Potenzial. HIER ENTFALTET SICH DIE ERFOLGSGESCHICHTE TALANX AUCH IN BEWEGTEN BILDERN: http://geschaeftsbericht2013.talanx.com Chance liegen in ...Integration ... WAS WIR DARUNTER VERSTEHEN, LESEN SIE AUF SEITE 20Wachstum ... WIE WIR ES SUCHEN, FINDEN SIE AUF SEITE 14Stabilität ... WIE WIR SIE GEWÄHRLEISTEN, AUF SEITE 12Effizienz ... WIE WIR SIE LEBEN, AUF SEITE 26Profitabilität ... WIE WIR SIE MESSEN, LESEN SIE AUF SEITE 32UNSERE CHANCEN-TRÄGERStarke Marken bieten viele Chancen. Talanx versteht es, die Markenvielfalt weltweit auf verschiedenen Märkten und bei unterschiedlichen Kundengruppen für sich zu nutzen. Die Marke Talanx steht zum einen für den gesamten Konzern - an seiner Spitze steht die Talanx AG, die die Aufgaben einer Management- und Finanzholding im Konzern übernimmt und selbst kein Versicherungsgeschäft betreibt. Die Marke Talanx im Namen tragen auch die Talanx Deutschland AG und die Talanx International AG; sie bündeln die operativen Gesellschaften verschiedener Marken im In- bzw. Ausland; Talanx Reinsurance Broker übernimmt die konzerninterne Rückversicherung, und eine Reihe konzerninterner Dienstleistungsgesellschaften hat ebenfalls den Namensbestandteil Talanx. www.talanx.com AmpegaEiner der großen bankenunabhängigen Asset-Manager in Deutschland. Von Fonds bis zum Asset-Management für private und institutionelle Anleger bietet Ampega die komplette Wertschöpfungskette der Vermögensverwaltung. www.ampega.de HDIUnter dieser Marke arbeiten in Deutschland die HDI Versicherungen mit Produkten in der Schaden/ Unfall- sowie in der Lebensversicherung. Auch Gesellschaften in der Privat- und Firmenversicherung außerhalb Deutschlands firmieren unter HDI. So bietet HDI weltweit einen umfassenden Versicherungsschutz nach Maß. www.hdi.de Hannover Rück E+S RückDie Hannover Rück-Gruppe als einer der größten Rückversicherer der Welt betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung. Sie ist auf allen Kontinenten vertreten und verfolgt dabei einen flexiblen, undogmatischen Geschäftsansatz. Die Tochtergesellschaft E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt. www.hannover-re.com www.es-rueck.de HDI GERLINGHDI-Gerling steht für das Industrieversicherungsgeschäft in Deutschland und weltweit. HDI-Gerling bietet die komplette Produktpalette zur Absicherung unternehmerischer Risiken, u. a. mit den Sparten Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherung sowie Kfz-Versicherung. www.hdi-gerling.de TARGO VERSICHERUNGIm Vertriebsweg Bancassurance arbeiten die TARGO Versicherungen exklusiv für den Partner TARGOBANK und bieten deren Kunden einen Service für die leichte und bequeme Abwicklung sämtlicher Bank-, Finanz- und Versicherungsgeschäfte. www.targoversicherung.de PB VersicherungenDie PB Versicherungen arbeiten im Vertriebsweg Bancassurance exklusiv für den Partner Postbank: Eingebettet in deren Marktauftritt und zugeschnitten auf deren Kunden bieten sie attraktive Versicherungsprodukte zu günstigen Preisen, u. a. zur privaten Alters- und Risikovorsorge. www.pb-versicherung.de neue leben VersicherungenDie neue leben Versicherungen positionieren sich im Vertriebsweg Bancassurance als Vorsorgespezialist für Sparkassen. Sie bieten ihren Kunden und Vertriebspartnern innovative Versicherungsangebote zu attraktiven Konditionen. www.neueleben.de CiV LifeUnter der Marke CiV firmiert die russische OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life", eine Bancassurance-Kooperation mit der Citibank. CiV Life gehört zu den Versicherungsgesellschaften des russischen Lebensversicherungsmarktes, die sich am dynamischsten entwickeln. www.civ-life.com Posta BiztosítóPosta Biztosító ist im Vertriebsweg Bancassurance der wachstumsstarke Kooperationspartner der ungarischen Post. Das verständliche und transparente Leistungsangebot mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis umfasst die Sparten Leben und Schaden/Unfall. www.mpb.hu WARTADie WARTA-Gruppe bietet in Polen als zweitgrößte Versicherungsgruppe Sach-, Haftpflicht- und Personenversicherungen sowie Lebensversicherungen an. Durch die Kombination von Produkten und Dienstleistungen mehrerer Gesellschaften kann WARTA ihren Kunden ein besonders breites, maßgeschneidertes Leistungsangebot bieten. www.warta.pl TU EuropaDie TU-Europa-Gruppe ist führend im Bereich Bancassurance in Polen. Das Produktspektrum umfasst Kreditabsicherung und fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Anlageprodukte. www.tueuropa.pl "Das vergangene Jahr hat gezeigt: Der eingeschlagene Weg der Internationalisierung der Talanx-Gruppe ist der richtige." Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meine Damen und Herren,das erste volle Jahr als börsennotiertes Unternehmen ist für uns alle sehr positiv verlaufen. Die Talanx hat sich hervorragend entwickelt und auch unser Aktienkurs ist erfreulich gestiegen. Dieses Ergebnis haben wir trotz der Staatsschuldenkrise in Teilen Europas sowie der verheerenden Wetterereignisse in Mitteleuropa erzielt. Das Konzernergebnis stieg auf 762 Mio. EUR, die gebuchten Bruttoprämien haben ebenfalls einen Rekordwert von 28,1 Mrd. EUR erreicht. Ein solches Resultat kommt nicht von allein, sondern wird von jeder und jedem einzelnen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hart erarbeitet; bei ihnen bedanke ich mich ganz herzlich für ihre Leistung und ihr Engagement. Das Jahr 2013 war geprägt von einer außerordentlichen Häufung von Naturkatastrophen in Mitteleuropa. Das Hochwasser in Deutschland, Österreich und Polen richtete wirtschaftliche Schäden von etwa 16 Mrd. EUR an. Dies führte zu einer Nettoschadenbelastung bei Talanx von 176 Mio. EUR, davon 83 Mio. EUR in den Erstversicherungssegmenten. Eine ebenfalls hohe Schadenbelastung von rund 156 Mio. EUR verursachte der Hagelsturm "Andreas", der im Juli über weite Teile Deutschlands zog. Zudem blieben weitere Großschäden nicht aus. In der Summe belasteten diese das Ergebnis in einer Höhe von 838 Mio. EUR. Natürlich fordert uns wie alle großen Kapitalanleger das Niedrigzinsumfeld ganz besonders. Die Staatsschuldenkrise in Europa ist noch nicht gänzlich überstanden. Jedoch sehen wir Fortschritte bei einigen Staaten in Südeuropa. Und obwohl wir im außereuropäischen Raum leicht steigende Staatsanleiherenditen sehen, bleibt es eine große Herausforderung, auskömmliche Anlagerenditen zu erzielen. Wir begegnen dem Kapitalmarktumfeld mit einer Beimischung von alternativen, langfristigen Investitionen wie zum Beispiel Infrastrukturprojekten, ohne jedoch unsere Risikodisponierung auszureizen. Trotzdem werden wir wie auch andere große Investoren in naher Zukunft mit sinkenden Kapitalanlagerenditen rechnen müssen. Dies stellt uns einmal mehr vor die Herausforderung, rückläufige Kapitalanlagegewinne durch ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis auszugleichen. Für 2013 ist uns dies gut gelungen - für das nächste Jahr haben unsere Geschäftsbereiche ihre Planung auch darauf ausgelegt. Das vergangene Jahr hat aber auch gezeigt: Der eingeschlagene Weg der Internationalisierung der Talanx-Gruppe ist der richtige. Im vergangenen Jahr hat uns die internationale Ausrichtung des Konzerns dabei geholfen, die Häufung der Wetterereignisse in Deutschland gut zu bewältigen. In Regionen außerhalb Mitteleuropas blieben Stürme und weitere Wetterkapriolen weitgehend aus, sodass wir auch mit dem Beitrag aus diesen Ländern unser Ergebnis weiter erhöhen konnten. Doch nicht nur bei der Diversifizierung der versicherungstechnischen Rechnung hat uns die Internationalisierung geholfen. Die Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa haben im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden erheblich zum Wachstum der Talanx beigetragen, auch der Geschäftsbereich Industrieversicherung wuchs vermehrt im Ausland. Hinzu kam eine stabile Entwicklung in Deutschland. So sind wir deutlich gewachsen und haben unsere Ziele für 2013 erfüllt. Insgesamt werden die Wachstumsimpulse auch künftig aus dem Ausland kommen. Im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden spielen die wachsenden Volkswirtschaften der sogenannten Schwellenländer eine steigende Rolle. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung liegt das Wachstum ebenfalls in Ländern außerhalb Deutschlands und Europas. Auch die Rückversicherung sieht dort gute Chancen. In Deutschland lag und liegt der Fokus auf Ertragswachstum. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland hat seine Ertragskraft verbessert und auch das Prämienvolumen leicht ausgebaut. Neben der weiteren Forcierung des Geschäfts mit Haftpflicht-, Unfall- und weiteren Schadenversicherungen liegen hier die langfristigen Wachstumschancen ob der demografischen Entwicklung zwangsläufig in der Altersvorsorge. Ob private oder betriebliche Altersvorsorge - die Alterspyramide in Deutschland sowie die Verringerung der Leistungen der gesetzlichen Rente machen eine darüber hinausgehende private Absicherung mehr als notwendig. Insofern glauben wir an die Zukunft des Lebensversicherungsgeschäfts inklusive der finanziellen Absicherung von Berufsunfähigkeit und weiteren biometrischen Risiken. 2013 stand unter dem Vorzeichen der Konsolidierung. Die Talanx-Gruppe hat ihre Zukäufe in Mexiko und in Polen erfolgreich in den Konzern eingebunden. In Polen ist die Integration der beiden Gesellschaften WARTA und TU Europa außerordentlich schnell abgeschlossen gewesen. Die im Jahr 2012 eröffneten Niederlassungen im Geschäftsbereich Industrie in Kanada, Singapur und Bahrain haben ihre Geschäftstätigkeit ausbauen können. Insofern haben wir unsere Integrationsziele vollumfänglich erreicht. Wirtschaftlich haben wir uns im Geschäftsjahr auf Konzernebene in wesentlichen Kennzahlen verbessert. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2 % auf 1,8 Mrd. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten steigerte sich auch aufgrund einiger Sondereffekte deutlich auf 762 Mio. EUR, dies entspricht einem Plus von 22 %. Dabei ist zum einen der Ertrag aus dem Verkauf von Anteilen an Swiss Life zu berücksichtigen und zum anderen steuerliche Sondereffekte. Die Eigenkapitalrendite übertraf 2013 mit 10,6 % unser Mindestziel von 9,8 %. Unser Mehrheitsaktionär, der HDI V. a. G., hat im vergangenen Jahr durch eine Aktienplatzierung den Streubesitz der Talanx um 3,3 Prozentpunkte auf 14,5 % (inklusive der Ausgabe von Mitarbeiteraktien) erhöht und damit die Position der Aktie im deutschen Börsenindex MDAX gefestigt. Der HDI V. a. G. hält nun 79,0 % an der Talanx. Wir wollen unsere Aktionärinnen und Aktionäre an dieser guten Entwicklung teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 1,20 EUR pro Aktie zu zahlen. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende von 15 Cent pro Aktie und einer Dividendenrendite, bezogen auf den Jahresschlusskurs, von 4,9 %. Auch in Zukunft wollen wir eine an den Erfolg des Unternehmens gekoppelte und attraktive Dividende zahlen. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Talanx AG ist nun im dritten Jahr an der Börse. Auch 2014 werden wir uns am Kapitalmarkt bewähren müssen. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne. Ich darf mich bei Ihnen ganz herzlich für das gezeigte Vertrauen in die Talanx bedanken. Meine Vorstandskollegen und ich sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden alles daransetzen, die Talanx-Gruppe nachhaltig erfolgreich weiterzuentwickeln und Ihr Vertrauen in uns zu rechtfertigen. Wir freuen uns darauf, viele von Ihnen bei unserer Hauptversammlung am 8. Mai 2014 persönlich begrüßen zu dürfen. Und wir hoffen, Sie bleiben uns auch weiter gewogen.
Mit freundlichen Grüßen Herbert K. Haas DAS GESPROCHENE VORWORT finden Sie in unserem Online-Bericht: http://geschaeftsbericht2013.talanx.com VORSTANDHerbert K. HaasVorsitzender Burgwedel Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Christian Hinschstv. Vorsitzender Burgwedel stv. Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Vorsitzender des Vorstands HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Torsten LeueHannover Vorsitzender des Vorstands Talanx International AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Thomas NothHannover Vorsitzender des Vorstands Talanx Systeme AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Immo QuernerCelle Mitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Heinz-Peter RoßGräfelfing Vorsitzender des Vorstands Talanx Deutschland AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Ulrich WallinHannover Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
AUFSICHTSRATZUSAMMENSETZUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013Wolf-Dieter BaumgartlVorsitzender Berg ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG Ralf Rieger*stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Prof. Dr. Eckhard Rohkammstv. Vorsitzender Hamburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG Antonia AschendorfHamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands der APRAXA eG Karsten Faber*Hannover Zentralbereichsleiter Hannover Rück SE, E+S Rückversicherung AG Jutta Hammer*Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Gerald Herrmann*Norderstedt Gewerkschaftssekretär Dr. Hermann JungHeidenheim Mitglied der Geschäftsführung der Voith GmbH (seit 6. Mai 2013) Dr. Thomas LindnerAlbstadt Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG Dirk LohmannForch, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsführung der Secquaero Advisors AG (seit 6. Mai 2013) Jutta Mück*Oberhausen Angestellte HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Otto Müller*Hannover Angestellter Hannover Rück SE Dr. Hans-Dieter PetramInning ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG (bis 6. Mai 2013) Dr. Michael RogowskiHeidenheim Vorsitzender des Stiftungsrats der Hanns-Voith-Stiftung (bis 6. Mai 2013) Katja Sachtleben-Reimann*Hannover Angestellte Talanx Service AG Dr. Erhard SchipporeitHannover ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG Norbert SteinerBaunatal Vorsitzender des Vorstands der K+S AG (seit 6. Mai 2013) Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder*Berlin Professorin an der Leibniz Universität Hannover Werner WenningLeverkusen Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG (bis 6. Mai 2013) Angaben zu den Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen entnehmen Sie bitte dem Bericht der Talanx AG. AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSEZUSAMMENSETZUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Finanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
AUFGABEN DER AUSSCHÜSSEDie detaillierte Aufgabenbeschreibung der Ausschüsse finden Sie im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Aufsichtsrat". Finanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen, die am 20. März, am 14. Mai, am 13. August und am 13. November 2013 stattfanden, sowie zu einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2013 zusammen. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat zu vier ordentlichen und einer konstituierenden, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten zu drei Sitzungen und der Nominierungsausschuss zu einer Sitzung zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren im Jahr 2013 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand auf Basis der Quartalsabschlüsse schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen eilbedürftige, zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand tauschten sich regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns aus. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist, über die Auswirkungen von Naturkatastrophen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten sowie weitere wesentliche Entwicklungen in der Gesellschaft, im Konzern sowie im europäischen Umfeld (Staatsschuldenkrise, Stand der Umsetzung von Solvency II). In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht. Alle Sitzungen des Aufsichtsrats wurden in Anwesenheit sämtlicher Mitglieder abgehalten mit Ausnahme der Sitzungen im Mai, an denen ein Mitglied lediglich durch schriftliche Stimmbotschaft an den Beschlussfassungen teilnehmen konnte. SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM PLENUMDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Situation in der deutschen Lebensversicherung und speziell die künftige Positionierung der HDI Lebensversicherung AG, die Bündelung und Optimierung der IT in der konzerninternen Talanx Systeme AG, die strategische Aufstellung des Konzerns in Lateinamerika, die künftige Struktur für die europäischen Auslandseinheiten des Geschäftsbereichs Industrie sowie die Planungen für das Jahr 2014 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete erneut das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vorstands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Refinanzierungsmaßnahmen und Fragen des Ausbaus und der Reduzierung von Beteiligungsbesitz und gaben im Vorfeld der Ausgabe von Mitarbeiteraktien unsere Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals. Zudem wurde über die Struktur und Besetzung des Vorstands der Gesellschaft beraten. Mit Blick auf § 87 Absatz 1 AktG befasste sich das Aufsichtsratsplenum mit der Neuregelung des Geschäftsbereichsbonus, der Festlegung der Geschäftsbereichsziele 2014 sowie mit der Festsetzung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands und zog dabei auch externe Stellungnahmen für die Beurteilung der Angemessenheit und Struktur der Vorstandsvergütung heran. Ferner wurde der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13. November 2013 gemäß § 3 Absatz 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet. Darüber hinaus fand eine Überprüfung der Festbezüge von fünf Vorstandsmitgliedern zum 1. Januar 2014 statt, bei der auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung herangezogen wurden. Die Frage der Angemessenheit des Vergütungssystems für Geschäftsleiter im Konzern wurde in den Aufsichtsratssitzungen am 20. März 2013 und am 14. Mai 2013 behandelt. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet: den Finanz- und Prüfungsausschuss mit fünf Mitgliedern, den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und den Vermittlungsausschuss mit jeweils vier Mitgliedern sowie den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Eine Erhöhung der Anzahl der Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten um jeweils ein Mitglied wurde erörtert, im Ergebnis jedoch nicht beschlossen. Die Ausschüsse bereiten die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vor. Darüber hinaus sind den Ausschüssen auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen. Die Niederschriften über die Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten werden auch den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt, die nicht diesen Ausschüssen angehören. Wie sich die Ausschüsse zusammensetzen, ist im Geschäftsbericht auf Seite 8 dargestellt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassungen im Plenum - in vertiefter Form die Quartalsabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns. Des Weiteren haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss den Bericht des Vorstands über ein mögliches Zweitlisting der Gesellschaft an der Warschauer Börse entgegengenommen, die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nichtlebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2012 erörtert und uns mit dem internen Kontrollsystem und den Risikoberichten sowie den Jahresberichten der internen Revision und des Chief Compliance Officers befasst. Im Übrigen ließen wir uns von KPMG im Rahmen eines Client Service Review zum Stand der Nachfolgeplanung in der Prüfungsleitung sowie über Trends in der Versicherungswirtschaft berichten und erörterten die Ergebnisse von KPMG zu einer vom Ausschuss in Auftrag gegebenen Statusanalyse des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems nach MaRisk VA im Talanx-Konzern. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - die Ziele der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 vorgegeben sowie die Beratungstätigkeit eines Unternehmens, an dem ein Aufsichtsratsmitglied mit einem Geschäftsanteil von 27,9 % beteiligt ist, für Gesellschaften des Talanx-Konzerns genehmigt. Außerdem wurden im Zuge der Festlegung der Vorstandstantiemen sowie der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. Der Nominierungsausschuss ist am 15. Januar 2013 zu einer Sitzung zusammengetreten und hat mit dem Ziel einer ausgewogenen, an dem Grundsatz der Vielfalt ausgerichteten Zusammensetzung des Aufsichtsrats Empfehlungen für einen Vorschlag zur Neuwahl der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung am 6. Mai 2013 ausgesprochen. CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNGBesondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. In seiner Sitzung am 13. November 2013 befasste sich der Aufsichtsrat mit diversen Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 und nahm die gemäß Ziffer 4.2.2 DCGK für den vertikalen Vergütungsausgleich gebotenen Abgrenzungen vor. Weiterhin nahm der Aufsichtsrat eine Information des Vorstands über die Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern sowie über den Auf- und Ausbau des Diversity Managements entgegen. Intensiv diskutiert wurden ferner die Ergebnisse einer im April 2013 durchgeführten Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats. Im Übrigen nutzten fast alle Mitglieder des Aufsichtsrats eine von der Gesellschaft angebotene interne Informationsveranstaltung, die sich mit dem Stand und der Entwicklung des Risikomanagements im Konzern befasste. Ungeachtet der hohen Bedeutung, die der Aufsichtsrat den im DCGK formulierten Standards einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung zumisst, hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK zum Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, in Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK zum Vorsitz im Prüfungsausschuss und in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK zu möglicherweise nötigen betragsmäßigen Höchstgrenzen bei der Auszahlung von Talanx Share Awards nicht zu entsprechen. Die Begründung hierfür findet sich in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des DCGK, die im Konzerngeschäftsbericht im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung abgedruckt ist. Weitere Informationen zum Thema Corporate Governance sind auf der Website der Talanx AG zugänglich. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNGDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte die Prüfung des Risikoberichts und des Vergütungsberichts sowie zusätzlich beim Jahresabschluss die Prüfung der Steuerrückstellungen und beim Konzernabschluss die Prüfung der Ermittlung der Minderheitenanteile und der Bestimmung der "Contingent Liabilities" nach IAS 37. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) Gegenstand der Prüfungshandlungen der Abschlussprüfer. Eine Prüfung der DPR im Herbst 2013 führte zu keinen Beanstandungen. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 18. März 2014 und in der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2014 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTANDMit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Mai 2013 endete die Amtszeit der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats. Die Anteilseignerseite des Aufsichtsrats war daher von der Hauptversammlung 2013 neu zu wählen. Diese bestätigte Frau Aschendorf sowie die Herren Baumgartl, Dr. Lindner, Prof. Dr. Rohkamm und Dr. Schipporeit in ihrem Amt. Neu in den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung die Herren Dr. Jung, Lohmann und Steiner gewählt, während die Mandate der Herren Dr. Petram, Dr. Rogowski und Wenning mit Ablauf der Hauptversammlung am 6. Mai 2013 endeten. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Petram, Herrn Dr. Rogowski und Herrn Wenning für deren langjährige wert- und vertrauensvolle Mitarbeit jeweils Dank und Anerkennung ausgesprochen. Der neu gewählte Aufsichtsrat hat Herrn Baumgartl zum Aufsichtsratsvorsitzenden wiedergewählt. Zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats - neben Herrn Rieger als Vertreter der Arbeitnehmer - wurde Herr Prof. Dr. Rohkamm gewählt. Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung des im Jahr 2014 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn Wallin. Er beschloss im Übrigen, das Mandat von Herrn Dr. Noth im Vorstand der Gesellschaft mit Ablauf der Bestellung am 31. Mai 2014 auslaufen zu lassen. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Noth seinen Dank ausgesprochen. DANK AN VORSTAND UND MITARBEITERDas erfreuliche Geschäftsergebnis der Gesellschaft und des Konzerns gleichermaßen wie die Fortentwicklung der strategischen Position ist der außerordentlichen Leistung des Vorstands und der Mitarbeiter geschuldet. Der Aufsichtsrat spricht hierfür dem Vorstand und den Mitarbeitern seinen besonderen Dank aus.
Hannover, 19. März 2014 Für den Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender StabilitätWir sind stolz darauf, als stabiler Konzern zu gelten - und pflegen diesen Ruf gewissenhaft: mit einer Anlagepolitik, die auf ruhigen Schlaf statt Adrenalinschübe setzt. Oder mit Risikomanagern, die "konservativ" als Kompliment verstehen. Spätestens der Blick auf unser Konzernergebnis macht klar: Wer Stabilität mit Langeweile verwechselt, hat die Erfolgsgeschichte Talanx noch nicht verstanden. GEWINNE AUCH IN KATASTROPHENBELASTETEN JAHREN KONZERNERGEBNIS IN MIO. EUR![]() STARKE SOLVENZPOSITION SOLVENCY-I-KAPITALBASIS IN MRD. EUR![]() DIVERSIFIZIERTES GESCHÄFTSPORTFOLIO GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN IN %![]() EINER DER GRÖSSTEN VERSICHERUNGSKONZERNE DEUTSCHLANDS UND EUROPAS NACH BRUTTOPRÄMIEN 2012 IN MRD. EURTOP 10 EUROPÄISCHE VERSICHERER![]() TOP 5 DEUTSCHE VERSICHERER![]() AUSGEWOGENES UND RISIKOARMES KAPITALANLAGEPORTFOLIO FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE NACH RATINGKLASSEN IN %![]() STABILES RATING![]() WachstumEs gibt wohl kaum ein kapitalmarktorientiertes Unternehmen, das nicht wachsen möchte. Die wirklich spannende Frage in puncto Wachstum lautet also nicht "ob", sondern "wie". Unsere Antworten: mit Ambition, aber nicht ohne Vernunft. Flexibel, aber keinesfalls willkürlich. Schon heute steht außer Frage: Erfolgreiches fokussiertes Wachstum soll künftig untrennbar mit dem Namen Talanx verbunden sein. GLOBALE PRÄSENZ DER TALANX-GRUPPE DEUTLICH AUSGEBAUT![]() WACHSTUMSTREIBER![]() LANGFRISTIGES WACHSTUM DER BRUTTOBEITRÄGE IN MRD. EUR![]() WACHSTUMSSPARTEN UNSERER GESCHÄFTSBEREICHEscroll
ZUNEHMENDE INTERNATIONALISIERUNG DES ERSTVERSICHERUNGSGESCHÄFTS REGIONALE VERTEILUNG BRUTTOPRÄMIEN IN %![]() MANAMA/BAHRAIN HÖHENFLUG AM PERSISCHEN GOLFWOLKENKRATZER IN DER GOLFREGION BRECHEN IMMER NEUE REKORDE. DAS WIRTSCHAFTSWACHSTUM AUCH. 2013 HAT TALANX IHRE POSITION VOR ORT GESTÄRKT - DENN ERFAHRUNG, QUALITÄT UND KUNDENNÄHE SIND GEFRAGT.Es ist 16.45 Uhr in Manama, der Hauptstadt von Bahrain, Zeit für eine kleine Pause. Chittadath Viswaprasad steht am Fenster seines Büros im 16. Stock des Al-Zamil-Towers, nippt an einer Tasse Grüntee und lässt den Blick schweifen: Im Hintergrund funkelt der Persische Golf im Sonnenuntergang. Fischerboote verlassen den Hafen wie seit ewigen Zeiten. Davor hat längst ein neues Kapitel in der Geschichte des kleinen Königreichs begonnen. Wie zwei gigantische Segel wachsen die 240-Meter-Türme des Bahrain World Trade Centers in den Himmel über der Hauptstadt. Dahinter greift eine künstliche Landzunge ins Meer, auf der mit Hochdruck an der nächsten Wolkenkratzer-Generation gearbeitet wird. Bahrains Wirtschaft wächst und mit ihr die Insel selbst. Viswaprasad ist Managing Director der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG in Bahrain. Der 53-Jährige, den die Kollegen einfach "Prasad" nennen, liebt die Bucht von Manama für ihr Wechselspiel aus Tradition und Fortschritt. Und doch: Wenn er den Blick aus dem Fenster wandern lässt, ist er mit den Gedanken oft weit hinterm Horizont. In Saudi-Arabien zum Beispiel, wo die Gesellschaft 15 % der Versicherungssumme einer der größten Milchviehanlagen in der Region deckt und wo in Dschidda kürzlich der erste Spatenstich für den größten Wolkenkratzer der Welt gesetzt wurde. 2018 soll der "Kingdom Tower" fertiggestellt werden. Höhe: 1.007 Meter. Kosten: 1,2 Mrd. USD. HDI-Gerling Industrie und Hannover Rück decken zusammen 12,6 % der Versicherungssumme. Oder in Kuwait, wo eine petrochemische Fabrik im Bau ist. Kosten: 8 Mrd. EUR, 3 % davon rückversichert durch HDI-Gerling Industrie. Die Megaprojekte illustrieren den erfolgreichen Start dieses Unternehmens der Talanx-Gruppe auf der Arabischen Halbinsel. Im Dezember 2012 nahm die Niederlassung in Bahrain die Geschäfte auf. Ein Jahr später liegt ihr Prämienvolumen bereits bei 8,2 Mio. EUR. Teil der Talanx-Strategie ist es, Geschäftsbereiche, wie hier die Industrieversicherung, in neue Regionen zu tragen und dabei mit Konzerngesellschaften, die bereits vor Ort aktiv sind, zu kooperieren, um von Synergien zu profitieren. Einer der Gründe für den schnellen Start der HDI-Gerling Industrie in der Golfregion findet sich daher auch ein paar Etagen unter den Büros von Prasad und seinem siebenköpfigen Team im Al-Zamil-Tower: Dort hat die Hannover ReTakaful, die bereits seit 2006 in der Region aktiv ist, ihren Sitz. "Als wir unsere Büros bezogen, hatten wir nicht mal ein Bankkonto", erzählt Prasad. "In dieser turbulenten Anfangsphase standen uns die Kollegen in vielen Fragen mit Rat und Tat zur Seite." Heute ist die Nachbarschaftshilfe von einst zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zweier Partner auf Augenhöhe gediehen. Konkurrenz zwischen den Konzernschwestern gibt es - zumindest in der Golfregion - kaum, weil sich ihre Geschäftsfelder selten überschneiden: Hannover Rück generiert einen Großteil ihres Geschäfts über klassische Rückversicherungen, sogenanntes Treaty Business - auch im Lebensversicherungsbereich. HDI-Gerling hingegen legt den Fokus auf Industrieversicherungen in größerem Umfang und zeichnet Risiken auf dem Wege fakultativer Rückversicherungen. Wie zuletzt in Saudi Arabien, wo beide, HDI-Gerling und Hannover Rück, am "Kingdom Tower"-Projekt beteiligt sind. "Wir konnten Synergien nutzen", sagt Prasad. In Zukunft wolle man noch effektiver zusammenarbeiten. "Damit eins plus eins drei ergibt." GEMÜSE UND GOLDSCHMUCK
Die Entscheidung, eine HDI-Gerling-Niederlassung in Bahrain zu eröffnen, war schon deshalb wichtig, weil das Land seit vielen Jahren als das wichtigste Finanzzentrum der Golfregion gilt. Jobsicherheit und - anders als etwa in Dubai - moderate Lebenshaltungskosten locken Arbeitnehmer aus aller Welt an. Hinzu kommt das gute Miteinander von Religionen und Kulturen. So bietet eine der größten muslimischen Gebetsstätten der Welt, die Al-Fatih-Moschee, Platz für 7.000 Gläubige. Doch in den Straßen ist säkulares Leben ebenso präsent wie religiöses. Der Anteil der Zugereisten liegt bei fast 50 %. "Es herrscht eine Atmosphäre der Toleranz", sagt Prasad, der in Indien geboren wurde und seit 2003 in Bahrain lebt. Liberale Marktgesetze, ein konsequentes Aufsichtsrecht, eine unkomplizierte Bürokratie sowie ein Bildungssystem, das viele hoch qualifizierte Einheimische auf den Arbeitsmarkt entlässt: Bahrain eignet sich aus vielen Gründen als Standort für Unternehmen, die in der Region aktiv werden wollen. Denn die Märkte wachsen: Schätzungen zufolge erzielten die sechs Staaten des Golfkooperationsrats (GCC) Bahrain, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman 2013 ein Bruttoinlandsprodukt von rund 1,5 Billionen USD. In zehn Jahren könnte es, das derzeitige Wachstum vorausgesetzt, bereits bei mehr als 2 Billionen USD liegen. Das entspräche etwa dem heutigen Bruttoinlandsprodukt von Brasilien - bei weniger als einem Viertel der Bevölkerung. Der Boom ist zugleich Indikator für einen grundlegenden Wandel: Das Öl, die Basis des Reichtums in der Region, wird nicht ewig sprudeln. Und so fließen längst stattliche Summen in den radikalen Umbau der Wirtschaft - weg von Öl und Gas, hin zu verarbeitender Industrie, Finanzdienstleistungen und Tourismus. Flankiert wird die Wende durch massive Investitionen in die Infrastruktur. Im Emirat Abu Dhabi etwa entsteht eine Ökostadt, die vollständig durch erneuerbare Energien versorgt werden soll. Ab 2018 sollen 2.200 Kilometer Gleise alle sechs GCC-Länder verbinden. Straßen, U-Bahnen, Universitäten, Krankenhäuser, Strom- und Wasserversorgung - die Fachzeitschrift "Middle East Economic Digest" rechnet mit Bauprojekten in den GCC-Staaten in Höhe von insgesamt 2 Billionen USD. "Wo Wachstum so viel Fahrt aufnimmt, braucht es den prüfenden Blick erfahrener Versicherer", sagt Prasad. Ob Feuer, Transport, Maschinenschäden oder Bauverzögerungen: Wir kalkulieren jedes Risiko bis ins letzte Detail." Eine Strategie, die gerade in den GCC-Staaten wichtig ist, wo die Mehrzahl aller Bauversicherungen rückversichert ist. Der Grund: Kaum ein lokaler Erstversicherer verfügt über die Expertise, die komplexen Risiken solcher Megaprojekte zuverlässig einzuschätzen. Also sprechen die lokalen Erstversicherungsunternehmen Versicherer wie HDI-Gerling frühzeitig an: Sie wollen Aussagen über die Beurteilung des Risikos, zu den Versicherungsbedingungen und dem Risikomanagement-Service über den gesamten Zyklus der Bauphase. Das hilft, die Möglichkeit unvorhergesehener Ereignisse zu reduzieren, das Ausmaß potenzieller Schäden zu mindern und so auch den ökonomischen Schaden zu minimieren. FAKULTATIVE RÜCKVERSICHERUNG - DIE ÜBERNAHME VON EINZELRISIKENOb der "Shanghai Tower" mit 632 Metern, der "Burj Khalifa" in Dubai mit 828 Metern oder der "Kingdom Tower", der derzeit in Dschidda in SaudiArabien errichtet wird und erstmals die Kilometermarke durchbrechen soll: Es gibt Bauprojekte, die nicht nur die Kapazitäten einer Versicherung übersteigen. Sie sprengen auch das Risikovolumen, das ein einzelner Rückversicherer zu tragen bereit ist. Hier kommt die fakultative Rückversicherung ins Spiel. Anders als bei der obligatorischen Rückversicherung, bei der ein Rückversicherer große Portfolios eines Erstversicherers übernimmt, ohne diese bis ins Detail prüfen zu können, wird bei der fakultativen Rückversicherung über Einzelrisiken verhandelt. Dabei entscheidet der Rückversicherer, ob und zu welchen Konditionen er ein Risiko abdecken möchte. Damit langwierige Verhandlungen eine Einigung nicht verzögern, ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Versicherungsnehmer, Erstversicherer und Rückversicherer dabei von großer Bedeutung. »Wo Wachstum so viel Fahrt aufnimmt, braucht es den prüfenden Blick erfahrener Versicherer.« SAGT PRASADDem Versicherungsmarkt in den GCC-Staaten disziplinierende Leitplanken setzen: Als führender Underwriter ist HDI-Gerling Industrie auch deshalb ideal, weil das Unternehmen mit der Souveränität eines internationalen Konzerns auftritt, der nicht um jeden Preis den Abschluss sucht. "Wir treten mit den Kunden in einen Risikodialog", so Prasad. Das Ziel: Sicherheitslücken, die überall lauern können, entdecken und schließen, um Schäden vorzubeugen. Eine Arbeit, die möglich wird, weil HDI-Gerling Industrie in Bahrain Vor-Ort-Kompetenz mit Experten-Backup verknüpfen kann. Da ist zum Beispiel Kuppuswamy Ravi: Der 64-jährige Risk Engineer ist seit 40 Jahren im Versicherungsgeschäft in Indien und im Mittleren Osten tätig und verfügt über ein weitverzweigtes Netzwerk in allen sechs GCC-Staaten. Was Ravi auf den Baustellen in verschiedenen Ländern notiert, übersetzt sein Kollege Shanmugasundaram Selvaraj im Büro in Bahrain in Zahlen: Welches Risiko hat welchen Preis? Der 58-jährige Underwriter Selvaraj blickt auf drei Jahrzehnte Industrieversicherung zurück. "Wenn die beiden bei mir sind, sitzen mehr als 100 Jahre Berufserfahrung in meinem Büro", sagt Prasad und schmunzelt. Er weiß, dass selbst das manchmal nicht ausreicht. "In solchen Fällen beraten wir uns mit Kollegen weltweit." Mehr als 150 Risikospezialisten arbeiten rund um den Globus für HDI-Gerling Industrie. »Wir treten mit den Kunden in einen Risikodialog.« SAGT PRASADMittlerweile ist es dunkel geworden. Prasad fährt den Rechner herunter. Die Baustellen in der Bucht von Bahrain ruhen schon. Morgen früh werden sie ihre Arbeit wieder aufnehmen, und dann werden auch Prasad und sein Team wieder gefragt sein. Und hinterm Horizont bricht der Bau des Kingdom Towers in Saudi-Arabien weiter alle Rekorde: Das Fundament wurde bis zu 110 Meter tief in den Boden gegraben. Wenn er fertiggestellt ist, wird der Turm 530.000 Quadratmeter auf 167 Etagen umfassen. 59 Aufzüge, fünf davon "Doppeldecker", die stets zwei Stockwerke bedienen, sollen auf zehn Meter pro Sekunde beschleunigen. Fahrzeit vom ersten bis ins oberste Stockwerk: eine Minute und 40 Sekunden. Neuland für Ingenieure wie für Versicherer. Prasad sieht es mit den Augen eines Routiniers: "Die einen bauen einen Turm von einem Kilometer Höhe. Die anderen bewerten das Risiko, dass ein Werkzeug aus dem 167. Stock fällt", sagt er. "Beides ist schlicht eine Frage korrekter Kalkulation." IntegrationEiner für alle, alle für einen - und alle unter einem Dach. Unser Geschäftsmodell lebt von gegenseitigen Wachstumsimpulsen, Wissenstransfers und Synergien zwischen den Geschäftsbereichen. "Alle" ist im Zusammenhang mit Talanx übrigens eine recht dynamische Größe, wie der Blick auf unsere erfolgreiche M&A-Bilanz der vergangenen Jahre beweist. Und unter unserem Dach ist durchaus noch Platz. ERFOLGREICHE INTEGRATION![]() PLATTFORM FÜR STARKE MARKENscroll
REICHWEITENSTARKE VERTRIEBSKANÄLEscroll
HOHE INTEGRATION ALLER TALANX-GESCHÄFTSBEREICHE![]() GUADALAJARA/MEXIKO AUF DER ÜBERHOLSPURSEIT 2011 GEHÖRT DER AUTOVERSICHERER METROPOLITANA ZUM TALANX-KONZERN. DER FRÜHERE WETTBEWERBER IST HEUTE EIN GUT INTEGRIERTER TEIL VON HDI SEGUROS IN MEXIKO. AUS ZWEI FIRMEN WURDE EIN SCHLAGKRÄFTIGES UNTERNEHMEN.Montagmorgen in Guadalajara. Die Rush-Hour in der 1,5-Millionen-Metropole hat gerade begonnen, als das Smartphone von Aldo Ramirez eine neue Nachricht anzeigt: "Auffahrunfall auf der Avenida Vallarta. Keine Verletzten." Der 40-jährige Unfallsachverständige von HDI Seguros Mexiko lässt seinen Kaffee stehen und schwingt sich ins Auto. 20 Minuten später erreicht er den Unfallort und vergewissert sich zunächst, dass wirklich niemand verletzt ist. Dann beginnt er damit, die Karambolage detailliert zu dokumentieren. Was ist passiert? Welcher Schaden ist entstanden? Und vor allem: Wer hat Schuld? Aldo Ramirez spricht mit den Beteiligten, inspiziert und fotografiert die demolierten Fahrzeuge. Vom Berufsverkehr, der sich auf der sechsspurigen Avenida Vallarta hupend an ihm vorbeischiebt, lässt er sich dabei nicht irritieren. 14 Sachverständige sind für HDI Seguros allein in Guadalajara unterwegs. Fünf von ihnen mit dem Motorrad. Denn oft können sich die Experten nur so durch die Blechlawine schlängeln und binnen 30 Minuten nach einem Crash vor Ort sein. Ein Versprechen, das HDI Seguros mit mehr als 300 Gutachtern in den 35 größten mexikanischen Städten halten kann. In ländlichen Regionen kann der Autoversicherer auf freie Sachverständige zurückgreifen, die innerhalb von 90 Minuten an der Unfallstelle eintreffen. Ein wichtiges Netzwerk. Denn in Mexiko kommt, anders als wir es in Deutschland gewöhnt sind, nach einem Zusammenstoß nicht immer die Polizei, um die Schuldfrage zu klären. Das müssen bei Blechschäden die Prüfer der Versicherungen übernehmen. Nur wenn der Verursacher nicht eindeutig ermittelt werden kann, rücken die Polizeibeamten aus. Hinzu kommt: Nur 28 % der rund 35 Mio. PKW im Land sind versichert, und so sehen viele Fahrer über kleine Beulen am liebsten hinweg. Dass sie auch größere Schäden, die sie verursacht haben, gern ignorieren, macht den Einsatz von Sachverständigen unerlässlich. Schwierige Rahmenbedingungen für Autoversicherer. "Unter diesen Umständen war es für uns wichtig, als Unternehmen zu wachsen", sagt Juan Carlos Suárez. Der CEO von HDI Seguros mit Sitz in León, Mexiko, zweieinhalb Stunden östlich von Guadalajara, blickt mit Stolz auf einen gelungenen Coup zurück: 2011 erwarb die Talanx International AG die Metropolitana und führte sie mit ihrer Tochtergesellschaft HDI Seguros zusammen. Gemeinsam schafften die Gesellschaften damit den Sprung auf Platz 10 der größten Autoversicherer im Land. Statt bislang 200.000 versichert HDI Seguros jetzt 480.000 Kraftfahrzeuge, die Zahl der landesweiten Mitarbeiter verdoppelte sich auf ca. 900. "Wachstum ist aber kein Selbstzweck", so Suárez. Der Kauf sei notwendig gewesen, um den Service zu verbessern und dadurch die Marktposition des Unternehmens zu stärken. »Der Übernahme gingen lange Gespräche über Unternehmenskultur und wirtschaftliche Ziele voraus. Wichtig war, dass wir zueinander passen.« SAGT SUÁREZIn Guadalajara wird an diesem Morgen deutlich, was Juan Carlos Suárez meint: Der Verursacher des Unfalls auf der Avenida Vallarta ist Kunde von HDI Seguros. Er war einen Augenblick lang unaufmerksam - und schon krachte er im dichten Berufsverkehr seinem Vordermann ins Heck. Auf den ersten Blick sind nur die Stoßstangen der Wagen verbeult, doch der gelernte Automechaniker Aldo Ramirez erkennt schnell, dass der Crash auch die Klimaanlage beschädigt hat. Er lässt den Wagen zum nächsten "Auto Pronto" schleppen, einer Autowerkstatt, die exklusiv für HDI Seguros arbeitet. Zehn dieser Vertragswerkstätten gibt es in Mexiko bereits. Bis Ende 2014 sollen weitere zehn hinzukommen. "Dann werden drei Viertel aller Reparaturen in einem "Auto Pronto" durchgeführt", sagt CEO Suárez. Ein Service, der wichtig sei, weil nicht jede Werkstatt in Mexiko gute Arbeit leiste. Zudem erwartet HDI Seguros durch die Partnerwerkstätten einen Rückgang der Reparaturkosten um 20 %. Möglich wird der Service, weil HDI Seguros seit der Fusion eine wachsende Zahl von "Auto Prontos" mit Aufträgen versorgen kann. Auf dem Land arbeitet der Versicherer am Aufbau eines Netzwerks freier Werkstätten, um auch hier Qualität und Tempo der Reparaturen sicherstellen zu können. "Service hat bei uns oberste Priorität", so Suárez. Den Marktanteil steigern, um die Leistung zu verbessern: Was einfach klingt, will überlegt umgesetzt sein. "Wir haben nicht wahllos zugekauft", sagt Juan Carlos Suárez. "Der Übernahme gingen lange Gespräche über Unternehmenskultur und wirtschaftliche Ziele voraus. Wichtig war, dass wir zueinander passen." Keine Selbstverständlichkeit. Schließlich musste das Familienunternehmen aus Mexiko-Stadt mit der in León ansässigen Talanx-Tochter zusammengeführt werden. "Bei zwei so unterschiedlichen Firmen genügt es nicht, neue Türschilder zu kaufen", sagt Juan Carlos Suárez. Sein Rezept: miteinander sprechen, einander zuhören - und schnell reagieren, wenn sich Unklarheiten abzeichnen. "Viele Mitarbeiter fürchteten, dass die Fusion Entlassungen nach sich ziehen würde", so Suárez. "Doch diese Sorge konnten wir ihnen nehmen." Zudem waren viele ehemalige Metropolitana-Mitarbeiter, die ins 400 Kilometer nordwestlich gelegene León umziehen mussten, anfangs wenig begeistert. Schließlich verlässt kaum jemand freiwillig die pulsierende Mega-City. "Doch wer erst mal in León lebt, erkennt schnell die Vorteile", erzählt Suárez. Die Stadt zählt im Vergleich zu Mexiko-Stadt nur 1,6 Mio. Einwohner, das bedeutet: kürzere Wege, entspannterer Verkehr, viel Grün, kurz: ein lebenswertes Umfeld. Die Hauptstadt habe mehr zu bieten, gibt Suárez zu. Vieles könne man aber kaum genießen, weil die Distanzen so groß seien. »Unsere Leute sind stolz, Teil der HDI-Familie zu sein.« SAGT SUÁREZDas Wichtigste sei indes gewesen, dass die Unternehmen in den zentralen Punkten von Anfang an auf einer Wellenlänge gewesen seien. "Wir haben beide den Anspruch, faire Arbeitgeber zu sein." So half die Firma den Mitarbeitern, die nach León wechseln mussten, bei der Suche nach Wohnung, Kindergarten oder Schule und beim Umzug. Zudem wurden alle neuen Beschäftigten mit Schulungen auf die Veränderungen im Arbeitsablauf vorbereitet. Ein Blick in die Firmenzentrale in León zeigt, dass es HDI Seguros gelingt, seine Angestellten zu binden: Neben Nachwuchskräften sitzen hier viele erfahrene Kollegen, die schon länger als zehn Jahre im Unternehmen sind. Einer von ihnen feiert bald sein 35-jähriges Dienstjubiläum. Erfolg und gesellschaftliches Engagement gehören für HDI Seguros zusammen. So finanziert die Firma Kurse zum Thema "Sicherheit im Straßenverkehr" an Schulen und Universitäten. Und am Dreikönigstag sammeln alle Mitarbeiter Spielzeuge für ein Waisenhaus. "Unsere Leute sind stolz, Teil der HDI-Familie zu sein", sagt Juan Carlos Suárez. HDI SEGUROS MEXIKO - MEHR ALS EINE AUTOVERSICHERUNGIn den letzten Jahren baute Talanx das Geschäft in Lateinamerika durch eine Reihe von Akquisitionen aus. Neben Mexiko ist der Konzern heute mit Tochtergesellschaften in Brasilien, Chile, Argentinien und Uruguay vertreten - und knüpft dabei jeweils an die Erfahrungen lokaler Traditionsunternehmen an. So gelang der Einstieg in den mexikanischen Markt 2009 über den Kauf der "Genworth Seguros" (ehemals "Seguros del Centro") - später HDI Seguros -, einer Versicherung, die 1943 gegründet worden war. Mit der jüngsten Fusion scheint sich bei HDI Seguros Mexiko alles ums Automobil zu drehen, dabei bietet das Unternehmen mit Sitz in León auch eine Reihe anderer Versicherungen an, darunter Unfallversicherungen. Familien sind über die "Seguro Casa-Habitación" gegen die wichtigsten Gefahren abgesichert - egal, ob Feuer oder Flut. Für Firmen gibt die "Seguros Empresariales", individuell entwickelte Lösungen, die alle Schäden abdecken, die das Geschäft beeinträchtigen können. "Seguro de Accidentes Escolares" deckt alle Unfallschäden ab, die auf dem Schulweg, in der Schule oder auf Schulveranstaltungen passieren. Die Versicherung schließt den Schutz von Schülern, Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern ein. EIN ZUVERLÄSSIGER PARTNERZehn "Auto Pronto"-Vertragswerkstätten arbeiten ausschließlich für HDI Seguros Mexiko, bis Ende 2014 sollen zehn weitere hinzukommen. Schnelle Lieferung von Ersatzteilen, fachmännische Arbeit und ein Rückgang der Reparaturkosten: Die Vorteile der Kooperation sind vielfältig. Der Unfallwagen von der Avenida Vallarta ist mittlerweile in der "Auto Pronto"-Niederlassung von Guadalajara angekommen. Maximal fünf Tage veranschlagen die Mechaniker für die Reparatur der Klimaanlage. In Mexiko, das unter chronischem Ersatzteilmangel leidet, ist das rekordverdächtig. "Unsere Werkstätten bekommen Teile relativ schnell geliefert", weiß Sachverständiger Aldo Ramírez. Etwa die Hälfte der rund 120.000 Versicherungsfälle, die HDI Seguros im Jahr bearbeitet, mündete in einer Reparatur in der Werkstatt. Eine Taktzahl, die enge Beziehungen zu Zulieferern befördert - was sich positiv auf die Liefergeschwindigkeit auswirkt. "Doch das ist bei Weitem nicht der einzige Vorteil der Fusion", sagt Juan Carlos Suárez. HDI Seguros erwartet besseren und schnelleren Service. Vor allem aber konnte das Unternehmen seine Position durch zahlreiche Synergien stärken. So hat der Kauf der Metropolitana neue Geschäftsfelder für HDI Seguros eröffnet. Die Partnerschaft mit rund 40 Vertragshändlern in Mexiko-Stadt etwa. Oder die Versicherung der gesamten VW-Leasingflotte. Ein Schritt, der neue Möglichkeiten auf einem Markt verspricht, der sich nur langsam von der Krise erholt. Die Anzahl verkaufter Neuwagen liegt seit Jahren konstant bei einer Million. Es ist Abend, als Aldo Ramírez zurück ins Büro fährt. Fünf Unfallorte hat er besucht, fünf Fälle bearbeitet. Nach dem Crash auf der Avenida Vallarta folgten vier weitere Unfälle, mit bis zu drei beteiligten Fahrzeugen. Aldo Ramírez schließt die Tür zu seinem Büro auf. Die volle Kaffeetasse vom Morgen steht noch an ihrem Platz. Ein ganz normaler Tag in Guadalajara. EffizienzHinter Effizienz steckt vor allem die Fähigkeit, loslassen zu können. Wir leben eine Kultur, in der Vertrauen Kontrolle ersetzt und Verantwortung so weit wie möglich dezentral angesiedelt ist. Unsere eigenen Stärken ergänzen wir zudem gezielt um die professioneller Partner. Dass sich Vertrauen langfristig auszahlt, ist nicht zuletzt an unseren Verwaltungskostenquoten eindeutig abzulesen. VERWALTUNGSKOSTEN IN DER BANCASSURANCE UNTER BRANCHENNIVEAU IN %![]() HOHER AUTOMATISIERUNGSGRAD IN DER BANCASSURANCE 2012, IN %![]() KOSTENFÜHRERSCHAFT IN DER RÜCKVERSICHERUNG AUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEB IN %![]() MARKTFÜHRER IM BELEGSCHAFTSGESCHÄFT![]() VIELZAHL AN VERTRIEBSWEGEN 2012, IN %![]() HILDEN DIE BRÜCKE ZUM KUNDENDIE TALANX-GRUPPE HAT EINES DER GRÖSSTEN BANCASSURANCE-NETZWERKE DEUTSCHLANDS AUFGEBAUT. IN HILDEN LAUFEN DIE FÄDEN DER EFFIZIENTEN PARTNERSCHAFTEN MIT ZWEI BANKPARTNERN ZUSAMMEN.Hilden in Nordrhein-Westfalen steht immer ein wenig im Schatten berühmter Nachbarstädte wie Düsseldorf oder Köln, doch den Menschen hier macht das nichts aus. Sie haben den Vorteil dieser Lage längst erkannt: Im Rampenlicht stehen andere, dafür genießt Hilden dank Auto- und S-Bahnen optimalen Anschluss in alle Himmelsrichtungen. Vernetzung als zentrale Stärke: So betrachtet, passt die Stadt an der Itter gut zum Bereich Bancassurance der Talanx, der hier seinen Sitz hat. Gemeinsam mit den Partnern TARGOBANK, Postbank und Sparkassen bildet er eines der größten und erfolgreichsten Bankenversicherungs-Netzwerke Deutschlands. 7.500 Filialen sowie zahlreiche weitere Vertriebsstellen verkaufen Versicherungen aus den Gesellschaften der Talanx, die perfekt in die jeweilige Markenfamilie integriert sind. Im Hintergrund aber laufen die Fäden bei den Versicherern zusammen. Zum einen bei der neuen leben in Hamburg (siehe Kasten auf Seite 30), zum anderen in Hameln und Hilden. Die zwei Trakte der Bancassurance in Hilden, in denen rund 490 Mitarbeiter arbeiten, sind durch einen gläsernen Übergang miteinander verbunden. Als sollte der Bau einmal mehr betonen, worum es im Kern geht: Brücken bauen - zwischen Versicherern und den Kooperationspartnern und ihren Kunden. 2013 kamen TARGO und PB Versicherungen sowie neue leben auf rund 3,1 Mrd. EUR Prämieneinnahmen. "Bancassurance ist die perfekte Mischung aus Nähe zum Kunden und effizienter Verwaltung", sagt Björn Kniffki. Der Leiter Marketing und Vertriebsunterstützung bei der TARGO Lebensversicherung AG ist seit 18 Jahren im Versicherungsgeschäft tätig. Von allen Bereichen, die er in dieser Zeit kennengelernt hat, fasziniert ihn Bancassurance besonders. "Wegen der idealen Arbeitsteilung." Der Versicherer - auf der einen Seite - kann sich voll auf seine Kompetenzen konzentrieren, die Bank - auf der anderen Seite - bietet eine optimale Vertriebsstruktur. "In der Hausbank ist das Geld zu Hause", so Kniffki. "Da liegt es nahe, auch über Sicherheit und Vorsorge zu sprechen." Ein guter Bankberater kennt die Finanzsituation, die Lebensplanung und die Wünsche seiner Kunden. "Das macht ihn zum idealen Ansprechpartner in Versicherungsfragen." Während es deutsche Bancassurance-Kooperationen gibt, die in den Filialen die Beschäftigten der Versicherungen einsetzen, bauen die Talanx-Gesellschaften auf die Mitarbeiter der Bankpartner. "Die Schulungen der Filialangestellten übernehmen wiederum wir", erläutert Kniffki. »Bancassurance ist die perfekte Mischung aus Nähe zum Kunden und effizienter Verwaltung.« SAGT BJÖRN KNIFFKIÜberhaupt: Dass die beiden Versicherungspartner in Hilden unter einem Dach angesiedelt sind, erlaubt so viel Synergien wie möglich und so viel Autonomie wie nötig. So ist ein gemeinsames Backoffice für die Verwaltung zuständig, während die Entwicklung von Produkten, Marketing und Vertrieb unabhängig voneinander organisiert sind - zugeschnitten auf die jeweilige Kundenstruktur der Banken. "Dadurch, dass wir die Bearbeitung der Kundenwünsche beider Vertriebe in einem Backoffice zusammenfassen, erreichen wir bei der Entwicklung von Prozessen und Abläufen ein Höchstmaß an Effizienz, denn jeder Prozess muss nur einmal erstellt und konzipiert werden", erläutert Achim Cramer, Leiter des Backoffice in Hilden. So hat die TARGO Lebensversicherung im vergangenen Jahr den "Existenzschutz" eingeführt. Das neue Produkt sichert den Lebensunterhalt des Versicherten im Fall seiner Arbeitsunfähigkeit - nicht so umfangreich wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, dafür günstiger. "Viele Menschen können oder wollen sich keine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten", so Kniffki. "Also haben wir ein Produkt entwickelt, das ihren Ansprüchen gerecht wird." Ob Schutz oder Vorsorge: Wenn es um die Frage geht, ob Produkte noch zeitgemäß sind oder angepasst werden müssen, begegnen sich Versicherung und Bank stets auf Augenhöhe. "So profitieren wir gegenseitig von unserem Know-how und unserer Erfahrung", sagt Björn Kniffki. Fest an den Kundenstamm einer Bank gebunden zu sein, sieht er nicht als Einschränkung. "Wer seine Zielgruppe kennt, kann Produkte nach Maß schaffen. Dann wird die Nähe zum Vorteil." »Durch die gemeinsame Bearbeitung zweier Vertriebe in einem Backoffice erreichen wir ein Höchstmaß an Effizienz.« SAGT ACHIM CRAMERIn Deutschland ist das Potenzial im Bancassurance-Bereich noch lange nicht erschöpft: Während in Italien, Spanien und Frankreich bis zu drei Viertel aller Altersvorsorgepolicen von Geldinstituten vertrieben werden, lässt sich hierzulande gerade mal jede dritte bis vierte Police am Bankschalter verkaufen. Der Anteil der Lebensversicherungen, die in Banken abgeschlossen werden, hat sich bei rund 30 % eingependelt. Björn Kniffki ist zuversichtlich: "In Deutschland hat der Vertrieb durch Makler eine lange Tradition", erläutert er. Und zuletzt sei neue Konkurrenz durch den Direktvertrieb entstanden. Die Bancassurance wählt einen anderen Weg: Sie nutzt bestehende Vertriebsnetze, entwickelt günstige, auf die Zielgruppe abgestimmte Produkte und koordiniert alles unter einem Dach. Mit Erfolg: Abschluss- und Verwaltungskosten der Talanx-Bancassurance liegen unter Marktdurchschnitt. Ein Blick ins hochautomatisierte Backoffice in Hilden, wo die Bestände von TARGO und PB Versicherungen verwaltet werden, verrät, wie effizient das System funktioniert. Die meisten Vorgänge aus den Bankfilialen erreichen die Mitarbeiter auf elektronischem Wege - die Direktpolicierungsquote beträgt 86 %. Parallel dazu landen in der Poststelle täglich rund 4.000 Kundenschreiben, die von drei Kollegen per Scanner ins IT-System eingespeist werden. "Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Vorgang der TARGO oder PB Versicherungen handelt", sagt Achim Cramer. "Beide Vertriebspartner und deren Kunden werden gleichermaßen bedient." Rund 40 % der Geschäftsvorfälle werden automatisch verarbeitet, egal, ob es sich um eine Kündigung oder die Änderung der Bankverbindung handelt. Wo die Technik an ihre Grenzen stößt, kommen die Mitarbeiter ins Spiel. Rund 120 Menschen arbeiten im Hildener Backoffice, weitere 65 in Hameln. Aber nicht jeder Mitarbeiter kann jeden Fall bearbeiten. Gezielte Schulungen bereiten die Belegschaft auf bevorstehende Anfragewellen vor. "Bevor ein neues Produkt wie der ,Existenzschutz' einführt wird, machen wir uns frühzeitig ein Bild von dem Aufwand, der auf uns zukommt, und den Fähigkeiten, die für die Bearbeitung erforderlich sind", so Achim Cramer. Wichtig bei der Schulungsplanung ist, die anfallenden Arbeiten möglichst genau zu prognostizieren; dies ist mittels aufwändiger Statistikauswertungen bis zu 16 Monate in die Zukunft möglich. "Wenn die Arbeit dann anfällt, können wir sicher sein, dass zum einen genügend Mitarbeiter die notwendigen Kenntnisse haben und zum anderen jeder Mitarbeiter nur solche Aufgaben auf den Tisch bekommt, für die er ausgebildet wurde." Das Ziel: ein reibungsloser und schneller Ablauf bei hoher Qualität. Überhaupt ist die Einhaltung ambitionierter Servicelevel ein Hauptaspekt in der Organisation des Backoffice. DIE NEUE LEBEN: EIN STARKER PARTNER FÜR SPARKASSENAußer an den Standorten Hilden und Hameln ist der Bancassurance-Bereich auch in Hamburg präsent. In der Hansestadt haben die neue leben Versicherungen ihren Sitz. Der Vorsorgespezialist für Sparkassen wurde 1965 als Tochter der heutigen Hamburger Sparkasse gegründet. Im Jahr 2004 übernahm die Talanx AG die Mehrheit der Unternehmensanteile. Bundesweit arbeitet die neue leben heute mit über 100 Sparkassen zusammen, darunter zwölf der 15 größten Deutschlands. "In ihrer Region sind die Sparkassen fest verankert und kennen die Bedürfnisse ihrer Kunden genau", erläutert Hans-Jürgen Löckener, Vorstandsvorsitzender der neue leben Lebensversicherung AG. "Je nach ihrer Größe oder Region stellen die einzelnen Institute unterschiedliche Anforderungen an uns". Die neue leben befragt deshalb regelmäßig die Sparkassen nach ihrer Zufriedenheit. "So bleiben wir nah an unseren Partnern und die Ergebnisse zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Hans-Jürgen Löckener. Unabhängige Ratingagenturen bestätigen darüber hinaus regelmäßig die hohe Produkt- und Unternehmensqualität. Mit den soliden Kapitalanlagen, den niedrigen Verwaltungskosten sowie einer über dem Branchendurchschnitt liegenden Überschussbeteiligung bleibt die neue leben ein verlässlicher und leistungsstarker Partner für Kunden und Sparkassen. EIN BLICK IN DIE GESCHICHTE DER TALANX-BANCASSURANCE
»Wer seine Zielgruppe kennt, kann Produkte nach Maß schaffen.« ERKLÄRT BJÖRN KNIFFKIIm Leistungsfall, sagt Achim Cramer, sei das Geld in der Regel innerhalb von sieben Tagen beim Kunden; Anträge werden innerhalb von 24 Stunden policiert. Um die Mitarbeiter zur Einhaltung der gesteckten Ziele zu motivieren, wurde die variable Vergütung eingeführt, die sowohl quantitative wie auch qualitative Komponenten berücksichtigt. Die Mitarbeiter erhalten am Ende des Jahres einen finanziellen Bonus, sofern die vereinbarten Servicelevel und Qualitätsziele eingehalten wurden. Der Ansporn trägt Früchte: Die Prüforganisation TÜV Rheinland hat Kundenservice, Qualitätsmanagement und Vertriebsunterstützung der Talanx-Bancassurance nach der lSO-9001-Norm zertifiziert. Die gute Zusammenarbeit zwischen Backoffice und Vertrieb hat laut Björn Kniffki und Achim Cramer zu diesem schönen Erfolg beigetragen. In gemeinsamen Meetings begegnen die Vertreter von TARGO und PB Versicherungen sowie neue leben einander vertrauensvoll und partnerschaftlich. "Blaue, gelbe und rote Seite schildern ihre Sicht", sagt Björn Kniffki in Anlehnung an die Farben der Firmenlogos. Wie Vernetzung in Effizienz mündet, lässt sich im Bereich Bancassurance des Talanx-Konzerns gut studieren. Und in Hilden an der Itter. Keine Stadt wie Köln oder Düsseldorf. Eher eine wie beide zusammen. ProfitabilitätReduzierte man die Betriebswirtschaftslehre auf eine Maxime, würde diese wohl lauten: Am Ende soll etwas dabei herumkommen. Im konkreten Fall von Talanx am besten mehr als beim Durchschnitt der 20 größten europäischen Versicherungsunternehmen. Unsere Strategie: Klug anlegen, diszipliniert ausgeben - damit auch am Ende schadenintensiver Jahre noch schwarze Zahlen stehen. HOHE PROFITABILITÄT IM BRANCHENVERGLEICH DURCHSCHNITTLICHE EIGENKAPITALRENDITE 2008 BIS 2012 IN %![]() PEERGROUP: DIE 20 GRÖSSTEN EUROPÄISCHEN VERSICHERUNGSGRUPPEN, GEMESSEN AN DEN GEBUCHTEN BRUTTOPRÄMIEN. ÜBERDURCHSCHNITTLICHE DIVIDENDENRENDITE IN % FÜR 2012![]() KLARE ZIELE FÜR KOMBINIERTE SCHADEN-/KOSTENQUOTENscroll
ATTRAKTIVE KAPITALANLAGERENDITE IN %![]() POSITIVER ERGEBNISBEITRAG AUS ALLEN GESCHÄFTSBEREICHEN OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) IN MIO. EUR![]() ANSPRUCHSVOLLE RENDITEZIELE![]() ORLANDO/USA MIT WEITBLICK AN DIE SPITZEHLR AMERICA HAT SICH IN WENIGEN JAHRZEHNTEN ZU EINEM DER PROFITABELSTEN PERSONEN-RÜCKVERSICHERER IN DEN USA ENTWICKELT. NEBEN DER ABSICHERUNG VON KRANKEN- UND LEBENSVERSICHERUNGEN KONZENTRIERT SICH DAS UNTERNEHMEN AUF FINANZIERUNGSLÖSUNGEN - MIT GROSSEM ERFOLGOrlando im Bundesstaat Florida ist nicht unbedingt ein Ort, an dem man einen der größten Personen-Rückversicherer der USA vermuten würde. Die Stadt steht eher für Vergnügen als für das große Geschäft. "Walt Disney World", "Sea World" oder "Universal Studios": Rund 20 Themenparks locken jedes Jahr viele Millionen Touristen nach Orlando. Stetes Badewetter tut seinen Teil dazu: kein Monat, in dem die Strände von Florida nicht bevölkert wären. Selbst das Zentrum von Orlando hat wenig von einem typischen US-Geschäftsviertel. Universitäten und die wachsende IT-Branche ziehen Studenten und Berufseinsteiger an. Abends sind die Bars und Restaurants im zentralen "Church District" voller junger Leute. Über ihren Köpfen erhebt sich das "Suntrust Center", das mit 134 Metern höchste Haus von Orlando. Seit etwa einem Jahr ist hier, im 18. und 19. Stockwerk, die Hannover Life Reassurance Company of America (HLR America), einer der größten Personen-Rückversicherer der USA, angesiedelt. 125 Mitarbeiter der Hannover Rück-Tochter sind hier tätig, mehr als 140 weitere arbeiten in Denver/Colorado, Charlotte/North Carolina - und eben in New York, dem Sehnsuchtsort eines jeden Weltkonzerns - oder? Curt Hagelman schmunzelt. Der Senior Vice President und Chief Marketing Officer sieht Orlando, wie alle Kollegen bei HLR America, für das große Geschäft als New York durchaus ebenbürtig an: "In unserer Branche ist Verlässlichkeit ein zentraler Wert", betont Hagelman. Und das Unternehmen hatte seinen Sitz schon in Orlando, bevor es 1990 von der Hannover Rück übernommen wurde. "Die Wolkenkratzer von Manhattan bieten vielleicht ein besseres Panorama als das Suntrust Center. In unserem Geschäft ist aber nicht der Blick aus dem Fenster entscheidend - sondern der Blick in die Studien und Statistiken", sagt Curt Hagelman, der seit 1978 im Versicherungsgeschäft tätig ist. Er sammelte viele Jahre Erfahrungen als Manager im Underwriting und Aktuariat, bevor er in das Marketing der HLR America wechselte. »In unserer Branche ist Verlässlichkeit ein zentraler Wert .« SAGT CURT HAGELMANEs ist das Gesetz der großen Zahlen, nach dem das Geschäft der Rückversicherer funktioniert. Sie sichern Versicherungsbestände von Erstversicherern ab - mit oft gleich Zehntausenden Versicherungsnehmern: Der Rückversicherer setzt darauf, dass er mit dem übernommenen Bestand in den kommenden Jahrzehnten mehr einnehmen wird, als er dafür zahlen muss. Läuft alles wie vorhergesagt, geht die Rechnung auf. Treten unerwartet viele Krankheiten, Kündigungen oder Sterbefälle auf, wird er zur Kasse gebeten. "Erfolgreich ist, wer die bessere Prognose abgibt", so Hagelman. "Das heißt, wer das bessere Datenmaterial zur Verfügung hat und die besseren Leute zur Kalkulation der Risiken." Es ist ein komplexes Geschäft, in dem sich HLR America vom Herausforderer in die Reihe der Großen vorgearbeitet hat. Nach ihrem Start in den US-Markt 1990 war die Tochter der Hannover Rück, damals noch unter dem Namen Reassurance Company of Hannover, hauptsächlich in der Rückversicherung erhöhter Risiken - sogenannter "Substandard Risks" - und internationaler Einzellebensrisiken tätig. Mit einem Kundenstamm von 20 Gesellschaften und lediglich einer Lizenz für die südöstlichen Staaten der USA war sie eine relativ kleine Gesellschaft. »Erfolgreich ist, wer die bessere Prognose abgibt.« SAGT CURT HAGELMANErst ab 1994, seit das Unternehmen Lebensversicherungen im Seniorenmarkt als Nischengeschäft zeichnet, wiesen die Zahlen vorsichtig nach oben. Der Höhenflug setzte nach der Jahrtausendwende ein, als HLR America begann, sich neben Kranken- und Lebensrückversicherungen auch auf Finanzlösungen zu konzentrieren. Von 2005 bis 2013 stiegen die Bruttoprämien von 645 Mio. USD auf 2,5 Mrd. USD. Auch das Bewusstsein der Kunden im Markt ist gewachsen. Im Jahr 2013 verlieh das Marktforschungsinstitut "Flaspöhler" dem Unternehmen den Titel des "drittbesten Rückversicherers in den USA", 2009 lag es noch auf Platz 8. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG
Einer der bedeutendsten Schritte zur heutigen Größe des Unternehmens war der Kauf des individuellen Lebensversicherungsgeschäfts der Scottish Re Group Anfang 2009, der Prämienvolumen und Mitarbeiterzahl von HLR America auf einen Schlag mehr als verdoppelte. "Größe allein bringt aber noch keinen Erfolg", betont Hagelman. Um sicherzustellen, dass ein Bestand Jahre später kein Loch in die Kasse reißt, ist es wichtig, das Risiko von Krankheitsfällen, Kündigungen und frühen Sterbefällen im Bestand richtig einzuschätzen. "Als Teil eines global agierenden Rückversicherers, der Hannover Rück, verfügen wir über exzellentes Datenmaterial, das uns hilft, die richtigen Prognosen zu erstellen", so Hagelman. Zwar dienen Datensätze aus einem Land nicht ohne Weiteres zur Risikoberechnung in einem anderen Land. Doch der Austausch unter Experten über die zahlreichen Quellen fördert das Verständnis des komplexen Materials. "Auf diese Weise können wir das Risiko effektiv minimieren und Gewinne optimieren." »Als Teil eines global agierenden Rückversicherers, der Hannover Rück, verfügen wir über exzellentes Datenmaterial.« SAGT CURT HAGELMANHeute unterscheidet das Unternehmen zwischen zwei großen Geschäftsfeldern: "Risikolösungen", also Kranken- und Personen-Risikorückversicherungen, sowie "Finanzlösungen", d. h. Rückversicherungslösungen, die neben dem Aspekt des Risikotransfers den Fokus auf die bilanziellen Auswirkungen eines Rückversicherungsvertrags legen. In diesem wachsenden Segment wird HLR America als Marktführer bei individuellen Lösungen für seine Kunden gesehen. "Internationale Rückversicherungen sind längst hoch spezialisierte Finanzdienstleister", so Hagelman. "Im Vergleich zu Lösungen anderer Finanzdienstleister ist jedoch immer Risikotransfer im Spiel und damit eine Verbindung zu der zukünftigen Entwicklung des gedeckten Bestands. Dies ist von Vorteil für den Erstversicherer, da Leistungen und Rückzahlung im Einklang mit Finanzierungsbedarf und zukünftigen Gewinnen stehen." Das Risikogeschäft bleibt schwierig in den USA. Vor allem Angestellte in mittelständischen Unternehmen sind chronisch unterversichert. Rund 45 % der Menschen mit einem Jahreseinkommen zwischen 25.000 und 60.000 USD haben überhaupt keine Lebensversicherung. "Wir reden hier über viele Millionen Bürger", sagt Curt Hagelman. Ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren verstärkt hat. Zum einen wegen der sinkenden Renditen der Policen im Zuge des allgemein niedrigen Zinsniveaus. Zum anderen wegen verzögerter Familienplanungen: Auch US-Bürger heiraten immer später und sind selten an Lebensversicherungen interessiert, solange sie Single sind. Gleichzeitig werden sie immer älter, was Versicherungen eigentlich wichtiger werden lässt. 1990 lag das mittlere Alter der US-Bürger bei etwa 33 Jahren, heute beträgt es schon 37,3 Jahre, 2030 wird es Schätzungen zufolge bei 40 Jahren liegen. "Das Problem ist, dass viele Leute erst an eine Lebensversicherung denken, wenn der Abschluss ziemlich teuer ist", so Hagelman. Als Personen-Rückversicherer verkauft HLR America zwar keine Versicherungen an den Verbraucher. Und doch hängt das eigene Geschäft auch davon ab, wie die Erstversicherer sich in der Akquise schlagen. "Die Menschen erkennen den Vorteil einer Versicherung", so Hagelman. "Den effizienten Zugang durch entsprechende Produkte zu bieten, wird der Schlüssel zum Erfolg." »Das Problem ist, dass viele Leute erst an eine Lebensversicherung denken, wenn der Abschluss ziemlich teuer ist.« SAGT CURT HAGELMANHilfe versprechen zwei Tools, die HLR America entwickelt hat, um Erstversicherer bei der Kundengewinnung zu unterstützen: "MERICA" ist ein System, das die sofortige Bewilligung einer Police beim Versicherungsnehmer ermöglicht und auf diese Weise lästige Briefwechsel ersetzt und Kosten spart. Es kommt zum Einsatz, wenn der Antragsteller ohne große medizinische Auffälligkeiten ist. "ASCENT", ein weiteres System, wird von den Risikoprüfern der Erstversicherer eingesetzt, um aufwändige medizinische Einschätzungen vorzunehmen. Ergänzend zu MERICA und ASCENT will HLR America das Marketing und die Nutzung weiterer Analysetools ausbauen und Dienstleistungen für Erstversicherer entwickeln. Denn Studien zeigen, dass der Zugang zum Versicherungsmarkt künftig auch online stattfindet. "Wenn wir weiterhin erfolgreich sein wollen, müssen Versicherungen die jungen Leute gezielt ansprechen", betont Hagelman. Ein Vorhaben, bei dem sich das Zentrum von Orlando als optimaler Unternehmenssitz entpuppt: Wenn Marketingstratege Curt Hagelman seine junge Zielgruppe studieren will, muss er nur vor die Tür des Suntrust Center gehen. Im Church District trifft er sie an. RISIKOLEBENSVERSICHERUNGEN IN DEUTSCHLAND UND IN DEN USAVersicherung ist nicht gleich Versicherung - das wissen international tätige Versicherer nur zu gut. Die Unterschiede zwischen Staaten sind mitunter gewaltig. Beispiel Risiko-Lebensversicherungen in Deutschland und in den USA: Während in Deutschland ein einziges Regelwerk für diese Form der Versicherung gilt, ist die Situation in den USA unübersichtlich: Die Regeln unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat und werden von jeweils eigenen Aufsichtsorganen überwacht. Auch hinsichtlich der Risikoprüfung gibt es Unterschiede: Versicherer in den USA haben Zugriff auf zahlreiche Datenbanken, um das Risiko, das ein Kunde mitbringt, einschätzen zu können. In Deutschland sind diese Zugriffsmöglichkeiten limitiert. Während die Prämie in den USA vergleichsweise niedrig und eine Gewinnbeteiligung ausgeschlossen ist, sind die Versicherungssummen in der Regel hoch angesetzt - 1 Mio. USD sind keine Seltenheit. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Versicherungssumme lediglich 90.000 EUR, Prämie und Gewinnbeteiligung sind vergleichsweise hoch. HIGHLIGHTS 2013Talanx legte im Jahr 2013 einen Schwerpunkt auf die Integration und Konsolidierung der Gesellschaften, die im Jahr zuvor neu in den Konzern aufgenommen wurden. Damit will Talanx das Erreichte festigen und auf ein nachhaltiges Fundament stellen, um dadurch für kommende Herausforderungen gerüstet zu sein. FEBRUAR 2013 TALANX PLATZIERT SENIOR-BENCHMARK-ANLEIHETalanx platziert eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR primär bei institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland. Der Mittelzufluss soll vorrangig zur Ablösung bestehender Finanzierungen eingesetzt werden. MÄRZ 2013 NEUE RECHTSFORM FÜR HANNOVER RÜCKDie Hannover Rück schließt die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft, Societas Europaea (SE), ab. Das Unternehmen trägt damit den Namen Hannover Rück SE. Die neue Rechtsform ist sichtbarer Ausdruck des unternehmerischen Selbstverständnisses als europäische Gruppe mit weltweiten Aktivitäten. APRIL 2013 MEXIKANISCHE GESELLSCHAFTEN WERDEN VERSCHMOLZENDie Metropolitana Compañia de Seguros S. A. wird rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf die mexikanische HDI Seguros S. A. de C. V. verschmolzen. Talanx hatte Metropolitana im Januar 2012 zu 100 % übernommen; die HDI Seguros Mexiko gehört seit 2009 zum Konzern. JUNI/JULI 2013 FLUT UND HAGEL IN EUROPAHochwasser und Hagelgewitter verursachen im Sommer Rekordschäden. Im Konzern liegen die Nettoschadenbelastungen aus den Flutschäden in Deutschland und den Nachbarländern und aus dem Hagelereignis "Andreas" zusammen bei rund 330 Mio. EUR. JULI 2013 KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT DER TALANX BENENNT SICH UMAus AmpegaGerling wird Ampega. Damit vollzieht die Kapitalanlagegesellschaft des Talanx-Konzerns nach dem Asset- und Immobilien-Management ebenfalls ihre Namensänderung. AUGUST 2013 HDI-GESCHÄFTSSTELLEN MIT NEUEM AUSSEHENDie HDI Versicherungen machen ihre Filialen mit neuem Konzept deutschlandweit zu einem sichtbaren Aushängeschild: Dadurch sollen eine engere Kundenbindung und eine stärkere Rundum-Beratung in der Filiale wie auch beim Kunden vor Ort erreicht werden. OKTOBER 2013 HDI-ZENTRALE FÜR BRANDSCHUTZ AUSGEZEICHNETDer Sprinkler Protected-Award des bvfa - Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. - geht für hervorragenden Brandschutz an HDI-Gerling Industrie und das Gebäude am HDI-Platz 1. Die in der hannoverschen Unternehmenszentrale installierte Sprinkleranlage geht über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und erfüllt die Anforderungen an Anlagen der Klasse 1. OKTOBER 2013 DIVERSITY IM KONZERNTalanx tritt der Charta der Vielfalt bei, einer Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen. Der Konzern bekennt sich damit öffentlich zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in seiner Unternehmenskultur. Dabei möchte Talanx nicht nur für ein von Offenheit und Integration geprägtes Arbeitsklima sorgen, sondern Vielfalt aktiv und bewusst nutzen, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter voranzutreiben. OKTOBER 2013 PB UND TARGO LEBEN STELLEN SICH ASSEKURATA-RATINGEntgegen der Marktentwicklung konnte die PB Leben ihren Rohüberschuss auf Vorjahresniveau halten - ein wichtiger Aspekt, das gute "A"-Vorjahresrating zu bestätigen. Der TARGO Lebensversicherung AG bescheinigt ASSEKURATA die Bestnote in der Sicherheit, zudem liegt die Gewinnbeteiligung seit Jahren über dem Marktniveau. NOVEMBER 2013 HANNOVER RÜCK VERSORGT SICH SELBST MIT STROMBauarbeiten starten für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürogebäudes, deren Strom vollständig in das Hausnetz eingespeist und von der Hannover Rück selbst verbraucht wird. Das Unternehmen will damit ein Zeichen setzen zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur CO2 -Reduktion. Außerdem profitiert es finanziell, denn es muss auf den so erzeugten Strom keine Abgaben, Steuern und Umlagen bezahlen. DEZEMBER 2013 LEBENSVERSICHERER IN POLEN VEREINEN SICHZum Jahresende fusionieren die Lebensversicherer WARTA und HDI-Gerling Życie; unter der Marke HDI werden aber weiterhin Lebensversicherungen verkauft. DIE TALANX-AKTIEKAPITALMARKTUMFELDDas Kapitalmarktumfeld entwickelte sich 2013 insgesamt freundlich; der DAX legte im Berichtsjahr um rund 25 % zu. Diese Entwicklung wurde getragen von der expansiven Geldpolitik der führenden Zentralbanken, dem Rückgang der Risikoprämien bei Emissionen privater Unternehmen und südeuropäischer Staaten, der weiteren Erholung wichtiger Frühindikatoren sowie der robusten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Am Aktienmarkt profitierten davon vor allem viele exportgetriebene Industriewerte. Der MDAX etwa legte um 39% zu. Auch die Aktienkurse im Versicherungssektor stiegen 2013 - wie bereits im Vorjahr - überdurchschnittlich stark, der STOXX Europe 600 Insurance Index z. B. um rund 29 %. KURSENTWICKLUNG DER TALANX-AKTIEAuch der Kurs der Talanx-Aktie legte im Berichtsjahr weiter deutlich zu. Gegenüber dem Emissionspreis am 2. Oktober 2012 von 18,30 EUR sowie dem Jahresschlusskurs 2012 von 21,48 EUR stieg die Aktie deutlich und erreichte im Mai 2013 ihren Jahreshöchststand von 25,88 EUR auf Basis der Tagesschlusskurse. Bis zur Jahresmitte 2013 entwickelte sich die Talanx-Aktie zum Teil deutlich besser als ihre Vergleichsindizes; in der zweiten Jahreshälfte konnte sie diesen Performance-Vorsprung jedoch nicht mehr halten und schloss zum Jahresende 2013 bei 24,65 EUR. Daraus ergibt sich - ohne Berücksichtigung der gezahlten Dividende von 1,05 EUR pro Aktie - ein Kursplus von rund 15 % im Vergleich zum Jahresende 2012. Für Aktionäre, die ihre Talanx-Aktien im Oktober 2012 zum Emissionspreis erworben haben, ergibt sich ein Kursanstieg von fast 35 %. 12 PERFORMANCE DER TALANX-AKTIE IM INDEXVERGLEICH 2.10.2012 = 100![]() INDEXZUGEHÖRIGKEIT, UMPLATZIERUNG VON AKTIEN UND MITARBEITER-AKTIENPROGRAMMDie Talanx-Aktie ist im Prime Standard der Frankfurter Börse und an der Börse Hannover gelistet. Seit dem 12. Dezember 2012 ist sie im MDAX, dem zweitwichtigsten deutschen Leitindex, vertreten. Das macht sie für indexorientierte Investorenkreise interessant und führt zu einer deutlich höheren Wahrnehmung in den Medien und somit auch in der breiten Öffentlichkeit. Am 2. Juli 2013 platzierte der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.) 8,2 Mio. Talanx-Aktien zu einem Preis von 23,25 EUR pro Aktie am Markt. Der Streubesitz erhöhte sich daraufhin um 3,2 Prozentpunkte bzw. absolut um rund 200 Mio. EUR. Der HDI V. a. G. gab an, durch den Verkauf der Aktien den Streubesitz der Talanx AG ohne eine Verwässerung der anderen Aktionäre erhöhen zu wollen. Durch den höheren Streubesitz sollte insbesondere die Position der Talanx-Aktie im MDAX abgesichert werden. Hintergrund: Über die Indexzugehörigkeit eines Unternehmens entscheidet die Deutsche Börse auf Basis der Positionierung bei Marktkapitalisierung (im Streubesitz) und Börsenumsatz. Nach den Berechnungen der Deutschen Börse lag die Talanx-Aktie im Dezember 2013 in der MDAX-Rangliste deutlich innerhalb der ersten 50 Werte. Im Kriterium Marktkapitalisierung rangierte die Talanx-Aktie auf Platz 46, in den Umsätzen auf Platz 39. Für ihr erstes Mitarbeiter-Aktienprogramm hat die Talanx AG im November 2013 durch eine Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals 171.952 neue Aktien geschaffen. Die Gesamtzahl der Aktien erhöhte sich damit um knapp 0,1 % auf 252.797.634. Als Folge der beiden oben genannten Transaktionen hält der HDI V. a. G. als Mehrheitsaktionär der Talanx AG nun 79,0 % der Aktien und der Ankeraktionär Meiji Yasuda 6,5 %. Der Streubesitz einschließlich der Mitarbeiteraktien beläuft sich auf 14,5 %. 13 AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31.12.2013 IN %![]() KAPITALMARKTKOMMUNIKATIONIm ersten Kalenderjahr nach dem Börsengang war das Ziel unserer Investor-Relations(IR)-Arbeit, die Talanx AG und ihre "Equity Story" im Kapitalmarkt noch bekannter zu machen. Dabei strebten wir an, sukzessiv weitere Investoren für die Aktie zu gewinnen. Den Aktionären, potenziellen Investoren und den übrigen Interessenten an der Talanx-Aktie legten wir kontinuierlich Rechenschaft über die Unternehmensentwicklung ab. Der Vorstand der Talanx AG nahm 2013 an mehr als zehn Investorenkonferenzen an internationalen Finanzplätzen teil, etwa New York, London, Frankfurt, Brüssel und München. Im Rahmen von Roadshows besuchte er gezielt Investoren in London, Paris, Frankfurt, München, Edinburgh, Dublin, Zürich und Kopenhagen. Darüber hinaus nahmen die IR-Manager der Talanx AG an zahlreichen weiteren Investorenkonferenzen und Roadshows im In- und Ausland teil. Insgesamt fanden so im Jahr 2013 Treffen mit mehr als 250 institutionellen Investoren statt. Daneben nahmen wir auch gezielt Veranstaltungen für Privataktionäre in Berlin und Hannover wahr. Im April 2013 lud die Talanx erstmals zu einem Capital Markets Day nach Hannover ein. Der Talanx-Vorstand stellte das Geschäftsmodell der Talanx und ihre Geschäftsbereiche vor. Erstmals veröffentlichte die Talanx aus diesem Anlass auch eine mittelfristige Zielematrix. 35 Analysten und Investoren besuchten die Veranstaltung. Zusätzlich war sie live und später als Aufzeichnung auf unserer IR-Internetseite zu verfolgen. Im Rahmen eines "Risk Management Workshops" für Analysten stellte die Talanx im Juni in London wesentliche Ergebnisse ihrer Risikoberichte dar und erläuterte den methodischen Ansatz und den Status ihres Risikomanagements. Für 2014 hat die Talanx einen zweiten Capital Markets Day mit dem Schwerpunktthema "Privat- und Firmenversicherung International" im Juni in Warschau angekündigt. Privatanlegern stehen wir täglich zur Verfügung; sie können uns telefonisch, per E-Mail oder per Briefpost erreichen. Darüber hinaus haben wir auf unserer Website www.talanx.com eine informative IR-Rubrik eingerichtet, die wir fortlaufend erweitern und aktualisieren. Die Research-Berichte von Banken und Brokerhäusern stellen eine wichtige Informationsquelle für Anleger dar und erhöhen die Transparenz für Investoren. Wir widmen den Finanzanalysten deshalb hohe Aufmerksamkeit und freuen uns, dass die Anzahl der Analysten, die eine Anlageempfehlung für die Talanx aussprechen, seit dem Jahresende 2012 von zwölf auf 19 gestiegen ist. Zum Jahresbeginn 2014 hat eine weitere Bank die regelmäßige Berichterstattung aufgenommen. DIVIDENDENPOLITIKIm Rahmen der im April 2013 erstmals veröffentlichten mittelfristigen Zielematrix strebt die Talanx AG das von ihrem Börsengang bekannte Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 % bis 45 % des Konzernergebnisses gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) nach Steuern und Minderheiten an. Für 2012 zahlte die Talanx eine Dividende von 1,05 EUR; das entspricht einer Ausschüttungsquote von 42,1 %. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Talanx AG eine Dividende von 1,20 EUR je Aktie vorschlagen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von 24,65 EUR ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 4,9 %. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie, beträgt rund 40 %. Die Jahreshauptversammlung findet am Donnerstag, den 8. Mai 2014 im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum (HCC) statt. 14 BASISINFORMATIONEN ZUR TALANX-AKTIEscroll
Kurse: XETRA ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSDER TALANX-KONZERNGESCHÄFTSMODELLDer Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Er beschäftigte zum Jahresende 2013 weltweit 21.529 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht als Finanz- und Managementholding die Talanx AG mit Sitz in Hannover, die seit dem 2. Oktober 2012 börsennotiert ist. Mehrheitseigentümer der Talanx AG bleibt mit 79,0 % der HDI V. a. G., ein seit über 100 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Hauptminderheitsaktionär ist mit 6,5 % des Aktienbesitzes ihr strategischer Partner aus Japan, die Meiji Yasuda Life Insurance Company, die restlichen 14,5% (inklusive 0,1 % Mitarbeiteraktien) der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl-(ED-) und Raum-Versicherung, Leitungswasser-(Lw-)Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage-[EC-]Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, Sonstige Sachversicherung, Sonstige Schadenversicherung. Talanx ist auf allen Kontinenten mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Im Privat- und Firmenkundengeschäft liegen die Schwerpunkte auf Deutschland sowie international vor allem auf den Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa (inkl. der Türkei) und Lateinamerika. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen mit Erst- und Rückversicherungskunden in insgesamt rund 150 Ländern. Die Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns verantworten jeweils eigene Geschäftsprozesse. Diese Aufgaben, die arbeitsteilig von mehreren Organisationseinheiten ausgeführt werden, liefern einen Beitrag zur Wertschöpfung im Konzern. Die Kernprozesse in der Industrieversicherung sind beispielsweise Produktentwicklung, Vertrieb und Underwriting inklusive der jeweiligen Fachaufsicht. Bei den Segmenten der Privat- und Firmenversicherung gehören zu den Kernprozessen Produktentwicklung, Tarifierung und Vertrieb sowie Produktmanagement und -marketing. Bei den beiden Rückversicherungssegmenten sind ebenfalls Vertrieb, Produktentwicklung und Underwriting maßgeblich. Das Segment Konzernfunktionen ist aus Konzernsicht zuständig für Vermögensverwaltung, Unternehmensentwicklung, Risikomanagement, Personal und weitere Dienstleistungen. RECHTLICHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGENDas globale Versicherungsgeschäft unterliegt zahlreichen und detaillierten aufsichtsrechtlichen Regelungen und Anforderungen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden in den Ländern, in denen unser Konzern tätig ist, haben weitreichende Kompetenzen und Eingriffsbefugnisse. Die Beachtung dieser Regelungen und Anforderungen sowie die fortlaufende Anpassung des Geschäfts und der Produkte des Konzerns an etwaige Neuerungen sind mit erheblichem Aufwand verbunden. Weltweit ist unverändert eine Tendenz zur weiteren und teils recht unübersichtlichen Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Versicherungsunternehmen zu beobachten. Besonders im Fokus stehen dabei die sogenannten systemrelevanten Versicherungsgruppen, die zukünftig mit erheblich höheren aufsichtsrechtlichen Anforderungen rechnen müssen, insbesondere im Hinblick auf ihre Kapitalausstattung. Die Talanx-Gruppe wurde bisher nicht als global systemrelevant eingestuft. Die zwischenzeitlich zum 1. Januar 2014 geplante Anwendung von Solvency II verschiebt sich um weitere zwei Jahre. Geplante Anpassungen durch die Omnibus-II-Richtlinie konnten im Berichtsjahr nur verzögert umgesetzt werden. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Trilog-Verhandlungen zu diesem Thema wieder aufgenommen, sodass die Verhandlungsführer der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Ministerrates erst am 13. November 2013 eine diesbezügliche Einigung erzielten; geplanter Starttermin für Solvency II ist nunmehr der 1. Januar 2016. Unternehmen können ab April 2015 die Genehmigung eines internen Modells beantragen, damit diese zum 1. Januar 2016 erteilt werden kann. Die Talanx-Gruppe entwickelt derzeit ein internes Gruppenmodell und befindet sich diesbezüglich in der sogenannten Vorantragsphase. Dieses selbstentwickelte interne Risikomodell soll anstelle der in der Solvency-II-Richtlinie alternativ enthaltenen sogenannten Standardformel verwendet werden, um die Solvenzkapitalanforderungen für den Talanx-Konzern mit einem höheren Präzisionsgrad und möglichst treffsicherer Reflexion wirtschaftlicher und rechtlicher Realitäten zu errechnen. Die Auswirkungen und Risiken zu Solvency II erläutern wir im Risiko- sowie im Prognose- und Chancenbericht auf den Seiten 116 ff. und 138 dieses Berichts, außerdem im Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzierungsinstrumenten', Abschnitt "Konzentrationsrisiken". Die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) mit Sitz in Frankfurt am Main hat in Vorbereitung auf Solvency II zahlreiche an die jeweiligen nationalen Versicherungsaufsichtsbehörden adressierte Leitlinien und Erläuterungstexte veröffentlicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) will sämtliche Leitlinien anwenden, die die EIOPA für die Vorbereitungsphase herausgegeben hatte, und hat gegenüber der EIOPA alle Vorgaben mit "Yes, do comply" oder "Yes, intend to comply" kommentiert. Um den Vorbereitungsprozess zu strukturieren und die betroffenen Unternehmen zu unterstützen, hat sie die Leitlinien zudem in 15 Themenblöcke gegliedert. Die Tätigkeit der EIOPA führt bereits in der aktuellen Vorbereitungsphase branchenweit zu einem ganz erheblichen, teilweise kaum noch überschaubaren Anstieg der zu beachtenden aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Mittelfristig wird die Solvency-II-Umsetzung auch zur Anpassung des deutschen Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) führen. Aktuell liegt jedoch nur ein erster Regierungsentwurf der letzten Bundesregierung vor. Nach dem vorläufigen Scheitern einer europaweiten oder auf die Euroländer begrenzten Einführung einer Finanztransaktionssteuer stimmte der Rat der EU-Finanz- und -Wirtschaftsminister am 22. Januar 2013 der Einführung einer Finanztransaktionssteuer in elf Staaten (Belgien, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien) zu; Beratungen zur Umsetzung der Richtlinie liefen an. Angesichts der Vereinbarungen im CDU/CSU-SPD-Koalitionsvertrag ist eine Einführung in Deutschland damit sehr wahrscheinlich, entweder als Bestandteil einer europäischen oder einer nationalen Lösung. KONZERNSTRUKTURUnsere Konzernstruktur mit ihren sechs Segmenten blieb im Berichtsjahr im Prinzip unverändert. In der Erstversicherung agieren wir mit den drei spartenübergreifend ausgerichteten Konzernsegmenten Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäftsbereiche zeichnet jeweils ein Vorstandsmitglied verantwortlich. Die Industrieversicherung ist weltweit präsent: Sie ist so weit wie möglich unabhängig von Dritten und mit der Fähigkeit ausgestattet, internationale Konsortien zu führen. Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland werden die deutschen Gesellschaften mit Privat- und Firmenkundengeschäft miteinander verzahnt, unabhängig von den traditionellen Sparten- und Vertriebswegegrenzen in der Lebens- und Sachversicherung. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International bewegen wir uns hauptsächlich in den strategischen Zielmärkten Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa inklusive der Türkei und Russland. In diesem Segment haben wir die Struktur weiter verschlankt: In Mexiko hat die Verschmelzung der Metropolitana S. A. im Berichtsjahr auf die HDI Seguros S. A. de C. V. dazu geführt, dass unser Konzern dort landesweit nur noch mit einer Privatversicherungsgesellschaft präsent ist. Die Marke HDI wird durch diesen Schritt in Lateinamerika noch mehr gestärkt. In Polen wurde die verbleibende HDI-Gerling-Gesellschaft mit der warta zusammengelegt, wobei die Marke HDI ergänzend erhalten bleibt. Die beiden Rückversicherungssegmente, die Schaden- und die Personen-Rückversicherung, werden durch die Hannover Rück SE getragen. Die Zielmärkte der Schaden-Rückversicherung sind Deutschland und Nordamerika; sie betreibt außerdem diverse Sparten der "Globalen Rückversicherung" und das "Spezialgeschäft". Die Personen-Rückversicherung ist gegliedert in Financial Solutions sowie Risk Solutions mit den Zweigen Longevity, Mortality und Morbidity. Zum Segment Konzernfunktionen zählen wir die Talanx AG, die vorwiegend strategische Aufgaben wahrnimmt und keine eigene operative Geschäftstätigkeit betreibt. Zum Segment gehören außerdem die internen Dienstleistungsgesellschaften; ferner der Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker, die Talanx Reinsurance (Ireland) Limited und der Bereich Finanzdienstleistungen, der vor allem die Kapitalanlagen des Konzerns betreut. L1 KONZERNSTRUKTURSTRATEGIEDer Talanx-Konzern ist weltweit aktiv im Erst- und Rückversicherungsgeschäft sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung. In den mehr als 100 Jahren unseres Bestehens haben wir uns vom reinen Haftpflichtversicherer der Industrie zum globalen Versicherungskonzern entwickelt - mit Fokus auf das Industrie-, Firmen- und Privat- sowie Rückversicherungsgeschäft. Dabei setzen wir insbesondere auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit professionellen Partnern. Im Talanx-Konzern optimieren wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern und die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Die Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass die Talanx in allen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügt, um Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten und erfolgversprechende Märkte zu erschließen. Dadurch sichern wir unsere Unabhängigkeit und steigern nachhaltig den Erfolg des Konzerns für Investoren, Kunden, Mitarbeiter und weitere Stakeholder. An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Management-Holding. Sie stellt sicher, dass das oberste Ziel erreicht wird: nachhaltiges, profitables Wachstum. Dies ist auch die Vorgabe für alle Geschäftsbereichsstrategien, die aus der Konzernstrategie abgeleitet werden. Das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns zentralisiert die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Weise können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen optimal wahrnehmen. Während die Marke Talanx in erster Linie auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Gesellschaften die hohe internationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können auch neue Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche effizient in den Konzern integriert werden. Zudem schafft diese Struktur eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die insbesondere auf unterschiedlichste professionelle Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann. Schlanke, effiziente und einheitliche Geschäftsprozesse, verbunden mit einer modernen und einheitlichen IT-Struktur, unterstützen die Konzernstrategie als ein wesentlicher Erfolgsfaktor. STRATEGISCHE ZIELE DER TALANXDie Konzernpolitik und ihre obersten strategischen Zielsetzungen setzen auf verlässliche Kontinuität, starke Finanzkraft und nachhaltiges profitables Wachstum und sind damit auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtet. Dieses Leitmotiv ist die Basis für alle weiteren Konzernziele. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx-Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen. Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Weitere Erfolgsfaktoren", Seiten 89 ff., ausführlich beschrieben, das Risikomanagement im Abschnitt "Risikobericht", Seiten 117 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt. GEWINNZIELDer Talanx-Konzern setzt sich eine langfristig überdurchschnittliche Rentabilität zum Ziel. Unser Maßstab dafür ist die Eigenkapitalrendite nach IFRS. Dabei vergleichen wir uns mit den 20 größten Versicherungsunternehmen in Europa. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen. Aus diesem Gewinnziel leiten wir die Zielvorgaben ab, anhand derer wir die operativen Geschäftsbereiche steuern. Wir rechnen damit, dass die Gesamtheit der individuellen Ertragsziele in den Geschäftsbereichen mindestens der definierten Eigenkapitalzielrendite des Konzerns entspricht. Mit einer Ausschüttungsquote von 35 % bis 45 % des Konzernergebnisses nach IFRS streben wir an, eine attraktive und wettbewerbsfähige Dividende an unsere Aktionäre auszuschütten. KAPITALMANAGEMENTDas Kapitalmanagement des Talanx-Konzerns zielt auf eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur zur Stärkung der Finanzkraft der Gruppe ab. Dies geschieht durch zwei Ansätze: Einerseits optimieren wir durch den Einsatz von geeigneten Eigenkapitalsubstituten und Finanzierungsinstrumenten die Kapitalstruktur. Andererseits richten wir die Eigenmittelausstattung so aus, dass sie mindestens den Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein "AA"-Rating genügt. Darüber hinausgehende Eigenmittel werden nur gebildet, wenn sie dadurch unser Ertragspotenzial über die Verzinsung der thesaurierten Mittel hinaus steigern, z. B. durch eine verbesserte Bereitstellung von Risikokapazität und -schutz oder durch eine höhere Unabhängigkeit von den Rückversicherungs-/Retrozessionsmärkten. Die Allokation von Kapitalressourcen erfolgt grundsätzlich mit der Maßgabe, jene Bereiche auszustatten, die mittelfristig den jeweils höchsten risikoadjustierten Nachsteuerertrag erwarten lassen. Dabei berücksichtigen wir die angestrebte Portfolio-Diversifizierung und das benötigte Risikokapital sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Allokation erfolgt anhand des erwarteten Wertschöpfungsbeitrags (IVC), abgeleitet aus abgestimmten Geschäftsplänen. WACHSTUMSZIELIm Talanx-Konzern streben wir unter Berücksichtigung des Chancen-Risiko-Profils und eines diversifizierten Portfolios nachhaltig profitables Wachstum an. Dabei wachsen wir organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie durch Kooperationen. Überdurchschnittlich wachsen wollen wir vor allem in der Industrieversicherung und der Privat- und Firmenversicherung International. Der Anteil der im Ausland generierten Bruttoprämie aus der Erstversicherung (Industrie- sowie Privat- und Firmenversicherung) soll dabei langfristig die Hälfte der gesamten Erstversicherungsbruttoprämie betragen. Im Bereich der Industrieversicherung sind wir ein anerkannter Führungsversicherer in Europa und bauen unsere globale Präsenz aus. Den Ausbau unserer Aktivitäten in der Firmen- und Privatversicherung im Ausland konzentrieren wir vornehmlich auf Regionen Mittel- und Osteuropas einschließlich der Türkei sowie Lateinamerikas. Im deutschen Privat- und Firmenversicherungsgeschäft wollen wir eine Erhöhung der Profitabilität und fokussiertes Wachstum erzielen. Als langfristiger Mehrheitsaktionär der Hannover Rück SE verfolgen wir das Ziel, die Stellung des Unternehmens als Global Player abzusichern und selektiv auszubauen. Die weitergehende Ausgestaltung dieses strategischen Rahmens im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder bestimmen unsere einzelnen Geschäftsbereiche. UNTERNEHMENSSTEUERUNGIm Talanx-Konzern sehen wir es als unsere nachhaltig zu erfüllenden Kernaufgaben an, unsere Kunden verlässlich zu begleiten, in allen Marktphasen über ausreichend unabhängige Kapazitäten zu verfügen, neue Märkte zu erschließen und die Werthaltigkeit des Konzerns für Anteilseigner langfristig zu sichern und zu erhöhen. Gleichzeitig vergrößert sich das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie vonseiten der Kapitalmärkte und Ratingagenturen. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert für uns in folgenden Zielen:
Diese Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf die vier elementaren Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Holding Talanx AG und den Geschäftsbereichen regeln: Kapital-, Performance- und Risikomanagement sowie Mergers & Acquisitions. PERFORMANCE-MANAGEMENTDas Kernstück unseres Steuerungsinstrumentariums ist das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Da Fehlsteuerungen sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet sind, legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte für eine konsequente Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen. Der eng mit der Konzernstrategie verknüpfte Performance-Management-Zyklus sah im Berichtsjahr wie folgt aus: L2 PERFORMANCE-MANAGEMENT-ZYKLUS![]() L3 SCHEMATISCHE ÜBERLEITUNG VOM IFRS-JAHRESERGEBNIS ZUM IVC![]()
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Ökonomische Anpassungen, z. B. Diskontierung
der Schadenreserven Der Vorstand der Talanx AG (Holding) gibt als Rahmen für die Planung und Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten strategische Indikationen vor. Der Fokus liegt auf den strategischen Kernsteuerungsgrößen des Konzerns und auf konzernweiten strategischen Initiativen. Als strategische Kernsteuerungsgrößen gelten im Talanx-Konzern:
Damit definieren diese Zielindikationen das Anspruchsniveau des Konzerns im Hinblick auf Rentabilität, Sicherheitsniveau, Wachstumsinitiativen und Ausschüttungsfähigkeit. Die nachhaltige bzw. strategische ökonomische Wertschaffung messen wir im Konzern mit dem IVC (= Intrinsic Value Creation), den wir in einer mehrjährigen Perspektive betrachten, um strategische Managemententscheidungen nicht auf einer zu volatilen Einzeljahres-Ergebnislage zu basieren. Der IVC bemisst den ökonomischen Erfolg nach Abzug der Kapitalkosten (Berechnung vgl. Abb. L3). Der ökonomische Erfolg berücksichtigt neben dem IFRS-Jahresüberschuss weitere Marktwertadjustierungen sowohl im Bereich der Kapitalanlagen als auch im Bereich der versicherungstechnischen Rückstellungen (wie z. B. Schadenreservediskont in Nicht-Leben und Veränderung des nicht aktivierten Bestandswerts in Leben). Unter den Kapitalkosten werden in Nicht-Leben die Kosten für das zugewiesene Risk-Based Capital sowie die Kosten für das Excess Capital berücksichtigt. Die Kapitalkosten bestehen aus dem risikofreien Zinssatz als fünfjährigem Durchschnitt zehnjähriger Bundesanleihen sowie einem friktionalen Kostensatz von 2 % und, bezogen auf das Risk-Based Capital, einer zusätzlichen Risikomarge in Höhe von 4 %. Die Kostensätze gelten auf Basis eines Value at Risk von 99,5 %, der dem aufsichtsrechtlich notwendigen Konfidenzniveau entspricht. Im Lebensversicherungsgeschäft betrachten wir im Rahmen der MCEV-Kalkulation den Roll Forward als Kapitalkosten; er spiegelt die ökonomisch erwartete Bestandswertentwicklung wider. L4 DIE STEUERUNGSGRÖSSEN DER KONZERNSEGMENTE UND DES KONZERNS IM ÜBERBLICKscroll
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Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)Veränderung der gebuchten Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr in Prozent (währungsbereinigt) SelbstbehaltGebuchte Nettoprämien/gebuchte Bruttoprämien Neugeschäftsmarge (Leben)Neugeschäftswert/Barwert der Neugeschäftsprämien Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)Veränderung des Neugeschäftswerts (Leben) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Vergleich zum Vorjahr in Prozent Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung)Summe aus Schaden- und Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses/verdiente Nettoprämien (Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherung) EBIT-MargeOperatives Ergebnis (EBlT)/verdiente Nettoprämien EigenkapitalrenditeJahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter/durchschnittliches Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter KonzernergebnisKonsolidiertes Jahresergebnis des Konzerns (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter AusschüttungsquoteAusschüttung im Folgejahr/Konzernergebnis des Jahres KapitalanlagerenditeKapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen/durchschnittlicher selbst verwalteter Kapitalanlagebestand Ein wesentlicher Schritt der Strategieumsetzung im Talanx-Konzern ist die Aufstellung einer strategischen Programmplanung, d. h. das Herunterbrechen der strategischen Ziele in Teilziele, die durch konkrete Maßnahmen unterlegt sind. Holding und Geschäftsbereiche des Konzerns nutzen zur Steuerung der Geschäfte eine konsistente Performance-Metrik, die neben den strategischen Kernsteuerungsgrößen die relevanten operativen Steuerungsgrößen aus vier unterschiedlichen Perspektiven umfasst: der Finanzperspektive, der Markt- und Kundenperspektive, der Prozessperspektive und der Mitarbeiterperspektive. Indem wir unsere Strategie in strukturierten Übersichten messbar darstellen und ihre Umsetzung überwachen, verknüpfen wir mittels der Performance-Metrik unsere strategische Planung mit der operativen Planung. Im Rahmen der übergeordneten Aufgabenstellung, den Konzern nachhaltig und zielorientiert auf der Grundlage seiner strategischen Ziele zu steuern und weiterzuentwickeln, besteht eine große Herausforderung darin, die strategischen Ziele und Performance-Indikatoren in operationalisierte, strategiekonforme Werttreiber zu überführen. Dies geschieht in den Geschäftsbereichen über die in Tabelle L4 dargestellten operativen Zielgrößen. Die operativen Steuerungsgrößen unterliegen sowohl in der internen als auch externen Berichterstattung regelmäßigen Performance-Reviews. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich Strategieumsetzung und Zielerreichung, ergänzt um weitere wertorientierte Anpassungen des IFRS Rechenwerks, werden als vorwärtsgerichtete Informationen wiederum für den Prozess der Strategieüberprüfung genutzt, der in einem mehrjährigen Rhythmus stattfindet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAls Holdinggesellschaft betreibt die Talanx AG keine eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung. Wir arbeiten aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements: Wir setzen unter Beachtung der aufsichtsrechtlichen Diskussion die Entwicklung eines internen Risikomodells gemäß Solvency II fort, siehe auch Seite 117 ff. im Risikobericht. In unseren Geschäftsbereichen analysieren wir Entwicklungen wie Demografie, Klimawandel oder technische Neuerungen, z. B. die Nanotechnologie, und entwickeln auf Märkte und Kunden abgestimmte Produkte. WIRTSCHAFTSBERICHTMÄRKTE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENVOLKSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie erste Jahreshälfte 2013 war in Europa durch politische Rückschläge und die anhaltende Euroschuldenkrise gekennzeichnet. Der drohende politische Stillstand in Italien sowie der spät und friktionsreich abgewendete Staatsbankrott Zyperns lösten vor allem zu Jahresbeginn große Verunsicherung bei den Marktteilnehmern aus. Im Zuge dessen fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im ersten Quartal um 0,2 %. Im zweiten Quartal 2013 wuchs die Wirtschaft hier erstmals seit Ende 2011 wieder, um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal - unter anderem dank des starken Wachstums in Deutschland (+0,7 %) und in Frankreich (+0,6 %); im dritten Quartal verzeichnete die Eurozone nur noch ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,1 %. Die Rezession scheint überwunden, dennoch verbuchte der Euroraum für 2013 in Summe eine Schrumpfung des BIP um 0,4 %. In Deutschland stagnierte das BIP im ersten Quartal 2013, nachdem es im vierten Quartal 2012 noch um 0,5 % gesunken war. Der Ifo-Geschäftsklimaindex als einer der meistbeachteten Konjunkturindikatoren im Euroraum verbesserte sich im Dezember auf 109,5 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2012. L5 VERÄNDERUNG DES REALEN BRUTTOINLANDSPRODUKTSscroll
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Bloomberg-Konsensprognosen,Stand 16. Januar
2014; 2013: vorläufige Werte Das Vereinigte Königreich überraschte im ersten Quartal 2013 mit einem BIP-Wachstum von 0,5 %. Im zweiten und dritten Quartal 2013 belebte sich die Wirtschaft hier weiter und wuchs mit einer Rate von je 0,8 % gegenüber dem jeweiligen Vorquartal. Die Konjunktur in den USA zeigte sich im Jahr 2013 insgesamt robust. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte entwickelte die US-Wirtschaft eine relativ kräftige Dynamik: Mit 4,1 % verzeichnete sie im dritten Quartal die stärkste Expansion seit dem ersten Quartal 2012. Zugleich fiel die Arbeitslosenquote im Jahresverlauf von 7,9 % auf ein Fünfjahrestief von 6,7 %. Die Geldpolitik der großen Zentralbanken blieb unverändert expansiv. In Europa reduzierte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im zweiten Quartal 2013 um 25 Basispunkte auf 0,50 %. Für viele unerwartet, senkte sie im November die Leitzinsen abermals - auf ein Rekordtief von 0,25 %. Zugleich weitete die EZB die unbegrenzte Bereitstellung von Liquidität für den Bankensektor aus: Sie will diese nun bis Mitte 2015 gewähren. Die Bank of England koppelte ihren Leitzins an die Arbeitslosenquote und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) kündigte im Dezember an, die monatlichen Anleihenkäufe ab Januar 2014 um 10 Mrd. USD zu reduzieren. Gleichzeitig bekräftigte die Fed, sie werde die Leitzinsen noch lange bei null belassen, selbst wenn die US-Arbeitslosenquote unter 6,5 % fallen sollte. Gemäßigte Inflationsraten stützten die expansive Geldpolitik. In der Eurozone schwankte die Inflationsrate im ersten Quartal 2013 zwischen 1,7 % und 2,0 % und erreichte im Dezember ein Tief von 0,8 %. Im Vereinigten Königreich bewegte sich die Inflation im Jahresverlauf um die Marke von 2,7 %, fiel zum Jahresende jedoch auf 2,0 %. In den USA kam es im Jahresverlauf ebenfalls zu einem Rückgang der Inflationsrate - von 2,0 % im Februar auf 1,2 % im November. KAPITALMÄRKTEAn den Rentenmärkten beeinflussten die schwache Konjunktur, die politischen Unsicherheiten und die weiterhin expansive Geldpolitik das Marktgeschehen. Im ersten Quartal 2013 sorgte die Restrukturierung der niederländischen SNS-Bankengruppe, im Zuge derer Nachranggläubiger enteignet wurden, für eine nachhaltige Verunsicherung der Investoren. Ebenso beunruhigte die Marktteilnehmer die Neuordnung des zyprischen Bankensystems. Die Zinsentwicklung im zweiten Quartal war erneut von Maßnahmen und Äußerungen der Zentralbanken dominiert. In diesem Umfeld gab es neben starken Währungsbewegungen im US-Dollar und im Yen auch heftige Zinsbewegungen mit einem deutlichen Renditeanstieg. Im dritten Quartal standen die US-Haushaltsplanung, die Regierungskrise in Italien sowie die Bundestagswahl in Deutschland im Blickpunkt der Kapitalmarktteilnehmer. Die Zinsentwicklung war entsprechend volatil. Das vierte Quartal startete mit einer Reihe ökonomischer und politischer Turbulenzen. Eine scheinbare Annäherung der politischen Parteien im US-Haushaltsstreit um die Anhebung der Schuldenobergrenze führte vorübergehend zu einer Zinsstabilisierung. Anfang Dezember kam infolge vermehrter positiver Nachrichten wieder mehr Zug in die Zinsentwicklung: Stabile US-Makrodaten und sehr positive US-Arbeitsmarktdaten sorgten für einen deutlichen Zinsanstieg. Auch zum US-Haushaltsstreit gab es einen tragfähigen Kompromiss, der das Haushaltsdefizit für die kommenden zwei Jahre regeln soll. L6 RENDITEN ZEHNJÄHRIGER STAATSANLEIHEN 2013 IN %![]() In Deutschland stiegen die Renditen im Jahresvergleich deutlich: Zweijährige Bundesanleihen legten um ca. 17 Basispunkte auf 0,189 % zu, fünfjährige um gut 67 Basispunkte auf 0,959 % und zehnjährige ebenfalls um gut 67 Basispunkte auf 1,959 %. Im Primärmarkt - dem Markt für die Erstausgabe von Wertpapieren - gab es zu Jahresbeginn eine sehr aktive Neuemissionstätigkeit, vor allem bei Unternehmensanleihen, kurz laufenden Senior Financials (erstrangigen Finanztiteln) und hochverzinslichen Papieren. Emittenten von Covered Bonds (Pfandbriefen) hielten sich - anders als im Vorjahr - während des gesamten ersten Quartals sehr zurück. Die Monate März bis Mai waren in puncto Emissionen überdurchschnittlich lebhaft; ähnlich viel Bewegung kam erst wieder im September über den Markt für Corporate Bonds (Unternehmensanleihen) in den Primärmarkt. Der Trend der ersten neun Monate setzte sich anschließend fort. Auch zum Ende des vierten Quartals waren Investments in risikobehafteten Anleihen entsprechend stark gefragt: Hochzinsanlagen, nachrangige Bankenanleihen und Covered Bonds, speziell der Peripherieländer Spanien, Irland, Portugal und mit ein wenig Abstand Italien; sie zeigten trotz zwischenzeitlicher Verunsicherung die beste Jahresperformance. Wir verweisen zu den Entwicklungen der Aktienmärkte auf das Kapitel "Vermögens- und Finanzlage", Seite 73, und auf das Kapitel "Die Aktie" auf Seite 41 f. INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTEDiese Ausführungen stützen sich auf öffentlich zugängliche Informationen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft und weitere Quellen. Trotz einiger größerer Naturkatastrophen gehen wir für 2013 von einer durchschnittlichen Belastung für die internationale Versicherungswirtschaft aus. Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie die verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft stellen weiterhin ein herausforderndes Umfeld für Versicherungsunternehmen dar. Auch in den Schwellenländern lässt die konjunkturelle Dynamik inzwischen nach, allerdings ist das Wachstumsniveau dort immer noch deutlich höher als in den entwickelten Volkswirtschaften. Der Talanx-Konzern hat als Zielregionen für den Ausbau seines internationalen Privatkundengeschäfts die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika definiert. Daher stellen wir in diesem Abschnitt vorrangig die Entwicklung in diesen Regionen dar. Um die deutsche Versicherungswirtschaft geht es im nachfolgenden Abschnitt dieses Kapitels. SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNGDie internationale Schaden- und Unfallversicherung weist für 2013 insgesamt ein stabiles Prämienwachstum aus: In den entwickelten Versicherungsmärkten blieb das reale Wachstum auf Vorjahresniveau. Das in den Schwellenländern weiterhin deutlich stärkere Wachstum ging hingegen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück. Trotz der Häufung von Naturkatastrophen blieb der Schadenaufwand für die Versicherer wegen der geringen Versicherungsdurchdringung in den Schwellenländern gering. Wesentlich stärker beeinflussten die anhaltend niedrigen Zinsen die Ertragslage der Versicherer. Im Ergebnis erholte sich die Profitabilität in der internationalen Schaden- und Unfallversicherung im Vergleich zum Vorjahr etwas, blieb aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Mittel- und Osteuropa: In Polen, dem größten Markt der Region, ist wegen der nachlassenden Wachstumsdynamik und des sehr intensiven Wettbewerbs im Segment Motor für das Berichtsjahr mit stagnierenden Prämieneinnahmen im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung zu rechnen. Trotz der nachlassenden konjunkturellen Dynamik in den Schwellenländern nahm das Prämienwachstum in Lateinamerika weiter stark zu. Maßgeblich trug hierzu das Prämienwachstum in Brasilien bei, wo die Petrobras, die größte Energiegesellschaft des Landes, ihre Versicherungsdeckungen erneuerte und wo die Tarife im Segment Motor ebenfalls stiegen. In Argentinien war die Entwicklung in den Segmenten Motor und Arbeitsunfallversicherungen (Workers' Compensation) maßgeblich für das Prämienwachstum verantwortlich. In Chile dagegen ist trotz des generellen Wachstumstrends in Lateinamerika wegen der insgesamt geringeren wirtschaftlichen Dynamik des Landes von einem langsameren Prämienwachstum auszugehen. Die anhaltend niedrigen Zinsen erforderten auch in der Rückversicherung eine hohe Disziplin in der technischen Preisfindung, um die sinkenden Investmenterträge ausgleichen zu können. Die vergleichsweise ruhige Hurrikansaison im Nordatlantik wurde durch den Taifun "Haiyan" auf den Philippinen beendet, der eine humanitäre Katastrophe auslöste. Die dennoch insgesamt geringe Schadenlast für die Versicherungsbranche ist auf die niedrige Versicherungsdichte zurückzuführen. LEBENSVERSICHERUNGDie Prämien auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten stiegen etwas mehr als im Vorjahr: Während die entwickelten Versicherungsmärkte ein reales Prämienwachstum auf Vorjahresniveau aufwiesen, gehen wir für die Schwellenländer von einem deutlich stärkeren realen Wachstum als 2012 aus. Die Profitabilität in der Lebensversicherung nahm 2013 tendenziell in allen Regionen weiter ab. Grund hierfür waren die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen: Der Abstand zwischen verdienten Zinsen und Garantiezinsen verringerte sich weiter. In Mittel- und Osteuropa waren die Prämien im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Das lag hauptsächlich am geringeren Absatz von Sparprodukten mit Einmalprämien in Polen, dem größten Markt dieser Region. Lateinamerika stand beim Prämienwachstum nach wie vor an der Spitze der Schwellenländer, weit vor den asiatischen Märkten und der Region Zentral- und Osteuropa. Die absolute Wachstumsrate war 2013 allerdings geringer als 2012, hauptsächlich wegen des Rückgangs der Verkäufe von Pensionsplänen in Brasilien, die 2013 wieder auf einem nachhaltigen Niveau lagen. Während in Mexiko und Kolumbien zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen waren, stagnierte das Prämienwachstum in Argentinien und Chile. In der traditionellen Personen-Rückversicherung verharrten die Prämien für 2013 auf dem Vorjahresniveau. Bei Blocktransaktionen, der Rückversicherung von Langlebigkeitsrisiken, stiegen sie leicht, ebenso wie bei sofort beginnenden Vorzugsrenten und beim Unfall- und Krankenversicherungsgeschäft. In den entwickelten Märkten war ein Rückgang des Prämienwachstums zu beobachten, in den Schwellenländern dagegen weiterhin ein starkes Wachstum auf beinahe unverändertem Niveau. DEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFTSCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNGNach dem starken Beitragswachstum im Jahr 2012 konnte die deutsche Versicherungswirtschaft auch 2013 ein Prämienwachstum verzeichnen, wenngleich auf einem etwas niedrigeren Niveau. Vor allem die Kraftfahrtversicherung trug mit ihrem Wachstum zum Beitragsanstieg bei. Im Berichtsjahr verursachte eine Reihe von Naturereignissen Schäden in Höhe von rund 7 Mrd. EUR. Diese waren zu ca. 5,5 Mrd. EUR der Sachversicherung zuzuordnen und zu ca. 1,5 Mrd. EUR der Kraftfahrtversicherung. Ein vergleichbares Niveau an Schäden durch Naturereignisse gab es zuletzt in den Jahren 1990 und 2002, in denen die Stürme "Wiebke" und "Vivian" sowie das Elbe-Hochwasser und Winterstürme hohe Leistungsforderungen nach sich zogen. Die von Naturgefahren hauptsächlich betroffenen Versicherungszweige Sach- und Kraftfahrtversicherung weisen für 2013 eine höhere kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote auf als 2012. LEBENSVERSICHERUNGDas reale Beitragswachstum der Lebensversicherung zog 2013 nach einer zweijährigen Phase abnehmender realer Beitragswachstumsraten wieder an. Deutschland erreichte damit im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten einen überdurchschnittlichen Wert, auch wenn das vierte Quartal marktweit schwach ausfiel. Trotz der seit Längerem niedrigen Zinsen gelang es der deutschen Versicherungswirtschaft auch 2013, eine Gesamtverzinsung über dem Garantiezins zu erwirtschaften. GESCHÄFTSENTWICKLUNGDer Talanx-Konzern konnte sein gutes Ergebnis des Vorjahres im Berichtsjahr weiter verbessern. Bruttoprämie, Konzernergebnis und EBIT stiegen erneut an. Das Konzernergebnis war dank eines außerordentlichen Ertrags aus dem Verkauf eines Aktienpakets und positiver Steuereffekte das bislang höchste im Talanx-Konzern. L7 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN IN MRD. EUR![]() L8 OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) IN MRD. EUR![]() TALANX AG FESTIGT POSITION IM MDAXDer HDI V. a. G. hat ein weiteres Paket von Aktien der Talanx AG an der Börse platziert; der Streubesitz erhöhte sich durch diesen Schritt - ohne Verwässerung der übrigen Aktionäre - um 3,3 Prozentpunkte auf 14,5 % (inkl. Mitarbeiteraktien). Mit 79,0 % bleibt der HDI V. a. G. weiter der Hauptaktionär und Meiji Yasuda mit 6,5 % ein wichtiger Ankeraktionär. GESCHÄFT IN DEUTSCHLAND WIRD PROFITABLERDie Restrukturierung im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland lieferte gute Fortschritte. Auf dem Weg zu verbesserter Wettbewerbsfähigkeit zeigen sich bereits erste Steigerungen der Ertragskraft. Unsere Maßnahmen in Bezug auf das Neugeschäft haben wir gezielt auf die Verbesserung der Profitabilität ausgerichtet, was bereits zu einem erfreulichen Anstieg des Geschäfts mit Einmalbeiträgen führte. DEUTLICHER AUSBAU DES INTERNATIONALEN GESCHÄFTSDie Bruttoprämien im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft stiegen im Berichtsjahr beachtlich. Die gemeinsam mit Meiji Yasuda übernommenen polnischen Unternehmen TU Europa und WARTA haben das Bruttoprämienvolumen aus der Region Osteuropa stark nach oben getrieben. Polen ist nach den Übernahmen der größte Auslandsmarkt der Talanx. GESCHÄFTSVERLAUF KONZERN
L9 WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscroll
L10 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs PRÄMIENVOLUMENIm Vergleich zum Vorjahr stiegen die gebuchten Bruttoprämien des Konzerns auf 28,1 (26,7) Mrd. EUR. Das Wachstum lag zwar unterhalb dem des Vorjahres (12,6 %), mit 5,6 % (währungsbereinigt um 7,8 %) war es jedoch immer noch deutlich. Mit über 29 % stiegen die Prämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International besonders stark; vor allem wegen der Akquisitionen im Vorjahr. Die Selbstbehaltsquote verringerte sich leicht auf 86,9 (87,2) %, die verdienten Nettoprämien stiegen hingegen um 5 % auf 23,1 (22,0) Mrd. EUR. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Ergebnis war u. a. wegen eines sehr hohen Großschadenanfalls von 838 Mio. EUR rückläufig. Es verschlechterte sich um 11 % auf -1,6 (-1,4) Mrd. EUR, dabei konnte das gestiegene versicherungstechnische Ergebnis in der Schaden-Rückversicherung die Ergebnisse der übrigen Geschäftsbereiche nicht kompensieren. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Konzerns stieg trotz der außerordentlich hohen Großschadenaufwendungen im Berichtsjahr nur leicht auf 96,9 (96,4) %. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis von 3.792 Mio. EUR lag im Berichtsjahr auf dem Niveau des Vorjahres (3.795 Mio. EUR). Hierzu hat insbesondere die Verbesserung des außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses beigetragen. Die Kapitalanlagerendite lag im Berichtsjahr bei zufrieden stellenden 4,0 %; allerdings blieb sie hinter dem Vorjahreswert (4,3 %) zurück. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 1.784 (1.748) Mio. EUR aufgrund eines höheren übrigen Ergebnisses aus Währungskursgewinnen in den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Das Konzernergebnis lag mit 762 (626) Mio. EUR um 21,7 % über dem des Vorjahres, u. a. wegen eines positiven Effektes aus der Bilanzierung latenter Steuern. Die Eigenkapitalrendite übertraf mit 10,6 % das Vorjahresniveau von 10,0 %; das Konzern-Eigenkapital verringerte sich leicht um 1 %. Die Ausschüttungsquote im Berichtsjahr für das Vorjahr belief sich auf 42,4 % vom Konzernergebnis. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL11 STEUERUNGSGRÖSSEN IM KONZERNscroll
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Bezogen auf den Gewinnverwendungsvorschlag,
siehe Seite 88 Im Berichtsjahr erzielte der Konzern ein Bruttoprämienwachstum von 5,6 % (währungsbereinigt um 7,8 %) und übertraf damit das für 2013 vorgegebene Mindestziel von 4 %. Dies ist hauptsächlich auf den Ergebnisbeitrag der in Polen akquirierten Gesellschaften zurückzuführen. Das Ziel, ein Konzernergebnis von über 650 Mio. EUR zu erreichen, konnte der Konzern deutlich überbieten; hieran hatte das Ergebnis der Schaden-Rückversicherung einen hohen Anteil. Die Prognose, eine Eigenkapitalrendite von mehr als 9 % zu erzielen, haben wir mit 10,6 % erreicht und damit unserer Strategie entsprochen, dass die Gesamtheit der individuellen Ertragsziele der Geschäftsbereiche mindestens dem definierten Eigenkapitalrenditeziel des Konzerns entspricht. Der Hauptversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie vorgeschlagen; die Dividendenausschüttungsquote wird damit auch im zweiten vollen Jahr nach dem Börsengang mit 39,8 % im Zielkorridor liegen. Unsere Kapitalanlagerendite sollte gemäß der Prognose rund 3,5 % erreichen; dies ist uns mit der ausgewiesenen Rendite von 4,0 % auch gelungen. ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE IM KONZERNDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sechs berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang informieren wir im Anhang dieses Berichts im Kapitel "Segmentberichterstattung". L12 ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIEN IN %![]() INDUSTRIEVERSICHERUNG
L13 WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
L14 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses MARKTENTWICKLUNGIn unserem Kernmarkt Deutschland konnte die Versicherungswirtschaft nach dem starken Beitragswachstum im Jahr 2012 auch 2013 ein Prämienwachstum verzeichnen, wenngleich auf einem etwas niedrigeren Niveau. Vor allem die Kraftfahrtversicherung trug mit ihrem Wachstum zum Beitragsanstieg bei. Hiervon profitierte auch die HDI-Gerling Industrie, die in dieser Sparte ein deutliches Prämienwachstum von mehr als 10 % erzielen konnte. Darüber hinaus konnten auch die Sachversicherungszweige durch Preissteigerungen im Inland Wachstum generieren. Im Berichtsjahr verursachte eine Reihe von Naturereignissen Marktschäden in Höhe von rund 7 Mrd. EUR. Diese waren zu ca. 5,5 Mrd. EUR der Sachversicherung zuzuordnen und zu ca. 1,5 Mrd. EUR der Kraftfahrtversicherung. Die HDI-Gerling Industrie war sowohl durch das Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland aus dem Juni 2013 als auch durch mehrere Hagelereignisse stark betroffen. Hierbei wies sowohl die Sachversicherung als auch die Kraftfahrtversicherung eine hohe Schadenbelastung durch Naturgefahren aus. In Deutschland zeigte sich ein ähnliches Niveau an Schäden durch Naturereignisse zuletzt in den Jahren 1990 und 2002, als die Stürme "Wiebke" und "Vivian" sowie das Elbe-Hochwasser und Winterstürme enorme Schäden verursachten. Die von Naturgefahren hauptsächlich betroffenen Versicherungszweige Sach- und Kraftfahrtversicherung wiesen für 2013 eine höhere kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote auf als 2012. Angesichts der schon hohen inländischen Marktdurchdringung wurde das Wachstum vornehmlich in unseren ausländischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften generiert. Hier konnte die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG insbesondere durch ihre Niederlassungen in Frankreich, Italien und Großbritannien sowie durch ihre niederländische Gesellschaft deutliche Beitragssteigerungen erzielen. Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie die verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft stellen hierbei weiterhin ein herausforderndes Umfeld für Versicherungsunternehmen dar. Auch in den Schwellenländern lässt die konjunkturelle Dynamik inzwischen nach, allerdings ist das Wachstumsniveau dort immer noch deutlich höher als in den entwickelten Volkswirtschaften. PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Segments beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 3,8 (3,6) Mrd. EUR und stiegen somit um rund 7,4 % (währungsbereinigt um 8,6 %). Hierzu hat insbesondere die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG mit einem Wachstum um 7 % auf 3,3 (3,1) Mrd. EUR mit ihren inländischen und ausländischen Niederlassungen beigetragen. Das Wachstum verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht, bleibt jedoch auf einem sehr positiven Niveau. Der anhaltende Aufwärtstrend in der Prämienentwicklung der HDI-Gerling Industrie wurde von den Sparten Feuer, Haftpflicht und Kraftfahrt getragen. Der Beitragsanstieg resultierte im Wesentlichen aus Wachstum in den ausländischen Niederlassungen und Prämienanhebungen im Inland. In der Sparte Feuer konnte die Beitragssteigerung insbesondere durch Preisanhebungen und die Ausweitung internationaler Programme erzielt werden, während in Kraftfahrt die Marktverhärtung auch 2013 anhielt. Die Prämienentwicklung der ausländischen Segmentgesellschaften war insgesamt positiv. Bei der niederländischen HDI-Gerling Verzekeringen N. V stiegen die gebuchten Bruttoprämien auf 391 (363) Mio. EUR. Hier konnte insbesondere das Transportgeschäft deutlich ausgebaut werden. Im Vorjahr war hier das Prämienwachstum durch die Akquisition der Nassau Verzekering Maatschappij N. V. geprägt. Die Bruttoprämien der spanischen Gesellschaft beliefen sich durch lateinamerikanisches Neu- und lokales Beteiligungsgeschäft trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation auf 130 (126) Mio. EUR. Die Selbstbehaltsquote im Segment sank im Jahresvergleich leicht von 45,6 % auf 44,5 % trotz höherer Eigenbehalte in der HDI-Gerling Industrie. Dies ist insbesondere durch eine Umstellung in der Bilanzierung der Rückversicherungsabrechnung bei der HDI-Gerling Industrie geprägt, die einen negativen Effekt auf den gebuchten Nettobeitrag hat. Die verdienten Nettoprämien des Segments stiegen, getrieben durch das Bruttowachstum, um 9 % auf 1,7 (1,6) Mrd. EUR. Bezogen auf den verdienten Beitrag stieg die Selbstbehaltsquote auf 46,8 (46,1) %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Nettoergebnis des Segments betrug -24 (79) Mio. EUR. Es lag aufgrund einer hohen Großschadenbelastung der HDI-Gerling Industrie deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Nettokostenquote lag mit 20,6 (19,9) % leicht über dem Vorjahreswert, die Schadenquote (netto) stieg auf 80,8 (75,2) %. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Segments Industrieversicherung betrug 101,3 (95,1) %. Die HDI-Gerling Industrie erzielte ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -31 (37) Mio. EUR, das insbesondere auf die angefallenen Großschäden aus Naturgefahren zurückzuführen ist. Neben dem Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland vom Juni 2013 führten im zweiten und dritten Quartal mehrere Hagelereignisse im In- und Ausland sowie die Herbst- und Winterstürme zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses. Des Weiteren stieg die Belastung aus sonstigen Großschäden gegenüber dem Vorjahr. Die niederländische Tochtergesellschaft verzeichnete insbesondere durch Nachreservierungen und einen höheren Großschadenaufwand im ersten Quartal 2013 in Höhe von 12 Mio. EUR einen deutlichen Rückgang auf -8 (15) Mio. EUR. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis verringerte sich trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase nur leicht um -3 % auf 240 (247) Mio. EUR. Bei der HDI-Gerling Industrie konnte der kapitalmarktbedingte Rückgang im Bereich festverzinslicher Wertpapiere durch höhere Immobilienerträge zum Teil kompensiert werden. Darüber hinaus wurde bei der niederländischen Tochtergesellschaft eine Anleihe der verstaatlichten sns Reaal Bank in Höhe von 3 Mio. EUR im ersten Quartal 2013 vollständig abgeschrieben. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis des Segments sank aufgrund der vorgenannten Entwicklungen, insbesondere durch das geringere versicherungstechnische Ergebnis, auf 147 (259) Mio. EUR. Der Rückgang ergab sich hier im Wesentlichen aus dem von Großschäden geprägten versicherungstechnischen Nettoergebnis der HDI-Gerling Industrie und den erwähnten Effekten der niederländischen Gesellschaft. Das Konzernergebnis - also das auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Ergebnis - reduzierte sich auf 109 (157) Mio. EUR. Die EBIT-Marge sowie die Eigenkapitalrendite im Segment verringerten sich ebenfalls auf 8,4 (16,0) % bzw. 5,7 (8,8) %, bedingt durch den Rückgang des operativen Ergebnisses. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL15 STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Das Bruttoprämienwachstum lag im Wesentlichen durch die positive Geschäftsentwicklung der HDI-Gerling Industrie mit 7,4 % (währungsbereinigt um 8,6 %) über dem für 2013 erwarteten Wert. Der Selbstbehalt blieb mit 44,5 % unterhalb der Prognose, was insbesondere auf die im vorigen Abschnitt erläuterte Bilanzierungsumstellung der Rückversicherungsabrechnung bei der HDI-Gerling Industrie zurückzuführen ist. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag aufgrund der unerwartet starken Großschadenbelastung 2013 insbesondere aus Naturgefahren deutlich über der Prognose. Der hohe Schadenaufwand ist auch der Grund für die geringere EBIT-Marge und Eigenkapitalrendite im Berichtsjahr, die beide unter den Erwartungen liegen. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND
L16 WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDscroll
L17 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs MARKTENTWICKLUNGDas Marktumfeld in der Lebensversicherung war geprägt vom Niedrigzinsumfeld, das auf Kundenseite zu Zurückhaltung vor langfristigen Ansparprozessen geführt hat. In der Schaden/Unfallversicherung war ein Anstieg der Beitragseinnahmen in den Sparten Kraftfahrt und private Sachversicherungen festzustellen. NEUGESTALTUNG DES GESCHÄFTSBEREICHSIm Berichtszeitraum wurde die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs weiter fortgeführt. Ziel der Neuausrichtung sind die Modernisierung der Aufbau- und Ablauforganisation und eine deutliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Während im Betriebsbereich des Sachversicherungsgeschäfts weitreichende Veränderungen und Neuorganisationen auch im Zuge der Zentralisierung von Standorten erfolgten, standen im Betriebsbereich der HDI Lebensversicherung AG Verbesserungen von Services und Prozessen im Vordergrund. Bei den Produkten wurde die Komplexität reduziert und eine modulare Produktstruktur eingeführt, mit deren Hilfe sich die Kunden ihren Versicherungsschutz individuell zusammenstellen können. Eine zentrale Veränderung im Vertrieb war die Einführung des übergreifenden Vertriebsmanagements für alle drei Vertriebswege Exklusivvertrieb, Maklervertrieb und Kooperationen. 2013 startete zudem der Rollout des neu gestalteten Filialkonzepts, das sukzessive weiter in die Fläche getragen wird. PRÄMIENVOLUMEN UND NEUGESCHÄFTDie gebuchten Bruttoprämien im Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - stiegen im Berichtsjahr auf 7,0 (6,8) Mrd. EUR. Die Schaden/Unfallversicherer verzeichneten unveränderte Beitragseinnahmen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR. Im selbst abgeschlossenen Geschäft blieben die Beitragseinnahmen trotz laufender Profitabilisierungsprogramme nahezu auf dem Vorjahresniveau, da der Rückgang bei Vertragsstückzahlen durch steigende Durchschnittsbeiträge pro Vertrag kompensiert wurde. Insgesamt betrug der Anteil der Schaden/Unfallversicherer am gesamten Segment unverändert 22 %. Die gebuchten Bruttobeiträge unserer Lebensversicherer - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - stiegen aufgrund höherer Einmalbeiträge um 2 % auf 5,4 (5,3) Mrd. EUR. Die Neugeschäftsmarge erhöhte sich auf 2,6 (1,8) % aufgrund eines geänderten Produktmixes sowie eines verbesserten Kapitalmarktumfeldes, insbesondere eines geringeren Kreditrisikos. Die Selbstbehaltsquote des Geschäftsbereichs sank wegen höherer Rückversicherungsquoten im Lebensversicherungsgeschäft leicht auf 94,2 (94,5) %. Unter Berücksichtigung der höheren Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge ergaben sich damit im Segment um 2 % höhere verdiente Nettoprämien von 5,6 (5,5) Mrd. EUR. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - lag erwartungsgemäß mit 464 (500) Mio. EUR unter dem des Vorjahres. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Ergebnis betrug -1,5 (-1,4) Mrd. EUR. Es wird in der Regel von den Lebensversicherungsgesellschaften dominiert, u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus dem Kapitalanlageergebnis gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind. Das versicherungstechnische Ergebnis unseres Sachversicherungssegments wurde wesentlich durch die vor allem im dritten Quartal aufgetretenen höheren Groß- und Naturkatastrophenschadenereignisse bei der HDI Versicherung AG belastet, sodass sich die kombinierte Schaden-/Kostenquote netto um 1,8 Prozentpunkte auf 102,4 % erhöhte. Bereinigt um diese Effekte konnte das versicherungstechnische Ergebnis durch die Fortführung unserer Profitabilisierungsmaßnahmen deutlich gesteigert werden. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs verbesserte sich um 10 % auf 1,8 (1,6) Mrd. EUR. Es wird zu 94 % von den Lebensversicherungsgesellschaften bestimmt. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge lagen leicht über dem Vorjahr, da die niedrigeren Wiederanlagekonditionen durch einen höheren Kapitalanlagebestand ausgeglichen wurden. Zur Finanzierung der Zinszusatzreserve und der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven wurden stille Reserven auf Kapitalanlagen realisiert, die den Anstieg des außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses erklären. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas Geschäftsjahr war geprägt von den außerordentlichen Belastungen aus Groß- und Naturkatastrophenschäden und den weiterhin anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt. Trotz der Belastungen aus erhöhten Schäden konnte das EBIT aufgrund der Verbesserungen im operativen Geschäft auf 161 (100) Mio. EUR gesteigert werden. Das Vorjahresergebnis enthielt EBlT-belastende Sondereinflüsse, z. B. den segmentinternen Verkauf einer Gesellschaft. Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend um 1,1 Prozentpunkte. Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und Finanzierungskosten verringerte sich das auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis auf 78 (120) Mio EUR, sodass sich die Eigenkapitalrendite um 1,8 % auf 3,0 % reduzierte. Im Vorjahresergebnis war als zusätzlicher Sondereffekt ein latenter Steuerertrag in Höhe von 84 Mio. EUR enthalten. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL18 STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDscroll
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2013: Geschätzter Wert, der finale Wert wird
im Jahresabschluss 2014 veröffentlicht Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnten wir für 2013 die Bruttoprämieneinnahmen entgegen unserer Prognose um 1,8 % steigern. Auch die Neugeschäftsmarge unseres Lebensgeschäfts übertraf mit geschätzten 2,6 % unsere Erwartungen. Normalisiert um die außerordentlichen Belastungen aus Naturkatastrophen und Großschäden gelang es aufgrund der Verbesserungen im Basisgeschäft, die angestrebte kombinierte Schaden-/Kostenquote zu unterschreiten. Die EBIT-Marge und die Eigenkapitalrendite erfüllten unsere Prognosewerte. WEITERE KENNZAHLENL19 SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND IM ÜBERBLICKscroll
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL
L20 WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscroll
L21 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter;
2013: geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2014
veröffentlicht Der Geschäftsbereich legt bei seinen Aktivitäten den Schwerpunkt auf zwei strategische Zielregionen und dort wiederum auf jeweils zwei wachstumsstarke Kernmärkte: In Lateinamerika ist er in den beiden auf die Prämieneinnahmen bezogen größten Ländern Brasilien und Mexiko aktiv. In Zentral- und Osteuropa agiert der Geschäftsbereich mit Polen und der Türkei in zwei der drei Märkte mit dem höchsten Beitragsaufkommen. Das Berichtsjahr war von der Integration der im Geschäftsjahr 2012 in den Zielregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika übernommenen Gesellschaften geprägt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde der mexikanische Versicherer Metropolitana Compañía de Seguros S. A. auf die HDI Seguros S. A. de C. V. verschmolzen. Die aufnehmende Gesellschaft wird weiter unter dem Namen HDI Seguros S. A. de C. V. geführt. Auf dem polnischen Versicherungsmarkt wurde der Talanx-Konzern durch die Übernahme der WARTA-Gruppe und der TU-Europa-Gruppe im Geschäftsjahr 2012, gemessen an den Beitragseinnahmen, zum zweitgrößten Marktteilnehmer. Beide Übernahmen erfolgten gemeinsam mit dem strategischen Partner Meiji Yasuda, der zum Ende des vierten Quartals 2013 knapp 25 % der WARTA-Anteile sowie eine wesentliche Minderheitsbeteiligung von 33,46 % an der TU-Europa-Gruppe hielt. Nach der bereits zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres durchgeführten Verschmelzung der Sachversicherungsgesellschaften HDI Asekuracja S. A. und TUiR WARTA S. A. wurde per 30. Dezember 2013 auch der polnische Lebensversicherer TUnŻ WARTA S. A. auf die HDI-Gerling Życie verschmolzen. Die aufnehmende Gesellschaft firmiert unter dem Namen TUnZ WARTA S. A. Damit wurde die Integration deutlich schneller abgeschlossen als ursprünglich geplant. Die Vergleichbarkeit der Berichtsperioden ist sehr eingeschränkt. Im Geschäftsjahr 2013 sind die WARTA- und TU-Europa-Gesellschaften mit zwölf Monaten enthalten, während im Geschäftsjahr 2012 die WARTA-Gesellschaften mit sechs und die TU-Europa-Gesellschaften mit sieben Monaten einflossen. MARKTENTWICKLUNGSowohl der Sach- als auch der Lebensversicherungsmarkt entwickelten sich 2013 in den beiden Zielregionen des Geschäftsbereichs unterschiedlich. Das erwartete Prämienwachstum im Sachversicherungsmarkt soll 2013 in Lateinamerika 7,3 % und in Zentral- und Osteuropa 1 % betragen haben. Im Lebensversicherungsmarkt hingegen wird für 2013 eine Prämiensteigerung um 11 % in Lateinamerika erwartet, während für Zentral- und Osteuropa ein Rückgang um 1 % angenommen wird. In beiden Zielregionen war die Entwicklung der Beitragseinnahmen durch die gegenüber dem Vorjahr verbreitete wirtschaftliche Abschwächung beeinflusst. So wird für das Jahr 2013 für beide Regionen gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang des realen Wachstums des Bruttoinlandsproduktes auf etwa 2 % erwartet. Die Steigerung der Beitragseinnahmen im Bereich der Sachversicherung in Lateinamerika war vor allem durch die positive Entwicklung in Brasilien getrieben: Höhere Staatsausgaben im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen und der Fußballweltmeisterschaft 2014 trafen zusammen mit der branchenweiten Erhöhung der Tarife in der Kraftfahrtversicherung. In Mexiko entwickelte sich die Kraftfahrtversicherung per 30. September 2013 trotz des gegenüber der Vorperiode rückläufigen Wirtschaftswachstums infolge der gestiegenen Anzahl von aktiven Versicherungspolicen ebenfalls positiv. In Zentral- und Osteuropa hingegen spiegelten sich als Folge der globalen Finanzkrise die rückläufige Binnennachfrage und Investitionstätigkeit auch in der Entwicklung der Beitragseinnahmen wider. In Polen konnte die in den Vorjahren robuste wirtschaftliche Entwicklung nicht fortgesetzt werden, zusätzlich waren ein verschärfter Preiswettbewerb im Bereich der Kraftfahrtversicherung sowie ein Rückgang beim Absatz von Sparprodukten gegen Einmalbeitrag unter anderem infolge des rückläufigen Zinsniveaus und geplanter Änderungen in der Steuergesetzgebung festzustellen. Die Sachversicherungsprämien auf dem polnischen Markt lagen per 30. September 2013 um 2 % über dem Vorjahreszeitraum, während die Beiträge in der Lebensversicherung um 15 % zurückgingen. In der Türkei hingegen ist ein Wachstum des Versicherungsmarktes zu verzeichnen. So stiegen die Sachversicherungsprämien per 30. November 2013 um 23 %, die Lebensversicherungsprämien sogar um 26 %. Insbesondere im weiterhin schwierigen Kraftfahrt-Haftpflicht-Markt konnte eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41 % vor allem durch höhere Durchschnittsbeiträge erzielt werden. PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen um rund 29,4 % (währungsbereinigt um 35,4 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,2 (3,3) Mrd. EUR. Das Prämienwachstum entfiel dabei größtenteils auf Wachstum infolge der Akquisitionen in Polen. Bereinigt um diesen Effekt wuchs das Segment um 14,2 %. Die Entwicklung der gebuchten Bruttoprämien war beeinflusst von der positiven Entwicklung des Sachversicherungsgeschäfts - hier erhöhten sich die Prämien um 22 % auf 2,8 Mrd. EUR, wozu insbesondere die neuen polnischen Gesellschaften beitrugen. Das Lebensversicherungsgeschäft stieg ebenfalls, vorrangig aufgrund der zwölfmonatigen Berücksichtigung der neuen polnischen Lebensversicherer, um 49 % auf 1,4 Mrd. EUR. Das Wachstum des Neugeschäftswertes (Leben) ist ein vorläufiger Wert und resultiert aus dem Lebensversicherungsgeschäft der italienischen HDI Assicurazioni. In Lateinamerika entfallen etwa drei Viertel des in der Region erzielten Gesamtprämienvolumens auf die brasilianische HDI Seguros S. A., die insbesondere in der Kraftfahrtversicherung tätig ist. Unter Berücksichtigung von Währungskurseffekten erhöhten sich die gebuchten Beiträge der Gesellschaft gegenüber der Vergleichsperiode um 5 % auf 865 Mio. EUR. Währungsbereinigt betrug die Beitragssteigerung 19 %, was einerseits auf Beitragserhöhungen in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen war. Andererseits stieg das Kraftfahrtpolicen-Portfolio der Gesellschaft, vor allem infolge des Abschlusses von zahlreichen Neuverträgen, gegenüber dem Vorjahr um 13 % auf insgesamt 1,4 Mio. Stück. Die mexikanische HDI Seguros konnte die gebuchten Bruttobeiträge, vorrangig dank höheren Neugeschäfts unter anderem aus einer neuen Kooperation in der Kraftfahrtsparte, auf 178 Mio. EUR steigern. Im Vorjahr hatten HDI Seguros und Metropolitana zusammen 140 Mio. EUR erzielt. Der Anteil der polnischen Gesellschaften an den gesamten gebuchten Beiträgen des Geschäftsbereichs betrug 39 %, nach 29 % im Vorjahreszeitraum. Nach der Verschmelzung mit der HDI Asekuracja S. A. betrug das Prämienvolumen der TUiR WARTA S. A. aus der Sachversicherung 800 Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge des Lebensversicherers TUnŻ WARTA S. A. beliefen sich nach der Verschmelzung mit der HDI-Gerling Życie auf 332 Mio. EUR. Die Prämieneinnahmen der TU-Europa-Gruppe betrugen aus der Lebens- und Sachversicherung zusammen 525 Mio. EUR. Somit konnte die Position des Talanx-Konzerns auf dem polnischen Versicherungsmarkt infolge der Übernahme der TUiR WARTA-Gruppe sowie der TU-Europa-Gruppe deutlich verbessert werden. Für die türkische Sachversicherung HDI Sigorta wurden die ersten positiven Effekte aus der Sanierung erzielt. Diese wurde als Reaktion auf das weiterhin schwierige Marktumfeld und zur nachhaltigen Stabilisierung der Gesellschaft initiiert, mit dem Ziel eines marktkonformen Produktportfolios, einer profitablen Vertriebsstruktur, eines effizienten Kosten- und Schadenmanagements, eines angemessenen Pricings und einer verbesserten Risikoselektion. So konnte die Gesellschaft ihre gebuchten Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 9 % auf 187 Mio. EUR steigern; währungsbereinigt betrug die Beitragssteigerung 20 %. Dabei konnte wie angestrebt in der Sonstigen Sachversicherung bei den gebuchten Beiträgen in EUR ein Zuwachs von 44 % erzielt werden. In der Kraftfahrtversicherung war ein Prämienrückgang um 7 % zu verzeichnen, wobei die Durchschnittsprämie um 39 % stieg bei einem gleichzeitigen Rückgang der Vertragsstückzahlen um 33 %. Der Anteil der Kraftfahrtversicherung am gesamten Portfolio der Gesellschaft betrug 59 %, nach 69 % zum Vorjahreszeitpunkt, wobei sich insbesondere der Anteil der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung um 9 Prozentpunkte auf 25 % reduzierte. Die HDI Sigorta ist damit auf einem guten Weg in Richtung eines diversifizierteren und profitableren Produktportfolios. Die italienische HDI Assicurazioni konnte sich in einem perspektivisch insgesamt rückläufigen Sachversicherungsmarkt gut behaupten. Im Schaden- und Unfallgeschäft konnten die gebuchten Bruttoprämien stabil gehalten werden. Die Lebensversicherungsprämien hingegen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode um 70 %, vor allem aufgrund höherer Prämieneinnahmen aus dem Bankvertrieb. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDie kombinierte Schaden-/Kostenquote der internationalen Sachversicherungen verbesserte sich mit 95,8 (96,2) % um 0,4 Prozentpunkte gegenüber der Vergleichsperiode. Zu dieser Entwicklung trugen neben den neu erworbenen polnischen Gesellschaften mit ihren verhältnismäßig niedrigen kombinierten Schaden-/Kostenquoten der Rückgang der Effekte aus Großschadenereignissen vor allem in Polen sowie die Verbesserung der Kraftfahrt-Schadenquote infolge von Beitragserhöhungen und Portfolioverbesserungen insbesondere in den Kernmärkten Brasilien und Türkei bei. Im Vorjahreszeitraum war die TUiR WARTA S. A. von einem Großschadenereignis im landwirtschaftlichen Bereich (Frostschäden) betroffen. Die italienische HDI Assicurazioni wies infolge gestiegener Aufwendungen ein leicht rückläufiges versicherungstechnisches Ergebnis aus. In Mexiko konnte das im Vorjahr branchenweit beobachtete außerordentlich niedrige Schadenniveau in der Kraftfahrtversicherung im laufenden Geschäftsjahr nicht beibehalten werden, es befindet sich jedoch noch immer auf niedrigem Niveau. Das versicherungstechnische Ergebnis im Geschäftsbereich belief sich auf 32 (3) Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den polnischen Gesellschaften. Im Bereich der Lebensversicherung wurde das versicherungstechnische Ergebnis durch Amortisationen von immateriellen Vermögensgegenständen (12 Mio. EUR) bei den neuen polnischen Lebensversicherern belastet. KAPITALANLAGEERGEBNISZum Ende des Geschäftsjahres 2013 wurde im Geschäftsbereich mit 284 Mio. EUR ein gegenüber der Vergleichsperiode um 1 % höheres Kapitalanlageergebnis erzielt. Im Zuge der vorherrschenden Niedrigzinspolitik in Verbindung mit der durchweg konservativen Kapitalanlagestrategie der Tochtergesellschaften reduzierte sich die durchschnittliche Rendite der selbst verwalteten Kapitalanlagen gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 1,4 Prozentpunkte auf 4,7 %. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11 %, wobei die negativen Effekte aus dem im Jahresdurchschnitt in fast allen Ländern niedrigeren Zinsniveau durch die Berücksichtigung der neuen Gesellschaften und die höheren Kapitalanlagebestände überkompensiert werden konnten. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis hingegen reduzierte sich trotz höherer realisierter Gewinne bei der italienischen HDI Assicurazioni vor allem wegen der gestiegenen Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten um 48 %. Der Anteil der polnischen Gesellschaften am gesamten Kapitalanlageergebnis betrug 87 Mio. EUR bzw. 31 % nach 75 Mio. EUR bzw. 27 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Kapitalanlageergebnis enthält das Ergebnis aus Investmentverträgen in Höhe von 13 (8) Mio. EUR. Bei den Investmentverträgen handelt es sich um Policen der polnischen Gesellschaften, die nach ifrs einen zu geringen Risikoschutz bieten, um als Versicherungsverträge klassifiziert zu werden. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDer Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International konnte vor allem infolge der Zurechnung der in Polen getätigten Akquisitionen ein höheres versicherungstechnisches Ergebnis bei konstantem Kapitalanlageergebnis ausweisen; dadurch stieg das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 73 % auf 185 Mio. EUR. Dies mündete in einen Anstieg der EBIT-Marge um 1,2 Prozentpunkte auf 5,3 %. Das Geschäftsbereichsergebnis nach Minderheiten konnte auf 101 (42) Mio. EUR mehr als verdoppelt werden. Die Eigenkapitalrendite stieg bei nahezu konstantem Eigenkapital des Geschäftsbereiches von 3,5 % auf 5,9 %. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL22 STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter;
2013: geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2014
veröffentlicht Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein Bruttoprämienwachstum von 29,4 % (währungsbereinigt um 35,4 %) und konnte damit die im letztjährigen Prognosebericht veröffentlichte Spanne von 17 % bis 20 % deutlich übertreffen. Ursächlich hierfür waren vor allem die infolge des Ausbaus des Bankenvertriebs höher als geplant ausgefallenen Bruttoprämien im Bereich Lebensversicherung in Polen und Italien. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der internationalen Sachversicherungen entwickelte sich trotz der über den Erwartungen liegenden witterungsbedingten Schadenaufwendungen in Polen wie prognostiziert. Die EBIT-Marge konnte als Ergebnis der positiven Geschäftsentwicklung im Vergleich zur mittelfristigen Erwartung um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 % gesteigert werden. Aufgrund des ebenfalls oberhalb der Prognose liegenden Konzernergebnis lag die Eigenkapitalrendite am oberen Rand der prognostizierten Spanne. WEITERE KENNZAHLENL23 SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICKscroll
SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG
L24 WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
L25 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses GESCHÄFTSENTWICKLUNGMit der Marktentwicklung in der Schaden-Rückversicherung waren wir im Berichtsjahr überwiegend zufrieden, wenngleich sich gegenüber 2012 ein deutlich intensivierter Wettbewerb zeigte. Dies lag vor allem daran, dass insgesamt genügend Kapazitäten im Markt vorhanden waren, sodass das Angebot an Rückversicherungsschutz höher als die Nachfrage war. Hierzu trug auch bei, dass mehr Geschäft im Selbstbehalt unserer Zedenten verblieb. Die Vertragserneuerungsrunde in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2013 - zu diesem Zeitpunkt wurden knapp zwei Drittel unserer Verträge in der traditionellen Rückversicherung neu verhandelt - begann recht vielversprechend. Die hohen Schadenbelastungen für die (Rück-)Versicherungsindustrie aus dem Hurrikan "Sandy" hatten sich stabilisierend auf die Raten ausgewirkt. Allerdings schwächte sich das Ratenniveau im Laufe des Jahres deutlicher ab als zunächst erwartet. Dies galt insbesondere für das US-Naturkatastrophengeschäft. Hier führten auch zusätzliche Kapazitäten aus den alternativen Märkten (Katastrophenanleihen, Collateralised Reinsurance) zu einem deutlichen Preisabrieb. Da wir im US-amerikanischen Naturkatastrophengeschäft, bezogen auf unseren Marktanteil, unterproportional vertreten sind, waren die Auswirkungen hieraus begrenzt. In Regionen oder Sparten, für die es 2012 signifikante Schadenbelastungen gab, wie insbesondere in der Transportrückversicherung, ließen sich jedoch teilweise deutliche Preissteigerungen erzielen. Angesichts der historisch hohen Großschadenbelastung durch die Havarie und Bergung des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" und den Hurrikan "Sandy" stiegen hier die Raten deutlich an; bei schadenbelasteten Programmen erhöhten sie sich im Bereich von 25 % bis 40 %. Merkliche Prämienerhöhungen konnten wir erneut für nichtproportionale Kraftfahrt-Haftpflichtdeckungen in Großbritannien erzielen. In Märkten oder Sparten, die in der Vergleichsperiode aufgrund geringer Schäden gute versicherungstechnische Ergebnisse aufwiesen - wie beispielsweise im Luftfahrtgeschäft -, gingen zwar die Raten zurück, das Geschäft war jedoch immer noch auskömmlich. Zufrieden waren wir auch mit der Entwicklung des sonstigen Sach- und Haftpflichtportfolios in Nordamerika. Deutliches Wachstum konnten wir erwartungsgemäß aus den Märkten Asiens und des Mittleren Ostens verzeichnen. Dank des selektiven Zeichnungsverhaltens konnte das Segment Schaden-Rückversicherung ein Preisniveau erreichen, das der Qualität des guten Jahres 2012 mindestens gleichwertig war. Vor diesem Hintergrund haben wir unser Portfolio leicht ausgeweitet. PRÄMIENENTWICKLUNGDas Bruttoprämienvolumen für unser Segment Schaden-Rückversicherung stieg im Berichtsjahr um 1,3 % auf 7,8 (7,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, hätte das Wachstum 3,5 % betragen. Damit liegt das Wachstum der währungskursbereinigten Bruttoprämien im Bereich der Erwartungen von 3 % bis 5 %. Angesichts vermehrter Abgaben für vorgezeichnetes Geschäft, sogenanntes Frontinggeschäft, ging der Selbstbehalt auf 89,9 % leicht zurück (90,2 %). Die verdienten Nettoprämien blieben mit 6,9 Mrd. EUR annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (6,9 Mrd. EUR). ERGEBNISENTWICKLUNGNach einem sehr ruhigen ersten Quartal hatten wir im Verlauf des Jahres 2013 eine Vielzahl an Großschäden zu verzeichnen. Besonders betroffen von hohen Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen waren Deutschland und Kanada. Unauffällig dagegen verlief erneut die Hurrikan-Saison in Nordamerika und der Karibik. Dabei war es das erste Mal seit 1968, dass alle Stürme maximal die Kategorie 1 - also die schwächste von fünf Kategorien - erreichten. Die größten Einzelschäden im Berichtsjahr waren im Segment Schaden-Rückversicherung das Hagelereignis "Andreas" in Deutschland mit einer Nettobelastung von 99 Mio. EUR sowie die Überschwemmungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern mit 93 Mio. EUR. Diese und weitere Großschäden führten 2013 zu einer Nettobelastung von insgesamt 578 (478) Mio. EUR. Auch wenn diese über dem Wert der Vergleichsperiode lag, lag die Großschadenbelastung immer noch unterhalb des Erwartungswerts von 625 Mio. EUR. Mit 94,9 (95,8) % konnten wir unsere kombinierte Schaden-/Kostenquote gegenüber dem Vorjahr noch einmal verbessern und sind damit unter unserem Zielwert von 96 % geblieben. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen die nicht vollständige Auslastung unseres Großschadenbudgets mit 92,4 % und positive Abwicklungsgewinne mit 6,2 (4,7) Prozentpunkten bei. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich noch einmal deutlich auf 332 (273) Mio. EUR. OPERATIVES ERGEBNIS UND KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis im Geschäftsbereich Schaden-Rückversicherung ging im Berichtsjahr um 17 % auf 811 (982) Mio. EUR zurück. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Realisierungsgewinne sowie der Wegfall positiver Effekte aus den Inflationsswaps, die die Hannover Rück zur teilweisen Absicherung ihrer Schadenreserven abgeschlossen hatte. Zum großen Teil konnte das sehr gute versicherungstechnische Ergebnis diese Effekte kompensieren. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb mit 1.097 Mio. EUR jedoch hinter dem letztjährigen Wert von 1.134 Mio. EUR zurück. Das Konzernergebnis für den Geschäftsbereich Schaden-Rückversicherung erhöhte sich deutlich um 16 % auf 377 (325) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite in beiden Rückversicherungssegmenten lag bei 15,9 %, nach 16,5 % im Vorjahr. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL26 STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG
L27 WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
L28 STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs GESCHÄFTSENTWICKLUNGDas Geschäft der Personen-Rückversicherung hat sich - trotz der allgemein angespannten Situation im Lebens(rück)versicherungsmarkt - im Berichtsjahr moderat entwickelt. Das Bruttoprämienvolumen ist um 1 % auf 6,1 (6,1) Mrd. EUR gestiegen. Bereinigt um Währungskurseffekte betrug das Wachstum 5,1 % und entsprach damit dem für 2013 prognostizierten Zielwert von 5 % bis 7 %. Das Nettokapitalanlageergebnis in der Personen-Rückversicherung belief sich im Berichtszeitraum auf 611 (684) Mio. EUR. Dabei entfielen 268 (342) Mio. EUR auf selbst verwaltete Kapitalanlagen und 343 (342) Mio. EUR auf bei Zedenten hinterlegte Depots. Der Rückgang des Nettokapitalanlageergebnisses von 11 % spiegelt das anhaltende Niedrigzinsniveau und die schwierigen Anlagebedingungen an den Kapitalmärkten wider. Darüber hinaus hat sich das im Vorjahr sehr positive Ergebnis der Modified-Coinsurance(ModCo)-Derivate wieder normalisiert. Unser Financial-Solutions- und Longevity-Geschäft hat sich ausgesprochen positiv entwickelt und mit einer erzielten EBIT-Marge von 5,2 % den Zielwert von 2 % deutlich übertroffen. Für das Mortality- und Morbidity-Geschäft blieb die EBIT-Marge mit 1,2 % hinter der Zielvorgabe von 6 % recht deutlich zurück. Dies wurde durch die ungünstige Entwicklung im Morbidity-Geschäft beeinflusst: Das Mortality-Geschäft hätte bei separater Betrachtung die Zielvorgabe übertroffen. Die marktweit erhöhten Schadenerfahrungen im australischen Invaliditätsgeschäft sowie deren verschlechterte Schadenabwicklung waren die wesentlichen Treiber für die unerfreuliche Entwicklung der EBIT-Marge. Der australische Markt hat inzwischen intensive Anstrengungen initiiert, um dieser Entwicklung positiv entgegenzuwirken. PRÄMIENENTWICKLUNGDie Marktbedingungen im Berichtsjahr waren für die weltweite Personen-Rückversicherung herausfordernd, und so wuchs auch unser Prämienvolumen 2013 weniger dynamisch als in den Vorjahren. Die Bruttoprämien stiegen um 1,4 % auf 6,1 (6,1) Mio. EUR. Bereinigt um Währungskursschwankungen hätte der Zuwachs bei 5,1 % gelegen. Unsere Zielvorgabe eines Bruttoprämienwachstums von 5 % bis 7 % haben wir im Berichtsjahr damit erreicht. Der Selbstbehalt ging auf 87,7 (89,3) % zurück. Die verdienten Nettoprämien reduzierten sich leicht um 1 % auf 5,4 (5,4) Mio. EUR. Währungskursbereinigt stiegen die Nettoprämien um 2 %. ERGEBNISENTWICKLUNGDas operative Ergebnis (EBIT) blieb angesichts unterschiedlicher Einflussfaktoren deutlich mit 139 (270) Mio. EUR hinter dem Wert des Vorjahres zurück, war jedoch immer noch solide. Ausschlaggebend für den Rückgang waren der Wegfall positiver Einmaleffekte im Jahr 2012 sowie Belastungen im australischen Invaliditätsgeschäft. Das Konzernergebnis erreichte 76 (104) Mio. EUR; die Eigenkapitalrendite weisen wir gemeinsam für die Schaden- und Personen-Rückversicherung aus. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2013 ABGEGEBENEN PROGNOSEL29 STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter;
2013: geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2014
veröffentlicht KONZERNFUNKTIONEN
Im Jahr 2013 hat die Talanx AG Aktien der Swiss Life Holding AG über den Markt in kleinen Tranchen verkauft. Ihre Beteiligung an der Gesellschaft sank dadurch von 9,26 % zu Jahresbeginn auf knapp über 5 %. Dieser Verkauf ist Ergebnis der aus dem ganzheitlichen Risikomanagement-System abgeleiteten konservativen Kapitalanlagestrategie mit der Zielsetzung, Kumulrisiken zu begrenzen. Das verbleibende Engagement in die Swiss Life verstehen wir weiterhin als langfristiges Investment der Talanx AG. RÜCKVERSICHERUNGSSPEZIALISTEN IM KONZERNIm Segment Konzernfunktionen weisen wir 2013 erstmals auch versicherungstechnisches Geschäft aus, das über unsere Tochtergesellschaft Talanx Reinsurance (Ireland) Ltd. gezeichnet wurde. Mit dieser gruppeninternen Rückversicherung streben wir eine Erhöhung des Selbstbehalts sowie eine Optimierung der Kapitalauslastung an. Das von Talanx Re (Ireland) gezeichnete konzerninterne Geschäft wird teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet, um Diversifikationsvorteile im jeweiligen Segment zu nutzen. Im Segment Konzernfunktionen weisen wir darüber hinaus jenes Geschäft aus, das zusätzliche segmentübergreifende Diversifikationsvorteile beinhaltet. Im Berichtsjahr betrugen die gebuchten Bruttoprämien aus diesem Geschäft 40 Mio. EUR; sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Segmente Industrie-Versicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Aus diesem Geschäft wies die Talanx Re (Ireland) für das Segment Konzernfunktionen im Jahr 2013 aufgrund von Anlaufverlusten ein operatives Ergebnis von -1 (2) Mio. EUR aus. Die Talanx Reinsurance Broker GmbH befindet sich zu 100 % im Eigentum der Talanx AG und übernimmt für Konzernzedenten die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von ihr betreuten Konzernzedenten konnten auch für 2013 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden. Das operative Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 betrug 16 (16) Mio. EUR und wird im Rahmen unserer Segmentverteilung den geschäftsabgebenden Segmenten in wesentlichen Teilen wieder zugerechnet. Im Segment Konzernfunktionen verblieb aus dieser Gesellschaft ein Ergebnisbeitrag von 2 (2) Mio. EUR. KAPITALANLAGESPEZIALISTEN IM KONZERNDie Talanx Asset Management GmbH betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH (bis 1. Juli 2013 AmpegaGerling Investment GmbH) in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Der Beitrag der beiden Gesellschaften und der Talanx Immobilien Management GmbH in Summe zum operativen Ergebnis im Segment betrug im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 36 (39) Mio. EUR. Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfolio-Management und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden. Die Fondsbranche verzeichnete im Jahr 2013 ein allmählich wieder zunehmendes Interesse der Privatanleger an Publikumsfonds. Die anhaltende Niedrigzinssituation und abklingende Ängste hinsichtlich der Auswirkungen der Finanzmarktkrise und der Zukunft Europas führten zu einer vorsichtigen Umorientierung der Anleger, die in den Jahren zuvor Spar- und Festgeldanlagen gegenüber Investmentfonds deutlich bevorzugt hatten. Ein bremsender Effekt hinsichtlich der Bereitschaft der Bürger, Geld längerfristig in Anlageprodukten wie Investmentfonds zu investieren, ging allerdings von der in Deutschland eher zurückgehenden Sparneigung aus. Das Gesamtvolumen des von Ampega verwalteten Vermögens stieg gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf 15,5 (14,0) Mrd. EUR. Davon wurde mehr als die Hälfte, nämlich 8,3 (7,9) Mrd. EUR, im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 3,5 (2,8) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 3,8 (3,3) Mrd. EUR auf das Privatkundengeschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung angeboten als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im Geschäftsjahr 2013 auf 83 (-36) Mio. EUR, insbesondere aufgrund der Veräußerung von Aktien der Swiss Life Holding AG durch die Talanx AG. Aus dieser Transaktion ergab sich ein Ergebnis vor Steuern von 110 Mio. EUR. Das im Geschäftsjahr 2013 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment betrug 12 (-103) Mio. EUR. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEVERMÖGENSLAGEDer Charakter eines diversifizierten Versicherungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit agierende Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Talanx-Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen mit einem Anteil von 76 % der Bilanzsumme, die ohne Berücksichtigung der Depotforderungen sowie Kapitalanlagen aus Investmentverträgen noch 86,3 Mrd. EUR bzw. 65 % der Bilanzsumme ausmachen. Diese Kapitalanlagen dienen in erster Linie der Bedeckung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft (69 % der Bilanzsumme), die sich ohne Einbeziehung der jeweiligen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, auf 91,7 Mrd. EUR beliefen. Die wichtigsten Finanzierungsmittel sind das Eigenkapital (8 % der Bilanzsumme) und die emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (2 % der Bilanzsumme). L30 VERMÖGENSSTRUKTUR IM MEHRJAHRESZEITRAUMscroll
HÖHE UND ZUSAMMENSETZUNG DES VERMÖGENSDie Erhöhung unserer Bilanzsumme um 2,5 Mrd. EUR auf 132,9 Mrd. EUR ist in erster Linie auf den Zuwachs des Kapitalanlagebestands inklusive der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (+2,9 Mrd. EUR) zurückzuführen. Der Zuwachs bei den Kapitalanlagen resultierte im Wesentlichen aus dem Bestandswachstum bei den "jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten" (+3,6 Mrd. EUR). Gegenläufig hierzu sind die "bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente" (-0,9 Mrd. EUR) und die "erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente" (-0,6 Mrd. EUR) im Bestand gesunken. Weiterführende Angaben erläutern wir nachfolgend im Abschnitt "Kapitalanlageentwicklung". Das Wachstum der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen von 0,9 Mrd. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland (+1,3 Mrd. EUR). Gegenläufig dazu verminderte sich der Bestand aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung International (-0,4 Mrd. EUR). Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte von 2,6 (2,8) Mrd. EUR entfallen einerseits mit 1,2 (1,3) Mrd. EUR auf versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP), die sich aus dem Erwerb von Versicherungsbeständen der Vergangenheit ergeben. Andererseits sind die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte mit 1,1 (1,2) Mrd. EUR enthalten. Weiterführende Angaben zu den immateriellen Vermögenswerten siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz". Die vorzunehmende Amortisation bei den übernommenen Versicherungsbeständen belastet das Jahresergebnis vor Steuern, soweit sie auf den Aktionärsanteil entfällt, in Höhe von 106 (144) Mio. EUR. Den ausgewiesenen versicherungsbezogenen Vermögenswerten stehen - bezogen auf den Versicherungsnehmeranteil - entsprechende Rückstellungen für Beitragsrückerstattung gegenüber. Korrespondierend mit dem Anstieg der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, stieg der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 0,9 Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" weisen wir zum Stichtag einzelne Immobilien sowie die geplanten Verkäufe von Versicherungsportfolios im Segment Privat- und Firmenversicherung International aus. Nähere Erläuterungen der einzelnen Vorgänge siehe Konzernanhang "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". KAPITALANLAGEMANAGEMENT UND -ZIELEDas abgelaufene Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch ein Niedrigzinsumfeld. Kurze Phasen von zwischenzeitlichen Zinssteigerungen (Mai 2013) wurden zur Anlage liquider Mittel in langfristigen Titeln genutzt. Im vergangenen Geschäftsjahr standen bei den Lebensversicherungsgesellschaften die Generierung der erforderlichen Beiträge zur Zinszusatzreserve sowie die Renditeoptimierung unter Beachtung des Durationsmatchings in der Neuanlage im Vordergrund des Portfolio-Managements. Es wurde weiterhin an der konservativen Anlagepolitik festgehalten. Die Risikomessung und das Risikocontrolling der Kapitalanlagen haben einen sehr hohen Stellenwert. Diese Kernfunktionen mit einer starken und wohlfunktionierenden Schnittstelle zum Portfolio-Management befähigten unser Kapitalanlagemanagement zu einer ständigen Überwachung der Portfolios und somit einer effizienten Steuerung der Risiken. Diverse bestehende Instrumente zur Risikomessung wurden an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Die Vergabe der Ratingnoten durch die Agenturen erfolgte sehr vorsichtig. Auf den Märkten setzte sich daher vor allem im ersten Halbjahr der negative Ratingtrend fort. Trotz dieser Entwicklung besitzen 80 % der Papiere in der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein Rating von A oder besser. Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen, deren risikoreduzierende Wirkung sich auch in der Krise des Euroraums bewährt hat. Das interne Risikomodell des Konzerns und die Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den Handlungsraum für unsere Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der Asset-Liability-Management-Vorgaben und der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden die Portfolios weiter optimiert. Einen zusätzlichen Rahmen bilden die Kapitalanlagerichtlinien auf Konzern-, Segment- und Gesellschaftsebene, die einer jährlichen Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung hinsichtlich ihrer Angemessenheit gegenüber aufsichtsrechtlichen und marktgegebenen Restriktionen unterliegen. Infolge eines qualitativen Investmentprozesses konnten im Kapitalanlagebestand gefährdete Adressen weitestgehend vermieden werden. Die Assetklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen blieb weiterhin die wichtigste Anlageklasse. KAPITALANLAGEENTWICKLUNGL31 ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN IN MIO. EUR![]() Der gesamte Kapitalanlagebestand nahm um 2,0 % im Laufe des Geschäftsjahres zu und betrug 101,0 Mrd. EUR. Der leichte Rückgang in den Depotforderungen um 0,3 Mrd. EUR wurde durch den Zuwachs an selbst verwalteten Kapitalanlagen mit 2,3 Mrd. EUR mehr als kompensiert. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen ist im Wesentlichen durch die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft begründet, die im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt wurden. Die Kapitalanlagen aus Investmentverträgen belaufen sich zum Jahresende auf 1,8 Mrd. EUR. Die Zinsentwicklung auf den Märkten war 2013 volatil. Nachdem die Zinsen im ersten Quartal gefallen sind, erreichten sie zum Ende des zweiten Quartals relative Höchststände. Der darauf folgenden Seitwärtsbewegung im dritten, aber auch noch zu Beginn des vierten Quartals schloss sich gegen Jahresende ein leichter Anstieg an. Über alle Laufzeiten hinweg konnte 2013 ein Zinsanstieg beobachtet werden, der sich in einer Reduktion der Marktwerte der gehaltenen festverzinslichen Papiere niederschlug. In Deutschland stiegen die Renditen im Jahresvergleich deutlich: Zweijährige Bundesanleihen legten um ca. 17 Basispunkte auf 0,19 % zu, fünfjährige um gut 67 Basispunkte auf 0,96 % und zehnjährige ebenfalls um gut 67 Basispunkte auf 1,96 %. Neben den Zinseffekten wirkte sich die Entwicklung des US-Dollar-Kurses direkt auf die in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen aus. Der Kurs lag am 31. Dezember 2012 bei 1,32 USD je EUR. Nachdem im ersten Quartal die Kurse auf 1,28 gefallen sind, konnte bis Ende des Jahres wieder ein Anstieg und somit eine Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro beobachtet werden. Der Kurs lag zum Jahresende bei 1,38 USD je EUR. Allein aus Währungskursdifferenzen ergab sich ein Rückgang der in US-Dollar gehaltenen Bestände nach Umrechnung in den Euro von knapp 5 %. Zum Jahresabschluss betrug der Bestand an in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen 12,9 Mrd. EUR und entsprach 15 % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Auch 2013 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten, unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur, im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Anteil an festverzinslichen Wertpapieren betrug 78 % am Gesamtbestand. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 3,1 Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr weitestgehend reinvestiert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2013 wurde das Aktienengagement nicht wesentlich ausgebaut. Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote) lag zum Jahresende bei 1,1 %. Sowohl die Anlageklasse "Alternative Investments" als auch Immobilien hatten weiterhin einen geringen Anteil am Gesamtbestand, trugen aber unter Diversifizierungsaspekten zur Stabilisierung der Portfolios bei. L32 ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN IN %![]() L33 ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSENscroll
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Derivate nur mit positiven Marktwerten FESTVERZINSLICHE WERTPAPIEREDie Niedrigzinsphase hielt 2013 weiter an. Zu Jahresbeginn standen die schwache Konjunktur und die politischen Unsicherheiten im Vordergrund der Rentenmärkte. Signifikante Liquiditätsbereitstellungen durch Zentralbanken milderten die Refinanzierungs- und Liquiditätsunsicherheiten und führten zu niedrigeren Spreads für Finanz- und Unternehmensanleihen. Die Kapitalanlage erfolgte im Bereich festverzinsliche Wertpapiere im Wesentlichen in den klassischen Anlageklassen Staatsanleihen, Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefen. Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurden Anleihen mit kurzer Restlaufzeit veräußert, um Gewinne zu realisieren, die zur Stärkung der Zinszusatzreserve verwendet wurden. Die freigewordenen Mittel wurden verstärkt in kündbaren lang laufenden Anleihen (single callables) investiert. Zur Umsetzung dieser Strategie wurden insbesondere besicherte Anleihen mit guter Bonität gewählt, die zu einer Erhöhung sowohl der durchschnittlichen Rendite als auch der Duration des Portfolios beitrugen. Um das zukünftige Wiederanlagerisiko zu reduzieren, wurden im dritten Quartal lang laufende Vorkäufe auf belgischen Staatsanleihen getätigt, die die Zielverzinsung aufweisen. Zur weiteren Renditeerhöhung wurde im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Industrieversicherung selektiv in nachrangigen Anleihen bonitätsstarker Finanzinstitute sowie Versicherungen investiert. Der Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) stieg im Jahr 2013 um 2,3 Mrd. EUR an und betrug zum Jahresende 78,5 Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 78 %, bezogen auf den Gesamtbestand, weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf. Die "jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere", deren Volatilität sich im Eigenkapital niederschlägt, sind mit 43,5 Mrd. EUR und 55 % des Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere deutlich angestiegen (+3,5 Mrd. EUR). Dabei wurde hauptsächlich in Pfandbriefen und Unternehmensanleihen investiert. Die Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - sind aufgrund des leicht gestiegenen Zinsniveaus seit dem Jahresende 2012 von 2,6 Mrd. EUR auf 1,3 Mrd. EUR gefallen. Neben der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" wird weiterhin grundsätzlich an der Strategie festgehalten, Neuanlagen zur Minderung der Bilanzvolatilität in der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zu investieren. Im Jahresverlauf war ein relativ konstanter Bestand zu beobachten. Dieser betrug zum Jahresende 32,2 (32,1) Mrd. EUR (41 % des Gesamtbestands dieser Anlageklasse). In Staatsanleihen wurde, bedingt durch weitere Ratingherabstufungen oder aber nur äußerst geringe Renditen, nur in begrenztem Maß investiert. Somit betrug der Bestand an Staatspapieren oder ähnlich sicheren Papieren in dieser Haltekategorie 9,7 Mrd. EUR. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin Pfandbriefe dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven reduzierten sich deutlich von 4,5 auf 2,7 Mrd. EUR. Der Konzern war zum Jahresende insbesondere über unsere italienische Tochtergesellschaft nur mit einem maßvollen Bestand an Staatsanleihen der sogenannten GIIPS-Staaten investiert. Unter Risikogesichtspunkten wurden bereits im Jahr 2011 die im Bestand befindlichen griechischen Staatspapiere bis auf einen kleinen Restbestand veräußert. Die aufgelaufenen Abschreibungen betrugen in diesem Berichtsjahr daher lediglich 14 TEUR für den Gesamtkonzern. Die Marktwerte der Kapitalanlageengagements in diesen Staaten betrugen zum Jahresende 1,5 Mrd. EUR und entsprachen somit 1,8 % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Das Engagement in Staatsanleihen in Italien (Marktwert 1.144 Mio. EUR) ist durch die Präsenz des Konzerns in diesem Land begründet. Davon entfallen auf unsere Konzerngesellschaft HDI Assicurazioni S. p. A. 549 Mio. EUR. Im letzten Quartal des Berichtsjahres wurde die Entscheidung getroffen, das Exposure an Staatsanleihen in Italien und Spanien vorsichtig auszubauen. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführung im Risikobericht sowie auf den Konzernanhang "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten". Der Konzernbestand der Kapitalanlagekategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" beträgt im Jahr 2013 3,0 Mrd. EUR. Nachdem 2011 der Bestand in dieser Kategorie durch Umschichtung, insbesondere im Rückversicherungssegment, erhöht wurde, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr kein weiterer Aufbau stattgefunden. Die Absicht und die Fähigkeit, die Kapitalanlagen bis zur Endfälligkeit zu halten, ermöglicht es den Gesellschaften, die bilanziellen Volatilitäten aufgrund von Zinsbewegungen zu reduzieren. Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden trotz der 2013 nahezu ausgesetzten Wiederanlage in diesem Bereich weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Im Vorjahr führten Ratingherabstufungen zu einer Reduktion der AAA-Quote. Dieser Trend hielt auch in diesem Geschäftsjahr an. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 23,1 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anteil von 29 % am Gesamtbetrag der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen. L34 RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERE IN %![]() Der Konzern betreibt unverändert eine konservative Anlagepolitik. Weiterführende Angaben zur Kreditqualität unserer Kapitalanlagen siehe Konzernanhang "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten". Bei Sicherheitsleistungen, die für versicherungstechnische Rückstellungen von Zedenten im Geschäftsbereich Rückversicherung gebildet werden, sanken im Laufe des Berichtsjahres die Depotforderungen von 13,2 Mrd. EUR auf 12,9 Mrd. EUR. Dies entspricht bei gestiegenen Gesamtkapitalanlagebeständen einer leicht verringerten Quote von rund 13 %. AKTIEN UND AKTIENFONDSDer europäische Aktienmarkt verlief 2013 positiv. Der EURO STOXX 50 schloss mit 3.109 Punkten 18 % über dem Stand zum Jahresbeginn. Der DAX konnte sogar um 25,5 % steigen und schloss mit 9.552 Punkten. Innerhalb des Berichtszeitraums hat der Konzern über den Markt einen Anteil an den von ihm gehaltenen Aktien der Swiss Life Holding AG veräußert. Die Auswirkungen beschreiben wir nachfolgend im Abschnitt "Kapitalanlageergebnis". Die saldierten unrealisierten Gewinne und unrealisierten Verluste der im Konzern gehaltenen Bestände ohne die Kategorie "Übrige Kapitalanlagen" erhöhten sich um 83 Mio. EUR und betragen nunmehr 320 (237) Mio. EUR. IMMOBILIEN INKLUSIVE ANTEILE AN IMMOBILIENFONDSZum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutzten Immobilien 1,6 Mrd. EUR. Hinzu kommen 503 Mio. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind. Insbesondere durch die gestiegene Investitionstätigkeit im Segment Schaden-Rückversicherung erhöhte sich der Immobilienbestand um 448 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten Immobilienbestand in Höhe von 27 Mio. EUR sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 12 Mio. EUR vorgenommen. Diesen Abschreibungen stehen im Berichtszeitraum nahezu 6 Mio. EUR Zuschreibungen gegenüber. Die Immobilienquote (selbst verwaltete Kapitalanlagebestände) einschließlich der Investments in Immobilienfonds erhöhte sich auf 3 (2) %. ALTERNATIVE INVESTMENTS (SELBST VERWALTETE KAPITALANLAGEBESTÄNDE)Die Bestände in der Anlageklasse "Alternative Investments" befinden sich weiterhin auf niedrigem Niveau und dienen der Diversifikation des Portfolios. Im ersten Quartal hat sich der Talanx-Konzern über seine Tochtergesellschaften mit insgesamt 55 Mio. EUR an einem Gaskavernenfonds beteiligt. Das Investitionsvolumen des Konzerns betrug rund 20 % an dem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 278 Mio. EUR. KAPITALANLAGEERGEBNISL35 ENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSESscroll
Das Kapitalanlageergebnis des Berichtsjahres betrug 3,8 Mrd. EUR und liegt somit auf Vorjahresniveau. Dabei fielen die laufenden Erträge aus Zinsen leicht, bilden aber mit 2,9 Mrd. EUR weiterhin den wesentlichen Bestandteil des Ergebnisses. Den positiven realisierten Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen standen leicht höhere Abschreibungen und deutlich niedrigere unrealisierte Gewinne (-22 [182] Mio. EUR) gegenüber. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge betrugen zum Jahresende 3.147 (3.165) Mio. EUR. Das sinkende Kapitalmarktzinsniveau führte zu einem Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren von 3,8 %, es liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,9 %. Dabei konnte im Rahmen der Reinvestitionen der Abwärtstrend des allgemeinen Zinsniveaus durch verstärkte Investitionen in selektiv durch unseren qualitativen Investmentprozess generierte Produkte mit entsprechendem Mehrertrag abgefedert werden. Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos wurden derivative Finanzinstrumente (u. a. Vorkäufe), insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland, eingesetzt. Weiterführende Angaben zu den finanziellen Auswirkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting". Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau und betrug im Saldo 605 (372) Mio. EUR. Darin enthalten sind im Wesentlichen Realisate aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Zur Optimierung der Rendite und zur Durationsverlängerung wurde verstärkt in bonitätsstarken kündbaren Anleihen (single callables) mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren investiert. Um diese Strategie umzusetzen, wurden Bestandspapiere, meist mit kurzer Restlaufzeit, veräußert. Die Realisate wurden zum Aufbau der HGB-Zinszusatzreserve verwendet. Des Weiteren sind in den Realisaten Gewinne aus dem Teilverkauf von Aktienanteilen an der Swiss Life Holding AG in Höhe von 81 Mio. EUR enthalten. In diesem Zusammenhang fielen zusätzlich Währungskursgewinne der in Schweizer Franken notierten Aktien an, die im übrigen Ergebnis ausgewiesen werden. Im Vergleich zu 2012 waren im abgelaufenen Geschäftsjahr per saldo höhere Abschreibungen erforderlich und betragen - unter Berücksichtigung der Zuschreibungen - insgesamt 91 Mio. EUR. Auf Gesamtkonzern-Ebene erhöhten sich die Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen (44 Mio. EUR) und dabei im Besonderen auf fremdverwaltete Immobilienfonds (27 Mio. EUR). Bei den festverzinslichen Wertpapieren wurden hingegen nur noch Wertberichtigungen in Höhe von 7 (25) Mio. EUR vorgenommen, darunter 3 Mio. EUR für Landesbanken und 3 Mio. EUR für die niederländische SNS Reaal Bank. Über alle Assetklassen zusammen standen den Abschreibungen in Höhe von 102 (94) Mio. EUR Zuschreibungen in Höhe von 11 (19) Mio. EUR entgegen. Das unrealisierte Ergebnis verschlechterte sich per saldo deutlich von 182 Mio. EUR auf -22 Mio. EUR. Dabei fiel das unrealisierte Ergebnis im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowohl aufgrund der Zinsentwicklung als auch wegen der Wertentwicklung der Derivate (Swaption zur Zinssicherung) von 64 Mio. EUR auf 2 Mio. EUR. In den beiden Rückversicherungssegmenten fiel das unrealisierte Ergebnis von 89 Mio. EUR auf -27 Mio. EUR. Dies ist maßgeblich auf den Rückgang des Marktwerts der ModCo-Derivate auf 7 (52) Mio. EUR und der Inflationsswaps auf -41 (28) Mio. EUR der Hannover Rück SE zurückzuführen. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen belief sich auf 334 (323) Mio. EUR. Nachfolgend ist das Jahresergebnis 2013 nach Konzernsegmenten dargestellt. Den Anstiegen der Ergebnisbeiträge aus den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Konzernfunktionen standen rückläufige Beiträge vor allem aus den Rückversicherungssegmenten gegenüber. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 30 "Kapitalanlageergebnis". L36 KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN1) IN MIO. EUR![]()
1)
Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen zwischen den Segmenten Das Kapitalanlageergebnis des Konzernsegments Konzernfunktionen umfasst in erster Linie die Kosten für die Verwaltung der Kapitalanlagen sowie realisierte Gewinne/Verluste aus strategischen Aktienanteilen. AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTEDer Konzern ist verschiedene Verpflichtungen eingegangen. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögenslage sind hierbei Letters of Credit und Treuhandkonten zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (6.281 Mio. EUR), Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten (2.538 Mio. EUR), Garantieleistungen aus begebenen nachrangigen Schuldverschreibungen (2.862 Mio. EUR), Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements (1.558 Mio. EUR), Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (464 Mio. EUR) sowie Verpflichtungen nach §§ 124 ff. VAG als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer (447 Mio. EUR). Darüber hinaus belaufen sich die sonstigen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2013 auf 770 Mio. EUR. Zudem obliegen dem Konzern Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Einbindung in gerichtliche Verfahren sowie Schiedsverfahren. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" und "Sonstige Angaben - Mieten und Leasing". FINANZLAGEDie Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva des Konzerns sind geprägt durch das Erst- und Rückversicherungsgeschäft. Den größten Anteil haben die versicherungstechnischen Rückstellungen, die nach den Anforderungen der Versicherungsaufsicht durch die Kapitalanlagen zu bedecken sind. Darüber hinaus finanziert sich der Konzern insbesondere durch Eigenkapital sowie nachrangige Anleihen und Verbindlichkeiten, die auch unsere wichtigsten Finanzmittel repräsentieren. ANALYSE DER KAPITALSTRUKTURL37 KAPITALSTRUKTUR IM MEHRJAHRESZEITRAUMscroll
WÄHRUNGSEINFLÜSSEAufgrund der internationalen Ausrichtung der im Konzern gebündelten Versicherer bestehen, basierend auf dem Geschäftsmodell, währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und der Finanzlage. Grundsätzlich erhalten und erbringen die international tätigen Versicherer Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Aktiva zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden (währungskongruente Bedeckung). Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die jeweiligen nationalen Währungen entsprechend der Darstellung im Anhang unter "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" dargestellt. ENTWICKLUNG DER WESENTLICHEN POSTENBezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen - einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen -86 (85) %; es bestand eine Überdeckung der Rückstellung von 13,9 (14,6) Mrd. EUR. L38 ZUSAMMENSETZUNG DER BRUTTO-RÜCKSTELLUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT (NACH KONSOLIDIERUNG)scroll
Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer ergibt sich die nachfolgende Darstellung: L39 ZUSAMMENSETZUNG DER NETTO-RÜCKSTELLUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT (NACH KONSOLIDIERUNG)scroll
Die Rückstellungen stehen dem Konzern im Rahmen der jeweiligen Restlaufzeit zur Verfügung. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 20 "Deckungsrückstellung" und 21 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle". Die versicherungstechnischen Verpflichtungen zu Bruttowerten nach Konsolidierung werden maßgeblich von der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dominiert. Zum Bilanzstichtag entfallen 54 (54) % der gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen auf die Deckungsrückstellungen. RÜCKSTELLUNGENL40 BRUTTO-RÜCKSTELLUNGEN NACH KONZERNSEGMENTEN (NACH KONSOLIDIERUNG)scroll
Die Deckungsrückstellung ist ein mathematisch errechneter Wert für künftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftig eingehender Prämien), vor allem in der Lebensversicherung. Insgesamt sind die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 2 % bzw. 2,2 Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel mit 0,2 Mrd. EUR auf die Rückstellungen für Prämienüberträge, unter denen die noch nicht fälligen Beitragsanteile für nachfolgende Versicherungsperioden ausgewiesen werden. Darüber hinaus wuchsen die Deckungsrückstellungen (+3 % bzw. 1,5 Mrd. EUR) sowie die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+2 % bzw. 0,5 Mrd. EUR). Der Anstieg der Bruttodeckungsrückstellungen (1,5 Mrd. EUR) wurde insbesondere durch das Lebensversicherungsgeschäft der Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland (+1.217 Mio. EUR) sowie Privat- und Firmenversicherung International (+481 Mio. EUR) getragen. Gegenläufig dazu verringerten sich die Bruttodeckungsrückstellungen im Segment Personen-Rückversicherung (-179 Mio. EUR). Wesentlichen Anteil an der Entwicklung im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland hatten die neue leben Lebensversicherung AG (+490 Mio. EUR), die PB Lebensversicherung AG (+407 Mio. EUR) sowie die TARGO Lebensversicherung AG (+233 Mio. EUR). Der Zuwachs der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto, 0,5 Mrd. EUR) entfiel mit 237 Mio. EUR im Wesentlichen auf das Segment Schaden-Rückversicherung und mit 243 Mio. EUR auf das Segment Industrieversicherung. Im Segment Industrieversicherung resultierte der Anstieg vor allem aus der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (+222 Mio. EUR) und ist insbesondere auf die hohe Großschadenbelastung im Berichtsjahr zurückzuführen. Der Rückgang der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, der im Wesentlichen Ausdruck der Beteiligung der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis ist, entfällt mit 0,1 Mrd. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. ANDERE RÜCKSTELLUNGENDie anderen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr von 3.264 Mio. EUR auf 3.095 Mio. EUR zurückgegangen. Die Erhöhung im Vorjahr ist insbesondere auf die Anpassungen der Pensionsrückstellungen aufgrund der Neufassung des IAS 19 zurückzuführen. Im Berichtsjahr minderten sich die Pensionsrückstellungen infolge der gestiegenen Zinsen (-177 Mio. EUR); zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf den Konzernanhang (Anmerkung 23 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"). Gegenläufig dazu haben sich die Steuerrückstellungen um 79 Mio. EUR erhöht. VERBINDLICHKEITENDie Talanx AG hat am 13. Februar 2013 eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR platziert; 185 Mio. EUR davon werden durch Konzerngesellschaften gehalten. Der Ausgabekurs betrug 99,958 %. Hinsichtlich der Ausgestaltungsmerkmale siehe Konzernanhang, Anmerkung 26 "Begebene Anleihen und Darlehen". Es bestehen zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien in Höhe von nominal 1,2 Mrd. EUR über eine Laufzeit von fünf Jahren, die der kurz- bis mittelfristigen Unternehmensfinanzierung dienen sollen. Zum 31. Dezember 2013 betrug die Inanspruchnahme 150 Mio. EUR. Die beiden Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, das heißt, wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Hinsichtlich weiterer Kreditvereinbarungen sowie Letters of Credit verweisen wir auf die Darstellung der außerbilanziellen Finanzinstrumente sowie den Konzernanhang "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" und "Sonstige Angaben". Die Verbindlichkeiten enthalten Depotverbindlichkeiten in Höhe von 5,5 (6,0) Mrd. EUR. Die Depotverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die aus nicht traditionellen Lebensrückversicherungsverträgen stammenden zu passivierenden Salden. Der Rückgang um 0,5 Mrd. EUR resultiert vor allem aus Währungskurseffekten. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTEDie bestehenden Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen" erläutert. ASSET-LIABILITY-MANAGEMENTDie Struktur unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen und anderer Verbindlichkeiten ist die wesentliche Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Talanx-Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen decken bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen, wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Passivseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wie verweisen insoweit auch auf unsere Darstellung im Risikobericht ab Seite 116. Die sogenannte Macaulay-Duration des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere im Konzern belief sich im Berichtsjahr über alle Segmente auf 7,2 (6,8) und ist somit gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht - wie oben geschildert - auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Modified Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 9,6 im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherungen mit 3,7 relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der Talanx Asset Management GmbH wird die aktivische Duration in regelmäßigen Abständen mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 15 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britische Pfund und australische Dollar gehalten, die in Summe jedoch nicht mehr als 5 % aller Kapitalanlagen ausmachen. Um das Asset-Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting". KAPITALMANAGEMENTL41 KAPITALMANAGEMENTPROZESSscroll
Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist. Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Konzerns. Wir unterscheiden drei grundlegende Kapitalbegriffe: Company's Capital, Risk-Based Capital und Excess Capital. Als Company's Capital (Aktionärsreinvermögen) bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene dem Aktionär zuzuordnende ökonomische Kapital. Es setzt sich aus dem Eigenkapital nach IFRS und sogenanntem Softkapital zusammen. Zum Softkapital, das aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern beinhaltet, zählen wir z. B. den Schadenreservediskont und eine über "Best Estimate"-Reservierung hinausgehende Schadenreservierung in der Schaden/Unfallversicherung, den nicht kapitalisierten Bestandswert in der Lebens- und Personenversicherung sowie die stillen Reserven/Lasten in der Anlagekategorie Darlehen und Forderungen. Risk-Based Capital (Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit des Kapitalverzehrs unter 0,03 % liegt (vgl. Risikobericht). Dieses Sicherheitsniveau entspricht einem 99,97-prozentigen Value at Risk. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für die Erstversicherungsgesellschaften auf Basis des Talanx-Risikokapitalmodells berechnet. Excess Capital (Überschusskapital) ist die Residualgröße zwischen Company's Capital und Risk-Based Capital. Damit handelt es sich um Kapital, das nicht im Risiko steht. Da es nicht für die Deckung der Geschäftsrisiken benötigt wird und insofern auch nicht zusätzlich risikotragend ausgelastet werden kann, kann es ohne Überstrapazierung der Risikotragfähigkeit entzogen werden. Das Verhältnis von Company's Capital und Risk-Based Capital zeigt darüber hinaus die Kapitaladäquanz an. Da Excess Capital ein Bestandteil des Company's Capital ist, beinhaltet es keinerlei Fremdmittel, sondern ist direkt dem Aktionär zuzuordnen. Bei Rückführung von Excess Capital bestehen allerdings Restriktionen sowohl durch (aufsichts-) rechtliche Aspekte als auch durch Ratingerfordernisse. Das generelle Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern - eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur der Gruppe - ist explizit in der Strategie festgeschrieben (Seite 47 ff.). Außer nach der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-Risiko-Aspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio der Talanx. Hierdurch werden Investitionen, auch unter dem Gedanken der Diversifikation, in präferierte Wachstumsmärkte/Geschäftssegmente kanalisiert. Somit besteht eine zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements darin, das Kapital zu identifizieren, das über das benötigte Risikokapital auf dem definierten Sicherheitsniveau hinausgeht - oder es im gegenläufigen Fall unterschreitet. Das SCR als Differenz aus Value at Risk definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer gegebenen Haltedauer mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird - und dem Erwartungswert der Prognoseverteilung dient hierbei als Risikomaßzahl. Falls eine Über- oder Unterkapitalisierung besteht, wird sie in einem nächsten Schritt durch geeignete Korrekturmaßnahmen behoben oder zumindest abgemildert. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig hinreichender Kapitaladäquanz und unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten. Dies setzen wir zum Beispiel mit dem Aufbau einer eigenen Konzern-Rückversicherungseinheit in Irland um. Durch die konzerninterne Abgabe von Versicherungsrisiken kann der Konzern seinen Kapitalbedarf optimieren, während die konzerneigene Rückversicherung ihr Kapital durch Diversifikation optimal auslasten kann. Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, sie wirkt sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns sowie auf die Fähigkeit der Talanx AG, den operativen Einheiten Eigenmittel zur Verfügung zu stellen, aus. Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Kapitalverzinsung für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst und effizient umgeht. Mit der Konzernsteuerungsfunktion Kapitalmanagement sind wir somit in der Lage,
Derzeit alloziert der Konzern das Kapital auf Basis des internen Risikomodells auf die Segmente. EIGENKAPITALEIGENKAPITALQUOTE UND EIGENKAPITALRENDITEDie Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, hat sich wie folgt entwickelt: L42 ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALQUOTEscroll
Unter Berücksichtigung der zusätzlichen aufsichtsrechtlich anerkannten Eigenmittel, wie nachrangige Verbindlichkeiten, stellt sich die modifizierte Eigenkapitalquote wie folgt dar: L43 ZUSÄTZLICHE EIGENMITTEL UND MODIFIZIERTE EIGENKAPITALQUOTEscroll
L44 ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALRENDITEscroll
1)
Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter am Eigenkapital Hinsichtlich der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr verweisen wir auf unsere Ausführung im Lagebericht, Kapitel "Wirtschaftsbericht". ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSDas Eigenkapital sank gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012 nur leicht um 98 Mio. EUR auf 11.211 (11.309) Mio. EUR. Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen haben folgende Ursachen: Das Konzernergebnis, das auf unsere Anteilseigner entfällt, stieg um 2,2 % auf 762 (626) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die "nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen)" reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 450 Mio. EUR auf 188 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch den Rückgang der nicht realisierten Kursgewinne/-verluste aus Kapitalanlagen begründet. Im Geschäftsjahr verminderten sich diese aufgrund des Zinsanstiegs, vorwiegend bei Staatsanleihen guter Bonität, sowie durch den stärker werdenden Euro um 680 Mio. EUR von 1.949 Mio. EUR auf 1.269 Mio. EUR. Ferner sanken die Gewinne/ Verluste aus der Währungsumrechnung um 257 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist vor allem die Abwertung des australischen Dollars, des südafrikanischen Rand, des US-Dollars und des polnischen Zloty gegenüber dem Euro. Eine kompensierende Wirkung hatten die übrigen Eigenkapitalveränderungen, die von -1.446 Mio. EUR auf -906 Mio. EUR stiegen. Von der Veränderung in Höhe von 540 Mio. EUR entfallen 438 Mio. EUR auf Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting. Die Rücklage aus Cashflow-Hedges sank auf 34 (87) Mio. EUR. Einen signifikanten Einfluss auf die Eigenkapitalentwicklung des Konzerns hatte auch die Auswirkung des zum 1. Januar 2013 anzuwendenden Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Dieser führte zu einer rückwirkenden Reduktion des Konzerneigenkapitals um 46 Mio. EUR zum 1. Januar 2012 bzw. zu einer Reduktion zum 31. Dezember 2012 von 334 Mio. EUR. Vor allem durch den Zinsanstieg im Berichtsjahr erhöhten sich die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und in den übrigen Rücklagen ausgewiesen werden, um 106 Mio. EUR und wirkten somit eigenkapitalerhöhend. Hinsichtlich weiterer Details verweisen wir auf den Konzernanhang, Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Fehler". Ferner führte die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums zu einem Rückgang des Konzerneigenkapitals von 265 Mio. EUR. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital sanken um 159 Mio. EUR - dies entspricht 4 % - auf 4,0 Mrd. EUR. Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresüberschuss beläuft sich auf 520 (518) Mio. EUR. Die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter in Höhe von 258 (202) Mio. EUR kommt hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern. L45 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS IN MIO. EUR![]() scroll
L46 DARSTELLUNG DES SEGMENTEIGENKAPITALS1) EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERscroll
1)
Das Segmenteigenkapital ist definiert als
Residualgröße aus Segmentaktiva und -passiva Anmerkung: Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital für den Geschäftsbereich Rückversicherung werden vereinfacht aus den Konzernminderheiten an Hannover Rück abgeleitet; zu diesem Zweck werden die beiden Rückversicherungssegmente zusammengefasst dargestellt. Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Die Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 939 (1.046) Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Kreditlinien von 150 (500) Mio. EUR sowie begebenen Anleihen in Höhe von 565 (9) Mio. EUR und Steuerrückstellungen in Höhe von 145 (129) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG neben liquiden Vermögensgegenständen vor allem die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden. ENTWICKLUNG DER NICHT BILANZIERTEN BEWERTUNGSRESERVENIn der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 2.779 (4.481) Mio. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Konzernanhang "Erläuterung zur Konzernbilanz" zu den Positionen "Fremdgenutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Übrige Kapitalanlagen", "Sonstige Vermögenswerte", "Nachrangige Verbindlichkeiten", "Begebene Anleihen und Darlehen" und "Kapitalanlagen/Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen". L47 EIGENKAPITAL UND NICHT BILANZIERTE BEWERTUNGSRESERVENscroll
LIQUIDITÄT UND FINANZIERUNGLiquidität generieren wir vornehmlich aus unserem operativen Erst- und Rückversicherungsgeschäft, der laufenden Verzinsung unserer Kapitalanlagen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Zu Liquiditätsengpässen kam es folglich nicht. ANALYSE DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGFür den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. Solange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. L48 ZUSAMMENFASSUNG DES ZAHLUNGSMITTELZUFLUSSESscroll
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den Kapitalerträgen enthält, ist im Jahresvergleich leicht von 5.669 Mio. EUR auf 5.897 Mio. EUR gestiegen. Bei der Ermittlung wird das Jahresergebnis von 1.282 (1.144) Mio. EUR um den Anstieg der "Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen" von 0,9 Mrd. EUR sowie die Verminderung der "Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten" um 0,8 Mrd. EUR korrigiert. Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmten den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Wie auch im Vorjahr überstiegen die Auszahlungen aus dem Kauf von Kapitalanlagen die Einzahlungen aus Verkauf und Endfälligkeit um 4.302 (4.489) Mio. EUR. Bei den Immobilien werden die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf durch die Mittelabflüsse für Neuinvestitionen mehr als kompensiert. Per saldo betrug der Mittelabfluss durch Verkäufe und Neuinvestitionen von Grundbesitz (einschließlich Immobilienobjektgesellschaften) -393 (-72) Mio. EUR. Die Mittelabflüsse der Investitionstätigkeit beliefen sich in der Berichtsperiode insgesamt auf -5.633 (-5.980) Mio. EUR und lagen damit unter dem Vorjahresniveau, das Mittelabflüsse aus Unternehmenserwerben (-801 Mio. EUR) zu verzeichnen hatte. Der Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit wurde in der Berichtsperiode durch die Dividendenzahlungen bestimmt. Sie stiegen um 321 Mio. EUR auf -523 (-202) Mio. EUR; 265 Mio. EUR entfielen auf die Talanx AG, auf die Hannover Rück se entfielen 180 Mio. EUR und auf die E+S Rückversicherung AG 47 Mio. EUR. Das Vorjahr enthielt einen Mittelzufluss durch die Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der Talanx AG von 498 Mio. EUR nach Berücksichtigung etwaiger Kosten der Neuemission. Die "Veränderung aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten" (86 [518] Mio. EUR) war im Vorjahr vor allem durch die Begebung von Nachrangdarlehen sowie Rückkaufe von Teilbeträgen einzelner nachrangiger Schuldverschreibungen durch die Talanx AG über den Kapitalmarkt geprägt. Der Mittelzufluss im Berichtsjahr ergab sich maßgeblich durch die Begebung einer erstrangigen unbesicherten Anleihe der Talanx AG in Höhe von 565 Mio. EUR (nach Berücksichtigung konzerninterner Käufe) und die Begebung von Hypothekendarlehen der HR GLL Central Holding Inc., Orlando, USA, in Höhe von 77 Mio. EUR. Dem gegenüber standen Mittelabflüsse aus der Rückführung der Kreditlinie der Talanx AG um 350 Mio. EUR. Für weitere Erläuterungen siehe auch Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 26 "Begebene Anleihen und Darlehen". Unter diesem Posten werden ebenfalls Zinszahlungen in Höhe von 188 (185) Mio. EUR ausgewiesen. Im Saldo sank der Kapitalzufluss aus Finanzierungstätigkeit verglichen mit der Vorperiode um 1.241 auf -433 (808) Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Finanzmittelfonds, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, insgesamt um 255 Mio. EUR auf 1,9 Mrd. EUR vermindert. Dem Zahlungsmittelbestand wurden in der Berichtsperiode 2 (-52) Mio. EUR für Veräußerungsgruppen nach IFRS 5 durch Umgliederung in Abzug gebracht (hinzugerechnet). Weitere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken". FINANZIERUNGNeben der Finanzierung aus den oben beschriebenen Eigenkapitalveränderungen stehen uns die Aktiva zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung. Daneben hat der Konzern Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können. Wir verweisen auf den Abschnitt "Finanzlage - Entwicklung der wesentlichen Posten" in diesem Kapitel. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Weitere Erläuterungen siehe Konzernanhang "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen". ANALYSE FREMDKAPITALMit dem Ziel, die Kapitalkosten zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital". Im Berichtsjahr veränderten sich die Bankdarlehen auf 150 (500) Mio. EUR. Zusätzlich bestehen langfristige Darlehen, im Wesentlichen Hypothekendarlehen, in Höhe von 227 (168) Mio. EUR. Die Talanx AG hat am 13. Februar 2013 eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR platziert; 185 Mio. EUR davon werden durch Konzerngesellschaften gehalten. Der Ausgabekurs betrug 99,958 %. Hinsichtlich der Ausgestaltungsmerkmale siehe Konzernanhang, Anmerkung 26 "Begebene Anleihen und Darlehen". L49 ENTWICKLUNG DES STRATEGISCHEN FREMDKAPITALSscroll
Weitere Erläuterungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkungen 17 "Eigenkapital", 18 "Nachrangige Verbindlichkeiten", 26 "Begebene Anleihen und Darlehen", 27 "Übrige Verbindlichkeiten" sowie "Sonstige Anmerkungen - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen". GRUPPENSOLVABILITÄTDie Talanx AG unterliegt als Versicherungsholding den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen gemäß § 1b VAG. Für den Konzern erfolgt eine Beaufsichtigung durch die BaFin auf Gruppenebene. Hierzu meldet der Mutterkonzern HDI V. a. G. nach den Vorschriften der bereinigten Solvabilität ergänzende Informationen an die BaFin. Solvabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschriften zur bereinigten Solvabilität zielen darauf ab, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitteln (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Für die Ermittlung der berücksichtigungsfähigen Eigenmittel wird das Eigenkapital nach IFRS angepasst und insbesondere um die anrechnungsfähigen Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten sowie nicht im Eigenkapital enthaltene Bewertungsreserven erhöht bzw. um die immateriellen Vermögensgegenstände verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel des Talanx-Konzerns sind mehr als doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert. L50 ABGELEITETE SOLVABILITAT1)scroll
1)
Aus der bereinigten Solvabilität des HDI-Konzerns
analog für Talanx ermittelt Die Reduzierung des Bedeckungssatzes von 225,1 % auf 210,2 % im Jahr 2013 ist zum einen auf den Rückgang der berücksichtigungsfähigen Eigenmittel um 191 Mio. EUR und zum anderen auf eine Erhöhung der Solvabilitätsspanne um 173 Mio. EUR zurückzuführen. Der Rückgang der Konzerneigenmittel ergibt sich einerseits aus der marktbedingten Reduzierung von bilanziellen und außerbilanziellen stillen Reserven bei den Kapitalanlagen. Andererseits verminderten sich die Konzerneigenmittel zum 1. Januar 2013 wegen Anwendung des IAS 19 (neu) um 334 Mio. EUR. Der korrigierte Bedeckungssatz verminderte sich dadurch zum 1. Januar 2013 auf 216 %. RATING DER GRUPPE UND WESENTLICHER TOCHTERUNTERNEHMENVon den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A. M. Best haben der Talanx-Konzern und seine Gesellschaften im Berichtsjahr wiederum sehr gute Einstufungen erhalten. Man unterscheidet zwischen dem Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem Issuer Credit Rating bzw. Counterparty Credit Rating, das Investoren ein Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert. L51 FINANZSTÄRKERATINGS KONZERN UND TEILKONZERNEscroll
1)
Bezeichnung bei A. M. Best: "HDI V. a. G.
and Talanx AG's leading non-life direct insurance operation and leading
life insurance operation" Das S&P-Rating des Teilkonzerns Hannover Rück und der "Talanx Primary Insurance Group" blieb - ebenso wie der stabile Ausblick - unverändert. Das Finanzstärkerating für den Erstversicherungsbereich wurde auch unter der neuen Methodik mit A+ bestätigt; dabei bescheinigte S&P ihm ein besonders gutes Finanzrisikoprofil. Ebenso bestätigte S&P das Rating der Hannover Rück, die mit AA- eine im Wettbewerbsvergleich besonders gute Beurteilung erhält. Hier ragte bei den Teilergebnissen insbesondere das Geschäftsrisikoprofil heraus. Besonders erfreulich ist die Einstufung des Risikomanagements, das für den Erstversicherungsbereich mit "strong" und für die Hannover Rück mit "very strong" beurteilt wird. Bei A. M. Best sind die gerateten Erstversicherungsgesellschaften im Talanx-Konzern mit einem Finanzstärkerating von A (Excellent) mit stabilem Ausblick bewertet; die finanzielle Stabilität der Hannover Rück wird mit A+ (Superior) bei einem stabilen Ausblick bewertet. A. M. Best begründete die unverändert sehr gute Ratingvergabe für die beiden Teilkonzerne mit einer guten Ertragssituation sowie der ausgezeichneten Kapitalisierung. FINANZSTÄRKERATINGS IM ERSTVERSICHERUNGSBEREICHL52 GESELLSCHAFTEN DER TALANX PRIMARY GROUPscroll
Die Finanzstärkeratings aller fünf von ihr beurteilten Gesellschaften hat A. M. Best im Berichtsjahr bestätigt. S&P definiert die ersten sieben in der Tabelle genannten Gesellschaften als Kerngesellschaften der Talanx Primary Group und bescheinigt ihnen daher mit A+ dasselbe Rating wie der Talanx Primary Insurance Group. Die weiteren vier Gesellschaften gelten bei S&P als strategisch bedeutsame Beteiligungen und werden deshalb im Rating um einen Notch (Abstufung innerhalb einer Ratingkategorie) niedriger eingestuft. Aufgrund der Umwandlung der belgischen HDI-Gerling Assurances S. A. in eine Niederlassung wurde zu Beginn des Jahres 2014 das bisherige S&P-Rating von A, Outlook Stable, zurückgezogen, denn nur eigenständige Gesellschaften dürfen aus formalen Gründen über ein Finanzstärkerating verfügen. Die Einzelratings von Tochtergesellschaften der Hannover Rück sind deren Internetseite (www.hannover-rueck.de) zu entnehmen. Nennenswerte Änderungen gab es im Berichtsjahr nicht. EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)L53 EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)scroll
S&P stuft die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit A- (Strong, Ausblick stabil) ein; dies entspricht der drittbesten Kategorie innerhalb der Emittentenrating-Skala. A. M. Best beurteilt die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit bbb+ (Good); den Ausblick setzte die Ratingagentur von stabil auf positiv. Auch beim HDI V. a. G. und bei mehreren operativen Gesellschaften hob A. M. Best den Ausblick für das Issuer Credit Rating auf "positiv" an. Damit honoriert die Agentur den erfolgreichen Börsengang der Talanx AG, durch den sich die finanzielle Flexibilität des Konzerns verbessert hat. Verglichen mit den Finanzstärkeratings der Tochtergesellschaften schneidet die Talanx AG etwas schlechter ab; dies ist auf den üblichen "Holdingabschlag" zurückzuführen. Demzufolge erhalten Gesellschaften, die ausschließlich als Holding fungieren und nicht selbst im operativen Geschäft tätig sind, gemäß den allgemeinen Analysekriterien der Ratingagenturen eine Abstufung gegenüber dem Finanzstärkerating einer vergleichbaren Versicherungsgesellschaft. Des Weiteren existieren diverse Ratings für die von Konzernunternehmen emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (Emissionsratings). Sie sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter der Anmerkung 18 "Nachrangige Verbindlichkeiten" im Anhang aufgeführt. TALANX AG (KURZFASSUNG)Ergänzend zur Berichterstattung über den Talanx-Konzern erläutern wir in diesem Abschnitt die Entwicklung der Talanx AG. Die Talanx AG ist die Obergesellschaft des Talanx-Konzerns. Sie übt die Funktion der Finanz- und Management-Holding des Konzerns aus, der weltweit mit eigenen Gesellschaften, Niederlassungen und Kooperationen aktiv ist. Die Gesellschaften des Talanx-Konzerns sind überwiegend in der Erst- und Rückversicherung, aber auch - vor allem im Inland - in der Finanzdienstleistung tätig. Der Jahresabschluss der Talanx AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt im Gegensatz zum Konzernabschluss, der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) steht, wie sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2013 anzuwenden sind. Die Talanx AG leistet als börsennotiertes Unternehmen die Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre aus dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gesellschaft. Die wesentliche operative Steuerungsgröße für die Talanx AG ist daher der Jahresüberschuss nach HGB. VERMÖGENSLAGEL54 BILANZSTRUKTUR - AKTIVA IN MIO. EUR![]() L55 BILANZSTRUKTUR - PASSIVA IN MIO. EUR![]() Das Bilanzbild der Talanx AG wird - wie in den Vorjahren - weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre in Euro gehaltenen Beteiligungsanteile an den Tochtergesellschaften geprägt. Die Bilanzsumme sank leicht um 1 % auf 7,9 (8,0) Mrd. EUR. Während sich der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen um 2 % auf 7,2 (7,1) Mrd. EUR erhöhte, reduzierten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 44 % auf 141 (253) Mio. EUR sowie die Guthaben bei Kreditinstituten um 22 % auf 162 (207) Mio. EUR. Außerdem wurden Wertpapiere des Anlagevermögens mit einem Buchwert von 62 Mio. EUR veräußert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen an der Bilanzsumme blieben mit 91 (89) % auf einem konstant hohen Niveau. Die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen gegen Tochtergesellschaften lagen mit 223 Mio. EUR über dem Vorjahr (170 Mio. EUR). Demgegenüber sanken die sonstigen Forderungen aus Beteiligungserträgen auf 13 (62) Mio. EUR an. Die Talanx AG hatte zum Bilanzstichtag mit zwei Bankenkonsortien jeweils eine auf Euro lautende disponible syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Zum 31. Dezember 2013 wurde eine Tranche über 150 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Nominalwerte der Kreditlinien betrugen zum Stichtag 500 Mio. EUR bzw. 700 Mio. EUR, sodass insgesamt 1.050 Mio. EUR ungenutzt waren. Es wurde eine Laufzeit von fünf Jahren vereinbart; beide Kreditlinien werden im Jahr 2016 fällig. Der variable Zins orientiert sich am Euribor, zuzüglich eines Aufschlags. Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva der Talanx AG sind geprägt durch das Wesen einer Beteiligungsholding. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5,2 Mrd. EUR (66 % der Passiva) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 107 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert mit 104 Mio. EUR aus einem erhöhten Bilanzgewinn und mit zusätzlichen 3 Mio. EUR aus der Ausgabe von Mitarbeiteraktien. Mit dem Mitarbeiteraktienprogramm hat die Talanx AG 171.952 zusätzliche Aktien ausgegeben. Die Verbindlichkeiten betragen 1,9 Mrd. EUR (24 % der Passiva) und setzen sich zu 61 % aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und zu 39 % aus Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Die sonstigen Passiva belaufen sich auf 821 Mio. EUR (10 % der Passiva). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 28 % auf 1.133 (1.563) Mio. EUR. Wesentliche Ursache hierfür war die von der Talanx AG am 13. Februar 2013 platzierte erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR. Der Mittelzufluss wurde vorrangig zur Ablösung bestehender konzerninterner Finanzierungen eingesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen erhöhten sich dadurch auf 565 (9) Mio. EUR. Der Anstieg der sonstigen Passiva auf 821 (790) Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer auf 145 (128) Mio. EUR sowie einem Anstieg der Zinsen für Steuerrückstellungen auf 37 (27) Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist mit 66 (64) % leicht gestiegen. FINANZLAGEDie Liquidität, die zur Bedienung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung gewährleistet. Diese Planung wird durch das Rechnungswesen vorgenommen, mindestens einmal monatlich. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass die Talanx AG jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Finanzmittel fließen der Talanx AG vor allem durch Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, durch Beteiligungserträge und Zinserträge aus Ausleihungen zu. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden regelmäßig mit dem Konzerncontrolling die erwarteten Liquiditätsströme aus Ergebnisabführungen im Rahmen der laufend aktualisierten Planungsrechnungen abgestimmt. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten sowie für Dividendenzahlungen aufbringen. Aufgrund ihrer Holdingeigenschaft können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen. Bei der Auswahl der Kreditgeber hat die Gesellschaft bereits in der Vergangenheit stets auf deren langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke geachtet. Auch die gegenwärtige Schuldenkrise mehrerer Mitgliedsstaaten der Eurozone belastet einige Bankhäuser. Daher kommt der laufenden Überwachung der Kapitalstärke der Kreditgeber, die zentral von der Talanx Asset Management GmbH wahrgenommen wird, eine zunehmende Relevanz zu. ERTRAGSLAGEL56 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)scroll
Die Ertragslage unserer Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Jahresüberschuss von 369 (131) Mio. EUR deutlich verbessert. Wir erläutern die Entwicklung des Geschäftsergebnisses in einer zusammenfassenden Darstellung, die der Holdingfunktion unserer Gesellschaft gerecht wird. Die Talanx AG stellt ihren Jahresabschluss in Euro auf. Da in den vereinnahmten Ergebnissen der Tochtergesellschaften auch Beteiligungserträge in ausländischen Währungen enthalten sind, ist ihr Ergebnis mittelbar von Währungsschwankungen beeinflusst: Ein schwächerer Euro führt tendenziell zu einem höheren Beteiligungsergebnis. Auch eine Zinsänderung kann das Ergebnis der Talanx AG beeinflussen: Aufgrund der vorwiegend variabel verzinslichen Kreditlinien führt ein steigendes Zinsniveau tendenziell zu höheren Zinsaufwendungen. Das Beteiligungsergebnis, das sich aus den Erträgen aus Beteiligungen sowie den Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen unserer Tochtergesellschaften ergibt, betrug im Geschäftsjahr 594 (365) Mio. EUR. Ein wesentlicher Grund für die Erhöhung war die Vereinnahmung von Abgangsgewinnen aus dem teilweisen Verkauf von Aktien der Swiss Life Holding AG. Daneben konnten höhere Dividendenerträge von der Hannover Rück SE vereinnahmt sowie ein höheres Ergebnis der Talanx International AG insbesondere aus Dividendeneinnahmen unserer im Jahr 2012 akquirierten polnischen Gesellschaften übernommen werden. Das Zinsergebnis verbesserte sich auf -131 (-146) Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen reduzierten sich leicht auf 12 (13) Mio. EUR. Dies lag an geringeren Dividendenerträgen, resultierend aus dem Verkauf von Swiss-Life-Aktien. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sanken um 5 Mio. EUR auf 4 Mio. EUR. Die Gründe hierfür lagen vor allem in den während des Berichtsjahrs gesunkenen Zinsniveaus für Fest- und Tagesgelder und dem entfallenen variablen Zinsertrag aus einem im Jahr 2012 beendeten Swap-Geschäft. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen auf 146 (168) Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang stammte insbesondere aus der Wandlung des Hybriddarlehens von Meiji Yasuda in Aktien im Rahmen des IPO vom 2. Oktober 2012. Des Weiteren reduzierten sich die Zinsaufwendungen aus einem 2012 beendeten Swap-Geschäft. Demgegenüber erhöhten sich die Zinsaufwendungen aufgrund der ganzjährigen Berücksichtigung eines Darlehens, das im Rahmen einer zum 4. April 2012 emittierten nachrangigen Anleihe der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. gezogen wurde. Zusätzlich erhöhten sich die Zinsaufwendungen im Wege der Neuemission einer erstrangigen Anleihe der Talanx AG über ein Emissionsvolumen von 750 Mio. EUR zum 13. Februar 2013, die jedoch zur Rückzahlung einer konzernintern platzierten Anleihe sowie zur teilweisen Rückführung gezogener Kreditlinien verwandt wurde. Die Zinsaufwendungen auf Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 21 (21) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dieser Betrag berücksichtigt insbesondere die Erträge aus der konzerninternen Dienstleistungsverrechnung. Als zusätzlicher Sondereffekt sind im Berichtsjahr Erträge aus dem Verkauf der nachrangigen Anleihe der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG enthalten, während im Vorjahr Erträge aus dem Verkauf der nachrangigen Schuldverschreibung der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. enthalten waren. Alle übrigen Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen, Abschreibungen) betrugen im Geschäftsjahr 78 (101) Mio. EUR, wobei im Vorjahr die Kosten für den Börsengang enthalten waren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg damit deutlich auf 406 (139) Mio. EUR. Im außerordentlichen Ergebnis sind 14 Mio. EUR außerordentlicher Aufwand aus dem Zuführungsbetrag zu Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG berücksichtigt. Im Berichtsjahr fielen Ertragsteuern in Höhe von 23 (-6) Mio. EUR an, die sich zum Teil auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres beziehen und zum Teil auf zusätzlichen Dotierungen zur Rückstellung für Steuerrisiken beruhen. Der Steuerertrag im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der endgültigen Steuererklärung 2009. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 182 % auf 369 (131) Mio. EUR. Nach Hinzurechnung des Gewinnvortrags in Höhe von 242 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 611 (508) Mio. EUR. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn der Talanx AG in Höhe von 611.472.147,15 EUR wie folgt zu verwenden:
VERGÜTUNGSBERICHTDas Vergütungssystem der Talanx AG entspricht dem im Talanx-Konzernbericht ausführlich dargestellten Vergütungssystem für den Talanx-Konzern. Die dort im Vergütungsbericht dargestellten Beträge geben die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr aus der Tätigkeit für den Talanx-Konzern wieder. Die dargestellten Beträge enthalten neben den aus der Tätigkeit für die Talanx AG resultierenden Vergütungskomponenten auch diejenigen Vergütungsteile, die für Tätigkeiten für mit der Talanx AG konsolidierten Unternehmen gewährt werden. RISIKOBERICHTAls Holding eines Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzerns mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen unterliegt die Geschäftsentwicklung der Talanx AG im Wesentlichen den gleichen Risiken wie die Geschäftsentwicklung des Talanx-Konzerns. Das Ergebnis der Talanx AG ist maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Talanx AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken der Tochtergesellschaften und auch der Talanx AG selbst werden im Risikobericht des Konzerns dargestellt. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHTDa die Talanx AG eng mit den Konzerngesellschaften verflochten ist und als Holding ein entsprechend hohes Gewicht im Konzern hat, spiegeln die im Prognose- und Chancenbericht des Konzerns getroffenen Aussagen auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft Talanx AG wider. Für 2014 erwarten wir für die Talanx AG einen Jahresüberschuss, der deutlich unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 liegt. Ursächlich hierfür sind vor allem die hohen Abgangsgewinne aus der teilweisen Veräußerung von Aktien der Swiss Life Holding AG im Berichtsjahr. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEDie Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds als zufriedenstellend. Insbesondere das Konzernergebnis, aber auch die Bruttoprämie und das EBIT stiegen erneut an. Unsere Geschäftsbereiche trugen zum Ergebnis in unterschiedlicher Weise bei. Die Industrieversicherung und das Segment Privat- und Firmenversicherung International trugen stark zum Wachstum der Bruttoprämien bei, während das operative Ergebnis in den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland und International besonders deutlich stieg. Die Schaden-/Kostenquote blieb trotz hoher Großschäden im erwarteten Rahmen. Die Konzerneigenkapitalrendite lag oberhalb unseres Zielwertes, wobei die einzelnen Geschäftsbereiche das Ziel uneinheitlich erfüllten. Strukturell bleibt das Ergebnis ausgewogen: Die Finanzkraft ist hoch und die Solvabilitätsquote weiterhin deutlich höher als gesetzlich gefordert. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stuft der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Konzerns als robust ein. WEITERE ERFOLGSFAKTORENMITARBEITERINNEN UND MITARBEITERZum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter im Talanx-Konzern 21.529 (22.180), dies entspricht 20.004 (20.887) Vollzeitstellen. Die Zahl der Mitarbeiter im Ausland sank erwartungsgemäß aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International im Zuge der Integration der polnischen WARTA auf 10.227 (10.989). Im Inland stieg die Zahl der Mitarbeiter leicht auf 11.302 (11.191). Während es im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen einen weiteren Rückgang gab, erhöhte sich die Zahl der inländischen Mitarbeiter in den übrigen Segmenten. Weltweit hat der Konzern Mitarbeiter in 40 Ländern und auf fünf Kontinenten. In Deutschland sind gut drei Viertel der Mitarbeiter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig. L57 MITARBEITER NACH REGIONEN IN %![]() In Deutschland betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 48 %, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten 17 %; damit liegen beide Werte auf dem Niveau der Vorjahre. Unter den außertariflich entlohnten Mitarbeitern in Deutschland sind 31 % (28 %) weiblich, unter den leitenden Angestellten 19 %. L58 MITARBEITER NACH BESCHÄFTIGUNGSUMFANG IN DEUTSCHLAND IN %![]() Allgemein gilt, dass Mitarbeiter bei Talanx unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion gefördert werden. Bei Entwicklungsprogrammen für Führungsnachwuchskräfte und für neu ernannte Führungskräfte lag der Frauenanteil in den meisten Programmen in den letzten Jahren im Durchschnitt bei nahezu 30 %. Dadurch sind wir in der Lage, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu erhöhen. Den Lebensphasen angepasste Arbeitszeitmodelle und die Unterstützung von Familien bei der Suche geeigneter Kinderbetreuungsmöglichkeiten tragen ebenfalls dazu bei, Frauen mit Potenzial für Führungsaufgaben zu fördern und zu binden. L59 MITARBEITER NACH GESCHLECHT IN DEUTSCHLAND IN %![]() Ziel unserer Personalarbeit ist es, den Erfolg von Talanx in Zeiten permanenter gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Veränderungen zu sichern. Dies erreichen wir mit den richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am richtigen Ort und in der richtigen Aufgabenstellung. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch hohe Professionalität, Loyalität, unternehmerisches Denken und Handeln, Flexibilität, Motivation sowie Mobilität aus. Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns und die Erreichung unserer strategischen Ziele ist eine gezielte Mitarbeiterförderung und -entwicklung von zentraler Bedeutung. Wir fördern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich und persönlich durch Aus- und Fortbildung sowie einen transparenten Führungsstil. Personalmarketing, berufliche Erstausbildung und Personalentwicklung sind die elementaren Bestandteile der konzernweiten Personalarbeit. Wichtig für die Nachwuchssicherung ist insbesondere die berufliche Erstausbildung. Zum 31. Dezember 2013 waren im Talanx-Konzern im Inland 410 (404) Auszubildende beschäftigt. Die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen genießt im Talanx-Konzern ein besonders hohes Ansehen. Handlungsorientierung und selbstständigem Arbeiten im Team kommen in dieser gesellschaftsübergreifenden Ausbildung dabei große Bedeutung zu. Den Auszubildenden bietet sich nach erfolgreichem Abschluss eine Vielzahl beruflicher Möglichkeiten. Neben unserer Ausbildungs- bleibt auch unsere Übernahmequote seit Jahren konstant hoch. Seit 2005 wurde die Ausbildung bei Talanx insgesamt vier Mal mit einem Bildungspreis der deutschen Versicherungswirtschaft ausgezeichnet. Talanx ist dabei das einzige Unternehmen, das sich seit Einführung dieses Bildungspreises jedes Jahr mit mindestens einem Beitrag beworben hat; dabei handelt es sich oft um Projekte, bei denen soziale Einrichtungen unterstützt werden. So wird bei den Auszubildenden nicht nur auf Fach- und Methodenkompetenz, sondern in einem großen Umfang auch auf Sozialkompetenz geachtet. Viel Wert wird auch auf das duale Studium zum Bachelor of Arts (Betriebswirtschaftslehre, Versicherungen, Vertrieb) sowie zum Bachelor of Science (Wirtschaftsinformatik) gelegt. Dazu wurden die Kooperationen mit den jeweiligen Fachhochschulen ausgeweitet. Um die Internationalisierung des Konzerns zu unterstützen, wurden 2013 verstärkt Praxiseinsätze der Studierenden in ausländischen Tochtergesellschaften oder Niederlassungen in das Studium aufgenommen. Aufgrund der guten Erfahrungen soll dieses Konzept beibehalten werden. Ebenso wie das Personalmarketing, das abermals die Aktivitäten auf Karrieremessen und Veranstaltungen im universitären Umfeld verstärkt hat, hat auch die strategisch ausgerichtete Personalentwicklung des Konzerns ihre erfolgreiche Arbeit fortgesetzt: Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Führungskräfte werden für ihre aktuellen oder zukünftigen anspruchsvollen Aufgaben durch verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme systematisch qualifiziert. Im Rahmen der Nachwuchsförderung bieten wir für Potenzial- und Leistungsträger ein Potenzial-Entwicklungsprogramm sowie neu 2013 auch ein bereichsbezogenes Entwicklungsprogramm an. Etablierte Führungskräfte mit Potenzial für weiterführende Aufgaben können am Management-Entwicklungsprogramm teilnehmen. Dieses Programm wurde Ende 2013 erstmals in englischer Sprache mit Teilnehmern aus den Auslandsgesellschaften und -niederlassungen gestartet. Führungskräften wird zudem ein offenes Angebot an Einzeltrainings und gegebenenfalls Coachings angeboten. Führungspositionen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig aus den eigenen Reihen besetzt. Die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter für aktuelle oder zukünftige Tätigkeiten ist essenziell, um die Beschäftigungsfähigkeit in Zeiten der Veränderung sicherzustellen. Das gesamte Angebot an Aus- und Weiterbildung passen wir permanent an aktuelle und zukünftige Anforderungen an, außerdem führen wir vielfältige Versicherungs- und Fachseminare, Methoden- und Verhaltenstrainings, Führungstrainings, IT- und Sprachkurse durch. Die Talanx Corporate Academy ist als zentrales Instrument zur Strategieimplementierung und Kulturentwicklung innerhalb des Konzerns erfolgreich etabliert. Sie vermittelt strategisch relevante Themen in Form eines inhaltlich hochwertigen und dabei praxisorientierten Programms für die oberste Managementebene aller Geschäftsbereiche konzernweit. Als Katalysator für Veränderungsprozesse und als Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch hat die Talanx Corporate Academy innerhalb des Berichtszeitraums mit zahlreichen Teilnehmern maßgeblich dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen und den Konzernfunktionen zu fördern. Innerhalb der Talanx Corporate Academy wurden in Diskussionen mit dem obersten Management weltweit die Talanx-Werte entwickelt. Sie bilden die Basis der Zusammenarbeit im Konzern und sind ein entscheidender Erfolgsfaktor. Als öffentliches Bekenntnis zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in ihrer Unternehmenskultur hat Talanx im Oktober 2013 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Dabei möchten wir nicht nur für ein von Offenheit und Integration geprägtes Arbeitsklima sorgen, sondern Vielfalt aktiv und bewusst nutzen, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter voranzutreiben. Das Thema Diversity ist aufgrund des demografischen Wandels, der sinkenden Zahl von Erwerbstätigen und des wachsenden Anteils weiblicher Mitarbeiter sowie von Menschen mit Migrationshintergrund für den Konzern sehr wichtig. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels wird der Konzern mit Beginn des Jahres 2014 die Weitergabe von Erfahrungswissen der älteren Mitarbeiter an die nächste Generation unterstützen. Unter anderem sollen altersgemischte Teams und Projektgruppen gestärkt und ein generationenübergreifendes Reverse-Mentoring-Programm sowie eine Vortragsreihe gestartet werden, die Berufseinsteiger und erfahrene Mitarbeiter voneinander lernen lassen. Um die Anzahl von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, sollen in Deutschland zukünftig mindestens 25 % der vakanten Führungspositionen mit weiblichen Mitarbeitern besetzt werden. Zum Jahresende 2013 sind bei Talanx weltweit 26 %, in Deutschland 19 % der Führungskräfte weiblich. Das Netzwerk Frauen@Talanx wird ein Instrument sein, das sich im laufenden Jahr aktiv für die Gestaltung einer Unternehmenskultur einsetzt, die Frauen in Führungspositionen in ihrer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung fördert und fordert. Mit einem konzernweiten Mentoring-Programm werden Talanx-Mitarbeiterinnen mit Potenzial bei der Entwicklung in weiterführende Führungspositionen unterstützt. Für eine offene Unternehmenskultur, in der gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche kulturelle Hintergründe besteht, bietet Talanx Sensibilisierungstrainings und interkulturelle Workshops an. Außerdem wird es ein Hospitationsprogramm für Mitarbeiter der ausländischen Konzerngesellschaften und ein internationales Managemententwicklungsprogramm geben, um das Zusammenwachsen des Talanx-Konzerns zu stärken. Die Gesundheit und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten schneller Veränderungen der Arbeitswelt zu erhalten und zu fördern, ist das Ziel des Pilotprojektes zum Thema "Betriebliches Gesundheitsmanagement". Gemeinsam mit dem Sozialpartner werden Maßnahmen zur präventiven und nachhaltigen Gesundheitsförderung entwickelt. Dazu gehören u. a. Vorsorgemaßnahmen, Maßnahmen zur Früherkennung, Gesundheitsinformationen sowie Angebote für Stressmanagement und Bewegung. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung haben wir die im Rahmen der systematischen Nachwuchsförderung aufgesetzten Traineeprogramme für Account Manager und Underwriter in den verschiedenen Industriesparten weitergeführt. In diesen im Regelfall einjährigen Ausbildungen eignen sich die Teilnehmer fundierte Kenntnisse über unterschiedlichste Aufgabenbereiche in der Industrieversicherung an. Wir wollen so den Geschäftserfolg in der Industrieversicherung trotz des altersbedingten Ausscheidens von erfahrenen Spezialisten in der Zukunft sichern. Im Rahmen der Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland haben wir den "Werkraum Führung" als Unterstützungsformat für alle Führungskräfte fortgesetzt. In dieser Veranstaltungsreihe werden in einem jährlichen Zyklus strategische Themen diskutiert und daraus konkrete Umsetzungsmaßnahmen abgeleitet. Mit dem "Werkraum Führung" setzte sich der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland die Ziele, eine kontinuierliche und systematische Begleitung innerhalb des Veränderungsprozesses sowie ein gemeinsames Verständnis für das Führungsverhalten in einem solchen Veränderungsprozess zu verankern. Die Fortsetzung eines gesellschaftsübergreifenden Verständnisses sowie die Reflexion der eigenen Führungsrolle bildeten auch 2013 einen der Schwerpunkte dieser Führungskräftemaßnahme. Der Werkraum Führung II wurde umfassend genutzt und stieß auf große Akzeptanz. Das Unterstützungsformat wird aufgrund der positiven Rückmeldungen auch im laufenden Jahr fortgeführt. Der Geschäftsbereich Rückversicherung hat sich in seiner Personalarbeit im Jahr 2013 intensiv mit der jüngsten Mitarbeiterbefragung beschäftigt. Hierbei unterstützte der Personalbereich zum einen den Vorstand mit einer detaillierten Auswertung in seiner Analyse der wesentlichen Ergebnisse. Zum anderen wurden für erkannte Verbesserungspotenziale konkrete Maßnahmen umgesetzt, wie z. B. ein speziell für erfahrene Senior-Manager konzipiertes Komplexitätstraining oder ein Seminar, das Wissen über relevante Aspekte rund um das Thema Gesundheit vermittelt. Darüber hinaus wurden die zahlreichen Initiativen der letzten Jahre, wie z. B. das Weiterbildungsangebot auf Basis der Lernform "Blended Learning", die Überarbeitung unserer Führungsgrundsätze oder auch das angepasste Führungsfeedback weiter erfolgreich in der Linie etabliert. DANK AN MITARBEITER UND GREMIENDer Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wiederum durch hohes persönliches Engagement geprägten Beitrag zum guten Konzernergebnis. Dem Konzernbetriebsrat sowie allen anderen betriebsrätlichen Gremien dankt der Vorstand für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITYIm Rahmen unserer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung kommt dem schonenden Umgang mit den eingesetzten Ressourcen und unserem Engagement für gesellschaftliche und soziale Projekte eine besondere Bedeutung zu. Im laufenden Jahr erarbeitet Talanx eine konzernweite CSR-Strategie, um die vielfältigen Aktivitäten der Konzerngesellschaften besser zu strukturieren und messbar zu machen. NACHHALTIGKEITBei der Verfolgung unseres Ziels, Umweltbelastungen möglichst gering zu halten, konzentrieren wir uns im Talanx-Konzern grundsätzlich auf drei Bereiche: ein nachhaltiges eigenes Wirtschaften, die Entwicklung von Produkten, sowie Umweltschutz, Energiesparen und soziale Verantwortung fördern, und eine Kapitalanlagepolitik, die Nachhaltigkeit bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigt. Bei eigenen Bauvorhaben achten wir auf minimalen Energie- und Ressourcenverbrauch. 2012 bis 2013 haben wir beispielsweise die in den 1970er Jahren erbaute ursprüngliche hannoversche Zentrale umfangreich, auch energetisch, saniert. Die Umbaumaßnahmen für 20.000 m2 auf neun Etagen werden über ein neues Klima- und Belüftungskonzept Energieeinsparungen im Betrieb von rund 35 % erbringen. In allen aktuellen Fondspolicen bietet der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland ein aktiv gemanagtes Portfolio an, das dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet ist. Die Anlagestrategie der "ISP-Produktfamilie" enthält nachhaltige und ökologische Investments, deren Fokus nicht nur auf das Erzielen einer möglichst hohen Rendite abzielt, sondern auch ethische, soziale und ökologische Aspekte bei der Titelauswahl berücksichtigt. Grundgedanke hierbei ist, dass nachhaltige Entwicklung nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden kann. Die Klassifizierung wird von den unabhängigen Research-Agenturen Feri Euro-Rating Service AG, Morningstar Deutschland GmbH und oekom research AG vorgegeben. Ampega Investment, unsere Anlagegesellschaft für Drittkunden, bietet Publikumsfonds an, für die das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls ein wichtiges Investmentkriterium ist. Als nachhaltige Geldanlage offeriert sie neben dem Ampega Responsibility Fonds auch die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI und terrAssisi Aktien I AMI. Die Fonds investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt Zukunftsverantwortung zu den Vorreitern zählen. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNGUnser gesellschaftliches Engagement, auch als "Good Corporate Citizenship" bezeichnet, ist sehr vielseitig. So fördern einerseits Geschäftsbereiche eigene Projekte, andererseits engagieren sich einzelne Mitarbeiter individuell durch zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten. Auf Konzernebene haben wir uns insbesondere des Bereichs "Bildung und Ausbildung" angenommen. Als zentrale Maßnahme vergibt die im Jahr 2009 gegründete Talanx-Stiftung bis zu 15 Studienstipendien je Semester an leistungsstarke Studierende versicherungsnaher Fachbereiche. Darüber hinaus fördern wir wieder Studierende der Leibniz Universität Hannover im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Neben der finanziellen Unterstützung bieten wir den Stipendiatinnen und Stipendiaten auch regelmäßig Veranstaltungen und Workshops im Unternehmen. Die Themenbandbreite reicht dabei von Fachvorträgen bis hin zu Trainings in sogenannten Schlüsselkompetenzen. Des Weiteren unterstützt Talanx seit 2011 das internationale Studentennetzwerk Enactus (ehemals SIFE Germany e. V.) auf mannigfaltige Weise. Enactus ist eine Non-Profit-Organisation, die weltweit in mehr als 40 Ländern an über 1.800 Universitäten tätig ist. In selbstbestimmten Praxisprojekten helfen die Studierenden benachteiligten Personen oder Organisationen, ihre Situation zu verbessern und nachhaltig aus eigener Kraft zu stabilisieren. Die Studierenden bereiten dabei ihre sozialen, ökologischen, karitativen und kulturellen Projekte selbst vor und führen sie in Eigenregie durch. Zielorientierung, Budgetplanung und Erfolgsmessung sind integraler Bestandteil jedes Enactus-Projekts. Im Berichtsjahr hat Enactus die Talanx AG als "Partner of the Year" ausgezeichnet. Talanx bietet den Studenten neben finanzieller Förderung auch fachliche Unterstützung bei ihrer Arbeit an: Mitarbeiter wirken als sogenannte Business Advisor in den Projekten mit und steigern mit ihrem Expertenwissen, ihrer Erfahrung und ihren Netzwerken die Qualität der Arbeit. MARKETING UND WERBUNG, VERTRIEBDas Mehrmarkenprinzip im Talanx-Konzern spiegelt sich in der breit gefächerten Kommunikation wider, mit der die Tochtergesellschaften mit verschiedenen Marken über maßgeschneiderte Marketing- und Werbemaßnahmen ihre jeweiligen Kundensegmente adressieren. Die Erstversicherer im Konzern - wie die HDI Versicherungen - wenden sich an die breite Öffentlichkeit und setzen dafür beispielsweise TV-Werbespots, Anzeigenkampagnen oder Sponsoring ein. Unser Geschäftsbereich Rückversicherung (Marke Hannover Re) und das Asset-Management (Marke Ampega) sprechen fokussiert ihre speziellen Zielgruppen an. Die Kommunikation der Talanx AG wiederum richtet sich besonders an die erweiterte Financial Community und Wirtschaftspresse. Die Vertriebswege, die die Gesellschaften in der Gruppe nutzen, sind äußerst vielfältig: Sie reichen von eigenen Ausschließlichkeitsorganisationen und der Präsenz vor Ort durch Niederlassungen und Geschäftsstellen über die Einschaltung von Maklern und freien Vermittlern bis hin zu hoch spezialisierten Bankenkooperationen. Weitere Informationen dazu finden sich in den Abschnitten zum jeweiligen Konzernsegment. Im Februar des laufenden Jahres traten Gesellschaften des HDI dem Verhaltenskodex des GDV für den Vertrieb erneut bei; der neu verfasste Kodex schafft transparente, verbindliche Regeln für den Umgang mit den Kunden. WEITERE BERICHTE UND ERKLÄRUNGENCORPORATE GOVERNANCEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGBENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat haben vor der Feststellung des Jahresabschlusses die Entsprechenserklärung der Talanx AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt abgegeben: Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("DCGK") stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält sowohl international als auch national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Kodex ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. § 161 Aktiengesetz (AktG) verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat deutscher börsennotierter Gesellschaften, jährlich zu erklären, ob den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen aus welchen Gründen nicht angewendet wurden oder werden ("comply or explain"). I. Deutscher Corporate Governance Kodex 2013Vorstand und Aufsichtsrat erklären gemäß § 161 AktG, dass die Talanx AG bei der Umsetzung des DCGK in der Fassung vom 13. Mai 2013 in drei Punkten von den Kodex-Empfehlungen abweicht: 1. Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)Eine vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund kann nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder bei der Verlängerung des jeweiligen Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Der Spielraum für Verhandlungen über das Ausscheiden wäre zudem bei einem vereinbarten Abfindungs-Cap eingeengt, was insbesondere dann nachteilig sein kann, wenn Unklarheit über das Vorliegen eines wichtigen Grunds für die Abberufung besteht. Es liegt deshalb nach Auffassung der Talanx AG im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK abzuweichen. 2. Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK (Vorsitz im Prüfungsausschuss (Audit Committee))Der derzeitige Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Gesamtaufsichtsrats. Wenngleich auch andere Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen, so ist allein der derzeitige Vorsitzende des Ausschusses die ganze Zeit seines Berufslebens in der Versicherungsbranche tätig gewesen. Er blickt zurück auf 29 Jahre in Vorständen von Versicherungs- und Versicherungsholdinggesellschaften, davon 20 Jahre als Vorstandsvorsitzender in direkter Mitverantwortung für die bilanzielle Ergebnissituation und -darstellung der jeweiligen Gesellschaft. In seiner Doppelfunktion als Vorsitzender des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats koordiniert er die Arbeit beider Gremien aus einer Hand und kann auf diese Weise die Effizienz ihrer Tätigkeit optimieren. Eine Machtkonzentration in seiner Person ist damit weder im Finanz- und Prüfungsausschuss noch im Gesamtaufsichtsrat verbunden: In beiden Gremien verfügt er jeweils wie die übrigen Mitglieder über eine Stimme. Vor diesem Hintergrund ist der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende nach Auffassung der Gesellschaft bestens geeignet, den Vorsitz im Finanz- und Prüfungsausschuss wahrzunehmen. Es liegt deshalb im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK abzuweichen. 3. Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK (Betragsmäßige Höchstgrenzen der variablen Vergütungsteile in Vorstandsverträgen)Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird zum Teil in Form von Talanx Share Awards gewährt. Die maximale Anzahl der gewährten Share Awards bei der Zuteilung hängt von der Gesamthöhe der variablen Vergütung ab, die der Höhe nach begrenzt ist (sogenannter Cap), d. h., die Zuteilung von Share Awards unterliegt der Höchstgrenze. Die Share Awards unterliegen einer vierjährigen Sperrfrist. Dadurch nehmen die Vorstandsmitglieder während dieses Zeitraums an positiven wie auch negativen Entwicklungen der Gesellschaft, wie sie sich im Aktienkurs widerspiegeln, teil. Nach Ablauf der Sperrfrist wird der Gegenwert der Share Awards an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag bestimmt sich nach dem zum Auszahlungszeitpunkt gültigen Aktienkurs der Talanx-Aktie zuzüglich eines Betrages in Höhe der insgesamt während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividende je Aktie. Damit folgen die Share Awards der wirtschaftlichen Entwicklung der Talanx-Aktie. Der sich aus der Gewährung der Share Awards ergebende Betrag der variablen Vergütung ist somit im Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards begrenzt, nicht jedoch noch einmal im Zeitpunkt der Auszahlung. Eine weitere Begrenzung des aus der Gewährung der Share Awards resultierenden Betrags der variablen Vergütung im Auszahlungszeitpunkt hält die Gesellschaft vor dem Hintergrund des mit den Share Awards angestrebten Gleichlaufs der Interessen zwischen Aktionären und Mitgliedern des Vorstands der Talanx AG nicht für sinnvoll. Aus Sicht der Gesellschaft handelt es sich bei dem Auszahlungsweg über die Talanx Share Awards wirtschaftlich betrachtet um ein Zwangsinvestment in Talanx-Aktien mit vierjähriger Haltefrist. Die Talanx AG erklärt daher formal und höchst vorsorglich ein Abweichen von Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK. II. Deutscher Corporate Governance Kodex 2012Vorstand und Aufsichtsrat erklären weiterhin gemäß § 161 AktG, dass die Talanx AG seit der zuletzt abgegebenen Entsprechenserklärung vom 20. März 2013 folgenden Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 15. Mai 2012 nicht gefolgt ist: 1. Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)Zu den Gründen der Abweichung von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK siehe oben 1.1. 2. Ziffer 5. 2 Absatz 2 DCGK (Vorsitz im Prüfungsausschuss (Audit Committee))Zu den Gründen der Abweichung von Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK siehe oben 1.2. Abgesehen von den vorgenannten Ausnahmen wird die Gesellschaft auch weiterhin den Empfehlungen des DCGK entsprechen.
Hannover, den 25. Februar 2014 Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat Die Entsprechenserklärung und weitere Informationen zur Corporate Governance bei der Talanx finden Sie auch auf der Internetseite http://www.talanx.com/investor-relations/corporate-governance. CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT GEMÄSS ZIFFER 3.10 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK)UNSER VERSTÄNDNIS VON CORPORATE GOVERNANCEVorstand und Aufsichtsrat verstehen unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Anlegern, unserer Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Unser Verständnis von guter Corporate Governance ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen der Talanx AG zusammengefasst, die Vorstand und Aufsichtsrat im August 2012 beschlossen haben (http://www.talanx.com/investor-relations/ corporate-governance). UNTERNEHMENSVERFASSUNGGute Corporate Governance ist für die Talanx AG unverzichtbar für die Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter identifizieren sich mit den beschlossenen Corporate-Governance-Grundsätzen, die sich an dem DCGK orientieren. Dem steht auch nicht entgegen, dass im Berichtsjahr erneut Empfehlungen des DCGK nicht entsprochen wurde; denn eine gut begründete Abweichung bei den Kodexempfehlungen kann - wie im vorliegenden Fall - im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen (vgl. Präambel zum DCGK). Mit einem nach wie vor hohen Erfüllungsgrad der Empfehlungen und Anregungen des DCGK nimmt die Talanx AG unverändert einen sehr guten Platz unter den im DAX und MDAX vertretenen Unternehmen ein. Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat. VORSTANDDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 8 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats soll dieser nur Personen zu Mitgliedern des Vorstands bestellen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Bestellungszeiträume sollen so bestimmt werden, dass diese spätestens in dem Monat enden, in dem das Vorstandsmitglied sein 65. Lebensjahr vollendet. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands und die Ressortzuständigkeiten seiner Mitglieder sind auf Seite 6 des Geschäftsberichts dargestellt. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand der Talanx AG regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Unbeschadet der Gesamtverantwortung führt jedes Vorstandsmitglied im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Jedes Mitglied des Vorstands hat jedoch nach der Geschäftsordnung die Pflicht, die anderen Vorstandsmitglieder über wichtige Vorhaben, Geschäftsvorfälle und Entwicklungen in seinem Ressort zu unterrichten. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie die bestehenden Chancen und Risiken. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Einzelabschluss, der Konzernabschluss und die Berichte der Wirtschaftsprüfer, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats unverzüglich zugeleitet. Bestimmte Geschäfte von besonderem Gewicht oder strategischer Tragweite darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats:
Mit dem im Oktober 2013 erfolgten Beitritt zur "Charta der Vielfalt" hat der Vorstand ein sichtbares Zeichen zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen und im Konzern gesetzt. Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsratsvorsitzenden wahrnehmen. AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung des Vorstands. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung und Billigung des Einzel- und Konzernabschlusses zuständig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und bedeutsame Geschäftsvorfälle des Unternehmens zu erörtern. Der Aufsichtsrat hat sich für seine Arbeit eine Geschäftsordnung gegeben, die u. a. die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und dessen innere Ordnung regelt sowie allgemeine und besondere Regeln für die vom Aufsichtsrat laut der Geschäftsordnung zu bildenden Ausschüsse enthält. Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 7 f. des Geschäftsberichts erläutert. Der Aufsichtsrat trifft regelmäßig, mindestens zwei Mal pro Kalenderhalbjahr, zu ordentlichen Sitzungen zusammen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen anberaumt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss sowie der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, an der Beschlussfassung teilnimmt. Er trifft alle Entscheidungen mit einfacher Mehrheit, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende zwei Stimmen. 2013 hat der Aufsichtsrat eine Überprüfung der Effektivität seiner Arbeit durchgeführt. In einem umfangreichen Fragebogen wurden u. a. Themengebiete wie die Organisation des Aufsichtsrats und des Sitzungsverlaufs, des Zusammenwirkens von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Informationsversorgung des Aufsichtsrats thematisiert. Die Ergebnisse wurden im Aufsichtsrat dargestellt und erörtert. Eine darauf eingesetzte Ad-hoc-Arbeitsgruppe hat im August 2013 getagt und ihre Ergebnisse dem Gesamtaufsichtsrat im November 2013 vorgestellt. U. a. sollen die Sitzungsunterlagen künftig auch digital aufgerufen und ausgedruckt werden können. Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
Die Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor und entscheiden anstelle des Aufsichtsrats in dem durch die Geschäftsordnung festgelegten Kompetenzrahmen. Der Vorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses. Der Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Er erörtert die Quartalsberichte und behandelt Fragen der Compliance und der Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Aufsichtsrat vor. Hierbei lässt sich der FPA ausführlich über die Sichtweise der Wirtschaftsprüfer zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informieren sowie sich die Auswirkungen eventuell geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsfragen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und bestehende Alternativen erläutern. Er befasst sich mit Fragestellungen der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Der FPA lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den Leiter der Internen Revision, durch den Chief Risk Officer und den Chief Compliance Officer berichten. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitet die Personalentscheidungen für den Aufsichtsrat vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss, Änderung und Beendigung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme der vergütungsrelevanten Inhalte sowie deren Durchführung. Er ist zuständig für die Gewährung von Darlehen an den in §§ 89 Absatz 1, 115 AktG genannten und gemäß § 89 Absatz 3 AktG gleichgestellten Personenkreis sowie für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG. Er nimmt anstelle des Aufsichtsrats die Befugnisse aus § 112 AktG wahr und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Zur Sicherstellung der maßgeblichen Auswahlkriterien hat der Nominierungsausschuss einen Anforderungskatalog für Aufsichtsratsmitglieder festgelegt, durch den u. a. angestrebt wird, dass im Aufsichtsrat die erforderliche Expertise zur Abdeckung aller Geschäftsfelder des Konzerns vorhanden ist. Um die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder zu gewährleisten, dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats diesem nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft angehören. Ferner dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder individuellen Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft, eines Konzernunternehmens oder des Talanx- Konzerns ausüben. Weitere Einzelheiten über die Aktivitäten der Aufsichtsratsausschüsse sind den Darstellungen im Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 9 des Geschäftsberichts zu entnehmen. Bei der Auswahl der Kandidaten, die der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden, wird darauf geachtet, dass es sich um Personen handelt, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Des Weiteren wird bei der Auswahl dem Grundsatz der Vielfalt Rechnung getragen. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat fünf Frauen an, womit sich die Gesellschaft im Rahmen der nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats angestrebten Anzahl von mindestens vier Frauen bewegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats gewährleisten für ihre Tätigkeit eine hinreichende zeitliche Verfügbarkeit; potenzielle Interessenkonflikte werden vermieden. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen Aufsichtsratsmitglieder zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 72. Lebensjahr nicht vollendet haben. Im Hinblick auf die aus Sicht des Aufsichtsrats angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm zwei unabhängige Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.1 DCGK angehören sollen. Derzeit erfüllt der Aufsichtsrat diese Zielsetzung. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind hierbei nicht berücksichtigt. Ein Unternehmen, an dem ein Aufsichtsratsmitglied der Anteilseignervertreter einen Aktienanteil von 27,9 % hält, verfügt über geschäftliche Beziehungen zu der Talanx AG und der Hannover Rück SE (vgl. Seite 114 des Geschäftsberichts). VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATEine ausführliche Darstellung zu der Struktur der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Geschäftsleitern und Führungskräften sowie zu der Auszahlung eines Teils der variablen Vergütung als Talanx Share Awards findet sich im Vergütungsbericht ab Seite 100. MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE (DIRECTORS' DEALINGS)Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Generalbevollmächtigte der Talanx AG und die diesen nahe stehenden Personen sind gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Talanx AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, sofern der Wert der Geschäfte im Kalenderjahr 5.000,00 EUR erreicht oder übersteigt. Die Talanx AG stellt diesbezüglich nicht nur die Einhaltung der nach § 15a Absatz 4 Wertpapierhandelsgesetz erforderlichen Veröffentlichungen und Mitteilungen sicher, sondern veröffentlicht die Directors' Dealings ebenfalls auf ihrer Internetseite. ANTEILSBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Talanx AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten betrug am 31. Dezember 2013 weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. COMPLIANCECompliance im Sinne der Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen ist bei der Talanx eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Bereits seit Beginn des Jahres 2011 gibt es eine eigene Compliance-Abteilung, die im Rahmen eines bis Mitte 2014 laufenden Compliance-Projekts die bestehende Compliance-Organisation konzernweit auf- und ausbaut. Die Compliance-Organisation der Talanx besteht personell aus dem Chief Compliance Officer und weiteren Compliance Officers, die für die einzelnen Geschäftsbereiche (mit Ausnahme des Teilkonzerns Hannover Rück, der über eine eigene Compliance-Organisation verfügt, die in einem engen Austausch mit dem Compliance-Bereich der Talanx steht) zuständig sind. Mit dem genannten Compliance-Projekt einher geht eine personelle Verstärkung der Compliance-Funktion, um auch den künftigen Anforderungen an Compliance unter Solvency II zu entsprechen. An der Spitze der konzerninternen Compliance-Regeln steht der Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet die wichtigsten Grundsätze und Regeln für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten aller Mitarbeiter des Talanx-Konzerns. Gleichzeitig enthält er die hohen ethischen und rechtlichen Standards, nach denen der Konzern sein Handeln weltweit ausrichtet. Der Verhaltenskodex ist auf der Internetseite abrufbar. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit diesem Kodex und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen in Einklang steht. Eine Compliance-Richtlinie konkretisiert den Kodex und gibt den Mitarbeitern im In- und Ausland Leitlinien für ein korrektes und angemessenes Verhalten im geschäftlichen Verkehr. Als weiteres Element zur Sicherstellung einer konzernweiten Compliance gibt es ein über das Internet weltweit erreichbares Hinweisgebersystem, über das Mitarbeiter und Dritte wesentliche Verstöße gegen Gesetze und Verhaltensregeln auch anonym melden können. Auf dieser Basis kann Compliance tätig werden, den Schaden eingrenzen und weitere Schäden vermeiden. Der Vorstand hat dem Finanz- und Prüfungsausschuss den Compliance-Bericht für das Kalenderjahr 2013 vor Feststellung des Jahresabschlusses vorgelegt, in dem die Struktur und die vielfältigen Aktivitäten der Talanx in diesem Zusammenhang dargestellt werden. RISIKOÜBERWACHUNG UND -STEUERUNGDas konzernweit gültige Risikomanagement-System der Talanx AG basiert auf der Risikostrategie, die ihrerseits aus der Unternehmensstrategie abgeleitet ist. Wesentliches Element ist die systematische und vollständige Erfassung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Risikobericht ab Seite 116 zu entnehmen. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGENZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDie Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 17 "Eigenkapital", erläutert. STIMMRECHTS- UND ÜBERTRAGUNGSBESCHRÄNKUNGENDer HDI V. a. G. hat sich im Übernahmevertrag gegenüber den Konsortialbanken verpflichtet, innerhalb von 24 Monaten nach dem Datum der Börsenzulassung der Aktien der Gesellschaft nicht ohne vorherige Zustimmung der Joint Global Coordinators (a) unmittelbar oder mittelbar irgendwelche Anteile an ihrem Grundkapital oder Wertpapiere, die in Anteile an ihrem Grundkapital gewandelt oder umgetauscht werden können oder zu deren Bezug berechtigen, anzubieten, zu verpfänden, zuzuteilen, auszugeben, zu verkaufen, sich zu verpflichten zu verkaufen, eine entsprechende Kaufoption oder einen Kaufvertrag zu verkaufen, eine entsprechende Kaufoption oder einen auf Verkauf gerichteten Vertrag zu kaufen, ein(e) Kaufoption, -recht oder -versprechen einzuräumen oder sie anderweitig zu übertragen oder zu veräußern, (b) einen Swap oder eine andere Vereinbarung abzuschließen, die das mit dem Eigentum eines Anteils am Grundkapital verbundene wirtschaftliche Risiko ganz oder teilweise auf einen anderen überträgt, gleichgültig, ob eine der in (a) oder (b) beschriebenen Transaktionen durch Lieferung von Aktien der Gesellschaft oder derartige andere Wertpapiere, bar oder anderweitig zu erfüllen ist, (c) die Registrierung von Aktien der Gesellschaft oder von Wertpapieren, die in Aktien der Gesellschaft gewandelt oder umgetauscht werden können oder zu deren Bezug berechtigen, gemäß den Wertpapiergesetzen der Vereinigten Staaten zu verlangen oder ein hierauf bezogenes Recht auszuüben. Die vorstehenden Veräußerungsbeschränkungen (Lock-up) gelten nicht für Übertragungen von Aktien zwischen dem HDI V. a. G. und einer seiner Tochtergesellschaften, sofern die betreffende Tochtergesellschaft gegenüber den Joint Global Coordinators die Verpflichtungen für den verbleibenden Teil des Lock-up-Zeitraums übernimmt, sowie für Handlungen und Beteiligungen des HDI V. a. G. in Bezug auf oder im Zusammenhang mit der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, Gewinnschuldverschreibungen und Genussrechten gemäß den von der Hauptversammlung der Gesellschaft eingeräumten Ermächtigungen sowie deren Wandlung in neu auszugebende Aktien der Gesellschaft nach dem entsprechenden bedingten Kapital II oder III, soweit diese Handlung oder Beteiligung nach Ablauf von sechs Monaten ab dem Datum der Börsenzulassung der neuen Aktien erfolgt. Meiji Yasuda Life hat sich in einer Vereinbarung mit den Joint Global Coordinators gegenüber den Joint Global Coordinators verpflichtet, innerhalb von 24 Monaten nach dem Datum der Börsenzulassung der Aktien der Gesellschaft nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Joint Global Coordinators (die nicht unbillig verweigert oder verzögert werden soll) (a) unmittelbar oder mittelbar irgendwelche Anteile an ihrem Grundkapital oder Wertpapiere, die in Anteile an ihrem Grundkapital gewandelt oder umgetauscht werden können oder zu deren Bezug berechtigen, anzubieten, zu verpfänden, zuzuteilen, auszugeben, zu verkaufen, sich zu verpflichten zu verkaufen, eine entsprechende Kaufoption oder einen Kaufvertrag zu verkaufen, eine entsprechende Kaufoption oder einen auf Verkauf gerichteten Vertrag zu kaufen, ein(e) Kaufoption, -recht oder -versprechen einzuräumen oder sie anderweitig zu übertragen oder zu veräußern, (b) einen Swap oder eine andere Vereinbarung abzuschließen, die das mit dem Eigentum eines Anteils am Grundkapital verbundene wirtschaftliche Risiko ganz oder teilweise auf einen anderen überträgt, gleichgültig, ob eine der in (a) oder (b) beschriebenen Transaktionen durch Lieferung von Aktien der Gesellschaft oder derartige andere Wertpapiere, bar oder anderweitig zu erfüllen ist, (c) die Registrierung von Aktien der Gesellschaft oder von Wertpapieren, die in Aktien der Gesellschaft gewandelt oder umgetauscht werden können oder zu deren Bezug berechtigen, gemäß den Wertpapiergesetzen der Vereinigten Staaten zu verlangen oder ein hierauf bezogenes Recht auszuüben. Die vorstehenden Veräußerungsbeschränkungen (Lock-up) gelten nicht für Übertragungen von Aktien zwischen Meiji Yasuda Life und einem mit Meiji Yasuda Life verbundenen Unternehmen, sofern der betreffende Erwerber gegenüber den Joint Global Coordinators die Verpflichtungen für den verbleibenden Teil des Lock-up-Zeitraums übernimmt, für Veräußerungen von Aktien im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots oder wenn und soweit der Altaktionär von seinen Lock-up-Verpflichtungen durch die Joint Global Coordinators befreit wird. DIREKTE UND INDIREKTE BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITENDer HDI V. a. G., Riethorst 2, 30659 Hannover, hält 79,0 % der Stimmrechte der Gesellschaft. AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE BEI ARBEITNEHMERBETEILIGUNG AM KAPITALEs sind keine Arbeitnehmer im Sinne des § 315 Absatz 4 Nr. 5 HGB am Kapital beteiligt. GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENDie Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Talanx AG sind in den §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG und § 5 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Gemäß § 8 der Satzung der Talanx AG besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt. Erneute Bestellungen, jeweils für weitere höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Da die Talanx AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern in einer ersten Abstimmung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit nicht zustande, kann die Bestellung gem. § 31 Absatz 3 MitbestG in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen. Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gem. § 31 Absatz 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu. Nach deutschem Aufsichtsrecht ist es erforderlich, dass die Vorstandsmitglieder zuverlässig und fachlich für die Leitung einer Versicherungs-Holdinggesellschaft geeignet sind (§ 13e VAG). Zum Vorstand kann nicht bestellt werden, wer bereits bei zwei Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Versicherungs-Holdinggesellschaften oder Versicherungs-Zweckgesellschaften als Geschäftsleiter tätig ist. Wenn es sich jedoch um Unternehmen derselben Versicherungs- oder Unternehmensgruppe handelt, kann die Aufsichtsbehörde mehr Mandate zulassen (§ 7a VAG). Die Absicht, ein Vorstandsmitglied zu bestellen, ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzuzeigen (§ 13e VAG). Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung (§ 179 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, falls eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst (§ 16 Absatz 2 der Satzung). Eine höhere Mehrheit ist etwa für die Änderung des Unternehmensgegenstands gesetzlich vorgeschrieben (§ 202 Absatz 2 AktG). Gemäß § 179 Absatz 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 11 der Satzung der Talanx AG kann der Aufsichtsrat die Fassung der Satzung ändern. BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFENDie Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien sind in der Satzung der Gesellschaft sowie in den §§ 71 ff. AktG geregelt. In diesem Zusammenhang hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 29. September 2012 den Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG für die Dauer von fünf Jahren, d.h. bis zum 28. September 2017, ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu erwerben. WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER TALANX AG MIT CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELNNach den Verträgen der Talanx AG über syndizierte Kreditfazilitäten dürfen die Darlehensgeber die Kreditlinie u. a. dann kündigen, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Die Kooperationsvereinbarungen mit der Deutschen Postbank AG vom 18. Juli 2007 enthalten jeweils eine Klausel, die im Falle des direkten oder indirekten Kontrollerwerbs an einer der Vertragsparteien durch ein drittes, nicht mit den Parteien verbundenes Unternehmen der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt. Die auf der Basis der Rahmenvereinbarung mit der Citibank aus Dezember 2006 geschlossene Kooperationsvereinbarung für Russland enthält eine Klausel, die in dem Fall, dass die kontrollierende Mehrheit der Anteile oder der Geschäftsbetrieb einer Vertragspartei durch ein mit den Parteien nicht verbundenes Unternehmen übernommen wird, der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt. ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTSEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen worden sind, bestehen nicht. VERGÜTUNGSBERICHTIm Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2013 aus der Tätigkeit der Vorstandsmitglieder für die Talanx AG und die mit ihr konsolidierten Unternehmen. Außerdem werden die Struktur und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG sowie die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands dargestellt. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" Bestandteil des Anhangs zum Konzernjahresabschluss 2013 sind. Nach deutschem Handelsrecht beinhalten die Angaben ebenfalls Pflichtangaben des Anhangs (§ 314 HGB) bzw. des Lageberichts (§ 315 HGB), die insgesamt in diesem Vergütungsbericht erläutert und im Anhang zusätzlich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben summarisch zusammengefasst dargestellt werden. Die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (VersVergV) werden beachtet. Ergänzend haben wir die konkretisierenden Vorschriften des DRS 17 (geändert 2010) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" berücksichtigt. VERGÜTUNG DES VORSTANDSDie Festlegung der Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen. Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem für den Vorstand auf Grundlage der aktuellen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben für die Vorstandsvergütung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 grundlegend neu ausgerichtet. STRUKTUR DER VORSTANDSVERGÜTUNGDas Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten (vertikal). Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist und einer nachhaltigen langfristigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt. Die Vergütung des Vorstands teilt sich in eine jährliche Festvergütung und eine variable Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich bei einer Zielerreichung von 100 % in einer Bandbreite von 40 % bis 70 %. L60 VORSTANDSVERGÜTUNGSMODELL AB 1. JANUAR 2011![]()
1)
Vorstandsvorsitzender/Finanzvorstand: 70
% Konzernergebnis, 30 % individuelle Performance (persönliche Ziele) FestvergütungDie Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten bar ausgezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig, in der Regel in Zeitabständen von zwei Jahren, überprüft. Sachbezüge/NebenleistungenDie Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte nicht leistungsbezogene Nebenleistungen in marktüblichem Rahmen, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Dauer der Vorstandsbestellung wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung des Dienstwagens erfolgt durch das Vorstandsmitglied. Die Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet. Des Weiteren gewährt die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern im Rahmen von Gruppenverträgen Versicherungsschutz in angemessener Höhe (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherung). Variable VergütungDie Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem sogenannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie - bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich - einem sogenannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile an der gesamten variablen Vergütung wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt. KonzernbonusAls Konzernbonus wird ein individuell bestimmter und im Dienstvertrag festgelegter Betrag je 0,1 Prozentpunkt, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt, vergütet. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Kalkulationsgrundlage für einen Konzernbonus von 100 % ist eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von 12,8 %. Der Höchstbetrag des Konzernbonus beläuft sich auf das Doppelte des bei Erreichen der Kalkulationsgrundlage gewährten Betrags und der maximale Malusbetrag auf -100 %. Die Regelung über den Konzernbonus kann angepasst werden, sofern sich der risikofreie Zinssatz in einem Umfang verändert, dass sich eine Abweichung (absolut) von mindestens einem Prozentpunkt ergibt. Der risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird. GeschäftsbereichsbonusAb dem Geschäftsjahr 2013 werden für die Bemessung des Geschäftsbereichsbonus für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenkundenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenkundenversicherung International folgende Kriterien im Vergleich zu den Zielwerten für die jeweiligen Geschäftsbereiche herangezogen: gebuchte Bruttoprämie, Entwicklung der kombinierten Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung des Neugeschäftswerts in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite sowie Ergebnisabführung/Dividende an die Talanx AG. Die Festsetzung des Geschäftsbereichsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat anhand des jeweiligen Zielerreichungsgrades in diesen Kriterien nach pflichtgemäßem Ermessen. Für 2013 wird als Betrachtungszeitraum für die Zielerreichung lediglich das Geschäftsjahr 2013, für 2014 die durchschnittliche Zielerreichung in den Jahren 2013 und 2014 und ab 2015 die durchschnittliche Zielerreichung der letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Bei vollständiger Zielerreichung wird der für eine 100 %-Zielerfüllung individuell festgelegte Betrag gewährt. Über- bzw. Untererfüllung der festgelegten Zielwerte führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der höchste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung, der geringste auf einen Malus, der einer Zielerreichung von -100 % entspricht. IndividualbonusFerner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle im Folgejahr zu erreichende qualitative und gegebenenfalls auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungs-, Innovations- und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele sein, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Spezifika. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Der Betrag für eine 100 %-Zielerfüllung wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung. Gesamthöhe der variablen VergütungDie Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Ergibt sich als Folge der Addition der Einzelbeträge ein Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h., es gibt keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag der variablen Vergütung wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt (vgl. nächster Abschnitt "Auszahlung der variablen Vergütung"). Die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind. L61 BEMESSUNGSGRUNDLAGEN/VORAUSSETZUNGEN FÜR ZAHLUNG DER VARIABLEN VERGÜTUNGscroll
L62 AUSZAHLUNGSMODALITÄTEN DER VARIABLEN GESAMTVERGÜTUNGscroll
Negative variable Gesamttantieme = Auszahlung von 0 EUR variable Vergütung. Ein etwaiger Minuswert der variablen Gesamttantieme eines Geschäftsjahres wird vollständig in die Bonusbank (siehe Spalte "mittelfristig") übernommen. Auszahlung der variablen VergütungVon dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung bar ausgezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten und erst nach Ablauf eines angemessenen Zurückbehaltungszeitraums ausgezahlt. Der zurückbehaltene Teil wird nach Maßgabe der in den folgenden Abschnitten dargestellten Regelungen je zur Hälfte (d. h. in Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der festgesetzten variablen Vergütung) in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt, um die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen. BonusbankIn die Bonusbank werden jährlich 20 % der festgesetzten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausgezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr - gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt. Share AwardsDer weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx AG. Die Zuteilung der Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung der Talanx AG oder des Vorstandsmitglieds bedarf. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie (Cap). Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividenden gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht. Bei einem Vorstandsmitglied werden zusätzlich virtuelle Share Awards gewährt, deren Gesamtzahl sich nach dem Wert je Aktie der Hannover Rück im Zeitpunkt der Zuteilung bestimmt. Der Wert je Aktie der Hannover Rück richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Hannover Rück SE für das abgelaufene Geschäftsjahr (Cap). In diesem Fall wird für je einen Share Award nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Hannover Rück-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht. Nach dem bis zum 31. Dezember 2010 gültigen Vergütungsmodell wurden dem betreffenden Vorstandsmitglied Aktienwert-Beteiligungsrechte (ABR) der Hannover Rück SE zugeteilt. Die Zuteilung der abr erfolgte letztmals im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010. Der virtuelle Aktienoptionsplan mit ABR bleibt so lange in Kraft, bis alle zugeteilten abr ausgeübt oder verfallen sind. Die detaillierten Bedingungen werden im Anhang dieses Konzerngeschäftsberichts im Kapitel "Aktienbasierte Vergütung" erläutert. VerwässerungsschutzFür den Fall, dass es während der Laufzeit des Share-Award-Programms zu einer Veränderung des Grundkapitals der Talanx AG oder zu Umstrukturierungsmaßnahmen kommt, die sich unmittelbar auf das Grundkapital der Gesellschaft oder die Gesamtzahl der von der Talanx AG ausgegebenen Aktien auswirken, und dies eine Wertveränderung der Share Awards von kumulativ 10 % oder mehr zur Folge hat, wird die Anzahl der Share Awards oder die Methode der Wertermittlung der einzelnen Share Awards durch den Aufsichtsrat angepasst, um die durch die Strukturmaßnahme entstehende Wertveränderung der Share Awards auszugleichen. Fortzahlung bei ArbeitsunfähigkeitBei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wird das Jahresfestgehalt in unveränderter Höhe weiter gewährt, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Wird das Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Dienstvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Dienstvertrag mit dem Ende des sechsten Monats, nach dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist, spätestens jedoch mit dem Ende des Dienstvertrags. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich auf Dauer nicht in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen. Vorzeitige Beendigung der VorstandstätigkeitBei Eigenkündigung, Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund durch die Gesellschaft oder wenn ein Angebot auf Vertragsverlängerung zu gleichen oder besseren Bedingungen abgelehnt wird (Ausnahme: Das Vorstandsmitglied hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), verfallen alle Rechte auf Auszahlung der Bestände aus der Bonusbank bzw. den Share Awards. Endet das Vertragsverhältnis vor Ende der Sperrfrist der Bonusbank bzw. Share Awards regulär, ohne dass ein Angebot auf Vertragsverlängerung erfolgt, so behält das Vorstandsmitglied seine Ansprüche auf Auszahlung aus der Bonusbank bzw. den bereits zugeteilten Share Awards. Ein Anspruch auf Einstellung von Beträgen in die Bonusbank bzw. auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalls oder Todesfalls hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Vorstandsmitglieds erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung. Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels sind in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder nicht vorgesehen. Die in den Dienstverträgen enthalten Regelungen zur vorzeitigen Beendigung bzw. Nichtverlängerung des Dienstvertrags sehen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung eines sogenannten Übergangsgeldes vor, welches sich nach dem für das Ruhegehalt erreichten Prozentsatz der Festbezüge errechnet. Es besteht in der Regel eine Wartezeit von acht Jahren. Anderweitige Einkünfte aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit werden bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres in Höhe von 50 % auf das Übergangsgeld angerechnet. Ein Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 empfiehlt, ist in den Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft nicht enthalten. Wir verweisen diesbezüglich sowie hinsichtlich der in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen betragsmäßigen Höchstgrenzen der Vergütung und ihrer variablen Vergütungsteile auf unsere Ausführungen in der Entsprechenserklärung in der Rubrik "Erklärung zur Unternehmensführung", Seite 93 f. in diesem Konzerngeschäftsbericht. Nebentätigkeiten der VorstandsmitgliederDie Vorstandsmitglieder benötigen zur Aufnahme von Nebentätigkeiten die Zustimmung des Aufsichtsrats. Damit ist gewährleistet, dass weder die dafür gewährte Vergütung noch der zeitliche Aufwand zu einem Konflikt mit den Vorstandsaufgaben führt. Handelt es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien, sind diese im Geschäftsbericht der Talanx AG aufgeführt. Die Vergütungen für Mandate in Konzerngesellschaften und gesellschaftsgebundene Mandate werden auf die auszuzahlende variable Vergütung angerechnet. Höhe der VorstandsvergütungDie Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Vorstands aus seiner Tätigkeit für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen betrugen 10.439 (12.425) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus den in der nachfolgenden Tabelle gemäß DRS 17 dargestellten Komponenten. L63 GESAMTBEZÜGE DES AKTIVEN VORSTANDS GEMÄSS DRS 17 (GEÄNDERT 2010)scroll
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1)
Zum Bilanzstichtag 2013 lag noch kein Organbeschluss
über die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütungen für 2013 vor. Der
Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend vom
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten gebilligten Rückstellungen L64 DEM AKTIVEN VORSTAND IM BERICHTSJAHR TATSÄCHLICH ZUGEFLOSSENE BARVERGÜTUNGENscroll
In der folgenden Tabelle ist der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung des Vorstands dargestellt. Die Tabelle ist unabhängig von der Darstellung der Gesamtbezüge des aktiven Vorstands gemäß DRS 17 zu sehen. L65 GESAMTAUFWAND FÜR DIE AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG DES VORSTANDSscroll
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1)
Der Aufwand für Share Awards wird im jeweiligen
Geschäftsjahr anteilig in Abhängigkeit von der individuellen Restlaufzelt
des Dienstvertrags erfasst. Für 2012 einschließlich Aufwand für Talanx
Share Awards für IPO-Sondervergütung BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNGDie Dienstverträge der Vorstandsmitglieder mit der Talanx AG beinhalten - mit einer Ausnahme, bei der ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Relation zur Festvergütung gewährt wird - Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet ("Defined Benefit"). Das vereinbarte Maximalruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 35 % und 65% des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In Verbindung mit der ab dem Geschäftsjahr 2011 geltenden Vergütungsstruktur wurde ein nicht ruhegehaltsfähiger Festvergütungsbestandteil eingeführt. In einem Fall besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System ("Defined Contribution") beruht. In diesem Fall wird ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des versorgungsfähigen Einkommens (feste jährliche Bezüge zum Stichtag 1. Juli eines jeden Jahres) von der Gesellschaft geleistet. In beiden Vertragsvarianten ("Defined Benefit" und "Defined Contribution") werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr). HINTERBLIEBENENVERSORGUNGStirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Dienstvertrags, hat der überlebende Ehepartner, ersatzweise die anspruchsberechtigten Kinder, Anspruch auf Fortzahlung des monatlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Stirbt das Vorstandsmitglied nach Beginn der Ruhegeldzahlung, wird dem überlebenden Ehepartner und ersatzweise den unterhaltsberechtigten Kindern für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate das Ruhegehalt fortgezahlt. Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts, das das Vorstandsmitglied bezogen hat oder bezogen hätte, wenn es bis zum Zeitpunkt seines Todes dienstunfähig geworden wäre. Bei Wiederverheiratung entfällt das Witwengeld. Wird diese Ehe durch Tod oder Scheidung aufgelöst, lebt der Anspruch wieder auf. Es sind jedoch alle Pensions-, Renten- und sonstigen Versicherungsleistungen anzurechnen, die aufgrund der neuen Ehe zufließen. Waisengeld wird in Höhe von 15 %, bei Wegfall des Witwengeldes in Höhe von 25 %, des Ruhegeldes gewährt, das das Vorstandsmitglied am Todestag bezogen hat oder bezogen hätte, wenn der Pensionsfall aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Das Waisengeld wird längstens bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gezahlt. Einkommen aus einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wird teilweise angerechnet. ANPASSUNGENFür Anpassungen der Ruhe-, Witwen- und Waisengelder wird der Verbraucherpreisindex für Deutschland (Gesamtindex) herangezogen. HÖHE DER ALTERSVERSORGUNGDie Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf insgesamt 1.479 (1.450) TEUR. Die Aufwendungen für Altersvorsorge (Service Cost) für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.291 (952) TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen, für die im Berichtsjahr 6 (6) Einzelzusagen bestanden, beliefen sich auf 741 (839) TEUR. Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 14.101 (14.197) TEUR. L66 PENSIONSANWARTSCHAFTEN DES AKTIVEN VORSTANDSscroll
1)
Wert des vereinbarten jährlichen Ruhegehalts
bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 4. Juni 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen. Für das Berichtsjahr beträgt die jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats jährlich eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Mio. EUR, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gemäß § 113 Abs. 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, der seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Abs. 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung. Durch die Bemessung dieser erfolgsorientierten Vergütungskomponente anhand des durchschnittlichen Konzernergebnisses der letzten drei Geschäftsjahre wird die Ausrichtung der variablen Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gewährleistet. Für die Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats wird eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrags. Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds (einschließlich Mitgliedschaft in den Ausschüssen des Aufsichtsrats) beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Fallen zwei oder mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse auf einen Tag, so wird insgesamt nur ein Sitzungsgeld gezahlt. Die auf die Aufsichtsratsvergütungen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.235 (2.105) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle. L67 INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)scroll
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Beträge ohne erstattete USt. L67 INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)scroll
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Beträge ohne erstattete USt. DARLEHEN AN ORGANMITGLIEDER UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSEZur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten bedarf die Gewährung von Darlehen der Talanx AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen an Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats sowie ihrer Angehörigen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Zum Bilanzstichtag bestand ein Hypothekendarlehen eines Mitglieds des Aufsichtsrats bei der HDI Lebensversicherung AG (vormals: HDI-Gerling Lebensversicherung AG) in Höhe von 34 (49) TEUR. Im Berichtsjahr wurden 15 (15) TEUR getilgt, die Restlaufzeit des Darlehens beträgt zwei Jahre und drei Monate, der vereinbarte Zinssatz beläuft sich auf nominal 4,2 (effektiv 4,3) %. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises. Ein Mitglied des Aufsichtsrats ist Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrats der Sequaero Advisors AG, Zürich und hält an dieser Gesellschaft einen Aktienanteil von 27,9 %. Die Sequaero Advisors AG war im Berichtsjahr mit zwei Beratungsmandaten für die Talanx AG tätig, in deren Rahmen Honorare in Höhe von insgesamt 121 TEUR für das Jahr 2013 gezahlt wurden. Ferner war diese Gesellschaft 2013 für die Hannover Rück se in verschiedenen Bereichen beratend tätig; in diesem Zusammenhang wurden Honorare in Höhe von 374 TEUR für das Jahr 2013 an die Gesellschaft gezahlt. Weitere nach IAS 24 angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen gab es im Berichtsjahr nicht. IAS 24 sieht eine gesonderte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Die Vergütung des genannten Personenkreises stellt sich wie folgt dar: L68 MANAGEMENTVERGÜTUNG GEMÄSS IAS 24scroll
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Angegeben ist der Wert des für das Berichtsjahr
in die Bonusbank einzustellenden Anteils der erfolgsabhängigen Vergütung
der Mitglieder des Vorstands VERGÜTUNG DER GESCHÄFTSLEITER UND FÜHRUNGSKRÄFTE UNTERHALB DES KONZERNVORSTANDSDie Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (sogenannte Risikoträger) gleichermaßen. Die Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands, die nicht zu den Risikoträgern gehören, setzt sich schon bisher über alle Geschäftsbereiche hinweg aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Im Durchschnitt lag die variable Vergütung im Jahr 2013 bei 30 %. In der Erstversicherung gilt mit Wirkung zum 1. Januar 2013 für Risikoträger und Führungskräfte der ersten Berichtsebene ein einheitliches Vergütungssystem. Die Vergütung für diesen Personenkreis setzt sich zusammen aus einer festen Vergütung und einer erfolgs- und leistungsbezogenen Vergütung. Sie ist marktgerecht und wettbewerbsfähig, und sie trägt einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Das Vergütungssystem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auch für die leitenden Angestellten der zweiten Berichtsebene umgesetzt. Grundlage des leistungsorientierten Vergütungssystems ist das Zielgehalt. Dies bezeichnet das Gesamtbruttojahresgehalt, das bei guter Leistung erzielt wird. Das Zielgehalt setzt sich zusammen aus einem fixen Gehaltsbestandteil sowie einem variablen Vergütungsbestandteil, der von der Verantwortungs- und Funktionsstufe der Stelle abhängt. Die variable Vergütung macht einen Anteil von im Durchschnitt 20 % bis 35 % des Zielgehalts aus. Die variable Vergütung errechnet sich daraus, in welchem Umfang bestimmte Zielvorgaben in den Bereichen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsergebnis und individuelles Ergebnis erreicht wurden. Die genannten drei Zielkategorien für die variable Vergütung werden bei Führungskräften in Geschäftsbereichen der Erstversicherung mit 10 %, 30 % und 60 % gewichtet. In den Konzernfunktionen werden die individuellen Ziele mit 70 % und das Konzernergebnis mit 30 % berücksichtigt. Führungskräfte der ersten Berichtsebene im Vertrieb haben einen durchschnittlichen variablen Gehaltsbestandteil in Höhe von 30 % des Zielgehalts, der sich zu je 10 % auf das Konzernergebnis und das Geschäftsbereichsergebnis bezieht und zu 80 % auf individuelle Ziele. In der Rückversicherung findet seit dem 1. Januar 2012 ein für alle Konzernführungskräfte weltweit einheitliches Vergütungssystem Anwendung. Die Vergütung für Führungskräfte unterhalb des Vorstands besteht neben dem Jahresfestgehalt aus einer variablen Vergütung, die sich aus einer kurzfristigen variablen Vergütung, der jährlichen Cash-Tantieme, und einer langfristigen aktienbasierten Vergütung, dem sogenannten Share-Award-Programm, zusammensetzt. Die Bemessung der variablen Vergütung basiert in den Marktbereichen auf den Elementen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsziele und individuelle Ziele mit einer entsprechenden Gewichtung von 20 %, 40 % und 40 %. Für Führungskräfte mit Verantwortung im Servicebereich richtet sich die variable Vergütung zu 40 % nach dem Konzernergebnis und zu 60 % nach der individuellen Zielerreichung. Geschäftsbereichsziele und individuelle Ziele sowie deren Zielerreichungsgrad werden im Rahmen des Zielvereinbarungsverfahrens festgelegt. NACHTRAGSBERICHTEreignisse, die einen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind im Prognose- und Chancenbericht sowie im Konzernanhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", Seite 278, beschrieben. RISIKOBERICHTRISIKOSTRATEGIEDie Risikostrategie ist Ausgangspunkt für die konzernweite Umsetzung des Risikomanagements. Gekoppelt an die wertorientierte Steuerung ist sie integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich auch in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider. Sie ist aus der Konzernstrategie abgeleitet und formuliert die Ziele des Risikomanagements. Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern gehen wir eine Vielzahl von Risiken, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind, bewusst ein. Unser Risikoverständnis ist ganzheitlich: Für uns bedeutet "Risiko" die Unsicherheiten über zukünftige positive und negative Abweichungen von geplanten oder erwarteten Werten. Von besonderer Bedeutung für das Risikomanagement ist die Untererfüllung explizit formulierter oder impliziter Ziele, da positive Abweichungen von geplanten oder erwarteten Werten (Chancen) naturgemäß nicht im Fokus des Risikomanagements stehen. Entscheidendes Ziel für unser Risikomanagement ist der Schutz des ökonomischen Kapitals des Talanx-Konzerns. Dies setzt einen bewussten Umgang mit Risiken unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen voraus. Als Teil der übergeordneten Konzernstrategie bringt die Risikostrategie die grundsätzliche Haltung zur Erkennung und zum Umgang mit Risiken zum Ausdruck. Vorrangiges Ziel ist es, die Einhaltung des strategisch definierten Risikoappetits sicherzustellen. Diese ist durch die drei folgenden Festlegungen bestimmt.
Als Nebenbedingung zur Kapitalausstattung strebt die Talanx eine Ziel-Kapitaladäquanzquote an, die bei Standard & Poor's (S&P) ungefähr der Kategorie "AA" entspricht. Zusätzlich müssen aufsichtsrechtliche Erfordernisse erfüllt werden. Die in der Konzernstrategie festgelegten Grundsätze finden ihren Niederschlag in risikostrategischen Maßnahmen bzw. daraus abgeleiteten Aktivitäten des Risikomanagements. Dieses unterstützt, überwacht und berichtet die Erreichung dieser strategischen Zielsetzungen. Ein wesentliches Instrument im strategischen Risikomanagement ist das Risikobudget. Das Risikobudget legt auf Basis der Risikotragfähigkeit und des strategisch definierten Risikoappetits die materielle Obergrenze für das Risikopotenzial des Talanx-Konzerns fest. Es spiegelt insoweit die Risikoneigung des Talanx-Vorstands wider. Das Risikobudget wird im Rahmen der strategischen Programmplanung für das folgende Jahr auf die einzelnen Geschäftsbereiche im Talanx-Konzern alloziert und stellt für diese die Obergrenze für das zur Verfügung stehende Risikokapital dar. Darüber hinaus werden im Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem für den Konzern und die Geschäftsbereiche Limite und Schwellenwerte für die Kapitaladäquanzquote festgelegt, die unter anderem auch die oben genannte Nebenbedingung eines Ziel-Kapitalisierungsgrades entsprechend der Kategorie "AA" gemäß S&P-Kapitalmodell berücksichtigt. Das gewählte Sicherheitsniveau (99,97 %) übersteigt die nach Solvency II aufsichtsrechtlich geforderte Höhe (99,5 %) und stellt sicher, dass auch neu hinzukommende Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Konzern getragen werden können. Sowohl die Konzern- als auch die Risikostrategie unterliegen einem etablierten jährlichen Überprüfungsprozess. Durch dieses Überprüfen unserer Annahmen und ein erforderlichenfalls daraus abgeleitetes Adjustieren wollen wir die Adäquanz unserer strategischen Leitlinien und ein Handeln auf einer angemessenen Informationsbasis sicherstellen. ZENTRALE ELEMENTE DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMSWesentlich für ein effizientes Risikomanagement-System ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen wie folgt definiert: L69 RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM IM KONZERNscroll
Neben diesen (Risiko-)Funktionen und Gremien sind für gesonderte Themen auch organisatorische Strukturen, wie z. B. Krisenstäbe für die Bewältigung von Notfallereignissen und Krisenfällen, implementiert. RISIKOMANAGEMENTPROZESSDer Talanx-Konzern deckt mit seinen Geschäftsbereichen ein umfangreiches Produktspektrum ab - von Versicherungen bis zu Finanz- und sonstigen Dienstleistungen. Daher arbeiten die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaften mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Der Talanx-Konzern verfolgt einen zentral-dezentralen Ansatz. Im Rahmen des internen Modells (für Solvency II) obliegt die Verantwortung und in wesentlichen Teilen auch der Betrieb von Modellen für konzernweit relevante Risikokategorien dem Konzern. In den Geschäftsbereichen erfolgt dagegen der Betrieb der Modelle, die die speziellen Risiken der Risikoträger abbilden. Deren Fortentwicklung erfolgt gemeinsam, wobei die Modellhoheit bei der Konzernholding liegt. Durch Auditierungen und Validierungen stellt die Konzernrevision gemeinsam mit dem Konzernrisikomanagement die Adäquanz der implementierten Modelle sowie die Einhaltung von Konzernrichtlinien sicher. Der gesamthafte Risikomanagementprozess umfasst die Identifikation, Bewertung, Analyse, Steuerung und Überwachung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung. Wir identifizieren Risiken konzernweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken werden systematisch mithilfe von Softwaretools erfasst. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Um sicherzustellen, dass alle Risiken identifiziert werden, existiert eine umfassende Talanx-spezifische Risikokategorisierung, die als Grundlage für die Risikoidentifikation dient. Die maßgeblichen Methoden und Verfahren sind dokumentiert und Gegenstand der internen Angemessenheitsüberprüfungen sowie der Prüfungen seitens der Konzernrevision. Neben der softwarebasierten Risikoerfassung führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit dem dezentralen Risikomanagement der Geschäftsbereiche sowie den konzerninternen Dienstleistungsgesellschaften. Diese Risikogespräche unterstützen die Analyse und Bewertung der Risiken auf Ebene der Talanx AG sowie auf Ebene der Geschäftsbereiche. Für wesentliche Änderungen in der Risikoposition ist ein Eskalationsverfahren auch in Richtung Konzernrisikomanagement etabliert, das ein Sofort-Risikomanagement auf Ebene der Talanx AG gewährleistet. Zur Bewertung und Analyse von Risiken leitet das Konzernrisikomanagement aus den identifizierten zentralen und dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikokapitalmodells (TERM - Talanx Enterprise Risk Model) die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell wird eine Messung der Risiken vorgenommen. Seit dem Jahr 2012 basiert die führende Risikomessung auf dem internen Modell TERM. Seit 2008 befindet sich die Talanx-Gruppe in der Vorantragsphase für die Genehmigung des internen Modells gemäß Solvency II. Im Zuge dieser Vorantragsphase führte und führt die BaFin umfangreiche Prüfungen in der Talanx AG sowie diversen Geschäftsbereichen durch. Risiken, die aus Sicht des Konzerns nicht materiell sind, werden in TERM zum Teil unter Anlehnung an die Standardmethoden gemäß Solvency II vereinfacht modelliert. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und zwischen Risikokategorien berücksichtigt. Der Konsolidierungskreis des internen Modells stimmt grundsätzlich mit demjenigen des Geschäftsberichts überein. Im Vorgriff auf die Anwendung von Solvency II werden die Solvenzkapitalanforderungen für die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung jedoch nach den für sie gültigen sektoralen Anforderungen ermittelt. Im Rahmen der Risikolimitierung innerhalb unseres zentralen Limit- und Schwellenwertsystems verfolgt die Vorgabe von Maximalwerten den Zweck, Risiken, die den Konzern in seiner Existenz gefährden können, zu begrenzen, zu steuern und zu überwachen. Die Limite und Schwellenwerte für quantitativ messbare wesentliche Risikokategorien sollen dabei die Risikosteuerung und -überwachung operationalisieren. Nicht oder schwer quantifizierbare wesentliche Risiken (z. B. strategische Risiken) überwachen und steuern wir primär durch Prozesse und Verfahren. Im Jahr 2014 wird sukzessive die Umstellung auf ein TERM-basiertes Limit- und Schwellenwertsystem abgeschlossen. Bei der Risikoüberwachung unterscheiden wir insbesondere zwischen der prozessintegrierten unabhängigen Überwachung und der prozessunabhängigen Überwachung. Die prozessintegrierte unabhängige Überwachung liegt vor allem bei dem Risikokomitee, dem Chief Risk Officer und den ihn unterstützenden Organisationseinheiten. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt insbesondere durch den Aufsichtsrat, die Compliance-Funktion sowie die Konzernrevision, die auch das Risikomanagement-System regelmäßig prüft. Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren sowie eine ausreichende unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Die regelmäßige Berichterstattung zum Risikomanagement verfolgt dabei das Ziel zu gewährleisten, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Über wesentliche Änderungen in der Risikoposition ist der Vorstand der Talanx AG sofort zu informieren. Mögliche Folgen von Risiken sind nicht nur zu dokumentieren, sondern haben auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen einzufließen, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernsegmente und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Die Talanx AG erstellt auf dieser Basis ihren eigenen Ergebnisplan. Ziel dieses Planungsprozesses ist, die zukünftige Entwicklung ebenso zu berücksichtigen wie die Interdependenzen zwischen den Plänen der jeweiligen Tochtergesellschaft und der Talanx AG. Im Rahmen des Performance-Management-Zyklus werden bei der Planung sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigt. Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse dienen nicht nur dem Zweck, die umfassenden regulatorischen Anforderungen an das Berichts- und Meldewesen zu erfüllen, sie beziehen sich vielmehr auch auf die Erstellung und Überprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von Planungs- und Controllinginstrumenten und bedienen sich der Möglichkeiten, die die Modellierung mit internen Modellen bietet. Im Jahr 2012 wurde unser Risikomanagement im Bereich der Erstversicherung von Standard & Poor's von der Bewertung "adequate with positive trend" auf "strong" hochgestuft. Diese Einschätzung wurde im Jahr 2013 bestätigt. Das Risikomanagement der Hannover Rück wurde von S&P mit "very strong" beurteilt. Die mit der Verwaltung der Kapitalanlagen beauftragten Gesellschaften Talanx Asset Management GmbH und Ampega Investment GmbH lassen sich regelmäßig nach dem internationalen Prüfungsstandard ISAE 3402 zertifizieren. Die Zertifizierung dient als Nachweis der angemessenen Ausgestaltung des Kontrollsystems und seiner wirksamen Umsetzung. Diese Prüfung wurde auch im Jahr 2013 wieder durchgeführt. RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMDas Risikomanagement im Talanx-Konzern ist geprägt durch seine zentral-dezentrale Organisationsstruktur. Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt in ein dezentrales Risikomanagement auf Ebene der Geschäftsbereiche und ein zentrales Risikomanagement auf Konzernebene. Die zentralen Anforderungen des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Die Prozesse zur Organisation und Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und zur Erstellung des Konzernabschlusses der Talanx AG sowie zugehörige Kontrollen sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt, die regelmäßig unter Compliance-Aspekten überprüft und optimiert wird. Mögliche Risiken, die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultieren, werden vom Konzernrechnungswesen identifiziert und bewertet. Falls erforderlich werden hieraus Handlungsbedarfe abgeleitet. Die Risiken fließen in die Risikoerhebung des Konzerns ein und werden vom Konzernrisikomanagement überwacht. Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und -Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch gesammelt, das allen Konzerngesellschaften IT-gestützt zur Verfügung steht und allen Mitarbeitern vorliegt, die mittelbar oder unmittelbar an der Erstellung der Konzernabschlüsse mitwirken. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Eine Betreuung der dezentralen Rechnungsweseneinheiten der Tochtergesellschaften durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens stellt sicher, dass die Vorschriften des Handbuchs eingehalten werden. Der Konzernabschluss der Talanx AG wird auf der Grundlage der von den einbezogenen Tochtergesellschaften angeforderten und empfangenen Meldedaten (IFRS-Packages) am Standort der Konzernmutter in Hannover erstellt. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungsvorschriften sowie für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich; die Verwaltung der Kapitalanlagen erfolgt für die inländischen und einen Großteil der ausländischen Tochtergesellschaften grundsätzlich zentral durch die Talanx Asset Management GmbH. Für die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine internetbasierte IT-Anwendung eingesetzt. Die in einer Datenbank abgelegten Posten aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang sowie konsolidierungsrelevante Daten werden mittels Schnittstellen in das Konsolidierungssystem eingelesen und dort verarbeitet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, konsolidiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Des Weiteren ist im Konsolidierungssystem ein Freigabeprozess für manuelle Buchungen implementiert, der unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen eine Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips sicherstellt. Die Konzernabschlüsse der Talanx AG werden zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; die quartalsweisen Zwischenabschlüsse des Konzerns sowie die IFRS-Packages der einbezogenen Unternehmen unterliegen der prüferischen Durchsicht. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGDie Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 20 orientieren:
Die Ergebnisse der Market Consistent Embedded Value(MCEV)-Berechnungen sowie der Bewertung der Risiken mit unserem internen Risikokapitalmodell TERM per Jahresende 2013 liegen im Laufe des ersten Halbjahres 2014 vor und werden anschließend auf der Internetseite des Talanx-Konzerns veröffentlicht. AUSWIRKUNGEN DER WIRTSCHAFTS- UND PARTIELLEN STAATSSCHULDENKRISEDie partielle Staatsschuldenkrise im Euro-Währungsgebiet, die schwache Weltkonjunktur, die sicherzustellende Stabilität des Bankensektors und die mit all diesen Sorgen ursächlich verbundene Niedrigzinspolitik prägen weiterhin das Marktumfeld. Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin trotz hoher Staatsverschuldung bzw. schwieriger Ent- und Umschuldungsbemühungen im Euroraum in einer recht stabilen Situation. Die Probleme aus der Staatsschuldenkrise innerhalb der Eurozone sind weitgehend ungelöst. Vereinzelt sind jedoch auch Fortschritte bei den Sparprogrammen und damit auch bei der Sanierung der Staatsfinanzen zu verzeichnen. Der Talanx-Konzern besitzt gegenüber den sogenannten GIIPS-Staaten Staatsanleihen zum 31. Dezember 2013 zu Marktwerten in Höhe von 1,5 Mrd. EUR (davon Griechenland 6 Mio. EUR, Italien 1.144 Mio. EUR, Spanien 107 Mio. EUR, Irland 258 Mio. EUR und Portugal 20 Mio. EUR ohne Berücksichtigung der fondsgebundenen Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen), sodass hieraus spread- oder bonitätsbedingte Belastungen resultieren können. Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (sogenannter Europäischer Rettungsschirm) droht bei den Anleihen der GIIPS-Staaten, abgesehen von Griechenland, jedoch aktuell kein erhöhtes Ausfallrisiko. Der Konzern unterwirft sich mit seinem Limit- und Schwellenwertsystem sowie den Kapitalanlagerichtlinien genau definierten Grenzwerten, um existenzgefährdende Risiken in Abhängigkeit von einzelnen Schuldnern zu vermeiden. In zunehmendem Maße zeigt sich infolge der Krisensituation sowie der sich abzeichnenden aufsichtsrechtlichen Neuerungen eine Tendenz zur Erhöhung der Kapitalanforderungen seitens der Aufsichtsbehörden. Diese Entwicklung könnte auch Gesellschaften des Konzerns treffen und Kapitalmaßnahmen erfordern. So hat das Financial Stability Board (FSB) eine Liste mit Versicherungsunternehmen veröffentlicht, die als global systemrelevant eingestuft werden. Diese Versicherungsunternehmen stehen unter "erweiterter Aufsicht" und müssen bis Ende 2014 Sanierungs- und Abwicklungspläne erstellen. Auch Kapitalzuschläge für systemrelevante Risiken sind geplant. Der Talanx-Konzern ist vom FSB nicht als global systemrelevant eingestuft worden. Sollte sich dies ändern, können nicht geplante Kosten für den Talanx-Konzern entstehen. (Auf der Liste des FSB stehen derzeit noch keine Rückversicherungsunternehmen. Über deren Systemrelevanz soll im Jahr 2014 entschieden werden.) Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein (in den MCEV-Berechnungen konstruktionsbedingt abgebildetes) erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, auch wenn der Konzern dieses Zinsgarantierisiko vor allem durch Zinssicherungsinstrumente, eine Verlängerung der Duration auf der Aktivseite unter maßvoller Beimischung höherrentierlicher Papiere einschließlich ausgewählter GIIPS-Emissionen (siehe hierzu Abschnitt "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"), reduziert. Zudem könnte es insbesondere im Zuge weiter sinkender Zinsen und höherer Volatilitäten Rückgänge beim MCEV der Leben-Erstversicherer geben. Im Zuge der Finanzkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Zusätzliche Besorgnis im Bankenbereich entstand nicht nur aus den möglichen Verlusten auf Anleihen und Kredite an die europäischen Peripherieländer (GIIPS), sondern auch aus den regulatorisch stark angehobenen Anforderungen an das Risikokapital, die zu einem erheblichen Bedarf an neuem Eigenkapital bei den Banken bzw. zur Verkürzung der Bilanzen führen. Eine Kreditverknappung seitens der Banken könnte auch die Talanx AG treffen und ein Liquiditätsrisiko darstellen. Das Liquiditätsrisiko hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt eine geringere Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichend flüssige Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch eine erhöhte Stornoquote der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen. Für die Holding Talanx AG können sich allerdings Liquiditätsrisiken aus der möglichen Inkongruenz von Zahlungsein- und -ausgängen ergeben. Für den Fall des Auftretens ungeplanter Liquiditätsbedarfe hält die Talanx AG einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven sowie an verbindlich zugesagten Kreditlinien von Banken bereit. Weiterhin hält die Talanx AG einen Bestand an liquiden Aktiva, die - falls nötig - veräußert werden können. WESENTLICHE VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKENDie versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Ergänzend zu den folgenden Angaben enthält der Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" in den Abschnitten "Management versicherungstechnischer Risiken in der Schaden/Unfallversicherung" (siehe Seite 191 f.) und "Management versicherungstechnischer Risiken in der Personenversicherung" (siehe Seite 194 f.) eine ausführliche, auch quantitative, Beschreibung der versicherungstechnischen Risiken. In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko. Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials unzureichend interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert, z. B. durch eine höhere Inflationsrate. Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Zu den Schadendreiecken siehe Anmerkung 21 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" im Anhang. Die Bonität der Rückversicherer ist im Abschnitt "Management von Kreditrisiken aus Versicherungsverträgen" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 198 ff., angegeben. Um die Auswirkungen einer unerwarteten Veränderung der Inflation auf die Schadenrückstellungen des Konzerns genauer beurteilen zu können, werden die Auswirkungen möglicher Stressszenarien für die Talanx Primary Group regelmäßig von externen Aktuaren analysiert. Zur teilweisen Absicherung von Inflationsrisiken hat die Hannover Rück Inflationsswaps (USD- und EUR-Zero-Coupon-Swaps) abgeschlossen. Mittels dieser derivativen Finanzinstrumente werden Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken abgesichert. Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, bezeichnet die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Risikobeherrschung nehmen die Unternehmen des Talanx-Konzerns eine vorsichtige Rückstellungsbemessung vor. Dabei berücksichtigen die Unternehmen neben den von den Kunden genannten Angaben zu den Schäden auch die Erkenntnisse aus eigenen Schadenprüfungen und -erfahrungen. Außerdem wird eine sogenannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft; hierzu werden externe Reservegutachten angefertigt. Zu den Abwicklungsergebnissen der Schadenrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 21. Bei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung, bei der sich ein Zinsrisiko manifestieren kann. Eine Senkung des Rechnungszinses könnte dabei zumindest in lokaler Rechnungslegung zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. Im Folgenden werden die Risiken einzelner Versicherungszweige in der Schaden- und Unfallversicherung sowie anschließend die Risiken in der Leben-Erstversicherung und in der Personen-Rückversicherung dargestellt. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen gewähren wir dem Versicherungsnehmer und eventuell mitversicherten Personen Schutz gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter. Ersetzt werden in der Regel Personen- und Sachschäden, aber auch Vermögensschäden sind versicherbar. Hierunter fällt auch die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Die vereinbarten Versicherungssummen stellen die Deckungsgrenzen dar. Die Häufigkeit und die Höhe der Schäden können durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Durch eine Änderung der Rechtsprechung könnte die Anzahl von Fällen, in denen Ansprüche vor Gericht geltend gemacht werden, steigen, was Auswirkungen auf die Entschädigungsleistungen haben kann. Ebenso können Risiken durch Inflation und auch Zinsrisiken entstehen, da die Schäden zum Teil über einen sehr langen Zeitraum abgewickelt werden. So könnten die gebildeten Rückstellungen inflationsbedingt nicht ausreichen, um daraus die späteren Schadenzahlungen zu leisten. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen ist der (Rück-)Versicherer haftbar für alle versicherten Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit eintreten, sogar dann, wenn der Schaden erst nach der Vertragslaufzeit erkannt wird. Daher bilden wir auch bei Haftpflichtverträgen Schadenrückstellungen nicht nur für bereits gemeldete Schäden, sondern auch für solche, die zwar eingetreten, aber noch nicht berichtet worden sind. Zur Berechnung dieser Rückstellungen werden aktuarielle Methoden angewendet. Diese können bezüglich der zugrunde gelegten Annahmen Irrtumsrisiken bergen. Unfallversicherungsverträge gewähren Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen. Die Konzerngesellschaften leisten in der Regel je nach Unfallfolgen und Vertrag Tagegeld, Invaliditätsentschädigung oder -rente bzw. eine Todesfallsumme. Die Rentendeckungsrückstellungen werden auf Basis lebensversicherungsmathematischer Modelle errechnet. Die Konzern(rück)versicherungsgesellschaften kalkulieren ihre Prämien der Haftpflicht- und Unfallversicherungsverträge auf Basis von Erfahrungswerten und aktuariellen Berechnungen. Ferner steuern sie diese Risiken durch ihre Zeichnungspolitik. Zeichnungsrichtlinien, die auch Zeichnungsausschlüsse und -limite umfassen, geben Kriterien für die Risikoselektion vor. Diese Zeichnungsrichtlinien sind für die Underwriter verbindlich; sie werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird das Risiko von Spitzenbelastungen durch entsprechenden Rückversicherungsschutz reduziert. Des Weiteren werden die Rückstellungen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Sachversicherungsverträge werden geschlossen, damit im Schadensfall eine Versicherungsleistung für die beschädigte oder zerstörte Sache gezahlt wird. Die Höhe und das Ausmaß der Schäden, die diese Verträge abdecken, sind insbesondere bestimmt durch die Kosten des Wiederaufbaus von Gebäuden, die Kosten für die Wiederherstellung oder Entschädigung für den Inhalt sowie bei industriellen und gewerblichen Verträgen durch Schäden, die wegen einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs entstehen. Die Leistungen sind jedoch durch die Versicherungssumme begrenzt. In der Kraftfahrzeugversicherung können Schäden durch die Wiederbeschaffung eines zerstörten Fahrzeugs oder dessen Reparatur entstehen. Versicherungstechnische Risiken können daraus entstehen, dass unrichtige Kalkulationsannahmen, eine ungenügende Kumulkontrolle oder Fehleinschätzungen des Schadenverlaufs dazu führen, dass wesentliche Zahlungsströme von den Erwartungen abweichen, die bei der Kalkulation der Prämie zugrunde gelegt wurden. Für den Talanx-Konzern spielen in diesem Zusammenhang insbesondere Naturgefahrenrisiken eine bedeutende Rolle. Besonders der klimatische Wandel kann zu häufigen und schweren Wetterereignissen (z. B. Überflutungen oder Stürmen) mit entsprechenden Schäden führen. Bei industriellen Sachversicherungsverträgen können durch große Einzelschadenereignisse hohe Schäden entstehen. Zur Eingrenzung der Risiken beobachten wir kontinuierlich ein eventuelles Abweichen des tatsächlichen vom erwarteten Schadenverlauf und präzisieren gegebenenfalls die Kalkulationen. Beispielsweise haben die Konzerngesellschaften bei der Erneuerung von Verträgen die Möglichkeit, die Preise an eine veränderte Risikosituation anzupassen. Auch steuern sie diese Risiken durch die Zeichnungspolitik: Hier existieren ebenfalls Zeichnungsausschlüsse und -limite, die als Kriterium für die Risikoselektion gelten. In einigen Sparten gelten außerdem Selbstbehalte. Spitzenbelastungen durch hohe Einzel- und Kumulrisiken werden durch sorgfältig gewählten Rückversicherungsschutz verringert. Um Naturgefahrenkumule insbesondere für eigene Rechnung frühzeitig zu identifizieren, werden vor allem für den Hannover Rück-Konzern umfangreiche Szenarioanalysen angestellt. Basierend auf diesen Auswertungen werden das maximale Engagement, das die Hannover Rück für derartige Risiken übernehmen wird, und der entsprechende Retrozessionsbedarf bestimmt. Die Retrozession - also die Weitergabe von Risiken an andere sorgfältig ausgewählte Rückversicherer von langfristig bewährter Bonität - ist ein weiteres wichtiges Instrument, die versicherungstechnischen Risiken zu begrenzen. In der Leben-Erstversicherung wird der Versicherer durch den Versicherungsvertrag entweder zu einer einmaligen oder zu einer regelmäßig wiederkehrenden Leistung verpflichtet. Die Prämienkalkulation beruht hier auf einem rechnungsmäßigen Zins und auf biometrischen Grundlagen, die u. a. vom Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn, von der Vertragsdauer und von der Höhe der Versicherungssumme abhängen. Versicherungsfälle sind vor allem der Tod der versicherten Person oder Ablauf (Erleben) eines vereinbarten Termins. Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Dies gilt auch und vermehrt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen unter "Wesentliche operationale Risiken" diskutiert werden. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Prämien und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erforderlich machen. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen. Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an und analysieren regelmäßig die Stornosituation. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können. In diesem Zusammenhang werden Tendenzen aus der Finanzmarktkrise und dem Versicherungsumfeld kritisch betrachtet. Das allgemeine Marktumfeld ist insbesondere im Bereich der Vorsorgeprodukte schwierig und von einer tendenziell rückläufigen Neugeschäftsentwicklung geprägt. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko. Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsprämien zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) auch dahingehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Das seit einigen Jahren niedrige Zinsniveau - u. a. verursacht durch die Wirtschafts- bzw. partielle Staatsschuldenkrise im Euro-Währungsgebiet und die damit verbundene Niedrigzinspolitik - führt zu einem erhöhten Zinsgarantie- und Wiederanlagerisiko. Insbesondere birgt es für die Lebensversicherer sowie die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung im Konzern bezüglich der HGB-Bilanz das Risiko weiterer Zinsnachreservierungen. Durch die Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF), die im März 2011 in Kraft trat, ergibt sich die Notwendigkeit einer Nachreservierung seit dem Geschäftsjahr 2011. Der Aufwand zur Nachreservierung wird in Teilen durch die Auflösung von parallel entstehenden Bewertungsreserven kompensiert werden können. Dabei besteht das Risiko einer zeitlichen und betragsmäßigen Abweichung des Ansteigens der erforderlichen Höhe der Zinszusatzreserve von der Höhe der Veränderung der Bewertungsreserven. Dies wäre insbesondere bei einem kurzfristigen deutlichen Anstieg des Zinsniveaus der Fall. Das längerfristige Fortbestehen des derzeit durchschnittlich herrschenden Zinsniveaus, die damit verbundene Finanzierung der Zinszusatzreserve und die gleichzeitige Ausschüttung von Bewertungsreserven sowie die Aufrechterhaltung einer auskömmlichen Solvabilitätsquote führen insgesamt zu deutlichen Belastungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften sowie der Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung und stellen damit auch ein bedeutendes Risiko für den Talanx-Konzern dar. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, sogenannte Book-Yield Notes sowie Vorkäufe, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportfolios ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu, und die Versicherungsnehmer wären nicht an den gegebenenfalls entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Gesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung, insbesondere Katastrophenrisiken z. B. im Hinblick auf Pandemien. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis von abgesicherten biometrischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit) genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung der weltweit gültigen Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überarbeitet werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der entsprechenden Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen (z. B. von Stornorisiken) vorgenommen. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko nur von geringer Risikorelevanz in der Personen-Rückversicherung. Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. RISIKEN AUS DEM AUSFALL VON FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet, die Größenordnungen der Abgaben je Rückversicherungspartner überwacht und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best zugrunde gelegt. Die konsistente und einheitliche Verwendung von stichtagsbezogenen Ratinginformationen wird über ein konzernweit zugängliches Ratinginformationssystem sichergestellt. Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Ergänzend zu den vorstehenden Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "Management von Kreditrisiken aus Versicherungsverträgen" im Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 198 ff. WESENTLICHE RISIKEN AUS KAPITALANLAGENDie Risiken aus Kapitalanlagen umfassen insbesondere Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken und stellen eine für den Talanx-Konzern wesentliche Risikokategorie dar. Sie sind insbesondere vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis von Kapitalanlagerichtlinien sowie durch den für die einzelnen Gesellschaften jeweils gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen geregelt. Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarkts zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Zielen ausgerichtet:
Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften. Für die einzelnen Gesellschaften bestehen detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie und orientieren sich so an den Prinzipien des § 54 VAG, dass möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Das Risikocontrolling der Talanx Asset Management GmbH und der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen. Zum Umfang und Ausmaß dieser Risiken verweisen wir zusätzlich zu den nachstehenden Abschnitten auf unsere Ausführungen im Konzernanhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" unter "Risiken aus Kapitalanlagen", Seite 201. MARKTPREISRISIKENMarktpreisrisiken entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und können auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus sowie von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Diese können zu Wertberichtigungsbedarf oder zu Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Ergänzend ist das Credit-Spread-Risiko zu nennen. Als Credit Spread wird die Zinsdifferenz zwischen einer risikobehafteten und einer risikolosen Anleihe bei gleichbleibender Bonität bezeichnet. Änderungen dieser am Markt beobachtbaren Risikoaufschläge führen analog der Änderungen der reinen Marktrenditen zu Marktwertänderungen der korrespondierenden Wertpapiere. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Zu dem daraus resultierenden Zinsgarantierisiko in der Lebensversicherung siehe Abschnitt "Wesentliche versicherungstechnische Risiken". (Ungesicherte) Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertveränderungen von im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivaten. Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen - insbesondere dann, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht. Bei der Steuerung des Währungsrisikos wird überwacht, ob jederzeit eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Das Risiko wird begrenzt, indem Kapital möglichst in den Währungen angelegt wird, in denen die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen sind. Die Investitionen in alternative Assetklassen wie Private-Equity- und Hedge-Fonds werden durch ein konservatives Regelsystem limitiert und regelmäßig überwacht. Die Hedge-Fonds sind für die einzelnen Gesellschaften vollständig transparent und werden täglich im Hinblick auf Liquidität, Leverage und Exposure überwacht. Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt oder über Fondsanteile gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall (z. B. eine Immobilienkrise) hervorgerufen werden. Bei direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolio-Ebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände/Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko wie bei den Private-Equity-Fonds durch regelmäßiges Beobachten der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert. Durch eine Vielzahl risikosteuernder Maßnahmen reduzieren wir die potenziellen Marktpreisrisiken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR) unter Einbezug der Passivseite. Die Berechnung des VaR erfolgt auf Basis historischer Daten, z. B. der Volatilität der Marktwerte und der Korrelation der Risiken. Im Rahmen dieser Berechnungen wird der Rückgang des Marktwerts unseres Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums simuliert. Weitere wesentliche Risikosteuerungsmaßnahmen sind Stresstests. So simulieren die Experten der Talanx Asset Management GmbH mögliche Marktveränderungen mit der Folge erheblicher Kurs- und Zinsverluste für den Großteil der Wertpapiere. Zudem werden Marktpreisrisiken anhand von unternehmensspezifischen und aufsichtsrechtlich gebotenen Stresstests mit entsprechend fest vorgegebenen Stresstestparametern ermittelt. Zu weiteren Informationen zu Marktpreisrisiken verweisen wir auf den Abschnitt "Management von Risiken aus Kapitalanlagen" im Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 201. RISIKEN AUS DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTENDerivatgeschäfte schließt der Talanx-Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. In geringem Umfang werden im Talanx-Konzern auch OTC-Derivate eingesetzt, die zu einem Kontrahentenrisiko führen. Zudem wurden bei der Hannover Rück zur Absicherung eines Teils der Inflationsrisiken der versicherungstechnischen Schadenreserven Inflationsswaps genutzt. Über Art und Umfang der Investitionen in derivative Finanzinstrumente entscheiden die Gesamtvorstände der Konzerngesellschaften. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifikantes Bonitätsrisiko vermieden. Interne Richtlinien regeln zudem den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden laufend überwacht. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Durch die Anwendung von Netting und Sicherheitsvereinbarungen wird das wirtschaftliche Ausfallrisiko aus dem Einsatz von OTC-Derivaten mit den jeweiligen Kontrahenten reduziert. Nähere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente können der Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" im Anhang im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz" entnommen werden. BONITÄTSRISIKENAdressenausfallrisiken bzw. Bonitätsrisiken bestehen in der potenziellen Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Schuldnern und der daraus resultierenden Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder bonitätsbedingter Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch Ratingagenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratings. Ist ein Rating auf diese Weise nicht zu ermitteln, wird ein internes Rating erstellt. Dieses geschieht durch Auf- und Abschläge gegenüber dem Emittentenrating bzw. anderen Papieren des gleichen Emittenten. Die Risikomessung und -steuerung erfolgt außer anhand der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeiten für die jeweilige Ratingklasse anhand der Produktart, der erwarteten Erlösquote sowie der Restlaufzeit. Darüber hinaus wird als Risikokennzahl ein Credit Value at Risk als unerwarteter Verlust mit einer Haltedauer von einem Jahr und einem angestrebten Sicherheitsniveau von 99,5 % ermittelt. Die Adressenausfallrisiken werden durch unterschiedliche Limitierungen auf Portfolio-, Ratingklassen-, Emittenten- und Emissionsebenen begrenzt. Das Überschreiten von Limiten (Limitbruch) führt zu definierten Eskalationsmaßnahmen. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "Management von Risiken aus Kapitalanlagen" im Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 201. LIQUIDITÄTSRISIKENUnter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in flüssige Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifikante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen. Den Liquiditätsrisiken begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Talanx Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos liegt in der Verantwortung der operativen Versicherungsunternehmen. Hierzu verwenden sie angemessene Systeme, die die Besonderheiten der unterschiedlichen Geschäftsmodelle im Konzern entsprechend reflektieren. Auf diese Weise erzielen wir die größtmögliche Flexibilität bei der gesamten Liquiditätshaltung. Für die einzelnen Gesellschaften im Konzern existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. So weisen Schaden/Unfall-Versicherer im Konzern aufgrund der kürzeren Duration der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen in der Regel höhere Mindestlimite für den Bestand von Papieren mit hoher Liquidität aus als Lebensversicherer, die in der Regel eine höhere Duration der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen vorweisen. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Auf der Ebene der Talanx AG kann sich ein Liquiditätsrisiko aus zwei Anlässen ergeben: der Refinanzierung von fällig werdenden Fremdverbindlichkeiten sowie der Anforderung von Kapital durch Tochtergesellschaften und kann im Wesentlichen durch Inkongruenzen zwischen Zahlungsein- und -ausgängen entstehen. Bezüglich der Refinanzierung besteht insbesondere das Risiko, dass liquide Mittel nur noch zu erhöhten Zinssätzen beschafft werden können bzw. Vermögensgegenstände nur zu erhöhten Abschlägen veräußert werden können. Zur Steuerung der Liquidität hat die Talanx AG ihre jederzeitige Zahlungsfähigkeit im Normalbetrieb sowie in möglichen Krisensituationen sicherzustellen. Hierzu wird die Liquiditätsposition auf Tagesbasis überwacht und eine Liquiditätsplanung über zwölf Monate sowie eine Liquiditätsvorschau über einen Zeitraum von drei Jahren erstellt und in regelmäßigen Abständen dem Konzernvorstand vorgelegt. Für den Fall des Auftretens ungeplanter Liquiditätsbedarfe hält die Talanx AG einen ausreichenden Bestand an Liquiditätsreserven sowie an verbindlich zugesagten Kreditlinien von Banken bereit. Im Rahmen der Kreditvereinbarungen mit Banken ist die Talanx AG marktübliche Verpflichtungen (sogenannte Covenants) eingegangen. Um eine Fälligstellung der ausstehenden Kreditsummen aufgrund einer Nichteinhaltung der Verpflichtungen zu vermeiden, ist ein System der fortlaufenden Überwachung eingerichtet worden. Weiterhin hält die Talanx AG einen Bestand an liquiden Aktiva, die - falls nötig - veräußert werden können. Der Konzern optimiert die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln auch mithilfe von Cash Pools innerhalb der jeweiligen Tochterunternehmen sowie der Talanx AG, in denen Liquiditätszu- und -abflüsse der Konzernunternehmen gesteuert werden. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken können dem Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" dem Anhang im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" entnommen werden, Seite 207 f. WESENTLICHE OPERATIONALE RISIKENHierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse sowie mitarbeiten und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Datenschutz-, Kartellrechts- und sonstige Rechtsrisiken. Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, mit den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Für die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externen und internen Richtlinien ist neben der Konzernrevision auch die Funktion Compliance zuständig. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen, wie insbesondere geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-)Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Insbesondere für den Lebensversicherungsbereich spielen rechtliche Risiken eine bedeutende Rolle. Sie werden vom Talanx-Vorstand im ständigen Austausch mit dem lokalen Management kontinuierlich beobachtet. In verschiedenen Ländern ist eine Finanztransaktionssteuer zur zumindest teilweisen Finanzierung der Kosten der Bankenkrise geplant oder bereits umgesetzt. Die EU-Kommission hat im Februar 2013 einen Richtlinienvorschlag für eine Finanztransaktionssteuer vorgelegt, die von einigen Mitgliedsstaaten (darunter Deutschland) eingeführt werden soll. Laut Richtlinienentwurf ist die Einführung der Transaktionssteuer für 2014 geplant, was jedoch für wenig wahrscheinlich erachtet wird. Eine Einführung im Jahr 2015 wird allerdings derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet. Die genaue Ausgestaltung einer Finanztransaktionssteuer, insbesondere die Einbeziehung von Altersvorsorgeprodukten und damit verbundenen Kapitalanlagen, ist noch unklar. Es besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe gegebenenfalls auch den Konzern trifft. Berechnungen des gdv gehen unter Annahme der Mindeststeuersätze von einer jährlichen Belastung in der Größenordnung von zehn Basispunkten der relevanten Kapitalanlagen aus. Steuerliche Risiken können sich für den Konzern zudem aus der Neuregelung des Pauschalverfahrens zur Bewertung der Schadenrückstellungen ergeben. Die bisherige Regelung, die auf vor dem 1. Januar 2014 endende Wirtschaftsjahre begrenzt war, hat das Bundesministerium der Finanzen zunächst um zwei Jahre verlängert. Mit dem Auslauf der Pauschalregelung ist für die Talanx-Gesellschaften das Risiko einer nur steuerlichen Gewinnerhöhung verbunden. Darüber hinaus gibt es gerichtlich anhängige Verfahren, die nach rechtskräftigem Abschluss Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Dies gilt insbesondere auch für den Lebensversicherungsbereich. Zu derartigen vor Gerichten ausgetragenen Themen gehört beispielsweise die Frage der Behandlung der unterjährigen Zahlungsweise in Versicherungsverträgen. Bei der Behandlung der Ratenzahlungszuschläge existieren unterschiedliche Gerichtsentscheidungen, wobei die Oberlandesgerichte, soweit ersichtlich, einhellig zugunsten der Versicherer geurteilt haben. Für ein Einzelklageverfahren liegt inzwischen ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 6. Februar 2013 zugunsten des verklagten Versicherers vor. Zudem wurde in zwei Verbandsklageverfahren die Revision seitens der Verbraucherzentrale Hamburg zurückgenommen. Ein weiteres Verfahren wird jedoch weitergeführt. Bei dem Neugeschäft wurden die bisher gerichtlich besonders angefochtenen Aspekte aus Vorsicht und auch aus verbraucherfreundlichen Erwägungen angepasst. Für den Bestand ist das nicht möglich. Zur Europarechtskonformität des § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG zum Policenmodell ist am 19. Dezember 2013 der EuGH dem Schlussantrag der zuständigen Generalanwältin gefolgt und hat entschieden, dass die in o. g. Vorschrift verankerte Ausschlussfrist mit dem europäischen Richtlinienrecht nicht in Übereinstimmung zu bringen ist. Zur Europarechtskonformität des Policenmodells äußert sich der EuGH ausdrücklich nicht. Der BGH muss nun entscheiden, welche Schlussfolgerungen für den zugrunde liegenden Fall zu ziehen sind. Es ist davon auszugehen, dass der BGH dem Versicherungsnehmer ein Widerspruchsrecht unabhängig von dem Ablauf der Frist des § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG zugestehen wird. Welche Rechtsfolgen sich hieraus allerdings im Hinblick auf eine mögliche vollständige Rückabwicklung des Versicherungsvertrags ergeben, ist offen. Zudem hat der Bundesgerichtshof in den Jahren 2012 und 2013 diverse Entscheidungen zur Abschlusskostenverrechnung im Rahmen der Berechnung von Rückkaufswerten gefällt. In diesem Zusammenhang ergibt sich das Risiko, dass die bereits gestellten Reserven nicht ausreichen, um die gerichtlich bestimmten Mindestrückkaufswerte auszuzahlen. Laut Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sind die Versicherungsnehmer im Sinne des § 153 III 3 VVG neben den laufenden/jährlichen Überschüssen und den Schlussüberschüssen an den Bewertungsreserven (BWR) zu beteiligen, soweit kein Ausschluss besteht. Der Großteil der Lebensversicherer gewährt eine "Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven", die unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Bewertungsreserven bei Beendigung des Vertrags fällig wird. Bei relativ hohen Bewertungsreserven wird der Kunde bei Vertragsbeendigung über die Mindestbeteiligung hinaus eine Beteiligung an den Bewertungsreserven erhalten. Bei niedrigen Bewertungsreserven ist es möglich, dass lediglich die Mindestbeteiligung fällig wird. Diese Praxis wird von Verbraucherschützern und Kunden verstärkt kritisiert. Zudem gibt es bereits ein laufendes Verfahren gegen ein Versicherungsunternehmen, dessen Ausgang weitreichende Folgen haben kann. Bei entsprechend negativem Ausgang des Prozesses können durch (Nach-)Regulierung zugunsten des Versicherungsnehmers "Schäden" entstehen. Im Falle des Eintritts müssten Bewertungsreserven trotz einer rechnerisch vorhandenen Mindestbeteiligung gezahlt werden (möglicherweise unter Ansatz einer Bewertungsreserven-Höhe des Folgemonats). Auch die ausländische Gesetzgebung kann zu Risiken führen. Im März 2010 wurde in den USA der "Foreign Account Tax Compliance Act" (FATCA) verabschiedet. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Steuerhinterziehung von US-steuerpflichtigen Personen und Gesellschaften zu bekämpfen. Hier sollen alle Nicht-US-Finanzdienstleister gegenüber der amerikanischen Steuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) ab dem 1. Juli 2014 zur Übernahme von Identifizierungs- und Meldeverpflichtungen ihrer in den USA steuerpflichtigen Kunden und Geschäftspartner verpflichtet werden. Kommen die Finanzinstitute dem nicht nach, so droht den Nicht-US-Finanzinstituten eine 30-prozentige Strafsteuer auf alle Einkünfte aus US-Quellen (ab 2014) sowie aus allen Erlösen aus der Veräußerung von US-Kapitalanlagen (ab 2017). FATCA-relevant sind Produkte, die es ermöglichen, Kapital anzulegen und Erträge zu erzielen. Hierunter fallen auch Versicherungsprodukte mit entsprechenden Investmentkomponenten. Die USA streben an, mit den jeweiligen nationalen Staaten zwischenstaatliche Vereinbarungen (Intergovernmental Agreement, IGA) abzuschließen, um die Datenweiterleitung an die US-Behörden zu legitimieren. Zurzeit kollidieren die FATCA-Anforderungen mit den Datenschutzbestimmungen einer Vielzahl nationaler Staaten. In Staaten ohne zwischenstaatliche Vereinbarung sollen die Finanzinstitute direkt mit dem IRS einen Vertrag zur Datenlieferung abschließen. Finanzinstitute in Ländern mit einer zwischenstaatlichen Vereinbarung sind jedoch von dieser Strafsteuer ausgeschlossen. In Deutschland ist bereits eine zwischenstaatliche Vereinbarung abgeschlossen worden. Die Umsetzung von FATCA in den deutschen Gesellschaften des Talanx-Konzerns erfolgt termingerecht. Da in einer Vielzahl der Staaten mit betroffenen Konzerngesellschaften keine IGA abgeschlossen respektive die rechtlichen Voraussetzungen für eine FATCA-Compliance noch nicht geschaffen wurden, werden die Entwicklungen von FATCA zur Reduzierung der Risiken auch weiterhin intensiv verfolgt. Weitere mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, die die Konzerngesellschaften betreffen können, werden eng überwacht. Unabhängig von der Frage der rechtlichen Bindungswirkung können aus einzelnen Gerichtsurteilen Reputationsrisiken entstehen. Die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern sehen sich vor dem Hintergrund der aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS und Solvency II. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert sowie unser Risikomanagement entsprechend weiterentwickelt, um damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht zu werden. Dies begleitet die Konzernrechtsabteilung eng, mit dem Ziel einer konzernweit konsistenten Auslegung der rechtlichen Vorgaben an das Risikomanagement. Das in Solvency II vorgesehene Prinzip des "Full Fair Value" führt für die langfristigen Garantien der deutschen Lebensversicherer zu starken Schwankungen im Kapitalbedarf. Im Rahmen der Ermittlung des Marktwertes der versicherungstechnischen Verpflichtungen sind die langfristigen Garantien zu berücksichtigen und mit Eigenkapital zu hinterlegen. Infolge des lang anhaltenden niedrigen Zinsniveaus verschärft sich die Situation zusätzlich, da die Lebensversicherer vor der Herausforderung stehen, die vertraglich zugesagte Rendite für Verpflichtungen mit hohen Zinsgarantien zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten der marktkonsistenten Abbildung nach Solvency II ist daher möglicherweise ein zusätzlicher Eigenkapitalbedarf oder die Notwendigkeit eines Nettorisikoabbaus für Lebensversicherer nicht auszuschließen. Im Rahmen von Solvency II können sich zudem regulatorische Risiken insbesondere in Bezug auf Tochtergesellschaften ergeben, an denen die Talanx oder der für die Gruppenbeaufsichtigung maßgebliche HDI V. a. G. zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß den Entwürfen der Anforderungen sollen zukünftig die Risiken aus solchen Beteiligungen zu 100 % bei der Ermittlung des erforderlichen Gruppensolvenzkapitals berücksichtigt werden, während die Eigenmittel jedoch Transferierbarkeitsbeschränkungen unterliegen und auf Gruppenebene nur beschränkt anrechenbar sind (sogenannte Haircuts). Durch weitere Auslandsakquisitionen unter Einbindung unseres Partners Meiji Yasuda als Minderheitsaktionär könnte sich dieses Risiko gegebenenfalls erhöhen. In den gemeinschaftlichen Aktivitäten mit Meiji Yasuda können naturgemäß Meinungsverschiedenheiten entstehen. Wegen gesetzlicher und vertraglicher Schutzrechte des Minderheitsaktionärs können diese zu Joint-Venture-typischen Deadlock-Situationen führen. In Extremfällen dann zur Überwindung vorgenommene Anteilsübertragungen auf die Talanx-Gruppe würden naturgemäß Liquiditätsbelastungen nach sich ziehen. Neben den rechtlichen Risiken zählen zu den weiteren bedeutenden operationellen Risiken für den Talanx-Konzern der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit, denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronischer Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig sind. Daher legt der Konzern großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und - wo tarifvertraglich möglich - adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen. Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur, die zu Betriebsunterbrechungen führen können, reduzieren wir u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits-/Wartungsvorschriften und Brandschutzmaßnahmen. Zudem ermöglichen im Falle einer Störung vorhandene Notfallplanungen eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb. Zur Steuerung und Koordination der Maßnahmen zur Wiederherstellung des Normalbetriebs wurden sowohl auf Ebene der Talanx als auch in den Konzerngesellschaften Krisenstäbe gebildet. Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagementprozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und fließen in die Risikoberichterstattung ein. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt. Vertriebliche Risiken können sich aus dem allgemeinen Marktumfeld (Konjunktur, Inflation, Biometrie etc.) und dem Versicherungsumfeld (Konkurrenzverhalten, Kunden-, Vermittler-, Mitarbeiterbedürfnisse etc.) ergeben. Grundsätzlich arbeitet der Talanx-Konzern im Vertrieb nicht nur mit eigenen Außendienstorganen, sondern auch mit externen Vermittlern, Maklern und Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht insbesondere bei Fremdvertrieben naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse geprägt werden können - mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb. SONSTIGE WESENTLICHE RISIKENIm Bereich der sonstigen Risiken sind für uns hauptsächlich mögliche zukünftige Risiken ("Emerging Risks"), die strategischen Risiken und die Reputationsrisiken wesentlich. Des Weiteren fallen unter sonstige Risiken auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG. "Emerging Risks" (z. B. in der Nanotechnologie oder im Zuge des Klimawandels) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Risikogehalt, insbesondere im Hinblick auf unseren Vertragsbestand, noch nicht verlässlich beurteilt werden kann. Die Risiken entwickeln sich allmählich von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen. Daher sind Risikofrüherkennung und anschließende Relevanzbestimmung von entscheidender Bedeutung. Zur Früherkennung haben wir einen effizienten geschäftsbereichsübergreifenden Prozess entwickelt und die Anbindung an das Risikomanagement sichergestellt, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten zu können (z. B. laufende Überwachung und Bewertung, vertragliche Ausschlüsse oder die Entwicklung neuer [Rück-]Versicherungsprodukte). Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen, eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien oder die unzureichende Umsetzung strategischer Projekte sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Reputationsrisiken sind Risiken, die sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden) ergeben. Diese können z. B. aus der unzureichenden Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben oder auch aus der verspäteten oder fehlerhaften Veröffentlichung von Geschäftszahlen resultieren. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze. Sonstige Risiken des Talanx-Konzerns umfassen implizit auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, die sich insbesondere aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, der Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und einer möglichen mangelnden Ausgewogenheit des Geschäfts ergeben. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnet der Konzern mit geeigneten Instrumenten im Controlling, in der Konzernrevision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und fehlender Ausgeglichenheit des Geschäfts reduziert der Konzern für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfolio-Bereiche. Die Risiken der Tochtergesellschaften, die zu einer Realisation der Beteiligungsrisiken der Talanx AG führen können, werden in den Risikomanagement-Systemen der Tochtergesellschaften identifiziert, überwacht und gesteuert. Das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen oder deren ungenügender Rentabilität wird durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung des Risikomanagements und unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie durch eine intensive Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie sinnvollerweise möglich gehalten. Der Verlauf des Mergers & Acquisitions(M&A)-Prozesses sowie Schnittstellen und Verantwortlichkeiten sind in einer M&A-Richtlinie geregelt. Des Weiteren achtet die Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und dem Kapitalbedarf von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität und Ausschüttungsfähigkeit. Der Überwachung des Finanzierungsrisikos dienen dabei regelmäßig aktualisierte Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie eine Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung. Aus den Pensionsverpflichtungen, die die Talanx AG übernommen hat, kann sich ein Nachreservierungsbedarf ergeben, wenn die Zinsen sinken oder laufende Rechtsstreitigkeiten über unterbliebene Rentenanpassungen weiterführenden Zuführungsbedarf auslösen. Zudem kann eine steigende Inflationsrate zu zusätzlichen Aufwendungen führen, wenn hierdurch höhere Rentenanpassungen als einkalkuliert notwendig werden. Talanx veranlasst eine regelmäßige Überprüfung der Rechnungsgrundlagen auf ihre Angemessenheit, um dem Risiko möglicher ungenügender Dotierung der Pensionsrückstellungen (z. B. durch Sterblichkeitsänderungen, Inflation und Zinsentwicklung) entgegenzusteuern. GESAMTBILD DER RISIKOLAGEEs sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Gleichwohl könnte eine lang anhaltende Niedrigzinsphase zu Jahresfehlbeträgen aus Teilen des Lebensversicherungsbereichs führen. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Wirtschafts- bzw. partiellen Staatsschuldenkrise besteht zudem ein hoher Grad an Unsicherheit, ob sich diesbezügliche Risiken nicht zukünftig weiter konkretisieren und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns nachhaltig beeinträchtigen werden. Die weitere Entwicklung der Krise kann vor allem auch nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten der Versicherungsnehmer haben. Große Unsicherheit besteht zudem - wie ausgeführt - für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Die derzeit aufsichtsrechtlich gültigen Solvabilitätsanforderungen werden vom Talanx-Konzern erfüllt, siehe Wirtschaftsbericht, Kapitel "Vermögens- und Ertragslage", Abschnitt "Gruppensolvabilität". PROGNOSE- UND CHANCENBERICHTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDie Eurozone scheint die Rezession überwunden zu haben, die wirtschaftliche Lage im Euroraum hat sich spürbar entspannt - ein Beleg dafür, dass die von den südlichen Krisenländern vorangetriebene Konsolidierung ihrer Staatsfinanzen und die dortigen Arbeitsmarktreformen wirken. Das Vertrauen in die Wirtschaft der Eurozone kehrt zurück, die realwirtschaftliche Entwicklung dürfte folgen. Die Stimmungsaufhellung beruht auf einem zunehmend stabilen makroökonomischen Fundament: Die Leistungsbilanz der Eurozone zeigt erfreuliche strukturelle Verbesserungen - so sind vor allem Peripherieländer zu Nettoexporteuren geworden. Die tiefe Rezession in diesen Ländern infolge der strukturellen Anpassungen sollte nach und nach abklingen; der im Zuge starker finanzieller Einschnitte aufgebaute Konsumstau der privaten Haushalte dürfte sich langsam auflösen. Damit geht voraussichtlich auch ein steigendes Kreditvolumen einher. In der Summe erwarten wir für den Euroraum im Jahr 2014 ein moderates Wirtschaftswachstum. Rückenwind für die Wirtschaft der Eurozone kommt aus den USA: Die US-Konjunktur zeigt sich robust, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet erfreuliche Wachstumsraten. Außerdem hat sich die Verschuldung der privaten Haushalte in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Sowohl der Immobilienmarkt als auch die gestiegene Beschäftigungsrate werden den Konsum der privaten US-Haushalte stützen. Parallel zum steigenden Vermögen nimmt auch das verfügbare Einkommen der US-Haushalte deutlich zu. Auch der Kurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird trotz einer strafferen Geldpolitik expansiv bleiben, da die Leitzinsen auf absehbare Zeit nahe null liegen. In den Schwellenländern hat die Dynamik zuletzt nachgelassen. Wir sehen diese Länder sowohl vor strukturellen als auch vor zyklischen Herausforderungen. Allerdings dürften die Wachstumsraten auch zukünftig auf einem relativ hohen Niveau liegen - u. a. dank der mitunter hohen Währungsreserven dieser Länder und ihrer insgesamt niedrigen Staatsverschuldung. Außerdem ist für die Wirtschaftsentwicklung der meisten Schwellenländer eine stärkere US-Nachfrage wichtiger als die abnehmende Liquidität der Fed. Die wirtschaftliche Entwicklung in China sollte 2014 stabil bleiben. Die nach wie vor expansive Geldpolitik der Zentralbanken wird unserer Einschätzung nach im laufenden Jahr keinen Inflationsdruck erzeugen. Wir erwarten vielmehr, dass die Inflationsziele der westlichen Zentralbanken auch weiterhin unterschritten werden. KAPITALMÄRKTEStabilere wirtschaftliche Rahmendaten lassen - in Kombination mit den verbleibenden politischen und ökonomischen Risiken - mittelfristig weiterhin niedrige Zinsen erwarten. Was die Zentralbanken betrifft, so ist für die Kernwährungen Euro, US-Dollar und britisches Pfund vorerst keine Abkehr von der expansiven Geldpolitik zu erwarten. Die Marktteilnehmer zeigen weiterhin eine geringe Risikofreude und ein großes Anlageinteresse an Papieren mit hohem Zinsaufschlag (Spread-Produkten). Das ist auch an der starken Resonanz auf entsprechende Emissionen zu Beginn des Jahres 2014 ablesbar. Obwohl die Marktverfassung momentan sehr stabil wirkt und diverse politische Probleme gelöst oder verschoben wurden, ist eine endgültige Stabilisierung der allgemeinen Risikosituation noch nicht gelungen. Der Refinanzierungsbedarf vieler Länder wird hoch bleiben, sie werden daher voraussichtlich auch weiterhin in großem Umfang Staatsanleihen ausgeben. Wir erwarten mittelfristig moderat steigende Renditen, primär bei Papieren mit längeren Laufzeiten, und eine stabile Entwicklung der Risikoaufschläge. Europäische und US-amerikanische Aktien sind bereits hoch bewertet, das Potenzial weiterer Kurssteigerungen daher begrenzt. Gleichwohl wird das Versprechen durch die Fed, die Leitzinsen auf ihrem niedrigen Niveau zu belassen, die Aktienmärkte auch im Jahr 2014 stützen und die Umschichtung von Anleihen in Aktien vorantreiben. Im Jahr 2014 ist ein vorteilhaftes Szenario für europäische Aktien zu erwarten: Die zuletzt starke Entwicklung der US-Aktienmärkte macht europäische Aktien relativ preiswerter. Außerdem wachsen in der Eurozone erstmals seit Frühjahr 2012 wieder die Unternehmensgewinne. Auch die erwartete volkswirtschaftliche Erholung in der Eurozone unterstützt die Erwartung einer Trendwende bei den Unternehmensgewinnen. Die US-Unternehmen hingegen verzeichnen nach zuletzt hohen Wachstumsraten nur noch konstante Gewinne. Wir sehen eine sich langsam vollziehende Annäherung der europäischen und US-amerikanischen Unternehmensgewinne - ein positiver Impuls für die Aktienindizes in der Eurozone. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie Prognosen zu den Versicherungsmärkten stützen sich insbesondere auf Veröffentlichungen des Rückversicherungsunternehmens Swiss Re und der Ratingagentur Fitch Ratings. INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTEIn der internationalen Schaden- und Unfallversicherung erwarten wir für 2014 ein geringfügiges reales Wachstum der Prämieneinnahmen. Während in den Schwellenländern von einem leichten Rückgang des realen Prämienwachstums auszugehen ist, rechnen wir für die entwickelten Märkte mit einer leichten Zunahme. Der gegenwärtig andauernde weiche Markt zeigt in vielen Nicht-Leben-Segmenten erste Anzeichen einer Erholung. Eine Erholung auf breiter Front ist jedoch weiterhin nicht in Sicht, sodass wir in der internationalen Schaden- und Unfallversicherung für das Jahr 2014 von einer weiterhin niedrigen Profitabilität ausgehen. Nach einem verhaltenen Jahr 2013 rechnen wir für 2014 in Mittel- und Osteuropa mit einem erheblich ansteigenden realen Prämienwachstum, wenngleich das wettbewerbsintensive Umfeld weiterhin Druck auf die Preise ausüben wird. In Lateinamerika stiegen 2013 die Prämien real stark an. Für 2014 gehen wir jedoch von einem geringeren Prämienwachstum aus. Das hat zwei Gründe: Einmaleffekte wie 2013 in Brasilien und Mexiko - u. a. hatten zwei Ölgesellschaften ihre Policen erneuert - werden nicht auftreten; zudem wird das reale Prämienwachstum in Argentinien moderater sein. Auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten erwarten wir 2014 eine weitere Steigerung des realen Prämienwachstums, und zwar sowohl in den entwickelten Märkten als auch in den Schwellenländern. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Profitabilität in der Lebensversicherung, die in den vergangenen Jahren abgenommen hat, 2014 wieder steigen wird. Denn das herausfordernde Zinsumfeld und regulatorische Änderungen mit strengeren Kapitalanforderungen belasten die Ergebnisse der Lebensversicherer weiterhin. In Mittel- und Osteuropa dürfte das reale Prämienwachstum 2014 nach dem starken Rückgang 2013 wieder annähernd zum Niveau des Jahres 2012 aufschließen. Je nach ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wird es unterschiedlich lange dauern, bis die einzelnen Länder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Für den polnischen Lebensversicherungsmarkt etwa erwarten wir nach dem Rückgang 2013 schon im laufenden Geschäftsjahr wieder ein Wachstum. In Lateinamerika erwarten wir nach der Rückkehr zu einem nachhaltigen realen Prämienwachstum im Jahr 2013 für 2014 eine leichte Zunahme des realen Prämienwachstums. DEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFTFür das Jahr 2014 rechnen wir in der Schaden- und Unfallversicherung in Deutschland damit, dass sich das Beitragswachstum auf dem gleichen Niveau wie im Berichtsjahr hält. Die durch eine Reihe von Naturereignissen entstandenen Schäden aus dem Jahr 2013 könnten die Durchsetzung weiterer Prämienerhöhungen unterstützen. Nachdem das reale Beitragswachstum 2013 in der Lebensversicherung in Deutschland angezogen hat, erwarten wir für 2014 lediglich ein geringes Wachstum der Beiträge. Die anhaltend niedrigen Zinsen und ihre negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürften die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2014 weiterhin belasten. AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2014Wir beschreiben auf den folgenden Seiten die Erwartungen für das laufende Jahr für den Konzern und seine Geschäftsbereiche. Der Ergebnisausblick und die Prognosesicherheit bleiben herausfordernd, weil die weitere Entwicklung wichtiger Rahmenbedingungen, wie die Staatsschulden- und Finanzmarktkrise und insbesondere das anhaltend niedrige Zinsumfeld, schwierig einzuschätzen ist. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung wollen wir unsere globale Präsenz durch überdurchschnittliches Wachstum im Ausland weiter ausbauen. Der Umbau des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland soll 2015 abgeschlossen und ab 2016 das Einsparpotenzial in vollem Umfang realisiert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Anpassung an das geänderte Umfeld für Lebensversicherungen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wollen wir die Integration von akquirierten Gesellschaften erfolgreich beenden. Im Geschäftsbereich Schaden-Rückversicherung soll weiterhin profitables, selektives Wachstum generiert und im Geschäftsbereich Personen-Rückversicherung die weltweite Marktposition weiter ausgebaut werden. L70 AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IN DEN WESENTLICHEN GESCHÄFTSBEREICHEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGENscroll
VORAUSSICHTLICHE FINANZIELLE ENTWICKLUNG DES KONZERNSWir gehen von folgenden Annahmen aus:
TALANX-KONZERNFür den Talanx-Konzern streben wir 2014 - auf Basis konstanter Wechselkurse - ein Bruttoprämienwachstum von 2 % bis 3 % an, das vorwiegend im Ausland generiert werden soll. Die IFRS-Kapitalanlagerendite sollte 2014 bei rund 3,4 % liegen, wobei der weit überwiegende Beitrag aus ordentlichen Kapitalerträgen resultiert. Für das Jahr 2014 streben wir ein Konzernergebnis von mindestens 700 Mio. EUR an, obwohl der Effekt des Anteilsverkaufs an Swiss Life entfällt und wir zudem das einkalkulierte Großschadenbudget im Vergleich zu 2013 substanziell erhöhen. Dieses Ergebnisziel bedeutet also eine deutliche operative Verbesserung. Damit dürfte die Eigenkapitalrendite im Jahr 2014 bei rund 10 % liegen, womit wir unser strategisches Ziel von 750 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins erreichen dürften. Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten. Unser erklärtes Ziel ist es, einen Anteil von 35 % bis 45 % vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten. INDUSTRIEVERSICHERUNGAngesichts unserer bereits hohen inländischen Marktdurchdringung bestehen hier nach wie vor im Ausland die größten Wachstumschancen. Daher soll 2014 der Ausbau der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zum Global Player weiter vorangetrieben werden. Europaweit streben wir den Ausbau unseres Industriegeschäfts in den Bereichen Lokalgeschäft, Mittelstand und internationale Versicherungsprogramme an. Unsere Zielregionen außerhalb Europas sind weiterhin Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und die Arabische Halbinsel. Insbesondere aufgrund des weiterhin steigenden Auslandsgeschäfts erwarten wir insgesamt ein Bruttoprämienwachstum von 3 % bis 5 %. Um im Ergebnis überproportional vom Prämienwachstum zu profitieren, wird auch 2014 das strategische Ziel verfolgt, den Selbstbehalt sukzessive zu steigern. Aufgrund der guten Kapitalausstattung des Segments wird es voraussichtlich möglich sein, die Selbstbehaltsquote auf ca. 50 % steigern zu können. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für das Jahr 2014 eine Normalisierung des Großschadenaufkommens und demzufolge eine geringere kombinierte Schaden-/Kostenquote von 96 % bis 98 %. Daher sollte sich 2014 die EBIT-Marge auf über 10 % steigern und die Eigenkapitalrendite bei rund 9 % liegen. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDFür das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland gehen wir für 2014 insbesondere aufgrund von Vertragsabläufen im Leben-Geschäft und einer weiteren Profitabilisierung im Kraftfahrtgeschäft von einem leichten Abrieb der gebuchten Bruttoprämien um 1 % bis 2 % aus. Im Neugeschäft der Lebensversicherung wollen wir den Anteil an Risikoprodukten und die Flexibilisierung von Garantieprodukten forcieren und streben eine Neugeschäftsmarge von mindestens 2 % an. Wir erwarten eine kombinierte Schaden-/Kostenquote, die aufgrund einer weiteren Anhebung des Preisniveaus im Kraftfahrtgeschäft unter 100 % liegen sollte. Für 2014 erwarten wir eine EBIT-Marge von mindestens 3 %, die im Vergleich zum Vorjahr durch die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs positiv beeinflusst sein dürfte. Die Eigenkapitalrendite sollte somit 2014 bei rund 4 % liegen. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALFür das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung International streben wir für 2014 ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien von 4 % bis 8 % an, unter der Voraussetzung, dass es zu keinen wesentlichen Schwankungen der Wechselkurse kommt. Gegenüber 2013 wird sich voraussichtlich das Wachstum etwas verlangsamen: Im Berichtsjahr stieg es stark, da die 2012 akquirierten polnischen Gesellschaften erstmals ganzjährig berücksichtigt wurden. Für 2014 gehen wir davon aus, dass das Wachstum des Neugeschäftswertes im Rahmen des strategischen Ziels zwischen 5 % und 10 % liegen dürfte. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote soll 2014 höchstens 96 % betragen; wir erwarten eine EBIT-Marge von mindestens 5 %, die durch die Synergieeffekte aus der Verschmelzung der polnischen WARTA-Gesellschaften positiv beeinflusst sein dürfte. Die Integration wird voraussichtlich 2014 abgeschlossen werden und dürfte zu weiteren jährlichen Synergieeffekten führen. Außerdem gehen wir für 2014 von einer Eigenkapitalrendite von über 6 % aus. SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGIn der Schaden-Rückversicherung zeigt sich im laufenden Geschäftsjahr ein deutlich intensivierter Wettbewerb gegenüber 2013. Ausschlaggebend hierfür sind verschiedene Aspekte: Neben dem Ausbleiben marktverändernder Großschäden trägt dazu bei, dass die Zedenten aufgrund ihrer guten Kapitalisierung mehr Risiken im Selbstbehalt halten. Des Weiteren führt der Zufluss von Kapital aus dem Markt für Katastrophenanleihen (ILS) - insbesondere im US-Naturkatastrophengeschäft - zu einem deutlichen Preisabrieb. Im Segment Schaden-Rückversicherung zog dieser Aspekt jedoch keine wesentlichen Anteilsreduzierungen nach sich. Insgesamt lässt sich sagen, dass es derzeit ein Überangebot an Rückversicherungskapazitäten gibt. Dies kündigte sich bereits im Laufe des Berichtsjahrs an und prägte die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2014. Zu diesem Zeitpunkt wurden rund 65 % unserer Verträge in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) neu verhandelt. Angesichts der relativ weichen Marktverhältnisse in der Schaden-Rückversicherung und unserer damit einhergehenden selektiven Zeichnungspolitik gehen wir davon aus, dass das Prämienvolumen für das laufende Jahr weitgehend stabil bleiben wird. Im Segment Schaden-Rückversicherung werden wir auch künftig keine Zugeständnisse an unsere konsequente Zeichnungsdisziplin machen und dort, wo die Risiken nicht angemessen gepreist sind, unsere Anteile reduzieren. Als Ziel für unsere Schaden-/Kostenquote erwarten wir einen Wert unterhalb von 96 %. Als EBIT-Marge streben wir einem Wert von mindestens 10 % an. Die Eigenkapitalrendite im Geschäftsbereich Rückversicherung sollte 2014 bei ca. 15 % liegen. PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGNeben den Auswirkungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung stellt die sich stetig verändernde Altersstruktur die Versicherungswirtschaft vor eine große Herausforderung. Angesichts dessen, dass Menschen durchschnittlich länger leben, bleibt der Bedarf an entsprechenden Versicherungskonzepten konstant hoch. Wir gehen für 2014 davon aus, dass weltweit die Nachfrage nach wettbewerbsfähigen und innovativen Versicherungskonzepten zur Absicherung der Langlebigkeit ansteigen wird. Es ist zu erwarten, dass unsere Kunden aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen auf neue Impulse und adäquate Rückversicherungslösungen vertrauen. Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir für 2014 ein organisches, währungskursbereinigtes Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Neugeschäftswert (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) sollte oberhalb von 90 Mio. EUR liegen. Mit Blick auf die EBIT-Marge gehen wir weiterhin von 2 % für das Financial-Solutions-/Longevity-Geschäft und von 6 % für das Mortality- und Morbidity-Geschäft aus. Die Eigenkapitalrendite im Geschäftsbereich Rückversicherung sollte 2014 bei ca. 15 % liegen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDSDer Vorstand der Talanx AG strebt eine verlässliche Kontinuität, eine hohe und stabile Eigenkapitalrendite, eine starke Finanzkraft und ein nachhaltiges profitables Wachstum an und richtet den Talanx-Konzern damit auf langfristige Wertsteigerung aus. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx-Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen. Dafür haben wir unsere Organisationsstruktur konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet und machen sie so zur Kompassnadel unserer schlanken Struktur. Die Hauptstoßrichtung der Umstrukturierung ist profitables Wachstum mit dem Ziel, die eigenen Stärken auszubauen und Kräfte innerhalb des Konzerns zu bündeln. Den Herausforderungen einer globalisierten Welt begegnet der Talanx-Konzern aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere im Ausland überdurchschnittlich erfolgreich Geschäft zu generieren. Dabei sollen strategische Kooperationen und Akquisitionen vertrieblich gut aufgestellter Gesellschaften in den definierten Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa helfen, seine internationale Handlungsfähigkeit auszubauen. Industriekonzernen und mittelständischen Unternehmen bietet die Industrieversicherung weltweiten Service, gleichzeitig gewinnt sie in den lokalen ausländischen Märkten neue Kunden. Die Auslandsgesellschaften, die unter Talanx International zusammengefasst sind, betreiben lokales Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Rückversicherung ist per se ein internationales Geschäft. Um große und komplexe Risiken tragbar zu machen, zählt deren weltweite Diversifizierung zu den elementaren Instrumentarien der Rückversicherung. CHANCENMANAGEMENTDie Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen ist integraler Bestandteil unseres Performance-Management-Prozesses und seit Jahren fest in der Unternehmenskultur und dem ganzheitlichen Steuerungsansatz des Talanx-Konzerns verankert. Chancen konsequent zu nutzen sehen wir als eine wesentliche unternehmerische Herausforderung an, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Das Kernelement unseres Chancen-Management-Prozesses bildet die integrierte, nach dem Schema einer Balanced Scorecard aufgebaute Performance-Metrik. Dies gilt über sämtliche Hierarchieebenen hinweg - von der Konzernspitze bis in einzelne Funktionsbereiche der Konzerngesellschaften. Sie stellt auch das Bindeglied zwischen unserem strategischen und operativen Chancen-Management dar. Im strategischen Chancen-Management werden zu Beginn des jährlich neu stattfindenden Performance-Management-Prozesses die auf Basis der Dachstrategie identifizierten strategischen Ziele sowie spezifische strategische Kernthemen von der Konzernleitung bewertet und als Zielindikation auf die Geschäftsbereiche heruntergebrochen. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Geschäftsbereiche anschließend im Rahmen einer strategischen Programmplanung spezifische Zielangebote und strategische Aktionsprogramme. Nach einem Strategiedialog zwischen Konzernleitung und den jeweiligen Geschäftsbereichsvorständen werden die strategischen Einzelprogramme zu einem strategischen Gesamtprogramm des Konzerns zusammengestellt, das den Aufsatzpunkt und den Rahmen für den operativen Teil des Chancen-Managements bildet. Im operativen Chancen-Management werden die strategischen Vorgaben in operative Ziele und einen detaillierten Aktivitätenplan umgesetzt und als verbindliche Zielvereinbarungen auch auf den Ebenen unterhalb der Geschäftsbereichsebene festgeschrieben. Hierfür kommt gleichermaßen die integrierte Performance-Metrik zum Einsatz. Ob und in welchem Umfang sich die Erfolgschancen und -potenziale in operativen Erfolgen niederschlagen, wird in unterjährigen und jahresabschließenden Performance-Reviews überprüft und nachgehalten. Aus diesen Reviews ergeben sich wiederum vorwärtsgerichtete Steuerungsimpulse für den nächsten Chancen-Management-Zyklus. Zwei wesentliche Aspekte des Chancen-Managements im Talanx-Konzern bestehen somit darin, den Fokus von der kurzfristigen Performance und von rein finanziellen Ergebnisgrößen auf die für eine nachhaltige Performance relevanten Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zu lenken und die erfolgreiche Umsetzung dieser Werttreiber in einem regelmäßigen, integrierten Steuerungs- und Kontrollprozess zu überwachen. EINSCHÄTZUNG KÜNFTIGER CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGENCHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGENDemografischer Wandel in Deutschland: Ausgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Energiewende: Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung haben die Energiewende und der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Der Umbau des Energiesystems hin zu einer regenerativen Energieversorgung soll weiter fortgesetzt werden, wobei gleichzeitig das Augenmerk auf einem gebremsten Kostenanstieg bei den Endverbrauchern liegt. Neben einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in einem stabilen regulatorischen Rahmen gewinnt die Energieeffizienz an Bedeutung. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch den Umbau des Energiesystems, der zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz neuer Energietechnologien. Neben den erneuerbaren Energien werden Speichertechnologien, der Netzausbau und eine intelligente Steuerung der Einzelkomponenten (Smart Grid) entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Mit unserer Investmentaktivität im Energiesektor unterstützen wir die Energiewende. Aufbauend auf den bestehenden Beteiligungen in Energienetzen (inkl. einer Beteiligung an dem größten deutschen Transportnetzbetreiber Amprion) wollen wir zukünftig unsere Investments in den Segmenten Energieverteilung und erneuerbare Energien ausbauen. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch die Energiewende stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Finanzmarktstabilität: Durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten ist das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt worden. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Aktienmärkten ein hoher Grad an Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Die klassische deutsche Lebensversicherung, bei der Garantien für die gesamte Laufzeit gegeben werden, steht auf dem Prüfstand. Aufgrund hoher Eigenmittelanforderungen für diese Geschäfte ist es grundsätzlich vorstellbar, die Garantien zukünftig auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Sollte sich das Finanzmarktumfeld deutlicher stabilisieren und die Produktinnovationen schneller Akzeptanz finden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum, die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Aufsichts- und bilanzrechtliche Änderungen: Die gesamte Versicherungswirtschaft sieht sich vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und einer Flut diesbezüglicher europäischer und deutscher Umsetzungsvorschriften. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert und Maßnahmen eingeleitet. Dies bietet uns gleichzeitig die Chance, unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht zu werden. Zur Bewertung von Risikokategorien sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns wird derzeit ein internes, Solvency-II-gerechtes stochastisches Risikokapitalmodell implementiert und weiterentwickelt, das die konzernweite Verwendung von internen Modellen ermöglicht und sich in der Vorantragsphase bei der BaFin befindet, siehe Seite 45 im Kapitel "Der Talanx-Konzern". In Europa besteht für Rückversicherungskonzerne die Chance, dass die Nachfrage der Zedenten nach Rückversicherungslösungen aufgrund der Kapitalanforderungen unter Solvency II zunimmt, da der Risikotransfer an die Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaftlich attraktive Alternative bietet. Sollte die Ausrichtung des Konzerns an die neuen aufsichtsrechtlichen Regelungen besser und schneller gelingen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. IM UNTERNEHMEN BEGRÜNDETE CHANCENUm unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen und um Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen - klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen. Wir arbeiten daran, vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend zu nutzen. Diese Neuausrichtung erfordert die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur wollen wir aktiv fördern. So wurde ein konzernweites variables Vergütungssystem für Führungskräfte der ersten Ebene etabliert, das im Jahr 2014 auch auf die zweite Führungsebene ausgeweitet werden soll. Auch jährliche Feedbackgespräche mit allen Mitarbeitern sollen helfen, über gegenseitige Erwartungen strukturiert zu sprechen. Sollte die Neuordnung der internen Prozesse schneller als derzeit erwartet voranschreiten, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. VERTRIEBLICHE CHANCENBancassurance: Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über den Bankschalter hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Bancassurance etabliert. Im Talanx-Konzern ist die Bancassurance ein Erfolgsfaktor mit großen Zukunftschancen. Basis des Erfolgs ist das spezielle Geschäftsmodell, bei dem das Versicherungsgeschäft vollständig in die Strukturen des Bankpartners integriert ist. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen die Entwicklung der Versicherungsprodukte - Bank, Sparkasse oder Post stellen im Gegenzug vielfältige Vertriebskanäle zur Verfügung. Im Talanx-Konzern ist dieser Vertriebsweg nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere auch in Polen, Ungarn und in Russland etabliert. Die Nutzung des Modells auch im Ausland wird unserer Ansicht nach grundsätzlich ein profitables Wachstum mit Ausrichtung auf europäische Märkte unterstützen. Der Erfolg des Talanx-Bancassurance-Modells beruht bei den bisherigen Konzerngesellschaften im Wesentlichen auf drei Kernfaktoren: Zum Ersten werden mit dem Partner langfristige exklusive Kooperationsverträge - mit Laufzeiten von bis zu 30 Jahren - geschlossen; dabei werden die Versicherungsprodukte über die Vertriebskanäle des Kooperationspartners verkauft. Zum Zweiten beruht er auf der höchstmöglichen Integration bei exzellenter Produkt- und Servicequalität: Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der strategischen Ausrichtung des Partners. Die Versicherungsunternehmen entwickeln exklusive und maßgeschneiderte Produkte für die Kundensegmente der Bank und sind dabei vollständig in den jeweiligen Marktauftritt eingegliedert. Die Integration in die IT-Systeme der Partner erleichtert zudem die ganzheitliche Beratung beim Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten. Und zum Dritten beruht der Erfolg auf der maßgeschneiderten Vertriebsunterstützung des Partners: Die Vertriebsmitarbeiter der Bank erhalten ein individuelles Training und eine exklusive Betreuung durch Vertriebscoachs der Versicherungsgesellschaften. Dabei werden Produktfachwissen und Verkaufsansätze vermittelt. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften leicht verständliche und unterstützende Verkaufsmaterialien zur Verfügung. Unsere Gesellschaften in Polen vertreiben ihre etablierten Produkte ebenfalls über Vertriebskooperationen, allerdings über verschiedene Banken und ohne vollständige Integration in den Marktauftritt des Partners. Sollten wir unsere Bancassurance-Aktivitäten schneller ausbauen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Internet: Durch die zunehmende Digitalisierung führen Cyber-Angriffe via Internet vermehrt zu massiven Schäden bei Unternehmen. Vor allem die in jüngster Vergangenheit bekannt gewordenen Spionagetätigkeiten der Geheimdienste zeigen, dass insbesondere produzierende Industrieunternehmen trotz bester Abwehrmechanismen nicht vor Risiken durch Cybercrime gefeit sind. Auch die Verantwortlichkeit des Topmanagements rückt zusehends in den Blickpunkt. Aus diesem Grund hat HDI-Gerling das Produkt Cyber+ entwickelt. Mit Cyber+ lassen sich die verschiedenen Risiken in einer Versicherungslösung umfassend absichern. Der ganzheitliche und spartenübergreifende Versicherungsschutz von HDI-Gerling deckt zum einen Eigenschäden durch Cybercrime, zum anderen sichert er Drittschäden ab, für die Unternehmen gegenüber ihren Kunden, Dienstleistern oder sonstigen Dritten haften müssen. Zusätzlich kann auch den zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Geschäftsleiter Rechnung getragen werden. Sollten wir die vertrieblichen Chancen, die sich aus den zusätzlichen Absicherungsbedürfnissen von Internetrisiken ergeben, besser nutzen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Makler: Trotz der zunehmenden Bedeutung des Internetvertriebs bleibt der persönliche Kontakt zum Kunden auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor. Insbesondere dem Vertrieb über Makler messen wir künftig ein hohes Wachstumspotenzial zu. Die Talanx AG ist mit der Swiss Life eine enge Partnerschaft eingegangen und hält einen dauerhaften Aktienanteil von rund 5 %. Als Teil dieser Kooperation ist Talanx ein wichtiger Produktpartner des Finanzdienstleisters Swiss Life Select. Des Weiteren hält der Talanx-Konzern rund 9 % am Finanzdienstleister MLP. Sowohl MLP als auch Swiss Life Select sind wichtige Partner im Maklervertrieb. Diese Beteiligungen sind eine Chance, die bereits bestehenden Geschäftsverbindungen zu den betreffenden Maklern zu stärken und weiter auszubauen. Sollten die Beziehungen zu Maklern schneller intensiviert werden können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. GESAMTBILD DER CHANCENLAGEDer Vorstand der Talanx AG sieht die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen als integralen Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums des Talanx-Konzerns. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Daher beobachten wir laufend sich verändernde äußere Rahmenbedingungen, um frühzeitig sich bietende Chancen zu identifizieren und mit unserer flexiblen internen Aufstellung darauf reagieren zu können. So können wir zukünftige Chancen effizient nutzen, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. KonzernabschlussKONZERNBILANZ DER TALANX AG ZUM 31. DEZEMBER 2013A1 KONZERNBILANZ - AKTIVAscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden",Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs A2 KONZERNBILANZ - PASSIVAscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden",Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER TALANX AG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013A3 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER TALANX AG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013A4 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. AUFSTELLUNG DER VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSA5 VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden",Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG DER TALANX AG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013A6 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KonzernanhangALLGEMEINE INFORMATIONENDie Talanx AG steht als Finanz- und Management-Holdinggesellschaft an der Spitze des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns und der elftgrößten europäischen Versicherungsgruppe (auf Basis der Bruttobeiträge 2012) mit Sitz in Hannover, Deutschland. Sie ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Die Gruppe ist weltweit über Kooperationen in rund 150 Ländern aktiv und bietet qualitativ hochwertige Versicherungsdienstleistungen sowohl im Schaden/Unfall- als auch im Lebensversicherungsgeschäft, in der Rückversicherung sowie Geschäfte im Bereich Asset-Management an (siehe auch Kapitel "Segmentberichterstattung"). Die Talanx AG gehört mehrheitlich dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft), Hannover, Deutschland, (HDI V. a. G.) und ist Muttergesellschaft für alle zum HDI V. a. G. gehörenden Konzerngesellschaften. Mit Wirkung zum 2. Juli 2013 hat dieser 8,2 Mio. seiner Aktien über den Markt platziert, sodass die Talanx AG zum Bilanzstichtag zu 79,0 % von dem HDI V. a. G. gehalten wird. 14,4 % der Aktien befinden sich im Streubesitz bei privaten und institutionellen Anlegern, 6,5 % hält der japanische Partner der Talanx AG (die Versicherung Meiji Yasuda), 0,1 % der Aktien halten Mitarbeiter. Im Rahmen eines Mitarbeiter-Aktienprogramms wurden im vierten Quartal 2013 knapp 0,2 Mio. Aktien im Wege einer Kapitalerhöhung neu geschaffen und versehen mit einer Sperrfrist von vier Jahren an die zeichnenden Mitarbeiter veräußert. Die Talanx AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 mit der Adresse "Riethorst 2, 30659 Hannover" eingetragen. Der HDI V. a. G. ist nach § 341i HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gegeben. ALLGEMEINE AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE UND ANWENDUNG DER IFRSFür die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns ergibt sich die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 290 HGB. Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von § 315a Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die in § 315a Absatz 1 HGB genannten handelsrechtlichen Vorschriften wurden vollständig beachtet. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschriften, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend; soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. Dezember 2013 geltenden IFRS-Vorschriften sowie die vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC, ehemals International Financial Reporting Interpretations Committee [IFRIC]) und vom vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC) verabschiedeten Interpretationen beachtet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2013 bindend ist und die von der EU übernommen wurden. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt, soweit sie den derzeit geltenden IFRS nicht entgegenstehen. Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. NEU ANZUWENDENDE STANDARDS/INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDSZum 1. Januar 2013 hat der Konzern die folgenden geänderten bzw. neuen IFRS-Vorschriften erstmals angewandt: Der im Mai 2011 veröffentlichte IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, prospektiv anzuwenden. Er schafft eine standardübergreifende Vereinheitlichung des Begriffs des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) sowie der bei seiner Ermittlung anzuwendenden Methoden. Der beizulegende Zeitwert wird als Veräußerungspreis definiert, dessen Ermittlung so weit wie möglich auf beobachtbaren Marktparametern basieren soll. Zusätzlich werden umfangreiche erläuternde und qualitative Angabepflichten aufgenommen, die insbesondere die Qualität der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beschreiben sollen. Der Anwendungsbereich von IFRS 13 ist weitreichender und umfasst neben finanziellen auch nicht finanzielle Posten. Die Neuerungen kommen grundsätzlich immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer Standard eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verlangt bzw. Angaben über den Zeitwert vorgeschrieben sind. Die Erstanwendung, die der Konzern in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften prospektiv (ohne Vorjahres-Vergleichsinformationen) umgesetzt hat, führte zu keiner wesentlichen Änderung der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Hinsichtlich der neuen Angaben bzw. Anpassung in der Stufenzuordnung bei notierten Rentenpapieren verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" sowie in den Anmerkungen 3 "Fremdgenutzter Grundbesitz", 12 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" und 16 "Sonstige Vermögenswerte" im Konzernanhang. Im Juni 2011 hat das IASB die Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" - Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses (OCI) - veröffentlicht die für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, retrospektiv anzuwenden ist. Gemäß IAS 1 sind Positionen des sonstigen Ergebnisses danach zu unterteilen, ob sie erfolgswirksam durch die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden können (reklassifizierbar) oder dauerhaft im sonstigen Ergebnis verbleiben (nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar). Für beide Sachverhalte sind entsprechende Zwischensummen zu bilden. Gemäß dieser Logik sind auch die auf die Posten des sonstigen Ergebnisses entfallenden Ertragsteuern zu verteilen. Diese Neuerungen wirken sich somit ausschließlich auf die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses aus. Der Konzern hat die Gliederung von Positionen des sonstigen Ergebnisses in seiner Konzern-Gesamtergebnisrechnung infolge der Änderungen zu IAS 1 verändert. Die Vergleichsinformationen wurden dementsprechend angepasst. Der geänderte IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (überarbeitet 2011), der 2012 von der EU ratifiziert worden ist, ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Gemäß den Übergangsvorschriften erfolgte die Anwendung des Standards (von Ausnahmen abgesehen) rückwirkend. Die Effekte der Erstanwendung, im Wesentlichen eine höhere Rückstellung sowie eine Belastung des sonstigen Ergebnisses, hat der Konzern im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" (Buchstabe a)) ausführlich erläutert. Die neuen Anhangangaben, wie zum Beispiel die Erläuterung der Charakteristika der leistungsorientierten Pläne einschließlich der damit verbundenen Risiken und Sensitivitätsanalysen für die versicherungsmathematischen Annahmen, haben wir in Anmerkung 23 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" umgesetzt. Das IASB hat im Dezember 2011 Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrument: Angaben" - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten - veröffentlicht, die umfassende Angaben zu Aufrechnungsvereinbarungen vorsehen. Der Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Mit den Änderungen wird auch die Vornahme von Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten gefordert, die einer durchsetzbaren Globalverrechnungs- oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, auch wenn sie nach IAS 32 nicht saldiert werden. Zum Bilanzstichtag lagen derartige Sachverhalte in Form von Derivategeschäften vor, die auf Basis standardisierter Rahmenverträge abgeschlossen werden und die globale Aufrechnungsvereinbarungen enthalten. Zu den entsprechenden Angaben verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting". Der am 17. Mai 2012 herausgegebene Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS "Verbesserung der IFRS (2009 - 2011)" ist Bestandteil des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) der vom IASB herausgegebenen Standards, der eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen enthält. Die Änderungen, die im März 2013 von der EU genehmigt wurden, sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Für den Konzern ergaben sich aus der Übernahme dieser Anpassungen keine wesentlichen Auswirkungen. Im Mai 2013 hat das IASB "Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten" (Änderungen zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten") herausgegeben und ursprünglich zu weit gefasste Folgeänderungen, die aus IFRS 13 resultierten, korrigiert. Damit wurde klargestellt, dass die Angabe des erzielbaren Betrags nur noch für Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierende Einheiten erforderlich ist, wenn in der laufenden Periode eine Wertminderung erfasst bzw. rückgängig gemacht wurde. Ferner wurden Angabepflichten zu den angewandten Bewertungsmethoden und zur Bewertungshierarchie, auf der die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bei bestimmten wertgeminderten Vermögenswerten vorgenommen wurde, eingeführt. Die Änderungen sind im Dezember 2013 durch die EU ratifiziert worden und erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern hat diese Änderungen in Einklang mit den Übergangsvorschriften bereits im Geschäftsjahr 2013 angewendet. Die Interpretation IFRIC 20 "Abraumbeseitigung in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, hatte für den Konzern keine praktische Relevanz. STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU VERÖFFENTLICHTEN STANDARDS, DIE 2013 NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND UND DIE VOM KONZERN NICHT VORZEITIG ANGEWANDT WURDENAm 12. Mai 2011 hat das IASB drei neue und zwei überarbeitete Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie damit in Beziehung stehende Anhangangaben neu regeln: IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt die bisher im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Regelungen und schafft einen einheitlichen Beherrschungsbegriff und somit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung. Weiter enthält der Standard zusätzliche Anwendungsleitlinien, die verschiedene Arten aufzeigen, wann Beherrschung vorliegt. Der überarbeitete IAS 27 wird künftig ausschließlich Vorschriften zur Bilanzierung von Anteilen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens enthalten. Der Wortlaut des bisherigen Standards wurde bis auf geringfügige Änderungen übernommen. Die Auswirkungen des neuen IFRS 10 für den Konzern werden gegenwärtig untersucht. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstands erwarten wir aber keine wesentliche Änderung der Konsolidierungsentscheidungen hinsichtlich unserer Beteiligungsunternehmen und Zweckgesellschaften und insofern auch keine wesentliche Änderung der derzeitigen Bilanzierung dieser Beteiligungsunternehmen und Zweckgesellschaften. IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, bei denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Der neue Standard ersetzt die diesbezüglichen Regelungen im IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Nach IFRS 11 ist eine quotale Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen, also Vereinbarungen, bei denen die Parteien Rechte am Nettovermögen besitzen, nicht mehr zulässig. Ihre Einbeziehung erfolgt künftig bei einer Klassifizierung als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) verpflichtend nach der Equity-Methode. Wesentliche Auswirkungen aus dieser neuen Vorschrift erwartet der Konzern nicht, da die in den Abschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen bereits nach der Equity-Methode konsolidiert werden. Gemäß derzeitigem Stand der Analyse liegen zudem keine gemeinschaftlichen Tätigkeiten vor, nach denen der Konzern Rechte an den einer Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten besitzt und Verpflichtungen für deren Schulden hat. Der überarbeitete IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" wird um die Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Künftig ist die Anwendung der Equity-Methode einheitlich vorgeschrieben. Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung nach IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche", wenn nur ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen zum Verkauf bestimmt ist. Nur auf den zu veräußernden Anteil ist IFRS 5 anzuwenden. Die im Zusammenhang mit der Konsolidierung, der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stehenden Anhangangabepflichten sind im IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" zusammengefasst. Mit dem Ziel, dem Abschlussadressaten das Wesen der Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einschließlich der Risiken zu verdeutlichen, sind im Vergleich zu den bisherigen Regelungen zum Teil deutlich erweiterte Angabepflichten für Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen, nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen sowie für alle anderen sonstigen Beteiligungen vorgesehen. Wir prüfen derzeit, in welchem Umfang der Konzern von diesen erweiterten Offenlegungspflichten betroffen ist. Die Vorschriften der IFRS 10, 11 und 12 sowie die geänderten IAS 27 und 28 - die am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen wurden - sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Im Juni 2012 hat das IASB zudem Übergangsbestimmungen (Änderungen zu IFRS 10, 11 und 12) herausgegeben, die eine Klarstellung der Übergangsvorschriften sowie Erleichterungen bezüglich der anzugebenden Vergleichsinformationen liefern. Die Änderungen treten im Einklang mit den Standards IFRS 10, 11 und 12 in Kraft. Weitere Änderungen zu IFRS 10, 12 sowie IAS 27, die eine Ausnahmevorschrift zur Vollkonsolidierung beherrschender Tochterunternehmen beinhalten, hat das IASB im Oktober 2012 veröffentlicht. Mutterunternehmen, die die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllen, haben danach ihre Beteiligungen an Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Da die Talanx AG als Nicht-Investmentgesellschaft von dieser Ausnahmevorschrift nicht betroffen sein wird, hat diese Änderung keine praktische Relevanz für den Konzernabschluss. Die Ergänzung aus dem Juni 2012 wurde durch die EU am 4. April 2013 übernommen; die Ergänzung aus dem Oktober 2012 hat die EU am 20. November 2013 ratifiziert. Das IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten angepasst und Änderungen am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten bekannt gegeben. Die gemäß IAS 32 definierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden grundsätzlich beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Dieser Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen dieser Anpassung, die am 13. Dezember 2012 von der EU genehmigt wurde, auf den Konzernabschluss. Im Juni 2013 hat das IASB "Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" (Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung") verabschiedet. Nach dieser Änderung bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Die Änderungen, die im Dezember 2013 durch die EU übernommen wurden, sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Konzern rechnet nicht mit wesentlichen Auswirkungen dieser Änderungen. Das IASB hat am 20. Mai 2013 die Interpretation FRIC 21 "Abgaben" veröffentlicht. Diese Vorschrift stellt klar, wie Abgaben und insbesondere wann diese Verpflichtungen, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen Standards fallen, zu passivieren sind. Die Interpretation, die bisher noch nicht durch die EU übernommen wurde, ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Wir prüfen gegenwärtig die Auswirkungen dieser Neuerung. Das IASB hat am 21. November 2013 die Veröffentlichung "Mitarbeiterbeiträge im Rahmen leistungsorientierter Pensionszusagen" (Änderungen zu IAS 19 [überarbeitet 2011]) bekannt gegeben. Nach dieser Änderung wurde klargestellt, wie Unternehmen Beiträge zu leistungsorientierten Plänen zu erfassen haben, die Mitarbeiter oder Dritte entrichten. Eine Übernahme dieser Neuerung - die erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen - durch die EU ist noch nicht erfolgt. Die Änderung hat für den Konzern keine praktische Relevanz. Am 12. Dezember 2013 hat das IASB im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses der IFRS (Annual Improvement Process) das noch ausstehende Dokument aus dem Zyklus 2010 - 2012 wie auch den Sammelstandards zum Zyklus 2011 - 2013 veröffentlicht. Die Änderungen, die bisher noch nicht durch die EU übernommen wurden, sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen dieser Änderungen. Im November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht. IFRS 9 "Finanzinstrumente" ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, das künftig den IAS 39 ersetzen wird. Mit IFRS 9 werden u. a. neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Finanzielle Vermögenswerte sind in diesem Zusammenhang in zwei Bewertungskategorien (zum beizulegenden Zeitwert oder als fortgeführte Anschaffungskosten) zu klassifizieren. Ausschlaggebend für diese Kategorisierung sind vor allem die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse, die mit dem Finanzinstrument zusammenhängen, sowie die Art der Verwaltung der Finanzinstrumente im Konzern (Geschäftsmodell). Dieser Standard wurde im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert; Letztere sind unverändert aus dem IAS 39 übernommen. Ferner hat das IASB im November 2012 einen Änderungsentwurf zum IFRS 9 veröffentlicht, der für finanzielle Vermögenswerte ein drittes Bewertungsmodell vorsieht. Schuldinstrumente können demnach unter bestimmten Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bilanziert werden. Am 19. November 2013 finalisierte das IASB im Rahmen der Überarbeitung des IFRS 9 die Phase 3 und gab das neue Kapitel zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) bekannt. Zudem enthält IFRS 9 kein Erstanwendungsdatum mehr. Somit ist der bisher in IFRS 9 enthaltene Zeitpunkt für dessen Erstanwendungspflicht ab 1. Januar 2015 aufgehoben; der Erstanwendungszeitpunkt ist nicht vor dem 1. Januar 2017 zu erwarten. Weder IFRS 9 noch die genannten Folgeänderungen sind bisher in europäisches Recht übernommen worden. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 9 noch zu analysieren; inklusive auch der beiden weiteren Phasen (Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen). Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass die Neuerungen u. a. Einfluss auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben werden. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, deren Anwendung das Prinzip der Stetigkeit zugrunde liegt. Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie im Jahr 2013 durchgeführte Änderungen/Anpassungen von Bilanzierungsgrundsätzen sowie die wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen erläutert. Die im Geschäftsjahr 2013 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 149 f. und 183 ff.) beschrieben. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE BILANZIERUNGSFEHLERa) Gemäß den Übergangsvorschriften erfolgt die Anwendung des überarbeiteten IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" retrospektiv im Einklang mit IAS 8. Die wesentliche Neuregelung des IAS 19 ist die Abschaffung des Wahlrechts, künftige versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entweder über das sonstige Ergebnis oder zeitverzögert im Rahmen der sogenannten Korridormethode zu erfassen. Die bisherige Anwendung der Korridormethode im Rahmen der Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsplänen führte dazu, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur insoweit erfasst wurden, wie sie bestimmte Größenkriterien überschritten. Zudem wurde der zu erfassende Anteil über mehrere Jahre verteilt. Eine außerbilanzielle Erfassung von Teilbeträgen der Pensionsverpflichtung ergab sich auch aus den bislang geltenden Regelungen zu rückwirkenden Planänderungen, die zu einer Erhöhung der bestehenden Verpflichtung und damit zu einem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand führten. Dieser nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand war nur insoweit sofort zu berücksichtigen, als die zusätzlichen Anwartschaften bereits unverfallbar waren. Die darüber hinausgehenden Beträge wurden pro rata erfasst, bis die daraus resultierenden Anwartschaften unverfallbar wurden. Entsprechend der Neuregelung des IAS 19 sind sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand im Gewinn oder Verlust sofort und vollständig zu erfassen. Die Auswirkungen auf den Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" sowie auf das Eigenkapital, vermindert um latente Steuern und latente Beitragsrückerstattung zu den jeweiligen Stichtagen, haben wir in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Darüber hinaus ist die Rendite auf Planvermögen künftig aus der Höhe des Diskontierungszinssatzes, der der Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde liegt, abzuleiten. Da die Finanzierung von Pensionszusagen im Konzern nur zu einem geringen Anteil über Planvermögen erfolgt, ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Des Weiteren führte die Anwendung des überarbeiteten Standards wegen der geänderten Bilanzierung der Aufstockungsleistungen zu einer Anpassung der deutschen Altersteilzeitverpflichtungen. So sind insbesondere bei Anwendung des sogenannten Blockmodells die Aufstockungsbeträge nicht mehr in voller Höhe bei Vertragsabschluss, sondern ratierlich über den Zeitraum von Vertragsunterzeichnung bis zum Ende der Arbeitsphase des Empfängers angesammelt. Die Ansammlung erfolgt dabei für die Gesamtheit aller Jahreszahlungen und nicht für jede einzelne Leistung (sogenannte Fifo-Methode). Die Auswirkungen auf den Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" - unter diesem Posten werden die Altersteilzeitverpflichtungen ausgewiesen - sowie auf das Eigenkapital, vermindert um latente Steuern und latente Beitragsrückerstattung zu den jeweiligen Stichtagen, zeigen ebenfalls die nachfolgenden Tabellen. b) Für bestimmte Verträge aus dem Bereich der Personenrückversicherung wurde ein Wahlrecht bei der Bilanzierung des zinsinduzierten Anteils der Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung) bei verschiedenen Konzerngesellschaften unterschiedlich ausgeübt. So erfolgte der Ausweis dieser Position teilweise in der Gewinn- und Verlustrechnung, teilweise wurde sie im sonstigen Ergebnis erfasst. Den Regelungen nach IAS 8 folgend haben wir im vorliegenden Abschluss einen konzerneinheitlichen Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung hergestellt und nach IAS 8.41 die Vergleichszahlen entsprechend angepasst. c) Mit Wirkung zum 30. September 2013 hat der Konzern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland die Zeitwertangaben im Konzernanhang bezüglich einzelner Finanzinstrumente der Kategorie "Darlehen und Forderungen", die Bestandteil konzerninterner Zinsspitzengeschäfte sind und für deren Ermittlung somit der Originalzins zugrunde zu legen ist, rückwirkend korrigiert. Infolgedessen erhöhten sich die ausgewiesenen Zeitwerte der "Darlehen und Forderungen" im Vergleich zum ursprünglichen Ausweis zum 31. Dezember 2012 um 206 Mio. EUR. Diese Anpassung der Anhangangaben hatte weder Auswirkungen auf die bilanzierten Buchwerte noch auf das Konzerneigenkapital des Vorjahres. d) Im vierten Quartal 2013 wurden die angegebenen Restlaufzeiten für "Darlehen und Forderungen", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" rückwirkend (31. Dezember 2012) korrigiert. Diese Anpassungen der Anhangangaben wirkten sich weder auf das Konzerneigenkapital noch den Buchwert der Finanzinstrumente aus. Die Auswirkungen aus der rückwirkenden Anwendung der genannten Änderungen (Buchstaben a) und b)) auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2012, die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Vorjahreszeitraums stellen sich wie folgt dar: A7 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ ZUM 1. JANUAR 2012scroll
A8 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012scroll
A9 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2012scroll
Die Auswirkung dieser Änderungen auf das Ergebnis je Aktie der Vergleichsperiode: A10 AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS JE AKTIE 2012scroll
A11 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2012scroll
Die Auswirkungen aus den Korrekturen der Anhangangaben des Vorjahres (Buchstaben c) und d)) zeigen die folgenden Tabellen: A12 AUSWIRKUNGEN AUF DIE VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN UND ZEITWERTE DER DARLEHEN UND FORDERUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 2012 (ANMERKUNG (6))scroll
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A13 AUSWIRKUNGEN AUF DIE VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN UND ZEITWERTE DER FESTVERZINSLICHEN JEDERZEIT VERÄUSSERBAREN FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2012 (ANMERKUNG (8))scroll
A14 AUSWIRKUNGEN AUF DIE VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2012 (ANMERKUNG (9))scroll
Anpassungsbeträge für die laufende Berichtsperiode aus den Neuregelungen des IAS 19 (Buchstabe a)) - Differenz zwischen dem tatsächlichen ab 2013 angewandten IAS 19 und der alten Regelung: A15 AUSWIRKUNGEN DER ANPASSUNG DES IAS 19 AUF DIE KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013scroll
A16 AUSWIRKUNGEN DER ANPASSUNG DES IAS 19 AUF DIE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2013scroll
A17 AUSWIRKUNGEN DER ANPASSUNG DES IAS 19 AUF DAS ERGEBNIS JE AKTIE DES JAHRES 2013scroll
ÄNDERUNGEN VON SCHÄTZUNGEN IN DER BERICHTSPERIODEMit Wirkung zum dritten Quartal 2013 wurde die Ermittlungslogik für die Amortisation von inflationsindexierten Staatsanleihen mit dem Ziel angepasst, die saisonbedingten Schwankungen der zugrunde liegenden Inflationsindizes zu glätten. Dabei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die gemäß IAS 8 prospektiv im Berichtszeitraum ohne Anpassung der Vergleichsangaben für Vorjahre vorzunehmen ist. Zum Bilanzstichtag und zu den jeweiligen Jahresenden werden sich zukünftig keine unterschiedlichen Amortisationsbeträge ergeben, da die Anpassung der Parameter lediglich eine unterjährige Glättung darstellt, die sich nur zu den jeweiligen Quartalsenden auswirkt. Bei der Hannover Rück SE wurde die Schätzung des Anteils an der Schwankungsrückstellung, der voraussichtlich auf ausländische Betriebsstätten entfällt, bei denen die sogenannte Freistellungsmethode im Sinne der einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen anzuwenden ist, geändert. Da eine Schwankungsrückstellung gemäß § 341h HGB und § 29 RechVersV nach den lokalen Vorschriften in diesen Ländern steuerlich nicht anzusetzen ist, führt dies zu einer Verringerung der passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Bei dieser Anpassung handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die gemäß IAS 8.32 ff. prospektiv und in der laufenden Periode ergebniswirksam zu erfassen ist. Insgesamt wurden passive latente Steuern in Höhe von 89 Mio. EUR erfolgswirksam aufgelöst. Die Aufteilung der Schwankungsrückstellung auf die ausländischen Betriebsstätten für zukünftige Geschäftsjahre und damit die Auswirkung dieser Anpassung auf nachfolgende Rechnungslegungsperioden erfolgt nach einem Prämienschlüssel pro Abschlussbranche und kann nicht praktikabel geschätzt werden. Zum vierten Quartal 2013 wurde der Nachverhandlungsprozess bezüglich einzelner Vertragsbestandteile bei einer in Vorjahren abgeschlossenen und laufend aktualisierten Rückversicherungsvereinbarung abgeschlossen (Segment Industrieversicherung). Aufgrund der neuen Informationslage hat der Konzern seine ursprüngliche Schätzung zur bilanziellen Abbildung dieser Rückversicherungsbeziehung in der laufenden Periode überarbeitet. Die Bestimmung der betroffenen Bilanzwerte bzw. Positionen im versicherungstechnischen Ergebnis - im Wesentlichen Prämiennachverrechnungen und Schadenrückstellungen - erfolgte im Rahmen der Revidierung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die nach IAS 8 prospektiv im Berichtszeitraum und ohne Anpassung der Vorjahreszahlen zu erfolgen hat. Im Berichtsjahr resultiert aus der Schätzungsänderung ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von 68 Mio. EUR nach Steuern. Eine Darstellung dieser Auswirkung auf zukünftige Perioden wurde wegen des damit verbundenen unverhältnismäßigen Aufwands, der für die Ermittlung notwendig gewesen wäre, nicht vorgenommen. WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen ausgeübt bzw. Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten auswirken. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Diese Entscheidungen und Annahmen werden in der Regel fortlaufend neu bewertet und basieren in Teilen auf historischen Erfahrungen sowie weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen bezüglich zukünftiger Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig erscheinen. Die im Konzern installierten Prozesse auf Ebene der Tochtergesellschaften wie auch auf Konzernebene sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung der relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Daneben wird - u. a. durch konzerneinheitliche Rechnungslegungsrichtlinien - sichergestellt, dass die vom Konzern vorgegebenen Standards angemessen und konsistent angewendet werden. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen können, werden nachfolgend dargestellt. Darüber hinaus finden sich in dem Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", in dem Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" oder direkt in den Erläuterungen zu den einzelnen Positionen weitere Erörterungen. Versicherungstechnische Rückstellungen: Zum 31. Dezember 2013 bilanziert der Konzern eine versicherungstechnische Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 33.755 Mio. EUR und Deckungsrückstellungen von 49.767 Mio. EUR. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die hinsichtlich Höhe oder Fälligkeit unsicher sind, werden - ausgehend von aktuariellen Verfahren wie z. B. der Chain-Ladder-Methode - im Allgemeinen nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Basierend auf statistischen Abwicklungsdreiecken wird die Entwicklung bis zum voraussichtlichen Ende der Abwicklung eines Schadenfalls projiziert. Die tatsächlichen Zahlungen für Versicherungsfälle können höher oder niedriger ausfallen; hieraus entstehende Abwicklungsgewinne und -verluste sind ergebniswirksam. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft; hierzu werden externe Reservegutachten angefertigt. Im Bereich der Leben-Erstversicherung bzw. Personen-Rückversicherung hängt die Ermittlung der Reserven und Vermögenswerte entscheidend von aktuariellen Projektionen des Geschäfts ab. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale sind z. B. Alter, Raucherstatus der versicherten Person, Tarif, Versicherungsdauer, Prämienzahldauer oder Versicherungshöhe. Hierbei werden grundsätzliche Eingabeparameter entweder durch den Tarif vorbestimmt (z. B. eingerechnete Kosten, Prämienhöhe, Rechnungszins) oder geschätzt (z. B. Sterbe-, Invaliditäts- oder Stornowahrscheinlichkeiten). Diese Annahmen sind u. a. stark abhängig von länderspezifischen Parametern, Vertriebsweg, Qualität der Antragsprüfung und Rückversicherungsform. Für die Bilanzierung nach US GAAP werden diese Annahmen zu jedem Abschlussstichtag durch speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare überprüft und später an die tatsächliche Projektion angepasst. Die sich hieraus ergebenden Effekte spiegeln sich u. a. als True-up-Anpassungen grundsätzlich in den Bilanzpositionen sonstige immaterielle Vermögenswerte, versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP), abgegrenzte Abschlusskosten, Rückstellung für Beitragsrückerstattung (latente RfB) und gegebenenfalls der Deckungsrückstellung (Finanzierung der Schlussgewinne) wider. Beizulegender Zeitwert bzw. Wertminderungen von Finanzinstrumenten: Die ausgewiesenen zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betrugen 50.997 Mio. EUR zum Stichtag; davon Finanzaktiva 49.970 Mio. EUR und Finanzpassiva 1.027 Mio. EUR. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie Wertminderungen, insbesondere bei nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten, werden durch geeignete Bewertungstechniken bestimmt. Wir verweisen insoweit auf unsere Ausführungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufgreifkriterien zur Bestimmung des Wertberichtigungsbedarfs bestimmter Finanzinstrumente im Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen" (Kapitel: "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"). Die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Stufen der Bewertungshierarchie findet sich in der Anmerkung 12 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" des Anhangs. Sofern wesentliche Bewertungsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), haben Schätzungen und Annahmen eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung des Zeitwerts dieser Instrumente. Impairment-Test der Geschäfts- oder Firmenwerte (Buchwert zum 31. Dezember 2013: 1.105 Mio. EUR): Der Konzern untersucht, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Sofern der erzielbare Betrag auf Berechnungen des Nutzungswerts basiert, werden entsprechende Annahmen wie z. B. nachhaltig erzielbares Ergebnis und Wachstumsraten zugrunde gelegt (siehe Anmerkung 1 "Geschäfts- oder Firmenwert", Seiten 209 ff.). Ergänzend führt der Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die wichtigsten Parameter, wie zum Beispiel erwartete kombinierte Schaden-/Kostenquoten oder Diskontierungssätze, durch. Abgegrenzte Abschlusskosten: Zum Bilanzstichtag weist der Konzern Abschlusskosten in Höhe von 4.513 Mio. EUR aus. Die Rechnungsgrundlagen zur Amortisation der abgegrenzten Abschlusskosten werden laufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden regelmäßig Kontrollen hinsichtlich z. B. Gewinnverläufen, Stornoannahmen und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen. Erworbene Versicherungsbestände (PVFP): Der Bestandswert (31. Dezember 2013: 1.182 Mio. EUR) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen, Lebensrückversicherungsverträgen und Investmentverträgen im Zeitpunkt des Erwerbs und wird auf Basis aktuarieller Methoden bestimmt bzw. amortisiert. Unsicherheiten können u. a. in der Erwartung dieser Nettozahlungsströme bestehen. Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern: Insbesondere erfolgen Einschätzungen hinsichtlich der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge vor allem im Zusammenhang mit bilanzierten passiven latenten Steuern und geplanten zukünftigen Erträgen. Die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen wird von der Konzernsteuerabteilung geprüft. Zum Stichtag beliefen sich die aktiven Steuerabgrenzungen im Konzern auf 548 Mio. EUR. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Konzern veröffentlicht zum Stichtag Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen - nach Abzug von Planvermögen - in Höhe von 1.695 Mio. EUR. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Berechnung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen Abzinsungssätze, erwartete Gehaltstrends und Rentendynamiken mit ein. Diese Parameter berücksichtigen die individuellen Verhältnisse der betroffenen Einheiten und werden unter Einbeziehung von Versicherungsmathematikern bestimmt. Detaillierte Erläuterungen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, einschließlich der Darstellung von Sensitivitätsanalysen bei Abweichungen bestimmter maßgeblicher Annahmen, finden sich auch in Anmerkung 23 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" des Anhangs. Rückstellungen für Restrukturierungen (31. Dezember 2013: 73 Mio. EUR): Die im Konzern bilanzierten Restrukturierungsrückstellungen, die auf offiziellen und den betroffenen Mitarbeitern bekannt gemachten Restrukturierungsplänen beruhen, beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich der Anzahl der von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter, der Höhe der Abfindungszahlungen wie auch Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen. In den Rechnungslegungsrichtlinien des Konzerns werden die Voraussetzungen für den Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung sowie die Kostenbestandteile, die rückstellungsfähig sind, geregelt. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENBILANZIERUNG VON VERSICHERUNGSVERTRÄGENIm März 2004 hat das IASB mit dem Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" erstmals einen Standard für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und dabei das Projekt "Versicherungsverträge" in zwei Phasen aufgeteilt. IFRS 4 repräsentiert das Ergebnis der Phase 1 und ist eine Übergangsregelung, bis das IASB die Bilanzierung von Versicherungsverträgen mit Abschluss der Phase 2 neu vorgeschrieben hat. Nach Veröffentlichung eines ersten Standardentwurfs (ED/2010/8 "Bilanzierung von Versicherungsverträgen") im Jahr 2010 hat das IASB aufgrund zahlreicher Rückmeldungen am 20. Juni 2013 einen überarbeiteten Entwurf (ED/2013/7) publiziert. Dieser sieht eine Übergangsfrist zur Anwendung der neuen Rechnungslegungsvorschriften von drei Jahren vor. Basis des Entwurfs ist ein auf vier Bausteinen basierendes Bewertungsmodell: wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung der Zahlungsströme, Diskontierung zur Ermittlung des Zeitwerts, Risikozuschlag für Unsicherheiten aus den Zahlungsströmen sowie eine vertragliche Servicemarge (repräsentiert den Gewinn des Unternehmens). Nach IFRS 4 (Phase 1) - der auch Anwendung bei Rückversicherungsverträgen findet - ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaften abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungs- oder als Investmentverträge klassifiziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbart, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes, ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungsunternehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand (Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstechnischen Posten im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US GAAP auf den Stand der Erstanwendung der IFRS am 1. Januar 2005 bilanziert, sofern IFRS 4 keine gesonderten Vorschriften vorhält. Wir zitieren daher einzelne Regelungen der US GAAP unter Verwendung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Bezeichnung (Statement of Financial Accounting Standard [SFAS]). Investmentverträge, also Verträge ohne signifikantes versicherungstechnisches Risiko und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung, werden wie Finanzinstrumente nach dem IAS 39 behandelt. Investmentverträge, die mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden nach den Regelungen der US GAAP bilanziert. AKTIVSEITEImmaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte umfassen den Geschäfts- oder Firmenwert sowie die sonstigen immateriellen Vermögenswerte. Letztere beinhalten vor allem erworbene und selbst erstellte Software, versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte sowie erworbene Markennamen wie auch gekaufte Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist die positive Differenz aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach erneuter Prüfung sofort erfolgswirksam zu vereinnahmen. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen wie auch Wertaufholungen sind unzulässig. Geringfügige Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung im Gewinn oder Verlust berücksichtigt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff. "Wertminderung von Vermögenswerten" zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zuzuordnen (siehe Anmerkung 1 "Geschäfts- oder Firmenwert" dieses Anhangs, Seiten 209 ff.). Diese Zuordnung erfolgt auf diejenige CGU, von der erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen zieht. Eine CGU darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment. Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit den Konzernbuchwerten einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts dieser CGU verglichen. Übersteigen die Buchwerte den erzielbaren Betrag, ist eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte: Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärs- und Steueranteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil (nur bei Lebensversicherungsverträgen) zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, und unter Beachtung der Laufzeiten der erworbenen Verträge amortisiert. Eine Aufteilung nach Laufzeiten in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden erworbenen Versicherungsverträgen findet sich in Anmerkung 2 "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" des Anhangs, Seiten 213 ff. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; gegebenenfalls werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine Wertminderung zu erfolgen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert. Die Amortisation des PVFP aus Investmentverträgen weisen wir im Kapitalanlageergebnis (im "Ergebnis aus Investmentverträgen") aus. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer sowie eigenentwickelte Software werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben werden, bilanzieren wir in Höhe des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt, sofern diese Vermögenswerte separiert sind oder aus vertraglichen oder anderen gesetzlichen Rechten entstehen und verlässlich bewertbar sind. Diese Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern abgeschrieben. Diese beträgt bei Software (lineare Abschreibung) in der Regel drei bis zehn Jahre, erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen schreiben wir im Wesentlichen über eine geschätzte Nutzungsdauer von vier bis 16 Jahren ab. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbene Markennamen) werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte der Vermögenswerte werden zum Stichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertminderungen, die im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind, werden auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den sonstigen Aufwendungen im "Übrigen Ergebnis" ausgewiesen. Zuschreibungen bilanzieren wir in den sonstigen Erträgen. Kapitalanlagen einschließlich Erträge und AufwendungenBei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifiziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifiziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden. Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen, an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert um mehr als die planmäßige Abschreibung eines Kalenderjahres unterschreitet. Alle fünf Jahre zum Bilanzstichtag wird für den Direktbestand grundsätzlich ein qualifiziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. An den anderen Bilanzstichtagen werden interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung angefertigt. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinflussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Bei Immobilienspezialfonds erfolgt alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Erstbewertung - die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien wird der Marktwert nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Leerstands ermittelt. Jeder Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Immobilie wie auch die Abschreibungen und etwaige Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust berücksichtigt. Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen, die nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten darstellen, werden aktiviert und können im Einzelfall die Nutzungsdauer verlängern. Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode, auf Basis des auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapitals, bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis dieser Unternehmen ist im Kapitalanlageergebnis enthalten und wird gesondert berichtet. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich sind. Zu jedem Stichtag überprüft der Konzern, ob Anhaltspunkte einer Wertminderung vorliegen. In diesem Fall wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst (Position: Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen). Finanzielle Vermögenswerte/Verpflichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" bei Zugang, entsprechend dem jeweiligen Zweck, eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der entsprechenden Kategorisierung (s. o.) und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen Wertminderungen und Zuschreibungen. Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden Anteile an Tochtergesellschaften - die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden - sowie sonstige Beteiligungen erfasst. Ebenso bilanzieren wir assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, in diesem Bilanzposten. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, bewertet. Darlehen und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn mit der Rückzahlung eines Darlehens/einer Forderung nicht bzw. nicht mehr in voller Höhe zu rechnen ist (siehe auch unsere Erläuterungen zum Abschnitt "Wertberichtigung (Impairment)" in diesem Kapitel). Eine Wertaufholung erfolgt im Gewinn oder Verlust. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne Wertminderungen ergeben hätten. Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche und nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beträge, die bei Lebensversicherern im Zuge der Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital (übrige Rücklagen) ausgewiesen. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Die Handelsbestände (zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente) beinhalten alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden unter dieser Position alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen ausgewiesen, sofern sie nicht als Hedges (Hedge-Accounting nach IAS 39) qualifiziert sind. Derivate mit negativen Marktwerten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten bilanziert (Handelspassiva). Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen strukturierte Produkte, die unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ausgewiesen werden. Hierbei werden trennungspflichtige strukturierte Finanzinstrumente - deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist - erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" oder "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen. Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Gewinn oder Verlust (Position: Kapitalanlageergebnis). Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente in Form von Bewertungseinheiten nach IAS 39 (Hedge-Accounting) designiert werden, sind im Rahmen der Zugangsbewertung bzw. der Folgebewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair-Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit/Vermögenswert oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedge); weitere Informationen in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting". Diese Sicherungsinstrumente werden unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten bilanziert. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen den Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde; d. h., es handelt sich um einen Abgangspreis. Der beizulegende Zeitwert einer Verbindlichkeit bildet danach das Ausfallrisiko (d. h. das eigene Kreditrisiko) ab. Die Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs zur Bewertung herangezogen; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs zum Stichtag bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere. Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet wurden. Finanzielle Vermögenswerte, für die keine öffentlich verfügbaren Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Finanzinstrumente der Zeitwerthierarchiestufe 3), werden überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige Experten erstellten Bewertungsnachweisen, z. B. geprüfter Net Asset Value, bewertet, die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen worden sind. A18 BEWERTUNGSMODELLE DER FAIR-VALUE-ERMITTLUNGscroll
1)
NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) Der Konzern ordnet alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte/finanzielle Schulden (z. B. Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente, nachrangige Verbindlichkeiten, begebene Anleihen und Darlehen) - deren Fair Values im Anhang zu veröffentlichen sind - einer Stufe der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir u. a. auf unsere Ausführungen in Anmerkung 12 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" in diesem Anhang. Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten - mit Ausnahme der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (da Wertminderungen implizit im beizulegenden Zeitwert enthalten sind) - objektive, substanzielle Hinweise auf Wertberichtigung vorliegen. Der IAS 39.59 enthält zudem eine Liste objektiver Hinweise, die zu einer Wertminderung finanzieller Vermögenswerte führen. Ergänzend dazu sieht der IAS 39.61 weitere Kriterien für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung dann gegeben ist, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder nachhaltig (im Sinne von dauerhaft) unter die Anschaffungskosten abgesunken ist. Danach ist im Konzern - bezogen auf Eigenkapitaltitel - ein Rückgang des Zeitwerts signifikant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaffungskosten unterschreitet. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, das das Eigenkapitalinstrument hält. Diese Regelungen wenden wir analog auch bei Beteiligungen an Fonds an, die in privatem Beteiligungskapital ("Private Equity") investieren. Um dem spezifischen Charakter dieser Fonds Rechnung zu tragen (hier anfänglich negativer Rendite- und Liquiditätsverlauf aus dem sogenannten "J-Curve"-Effekt während der Investitionsperiode der Fonds), schreiben wir erstmals nach einer zweijährigen Karenzphase bei Vorliegen einer signifikanten oder nachhaltigen Wertminderung auf den Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwertes ab. Indikatoren bei den festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, sind insbesondere finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten/Schuldners, die Nichterhaltung oder Nichtzahlung von Zins- oder Kapitalerträgen sowie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Emittent/Schuldner in Insolvenz geht. Hierbei wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Dabei beziehen wir in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind. Wertberichtigungen erfolgen bei nachhaltiger bzw. dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag - sofern vorhanden auf den öffentlich notierten Börsenkurs - und werden aufwandswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten im Gewinn oder Verlust vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag im sonstigen Ergebnis berücksichtigt und in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und mit dem jeweiligen Nettobetrag bilanziert, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch (Gegenseitigkeit, Gleichartigkeit und Fälligkeit) besteht oder vertraglich ausdrücklich vereinbart ist, also die Absicht besteht, solche Positionen auf einer Nettobasis auszugleichen oder diesen Ausgleich simultan herbeizuführen. Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, unverändert im Konzern verbleiben. Im Rahmen echter Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem festgelegten Rückkaufswert zurückzunehmen. Da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verbleiben, bilanzieren wir weiterhin diese Kapitalanlagen. Die Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung weisen wir in den "übrigen Verbindlichkeiten" aus; ein erhaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Gewinn oder Verlust (Position: Kapitalanlageergebnis) gezeigt. Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt; es gelten die Ausführungen zu "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" analog. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Kapitalanlagen aus InvestmentverträgenInvestmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert. In diesem Zusammenhang werden keine Prämien, sondern Einlageverbindlichkeiten in Höhe der entsprechenden Finanzinstrumente ausgewiesen. Finanzaktiva aus Investmentverträgen weisen wir unter den Kapitalanlagen, Position: "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen", als eigenständige Bilanzposition aus; Finanzpassiva - also Investmentverträge mit Versicherungsnehmern - werden in dem Passivposten "übrige Verbindlichkeiten" bilanziert. Unsere Ausführungen zur Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (s. o.) gelten analog. Die aus diesen Verträgen resultierenden Ergebniseffekte (z. B. Wertschwankungen der Finanzaktiva/-passiva) wie auch die vereinnahmten Entgelte aus der Kapitalanlageverwaltung abzüglich entsprechender Verwaltungsaufwendungen stellen wir saldiert im Kapitalanlageergebnis als "Ergebnis aus Investmentverträgen" dar. Die sich ergebenden Zahlungsströme werden in der Kapitalflussrechnung unter der operativen Tätigkeit gezeigt. Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches RisikoDepotforderungen sind Forderungen der Rückversicherer an ihre Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Die Depotverbindlichkeiten (Ausweis unter Verbindlichkeiten) repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Sie verhalten sich im Wesentlichen laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt. Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im Gewinn oder Verlust (Position: übriges Ergebnis) ausgewiesen. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von LebensversicherungspolicenDiese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Die Anlagen werden getrennt von den anderen Kapitalanlagen geführt und angelegt. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDie Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Allgemeinen gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen ermittelt. Bonitätsrisiken werden berücksichtigt. ForderungenForderungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie die sonstigen Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt; soweit erforderlich, nehmen wir auf Basis einer Einzelbetrachtung Wertberichtigungen vor. Für die Wertberichtigung auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft verwenden wir Wertberichtigungskonten, alle anderen Abschreibungen werden direkt gegen den zugrunde liegenden Bestand gebucht. Abgegrenzte AbschlusskostenIn den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere Kosten abgegrenzt, die in engem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss oder der Erneuerung von Verträgen stehen und damit variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind. Sie werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; gegebenenfalls hat eine Anpassung zu erfolgen. Für die Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei kurzfristigen Verträgen erfolgt die Tilgung entsprechend der Vereinnahmung der Beiträge und folgt somit der zeitproportionalen Auflösung der Prämienüberträge. Im Bereich der Personen-Erstversicherung einschließlich der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei im Allgemeinen von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen. Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit. Aktive SteuerabgrenzungAktive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreffenden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschriften erstellten Steuerbilanzen und den nach konzerneinheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie den Konsolidierungsvorgängen ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt. Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, sind auch die daraus resultierenden latenten Steuern im sonstigen Ergebnis gebildet. Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind. Eine Saldierung aktiver latenter Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für (i) dasselbe Steuersubjekt oder für (ii) unterschiedliche Steuersubjekte erhoben werden. Dabei muss die Absicht bestehen, in jeder künftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. Beim Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz wird nicht zwischen kurz- und langfristig unterschieden. Ertragsteuern: Der Steueraufwand enthält die tatsächliche Steuerbelastung auf Unternehmensergebnisse der Konzernunternehmen, auf die die jeweiligen lokalen Steuersätze angewendet werden, sowie Veränderungen der aktiven und der passiven latenten Steuern. Aufwand und Ertrag aus Zinsen oder Strafen, die an die Steuerbehörden zu zahlen sind, werden im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Sonstige VermögenswerteDie unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert sowie unter Abzug von Wertminderungen, wenn erforderlich, bilanziert. Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Bewertungseinheiten (Hedge-Accounting), die einen positiven Marktwert aufweisen, bewerten wir mit dem beizulegenden Zeitwert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der Werthaltigkeit von eigengenutztem Grundbesitz gelten grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu fremdgenutzten Immobilien. Abschreibungen/Wertminderungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandLaufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nennbetrag bilanziert. Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sind im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. Übersteigt der Wertminderungsbedarf für eine Veräußerungsgruppe den Buchwert der zugehörigen langfristigen Vermögenswerte, wird die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung im Sinne des IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" geprüft. Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sind dem gleichnamigen Kapitel zu entnehmen. KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung wird hinsichtlich des Kapitalflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht der Bilanzposition "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand". In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte auf den Finanzmittelfonds sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises gesondert gezeigt. Der Erwerb neuer Tochtergesellschaften wird in der Zeile "Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. PASSIVSEITEEigenkapitalIm Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen und die übrigen Rücklagen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die von den Aktionären der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Die mit der Ausgabe von neuen Aktien direkt verbundenen Kosten werden in der Kapitalrücklage netto nach Steuern als Abzug vom Emissionserlös bilanziert. In der Gewinnrücklage werden neben den Zuführungen aus dem Jahresergebnis thesaurierte Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen sowie konsolidierte Zweckgesellschaften/Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt haben. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Übrige Rücklagen: Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden in den nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten aus Kapitalanlagen gezeigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition bilanziert. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt. Den effektiven Teil der Wertschwankungen dieser Derivate bilanzieren wir in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals gesondert bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Nachrangige VerbindlichkeitenNachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bilanziert. Versicherungstechnische Rückstellungen (einschließlich Ertrag und Aufwendungen)Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen basiert auf Grundlage der US GAAP (SFAS 60, SFAS 97 und SFAS 120). Bei den kurzfristigen Versicherungsverträgen werden die bereits vereinnahmten auf künftige Risikoperioden entfallenden Prämien zeitanteilig abgegrenzt und als Rückstellungen für Prämienüberträge bilanziert. Insofern werden diese Prämien über die Laufzeit der Versicherungsverträge im Verhältnis zum bereitgestellten Versicherungsschutz bzw. bei Fälligkeit als verdient und somit als Ertrag erfasst. Die Prämieneinnahmen werden für Verträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden Annahmen getroffen, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Daten nicht verfügbar sind. Zudem werden unter den Prämienüberträgen Beträge, die bei Abschluss bestimmter langfristiger Verträge erhoben werden (z. B. Restschuldversicherung), gebucht. Die Prämienüberträge entsprechen dem in künftigen Perioden gewährten Versicherungsschutz. Kurzfristiges Versicherungsgeschäft liegt im Wesentlichen in der Schaden-Rückversicherung sowie Schaden/Unfall-Erstversicherung vor. Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität und Invalidität, aber auch Stornowahrscheinlichkeit sowie Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen. Die Bewertung der Deckungsrückstellung ist von der jeweiligen Produktkategorie abhängig. Demnach müssen die Lebensversicherungsprodukte in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Bei Verträgen der Leben-Erstversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (SFAS 120 in Verbindung mit SOP 95-1 [Statement of Principles]) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut. Für Verträge der Leben-Erstversicherung ohne Gewinnbeteiligung (SFAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird. Bei Verträgen der Leben-Erstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (SFAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle (IBNR-Reserve). Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle basieren grundsätzlich auf anerkannten versicherungsmathematischen Schätzverfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden, soweit keine einzelfallbezogenen Schätzungen zu berücksichtigen sind (hinsichtlich der einzelfallbezogenen Schätzungen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Großschäden). Sie sind nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen werden bei der Ermittlung des "Best Estimate" berücksichtigt. Zur Bemessung der "Ultimate Liability" werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung, aber auch der Schaden-Erstversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünftige Inflation der Schadenabwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Inflation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre bzw. Anfalljahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung - aber auch in den Haftpflichtsparten - gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Bilanziert wird daher der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag ("Best Estimate"), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fließen in die Wertfindung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt. Die Rückstellungen für das übernommene Geschäft werden dabei grundsätzlich für das Konzerngeschäft nach Vorgaben der Vorversicherer bzw. für das Nichtkonzerngeschäft mittels aktuarieller Analysen gebildet. Hinsichtlich der einzelfallspezifischen Abwicklung von Großschäden liegen hier teilweise keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und gegebenenfalls nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns. Darüber hinaus wird für einen Teil der bekannten Versicherungsfälle eine individuell bestimmte Rückstellung dotiert. Diese Schätzungen basieren auf den Tatsachen, die zum Zeitpunkt ihrer Dotierung bekannt sind. Sie erfolgen durch die mit der Schadenregulierung betrauten Mitarbeiter fallweise unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze der Versicherungspraxis, der Situation im Schadenfall sowie des vereinbarten Versicherungsumfangs. Die Rückstellungen werden beim Vorliegen neuerer Erkenntnisse regelmäßig neu bewertet. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Teilrückstellungen wie bspw. der Rentendeckungsrückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Insbesondere für die deutschen Lebensversicherer sind die aufsichtsrechtlichen Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie die Verordnung über die Mindestbeitragsrückerstattung in der Lebensversicherung (Mindestzuführungsverordnung) zu beachten. Wir überprüfen regelmäßig - mindestens einmal jährlich - alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Sofern aktuelle Erfahrungen ergeben, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben nicht decken, werden nach Auflösung der abgegrenzten Abschlusskosten die versicherungstechnischen Rückstellungen ergebniswirksam angepasst bzw. eine Drohverlustrückstellung gebildet. Den Angemessenheitstest für die Rückstellung für Prämienüberträge und Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle führen wir auf Basis des aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrags durch. Die Berechnung orientiert sich dabei grundsätzlich nach dem Geschäftsmodell der Sparten und berücksichtigt künftige Konditionsanpassungen, Rückversicherungsschutz sowie gegebenenfalls die Steuerung der Profitabilität einzelner Vertragsbeziehungen. Kapitalerträge werden bei dieser Berechnung nicht einbezogen. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen einschließlich des anteiligen Kapitalanlageergebnisses wie auch (wenn relevant) künftiger Überschussbeteiligungen. Schattenbilanzierung (Shadow Accounting)IFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbar"), die im sonstigen Ergebnis (übrige Rücklagen) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Diese Vorgehensweise wird angewandt, damit nicht realisierte Gewinne und Verluste in gleicher Weise wie realisierte Gewinne und Verluste behandelt werden. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: abgegrenzte Abschlusskosten, PVFP, Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Margins, EGM) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als sogenannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im sonstigen Ergebnis abgebildet. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wirdBei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", Seite 165. Andere RückstellungenDieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes. Darüber hinaus besteht seit Langem in verschiedenen deutschen Gesellschaften die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden durch Versicherungsverträge mit verschiedenen Lebensversicherungen - im Wesentlichen Konzerngesellschaften - rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, über Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfondsversorgungen sowie rückgedeckte Unterstützungskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen externen Versorgungsträger. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt. Neben dem zur Leistung verpflichteten Unternehmen haftet der PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit a. G. für die Erfüllung der Versorgungszusagen nach Maßgabe seiner Statuten. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds oder durch externe Vermögen gedeckte Leistungszusagen), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Sofern der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte die zugehörigen Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird dieser Nettobetrag, angepasst um Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling), als sonstige Forderung ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Sie errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und berücksichtigen die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die geschätzte künftige Gehaltsentwicklung des Pensionsberechtigten. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für hochrangige Unternehmensanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensionsverpflichtungen gelten. Die Grundlage für die Bilanzierung der Verpflichtungen von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bilden vor dem Abschlussstichtag bei qualifizierten Versicherungsmathematikern beauftragte Gutachten. Die Ergebnisse dieser Bewertungen werden zum Abschlussstichtag aktualisiert, um wesentlichen Geschäftsvorfällen und Parameteränderungen Rechnung zu tragen. Veränderungen der Verpflichtungsbarwerte durch Zinssatzänderungen werden auch bei unwesentlichen Änderungen auf der Basis von Zinssensitivitäten mittels Umbasierung ermittelt. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind. Die Kostenkomponenten aus der Veränderung der leistungsorientierten Pläne werden, soweit sie den Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld betreffen, im Gewinn oder Verlust der Periode berücksichtigt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen und Plankürzungen sowie Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen werden im Zeitpunkt ihres Eintritts im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis bilanziert und im Eigenkapital ausgewiesen. Die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen umfassen zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste aus den Bruttopensionsverpflichtungen und zum anderen den Unterschied zwischen der tatsächlich realisierten Planvermögensrendite und den rechnungsmäßigen Zinserträgen auf Planvermögen. Im Falle einer Überdotierung von Plänen fließt in die Neubewertungskomponente außerdem die Differenz zwischen dem Zins auf die Auswirkung der Vermögensobergrenze und der gesamten Veränderung des Nettovermögens aus der Auswirkung der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling) ein. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf sowie Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter einschließlich der Auswirkung von Änderungen des Abzinsungssatzes). Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert angesetzt. Im sogenannten Blockmodell wird in der Arbeitsphase in Höhe des noch nicht vergüteten Anteils der erbrachten Arbeitsleistung eine Rückstellung für Erfüllungsrückstände aufgebaut. Aufstockungsleistungen werden ratierlich bis zum Ende der Arbeitsphase des Arbeitnehmers angesammelt. In den Perioden, in denen der Arbeitnehmer entsprechend der Teilzeitregelung entlohnt wird, ohne eine Arbeitsleistung zu erbringen, erfolgt die Auflösung des Schuldpostens. Der Zeitwert des Planvermögens wird für die Ermittlung des Fehlbetrags (Nettoschuld) von der Verpflichtung aus Altersteilzeit abgezogen. Sonstige Rückstellungen inklusive der Steuerrückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Voraussetzung ist, dass der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert und deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist bzw. deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Restrukturierungsrückstellungen werden dann angesetzt, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen vorliegt und bereits begonnen wurde, diesen umzusetzen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung veröffentlicht wurden. Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen, Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Beratungsleistungen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Abbau der überholten Strukturen. Aufwendungen, die mit den zukünftigen Geschäftstätigkeiten zusammenhängen (z. B. Versetzungskosten), werden nicht bei der Dotierung der Restrukturierungsrückstellungen berücksichtigt. Eine Abzinsung der sonstigen Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der "Begebenen Anleihen und Darlehen", soweit es sich nicht um Verbindlichkeiten aus Derivaten und den erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen aus Investmentverträgen handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Derivaten bewertet der Konzern zum beizulegenden Zeitwert (zu den im Konzern angewandten Bewertungstechniken siehe Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen"). Ferner werden unter den übrigen Verbindlichkeiten Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge-Accounting eingesetzt werden, erfasst; weitere Informationen hierzu sind in der Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" erläutert. Für geschriebene Verkaufsoptionen auf nicht beherrschende Anteile bilanziert der Konzern eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts des Rückkaufbetrags der Anteile. Die Einbuchung erfolgt zulasten des Anteils nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital; Effekte aus der Folgebewertung werden ergebniswirksam im "übrigen Ergebnis" bilanziert. Die Aufzinsung dieser finanziellen Verbindlichkeiten weisen wir unter den Finanzierungszinsen aus. Die beizulegenden Zeitwerte von Investmentverträgen werden grundsätzlich mittels Rückkaufswerten für Versicherungsnehmer und Kontensalden von Versicherungsnehmern bestimmt. Daneben nutzt der Konzern für einen selektiven Bestand die Fair-Value-Option, um eine Bewertungs- oder Ergebniserfassungsinkongruenz (sogenannter Accounting Mismatch) in Bezug auf die die Verbindlichkeiten deckenden Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu beseitigen oder wesentlich zu verringern. Ergebniseffekte aus der Bewertung dieser Verbindlichkeiten weisen wir im "Ergebnis aus Investmentverträgen" im Kapitalanlageergebnis aus. Anteilsbasierte VergütungDie anteilsbasierten Vergütungen werden im Konzern ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu jedem Stichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld bestimmt. Der Zeitwert jeder dieser Pläne wird als Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach wird jede Änderung des Zeitwertes von nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Passive Steuerabgrenzung: Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung. Es besteht ein Ansatzverbot für passive latente Steuern beim erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes. VERSICHERUNGSTECHNISCHE ERFOLGSGRÖSSENAus Sicht des Konzerns sind die Prämien, Aufwendungen für Versicherungsleistungen, die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen jeweils brutto und netto, d. h. nach Berücksichtigung der Rückversicherungspositionen, relevant. Dabei lassen sich die Prämien weiter in gebuchte und verdiente Prämien unterteilen. Prämien: Unter der gebuchten Prämie wird der Betrag ausgewiesen, der im Geschäftsjahr für die Gewährung des Versicherungsschutzes entweder einmal oder laufend durch den Versicherer fällig gestellt wurde. In die Prämien fließen ebenfalls Ratenzahlungszuschläge sowie Nebenleistungen, aber auch Geldleistungen für übernommene Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen (Portfolio-Eintritte) ein. Bei Lebensversicherungsverträgen, die nach den Grundsätzen des SFAS 97 bilanziert werden, werden ausschließlich die vom Kunden entrichteten Prämien für die Risikotragung sowie laufende Kosten ausgewiesen. Darüber hinaus werden Zahlungseingänge aus in Vorjahren abgeschriebenen sowie stornierten Prämienforderungen und Erträge aus der Auflösung bzw. Verminderung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen gegen Versicherungsnehmer unter diesem Posten ausgewiesen. Erhöhungen der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden von den gebuchten Prämien abgesetzt. Durch Abzug der gebuchten Rückversicherungsprämien ergeben sich die gebuchten Prämien für eigene Rechnung (netto). Prämien für Versicherungsverträge werden über die Laufzeit der Verträge im Verhältnis zum bereitgestellten Versicherungsschutz bzw. bei Fälligkeit als verdient und als Ertrag gebucht. Bei den verdienten Prämien handelt sich hierbei um den Teil der gebuchten Prämien, die entsprechend den Bedingungen der Versicherungsverträge über die Zeit abzugrenzen sind. Von den verdienten Prämien sind die Sparanteile aus Lebensversicherungsverträgen abgesetzt. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen zur Rückstellung für Prämienüberträge. Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen beinhalten die Zahlungen für Schadenfälle des Geschäftsjahres wie auch die für Schadenfälle für die Vorjahre (einschließlich der Schlussüberschüsse in der Lebensversicherung). Ferner werden die Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie die Veränderungen der Deckungsrückstellung erfasst. Ebenfalls werden unter dieser Position die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Diese bestehen neben der Direktgutschrift aus der Zuführung für die RfB nach den Regelungen des deutschen Handelsrechts (HGB) sowie der erfolgswirksamen Veränderung der latenten RfB inklusive der Amortisation des PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer. Wir verweisen auf die entsprechenden versicherungstechnischen Passivposten. Die Abschlussaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Provisionszahlungen an die mit dem Vertrieb der Versicherungsprodukte betraute Personen/Organisationen, die gezahlten Rückversicherungsprovisionen sowie die Veränderungen der aktivierten Abschlusskosten und der Provisionsrückstellungen. Darüber hinaus werden unter den Abschlusskosten weitere Kostenbestandteile ausgewiesen, die eng mit der Akquise von neuen Versicherungsverträgen bzw. mit der Verlängerung bestehender Versicherungsverträge verbunden sind, beispielsweise Kosten der medizinischen Gesundheitsprüfung. Die Verwaltungskosten resultieren vor allem aus den Aufwendungen für die Vertragsverwaltung wie z. B. das Einziehen der fälligen Prämien. Hierbei werden sämtliche Kosten, beispielsweise Personalkosten, Abschreibungen und Mieten, die direkt auf diesen Funktionsbereich entfallen, als Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGAbschlusspositionen der Konzerngesellschaften werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung des Mutterunternehmens darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die Bilanzierung der aus der Umrechnung resultierenden Währungskursgewinne bzw. -verluste gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" richtet sich nach dem Charakter der jeweils zugrunde liegenden Bilanzposition. Gewinne und Verluste, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige Erträge oder Aufwendungen" im "übrigen Ergebnis" ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihrer beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst werden, sind mit diesen als Gewinn oder Verlust aus Marktwertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu bilanzieren. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten, wie z. B. Aktien, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zunächst im sonstigen Ergebnis bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung bzw. bei einer Wertminderung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaften sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgen zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen - auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben - werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital bilanziert. Währungskursumrechnungsdifferenzen, die aus langfristig gewährten Darlehen oder unbefristeten Ausleihungen gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb resultieren und deren Rückzahlung weder geplant noch wahrscheinlich ist, sind ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei einem Erwerb einer ausländischen Gesellschaft entstanden sind, werden als Vermögenswerte des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtag umgerechnet. A19 UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGENscroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGBESTIMMUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEDie Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt - in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" - der internen Berichts- und Steuerungsstruktur der Gruppe, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Der Konzern hat danach die geschäftlichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungsgeschäft und Konzernfunktionen aufgeteilt. Die Versicherungsaktivitäten sind weiter in fünf berichtspflichtige Segmente untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt. Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung sind aufgrund der spartenübergreifenden und nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) ausgerichteten Steuerung in die drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland" und "Privat- und Firmenversicherung International" gegliedert. Diese Segmentierung entspricht auch den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand. Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen und gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss der Hannover Rück SE ordnen wir allerdings dem Segment Schaden-Rückversicherung auch die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx-Konzernabschluss hingegen den beiden Rückversicherungssegmenten zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rück SE: Konsolidierungsspalte). Dadurch sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, und denen im Abschluss der Hannover Rück SE unvermeidlich. Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft als eigenständiges Segment aus. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl an Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Sach-, Rechtsschutz-, Transport-, Special-Lines- und Technischen Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt. Privat- und Firmenversicherung Deutschland: In diesem berichtspflichtigen Segment werden spartenübergreifend die Versicherungsaktivitäten für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts - d. h. der Vertrieb von Versicherungspolicen mittels Partnerbanken - gesteuert. Im Bereich Lebensversicherung erbringt das Segment Versicherungsdienstleistungen grenzüberschreitend auch in Österreich. Das Produktspektrum reicht von Sachversicherungen über alle Sparten der Lebensversicherung und Altersvorsorge bis hin zu Komplettlösungen für mittelständische Unternehmen sowie freie Berufe. Die Gruppe nutzt ein breites Spektrum an Vertriebskanälen, wozu sowohl eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten, der Direktvertrieb sowie Bankkooperationen zählen. Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die Produktpalette umfasst unter anderem Angebote der Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie zahlreiche Produkte aus dem Bereich der Lebensversicherung. Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten abgewickelt. Zusätzlich nutzen viele Gesellschaften in diesem Segment Postfilialen sowie Banken als Vertriebskanäle. Schaden-Rückversicherung* : Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, strukturierte Rückversicherung, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Personen-Rückversicherung* : Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in allen Sparten der Personenversicherung zusammen. Zusätzlich zeichnet die Gruppe Speciality-Lines-Produkte, wie z. B. schariagemäße Rückversicherung. Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst, in Abgrenzung zu den fünf operativen Segmenten, die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung des Geschäftsbetriebs der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, und für die Erstversicherung die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben einschließlich konzerninterner Rückversicherung sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft für private und institutionelle Investoren der Ampega Investment GmbH, Köln, weisen wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Bereich zentrale Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten - wie z. B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen - auf Kostenerstattungsbasis, vorwiegend für die Erstversicherer im Inland, ausführen. BEWERTUNGSGRUNDLAGEN FÜR DEN ERFOLG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEBewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen segmentübergreifenden Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge, die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden hingegen im jeweiligen Segment eliminiert. Die Segment-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Segment- bzw. Konzernbilanz. Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt. ÄNDERUNG IN DER DARSTELLUNG DER SEGMENTBERICHTERSTATTUNGIm Rahmen der Modifizierung der internen Berichterstattung im Jahr 2013 wurde der Steueraufwand aus Rückstellungen für steuerliche Risiken im Organkreis erstmals auf die Erstversicherungssegmente sowie Konzernfunktionen (zuvor Konzernfunktionen) verteilt. Eine Anpassung der Werte für 2012 wurde nicht vorgenommen. Diese Änderung hatte für den Gesamtkonzern weder Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung der Steuerrückstellung noch auf das Eigenkapital oder den Jahresüberschuss. Auf die Jahresergebnisse der Segmente 2012 hätte sich die Anpassung wie folgt ausgewirkt: Konzernfunktionen 15 Mio. EUR, Industrieversicherung -20 Mio. EUR, Privat und Firmenversicherung Deutschland 6 Mio. EUR und Privat- und Firmenversicherung International -1 Mio. EUR. A20 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden",Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs A21 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs A22 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013scroll
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AUFGLIEDERUNG DER KAPITALANLAGEN, DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE SOWIE DER GEBUCHTEN BEITRÄGEDie Tabellen wurden im Grundsatz auf die Bereiche Erstversicherung, Rückversicherung und Konzernfunktionen verdichtet. KAPITALANLAGEN (OHNE DEPOTFORDERUNGEN UND OHNE KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN) NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT1)A23 SELBST VERWALTETE KAPITALANLAGEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTAls langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) sowie der eigen- und fremdgenutzte Grundbesitz. A24 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT (GRUNDSÄTZLICH NACH SITZ DES KUNDEN)1)Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. A25 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
DARSTELLUNG DER GEBUCHTEN BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN AUF KONZERNEBENE1)A26 GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGENscroll
KONSOLIDIERUNGKONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDer Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß IFRS erstellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden überwiegend auf den Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Eine Erstellung von Zwischenabschlüssen für die Konzerngesellschaften mit abweichenden Stichtagen war nach IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" nicht zwingend erforderlich, da ihre Abschlussstichtage nicht mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag lagen. Die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle zwischen den abweichenden Abschlussstichtagen und dem Konzernabschlussstichtag wurden berücksichtigt. Die Kapitalkonsolidierung wird nach den Vorschriften des IAS 27 vorgenommen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich der Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt bzw. hinsichtlich der Zweckgesellschaften die Mehrheit der ökonomischen Risiken oder Nutzen im Konzern verbleibt. Bei der Beurteilung der Beherrschung berücksichtigt der Konzern auch ausübbare potenzielle Stimmrechte. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Wenn der Überschuss negativ ist, erfasst der Konzern einen Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nicht beherrschende Anteile am erworbenen Unternehmen werden im Allgemeinen anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, bilanzieren wir als Eigenkapitaltransaktion. Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften wird in der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital" gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden-, Erfolgs- und Zwischenergebniskonsolidierung eliminiert. Transaktionen zwischen Veräußerungsgruppen und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns werden gleichfalls eliminiert. Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten, wozu auch die Transaktionskosten zählen, angesetzt. Ein maßgeblicher Einfluss wird vermutet, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen werden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftsunternehmen - also Unternehmen, über deren Geschäftstätigkeiten der Konzern mit einer oder mehreren Parteien gemeinschaftliche Führung ausübt - werden unter Ausnutzung des Wahlrechts gemäß IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" grundsätzlich nach der Equity-Methode einbezogen. Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmen weisen wir unter der Bilanzposition "Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen" im Bereich "Selbst verwaltete Kapitalanlagen" aus. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten dieser Unternehmen wird nach IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis bilanziert. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie unsere Informationen in Anmerkung 5 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz". KONSOLIDIERUNGSKREISGemäß IAS 27 und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" werden in den Konzernabschluss die Talanx AG als Mutterunternehmen und alle wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften/Zweckgesellschaften einbezogen, an denen die Talanx AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält bzw. bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt oder auf andere Weise beherrschenden Einfluss auf die Tätigkeit ausüben kann. Von der Konsolidierung ausgenommen sind lediglich Tochtergesellschaften, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind und nicht das Versicherungsgeschäft betreiben. Ob ein Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, beurteilt der Konzern anhand der Bilanzsumme und des Jahresergebnisses der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden durchschnittlichen Konzernwerten der letzten drei Jahre. Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 36 (40) Tochtergesellschaften nicht konsolidiert, deren Geschäftszweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaften der Gruppe ist. Die Bilanzsumme dieser Tochtergesellschaften beträgt insgesamt weniger als 0,1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf insgesamt weniger als 1 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochterunternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist. A27 KONSOLIDIERUNGSKREISscroll
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68 (69) Einzelgesellschaften und zwei (-)
Unternehmen, die in einem (-) Teilkonzern vollkonsolidiert werden Alle verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie Zweckgesellschaften sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes, einschließlich der Angaben zur Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis, (siehe separates Kapitel dieses Konzernanhangs, Seiten 279 ff.) aufgeführt. WESENTLICHE ZU- UND ABGÄNGE DER VOLLKONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN SOWIE SONSTIGE GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGENERWERBE UND NEUGRÜNDUNGENBei der Hannover Rück SE wurde im Berichtsjahr zum Zweck des Haltens einzelner Immobilien ("Objektgesellschaften") bzw. zur Erfüllung gesellschaftsrechtlicher Anforderungen ("Holdinggesellschaften") die Struktur der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Hannover und der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. Orlando, USA, entsprechend erweitert. Insgesamt sind in diesem Zusammenhang 124 Mio. EUR für den Erwerb entsprechender Gesellschaften investiert worden. Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten, bedingten Leistungen und separaten Transaktionen im Sinn von IFRS 3 identifiziert. Hierzu gehörte im dritten Quartal 2013 der Erwerb aller Anteile an der Gesellschaft HR GLL Europe Holding S. à. r. l. (Gesellschaftsname nach Umfirmierung im Zug des Erwerbs) durch die HR GLL Central Europe GmbH & KG. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 30. September 2013 erstmalig in den Teilkonzernabschluss der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG einbezogen. Bereits im ersten Quartal 2013 wurde die HR GLL Central Europe Holding GmbH gegründet und mit Wirkung zum 30. September 2013 erstmalig in den Teilkonzernabschluss der GLL Central Europe GmbH & Co. KG einbezogen. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der HR GLL Central Europe GmbH & KG gehalten. Beide Holdinggesellschaften haben ihre Investitionstätigkeit in Immobilienobjektgesellschaften begonnen. Infolgedessen wurden im Berichtsjahr die Objektgesellschaften HR GLL Roosevelt Kft, HR GLL CDG Plaza S. r. l. sowie HR GLL Liberty Corner Sp. z. o. o. und HR GLL Griffin House Sp. z. o. o. gegründet. Schließlich wurde die Objektgesellschaft Akvamarine Beta s.r.o. erworben. In dem zu 95,1 % von der Hannover Rück-Gruppe gehaltenen US-amerikanischen Teilkonzern Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. wurden über die Tochtergesellschaft GLL HRE Core Properties, LP, 100 % der Anteile an den Objektgesellschaften Broadway 101 LLC und River Terrace Parking LLC erworben. Im August 2013 hat die Hannover Rück SE mit einem weiteren Investor eine Vereinbarung zu einer Finanzbeteiligung an einer Gesellschaft getroffen, deren Geschäftszweck der indirekte Erwerb der Heidelberger Lebensversicherung AG, Heidelberg, ist. Die aufsichtsbehördliche Genehmigung des Erwerbs der Heidelberger Leben von einem der Lloyds Banking Group, London, zugehörigen Veräußerer wurde für die Hannover Rück SE als mittelbare Erwerberin erteilt, jedoch noch nicht für den weiteren Investor. VERÄUSSERUNGEN UND ABGÄNGEMit Wirkung zum 1. Januar 2013 erfolgte die rückwirkende Verschmelzung der Metropolitana Compañía de Seguros S. A., Mexiko-Stadt, Mexiko, auf die HDI Seguros S. A. de C. V., León, Mexiko, die am 20. März 2013 im Public Registry of Commerce of León eingetragen und rechtskräftig wurde. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 hat die Hannover Rück SE durch die vertraglich vereinbarte Rückübertragung ihres stimmberechtigten Anteils (Management Share) an der Secquaero ILS Fund Ltd., Georgetown, Grand Cayman, an den konzernfremden Investmentmanager die Kontrolle über die Gesellschaft und ihre Beteiligungen aufgegeben. Die Gesellschaft wird daher seit diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als Beteiligung zum Nettovermögenswert (Net Asset Value) weitergeführt und unter den sonstigen Kapitalanlagen bilanziert. Aus der Ausbuchung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Einbuchung der Beteiligung zum Nettovermögenswert wurde im übrigen Ergebnis ein Ertrag in Höhe von 1,2 Mio. EUR ausgewiesen. Darüber hinaus wurden kumulierte, nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3,9 Mio. EUR realisiert und ebenfalls im übrigen Ergebnis bilanziert. Mit Wirkung zum 31. Juli 2013 hat die Talanx International Holding AG (TINT) ihre Anteile (100 %) am Lebensversicherer HDI-Gerling Życie Towarzystwo Ubezpieczeń S. A. (HG-PLZ) im Wege einer Kapitalerhöhung per Sacheinlage in die TUiR WARTA S. A., Warschau, Polen, eingelegt (Segment Privat- und Firmenversicherung International). Die neuen Anteile an der übernehmenden TUiR WARTA S. A. wurden vollständig von TINT gezeichnet, sodass sich der Konzernanteil an der TUiR WARTA S. A. leicht auf 75,74 (75,00) % erhöhte. Diese Änderung der Beteiligungsquote hat der Konzern als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wurden die Buchwerte der beherrschenden und der nicht beherrschenden Anteile so angepasst, dass sie die Änderungen in der Anteilsquote widerspiegeln. Das Eigenkapital beherrschender Gesellschafter erhöhte sich infolgedessen um 7 Mio. EUR zulasten der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital (wir verweisen auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzerneigenkapitals"). Am 30. Dezember 2013 wurde die von der TUiR WARTA S. A. zu 100 % gehaltene TUnŻ WARTA S. A. (WARTA Life) wie geplant mit der HG-PLZ verschmolzen, die seit der Verschmelzung unter Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie "WARTA" S. A. firmiert. SONSTIGE GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGENMit der Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Hannover ist die Umwandlung der Hannover Rückversicherung AG in die Rechtsform einer Europäischen Aktiengesellschaft, Societas Europaea (SE), am 19. März 2013 wirksam geworden. Das Unternehmen trägt damit die Firma Hannover Rück SE mit Sitz in der Karl-Wiechert-Allee 50, 30625 Hannover, Deutschland. KONSOLIDIERUNG VON ZWECKGESELLSCHAFTENIm Folgenden werden die Bereiche Investmentfonds, Kapitalanlagen, Verbriefung von Rückversicherungsrisiken, übernommenes Personen-Rückversicherungsgeschäft sowie Retrozessionen und Insurance-Linked Securities (ILS) unterschieden. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Zweckgesellschaften sind u. a. nach SIC-12 hinsichtlich ihrer Konsolidierungspflicht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS keine spezifischen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung des IAS 8 bei der Analyse auch auf die relevanten US-GAAP-Vorschriften. INVESTMENTFONDSIn den Anwendungsbereich des SIC-12 fallen u. a. Sondervermögen, die im Wesentlichen aufgelegt werden, um einem eng begrenzten Zweck zu dienen. Insofern hat der Konzern das Vorliegen wirtschaftlicher Beherrschung im Sinne des IAS 27.13 in Verbindung mit SIC-12 bei Investmentfonds zu überprüfen. Eine wirtschaftliche Beherrschung ist z. B. dann gegeben, wenn einer Konzerngesellschaft die Mehrheit aus Nutzen und Risiken aus den Aktivitäten eines Spezialfonds zuzurechnen ist. Zum Bilanzstichtag wurden 36 Spezialfonds in den Konzernabschluss wegen Bestehens eines Beherrschungsverhältnisses bzw. wirtschaftlicher Beherrschung gegenüber dem Sondervermögen einbezogen, davon 25 inländische Fonds. Im Berichtsjahr wurden 17 Investmentfonds neu aufgelegt und erstkonsolidiert. Den Publikumsfonds terrAssisi Aktien I AMI (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) haben wir im dritten Quartal 2013 wegen der Anteilsreduzierung am Sondervermögen auf 31,09 % entkonsolidiert und als Finanzinstrument weitergeführt. Weitere neun Fonds hat der Konzern aufgelöst bzw. vorwiegend wegen Geringfügigkeit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entkonsolidiert. KAPITALANLAGENIm Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich der Konzern an einer Vielzahl von Zweckgesellschaften, im Wesentlichen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfluss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt. Die Hannover Rück SE beteiligt sich über die im September 2012 gegründete Gesellschaft Leine Investment SICAV-SIF mit Sitz in Luxemburg durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von Zweckgesellschaften zur Verbriefung dieser Katastrophenrisiken. Die Leine Investment General Partner S. à. r. l. ist die geschäftsführende Gesellschafterin der Vermögensverwaltungsgesellschaft Leine Investment SICAV-SIF, deren Zweck im Aufbau, Halten und Verwalten eines Portfolios von an Versicherungsrisiken gebundenen Wertpapieren (Insurance-Linked Securities, Katastrophenanleihen), auch für konzernfremde Investoren, besteht. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses seitens der Hannover Rück SE keine Konsolidierungspflicht der beteiligten Zweckgesellschaften. Der Bestand an Katastrophenanleihen der bis zum Vorjahr für diese Transaktionen genutzten Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG (HILS) wurde im Berichtsjahr durch Veräußerung bzw. Rückzahlung vollständig abgebaut. VERBRIEFUNG VON RÜCKVERSICHERUNGSRISIKENDie Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von Zweckgesellschaften strukturiert. Im Vorjahr hat die Hannover Rück SE eine Katastrophenanleihe (Cat Bond) emittiert, um Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Sturmereignisse in den Kapitalmarkt zu transferieren. Der Cat Bond in Höhe von nominal 100 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2016 und wurde von Eurus III Ltd. bei institutionellen Investoren aus Europa, Nordamerika und Asien platziert. Eurus III Ltd. ist eine Zweckgesellschaft mit Sitz in Hamilton, Bermuda, die im August 2012 als Special Purpose Insurer unter dem Bermuda Insurance Act 1978 registriert worden ist. Die im Rahmen der Transaktion mit der Zweckgesellschaft abgeschlossenen Retrozessionen bieten der Hannover Rück SE, der E+S Rückversicherung AG und der Hannover Re (Bermuda) Ltd. Schutz gegen die erwähnten Katastrophenrisiken. Da die Hannover Rück SE keinen kontrollierenden Einfluss über Eurus III Ltd. ausübt, besteht keine Konsolidierungspflicht für die Zweckgesellschaft. Im Rahmen ihrer "K"-Transaktionen hat sich die Hannover Rück SE Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei der "K"-Zession, die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Das Volumen dieser Verbriefung beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 239 (268) Mio. EUR. Die Transaktion hat eine unbefristete Laufzeit und kann von den Investoren jährlich gekündigt werden. Für einen Teil dieser Transaktion wird Kaith Re Ltd., eine auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft, zu Transformerzwecken genutzt. Darüber hinaus nutzt die Hannover Rück SE die Zweckgesellschaft Kaith Re für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen. ÜBERNOMMENES PERSONENRÜCKVERSICHERUNGSGESCHÄFTEinige Transaktionen im Segment Personen-Rückversicherung erfolgen unter Einbeziehung von zedierenden Zweckgesellschaften als Vertragspartner, die von konzernfremden Parteien gegründet worden sind und von denen Konzerngesellschaften der Hannover Rück-Gruppe bestimmte versicherungstechnische und/oder finanzielle Risiken übernehmen. Die Transaktionen dienen beispielsweise der Übertragung extremer Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehalts oder der Übertragung von Langlebigkeitsrisiken. Da die Hannover Rück SE aus ihren Geschäftsbeziehungen mit diesen Zweckgesellschaften weder die Mehrheit der ökonomischen Risiken oder des Nutzens zieht noch einen kontrollierenden Einfluss ausüben kann, besteht für die Hannover Rück SE keine Konsolidierungspflicht. In Abhängigkeit von der Klassifikation der Verträge gemäß IFRS 4 oder IAS 39 werden die Transaktionen entweder in der rückversicherungstechnischen Rechnung oder als derivative Finanzinstrumente oder als finanzielle Garantien bilanziert. Bei den der Finanzierung statutarischer Rückstellungen (sogenannte Triple-X- bzw. AXXX-Reserven) dienenden Rückversicherungsverträgen, bei denen Zweckgesellschaften von den Zedenten verbriefte, extreme Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehalts tragen, werden diese Risiken mittels eines fixen/variablen Swaps auf eine Konzerngesellschaft der Hannover Rück-Gruppe übertragen. Die Summe der vertraglich vereinbarten Kapazitäten der Transaktionen beträgt umgerechnet 1.372 (1.138) Mio. EUR, mit Stand zum Bilanzstichtag wurden davon umgerechnet 892 (848) Mio. EUR gezeichnet. Die von Gesellschaften der Hannover Rück-Gruppe garantierten variablen Zahlungen an die Zweckgesellschaften decken deren Leistungsverpflichtungen. Bei einem Teil der Transaktionen werden die aus den Swaps im Leistungsfall resultierenden Zahlungen über Entschädigungsvereinbarungen von den Muttergesellschaften der Zedenten rückvergütet. Die Rückvergütungsansprüche aus den Entschädigungsvereinbarungen sind in diesem Fall getrennt von und bis zur Höhe der Rückstellung zu aktivieren. Nach IAS 39 sind diese Transaktionen als Finanzgarantien zum Zeitwert zu bilanzieren. Die Hannover Rück SE legt hierbei die Nettomethode zugrunde, nach der der Barwert der vereinbarten fixen Swap-Prämien mit dem Barwert der Garantieverbindlichkeit saldiert wird. Infolgedessen betrug der Zeitwert bei Erstansatz null. Der Ansatz des Höchstwerts aus dem fortgeführten Zugangswert bzw. dem nach IAS 37 als Rückstellung zu passivierenden Betrag erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Inanspruchnahme als wahrscheinlich einzustufen ist. Dies war zum Bilanzstichtag nicht der Fall. RETROZESSIONEN UND INSURANCE-LINKED SECURITIES (ILS)Die Hannover Rück SE zeichnet im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked-Securities (ILS)-Aktivitäten sogenannte besicherte Frontingverträge, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von Zweckgesellschaften an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Bei diesen Strukturen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses über die jeweils involvierten Zweckgesellschaften seitens der Hannover Rück SE keine Konsolidierungspflicht. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der operativen Gesellschaften des Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, wurde mit Wirkung zum 12. Juli 2011 ein Teilportfolio der CIGI an eine Zweckgesellschaft retrozediert. Die Retrozession hat eine Laufzeit bis zur endgültigen Abwicklung der zugrunde liegenden Verpflichtungen. Da die Hannover Rück SE nicht der Hauptnutznießer der Zweckgesellschaft ist und weder mittelbare noch unmittelbare Kontrolle über diese ausübt, besteht keine Konsolidierungspflicht für diese Zweckgesellschaft. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN - BEWERTET NACH DER EQUITY-METHODEAssoziierte Unternehmen sind solche, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle ausübt. Zum Bilanzstichtag waren 13 (12) nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" zu bewerten. Weitere sieben (neun) assoziierte Unternehmen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht at Equity bilanziert (wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" auf Seite 153 ff.). GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN - BEWERTET NACH DER EQUITY-METHODEUnverändert gegenüber dem Jahresabschluss 2012 wird die Magma HDI General Insurance Company Limited, Kalkutta, als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode konsolidiert. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPENHDI SEGUROS S. A. DE C. V. (SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL)Im Zuge der Verschmelzung von HDI Seguros S. A. de C. V. und Metropolitana Compañía de Seguros, Mexiko-Stadt, Mexiko, weist der Konzern unverändert zum Vorjahr die beschlossene Veräußerung eines Lebensversicherungsportfolios, einschließlich der Kapitalanlagen zur Bedeckung der Verpflichtungen, aus. Der Verkaufspreis beträgt 2 Mio. EUR. Im ersten Quartal 2013 hat die Gesellschaft zudem die Veräußerung eines Nichtlebensversicherungsportfolios beschlossen. Den wirtschaftlichen Übergang beider Transaktionen erwarten wir bis zum zweiten Quartal 2014. Die wesentlichen Buchwerte beider Veräußerungsgruppen betreffen Kapitalanlagen einschließlich Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 17 (18) Mio. EUR sowie versicherungstechnische Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 19 (20) Mio. EUR. Die im sonstigen Ergebnis erfassten kumulativen Erträge/Aufwendungen betragen 0 (2) Mio. EUR. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurden keine Wertminderungen erfasst. Die Transaktionen dienen der Fokussierung gemäß der beabsichtigten Unternehmensausrichtung und führen zur Kostenoptimierung im Bereich der IT sowie der Personalaufwendungen. ASPECTA ASSURANCE INTERNATIONAL LUXEMBURG S. A. (SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL)Im dritten Quartal 2013 beschloss die ASPECTA Assurance International Luxemburg S. A., Luxemburg, Luxemburg, im Rahmen der Portfolio-Optimierung einen Teilbestand ihres fondsgebundenen Lebensversicherungsgeschäfts zu verkaufen. Die Transaktion hat einen Kaufpreis im unteren einstelligen Millionen-EUR-Bereich. Der wirtschaftliche Übergang wird im Laufe des Jahres 2014 erwartet. Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von 216 Mio. EUR (davon Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von 212 Mio. EUR und laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand in Höhe von 4 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 214 Mio. EUR (davon versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, in Höhe von 212 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag sind keine kumulierten Erträge/Aufwendungen im sonstigen Ergebnis enthalten. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurden keine Wertminderungen erfasst. IMMOBILIENZum 31. Dezember 2013 wiesen wir Immobilienbestände in Höhe von 15 (45) Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten aus. Davon entfallen auf das Segment Schaden-Rückversicherung 11 (11) Mio. EUR, auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland 4 (22) Mio. EUR und auf das Segment Industrieversicherung - (12) Mio. EUR. Dem Gesamtbestand stehen Marktwerte (entsprechend erwarteter Verkaufspreisen) von 16 (58) Mio. EUR gegenüber. Aus der Bewertung dieser Objekte zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten resultieren keine wesentlichen Wertminderungen. Der Buchwert (beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) der wertgeminderten Immobilien beträgt zum Stichtag 1 Mio. EUR und ist der Stufe 3 der Zeitwerthierarchie zugeordnet. Die Ermittlung der Zeitwerte führten wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die Verkaufsabsichten begründen sich durch individuelle Immobilienmarkt- und Objektgegebenheiten in Abwägung aktueller und künftiger Chancen- und Risikoprofile. Den Vollzug dieser Transaktionen erwarten wir binnen eines Jahres. AUSPRÄGUNG VON RISIKEN AUFGRUND VON VERSICHERUNGSVERTRÄGEN UND FINANZINSTRUMENTENDie im Folgenden aufgeführten Angaben ergänzen die Risikoberichterstattung im Lagebericht nach § 315 HGB in Verbindung mit § 315a Absatz 1 HGB und berücksichtigen die Anforderungen von § 315 Absatz 2 Nr. 2 HGB sowie IFRS 4 (hinsichtlich der Angabepflichten zu Risiken für Unternehmen, die Versicherungsverträge ausgegeben) und IFRS 7 (Angabepflichten zu Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben). Die in § 315 Absatz 2 Nr. 2 HGB geforderten Angaben zu den Risikomanagementzielen und -methoden des Konzerns einschließlich seiner Sicherungsgeschäfte mit Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten sind - im Wesentlichen qualitative Darstellung - im Risikobericht enthalten bzw. ergänzt nachfolgender Abschnitt. Die nach IFRS 4 bzw. IFRS 7 erforderliche Offenlegung zur Beschreibung des Risikomanagements, Angaben zu Risikokonzentrationen, Informationen über Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten sowie Angaben zu Sensitivitäten bei unseren Kapitalanlagen und in Teilen zu versicherungstechnischen Risiken werden in diesem Kapitel beschrieben. Weitere Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Versicherungsverbindlichkeiten, wie beispielsweise Restlaufzeiten, Ratings, Einsatz derivativer Finanzinstrumente und Hedge-Accounting, Schadenentwicklung, finden sich auch in den Darstellungen zu den Einzelpositionen in den Kapiteln "Erläuterungen zur Konzernbilanz". und "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung". Zu grundlegenden qualitativen Aussagen, z. B. zur Organisation unseres Risikomanagements oder zur Einschätzung der Risikolage, verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht. Um einen Gesamtüberblick über die Risiken zu erhalten, denen der Konzern ausgesetzt ist, sind daher sowohl der Risikobericht als auch die entsprechende Angabe im Anhang zu berücksichtigen. KLASSENBILDUNG VON FINANZINSTRUMENTENIFRS 7 erfordert bestimmte Angaben geordnet nach Klassen von Finanzinstrumenten. Die Klassenbildung orientiert sich dabei an der Risikocharateristika dieser Finanzinstrumente, wobei mindestens zwischen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und denen die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu unterscheiden ist. Diese Zuordnung ist nicht notwendigerweise identisch mit der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39. Die Klassenbildung unserer Finanzinstrumente orientiert sich an den Belangen unseres Bestands und unserer Bilanzgliederung; die Detaillierungstiefe der angegebenen Klassen kann zulässigerweise je nach geforderter Angabe variieren. Nachfolgende Tabelle leitet die im Konzern gebildeten Klassen von Finanzinstrumenten auf die Bilanzpositionen über bzw. informiert über die entsprechende Bewertungsgrundlage. A28 KLASSEN VON FINANZINSTRUMENTEN, BILANZPOSTEN UND BEWERTUNGSGRUNDLAGENscroll
RISIKEN AUFGRUND VON VERSICHERUNGSVERTRÄGENDen Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns bilden der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen Sparten der Schaden/Unfall- und der Lebensversicherung, sowohl im Bereich der Erstversicherung als auch in der Rückversicherung. Die Risiken aus Versicherungsverträgen setzen sich in erster Linie aus den Versicherungsrisiken, den Ausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken und den Marktrisiken zusammen. Die Versicherungsrisiken in der Schadenversicherung werden getrennt von denen in der Personenversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. MANAGEMENT VERSICHERUNGSTECHNISCHER RISIKEN IN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGIn der Schadenversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die Versicherungsrisiken in erster Linie aus dem Prämien-/ Schadenrisiko und aus dem Reserverisiko. Darüber hinaus ergeben sich Konzentrationsrisiken. Das Versicherungsgeschäft beruht darauf, in der Erstversicherung den Versicherungsnehmern und in der Rückversicherung den Zedenten ihre individuellen Risiken abzunehmen und im Kollektiv und über die Zeit auszugleichen. Für den Versicherer besteht das grundsätzliche Risiko (Prämien-/Schadenrisiko) darin, aus im Voraus kalkulierten, nicht veränderbaren Prämien Versicherungsleistungen zu erbringen, deren Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Das Reservierungsrisiko entsteht aus einer möglicherweise unzureichenden Bildung von bilanziellen Schadenreserven und einer sich somit ergebenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Konzentrationsrisiken ergeben sich aus einer starken geografischen Konzentration der versicherten Risiken, aber auch einer Konzentration auf bestimmte Geschäftsbereiche oder Versicherungssparten. PRÄMIEN- UND SCHADENRISIKODem übernommenen Prämien-/Schadenrisiko begegnen wir unter anderem durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt. A29 SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG NACH SEGMENTENscroll
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2010 hat der Konzern seine Segmentberichterstattung
im Einklang mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" - wegen der umgesetzten
Unternehmensorganisation nach Kundengruppen im Erstversicherungsgeschäft
- geändert. Eine rückwirkende Anpassung der Berichterstattung von
Perioden vor 2009 erfolgt unter Kosten-Nutzen-Abwägungen jedoch nicht A30 SCHADENQUOTE FÜR EIGENE RECHNUNG NACH SEGMENTENscroll
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2010 hat der Konzern seine Segmentberichterstattung
im Einklang mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" - wegen der umgesetzten
Unternehmensorganisation nach Kundengruppen im Erstversicherungsgeschäft
- geändert. Eine rückwirkende Anpassung der Berichterstattung von
Perioden vor 2009 erfolgt unter Kosten-Nutzen-Abwägungen jedoch nicht Der Anstieg der Schadenquote im Segment Industrieversicherung ist auf eine hohe Großschadenbelastung zurückzuführen. Infolge der Naturkatastrophen im Berichtsjahr, insbesondere der Flut in Süd- und Ostdeutschland, des Hagels "Andreas" und des Sturms "Xaver", sowie der Belastung aus sonstigen Großschäden (insbesondere Sachschäden) stieg die Schadenquote um 5,6 Prozentpunkte. Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland erhöhte sich die Quote um 1,8 Prozentpunkte. Hier wirkte sich neben den im dritten Quartal aufgetretenen höheren Groß- und Naturkatastrophenschadenereignissen auch die Beteiligung der Versicherungsnehmer an dem Kapitalanlageergebnis der Lebensversicherungsgesellschaften wesentlich aus. Insbesondere Beitragssteigerungen sowie geringere Schadenregulierungskosten in einzelnen Märkten führten im Segment Privat- und Firmenversicherung International zu einem Rückgang der Schadenquote von 2,6 Prozentpunkten. Die Schadenquote im Segment Schaden-Rückversicherung sank trotz einer erhöhten Nettobelastung an Großschäden von 578 (478) Mio. EUR um 0,4 Prozentpunkte. Insgesamt erhöhte sich die Schadenquote auf Konzernebene moderat um 0,4 Prozentpunkte. Die moderate Höhe der Schadenquoten in den vergangenen Jahren ist zudem Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schadenmanagement. Großschäden sind solche Schäden, die eine festgelegte Schadenhöhe überschreiten oder andere Kriterien erfüllen, aufgrund derer sie eine besondere Bedeutung in der Schaden/Unfallversicherung haben. Nachfolgend dargestellt sind die Geschäftsjahres-Großschäden (netto) in Mio. EUR, unterteilt in Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, sowie deren Anteil an der kombinierten Schaden-/ Kostenquote des Konzerns: A31 GESCHÄFTSJAHRES-GROSSSCHÄDEN (NETTO)scroll
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Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden
über 10 Mio. EUR brutto, für den Anteil des Konzerns RESERVERISIKOUm die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleisten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie die künftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten lassen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken zu. Die auf Basis aktuarieller Methoden ermittelten Schadenreserven werden gegebenenfalls um Zusatzreserven auf der Grundlage eigener aktuarieller Schadeneinschätzungen und um die sogenannte Spätschadenreserve für Schäden, die bereits eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, ergänzt. Insbesondere für Haftpflichtschäden werden aufgrund der langen Abwicklungsdauer Spätschadenreserven gestellt, die nach Risikoklassen und Regionen differenziert errechnet werden. Die hinreichende Bemessung der Schadenreserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist sehr komplex, da zwischen Schadenverursachung und Schadenmeldung zum Teil Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen können. Die Exponierung des Konzerns im Hinblick auf asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist jedoch relativ gering. Die Angemessenheit dieser Reserven wird üblicherweise mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 32,1 (29,1) Jahren; die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 200 (210) Mio. EUR. Zur konsistenten Einschätzung der für den Konzern wesentlichen Katastrophenrisiken aus Naturgefahren (Erdbeben, Stürme, Überschwemmung) kommen lizenzierte wissenschaftliche Simulationsmodelle zum Einsatz, die durch die Expertise der entsprechenden Fachbereiche ergänzt werden. Zur Risikoermittlung des Portfolios werden ferner verschiedene Szenarien in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt. Die Überwachung der Naturgefahrenexponierung des Portfolios (Kumulkontrolle) wird durch realistische Extremschadenszenarien vervollständigt. Die Angemessenheit der Einschätzungen und der eingesetzten Simulationsmodelle insgesamt ist Gegenstand eines umfangreichen und unabhängigen Validierungsprozesses. Das heißt, dass unabhängig von risikonehmenden Einheiten eine Validierung durch die unabhängige Risikokontrollfunktion erfolgt. In dem nachstehenden Abschnitt "Konzentrationsrisiken" werden anhand ausgewählter relevanter Kumulszenarien von Naturgefahren Abschätzungen für Netto-Schadenbelastungen aus diesen Szenarien ausgewiesen. Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 21 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle"). Eine Qualitätssicherung unserer eigenen aktuariellen Berechnungen zur Angemessenheit der Reserve erfolgt jährlich zusätzlich durch externe Aktuariats- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Zur teilweisen Absicherung von Inflationsrisiken hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE Inflationsswaps (USD- und EUR-Zero-Coupon-Swaps) abgeschlossen. Mittels dieser derivativen Finanzinstrumente werden Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken abgesichert. Ein Inflationsrisiko besteht insbesondere darin, dass sich die Verpflichtungen (z. B. Schadenreserven) inflationsbedingt anders entwickeln könnten als bei der Reservebildung unterstellt. Erstmals wurde ein Inflationsschutz im zweiten Quartal 2010 mit einer Laufzeit von vier und fünf Jahren erworben. Eine Aufstockung erfolgte im ersten Quartal 2011 (Laufzeit acht Jahre). Um die Auswirkungen einer unerwarteten Veränderung der Inflation auf die Schadenrückstellungen des Konzerns genauer beurteilen zu können, werden zudem die Auswirkungen möglicher Stressszenarien auf die Talanx-Erstversicherungsgruppe regelmäßig von externen Aktuaren analysiert. Vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken würde ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfall-Erst- und Rückversicherung um 5 Prozentpunkte das Jahresergebnis nach Steuern um 424 (406) Mio. EUR mindern. KONZENTRATIONSRISIKENIn der Schadenversicherung ergeben sich Konzentrationsrisiken insbesondere aus der geografischen Konzentration sowie den versicherten Naturkatastrophenrisiken. Wir analysieren Extremszenarien bzw. Kumule, die zu hohen Schäden führen können. Im Rahmen von Solvency II ist ein einheitliches Global Event Set aufgebaut worden, um Naturgefahrenkumule zu analysieren. Für den Konzern ergeben sich auf der Grundlage der zuletzt ermittelten Werte folgende Abschätzungen für die Netto-Schadenbelastungen nachfolgender Kumulszenarien von Naturgefahren: A32 KUMULSZENARIEN, INKLUSIVE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER, VOR STEUERN1) ,2)scroll
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Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren
können von den Modellannahmen abweichen Darüber hinaus werden auch weitere Kumulszenarien regelmäßig überprüft. Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert. So gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen. Nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der Schadenrückstellungen nach Regionen sowohl brutto als auch netto (nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen): A33 RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE1)scroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle Den Schwerpunkt des von uns betriebenen Versicherungsgeschäfts in der Schaden/Unfall-Erstversicherung, unterteilt nach wesentlichen Versicherungsarten und -zweigen, zeigt folgende Tabelle: A34 PRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGENscroll
ZINSRISIKENBei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung, bei der sich ein Zinsrisiko manifestieren kann. Eine Senkung des Rechnungszinses könnte dabei zumindest in lokaler Rechnungslegung zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. MANAGEMENT VERSICHERUNGSTECHNISCHER RISIKEN IN DER PERSONENVERSICHERUNGTypische Risiken in der Personenversicherung (Personen-Erst- und Personen-Rückversicherung) entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien enthalten. Somit sind hier neben den Zinsrisiken die biometrischen Risiken und die Stornorisiken von besonderer Bedeutung. BIOMETRISCHE RISIKENBiometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen und für die Bewertung von aktivierten Abschlusskosten bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Aufgrund der vorgenannten Risiken können sich die Kalkulationsgrundlagen und unsere Erwartungen als unzureichend herausstellen. Unsere Lebensversicherer nutzen verschiedene Instrumente, um hier gegenzusteuern.
Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken ebenfalls von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber - bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt. A35 SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER PERSONENVERSICHERUNG NACH SEGMENTENscroll
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SENSITIVITÄTSANALYSEDie Sensitivität gegenüber diesen Risiken messen wir anhand einer Embedded-Value-Analyse. Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) ist ein wesentliches Instrument des Risikomanagements. Er bezeichnet den Barwert der künftigen Aktionärserträge plus Eigenkapital abzüglich Kapitalkosten des Geschäfts der Personen-Erst- und -Rückversicherer nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der Embedded Value ist "Market Consistent", d. h., er ist mit einer Kapitalmarktbewertung erstellt, die bestimmten Anforderungen genügt: Arbitragefrei, risikoneutral, die modelltechnische Abbildung der Finanzinstrumente liefert die aktuellen Marktpreise. Zusätzlich wird der Neugeschäftswert (NBV) betrachtet. Der MCEV und der NBV bezeichnen den Barwert der künftigen Aktionärserträge des Geschäfts der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der MCEV wird für unsere großen Leben-Erstversicherer sowie das Personen-Rückversicherungsgeschäft der Hannover Rück SE ermittelt. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen die Lebensversicherer des Konzerns und damit der Konzern im Bereich Personenversicherung als Ganzes exponiert sind, und sie geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Im Rahmen der Analysen werden Sensitivitäten zu Sterblichkeiten, Stornowahrscheinlichkeiten, Verwaltungskosten sowie zum Zins- bzw. Aktienkursniveau betrachtet. Die Sensitivitäten des MCEV für das Rückversicherungsgeschäft werden durch das versicherungstechnische Risiko bestimmt. Während Veränderungen der Sterblichkeit/Morbidität, Storno- oder Kostenannahmen einen starken Einfluss auf den MCEV haben, ist der Effekt aus den Veränderungen der ökonomischen Rahmenbedingungen gering. Im Gegensatz dazu wird der MCEV im Erstversicherungsgeschäft hauptsächlich durch die ökonomischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Der Haupttreiber ist die Veränderung des Zinssatzes; versicherungstechnische Risiken beeinflussen den MCEV weniger. In Einklang mit der Vorschrift IFRS 4 erläutern wir nachfolgend die relevanten Sensitivitäten und deren Auswirkungen auf den MCEV ausschließlich qualitativ. Sensitivitäten zu SterblichkeitenDie Exponiertheit der Lebensversicherer im Konzern unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit entsprechenden Auswirkungen auf den MCEV. Sensitivitäten zu StornowahrscheinlichkeitenBei Verträgen mit Rückkaufsrecht ist die bilanzierte Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der zugehörige Rückkaufswert, daher ist die wirtschaftliche Auswirkung des Stornoverhaltens eher durch die Höhe der Stornoabschläge und andere Produktmerkmale bestimmt. Eine gegenüber der Erwartung höhere Stornowahrscheinlichkeit würde sich zum Teil negativ auf den MCEV auswirken. Sensitivitäten zu VerwaltungskostenGegenüber der Erwartung höhere Verwaltungskosten würden zu einer Minderung des MCEV führen. Sensitivitäten zum Zins- und AktienkursniveauEs besteht in der Leben-Erstversicherung ein erhebliches Zinsgarantierisiko, das sich durch die Verpflichtung ergibt, jeweils die Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen zu erwirtschaften. Die festverzinslichen Kapitalanlagen haben in der Regel eine kürzere Duration als die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen (Duration Mismatch). Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind gegliedert nach den erwarteten Laufzeiten, die Kapitalanlagen nach den vertraglichen Restlaufzeiten. Hierin enthalten ist eine Duration (Macaulay Duration) der bilanzierten Verbindlichkeiten von 9,9 (9,6) und von 7,2 (6,8) für die festverzinslichen Wertpapiere (inkl. Zinsderivate). Daraus resultieren ein Wiederanlagerisiko für bereits akkumulierte Guthaben und ein Neuanlagerisiko für die zukünftigen Beiträge. Bleiben die Kapitalerträge über die restliche Abwicklungsdauer der Verbindlichkeiten hinter den Zinsforderungen aus den Garantien zurück, so führt dies zu einer entsprechenden Ertragsminderung, und der MCEV sinkt. Aufgrund der Ausgestaltung der Lebensversicherungsverträge sind insbesondere deutsche Lebensversicherer vom Zinsgarantierisiko betroffen. Für die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften und Pensionskassen im Konzern beträgt der - anhand der Bruttorückstellungen der Gesellschaften gewichtete - durchschnittliche Garantiezins 2,97 (3,13) % im Jahr 2013. Ein Rückgang des Aktienkursniveaus hätte ebenfalls einen negativen Einfluss auf den MCEV, der jedoch aufgrund der aktuell niedrigen Aktienquote sehr gering ist. DERIVATE, DIE IN LEBENSVERSICHERUNGSVERTRÄGEN EINGEBETTET UND NICHT GETRENNT ZU BILANZIEREN SINDIn den Versicherungsprodukten der Leben-Erstversicherer können folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein, sofern sie bei Vertragsabschluss vereinbart wurden:
Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der entsprechenden Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Es besteht insoweit kein unmittelbares Marktrisiko. Weitere eingebettete Derivate sind wirtschaftlich unwesentlich. In der Personen-Rückversicherung weist eine Anzahl von Verträgen die Merkmale auf, nach denen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat gemäß IAS 39 zum Marktwert zu bilanzieren sind. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting". KONZENTRATIONSRISIKENIn der Lebensversicherung werden die Konzentrationsrisiken dominiert von dem Zinsgarantierisiko. Hierzu verweisen wir auf den Abschnitt "Sensitivitätsanalyse" und die Ausführungen zu "Sensitivitäten zum Zins- und Aktienkursniveau". Hinsichtlich der geografischen Konzentration verweisen wir auf die folgende Tabelle, die die Verteilung der Deckungsrückstellung sowohl brutto als auch netto (nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen) nach Regionen für die Personenversicherung beschreibt. A36 DECKUNGSRÜCKSTELLUNG NACH REGIONEN1)scroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle MANAGEMENT VON KREDITRISIKEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGENForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Kreditrisiko. Um den damit verbundenen Zahlungsausfall zu begrenzen, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Schuldners, die z. B. anhand marktüblicher Ratingklassen gemessen wird. Die Auswahl der Rückversicherer erfolgt sorgfältig unter Bonitätsgesichtspunkten und wird laufend überwacht. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsvermittlern sind grundsätzlich ungesichert. Das Ausfallrisiko dieser Forderungen unterliegt einer laufenden Beobachtung im Rahmen unseres Risikomanagements. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Forderungen mit verhältnismäßig niedrigen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen. Diese Forderungen bestehen im Allgemeinen gegenüber Versicherungsnehmern, die über kein Rating verfügen. Allein Firmenkunden ab einer gewissen Größenordnung verfügen über externe Einschätzungen ihrer Bonität. Bei den Versicherungsvermittlern handelt es sich um einzelne Makler oder Maklerorganisationen, die in der Regel ebenfalls über kein Rating verfügen. Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso betreiben die Konzerngesellschaften jeweils ein effektives Mahnverfahren mit dem Ziel einer Verminderung der Außenstände. Darüber hinaus werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt. Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären, weil das abgeschlossene Bruttogeschäft nicht immer vollständig im Selbstbehalt bleibt, sondern nach Bedarf (retro)zediert wird. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er die Rückversicherungspartner durch Sicherungskomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Besicherung der Forderung ergreift. Bei der Auswahl der Rückversicherungspartner werden Sicherungsmaßstäbe angelegt, die grundsätzlich einheitlich gelten. Die Steuerung der Rückversicherungsabgaben erfolgt im Erstversicherungsbereich bei unserem konzerneigenen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker AG über Sicherungsrichtlinien und Platzierungsrichtlinien, durch Festlegung der Abgabenhöhe sowie durch regelmäßiges Errechnen von absoluten und relativen Abgabelimiten unter Beachtung unterschiedlicher Ausfallwahrscheinlichkeiten, z. B. je nach Laufzeit des Rückversicherungsvertrages und Rating sowie Kapital des Rückversicherers. Um Konzentrationen zu beschränken, ist eine Obergrenze für den Anteil an den gesamten Schadenrückstellungen pro Rückversicherungskonzern festgelegt. Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichen auf Basis einer systemgestützten Abgabensteuerung geregelt: Es werden Abgabenlimite für die einzelnen Rückversicherungspartner vorgegeben und noch freie Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfristiges Geschäft ermittelt. Je nach Art und erwarteter Dauer der Abwicklung des rückversicherten Geschäfts fließen bei der Auswahl der Rückversicherer neben Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best auch interne und externe Experteneinschätzungen ein (z. B. Marktinformationen von Maklern). Neben der klassischen Retrozession in der Schaden-Rückversicherung transferiert die Hannover Rück SE auch Risiken in den Kapitalmarkt. In den drei Erstversicherungssegmenten beliefen sich die aus der passiven Rückversicherung, d. h. der Abgabe der von uns übernommenen Risiken, resultierenden Ansprüche - die Anteile der Rückversicherer - auf 4,7 (4,8) Mrd. EUR. Die sich hieraus ergebenden Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen 3,5 (3,7) Mrd. EUR. Für die Kontrahenten der Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich folgende Ratingstruktur auf Konzernebene, siehe Tabelle A37. 89 (83) % unserer Rückversicherungspartner sind mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Bei der Ermittlung der Ratings sind etwaige erhaltene Sicherheiten wie Depots oder Avalbürgschaften bereits berücksichtigt. Der Buchwert der Finanzinstrumente, die in Verbindung mit Versicherungsverträgen stehen - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen als Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag -, stellt sich wie folgt dar (ohne Depotforderungen), siehe Tabelle A38. A37 RATING-ANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGENscroll
A38 BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGENscroll
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Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen zwischen den Segmenten Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots, die keine Zahlungsströme auslösen und die von Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Sie verhalten sich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduzieren sich in gleichem Maß die versicherungstechnischen Rückstellungen. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt; eine Darstellung in obiger Tabelle ist vor diesem Hintergrund unterblieben. Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 494 (464) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen mehr als 52 (57) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf. In den beiden Rückversicherungssegmenten beliefen sich die Ansprüche aus der Retrozession zum Bilanzstichtag auf 1,9 (2,2) Mrd. EUR. Insgesamt 89 (90) % der Retrozessionäre sind mit einem sogenannten Investment-Grade-Rating klassifiziert. Von diesen verfügen fast 89 (87) % über ein Rating der Kategorie A oder besser. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unserer Politik, Ausfallrisiken in diesem Bereich so weit wie möglich zu vermeiden Der Abrechnungssaldo (Ertrag für den Erstversicherer), definiert als der Anteil der Rückversicherer an den verdienten Beiträgen abzüglich des Anteils der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsleistungen sowie den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, belief sich im Berichtsjahr auf -444 (-458) Mio. EUR. A39 FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT, DIE ZUM BILANZSTICHTAG ÜBERFÄLLIG, ABER NICHT WERTGEMINDERT WARENscroll
Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren. Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 158 (112), davon sind 37 (50) Mio. EUR seit mehr als einem Jahr fällig. Dies entspricht einer Quote von 13 (10) % bzw. 4 (5) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 1,2 (1,5) %. Die Ausfallquote im Jahr 2013 liegt bei 1,4 (1,2) %. Aus dem passiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 203 (207) Mio. EUR, was einer Quote von 38 (42) % entspricht. Bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften der Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung (Hannover Rück-Konzern), waren zum Bilanzstichtag 301 (175) Mio. EUR unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 2,9 (3,1) Mrd. EUR älter als 90 Tage sowie teilweise wertgemindert. Dies entspricht einem Anteil von 10,2 (5,7) %. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre beträgt 0,1 (0,1) %. Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft (Segment: Schaden-Rückversicherung) sind zu 47 (42) % durch Depots oder Avalbürgschaften gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h., es besteht meist ein Potenzial zur Aufrechnung mit eigenen Verbindlichkeiten. Auf eine Wertberichtigung der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist. Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar: A40 AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN RESULTIERENDE EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTEscroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: A41 WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTscroll
Die Ausfallrisiken der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich durch Einzelbetrachtung ermittelt. Etwaige Sicherheiten wurden berücksichtigt. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 3 (3) %. A42 WERTBERICHTIGUNGSQUOTENscroll
A43 JÄHRLICHE AUSFALLQUOTENscroll
RISIKEN AUS KAPITALANLAGENDie Risiken aus Kapitalanlagen umfassen hauptsächlich das Marktrisiko, das Adressenausfallrisiko sowie das Liquiditätsrisiko, wobei das Marktrisiko die Risiken aus Änderungen des Zinsniveaus, Änderungen der Renditeaufschläge für Anleihen bonitätsrisikobehafteter Emittenten, Währungsrisiken sowie Risiken aus Kursänderungen beinhaltet. MANAGEMENT VON RISIKEN AUS KAPITALANLAGENZur Überprüfung der strategischen Asset-Allokation wird regelmäßig die Struktur der selbst verwalteten Kapitalanlagebestände (ohne Depotforderungen) überprüft. A44 GEWICHTUNG WESENTLICHER KAPITALANLAGEKLASSENscroll
Unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit des Unternehmens sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden durch unsere gesamtheitlichen Asset-Liability-Steuerungssysteme die Anlageziele Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung ausgewogen verfolgt. In erster Linie können diesen Anlagezielen Marktrisiken, Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken entgegenstehen. Über das Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem sind Grenzen für die Gewichtung der Kapitalanlageklassen festgelegt. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert, wobei unverändert leichte Unterschiede zwischen Schaden/Unfallversicherern, Leben-Erstversicherungen sowie den Rückversicherungssegmenten bestehen. Die dargestellten Quoten für Renten, Aktien und Immobilien per 31. Dezember 2013 bewegen sich im Rahmen der definierten Konzernlimite. MARKTRISIKENDas Marktänderungsrisiko umfasst in erster Linie das Risiko von Marktpreisänderungen von festverzinslichen Anlagen und von Aktien sowie das Währungsrisiko durch Wechselkursschwankungen bei nicht kongruenter Bedeckung. Dies kann zu Wertberichtigungsbedarf oder zu realisierten Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus in der Wiederanlage geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die regelmäßige Überwachung des Value at Risk (VaR), wobei neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen sowie deren Sensitivität zu Marktrisikofaktoren berücksichtigt werden (ALM VaR). Der ALM-VaR basiert auf historischen Marktdaten und stellt eine modellbasierte Prognose für den innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer (z. B. zehn Tage) maximal zu erwartenden Verlust dar, der mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Bei der Berechnung des ALM-VaR werden ein Konfidenzniveau von 99,5 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde gelegt. Das heißt, dass dieses geschätzte Verlustpotenzial innerhalb von zehn Tagen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 % überschritten wird. Als Eingangsdaten fließen täglich fortgeschriebene Bestandsdaten für die Kapitalanlagen in die Berechnung ein. Neben den Bestandsdaten für die Kapitalanlagen werden zusätzlich replizierende Portfolios für die prognostizierten Cashflows aus den versicherungstechnischen Verpflichtungen in Form von Zahlungsverpflichtungen (sogenannte Short-Positionen) berücksichtigt, um Abhängigkeiten zwischen Kapitalanlagen und versicherungstechnischen Leistungen sowie einen gegebenenfalls bestehenden Duration Gap in der Kapitalanlage berücksichtigen und überwachen zu können. Als Duration Gap bezeichnet man eine Inkongruenz in der Zinsbindungsdauer zwischen Anlagen und Verpflichtungen. Der Umfang der Marktdatenhistorie für das verwendete Risikomodell beträgt 521 Wochen. Darauf basierend werden 520 Wochenänderungen für die relevanten Marktparameter wie z. B. Aktienkurse, Wechselkurse, Rohstoffpreise und Zinssätze berechnet, die dann zur ALM-VaR-Ermittlung herangezogen werden. Die Aktualisierung der Zeitreihen, auf deren Basis die Risikoparameter berechnet werden, erfolgt monatlich. Dabei werden die Marktparameter der ältesten vier Wochen entfernt und durch diejenigen der letzten vier Woche ersetzt. Basierend auf den aktualisierten Marktdaten wird also monatlich eine Rekalibrierung des Risikomodells vorgenommen. Das verwendete Risikomodell basiert auf einem Multifaktorenmodell. Dieses Modell fußt auf einer Vielzahl repräsentativer Zeitreihen wie z. B. Zinsen, Wechselkursen und Aktienindizes. Aus diesen Zeitreihen lassen sich mithilfe einer Hauptkomponentenanalyse alle risikorelevanten Faktoren ermitteln. Die zwischen den Zeitreihen bestehenden Korrelationen fließen in die Gewichtung der Risikofaktoren ein. Dadurch werden Kumulations- und Diversifikationseffekte bei der Risikoschätzung berücksichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios werden gegen diese Faktoren regressiert. Die dabei ermittelten Faktorladungen stellen einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Faktoren, die aus den Bewegungen der repräsentativen Zeitreihen abgeleitet wurden, und den Bewegungen der Wertpapiere her. Durch die Simulation der Faktorentwicklungen werden die Risiken der Wertpapiere abgeleitet. Das Risiko von Derivaten wie z. B. Optionen wird durch eine vollständige Neubewertung während der Risikosimulation abgeleitet. Hierdurch werden auch nicht lineare Zusammenhänge zwischen Optionspreisen und den Preisbewegungen der zugrunde liegenden Basiswerte berücksichtigt. Der Ermittlung des ALM-VaR liegen Normalszenarien der Märkte, abgeleitet aus der Vergangenheit, zugrunde. Der ALM-VaR (Konfidenzniveau 99,5 %, Haltedauer zehn Tage) zum 31. Dezember 2013 betrug 1,3 Mrd. EUR, das entspricht 1,5 % der betrachteten Kapitalanlagen. Neben der eher langfristig ausgelegten Überwachung der Risikotragfähigkeit der mit den Kapitalanlagen verbundenen Marktrisiken kommt zur Risikofrüherkennung eine Modellvariante zum Einsatz, bei der lediglich die letzten 180 Wochenrenditen berücksichtigt werden und Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit durch die Verwendung einer exponentiellen Gewichtung einen stärkeren Einfluss auf die Risikokennzahlen haben. Diese Variante weist eine deutlich höhere Sensitivität des ALM-VaR-Modells auf aktuelle Volatilitätsveränderungen an den Kapitalmärkten auf und kann ergänzend frühzeitig auf einen Risikoanstieg hinweisen. Stresstests sowie Szenarioanalysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis, womit wir das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen abschätzen. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir Aktien- und Währungskursänderungen sowie Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus und der Renditeaufschläge für Anleihen bonitätsrisikobehafteter Emittenten (Spreads). Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. (Ungesicherte) Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertänderungen, z. B. durch Verluste bestimmter Aktienindizes der im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Indexderivate. Währungskursrisiken sind für einen international agierenden Versicherungskonzern, in dem ein wesentlicher Teil des Geschäfts in Fremdwährung gezeichnet wird, von großer Bedeutung. Die folgende Tabelle zeigt Szenarien für die Entwicklung der im Konzern gehaltenen selbst verwalteten Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Beachtung dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren. A45 SZENARIEN DER ENTWICKLUNG VON IM KONZERN GEHALTENEN SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN ZUM BILANZSTICHTAGscroll
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Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung) Unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen einschließlich der Investmentverträge setzen sich aus folgenden Währungen zusammen: A46 KAPITALANLAGENscroll
Zur Teilabsicherung von Beständen, insbesondere im Hinblick auf Preis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie zur Portfoliooptimierung unter Risiko-Ertrag-Gesichtspunkten, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Um Risiken, insbesondere Bonitätsrisiken, aus der Anwendung dieser Geschäfte zu vermeiden, werden die Verträge ausschließlich mit erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen und die Vorgaben aus den Anlagerichtlinien eingehalten (zu Adressenaufallrisiken siehe auch nachfolgender Abschnitt). Durch die konsequente Anwendung des Prinzips der kongruenten Währungsbedeckung können wir zudem das Fremdwährungsrisiko im Konzern deutlich reduzieren. Nähere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente können der Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" entnommen werden. ADRESSENAUSFALLRISIKENDas Adressenausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Kreditnehmer nicht willens oder beispielsweise im Insolvenzfall nicht in der Lage ist, den Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nachzukommen. Unter Adressenausfallrisiko für Kapitalanlagen werden im Talanx-Konzern folgende Risiken subsumiert:
Die Adressenausfallrisiken werden primär über das Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem bzw. die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht. Hierzu sind Limite auf Portfolio-, Emittenten/Kontrahenten- und z. T. auf Assetklassenebene festgelegt, die eine breite Mischung und Streuung im Portfolio sicherstellen. Wesentliche Voraussetzung für die Investitionsentscheidung ist die Bonität des Emittenten. Grundlage für die Bonitätsbeurteilung sind eigene Kreditrisikoanalysen, die durch Ratings externer Agenturen wie Standard & Poor's oder Moody's ergänzt werden. Die Neuanlage ist im Wesentlichen auf Investment-Grade-Positionen beschränkt. Zur frühzeitigen Erkennung erster Krisensignale bei Unternehmen sowie zur Identifizierung potenzieller Migrationsadressen ist ein Frühwarnsystem auf Basis von Marktinformationen (insbesondere Credit Spreads und Aktienkurse) installiert. Zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos werden OTC-Geschäfte nur mit einem ausgewählten Kontrahentenkreis abgeschlossen und produktübergreifende Rahmenverträge vereinbart, die sowohl Netting als auch Kollateralleistungen umfassen (siehe hierzu unsere Darstellung in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting). Weiterhin nutzen wir Credit Default Swaps zur Absicherung von Kreditrisiken. Das Adressenausfallrisiko im Konzern wird auf Einzeladressenebene anhand folgender Hauptrisikokomponenten charakterisiert:
Für das Exposure wird unter Berücksichtigung der Ratings bzw. der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeit und der erwarteten Verlustquote ein erwarteter Verlust (Expected Loss) berechnet. Auf Portfolio-Ebene werden zusätzlich ein unerwarteter Verlust (also eine mögliche Abweichung vom erwarteten Verlust) und ein Credit VaR berechnet. Der Credit VaR berücksichtigt zu den spezifischen Merkmalen für die Einzelkreditrisikobeurteilung auch Portfolio-Konzentrationen (Branchen, Länder, Schuldnergruppen) und Korrelationen der einzelnen Ebenen untereinander. Der Credit VaR zeigt die kreditrisikobedingte Wertminderung des betrachteten Bestands an Kapitalanlagen, der mit einer definierten Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird. Das so definierte Verfahren der Risikoberechnung stellt sicher, dass unter Beachtung von Klumpungseffekten risikoreichere Positionen ein deutlich höheres Risiko zugewiesen bekommen als risikoärmere Positionen. Die so ermittelten Risikokennzahlen werden auf den verschiedenen Steuerungsebenen zusammengeführt und sind ein Hilfsmittel für die Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken. Per 31. Dezember 2013 beträgt der Credit VaR für den gesamten Konzern 2.982 (2.918) Mio. EUR bzw. 3,5 (3,4) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Credit-VaR-Quote von 3,4 % um 0,1 Prozentpunkte. In der internen Risikoermittlung werden alle kreditrisikobehafteten Kapitalanlagen mit Ausnahme der Länderexposures mit einem Rating besser als AA- erfasst und sind damit wesentlich konservativer modelliert als in der aktuellen Fassung des Solvency-II-Standardmodells. A47 CREDIT VARscroll
Die Tabelle zeigt die Sensitivität des Kreditportfolios für bestimmte Kreditszenarien, gemessen als Credit VaR. Zum einen wird die Auswirkung einer Herabstufung der Emittentenratings um eine bzw. zwei Stufen und zum anderen der Verminderung der erwarteten Verwertungsquoten im Fall eines Zahlungsausfalls dargestellt. Die Sensitivitäten werden ermittelt, indem alle anderen Parameter konstant gehalten werden. Die maximale Ausfallrisikoexposition (unserer Kapitalanlagen ohne Depotforderungen) am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, entspricht den Bilanzpositionen. Die Kapitalanlagen werden von den Schuldnern regelmäßig bedient. Sicherheiten bestehen vor allem bei den hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen sowie bei den Hypothekendarlehen, die grundpfandrechtlich besichert sind. Im Konzern dienen insgesamt 527 (372) Mio. EUR an finanziellen Vermögenswerten zur Besicherung von Verbindlichkeiten sowie Eventualverpflichtungen. Von diesem Betrag entfallen Buchwerte in Höhe von 92 (84) Mio. EUR auf die Sicherstellung bestehender Geschäfte mit Derivaten, bei denen eigene Kapitalanlagen in Sperrdepots gehalten werden. Für bestehende Geschäfte mit Derivaten haben wir Sicherheiten mit einem beizulegenden Zeitwert von 60 (9) Mio. EUR erhalten. Darüber hinaus hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengeschäften und Immobilientransaktionen marktübliche Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 460 (288) Mio. EUR betrug. Weitere Angaben zu Sicherheitenstellungen des Konzerns bzw. im Rahmen des Geschäfts erhaltenen Sicherheiten werden unter "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" im Kapitel "Sonstige Angaben" erläutert. Zum Bilanzstichtag befanden sich, mit Ausnahme der Hypothekendarlehen, keine überfälligen nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. Die Hypothekendarlehen weisen Rückstände von insgesamt 19 (17) Mio. EUR auf; darunter fällige Forderungen über zwölf Monate in Höhe von 7 (4) Mio. EUR. Diese Forderungen sind ausreichend durch Grundpfandrechte besichert, sodass auf eine Wertberichtigung verzichtet wurde. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass eine Verwertung nur im Falle von Leistungsstörungen möglich ist. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen verweisen wir auf Anmerkung 30, Seite 259. Bonitätsstruktur der Kapitalanlagen: Zum Ende des Berichtszeitraums waren Schuldner von 95 (95) % unserer Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit einem sogenannten Investment-Grade-Rating klassifiziert (AAA bis BBB), 81 (83) % verfügten über ein Rating der Kategorie A und besser. Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen erhalten bei Anschaffung ein internes Rating, das so weit wie möglich vom Emittentenrating abgeleitet wird. Von den kurzfristigen Geldanlagen, überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr (Position: übrige Kapitalanlagen), weisen rund 61 (61) % ein Rating der Kategorie A und besser auf. Die Ratingstrukturen unserer festverzinslichen Wertpapiere, differenziert nach Bilanzpositionen, sowie der Investmentverträge und kurzfristigen Geldanlagen stellen wir in den jeweiligen Anmerkungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" dar. MANAGEMENT VON KONZENTRATIONSRISIKENZur Minderung des Portfolio-Risikos wird eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Assetklassen beachtet. Das Konzentrationsrisiko wird über das Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem bzw. die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht und ist insgesamt vergleichsweise gering, auch wenn in der Vergangenheit insbesondere Bankenfusionen zu spürbaren Konzentrationserhöhungen führen. Darüber hinaus darf in stärker risikobehafteten Kapitalanlagen nur in begrenztem Umfang investiert werden. Die aufgeführten Messungs- und Überwachungsmechanismen führen insgesamt zu einer vorsichtigen und breit diversifizierten Anlagestrategie. So beträgt die Exponierung des Konzerns innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staatsanleihen der sogenannten GIIPS-Staaten auf Marktwertbasis 1,5 (1,0) Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 1,3 (1,2) %. Hierbei entfallen auf Italien 1.144 (647) Mio. EUR, Spanien 107 (88) Mio. EUR, Irland 258 (235) Mio. EUR, Portugal 20 (26) Mio. EUR und Griechenland 6 (4) Mio. EUR. Die Exponierung in GIIPS-Staaten einschließlich der von uns gehaltenen Unternehmensanleihen auf Marktwertbasis zeigt nachfolgende Tabelle: A48 GIIPS-EXPOSURE IN FESTVERZINSLICHEN KAPITALANLAGENscroll
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Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (sogenannter Europäischer Rettungsschirm) droht bei den Staatsanleihen der GIIPS-Staaten derzeit kein Ausfallrisiko. Darüber hinaus ist der Talanx-Konzern hinsichtlich seiner selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staatsanleihen der nachfolgenden Staaten investiert: A49 EXPOSURE IN WEITEREN STAATSANLEIHENscroll
Im Bezug auf das Exposure, hinter dem eine spanische Bank als Risikoträger steht, wird über alle Anlageklassen zum Stichtag folgender Bestand gehalten: A50 BANKENEXPOSURE SPANIEN1)scroll
1)
Bei der Länderzuordnung ist das Land des
Kreditkonzerns und nicht das des Emittenten führend Die größte Assetklasse bei spanischen Banken bilden den Pfandbriefen ähnlich ausgestaltete hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen und Multi Cédulas mit 402 (522) Mio. EUR. Der Bestandsrückgang ist im Wesentlichen auf Tilgungen und Verkäufe im Bestand zurückzuführen. In den Covered Bonds sind zudem 112 Mio. EUR bei nicht spanischen Töchtern spanischer Mutterhäuser enthalten. Diese Emissionen wurden nach britischem Recht begeben und enthalten in der Regel ausschließlich britische hypothekarische Deckung. Das gesamte verbleibende Anlagevolumen in unbesicherten Senioranleihen und Nachrangdarlehen besteht ausschließlich gegenüber den größten spanischen global agierenden Geschäftsbanken. MANAGEMENT VON LIQUIDITÄTSRISIKENUnter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifikante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch regelmäßige Planungen der Ein- und Auszahlungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen auf die finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird unter anderem auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Talanx Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten sowie der Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände der dezentralen Einheiten ein. Für die einzelnen Gesellschaften im Konzern existieren individuelle Mindestlimits für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimits für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimits leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. So weisen Schaden/Unfallversicherer im Konzern aufgrund der kürzeren Laufzeiten der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen in der Regel höhere Mindestlimits für den Bestand von Papieren mit hoher Liquidität auf als Lebensversicherer, die in der Regel längere Laufzeiten der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen aufweisen. Überschreitungen von Risikolimits werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln optimiert der Konzern auch mithilfe von Cash Pools innerhalb der jeweiligen Tochterunternehmen sowie der Talanx AG, in denen Liquiditätszu- und -abflüsse der Konzernunternehmen gesteuert werden. Zur Darstellung der Kapitalanlagen und der wesentlichen Bruttorückstellungen (Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) sowie der Rückversicherungsanteile (nach ihren erwarteten bzw. vertraglichen Laufzeiten gegliedert) verweisen wir auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten im Konzernanhang. Schaden/Unfallversicherung: Die folgende Tabelle stellt den Mittelzufluss aus Prämienzahlungen, die Mittelabflüsse aus Schadenzahlungen, Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen einschließlich der angefallenen Verwaltungskosten zum jeweiligen Bilanzstichtag gegenüber. Die Liquiditätszuflüsse, die wir nachstehend für die Schadenversicherung darstellen, sind sämtlich positiv. A51 ZAHLUNGSFLÜSSE UND LIQUIDE MITTEL AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT1)scroll
1)
Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
Beziehungen zwischen den Segmenten Personenversicherung: Die Lebensversicherer im Konzern stellen zur Überwachung von Liquiditätsrisiken regelmäßig die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres den vorhandenen Kapitalanlagen gegenüber (unterjährig werden für die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres Plangrößen verwendet). Hierbei werden mögliche unvorhergesehene Erhöhungen der Netto-Schadenzahlungen durch angemessene Aufschläge berücksichtigt und die Liquidierbarkeit der Kapitalanlagen beachtet. Sonstige finanzielle Rahmenbedingungen: Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können: Bereits 2011 und mit Nachtrag aus 2012 hatte die Talanx AG Vereinbarungen über zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien mit einem gesamten Nominalbetrag von 1,2 Mrd. EUR über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Inanspruchnahme auf 150 Mio. EUR. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, das heißt, wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Mit verschiedenen Kreditinstituten bestehen Fazilitäten für Letters of Credit (LoC). Für die im Jahr 2011 abgeschlossene syndizierte Fazilität über umgerechnet 726 (759) Mio. EUR wurde die zweite Verlängerungsoption genutzt und die Laufzeit von Anfang 2018 auf Anfang 2019 verlängert. Darüber hinaus wurden mehrere bilaterale Kreditverträge abgeschlossen und bestehende ergänzt. Auf bilateraler Ebene bestehen zudem mit Kreditinstituten LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 2,6 (2,6) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2022. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Kapitel "Sonstige Angaben", Abschnitt "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen", Seite 276. Im Dezember 2009 wurde eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 363 (379) Mio. EUR abgeschlossen. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rück SE Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung des Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - AKTIVA(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTA52 SEGMENTAUFTEILUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTESscroll
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IMPAIRMENT-TEST (WERTHALTIGKEITSPRÜFUNG)Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Der Konzern hat daher sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte CGUs zugeordnet. Die CGUs in der Erstversicherung entsprechen für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland den gleichlautenden Geschäftssegmenten im Sinne von IFRS 8. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt grundsätzlich jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar. Unternehmensübergreifende Synergiepotenziale (mit Bezug zu den Mittelzuflüssen) sind im Allgemeinen nur in den Ländern zu realisieren, in denen der Konzern mit mehreren Gesellschaften vertreten ist. In diesem Fall haben wir die Geschäfts- oder Firmenwerte einzelnen Unternehmen oder Gruppen von Unternehmen zugeordnet. Die einzelnen Auslandseinheiten operieren hinsichtlich ihrer Produkte und Vertriebsstrukturen ansonsten weitestgehend autark. Davon abweichend bilden die Versicherungsgesellschaften in Argentinien und Uruguay, u. a. wegen der bestehenden gemeinsamen Managementstrukturen, eine CGU. Im polnischen Markt bestehen zwei separate CGUs. Die TU-Europa-Gruppe ist gegenüber der WARTA-Gruppe als getrennte CGU zu betrachten. A53 GOODWILL-TRAGENDE CGUSscroll
Der Konzern führt den Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßig im vierten Quartal auf Basis des Zahlenwerks zum Stichtag 30. September jedes Jahres durch. Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts zu ihrem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem Nettoveräußerungserlös und dem Nutzungswert. Für alle CGUs mit Ausnahme der Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt, der vom Konzern auf der Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens - der Ertragswertmethode bzw. für Lebensversicherer MCEV-basiert - ermittelt wird. Soweit CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-of-the-Parts-Betrachtung zur Anwendung. Der erzielbare Betrag im Rückversicherungssegment wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung bestimmt. Für die Bewertung der Schaden/Unfallversicherer in den CGUs Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International bilden die vom jeweiligen Management der Gesellschaften verabschiedeten Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens, im Allgemeinen mit unverändertem Konzept, auf sogenannter Stand-alone-Basis erstellt und erfassen das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung ab dem sechsten Jahr als ewige Rente. Die Planung auf Basis der fünfjährigen Prognose, bei der detaillierte GuV-Daten in lokaler Währung pro Gesellschaft unter Berücksichtigung diverser Faktoren generiert werden, beachtet u. a. folgende Aspekte: Einschätzung der Gesellschaft unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktentwicklung, Planung der liquiden Volumina zur Approximation der Kapitalanlagebestände, konzerneinheitliche Vorgabe von Kapitalanlageverzinsung in Abhängigkeit von Investmentklassen, Planung der Solvabilitätsanforderungen pro Gesellschaft, Verprobung der versicherungstechnischen Plandaten u. a. anhand von Kennzahlen (beispielsweise Schadenquote, Kostenquote, Combined Ratio). In der Detailplanung werden (zum Zeitpunkt der Planung) unternehmensindividuelle Approximationen durchgeführt. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die jeweilige Profitabilität in Abhängigkeit von der Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaftsebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportfolio vorgenommen. Zudem erfolgt eine Plausibilisierung der Planungsrechnung durch die jeweilige Controllingabteilung bzw. auf Konzernebene durch das Konzerncontrolling. Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaften setzt sich aus einem risikolosen länderindividuellen Basiszins, einer Marktrisikoprämie und einem gesellschaftsindividuellen Betafaktor (Ermittlung auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells) zusammen. Zudem verwenden wir für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus, auf Basis konservativer Annahmen, konstante Wachstumsraten. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote als ein Indikator für die Entwicklung des Geschäfts im Bereich Schaden/Unfallversicherung ergibt sich aus den Planungen zur Prämienentwicklung und Aufwendungen. Im Detailplanungszeitraum werden Prämien und Kosten geplant, sodass sich als Rechengröße die kombinierte Schaden-/Kostenquote ergibt. Die Werte für die Schaden/Unfallversicherer der CGUs liegen zwischen 90 % und knapp 100 %. Die Kapitalanlagerendite ist ebenfalls ein Indikator für die Entwicklung in der Detailplanungsphase. Sie fällt, abhängig vom Zinsniveau des jeweiligen Währungsraums, je CGU sehr unterschiedlich aus. Für die Ableitung des risikofreien Basiszinssatzes wird wenn möglich auf entsprechende langfristige Zinsstrukturkurvendaten der jeweiligen Länder zurückgegriffen. Sind sie nicht oder nur unter unverhältnismäßig hohem Aufwand zu ermitteln, werden die Renditen der jeweiligen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren bzw. der längsten verfügbaren Laufzeit herangezogen. Hinsichtlich der Marktrisikoprämie werden die jeweils aktuellen Empfehlungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW)/Arbeitskreis Unternehmensbewertung berücksichtigt. Der Betafaktor wird auf Basis öffentlich zugänglicher Kapitalmarktdaten ermittelt. A54 WESENTLICHE PARAMETER FÜR DEN BEREICH SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
1)
Kapitalisierungszinssatz 11 % (Erhöhung um
+3 %) für den Zeitraum nach Ende der Bancassurance-Kooperation Die Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die gegebenenfalls in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Grundlage für die Bewertung der Lebensversicherer ist der aktuelle Forecast hinsichtlich des Market Consistent Embedded Value 2013 (MCEV) zuzüglich des Barwerts des erwarteten Neugeschäfts (New Business Value, NBV). Der MCEV ist eine branchenspezifische Bewertungsmethode zur Bestimmung des Zeitwerts von bestehenden Versicherungsbeständen. Der Wert des Bestands ergibt sich somit als Differenz aus dem Barwert der künftigen Gewinne und der Summe aus Kapitalkosten, Optionen und Garantien sowie nicht absicherbaren Restrisiken. Die Schätzung der barwertigen Gewinne aus dem Bestand sowie die Bewertung der Optionen und Garantien erfolgt marktkonsistent, d. h. analog zur Wertermittlung von Finanzderivaten. Zu diesem Zweck werden versicherungstechnische Verbindlichkeiten mithilfe von Replikationsportfolios (darunter versteht man die Nachbildung der Auszahlungsstruktur eines Portfolios durch ein anderes Portfolio) bewertet. Der MCEV wie auch der NBV werden aus Sicht des Aktionärs, d. h. im Allgemeinen unter Berücksichtigung einer Limited Liability Put Option (LLPO), berechnet. Der NBV wird aus den geschätzten MCEV-Earnings des laufenden Jahres für die künftigen Jahre relativ zur APE-Entwicklung fortgeschrieben. Die Bewertungsrechnung unterstellt hierbei vereinfacht ein konstantes Verhältnis zwischen APE (Annual Premium Equivalent) und NBV. Die APE-Werte 2014 - 2018 sind dem Forecast und der Mittelfristplanung entnommen; eine Fortschreibung nach 2018 (ewige Rente nach dem fünften Jahr) geschieht unter der Annahme eines jährlichen Wachstums, in Abhängigkeit vom lokalen Markt zwischen 0 % und 2 %. Die bei der Ermittlung der MCEV-Werte zugrunde gelegten Zinsswapkurven unterstellen im kurz- und mittelfristigen Bereich Zinsen zwischen 1 % und 2 %. Diese grundsätzlich für alle Lebensversicherer anzuwendende Methode enthält darüber hinaus für Gesellschaften mit langfristigen, exklusiven Kooperationsvereinbarungen - und der damit einhergehenden Stabilität in ihrem Neugeschäft - eine modifizierte Variante. Der begrenzten Laufzeit dieser Kooperationsvereinbarungen wird hierbei mit einem Risikoaufschlag auf den Diskontierungszins in Höhe von derzeit drei Prozentpunkten für den Zeitraum nach Ende der aktuellen Vereinbarung Rechnung getragen. Bei inländischen Gesellschaften haben wir zudem in der kurzfristigen Planung einen Wachstumswert über dem für Lebensversicherungen allgemein angenommenen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge kalkuliert, der den bestehenden Bancassurance-Kooperationen Rechnung trägt. Die Verfahrensweise (Aufschlag beim Diskontierungssatz) erfolgt ebenso beim Ertragswertverfahren für Sachgesellschaften mit Bancassurance-Kooperation. Kleine Lebensversicherer und Nicht-Versicherungsgesellschaften werden entweder mit ihrem Ertragswert oder ihrem Eigenkapital bewertet. A55 WESENTLICHE PARAMETER FÜR DEN BEREICH LEBENSVERSICHERUNGscroll
Im Rahmen der Prognose der zukünftigen unternehmensspezifischen Cashflows für die einzelnen CGUs wurden makroökonomische Annahmen bezüglich Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsentwicklung und Marktumfeld zugrunde gelegt, die mit den Wirtschaftsprognosen für die jeweiligen Länder der zu bewertenden Einheiten korrespondieren und im Einklang mit den Markterwartungen und Branchenprognosen stehen. Die Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die gegebenenfalls in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für die CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung, die in Summe der Hannover Rück-Gruppe entsprechen, wird für Zwecke des Impairment-Tests in einem ersten Schritt der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zum Bilanzstichtag herangezogen. Der Börsenwert der Hannover Rück SE wird auf der Grundlage der durchschnittlichen Umsatzrendite der vergangenen drei Jahre auf die beiden CGUs verteilt. Der auf diese Weise ermittelte erzielbare Betrag wird dem Beteiligungsansatz inklusive des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts gegenübergestellt. Sollte der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zu einem Bilanzstichtag durch Faktoren, die nicht die nachhaltige Ertragsposition der Hannover Rück-Gruppe widerspiegeln, kurzfristig deutlich negativ beeinflusst sein, kann alternativ ein Ertragswertverfahren zur Anwendung kommen. Zum Bilanzstichtag waren keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erforderlich. Die Talanx AG hat in Bezug auf die wichtigsten Parameter bei der Ermittlung der Nutzungswerte für alle goodwilltragenden CGUs Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Dabei wurde jeweils ein nachfolgend beschriebener Parameter bei der Ermittlung des Nutzungswertes verändert (ceteris paribus), die übrigen Annahmen (in den Mittelfristplanungen und der Exploration) unverändert belassen und die dadurch entstehende Veränderung des Zeitwertes ermittelt. Basis der Berechnungen ist der zum 31. Dezember 2013 aktualisierte Nutzungswert. Zur Abdeckung der wesentlichen Risiken bei der Ermittlung des Nutzungswerts wie versicherungstechnisches Risiko (Schaden-/ Kostenquote), Zinsparameter (Zinsänderungsrisiko), Währungsparameter (Wechselkursrisiko) und Aktienparameter (Equity-Risiko) wurden verschiedene für möglich gehaltene Szenarien mit jeweiligen Parameterveränderungen definiert und im Einzelnen untersucht. Soweit nicht im Folgenden anders angegeben, haben die Berechnungen zu den für möglich gehaltenen Änderungen von Parametern zu keiner potenziellen Wertminderung geführt. Für die im Folgenden beschriebenen Szenarien ergab sich dabei ein möglicher Impairment-Bedarf: 1. Erhöhung der kombinierten Schaden-/Kostenquote um 3,0 Prozentpunkte für die gesamte Zukunft (Detailplanungsphase der kommenden fünf Jahre und in der ewigen Rente) bei Schaden/ Unfallversicherungsunternehmen. 2. Absenken der angenommenen Kapitalerträge durch eine Zinssenkung von 100 Basispunkte (BP) für die gesamte Zukunft (Detailplanungsphase und ewige Rente), ohne dass gleichzeitig der Diskontierungssatz (parallele Berücksichtigung des gesunkenen Zinsniveaus bei den risikolosen Zinsen als Bestandteil des Diskontsatzes) um 100 BP angepasst wird, für die auf Basis des fortgeschriebenen MCEVS bewerteten Lebensversicherungsunternehmen und bei den Schaden/Unfallversicherungsunternehmen. 3. Sofortige Aufwertung des Euro/Abwertung der Fremdwährung der wichtigsten Fremdwährungspaare für die CGUs des Segments Privat- und Firmenversicherung International: EUR/PLN (polnische Zloty) und EUR/BRL (brasilianische Real) um 10 %. Die Ergebnisse zu potenziellem Impairment-Bedarf bei Veränderung gemäß jeweiligem Szenario und zum Wert des Szenarios, bei dem der Buchwert und der erzielbare Betrag gleich sind (Grenzwert), sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. A56 ANGABEN ZU SZENARIEN, DIE ZU EINER MÖGLICHEN WERTMINDERUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS EINZELNER CGUS FÜHRENscroll
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1)
Angabe des Betrags, um den der Buchwert den
erzielbaren Betrag übersteigen würde, angepasst um Minderheiten-Anteile
am Goodwill (2) SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEA57 ENTWICKLUNG DER SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEscroll
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Die "versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" (= PVFP) bei den Leben-Erstversicherungsunternehmen resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (693 Mio. EUR), aus den im Jahr 2007 gekauften Vertragsbeständen der ehemaligen BHW Lebensversicherung AG (ehemals PBV Lebensversicherung, jetzt PB Lebensversicherung AG) (239 Mio. EUR) sowie aus der neue leben Lebensversicherung AG (49 Mio. EUR). Darüber hinaus entfällt auf die Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd. ein Betrag von 85 Mio. EUR (Segment: Personen-Rückversicherung). Aufgrund der Unternehmenszusammenschlüsse im Jahr 2012 ergibt sich ein PVFP von 102 Mio. EUR bei der polnischen TU-Europa-Gruppe sowie ein PVFP von 12 Mio. EUR für die polnische Lebensversicherungsgesellschaft WARTA Life. Der PVFP setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuer gebildet wird, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen und wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestandes gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünftigen Perioden zu verteilen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert. A58 PVFP LEBEN-ERSTVERSICHERUNGSGESELLSCHAFTENscroll
Die Abschreibungen/Amortisationen der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 158 (189) Mio. EUR entfallen mit 106 (144) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil - davon auf Investmentverträge 9 (8) Mio. EUR - und mit 52 (45) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil und betreffen im Wesentlichen die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Die Amortisation des PVFP aus Investmentverträgen weisen wir im Kapitalanlageergebnis unter "Ergebnis aus Investmentverträgen" aus. Die Amortisation auf den Aktionärsanteil (ohne Investmentverträge) bilanzieren wir in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige versicherungstechnische Aufwendungen". Die erworbenen Markennamen WARTA (32 Mio. EUR) und Europa (1 Mio. EUR) sind immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, da es aufgrund einer Analyse aller relevanten Faktoren (darunter voraussichtliche Nutzung, Verfügungsgewalt, Abhängigkeit von anderen Vermögenswerten) keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows erzeugen wird. Beide wurden in den Wertminderungstest der CGU (für den Markennamen WARTA: CGU Polen - WARTA-Gruppe; für den Markennamen Europa: CGU Polen - TU-Europa-Gruppe) einbezogen (siehe Erläuterungen im Abschnitt "Geschäfts- oder Firmenwert"). Darüber hinaus wurde der Markenname WARTA einer detaillierten zusätzlichen Prüfung auf mögliche Hinweise auf Wertminderungsbedarf unterzogen. Es ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Die immateriellen Vermögenswerte werden - mit Ausnahme einiger Geschäfts- oder Firmenwerte - im Konzern zu 100 % bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der auf den Konzern entfallende Anteil an den immateriellen Vermögenswerten wie folgt dar: A59 PVFP NACH LAUFZEITscroll
A60 NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER UND VERSICHERUNGSNEHMERANTEILscroll
(3) FREMDGENUTZTER GRUNDBESITZA61 FREMDGENUTZTER GRUNDBESITZscroll
Die Zugänge betreffen vor allem das Segment Schaden-Rückversicherung (394 Mio. EUR). Diese entfallen in Höhe von 267 Mio. EUR auf die HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG, München. Weitere Zugänge waren in Höhe von 49 Mio. EUR auf die zur Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. gehörende Konzerngesellschaft GLL HRE Core Properties, LP, Wilmington, sowie in Höhe von 78 Mio. EUR bei der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Hannover, zu verzeichnen. Die Umgliederung resultiert aus der Umklassifizierung von Grundbesitz im Segment Privat- und Firmenversicherung International entsprechend der Nutzung (58 Mio. EUR). Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 1.774 (1.417) Mio. EUR. Davon entfallen 32 Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 1.742 Mio. EUR auf die Stufe 3. Die Ermittlung der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 42 (33) Mio. EUR; auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 6 (6) Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen. Bei dem fremdgenutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2013 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 524 (541) Mio. EUR. Vertragliche Verpflichtungen, fremdgenutzten Grundbesitz zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln, oder solche für Reparaturen, Instandhaltungen oder Verbesserungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 49 (90) Mio. EUR. (4) ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGENA62 ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGENscroll
Assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht at Equity bewertet werden, weisen wir unter den Beteiligungen aus (siehe auch unsere Anmerkungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 159). Für diese nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 45 (45) Mio. EUR, Schulden von 7 (7) Mio. EUR, Jahresergebnisse von 2 (-3) Mio. EUR und Umsätze in Höhe von 7 (10) Mio. EUR. (5) ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENA63 ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENscroll
Der Bilanzposten umfasst die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode auf Basis des auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapitals bewertet werden. Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten von 0,5 (-) bilanziell nicht erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 77 (83) Mio. EUR. Von den assoziierten Unternehmen sind die Petro Vietnam Insurance Holdings, Hanoi, Vietnam (PVI), und die C-QUADRAT Investment AG, Wien (C-QUADRAT), börsennotiert. Der Börsenwert unserer Anteile betrug zum Stichtag 77 (67) Mio. EUR. Davon entfallen auf PVI 47 (41) Mio. EUR und auf C-QUADRAT 30 (26) Mio. EUR. Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen zusammengefasst 2,6 (2,3) Mrd. EUR, die Schulden 2,1 (1,8) Mrd. EUR, die Jahresergebnisse 39 (21) Mio. EUR und die Umsätze 506 (521) Mio. EUR. Gemeinschaftsunternehmen: Die kurz- und langfristigen Vermögenswerte betragen zum Stichtag 3 (1) Mio. EUR bzw. 47 (34) Mio. EUR; die kurz- und langfristigen Schulden betragen 12 (3) Mio. EUR bzw. 17 (3) Mio. EUR zum Stichtag. Die dem Konzern zuzurechnenden Erträge und Aufwendungen belaufen sich auf -3 (-0,2) Mio. EUR. Eventualverbindlichkeiten sowie sonstige Kapitalverpflichtungen bestehen nicht. Für weitere Angaben zu unseren assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, Seite 279 ff. (6) DARLEHEN UND FORDERUNGENA64 DARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
1)
In den Darlehen und Forderungen an staatliche
oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 3.060
(2.585) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland,
andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind Der Bilanzwert der Darlehen und Forderungen ergibt sich aus den fortgeführten Anschaffungskosten. In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 12.434 (14.676) Mio. EUR enthalten (84 [99] %). A65 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
A66 RATINGSTRUKTUR DER DARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den ungerateten Darlehen und Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen. (7) BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEA67 BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEscroll
Der Bilanzwert der bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente ergibt sich aus den fortgeführten Anschaffungskosten. In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 969 (1.213) Mio. EUR enthalten (99 [99] %). A68 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
A69 RATINGSTRUKTUR DER BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDEN FINANZINSTRUMENTEscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. (8) JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEA70 JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
Der Bilanzwert der jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente ergibt sich aus den Zeitwerten. Die unrealisierten Gewinne/Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den übrigen Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen. In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 6.442 (6.827) Mio. EUR enthalten (84 [88] %). A71 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
A72 RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Der Konzern hat zum Stichtag Wertpapiere, die mit einer Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte), bilanziert, da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben sind. Von diesen Transaktionen sind zum Bilanzstichtag Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" in Höhe von 64 Mio. EUR (Buchwert vor Übertragung: 63 Mio. EUR, Fair Value zum Stichtag entspricht dem Buchwert) betroffen. Beschränkungen auf die Verwendung der übertragenen Vermögenswerte liegen insoweit nicht vor. Die Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung hat der Konzern in der Höhe des erhaltenen Betrags in den "übrigen Verbindlichkeiten" ausgewiesen (63 Mio. EUR). Ein enthaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im "Kapitalanlageergebnis" gezeigt. (9) ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEA73 ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
Der Bilanzwert der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ergibt sich aus den Zeitwerten. In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 12 (11) Mio. EUR enthalten (50 [12] %). A74 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
A75 RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten unter anderem strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode 4 (2) Mio. EUR und in kumulativer Form -4 (-3) Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht. (10) ÜBRIGE KAPITALANLAGENA76 KLASSIFIZIERUNG VON ÜBRIGEN KAPITALANLAGENscroll
A77 DARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
Der Bilanzwert der Darlehen und Forderungen ergibt sich aus den fortgeführten Anschaffungskosten. A78 JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
Der Bilanzwert der jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente ergibt sich aus den Zeitwerten. Die unrealisierten Gewinne/Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den übrigen Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen. In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen. A79 RATINGSTRUKTUR DER SONSTIGEN KURZFRISTIGEN GELDANLAGENscroll
Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betreffen angekaufte Lebensversicherungspolicen. (11) KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENA80 KLASSIFIZIERUNG DER KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENscroll
Bei den Darlehen und Forderungen handelt es sich überwiegend um Fest- und Tagesgelder. Der Bilanzwert der Darlehen und Forderungen ermittelt sich aus den fortgeführten Anschaffungskosten; wesentliche Unterschiede zwischen Buch- und Zeitwerten ergeben sich nicht. DARLEHEN UND FORDERUNGENA81 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
A82 RATINGSTRUKTURscroll
JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEA83 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
Die jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente verfügen über ein Rating der Kategorie A. ALS ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTET KLASSIFIZIERTE FINANZINSTRUMENTE UND DERIVATEA84 VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
A85 RATINGSTRUKTURscroll
Der Buchwert der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderung des Kreditrisikos bedingt ist, ist unwesentlich. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht. (12) BEWERTUNGSHIERARCHIE DER ZEITWERTBEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTEFAIR-VALUE-HIERARCHIEFür die Angaben nach IFRS 13 sind neben den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten auch diejenigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer dreistufigen Zeitwerthierarchie zuzuordnen, die zwar zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für die aber eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts im Rahmen der Geschäftsberichtserstattung vorgesehen ist (nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente). Wegen der prospektiven Anwendung des IFRS 13 werden die im Vergleich zum IFRS 7 zusätzlichen Informationen ohne entsprechende Vorjahreswerte angegeben. Die Zeitwerthierarchie spiegelt Merkmale der für die Bewertung verwendeten Preisinformationen bzw. Eingangsparameter wider und ist wie folgt gegliedert:
Eine Überprüfung der Zuordnung zu den Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt mindestens zum Ende einer Periode. Die Darstellung von Transfers erfolgt, als ob der Transfer zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt wäre. AUFTEILUNG DER ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEZum Bilanzstichtag betrug der Anteil der Stufe 1 zugeordneten Finanzinstrumente am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente 7 (38) %. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag 89 (58) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente der Stufe 2 zugeordnet. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern 4 (4) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente der Stufe 3 zu. A86 ZEITWERTHIERARCHIE ZUM ZEITWERT BEWERTETER FINANZINSTRUMENTEscroll
1)
Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine
Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten
können nicht getroffen werden Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren festverzinsliche Wertpapiere, überwiegend über den OTC-Markt gehandelte Rententitel, mit einem beizulegenden Zeitwert von 13.830 Mio. EUR nicht mehr der Stufe 1, sondern der Stufe 2 zuzuordnen. Für die Bewertung dieser Finanzinstrumente werden Durchschnittspreise von Preis-Service-Agenturen verwendet. Die Neuzuordnung resultiert ausschließlich aus der am 6. Dezember 2013 vom Hauptfachausschuss des deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW) verabschiedeten Stellungnahme zur Rechnungslegung "IDW RS HFA 47 Einzelfragen zur Ermittlung des Fair Value nach IFRS 13". Demnach stellen die genannten Durchschnittspreise dann Stufe-2-Eingangsparameter dar, wenn die diesen Durchschnittskursen zugrunde liegenden Basisdaten bindende Angebote oder beobachtbare transaktionsbasierte Preise darstellen. Entsprechend wurden alle mittels derartiger Durchschnittspreise bewerteten festverzinslichen Wertpapiere, die bisher der Stufe 1 zugeordnet waren, mit Wirkung zum 1. Januar 2013 pauschal in die Stufe 2 umgegliedert. Die Umgliederung basiert weder auf geänderten Liquiditätsmerkmalen dieser Titel noch auf einer geänderten Kapitalanlagestrategie. Diese Darstellungsänderung hatte keine Auswirkungen auf die Wertansätze in dem vorliegenden Konzernabschluss. Da die Kriterien für die Stufenzuordnung erst mit IFRS 13 konkretisiert und vereinheitlicht wurden und der Standard beginnend mit dem 1. Januar 2013 prospektiv anzuwenden ist, haben wir keine entsprechende Anpassung der zu Vergleichszwecken dargestellten Vorjahresangaben vorgenommen. Aufgrund des kurzen Zeitraums zwischen der Verabschiedung der IDW RS HFA 47 und der Erstellung des Konzernabschlusses wird eine detaillierte Bestandsanalyse erst in den folgenden Monaten vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Analyse können zu Korrekturen der in der Zeitwerthierarchie zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Beträge führen. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 75 Mio. EUR entgegen dem Vorjahr nicht mehr als Finanzinstrumente der Stufe 1, sondern Stufe 2 zuzuordnen. Die Umgliederung war vor allem infolge der gesunkenen Liquidität der Instrumente vorzunehmen. Es wurden keine Wertpapiere, die im Vorjahr als Finanzinstrumente der Stufe 2 ausgewiesen wurden, 2013 in Stufe 1 umgegliedert. Die Umgliederungen betreffen in Höhe von 28 Mio. EUR festverzinsliche Wertpapiere der Klasse "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente", in Höhe von 10 Mio. EUR Finanzinstrumente der Klasse "Erfolgswirksam zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente" und in Höhe von 37 Mio. EUR Derivate der Klasse "Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente". ANALYSE DER FINANZINSTRUMENTE, FÜR DIE SIGNIFIKANTE EINGANGSPARAMETER NICHT AUF BEOBACHTBAREN MARKTDATEN BERUHEN (STUFE 3)Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente (im Folgenden: FI) zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäftsjahres. A87 ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 31. DEZEMBER 2013scroll
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1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit
FI abgekürzt A88 ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 31. DEZEMBER 2013scroll
1)
Finanzinstrumente werden im folgenden mit
FI abgekürzt Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt. A89 DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE)scroll
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1)
Finanzinstrumente werden im folgenden mit
FI abgekürzt A90 DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)scroll
1)
Finanzinstrumente werden im folgenden mit
FI abgekürzt A91 WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIE BEWERTUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN DER STUFE 3scroll
1)
Diese Finanzinstrumente werden in Stufe 3
eingeordnet, da sie weder auf Marktpreisen beruhen noch vom Konzern
auf Basis beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden. Die Bewertung
erfolgt anhand der NAV-Methode Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 2,1 (1,9) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 1,8 (1,5) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Darüber hinaus bestehen Vermögenswerte aus Investmentverträgen in Höhe von 99 (132) Mio. EUR, denen in gleicher Höhe Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen gegenüberstehen. Da sich die Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen und sich im Wert ähnlich entwickeln, haben wir auf eine Szenarioanalyse verzichtet. Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik werden in Höhe von 130 (108) Mio. EUR in der Stufe 3 ausgewiesen. Die Wertentwicklung dieser Derivate steht in Abhängigkeit vom Risikoverlauf einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statuarischen Reservierungsanforderungen. Aus der Anwendung alternativer Eingangsparameter und Annahmen ergibt sich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 14 (36) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich. BEWERTUNGSPROZESSDer Bewertungsprozess ist darauf ausgerichtet, für die Zeitwertermittlung von Finanzanlagen öffentlich verfügbare Preisstellungen auf aktiven Märkten oder Bewertungen mit ökonomisch anerkannten Modellen, die auf beobachtbaren Eingangsfaktoren beruhen, heranzuziehen (Stufe-1- und Stufe-2-Positionen). Für Vermögensgegenstände, für die keine öffentlich verfügbaren Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Stufe-3-Positionen) werden die Bewertungen überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige Experten erstellten Bewertungsnachweisen (z. B. geprüfter Net Asset Value) vorgenommen, die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen wurden. Die mit der Bewertung von Kapitalanlagen betraute Organisationseinheit ist unabhängig von den Organisationseinheiten, die die Kapitalanlagerisiken eingehen, wodurch eine Funktions- und Aufgabentrennung gewährleistet wird. Die Bewertungsprozesse und Bewertungsmethoden sind vollständig dokumentiert. Entscheidungen über Bewertungsfragen trifft das monatlich tagende Talanx-Bewertungskomitee. Die Möglichkeit der Portfolio-Bewertung im Sinne des IFRS 13.48 wird nicht angewandt. AUFTEILUNG DER NICHT ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTE MIT ZEITWERTANGABEN IM ANHANGA92 FAIR-VALUE-HIERARCHIE - NICHT ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
(13) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND HEDGE-ACCOUNTINGDERIVATEDerivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt. Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IFRS 4 "Versicherungsverträge" erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seite 153 ff. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge-Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde, und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen erfolgswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate aus strukturierten Finanzinstrumenten und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges (siehe separater Abschnitt dieser Anmerkung). A93 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE NACH BILANZPOSITIONENscroll
Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten - ohne Sicherungsinstrumente - ein unrealisierter Verlust in Höhe von 13 (-107) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2013 geschlossenen Positionen beträgt -8 (-9) Mio. EUR. Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von -24 (81) Mio. EUR; das entspricht 0,02 (0,06) % der Bilanzsumme, siehe Tabelle A94. Im Geschäftsjahr hält der Konzern im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Inflationsrisiken innerhalb der Schadenreserven. Aus diesen Transaktionen resultiert ein Ausweis in Höhe von 1 (13) Mio. EUR unter den "erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten" und von 34 (5) Mio. EUR bei den "übrigen Verbindlichkeiten". ANGABEN ZUR SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND VERBINDLICHKEITENDer Konzern schließt derivate Geschäfte auf Basis standardisierter Rahmenverträge ab, die Globalnettingvereinbarungen beinhalten. Nachfolgend aufgeführte Aufrechnungsvereinbarungen erfüllen die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz in der Regel nicht, da der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf eine Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf Saldierung ist grundsätzlich nur bei Eintritt bestimmter künftiger definierter Ereignisse durchsetzbar. Gestellte bzw. erhaltene Sicherheiten werden je Kontrahent maximal bis zur Höhe der jeweiligen Nettoverbindlichkeit bzw. des jeweiligen Nettovermögenswerts berücksichtigt, siehe Tabelle A95. HEDGE-ACCOUNTINGIm Rahmen des Hedge-Accountings versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäfts durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufig entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei auf Einzelgeschäftsebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie. Zudem findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht. Fair-Value-HedgesZur Sicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Aktien (Grundgeschäfte) hat der Konzern Equity Swaps als Sicherungsderivate designiert. Bei dieser als Fair-Value-Hedge qualifizierten Absicherung des allgemeinen Kursrisikos werden die Änderungen des Zeitwerts der Derivate mit den dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts des Grundgeschäfts im Kapitalanlageergebnis erfasst. Im zweiten Quartal des Berichtsjahres wurden die bestehenden Fair-Value-Hedges beendet. Bis zur Beendung der Fair-Value-Hedges wurden Verluste in Höhe von -13 (-23) Mio. EUR aus den Sicherungsinstrumenten und Gewinne aus Grundgeschäften von 13 (23) Mio. EUR ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen lag keine Ineffektivität vor. A94 LAUFZEITSTRUKTUR DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEscroll
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A95 AUFRECHNUNGSVEREINBARUNGENscroll
Cashflow-HedgesIm Jahr 2013 hat der Konzern künftige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäften (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/ Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen wird nach IAS 39 als Cashflow-Hedge abgebildet. Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern und gegebenenfalls der Beteiligung der Versicherungsnehmer bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen. Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz finanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert. Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern und vor Beteiligung der Versicherungsnehmer) dar. A96 ENTWICKLUNG DER RÜCKLAGE FÜR CASHFLOW-HEDGESscroll
Die Cashfl ow-Hedge-Rücklage veränderte sich im Berichtsjahr um –59 (160) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. –58 (150) Mio. EUR (nach Steuern). Im Rahmen fälliger Vorkäufe wurde 2013 ein Betrag von 12 (-) Mio. EUR aus dem Eigenkapital entnommen und in Höhe von 0,3 (-) Mio. EUR ergebniswirksam amortisiert (Position: Kapitalanlageergebnis). Ein Betrag in Höhe von 1 (0) Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aufgrund von Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges ergebniswirksam erfasst. Die Zahlungsströme aus den Cashflow-Hedges werden wie folgt erwartet, siehe Tabelle A98. Im Jahr 2013 lagen keine prognostizierten Transaktionen, die zuvor als Sicherungsbeziehung erfasst wurden, vor, die in Zukunft nicht mehr eintreten dürften. Beizulegende Zeitwerte der SicherungsinstrumenteDer beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge-Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt: A97 SICHERUNGSINSTRUMENTEscroll
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr -12 (-36) Mio. EUR und betreffen vor allem -13 (-23) Mio. EUR aus Sicherungsderivaten im Zusammenhang mit Fair-Value-Hedges, die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (1 [0] Mio. EUR), die laufenden Zinszahlungen (0 [-12] Mio. EUR) sowie 0 (-1) Mio. EUR sonstigen Zahlungen. DERIVATIVE IM ZUSAMMENHANG MIT VERSICHERUNGSVERTRÄGENEine Anzahl von Verträgen im Segment der Personen-Rückversicherung weist Merkmale auf, die die Anwendung der Vorschriften des IFRS 4 zu eingebetteten Derivaten erfordern. Nach diesen Vorschriften sind bestimmte in Rückversicherungsverträgen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag ("Host Contract") zu trennen, separat gemäß IAS 39 zu bilanzieren und unter den Kapitalanlagen auszuweisen. A98 ZAHLUNGSSTRÖME DER ABGESICHERTEN GEPLANTEN TRANSAKTIONENscroll
Im Rahmen der Bilanzierung von "Modified Coinsurance"- und "Coinsurance Funds withheld"-(ModCo)-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportfolios. Die Hannover Rück SE ermittelt die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer "Credit Spread"-Methode, bei der das Derivat zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses einen Wert von null aufweist und im Zeitablauf aufgrund der Veränderungen der Credit Spreads der Wertpapiere schwankt. Das Derivat hat zum Bilanzstichtag einen positiven Wert in Höhe von 45 (40) Mio. EUR. Im Jahresverlauf ergab sich ein positiver Ergebnisbeitrag aus der Marktwertveränderung des Derivates in Höhe von 7 (52) Mio. EUR vor Steuern. Eine Reihe von im Jahr 2012 gezeichneten Transaktionen des Geschäftsfelds Personen-Rückversicherung, bei denen Gesellschaften der Hannover Rück SE ihren Vertragspartnern Deckung für Risiken aus möglichen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen aus Sicherungsinstrumenten bieten, sind ebenfalls als derivative Finanzinstrumente zu klassifizieren. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren aus vertraglich definierten Ereignissen und beziehen sich auf die Entwicklung einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statutarischen Reservierungsanforderungen. Die Verträge sind als freistehende Kreditderivate gemäß IAS 39 einzuordnen und zu bilanzieren. Bei ihrem Erstansatz wurden diese derivativen Finanzinstrumente erfolgsneutral erfasst, da in gleicher Höhe Forderungen anzusetzen waren. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente betrug am Bilanzstichtag 69 (55) Mio. EUR und wird unter den "übrigen Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die Wertentwicklung in den Folgeperioden erfolgt in Abhängigkeit vom Risikoverlauf und führte im Geschäftsjahr zu einer Ergebnisverbesserung von 1 Mio. EUR. Bei einer weiteren Gruppe von Verträgen aus dem Bereich der Personen-Rückversicherung erfolgt die Bewertung der derivativen Komponente auf Basis stochastischer Überlegungen. Die Bewertung führte am Bilanzstichtag zu einem positiven Derivatwert in Höhe von 7 (8) Mio. EUR. Aus der Bewertung resultierte zum 31. Dezember 2012 eine Ergebnisbelastung in Höhe von 1 (1) Mio. EUR. Insgesamt führte die Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik zum Bilanzstichtag zu einem Ausweis von Vermögenswerten in Höhe von 52 (48) Mio. EUR sowie zu einem Ausweis von Verbindlichkeiten aus den aus versicherungstechnischen Posten resultierenden Derivaten in Höhe von 78 (61) Mio. EUR. Aus allen separat zu bewertenden Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik waren im Berichtsjahr Ergebnisverbesserungen in Höhe von 9 (52) Mio. EUR sowie Ergebnisbelastungen in Höhe von 4 (7) Mio. EUR zu verzeichnen. (14) FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTA99 FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTscroll
(15) ABGEGRENZTE ABSCHLUSSKOSTENA100 ABGEGRENZTE ABSCHLUSSKOSTENscroll
(16) SONSTIGE VERMÖGENSWERTEA101 SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 724 (685) Mio. EUR. Davon entfallen 113 Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 611 Mio. EUR auf die Stufe 3. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Bei dem eigengenutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2013 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 449 (435) Mio. EUR. Die aktivierten Ausgaben für Sachanlagen im Bau betragen zum Bilanzstichtag 8 (1) Mio. EUR. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4 (3) Mio. EUR, siehe Tabelle A102. A102 ENTWICKLUNG DES EIGENGENUTZTEN GRUNDBESITZESscroll
A103 ENTWICKLUNG DER BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNGscroll
A104 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTEscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - PASSIVA(17) EIGENKAPITALEIGENKAPITALENTWICKLUNG UND ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERA105 DARSTELLUNG DER EIGENKAPITALZUSAMMENSETZUNGscroll
Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 1.373 (1.369) Mio. EUR. Im Vorjahr erhöhte sich die Kapitalrücklage um 761 Mio. EUR durch die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des durchgeführten Börsengangs der Talanx AG. Dabei wurden Kosten im Zusammenhang mit den neuen Aktien in Höhe von 31 Mio. EUR unter Berücksichtigung zugehöriger steuerlicher Effekte von -9 Mio. EUR direkt mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der Anstieg dieser Rücklage im Berichtsjahr (4 Mio. EUR) resultiert aus der für Zwecke des Mitarbeiter-Aktienprogramms durchgeführten Kapitalerhöhung. Die Gewinnrücklagen enthalten 1.583 (1.609) Mio. EUR Schwankungsrückstellungen (nach latenter Steuer). Die übrigen Rücklagen enthalten -209 (48) Mio. EUR Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung. A106 IN DEN ÜBRIGEN RÜCKLAGEN ENTHALTENE UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE1scroll
1)
Hierin enthalten: erfolgsneutral gebildete
Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschaften am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns. A107 AUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITALscroll
Die eigenkapitalwirksamen Bewegungen der Finanzinstrumente, die der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" im Konzern zugeordnet sind, vor Berücksichtigung von Versicherungsnehmern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar. A108 EFFEKT DER ZEITWERTBEWERTUNG AUF DAS SONSTIGE ERGEBNISscroll
GEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital beträgt 315.997 (315.782) TEUR und ist eingeteilt in 252.797.634 (252.625.682) auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. EIGENE AKTIENAm 26. November 2013 wurden im Zuge des erstmals aufgelegten Mitarbeiteraktien-Programms für Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften (außer Hannover Rück SE) 171.952 neue auf den Namen lautende Stückaktien - mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,25 EUR - aus dem genehmigten Kapital zu einem um 7 EUR je Stück vergünstigten Ausgabekurs von 17,59 EUR je Aktie begeben. Dies führte zu einer Erhöhung des Grundkapitals um 0,2 Mio. EUR und kurzzeitig zu einem entsprechenden Bestand an eigenen Aktien. Durch die Transaktion entstanden Personalaufwand in Höhe von 1,2 Mio. EUR sowie ein Erlös aus der Veräußerung eigener Aktien von 0,2 Mio. EUR, der in die Gewinnrücklage eingestellt wurde. Die ausgegebenen Aktien sind von Beginn des Jahres an gewinnberechtigt und unterliegen einer Sperrfrist, die am 30. November 2017 endet. Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag nicht mehr im Besitz eigener Aktien. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals". BEDINGTES KAPITALIn der Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 78 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 62.400.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 14. Mai 2017 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. Mit Wirkung vom 4. Juni 2012 wurde die Satzungsänderung der Talanx AG kraft Eintragung in das Handelsregister wirksam. Ferner wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28. August 2012 beschlossen, das Grundkapital um bis zu 26 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 20.800.000 neuen Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,25 EUR bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital III). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Wandel- und Optionsanleihen, Gewinnschuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten und von Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Maßnahmen im Rahmen des Mitarbeiter-Aktienprogramms, die aufgrund der in derselben Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung bis zum 27. August 2017 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. Mit Wirkung zum 5. September 2012 wurde die Satzungsänderung der Talanx AG kraft Eintragung in das Handelsregister wirksam. GENEHMIGTES KAPITALIn der außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. September 2012 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 21. November 2011 aufzuheben und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 28. September 2017 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 146 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen, sofern der auf neue Aktien entfallende anteilige Betrag am Grundkapital 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Satzungsänderung wurde am 1. Oktober 2012 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. Im Zuge der Ausübung der Greenshoe-Option vom 8. Oktober 2012 im Rahmen des Börsengangs reduzierte sich das genehmigte Kapital satzungsgemäß auf 143 Mio. EUR. Im Zuge des Mitarbeiter-Aktienprogramms erfolgte eine Reduzierung des genehmigten Kapitals um 0,2 Mio. EUR. Nach der teilweisen Ausnutzung beträgt das genehmigte Kapital noch 142.307.260 EUR, wovon 785.060 EUR weiter für Belegschaftsaktien verwendet werden. KAPITALMANAGEMENTGemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind im Anhang Angaben zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten ein Verständnis über Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements ermöglichen und die Informationen zur Konzerneigenkapitalentwicklung ergänzen. Wir verweisen insoweit auf unsere nachfolgenden Ausführungen sowie zusätzlich auf unsere Angaben im Kapitel Unternehmenssteuerung im Lagebericht. Eine wesentliche strategische Zielsetzung des Konzerns sind der Schutz und die stetige Stärkung seiner Kapitalbasis. Im Rahmen des Kapitalmanagements betrachtet der Konzern das haftende Kapital, das über das bilanzielle Eigenkapital hinausgeht. Das haftende Kapital wird definiert als Summe aus
Das haftende Kapital betrug zum Bilanzstichtag 14,3 (14,4) Mrd. EUR. A109 ENTWICKLUNG DES HAFTENDEN KAPITALS IN MIO. EUR![]() Als zentralen Indikator für die nachhaltige bzw. strategische Wertschaffung verwendet der Konzern die "Intrinsic Value Creation" (IVC), mit der die Wertschaffung unserer Konzerngesellschaften und Ressorts gemessen wird. Dieses Konzept sowie die Zielsetzungen und Grundsätze, nach denen wir unsere Unternehmenssteuerung und das Kapitalmanagement betreiben, beschreiben wir in unseren Ausführungen zum Kapital- und Performance-Management in den relevanten Abschnitten des Lageberichts. Hinsichtlich der Kapitalausstattung erfüllt der Konzern die Erwartungen der den Konzern beurteilenden Ratingagenturen. Darüber hinaus unterliegen einzelne Konzerngesellschaften nationalen Kapital- und Solvabilitätsanforderungen. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt. (18) NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITENVerschiedene Konzernunternehmen haben in der Vergangenheit langfristige, nachrangige und zum Teil börsennotierte Verbindlichkeiten aufgenommen, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten. A110 ZUSAMMENSETZUNG DES LANGFRISTIGEN, NACHRANGIGEN FREMDKAPITALSscroll
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1)
Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem
Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften gehalten (davon
werden im Konzernabschluss 10 Mio. EUR konsolidiert; weitere 40 Mio.
EUR sind gesperrt) A111 ZEITWERT DER ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN NACHRANGIGEN VERBINDLICHKEITENscroll
Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten, aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Renditeeigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt. Das Nettoergebnis in Höhe von 188 (177) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 187 (177) Mio. EUR und Erträge aus der Amortisation (1 [0] Mio. EUR). A112 NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN: RESTLAUFZEITENscroll
(19) RÜCKSTELLUNG FÜR PRÄMIENÜBERTRÄGEA113 RÜCKSTELLUNG FÜR PRÄMIENÜBERTRÄGEscroll
Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dem/den folgenden Geschäftsjahr(en) zuzurechnen ist. Da es sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge im Wesentlichen nicht um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme handelt, haben wir auf eine Laufzeitangabe verzichtet. (20) DECKUNGSRÜCKSTELLUNGA114 DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
Nach IFRS 4 sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Versicherungsverträgen zu erwartenden Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Deckungsrückstellung nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind. A115 DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
(21) RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEA116 RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscroll
ABWICKLUNG DER NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNGDie Schadenrückstellungen beruhen naturgemäß zu einem gewissen Grad auf Schätzungen, die mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Der Unterschied aus letztjähriger und aktueller Einschätzung schlägt sich im Netto-Abwicklungsergebnis nieder. Darüber hinaus kommt es durch Rückversicherungsverträge, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahr entspricht oder die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossen werden, regelmäßig dazu, dass Schadenaufwendungen nicht exakt dem Geschäfts- oder dem Vorjahr zugewiesen werden können. Die von den Berichtseinheiten gelieferten Schadenabwicklungsdreiecke wurden um die Währungseffekte aus der Umrechnung der jeweiligen Transaktions- in die lokale Berichtswährung bereinigt dargestellt. Die in Fremdwährung gelieferten Abwicklungsdreiecke der Berichtseinheiten werden zum aktuellen Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um währungsbereinigte Abwicklungsergebnisse darstellen zu können. In den Fällen, in denen der ursprünglich geschätzte Endschaden mit dem tatsächlichen Endschaden in Originalwährung übereinstimmt, wird auch nach Umrechnung in die Konzernberichtswährung (Euro) sichergestellt, dass kein rein währungsindiziertes Abwicklungsergebnis ausgewiesen wird. In den nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Jahre 2003 bis 2013 getrennt nach unseren wesentlichen Sachversicherungsgesellschaften in den Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktion und dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung dargestellt (sogenanntes Schadenabwicklungsdreieck). Die Übersichten zeigen die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen. Die Darstellung der Netto-Schadenrückstellung und ihrer Abwicklung erfolgt jeweils für Erstversicherungssegmente einschließlich der Konzernfunktion und dem Segment Schaden-Rückversicherung nach Konsolidierungseffekten für den jeweiligen Darstellungsbereich, jedoch vor Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktion und Rückversicherung. Die für das Bilanzjahr 2003 berichteten Werte beinhalten außerdem die nicht mehr separat im Schadenabwicklungsdreieck dargestellten Werte der Vorjahre. Die veröffentlichten Abwicklungsergebnisse reflektieren die im Geschäftsjahr 2013 für die einzelnen Abwicklungsjahre entstandenen Endschadenveränderungen. Die noch nicht abgewickelten Netto-Schadenrückstellungen im Konzern belaufen sich auf insgesamt 28,9 Mrd. EUR. Davon entfallen auf unsere Sachversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich einschließlich der Konzernfunktion sowie das Segment Schaden-Rückversicherung 7,8 Mrd. EUR bzw. 17,7 Mrd. EUR. Weitere 3,4 Mrd. EUR verteilen sich auf das Segment Personen-Rückversicherung (2,6 Mrd. EUR) und das Leben-Erstversicherungsgeschäft (0,8 Mrd. EUR). NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IN DEN ERSTVERSICHERUNGSSEGMENTEN EINSCHLIESSLICH DER KONZERNFUNKTIONA117 NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IN DEN ERSTVERSICHERUNGSSEGMENTEN EINSCHLIESSLICH DER KONZERNFUNKTIONscroll
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Im Berichtsjahr verzeichnete der Konzern in seinen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktion ein positives Abwicklungsergebnis von 334 Mio. EUR, das mit 232 Mio. EUR auf das Industriegeschäft entfällt und dort insbesondere aus den Geschäftsbereichen Sachgeschäft, Haftpflicht und Kraftfahrzeug resultiert. NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGA118 NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Das positive Abwicklungsergebnis in Höhe von insgesamt 424 Mio. EUR ergibt sich im Geschäftsjahr 2013 wie schon im Vorjahr insbesondere aus positiven Reserveabwicklungen in den Geschäftsbereichen Transport/Luftfahrt sowie kurzabwickelndes Sachgeschäft. Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 4,9 (5,2) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1 (1) Mio. EUR. Der Gesamtwert der Nettorückstellungen beträgt 28,9 (28,0) Mrd. EUR. Nach IFRS 4 sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Versicherungsverträgen zu erwartende Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Schadenrückstellung nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind. A119 LAUFZEITEN DER RÜCKSTELLUNGscroll
(22) RÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGA120 RÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) umfasst die gesetzlichen oder vertraglichen Ansprüche der Versicherungsnehmer aus der Überschussbeteiligung, soweit sie am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeteilt und ausgezahlt wurden, sowie die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung. Letztere betrifft die auf die Versicherungsnehmer entfallenden Anteile aus den Bewertungsunterschieden zwischen nationalen Vorschriften und IFRS, die ergebniswirksam in der GuV oder erfolgsneutral (z. B. unrealisierte Kapitalerträge aus den "jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten") unter Berücksichtigung latenter Steuern in das Eigenkapital (im sonstigen Ergebnis) eingestellt werden (Shadow-RfB). Im Wesentlichen ist daher eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich. Von den Bruttorückstellungen für Beitragsrückerstattung entfallen 1.175 (1.024) Mio. EUR auf Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung und 1.003 (1.255) Mio. EUR auf latente Beitragsrückerstattung einschließlich der Shadow-RfB. (23) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Konzernunternehmen erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung. Der betragsmäßig überwiegende Teil der Pensionszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen. Bei den dienstabhängigen Endgehaltsplänen handelt es sich um vollständig arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente im Wesentlichen ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Prozentsatz des letzten Arbeitseinkommens, wobei zum einen die Anzahl der bis zum Eintritt des Versorgungsfalles vollendeten Dienstjahre und zum anderen die Höhe des Gehaltes bei Eintritt des Versorgungsfalles (gegebenenfalls als Durchschnitt über mehrere Jahre) in die Berechnung einfließen. Teilweise werden die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (BBG-RV) unterschiedlich gewichtet. Diese Pensionspläne sind - soweit sie nicht die Zusagen für Vorstände betreffen - für Neuaufnahmen geschlossen. Bestehende Zusagen werden teilweise auf einer Besitzstandsregelung mit Gehaltsdynamik ohne weiteren Anstieg der Leistungsverpflichtung über die laufende Arbeitsleistung oder unverändert mit weiterem Zuwachs abhängig von der laufenden Arbeitsleistung fortgeführt. Die Pläne werden weitestgehend nicht mit Planvermögen finanziert. Die hier eingestuften Pensionspläne sind folgenden Risiken ausgesetzt: Sterblichkeit stellt das Risiko dar, dass die in den Rechnungsgrundlagen enthaltene Sterbewahrscheinlichkeit nicht der tatsächlichen Sterblichkeit entspricht und z. B. über einen längeren Zeitraum hinweg Rentenzahlungen erbracht und finanziert werden müssen. Rententrend aus § 16 Absatz 1 BetrAVG stellt das Risiko dar, dass die in den Trendannahmen berücksichtigte Entwicklung des Verbraucherpreisindex zu gering angenommen worden ist und es zu erhöhten Leistungsverpflichtungen aufgrund des gesetzlichen Rentenanpassungsgebotes kommt. Invalidisierung stellt das Risiko dar, dass die angenommene Anzahl der Verrentungen wegen Invalidität aus dem Teilbestand der Anwärter nicht dem tatsächlichen Verlauf entspricht und aufgrund dessen erhöhte Leistungsverpflichtungen zu erbringen sind. Entwicklung von Gehalt und BBG-RV stellt das Risiko dar, dass die in den Trendannahmen gleichlaufend berücksichtigten Steigerungen der pensionsfähigen Gehälter und gegebenenfalls der Beitragsbemessungsgrenze (BBG-RV) in der gesetzlichen Rentenversicherung die tatsächlichen Entwicklungen nicht auskömmlich abbilden. Darüber hinaus besteht bei Plänen, bei denen für die Leistungsermittlung die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der BBG-RV unterschiedlich gewichtet werden, das Risiko einer in Zukunft unterschiedlichen Entwicklung von Gehalt und BBG-RV. Vorzeitiger Rentenbezug (Übergangsgelder) stellt das Risiko dar, dass der vertraglich geregelte Versorgungsfall der vorzeitigen Inanspruchnahme eintritt. Hierbei sind gegebenenfalls Leistungen vor dem erwarteten Pensionierungsalter zu erbringen, die noch nicht vollständig durch Rückstellungen "finanziert" sind. Bei den Plänen auf Basis jährlicher Rentenbausteine handelt es sich um vollständig arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Summe jährlicher Versorgungsbausteine, die über eine Transformationstabelle hergeleitet werden. Berücksichtigt werden dabei der Beschäftigungsgrad, die Höhe des maßgeblichen Gehaltes und teilweise das Geschäftsergebnis der die Zusage erteilenden Arbeitgebergesellschaft. Die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung werden unterschiedlich gewichtet. Der Pensionsplan ist für Neuaufnahmen geschlossen und nicht mit Planvermögen finanziert. Jedoch wurden für einen großen Teilbestand Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Dieser Plan ist ähnlichen Risiken ausgesetzt wie die dienstzeitabhängigen Endgehaltspläne. Als Risiken entfallen hierbei jedoch die "Entwicklung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung" und die "Entwicklung der Nettobezüge". Bei den beitragsorientierten Plänen mit Garantien handelt es sich zum einen um vollständig arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente über die "HDI Unterstützungskasse". Anstelle einer Altersrente kann ein einmaliges Versorgungskapital verlangt werden. Es handelt sich um beitragsorientierte Leistungszusagen im Sinne des deutschen Arbeitsrechtes, die wirtschaftlich als Leistungszusage (Defined Benefit Plan) klassifiziert werden. Der vom Arbeitgeber an die Unterstützungskasse zugewendete Versorgungsbetrag wird von dieser als Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt (kongruente Rückdeckung). Die zugesagten Leistungen ergeben sich aus dem Tarif der Rückdeckungsversicherung. Das diesbezügliche Vermögen der HDI Unterstützungskasse wird als Planvermögen ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen auf eine Kapitalleistung im Todes- und Erlebensfall bei Erreichen der Altersgrenze aus einmaliger Entgeltumwandlung der Mitarbeiter. Dabei wird der Verzichtsbetrag als einmaliger Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt. Ein Rentenwahlrecht besteht nicht. Diesen Zusagen ist kein Planvermögen zugeordnet. Die Zusagen der HDI Unterstützungskasse sind dem Risiko ausgesetzt, dass für Zusagen, die vor 1999 erteilt worden sind, die Überschussbeteiligung aus den fälligen Rückdeckungsversicherungen nicht ausreicht, um den Anpassungserfordernissen nach § 16 Absatz 1 BetrAVG gerecht zu werden. Ebenfalls besteht das Risiko, dass für Zusagen, die vor 2001 erteilt wurden, die nach den Vorschriften des Betriebsrentengesetztes bei Ausscheiden zu ermittelnden Ansprüche nicht durch die erreichte Anwartschaft auf Leistungen aus den bis dahin umgewandelten Entgeltbestandteilen gedeckt sind. Für die Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gruppe besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung bei der Gerling Versorgungskasse VVaG. Hierbei handelt es sich wirtschaftlich um beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plan), für die keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden. A121 FINANZIERUNGSSTATUS DER PENSIONSPLÄNEscroll
Die auf die größten Teilbestände der leistungsorientierten Verpflichtung wirkenden Risiken sind in der nachstehenden Übersicht zusammengefasst. A122 LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNG DES DEM RISIKO AUSGESETZTEN TEILBESTANDSscroll
Das Risiko des vorzeitigen Rentenbezugs wirkt sich auf den gesamten Bestand der Anwärter aus den Vorstandszusagen in Höhe von 51 Mio. EUR aus. Die Veränderung der Nettoschuld und des Nettovermögenswertes für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns verdeutlicht die nachstehende Tabelle. Neben den Hauptbestandteilen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen ist die Veränderung der Vermögenswertanpassung aus der Berechnung der Obergrenze des aus einer Planüberdeckung resultierenden Vermögenswertes angegeben. Die Überprüfung der Realisierbarkeit des mit einer Planüberdeckung einhergehenden wirtschaftlichen Nutzens wird auf Ebene des einzelnen Pensionsplans durchgeführt und machte sowohl zum 31. Dezember 2013 als auch zum 31. Dezember 2012 eine Kürzung des Buchwertes für den Nettovermögenswert erforderlich. A123 VERÄNDERUNG DER NETTOSCHULD UND DES NETTOVERMÖGENSWERTS FÜR DIE VERSCHIEDENEN LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSPLÄNEscroll
Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportfolios setzt sich wie folgt zusammen. A124 PORTFOLIOSTRUKTUR DES PLANVERMÖGENSscroll
Für alle Eigenkapitalinstrumente, festverzinslichen Wertpapiere und Wertpapierfonds stehen infolge ihrer jeweiligen Notierung an einem aktiven Markt Marktpreise zur Verfügung. Die Vermögenswerte dieser Anlagekategorien werden fast ausschließlich in einem britischen Pension Scheme Trust verwaltet. Im Zeitwert des Planvermögens sind keine Beträge für eigene Finanzinstrumente enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Vorjahr auf 28 Mio. EUR. Im Berichtsjahr wurden Verluste von 4 Mio. EUR verbucht. Für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt. A125 ANNAHMEN FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGENscroll
Als biometrische Rechnungsgrundlage der inländischen Pensionszusagen wurden die Richttafeln "2005G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich auf 15 Jahre. SENSITIVITÄTSANALYSENEin Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember 2013 folgende Auswirkung: A126 AUSWIRKUNG DER VERÄNDERUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN ANNAHMENscroll
Daneben ist eine Änderung hinsichtlich der zugrunde gelegten Sterberaten beziehungsweise Lebensdauern möglich. Zur Ermittlung des Langlebigkeitsrisikos wurden die zugrunde gelegten Sterbetafeln durch eine Absenkung der Sterblichkeiten um 10 % angepasst. Diese Verlängerung der Lebensdauern hätte zum Ende des Geschäftsjahres zu einer um 56 Mio. EUR höheren Pensionsverpflichtung geführt. Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt durch die Differenzbildung zwischen den Pensionsverpflichtungen unter geänderten versicherungsmathematischen Annahmen und den Pensionsverpflichtungen unter unveränderten versicherungsmathematischen Annahmen. Die Ermittlung wurde für die als wesentlich eingestuften Parameter isoliert vorgenommen. Bei dem Ausweis der Pensionsverpflichtungen wurde das BAG-Urteil vom 23. April 2013 zur gespaltenen Rentenformel berücksichtigt. Hiernach ist das BAG von seiner bisherigen Rechtsprechung zum Umgang mit gespaltenen Rentenformeln, die sich an der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) orientieren, abgekehrt. Sofern Versorgungszusagen Rentenformeln in Abhängigkeit von der BBG enthalten, wird nun wieder die außerordentliche Anhebung der BBG aus dem Jahr 2003 berücksichtigt. Die Anhebung führt tendenziell zu einer Verringerung der Versorgungsleistungen. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 11 (4) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind. Beitragsorientierte Pensionszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 14 (14) Mio. EUR, davon entfällt im Geschäftsjahr ein Betrag von 1 Mio. EUR auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. Zusätzlich wurden Beiträge zu staatlichen Pensionsplänen in Höhe von 56 (74) Mio. EUR gezahlt. (24) STEUERRÜCKSTELLUNGENA127 ZUSAMMENSETZUNG DER STEUERRÜCKSTELLUNGENscroll
(25) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENA128 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN IN HÖHE DER VORAUSSICHTLICHEN INANSPRUCHNAHMEscroll
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Die im Abschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen vier Sachverhalte.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl unterschiedlichster Sachverhalte, die nicht den vorstehenden Kategorien zugeordnet werden können. Sie betreffen u. a. ausstehende Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgaben, drohende Verluste und Zinsanteile. A129 LAUFZEITEN SONSTIGER RÜCKSTELLUNGENscroll
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Angabe des gewichteten Durchschnitts (26) BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENUnter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag ausgewiesen: A130 BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
Bei der Bankverbindlichkeit handelt es sich um die Inanspruchnahme in Höhe von 150 Mio. EUR aus zwei syndizierten variabel verzinslichen Kreditlinien (Nominalwerte 500 Mio. EUR bzw. 700 Mio. EUR). Darüber hinaus hat die Talanx AG am 13. Februar 2013 eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR platziert; hiervon werden 185 Mio. EUR durch Konzerngesellschaften gehalten. Der Ausgabekurs betrug 99,958 %. Im Zuge der Begebung dieser Anleihe wurde die zum Juli 2013 fällige Inhaberschuldverschreibung in Höhe von 9 Mio. EUR vorzeitig vom Emittenten zurückgekauft; die Urkunde wurde entwertet. Die aus diesen Verbindlichkeiten resultierenden Zinsaufwendungen 18 (6) Mio. EUR weisen wir unter der Position "Finanzierungszinsen" aus. Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt insgesamt 27 (16) Mio. EUR und umfasst neben den Zinsaufwendungen auch Amortisationen in Höhe von -1 (3) Mio. EUR. A131 BEGEBENE ANLEIHENscroll
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(Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P) Der Bilanzwert dieser Position entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. A132 ZEITWERT DER BEGEBENEN ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
A133 BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHEN: RESTLAUFZEITENscroll
(27) ÜBRIGE VERBINDLICHKEITENA134 ÜBRIGE VERBINDLICHKEITENscroll
ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN (OHNE VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN)In den Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen sind unterjährige Ausschüttungen in Höhe von 94 (63) Mio. EUR aus Anteilen an Fonds enthalten, die in privatem Beteiligungskapital investieren ("Private-Equity-Fonds") und die zum Bilanzstichtag noch nicht ergebniswirksam zu vereinnahmen waren. Die Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 191 (142) Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Instrumente zur Absicherung von Zins-, Währungs-, Aktien- und Inflationsrisiken sowie vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennten zum Marktwert bilanzierten eingebetteten Derivaten. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" im Anhang. In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten ohne die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dar, da die beiden letztgenannten Verbindlichkeiten direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und somit nicht getrennt davon betrachtet werden können. A135 ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN (OHNE VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN)1) : RESTLAUFZEITENscroll
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENDie sonstigen Verpflichtungen aus Investmentverträgen werden bei Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem Guthaben des Versicherungsnehmers, vermindert um Abschlusskosten, die direkt dem Abschluss des Vertrages zugeordnet werden können, angesetzt. In den Folgeperioden werden diese Verträge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. A136 SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN: RESTLAUFZEITENscroll
Die Ermittlung der Zeitwerte aus Investmentverträgen wird im Wesentlichen mittels der Rückkaufswerte für Versicherungsnehmer und Kontensalden von Versicherungsnehmern bestimmt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". A137 ALS ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTET KLASSIFIZIERTE FINANZINSTRUMENTE UND DERIVATE1) : RESTLAUFZEITENscroll
Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch Änderungen des Kreditrisikos der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, ist unwesentlich. (28) AKTIVE UND PASSIVE STEUERABGRENZUNGA138 BILANZPOSITIONEN AKTIVER UND PASSIVER LATENTER STEUERNscroll
1)
Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs A139 AUSWEIS AKTIVER UND PASSIVER LATENTER STEUERNscroll
Die Veränderung der latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten wurde in Höhe von 12 Mio. EUR im Gewinn und Verlust, im Wesentlichen betreffend die Bilanzposten Depotforderungen und Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, und in Höhe von 226 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(29) VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGA140 VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGscroll
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1)
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle (30) KAPITALANLAGEERGEBNISA141 KAPITALANLAGEERGEBNIS DER BERICHTSPERIODEscroll
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1)
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle A141 KAPITALANLAGEERGEBNIS DER VORPERIODEscroll
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1)
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle Von den Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 75 (71) Mio. EUR entfallen 12 (10) Mio. EUR auf Aktien, 27 (16) Mio. EUR auf Immobilienfonds und 14 (7) Mio. EUR auf privates Beteiligungskapital. Die Wertminderungen auf fremdgenutzte Immobilien beliefen sich auf 12 (9) Mio. EUR. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 11 (19) Mio. EUR. Diese entfielen mit 5 (11) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere. Daneben waren Zuschreibungen in Höhe von 6 (6) Mio. EUR auf fremdgenutzte Immobilien vorzunehmen. Das saldierte Ergebnis aus dem Abgang von Wertpapieren betrug 605 (372) Mio. EUR und resultierte im Wesentlichen aus der Veräußerung von Bestandspapieren mit meist kurzer Laufzeit im Zuge der Rendite- und Durationsoptimierung (wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen im Lagebericht). Daneben veräußerte die Talanx AG ein Aktienpaket der von ihr gehaltenen Swiss Life Holding AG über den Markt. Zum Bilanzstichtag befanden sich darüber hinaus keine überfälligen nicht wertberichtigten Wertpapiere im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. A142 ZINSERTRÄGE AUS KAPITALANLAGENscroll
NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGENDie in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns (siehe hierzu "Klassenbildung von Finanzinstrumenten" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seite 189 ff.). Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (114 [104] Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen für selbstverwaltete Kapitalanlagen (80 [76] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 3.792 (3.795) Mio. EUR. A143 NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGEN - BERICHTSPERIODEscroll
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1)
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle A143 NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGEN - VORJAHRscroll
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1)
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle (31) AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENA144 AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGEN - BERICHTSPERIODEscroll
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1)
Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
segmentübergreifender Geschäftsvorfälle A144 AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGEN - VORJAHRscroll
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1)
Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (32) ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENA145 ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
1)
Darstellung nach Eliminierung konzerninterner
segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (33) ÜBRIGES ERGEBNISA146 ZUSAMMENSETZUNG ÜBRIGES ERGEBNISscroll
Das übrige Ergebnis enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen, die Aufwendungen für Versicherungsleistungen sowie die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertberichtigungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen. Im übrigen Ergebnis sind für die abgelaufene Berichtsperiode keine wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen enthalten. Hinsichtlich der Zuführung zu Restrukturierungsrückstellung siehe unsere Erläuterungen in Anmerkung 25 "Sonstige Rückstellungen". (34) FINANZIERUNGSZINSENDie Finanzierungszinsen in Höhe von 206 (185) Mio. EUR beinhalten ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen mit 188 (177) Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten, mit 16 (2) Mio. EUR auf sonstige Zinsaufwendungen sowie in Höhe von 2 (6) Mio. EUR auf Bankverbindlichkeiten der Talanx AG (siehe Anmerkung 26 "Begebene Anleihen und Darlehen"). (35) ERTRAGSTEUERNUnter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet. A147 ERTRAGSTEUERN - TATSÄCHLICHE UND LATENTEscroll
A148 AUFTEILUNG DES AUSGEWIESENEN STEUERAUFWANDS/-ERTRAGS AUF IN- UND AUSLANDscroll
Die im Geschäftsjahr im sonstigen Ergebnis und direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf 234 (-224) Mio. EUR respektive - (-9) Mio. EUR. Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang dar zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand: A149 ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM AUSGEWIESENEN STEUERAUFWANDscroll
Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 31,6 (31,6) %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt. Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 18,8 (26,9) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen. Auf aktive zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von 108 (112) Mio. EUR und passive zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von 84 (130) Mio. EUR im Zusammenhang mit Anteilen an Konzerngesellschaften wurden keine latenten Steuern gebildet, weil der Konzern deren Umkehrung steuern kann und sie sich nicht in absehbarer Zeit umkehren werden. Die aktiven nicht wertberichtigten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 223 (250) Mio. EUR werden voraussichtlich in Höhe von 29 (17) Mio. EUR innerhalb eines Jahres und in Höhe von 194 (233) Mio. EUR nach einem Jahr realisiert. ZEITLICHE NUTZBARKEIT NICHT AKTIVIERTER VERLUSTVORTRÄGEAuf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von brutto 381 (376) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von brutto 121 (54) Mio. EUR in der Volksrepublik China, Türkei und in Deutschland haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung eine Wertberichtigung auf die aktivierten latenten Steuern gebildet. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf nicht werthaltige Steuergutschriften in den USA in Höhe von brutto 13 (-) Mio. EUR vorgenommen. Die wertberichtigten aktiven latenten Steuern für diese Sachverhalte betragen insgesamt 130 (110) Mio. EUR, siehe Tabelle A150. Im Berichtsjahr hat sich die tatsächliche Ertragsteuer um 5 (-) Mio. EUR gemindert, da Verlustvorträge genutzt wurden, für die keine latenten Steueransprüche gebildet waren. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr zu einem latenten Steueraufwand von 3 (4) Mio. EUR. Dem gegenüber steht ein latenter Steuerertrag von 9 (92) Mio. EUR aus der Korrektur früherer Abwertungen. Bei Verlusten im Berichtsjahr oder Vorjahr sind Überhänge latenter Steueransprüche nur insoweit angesetzt, als wahrscheinlich ist, dass die jeweilige Gesellschaft zukünftig ausreichend positive steuerpflichtige Ergebnisse erzielen wird. Dieser Nachweis wurde für latente Steueransprüche von 212 (90) Mio. EUR erbracht. A150 WERTBERICHTIGTE VERLUSTVORTRÄGE, TEMPORÄRE DIFFERENZEN SOWIE STEUERGUTSCHRIFTENscroll
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SONSTIGE ANGABENMITARBEITERZAHL UND PERSONALAUFWENDUNGENMITARBEITERZAHLA151 IM JAHRESDURCHSCHNITT BESCHÄFTIGTE MITARBEITERscroll
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 21.529 (22.180) Mitarbeiter für den Konzern tätig. Der Rückgang im Segment Privat- und Firmenversicherung International resultiert erwartungsgemäß vor allem aus den Restrukturierungsmaßnahmen im Zuge der Integration unseres polnischen Versicherers TUiR WARTA S. A. PERSONALAUFWENDUNGENDie folgenden Personalaufwendungen enthalten vor allem die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Schadenaufwendungen (für Schadenregulierung) und die Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen. A152 ZUSAMMENSETZUNG DER PERSONALAUFWENDUNGENscroll
BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" werden als nahe stehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert. Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen. Eine Person oder ein naher Familienangehöriger dieser Person steht dem berichtenden Unternehmen nahe, wenn diese Person das berichtende Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlichen Führung beteiligt ist, maßgeblichen Einfluss auf das berichtende Unternehmen hat oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines Mutterunternehmens des berichtenden Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G. Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Am 10. Mai 2013 wurden die bisher bestehenden Ausleihungen an den HDI V. a. G in Höhe von nominal 110 Mio. EUR vorzeitig zurückgeführt. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I), Hannover, bzw. die HDI Versicherung AG (HV), Hannover, jeweils die führenden Versicherer sind. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG-I/HV) aufgeteilt. Im Rahmen der operativen Tätigkeit besteht zwischen der Ampega Investment GmbH, Köln, und der C-QUADRAT Investment AG, Wien (im Konzernabschluss at Equity bewertetes assoziiertes Unternehmen), eine vertragliche Beziehung über die Auslagerung der Portfolio-Verwaltung von Sondervermögen. Aus diesen Geschäftsvorfällen bestehen zum Bilanzstichtag Aufwendungen für erbrachte Portfolio-Management-Leistungen von 10 Mio. EUR. Des Weiteren ergaben sich aus erbrachten Dienstleistungen von den unter Wesentlichkeitsaspekten nicht einbezogenen Tochterunternehmen - HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH und HDI Direkt Service GmbH (beide Hannover) - für Konzerngesellschaften Erträge von 11 Mio. EUR sowie Aufwendungen von insgesamt 9 Mio. EUR; Letztere vor allem gegenüber der HV im Zusammenhang mit der Bestandsverwaltung von Versicherungsverträgen. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsoldierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Ferner bestehen Dienstleistungsverträge mit einem Unternehmen, an dem ein Mitglied des Aufsichtsrats beteiligt ist. Das Unternehmen generiert im Berichtszeitraum Umsätze aus diesen Verträgen in Höhe von 0,5 Mio. EUR mit Konzernunternehmen. Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht, Seite 100 ff., bzw. den Abschnitt "Bezüge der Organe der Obergesellschaft". ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGIm Geschäftsjahr 2013 bestanden im Konzern die folgenden anteilsbasierten Vergütungspläne:
Nachfolgend werden die Pläne beschrieben und ihre Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. AKTIENWERT-BETEILIGUNGSRECHTS-PLAN DER HANNOVER RÜCK SEDer Vorstand der Hannover Rück SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten (ABR) an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzernführungskreises. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rück SE, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rück SE orientierten Barbetrags. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 8. November 2010 sind die Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten für das Jahr 2011 gekündigt worden, soweit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft auf Basis dieser Bedingungen Aktienwert-Beteiligungsrechte eingeräumt werden konnten (Teilbeendigung). Für das Vorjahr sind mit Beschluss des Vorstands vom 14. März 2011 die Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten auch für die sonstigen Zuteilungsberechtigten gekündigt worden. Zugeteilte Aktienwert-Beteiligungsrechte bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit ausübbar. Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 und bis zur Kündigung des Plans für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht worden sind. Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt werden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Nach Ablauf einer vierjährigen Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten ABR ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten ABR beträgt jeweils ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rück SE. Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an den letzten 20 Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes. Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt. Im Falle der Kündigung oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrages oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauffolgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses. Aus den Zuteilungen für die Jahre 2006, 2007, 2009 bis 2011 bestehen im Geschäftsjahr 2013 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für die Jahre 2005 und 2008 erfolgte keine Zuteilung. A153 AKTIENWERT-BETEILIGUNGSRECHTE DER HANNOVER RÜCK SEscroll
Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Berechnungen sind der Kurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 13. Dezember 2013 von 58,97 EUR, eine erwartete Volatilität von 31,33 % (historische Volatilität auf Fünf-Jahres-Basis), eine erwartete Dividendenrendite von 4,49 % und ein risikofreier Zinssatz von 0,39 % für das Zuteilungsjahr 2006, 0,60 % für das Zuteilungsjahr 2007, 1,08 % für das Zuteilungsjahr 2009, 1,32 % für das Zuteilungsjahr 2010 und 1,55 % für das Zuteilungsjahr 2011 zugrunde gelegt worden. Im Geschäftsjahr 2013 ist für 100 % der für die Jahre 2003, 2004, 2006 und 2007 sowie für 60 % der für das Jahr 2009 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 3.354 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004, 18.222 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2006, 192.512 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2007 und 284.959 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2009. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 4,85 Mio. EUR. Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nicht technischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäftsjahr 2013 16 (15) Mio. EUR. Der Aufwand beträgt insgesamt 5 (12) Mio. EUR. SHARE AWARD PLANFür die Talanx AG und die wesentlichen Konzerngesellschaften einschließlich der Hannover Rück SE wurde, mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011, zunächst für Mitglieder der Vorstände und nachfolgend für bestimmte Führungskräfte, ein "Share-Award-Programm" eingeführt, das die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten in Form von virtuellen Aktien, sogenannten Share Awards, vorsieht. Das Share-Award-Programm gibt es in zwei Ausprägungen:
Die Share Awards begründen keinen Anspruch auf Lieferung von Aktien, sondern lediglich auf Zahlung eines Barbetrags nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen. Im Rahmen des Share-Award-Programms sind diejenigen Personen zuteilungsberechtigt, denen vertraglich ein Anspruch auf Gewährung von Share Awards eingeräumt ist und deren Dienst- bzw. Anstellungsverhältnis zum jeweiligen Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards besteht und nicht durch Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung vor Ablauf der Sperrfrist endet. Share Awards werden erstmals für das Geschäftsjahr 2011 und dann jeweils für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards bestimmt sich nach dem Wert je Aktie. Der Wert je Aktie richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse. In den Bedingungen für die Berechtigten ist für die Berechnung ein Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats vorgesehen, in der der Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Für die Talanx Share Awards wird der Wert je Aktie der Talanx AG, für die Hannover Rück Share Awards wird der Wert je Aktie der Hannover Rück SE zugrunde gelegt. Für die Führungskräfte der Hannover Rück SE wurde abweichend ein Zeitraum von 20 Handelstagen vor bis zehn Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung vereinbart. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich aus der Division des Betrags, der für die Zuteilung von Share Awards für den jeweiligen Berechtigten zur Verfügung steht, durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für die Mitglieder des Vorstands der Talanx und der wesentlichen Konzerngesellschaften sowie der Hannover Rück SE werden 20 %, für die Führungskräfte der Hannover Rück SE entsprechend der Managementebenen 40 % bzw. 35 % der jeweils festgesetzten variablen Vergütung in Share Awards gewährt. Die Zuteilung von Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung bedarf. Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der für den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Aktie gemäß oben genannten Definitionen gezahlt. Für die Wertberechnung gelten die Vorschriften des vorangegangenen Absatzes entsprechend. Dem jeweiligen Berechtigten ist ein Betrag zu zahlen, der der Summe der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelten Werte der zugeteilten Share Awards, für die die Sperrfrist von vier Jahren abgelaufen ist, entspricht. Der Betrag wird im Monat nach Ablauf des für die Ermittlung des Wertes je Aktie nach den vorstehenden Absätzen maßgeblichen Zeitraums überwiesen. Mit Zahlung des Wertes der Share Awards wird zusätzlich ein Betrag in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet wurden. Die Höhe der Dividende ist die Summe aller während der Laufzeit der Share Awards ausgeschütteten Dividenden je Aktie, multipliziert mit der Anzahl der Share Awards, die zum Auszahlungszeitpunkt für den jeweiligen Berechtigten zur Auszahlung kommen. Im Falle einer vorzeitigen Auszahlung der Share Awards erfolgt die Auszahlung des Wertes der Dividenden nur für den Zeitraum bis zum Eintritt des die vorzeitige Auszahlung auslösenden Ereignisses. Eine anteilige Berücksichtigung noch nicht ausgeschütteter Dividenden erfolgt nicht. Endet das Vorstandsmandat oder das Dienstverhältnis mit dem Mitglied des Vorstands bzw. das Anstellungsverhältnis mit dem Berechtigten, so behält der Zuteilungsberechtigte seine Ansprüche auf Zahlung des Wertes für bereits zugeteilte Share Awards nach dem Ablauf der jeweiligen Sperrfrist, es sei denn, die Beendigung beruht auf einer Amtsniederlegung bzw. Eigenkündigung des Berechtigten oder einer Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund. Im Todesfall gehen die Ansprüche aus den bereits zugeteilten bzw. noch zuzuteilenden Share Awards auf die Erben über. Maßgeblich für die Wertberechnung sämtlicher Share Awards ist der auf diesen Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert je Aktie. Ein Anspruch auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalles oder Todesfall hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Zuteilungsberechtigten erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung. Der Share Award Plan wird im Konzern als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des ifrs 2 bilanziert. Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsbasis der Talanx Share Awards und der Hannover Rück Share Awards werden die weiteren Angaben für die beiden Ausprägungen des Share-Award-Programms nachfolgend getrennt dargestellt: TALANX SHARE AWARDSA154 DETAILS ZU DEN TALANX SHARE AWARDSscroll
1)
Für die Vorstandsmitglieder der Talanx AG
erfolgte 2012 eine Anpassung der Anzahl der bestehenden Talanx Share
Awards aufgrund der im Zusammenhang mit dem Börsengang der Gesellschaft
erfolgten Kapitalerhöhung (Verwässerungsschutz) auf Basis des beizulegenden
Wertes von 18,30 EUR pro Stück (Emissionspreis der Talanx-Aktie) HANNOVER RÜCK SHARE AWARDSA155 DETAILS ZU DEN HANNOVER RÜCK SHARE AWARDSscroll
1)
Personalaufwand für Share Awards der Vorstände
wird periodengerecht über die Laufzeit der Share Awards oder die kürzere
Laufzeit der Dienstverträge, für Führungskräfte über die vierjährige
Laufzeit der Share Awards verteilt RECHTSSTREITIGKEITENIm Berichtsjahr und am Bilanzstichtag bestanden - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts - keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. ERGEBNIS JE AKTIEDie Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden. A156 ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Im Zuge der für Zwecke des Mitarbeiteraktienprogramms durchgeführten Kapitalerhöhung stieg die Anzahl der emittierten Stammaktien von 252.625.682 auf insgesamt 252.797.634 auf den Namen lautende Stückaktien. Die neue Aktienanzahl geht bei der Ermittlung des gewichteten Durchschnitts zeitanteilig ein. Im gewogenen Durchschnitt der Anzahl der Aktien sind 171.952 eigene Aktien für den Zeitraum 26. November 2013 bis 5. Dezember 2013 nicht enthalten. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Anmerkung 17 "Eigenkapital". DIVIDENDE JE AKTIEIm Berichtsjahr wurde für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende in Höhe von 1,05 EUR je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 265 Mio. EUR. Der Hauptversammlung am 8. Mai 2014 wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von 1,20 EUR je Aktie zu zahlen. Dies entspricht insgesamt 303 Mio. EUR. Der Ausschüttungsvorschlag ist nicht Bestandteil dieses Konzernabschlusses. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENZum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen, Mitgliedschaften sowie Steuern folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen: A157 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN AUS VERTRÄGEN, MITGLIEDSCHAFTEN UND STEUERNscroll
1)
Die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere
werden überwiegend als "jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente"
im Bestand der Kapitalanlagen ausgewiesen; die Angabe bezieht sich
im Wesentlichen auf den Zeitwert/Buchwert Bei den Angaben in der Tabelle handelt es sich grundsätzlich um Nominalbeträge. Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse. Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte. Im Rahmen ihrer regulären Geschäftstätigkeit geht unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE Eventualverpflichtungen ein. Eine Reihe von Rückversicherungsverträgen von Konzerngesellschaften mit fremden Dritten enthält Patronatserklärungen, Garantien oder Novationsvereinbarungen, nach denen die Hannover Rück SE bei Eintritt bestimmter Konstellationen für die Verbindlichkeiten der jeweiligen Tochtergesellschaft garantiert bzw. in die Rechte und Pflichten der Tochtergesellschaft unter den Verträgen eintritt. Die Anwendung steuerlicher Vorschriften kann zum Zeitpunkt der Bilanzierung der Steuerpositionen ungeklärt sein. Bei der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und Steuerverbindlichkeiten haben wir die nach unserer Auffassung wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Die Finanzverwaltung kann jedoch zu abweichenden Auffassungen gelangen, aus denen sich zukünftig zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben können. MIETEN UND LEASINGLEASINGVERHÄLTNISSE, BEI DENEN DIE KONZERNGESELLSCHAFTEN MIETER/LEASINGNEHMER SINDZum Bilanzstichtag bestanden offene Verpflichtungen aus unkündbaren Vertragsverhältnissen in Höhe von 464 (488) Mio. EUR. A158 ZUKÜNFTIGE LEASINGVERPFLICHTUNGENscroll
Aus Operating-Leasing-Verträgen fielen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 51 (46) Mio. EUR an. Zum Bilanzstichtag bestanden Aufwendungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen in geringem Umfang von 0,3 (0,2) Mio. EUR. LEASINGVERHÄLTNISSE, BEI DENEN DIE KONZERNGESELLSCHAFTEN VERMIETER/LEASINGGEBER SINDDer Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 560 (492) Mio. EUR. A159 ZUKÜNFTIGE MIETEINNAHMENscroll
Die Mieteinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 115 (88) Mio. EUR. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten durch Immobiliengesellschaften im Segment Schaden-Rückversicherung wie auch aus der Vermietung von Immobilien in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen (vorwiegend im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland). BEZÜGE DER ORGANE DER OBERGESELLSCHAFTZum Bilanzstichtag setzte sich der Vorstand aus 7 (7) aktiven Mitgliedern zusammen. Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 10.439 (12.425) TEUR. Im Rahmen des 2011 eingeführten anteilsbasierten Vergütungssystems hat der Vorstand für das Berichtsjahr Ansprüche auf virtuelle Aktien mit einem Zeitwert in Höhe von 1.036 (2.449) TEUR, dies entspricht 41.197 (112.033) Stück, aus dem Talanx-Share-Award-Programm und einem Zeitwert in Höhe von 188 (205) TEUR, dies entspricht 3.012 (3.474) Stück, aus dem Hannover Rück-Share-Award-Programm. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 741 (839) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 14.101 (14.197) TEUR als "Projected Benefit Obligations" zurückgestellt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 2.235 (2.105) TEUR. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen bestehen nicht. Vorschüsse wurden den Organmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Zum Bilanzstichtag bestand ein Hypothekendarlehen eines Aufsichtsratsmitglieds in Höhe von 34 (49) TEUR mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren und drei Monaten. Im Berichtsjahr wurden 15 (15) TEUR getilgt, der vereinbarte Zinssatz beträgt nominal 4,2 % (effektiv 4,3 %). Die weiteren Angaben zu Organbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht (Seite 100 ff.) enthalten. Die dortigen Informationen beinhalten auch den individualisierten Ausweis der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats und sind Bestandteil des Konzernabschlusses. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSKonzernabschlussprüfer der Talanx-Gruppe ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG AG). Das Honorar des Abschlussprüfers umfasst nur die rechtlich selbstständige Einheit des bestellten Abschlussprüfers. Die von der KPMG AG im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare im Sinne von § 318 HGB betrugen 10,0 (11,7) Mio. EUR. Im Betrag enthalten sind 5,5 (6,0) Mio. EUR Abschlussprüfungsleistungen, 0,6 (0,5) Mio. EUR für andere Bestätigungsleistungen, 0,3 (0,2) Mio. EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 3,6 (5,0) Mio. EUR für sonstige Leistungen. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären, wie in der Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung im Konzernlagebericht (Kapitel: "Corporate Governance") beschrieben, dauerhaft auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich gemacht worden. Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rück SE haben am 4. November 2013 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rück SE finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http://www. hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/index.html). EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRESAm 23. Januar 2014 hat die Talanx AG eine neue syndizierte Kreditlinie abgeschlossen. Die Kreditlinie hat ein Volumen von 550 Mio. EUR und eine Laufzeit von fünf Jahren und löst vorzeitig die 500-Mio.-EUR-Kreditlinie aus dem Jahr 2011 ab. Die am 26. Februar 2004 über die Hannover Finance (Luxembourg) S. A. begebene nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 750 Mio. EUR wurde am 17. Januar 2014 mit Wirkung zum ersten ordentlichen Rückzahlungstermin in Höhe des gesamten Nominalbetrags von der Emittentin gekündigt. Der Rückzahlungstag ist der 26. Februar 2014. Die Talanx AG beabsichtigt, ihre gesamten Aktien im zweiten Quartal 2014 zum Handel am regulierten Markt der Warschauer Wertpapierbörse zuzulassen. Im Zusammenhang mit dieser Zulassung zum Handel werden keine neuen Aktien ausgegeben. ANTEILSBESITZ GEMÄSS § 313 ABSATZ 2 HGB ZUM KONZERNABSCHLUSS DER TALANX AGA160 ANTEILSBESITZscroll
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1)
Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition
aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach Maßgabe des § 16
Absatz 2 und 4 AktG Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in Hannover, den 25. Februar 2014.
Hannover, den 25. Februar 2014 Der Vorstand Herbert K. Haas, Vorsitzender Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender Torsten Leue Dr. Thomas Noth Dr. Immo Querner Dr. Heinz-Peter Roß Ulrich Wallin VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 25. Februar 2014 Der Vorstand Herbert K. Haas, Vorsitzender Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender Torsten Leue Dr. Thomas Noth Dr. Immo Querner Dr. Heinz-Peter Roß Ulrich Wallin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 14. März 2014 KPMG AG Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Husch, Wirtschaftsprüfer WEITERE INFORMATIONENWICHTIGE ADRESSENARGENTINIENHDI Seguros S. A. Tte. Gral. D. Perón 650 5P (1038) Buenos Aires Telefon +54 11 5300 3300 Telefax +54 11 5811 0677 AUSTRALIENHannover Life Re of Australasia Ltd Level 7 70 Phillip Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9251-6911 Telefax +61 2 9251-6862 Hannover Rueck SE Australian Branch - Agency The Re Centre, Level 21 Australia Square 264 George Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9274-3000 Telefax +61 2 9274-3033 Hannover Rueck SE Australian Branch - Non-Life Office Level 12 20 Bond Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 8373-7580 Telefax +61 2 9274-3033 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Australien Exchange House, Level 12, 10 Bridge Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 8274-4200 Telefax +61 2 8274-4299 BAHRAIN
Al Zamil Tower 17th Floor Government Avenue Manama Center 305 Manama Telefon +973 1721 4766 Telefax +973 1721 4667 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Bahrain Building 31, 161, Al Zamil Tower Government Avenue P.O. Box No. 65331 Manama Telefon +973 1720 2900 Telefax +973 1720 2929 BELGIENHDI-Gerling Assurances S. A. Avenue de Tervuren 273 B1 1150 Brüssel Telefon +32 2 7730-811 Telefax +32 2 7730-950 BERMUDAHannover Life Reassurance Bermuda Ltd. Victoria Place, 2nd Floor 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 P.O. Box 2373 Hamilton, HM JX Telefon +1 441 2952827 Telefax +1 441 2952844 Hannover Re (Bermuda) Ltd. Victoria Place, 2nd Floor 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 Telefon +1 441 2943110 Telefax +1 441 2967568 BRASILIENHannover Rück SE Escritório de Representação no Brasil Ltda. Praça Floriano, 19/1701 CEP 20 031 050 Rio de Janeiro Telefon +55 21 2217 9500 Telefax +55 21 2217 9515 HDI Seguros S. A. Avenida Eng. Luís Carlos Berrini 901-8° andar 04571-010 São Paulo-SP Telefon +55 11 5508-1302 Telefax +55 11 5505-1511 BULGARIENHDI Zastrahovane AD G.S. Rakovski No 99 1000 Sofia Telefon +359 2 930-9050 Telefax +359 2 987-9167 CHILEHDI Seguros S. A. Encomenderos 113 Piso 10 - Las Condes/Santiago Telefon +56 2 422 9001 Telefax +56 2 232 8209 CHINAHannover Rück SE Hong Kong Branch 2008 Sun Hung Kai Centre 20th Floor 30 Harbour Road Wan Chai, Hongkong Telefon +852 2519 3208 Telefax +852 2588 1136 Hannover Rück SE Shanghai Branch Suite 3307, China Fortune Tower 1568 Century Boulevard Pudong 200122 Shanghai Telefon +86 21 2035-8999 Telefax +86 21 5820-9396 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Hongkong Room 5202, Central Plaza 18, Harbour Road, Wan Chai, Hongkong Telefon +852 25 98-8338 Telefax +852 25 98-8838 DÄNEMARKHDI-Gerling Verzekeringen N. V. Niederlassung Dänemark Indiakaj 6, 1. Sal 2100 Kopenhagen Telefon +45 3336-9595 Telefax +45 3336-9596 DEUTSCHLAND
Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 790799-0 Telefax +49 221 790799-999
Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Telefon +49 511 5604-0 Telefax +49 511 5604-1188
HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-454
Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-0 Telefax +49 221 144-3833 HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 645-4126 Telefax +49 511 645-4545 neue leben Versicherungen Sachsenstraße 8 20097 Hamburg Telefon +49 40 23891-0 Telefax +49 40 23891-333 PB Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-5100 Telefax +49 2103 34-5109 Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525
HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545 Talanx Pensionsmanagement AG Christophstraße 2 - 12 50670 Köln Telefon +49 221 144-1 Telefax +49 221 144-6069351 Talanx Reinsurance Broker GmbH HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 54223-0 Telefax +49 511 54223-200 TARGO Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-7100 Telefax +49 2103 34-7109 FRANKREICHHannover Rück SE Succursale Française 109 rue de la Boetie (Eingang: 52 avenue de Champs Elysées) 75008 Paris Telefon +33 1 4561 73-00 (life) Telefon +33 1 4561 73-40 (non-life) Telefax +33 1 4561 73-50 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Frankreich Tour Opus 12 - La Défense 9 77 Esplanade du Général de Gaulle 92914 Paris La Défense Cedex Telefon +33 1 44 0556-00 Telefax +33 1 44 0556-66 GRIECHENLANDHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Griechenland 11 Omirou & 1 Vissarionos Street 10672 Athen Telefon +30 210 7259-181 Telefax +30 210 7259-177 GROSSBRITANNIENHannover Re UK Life Branch 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 3206-1700 Telefax +44 20 3206-1701 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Großbritannien 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 7696-8099 Telefax +44 20 7696-8444 International Insurance Company of Hannover Plc 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 7015-4000 Telefax +44 20 7015-4001 Hannover Services (UK) Limited 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 7015-4290 Telefax +44 20 7015-4001 INDIENHannover Re Consulting Services India Private Limited C & B Square, Sangam Complex Unit 502, 5th Floor Andheri-Kurla Rd. Andheri (East) Mumbai 400 059 Telefon +91 22 613808-08 Telefax +91 22 613808-10 Magma HDI General Insurance Company Limited 24, Park Street Park Centre Building, 4th Floor Kolkata - 700 016 Telefon +91 33 4401 7409 Telefax +91 33 4401 7471 IRLANDHannover Re (Ireland) Limited No. 4 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 633-8800 Telefax +353 1 633-8806 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Irland Merrion Hall Strand Road Sandymount Dublin 4 Telefon +353 1 299-4622 Talanx Reinsurance (Ireland) Limited 28/32 Pembroke Street Upper Dublin 2 Telefon +353 1 234-2681 Telefax +353 1 234-2400 ITALIENHannover Re Services Italy Srl Via Dogana, 1 20123 Mailand Telefon +39 02 8068 1311 Telefax +39 02 8068 1349 HDI Assicurazioni S. p. A. Via Abruzzi 10 00187 Rom Telefon +39 06 42103-1 Telefax +39 06 42103-500 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Italien Via Franco Russoli, 5 20143 Mailand Telefon +39 02 83113-400 Telefax +39 02 83113-202 JAPANHannover Re Services Japan 7th Floor, Hakuyo Building 3 - 10 Nibancho Chiyoda-ku Tokio 102-0084 Telefon +81 3 5214-1101 Telefax +81 3 5214-1105 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Japan Sanbancho KS Building 7F 2 Banchi, Sanbancho, Chiyoda-ku Tokio 102-0075 Telefon +81 3 5214-1361 Telefax +81 3 5214-1365 KANADAHannover Rück SE Canadian Branch - Chief Agency 3650 Victoria Park Avenue, Suite 201 Toronto, Ontario M2H 3P7 Telefon +1 416 496-1148 Telefax +1 416 496-1089 Hannover Rück SE Canadian Branch - Non-Life Office 130 King Street West, Suite 2125 Toronto, Ontario M5X 1A4 Telefon +1 416 867-9712 Telefax +1 416 867-9728 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Kanada 181 University Avenue, Suite 1900 Toronto, Ontario M5H 3M7 Telefon +1 416 368-5833 Telefax +1 416 368-7836 KOLUMBIENHannover Rück SE Bogotá Representative Office Carrera 9 No. 77 - 67 Floor 5 Bogotá Telefon +57 1 6420066 Telefax +57 1 6420273 KOREAHannover Rück SE Korea Branch Room 414, 4th Floor Gwanghwamoon Officia Building 92 Seamunan-ro, Seoul 110-999 Telefon +82 2 3700 0600 Telefax +82 2 3700 0699 LUXEMBURGHDI-Gerling Assurances S. A. Luxembourg Rue du Château d'Eau, 2 - 4 3364 Leudelange Telefon +352 46 36 40 Telefax +352 46 36 44 Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 5, Rue Eugène Ruppert 2453 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853 MALAYSIAHannover Rueck SE Malaysian Branch Suite 31-1, 31st Floor Wisma UOA II No. 21 Jalan Pinang 50450 Kuala Lumpur Telefon +60 3 2687 3600 Telefax +60 3 2687 3760 MEXIKOHannover Services (México) S. A. de C. V. German Centre, Oficina 4-4-28 Av. Santa Fé No. 170 Col. Lomas de Santa Fé C.P. 01210 México, D.F. Telefon +52 55 9140 0800 Telefax +52 55 9140 0815 HDI-Gerling de México Seguros S. A. Av. Paseo de las Palmas N. 239 - 104 Col. Lomas de Chapultepec 11000 México, D.F. Telefon +52 55 5202-7534 Telefax +52 55 5202-9679 HDI Seguros S. A. de C. V. Paseo de los Insurgentes 1701 Infonavit CP 37306 Col. Granada León, Guanajuato Telefon +52 477 7104782 Telefax +52 477 7104786 NIEDERLANDEHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Directie voor Nederland Westblaak 14 3012 KL Rotterdam Telefon +31 10 4036-100 Telefax +31 10 4036-275 NORWEGENHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Norwegen C. J. Hambros plass 2D 0164 Oslo Telefon +47 232 136-50 Telefax +47 232 136-51 ÖSTERREICHHDI Lebensversicherung AG Galaxy 21 Praterstraße 31 1020 Wien Telefon +43 120 709-220 Telefax +43 120 709-900 HDI Versicherung AG Edelsinnstraße 7 - 11 1120 Wien Telefon +43 50 905-0 Telefax +43 50 902-602 POLENTowarzystwo Ubezpieczeń na Życie "WARTA" S. A. ul. Chmielna 85/87 00-805 Warschau Telefon +48 22 534 1100 Telefax +48 22 534 1300 Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji "WARTA" S. A. ul. Chmielna 85/87 00-805 Warschau Telefon +48 22 534 1100 Telefax +48 22 534 1300 TU Europa S. A. ul. Gwiaździsta 62 53-413 Wrocław Telefon +48 71 3692 777 Telefax +48 71 3692 797 RUSSLANDOOO Strakhovaya Kompaniya "CIV Life" Obrucheva street 30/1, bld. 1 Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 267 Telefax +7 495 967 9 260 OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie" Obrucheva street 30/1, bld. 2 Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 257 Telefax +7 495 967 9 260 SCHWEDENHannover Rück SE, Tyskland Filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5597 (life) Telefax +46 8 617 5593 (non-life) SCHWEIZHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Schweiz Dufourstrasse 46 8008 Zürich Telefon +41 44 265-4747 Telefax +41 44 265-4748 SINGAPURHDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Singapur 30 Cecil Street 11-01/02 Prudential Tower Singapur 049712 Telefon +65 6922 9522 Telefax +65 6536 8085 SLOWAKISCHE REPUBLIKHDI Versicherung AG Niederlassung Slowakische Republik Obchodná 2 811 06 Bratislava Telefon +421 2 5 710 8611 Telefax +421 2 5 710 8618 SPANIENHDI HANNOVER INTERNATIONAL (España) Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Luchana, 23-5° 28010 Madrid Telefon +34 91 444-2000 Telefax +34 91 444-2019 HDI HANNOVER International (España) Cía de Seguros y Reaseguros S. A. Avda. Diagonal n° 640 2a 08017 Barcelona Telefon +34 93 272 10-00 Telefax +34 93 238 76-70 HR Hannover Re, Correduría de Reaseguros, S. A. Paseo del General Martínez Campos 46 28010 Madrid Telefon +34 91 319-0049 Telefax +34 91 319-9378 SÜDAFRIKACompass Insurance Company Limited P. O. Box 37226 Birnam Park 2015 Johannesburg Telefon +27 11 7458-333 Telefax +27 11 7458-444
Africa (Pty) Ltd. P. O. Box 85321 Emmarentia 2029 Johannesburg Telefon +27 11 481-6500 Telefax +27 11 484-3330/32 HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. P. O. Box 66 Saxonwold 2132 South Africa Telefon +27 11 340-0100 Telefax +27 11 447-4981 TAIWANHannover Rück SE Taipei Representative Office Rm. 902, 9F, No. 129, Sec. 3 Misheng E. Road Taipeh Telefon +886 2 8770-7792 Telefax +886 2 8770-7735 TSCHECHISCHE REPUBLIKHDI Versicherung AG Niederlassung Tschechische Republik Jugoslávská 29 120 00 Prag 2 Telefon +420 2 2019 0210 Telefax +420 2 2019 0299 TÜRKEIHDI Sigorta A. Ş. Büyükdere Caddesi Tatlısu Mahallesi Arif Ay Sokak HDI Sigorta Binası No: 6 34774 Ümraniye/Istanbul Telefon +90 212 368-6000 Telefax +90 212 368-6010 UKRAINEHDI Strakhuvannya 102, Chervonoarmiyska Str. 03150 Kiew Telefon +38 44 247 4477 Telefax +38 44 529 0894 UNGARNHDI Versicherung AG Niederlassung Ungarn Dohány u. 12 - 14 1074 Budapest Telefon +36 1 2482-820 Telefax +36 1 2482-829
Bégutca 3 - 5 1022 Budapest Telefon +36 1 4234-200 Telefax +36 1 4234-210 URUGUAYHDI Seguros S. A. Misiones 1549 CP 11000 Montevideo Telefon +598 2916 0850 Telefax +598 2916 0847 USAHannover Life Reassurance Company of America 200 South Orange Avenue Suite 1900 Orlando, FL 32801 Telefon +1 407 649-8411 Telefax +1 407 649-8322 Büro Charlotte 13840 Ballantyne Corporate Place, Suite 400 Charlotte, North Carolina 28277 Telefon +1 704 731-6300 Telefax +1 704 542-2757 Büro Denver 1290 Broadway, Suite 1600 Denver, Colorado 80203 Telefon +1 303 860-6011 Telefax +1 303 860-6032 Büro New York 112 Main Street East Rockaway, New York 11518 Telefon +1 516 593-9733 Telefax +1 516 596-0303 Hannover Re Services USA, Inc. 500 Park Blvd., Suite 805 Itasca, IL 60143 Telefon +1 630 250-5517 Telefax +1 630 250-5527 HDI-Gerling America Insurance Company 161 North Clark Street, 48th Floor Chicago, IL 60601 Telefon +1 312 580-1900 Telefax +1 312 580-0700 VIETNAMPVI Insurance Corporation Lot VP2, Yen Hoa Cau Giay District Hanoi Telefon +84 43 733 5588 Telefax +84 43 733 6284 GLOSSAR UND KENNZAHLENDEFINITIONENABSCHLUSSAUFWENDUNGEN> Abschlusskosten, aktivierte ABSCHLUSSKOSTEN (LEBEN) IN PROZENT DER BEITRAGSSUMME DES NEUGESCHÄFTSAbschlussaufwendungen (netto) im Verhältnis zur Beitragssumme des Neugeschäfts. ABSCHLUSSKOSTEN, AKTIVIERTE (AUCH: ABSCHLUSSAUFWENDUNGEN)Kosten bzw. Aufwendungen, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). Die Aktivierung von Abschlusskosten führt zu einer Verteilung der Kosten über die Vertragslaufzeit. ABSCHLUSSKOSTENQUOTEa) brutto: Abschlussaufwendungen (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien einschließlich Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV). b) netto: Abschlussaufwendungen (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien ohne Sparbeiträge aus FLV/FRV. ANLAGEKLASSE (AUCH: ASSETKLASSE)Der Kapitalmarkt wird in verschiedene Klassen von Finanzinstrumenten unterteilt, die ähnlichen Risikoeinflussfaktoren unterliegen. Dazu zählen z. B. Aktien, Renten, Immobilien, Energie oder Rohstoffe. ANNUAL PREMIUM EQUIVALENT - APEJahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung. ANSCHAFFUNGSKOSTEN, FORTGEFÜHRTEKaufpreis eines Vermögenswerts einschließlich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Vermögenswerten vermindert um planmäßige und/oder außerplanmäßige Abschreibungen. ANWARTSCHAFTSBARWERTBarwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage. ASSETKLASSE> Anlageklasse ASSET-MANAGEMENTKapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten. ASSOZIIERTES UNTERNEHMENUnternehmen, das nicht durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der> Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäfts- oder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat. AUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEB (ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN)Summe aus Provisionen, Vertriebs-, Personal-, Sach- und laufenden Verwaltungskosten. AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE FÜR EIGENE RECHNUNGSumme aus gezahlten Schäden und den Rückstellungen für im Geschäftsjahr eingetretene Schadenereignisse, ergänzt um das Ergebnis der Abwicklung der Rückstellungen für Schadenereignisse der Vorjahre, jeweils nach Abzug der eigenen Rückversicherungsangaben. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNISSaldo aus Aufwendungen und Erträgen, die nicht zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehören, wie z. B. Anpassungen von Pensionsrückstellungen nach BilMoG. AUSSCHÜTTUNGSQUOTEProzentsatz des Jahresüberschusses, den Aktiengesellschaften in Form der Dividendenzahlung an ihre Aktionäre ausschütten. B2BAustausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen. BANCASSURANCEBank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien. BEITRAG> Prämie BEITRAGSÜBERTRÄGE> Prämienüberträge BETEILIGUNGSERGEBNISErträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen abzüglich der Aufwendungen aus Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften. BILANZGEWINNJahresüberschuss abzüglich Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Vorjahr. BONITÄTKreditwürdigkeit. Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. BRUTTOBei Versicherungen: vor Abzug der> passiven Rückversicherung. BUCHWERT JE AKTIEDie Kennzahl gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals je Aktie an. CASHFLOWIn einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteter Zahlungsmittelüberschuss eines Unternehmens, der Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt und der Beurteilung der finanziellen Struktur des Unternehmens dient. COINSURANCE-FUNDS-WITHHELD-VERTRAGMitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem> Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag repräsentieren die Zinszahlungen an den Rückversicherer den Anlagebetrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles. COMBINED RATIO> kombinierte Schaden-/Kostenquote COMPLIANCEGesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter. CORPORATE GOVERNANCESystem zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und Überwachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Unternehmen zu fördern. DECKUNGSRÜCKSTELLUNGNach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung. DEPOSIT ACCOUNTINGBilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren. DEPOTFORDERUNGEN/DEPOTVERBINDLICHKEITENSicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen. DERIVAT, DERIVATIVES FINANZINSTRUMENTAus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers bzw. Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B.> Swaps, Optionen und Futures. DIVIDENDENRENDITEProzentzahl für die Verzinsung des in einer Aktie gebundenen Kapitals. Diese Renditekennzahl berechnet sich durch die Division der Dividende durch den aktuellen Börsenkurs, multipliziert mit 100. DUE-DILIGENCE-PRÜFUNGPrüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische Stärken-Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts. DURATIONFinanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines Investments in Renten bzw. deren Zinssensitivität abbildet. Die "Macaulay-Duration" ist die kapitalgewichtete mittlere Anzahl von Jahren, in denen ein Rentenpapier Zahlungen leistet. Die "Modified Duration" gibt dagegen die Veränderung des Barwertes eines Rentenpapieres bei Zinsänderungen an und ist damit ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko. EBITEarnings before interest and tax; im Talanx-Konzern identisch mit> operatives Ergebnis. EIGENKAPITALMittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Innenfinanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (realisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Das Eigenkapital haftet bei der Kapitalgesellschaft für die Verbindlichkeiten. EMBEDDED VALUEBezeichnet den Wert eines Portefeuilles von Versicherungen. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Barwert der zukünftigen Überschüsse für die Anteilseigner aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge und dem Wert des Eigenkapitals abzüglich Kapitalkosten. EMITTENTPrivates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Aktien die Aktiengesellschaft und bei Bundesanleihen der Bund. EQUITY-METHODEVerfahren zur Bewertung einer Beteiligung (> assoziiertes Unternehmen) im Konzernabschluss, bei der der Beteiligungsbuchwert in der Konzernbilanz entsprechend der Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen weiterentwickelt wird. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEITPeriodengewinn vor außerordentlichem Ergebnis und vor Steuern. ERGEBNIS (AUCH: GEWINN) JE AKTIE, VERWÄSSERTKennziffer, die sich aus der Division des auf die Aktionäre der Talanx AG entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch nicht zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Aktienanzahl mit ein. ERNEUERUNGBei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in sogenannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert. ERSTVERSICHERERGesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht. EXPONIERUNG (AUCH: EXPOSURE)Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands. EXPOSURE> Exponierung FAIR VALUE> Zeitwert FAKULTATIVE RÜCKVERSICHERUNGBeteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. Gegensatz:> obligatorische Rückversicherung FINANZANLAGENAnteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens. FONDSGEBUNDENE LEBENSVERSICHERUNGLebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt. FREEFLOAT> Streubesitz FÜR EIGENE RECHNUNG (AUCH: NETTO)Bei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT (AUCH: GOODWILL)Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist. GEWINN JE AKTIE, VERWÄSSERT> Ergebnis je Aktie, verwässert GIIPS-STAATENAbkürzung für die fünf Euro-Staaten Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien. GROSSSCHADENSchaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. Bis zum Jahr 2011 wurde er definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 5 Mio. EUR brutto (Rückversicherung, Industrie- Haftpflichtversicherung, Industrie-Feuerversicherung), über 2,5 Mio. EUR brutto (Industrie-Transportversicherung, Industrie-Technische Versicherung) bzw. über 1 Mio. EUR brutto (alle übrigen Sparten) für den Anteil des Talanx-Konzerns. Seit 2012 wird der Großschaden definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto für den Anteil des Talanx-Konzerns. HAFTENDES KAPITALSumme aus a) dem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt, b) den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und c) dem sogenannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst. HARTER MARKTMarktphase, die sich durch hohe Prämien auszeichnet. Gegensatz:> weicher Markt HYBRIDKAPITALFremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital. IBNR (INCURRED BUT NOT REPORTED)> Spätschadenreserve IMPAIRMENTWertminderung (außerplanmäßige Abschreibung), die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert. INSURANCE-LINKED SECURITIES - ILSFür die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/ oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt. INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS - IFRSInternationale Rechnungslegungsvorschriften, vormals als IAS (International Accounting Standards) bezeichnet; bei Talanx angewendet seit 2004. INVESTMENT-GRADEEin Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen.> Bonität JAHRESÜBERSCHUSSErgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzüglich des außerordentlichen Ergebnisses abzüglich Steuern. KAPITALANLAGEERGEBNIS, AUSSERORDENTLICHESErgebnis aus realisierten sowie unrealisierten Gewinnen und Verlusten einschließlich Zuschreibungen und Wertminderungen/Abschreibungen (Impairments). KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENInvestmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko aufweisen und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bilanziert werden. KAPITALANLAGEN, SELBST VERWALTETEKapitalanlagen, die weder aus Investmentverträgen stammen noch aus den Depotforderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Sie werden in der Regel eigenständig von Konzerngesellschaften auf deren Risiko erworben bzw. veräußert und entweder von der Gesellschaft selbst oder im Namen der Gesellschaft von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet. KAPITALFLUSSRECHNUNGRechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände.> Cashflow KATASTROPHENANLEIHEInstrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt. KOMBINIERTE SCHADEN-/ KOSTENQUOTESumme aus> Schadenquote und> Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen. Bei der Berechnung der bereinigten kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen um das Depotzinsergebnis bereinigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherern. KONGRUENTE WÄHRUNGSBEDECKUNGBedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. KONSOLIDIERUNGIn der Bilanzierungspraxis: Zusammenfassung von Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzernabschluss. Hierbei werden konzerninterne Transaktionen eliminiert. KOSTENQUOTEVerhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. KUMULRISIKOVersicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem> Portefeuille führt. LATENTE STEUERNDifferenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handelsbilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in der Folgezeit wieder ausgleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeitablauf auflöst. LEBENSVERSICHERUNGZusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung. LETTER OF CREDIT - LOCBankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft. MARKET CONSISTENT EMBEDDED VALUE - MCEVSpezielle Methode zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen bzw. von Personenversicherungsbeständen, mit deren Hilfe die Langfristigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts und der damit verbundenen Risiken abgebildet werden kann. Insbesondere soll durch die marktkonsistente Berechnungsmethodik eine bessere Vergleichbarkeit erreicht werden. Die marktkonsistente Bewertung wird durch risikoneutrale Annahmen in Bezug auf erwartete Kapitalerträge und die Diskontierungsmethodik erreicht. Außerdem wird die Swap-Kurve als risikoneutrale Zinsstruktur eingeführt. MODIFIED-COINSURANCE (MODCO)-VERTRAGRückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren. MORBIDITÄTKrankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt. MORTALITÄTSterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. NEUGESCHÄFTSMARGE (LEBEN)Verhältnis von Neugeschäftswert zu Barwert der Neugeschäftsprämien. NEUGESCHÄFTSWERT (LEBEN)Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Embedded Values zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen. NETTOBei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung. NETTOAUFWENDUNGEN, VERSICHERUNGSTECHNISCHEAufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, jeweils nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer. NETTOVERZINSUNGKapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und ohne Ergebnis aus> Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen. NICHTPROPORTIONALE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. die Versicherungssumme tragen muss. Gegensatz:> proportionale Rückversicherung OBLIGATORISCHE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsvertrag, bei dem sich der Rückversicherer an einem gesamten, genau definierten Versicherungsbestand eines> Zedenten beteiligt. Gegensatz:> falkultative Rückversicherung OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern). OTCOver the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. PASSIVE RÜCKVERSICHERUNGBestehende Rückversicherungsprogramme der> Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken. PERSONENVERSICHERUNGSparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung. PORTEFEUILLE> Portfolio PORTFOLIO (AUCH: PORTEFEUILLE)a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment übernommenen Risiken. b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen. PRÄMIE (AUCH: BEITRAG)Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken. PRÄMIENÜBERTRÄGE (AUCH: BEITRAGSÜBERTRÄGE)In einem Geschäftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind. PRESENT VALUE OF FUTURE PROFITS - PVFPImmaterieller Vermögenswert, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen. PRIVATE EQUITYVon Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital. PROPORTIONALE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsverträge, auf deren Basis Anteile eines Risikos oder Portfeuilles zu den bestehenden Originalkonditionen in Rückversicherung gegeben werden.> Prämien sowie Schäden werden anteilsmäßig in einem proportionalen Verhältnis geteilt. Gegensatz:> nichtpropotionale Rückversicherung PROVISIONVergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler. QUOTENRÜCKVERSICHERUNGForm der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden. RATEProzentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer> nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist. RATINGSystematische Einschätzung von Wertpapieremittenten hinsichtlich ihrer> Bonität durch eine spezialisierte, unabhängige Agentur. RETAILa) Allgemein: Privatkundengeschäft. b) Ampega: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen. RETROZESSIONAbgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer. RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMGesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren. RÜCKSTELLUNGPassivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt der Fälligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung). RÜCKVERSICHERERGesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem> Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt. SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNGGesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine fest vereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird. SCHADENQUOTEBilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.> PVFP SCHADENQUOTE FÜR SACHVERSICHERUNGSPRODUKTEa) Brutto: Summe der Schadenaufwendungen (brutto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien. b) Netto: Summe der Schadenaufwendungen (netto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien. SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGRückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals. SELBSTBEHALTDer Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also> netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung). SOLVABILITÄTAusstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist. SOLVENCY IIProjekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europäischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ABSCHREIBUNGENAufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. Personal- und Sachaufwendungen, Abschreibungen, realisierte Verluste aus Kapitalanlagen, Währungskursverluste, Dienstleistungsaufwendungen. SPÄTSCHADENRESERVERückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden. SPEZIALGESCHÄFTSpezialversicherung für Nischengeschäft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung. STORNOQUOTE LEBENSVERSICHERUNGSPRODUKTESumme aus Storno und sonstigem vorzeitigen Abgang im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand (Kennzahl nach GDV). STRESSTESTForm der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von> Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können. STREUBESITZAuf mehrere, meist kleinere Anleger verteilter Besitz von Aktien. SURVIVAL RATIOSpiegelt das Verhältnis von Schadenreserven zu bezahlten Schäden eines Vertrages oder mehrerer Verträge in einem Bilanzjahr wider. SWAPEnglisch: Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden. ÜBERSCHUSSBETEILIGUNGGesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen. UNDERLYING TRANSACTION (AUCH: GRUNDGESCHÄFT)Basiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Optionsgeschäfts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient. UNDERWRITINGPrüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-) Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist. VALUE AT RISKRisikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden. VERDIENTE PRÄMIENAnteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISSaldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus> verdienten Prämien für eigene Rechnung sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und dem sonstigen versicherungstechnischen Ergebnis (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP, jedoch ohne Konsolidierungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung (Technik).> PVFP VERWALTUNGSKOSTENKosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen. VERWALTUNGSKOSTENQUOTEa) Brutto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebensversicherung (FLV)/fondsgebundener Rentenversicherung (FRV). b) Netto: Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien ohne Sparbeiträge aus FLV/FRV. VOLATILITÄTSchwankungsmaß der Variabilität von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinssätzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schadenverlauf haben können. WEICHER MARKTMarktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz:> harter Markt ZEDENTErst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert). ZEITWERT (AUCH: FAIR VALUE)Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. ZESSIONÄRRückversicherer des Erstversicherers. ZINSERGEBNISSaldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen. GRAFIK- UND TABELLENVERZEICHNISUMSCHLAGSEITENscroll
DIE TALANX-AKTIEscroll
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSscroll
WIRTSCHAFTSBERICHTscroll
WEITERE BERICHTE UND ERKLÄRUNGENscroll
KONZERNABSCHLUSSKONZERNABSCHLUSSscroll
KONZERNANHANGBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENscroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
KONSOLIDIERUNGscroll
AUSPRÄGUNG VON RISIKEN AUFGRUND VON VERSICHERUNGSVERTRÄGEN UND FINANZINSTRUMENTENscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - AKTIVAscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - PASSIVAscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
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KONTAKTTalanx AGRiethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 www.talanx.com Group CommunicationsAndreas Krosta Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 andreas.krosta@talanx.com Investor RelationsCarsten Werle Telefon +49 511 3747-2231 Telefax +49 511 3747-2286 carsten.werle@talanx.com Veröffentlicht am: 24. März 2014 Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch. Geschäftsbericht im Internet: http://geschaeftsbericht2013.talanx.com Folgen Sie uns auf Twitter:@talanx @talanx_en FINANZKALENDER 20148. MaiHauptversammlung 15. MaiZwischenbericht zum 31. März 2014 26./27. JuniCapital Markets Day 14. AugustZwischenbericht zum 30. Juni 2014 13. NovemberZwischenbericht zum 30. September 2014 UNSERE STANDORTEAFRIKASÜDAFRIKACompass Insurance Company, Johannesburg Hannover Life Re Africa, Johannesburg Hannover Re Africa, Johannesburg HDI-Gerling Insurance South Africa, Johannesburg AMERIKAARGENTINIENHDI Seguros, Buenos Aires BERMUDAHannover Life Re Bermuda, Hamilton Hannover Re Bermuda, Hamilton BRASILIENHannover Rück (Representative Office), Rio de Janeiro HDI Seguros, São Paulo CHILEHDI Seguros, Santiago KANADAHannover Rück (Branch), Toronto HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Toronto KOLUMBIENHannover Rück (Representative Office), Bogotá MEXIKOHannover Services (México), Mexiko-Stadt HDI-Gerling de México Seguros, Mexiko-Stadt HDI Seguros, León URUGUAYHDI Seguros, Montevideo USAHannover Life Re America, Orlando Hannover Re Services USA, Itasca/Chicago HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago ASIEN/PAZIFIKBAHRAINHannover ReTakaful, Manama Hannover Rueck (Branch), Manama HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Manama CHINAHannover Rück (Branch), Hongkong Hannover Rück (Branch), Shanghai HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Hongkong INDIENHannover Re Consulting Services, Mumbai Magma HDI General Insurance, Kalkutta JAPANHannover Re Services Japan, Tokio HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Tokio KOREAHannover Rück (Branch), Seoul MALAYSIAHannover Rueck (Branch), Kuala Lumpur RUSSLANDCIV Life, Moskau HDI Strakhovanie, Moskau SINGAPURHDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Singapur TAIWANHannover Rück (Representative Office), Taipeh AUSTRALIENAUSTRALIENHannover Life Re Australasia, Sydney Hannover Rueck (Branch), Sydney HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Sydney EUROPABELGIENHDI-Gerling Assurances/Verzekeringen, Brüssel BULGARIENHDI Zastrahovane, Sofia DÄNEMARKHDI-Gerling Verzekeringen, Kopenhagen DEUTSCHLANDAmpega, Köln E+S Rück, Hannover Hannover Rück, Hannover HDI Versicherungen, Hannover HDI-Gerling, Hannover/Köln neue leben, Hamburg PB Versicherungen, Hilden Talanx, Hannover/Köln Targo Versicherungen, Hilden FRANKREICHHannover Rück (Branch), Paris HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Paris GRIECHENLANDHDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Athen GROSSBRITANNIENHannover Re UK (Life Branch), Virginia Water Hannover Services UK, London HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), London International Insurance Company of Hannover, London IRLANDHannover Re (Ireland), Dublin HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Dublin Talanx Reinsurance, Dublin ITALIENHannover Re Services Italy, Mailand HDI Assicurazioni, Rom HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Mailand LUXEMBURGHDI-Gerling Assurance, Luxemburg Talanx Finanz, Luxemburg NIEDERLANDEHDI-Gerling Industrie, Rotterdam/Amsterdam NORWEGENHDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Oslo ÖSTERREICHHDI Lebensversicherung, Wien HDI Versicherung, Wien POLENTU Europa-Gruppe, Wrocław WARTA, Warschau SCHWEDENHannover Rück (Branch), Stockholm SCHWEIZHDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Zürich SLOWAKISCHE REPUBLIKHDI Versicherung (Niederlassung), Bratislava SPANIENHDI Hannover International, Madrid/Barcelona HR Hannover Re, Madrid TSCHECHISCHE REPUBLIKHDI Versicherung (Niederlassung), Prag TÜRKEIHDI Sigorta, Istanbul UKRAINEHDI Strakhuvannya, Kiew UNGARNHDI Versicherung (Niederlassung), Budapest Magyar Posta Biztosító, Budapest Magyar Posta Életbiztosító, Budapest Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 www.talanx.com |
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