![]() Talanx AktiengesellschaftHannoverTalanx Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 20162016ENTWICKLUNG UND ERGEBNISSETalanx Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2016DER TALANX-KONZERN AUF EINEN BLICKKONZERNKENNZAHLENscroll
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Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen
zu durchschnittlichem selbst verwalteten Kapitalanlagebestand (30.6.2016 und 31.12.2015) Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen - Informationen zu der Berechnung
und Definition einzelner Leistungskennzahlen finden sich im Geschäftsbericht 2015
im Kapitel Unternehmenssteuerung, Seite 22ff sowie im Abschnitt "Glossar und Kennzahlendefinitionen",
Seite 257ff. VERWALTUNGSORGANE DER TALANX AGAUFSICHTSRATWolf-Dieter BaumgartlVorsitzender Berg ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG Ralf Rieger*stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Prof. Dr. Eckhard Rohkammstv. Vorsitzender Hamburg ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG Antonia AschendorfHamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands der APRAXA eG Karsten Faber*Hannover Zentralbereichsleiter Hannover Rück SE, E+S Rückversicherung AG Jutta Hammer*Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Dr. Hermann JungHeidenheim Mitglied der Geschäftsführung der Voith GmbH Dr. Thomas LindnerAlbstadt Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG Dirk LohmannForch, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsführung der Secquaero
Advisors AG Christoph Meister*Hannover Mitglied im ver.di-Bundesvorstand Jutta Mück*Oberhausen Angestellte HDI Global SE Otto Müller*Hannover Angestellter Hannover Rück SE Katja Sachtleben-Reimann*Hannover Angestellte Talanx Service AG Dr. Erhard SchipporeitHannover ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG Prof. Dr. Jens Schubert*Potsdam Leiter Recht, ver.di-Bundesverwaltung Norbert SteinerBaunatal Vorsitzender des Vorstands der K+S AG VORSTANDHerbert K. HaasVorsitzender Burgwedel Dr. Christian Hinschstv. Vorsitzender Burgwedel Torsten LeueHannover Dr. Immo QuernerCelle Ulrich WallinHannover Dr. Jan WickeHannover KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTSBERICHTMÄRKTE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENVOLKSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft startete turbulent ins Jahr 2016. Die negative Dynamik in Schwellenländern
erreichte im Januar ihren Höhepunkt, getrieben vor allem durch Sorgen über die chinesische
Wirtschaft und die Fortsetzung des Rohstoffpreisverfalls. Die Erholung der Rohstoffpreise,
eine zyklische Stabilisierung in China sowie globale geldpolitische Unterstützung
sorgten im weiteren Verlauf für eine zunehmende Stabilisierung der weltwirtschaftlichen
Entwicklung und ein insgesamt recht positives erstes Halbjahr. In der entwickelten
Welt blieb der private Konsum der zentrale Wachstumstreiber, unterstützt von niedrigen
Energiepreisen und expansiver Geldpolitik. Wachstumsbelastend wirkte die Schwäche
in den Schwellenländern über den Exportkanal. Das Referendum im Vereinigten Königreich
über den Verbleib in der EU war bereits vor dem Austrittsentscheid Ende Juni ein globaler
Unsicherheitsfaktor. Die Wirtschaft im Euroraum legte im ersten Quartal 2016 um 0,6 % und im zweiten Quartal
um 0,3 % zu. Deutschlands BIP wies gegenüber dem vierten Quartal 2015 ein Wachstum
von 0,7 % aus. Der private Konsum war dabei der zentrale Wachstumstreiber, aber auch
Investitionen und Staatsausgaben trugen zur Expansion bei. Die positive Entwicklung
am Arbeitsmarkt setzte sich fort - die Arbeitslosigkeit im Euroraum sank im Mai auf
den tiefsten Stand seit 2011 (10,1 %). Das Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich
wurde in der ersten Jahreshälfte durch die hohe politische und ökonomische Unsicherheit
im Kontext des EU-Austrittsreferendums belastet und konnte im ersten Quartal dieses
Jahres nur um 0,4 % (Vorjahresende: 0,7 %) zulegen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote
fiel im Mai 2016 mit 4,9 % auf den tiefsten Stand seit 2005. Die US-Wirtschaft spürte zum einen die Folgen des niedrigen Öl-preises für die lokale
Ölindustrie, zum anderen die Folgen des starken US-Dollars für das verarbeitende Gewerbe
und expandierte im ersten Quartal lediglich mit einer annualisierten Rate von 0,8
%. Im zweiten Quartal verbesserte sich das Wachstum leicht auf annualisiert 1,2 %,
Frühindikatoren signalisieren eine Beschleunigung der Dynamik. Auch hier ist der private
Konsum der zentrale Wachstumstreiber, der durch die solide Arbeitsmarktentwicklung
gestützt wird. Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China setzte sich fort.
Die jährliche Wachstumsrate des BIP lag im zweiten Quartal 2016 bei 6,7 %, nach einem
jährlichen BIP-Wachstum von 7,0 % im zweiten Quartal 2015. Geld- und fiskalpolitische
Maßnahmen verhinderten eine deutlichere Wachstumsabschwächung. Die Geldpolitik der großen Zentralbanken war unverändert sehr expansiv. Im März lockerte
die EZB erneut ihre Geldpolitik in Form einer Senkung von Hauptrefinanzierungs- und
Einlagezins, einer Erweiterung des Ankaufprogramms um Unternehmensanleihen, einer
Erhöhung der monatlichen Anleihenkäufe auf 80 Mrd. EUR sowie der Ankündigung einer
neuen Serie von vier längerfristigen Refinanzierungsgeschäften. Die US-Notenbank Fed
verzichtete im ersten Halbjahr auf weitere Leitzinserhöhungen aufgrund der Unsicherheit
über den Zustand der US-Wirtschaft und globaler Turbulenzen. Im Januar senkte die
japanische Zentralbank ihre Zinsen überraschend in negatives Territorium. Der globale
Disinflationstrend setzte sich im ersten Halbjahr 2016 fort, vor allem getrieben durch
im Jahresvergleich noch schwache Energiepreise. Dieser Effekt klingt allmählich ab
und führt zu einem Anstieg der globalen Inflationsraten. Im Euroraum lag die jährliche
Teuerungsrate im Juni mit 0,1 % wieder im positiven Bereich (Mai 2016: -0,1%). Auch
im Vereinigten Königreich stellten sich im Juni ebenfalls höhere Inflationsdaten ein.
In den USA zeigte sich noch kein Anstieg in der allgemeinen Inflationsrate (Juni 2016:
1,0 %). KAPITALMÄRKTEIm ersten Halbjahr 2016 wurden die Rentenmärkte im Wesentlichen durch eine Mischung
aus makroökonomischen, geo- und geldpolitischen Themen geprägt. Zu Jahresbeginn sorgten
die nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern und schwache Wachstumsraten
in China für deutlich sinkende Zinsen und sich ausweitende Risikoaufschläge für Kreditprodukte.
Energie- und Rohstoffunternehmen wurden durch die schwachen Öl- und Rohstoffpreise
belastet. Mitte März bestätigte die EZB mit einer Ausweitung ihrer Maßnahmen (inklusive
Ankaufprogramm für Unternehmensanleihen) die Markterwartungen. Renditen gaben daraufhin
weiter nach, zehnjährige Bundesanleihen tendierten Richtung 0 %, Risikoaufschläge
- insbesondere für Unternehmensanleihen - engten sich erneut deutlich ein. Ab April dominierte die "Brexit"-Diskussion das fundamentale Marktgeschehen und sorgte
für entsprechende Volatilität. Insbesondere UK-Banken und Unternehmen mit einer hohen
Bindung zum Wirtschaftswachstum im Vereinigten Königreich kamen unter Druck. Kurz
vor dem Referendum kippte die Erwartung in Richtung "Remain" mit der Folge sinkender
Credit Spreads und steigender Renditen für Bundesanleihen, was sich nach dem Austritt
allerdings mehr als umkehrte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um mehr
als 20 Basispunkte und notierte zeitweise unter -0,10 %, insbesondere auf der derivativen
Seite zeigten Kreditindikatoren erratische Bewegungen. Der Markt für die Emission neuer Wertpapiere, der Primärmarkt, zeigte im Halbjahresverlauf
normale Aktivität mit starken Monaten im April und Mai und einer deutlichen Zurückhaltung
im Juni. Die Nachfrage nach Rendite war ungebrochen. Mit der EZB als zusätzlichem
Marktteilnehmer trocknete der Sekundärmarkt - also der Markt für bereits im Umlauf
befindliche Papiere - für Käufer von Risikopapieren nahezu vollständig aus. Die Auswirkungen
auf den Primärmarkt und die entsprechenden Zuteilungsquoten für "normale" Investoren
lassen sich noch nicht vollends abschätzen. DIE VERSICHERUNGSMÄRKTEIn der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich die Branchenstimmung im zweiten
Quartal 2016 verbessert, verharrt insgesamt aber weiterhin auf unterdurchschnittlichem
Niveau. Ausschlaggebend für die Verbesserung waren optimistischere Einschätzungen
in Bezug auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten. Demgegenüber
wurde die aktuelle Geschäftslage so ungünstig beurteilt wie seit knapp vier Jahren
nicht mehr. Mit Blick auf die Sparten Schaden- und Unfallversicherung einerseits und
Lebensversicherung andererseits fallen die Bewertungen unterschiedlich aus. In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung hat sich das Branchenklima im Berichtszeitraum
leicht abgeschwächt; die Stimmung blieb aber auf einem vergleichsweise freundlichen
Niveau. Ursächlich für die Abschwächung waren sowohl ungünstigere Einschätzungen zur
aktuellen Geschäftslage als auch eingetrübte Geschäftsaussichten für die kommenden
sechs Monate - letztere im Wesentlichen getrieben durch moderatere Erwartungen im
Hinblick auf die Beitragsentwicklung im Gesamtjahr. Die Eintrübung des Branchenklimas
war in allen Sparten zu verzeichnen. Am freundlichsten war die Stimmung in der Privaten
Sachversicherung und in der Haftpflichtversicherung, ein wenig verhaltener in der
Kraftfahrtversicherung, der Unfallversicherung und der Rechtsschutzversicherung. Im
negativen Bereich bewegte sich die Stimmung in den industriell-gewerblichen Bereichen. Die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Beitragseinnahmen fielen gedämpft
aus und blieben insgesamt auf einem sehr verhaltenen Niveau. Dennoch wurde für alle
Sparten von einer Expansion ausgegangen, insbesondere für die Private Sachversicherung.
Im industriell-gewerblichen Bereich und in der Haftpflichtversicherung waren die expansiven
Erwartungen etwas weniger ausgeprägt. Im Hinblick auf die Schadenentwicklung wurde ein ähnliches Schadenaufkommen wie im
Vorjahr erwartet. In der deutschen Lebensversicherung hat sich das Geschäftsklima im Berichtszeitraum
erholt, blieb aber im Langzeitvergleich weiterhin verhalten. Außerordentlich ungünstig
wurde die aktuelle Geschäftslage eingeschätzt, was u. a. auf negative Überhangeffekte
aus dem schwachen Jahresendgeschäft 2015 zurückzuführen war. Deutlich positiver entwickelt
haben sich demgegenüber die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den
nächsten sechs Monaten. Das Spartenklima fiel am freundlichsten in der Berufsunfähigkeitsversicherung
aus, war auch in der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung sowie der Risikolebensversicherung
positiv, in der klassischen Rentenversicherung und der Kapitallebensversicherung hingegen
unterkühlt. Hinsichtlich der Beitragsentwicklung herrschte mit Blick auf das Gesamtjahr eine historisch
niedrige Erwartungshaltung. Im Neugeschäft waren die Erwartungen für das Geschäft
gegen Einmalbeitrag deutlich rückläufig, diejenigen für das Neugeschäft gegen laufenden
Beitrag zwar optimistischer, liefen insgesamt aber ebenfalls auf ein Minus im Vergleich
zum Vorjahr hinaus. Wachstumspotenzial für die Beitragseinnahmen wurde in der Berufsunfähigkeitsversicherung,
der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung und abgeschwächt auch in der Risikolebensversicherung
gesehen. Die Situation auf den internationalen Schaden-Rückversicherungsmärkten blieb wettbewerbsintensiv,
auch wenn die Preisrückgänge in der Erneuerungsrunde zum 1. April 2016 schwächer ausgeprägt
waren als im Vorjahr. Wettbewerbsprägende Faktoren waren weiterhin die gute Kapitalisierung
der Zedenten und der - zuletzt aber nur noch moderat steigende - Zufluss von Kapital
aus dem Markt für Katastrophenanleihen (ILS), insbesondere im US-Naturkatastrophengeschäft. Die Naturkatastrophenlast war im gesamten ersten Halbjahr 2016 deutlich höher als
im Vorjahr. Die Summe der Gesamtschäden fiel im Vergleich der letzten 30 Jahre höher,
im Vergleich der letzten zehn Jahre geringer aus als der jeweilige inflationsbereinigte
Durchschnittswert. Die versicherten Schäden entsprachen in Summe dem zehnjährigen
und lagen ebenfalls über dem 30-jährigen Durchschnitt. Die höchsten Schäden wurden
durch zwei Erdbeben in Japan verursacht, weitere Schadentreiber waren Unwetter in
Europa und den USA sowie Waldbrände in Kanada sowie ein Erdbeben in Ecuador. In der internationalen Personen-Rückversicherung stellten sich die Rahmenbedingungen
im ersten Halbjahr 2016 weiterhin herausfordernd dar, insbesondere aufgrund des anhaltend
niedrigen Zinsniveaus. Durch die Einführung von Solvency II in den EU-Märkten zeichneten
sich aber neue Geschäftschancen durch Rückversicherungslösungen zur Kapitalentlastung
und Optimierung der Solvenzsituation ab. Darüber hinaus ist infolge einer stetig wachsenden
Mittelschicht in wichtigen Schwellenländern zunehmend Bedarf nach einer Absicherung
im Krankheitsfall zu verzeichnen; auf globaler Ebene wird die Nachfrage nach Langlebigkeitsschutz
zunehmend spürbar. GESCHÄFTSENTWICKLUNGGESCHÄFTSVERLAUF KONZERN
WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscroll
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Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu
durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter PRÄMIENVOLUMENIm Konzern sanken die gebuchten Bruttoprämien um 2,4 % auf 16,4 (16,8) Mrd. EUR, währungsbereinigt
blieben die Prämien jedoch stabil. Das Wachstum, das im Wesentlichen aus den Geschäftsbereichen
Industrieversicherung und Privat- und Firmenversicherung International stammt, konnte
den Rückgang - u. a. aufgrund des planmäßig geringeren Einmalbeitragsgeschäfts im
Segment Lebensversicherung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland
und wegen Rückgängen im Segment Schaden-Rückversicherung - nicht kompensieren. Die
Selbstbehaltsquote stieg leicht auf 86,9 (86,7) %, die verdienten Nettoprämien lagen
mit 12,8 (12,8) Mrd. EUR nahezu stabil auf dem Niveau der Vorjahresperiode. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 7,9 % auf -784 (-851) Mio.
EUR, wobei sich die hohe Großschadenbelastung von netto 495 Mio. EUR für das Halbjahr
bemerkbar machte; besonders das Segment Schaden-Rückversicherung war betroffen. Die
Großschadenbelastung blieb aber insgesamt im Rahmen des periodenanteiligen Konzernbudgets.
Die Nettoschadenquote sank zwar, jedoch stieg die Nettokostenquote etwas stärker.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Konzerns lag mit 96,8 (96,4) % daher etwa
auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis lag bei 1.962 (2.037) Mio. EUR und damit um 3,7 % unter
dem der Vorjahresperiode. Hier schlugen u. a. der Wegfall eines Sondereffekts in der
Personen-Rückversicherung aus der Vorjahresperiode und niedrigere Depotzinsen zu Buche
- ebenfalls vornehmlich aus der Personen-Rückversicherung. Der kräftige Anstieg des
außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses, u. a. aus dem Verkauf unserer Beteiligung
am Asset Manager C-QUADRAT, konnte das geringere ordentliche Ergebnis nicht kompensieren.
Die Konzern-Kapitalanlagerendite lag im ersten Halbjahr 2016 bei 3,5 (3,8) %. Sie
lag damit etwas niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres; unser gestecktes
Ziel einer Rendite über 3,0 % für das Gesamtjahr 2016 haben wir aber im ersten Halbjahr
übertroffen. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,8 % auf 1.064 (1.015) Mio. EUR dank eines
starken Anstieg des EBITS im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland;
das Vorjahr war dabei geprägt von der vollständigen Abschreibung des Geschäfts- oder
Firmenwerts auf das Lebensversicherungsgeschäft dieses Geschäftsbereichs. Das Konzernergebnis
- das Ergebnis abzüglich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - stieg um
gut 29 % auf 401 (311) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag mit 9,5 (7,8) % über
dem Wert von mehr als 8,5 %, den wir für das Gesamtjahr 2016 prognostizieren. ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE IM KONZERNDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen
Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall-
und Lebensversicherung -, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung,
Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang
informieren wir im Anhang dieses Berichts im Kapitel "Segmentberichterstattung". INDUSTRIEVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs beliefen sich zum 30. Juni 2016
auf 2,7 (2,6) Mrd. EUR und stiegen leicht um rund 3,1 % (währungsbereinigt um 4,1
%). Deutliche Beitragssteigerungen konnten insbesondere die ausländischen Niederlassungen
der HDI Global SE in Frankreich und in Großbritannien erzielen. Darüber hinaus trug
die brasilianische Tochtergesellschaft HDI Global s. A. positiv zum Beitragswachstum
bei. Die Selbstbehaltsquote im Geschäftsbereich liegt mit 52,7 (52,7) % auf dem Niveau
des Vorjahres. Den erhöhten Abgaben an externe Rückversicherer in der Sparte Feuer
steht ein geringerer Aufwand für Wiederauffüllungsprämien gegenüber. Die verdienten
Nettoprämien stiegen entsprechend der Bruttoentwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 6,1 % auf 1.083 (1.021) Mio. EUR. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Nettoergebnis im Geschäftsbereich verbesserte sich auf
25 (13) Mio. EUR. Die Nettokostenquote lag mit 21,7(21,4) % wachstumsbedingt leicht
über dem Vorjahreswert. Zudem führt eine Umstellung der Rückversicherungsordnung bei
der Tochtergesellschaft HDI-Gerling Verzekeringen N.V. auf eine vermehrt nicht-proportionale
Deckung zu höheren Nettoprovisionen. Die Schadenquote (netto) verbesserte sich durch
eine geringere Großschadenbelastung auf 76,1 (77,4) %. Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote
des Geschäftsbereichs Industrieversicherung betrug 97,8(98,7) %. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis verringerte sich um -3,5 % auf 109 (113) Mio. EUR. Das gesunkene
Zinsniveau für Neu- und Wiederanlagen konnte zwar durch höhere Erträge aus Private-Equity-Vehikeln
überkompensiert werden; allerdings wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei der
HDI Global SE insgesamt weniger Realisate aus dem Verkauf von Kapitalanlagen generiert. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt aufgrund der vorgenannten Entwicklungen
mit 143 (142) Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis beläuft sich
auf 91 (97) Mio. EUR. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDSeit dem zweiten Quartal 2016 steuert der Talanx-Konzern den Geschäftsbereich Privat-
und Firmenversicherung Deutschland nach den Segmenten Schaden/Unfall- und Lebensversicherung
und berichtet entsprechend über die Entwicklung dieser beiden Segmente. SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses MARKTENTWICKLUNGIn der Schaden/Unfallversicherung kann für das aktuelle Jahr von einer anhaltend positiven
Entwicklung ausgegangen werden. Die Beitragssteigerung dürfte insgesamt etwa 2,6 %
ausmachen. Sowohl in der Kraftfahrzeugversicherung (+3,2 %) als auch in der privaten
Sachversicherung (+3,0 %) wird mit ähnlichen Beitragssteigerungen gerechnet. PRÄMIENVOLUMEN UND NEUGESCHÄFTIm Segment Schaden/Unfallversicherung gingen die gebuchten Beitragseinnahmen leicht
um 0,9 % auf 980 Mio. EUR zurück. Die geringeren Beitragseinnahmen waren auf den Bestandsabrieb
im Kraftfahrtgeschäft zurückzuführen. Insgesamt erhöhte sich aufgrund des Beitragsrückgangs
im Lebensgeschäft der Anteil der Schaden/Unfallversicherer am gesamten Geschäftsbereich
Privat- und Firmenversicherung Deutschland auf 29,3 (26,9) %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISIm laufenden Geschäftsjahr verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis von
-8 Mio. EUR auf -32 Mio. EUR. Verantwortlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen
höhere Zukunftsinvestitionen im Rahmen der Umsetzung des Investitions- und Modernisierungsprogramms
in Höhe von 17 Mio. EUR und der Anstieg der Schadenbelastung aus Naturkatastrophen
um 9 Mio. EUR. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis blieb mit 47 (49) Mio. EUR stabil. OPERATIVES ERGEBNISDas EBIT lag mit -17 (30) Mio. EUR unter dem Vorjahreszeitraum. Hier wirkten sich
die Zukunftsinvestitionen im Rahmen des Investitions- und Modernisierungsprogramms
in Höhe von insgesamt 36 Mio. EUR (inkl. Restrukturierungskosten, davon 19 Mio. EUR
außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses) und höhere Naturkatastrophenbelastungen
in Höhe von 9 Mio. EUR aus. Entsprechend reduzierte sich die EBIT-Marge auf -2,5 (4,3)
%. LEBENSVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - LEBENSVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN LEBENSVERSICHERUNGscroll
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Operatives Ergebnis (EBIT)/verdiente Nettoprämien MARKTENTWICKLUNGDas laufende Geschäftsjahr wird weiterhin durch anhaltend niedrige und sogar rückläufige
Kapitalmarktzinsen mit einer niedrigen Sparneigung der privaten Haushalte bestimmt.
Aufgrund dieser Umstände wird bis zum Jahresende mit einem Beitragsrückgang in der
Lebensversicherung von etwa 2,0 % gerechnet. Es wird insbesondere mit einem leichten
Rückgang des Neugeschäfts aus laufenden Beiträgen um 2,5 % gerechnet. PRÄMIENVOLUMEN UND NEUGESCHÄFTDas Segment Lebensversicherung verzeichnete im ersten Halbjahr - einschließlich der
Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - einen Beitragsrückgang von
11,7 % auf 2,4 (2,7) Mrd. EUR. Ursächlich hierfür war der planmäßige Rückgang der
Einmalbeiträge aufgrund der Kapitalmarktentwicklung. Die Selbstbehaltsquote im Lebensversicherungsgeschäft
blieb mit 95,6 (95,9) % stabil. Nach Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren
fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge erzielte das Segment
Lebensversicherung um 15,9 % niedrigere verdiente Nettoprämien von 1,8 (2,1) Mrd.
EUR. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international
verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - ging
insbesondere aufgrund des rückläufigen Einmalbeitragsgeschäftes von 236 Mio. EUR auf
202 Mio. EUR zurück. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISIm laufenden Geschäftsjahr verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis mit
-780 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresniveau von -832 Mio. EUR. Es wird u. a. durch
die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer
Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Diesen Aufwendungen stehen
die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen
Ergebnis auszuweisen sind. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis blieb mit 890 (899) Mio. EUR nahezu konstant. Die ordentlichen
Kapitalanlageerträge reduzierten sich aufgrund einer geringeren Wiederanlageverzinsung
um 2,9 % von 788 Mio. EUR auf 765 Mio. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis
verbesserte sich um 12,6 % auf 188 (167) Mio. EUR. Zur Finanzierung der Zinszusatzreserve
nach HGB wurden höhere Realisierungen durchgeführt. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung des Geschäftsbereichs
Privat- und Firmenversicherung Deutschland verbesserte sich auf 73 (-91) Mio. EUR
und erreichte somit eine EBIT-Marge von 4,2 (-4,3) %. Das Vorjahr war gekennzeichnet
von der vollständigen Abschreibung des Goodwills im Lebensgeschäft. GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT - KONZERNERGEBNISDas EBIT für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland stieg
im Berichtszeitraum von -61 Mio. EUR auf 56 Mio. EUR. Das Vorjahr war belastet durch
die vollständige Abschreibung des Goodwills im Lebensgeschäft. Nach Berücksichtigung
von Ertragsteuer, Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen erhöhte sich das Konzernergebnis
auf 24 (-104) Mio. EUR, sodass die Eigenkapitalrendite um 9,2 Prozentpunkte auf 1,8
% stieg. STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTscroll
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENTPRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts
innerhalb des Talanx-Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika
aktiv. In der Region Europa hat sich der Geschäftsbereich mit dem Ziel des Ausbaus
des Bankvertriebsgeschäfts in Italien durch den Kauf der Versicherungsgesellschaften
der italienischen Bankengruppe Gruppo Banca Sella verstärkt. Zum 30. Juni 2016 wurde
über die italienische Tochtergesellschaft HDI Assicurazioni S. p. A. der Erwerb des
Lebensversicherungsunternehmens CBA Vita S. p. A. und dessen Tochtergesellschaft Sella
Life Ltd. (zum 1. Juli 2016 umfirmiert in InChiaro Life DAC) jeweils zu 100 % sowie
der übrigen 49 % der Sachversicherung InChiaro Assicurazioni S. p. A. zum Abschluss
gebracht. An allen drei Unternehmen hält der Konzern nunmehr 100 % der Anteile. PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener
Lebens- und Rentenversicherung) stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 4,0
% auf 2,5 (2,4) Mrd. EUR. Währungsbereinigt hingegen erhöhten sich die Bruttoprämien
gegenüber der Vergleichsperiode um 11,9 %. Die Entwicklung des Prämienvolumens in den beiden Regionen verlief in der Berichtsperiode
unterschiedlich. In der Region Lateinamerika verringerten sich die gebuchten Bruttoprämien
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 % auf 676 Mio. EUR. Währungsbereinigt war ein
Anstieg um 11,2 % zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf die brasilianische HDI Seguros
s. A. zurückzuführen war. Auf die Gesellschaft, die insbesondere in der Kraftfahrtversicherung
tätig ist, entfielen 52 % des in der Region erzielten Prämienvolumens. Die Entwicklung
des brasilianischen Kraftfahrtversicherungsmarktes war im ersten Halbjahr 2016 von
der anhaltenden Wirtschaftskrise des Landes sowie den damit einhergehenden rückläufigen
Neuwagenverkaufszahlen maßgeblich geprägt. Positive Auswirkungen auf die gebuchten
Bruttoprämien der Region hatte Chile, hier sind die per 13. Februar 2015 erworbenen
neuen Gesellschaften im ersten Halbjahr 2016 erstmals mit vollen sechs Monaten enthalten. Demgegenüber war in der Region Europa ein Anstieg der gebuchten Bruttoprämien um 9,4
% auf 1,8 Mrd. EUR zu verzeichnen, vor allem getrieben durch die Lebensversicherungsprämien
bei der italienischen HDI Assicurazioni infolge der positiven Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts
aus dem Bankvertrieb. Damit konnte die rückläufige Prämienentwicklung in Polen mehr
als kompensiert werden, wo sich die verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen,
wie insbesondere die Anfang 2016 eingeführte Vermögensteuer für Banken und Versicherungen,
dämpfend auf den Geschäftsverlauf insbesondere in der Lebensversicherung auswirkten.
Währungsbereinigt betrug das Wachstum des Prämienvolumens in Europa 12,6 %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDie kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften verschlechterte
sich gegenüber der Vergleichsperiode um 1,2 Prozentpunkte auf 96,4 %. Zu dieser Entwicklung
trug vor allem der Anstieg der Schadenquote um 1,0 Prozentpunkte bei. Dieser war im
Wesentlichen zurückzuführen auf höhere Kosten für Ersatzteile sowie Arbeitslöhne -
getrieben durch die Abwertung der lokalen Währungen gegenüber dem US-Dollar - und
die gestiegene Inflation vor allem in Brasilien, Mexiko sowie in der Türkei. Der Anstieg
der Kostenquote des Geschäftsbereichs auf 31,4 (31,1) % resultiert aus der infolge
der Diversifikationsstrategie höheren Abschlusskostenquote. Insgesamt lag das versicherungstechnische Ergebnis des Geschäftsbereiches mit 7 Mio.
EUR um 12 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. KAPITALANLAGEERGEBNISZum Ende des ersten Halbjahres 2016 wurde im Geschäftsbereich mit 153 Mio. EUR ein
gegenüber der Vergleichsperiode um 8,4 % geringeres Kapitalanlageergebnis erzielt.
Dies resultiert vor allem aus dem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufigen
Zinsniveau insbesondere in Polen und Italien mit den im Geschäftsbereich höchsten
Kapitalanlagevolumina. Entsprechend reduzierte sich das ordentliche Kapitalanlageergebnis
des Geschäftsbereichs um 6,5 %. Das erste Halbjahr 2016 war zudem beeinflusst von
einem geringeren außerordentlichen Kapitalanlageergebnis in Italien. Die durchschnittliche
Rendite der selbst verwalteten Kapitalanlagen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 0,7 Prozentpunkte auf 3,6 %. Das Kapitalanlageergebnis enthält das Ergebnis aus
Investmentverträgen in Höhe von 6 (4) Mio. EUR. Bei den Investmentverträgen handelt
es sich um Policen, die nach IFRS einen zu geringen Risikoschutz bieten, um als Versicherungsverträge
klassifiziert zu werden. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDer Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im ersten
Halbjahr 2016 mit 106 Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,5 % geringeres
operatives Ergebnis (EBIT). Während die Region Europa mit 76 (91) Mio. EUR zum operativen
Ergebnis des Segments beitrug, wurden 34 (42) Mio. EUR des EBITS in der Region Lateinamerika
generiert. In Europa war der Rückgang des operativen Ergebnisses vor allem auf die
Belastung aus der neu eingeführten Vermögensteuer in Polen (-10 Mio. EUR) zurückzuführen,
die im übrigen Ergebnis gezeigt wird. In Lateinamerika hingegen resultiert die Abnahme
des EBITS neben negativen Währungskurseffekten insbesondere aus der gegenüber dem
Vorjahreszeitraum verschlechterten kombinierten Schaden-/Kostenquote in Brasilien.
Ein normalisiertes operatives Ergebnis (EBIT), unter Herausrechnung der Währungskurseffekte
und der neu eingeführten Vermögensteuer in Polen, liegt trotz schwierigen Marktumfelds
auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis nach Minderheiten verringerte sich um 16,9
% auf 64 (77) Mio. EUR. Infolgedessen sank die Eigenkapitalrendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 1,7 Prozentpunkte auf 6,4 %. WEITERE KENNZAHLENSEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTENscroll
SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONENscroll
SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTscroll
GESCHÄFTSENTWICKLUNGIm Segment Schaden-Rückversicherung hält der intensive Wettbewerb an; das Angebot
für Rückversicherungsdeckungen übersteigt weiter deutlich die Nachfrage. Regional
betrachtet waren einzelne größere Schadenereignisse zu verzeichnen; eine grundsätzliche
Marktverhärtung konnten sie jedoch nicht herbeiführen. Nach wie vor sind die gute
Kapitalisierung der Zedenten, mit der sie mehr Risiken im Selbstbehalt belassen können,
sowie die zusätzlichen Kapazitäten aus dem Markt für Katastrophenanleihen (ILS) -
besonders im US-Naturkatastrophengeschäft - Faktoren, die zu einem anhaltenden Druck
auf die Preise und Konditionen führen. In der Vertragserneuerungsrunde zum 1. April haben wir angesichts unserer breiten
Diversifizierung trotzdem zufriedenstellende Ergebnisse erzielen können. Zu diesem
Zeitpunkt wird traditionell das Geschäft in Japan erneuert, und es stehen zudem volumenmäßig
kleinere Vertragsverlängerungen für die Märkte Australien, Neuseeland, Korea und Nordamerika
an. Zwar war der Preisverfall in einigen Märkten bzw. Segmenten spürbar, dennoch konnten
wir angesichts unseres selektiven Underwritings und der Konzentration auf unser Bestandsgeschäft
eine immer noch gute Profitabilität für unser Portefeuille sichern. In einigen Bereichen
konnten auch wieder attraktive Geschäftsmöglichkeiten wahrgenommen werden, sodass
das Prämienvolumen für das zum 1. April erneuerte Portefeuille um 9 % anstieg. PRÄMIENENTWICKLUNGDie gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung gingen zum 30. Juni
2016 um 6,9 % auf 4,6 (5,0) Mrd. EUR zurück. Bei konstanten Währungskursen hätte der
Rückgang 5,6 % betragen. Der Selbstbehalt fiel gegenüber der Vorjahresperiode auf
88,2 (89,6) %. Die verdienten Nettoprämien gingen leicht auf 3,8 (3,9) Mrd. EUR zurück;
auf währungskursbereinigter Basis blieben sie mit 3,9 Mrd. EUR konstant. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDeutlich intensiver als in der Vergleichsperiode war der Großschadenverlauf, insbesondere
für das zweite Quartal. Hier lagen die Belastungen merklich über unserem Quartalserwartungswert
von 167 Mio. EUR. Allerdings konnten wir von Schadenreserven aus dem nicht benötigten
Großschadenbudget für das erste Quartal profitieren. Die Nettobelastung für das erste
Halbjahr betrug insgesamt 353 Mio. EUR; im Vorjahr waren es nur 197 Mio. EUR. Teuerster
Einzelschaden waren die verheerenden Brände im kanadischen Bundesstaat Alberta mit
132 Mio. EUR. Das schwere Erdbeben in Ecuador schlug mit 57 Mio. EUR zu Buche. Zudem
waren mehrere kleinere Naturkatastrophenereignisse und von Menschen verursachte Schäden
zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der erhöhten Schadenbelastung ging das versicherungstechnische
Ergebnis für das Segment Schaden-Rückversicherung leicht um 1,2 % auf 165 (167) Mio.
EUR zurück; es liegt aber immer noch auf einem akzeptablen Niveau. Die kombinierte
Schaden-/Kostenquote stellt sich mit 95,4 (95,4) %) positiv dar und liegt im Rahmen
unseres Ziels, unterhalb von 96 % zu bleiben. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Ergebnis aus Kapitalanlagen im Segment Schaden-Rückversicherung ist leicht rückläufig,
es fiel um 1,4 % auf 431 (437) Mio. EUR. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) zum 30. Juni 2016 des Segments Schaden-Rückversicherung
ging um 5,8 % auf 580 (616) Mio. EUR zurück. Die EBIT-Marge lag mit 15,1 (15,8) %
wiederum über unserem Zielwert von mindestens 10 %. Das Konzernergebnis reduzierte
sich auf 187 (206) Mio. EUR. PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Operatives Ergebnis (EBIT)/verdiente Nettoprämien STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTscroll
GESCHÄFTSENTWICKLUNGMit der Entwicklung des Geschäfts im Segment Personen-Rückversicherung für das erste
Halbjahr 2016 sind wir insgesamt zufrieden. Nach einem sehr guten ersten Quartal entsprach
auch das zweite Quartal unseren Erwartungen. In Deutschland wiesen zehnjährige Bundesanleihen erstmalig eine negative Rendite auf.
Außerdem wurde die Absenkung des Höchstrechnungszinses für kapitalbildende Lebens-
und Rentenversicherungen auf 0,9 % zum 1. Januar 2017 offiziell angekündigt. Diese Entwicklungen verdeutlichen die anhaltend schwierige Situation im deutschen
Lebensversicherungsmarkt. Die Lebenserstversicherer sind mehr und mehr gezwungen,
ihre Produktpalette anzupassen, um Lebensversicherungen weiterhin attraktiv gestalten
zu können. Durch individuelle Rückversicherungslösungen versuchen wir, unsere Kunden
effizient zu unterstützen. Auch in den übrigen Märkten Nord- und Westeuropas waren die Bedingungen unverändert
herausfordernd. Unter diesen Voraussetzungen sind wir mit der Entwicklung unseres
Geschäfts zufrieden. Unsere Erwartungen wurden in den osteuropäischen Märkten ebenfalls
erfüllt, und wir schätzen die Geschäftschancen für die zweite Jahreshälfte positiv
ein. In den asiatischen Märkten sind die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr heterogen.
Japan beispielsweise sieht sich - ähnlich wie Deutschland - mit einer alternden Bevölkerung
und einem Niedrigzinsumfeld konfrontiert. In China nehmen die lokalen regulatorischen
Anforderungen im (Rück-)Versicherungssektor weiter zu. In Malaysia hingegen spiegelt
die Einführung eines neuen Lifestyle-Versicherungskonzepts die dynamische Entwicklung
des Marktes wider. Auch in Indien entwickelt sich das Geschäft erfreulich. Als innovativer
Rückversicherer haben wir Produktlösungen im Bereich Critical Illness erfolgreich
zum Abschluss gebracht, die individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt
sind. Im Bereich Langlebigkeit nehmen die internationalen Aktivitäten weiter zu. Dies liegt
zum einen am global fortschreitenden demografischen Wandel und dem steigenden Bewusstsein,
sich für das Alter absichern zu müssen. Zum anderen besteht aber auch bei immer mehr
Versicherern und Pensionskassen Bedarf an Rückversicherungslösungen für ihre Langlebigkeitsportefeuilles.
In Großbritannien ist die Situation im Markt unverändert kompetitiv. Hier haben wir
allerdings mit unserer langjährigen Expertise und Datenbasis einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil,
sodass wir in der zurückliegenden Berichtsperiode eine durchaus zufriedenstellende
Entwicklung verzeichnen konnten. Das Ergebnis unseres US-amerikanischen Mortalitätsgeschäfts ist bedingt durch einzelne
Effekte in unterschiedlichen Geschäftsblöcken in der zurückliegenden Berichtsperiode
hinter den Erwartungen geblieben. Im Bereich Financial Solutions hingegen hat sich
das Geschäft besser als geplant entwickelt. Darüber hinaus hat das Health-and-Special-Risk-Geschäft
die Erwartungen übertroffen und trägt erfreulich positiv zu einem in der Summe soliden
Ergebnis unseres US-amerikanischen Geschäfts bei. PRÄMIENENTWICKLUNGZum 30. Juni 2016 haben wir ein Bruttoprämienvolumen in Höhe von 3,7 (3,6) Mrd. EUR
erzielt, was einem Zuwachs von 1,2 % entspricht. Bei unveränderten Währungskursen
hätte das Wachstum 4,2 % betragen. Der Selbstbehalt ist auf 91,8 (86,5) % angestiegen.
Die verdienten Nettoprämien sind um 6,5 % auf 3,3 (3,1) Mrd. EUR gestiegen. Bei konstanten
Währungskursen hätte der Zuwachs sogar 9,7 % betragen. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitelanlageergebnis hat sich in der abgelaufenen Berichtsperiode um 12,3 % auf
321 (366) Mio. EUR reduziert, wobei das Vorjahresergebnis durch einen einmaligen Sondereffekt
in Höhe von 39 Mio. EUR geprägt war. Die bei unseren Zedenten hinterlegten Depots
lieferten ein Ergebnis in Höhe von 164 (187) Mio. EUR. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) im Segment Personen-Rückversicherung erreichte zum 30.
Juni 2016 einen Wert von 174 (194) Mio. EUR. Dies bedeutet einen Ergebnisrückgang
im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10,3 %. Das Financial-Solutions- und Longevity-Geschäft
erzielte eine EBIT-Marge von 7,3 %. Der Zielwert von 2 % wurde somit deutlich übertroffen.
Das Mortality- und Morbidity-Geschäft erzielte eine EBIT-Marge in Höhe von 4,3 % und
lag damit unter der anvisierten EBIT-Marge von 6 %. Das Konzernergebnis betrug 63
(69) Mio. EUR. KONZERNFUNKTIONEN
Die Talanx Asset Management GmbH hat ihren 25,1-prozentigen Anteil am Asset Manager
C-QUADRAT Investment AG an die Cubic Limited verkauft. Durch die Veräußerung der Aktien
ist ein IFRS-Gewinn nach Steuern von rund 26 Mio. EUR entstanden. Die Anteile wurden
zum Preis von 42,00 EUR je Aktie verkauft; im Jahr 2010 hatte Talanx sie zum Preis
von 12,60 EUR je Aktie erworben. Die langjährige erfolgreiche Kooperation beider Unternehmen
soll fortgesetzt werden. RÜCKVERSICHERUNGSSPEZIALISTEN IM KONZERNIm Segment Konzernfunktionen weisen wir seit 2013 versicherungstechnisches Geschäft
aus, das über unsere Tochtergesellschaft Talanx Reinsurance (Ireland) Ltd. gezeichnet
wird. Mit dieser gruppeninternen Rückversicherung streben wir eine Erhöhung des Selbstbehalts
sowie eine Optimierung der Kapitalauslastung an. Das von Talanx Re (Ireland) gezeichnete
konzerninterne Geschäft wird teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet,
um Diversifikationsvorteile im jeweiligen Segment zu nutzen. Im Segment Konzernfunktionen
weisen wir darüber hinaus jenes Geschäft aus, das zusätzliche segmentübergreifende
Diversifikationsvorteile beinhaltet. Im ersten Halbjahr 2016 betrugen die gebuchten
Bruttoprämien aus diesem Geschäft 22 (27) Mio. EUR; sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben
der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland
sowie Privat- und Firmenversicherung International. Aus diesem Geschäft wies die Talanx
Re (Ireland) für das Segment Konzernfunktionen im ersten Halbjahr 2016 ein operatives
Ergebnis von 4 (6) Mio. EUR aus. Die Talanx Reinsurance Broker GmbH befindet sich zu 100 % im Eigentum der Talanx AG
und übernimmt für Konzernzedenten die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses
Rückversicherung. Im Rahmen unserer Segmentverteilung wird seit dem Jahr 2015 das
Ergebnis den geschäftsabgebenden Segmenten vollständig wieder zugerechnet. KAPITALANLAGESPEZIALISTEN IM KONZERNDie Talanx Asset Management GmbH betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ampega
Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen
der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen
wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Der Beitrag der beiden Gesellschaften
und der Talanx Immobilien Management GmbH in Summe zum operativen Ergebnis im Segment
betrug im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 48 (30) Mio. EUR. Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und
Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im
Vordergrund stehen das Portfolio-Management und die Administration von Kapitalanlagen
für konzernexterne Kunden. Der Nettoabsatz der Fondsbranche blieb im ersten Halbjahr
2016 unter dem Niveau des für die Investmentindustrie so erfolgreichen Vorjahres.
Die Kursrückschläge an den internationalen Börsen vom Jahresanfang und die Verunsicherung
der Anleger über die Folgen des Brexits führten vor allem im Geschäftsfeld der Publikumsfonds
zu schwächeren Absatzergebnissen. Das Gesamtvolumen des von Ampega verwalteten Vermögens stieg im ersten Halbjahr 2016
um 6,7 % auf 20,6 (19,3) Mrd. EUR. Davon wurde in etwa die Hälfte, nämlich 10,4 (9,5)
Mrd. EUR, im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate
betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 5,2 (4,2) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden
und mit 5,1 (5,5) Mrd. EUR auf das Privatkundengeschäft. Letzteres wird sowohl über
konzerneigene Vertriebswege und Produkte, wie die fondsgebundene Lebensversicherung,
angeboten als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen erhöhte sich im ersten Halbjahr
2016 auf 27 (9) Mio. EUR, insbesondere aufgrund des Verkaufs des 25,1-prozentigen
Anteils an der C-QUADRAT Investment AG. Das im ersten Halbjahr 2016 auf die Aktionäre
der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment betrug -23 (-38) Mio.
EUR. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEVERMÖGENSLAGE
VERMÖGENSSTRUKTURscroll
WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER VERMÖGENSSTRUKTURDie Erhöhung unserer Bilanzsumme um 5,2 Mrd. EUR auf 157,9 Mrd. EUR ist in erster
Linie auf den Zuwachs des Kapitalanlagebestands (+2,1 Mrd. EUR) bei gleichzeitigem
Anstieg der Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten
klassifiziert werden (+1,8 Mrd. EUR) zurückzuführen. Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte von 2,0 (2,0) Mrd. EUR
entfallen einerseits mit 930 (953) Mio. EUR auf sonstige immaterielle Vermögenswerte
(einschließlich PVFP), andererseits sind aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte mit
1.033 (1.037) Mio. EUR enthalten. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden
im Konzern zu 100 % bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der
auf den Konzern entfallende Anteil an den sonstigen immateriellen Vermögenswerten
wie folgt dar: NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER UND VERSICHERUNGSNEHMERANTEILscroll
KAPITALANLAGEENTWICKLUNGDer gesamte Kapitalanlagebestand nahm im Laufe des ersten Halbjahres 2016 um 1,8 %
zu und betrug 117,7 Mrd. EUR. Der Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen stieg
um 4,3 % auf 105,1 Mrd. EUR. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen
ist vorrangig marktbedingt sowie weiterhin durch die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen
Geschäft begründet, die im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben
angelegt wurden. Darüber hinaus sind in den selbst verwalteten Kapitalanlagen Bestände
der neuen italienischen Gesellschaft CBA Vita per 30. Juni 2016 in Höhe von 915 Mio.
EUR enthalten. Der Bestand an Investmentverträgen ist hingegen von 2,2 Mrd. EUR auf
1,1 Mrd. EUR zurückgegangen. Bei diesem Rückgang handelt es sich um eine Umklassifizierung
der Bestände der Life Towarzystwo Ubezpieczeń Życie S. A. in die Vermögenswerte von
Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden. Gemildert
wurde der Rückgang mit einem Zuwachs an Investmentverträgen der InChiaro Life Designated
Activity Company (InChiaro Life DAC). Zu weiteren Informationen hinsichtlich der erstmaligen
Konsolidierung der CBA Vita S. p. A. (CBA Vita) und der InChiaro Life DAC verweisen
wir auf unsere Ausführungen im Anhang; Kapitel "Konsolidierung". Die Depotforderungen
sanken um 8,1 % auf 11,6 Mrd. EUR. Auch im ersten Halbjahr 2016 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste
Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen
Kapitalanlagestruktur im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag
aus dieser Anlageklasse betrug 1,4 Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr weitestgehend
reinvestiert. Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote) lag zum Quartalsende
bei 1,5 (1,2) %. ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN IN %
![]() ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSENscroll
1)
Derivate nur mit positiven Marktwerten FESTVERZINSLICHE WERTPAPIEREDer Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen)
stieg im ersten Halbjahr 2016 um 4,4 Mrd. EUR an und betrug zum Halbjahresende 94,9
Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 81 %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen,
weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen
Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen
und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf. Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere", deren Volatilität sich
im Eigenkapital niederschlägt, sind mit 63,7 Mrd. EUR und 67 % des Gesamtbestands
des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere weiter angestiegen (+4,4 Mrd. EUR). Dabei
wurde hauptsächlich in Pfandbriefen und Unternehmensanleihen investiert. Die Bewertungsreserven
- also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - sind aufgrund des weiter
gesunkenen Zinsniveaus für lange Laufzeiten seit dem Jahresende 2015 von 2,9 Mrd.
EUR auf 5,6 Mrd. EUR gestiegen. In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" werden im Wesentlichen Staatspapiere oder
ähnlich sichere Papiere gehalten. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin Pfandbriefe
dar. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie "Darlehen
und Forderungen" betrug zum Halbjahresende 30,0 Mrd. EUR und stellt damit 31 % des
Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen dar. Die nicht
bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen" (inklusive Hypotheken-
und Policendarlehen) erhöhten sich von 4,9 auf 6,2 Mrd. EUR. Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden 2016
weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag
betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 37,5 Mrd. EUR. Dies entspricht einem
Anteil von 39 % am Gesamtbetrag der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen. RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERE IN %
![]() Der Talanx-Konzern verfolgt eine konservative Anlagepolitik. So besitzen 77 % der
Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse
A. Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem
Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Markwertbasis 3,6 Mrd.
EUR und entspricht einem Anteil von 3,4 % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Die Macaulay-Duration des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere
im Talanx-Konzern betrug 8,1 (7,7) Jahre zum 30. Juni 2016. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert
die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 20 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio.
Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund und australischen Dollar
gehalten, die in Summe 5 % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil innerhalb
der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Fremdwährungen zum 30. Juni 2016 beträgt
32 %. AKTIEN UND AKTIENFONDSDie saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände
(ohne "Übrige Kapitalanlagen") verringerten sich um 11 Mio. EUR und betragen nunmehr
114 Mio. EUR. IMMOBILIEN INKLUSIVE ANTEILE AN IMMOBILIENFONDSZum Stichtag beträgt der Bestand an fremd genutzten Immobilien 2,2 Mrd. EUR. Hinzu
kommen 789 Mio. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie
"Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremd genutzten Immobilienbestand
in Höhe von 21 Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen nicht an.
Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 2 Mio. EUR. Diesen Abschreibungen
standen Zuschreibungen in vernachlässigbarer Höhe gegenüber. Die Immobilienquote einschließlich der Investments in Immobilienfonds beträgt unverändert
3 %. INFRASTRUKTURINVESTMENTSIm Bereich der Infrastrukturinvestitionen wurde in den vergangenen Jahren ein diversifiziertes
Portfolio an Eigen- und Fremdkapitalinvestments aufgebaut. Im zweiten Quartal wurde
dieses Portfolio u. a. um zwei Fremdkapitaltransaktionen und eine Transaktion im Mezzaninebereich
ergänzt. Bei den Fremdkapitaltransaktionen handelt es sich um einen Solarpark in Brandenburg
und ein Portfolio an Primary-Care-Centern in Irland. Bei dem Mezzaninekapital-investment
handelt es sich um eine Fremdkapitalfinanzierung mit strukturellem Nachrang für einen
Onshore-Windpark. Das Investitionsvolumen beträgt aktuell rund 1,4 Mrd. EUR. Bis Ende 2017 streben wir
ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 2 Mrd. EUR an. Potenzielle weitere Anlageopportunitäten
sehen wir insbesondere im Bereich der Transport- und sozialen Infrastruktur sowie
in der Netzinfrastruktur. KAPITALANLAGEERGEBNISENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSESscroll
Das Kapitalanlageergebnis des ersten Halbjahres betrug 1.962 (2.037) Mio. EUR und
liegt trotz des Niedrigzinsumfeldes nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Die annualisierte
Kapitalanlagerendite des selbst verwalteten Kapitalanlagebestandes ging leicht auf
3,5 (3,8) % zurück. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge betrugen zum Halbjahresende 1.639 (1.700) Mio.
EUR. Unter Herausrechnung des Sondereffektes aus der Personen-Rückversicherung im
Vorjahr von 39 Mio. EUR blieben sie nahezu konstant. Das sinkende Kapitalmarktzinsniveau
führte zu einem Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren
von 3,3 %, dieser liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,6 %. Die hierin enthaltenen
laufenden Erträge aus Zinsen lagen bei 1,4 Mrd. EUR und bilden weiterhin den wesentlichen
Bestandteil des Ergebnisses. Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
insgesamt unter dem Vorjahresniveau und betrug in Saldo 330 (344) Mio. EUR. Die positiven
Realisate resultieren aus der regelmäßigen Portfolioumschichtung in allen Segmenten
und zusätzlich aus der Anforderung zur Hebung von stillen Reserven zur Finanzierung
der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen und Pensionskassen. Zudem haben
wir unser Private-Equity-Portfolio durch den Verkauf älterer Engagements bereinigt. Im Vergleich zum Vorjahr waren im ersten Halbjahr dieses Jahres per saldo höhere Abschreibungen
erforderlich. Diese betragen unter Berücksichtigung der Zuschreibungen insgesamt 106
(96) Mio. EUR. Davon entfielen auf den Bereich der Aktien aufgrund niedrigerer Kurse
auch infolge der Brexit-Entscheidung 51 (8) Mio. EUR. Das unrealisierte Ergebnis verbesserte sich per saldo von 0 Mio. EUR auf 44 Mio. EUR.
Der Anstieg ist wesentlich auf Marktwertveränderungen eines entbündelten Derivates
(Segment Personen-Rückversicherung) infolge der Auswirkungen des Brexit-Votums auf
das Zinsniveau des britischen Pfunds zurückzuführen. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen belief sich auf 167 (189) Mio.
EUR. KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN/GESCHÄFTSBEREICH1)IN MIO. EUR
![]() 1)
Nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten FINANZLAGEANALYSE DER KAPITALSTRUKTUR
KAPITALSTRUKTUR IM MEHRJAHRESZEITRAUMscroll
WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER KAPITALSTRUKTURInsgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen in Relation zur Vergleichsperiode
um 4,5 % bzw. 4,4 Mrd. EUR auf 103,2 (98,8) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel
mit 1,6 Mrd. EUR auf Deckungsrückstellungen und mit 1,7 Mrd. EUR auf die Rückstellungen
für Beitragsrückerstattungen. Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem
Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen,
aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 88,5 (87,1) %; es bestand
eine Überdeckung der Rückstellung von 13,5 (14,6) Mrd. EUR. EIGENKAPITALENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSIn der abgelaufenen Berichtsperiode hat sich das Eigenkapital um 540 Mio. EUR (+4,0
%) auf 13.971 (13.431) Mio. EUR erhöht. Der Konzernanteil (Eigenkapital ohne Anteile
nicht beherrschender Gesellschafter) belief sich auf 8.653 (8.282) Mio. EUR. Der Anstieg
um 371 Mio. EUR (+4,5 %) ist auf das Periodenergebnis zurückzuführen, das in Höhe
von 401 (311) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen
eingestellt wurde, sowie auf die Erhöhung der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile
(übrige Rücklagen) gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 309 Mio. EUR auf 798 Mio. EUR.
Gleichzeitig hatte die Dividendenzahlung in Höhe von 329 Mio. EUR an die Aktionäre
der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums eine gegenläufige Wirkung. Die Entwicklung der übrigen Rücklagen (+309 Mio. EUR) ist hauptsächlich durch zwei
sich teilweise aufhebende Effekte begründet. Zum einen ist der deutliche Anstieg der
nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen um 1.831 Mio. EUR auf 4.274 (2.443)
Mio. EUR für die Erhöhung der übrigen Rücklagen ursächlich und ist vor allem durch
Kurserhöhungen bei Unternehmens- und Staatsanleihen aufgrund des weiter gesunkenen
Zinsniveaus für lange Laufzeiten begründet. Zum anderen hat der Rückgang der übrigen
Eigenkapitalveränderungen um -1.609 Mio. EUR auf -3.976 (-2.367) Mio. EUR diesen Effekt
größtenteils aufgehoben. Ein wesentlicher Teil dieser Veränderung entfällt mit -1.343
Mio. EUR auf Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer / Shadow Accounting (insbesondere
Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Kursgewinnen der Kapitalanlagen) und mit
-264 Mio. EUR auf die Erhöhung der Pensionsrückstellungen (bedingt hauptsächlich durch
den weiteren Zinsrückgang für lange Laufzeiten). Ferner erhöhte sich die Rücklage
aus Cashflow-Hedges bedingt durch die Zinsentwicklung um 152 Mio. EUR auf 508 Mio.
EUR. Die kumulierten Gewinne/ Verluste aus der Währungsumrechnung haben sich hingegen
infolge der Wechselkursentwicklungen von Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 65 Mio.
EUR auf -8 Mio. EUR verringert. Der Rückgang ist insbesondere durch die Abwertung
des polnischen Zloty, des mexikanischen Peso, des britischen Pfunds und eine leichte
Abwertung des US Dollars gegenüber dem Euro begründet und wurde hauptsächlich durch
die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro teilweise aufgefangen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich leicht
um 169 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg um 3,3 % - auf 5.318 Mio. EUR. Der
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenüberschuss beläuft sich auf
287 (319) Mio. EUR. Die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter in Höhe
von 348 (336) Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern. ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSscroll
DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE1) EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERscroll
Der Geschäftsbereich Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck
des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Die Talanx AG nimmt als Konzernholding die
Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften
in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen
in Höhe von 1.271 (1.069) Mio. EUR, begebene Anleihen in Höhe von 1.065 (1.065) Mio.
EUR sowie Steuerrückstellungen in Höhe von 98 (112) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen
in der Bilanz der Talanx AG neben liquiden Vermögenswerten vor allem die Beteiligungswerte
an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige
Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden. ANALYSE FREMDKAPITALDie gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 2,0 (1,9) Mrd. EUR.
Im zweiten Quartal 2016 wurde im Rahmen des Erwerbs der CBA Vita ein nachrangiges
Darlehen über 27 Mio. EUR aufgenommen. Des Weiteren wird in diesem Zusammenhang erstmals
eine 2010 durch die CBA Vita begebene nachrangige Anleihe in Höhe von 14 Mio. EUR
ausgewiesen. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen
zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 8 "Nachrangige Verbindlichkeiten". Im zweiten Quartal 2016 wurde eine syndizierte Kreditlinie über 700 Mio. EUR durch
eine Kreditlinie über 250 Mio. EUR zu verbesserten Konditionen und mit einer Laufzeit
von fünf Jahren abgelöst. Es bestehen somit per 30. Juni 2016 zwei syndizierte variabel
verzinsliche Kreditlinien über einen Nominalbetrag von 800 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag
sind diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehenden syndizierten
Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten
Change of Control kommt, d. h., wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde
andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie
V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder
des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Darüber hinaus haben sich die begebenen
Anleihen und Darlehen im Wesentlichen in Folge eines Anstiegs bei den Darlehen zur
Finanzierung von Infrastrukturprojekten um 59 Mio. auf 1.500 Mio. erhöht. Weiterführende
Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel: "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der
Konzernbilanz", Anmerkung 10 "Begebene Anleihen und Darlehen". WEITERE BERICHTE UND ERKLÄRUNGENRISIKOBERICHTChancen- und Risikomanagement betrachten wir als eine unserer zentralen Aufgaben.
Als international operierender Konzern, der Dienstleistungen im Bereich Versicherungen
und Finanzen anbietet, gehen wir eine Vielzahl von geschäftlichen Risiken ein, die
untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Die Überwachung
und Steuerung unserer Risikoposition ist eine zentrale Aufgabe der Talanx AG. Dabei
ist das Ziel, existenzbedrohende Entwicklungen zu vermeiden und gleichzeitig sich
bietende Chancen wahrzunehmen. Die Erkenntnisse aus unserem Risikomanagement-System geben jederzeit Überblick über
die aktuelle und erwartete künftige Gesamtrisikolage unseres Konzerns. Sie bilden
einen integralen Bestandteil bei der Entscheidungsfindung auf allen Managementebenen,
da sie eine umfassende und systematische Abwägung der sich bietenden Chancen und der
damit verbundenen Risiken ermöglichen. Das Talanx-Risikomanagement setzt zur Risikoidentifikation, -quantifizierung und -steuerung
sowie zur Ermittlung des benötigten Risikokapitals angemessene Simulationsmodelle
und Prozesse ein, die auf anerkannten und dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechenden
Methoden basieren. Die Risikostrategie, zentral definierte Richtlinien, Methoden und
Verfahren sowie Limite und Schwellenwerte dienen als Rahmen für die Überwachung und
Berichterstattung. Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie formuliert
die Ziele und Strukturen des Risikomanagements. Gekoppelt an die wertorientierte Steuerung
ist die Risikostrategie integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und
spiegelt sich auch in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider. Wesentlich für ein effizientes Risikomanagement-System ist das Zusammenwirken der
einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen
wie folgt definiert: RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM IM KONZERNscroll
Neben diesen (Risiko-)Funktionen und Gremien sind für gesonderte Themen auch organisatorische
Strukturen implementiert, wie z. B. Krisenstäbe für die Bewältigung von Notfallereignissen
und Krisenfällen. Weitere Informationen zur Struktur des Risikomanagements sind im Konzern-Geschäftsbericht
2015 zu finden. Mit Beginn des Jahres 2016 wird der regulatorische Solvenzkapitalbedarf (SCR) unter
Anwendung eines internen Gruppenmodells (Talanx Enterprise Risk Model, "TERM") für
alle Risiken mit Ausnahme der operationellen Risiken bestimmt. Der HDI V. a. G. als
oberstes Mutterunternehmen hatte für die Gruppe sowie für wesentliche Tochterunternehmen
einen Antrag auf Genehmigung von TERM als das den Standardansatz substituierende partielle
interne Modell gestellt, der mit Schreiben vom 19. November 2015 von der BaFin genehmigt
wurde. Lediglich für operationelle Risiken erfolgt zurzeit noch die Bestimmung des
SCR für regulatorische Zwecke auf Basis der Standardformel. Weiterhin wurde am 1.
April 2016 der Antrag auf Genehmigung der erweiterten Anwendung des partiellen internen
Modells mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für weitere vier Lebensversicherungsgesellschaften
des Konzerns abgegeben. Eine Entscheidung der BaFin wird bis Ende September 2016 erwartet. Die Ergebnisse des internen Modells zum 31. Dezember 2015 und zum 31. März 2016 zeigen
eine hinreichend komfortable Kapitalausstattung des Konzerns. Die aufsichtsrechtlich
gültigen Solvabilitätsanforderungen werden von der Gruppe erfüllt. Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien,
die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 20 orientieren. RISIKOLAGE DES TALANX-KONZERNSscroll
Die Risikoberichterstattung im Zwischenbericht fokussiert im Wesentlichen auf relevante
Veränderungen der Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx-Konzerngeschäftsberichts
2015 eingetreten sind. Auf eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Risikoarten
wird hier unter Verweis auf die Angaben im Geschäftsbericht verzichtet. Das seit einigen Jahren niedrige bzw. aktuell extrem niedrige Zinsniveau - u. a. verursacht
durch die Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise im Euro-Währungsgebiet und die damit
verbundene Niedrigzinspolitik - erhöht das Zinsgarantierisiko deutlich. Im Frühjahr
2016 wurden von der EZB weitere Maßnahmen durchgeführt: Senkung des Leitzinses auf
0,00 %, Verschärfung des Strafzinses für Banken (negative Zinsen), Erhöhung des Volumens
des Anleihekaufprogramms der EZB. Die EZB hat das Ziel, in der Eurozone eine Inflation
von knapp unter 2 % zu erreichen. Im Februar 2016 lag allerdings die Inflationsrate
in der Eurozone bei minus 0,2 % und blieb damit deutlich unter der angestrebten Zwei-Prozent-Marke. Hält das derzeit niedrige Zinsniveau an oder sinkt gar weiter ab, verstärkt sich hieraus
das ohnehin erhebliche Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften
mit klassischen Garantieprodukten immer weiter. Es wird dann zunehmend schwerer, die
Garantieverzinsung zu erwirtschaften, auch wenn der Konzern dieses Zinsgarantierisiko
vor allem durch Zinssicherungsinstrumente sowie eine Verlängerung der Duration auf
der Aktivseite unter maßvoller Beimischung höherrentierlicher Papiere, einschließlich
ausgewählter GllPs-Emissionen, reduziert. Szenarioabhängig könnten zukünftig auch
Kapitalstärkungsmaßnahmen zu erwägen sein. Eine Stärkung der Reserven in Form der
gesetzlich geregelten Zinszusatzreserve findet bereits seit dem Jahr 2011 statt. Zusätzlich
reduziert der Konzern das Zinsgarantierisiko vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen,
ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender
Steuerungsmaßnahmen. Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Talanx-Gruppe existenziell
beeinträchtigen könnten. Das Risikoprofil des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung
Deutschland ist jedoch stark von den Lebensversicherungsgesellschaften abhängig und
wird dabei insbesondere von Kapitalanlagerisiken, hierunter vor allem Zins- und Kreditrisiken,
geprägt. Hieraus ergibt sich eine weiterhin große Herausforderung in Bezug auf die
Risikolage für diesen Geschäftsbereich. Weiterhin stellen Naturkatastrophenrisiken wesentliche Risiken für den Konzern dar.
Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden die Spitzenbelastungen
aus solchen Risiken abgesichert. Damit gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die
Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise besteht weiterhin zumindest
abstrakt ein beachtlicher Grad an Unsicherheit, ob sich diesbezügliche Risiken nicht
zukünftig weiter konkretisieren und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns
nachhaltig beeinträchtigen werden. Beim EU-Mitgliedschaftsreferendum vom 23. Juni 2016 stimmte eine Mehrheit der Abstimmenden
für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (sogenannter "Brexit"). Unklar
ist, wann Großbritannien den Antrag auf Verlassen der EU stellt, was für zusätzliche
Verunsicherung sorgt. Kurzfristig könnte Großbritannien in eine Rezession rutschen.
Die Bank of England bezeichnet den Ausblick für die finanzielle Stabilität Großbritanniens
als "herausfordernd". Langfristig könnte sich die Situation weiter verschlechtern,
wenn die neue Regierung keine vertretbaren Lösungen mit der EU erzielt. Nach der Entscheidung
für den Brexit herrscht Verunsicherung an den Finanzmärkten und in der Politik. Die
Auswirkungen auf die Anlagen der Talanx bewegen sich gemäß unseren Analysen jedoch
im beherrschbaren Rahmen. Als Reaktion auf die Finanzkrise wurde durch die EU mit der Richtlinie 2014/59/EU
zur Festlegung eines Rahmens für die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten
und Wertpapierfirmen (BRRD) die Grundlage für die Beteiligung von Anteilseignern und
Gläubigern an der Rekapitalisierung sanierungsbedürftiger Banken geschaffen ("Bail-in"-Regel).
Österreich hat als erster Mitgliedsstaat die (allein) auf Banken bezogene EU-Vorgabe
mit dem "Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken" (BaSAG) in nationales
Recht umgesetzt. Auf dieser Basis hat die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA
für die Heta Asset Resolution ("Heta") am 1. März 2015 ein Zahlungsmoratorium verhängt.
Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Heta allerdings weder über eine Banklizenz, noch
hatte sie am EZB-Stresstest teilgenommen, weshalb sich die Rechtmäßigkeit des Vorgehens
der FMA allein schon aus diesem Grund gravierenden Zweifeln ausgesetzt sieht. Durch
die - erstmals erfolgte - Anwendung dieser Bail-in-Regeln wurde eine "klassische"
Insolvenz der Heta und damit auch ein Rückgriff auf den Bürgen, das österreichische
Bundesland Kärnten, verhindert. Der Konzern hat eine entsprechende Wertberichtigung
auf sein Zinsträgerportfolio vorgenommen. Für alle betroffenen Gesellschaften/Investmentfonds
wurden juristische Schritte eingeleitet. Nach dem Scheitern eines bis zum 11. März
2016 befristeten Rückkaufangebotes wurde am 10. April 2016 ein Schuldenschnitt durch
die zuständige Aufsichtsbehörde FMA verordnet. Der Schuldenschnitt beträgt für vorrangige
Verbindlichkeiten 54 %. Durch einen solchen Schuldenschnitt wird die Haftung des Bundeslandes
Kärnten aus der gesetzlichen Ausfallbürgschaft ausgelöst. Per 18. Mai 2016 wurde von den großen Gläubigergruppen sowie dem österreichischen
Finanzministerium ein Memorandum of Understanding (MoU) abgeschlossen, das Ergebnis
der Verhandlungen zwischen den Gläubigergruppen und Österreich ist und den Ablauf
einer wirtschaftlichen Lösung der Causa HETA und die Details zum Ausgleich der Forderungen
wie folgt regelt: Das MoU beinhaltet das bereits aus dem ersten Tenderverfahren bekannte
Umtauschangebot mit einem wirtschaftlichen Wert von ca. 90 % (Zerobond, garantiert
von der Republik Österreich, ca. 13,5 Jahre Laufzeit). Die Gläubiger, die das Angebot
annehmen, erhalten nach einer Haltefrist von ca. 60 Tagen die Möglichkeit, innerhalb
einer "Stabilisation Period" von ca. 180 Tagen den Zerobond (d. h. zu ca. 90 % des
Nominals) zu veräußern (zweites Tenderangebot). Damit liegt eine grundsätzliche (rechtlich noch unverbindliche) Einigung zwischen
Österreich und einem Großteil der Gläubiger, die das erste Umtauschangebot abgelehnt
haben, vor (annähernd 50 % der nicht nachrangigen Gläubiger). Zählt man diejenigen
Gläubiger hinzu, die bereits das erste Umtauschangebot angenommen hatten, so bestehen
gute Aussichten auf die Annahme des im MoU vorgesehenen Umtauschangebotes mit der
nach dem Finanzmarktstabilitätsgesetz (FinStaG) erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit.
Allerdings ist bis zu dem für Oktober avisierten Settlement der Transaktion von der
österreichischen Seite noch eine ganze Reihe von Aufgaben zu erledigen - insbesondere
die Abstimmung mit der EU-Kommission -, bis den Gläubigern ein annahmefähiges Umtauschangebot
vorgelegt werden kann. Die Anwendung derartiger Bail-In-Regelungen steht auch im Hinblick auf einen möglichen
Rekapitalisierungsbedarf einiger italienischer Banken zur Diskussion. Das italienische Bankensystem zeichnet sich seit mehreren Jahren durch eine hohe Belastung
an Problemkrediten aus, nicht zuletzt als Konsequenz eines vergleichsweise schwachen
Wirtschaftswachstums. Aktuell werden Lösungsansätze zur Verbesserung der Problemkreditbelastung
italienischer Banken entwickelt. Die Kapitalisierung einiger Institute ist relativ
schwach und erfordert die Bereitstellung zusätzlichen Eigenkapitals durch private
Investoren, im Extremfall könnte ein Heranziehen der Gläubiger (sogenannter "Bail-in",
siehe auch nächster Absatz) erforderlich sein. Bei einigen Tochtergesellschaften der
Talanx-Gruppe besteht ein vergleichsweise hohes Exposure gegenüber italienischen Titeln.
Die Auswirkungen auf die Anlagen der Talanx bewegen sich gemäß unseren Analysen im
beherrschbaren Rahmen. Auch operationelle Risiken sind für den Talanx-Konzern von Bedeutung. Hierunter fassen
wir Risiken, die aus internen Prozessen sowie mitarbeiter- und systembedingten oder
externen Vorfällen entstehen. Dies schließt operationelle Risiken im Rahmen eigentlicher
Versicherungstätigkeit sowie etwa im Rahmen der Kapitalanlage inklusive fondsgebundener
Lebensversicherungspolicen mit ein. Von der Begrifflichkeit umfasst sind auch Rechtsrisiken
und Rechtsänderungsrisiken, inklusive z. B. Datenschutz, Steuerrecht und Kartellrecht.
Strategische Risiken und Reputationsrisiken fallen nicht in diese Risikokategorie. Rechtliche Risiken stellen insbesondere für den Lebensversicherungsbereich des Talanx-Konzerns
bedeutende Risiken dar. Rechtliche Neuerungen, z. B. im Rahmen von IFRS und Solvency
II, werden frühzeitig identifiziert, um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden.
Zudem werden insbesondere Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder
gesetzliche Änderungen, die die Konzerngesellschaften betreffen, eng überwacht. Der Europäische Gerichtshof hatte am 19. Dezember 2013 eine Rechtsfrage geklärt, die
im Zusammenhang mit dem von 1994 bis 2007 für Versicherungsverträge geltenden Policenmodell
steht. Das Gericht erklärte dabei eine seinerzeit geltende gesetzliche Frist (§ 5a
Absatz 2 Satz 4 VVG a. F.) für europarechtswidrig, nach deren Ablauf Versicherungsnehmer
den Versicherungsvertrag nicht mehr widerrufen konnten (zu Einzelheiten siehe Talanx-Konzerngeschäftsbericht
2013). Zu den Rechtsfolgen dieses Urteils hat der BGH am 7. Mai 2014 entschieden und
mit Urteil vom 17. Dezember 2014 bestätigt, dass ein Versicherungsnehmer im Falle
einer unzureichenden Widerspruchsbelehrung bzw. einer unterbliebenen Verbraucherinformation
oder einer unterbliebenen Aushändigung der Versicherungsbedingungen in der Lebensversicherung
das Widerspruchsrecht auch noch nach Ablauf der Jahresfrist des § 5a Absatz 2 Satz
4 VVG a. F. geltend machen kann. Mit einem weiteren Urteil vom 16. Juli 2014 hat der
BGH allerdings klargestellt, dass Versicherungsnehmern, die bei Vertragsabschluss
nach dem Policenmodell ordnungsgemäß belehrt wurden und den Vertrag jahrelang durchgeführt
haben, kein Widerspruchsrecht und dementsprechend auch kein Bereicherungsanspruch
zustehe. Der BGH hat am 15. April 2015 die bislang offene und umstrittene Frage entschieden,
wann die Verjährung von Rückforderungsansprüchen infolge eines Widerspruchs im Policenmodell
nach § 5a VVG a. F. zu laufen beginnt. Er hat sich dabei der Ansicht angeschlossen,
wonach die dreijährige Verjährungsfrist des Bereicherungsanspruchs erst im Jahr der
Ausübung des Widerspruchsrechts beginnt. Der BGH erteilte damit den Ansichten eine
Absage, wonach die Verjährung bereits mit Zahlung der jeweiligen Prämie, jedenfalls
aber mit Klärung der zuvor unklaren Rechtslage durch den BGH am 7. Mai 2014 beginnt
/ begonnen hat. Der Vertrag ist im Falle eines wirksamen Widerspruchs nach bereicherungsrechtlichen
Grundsätzen rückabzuwickeln. Über Einzelheiten hierzu hat der BGH in einem Urteil
vom 29. Juli 2015 entschieden. Der BGH hat bestätigt, dass der Versicherungsnehmer
im Falle eines wirksamen Widerrufs grundsätzlich alle gezahlten Prämien zurückverlangen
kann. Dabei muss er sich jedoch den bis zur Kündigung genossenen Versicherungsschutz
anrechnen lassen. Weitere Kosten des Versicherers, wie etwa Abschluss- und Verwaltungskosten
oder Ratenzahlungszuschläge, kann der Versicherer nicht in Abzug bringen. In dem diesem
Urteil zugrunde liegenden Fall hatte der Versicherer dem Versicherungsnehmer bereits
den Rückkaufswert ausgezahlt. Der BGH bestätigte die Auffassung des Versicherers,
dass sich der Versicherungsnehmer zusätzlich die hierbei an das Finanzamt abgeführte
Kapitalertragsteuer nebst Solidaritätszuschlag als Vermögensvorteil anrechnen lassen
muss. Schließlich stellte der BGH mit Urteil vom 11. November 2015 fest, dass sich der Versicherungsnehmer
im Rahmen der Rückabwicklung eines fondsgebundenen Lebensversicherungsvertrages eine
negative Fondsentwicklung entgegenhalten lassen müsse und der Bereicherungsanspruch
dementsprechend zu mindern sei. Zudem sei in der Regel davon auszugehen, dass der
Versicherer aus den erhaltenen Abschluss- und Verwaltungskosten keine Nutzungen gezogen
habe, sodass Nutzungen tatsächlich nur aus dem Sparanteil der Prämie gezogen werden
können. Zwar sind durch BGH-Rechtsprechung inzwischen einige offene Fragen beantwortet, sodass
sich die Höhe eines Anspruchs des Versicherungsnehmers nach einem wirksamen Widerspruch
besser abschätzen lässt. Allerdings sind immer noch nicht sämtliche Rechtsfragen zur
Wirksamkeit der Belehrung und zur Höhe eines eventuellen Anspruchs geklärt. Dies schließt
eine verlässliche Aussage zur Anzahl der Versicherungsnehmer aus, die einen wirksamen
Widerruf erklären können und wollen. Aufgrund der im Konzern gelebten Belehrungspraxis
wird aber von einer geringen Inanspruchnahme ausgegangen. AUSBLICKWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENIn den kommenden Quartalen erwarten wir eine Fortsetzung der moderaten globalen Expansion.
Wir sehen eine jährliche Wachstumsrate der Weltwirtschaft in ähnlicher Größenordnung
wie in den letzten Jahren von ca. 3 %. Globale Wachstumstreiber sind vor allem die
solide Konsumdynamik in der entwickelten Welt, die Erholung bei den Rohstoffpreisen
und eine stark angeglichene Geldpolitik. Den Brexit erachten wir überwiegend als lokales
europäisches Problem mit geringer globaler Relevanz. Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone sollte sich in den kommenden Quartalen
fortsetzen, auch wenn die Brexit-induzierte Unsicherheit konjunkturelle Spuren hinterlassen
wird. Vor allem Deutschland und die unmittelbaren Nachbarn des Vereinigten Königreichs
dürften über den Handelskanal direkt betroffen sein. Indirekte Implikationen wirken
darüber hinaus auf die gesamte Wirtschaft der Eurozone. Wir erwarten jedoch keine
Eskalation in eine systemische Krise und sehen den Aufschwung aufgrund der breiten
Palette an Wachstumstreibern intakt. Die USA befinden sich auf einem stabilen Wachstumspfad. Die negativen Effekte der
Ölpreiskorrektur für die inländische Ölindustrie und die Belastung des verarbeitenden
Gewerbes durch den starken US-Dollar sind bereits eingepreist. Der US-Arbeitsmarkt
befindet sich mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 % nahe an der Vollbeschäftigung.
Es ist davon auszugehen, dass der private Verbrauch weiterhin der zentrale Wachstumstreiber
bleibt. Die Schwellenländer profitieren von der fundamentalen Erholung der Rohstoffpreise,
der zyklischen Stabilisierung in China sowie von einer global expansiven Geldpolitik.
Hohe makroökonomische Herausforderungen und spezifische Risiken bestehen nach wie
vor. Die Transformation der chinesischen Volkswirtschaft von einem export- und investitionsorientierten
Wachstumsmodell zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft in Kombination mit strukturellen
Problemen - wie die hohe Verschuldung des Privatsektors - dürften auch in den nächsten
Quartalen für Schlagzeilen sorgen. Wir rechnen mit einer weiteren Abschwächung des
Wachstums in China. Der abklingende Disinflationsimpuls aus der Energiepreisentwicklung dürfte in der
nächsten Jahreshälfte zu einem deutlichen Anstieg der globalen Inflationsraten führen.
Strukturell erkennen wir allerdings noch keinen globalen Preisdruck. Die Preisentwicklung
in den USA stellt dabei die Ausnahme dar. Hier erwarten wir strukturelle Inflation
über eine Lohn- und Preisspirale und damit auch eine weitere "Normalisierung" der
Geldpolitik. Der geldpolitische Kurs der EZB dürfte aufgrund niedriger Inflationsraten
und hoher politischer und ökonomischer Unsicherheit und wohl auch politischer Zweckmäßigkeiten
expansiv bleiben. Eine Verlängerung der aktuellen EZB-Maßnahmen halten wir für wahrscheinlich. KAPITALMÄRKTEEine fehlende Wachstumsdynamik in Teilen des Euroraums sowie nach wie vor relevante
geopolitische Risiken bekräftigen die EZB in ihrer Politik. Solange Wachstums- und
Inflationsziele nicht erreicht werden, bleibt es mutmaßlich bei der expansiven Geldpolitik
und den Maßnahmen der EZB. Auch die FED hat in diesem Umfeld erwartete Zinsanhebungen
vorerst aufgeschoben. Dadurch werden die Renditen weiter auf sehr niedrigem, negativem
Niveau erwartet. Die Kreditmärkte bleiben weiter unterstützt. Trotzdem droht Gefahr
in Form steigender Volatilität. Bei Wertpapieren werden lange bis sehr lange Laufzeiten
weiter gefragt sein. Daher sollte sich auch der vorhandene Einengungstrend zwischen
30-jährigen und zehnjährigen Bundesanleihen fortsetzen. Die Brexit-Thematik wird die
Kapitalmärkte im Jahresverlauf nach wie vor beeinflussen, ebenso wie andere politische
Themen - wie z. B. die Lage in der Türkei, die nach der letzten Wahl unklaren Mehrheitsverhältnisse
in Spanien oder die nach dem Brexit politisch angeheizte Diskussion um eine Lösung
der Krise italienischer Banken. Der Primärmarkt dürfte in der zweiten Jahreshälfte
wieder an Aktivität zulegen. Insbesondere die Auswirkungen des Verhaltens der EZB
im Primärmarkt bleiben abzuwarten. Das Bewertungsniveau der europäischen und amerikanischen Aktienmärkte ist bereits
deutlich angestiegen, das Kurspotenzial ist daher limitiert. Die Gewinnmargen und
Eigenkapitalrenditen sind in Europa sehr niedrig, wir erwarten deshalb einen Nachholbedarf
bei einer weiter voranschreitenden Stabilisierung der europäischen Konjunktur. Die
Entwicklung hinsichtlich des Brexit ist dabei zentral für die zukünftige Aktienmarktperformance.
Wir erwarten keine Eskalation in eine systemische Vertrauenskrise in Europa, allerdings
dürften die kommenden Quartale durch eine erhöhte Volatilität geprägt sein. Insgesamt
wird die relativ attraktivere Bewertung von Aktien gegenüber Anleihen strukturell
die Rotation von Anleihen in Aktien unterstützen. VORAUSSICHTLICHE FINANZIELLE ENTWICKLUNG DES KONZERNSWir gehen von folgenden Annahmen aus:
TALANX-KONZERNFür den Talanx-Konzern erwarten wir 2016 - auf Basis konstanter Wechselkurse - ein
stabiles Bruttoprämienvolumen. Die IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei mindestens
3 % liegen. Wir streben ein Konzernergebnis von rund 750 Mio. EUR an. Damit dürfte
die Eigenkapitalrendite im Jahr 2016 über 8,5 % liegen, womit wir unser strategisches
Ziel von 750 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins erreichen
würden. Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen
der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen
auftreten. Unser erklärtes Ziel ist es, einen Anteil von 35 % bis 45 % vom Konzernergebnis
als Dividendenzahlung auszuschütten. INDUSTRIEVERSICHERUNGErhebliches Potenzial für profitables Wachstum sieht die HDI Global SE, die den Geschäftsbereich
führt, weiter im internationalen Geschäft. Daher treiben wir 2016 den Ausbau des internationalen
Geschäftes der HDI Global se weiter voran. Europaweit streben wir den Ausbau unseres
Industriegeschäfts in den Bereichen Lokalgeschäft, Mittelstand und internationale
Versicherungsprogramme an. Unsere Zielregionen außerhalb Europas sind weiterhin Lateinamerika,
(Süd-)Ostasien und MENA (Middle East und North Africa). Aufgrund der weiteren Profitabilisierung
des Inlandsgeschäftes erwarten wir insgesamt ein stabiles bis leicht steigendes Bruttoprämienwachstum
(währungsbereinigt). Parallel zur erwarteten Verbesserung der Profitabilität wird
auch 2016 das strategische Ziel verfolgt, den Selbstbehalt sukzessive zu steigern.
Wir streben an, eine Selbstbehaltsquote auf Vorjahresniveau und damit von mindestens
52 % zu erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für das Jahr 2016 eine Normalisierung
des Großschadenaufkommens und demzufolge eine geringere kombinierte Schaden-/ Kostenquote
von 97 % bis 98 %. Hierzu dürften auch die erfolgreichen Profitabilisierungsmaßnahmen
in der deutschen Feuerversicherung sowie im Flotten- und Transportgeschäft beitragen.
Damit dürfte 2016 die EBIT-Marge bei 9 % bis 10 % und die Eigenkapitalrendite bei
rund 7 % liegen. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDSeit dem zweiten Quartal 2016 steuert der Talanx-Konzern den Geschäftsbereich Privat-
und Firmenversicherung Deutschland nach den Segmenten Schaden/Unfall- und Lebensversicherung. Für das Segment Schaden/Unfallversicherung gehen wir für 2016 von einem stabilen Bruttoprämienvolumen
aus. Wir erwarten eine kombinierte Schaden-/Kostenquote, die aufgrund der investiven
Phase des Programms "KuRS" über 100 % liegen dürfte. Infolgedessen erwarten wir eine
leicht negative EBIT-Marge. Für das Segment Lebensversicherung gehen wir für 2016 insbesondere aufgrund von Vertragsabläufen
sowie der Fokussierung auf moderne, kapitaleffiziente Produkte von einem Abrieb der
gebuchten Bruttoprämien von 3 % bis 5 % aus. Erste Erfolge dieser Produktumstellung
spiegeln sich in der Erwartung der Neugeschäftsmarge von rund 1 % für 2016 wider.
Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren Zinsrückgängen kommt, erwarten
wir für 2016 eine EBIT-Marge von 2 % bis 3 %. Die Eigenkapitalrendite des Geschäftsbereiches Privat- und Firmenversicherung Deutschland
erwarten wir für 2016 zwischen 1% und 2%. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALFür den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International streben wir
für 2016 ein währungskursbereinigtes Wachstum der gebuchten Bruttoprämien von rund
10 % an. In der Wachstumsannahme ist auch der Erwerb der italienischen Lebensversicherungsgesellschaft
CBA Vita S. p. A. und deren Tochtergesellschaft Sella Life Ltd. (zum 1. Juli 2016
umfirmiert in InChiaro Life DAC) berücksichtigt. Für 2016 gehen wir davon aus, dass
das Wachstum des Neugeschäftswertes zwischen 5 % und 10 % sowie die kombinierte Schaden-/Kostenquote
bei rund 96 % liegen dürften. Wir erwarten eine EBIT-Marge von rund 6 %. Außerdem
gehen wir für 2016 von einer Eigenkapitalrendite von rund 6 % aus. SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGIm Segment Schaden-Rückversicherung gehen wir währungskursbereinigt von leicht rückläufigen
Prämieneinnahmen aus. Diese Annahme basiert auf unserer selektiven Zeichnungspolitik,
nach der wir nur das Geschäft zeichnen, das unsere Margenanforderungen erfüllt. Für
das Gesamtjahr 2016 erwarten wir in der Schaden-Rückversicherung ein gutes versicherungstechnisches
Ergebnis, das sich in etwa auf dem Niveau von 2015 bewegen sollte. Voraussetzung hierfür
ist, dass die Großschadenlast im Rahmen der Erwartung von 825 Mio. EUR bleibt. Als
Ziel für unsere kombinierte Schaden-/ Kostenquote gehen wir von einem Wert unterhalb
von 96 % aus. Die EBIT-Marge für die Schaden-Rückversicherung sollte mindestens 10
% betragen. PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGAuch für das Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir für den weiteren Verlauf
des Jahres 2016 gute Geschäftschancen. Dies ist jedoch unter dem Vorbehalt zu betrachten,
dass sich unvorhersehbare Änderungen in prämienstarken Verträgen wesentlich - sowohl
positiv als auch negativ - auf das gesamte Geschäftsvolumen auswirken können. Aufgrund
sich bereits abzeichnender Möglichkeiten, weiter profitables Neugeschäft generieren
zu können, rechnen wir jedoch mit einem weitgehend stabilen Prämienvolumen. Der Neugeschäftswert
(ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) sollte oberhalb von 110 Mio. EUR
liegen. Unverändert sind unsere Ziele für die EBIT-Marge des Financial-Solutions-
und Longevity-Geschäfts mit 2 % sowie des Mortality- und Morbidity-Geschäfts mit 6
%. GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTAls Eigenkapitalrendite für den Geschäftsbereich Rückversicherung insgesamt erwartet
der Talanx-Konzern für das Jahr 2016 - im Rahmen des strategischen Ziels von 900 Basispunkten
über dem fünfjährigen Durchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen (risikofrei)
- mindestens 10 %. EINSCHÄTZUNG KÜNFTIGER CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGENDie Chancen haben sich gegenüber dem Berichtsjahr 2015 nicht wesentlich verändert.
Diesbezüglich verweisen wir auf den Talanx-Konzerngeschäftsbericht 2015. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERNBILANZ DER TALANX AG ZUM 30. JUNI 2016KONZERNBILANZ - AKTIVAscroll
KONZERNBILANZ - PASSIVAscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER TALANX AGFÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2016KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER TALANX AGFÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2016KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. AUFSTELLUNG DER VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSVERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG DER TALANX AGFÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2016KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
1)
Die Ertragsteuerzahlungen sowie erhaltene Dividenden und erhaltene Zinsen werden dem
Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen Dividenden
beinhalten ebenfalls dividendenähnliche Gewinnbeteiligungen aus Investmentfonds sowie
Private-Equity-Gesellschaften, insofern ergeben sich Abweichungen zu unserer Darstellung
in der Anmerkung 12 "Kapitalanlageergebnis" Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. ANHANG UND ERLÄUTERUNGENI. ALLGEMEINE AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE UND ANWENDUNG DER IFRSALLGEMEINE AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZEDer Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2016 wurde in Übereinstimmung mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind. Der verkürzte Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz,
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der
Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und ausgewählten
erläuternden Anhangangaben, berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des
IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Wir haben alle zum 30. Juni 2016 verpflichtend anzuwendenden neuen oder geänderten
IFRS-Vorschriften beachtet (siehe auch Abschnitt "Neu anzuwendende Standards/Interpretationen
und Änderungen von Standards"). Darüber hinaus entsprechen die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden für bereits bestehende und unveränderte IFRS sowie die Konsolidierungs-
und Ausweisgrundsätze denen unseres Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei der Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses
in größerem Umfang auf Schätzverfahren und Annahmen zurück als bei der jährlichen
Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen während der laufenden Zwischenberichtsperiode
mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
ergaben sich nicht. Der Steueraufwand (inländische Ertragsteuern, vergleichbare Ertragsteuern
ausländischer Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten Steuern) wird unterjährig
mittels eines für das Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet, der
auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der unterjährigen Fortschreibung der
Pensionsrückstellungen wird der versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der Zinsveränderung
auf die Pensionsverpflichtungen zum Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige Rücklagen)
erfasst. Andere versicherungsmathematische Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert. Der Zwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben
erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR). Dadurch kann es in den Tabellen dieses
Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich in
der Regel auf das Vorjahr. NEU ANZUWENDENDE STANDARDS/INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDSDer Konzern hat die folgenden geänderten bzw. neuen IFRS-Vorschriften zum 1. Januar
2016 übernommen:
Die Übernahme hatte keinen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENWÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Berichtswährung von Talanx AG ist der Euro (EUR). UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGENscroll
III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGBESTIMMUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEDie Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt - in Übereinstimmung mit IFRS
8 "Geschäftssegmente" - der internen Berichts- und Steuerungsstruktur der Gruppe,
anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und
über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Der Konzern hat danach
die geschäftlichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungsgeschäft und Konzernfunktionen
aufgeteilt. Aufgrund der zum 30. Juni 2016 vollzogenen Änderung in der Steuerung werden
die Versicherungsaktivitäten in sechs, statt wie bisher fünf, berichtspflichtige Segmente
untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen
zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt. Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung waren bislang aufgrund der spartenübergreifenden
und nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) ausgerichteten
Steuerung in die drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat-
und Firmenversicherung Deutschland" und "Privat- und Firmenversicherung International"
gegliedert. Der Konzern hat die Steuerung des deutschen Privat- und Firmenkundengeschäfts
zum 30. Juni 2016 geändert und eine branchenübliche Ausrichtung nach Sparten (Sachversicherung-
und Lebensversicherung) eingeführt. Somit entspricht der Geschäftsbereich "Privat-
und Firmenversicherung Deutschland" nicht mehr einem, sondern zwei berichtspflichtigen
Segmenten - "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall" und "Privat-
und Firmenversicherung Deutschland - Leben". Diese Segmentierung entspricht auch den
Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand. Um die Veränderung in der Segmentstruktur
des Konzerns widerzuspiegeln, wurde die Vergleichsperiode rückwirkend angepasst. Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen
und gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden-
und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss
der Hannover Rück SE ordnen wir allerdings dem Segment Schaden-Rückversicherung auch
die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb
der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx-Konzernabschluss hingegen den beiden Rückversicherungssegmenten
zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rück SE: Konsolidierungsspalte). Dadurch
sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG
für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, von denen im Abschluss der Hannover
Rück SE unvermeidlich. Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen
diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Industrieversicherung:Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft aus. Der
Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl an Versicherungsprodukten
wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Sach-, Rechtsschutz-, Transport-,
Financial-Lines- und Technischen Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen
im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen
gewährt. Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall:In diesem berichtspflichtigen Segment werden Sachversicherungsleistungen für das deutsche
Privat- und Firmenkundengeschäft gesteuert. Das Produktspektrum reicht von Versicherungsprodukten
für preis- und leistungsbewusste Kunden über maßgeschneiderte Produkte für beratungsaffine
Kunden bis hin zum Belegschaftsgeschäft. Zu den Vertriebskanälen in diesem Segment
zählen neben der konzerneigenen Außendienstorganisation auch der Vertrieb über unabhängige
Vermittler und Mehrfachagenten, Kooperationen sowie der Direktvertrieb. Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben:In diesem berichtspflichtigen Segment werden Lebensversicherungsaktivitäten einschließlich
des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts - d. h. der Vertrieb von Versicherungspolicen
mittels Partnerbanken - gesteuert. Das Segment erbringt Versicherungsdienstleistungen
grenzüberschreitend auch in Österreich. Das Produktspektrum reicht von der kapitaleffizienten
bis hin zur individuell zugeschnittenen Versicherungslösung. Dazu gehören fondsgebundene
Lebensversicherungen, Renten- und Risikoversicherungen sowie Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Die Gruppe nutzt ein breites Spektrum an Vertriebskanälen, wozu sowohl eine eigene
Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler
und Mehrfachagenten sowie Bankkooperationen zählen. Privat- und Firmenversicherung International:Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft
mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im
Ausland. Die Produktpalette umfasst u. a. Angebote der Kfz-Versicherung, Schaden-
und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie zahlreiche Produkte
aus dem Bereich der Lebensversicherung. Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen
Anteil über Makler und Agenten abgewickelt. Zusätzlich nutzen viele Gesellschaften
in diesem Segment Postfilialen sowie Banken als Vertriebskanäle. Schaden-Rückversicherung1) :Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden-
und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das
Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, strukturierte Rückversicherung,
das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Personen-Rückversicherung1) :Das Segment fasst die weltweiten Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in allen Sparten
der Lebens-, Kranken- und Rentenversicherung sowie der privaten Unfallversicherung,
sofern sie von Personenversicherern gezeichnet werden, zusammen. Zusätzlich zeichnet
die Gruppe schariakonforme Retakaful-Rückversicherung. Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst, in Abgrenzung zu den sechs operativen Segmenten,
die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung des Geschäftsbetriebs
der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, und für die Erstversicherung
die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben (Talanx Reinsurance
Broker GmbH, Hannover) einschließlich konzerninterner Rückversicherung (Talanx Reinsurance
Ltd., Dublin) sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft
für private und institutionelle Investoren der Ampega Investment GmbH, Köln, weisen
wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Bereich zentrale
Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten - wie z.
B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen - auf Kostenerstattungsbasis,
vorwiegend für die Erstversicherer im Inland, ausführen. Das konzernintern gezeichnete
Geschäft der Talanx Reinsurance Ltd. sowie das operative Ergebnis der Talanx Reinsurance
Broker GmbH werden im Rahmen der Segmentverteilung teilweise den geschäftsabgebenden
Segmenten wieder zugerechnet. BEWERTUNGSGRUNDLAGEN FÜR DEN ERFOLG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEBewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten
sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung
finden. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen segmentübergreifenden
Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge,
die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden hingegen im jeweiligen Segment eliminiert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung nach Geschäftsbereichen/berichtspflichtigen Segmenten
haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz gegliedert nach Geschäftsbereichen
bzw. Konzernbilanz. Für die Segmente "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall" und
"Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben" werden weder Ertragsteuern noch
Finanzierungszinsen auf Ebene der Segmente ermittelt und an den Hauptentscheidungsträger
berichtet, sodass die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem EBIT endet und auch keine
Segmentbilanz aufgestellt werden kann. Das EBIT des Geschäftsbereichs Privat- und
Firmenversicherung Deutschland ergibt sich aus der Addition der beiden berichtspflichtigen
Segmente. Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen,
werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche
Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage
das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen
wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung
der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt.
Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen)
bereinigt. KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2016scroll
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KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2016scroll
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1)
Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen" des Konzernanhangs KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 20161)scroll
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN FÜR DIE ZEIT VOM 1. APRIL BIS 30. JUNI 20161)scroll
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VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SCHADEN/ UNFALL UND LEBEN FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2016 BZW. VOM 1. APRIL BIS 30. JUNI 2016scroll
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KAPITALANLAGEN (OHNE DEPOTFORDERUNGEN UND OHNE KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN) NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT1)SELBST VERWALTETE KAPITALANLAGEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTAls langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte
(einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) sowie der eigen- und fremd genutzte Grundbesitz. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT (GRUNDSÄTZLICH NACH SITZ DES KUNDEN)1)Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich
auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTscroll
DARSTELLUNG DER GEBUCHTEN BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN AUF KONZERNEBENE1)GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGENscroll
IV. KONSOLIDIERUNGKONSOLIDIERUNGSKREISIn den Talanx-Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag 147 (142) Einzelgesellschaften,
27 (28) Investmentfonds, zwei (zwei) strukturierte Unternehmen sowie vier Teilkonzerne
(davon drei ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl. assoziierter Unternehmen)
- voll und sieben (neun) nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen einbezogen. Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2015
sind nachfolgend dargestellt. WESENTLICHE ZU- UND ABGÄNGE DER VOLLKONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMENMit Wirkung zum 8. Januar 2016 hat die Funis GmbH & Co. KG ("Funis"), eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der Hannover Rück SE, ihren Anteil am Stammkapital der Glencar
Underwriting Managers Inc., Chicago, USA ("Glencar"), von 49 % auf 100 % aufgestockt
und in diesem Zug die Kontrolle über die Gesellschaft erlangt. Die vormals nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Glencar wurde infolgedessen beginnend
mit dem ersten Quartal 2016 als Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Aus der Ausbuchung
der Vermögenswerte und Schulden sowie dem Ansatz der bisherigen Anteile zum beizulegenden
Zeitwert resultierte ein Aufwand in Höhe von 1 Mio. EUR, der im Kapitalanlageergebnis
ausgewiesen wurde. Darüber hinaus wurden kumulierte, nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile
aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 Mio. EUR realisiert. Für den Erwerb der restlichen
Kapitalanteile wurde ein Kaufpreis in Höhe von 6 Mio. EUR gezahlt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation
resultierte aus der für die Erstkonsolidierung vorgenommenen Ermittlung der Zeitwerte
der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe
von 3 Mio. EUR. Mit Kaufverträgen vom 11. Dezember 2015 und Nachtrag vom 15. Dezember 2015 übernahm
der Konzern die Windparkprojektgesellschaft "Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co. KG",
Wörrstadt, durch den Erwerb sämtlicher Anteile durch die TD Real Assets GmbH & Co.
KG, Köln (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland). Der Erwerb stand unter
aufschiebenden Bedingungen, die am 22. Januar 2016 erfüllt wurden (Erstkonsolidierungszeitpunkt).
Der Kaufpreis beträgt 5 TEUR. Ein Geschäfts- oder Firmenwert entstand nicht. In der
Steuerbilanz entsteht aus dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger Goodwill
(Share Deal). Erwerbsbezogene Kosten (<0,5 Mio. EUR) sind im "Übrigen Ergebnis" enthalten.
Die geplante Investition beträgt 34 Mio. EUR. Der Umsatz der Gesellschaft (enthalten
im Kapitalanlageergebnis) ging mit 217 TEUR und das Ergebnis mit 125 TEUR in den Abschluss
ein. Vor dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sind im Geschäftsjahr 2016 keine wesentlichen
Umsätze oder Erträge entstanden. Mit Kaufverträgen vom 16. Dezember 2015 übernahm der Konzern die beiden Windparkprojektgesellschaften
"UGE Rehain Eins GmbH & Co. KG Umweltgerechte Energie" (WPR), Meißen, und "UGE Parchim
Drei GmbH & Co. KG Umweltgerechte Energie" (WPP), Meißen, durch den Erwerb sämtlicher
Anteile durch die TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln. Der Erwerb stand unter aufschiebenden
Bedingungen, die im Falle der WPP am 1. Februar 2016 und im Falle der WPR am 9. Februar
2016 erfüllt wurden (Erstkonsolidierungszeitpunkte). Nach dem Erwerb wurde die WPR
in Windpark Rehain GmbH & Co. KG und die WPP in Windpark Parchim GmbH & Co. KG umbenannt
und der Sitz der Gesellschaften nach Köln verlegt. Der vollständig aus Zahlungsmitteln
beglichene Kaufpreis für das gesamte Windparkprojekt beträgt 3 Mio. EUR. Ein wesentlicher
Geschäfts- oder Firmenwert entstand dabei nicht. In der Steuerbilanz entsteht aus
dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger Goodwill (Share Deal). Erwerbsbezogene
Kosten (<0,5 Mio. EUR) sind im "Übrigen Ergebnis" enthalten. Die gesamte geplante
Investition beläuft sich auf 55 Mio. EUR. Der Umsatz der Gesellschaften ging mit 3
Mio. EUR und das Ergebnis mit 287 TEUR in den Abschluss ein. Wäre der Erwerb bereits
zum 1. Januar 2016 erfolgt, hätte der Umsatz 4 Mio. EUR bzw. der Ertrag 1 Mio. EUR
betragen. Es wurden bei den Windparkprojekten keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten identifiziert,
die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind. Darüber hinaus wurden ebenfalls keine Eventualverbindlichkeiten
identifiziert, deren Ansatz - mangels verlässlicher Bewertung ihres beizulegenden
Zeitwerts - unterblieben ist. Weitere bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen
und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert. ERWORBENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN DER WINDPARK-PROJEKTGESELLSCHAFTEN JEWEILS ZUM ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT NACH IFRSscroll
Mit Kaufvertrag vom 27. November 2015 übernahm der Konzern 100 % der Anteile an dem
Lebensversicherer CBA Vita S. p. A. (CBA Vita), Mailand, Italien, inkl. der von dieser
Gesellschaft gehaltenen Anteile an der Sella Life Ltd., Dublin, Irland (100 %) und
der InChiaro Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien (49 %). Auf Basis der getroffenen
Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 30. Juni 2016 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt).
Der Erwerb erfolgt über die HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien (Segment Privat-
und Firmenversicherung International), die 100 % der CBA Vita übernimmt und die auch
bereits die verbleibenden 51 % an dem Sachversicherer InChiaro Assicurazioni S. p.
A. hielt. Der Kaufpreis (70 Mio. EUR) wurde in Höhe von 43 Mio. EUR bar und in Höhe
von 27 Mio. EUR über die Inanspruchnahme eines Darlehens beglichen. Der Kaufpreis
entfällt mit 38 Mio. EUR auf den Erwerb der CBA Vita und mit 22 Mio. EUR auf die Sella
Life Ltd.. Die Erhöhung der Anteilsquote von 51 % auf 100 % bei der InChiaro Assicurazioni
S. p. A. wird als mehrheitswahrende Aufstockung bilanziert. Hierauf entfielen 10 Mio.
EUR der Kaufpreiszahlung. Mit dem Erwerb erfolgt die Umbenennung der Sella Life Ltd.
in "InChiaro Life Designated Activity Company" (InChiaro Life DAC). Der Einbezug der Gesellschaften erfolgte zunächst auf vorläufiger Basis. Innerhalb
von zwölf Monaten nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sind die vorläufigen Wertansätze
der in dieser Transaktion übernommenen Vermögenswerte und Schulden zu analysieren
und möglicherweise in Teilen anzupassen. Aus dem Erwerb entstand kein wesentlicher
Goodwill. In der Steuerbilanz entsteht aus dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger
Goodwill (Share Deal). Die Aufstockung der bereits bestehenden Mehrheitsbeteiligung an der InChiaro Assicurazioni
S. p. A. wurde als Transaktion zwischen Eigentümern abgebildet. Der Unterschiedsbetrag
aus dem anteiligen Kaufpreis für die Minderheitsanteile - 10 Mio. EUR - und dem auf
die Minderheiten entfallenden Eigenkapital - 5 Mio. EUR - wurde erfolgsneutral im
Eigenkapital erfasst. Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (0,5 Mio. EUR) sind im "Übrigen Ergebnis" enthalten. ERWORBENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN DER CBA VITA S. P. A. UND DER INCHIARO LIFE DAC PER 30. JUNI 2016 NACH IFRSscroll
1)
Darin enthalten sind auch die Bilanzansätze für die Beteiligung an der InChiaro Life
DAC und der InChiaro Assicurazioni S. p. A. von insgesamt 32 Mio. EUR. Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere
Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte
beinhalten Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen. Es wurden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten
identifiziert, die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind. Darüber hinaus wurden ebenfalls
keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert, deren Ansatz mangels verlässlicher
Bewertung ihres beizulegenden Zeitwerts unterblieben ist. Bedingte Leistungen, Vermögenswerte
für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert. Bruttoprämien und Ergebnisse der Gesellschaft sind seit der Erstkonsolidierung noch
nicht entstanden. Wäre der Erwerb der Gruppe bereits zum 1. Januar 2016 erfolgt, hätten
die einzubeziehenden Bruttoprämien 289 Mio. EUR und das einzubeziehende Periodenergebnis
2 Mio. EUR betragen. Am 10. Mai 2016 hat die Hannover Rück über ihr Tochterunternehmen International Insurance
Company of Hannover SE, Hannover, 100% der Anteile an der Gesellschaft Congregational
and General Insurance Company Plc. (CGI), Bradford/Großbritannien erworben. Der Kaufpreis
der Anteile belief sich auf 11 Mio. EUR. Mit der Gesellschaft hat die Hannover Rück
auch deren 25 -prozentigen Anteil an der Integra Insurance Solutions Limited, Bradford/Großbritannien,
erworben. Die Hannover Rück hält damit über verschiedene Tochterunternehmen insgesamt
100 % der Anteile. Der Geschäftsbetrieb wurde zum 1. Mai 2016 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
Für die Erstkonsolidierung wurden im Rahmen geeigneter Bewertungsmethoden bei der
Ermittlung der Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Teil Annahmen
und Schätzungen zugrunde gelegt. Daher erfolgt der Einbezug des Geschäftsbetriebs in den Konzernabschluss auf vorläufiger
Basis, zum Bilanzstichtag wurden die bestmöglich verfügbaren Informationen herangezogen.
Gleichwohl können neue Erkenntnisse in zukünftigen Berichtsperioden Anpassungen erforderlich
machen. Die Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Geschäftsbetriebs zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
stellen sich wie folgt dar: ERWORBENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN DER CGI PER 1. MAI 2016 NACH IFRSscroll
Da die Zeitwerte der angesetzten, identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden
die Anschaffungskosten der Transaktion übersteigen, resultierte ein negativer Unterschiedsbetrag
aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 9 Mio. EUR vor Minderheiten, der nach den
Vorschriften des IFRS 3.34 sofort ertragswirksam zu vereinnahmen war. Zum 30. Juni
2016 wird dieser Einmaleffekt aus der Transaktion in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
im "Übrigen Ergebnis" ausgewiesen. Der negative Unterschiedsbetrag resultiert im Wesentlichen
aus der Begrenzung der Neubewertung der übernommenen Pensionsrückstellungen auf den
nach IAS 19 anzusetzenden Betrag gemäß IFRS 3.26. Auch hinsichtlich des vereinnahmten
negativen Unterschiedsbetrages können in zukünftigen Berichtsperioden Anpassungen
erforderlich sein, die sich aus neueren Erkenntnissen zu den Zeitwerten der übernommenen
Vermögenswerte und Schulden sowie der Berücksichtigung der Nebenkosten der Transaktion
ergeben, deren Höhe zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung noch nicht feststand. Die gebuchte Bruttoprämie des übernommenen Geschäftsbetriebs vom Erstkonsolidierungszeitpunkt
bis zum Stichtag belief sich auf 2 Mio. EUR. Für den gleichen Zeitraum war aus dem
übernommenen Geschäftsbetrieb ein Ergebnis in Höhe von 100 TEUR zu verzeichnen. Darin
ist der im "Übrigen Ergebnis" enthaltene Ertrag aus der Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags
nicht enthalten. SONSTIGE GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGENMit Wirkung zum 1. April 2016 erfolgte die Verschmelzung der HDI Seguros S. A., Santiago,
Chile, auf die Aseguradora Magallanes S. A., Las Condes, Chile. Zum gleichen Zeitpunkt
wurde diese Gesellschaft in HDI Seguros S. A. (Sitz unverändert, Las Condes, Chile)
umfirmiert. WESENTLICHE ZU- UND ABGÄNGE DER ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN/GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN - BEWERTET NACH DER EQUITY-METHODEIm zweiten Quartal ist die C-QUADRAT Investment AG, Wien, Österreich, abgegangen (zur
näheren Information siehe Abschnitt "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen"). V. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPENC-QUADRAT INVESTMENT AG, WIEN, ÖSTERREICH (SEGMENT KONZERNFUNKTIONEN)Zum 31. Dezember 2015 hat der Konzern das assoziierte Unternehmen C-QUADRAT Investment
AG, Wien, Österreich, als einen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswert
mit einem Buchwert von 19 Mio. EUR ausgewiesen. Die Transaktion wurde am 13. Juni
2016 mit einem Gewinn in Höhe von 26 Mio. EUR nach Steuern, der im "Übrigen Ergebnis"
bilanziert wird, abgeschlossen. Die Kooperation mit der C-QUADRAT Investment AG bleibt
von der Veräußerung unberührt und wird weiter fortgesetzt. OPEN LIFE TOWARZYSTWO UBEZPIECZEŃ ZYCIE S. A, WARSCHAU, POLEN (SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL)Mit Beschluss vom 28. Januar 2016 hat die Gruppe die Veräußerung der Anteile in Höhe
von 51 % an der Open Life Towarzystwo Ubezpieczeń Zycie S. A., Warschau, Polen, durch
die Towarzystwo Ubezpieczeń Europa S. A., Breslau, Polen, zu einem Preis im einstelligen
Millionen-Euro-Bereich beschlossen sowie die Kategorisierung als Veräußerungsgruppe
gemäß IFRS 5 vorgenommen. Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von
1.852 Mio. EUR sowie Schulden in Höhe von 1.818 Mio. EUR; davon Kapitalanlagen sowie
Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen von 1.683 Mio. EUR bzw. 1.682 Mio. EUR.
Die sich aus der Währungsumrechnung der zur Veräußerungsgruppe zugehörigen Vermögenswerte
und Schulden ergebenden kumulierten nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile von
1 Mio. EUR (sonstiges Ergebnis) werden wir erst im Rahmen der Entkonsolidierung realisieren. Der Vollzug der Transaktion, der unter dem Vorbehalt der uneingeschränkten Genehmigung
der Aufsichtsbehörden steht, wird im laufenden Jahr mit einem Veräußerungsverlust
im einstelligen Millionen-Euro-Bereich nach Steuern erwartet. Mit dem Verkauf der
Gesellschaft strafft der Konzern sein Portfolio in Osteuropa. IMMOBILIENZum Stichtag bestehen, unverändert zum 31. Dezember 2015, keine als zur Veräußerung
verfügbar klassifizierten Immobilienbestände. VI. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER KONZERNBILANZDie wesentlichen Posten der Konzernbilanz setzen sich wie folgt zusammen: (1) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEIMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
GOODWILL ABSCHREIBUNGENIm zweiten Quartal 2015 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Leben des
Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland in Höhe von 155 Mio.
EUR abgeschrieben. (2) DARLEHEN UND FORDERUNGENDARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 13.649 (13.434) Mio. EUR enthalten; das entspricht
99 (99) %. (3) BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEBIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 348 (440) Mio. EUR enthalten; das entspricht 99 (99)
%. (4) JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEJEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 8.787 (7.725) Mio. EUR enthalten; das entspricht 86
(85) %. (5) ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
(6) ANGABE ZU ZEITWERTEN UND BEMESSUNGSHIERARCHIE DER ZEITWERTBEWERTUNGFAIR-VALUE-HIERARCHIEFür die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" sind die zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Fair-Value-Kategorie zuzuordnen.
Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair
Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten:
jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente,
übrige Kapitalanlagen und Investmentverträge (Finanzaktiva und Finanzpassiva), soweit
diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, negative Marktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge-Accountings). Die Zeitwerthierarchie spiegelt Merkmale der für die Bewertung verwendeten Preisinformationen
bzw. Eingangsparameter wider und ist wie folgt gegliedert:
Eine Überprüfung der Zuordnung zu den Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt mindestens
zum Ende einer Periode. Die Darstellung von Transfers erfolgt, als ob der Transfer
zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt wäre. AUFTEILUNG DER ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEZum Bilanzstichtag betrug der Anteil der Stufe 1 zugeordneten Finanzinstrumente am
Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente 6 (6) %. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag 89 (89) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente
der Stufe 2 zugeordnet. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern 5 (5) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente
der Stufe 3 zu. In der abgelaufenen Berichtsperiode waren Wertpapiere mit einem Zeitwert von 8 (24)
Mio. EUR entgegen dem Vorjahr nicht mehr als Finanzinstrumente der Stufe 2, sondern
der Stufe 1 zuzuordnen. Die Umgliederungen waren vor allem infolge verbesserter verfügbarer
Informationen der Instrumente vorzunehmen. Die Umgliederungen betreffen im Wesentlichen
nicht festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente".
Die angegebenen Umgliederungsbeträge beziehen sich jeweils auf den bilanzierten Buchwert
der Investments zum Periodenanfang. Zum Stichtag bestehen Schulden in Höhe von 4 (6) Mio. EUR, die mit einer untrennbaren
Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. Die Kreditsicherheiten
spiegeln sich dabei nicht in der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes wider. ZEITWERTHIERARCHIE ZUM ZEITWERT BEWERTETER FINANZINSTRUMENTEscroll
ANALYSE DER FINANZINSTRUMENTE, FÜR DIE SIGNIFIKANTE EINGANGSPARAMETER NICHT AUF BEOBACHTBAREN MARKTDATEN BERUHEN (STUFE 3)Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente
(im Folgenden: FI) zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert zum Stichtag. ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNIscroll
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1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNIscroll
1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen
der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode
im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der
folgenden Tabelle gezeigt. DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE)scroll
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1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1) IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)scroll
1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt BEWERTUNGSPROZESSDer Bewertungsprozess ist darauf ausgerichtet, für die Zeitwertermittlung von Finanzanlagen
öffentlich verfügbare Preisstellungen auf aktiven Märkten oder Bewertungen mit ökonomisch
anerkannten Modellen, die auf beobachtbaren Eingangsfaktoren beruhen, heranzuziehen
(Level-1- und Level-2-Positionen). Für Vermögenswerte, für die keine öffentlich verfügbaren
Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Level-3-Positionen),
werden die Bewertungen überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige
Experten erstellten Bewertungsnachweisen (z. B. geprüfter Net Asset Value) vorgenommen,
die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen wurden. Die mit der Bewertung
von Kapitalanlagen betraute Organisationseinheit ist unabhängig von den Organisationseinheiten,
die die Kapitalanlagerisiken eingehen, wodurch eine Funktions- und Aufgabentrennung
gewährleistet wird. Die Bewertungsprozesse und Bewertungsmethoden sind vollständig
dokumentiert. Entscheidungen über Bewertungsfragen trifft das monatlich tagende Talanx-Bewertungskomitee. Die Möglichkeit der Portfoliobewertung im Sinne des IFRS 13.48 wird nicht angewandt. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende Zeitwert entspricht im Grundsatz
dem Preis, den der Konzern in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern
am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten würde oder bei der
Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Die Ermittlung des Zeitwerts von Wertpapieren
erfolgt somit grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht-adjustierter
Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für finanzielle Vermögenswerte quotiert
werden, wird deren Geldkurs verwendet; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem
Briefkurs bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung
steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf
Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche
Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere. Der Konzern verwendet hierzu mehrere Bewertungsmodelle: BEWERTUNGSMODELLE DER FAIR-VALUE-ERMITTLUNGscroll
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NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIE BEWERTUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN DER STUFE 3scroll
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Diese Finanzinstrumente werden in die Stufe 3 eingeordnet, da bei der Bewertung nicht
beobachtbare Parameter verwendet werden Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden,
bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen
Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser
alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag
von insgesamt 3,6 (3,5) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem
Volumen von 2,9 (2,9) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode,
bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln
sind. Darüber hinaus bestehen Vermögenswerte aus Investmentverträgen in Höhe von 189
(186) Mio. EUR, denen in gleicher Höhe Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen gegenüberstehen.
Da sich die Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen und sich
im Wert ähnlich entwickeln, haben wir auf eine Szenarioanalyse verzichtet. Verträge
im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik werden in Höhe von 225 (239) Mio. EUR
in der Stufe 3 ausgewiesen. Die Wertentwicklung dieser Derivate steht in Abhängigkeit
vom Risikoverlauf einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statuarischen
Reservierungsanforderungen. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit
einem Volumen von 89 (28) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter
und Annahmen nicht wesentlich. (7) EIGENKAPITALGEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 252.797.634
auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung
verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals". Bezüglich der Zusammensetzung des bedingten und genehmigten Kapitals ergaben sich
in der Berichtsperiode keine Änderungen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen
in unserem Konzernabschluss 2015 (Seite 206 ff.). ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITALscroll
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich
im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover
Rück-Teilkonzerns. (8) NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITENZUSAMMENSETZUNG DES LANGFRISTIGEN, NACHRANGIGEN FREMDKAPITALSscroll
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Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR durch Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert) Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale verweisen wir auf den veröffentlichten
Geschäftsbericht 2015, Seite 208. Im Rahmen des Erwerbs der CBA Vita wurde von der HDI Assicurazioni S. p. A. im Juli
2016 ein nachrangiges Darlehen über 27 Mio. EUR bei der veräußernden Gesellschaft
Banca Sella Holding S. p. A. aufgenommen. Das endfällige Darlehen mit einer fixen
Verzinsung von 5,5 % p. a. hat eine Laufzeit von zehn Jahren und kann frühestens 2022
vorzeitig getilgt werden. Darüber hinaus hatte die erworbene CBA Vita 2010 eine nachrangige Anleihe über 15
Mio. EUR begeben, von der bereits im März 2013 1,5 Mio. EUR vorzeitig zurückgezahlt
wurden. Die Anleihe wird mit 4,15 % verzinst und hat eine Laufzeit bis 2020. Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag
2.262 (2.236) Mio. EUR. (9) VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENVERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENscroll
Die versicherungstechnischen Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern
getragen wird, belaufen sich auf 9.873 (10.104) Mio. EUR; davon entfallen 397 (294)
Mio. EUR auf die Rückversicherer. (10) BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENUnter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag
ausgewiesen: BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
Bereits 2011 und mit Nachtrag aus dem Jahr 2012 hatte die Talanx AG Vereinbarungen
über zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien mit einem gesamten Nominalbetrag
von 1,2 Mrd. EUR über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Eine dieser beiden
Kreditlinien aus dem Jahr 2011 (über 500 Mio. EUR) wurde im ersten Quartal 2014 durch
eine neue Kreditlinie mit ebenfalls fünf Jahren Laufzeit zu verbesserten Konditionen
und mit einem auf 550 Mio. EUR erhöhten Volumen abgelöst. Die zweite Kreditlinie (über
700 Mio. EUR) wurde im zweiten Quartal 2016 durch eine neue Kreditlinie mit ebenfalls
fünf Jahren Laufzeit zu verbesserten Konditionen und mit einem auf 250 Mio. EUR reduzierten
Volumen abgelöst. Damit bestehen per 30. Juli 2016 Kreditlinien über einen Nominalbetrag
von 800 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme. Der beizulegende Zeitwert der begebenen Anleihen und Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag
1.504 (1.529) Mio. EUR. BEGEBENE ANLEIHENscroll
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(Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P) VII. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNENPOSITIONEN DER KONZERN-GEWINN- UND-VERLUSTRECHNUNG(11) VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGWir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für
fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien
für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert. VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (12) KAPITALANLAGEERGEBNISKAPITALANLAGEERGEBNIS DER BERICHTSPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle KAPITALANLAGEERGEBNIS DER VORPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle Von den Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 77 (75) Mio. EUR entfallen 8 (59)
Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere, 51 (8) Mio. EUR auf Aktien, 2 (6) Mio.
EUR auf Immobilien und Immobilienfonds sowie 16 (2) Mio. EUR auf privates Beteiligungskapital.
Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen
in Höhe von 3 (1) Mio. EUR. Im Rahmen der Bilanzierung von ModCo-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots
von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere
des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden
Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate
ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportefeuilles.
Im Berichtszeitraum ergab sich eine Ergebnisverschlechterung aus den ModCo-Derivaten
in Höhe von 2 (6) Mio. EUR. (13) ERGEBNIS AUS KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEARTENERGEBNIS AUS KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEARTENscroll
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Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position
"Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative
Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting sind,
sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in
der Aufstellung nicht enthalten Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen in Höhe von
68 (65) Mio. EUR und der sonstigen Aufwendungen in Höhe von 50 (39) Mio. EUR beträgt
das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 1.962 (2.037) Mio. EUR. (14) AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENAUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (15) ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (16) ÜBRIGES ERGEBNISZUSAMMENSETZUNG ÜBRIGES ERGEBNISscroll
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Die Zinserträge entfallen auf die Segmente Industrieversicherung mit 1 (0) Mio. EUR,
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben mit 9 (1) Mio. EUR, Privat- und
Firmenversicherung International mit 4 (4) Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung mit
3 (14) Mio. EUR, Personen-Rückversicherung mit 15 (13) Mio. EUR, Konzernfunktionen
mit 3 (2) Mio. EUR. Davon werden 5 (1) Mio. EUR konsolidiert VIII. SONSTIGE ANGABENMITARBEITERZAHLIM DURCHSCHNITT DER BERICHTSPERIODE BESCHÄFTIGTE MITARBEITERscroll
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 21.815 (21.965) Mitarbeiter für den Talanx-Konzern
tätig. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENZu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband
der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), der
unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften,
die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden und die
assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen,
die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer
der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden
Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des
HDI V. a. G. Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen werden durch
Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Es besteht ein Rückversicherungsvertrag zwischen der Hannover Rück SE Malaysian Branch,
Kuala Lumpur, Malaysia, und der Petro Vietnam Insurance Holdings, Hanoi, Vietnam,
in Höhe von 6 Mio. EUR. Die neue leben Lebensversicherung AG, Köln, hat der neue leben Pensionskasse AG, Köln,
ein Nachrangdarlehen in Höhe von 13 Mio. EUR gewährt. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen, mit assoziierten
Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter
Bedeutung. Ferner bestehen Dienstleistungsverträge mit einem Unternehmen, an dem ein Mitglied
des Aufsichtsrats beteiligt ist. Die im Berichtszeitraum aus diesen Verträgen generierten
Umsätze mit Konzernunternehmen lagen deutlich unter 0,1 Mio. EUR. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZIERUNGSINSTRUMENTENDer Konzern hat zum Stichtag Wertpapiere bilanziert, die mit einer Rücknahmeverpflichtung
zu einem festgelegten Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte,
da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben
sind). Zum Stichtag beträgt der Buchwert der übertragenen finanziellen Vermögenswerte
der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" aus Repo-Geschäften 50 Mio.
EUR und der Buchwert der dazugehörigen Verbindlichkeiten 50 Mio. EUR. Der beizulegende
Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser Geschäfte werden
im "Kapitalanlageergebnis" gezeigt. RECHTSSTREITIGKEITENIn der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode lagen im Vergleich zum 31.
Dezember 2015 keine neuen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor. ERGEBNIS JE AKTIEDie Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx
AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in
Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des
Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt
noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe
von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert
werden. ERGEBNIS JE AKTIEscroll
DIVIDENDE JE AKTIEIm zweiten Quartal 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von
1,30 EUR (2015 für das Geschäftsjahr 2014: 1,25 EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht
insgesamt 329 (316) Mio. EUR. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENZum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen, Mitgliedschaften sowie
Steuern folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN AUS VERTRÄGEN, MITGLIEDSCHAFTEN UND STEUERNscroll
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Die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere werden überwiegend als "Jederzeit
veräußerbare Finanzinstrumente" im Bestand der Kapitalanlagen ausgewiesen; die Angabe
bezieht sich im Wesentlichen auf den Zeitwert/Buchwert Im Berichtszeitraum lagen darüber hinaus im Vergleich zum 31. Dezember 2015 keine
signifikanten Änderungen der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
vor. EREIGNISSE NACH ABLAUF DES BERICHTSZEITRAUMSNach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen
wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns hätten. Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 5. August 2016 in Hannover. Der Vorstand scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanz-berichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Hannover, den 5. August 2016 Der Vorstand scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAN DIE TALANX AKTIENGESELLSCHAFT, HANNOVERWir haben den Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des
Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG, Hannover, für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist
die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer
Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernzwischenabschluss in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Hannover, den 5. August 2016 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
KONTAKTTalanx AGRiethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 www.talanx.com Group CommunicationsAndreas Krosta Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 andreas.krosta@talanx.com Investor RelationsCarsten Werle Telefon +49 511 3747-2231 Telefax +49 511 3747-2286 carsten.werle@talanx.com Dieser Quartalsbericht erscheint auch auf Englisch. Quartalsbericht im Internet:www.talanx.com/investor-relations Folgen Sie uns auf Twitter: @talanx @talanx_en FINANZKALENDER 201615. November 2016Quartalsmitteilung zum 30. September 2016 18. November 2016Capital Markets Day Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 www.talanx.com |
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