![]() Talanx AktiengesellschaftHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.20182018 ENTWICKLUNG UND ERGEBNISSEDAS JAHR AUF EINEN BLICKGEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN34,9 MRD. EUR OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)2,0 MRD. EUR KONZERNERGEBNIS703 Mio. EUR EIGENKAPITALRENDITE8,0 % KAPITALANLAGERENDITE IN %![]() DIVIDENDENVORSCHLAG JE AKTIE1,45 EUR ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIEN IN %![]() DER TALANX-KONZERN AUF EINEN BLICKKONZERNKENNZAHLENscroll
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Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen
zu durchschnittlichem selbst verwalteten Kapitalanlagebestand Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen - Informationen zu der Berechnung und Definition einzelner Leistungskennzahlen finden sich auf http://www.talanx.com/investor-relations/ueberblick/midterm-targets/definitions_apm Brief des VorstandsvorsitzendenVerehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2018 hat Ihre Talanx ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, wichtige strategische Weichen für die Zukunft gestellt und sich ambitioniertere Ziele bis 2022 gegeben. Der Konzern steigerte seine Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % auf 34,9 Mrd. EUR und legte beim operativen Ergebnis um 12 % auf 2,0 Mrd. EUR zu. Das Konzernergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % auf 703 Mio. EUR und lag mit einer Eigenkapitalrendite von 8,0 % leicht oberhalb unseres Zielniveaus. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung erneut eine Dividendenerhöhung um 5 Cent auf 1,45 EUR vor. Damit wäre Ihre Dividende in jedem Jahr seit Börsengang gestiegen. Das entspricht unserem Schüttungsziel, die Dividende mindestens auf dem Niveau des Vorjahres festzusetzen. Den Erfolg verdanken wir unseren 22.000 hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich sehr engagiert und mit hoher Kompetenz jeden Tag erneut dafür einsetzen, unseren Kunden mit passenden Versicherungslösungen zu helfen. Ihnen danke ich auch für ihre hohe Identifikation mit unserer Talanx-Gruppe und freue mich auf eine weitere künftige erfolgreiche Zusammenarbeit. "IM GESCHÄFTSJAHR 2018 HAT IHRE TALANX EIN ZUFRIEDENSTELLENDES ERGEBNIS ERZIELT, WICHTIGE STRATEGISCHE WEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT GESTELLT UND SICH AMBITIONIERTERE ZIELE BIS 2022 GEGEBEN."
TORSTEN LEUE, Vorstandsvorsitzender Besonders hervorzuheben ist hierbei mein Vorgänger Herbert K. Haas, der unsere Talanx-Gruppe mit seiner langjährigen Arbeit stark internationalisiert sowie diversifiziert und damit ihre Ertragskraft und Robustheit deutlich ausgebaut hat. Ich denke, es ist auch in Ihrem Sinne, wenn ich Herbert K. Haas für seine Leistung für unsere Talanx-Gruppe als Vorstandsvorsitzender und langjähriges Vorstandsmitglied ganz herzlich danke. Im Jahr 2018 unterstrichen alle Geschäftsbereiche mit Ausnahme der Industrieversicherung ihre operative Stärke. Die Industrieversicherung erzielte in einem sehr herausfordernden Marktumfeld einen Fehlbetrag von 16 Mio. EUR. Grund hierfür sind ein branchenweites nicht auskömmliches Preisniveau, eine außergewöhnliche Großschadenbelastung sowie eine Häufung von Frequenzschäden insbesondere in der industriellen Feuerversicherung. Es gilt jetzt, das im Juli 2018 gestartete Sanierungsprogramm mit dem Ziel, schon 2019 ein ausgeglichenes versicherungstechnisches Ergebnis im Geschäftsbereich Industrieversicherung zu erzielen, konsequent umzusetzen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland sind wir dem Ziel, ein operatives Ergebnis von 240 Mio. EUR bis zum Jahr 2021 zu erreichen, mit einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 31 % beim operativen Ergebnis in Höhe von 180 Mio. EUR deutlich näher gekommen. Ursächlich hierfür war die Verbesserung der kombinierten Schaden-/Kostenquote, die unter Herausrechnung der Sonderaufwendungen im Rahmen des Optimierungsprogramms "KuRS" von vorjährig 98,6 % auf 97,1 % deutlich gesunken ist. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International steigerte nicht nur seine Prämieneinnahmen, sondern trug mit einem um 18 % verbesserten Gewinn auf 160 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich zum Konzernergebnis bei. Zudem legten Zukäufe in Kolumbien und in der Türkei sowie ein Joint Venture mit der Banco Santander in Brasilien im Kfz-Versicherungsgeschäft die Grundlage für weiteres künftiges profitables Wachstum. Trotz Sonderbelastungen aus der Sanierung des Us-Mortalitäts-Geschäfts entwickelte sich der Geschäftsbereich Rückversicherung erfreulich. Der Gewinn wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf 540 Mio. EUR und stellte damit erneut einen wesentlichen Teil unseres Konzernergebnisses dar. Im Jahr 2018 hat der Talanx-Vorstand unter intensiver Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, des Kapitalmarkts und der Öffentlichkeit seine weiterentwickelte Strategie verabschiedet. Diese neue Strategie soll neben einer kulturellen Weiterentwicklung zu einer agilen Organisation dazu führen, den Gewinn je Aktie Ihrer Talanx-Gruppe bis 2022 pro Jahr durchschnittlich um mindestens 5 % zu steigern. Drei Wachstumsinitiativen sind ein wichtiger Teil unserer Strategie bis 2022:
Neben den Wachstumsinitiativen richtet sich unser Kernfokus auf die digitale Transformation unserer Talanx-Gruppe. Hierbei liegt der klare Schwerpunkt auf der beschleunigten Migration von Systemen, dem raschen Auf- und Ausbau von Fähigkeiten in den Bereichen Data Analytics, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz sowie darauf, aufgrund unserer ausgeprägten unternehmerischen und B2B-geprägten Kultur die Chancen zu nutzen, sich in ausgewählten Ökosystemen gewinnsteigernd zu vernetzen. Sehr geehrte Investoren, meine Vorstandskollegen und ich sind uns sicher, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ganz in Ihrem Sinne gewirtschaftet haben. Zudem haben wir wichtige Weichen für den künftigen Erfolg Ihrer Talanx-Gruppe gestellt. Ich danke Ihnen für Ihr wertvolles Vertrauen und würde mich sehr freuen, wenn Sie uns weiter auf unserem Weg begleiteten.
Herzliche Grüße Ihr Torsten Leue VORSTANDTorsten LeueVorsitzender (seit 8. Mai 2018) Hannover Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover (seit 13. Juni 2018) Vorsitzender des Vorstands HDI International AG, Hannover (bis 8. Mai 2018) Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Herbert K. HaasVorsitzender (bis 8. Mai 2018) Burgwedel Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover (bis 13. Juni 2018) Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Christian Hinschstv. Vorsitzender Burgwedel stv. Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a.G., Hannover Vorsitzender des Vorstands HDI Global SE, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Sven Fokkema(seit 9. Mai 2018) Wedemark Vorsitzender des Vorstands HDI International AG, Hannover (seit 9. Mai 2018) Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Immo Querner CelleMitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Ulrich WallinHannover Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
Dr. Jan WickeHannover Vorsitzender des Vorstands HDI Deutschland AG, Hannover Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:
AUFSICHTSRATHerbert K. HaasVorsitzender (seit 8. Mai 2018) Burgwedel ehem. Vorsitzender des Vorstands Talanx AG Wolf-Dieter BaumgartlVorsitzender (bis 8. Mai 2018) Berg ehem. Vorsitzender des Vorstands Talanx AG Ralf Rieger*stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Prof. Dr. Eckhard Rohkammstv. Vorsitzender (bis 8. Mai 2018) Hamburg ehem. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp Technologies AG Dr. Thomas Lindnerstv. Vorsitzender (seit 8. Mai 2018) Albstadt Vorsitzender des Aufsichtsrats Groz-Beckert KG Franz Adamczyk*(seit 1. Januar 2019) Isernhagen Leiter Underwriting Property Specialities HDI Global SE Antonia AschendorfHamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands APRAXA eG Geschäftsführerin 2-Sigma GmbH Karsten Faber*(bis 31. Dezember 2018) Hannover ehem. Zentralbereichsleiter Hannover Rück SE, E+S Rückversicherung AG Jutta Hammer*Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Dr. Hermann JungHeidenheim ehem. Mitglied der Geschäftsführung Voith GmbH Dirk LohmannForch, Schweiz Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsführung Secquaero Advisors AG Christoph Meister*Hannover Mitglied im ver.di-Bundesvorstand Jutta Mück*Oberhausen Account Manager Vertrieb Industrie HDI Global SE Katja Sachtleben-Reimann *Hannover Angestellte HDI Service AG Dr. Erhard SchipporeitHannover selbstständiger Unternehmensberater Prof. Dr. Jens Schubert*Potsdam Leiter Recht, ver.di-Bundesverwaltung Professor Leuphana Universität Lüneburg Jörn von Stein*Angestellter neue leben Lebensversicherung AG Norbert SteinerBaunatal ehem. Vorsitzender des Vorstands K+S AG Angela Titzrath(seit 8. Mai 2018) Hamburg Vorsitzende des Vorstands Hamburger Hafen und Logistik AG Angaben zu den Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen entnehmen Sie bitte dem Bericht der Talanx AG. AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSEZUSAMMENSETZUNG ZUM 31. DEZEMBER 2018Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Finanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
AUFGABEN DER AUSSCHÜSSEDie detaillierte Aufgabenbeschreibung der Ausschüsse finden Sie im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Aufsichtsrat". Finanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2018 den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten uneingeschränkt nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation, der Nachfolgeplanung in Vorstand und Aufsichtsrat und wichtigen personellen Weichenstellungen in diesem Zusammenhang sowie mit der Strategie 2022 der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften im Inland sowie in den ausländischen Kernmärkten. Wir berieten den Vorstand in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen, überwachten kontinuierlich seine Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. ÜBERBLICKIm Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Daneben gab es eine konstituierende Sitzung im Anschluss an die Neuwahl der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats durch die ordentliche Hauptversammlung 2018. An einer Sitzung nahmen routinemäßig zwei Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht teil. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat zu vier, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten zu drei Sitzungen zusammen. Sitzungen des Nominierungsausschusses und des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren im Jahr 2018 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand auf Basis der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresabschlusses schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen eilbedürftige, zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese, nach Anordnung des Verfahrens durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand tauschten sich regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns aus und berieten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Chancen- und Risikomanagements und der Compliance. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, das Risikomanagement und die Wahrnehmung von Chancen, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist, über die Auswirkungen von Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten sowie weitere wesentliche Entwicklungen in der Gesellschaft, im Konzern sowie im regulatorischen Umfeld. Wie bereits im Vorjahr ließen wir uns über den Stand von noch ausstehenden Genehmigungsverfahren zum internen Modell informieren. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse nahmen, mit Ausnahme von Frau Angela Titzrath, an mehr als der Hälfte der jeweiligen Sitzungen teil. Da Frau Titzrath erst seit Mai 2018 Mitglied des Aufsichtsrats ist und die Termine der Aufsichtsratssitzungen mit sehr langem zeitlichen Vorlauf festgesetzt werden, konnte Frau Titzrath im ersten Jahr ihrer Mitgliedschaft nur an weniger als 50 % der Sitzungen des Geschäftsjahres teilnehmen. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM PLENUMDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Geschäftsbereiche, die anhaltenden Herausforderungen im Lebensversicherungsbereich aufgrund der Niedrigzinsphase, ferner mögliche Akquisitionsvorhaben im Ausland sowie die Planungen für das Jahr 2019 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für abgelaufene Quartale wurden uns jeweils Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. In einer außerordentlichen Sitzung am 5. Februar 2018 behandelte der Aufsichtsrat ein vom Vorstand vorgelegtes Akquisitionsvorhaben in Lateinamerika. Er befasste sich ferner mit den vorläufigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat ließ sich im Übrigen über die US-Steuerreform und die Implikationen der sogenannten Base Erosion Anti-Abuse Tax (BEAT) für die Rück- und die Industrieversicherung des Konzerns berichten. In der Sitzung am 16. März 2018 erörterte der Aufsichtsrat den testierten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass der Bestätigungsvermerk für den Einzel- und den Konzernabschluss jeweils uneingeschränkt erteilt wurde. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung 2018 der Talanx AG. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandspersonalia, namentlich mit der Angemessenheit und Struktur des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands, zu der er auch externe Stellungnahmen für die Beurteilung heranzog, legte die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 fest und fasste über eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand Beschluss. In einer außerordentlichen Sitzung am 13. April 2018 behandelte der Aufsichtsrat ein weiteres vom Vorstand vorgelegtes Akquisitionsvorhaben in Südamerika. Aufgrund der Neuwahlen der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2018 der Gesellschaft wurden in einer konstituierenden Sitzung am 8. Mai 2018 unmittelbar nach der Hauptversammlung Herr Haas zum Vorsitzenden und Herr Dr. Lindner - neben dem nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählten ersten Stellvertreter, der erst im kommenden Jahr wieder zur Wahl ansteht - zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Daneben führte der Aufsichtsrat die Nachwahl zur Ausschussbesetzung durch. In der Sitzung am 9. Mai 2018 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des ersten Quartals und gab einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat ließ sich berichten über eine Reihe von Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zur Neuordnung des sogenannten Specialty-Geschäfts, zur Positionierung der Talanx als Captive-Rückversicherer und zu den Implikationen der Verschmelzung Deutsche Postbank/DB Privat- und Firmenkundenbank auf die Kooperation der PB Versicherungen mit der Postbank. Der Aufsichtsrat nahm ferner den jährlichen Bericht über die Kostenquoten im Wettbewerbsvergleich entgegen, beschloss eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand und erörterte Fortbildungsmaßnahmen für den Gesamtaufsichtsrat auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat durchgeführten Selbsteinschätzung. In der Sitzung am 10. August 2018 berichtete der Vorstand zunächst über die Halbjahresergebnisse und die Erwartung für die Jahresabschlüsse 2018 der Talanx AG und des Konzerns. Den Schwerpunkt dieser Sitzung bildete sodann die Strategie des Talanx-Konzerns und seiner Geschäftsbereiche sowie die Strategie der Talanx AG (solo). Der Aufsichtsrat ließ sich ferner berichten über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen und nahm einen Bericht über die strategische und personelle Neuausrichtung der IT entgegen. Turnusgemäß erörterte der Aufsichtsrat im Übrigen Fragen der Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds. Er beschloss die Verlängerung des im Jahr 2019 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn Dr. Wicke und legte dessen Vergütung für die Zeit seiner Wiederbestellung fest. In der Sitzung am 9. November 2018 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des dritten Quartals und gab einen Ausblick auf die Jahresabschlüsse 2018 der Talanx AG und des Konzerns. Ferner behandelte der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2019. Er ließ sich berichten über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zur Einstufung der Talanx in den SDAX, zur Entwicklung des US-Mortalitätsgeschäfts und zur Sanierung des Feuerversicherungsgeschäfts. Der Aufsichtsrat befasste sich im Übrigen mit der Festlegung der Geschäftsbereichsziele 2019 und nahm einen Bericht über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme entgegen. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet: den Finanz- und Prüfungsausschuss mit fünf Mitgliedern, den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und den Vermittlungsausschuss mit jeweils vier Mitgliedern sowie den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Die Ausschüsse bereiten die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vor. Darüber hinaus sind den Ausschüssen auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen. Die Niederschriften über die Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten werden auch den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt, die nicht diesen Ausschüssen angehören. Wie sich die Ausschüsse zusammensetzen, ist im Geschäftsbericht auf Seite 10 dargestellt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte -neben der Vorbereitung der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum - in vertiefter Form den Halbjahresabschluss und die Quartalsmitteilungen mit den Abschlussbestandteilen und Kennzahlen der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Ergebnis der prüferischen Durchsicht für den Halbjahresabschluss durch die Abschlussprüfer. Des Weiteren haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer externen aktuarischen Prüfung der Brutto- und Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Ergebnisse einer Performance-Analyse von in den letzten fünf Jahren erworbenen Konzerngesellschaften erörtert. Routinemäßig beschäftigten wir uns mit den Risikoberichten und nahmen einen Bericht der Wirtschaftsprüfer zur Prüfungsplanung mit den besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) entgegen. Der Ausschuss aktualisierte die Leitlinie zur Freigabe von Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers sowie die Übersicht über die zulässigen Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers ("Whitelist") und nahm auch im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU-Audit-Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der Ausschuss nahm ferner die Jahresberichte der vier Schlüsselfunktionen (Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision und Compliance) entgegen, die jeweils von den verantwortlichen Leitern dieser Funktionen erstattet und erläutert wurden. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat - neben der Vorbereitung der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum -die persönlichen Ziele der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 einstweilen vorgegeben. Außerdem wurden im Zuge der Bestellung, Verlängerung und Beendigung von Mandaten, der Festlegung der Vorstandstantiemen, der Überprüfung von Festbezügen sowie der Bestimmung der Geschäftsbereichsziele 2019 für die für Geschäftsfelder verantwortlichen Mitglieder des Vorstands Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNGDie Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat im Jahr 2018 keine Änderungen am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vorgenommen. Ungeachtet dessen widmeten wir dem Thema Corporate Governance weiter große Aufmerksamkeit. Wir befassten uns mit dem Bericht des Vorstands über die nichtfinanzielle Konzernerklärung (vgl. Seite 64 ff. des Konzernlageberichts). Die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH hat eine Prüfung mit dem Maßstab "Limited Assurance" (Erlangung begrenzter Sicherheit) durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Vorstand erläuterte den Bericht in den Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses am 14. März 2019 und des Aufsichtsrats am 15. März 2019. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an beiden Sitzungen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Aufgrund eigener Prüfung durch den Aufsichtsrat der nichtfinanziellen Konzernerklärung wurden keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Prüfung der PWC zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben ferner - entsprechend den Vorgaben der Versicherungsaufsicht - Selbsteinschätzungen zu einer Reihe von wichtigen Themenfeldern abgegeben. Hieraus resultierten sowohl bei der Talanx AG als auch bei Konzerngesellschaften Einzelschulungen zu bestimmten Themenbereichen. Darüber hinaus bot die Gesellschaft auch 2018 allen Mitgliedern des Aufsichtsrats eine interne Schulungsveranstaltung an. Über die Hälfte der Mitglieder nutzte die Gelegenheit, sich über Fragen des Risikomanagements zu informieren und ihre Kenntnisse in diesen Materien zu vertiefen. Ungeachtet der hohen Bedeutung, die der Aufsichtsrat den im DCGK formulierten Standards einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung zumisst, hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK zum Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK zum Vorsitz im Prüfungsausschuss und in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK zu möglicherweise nötigen betragsmäßigen Höchstgrenzen bei der Auszahlung von Talanx Share Awards nicht zu entsprechen. Die Begründung hierfür findet sich in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des DCGK, die im Konzerngeschäftsbericht im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung abgedruckt ist. Weitere Informationen zum Thema Corporate Governance sind auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNGDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards, IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers (PwC) GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte beim Konzernabschluss die Prüfung der Anhangangaben zu künftigen IFRS-Standards, insbesondere IFRS 9 und 17, ferner beim Jahresabschluss die Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der Bargeldbewirtschaftung. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) Gegenstand der Prüfungshandlungen der Abschlussprüfer. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung sowie der Jahres- und der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die PwC-Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 14. März 2019 und in der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2019 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der PwC GmbH geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. BESETZUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATMit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Mai 2018 ist Herr Leue zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt worden, nachdem das Mandat von Herrn Haas als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands auf seinen Wunsch hin zum selben Zeitpunkt einvernehmlich beendet worden war. Der Aufsichtsrat hat Herrn Haas für seine langjährige Tätigkeit an der Spitze der Gesellschaft und des Konzerns Dank und Anerkennung ausgesprochen. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2018 endete die Amtszeit der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats, die vor diesem Hintergrund von der Hauptversammlung 2018 neu zu wählen waren. Diese bestätigte Frau Aschendorf sowie die Herren Dr. Jung, Dr. Lindner, Lohmann, Dr. Schipporeit und Steiner jeweils in ihrem Amt. Neu in den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung Herr Haas und Frau Titzrath gewählt, während die Mandate der Herren Baumgartl und Prof. Dr. Rohkamm mit Ablauf der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 endeten. Der Aufsichtsrat hat Herrn Baumgartl und Herrn Prof. Dr. Rohkamm für deren langjährige wert- und vertrauensvolle Arbeit gedankt; ihre hohe fachliche Qualifikation und menschliche Integrität sowie die fachkundige Begleitung des Vorstands in seiner jeweiligen Besetzung haben entscheidend zu der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beigetragen. Der neu gewählte Aufsichtsrat hat Herrn Haas zum Vorsitzenden und Herrn Lindner zum - neben Herrn Rieger als Vertreter der Arbeitnehmer - weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung des im Jahr 2019 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn Dr. Wicke um weitere fünf Jahre. Weiterhin hat der Aufsichtsrat Herrn Jean-Jacques Henchoz mit Wirkung ab 1. April 2019 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er soll mit Ablauf der Hauptversammlungen der Talanx AG am 9. Mai 2019 und der Hannover Rück SE am 8. Mai 2019 als Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Rückversicherung im Vorstand der Talanx AG bzw. als Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück SE die Nachfolge von Herrn Wallin antreten. DANK AN VORSTAND UND MITARBEITERDer Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem wiederum erfreulichen Geschäftsergebnis der Gesellschaft und des Konzerns beigetragen.
Hannover, 15. März 2019 Für den Aufsichtsrat Herbert Haas, Vorsitzender DIE TALANX-AKTIEKAPITALMARKTUMFELDDas Börsenumfeld war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten beeinflusst. Zudem nahmen erste Sorgen hinsichtlich der Fortsetzung des konjunkturellen Wachstumspfades, vor allem in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt, zu. Diese wurden insbesondere durch eine Vielzahl an politischen und wirtschaftlichen Irritationen hervorgerufen. Hierbei sind zum einen die drohenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und deren Handelspartnern, vor allem China, zu nennen. Zum anderen erhöhten insbesondere in Europa der unklare Ablauf beim EU-Austritt Großbritanniens sowie die haushaltspolitischen Streitigkeiten zwischen Italien und den übrigen Mitgliedern der Europäischen Union die Risiken für das konjunkturelle Wachstum in Europa bzw. in der Eurozone. Das Wachstum in der Europäischen Union war zum Jahresende 2018 - bei etwas nachlassenden Wachstumsraten - weiterhin intakt, allerdings mehrten sich Anzeichen, dass der Aufschwung seine Spätphase nunmehr erreicht hat. So haben sich vor allem die Exporterwartungen in Deutschland zum Jahresende eingetrübt. Auch die Impulse der Notenbanken auf das konjunkturelle Wachstum nahmen global betrachtet ab. Zwar setzte die EZB ihre äußerst expansive Geldpolitik mit einem Leitzins von 0 % weiterhin fort, hat aber zum Jahresende 2018 ihre Anleihekäufe insofern deutlich reduziert, dass netto nur noch die Kuponerlöse aus dem Ankaufprogramm für Anleihekäufe eingesetzt werden. In den USA hingegen hat die Notenbank im Dezember vergangenen Jahres den Leitzinskorridor um einen Viertelprozentpunkt auf 2,25 % bis 2,50 % angehoben. Im Jahr 2018 kam es damit in den USA zu vier Leitzinserhöhungen. Dessen ungeachtet lagen die Renditen auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen zum Jahresende 2018 bei 0,24 % und damit nahezu 20 Basispunkte unter dem Niveau zum Ende des vorangegangenen Jahres. Die Risikoaufschläge der Spread-Papiere haben sich in den meisten Fällen, insbesondere aber bei Banken und Versicherungen, im vierten Quartal sehr deutlich ausgeweitet. Am deutschen Aktienmarkt setzte sich die positive Entwicklung des vorangegangenen Jahres trotz der anhaltenden politischen Unwägbarkeiten zu Jahresbeginn zunächst fort, bevor sich die Kurse im Laufe des Jahres weiter korrigierten. Diese Entwicklung wurde von der Erwartung einer nachlassenden Liquiditätszufuhr durch die Notenbanken, aufkommenden Konjunkturunsicherheiten und einigen Gewinnwarnungen auf der Unternehmensseite verstärkt. Bei zunehmender Volatilität schloss der DAX das Jahr 2018 letztlich mit einem deutlichen Minus von 18,3 % ab. Der MDAX und der SDAX verloren im Jahresverlauf 17,6 % bzw. 20,0 %. Die europäischen Versicherungsaktien konnten sich dieser Entwicklung nicht vollständig entziehen. Hier waren anlegerseitige Konjunktursorgen weniger ausgeprägt, allerdings litten Versicherungswerte vor allem zum Jahresende unter den rückläufigen Bondrenditen bei gleichzeitig tendenziell steigenden Spreads. Entsprechend lag die Performance des STOXX Europe 600 Insurance Index unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen im abgelaufenen Jahr bei einem Minus von 10,1 %. KURSENTWICKLUNG DER TALANX-AKTIEAuch die Talanx-Aktie musste vor diesem Hintergrund einen Kursrückgang hinnehmen und beendete das Börsenjahr 2018 mit einen XETRA-Schlusskurs von 29,80 (2017: 34,07) EUR. Dies entsprach einem Kursrückgang von 12,5 %. Unter Hinzurechnung der im Mai 2018 gezahlten Dividende von 1,40 EUR reduziert sich der Performancerückgang für das Jahr 2018 damit auf 8,4 %. Auf dieser - vergleichbaren - Basis schnitt die Talanx-Aktie damit nicht nur besser ab als die wichtigsten deutschen Aktienindizes, sondern auch als der STOXX Europe 600 Insurance Index (Performance-Index). Im Verlauf des abgelaufenen Börsenjahres konnte die Talanx-Aktie am 30. April 2018 mit 37,38 EUR ein neues Allzeithoch auf XETRA-Schlusskursbasis erzielen. Insbesondere ein schwächeres Ergebnis im Geschäftsbereich Industrieversicherung - vor allem bedingt durch das branchenweit niedrige Preisniveau in der industriellen Feuerversicherung in Deutschland - trug zu einer Kurskonsolidierung bei, bevor der Aktienkurs ab Juli 2018 wieder leicht zulegen konnte. Mitte Oktober 2018 führten sektorweit beobachtbare höhere Groß- und Frequenzschäden in der deutschen industriellen Sachversicherung zu einer Korrektur der Ergebnisziele der Talanx-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018. Vor diesem Hintergrund konnte sich die Aktie der generellen Schwäche am Aktienmarkt im Schlussquartal 2018 nicht entziehen. PERFORMANCE DER TALANX-AKTIE IM INDEXVERGLEICH1.1.2018 = 100 ![]()
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Dividendenzahlungen reinvestiert INDEXZUGEHÖRIGKEIT UND BÖRSENPLÄTZEDie Talanx-Aktie ist seit Oktober 2012 im Prime Standard der Frankfurter Börse und an der Börse Hannover gelistet und war bis zum 24. September 2018 Mitglied des MDAX. Nach der Umstellung der Indexmethodik der Deutschen Börse im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Talanx-Aktie seitdem im SDAX vertreten. Seit April 2014 ist sie zudem auch an der Warschauer Börse notiert. Im Berichtsjahr hat sich die Aktionärsstruktur der Talanx AG nach Definition der Deutschen Börse nicht grundlegend verändert. Der Anteil des Streubesitzes der Talanx AG liegt wie zum Ende des Vorjahres bei 21 %. Neben dem HDI V. a. G. (79 % Anteil an der Talanx ag) hält auch die japanische Versicherungsgruppe Meiji Yasuda einen Anteil oberhalb der Meldeschwelle von 3 % am Grundkapital der Talanx AG. Da dieser Anteil gleichzeitig jedoch weniger als 5 % ausmacht, wird der Aktienbesitz von Meiji Yasuda entsprechend der Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zugerechnet. Der Großteil des Streubesitzes, nahezu 60 %, wird von europäischen Investoren gehalten, mehr als 15 % der Aktien des Streubesitzes sind Investoren aus Nordamerika zuzurechnen. Der hohe Anteil asiatischer Minderheitsaktionäre erklärt sich zum Großteil aus dem Aktienbesitz der Meiji Yasuda. Privataktionäre machen rund ein Viertel des Streubesitzes aus. ZUSAMMENSETZUNG DER MINDERHEITSAKTIONÄRE ZUM 31.12.2018IN % ![]() AKTIONÄRSSTRUKTUR zum 31.12.2018IN % ![]() KAPITALMARKTKOMMUNIKATIONDas Ziel unserer Investor-Relations(lR)-Arbeit lag auch 2018 darin, die Talanx AG und ihre Equity Story am Kapitalmarkt noch bekannter zu machen sowie bestehende Investorenkontakte zu vertiefen. Unser Ziel bestand dabei auch darin, sukzessive weitere Investoren für die Talanx-Aktie zu gewinnen. Unseren Aktionären, potenziellen Investoren, aber auch den übrigen Interessenten an unserer Aktie legten wir kontinuierlich Rechenschaft über die Unternehmensentwicklung ab. Der Vorstand der Talanx AG reiste dafür im Jahr 2018 zu diversen Investorenkonferenzen, u. a. in New York, London, Frankfurt, Berlin und München. Im Rahmen von Roadshows besuchten Vorstandsmitglieder Investoren, u. a. in New York, Chicago, Los Angeles, London, Frankfurt und Paris. Darüber hinaus nahmen die IR-Manager der Talanx AG an weiteren Investorenkonferenzen und Roadshows im In- und Ausland teil. Insgesamt fanden so im Berichtsjahr Treffen mit ca. 150 institutionellen Investoren statt. Zudem nehmen Mitarbeiter der Investor-Relations-Abteilung regelmäßig an Veranstaltungen zur Erweiterung des Bekanntheitsgrades der Talanx-Aktie bei Privatanlegern teil. Auch im abgelaufenen Jahr hat die Talanx AG ihren Capital Markets Day - mittlerweile den sechsten seit dem Börsengang im Herbst 2012 - abgehalten. Dieser fand im vergangenen Oktober in Frankfurt am Main statt. Im Fokus der Veranstaltung stand die Weiterentwicklung der Strategie unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden. Torsten Leue zeigte dabei mit dem Vorstandsteam auf, welche bestehenden Stärken (unternehmerisch geprägte Unternehmenskultur, Fokus auf das B2B-Geschäft, Diversifikation des Portfolios) er weiter vertiefen möchte und an welchen Entwicklungsfeldern (gezielteres Kapitalmanagement, fokussierte Strategie der Geschäftsbereiche, Beschleunigung der digitalen Transformation) man gemeinsam arbeiten wird. Rund 35 Analysten und Investoren besuchten die Veranstaltung, die zudem live auf unserer IR-Internetseite mitzuerleben war; als Aufzeichnung ist sie dort weiterhin abrufbar. Die Talanx plant, ihren nächsten Capital Markets Day am 20. November 2019 erneut in Frankfurt am Main abzuhalten. Analysten, institutionellen Investoren sowie Privatanlegern stehen wir täglich zur Verfügung; darüber hinaus haben wir auf unserer Internetseite www.talanx.com eine informative IR-Rubrik eingerichtet, die wir fortlaufend erweitern und aktualisieren. Die Research-Berichte von Banken und Brokerhäusern stellen eine weitere wichtige Informationsquelle für Anleger dar und erhöhen die Transparenz für Investoren. Wir widmen den Finanzanalysten, die öffentlich und unabhängig Gewinnschätzungen und Aktienempfehlungen für uns erstellen, deshalb hohe Aufmerksamkeit. Zum Ende des Berichtsjahres haben 17 (im Vorjahr: 19) Analysten eine Anlageempfehlung für die Talanx-Aktie ausgesprochen. DIVIDENDENPOLITIKZu den Zielen der Talanx AG gehört u. a. eine kontinuierliche Dividendenpolitik. So bleibt das vom Börsengang bekannte Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 % bis 45 % des Konzernergebnisses gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) nach Steuern und Minderheiten unverändert gültig. Gleichzeitig soll die ausgeschüttete Dividende je Aktie mindestens die Höhe des Vorjahresbetrages erreichen. Für das Geschäftsjahr 2017 zahlte die Talanx AG eine Dividende von 1,40 EUR (Geschäftsjahr 2016: 1,35 EUR) - dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 52,7 % (Geschäftsjahr 2016: 37,8 %). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Talanx AG für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,45 EUR je Aktie vorschlagen. Bezogen auf den Jahresdurchschnittskurs von 33,32 EUR (Xetra-Schlusskurs) ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 4,3 %. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie, beträgt 52,2 %. Die Jahreshauptversammlung findet am Donnerstag, den 9. Mai 2019 im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum (HCC) statt. BASISINFORMATIONEN ZUR TALANX-AKTIEscroll
Kurse: XETRA
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Auf XETRA-Tagesschlusskursbasis 1 Zusammengefasster LageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSDER TALANX-KONZERNGESCHÄFTSMODELLDer Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Er beschäftigte zum Jahresende 2018 weltweit 22.642 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht die seit 2012 börsennotierte Finanz- und Managementholding Talanx AG mit Sitz in Hannover. Mehrheitseigentümer der Talanx AG ist mit 79,0 % der HDI V. a. G., ein seit über 110 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Inklusive Mitarbeiteraktien befinden sich unverändert zum Vorjahr 21,0 % der Aktien im Streubesitz. Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV) genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl-(ED-) und Raub-Versicherung, Leitungswasser-(Lw-)Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, verbundene Hausratversicherung, verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage-[EC-]Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, sonstige Sachversicherung, sonstige Schadenversicherung. Die Talanx ist auf allen Kontinenten mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist sie auf Deutschland fokussiert, international vor allem auf die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei) und Lateinamerika. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen mit Erst- und Rückversicherungskunden in insgesamt mehr als 150 Ländern. Die Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns verantworten jeweils eigene Geschäftsprozesse. Diese Aufgaben, die arbeitsteilig von mehreren Organisationseinheiten ausgeführt werden, liefern einen Beitrag zur Wertschöpfung im Konzern. Die Kernprozesse in der Industrieversicherung, die international ausgerichtet ist, sind beispielsweise Produktentwicklung, Vertrieb und Underwriting inklusive der jeweiligen Fachaufsicht. Zu den Kernprozessen bei den Segmenten der Privat- und Firmenversicherung zählen Produktentwicklung, Tarifierung und Vertrieb sowie Produktmanagement und -marketing. Bei den beiden Rückversicherungssegmenten spielen ebenfalls Vertrieb, Produktentwicklung und Underwriting eine wesentliche Rolle. Das Segment Konzernfunktionen ist aus Konzernsicht zuständig für Vermögensverwaltung, Unternehmensentwicklung, Risikomanagement, Personal und weitere Dienstleistungen. RECHTLICHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGENVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden, um die Stabilität der Unternehmen und der Finanzmärkte zu gewährleisten sowie die Kunden der Unternehmen zu schützen. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommt eine umfassende Regulierung der Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen durch zahlreiche rechtliche Regelungen. Die bereits in den Vorjahren zu beobachtende intensive Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine damit einhergehende Verschärfung und zunehmende Komplexität setzte sich auch im Jahr 2018 unvermindert fort. Vor dem Hintergrund der in Deutschland umzusetzenden Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD) wurden in den betroffenen Gesellschaften des Konzerns bereits frühzeitig Projekte aufgesetzt, um die umfangreichen Vorgaben termingemäß umsetzen zu können. Diese Projekte wurden rechtzeitig vor dem Wirksamwerden der entsprechenden gesetzlichen Regelungen in Deutschland beendet. Diese gesetzlichen Anforderungen zielen insbesondere auf eine bestmögliche Berücksichtigung von Verbraucherinteressen bei der Produktentwicklung und dem Vertrieb von Versicherungsprodukten sowie auf weitgehende Erfordernisse im Hinblick auf die Produktüberwachung und die Produkt-Governance von Versicherungsprodukten durch Versicherungsunternehmen, aber auch durch Versicherungsvermittler, ab. Am 25. Januar 2017 veröffentlichte die BaFin ihr Rundschreiben 2/2017 (VA) zu der behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo). In diesem Rundschreiben werden übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation erläutert und zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" aus Sicht der Aufsichtsbehörde erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieser veröffentlichten Rechtsansichten der BaFin wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement. Das Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie (GwG) ist am 26. Juni 2017 in Kraft getreten. Die betroffenen Konzerngesellschaften haben Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um auch die neuen gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen spielen auch bei den Unternehmen des Talanx-Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit einem Rundschreiben zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technischorganisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Die Versicherungsunternehmen des Talanx-Konzerns sind, wie die gesamte Assekuranz, in hohem Maße auf die Erhebung von personenbezogenen Daten angewiesen. Sie werden unter anderem zur Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung erhoben, verarbeitet und genutzt, um Versicherte bedarfsgerecht zu beraten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen des Talanx-Konzerns sind sich der damit einhergehenden Verantwortung zu einem angemessenen Umgang mit personenbezogenen Daten bewusst und sind auf die Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet worden. Die Wahrung der Rechte der Versicherten, Beschäftigten, Aktionäre usw. und der Schutz ihrer Privatsphäre sind wesentliche Ziele aller Konzernunternehmen. Seit dem 25. Mai 2018 sind die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie ein neues Bundesdatenschutzgesetz geltendes Recht. Vor diesem Hintergrund wurden die notwendigen Anpassungen an Prozesse, Verträge und Systeme vorgenommen, um die Rechte der betroffenen Personen und die Verpflichtungen der Konzerngesellschaften zu gewährleisten. Nunmehr ist die Auslegungspraxis durch Behörden, Gerichte und Kommentare zu beobachten, um ggf. weitere Anpassungsbedarfe zu identifizieren. Die Datenschutzorganisation wurde entsprechend dem Anwendungsbereich der DSGVO ausgeweitet, sodass nunmehr Konzernstandards für die Standorte mit Sitz in der EU gelten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx-Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der fortlaufenden Anpassung und Weiterentwicklung des Geschäfts und ihrer Produkte an gesetzliche Neuregelungen sowie der Beachtung der aufsichts- wie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen widmen die Gesellschaften stets große Aufmerksamkeit. Die entsprechend installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, um die erforderlichen Anpassungen vornehmen zu können. Als Wertpapieremittenten unterliegen die Talanx AG sowie weitere Konzerngesellschaften der Kapitalmarktaufsicht, neben Deutschland etwa in Polen und Luxemburg. KONZERNSTRUKTURDer Konzern teilt die geschäftlichen Aktivitäten in "Versicherung" -mit sechs berichtspflichtigen Segmenten - und in "Konzernfunktionen" als siebtes Segment auf. In der Erstversicherung agieren wir mit den drei Geschäftsbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - mit den Segmenten Schaden/Unfallversicherung und Lebensversicherung - sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäftsbereiche zeichnet jeweils ein Vorstandsmitglied verantwortlich. Die Industrieversicherung ist weltweit präsent. Sie ist so weit wie möglich unabhängig von Drittgesellschaften und daher in der Lage, internationale Konsortien durch die eigenen Gesellschaften zu führen; seit Januar 2019 bietet der Spezial-Versicherer HDI Global Specialty SE als Joint Venture zwischen der HDI Global SE und der Hannover Rück SE maßgeschneiderte Versicherungslösungen für Industrieunternehmen, Konzerne und kleine und mittlere Unternehmen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland sind die Gesellschaften mit Versicherungsangeboten für inländische Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen zusammengefasst. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussiert hauptsächlich auf die strategischen Kernmärkte Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei). Zum Geschäftsbereich Rückversicherung gehören die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung; sie werden durch die Hannover Rück SE getragen. Die Zielmärkte der Schaden-Rückversicherung sind Kontinentaleuropa und Nordamerika; sie betreibt außerdem diverse Sparten der globalen Rückversicherung und das Spezialgeschäft weltweit. Die Personen-Rückversicherung ist gegliedert in Financial Solutions sowie Risk Solutions mit den Zweigen Longevity Solutions, Mortality und Morbidity. Zum Segment Konzernfunktionen zählen wir die Talanx AG, die vorwiegend strategische Aufgaben wahrnimmt. Seit Januar 2019 hat sie eine Rückversicherungslizenz und betreibt auch operative Geschäftstätigkeiten. Zum Segment gehören außerdem die internen Dienstleistungsgesellschaften, ferner der Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker GmbH und das Konzerngeschäft der HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE); die Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH, die Ampega Investment GmbH und die Ampega Real Estate GmbH (vormals Talanx Immobilien Management GmbH) betreuen vor allem die Kapitalanlagen des Konzerns und bieten u. a. Dienstleistungen im Bereich Finanzen an. KONZERNSTRUKTUR![]()
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Bis 31. Dezember 2018 als Inter Hannover unter dem Segment Schaden-Rückversicherung Nur die wesentlichen Beteiligungen Main participations only Stand / As at: 30.01.2019 STRATEGIEDer Talanx-Konzern ist weltweit im Erst- und Rückversicherungsgeschäft aktiv sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung. In den mehr als 100 Jahren unseres Bestehens haben wir uns vom reinen Haftpflichtversicherer der Industrie zum weltweit agierenden Versicherungskonzern entwickelt - mit Fokus auf das Industrie-, Firmen- und Privat- sowie Rückversicherungsgeschäft. Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit zwischen uns und unseren zum Teil langjährigen Industriepartnern und Privatkunden, um deren Bedürfnisse optimal zu bedienen. Im Talanx-Konzern verbessern wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern und die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Die Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass wir in allen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügen, um unsere Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten und erfolgversprechende Märkte konsequent zu erschließen. Durch diese Diversifikation stärken wir unsere Unabhängigkeit bzw. minimieren unsere Risikoanfälligkeit und steigern nachhaltig den Erfolg des Konzerns für Kunden, Investoren und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Management-Holding. Sie stellt sicher, dass das oberste Ziel erreicht wird: nachhaltiges, profitables Wachstum und damit langfristige Wertsteigerung. Dies ist auch die Vorgabe für alle Geschäftsbereichsstrategien, die aus der Konzernstrategie abgeleitet werden. Das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns zentralisiert die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Weise können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen optimal wahrnehmen. Während die Marke Talanx auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Geschäftsbereichen die hohe internationale und nationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können auch neue Gesellschaften und/ oder Geschäftsbereiche effizient in den Konzern integriert werden. Zudem schafft diese Struktur eine gute Basis für Kooperationsfähigkeit, die insbesondere auf unterschiedlichste Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann. Die Strategie des Konzerns ist darauf ausgerichtet, durch den gezielten Ausbau von Stärken ("Strengthen") und das fokussierte Angehen von Entwicklungsbereichen ("Develop") unsere ambitionierten und klar definierten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen. Für den Gesamtkonzern streben wir eine Eigenkapitalrendite nach IFRS von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins an, um eine nachhaltige Wertschaffung sicherzustellen. Den Gewinn pro Aktie (Earnings per Share, EPS) wollen wir bis 2022 pro Jahr um durchschnittlich mindestens 5 % steigern, getragen von fokussierten Geschäftsbereichsstrategien und einer Reihe strategischer Wachstumsinitiativen. Aus dem Konzerngewinn nach IFRS wollen wir zudem weiterhin mindestens 35 bis 45 % an unsere Aktionäre ausschütten, wobei die Dividende in ihrer absoluten Höhe dabei zukünftig jeweils mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen soll. Als strategische Nebenbedingungen haben wir uns dabei insbesondere ein begrenztes Marktrisiko (≤ 50 %) und eine hohe regulatorische Solvenzquote (150 - 200 %) zum Ziel gesetzt. Stärken und damit die Basis unseres Erfolgs sind die ausgeprägte unternehmerische Kultur im Konzern mit klaren dezentralen Verantwortlichkeiten weltweit, der Fokus auf das B2B-Geschäft, aus dem über 80 % unserer Prämien stammen, sowie die starke regionale Diversifikation im Geschäfts- und Produktmix. Den Anteil des im Ausland generierten Geschäfts wollen wir dabei mittelfristig noch weiter ausbauen auf bis zu zwei Drittel der gesamten Erstversicherungsprämie. Bereits heute machen diese Stärken unseren Konzern "traditionally different"! Zu den Bereichen, die wir konsequent weiterentwickeln, gehört die Optimierung des Kapitalmanagements, um die finanzielle Flexibilität innerhalb des Konzerns zu maximieren, jederzeit eine erstklassige Kapitalausstattung zu gewährleisten und langfristig die Dividendenstabilität sicherzustellen. Kapital zum Ausbau des Geschäfts wird konsequent nur dort eingesetzt, wo die Strategie- und Profitabilitätskriterien erfüllt sind, und Geschäftsentscheidungen werden derart gesteuert, dass Kapital und Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen werden. Hierzu werden sowohl die Konzern-Kapitalstruktur als auch die lokalen Kapitalausstattungen unserer Tochtergesellschaften laufend optimiert. Darüber hinaus werden wir den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung konzernintern auf Holdingebene bündeln, um gruppenweit Kapital und Diversifizierungseffekte besser zu nutzen. Ein weiteres strategisches Entwicklungsthema ist die digitale Transformation, eine der Kernaufgaben für die kommenden Jahre, die im Konzern explizit von den einzelnen Geschäftsbereichen getrieben wird. Damit folgen wir dem Ansatz des "traditionally different" und tragen gleichzeitig unterschiedlichen lokalen Regulierungen und digitalen Kundenverhaltensmustern Rechnung. Einen Schwerpunkt bei der digitalen Transformation bildet die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie bzw. Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Aufgrund ihrer gruppenweiten Relevanz werden diese Fokusthemen aus der Holding heraus gezielt unterstützt. Die Strategien der einzelnen Geschäftsbereiche wurden nochmals geschärft und fokussiert. Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich der Spezialversicherung. Die Schaden-/Kostenquote in der Feuerversicherung, die ca. 20 % des Gesamtportfolios der HDI Global SE ausmacht, soll bis 2020 um mindestens 20 Prozentpunkte sinken (Programm "20/20/20"). Wachstumspotenzial in Auslandsmärkten sehen wir für das Industriegeschäft hingegen insbesondere in Nordamerika, Europa sowie ausgewählten Schwellenländern. Mit der HDI Global Specialty SE startet der Geschäftsbereich zum 1. Januar 2019 ein konzerninternes Joint Venture mit der Hannover Rück SE. Aus der Kombination der Underwriting-Expertise der Inter Hannover mit dem weltweiten Vertriebs- und Schadenregulierungs-Netzwerk der HDI Global erwarten wir zukünftig erhebliche Wachstumssynergien. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "Kurs" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wollen wir das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Ziel ist es, in unseren fünf definierten Kernmärkten in Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa jeweils eine führende Stellung einzunehmen, d. h. einer der Top-5-Anbieter zu sein. Hierzu soll profitables organisches und anorganisches Wachstum beitragen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Hierbei spielen insbesondere die konsequente Nutzung von Diversifikationsvorteilen sowie der weitere Ausbau gesamtheitlicher, innovativer Rückversicherungsangebote eine wichtige Rolle. Als langfristiger Mehrheitsaktionär der Hannover Rück SE verfolgen wir zudem das Ziel, die Stellung des Unternehmens als Global Player abzusichern und selektiv auszubauen. Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung", Seite 64 ff., beschrieben, das Risikomanagement im Abschnitt "Risikobericht", Seite 108 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt. DACHSTRATEGIE DES TALANX-KONZERNS![]() UNTERNEHMENSSTEUERUNGDie Konzernstrategie des Talanx-Konzerns ist auf eine langfristige Wertsteigerung für alle Stakeholder des Konzerns ausgerichtet, die wiederum auf einer verlässlichen Kontinuität, einer starken Finanzkraft und auf nachhaltiger Profitabilität basiert. Dadurch sichern wir unsere Unabhängigkeit und steigern den Erfolg des Konzerns für Investoren, Kunden und Mitarbeiter. Gleichzeitig gilt es, das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie vonseiten der Ratingagenturen zu berücksichtigen. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert in folgendem Zielsystem für die Unternehmenssteuerung:
Diese obersten Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf vier elementare Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den Geschäftsbereichen regeln:
Flankiert wird dieses Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den operativen Geschäftsbereichen durch das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns, das die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen zentralisiert, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Die starke Finanzkraft bemessen wir im Konzern mit den Solvency-Il-Kennzahlen und dem s&P-Ratingmodell. Um die langfristige Wertschaffung und Profitabilitätssteigerung sowie die Erhöhung der Kapitaleffizienz im Konzern zu steuern, greifen wir auf eine Kennzahl zurück, die unterschiedliche Geschäftsmodelle (z. B. Erst- und Rückversicherung, Nichtleben- und Lebensversicherung, Geschäftsmodelle in unterschiedlichen Ländern) miteinander vergleichbar macht, sodass wir auf einer einheitlichen und vergleichbaren Basis Entscheidungen treffen können. Diese strategische Steuerungsgröße ist die Intrinsic Value Creation (IVC), die wir in einer mehrjährigen Perspektive als Fünfjahresdurchschnitt betrachten, damit Managemententscheidungen nicht auf einer zu volatilen Einzeljahres-Ergebnislage basieren. Die IVC bemisst den ökonomischen Erfolg nach Abzug der Kapitalkosten (Berechnung siehe Abb. unten). Der ökonomische Erfolg berücksichtigt neben dem IFRS-Jahresüberschuss die Veränderung aktivischer und passivischer stiller Reserven/Lasten sowohl im Bereich der Kapitalanlagen als auch im Bereich der Versicherungstechnik, wie z. B. Veränderung des Schadenreservediskonts in Nicht-Leben und Veränderung des nicht aktivierten Bestandswerts in Leben. Unter den Kapitalkosten werden in Nicht-Leben die Kosten für das aufsichtsrechtlich notwendige Risikokapital (Solvency Capital Required) sowie die Kosten für das darüber hinausschießende Excess Capital (Überschusskapital) berücksichtigt. Die Kapitalkosten bestehen aus dem risikofreien Zinssatz als fünfjährigem Durchschnitt zehnjähriger Bundesanleihen sowie einem friktionalen Kostensatz von 2 % und, bezogen auf das Solvency Capital Required, einer zusätzlichen Risikomarge in Höhe von 4 %. Die Kostensätze gelten auf Basis eines Value at Risk von 99,5 %, der dem aufsichtsrechtlich notwendigen Konfidenzniveau entspricht. Im Lebensversicherungsgeschäft betrachten wir im Rahmen der Solvency-II-Eigenmittelkalkulation den sogenannten Roll Forward als Kapitalkosten; er spiegelt die ökonomisch erwartete Bestandswertentwicklung wider. Im weiteren Verlauf liegt der Fokus auf dem Performance-Management-Prozess, da dieser den maßgeblichen Prozess zur Operationalisierung der oben genannten Ziele darstellt und in den operativen Steuerungsgrößen mündet. SCHEMATISCHE ÜBERLEITUNG VOM IFRS-JAHRESERGEBNIS ZUR IVC![]()
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Ökonomische Anpassungen, z. B. Veränderung des Schadenreservediskonts PERFORMANCE-MANAGEMENTDas Kernstück unseres Steuerungssystems bildet das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Da Fehlsteuerungen sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet sind, legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte für eine konsequente Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen. In dem eng mit der Konzernstrategie verknüpften Performance-Management-Zyklus verbinden wir unsere strategische mit der operativen Planung. Der Performance-Management-Zyklus sah im Berichtsjahr wie folgt aus: PERFORMANCE-MANAGEMENT-ZYKLUS![]() Zu Beginn des jährlich neu zu durchlaufenden Performance-Management-Zyklus gibt der Vorstand der Talanx AG den Geschäftsbereichen zur strategiekonformen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten Zielindikationen für die strategischen und operativen Planungsmodule des jeweiligen Planjahres vor. Der Fokus der Zielindikationen liegt auf den strategischen Steuerungsgrößen des Konzerns und auf konzernweiten strategischen Initiativen. Zu den strategischen Steuerungsgrößen im Talanx-Konzern gehören Eigenkapitalrendite (RoE), Wertschaffung (IVC) und Dividende. Mit einem ebenfalls vorgegebenen Risikobudget und einer Mindest-Kapitaladäquanz werden flankierende Rahmenbedingungen für diese Steuerungsgrößen gesetzt. Damit wird durch die Zielindikationen des Holding-Vorstands das für ein jedes Planjahr geltende Anspruchsniveau des Konzerns im Hinblick auf Rentabilität, Ausschüttungsfähigkeit, Risikoappetit und Sicherheitsniveau explizit definiert. Im Nachgang der Zielindikation stellt jeder Geschäftsbereich als weiteren wesentlichen Schritt der Strategieumsetzung eine strategische Programmplanung auf. Dabei werden die strategischen Ziele in Teilziele heruntergebrochen, die durch konkrete Maßnahmen und Aktionsprogramme unterlegt sind. In Dialogen zwischen Holding- und Geschäftsbereichsvorständen werden die zugelieferten strategischen Programme vor dem Hintergrund der Konzernstrategie kritisch hinterfragt. Durch die Aggregation der abgestimmten strategischen Programmplanungen der Geschäftsbereiche ergibt sich das vom Holding-Vorstand zu verabschiedende strategische Gesamtprogramm des Konzerns. Der Konzern und die Geschäftsbereiche nutzen zur strategischen Steuerung des Geschäfts das Instrument der Performance-Metrik; es basiert auf Indikatoren, die eine nachhaltige Zielerreichung in der Zukunft signalisieren. Neben der finanziellen Perspektive adressiert es auch zusätzliche Dimensionen, wie die Markt- und Kundenperspektive, die interne Prozessperspektive und die Mitarbeiterperspektive. Hierdurch fließen die Belange unterschiedlicher Stakeholdergruppen in die strategische Steuerung mit ein. Mit den im Performance-Management durchlaufenen Prozessschritten unter Verwendung der Performance-Metrik erreichen wir eine ganzheitliche und konzernweit abgestimmte Steuerung des Konzerns. Alle Bereiche im Konzern werden auf die strategischen Ziele ausgerichtet und mithilfe messbarer Größen transparent und ausgewogen dargestellt. Für die operative Steuerung überführen wir die strategischen Ziele in operationale, strategiekonforme Werttreiber. Die in der Tabelle dargestellten operativen Steuerungsgrößen auf Konzern- bzw. Segmentebene beschränken sich auf rein finanzielle Leistungsindikatoren. DIE OPERATIVEN STEUERUNGSGRÖSSEN DES KONZERNS IM ÜBERBLICKscroll
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Ab 2019 betrachten wir den Selbstbehalt im Geschäftsbereich Industrieversicherung
nicht mehr als operative Steuerungsgröße, da das Ziel auf Steigerung der Profitabilität
ausgelegt ist AusschüttungsquoteAusschüttung im folgenden Jahr, dividiert durch das Jahresergebnis des Konzerns Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)Das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge (GWP) ist das nominale Wachstum, korrigiert um Wechselkurseffekte: GWP des laufenden Jahres zum Wechselkurs des Vorjahres (Vj.) minus GWP (Vj.), dividiert durch GWP (Vj.) EBIT-MargeOperatives Ergebnis (EBIT), dividiert durch die verdienten Nettoprämien EBIT-WachstumVeränderung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr in Prozent EigenkapitalrenditeJahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter KapitalanlagerenditeKapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagebestand Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung)Die gesamten Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto), einschließlich des Depotzinsergebnisses und der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), dividiert durch die verdienten Prämien (netto) KonzernergebnisKonsolidiertes Jahresergebnis des Konzerns (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Neugeschäftswert (Leben)Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-Il-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen SelbstbehaltGebuchte Nettoprämien im Verhältnis zu gebuchten Bruttoprämien (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung) Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)Veränderung des Neugeschäftswerts (Leben) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Vergleich zum Vorjahr in Prozent FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Talanx AG Anfang 2019 eine Rückversicherungslizenz erteilt; seitdem ist die Gesellschaft keine reine Holdinggesellschaft mehr, sondern betreibt auch das operative Geschäft und agiert als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen. Eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung nimmt die Gesellschaft dennoch nicht auf. In der Gesellschaft arbeiten wir aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements (siehe Seite 108 ff. "Risikobericht"). In unseren Geschäftsbereichen analysieren wir nachhaltige Veränderungen, z. B. zu Demografie oder Klima, sowie technische Neuerungen wie die Nanotechnologie und entwickeln auf unsere Kunden und Märkte abgestimmte Produkte und Kapitalanlagen. WIRTSCHAFTSBERICHTMÄRKTE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENVOLKSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDas Jahr 2018 begann mit hohen Wachstumserwartungen dank positiver Wirtschaftsdaten und einer signifikanten fiskalpolitischen Expansion in den USA; der Rest des Jahres 2018 war jedoch von nachlassender Wachstumsdynamik und zunehmenden Gegensätzen in der Wachstums- und Inflationsentwicklung geprägt. Das Wachstum der US-Wirtschaft beschleunigte sich 2018 spürbar. Während sie hohe Wachstumsraten aufwies, verzeichneten andere große Wirtschaftsräume überwiegend eine nachlassende Dynamik. Indikatoren - wie Einkaufsmanagerindizes sowie das Wachstum des Welthandelsvolumens - ließen im Jahresverlauf kontinuierlich nach. Neben höheren US-Zinsen waren vor allem politische Entwicklungen verantwortlich für den Rückgang der weltweiten Wachstumsdynamik. Insbesondere die aggressive Handelspolitik der US-Regierung sorgte für eine Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfelds. Die Wirtschaft im Euroraum wurde besonders deutlich von der Abkühlung des Exportwachstums beeinträchtigt. Darüber hinaus belasteten der Konflikt rund um den italienischen Haushalt und die anhaltend hohe Unsicherheit rund um die Brexit-Verhandlungen das Geschäfts- und Konsumklima. Nach 2,4 % Wachstum im Jahr 2017 verlangsamte sich das Wachstum im Euroraum auf 1,8 %, verursacht durch die schwache Entwicklung im zweiten Halbjahr. Auch die deutsche Wirtschaft entging im zweiten Halbjahr nur knapp einer Rezession aufgrund zweier in Folge nachgebender Quartale. Für das Gesamtjahr ergab sich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 %, nach 2,2 % im Vorjahr. Außer einer negativen Exportdynamik waren vor allem sektorale Sondereffekte für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Dennoch setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Euroraum fort. Die Arbeitslosenquote fiel mit 7,9 % im Dezember auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren, in Deutschland fiel die Arbeitslosenquote mit 4,9 % im Dezember sogar auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Ein gestiegenes US-Zinsniveau, ein starker US-Dollar und die im Jahresverlauf zunehmende Eskalation des Handelskonflikts setzten die wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern spürbar unter Druck. Die Verkettung idiosynkratischer Ereignisse, insbesondere in der Türkei und in Argentinien, verschärfte die Situation weiter. Das Wirtschaftswachstum in China wurde u. a. durch den sich zuspitzenden bilateralen Handelskonflikt mit den USA zusätzlich belastet. Die jährliche Wachstumsrate des BIP lag 2018 mit voraussichtlich 6,6 % unter den 6,9 % aus dem Vorjahr. VERÄNDERUNG DES REALEN BRUTTOINLANDSPRODUKTSIN % GEGENÜBER VORJAHRscroll
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Bloomberg-Konsensprognosen, Stand 10. Januar 2019 (vorläufige Werte) Aufgrund der gegensätzlichen wirtschaftlichen Entwicklung verlief auch die Inflationsentwicklung heterogen. Während in den USA der strukturelle Preisdruck weiter zunahm, blieb der Preisauftrieb im Rest der Welt größtenteils verhalten. Dementsprechend gestaltete sich die Geldpolitik deutlich straffer in den USA und mit nur sehr graduellen Normalisierungsbemühungen anderer großer Zentralbanken. Die US-Notenbank setzte ihren Zinserhöhungszyklus mit vier Zinsschritten fort, während die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe zum Jahresende einstellte. Mit dem erheblichen Anstieg der Energiepreise stieg auch die jährliche Teuerungsrate sowohl im Euroraum als auch in den USA im Jahresverlauf deutlich an auf über 2 % bzw. fast 3 %. Analog fielen mit der Ölpreiskorrektur die Inflationsraten auf 1,5 % im Dezember in der Eurozone und auf 1,9 % im Dezember in den USA. KAPITALMÄRKTEDie hohen Wachstumsraten der US-Wirtschaft und Anzeichen, dass sich die Inflationsentwicklung beschleunigte, sorgten für einen deutlichen Anstieg des US-Zinsniveaus - zehnjährige US-Treasuries stiegen von rund 2,4 % zum Jahresanfang auf zwischenzeitlich über 3,2 %. Gleichzeitig führte die wirtschaftliche Abkühlung in der Eurozone zusammen mit den politischen Problemen zu einem erheblichen Rückgang der zehnjährigen Bundrenditen, von knapp 0,8 % im Februar auf 0,2 % im Dezember. Insgesamt blieb die Volatilität am Rentenmarkt aber wie im Vorjahr auf vergleichbar niedrigem Niveau. Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar von durchschnittlich 1,23 EUR im ersten auf 1,14 EUR im vierten Quartal. Die globalen Aktienmärkte starteten fulminant in das Jahr 2018. Steigende US-Zinsen, das nachlassende globale Wachstumsmomentum und das Potpourri an politischen Risiken sorgten nach der ersten Aktienmarktkorrektur von rund 10 % im ersten Quartal weiter für ein höheres Volatilitätsniveau und ein insgesamt schwaches Aktienjahr. Der DAX fiel im Gesamtjahr um 18,3 %, der EURO STOXX 50 um 14,3 % und der Nikkei um 12,1 %. Deutlich besser - gleichwohl negativ - entwickelte sich der S&P 500 mit einem Jahresverlust von 6,2 %. Nach einem positiven Jahresstart war das Jahr 2018 im weiteren Verlauf geprägt von einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge in nahezu allen Spread-Assetklassen. DEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFTSCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGIn der Schaden/Unfallversicherung konnte die deutsche Versicherungswirtschaft 2018 ein Prämienwachstum auf dem Niveau des Vorjahres verzeichnen. Im Kontext der anhaltenden Niedrigzinsphase deutet dies auf weiterhin diszipliniertes Underwriting der Schaden/Unfallversicherer hin. Die Bilanz der deutschen Sachversicherer für Zahlungen aufgrund der Folgen von Naturgewalten fiel 2018 deutlich schlechter aus als im Vorjahr. Über 80 % der Schadenzahlungen entfielen allein auf Sturm- und Hagelschäden. Das Jahr 2018 liegt in der Naturgefahren-Schadenbilanz leicht über dem 15-jährigen Durchschnitt und war eines der vier schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre. Den größten Schaden verursachte der Wintersturm "Friederike" im Januar. Als Folge des langen, heißen und ungewöhnlich trockenen Sommers kam es zu Ernteschäden, die in der Mehrheit nicht versichert waren. LEBENSVERSICHERUNGBei den Beitragseinnahmen in der deutschen Lebensversicherung war 2018 eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies war insbesondere auf einen Anstieg im Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen, während das Geschäft zu laufenden Beiträgen eine leicht rückläufige Entwicklung aufwies. Trotz der seit Längerem rückläufigen Zinsen erwirtschaftete die deutsche Versicherungsbranche auch 2018 eine Gesamtverzinsung über dem Garantiezins. INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTEDer Talanx-Konzern hat als Zielregionen für den Ausbau seines internationalen Privatkundengeschäfts die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika definiert. In der Industrieversicherung ist Talanx bereits ein führender Versicherer in Europa; seine Präsenz baut der Konzern in diesem Geschäftsbereich jedoch weltweit, u. a. auch in Asien, weiter aus. In diesem Abschnitt wird vorrangig auf die Entwicklung in den genannten internationalen Zielregionen eingegangen. SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGDie internationale Schaden/Unfallversicherung wies für 2018 insgesamt ein leichtes Prämienwachstum aus, das in den Schwellenländern deutlich höher ausfiel als in den entwickelten Versicherungsmärkten. Die Schäden aus Naturkatastrophen lagen im Berichtsjahr über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre, blieben aber unter den Rekordschadensummen des Vorjahres. Dies galt sowohl für die Gesamtschäden als auch für die versicherten Schäden. Die beiden schadenträchtigsten Katastrophen ereigneten sich in den USA: der Waldbrand "Camp" im Norden Kaliforniens, bei dem eine Kleinstadt weitgehend zerstört wurde, und Hurrikan "Michael", der viertstärkste jemals gemessene Sturm in den USA, der im Oktober im Nordwesten Floridas wütete. Moderate Prämienerhöhungen in einigen Ländern und Sparten führten zu einer Verbesserung der Profitabilität in der internationalen Schaden/Unfallversicherung. Die nordamerikanischen Märkte waren die Wachstumstreiber unter den entwickelten Versicherungsmärkten. Dazu beigetragen haben die nach den hohen Naturkatastrophenschäden des Vorjahres steigenden Raten in der Us-Sachversicherung. In den westeuropäischen Märkten stagnierte 2018 das Prämienwachstum in der Schaden/Unfallversicherung. Hemmend wirkten sich u. a. rückläufige Raten in der britischen Kraftfahrtversicherung aus. In Mittel- und Osteuropa war die Entwicklung der Versicherungsmärkte von politischer und wirtschaftlicher Volatilität geprägt. Während in Polen regulatorische Veränderungen in den Bereichen Vertrieb und Datenschutz neue Herausforderungen für Versicherer mit sich brachten, wurde in der Türkei insbesondere das Kraftfahrtversicherungsgeschäft durch die Abwertung der türkischen Lira und eine gestiegene Inflation beeinflusst. In Lateinamerika verbesserte sich insgesamt im Zuge der wirtschaftlichen Erholung die Wachstumsdynamik in der Schaden/ Unfallversicherung, allerdings auf einem moderaten Niveau und mit Unterschieden bezogen auf einzelne Länder. Wachstumsfördernd wirkten sich u. a. steigende Preise in Teilbereichen der industriellen Haftpflichtversicherung aus (Financial and Professional Liability). Das stärkste Prämienwachstum in den Schwellenländern wurde erneut in Asien generiert, mit den stärksten Zunahmen in China und Indien. Wachstumstreiber waren in beiden Ländern landwirtschaftliche Versicherungen. Rückläufig war hingegen das Kraftfahrtversicherungsgeschäft in Japan, wo es infolge günstiger Schadentrends zu einem Prämienabrieb kam. In der internationalen Schaden-Rückversicherung war das Marktumfeld herausfordernd. Zwar profitierte die Sparte im Berichtsjahr von Preiserhöhungen, die sich allerdings auf das im Vorjahr von Großschäden betroffene Geschäft beschränkten. Nach einem moderaten Großschadenverlauf im ersten Halbjahr 2018 kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einem erhöhten Schadenaufkommen durch Naturkatastrophen insbesondere in den USA und in Asien. LEBENSVERSICHERUNGTrotz des weiterhin herausfordernden Geschäftsumfelds, das durch anhaltend niedrige Zinsen und sich ändernde regulatorische Rahmenbedingungen gekennzeichnet ist, sind die Prämieneinnahmen auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen. Wachstum fand auf etwa vergleichbarem Niveau in den entwickelten Versicherungsmärkten und Schwellenländern statt. Der damit vergleichsweise geringe Wachstumsbeitrag aus Schwellenländern ist auf einen substanziellen Einbruch in China zurückzuführen. In Lateinamerika wirkte sich die einsetzende wirtschaftliche Erholung insgesamt positiv auf die Prämienentwicklung aus. Länderbezogen gab es hingegen deutliche Unterschiede. Asien, das üblicherweise das höchste Wachstum unter den Schwellenländern aufweist, hatte 2018 einen starken Rückgang zu verzeichnen. Ausschlaggebend dafür war ein substanzieller Prämieneinbruch in China, wo zu Beginn des Berichtsjahres eine straffere Regulierung im Bereich vermögensverwaltungsbasierter Lebensversicherungsprodukte in Kraft getreten war. In der Personen-Rückversicherung führte das anhaltende Niedrigzinsumfeld zu einem Attraktivitätsverlust traditioneller Lebensversicherungsprodukte. Aufgrund des weltweit fortschreitenden demografischen Wandels und der zunehmenden Alterung der Bevölkerung setzte sich dagegen die - auch für die Rückversicherung relevante - zunehmende Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten und sogenannten Lifestyle-Produkten zur Absicherung des individuellen Lebensstils von Versicherungsnehmern fort. Für Letztere war nach dem bisherigen Absatz vorwiegend in angelsächsischen und asiatischen Ländern ein steigendes Interesse auch in Europa zu verzeichnen. GESCHÄFTSENTWICKLUNGDer Talanx-Konzern treibt die Profitabilisierung seiner Erstversicherung sowohl national als auch international weiter voran: Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich Spezialversicherung (Specialty). Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "Kurs" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International soll das starke Wachstum fortgesetzt werden mit dem Ziel, zu den Top 5 in unseren Kernmärkten zu zählen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Das starke versicherungstechnische Ergebnis wirkt sich positiv auf das operative Ergebnis aus. Dies ließ das Konzernergebnis insgesamt auf 703 Mio. EUR steigen. GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIENIN MRD. EUR ![]() OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)IN MRD. EUR ![]() WACHSTUMSINITIATIVE IM SPECIALTY-GESCHÄFTUnter dem Dach der Talanx AG starten Hannover Rück SE und die Talanx-Tochtergesellschaft HDI Global SE eine gemeinsame Initiative im weltweiten Wachstums- und margenstarken Specialty-Geschäft. Dazu bringen beide Unternehmen ihre Specialty-Aktivitäten in ein neues Joint Venture ein. Die neue Gesellschaft HDI Global Specialty SE wird ab dem 1. Januar 2019 Agentur- und Spezialerstversicherungsgeschäft u. a. in den Sparten Vermögensschaden-Haftpflicht, Organhaftpflicht, Rechtsschutz, Sports and Entertainment, Luftfahrt, Offshore Energy und Tierversicherung zeichnen. EMITTENTENRATING DER TALANX AG HOCHGESTUFTDie internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (s&p) und A. M. Best verleihen der Talanx AG erstmals ein Finanzstärkerating. Bei s&p liegt dieses bei A+ mit stabilem Ausblick und bildet damit auch das neue, verbesserte Emittentenrating der Talanx AG ab (zuvor A- mit "CreditWatch Positive"). A. M. Best erteilt der Talanx AG ein Finanzstärkerating von A mit stabilem Ausblick. Ausschlaggebend für die Ratingentscheidungen ist der Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). AMBITIONIERTERE ZIELE DES TALANX-KONZERNS FÜR 2019Der drittgrößte Versicherer Deutschlands strebt mit einer weiterentwickelten Strategie ambitioniertere Ziele ab 2019 an: eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins und einen Gewinn je Aktie (Earnings per Share, eps) bis 2022, der pro Jahr durchschnittlich um mindestens 5 % steigt. Dazu tragen fokussierte Strategien der Geschäftsbereiche bei, verschiedene Wachstumsinitiativen, die Bündelung der konzerninternen Rückversicherung in der Holding sowie ein noch konsequenteres Kapitalmanagement. GESCHÄFTSVERLAUF KONZERN
WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENIN MIO. EUR scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" STEUERUNGSGRÖSSENIN % scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Konzerns stiegen um 5,5 % (währungsbereinigt um 8,7 %) auf 34,9 (33,1) Mrd. EUR, u. a. dank einer guten Entwicklung des Haftpflicht- und Transportgeschäfts im europäischen Ausland in der Industrieversicherung sowie einer guten Geschäftsentwicklung in der strukturierten Rückversicherung im Segment Schaden-Rückversicherung. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 7,9 % auf 29,6 (27,4) Mrd. EUR; der Selbstbehalt erhöhte sich leicht auf 88,6 (88,5) %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich konzernweit auf -1,6 (-2,5) Mrd. EUR dank einer um 2,4 % verbesserten Schadenquote, die die leicht gestiegene Kostenquote deutlich kompensieren konnte. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 98,2 (100,4) %. Die Belastung durch Großschäden blieb mit 1.244 Mio. EUR zwar unterhalb der Vorjahres-Großschäden (1.620 Mio. EUR), lag aber dennoch über dem Jahresbudget von 1.125 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung verursachten gehäufte Frequenz- sowie verschiedene Großschäden eine hohe Schadenlast. Die größten konzernweiten Schäden aus Naturkatastrophen verursachten in der Schaden-Rückversicherung die Waldbrände "Camp" und "Woolsey" in Kalifornien sowie der Taifun "Jebi" in Japan. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis sank um 15,9 % auf 3,8 (4,5) Mrd. EUR. Insbesondere das außerordentliche Kapitalanlageergebnis, das im Vorjahr noch von Gewinnen aus dem Verkauf von Aktienportefeuilles im Segment Schaden-Rückversicherung und im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland profitierte, sank im Berichtsjahr - u. a. durch eine geringere Realisierung zur Finanzierung der Zinszusatzreserve im Segment Leben des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Die Kapitalanlagerendite sank daher auf 3,3 (4,0) %. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) stieg im Berichtsjahr auf 2,0 (1,8) Mrd. EUR, u. a. aufgrund eines besseren versicherungstechnischen Ergebnisses. Einzig die Industrieversicherung verzeichnete einen Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses, in allen übrigen Geschäftsbereichen stieg es an. Das höhere versicherungstechnische Ergebnis konnte das gesunkene Kapitalanlageergebnis ausgleichen. Das Konzernergebnis stieg auf 703 (671) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag mit 8,0 (7,5) % über dem Vorjahreswert. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM KONZERNIN % scroll
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Die Prognose für 2018 bezieht sich auf den abgedruckten Stand im Konzerngeschäftsbericht
2017; sie wurde 2018 unterjährig gesenkt auf "rund 700" Mio. EUR Das im Berichtsjahr erzielte Bruttoprämienwachstum im Konzern betrug währungsbereinigt 8,7 %; es lag damit deutlich höher als der für 2018 vorgegebene Rahmen von größer 2 %. Das Konzernergebnis von 703 Mio. EUR entspricht dem im Oktober 2018 gegebenen Ausblick von 700 Mio. EUR. Mit einer Eigenkapitalrendite von 8,0 % im Berichtsjahr sind wir unterhalb unserer Prognose für die Konzerneigenkapitalrendite von rund 9 % geblieben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,45 EUR je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie und auf Basis des Vorschlags an die Hauptversammlung, beträgt 52,2 %; sie liegt damit wie schon im Vorjahr oberhalb des Zielkorridors von 35 % bis 45 %. Die Kapitalanlagerendite liegt bei 3,3 %, unsere Prognose von mindestens 3 % haben wir damit übertroffen. ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE IM KONZERNDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall- und Lebensversicherung -, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang informieren wir im Anhang dieses Berichts im Kapitel "Segmentberichterstattung". ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIENIN % ![]() INDUSTRIEVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGIN MIO. EUR scroll
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MARKTENTWICKLUNGDie Industrieversicherung war im Jahr 2018 erneut von einer hohen Schadenbelastung gekennzeichnet. Neben Naturkatastrophen, die mehrheitlich in den USA und Asien eintraten, ereigneten sich u. a. mit einem Feuer-Rückwirkungsschaden in den USA und einem Schaden an einem Staudamm in Kolumbien einige auch für den weltweiten Industrieversicherungsmarkt außergewöhnlich große Einzelschäden. Insbesondere in der seit Jahren hoch defizitären industriellen Feuerversicherung ist derzeit ein deutlicher Sanierungsdruck im Markt erkennbar, der sich auch 2019 fortsetzen wird. Wir haben zu diesem Zweck 2018 das Programm "20/20/20" initiiert, das darauf abzielt, in der Feuerversicherung, die etwa 20 % unseres Portfolios ausmacht, eine risikofreie Mehrprämie von mindestens 20 % zu erzielen und somit bis zum Jahr 2020 wieder versicherungstechnisch Gewinne zu erzielen. Bis Ende Januar 2019 haben wir mit unseren Kunden bereits rund 87 % der bis 2020 angestrebten Mindestratensteigerungen vereinbart. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und des derzeit herausfordernden Umfeldes am Kapitalmarkt ist davon auszugehen, dass sich der Sanierungsdruck zusätzlich im Markt weiter erhöhen wird. PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Industrieversicherung beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 4,7 (4,5) Mrd. EUR und lagen über unserem Erwartungswert. Sie stiegen um 232 Mio. EUR respektive 5,2 % (währungsbereinigt 7,1 %). Zum Beitragswachstum trugen neben sanierungsbedingter Mehrprämie in der Sachversicherung vor allem Beitragssteigerungen in den Sparten Haftpflicht und Transport bei, hier vor allem in unseren ausländischen Zielmärkten. Die Selbstbehaltsquote im Geschäftsbereich stieg auf 58,6 (55,2) %, u. a. wegen geringerer Abgaben an externe Rückversicherer in der Feuerversicherung sowie eines gegenüber dem Vorjahr geringeren Aufwands aus Wiederauffüllungsprämien. Die verdienten Nettoprämien stiegen dadurch gegenüber der Bruttoentwicklung überproportional um 8,3 % auf 2,6 (2,4) Mrd. EUR. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas bereits im Vorjahr deutlich belastete versicherungstechnische Nettoergebnis verschlechterte sich noch einmal auf -240 (-207) Mio. EUR. Die Schadenquote (netto) war aufgrund zahlreicher Großschäden und einer ungewöhnlich starken Häufung von Frequenzschäden in der industriellen Sachversicherung deutlich belastet und belief sich auf 87,3 %, nach 85,7 % im Vorjahr. Die Großschadenbelastung lag mit 376 Mio. EUR signifikant über unserem Großschadenbudget von 260 Mio. EUR. Zu den Großschäden gehörten neben einem Staudammbruch in Kolumbien sowie einem Feuer-Rückwirkungsschaden in den USA eine außergewöhnlich hohe Anzahl an durch Menschen verursachten Großschäden in der industriellen Feuerversicherung. Die Nettokostenquote lag mit 21,8 (22,8) % noch einmal deutlich unter dem Vorjahreswert. Hierzu hat neben dem Wachstum vor allem eine hohe Kostendisziplin in nahezu allen Bereichen beigetragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich insgesamt auf 109,1 (108,5) %. KAPITALANLAGEERGEBNISDas anhaltend niedrige Zinsniveau konnte durch höhere laufende Erträge, vor allem aus alternativen Investments (u. a. Private Equity), kompensiert und somit trotz des herausfordernden Marktumfelds 2018 noch eine Kapitalanlagerendite von 3,0 % (3,6 %) erzielt werden. Das Vorjahresergebnis war vor allem durch außergewöhnlich hohe Veräußerungsgewinne und geringe Abschreibungen gekennzeichnet. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDas EBIT liegt infolge der vorgenannten außergewöhnlich hohen Schadenbelastung im Berichtsjahr mit 11 (109) Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr. Das Konzernergebnis beläuft sich auf -16 (91) Mio. EUR. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Industrieversicherung enthält Gewinne aus Immobilienverkäufen von 37 Mio. EUR. Dem steht ein ebenfalls im operativen Ergebnis enthaltener Währungskursverlust von 24 Mio. EUR gegenüber (Vorjahr: Währungskursgewinn von 34 Mio. EUR). VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGIN % scroll
Das Bruttoprämienwachstum liegt mit einer Steigerung von 5,2 % (währungsbereinigt 7,1 %) deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen. Hierzu hat neben der sanierungsbedingten Mehrprämie vor allem ein deutliches Wachstum in unseren ausgewählten Zielmärkten im Ausland sowie in der Sparte Haftpflicht beigetragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag infolge der vorgenannten, auch im langjährigen Marktvergleich außergewöhnlich hohen Groß- und Frequenzschäden oberhalb der Prognose von rund 99 %. Die darin enthaltene Kostenquote hat gestützt durch unser Wachstum und die konsequente Kostendisziplin unsere bereits ambitionierten Erwartungen übertroffen. Das im Jahr 2018 erzielte Kapitalanlageergebnis lag zwar unter dem vor allem durch Veräußerungsgewinne beeinflussten Vorjahr, aber infolge der sehr positiven laufenden Erträge deutlich über unseren Erwartungen. Infolge der vorgenannten Entwicklungen blieben sowohl die EBIT-Marge von 0,4 % als auch die Eigenkapitalrendite von -0,7 % somit erheblich hinter den Erwartungen von rund 8 % bzw. rund 5 % zurück. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDSCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGIN MIO. EUR scroll
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Inklusive der Sonderaufwendungen für das Programm "KuRS" MARKTENTWICKLUNGIn der deutschen Schaden/Unfallversicherung wird insgesamt ein Wachstum von ca. 3,3 % erwartet. Dabei wird mit Beitragssteigerungen in allen Versicherungszweigen gerechnet. Hervorzuheben ist das Wachstum in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung und in der Kraftfahrtversicherung. PRÄMIENVOLUMENBei unseren Schaden/Unfallversicherern stiegen die gebuchten Beitragseinnahmen um 2,6 % auf 1,6 (1,5) Mrd. EUR. Die höheren Beitragseinnahmen waren insbesondere auf den Ausbau des Haftpflicht-, Unfall- und Schaden-Firmengeschäfts und auf Kraftfahrt zurückzuführen. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der Schaden/ Unfallversicherer am gesamten Geschäftsbereich auf 25,7 (25,2) %, bedingt durch das Wachstum und den Beitragsrückgang in der Lebensversicherung. Die Selbstbehaltsquote blieb stabil bei 94,5 (94,6) %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDas versicherungstechnische Ergebnis unseres Schaden/Unfallversicherungsgeschäfts verbesserte sich von -21 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR. Dies resultierte aus profitablem Wachstum, geringeren Investitionen in das Modernisierungsprogramm "KuRS" und Großschadenbelastungen sowie Kosteneinsparungen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote netto reduzierte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 99,3 %. Bereinigt um die Investitionen im Rahmen des Programms "KuRS" lag die kombinierte Schaden-/ Kostenquote netto bei 97,1 (98,6) %. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs verringerte sich um 2,2 % auf 89 (91) Mio. EUR. Der Rückgang resultierte aus einem geringeren Abgangsergebnis und nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, die aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsniveaus nicht ausgeglichen werden konnten. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis des Sachversicherungsgeschäfts wurde im Wesentlichen bestimmt durch ein besseres versicherungstechnisches Ergebnis. Belastend wirkten Steuerrückstellungen - im Gegensatz zu Zinserträgen aus Steuerrückerstattungen, die wir im Vorjahr erhalten haben. Das EBIT stieg auf 69 (52) Mio. EUR. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,7 (3,7) %. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGIN % scroll
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Inklusive der Sonderaufwendungen für das Programm "KuRS" Die Beitragseinnahmen im Segment Schaden/Unfall lagen aufgrund von deutlichen Zuwächsen im Firmen- und Kraftfahrtgeschäft über dem prognostizierten Wert. Die spartenspezifische Steuerungsgröße kombinierte Schaden-/Kostenquote lag - bedingt durch profitables Wachstum, geringere Investitionen in "KuRS" und Großschadenbelastungen sowie Kosteneinsparungen - mit 99,3 % über den Erwartungen. Infolgedessen erhöhte sich die EBIT-Marge auf 4,7 % und lag damit ebenfalls über dem prognostizierten Wert. LEBENSVERSICHERUNG
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGIN MIO. EUR scroll
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MARKTENTWICKLUNGIn der Lebensversicherung wird für das laufende Geschäftsjahr von einem Beitragswachstum von etwa 2,4 % ausgegangen und mit einem Anstieg der laufenden Beiträge um 0,2 % und der Einmalbeiträge um 8,0 % gerechnet. PRÄMIENVOLUMEN UND NEUGESCHÄFTDie gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland lagen in der Lebensversicherung -einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - mit 4,5 (4,6) Mrd. EUR um 1,3 % unter dem Vorjahr. Hierbei waren ein erwartungsgemäßer Rückgang der laufenden Beiträge aufgrund erhöhter Abläufe um 65 Mio. EUR und gegenläufig ein Anstieg der Einmalbeiträge um 40 Mio. EUR in Einzelleben zu verzeichnen. Die Einführung verschärfter Verkaufsstandards in der Restkreditversicherung machte sich dort mit einem Beitragsrückgang von 36 Mio. EUR bemerkbar. Die Selbstbehaltsquote des Geschäftsbereichs reduzierte sich aufgrund einer Änderung in der Rückversicherung auf 93,6 (95,2) %. Unter Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge fielen die verdienten Nettoprämien mit 3.379 (3.397) Mio. EUR entsprechend etwas geringer aus. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, ape) - erhöhte sich durch höheres Neugeschäft sowohl gegen Einmalbeitrag als auch gegen laufenden Beitrag um 1,0 % auf 389 (385) Mio. EUR. Der Anteil der kapitaleffizienten Produkte, gemessen nach der Beitragssumme im Neugeschäft, blieb im Geschäftsjahr konstant bei 71 %. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISIm laufenden Geschäftsjahr war ein Anstieg des versicherungstechnischen Ergebnisses auf -1,4 (-1,9) Mrd. EUR aufgrund der Einführung der Korridormethode zur Dotierung der Zinszusatzreserve unter HGB zu verzeichnen. Es wird u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind. KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis reduzierte sich um 20,9 % auf 1,6 (2,0) Mrd. EUR. Der Rückgang resultierte insbesondere aus Erleichterungen durch die Anpassung der Deckungsrückstellungsverordnung, die geringere Realisierungen von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve erforderlich machte. Bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau blieb das ordentliche Kapitalanlageergebnis mit 1,3 (1,3) Mrd. EUR auf Vorjahresniveau. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis (EBIT) war im Vorjahr durch Zuführungen zur RfB aufgrund von Steuererträgen belastet; es erhöhte sich auf 111 (85) Mio. EUR. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGIN % scroll
Im Segment Lebensversicherung gingen die Bruttoprämieneinnahmen im Jahr 2018 aufgrund von Vertragsabläufen und der Einführung verschärfter Verkaufsstandards in der Restkreditversicherung um 1,3 % zurück. Der Anstieg des EBIT führte zu einer EBIT-Marge, die leicht oberhalb der Prognose lag. GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTIN % scroll
Der Geschäftsbereich konnte sein Konzernergebnis mit 102 (102) Mio. EUR konstant halten. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich leicht auf 4,2 (4,1) %. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTIN % scroll
Das Konzernergebnis blieb mit 102 (102) Mio. EUR konstant, sodass die prognostizierte Eigenkapitalrendite von 3-4 % mit 4,2 % leicht übertroffen wurde. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" STEUERUNGSGRÖSSENIN % scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx-Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika aktiv. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die HDI International AG in beiden Regionen verstärkt: Zum 3. April 2018 wurde der Erwerb der Generali Colombia Seguros Generales S. A. und deren Tochtergesellschaft Generali Colombia Vida Compañia de Seguros S. A., jeweils mit Sitz in Bogotá, durch die spanische Tochtergesellschaft Saint Honore Iberia SLU zum Abschluss gebracht. Zum 3. Mai 2018 hat die HDI International AG zudem die Mehrheitsbeteiligung an der Liberty Sigorta A. S. mit Sitz in Istanbul übernommen. Der Zusammenschluss der Sachversicherungsgesellschaften Liberty Sigorta A. S. und HDI Sigorta A. s. erfolgte zum 31. Oktober 2018. Am 9. Oktober 2018 wurde in Brasilien das Joint Venture Santander Auto S. A. gegründet. Die gemeinsame Tochter der HDI Seguros S. A., Brasilien, und einer Tochtergesellschaft der Banco Santander S. A., Brasilien, wird nach aufsichtsrechtlicher Genehmigung im Laufe des Jahres 2019 ihr Geschäft aufnehmen. Außerdem wurde am 22. Oktober 2018 ein Vertrag zum Verkauf der HDI Seguros S. A., Peru, geschlossen, der jedoch noch der Zustimmung der peruanischen Aufsicht bedarf. MARKTENTWICKLUNGIn den beiden Regionen des Geschäftsbereichs war die Entwicklung der Versicherungsmärkte 2018 sowohl von politischer als auch von wirtschaftlicher Volatilität beeinflusst. Zudem hatten geänderte politische Rahmenbedingungen Auswirkungen auf Gesetzgebung und Regulierung. Des Weiteren beeinflussten verbreitete Währungsabwertungen und teilweise gestiegene Inflation die Märkte der Schwellenländer. In Brasilien, wo der Geschäftsbereich hauptsächlich im Bereich der Kraftfahrtversicherung tätig ist, war eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation festzustellen, was sich positiv auf den Versicherungsmarkt auswirkte. So konnte der Kraftfahrtversicherungsmarkt von Januar bis November 2018 ein Prämienwachstum von 6,5 % verzeichnen. Ein rückläufiger Trend bei der Schadenhäufigkeit wirkte sich positiv auf die versicherungstechnischen Ergebnisse aus und konnte die gestiegene Inflation kompensieren. Die Wirtschaft in Mexiko entwickelte sich 2018 moderat. Die Sachversicherer verzeichneten ein Prämienwachstum von rund 10,0 %. Der Kraftfahrtversicherungsmarkt war von sinkenden Neuwagenverkaufszahlen und steigender Diebstahlhäufigkeit beeinflusst. Chile verzeichnete ebenfalls ein stabiles Wirtschaftswachstum, gefördert durch Reformen der neuen Regierung, u. a. im Bereich der Steuergesetzgebung. Der chilenische Versicherungsmarkt erwartet für 2018 ein Wachstum von 3,0 %. Auf dem polnischen Versicherungsmarkt verzeichneten die Sachversicherer 2018, dank eines stabilen Kraftfahrtversicherungsmarktes, jedoch eine Ergebnissteigerung zum Vorjahr. Regulatorische Veränderungen in den Bereichen Vertrieb und Datenschutz stellten die Versicherer vor neue Herausforderungen. In der Türkei war der Versicherungsmarkt im Berichtszeitraum geprägt durch die Abwertung der türkischen Lira und gestiegene Inflation, die insbesondere das Kraftfahrtversicherungsgeschäft negativ beeinflussten. Die Neuwagenverkaufszahlen sanken gegenüber dem Vorjahr um 35,0 %. Die Schadenaufwendungen stiegen inflationsbedingt und konnten aufgrund von regulatorischen Maßnahmen nicht vollständig durch gestiegene Beitragseinnahmen kompensiert werden. PRÄMIENVOLUMENDie gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 % auf 5,6 (5,5) Mrd. EUR. Währungsbereinigt erhöhten sich die Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 7,4 %. In der Region Lateinamerika stiegen die gebuchten Bruttoprämien in Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,0 % auf 1,7 Mrd. EUR. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 15,4 %, was im Wesentlichen auf Mexiko und Brasilien zurückzuführen war. Das Prämienvolumen der mexikanischen HDI Seguros S. A. konnte insbesondere in der Kraftfahrtversicherung und über den Bankvertrieb sowie drei neue Maklerprogramme gesteigert werden, was sowohl aus einer gestiegenen Anzahl versicherter Fahrzeuge als auch aus höheren Durchschnittsprämien resultierte. 48 % des in der Region erzielten Prämienvolumens entfielen auf die brasilianische HDI Seguros S. A. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten sanken die gebuchten Bruttoprämien der Gesellschaft um 9,0 % auf 807 Mio. EUR. Währungsbereinigt hingegen betrug der Anstieg 7,9 %, was im Wesentlichen auf kontinuierliche Preiserhöhungen in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen war. Die neu akquirierten kolumbianischen Gesellschaften waren mit 60 Mio. EUR für neun Monate enthalten. In der Region Europa war ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien um 1,7 % (währungsbereinigt um 4,2 %) auf 3,8 Mrd. EUR zu verzeichnen, vor allem getrieben durch das Prämienwachstum um 8,9 % auf 1.3 Mrd. EUR beim polnischen Sachversicherer TUiR WARTA S. A. Die positive Entwicklung war vor allem auf die Zunahme der versicherten Fahrzeuge auf 5,2 (im Vorjahr 4,9) Mio. Stück in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen, die die gesunkene Durchschnittsprämie in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung überkompensieren konnte. Bei der italienischen HDI Assicurazioni S. p. A. betrug der Anstieg der gebuchten Bruttoprämien 2,8 %; dies resultierte im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts Leben aus dem Bankvertriebskanal. Positive Effekte auf die gebuchten Bruttoprämien der Region hatte auch die türkische HDI Sigorta A. S., deren Prämienvolumen sich währungsbereinigt um 33,0 % erhöhte, vor allem getrieben von der Kraftfahrtversicherung. Die neu akquirierte Liberty Sigorta A. S. war mit 7 Mio. EUR für acht Monate enthalten. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISDie kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozentpunkte auf 94,3 %. Die Kostenquote des Geschäftsbereichs lag mit 28,5 % um 0,7 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres (29,2 %). Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschlusskostenquote (um 0,6 Prozentpunkte auf 22,9 %) aufgrund von Kostenoptimierungen vor allem bei der polnischen TUiR warta S. A. sowie der brasilianischen HDI Seguros S. A. Die Schadenquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkte auf 65,8 %, was insbesondere auf kontinuierliche Preiserhöhungen in Brasilien sowie die Bereinigung des Kraftfahrtportfolios in Italien und eine geringere Kfz-Schadenquote bei der polnischen TUiR warta s. a. zurückzuführen war. Insgesamt lag das versicherungstechnische Ergebnis des Geschäftsbereiches mit 91 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (53 Mio. EUR). KAPITALANLAGEERGEBNISIm Geschäftsjahr 2018 wurde im Geschäftsbereich mit 321 Mio. EUR ein gegenüber der Vergleichsperiode um 2,4 % geringeres Kapitalanlageergebnis erzielt. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 %, was insbesondere auf die türkische HDI Sigorta A.S, aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus sowie die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. zurückzuführen war. Überkompensiert wurde das Wachstum durch geringere realisierte Gewinne im außerordentlichen Kapitalanlageergebnis. Die durchschnittliche Rendite der selbst verwalteten Kapitalanlagen reduzierte sich dementsprechend um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 %. OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNISDer Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2018 mit 268 Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,6 % höheres operatives Ergebnis (EBIT). Die Region Europa trug mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,6 % gestiegenen EBIT von 234 (187) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments bei, was im Wesentlichen auf die polnische TUiR warta S. A. sowie die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. zurückzuführen war. Demgegenüber wurden 56 (71) Mio. EUR des EBIT in der Region Lateinamerika generiert, wobei der Rückgang u. a. durch Währungseffekte in Brasilien beeinflusst war. Unter Berücksichtigung der Minderheitenanteile erhöhte sich das Konzernergebnis um 17,5 % auf 161 (137) Mio. EUR und entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalrendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozentpunkte auf 8,1 %. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALIN % scroll
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein währungsbereinigtes Bruttoprämienwachstum von 7,4 %. Dies entspricht der letztjährigen Prognose. Der Rückgang des Neugeschäftswertes (Leben) gegenüber dem Vorjahr resultierte vor allem aus aktualisierten ungünstigeren Modellannahmen bezüglich der künftigen Entwicklung der Kapitalmärkte für die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der internationalen Sachversicherungen entwickelte sich besser als die Prognose von 95 %, was auf eine jeweils gesunkene Kosten- wie auch Schadenquote zurückzuführen war. Die EBIT-Marge mit 5,6 % als auch die Eigenkapitalrendite mit 8,1 % übertrafen den prognostizierten Wert. WEITERE KENNZAHLENGESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTENIN MIO. EUR scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONENIN MIO. EUR scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" RÜCKVERSICHERUNGSCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG
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GESCHÄFTSENTWICKLUNGAn den weltweiten Schaden-Rückversicherungsmärkten herrscht nach wie vor ein Überangebot an Kapital zur Deckung von Risiken. Daran haben die hohen Sturmschäden in den USA der Jahre 2017 und 2018 nur wenig geändert. Zugleich sorgen zusätzliche Kapazitäten aus dem Markt für die Verbriefung von Versicherungsrisiken (Insurance-Linked Securities, ILS) für einen anhaltenden Druck auf Preise und Konditionen. Das Umfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt somit weiter herausfordernd. Gleichwohl konnten wir in einigen schadenbetroffenen Regionen und bei einzelnen Kunden eine höhere Nachfrage nach Rückversicherungsdeckungen beobachten. Mit den Ergebnissen der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2018 - bei der wir 65 % unseres Portefeuilles in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) neu verhandelt haben - waren wir zufrieden. Die Ratensteigerungen im Katastrophengeschäft blieben nach den verheerenden Sturmschäden des Vorjahres allerdings hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Trotz herausfordernder Vertragserneuerungen profitierten wir von unserer Kundennähe und der Fähigkeit, bedarfsgerechte Rückversicherungslösungen anbieten zu können. Besonders deutlich fielen die Zuwächse in Australien, Asien und Großbritannien aus. Sehr zufrieden waren wir zudem mit der Vertragserneuerung in Nordamerika und in West- und Osteuropa. Auch im Bereich der Cyberdeckungen boten sich attraktive Möglichkeiten zum Ausbau unseres Portefeuilles. Auf Kundenseite ergab sich eine deutlich höhere Nachfrage nach solvenzentlastenden Rückversicherungslösungen, sodass wir im Bereich der strukturierten Rückversicherung erneut deutlich wuchsen. Ebenfalls zufrieden waren wir mit den unterjährigen Vertragserneuerungen. Bei Naturkatastrophendeckungen haben wir unsere gewinnorientierte Zeichnungspolitik fortgesetzt, sodass sich unsere Exponierung komfortabel innerhalb unseres zum Vorjahr unveränderten Risikoappetits bewegte. Bei einigen größeren Kundenbeziehungen, insbesondere in Nordamerika und Europa, konnten wir unsere Position deutlich verbessern. PRÄMIENENTWICKLUNGVor diesem Hintergrund erhöhten sich die Bruttoprämien im Berichtsjahr um 11,8 % auf 12,0 (10,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte der Zuwachs 16,2 % betragen, was unsere Erwartungen deutlich übertraf. Der Selbstbehalt stieg auf 90,7 (89,7) %. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 18,0 % auf 10,8 (9,2) Mrd. EUR; währungskursbereinigt hätte das Wachstum 22,5 % betragen. ERGEBNISENTWICKLUNGDas Geschäftsjahr 2018 war weniger von Großschäden dominiert als das Vorjahr, das mit der höchsten Belastung aus Großschäden in die Geschichte unseres Unternehmens eingegangen war. Nachdem das erste Halbjahr 2018 durch einen sehr moderaten Großschadenverlauf gekennzeichnet war, war im dritten Quartal ein Schadenaufkommen zu verzeichnen, das sich im Wesentlichen im Rahmen unserer Quartalserwartungen bewegte. Zu den größten Schäden des dritten Quartals zählte Taifun "Jebi" in Japan, für den wir eine Nettoschadenbelastung von 135 Mio. EUR erwarten. Für Hurrikan "Florence" rechnen wir mit einer Nettobelastung von 37 Mio. EUR. Im vierten Quartal lagen die Großschäden dagegen deutlich über unserem budgetierten Rahmen. Dabei führten die Waldbrände in Kalifornien die Großschadenliste an. Für die "Camp"-Waldbrände rechnen wir mit einer Nettobelastung von 130 Mio. EUR, für die "Woolsey"-Waldbrände mit 64 Mio. EUR. Für Hurrikan "Michael" rechnen wir mit einer Nettobelastung von 46 Mio. EUR. Insgesamt lag unsere Netto-Großschadenbelastung im Geschäftsjahr 2018 bei 850 (1.127) Mio. EUR und überschritt das von uns vorgesehene Großschadenbudget von 825 Mio. EUR damit leicht. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg deutlich auf 333 (1 Mio. EUR). Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 96,6 (99,8) % und lag damit leicht über unserem Zielwert für das Geschäftsjahr von 96 %. OPERATIVES ERGEBNIS UND KAPITALANLAGEERGEBNISSehr erfreulich entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis für das Segment Schaden-Rückversicherung. Bei stabilen ordentlichen Kapitalanlageerträgen verringerte sich das Ergebnis aus selbst verwalteten Anlagen um 15,4 % auf 1.029 (1.217) Mio. EUR. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die außergewöhnlich hohen Realisierungserträge aus der Liquidierung unseres Bestands an börsennotierten Aktien zurückzuführen. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Großschadenbelastungen stieg das operative Ergebnis (EBIT) auf 1.364 (1.141) Mio. EUR. Die EBIT-Marge blieb mit 12,6 (12,5) % stabil. Unseren Zielwert von mindestens 10 % haben wir damit erreicht. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGIN % scroll
Die Bruttoprämien stiegen um 11,8 % auf 12,0 (10,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 16,2 % betragen und liegt damit deutlich über unseren Erwartungen. Mit dem Ergebnis in der Schaden-Rückversicherung sind wir zufrieden. Das operative Ergebnis (EBIT) zum 31. Dezember 2018 verbesserte sich auf 1.364 (1.141) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote hielt mit 96,6 % unsere Prognose nicht ein, für die wir unter 96 % ansetzten. Die EBIT-Marge blieb stabil und lag mit 12,6 % über dem Zielwert von mindestens 10 %. PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale
Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht GESCHÄFTSENTWICKLUNGZahlreiche positive Geschäftsentwicklungen in unserem internationalen Personen-Rückversicherungsportefeuille haben im abgelaufenen Berichtsjahr dazu beigetragen, dass wir ein solides Ergebnis erreichen konnten. Vertragsrückzüge aufgrund der von uns angekündigten Ratenerhöhungen im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft haben das Ergebnis mit 273 Mio. EUR belastet. Unter Anrechnung der erforderlichen Auflösung einer Kostenreserve in Höhe von 87 Mio. EUR konnten wir ein operatives Ergebnis (EBIT) von 262 (229) Mio. EUR erreichen. Dies spiegelte die ganzheitlich gute Qualität und solide Profitabilität des Geschäfts außerhalb des 2009 erworbenen US-Mortalitäts-Geschäftes wider. Zu den Höhepunkten des Berichtsjahres zählten die überaus erfreulichen Neugeschäftszuwächse in Asien und gute Ergebnisse in weiten Teilen Europas sowie die Neueröffnung unserer Repräsentanz in Abidjan an der Elfenbeinküste. Mit diesem lokalen Büro haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt, sodass wir in dieser sich vielversprechend entwickelnden Region vor Ort und damit nah am Kunden agieren können. In unserem Heimatmarkt Deutschland beschäftigten sich die Erstversicherer intensiver mit den durch die europäische Solvency-Il-Richtlinie vorgeschriebenen Kapitalbedeckungs- und Solvabilitätsquoten. Zur Erfüllung der geforderten Quoten stellen Rückversicherungsdeckungen eine mögliche Lösung dar. Übergangsmaßnahmen, die den Versicherern erlauben, über einen bestimmten Zeitraum verminderte Anforderungen erfüllen zu müssen, haben den Bedarf an Rückversicherungslösungen im Berichtsjahr jedoch gedämpft. Global betrachtet war die Nachfrage nach Rückversicherungslösungen zur Deckung von Langlebigkeitsrisiken hoch. Ein Treiber sind hier die hohen Kapitalanforderungen für derartiges Geschäft auf der Erstversicherungsseite. Darüber hinaus ergaben sich für uns neue Geschäftschancen durch Digitalisierungsinitiativen und InsurTechs. Diese zumeist noch kleineren Start-up-Unternehmen sind in der Regel auf Kooperationen mit erfahrenen und kapitalstarken Partnern angewiesen. Durch unsere Zusammenarbeit mit InsurTechs entstehen auch für Erstversicherer und Versicherungsnehmer Vorteile. Mittels solcher Partnerschaften helfen wir unseren Kunden, auf die veränderten Bedürfnisse der Versicherungsnehmer reagieren zu können und Neuerungen in den Markt zu bringen. PRÄMIENENTWICKLUNGIm Segment Personen-Rückversicherung summierten sich die gesamten Bruttoprämieneinnahmen für das Berichtsjahr auf 7.200 (7.080) Mio. EUR. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 1,7 %; währungskursbereinigt hätte der Anstieg 4,6 % betragen, was im Rahmen unserer Erwartungen lag. Der Selbstbehalt lag bei 90,7 (91,7) %. Die verdienten Nettoprämien blieben mit 6.484 (6.473) Mio. EUR stabil; währungskursbereinigt entspräche dies einem Wachstum von 3,2 %. OPERATIVES ERGEBNIS UND KAPITALANLAGEERGEBNISDas Kapitalanlageergebnis hat sich angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus erwartungsgemäß reduziert und belief sich auf 491 (560) Mio. EUR. Dabei entfielen auf unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen 319 (343) Mio. EUR und auf die bei unseren Zedenten hinterlegten Depots 172 (217) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 262 (229) Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist unter Berücksichtigung der bereits erwähnten Rückzüge im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft, die das Ergebnis belastet haben, erfreulich. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGIN % scroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale
Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht Das Ergebnis im Segment Personen-Rückversicherung war im Berichtsjahr durch Einmalbelastungen aus Vertragsrückzügen im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft betroffen. Dem wirkte u. a. eine positive Geschäftsentwicklung in unserem internationalen Personen-Rückversicherungsgeschäft entgegen. Überaus erfreulich zeigten sich beispielsweise die Neugeschäftszuwächse in Asien und gute Ergebnisse in weiten Teilen Europas. Global betrachtet war die Nachfrage nach Rückversicherungslösungen zur Deckung von Langlebigkeitsrisiken hoch. Ein Treiber sind hier die hohen Kapitalanforderungen für derartiges Geschäft bei den Erstversicherern. Folglich lieferte unser Financial-Solutions-Geschäft einen erneut gestiegenen Ergebnisbeitrag. Weniger zufrieden waren wir mit der Entwicklung unseres US-Mortalitäts-Bestandsgeschäftes, das wir 2009 übernommenen hatten. Hier belasteten Vertragsrückzüge aufgrund von uns angekündigter Ratenerhöhungen das Ergebnis einmal mit 273 Mio. EUR. Unter Anrechnung der erforderlichen Auflösung einer Kostenreserve ergaben sich Einmalbelastungen von 185 Mio. EUR vor Steuern. Die Bruttoprämieneinnahmen im Segment Personen-Rückversicherung stiegen leicht um 1,7 % auf 7,2 (7,1) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte es ein Wachstum von 4,6 % gegeben. Der Zielwert für den Neugeschäftswert (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) von mindestens 110 Mio. EUR wurde mit 146 Mio. EUR erneut übertroffen. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 14,4 % auf 262 (229) Mio. EUR. Die Ergebnissteigerung ist erfreulich, da die bereits angesprochenen Rückzüge im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft das Ergebnis einmal belastet haben, damit aber auch für die Zukunft weitgehend entfallen. GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTIN % scroll
Das Konzernergebnis im Geschäftsbereich Rückversicherung stieg auf 540 (480) Mio. EUR; auch die Eigenkapitalrendite stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 13,0 %. VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSESTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTIN % scroll
Der Geschäftsbereich Rückversicherung steigerte sein Konzernergebnis im Berichtsjahr auf 540 (480) Mio. EUR, was einem Zuwachs von 12,5 % entspricht. Die Eigenkapitalrendite für den Geschäftsbereich Rückversicherung lag deutlich oberhalb der Prognose. KONZERNFUNKTIONEN
Talanx, Berenberg und der Asset-Manager eines anderen deutschen börsennotierten Versicherers haben gemeinsam die erste Finanzierungslösung durch institutionelle Anleger im deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) über eine Leasingstruktur mit der dal Deutsche Anlagen-Leasing strukturiert. Mandanten des Kooperationspartners und der Talanx traten als Fremdkapitalinvestoren zur Finanzierung neuer Züge für SPNV-Verbindungen im Raum Ulm auf. RÜCKVERSICHERUNGSSPEZIALISTEN IM KONZERNIm Segment Konzernfunktionen weisen wir seit 2013 versicherungstechnisches Geschäft aus, das über unsere irische Tochtergesellschaft gezeichnet wird. Seit Januar 2019 firmiert diese unter dem Namen HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE). Mit dieser gruppeninternen Rückversicherung streben wir eine Erhöhung des Selbstbehalts sowie eine Optimierung der Kapitalauslastung an. Das von HDI Reinsurance (Ireland) gezeichnete konzerninterne Geschäft wird teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet, um Diversifikationsvorteile im jeweiligen Segment zu nutzen. Im Segment Konzernfunktionen weisen wir darüber hinaus jenes Geschäft aus, das zusätzliche segmentübergreifende Diversifikationsvorteile beinhaltet. Im Berichtsjahr betrugen die gebuchten Bruttoprämien aus diesem Geschäft 53 (29) Mio. EUR, sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierte insbesondere daraus, dass HDI Reinsurance (Ireland) Neugeschäft aus dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International seit 2018 vollständig im Segment Konzernfunktionen ausweist. HDI Reinsurance (Ireland) wies für das Segment Konzernfunktionen ein operatives Ergebnis von -4 (-6) Mio. EUR aus. KAPITALANLAGESPEZIALISTEN IM KONZERNDie Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH) betreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Ampega Investment GmbH und Ampega Real Estate GmbH (vormals Talanx Immobilien Management GmbH) in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns liegen mit 111,9 (107,9) Mrd. EUR um 3,7 % über dem Vorjahresniveau. Der Beitrag der drei Gesellschaften in Summe zum operativen Ergebnis im Segment betrug im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 55 (48) Mio. EUR. Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse der Investmentbranche lagen 2018 mit 90 Mrd. EUR deutlich unter dem sehr starken Vorjahr (147 Mrd. EUR), jedoch im langjährigen Durchschnitt. 2018 dominierten institutionelle Anleger im Investmentgeschäft und schichteten teilweise Direktanlagen (freie Mandate) in Spezialfonds um. Demgegenüber war das Netto-Neugeschäft bei Publikumsfonds vergleichsweise schwach. Betrachtet man das Investment-Gesamtvolumen, so hat sich die ausgeprägt schwache Marktbewertung bei Aktien und Unternehmensanleihen im vierten Quartal belastend niedergeschlagen. Ursächlich hierfür waren eine sich abschwächende Unternehmens-Gewinndynamik und vermehrte Gewinnwarnungen sowie politische Unwägbarkeiten. Zusammen mit dem gegenüber 2017 schwächeren Mittelaufkommen führte dies erstmals seit 2011 zu einem rückläufigen Volumen in Investmentfonds. Das Gesamtvolumen des von Ampega Investment GmbH verwalteten Vermögens fiel um 2,4 % auf 23,9 (24,5) Mrd. EUR. Hauptgrund dafür ist der Abgang eines institutionellen Non-Listed-Assets-Mandats in Höhe von 1,6 Mrd. EUR. Die Hälfte des Gesamtvolumens, nämlich 11,5 (11,6) Mrd. EUR, wird im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 6,0 (7,2) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 6,4 (5,7) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. OPERATIVES ERGEBNISDas operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im Geschäftsjahr 2018 auf 0 (-12) Mio. EUR, was insbesondere auf ein gestiegenes Währungskursergebnis sowie höhere Provisionserträge zurückzuführen ist. Gegenläufig war im Geschäftsjahr 2018 eine Belastung aus dem Orkantief "Friederike" von rund 5 Mio. EUR zu verzeichnen. Das im Geschäftsjahr 2018 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment erhöhte sich auf -80 (-141) Mio. EUR. Dies resultiert insbesondere aus einem geringeren Steueraufwand für Vorjahre sowie einer Abschreibung steuerlicher Verlustvorträge im Jahr 2017 in Höhe von 41 Mio. EUR. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEVERMÖGENSLAGE
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER VERMÖGENSSTRUKTURDie Erhöhung unserer Bilanzsumme ist vor allem auf den Zuwachs der Kapitalanlagen (+4,2 Mrd. EUR) zurückzuführen. Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte von 2,0 (2,0) Mrd. EUR entfallen einerseits mit 895 (937) Mio. EUR auf sonstige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich PVFP), andererseits sind aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte mit 1.058 (1.058) Mio. EUR enthalten. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden im Konzern zu 100 % bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der auf den Konzern entfallende Anteil an den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wie folgt dar: NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER UND VERSICHERUNGSNEHMERANTEILIN MIO. EUR scroll
Korrespondierend mit dem Rückgang der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, sank der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,1 (Anstieg im Vorjahr um 0,6) Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" weisen wir zum Stichtag die Vermögenswerte der HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru, in Höhe von 9 Mio. EUR und Immobilienbestände in Höhe von 6 Mio. EUR aus. Im Vorjahr wurden in dieser Position die Vermögenswerte der aspecta Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg, sowie die Anteile an und Darlehensforderungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen INDAQUA Indústria e Gestão de Aguas S. A., Matosinhos, Portugal, in Höhe von insgesamt 418 Mio. EUR ausgewiesen. Nähere Erläuterungen der einzelnen Vorgänge siehe Konzernanhang "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". KAPITALANLAGEMANAGEMENT UND -ZIELEDas abgelaufene Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch ein Niedrigzinsumfeld. Der Leitzins im Euroraum lag unverändert bei 0,0 %. Die Geldpolitik divergierte in den Wirtschaftsräumen. In den USA war eine deutlich straffe Geldpolitik zu beobachten, wohingegen die übrigen großen Zentralbanken eher eine graduelle Normalisierungstendenz zeigten. Somit wurden die Zinsen in den USA in vier Zinsschritten weiter erhöht und die Reduktion der Bilanz fortgesetzt, während die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe zum Jahresende einstellte. Zum Jahresende lagen die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen bei ca. 0,24 % und damit ca. 20 Basispunkte unter dem Jahresbeginn. Die zweijährigen fielen im Jahresverlauf leicht auf ca. -0,66 % und die fünfjährigen lagen bei -0,30 % und damit weiterhin im negativen Bereich. Neben den Zinseffekten wirkte sich die Entwicklung des US-Dollar-Kurses direkt auf die in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen aus. Der Kurs lag am 31. Dezember 2017 bei 1,20 USD je EUR. Im Geschäftsjahresverlauf gewann der USD ca. 4,5 % gegenüber dem EUR und lag zum Jahresende bei 1,15 USD je EUR. Zum Jahresabschluss betrug der Bestand an in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen 21,3 (19,9) Mrd. EUR und entsprach 19 (18) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Die Risikomessung und das Risikocontrolling der Kapitalanlagen haben einen sehr hohen Stellenwert. Diese Kernfunktionen mit einer starken und wohlfunktionierenden Schnittstelle zum Portfoliomanagement befähigten unser Kapitalanlagemanagement zu einer ständigen Überwachung der Portfolios und somit einer effizienten Steuerung der Risiken. Diverse bestehende Instrumente zur Risikomessung und -steuerung wurden an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. 78 (76) % der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere besitzen ein Rating von A oder besser. Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen. Das interne Risikomodell des Konzerns und die Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den Handlungsraum für unsere Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der Asset-Liability-Management-Vorgaben und der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden die Portfolios weiter optimiert. Einen zusätzlichen Rahmen bilden die Kapitalanlagerichtlinien auf Konzern-, Segment- und Gesellschaftsebene, die einer jährlichen Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung hinsichtlich ihrer Angemessenheit gegenüber aufsichtsrechtlichen und marktgegebenen Restriktionen unterliegen. Infolge eines qualitativen Investmentprozesses konnten im Kapitalanlagebestand gefährdete Adressen weitestgehend vermieden werden. Die Assetklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen blieb weiterhin die wichtigste Anlageklasse. KAPITALANLAGEENTWICKLUNGZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGENIN MIO. EUR ![]() Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2018 auf 122,8 (118,7) Mrd. EUR. Der Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen stieg um 3,7 % auf 107,9 Mrd. EUR. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen ist vorrangig durch die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft begründet, die im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt wurden. Der Bestand an Investmentverträgen und Depotforderungen weist im Vergleich zum Jahresbeginn keine wesentlichen Bestandsänderungen auf. Auch 2018 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 2,7 (2,7) Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr weitestgehend reinvestiert. ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGENIN % ![]() ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSENIN MIO. EUR scroll
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Derivate nur mit positiven Marktwerten FESTVERZINSLICHE WERTPAPIEREDer Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) stieg im Geschäftsjahr 2018 um 3,9 Mrd. EUR an und betrug zum Jahresende 100,6 (96,7) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 82 (82) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen, weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf. Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" machen 70 (69) % des Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere aus und sind um 3,5 Mrd. EUR auf 70,2 (66,7) Mrd. EUR aufgrund von neuen Anlagen angestiegen. Dabei wurde hauptsächlich in Pfandbriefen und Unternehmensanleihen investiert. Die Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - sind aufgrund gestiegener Spreads, insbesondere bei US-amerikanischen Unternehmensanleihen, seit dem Jahresende 2017 von 3,3 Mrd. EUR auf 1,7 Mrd. EUR gesunken. Die gestiegenen Risikoaufschläge kommen uns andererseits aber bei der Neu- und Wiederanlage zugute. Die Volatilität der "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" schlägt sich im Eigenkapital nieder. In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" wurden im Wesentlichen Staatspapiere oder ähnlich sichere Papiere gehalten. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin Pfandbriefe dar. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie "Darlehen und Forderungen" betrug zum Jahresende 29,1 (28,9) Mrd. EUR und stellt damit 29 (30) % des Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen" (inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) verringerten sich auf 3,8 (4,3) Mrd. EUR. Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden 2018 weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 43,1 (39,0) Mrd. EUR. RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREIN % ![]() Der Talanx-Konzern verfolgt eine vergleichsweise konservative Anlagepolitik. So besitzen 78 (76) % der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse A. Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 4,1 (4,7) Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 3,7 (4,4) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Der Bestandsrückgang ist auf die Verbesserung der Ratingeinstufung von Spanien zurückzuführen. AKTIEN UND AKTIENFONDSIm Laufe des Geschäftsjahres lag der Aktienbestand konstant bei rund 1,1 (1,1) Mrd. EUR. Somit beträgt die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote) zum Jahresende 0,9 (1,0) %. Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände (ohne "Übrige Kapitalanlagen") reduzierten sich um 81 Mio. EUR und betragen nunmehr 74 (155) Mio. EUR. IMMOBILIEN INKLUSIVE ANTEILE AN IMMOBILIENFONDSDurch anhaltende Niedrigzinsen, eine noch florierende Konjunktur, einhergehend mit sehr hoher Flächennachfrage und somit starken Vermietungsmärkten, konnte der deutsche Investmentmarkt ein neues Allzeithoch hinsichtlich des gewerblichen Transaktionsvolumens erreichen. Gleichzeitig setzte sich die Renditekompression weiter fort. Attraktive Renditen finden Investoren noch beim Ankauf von Projektentwicklungen bzw. Forward Deals. Die Umbrüche im Einzelhandel sorgen im Bereich von Shopping-Centern erstmals für steigende Renditen und für schwierigere Verkaufsprozesse bei dieser Art der Handelsimmobilien. Weiterhin gefragt sind innerstädtische Geschäftshäuser und Fachmarktzentren. Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage von Nutzern und Investoren im Logistiksegment stark an. Auf den Büromärkten kam es zu neuen Vermietungsrekorden, obwohl die Flächennachfrage aufgrund des Nachfrageüberhangs nicht erfüllt werden konnte. Starke Nachfrage wurde von Business-Centern und Co-Working-Anbietern verzeichnet. Die hohen Flächennachfragen sorgen in den Big-7-Standorten trotz der konstanten und fürs kommende Jahr steigend prognostizierten Neubauvolumina für die niedrigste Leerstandsquote der letzten 15 Jahre. Bei großvolumigen Transaktionen bilden ausländische Käufer die stärkste Investorengruppe. Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremd genutzten Immobilien 3,0 (2,8) Mrd. EUR. Hinzu kommen 985 (841) Mio. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremd genutzten Immobilienbestand in Höhe von 57 (52) Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen in Höhe von 4 (16) Mio. EUR an. Die planmäßigen Abschreibungen 2018 sind auf einen konsolidierten Spezialfonds und 2017 auf zwei Objekte der Hannover Rück-Gruppe in den USA zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 15 (21) Mio. EUR. Diesen Abschreibungen standen Zuschreibungen von 6 (2) Mio. EUR, im Wesentlichen für fremd genutzte Immobilien, gegenüber. Die Immobilienquote einschließlich der Investments in Immobilienfonds beträgt unverändert 3 %. INFRASTRUKTURINVESTMENTSEin wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte. Deren Nachfrage ist weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und durch unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen und Public-Private-Partnership(ppp)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland. 2018 hat die Talanx ihr Infrastrukturportfolio unter anderem durch Projekte im Schienen- und Straßenverkehr sowie im Bereich Photovoltaik weiter ausbauen und diversifizieren können. Zum Jahresende 2018 war der Talanx-Konzern insgesamt mit einem Volumen von rund 2,1 (Vorjahr 1,9) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekten engagiert. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. KAPITALANLAGEERGEBNISENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSESIN MIO. EUR scroll
Aufgrund der geringeren Realisate im Berichtszeitraum lag das Kapitalanlageergebnis mit 3.767 (4.478) Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Das Vorjahr war insbesondere durch außerordentliche Erträge aus dem Aktienverkauf im Hannover Rück-Konzern und Realisate im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben zur Stärkung der Zinszusatzreserve geprägt. Dadurch ergibt sich eine annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,3 (4,0) %. Trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus sind die ordentlichen Kapitalanlageerträge aufgrund des Bestandsaufbaus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Mio. EUR gestiegen und betrugen zum Stichtag 3.445 (3.398) Mio. EUR. Das sinkende Kapitalmarktzinsniveau führte zu einem Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren von 2,9 %, dieser liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,0 %. Die hierin enthaltenen laufenden Erträge aus Zinsen lagen bei 2,7 (2,7) Mrd. EUR und bilden weiterhin den wesentlichen Bestandteil des Ergebnisses. Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos wurden derivative Finanzinstrumente (u. a. Vorkäufe), insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben, eingesetzt. Weiterführende Angaben zu den finanziellen Auswirkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13. Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr insgesamt unter dem Vorjahresniveau und betrug per saldo 584 (1.245) Mio. EUR. Der deutliche Rückgang von 661 Mio. EUR im Vergleich zur Vorperiode ist im Wesentlichen auf außergewöhnlich hohen Realisierungserträge des Vorjahres aus der Liquidierung des Portefeuilles börsennotierter Aktien im Hannover Rück-Konzern zurückzuführen. Die positiven Realisate resultieren vor allem aus der regelmäßigen Portfolioumschichtung in allen Segmenten und zusätzlich aus der Anforderung zur Hebung von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen und Pensionskassen. Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Berichtszeitraum per saldo geringere Abschreibungen erforderlich. Diese betragen unter Berücksichtigung der Zuschreibungen (6 [3] Mio. EUR) insgesamt 180 (198) Mio. EUR. Davon entfielen 57 (52) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener Immobilien, 24 (11) Mio. EUR auf den Bereich Aktien, 12 (33) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere und 89 (89) Mio. EUR auf sonstige Kapitalanlagen. Das unrealisierte Ergebnis reduzierte sich per saldo von 64 Mio. EUR auf -12 Mio. EUR. Der Rückgang ist auf Marktwertveränderungen unserer erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Bestände zurückzuführen. Darin enthalten ist unter anderem das unrealisierte Ergebnis aus ModCo-Derivaten im Segment Personen-Rückversicherung in Höhe von 11 (4) Mio. EUR. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen belief sich auf 192 (219) Mio. EUR. Weiterführende Anmerkungen inklusive einer Darstellung nach Segmenten siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung", Anmerkung 30 "Kapitalanlageergebnis". KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN1)IN MIO. EUR ![]()
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Nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten WÄHRUNGSEINFLÜSSEAufgrund der internationalen Ausrichtung der im Konzern gebündelten Versicherer bestehen, basierend auf dem Geschäftsmodell, währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und der Finanzlage. Grundsätzlich erhalten und erbringen die international tätigen Versicherer Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Aktiva zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden (währungskongruente Bedeckung). Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die Umrechnungskurse für die wichtigsten Währungen im Anhang unter "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" dargestellt. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 19 (18) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in Summe 7 (7) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil der Kapitalanlagen in Fremdwährungen innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen beträgt zum Stichtag 32 (32) %. Unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen einschließlich der Investmentverträge setzen sich aus folgenden Währungen zusammen: KAPITALANLAGENIN % ![]() FINANZLAGEANALYSE DER KAPITALSTRUKTUR
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER KAPITALSTRUKTURInsgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen (also abzüglich der Anteile der Rückversicherer an diesen Verpflichtungen) in Relation zur Vergleichsperiode um 4,1 % bzw. 4,3 Mrd. EUR auf 108,8 (104,5) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel mit 2,4 Mrd. EUR auf die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und mit jeweils 1,7 Mrd. EUR auf die Deckungsrückstellung. Dabei resultiert der Anstieg der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Wesentlichen aus den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung. Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 89,4 (88,9) %; es bestand eine Überdeckung der Rückstellungen von 13,0 (13,0) Mrd. EUR. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTEDie bestehenden Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten" erläutert. ASSET-LIABILITY-MANAGEMENTDie Struktur unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen und anderer Verbindlichkeiten ist die wesentliche Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen decken bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen, wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Passivseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellung im Risikobericht ab Seite 108. Die sogenannte Macaulay-Duration des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere im Konzern belief sich im Berichtsjahr über alle Segmente auf 8,1 (8,1). Dies entspricht einer sogenannten Effective Duration von 7,9. In dieser Berichtsperiode wurde von der Macaulay-Duration auf die Effective Duration umgestellt. Somit wird in künftigen Berichtsperioden nur noch die Effective Duration berichtet. Im Unterschied zur Macaulay-Duration und zur Modified Duration ist die Effective Duration für nahezu alle Wertpapiertypen des Fremdkapitals definiert, insbesondere auch für kündbare, indizierte und strukturierte Wertpapiere, sodass Hilfsdefinitionen weitgehend entfallen. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht - wie oben geschildert - auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Effective Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 10,8 im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherung mit 4,85 relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der Ampega Asset Management GmbH wird die aktivische Duration in regelmäßigen Abständen mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt. Um das Asset-Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13. KAPITALMANAGEMENTPROZESSscroll
Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist. Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Talanx-Konzerns. Hierbei differenzieren wir zwischen der regulatorischen Sichtweise des HDI-Konzerns und der ökonomischen Sichtweise des Talanx-Konzerns. Dabei unterscheiden wir folgende Kapitalbegriffe:
Als Basic Own Funds bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene ökonomische Kapital. Basic Own Funds ergeben sich als Überhang der Aktiva über die Verbindlichkeiten der Solvenzbilanz und unterscheiden sich vom IFRS-Eigenkapital (korrigiert um immaterielle Vermögenswerte) um offengelegte aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern und beinhalten Hybridkapital und Surplus Funds. Regulatorisch wird der HDI-Konzern mit den sogenannten Eligible Own Funds betrachtet. Diese unterscheiden sich von den Basic Own Funds des Talanx-Konzerns durch die Hinzunahme der Eigenmittel des HDI V. a. G. sowie durch den Abzug der den Minderheiten zustehenden über dem Solvency Capital Required liegenden Basic Own Funds (sogenannter Haircut). Solvency Capital Required (benötigtes Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist. Aufsichtsrechtlich (gemäß Solvency II) berechnet es sich mit einem Sicherheitsniveau auf Jahresfrist von 99,5 %. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für den HDI-Konzern auf Basis des genehmigten partiellen internen Kapitalmodells berechnet. Für den Talanx-Konzern nehmen wir eine ökonomische Betrachtung ein, die sich im Solvency Capital Required im Vergleich zum aufsichtsrechtlich genehmigten partiellen internen Kapitalmodell durch die vollständige interne Modellierung der operationellen Risiken auszeichnet. Darüber hinaus berücksichtigen wir in der ökonomischen Betrachtung keine Übergangsmaßnahmen ("Transitional"). Das Verhältnis von Basiseigenmitteln und Solvency Capital Required zeigt die Kapitaladäquanz an. Für den Talanx-Konzern gilt gemäß Risikostrategie mit einem Sicherheitsniveau von 99,97 % (3.ooo-Jahres-Schock) ein höheres Niveau als die aufsichtsrechtlich geforderte Höhe (Sicherheitsniveau 99,5 %, 200-Jahres Schock). Aufsichtsrechtlich auf Ebene des HDI-Konzerns haben wir für die Solvency-II-Quote einen Zielkorridor ohne Übergangsmaßnahmen zwischen 150 % und 200 % definiert. Ökonomisch auf Ebene des Talanx-Konzerns streben wir eine Mindest-Kapitaladäquanz von 200% an. Das oberste Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern ist es, die starke Finanzkraft des Konzerns sicherzustellen sowie die Kapitaleffizienz zu steigern. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung (Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein AA-Rating) richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-Risiko-Aspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio des Talanx-Konzerns. Dabei wird nicht benötigtes Kapital bzw. Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig erstklassiger Kapitaladäquanz. Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Dividende für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst umgeht. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt. Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die maßvolle Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, sie wirkt sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns aus. EIGENKAPITALEIGENKAPITALQUOTE UND EIGENKAPITALRENDITEDie Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, und die Eigenkapitalrendite haben sich wie folgt entwickelt: ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALQUOTEscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALRENDITEscroll
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Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSIn der abgelaufenen Berichtsperiode hat sich das Eigenkapital um 37 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg von 0,3 % - auf 14.261 (14.224) Mio. EUR erhöht. Der Konzernanteil (Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) belief sich auf 8.713 (8.813) Mio. EUR. Die deutliche Verringerung der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 447 Mio. EUR auf -257 Mio. EUR (-235,3 %) sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 354 (341) Mio. EUR an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums wurden durch das Periodenergebnis, das in Höhe von 703 (671) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, nicht vollständig aufgefangen, sodass sich der Konzernanteil um 100 Mio. EUR (-1,1 %) leicht verringerte. Der Rückgang der übrigen Rücklagen (-447 Mio. EUR) ist insbesondere durch die negative Entwicklung der stillen Reserven aus Kapitalanlagen (-1.030 Mio. EUR bzw. -36,3 %) und durch das Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges (-136 Mio. EUR bzw. -34,9 %) begründet, die durch die positive Entwicklung der Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting (+676 Mio. EUR) und der Währungsumrechnung (+66 Mio. EUR bzw. 24,4 %) nur teilweise kompensiert werden konnte. Während die nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen, korrespondierend mit den gestiegenen Spreads und dem angestiegenen Zinsniveau für lange Laufzeiten seit dem Jahresende 2017, von 2.842 Mio. EUR auf 1.811 Mio. EUR zurückgingen, hat die Währungskursentwicklung - insbesondere die Aufwertung des us-Dollars gegenüber dem Euro - das kumulierte Ergebnis aus der Währungsumrechnung um 66 Mio. EUR von einem Verlust zum Jahresende 2017 in Höhe von 270 Mio. EUR auf einen Verlust in Höhe von 204 Mio. EUR zum Jahresende 2018 verbessert. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich um 137 Mio. EUR - dies entspricht 2,5 % - auf 5,5 Mrd. EUR. Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenüberschuss beläuft sich auf 656 (598) Mio. EUR. Die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter in Höhe von 380 (364) Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern. DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE EINSCHLIESSLICHDARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERscroll
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Das Eigenkapital der Geschäftsbereiche ist definiert als Residualgröße aus Geschäftsbereichsaktiva
und -passiva Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Die Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.141 (1.136) Mio. EUR, begebene Anleihen in Höhe von 1.065 (1.065) Mio. EUR, eine Nachranganleihe in Höhe von 750 (750) Mio. EUR sowie Steuerrückstellungen in Höhe von 41 (80) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG neben liquiden Vermögensgegenständen und Steuererstattungsansprüchen vor allem die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden. ENTWICKLUNG DER NICHT BILANZIERTEN BEWERTUNGSRESERVENIn der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 3,8 (4,3) Mrd. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz" zu den Positionen "Fremd genutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Übrige Kapitalanlagen", "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen", "Sonstige Vermögenswerte", "Nachrangige Verbindlichkeiten", "Begebene Anleihen und Darlehen" und "Übrige Verbindlichkeiten". EIGENKAPITAL UND NICHT BILANZIERTE BEWERTUNGSRESERVENscroll
LIQUIDITÄT UND FINANZIERUNGDie liquiden Zuflüsse der Talanx AG stammen primär aus Dividenden sowie Ergebnisabführungen von Tochterunternehmen und aus am Kapitalmarkt aufgenommenen Eigen- bzw. Fremdmitteln. Im Zuge der Koordinierung des Kapitalbedarfs des Talanx-Konzerns sowie der einzelnen Geschäftsbereiche ist es eine Kernaufgabe der Talanx AG, den Zugang des Konzerns zu Liquiditätsquellen zu optimieren und die Finanzierungskosten dabei möglichst niedrig zu halten. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie haben wir sichergestellt, dass der Konzern jederzeit in der Lage war, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Darüber hinaus existiert im Rahmen verschiedener Kontokorrentvereinbarungen ein verlässlicher Zugriff auf gruppeninterne Finanzierungsmittel, der die finanzielle Flexibilität sowohl der Talanx AG als auch des Talanx-Konzerns weiter erhöht. Zur Nutzung des weiterhin niedrigen Zinsniveaus in Europa sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei der Kapitalanlagesteuerung emittierte der Hannover Rück-Teilkonzern im April 2018 eine Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR und einer Laufzeit von zehn Jahren. Im Vorjahr hatte die Talanx AG eine Nachranganleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR platziert. Die auf Euro lautende Anleihe hat eine Laufzeit bis 2047 und ist am 5. Dezember 2027 erstmals rückzahlbar. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 26. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2018 zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien mit einem Volumen von jeweils 250 Mio. EUR. Eine dieser Kreditlinien wurde im vierten Quartal durch eine neue syndizierte Kreditlinie mit ebenfalls einem Volumen von 250 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren und Verlängerungsoptionen für zwei weitere Jahre abgelöst. Die Kreditlinien besitzen eine Laufzeit bis 2021 bzw. max. 2023. Zum Bilanzstichtag sind diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Siehe auch Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 26. Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel: "Sonstige Angaben", Anmerkung "Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen". Neben der Finanzierung aus den oben beschriebenen Eigenkapitalveränderungen stehen uns die Aktiva zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Weitere Erläuterungen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiko". ANALYSE FREMDKAPITALMit dem Ziel, die Kapitalkosten zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital". ENTWICKLUNG DES STRATEGISCHEN FREMDKAPITALSscroll
Weitere Erläuterungen zum Fremdkapital und zu dessen Veränderungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkungen 18 und 26. ANALYSE DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGFür den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. So lange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. ZUSAMMENFASSUNG DES ZAHLUNGSMITTELZUFLUSSESscroll
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den Kapitalerträgen enthält, ist im Jahresvergleich von 5,0 Mrd. EUR auf 3,8 Mrd. EUR gesunken. Der Rückgang des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um 1,2 Mrd. EUR ist vordergründig durch Zahlungsmittelveränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, in Höhe von -1,9 Mrd. EUR geprägt. Die Mittelabflüsse der Investitionstätigkeit beliefen sich in der Berichtsperiode insgesamt auf 3,5 (4,2) Mrd. EUR und lagen damit um 0,7 Mrd. EUR unter dem Vorjahresniveau. Dieser Effekt resultiert im Wesentlichen aus der Zahlungsmittelveränderung der übrigen Kapitalanlagen um +1,2 Mrd. EUR und aus der Zahlungsmittelveränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen um +1,9 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig hierzu wirkte eine deutliche Erhöhung der Mittelabflüsse in Höhe von 2,8 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr, der sich per saldo aus dem Mittelabfluss aus dem Kauf sowie dem Mittelzufluss aus dem Verkauf und Endfälligkeiten von Finanzinstrumenten ergibt. Beim Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit stiegen die Dividendenzahlungen im Berichtsjahr um 29 Mio. EUR auf 734 (705) Mio. EUR. Die "Veränderung aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten" (642 [547] Mio. EUR) wird in der Überleitung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit im Konzernanhang (Konzern-Kapitalflussrechnung) bzw. den Anmerkungen 18 und 26 erläutert. Im Saldo verringerte sich der Kapitalabfluss aus Finanzierungstätigkeit verglichen mit dem Vorjahr um 65 auf -92 (-157) Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Finanzmittelfonds, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, der sich gleichzeitig auch als Summe der Kapitalflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ergibt, insgesamt um 204 Mio. EUR auf 3,4 Mrd. EUR erhöht. RATINGS DER GRUPPEGenerell ist bei Ratings zwischen dem Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem Issuer Credit Rating bzw. Counterparty Credit Rating, das Investoren ein Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert, zu unterscheiden. Unmittelbar zu Beginn des Jahres 2019 wurden für einige Talanx-Gesellschaften Ratingentscheidungen getroffen, die die modifizierte Selbstbehaltsstrategie der Talanx reflektieren. Die beiden internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (s&p) und A. M. Best haben der Talanx AG erstmals ein Finanzstärkerating verliehen. Bei s&p liegt dieses bei A+ ("Strong") mit stabilem Ausblick, bei A. M. Best bei A ("Excellent"), ebenfalls mit einem stabilen Ausblick. Mit dem Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres wird die Talanx AG nunmehr von den Ratingagenturen als operativ tätige Holdinggesellschaft klassifiziert. EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)1)scroll
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Stand: 31. Januar 2019 Die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG wird bei beiden Ratingagenturen als gut bewertet. Im Rahmen der oben beschriebenen Erstvergabe von Finanzstärkeratings für die Talanx AG ergibt sich nunmehr auch ein verbessertes Emittentenrating. Am 7. Januar 2019 hat s&p das Emittentenrating der Talanx AG auf A+ hochgestuft und damit die Entwicklung von einer nicht operativen Holding zu einer operativen Holdinggesellschaft gewürdigt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Ausblick auch wieder auf stabil (vorher: "CreditWatch Positive") gesetzt. Mit derselben Begründung hat auch A. M. Best reagiert: Sie stufte das Emittentenrating der Talanx AG am 4. Januar 2019 von a- auf a+ hoch und hob gleichzeitig den "Under Review"-Status auf. Auch bei dieser Ratingagentur ist der Ausblick nunmehr wieder stabil. Das Emittentenrating der Hannover Rück SE wurde im Berichtsjahr von beiden Ratingagenturen bestätigt. Bei s&p liegt dieses bei aa- mit stabilem Ausblick, bei A. M. Best ist es aa (Outlook Stable). Von den Rating-Entscheidungen zum Emittentenrating der Talanx AG profitieren auch die von der Talanx AG begebenen bzw. garantierten Anleihen. Diese Ratings und alle weiteren Emissionsratings der von Konzernunternehmen emittierten Nachrangdarlehen sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter der Anmerkung 18 "Nachrangige Verbindlichkeiten" bzw. Anmerkung 26 "Begebene Anleihen" im Konzernanhang aufgeführt. FINANZSTÄRKERATINGS (FINANCIAL STRENGTH RATINGS)Mit dem Wechsel des konzerninternen Mehrheitsaktionärs (vgl. Kapitel "Geschäftsentwicklung", Abschnitt "Wachstumsinitiative im Specialty-Geschäft") änderte sich zudem das Rating der aus der Inter Hannover SE hervorgegangenen Gesellschaft HDI Global Specialty SE, die jetzt als Kern-Gesellschaft der Talanx-Erstversicherungsgruppe klassifiziert wird. Entsprechend hat die HDI Global Specialty SE ein Finanzstärkerating von A+ (Outlook Stable) bei s&p und bei A. M. Best eines von A, ebenfalls mit einem stabilen Ausblick. Zuletzt ist auf die Rating-Entscheidung für die HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE) hinzuweisen. Nachdem A. M. Best im November 2018 noch die strategische Bedeutung dieser Gesellschaft im Talanx-Konzern infrage stellte und das Finanzstärkerating auf "under review with developing implications" setzte, konnten die Vorbehalte zu Beginn des Jahres 2019 aufgelöst werden. Am 4. Januar hat A. M. Best schließlich den "Under Review"-Status wieder aufgehoben und das Finanzstärkerating von A ("Excellent") bestätigt. Der Ausblick ist nun wieder stabil. FINANZSTÄRKERATINGS KONZERN UND TEILKONZERNE1)scroll
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Stand: 31. Januar 2019 Die S&P-Finanzstärkeratings der Teilkonzerne Hannover Rück und der Talanx Erstversicherungsgruppe blieben - unbeschadet der oben beschriebenen Rating-Entscheidungen für einzelne Gesellschaften - im Berichtsjahr unverändert. Das Finanzstärkerating der Talanx Primary Insurance Group von A+, Outlook Stable, wurde mit Veröffentlichung des Rating-Reports im Dezember 2018 bestätigt; dabei bescheinigte S&P der Gruppe eine gut fundierte regionale Diversifikation und eine extrem starke Kapitalisierung. Ebenso bestätigte S&P das Rating der Hannover Rück-Gruppe, die mit AA-eine im Wettbewerbsvergleich besonders gute Beurteilung erhält. Insbesondere das Geschäftsrisikoprofil und die sehr gute Diversifizierung wurden von S&P als Stärken genannt. Bei A. M. Best sind die gerateten Erstversicherungsgesellschaften im Talanx-Konzern mit einem Finanzstärkerating von A ("Excellent") mit stabilem Ausblick ausgestattet. Der Teilkonzern Hannover Rück wird mit A+ ("Superior") bei einem stabilen Ausblick bewertet. A. M. Best begründete die unverändert sehr gute Ratingvergabe für die beiden Teilkonzerne mit der guten Ertragssituation und der ausgezeichneten Kapitalisierung. Bei den s&P-Finanzstärkeratings der Tochtergesellschaften ergab sich zudem eine weitere Änderung. Auf unseren Wunsch hin wurde die Ratingvergabe für die HDI-Gerling Verzekeringen N. V. eingestellt. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass diese Gesellschaft vorhandenes Geschäft auf die niederländische Niederlassung der HDI Global SE übertragen hat und nunmehr kein eigenes Rating mehr benötigt. Entsprechend hat s&p am 18. Dezember 2018 reagiert und das bisherige Finanzstärkerating von A, Stable, zurückgezogen. Die übrigen Finanzstärkeratings unserer Tochtergesellschaften sind im Berichtsjahr stabil geblieben und somit unverändert. Die Finanzstärkeratings unserer Tochtergesellschaften im Erstversicherungsbereich finden Sie auf der Internetseite der Talanx AG, detaillierte Informationen über Ratings der Hannover Rück und ihrer Tochtergesellschaften finden Sie auf der Internetseite der Hannover Rück SE (www.hannover-rueck.de). TALANX AG(KURZFASSUNG NACH HGB)Ergänzend zur Berichterstattung über den Talanx-Konzern erläutern wir in diesem Abschnitt die Entwicklung der Talanx AG. Die Talanx AG ist die Obergesellschaft des Talanx-Konzerns. Sie übt die Funktion der Finanz- und Management-Holding des Konzerns aus, der weltweit mit eigenen Gesellschaften, Niederlassungen und Kooperationen aktiv ist. Die Gesellschaften des Talanx-Konzerns sind überwiegend in der Erst- und Rückversicherung, aber auch -vor allem im Inland - in der Kapitalanlage tätig. Der Jahresabschluss der Talanx AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt im Gegensatz zum Konzernabschluss, der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) steht, wie sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2018 anzuwenden sind. Die Talanx AG leistet als börsennotiertes Unternehmen die Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre aus dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gesellschaft. Eine wesentliche operative Steuerungsgröße für die Talanx AG ist daher der Jahresüberschuss nach HGB. VERMÖGENSLAGEBILANZSTRUKTUR - AKTIVAIN MIO. EUR ![]() BILANZSTRUKTUR - PASSIVAIN MIO. EUR ![]() Das Bilanzbild der Talanx AG wird - wie in den Vorjahren - weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre in Euro gehaltenen Beteiligungsanteile an den Tochtergesellschaften geprägt. Die Bilanzsumme verringert sich um 2,6 % auf 8.897 (9.135) Mio. EUR. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen verringerte sich auf 7.329 (7.416) Mio. EUR, insbesondere durch eine Rückzahlung der Kapitalrücklage der HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland ag) in Höhe von 84 Mio. EUR. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen lagen mit 216 (214) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich auf 386 (455) Mio. EUR. Während sich die Forderungen aus kurzfristigen Darlehen gegenüber der HDI Global SE um 200 Mio. EUR verringerten, erhöhten sich Forderungen, beispielsweise gegenüber der HDI Deutschland AG, aus der Rückzahlung der Kapitalrücklage in Höhe von 84 Mio. EUR sowie einer Ausschüttung aus der Gewinnrücklage in Höhe von 45 Mio. EUR. Die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich auf 650 (815) Mio. EUR. Die übrigen Aktiva erhöhten sich auf 317 (235) Mio. EUR, insbesondere durch höhere Forderungen aus Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag. Die Talanx AG hatte zum Bilanzstichtag mit zwei Bankenkonsortien jeweils eine auf Euro lautende, disponible, syndizierte, variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Der variable Zins orientiert sich am Euribor, zuzüglich eines Aufschlags. Die Nominalwerte der Kreditlinien betrugen zum Stichtag jeweils 250 Mio. EUR, sodass insgesamt 500 (500) Mio. EUR ungenutzt waren. Darüber hinaus hat die Talanx AG auf Basis einer mit dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. im Jahr 2016 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung die Möglichkeit, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva der Talanx AG sind geprägt durch das Wesen einer Beteiligungsholding. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5.097 (5.239) Mio. EUR. Der Rückgang um 142 Mio. EUR resultiert vollständig aus dem Bilanzgewinn. Die Verbindlichkeiten betragen 2.813 (2.903) Mio. EUR und beinhalten als wesentliche Positionen 974 (1.065) Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie 1.815 (1.815) Mio. EUR Verbindlichkeiten aus Anleihen. Die wesentliche Ursache für den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren geringere Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von 118 (204) Mio. EUR. Der Rückgang der sonstigen Passiva auf 987 (993) Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus einer Verringerung der Steuerrückstellungen auf 41 (80) Mio. EUR sowie einer Verringerung der Rückstellungen für Steuerzinsen auf 24 (41) Mio. EUR, während sich die Pensionsrückstellungen auf 845 (794) Mio. EUR erhöhten. FINANZLAGEDie Liquidität, die zur Bedienung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung gewährleistet. Diese Planung wird durch das Rechnungswesen vorgenommen, mindestens einmal monatlich. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass die Talanx AG jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Finanzmittel fließen der Talanx AG vor allem durch Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, durch Beteiligungserträge und Zinserträge aus Ausleihungen zu. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden regelmäßig mit der Abteilung Group Controlling & Finance die erwarteten Liquiditätsströme aus Ergebnisabführungen im Rahmen der laufend aktualisierten Planungsrechnungen abgestimmt. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten sowie für Dividendenzahlungen aufbringen. Aufgrund ihrer Holdingeigenschaft können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen. Bei der Auswahl der Kreditgeber hat die Gesellschaft bereits in der Vergangenheit stets auf ihre langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke geachtet. Der laufenden Überwachung der Kapitalstärke der Kreditgeber, die zentral von der Ampega Asset Management GmbH wahrgenommen wird, wird eine hohe Relevanz beigemessen. ERTRAGSLAGEGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)scroll
Wir erläutern die Entwicklung des Geschäftsergebnisses in einer zusammenfassenden Darstellung, die der Holdingfunktion unserer Gesellschaft gerecht wird. Die Talanx AG stellt ihren Jahresabschluss in Euro auf. Da in den vereinnahmten Ergebnissen der Tochtergesellschaften auch Beteiligungserträge in ausländischen Währungen enthalten sind, ist ihr Ergebnis mittelbar von Währungsschwankungen beeinflusst: Ein schwächerer Euro führt tendenziell zu einem höheren Beteiligungsergebnis. Auch eine Zinsänderung kann das Ergebnis der Talanx AG beeinflussen. Das Beteiligungsergebnis und die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr auf 477 (328) Mio. EUR. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Verlustübernahme der HDI Global SE von 118 (204) Mio. EUR insbesondere aufgrund geringerer Großschadenbelastungen. Darüber hinaus schüttet die HDI Deutschland AG im Jahr 2018 45 Mio. EUR aus der Gewinnrücklage aus. Durch die Umwandlung der HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG in eine Personengesellschaft im Jahr 2018 konnte zudem Körperschaftsteuer von Organgesellschaften in Höhe von 19 Mio. EUR ergebniswirksam vereinnahmt werden. Das Zinsergebnis verringerte sich auf -116 (-97) Mio. EUR. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich auf 131 (115) Mio. EUR, insbesondere aus der Platzierung einer Nachranganleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR im Dezember 2017. Die Anleihe wurde primär an institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland ausgegeben. Die auf Euro lautende Anleihe ist mit einem fixen Kupon von 2,25 % ausgestattet und am 5. Dezember 2027 erstmals rückzahlbar. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verringerten sich auf 4 (8) Mio. EUR, u. a. aus geringeren Zinsen auf Steuerguthaben. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen stiegen auf 12 (10) Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen stiegen auf 135 (109) Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Im Berichtsjahr fiel ein Steueraufwand in Höhe von 14 Mio. EUR an, wohingegen im Vorjahr ein Steuerertrag in Höhe von 21 Mio. EUR -u. a. aus der Anpassung steuerlicher Rückstellungen für Vorjahre -generiert wurde. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr auf 212 (143) Mio. EUR. Nach Hinzurechnung des Gewinnvortrags in Höhe von 273 (484) Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 485 (627) Mio. EUR. Der Gewinnverwendungsvorschlag ist im Anhang des Konzerngeschäftsberichts im Kapitel "Sonstige Angaben" unter der Position "Dividende je Aktie und Gewinnverwendungsvorschlag" zu finden. ZIELGRÖSSEN GEMÄSS §§ 76 ABSATZ 4, 111 ABSATZ 5 AKTGHinsichtlich der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Talanx AG gemäß §§ 76 Absatz 4, 111 Absatz 5 AktG verweisen wir auf unsere Ausführungen in der "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB" im Abschnitt "Corporate Governance" in diesem Bericht. VERGÜTUNGSBERICHTDas Vergütungssystem der Talanx AG entspricht dem im Talanx-Konzernbericht ausführlich dargestellten Vergütungssystem für den Talanx-Konzern. Die dort im Vergütungsbericht dargestellten Beträge geben die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr aus der Tätigkeit für den Talanx-Konzern wieder. Die dargestellten Beträge enthalten neben den aus der Tätigkeit für die Talanx AG resultierenden Vergütungskomponenten auch diejenigen Vergütungsteile, die für Tätigkeiten für die im Talanx-Konzern konsolidierten Unternehmen gewährt werden. RISIKOBERICHTAls Holding eines Konzerns, der Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen anbietet mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen, unterliegt die Geschäftsentwicklung der Talanx AG im Wesentlichen den gleichen Risikoquellen wie die Geschäftsentwicklung des Talanx-Konzerns. Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG zu Beginn des Jahres 2019 geht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Das Ergebnis der Talanx AG und damit das Risiko sind maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Talanx AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote sowie im Rahmen der konzerninternen Rückversicherung. Die Risiken der Tochtergesellschaften und auch der Talanx AG selbst werden im Risikobericht des Konzerns dargestellt. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHTDa die Talanx AG eng mit den Konzerngesellschaften verflochten ist und als Holding ein entsprechend hohes Gewicht im Konzern hat, spiegeln die im Prognose- und Chancenbericht des Konzerns getroffenen Aussagen auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft Talanx AG wider. Für 2019 erwarten wir für die Talanx AG eine deutliche Erhöhung des Jahresüberschusses, u. a. aufgrund des 2018 enthaltenen negativen Ergebnisbeitrags der HDI Global SE aufgrund einer außergewöhnlichen Großschadenbelastung sowie einer Häufung von Frequenzschäden, insbesondere in der industriellen Feuerversicherung. Darüber hinaus hat die Talanx AG zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb als konzerninterner Rückversicherer aufgenommen und die dazu notwendige Rückversicherungslizenz seitens der BaFin erhalten. Wir bündeln den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen. Sowohl Standard & Poor's als auch A. M. Best stuften in der Folge das Emittentenrating der Talanx AG um zwei Stufen hoch. Zukünftige Effekte fokussieren insbesondere auf einen effizienteren Kapitaleinsatz innerhalb der Gruppe. Es ergibt sich aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils. BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMENIn dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die Talanx AG nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtsjahr nicht vor. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEDie Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds als herausfordernd. Bruttoprämien und EBIT lagen jeweils über den Werten des Vorjahres; das Konzernergebnis erreichte die unterjährig reduzierte Prognose. Das Geschäftsjahr war neben der erfreulichen Entwicklung im deutschen und internationalen Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie in der Rückversicherung geprägt durch eine erneut hohe Großschadenbelastung sowie eine Häufung von Frequenzschäden in der industriellen Feuerversicherung. Alle Geschäftsbereiche - bis auf das deutsche Lebensversicherungsgeschäft - verbuchten einen Zuwachs der Bruttoprämien. Das operative Ergebnis im Konzern stieg um einen zweistelligen Prozentbereich. Dies ist insbesondere auf ein höheres EBIT im Geschäftsbereich Rückversicherung zurückzuführen. Die Konzerneigenkapitalrendite blieb leicht unterhalb unserer Prognose. In den Geschäftsbereichen war dieses Bild uneinheitlich: Die Industrieversicherung erreichte ihren prognostizierten Wert nicht, während die übrigen Geschäftsbereiche die Prognose einhielten bzw. darüber lagen. Die Finanzkraft ist hoch und die Solvabilitätsquote weiter deutlich höher als gesetzlich gefordert. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stuft der Vorstand die wirtschaftliche Situation des Konzerns als robust ein. Ein zentralbankpolitisch motiviertes, weiter andauerndes Niedrigzinsumfeld bleibt, ebenso wie das regulatorische Umfeld, eine Herausforderung insbesondere für die inländischen Lebensversicherungsaktivitäten. Eine Erleichterung haben die Lebensversicherungsgesellschaften jedoch durch die Einführung der sogenannten Korridormethode erfahren, die den Zuführungsaufwand zur Zinszusatzreserve begrenzt. Damit wird die mittlerweile zu starke Dynamik der bisherigen Regelung zur Verstärkung der Deckungsrückstellung gedämpft. Der bevorstehende Brexit wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns nach unserer Einschätzung nicht wesentlich beeinflussen. WEITERE BERICHTE UND ERKLÄRUNGENNICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNGEinleitungDer Talanx-Konzern integriert ökologische, gesellschaftliche und Governance-Aspekte in seine Geschäftstätigkeit. Als international agierender Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor verschreiben wir uns einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung. Auch unsere Kunden gehen mit uns überwiegend langfristige Beziehungen ein. Wir handeln deshalb mit vorausschauender Perspektive, um Leistungsversprechen, die wir unseren Kunden geben, auch in Zukunft erfüllen zu können. Die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde gemäß HGB nach den in §§ 315b und 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB geforderten Angaben erstellt. Zudem ist die Erstellung dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative erfolgt, insbesondere bei der Beschreibung der Managementansätze sowie bei der im Herbst 2018 durchgeführten Stakeholder-Befragung/Wesentlichkeitsanalyse. Der Talanx-Konzern hat ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsamste Leistungsindikatoren festgelegt. Aus diesem Grund sind keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 5 HGB vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Talanx-Konzerns von Bedeutung sind. Umfangreiche Informationen zu den Kapitalanlagen finden sich im Wirtschaftsbericht, Abschnitt Vermögens- und Finanzlage. Für einen Hinweis auf im Konzernabschluss ausgewiesene Beträge verweisen wir auf den Abschnitt "ESG in Versicherungslösungen" auf Seite 73. Darüber hinaus besteht kein Zusammenhang zwischen den im Konzernabschluss des Talanx-Konzerns ausgewiesenen Beträgen gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 6 HGB und den nichtfinanziellen Belangen. Gemäß § 315b Absatz 1 Satz 3 HGB wird zu einzelnen Aspekten auch auf an anderer Stelle im Konzernlagebericht enthaltene nichtfinanzielle Angaben verwiesen. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß dem Prüfungsstandard ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit geprüft, siehe hierzu den Prüfvermerk auf Seite 258 f. Verweise auf Informationen außerhalb des Lageberichts und des Konzernabschlusses sind nicht Teil der nichtfinanziellen Konzernerklärung. Die HDI Global se ist nach § 315b Absatz 1 und § 289b Absatz 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da sie in die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung einbezogen ist. Dies betrifft ebenfalls die Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji warta s. a., die sich infolge der Richtlinie 2014/95/EU zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen auf Basis nationaler Gesetzgebung durch den Verweis auf die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung von der Pflicht befreit, eine eigene Erklärung abzugeben. Die Hannover Rück se macht von der Befreiungsoption keinen Gebrauch und veröffentlicht eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in ihrem zusammengefassten Lagebericht. BESCHREIBUNG DES GESCHÄFTSMODELLSDer Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Eine detaillierte Beschreibung des Geschäftsmodells finden Sie im Abschnitt "Geschäftsmodell" auf Seite 20 des Konzernlageberichts. NACHHALTIGKEITSSTRATEGIEUnsere Nachhaltigkeitsstrategie wurde aus der Dachstrategie des Konzerns abgeleitet und mit seinem Leitbild und seinen Werten verknüpft. Sie besteht aus konkreten Handlungsfeldern sowie Zielen und Maßnahmen und dient dazu, unsere Geschäftstätigkeit - in Anlehnung an die zehn Prinzipien des UN Global Compact sowie unter Berücksichtigung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) - mit ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Einklang zu bringen. Dafür haben wir im Berichtsjahr im Rahmen eines internen Workshops die für uns relevanten SDGs priorisiert. Durch die Betrachtung der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Unterziele der SDGs konnten fünf SDGs identifiziert werden, die für Talanx eine besonders hohe Relevanz haben. Diese sind mit absteigender Bedeutung SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 1 (Keine Armut). Weiterhin bauen unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement auf den Anforderungen und Interessen unserer Stakeholder auf. Von besonderer Bedeutung sind dabei unsere Kunden, unsere Investoren und unsere Mitarbeiter. Neben den übergeordneten Bereichen "Strategie und Governance" sowie "Dialog und Berichterstattung" gliedert sich die Nachhaltigkeitsstrategie des Talanx-Konzerns in fünf weitere Handlungsfelder, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind: HANDLUNGSFELDER DER NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE DES TALANX-KONZERNS![]() Im Berichtsjahr haben wir unsere initiale Stakeholder-Befragung aus dem Jahr 2014 aktualisiert und erweitert. Die Identifikation der relevanten Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde im Jahr 2018 mithilfe einer unternehmensinternen Befragung interner und einer onlinebasierten Befragung externer Stakeholder sowie telefonischen Experteninterviews in enger Zusammenarbeit mit einem externen Partner vorgenommen. Die internen Stakeholder wurden hinsichtlich der Kategorien "Relevanz aus eigener Sicht", "Auswirkungen der Geschäftstätigkeit" und "Geschäftsrelevanz" befragt. Die externen Stakeholder bewerteten die Relevanz der Themen aus ihrer individuellen Sicht. In diesen Befragungen wurden verschiedene potenziell wesentliche Sachverhalte abgefragt und mithilfe einer Skala (1 = nicht wichtig bis 7 = sehr wichtig) ihrer Bedeutung nach zugeordnet. Als "wesentlich" wurden jene Sachverhalte festgelegt, die in der Auswertung mindestens einen Durchschnittswert von 5,0 erzielten. Zudem wurden durch einen internen Workshop die Auswirkungen der Tätigkeiten des Talanx-Konzerns auf die nichtfinanziellen Belange priorisiert und in der Bewertung berücksichtigt. Durch diesen Prozess wurden acht i. S. d. HGB wesentliche Sachverhalte identifiziert, über drei weitere berichten wir wie nachfolgend beschrieben auf freiwilliger Basis. ÜBERSICHT ÜBER WESENTLICHE THEMEN UND INHALTE DER NICHTFINANZIELLEN KONZERNERKLÄRUNGscroll
1)
Relevanter Sachverhalt, der nicht als wesentlich gemäß HGB identifiziert wurde, jedoch
freiwillig berichtet wird Die Vorgehensweise zur Identifikation der wesentlichen Sachverhalte ermöglicht die Gegenüberstellung der internen und externen Perspektive und repräsentiert eine ganzheitliche Unternehmensbetrachtung, die in der nachfolgenden Matrix dargestellt wird: WESENTLICHKEITSMATRIX DES TALANX-KONZERNS![]() Neben den gemäß HGB wesentlichen Themen wurden drei weitere relevante Sachverhalte, die jedoch nicht wesentlich nach HGB sind, auf freiwilliger Basis in die nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgenommen. Diese sind:
NACHHALTIGKEITS-GOVERNANCEUnser Nachhaltigkeitsmanagement wird konzernweit aufgesetzt und sukzessive in den Kernmärkten implementiert. Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit trägt der Gesamtvorstand der Talanx AG. Wie auch die weiteren Ziele, Werte und Strategien des Konzerns werden die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, die Nachhaltigkeitsziele und die Umsetzung von Maßnahmen vom Gesamtvorstand beschlossen und überprüft. Die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die oberste Managementebene des Konzerns wird durch das Nachhaltigkeits-Commitment des Gesamtvorstands unterstrichen, das als weiterführende Ergänzung/freiwillige Zusatzinformation auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (https://www.talanx.com/~/media/Files/T/Talanx/pdfcontent/nachhaltigkeit/ talanx_commitment_de.pdf). Zudem trägt der Vorstandsvorsitzende der Talanx AG eine besondere Verantwortung für Nachhaltigkeit, da in seinem Ressort im Bereich Group Communications der Nachhaltigkeitsbeauftragte des Unternehmens angesiedelt ist. Hier wird das Nachhaltigkeitsmanagement koordiniert, dazu gehörten u. a. die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen sowie die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts. Der Leiter des Bereichs Group Communications berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Aufgrund der dezentralen Organisationsstruktur des Konzerns erfolgt die Umsetzung der meisten Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den verschiedenen Bereichen und Konzernfunktionen vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Kerngeschäfts. Die Abstimmung von Zielen und Maßnahmen und die Erhebung der Daten für die Berichterstattung erfolgen unter Einbindung eines Kompetenzteams, in dem Vertreter aller Geschäftsbereiche, der relevanten Gesellschaften und Konzernfunktionen sowie der Abteilungen der Talanx AG zusammenkommen. Mit unserer Tochtergesellschaft Hannover Rück SE, die eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie etabliert hat und einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht sowie eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung veröffentlicht, stehen wir in engem Austausch und stimmen Schritte ab. RISIKOBETRACHTUNG VON NICHTFINANZIELLEN ASPEKTENDas HGB sieht vor, dass Unternehmen neben der Berichterstattung über die nichtfinanziellen Belange ebenfalls entsprechende Risiken gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 3 und 4 HGB offenlegen. Der Talanx-Konzern verfügt über ein angemessenes und wirksames Risikomanagement-System. Wir identifizieren Risiken konzernweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken werden mithilfe eines konzernweit eingerichteten Risikoerfassungssystems systematisch gesammelt. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Um sicherzustellen, dass alle Risiken identifiziert werden, erfolgt eine Abstimmung mit einer umfassenden konzernspezifischen Risikokategorisierung, die als Grundlage für die Risikoidentifikation dient. Im Talanx-Konzern werden die Risiken nach Berücksichtigung risikomindernder Maßnahmen beurteilt. Im Zusammenhang mit nichtfinanziellen Aspekten konnten weder von der für das Nachhaltigkeitsmanagement geschaffenen Organisation noch innerhalb der Prozesse des Risikomanagements wesentliche und sehr wahrscheinliche Risiken identifiziert werden, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit oder mit Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind und die schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Belange haben bzw. haben werden. Gleiches gilt für die Hannover Rück SE, die eine eigenständige zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung veröffentlicht. Risiken wie der Klimawandel, deren Risikogehalt noch nicht verlässlich beurteilt werden kann (Emerging Risks), werden im Rahmen des konzernweiten Risikomanagement-Prozesses beobachtet. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wird auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück. Für einen grundsätzlichen Einblick in unser Risikomanagement-System verweisen wir auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 108 ff. des Konzernlageberichts. GOOD CORPORATE GOVERNANCECOMPLIANCEDer Talanx-Konzern erachtet die Einhaltung geltenden Rechts als unabdingbare Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Compliance ist damit integraler Bestandteil aller Konzernaktivitäten. Neben den Bereichen, die der Talanx-Konzern innerhalb seines Compliance-Programms als Kern- sowie Koordinationsthemen definiert hat, trägt er auch zur Beachtung von Gesetzen und Vorschriften mit Bezug zur Umwelt und Gesellschaft bei. Der konzernweite Verhaltenskodex ist ein wirksames Instrument, um das Bekenntnis zur Einhaltung geltenden Rechts transparent zu machen. Er beinhaltet wichtige Grundsätze und Regeln, die für Mitarbeiter auf allen Ebenen des Talanx-Konzerns gelten. Der Kodex dient dazu, den Mitarbeitern grundlegende rechtliche und ethische Anforderungen, denen sie im Rahmen ihrer Tätigkeit für die jeweiligen Gruppengesellschaften entsprechen müssen, darzulegen und ihre diesbezüglichen Pflichten näher zu bestimmen. Zudem wird konkret das Verbot der Geldwäsche und unzulässiger Finanzierungen hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass bei allen Verdachtsfällen der Geldwäschebeauftragte und der Compliance Officer zu informieren sind. Weiterhin werden u. a. spezifische Verhaltensregeln zur Vermeidung und Offenlegung von Interessenkonflikten, zur Gewährung und Annahme von Vorteilen, Geschenken und Einladungen, zur Ausgestaltung von Spenden und Sponsoring sowie zu Nebentätigkeiten und Beteiligungen an anderen Gesellschaften und Geschäften dargelegt. Der Verhaltenskodex ist konzernweit gültig und in zehn Sprachen verfügbar. Der Verhaltenskodex wird durch die Compliance-Richtlinie sowie weitere Hinweise und Erläuterungen konkretisiert, die in unserem Intranet zur Verfügung stehen. In der Compliance-Richtlinie finden sich ausführliche inhaltliche Vorgaben zu den im Verhaltenskodex aufgestellten Grundsätzen, die zwischenzeitlich in den Konzerngesellschaften des In- und Auslands behandelt und für verbindlich erklärt wurden. Ein Hinweisgebersystem ermöglicht es, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße zu melden, es ist über unsere Website weltweit erreichbar. Das Hinweisgebersystem steht derzeit in der deutschen sowie in sechs weiteren Sprachen zur Verfügung, die im Konzern stark vertreten sind. Über das System können Hinweise zu verschiedenen Themenfeldern (u. a. Betrug/Untreue/Korruption, fehlerhafte Buchführung bzw. Rechnungslegung, Wettbewerbs- und Kartelldelikte, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Verstöße gegen Kapitalmarktbestimmungen, Sanktions- und Embargobestimmungen sowie gegen arbeitsrechtliche, aufsichtsrechtliche und steuerrechtliche Bestimmungen) abgegeben werden - auf Wunsch vollständig anonymisiert. Darüber hinaus können Hinweise auf Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien auch dem jeweiligen Vorgesetzten oder direkt dem für die Gesellschaft zuständigen Compliance Officer im Talanx-Konzern bzw. des jeweiligen Geschäftsbereichs gegeben werden. Auf Basis eines zielgruppenorientierten Schulungskonzepts wird Mitarbeitern regelmäßig Gelegenheit gegeben, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen. Neue Mitarbeiter werden regelmäßig im Rahmen von Einführungsveranstaltungen eingewiesen. Auch wird zu den relevanten Compliance-Themen im Rahmen von Präsenzschulungen und sogenannten webbasierten Trainings (WBT) regelmäßig geschult. Flankierende Schulungen zum Thema Anti-Korruption dienen dazu, den korrekten Umgang mit Zuwendungen sicherzustellen. Zur Förderung der Compliance-Kultur im Konzern findet darüber hinaus mehrmals im Jahr eine Präsenzschulung durch den Chief Compliance Officer für verschiedene Führungskräftegruppen statt. Dieser Dialog unterstützt Group Compliance darin, gegebenenfalls vorhandenen Beratungsbedarf frühzeitig zu identifizieren und darauf passende Schulungsangebote zu entwickeln. Im Jahr 2018 wurde zudem ein Augenmerk auf die Ausweitung der Zusammenarbeit mit den dezentralen Compliance-Verantwortlichen gelegt. Neben einem Treffen der europäischen Compliance-Verantwortlichen wurde ein regelmäßiges, virtuelles Compliance-Meeting namens "ComplianceXchange" etabliert, in dem Group Compliance und die dezentralen Compliance-Verantwortlichen gemeinschaftlich Best-Practice-Lösungsansätze entwickeln und austauschen. Die Compliance-Organisation des Talanx-Konzerns ist eine selbstständige Abteilung. Sie besteht aus dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Corporate-Governance-Beauftragter und Generalbevollmächtigter der Talanx AG ist und direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Talanx AG berichtet. An den Chief Compliance Officer des Konzerns berichten Compliance Officer, die für die einzelnen Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften zuständig sind. Die Compliance-Abteilung ist für die Etablierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien und Strukturen zur Sicherstellung der Compliance, für die Nachverfolgung von Beschwerden und Compliance-Verstößen sowie für interne Schulungen im Konzern zuständig. Daneben erfolgt anlassbezogen eine vertiefende Beratung in den relevanten Compliance-Themenfeldern. Ein weltweites Netzwerk von Compliance-Verantwortlichen an den ausländischen Standorten unterstützt den Chief Compliance Officer bei seinen Aufgaben und berichtet an ihn. So können lokale Compliance-Verstöße auch außerhalb der lokalen Hierarchie direkt berichtet werden. In einem jährlichen Bericht informiert der Chief Compliance Officer den Vorstand zu wesentlichen Compliance-Themen und -Entwicklungen. Innerhalb des Talanx-Konzerns ist das Thema Compliance für alle relevant, von Geschäftsbereichen über Abteilungen bis hin zu den einzelnen Mitarbeitern. Außerhalb des Konzerns können insbesondere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten von dem Thema berührt sein. Der Umgang mit diesen Interessengruppen soll grundlegend auf Basis eines Verhaltenskodex für Geschäftspartner geregelt werden. Ein Entwurf wurde im Berichtsjahr erarbeitet. ZIELE UND MASSNAHMEN: "COMPLIANCE"scroll
Neben einer organisatorischen Aufbau- und Ablauforganisation wurde in den vergangenen Jahren das Compliance-Programm fortlaufend ausgebaut (siehe hierzu Abschnitt "Compliance" auf Seite 86 f. des Konzernlageberichts). Das Compliance-Management-System baut auf dem Compliance-Regelwerk auf, das aus dem Talanx-Verhaltenskodex, der Compliance-Richtlinie und Arbeitsanweisungen besteht. Diese Dokumente wurden einer ganzheitlichen Überprüfung unterzogen, die auch Nachhaltigkeitsaspekte umfasste und teilweise in Überarbeitungen oder in neue interne Dokumente mündete. So weist beispielsweise das Vorwort des Talanx-Verhaltenskodex bereits auf die Selbstverpflichtung zu einem vorausschauenden, verlässlichen, fairen und offenen Handeln hin. Die Einhaltung der Compliance-Vorschriften wird durch Group Compliance sowie im Rahmen der Revisionsprüfungen kontrolliert. Die Inhalte der maßgeblichen Compliance-Regelwerke werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Aufsichtsrat wird durch den jährlichen Compliance-Bericht über die wesentlichen Compliance-Risiken und die Maßnahmen zur Einhaltung der bestehenden Vorgaben informiert. Für Details hierzu wird auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 108 ff. des Konzernlageberichts verwiesen. Zudem berücksichtigt der Konzern im Hinblick auf die Themen Compliance und Transparenz die Interessen und Anforderungen von Stakeholdern, zum einen über den nachhaltigkeitsbezogenen Stakeholder-Dialog, zum anderen über die Orientierung an den GRI-Standards und die Teilnahme an ESG-Rating-Prozessen. DATENSCHUTZ UND CYBERSECURITYInformationen bilden eine wesentliche Grundlage unserer täglichen Arbeit. Kundendaten, Unternehmens- und Kapitalmarktinformationen sind die Basis für alle wichtigen Entscheidungs- und Geschäftsprozesse: Versicherungen und ihre konzerninternen Dienstleister erheben, verarbeiten und speichern in großem Umfang personenbezogene Daten. Die Daten werden in der Antragstellung, bei der Beratung von Kunden, im Underwriting, im Kunden- und Vertragsservice sowie im Schaden- und Leistungsmanagement benötigt. Des Weiteren werden personenbezogene Daten u. a. im Zusammenhang mit dem Personalmanagement, den Aktionären und dem Fondsgeschäft erhoben, verarbeitet und gespeichert. Es gilt der Grundsatz, dass personenbezogene Daten nur von Konzernmitarbeitern erhoben, verarbeitet und gespeichert werden dürfen, soweit dies für einen genau definierten Zweck zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung erforderlich ist bzw. eine Rechtsgrundlage vorliegt. Zur Verbesserung einer effizienten Leistungserbringung werden personenbezogene Daten an externe Empfänger (im Wesentlichen Dienstleister) übermittelt. Gleichzeitig sind externe Empfänger als Teil der Verarbeitungsprozesse zu sehen, wie es bei Maklern, Gutachtern, Rückversicherern usw. der Fall ist. Die externen Empfänger sind vertraglich und/oder gesetzlich zur Einhaltung der Datenschutzanforderungen verpflichtet. Im Konzern-Verhaltenskodex ist geregelt, dass die Mitarbeiter verpflichtet sind, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie die Konzern-Datenschutzrichtlinie einzuhalten und aktiv dazu beizutragen, dass personenbezogene Daten zuverlässig gegen unberechtigte Zugriffe geschützt werden. Der Talanx-Konzern hat betriebliche Datenschutzbeauftragte nach gesetzlichen Vorgaben bestellt. Die Datenschutzanforderungen sind in einem Datenschutzmanagementsystem integriert. Mittels Konzernrichtlinien sind die wesentlichen Datenschutzanforderungen verbindlich geregelt. Auf diese Konzernvorgaben werden Awareness-Maßnahmen und Schulungen ausgerichtet und anlasslose Überprüfungen vorgenommen. Für die Betroffenenrechte (z. B. Auskunft über gespeicherte personenbezogene Daten) sind zentrale Methoden vorgegeben, damit die Prozesse korrekt ausgeführt werden. Gegenüber der Geschäftsleitung ist ein Berichtswesen etabliert. Um den Anforderungen zum Datenschutzrecht gerecht zu werden, erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit wichtigen Schnittstellen wie Group Legal, Group Compliance, Group Security und Group Auditing. Die Datenschutzrisiken werden an Group Risk Management gemeldet. Die notwendigen Anpassungen an die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und weitere datenschutzrechtliche Vorschriften wurden vorgenommen. Zu einzelnen Anforderungen stehen noch Auslegungen oder behördliche Konkretisierungen an, die beobachtet und entsprechend einer Kurzbewertung umzusetzen sind. Komplexe Anpassungsthemen befinden sich in der Umsetzung. Für die Niederlassungen und Tochtergesellschaften mit Sitz in der EU bzw. im EWR wurde ein einheitlicher Datenschutzrahmen etabliert. Dabei sind nationale rechtliche Datenvorschriften von der jeweiligen Niederlassung oder Tochtergesellschaft zu beachten. ZIELE UND MASSNAHMEN: "DATENSCHUTZ UND CYBERSECURITY"scroll
Es sind zwei Datenschutzmanagementsysteme im Gesamtkonzern (Erstversicherungs- und Rückversicherungskonzern) etabliert. Das Datenschutzmanagementsystem des Erstversicherungskonzerns ist bei der Talanx AG verankert, während der Hannover Rück SE das Datenschutzmanagementsystem des Rückversicherungskonzerns obliegt. Innerhalb des Erstversicherungskonzerns sind zwei Varianten der Verantwortungszuweisung zu unterscheiden, die im Folgenden beschrieben werden: Für die Konzerngesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) übernimmt Group Data Protection die Ausgestaltung des Datenschutzmanagementsystems, indem Datenschutzvorgaben erlassen werden, Awareness-Maßnahmen (u. a. Schulungen) erfolgen, Kontrollen der Einhaltung sowie Mitwirkung bei der operativen Ausgestaltung (Beratung) durchgeführt werden sowie gegenüber der Geschäftsleitung berichtet wird. Bei der HDI Global SE wird die Steuerung der Datenschutzthemen direkt vorgenommen und die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zentral und dezentral verteilt. Die Einhaltung der Datenschutzanforderungen wurde den lokalen Ansprechpartnern zugewiesen. Teilweise verfügen die Auslandsstandorte über spezifische Fachbereiche wie Legal oder Compliance, die ein aktives Datenschutzmanagement betreiben. Bei sehr kleinen Auslandsstandorten, die ausschließlich operative Aufgaben erfüllen, werden aktuell die Datenschutz-Supports aus der Zentrale etabliert. Die Tochtergesellschaften der HDI International AG (Talanx International ag) haben die Datenschutzmanagementaktivitäten auf lokaler Ebene implementiert und überprüfen die Angemessenheit und Wirksamkeit über die etablierten Steuerungsinstrumente. Hierbei muss jede Tochtergesellschaft den Nachweis erbringen, dass sie die Datenschutzanforderungen bei den Prozessen, IT-Systemen und Schnittstellen erfüllt und alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen umgesetzt hat. Das Datenschutzmanagementsystem der Hannover Rück SE unterscheidet sich von dem des Erstversicherungskonzerns. Bedingt durch das Geschäftsmodell der Hannover Rück ergeben sich unterschiedliche Risiken, die im Datenschutzmanagementsystem berücksichtigt werden müssen. Die in der Konzerndatenschutzrichtlinie dokumentierten Grundsätze sind für alle Gesellschaften und Bereiche der Hannover Rück verbindlich. Zur Umsetzung dieser datenschutzrechtlichen Mindeststandards werden die vorhandenen Strukturen der etablierten Compliance-Organisation genutzt. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Compliance-Organisation sind konzernweit geregelt und dokumentiert. Schnittstellen zum Datenschutz sind umgesetzt. Die EU-DSGVO betrifft nicht unmittelbar alle Gesellschaften der Hannover Rück, u. a., weil der Sitz außerhalb der EU bzw. des EWR liegt. Bei diesen Gesellschaften sind die jeweiligen nationalen Rechtsgrundlagen maßgeblich. Unabhängig vom Anwendungsbereich der EU-DSGVO sind die benannten Compliance Officer bzw. Ansprechpartner verantwortlich für die lokalen Anforderungen des Datenschutzes. Sie entwickeln im Bedarfsfall weitere lokale Richtlinien zum Datenschutz und übernehmen die Schnittstelle zum Datenschutzbeauftragten der Hannover Rück in Deutschland. Der Datenschutzbeauftragte koordiniert übergreifende Aspekte des eingerichteten Datenschutzmanagementsystems innerhalb der Hannover Rück-Gruppe. Er berät bei der Lösung von konkreten datenschutzrechtlichen Fragestellungen und überwacht die Einhaltung der EU-DSGVO und anderer Datenschutzvorschriften. Die Überwachung der datenschutzrechtlichen Vorgaben erfolgt dabei in enger Abstimmung mit Group Auditing, auf Basis einer dokumentierten Schnittstelle. Über die definierten Berichtswege wird Transparenz geschaffen. Die Ergebnisse der gesonderten Datenschutz-Berichterstattung fließen in den Compliance-Bericht ein. Im Berichtsjahr sind im Talanx-Konzern keine Benachrichtigungen zu melderelevanten Datenschutzverstößen oder -vorkommnissen an Group Data Protection erfolgt. Kunden, Mitarbeiter und Partner vertrauen den Gesellschaften der Talanx-Gruppe täglich sensible Daten an, die gesetzeskonform und verantwortungsbewusst verarbeitet werden müssen. An diesen Informationen besteht jedoch auch außerhalb unseres Unternehmens starkes Interesse; sei es in der Form von Industrie- und Wirtschaftsspionage gegen unsere Industriekunden, das Ausspähen persönlicher Lebensumstände unserer Privatkunden oder der Abzug unserer Mitarbeiterdaten für eine zweckfremde Verwendung. Informationssicherheit ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung. Um hierzu ein hohes Maß an Transparenz nach innen und außen zu erreichen, ist das Information-Security-Management-System seit 2013 erfolgreich und umfassend nach ISO 27001 zertifiziert und wird seitdem jährlich extern überprüft. Ergänzt wird diese Zertifizierung um Maßnahmen der ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagements) und die Anwendung der Grundschutzkataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Da die HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) und HDI Global SE die Kriterien der kritischen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland erfüllen, erfolgte im Jahr 2018 der Anschluss an die zentrale Meldestelle des Branchenverbands der deutschen Versicherungswirtschaft. Informationssicherheit spielt in der Auswahl und Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern eine wichtige Rolle. So werden Service-Provider auf die gleichen Standards verpflichtet und geprüft wie interne IT-Services. Die bei Talanx etablierten Sicherheitsstandards werden durch eine auf Wachstum ausgerichtete interne Organisation mit direktem Berichtsweg zum Konzern-CIO kontinuierlich und hoheitlich verbessert und fortwährend kontrolliert. Außerdem findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Experten statt, beispielsweise in der "Allianz für Cyber-Sicherheit" (ACS) des BSI. Neben dem bewussten Management von IT-Risiken wird insbesondere auch das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter durch kontinuierliche Awareness-Kampagnen gestärkt. DIGITALISIERUNGDie digitale Transformation ist ein strategisches Schwerpunktthema und Teil der im Berichtsjahr verabschiedeten neuen Talanx-Konzernstrategie, die damit den Rahmen für die Entwicklung der Digitalisierungsstrategien in den Geschäftsbereichen bildet. Unserer dezentralen Aufstellung im Konzern folgend wird die digitale Transformation von den Geschäftsbereichen getrieben. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie/ Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Aufgrund ihrer gruppenweiten Relevanz werden diese Fokusthemen aus der Holding heraus gezielt unterstützt, u. a. durch internationalen Austausch zu und Skalierung von Best Practices sowie durch Scouting- und Market-Intelligence-Partnerschaften. Hierzu wurden im Berichtsjahr beispielsweise konzernweite Formate für den gezielten, fokusthemenbezogenen Best-Practice-Austausch ins Leben gerufen sowie die Partnerschaft mit der Innovationsplattform Plug & Play um einen europäischen Standort (München) erweitert. ZIELE UND MASSNAHMEN: "DIGITALISIERUNG"scroll
PRODUKTVERANTWORTUNGDie Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Geschäftstätigkeit betrifft im Talanx-Konzern insbesondere die Kapitalanlagen und die Versicherungsprodukte. Durch die Hebelwirkung unseres Geschäftes liegt hier ein großes Potenzial, zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Daher streben wir an, Nachhaltigkeitsaspekte langfristig bei Kapitalanlagen (gemäß den im Talanx-Konzern verabschiedeten ESG-Kriterien), Versicherungsprodukten und Dienstleistungen zu berücksichtigen. ESG IM ASSET-MANAGEMENTDie gesamten Kapitalanlagen betragen rund 122,8 Mrd. EUR. Der Anteil festverzinslicher Wertpapiere des Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 bei 82 %, die wertpapierförmige Aktienquote bei knapp 1 %. Rund 3 % der Anlagen waren in Immobilien investiert. Die übrigen Anteile entfallen auf Assetklassen wie Private Equity, Infrastruktur sowie auch auf Cash-Positionen, Depotforderungen und Investmentverträge. Investoren, Analysten und Kunden interessieren sich zunehmend dafür, wie der Talanx-Konzern gesellschaftliche und ökologische Aspekte in der Kapitalanlage berücksichtigt. Der Talanx-Konzern möchte bei seiner Kapitalanlage einerseits mögliche negative Auswirkungen vermeiden, indem keine Investments in nicht nachhaltigen Emittenten getätigt werden. Dafür haben wir im Jahr 2016 ein konzernweites Vorgehen für ein ESG-Screening erarbeitet und zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 implementiert. Andererseits möchte der Talanx-Konzern insgesamt positive Auswirkungen fördern; eine Messung/Quantifizierung dieser Effekte erfolgt aktuell nicht. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 analysieren wir konzernweit Wertpapieranlagen auf die Einhaltung von ESG-Kriterien. Das Screening bestehender Kapitalanlagen erfolgt auf Grundlage der zehn Prinzipien des UN Global Compact. Die Prinzipien verantwortungsvollen Handelns dienen als Basis für einen breiten Filterkatalog. Neben diesen zehn universellen Prinzipien, die sich auf Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention beziehen, wurde in den Filterkatalog auch der Ausschluss von kontroversen Waffen, wie Anti-Personen-Minen, aufgenommen. Zum Ende des Jahres 2018 wurde der Filterkatalog um das Kohlekriterium erweitert. Wir investieren grundsätzlich nicht mehr in Unternehmen, deren Umsatz/ Erzeugungsanteil zu mehr als 25 % auf Kohle basiert. Vor Tätigung neuer Wertpapierkäufe wird ebenfalls geprüft, ob der Emittent den ESG-Kriterien entspricht. Für Assetklassen wie Infrastruktur und Immobilien, die aktuell nicht vom Screening erfasst werden können, hat der Talanx-Konzern separate Anlagerichtlinien erlassen. Ausgeschlossen sind u. a. Investitionen in Anlagen mit hoher Umweltbelastung, wie z. B. Kernkraftprojekte. Das ESG-Screening wird alle sechs Monate über einen externen Dienstleister durchgeführt. Hierbei werden, abhängig von strategiebedingten Allokationsänderungen, nahezu 90 % aller selbstverwalteten Kapitalanlagen des Talanx-Konzerns an den Dienstleister kommuniziert und, sofern ein Rating vorliegt, bewertet. Ebenfalls im Jahr 2017 wurde zur Etablierung des Prozesses ein neues Gremium geschaffen, das Responsible Investment Committee (RIC). Den Vorsitz hat der Finanzvorstand der Talanx AG inne. In diesem Komitee werden die Filterkriterien festgelegt und Einzelabwägungen im Hinblick auf das Halten oder den Abbau der Bestände beschlossen. Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf die Investition in zentrale Infrastrukturgüter. Deren Nachfrage ist weitgehend von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen unabhängig und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zielsetzung bleibt jederzeit eine solide Geldanlage im Interesse der Versicherten. Eines der zentralen Selektionskriterien für die Investitionen ist ein reguliertes Umfeld, etwa über gesetzlich geregelte Einspeisevergütungen, Anreizregulierung und Public-private-Partnerships. Infrastrukturinvestitionen erfolgen vorrangig im Euroraum, wobei der Fokus auf Projekten aus den Sektoren Transport und Energie und dem Bereich der sozialen Infrastruktur liegt. Über Fonds ist der Talanx-Konzern bereits länger indirekt in Infrastrukturprojekte involviert und beteiligt sich seit Anfang des Jahres 2014 auch direkt über Eigen- und Fremdkapitalvergabe an ausgewählten Projekten. Zum diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen und Public-private-Partnership (ppp)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland. ZIELE UND MASSNAHMEN: "ESG IM ASSET-MANAGEMENT"scroll
Geplant sind zudem infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Zum Jahresende 2018 war der Talanx-Konzern insgesamt mit einem Volumen von rund 2,1 (1,9) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekten engagiert. Rund 1,3 Mrd. EUR davon entfallen auf erneuerbare Energien. Für das Jahr 2019 erwartet das Team Infrastruktur-Investments Neuinvestitionen in Höhe von ca. 300 Mio. EUR in Form von Eigen- und Fremdkapital. ESG IN VERSICHERUNGSLÖSUNGENDie Berücksichtigung von gesellschaftlichen Belangen und die Unterstützung umweltfreundlicher Produkte und Projekte können positiv von Kunden aufgenommen werden, da das Bewusstsein der Gesellschaft für das Thema Nachhaltigkeit wächst. Die Zufriedenheit der Kunden kann auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Identifikation mit dem Arbeitgeber steigern. Darüber hinaus sind die Versicherungsprodukte auf ihre ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie ihre Relevanz für eine nachhaltige Entwicklung hin zu bewerten. Aus den Versicherungsdienstleistungen des Talanx-Konzerns resultieren keine direkten relevanten Umweltauswirkungen. Vielmehr tragen die Leistungen dazu bei, dass Umweltrisiken adäquat versichert und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Über Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden informieren wir in unserem Risikobericht ab Seite 108 ff. Zu den positiven gesellschaftlichen Auswirkungen zählt der Kern des Versicherungsgeschäfts, d. h. der Transfer von Risiken, durch den Verluste aus dem Eintritt von Schadenereignissen aufgefangen und Unternehmen wie Privatpersonen finanziell abgesichert werden. Gleichwohl sind die möglichen indirekten ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Versicherungsgeschäfts auf eine nachhaltige Entwicklung zu beachten, z. B. etwaige Folgen der versicherten Projekte. Mit Blick auf die Einhaltung der Menschenrechte bei Versicherungsnehmern der Industrie greift der Verhaltenskodex des Talanx-Konzerns. Langfristig verfolgt der Talanx-Konzern das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte in Versicherungsprodukten und Dienstleistungen verstärkt zu berücksichtigen. Spezifische Nachhaltigkeitsziele in diesem Bereich wurden bis dato für den Geltungsbereich Hannover Rück verabschiedet. ZIELE UND MASSNAHMEN: "ESC IN VERSICHERUNGSLÖSUNGEN"scroll
Zahlreiche Produkte der Versicherungsgesellschaften des Talanx-Konzerns unterstützen umweltfreundliche Technologien und Verhaltensweisen oder berücksichtigen gesellschaftliche Interessen. So tragen Leistungen etwa dazu bei, dass Umweltrisiken auf geeignete Weise versichert sind und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Durch Technische Versicherungen werden vielseitige Versicherungslösungen zur Förderung erneuerbarer Energien verwirklicht, die sich von Windenergie im Bereich On- und Offshore über Photovoltaik bis zur Geothermie erstrecken. Auch Prototypenentwicklungen wie Gezeitenkraftwerke sind bei der Industrieversicherung gedeckt. Der Versicherungsschutz beginnt bei der Errichtung und begleitet den Kunden noch viele Jahre im Betrieb. Dadurch unterstützen die Gesellschaften des Talanx-Konzerns die Energiewende. Auch die Hannover Rück fördert die Ausweitung von klimarelevanten Produkten, wie z. B. Wetter- und Energieeinsparversicherungen. Durch das Angebot von Versicherungslösungen wie Mikroversicherungen und Agrarversicherungen leistet die Hannover Rück zudem einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in strukturschwachen Regionen. So können sich Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten gegen elementare Risiken wie Krankheiten, Berufsunfähigkeit, Folgen von Naturkatastrophen oder Ernteausfälle absichern. Zu dem Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die im Talanx-Konzern für einen spezifischen ökologischen oder sozialen bzw. gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden, liegen derzeit keine Angaben vor. VERANTWORTUNG GEGENÜBER KUNDENIm Themenfeld "Verantwortung gegenüber Kunden" sind die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen, der Anreiz für faire Beratung im Vertrieb durch das Vergütungssystem sowie die zügige, transparente Bearbeitung von Forderungen wesentlich für den Talanx-Konzern. Diese Gesichtspunkte adressieren Kundenbelange und beeinflussen maßgeblich die Zufriedenheit der Kunden, die wiederum entscheidend für den Erfolg des Talanx-Konzerns ist. Die Erfüllung von Kundenbedürfnissen steht daher an höchster Stelle und findet sich unter dem Begriff "ganzheitliche Kundenfokussierung" in den Talanx-Werten. Neben einer hohen Beratungsqualität sind Transparenz und Fairness sowie innovative und auf Kundenwünsche zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen wichtige Elemente. Die Versicherungsbranche unterliegt nach der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-Informationspflichtenverordnung, VVG-InfoV) umfangreichen Aufklärungspflichten gegenüber ihren Kunden, die wir selbstverständlich erfüllen. Darüber hinaus ist die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen ein wichtiger Bestandteil des Verhaltenskodex des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für den Vertrieb von Versicherungsprodukten. Der Kodex ist eine freiwillige Selbstverpflichtung und verfolgt das Ziel, einen branchenweiten Standard für eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung darzustellen. ZIELE UND MASSNAHMEN: "VERANTWORTUNG GEGENÜBER KUNDEN"scroll
Der fünfte Leitsatz des GDV-Verhaltenskodex fordert, dass Versicherungsprodukte bedarfsgerecht entwickelt und vertrieben werden. Einfache und verständliche Produktunterlagen sollen den Kunden die Sicherheit bieten, eine individuelle und bewusste Entscheidung treffen zu können. Die Talanx-Gesellschaften stellen dies insbesondere über ein Produkt- bzw. Verbraucherinformationsblatt sicher, das nach Maßstäben des Hohenheimer Verständlichkeitsindex positiv bewertet worden ist. Auch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die jährliche Mitteilung über den Stand der Lebensversicherung und die Modellrechnung Leben richten sich nach den GDV-Empfehlungen. Mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU (IDD) gelten erweiterte Aufsichts- und Lenkungsanforderungen für Hersteller von Versicherungsprodukten. Sie werden durch die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland erfüllt. Produkte werden anhand standardisierter Erstellungs- und Abstimmungsprozesse entwickelt, darunter einheitliche Vorgaben zur Verständlichkeit. Hinsichtlich der Kundenbedürfnisse verpflichtet HDI die Vermittler im Exklusivvertrieb sowie die Bank- und Kooperationspartner, die Ermittlung der Kundenbedürfnisse im Beratungsgespräch zum Kernbestandteil der Vermittlungstätigkeit zu machen. Zudem ist das Beratungsgespräch sorgfältig und anhand standardisierter Protokolle zu dokumentieren. Eine Kontrolle erfolgt durch das Beschwerdemanagement. Die Bestätigung des Kunden, ein Beratungsprotokoll erhalten zu haben oder ausdrücklich darauf zu verzichten (Ausnahme), ist als fester Bestandteil in den Antrags- und Vertragsunterlagen integriert. Auch in den von HDI zu Verfügung gestellten digitalen Absatzstrecken erfolgt grundsätzlich eine Beratungsdokumentation, die dem Kunden bereitgestellt wird. Die verständliche Aufklärung von Kunden und die Fokussierung auf Kundenbedürfnisse sind auch Bestandteil der Prüfung durch unabhängige Stellen. Zur gesicherten Umsetzung des Kodex wurde im Jahr 2016 ein Compliance-Management-System für den Vertrieb der HDI Versicherung AG, HDI Lebensversicherung AG und für die Bancassurance-Gesellschaften entwickelt und implementiert. Im Jahr 2018 erfolgte eine Rezertifizierung für die HDI Versicherung AG und die HDI Lebensversicherung AG durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer. Im Bereich der Restkreditversicherung hat die Branche, darunter auch die Bancassurance-Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, bereits Anfang 2018 durch die Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen zusätzliche Transparenz und Verbraucherrechte eingeführt: So werden die Verbraucher darüber informiert, dass die Restkreditversicherung freiwillig und nicht Voraussetzung dafür ist, den Kredit zu erhalten. Die Verbraucher haben jederzeit innerhalb der gesamten Vertragslaufzeit das Recht und die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen. Sie erhalten ca. eine Woche nach Kreditabschluss eine gesonderte Auftragsbestätigung für die Restkreditversicherung. In den ersten Wochen - bis zu 30 Tage nach Erhalt des "Welcome-Letters" - können die Verbraucher den Vertrag widerrufen, und er wird von Beginn an aufgehoben, ohne dass dem Versicherungsnehmer Kosten entstehen. Auch danach können die Verbraucher den Vertrag jederzeit kündigen und erhalten dann anteilig den nicht verbrauchten Beitrag zurück. Darüber hinaus entwickeln der GDV und die Bankenverbände Selbstverpflichtungen, mit denen die Transparenz noch weiter erhöht wird. Bereits jetzt arbeiten die Bankpartner der Bancassurance-Gesellschaften (Hamburger Sparkasse AG, Postbank - eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, TARGOBANK AG) daran, den Kunden neben der Kreditrate zum Vergleich die Kreditrate, die ohne den Abschluss der Restkreditversicherung zu zahlen wäre, auszuweisen; teilweise ist dies bereits umgesetzt. So können die Kunden neben dem explizit im Vertrag ausgewiesenen Beitrag auch die monatliche Belastung durch den Restkreditversicherungs-Abschluss unmittelbar erkennen. Eine faire und unabhängige Beratung unserer Kunden hat für den Talanx-Konzern höchste Priorität. Deswegen streben wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer Beratungsleistung an. Unser konzernweit gültiger Verhaltenskodex setzt Maßstäbe im Hinblick auf verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Auch die Vertriebs-Compliance ist Gegenstand des Kodex und umfassender Compliance-Schulungen. Darüber hinaus betont auch der GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb den hohen Stellenwert der Vermittlerqualifikation und nimmt die stetige Weiterbildung der Versicherungsvermittler in den Fokus. Bezüglich der Vergütung verweist der GDV-Verhaltenskodex darauf, dass Zusatzvergütungen, die über die vertragsgemäße Courtagevereinbarung hinausgehen, weder die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers noch das Kundeninteresse beeinträchtigen dürfen. Die Vorgaben durch die Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU inklusive der noch festzulegenden delegierten Rechtsakte und Umsetzungen in nationales Recht wurden im Jahr 2018 fristgerecht umgesetzt. Der HDI-Compliance-Steuerungskreis ist das zentrale Steuerungs- und Überwachungsgremium sowohl für die Compliance-Management-Systeme der dem GDV-Verhaltenskodex beigetretenen Gesellschaften als auch für die Umsetzung der Anforderungen, die sich aus der Umsetzung der IDD bzw. der nationalen Gesetzgebungen für die wesentlichen Risikoträger des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland ergeben. Um die Qualifizierung der Vermittler und die Kompetenz in der Kundenberatung sicherzustellen, engagieren sich die Talanx-Gesellschaften seit der Initiierung im Jahr 2013 für die Brancheninitiative des GDV und der Vermittlerverbände der deutschen Versicherungswirtschaft "Gut beraten - Weiterbildung der Versicherungsvermittler in Deutschland". Alle Vermittler im Exklusivvertrieb sind vertraglich zur Teilnahme verpflichtet. Hinsichtlich der Zusatzvergütungen hat der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland alle bestehenden Vereinbarungen überprüft. Wo erforderlich, wurden neue Mustervereinbarungen entworfen und klare Regelwerke für die Neugestaltung von Zusatzvergütungen verfasst. Als wesentlicher Erfolgsfaktor steht die Zufriedenheit unserer Kunden an höchster Stelle. Daher nutzen wir neben eigenen Befragungen auch verschiedene Instrumente der Kundenzufriedenheitsmessung externer Anbieter, wie z. B. den "Kundenmonitor Assekuranz" oder den "Gewerbekunden-Check Assekuranz". Im Jahr 2016 wurde mit den Projektarbeiten zur Harmonisierung der Anwendungslandschaft mit dem Ziel eines gemeinsamen Bestandsführungssystems für die Gesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) für das Leben- und Unfallgeschäft begonnen; in den Jahren 2017 und 2018 wurden Produkte und Neugeschäft erster Tochtergesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) auf das gemeinsame Bestandsführungssystem überführt. Weiterhin wurde eine Neuausrichtung des Lebensversicherungsgeschäfts beschlossen, u. a. wurden traditionelle klassische Lebensversicherungsprodukte im Jahr 2016 durch kapitaleffiziente Konzepte ersetzt. Um die Zufriedenheit der Kunden zu untersuchen, werden von unseren nationalen und internationalen Konzerngesellschaften verschiedene Instrumente genutzt - von eigenen Kundenzufriedenheitsbefragungen an verschiedenen Kundenkontaktpunkten über die Nutzung von externen Bewertungstools bis hin zu Fachtagungen und Stakeholder-Dialogen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements sowie im Jahr 2017 der Durchführung von Kundenworkshops mit Schadenkunden und im Jahr 2018 mit Vertriebspartnern in den Bereichen Haftpflicht-, Unfall-, Sach(HUs)- und Kraftfahrt(K)-Schaden. Effekte zeigen sich u. a. in der HDI-Schadenfunktion: Mit der Schaden-App in den Bereichen HUS-Schaden und K-Schaden sowie dem Live-Kalkulationstool fast in K-Schaden konnten wichtige Schritte zur Optimierung der Prozesse und Anwendungslandschaften realisiert und ausgebaut werden. Sowohl Digitalisierungselemente als auch verbesserte Kundenkontakte werden in dem Schadenbearbeitungsprozess integriert. Zur Erhöhung der Servicequalität für Kunden wurden zum einen bestehende Prozesse im Sinne des aktiven Schadenmanagements weiter optimiert - so etwa der Glasschadenprozess in K-Schaden - und neue Prozesse implementiert, z. B. die bedarfsgerechte Unterstützung der Kunden bei Cyberangriffen. Über die Verankerung einer passgenauen Service-Story im Mitarbeiterkreis wird die Servicequalität weiter unterstützt - eine positive Haltung aller Schadenmitarbeiter zum Kunden in jedem Schadenfall steht im Fokus. Eine fachliche abteilungsübergreifende Unterstützung im HUS-Schadenbereich führt zur zügigen und transparenten Bearbeitung der Schadenfälle. Insbesondere in der Abwicklung von Kumulschäden -hier ist das Sturmereignis "Friederike" herauszustellen - gelingt eine schnelle und kundengerechte Schadenbearbeitung. Der Anspruch, mit hoher Erreichbarkeit flexibel und schnell eine fallabschließende Erledigung des jeweiligen Schadens schon beim ersten Kontakt zu erreichen, wurde erfüllt. Die Auszeichnung mit Gütesiegeln für die Regulierung von Hausrat- und Wohngebäudeschäden spiegelt die positive Resonanz der Kunden wider. Für den Themenkomplex "Verantwortung gegenüber Kunden" wurden im Berichtsjahr darüber hinausgehend keine spezifischen Ziele verabschiedet. MITARBEITERZiel unserer Personalarbeit ist es, Mitarbeiter in ihrer Berufstätigkeit so zu unterstützen, dass die Unternehmensziele bestmöglich erreicht werden, Mitarbeiter zu binden und neue zu gewinnen. Dies gewährleisten wir mit den richtigen Mitarbeitern am richtigen Ort und in der richtigen Aufgabenstellung. Wesentliche Bestandteile der Personalarbeit - wie die Personalbetreuung und Personalentwicklung - sind gut aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Jeder dieser Bereiche leistet einen wesentlichen Beitrag zu den aktuellen Fragestellungen der Personalarbeit; von der Gestaltung einer förderlichen und agilen Kultur über zeitgemäße Verfahren des Recruitings und Themen der Qualifizierung und beruflichen Entwicklung bis hin zu Themen der Gestaltung von Anreizsystemen und modernen Arbeitsbedingungen. MITARBEITERGEWINNUNG UND -ENTWICKLUNGKompetente, engagierte und unternehmerisch handelnde Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Talanx-Konzern. Die Mitarbeiter setzen ihre vielfältigen Talente in den unterschiedlichen Gesellschaften für unseren geschäftlichen Erfolg und zur Zufriedenheit unserer Kunden ein. Mithilfe professioneller Programme fördern wir unsere Beschäftigten und entwickeln ihre Kompetenzen kontinuierlich weiter. Dabei wird Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, der sinkenden Zahl von Experten für bestimmte Tätigkeitsbereiche und der sich wandelnden Arbeitswelt Rechnung getragen. Im Rahmen der strategischen Nachwuchssicherung verfolgt der Talanx-Konzern verschiedene Konzepte. Hierzu gehören duale Ausbildungs- und Studiengänge, Trainee-Programme für spezielle Funktionsbereiche sowie Einarbeitungsprogramme für Young Professionals. Die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx-Konzern erfolgen im Rahmen des Personalcontrollings. Wichtige Elemente sind dabei auch regelmäßige Analysen zur Personalbestandsentwicklung und das Personalberichtswesen (intern und extern). Im Schwerpunktthema Personal führt zudem das Competence Center Operational Auditing risiko- und prozessorientierte Prüfungen nach den Grundsätzen des Berufsstandes Institute of Internal Auditors (IIA) durch. Im Außenauftritt unterstützen Maßnahmen des Personalmarketings die Darstellung des Talanx-Konzerns als attraktiver Arbeitgeber. ZIELE UND MASSNAHMEN: "MITARBEITERGEWINNUNG UND -ENTWICKLUNG"scroll
Für die Nachwuchssicherung ist in Deutschland insbesondere die berufliche Erstausbildung ein wichtiger Baustein. Dies zeigt sich in unserer konstant hohen Übernahmequote, die seit Jahren bei 80 bis 90 % liegt. Verschiedene Gesellschaften des Talanx-Konzerns bieten ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten - von der klassischen Berufsausbildung bis hin zum Bachelorstudium. Ein breit gefächertes Angebot an internen Weiterbildungsmaßnahmen sichert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in Hinblick auf aktuelle und zukünftige Tätigkeiten. Durch die finanzielle Förderung berufsbegleitender Ausbildungs- und Studiengänge wird darüber hinaus die generelle Beschäftigungsfähigkeit unterstützt. Die Identifikation und gezielte Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern bildet einen weiteren Schwerpunkt in der Personalentwicklung. Im Rahmen einzelner Entwicklungsprogramme werden Potenzialträger auf weiterführende Aufgaben vorbereitet und für diese qualifiziert. Somit können Führungs- und Fachpositionen bei gleicher Qualifikation vorrangig mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden. Aufgrund dieser Personalpolitik eröffnen wir überdurchschnittlich leistungsstarken und karriereorientierten Mitarbeitern besonders attraktive Perspektiven. Im Jahr 2018 wurde erstmals ein Entwicklungsprogramm für Berufseinsteiger aufgelegt, das zum Ziel hat, die besten Auszubildenden und dualen Studenten auf dem Weg in das Berufsleben zu begleiten und zu fördern und damit an den Konzern zu binden. Zudem werden fortlaufend Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, um das Fachwissen auszubauen und um die persönlichen Kompetenzen zu stärken. Darüber hinaus kann durch Mitarbeitergespräche, Feedbackinstrumente und Standortbestimmungsverfahren das eigene Verhalten reflektiert und an die veränderten Anforderungen angepasst werden. Die Talanx Corporate Academy ist als zentrales Instrument zur Strategieimplementierung und Kulturentwicklung innerhalb des Konzerns erfolgreich etabliert. Das Programm vermittelt strategisch relevante Themen für die oberste Managementebene aller Geschäftsbereiche konzernweit. Im Jahr 2018 lag der Fokus auf den Themen Digitalisierung und Agilität. Mit der strategischen Neuausrichtung des Hochschulmarketings konzentriert sich der Talanx-Konzern in Zukunft auf ausgewählte Fokusuniversitäten mit dem Ziel, geeigneten akademischen Nachwuchs für den Konzern zu gewinnen. Weiterhin wurde zur Förderung des Versicherungsstandorts Hannover von den Versicherungsunternehmen vor Ort und der Leibniz Universität Hannover das "House of Insurance" als gemeinsames Kompetenzzentrum für Forschung und Lehre in den Bereichen Versicherungsökonomik, -mathematik und -recht ins Leben gerufen. Darüber hinaus bietet der Talanx-Konzern eine leistungsorientierte Vergütung und, soweit aufgabentechnisch möglich, flexible Arbeitszeiten sowie attraktive Sozialleistungen, etwa eine betriebliche Altersversorgung, vermögenswirksame Leistungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. All diese Leistungen spiegeln sich in einer moderaten Fluktuationsrate und einer langen Konzernzugehörigkeit unserer Mitarbeiter wider. Innerhalb des Konzernverbunds hat auch die Hannover Rück ihre Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterentwicklung und -förderung weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr stand insbesondere die Unterstützung der Mitarbeiter und Führungskräfte in Bezug auf den Umgang mit den Auswirkungen der sich spürbar verändernden Arbeitswelten im Fokus. Hierbei spielen vor allem die Effekte aus agilen Arbeitsformen oder automatisierten bzw. digitalisierten Arbeitsabläufen eine Rolle. TALANX ALS ARBEITGEBERDurch unser Diversitätsmanagement möchten wir eine von Offenheit, Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur fördern, in der Menschen mit vielerlei individuellen Fähigkeiten gerne zusammenarbeiten. Wir wollen Vielfalt aktiv und bewusst stärken, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu erhalten und weiter auszubauen. Im Talanx-Konzern arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten nationalen, ethnischen, religiösen und persönlichen Hintergründen und unterschiedlichen Alters ebenso wie Menschen mit und ohne Behinderung und unterschiedlicher sexueller Orientierung. Zahlreiche Beispiele verdeutlichen die Entwicklungen, die das Arbeiten im Konzernverbund verändern: eine steigende Anzahl älterer Erwerbstätiger, die Generationen Y und Z, höhere Ansprüche an Mobilität und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die zunehmende Globalisierung und, damit einhergehend, ein zunehmender Anteil weiblicher Mitarbeiter und von Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft. Außerhalb des Konzerns ist das Thema in der Liefer- bzw. Wertschöpfungskette z. B. für (potenzielle) Bewerber sowie für Kunden und Geschäftspartner von Bedeutung. Das aktive Diversitätsmanagement ist in die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx-Konzern einbezogen und somit Bestandteil des Personalcontrollings, siehe auch Abschnitt "Mitarbeitergewinnung und -entwicklung" auf Seite 76 f. ZIELE UND MASSNAHMEN: "TALANX ALS ARBEITGEBER"scroll
Der Konzern hat bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Vielfalt zu fördern, Diskriminierung zu verhindern und die Entwicklung seiner Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft zu unterstützen. Der Konzernvorstand hat sich im "Diversity Commitment" zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur bekannt und bereits im Jahr 2013 die Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Auch bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt. Dies ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen verankert. Das Frauennetzwerk "Frauen@Talanx" hat es sich in eigenverantwortlicher Gestaltung zum Ziel gesetzt, Mitarbeiterinnen im Talanx-Konzern eine Plattform zu geben, um sich zu vernetzen und sowohl voneinander als auch miteinander zu lernen. Die Gremiumsmitglieder sind Ansprechpartner für die Kolleginnen aus dem jeweiligen Geschäftsbereich und fungieren als Multiplikatoren. Sponsor des Frauennetzwerkes ist Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. Der Talanx-Konzern legt Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance und unterstützt diese, soweit aufgabentechnisch möglich, durch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und der Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Freizeit. Die Einführung des mobilen Arbeitens im Jahr 2018 ermöglicht es den Mitarbeitern in der Zentrale Hannover, den Arbeitsalltag flexibler zu gestalten, und schafft die Voraussetzung für modernes ortsungebundenes/mobiles Arbeiten, um Familie und Berufsleben besser in Einklang zu bringen. Weiterhin werden Eltern seit dem Jahr 2014 mit bis zu 100 EUR monatlich für die kostenpflichtige Unterbringung der noch nicht schulpflichtigen Kinder im ersten Jahr nach der Elternzeit steuerfrei bezuschusst. An verschiedenen Standorten sorgt ein Eltern-Kind-Büro in Notfallsituationen bei der Überbrückung von kurzfristigen Betreuungsengpässen für Abhilfe. Zur Stärkung ihrer persönlichen Ressourcen greifen unsere Mitarbeiter auf umfangreiche Präventionsangebote im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements zurück. Beispielsweise fanden im Berichtsjahr an allen Standorten in Deutschland Gesundheitstage statt. Außerdem wurde im Jahr 2016 eine externe Mitarbeiterberatung eingeführt. Das Angebot umfasst eine kostenfreie und anonyme Sofortberatung bei privaten, beruflichen und psychologischen Anliegen sowie einen Familienservice. Nicht nur die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit. Ein fairer und respektvoller Umgang sowie die Achtung der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen bilden dabei die Grundlage des Handelns unserer Mitarbeiter. In den Jahren 2016 bis 2018 wurde in diesem Zuge der Talanx-Werte-Award verliehen. Das Ziel der Auszeichnung ist es, vorbildliches Verhalten im Konzern zu würdigen und Andere zum Handeln im Sinne der Unternehmenswerte zu inspirieren. Im Jahr 2018 konnte das Team HUS- und Firmen-Schaden mit seiner "Service-Story Schaden", die auf die unternehmensweite Erhöhung der Kundenorientierung und -zufriedenheit abzielt, die Jury überzeugen. Für das Jahr 2019 ist eine Fortführung der Ausschreibung in fokussierter Form als "HDI Agile Award" vorgesehen. Die Vergütungssystematik des Konzerns setzt sich zusammen aus einem leistungs- und verantwortungsbezogenen Gehalt mit erfolgsabhängigen Zahlungen sowie den hier aufgeführten attraktiven Sozialleistungen. Gehaltsanpassungen auf Basis interner und externer Vergütungsanalysen sorgen dafür, dass die Vergütung des Konzerns wettbewerbsfähig ist. Ein wichtiges personalpolitisches Ziel ist es, angemessen zu vergüten sowie unsere Mitarbeiter transparent über die Zusammensetzung ihrer Gesamtvergütung zu informieren. Bei der Talanx wird das individuelle Entgelt durch die übernommene Funktion sowie die persönliche, fachliche Qualifikation und Leistung des Mitarbeiters bestimmt. Neben der Eingruppierung der Tätigkeit nach dem Versicherungstarif ist darüber hinaus die Basis eine mitarbeiterunabhängige Stellenbewertung für den gesamten leitenden Bereich konzernweit einheitlich, die nach der standardisierten Hay-Methode vorgenommen wird. In diesem Rahmen stellt der Konzern eine leistungs- bzw. verantwortungsbezogene sowie eine marktgerechte Vergütungsstruktur sicher. MENSCHENRECHTE BEI TALANXTalanx erklärt als internationaler Versicherungskonzern gemäß § 54 Absatz 5 des Modern Slavery Act 2015 des Vereinigten Königreichs von Großbritannien nachfolgend, welche Maßnahmen die Gruppe im am 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahr gegen Erscheinungsformen von moderner Sklaverei und Menschenhandel ergriffen hat: Als internationaler Konzern mit über 22.000 Mitarbeitern weltweit sind wir uns der aus unserer Größe und Marktstellung resultierenden Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern bewusst. So verfolgt die Talanx das Ziel und bekennt sich in Einklang mit den anwendbaren Gesetzen, Konventionen und Bestimmungen dazu, weltweit die Menschenrechte zu respektieren; Arbeitnehmerrechte unterstützen wir aktiv. Um dieses Bekenntnis zu unterstreichen und die Bedeutung von Compliance für Mitarbeiter sowie Geschäftspartner sichtbar zu machen, hat die Talanx eine Reihe von internen Regelungen verabschiedet, die auf die Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechten abzielen. Ferner bestehen verschiedene Betriebsvereinbarungen zu personellen Themen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Abschnitte zum Verhaltenskodex und zum Hinweisgebersystem (siehe hierzu jeweils Abschnitt "Compliance" auf Seite 67 ff. der nichtfinanziellen Konzernerklärung) relevant. Daneben werden weitere Initiativen, wie beispielsweise die zur Erstellung eines übergreifenden Verhaltenskodex für Geschäftspartner, entwickelt und umgesetzt (siehe nachfolgenden Abschnitt "Lieferantenmanagement"). Über die beschriebenen Maßnahmen hinausgehend wurden im Berichtsjahr keine weiteren Ergebnisse im Themenfeld "Menschenrechte bei Talanx" erzielt und keine weiterführenden Vorhaben implementiert; ein umfassendes Konzept wurde bis dato nicht verabschiedet. LIEFERANTENMANAGEMENTDen größten Einfluss hinsichtlich der Wahrung von Menschenrechten kann der Talanx-Konzern in seiner weltweiten Liefer- bzw. Wertschöpfungskette ausüben. Auch wenn grundsätzlich die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen und signifikanten negativen Auswirkungen auf die Umwelt in unserer Lieferkette als gering eingeschätzt wird, achten wir bei der Auswahl unserer Lieferanten darauf, dass nationale Gesetzgebungen in Hinblick auf Umweltschutz und die Wahrung der Menschenrechte sowie die Talanx-Werte eingehalten werden. Um unser Commitment zu unterstützen und um über die Gesetzgebung hinaus positiven Einfluss auszuüben, ist ein konzerneinheitlicher Verhaltenskodex für Geschäftspartner in Planung. Der Aspekt der Beschaffung wird dabei getrennt für den Einkauf und den IT-Einkauf betrachtet. Bei der IT-Beschaffung nutzen wir bereits einen Verhaltenskodex für Auftragnehmer, der Bestandteil der "Arbeitsanweisung Einkauf IT-Assets und IT-Dienstleistungen" des Talanx-Konzerns ist. Der Verhaltenskodex deckt die Menschenrechte von Arbeitnehmern - etwa das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sowie Diskriminierung -, den Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer sowie das Thema Umweltschutz ab. Weiterhin verlangt der Kodex von den Auftragnehmern die Einhaltung ethischer Normen. Auch die Hannover Rück hat einen solchen Kodex in Anwendung. ZIELE UND MASSNAHMEN: "LIEFERANTENMANAGEMENT"scroll
Ein Lieferantenkodex ist bereits bei zwei unserer Gesellschaften, der Hannover Rück und der HDI Systeme AG (Talanx Systeme ag), in Anwendung. Grundsätzlich verpflichtet die Hannover Rück ihre Hauptlieferanten und Subunternehmer auf die Entsprechung der in dem Verhaltenskodex für Lieferanten der Hannover Rück festgelegten Minimalstandards. Das Lieferantenmanagement am Standort Hannover sieht daher in anlassbezogenen Abständen eine Bewertung der Lieferanten vor. Auf der Basis von Selbstauskünften und mithilfe eines anwendungsgestützten Verfahrens werden die Lieferanten bewertet und im Falle einer kritischen Einschätzung in einer Umwelt-, Sozial- und Governance-Risikokategorie (ESG-Risikokategorie) einer Negativliste zugeordnet, was zur Folge hat, dass keine weitere Beauftragung mehr erfolgt. Auch die WARTA-Gruppe in Polen sowie die HDI Assicurazioni in Italien verpflichten ihre Lieferanten zu ethisch, sozial und ökologisch korrektem Verhalten. Dazu müssen potenzielle Lieferanten eine Erklärung abgeben, in der sie sich zu nationalen Arbeitsgesetzen und den Prinzipien des UN Global Compact bekennen. An der Entwicklung und schrittweisen Implementierung eines konzernweiten Lieferanten-Verhaltenskodex wird aktuell gearbeitet. Das Nachhaltigkeitsziel wird damit später als ursprünglich geplant erreicht. BETRIEBLICHER UMWELTSCHUTZDer Talanx-Konzern hat als Dienstleister vergleichsweise geringe umweltbezogene Auswirkungen. Diese entstehen in erster Linie durch unsere Mitarbeiter, die Energie und Material verbrauchen, Dienstreisen unternehmen und sich täglich auf den Weg zur Arbeit und zurück begeben. Gleichwohl nimmt der Konzern seine Verantwortung für die Umwelt sehr ernst und ist bestrebt, die negativen ökologischen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Um unser Tagesgeschäft und den Einkauf nachhaltigkeitsorientiert sowie kosteneffizient zu gestalten, setzt der Talanx-Konzern auf einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Dies gilt insbesondere beim Verbrauch von Energie und Wasser sowie von Materialien. Talanx hat daher konkrete Ziele für die Reduktion des Emissionsausstoßes und des Energieverbrauchs definiert. Diese Ziele überprüfen wir fortlaufend auf ihre Erreichung und ergänzen sie, sofern sinnvoll, um weitere oder neue Ziele. Darüber hinaus führen wir Energieaudits nach DIN EN 16247 in Übereinstimmung mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durch, um den Energieeinsatz und -verbrauch systematisch zu analysieren. Unsere Beteiligung am Kooperationsprojekt ÖKOPROFIT im Berichtsjahr nutzen wir gezielt für eine Bestandsaufnahme, Schwachstellenanalyse und für die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen im Bereich des innerbetrieblichen Umweltmanagements. In unsere Bewertung und Überprüfungen fließen zudem auch die Ergebnisse von ESG-Ratings ein. ZIELE UND MASSNAHMEN: "BETRIEBLICHER UMWELTSCHUTZ"scroll
Neben der Festlegung einer CO2-Obergrenze für Dienstwagen unterstützt der Talanx-Konzern seine Mitarbeiter bei der umweltschonenden Anreise zum Arbeitsplatz, indem an verschiedenen Standorten in Deutschland Vergünstigungen für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt werden. Nach der Inbetriebnahme eines rein elektrisch betriebenen Postzustellfahrzeugs im Jahr 2017 hat die Talanx im Berichtsjahr zwei weitere E-Smarts an den Standorten Hamburg und Dortmund erworben. Darüber hinaus wollen wir die Anzahl von konzerninternen Dienstreisen weiter reduzieren und setzen auf den verstärkten Einsatz von Videokonferenzen. Der Aspekt des Materialverbrauchs betrifft den Talanx-Konzern als Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen anbietet, vor allem mit Blick auf die Verwendung von Papier. Weitere Materialien benötigen wir für den Produktionsprozess von Versicherungsschutz und weiteren Dienstleistungen nicht im wesentlichen Umfang. Bei der Papierbeschaffung achten wir auf verschiedene Nachhaltigkeitssiegel. Auch der Energieverbrauch unserer nationalen und internationalen Standorte wird kontinuierlich optimiert. Es wird vermehrt mit Zeitschaltprogrammen und Präsenzmeldern in Büros gearbeitet und die Installation von LED-Beleuchtung in den Gebäuden ausgeweitet. Bereits im Jahr 2012 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück mit der Einführung eines nach DIN EN ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems am Standort Hannover Standardprozesse für den Umweltschutz etabliert und in ihrem Umweltprogramm konkrete Maßnahmen definiert. Seitdem wird das Umweltmanagementsystem jährlich zertifiziert; seit 2016 gemäß der revidierten Norm DIN EN ISO 14001:2015. Darüber hinaus veröffentlicht die Hannover Rück seit 2016 jährlich eine validierte EMAS-III-Umwelterklärung. CORPORATE GOVERNANCEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT1)ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS §§ 289F, 315D HGBENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat haben vor der Feststellung des Jahresabschlusses die Entsprechenserklärung der Talanx AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt abgegeben: Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("DCGK") stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält sowohl international als auch national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Kodex ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. § 161 Aktiengesetz (AktG) verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat deutscher börsennotierter Gesellschaften, jährlich zu erklären, ob den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen aus welchen Gründen nicht angewendet wurden oder werden ("Entsprechenserklärung"). Die letzte Entsprechenserklärung erfolgte am 27. Februar 2018. Vorstand und Aufsichtsrat erklären gemäß § 161 AktG, dass die Talanx AG bei der Umsetzung des DCGK in seiner aktuell gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 in folgenden drei Punkten von den Kodexempfehlungen abweicht: 1. Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK (betragsmäßige Höchstgrenzen der variablen Vergütungsteile in Vorstandsverträgen)Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird zum Teil in Form von Talanx Share Awards gewährt. Die maximale Anzahl der gewährten Share Awards bei der Zuteilung hängt von der Gesamthöhe der variablen Vergütung ab, die der Höhe nach begrenzt ist (sogenannter Cap), d. h., die Zuteilung von Share Awards unterliegt der Höchstgrenze. Die Share Awards unterliegen einer vierjährigen Sperrfrist. Dadurch nehmen die Vorstandsmitglieder während dieses Zeitraums an positiven wie auch negativen Entwicklungen der Gesellschaft, wie sie sich im Aktienkurs widerspiegeln, teil. Nach Ablauf der Sperrfrist wird der Gegenwert der Share Awards an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag bestimmt sich nach dem zum Auszahlungszeitpunkt gültigen Aktienkurs der Talanx-Aktie zuzüglich eines Betrages in Höhe der insgesamt während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividende je Aktie. Damit folgen die Share Awards der wirtschaftlichen Entwicklung der Talanx-Aktie. Der sich aus der Gewährung der Share Awards ergebende Betrag der variablen Vergütung ist somit im Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards begrenzt, nicht jedoch noch einmal im Zeitpunkt der Auszahlung. Eine weitere Begrenzung des aus der Gewährung der Share Awards resultierenden Betrags der variablen Vergütung im Auszahlungszeitpunkt hält die Gesellschaft vor dem Hintergrund des mit den Share Awards angestrebten Gleichlaufs der Interessen zwischen Aktionären und Mitgliedern des Vorstands der Talanx AG nicht für sinnvoll. Aus Sicht der Gesellschaft handelt es sich bei dem Auszahlungsweg über die Talanx Share Awards wirtschaftlich betrachtet um ein Zwangsinvestment in Talanx-Aktien mit vierjähriger Haltefrist. Die Talanx AG erklärt daher formal und höchst vorsorglich ein Abweichen von Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK. 2. Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)Eine vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund kann nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder bei der Verlängerung des jeweiligen Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Der Spielraum für Verhandlungen über das Ausscheiden wäre zudem bei einem vereinbarten Abfindungs-Cap eingeengt, was insbesondere dann nachteilig sein kann, wenn Unklarheit über das Vorliegen eines wichtigen Grunds für die Abberufung besteht. Es liegt deshalb nach Auffassung der Talanx AG im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK abzuweichen. 3. Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK (Vorsitz im Prüfungsausschuss [Audit Committee])Der derzeitige Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Gesamtaufsichtsrats. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Finanzvorstand verfügt er über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren in der Erst- und Rückversicherung. Verbunden mit seiner langjährigen Erfahrung in der Führung der Gesellschaft und des Konzerns ist er deswegen für die Funktion des Ausschussvorsitzenden besonders geeignet. In seiner Doppelfunktion als Vorsitzender des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats koordiniert er die Arbeit beider Gremien aus einer Hand und kann auf diese Weise die Effizienz ihrer Tätigkeit optimieren. Eine Machtkonzentration in seiner Person ist damit weder im Finanz- und Prüfungsausschuss noch im Gesamtaufsichtsrat verbunden: In beiden Gremien verfügt er jeweils wie die übrigen Mitglieder über eine Stimme. Vor diesem Hintergrund ist der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende nach Auffassung der Gesellschaft bestens geeignet, den Vorsitz im Finanz- und Prüfungsausschuss wahrzunehmen. Es liegt deshalb im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK abzuweichen. Abgesehen von den vorgenannten Ausnahmen wird die Gesellschaft auch weiterhin den Empfehlungen des DCGK entsprechen.
Hannover, den 9. November 2018 Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat Die Entsprechenserklärung und weitere Informationen zur Corporate Governance bei der Talanx finden Sie auch auf der Internetseite http://www.talanx.com/investor-relations/corporate-governance. Sie finden dort ebenfalls den aufgrund der Zweitnotierung der Talanx AG an der Warschauer Wertpapierbörse erforderlichen Bericht zum "Code of Best Practice for Warsaw Stock Exchange Listed Companies". ZIELGRÖSSEN GEMÄSS §§ 76 ABSATZ 4, 111 ABSATZ 5 AKTG; GESETZLICHE QUOTE FÜR DEN AUFSICHTSRAT GEMÄSS § 96 ABSATZ 2 AKTGDie Frauenquote im Aufsichtsrat der Talanx AG ist entsprechend der gesetzlichen Regelung mit mindestens 30 % vorgegeben; sie gilt für erforderliche Neuwahlen und Entsendungen ab dem 1. Januar 2016 zur Besetzung einzelner oder mehrerer Aufsichtsratssitze. Bei den im Berichtsjahr vollzogenen Neuwahlen der Anteilseignervertreter fand diese Quote Beachtung. Danach verfügt der Aufsichtsrat sowohl in seiner Gesamtheit als auch getrennt nach Vertretern der Arbeitnehmer und Vertretern der Anteilseigner jeweils über einen Frauenanteil von mehr als 30 %. Der Aufsichtsrat hat festgelegt, dass in dem Zeitraum 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2022 die Bestellung mindestens einer Frau zum Mitglied des Vorstands angestrebt wird. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands gilt eine Zielgröße von 20 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 30 %. CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT GEMÄSS ZIFFER 3.10 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK)Vorstand und Aufsichtsrat verstehen unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle für die Talanx AG und die Talanx-Gruppe. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Anlegern, unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Unser Verständnis von guter Corporate Governance ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen der Talanx AG zusammengefasst (http://www.talanx.com/corporate-governance). Es ist unser Anspruch, sowohl bei strategischen Überlegungen als auch im Tagesgeschäft stets höchste ethische und rechtliche Standards zugrunde zu legen; denn das Auftreten, Handeln und Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters prägen das Erscheinungsbild der Talanx AG und der gesamten Gruppe. UNTERNEHMENSVERFASSUNGGute Corporate Governance ist für die Talanx AG und die Talanx-Gruppe unverzichtbar für die Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter identifizieren sich mit den beschlossenen Corporate-Governance-Grundsätzen, die sich am DCGK orientieren. Dem steht auch nicht entgegen, dass im Berichtsjahr erneut Empfehlungen des DCGK nicht entsprochen wurde; denn eine gut begründete Abweichung bei den Kodexempfehlungen kann - wie im vorliegenden Fall - im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen (vgl. Präambel zum DCGK). Mit einem nach wie vor hohen Erfüllungsgrad der Empfehlungen und Anregungen des DCGK nimmt die Talanx AG unverändert einen sehr guten Platz unter den börsennotierten deutschen Unternehmen ein. Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat. VORSTANDDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 8 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats soll dieser nur Personen zu Mitgliedern des Vorstands bestellen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands und die Ressortzuständigkeiten seiner Mitglieder sind auf Seite 8 des Geschäftsberichts dargestellt. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand der Talanx AG regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Unbeschadet der Gesamtverantwortung führt jedes Vorstandsmitglied im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Jedes Mitglied des Vorstands hat jedoch nach der Geschäftsordnung die Pflicht, die anderen Vorstandsmitglieder über wichtige Vorhaben, Geschäftsvorfälle und Entwicklungen in seinem Ressort zu unterrichten. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie die bestehenden Chancen und Risiken. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in einer Informationsordnung "Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat der Talanx ag" näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Einzelabschluss, der Konzernabschluss und die Berichte der Wirtschaftsprüfer, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Aufstellung unverzüglich zugeleitet. Bestimmte Geschäfte von besonderem Gewicht oder strategischer Tragweite darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats:
Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats wahrnehmen. AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung des Vorstands. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung und Billigung des Einzel- und Konzernabschlusses zuständig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und bedeutsame Geschäftsvorfälle des Unternehmens zu erörtern. Der Aufsichtsrat hat sich für seine Arbeit eine Geschäftsordnung gegeben, die u. a. die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und dessen innere Ordnung regelt sowie allgemeine und besondere Regeln für die vom Aufsichtsrat laut der Geschäftsordnung zu bildenden Ausschüsse enthält. Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 9 des Geschäftsberichts erläutert. Der Aufsichtsrat trifft regelmäßig, mindestens einmal pro Quartal, zu ordentlichen Sitzungen zusammen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen anberaumt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss sowie der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, an der Beschlussfassung teilnimmt. Er trifft alle Entscheidungen mit einfacher Mehrheit, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende zwei Stimmen. Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
Die Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor und entscheiden anstelle des Aufsichtsrats in dem durch die Geschäftsordnung festgelegten Kompetenzrahmen. Der Vorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses. Der Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Er erörtert die Quartalsberichte und behandelt Fragen der Compliance, der Rentabilitätsentwicklung von Konzerngesellschaften und der Höhe der Schadenreserven. Zudem bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Aufsichtsrat vor. Hierbei lässt sich der FPA ausführlich über die Sichtweise der Wirtschaftsprüfer zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informieren sowie sich die Auswirkungen eventuell geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsfragen hierauf erläutern. Dem FPA obliegt auch die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Er befasst sich mit der Auswahl des Abschlussprüfers und legt dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung von Abschlussprüfern vor. Der FPA erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er befasst sich mit der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und nimmt im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU-Audit-Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der FPA lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern einmal im Jahr auch direkt durch die Leiter der vier Schlüsselfunktionen (Compliance, Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision) berichten. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitet die Personalentscheidungen für den Aufsichtsrat vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss, Änderung und Beendigung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme der vergütungsrelevanten Inhalte sowie deren Durchführung. Er ist zuständig für die Gewährung von Darlehen an den in §§ 89 Absatz 1, 115 AktG genannten und gemäß § 89 Absatz 3 AktG gleichgestellten Personenkreis sowie für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG. Er nimmt anstelle des Aufsichtsrats die Befugnisse aus § 112 AktG wahr und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Zur Sicherstellung der maßgeblichen Auswahlkriterien hat der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats einen Anforderungskatalog für Aufsichtsratsmitglieder festgelegt, durch den u. a. angestrebt wird, dass im Aufsichtsrat die erforderliche Expertise zur Abdeckung aller Geschäftsfelder des Konzerns vorhanden ist. Um die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder zu gewährleisten, dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats diesem nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft angehören. Ferner dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder individuellen Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft, einem Konzernunternehmen oder dem Talanx-Konzern ausüben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats gewährleisten für ihre Tätigkeit eine hinreichende zeitliche Verfügbarkeit; potenzielle Interessenkonflikte werden vermieden. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen Aufsichtsratsmitglieder zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 72. Lebensjahr nicht vollendet haben und dem Aufsichtsrat in der Regel maximal drei zusammenhängende Amtsperioden angehören, wobei die im Jahr 2018 begonnene bzw. - für die Arbeitnehmervertreter - 2019 beginnende Amtsperiode die erste Amtsperiode ist, die diesbezüglich zu berücksichtigen ist. Im Hinblick auf die aus Sicht des Aufsichtsrats angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm zwei unabhängige Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK angehören sollen. Dies sind Frau Aschendorf und Herr Lohmann. Derzeit erfüllt der Aufsichtsrat damit diese Zielsetzung. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind hierbei nicht berücksichtigt. DIVERSITÄTSKONZEPT - ZIELE FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS SOWIE STAND DER UMSETZUNGDie Talanx AG orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auch am Grundsatz der Vielfalt (Diversität). Breit gefächerte Qualifikationen, Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ermöglichen eine differenzierte Einschätzung der geschäftlichen Chancen und Risiken im Geschäftsbetrieb sowie darauf basierendes ausgewogenes und professionelles Handeln und Entscheiden. Bei der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats wird der Aspekt der Diversität angemessen beachtet. Dieser umfasst neben der fachlichen und persönlichen Qualifikation (Kompetenz) insbesondere Alter, Geschlecht sowie Bildung und beruflichen Werdegang. Um eine kontinuierliche Umsetzung des Diversitätskonzepts zu gewährleisten, erfolgt im Rahmen jeder Neubestellung eines Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieds eine Abwägung, ob die geplante Besetzung auch der Umsetzung des Diversitätskonzepts dient. Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Besetzung des Aufsichtsrats soll eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands in einer international tätigen, breit aufgestellten Versicherungsgruppe durch den Aufsichtsrat sicherstellen und das Ansehen des Konzerns in der Öffentlichkeit wahren. Dabei soll insbesondere auf die Integrität, Persönlichkeit, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten des Talanx-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Mit Blick auf die internationale Ausrichtung der Talanx soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Alle Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats verfügen aufgrund ihrer derzeitigen oder ehemaligen Tätigkeit als Vorstand/CEO oder in einer vergleichbaren leitenden Funktion in international tätigen Unternehmen oder Organisationen über langjährige internationale Erfahrung. Nach Auffassung des Aufsichtsrats wird der internationalen Tätigkeit hinreichend Rechnung getragen. Es ist das Ziel, das derzeit bestehende internationale Profil beizubehalten. Bei der Auswahl der Kandidaten, die der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden, wird darauf geachtet, dass es sich um Personen handelt, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Des Weiteren wird bei der Auswahl dem Grundsatz der Vielfalt Rechnung getragen. Derzeit sind fünf Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Jeweils eine davon ist Mitglied des Nominierungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten. Auf Ebene des Vorstands wird angestrebt, bis zum Juni 2022 mindestens eine Frau zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zu bestellen. Mit dem bereits 2013 erfolgten Beitritt zur "Charta der Vielfalt" hat der Vorstand ein sichtbares Zeichen zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen und im Konzern gesetzt. VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATEine ausführliche Darstellung zu der Struktur der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Geschäftsleitern und Führungskräften findet sich im Vergütungsbericht ab Seite 89 ff. MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE (DIRECTORS' DEALINGS)Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Generalbevollmächtigte der Talanx AG und die zu diesen in enger Beziehung stehenden Personen sind gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Talanx AG oder damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, sofern der Wert der Geschäfte im Kalenderjahr 5.000 EUR erreicht oder übersteigt. Die Talanx AG stellt diesbezüglich nicht nur die Einhaltung der nach Artikel 19 Absatz 2 und 3 Marktmissbrauchsverordnung erforderlichen Veröffentlichungen und Mitteilungen sicher, sondern veröffentlicht Directors' Dealings auch auf ihrer Internetseite. ANTEILSBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Talanx AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten betrug am 31. Dezember 2018 weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. COMPLIANCECompliance im Sinne der Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen ist in der gesamten Talanx-Gruppe eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Sie erfordert eine starke Compliance-Kultur, die durch ein auf die unternehmensspezifischen Bedürfnisse angepasstes Compliance-Management-System getragen wird. Ein robustes Compliance-Management-System im Konzern ist risikobasiert ausgestaltet. Diesem Umstand wird Rechnung getragen, indem der auf Gruppenebene bestehende Prozess zur Identifizierung von Compliance-Risiken regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Hierdurch steht jeweils eine aktuelle Risikolandkarte zur Verfügung, die maßgebliche Grundlage für den risikoorientierten Ressourceneinsatz der konzernweiten Compliance-Arbeit im kommenden Jahr ist. Ein weiterer Sockel eines Compliance-Management-Systems ist das Compliance-Regelwerk. An der Spitze der konzerninternen Compliance-Regeln steht der Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet die wichtigsten Grundsätze und Regeln für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten aller Mitarbeiter des Talanx-Konzerns. Gleichzeitig enthält er die hohen ethischen und rechtlichen Standards, nach denen der Konzern sein Handeln weltweit ausrichtet. Der Verhaltenskodex ist auf der Internetseite abrufbar. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit diesem Kodex und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen im Einklang steht. Die Compliance-Richtlinie konkretisiert die im Kodex enthaltenen Inhalte und setzt Mindestvorgaben für die einzelnen Compliance-Kernthemen (Korruptionsprävention, Kartellrechts-Compliance, Finanzsanktionen und Embargo, Produkt- und Vertriebs-Compliance, Kapitalmarkt-Compliance, Kapitalanlage-Compliance, Corporate Compliance). Sie wird in themen- und geschäftsbereichsspezifischen Anweisungen konkretisiert. Im Ergebnis steht somit allen Mitarbeitern ein auf die konkreten Bedürfnisse ihres Arbeitsalltags zugeschnittenes Leitlinienset zur Verfügung, um sie in ihrem rechtmäßigen und integren Verhalten zu unterstützen. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr für die im Compliance-Regelwerk enthaltenen Leitplanken und Vorgaben durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen sensibilisiert. Bereits seit Langem etablierte Formate, wie beispielsweise die Dialogveranstaltung für Fach- und Führungskräfte mit dem Chief Compliance Officer und die webbasierte Schulung verschiedener Mitarbeitergruppen im In- und Ausland, wurden fortgeführt. Darüber hinaus hat Group Compliance das virtuelle Treffen "Compliance Xchange" im Berichtsjahr eingeführt, das regelmäßig den dezentralen Compliance-Beauftragten in Europa geschäftsbereichsübergreifend die Möglichkeit zum Austausch bietet. Neben dem persönlichen Austausch soll hierdurch die Compliance-Organisation gestärkt und der Austausch von bewährten Maßnahmen (Best Practice) innerhalb der Compliance-Organisation gefördert werden. Die Compliance-Organisation der Talanx besteht personell aus dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Corporate-Governance-Beauftragter und Generalbevollmächtigter der Talanx AG ist, sowie aus jeweils einem Teamleiter an den Standorten Hannover und Köln und weiteren Compliance Officern, die für die einzelnen Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns (mit Ausnahme des Teilkonzerns Hannover Rück, der über eine eigene Compliance-Organisation verfügt, die in einem engen Austausch mit dem Compliance-Bereich der Talanx steht) zuständig sind. In den dezentralen Konzerneinheiten des In- und Auslands sind Compliance-Beauftragte ernannt, die für die lokalen Mitarbeiter erster Ansprechpartner in Compliance-Fragen sind. Als weiteres Element zur Sicherstellung einer konzernweiten Compliance gibt es ein über die Talanx-Internetseite weltweit erreichbares Hinweisgebersystem, über das Mitarbeiter und Dritte wesentliche Verstöße gegen Gesetze und Verhaltensregeln auch anonym melden können. Hinweisen auf Rechtsverstößen und Fehlverhalten wird konsequent zur Wahrung der Compliance-Kultur und im Interesse aller Stakeholder nachgegangen. Daneben bekennt sich die Talanx durch ihre Mitgliedschaft in Compliance-Vereinigungen, die sich für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg durch eine robuste Compliance-Organisation einsetzen, zur Bedeutung von Compliance für die Gruppe. Hier sind insbesondere auf nationaler Ebene das Deutsche Institut für Compliance e. V. (DICO) und auf internationaler Ebene das versicherungsspezifische Chief-Compliance-Officer-Forum (CCO-Forum) zu nennen. Neben der Identifizierung gemeinsamer Standpunkte und Impulse zur Entwicklung von Best-Practice-Lösungen entsteht durch diese Mitgliedschaften auch die Möglichkeit, Entwicklungen im regulatorischen Umfeld von Compliance frühzeitig zu erkennen und zu würdigen. Der Vorstand legt dem Finanz- und Prüfungsausschuss den Compliance-Bericht jeweils vor Feststellung des Jahresabschlusses vor, in dem die Struktur und die vielfältigen Aktivitäten des Talanx-Konzerns in diesem Zusammenhang dargestellt werden. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGENZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDie Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 17, erläutert. STIMMRECHTS- UND ÜBERTRAGUNGSBESCHRÄNKUNGENIn den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Darüber hinaus bestehen derzeit keine Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen von Aktien. DIREKTE UND INDIREKTE BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITENDer HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., HDI-Platz 1, 30659 Hannover, hält 79,0 % der Stimmrechte der Gesellschaft. AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE BEI ARBEITNEHMERBETEILIGUNG AM KAPITALEs sind keine Arbeitnehmer im Sinne des § 315a Absatz 1 Nr. 5 HGB am Kapital beteiligt. GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENDie Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Talanx AG sind in den §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG und § 5 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt. Erneute Bestellungen, jeweils für weitere höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Da die Talanx AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern in einer ersten Abstimmung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit nicht zustande, kann die Bestellung gemäß § 31 Absatz 3 MitbestG in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen. Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gemäß § 31 Absatz 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu. Nach deutschem Aufsichtsrecht ist es erforderlich, dass die Vorstandsmitglieder zuverlässig und fachlich für die Leitung einer Versicherungsholdinggesellschaft geeignet sind (§ 24 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 vag). Zum Vorstand kann nicht bestellt werden, wer bereits bei zwei Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Versicherungsholdinggesellschaften oder Versicherungszweckgesellschaften als Geschäftsleiter tätig ist. Wenn es sich jedoch um Unternehmen derselben Versicherungs- oder Unternehmensgruppe handelt, kann die Aufsichtsbehörde mehr Mandate zulassen (§ 24 Absatz 3 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 vag). Die Absicht, ein Vorstandsmitglied zu bestellen, ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzuzeigen (§ 47 Nr. 1 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 VAG). Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung (§ 179 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, falls eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst (§ 16 Absatz 2 der Satzung). Eine höhere Mehrheit ist etwa für die Änderung des Unternehmensgegenstands gesetzlich vorgeschrieben (§ 202 Absatz 2 AktG). Gemäß § 179 Absatz 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 11 der Satzung der Talanx AG kann der Aufsichtsrat die Fassung der Satzung ändern. BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFENDie Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien sind in der Satzung der Gesellschaft sowie in den §§ 71 ff. AktG geregelt. In diesem Zusammenhang hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Mai 2017 den Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG für die Dauer von fünf Jahren, d. h. bis zum 10. Mai 2022, ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach auf den Namen lautende Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen, ohne Einräumung von Umtausch- und Bezugsrechten, bedingte Wandlungspflichten auf Stückaktien der Talanx AG aufzuerlegen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen. Zur Bedienung der Namensschuldverschreibungen wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 126.398.821,25 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach Schuldverschreibungen (Wandel- und Optionsanleihen), Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte, die jeweils auch mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten verbunden sein können, im Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke ausschließen. Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 31.599.700 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital II). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 157.998.521,25 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER TALANX AG MIT CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELNNach den Verträgen der Talanx AG über syndizierte Kreditfazilitäten dürfen die Darlehensgeber die Kreditlinie u. a. dann kündigen, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Die Vertriebsvereinbarungen mit der DB Firmen und Privatkundenbank AG (Rechtsnachfolgerin der Deutschen Postbank ag) sowie mit ihren Postbank-Vertriebstöchtern auf Grundlage der Kooperationsvereinbarungen mit der Deutschen Postbank AG vom 18. Juli 2007 enthalten jeweils eine Klausel, die im Falle des direkten oder indirekten Kontrollerwerbs an einer der Vertragsparteien durch ein drittes, nicht mit den Parteien verbundenes Unternehmen der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt. Die auf der Basis der Rahmenvereinbarung mit der Citibank aus Dezember 2006 geschlossene Kooperationsvereinbarung für Russland enthält eine Klausel, die in dem Fall, dass die kontrollierende Mehrheit der Anteile oder der Geschäftsbetrieb einer Vertragspartei durch ein mit den Parteien nicht verbundenes Unternehmen übernommen wird, der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt. ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTSEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen worden sind, bestehen nicht. VERGÜTUNGSBERICHTIm Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2018 aus der Tätigkeit der Vorstandsmitglieder für die Talanx AG und die mit ihr konsolidierten Unternehmen. Außerdem werden die Struktur und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG sowie die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands dargestellt. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Bestandteil des Anhangs zum Konzernjahresabschluss 2018 sind. Nach deutschem Handelsrecht beinhalten die Angaben ebenfalls Pflichtangaben des Anhangs (§ 314 HGB) bzw. des Lageberichts (§ 315 HGB), die insgesamt in diesem Vergütungsbericht erläutert und im Anhang zusätzlich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben summarisch zusammengefasst dargestellt werden. Die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie die Regelungen des Artikels 275 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/35 und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (VersVergV) werden beachtet. Ergänzend haben wir die konkretisierenden Vorschriften des DRS 17 (geändert 2010) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" berücksichtigt. Ein unabhängiges Gutachten bestätigt, dass das Vergütungssystem den Anforderungen des Artikels 275 Delegierte Verordnung (EU) 2015/35 an eine geschäfts- und strategiekonforme sowie risikoadjustierte Vergütungspolitik entspricht. VERGÜTUNG DES VORSTANDSDie Festlegung der Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal jährlich. VORSTANDSVERGÜTUNGSMODELL AB 1. JANUAR 2011![]()
1)
Vorstandsvorsitzender/Finanzvorstand: 70 % Konzernergebnis, 30 % individuelle Performance
(persönliche Ziele)Stv. Vorstandsvorsitzender: 50 % Konzernergebnis, 30 % Geschäftsbereichsergebnis,
20 % individuelle Performance (persönliche Ziele)Geschäftsbereichsverantwortliche:
40 % Konzernergebnis, 40 % Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance
(persönliche Ziele) STRUKTUR DER VORSTANDSVERGÜTUNGDas Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten (vertikal). Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist und einer nachhaltigen, langfristigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt. Die Vergütung des Vorstands teilt sich in eine jährliche Festvergütung und eine variable Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich bei einer Zielerreichung von 100 % in einer Bandbreite von 55 % bis 75 %. FestvergütungDie Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten bar ausgezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung gilt für den gesamten Bestellungszeitraum. Sachbezüge/NebenleistungenDie Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte nicht leistungsbezogene Nebenleistungen in marktüblichem Rahmen, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Dauer der Vorstandsbestellung wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung des Dienstwagens erfolgt durch das Vorstandsmitglied. Die Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet. Des Weiteren gewährt die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern im Rahmen von Gruppenverträgen Versicherungsschutz in angemessener Höhe (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherung). Variable VergütungDie Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem sogenannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie - bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich - einem sogenannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile an der gesamten variablen Vergütung wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt. KonzernbonusAls Konzernbonus wird ein individuell bestimmter und im Dienstvertrag festgelegter Betrag je 0,1 Prozentpunkt vergütet, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der zugrunde gelegte risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird. Es erfolgt eine jährliche Anpassung des zugrunde gelegten risikofreien Zinssatzes (für 2018: 0,42 %). Der Höchstbetrag des Konzernbonus beläuft sich auf das Doppelte des bei Erreichen der Kalkulationsgrundlage gewährten Betrags und der maximale Malusbetrag auf -100 %. GeschäftsbereichsbonusFür die Bemessung des Geschäftsbereichsbonus für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International werden folgende Kriterien im Vergleich zu den Zielwerten für die jeweiligen Geschäftsbereiche herangezogen: Bruttoprämienwachstum, kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung des Neugeschäftswerts in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite sowie Ergebnisabführung/Dividende an die Talanx AG. Die Festsetzung des Geschäftsbereichsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Basis des jeweiligen Zielerreichungsgrades in diesen Kriterien nach pflichtgemäßem Ermessen. Es wird die durchschnittliche Zielerreichung der letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Bei vollständiger Zielerreichung wird der für eine Zielerfüllung von 100 % individuell festgelegte Betrag gewährt. Über- bzw. Untererfüllung der festgelegten Zielwerte führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der höchste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung, der geringste auf einen Malus, der einer Zielerreichung von -100 % entspricht. IndividualbonusFerner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle im Folgejahr zu erreichende qualitative und gegebenenfalls auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungs-, Innovations- und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele sein, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Spezifika. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Der Betrag für eine Zielerfüllung von 100 % wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Es kann ein an der persönlichen Gesamtleistung des Vorstandsmitglieds orientierter allgemeiner Leistungsbonus im Rahmen des Individualbonus nach pflichtgemäßem Ermessen vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung. Gesamthöhe der variablen VergütungDie Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Erhält man als Folge der Addition der Einzelbeträge einen Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h., es gibt keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag der variablen Vergütung wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt (vgl. nächster Abschnitt "Auszahlung der variablen Vergütung"). Die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind. BEMESSUNGSGRUNDLAGEN/VORAUSSETZUNGEN FÜR ZAHLUNG DER VARIABLEN VERGÜTUNGscroll
AUSZAHLUNGSMODALITÄTEN DER VARIABLEN GESAMTVERGÜTUNGscroll
Negative variable Gesamttantieme = Auszahlung von 0 EUR variable Vergütung Ein etwaiger Minuswert der variablen Gesamttantieme eines Geschäftsjahres wird vollständig in die Bonusbank übernommen (siehe Spalte "mittelfristig") Auszahlung der variablen VergütungVon dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung bar ausgezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten und erst nach Ablauf eines angemessenen Zurückbehaltungszeitraums ausgezahlt. Der zurückbehaltene Teil wird nach Maßgabe der in den folgenden Abschnitten dargestellten Regelungen je zur Hälfte (d. h. in Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der festgesetzten variablen Vergütung) in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt, um die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen. BonusbankIn die Bonusbank werden jährlich 20 % der festgesetzten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausgezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr -gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt. Share AwardsDer weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx AG. Die Zuteilung der Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung der Talanx AG oder des Vorstandsmitgliedsbedarf. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie (Cap). Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividenden gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht. Bei einem Vorstandsmitglied werden zusätzlich virtuelle Share Awards gewährt, deren Gesamtzahl sich nach dem Wert je Aktie der Hannover Rück im Zeitpunkt der Zuteilung bestimmt. Der Wert je Aktie der Hannover Rück richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Hannover Rück SE für das abgelaufene Geschäftsjahr (Cap). In diesem Fall wird für je einen Share Award nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Hannover Rück-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht. Nach dem bis zum 31. Dezember 2010 gültigen Vergütungsmodell wurden einem Vorstandsmitglied Aktienwert-Beteiligungsrechte (ABR) der Hannover Rück SE zugeteilt. Die Zuteilung der ABR erfolgte letztmals im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010. Der virtuelle Aktienoptionsplan mit ABR ist aufgrund vollständiger Ausübung aller Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2018 abgeschlossen. VerwässerungsschutzFür den Fall, dass es während der Laufzeit des Share-Award-Programms zu einer Veränderung des Grundkapitals der Talanx AG oder zu Umstrukturierungsmaßnahmen kommt, die sich unmittelbar auf das Grundkapital der Gesellschaft oder die Gesamtzahl der von der Talanx AG ausgegebenen Aktien auswirken, und dies eine Wertveränderung der Share Awards von kumulativ 10 % oder mehr zur Folge hat, wird die Anzahl der Share Awards oder die Methode der Wertermittlung der einzelnen Share Awards durch den Aufsichtsrat angepasst, um die durch die Strukturmaßnahme entstehende Wertveränderung der Share Awards auszugleichen. Fortzahlung bei ArbeitsunfähigkeitBei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wird das Jahresfestgehalt in unveränderter Höhe weiter gewährt, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Wird das Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Dienstvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Dienstvertrag mit dem Ende des sechsten Monats, nach dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist, spätestens jedoch mit dem Ende des Dienstvertrags. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich auf Dauer nicht in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen. Vorzeitige Beendigung der VorstandstätigkeitBei Eigenkündigung, Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund durch die Gesellschaft oder wenn ein Angebot auf Vertragsverlängerung zu gleichen oder besseren Bedingungen abgelehnt wird (Ausnahme: Das Vorstandsmitglied hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), verfallen alle Rechte auf Auszahlung der Bestände aus der Bonusbank bzw. der Share Awards. Endet das Vertragsverhältnis vor Ende der Sperrfrist der Bonusbank bzw. Share Awards regulär, ohne dass ein Angebot auf Vertragsverlängerung erfolgt, so behält das Vorstandsmitglied seine Ansprüche auf Auszahlung aus der Bonusbank bzw. der bereits zugeteilten Share Awards. Ein Anspruch auf Einstellung von Beträgen in die Bonusbank bzw. auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalls oder Todesfalls hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Vorstandsmitglieds erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung. Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels sind in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder nicht vorgesehen. Die in den Dienstverträgen enthaltenen Regelungen zur vorzeitigen Beendigung bzw. Nichtverlängerung des Dienstvertrags sehen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung eines sogenannten Übergangsgeldes vor, das sich nach dem für das Ruhegehalt erreichten Prozentsatz der Festbezüge errechnet. Es besteht in der Regel eine Wartezeit von acht Jahren. Anderweitige Einkünfte aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit werden bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres in Höhe von 50 % auf das Übergangsgeld angerechnet. Ein Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 empfiehlt, ist in den Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft nicht enthalten. Wir verweisen diesbezüglich sowie hinsichtlich der in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen betragsmäßigen Höchstgrenzen der Vergütung und ihrer variablen Vergütungsteile auf unsere Ausführungen in der Entsprechenserklärung in der Rubrik "Erklärung zur Unternehmensführung", Seite 82 ff. in diesem Konzerngeschäftsbericht. Nebentätigkeiten der VorstandsmitgliederDie Vorstandsmitglieder benötigen zur Aufnahme von Nebentätigkeiten die Zustimmung des Aufsichtsrats. Damit ist gewährleistet, dass weder die dafür gewährte Vergütung noch der zeitliche Aufwand zu einem Konflikt mit den Vorstandsaufgaben führt. Handelt es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien, sind diese im Geschäftsbericht der Talanx AG aufgeführt. Die Vergütungen für Mandate in Konzerngesellschaften und gesellschaftsgebundene Mandate werden auf die auszuzahlende variable Vergütung angerechnet. Höhe der VorstandsvergütungDie Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Vorstands aus seiner Tätigkeit für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen betrugen 9.820 (10.359) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus den in der nachfolgenden Tabelle gemäß DRS 17 dargestellten Komponenten. GESAMTBEZÜGE DES AKTIVEN VORSTANDS GEMÄSS DRS 17 (GEÄNDERT 2010)IN TEUR scroll
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Zum Bilanzstichtag 2018 lag noch kein Organbeschluss über die Höhe der erfolgsabhängigen
Vergütungen für 2018 vor. Der Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend
festgelegten Rückstellungen In der folgenden Tabelle ist der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung des aktiven Vorstands dargestellt. Die Tabelle ist unabhängig von der Darstellung der Gesamtbezüge des aktiven Vorstands gemäß DRS 17 zu sehen. GESAMTAUFWAND FÜR DIE AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG DES AKTIVEN VORSTANDSscroll
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Der Aufwand für Share Awards wird im jeweiligen Geschäftsjahr anteilig in Abhängigkeit
von der individuellen Restlaufzeit des Dienstvertrags erfasst BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNGDie Dienstverträge von vier aktiven Vorstandsmitgliedern der Talanx AG beinhalten Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet (leistungsorientiertes System). Das vereinbarte Maximalruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 50 % und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In Verbindung mit der ab dem Geschäftsjahr 2011 geltenden Vergütungsstruktur wurde ein nicht ruhegehaltsfähiger Festvergütungsbestandteil eingeführt. Für zwei Vorstandsmitglieder besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System beruht. Danach wird eine lebenslange Altersrente gewährt, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat und aus der Gesellschaft ausgeschieden ist. Die Höhe der monatlichen Altersrente berechnet sich nach dem Stichtagsalter (Jahr des Stichtags abzüglich Geburtsjahr) und dem Finanzierungsbeitrag am Stichtag. Der jährliche Finanzierungsbeitrag für diese Verträge wird in Höhe von 20 % bzw. 25% des versorgungsfähigen Einkommens (jährliche Festvergütung) von der Gesellschaft geleistet. In beiden Vertragsvarianten werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr). HINTERBLIEBENENVERSORGUNGStirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Dienstvertrags, hat der überlebende Ehepartner, ersatzweise die anspruchsberechtigten Kinder, Anspruch auf Fortzahlung des monatlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Stirbt das Vorstandsmitglied nach Beginn der Ruhegeldzahlung, wird dem überlebenden Ehepartner und ersatzweise den unterhaltsberechtigten Kindern für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate das Ruhegehalt fortgezahlt. Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts, das das Vorstandsmitglied bezogen hat oder bezogen hätte, wenn es bis zum Zeitpunkt seines Todes dienstunfähig geworden wäre. Bei Wiederverheiratung entfällt das Witwengeld. Wird diese Ehe durch Tod oder Scheidung aufgelöst, lebt der Anspruch wieder auf. Es sind jedoch alle Pensions-, Renten- und sonstigen Versicherungsleistungen anzurechnen, die aufgrund der neuen Ehe zufließen. Waisengeld wird in Höhe von 15 %, bei Wegfall des Witwengeldes in Höhe von 25 % des Ruhegeldes gewährt, das das Vorstandsmitglied am Todestag bezogen hat oder bezogen hätte, wenn der Pensionsfall aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Das Waisengeld wird längstens bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gezahlt. Einkommen aus einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wird teilweise angerechnet. ANPASSUNGENFür Anpassungen der Ruhe-, Witwen- und Waisengelder wird der Verbraucherpreisindex für Deutschland (Gesamtindex) herangezogen. Laufende Altersrenten auf Basis der Zusagen nach dem beitragsorientierten System werden jährlich um 1 % ihres letzten (Brutto-) Betrags erhöht. HÖHE DER ALTERSVERSORGUNGDie Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf insgesamt 1.784 (1.743) TEUR. Die Aufwendungen für Altersvorsorge (Service Cost bzw. jährlicher Finanzierungsbeitrag) für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.655 (1.513) TEUR. Diese Angaben sind in der nachfolgenden Tabelle individualisiert dargestellt und erläutert. PENSIONSANWARTSCHAFTEN DES AKTIVEN VORSTANDSscroll
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Wert des vereinbarten jährlichen Ruhegehalts (erreichbare Jahresrente) bei vertragsgemäßem
Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen, für die im Berichtsjahr 8 (7) Einzelzusagen bestanden, beliefen sich auf 1.098 (765) TEUR. Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 31.517 (18.346) TEUR. In den folgenden beiden Tabellen werden die den aktiven Mitgliedern des Vorstands gewährten und zugeflossenen Zuwendungen gemäß Ziffer 4.2.5 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt. WERT DER GEWÄHRTEN ZUWENDUNGEN FÜR DAS BERICHTSJAHR GEMÄSS ZIFFER 4.2.5 ABSATZ 3 (1. SPIEGELSTRICH) DCGKIN TEUR scroll
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Zielwert (Wert bei einer Zielerreichung von 100 %) ZUFLUSS IM BZW. FÜR DAS BERICHTSJAHR GEMÄß ZIFFER 4.2.5 ABSATZ 3 (2. SPIEGELSTRICH) DCGKIN TEUR scroll
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Zufluss (Auszahlungsbetrag) im Berichtsjahr VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 4. Juni 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen. Für das Berichtsjahr beträgt die jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats jährlich eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Million Euro, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gemäß § 113 Absatz 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, der seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Absatz 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung. Durch die Bemessung dieser erfolgsorientierten Vergütungskomponente anhand des durchschnittlichen Konzernergebnisses der letzten drei Geschäftsjahre wird die Ausrichtung der variablen Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gewährleistet. Für die Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats wird eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrags. Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds (einschließlich Mitgliedschaft in den Ausschüssen des Aufsichtsrats) beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Fallen zwei oder mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse auf einen Tag, so wird insgesamt nur ein Sitzungsgeld gezahlt. Die auf die Aufsichtsratsvergütungen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.634 (2.410) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle. INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)scroll
INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)scroll
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Beträge ohne erstattete USt. DARLEHEN AN ORGANMITGLIEDER UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSEZur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten bedarf die Gewährung von Darlehen der Talanx AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen an Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats sowie ihre Angehörigen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr wurden keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises. Nach IAS 24 angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen gab es im Berichtsjahr nicht. IAS 24 sieht eine gesonderte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Die Vergütung des genannten Personenkreises stellt sich wie folgt dar: MANAGEMENTVERGÜTUNG GEMÄSS IAS 24IN TEUR scroll
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Angegeben ist der Wert des für das Berichtsjahr in die Bonusbank einzustellenden Anteils
der erfolgsabhängigen Vergütung der Mitglieder des Vorstands VERGÜTUNG DER GESCHÄFTSLEITER UND FÜHRUNGSKRÄFTE UNTERHALB DES KONZERNVORSTANDSDie Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (sogenannte Risikoträger) gleichermaßen. Die Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands, die nicht zu den Risikoträgern gehören, setzt sich schon bisher über alle Geschäftsbereiche hinweg aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Durchschnittlich lag der Anteil der variablen Vergütung für das Jahr 2017, die im April 2018 zur Auszahlung gekommen ist, bei 26,7 %. Im Bereich der Erstversicherung und der zugehörigen Konzernfunktionen gilt mit Wirkung zum 1. Januar 2013 für Risikoträger und Führungskräfte der ersten Berichtsebene ein einheitliches Vergütungssystem. Die Vergütung für diesen Personenkreis setzt sich zusammen aus einer festen Vergütung und einer erfolgs- und leistungsbezogenen Vergütung. Sie ist marktgerecht und wettbewerbsfähig, und sie trägt einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Das Vergütungssystem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auch für die leitenden Angestellten der zweiten Berichtsebene umgesetzt. Grundlage des leistungsorientierten Vergütungssystems ist das Zielgehalt. Dies bezeichnet das Gesamtbruttojahresgehalt, das bei guter Leistung erzielt wird. Das Zielgehalt setzt sich zusammen aus einem fixen Gehaltsbestandteil sowie einem variablen Vergütungsbestandteil, der von der Verantwortungs- und Funktionsstufe der Stelle abhängt. Die variable Vergütung macht einen Anteil von 20 % oder 30 % des Zielgehalts aus. Die variable Vergütung errechnet sich daraus, in welchem Umfang bestimmte Zielvorgaben in den Bereichen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsergebnis und individuelles Ergebnis erreicht wurden. Die genannten drei Zielkategorien für die variable Vergütung werden bei Führungskräften in Geschäftsbereichen der Erstversicherung mit 10 %, 30 % und 60 % gewichtet. In den Konzernfunktionen werden die individuellen Ziele mit 70 % und das Konzernergebnis zu 30 % berücksichtigt. Führungskräfte der ersten Berichtsebene im Vertrieb haben einen durchschnittlichen variablen Gehaltsbestandteil in Höhe von 30 % des Zielgehalts, der sich zu je 10 % auf das Konzernergebnis und das Geschäftsbereichsergebnis bezieht und zu 80 % auf individuelle Ziele. In der Rückversicherung findet seit dem 1. Januar 2012 ein für alle Konzernführungskräfte weltweit einheitliches Vergütungssystem Anwendung. Die Vergütung für Führungskräfte unterhalb des Vorstands (Managementebenen 2 und 3) und für die dem Führungskreis grundsätzlich angehörenden inländischen Schlüsselfunktionsträger besteht neben dem Jahresfestgehalt aus einer variablen Vergütung. Diese setzt sich aus einer kurzfristigen variablen Vergütung, der jährlichen Cash-Tantieme, und einer langfristigen aktienbasierten Vergütung, dem sogenannten Share-Award-Programm, zusammen. Die Bemessung der variablen Vergütung basiert in den Marktbereichen zu 20 % auf dem Konzernergebnis, zu 40 % auf der Zielerreichung im jeweiligen Segment Schaden-Rückversicherung bzw. Personen-Rückversicherung und zu weiteren 40 % auf der individuellen Zielerreichung. Für Führungskräfte mit Verantwortung im Servicebereich richtet sich die variable Vergütung nach dem Konzernergebnis und den individuellen Zielen mit einer entsprechenden Gewichtung von 40 % und 60 %. Der Zielerreichungsgrad für das Konzernergebnis wie auch für die Segmente wird festgelegt. Individuelle Ziele sowie deren Zielerreichung werden zwischen Führungskraft und Vorgesetztem vereinbart. NACHTRAGSBERICHTEreignisse, die einen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind im Prognose- und Chancenbericht sowie im Konzernanhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", Seite 244, beschrieben. RISIKOBERICHTRISIKOSTRATEGIEDie Risikostrategie ist aus der Konzernstrategie abgeleitet und formuliert die Ziele des Risikomanagements. Vorrangiges Ziel ist, mittels des Risikobudgets die Einhaltung der strategisch definierten Risikoposition sicherzustellen. Diese bestimmt sich durch folgende Festlegungen:
Daneben verfolgt die Talanx als Ziel eine Kapitaladäquanzquote, die im Kapitalmodell von Standard & Poor's (S&P) der Kategorie AA entspricht. Ferner sind aufsichtsrechtliche Erfordernisse zu erfüllen. Das gewählte Sicherheitsniveau für die ökonomische Kapitalbasis stellt sicher, dass auch neu hinzukommende Risiken durch den Konzern getragen werden können; mit 99,97 % liegt es deutlich über dem aufsichtsrechtlich vorgegebenen Niveau von 99,5 %. Sowohl die Konzern- als auch die Risikostrategie unterliegen einer jährlichen Überprüfung. Durch Überprüfen unserer Annahmen und ein erforderlichenfalls daraus abgeleitetes Adjustieren wollen wir die Angemessenheit und Aktualität unserer strategischen Leitlinien und ein Handeln auf einer angemessenen Informationsbasis sicherstellen. Gleichermaßen gewährleisten wir so eine konsistente Ableitung der Risikostrategie aus der Geschäftsstrategie. TALANX ENTERPRISE RISK MODEL (TERM)TERM ist als volles internes Modell für den Risikokern, d. h. die Gruppe auf Ebene der Talanx AG konzipiert, dieses wird dann für regulatorische Zwecke um die Ebene des HDI V. a. G. erweitert. Dabei wird die Modellierung des operationellen Risikos auf Gruppenebene zurzeit noch teilweise auf Basis der Standardformel vorgenommen. Damit ist TERM in der regulatorischen Sicht ein partielles internes Modell für die gesamte HDI-Gruppe. Die interne, regulatorische Modellierung aller operationeller Risiken auch auf Ebene der HDI-Gruppe wird derzeit vorbereitet. Der Konsolidierungskreis des internen Modells stimmt im Wesentlichen mit demjenigen des Geschäftsberichts der Gruppe überein mit der Ausnahme, dass die Solvenzkapitalanforderungen für die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung weiterhin nach den für sie gültigen sektoralen Anforderungen ermittelt werden. Die Ergebnisse des Modellaufs zum 31. Dezember 2018 liegen noch nicht vor. Für die angestrebte regulatorische Solvenzquote - vor Berücksichtigung genehmigter Übergangsmaßnahmen - hat die Gruppe einen Zielkorridor von 150 % bis 200 % festgelegt. Die konkrete Quote veröffentlichen wir im Mai 2019 zusammen mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2019 sowie im Bericht über die Solvabilität und die Finanzlage zum 31. Dezember 2018. GESCHÄFTSORGANISATIONDie aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Geschäftsorganisation sehen vor, dass die Gruppe und alle Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen über eine ordnungsgemäße und wirksame Geschäftsorganisation verfügen, die ein solides und vorsichtiges Management des Geschäfts sicherstellt. Auf Basis dieser Anforderungen wurden u. a. die folgenden vier sogenannten Schlüsselfunktionen gruppenweit etabliert: Unabhängige Risikocontrollingfunktion (Risikomanagementfunktion), Compliance-Funktion, Revisionsfunktion und Versicherungsmathematische Funktion. Der Vorstand der Talanx AG hat die Grundsätze, Aufgaben und Prozesse sowie die Berichtspflichten in einem Grundsatzpapier für die einzelnen Schlüsselfunktionen festgelegt. Dabei wird sichergestellt, dass die Schlüsselfunktionen gleichrangig und gleichberechtigt nebeneinander stehen und bezüglich der Wahrnehmung der Schlüsselfunktion nur den - nicht fachlichen - Weisungen des Vorstands unterliegen. Sie verfügen zur Ausübung ihrer jeweiligen Aufgaben über alle erforderlichen Informationsrechte und berichten direkt an den Vorstand. Personen, die als Inhaber einer Schlüsselfunktion anzusehen sind, unterliegen, ebenso wie Vorstand und Aufsichtsrat, speziellen, aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit. RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMSTRUKTUR DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMSDas Risikomanagement-System stellt die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Kommunikation, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen eines Unternehmens dar. Die Gruppe implementierte ihr Risikomanagement-System im Sinne eines Enterprise-Risk-Management-Systems. Die Ausgestaltung und die Struktur lehnen sich stark an die iso-Norm 31000 zum Risikomanagement an. Auf Basis unseres internen Modells leiten wir unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit ein Limit- und Schwellenwertsystem ab, das geeignet ist, Risiken sowohl eigenständig als auch gesamthaft zu beurteilen. Dies gilt sowohl für Risikokategorien als auch für Beteiligungen. Konsistent mit dem Limit- und Schwellenwertsystem wird ein Risikobudget sowohl für die Gruppe als auch für die Geschäftsbereiche bestimmt. Dieses Risikobudget beschreibt ein bedingtes Risikopotenzial, das die Risikoneigung des Vorstandes widerspiegelt, die aus den Unternehmenszielen abgeleitet wird. Gleichzeitig trägt es der Risikotragfähigkeit der Geschäftsbereiche Rechnung. Letztere fungiert als Nebenbedingung im Risikobudgetierungsprozess. Zur Sicherstellung einer konzernweiten, konsistenten Umsetzung des Risikomanagement-Systems integriert die Risikomanagementfunktion der Gruppe die Risikomanagementeinheiten der Geschäftsbereiche bzw. der Tochtergesellschaften einerseits durch Konzernrichtlinien, andererseits durch die Einbindung und aktive Teilhabe der Tochtergesellschaften an den für das Risikomanagement relevanten Gremien bzw. Entscheidungs- und Eskalationsprozessen, die gruppenweit etabliert wurden. Die folgende Tabelle beschreibt die Rollen wesentlicher Verantwortlicher im Risikomanagement-Prozess sowie bedeutende Gremien aus Gruppenperspektive. Die Rolle des Gruppen-CRO (Chief Risk Officer) erfüllt die aufsichtlichen Anforderungen an diese Schlüsselfunktion (unabhängige Risikokontrollfunktion). Weiterhin ist die organisatorische Aufbaustruktur nebst den Eskalationsprozessen Solvency-II-konform. RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMscroll
Wesentliche Festlegungen zur Ausgestaltung des Risikomanagements in der Gruppe sind über interne Leitlinien und spezifische Regelungen verbindlich definiert. Dem Prinzip "zentrale strategische Steuerung und dezentrale Geschäftsbereichsverantwortung" folgend wird dieses Rahmenwerk auf Ebene der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften konkretisiert. RISIKOMANAGEMENT-PROZESS UND KOMMUNIKATIONWir identifizieren Risiken gruppenweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken werden mithilfe eines gruppenweit eingerichteten Risikoerfassungssystems systematisch erhoben. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Die produktbezogene Risikoidentifikation erfolgt bereits im Rahmen des sogenannten Neue-Produkte-Prozesses. Damit wird sichergestellt, dass wir die durch den Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten eingegangenen Risiken vollumfänglich verstanden haben und adäquat qualitativ oder quantitativ erfassen. Darüber hinaus erfolgt eine gesamthafte Betrachtung der Risiken im Rahmen der Modellierung und Validierung unseres internen Modells. Letzteres ist insbesondere für die angemessene Darstellung von Diversifikationseffekten wesentlich. Die Risikoanalyse bzw. -messung erfolgt für regulatorische Solvenzzwecke auf Basis unseres internen Modells. Zusätzlich haben wir zur operativen Steuerung bestimmter Risikokategorien eine Reihe von ergänzenden Modellen im Einsatz. Im Unterschied zu unserem internen Modell term sind die Modellläufe im Regelfall häufiger und deutlich granularer im Hinblick auf die Abbildung der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Im Rahmen der Risikobewertung erfolgt eine ganzheitliche Würdigung der aus der Risikoanalyse erstellten Informationen, um dem Vorstand risikoinformierte Entscheidungen zu ermöglichen. Entsprechend unserer ISO-Normbasierten Risikomanagementphilosophie bestimmen wir die der Verwendung von Modellen inhärenten Modellunsicherheiten. RISIKOBERICHTERSTATTUNGUnsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, den Vorstand sowie den Aufsichtsrat systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren, die Risikokultur zu stärken sowie eine gute unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Wichtige Bestandteile der Reportingkaskade bilden der Solvabilitäts- und Finanzbericht, der regelmäßige aufsichtliche Bericht sowie der Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. Die Erstellung dieser Kernberichte erfolgt grundsätzlich jährlich. Ihrer Natur nach liegt der Schwerpunkt der Berichte auf Aspekten der Risikostrategie. Darüber hinaus verwenden wir eine Reihe kurzfristiger Berichtsformate, um über aktuelle Entwicklungen zeitnah zu informieren. Somit tragen diese komplementären Berichtsformate dem zeitlichen Realisierungshorizont von Risiken bzw. Ereignissen Rechnung. Wesentliche Inhalte und Frequenzen sind durch Richtlinien fixiert. Sowohl die Dokumentation als auch der Berichtsprozess unterliegt Prüfungen durch die Revision bzw. die Aufsicht. RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMDie zentralen Anforderungen des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Die Finanzberichterstattung muss den internationalen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen. Zur Einhaltung dieser Anforderungen sind im Konzernabschlussprozess Kontrollen implementiert, um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Abschlussdaten sicherzustellen. Mögliche Risiken, die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultieren, werden vom Konzernrechnungswesen identifiziert und bewertet. Falls erforderlich, werden hieraus Handlungsbedarfe abgeleitet. Die Risiken fließen in die Risikoerhebung des Konzerns ein und werden vom Konzern-Risikomanagement überwacht. Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und -Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch abgebildet. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Die Einhaltung der Vorschriften wird durch eine Betreuung der Gesellschaften durch das Konzernrechnungswesen sichergestellt. Für die Konzernabschlusserstellung wird ein IT-Tool mit standardisierten Reporting- und Konsolidierungsregeln verwendet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, eliminiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Des Weiteren ist im Konsolidierungssystem ein Freigabeprozess für manuelle Buchungen implementiert, der unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen eine Einhaltung des Vieraugenprinzips sicherstellt. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im Konzernabschlussprozess ist eine Packageprüfung implementiert, die durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens durchgeführt und dokumentiert wird. Der Konzernabschluss der Talanx AG wird zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; der Halbjahresabschluss des Konzerns unterliegt einer prüferischen Durchsicht. RISIKOPROFILMaßgeblich für diesen Bericht ist der Deutsche Rechnungslegungs Standard DRS 20, der die Grundlage für die weitere Darstellung und die Kategorisierung der Risiken in die sogenannten Risiken der zukünftigen Entwicklung bildet. Diese umfassen:
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKENDas versicherungstechnische Risiko beschreibt die Gefahr einer unerwarteten nachteiligen Veränderung des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten in der Solvabilitätsübersicht. Ursachen für diese Abweichung können etwa Zufall, Irrtum oder Änderung der Kalkulation zugrunde liegender Annahmen (z. B. Biometrie, Schadenhöhen, Auszahlungsdauer oder Kosten für die Schadenregulierung) sein. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGReserverisikenDas Reserverisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich auf den Betrag der Schadenabwicklung auswirken. Ursächlich für die unerwartete Veränderung können insbesondere die Schadenhöhe, Auszahlungsdauer und die Kosten für die Schadenregulierung sein. Im Rahmen des Reserverisikos werden diejenigen Schadenereignisse berücksichtigt, die sich vor dem Bilanzstichtag ereignet haben. Die Angemessenheit der Reserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden wird üblicherweise auch mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 30,0 (27,2) Jahren; die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 177 (175) Mio. EUR. Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva", Anmerkung 21). Eine Qualitätssicherung unserer eigenen aktuariellen Berechnungen zur Angemessenheit der Reserve erfolgt jährlich zusätzlich durch externe Aktuariats- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Zur partiellen Absicherung von Inflationsrisiken hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE insbesondere Wertpapiere im Bestand, deren Coupon- und Rückzahlungen inflationsabhängig sind. Ein Inflationsrisiko besteht insbesondere darin, dass sich die Verpflichtungen (z. B. Schadenreserven) inflationsbedingt anders entwickeln könnten, als bei der Reservebildung unterstellt. Die genannten Anleihen schützen diese Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken. Um die Auswirkungen einer unerwarteten Veränderung der Inflation auf die Schadenrückstellungen des Konzerns genauer beurteilen zu können, werden zudem die Auswirkungen möglicher Stressszenarien auf die Erstversicherungsgruppe regelmäßig von externen Aktuaren analysiert. Vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken würde ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherung um 5 Prozentpunkte das Jahresergebnis nach Steuern um 622 (552) Mio. EUR mindern. PrämienrisikenDas Prämienrisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der versicherten Ereignisse ergeben. Im Gegensatz zum Reserverisiko werden beim Prämienrisiko diejenigen Schadenereignisse (exklusive Naturkatastrophen) berücksichtigt, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignen können. Im Rahmen des Prämienrisikos werden den zukünftigen Schadenereignissen die erwarteten Prämieneinnahmen gegenübergestellt. Das Prämienrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Zu den Schadendreiecken siehe Anmerkung 21 im Anhang. Die Bonität der Rückversicherer wird im Kapitel "Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft" angegeben. Dem übernommenen Prämienrisiko begegnen wir u. a. durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern. Diese zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt. SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG NACH SEGMENTENIN % scroll
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SCHADENQUOTE FÜR EIGENE RECHNUNG NACH SEGMENTENIN % scroll
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Der Anstieg der Schadenquote im Segment Industrieversicherung um 1,6 Prozentpunkte auf 87,3 % resultiert im Wesentlichen aus vermehrten Groß- und Frequenzschäden sowie einer Reservestärkung. Die Großschadenbelastung des Segments lag um 116 Mio. EUR über dem Großschadenbudget. Der Rückgang der Schadenquote um 1,2 Prozentpunkte im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist auf eine geringere Schadenbelastung aus Naturkatastrophen- und Großschäden zurückzuführen. Die Schadenquote des Segments Privat- und Firmenversicherung International verbesserte sich leicht um 0,4 Prozentpunkte. Eine Verringerung der Schadenquote konnte insbesondere in den Ländern Italien, Brasilien und Polen erzielt werden, dieser wirkten jedoch Anstiege insbesondere in der Türkei und Chile entgegen. Im Segment Schaden-Rückversicherung hat sich die Schadenquote aufgrund eines deutlichen Rückgangs bei den Großschäden in Höhe von 277 Mio. EUR auf 850 (1.127) Mio. EUR um 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Insgesamt verringerte sich die Schadenquote im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozentpunkte auf 69,5 %. Dier Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer verringerten Großschadenlast in Höhe von 1.244 (1.620) Mio. EUR, welche jedoch weiterhin über dem Großschadenbudget von 1.125 (1.115) Mio. EUR liegt. Das zurückliegende Geschäftsjahr war damit erneut von über den Erwartungen des Marktes liegenden Großschäden dominiert. Allerdings konnte im Vergleich zum Vorjahr der Anstieg im Segment Industrieversicherung durch die Rückgänge in den übrigen Segmenten überkompensiert werden. Großschäden sind solche Schäden, die eine festgelegte Schadenhöhe überschreiten (oder andere Kriterien erfüllen), aufgrund derer sie eine besondere Bedeutung in der Schaden/Unfallversicherung haben. Nachfolgend dargestellt sind die Geschäftsjahres-Großschäden (netto) in Mio. EUR, unterteilt in Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, sowie deren Anteil an der kombinierten Schaden-/Kostenquote des Konzerns: GESCHÄFTSJAHRES-GROSSSCHÄDEN (NETTO)1)scroll
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Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto, für den Anteil
des Konzerns KonzentrationsrisikenIn der Schadenversicherung ergeben sich Konzentrationsrisiken insbesondere aus der geografischen Konzentration, der Konzentration aus Rückversicherung und Kapitalanlagen sowie den versicherten Naturkatastrophenrisiken und den vom Menschen verursachten Katastrophen. Das Naturkatastrophenrisiko behandelt analog zum Prämienrisiko zukünftige Schadenereignisse. Aufgrund der Möglichkeit einer sehr hohen Ausprägung der Schadenereignisse aus Naturkatastrophen werden diese separat berücksichtigt. Zur Analyse solcher Naturgefahrenereignisse (Extremszenarien und Kumule) ist ein einheitliches Global Event Set aufgebaut worden. Für die Gruppe ergeben sich auf der Grundlage der zuletzt ermittelten Werte folgende Abschätzungen für die Netto-Schadenbelastungen (Jahres-Gesamtschaden) nachfolgender Kumulszenarien von Naturgefahren: KUMULSZENARIEN INKLUSIVE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER, VOR STEUERN1)IN MIO. EUR scroll
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Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen Darüber hinaus werden auch weitere Kumulszenarien regelmäßig überprüft. Durch individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert mit dem Ziel, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen. Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken wird das maximal zulässige Naturkatastrophenrisiko nach Gefahrenregionen auf Gruppen- und Geschäftsbereichsebene limitiert. Hierzu wirken Risikomodellierung und Geschäftsplanung zusammen. Die Erwartungen in Bezug auf Schadenbelastungen werden im Rahmen der Geschäftsplanung u. a. über das Großschadenbudget ausgedrückt. Die Netto-Großschadenbelastung im Geschäftsjahr (1.244 [1.620] Mio. EUR) setzt sich u. a. aus den Großschäden Taifun "Jebi" in Japan mit einem Netto-Schaden in Höhe von 141,5 Mio. EUR, den Waldbränden "Camp" in Kalifornien, USA, mit einem Netto-Schaden in Höhe von 129,5 Mio. EUR und dem Starkregen in Kolumbien mit einem Netto-Schaden in Höhe von 87,2 Mio. EUR zusammen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der Schadenrückstellungen der Sachversicherer nach Regionen sowohl brutto als auch netto (nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen). RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE1)IN MIO. EUR scroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle Den Schwerpunkt des von uns betriebenen Versicherungsgeschäfts in der Schaden/Unfall-Erstversicherung, unterteilt nach wesentlichen Versicherungsarten und -zweigen, zeigt folgende Tabelle. PRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN1)IN MIO. EUR scroll
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Vor Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN LEBENTypische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige biometrische und/oder kapitalanlagebezogene Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter ändern. Dies gilt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen, vom Gesetzgeber und der Rechtsprechung geprägten rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen im Abschnitt "operationelle Risiken" diskutiert werden. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt. SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER PERSONENVERSICHERUNG NACH SEGMENTENIN % scroll
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Biometrische Risiken und Stornorisiken in der Leben-ErstversicherungBiometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellung erforderlich machen. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen sowie überraschenden medizinischen Innovationen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert. Zur Berechnung der Prämie und der versicherungstechnischen Rückstellungen werden in den Konzernunternehmen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, deren Angemessenheit regelmäßig durch einen kontinuierlichen Abgleich der nach den Ausscheideordnungen erwarteten und der tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle sichergestellt wird. Darüber hinaus wird durch adäquate Sicherheitszuschläge in den Rechnungsgrundlagen dem Irrtums-, Zufalls- und Änderungsrisiko Rechnung getragen. Bei den Leben-Erstversicherungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen enthaltenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Werden diese Sicherheitszuschläge nicht benötigt, generieren sie Überschüsse, die den gesetzlichen Regelungen entsprechend größtenteils an die Versicherungsnehmer weitergegeben werden. Dadurch kann die Ergebniswirkung bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- oder Zinserwartung durch eine Anpassung der künftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gedämpft werden. Durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen werden bestimmte übernommene - vornehmlich biometrische - Risiken zusätzlich abgedeckt. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung u. a. auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen. Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an und analysieren regelmäßig die Stornosituation. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Stornofällen Rückforderungen gegenüber Versicherungsvermittlern ausfallen. Daher unterliegt die Auswahl der Vermittler hohen Sorgfaltsanforderungen. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können. Wir prüfen regelmäßig das Stornoverhalten unserer Versicherungsnehmer und die Stornoentwicklung unseres Versicherungsbestands. Ein Instrument des Risikomanagements zur Quantifizierung der versicherungstechnischen Risiken sind Szenario- und Sensitivitätsanalysen im Rahmen des internen Modells, bezogen auf die Basiseigenmittel. Hier zeigen wir Bandbreiten, in welchen Bereichen die Leben-Erstversicherer des Konzerns liegen. Diese Analysen geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. BANDBREITE DER SENSITIVITÄTEN DER VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RISIKEN, LEBEN-ERSTVERSICHERUNGin % scroll
Die Exponiertheit der Lebensversicherer der Gruppe unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit Auswirkungen auf die Basiseigenmittel. Die Sensitivitäten enthalten keinen Ausgleich zwischen Renten und Todesfallversicherungen. Zinsgarantierisiko unter Beachtung der Risiken aus KapitalanlagenBei kapitalbildenden Lebensversicherungen wird grundsätzlich zwischen fondsgebundenen Verträgen und traditionellen Verträgen mit garantiertem Rechnungszins unterschieden. Dabei machen traditionelle Verträge den überwiegenden Teil des Bestandes der Gruppe aus. Während bei fondsgebundenen Verträgen die Kunden das Anlagerisiko tragen, sichert der Versicherer bei traditionellen Verträgen den Kunden eine garantierte Verzinsung der Sparanteile der Prämie zu. Anders als beim historischen Bestand haben wir bei neu entwickelten Produkten mit deutlich reduzierten Garantien (Moderne Klassik) die Auswirkung einzelner Produkte auf die Bedeckung der Solvenzkapitalanforderung bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt und einen solvenzentlastenden Einfluss auf das Risikoprofil zugunsten einer höheren Bedeckung erzielt. Das bedeutendste Risiko im Erstversicherungsbereich besteht bei der deutschen Lebensversicherung darin, dass mit den Kapitalanlagen keine ausreichende Verzinsung zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Kunden erwirtschaftet wird. Die garantierten Verzinsungen der Sparanteile in traditionellen Lebensversicherungen hängen im Wesentlichen von der Rechnungszinsgeneration der Verträge ab. Die rechnungsmäßigen Zinsen der verschiedenen Tarifgenerationen liegen zwischen 4 (4) % und 0,9 (0,9) % pro Jahr. Der durchschnittliche bilanzielle Garantiezins für die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern und in der HDI Pensionskasse AG per 31. Dezember 2018 liegt nach Berücksichtigung der 2018 einer veränderten Berechnungsmethode folgenden Zinszusatzreserve bei 1,95 (2,08) %. Das Zinsgarantierisiko stellt auch das dominierende Konzentrationsrisiko dar. Insbesondere auch wegen der begrenzten Verfügbarkeit an langlaufenden festverzinslichen Wertpapieren am Kapitalmarkt ist es nur in Teilen möglich, die Zinsverpflichtungen der Verträge fristenkongruent zu bedecken. Dies führt dazu, dass die Zinsbindung der Aktivseite regelmäßig kürzer ist als diejenige der Verpflichtungsseite (sogenannter Durations- oder Asset-Liability-Mismatch). Für den Gesamtkonzern beträgt die aktivische Duration (Macaulay-Duration) für die festverzinslichen Wertpapiere (inklusive Zinsderivate) per 31. Dezember 2018 8,1 (8,1) Jahre und die durchschnittliche Restlaufzeit der Brutto-Schadenreserven inklusive der Brutto-Deckungsrückstellungen 9,5 (9,6) Jahre. Bezieht man zusätzlich die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung für das Lebensversicherungsgeschäft mit Optionen und Garantien mit ein, so erhöht sich die Duration (Macaulay-Duration) der Verbindlichkeiten auf 12,0 (12,1) Jahre.1) Durch das in beiden Fällen ausgewiesene Durations-Mismatch reagieren die Basiseigenmittel sensitiv auf die innerhalb des Modells verwendeten Diskontierungsannahmen. Jenseits einer Laufzeit von 20 Jahren sind diese nicht vom Kapitalmarkt abgeleitet, sondern folgen derjenigen Branchenkonvention, die im Solvency-Il-Regime durch die europäische Aufsicht zugrunde gelegt wird. Sofern die branchenüblichen Annahmen zum Diskontierungszins für Verpflichtungen mit Laufzeiten von über 20 Jahren höher sind als die dann am Markt tatsächlich realisierbaren Zinssätze, unterschätzen die zur Berechnung der Basiseigenmittel verwendeten Bewertungsmodelle die Verpflichtung gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität der Lebensversicherung. Wenn die tatsächlich erzielbaren Zinssätze dagegen über den Diskontierungssätzen liegen, werden die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und das Zinsänderungsrisiko überschätzt. Aktuell deuten die tatsächlich erzielbaren Zinssätze in den wenig liquiden Kapitalmarktsegmenten für besonders langlaufende Wertpapiere eher darauf hin, dass die Bewertungsmodelle die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität unterschätzen und die Basiseigenmittel daher überschätzen. Die Exponierung gegenüber dem Zinsgarantierisiko bestimmt sich aus den Risiken aus Kapitalanlagen, die zusammen mit den betreffenden Stresstests und Sensitivitäten in dem Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen" dargestellt sind. Für fondsgebundene Lebensversicherungen werden die versicherungstechnischen Rückstellungen gleich dem für die Versicherungsnehmer gehaltenen Fondsvolumen angesetzt. Damit haben Änderungen des Aktienkursniveaus direkte Auswirkungen auf die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen der fondsgebundenen Versicherungen, die jedoch durch gleich hohe Auswirkungen auf die Kapitalanlagen kompensiert werden. Die Basiseigenmittel werden damit nur durch die nicht für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen gehaltenen Kapitalanlagen beeinflusst. Dort hat ein Rückgang des Aktienkursniveaus einen negativen Einfluss. Dieser ist aufgrund der aktuell niedrigen Aktienquote sehr gering. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN IN DER PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGFür die Personen-Rückversicherung sind die biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen überprüft der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung weltweit gültiger Rahmen-Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überprüft werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der Rahmen-Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen vorgenommen. Wir vertrauen auf das Know-how unserer Underwriter und räumen ihnen abgestufte Kompetenzen ein. In unserer dezentralen Organisation steuern wir Risiken dort, wo sie entstehen, mit einem gruppenweit einheitlichen Ansatz, sodass wir eine Gesamtsicht auf die Risiken der Personen-Rückversicherung erhalten. Unsere globalen Zeichnungsrichtlinien bieten den Underwritern dafür einen geeigneten Rahmen. Die aus der Personen-Rückversicherung entspringenden Risiken sind im internen Kapitalmodell abgebildet. In der Personen-Rückversicherung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nur von geringer Risikorelevanz. Dort wird das Risikoprofil von Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken dominiert, da in einem Teil der Verträge Todesfallleistungen und in einem anderen Teil Erlebensfallleistungen auszuzahlen sind. Zudem ist die Personen-Rückversicherung Stornorisiken ausgesetzt, da die aus den Rückversicherungsverträgen resultierenden Zahlungsströme auch vom Stornoverhalten der Versicherungsnehmer abhängen. Wir kalkulieren den Diversifikationseffekt zwischen Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken vorsichtig; die Verträge sind in der Regel für verschiedene Regionen, Altersgruppen und Personen abgeschlossen. Die Hannover Rück hat im Jahr 2009 ein großes Personen-Rückversicherungsportefeuille übernommen. Die tatsächliche Sterblichkeitserfahrung dieses Portefeuilles im Jahr 2018 zeigte sich besser als zuletzt erwartet. Im Rahmen unseres Bestandsmanagements haben wir Ratenanpassungen für das fragliche Portefeuille eingeleitet. Sofern die betroffenen Zedenten von ihrem Rückzugsrecht Gebrauch machen, kann dies zu Belastungen des IFRS-Ergebnisses führen. Für die Basiseigenmittel des Geschäftsbereichs Rückversicherung ergeben sich folgende Sensitivitäten: SENSITIVITÄTEN DER VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RISIKEN, GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNGIN % scroll
Derivate, die in Lebensversicherungsverträge eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sindInsofern vertraglich vereinbart, können in den Versicherungsprodukten der Leben-Erstversicherung folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein:
Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Es besteht insoweit kein unmittelbares Marktrisiko. In der Personen-Rückversicherung weist eine Anzahl von Verträgen die Merkmale auf, nach denen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat gemäß IAS 39 zum Marktwert zu bilanzieren sind. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" unter der Anmerkung 13 des Anhangs. RISIKEN AUS DEM AUSFALL VON FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTForderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfall- bzw. Kreditrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsvermittlern sind im Regelfall nicht besichert. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen, geht davon kein wesentliches finanzielles Risiko für den Konzern aus. Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern durch konzernweit gültige Vorgaben und Richtlinien. Die Rückversicherungspartner werden durch professionell besetzte Sicherungskomitees sorgfältig ausgewählt und fortlaufend bezüglich ihrer Bonität beobachtet. Dabei finden unter anderem auch Informationen externer Ratingagenturen Berücksichtigung. Ausstehende Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, sowie die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre sind im Konzernanhang ersichtlich. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen in Anmerkung 14. Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen beliefen sich auf 8,5 (7,7) Mrd. EUR. Diesem Wert stehen neben Bürgschaften auch - als Depotverbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern ausgewiesene - Bardepots oder andere Gegenpositionen in Höhe von 3,1 (2,5) Mrd. EUR gegenüber. Gegenüber einem Großteil unserer Rückversicherer und Retrozessionäre agieren wir auch als deren aktiver Rückversicherer (insbesondere im Segment Schaden-Rückversicherung), d. h., es besteht ein Potenzial zur Aufrechnung mit eigenen Verbindlichkeiten. Nach Abzug der vorgenannten Posten verbleibt ein Betrag in Höhe von 5,4 (5,2) Mrd. EUR. Es ergibt sich folgende Ratingstruktur: Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen nach RatingklassenIN % ![]() Innerhalb des unbesicherten Bestandes sind 84 (83) % unserer Rückversicherungspartner/Retrozessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden. Die Bilanzposition der Finanzinstrumente, die in Verbindung mit Versicherungsverträgen stehen (Policendarlehen, Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen) - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen -, stellt das Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag dar. Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei konzernfremden Zedenten gestellten Sicherheiten (z. B. Bar- und Wertpapierdepots), die keine Zahlungsströme auslösen und die von diesen Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Diese Sicherheiten verhalten sich grundsätzlich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduzieren sich in gleichem Maß die versicherungstechnischen Rückstellungen. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Der Abrechnungssaldo (Ertrag für den Erstversicherer), definiert als der Anteil der Rückversicherer an den verdienten Beiträgen abzüglich des Anteils der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsleistungen sowie den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, belief sich im Berichtsjahr auf -13 (-167) Mio. EUR. RISIKEN AUS KAPITALANLAGENDas Marktrisiko umfasst einerseits Schwankungen der Kapitalanlagen auf der Aktivseite, andererseits bestehen durch die Entwicklung der Kapitalmärkte aufgrund der ökonomischen Bilanzierung auch Auswirkungen auf die versicherungstechnischen Risiken auf der Passivseite. Die Schwankungen der Kapitalanlagen resultieren aus Marktpreisschwankungen, die im Falle nachteiliger Veränderungen zu Wertminderungen führen können. Die Kapitalanlagepolitik ist, dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht folgend, an folgenden Zielen ausgerichtet:
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Gleichermaßen wirkt sich die Veränderung von Credit Spreads auf den Marktpreis von festverzinslichen Wertpapieren aus. Aktienkursrisiken ergeben sich aus ungünstigen Wertveränderungen im Bestand gehaltener Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivate. Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen; das kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht. Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen direkt oder über Fondsanteile ergeben. Sie können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall hervorgerufen werden. Die Exponierung gegenüber diesen Risiken wird insbesondere durch die Struktur des Investmentportfolios beeinflusst. Die folgende Darstellung zeigt das Portfolio des Talanx-Konzerns nach Währungen, Anlageklassen und Ratings in der Bewertung gemäß IFRS-Abschluss. PORTFOLIO DES TALANX-KONZERNS NACH WÄHRUNGEN, ANLAGEKLASSEN UND RATINGSIN % ![]() Das Portfolio wird von festverzinslichen Wertpapieren dominiert, die zu 79 (76) % über ein Rating von mindestens A verfügen. Anleihen mit sehr guter Bonität und langer Duration ergänzen wir dabei selektiv um hochverzinste Anleihen mit kurzer Laufzeit. Der Großteil unserer Anlagen notiert in Euro, im Nicht-Euro-Raum dominiert der US-Dollar. Auf Staatsanleihen entfallen 46 (44) % der festverzinslichen Wertpapiere. Diese modellieren wir in term - im Gegensatz zur Standardformel - als risikobehaftet. Trotz unseres eher risikoarmen Portfolios kommen den Marktrisiken angesichts der Höhe des Kapitalanlagebestandes eine große Bedeutung für das Risikoprofil der Gruppe zu. Die Marktrisiken bewerten wir mit TERM. Als wesentlich sind hier insbesondere Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken einzustufen. Die Risikokonzentration bilden wir im Modell ab, das neben der reinen Wirkung der Konzentration von Emittenten zusätzlich auch Effekte aus der Korrelation von wirtschaftlichen und geografischen Zusammenhängen zwischen Emittenten umfasst. Die Überwachung und Steuerung von Marktrisiken erfolgt insbesondere durch unser Limit- und Schwellenwertsystem. Dabei ist ein wichtiges Element die regelmäßige Überwachung des Value at Risk (VaR). Bei der VaR-Kontrolle werden neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen sowie deren Sensitivität zu Marktrisikofaktoren berücksichtigt. Der Berechnung des ALM-VaR legen wir ein Konfidenzniveau von 99,5 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde. Das geschätzte Verlustpotenzial wird also innerhalb von zehn Tagen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 % überschritten. Der ALM-VaR zum 31. Dezember 2018 betrug 1.531 (1.514) Mio. EUR, das entspricht einer Quote von 1,3 (1,4) % der betrachteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die ALM-VaR-Quote nahezu unverändert. Das verwendete Modell wurde von einem externen Anbieter auf eine interne Lösung umgestellt. Daneben kommt zur Risikofrüherkennung eine Modellvariante zum Einsatz, bei der kürzere Zeitreihen berücksichtigt werden und Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit durch die Verwendung einer exponentiellen Gewichtung einen stärkeren Einfluss auf die Risikokennzahlen haben. Diese Variante weist eine deutlich höhere Sensitivität des ALM-VaR-Modells für aktuelle Volatilitätsveränderungen an den Kapitalmärkten auf und kann ergänzend frühzeitig auf einen Risikoanstieg hinweisen. Stresstests sowie Szenario-Analysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis und schätzen so das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen ab. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir Aktien- und Währungskursänderungen sowie Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus und der Renditeaufschläge für Anleihen bonitätsrisikobehafteter Emittenten (Spreads). Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Die folgende Tabelle zeigt Szenarien für die Entwicklung der im Konzern gehaltenen selbst verwalteten Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Einschluss dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren. SZENARIEN DER ENTWICKLUNG VON IM KONZERN GEHALTENEN SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN ZUM BILANZSTICHTAGIN MIO. EUR scroll
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Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung) Derivatgeschäfte schließt der Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. In geringem Umfang werden im Konzern auch OTC-Derivate eingesetzt, die ein Kontrahentenrisiko mit sich bringen. Über Art und Umfang der Investitionen in derivative Finanzinstrumente entscheiden die Gesamtvorstände der Konzerngesellschaften. Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte überwachen wir laufend; Derivatpositionen und -transaktionen führen wir im Reporting detailliert auf. Durch Netting- und Sicherheitsvereinbarungen reduzieren wir das wirtschaftliche Ausfallrisiko aus dem Einsatz von OTC-Derivaten mit den jeweiligen Kontrahenten. Nähere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente lassen sich der Anmerkung 13 im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" entnehmen. KREDITRISIKENKreditrisiken bzw. Adressenausfallrisiken bestehen darin, dass sich die Bonität von Schuldnern verschlechtern kann und der daraus resultierenden Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder bonitätsbedingter Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Die folgenden spezifischen Risiken lassen sich unter Kreditrisiken subsumieren:
Bei der Risikomodellierung wird das Kreditrisiko in die folgenden Teilrisiken aufgefächert: Spread-, Migrations- und Defaultrisiken sowie Korrelations- und Konzentrationsrisiken. Während Spread- und Migrations- sowie Defaultrisiken auf Einzelassetebene quantifiziert werden können, lassen sich Korrelations- und Konzentrationseffekte lediglich in einem konkreten Portfoliokontext beobachten. Über Korrelationen werden die Abhängigkeiten der Bonität verschiedener Emittenten abgebildet. Das Korrelations- und Konzentrationsrisiko misst damit Konzentrationen der Kapitalanlage gegenüber einzelnen Emittenten unter Berücksichtigung solcher Bonitätsabhängigkeiten. Die Adressenausfallrisiken werden über das Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem bzw. die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht. Hierzu sind Limite auf Portfolio-, Emittenten-/ Kontrahenten- und teilweise auf Assetklassenebene festgelegt, die eine breite Mischung und Streuung im Portfolio sicherstellen. Das Überschreiten von Limiten löst festgelegte Eskalationsprozesse aus. Wesentliches Kriterium für die Investitionsentscheidung ist die Bonität eines Emittenten. Grundlage für die Bonitätsbeurteilung sind eigene Kreditrisikoanalysen, die durch Ratings externer Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder anderer Ratingagenturen ergänzt werden. Die Neuanlage findet im Wesentlichen in Titeln mit einem Investment-Grade-Rating statt. Zur frühzeitigen Erkennung von Bonitätsverschlechterungen ist ein Frühwarnsystem auf Basis von Marktinformationen (z. B. Credit Spreads und Aktienkurse) installiert. Zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos werden OTC-Geschäfte nur mit einem ausgewählten Kontrahentenkreis abgeschlossen und produktübergreifende Rahmenverträge vereinbart, die sowohl Netting- als auch Kollateralleistungen umfassen (siehe hierzu unsere Darstellung in Anmerkung 13 des Konzernanhangs). Weiterhin werden Credit Default Swaps zur effizienten Steuerung von Kreditrisiken eingesetzt. Das Adressenausfallrisiko wird auf Einzeladressenebene anhand folgender Merkmale charakterisiert:
Für die Bestände werden unter Berücksichtigung der Ratings bzw. der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeit und der erwarteten Verlustquote ein erwarteter Verlust sowie ein Credit Value at Risk (CVaR) berechnet. Der CVaR entspricht dabei der Höhe des (unerwarteten) Verlustes, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird. Die stochastische Simulation zur Berechnung des CVaR berücksichtigt neben emittentenspezifischen Merkmalen auch Portfoliokonzentrationen (z. B. in Branchen und Ländern) sowie Korrelationen der einzelnen Vermögenswerte. Durch diesen Ansatz werden insbesondere Konzentrationseffekte und Abhängigkeiten zwischen den Portfoliobeständen in der Messung des Kreditrisikos erfasst. Die so ermittelten Risikokennzahlen werden auf den verschiedenen Steuerungsebenen zusammengeführt und bilden die Basis für die Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken. Per 31. Dezember 2018 beträgt der Credit VaR für den gesamten Konzern 4.865 (5.067) Mio. EUR bzw. 4,3 (4,6) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt damit das durchschnittliche Kreditrisiko der Kapitalanlagen. In der internen Risikoermittlung werden alle kreditrisikobehafteten Kapitalanlagen erfasst. Dies umfasst auch europäische Staatsanleihen, die nach dem Standardmodell unter Solvency II hingegen fiktiv als risikofrei angesehen werden. Der Rückgang des Credit VaR gegenüber dem Vorjahr spiegelt insbesondere die weitere Diversifikation und konservative Wiederanlagestrategie in der Kapitalanlage wider. Darüber hinaus wurden die Investments in Infrastruktur weiter ausgebaut, die aufgrund ihrer relativ langen Laufzeiten mit leicht überdurchschnittlichen Risikoanrechnungsfaktoren im Credit VaR Berücksichtigung finden. CREDIT-VAR-STRESSTESTIN MIO. EUR scroll
Die Tabelle zeigt die Sensitivität des CVaR für bestimmte Kreditszenarien. Zum einen wird die Auswirkung eines Herabstufens der Emittentenratings um eine bzw. zwei Stufen (Notches) und zum anderen der Verminderung der erwarteten Verwertungsquoten im Fall eines Zahlungsausfalls dargestellt. Innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staatsanleihen mit einem Rating schlechter als A- beläuft sich das Exposure des Konzerns auf Marktwertbasis auf 4,1 (4,7) Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 3,7 (4,4) %. EXPONIERUNG IN ANLEIHEN MIT RATING SCHLECHTER ALS A-IN MIO. EUR scroll
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Die maximale Ausfallrisikoexposition (unserer Kapitalanlagen ohne Depotforderungen) am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen, das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, entspricht den Bilanzpositionen. Im Konzern dienen insgesamt 766 (781) Mio. EUR an finanziellen Vermögenswerten zur Besicherung von Verbindlichkeiten sowie Eventualverpflichtungen. Von diesem Betrag entfallen Buchwerte in Höhe von 28 (26) Mio. EUR auf die Sicherstellung bestehender Geschäfte mit Derivaten, bei denen eigene Kapitalanlagen in Sperrdepots gehalten werden. Darüber hinaus hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengeschäften und Immobilientransaktionen marktübliche Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 647 (508) Mio. EUR betrug. Weitere Angaben zu Sicherheitenstellungen können dem Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt "Angaben zu Art und Umfang erheblicher Beschränkungen" des Anhangs entnommen werden. Seitens der Hannover Rück SE wurden von verschiedenen Kreditinstituten Garantien in Form von Letters of Credit zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 (1,2) Mrd. EUR gestellt. Darüber hinaus wurden dem Konzern Vermögenswerte mit einem Zeitwert von 121 (250) Mio. EUR als Sicherheit gestellt, die ohne Vorliegen eines Zahlungsverzuges des Eigentümers verkauft oder als Sicherheit weitergereicht werden können. Zum Bilanzstichtag befanden sich keine wesentlichen überfälligen nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere, mit Ausnahme der durch Grundpfandrechte besicherten Hypothekendarlehen, sofort abgeschrieben werden. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen siehe Anmerkung 30. Die Ratingstruktur unserer festverzinslichen Wertpapiere, differenziert nach Bilanzpositionen, Investmentverträgen und kurzfristigen Geldanlagen, findet sich in den Anmerkungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva". LIQUIDITÄTSRISIKOUnter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Die Exponierung ist dabei von der Höhe der Verpflichtungen abhängig. So könnten wegen Illiquidität der Märkte Bestände unter Umständen nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Die Bewertung dieses Risikos stützt sich auch stark auf qualitative Analysen. Wir betrachten das Risiko dabei in seiner Gesamtheit als relevant. Eine Risikokonzentration sehen wir nicht. Generell generiert die Gruppe laufend signifikante Liquiditätspositionen, weil die regelmäßigen Prämieneinnahmen fast ausnahmslos zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen. Die folgende Tabelle stellt den Mittelzufluss aus Prämienzahlungen, die Mittelabflüsse aus Schadenzahlungen, Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen einschließlich der angefallenen Verwaltungskosten der Schaden/Unfallversicherung zum jeweiligen Bilanzstichtag gegenüber. Die Liquiditätszuflüsse, die wir nachstehend für die Schadenversicherung darstellen, sind sämtlich positiv. ZAHLUNGSFLÜSSE UND LIQUIDE MITTEL AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT1)IN MIO. EUR scroll
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Nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten Die Lebensversicherer im Konzern stellen zur Überwachung von Liquiditätsrisiken regelmäßig die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres den vorhandenen Kapitalanlagen gegenüber (unterjährig werden für die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres Plangrößen verwendet). Hierbei werden mögliche unvorhergesehene Erhöhungen der Netto-Schadenzahlungen durch angemessene Aufschläge berücksichtigt und die Liquidierbarkeit der Kapitalanlagen beachtet. Zur Minderung von Liquiditätsrisiken auf Gruppenebene führen wir regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie kontinuierliche Abstimmungen der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen durch. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass die Gruppe jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, welche die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Abfederung kurzfristig in der Gruppe auftretender Liquiditätsbedarfe hält die Talanx AG eine Mindestliquidität vor. Ein weiterer Baustein des Liquiditätsmanagements ist die Verfügbarkeit eines ausreichend dimensionierten Kreditrahmens. Weiterführende Ausführungen hierzu finden sich im Kapitel "Vermögens- und Finanzlage - Unterkapitel Liquidität und Finanzierung" des Lageberichts. Darüber hinaus sichert die Talanx AG den Zugang der Gruppe zu lang- und ggf. auch kurzfristigen externen Finanzierungsquellen. Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva bestehen mit Kreditinstituten vereinbarte LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 2,4 (2,9) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2023 zur Verfügung. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rück SE Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher, nachteiliger Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung der Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen. Wir gehen davon aus, auch größeren unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen zu können. OPERATIONELLE RISIKENDas operationelle Risiko umfasst das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Zur Identifikation der mit der Ablauforganisation einhergehenden operationellen Risiken wurden sämtliche Prozesse erfasst, beschrieben und im Rahmen des internen Kontrollsystems mit Schlüsselkontrollen versehen. Operationelle Risiken sind mit der Ausübung unseres Geschäfts notwendigerweise verbunden, die Exponierung hängt auch von der Geschäftstätigkeit ab, und sie lassen sich nicht vollständig vermeiden. Die Bewertung für operationelle Risiken erfolgt in der ökonomischen Sichtweise ausgehend von Szenarien, die im Rahmen von Expertenbefragungen erstellt werden. Für die regulatorische Sichtweise verwenden wir jedoch in der Erstversicherungsgruppe zurzeit noch die Verfahren, die der Standardformel von Solvency II zugrunde liegen. Die Standardformel quantifiziert operationelle Risiken ausgehend von auf das Prämien- und Reservevolumen anzuwendenden Faktoren und erlaubt keine differenzierte Betrachtung nach Subkategorien operationeller Risiken. Insbesondere erlaubt die Standardformel auch keine Diversifikation zwischen operationellen Risiken und anderen Risikokategorien oder innerhalb der operationellen Risiken, beispielsweise zwischen einzelnen Gesellschaften. Auf Gruppenebene überschätzt die Standardformel operationelle Risiken allein deswegen schon tendenziell. Interne Auswertungen eingetretener Schäden aus operationellen Risiken sowie die Ergebnisse des in der ökonomischen Sicht angewandten internen Modells auch für diese Risikokategorie unterstützen unsere Einschätzung, dass die Anwendung der Standardformel in einer zu hohen Kapitalanforderung für operationelle Risiken resultiert. Wir streben daher grundsätzlich an, für die Berechnung der operationellen Risiken auch für die Erstversicherung regulatorisch die Verwendung des internen Modells genehmigen zu lassen. Für die Hannover Rück-Teilgruppe wurde das Vorgehen bereits aufsichtlich genehmigt. Für die Erstversicherungsgruppe befinden wir uns diesbezüglich in intensiven Gesprächen mit der Aufsicht zur Durchführung des Genehmigungsverfahrens. Im Folgenden werden die wesentlichen Subkategorien operationeller Risiken und die jeweiligen Minderungstechniken dargestellt. Operationelle Risiken sehen wir im Hinblick auf den Bereich Business Continuity und IT-Service-Continuity, also das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht oder gestört wird. Diesem Risiko begegnen wir durch vorbeugende Maßnahmen, z. B. Status-Monitoring zentraler IT-Systeme, redundante Auslegung. Zudem sind Instrumente für den Umgang mit Krisensituationen etabliert (z. B. Notfallplane, Krisenstab auf Gruppenebene). Zu den operationellen Risiken zählt auch das Verlustrisiko, das sich aus eventueller Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen oder mangelnder Datenqualität ergibt. Ein wichtiges Instrument zur Minderung dieser Risiken ist ein effektives internes Kontrollsystem. Zusätzlich haben wir gruppenweite Standards für das Prozessmanagement etabliert, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Innerhalb der operationellen Risiken sind Rechts-, Steuer- und Compliance-Risiken für die Gruppe von hoher Bedeutung. Hierunter fällt explizit auch das Rechtsänderungsrisiko. Durch Zentralfunktionen der Gruppe, insbesondere die Compliance-Funktion sowie die Rechts- und die Steuerabteilung, überwachen wir die Risikolage eng und beraten Tochtergesellschaften und Fachabteilungen. Im Dezember 2017 wurde in den USA eine umfassende Steuerreform verabschiedet. Diese sieht steuerliche Neuregelungen vor, die auch erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die in den USA tätigen Tochtergesellschaften haben. Ein maßgeblicher Aspekt der Steuerreform ist dabei die Einführung einer sogenannten Bases Erosion Anti-abuse tax (beat). Dadurch fließen in die steuerliche Bemessungsgrundlage auch Prämien für zedierte Versicherungsrisiken innerhalb des Konzernverbunds ein. Die Auswirkungen auf die in den USA tätigen Tochtergesellschaften wurden zunächst umfassend analysiert und infolgedessen insbesondere Zessions- und Rückversicherungsstrukturen mit Bezug zum USA-Geschäft angepasst. Eine Untergruppe des Rechtsänderungsrisikos sind Veränderungen des behördlichen Umganges mit rechtlichen Grundsatzthemen, im Steuerrecht etwa auf Basis von Verlautbarungen des Bundesministeriums der Finanzen "BMF". Das BMF hat mit Schreiben vom 17. Juli 2017 etwa eine restriktive Auffassung zur steuerlichen Behandlung verschiedener Wertpapiertransaktionen verlautbart, die zuvor nicht nur üblich waren, sondern allgemein als steuerrechtlich unproblematisch eingestuft wurden und dementsprechend auch von einzelnen Gesellschaften der Gruppe als Teil der normalen Kapitalanlage getätigt wurden. Es besteht das Risiko, dass sich diese Gesellschaften auf Basis dieser abgeänderten Verwaltungsauffassung mit Steuerforderungen konfrontiert sehen. Extern eingeholte Gutachten kommen allerdings zum Ergebnis, dass solchen etwaigen Steuerforderungen die rechtliche Grundlage fehlt und hilfsweise Rückgriffsansprüche gegen Vertragspartner hohe Erfolgsaussicht hätten. Neben dem Rechtsänderungsrisiko ist der Konzern im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Verfahren involviert. Der Ausgang solcher Verfahren ist zumeist unsicher. Nach unserer Einschätzung hat keines der Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns. Das Risiko aus fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzungen von Gesetzen, insbesondere aus Vermögensdelikten, oder Verstößen gegen interne Regeln durch Mitarbeiter und/oder durch Dritte ist ebenfalls Bestandteil der operationellen Risiken. Auch diesem Risiko begegnen wir intern insbesondere mit Compliance-Schulungen und den Maßnahmen des IKS. In Verdachtsfällen können beispielsweise auch Sonderprüfungen der Revision erfolgen. Unter Informations- und IT-Sicherheitsrisiken verstehen wir Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Um der zunehmenden Bedeutung dieser Risiken Rechnung zu tragen, haben wir gruppenweite Informationssicherheits-Leitlinien etabliert und führen regelmäßig kommunikative Maßnahmen zur Erhöhung der Security-Awareness durch. Unser interner IT-Dienstleister, die HDI Systeme AG (vormals Talanx Systeme AG), ist nach ISO 27001 - Informationssicherheit - zertifiziert; externe Partner sind auf die Einhaltung hoher Standards verpflichtet. Den Risiken von Cyber-Attacken steuert insbesondere der in der Gruppe etablierte IT-Security-Bereich - primär durch technische Maßnahmen - entgegen. Der Konzern fokussiert sich zur Konsolidierung, Flexibilisierung und Verbesserung der Betriebsstabilität der IT-Infrastruktur sowie zur nachhaltigen Senkung der IT-Infrastruktur- und IT-Betriebskosten der Gruppe auf die Einbeziehung von Drittanbietern, wie beispielsweise der IBM Deutschland GmbH. Das Zusammenspiel zwischen internen und externen Services, deren Qualität sowie der Leistungsschnitt werden laufend überwacht. Unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken nehmen wir angemessen Anpassungen vor. Auch Outsourcing-Risiken, die nicht IT-spezifisch sind, ordnen wir den operationellen Risiken zu; hierunter verstehen wir das Risiko, das sich aus einer konzerninternen oder -externen Ausgliederung von (Schlüssel-)Funktionen oder von für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts relevanten Tätigkeiten ergibt, die sonst von dem Unternehmen auch selbst ausgeübt werden könnten. Neben der direkten Ausgliederung sind hiervon begrifflich auch Unterausgliederungen erfasst. Diese Risiken sind in die Risikomanagement-Prozesse und das IKS der Gruppe eingebunden. Für das Management ausgegliederter Tätigkeiten existieren darüber hinaus spezifische interne Vorgaben und Regelungen. Der ganz überwiegende Teil der durch Tochtergesellschaften eingegangenen Ausgliederungsbeziehungen ist dabei gruppenintern. ANDERE WESENTLICHE RISIKENAls weitere wesentliche Risiken haben wir Emerging Risks, strategische Risiken, Reputationsrisiken und Modellrisiken identifiziert. Diesen Risiken ist gemeinsam, dass sie sich nicht sinnvoll mit mathematischen Modellen analysieren lassen, weswegen wir hier vor allem auf qualitative Analysen zurückgreifen. Derart analysierte Risiken werden im Rahmen des ORSA berücksichtigt. Unter Emerging Risks verstehen wir Risiken, deren Gefährdungspotenzial noch nicht mit Sicherheit bekannt ist und deren Auswirkungen sich schwer beurteilen lassen. So kann beispielsweise zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der politischen Entwicklung weltweit und in einzelnen Ländern zu nervösen Märkten und einem gestiegenen Potenzial für das Aufkommen systemischer Schocks führen. Aus der Verbreitung neuer Technologien, Medikamente oder Werkstoffe können Folgewirkungen resultieren, die zu nicht absehbaren Schäden führen. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wir auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück. Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen, eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien, die unzureichende Umsetzung strategischer Projekte oder erhöhte Steuerungskomplexität durch den Umgang mit verschiedenen Sichten auf Kapital und Risiken sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Reputationsrisiken sind Risiken, die sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergeben. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze. Auf der Gruppenebene findet das Modellrisiko eine besondere Beachtung. Unter Modellrisiken verstehen wir Risiken aus Fehlentscheidungen, die aus Unsicherheiten aus eventuell partieller oder fehlender Information in Bezug auf das Verständnis oder das Wissen um ein Ereignis, seine Konsequenzen oder seine Mutmaßlichkeit resultieren. Zur Begrenzung des Modellrisikos haben wir u. a. Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie einen stringenten Modelländerungsprozess implementiert. In Projekten werden zumeist komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet, die insoweit auch mit spezifischen operationellen Risiken (Projektrisiken) verbunden sein können. Projektrisiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit IT-Großprojekten. Die sonstigen Risiken des Konzerns umfassen implizit auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, die sich insbesondere aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, der Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und einer möglichen mangelnden Ausgewogenheit des Geschäfts ergeben. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Aus den Pensionsverpflichtungen, die die Talanx AG im Zuge der Gerling-Übernahme übernommen hat, kann sich weiterer Nachreservierungsbedarf ergeben, wenn die Zinsen auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren oder gar weiter sinken oder laufende Rechtsstreitigkeiten über unterbliebene Rentenanpassungen weiterführenden Zuführungsbedarf auslösen. Zudem kann eine steigende Inflationsrate zu zusätzlichen Aufwendungen führen, wenn hierdurch höhere Rentenanpassungen als einkalkuliert notwendig werden. Um diesem Risiko gegenzusteuern, überprüfen wir die Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Beim EU-Mitgliedschaftsreferendum vom 23. Juni 2016 stimmte eine Mehrheit der Abstimmenden für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (sogenannter Brexit). Die Austrittsverhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU haben sich als zäh erwiesen. Am 14. November 2018 haben sich die EU-Kommission und die britische Regierung schließlich auf den Text eines - noch ratifizierungsbedürftigen - Austrittsvertrages geeinigt. Ob es der britischen Regierung gelingt, eine parlamentarische Mehrheit für die Ratifizierung oder eine alternative, weiche Brexit Gestaltung zu gewinnen, ist ungewiss und ein harter Brexit daher unverändert ein nicht auszuschließendes Szenario. Die EU-Kommission hat vor diesem Hintergrund Notfallmaßnahmen, für den Fall, dass Großbritannien ab dem 30. März 2019 als EU-Drittland anzusehen ist, erarbeitet und veröffentlicht. Auch wir haben uns prophylaktisch in Bezug auf die Organisation des UK-Geschäfts strukturell auf einen harten Brexit vorbereitet, da dem Konzern ein signifikanter Anteil an Prämien aus Großbritannien zufließt. Betroffen sind insbesondere die Entitäten der Hannover Rück sowie die HDI Global SE. Soweit nach einem harten Brexit die Geschäftstätigkeit im Status von lokal autorisierten Entitäten ("Third Country Branch") fortgeführt wird, geht damit ein erhöhter regulatorischer Aufwand und Kapitalaufwand einher. Für das in Großbritannien über Konzerngesellschaften in Hannover und Irland gezeichnete Rückversicherungsgeschäft werden keine signifikanten Änderungen erwartet. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen und damit insbesondere die Implikationen für den Kapitalmarkt sind angesichts der politischen Unsicherheiten weiterhin sehr hoch. Bezogen auf die Kapitalanlagen sind hinsichtlich möglicher Brexit-Szenarien keine wesentlichen Bewertungsrisiken erkennbar. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zusammenhang mit dem Brexit noch zu deutlichen Preisausschlägen in einzelnen Marktsegmenten kommt. Derartige mögliche Preisausschläge stellen eine erhöhte Unsicherheit dar, die in den auf historischen Zeitreihen kalibrierten Risikomodellen aktuell nicht vollumfänglich reflektiert ist. Insgesamt sind nach unseren aktuellen Analysen die Auswirkungen aus dem Brexit auf den Talanx-Konzern beherrschbar. Das italienische Bankensystem zeichnet sich seit mehreren Jahren durch eine hohe Belastung an Problemkrediten aus, nicht zuletzt als Konsequenz eines anhaltend schwachen Wirtschaftswachstums. Einige Problembanken wurden abgewickelt bzw. übernommen. Folglich können Abschreibungen von Forderungen auf den Zeitwert notwendig werden. Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG geht aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Weitergehende Ausführungen zum Rückversicherungsgeschäft der Talanx AG finden sich im Prognosebericht. ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER RISIKOLAGEEs sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Der Talanx-Konzern hat ein funktionsfähiges, angemessenes Governance- und Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und hohen Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern. Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach aufgeführt -bestimmen das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden/Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung sowie das operationelle Risiko. Gleichermaßen kommt der Diversifikation für die Bestimmung des Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert aus unserer geografischen Diversität und der Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut aufgestellt. Die Solvabilitätsbeurteilung nach Solvency II zeigt auf Konzernebene eine ausreichende Kapitalisierung. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENFür 2019 erwarten wir eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Während das Wachstum in den Schwellenländern relativ konstant bleiben dürfte, gehen wir von einem Wachstumsrückgang in den Industriestaaten aus. Als Haupttreiber sehen wir dabei vor allem ein durch politische Unsicherheiten - wie die protektionistische US-Handelspolitik oder den Brexit - belastetes außenwirtschaftliches Umfeld und Investitionsklima. Eine global weiterhin positive Arbeitsmarktentwicklung, keine wirtschaftlichen Übertreibungen sowie stabilisierende Gegeneffekte - wie die Konjunkturprogramme in China und eine weniger aggressive Haltung der US-Notenbank -sollten jedoch für eine moderate Entwicklung sprechen. Nach einem Rückgang der Wachstumsdynamik im Jahr 2018 stehen die Anzeichen in der Eurozone auf Stabilisierung. Die robuste Arbeitsmarkt- und damit Einkommens- und Konsumentwicklung ist eine zentrale Wachstumsstütze. Zunehmend knappe Kapazitäten und eine weiterhin expansive Geldpolitik ermöglichen weitere Investitionen. Die graduell expansivere Fiskalpolitik wirkt zusätzlich wachstumsunterstützend, während vor allem politische Risiken - wie der Brexit, die Entwicklung in Italien oder die Wahlen zum Europaparlament - Unsicherheitsfaktoren darstellen. In den USA dürften sich die durch eine äußerst expansive Fiskalpolitik hohen Wachstumsraten des Vorjahres sukzessiv abschwächen. Aufgrund des gestiegenen Gewichts des Ölsektors belastet der deutliche Ölpreisrückgang den Investitionsausblick. Dennoch halten wir die US-Konjunktur für robust und erwarten vor allem aufgrund einer gesunden Arbeitsmarktdynamik eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2019. Die Schwellenländer profitieren von ihrer größtenteils umsichtigen Politik der vergangenen Jahre und dürften trotz des weltweit eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfelds ihre Entwicklung in ähnlicher Größenordnung wie 2018 fortsetzen. Eine langsamere Normalisierung der globalen Geldpolitik, moderate Inflationsraten und Unterstützung durch niedrigere Ölpreise wirken wachstumsstützend. Die strukturelle Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China wird u. a. zusätzlich durch den schwelenden Handelskonflikt mit den usa belastet. Die Vermeidung schwächeren Wachstums, das die politische Stabilität gefährdet, hat in China jedoch oberste Priorität; wir erwarten daher ähnlich wie in der Vergangenheit ein im Zweifel aggressives fiskal- und geldpolitisches Gegensteuern und damit eine lediglich graduelle Wachstumsabschwächung. Die günstiger werdenden Rohstoffpreise sollten zu einem spürbaren Rückgang der Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte führen. Da die weltweiten Produktionskapazitäten zunehmend ausgelastet sind, dürfte die Kerninflation, d. h. die Teuerungsrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, graduell ansteigen. Wir rechnen mit einer vorsichtigen Normalisierung der globalen Geldpolitik. Die EZB könnte in der zweiten Jahreshälfte die Einlagezinsen zum ersten Mal seit acht Jahren erhöhen. Die us-Notenbank dürfte allerdings aufgrund der bereits zurückliegenden Zinserhöhungen und des Rückgangs der us-Wachstumsdynamik im Jahr 2019 deutlich langsamer vorgehen. KAPITALMÄRKTEDie Notenbankpolitik und eine Normalisierung der Realzinsen sprechen mittelfristig für höhere Kapitalmarktzinsen. Politische Unsicherheiten sollten eine Normalisierung der Bundrenditen jedoch verlangsamen bzw. verschieben. Das Ende der EZB-Ankaufprogramme sowie politische Sonderthemen sind im breiten Kreditumfeld noch nicht voll eingepreist und lassen Raum für Marktvolatilität und weitere Spreadausweitungen. Das Bewertungsniveau der europäischen und amerikanischen Aktienmärkte hat sich im Berichtsjahr spürbar normalisiert. Die Fortsetzung des weltweiten Aufschwungs, wenn auch weniger dynamisch, steht im Spannungsfeld mit hohen politischen Unsicherheiten. Insgesamt sehen wir für Aktienkurse lediglich begrenztes Aufwärtspotenzial. Zudem dürfte aufgrund politischer Schlagzeilen und einer zunehmenden Normalisierung der globalen Geldpolitik das Volatilitätsniveau erhöht bleiben. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFTTrotz der positiven Entwicklung im Vorjahr ist das makroökonomische Umfeld weiterhin von konjunkturellen Risikofaktoren geprägt. Unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, dürfte die Versicherungswirtschaft nach Einschätzung des GDV 2019 ein gegenüber dem Vorjahr leicht zunehmendes Beitragsvolumen erreichen. In der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für das Jahr 2019 in Deutschland mit weiter steigenden Prämieneinnahmen. Das Beitragswachstum dürfte sich in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres bewegen. Als am stärksten ausgeprägt werden die Beitragssteigerungen in der Wohngebäudeversicherung - hier schlagen sich die zunehmenden Naturgefahren und die hohen Schäden in diesem Bereich im Berichtsjahr nieder - und in geringerem Maße in der privaten Kraftfahrtversicherung eingeschätzt. Nachdem sich das Beitragsvolumen der deutschen Lebensversicherer im Berichtsjahr positiv entwickelt hat, geht der GDV für 2019 von einem weiteren, gegenüber dem Berichtsjahr allerdings abgeschwächten Wachstum des Beitragsaufkommens aus. Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürfte die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2019 weiterhin belastet sein. INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTEIn der internationalen Schaden/Unfallversicherung erwarten wir für 2019 insgesamt ein Wachstum der Prämieneinnahmen auf dem Niveau des Berichtsjahres. Sowohl für die Schwellenländer als auch für die entwickelten Versicherungsmärkte gehen wir von einer konstanten Wachstumsdynamik aus. Die Profitabilität dürfte 2019 stabil bleiben, wobei die Annahme zugrunde liegt, dass der positive Effekt aus Prämienerhöhungen im Berichtsjahr sich auf Regionen mit hohem Vorjahres-Schadenaufkommen beschränkte und nachlassen wird. Für die entwickelten europäischen Versicherungsmärkte gehen wir für 2019 von einem leicht steigenden Prämienaufkommen aus, während in den USA die Entwicklung leicht rückläufig eingeschätzt wird. Ebenfalls sinkende Wachstumsraten erwarten wir für 2019 in Mittel- und Osteuropa, für Lateinamerika dagegen eine steigende Wachstumsdynamik infolge der wirtschaftlichen Erholung. In den entwickelten Versicherungsmärkten Asiens dürfte das Prämienwachstum im Zuge von Preissteigerungen anziehen. Auch in China dürfte sich das Wachstum gegenüber dem hohen Niveau des Berichtsjahres abschwächen. Auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten gehen wir für die entwickelten Versicherungsmärkte von einer stabilen Entwicklung aus; nach dem Einbruch im Berichtsjahr sollten die Schwellenländer wieder eine deutliche Steigerung des realen Prämienwachstums ausweisen. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsumfelds bleibt die Profitabilität jedoch unter Druck. In Mittel- und Osteuropa rechnen wir für 2019 insgesamt mit einem rückläufigen Prämienwachstum, für Lateinamerika dagegen mit zunehmenden Wachstumsraten. Für Asien erwarten wir nach einer Erholung Chinas von den negativen Einmaleffekten durch die Regulierung vermögensverwaltungsbasierter Lebensversicherungsprodukte die Rückkehr zu einem Prämienwachstum auf das bis 2017 übliche Niveau. AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2019Auf den folgenden Seiten stellen wir die Erwartungen für das laufende Jahr für den Konzern und seine Geschäftsbereiche dar. Der Ergebnisausblick und die Prognosesicherheit bleiben herausfordernd, weil das Kapitalmarkt- und insbesondere das Zins- und Renditeumfeld, aber auch der politische Rahmen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung wollen wir unsere im Jahr 2018 eingeleitete Sanierung in der industriellen Feuerversicherung mit unserem Programm "20/20/20" fortsetzen. Außerdem starten Hannover Rück SE und HDI Global SE zum 1. Januar 2019 das gemeinsame Joint Venture "HDI Global Specialty se", um die Specialty-Aktivitäten zu bündeln und attraktive Wachstumsperspektiven zu nutzen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland setzen wir unser 2015 gestartetes Programm "Kurs" zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fort. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussieren wir uns auf unsere Kernmärkte und wollen unser profitables Wachstum fortsetzen. Im Segment Schaden-Rückversicherung erwarten wir auf Basis der Ergebnisse aus der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 ein signifikantes Wachstum zu weitgehend stabilen Konditionen. Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir im Geschäftsjahr ein moderates Prämienwachstum. Darüber hinaus hat die Talanx AG zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb als konzerninterner Rückversicherer aufgenommen und die dazu notwendige Rückversicherungslizenz seitens der BaFin erhalten. Wir bündeln den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen. Sowohl Standard & Poor's als auch A. M. Best stuften in der Folge das Emittentenrating der Talanx um zwei Stufen hoch. Zukünftige Effekte fokussieren insbesondere auf einen effizienteren Kapitaleinsatz innerhalb der Gruppe. Es ergibt sich aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils. AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IN DEN WESENTLICHEN GESCHÄFTSBEREICHEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGENscroll
VORAUSSICHTLICHE FINANZIELLE ENTWICKLUNG DES KONZERNSWir gehen von folgenden Annahmen aus:
TALANX-KONZERNSTEUERUNGSGRÖSSENIN % scroll
Für den Talanx-Konzern erwarten wir 2019 einen Anstieg der Bruttoprämien (währungsbereinigt) von rund 4 %. Die ambitionierte IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,7 % liegen. Wir streben ein Konzernergebnis von rund 900 Mio. EUR an. Damit dürfte die Eigenkapitalrendite im Jahr 2019 bei rund 9,5 % liegen, womit wir unser strategisches Ziel von 800 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins übertreffen würden. Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten. Unser erklärtes Ziel ist es weiterhin, einen Anteil von 35 % bis 45 % vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten, mindestens jedoch eine Dividende in Höhe des Vorjahres. INDUSTRIEVERSICHERUNGSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG IN %scroll
Potenzial für profitables Wachstum sieht der Geschäftsbereich Industrieversicherung vor allem im internationalen Geschäft und im Bereich der Spezialversicherung. Insbesondere aus dem im Jahr 2018 initiierten Joint Venture mit der Hannover Rück SE und der damit verbundenen erstmaligen Konsolidierung der HDI Global Specialty SE im Geschäftsbereich Industrieversicherung wird ein deutliches Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) von mindestens 20 % erwartet. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten wird allerdings auch im Jahr 2019 die deutliche Verbesserung unserer versicherungstechnischen Ergebnisse stehen. Zum Zwecke der Sanierung der seit Jahren hoch defizitären Feuerversicherung haben wir bereits 2018 das Programm "20/20/20" initiiert. Dieses Programm zielt darauf ab, in der Feuerversicherung, die etwa 20 % des Industrieportfolios ausmacht, eine risikofreie Mehrprämie von mindestens 20 % zu erzielen und somit bis zum Jahr 2020 wieder versicherungstechnisch Gewinne zu erzielen. Die mit diesem Programm erfolgreich eingeleitete Sanierung der Feuerversicherung werden wir auch 2019 konsequent fortsetzen. Hierbei wird unverändert die individuelle Risikosituation unserer Kunden berücksichtigt. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2019 insbesondere infolge der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung einer im Rahmen unserer Erwartungen liegenden Großschadenbelastung eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 100 %. Sofern keine Verwerfungen an den Währungs- und Kapitalmärkten auftreten, sollte die EBIT-Marge bei rund 5 % und die Eigenkapitalrendite bei rund 4 % liegen. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLANDSCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGIN % scroll
Für das Segment Schaden/Unfallversicherung streben wir für 2019 weiteres Wachstum im Geschäft mit kleineren und mittelständischen Unternehmen an. Insgesamt erwarten wir ein Bruttoprämienwachstum von mindestens 3 %. Des Weiteren ist das Segment auch 2019 durch investive Maßnahmen aus dem Programm "KuRS" und den Ausbau der Digitalisierung geprägt, sodass wir eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 99 % erwarten. Ohne "KuRS"-Investitionen erwarten wir eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 97 %. Infolgedessen sollte die EBIT-Marge bei mindestens 5 % liegen. LEBENSVERSICHERUNGSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGIN % scroll
Im Segment Lebensversicherung konzentriert sich der Geschäftsbereich weiter auf kapitaleffiziente Altersvorsorgeprodukte und auf biometrische Risiken; im Besonderen auf die Wachstumschancen in der betrieblichen Altersvorsorge. Für 2019 gehen wir von stabilisierten gebuchten Bruttoprämien aus. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren Zinsrückgängen kommt, erwarten wir für 2019 eine EBIT-Marge von 2 % bis 3 %. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTIN % scroll
Die Eigenkapitalrendite betrachten wir für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland gesamthaft und erwarten für 2019 eine Eigenkapitalrendite von rund 5 %. PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALIN % scroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International will Talanx das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Wir streben für 2019 ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien (währungsbereinigt) von 5 % bis 10 % an. Für 2019 gehen wir von einem Neugeschäftswert zwischen 30 und 40 Mio. EUR aus. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote dürfte bei rund 95 % liegen. Wir erwarten für 2019 eine EBIT-Marge von 5 % bis 6 % und eine Eigenkapitalrendite von 8 % bis 9 %. RÜCKVERSICHERUNGSCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGSTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGIN % scroll
Im Segment Schaden-Rückversicherung erwarten wir auf Basis der Ergebnisse aus der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 ein signifikantes Wachstum zu weitgehend stabilen Konditionen. Dabei halten wir unverändert an unserer selektiven Zeichnungspolitik fest, nach der wir weitgehend nur Geschäft zeichnen, das unsere Margenanforderungen erfüllt. Für die weiteren Erneuerungsrunden erwarten wir generell eine ähnliche Situation wie zu Beginn des Jahres. Eine Ausnahme sollten die besonders von Katastrophen betroffenen Bereiche bilden, wie etwa Deckungen von Wirbelstürmen in den USA, Taifune in Japan und Waldbrände in Kalifornien, wo wir von weiteren Ratensteigerungen ausgehen, da unterjährig ein besseres Bild auf die Ergebnisse der Rückversicherer zu erwarten ist und der Druck auf Kapitalmarktinvestoren von der Markt- und Zinsseite zunehmen dürfte. Im Segment Schaden-Rückversicherung sollte die EBIT-Marge mindestens 10 % betragen. Als Ziel für unsere Schaden-/ Kostenquote streben hier wir einen Wert unterhalb von 97 % an. PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGSTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGIN % scroll
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Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir im Geschäftsjahr 2019 ein moderates Prämienwachstum. Auf der Ertragsseite sollten die Belastungen im US-amerikanischen Mortalitäts-Geschäft ganz deutlich zurückgehen. Daher sollte das Ergebnis überdurchschnittlich stark steigen, sodass wir ein EBIT in der Größenordnung von 400 Mio. EUR erwarten. Der Zielwert für den Neugeschäftswert -den Value of New Business - bleibt unverändert bei mindestens 110 Mio. EUR pro Jahr. RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTIN % scroll
Als Eigenkapitalrendite für den gesamten Geschäftsbereich Rückversicherung erwartet der Talanx-Konzern für das Jahr 2019 - im Rahmen des strategischen Ziels von 900 Basispunkten über dem fünfjährigen Durchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen (risikofrei) - rund 14 %. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDSDer Vorstand der Talanx AG strebt eine verlässliche Kontinuität, eine hohe und stabile Eigenkapitalrendite, eine starke Finanzkraft und ein nachhaltiges profitables Wachstum an und richtet den Talanx-Konzern damit auf langfristige Wertsteigerung aus. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx-Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen. Dafür haben wir unsere Organisationsstruktur konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet und machen sie so zur Kompassnadel unserer schlanken Struktur. Die Hauptstoßrichtung ist, die eigenen Stärken auszubauen und Kräfte innerhalb des Konzerns zu bündeln, um nachhaltiges profitables Wachstum zu generieren. Den Herausforderungen einer globalisierten Welt begegnet der Talanx-Konzern aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere im Ausland überdurchschnittlich erfolgreich Geschäft zu generieren. Dabei sollen strategische Kooperationen und Akquisitionen vertrieblich gut aufgestellter Gesellschaften in den definierten Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa helfen, seine internationale Handlungsfähigkeit auszubauen. Industriekonzernen und mittelständischen Unternehmen bietet die Industrieversicherung weltweiten Service, gleichzeitig gewinnt sie in den lokalen ausländischen Märkten neue Kunden. Die Auslandsgesellschaften, die unter HDI International zusammengefasst sind, betreiben lokales Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Rückversicherung ist per SE ein internationales Geschäft. Um große und komplexe Risiken tragbar zu machen, zählt deren weltweite Diversifizierung zu den elementaren Instrumentarien der Rückversicherung. CHANCENMANAGEMENTDie Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen ist integraler Bestandteil unseres Performance-Management-Prozesses und seit Jahren fest in der Unternehmenskultur und dem ganzheitlichen Steuerungsansatz des Talanx-Konzerns verankert. Chancen konsequent zu nutzen sehen wir als eine wesentliche unternehmerische Herausforderung an, die entscheidend dazu beiträgt, Unternehmensziele zu erreichen. Das Kernelement unseres Chancenmanagement-Prozesses bildet die integrierte, nach dem Schema einer Balanced Scorecard aufgebaute Performance-Metrik. Dies gilt über sämtliche Hierarchieebenen hinweg - von der Konzernspitze bis in einzelne Funktionsbereiche der Konzerngesellschaften. Sie stellt auch das Bindeglied zwischen unserem strategischen und operativen Chancenmanagement dar. Im strategischen Chancenmanagement werden die strategischen Ziele sowie spezifische strategische Kernthemen von der Konzernleitung bewertet und als Zielindikation auf die Geschäftsbereiche heruntergebrochen. Sie wurden zuvor im jährlich neu stattfindenden Performance-Prozesses auf Basis der Dachstrategie ermittelt. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Geschäftsbereiche anschließend im Rahmen einer strategischen Programmplanung spezifische Zielangebote und strategische Aktionsprogramme. Nach einem Strategiedialog zwischen Konzernleitung und den jeweiligen Geschäftsbereichsvorständen werden die strategischen Einzelprogramme zu einem strategischen Gesamtprogramm des Konzerns zusammengestellt, das den Aufsatzpunkt und den Rahmen für den operativen Teil des Chancenmanagements bildet. Im operativen Chancenmanagement werden die strategischen Vorgaben in operative Ziele und einen detaillierten Aktivitätenplan umgesetzt und als verbindliche Zielvereinbarungen auch auf den Ebenen unterhalb der Geschäftsbereichsebene festgeschrieben. Hierfür kommt gleichermaßen die integrierte Performance-Metrik zum Einsatz. Ob und in welchem Umfang sich die Erfolgschancen und -potenziale in operativen Erfolgen niederschlagen, wird in unterjährigen und jahresabschließenden Performance-Reviews überprüft und nachgehalten. Aus diesen Reviews ergeben sich wiederum vorwärtsgerichtete Steuerungsimpulse für den nächsten Chancenmanagement-Zyklus. Zwei wesentliche Aspekte des Chancenmanagements im Talanx-Konzern bestehen somit darin, den Fokus von der kurzfristigen Performance und von rein finanziellen Ergebnisgrößen auf die für eine nachhaltige Performance relevanten Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zu lenken und die erfolgreiche Umsetzung dieser Werttreiber in einem regelmäßigen, integrierten Steuerungs- und Kontrollprozess zu überwachen. EINSCHÄTZUNG KÜNFTIGER CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGENCHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGENKlimawandel: Aufgrund des zunehmenden Ausstoßes von Treibhausgasen steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde. Dadurch nehmen extreme Wetterlagen zu, was das Schadenvolumen aus Naturkatastrophen signifikant erhöht und uns als Versicherer von einem steigenden Bedarf an Versicherungslösungen zur Absicherung von Risiken aus Naturkatastrophen ausgehen lässt. Dies betrifft sowohl den Erstversicherungsbereich als auch die Rückversicherung. Wir verfügen sowohl über weit entwickelte Risikomodelle zur Abschätzung von Risiken aus Naturkatastrophen als auch über umfangreiches Know-how im Bereich Risikomanagement. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden maßgeschneiderte Versicherungslösungen zur Absicherung existenzieller Risiken anzubieten. Des Weiteren entsteht durch den Klimawandel eine erhöhte Notwendigkeit, steigenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Dies ermöglicht uns als institutionellem Anleger, verstärkt in Kapitalanlagen in Form von alternativen Investments zu investieren, wie z. B. Windparks. Sollte diesbezüglich die Versicherungsnachfrage schneller steigen als erwartet, könnte sich das positiv auf Prämienwachstum und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. Demografischer Wandel in Deutschland: Ausgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ausgegangen, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Energiewende: Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Auf Bundesebene haben die Energiewende und der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Der Umbau des Energiesystems hin zu einer regenerativen Energieversorgung soll weiter fortgesetzt werden, wobei gleichzeitig das Augenmerk auf einem gebremsten Kostenanstieg bei den Endverbrauchern liegt. Neben einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in einem stabilen regulatorischen Rahmen gewinnt die Energieeffizienz an Bedeutung. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch den Umbau des Energiesystems, der zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz neuer Energietechnologien. Neben den erneuerbaren Energien werden Speichertechnologien, der Netzausbau und eine intelligente Steuerung der Einzelkomponenten (Smart Grid) entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Mit unserer Investmentaktivität im Energiesektor unterstützen wir die Energiewende. Aufbauend auf den bestehenden Beteiligungen in Energienetzen und Windparks wollen wir zukünftig unsere Investments in den Segmenten Energieverteilung und erneuerbare Energien weiter ausbauen. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch die Energiewende stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Finanzmarktstabilität: Durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in den vergangenen Jahren ist das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt worden. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Kapitalmärkten ein anhaltend hoher Grad an Belastung und Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien haben sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Auch im deutschen Versicherungsmarkt geht der Trend eindeutig hin zu kapitaleffizienten Produkten, die für den Lebensversicherer eigenmittelschonend sind und gleichzeitig den Kunden zusätzliche Ertragschancen bieten. Sollte sich das Finanzmarktumfeld deutlicher stabilisieren und die Produktinnovationen schneller Akzeptanz finden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum, die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. VERTRIEBLICHE CHANCENBancassurance: Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über den Bankschalter hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Bancassurance etabliert. Im Talanx-Konzern ist die Bancassurance ein Erfolgsfaktor mit großen Zukunftschancen. Basis des Erfolgs ist das spezielle Geschäftsmodell, bei dem das Versicherungsgeschäft vollständig in die Strukturen des Bankpartners integriert ist. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen die Entwicklung der Versicherungsprodukte - Bank, Sparkasse oder Post stellen im Gegenzug vielfältige Vertriebskanäle zur Verfügung. Im Talanx-Konzern ist dieser Vertriebsweg nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere auch in Polen, Italien, Ungarn und Russland etabliert. Die Nutzung des Modells auch im Ausland wird unserer Ansicht nach grundsätzlich ein profitables Wachstum mit Ausrichtung auf europäische Märkte unterstützen. Der Erfolg des Talanx-Bancassurance-Modells beruht bei den bisherigen Konzerngesellschaften im Wesentlichen auf drei Kernfaktoren: Zum Ersten werden mit dem Partner langfristige exklusive Kooperationsverträge geschlossen; dabei werden die Versicherungsprodukte über die Vertriebskanäle des Kooperationspartners verkauft. Zum Zweiten beruht er auf der höchstmöglichen Integration bei exzellenter Produkt- und Servicequalität: Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der strategischen Ausrichtung des Partners. Die Versicherungsunternehmen entwickeln exklusive und maßgeschneiderte Produkte für die Kundensegmente der Bank und sind dabei vollständig in den jeweiligen Marktauftritt eingegliedert. Die Integration in die IT-Systeme der Partner erleichtert zudem die ganzheitliche Beratung beim Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten. Und zum Dritten beruht der Erfolg auf der maßgeschneiderten Vertriebsunterstützung des Partners: Die Vertriebsmitarbeiter der Bank erhalten ein individuelles Training und eine exklusive Betreuung durch Vertriebscoaches der Versicherungsgesellschaften. Dabei werden Produktfachwissen und Verkaufsansätze vermittelt. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften leicht verständliche und unterstützende Verkaufsmaterialien zur Verfügung. Unsere Gesellschaften im Ausland vertreiben ihre etablierten Produkte ebenfalls über Vertriebskooperationen, allerdings oft über verschiedene Banken und ohne vollständige Integration in den Marktauftritt des Partners. In Brasilien haben wir im Jahr 2018 zusammen mit der Bank Santander einen digitalen Versicherer ins Leben gerufen. Das neue Unternehmen bietet künftig unter dem Namen "Santander Auto" ausschließlich Kfz-Versicherungen über die Vertriebsplattform von Santander an. Sollten wir unsere Bancassurance-Aktivitäten schneller ausbauen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Internet: Durch die zunehmende Digitalisierung führen Cyberangriffe via Internet vermehrt zu massiven Schäden bei Unternehmen. Vor allem in jüngster Vergangenheit bekannt gewordene Hackerattacken zeigen, dass insbesondere produzierende Industrieunternehmen trotz bester Abwehrmechanismen nicht vor Risiken durch Cybercrime gefeit sind. Auch die Verantwortlichkeit des Topmanagements rückt zusehends in den Blickpunkt. Aus diesem Grund hat HDI Global SE das Produkt Cyber+ entwickelt. Mit Cyber+ lassen sich die verschiedenen Risiken in einer Versicherungslösung umfassend absichern. Der ganzheitliche und spartenübergreifende Versicherungsschutz von HDI deckt zum einen Eigenschäden durch Cybercrime, zum anderen sichert er Drittschäden ab, für die Unternehmen gegenüber ihren Kunden, Dienstleistern oder sonstigen Dritten haften müssen. Zusätzlich kann auch den zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Geschäftsleiter Rechnung getragen werden. Sollten wir die vertrieblichen Chancen, die sich aus den zusätzlichen Absicherungsbedürfnissen von Internetrisiken ergeben, besser nutzen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. IM UNTERNEHMEN BEGRÜNDETE CHANCENInterne Prozesse: Um unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen und um Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir weiter erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen - klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen und vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend nutzen. Diese Neuausrichtung erfordert die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur fördern wir aktiv. Sollte die Neuordnung der internen Prozesse schneller als derzeit erwartet voranschreiten, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Digitalisierung: Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung. Durch die Digitalisierung werden Geschäftsprozesse und -modelle mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. So sollen die Geschäftsprozesse im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland effizienter gestaltet, die Dunkelverarbeitungsquote erhöht und die Servicequalität verbessert werden. Des Weiteren soll im Geschäftsbereich Industrieversicherung die Prozess- und IT-Landschaft länderübergreifend harmonisiert werden. Dadurch wollen wir ein global führender Anbieter von Industrieversicherungen werden. Durch die Digitalisierung ergeben sich zahlreiche Chancen. So ist es möglich, Versicherungsfälle deutlich schneller, unkomplizierter und kostengünstiger abzuwickeln. Schon heute nutzen wir IT-Systeme, um Kunden passgenaue Angebote machen und Prämien automatisiert und in Echtzeit festsetzen zu können. Vor allen Dingen aber bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, als großer international agierender Konzern von Skaleneffekten zu profitieren. Im Rahmen der Digitalisierung haben sich das Kundenverhalten sowie auch die Erwartungshaltung bezüglich der Schadenregulierung verändert. Dies betrifft insbesondere die junge Kundengeneration, die schnelle und einfache Lösungen erwartet. Um auf die neu entstandenen Kundenbedürfnisse einzugehen, haben wir eine Schadenservice-App entwickelt. Sie ermöglicht es dem Kunden, innerhalb weniger Minuten eine Schadenmeldung mit wichtigen Informationen zum Schaden abzusetzen. In der Kfz-Versicherung bieten wir die Möglichkeit, sich für ein "Pay as you drive"-System zu entscheiden. Damit werden Fahrzeugdaten übermittelt und so eine risikoadäquatere Prämie ermittelt. Im Gegenzug können wir verstärkt neue Kunden für uns gewinnen und an uns binden. Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den Kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. Wissensmanagement: Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können. Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller als erwartet neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. Agilität: Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen des Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mithilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Außerdem führen wir beispielsweise Hackathons durch, um neue Ideen zu sammeln, die wir in unserem Digital Lab weiterentwickeln. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. GESAMTBILD DER CHANCENLAGEDer Vorstand der Talanx AG sieht die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen als integralen Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums des Talanx-Konzerns. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Daher beobachten wir laufend sich verändernde äußere Rahmenbedingungen, um frühzeitig sich bietende Chancen zu identifizieren und mit unserer flexiblen internen Aufstellung darauf reagieren zu können. So können wir zukünftige Chancen effizient nutzen, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. 2 KonzernabschlussKonzernbilanz zum 31. Dezember 2018DER TALANX AGAKTIVA scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt
"Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des
Konzernanhangs Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018DER TALANX AGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER TALANX AG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018IN MIO. EUR scroll
AUFSTELLUNG DER VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSVERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSIN MIO. EUR scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt
"Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des
Konzernanhangs Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018DER TALANX AGIN MIO. EUR scroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt
"Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler des
Konzernanhangs ÜBERLEITUNG DER SCHULDEN AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 31. DEZEMBERscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KonzernanhangALLGEMEINE INFORMATIONENDer Konzernabschluss umfasst die Talanx AG mit Sitz HDI-Platz 1, 30659 Hannover (Deutschland), und ihre Tochterunternehmen (zusammen Talanx-Konzern oder Talanx-Gruppe). Die Talanx AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 eingetragen. Die Gruppe ist weltweit über Konzernunternehmen und Kooperationen in mehr als 150 Ländern aktiv und bietet Versicherungsdienstleistungen sowohl im Schaden/ Unfall- als auch im Lebensversicherungsgeschäft, in der Rückversicherung sowie Geschäfte im Bereich Asset-Management an. Die Talanx AG ist als Finanz- und Management-Holdinggesellschaft selbst jedoch bis zum 31. Dezember 2018 nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Nach Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die BaFin am 21. Dezember 2018 wird die Gesellschaft 2019 als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen agieren und hat im Januar 2019 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Talanx AG gehört mit 79,0 % mehrheitlich dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft), Hannover, (HDI V. a. G.). Der HDI V. a. G. ist nach § 341i HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gegeben. ALLGEMEINE AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE UND ANWENDUNG DER IFRSDer Konzernabschluss der Talanx AG wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet. Nach IFRS 4 sind Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken aus Versicherungsverträgen und nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" analoge Ausführungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten erforderlich. Zusätzlich fordert § 315 Absatz 2 Nummer 1 HGB bei Versicherungsunternehmen für den Lagebericht ebenfalls Angaben zum Management versicherungstechnischer und finanzieller Risiken. Die aus diesen Vorschriften resultierenden Angaben sind im Risikobericht enthalten. Zu den Angaben nach IFRS 4 verweisen wir insbesondere auf Seite 111-118 "Versicherungstechnische Risiken", zu den Angaben nach IFRS 7 auf Seite 119-124 "Risiken aus Kapitalanlagen". Auf eine zusätzliche inhaltsgleiche Darstellung im Anhang haben wir verzichtet. Um einen Gesamtüberblick über die Risiken zu erhalten, denen der Konzern ausgesetzt ist, sind daher sowohl der Risikobericht als auch die entsprechenden Angaben im Anhang zu berücksichtigen. Wir verweisen entsprechend im Risikobericht bzw. im Anhang auf die jeweils korrespondierenden Erläuterungen. Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. NEU ANZUWENDENDE STANDARDS/INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDSDer Konzern hat die folgenden geänderten IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2018 übernommen: Das IASB hat Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und IFRS 4" veröffentlicht, die es bestimmten Versicherungsunternehmen ermöglichen, die verpflichtende Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" auf 2021 zu verschieben. Im Rahmen seiner Sitzung vom 14. November 2018 hat das IASB zudem vorläufig entschieden, den Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 "Versicherungsverträge" um ein Jahr auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen, zu verschieben. In diesem Zusammenhang wurde auch beschlossen, den Zeitraum für die Möglichkeit der Inanspruchnahme der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" für Unternehmen, die überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig sind, entsprechend zu verlängern. Der Talanx-Konzern erfüllt die notwendigen Voraussetzungen hierfür (der Anteil der Versicherungsaktivitäten des Konzerns lag am 31. Dezember 2015 bei 96,7 %, eine Änderung der Geschäftstätigkeit hat zwischenzeitlich nicht stattgefunden) und nimmt u. a. wegen der Wechselwirkung der Bilanzierung der Finanzinstrumente und Versicherungsverträge die Möglichkeit der Verschiebung in Anspruch. Die neuen Anhangangaben im Rahmen des "Deferral-Approach" (Zeitwerte der derzeit im Bestand befindlichen Finanzinstrumente, unterteilt nach dem Zahlungsstromkriterium, sowie Angaben zu Ausfallrisiken der Wertpapiere, die den SPPI-Test bestehen), die eine gewisse Vergleichbarkeit mit den Unternehmen ermöglichen sollen, die bereits IFRS 9 anwenden, werden erstmals im Konzernanhang im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt. Die neuen Vorschriften zur Umsatzrealisierung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzen bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte und Pflichten, die nach separaten Standards zu bilanzieren sind, sowie (Rück-)Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 (Hauptgeschäftstätigkeit des Konzerns) sind ausdrücklich vom Geltungsbereich des Standards ausgenommen. Der Konzern hat bei der Anwendung von IFRS 15 den modifizierten retrospektiven Ansatz gewählt, bei dem im Grundsatz der kumulative Effekt aus der Erstanwendung in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 zu erfassen ist. Dabei hat der Konzern die praktischen Vereinfachungen hinsichtlich abgeschlossener Verträge (IFRS 15.C7) und Vertragsänderungen (IFRS 15.C5(c)) in Anspruch genommen. Aus der Erstanwendung resultierte kein wesentlicher Umstellungseffekt, weshalb der Konzern im Einklang mit dem Wesentlichkeitskonzept auf eine Erfassung des Umstellungseffekts verzichtete. Auf die Angabe des aus der Anwendung des IFRS 15 resultierenden Anpassungsbetrags im Jahr der Erstanwendung, der sich im Vergleich zu den vor der Änderung geltenden Bestimmungen des IAS 11, IAS 18 und der dazugehörigen Interpretationen ergibt, für jeden betroffenen Abschlussposten wird im Einklang mit dem Wesentlichkeitskonzept ebenfalls verzichtet. Angaben zu den Umsatzerlösen im Sinne des IFRS 15 finden sich im Abschnitt "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs.
STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU VERÖFFENTLICHTEN STANDARDS, DIE 2017 NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND UND DIE VOM KONZERN NICHT FRÜHZEITIG ANGEWANDT WERDENA) EU-ENDORSEMENT IST BEREITS ERFOLGTDer am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx-Konzern aufgrund der Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und IFRS 4" voraussichtlich erst in Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2022 angewendet. Die neuen Klassifizierungsregeln führen dazu, dass mehr Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Zudem erwartet der Konzern Auswirkungen von dem neuen Wertminderungsmodell für Fremdkapitalinstrumente. Um die erforderlichen Implementierungsschritte dieses wesentlichen IFRS-Standards voranzutreiben, wurde ein konzernweites Projekt aufgesetzt. Am 13. Januar 2016 hat das IASB die neuen Vorschriften zur Leasingbilanzierung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (Right-of-use Asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen. IFRS 16 ersetzt u. a. den IAS 17 "Leasingverhältnisse". Der Konzern beabsichtigt, den Standard unter Anwendung der modifizierten retrospektiven Methode ab 1. Januar 2019 anzuwenden. Daher wird der kumulative Effekt aus der Erstanwendung - sofern wesentlich - als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst, ohne Anpassung der Vergleichsperiode. Bei Leasingverhältnissen, die bisher gemäß IAS 17 als "Operate-Lease-Verhältnisse" eingestuft waren, wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen angesetzt. Die Abzinsung erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Leasingnehmers. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird grundsätzlich mit einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten bewertet. Darüber hinaus werden Vorauszahlungen sowie Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, berücksichtigt. Der Konzern beabsichtigt, die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung zu nutzen. Dies bedeutet, dass der Konzern IFRS 16 auf alle Verträge anwenden wird, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind. Darüber hinaus wird der Konzern die Vereinfachungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, in Anspruch nehmen, sowie sämtliche praktischen Behelfe des IFRS 16.C10 anwenden. Der Konzern hat im Rahmen einer konzernweiten Erhebung zur Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 einen Effekt von untergeordneter Bedeutung auf seinen Konzernabschluss festgestellt. Die Analyse hat ergeben, dass zum 1. Januar 2019 aus der Umstellung voraussichtlich Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte in Höhe von rund 0,4 Mrd. EUR in der Bilanz erfasst werden, die im Wesentlichen auf Immobilien-Leasing entfallen. Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wird sich entsprechend der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erhöhen und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringern. Außer den oben aufgeführten neuen Standards, die teils einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden, wurden weitere Standardänderungen verabschiedet, die sich jedoch erwartungsgemäß nicht wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden: neu anzuwendende Interpretationen bzw. standardänderungen NEU ANZUWENDENDE INTERPRETATIONEN BZW. STANDARDÄNDERUNGENscroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen B) EU-ENDORSEMENT IST NOCH AUSSTEHENDDas IASB hat am 18. Mai 2017 die neuen Vorschriften zur Versicherungsbilanzierung IFRS 17 veröffentlicht, die vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht und nach vorläufiger Entscheidung des IASB verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen, anzuwenden sind. IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach dem Bewertungsmodell des neuen Standards werden Gruppen von Versicherungsverträgen bewertet, und zwar basierend auf dem Erwartungswert abgezinster Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken sowie einer vertraglichen Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der Leistungserbringung führt. Als "Versicherungsumsatz" werden statt Prämieneinnahmen in jeder Periode die Änderungen aus der Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz ausgewiesen, für die das Versicherungsunternehmen ein Entgelt erhält, abzüglich Ein- und Auszahlungen von Sparkomponenten. Versicherungsfinanzertrag und -aufwand resultieren aus Abzinsungseffekten und finanziellen Risiken. Sie können je Portfolio entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden. Änderungen in den Annahmen, die sich nicht auf Zinsen bzw. finanzielle Risiken beziehen, werden gegen die vertragliche Servicemarge gebucht und über die Dauer der noch zu erbringenden Leistungen verteilt. Wird die Servicemarge negativ, ist ein entsprechender Betrag erfolgswirksam zu erfassen. IFRS 17 sieht für kurzlaufende Verträge ein vereinfachtes Verfahren vor, das die Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz wie bislang über Prämienüberträge abbildet. Für große Teile des Lebensversicherungsgeschäftes mit Überschussbeteiligung wird eine modifizierte Form des allgemeinen Bewertungsmodells genutzt, der "Variable Fee Approach". Da die neuen Vorschriften die Kerngeschäftstätigkeit des Konzerns betreffen, ist unvermeidlich mit wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu rechnen. Der Konzern hat wegen der besonderen Bedeutung der neuen Bilanzierungsregelungen ein mehrjähriges Projekt aufgesetzt, in dem die Auswirkungen des Standards einschließlich der Wechselwirkung mit IFRS 9 auf den Konzernabschluss untersucht und die notwendigen Umsetzungsschritte fortgeführt werden. Derzeit erfolgt die Ausarbeitung der rechnungslegungstechnischen Grundlagen, um anschließend mit der Implementierung der umfangreichen Anforderungen in den Prozessen und Systemen des Konzerns beginnen zu können. Auswirkungen auf den Konzernabschluss können daher noch nicht quantifiziert werden. Darüber hinaus wurden weitere Standardänderungen verabschiedet, die jedoch erwartungsgemäß keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden: NEU ANZUWENDENDE STANDARDÄNDERUNGENscroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie wesentlichen Rechnungslegungsmethoden, die der Erstellung des Konzernabschlusses zugrunde liegen, sind nachfolgend dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist. Die im Geschäftsjahr 2018 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 146 ff. und 172 ff.) beschrieben. Im vierten Quartal wurde im Segment Privat- und Firmenversicherung International die Berechnungsmethodik für einen bestimmten Teil der Schadenrückstellung rückwirkend überarbeitet. Durch die Methodenänderung werden im Rahmen der aktuariellen Bewertung Zinszahlungsströme für anhängige und künftige Gerichtsverfahren explizit berücksichtigt. Die Schadensrückstellung ist somit im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sachgerechter dargestellt. Zudem wird eine bessere Vergleichbarkeit mit ähnlichen Sachverhalten hergestellt. Die Auswirkungen aus der rückwirkenden Anwendung der genannten Änderung auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2017, die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Vergleichsperiode stellen sich wie folgt dar: AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ ZUM 1. JANUAR 2017IN MIO. EUR scroll
AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2017IN MIO. EUR scroll
AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2017IN MIO. EUR scroll
Die Auswirkung auf das Konzernergebnis beträgt insgesamt -1 Mio. EUR. Ferner resultiert aus dem beschriebenen Sachverhalt eine Erhöhung der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2017 um 4 Mio. EUR (Ertrag), die ausschließlich die Währungsumrechnung betreffen. Das Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 verminderte sich infolge dessen von 2,66 EUR auf 2,65 EUR. WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENZur Erstellung des Konzernabschlusses werden zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen ausgeübt bzw. Schätzungen und Annahmen getroffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die bilanzierten Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Angaben zu Eventualverbindlichkeiten betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft und basieren auf Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen über zukünftige Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig erscheinen. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Informationen zu Annahmen, Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind insbesondere bei den folgenden Positionen von Bedeutung:
ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENVERSICHERUNGS- UND INVESTMENTVERTRÄGEVersicherungs-/Rückversicherungsverträge sowie Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung werden nach den einschlägigen Bestimmungen der US GAAP auf den Stand der Erstanwendung von IFRS 4 "Versicherungsverträge" am 1. Januar 2005 bilanziert, sofern IFRS 4 keine gesonderten Vorschriften vorhält. Wir zitieren einzelne Regelungen der US GAAP unter Verwendung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Bezeichnung (Statement of Financial Accounting Standard [SFAS]). Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert. AKTIVSEITEImmaterielle VermögenswerteDer aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Erläuterungen zum Werthaltigkeitstest und zu den dabei getroffenen Annahmen wie auch entsprechende Sensitivitätsanalysen finden sich in Anmerkung 1 dieses Anhangs. Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte: Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Versicherungs-/Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil (nur bei Lebensversicherungsverträgen) zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, und unter Beachtung der Laufzeiten der erworbenen Verträge amortisiert. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; gegebenenfalls werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine Wertminderung zu erfolgen. Weitere Erläuterungen und Laufzeitangaben siehe Anmerkung 2 des Anhangs. Die Amortisation des pvfp aus Investmentverträgen weisen wir im Kapitalanlageergebnis unter "Ergebnis aus Investmentverträgen" aus. Die Abschreibungen bzw. die Amortisation auf den Aktionärsanteil bilanzieren wir in der Position "sonstige versicherungstechnische Aufwendungen". Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sie werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben. Diese beträgt bei Software in der Regel drei bis zehn Jahre, die der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen grundsätzlich vier bis 16 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbene Markennamen) werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertminderungen, die im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind, werden auf die versicherungsspezifischen Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie im "übrigen Ergebnis" ausgewiesen. KapitalanlagenDen fremd genutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert um mehr als die planmäßige Abschreibung eines Kalenderjahres unterschreitet. Bewertungen, die auf dem Ertragswertverfahren beruhen, führen für den direkt gehaltenen Bestand grundsätzlich konzerninterne Gutachter durch (alle fünf Jahre wird ein externes Gutachten erstellt). Bei Immobilienspezialfonds wird alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Erstbewertung - ein externes Marktwertgutachten eingeholt. Ergebnisse aus dem Abgang einer Immobilie, Unterhaltungskosten und Reparaturen wie auch Abschreibungen und etwaige Wertminderungen/Zuschreibungen werden im Gewinn oder Verlust (im Kapitalanlageergebnis) berücksichtigt. Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode konsolidierten wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis dieser Finanzanlagen. Weitere Angaben sind dem Abschnitt "Konsolidierungsgrundsätze" im Kapitel "Konsolidierung" zu entnehmen. Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden bei Zugang in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente", entsprechend dem jeweiligen Zweck, eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen Wertminderungen und Zuschreibungen. Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden Anteile an Tochtergesellschaften sowie an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert bzw. nach der Equity-Methode bewertet werden - sowie sonstige Beteiligungen erfasst. Der Ausweis erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, bewertet. Bei den Darlehen und Forderungen handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Wertminderung/Wertaufholung erfolgt im Gewinn oder Verlust. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne Wertminderungen ergeben hätten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind Finanzinstrumente, für die der Konzern die Absicht und die Fähigkeit hat, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche und nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beträge, die bei Lebensversicherern im Zuge der Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital (übrige Rücklagen) ausgewiesen. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Handelsbestände umfassen insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen, sofern sie nicht als Hedges (Hedge-Accounting nach IAS 39) qualifiziert sind. Derivate mit negativen Marktwerten bilanzieren wir unter den übrigen Verbindlichkeiten. Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen strukturierte Produkte, die unter Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen werden. Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze dieser Finanzinstrumente nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Gewinn oder Verlust (Position: Kapitalanlageergebnis). Die einzelnen Bilanzposten der Kapitalanlagen werden in den jeweiligen Anmerkungen dieses Anhangs auf die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 übergeleitet. Derivate, die als Sicherungsinstrumente (Hedge-Accounting) designiert werden, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair-Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit/einem bilanzierten Vermögenswert oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedge); weitere Informationen in Anmerkung 13. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen den Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs bzw. gehandelter Kurs zur Bewertung herangezogen; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs zum Stichtag bewertet. Falls kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden. Finanzielle Vermögenswerte, für die keine öffentlich verfügbaren Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Finanzinstrumente der Zeitwerthierarchiestufe 3), werden überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige Experten erstellten Bewertungsnachweisen, z. B. geprüfter Net Asset Value, bewertet, die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen worden sind. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Anmerkung 12 in diesem Anhang. BEWERTUNGSMODELLE DER FAIR-VALUE-ERMITTLUNGscroll
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NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) Wertberichtigung (Impairment): Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob bei den finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert eingestuft sind, einschließlich eines Anteils an einem Unternehmen, das nach der Equity-Methode bilanziert wird, objektive Hinweise auf eine Wertberichtigung vorliegen. Bei gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten gilt ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter deren Anschaffungskosten als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Der Konzern hält einen Rückgang um 20 % für signifikant und einen Zeitraum von neun Monaten für länger anhaltend. Diese Regelungen wenden wir analog auch bei Beteiligungen an Fonds an, die in privatem Beteiligungskapital ("Private Equity") investieren. In diesem Fall schreiben wir auf den Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwertes ab. Um dem spezifischen Charakter dieser Fonds Rechnung zu tragen (hier anfänglich negativer Rendite- und Liquiditätsverlauf während der Investitionsperiode der Fonds), schreiben wir innerhalb einer zweijährigen Karenzphase ausschließlich bei Vorliegen von Hinweisen auf signifikante oder nachhaltige Wertminderungen, die nicht auf den J-Curve Effekt zurückzuführen sind, ab. Indikatoren einer Wertminderung bei den festverzinslichen Wertpapieren sowie Darlehen und Forderungen sind insbesondere finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten/Schuldners, die Nichterhaltung oder Nichtzahlung von Zins- oder Kapitalerträgen, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Emittent/Schuldner in Insolvenz geht, sowie die aktuelle Marktsituation. Hierbei wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Dabei beziehen wir in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung ein. Wertberichtigungen werden aufwandswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst und erfolgen auf den beizulegenden Zeitwert, das heißt grundsätzlich auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag bilanziert, wenn es einen Rechtsanspruch gibt und die Absicht besteht, solche Positionen auf einer Nettobasis auszugleichen oder diesen Ausgleich simultan herbeizuführen. Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, unverändert im Konzern verbleiben. Barsicherheiten werden unter den "übrigen Verbindlichkeiten" angesetzt, während Wertpapiere (die als Sicherheit hereingenommen werden) mangels Übertragung der verbundenen Risiken und Chancen nicht bilanziert werden. Im Rahmen echter Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem festgelegten Rückkaufswert zurückzunehmen. Da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verbleiben, bilanzieren wir weiterhin diese Kapitalanlagen. Die Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung weisen wir in den "übrigen Verbindlichkeiten" aus; ein erhaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Gewinn oder Verlust (Position: Kapitalanlageergebnis) gezeigt. Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwerts bewertet. Anlagevermögen aus Infrastrukturinvestments (vornehmlich aus vollkonsolidierten Windparkprojektgesellschaften) bilanzieren wir mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Eine zu bilanzierende Rückstellung für Rückbauverpflichtungen weisen wir unter den "sonstigen Rückstellungen" aus. Außerdem überprüfen wir diese Bestände zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit. Wertminderungen/Zuschreibungen/planmäßige Abschreibungen wie auch Umsatzerlöse aus diesen Anlagen erfassen wir im Kapitalanlageergebnis. Kapitalanlagen aus InvestmentverträgenInvestmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteilgung werden als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert. Zahlungen für diese Verträge führen daher nicht zu einem Ausweis von Prämien, sondern zu Einlageverbindlichkeiten in Höhe der entsprechenden Finanzinstrumente. Finanzaktiva aus Investmentverträgen weisen wir unter den Kapitalanlagen, Position: "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen" aus. Finanzpassiva - also Verpflichtungen aus Investmentverträgen - werden in dem Passivposten "übrige Verbindlichkeiten" bilanziert. Unsere Ausführungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten gelten analog. Die aus diesen Verträgen resultierenden Ergebniseffekte (z. B. Wertschwankungen der Finanzaktiva/-passiva) wie auch die vereinnahmten Entgelte aus der Kapitalanlageverwaltung abzüglich entsprechender Verwaltungsaufwendungen stellen wir saldiert im Kapitalanlageergebnis als "Ergebnis aus Investmentverträgen" dar. Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches RisikoDepotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden. Die Depotverbindlichkeiten repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt. Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer auf den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im Gewinn oder Verlust (Position: übriges Ergebnis) ausgewiesen. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von LebensversicherungspolicenDiese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste. Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen ermittelt. Bonitätsrisiken werden berücksichtigt. ForderungenForderungen aus dem Versicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; sofern erforderlich, nehmen wir auf Basis einer Einzelbetrachtung bzw. auf Gruppen gleichartiger Forderungen Wertberichtigungen vor. Wertminderungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft erfassen wir auf Wertberichtigungskonten, alle anderen Wertberichtigungen werden direkt gegen den zugrunde liegenden Bestand gebucht. Entfallen Gründe für die Wertminderung, nehmen wir eine Zuschreibung (im Gewinn) direkt oder durch Anpassung des Wertberichtigungskontos maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor. Abgegrenzte AbschlusskostenIn den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die in engem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss oder der Erneuerung von Verträgen stehen. Für die Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit amortisiert. Bei kurzfristigen Verträgen erfolgt die Tilgung entsprechend der Vereinnahmung der Beiträge und folgt somit der zeitproportionalen Auflösung der Prämienüberträge. In der Personen-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen. Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Die aktivierten Abschlusskosten werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; gegebenenfalls hat eine Anpassung zu erfolgen. Aktive SteuerabgrenzungAktive latente Steuern werden bilanziert, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreffenden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt. Die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen wird in den jeweiligen Staaten von den lokalen Steuer- und Finanzfachleuten vorgenommen. Die Ergebnisplanungen beruhen auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen Verfahren geprüft und genehmigt wurden und die auch für die Unternehmenssteuerung verwendet werden. Ein besonders aussagekräftiger Nachweis wird entsprechend konzerneinheitlichen Grundsätzen verlangt, wenn das betreffende Konzernunternehmen aktuell oder in einer Vorperiode einen Verlust erlitten hat. Der Ansatz und die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen werden von der Konzernsteuerabteilung geprüft. Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 32,2 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind. Sonstige Vermögenswerte bilanzieren wir, mit Ausnahme der Sicherungsinstrumente, grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der Werthaltigkeit von eigengenutztem Grundbesitz gelten grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu fremd genutzten Immobilien. Abschreibungen/Wertminderungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nominalbetrag bilanziert. VeräußerungsgruppenLangfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und gesondert ausgewiesen, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet; bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen sind im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. PASSIVSEITEIm Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen und die übrigen Rücklagen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die von den Aktionären der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. In der Gewinnrücklage werden neben den Zuführungen aus dem Jahresergebnis thesaurierte Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen seit ihrer Konzernzugehörigkeit erzielt haben. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen erfasst. Übrige Rücklagen: Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden in den nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten aus Kapitalanlagen gezeigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition bilanziert, ebenso wie der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow-Hedges. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter als Teil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen basiert auf Grundlage der us GAAP (sfas 60, sfas 97 und sfas 120). Bei kurzfristigen Versicherungsverträgen, wie beispielsweise in der Schaden-/Unfallversicherung bzw. Schaden-Rückversicherung, werden die bereits vereinnahmten auf künftige Jahre entfallenden Prämien zeitanteilig abgegrenzt und als Rückstellungen für Prämienüberträge ausgewiesen. Diese Prämienüberträge werden in künftigen Perioden im Verhältnis zum gewährten Versicherungsschutz verdient. Die Prämieneinnahmen werden für Verträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden Annahmen getroffen, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Daten nicht verfügbar sind. Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität und Invalidität, Storno, die Kapitalanlageverzinsung sowie zu Kosten ein. Die dabei verwendeten Rechnungsgrundlagen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen (resultierend aus Kunden- und Branchendaten) gemäß bester Schätzung unter Einschluss einer Risikomarge. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Rückkaufswerte zugrunde liegen. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf aktuellen Sterbetafeln; sofern keine unternehmensindividuellen Sterbetafeln verfügbar sind, erfolgt ein Rückgriff auf Branchentafeln. Die Bewertung der Deckungsrückstellung ist von der jeweiligen Produktkategorie abhängig. Demnach müssen die Lebensversicherungsprodukte in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Bei Verträgen der Lebensversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (sfas 120) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut. Für Verträge der Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung (sfas 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird. Bei Verträgen der Lebensversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (sfas 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle (IBNR-Reserve). Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle basieren grundsätzlich auf anerkannten versicherungsmathematischen Schätzverfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden, soweit keine einzelfallbezogenen Schätzungen zu berücksichtigen sind. Angesetzt wird entsprechend langjährig etablierter Praxis der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag, der sich für die Rückversicherung grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Forderungen aus Regressen, Provenus und Teilungsabkommen werden berücksichtigt. Zur Bemessung der Endschäden ("Ultimate Liability") werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung, aber auch der Schaden-Erstversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung aller Schäden pro Anfalljahr bzw. Zeichnungsjahr bis zum voraussichtlichen Ende ihrer Abwicklung prognostiziert. Zudem werden Erfahrungen der Vergangenheit, aktuell bekannte Fakten und Gegebenheiten sowie weitere Annahmen in Bezug auf die zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die jüngeren Zeichnungsjahre bzw. Anfalljahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Die Rückstellungen für das übernommene Geschäft werden dabei grundsätzlich für das Konzerngeschäft nach Vorgaben der Vorversicherer bzw. für das Nichtkonzerngeschäft mittels aktuarieller Analysen gebildet. Hinsichtlich der einzelfallspezifischen Abwicklung von Großschäden liegen teilweise keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und gegebenenfalls nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen realistischen Schätzungen des Konzerns. Darüber hinaus wird für einen Teil der bekannten Versicherungsfälle eine individuell bestimmte Rückstellung dotiert. Diese Schätzungen basieren auf den Tatsachen, die zum Zeitpunkt ihrer Dotierung bekannt sind. Sie erfolgen durch die mit der Schadenregulierung betrauten Mitarbeiter fallweise unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze der Versicherungspraxis, der Situation im Schadenfall sowie des vereinbarten Versicherungsumfangs. Die Rückstellungen werden beim Vorliegen neuerer Erkenntnisse regelmäßig neu bewertet. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Teilrückstellungen wie bspw. der Rentendeckungsrückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Für unrealisierte Gewinne und Verluste aus "jederzeit veräußerbaren" Finanzinstrumenten bilden wir die resultierende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (Shadow RfB); ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam. Wir überprüfen regelmäßig - mindestens einmal jährlich - alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Sofern die Überprüfung ergibt, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben auf Ebene der Berechnungscluster voraussichtlich nicht decken, wird nach Auflösung der zugehörigen abgegrenzten Abschlusskosten und pvfp eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Berechnung auf Basis des aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrags orientiert sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge und der Schadenrückstellung grundsätzlich an dem Geschäftsmodell der Sparten und berücksichtigt künftige Konditionsanpassungen, Rückversicherungsschutz sowie gegebenenfalls die Steuerung der Profitabilität einzelner Vertragsbeziehungen. Kapitalerträge werden bei dieser Berechnung nicht einbezogen. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen einschließlich des anteiligen Kapitalanlageergebnisses wie auch (wenn relevant) künftiger Überschussbeteiligungen. Schattenbilanzierung (Shadow Accounting): IFRS 4 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Zeitwertänderungen der "jederzeit veräußerbaren" Finanzinstrumente in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Diese Vorgehensweise wird angewandt, damit nicht realisierte Gewinne und Verluste in gleicher Weise wie realisierte Gewinne und Verluste behandelt werden. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: abgegrenzte Abschlusskosten, pvfp, Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die resultierenden Anpassungen werden als sogenannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen analog zu den begründenden Wertentwicklungen als Gegenposten im sonstigen Ergebnis abgebildet. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wirdBei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen". Andere RückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für hochwertige Unternehmensanleihen gelten. Der verwendete Abzinsungssatz ist ein zahlungsgewichteter Durchschnittszins, in dem sich die Fälligkeiten, die Höhe und die Währung der zu zahlenden Leistungen widerspiegeln. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds oder durch externe Vermögen gedeckte Leistungszusagen), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Sofern der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte die zugehörigen Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird dieser Nettobetrag, angepasst um Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling), als sonstige Forderung ausgewiesen. Die Kostenkomponenten aus der Veränderung der leistungsorientierten Pläne werden, soweit sie den Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld betreffen, im Gewinn oder Verlust der Periode berücksichtigt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen und Plankürzungen sowie Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen werden im Zeitpunkt ihres Eintritts im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis bilanziert und im Eigenkapital ausgewiesen. Die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen umfassen zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste aus den Bruttopensionsverpflichtungen und zum anderen den Unterschied zwischen der tatsächlich realisierten Planvermögensrendite und den rechnungsmäßigen Zinserträgen auf Planvermögen. Im Falle einer Überdotierung von Plänen fließt in die Neubewertungskomponente außerdem die Differenz zwischen dem Zins auf die Auswirkung der Vermögensobergrenze und der gesamten Veränderung des Nettovermögens aus der Auswirkung der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling) ein. Weitere Erläuterungen und Sensitivitätsanalysen finden sich in Anmerkung 23 des Anhangs. Sonstige Rückstellungen, Steuerrückstellungen und Restrukturierungsrückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Eine Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Restrukturierungsrückstellungen werden dann angesetzt, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Restrukturierung durch den Konzern genehmigt wurde und die wesentlichen Details der Restrukturierung öffentlich angekündigt wurden. Die Rückstellungen beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich der Anzahl der von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter, der Höhe der Abfindungszahlungen wie auch Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen. Aufwendungen, die mit den zukünftigen Geschäftstätigkeiten zusammenhängen (z. B. Versetzungskosten), werden nicht bei der Dotierung der Rückstellungen berücksichtigt. VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der "begebenen Anleihen und Darlehen", soweit es sich nicht um Verbindlichkeiten aus Derivaten und den erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen aus Investmentverträgen handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Derivaten bewertet der Konzern zum beizulegenden Zeitwert. Für geschriebene Verkaufsoptionen auf nicht beherrschende Anteile bilanziert der Konzern eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts des Rückkaufbetrags der Anteile. Die Einbuchung erfolgt zulasten des Anteils nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital; Effekte aus der Folgebewertung werden ergebniswirksam im "übrigen Ergebnis" erfasst. Die Aufzinsung dieser finanziellen Verbindlichkeiten weisen wir unter den Finanzierungszinsen aus. Die beizulegenden Zeitwerte von Investmentverträgen werden grundsätzlich mittels Rückkaufswerten für Versicherungsnehmer und Kontensalden bestimmt. Daneben nutzt der Konzern die Fair Value Option, um eine Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) in Bezug auf die die Verbindlichkeiten deckenden Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu beseitigen oder wesentlich zu verringern. Anteilsbasierte Vergütungen werden im Konzern ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu jedem Stichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld bestimmt. Der Zeitwert jedes dieser Pläne wird als Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach wird jede Änderung des Zeitwertes von nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Passive Steuerabgrenzungen werden bilanziert, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung. WESENTLICHE ERFOLGSGRÖSSENUnter der gebuchten Prämie wird der Betrag ausgewiesen, der im Geschäftsjahr für die Gewährung des Versicherungsschutzes entweder einmal oder laufend durch den Versicherer fällig gestellt wurde. In die Prämien fließen Ratenzahlungszuschläge sowie Nebenleistungen, aber auch Geldleistungen für übernommene Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen (Portfolioeintritte) ein. Darüber hinaus werden Zahlungseingänge aus in Vorjahren abgeschriebenen sowie stornierten Prämienforderungen und Erträge aus der Auflösung bzw. Verminderung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Versicherungsnehmer unter diesem Posten ausgewiesen. Erhöhungen der Wertberichtigungen werden von den gebuchten Prämien abgesetzt. Prämien für Versicherungsverträge werden über die Laufzeit der Verträge im Verhältnis zum bereitgestellten Versicherungsschutz bzw. bei Fälligkeit als verdient und als Ertrag gebucht. Von den verdienten Prämien sind die Sparanteile aus Lebensversicherungsverträgen abgesetzt. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen zur Rückstellung für Prämienüberträge. Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen beinhalten die Zahlungen für Schadenfälle des Geschäftsjahres wie auch die für Schadenfälle der Vorjahre (einschließlich der Schlussüberschüsse in der Lebensversicherung). Ferner werden die Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie die Veränderungen der Deckungsrückstellung erfasst. Ebenfalls werden unter dieser Position die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Diese bestehen neben der Direktgutschrift aus der Zuführung für die RfB sowie der erfolgswirksamen Veränderung der latenten RfB inklusive der Amortisation des pvfp zugunsten der Versicherungsnehmer. Die Abschlussaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Provisionszahlungen an die mit dem Vertrieb der Versicherungsprodukte betrauten Personen/Organisationen, die gezahlten Rückversicherungsprovisionen sowie die Veränderungen der aktivierten Abschlusskosten und der Provisionsrückstellungen. Darüber hinaus werden unter den Abschlusskosten weitere Kostenbestandteile ausgewiesen, die eng mit der Akquise von neuen Versicherungsverträgen bzw. mit der Verlängerung bestehender Versicherungsverträge verbunden sind, beispielsweise Kosten der medizinischen Gesundheitsprüfung. Die Verwaltungskosten resultieren vor allem aus den Aufwendungen für die Vertragsverwaltung wie z. B. das Einziehen der fälligen Prämien. Hierbei werden sämtliche Kosten, beispielsweise Personalkosten, Abschreibungen und Mieten, die direkt auf diesen Funktionsbereich entfallen, als Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Prämien, Aufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen werden jeweils brutto und netto, d. h. nach Berücksichtigung der Rückversicherungspositionen, bilanziert. Die Zusammensetzung des Kapitalanlageergebnisses wie auch des übrigen Ergebnisses ist der jeweiligen Anmerkung im Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzern erbringt neben seiner Kerngeschäftstätigkeit (im Anwendungsbereich des IFRS 4) verschiedene mit dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang stehende Dienstleitungen, insbesondere Kapitalverwaltungsleistungen und sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" fallen. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden dann realisiert, wenn die Verfügungsmacht über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Höhe der Umsatzrealisierung entspricht der Gegenleistung, die der Konzern im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an den Kunden voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern agiert in seinen Verträgen im Anwendungsbereich des IFRS 15 grundsätzlich als Prinzipal, weil er regelmäßig die Kontrolle über die Dienstleistungen oder Güter hat, bevor diese an den Kunden übertragen werden. Die Verträge mit den Kunden beinhalten in der Regel keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Eine Aufgliederung dieser Erlöse findet sich im Kapitel "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs. Ertragsteuern: Der Steueraufwand enthält die tatsächliche Steuerbelastung auf Unternehmensergebnisse der Konzernunternehmen, auf die die jeweiligen lokalen Steuersätze angewendet werden, sowie Veränderungen der aktiven und der passiven latenten Steuern. Aufwand und Ertrag aus Zinsen oder Strafen, die an die Steuerbehörden zu zahlen sind, werden im "übrigen Ergebnis" ausgewiesen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die entsprechende funktionale Währung der Unternehmenseinheiten umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden im "übrigen Ergebnis" ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten, wie z. B. Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zunächst im sonstigen Ergebnis bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung bzw. bei einer Wertminderung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Fremdwährungspositionen ausländischer Tochtergesellschaften - einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes -, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag in Euro um, Gewinn- und Verlustrechnungen zum Durchschnittskurs. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital bilanziert, soweit die Währungskursdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist. UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGENscroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGBESTIMMUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEDie Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt - in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" - der internen Berichts- und Steuerungsstruktur der Gruppe, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Der Konzern hat danach die geschäftlichen Aktivitäten in Versicherung und Konzernfunktionen aufgeteilt. Die Versicherungsaktivitäten sind weiter in sechs berichtspflichtige Segmente untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt. Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung sind aufgrund der nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) sowie im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft nach Sparten (Sachversicherung und Lebensversicherung) ausgerichteten Steuerung in die vier berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben" und "Privat- und Firmenversicherung International" gegliedert. Diese Segmentierung entspricht auch den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand. Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen und gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss der Hannover Rück SE ordnen wir allerdings dem Segment Schaden-Rückversicherung auch die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx-Konzernabschluss hingegen den beiden Rückversicherungssegmenten zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rück SE: Konsolidierungsspalte). Dadurch sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, von denen im Abschluss der Hannover Rück SE unvermeidlich. Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft aus. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl an Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Sach-, Rechtsschutz-, Transport-, Financial-Lines- und Technischen Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt. Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall: In diesem berichtspflichtigen Segment werden Sachversicherungsleistungen für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft gesteuert. Das Produktspektrum reicht von Versicherungsprodukten für preis- und leistungsbewusste Kunden über maßgeschneiderte Produkte für beratungsaffine Kunden bis hin zum Belegschaftsgeschäft. Zu den Vertriebskanälen in diesem Segment zählen neben der konzerneigenen Außendienstorganisation auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten, Kooperationen sowie der Online- und Direktvertrieb. Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben: In diesem berichtspflichtigen Segment werden Lebensversicherungsaktivitäten einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts - d. h. der Vertrieb von Versicherungspolicen mittels Partnerbanken - gesteuert. Das Segment erbringt Versicherungsdienstleistungen grenzüberschreitend auch in Österreich. Das Produktspektrum reicht von der kapitaleffizienten bis hin zur individuell zugeschnittenen Versicherungslösung. Dazu gehören fondsgebundene Lebensversicherungen, Renten- und Risikoversicherungen sowie Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Gruppe nutzt ein breites Spektrum an Vertriebskanälen, wozu sowohl eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten sowie Bankkooperationen zählen. Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die Produktpalette umfasst u. a. Angebote der Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie zahlreiche Produkte aus dem Bereich der Lebensversicherung. Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten abgewickelt. Zusätzlich nutzen viele Gesellschaften in diesem Segment Postfilialen sowie Banken als Vertriebskanäle. Schaden-Rückversicherung: Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, strukturierte Rückversicherung, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Personen-Rückversicherung: Das Segment fasst die weltweiten Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in allen Sparten der Lebens-, Kranken- und Rentenversicherung sowie der privaten Unfallversicherung, sofern sie von Personenversicherern gezeichnet werden, zusammen. Zusätzlich zeichnet die Gruppe schariakonforme Retakaful-Rückversicherung. Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst, in Abgrenzung zu den sechs operativen Segmenten, die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung des Geschäftsbetriebs der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, und für die Erstversicherung die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben (Talanx Reinsurance Broker GmbH, Hannover) einschließlich konzerninterner Rückversicherung (HDI Reinsurance (Ireland) se, Dublin) sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft für private und institutionelle Investoren der Ampega Investment GmbH, Köln, weisen wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Bereich zentrale Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten - wie z. B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen - auf Kostenerstattungsbasis, vorwiegend für die Erstversicherer im Inland, ausführen. Das konzernintern gezeichnete Geschäft der HDI Reinsurance (Ireland) SE sowie das operative Ergebnis der Talanx Reinsurance Broker GmbH wird im Rahmen der Segmentverteilung teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet. BEWERTUNGSGRUNDLAGEN FÜR DEN ERFOLG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEBewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen segmentübergreifenden Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge, die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden hingegen im jeweiligen Segment eliminiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung nach Geschäftsbereichen/berichtspflichtigen Segmenten haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz gegliedert nach Geschäftsbereichen bzw. Konzernbilanz. Für die Segmente "Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall" und "Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben" werden weder Ertragsteuern noch Finanzierungszinsen auf Ebene der Segmente ermittelt und an den Hauptentscheidungsträger berichtet, sodass die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem EBIT endet und auch keine Segmentbilanz aufgestellt werden kann. Das EBIT des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland ergibt sich aus der Addition der beiden berichtspflichtigen Segmente. Die Bilanz des Geschäftsbereichs Rückversicherung ergibt sich hingegen aus der Addition der Segmentbilanzen seiner berichtspflichtigen Segmente Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung. Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt. KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 31. DEZEMBER 2018Aktivascroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt
"Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des
Konzernanhangs KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 31. DEZEMBER 2018IN MIO. EUR Passivascroll
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Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen" des Konzernanhangs KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 20181)scroll
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Abweichend zu dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland und
dem Geschäftsbereich Rückversicherung bildet die Gewinn- und Verlustrechnung der übrigen
Geschäftsbereiche auch die berichtspflichtigen Segmente ab VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE PRIVAT UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SCHADEN/UNFALL UND LEBEN SOWIE SCHADEN- UND PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018scroll
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GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIE, SELBST VERWALTETE KAPITALANLAGEN UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFTSELBST VERWALTETE KAPITALANLAGEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT1)scroll
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT1)scroll
GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH GEOGRAFISCHER HERKUNFT (GRUNDSÄTZLICH NACH SITZ DES KUNDEN)1)scroll
DARSTELLUNG DER GEBUCHTEN BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN AUF KONZERNEBENEGEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN1)scroll
Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. KONSOLIDIERUNGKONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Tochtergesellschaften mit abweichenden Stichtagen, die mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag lagen, wurden Zwischenabschlüsse für Zwecke des Konzernabschlusses erstellt. Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er direkt oder indirekt die Entscheidungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über ein Konzernunternehmen hat, an variablen Rückflüssen aus dem Konzernunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsmacht beeinflussen kann. Diese Merkmale müssen kumulativ erfüllt sein. Bei sämtlichen Tochterunternehmen hält der Konzern die Mehrheit der Stimmrechte. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung besteht, werden potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, wenn diese Rechte substanziell sind. Insbesondere bei Investmentfonds - sowohl für vom Konzern verwaltete Investmentfonds als auch für von Dritten verwaltete Investmentfonds, an denen sich der Konzern beteiligt - erfolgt eine gesonderte Prüfung der Prinzipal-Agent-Beziehung. Hierbei wird anhand einer Analyse der Entscheidungsprozesse geprüft, ob die Kontrolle über die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten beim Fondsmanagement oder bei den Investoren liegt. Neben dem Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagements werden substanzielle Rechte zur Abberufung des Managements oder zur Herbeiführung der Fondsliquidierung herangezogen sowie die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds gewürdigt. Für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen wendet der Konzern die Erwerbsmethode an. Tochterunternehmen sind ab dem Zeitpunkt zu konsolidieren, an dem die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Sie werden entkonsolidiert, sobald die Beherrschung endet. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergebender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Nicht beherrschende Anteile am erworbenen Unternehmen werden im Allgemeinen anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens ausgewiesen. Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28 bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, wozu auch die Transaktionskosten zählen. Ausgehend von der Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss gegeben ist, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält, erfolgt für jede wesentliche Beteiligung eine individuelle Analyse der faktischen Einflussmöglichkeiten des Konzerns. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Diese Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode einbezogen. Die Equity-Konsolidierung endet mit der Aufgabe des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Strukturierte Unternehmen im Sinne des IFRS 12 sind Unternehmen, die so ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte bei der Beurteilung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind; so z. B. wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Im Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von strukturierten Unternehmen im Rahmen einer Analyse geprüft, die sowohl Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch ihn mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, als auch solche, bei denen er mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich, überprüft. KONSOLIDIERUNGSKREISVon der Vollkonsolidierung oder der Equity-Konsolidierung ausgenommen sind lediglich Tochterunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Ob ein Konzernunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, beurteilt der Konzern anhand der Bilanzsumme und des Jahresergebnisses der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden durchschnittlichen Konzernwerten der letzten drei Jahre. Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 26 (32) Tochtergesellschaften, deren Geschäftszweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaften der Gruppe ist, nicht konsolidiert. Weitere 11 (zehn) assoziierte Unternehmen und fünf (drei) Gemeinschaftsunternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung nicht at Equity bilanziert. Die Bilanzsumme dieser Unternehmen beträgt insgesamt weniger als 1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf insgesamt weniger als 2 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Unternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Vollkonsolidierung/ Equity-Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist. Bezüglich der Angaben zur Zusammensetzung des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf das separate Kapitel dieses Konzernanhangs, Seite 245 ff. Angaben zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Anmerkung 5 zu entnehmen. KONSOLIDIERUNGSKREISscroll
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86 (77) Einzelgesellschaften und zwei (zwei) Unternehmen, die in einem (einem) Teilkonzern
vollkonsolidiert werden ANGABEN ZU ART UND UMFANG ERHEBLICHER BESCHRÄNKUNGENGesetzliche, vertragliche oder aufsichtsrechtliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seiner Fähigkeit beschränken, Zugang zu den Vermögenswerten zu erhalten und diese an oder von andere(n) Unternehmen ungehindert innerhalb des Konzerns zu transferieren und Schulden des Konzerns zu begleichen. Zum Stichtag bestanden bei folgenden Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen erhebliche Beschränkungen aufgrund von Schutzrechten zugunsten dieser Anteilseigner. MASSGEBLICHE BESCHRÄNKUNGEN BEI WESENTLICHEN TOCHTERUNTERNEHMENscroll
Weitere Beschränkungen, Vermögenswerte zwischen Unternehmen des Konzerns zu transferieren, können aus lokalen Mindestkapital- und Solvabilitätsanforderungen sowie in geringerem Ausmaß aus Devisenbeschränkungen in bestimmten Ländern bestehen. Zur Besicherung unserer versicherungstechnischen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den USA Treuhandkonten sowie weitere Sicherheiten gegenüber us-amerikanischen Zedenten in Höhe von 6.592 (5.734) Mio. EUR gestellt. Die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare Kapitalanlagen ausgewiesen. In dem Betrag sind umgerechnet 2.043 (l.635)Mio. EUR enthalten, die zur Besicherung möglicher versicherungstechnischer Verpflichtungen aus ILS-Transaktionen von Investoren gestellt wurden. Zudem wurden weitere Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten zugunsten Rückversicherern und Zedenten im Allgemeinen außerhalb der USA in Höhe von 3.337 (3.623) Mio. EUR gestellt. Im Zusammenhang mit Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen wurden in bestimmten Ländern Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 647 (508) Mio. EUR gestellt. Zu näheren Informationen verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Kapitel "Risikobericht", Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen", Unterabschnitt "Kreditrisiken" des Konzernlageberichts. ANGABEN ZU TOCHTERUNTERNEHMENMIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften, die nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehen, werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Sie belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 5.548 (5.411) Mio. EUR. TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN1)IN MIO. EUR scroll
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Alle Angaben beziehen sich auf Finanzinformationen vor Konsolidierung WESENTLICHE ZU- UND ABGÄNGE DER VOLLKONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN SOWIE SONSTIGE GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGENZU- UND ABGÄNGEMit Wirkung zum 11. Januar 2018 hat der Hannover Rück-Teilkonzern über seine 100-prozentige Tochtergesellschaft Hannover Finance, Inc., Wilmington, USA, sämtliche Anteile an The Omaha Indemnity Company, Madison, USA, erworben. Die Gesellschaft firmiert mittlerweile als Glencar Insurance Company, Orlando, USA. Der Kaufpreis der Anteile belief sich auf 21 Mio. EUR. Der Geschäftsbetrieb wurde im ersten Quartal in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation resultierte aus der für die Erstkonsolidierung vorgenommenen Ermittlung der Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2 Mio. EUR. Mit Kaufvertrag vom 27. Juni 2017 übernahm die Saint Honore Iberia S. L., Madrid, Spanien (Segment Privat- und Firmenversicherung International), 91,34 % der Anteile an der Versicherungsgesellschaft Generali Colombia Generales S. A., Bogota, Kolumbien, und 99,88 % der Anteile an der Generali Colombia Vida Compañia de Seguros S. A., Bogota, Kolumbien. Der Erwerb erfolgte, um die Präsenz in der strategischen Zielregion Lateinamerika weiter auszubauen. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 3. April 2018 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Mit dem Erwerb erfolgte die Umbenennung der Gesellschaften in HDI Seguros Generales S. A. und HDI Seguros de Vida S. A. Der Kaufpreis (27 Mio. EUR) wurde in voller Höhe in bar beglichen und entfällt mit 22 Mio. EUR auf den Erwerb der HDI Generales S. A. und mit 5 Mio. EUR auf die HDI Seguros de Vida S. A. Aus dem Erwerb entstand ein Goodwill in Höhe von 10 Mio. EUR. Dieser spiegelt im Wesentlichen die Wachstumspotenziale durch den Eintritt auf dem kolumbianischen Markt wider. Er ist steuerlich nicht abzugsfähig. Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (0,7 Mio. EUR) sind im "übrigen Ergebnis" enthalten. Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vertriebsnetze, Kundenbeziehungen und Betriebsgenehmigungen. Es wurden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten identifiziert, die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind bzw. deren Ansatz mangels verlässlicher Bewertung ihres beizulegenden Zeitwerts unterblieben ist. Bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert. BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER ERWORBENEN VERMÖGENSWERTE UND ÜBERNOMMENEN VERBINDLICHKEITEN DER HDI SEGUROS GENERALES S. A. UND HDI SEGUROS DE VIDA S. A. PER 3. APRIL 2018IN MIO. EUR scroll
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Darin enthalten sind auch die Bilanzansätze für die Beteiligung an der HDI Seguros
de Vida s. a. von 4 Mio. EUR Die Bruttoprämien der Gesellschaften gingen mit 60 Mio. EUR und das Periodenergebnis mit 954 TEUR in den Abschluss ein. Wäre der Erwerb der Gruppe bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt, hätten die einzubeziehenden Bruttoprämien 80 Mio. EUR und das einzubeziehende Periodenergebnis 701 TEUR betragen. Mit Kaufvertrag vom 22. Januar 2018 übernahm die HDI International AG (vormals Talanx International ag), Hannover, Deutschland (Segment Privat- und Firmenversicherung International), 99,44 % der Anteile an dem Sachversicherer Liberty Sigorta A. S., Istanbul, Türkei. Der Erwerb erfolgte, um die Präsenz im türkischen Markt auszubauen. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 3. Mai 2018 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Der Kaufpreis (4 Mio. EUR) wurde vollständig in bar beglichen. Der Goodwill (18 Mio. EUR) spiegelt die erwarteten Synergien, u. a. das Potenzial zur künftigen Nutzung steuerlicher Verlustvorträge aus der Verschmelzung mit der HDI Sigorta A. s., Istanbul, Türkei, wider, die am 31. Oktober 2018 erfolgte. Er ist steuerlich nicht abzugsfähig. Im Rahmen der Verschmelzung wurden die Anteile der verbleibenden Minderheitsaktionäre per Squeeze-out erworben. Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (<0,5 Mio. EUR) sind im "übrigen Ergebnis" enthalten. BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER ERWORBENEN VERMÖGENSWERTE UND ÜBERNOMMENEN VERBINDLICHKEITEN DER LIBERTY SIGORTA A. S. PER 3. MAI 2018IN MIO. EUR scroll
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Der Bruttobetrag der Forderungen beträgt 16 Mio. EUR Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen. Es wurden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten identifiziert, die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind bzw. deren Ansatz mangels verlässlicher Bewertung ihres beizulegenden Zeitwerts unterblieben ist. Bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert. Die Bruttoprämien der Gesellschaft bis zum Zeitpunkt der Verschmelzung gingen mit 7 Mio. EUR und das Periodenergebnis mit -3 Mio. EUR in den Abschluss ein. Wäre der Erwerb der Gruppe bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt, hätten die einzubeziehenden Bruttoprämien 21 Mio. EUR und das einzubeziehende Periodenergebnis -8 Mio. EUR betragen. Die HDI International AG hat ihre Anteile (100 %) an der ASPECTA Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg (Segment Privat- und Firmenversicherung International), am 2. Oktober 2018 veräußert. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". Insbesondere um die traditionsreiche Konzernmarke "HDI" im Rahmen der neuen Markenstrategie weiter zu schärfen, wurden im Januar 2019 diverse Konzernunternehmen auf Geschäftsbereichsebene bzw. Konzerndienstleistungsgesellschaften umfirmiert. Wir verweisen auf die Darstellung in der Anteilbesitzliste des Konzernanhangs. ANGABEN ZU KONSOLIDIERTEN STRUKTURIERTEN UNTERNEHMENZum Stichtag wurden die Kaith Re Ltd., die LI RE und die Kubera Insurance (sac) Ltd. (alle Hamilton, Bermuda) konsolidiert. Die Kaith Re Ltd. ist eine "Segregated Accounts Company" (sac), deren einziger Zweck in der Verbriefung von Rückversicherungsrisiken in Kapitalanlageprodukte liegt. Im Rahmen dieser Transformation findet in jedem Fall ein vollständiger Risikotransfer auf den jeweiligen Investor statt. In einer sac existieren unter einem "General Account" weitere "Segregated Accounts", die haftungsrechtlich vollständig voneinander und von dem General Account getrennt sind und in denen die o. g. Verbriefungen für die Investoren stattfinden. Die Kubera Insurance (sac) Ltd. ist ebenfalls eine sac, deren Zweck darin besteht, Segregated Accounts zu etablieren, die konzernfremden Gesellschaften für strukturierte Finanztransaktionen zur Verfügung gestellt werden. Gemäß IFRS 10 sehen wir das General Account und die Segregated Accounts als separate Einheiten an, auf die die Grundsätze des sogenannten Silo-Accounting angewendet werden. Diesem Konzept folgend hat die Hannover Rück SE das General Account der Kaith Re Ltd. zu konsolidieren und trägt vertragsgemäß die Honorare für externe Dienstleister, die aus den Eigenmitteln des General Accounts zu decken sind. Jedes einzelne Segregated Account ist getrennt von den beteiligten Parteien (Investoren) im Hinblick auf die Konsolidierungspflicht zu untersuchen und abhängig von der jeweiligen vertraglichen Ausgestaltung zu konsolidieren. Die LI RE ist ein Segregated Account der Kaith Re Ltd., dessen Zweck wie bei allen Segregated Accounts unter der Kaith Re Ltd. in der Verbriefung von versicherungstechnischen Risiken besteht. Im Unterschied zu den anderen Segregated Accounts ist der alleinige Investor und damit Risikoträger der LI RE die Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg. Zum Stichtag hat der Konzern keine finanzielle oder anderweitige Unterstützung für ein konsolidiertes strukturiertes Unternehmen geleistet. Der Konzern beabsichtigt nicht, finanzielle oder anderweitige Unterstützung für eines oder mehrere dieser Unternehmen zu leisten, ohne dazu vertraglich verpflichtet zu sein. ANGABEN ZU NICHT KONSOLIDIERTEN STRUKTURIERTEN UNTERNEHMENDie nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen beinhalten die folgenden Transaktionsarten: NICHT KONSOLIDIERTE STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN EINSCHLIESSLICH DER DARSTELLUNG DES VERLUSTRISIKOSArt und Zweck der Geschäftsbeziehung bzw. der Anteile Kapitalanlagen einschließlich Investitionen in Katastrophenanleihen (ILS)Investments: Im Rahmen der Kapitalanlage investiert der Konzern in diversen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen und deren Fonds-/Gesellschaftsmanagement an eine Fondsverwaltung ausgelagert wurde. Die Investitionen umfassen Spezialfonds, Private-Equity-Fonds, Fixed-Income-Fonds, Collateralised Debt Obligations, Real-Estate-Fonds, Indexfonds und sonstige Publikumsfonds. Teilweise fungieren Talanx-Gesellschaften aber auch als Fondsmanager (fungieren als Agent), um Gebühren für die Verwaltung im Namen der Investoren einzunehmen. Wesentliche Risiken bestehen in den fondstypischen Ausfallrisiken des Kapitals. Das maximale Verlustrisiko entspricht den Buchwerten. Bezüglich des Fondsmanagements für konzernexterne Investoren beschränkt sich das Verlustrisiko auf den Ausfall der künftigen Verwaltungsvergütung. Das Volumen des für konzernexterne Investoren verwalteten Vermögens beläuft sich auf 12,4 (12,9) Mrd. EUR und die daraus erwirtschafteten Provisionen belaufen sich auf 105 (86) Mio. EUR. Leine Investment SICAV-SIF: Die Hannover Rück SE beteiligt sich über ihre Tochtergesellschaft Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg, durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von strukturierten Unternehmen, die diese Anleihen zur Verbriefung von Katastrophenrisiken emittieren. Die Leine Investment General Partner S.à.r.l. ist die geschäftsführende Gesellschafterin der Vermögensverwaltungsgesellschaft Leine Investment SICAV-SIF, deren Zweck im Aufbau, Halten und Verwalten eines Portfolios von an Versicherungsrisiken gebundenen Wertpapieren (Insurance-Linked Securities, Katastrophenanleihen), auch für konzernfremde Investoren, besteht. Darüber hinaus wird auch in der Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, ein Bestand derartiger Wertpapiere geführt. Das Volumen dieser Transaktionen ergibt sich aus dem Bilanzwert der jeweiligen Kapitalanlagen und beträgt zum Bilanzstichtag 86 (56) Mio. EUR. Das maximale Verlustrisiko entspricht den Buchwerten. Fondsgebundene LebensversicherungenZum Stichtag bestehen fondsgebundene Lebensversicherungen aus dem Lebensversicherungsgeschäft von Konzerngesellschaften. Bei dieser Anlagestruktur liegen sämtliche Chancen und Risiken beim Versicherungsnehmer, sodass keine Verpflichtungen oder Risiken beim Konzern verbleiben. Die Kapitalanlagen und die darauf entfallenden Verpflichtungen an die Versicherungsnehmer sind als "Silos" entsprechend IFRS 10.B76 ff. anzusehen, für die der Versicherungsnehmer die Investitionsentscheidung trifft; eine Konsolidierungspflicht besteht daher nicht. Besichertes Fronting (ILS)Die Hannover Rück SE hat im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked-Securities(ILS)-Aktivitäten sogenannte besicherte Frontingverträge abgeschlossen, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von strukturierten Unternehmen an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Das Volumen der Transaktionen bemisst sich aus der zedierten Haftstrecke der zugrunde liegenden Retrozessionsverträge und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 6.131 (5.235) Mio. EUR. Ein Teil der zedierten Haftstrecke ist durch vertraglich definierte Kapitalanlagen in Form von Barmitteln und gleichwertigen flüssigen Mitteln finanziert und besichert, ein weiterer Teil verbleibt unbesichert oder ist durch weniger geldnahe Wertpapiere besichert. Das maximale Verlustrisiko aus diesen Transaktionen bestimmt sich aus der unbesicherten Haftstrecke sowie dem Kreditrisiko der Besicherungen und beträgt zum Bilanzstichtag 3.063 (2.775) Mio. EUR. Das entspricht jedoch nicht dem ökonomischen Verlustrisiko, das nach anerkannten aktuariellen Methoden ermittelt wird. Der zu erwartende Verlust beträgt auf modellierter Basis im schlechtesten von 10.000 Jahren maximal 50 (50) Mio. EUR. Retrozessionen und Verbriefung von RückversicherungsrisikenDie Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von strukturierten Unternehmen durchgeführt. "K-Zession": Im Rahmen ihrer "K-Transaktionen" hat sich die Hannover Rück SE Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei der "K-Zession", die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Vom Gesamtvolumen der "K-Zession" wurden zum Bilanzstichtag umgerechnet 389 (349) Mio. EUR über strukturierte Unternehmen verbrieft. Die Transaktion hat eine unbefristete Laufzeit und kann von den Investoren jährlich gekündigt werden. Für einen Teil dieser Transaktion werden Segregated Accounts der Kaith Re Ltd. zu Transformerzwecken genutzt. Darüber hinaus nutzt die Hannover Rück SE weitere Segregated Accounts der Kaith Re Ltd. sowie andere, konzernfremde strukturierte Unternehmen für diverse Retrozessionen sowohl ihrer traditionellen Deckungen als auch ihrer ILS-Deckungen, die jeweils in verbriefter Form an institutionelle Investoren weitergereicht werden. Das Volumen dieser Transaktionen bemisst sich nach der zedierten Haftstrecke der zugrunde liegenden Retrozessionsverträge und beträgt zum Bilanzstichtag 2.992 (2.635) Mio. EUR. Die strukturierten Unternehmen sind in jedem Fall durch vertraglich definierte Kapitalanlagen in Form von Barmitteln und gleichwertigen flüssigen Mitteln vollständig finanziert. Da die gesamte Haftstrecke der strukturierten Unternehmen somit jeweils vollständig besichert ist, resultiert insoweit kein versicherungstechnisches Verlustrisiko für die Hannover Rück SE. UnterstützungskassenUnterstützungskassen übernehmen als rechtsfähige Versorgungseinrichtungen die Durchführung einer Versorgungszusage für einen Arbeitgeber. Die Beziehung des Konzerns zu diesen Gesellschaften basiert auf der Unterstützung bei der Einrichtung dieser Gesellschaften und dem Abschließen von Versicherungsgeschäft. Da der Konzern weder Einfluss auf die maßgeblichen Tätigkeiten der Unterstützungskassen ausüben kann noch variable Rückflüsse aus den Unterstützungskassen erhält, besteht für den Konzern keine Konsolidierungspflicht. Aus diesen Gesellschaften resultieren weder Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten noch Ausfallrisiken für den Konzern. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN BZW. BUCHWERTE DER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN DER NICHT KONSOLIDIERTEN STRUKTURIERTEN UNTERNEHMENIN MIO. EUR scroll
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Die Erträge und Aufwendungen aus Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden, soweit sie aus allgemeiner Investitionstätigkeit oder Investitionen in Katastrophenanleihen resultieren, im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen und, soweit sie auf Retrozessionen und Verbriefungen entfallen, in der versicherungstechnischen Rechnung erfasst. Im Dezember 2018 hat die Kubera Insurance (sac) Ltd. ihr erstes Segregated Account eingerichtet, dessen Eigentümer keine Konzerngesellschaft ist. Das Segregated Account hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 einen Vertrag mit einem konzernfremden Lebensversicherungsunternehmen zur Übernahme eines Rückversicherungsportfolios geschlossen, das teilweise retrozediert wird. Im Rahmen dieser Retrozession hat auch der Konzern über seine 100-prozentige Tochtergesellschaft Hannover Life Reassurance Company of America (Bermuda) Ltd. einen Stop-Loss-Vertrag zur Absicherung des Spitzenrisikos mit dem Segregated Account geschlossen. Zum Stichtag haben Gesellschaften des Konzerns keine finanzielle oder anderweitige Unterstützung diesen nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen gegeben. Auch bestehen aktuell keine Absichten zur Erteilung finanzieller oder anderer Unterstützung, ohne dazu vertraglich verpflichtet zu sein. Zusagen, die wir nicht als Unterstützung betrachten, wie z. B. Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements, stellen wir im Kapitel "Sonstige Angaben" (Abschnitt: "Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten") dar. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPENHDI SEGUROS S. A., SAN ISIDRO, PERU (SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL)Der Konzern plant die Veräußerung seines 100-prozentigen Anteils an der HDI Seguros S. A., SAN ISIDRO, Peru, durch die HDI International AG, Hannover, zu einem Preis im geringen einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von 9 Mio. EUR sowie Schulden von 6 Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der Veräußerungsgruppe betreffen die Kapitalanlagen, Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft und aktive latente Steuern (jeweils 2 Mio. EUR), versicherungstechnische Rückstellungen (4 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 2 Mio. EUR. Der Vollzug der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet. Es wird ein geringfügiger Abgangsgewinn erwartet. Der Konzern plant im Rahmen des Verkaufs, sein Portfolio in Südamerika zu optimieren. ASPECTA ASSURANCE INTERNATIONAL LUXEMBOURG, LUXEMBURG, LUXEMBURG (SEGMENT PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL)Der Konzern hat am 26. Januar 2018 einen Vertrag über die Veräußerung seines 100-prozentigen Anteils an der aspecta Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg, durch die HDI International AG, Hannover, zu einem Preis im geringen zweistelligen Millionenbereich unterzeichnet. Die Kategorisierung als Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 erfolgte bereits zum 31. Dezember 2017. Die Transaktion wurde am 2. Oktober 2018 mit einem Abgangsgewinn im niedrigen einstelligen Millionenbereich (Position: "Übriges Ergebnis") vollzogen. Die Veräußerungsgruppe enthielt Vermögenswerte in Höhe von 402 (357) Mio. EUR sowie Schulden von 385 (340) Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der Veräußerungsgruppe betrafen die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen beziehungsweise versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (jeweils 242 [258] Mio. EUR), die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (44 [47] Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 45 (48) Mio. EUR. Mit dem Verkauf schärft der Konzern seine strategische Ausrichtung. INDAQUA INDUSTRIA E GESTAO DE AGUAS S. A., MATOSINHOS, PORTUGAL (ANTEILIG: SEGMENTE PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SCHADEN/UNFALL UND LEBEN SOWIE INDUSTRIEVERSICHERUNG)Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern das assoziierte Unternehmen INDAQUA Indústria e Gestão de Aguas S. A., Matosinhos, Portugal, sowie abzulösende Gesellschafterdarlehen als eine Veräußerungsgruppe mit einem Buchwert in Höhe von 61 Mio. EUR ausgewiesen. Am 22. Februar 2018 ist der Vollzug der Transaktion mit einem Veräußerungsgewinn im niedrigen einstelligen Millionenbereich nach Steuern, der im "übrigen Ergebnis" bilanziert wird, erfolgt. IMMOBILIENZum Stichtag weisen wir Immobilienbestände in Höhe von 6 (o) Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten aus. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - AKTIVA(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTSEGMENTAUFTEILUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTESIN MIO. EUR scroll
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IMPAIRMENT-TEST (WERTHALTIGKEITSPRÜFUNG)Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) bzw. Gruppen von CGUs aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs bzw. Gruppen von CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Der Konzern hat daher sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte CGUs bzw. Gruppen von CGUs zugeordnet. Die CGUs entsprechen für die Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall sowie Schaden-Rückversicherung den gleichlautenden Segmenten im Sinne von IFRS 8. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt grundsätzlich jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar, die niedrigste Goodwillüberwachungsebene entspricht jedoch den geografischen Regionen, die entsprechende Gruppen von CGUs darstellen. GOODWILL TRAGENDE CGUsIN MIO. EUR (BEWERTET ZUM STICHTAGSKURS) scroll
Der Konzern führt den Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßig im vierten Quartal auf Basis des Zahlenwerks zum Stichtag 30. September eines jeden Jahres durch. Zum Bilanzstichtag lagen für keine CGUs bzw. Gruppen von CGUs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, sodass eine unplanmäßige Durchführung des Werthaltigkeitstests nicht erforderlich war. Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der CGU bzw. der Gruppe von CGUs einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts zu ihrem erzielbaren Betrag. Übersteigen die Buchwerte den erzielbaren Betrag, ist eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für alle CGUs bzw. Gruppen von CGUs mit Ausnahme der Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag grundsätzlich auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt, der vom Konzern auf der Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens -grundsätzlich der Ertragswertmethode - ermittelt wird. Soweit CGUs bzw. Gruppen von CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-of-the-Parts-Betrachtung zur Anwendung. Der erzielbare Betrag im Rückversicherungssegment wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten (Fair-Value-Stufe 1) bestimmt. Wesentliche Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags (Nutzungswert)Für die Bewertung der Schaden/Unfallversicherer sowie der Lebensversicherer nach dem Ertragswertverfahren bilden die vom jeweiligen Management der Gesellschaften verabschiedeten Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens, im Allgemeinen mit unverändertem Konzept, auf sogenannter Standalone-Basis erstellt und erfassen im Regelfall das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung ab dem sechsten Jahr als ewige Rente. Für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus werden, auf Basis konservativer Annahmen, die unten dargestellten konstanten Wachstumsraten verwendet. Die Bancassurance-Sachversicherer werden mit ihrem Ertragswert bewertet, wobei nur die künftigen Ergebnisse bis zum Ende des jeweiligen Kooperationszeitraumes in die Bewertung einfließen. Im Anschluss werden ein über drei Jahre linear abfallendes Ergebnis sowie ein fiktiver Liquidationserlös nach drei Jahren unterstellt. Im Rahmen der Prognose der zukünftigen unternehmensspezifischen Cashflows für die einzelnen CGUs bzw. Gruppen von CGUs wurden makroökonomische Annahmen bezüglich Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsentwicklung und Marktumfeld zugrunde gelegt, die mit den Wirtschaftsprognosen für die jeweiligen Länder der zu bewertenden Einheiten korrespondieren und im Einklang mit den Markterwartungen und Branchenprognosen stehen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote als ein Indikator für die Entwicklung des Geschäfts im Bereich Schaden/Unfallversicherung ergibt sich aus den Planungen zur Prämienentwicklung und zu Aufwendungen. Somit drückt sie kumuliert die getroffenen Annahmen zur Prämien- sowie Schaden- und Kostenentwicklung aus. Bei der Planung der Prämien und Aufwendungen werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaftsebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportfolio einschließlich der jeweiligen Laufzeitenstruktur und Währungsaufteilung vorgenommen und basiert auf den Annahmen hinsichtlich der Zinsentwicklung. Die Kapitalanlagerendite fällt daher, abhängig vom Zinsniveau des jeweiligen Währungsraums, je CGU bzw. Gruppe von CGUs sehr unterschiedlich aus. Im Bereich Lebensversicherung stellt die Annahme über die Zinsentwicklung die wesentliche Planungsannahme dar. Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer CGU bzw. Gruppe von CGUs. Die den wesentlichen Parametern zugewiesenen Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet. Die den Annahmen über die Zinsentwicklung pro Land zugewiesenen Werte werden konzerneinheitlich festgelegt und sind aus öffentlich zugänglichen Informationsquellen abgeleitet. Die gegebenenfalls in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei der Bewertung der Lebensversicherungsgesellschaften (relevant nur für die Gruppe von CGUs "Europa") wird grundsätzlich das Ertragswertverfahren zur Bewertung angewandt. Um die Besonderheiten des Lebensversicherungsgeschäfts zu berücksichtigen, wird zudem das marktgängige Appraisal-Value-Verfahren, wenn ein ermittelter MCEV-Wert (einschließlich Neugeschäftswerte) vorhanden ist, zur Verplausibilisierung der Werthaltigkeit herangezogen. Aus dieser Heranziehung des Appraisal-Value-Verfahrens für Plausibilisierungszwecke ergaben sich im Berichtsjahr - mit Ausnahme einer italienischen Lebensversicherungsgesellschaft innerhalb der Gruppe von CGUs "Europa" - keine weiteren Anwendungsfälle. Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaften wird auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells ermittelt. Die der Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes zugrunde liegenden Annahmen, einschließlich des risikofreien Basiszinssatzes, der Marktrisikoprämie und des Betafaktors, werden auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen bzw. Kapitalmarktdaten ermittelt. Die verwendeten konstanten langfristigen Wachstumsraten sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. KAPITALISIERUNGSZINSSÄTZE UND LANGFRISTIGE WACHSTUMSRATEIN % scroll
Wertminderungen der BerichtsperiodeIm Geschäftsjahr waren, wie im Vorjahr, keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erforderlich. SensitivitätsanalysenDer Konzern hat in Bezug auf die wichtigsten Parameter bei der Ermittlung der erzielbaren Beträge für alle goodwilltragenden CGUs bzw. Gruppen von CGUs Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Zur Abdeckung der wesentlichen Risiken bei der Ermittlung des Nutzungswerts wie versicherungstechnisches Risiko (Schaden-/ Kostenquote), Zinsparameter (Zinsänderungsrisiko), Währungsparameter (Wechselkursrisiko) und Aktienparameter (Equity-Risiko) wurden verschiedene für möglich gehaltene Szenarien mit jeweiligen Parameterveränderungen definiert und im Einzelnen untersucht. Dabei wurde jeweils ein Parameter bei der Ermittlung des Nutzungswertes verändert (ceteris paribus), die übrigen Annahmen (in den Mittelfristplanungen und der Extrapolation) unverändert belassen und die dadurch entstehende Veränderung des Zeitwertes ermittelt. Basis der Berechnungen ist der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests ermittelte Nutzungswert. Die Berechnungen zu den für möglich gehaltenen Änderungen von Parametern haben zu keiner potenziellen Wertminderung geführt. (2) SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEENTWICKLUNG DER SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEIN MIO. EUR scroll
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Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (= pvfp) setzen sich aus einem Aktionärsanteil und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der pvfp zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert. PVFP LEBEN-ERSTVERSICHERUNGSGESELLSCHAFTENIN MIO. EUR scroll
Die Abschreibungen/Amortisationen des pvfp von insgesamt 57 (57) Mio. EUR entfallen mit 45 (30) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 12 (27) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil. Diese betreffen im Wesentlichen die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben (23 [45]) Mio. EUR, Personen-Rückversicherung (26 [4]) Mio. EUR und Privat- und Firmenversicherung International (8 [8]) Mio. EUR. PVFP NACH LAUFZEITIN MIO. EUR scroll
Die erworbenen Markennamen in Höhe von 36 (37) Mio. EUR (im Wesentlichen "warta" [30 Mio. EUR]) sind immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, da es aufgrund einer Analyse aller relevanten Faktoren (darunter voraussichtliche Nutzung, Verfügungsgewalt, Abhängigkeit von anderen Vermögenswerten) keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows erzeugen wird. (3) FREMD GENUTZTER GRUNDBESITZFREMD GENUTZTER GRUNDBESITZIN MIO. EUR scroll
Die Zugänge im Berichtsjahr betreffen insbesondere die Segmente Schaden-Rückversicherung (117 Mio. EUR), Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben (64 Mio. EUR), sowie Industrieversicherung (52 Mio. EUR). Der Zeitwert des fremd genutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 3.662 (3.232) Mio. EUR. Davon entfallen 10 (14) Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 3.652 (3.218) Mio. EUR auf die Stufe 3. Die Ermittlung der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 75 (65) Mio. EUR; auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 5 (5) Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen. Bei dem fremd genutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2018 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 853 (829) Mio. EUR. Vertragliche Verpflichtungen, fremd genutzten Grundbesitz zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln, oder solche für Reparaturen, Instandhaltungen oder Verbesserungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 472 (359) Mio. EUR. (4) ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGENANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGENscroll
(5) ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENDer Bilanzposten umfasst die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode auf Basis des auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapitals bewertet werden. Die Finanzinformationen zu assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen sind jeweils zusammengefasst angegeben, da keines dieser Unternehmen individuell wesentlich für den Konzern im Sinne von IFRS 12.21 ist. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENscroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 91 (78) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine Anteile an Verlusten assoziierter Unternehmen bilanziell nicht erfasst. Für Informationen zum Kapitalanteil des Konzerns an den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie zur Höhe des Eigenkapitals und des Geschäftsjahresergebnisses dieser Gesellschaften verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, Seite 245 ff. Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestehen zum Stichtag nicht. Anteile AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENscroll
ANTEILE AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENscroll
(6) DARLEHEN UND FORDERUNGENDARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 13.465 (12.930) Mio. EUR enthalten (99 [99] %). VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
RATINGSTRUKTUR DER DARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den ungerateten Darlehen und Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen. (7) BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEBIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 160 (191) Mio. EUR enthalten (100 [100] %). VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
RATINGSTRUKTUR DER BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDEN FINANZINSTRUMENTEscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. (8) JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEJEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 9.168 (8.679) Mio. EUR enthalten (85 [85] %). VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. (9) ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 4 (4) Mio. EUR enthalten (100 [100] %). VERTRAGLICHE RESTLAUFZEIT DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREscroll
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten unter anderem strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode 1 (1) Mio. EUR und in kumulativer Form 2 (2) Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht. (10) ÜBRIGE KAPITALANLAGENKLASSIFIZIERUNG VON ÜBRIGEN KAPITALANLAGENscroll
Der Zeitwert der Darlehen und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Bilanzwert. JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert entspricht bei diesen Einlagen daher weitgehend den Buchwerten. RATINGSTRUKTUR DER SONSTIGEN KURZFRISTIGEN GELDANLAGENscroll
Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen angekaufte Lebensversicherungspolicen. Das Anlagevermögen in Infrastrukturinvestments beinhaltet Windparkanlagen. Für die Anlagen bestehen keine Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit. INFRASTRUKTURINVESTMENTSscroll
Das Anlagevermögen in Infrastrukturinvestments enthält keine Anlagen im Bau. (11) KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENKLASSIFIZIERUNG DER KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENscroll
DARLEHEN UND FORDERUNGENVERTRAGLICHE RESTLAUFZEITscroll
RATINGSTRUKTURscroll
ALS ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTET KLASSIFIZIERTE FINANZINSTRUMENTE UND DERIVATEVERTRAGLICHE RESTLAUFZEITIN MIO. EURscroll
RATINGSTRUKTURscroll
Der Buchwert der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderung des Kreditrisikos bedingt ist, ist unwesentlich. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht. (12) BEWERTUNGSHIERARCHIE DER ZEITWERTBEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTEFAIR-VALUE-HIERARCHIEFür die Angaben nach IFRS 13 sind neben den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten auch diejenigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer dreistufigen Zeitwerthierarchie zuzuordnen, die zwar zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für die aber eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts im Rahmen der Geschäftsberichterstattung vorgesehen ist (nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente). Die Zeitwerthierarchie spiegelt Merkmale der für die Bewertung verwendeten Preisinformationen bzw. Eingangsparameter wider und ist wie folgt gegliedert:
Werden für die Bewertung eines Finanzinstruments Inputfaktoren unterschiedlicher Stufen herangezogen, ist die Stufe des niedrigsten Inputfaktors maßgeblich, der für die Bewertung wesentlich ist. Eine Überprüfung der Zuordnung zu den Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt mindestens zum Ende einer Periode. Die Darstellung von Transfers erfolgt, als ob der Transfer zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt wäre. AUFTEILUNG DER ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEZum Stichtag ordnen wir rund 4 (5) % der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Level 1 der Bewertungshierarchie zu, 90 (89) % Level 2 und 6 (6) % Level 3. Im Geschäftsjahr wurden Credit Default Swaps in Höhe von 28 Mio. EUR aus Level 1 in Level 2 umgegliedert (2017: keine Transfers zwischen Level 1 und 2). Zum Stichtag bestehen keine (2017: 0 Mio. EUR) Schulden, die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. Die Kreditsicherheiten spiegeln sich dabei nicht in der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes wider. ZEITWERTHIERARCHIE ZUM ZEITWERT BEWERTETER FINANZINSTRUMENTEscroll
ANALYSE DER FINANZINSTRUMENTE, FÜR DIE SIGNIFIKANTE EINGANGSPARAMETER NICHT AUF BEOBACHTBAREN MARKTDATEN BERUHEN (STUFE 3)Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente (im Folgenden: FI) zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäftsjahres. ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE1)(FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 31. DEZEMBER 2018scroll
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Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1) (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 31. DEZEMBER 2018scroll
1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt. DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1)IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE)scroll
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1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE1)IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)scroll
1)
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIE BEWERTUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN DER STUFE 3scroll
1)
Diese Finanzinstrumente werden in die Stufe 3 eingeordnet, da bei der Bewertung nicht
beobachtbare Parameter verwendet werden Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 4,6 (4,4) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 3,8 (3,5) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Darüber hinaus bestehen Vermögenswerte aus Investmentverträgen in Höhe von 202 (210) Mio. EUR, denen in gleicher Höhe Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen gegenüberstehen. Da sich die Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen und sich im Wert ähnlich entwickeln, haben wir auf eine Szenarioanalyse verzichtet. Verträge im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik werden in Höhe von 284 (320) Mio. EUR in der Stufe 3 ausgewiesen. Die Wertentwicklung dieser Verträge steht in Abhängigkeit vom Risikoverlauf einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statutarischen Reservierungsanforderungen. Aus der Anwendung alternativer Eingangsparameter und Annahmen ergibt sich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 110 (100) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich. BEWERTUNGSPROZESSDer Bewertungsprozess ist darauf ausgerichtet, für die Zeitwertermittlung von Finanzanlagen öffentlich verfügbare Preisstellungen auf aktiven Märkten oder Bewertungen mit ökonomisch anerkannten Modellen, die auf beobachtbaren Eingangsfaktoren beruhen, heranzuziehen (Stufe-1- und Stufe-2-Positionen). Für Vermögenswerte, für die keine öffentlich verfügbaren Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Stufe-3-Positionen), werden die Bewertungen überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige Experten erstellten Bewertungsnachweisen (z. B. geprüfter Net Asset Value) vorgenommen, die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen wurden. Die mit der Bewertung von Kapitalanlagen betraute Organisationseinheit ist unabhängig von den Organisationseinheiten, die die Kapitalanlagerisiken eingehen, wodurch eine Funktions- und Aufgabentrennung gewährleistet wird. Die Bewertungsprozesse und Bewertungsmethoden sind vollständig dokumentiert. Entscheidungen über Bewertungsfragen trifft das monatlich tagende Talanx-Bewertungskomitee. Die Möglichkeit der Portfolio-Bewertung im Sinne des IFRS 13.48 wird nicht angewandt. AUFTEILUNG DER NICHT ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTE MIT ZEITWERTANGABEN IM ANHANGFAIR-VALUE-HIERARCHIE - NICHT ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
(13) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND HEDGE-ACCOUNTINGDERIVATEDerivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt. Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 bzw. IFRS 4 erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seite 153 ff. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge-Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen erfolgswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate aus strukturierten Finanzinstrumenten und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE NACH BILANZPOSITIONENscroll
Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten -ohne Sicherungsinstrumente - ein unrealisierter Gewinn in Höhe von 22 (50) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2018 geschlossenen Positionen beträgt 81 (-29) Mio. EUR. In der Tabelle "Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente" werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von 121 (12) Mio. EUR; das entspricht 0,1 (0,0) % der Bilanzsumme. ANGABEN ZUR SALDIERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND VERBINDLICHKEITENDer Konzern schließt derivate Geschäfte auf Basis standardisierter Rahmenverträge ab, die Globalnettingvereinbarungen beinhalten. Die in der Tabelle "Aufrechnungsvereinbarungen" aufgeführten Aufrechnungsvereinbarungen erfüllen die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz in der Regel nicht, da der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf eine Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf Saldierung ist grundsätzlich nur bei Eintritt bestimmter künftiger definierter Ereignisse durchsetzbar. Gestellte bzw. erhaltene Sicherheiten werden je Kontrahent maximal bis zur Höhe der jeweiligen Nettoverbindlichkeit bzw. des jeweiligen Nettovermögenswerts berücksichtigt. HEDGE-ACCOUNTINGIm Rahmen des Hedge-Accountings versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäfts durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufig entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei auf Einzelgeschäftsebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie. Zudem findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht. LAUFZEITSTRUKTUR DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEscroll
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AUFRECHNUNGSVEREINBARUNGENscroll
Fair-Value-HedgesZur teilweisen Absicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, resultierend aus dem Zinsänderungs- und Spread-Risiko bei festverzinslichen Wertpapieren, hat der Konzern Forward Sales (Vorverkäufe) als Sicherungsderivate designiert. Aufgrund der vergleichbaren Risiken der designierten Grundgeschäfte und der Sicherungsderivate qualifizieren sich diese für die bilanzielle Abbildung als Fair-Value-Hedge. Die Änderungen des Zeitwerts der Sicherungsderivate werden mit den dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts der Grundgeschäfte (Forwardkurse) erfolgswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Für die Fair-Value-Hedges wurden im Berichtszeitraum Verluste in Höhe von 7 (4 Mio. EUR Gewinne) aus den Sicherungsderivaten und Gewinne aus Grundgeschäften von 7 (4 Mio. EUR Verluste) ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen lag keine wesentliche Ineffektivität vor. Während des Berichtszeitraumes sind alle verbliebenen Vorverkäufe fällig geworden. Zum Stichtag bestehen keine Fair-Value-Hedges mehr. Cashflow-HedgesDer Konzern hat künftige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäften (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen wird nach IAS 39 als Cashflow-Hedge abgebildet. Zur Absicherung von Kursänderungsrisiken im Zusammenhang mit den im Rahmen des Share-Award-Plans gewährten Aktienwert-Beteiligungsrechten hat die Hannover Rück SE seit dem Jahr 2014 Sicherungsinstrumente in Form sogenannter Equity Swaps erworben (Cashflow-Hedge). Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern und gegebenenfalls der Beteiligung der Versicherungsnehmer bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, sofern es sich bei den abgesicherten Grundgeschäften um ein Finanzinstrument handelt (Absicherung der geplanten Transaktionen). Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um kein Finanzinstrument, werden die Ineffektivitäten im übrigen Ergebnis gezeigt (Absicherung der Kursänderungsrisiken im Zusammenhang mit gewährten Aktienwert-Beteiligungsrechten). Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz finanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert. Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern und vor Beteiligung der Versicherungsnehmer) dar. ENTWICKLUNG DER RÜCKLAGE FÜR CASHFLOW-HEDGESscroll
Die Cashflow-Hedge-Rücklage veränderte sich im Berichtsjahr um -150 (-77) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. -146 (-75) Mio. EUR (nach Steuern). Im Rahmen fälliger Vorkäufe wurde 2018 ein Betrag von insgesamt 31 (18) Mio. EUR, im Rahmen vorzeitig beendeter Vorkäufe ein Betrag von 73 (-) Mio. EUR und im Rahmen der Ausübung der Vorverkäufe ein Betrag in Höhe von 50 (60) ergebniserhöhend amortisiert (Position: Kapitalanlageergebnis). Im Berichtsjahr wurden Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges in Höhe von 1 (1) Mio. EUR ergebniswirksam erfasst (Position: Kapitalanlageergebnis). Die Zahlungsströme aus den Cashflow-Hedges werden wie folgt erwartet, siehe Tabelle "Zahlungsströme der abgesicherten geplanten Transaktionen". ZAHLUNGSSTRÖME DER ABGESICHERTEN GEPLANTEN TRANSAKTIONENscroll
Im Jahr 2018 lagen keine prognostizierten Transaktionen, die zuvor als Sicherungsbeziehung erfasst wurden, vor, die in Zukunft nicht mehr eintreten dürften. Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen GeschäftsbetriebDer Konzern hielt zum Bilanzstichtag im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe abgeschlossen wurden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr gab es keine wesentlichen Ineffektivitäten aus der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen. Beizulegende Zeitwerte der SicherungsinstrumenteDer beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge-Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt: SICHERUNGSINSTRUMENTEscroll
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr 148 (87) Mio. EUR und betreffen die Amortisation der Eigenkapitalbeträge in Höhe von 154 (82) Mio. EUR, die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (1 [1] Mio. EUR) und Wertänderungen aus Fair Value Hedges mit -7 (4) Mio. EUR. DERIVATE IM ZUSAMMENHANG MIT VERSICHERUNGSVERTRÄGENEine Anzahl von Verträgen im Segment der Personen-Rückversicherung weist Merkmale auf, die die Anwendung der Vorschriften des IFRS 4 zu eingebetteten Derivaten erfordern. Nach diesen Vorschriften sind bestimmte in Rückversicherungsverträgen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag ("Host Contract") zu trennen, separat gemäß IAS 39 zu bilanzieren und unter den Kapitalanlagen auszuweisen. Schwankungen im Marktwert der derivativen Komponenten sind in den Folgeperioden ergebniswirksam zu erfassen. Im Rahmen der Bilanzierung von "Modified Coinsurance"- und "Coinsurance Funds withheld"(ModCo)-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportfolios. Die Hannover Rück SE ermittelt die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer "Credit Spread"-Methode, bei der das Derivat zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses einen Wert von null aufweist und im Zeitablauf aufgrund der Veränderungen der Credit Spreads der Wertpapiere schwankt. Das Derivat hat zum Bilanzstichtag einen positiven Wert in Höhe von 14 (25) Mio. EUR. Im Jahresverlauf ergab sich ein Aufwand aus der Marktwertveränderung des Derivates in Höhe von 12 (4) Mio. EUR vor Steuern. Aus einer weiteren, ähnlich strukturierten Transaktion wurde ebenfalls ein derivatives Finanzinstrument entbündelt. Hieraus resultierte ein Ausweis eines positiven Wertes in Höhe von 5 (7) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr führte die Werteentwicklung dieses Derivates zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von 3 (4) Mio. EUR. Eine Reihe von im Vorjahr gezeichneten Transaktionen des Geschäftsfelds Personen-Rückversicherung, bei denen Gesellschaften der Hannover Rück SE ihren Vertragspartnern Deckung für Risiken aus möglichen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen aus Sicherungsinstrumenten bieten, sind ebenfalls als derivative Finanzinstrumente zu klassifizieren. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren aus vertraglich definierten Ereignissen und beziehen sich auf die Entwicklung einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statutarischen Reservierungsanforderungen. Die Verträge sind als freistehende Kreditderivate gemäß IAS 39 einzuordnen und zu bilanzieren. Bei ihrem Erstansatz wurden diese derivativen Finanzinstrumente erfolgsneutral erfasst, da in gleicher Höhe Forderungen anzusetzen waren. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente betrug am Bilanzstichtag 53 (165) Mio. EUR und wird unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertentwicklung in den Folgeperioden erfolgt in Abhängigkeit vom Risikoverlauf und führte im Geschäftsjahr zu einer Ergebnisverbesserung von 33 (30) Mio. EUR. Im Segment Personen-Rückversicherung besteht ein Retrozessionsvertrag, bei dem die Prämien bei der Hannover Rück deponiert und in einer strukturierten Anleihe investiert wurden. Für deren Marktwert wurde durch den Retrozessionär eine Garantie ausgesprochen. Diese Garantie war gemäß den Regelungen des IFRS 4 von dem Retrozessionsvertrag zu entbündeln und wird als derivatives Finanzinstrument zum Marktwert bilanziert. Das Derivat wurde zum Bilanzstichtag mit einem positiven Marktwert in Höhe von 23 (2) Mio. EUR ausgewiesen. Im Jahresverlauf resultierte aus der Marktwertänderung des Derivates ein Ertrag in Höhe von 20 Mio. EUR (7 Mio. EUR Aufwand). Gegenläufig führte die Wertentwicklung der strukturierten Anleihe, die ebenfalls zum Marktwert bewertet wird, zu einem Aufwand (Ertrag) in derselben Höhe. Ebenfalls im Segment der Personen-Rückversicherung wurde ein Rückversicherungsvertrag mit einer Finanzierungskomponente abgeschlossen, bei der Höhe und Zeitpunkt der Rückflüsse von Stornoquoten innerhalb eines unterliegenden Erstversicherungsportfolios abhängen. Dieser Vertrag und ein entsprechender Retrozessionsvertrag, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 zu klassifizieren waren, führten zu einem Ausweis von übrigen Verbindlichkeiten von 25 (20) Mio. EUR und von sonstigen erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten von 79 (49) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr ergab sich aus diesen Verträgen insgesamt eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 2 (2) Mio. EUR. Zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahrs wurde eine indexbasierte Deckung von Langlebigkeitsrisiken abgeschlossen. Das hieraus resultierende Derivat wurde zum Bilanzstichtag mit einem negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 46 (53) Mio. EUR in den anderen Verbindlichkeiten bilanziert. Aus der Marktwertänderung des Derivats resultiert im Jahresverlauf ein Ertrag in Höhe von 7 (-) Mio. EUR. Insgesamt führte die Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik zum Bilanzstichtag zu einem Ausweis von Vermögenswerten in Höhe von 174 (86) Mio. EUR sowie zu einem Ausweis von Verbindlichkeiten aus den aus versicherungstechnischen Posten resultierenden Derivaten in Höhe von 76 (245) Mio. EUR. Aus allen separat zu bewertenden Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik waren im Berichtsjahr Ergebnisverbesserungen in Höhe von 62 (40) Mio. EUR sowie Ergebnisbelastungen in Höhe von 15 (9) Mio. EUR zu verzeichnen. FINANZIELLE GARANTIENIm Segment Personen-Rückversicherung wurden zum Zweck der Finanzierung statutarischer Rückstellungen (sogenannte Triple-X-bzw. AXXX-Reserven) us-amerikanischer Zedenten strukturierte Transaktionen abgeschlossen. Die Strukturen erforderten jeweils den Einbezug einer Zweckgesellschaft. Die Zweckgesellschaften tragen von den Zedenten verbriefte, extreme Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehalts und übertragen diese Risiken mittels eines fixen/variablen Swaps auf eine Konzerngesellschaft der Hannover Rück SE. Die Summe der vertraglich vereinbarten Kapazitäten der Transaktionen beträgt umgerechnet 3.269 (3.229) Mio. EUR, mit Stand zum Bilanzstichtag wurden davon umgerechnet 2.623 (2.526) Mio. EUR gezeichnet. Die von Gesellschaften der Hannover Rück SE garantierten variablen Zahlungen an die Zweckgesellschaften decken deren Leistungsverpflichtungen. Bei einem Teil der Transaktionen werden die aus den Swaps im Leistungsfall resultierenden Zahlungen über Entschädigungsvereinbarungen von den Muttergesellschaften der Zedenten rückvergütet. Die Rückvergütungsansprüche aus den Entschädigungsvereinbarungen sind in diesem Fall getrennt von und bis zur Höhe der Rückstellung zu aktivieren. Nach IAS 39 sind diese Transaktionen als Finanzgarantien zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Die Hannover Rück SE legt hierbei die Nettomethode zugrunde, nach der der Barwert der vereinbarten fixen Swap-Prämien mit dem Barwert der Garantieverbindlichkeit saldiert wird. Infolgedessen betrug der beizulegende Zeitwert bei Erstansatz null. Der Ansatz des Höchstwerts aus dem fortgeführten Zugangswert bzw. dem nach IAS 37 als Rückstellung zu passivierenden Betrag erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Inanspruchnahme als wahrscheinlich einzustufen ist. Dies war zum Bilanzstichtag nicht der Fall. (14) FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTFORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTscroll
FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT, DIE ZUM BILANZSTICHTAG ÜBERFÄLLIG, ABER NICHT WERTGEMINDERT WARENscroll
Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren. Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 802 (584) Mio. EUR, davon sind 277 (170) Mio. EUR seit mehr als einem Jahr fällig. Dies entspricht einer Quote der über ein Jahr fälligen Forderungen in Relation zum Gesamtbestand von 10 (6,6) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 0,8 (0,9) %. Die Ausfallquote im Jahr 2018 liegt bei 0,5 (1,0) %. Aus dem Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 687 (830) Mio. EUR, davon sind 337 (251) Mio. EUR seit mehr als einem Jahr fällig, was einer Quote der über ein Jahr fälligen Forderungen in Relation zum Gesamtbestand von 7,5 (6,2) % entspricht. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre aus dem Rückversicherungsgeschäft beträgt 0,2 (0,4) %. Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar: AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN RESULTIERENDE EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTEscroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTscroll
Die Ausfallrisiken der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich durch Einzelbetrachtung ermittelt. Auf eine Wertberichtigung wurde insoweit verzichtet, als dass das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 1,8 (1,7) %. Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 487 (559) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen 75 (78) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf. Bezogen auf den Gesamtbestand der Abrechnungsforderungen von 4,5 (4,0) Mrd. EUR weisen 46 (52) % ein Rating der Kategorie A oder besser auf. WERTBERICHTIGUNGSQUOTENscroll
JÄHRLICHE AUSFALLQUOTENscroll
(15) ABGEGRENZTE ABSCHLUSSKOSTENABGEGRENZTE ABSCHLUSSKOSTENscroll
(16) SONSTIGE VERMÖGENSWERTESONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 662 (724) Mio. EUR. Davon entfallen 134 (121) Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 528 (603) Mio. EUR auf die Stufe 3. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Bei dem eigengenutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2018 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 254 (307) Mio. EUR. Aktivierte Ausgaben für Sachanlagen im Bau betrugen zum Bilanzstichtag 2 (2) Mio. EUR. ENTWICKLUNG DES EIGENGENUTZTEN GRUNDBESITZESscroll
ENTWICKLUNG DER BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNGscroll
ÜBRIGE VERMÖGENSWERTEscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ - PASSIVA(17) EIGENKAPITALEIGENKAPITALENTWICKLUNG UND ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERDARSTELLUNG DER EIGENKAPITALZUSAMMENSETZUNGscroll
Die Gewinnrücklagen enthalten 1.740 (1.804) Mio. EUR Schwankungsrückstellungen (nach latenter Steuer). Die übrigen Rücklagen enthalten -204 (-270) Mio. EUR Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung. IN DEN ÜBRIGEN RÜCKLAGEN ENTHALTENE unrealisierte GEWINNE UND VERLUSTEscroll
1)
Hierin enthalten: erfolgsneutral gebildete Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschaften am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns. AUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITALscroll
GEZEICHNETES KAPITALDas Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 252.797.634 auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals". BEDINGTES KAPITALIn der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 126 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 101.119.057 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital i). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 10. Mai 2022 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 32 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 25.279.760 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des in derselben Hauptversammlung gefassten Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 11. Mai 2017 bis zu 10. Mai 2022 ausgegeben werden. Die Satzungsänderungen wurden am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. GENEHMIGTES KAPITALIn der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 158 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 20 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam. KAPITALMANAGEMENTDas oberste Ziel des Kapitalmanagements des Talanx-Konzerns ist es, die starke Finanzkraft des Konzerns sicherzustellen sowie die Kapitaleffizienz zu steigern. Für detaillierte Ausführungen zum Kapitalmanagement verweisen wir auf die Ausführungen zum Asset-Liability-Management in der Finanzlage unter dem Kapitel "Vermögens- und Finanzlage" im Lagebericht. (18) NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITENVerschiedene Konzernunternehmen haben in der Vergangenheit langfristige nachrangige und zum Teil börsennotierte Verbindlichkeiten aufgenommen, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten. ZUSAMMENSETZUNG DES LANGFRISTIGEN NACHRANGIGEN FREMDKAPITALSscroll
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1)
Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert) ZEITWERT DER ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGKOSTEN BEWERTETEN NACHRANGIGEN VERBINDLICHKEITENscroll
Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Renditeeigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt. Das Nettoergebnis in Höhe von -131 (-115) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 130 (114) Mio. EUR und Aufwendungen aus der Amortisation (1 [1] Mio. EUR). NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN: RESTLAUFZEITENscroll
(19) RÜCKSTELLUNG FÜR PRÄMIENÜBERTRÄGERÜCKSTELLUNG FÜR PRÄMIENÜBERTRÄGEscroll
Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dem/den folgenden Geschäftsjahr(en) zuzurechnen ist. Da es sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge im Wesentlichen nicht um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme handelt, haben wir auf eine Laufzeitangabe verzichtet. (20) DECKUNGSRÜCKSTELLUNGDECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
Nach IFRS 4 sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Versicherungsverträgen zu erwartenden Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Deckungsrückstellung nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind. DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
(21) RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLERÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscroll
ABWICKLUNG DER NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNGDie Schadenrückstellungen beruhen naturgemäß zu einem gewissen Grad auf Schätzungen, die mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Der Unterschied aus letztjähriger und aktueller Einschätzung schlägt sich im Netto-Abwicklungsergebnis nieder. Darüber hinaus kommt es durch Rückversicherungsverträge, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahr entspricht oder die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossen werden, regelmäßig dazu, dass Schadenaufwendungen nicht exakt dem Geschäfts- oder dem Vorjahr zugewiesen werden können. Die von den Berichtseinheiten gelieferten Schadenabwicklungsdreiecke wurden um die Währungseffekte aus der Umrechnung der jeweiligen Transaktions- in die lokale Berichtswährung bereinigt dargestellt. Die in Fremdwährung gelieferten Abwicklungsdreiecke der Berichtseinheiten werden zum aktuellen Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um währungsbereinigte Abwicklungsergebnisse darstellen zu können. In den Fällen, in denen der ursprünglich geschätzte Endschaden mit dem tatsächlichen Endschaden in Originalwährung übereinstimmt, wird auch nach Umrechnung in die Konzernberichtswährung (Euro) sichergestellt, dass kein rein währungsindiziertes Abwicklungsergebnis ausgewiesen wird. In den nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Jahre 2008 bis 2018 getrennt nach unseren wesentlichen Sachversicherungsgesellschaften in den Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen und dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung dargestellt (sogenanntes Schadenabwicklungsdreieck). Die Übersichten zeigen die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen. Die Darstellung der Netto-Schadenrückstellung und ihrer Abwicklung erfolgt jeweils für die Erstversicherungssegmente einschließlich der Konzernfunktionen und des Segments Schaden-Rückversicherung nach Konsolidierungseffekten für den jeweiligen Darstellungsbereich, jedoch vor Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen und Rückversicherung. Die für das Bilanzjahr 2008 berichteten Werte beinhalten außerdem die nicht mehr separat im Schadenabwicklungsdreieck dargestellten Werte der Vorjahre. Die veröffentlichten Abwicklungsergebnisse reflektieren die im Geschäftsjahr 2018 für die einzelnen Abwicklungsjahre entstandenen Endschadenveränderungen. Die noch nicht abgewickelten Netto-Schadenrückstellungen im Konzern belaufen sich auf insgesamt 39,6 (37,2) Mrd. EUR. Davon entfallen auf unsere Sachversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich einschließlich der Konzernfunktionen sowie das Segment Schaden-Rückversicherung 11,6 (10,6) Mrd. EUR bzw. 23,0 (21,6) Mrd. EUR. Weitere 5,0 (5,0) Mrd. EUR verteilen sich auf das Segment Personen-Rückversicherung (4,0 [4,0] Mrd. EUR) und das Leben-Erstversicherungsgeschäft (1,0 [1,0] Mrd. EUR). NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IN DEN ERSTVERSICHERUNGSSEGMENTEN EINSCHLIESSLICH DER KONZERNFUNKTIONENNETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG1)UND DEREN ABWICKLUNG IN DEN ERSTVERSICHERUNGSSEGMENTEN EINSCHLIESSLICH DER KONZERNFUNKTIONENscroll
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Die Daten sind auf Nettobasis dargestellt, da dies aussagekräftigere Informationen
über die letztendlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis liefert Im Berichtsjahr verzeichnete der Konzern in seinen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen ein positives Abwicklungsergebnis von 90 Mio. EUR, das sich als Summe der Abwicklungsergebnisse der einzelnen Bilanzjahre ergibt. NETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG UND DEREN ABWICKLUNG IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGNETTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG1)UND DEREN ABWICKLUNG IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Die Daten sind auf Nettobasis dargestellt, da dies aussagekräftigere Informationen
über die letztendlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis liefert Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die Schaden-Rückversicherung ein positives Abwicklungsergebnis in Höhe von insgesamt 997 Mio. EUR, das sich als Summe der Abwicklungsergebnisse der einzelnen Bilanzjahre ergibt. Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 6,3 (5,4) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 55 (45) Mio. EUR. Nach IFRS 4 sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Versicherungsverträgen zu erwartenden Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Schadenrückstellung nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind. LAUFZEITEN DER RÜCKSTELLUNGscroll
(22) RÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGRÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
Im Wesentlichen ist eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich, sodass wir auf eine Laufzeitangabe verzichtet haben. Von den Bruttorückstellungen für Beitragsrückerstattung entfallen 1.419 (1.335) Mio. EUR auf Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung und 4.284 (4.864) Mio. EUR auf latente Beitragsrückerstattung einschließlich der Shadow-RfB. (23) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Konzernunternehmen haben ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Versorgungszusagen erteilt. Die Art der Versorgungszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung. Der betragsmäßig überwiegende Teil der Versorgungszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen. Zum größten Teil handelt es sich um dienstzeitabhängige Endgehaltspläne, die vollständig arbeitgeberfinanziert sind und Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente im Wesentlichen ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes vorsehen. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Prozentsatz des letzten Arbeitseinkommens, wobei zum einen die Anzahl der bis zum Eintritt des Versorgungsfalles vollendeten Dienstjahre und zum anderen die Höhe des Gehaltes bei Eintritt des Versorgungsfalles (gegebenenfalls als Durchschnitt über mehrere Jahre) in die Berechnung einfließen. Teilweise werden die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung unterschiedlich gewichtet. Diese Pensionspläne sind für neu eintretende Arbeitnehmer/-innen geschlossen. Bestehende Zusagen wurden teilweise auf gehaltsdynamische Besitzstände eingefroren. Die Pläne werden weitestgehend nicht mit Planvermögen finanziert. Bei den Plänen auf Basis jährlicher Rentenbausteine handelt es sich um vollständig arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Summe jährlicher Versorgungsbausteine, die über eine Transformationstabelle hergeleitet werden. Berücksichtigt werden dabei der Beschäftigungsgrad, die Höhe des maßgeblichen Gehaltes und teilweise das Geschäftsergebnis der die Zusage erteilenden Arbeitgebergesellschaft. Die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung werden unterschiedlich gewichtet. Der betragsmäßig bedeutendste Pensionsplan dieses Typs ist für Neuaufnahmen geschlossen und nicht mit Planvermögen finanziert. Jedoch wurden für einen großen Teilbestand Rückdeckungsversicherungen geschlossen. Bei den beitragsbasierten Plänen mit Garantien handelt es sich um Zusagen aus Entgeltumwandlungen oder arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente über Unterstützungskassen. Anstelle einer Altersrente kann ein einmaliges Versorgungskapital verlangt werden. Es handelt sich um beitragsorientierte Leistungszusagen im Sinne des deutschen Arbeitsrechtes, die wirtschaftlich als Leistungszusage (Defined Benefit Plan) klassifiziert werden. Der vom Arbeitgeber an die Unterstützungskassen zugewendete Versorgungsbetrag wird von diesen als Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt (kongruente Rückdeckung). Die zugesagten Leistungen ergeben sich aus dem Tarif der Rückdeckungsversicherung. Das diesbezügliche Vermögen der Unterstützungskassen wird als Planvermögen ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen auf eine Kapitalleistung im Todes- und Erlebensfall bei Erreichen der Altersgrenze aus einmaliger Entgeltumwandlung der Mitarbeiter. Dabei wird der Verzichtsbetrag als einmaliger Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt. Ein Rentenwahlrecht besteht nicht. Diesen Zusagen ist kein Planvermögen zugeordnet. Für die Mitarbeiter besteht zusätzlich die Möglichkeit der versicherungsförmigen Entgeltumwandlung. Hierbei handelt es sich wirtschaftlich um beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plan), für die keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden. Die sich aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergebenden Risiken umfassen die allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsänderungsrisiko, Inflationsrisiko und biometrische Risiken. Ungewöhnliche Risiken oder erhebliche Risikokonzentrationen sind nicht erkennbar. FINANZIERUNGSSTATUS DER PENSIONSPLÄNEscroll
Die Veränderung der Nettoschuld und des Nettovermögenswertes für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns verdeutlicht die nachstehende Tabelle. Neben den Hauptbestandteilen Defined Benefit Obligation (DBO) und Planvermögen ist die Veränderung der Vermögenswertanpassung aus der Berechnung der Obergrenze des aus einer Planüberdeckung resultierenden Vermögenswertes angegeben. Die Überprüfung der Realisierbarkeit des mit einer Planüberdeckung einhergehenden wirtschaftlichen Nutzens wird auf Ebene des einzelnen Pensionsplans durchgeführt und machte sowohl zum 31. Dezember 2018 als auch zum 31. Dezember 2017 eine Kürzung des Buchwertes für den Nettovermögenswert erforderlich. VERÄNDERUNG DER NETTOSCHULD UND DES NETTOVERMÖGENSWERTS FÜR DIE VERSCHIEDENEN LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSPLÄNEscroll
Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportfolios setzt sich wie folgt zusammen. PORTFOLIOSTRUKTUR DES PLANVERMÖGENSscroll
Für alle Eigenkapitalinstrumente, festverzinslichen Wertpapiere und Wertpapierfonds stehen Marktpreise infolge ihrer jeweiligen Notierung an einem aktiven Markt zur Verfügung. Im Zeitwert des Planvermögens sind keine Beträge für eigene Finanzinstrumente enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 17 Mio. EUR. Im Vorjahr wurden Erträge von 18 Mio. EUR verbucht. Die gewichteten Annahmen für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: ANNAHMEN FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGENBEWERTUNGSPARAMETER/ANNAHMEN GEWICHTET, IN % scroll
Als biometrische Rechnungsgrundlage der inländischen Pensionszusagen wurden die HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G zugrunde gelegt, die entsprechend dem im Bestand beobachtbaren Risikoverlauf verstärkt wurden. Aus der diesjährigen Umstellung von den "Richttafeln 2005G" auf die "Richttafeln 2018 G" ergab sich kein nennenswerter Effekt. Die Duration der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich auf 16 (16) Jahre. SENSITIVITÄTSANALYSENEin Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember 2018 folgende Auswirkung: AUSWIRKUNG DER VERÄNDERUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN ANNAHMENscroll
Daneben ist eine Änderung hinsichtlich der zugrunde gelegten Sterberaten beziehungsweise der zugrunde gelegten Lebenserwartung möglich. Zur Ermittlung des Langlebigkeitsrisikos wurden die zugrunde gelegten Sterbetafeln durch eine Absenkung der Sterblichkeiten um 10 % angepasst. Diese Verlängerung der Lebenserwartung hätte zum Ende des Geschäftsjahres zu einer um 83 (81) Mio. EUR höheren Pensionsverpflichtung geführt. Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt durch die Differenzbildung zwischen den Pensionsverpflichtungen unter geänderten versicherungsmathematischen Annahmen und den Pensionsverpflichtungen unter unveränderten versicherungsmathematischen Annahmen. Die Ermittlung wurde für die als wesentlich eingestuften Parameter isoliert vorgenommen. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 18 (13) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind. Beitragsorientierte Pensionszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 63 (73) Mio. EUR, davon entfällt im Geschäftsjahr ein Betrag von 0 (1) Mio. EUR auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. Bei den beitragsorientierten Pensionszusagen handelt es sich im Wesentlichen um staatliche Pensionspläne. (24) STEUERRÜCKSTELLUNGENZUSAMMENSETZUNG DER STEUERRÜCKSTELLUNGENscroll
(25) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENSONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN IN HÖHE DER VORAUSSICHTLICHEN INANSPRUCHNAHMEscroll
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Die im Abschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen zur Umsetzung der Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Zum Bilanzstichtag beläuft sich diese Rückstellung auf 82 (87) Mio. EUR. Im Berichtsjahr ergaben sich im Wesentlichen Inanspruchnahmen in Höhe von 8 Mio. EUR und Zuführungen in Höhe von 6 Mio. EUR. Wesentliche Zinseffekte sowie Auflösungen bestehen für das Berichtsjahr nicht. Die übrigen Rückstellungen (301 [324] Mio. EUR) beinhalten eine Vielzahl unterschiedlichster Sachverhalte, die nicht den vorstehenden Kategorien zugeordnet werden können. Sie betreffen insbesondere Rückstellungen für Nachzahlungszinsen aus Steuern in Höhe von 78 (114) Mio. EUR, Provisionsrückstellungen in Höhe von 57 (54) Mio. EUR sowie Rückstellungen für Verwaltungskosten in Höhe von 9 (8) Mio. EUR. Des Weiteren sind in dieser Position Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (vgl. hierzu Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten"), ausstehende Beiträge zur Unterstützungskasse und Schwerbehindertenabgaben enthalten. LAUFZEITEN SONSTIGER RÜCKSTELLUNGENscroll
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Angabe des gewichteten Durchschnitts (26) BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENUnter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag ausgewiesen: BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
Die Hannover Rück SE hat am 18. April 2018 eine nicht nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 750 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 18. April 2028 und kann ab dem 18. Januar 2028 jederzeit zurückgezahlt werden, allerdings nicht später als am 18. April 2028. Sie wird mit einem festen Kupon in Höhe von 1,125 % p. a. verzinst. Die Kreditlinie aus dem Jahr 2014 wurde im vierten Quartal durch eine neue syndizierte Kreditlinie mit ebenfalls einem Volumen von 250 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren und Verlängerungsoptionen für zwei weitere Jahre abgelöst. Damit bestehen per 31. Dezember 2018 zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien über jeweils einen Nominalbetrag von 250 Mio. EUR. Die Kreditlinien besitzen eine Laufzeit bis 2021 bzw. max. 2023. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme. Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt insgesamt 50 (44) Mio. EUR und umfasst neben den Zinsaufwendungen aus den Anleihen der Talanx AG (30 [30] Mio. EUR) und der Hannover Rück SE (6 [-] Mio. EUR) auch das Nettoergebnis aus Hypothekendarlehen (10 [10] Mio. EUR) und Darlehen aus Infrastrukturinvestments (4 [4] Mio. EUR). BEGEBENE ANLEIHENscroll
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Debt Rating a. m. Best; Debt Rating S&P ZEITWERT DER BEGEBENEN ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHEN: RESTLAUFZEITENscroll
(27) ÜBRIGE VERBINDLICHKEITENÜBRIGE VERBINDLICHKEITENscroll
ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN(OHNE VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN)In den Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen sind unterjährige Ausschüttungen in Höhe von 31 (15) Mio. EUR aus Anteilen an Fonds enthalten, die in privatem Beteiligungskapital investieren ("Private-Equity-Fonds") und die zum Bilanzstichtag noch nicht ergebniswirksam zu vereinnahmen waren. Die Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 170 (335) Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Instrumente zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Aktienrisiken sowie vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennten zum Marktwert bilanzierten eingebetteten Derivaten. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" im Anhang. In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten ohne die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dar, da die beiden letztgenannten Verbindlichkeiten direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und somit nicht getrennt davon betrachtet werden können. ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN (OHNE VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN)1): RESTLAUFZEITENscroll
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENDie sonstigen Verpflichtungen aus Investmentverträgen werden bei Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem Guthaben des Versicherungsnehmers, vermindert um Abschlusskosten, die direkt dem Abschluss des Vertrages zugeordnet werden können, angesetzt. In den Folgeperioden werden diese Verträge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN, BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN: RESTLAUFZEITENscroll
Die Ermittlung der Zeitwerte aus Investmentverträgen wird im Wesentlichen mittels der Rückkaufswerte für Versicherungsnehmer und Kontensalden von Versicherungsnehmern bestimmt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". ALS ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTET KLASSIFIZIERTE FINANZINSTRUMENTE UND DERIVATE1): RESTLAUFZEITENscroll
Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, die durch Änderungen des Kreditrisikos der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten finanziellen Verbindlichkeiten bedingt ist, ist unwesentlich. (28) AKTIVE UND PASSIVE STEUERABGRENZUNGVERÄNDERUNG DER LATENTEN STEUERN IN DER BILANZ WÄHREND DES JAHRESscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt
"Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des
Konzernanhangs Die Veränderung (netto) von 282 (76) Mio. EUR wurde in Höhe von 298 (102) Mio. EUR eigenkapitalerhöhend im sonstigen Ergebnis und in Höhe von -10 (-5) Mio. EUR als Aufwand im Gewinn und Verlust gebucht. Die restlichen Veränderungen resultieren aus Änderungen des Konsolidierungskreises sowie aus Währungsumrechnungen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(29) VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGVERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (30) KAPITALANLAGEERGEBNISKAPITALANLAGEERGEBNIS DER BERICHTSPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle KAPITALANLAGEERGEBNIS DER VORPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle Von den Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 97 (117) Mio. EUR entfallen 12 (33) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere, 24 (11) Mio. EUR auf Aktien, 20 (37) Mio. EUR auf Immobilien und Immobilienfonds und 41 (26) Mio. EUR auf privates Beteiligungskapital. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 6 (3) Mio. EUR. Diese entfielen mit 6 (2) Mio. EUR im Wesentlichen auf fremd genutzte Immobilien. Das saldierte Ergebnis aus dem Abgang von Wertpapieren betrug 584 (1.245) Mio. EUR und resultierte mit 337 (900) Mio. EUR im Wesentlichen aus der Veräußerung von festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag befanden sich darüber hinaus keine überfälligen nicht wertberichtigten Wertpapiere im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. ZINSERTRÄGE AUS KAPITALANLAGENscroll
NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGENDie in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns. Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (145 [142] Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen für selbst verwaltete Kapitalanlagen (116 [104] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 3.767 (4.478) Mio. EUR. NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGEN - BERICHTSPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS KAPITALANLAGEN - VORJAHRscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (31) AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENAUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGEN - BERICHTSPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGEN - VORJAHRscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (32) ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (33) ÜBRIGES ERGEBNISZUSAMMENSETZUNG ÜBRIGES ERGEBNISscroll
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Die Zinserträge entfallen auf die Segmente Industrieversicherung 7 (9) Mio. EUR, Privat-
und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 0 (7) Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung
Deutschland - Leben 6 (11) Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International
5 (5) Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 9 (3) Mio. EUR, Personen-Rückversicherung
30 (33) Mio. EUR, Konzernfunktionen 4 (0) Mio. EUR. Davon werden 10 (7) Mio. EUR konsolidiert Das übrige Ergebnis enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen, die Aufwendungen für Versicherungsleistungen sowie die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertberichtigungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen. (34) FINANZIERUNGSZINSENDie Finanzierungszinsen in Höhe von 170 (149) Mio. EUR beinhalten ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen mit 131 (115) Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten und auf begebene Anleihen der Talanx AG mit 30 (30) Mio. EUR und der Hannover Rück SE mit 6 (-) Mio. EUR. (35) ERTRAGSTEUERNUnter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet. ERTRAGSTEUERN - TATSÄCHLICHE UND LATENTEscroll
Der starke Anstieg der latenten Steuern aus Verlustvorträgen und aufgrund temporärer Unterschiede ist insbesondere auf den Transfer umfangreicher Portfolien von Rückversicherungsverträgen zu US-amerikanischen Konzerngesellschaften im Zuge der Umstrukturierung des US-Mortality Geschäftes zurückzuführen. Die im Geschäftsjahr im sonstigen Ergebnis und direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die im sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf 295 (102) Mio. EUR. Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang dar zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand: ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM AUSGEWIESENEN STEUERAUFWANDscroll
Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 32,2 (32,2) %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt. Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 27,01 (23,37) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen. Die Erträge aus der Veränderung der latenten Steuersätze in Höhe von 1 (37) Mio. EUR sind im Wesentlichen auf Reduzierungen der zukünftig gültigen lokalen Steuersätze in Brasilien (im Vorjahr in den USA und Frankreich) und die damit verbundene Umbewertung passiver latenter Steuerbestände zurückzuführen. Auf passive zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von 153 (140) Mio. EUR im Zusammenhang mit Anteilen an Konzerngesellschaften wurden keine latenten Steuern gebildet, weil der Konzern ihre Umkehrung steuern kann und sie sich nicht in absehbarer Zeit umkehren werden. Die aktiven nicht wertberichtigten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 677 (200) Mio. EUR werden voraussichtlich in Höhe von 38 (27) Mio. EUR innerhalb eines Jahres und in Höhe von 639 (173) Mio. EUR nach einem Jahr realisiert. Im Berichtsjahr hat sich die tatsächliche Ertragsteuer um 2 (5) Mio. EUR gemindert, da Verlustvorträge genutzt wurden, für die keine latenten Steueransprüche gebildet waren. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr zu einem latenten Steueraufwand von 4 (11) Mio. EUR. Dem gegenüber steht ein latenter Steuerertrag von 8 (6) Mio. EUR aus der Korrektur früherer Abwertungen. Bei Verlusten im Berichtsjahr oder Vorjahr sind Überhänge latenter Steueransprüche nur insoweit angesetzt, als es anhand aussagekräftiger Nachweise wahrscheinlich ist, dass die jeweilige Gesellschaft zukünftig ausreichend positive steuerpflichtige Ergebnisse erzielen wird. Dieser Nachweis wurde für latente Steueransprüche von 183 (94) Mio. EUR erbracht. ZEITLICHE NUTZBARKEIT NICHT AKTIVIERTER VERLUSTVORTRÄGEAuf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von brutto 1.289 (1.308) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von brutto 25 (48) Mio. EUR haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung eine Wertberichtigung auf die aktivierten latenten Steuern gebildet. Die wertberichtigten aktiven latenten Steuern für diese Sachverhalte betragen insgesamt 239 (250) Mio. EUR. ABLAUF DER WERTBERICHTIGTEN VERLUSTVORTRÄGE UND TEMPORÄREN DIFFERENZENscroll
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SONSTIGE ANGABENMITARBEITERZAHL UND PERSONALAUFWENDUNGENMITARBEITERZAHLIM JAHRESDURCHSCHNITT BESCHÄFTIGTE MITARBEITERscroll
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 22.642 (22.059) Mitarbeiter für den Konzern tätig. PERSONALAUFWENDUNGENDie folgenden Personalaufwendungen enthalten vor allem die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Schadenaufwendungen (für Schadenregulierung) und die Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen. ZUSAMMENSETZUNG DER PERSONALAUFWENDUNGENscroll
BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENNach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" werden als nahe stehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert. Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen. Eine Person oder ein naher Familienangehöriger dieser Person steht dem berichtenden Unternehmen nahe, wenn diese Person das berichtende Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist, maßgeblichen Einfluss auf das berichtende Unternehmen hat oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines Mutterunternehmens des berichtenden Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G. Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen einschließlich der strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE (hg), Hannover, bzw. die HDI Versicherung AG (HV), Hannover, jeweils die führenden Versicherer sind. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG/HV) aufgeteilt. Die Talanx AG hat am 21. Oktober 2016 mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx-Aktien entspricht, die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung ersetzt werden. Im zweiten Halbjahr 2018 hat die HDI Global SE Immobilienbestände zu einem Verkaufspreis von 83 Mio. EUR an den HDI V. a. G., veräußert. Die Immobilien werden vom HDI V. a. G. an die HDI Service AG, Hannover, vermietet. Die Grundmietzeit beträgt durchschnittlich 15 Jahre. Die Mieteinnahmen 2018 belaufen sich auf 1,3 Mio. EUR. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel "Corporate Governance" im Vergütungsbericht, Seite 89 ff., bzw. den Abschnitt "Bezüge der Organe der Obergesellschaft" des Konzernanhangs. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGIm Geschäftsjahr 2018 bestanden im Konzern die folgenden anteilsbasierten Vergütungspläne:
Nachfolgend werden die Pläne beschrieben und ihre Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. AKTIENWERT-BETEILIGUNGSRECHTS-PLAN DER HANNOVER RÜCK SEDer Vorstand der Hannover Rück SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten (ABR) an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzernführungskreises. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rück SE, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rück SE orientierten Barbetrags. Die Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten sind für alle Zuteilungsberechtigten gekündigt worden. Zugeteilte Aktienwert-Beteiligungsrechte bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit ausübbar. Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 und bis zur Kündigung des Plans für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht worden sind. Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt werden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Nach Ablauf einer vierjährigen Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten ABR ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten ABR beträgt jeweils ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rück SE. Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an den letzten 20 Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes. Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt. Im Falle der Kündigung oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrages oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauffolgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses. Aus den Zuteilungen für die Jahre 2009 bis 2011 bestehen im Geschäftsjahr 2018 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für Jahre vor 2009 bestehen keine Verpflichtungen. AKTIENWERT-BETEILIGUNGSRECHTE DER HANNOVER RÜCK SEscroll
Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Berechnungen sind der Kurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 12. Dezember 2018 von 118,80 EUR, eine erwartete Volatilität von 19,74 % (historische Volatilität auf Fünfjahresbasis), eine erwartete Dividendenrendite von 4,21 % und ein risikofreier Zinssatz von -0,68 % für das Zuteilungsjahr 2009, -0,62 % für das Zuteilungsjahr 2010 und -0,53 % für das Zuteilungsjahr 2011 zugrunde gelegt worden. Im Geschäftsjahr 2018 ist für 100 % der für die Jahre 2009, 2010 und 2011 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 17.460 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2009, 24.276 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2010 und 49.972 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2011. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 2,0 Mio. EUR. Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nicht technischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäftsjahr 2018 1,1 (3,1) Mio. EUR. Es wurde kein (0,3 Mio. EUR) Aufwand im Geschäftsjahr erfasst. SHARE AWARD PLANFür die Talanx AG und die wesentlichen Konzerngesellschaften einschließlich der Hannover Rück SE wurde, mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011, zunächst für Mitglieder der Vorstände und nachfolgend für bestimmte Führungskräfte, ein "Share-Award-Programm" eingeführt, das die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten in Form von virtuellen Aktien, sogenannten Share Awards, vorsieht. Das Share-Award-Programm gibt es in zwei Ausprägungen, die in Teilen weiter modifiziert sind:
Die Share Awards begründen keinen Anspruch auf Lieferung von Aktien, sondern lediglich auf Zahlung eines Barbetrags nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen. Im Rahmen des Share-Award-Programms sind diejenigen Personen zuteilungsberechtigt, denen vertraglich ein Anspruch auf Gewährung von Share Awards eingeräumt ist, und Vorstände, deren Dienstverhältnis zum jeweiligen Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards besteht und nicht durch Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung vor Ablauf der Sperrfrist endet. Share Awards werden seit dem Geschäftsjahr 2011 für Vorstände und ab dem Geschäftsjahr 2012 bzw. 2015 für bestimmte Führungskräfte und dann jeweils für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte erstmals die Auszahlung von Share Awards, die im Geschäftsjahr 2011 den zuteilungsberechtigten Vorstandsmitgliedern zugeteilt worden waren. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die erste Auszahlung an einen Teil der beteiligten Führungskräfte. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards bestimmt sich nach dem Wert je Aktie. Der Wert je Aktie richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse. In den Bedingungen für die Berechtigten ist für die Berechnung ein Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats vorgesehen, in der der Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Für die Talanx Share Awards wird der Wert je Aktie der Talanx AG, für die Hannover Rück Share Awards wird der Wert je Aktie der Hannover Rück SE zugrunde gelegt. Für die Führungskräfte der Hannover Rück SE wurde abweichend ein Zeitraum von 20 Handelstagen vor bis zehn Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung vereinbart. Die so ermittelten Kurse bestimmen auch den Auszahlungswert der fälligen Share Awards. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich aus der Division des Betrags, der für die Zuteilung von Share Awards für den jeweiligen Berechtigten zur Verfügung steht, durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für die Führungskräfte des Talanx-Konzerns (ohne Hannover Rück SE) wird für je vier volle Aktien eine weitere virtuelle Aktie zugeteilt. Für die Mitglieder des Vorstands der Talanx AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften sowie der Hannover Rück SE werden 20 %, für die Führungskräfte des Konzerns (inklusive Hannover Rück SE) entsprechend den Managementebenen 30 % bis 40 % der jeweils festgesetzten variablen Vergütung in Share Awards gewährt. Die Zuteilung von Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung bedarf. Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der für den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Aktie gemäß oben genannten Definitionen gezahlt. Für die Wertberechnung gelten die Vorschriften des vorangegangenen Absatzes entsprechend. Der Betrag wird im Monat nach Ablauf des Zeitraums überwiesen, der für die Ermittlung des Wertes je Aktie nach den vorstehenden Absätzen maßgeblich ist. Für Führungskräfte des Talanx-Konzerns, die seit 2015 an der Zuteilung von Share Awards teilnehmen, erfolgt die Auszahlung bis auf Weiteres nach Ablauf der Sperrfrist im Monat Juli. Mit Zahlung des Wertes der Share Awards wird zusätzlich ein Betrag in Höhe der korrespondierenden Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet wurden. Die Höhe der zu zahlenden Dividende entspricht der Summe aller während der Laufzeit der Share Awards ausgeschütteten Dividenden je Aktie, multipliziert mit der Anzahl der Share Awards, die zum Auszahlungszeitpunkt für den jeweiligen Berechtigten zur Auszahlung kommen. Im Falle einer vorzeitigen Auszahlung der Share Awards erfolgt die Auszahlung des Wertes der Dividenden nur für den Zeitraum bis zum Eintritt des Ereignisses, das die vorzeitige Auszahlung auslöst. Eine anteilige Berücksichtigung noch nicht ausgeschütteter Dividenden erfolgt nicht. Für Führungskräfte erfolgt die Auszahlung vertragsgemäß ggf. pro rata temporis bei unterjährigem Austritt. Endet das Vorstandsmandat oder das Dienstverhältnis mit dem Mitglied des Vorstands, so behält der Zuteilungsberechtigte seine Ansprüche auf Zahlung des Wertes für bereits zugeteilte Share Awards nach dem Ablauf der jeweiligen Sperrfrist, es sei denn, die Beendigung beruht auf einer Amtsniederlegung bzw. Eigenkündigung des Berechtigten oder einer Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund. Im Todesfall gehen die Ansprüche aus den bereits zugeteilten bzw. noch zuzuteilenden Share Awards auf die Erben über. Für die Führungskräfte (ohne Hannover Rück SE) gilt eine Unverfallbarkeit der bereits erworbenen Ansprüche. Ein Anspruch auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist für Vorstände grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalles oder Todesfall hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Zuteilungsberechtigten erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung. Der Share Award Plan wird im Konzern als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 bilanziert. Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsbasis der Talanx Share Awards und der Hannover Rück Share Awards werden die weiteren Angaben für die beiden Ausprägungen des Share-Award-Programms nachfolgend getrennt dargestellt: TALANX SHARE AWARDSscroll
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG DER TALANX SHARE AWARDSscroll
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Der Personalaufwand für Share Awards der Vorstände wird periodengerecht über die relevante Laufzeit der Share Awards oder die kürzere Laufzeit der Dienstverträge, für Führungskräfte über die relevante Laufzeit der Share Awards verteilt. Die im Personalaufwand erfasste Zuführung des Geschäftsjahres beträgt insgesamt 4,9 (8,9) Mio. EUR. Diese setzt sich aus dem Aufwand für die Share Awards des Geschäftsjahres 2018 sowie dem Dividendenanspruch und dem zusätzlich erdienten Anteil der in früheren Geschäftsjahren zugeteilten Share Awards zusammen. Ferner wird der Wert der Share Awards durch die Entwicklung des Aktienkurses beeinflusst. Die Summe der im Personalaufwand für frühere Geschäftsjahre enthaltenen Dividenden beträgt 0,9 (0,8) Mio. EUR. Berücksichtigt werden die ausgeschütteten Dividenden, erwartete Dividendenansprüche werden nicht einbezogen. Die Dividendenansprüche werden abgezinst bilanziert. Im Berichtsjahr wurden die im Jahr 2013 endgültig zugeteilten 97.735 Share Awards des Vorstands mit einem Wert von je 35,19 EUR zuzüglich des Dividendenanspruchs in Höhe von je 5,10 EUR an die zuteilungsberechtigten Vorstandsmitglieder ausgezahlt. 3.976 Share Awards der Führungskräfte für das Geschäftsjahr 2013 wurden 2018 mit einem Wert von je 35,19 EUR zuzüglich 5,10 EUR Dividendenanspruch ausgezahlt. Die Zuführung der Rückstellung für die 2013er-Share Awards ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Aktienkurs zum letzten Bilanzstichtag (34,07 EUR) und dem Kurs für die Auszahlung der Share Awards aus dem März 2018 (35,19 EUR). HANNOVER RÜCK SHARE AWARDSscroll
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Diese Anzahl resultiert aus ursprünglich zugesagten, zwischenzeitlich verfallenen
Share Awards ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG DER HANNOVER RÜCK SHARE AWARDSscroll
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Der Personalaufwand für Share Awards der Vorstände wird periodengerecht über die relevante Laufzeit der Share Awards oder die kürzere Laufzeit der Dienstverträge, für Führungskräfte über die relevante Laufzeit der Share Awards verteilt. Die im Personalaufwand erfasste Zuführung des Geschäftsjahres beträgt insgesamt 14,2 (12,1) Mio. EUR. Diese setzt sich aus dem Aufwand für die Share Awards des Geschäftsjahres 2018 sowie dem Dividendenanspruch und dem zusätzlich erdienten Anteil der in früheren Geschäftsjahren zugeteilten Share Awards zusammen. Ferner wird der Wert der Share Awards durch die Entwicklung des Aktienkurses beeinflusst. Die Summe der im Personalaufwand für frühere Geschäftsjahre enthaltenen Dividenden beträgt 1,6 (2,0) Mio. EUR. Berücksichtigt werden die ausgeschütteten Dividenden, erwartete Dividendenansprüche werden nicht einbezogen. Die Dividendenansprüche werden abgezinst bilanziert. Im Berichtsjahr wurden die im Jahr 2013 endgültig zugeteilten 16.631 Share Awards des Vorstandes mit einem Wert von je 111,65 EUR zuzüglich des Dividendenanspruchs in Höhe von je 17,00 EUR an die zuteilungsberechtigten Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Die 94.988 Share Awards der Führungskräfte für das Geschäftsjahr 2013 wurden 2018 mit einem Wert von je 111,32 EUR zuzüglich 17,00 EUR Dividendenanspruch ausgezahlt. Die Zuführung der Rückstellung für die 2013er-Share Awards ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Aktienkurs zum letzten Bilanzstichtag (104,90 EUR) und dem Kurs für die Auszahlung der Share Awards aus dem März 2018 (111,65 EUR bzw. 111,32 EUR). SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDer Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum Stichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben, während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere nicht bilanziert werden. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 288 (-) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis" bilanziert. ANGABEN ZUR VORÜBERGEHENDEN BEFREIUNG VON IFRS 9Die folgende Tabelle stellt die zukünftig gemäß IFRS 9 zu bilanzierenden aktivischen Finanzinstrumente dar und unterteilt diese in eine Gruppe, die das Zahlungsstromkriterium für Finanzinstrumente erfüllt, sowie sonstige Finanzinstrumente. Diese umfassen neben den derzeit ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten und Investment Contracts insbesondere gehaltene Eigenkapitalinstrumente sowie Anteile an Investmentfonds, die aufgrund ihrer Natur das in IFRS 9 verankerte Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen können. Das Zahlungsstromkriterium wird erfüllt, wenn die Vertragsbedingungen des Finanzinstrumentes zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbestand darstellen (Solely Payments of Principal and Interest - SPPl-Test). ZEITWERTANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 9scroll
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Ohne Handelsbestände und ohne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gesteuert
werden AUSFALLRISIKOANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 9scroll
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Ohne Handelsbestände und ohne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gesteuert
werden Der beizulegende Zeitwert für Finanzinstrumente, die das Zahlungsstromkriterium erfüllen und nicht nur ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, beläuft sich auf 2.700 Mio. EUR. RECHTSSTREITIGKEITENDer gewöhnliche Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaften kann gerichtliche und aufsichtsrechtliche Verfahren wie auch Schiedsverfahren nach sich ziehen. Abhängig von der Wahrscheinlichkeit eines daraus resultierenden Ressourcenabflusses und soweit dieser in seiner Höhe zuverlässig schätzbar ist, wird entweder eine Rückstellung erfasst oder eine Eventualverpflichtung (im Konzernanhang) angegeben. Gemäß Verfahrensgegenstand handelt es sich dabei in der Regel um versicherungstechnische Rückstellungen im Anwendungsbereich des IFRS 4 und in Ausnahmefällen um sonstige Rückstellungen. Prozesskosten (wie Anwalts-, Gerichts- und sonstige Nebenkosten) werden erst mit Kenntnis einer begründeten Klage passiviert. Ist die Inanspruchnahme aus einem Rechtsstreit nicht wahrscheinlich, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben. Die Höhe und die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses schätzt der Konzern unter Berücksichtigung mehrerer Beurteilungskriterien. Diese beinhalten u. a. Art des Rechtsstreits, Stand des Verfahrens, Einschätzungen von Rechtsberatern, Entscheidungen von Gerichts- und Schiedsstellen, Gutachten, Erfahrungen des Konzerns aus ähnlichen Fällen sowie Erkenntnisse anderer Unternehmen, soweit bekannt. Im Berichtsjahr und am Bilanzstichtag bestanden - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts - keine Rechtsstreitigkeiten, einschließlich der nachfolgend aufgeführten, die wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Nach dem im September 2006 beschlossenen und im Mai 2007 wirksam gewordenen Squeeze-out (Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär gegen eine Barabfindung) bei der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, haben ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung eingeleitet. Das Verfahren ist vor dem Landgericht Köln anhängig. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 10 Mio. Stück) sowie die Differenz zwischen der bereits gezahlten Abfindung und dem Unternehmenswert der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG, den man zum Bewertungsstichtag festsetzen kann. Die jeweils gebildeten Rückstellungen für Prozessrisiken sowie die angegebenen Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten decken nach unserer Einschätzung den zu erwartenden Aufwand ab. ERGEBNIS JE AKTIEDie Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden. ERGEBNIS JE AKTIEscroll
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Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" DIVIDENDE JE AKTIE UND GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGIm Berichtsjahr wurde für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 1,40 EUR je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 354 Mio. EUR. Der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 1,45 EUR je Aktie zu zahlen. Dies entspricht insgesamt 366 Mio. EUR. Der Restbetrag des Bilanzgewinns der Talanx AG (119 Mio. EUR) wird in den Gewinnvortrag eingestellt. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND EVENTUALVERBINDLICHKEITENZum Stichtag bestehen für Kapitalanlageengagements Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 2.363 (2.053) Mio. EUR. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht erfüllte Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungszusagen an Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Gesellschaften. Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse. Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte. Zudem sind mehrere Konzerngesellschaften nach §§ 221 ff. vag Mitglieder des Sicherungsfonds für Lebensversicherer, in diesem Zusammenhang bestehen Einzahlungsverpflichtungen sowie Beitragszahlungen in Höhe von 624 (445) Mio. EUR. Im Rahmen ihrer regulären Geschäftstätigkeit geht unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE Eventualverpflichtungen ein. Eine Reihe von Rückversicherungsverträgen von Konzerngesellschaften mit fremden Dritten enthält Patronatserklärungen, Garantien oder Novationsvereinbarungen, nach denen die Hannover Rück SE bei Eintritt bestimmter Konstellationen für die Verbindlichkeiten der jeweiligen Tochtergesellschaft garantiert bzw. in die Rechte und Pflichten der Tochtergesellschaft unter den Verträgen eintritt. Die Anwendung steuerlicher Vorschriften kann zum Zeitpunkt der Bilanzierung der Steuerpositionen ungeklärt sein. Bei der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und Steuerverbindlichkeiten haben wir die nach unserer Auffassung wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Die Finanzverwaltung kann jedoch zu abweichenden Auffassungen gelangen, aus denen sich zukünftig zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben können. In diesem Zusammenhang bestehen für den Konzern Eventualverbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 92 (120) Mio. EUR. UMSATZERLÖSEDie Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie folgt zusammen: UMSATZKATEGORIEscroll
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Überwiegend zeitraumbezogene Umsatzrealisierung Erlöse aus der Erbringung von Kapitalverwaltungsleistungen (Fondsverwaltung) inklusive damit im Zusammenhang stehenden Provisionen (200 Mio. EUR) werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Die Transaktionspreise bemessen sich nach den zugrundeliegenden Prozentsätzen in Verbindung mit dem Marktwert der verwalteten Fonds zum jeweiligen Monatsende und beinhalten im Wesentlichen keine variablen Vergütungsbestandteile. Die Umsatzrealisierung erfolgt, entsprechend der Leistungserbringung, zeitraumbezogen nach Ablauf der Zeit, weil der Kunde den Nutzen zeitgleich erhält und verbraucht. Die Verträge mit den Kunden beinhalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Weitere Provisionen (27 Mio. EUR) beinhalten Vermittlungsprovisionen, Performance-Fees und ähnliche Vergütungsformen und werden überwiegend zeitpunktbezogen realisiert. Die sonstigen versicherungsnahen Dienstleistungen beinhalten überwiegend zeitraumbezogen realisierte Dienstleistungen (73 Mio. EUR). Diese umfassen insbesondere Verwaltungsdienstleistungen (27 Mio. EUR). Die Transaktionspreise bemessen sich dabei im Wesentlichen an den zugrundeliegenden Rahmengebührensätzen sowie an einem prozentualen Bruttoprämienanteil. Die Erträge aus den hier beschriebenen Verwaltungsdienstleistungen werden gemäß vertraglicher Laufzeit im Wesentlichen über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren verdient und überwiegend zeitanteilig realisiert. Des Weiteren werden andere administrative Tätigkeiten für Konzernfremde durchgeführt, Schadenabwicklungsleistungen und eine Vielzahl weiterer Dienstleistungen in einem jeweils unbedeutenden Umfang erbracht. Im Geschäftsjahr wurden 38 Mio. EUR aus zeitpunktbezogen realisierten sonstigen versicherungsnahen Dienstleistungen und im geringen Umfang aus dem Verkauf von Gütern generiert. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Führungsprovisionen für die Tätigkeit als Konsortialführer (17 Mio. EUR). Erträge aus den Infrastrukturinvestments beinhalten Stromerlöse, die durch Windparks generiert werden. Der Transaktionspreis bestimmt sich für die in der Berichtsperiode eingespeisten Strommengen nach den vertraglich festgelegten Einspeisevergütungen inklusive der jeweils gültigen Mindestvergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Umsatzrealisierung erfolgt basierend auf den in der Berichtsperiode eingespeisten Strommengen. Die Verträge mit den Kunden beinhalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten. MIETEN UND LEASINGLEASINGVERHÄLTNISSE, BEI DENEN DIE KONZERNGESELLSCHAFTEN MIETER/LEASINGNEHMER SINDDer Talanx-Konzern nutzt an vielen Standorten geleaste Immobilien sowie geleaste Büroeinrichtungen. Diese sind im Wesentlichen auf der Basis verschiedener langfristiger Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden offene Verpflichtungen aus unkündbaren Vertragsverhältnissen in Höhe von 591 (488) Mio. EUR. ZUKÜNFTIGE LEASINGVERPFLICHTUNGENscroll
Aus Operating-Leasing-Verträgen fielen im Berichtsjahr Aufwendungen für Mindestleasingzahlungen in Höhe von 55 (71) Mio. EUR an. Zum Bilanzstichtag bestanden Aufwendungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in geringem Umfang von 5 (3) Mio. EUR. LEASINGVERHÄLTNISSE, BEI DENEN DIE KONZERNGESELLSCHAFTEN VERMIETER/LEASINGGEBER SINDDer Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 1.055 (932) Mio. EUR. ZUKÜNFTIGE MIETEINNAHMENscroll
Die Mieteinnahmen resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten durch Immobiliengesellschaften im Segment Schaden-Rückversicherung wie auch aus der Vermietung von Immobilien in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen (vorwiegend im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben). BEZÜGE DER ORGANE DER OBERGESELLSCHAFTZum Bilanzstichtag setzte sich der Vorstand aus 6 (6) aktiven Mitgliedern zusammen. Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 9.820 (10.359) TEUR. Im Rahmen des 2011 eingeführten anteilsbasierten Vergütungssystems hat der Vorstand für das Berichtsjahr Ansprüche auf virtuelle Aktien mit einem Zeitwert in Höhe von 950 (1.033) TEUR, dies entspricht 31.889 (30.333) Stück, aus dem Talanx-Share-Award-Programm und einem Zeitwert in Höhe von 229 (232) TEUR, dies entspricht 1.982 (2.171) Stück, aus dem Hannover Rück-Share-Award-Programm. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 1.098 (765) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 31.517 (18.346) TEUR als Projected Benefit Obligations zurückgestellt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 2.634 (2.410) TEUR. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen bestehen nicht. Im Berichtsjahr wurden keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises. Zum Jahresende bestehen keine ausstehenden Salden aus der Vergütung der Organe der Obergesellschaft. Die weiteren Angaben zu Organbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht (Seite 89 ff.) enthalten. Die dortigen Informationen beinhalten auch den individualisierten Ausweis der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats und sind Bestandteil des Konzernabschlusses. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSAufgrund der Wahl durch die ordentliche Hauptversammlung am 8. Mai 2018 hat der Aufsichtsrat der Talanx AG die Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC GmbH) zum Konzernabschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB bestellt. Die von PwC GmbH und weltweiten Mitgliedsfirmen des globalen PwC-Netzwerkes im Berichtsjahr als Aufwand erfassten Honorare gliedern sich auf wie folgt: HONORARE DER PWC/KPMGscroll
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der PwC GmbH beinhaltet vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen, die prüferische Durchsicht des Zwischenberichts sowie Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen der Solvabilitätsübersichten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen. In den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die Unterstützungsleistungen bei der Erstellung von Steuererklärungen und die steuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten enthalten. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen Beratungsleistungen in Verbindung mit IT und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen. Der für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortliche Wirtschaftsprüfer im Sinne von § 38 Absatz 2 Berufssatzung WP/VBP in der Fassung vom 21. Juni 2016 ist Herr Florian Möller. Er war erstmals Auftragsverantwortlicher für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTGDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären, wie in der Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung im Konzernlagebericht (Kapitel: "Corporate Governance") beschrieben, dauerhaft auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich gemacht worden (http://www.talanx.com/ corporate-governance). Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rück SE haben am 7. November 2018 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rück SE finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http:// www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/index.html). EREIGNISSE NACH ABLAUF DES GESCHÄFTSJAHRESMit Wirkung zum 8. Januar 2019 wurden 50,22 % der Anteile der HDI Global Specialty SE (vormals International Insurance Company of Hannover SE, Segment Schaden-Rückversicherung) konzernintern von der Hannover Rück SE an die HDI Global SE (Segment Industrieversicherung) veräußert. Zu weiterführenden Informationen verweisen wir auf die Kapitel "Geschäftsentwicklung", Abschnitt "Wachstumsinitiative im Specialty-Geschäft" sowie "Prognose- und Chancenbericht", Abschnitt "Ausrichtung des Talanx-Konzerns im Geschäftsjahr 2019" des Konzernlageberichts. ANTEILSBESITZDie nachfolgenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Absatz 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 (a) (i) zum Konzernabschluss der Talanx AG vor. 1. IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENE VERBUNDENE UNTERNEHMENscroll
2. IN DEN KONZERNABSCHLUSS WEGEN UNTERGEORDNETER BEDEUTUNG NACH IFRS NICHT EINBEZOGENE VERBUNDENE UNTERNEHMENscroll
3. STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN, IN DEN KONZERNABSCHLUSS GEMÄSS IFRS 10 EINBEZOGENscroll
4. IN DEM KONZERNABSCHLUSS AT EQUITY BEWERTETE ASSOZIIERTE UNTERNEHMENscroll
5. WEGEN UNTERGEORDNETER BEDEUTUNG NICHT AT EQUITY IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENE ASSOZIIERTE UNTERNEHMENscroll
6. IN DEN KONZERNABSCHLUSS AT EQUITY EINBEZOGENE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENscroll
7. WEGEN UNTERGEORDNETER BEDEUTUNG NICHT IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENscroll
8. BETEILIGUNGENscroll
9. BETEILIGUNGEN AN GROSSEN KAPITALGESELLSCHAFTEN, BEI DENEN DIE BETEILIGUNG 5 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITETscroll
1)
Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen
Anteile nach Maßgabe des § 16 Absatz 2 und 4 AktG WESENTLICHE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN DES KONZERNSWir definieren die Zweigniederlassung einer Konzerngesellschaft als einen nicht rechtsfähigen, von der Konzerngesellschaft räumlich und organisatorisch getrennten Unternehmensteil, der im Innenverhältnis weisungsgebunden agiert und im Markt selbstständig auftritt. Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Gesellschaften des Talanx-Konzerns unterhalten Zweigniederlassungen, die wir für das Verständnis der Lage des Konzerns als wesentlich betrachten. WESENTLICHE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN DES KONZERNSscroll
1)
Zahlen vor Konsolidierung Darüber hinaus unterhalten andere Gesellschaften des Talanx-Konzerns weitere, einzeln und insgesamt für den Konzern als nicht wesentlich einzustufende Zweigniederlassungen. Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 27. Februar 2019 in Hannover.
Der Vorstand Torsten Leue, Vorsitzender Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender Sven Fokkema Dr. Immo Querner Ulrich Wallin Dr. Jan Wicke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlissprüfersAn die Talanx AG, Hannover VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPRÜFUNGSURTEILEWir haben den Konzernabschluss der Talanx AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Talanx AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSESBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die nachfolgende Darstellung folgt der Gliederung der Bilanzposten im Konzernabschluss. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 Bewertung bestimmter Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert2 Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle3 Bewertung der DeckungsrückstellungUnsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Bewertung bestimmter Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden Finanzinstrumente in Höhe von € 122.831 Mio (75 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Von diesen Finanzinstrumenten werden finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 79.208 Mio zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Von diesen Finanzinstrumenten werden wiederum Zeitwerte in Höhe von € 75.968 Mio mit Bewertungsmodellen oder auf Basis von Wertindikationen Dritter ermittelt. Die Bewertung von Finanzinstrumenten, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden müssen, ist mit Unsicherheit behaftet, da für die Bewertung nicht in jedem Fall die aktuellsten verfügbaren Marktdaten bzw. Vergleichswerte vorliegen und daher auch Schätzwerte und nicht aktuell am Markt beobachtbare Parameter herangezogen werden. Dies betrifft insbesondere nicht börsengehandelte Wertpapiere, sonstige Darlehen sowie Derivate. Modellbewertete Finanzinstrumente unterliegen in diesem Zusammenhang aufgrund einer geringeren Objektivierbarkeit sowie der zugrunde liegenden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter einem erhöhten Bewertungsrisiko. Da die angewandten Schätzungen und Annahmen, insbesondere solche mit Bezug auf Zinsen und Zahlungsströme, sowie die angewandten Bewertungsmethoden ggf. wesentliche Auswirkungen auf die Bewertung dieser Finanzinstrumente und auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben können und zudem umfangreiche Anhangangaben zu Bewertungsmethoden und Ermessensspielräumen erforderlich sind, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die modellbewerteten und die auf Wertindikationen Dritter bewerteten Finanzinstrumente analysiert, wobei der Fokus auf den Bewertungsunsicherheiten lag. Dabei haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit der relevanten Kontrollen zur Bewertung dieser Finanzinstrumente und zur Modellvalidierung beurteilt. Damit einhergehend haben wir unter anderem die Integrität der zugrunde liegenden Daten und den Prozess zur Ermittlung von in die Bewertung eingehenden Annahmen und Schätzungen gewürdigt. Mit Unterstützung unserer internen Finanzmathematikspezialisten haben wir auch die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte (sog. Impairment-Test) und der dabei verwendeten Parameter beurteilt. Die angewandten Methoden und Annahmen zur Berechnung von Bewertungsanpassungen im Geschäftsjahr haben wir mit anerkannten Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern sie zur sachgerechten bilanziellen Abbildung geeignet sind. Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden und Annahmen zur Bewertung bestimmter Finanzinstrumente (modellbewertet und auf Wertindikationen Dritter basierend bewertet) insgesamt geeignet sind und die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sachgerecht sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Finanzinstrumente sind in dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Kapitalanlagen" des Konzernanhangs enthalten. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten in den Anmerkungen 4 bis 16 gemacht. Aussagen zu den Risiken aus Finanzinstrumenten werden im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen" gemacht. 2 Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. Schadenrückstellungen) in Höhe von € 45.887 Mio (28 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in der Schaden-/Unfallversicherung stellen die Erwartungen der Gesellschaft über zukünftige Zahlungen für bekannte und unbekannte Schadenfälle sowie die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen dar. Zur Schätzung dieser Verpflichtung werden von der Gesellschaft versicherungsmathematische und statistische Methoden angewendet. Zudem erfordert die Bewertung dieser Rückstellungen ein signifikantes Maß an Ermessensausübung durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft bezüglich getroffener Annahmen, wie z. B. Inflation, Schadenabwicklungsmuster und regulatorische Veränderungen. Insbesondere die Produktsparten mit geringer Schadenhäufigkeit, hohen Einzelschäden oder langen Schadenabwicklungszeiträumen unterliegen üblicherweise erhöhten Schätzunsicherheiten. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Schaden-/Unfallversicherung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir die Angemessenheit der Auswahl aktuarieller Methoden der Gesellschaft sowie die Vorgehensweise einschließlich etablierter Kontrollen zur Ermittlung von Annahmen und zur Vornahme von Schätzungen für die Bewertung bestimmter versicherungstechnischer Rückstellungen der Schaden-/Unfallversicherung überprüft und beurteilt. Unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten im Bereich Schaden- und Unfallversicherung haben wir die jeweils angewandten aktuariellen Methoden und wesentlichen Annahmen mit allgemein anerkannten aktuariellen Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern diese zur Bewertung geeignet sind. Unsere Prüfung beinhaltete auch die Würdigung der Plausibilität und Integrität der in die Bewertung eingehenden Daten und Annahmen sowie das Nachvollziehen von Schadenabwicklungsverläufen. Darüber hinaus haben wir die Höhe der Rückstellungen für ausgewählte Produktlinien, insbesondere Produktlinien mit großem Geschäftsvolumen bzw. mit erhöhten Schätzunsicherheiten, nachberechnet. Für diese Produktlinien haben wir die nachberechneten Rückstellungen mit den durch die Gesellschaft ermittelten Rückstellungen verglichen und etwaige Differenzen gewürdigt. Weiterhin haben wir untersucht, ob etwaige Anpassungen von Schätzungen in der Schadenreservierung auf Gruppenebene angemessen dokumentiert und begründet waren. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung versicherungstechnischer Rückstellungen in der Schaden-/ Unfallversicherung insgesamt geeignet sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Schaden/ Unfallversicherung sind im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen" des Konzernanhangs enthalten. Des Weiteren sind in der Anmerkung 21 des Konzernanhangs weitere Aufgliederungen der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Risikoangaben sind im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Versicherungstechnische Risiken der Schaden/Unfallversicherung" enthalten. 3 Bewertung der Deckungsrückstellung1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Deckungsrückstellungen" versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von € 56.234 Mio. aus (35 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Deckungsrückstellungen sind versicherungstechnische Rückstellungen für zukünftige Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer im Bereich der Lebensversicherung. Die Bewertung der Deckungsrückstellung erfolgt auf Basis komplexer aktuarieller Methoden und Modelle auf der Grundlage eines umfassenden Prozesses zur Ermittlung von Annahmen über künftige Entwicklungen in Bezug auf die zu bewertenden Versicherungsportfolios. Die verwendeten Methoden und die ermittelten aktuariellen Annahmen im Zusammenhang mit Zinsen, Kapitalanlageerträgen, biometrischen Größen und Kostenannahmen sowie zukünftigem Versicherungsnehmerverhalten können wesentliche Auswirkungen auf die Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellung haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns sowie der komplexen Ermittlung der zugrunde liegenden Annahmen der gesetzlichen Vertreter war die Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der ausgewählten aktuariellen Methoden sowie die Vorgehensweise einschließlich etablierter Kontrollen zur Ermittlung von Annahmen und zur Durchführung von Schätzungen für die Bewertung bestimmter versicherungstechnischer Rückstellungen beurteilt. Unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir dazu die jeweils angewandten aktuariellen Methoden und wesentlichen Annahmen mit allgemein anerkannten aktuariellen Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern diese zur Bewertung geeignet sind. Einen Schwerpunkt unserer Prüfung bildete die Beurteilung der sachgerechten Durchführung des Angemessenheitstestes (sog. Liability Adequacy Test). Unsere Prüfung beinhaltet auch die Würdigung der Plausibilität und Integrität der in die Bewertung eingehenden Daten und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden und Annahmen zur Bewertung der Deckungsrückstellung insgesamt geeignet sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Deckungsrückstellungen sind im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen" enthalten. Des Weiteren sind in den Erläuterungen im Konzernanhang in der Anmerkung 20 weitere Aufgliederungen der Deckungsrückstellung enthalten. Risikoangaben werden im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Versicherungstechnische Risiken Leben" dargestellt. SONSTIGE INFORMATIONENDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Konzern-Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der Talanx AG, Hannover, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Florian Möller.
Hannover, den 8. März 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Florian Möller, Wirtschaftsprüfer ppa. Christoph Czupalla, Wirtschaftsprüfer VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERSÜBER EINE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE PRÜFUNG ZUR ERLANGUNG BEGRENZTER SICHERHEIT DER NICHTFINANZIELLEN BERICHTERSTATTUNGAn die Talanx AG, HannoverWir haben die im Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach §315b HGB der Talanx AG, Hannover, (im Folgenden die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 (im Folgenden die "nichtfinanzielle Erklärung") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. UNABHÄNGIGKEIT UND QUALITÄTSSICHERUNG DER WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTWir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst. VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERSUnsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung abzugeben. Nicht Gegenstand unseres Auftrages ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die in der nichtfinanziellen Erklärung verwiesen wird. Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
PRÜFUNGSURTEILAuf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKSWir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Frankfurt, 8. März 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Nicolette Behncke ppa. Juliane v. Clausbruch Wirtschaftsprüfer VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Talanx AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 27. Februar 2019 Der Vorstand Torsten Leue, Vorsitzender Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender Sven Fokkema Dr. Immo Querner Ulrich Wallin Dr. Jan Wicke 3 Weitere InformationenGLOSSAR UND KENNZAHLENDEFINITIONENABSCHLUSSKOSTEN, AKTIVIERTEKosten bzw. Aufwendungen, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). Die Aktivierung von Abschlusskosten führt zu einer Verteilung der Kosten über die Vertragslaufzeit. ANNUAL PREMIUM EQUIVALENT - APEJahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung. ASSET-MANAGEMENTKapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten. ASSOZIIERTES UNTERNEHMENUnternehmen, das nicht durch Vollkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der > Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäfts- oder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat. AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENSumme aus gezahlten Schäden und den Rückstellungen für im Geschäftsjahr eingetretene Schadenereignisse, ergänzt um das Ergebnis der Abwicklung der Rückstellungen für Schadenereignisse der Vorjahre, jeweils nach Abzug der eigenen Rückversicherungsangaben. B2BAustausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen. BANCASSURANCEBank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien. BASISEIGENMITTELÜberschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten abzüglich des Betrags der eigenen Aktien in der Solvabilitätsübersicht und den nachrangigen Verbindlichkeiten gemäß § 89 Absatz 3 vag. BEITRAG
BEITRAGSÜBERTRÄGE
BESTIMMUNGSMACHT
BIOMETRISCHE PRODUKTEVersicherungen ohne Sparanteil, bei denen Ereignisse, die mit grundlegenden Veränderungen der biologisch bedingten Lebensverhältnisse einhergehen (Tod, Eintritt von Pflegebedürftigkeit, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit) die Leistungsverpflichtung auslösen. BRUTTOBei Versicherungen: vor Abzug der > passiven Rückversicherung BUCHWERT JE AKTIEDie Kennzahl gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals je Aktie an. CHAIN-LADDER-VERFAHRENAktuarielles Standardverfahren, mit dem der Rückstellungsbedarf für zukünftige Schadenaufwendungen geschätzt wird. Es unterstellt, dass der Schadenstand um einen in allen Anfalljahren gleichen Faktor zunimmt. Der erwartete Gesamtschaden wird bei diesem Verfahren ausschließlich auf der Basis historischer Daten zur Abwicklung von Schäden im Portfolio des Versicherers bestimmt. COINSURANCE-FUNDS-WITHHELD-VERTRAGMitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem > Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag repräsentieren die Zinszahlungen an den Rückversicherer den Anlagebetrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles. COMBINED RATIO
DECKUNGSRÜCKSTELLUNGNach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung. DEPOSIT ACCOUNTINGBilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren. DEPOTFORDERUNGEN/DEPOT-VERBINDLICHKEITENSicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen. DERIVAT, DERIVATIVES FINANZINSTRUMENTAus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers bzw. Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B. > Swaps, Optionen und Futures. DURATIONFinanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines Investments in Renten bzw. deren Zinssensitivität abbildet. Die "Macaulay-Duration" ist die kapitalgewichtete mittlere Anzahl von Jahren, in denen ein Rentenpapier Zahlungen leistet. Die "Modified Duration" gibt dagegen die Veränderung des Barwerts eines Rentenpapieres bei Zinsänderungen an und ist damit ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko. Die "Effective Duration" gibt die Sensitivität des Bestandswerts auf kleine Parallelverschiebungen der (kreditrisikolosen) Zinsstrukturkurve an. EBITEarnings before interest and taxes; im Talanx-Konzern identisch mit > operatives Ergebnis. ENTSCHEIDUNGSMACHT (AUCH: BESTIMMUNGSMACHT)Der Konzern trägt das Risiko von oder besitzt die Rechte an dem variablen wirtschaftlichen Erfolg eines Engagements und verfügt aufgrund substanzieller Rechte über die Möglichkeit, die Höhe des wirtschaftlichen Erfolgs (z. B. über die maßgeblichen Tätigkeiten) zu beeinflussen. EQUITY-METHODEVerfahren zur Bewertung einer Beteiligung (> assoziiertes Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen) im Konzernabschluss, bei der der Beteiligungsbuchwert in der Konzernbilanz entsprechend der Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen weiterentwickelt wird. ERGEBNIS (AUCH: GEWINN) JE AKTIE, VERWÄSSERTKennziffer, die sich aus der Division des auf die Aktionäre der Talanx ag entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch nicht zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Aktienanzahl mit ein. ERNEUERUNGBei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in sogenannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert. ERSTVERSICHERERGesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht. EXPONIERUNG (AUCH: EXPOSURE)Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands. EXPOSURE
FAIR VALUE
FAKULTATIVE RÜCKVERSICHERUNGBeteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. Gegensatz: > obligatorische Rückversicherung FONDSGEBUNDENE LEBENSVERSICHERUNGLebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt. FÜR EIGENE RECHNUNG (AUCH: NETTO)Bei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT (AUCH: GOODWILL)Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist. GEWINN JE AKTIE, VERWÄSSERT
GROSSSCHADENSchaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. Seit 2012 wird der Großschaden definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto für den Anteil des Talanx-Konzerns. HAFTENDES KAPITALSumme aus a) dem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt, b) den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und c) dem sogenannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst. HARTER MARKTMarktphase, die sich durch hohe Prämien auszeichnet. Gegensatz: > weicher Markt HYBRIDKAPITALFremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital. IBNR - INCURRED BUT NOT REPORTED
IMPAIRMENTWertminderung (außerplanmäßige Abschreibung), die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert. INSURANCE-LINKED SECURITIES (ILS)Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/ oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt. INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)Internationale Rechnungslegungsvorschriften, vormals als IAS (International Accounting Standards) bezeichnet; bei Talanx angewendet seit 2004. INVESTMENT-GRADEEin Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen. JAHRESERGEBNISEBIT abzüglich Finanzierungszinsen und Ertragsteuern KAPITALANLAGEERGEBNIS, AUSSERORDENTLICHESErgebnis aus realisierten sowie unrealisierten Gewinnen und Verlusten einschließlich Zuschreibungen und Wertminderungen/Abschreibungen (Impairments). KAPITALANLAGEN AUS INVESTMENTVERTRÄGENInvestmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko aufweisen und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bilanziert werden. KAPITALANLAGEN, SELBST VERWALTETEKapitalanlagen, die weder aus Investmentverträgen stammen noch aus den Depotforderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Sie werden in der Regel eigenständig von Konzerngesellschaften auf deren Risiko erworben bzw. veräußert und entweder von der Gesellschaft selbst oder im Namen der Gesellschaft von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet. KAPITALEFFIZIENTE PRODUKTEUnabhängig vom Kapitalmarkt werden nach Ablauf der Versicherung maximal die eingezahlten Beiträge garantiert. Während der Laufzeit erhöhen Überschüsse das Guthaben. Durch die Endfälligkeit der Beitragsgarantie verringert sich das Risikokapital, das der Lebensversicherer unterlegen muss. KATASTROPHENANLEIHEInstrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt. KOMBINIERTE SCHADEN-/ KOSTENQUOTESumme aus > Schadenquote und > Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen. Bei der Berechnung der kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich des Depotzinsergebnisses berücksichtigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherern. KONGRUENTE WÄHRUNGSBEDECKUNGBedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. KOSTENQUOTEVerhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. KUMULRISIKOVersicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem > Portefeuille führt. LEBENSVERSICHERUNGZusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung. LETTER OF CREDIT (LOC)Bankbürgschaft. Beispielsweise in den usa eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft. MODIFIED-COINSURANCE (MODCO)-VERTRAGRückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren. MORBIDITÄTKrankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt. MORTALITÄTSterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. NETTOBei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung NETTOAUFWENDUNGEN, VERSICHERUNGSTECHNISCHEAufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, jeweils nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer. NETTOVERZINSUNGKapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und ohne Ergebnis aus > Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen. NEUGESCHÄFTSMARGE (LEBEN)Verhältnis von Neugeschäftswert zu Barwert der Neugeschäftsprämien ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. NEUGESCHÄFTSWERT (LEBEN)Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-II-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen. NICHT KAPITALEFFIZIENTE PRODUKTEKlassische Lebens- oder Rentenversicherungen mit festem Garantiezins über die gesamte Laufzeit des Vertrages. NICHTPROPORTIONALE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. die Versicherungssumme tragen muss. Gegensatz: > proportionale Rückversicherung. OBLIGATORISCHE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsvertrag, bei dem sich der Rückversicherer an einem gesamten, genau definierten Versicherungsbestand eines > Zedenten beteiligt. Gegensatz: > fakultative Rückversicherung OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis einschließlich der Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vor Zinsen für sonstiges zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern). OTCOver the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. PASSIVE RÜCKVERSICHERUNGBestehende Rückversicherungsprogramme der > Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken. PERSONENVERSICHERUNGSparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung. PORTEFEUILLE
PORTFOLIO (AUCH: PORTEFEUILLE)a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment übernommenen Risiken. b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen. PRÄMIE (AUCH: BEITRAG)Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken. PRÄMIENÜBERTRÄGE (AUCH: BEITRAGSÜBERTRÄGE)In einem Geschäftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind. PRESENT VALUE OF FUTURE PROFITS (PVFP)Immaterieller Vermögenswert, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen. PROPORTIONALE RÜCKVERSICHERUNGRückversicherungsverträge, auf deren Basis Anteile eines Risikos oder Portefeuilles zu den bestehenden Originalkonditionen in Rückversicherung gegeben werden. > Prämien sowie Schäden werden anteilsmäßig in einem proportionalen Verhältnis geteilt. Gegensatz: > nichtproportionale Rückversicherung PROVISIONVergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler. QUOTENRÜCKVERSICHERUNGForm der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden. RATEProzentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer > nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist. RETAILa) Allgemein: Privatkundengeschäft. b) Ampega: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen. RETROZESSIONAbgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer. RÜCKVERSICHERERGesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem > Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt. SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNGGesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine fest vereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird. SCHADENQUOTEBilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. > PVFP SCHADENQUOTE FÜR SACHVERSICHERUNGSPRODUKTEa) Brutto: Summe der Schadenaufwendungen (brutto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien. b) Netto: Summe der Schadenaufwendungen (netto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien. SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGRückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals. SELBSTBEHALTDer Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also > netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung). SILOEin von den übrigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten separierter Unternehmensteil (z. B. ein Sondervermögen), bei dem sämtliche Rechte und Pflichten ausschließlich den Investoren dieses Unternehmensteils zustehen. SOLVABILITÄTAusstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist. SOLVENCY IIProjekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europäischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ABSCHREIBUNGENAufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. Personal- und Sachaufwendungen, Abschreibungen, realisierte Verluste aus Kapitalanlagen, Währungskursverluste, Dienstleistungsaufwendungen. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEErträge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen oder Währungskursgewinne. SPÄTSCHADENRESERVERückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden. SPEZIALGESCHÄFTSpezialversicherung für Nischengeschäft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung. STORNOQUOTE LEBENSVERSICHERUNGSPRODUKTESumme aus Storno und sonstigem vorzeitigen Abgang im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand (Kennzahl nach GDV). STRESSTESTForm der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von > Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können. STRUKTURIERTES UNTERNEHMENUnternehmen, das derart ausgestaltet ist, dass Stimm- oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden (z. B. einige Investmentfonds). SURVIVAL RATIOSpiegelt das Verhältnis von Schadenreserven zu bezahlten Schäden eines Vertrages oder mehrerer Verträge in einem Bilanzjahr wider. ÜBERSCHUSSBETEILIGUNGGesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen. UNDERWRITINGPrüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-) Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist. VALUE AT RISKRisikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden. VERDIENTE PRÄMIENAnteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt. VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNISSaldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus > verdienten Prämien für eigene Rechnung sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und dem sonstigen versicherungstechnischen Ergebnis (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP. VERWALTUNGSKOSTENKosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen. WEICHER MARKTMarktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz: > harter Markt ZEDENTErst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert). ZEITWERT (AUCH: FAIR VALUE)Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. ZESSIONÄRRückversicherer des Erstversicherers. STICHWORTVERZEICHNISscroll
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