Talanx Aktiengesellschaft

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

1 Zusammengefasster Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

DER TALANX-KONZERN

GESCHÄFTSMODELL

Der Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Er beschäftigte zum Jahresende 2018 weltweit 22.642 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht die seit 2012 börsennotierte Finanz- und Managementholding Talanx AG mit Sitz in Hannover. Mehrheitseigentümer der Talanx AG ist mit 79,0 % der HDI V. a. G., ein seit über 110 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Inklusive Mitarbeiteraktien befinden sich unverändert zum Vorjahr 21,0 % der Aktien im Streubesitz.

Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV) genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl-(ED-) und Raub-Versicherung, Leitungswasser-(Lw-)Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, verbundene Hausratversicherung, verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage-[EC-]Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, sonstige Sachversicherung, sonstige Schadenversicherung.

Die Talanx ist auf allen Kontinenten mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist sie auf Deutschland fokussiert, international vor allem auf die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei) und Lateinamerika. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen mit Erst- und Rückversicherungskunden in insgesamt mehr als 150 Ländern.

Die Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns verantworten jeweils eigene Geschäftsprozesse. Diese Aufgaben, die arbeitsteilig von mehreren Organisationseinheiten ausgeführt werden, liefern einen Beitrag zur Wertschöpfung im Konzern. Die Kernprozesse in der Industrieversicherung, die international ausgerichtet ist, sind beispielsweise Produktentwicklung, Vertrieb und Underwriting inklusive der jeweiligen Fachaufsicht. Zu den Kernprozessen bei den Segmenten der Privat- und Firmenversicherung zählen Produktentwicklung, Tarifierung und Vertrieb sowie Produktmanagement und -marketing. Bei den beiden Rückversicherungssegmenten spielen ebenfalls Vertrieb, Produktentwicklung und Underwriting eine wesentliche Rolle. Das Segment Konzernfunktionen ist aus Konzernsicht zuständig für Vermögensverwaltung, Unternehmensentwicklung, Risikomanagement, Personal und weitere Dienstleistungen.

RECHTLICHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Versicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden, um die Stabilität der Unternehmen und der Finanzmärkte zu gewährleisten sowie die Kunden der Unternehmen zu schützen. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommt eine umfassende Regulierung der Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen durch zahlreiche rechtliche Regelungen. Die bereits in den Vorjahren zu beobachtende intensive Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine damit einhergehende Verschärfung und zunehmende Komplexität setzte sich auch im Jahr 2018 unvermindert fort.

Vor dem Hintergrund der in Deutschland umzusetzenden Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD) wurden in den betroffenen Gesellschaften des Konzerns bereits frühzeitig Projekte aufgesetzt, um die umfangreichen Vorgaben termingemäß umsetzen zu können. Diese Projekte wurden rechtzeitig vor dem Wirksamwerden der entsprechenden gesetzlichen Regelungen in Deutschland beendet. Diese gesetzlichen Anforderungen zielen insbesondere auf eine bestmögliche Berücksichtigung von Verbraucherinteressen bei der Produktentwicklung und dem Vertrieb von Versicherungsprodukten sowie auf weitgehende Erfordernisse im Hinblick auf die Produktüberwachung und die Produkt-Governance von Versicherungsprodukten durch Versicherungsunternehmen, aber auch durch Versicherungsvermittler, ab.

Am 25. Januar 2017 veröffentlichte die BaFin ihr Rundschreiben 2/2017 (VA) zu der behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo). In diesem Rundschreiben werden übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation erläutert und zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" aus Sicht der Aufsichtsbehörde erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieser veröffentlichten Rechtsansichten der BaFin wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement.

Das Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie (GwG) ist am 26. Juni 2017 in Kraft getreten. Die betroffenen Konzerngesellschaften haben Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um auch die neuen gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen spielen auch bei den Unternehmen des Talanx-Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit einem Rundschreiben zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technischorganisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht.

Die Versicherungsunternehmen des Talanx-Konzerns sind, wie die gesamte Assekuranz, in hohem Maße auf die Erhebung von personenbezogenen Daten angewiesen. Sie werden unter anderem zur Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung erhoben, verarbeitet und genutzt, um Versicherte bedarfsgerecht zu beraten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen des Talanx-Konzerns sind sich der damit einhergehenden Verantwortung zu einem angemessenen Umgang mit personenbezogenen Daten bewusst und sind auf die Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet worden. Die Wahrung der Rechte der Versicherten, Beschäftigten, Aktionäre usw. und der Schutz ihrer Privatsphäre sind wesentliche Ziele aller Konzernunternehmen. Seit dem 25. Mai 2018 sind die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie ein neues Bundesdatenschutzgesetz geltendes Recht. Vor diesem Hintergrund wurden die notwendigen Anpassungen an Prozesse, Verträge und Systeme vorgenommen, um die Rechte der betroffenen Personen und die Verpflichtungen der Konzerngesellschaften zu gewährleisten. Nunmehr ist die Auslegungspraxis durch Behörden, Gerichte und Kommentare zu beobachten, um ggf. weitere Anpassungsbedarfe zu identifizieren. Die Datenschutzorganisation wurde entsprechend dem Anwendungsbereich der DSGVO ausgeweitet, sodass nunmehr Konzernstandards für die Standorte mit Sitz in der EU gelten.

Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx-Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der fortlaufenden Anpassung und Weiterentwicklung des Geschäfts und ihrer Produkte an gesetzliche Neuregelungen sowie der Beachtung der aufsichts- wie steuerrechtlichen Rahmenbedingungen widmen die Gesellschaften stets große Aufmerksamkeit. Die entsprechend installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, um die erforderlichen Anpassungen vornehmen zu können.

Als Wertpapieremittenten unterliegen die Talanx AG sowie weitere Konzerngesellschaften der Kapitalmarktaufsicht, neben Deutschland etwa in Polen und Luxemburg.

KONZERNSTRUKTUR

Der Konzern teilt die geschäftlichen Aktivitäten in "Versicherung" -mit sechs berichtspflichtigen Segmenten - und in "Konzernfunktionen" als siebtes Segment auf.

In der Erstversicherung agieren wir mit den drei Geschäftsbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - mit den Segmenten Schaden/Unfallversicherung und Lebensversicherung - sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäftsbereiche zeichnet jeweils ein Vorstandsmitglied verantwortlich. Die Industrieversicherung ist weltweit präsent. Sie ist so weit wie möglich unabhängig von Drittgesellschaften und daher in der Lage, internationale Konsortien durch die eigenen Gesellschaften zu führen; seit Januar 2019 bietet der Spezial-Versicherer HDI Global Specialty SE als Joint Venture zwischen der HDI Global SE und der Hannover Rück SE maßgeschneiderte Versicherungslösungen für Industrieunternehmen, Konzerne und kleine und mittlere Unternehmen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland sind die Gesellschaften mit Versicherungsangeboten für inländische Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen zusammengefasst. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussiert hauptsächlich auf die strategischen Kernmärkte Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei).

Zum Geschäftsbereich Rückversicherung gehören die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung; sie werden durch die Hannover Rück SE getragen. Die Zielmärkte der Schaden-Rückversicherung sind Kontinentaleuropa und Nordamerika; sie betreibt außerdem diverse Sparten der globalen Rückversicherung und das Spezialgeschäft weltweit. Die Personen-Rückversicherung ist gegliedert in Financial Solutions sowie Risk Solutions mit den Zweigen Longevity Solutions, Mortality und Morbidity.

Zum Segment Konzernfunktionen zählen wir die Talanx AG, die vorwiegend strategische Aufgaben wahrnimmt. Seit Januar 2019 hat sie eine Rückversicherungslizenz und betreibt auch operative Geschäftstätigkeiten. Zum Segment gehören außerdem die internen Dienstleistungsgesellschaften, ferner der Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker GmbH und das Konzerngeschäft der HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE); die Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH, die Ampega Investment GmbH und die Ampega Real Estate GmbH (vormals Talanx Immobilien Management GmbH) betreuen vor allem die Kapitalanlagen des Konzerns und bieten u. a. Dienstleistungen im Bereich Finanzen an.

KONZERNSTRUKTUR

1) Bis 31. Dezember 2018 als Inter Hannover unter dem Segment Schaden-Rückversicherung

Nur die wesentlichen Beteiligungen

Main participations only

Stand / As at: 30.01.2019

STRATEGIE

Der Talanx-Konzern ist weltweit im Erst- und Rückversicherungsgeschäft aktiv sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung. In den mehr als 100 Jahren unseres Bestehens haben wir uns vom reinen Haftpflichtversicherer der Industrie zum weltweit agierenden Versicherungskonzern entwickelt - mit Fokus auf das Industrie-, Firmen- und Privat- sowie Rückversicherungsgeschäft. Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit zwischen uns und unseren zum Teil langjährigen Industriepartnern und Privatkunden, um deren Bedürfnisse optimal zu bedienen. Im Talanx-Konzern verbessern wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern und die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Die Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass wir in allen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügen, um unsere Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten und erfolgversprechende Märkte konsequent zu erschließen. Durch diese Diversifikation stärken wir unsere Unabhängigkeit bzw. minimieren unsere Risikoanfälligkeit und steigern nachhaltig den Erfolg des Konzerns für Kunden, Investoren und Mitarbeiter.

An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Management-Holding. Sie stellt sicher, dass das oberste Ziel erreicht wird: nachhaltiges, profitables Wachstum und damit langfristige Wertsteigerung. Dies ist auch die Vorgabe für alle Geschäftsbereichsstrategien, die aus der Konzernstrategie abgeleitet werden. Das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns zentralisiert die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Weise können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen optimal wahrnehmen.

Während die Marke Talanx auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Geschäftsbereichen die hohe internationale und nationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können auch neue Gesellschaften und/ oder Geschäftsbereiche effizient in den Konzern integriert werden. Zudem schafft diese Struktur eine gute Basis für Kooperationsfähigkeit, die insbesondere auf unterschiedlichste Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann.

Die Strategie des Konzerns ist darauf ausgerichtet, durch den gezielten Ausbau von Stärken ("Strengthen") und das fokussierte Angehen von Entwicklungsbereichen ("Develop") unsere ambitionierten und klar definierten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen. Für den Gesamtkonzern streben wir eine Eigenkapitalrendite nach IFRS von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins an, um eine nachhaltige Wertschaffung sicherzustellen. Den Gewinn pro Aktie (Earnings per Share, EPS) wollen wir bis 2022 pro Jahr um durchschnittlich mindestens 5 % steigern, getragen von fokussierten Geschäftsbereichsstrategien und einer Reihe strategischer Wachstumsinitiativen. Aus dem Konzerngewinn nach IFRS wollen wir zudem weiterhin mindestens 35 bis 45 % an unsere Aktionäre ausschütten, wobei die Dividende in ihrer absoluten Höhe dabei zukünftig jeweils mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen soll. Als strategische Nebenbedingungen haben wir uns dabei insbesondere ein begrenztes Marktrisiko (< 50 %) und eine hohe regulatorische Solvenzquote (150 - 200 %) zum Ziel gesetzt.

Stärken und damit die Basis unseres Erfolgs sind die ausgeprägte unternehmerische Kultur im Konzern mit klaren dezentralen Verantwortlichkeiten weltweit, der Fokus auf das B2B-Geschäft, aus dem über 80 % unserer Prämien stammen, sowie die starke regionale Diversifikation im Geschäfts- und Produktmix. Den Anteil des im Ausland generierten Geschäfts wollen wir dabei mittelfristig noch weiter ausbauen auf bis zu zwei Drittel der gesamten Erstversicherungsprämie. Bereits heute machen diese Stärken unseren Konzern "traditionally different"!

Zu den Bereichen, die wir konsequent weiterentwickeln, gehört die Optimierung des Kapitalmanagements, um die finanzielle Flexibilität innerhalb des Konzerns zu maximieren, jederzeit eine erstklassige Kapitalausstattung zu gewährleisten und langfristig die Dividendenstabilität sicherzustellen. Kapital zum Ausbau des Geschäfts wird konsequent nur dort eingesetzt, wo die Strategie- und Profitabilitätskriterien erfüllt sind, und Geschäftsentscheidungen werden derart gesteuert, dass Kapital und Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen werden. Hierzu werden sowohl die Konzern-Kapitalstruktur als auch die lokalen Kapitalausstattungen unserer Tochtergesellschaften laufend optimiert. Darüber hinaus werden wir den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung konzernintern auf Holdingebene bündeln, um gruppenweit Kapital und Diversifizierungseffekte besser zu nutzen.

Ein weiteres strategisches Entwicklungsthema ist die digitale Transformation, eine der Kernaufgaben für die kommenden Jahre, die im Konzern explizit von den einzelnen Geschäftsbereichen getrieben wird. Damit folgen wir dem Ansatz des "traditionally different" und tragen gleichzeitig unterschiedlichen lokalen Regulierungen und digitalen Kundenverhaltensmustern Rechnung. Einen Schwerpunkt bei der digitalen Transformation bildet die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie bzw. Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Aufgrund ihrer gruppenweiten Relevanz werden diese Fokusthemen aus der Holding heraus gezielt unterstützt.

Die Strategien der einzelnen Geschäftsbereiche wurden nochmals geschärft und fokussiert. Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich der Spezialversicherung. Die Schaden-/Kostenquote in der Feuerversicherung, die ca. 20 % des Gesamtportfolios der HDI Global SE ausmacht, soll bis 2020 um mindestens 20 Prozentpunkte sinken (Programm "20/20/20"). Wachstumspotenzial in Auslandsmärkten sehen wir für das Industriegeschäft hingegen insbesondere in Nordamerika, Europa sowie ausgewählten Schwellenländern. Mit der HDI Global Specialty SE startet der Geschäftsbereich zum 1. Januar 2019 ein konzerninternes Joint Venture mit der Hannover Rück SE. Aus der Kombination der Underwriting-Expertise der Inter Hannover mit dem weltweiten Vertriebs- und Schadenregulierungs-Netzwerk der HDI Global erwarten wir zukünftig erhebliche Wachstumssynergien.

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "Kurs" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wollen wir das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Ziel ist es, in unseren fünf definierten Kernmärkten in Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa jeweils eine führende Stellung einzunehmen, d. h. einer der Top-5-Anbieter zu sein. Hierzu soll profitables organisches und anorganisches Wachstum beitragen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Hierbei spielen insbesondere die konsequente Nutzung von Diversifikationsvorteilen sowie der weitere Ausbau gesamtheitlicher, innovativer Rückversicherungsangebote eine wichtige Rolle. Als langfristiger Mehrheitsaktionär der Hannover Rück SE verfolgen wir zudem das Ziel, die Stellung des Unternehmens als Global Player abzusichern und selektiv auszubauen.

Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung", Seite 64 ff., beschrieben, das Risikomanagement im Abschnitt "Risikobericht", Seite 108 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt.

DACHSTRATEGIE DES TALANX-KONZERNS

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Die Konzernstrategie des Talanx-Konzerns ist auf eine langfristige Wertsteigerung für alle Stakeholder des Konzerns ausgerichtet, die wiederum auf einer verlässlichen Kontinuität, einer starken Finanzkraft und auf nachhaltiger Profitabilität basiert. Dadurch sichern wir unsere Unabhängigkeit und steigern den Erfolg des Konzerns für Investoren, Kunden und Mitarbeiter. Gleichzeitig gilt es, das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie vonseiten der Ratingagenturen zu berücksichtigen. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert in folgendem Zielsystem für die Unternehmenssteuerung:

starke Finanzkraft

nachhaltiges Wachstum

langfristige Wertschaffung

optimale Kapitaleffizienz

Diese obersten Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf vier elementare Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den Geschäftsbereichen regeln:

Kapitalmanagement

Performance-Management

Risikomanagement

Mergers & Acquisitions

Flankiert wird dieses Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den operativen Geschäftsbereichen durch das Organisationsprinzip des Talanx-Konzerns, das die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen zentralisiert, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt.

Die starke Finanzkraft bemessen wir im Konzern mit den Solvency-Il-Kennzahlen und dem s&P-Ratingmodell. Um die langfristige Wertschaffung und Profitabilitätssteigerung sowie die Erhöhung der Kapitaleffizienz im Konzern zu steuern, greifen wir auf eine Kennzahl zurück, die unterschiedliche Geschäftsmodelle (z. B. Erst- und Rückversicherung, Nichtleben- und Lebensversicherung, Geschäftsmodelle in unterschiedlichen Ländern) miteinander vergleichbar macht, sodass wir auf einer einheitlichen und vergleichbaren Basis Entscheidungen treffen können. Diese strategische Steuerungsgröße ist die Intrinsic Value Creation (IVC), die wir in einer mehrjährigen Perspektive als Fünfjahresdurchschnitt betrachten, damit Managemententscheidungen nicht auf einer zu volatilen Einzeljahres-Ergebnislage basieren. Die IVC bemisst den ökonomischen Erfolg nach Abzug der Kapitalkosten (Berechnung siehe Abb. unten). Der ökonomische Erfolg berücksichtigt neben dem IFRS-Jahresüberschuss die Veränderung aktivischer und passivischer stiller Reserven/Lasten sowohl im Bereich der Kapitalanlagen als auch im Bereich der Versicherungstechnik, wie z. B. Veränderung des Schadenreservediskonts in Nicht-Leben und Veränderung des nicht aktivierten Bestandswerts in Leben. Unter den Kapitalkosten werden in Nicht-Leben die Kosten für das aufsichtsrechtlich notwendige Risikokapital (Solvency Capital Required) sowie die Kosten für das darüber hinausschießende Excess Capital (Überschusskapital) berücksichtigt. Die Kapitalkosten bestehen aus dem risikofreien Zinssatz als fünfjährigem Durchschnitt zehnjähriger Bundesanleihen sowie einem friktionalen Kostensatz von 2 % und, bezogen auf das Solvency Capital Required, einer zusätzlichen Risikomarge in Höhe von 4 %. Die Kostensätze gelten auf Basis eines Value at Risk von 99,5 %, der dem aufsichtsrechtlich notwendigen Konfidenzniveau entspricht. Im Lebensversicherungsgeschäft betrachten wir im Rahmen der Solvency-II-Eigenmittelkalkulation den sogenannten Roll Forward als Kapitalkosten; er spiegelt die ökonomisch erwartete Bestandswertentwicklung wider. Im weiteren Verlauf liegt der Fokus auf dem Performance-Management-Prozess, da dieser den maßgeblichen Prozess zur Operationalisierung der oben genannten Ziele darstellt und in den operativen Steuerungsgrößen mündet.

SCHEMATISCHE ÜBERLEITUNG VOM IFRS-JAHRESERGEBNIS ZUR IVC

1) Ökonomische Anpassungen, z. B. Veränderung des Schadenreservediskonts
2) NOPAT: Net Operating Profit after Adjustment and Tax (ökonomischer Gewinn)

PERFORMANCE-MANAGEMENT

Das Kernstück unseres Steuerungssystems bildet das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Da Fehlsteuerungen sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet sind, legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte für eine konsequente Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen.

In dem eng mit der Konzernstrategie verknüpften Performance-Management-Zyklus verbinden wir unsere strategische mit der operativen Planung. Der Performance-Management-Zyklus sah im Berichtsjahr wie folgt aus:

PERFORMANCE-MANAGEMENT-ZYKLUS

Zu Beginn des jährlich neu zu durchlaufenden Performance-Management-Zyklus gibt der Vorstand der Talanx AG den Geschäftsbereichen zur strategiekonformen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten Zielindikationen für die strategischen und operativen Planungsmodule des jeweiligen Planjahres vor. Der Fokus der Zielindikationen liegt auf den strategischen Steuerungsgrößen des Konzerns und auf konzernweiten strategischen Initiativen. Zu den strategischen Steuerungsgrößen im Talanx-Konzern gehören Eigenkapitalrendite (RoE), Wertschaffung (IVC) und Dividende. Mit einem ebenfalls vorgegebenen Risikobudget und einer Mindest-Kapitaladäquanz werden flankierende Rahmenbedingungen für diese Steuerungsgrößen gesetzt. Damit wird durch die Zielindikationen des Holding-Vorstands das für ein jedes Planjahr geltende Anspruchsniveau des Konzerns im Hinblick auf Rentabilität, Ausschüttungsfähigkeit, Risikoappetit und Sicherheitsniveau explizit definiert.

Im Nachgang der Zielindikation stellt jeder Geschäftsbereich als weiteren wesentlichen Schritt der Strategieumsetzung eine strategische Programmplanung auf. Dabei werden die strategischen Ziele in Teilziele heruntergebrochen, die durch konkrete Maßnahmen und Aktionsprogramme unterlegt sind. In Dialogen zwischen Holding- und Geschäftsbereichsvorständen werden die zugelieferten strategischen Programme vor dem Hintergrund der Konzernstrategie kritisch hinterfragt. Durch die Aggregation der abgestimmten strategischen Programmplanungen der Geschäftsbereiche ergibt sich das vom Holding-Vorstand zu verabschiedende strategische Gesamtprogramm des Konzerns.

Der Konzern und die Geschäftsbereiche nutzen zur strategischen Steuerung des Geschäfts das Instrument der Performance-Metrik; es basiert auf Indikatoren, die eine nachhaltige Zielerreichung in der Zukunft signalisieren. Neben der finanziellen Perspektive adressiert es auch zusätzliche Dimensionen, wie die Markt- und Kundenperspektive, die interne Prozessperspektive und die Mitarbeiterperspektive. Hierdurch fließen die Belange unterschiedlicher Stakeholdergruppen in die strategische Steuerung mit ein. Mit den im Performance-Management durchlaufenen Prozessschritten unter Verwendung der Performance-Metrik erreichen wir eine ganzheitliche und konzernweit abgestimmte Steuerung des Konzerns. Alle Bereiche im Konzern werden auf die strategischen Ziele ausgerichtet und mithilfe messbarer Größen transparent und ausgewogen dargestellt. Für die operative Steuerung überführen wir die strategischen Ziele in operationale, strategiekonforme Werttreiber.

Die in der Tabelle dargestellten operativen Steuerungsgrößen auf Konzern- bzw. Segmentebene beschränken sich auf rein finanzielle Leistungsindikatoren.

DIE OPERATIVEN STEUERUNGSGRÖSSEN DES KONZERNS IM ÜBERBLICK

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Geschäftsbereich Industrieversicherung Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International
Segment Schaden/ Unfallversicherung Segment Lebensversicherung
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) Bruttoprämienwachstum Bruttoprämienwachstum Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)
Selbstbehalt1) - - Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)2)
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) - Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Schaden/Unfallversicherungen)
EBIT-Marge EBIT-Marge EBIT-Marge EBIT-Marge
Eigenkapitalrendite Eigenkapitalrendite Eigenkapitalrendite
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Geschäftsbereich Industrieversicherung Geschäftsbereich Rückversicherung Konzern
Segment Schaden-Rückversicherung Segment Personen-Rückversicherung
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)
Selbstbehalt1) - Neugeschäftswert Konzernergebnis
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) - Kapitalanlagerendite
EBIT-Marge EBIT-Marge EBIT-Wachstum Ausschüttungsquote
Eigenkapitalrendite Eigenkapitalrendite Eigenkapitalrendite

1) Ab 2019 betrachten wir den Selbstbehalt im Geschäftsbereich Industrieversicherung nicht mehr als operative Steuerungsgröße, da das Ziel auf Steigerung der Profitabilität ausgelegt ist
2) Ab 2019 wird im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International vom "Wachstum des Neugeschäftswerts" auf den absoluten Neugeschäftswert als operative Steuerungsgröße übergegangen, um Konformität mit den Vergütungskriterien zu erlangen

Ausschüttungsquote

Ausschüttung im folgenden Jahr, dividiert durch das Jahresergebnis des Konzerns

Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)

Das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge (GWP) ist das nominale Wachstum, korrigiert um Wechselkurseffekte: GWP des laufenden Jahres zum Wechselkurs des Vorjahres (Vj.) minus GWP (Vj.), dividiert durch GWP (Vj.)

EBIT-Marge

Operatives Ergebnis (EBIT), dividiert durch die verdienten Nettoprämien

EBIT-Wachstum

Veränderung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

Eigenkapitalrendite

Jahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Kapitalanlagerendite

Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagebestand

Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung)

Die gesamten Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto), einschließlich des Depotzinsergebnisses und der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), dividiert durch die verdienten Prämien (netto)

Konzernergebnis

Konsolidiertes Jahresergebnis des Konzerns (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Neugeschäftswert (Leben)

Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-Il-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen

Selbstbehalt

Gebuchte Nettoprämien im Verhältnis zu gebuchten Bruttoprämien (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung)

Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)

Veränderung des Neugeschäftswerts (Leben) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Talanx AG Anfang 2019 eine Rückversicherungslizenz erteilt; seitdem ist die Gesellschaft keine reine Holdinggesellschaft mehr, sondern betreibt auch das operative Geschäft und agiert als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen. Eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung nimmt die Gesellschaft dennoch nicht auf. In der Gesellschaft arbeiten wir aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements (siehe Seite 108 ff. "Risikobericht").

In unseren Geschäftsbereichen analysieren wir nachhaltige Veränderungen, z. B. zu Demografie oder Klima, sowie technische Neuerungen wie die Nanotechnologie und entwickeln auf unsere Kunden und Märkte abgestimmte Produkte und Kapitalanlagen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

MÄRKTE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

VOLKSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Das Jahr 2018 begann mit hohen Wachstumserwartungen dank positiver Wirtschaftsdaten und einer signifikanten fiskalpolitischen Expansion in den USA; der Rest des Jahres 2018 war jedoch von nachlassender Wachstumsdynamik und zunehmenden Gegensätzen in der Wachstums- und Inflationsentwicklung geprägt.

Das Wachstum der US-Wirtschaft beschleunigte sich 2018 spürbar. Während sie hohe Wachstumsraten aufwies, verzeichneten andere große Wirtschaftsräume überwiegend eine nachlassende Dynamik. Indikatoren - wie Einkaufsmanagerindizes sowie das Wachstum des Welthandelsvolumens - ließen im Jahresverlauf kontinuierlich nach. Neben höheren US-Zinsen waren vor allem politische Entwicklungen verantwortlich für den Rückgang der weltweiten Wachstumsdynamik. Insbesondere die aggressive Handelspolitik der US-Regierung sorgte für eine Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfelds.

Die Wirtschaft im Euroraum wurde besonders deutlich von der Abkühlung des Exportwachstums beeinträchtigt. Darüber hinaus belasteten der Konflikt rund um den italienischen Haushalt und die anhaltend hohe Unsicherheit rund um die Brexit-Verhandlungen das Geschäfts- und Konsumklima. Nach 2,4 % Wachstum im Jahr 2017 verlangsamte sich das Wachstum im Euroraum auf 1,8 %, verursacht durch die schwache Entwicklung im zweiten Halbjahr. Auch die deutsche Wirtschaft entging im zweiten Halbjahr nur knapp einer Rezession aufgrund zweier in Folge nachgebender Quartale. Für das Gesamtjahr ergab sich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 %, nach 2,2 % im Vorjahr. Außer einer negativen Exportdynamik waren vor allem sektorale Sondereffekte für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Dennoch setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Euroraum fort. Die Arbeitslosenquote fiel mit 7,9 % im Dezember auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren, in Deutschland fiel die Arbeitslosenquote mit 4,9 % im Dezember sogar auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Ein gestiegenes US-Zinsniveau, ein starker US-Dollar und die im Jahresverlauf zunehmende Eskalation des Handelskonflikts setzten die wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern spürbar unter Druck. Die Verkettung idiosynkratischer Ereignisse, insbesondere in der Türkei und in Argentinien, verschärfte die Situation weiter. Das Wirtschaftswachstum in China wurde u. a. durch den sich zuspitzenden bilateralen Handelskonflikt mit den USA zusätzlich belastet. Die jährliche Wachstumsrate des BIP lag 2018 mit voraussichtlich 6,6 % unter den 6,9 % aus dem Vorjahr.

VERÄNDERUNG DES REALEN BRUTTOINLANDSPRODUKTS

IN % GEGENÜBER VORJAHR

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20181) 2017
USA +2,9 +2,2
Euroraum +1,8 +2,4
Deutschland +1,5 +2,2
China +6,6 +6,9

1) Bloomberg-Konsensprognosen, Stand 10. Januar 2019 (vorläufige Werte)

Aufgrund der gegensätzlichen wirtschaftlichen Entwicklung verlief auch die Inflationsentwicklung heterogen. Während in den USA der strukturelle Preisdruck weiter zunahm, blieb der Preisauftrieb im Rest der Welt größtenteils verhalten. Dementsprechend gestaltete sich die Geldpolitik deutlich straffer in den USA und mit nur sehr graduellen Normalisierungsbemühungen anderer großer Zentralbanken. Die US-Notenbank setzte ihren Zinserhöhungszyklus mit vier Zinsschritten fort, während die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe zum Jahresende einstellte.

Mit dem erheblichen Anstieg der Energiepreise stieg auch die jährliche Teuerungsrate sowohl im Euroraum als auch in den USA im Jahresverlauf deutlich an auf über 2 % bzw. fast 3 %. Analog fielen mit der Ölpreiskorrektur die Inflationsraten auf 1,5 % im Dezember in der Eurozone und auf 1,9 % im Dezember in den USA.

KAPITALMÄRKTE

Die hohen Wachstumsraten der US-Wirtschaft und Anzeichen, dass sich die Inflationsentwicklung beschleunigte, sorgten für einen deutlichen Anstieg des US-Zinsniveaus - zehnjährige US-Treasuries stiegen von rund 2,4 % zum Jahresanfang auf zwischenzeitlich über 3,2 %. Gleichzeitig führte die wirtschaftliche Abkühlung in der Eurozone zusammen mit den politischen Problemen zu einem erheblichen Rückgang der zehnjährigen Bundrenditen, von knapp 0,8 % im Februar auf 0,2 % im Dezember. Insgesamt blieb die Volatilität am Rentenmarkt aber wie im Vorjahr auf vergleichbar niedrigem Niveau. Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar von durchschnittlich 1,23 EUR im ersten auf 1,14 EUR im vierten Quartal.

Die globalen Aktienmärkte starteten fulminant in das Jahr 2018. Steigende US-Zinsen, das nachlassende globale Wachstumsmomentum und das Potpourri an politischen Risiken sorgten nach der ersten Aktienmarktkorrektur von rund 10 % im ersten Quartal weiter für ein höheres Volatilitätsniveau und ein insgesamt schwaches Aktienjahr. Der DAX fiel im Gesamtjahr um 18,3 %, der EURO STOXX 50 um 14,3 % und der Nikkei um 12,1 %. Deutlich besser - gleichwohl negativ - entwickelte sich der S&P 500 mit einem Jahresverlust von 6,2 %. Nach einem positiven Jahresstart war das Jahr 2018 im weiteren Verlauf geprägt von einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge in nahezu allen Spread-Assetklassen.

DEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT

SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

In der Schaden/Unfallversicherung konnte die deutsche Versicherungswirtschaft 2018 ein Prämienwachstum auf dem Niveau des Vorjahres verzeichnen. Im Kontext der anhaltenden Niedrigzinsphase deutet dies auf weiterhin diszipliniertes Underwriting der Schaden/Unfallversicherer hin.

Die Bilanz der deutschen Sachversicherer für Zahlungen aufgrund der Folgen von Naturgewalten fiel 2018 deutlich schlechter aus als im Vorjahr. Über 80 % der Schadenzahlungen entfielen allein auf Sturm- und Hagelschäden. Das Jahr 2018 liegt in der Naturgefahren-Schadenbilanz leicht über dem 15-jährigen Durchschnitt und war eines der vier schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre. Den größten Schaden verursachte der Wintersturm "Friederike" im Januar. Als Folge des langen, heißen und ungewöhnlich trockenen Sommers kam es zu Ernteschäden, die in der Mehrheit nicht versichert waren.

LEBENSVERSICHERUNG

Bei den Beitragseinnahmen in der deutschen Lebensversicherung war 2018 eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies war insbesondere auf einen Anstieg im Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen, während das Geschäft zu laufenden Beiträgen eine leicht rückläufige Entwicklung aufwies. Trotz der seit Längerem rückläufigen Zinsen erwirtschaftete die deutsche Versicherungsbranche auch 2018 eine Gesamtverzinsung über dem Garantiezins.

INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTE

Der Talanx-Konzern hat als Zielregionen für den Ausbau seines internationalen Privatkundengeschäfts die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika definiert. In der Industrieversicherung ist Talanx bereits ein führender Versicherer in Europa; seine Präsenz baut der Konzern in diesem Geschäftsbereich jedoch weltweit, u. a. auch in Asien, weiter aus. In diesem Abschnitt wird vorrangig auf die Entwicklung in den genannten internationalen Zielregionen eingegangen.

SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

Die internationale Schaden/Unfallversicherung wies für 2018 insgesamt ein leichtes Prämienwachstum aus, das in den Schwellenländern deutlich höher ausfiel als in den entwickelten Versicherungsmärkten.

Die Schäden aus Naturkatastrophen lagen im Berichtsjahr über dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre, blieben aber unter den Rekordschadensummen des Vorjahres. Dies galt sowohl für die Gesamtschäden als auch für die versicherten Schäden. Die beiden schadenträchtigsten Katastrophen ereigneten sich in den USA: der Waldbrand "Camp" im Norden Kaliforniens, bei dem eine Kleinstadt weitgehend zerstört wurde, und Hurrikan "Michael", der viertstärkste jemals gemessene Sturm in den USA, der im Oktober im Nordwesten Floridas wütete. Moderate Prämienerhöhungen in einigen Ländern und Sparten führten zu einer Verbesserung der Profitabilität in der internationalen Schaden/Unfallversicherung.

Die nordamerikanischen Märkte waren die Wachstumstreiber unter den entwickelten Versicherungsmärkten. Dazu beigetragen haben die nach den hohen Naturkatastrophenschäden des Vorjahres steigenden Raten in der Us-Sachversicherung.

In den westeuropäischen Märkten stagnierte 2018 das Prämienwachstum in der Schaden/Unfallversicherung. Hemmend wirkten sich u. a. rückläufige Raten in der britischen Kraftfahrtversicherung aus.

In Mittel- und Osteuropa war die Entwicklung der Versicherungsmärkte von politischer und wirtschaftlicher Volatilität geprägt. Während in Polen regulatorische Veränderungen in den Bereichen Vertrieb und Datenschutz neue Herausforderungen für Versicherer mit sich brachten, wurde in der Türkei insbesondere das Kraftfahrtversicherungsgeschäft durch die Abwertung der türkischen Lira und eine gestiegene Inflation beeinflusst.

In Lateinamerika verbesserte sich insgesamt im Zuge der wirtschaftlichen Erholung die Wachstumsdynamik in der Schaden/ Unfallversicherung, allerdings auf einem moderaten Niveau und mit Unterschieden bezogen auf einzelne Länder. Wachstumsfördernd wirkten sich u. a. steigende Preise in Teilbereichen der industriellen Haftpflichtversicherung aus (Financial and Professional Liability).

Das stärkste Prämienwachstum in den Schwellenländern wurde erneut in Asien generiert, mit den stärksten Zunahmen in China und Indien. Wachstumstreiber waren in beiden Ländern landwirtschaftliche Versicherungen. Rückläufig war hingegen das Kraftfahrtversicherungsgeschäft in Japan, wo es infolge günstiger Schadentrends zu einem Prämienabrieb kam.

In der internationalen Schaden-Rückversicherung war das Marktumfeld herausfordernd. Zwar profitierte die Sparte im Berichtsjahr von Preiserhöhungen, die sich allerdings auf das im Vorjahr von Großschäden betroffene Geschäft beschränkten. Nach einem moderaten Großschadenverlauf im ersten Halbjahr 2018 kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einem erhöhten Schadenaufkommen durch Naturkatastrophen insbesondere in den USA und in Asien.

LEBENSVERSICHERUNG

Trotz des weiterhin herausfordernden Geschäftsumfelds, das durch anhaltend niedrige Zinsen und sich ändernde regulatorische Rahmenbedingungen gekennzeichnet ist, sind die Prämieneinnahmen auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen. Wachstum fand auf etwa vergleichbarem Niveau in den entwickelten Versicherungsmärkten und Schwellenländern statt. Der damit vergleichsweise geringe Wachstumsbeitrag aus Schwellenländern ist auf einen substanziellen Einbruch in China zurückzuführen.

In Lateinamerika wirkte sich die einsetzende wirtschaftliche Erholung insgesamt positiv auf die Prämienentwicklung aus. Länderbezogen gab es hingegen deutliche Unterschiede.

Asien, das üblicherweise das höchste Wachstum unter den Schwellenländern aufweist, hatte 2018 einen starken Rückgang zu verzeichnen. Ausschlaggebend dafür war ein substanzieller Prämieneinbruch in China, wo zu Beginn des Berichtsjahres eine straffere Regulierung im Bereich vermögensverwaltungsbasierter Lebensversicherungsprodukte in Kraft getreten war.

In der Personen-Rückversicherung führte das anhaltende Niedrigzinsumfeld zu einem Attraktivitätsverlust traditioneller Lebensversicherungsprodukte. Aufgrund des weltweit fortschreitenden demografischen Wandels und der zunehmenden Alterung der Bevölkerung setzte sich dagegen die - auch für die Rückversicherung relevante - zunehmende Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten und sogenannten Lifestyle-Produkten zur Absicherung des individuellen Lebensstils von Versicherungsnehmern fort. Für Letztere war nach dem bisherigen Absatz vorwiegend in angelsächsischen und asiatischen Ländern ein steigendes Interesse auch in Europa zu verzeichnen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Der Talanx-Konzern treibt die Profitabilisierung seiner Erstversicherung sowohl national als auch international weiter voran: Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich Spezialversicherung (Specialty). Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "Kurs" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International soll das starke Wachstum fortgesetzt werden mit dem Ziel, zu den Top 5 in unseren Kernmärkten zu zählen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Das starke versicherungstechnische Ergebnis wirkt sich positiv auf das operative Ergebnis aus. Dies ließ das Konzernergebnis insgesamt auf 703 Mio. EUR steigen.

GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN

IN MRD. EUR

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)

IN MRD. EUR

WACHSTUMSINITIATIVE IM SPECIALTY-GESCHÄFT

Unter dem Dach der Talanx AG starten Hannover Rück SE und die Talanx-Tochtergesellschaft HDI Global SE eine gemeinsame Initiative im weltweiten Wachstums- und margenstarken Specialty-Geschäft. Dazu bringen beide Unternehmen ihre Specialty-Aktivitäten in ein neues Joint Venture ein. Die neue Gesellschaft HDI Global Specialty SE wird ab dem 1. Januar 2019 Agentur- und Spezialerstversicherungsgeschäft u. a. in den Sparten Vermögensschaden-Haftpflicht, Organhaftpflicht, Rechtsschutz, Sports and Entertainment, Luftfahrt, Offshore Energy und Tierversicherung zeichnen.

EMITTENTENRATING DER TALANX AG HOCHGESTUFT

Die internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (s&p) und A. M. Best verleihen der Talanx AG erstmals ein Finanzstärkerating. Bei s&p liegt dieses bei A+ mit stabilem Ausblick und bildet damit auch das neue, verbesserte Emittentenrating der Talanx AG ab (zuvor A- mit "CreditWatch Positive"). A. M. Best erteilt der Talanx AG ein Finanzstärkerating von A mit stabilem Ausblick. Ausschlaggebend für die Ratingentscheidungen ist der Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

AMBITIONIERTERE ZIELE DES TALANX-KONZERNS FÜR 2019

Der drittgrößte Versicherer Deutschlands strebt mit einer weiterentwickelten Strategie ambitioniertere Ziele ab 2019 an: eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins und einen Gewinn je Aktie (Earnings per Share, eps) bis 2022, der pro Jahr durchschnittlich um mindestens 5 % steigt. Dazu tragen fokussierte Strategien der Geschäftsbereiche bei, verschiedene Wachstumsinitiativen, die Bündelung der konzerninternen Rückversicherung in der Holding sowie ein noch konsequenteres Kapitalmanagement.

GESCHÄFTSVERLAUF KONZERN

Gebuchte Bruttoprämien steigen um 5,5 %

EBIT erhöht sich um 12,6 % auf 2,0 Mrd. EUR

Eigenkapitalrendite verbessert sich auf 8 %

WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLEN

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Gebuchte Bruttoprämien 34.885 33.060
Verdiente Nettoprämien 29.574 27.418
Versicherungstechnisches Ergebnis -1.647 -2.546
Kapitalanlageergebnis 3.767 4.478
Operatives Ergebnis (EBIT) 2.032 1.805
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Schaden/Unfallversicherungen) in % 98,2 100,4

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

STEUERUNGSGRÖSSEN

IN %

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2018 20171)
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 8,7 7,5
Konzernergebnis in Mio. EUR 703 671
Kapitalanlagerendite 3,3 4,0
Ausschüttungsquote2) 52,2 52,7
Eigenkapitalrendite 8,0 7,5

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
2) Bezogen auf den Gewinnverwendungsvorschlag, siehe Anhangkapitel "Sonstige Angaben", Seite 242

PRÄMIENVOLUMEN

Die gebuchten Bruttoprämien des Konzerns stiegen um 5,5 % (währungsbereinigt um 8,7 %) auf 34,9 (33,1) Mrd. EUR, u. a. dank einer guten Entwicklung des Haftpflicht- und Transportgeschäfts im europäischen Ausland in der Industrieversicherung sowie einer guten Geschäftsentwicklung in der strukturierten Rückversicherung im Segment Schaden-Rückversicherung. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 7,9 % auf 29,6 (27,4) Mrd. EUR; der Selbstbehalt erhöhte sich leicht auf 88,6 (88,5) %.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich konzernweit auf -1,6 (-2,5) Mrd. EUR dank einer um 2,4 % verbesserten Schadenquote, die die leicht gestiegene Kostenquote deutlich kompensieren konnte. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 98,2 (100,4) %. Die Belastung durch Großschäden blieb mit 1.244 Mio. EUR zwar unterhalb der Vorjahres-Großschäden (1.620 Mio. EUR), lag aber dennoch über dem Jahresbudget von 1.125 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich Industrieversicherung verursachten gehäufte Frequenz- sowie verschiedene Großschäden eine hohe Schadenlast. Die größten konzernweiten Schäden aus Naturkatastrophen verursachten in der Schaden-Rückversicherung die Waldbrände "Camp" und "Woolsey" in Kalifornien sowie der Taifun "Jebi" in Japan.

KAPITALANLAGEERGEBNIS

Das Kapitalanlageergebnis sank um 15,9 % auf 3,8 (4,5) Mrd. EUR. Insbesondere das außerordentliche Kapitalanlageergebnis, das im Vorjahr noch von Gewinnen aus dem Verkauf von Aktienportefeuilles im Segment Schaden-Rückversicherung und im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland profitierte, sank im Berichtsjahr - u. a. durch eine geringere Realisierung zur Finanzierung der Zinszusatzreserve im Segment Leben des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Die Kapitalanlagerendite sank daher auf 3,3 (4,0) %.

OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNIS

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Berichtsjahr auf 2,0 (1,8) Mrd. EUR, u. a. aufgrund eines besseren versicherungstechnischen Ergebnisses. Einzig die Industrieversicherung verzeichnete einen Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses, in allen übrigen Geschäftsbereichen stieg es an. Das höhere versicherungstechnische Ergebnis konnte das gesunkene Kapitalanlageergebnis ausgleichen. Das Konzernergebnis stieg auf 703 (671) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag mit 8,0 (7,5) % über dem Vorjahreswert.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM KONZERN

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 8,7 > 2
Konzernergebnis1)in Mio. EUR 703 rund 850
Kapitalanlagerendite 3,3 ≥ 3
Ausschüttungsquote2) 52,2 35 - 45
Eigenkapitalrendite 8,0 ~ 9

1) Die Prognose für 2018 bezieht sich auf den abgedruckten Stand im Konzerngeschäftsbericht 2017; sie wurde 2018 unterjährig gesenkt auf "rund 700" Mio. EUR
2) Bezogen auf den Gewinnverwendungsvorschlag, siehe Anhangkapitel "Sonstige Angaben", Seite 242

Das im Berichtsjahr erzielte Bruttoprämienwachstum im Konzern betrug währungsbereinigt 8,7 %; es lag damit deutlich höher als der für 2018 vorgegebene Rahmen von größer 2 %. Das Konzernergebnis von 703 Mio. EUR entspricht dem im Oktober 2018 gegebenen Ausblick von 700 Mio. EUR. Mit einer Eigenkapitalrendite von 8,0 % im Berichtsjahr sind wir unterhalb unserer Prognose für die Konzerneigenkapitalrendite von rund 9 % geblieben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,45 EUR je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie und auf Basis des Vorschlags an die Hauptversammlung, beträgt 52,2 %; sie liegt damit wie schon im Vorjahr oberhalb des Zielkorridors von 35 % bis 45 %. Die Kapitalanlagerendite liegt bei 3,3 %, unsere Prognose von mindestens 3 % haben wir damit übertroffen.

ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE IM KONZERN

Die Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall- und Lebensversicherung -, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang informieren wir im Anhang dieses Berichts im Kapitel "Segmentberichterstattung".

ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIEN

IN %

INDUSTRIEVERSICHERUNG

Hoher Groß- und Frequenzschadenaufwand bei nicht auskömmlichem Prämienniveau in der industriellen Feuerversicherung

Sanierung der Feuerversicherung erzielt sehr gute Zwischenergebnisse

Kapitalanlageergebnis trotz schwierigen Marktumfelds und Niedrigzinsphase auf hohem Niveau

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

IN MIO. EUR

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2018 2017
Gebuchte Bruttoprämien 4.686 4.454
Verdiente Nettoprämien 2.635 2.434
Versicherungstechnisches Ergebnis -240 -207
Kapitalanlageergebnis 242 277
Operatives Ergebnis (EBIT) 11 109

STEUERUNGSGROSSEN

IN %

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2018 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 7,1 5,2
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) 109,1 108,5
EBIT-Marge 0,4 4,5
Eigenkapitalrendite -0,7 4,1

MARKTENTWICKLUNG

Die Industrieversicherung war im Jahr 2018 erneut von einer hohen Schadenbelastung gekennzeichnet. Neben Naturkatastrophen, die mehrheitlich in den USA und Asien eintraten, ereigneten sich u. a. mit einem Feuer-Rückwirkungsschaden in den USA und einem Schaden an einem Staudamm in Kolumbien einige auch für den weltweiten Industrieversicherungsmarkt außergewöhnlich große Einzelschäden. Insbesondere in der seit Jahren hoch defizitären industriellen Feuerversicherung ist derzeit ein deutlicher Sanierungsdruck im Markt erkennbar, der sich auch 2019 fortsetzen wird.

Wir haben zu diesem Zweck 2018 das Programm "20/20/20" initiiert, das darauf abzielt, in der Feuerversicherung, die etwa 20 % unseres Portfolios ausmacht, eine risikofreie Mehrprämie von mindestens 20 % zu erzielen und somit bis zum Jahr 2020 wieder versicherungstechnisch Gewinne zu erzielen. Bis Ende Januar 2019 haben wir mit unseren Kunden bereits rund 87 % der bis 2020 angestrebten Mindestratensteigerungen vereinbart.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und des derzeit herausfordernden Umfeldes am Kapitalmarkt ist davon auszugehen, dass sich der Sanierungsdruck zusätzlich im Markt weiter erhöhen wird.

PRÄMIENVOLUMEN

Die gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Industrieversicherung beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 4,7 (4,5) Mrd. EUR und lagen über unserem Erwartungswert. Sie stiegen um 232 Mio. EUR respektive 5,2 % (währungsbereinigt 7,1 %). Zum Beitragswachstum trugen neben sanierungsbedingter Mehrprämie in der Sachversicherung vor allem Beitragssteigerungen in den Sparten Haftpflicht und Transport bei, hier vor allem in unseren ausländischen Zielmärkten.

Die Selbstbehaltsquote im Geschäftsbereich stieg auf 58,6 (55,2) %, u. a. wegen geringerer Abgaben an externe Rückversicherer in der Feuerversicherung sowie eines gegenüber dem Vorjahr geringeren Aufwands aus Wiederauffüllungsprämien. Die verdienten Nettoprämien stiegen dadurch gegenüber der Bruttoentwicklung überproportional um 8,3 % auf 2,6 (2,4) Mrd. EUR.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS

Das bereits im Vorjahr deutlich belastete versicherungstechnische Nettoergebnis verschlechterte sich noch einmal auf -240 (-207) Mio. EUR.

Die Schadenquote (netto) war aufgrund zahlreicher Großschäden und einer ungewöhnlich starken Häufung von Frequenzschäden in der industriellen Sachversicherung deutlich belastet und belief sich auf 87,3 %, nach 85,7 % im Vorjahr. Die Großschadenbelastung lag mit 376 Mio. EUR signifikant über unserem Großschadenbudget von 260 Mio. EUR. Zu den Großschäden gehörten neben einem Staudammbruch in Kolumbien sowie einem Feuer-Rückwirkungsschaden in den USA eine außergewöhnlich hohe Anzahl an durch Menschen verursachten Großschäden in der industriellen Feuerversicherung. Die Nettokostenquote lag mit 21,8 (22,8) % noch einmal deutlich unter dem Vorjahreswert. Hierzu hat neben dem Wachstum vor allem eine hohe Kostendisziplin in nahezu allen Bereichen beigetragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich insgesamt auf 109,1 (108,5) %.

KAPITALANLAGEERGEBNIS

Das anhaltend niedrige Zinsniveau konnte durch höhere laufende Erträge, vor allem aus alternativen Investments (u. a. Private Equity), kompensiert und somit trotz des herausfordernden Marktumfelds 2018 noch eine Kapitalanlagerendite von 3,0 % (3,6 %) erzielt werden. Das Vorjahresergebnis war vor allem durch außergewöhnlich hohe Veräußerungsgewinne und geringe Abschreibungen gekennzeichnet.

OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNIS

Das EBIT liegt infolge der vorgenannten außergewöhnlich hohen Schadenbelastung im Berichtsjahr mit 11 (109) Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr. Das Konzernergebnis beläuft sich auf -16 (91) Mio. EUR. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Industrieversicherung enthält Gewinne aus Immobilienverkäufen von 37 Mio. EUR. Dem steht ein ebenfalls im operativen Ergebnis enthaltener Währungskursverlust von 24 Mio. EUR gegenüber (Vorjahr: Währungskursgewinn von 34 Mio. EUR).

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 7,1 ≥ 2
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) 109,1 ~ 99
EBIT-Marge 0,4 ~ 8
Eigenkapitalrendite -0,7 ~ 5

Das Bruttoprämienwachstum liegt mit einer Steigerung von 5,2 % (währungsbereinigt 7,1 %) deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen. Hierzu hat neben der sanierungsbedingten Mehrprämie vor allem ein deutliches Wachstum in unseren ausgewählten Zielmärkten im Ausland sowie in der Sparte Haftpflicht beigetragen.

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag infolge der vorgenannten, auch im langjährigen Marktvergleich außergewöhnlich hohen Groß- und Frequenzschäden oberhalb der Prognose von rund 99 %. Die darin enthaltene Kostenquote hat gestützt durch unser Wachstum und die konsequente Kostendisziplin unsere bereits ambitionierten Erwartungen übertroffen.

Das im Jahr 2018 erzielte Kapitalanlageergebnis lag zwar unter dem vor allem durch Veräußerungsgewinne beeinflussten Vorjahr, aber infolge der sehr positiven laufenden Erträge deutlich über unseren Erwartungen.

Infolge der vorgenannten Entwicklungen blieben sowohl die EBIT-Marge von 0,4 % als auch die Eigenkapitalrendite von -0,7 % somit erheblich hinter den Erwartungen von rund 8 % bzw. rund 5 % zurück.

PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND

SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

Wachstum in der Haftpflicht-, Unfall- und Schadenversicherung und in Kraftfahrt

Kosteneinsparungen durch das Programm "KuRS"

Anstieg des operativen Ergebnisses dank besseren versicherungstechnischen Ergebnisses

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

IN MIO. EUR

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2018 2017
Gebuchte Bruttoprämien 1.564 1.525
Verdiente Nettoprämien 1.453 1.411
Versicherungstechnisches Ergebnis 11 -21
Kapitalanlageergebnis 89 91
Operatives Ergebnis (EBIT) 69 52

STEUERGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

in %

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2018 2017
Bruttoprämienwachstum 2,6 1,8
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) 99,3 101,6
EBIT-Marge 4,7 3,7

1) Inklusive der Sonderaufwendungen für das Programm "KuRS"

MARKTENTWICKLUNG

In der deutschen Schaden/Unfallversicherung wird insgesamt ein Wachstum von ca. 3,3 % erwartet. Dabei wird mit Beitragssteigerungen in allen Versicherungszweigen gerechnet. Hervorzuheben ist das Wachstum in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung und in der Kraftfahrtversicherung.

PRÄMIENVOLUMEN

Bei unseren Schaden/Unfallversicherern stiegen die gebuchten Beitragseinnahmen um 2,6 % auf 1,6 (1,5) Mrd. EUR. Die höheren Beitragseinnahmen waren insbesondere auf den Ausbau des Haftpflicht-, Unfall- und Schaden-Firmengeschäfts und auf Kraftfahrt zurückzuführen. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der Schaden/ Unfallversicherer am gesamten Geschäftsbereich auf 25,7 (25,2) %, bedingt durch das Wachstum und den Beitragsrückgang in der Lebensversicherung. Die Selbstbehaltsquote blieb stabil bei 94,5 (94,6) %.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS

Das versicherungstechnische Ergebnis unseres Schaden/Unfallversicherungsgeschäfts verbesserte sich von -21 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR. Dies resultierte aus profitablem Wachstum, geringeren Investitionen in das Modernisierungsprogramm "KuRS" und Großschadenbelastungen sowie Kosteneinsparungen.

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote netto reduzierte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 99,3 %. Bereinigt um die Investitionen im Rahmen des Programms "KuRS" lag die kombinierte Schaden-/ Kostenquote netto bei 97,1 (98,6) %.

KAPITALANLAGEERGEBNIS

Das Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs verringerte sich um 2,2 % auf 89 (91) Mio. EUR. Der Rückgang resultierte aus einem geringeren Abgangsergebnis und nicht realisierten Gewinnen und Verlusten, die aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsniveaus nicht ausgeglichen werden konnten.

OPERATIVES ERGEBNIS

Das operative Ergebnis des Sachversicherungsgeschäfts wurde im Wesentlichen bestimmt durch ein besseres versicherungstechnisches Ergebnis. Belastend wirkten Steuerrückstellungen - im Gegensatz zu Zinserträgen aus Steuerrückerstattungen, die wir im Vorjahr erhalten haben. Das EBIT stieg auf 69 (52) Mio. EUR. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,7 (3,7) %.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum 2,6 ≥ 2
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) 99,3 ~ 100
EBIT-Marge 4,7 > 3

1) Inklusive der Sonderaufwendungen für das Programm "KuRS"

Die Beitragseinnahmen im Segment Schaden/Unfall lagen aufgrund von deutlichen Zuwächsen im Firmen- und Kraftfahrtgeschäft über dem prognostizierten Wert. Die spartenspezifische Steuerungsgröße kombinierte Schaden-/Kostenquote lag - bedingt durch profitables Wachstum, geringere Investitionen in "KuRS" und Großschadenbelastungen sowie Kosteneinsparungen - mit 99,3 % über den Erwartungen. Infolgedessen erhöhte sich die EBIT-Marge auf 4,7 % und lag damit ebenfalls über dem prognostizierten Wert.

LEBENSVERSICHERUNG

Beitragsrückgang in der klassischen Lebens- und Renten-sowie der Restkreditversicherung

Rückgang Kapitalanlageergebnis durch geringere Realisierungen zur Finanzierung der Zinszusatzreserve

EBIT-Anstieg durch geringere Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung aufgrund von Steuererstattungen im Vorjahr

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

IN MIO. EUR

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2018 2017
Gebuchte Bruttoprämien 4.516 4.576
Verdiente Nettoprämien 3.379 3.397
Versicherungstechnisches Ergebnis -1.421 -1.883
Kapitalanlageergebnis 1.587 2.007
Operatives Ergebnis (EBIT) 111 85
Neuzugang, gemessen in Annual Premium Equivalent 389 385
Einmalbeiträge 1.264 1.245
Laufende Beiträge 263 260
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent 389 385
davon kapitaleffiziente Produkte 143 139
davon Biometrieprodukte 137 137

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

IN %

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2018 2017
Bruttoprämienwachstum -1,3 -4,4
EBIT-Marge 3,3 2,5

MARKTENTWICKLUNG

In der Lebensversicherung wird für das laufende Geschäftsjahr von einem Beitragswachstum von etwa 2,4 % ausgegangen und mit einem Anstieg der laufenden Beiträge um 0,2 % und der Einmalbeiträge um 8,0 % gerechnet.

PRÄMIENVOLUMEN UND NEUGESCHÄFT

Die gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland lagen in der Lebensversicherung -einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - mit 4,5 (4,6) Mrd. EUR um 1,3 % unter dem Vorjahr. Hierbei waren ein erwartungsgemäßer Rückgang der laufenden Beiträge aufgrund erhöhter Abläufe um 65 Mio. EUR und gegenläufig ein Anstieg der Einmalbeiträge um 40 Mio. EUR in Einzelleben zu verzeichnen. Die Einführung verschärfter Verkaufsstandards in der Restkreditversicherung machte sich dort mit einem Beitragsrückgang von 36 Mio. EUR bemerkbar.

Die Selbstbehaltsquote des Geschäftsbereichs reduzierte sich aufgrund einer Änderung in der Rückversicherung auf 93,6 (95,2) %. Unter Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge fielen die verdienten Nettoprämien mit 3.379 (3.397) Mio. EUR entsprechend etwas geringer aus.

Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, ape) - erhöhte sich durch höheres Neugeschäft sowohl gegen Einmalbeitrag als auch gegen laufenden Beitrag um 1,0 % auf 389 (385) Mio. EUR. Der Anteil der kapitaleffizienten Produkte, gemessen nach der Beitragssumme im Neugeschäft, blieb im Geschäftsjahr konstant bei 71 %.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS

Im laufenden Geschäftsjahr war ein Anstieg des versicherungstechnischen Ergebnisses auf -1,4 (-1,9) Mrd. EUR aufgrund der Einführung der Korridormethode zur Dotierung der Zinszusatzreserve unter HGB zu verzeichnen. Es wird u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind.

KAPITALANLAGEERGEBNIS

Das Kapitalanlageergebnis reduzierte sich um 20,9 % auf 1,6 (2,0) Mrd. EUR. Der Rückgang resultierte insbesondere aus Erleichterungen durch die Anpassung der Deckungsrückstellungsverordnung, die geringere Realisierungen von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve erforderlich machte. Bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau blieb das ordentliche Kapitalanlageergebnis mit 1,3 (1,3) Mrd. EUR auf Vorjahresniveau.

OPERATIVES ERGEBNIS

Das operative Ergebnis (EBIT) war im Vorjahr durch Zuführungen zur RfB aufgrund von Steuererträgen belastet; es erhöhte sich auf 111 (85) Mio. EUR.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum -1,3 leichter Rückgang
EBIT-Marge 3,3 2 - 3

Im Segment Lebensversicherung gingen die Bruttoprämieneinnahmen im Jahr 2018 aufgrund von Vertragsabläufen und der Einführung verschärfter Verkaufsstandards in der Restkreditversicherung um 1,3 % zurück. Der Anstieg des EBIT führte zu einer EBIT-Marge, die leicht oberhalb der Prognose lag.

GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

IN %

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2018 2017
Eigenkapitalrendite 4,2 4,1

Der Geschäftsbereich konnte sein Konzernergebnis mit 102 (102) Mio. EUR konstant halten. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich leicht auf 4,2 (4,1) %.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Eigenkapitalrendite 4,2 3 - 4

Das Konzernergebnis blieb mit 102 (102) Mio. EUR konstant, sodass die prognostizierte Eigenkapitalrendite von 3-4 % mit 4,2 % leicht übertroffen wurde.

PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

Wachstum der gebuchten Bruttoprämien steigt währungsbereinigt um 7,4 %

Kombinierte Schaden-/Kostenquote liegt bei 94,3 %

Eigenkapitalrendite steigt auf 8,1 %

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Gebuchte Bruttoprämien 5.552 5.461
Verdiente Nettoprämien 4.816 4.579
Versicherungstechnisches Ergebnis 91 53
Kapitalanlageergebnis 321 329
Operatives Ergebnis (EBIT) 268 238

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

STEUERUNGSGRÖSSEN

IN %

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2018 20171)
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 7,4 10,5
Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)2) -18,1 44,73)
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Schaden/Unfallversicherungen) 94,3 95,4
EBIT-Marge 5,6 5,2
Eigenkapitalrendite 8,1 6,7

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
2) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht
3) Geschätzter Wert 2017: 29,7 %

Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx-Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika aktiv. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die HDI International AG in beiden Regionen verstärkt: Zum 3. April 2018 wurde der Erwerb der Generali Colombia Seguros Generales S. A. und deren Tochtergesellschaft Generali Colombia Vida Compañia de Seguros S. A., jeweils mit Sitz in Bogotá, durch die spanische Tochtergesellschaft Saint Honore Iberia SLU zum Abschluss gebracht. Zum 3. Mai 2018 hat die HDI International AG zudem die Mehrheitsbeteiligung an der Liberty Sigorta A. S. mit Sitz in Istanbul übernommen. Der Zusammenschluss der Sachversicherungsgesellschaften Liberty Sigorta A. S. und HDI Sigorta A. s. erfolgte zum 31. Oktober 2018. Am 9. Oktober 2018 wurde in Brasilien das Joint Venture Santander Auto S. A. gegründet. Die gemeinsame Tochter der HDI Seguros S. A., Brasilien, und einer Tochtergesellschaft der Banco Santander S. A., Brasilien, wird nach aufsichtsrechtlicher Genehmigung im Laufe des Jahres 2019 ihr Geschäft aufnehmen. Außerdem wurde am 22. Oktober 2018 ein Vertrag zum Verkauf der HDI Seguros S. A., Peru, geschlossen, der jedoch noch der Zustimmung der peruanischen Aufsicht bedarf.

MARKTENTWICKLUNG

In den beiden Regionen des Geschäftsbereichs war die Entwicklung der Versicherungsmärkte 2018 sowohl von politischer als auch von wirtschaftlicher Volatilität beeinflusst. Zudem hatten geänderte politische Rahmenbedingungen Auswirkungen auf Gesetzgebung und Regulierung. Des Weiteren beeinflussten verbreitete Währungsabwertungen und teilweise gestiegene Inflation die Märkte der Schwellenländer.

In Brasilien, wo der Geschäftsbereich hauptsächlich im Bereich der Kraftfahrtversicherung tätig ist, war eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation festzustellen, was sich positiv auf den Versicherungsmarkt auswirkte. So konnte der Kraftfahrtversicherungsmarkt von Januar bis November 2018 ein Prämienwachstum von 6,5 % verzeichnen. Ein rückläufiger Trend bei der Schadenhäufigkeit wirkte sich positiv auf die versicherungstechnischen Ergebnisse aus und konnte die gestiegene Inflation kompensieren. Die Wirtschaft in Mexiko entwickelte sich 2018 moderat. Die Sachversicherer verzeichneten ein Prämienwachstum von rund 10,0 %. Der Kraftfahrtversicherungsmarkt war von sinkenden Neuwagen-verkaufszahlen und steigender Diebstahlhäufigkeit beeinflusst. Chile verzeichnete ebenfalls ein stabiles Wirtschaftswachstum, gefördert durch Reformen der neuen Regierung, u. a. im Bereich der Steuergesetzgebung. Der chilenische Versicherungsmarkt erwartet für 2018 ein Wachstum von 3,0 %.

Auf dem polnischen Versicherungsmarkt verzeichneten die Sachversicherer 2018, dank eines stabilen Kraftfahrtversicherungsmarktes, jedoch eine Ergebnissteigerung zum Vorjahr. Regulatorische Veränderungen in den Bereichen Vertrieb und Datenschutz stellten die Versicherer vor neue Herausforderungen. In der Türkei war der Versicherungsmarkt im Berichtszeitraum geprägt durch die Abwertung der türkischen Lira und gestiegene Inflation, die insbesondere das Kraftfahrtversicherungsgeschäft negativ beeinflussten. Die Neuwagenverkaufszahlen sanken gegenüber dem Vorjahr um 35,0 %. Die Schadenaufwendungen stiegen inflationsbedingt und konnten aufgrund von regulatorischen Maßnahmen nicht vollständig durch gestiegene Beitragseinnahmen kompensiert werden.

PRÄMIENVOLUMEN

Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 % auf 5,6 (5,5) Mrd. EUR. Währungsbereinigt erhöhten sich die Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 7,4 %.

In der Region Lateinamerika stiegen die gebuchten Bruttoprämien in Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,0 % auf 1,7 Mrd. EUR. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 15,4 %, was im Wesentlichen auf Mexiko und Brasilien zurückzuführen war. Das Prämienvolumen der mexikanischen HDI Seguros S. A. konnte insbesondere in der Kraftfahrtversicherung und über den Bankvertrieb sowie drei neue Maklerprogramme gesteigert werden, was sowohl aus einer gestiegenen Anzahl versicherter Fahrzeuge als auch aus höheren Durchschnittsprämien resultierte. 48 % des in der Region erzielten Prämienvolumens entfielen auf die brasilianische HDI Seguros S. A. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten sanken die gebuchten Bruttoprämien der Gesellschaft um 9,0 % auf 807 Mio. EUR. Währungsbereinigt hingegen betrug der Anstieg 7,9 %, was im Wesentlichen auf kontinuierliche Preiserhöhungen in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen war. Die neu akquirierten kolumbianischen Gesellschaften waren mit 60 Mio. EUR für neun Monate enthalten.

In der Region Europa war ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien um 1,7 % (währungsbereinigt um 4,2 %) auf 3,8 Mrd. EUR zu verzeichnen, vor allem getrieben durch das Prämienwachstum um 8,9 % auf 1.3 Mrd. EUR beim polnischen Sachversicherer TUiR WARTA S. A. Die positive Entwicklung war vor allem auf die Zunahme der versicherten Fahrzeuge auf 5,2 (im Vorjahr 4,9) Mio. Stück in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen, die die gesunkene Durchschnittsprämie in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung überkompensieren konnte. Bei der italienischen HDI Assicurazioni S. p. A. betrug der Anstieg der gebuchten Bruttoprämien 2,8 %; dies resultierte im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts Leben aus dem Bankvertriebskanal. Positive Effekte auf die gebuchten Bruttoprämien der Region hatte auch die türkische HDI Sigorta A. S., deren Prämienvolumen sich währungsbereinigt um 33,0 % erhöhte, vor allem getrieben von der Kraftfahrtversicherung. Die neu akquirierte Liberty Sigorta A. S. war mit 7 Mio. EUR für acht Monate enthalten.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS

Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozentpunkte auf 94,3 %. Die Kostenquote des Geschäftsbereichs lag mit 28,5 % um 0,7 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres (29,2 %). Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschlusskostenquote (um 0,6 Prozentpunkte auf 22,9 %) aufgrund von Kostenoptimierungen vor allem bei der polnischen TUiR warta S. A. sowie der brasilianischen HDI Seguros S. A. Die Schadenquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkte auf 65,8 %, was insbesondere auf kontinuierliche Preiserhöhungen in Brasilien sowie die Bereinigung des Kraftfahrtportfolios in Italien und eine geringere Kfz-Schadenquote bei der polnischen TUiR warta s. a. zurückzuführen war.

Insgesamt lag das versicherungstechnische Ergebnis des Geschäftsbereiches mit 91 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (53 Mio. EUR).

KAPITALANLAGEERGEBNIS

Im Geschäftsjahr 2018 wurde im Geschäftsbereich mit 321 Mio. EUR ein gegenüber der Vergleichsperiode um 2,4 % geringeres Kapitalanlageergebnis erzielt. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 %, was insbesondere auf die türkische HDI Sigorta A.S, aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus sowie die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. zurückzuführen war. Überkompensiert wurde das Wachstum durch geringere realisierte Gewinne im außerordentlichen Kapitalanlageergebnis. Die durchschnittliche Rendite der selbst verwalteten Kapitalanlagen reduzierte sich dementsprechend um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 %.

OPERATIVES ERGEBNIS UND KONZERNERGEBNIS

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2018 mit 268 Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,6 % höheres operatives Ergebnis (EBIT). Die Region Europa trug mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,6 % gestiegenen EBIT von 234 (187) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments bei, was im Wesentlichen auf die polnische TUiR warta S. A. sowie die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. zurückzuführen war. Demgegenüber wurden 56 (71) Mio. EUR des EBIT in der Region Lateinamerika generiert, wobei der Rückgang u. a. durch Währungseffekte in Brasilien beeinflusst war. Unter Berücksichtigung der Minderheitenanteile erhöhte sich das Konzernergebnis um 17,5 % auf 161 (137) Mio. EUR und entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalrendite gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozentpunkte auf 8,1 %.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 7,4 5 - 10
Wachstum des Neugeschäftswerts (Leben)1) -18,1 5 - 10
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Schaden/Unfallversicherungen) 94,3 ~ 95
EBIT-Marge 5,6 ~ 5
Eigenkapitalrendite 8,1 ~ 7

1) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein währungsbereinigtes Bruttoprämienwachstum von 7,4 %. Dies entspricht der letztjährigen Prognose. Der Rückgang des Neugeschäftswertes (Leben) gegenüber dem Vorjahr resultierte vor allem aus aktualisierten ungünstigeren Modellannahmen bezüglich der künftigen Entwicklung der Kapitalmärkte für die italienische HDI Assicurazioni S. p. A. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der internationalen Sachversicherungen entwickelte sich besser als die Prognose von 95 %, was auf eine jeweils gesunkene Kosten- wie auch Schadenquote zurückzuführen war. Die EBIT-Marge mit 5,6 % als auch die Eigenkapitalrendite mit 8,1 % übertrafen den prognostizierten Wert.

WEITERE KENNZAHLEN

GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTEN

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Gebuchte Bruttoprämien 5.552 5.461
Schaden/Unfall 3.803 3.703
Leben 1.749 1.758
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 4.816 4.579
Schaden/Unfall 3.258 3.119
Leben 1.558 1.460
Versicherungstechnisches Ergebnis 91 53
Schaden/Unfall 186 144
Leben -95 -91
Sonstige - -
Kapitalanlageergebnis 321 329
Schaden/Unfall 174 195
Leben 152 140
Sonstige -5 -6
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) 215 217
Einmalbeiträge 1.465 1.493
Laufende Beiträge 68 67
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) 215 217
davon kapitaleffiziente Produkte 117 89
davon Biometrieprodukte 63 59

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONEN

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Gebuchte Bruttoprämien 5.552 5.461
davon Europa 3.843 3.778
davon Lateinamerika 1.695 1.661
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 4.816 4.579
davon Europa 3.414 3.177
davon Lateinamerika 1.400 1.399
Versicherungstechnisches Ergebnis 91 53
davon Europa 38 3
davon Lateinamerika 57 48
Kapitalanlageergebnis 321 329
davon Europa 261 248
davon Lateinamerika 65 87
Operatives Ergebnis (EBIT) 268 238
davon Europa 234 187
davon Lateinamerika 56 71

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

RÜCKVERSICHERUNG

SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

Bruttoprämienvolumen steigt währungsbereinigt um 16,2 % und übertrifft Erwartung deutlich

Großschadenbelastung mit 850 Mio. EUR etwas oberhalb des Budgets von 825 Mio. EUR

Kombinierte Schaden-/Kostenquote verbessert sich auf 96,6 %

Markt für Schaden-Rückversicherung herausfordernd bei anhaltend hohen Schäden

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN MIO. EUR

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2018 2017
Gebuchte Bruttoprämien 11.976 10.711
Verdiente Nettoprämien 10.805 9.158
Versicherungstechnisches Ergebnis 333 1
Kapitalanlageergebnis 1.065 1.235
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.364 1.141

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN %

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2018 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 16,2 18,7
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) 96,6 99,8
EBIT-Marge 12,6 12,5

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

An den weltweiten Schaden-Rückversicherungsmärkten herrscht nach wie vor ein Überangebot an Kapital zur Deckung von Risiken. Daran haben die hohen Sturmschäden in den USA der Jahre 2017 und 2018 nur wenig geändert. Zugleich sorgen zusätzliche Kapazitäten aus dem Markt für die Verbriefung von Versicherungsrisiken (Insurance-Linked Securities, ILS) für einen anhaltenden Druck auf Preise und Konditionen. Das Umfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt somit weiter herausfordernd. Gleichwohl konnten wir in einigen schadenbetroffenen Regionen und bei einzelnen Kunden eine höhere Nachfrage nach Rückversicherungsdeckungen beobachten.

Mit den Ergebnissen der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2018 - bei der wir 65 % unseres Portefeuilles in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) neu verhandelt haben - waren wir zufrieden. Die Ratensteigerungen im Katastrophengeschäft blieben nach den verheerenden Sturmschäden des Vorjahres allerdings hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Trotz herausfordernder Vertragserneuerungen profitierten wir von unserer Kundennähe und der Fähigkeit, bedarfsgerechte Rückversicherungslösungen anbieten zu können. Besonders deutlich fielen die Zuwächse in Australien, Asien und Großbritannien aus. Sehr zufrieden waren wir zudem mit der Vertragserneuerung in Nordamerika und in West- und Osteuropa. Auch im Bereich der Cyberdeckungen boten sich attraktive Möglichkeiten zum Ausbau unseres Portefeuilles. Auf Kundenseite ergab sich eine deutlich höhere Nachfrage nach solvenzentlastenden Rückversicherungslösungen, sodass wir im Bereich der strukturierten Rückversicherung erneut deutlich wuchsen.

Ebenfalls zufrieden waren wir mit den unterjährigen Vertragserneuerungen. Bei Naturkatastrophendeckungen haben wir unsere gewinnorientierte Zeichnungspolitik fortgesetzt, sodass sich unsere Exponierung komfortabel innerhalb unseres zum Vorjahr unveränderten Risikoappetits bewegte. Bei einigen größeren Kundenbeziehungen, insbesondere in Nordamerika und Europa, konnten wir unsere Position deutlich verbessern.

PRÄMIENENTWICKLUNG

Vor diesem Hintergrund erhöhten sich die Bruttoprämien im Berichtsjahr um 11,8 % auf 12,0 (10,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte der Zuwachs 16,2 % betragen, was unsere Erwartungen deutlich übertraf. Der Selbstbehalt stieg auf 90,7 (89,7) %. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 18,0 % auf 10,8 (9,2) Mrd. EUR; währungskursbereinigt hätte das Wachstum 22,5 % betragen.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Das Geschäftsjahr 2018 war weniger von Großschäden dominiert als das Vorjahr, das mit der höchsten Belastung aus Großschäden in die Geschichte unseres Unternehmens eingegangen war. Nachdem das erste Halbjahr 2018 durch einen sehr moderaten Großschadenverlauf gekennzeichnet war, war im dritten Quartal ein Schadenaufkommen zu verzeichnen, das sich im Wesentlichen im Rahmen unserer Quartalserwartungen bewegte. Zu den größten Schäden des dritten Quartals zählte Taifun "Jebi" in Japan, für den wir eine Nettoschadenbelastung von 135 Mio. EUR erwarten. Für Hurrikan "Florence" rechnen wir mit einer Nettobelastung von 37 Mio. EUR. Im vierten Quartal lagen die Großschäden dagegen deutlich über unserem budgetierten Rahmen. Dabei führten die Waldbrände in Kalifornien die Großschadenliste an. Für die "Camp"-Waldbrände rechnen wir mit einer Nettobelastung von 130 Mio. EUR, für die "Woolsey"-Waldbrände mit 64 Mio. EUR. Für Hurrikan "Michael" rechnen wir mit einer Nettobelastung von 46 Mio. EUR. Insgesamt lag unsere Netto-Großschadenbelastung im Geschäftsjahr 2018 bei 850 (1.127) Mio. EUR und überschritt das von uns vorgesehene Großschadenbudget von 825 Mio. EUR damit leicht. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg deutlich auf 333 (1 Mio. EUR). Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 96,6 (99,8) % und lag damit leicht über unserem Zielwert für das Geschäftsjahr von 96 %.

OPERATIVES ERGEBNIS UND KAPITALANLAGEERGEBNIS

Sehr erfreulich entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis für das Segment Schaden-Rückversicherung. Bei stabilen ordentlichen Kapitalanlageerträgen verringerte sich das Ergebnis aus selbst verwalteten Anlagen um 15,4 % auf 1.029 (1.217) Mio. EUR. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die außergewöhnlich hohen Realisierungserträge aus der Liquidierung unseres Bestands an börsennotierten Aktien zurückzuführen. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Großschadenbelastungen stieg das operative Ergebnis (EBIT) auf 1.364 (1.141) Mio. EUR. Die EBIT-Marge blieb mit 12,6 (12,5) % stabil. Unseren Zielwert von mindestens 10 % haben wir damit erreicht.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 16,2 guter Zuwachs
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) 96,6 < 96
EBIT-Marge 12,6 ≥ 10

Die Bruttoprämien stiegen um 11,8 % auf 12,0 (10,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 16,2 % betragen und liegt damit deutlich über unseren Erwartungen. Mit dem Ergebnis in der Schaden-Rückversicherung sind wir zufrieden. Das operative Ergebnis (EBIT) zum 31. Dezember 2018 verbesserte sich auf 1.364 (1.141) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote hielt mit 96,6 % unsere Prognose nicht ein, für die wir unter 96 % ansetzten. Die EBIT-Marge blieb stabil und lag mit 12,6 % über dem Zielwert von mindestens 10 %.

PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

Währungsbereinigtes Wachstum der Bruttoprämien-einnahmen mit 4,6 % im Rahmen der Erwartungen

Einmalbelastung durch Rückzüge im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft im erwarteten Rahmen

US-Financial-Solutions-Geschäft erneut mit sehr gutem Ergebnis

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG -SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN MIO. EUR

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2018 2017
Gebuchte Bruttoprämien 7.200 7.080
Verdiente Nettoprämien 6.484 6.473
Versicherungstechnisches Ergebnis -416 -493
Kapitalanlageergebnis 491 560
Operatives Ergebnis (EBIT) 262 229

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN %

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2018 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 4,6 1,4
Neugeschäftswert1)in Mio. EUR 146 183
EBIT-Wachstum2) 14,4 -30,8

1) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht
2) Durchschnittliches jährliches Wachstum 2016 - 2018 gemäß strategischer Zieldefinition: -13,9 %

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Zahlreiche positive Geschäftsentwicklungen in unserem internationalen Personen-Rückversicherungsportefeuille haben im abgelaufenen Berichtsjahr dazu beigetragen, dass wir ein solides Ergebnis erreichen konnten. Vertragsrückzüge aufgrund der von uns angekündigten Ratenerhöhungen im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft haben das Ergebnis mit 273 Mio. EUR belastet. Unter Anrechnung der erforderlichen Auflösung einer Kostenreserve in Höhe von 87 Mio. EUR konnten wir ein operatives Ergebnis (EBIT) von 262 (229) Mio. EUR erreichen. Dies spiegelte die ganzheitlich gute Qualität und solide Profitabilität des Geschäfts außerhalb des 2009 erworbenen US-Mortalitäts-Geschäftes wider.

Zu den Höhepunkten des Berichtsjahres zählten die überaus erfreulichen Neugeschäftszuwächse in Asien und gute Ergebnisse in weiten Teilen Europas sowie die Neueröffnung unserer Repräsentanz in Abidjan an der Elfenbeinküste. Mit diesem lokalen Büro haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt, sodass wir in dieser sich vielversprechend entwickelnden Region vor Ort und damit nah am Kunden agieren können.

In unserem Heimatmarkt Deutschland beschäftigten sich die Erstversicherer intensiver mit den durch die europäische Solvency-Il-Richtlinie vorgeschriebenen Kapitalbedeckungs- und Solvabilitätsquoten. Zur Erfüllung der geforderten Quoten stellen Rückversicherungsdeckungen eine mögliche Lösung dar. Übergangsmaßnahmen, die den Versicherern erlauben, über einen bestimmten Zeitraum verminderte Anforderungen erfüllen zu müssen, haben den Bedarf an Rückversicherungslösungen im Berichtsjahr jedoch gedämpft.

Global betrachtet war die Nachfrage nach Rückversicherungslösungen zur Deckung von Langlebigkeitsrisiken hoch. Ein Treiber sind hier die hohen Kapitalanforderungen für derartiges Geschäft auf der Erstversicherungsseite. Darüber hinaus ergaben sich für uns neue Geschäftschancen durch Digitalisierungsinitiativen und InsurTechs. Diese zumeist noch kleineren Start-up-Unternehmen sind in der Regel auf Kooperationen mit erfahrenen und kapitalstarken Partnern angewiesen. Durch unsere Zusammenarbeit mit InsurTechs entstehen auch für Erstversicherer und Versicherungsnehmer Vorteile. Mittels solcher Partnerschaften helfen wir unseren Kunden, auf die veränderten Bedürfnisse der Versicherungsnehmer reagieren zu können und Neuerungen in den Markt zu bringen.

PRÄMIENENTWICKLUNG

Im Segment Personen-Rückversicherung summierten sich die gesamten Bruttoprämieneinnahmen für das Berichtsjahr auf 7.200 (7.080) Mio. EUR. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 1,7 %; währungskursbereinigt hätte der Anstieg 4,6 % betragen, was im Rahmen unserer Erwartungen lag. Der Selbstbehalt lag bei 90,7 (91,7) %. Die verdienten Nettoprämien blieben mit 6.484 (6.473) Mio. EUR stabil; währungskursbereinigt entspräche dies einem Wachstum von 3,2 %.

OPERATIVES ERGEBNIS UND KAPITALANLAGEERGEBNIS

Das Kapitalanlageergebnis hat sich angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus erwartungsgemäß reduziert und belief sich auf 491 (560) Mio. EUR. Dabei entfielen auf unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen 319 (343) Mio. EUR und auf die bei unseren Zedenten hinterlegten Depots 172 (217) Mio. EUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 262 (229) Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist unter Berücksichtigung der bereits erwähnten Rückzüge im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft, die das Ergebnis belastet haben, erfreulich.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 4,6 3-5
Neugeschäftswert1)in Mio. EUR 146 ≥ 110
EBIT-Wachstum2) 14,4 > 5

1) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2018: Geschätzter Wert, der finale Wert wird im Jahresabschluss 2019 veröffentlicht
2) Durchschnittliches jährliches Wachstum 2016 - 2018 gemäß strategischer Zieldefinition: -13,9%

Das Ergebnis im Segment Personen-Rückversicherung war im Berichtsjahr durch Einmalbelastungen aus Vertragsrückzügen im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft betroffen. Dem wirkte u. a. eine positive Geschäftsentwicklung in unserem internationalen Personen-Rückversicherungsgeschäft entgegen.

Überaus erfreulich zeigten sich beispielsweise die Neugeschäftszuwächse in Asien und gute Ergebnisse in weiten Teilen Europas. Global betrachtet war die Nachfrage nach Rückversicherungslösungen zur Deckung von Langlebigkeitsrisiken hoch. Ein Treiber sind hier die hohen Kapitalanforderungen für derartiges Geschäft bei den Erstversicherern. Folglich lieferte unser Financial-Solutions-Geschäft einen erneut gestiegenen Ergebnisbeitrag. Weniger zufrieden waren wir mit der Entwicklung unseres US-Mortalitäts-Bestandsgeschäftes, das wir 2009 übernommenen hatten. Hier belasteten Vertragsrückzüge aufgrund von uns angekündigter Ratenerhöhungen das Ergebnis einmal mit 273 Mio. EUR. Unter Anrechnung der erforderlichen Auflösung einer Kostenreserve ergaben sich Einmalbelastungen von 185 Mio. EUR vor Steuern. Die Bruttoprämieneinnahmen im Segment Personen-Rückversicherung stiegen leicht um 1,7 % auf 7,2 (7,1) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte es ein Wachstum von 4,6 % gegeben. Der Zielwert für den Neugeschäftswert (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) von mindestens 110 Mio. EUR wurde mit 146 Mio. EUR erneut übertroffen.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 14,4 % auf 262 (229) Mio. EUR. Die Ergebnissteigerung ist erfreulich, da die bereits angesprochenen Rückzüge im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft das Ergebnis einmal belastet haben, damit aber auch für die Zukunft weitgehend entfallen.

GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

IN %

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2018 2017
Eigenkapitalrendite 13,0 11,3

Das Konzernergebnis im Geschäftsbereich Rückversicherung stieg auf 540 (480) Mio. EUR; auch die Eigenkapitalrendite stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 13,0 %.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG MIT DER FÜR 2018 ABGEGEBENEN PROGNOSE

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

IN %

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Ist 2018 Prognose für 2018 aus dem Geschäftsbericht 2017
Eigenkapitalrendite 13,0 ~ 11

Der Geschäftsbereich Rückversicherung steigerte sein Konzernergebnis im Berichtsjahr auf 540 (480) Mio. EUR, was einem Zuwachs von 12,5 % entspricht. Die Eigenkapitalrendite für den Geschäftsbereich Rückversicherung lag deutlich oberhalb der Prognose.

KONZERNFUNKTIONEN

Selbst verwaltete Kapitalanlagen des Konzerns um 3,7 % gestiegen

Gebuchte Bruttoprämien des im Segment Konzernfunktionen gezeichneten Geschäfts um 82,8 % gestiegen

Erste strukturierte Finanzierung im deutschen Schienen-personennahverkehr

Talanx, Berenberg und der Asset-Manager eines anderen deutschen börsennotierten Versicherers haben gemeinsam die erste Finanzierungslösung durch institutionelle Anleger im deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) über eine Leasingstruktur mit der dal Deutsche Anlagen-Leasing strukturiert. Mandanten des Kooperationspartners und der Talanx traten als Fremdkapitalinvestoren zur Finanzierung neuer Züge für SPNV-Verbindungen im Raum Ulm auf.

RÜCKVERSICHERUNGSSPEZIALISTEN IM KONZERN

Im Segment Konzernfunktionen weisen wir seit 2013 versicherungstechnisches Geschäft aus, das über unsere irische Tochtergesellschaft gezeichnet wird. Seit Januar 2019 firmiert diese unter dem Namen HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE). Mit dieser gruppeninternen Rückversicherung streben wir eine Erhöhung des Selbstbehalts sowie eine Optimierung der Kapitalauslastung an. Das von HDI Reinsurance (Ireland) gezeichnete konzerninterne Geschäft wird teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet, um Diversifikationsvorteile im jeweiligen Segment zu nutzen. Im Segment Konzernfunktionen weisen wir darüber hinaus jenes Geschäft aus, das zusätzliche segmentübergreifende Diversifikationsvorteile beinhaltet. Im Berichtsjahr betrugen die gebuchten Bruttoprämien aus diesem Geschäft 53 (29) Mio. EUR, sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierte insbesondere daraus, dass HDI Reinsurance (Ireland) Neugeschäft aus dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International seit 2018 vollständig im Segment Konzernfunktionen ausweist. HDI Reinsurance (Ireland) wies für das Segment Konzernfunktionen ein operatives Ergebnis von -4 (-6) Mio. EUR aus.

KAPITALANLAGESPEZIALISTEN IM KONZERN

Die Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH) betreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Ampega Investment GmbH und Ampega Real Estate GmbH (vormals Talanx Immobilien Management GmbH) in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns liegen mit 111,9 (107,9) Mrd. EUR um 3,7 % über dem Vorjahresniveau. Der Beitrag der drei Gesellschaften in Summe zum operativen Ergebnis im Segment betrug im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 55 (48) Mio. EUR.

Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen. Die Mittelzuflüsse der Investmentbranche lagen 2018 mit 90 Mrd. EUR deutlich unter dem sehr starken Vorjahr (147 Mrd. EUR), jedoch im langjährigen Durchschnitt. 2018 dominierten institutionelle Anleger im Investmentgeschäft und schichteten teilweise Direktanlagen (freie Mandate) in Spezialfonds um. Demgegenüber war das Netto-Neugeschäft bei Publikumsfonds vergleichsweise schwach. Betrachtet man das Investment-Gesamtvolumen, so hat sich die ausgeprägt schwache Marktbewertung bei Aktien und Unternehmensanleihen im vierten Quartal belastend niedergeschlagen. Ursächlich hierfür waren eine sich abschwächende Unternehmens-Gewinndynamik und vermehrte Gewinnwarnungen sowie politische Unwägbarkeiten. Zusammen mit dem gegenüber 2017 schwächeren Mittelaufkommen führte dies erstmals seit 2011 zu einem rückläufigen Volumen in Investmentfonds.

Das Gesamtvolumen des von Ampega Investment GmbH verwalteten Vermögens fiel um 2,4 % auf 23,9 (24,5) Mrd. EUR. Hauptgrund dafür ist der Abgang eines institutionellen Non-Listed-Assets-Mandats in Höhe von 1,6 Mrd. EUR. Die Hälfte des Gesamtvolumens, nämlich 11,5 (11,6) Mrd. EUR, wird im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 6,0 (7,2) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 6,4 (5,7) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken.

OPERATIVES ERGEBNIS

Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im Geschäftsjahr 2018 auf 0 (-12) Mio. EUR, was insbesondere auf ein gestiegenes Währungskursergebnis sowie höhere Provisionserträge zurückzuführen ist. Gegenläufig war im Geschäftsjahr 2018 eine Belastung aus dem Orkantief "Friederike" von rund 5 Mio. EUR zu verzeichnen.

Das im Geschäftsjahr 2018 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment erhöhte sich auf -80 (-141) Mio. EUR. Dies resultiert insbesondere aus einem geringeren Steueraufwand für Vorjahre sowie einer Abschreibung steuerlicher Verlustvorträge im Jahr 2017 in Höhe von 41 Mio. EUR.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme um 4,5 Mrd. EUR auf 162,9 Mrd. EUR gestiegen

Kapitalanlagen machen 75 % der Bilanzsumme aus

VERMÖGENSSTRUKTUR

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Immaterielle Vermögenswerte 1.953 1 % 1.995 1 %
Kapitalanlagen 122.831 75 % 118.673 75 %
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 9.990 6 % 11.133 7 %
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 8.506 5 % 7.697 5 %
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 7.251 5 % 6.626 4 %
Abgegrenzte Abschlusskosten 5.358 3 % 5.332 3 %
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 3.362 2 % 3.138 2 %
Aktive Steuerabgrenzung 1.156 < 1 % 603 < 1 %
Sonstige Vermögenswerte 2.457 2 % 2.782 2 %
Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 15 < 1 % 418 < 1 %
Summe der Aktiva 162.879 100 % 158.397 100 %

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER VERMÖGENSSTRUKTUR

Die Erhöhung unserer Bilanzsumme ist vor allem auf den Zuwachs der Kapitalanlagen (+4,2 Mrd. EUR) zurückzuführen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte von 2,0 (2,0) Mrd. EUR entfallen einerseits mit 895 (937) Mio. EUR auf sonstige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich PVFP), andererseits sind aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte mit 1.058 (1.058) Mio. EUR enthalten. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden im Konzern zu 100 % bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der auf den Konzern entfallende Anteil an den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wie folgt dar:

NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER UND VERSICHERUNGSNEHMERANTEIL

IN MIO. EUR

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31.12.2018 31.12.2017
Sonstige immaterielle Vermögenswerte vor Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und Versicherungsnehmeranteil bzw. inklusive latenter Steuern 895 937
davon ab: Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 104 120
davon ab: Versicherungsnehmeranteil 284 295
davon ab: latente Steuern 63 67
Sonstige immaterielle Vermögenswerte nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und Versicherungsnehmeranteil bzw. nach latenten Steuern 444 455

Korrespondierend mit dem Rückgang der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, sank der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,1 (Anstieg im Vorjahr um 0,6) Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider.

In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" weisen wir zum Stichtag die Vermögenswerte der HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru, in Höhe von 9 Mio. EUR und Immobilienbestände in Höhe von 6 Mio. EUR aus. Im Vorjahr wurden in dieser Position die Vermögenswerte der aspecta Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg, sowie die Anteile an und Darlehensforderungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen INDAQUA Indústria e Gestão de Aguas S. A., Matosinhos, Portugal, in Höhe von insgesamt 418 Mio. EUR ausgewiesen. Nähere Erläuterungen der einzelnen Vorgänge siehe Konzernanhang "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".

KAPITALANLAGEMANAGEMENT UND -ZIELE

Das abgelaufene Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch ein Niedrigzinsumfeld. Der Leitzins im Euroraum lag unverändert bei 0,0 %. Die Geldpolitik divergierte in den Wirtschaftsräumen. In den USA war eine deutlich straffe Geldpolitik zu beobachten, wohingegen die übrigen großen Zentralbanken eher eine graduelle Normalisierungstendenz zeigten. Somit wurden die Zinsen in den USA in vier Zinsschritten weiter erhöht und die Reduktion der Bilanz fortgesetzt, während die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe zum Jahresende einstellte.

Zum Jahresende lagen die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen bei ca. 0,24 % und damit ca. 20 Basispunkte unter dem Jahresbeginn. Die zweijährigen fielen im Jahresverlauf leicht auf ca. -0,66 % und die fünfjährigen lagen bei -0,30 % und damit weiterhin im negativen Bereich.

Neben den Zinseffekten wirkte sich die Entwicklung des US-Dollar-Kurses direkt auf die in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen aus. Der Kurs lag am 31. Dezember 2017 bei 1,20 USD je EUR. Im Geschäftsjahresverlauf gewann der USD ca. 4,5 % gegenüber dem EUR und lag zum Jahresende bei 1,15 USD je EUR. Zum Jahresabschluss betrug der Bestand an in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen 21,3 (19,9) Mrd. EUR und entsprach 19 (18) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen.

Die Risikomessung und das Risikocontrolling der Kapitalanlagen haben einen sehr hohen Stellenwert. Diese Kernfunktionen mit einer starken und wohlfunktionierenden Schnittstelle zum Portfoliomanagement befähigten unser Kapitalanlagemanagement zu einer ständigen Überwachung der Portfolios und somit einer effizienten Steuerung der Risiken. Diverse bestehende Instrumente zur Risikomessung und -steuerung wurden an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst.

78 (76) % der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere besitzen ein Rating von A oder besser. Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen.

Das interne Risikomodell des Konzerns und die Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den Handlungsraum für unsere Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der Asset-Liability-Management-Vorgaben und der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden die Portfolios weiter optimiert.

Einen zusätzlichen Rahmen bilden die Kapitalanlagerichtlinien auf Konzern-, Segment- und Gesellschaftsebene, die einer jährlichen Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung hinsichtlich ihrer Angemessenheit gegenüber aufsichtsrechtlichen und marktgegebenen Restriktionen unterliegen.

Infolge eines qualitativen Investmentprozesses konnten im Kapitalanlagebestand gefährdete Adressen weitestgehend vermieden werden. Die Assetklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen blieb weiterhin die wichtigste Anlageklasse.

KAPITALANLAGEENTWICKLUNG

ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN

IN MIO. EUR

Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2018 auf 122,8 (118,7) Mrd. EUR. Der Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen stieg um 3,7 % auf 107,9 Mrd. EUR. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen ist vorrangig durch die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft begründet, die im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt wurden.

Der Bestand an Investmentverträgen und Depotforderungen weist im Vergleich zum Jahresbeginn keine wesentlichen Bestandsänderungen auf.

Auch 2018 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 2,7 (2,7) Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr weitestgehend reinvestiert.

ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN

IN %

ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSEN

IN MIO. EUR

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2018 2017
Fremd genutzter Grundbesitz 2.985 3 % 2.799 3 %
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 206 < 1 % 178 < 1 %
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 265 < 1 % 242 < 1 %
Darlehen und Forderungen
Darlehen inkl. Hypothekendarlehen 460 < 1 % 481 < 1 %
Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere 28.684 26 % 28.412 26 %
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 409 < 1 % 554 < 1 %
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 70.165 63 % 66.682 62 %
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.799 2 % 1.773 2 %
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 1.344 1 % 1.072 1 %
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 126 < 1 % 65 < 1 %
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere - - - -
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 131 < 1 % 148 < 1 %
Derivate1) 239 < 1 % 149 < 1 %
Übrige Kapitalanlagen 5.055 5 % 5.326 5 %
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 111.868 100 % 107.881 100 %

1) Derivate nur mit positiven Marktwerten

FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

Der Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) stieg im Geschäftsjahr 2018 um 3,9 Mrd. EUR an und betrug zum Jahresende 100,6 (96,7) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 82 (82) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen, weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf.

Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" machen 70 (69) % des Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere aus und sind um 3,5 Mrd. EUR auf 70,2 (66,7) Mrd. EUR aufgrund von neuen Anlagen angestiegen. Dabei wurde hauptsächlich in Pfandbriefen und Unternehmensanleihen investiert. Die Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - sind aufgrund gestiegener Spreads, insbesondere bei US-amerikanischen Unternehmensanleihen, seit dem Jahresende 2017 von 3,3 Mrd. EUR auf 1,7 Mrd. EUR gesunken. Die gestiegenen Risikoaufschläge kommen uns andererseits aber bei der Neu- und Wiederanlage zugute. Die Volatilität der "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" schlägt sich im Eigenkapital nieder.

In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" wurden im Wesentlichen Staatspapiere oder ähnlich sichere Papiere gehalten. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin Pfandbriefe dar. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie "Darlehen und Forderungen" betrug zum Jahresende 29,1 (28,9) Mrd. EUR und stellt damit 29 (30) % des Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen" (inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) verringerten sich auf 3,8 (4,3) Mrd. EUR.

Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden 2018 weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 43,1 (39,0) Mrd. EUR.

RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERE

IN %

Der Talanx-Konzern verfolgt eine vergleichsweise konservative Anlagepolitik. So besitzen 78 (76) % der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse A.

Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 4,1 (4,7) Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 3,7 (4,4) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Der Bestandsrückgang ist auf die Verbesserung der Ratingeinstufung von Spanien zurückzuführen.

AKTIEN UND AKTIENFONDS

Im Laufe des Geschäftsjahres lag der Aktienbestand konstant bei rund 1,1 (1,1) Mrd. EUR. Somit beträgt die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote) zum Jahresende 0,9 (1,0) %.

Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände (ohne "Übrige Kapitalanlagen") reduzierten sich um 81 Mio. EUR und betragen nunmehr 74 (155) Mio. EUR.

IMMOBILIEN INKLUSIVE ANTEILE AN IMMOBILIENFONDS

Durch anhaltende Niedrigzinsen, eine noch florierende Konjunktur, einhergehend mit sehr hoher Flächennachfrage und somit starken Vermietungsmärkten, konnte der deutsche Investmentmarkt ein neues Allzeithoch hinsichtlich des gewerblichen Transaktionsvolumens erreichen. Gleichzeitig setzte sich die Renditekompression weiter fort. Attraktive Renditen finden Investoren noch beim Ankauf von Projektentwicklungen bzw. Forward Deals. Die Umbrüche im Einzelhandel sorgen im Bereich von Shopping-Centern erstmals für steigende Renditen und für schwierigere Verkaufsprozesse bei dieser Art der Handelsimmobilien. Weiterhin gefragt sind innerstädtische Geschäftshäuser und Fachmarktzentren. Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage von Nutzern und Investoren im Logistiksegment stark an. Auf den Büromärkten kam es zu neuen Vermietungsrekorden, obwohl die Flächennachfrage aufgrund des Nachfrageüberhangs nicht erfüllt werden konnte. Starke Nachfrage wurde von Business-Centern und Co-Working-Anbietern verzeichnet. Die hohen Flächennachfragen sorgen in den Big-7-Standorten trotz der konstanten und fürs kommende Jahr steigend prognostizierten Neubauvolumina für die niedrigste Leerstandsquote der letzten 15 Jahre. Bei groß-volumigen Transaktionen bilden ausländische Käufer die stärkste Investorengruppe.

Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremd genutzten Immobilien 3,0 (2,8) Mrd. EUR. Hinzu kommen 985 (841) Mio. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind.

Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremd genutzten Immobilienbestand in Höhe von 57 (52) Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen in Höhe von 4 (16) Mio. EUR an. Die planmäßigen Abschreibungen 2018 sind auf einen konsolidierten Spezialfonds und 2017 auf zwei Objekte der Hannover Rück-Gruppe in den USA zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 15 (21) Mio. EUR. Diesen Abschreibungen standen Zuschreibungen von 6 (2) Mio. EUR, im Wesentlichen für fremd genutzte Immobilien, gegenüber.

Die Immobilienquote einschließlich der Investments in Immobilienfonds beträgt unverändert 3 %.

INFRASTRUKTURINVESTMENTS

Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte. Deren Nachfrage ist weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und durch unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen und Public-Private-Partnership(ppp)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.

2018 hat die Talanx ihr Infrastrukturportfolio unter anderem durch Projekte im Schienen- und Straßenverkehr sowie im Bereich Photovoltaik weiter ausbauen und diversifizieren können. Zum Jahresende 2018 war der Talanx-Konzern insgesamt mit einem Volumen von rund 2,1 (Vorjahr 1,9) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekten engagiert. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren.

KAPITALANLAGEERGEBNIS

ENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSES

IN MIO. EUR

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2018 2017
Ordentliche Kapitalanlageerträge 3.445 3.398
davon laufende Erträge aus Zinsen 2.711 2.684
davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen 7 24
Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen 584 1.245
Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen -180 -198
Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen -12 64
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen 261 246
Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 3.576 4.263
Depotzinsergebnis 192 219
Ergebnis aus Investmentverträgen -1 -4
Summe 3.767 4.478

Aufgrund der geringeren Realisate im Berichtszeitraum lag das Kapitalanlageergebnis mit 3.767 (4.478) Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Das Vorjahr war insbesondere durch außerordentliche Erträge aus dem Aktienverkauf im Hannover Rück-Konzern und Realisate im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben zur Stärkung der Zinszusatzreserve geprägt. Dadurch ergibt sich eine annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,3 (4,0) %.

Trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus sind die ordentlichen Kapitalanlageerträge aufgrund des Bestandsaufbaus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Mio. EUR gestiegen und betrugen zum Stichtag 3.445 (3.398) Mio. EUR. Das sinkende Kapitalmarktzinsniveau führte zu einem Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren von 2,9 %, dieser liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,0 %.

Die hierin enthaltenen laufenden Erträge aus Zinsen lagen bei 2,7 (2,7) Mrd. EUR und bilden weiterhin den wesentlichen Bestandteil des Ergebnisses. Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos wurden derivative Finanzinstrumente (u. a. Vorkäufe), insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben, eingesetzt. Weiterführende Angaben zu den finanziellen Auswirkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13.

Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr insgesamt unter dem Vorjahresniveau und betrug per saldo 584 (1.245) Mio. EUR. Der deutliche Rückgang von 661 Mio. EUR im Vergleich zur Vorperiode ist im Wesentlichen auf außergewöhnlich hohen Realisierungserträge des Vorjahres aus der Liquidierung des Portefeuilles börsennotierter Aktien im Hannover Rück-Konzern zurückzuführen. Die positiven Realisate resultieren vor allem aus der regelmäßigen Portfolioumschichtung in allen Segmenten und zusätzlich aus der Anforderung zur Hebung von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen und Pensionskassen. Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig gewesen.

Im Vergleich zum Vorjahr waren im Berichtszeitraum per saldo geringere Abschreibungen erforderlich. Diese betragen unter Berücksichtigung der Zuschreibungen (6 [3] Mio. EUR) insgesamt 180 (198) Mio. EUR. Davon entfielen 57 (52) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener Immobilien, 24 (11) Mio. EUR auf den Bereich Aktien, 12 (33) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere und 89 (89) Mio. EUR auf sonstige Kapitalanlagen.

Das unrealisierte Ergebnis reduzierte sich per saldo von 64 Mio. EUR auf -12 Mio. EUR. Der Rückgang ist auf Marktwertveränderungen unserer erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Bestände zurückzuführen. Darin enthalten ist unter anderem das unrealisierte Ergebnis aus ModCo-Derivaten im Segment Personen-Rückversicherung in Höhe von 11 (4) Mio. EUR.

Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen belief sich auf 192 (219) Mio. EUR.

Weiterführende Anmerkungen inklusive einer Darstellung nach Segmenten siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung", Anmerkung 30 "Kapitalanlageergebnis".

KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN1)

IN MIO. EUR

1) Nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten

WÄHRUNGSEINFLÜSSE

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Konzern gebündelten Versicherer bestehen, basierend auf dem Geschäftsmodell, währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und der Finanzlage.

Grundsätzlich erhalten und erbringen die international tätigen Versicherer Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Aktiva zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden (währungskongruente Bedeckung). Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die Umrechnungskurse für die wichtigsten Währungen im Anhang unter "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" dargestellt.

Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 19 (18) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in Summe 7 (7) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil der Kapitalanlagen in Fremdwährungen innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen beträgt zum Stichtag 32 (32) %.

Unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen einschließlich der Investmentverträge setzen sich aus folgenden Währungen zusammen:

KAPITALANLAGEN

IN %

FINANZLAGE

ANALYSE DER KAPITALSTRUKTUR

Eigenkapital mit 14,3 Mrd. EUR etwa auf dem Niveau des Vorjahres (14,2 Mrd. EUR)

Versicherungstechnische Rückstellungen um 5,1 Mrd. EUR auf 117,0 Mrd. EUR gestiegen

KAPITALSTRUKTUR

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Eigenkapital 14.261 9 % 14.224 9 %
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.738 2 % 2.737 2 %
Versicherungstechnische Rückstellungen 117.042 72 % 111.938 71 %
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 9.990 6 % 11.133 7 %
Andere Rückstellungen 3.681 2 % 3.784 2 %
Verbindlichkeiten 12.781 8 % 12.129 8 %
Passive Steuerabgrenzung 2.380 1 % 2.109 1 %
Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 6 < 1 % 343 < 1 %
Summe der Passiva 162.879 100 % 158.397 100 %

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN DER KAPITALSTRUKTUR

Insgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen (also abzüglich der Anteile der Rückversicherer an diesen Verpflichtungen) in Relation zur Vergleichsperiode um 4,1 % bzw. 4,3 Mrd. EUR auf 108,8 (104,5) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel mit 2,4 Mrd. EUR auf die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und mit jeweils 1,7 Mrd. EUR auf die Deckungsrückstellung. Dabei resultiert der Anstieg der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Wesentlichen aus den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung.

Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 89,4 (88,9) %; es bestand eine Überdeckung der Rückstellungen von 13,0 (13,0) Mrd. EUR.

AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Die bestehenden Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten" erläutert.

ASSET-LIABILITY-MANAGEMENT

Die Struktur unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen und anderer Verbindlichkeiten ist die wesentliche Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen decken bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten.

Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen, wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Passivseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellung im Risikobericht ab Seite 108.

Die sogenannte Macaulay-Duration des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere im Konzern belief sich im Berichtsjahr über alle Segmente auf 8,1 (8,1). Dies entspricht einer sogenannten Effective Duration von 7,9. In dieser Berichtsperiode wurde von der Macaulay-Duration auf die Effective Duration umgestellt. Somit wird in künftigen Berichtsperioden nur noch die Effective Duration berichtet. Im Unterschied zur Macaulay-Duration und zur Modified Duration ist die Effective Duration für nahezu alle Wertpapiertypen des Fremdkapitals definiert, insbesondere auch für kündbare, indizierte und strukturierte Wertpapiere, sodass Hilfsdefinitionen weitgehend entfallen. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht - wie oben geschildert - auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Effective Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 10,8 im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherung mit 4,85 relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der Ampega Asset Management GmbH wird die aktivische Duration in regelmäßigen Abständen mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt.

Um das Asset-Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13.

KAPITALMANAGEMENTPROZESS

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TRANSPARENZSCHAFFUNG IST-KAPITALISIERUNG -> BESTIMMUNG KAPITALBEDARF -> OPTIMIERUNG KAPITALBEDARF -> OPTIMIERUNG KAPITALSTRUKTUR -> DURCHFÜHRUNG KAPITALMASSNAHMEN

Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist.

Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Talanx-Konzerns. Hierbei differenzieren wir zwischen der regulatorischen Sichtweise des HDI-Konzerns und der ökonomischen Sichtweise des Talanx-Konzerns. Dabei unterscheiden wir folgende Kapitalbegriffe:

Basic Own Funds oder Basiseigenmittel

Solvency Capital Required

Als Basic Own Funds bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene ökonomische Kapital. Basic Own Funds ergeben sich als Überhang der Aktiva über die Verbindlichkeiten der Solvenzbilanz und unterscheiden sich vom IFRS-Eigenkapital (korrigiert um immaterielle Vermögenswerte) um offengelegte aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern und beinhalten Hybridkapital und Surplus Funds. Regulatorisch wird der HDI-Konzern mit den sogenannten Eligible Own Funds betrachtet. Diese unterscheiden sich von den Basic Own Funds des Talanx-Konzerns durch die Hinzunahme der Eigenmittel des HDI V. a. G. sowie durch den Abzug der den Minderheiten zustehenden über dem Solvency Capital Required liegenden Basic Own Funds (sogenannter Haircut).

Solvency Capital Required (benötigtes Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist. Aufsichtsrechtlich (gemäß Solvency II) berechnet es sich mit einem Sicherheitsniveau auf Jahresfrist von 99,5 %. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für den HDI-Konzern auf Basis des genehmigten partiellen internen Kapitalmodells berechnet. Für den Talanx-Konzern nehmen wir eine ökonomische Betrachtung ein, die sich im Solvency Capital Required im Vergleich zum aufsichtsrechtlich genehmigten partiellen internen Kapitalmodell durch die vollständige interne Modellierung der operationellen Risiken auszeichnet. Darüber hinaus berücksichtigen wir in der ökonomischen Betrachtung keine Übergangsmaßnahmen ("Transitional").

Das Verhältnis von Basiseigenmitteln und Solvency Capital Required zeigt die Kapitaladäquanz an. Für den Talanx-Konzern gilt gemäß Risikostrategie mit einem Sicherheitsniveau von 99,97 % (3.ooo-Jahres-Schock) ein höheres Niveau als die aufsichtsrechtlich geforderte Höhe (Sicherheitsniveau 99,5 %, 200-Jahres Schock).

Aufsichtsrechtlich auf Ebene des HDI-Konzerns haben wir für die Solvency-II-Quote einen Zielkorridor ohne Übergangsmaßnahmen zwischen 150 % und 200 % definiert. Ökonomisch auf Ebene des Talanx-Konzerns streben wir eine Mindest-Kapitaladäquanz von 200% an.

Das oberste Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern ist es, die starke Finanzkraft des Konzerns sicherzustellen sowie die Kapitaleffizienz zu steigern. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung (Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein AA-Rating) richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-Risiko-Aspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio des Talanx-Konzerns. Dabei wird nicht benötigtes Kapital bzw. Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig erstklassiger Kapitaladäquanz.

Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Dividende für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst umgeht. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt.

Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die maßvolle Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, sie wirkt sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns aus.

EIGENKAPITAL

EIGENKAPITALQUOTE UND EIGENKAPITALRENDITE

Die Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, und die Eigenkapitalrendite haben sich wie folgt entwickelt:

ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALQUOTE

IN MIO. EUR

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2018 20171)
Summe Eigenkapital 14.261 14.224
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 5.548 5.411
Bilanzsumme 162.879 158.397
Eigenkapitalquote 8,8 % 9,0 %

1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

ENTWICKLUNG DER EIGENKAPITALRENDITE

IN MIO. EUR

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2018 20173)
Konzernergebnis1) 703 671
Eigenkapitalrendite2) 8,0 % 7,5 %

1) Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital
2) Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
3) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

In der abgelaufenen Berichtsperiode hat sich das Eigenkapital um 37 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg von 0,3 % - auf 14.261 (14.224) Mio. EUR erhöht.

Der Konzernanteil (Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) belief sich auf 8.713 (8.813) Mio. EUR.

Die deutliche Verringerung der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 447 Mio. EUR auf -257 Mio. EUR (-235,3 %) sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 354 (341) Mio. EUR an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums wurden durch das Periodenergebnis, das in Höhe von 703 (671) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, nicht vollständig aufgefangen, sodass sich der Konzernanteil um 100 Mio. EUR (-1,1 %) leicht verringerte.

Der Rückgang der übrigen Rücklagen (-447 Mio. EUR) ist insbesondere durch die negative Entwicklung der stillen Reserven aus Kapitalanlagen (-1.030 Mio. EUR bzw. -36,3 %) und durch das Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges (-136 Mio. EUR bzw. -34,9 %) begründet, die durch die positive Entwicklung der Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting (+676 Mio. EUR) und der Währungsumrechnung (+66 Mio. EUR bzw. 24,4 %) nur teilweise kompensiert werden konnte. Während die nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen, korrespondierend mit den gestiegenen Spreads und dem angestiegenen Zinsniveau für lange Laufzeiten seit dem Jahresende 2017, von 2.842 Mio. EUR auf 1.811 Mio. EUR zurückgingen, hat die Währungskursentwicklung - insbesondere die Aufwertung des us-Dollars gegenüber dem Euro - das kumulierte Ergebnis aus der Währungsumrechnung um 66 Mio. EUR von einem Verlust zum Jahresende 2017 in Höhe von 270 Mio. EUR auf einen Verlust in Höhe von 204 Mio. EUR zum Jahresende 2018 verbessert.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich um 137 Mio. EUR - dies entspricht 2,5 % - auf 5,5 Mrd. EUR. Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenüberschuss beläuft sich auf 656 (598) Mio. EUR. Die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter in Höhe von 380 (364) Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern.

DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

IN MIO. EUR

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31.12.2018 31.12.20172)
Segment
Industrieversicherung 2.364 2.306
davon Minderheiten - -
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 2.443 2.508
davon Minderheiten 61 59
Privat- und Firmenversicherung International 2.149 2.254
davon Minderheiten 231 230
Rückversicherung 9.491 9.229
davon Minderheiten 5.773 5.123
Konzernfunktionen -2.228 -2.119
davon Minderheiten - -
Konsolidierung 42 46
davon Minderheiten -517 -1
Gesamtes Eigenkapital 14.261 14.224
Konzerneigenkapital 8.713 8.813
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 5.548 5.411

1) Das Eigenkapital der Geschäftsbereiche ist definiert als Residualgröße aus Geschäftsbereichsaktiva und -passiva
2) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs

Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Die Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.141 (1.136) Mio. EUR, begebene Anleihen in Höhe von 1.065 (1.065) Mio. EUR, eine Nachranganleihe in Höhe von 750 (750) Mio. EUR sowie Steuerrückstellungen in Höhe von 41 (80) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG neben liquiden Vermögensgegenständen und Steuererstattungsansprüchen vor allem die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden.

ENTWICKLUNG DER NICHT BILANZIERTEN BEWERTUNGSRESERVEN

In der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 3,8 (4,3) Mrd. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz" zu den Positionen "Fremd genutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Übrige Kapitalanlagen", "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen", "Sonstige Vermögenswerte", "Nachrangige Verbindlichkeiten", "Begebene Anleihen und Darlehen" und "Übrige Verbindlichkeiten".

EIGENKAPITAL UND NICHT BILANZIERTE BEWERTUNGSRESERVEN

IN MRD. EUR

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2018 2017
Konzerneigenkapital 14,3 14,2
Nicht bilanzierte Bewertungsreserven vor Steuern inklusive der den Versicherungsnehmern und den nicht beherrschenden Gesellschaftern am Eigenkapital zustehenden Anteile 4,4 4,3

LIQUIDITÄT UND FINANZIERUNG

Die liquiden Zuflüsse der Talanx AG stammen primär aus Dividenden sowie Ergebnisabführungen von Tochterunternehmen und aus am Kapitalmarkt aufgenommenen Eigen- bzw. Fremdmitteln. Im Zuge der Koordinierung des Kapitalbedarfs des Talanx-Konzerns sowie der einzelnen Geschäftsbereiche ist es eine Kernaufgabe der Talanx AG, den Zugang des Konzerns zu Liquiditätsquellen zu optimieren und die Finanzierungskosten dabei möglichst niedrig zu halten. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie haben wir sichergestellt, dass der Konzern jederzeit in der Lage war, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Darüber hinaus existiert im Rahmen verschiedener Kontokorrentvereinbarungen ein verlässlicher Zugriff auf gruppeninterne Finanzierungsmittel, der die finanzielle Flexibilität sowohl der Talanx AG als auch des Talanx-Konzerns weiter erhöht.

Zur Nutzung des weiterhin niedrigen Zinsniveaus in Europa sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei der Kapitalanlagesteuerung emittierte der Hannover Rück-Teilkonzern im April 2018 eine Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR und einer Laufzeit von zehn Jahren.

Im Vorjahr hatte die Talanx AG eine Nachranganleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR platziert. Die auf Euro lautende Anleihe hat eine Laufzeit bis 2047 und ist am 5. Dezember 2027 erstmals rückzahlbar. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 26.

Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2018 zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien mit einem Volumen von jeweils 250 Mio. EUR. Eine dieser Kreditlinien wurde im vierten Quartal durch eine neue syndizierte Kreditlinie mit ebenfalls einem Volumen von 250 Mio. EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren und Verlängerungsoptionen für zwei weitere Jahre abgelöst. Die Kreditlinien besitzen eine Laufzeit bis 2021 bzw. max. 2023. Zum Bilanzstichtag sind diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Siehe auch Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 26.

Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel: "Sonstige Angaben", Anmerkung "Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen".

Neben der Finanzierung aus den oben beschriebenen Eigenkapitalveränderungen stehen uns die Aktiva zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Weitere Erläuterungen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiko".

ANALYSE FREMDKAPITAL

Mit dem Ziel, die Kapitalkosten zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital".

ENTWICKLUNG DES STRATEGISCHEN FREMDKAPITALS

IN MIO. EUR

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2018 2017
Nachrangige Anleihen der Hannover Finance (Luxembourg) S.A. 997 997
Nachrangige Anleihen der Talanx AG 750 750
Nachrangige Anleihen der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. 500 500
Nachrangige Anleihe der Hannover Rück SE 446 445
Nachrangiges Darlehen der HDI Assicurazioni S. p. A. 27 27
Nachrangige Anleihe der CBA Vita S. p. A. 14 14
Begebene Anleihen der Talanx AG 1.065 1.065
Begebene Anleihen Hannover Rück SE 743 -
Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG 169 102
Darlehen aus Infrastrukturinvestments 102 110
Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. 97 94
Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited 57 55
Sonstiges 16 9
Gesamt 4.983 4.168

Weitere Erläuterungen zum Fremdkapital und zu dessen Veränderungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkungen 18 und 26.

ANALYSE DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. So lange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

ZUSAMMENFASSUNG DES ZAHLUNGSMITTELZUFLUSSES

IN MIO. EUR

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2018 2017
Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.823 5.006
Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -3.538 -4.205
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit -92 -157
Veränderung des Finanzmittelfonds 193 644

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den Kapitalerträgen enthält, ist im Jahresvergleich von 5,0 Mrd. EUR auf 3,8 Mrd. EUR gesunken. Der Rückgang des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um 1,2 Mrd. EUR ist vordergründig durch Zahlungsmittelveränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, in Höhe von -1,9 Mrd. EUR geprägt.

Die Mittelabflüsse der Investitionstätigkeit beliefen sich in der Berichtsperiode insgesamt auf 3,5 (4,2) Mrd. EUR und lagen damit um 0,7 Mrd. EUR unter dem Vorjahresniveau. Dieser Effekt resultiert im Wesentlichen aus der Zahlungsmittelveränderung der übrigen Kapitalanlagen um +1,2 Mrd. EUR und aus der Zahlungsmittelveränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen um +1,9 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig hierzu wirkte eine deutliche Erhöhung der Mittelabflüsse in Höhe von 2,8 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr, der sich per saldo aus dem Mittelabfluss aus dem Kauf sowie dem Mittelzufluss aus dem Verkauf und Endfälligkeiten von Finanzinstrumenten ergibt.

Beim Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit stiegen die Dividendenzahlungen im Berichtsjahr um 29 Mio. EUR auf 734 (705) Mio. EUR. Die "Veränderung aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten" (642 [547] Mio. EUR) wird in der Überleitung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit im Konzernanhang (Konzern-Kapitalflussrechnung) bzw. den Anmerkungen 18 und 26 erläutert. Im Saldo verringerte sich der Kapitalabfluss aus Finanzierungstätigkeit verglichen mit dem Vorjahr um 65 auf -92 (-157) Mio. EUR.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Finanzmittelfonds, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, der sich gleichzeitig auch als Summe der Kapitalflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ergibt, insgesamt um 204 Mio. EUR auf 3,4 Mrd. EUR erhöht.

RATINGS DER GRUPPE

Generell ist bei Ratings zwischen dem Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem Issuer Credit Rating bzw. Counterparty Credit Rating, das Investoren ein Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert, zu unterscheiden.

Unmittelbar zu Beginn des Jahres 2019 wurden für einige Talanx-Gesellschaften Ratingentscheidungen getroffen, die die modifizierte Selbstbehaltsstrategie der Talanx reflektieren. Die beiden internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (s&p) und A. M. Best haben der Talanx AG erstmals ein Finanzstärkerating verliehen. Bei s&p liegt dieses bei A+ ("Strong") mit stabilem Ausblick, bei A. M. Best bei A ("Excellent"), ebenfalls mit einem stabilen Ausblick. Mit dem Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres wird die Talanx AG nunmehr von den Ratingagenturen als operativ tätige Holdinggesellschaft klassifiziert.

EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)

EMITTENTENRATINGS (ISSUER CREDIT RATINGS)1)

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Standard & Poor's A. M. Best
Rating Ausblick Rating Ausblick
Talanx AG2) A+ Stable a+ Stable
Hannover Rück SE AA- Stable aa Stable

1) Stand: 31. Januar 2019
2) Zum 31. Dezember 2018 waren die Emittentenratings der Talanx AG a- (s&p) und a- (a. m. Best)

Die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG wird bei beiden Ratingagenturen als gut bewertet. Im Rahmen der oben beschriebenen Erstvergabe von Finanzstärkeratings für die Talanx AG ergibt sich nunmehr auch ein verbessertes Emittentenrating. Am 7. Januar 2019 hat s&p das Emittentenrating der Talanx AG auf A+ hochgestuft und damit die Entwicklung von einer nicht operativen Holding zu einer operativen Holdinggesellschaft gewürdigt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Ausblick auch wieder auf stabil (vorher: "CreditWatch Positive") gesetzt. Mit derselben Begründung hat auch A. M. Best reagiert: Sie stufte das Emittentenrating der Talanx AG am 4. Januar 2019 von a- auf a+ hoch und hob gleichzeitig den "Under Review"-Status auf. Auch bei dieser Ratingagentur ist der Ausblick nunmehr wieder stabil. Das Emittentenrating der Hannover Rück SE wurde im Berichtsjahr von beiden Ratingagenturen bestätigt. Bei s&p liegt dieses bei aa- mit stabilem Ausblick, bei A. M. Best ist es aa (Outlook Stable).

Von den Rating-Entscheidungen zum Emittentenrating der Talanx AG profitieren auch die von der Talanx AG begebenen bzw. garantierten Anleihen. Diese Ratings und alle weiteren Emissionsratings der von Konzernunternehmen emittierten Nachrangdarlehen sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter der Anmerkung 18 "Nachrangige Verbindlichkeiten" bzw. Anmerkung 26 "Begebene Anleihen" im Konzernanhang aufgeführt.

FINANZSTÄRKERATINGS (FINANCIAL STRENGTH RATINGS)

Mit dem Wechsel des konzerninternen Mehrheitsaktionärs (vgl. Kapitel "Geschäftsentwicklung", Abschnitt "Wachstumsinitiative im Specialty-Geschäft") änderte sich zudem das Rating der aus der Inter Hannover SE hervorgegangenen Gesellschaft HDI Global Specialty SE, die jetzt als Kern-Gesellschaft der Talanx-Erstversicherungsgruppe klassifiziert wird. Entsprechend hat die HDI Global Specialty SE ein Finanzstärkerating von A+ (Outlook Stable) bei s&p und bei A. M. Best eines von A, ebenfalls mit einem stabilen Ausblick.

Zuletzt ist auf die Rating-Entscheidung für die HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals Talanx Reinsurance (Ireland) SE) hinzuweisen. Nachdem A. M. Best im November 2018 noch die strategische Bedeutung dieser Gesellschaft im Talanx-Konzern infrage stellte und das Finanzstärkerating auf "under review with developing implications" setzte, konnten die Vorbehalte zu Beginn des Jahres 2019 aufgelöst werden. Am 4. Januar hat A. M. Best schließlich den "Under Review"-Status wieder aufgehoben und das Finanzstärkerating von A ("Excellent") bestätigt. Der Ausblick ist nun wieder stabil.

FINANZSTÄRKERATINGS KONZERN UND TEILKONZERNE1)

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Standard & Poor's A. M. Best
Rating Ausblick Rating Ausblick
Talanx-Konzern2) - - A Stable
Talanx Primary Insurance Group3) A+ Stable - -
Hannover Rück-Teilkonzern4) AA- Stable A+ Stable

1) Stand: 31. Januar 2019
2) Bezeichnung bei a. m. Best: "HDI V. a. G., the ultimate mutual parent company of Talanx AG, and various subsidiaries"
3) Teilkonzern Erstversicherungen unter Einbezug des HDI V. a. G. (Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International) und seine wesentlichen Kerngesellschaften
4) Hannover Rück SE und wesentliche Kerngesellschaften; entspricht dem Geschäftsbereich Rückversicherung des Talanx-Konzerns

Die S&P-Finanzstärkeratings der Teilkonzerne Hannover Rück und der Talanx Erstversicherungsgruppe blieben - unbeschadet der oben beschriebenen Rating-Entscheidungen für einzelne Gesellschaften - im Berichtsjahr unverändert. Das Finanzstärkerating der Talanx Primary Insurance Group von A+, Outlook Stable, wurde mit Veröffentlichung des Rating-Reports im Dezember 2018 bestätigt; dabei bescheinigte S&P der Gruppe eine gut fundierte regionale Diversifikation und eine extrem starke Kapitalisierung. Ebenso bestätigte S&P das Rating der Hannover Rück-Gruppe, die mit AA-eine im Wettbewerbsvergleich besonders gute Beurteilung erhält. Insbesondere das Geschäftsrisikoprofil und die sehr gute Diversifizierung wurden von S&P als Stärken genannt.

Bei A. M. Best sind die gerateten Erstversicherungsgesellschaften im Talanx-Konzern mit einem Finanzstärkerating von A ("Excellent") mit stabilem Ausblick ausgestattet. Der Teilkonzern Hannover Rück wird mit A+ ("Superior") bei einem stabilen Ausblick bewertet. A. M. Best begründete die unverändert sehr gute Ratingvergabe für die beiden Teilkonzerne mit der guten Ertragssituation und der ausgezeichneten Kapitalisierung.

Bei den s&P-Finanzstärkeratings der Tochtergesellschaften ergab sich zudem eine weitere Änderung. Auf unseren Wunsch hin wurde die Ratingvergabe für die HDI-Gerling Verzekeringen N. V. eingestellt. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass diese Gesellschaft vorhandenes Geschäft auf die niederländische Niederlassung der HDI Global SE übertragen hat und nunmehr kein eigenes Rating mehr benötigt. Entsprechend hat s&p am 18. Dezember 2018 reagiert und das bisherige Finanzstärkerating von A, Stable, zurückgezogen. Die übrigen Finanzstärkeratings unserer Tochtergesellschaften sind im Berichtsjahr stabil geblieben und somit unverändert.

Die Finanzstärkeratings unserer Tochtergesellschaften im Erstversicherungsbereich finden Sie auf der Internetseite der Talanx AG, detaillierte Informationen über Ratings der Hannover Rück und ihrer Tochtergesellschaften finden Sie auf der Internetseite der Hannover Rück SE (www.hannover-rueck.de).

TALANX AG

(KURZFASSUNG NACH HGB)

Ergänzend zur Berichterstattung über den Talanx-Konzern erläutern wir in diesem Abschnitt die Entwicklung der Talanx AG. Die Talanx AG ist die Obergesellschaft des Talanx-Konzerns. Sie übt die Funktion der Finanz- und Management-Holding des Konzerns aus, der weltweit mit eigenen Gesellschaften, Niederlassungen und Kooperationen aktiv ist. Die Gesellschaften des Talanx-Konzerns sind überwiegend in der Erst- und Rückversicherung, aber auch -vor allem im Inland - in der Kapitalanlage tätig.

Der Jahresabschluss der Talanx AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt im Gegensatz zum Konzernabschluss, der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) steht, wie sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2018 anzuwenden sind.

Die Talanx AG leistet als börsennotiertes Unternehmen die Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre aus dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gesellschaft. Eine wesentliche operative Steuerungsgröße für die Talanx AG ist daher der Jahresüberschuss nach HGB.

VERMÖGENSLAGE

BILANZSTRUKTUR - AKTIVA

IN MIO. EUR

BILANZSTRUKTUR - PASSIVA

IN MIO. EUR

Das Bilanzbild der Talanx AG wird - wie in den Vorjahren - weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre in Euro gehaltenen Beteiligungsanteile an den Tochtergesellschaften geprägt. Die Bilanzsumme verringert sich um 2,6 % auf 8.897 (9.135) Mio. EUR. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen verringerte sich auf 7.329 (7.416) Mio. EUR, insbesondere durch eine Rückzahlung der Kapitalrücklage der HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland ag) in Höhe von 84 Mio. EUR. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen lagen mit 216 (214) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich auf 386 (455) Mio. EUR. Während sich die Forderungen aus kurzfristigen Darlehen gegenüber der HDI Global SE um 200 Mio. EUR verringerten, erhöhten sich Forderungen, beispielsweise gegenüber der HDI Deutschland AG, aus der Rückzahlung der Kapitalrücklage in Höhe von 84 Mio. EUR sowie einer Ausschüttung aus der Gewinnrücklage in Höhe von 45 Mio. EUR. Die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich auf 650 (815) Mio. EUR. Die übrigen Aktiva erhöhten sich auf 317 (235) Mio. EUR, insbesondere durch höhere Forderungen aus Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag.

Die Talanx AG hatte zum Bilanzstichtag mit zwei Bankenkonsortien jeweils eine auf Euro lautende, disponible, syndizierte, variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Der variable Zins orientiert sich am Euribor, zuzüglich eines Aufschlags. Die Nominalwerte der Kreditlinien betrugen zum Stichtag jeweils 250 Mio. EUR, sodass insgesamt 500 (500) Mio. EUR ungenutzt waren. Darüber hinaus hat die Talanx AG auf Basis einer mit dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. im Jahr 2016 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung die Möglichkeit, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen.

Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva der Talanx AG sind geprägt durch das Wesen einer Beteiligungsholding. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5.097 (5.239) Mio. EUR. Der Rückgang um 142 Mio. EUR resultiert vollständig aus dem Bilanzgewinn.

Die Verbindlichkeiten betragen 2.813 (2.903) Mio. EUR und beinhalten als wesentliche Positionen 974 (1.065) Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie 1.815 (1.815) Mio. EUR Verbindlichkeiten aus Anleihen. Die wesentliche Ursache für den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren geringere Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von 118 (204) Mio. EUR.

Der Rückgang der sonstigen Passiva auf 987 (993) Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus einer Verringerung der Steuerrückstellungen auf 41 (80) Mio. EUR sowie einer Verringerung der Rückstellungen für Steuerzinsen auf 24 (41) Mio. EUR, während sich die Pensionsrückstellungen auf 845 (794) Mio. EUR erhöhten.

FINANZLAGE

Die Liquidität, die zur Bedienung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung gewährleistet. Diese Planung wird durch das Rechnungswesen vorgenommen, mindestens einmal monatlich. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass die Talanx AG jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten.

Finanzmittel fließen der Talanx AG vor allem durch Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, durch Beteiligungserträge und Zinserträge aus Ausleihungen zu. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden regelmäßig mit der Abteilung Group Controlling & Finance die erwarteten Liquiditätsströme aus Ergebnisabführungen im Rahmen der laufend aktualisierten Planungsrechnungen abgestimmt. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten sowie für Dividendenzahlungen aufbringen. Aufgrund ihrer Holdingeigenschaft können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen.

Bei der Auswahl der Kreditgeber hat die Gesellschaft bereits in der Vergangenheit stets auf ihre langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke geachtet. Der laufenden Überwachung der Kapitalstärke der Kreditgeber, die zentral von der Ampega Asset Management GmbH wahrgenommen wird, wird eine hohe Relevanz beigemessen.

ERTRAGSLAGE

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)

IN MIO. EUR

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2018 2017
Beteiligungsergebnis und sonstige betriebliche Erträge 477 328
Zinsergebnis -116 -97
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen 135 109
Steueraufwand 14 -21
Jahresüberschuss 212 143

Wir erläutern die Entwicklung des Geschäftsergebnisses in einer zusammenfassenden Darstellung, die der Holdingfunktion unserer Gesellschaft gerecht wird. Die Talanx AG stellt ihren Jahresabschluss in Euro auf. Da in den vereinnahmten Ergebnissen der Tochtergesellschaften auch Beteiligungserträge in ausländischen Währungen enthalten sind, ist ihr Ergebnis mittelbar von Währungsschwankungen beeinflusst: Ein schwächerer Euro führt tendenziell zu einem höheren Beteiligungsergebnis. Auch eine Zinsänderung kann das Ergebnis der Talanx AG beeinflussen.

Das Beteiligungsergebnis und die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr auf 477 (328) Mio. EUR. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Verlustübernahme der HDI Global SE von 118 (204) Mio. EUR insbesondere aufgrund geringerer Großschadenbelastungen. Darüber hinaus schüttet die HDI Deutschland AG im Jahr 2018 45 Mio. EUR aus der Gewinnrücklage aus. Durch die Umwandlung der HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG in eine Personengesellschaft im Jahr 2018 konnte zudem Körperschaftsteuer von Organgesellschaften in Höhe von 19 Mio. EUR ergebniswirksam vereinnahmt werden.

Das Zinsergebnis verringerte sich auf -116 (-97) Mio. EUR. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich auf 131 (115) Mio. EUR, insbesondere aus der Platzierung einer Nachranganleihe mit einem Volumen von 750 Mio. EUR im Dezember 2017. Die Anleihe wurde primär an institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland ausgegeben. Die auf Euro lautende Anleihe ist mit einem fixen Kupon von 2,25 % ausgestattet und am 5. Dezember 2027 erstmals rückzahlbar. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verringerten sich auf 4 (8) Mio. EUR, u. a. aus geringeren Zinsen auf Steuerguthaben. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen stiegen auf 12 (10) Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen stiegen auf 135 (109) Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

Im Berichtsjahr fiel ein Steueraufwand in Höhe von 14 Mio. EUR an, wohingegen im Vorjahr ein Steuerertrag in Höhe von 21 Mio. EUR -u. a. aus der Anpassung steuerlicher Rückstellungen für Vorjahre -generiert wurde. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr auf 212 (143) Mio. EUR. Nach Hinzurechnung des Gewinnvortrags in Höhe von 273 (484) Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 485 (627) Mio. EUR. Der Gewinnverwendungsvorschlag ist im Anhang des Konzerngeschäftsberichts im Kapitel "Sonstige Angaben" unter der Position "Dividende je Aktie und Gewinnverwendungsvorschlag" zu finden.

ZIELGRÖSSEN GEMÄSS §§ 76 ABSATZ 4, 111 ABSATZ 5 AKTG

Hinsichtlich der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Talanx AG gemäß §§ 76 Absatz 4, 111 Absatz 5 AktG verweisen wir auf unsere Ausführungen in der "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB" im Abschnitt "Corporate Governance" in diesem Bericht.

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Vergütungssystem der Talanx AG entspricht dem im Talanx-Konzernbericht ausführlich dargestellten Vergütungssystem für den Talanx-Konzern. Die dort im Vergütungsbericht dargestellten Beträge geben die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr aus der Tätigkeit für den Talanx-Konzern wieder. Die dargestellten Beträge enthalten neben den aus der Tätigkeit für die Talanx AG resultierenden Vergütungskomponenten auch diejenigen Vergütungsteile, die für Tätigkeiten für die im Talanx-Konzern konsolidierten Unternehmen gewährt werden.

RISIKOBERICHT

Als Holding eines Konzerns, der Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen anbietet mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen, unterliegt die Geschäftsentwicklung der Talanx AG im Wesentlichen den gleichen Risikoquellen wie die Geschäftsentwicklung des Talanx-Konzerns. Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG zu Beginn des Jahres 2019 geht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Das Ergebnis der Talanx AG und damit das Risiko sind maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Talanx AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote sowie im Rahmen der konzerninternen Rückversicherung. Die Risiken der Tochtergesellschaften und auch der Talanx AG selbst werden im Risikobericht des Konzerns dargestellt.

PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Da die Talanx AG eng mit den Konzerngesellschaften verflochten ist und als Holding ein entsprechend hohes Gewicht im Konzern hat, spiegeln die im Prognose- und Chancenbericht des Konzerns getroffenen Aussagen auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft Talanx AG wider. Für 2019 erwarten wir für die Talanx AG eine deutliche Erhöhung des Jahresüberschusses, u. a. aufgrund des 2018 enthaltenen negativen Ergebnisbeitrags der HDI Global SE aufgrund einer außergewöhnlichen Großschadenbelastung sowie einer Häufung von Frequenzschäden, insbesondere in der industriellen Feuerversicherung.

Darüber hinaus hat die Talanx AG zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb als konzerninterner Rückversicherer aufgenommen und die dazu notwendige Rückversicherungslizenz seitens der BaFin erhalten. Wir bündeln den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen. Sowohl Standard & Poor's als auch A. M. Best stuften in der Folge das Emittentenrating der Talanx AG um zwei Stufen hoch. Zukünftige Effekte fokussieren insbesondere auf einen effizienteren Kapitaleinsatz innerhalb der Gruppe. Es ergibt sich aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils.

BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die Talanx AG nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtsjahr nicht vor.

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Die Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds als herausfordernd. Bruttoprämien und EBIT lagen jeweils über den Werten des Vorjahres; das Konzernergebnis erreichte die unterjährig reduzierte Prognose. Das Geschäftsjahr war neben der erfreulichen Entwicklung im deutschen und internationalen Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie in der Rückversicherung geprägt durch eine erneut hohe Großschadenbelastung sowie eine Häufung von Frequenzschäden in der industriellen Feuerversicherung.

Alle Geschäftsbereiche - bis auf das deutsche Lebensversicherungsgeschäft - verbuchten einen Zuwachs der Bruttoprämien. Das operative Ergebnis im Konzern stieg um einen zweistelligen Prozentbereich. Dies ist insbesondere auf ein höheres EBIT im Geschäftsbereich Rückversicherung zurückzuführen. Die Konzerneigenkapitalrendite blieb leicht unterhalb unserer Prognose. In den Geschäftsbereichen war dieses Bild uneinheitlich: Die Industrieversicherung erreichte ihren prognostizierten Wert nicht, während die übrigen Geschäftsbereiche die Prognose einhielten bzw. darüber lagen.

Die Finanzkraft ist hoch und die Solvabilitätsquote weiter deutlich höher als gesetzlich gefordert. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stuft der Vorstand die wirtschaftliche Situation des Konzerns als robust ein. Ein zentralbankpolitisch motiviertes, weiter andauerndes Niedrigzinsumfeld bleibt, ebenso wie das regulatorische Umfeld, eine Herausforderung insbesondere für die inländischen Lebensversicherungsaktivitäten. Eine Erleichterung haben die Lebensversicherungsgesellschaften jedoch durch die Einführung der sogenannten Korridormethode erfahren, die den Zuführungsaufwand zur Zinszusatzreserve begrenzt. Damit wird die mittlerweile zu starke Dynamik der bisherigen Regelung zur Verstärkung der Deckungsrückstellung gedämpft. Der bevorstehende Brexit wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns nach unserer Einschätzung nicht wesentlich beeinflussen.

WEITERE BERICHTE UND ERKLÄRUNGEN

NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG

Einleitung

Der Talanx-Konzern integriert ökologische, gesellschaftliche und Governance-Aspekte in seine Geschäftstätigkeit. Als international agierender Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor verschreiben wir uns einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung. Auch unsere Kunden gehen mit uns überwiegend langfristige Beziehungen ein. Wir handeln deshalb mit vorausschauender Perspektive, um Leistungsversprechen, die wir unseren Kunden geben, auch in Zukunft erfüllen zu können.

Die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde gemäß HGB nach den in §§ 315b und 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB geforderten Angaben erstellt. Zudem ist die Erstellung dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative erfolgt, insbesondere bei der Beschreibung der Managementansätze sowie bei der im Herbst 2018 durchgeführten Stakeholder-Befragung/Wesentlichkeitsanalyse.

Der Talanx-Konzern hat ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsamste Leistungsindikatoren festgelegt. Aus diesem Grund sind keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 5 HGB vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Talanx-Konzerns von Bedeutung sind. Umfangreiche Informationen zu den Kapitalanlagen finden sich im Wirtschaftsbericht, Abschnitt Vermögens- und Finanzlage. Für einen Hinweis auf im Konzernabschluss ausgewiesene Beträge verweisen wir auf den Abschnitt "ESG in Versicherungslösungen" auf Seite 73. Darüber hinaus besteht kein Zusammenhang zwischen den im Konzernabschluss des Talanx-Konzerns ausgewiesenen Beträgen gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 6 HGB und den nichtfinanziellen Belangen.

Gemäß § 315b Absatz 1 Satz 3 HGB wird zu einzelnen Aspekten auch auf an anderer Stelle im Konzernlagebericht enthaltene nichtfinanzielle Angaben verwiesen. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß dem Prüfungsstandard ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit geprüft, siehe hierzu den Prüfvermerk auf Seite 258 f.

Verweise auf Informationen außerhalb des Lageberichts und des Konzernabschlusses sind nicht Teil der nichtfinanziellen Konzernerklärung.

Die HDI Global se ist nach § 315b Absatz 1 und § 289b Absatz 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da sie in die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung einbezogen ist. Dies betrifft ebenfalls die Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji warta s. a., die sich infolge der Richtlinie 2014/95/EU zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen auf Basis nationaler Gesetzgebung durch den Verweis auf die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung von der Pflicht befreit, eine eigene Erklärung abzugeben. Die Hannover Rück se macht von der Befreiungsoption keinen Gebrauch und veröffentlicht eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in ihrem zusammengefassten Lagebericht.

BESCHREIBUNG DES GESCHÄFTSMODELLS

Der Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Eine detaillierte Beschreibung des Geschäftsmodells finden Sie im Abschnitt "Geschäftsmodell" auf Seite 20 des Konzernlageberichts.

NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie wurde aus der Dachstrategie des Konzerns abgeleitet und mit seinem Leitbild und seinen Werten verknüpft. Sie besteht aus konkreten Handlungsfeldern sowie Zielen und Maßnahmen und dient dazu, unsere Geschäftstätigkeit - in Anlehnung an die zehn Prinzipien des UN Global Compact sowie unter Berücksichtigung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) - mit ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Einklang zu bringen. Dafür haben wir im Berichtsjahr im Rahmen eines internen Workshops die für uns relevanten SDGs priorisiert. Durch die Betrachtung der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Unterziele der SDGs konnten fünf SDGs identifiziert werden, die für Talanx eine besonders hohe Relevanz haben. Diese sind mit absteigender Bedeutung SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 1 (Keine Armut).

Weiterhin bauen unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement auf den Anforderungen und Interessen unserer Stakeholder auf. Von besonderer Bedeutung sind dabei unsere Kunden, unsere Investoren und unsere Mitarbeiter. Neben den übergeordneten Bereichen "Strategie und Governance" sowie "Dialog und Berichterstattung" gliedert sich die Nachhaltigkeitsstrategie des Talanx-Konzerns in fünf weitere Handlungsfelder, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind:

HANDLUNGSFELDER DER NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE DES TALANX-KONZERNS

Im Berichtsjahr haben wir unsere initiale Stakeholder-Befragung aus dem Jahr 2014 aktualisiert und erweitert. Die Identifikation der relevanten Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde im Jahr 2018 mithilfe einer unternehmensinternen Befragung interner und einer onlinebasierten Befragung externer Stakeholder sowie telefonischen Experteninterviews in enger Zusammenarbeit mit einem externen Partner vorgenommen. Die internen Stakeholder wurden hinsichtlich der Kategorien "Relevanz aus eigener Sicht", "Auswirkungen der Geschäftstätigkeit" und "Geschäftsrelevanz" befragt. Die externen Stakeholder bewerteten die Relevanz der Themen aus ihrer individuellen Sicht. In diesen Befragungen wurden verschiedene potenziell wesentliche Sachverhalte abgefragt und mithilfe einer Skala (1 = nicht wichtig bis 7 = sehr wichtig) ihrer Bedeutung nach zugeordnet. Als "wesentlich" wurden jene Sachverhalte festgelegt, die in der Auswertung mindestens einen Durchschnittswert von 5,0 erzielten. Zudem wurden durch einen internen Workshop die Auswirkungen der Tätigkeiten des Talanx-Konzerns auf die nichtfinanziellen Belange priorisiert und in der Bewertung berücksichtigt. Durch diesen Prozess wurden acht i. S. d. HGB wesentliche Sachverhalte identifiziert, über drei weitere berichten wir wie nachfolgend beschrieben auf freiwilliger Basis.

ÜBERSICHT ÜBER WESENTLICHE THEMEN UND INHALTE DER NICHTFINANZIELLEN KONZERNERKLÄRUNG

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Wesentliches Thema Nichtfinanzieller Aspekt Abschnitt in der nichtfinanziellen Konzernerklärung
Compliance Querschnittsthema (Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung) 67 f.
Datenschutz und Cybersecurity Weiterer nichtfinanzieller Aspekt 69 ff.
Digitalisierung1) Weiterer nichtfinanzieller Aspekt 71
ESG2)im Asset-Management Querschnittsthema (Umweltbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte) 72 f.
ESG in Versicherungslösungen Querschnittsthema (Umweltbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte) 73 f.
Verantwortung gegenüber Kunden Weiterer nichtfinanzieller Aspekt 74 ff.
Mitarbeitergewinnung und -entwicklung Arbeitnehmerbelange 76 f.
Talanx als Arbeitgeber Arbeitnehmerbelange 77 f.
Menschenrechte bei Talanx Achtung der Menschenrechte 79
Lieferantenmanagement1) Querschnittsthema (Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung) 79 f.
Betrieblicher Umweltschutz1) Umweltbelange 80 f.

1) Relevanter Sachverhalt, der nicht als wesentlich gemäß HGB identifiziert wurde, jedoch freiwillig berichtet wird
2) ESG = Environmental, Social, Governance

Die Vorgehensweise zur Identifikation der wesentlichen Sachverhalte ermöglicht die Gegenüberstellung der internen und externen Perspektive und repräsentiert eine ganzheitliche Unternehmensbetrachtung, die in der nachfolgenden Matrix dargestellt wird:

WESENTLICHKEITSMATRIX DES TALANX-KONZERNS

Neben den gemäß HGB wesentlichen Themen wurden drei weitere relevante Sachverhalte, die jedoch nicht wesentlich nach HGB sind, auf freiwilliger Basis in die nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgenommen. Diese sind:

Digitalisierung

Lieferantenmanagement

betrieblicher Umweltschutz

NACHHALTIGKEITS-GOVERNANCE

Unser Nachhaltigkeitsmanagement wird konzernweit aufgesetzt und sukzessive in den Kernmärkten implementiert. Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit trägt der Gesamtvorstand der Talanx AG. Wie auch die weiteren Ziele, Werte und Strategien des Konzerns werden die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, die Nachhaltigkeitsziele und die Umsetzung von Maßnahmen vom Gesamtvorstand beschlossen und überprüft. Die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die oberste Managementebene des Konzerns wird durch das Nachhaltigkeits-Commitment des Gesamtvorstands unterstrichen, das als weiterführende Ergänzung/freiwillige Zusatzinformation auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (https://www.talanx.com/~/media/Files/T/Talanx/pdfcontent/nachhaltigkeit/ talanx_commitment_de.pdf).

Zudem trägt der Vorstandsvorsitzende der Talanx AG eine besondere Verantwortung für Nachhaltigkeit, da in seinem Ressort im Bereich Group Communications der Nachhaltigkeitsbeauftragte des Unternehmens angesiedelt ist. Hier wird das Nachhaltigkeitsmanagement koordiniert, dazu gehörten u. a. die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen sowie die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts. Der Leiter des Bereichs Group Communications berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden.

Aufgrund der dezentralen Organisationsstruktur des Konzerns erfolgt die Umsetzung der meisten Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den verschiedenen Bereichen und Konzernfunktionen vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Kerngeschäfts. Die Abstimmung von Zielen und Maßnahmen und die Erhebung der Daten für die Berichterstattung erfolgen unter Einbindung eines Kompetenzteams, in dem Vertreter aller Geschäftsbereiche, der relevanten Gesellschaften und Konzernfunktionen sowie der Abteilungen der Talanx AG zusammenkommen.

Mit unserer Tochtergesellschaft Hannover Rück SE, die eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie etabliert hat und einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht sowie eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung veröffentlicht, stehen wir in engem Austausch und stimmen Schritte ab.

RISIKOBETRACHTUNG VON NICHTFINANZIELLEN ASPEKTEN

Das HGB sieht vor, dass Unternehmen neben der Berichterstattung über die nichtfinanziellen Belange ebenfalls entsprechende Risiken gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 3 und 4 HGB offenlegen.

Der Talanx-Konzern verfügt über ein angemessenes und wirksames Risikomanagement-System. Wir identifizieren Risiken konzernweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken werden mithilfe eines konzernweit eingerichteten Risikoerfassungssystems systematisch gesammelt. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Um sicherzustellen, dass alle Risiken identifiziert werden, erfolgt eine Abstimmung mit einer umfassenden konzernspezifischen Risikokategorisierung, die als Grundlage für die Risikoidentifikation dient.

Im Talanx-Konzern werden die Risiken nach Berücksichtigung risikomindernder Maßnahmen beurteilt. Im Zusammenhang mit nichtfinanziellen Aspekten konnten weder von der für das Nachhaltigkeitsmanagement geschaffenen Organisation noch innerhalb der Prozesse des Risikomanagements wesentliche und sehr wahrscheinliche Risiken identifiziert werden, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit oder mit Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind und die schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Belange haben bzw. haben werden. Gleiches gilt für die Hannover Rück SE, die eine eigenständige zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung veröffentlicht. Risiken wie der Klimawandel, deren Risikogehalt noch nicht verlässlich beurteilt werden kann (Emerging Risks), werden im Rahmen des konzernweiten Risikomanagement-Prozesses beobachtet. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wird auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück.

Für einen grundsätzlichen Einblick in unser Risikomanagement-System verweisen wir auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 108 ff. des Konzernlageberichts.

GOOD CORPORATE GOVERNANCE

COMPLIANCE

Der Talanx-Konzern erachtet die Einhaltung geltenden Rechts als unabdingbare Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Compliance ist damit integraler Bestandteil aller Konzernaktivitäten. Neben den Bereichen, die der Talanx-Konzern innerhalb seines Compliance-Programms als Kern- sowie Koordinationsthemen definiert hat, trägt er auch zur Beachtung von Gesetzen und Vorschriften mit Bezug zur Umwelt und Gesellschaft bei.

Der konzernweite Verhaltenskodex ist ein wirksames Instrument, um das Bekenntnis zur Einhaltung geltenden Rechts transparent zu machen. Er beinhaltet wichtige Grundsätze und Regeln, die für Mitarbeiter auf allen Ebenen des Talanx-Konzerns gelten. Der Kodex dient dazu, den Mitarbeitern grundlegende rechtliche und ethische Anforderungen, denen sie im Rahmen ihrer Tätigkeit für die jeweiligen Gruppengesellschaften entsprechen müssen, darzulegen und ihre diesbezüglichen Pflichten näher zu bestimmen. Zudem wird konkret das Verbot der Geldwäsche und unzulässiger Finanzierungen hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass bei allen Verdachtsfällen der Geldwäschebeauftragte und der Compliance Officer zu informieren sind. Weiterhin werden u. a. spezifische Verhaltensregeln zur Vermeidung und Offenlegung von Interessenkonflikten, zur Gewährung und Annahme von Vorteilen, Geschenken und Einladungen, zur Ausgestaltung von Spenden und Sponsoring sowie zu Nebentätigkeiten und Beteiligungen an anderen Gesellschaften und Geschäften dargelegt. Der Verhaltenskodex ist konzernweit gültig und in zehn Sprachen verfügbar. Der Verhaltenskodex wird durch die Compliance-Richtlinie sowie weitere Hinweise und Erläuterungen konkretisiert, die in unserem Intranet zur Verfügung stehen. In der Compliance-Richtlinie finden sich ausführliche inhaltliche Vorgaben zu den im Verhaltenskodex aufgestellten Grundsätzen, die zwischenzeitlich in den Konzerngesellschaften des In- und Auslands behandelt und für verbindlich erklärt wurden.

Ein Hinweisgebersystem ermöglicht es, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße zu melden, es ist über unsere Website weltweit erreichbar. Das Hinweisgebersystem steht derzeit in der deutschen sowie in sechs weiteren Sprachen zur Verfügung, die im Konzern stark vertreten sind. Über das System können Hinweise zu verschiedenen Themenfeldern (u. a. Betrug/Untreue/Korruption, fehlerhafte Buchführung bzw. Rechnungslegung, Wettbewerbs- und Kartelldelikte, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Verstöße gegen Kapitalmarktbestimmungen, Sanktions- und Embargobestimmungen sowie gegen arbeitsrechtliche, aufsichtsrechtliche und steuerrechtliche Bestimmungen) abgegeben werden - auf Wunsch vollständig anonymisiert. Darüber hinaus können Hinweise auf Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien auch dem jeweiligen Vorgesetzten oder direkt dem für die Gesellschaft zuständigen Compliance Officer im Talanx-Konzern bzw. des jeweiligen Geschäftsbereichs gegeben werden.

Auf Basis eines zielgruppenorientierten Schulungskonzepts wird Mitarbeitern regelmäßig Gelegenheit gegeben, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen. Neue Mitarbeiter werden regelmäßig im Rahmen von Einführungsveranstaltungen eingewiesen. Auch wird zu den relevanten Compliance-Themen im Rahmen von Präsenzschulungen und sogenannten webbasierten Trainings (WBT) regelmäßig geschult. Flankierende Schulungen zum Thema Anti-Korruption dienen dazu, den korrekten Umgang mit Zuwendungen sicherzustellen. Zur Förderung der Compliance-Kultur im Konzern findet darüber hinaus mehrmals im Jahr eine Präsenzschulung durch den Chief Compliance Officer für verschiedene Führungskräftegruppen statt. Dieser Dialog unterstützt Group Compliance darin, gegebenenfalls vorhandenen Beratungsbedarf frühzeitig zu identifizieren und darauf passende Schulungsangebote zu entwickeln. Im Jahr 2018 wurde zudem ein Augenmerk auf die Ausweitung der Zusammenarbeit mit den dezentralen Compliance-Verantwortlichen gelegt. Neben einem Treffen der europäischen Compliance-Verantwortlichen wurde ein regelmäßiges, virtuelles Compliance-Meeting namens "ComplianceXchange" etabliert, in dem Group Compliance und die dezentralen Compliance-Verantwortlichen gemeinschaftlich Best-Practice-Lösungsansätze entwickeln und austauschen.

Die Compliance-Organisation des Talanx-Konzerns ist eine selbstständige Abteilung. Sie besteht aus dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Corporate-Governance-Beauftragter und Generalbevollmächtigter der Talanx AG ist und direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Talanx AG berichtet. An den Chief Compliance Officer des Konzerns berichten Compliance Officer, die für die einzelnen Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften zuständig sind. Die Compliance-Abteilung ist für die Etablierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien und Strukturen zur Sicherstellung der Compliance, für die Nachverfolgung von Beschwerden und Compliance-Verstößen sowie für interne Schulungen im Konzern zuständig. Daneben erfolgt anlassbezogen eine vertiefende Beratung in den relevanten Compliance-Themenfeldern.

Ein weltweites Netzwerk von Compliance-Verantwortlichen an den ausländischen Standorten unterstützt den Chief Compliance Officer bei seinen Aufgaben und berichtet an ihn. So können lokale Compliance-Verstöße auch außerhalb der lokalen Hierarchie direkt berichtet werden. In einem jährlichen Bericht informiert der Chief Compliance Officer den Vorstand zu wesentlichen Compliance-Themen und -Entwicklungen.

Innerhalb des Talanx-Konzerns ist das Thema Compliance für alle relevant, von Geschäftsbereichen über Abteilungen bis hin zu den einzelnen Mitarbeitern. Außerhalb des Konzerns können insbesondere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten von dem Thema berührt sein. Der Umgang mit diesen Interessengruppen soll grundlegend auf Basis eines Verhaltenskodex für Geschäftspartner geregelt werden. Ein Entwurf wurde im Berichtsjahr erarbeitet.

1) Die Hannover Rück verfügt über ihre eigenen Geschäftsgrundsätze, die am 29. Mai 2017 in einer überarbeiteten Fassung vom Vorstand verabschiedet wurden. Sie gelten ergänzend zu dem Verhaltenskodex der Talanx ag, der Ausdruck des Wertekanons im Talanx-Konzern ist

ZIELE UND MASSNAHMEN: "COMPLIANCE"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Überprüfung und ggf. Ergänzung von Compliance-Richtlinien auf/um Nachhaltigkeitsaspekte Ergänzung des Compliance-Management-Systems um ein konzernweites Integritätsmanagement Talanx-Konzern 2020 Aktiv
Optimierung des Compliance-Managements Abstimmung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance-Vorgaben im Rahmen der regelmäßig stattfindenden European-Compliance-Officer-Treffen und Telefonkonferenzen Hannover Rück 2020 Aktiv
Regelmäßige Überprüfung von Korruptionsrisiken infolge von Compliance-Risikoanalysen im Rahmen des Compliance-Plans Talanx-Konzern Laufend Erreicht

Neben einer organisatorischen Aufbau- und Ablauforganisation wurde in den vergangenen Jahren das Compliance-Programm fortlaufend ausgebaut (siehe hierzu Abschnitt "Compliance" auf Seite 86 f. des Konzernlageberichts). Das Compliance-Management-System baut auf dem Compliance-Regelwerk auf, das aus dem Talanx-Verhaltenskodex, der Compliance-Richtlinie und Arbeitsanweisungen besteht. Diese Dokumente wurden einer ganzheitlichen Überprüfung unterzogen, die auch Nachhaltigkeitsaspekte umfasste und teilweise in Überarbeitungen oder in neue interne Dokumente mündete. So weist beispielsweise das Vorwort des Talanx-Verhaltenskodex bereits auf die Selbstverpflichtung zu einem vorausschauenden, verlässlichen, fairen und offenen Handeln hin.

Die Einhaltung der Compliance-Vorschriften wird durch Group Compliance sowie im Rahmen der Revisionsprüfungen kontrolliert. Die Inhalte der maßgeblichen Compliance-Regelwerke werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Aufsichtsrat wird durch den jährlichen Compliance-Bericht über die wesentlichen Compliance-Risiken und die Maßnahmen zur Einhaltung der bestehenden Vorgaben informiert. Für Details hierzu wird auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 108 ff. des Konzernlageberichts verwiesen. Zudem berücksichtigt der Konzern im Hinblick auf die Themen Compliance und Transparenz die Interessen und Anforderungen von Stakeholdern, zum einen über den nachhaltigkeitsbezogenen Stakeholder-Dialog, zum anderen über die Orientierung an den GRI-Standards und die Teilnahme an ESG-Rating-Prozessen.

DATENSCHUTZ UND CYBERSECURITY

Informationen bilden eine wesentliche Grundlage unserer täglichen Arbeit. Kundendaten, Unternehmens- und Kapitalmarktinformationen sind die Basis für alle wichtigen Entscheidungs- und Geschäftsprozesse: Versicherungen und ihre konzerninternen Dienstleister erheben, verarbeiten und speichern in großem Umfang personenbezogene Daten. Die Daten werden in der Antragstellung, bei der Beratung von Kunden, im Underwriting, im Kunden- und Vertragsservice sowie im Schaden- und Leistungsmanagement benötigt. Des Weiteren werden personenbezogene Daten u. a. im Zusammenhang mit dem Personalmanagement, den Aktionären und dem Fondsgeschäft erhoben, verarbeitet und gespeichert. Es gilt der Grundsatz, dass personenbezogene Daten nur von Konzernmitarbeitern erhoben, verarbeitet und gespeichert werden dürfen, soweit dies für einen genau definierten Zweck zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung erforderlich ist bzw. eine Rechtsgrundlage vorliegt. Zur Verbesserung einer effizienten Leistungserbringung werden personenbezogene Daten an externe Empfänger (im Wesentlichen Dienstleister) übermittelt. Gleichzeitig sind externe Empfänger als Teil der Verarbeitungsprozesse zu sehen, wie es bei Maklern, Gutachtern, Rückversicherern usw. der Fall ist. Die externen Empfänger sind vertraglich und/oder gesetzlich zur Einhaltung der Datenschutzanforderungen verpflichtet.

Im Konzern-Verhaltenskodex ist geregelt, dass die Mitarbeiter verpflichtet sind, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie die Konzern-Datenschutzrichtlinie einzuhalten und aktiv dazu beizutragen, dass personenbezogene Daten zuverlässig gegen unberechtigte Zugriffe geschützt werden.

Der Talanx-Konzern hat betriebliche Datenschutzbeauftragte nach gesetzlichen Vorgaben bestellt. Die Datenschutzanforderungen sind in einem Datenschutzmanagementsystem integriert. Mittels Konzernrichtlinien sind die wesentlichen Datenschutzanforderungen verbindlich geregelt. Auf diese Konzernvorgaben werden Awareness-Maßnahmen und Schulungen ausgerichtet und anlasslose Überprüfungen vorgenommen. Für die Betroffenenrechte (z. B. Auskunft über gespeicherte personenbezogene Daten) sind zentrale Methoden vorgegeben, damit die Prozesse korrekt ausgeführt werden. Gegenüber der Geschäftsleitung ist ein Berichtswesen etabliert.

Um den Anforderungen zum Datenschutzrecht gerecht zu werden, erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit wichtigen Schnittstellen wie Group Legal, Group Compliance, Group Security und Group Auditing. Die Datenschutzrisiken werden an Group Risk Management gemeldet.

Die notwendigen Anpassungen an die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und weitere datenschutzrechtliche Vorschriften wurden vorgenommen. Zu einzelnen Anforderungen stehen noch Auslegungen oder behördliche Konkretisierungen an, die beobachtet und entsprechend einer Kurzbewertung umzusetzen sind. Komplexe Anpassungsthemen befinden sich in der Umsetzung. Für die Niederlassungen und Tochtergesellschaften mit Sitz in der EU bzw. im EWR wurde ein einheitlicher Datenschutzrahmen etabliert. Dabei sind nationale rechtliche Datenvorschriften von der jeweiligen Niederlassung oder Tochtergesellschaft zu beachten.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "DATENSCHUTZ UND CYBERSECURITY"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Ergänzung der Datenschutzlösungen auf Basis erster Erfahrungen seit Mai 2018 (u. a. Datenschutzrichtlinien, Mustertexte, Checklisten) Überprüfung eingesetzter Vorgaben und Lösungen auf Basis bisheriger Erfahrungen und Auslegungen Deutschland 2019 Aktiv
Durchschulung der leitenden Angestellten mit Refresh-Schulungen alle zwei Jahre zu mindestens 95 % Roll-out E-Learning Datenschutzschulung: Im Jahr 2019 soll das Refresh-Schulungskonzept fertiggestellt werden (das erste Roll-out ist im Mai 2018 erfolgt) Deutschland 2019 Aktiv
Ausbau des Schulungsprogramms zum Datenschutz Überarbeitung der Inhalte der Schulungen (E-Learning) sowie Ausbau der im Jahr 2018 erreichten Schulungsquoten für Mitarbeiter (einschließlich neuer Mitarbeiter) Deutschland 2019 Aktiv
Optimierung der Elemente des Datenschutzmanagementsystems Weiterentwicklung der Verfahren und Methoden zu den Anforderungen Verarbeitungsübersichten, Datenschutzfolgenabschätzung und Betroffenenrechte Deutschland 2019 Aktiv
Weitergehende Etablierung der Supportleistungen für das Auslandsdatenschutzmanagement im Erstversicherungskonzern Aufbau des Zusammenarbeitsmodells im Kontext der EU-Auslandsstandorte zur Sicherstellung der Datenschutzmindeststandards EU-Standorte des Talanx-Konzerns 2019 Aktiv
Aufrechterhaltung der ISO 27001-Zertifizierung Durchführung jährlicher Überwachungsaudits und Rezertifizierung des Informationsecurity-Management-Systems nach drei Jahren Talanx-Konzern Laufend Aktiv

Es sind zwei Datenschutzmanagementsysteme im Gesamtkonzern (Erstversicherungs- und Rückversicherungskonzern) etabliert. Das Datenschutzmanagementsystem des Erstversicherungskonzerns ist bei der Talanx AG verankert, während der Hannover Rück SE das Datenschutzmanagementsystem des Rückversicherungskonzerns obliegt. Innerhalb des Erstversicherungskonzerns sind zwei Varianten der Verantwortungszuweisung zu unterscheiden, die im Folgenden beschrieben werden:

Für die Konzerngesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) übernimmt Group Data Protection die Ausgestaltung des Datenschutzmanagementsystems, indem Datenschutzvorgaben erlassen werden, Awareness-Maßnahmen (u. a. Schulungen) erfolgen, Kontrollen der Einhaltung sowie Mitwirkung bei der operativen Ausgestaltung (Beratung) durchgeführt werden sowie gegenüber der Geschäftsleitung berichtet wird.

Bei der HDI Global SE wird die Steuerung der Datenschutzthemen direkt vorgenommen und die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zentral und dezentral verteilt. Die Einhaltung der Datenschutzanforderungen wurde den lokalen Ansprechpartnern zugewiesen. Teilweise verfügen die Auslandsstandorte über spezifische Fachbereiche wie Legal oder Compliance, die ein aktives Datenschutzmanagement betreiben. Bei sehr kleinen Auslandsstandorten, die ausschließlich operative Aufgaben erfüllen, werden aktuell die Datenschutz-Supports aus der Zentrale etabliert.

Die Tochtergesellschaften der HDI International AG (Talanx International ag) haben die Datenschutzmanagementaktivitäten auf lokaler Ebene implementiert und überprüfen die Angemessenheit und Wirksamkeit über die etablierten Steuerungsinstrumente. Hierbei muss jede Tochtergesellschaft den Nachweis erbringen, dass sie die Datenschutzanforderungen bei den Prozessen, IT-Systemen und Schnittstellen erfüllt und alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen umgesetzt hat.

Das Datenschutzmanagementsystem der Hannover Rück SE unterscheidet sich von dem des Erstversicherungskonzerns. Bedingt durch das Geschäftsmodell der Hannover Rück ergeben sich unterschiedliche Risiken, die im Datenschutzmanagementsystem berücksichtigt werden müssen. Die in der Konzerndatenschutzrichtlinie dokumentierten Grundsätze sind für alle Gesellschaften und Bereiche der Hannover Rück verbindlich. Zur Umsetzung dieser datenschutzrechtlichen Mindeststandards werden die vorhandenen Strukturen der etablierten Compliance-Organisation genutzt. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Compliance-Organisation sind konzernweit geregelt und dokumentiert. Schnittstellen zum Datenschutz sind umgesetzt. Die EU-DSGVO betrifft nicht unmittelbar alle Gesellschaften der Hannover Rück, u. a., weil der Sitz außerhalb der EU bzw. des EWR liegt. Bei diesen Gesellschaften sind die jeweiligen nationalen Rechtsgrundlagen maßgeblich. Unabhängig vom Anwendungsbereich der EU-DSGVO sind die benannten Compliance Officer bzw. Ansprechpartner verantwortlich für die lokalen Anforderungen des Datenschutzes. Sie entwickeln im Bedarfsfall weitere lokale Richtlinien zum Datenschutz und übernehmen die Schnittstelle zum Datenschutzbeauftragten der Hannover Rück in Deutschland. Der Datenschutzbeauftragte koordiniert übergreifende Aspekte des eingerichteten Datenschutzmanagementsystems innerhalb der Hannover Rück-Gruppe. Er berät bei der Lösung von konkreten datenschutzrechtlichen Fragestellungen und überwacht die Einhaltung der EU-DSGVO und anderer Datenschutzvorschriften. Die Überwachung der datenschutzrechtlichen Vorgaben erfolgt dabei in enger Abstimmung mit Group Auditing, auf Basis einer dokumentierten Schnittstelle. Über die definierten Berichtswege wird Transparenz geschaffen. Die Ergebnisse der gesonderten Datenschutz-Berichterstattung fließen in den Compliance-Bericht ein.

Im Berichtsjahr sind im Talanx-Konzern keine Benachrichtigungen zu melderelevanten Datenschutzverstößen oder -vorkommnissen an Group Data Protection erfolgt.

Kunden, Mitarbeiter und Partner vertrauen den Gesellschaften der Talanx-Gruppe täglich sensible Daten an, die gesetzeskonform und verantwortungsbewusst verarbeitet werden müssen. An diesen Informationen besteht jedoch auch außerhalb unseres Unternehmens starkes Interesse; sei es in der Form von Industrie- und Wirtschaftsspionage gegen unsere Industriekunden, das Ausspähen persönlicher Lebensumstände unserer Privatkunden oder der Abzug unserer Mitarbeiterdaten für eine zweckfremde Verwendung. Informationssicherheit ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Um hierzu ein hohes Maß an Transparenz nach innen und außen zu erreichen, ist das Information-Security-Management-System seit 2013 erfolgreich und umfassend nach ISO 27001 zertifiziert und wird seitdem jährlich extern überprüft. Ergänzt wird diese Zertifizierung um Maßnahmen der ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagements) und die Anwendung der Grundschutzkataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Da die HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) und HDI Global SE die Kriterien der kritischen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland erfüllen, erfolgte im Jahr 2018 der Anschluss an die zentrale Meldestelle des Branchenverbands der deutschen Versicherungswirtschaft.

Informationssicherheit spielt in der Auswahl und Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern eine wichtige Rolle. So werden Service-Provider auf die gleichen Standards verpflichtet und geprüft wie interne IT-Services.

Die bei Talanx etablierten Sicherheitsstandards werden durch eine auf Wachstum ausgerichtete interne Organisation mit direktem Berichtsweg zum Konzern-CIO kontinuierlich und hoheitlich verbessert und fortwährend kontrolliert. Außerdem findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Experten statt, beispielsweise in der "Allianz für Cyber-Sicherheit" (ACS) des BSI. Neben dem bewussten Management von IT-Risiken wird insbesondere auch das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter durch kontinuierliche Awareness-Kampagnen gestärkt.

DIGITALISIERUNG

Die digitale Transformation ist ein strategisches Schwerpunktthema und Teil der im Berichtsjahr verabschiedeten neuen Talanx-Konzernstrategie, die damit den Rahmen für die Entwicklung der Digitalisierungsstrategien in den Geschäftsbereichen bildet. Unserer dezentralen Aufstellung im Konzern folgend wird die digitale Transformation von den Geschäftsbereichen getrieben. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie/ Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Aufgrund ihrer gruppenweiten Relevanz werden diese Fokusthemen aus der Holding heraus gezielt unterstützt, u. a. durch internationalen Austausch zu und Skalierung von Best Practices sowie durch Scouting- und Market-Intelligence-Partnerschaften. Hierzu wurden im Berichtsjahr beispielsweise konzernweite Formate für den gezielten, fokusthemenbezogenen Best-Practice-Austausch ins Leben gerufen sowie die Partnerschaft mit der Innovationsplattform Plug & Play um einen europäischen Standort (München) erweitert.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "DIGITALISIERUNG"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Effizienzsteigerung Je Geschäftsbereich definierte Initiativen und KPIs GB Industrieversicherung 2022 Aktiv
Umsatzsteigerung Erhöhung der Kooperations-/Schnittstellenfähigkeit GB Privat- und Firmenversicherung International 2022 Aktiv
GB Privat- und Firmenversicherung Deutschland 2022 Aktiv
GB Rückversicherung 2020 Aktiv

PRODUKTVERANTWORTUNG

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Geschäftstätigkeit betrifft im Talanx-Konzern insbesondere die Kapitalanlagen und die Versicherungsprodukte. Durch die Hebelwirkung unseres Geschäftes liegt hier ein großes Potenzial, zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Daher streben wir an, Nachhaltigkeitsaspekte langfristig bei Kapitalanlagen (gemäß den im Talanx-Konzern verabschiedeten ESG-Kriterien), Versicherungsprodukten und Dienstleistungen zu berücksichtigen.

ESG IM ASSET-MANAGEMENT

Die gesamten Kapitalanlagen betragen rund 122,8 Mrd. EUR. Der Anteil festverzinslicher Wertpapiere des Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 bei 82 %, die wertpapierförmige Aktienquote bei knapp 1 %. Rund 3 % der Anlagen waren in Immobilien investiert. Die übrigen Anteile entfallen auf Assetklassen wie Private Equity, Infrastruktur sowie auch auf Cash-Positionen, Depotforderungen und Investmentverträge. Investoren, Analysten und Kunden interessieren sich zunehmend dafür, wie der Talanx-Konzern gesellschaftliche und ökologische Aspekte in der Kapitalanlage berücksichtigt. Der Talanx-Konzern möchte bei seiner Kapitalanlage einerseits mögliche negative Auswirkungen vermeiden, indem keine Investments in nicht nachhaltigen Emittenten getätigt werden. Dafür haben wir im Jahr 2016 ein konzernweites Vorgehen für ein ESG-Screening erarbeitet und zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 implementiert. Andererseits möchte der Talanx-Konzern insgesamt positive Auswirkungen fördern; eine Messung/Quantifizierung dieser Effekte erfolgt aktuell nicht.

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 analysieren wir konzernweit Wertpapieranlagen auf die Einhaltung von ESG-Kriterien. Das Screening bestehender Kapitalanlagen erfolgt auf Grundlage der zehn Prinzipien des UN Global Compact. Die Prinzipien verantwortungsvollen Handelns dienen als Basis für einen breiten Filterkatalog. Neben diesen zehn universellen Prinzipien, die sich auf Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention beziehen, wurde in den Filterkatalog auch der Ausschluss von kontroversen Waffen, wie Anti-Personen-Minen, aufgenommen. Zum Ende des Jahres 2018 wurde der Filterkatalog um das Kohlekriterium erweitert. Wir investieren grundsätzlich nicht mehr in Unternehmen, deren Umsatz/ Erzeugungsanteil zu mehr als 25 % auf Kohle basiert. Vor Tätigung neuer Wertpapierkäufe wird ebenfalls geprüft, ob der Emittent den ESG-Kriterien entspricht. Für Assetklassen wie Infrastruktur und Immobilien, die aktuell nicht vom Screening erfasst werden können, hat der Talanx-Konzern separate Anlagerichtlinien erlassen. Ausgeschlossen sind u. a. Investitionen in Anlagen mit hoher Umweltbelastung, wie z. B. Kernkraftprojekte.

Das ESG-Screening wird alle sechs Monate über einen externen Dienstleister durchgeführt. Hierbei werden, abhängig von strategiebedingten Allokationsänderungen, nahezu 90 % aller selbstverwalteten Kapitalanlagen des Talanx-Konzerns an den Dienstleister kommuniziert und, sofern ein Rating vorliegt, bewertet. Ebenfalls im Jahr 2017 wurde zur Etablierung des Prozesses ein neues Gremium geschaffen, das Responsible Investment Committee (RIC). Den Vorsitz hat der Finanzvorstand der Talanx AG inne. In diesem Komitee werden die Filterkriterien festgelegt und Einzelabwägungen im Hinblick auf das Halten oder den Abbau der Bestände beschlossen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf die Investition in zentrale Infrastrukturgüter. Deren Nachfrage ist weitgehend von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen unabhängig und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zielsetzung bleibt jederzeit eine solide Geldanlage im Interesse der Versicherten.

Eines der zentralen Selektionskriterien für die Investitionen ist ein reguliertes Umfeld, etwa über gesetzlich geregelte Einspeisevergütungen, Anreizregulierung und Public-private-Partnerships. Infrastrukturinvestitionen erfolgen vorrangig im Euroraum, wobei der Fokus auf Projekten aus den Sektoren Transport und Energie und dem Bereich der sozialen Infrastruktur liegt. Über Fonds ist der Talanx-Konzern bereits länger indirekt in Infrastrukturprojekte involviert und beteiligt sich seit Anfang des Jahres 2014 auch direkt über Eigen- und Fremdkapitalvergabe an ausgewählten Projekten. Zum diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen und Public-private-Partnership (ppp)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "ESG IM ASSET-MANAGEMENT"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Prüfung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl der Kapitalanlagen Kontinuierliche Überprüfung und ggf. Feinjustierung des Nachhaltigkeitsansatzes im Asset-Management Talanx-Konzern Laufend Aktiv
Steigerung der Investitionen in Infrastruktur Weitere sektorale Diversifizierung des Infrastruktur-Portfolios Talanx-Konzern Laufend (längerfristiges Ziel) Aktiv
Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsansatzes im Asset-Management Die bestehende ESG-Investment-Richtlinie wurde 2018 um Nachhaltigkeitskriterien im Bereich fossiler Energieträger erweitert. Darüber hinaus wurde ein Best-in-Class-Investmentansatz als zusätzliches Instrument entwickelt und technisch implementiert Hannover Rück 2020 Aktiv

Geplant sind zudem infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Zum Jahresende 2018 war der Talanx-Konzern insgesamt mit einem Volumen von rund 2,1 (1,9) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekten engagiert. Rund 1,3 Mrd. EUR davon entfallen auf erneuerbare Energien. Für das Jahr 2019 erwartet das Team Infrastruktur-Investments Neuinvestitionen in Höhe von ca. 300 Mio. EUR in Form von Eigen- und Fremdkapital.

ESG IN VERSICHERUNGSLÖSUNGEN

Die Berücksichtigung von gesellschaftlichen Belangen und die Unterstützung umweltfreundlicher Produkte und Projekte können positiv von Kunden aufgenommen werden, da das Bewusstsein der Gesellschaft für das Thema Nachhaltigkeit wächst. Die Zufriedenheit der Kunden kann auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Identifikation mit dem Arbeitgeber steigern. Darüber hinaus sind die Versicherungsprodukte auf ihre ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie ihre Relevanz für eine nachhaltige Entwicklung hin zu bewerten.

Aus den Versicherungsdienstleistungen des Talanx-Konzerns resultieren keine direkten relevanten Umweltauswirkungen. Vielmehr tragen die Leistungen dazu bei, dass Umweltrisiken adäquat versichert und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Über Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden informieren wir in unserem Risikobericht ab Seite 108 ff. Zu den positiven gesellschaftlichen Auswirkungen zählt der Kern des Versicherungsgeschäfts, d. h. der Transfer von Risiken, durch den Verluste aus dem Eintritt von Schadenereignissen aufgefangen und Unternehmen wie Privatpersonen finanziell abgesichert werden.

Gleichwohl sind die möglichen indirekten ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Versicherungsgeschäfts auf eine nachhaltige Entwicklung zu beachten, z. B. etwaige Folgen der versicherten Projekte. Mit Blick auf die Einhaltung der Menschenrechte bei Versicherungsnehmern der Industrie greift der Verhaltenskodex des Talanx-Konzerns.

Langfristig verfolgt der Talanx-Konzern das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte in Versicherungsprodukten und Dienstleistungen verstärkt zu berücksichtigen. Spezifische Nachhaltigkeitsziele in diesem Bereich wurden bis dato für den Geltungsbereich Hannover Rück verabschiedet.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "ESC IN VERSICHERUNGSLÖSUNGEN"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Unterstützung, Entwicklung und Ausbau nachhaltiger Versicherungslösungen Förderung der Ausweitung klimawandelrelevanter Produkte, wie z. B. Wetter- und Energieeinsparversicherungen Hannover Rück 2020 Aktiv

Zahlreiche Produkte der Versicherungsgesellschaften des Talanx-Konzerns unterstützen umweltfreundliche Technologien und Verhaltensweisen oder berücksichtigen gesellschaftliche Interessen. So tragen Leistungen etwa dazu bei, dass Umweltrisiken auf geeignete Weise versichert sind und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Durch Technische Versicherungen werden vielseitige Versicherungslösungen zur Förderung erneuerbarer Energien verwirklicht, die sich von Windenergie im Bereich On- und Offshore über Photovoltaik bis zur Geothermie erstrecken. Auch Prototypenentwicklungen wie Gezeitenkraftwerke sind bei der Industrieversicherung gedeckt. Der Versicherungsschutz beginnt bei der Errichtung und begleitet den Kunden noch viele Jahre im Betrieb. Dadurch unterstützen die Gesellschaften des Talanx-Konzerns die Energiewende. Auch die Hannover Rück fördert die Ausweitung von klimarelevanten Produkten, wie z. B. Wetter- und Energieeinsparversicherungen. Durch das Angebot von Versicherungslösungen wie Mikroversicherungen und Agrarversicherungen leistet die Hannover Rück zudem einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in strukturschwachen Regionen. So können sich Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten gegen elementare Risiken wie Krankheiten, Berufsunfähigkeit, Folgen von Naturkatastrophen oder Ernteausfälle absichern. Zu dem Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die im Talanx-Konzern für einen spezifischen ökologischen oder sozialen bzw. gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden, liegen derzeit keine Angaben vor.

VERANTWORTUNG GEGENÜBER KUNDEN

Im Themenfeld "Verantwortung gegenüber Kunden" sind die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen, der Anreiz für faire Beratung im Vertrieb durch das Vergütungssystem sowie die zügige, transparente Bearbeitung von Forderungen wesentlich für den Talanx-Konzern. Diese Gesichtspunkte adressieren Kundenbelange und beeinflussen maßgeblich die Zufriedenheit der Kunden, die wiederum entscheidend für den Erfolg des Talanx-Konzerns ist.

Die Erfüllung von Kundenbedürfnissen steht daher an höchster Stelle und findet sich unter dem Begriff "ganzheitliche Kundenfokussierung" in den Talanx-Werten. Neben einer hohen Beratungsqualität sind Transparenz und Fairness sowie innovative und auf Kundenwünsche zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen wichtige Elemente.

Die Versicherungsbranche unterliegt nach der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-Informationspflichtenverordnung, VVG-InfoV) umfangreichen Aufklärungspflichten gegenüber ihren Kunden, die wir selbstverständlich erfüllen. Darüber hinaus ist die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen ein wichtiger Bestandteil des Verhaltenskodex des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für den Vertrieb von Versicherungsprodukten. Der Kodex ist eine freiwillige Selbstverpflichtung und verfolgt das Ziel, einen branchenweiten Standard für eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung darzustellen.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "VERANTWORTUNG GEGENÜBER KUNDEN"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen Die relevanten Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sind dem Verhaltenskodex des GDV beigetreten. Auch nach Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive, IDD) bekennen sich die Gesellschaften zu dem an die IDD-Gesetzgebung angepassten Kodex Deutschland sowie HDI Global SE 2018 Fortlaufend
Anreiz für faire Beratung im Vertrieb durch das Vergütungssystem Die Vorgaben der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie wurden in den Tochtergesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland AG) und der HDI Global SE fristgerecht umgesetzt Deutschland sowie HDI Global SE 2018 Erreicht

Der fünfte Leitsatz des GDV-Verhaltenskodex fordert, dass Versicherungsprodukte bedarfsgerecht entwickelt und vertrieben werden. Einfache und verständliche Produktunterlagen sollen den Kunden die Sicherheit bieten, eine individuelle und bewusste Entscheidung treffen zu können.

Die Talanx-Gesellschaften stellen dies insbesondere über ein Produkt- bzw. Verbraucherinformationsblatt sicher, das nach Maßstäben des Hohenheimer Verständlichkeitsindex positiv bewertet worden ist. Auch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die jährliche Mitteilung über den Stand der Lebensversicherung und die Modellrechnung Leben richten sich nach den GDV-Empfehlungen. Mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU (IDD) gelten erweiterte Aufsichts- und Lenkungsanforderungen für Hersteller von Versicherungsprodukten. Sie werden durch die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland erfüllt. Produkte werden anhand standardisierter Erstellungs- und Abstimmungsprozesse entwickelt, darunter einheitliche Vorgaben zur Verständlichkeit.

Hinsichtlich der Kundenbedürfnisse verpflichtet HDI die Vermittler im Exklusivvertrieb sowie die Bank- und Kooperationspartner, die Ermittlung der Kundenbedürfnisse im Beratungsgespräch zum Kernbestandteil der Vermittlungstätigkeit zu machen. Zudem ist das Beratungsgespräch sorgfältig und anhand standardisierter Protokolle zu dokumentieren. Eine Kontrolle erfolgt durch das Beschwerdemanagement. Die Bestätigung des Kunden, ein Beratungsprotokoll erhalten zu haben oder ausdrücklich darauf zu verzichten (Ausnahme), ist als fester Bestandteil in den Antrags- und Vertragsunterlagen integriert. Auch in den von HDI zu Verfügung gestellten digitalen Absatzstrecken erfolgt grundsätzlich eine Beratungsdokumentation, die dem Kunden bereitgestellt wird.

Die verständliche Aufklärung von Kunden und die Fokussierung auf Kundenbedürfnisse sind auch Bestandteil der Prüfung durch unabhängige Stellen. Zur gesicherten Umsetzung des Kodex wurde im Jahr 2016 ein Compliance-Management-System für den Vertrieb der HDI Versicherung AG, HDI Lebensversicherung AG und für die Bancassurance-Gesellschaften entwickelt und implementiert. Im Jahr 2018 erfolgte eine Rezertifizierung für die HDI Versicherung AG und die HDI Lebensversicherung AG durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer.

Im Bereich der Restkreditversicherung hat die Branche, darunter auch die Bancassurance-Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, bereits Anfang 2018 durch die Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen zusätzliche Transparenz und Verbraucherrechte eingeführt: So werden die Verbraucher darüber informiert, dass die Restkreditversicherung freiwillig und nicht Voraussetzung dafür ist, den Kredit zu erhalten. Die Verbraucher haben jederzeit innerhalb der gesamten Vertragslaufzeit das Recht und die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen. Sie erhalten ca. eine Woche nach Kreditabschluss eine gesonderte Auftragsbestätigung für die Restkreditversicherung. In den ersten Wochen - bis zu 30 Tage nach Erhalt des "Welcome-Letters" - können die Verbraucher den Vertrag widerrufen, und er wird von Beginn an aufgehoben, ohne dass dem Versicherungsnehmer Kosten entstehen. Auch danach können die Verbraucher den Vertrag jederzeit kündigen und erhalten dann anteilig den nicht verbrauchten Beitrag zurück. Darüber hinaus entwickeln der GDV und die Bankenverbände Selbstverpflichtungen, mit denen die Transparenz noch weiter erhöht wird. Bereits jetzt arbeiten die Bankpartner der Bancassurance-Gesellschaften (Hamburger Sparkasse AG, Postbank - eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, TARGOBANK AG) daran, den Kunden neben der Kreditrate zum Vergleich die Kreditrate, die ohne den Abschluss der Restkreditversicherung zu zahlen wäre, auszuweisen; teilweise ist dies bereits umgesetzt. So können die Kunden neben dem explizit im Vertrag ausgewiesenen Beitrag auch die monatliche Belastung durch den Restkreditversicherungs-Abschluss unmittelbar erkennen.

Eine faire und unabhängige Beratung unserer Kunden hat für den Talanx-Konzern höchste Priorität. Deswegen streben wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer Beratungsleistung an. Unser konzernweit gültiger Verhaltenskodex setzt Maßstäbe im Hinblick auf verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Auch die Vertriebs-Compliance ist Gegenstand des Kodex und umfassender Compliance-Schulungen. Darüber hinaus betont auch der GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb den hohen Stellenwert der Vermittlerqualifikation und nimmt die stetige Weiterbildung der Versicherungsvermittler in den Fokus. Bezüglich der Vergütung verweist der GDV-Verhaltenskodex darauf, dass Zusatzvergütungen, die über die vertragsgemäße Courtagevereinbarung hinausgehen, weder die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers noch das Kundeninteresse beeinträchtigen dürfen. Die Vorgaben durch die Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU inklusive der noch festzulegenden delegierten Rechtsakte und Umsetzungen in nationales Recht wurden im Jahr 2018 fristgerecht umgesetzt.

Der HDI-Compliance-Steuerungskreis ist das zentrale Steuerungs- und Überwachungsgremium sowohl für die Compliance-Management-Systeme der dem GDV-Verhaltenskodex beigetretenen Gesellschaften als auch für die Umsetzung der Anforderungen, die sich aus der Umsetzung der IDD bzw. der nationalen Gesetzgebungen für die wesentlichen Risikoträger des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland ergeben.

Um die Qualifizierung der Vermittler und die Kompetenz in der Kundenberatung sicherzustellen, engagieren sich die Talanx-Gesellschaften seit der Initiierung im Jahr 2013 für die Brancheninitiative des GDV und der Vermittlerverbände der deutschen Versicherungswirtschaft "Gut beraten - Weiterbildung der Versicherungsvermittler in Deutschland". Alle Vermittler im Exklusivvertrieb sind vertraglich zur Teilnahme verpflichtet. Hinsichtlich der Zusatzvergütungen hat der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland alle bestehenden Vereinbarungen überprüft. Wo erforderlich, wurden neue Mustervereinbarungen entworfen und klare Regelwerke für die Neugestaltung von Zusatzvergütungen verfasst.

Als wesentlicher Erfolgsfaktor steht die Zufriedenheit unserer Kunden an höchster Stelle. Daher nutzen wir neben eigenen Befragungen auch verschiedene Instrumente der Kundenzufriedenheitsmessung externer Anbieter, wie z. B. den "Kundenmonitor Assekuranz" oder den "Gewerbekunden-Check Assekuranz". Im Jahr 2016 wurde mit den Projektarbeiten zur Harmonisierung der Anwendungslandschaft mit dem Ziel eines gemeinsamen Bestandsführungssystems für die Gesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) für das Leben- und Unfallgeschäft begonnen; in den Jahren 2017 und 2018 wurden Produkte und Neugeschäft erster Tochtergesellschaften der HDI Deutschland AG (Talanx Deutschland ag) auf das gemeinsame Bestandsführungssystem überführt. Weiterhin wurde eine Neuausrichtung des Lebensversicherungsgeschäfts beschlossen, u. a. wurden traditionelle klassische Lebensversicherungsprodukte im Jahr 2016 durch kapitaleffiziente Konzepte ersetzt. Um die Zufriedenheit der Kunden zu untersuchen, werden von unseren nationalen und internationalen Konzerngesellschaften verschiedene Instrumente genutzt - von eigenen Kundenzufriedenheitsbefragungen an verschiedenen Kundenkontaktpunkten über die Nutzung von externen Bewertungstools bis hin zu Fachtagungen und Stakeholder-Dialogen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements sowie im Jahr 2017 der Durchführung von Kundenworkshops mit Schadenkunden und im Jahr 2018 mit Vertriebspartnern in den Bereichen Haftpflicht-, Unfall-, Sach(HUs)- und Kraftfahrt(K)-Schaden.

Effekte zeigen sich u. a. in der HDI-Schadenfunktion: Mit der Schaden-App in den Bereichen HUS-Schaden und K-Schaden sowie dem Live-Kalkulationstool fast in K-Schaden konnten wichtige Schritte zur Optimierung der Prozesse und Anwendungslandschaften realisiert und ausgebaut werden. Sowohl Digitalisierungselemente als auch verbesserte Kundenkontakte werden in dem Schadenbearbeitungsprozess integriert. Zur Erhöhung der Servicequalität für Kunden wurden zum einen bestehende Prozesse im Sinne des aktiven Schadenmanagements weiter optimiert - so etwa der Glasschadenprozess in K-Schaden - und neue Prozesse implementiert, z. B. die bedarfsgerechte Unterstützung der Kunden bei Cyberangriffen. Über die Verankerung einer passgenauen Service-Story im Mitarbeiterkreis wird die Servicequalität weiter unterstützt - eine positive Haltung aller Schadenmitarbeiter zum Kunden in jedem Schadenfall steht im Fokus.

Eine fachliche abteilungsübergreifende Unterstützung im HUS-Schadenbereich führt zur zügigen und transparenten Bearbeitung der Schadenfälle. Insbesondere in der Abwicklung von Kumulschäden -hier ist das Sturmereignis "Friederike" herauszustellen - gelingt eine schnelle und kundengerechte Schadenbearbeitung. Der Anspruch, mit hoher Erreichbarkeit flexibel und schnell eine fallabschließende Erledigung des jeweiligen Schadens schon beim ersten Kontakt zu erreichen, wurde erfüllt. Die Auszeichnung mit Gütesiegeln für die Regulierung von Hausrat- und Wohngebäudeschäden spiegelt die positive Resonanz der Kunden wider.

Für den Themenkomplex "Verantwortung gegenüber Kunden" wurden im Berichtsjahr darüber hinausgehend keine spezifischen Ziele verabschiedet.

MITARBEITER

Ziel unserer Personalarbeit ist es, Mitarbeiter in ihrer Berufstätigkeit so zu unterstützen, dass die Unternehmensziele bestmöglich erreicht werden, Mitarbeiter zu binden und neue zu gewinnen. Dies gewährleisten wir mit den richtigen Mitarbeitern am richtigen Ort und in der richtigen Aufgabenstellung. Wesentliche Bestandteile der Personalarbeit - wie die Personalbetreuung und Personalentwicklung - sind gut aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Jeder dieser Bereiche leistet einen wesentlichen Beitrag zu den aktuellen Fragestellungen der Personalarbeit; von der Gestaltung einer förderlichen und agilen Kultur über zeitgemäße Verfahren des Recruitings und Themen der Qualifizierung und beruflichen Entwicklung bis hin zu Themen der Gestaltung von Anreizsystemen und modernen Arbeitsbedingungen.

MITARBEITERGEWINNUNG UND -ENTWICKLUNG

Kompetente, engagierte und unternehmerisch handelnde Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Talanx-Konzern. Die Mitarbeiter setzen ihre vielfältigen Talente in den unterschiedlichen Gesellschaften für unseren geschäftlichen Erfolg und zur Zufriedenheit unserer Kunden ein. Mithilfe professioneller Programme fördern wir unsere Beschäftigten und entwickeln ihre Kompetenzen kontinuierlich weiter. Dabei wird Entwicklungen wie dem demografischen Wandel, der sinkenden Zahl von Experten für bestimmte Tätigkeitsbereiche und der sich wandelnden Arbeitswelt Rechnung getragen. Im Rahmen der strategischen Nachwuchssicherung verfolgt der Talanx-Konzern verschiedene Konzepte. Hierzu gehören duale Ausbildungs- und Studiengänge, Trainee-Programme für spezielle Funktionsbereiche sowie Einarbeitungsprogramme für Young Professionals. Die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx-Konzern erfolgen im Rahmen des Personalcontrollings. Wichtige Elemente sind dabei auch regelmäßige Analysen zur Personalbestandsentwicklung und das Personalberichtswesen (intern und extern). Im Schwerpunktthema Personal führt zudem das Competence Center Operational Auditing risiko- und prozessorientierte Prüfungen nach den Grundsätzen des Berufsstandes Institute of Internal Auditors (IIA) durch.

Im Außenauftritt unterstützen Maßnahmen des Personalmarketings die Darstellung des Talanx-Konzerns als attraktiver Arbeitgeber.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "MITARBEITERGEWINNUNG UND -ENTWICKLUNG"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Überprüfung und ggf. Ergänzung von Personal-Richtlinien auf/um Nachhaltigkeitsaspekte Bestandsaufnahme/Prüfung bestehender Richtlinien auf Nachhaltigkeitskriterien Deutschland Laufend Aktiv
Nachwuchssicherung Förderung der beruflichen Erstausbildung Deutschland Laufend Aktiv
Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten bzw. wiederherstellen ■ Ausrollen von Gesundheitstagen bzw. -management auf die Standorte ■ Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter Erstversicherung Deutschland Laufend Aktiv
■ Weiterführung von bestehenden Gesundheitsprogrammen/Vorsorgeuntersuchungen Hannover Rück 2020 Aktiv
Ausbau von Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte Einarbeitungsprogramme für Fachkräfte/Experten, Führungskräfte und Projektleiter Erstversicherung Laufend Aktiv
Weiterbildungstage pro Mitarbeiter und Jahr> 4 Tage (Rückversicherung konzernweit) Hannover Rück 2020 Aktiv

Für die Nachwuchssicherung ist in Deutschland insbesondere die berufliche Erstausbildung ein wichtiger Baustein. Dies zeigt sich in unserer konstant hohen Übernahmequote, die seit Jahren bei 80 bis 90 % liegt. Verschiedene Gesellschaften des Talanx-Konzerns bieten ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten - von der klassischen Berufsausbildung bis hin zum Bachelorstudium.

Ein breit gefächertes Angebot an internen Weiterbildungsmaßnahmen sichert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in Hinblick auf aktuelle und zukünftige Tätigkeiten. Durch die finanzielle Förderung berufsbegleitender Ausbildungs- und Studiengänge wird darüber hinaus die generelle Beschäftigungsfähigkeit unterstützt.

Die Identifikation und gezielte Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern bildet einen weiteren Schwerpunkt in der Personalentwicklung. Im Rahmen einzelner Entwicklungsprogramme werden Potenzialträger auf weiterführende Aufgaben vorbereitet und für diese qualifiziert. Somit können Führungs- und Fachpositionen bei gleicher Qualifikation vorrangig mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden. Aufgrund dieser Personalpolitik eröffnen wir überdurchschnittlich leistungsstarken und karriereorientierten Mitarbeitern besonders attraktive Perspektiven. Im Jahr 2018 wurde erstmals ein Entwicklungsprogramm für Berufseinsteiger aufgelegt, das zum Ziel hat, die besten Auszubildenden und dualen Studenten auf dem Weg in das Berufsleben zu begleiten und zu fördern und damit an den Konzern zu binden. Zudem werden fortlaufend Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, um das Fachwissen auszubauen und um die persönlichen Kompetenzen zu stärken. Darüber hinaus kann durch Mitarbeitergespräche, Feedbackinstrumente und Standortbestimmungsverfahren das eigene Verhalten reflektiert und an die veränderten Anforderungen angepasst werden.

Die Talanx Corporate Academy ist als zentrales Instrument zur Strategieimplementierung und Kulturentwicklung innerhalb des Konzerns erfolgreich etabliert. Das Programm vermittelt strategisch relevante Themen für die oberste Managementebene aller Geschäftsbereiche konzernweit. Im Jahr 2018 lag der Fokus auf den Themen Digitalisierung und Agilität.

Mit der strategischen Neuausrichtung des Hochschulmarketings konzentriert sich der Talanx-Konzern in Zukunft auf ausgewählte Fokusuniversitäten mit dem Ziel, geeigneten akademischen Nachwuchs für den Konzern zu gewinnen. Weiterhin wurde zur Förderung des Versicherungsstandorts Hannover von den Versicherungsunternehmen vor Ort und der Leibniz Universität Hannover das "House of Insurance" als gemeinsames Kompetenzzentrum für Forschung und Lehre in den Bereichen Versicherungsökonomik, -mathematik und -recht ins Leben gerufen.

Darüber hinaus bietet der Talanx-Konzern eine leistungsorientierte Vergütung und, soweit aufgabentechnisch möglich, flexible Arbeitszeiten sowie attraktive Sozialleistungen, etwa eine betriebliche Altersversorgung, vermögenswirksame Leistungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. All diese Leistungen spiegeln sich in einer moderaten Fluktuationsrate und einer langen Konzernzugehörigkeit unserer Mitarbeiter wider.

Innerhalb des Konzernverbunds hat auch die Hannover Rück ihre Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterentwicklung und -förderung weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr stand insbesondere die Unterstützung der Mitarbeiter und Führungskräfte in Bezug auf den Umgang mit den Auswirkungen der sich spürbar verändernden Arbeitswelten im Fokus. Hierbei spielen vor allem die Effekte aus agilen Arbeitsformen oder automatisierten bzw. digitalisierten Arbeitsabläufen eine Rolle.

TALANX ALS ARBEITGEBER

Durch unser Diversitätsmanagement möchten wir eine von Offenheit, Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur fördern, in der Menschen mit vielerlei individuellen Fähigkeiten gerne zusammenarbeiten. Wir wollen Vielfalt aktiv und bewusst stärken, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu erhalten und weiter auszubauen. Im Talanx-Konzern arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten nationalen, ethnischen, religiösen und persönlichen Hintergründen und unterschiedlichen Alters ebenso wie Menschen mit und ohne Behinderung und unterschiedlicher sexueller Orientierung.

Zahlreiche Beispiele verdeutlichen die Entwicklungen, die das Arbeiten im Konzernverbund verändern: eine steigende Anzahl älterer Erwerbstätiger, die Generationen Y und Z, höhere Ansprüche an Mobilität und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die zunehmende Globalisierung und, damit einhergehend, ein zunehmender Anteil weiblicher Mitarbeiter und von Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft.

Außerhalb des Konzerns ist das Thema in der Liefer- bzw. Wertschöpfungskette z. B. für (potenzielle) Bewerber sowie für Kunden und Geschäftspartner von Bedeutung. Das aktive Diversitätsmanagement ist in die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx-Konzern einbezogen und somit Bestandteil des Personalcontrollings, siehe auch Abschnitt "Mitarbeitergewinnung und -entwicklung" auf Seite 76 f.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "TALANX ALS ARBEITGEBER"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Diversität/Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen (Steigerungsrate abhängig von Ausgangssituation der jeweiligen Gesellschaft) Besetzung von mindestens 25 % der vakanten Führungspositionen in allen Hierarchieebenen in Deutschland mit weiblichen Mitarbeitern Deutschland Laufend Aktiv
Besetzung von mindestens 35 % der Führungspositionen mit weiblichen Mitarbeitern WARTA-Gruppe Laufend Aktiv
Mentoringprogramm für Frauen Deutschland (Erstversicherung) Laufend Aktiv
Netzwerk Frauen@Talanx Deutschland (Erst- und Rückversicherung) Laufend Aktiv
Seminarangebot für Frauen Deutschland (Erstversicherung) Laufend Aktiv
Frauenanteil in der zweiten und dritten Führungsebene von 18 % am Standort Hannover Durchführung einer weiteren Runde des Mentoringprogrammes für Frauen in den Jahren 2019 und 2020 Hannover Rück Laufend Aktiv
Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Work-Life-Balance ■ Flexible Arbeitszeitmodelle (Gleitzeit und Teilzeit; soweit aufgabentechnisch möglich) Deutschland (Erstversicherung) Laufend Aktiv
■ Einführung mobiles Arbeiten
■ Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Freizeit
■ Gewährung eines Kinderbetreuungszuschusses
■ Eltern-Kind-Büro
■ Talingo EAP (externe Mitarbeiterberatung)
■ Gesundheitstage
■ Teilzeit- und Telearbeitsmodelle Hannover Rück 2020 Aktiv
■ Betriebseigene Kinderkrippe
Internationalität ■ Internationales Management-Development-Program (MDP) Talanx-Konzern Laufend Aktiv
■ Hospitationen ausländischer Mitarbeiter
■ Auslandsentsendungen
Vergütung und Leistung ■ Eingruppierung der Tätigkeit nach Versicherungstarif Talanx-Konzern (ohne Hannover Rück) Laufend Aktiv
■ Stellenbewertung nach HAY-Methode für leitende Funktionen mit dazugehöriger Vergütungssystematik

Der Konzern hat bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Vielfalt zu fördern, Diskriminierung zu verhindern und die Entwicklung seiner Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft zu unterstützen. Der Konzernvorstand hat sich im "Diversity Commitment" zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur bekannt und bereits im Jahr 2013 die Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Auch bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt. Dies ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen verankert.

Das Frauennetzwerk "Frauen@Talanx" hat es sich in eigenverantwortlicher Gestaltung zum Ziel gesetzt, Mitarbeiterinnen im Talanx-Konzern eine Plattform zu geben, um sich zu vernetzen und sowohl voneinander als auch miteinander zu lernen. Die Gremiumsmitglieder sind Ansprechpartner für die Kolleginnen aus dem jeweiligen Geschäftsbereich und fungieren als Multiplikatoren. Sponsor des Frauennetzwerkes ist Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG.

Der Talanx-Konzern legt Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance und unterstützt diese, soweit aufgabentechnisch möglich, durch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und der Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Freizeit. Die Einführung des mobilen Arbeitens im Jahr 2018 ermöglicht es den Mitarbeitern in der Zentrale Hannover, den Arbeitsalltag flexibler zu gestalten, und schafft die Voraussetzung für modernes ortsungebundenes/mobiles Arbeiten, um Familie und Berufsleben besser in Einklang zu bringen.

Weiterhin werden Eltern seit dem Jahr 2014 mit bis zu 100 EUR monatlich für die kostenpflichtige Unterbringung der noch nicht schulpflichtigen Kinder im ersten Jahr nach der Elternzeit steuerfrei bezuschusst. An verschiedenen Standorten sorgt ein Eltern-Kind-Büro in Notfallsituationen bei der Überbrückung von kurzfristigen Betreuungsengpässen für Abhilfe.

Zur Stärkung ihrer persönlichen Ressourcen greifen unsere Mitarbeiter auf umfangreiche Präventionsangebote im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements zurück. Beispielsweise fanden im Berichtsjahr an allen Standorten in Deutschland Gesundheitstage statt. Außerdem wurde im Jahr 2016 eine externe Mitarbeiterberatung eingeführt. Das Angebot umfasst eine kostenfreie und anonyme Sofortberatung bei privaten, beruflichen und psychologischen Anliegen sowie einen Familienservice.

Nicht nur die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit. Ein fairer und respektvoller Umgang sowie die Achtung der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen bilden dabei die Grundlage des Handelns unserer Mitarbeiter. In den Jahren 2016 bis 2018 wurde in diesem Zuge der Talanx-Werte-Award verliehen. Das Ziel der Auszeichnung ist es, vorbildliches Verhalten im Konzern zu würdigen und Andere zum Handeln im Sinne der Unternehmenswerte zu inspirieren. Im Jahr 2018 konnte das Team HUS- und Firmen-Schaden mit seiner "Service-Story Schaden", die auf die unternehmensweite Erhöhung der Kundenorientierung und -zufriedenheit abzielt, die Jury überzeugen. Für das Jahr 2019 ist eine Fortführung der Ausschreibung in fokussierter Form als "HDI Agile Award" vorgesehen.

Die Vergütungssystematik des Konzerns setzt sich zusammen aus einem leistungs- und verantwortungsbezogenen Gehalt mit erfolgsabhängigen Zahlungen sowie den hier aufgeführten attraktiven Sozialleistungen. Gehaltsanpassungen auf Basis interner und externer Vergütungsanalysen sorgen dafür, dass die Vergütung des Konzerns wettbewerbsfähig ist. Ein wichtiges personalpolitisches Ziel ist es, angemessen zu vergüten sowie unsere Mitarbeiter transparent über die Zusammensetzung ihrer Gesamtvergütung zu informieren. Bei der Talanx wird das individuelle Entgelt durch die übernommene Funktion sowie die persönliche, fachliche Qualifikation und Leistung des Mitarbeiters bestimmt. Neben der Eingruppierung der Tätigkeit nach dem Versicherungstarif ist darüber hinaus die Basis eine mitarbeiterunabhängige Stellenbewertung für den gesamten leitenden Bereich konzernweit einheitlich, die nach der standardisierten Hay-Methode vorgenommen wird. In diesem Rahmen stellt der Konzern eine leistungs- bzw. verantwortungsbezogene sowie eine marktgerechte Vergütungsstruktur sicher.

MENSCHENRECHTE BEI TALANX

Talanx erklärt als internationaler Versicherungskonzern gemäß § 54 Absatz 5 des Modern Slavery Act 2015 des Vereinigten Königreichs von Großbritannien nachfolgend, welche Maßnahmen die Gruppe im am 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahr gegen Erscheinungsformen von moderner Sklaverei und Menschenhandel ergriffen hat: Als internationaler Konzern mit über 22.000 Mitarbeitern weltweit sind wir uns der aus unserer Größe und Marktstellung resultierenden Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern bewusst. So verfolgt die Talanx das Ziel und bekennt sich in Einklang mit den anwendbaren Gesetzen, Konventionen und Bestimmungen dazu, weltweit die Menschenrechte zu respektieren; Arbeitnehmerrechte unterstützen wir aktiv. Um dieses Bekenntnis zu unterstreichen und die Bedeutung von Compliance für Mitarbeiter sowie Geschäftspartner sichtbar zu machen, hat die Talanx eine Reihe von internen Regelungen verabschiedet, die auf die Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechten abzielen. Ferner bestehen verschiedene Betriebsvereinbarungen zu personellen Themen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Abschnitte zum Verhaltenskodex und zum Hinweisgebersystem (siehe hierzu jeweils Abschnitt "Compliance" auf Seite 67 ff. der nichtfinanziellen Konzernerklärung) relevant. Daneben werden weitere Initiativen, wie beispielsweise die zur Erstellung eines übergreifenden Verhaltenskodex für Geschäftspartner, entwickelt und umgesetzt (siehe nachfolgenden Abschnitt "Lieferantenmanagement"). Über die beschriebenen Maßnahmen hinausgehend wurden im Berichtsjahr keine weiteren Ergebnisse im Themenfeld "Menschenrechte bei Talanx" erzielt und keine weiterführenden Vorhaben implementiert; ein umfassendes Konzept wurde bis dato nicht verabschiedet.

LIEFERANTENMANAGEMENT

Den größten Einfluss hinsichtlich der Wahrung von Menschenrechten kann der Talanx-Konzern in seiner weltweiten Liefer- bzw. Wertschöpfungskette ausüben. Auch wenn grundsätzlich die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen und signifikanten negativen Auswirkungen auf die Umwelt in unserer Lieferkette als gering eingeschätzt wird, achten wir bei der Auswahl unserer Lieferanten darauf, dass nationale Gesetzgebungen in Hinblick auf Umweltschutz und die Wahrung der Menschenrechte sowie die Talanx-Werte eingehalten werden. Um unser Commitment zu unterstützen und um über die Gesetzgebung hinaus positiven Einfluss auszuüben, ist ein konzerneinheitlicher Verhaltenskodex für Geschäftspartner in Planung. Der Aspekt der Beschaffung wird dabei getrennt für den Einkauf und den IT-Einkauf betrachtet. Bei der IT-Beschaffung nutzen wir bereits einen Verhaltenskodex für Auftragnehmer, der Bestandteil der "Arbeitsanweisung Einkauf IT-Assets und IT-Dienstleistungen" des Talanx-Konzerns ist. Der Verhaltenskodex deckt die Menschenrechte von Arbeitnehmern - etwa das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sowie Diskriminierung -, den Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer sowie das Thema Umweltschutz ab. Weiterhin verlangt der Kodex von den Auftragnehmern die Einhaltung ethischer Normen. Auch die Hannover Rück hat einen solchen Kodex in Anwendung.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "LIEFERANTENMANAGEMENT"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Verstärkte Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien im Einkauf Entwicklung und schrittweise Implementierung eines konzerneinheitlichen Lieferanten-Verhaltenskodex in relevanten Sprachen Talanx-Konzern 2018 Aktiv
Kontinuierliche Bewertung von rund 90 % der Lieferanten (gemessen am Einkaufsvolumen) nach Umwelt- und Sozialstandards Laufende Auswahl und Bewertung von Lieferanten nach Umwelt- und Sozialstandards Hannover Rück 2020 Aktiv

Ein Lieferantenkodex ist bereits bei zwei unserer Gesellschaften, der Hannover Rück und der HDI Systeme AG (Talanx Systeme ag), in Anwendung. Grundsätzlich verpflichtet die Hannover Rück ihre Hauptlieferanten und Subunternehmer auf die Entsprechung der in dem Verhaltenskodex für Lieferanten der Hannover Rück festgelegten Minimalstandards. Das Lieferantenmanagement am Standort Hannover sieht daher in anlassbezogenen Abständen eine Bewertung der Lieferanten vor. Auf der Basis von Selbstauskünften und mithilfe eines anwendungsgestützten Verfahrens werden die Lieferanten bewertet und im Falle einer kritischen Einschätzung in einer Umwelt-, Sozial- und Governance-Risikokategorie (ESG-Risikokategorie) einer Negativliste zugeordnet, was zur Folge hat, dass keine weitere Beauftragung mehr erfolgt.

Auch die WARTA-Gruppe in Polen sowie die HDI Assicurazioni in Italien verpflichten ihre Lieferanten zu ethisch, sozial und ökologisch korrektem Verhalten. Dazu müssen potenzielle Lieferanten eine Erklärung abgeben, in der sie sich zu nationalen Arbeitsgesetzen und den Prinzipien des UN Global Compact bekennen.

An der Entwicklung und schrittweisen Implementierung eines konzernweiten Lieferanten-Verhaltenskodex wird aktuell gearbeitet. Das Nachhaltigkeitsziel wird damit später als ursprünglich geplant erreicht.

BETRIEBLICHER UMWELTSCHUTZ

Der Talanx-Konzern hat als Dienstleister vergleichsweise geringe umweltbezogene Auswirkungen. Diese entstehen in erster Linie durch unsere Mitarbeiter, die Energie und Material verbrauchen, Dienstreisen unternehmen und sich täglich auf den Weg zur Arbeit und zurück begeben. Gleichwohl nimmt der Konzern seine Verantwortung für die Umwelt sehr ernst und ist bestrebt, die negativen ökologischen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Um unser Tagesgeschäft und den Einkauf nachhaltigkeitsorientiert sowie kosteneffizient zu gestalten, setzt der Talanx-Konzern auf einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Dies gilt insbesondere beim Verbrauch von Energie und Wasser sowie von Materialien.

Talanx hat daher konkrete Ziele für die Reduktion des Emissionsausstoßes und des Energieverbrauchs definiert. Diese Ziele überprüfen wir fortlaufend auf ihre Erreichung und ergänzen sie, sofern sinnvoll, um weitere oder neue Ziele. Darüber hinaus führen wir Energieaudits nach DIN EN 16247 in Übereinstimmung mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durch, um den Energieeinsatz und -verbrauch systematisch zu analysieren. Unsere Beteiligung am Kooperationsprojekt ÖKOPROFIT im Berichtsjahr nutzen wir gezielt für eine Bestandsaufnahme, Schwachstellenanalyse und für die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen im Bereich des innerbetrieblichen Umweltmanagements. In unsere Bewertung und Überprüfungen fließen zudem auch die Ergebnisse von ESG-Ratings ein.

ZIELE UND MASSNAHMEN: "BETRIEBLICHER UMWELTSCHUTZ"

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Ziel Maßnahme Geltungsbereich Termin Status
Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie des Energie- und Ressourcenverbrauchs Schrittweise Nutzung von erneuerbaren Energien Deutschland Ab 2018 In Umsetzung
Optimierung des Energieverbrauchs durch die Anpassung von Zeitschaltprogrammen, den Einsatz effizienter LED-Leuchtmittel in allen Gebäuden, deren Eigentümer der Talanx-Konzern ist, und den verstärkten Einsatz von Präsenzmeldern in Büros (Umsetzung von Maßnahmen aus dem Energieaudit) Deutschland Ca. 2026 Aktiv
Verstärkung der internen Kommunikation zur Senkung des Energie- und Papierverbrauchs am Arbeitsplatz (kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter zu dem Thema Nachhaltigkeit) Deutschland Laufend Aktiv
Ausbau und Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte Abschaffung von E4-Fahrzeugen im Innere-Dienste-Fahrzeugpool Deutschland 2018 Aktiv
In Hannover, Köln, Hamburg und Dortmund sollen E-Smarts für Fahrten im Stadtgebiet zum Einsatz kommen, um den Schadstoffausstoß zu verringern Deutschland Ab 2017 Aktiv
Am Zentralstandort Hannover wird als Pilot den Mitarbeitern mit einem E-Fahrzeug oder E-Bike die Möglichkeit geboten, ihr Fahrzeug/Fahrrad an Ladesäulen/Ladeschränken zu laden Deutschland, Hannover Ab 2017 Aktiv
Ausbau und Förderung des betrieblichen Umweltschutzes Bestehen der Kommissionsprüfung des von der Stadt und Region Hannover geförderten Projektes "ÖKOPROFIT" Deutschland, Hannover 2019 Aktiv
Kontinuierliche Weiterentwicklung des Umweltmanagements ■ Reduktion des Stromverbrauchs um 10 % pro Mitarbeiter ■ Senkung des Bedarfs an klimaneutraler Heizenergie um 5 % ■ Reduzierung des Papierverbrauchs um 15 % ■ Konstanthalten des Wasserverbrauchs und des CO2-Ausstoßes Hannover Rück 2020 Aktiv

Neben der Festlegung einer CO2-Obergrenze für Dienstwagen unterstützt der Talanx-Konzern seine Mitarbeiter bei der umweltschonenden Anreise zum Arbeitsplatz, indem an verschiedenen Standorten in Deutschland Vergünstigungen für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt werden. Nach der Inbetriebnahme eines rein elektrisch betriebenen Postzustellfahrzeugs im Jahr 2017 hat die Talanx im Berichtsjahr zwei weitere E-Smarts an den Standorten Hamburg und Dortmund erworben. Darüber hinaus wollen wir die Anzahl von konzerninternen Dienstreisen weiter reduzieren und setzen auf den verstärkten Einsatz von Videokonferenzen.

Der Aspekt des Materialverbrauchs betrifft den Talanx-Konzern als Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen anbietet, vor allem mit Blick auf die Verwendung von Papier. Weitere Materialien benötigen wir für den Produktionsprozess von Versicherungsschutz und weiteren Dienstleistungen nicht im wesentlichen Umfang. Bei der Papierbeschaffung achten wir auf verschiedene Nachhaltigkeitssiegel. Auch der Energieverbrauch unserer nationalen und internationalen Standorte wird kontinuierlich optimiert. Es wird vermehrt mit Zeitschaltprogrammen und Präsenzmeldern in Büros gearbeitet und die Installation von LED-Beleuchtung in den Gebäuden ausgeweitet.

Bereits im Jahr 2012 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück mit der Einführung eines nach DIN EN ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems am Standort Hannover Standardprozesse für den Umweltschutz etabliert und in ihrem Umweltprogramm konkrete Maßnahmen definiert. Seitdem wird das Umweltmanagementsystem jährlich zertifiziert; seit 2016 gemäß der revidierten Norm DIN EN ISO 14001:2015. Darüber hinaus veröffentlicht die Hannover Rück seit 2016 jährlich eine validierte EMAS-III-Umwelterklärung.

CORPORATE GOVERNANCE

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT1)

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS §§ 289F, 315D HGB

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat haben vor der Feststellung des Jahresabschlusses die Entsprechenserklärung der Talanx AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt abgegeben:

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("DCGK") stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält sowohl international als auch national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Kodex ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. § 161 Aktiengesetz (AktG) verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat deutscher börsennotierter Gesellschaften, jährlich zu erklären, ob den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen aus welchen Gründen nicht angewendet wurden oder werden ("Entsprechenserklärung").

Die letzte Entsprechenserklärung erfolgte am 27. Februar 2018. Vorstand und Aufsichtsrat erklären gemäß § 161 AktG, dass die Talanx AG bei der Umsetzung des DCGK in seiner aktuell gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 in folgenden drei Punkten von den Kodexempfehlungen abweicht:

1. Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK (betragsmäßige Höchstgrenzen der variablen Vergütungsteile in Vorstandsverträgen)

Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird zum Teil in Form von Talanx Share Awards gewährt. Die maximale Anzahl der gewährten Share Awards bei der Zuteilung hängt von der Gesamthöhe der variablen Vergütung ab, die der Höhe nach begrenzt ist (sogenannter Cap), d. h., die Zuteilung von Share Awards unterliegt der Höchstgrenze. Die Share Awards unterliegen einer vierjährigen Sperrfrist. Dadurch nehmen die Vorstandsmitglieder während dieses Zeitraums an positiven wie auch negativen Entwicklungen der Gesellschaft, wie sie sich im Aktienkurs widerspiegeln, teil. Nach Ablauf der Sperrfrist wird der Gegenwert der Share Awards an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag bestimmt sich nach dem zum Auszahlungszeitpunkt gültigen Aktienkurs der Talanx-Aktie zuzüglich eines Betrages in Höhe der insgesamt während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividende je Aktie. Damit folgen die Share Awards der wirtschaftlichen Entwicklung der Talanx-Aktie.

Der sich aus der Gewährung der Share Awards ergebende Betrag der variablen Vergütung ist somit im Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards begrenzt, nicht jedoch noch einmal im Zeitpunkt der Auszahlung. Eine weitere Begrenzung des aus der Gewährung der Share Awards resultierenden Betrags der variablen Vergütung im Auszahlungszeitpunkt hält die Gesellschaft vor dem Hintergrund des mit den Share Awards angestrebten Gleichlaufs der Interessen zwischen Aktionären und Mitgliedern des Vorstands der Talanx AG nicht für sinnvoll. Aus Sicht der Gesellschaft handelt es sich bei dem Auszahlungsweg über die Talanx Share Awards wirtschaftlich betrachtet um ein Zwangsinvestment in Talanx-Aktien mit vierjähriger Haltefrist.

Die Talanx AG erklärt daher formal und höchst vorsorglich ein Abweichen von Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK.

2. Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)

Eine vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund kann nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder bei der Verlängerung des jeweiligen Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Der Spielraum für Verhandlungen über das Ausscheiden wäre zudem bei einem vereinbarten Abfindungs-Cap eingeengt, was insbesondere dann nachteilig sein kann, wenn Unklarheit über das Vorliegen eines wichtigen Grunds für die Abberufung besteht. Es liegt deshalb nach Auffassung der Talanx AG im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK abzuweichen.

1) Bei diesem Unterkapitel handelt es sich um einen vom Gesetzgeber von der Abschlussprüfung/Prüfung des Lageberichts ausdrücklich ausgenommenen Berichtsabschnitt (§ 317 Absatz 2 Satz 6 bzw. Satz 4 HGB; ungeprüfte Informationen)

3. Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK (Vorsitz im Prüfungsausschuss [Audit Committee])

Der derzeitige Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Gesamtaufsichtsrats. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Finanzvorstand verfügt er über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren in der Erst- und Rückversicherung. Verbunden mit seiner langjährigen Erfahrung in der Führung der Gesellschaft und des Konzerns ist er deswegen für die Funktion des Ausschussvorsitzenden besonders geeignet. In seiner Doppelfunktion als Vorsitzender des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats koordiniert er die Arbeit beider Gremien aus einer Hand und kann auf diese Weise die Effizienz ihrer Tätigkeit optimieren. Eine Machtkonzentration in seiner Person ist damit weder im Finanz- und Prüfungsausschuss noch im Gesamtaufsichtsrat verbunden: In beiden Gremien verfügt er jeweils wie die übrigen Mitglieder über eine Stimme. Vor diesem Hintergrund ist der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende nach Auffassung der Gesellschaft bestens geeignet, den Vorsitz im Finanz- und Prüfungsausschuss wahrzunehmen. Es liegt deshalb im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK abzuweichen.

Abgesehen von den vorgenannten Ausnahmen wird die Gesellschaft auch weiterhin den Empfehlungen des DCGK entsprechen.

 

Hannover, den 9. November 2018

Für den Vorstand

Für den Aufsichtsrat

Die Entsprechenserklärung und weitere Informationen zur Corporate Governance bei der Talanx finden Sie auch auf der Internetseite http://www.talanx.com/investor-relations/corporate-governance. Sie finden dort ebenfalls den aufgrund der Zweitnotierung der Talanx AG an der Warschauer Wertpapierbörse erforderlichen Bericht zum "Code of Best Practice for Warsaw Stock Exchange Listed Companies".

ZIELGRÖSSEN GEMÄSS §§ 76 ABSATZ 4, 111 ABSATZ 5 AKTG; GESETZLICHE QUOTE FÜR DEN AUFSICHTSRAT GEMÄSS § 96 ABSATZ 2 AKTG

Die Frauenquote im Aufsichtsrat der Talanx AG ist entsprechend der gesetzlichen Regelung mit mindestens 30 % vorgegeben; sie gilt für erforderliche Neuwahlen und Entsendungen ab dem 1. Januar 2016 zur Besetzung einzelner oder mehrerer Aufsichtsratssitze. Bei den im Berichtsjahr vollzogenen Neuwahlen der Anteilseignervertreter fand diese Quote Beachtung. Danach verfügt der Aufsichtsrat sowohl in seiner Gesamtheit als auch getrennt nach Vertretern der Arbeitnehmer und Vertretern der Anteilseigner jeweils über einen Frauenanteil von mehr als 30 %.

Der Aufsichtsrat hat festgelegt, dass in dem Zeitraum 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2022 die Bestellung mindestens einer Frau zum Mitglied des Vorstands angestrebt wird. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands gilt eine Zielgröße von 20 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 30 %.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT GEMÄSS ZIFFER 3.10 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK)

Vorstand und Aufsichtsrat verstehen unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle für die Talanx AG und die Talanx-Gruppe. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Anlegern, unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Unser Verständnis von guter Corporate Governance ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen der Talanx AG zusammengefasst (http://www.talanx.com/corporate-governance). Es ist unser Anspruch, sowohl bei strategischen Überlegungen als auch im Tagesgeschäft stets höchste ethische und rechtliche Standards zugrunde zu legen; denn das Auftreten, Handeln und Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters prägen das Erscheinungsbild der Talanx AG und der gesamten Gruppe.

UNTERNEHMENSVERFASSUNG

Gute Corporate Governance ist für die Talanx AG und die Talanx-Gruppe unverzichtbar für die Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter identifizieren sich mit den beschlossenen Corporate-Governance-Grundsätzen, die sich am DCGK orientieren. Dem steht auch nicht entgegen, dass im Berichtsjahr erneut Empfehlungen des DCGK nicht entsprochen wurde; denn eine gut begründete Abweichung bei den Kodexempfehlungen kann - wie im vorliegenden Fall - im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen (vgl. Präambel zum DCGK). Mit einem nach wie vor hohen Erfüllungsgrad der Empfehlungen und Anregungen des DCGK nimmt die Talanx AG unverändert einen sehr guten Platz unter den börsennotierten deutschen Unternehmen ein.

Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat.

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 8 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats soll dieser nur Personen zu Mitgliedern des Vorstands bestellen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands und die Ressortzuständigkeiten seiner Mitglieder sind auf Seite 8 des Geschäftsberichts dargestellt.

Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand der Talanx AG regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Unbeschadet der Gesamtverantwortung führt jedes Vorstandsmitglied im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Jedes Mitglied des Vorstands hat jedoch nach der Geschäftsordnung die Pflicht, die anderen Vorstandsmitglieder über wichtige Vorhaben, Geschäftsvorfälle und Entwicklungen in seinem Ressort zu unterrichten. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist.

Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie die bestehenden Chancen und Risiken. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in einer Informationsordnung "Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat der Talanx ag" näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Einzelabschluss, der Konzernabschluss und die Berichte der Wirtschaftsprüfer, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Aufstellung unverzüglich zugeleitet. Bestimmte Geschäfte von besonderem Gewicht oder strategischer Tragweite darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats:

die Verabschiedung der strategischen Grundsätze und Zielsetzungen für die Gesellschaft und den Konzern

die Verabschiedung der Jahresplanung der Gesellschaft und des Konzerns

die Aufgabe des Betriebs des Industrieversicherungsgeschäfts

der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Unternehmensverträgen

der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmensteilen ab einer bestimmten Größenordnung

Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats wahrnehmen.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung des Vorstands. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung und Billigung des Einzel- und Konzernabschlusses zuständig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und bedeutsame Geschäftsvorfälle des Unternehmens zu erörtern. Der Aufsichtsrat hat sich für seine Arbeit eine Geschäftsordnung gegeben, die u. a. die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und dessen innere Ordnung regelt sowie allgemeine und besondere Regeln für die vom Aufsichtsrat laut der Geschäftsordnung zu bildenden Ausschüsse enthält.

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 9 des Geschäftsberichts erläutert.

Der Aufsichtsrat trifft regelmäßig, mindestens einmal pro Quartal, zu ordentlichen Sitzungen zusammen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen anberaumt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss sowie der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, an der Beschlussfassung teilnimmt. Er trifft alle Entscheidungen mit einfacher Mehrheit, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende zwei Stimmen.

Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Finanz- und Prüfungsausschuss

Nominierungsausschuss

Vermittlungsausschuss

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor und entscheiden anstelle des Aufsichtsrats in dem durch die Geschäftsordnung festgelegten Kompetenzrahmen. Der Vorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Er erörtert die Quartalsberichte und behandelt Fragen der Compliance, der Rentabilitätsentwicklung von Konzerngesellschaften und der Höhe der Schadenreserven. Zudem bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Aufsichtsrat vor. Hierbei lässt sich der FPA ausführlich über die Sichtweise der Wirtschaftsprüfer zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informieren sowie sich die Auswirkungen eventuell geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsfragen hierauf erläutern. Dem FPA obliegt auch die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Er befasst sich mit der Auswahl des Abschlussprüfers und legt dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung von Abschlussprüfern vor. Der FPA erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er befasst sich mit der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und nimmt im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU-Audit-Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der FPA lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern einmal im Jahr auch direkt durch die Leiter der vier Schlüsselfunktionen (Compliance, Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision) berichten.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitet die Personalentscheidungen für den Aufsichtsrat vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss, Änderung und Beendigung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme der vergütungsrelevanten Inhalte sowie deren Durchführung. Er ist zuständig für die Gewährung von Darlehen an den in §§ 89 Absatz 1, 115 AktG genannten und gemäß § 89 Absatz 3 AktG gleichgestellten Personenkreis sowie für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG. Er nimmt anstelle des Aufsichtsrats die Befugnisse aus § 112 AktG wahr und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Zur Sicherstellung der maßgeblichen Auswahlkriterien hat der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats einen Anforderungskatalog für Aufsichtsratsmitglieder festgelegt, durch den u. a. angestrebt wird, dass im Aufsichtsrat die erforderliche Expertise zur Abdeckung aller Geschäftsfelder des Konzerns vorhanden ist.

Um die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder zu gewährleisten, dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats diesem nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft angehören. Ferner dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder individuellen Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft, einem Konzernunternehmen oder dem Talanx-Konzern ausüben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats gewährleisten für ihre Tätigkeit eine hinreichende zeitliche Verfügbarkeit; potenzielle Interessenkonflikte werden vermieden. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen Aufsichtsratsmitglieder zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 72. Lebensjahr nicht vollendet haben und dem Aufsichtsrat in der Regel maximal drei zusammenhängende Amtsperioden angehören, wobei die im Jahr 2018 begonnene bzw. - für die Arbeitnehmervertreter - 2019 beginnende Amtsperiode die erste Amtsperiode ist, die diesbezüglich zu berücksichtigen ist.

Im Hinblick auf die aus Sicht des Aufsichtsrats angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm zwei unabhängige Mitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK angehören sollen. Dies sind Frau Aschendorf und Herr Lohmann. Derzeit erfüllt der Aufsichtsrat damit diese Zielsetzung. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind hierbei nicht berücksichtigt.

DIVERSITÄTSKONZEPT - ZIELE FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS SOWIE STAND DER UMSETZUNG

Die Talanx AG orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auch am Grundsatz der Vielfalt (Diversität). Breit gefächerte Qualifikationen, Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ermöglichen eine differenzierte Einschätzung der geschäftlichen Chancen und Risiken im Geschäftsbetrieb sowie darauf basierendes ausgewogenes und professionelles Handeln und Entscheiden. Bei der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats wird der Aspekt der Diversität angemessen beachtet. Dieser umfasst neben der fachlichen und persönlichen Qualifikation (Kompetenz) insbesondere Alter, Geschlecht sowie Bildung und beruflichen Werdegang. Um eine kontinuierliche Umsetzung des Diversitätskonzepts zu gewährleisten, erfolgt im Rahmen jeder Neubestellung eines Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieds eine Abwägung, ob die geplante Besetzung auch der Umsetzung des Diversitätskonzepts dient.

Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Besetzung des Aufsichtsrats soll eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands in einer international tätigen, breit aufgestellten Versicherungsgruppe durch den Aufsichtsrat sicherstellen und das Ansehen des Konzerns in der Öffentlichkeit wahren. Dabei soll insbesondere auf die Integrität, Persönlichkeit, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten des Talanx-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Mit Blick auf die internationale Ausrichtung der Talanx soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Alle Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats verfügen aufgrund ihrer derzeitigen oder ehemaligen Tätigkeit als Vorstand/CEO oder in einer vergleichbaren leitenden Funktion in international tätigen Unternehmen oder Organisationen über langjährige internationale Erfahrung. Nach Auffassung des Aufsichtsrats wird der internationalen Tätigkeit hinreichend Rechnung getragen. Es ist das Ziel, das derzeit bestehende internationale Profil beizubehalten.

Bei der Auswahl der Kandidaten, die der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden, wird darauf geachtet, dass es sich um Personen handelt, die über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Des Weiteren wird bei der Auswahl dem Grundsatz der Vielfalt Rechnung getragen. Derzeit sind fünf Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Jeweils eine davon ist Mitglied des Nominierungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten. Auf Ebene des Vorstands wird angestrebt, bis zum Juni 2022 mindestens eine Frau zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zu bestellen.

Mit dem bereits 2013 erfolgten Beitritt zur "Charta der Vielfalt" hat der Vorstand ein sichtbares Zeichen zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen und im Konzern gesetzt.

VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Eine ausführliche Darstellung zu der Struktur der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Geschäftsleitern und Führungskräften findet sich im Vergütungsbericht ab Seite 89 ff.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE (DIRECTORS' DEALINGS)

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Generalbevollmächtigte der Talanx AG und die zu diesen in enger Beziehung stehenden Personen sind gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Talanx AG oder damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, sofern der Wert der Geschäfte im Kalenderjahr 5.000 EUR erreicht oder übersteigt. Die Talanx AG stellt diesbezüglich nicht nur die Einhaltung der nach Artikel 19 Absatz 2 und 3 Marktmissbrauchsverordnung erforderlichen Veröffentlichungen und Mitteilungen sicher, sondern veröffentlicht Directors' Dealings auch auf ihrer Internetseite.

ANTEILSBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Talanx AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten betrug am 31. Dezember 2018 weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

COMPLIANCE

Compliance im Sinne der Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen ist in der gesamten Talanx-Gruppe eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Sie erfordert eine starke Compliance-Kultur, die durch ein auf die unternehmensspezifischen Bedürfnisse angepasstes Compliance-Management-System getragen wird.

Ein robustes Compliance-Management-System im Konzern ist risikobasiert ausgestaltet. Diesem Umstand wird Rechnung getragen, indem der auf Gruppenebene bestehende Prozess zur Identifizierung von Compliance-Risiken regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Hierdurch steht jeweils eine aktuelle Risikolandkarte zur Verfügung, die maßgebliche Grundlage für den risikoorientierten Ressourceneinsatz der konzernweiten Compliance-Arbeit im kommenden Jahr ist.

Ein weiterer Sockel eines Compliance-Management-Systems ist das Compliance-Regelwerk. An der Spitze der konzerninternen Compliance-Regeln steht der Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet die wichtigsten Grundsätze und Regeln für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten aller Mitarbeiter des Talanx-Konzerns. Gleichzeitig enthält er die hohen ethischen und rechtlichen Standards, nach denen der Konzern sein Handeln weltweit ausrichtet. Der Verhaltenskodex ist auf der Internetseite abrufbar. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit diesem Kodex und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen im Einklang steht. Die Compliance-Richtlinie konkretisiert die im Kodex enthaltenen Inhalte und setzt Mindestvorgaben für die einzelnen Compliance-Kernthemen (Korruptionsprävention, Kartellrechts-Compliance, Finanzsanktionen und Embargo, Produkt- und Vertriebs-Compliance, Kapitalmarkt-Compliance, Kapitalanlage-Compliance, Corporate Compliance). Sie wird in themen- und geschäftsbereichsspezifischen Anweisungen konkretisiert. Im Ergebnis steht somit allen Mitarbeitern ein auf die konkreten Bedürfnisse ihres Arbeitsalltags zugeschnittenes Leitlinienset zur Verfügung, um sie in ihrem rechtmäßigen und integren Verhalten zu unterstützen.

Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr für die im Compliance-Regelwerk enthaltenen Leitplanken und Vorgaben durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen sensibilisiert. Bereits seit Langem etablierte Formate, wie beispielsweise die Dialogveranstaltung für Fach- und Führungskräfte mit dem Chief Compliance Officer und die webbasierte Schulung verschiedener Mitarbeitergruppen im In- und Ausland, wurden fortgeführt. Darüber hinaus hat Group Compliance das virtuelle Treffen "Compliance Xchange" im Berichtsjahr eingeführt, das regelmäßig den dezentralen Compliance-Beauftragten in Europa geschäftsbereichsübergreifend die Möglichkeit zum Austausch bietet. Neben dem persönlichen Austausch soll hierdurch die Compliance-Organisation gestärkt und der Austausch von bewährten Maßnahmen (Best Practice) innerhalb der Compliance-Organisation gefördert werden.

Die Compliance-Organisation der Talanx besteht personell aus dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Corporate-Governance-Beauftragter und Generalbevollmächtigter der Talanx AG ist, sowie aus jeweils einem Teamleiter an den Standorten Hannover und Köln und weiteren Compliance Officern, die für die einzelnen Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns (mit Ausnahme des Teilkonzerns Hannover Rück, der über eine eigene Compliance-Organisation verfügt, die in einem engen Austausch mit dem Compliance-Bereich der Talanx steht) zuständig sind. In den dezentralen Konzerneinheiten des In- und Auslands sind Compliance-Beauftragte ernannt, die für die lokalen Mitarbeiter erster Ansprechpartner in Compliance-Fragen sind.

Als weiteres Element zur Sicherstellung einer konzernweiten Compliance gibt es ein über die Talanx-Internetseite weltweit erreichbares Hinweisgebersystem, über das Mitarbeiter und Dritte wesentliche Verstöße gegen Gesetze und Verhaltensregeln auch anonym melden können. Hinweisen auf Rechtsverstößen und Fehlverhalten wird konsequent zur Wahrung der Compliance-Kultur und im Interesse aller Stakeholder nachgegangen.

Daneben bekennt sich die Talanx durch ihre Mitgliedschaft in Compliance-Vereinigungen, die sich für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg durch eine robuste Compliance-Organisation einsetzen, zur Bedeutung von Compliance für die Gruppe. Hier sind insbesondere auf nationaler Ebene das Deutsche Institut für Compliance e. V. (DICO) und auf internationaler Ebene das versicherungsspezifische Chief-Compliance-Officer-Forum (CCO-Forum) zu nennen. Neben der Identifizierung gemeinsamer Standpunkte und Impulse zur Entwicklung von Best-Practice-Lösungen entsteht durch diese Mitgliedschaften auch die Möglichkeit, Entwicklungen im regulatorischen Umfeld von Compliance frühzeitig zu erkennen und zu würdigen.

Der Vorstand legt dem Finanz- und Prüfungsausschuss den Compliance-Bericht jeweils vor Feststellung des Jahresabschlusses vor, in dem die Struktur und die vielfältigen Aktivitäten des Talanx-Konzerns in diesem Zusammenhang dargestellt werden.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 17, erläutert.

STIMMRECHTS- UND ÜBERTRAGUNGSBESCHRÄNKUNGEN

In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Darüber hinaus bestehen derzeit keine Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen von Aktien.

DIREKTE UND INDIREKTE BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN

Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., HDI-Platz 1, 30659 Hannover, hält 79,0 % der Stimmrechte der Gesellschaft.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE BEI ARBEITNEHMERBETEILIGUNG AM KAPITAL

Es sind keine Arbeitnehmer im Sinne des § 315a Absatz 1 Nr. 5 HGB am Kapital beteiligt.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Talanx AG sind in den §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG und § 5 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt.

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt. Erneute Bestellungen, jeweils für weitere höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Da die Talanx AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern in einer ersten Abstimmung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit nicht zustande, kann die Bestellung gemäß § 31 Absatz 3 MitbestG in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen. Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gemäß § 31 Absatz 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu.

Nach deutschem Aufsichtsrecht ist es erforderlich, dass die Vorstandsmitglieder zuverlässig und fachlich für die Leitung einer Versicherungsholdinggesellschaft geeignet sind (§ 24 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 vag). Zum Vorstand kann nicht bestellt werden, wer bereits bei zwei Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Versicherungsholdinggesellschaften oder Versicherungszweckgesellschaften als Geschäftsleiter tätig ist. Wenn es sich jedoch um Unternehmen derselben Versicherungs- oder Unternehmensgruppe handelt, kann die Aufsichtsbehörde mehr Mandate zulassen (§ 24 Absatz 3 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 vag). Die Absicht, ein Vorstandsmitglied zu bestellen, ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzuzeigen (§ 47 Nr. 1 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 VAG).

Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung (§ 179 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, falls eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst (§ 16 Absatz 2 der Satzung). Eine höhere Mehrheit ist etwa für die Änderung des Unternehmensgegenstands gesetzlich vorgeschrieben (§ 202 Absatz 2 AktG). Gemäß § 179 Absatz 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 11 der Satzung der Talanx AG kann der Aufsichtsrat die Fassung der Satzung ändern.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien sind in der Satzung der Gesellschaft sowie in den §§ 71 ff. AktG geregelt. In diesem Zusammenhang hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Mai 2017 den Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG für die Dauer von fünf Jahren, d. h. bis zum 10. Mai 2022, ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben.

In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach auf den Namen lautende Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen, ohne Einräumung von Umtausch- und Bezugsrechten, bedingte Wandlungspflichten auf Stückaktien der Talanx AG aufzuerlegen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen. Zur Bedienung der Namensschuldverschreibungen wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 126.398.821,25 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach Schuldverschreibungen (Wandel- und Optionsanleihen), Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte, die jeweils auch mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten verbunden sein können, im Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke ausschließen. Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 31.599.700 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital II). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 157.998.521,25 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER TALANX AG MIT CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELN

Nach den Verträgen der Talanx AG über syndizierte Kreditfazilitäten dürfen die Darlehensgeber die Kreditlinie u. a. dann kündigen, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt.

Die Vertriebsvereinbarungen mit der DB Firmen und Privatkundenbank AG (Rechtsnachfolgerin der Deutschen Postbank ag) sowie mit ihren Postbank-Vertriebstöchtern auf Grundlage der Kooperationsvereinbarungen mit der Deutschen Postbank AG vom 18. Juli 2007 enthalten jeweils eine Klausel, die im Falle des direkten oder indirekten Kontrollerwerbs an einer der Vertragsparteien durch ein drittes, nicht mit den Parteien verbundenes Unternehmen der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt.

Die auf der Basis der Rahmenvereinbarung mit der Citibank aus Dezember 2006 geschlossene Kooperationsvereinbarung für Russland enthält eine Klausel, die in dem Fall, dass die kontrollierende Mehrheit der Anteile oder der Geschäftsbetrieb einer Vertragspartei durch ein mit den Parteien nicht verbundenes Unternehmen übernommen wird, der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt.

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen worden sind, bestehen nicht.

VERGÜTUNGSBERICHT

Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2018 aus der Tätigkeit der Vorstandsmitglieder für die Talanx AG und die mit ihr konsolidierten Unternehmen. Außerdem werden die Struktur und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG sowie die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands dargestellt.

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Bestandteil des Anhangs zum Konzernjahresabschluss 2018 sind. Nach deutschem Handelsrecht beinhalten die Angaben ebenfalls Pflichtangaben des Anhangs (§ 314 HGB) bzw. des Lageberichts (§ 315 HGB), die insgesamt in diesem Vergütungsbericht erläutert und im Anhang zusätzlich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben summarisch zusammengefasst dargestellt werden.

Die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie die Regelungen des Artikels 275 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/35 und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (VersVergV) werden beachtet. Ergänzend haben wir die konkretisierenden Vorschriften des DRS 17 (geändert 2010) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" berücksichtigt. Ein unabhängiges Gutachten bestätigt, dass das Vergütungssystem den Anforderungen des Artikels 275 Delegierte Verordnung (EU) 2015/35 an eine geschäfts- und strategiekonforme sowie risikoadjustierte Vergütungspolitik entspricht.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Festlegung der Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal jährlich.

VORSTANDSVERGÜTUNGSMODELL AB 1. JANUAR 2011

1) Vorstandsvorsitzender/Finanzvorstand: 70 % Konzernergebnis, 30 % individuelle Performance (persönliche Ziele)Stv. Vorstandsvorsitzender: 50 % Konzernergebnis, 30 % Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance (persönliche Ziele)Geschäftsbereichsverantwortliche: 40 % Konzernergebnis, 40 % Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance (persönliche Ziele)
2) Split durch gesetzliche Mindestanforderung vorgegeben

STRUKTUR DER VORSTANDSVERGÜTUNG

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten (vertikal). Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands.

Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist und einer nachhaltigen, langfristigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt.

Die Vergütung des Vorstands teilt sich in eine jährliche Festvergütung und eine variable Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich bei einer Zielerreichung von 100 % in einer Bandbreite von 55 % bis 75 %.

Festvergütung

Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten bar ausgezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung gilt für den gesamten Bestellungszeitraum.

Sachbezüge/Nebenleistungen

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte nicht leistungsbezogene Nebenleistungen in marktüblichem Rahmen, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Dauer der Vorstandsbestellung wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung des Dienstwagens erfolgt durch das Vorstandsmitglied. Die Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet. Des Weiteren gewährt die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern im Rahmen von Gruppenverträgen Versicherungsschutz in angemessener Höhe (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherung).

Variable Vergütung

Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem sogenannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie - bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich - einem sogenannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile an der gesamten variablen Vergütung wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt.

Konzernbonus

Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter und im Dienstvertrag festgelegter Betrag je 0,1 Prozentpunkt vergütet, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der zugrunde gelegte risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird. Es erfolgt eine jährliche Anpassung des zugrunde gelegten risikofreien Zinssatzes (für 2018: 0,42 %). Der Höchstbetrag des Konzernbonus beläuft sich auf das Doppelte des bei Erreichen der Kalkulationsgrundlage gewährten Betrags und der maximale Malusbetrag auf -100 %.

Geschäftsbereichsbonus

Für die Bemessung des Geschäftsbereichsbonus für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International werden folgende Kriterien im Vergleich zu den Zielwerten für die jeweiligen Geschäftsbereiche herangezogen: Bruttoprämienwachstum, kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung des Neugeschäftswerts in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite sowie Ergebnisabführung/Dividende an die Talanx AG. Die Festsetzung des Geschäftsbereichsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Basis des jeweiligen Zielerreichungsgrades in diesen Kriterien nach pflichtgemäßem Ermessen. Es wird die durchschnittliche Zielerreichung der letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Bei vollständiger Zielerreichung wird der für eine Zielerfüllung von 100 % individuell festgelegte Betrag gewährt. Über- bzw. Untererfüllung der festgelegten Zielwerte führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der höchste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung, der geringste auf einen Malus, der einer Zielerreichung von -100 % entspricht.

Individualbonus

Ferner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle im Folgejahr zu erreichende qualitative und gegebenenfalls auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungs-, Innovations- und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele sein, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Spezifika. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Der Betrag für eine Zielerfüllung von 100 % wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Es kann ein an der persönlichen Gesamtleistung des Vorstandsmitglieds orientierter allgemeiner Leistungsbonus im Rahmen des Individualbonus nach pflichtgemäßem Ermessen vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung.

Gesamthöhe der variablen Vergütung

Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Erhält man als Folge der Addition der Einzelbeträge einen Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h., es gibt keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag der variablen Vergütung wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt (vgl. nächster Abschnitt "Auszahlung der variablen Vergütung").

Die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind.

BEMESSUNGSGRUNDLAGEN/VORAUSSETZUNGEN FÜR ZAHLUNG DER VARIABLEN VERGÜTUNG

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Vergütungsbestandteil Bemessungsgrundlage/Parameter Voraussetzung für Zahlung
Konzernbonus
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 70 % Stv. Vorstandsvorsitzender: 50 % Geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 40 % bzw. 70 % ■ Konzern-RoE; individueller Grundbetrag (gestaffelt nach Verantwortungsbereich und Berufserfahrung) je 0,1 Prozentpunkt, um den die Durchschnitts-Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt ■ Berechnungsgrundlage (= 100 %): 10 % RoE (ab 2019: 8 % RoE) zzgl. risikofreier Zinssatz; für 2018: 10,42 % ■ Cap max.: 200 % ■ Cap min.: -100 % (Malus) ■ Berechnung risikofreier Zins als durchschnittlicher Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen ■ Berechnung RoE: Konzernjahresüberschuss IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) / arithmetischer Mittelwert des Konzerneigenkapitals gemäß IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) zu Beginn und Ende des Geschäftsjahres ■ Durchschnittlicher Dreijahres-RoE> risikofreier Zins ■ Rechnerische Ermittlung
Geschäftsbereichsbonus
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 0 % Stv. Vorstandsvorsitzender: 30 % Geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 0 % bzw. 40 % ■ Bruttoprämienwachstum, kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung Neugeschäftswert in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite, Ergebnisabführung/Dividende als Kriterien; jeweils im Vergleich zum Zielwert (Dreijahresdurchschnitt) ■ 100 % = Zielwerte vollständig erreicht ■ Cap max.: 200 % ■ Cap min.: -100 % (Malus) ■ Erreichen der Dreijahresziele ■ Bestimmung durch den Aufsichtsrat auf Basis des Grads der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen
Individualbonus
Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 30 % Stv. Vorstandsvorsitzender und geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 20 % bzw. 30 % ■ Persönliche qualitative, quantitative Ziele; individueller Beitrag zum Gesamtergebnis, Führungskompetenz, Innovationskompetenz, unternehmerische Kompetenz, Ressortspezifika ■ 100 % = Ziele vollständig erreicht ■ Cap max.: 200 % ■ Cap min.: 0 EUR ■ Erreichen der Dreijahresziele ■ Bestimmung durch den Aufsichtsrat auf Basis des Grads der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen

AUSZAHLUNGSMODALITÄTEN DER VARIABLEN GESAMTVERGÜTUNG

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Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
■ 60 % der variablen Vergütung mit der nächsten monatlichen Gehaltszahlung nach Aufsichtsratsbeschluss ■ 20 % der variablen Vergütung in Bonusbank ■ Zur Auszahlung steht jeweils derjenige positive Betrag an, der drei Jahre vor dem Auszahlungszeitpunkt eingestellt wurde, soweit er den Saldo der Bonusbank unter Berücksichtigung der Gutschriften/ Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr nicht übersteigt ■ Anstehende, nicht durch einen positiven Saldo der Bonusbank gedeckte Auszahlung verfällt ■ Verlust der Ansprüche aus der Bonusbank in Sonderfällen: Niederlegung des Amtes ohne wichtigen Grund; Vertragsverlängerung zu gleichen Bedingungen wird abgelehnt ■ Keine Verzinsung von Guthaben ■ Automatische Zuteilung von virtuellen Talanx Share Awards im Gegenwert von 20 % der variablen Vergütung ■ Nach Sperrfrist von vier Jahren Auszahlung des auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelten Wertes ■ Wert der Aktie bei Zuteilung/Auszahlung: ungewichteter arithmetischer Mittelwert der XETRA-Schlusskurse fünf Handelstage vor bis fünf Handelstage nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung ■ Zusätzliche Auszahlung der Summe aller während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividenden je Aktie ■ Wertveränderungen der Share Awards durch Strukturmaßnahmen von kumulativ 10 % oder mehr löst Anpassung aus

Negative variable Gesamttantieme = Auszahlung von 0 EUR variable Vergütung

Ein etwaiger Minuswert der variablen Gesamttantieme eines Geschäftsjahres wird vollständig in die Bonusbank übernommen (siehe Spalte "mittelfristig")

Auszahlung der variablen Vergütung

Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung bar ausgezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten und erst nach Ablauf eines angemessenen Zurückbehaltungszeitraums ausgezahlt. Der zurückbehaltene Teil wird nach Maßgabe der in den folgenden Abschnitten dargestellten Regelungen je zur Hälfte (d. h. in Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der festgesetzten variablen Vergütung) in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt, um die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen.

Bonusbank

In die Bonusbank werden jährlich 20 % der festgesetzten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausgezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr -gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt.

Share Awards

Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx AG. Die Zuteilung der Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung der Talanx AG oder des Vorstandsmitgliedsbedarf. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie (Cap). Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividenden gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.

Bei einem Vorstandsmitglied werden zusätzlich virtuelle Share Awards gewährt, deren Gesamtzahl sich nach dem Wert je Aktie der Hannover Rück im Zeitpunkt der Zuteilung bestimmt. Der Wert je Aktie der Hannover Rück richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Hannover Rück SE für das abgelaufene Geschäftsjahr (Cap). In diesem Fall wird für je einen Share Award nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Hannover Rück-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.

Nach dem bis zum 31. Dezember 2010 gültigen Vergütungsmodell wurden einem Vorstandsmitglied Aktienwert-Beteiligungsrechte (ABR) der Hannover Rück SE zugeteilt. Die Zuteilung der ABR erfolgte letztmals im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010. Der virtuelle Aktienoptionsplan mit ABR ist aufgrund vollständiger Ausübung aller Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2018 abgeschlossen.

Verwässerungsschutz

Für den Fall, dass es während der Laufzeit des Share-Award-Programms zu einer Veränderung des Grundkapitals der Talanx AG oder zu Umstrukturierungsmaßnahmen kommt, die sich unmittelbar auf das Grundkapital der Gesellschaft oder die Gesamtzahl der von der Talanx AG ausgegebenen Aktien auswirken, und dies eine Wertveränderung der Share Awards von kumulativ 10 % oder mehr zur Folge hat, wird die Anzahl der Share Awards oder die Methode der Wertermittlung der einzelnen Share Awards durch den Aufsichtsrat angepasst, um die durch die Strukturmaßnahme entstehende Wertveränderung der Share Awards auszugleichen.

Fortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wird das Jahresfestgehalt in unveränderter Höhe weiter gewährt, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags.

Wird das Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Dienstvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Dienstvertrag mit dem Ende des sechsten Monats, nach dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist, spätestens jedoch mit dem Ende des Dienstvertrags. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich auf Dauer nicht in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.

Vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit

Bei Eigenkündigung, Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund durch die Gesellschaft oder wenn ein Angebot auf Vertragsverlängerung zu gleichen oder besseren Bedingungen abgelehnt wird (Ausnahme: Das Vorstandsmitglied hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), verfallen alle Rechte auf Auszahlung der Bestände aus der Bonusbank bzw. der Share Awards. Endet das Vertragsverhältnis vor Ende der Sperrfrist der Bonusbank bzw. Share Awards regulär, ohne dass ein Angebot auf Vertragsverlängerung erfolgt, so behält das Vorstandsmitglied seine Ansprüche auf Auszahlung aus der Bonusbank bzw. der bereits zugeteilten Share Awards.

Ein Anspruch auf Einstellung von Beträgen in die Bonusbank bzw. auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalls oder Todesfalls hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Vorstandsmitglieds erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung.

Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels sind in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder nicht vorgesehen. Die in den Dienstverträgen enthaltenen Regelungen zur vorzeitigen Beendigung bzw. Nichtverlängerung des Dienstvertrags sehen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung eines sogenannten Übergangsgeldes vor, das sich nach dem für das Ruhegehalt erreichten Prozentsatz der Festbezüge errechnet. Es besteht in der Regel eine Wartezeit von acht Jahren. Anderweitige Einkünfte aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit werden bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres in Höhe von 50 % auf das Übergangsgeld angerechnet.

Ein Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 empfiehlt, ist in den Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft nicht enthalten. Wir verweisen diesbezüglich sowie hinsichtlich der in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen betragsmäßigen Höchstgrenzen der Vergütung und ihrer variablen Vergütungsteile auf unsere Ausführungen in der Entsprechenserklärung in der Rubrik "Erklärung zur Unternehmensführung", Seite 82 ff. in diesem Konzerngeschäftsbericht.

Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder

Die Vorstandsmitglieder benötigen zur Aufnahme von Nebentätigkeiten die Zustimmung des Aufsichtsrats. Damit ist gewährleistet, dass weder die dafür gewährte Vergütung noch der zeitliche Aufwand zu einem Konflikt mit den Vorstandsaufgaben führt. Handelt es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien, sind diese im Geschäftsbericht der Talanx AG aufgeführt. Die Vergütungen für Mandate in Konzerngesellschaften und gesellschaftsgebundene Mandate werden auf die auszuzahlende variable Vergütung angerechnet.

Höhe der Vorstandsvergütung

Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Vorstands aus seiner Tätigkeit für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen betrugen 9.820 (10.359) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus den in der nachfolgenden Tabelle gemäß DRS 17 dargestellten Komponenten.

GESAMTBEZÜGE DES AKTIVEN VORSTANDS GEMÄSS DRS 17 (GEÄNDERT 2010)

IN TEUR

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Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung1), 8)
Kurzfristig Mittelfristig
I II III IV V
Name Festvergütung Sachbezüge/ Nebenleistungen Auszuzahlende variable Vergütung Davon Vergütung aus Konzernmandaten2) Gewährung Bonusbank3)
Torsten Leue 2018 760 12 633 7 211
2017 630 13 570 - 190
Herbert K. Haas 2018 317 10 311 292 104
(bis 8. Mai 2018) 2017 882 20 781 293 260
Dr. Christian Hinsch 2018 576 14 424 8 141
2017 568 14 527 8 176
Sven Fokkema 2018 290 8 247 - 82
(seit 9. Mai 2018) 2017 - - - - -
Dr. Immo Querner 2018 638 19 461 128 154
2017 638 19 511 124 170
Ulrich Wallin 2018 630 14 893 - 298
2017 606 14 864 - 288
Dr. Jan Wicke 2018 630 - 573 13 191
2017 630 - 542 13 181
Gesamt 2018 3.841 77 3.542 448 1.181
2017 3.954 80 3.795 438 1.265
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Erfolgsabhängige Vergütung1), 8)
Langfristig
VI VII
Name Gewährung Talanx Share Awards4) Gewährung Hannover Rück Share Awards4) Gesamtbezüge5) Anzahl Talanx Share Awards6) Anzahl Hannover Rück Share Awards7)
Torsten Leue 211 - 1.827 7.079 -
190 - 1.593 5.573 -
Herbert K. Haas 104 - 846 3.485 -
(bis 8. Mai 2018) 260 - 2.203 7.642 -
Dr. Christian Hinsch 141 - 1.296 4.741 -
176 - 1.461 5.156 -
Sven Fokkema 82 - 709 2.761 -
(seit 9. Mai 2018) - - - - -
Dr. Immo Querner 154 - 1.426 5.161 -
170 - 1.508 4.998 -
Ulrich Wallin 67 229 2.131 2.254 1.982
56 232 2.060 1.658 2.171
Dr. Jan Wicke 191 - 1.585 6.408 -
181 - 1.534 5.306 -
Gesamt 950 229 9.820 31.889 1.982
1.033 232 10.359 30.333 2.171

1) Zum Bilanzstichtag 2018 lag noch kein Organbeschluss über die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütungen für 2018 vor. Der Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend festgelegten Rückstellungen
2) Auf die für 2018 auszuzahlende variable Vergütung angerechnete Vergütungen aus Aufsichtsratsmandaten in verbundenen Unternehmen
3) Angegeben ist der Nominalwert; volle oder teilweise Auszahlung erfolgt ab dem Jahr 2022, abhängig von dem sich bis dahin entwickelnden Saldo der Bonusbank
4) Angegeben ist der Nominalwert der für die Tätigkeit im Berichtsjahr zu gewährenden Share Awards; die Auszahlung des Gegenwerts der Share Awards erfolgt ab dem Jahr 2023 zu ihrem dann maßgeblichen Wert
5) Summe aus I, II, III, V, VI, VII
6) Schätzung der Anzahl der zu gewährenden Talanx Share Awards; es wurde der XETRA-Schlusskurs der Talanx-Aktie zum Bilanzstichtag (29,80 EUR je Aktie) zugrunde gelegt. Die tatsächliche Anzahl der Talanx Share Awards wird sich aus dem arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx ag im März 2019 ergeben
7) Schätzung der Anzahl der zu gewährenden Hannover Rück Share Awards; es wurde der XETRA-Schlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Bilanzstichtag (117,70 EUR je Aktie) zugrunde gelegt. Die tatsächliche Anzahl der Hannover Rück Share Awards wird sich aus dem arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Hannover Rück SE im März 2019 ergeben
8) Für die erfolgsabhängige Vergütung 2017 wurden insgesamt 199 (382) TEUR mehr gewährt als zurückgestellt. Die ausgewiesenen Beträge für die erfolgsabhängige Vergütung 2018 und die Anzahl der Share Awards für 2018 wurden entsprechend erhöht

In der folgenden Tabelle ist der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung des aktiven Vorstands dargestellt. Die Tabelle ist unabhängig von der Darstellung der Gesamtbezüge des aktiven Vorstands gemäß DRS 17 zu sehen.

GESAMTAUFWAND FÜR DIE AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG DES AKTIVEN VORSTANDS

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IN TEUR
Name Aufwand für Neugewährung Talanx Share Awards1) Aufwand für Neugewährung Hannover Rück Share Awards1) Zuführung Rückstellung für Talanx Share Awards2)aus Vorjahren Zuführung Rückstellung Hannover Rück Share Awards3)aus Vorjahren Zuführung Rückstellung für bestehende ABR
Torsten Leue 2018 38 - 142 - -
2017 33 - 252 - -
Herbert K. Haas 2018 89 - 98 - -
(bis 8. Mai 2018) 2017 182 - 589 - -
Dr. Christian Hinsch 2018 51 - 138 - -
2017 44 - 162 -
Sven Fokkema 2018 24 - - - -
(seit 9. Mai 2018) 2017 - - - - -
Dr. Immo Querner 2018 43 - 129 - -
2017 37 - 221 - -
Ulrich Wallin 2018 43 173 82 899 -
2017 19 78 87 318 -103
Dr. Jan Wicke 2018 33 - - - -
2017 72 - 154 - -
Gesamt 2018 321 173 589 899 -
2017 387 78 1.465 318 -103
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IN TEUR
Name Ausgeübte ABR Gesamt
Torsten Leue - 180
- 285
Herbert K. Haas - 187
(bis 8. Mai 2018) - 771
Dr. Christian Hinsch - 189
- 206
Sven Fokkema - 24
(seit 9. Mai 2018) - -
Dr. Immo Querner - 172
- 258
Ulrich Wallin - 1.197
103 502
Dr. Jan Wicke - 33
- 226
Gesamt - 1.982
103 2.248

1) Der Aufwand für Share Awards wird im jeweiligen Geschäftsjahr anteilig in Abhängigkeit von der individuellen Restlaufzeit des Dienstvertrags erfasst
2) Die Zuführung zur Rückstellung für Talanx Share Awards aus Vorjahren ergibt sich aus dem gesunkenen Börsenkurs der Talanx-Aktie, der beschlossenen Dividende der Talanx ag für das Jahr 2017 sowie der Verteilung des Aufwands für die Share Awards auf die individuelle Restlaufzeit der Dienstverträge
3) Die Zuführung zur Rückstellung für Hannover Rück Share Awards aus Vorjahren ergibt sich aus dem gestiegenen Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie, der beschlossenen Dividende der Hannover Rück SE für das Jahr 2017 sowie der Verteilung des Aufwands für die Share Awards auf die individuelle Restlaufzeit der Dienstverträge

BETRIEBLICHE ALTERSVERSORGUNG

Die Dienstverträge von vier aktiven Vorstandsmitgliedern der Talanx AG beinhalten Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet (leistungsorientiertes System). Das vereinbarte Maximalruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 50 % und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In Verbindung mit der ab dem Geschäftsjahr 2011 geltenden Vergütungsstruktur wurde ein nicht ruhegehaltsfähiger Festvergütungsbestandteil eingeführt.

Für zwei Vorstandsmitglieder besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System beruht. Danach wird eine lebenslange Altersrente gewährt, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat und aus der Gesellschaft ausgeschieden ist. Die Höhe der monatlichen Altersrente berechnet sich nach dem Stichtagsalter (Jahr des Stichtags abzüglich Geburtsjahr) und dem Finanzierungsbeitrag am Stichtag. Der jährliche Finanzierungsbeitrag für diese Verträge wird in Höhe von 20 % bzw. 25% des versorgungsfähigen Einkommens (jährliche Festvergütung) von der Gesellschaft geleistet.

In beiden Vertragsvarianten werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr).

HINTERBLIEBENENVERSORGUNG

Stirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Dienstvertrags, hat der überlebende Ehepartner, ersatzweise die anspruchsberechtigten Kinder, Anspruch auf Fortzahlung des monatlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Stirbt das Vorstandsmitglied nach Beginn der Ruhegeldzahlung, wird dem überlebenden Ehepartner und ersatzweise den unterhaltsberechtigten Kindern für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate das Ruhegehalt fortgezahlt.

Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts, das das Vorstandsmitglied bezogen hat oder bezogen hätte, wenn es bis zum Zeitpunkt seines Todes dienstunfähig geworden wäre. Bei Wiederverheiratung entfällt das Witwengeld. Wird diese Ehe durch Tod oder Scheidung aufgelöst, lebt der Anspruch wieder auf. Es sind jedoch alle Pensions-, Renten- und sonstigen Versicherungsleistungen anzurechnen, die aufgrund der neuen Ehe zufließen.

Waisengeld wird in Höhe von 15 %, bei Wegfall des Witwengeldes in Höhe von 25 % des Ruhegeldes gewährt, das das Vorstandsmitglied am Todestag bezogen hat oder bezogen hätte, wenn der Pensionsfall aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Das Waisengeld wird längstens bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gezahlt. Einkommen aus einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wird teilweise angerechnet.

ANPASSUNGEN

Für Anpassungen der Ruhe-, Witwen- und Waisengelder wird der Verbraucherpreisindex für Deutschland (Gesamtindex) herangezogen. Laufende Altersrenten auf Basis der Zusagen nach dem beitragsorientierten System werden jährlich um 1 % ihres letzten (Brutto-) Betrags erhöht.

HÖHE DER ALTERSVERSORGUNG

Die Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf insgesamt 1.784 (1.743) TEUR. Die Aufwendungen für Altersvorsorge (Service Cost bzw. jährlicher Finanzierungsbeitrag) für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.655 (1.513) TEUR. Diese Angaben sind in der nachfolgenden Tabelle individualisiert dargestellt und erläutert.

PENSIONSANWARTSCHAFTEN DES AKTIVEN VORSTANDS

IN TEUR

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Name Pensionszusage1) Barwert DBO2) Aufwendungen für die Altersvorsorge3)
Torsten Leue 2018 350 4661 546
2017 350 3.858 425
Herbert K. Haas 2018 478 13.183 317
(bis 8. Mai 2018) 2017 478 10.832 316
Dr. Christian Hinsch 2018 325 7.658 217
2017 325 7.048 253
Sven Fokkema4) 2018 41 339 48
(seit 9. Mai 2018) 2017 - - -
Dr. Immo Querner 2018 217 4.429 196
2017 217 4.019 198
Ulrich Wallin 2018 258 6.874 173
2017 258 5.831 163
Dr. Jan Wicke4) 2018 115 776 158
2017 115 545 158
Gesamt 1.784 37.920 1.655
2017 1.743 32.133 1.513

1) Wert des vereinbarten jährlichen Ruhegehalts (erreichbare Jahresrente) bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres
2) DBO = Defined Benefit Obligation (Pensionsverpflichtung)
3) Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen erfasste Personalaufwand (Service Cost)
4) Es besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage (Defined Contribution). Angegeben ist hier der jährliche Finanzierungsbeitrag

Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen, für die im Berichtsjahr 8 (7) Einzelzusagen bestanden, beliefen sich auf 1.098 (765) TEUR. Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 31.517 (18.346) TEUR.

In den folgenden beiden Tabellen werden die den aktiven Mitgliedern des Vorstands gewährten und zugeflossenen Zuwendungen gemäß Ziffer 4.2.5 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt.

WERT DER GEWÄHRTEN ZUWENDUNGEN FÜR DAS BERICHTSJAHR GEMÄSS ZIFFER 4.2.5 ABSATZ 3 (1. SPIEGELSTRICH) DCGK

IN TEUR

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Gewährte Zuwendungen
I II III IV V
Festvergütung Nebenleistungen Summe (I + II) Einjährige variable Vergütung Mehrjährige variable Vergütung (Summe VI + VII + VIII)
Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai 2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) 20181) 760 12 772 670 446
(Min.)2) 760 12 772 - -517
(Max.)3) 760 12 772 1.339 892
20171) 630 13 643 457 305
20181) 317 10 327 797 531
Herbert K. Haas, Vorsitzender des Vorstands (bis 8. Mai 2018) (Min.)2) 317 10 327 - -779
(Max.)3) 317 10 327 1.593 1.062
20171) 882 20 902 797 531
20181) 576 14 590 559 373
Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (Min.)2) 576 14 590 - -530
(Max.)3) 576 14 590 1.118 746
20171) 568 14 582 559 373
20181) 290 8 298 253 169
Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) (Min.)2) 290 8 298 - -
(Max.)3) 290 8 298 506 338
20171) - - - - -
20181) 638 19 657 491 327
Dr. Immo Querner, Finanzvorstand (Min.)2) 638 19 657 - -513
(Max.)3) 638 19 657 981 654
20171) 638 19 657 491 327
20181) 630 14 644 743 496
Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (Min.)2) 630 14 644 - -851
(Max.)3) 630 14 644 1.487 991
20171) 606 14 620 703 469
20181) 630 - 630 510 340
Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand (Min.)2) 630 - 630 - -514
(Max.)3) 630 - 630 1.020 680
20172) 630 - 630 510 340
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Gewährte Zuwendungen
VI VII VIII IX X
Bonusbank (3 Jahre) Talanx Share Awards (4 Jahre) Hannover Rück Share Awards (4 Jahre) Summe (III + IV +V) Versorgungsaufwand Gesamt-Vergütung
Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai 2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) 223 223 - 1.888 546 2.434
-517 - - 255 546 801
446 446 - 3.003 546 3.549
152 152 - 1.405 425 1.830
266 266 - 1.655 - 1.655
Herbert K. Haas, Vorsitzender des Vorstands (bis 8. Mai 2018) -779 - - -452 - -452
531 531 - 2.982 - 2.982
266 266 - 2.230 316 2.546
186 186 - 1.522 217 1.739
Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands -530 - - 60 217 277
373 373 - 2.454 217 2.671
186 186 - 1.514 253 1.767
84 84 - 720 48 768
Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) - - - 298 48 346
169 169 - 1.142 48 1.190
- - - - - -
164 164 - 1.475 196 1.671
Dr. Immo Querner, Finanzvorstand -513 - - 144 196 340
327 327 - 2.292 196 2.488
164 164 - 1.475 198 1.673
248 60 188 1.883 173 2.056
Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand -851 - - -207 173 -34
496 120 376 3.122 173 3.295
234 60 174 1.792 163 1.955
170 170 - 1.480 158 1.638
Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand -514 - - 116 158 274
340 340 - 2.330 158 2.488
170 170 - 1.480 158 1.638

1) Zielwert (Wert bei einer Zielerreichung von 100 %)
2) Erreichbarer Minimalwert des jeweiligen Vergütungsbestandteils im Zeitpunkt der Gewährung
3) Erreichbarer Maximalwert des jeweiligen Vergütungsbestandteils im Zeitpunkt der Gewährung; der Auszahlungsbetrag der Share Awards ist abhängig vom Aktienkurs im Auszahlungsjahr und von der bis dahin gezahlten Dividende

ZUFLUSS IM BZW. FÜR DAS BERICHTSJAHR GEMÄß ZIFFER 4.2.5 ABSATZ 3 (2. SPIEGELSTRICH) DCGK

IN TEUR

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Zufluss
Mehrjährige variable Vergütung2)
Festvergütung Nebenleistungen Summe Einjährige variable Vergütung1) Bonusbank (3 Jahre)
Torsten Leue, 2018 760 12 776 584 186
Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) 2017 630 13 643 631 181
Herbert K. Haas, 2018 317 10 327 773 232
Vorsitzender des Vorstands (bis 8. Mai 2018) 2017 882 20 902 818 255
Dr. Christian Hinsch, 2018 576 14 590 492 157
stv. Vorsitzender des Vorstands 2017 568 14 582 579 164
Sven Fokkema, 2018 290 8 298 - -
Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) 2017 - - - - -
Dr. Immo Querner, 2018 638 19 657 504 159
Finanzvorstand 2017 638 19 657 542 157
Ulrich Wallin, 2018 630 14 644 859 278
Geschäftsbereichsvorstand 2017 606 14 620 921 257
Dr. Jan Wicke, 2018 630 - 630 540 106
Geschäftsbereichsvorstand 2017 630 - 630 525 -
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Zufluss
Mehrjährige variable Vergütung2)
Talanx Share Awards (4 Jahre) Hannover Rück Share Awards (3 bzw. 4 Jahre) Aktienwert-Beteiligungsrechte Hannover Rück (10 Jahre) Sonstiges3) Summe Versorgungsaufwand
Torsten Leue, 291 - - - 1.797 546
Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) 256 - - - 1.711 425
Herbert K. Haas, 411 - - - 1.743 317
Vorsitzender des Vorstands (bis 8. Mai 2018) 409 - - - 2.384 316
Dr. Christian Hinsch, 264 - - - 1.503 217
stv. Vorsitzender des Vorstands 276 - - - 1.601 253
Sven Fokkema, - - - - 298 48
Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) - - - - - -
Dr. Immo Querner, 253 - - - 1.573 196
Finanzvorstand 246 - - - 1.602 198
Ulrich Wallin, 90 427 - - 2.298 173
Geschäftsbereichsvorstand 80 407 103 - 2.285 163
Dr. Jan Wicke, - - - - 1.276 158
Geschäftsbereichsvorstand - - - - 1.155 158
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Zufluss
Gesamtvergütung
Torsten Leue, 2.343
Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) 2.136
Herbert K. Haas, 2.060
Vorsitzender des Vorstands (bis 8. Mai 2018) 2.700
Dr. Christian Hinsch, 1.720
stv. Vorsitzender des Vorstands 1.854
Sven Fokkema, 346
Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) -
Dr. Immo Querner, 1.769
Finanzvorstand 1.800
Ulrich Wallin, 2.471
Geschäftsbereichsvorstand 2.448
Dr. Jan Wicke, 1.434
Geschäftsbereichsvorstand 1.313

1) Zufluss (Auszahlungsbetrag) im Berichtsjahr
2) Zufluss gemäß deutschem Steuerrecht
3) Zum Beispiel Vergütungsrückforderungen (Claw-backs)

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 4. Juni 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen.

Für das Berichtsjahr beträgt die jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats jährlich eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Million Euro, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gemäß § 113 Absatz 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, der seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Absatz 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung. Durch die Bemessung dieser erfolgsorientierten Vergütungskomponente anhand des durchschnittlichen Konzernergebnisses der letzten drei Geschäftsjahre wird die Ausrichtung der variablen Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gewährleistet.

Für die Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats wird eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrags.

Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds (einschließlich Mitgliedschaft in den Ausschüssen des Aufsichtsrats) beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Fallen zwei oder mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse auf einen Tag, so wird insgesamt nur ein Sitzungsgeld gezahlt.

Die auf die Aufsichtsratsvergütungen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.

Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.634 (2.410) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle.

INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)

IN TEUR

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Name Funktion Art der Vergütung 20182) 20172)
Herbert K. Haas3) ■ Vorsitzender des - Aufsichtsrats - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten - Finanz- und Prüfungsausschusses - Nominierungsausschusses - Vermittlungsausschusses Basisvergütung 181 -
(seit 8. Mai 2018) Variable Vergütung 167 -
Vergütung Ausschusstätigkeit 133 -
Sitzungsgelder 23 -
504 -
Wolf-Dieter Baumgartl3) ■ Vorsitzender des - Aufsichtsrats - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten - Finanz- und Prüfungsausschusses - Nominierungsausschusses - Vermittlungsausschusses Basisvergütung 69 173
(bis 8. Mai 2018) Variable Vergütung 53 152
Vergütung Ausschusstätigkeit 43 123
Sitzungsgelder 9 19
174 467
Dr. Thomas Lindner ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 8. Mai 2018) ■ Mitglied des - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten (seit 8. Mai 2018) - Finanz- und Prüfungsausschusses - Nominierungsausschusses Basisvergütung 66 50
Variable Vergütung 56 47
Vergütung Ausschusstätigkeit 41 25
Sitzungsgelder 11 9
174 131
Ralf Rieger3) ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats ■ Mitglied des - Finanz- und Prüfungsausschusses Basisvergütung 81 82
Variable Vergütung 65 71
Vergütung Ausschusstätigkeit 25 25
Sitzungsgelder 8 6
179 184
Prof. Dr. Eckhard Rohkamm ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats ■ Mitglied des - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten - Finanz- und Prüfungsausschusses - Vermittlungsausschusses Basisvergütung 27 75
(bis 8. Mai 2018) Variable Vergütung 37 71
Vergütung Ausschusstätigkeit 18 50
Sitzungsgelder 5 10
87 206
Antonia Aschendorf3) ■ Mitglied des Aufsichtsrats Basisvergütung 80 83
Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 7 4
130 134
Karsten Faber ■ Mitglied des Aufsichtsrats Basisvergütung 50 50
(bis 31. Dezember 2018) Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 7 4
100 101
Jutta Hammer3) ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Finanz- und Prüfungsausschusses (seit 8. Mai 2018) Basisvergütung 58 50
Variable Vergütung 43 47
Vergütung Ausschusstätigkeit 16 -
Sitzungsgelder 9 4
126 101
Dr. Hermann Jung ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Finanz- und Prüfungsausschusses (seit 8. Mai 2018) Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Vergütung Ausschusstätigkeit 16 -
Sitzungsgelder 9 4
118 101
Dirk Lohmann ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Nominierungsausschusses Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 6 6
99 103

INDIVIDUELLE VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS1)

IN TEUR

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Name Funktion Art der Vergütung 20182) 20172)
Christoph Meister ■ Mitglied des Aufsichtsrats Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 7 4
100 101
Jutta Mück3) ■ Mitglied des Aufsichtsrats Basisvergütung 60 60
Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 9 6
112 113
Katja Sachtleben-Reimann ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Vergütung Ausschusstätigkeit 25 25
Sitzungsgelder 10 6
128 128
Dr. Erhard Schipporeit3) ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Finanz- und Prüfungsausschusses Basisvergütung 80 80
Variable Vergütung 73 78
Vergütung Ausschusstätigkeit 35 40
Sitzungsgelder 18 15
206 213
Prof. Dr. Jens Schubert ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Vermittlungsausschusses Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Sitzungsgelder 7 4
100 101
Norbert Steiner ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten Basisvergütung 50 50
Variable Vergütung 43 47
Vergütung Ausschusstätigkeit 25 25
Sitzungsgelder 10 8
128 130
Angela Titzrath ■ Mitglied des - Aufsichtsrats - Vermittlungsausschusses Basisvergütung 32 -
(seit 8. Mai 2018) Variable Vergütung 27 -
Sitzungsgelder 2 -
61 -
Jörn von Stein3) ■ Mitglied des Aufsichtsrats Basisvergütung 58 50
Variable Vergütung 43 42
Sitzungsgelder 7 4
108 96
Gesamt4) 2.634 2.410

1) Beträge ohne erstattete USt.
2) Die Vergütung für das Geschäftsjahr wird jeweils mit Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beschließt. Für die variable Vergütung sind die auf Basis von Schätzungen gebildeten Rückstellungen angegeben
3) Einschließlich Aufsichtsratsvergütungen und Beiratsvergütungen von mit der Gesellschaft konsolidierten Unternehmen
4) Die Gesamtwerte geben die Vergütung aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats während des genannten Zeitraums wieder. An Vergütungen 2017 wurden insgesamt 38 (96) TEUR mehr ausgezahlt als zurückgestellt. Die ausgewiesenen Beträge für die variable Vergütung 2018 wurden entsprechend erhöht

DARLEHEN AN ORGANMITGLIEDER UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten bedarf die Gewährung von Darlehen der Talanx AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen an Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats sowie ihre Angehörigen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Im Berichtsjahr wurden keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises.

Nach IAS 24 angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen gab es im Berichtsjahr nicht.

IAS 24 sieht eine gesonderte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Die Vergütung des genannten Personenkreises stellt sich wie folgt dar:

MANAGEMENTVERGÜTUNG GEMÄSS IAS 24

IN TEUR

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2018 2017
Gehälter und sonstige kurzfristig fällige Vergütungen 10.094 10.239
Andere langfristig fällige Leistungen1) 1.181 1.265
Gewährung von Aktien und anderen eigenkapitalbasierten Vergütungen2) 1.181 1.265
Aufwendungen für die Altersvorsorge3) 1.338 1.513
Gesamt 14.111 14.282

1) Angegeben ist der Wert des für das Berichtsjahr in die Bonusbank einzustellenden Anteils der erfolgsabhängigen Vergütung der Mitglieder des Vorstands
2) Angegeben ist der Wert der für das Berichtsjahr zu gewährenden Share Awards der Mitglieder des Vorstands
3) Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen erfasste Personalaufwand (Service Cost bzw. jährlicher Finanzierungsbeitrag)

VERGÜTUNG DER GESCHÄFTSLEITER UND FÜHRUNGSKRÄFTE UNTERHALB DES KONZERNVORSTANDS

Die Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (sogenannte Risikoträger) gleichermaßen.

Die Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands, die nicht zu den Risikoträgern gehören, setzt sich schon bisher über alle Geschäftsbereiche hinweg aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Durchschnittlich lag der Anteil der variablen Vergütung für das Jahr 2017, die im April 2018 zur Auszahlung gekommen ist, bei 26,7 %.

Im Bereich der Erstversicherung und der zugehörigen Konzernfunktionen gilt mit Wirkung zum 1. Januar 2013 für Risikoträger und Führungskräfte der ersten Berichtsebene ein einheitliches Vergütungssystem. Die Vergütung für diesen Personenkreis setzt sich zusammen aus einer festen Vergütung und einer erfolgs- und leistungsbezogenen Vergütung. Sie ist marktgerecht und wettbewerbsfähig, und sie trägt einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Das Vergütungssystem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auch für die leitenden Angestellten der zweiten Berichtsebene umgesetzt.

Grundlage des leistungsorientierten Vergütungssystems ist das Zielgehalt. Dies bezeichnet das Gesamtbruttojahresgehalt, das bei guter Leistung erzielt wird. Das Zielgehalt setzt sich zusammen aus einem fixen Gehaltsbestandteil sowie einem variablen Vergütungsbestandteil, der von der Verantwortungs- und Funktionsstufe der Stelle abhängt. Die variable Vergütung macht einen Anteil von 20 % oder 30 % des Zielgehalts aus.

Die variable Vergütung errechnet sich daraus, in welchem Umfang bestimmte Zielvorgaben in den Bereichen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsergebnis und individuelles Ergebnis erreicht wurden. Die genannten drei Zielkategorien für die variable Vergütung werden bei Führungskräften in Geschäftsbereichen der Erstversicherung mit 10 %, 30 % und 60 % gewichtet. In den Konzernfunktionen werden die individuellen Ziele mit 70 % und das Konzernergebnis zu 30 % berücksichtigt. Führungskräfte der ersten Berichtsebene im Vertrieb haben einen durchschnittlichen variablen Gehaltsbestandteil in Höhe von 30 % des Zielgehalts, der sich zu je 10 % auf das Konzernergebnis und das Geschäftsbereichsergebnis bezieht und zu 80 % auf individuelle Ziele.

In der Rückversicherung findet seit dem 1. Januar 2012 ein für alle Konzernführungskräfte weltweit einheitliches Vergütungssystem Anwendung. Die Vergütung für Führungskräfte unterhalb des Vorstands (Managementebenen 2 und 3) und für die dem Führungskreis grundsätzlich angehörenden inländischen Schlüsselfunktionsträger besteht neben dem Jahresfestgehalt aus einer variablen Vergütung. Diese setzt sich aus einer kurzfristigen variablen Vergütung, der jährlichen Cash-Tantieme, und einer langfristigen aktienbasierten Vergütung, dem sogenannten Share-Award-Programm, zusammen. Die Bemessung der variablen Vergütung basiert in den Marktbereichen zu 20 % auf dem Konzernergebnis, zu 40 % auf der Zielerreichung im jeweiligen Segment Schaden-Rückversicherung bzw. Personen-Rückversicherung und zu weiteren 40 % auf der individuellen Zielerreichung. Für Führungskräfte mit Verantwortung im Servicebereich richtet sich die variable Vergütung nach dem Konzernergebnis und den individuellen Zielen mit einer entsprechenden Gewichtung von 40 % und 60 %. Der Zielerreichungsgrad für das Konzernergebnis wie auch für die Segmente wird festgelegt. Individuelle Ziele sowie deren Zielerreichung werden zwischen Führungskraft und Vorgesetztem vereinbart.

NACHTRAGSBERICHT

Ereignisse, die einen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind im Prognose- und Chancenbericht sowie im Konzernanhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", Seite 244, beschrieben.

RISIKOBERICHT

RISIKOSTRATEGIE

Die Risikostrategie ist aus der Konzernstrategie abgeleitet und formuliert die Ziele des Risikomanagements. Vorrangiges Ziel ist, mittels des Risikobudgets die Einhaltung der strategisch definierten Risikoposition sicherzustellen. Diese bestimmt sich durch folgende Festlegungen:

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % wird ein positives Jahresergebnis nach IFRS erwirtschaftet,

Die ökonomische Kapitalbasis muss mindestens einem aggregierten theoretischen 3.000-Jahres-Schock entsprechen (Ruinwahrscheinlichkeit) und

Die Kapitalanlagerisiken der Gruppe sind auf höchstens 50 % des Gesamtrisikokapitalbedarfs begrenzt.

Daneben verfolgt die Talanx als Ziel eine Kapitaladäquanzquote, die im Kapitalmodell von Standard & Poor's (S&P) der Kategorie AA entspricht. Ferner sind aufsichtsrechtliche Erfordernisse zu erfüllen.

Das gewählte Sicherheitsniveau für die ökonomische Kapitalbasis stellt sicher, dass auch neu hinzukommende Risiken durch den Konzern getragen werden können; mit 99,97 % liegt es deutlich über dem aufsichtsrechtlich vorgegebenen Niveau von 99,5 %.

Sowohl die Konzern- als auch die Risikostrategie unterliegen einer jährlichen Überprüfung. Durch Überprüfen unserer Annahmen und ein erforderlichenfalls daraus abgeleitetes Adjustieren wollen wir die Angemessenheit und Aktualität unserer strategischen Leitlinien und ein Handeln auf einer angemessenen Informationsbasis sicherstellen. Gleichermaßen gewährleisten wir so eine konsistente Ableitung der Risikostrategie aus der Geschäftsstrategie.

TALANX ENTERPRISE RISK MODEL (TERM)

TERM ist als volles internes Modell für den Risikokern, d. h. die Gruppe auf Ebene der Talanx AG konzipiert, dieses wird dann für regulatorische Zwecke um die Ebene des HDI V. a. G. erweitert. Dabei wird die Modellierung des operationellen Risikos auf Gruppenebene zurzeit noch teilweise auf Basis der Standardformel vorgenommen. Damit ist TERM in der regulatorischen Sicht ein partielles internes Modell für die gesamte HDI-Gruppe. Die interne, regulatorische Modellierung aller operationeller Risiken auch auf Ebene der HDI-Gruppe wird derzeit vorbereitet.

Der Konsolidierungskreis des internen Modells stimmt im Wesentlichen mit demjenigen des Geschäftsberichts der Gruppe überein mit der Ausnahme, dass die Solvenzkapitalanforderungen für die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung weiterhin nach den für sie gültigen sektoralen Anforderungen ermittelt werden.

Die Ergebnisse des Modellaufs zum 31. Dezember 2018 liegen noch nicht vor. Für die angestrebte regulatorische Solvenzquote - vor Berücksichtigung genehmigter Übergangsmaßnahmen - hat die Gruppe einen Zielkorridor von 150 % bis 200 % festgelegt. Die konkrete Quote veröffentlichen wir im Mai 2019 zusammen mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2019 sowie im Bericht über die Solvabilität und die Finanzlage zum 31. Dezember 2018.

GESCHÄFTSORGANISATION

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Geschäftsorganisation sehen vor, dass die Gruppe und alle Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen über eine ordnungsgemäße und wirksame Geschäftsorganisation verfügen, die ein solides und vorsichtiges Management des Geschäfts sicherstellt. Auf Basis dieser Anforderungen wurden u. a. die folgenden vier sogenannten Schlüsselfunktionen gruppenweit etabliert: Unabhängige Risikocontrollingfunktion (Risikomanagementfunktion), Compliance-Funktion, Revisionsfunktion und Versicherungsmathematische Funktion. Der Vorstand der Talanx AG hat die Grundsätze, Aufgaben und Prozesse sowie die Berichtspflichten in einem Grundsatzpapier für die einzelnen Schlüsselfunktionen festgelegt. Dabei wird sichergestellt, dass die Schlüsselfunktionen gleichrangig und gleichberechtigt nebeneinander stehen und bezüglich der Wahrnehmung der Schlüsselfunktion nur den - nicht fachlichen - Weisungen des Vorstands unterliegen. Sie verfügen zur Ausübung ihrer jeweiligen Aufgaben über alle erforderlichen Informationsrechte und berichten direkt an den Vorstand.

Personen, die als Inhaber einer Schlüsselfunktion anzusehen sind, unterliegen, ebenso wie Vorstand und Aufsichtsrat, speziellen, aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit.

RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

STRUKTUR DES RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS

Das Risikomanagement-System stellt die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Kommunikation, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen eines Unternehmens dar. Die Gruppe implementierte ihr Risikomanagement-System im Sinne eines Enterprise-Risk-Management-Systems. Die Ausgestaltung und die Struktur lehnen sich stark an die iso-Norm 31000 zum Risikomanagement an.

Auf Basis unseres internen Modells leiten wir unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit ein Limit- und Schwellenwertsystem ab, das geeignet ist, Risiken sowohl eigenständig als auch gesamthaft zu beurteilen. Dies gilt sowohl für Risikokategorien als auch für Beteiligungen. Konsistent mit dem Limit- und Schwellenwertsystem wird ein Risikobudget sowohl für die Gruppe als auch für die Geschäftsbereiche bestimmt. Dieses Risikobudget beschreibt ein bedingtes Risikopotenzial, das die Risikoneigung des Vorstandes widerspiegelt, die aus den Unternehmenszielen abgeleitet wird. Gleichzeitig trägt es der Risikotragfähigkeit der Geschäftsbereiche Rechnung. Letztere fungiert als Nebenbedingung im Risikobudgetierungsprozess.

Zur Sicherstellung einer konzernweiten, konsistenten Umsetzung des Risikomanagement-Systems integriert die Risikomanagementfunktion der Gruppe die Risikomanagementeinheiten der Geschäftsbereiche bzw. der Tochtergesellschaften einerseits durch Konzernrichtlinien, andererseits durch die Einbindung und aktive Teilhabe der Tochtergesellschaften an den für das Risikomanagement relevanten Gremien bzw. Entscheidungs- und Eskalationsprozessen, die gruppenweit etabliert wurden.

Die folgende Tabelle beschreibt die Rollen wesentlicher Verantwortlicher im Risikomanagement-Prozess sowie bedeutende Gremien aus Gruppenperspektive. Die Rolle des Gruppen-CRO (Chief Risk Officer) erfüllt die aufsichtlichen Anforderungen an diese Schlüsselfunktion (unabhängige Risikokontrollfunktion). Weiterhin ist die organisatorische Aufbaustruktur nebst den Eskalationsprozessen Solvency-II-konform.

RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

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Verantwortliche und Organisationseinheiten Wesentliche Rollen im Risikomanagement-System
Aufsichtsrat ■ Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement
Vorstand ■ Gesamtverantwortung für das Risikomanagement ■ Festlegung der Risikostrategie inkl. Limit- und Schwellenwerten ■ Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements ■ Freigabe von Modelländerungen ■ Freigabe wesentlicher Konzernrichtlinien
Executive Risk Committee (ERC) ■ Steuerung, Koordination und Priorisierung konzernweiter risikorelevanter Themen ■ Limitanpassungen innerhalb fester Wesentlichkeitsgrenzen ■ Genehmigung von Richtlinien und anderen Rahmenbedingungen in Übereinstimmung mit den Konzern-Rahmenbedingungen für die Governance des internen Modells des Konzerns, soweit sie eine Genehmigung des Vorstands in seiner Gesamtheit nicht erfordern ■ Segmentübergreifende Vorbefassung mit Themen, die gesamtvorstandspflichtig sind
Risikokomitee ■ Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: - Kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie - Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf existenzgefährdende Risiken
Chief Risk Officer (CRO) ■ Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken ■ Vorsitz des Risikokomitees ■ Einbeziehung des CRO in wesentliche Entscheidungen des Vorstandes
Zentrales Risikomanagement der Gruppe ■ Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion ■ Methodenkompetenz, u. a. für die - Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikoidentifikation, Risikobewertung, -steuerung und -analyse - Risikolimitierung und -berichterstattung - Übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals - Validierung des Gruppenmodells
Dezentrales Risikomanagement ■ Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen ■ Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Überwachung und Berichterstattung dienen

Wesentliche Festlegungen zur Ausgestaltung des Risikomanagements in der Gruppe sind über interne Leitlinien und spezifische Regelungen verbindlich definiert. Dem Prinzip "zentrale strategische Steuerung und dezentrale Geschäftsbereichsverantwortung" folgend wird dieses Rahmenwerk auf Ebene der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften konkretisiert.

RISIKOMANAGEMENT-PROZESS UND KOMMUNIKATION

Wir identifizieren Risiken gruppenweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken werden mithilfe eines gruppenweit eingerichteten Risikoerfassungssystems systematisch erhoben. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, wie z. B. Compliance-Risiken, werden durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten berücksichtigt. Die produktbezogene Risikoidentifikation erfolgt bereits im Rahmen des sogenannten Neue-Produkte-Prozesses. Damit wird sichergestellt, dass wir die durch den Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten eingegangenen Risiken vollumfänglich verstanden haben und adäquat qualitativ oder quantitativ erfassen.

Darüber hinaus erfolgt eine gesamthafte Betrachtung der Risiken im Rahmen der Modellierung und Validierung unseres internen Modells. Letzteres ist insbesondere für die angemessene Darstellung von Diversifikationseffekten wesentlich.

Die Risikoanalyse bzw. -messung erfolgt für regulatorische Solvenzzwecke auf Basis unseres internen Modells. Zusätzlich haben wir zur operativen Steuerung bestimmter Risikokategorien eine Reihe von ergänzenden Modellen im Einsatz. Im Unterschied zu unserem internen Modell term sind die Modellläufe im Regelfall häufiger und deutlich granularer im Hinblick auf die Abbildung der zugrunde liegenden Finanzinstrumente.

Im Rahmen der Risikobewertung erfolgt eine ganzheitliche Würdigung der aus der Risikoanalyse erstellten Informationen, um dem Vorstand risikoinformierte Entscheidungen zu ermöglichen. Entsprechend unserer ISO-Norm-basierten Risikomanagementphilosophie bestimmen wir die der Verwendung von Modellen inhärenten Modellunsicherheiten.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, den Vorstand sowie den Aufsichtsrat systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren, die Risikokultur zu stärken sowie eine gute unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen.

Wichtige Bestandteile der Reportingkaskade bilden der Solvabilitäts- und Finanzbericht, der regelmäßige aufsichtliche Bericht sowie der Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. Die Erstellung dieser Kernberichte erfolgt grundsätzlich jährlich.

Ihrer Natur nach liegt der Schwerpunkt der Berichte auf Aspekten der Risikostrategie. Darüber hinaus verwenden wir eine Reihe kurzfristiger Berichtsformate, um über aktuelle Entwicklungen zeitnah zu informieren. Somit tragen diese komplementären Berichtsformate dem zeitlichen Realisierungshorizont von Risiken bzw. Ereignissen Rechnung.

Wesentliche Inhalte und Frequenzen sind durch Richtlinien fixiert. Sowohl die Dokumentation als auch der Berichtsprozess unterliegt Prüfungen durch die Revision bzw. die Aufsicht.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

Die zentralen Anforderungen des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Verantwortungsbereiche sind klar getrennt (Funktionstrennung)

die eingesetzten Finanzsysteme sind durch Maßnahmen im IT-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Soweit möglich, kommt für die relevanten Systeme Standardschutzsoftware zum Einsatz

die Prozesse, Kontrollen und Arbeitsanweisungen und Richtlinien des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt und werden anlassbezogen und mindestens einmal jährlich einer Prüfung unterzogen und auf Angemessenheit und Anpassungserfordernisse hin untersucht

Die Finanzberichterstattung muss den internationalen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen. Zur Einhaltung dieser Anforderungen sind im Konzernabschlussprozess Kontrollen implementiert, um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Abschlussdaten sicherzustellen. Mögliche Risiken, die aus dem Konzernrechnungslegungsprozess resultieren, werden vom Konzernrechnungswesen identifiziert und bewertet. Falls erforderlich, werden hieraus Handlungsbedarfe abgeleitet. Die Risiken fließen in die Risikoerhebung des Konzerns ein und werden vom Konzern-Risikomanagement überwacht.

Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und -Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch abgebildet. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Die Einhaltung der Vorschriften wird durch eine Betreuung der Gesellschaften durch das Konzernrechnungswesen sichergestellt.

Für die Konzernabschlusserstellung wird ein IT-Tool mit standardisierten Reporting- und Konsolidierungsregeln verwendet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, eliminiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Des Weiteren ist im Konsolidierungssystem ein Freigabeprozess für manuelle Buchungen implementiert, der unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen eine Einhaltung des Vieraugenprinzips sicherstellt. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im Konzernabschlussprozess ist eine Packageprüfung implementiert, die durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens durchgeführt und dokumentiert wird.

Der Konzernabschluss der Talanx AG wird zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; der Halbjahresabschluss des Konzerns unterliegt einer prüferischen Durchsicht.

RISIKOPROFIL

Maßgeblich für diesen Bericht ist der Deutsche Rechnungslegungs Standard DRS 20, der die Grundlage für die weitere Darstellung und die Kategorisierung der Risiken in die sogenannten Risiken der zukünftigen Entwicklung bildet. Diese umfassen:

versicherungstechnische Risiken

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus Kapitalanlagen

operationelle Risiken und

andere wesentliche Risiken

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN

Das versicherungstechnische Risiko beschreibt die Gefahr einer unerwarteten nachteiligen Veränderung des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten in der Solvabilitätsübersicht. Ursachen für diese Abweichung können etwa Zufall, Irrtum oder Änderung der Kalkulation zugrunde liegender Annahmen (z. B. Biometrie, Schadenhöhen, Auszahlungsdauer oder Kosten für die Schadenregulierung) sein.

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

Reserverisiken

Das Reserverisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich auf den Betrag der Schadenabwicklung auswirken. Ursächlich für die unerwartete Veränderung können insbesondere die Schadenhöhe, Auszahlungsdauer und die Kosten für die Schadenregulierung sein. Im Rahmen des Reserverisikos werden diejenigen Schadenereignisse berücksichtigt, die sich vor dem Bilanzstichtag ereignet haben.

Die Angemessenheit der Reserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden wird üblicherweise auch mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 30,0 (27,2) Jahren; die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 177 (175) Mio. EUR.

Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva", Anmerkung 21). Eine Qualitätssicherung unserer eigenen aktuariellen Berechnungen zur Angemessenheit der Reserve erfolgt jährlich zusätzlich durch externe Aktuariats- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Zur partiellen Absicherung von Inflationsrisiken hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE insbesondere Wertpapiere im Bestand, deren Coupon- und Rückzahlungen inflationsabhängig sind. Ein Inflationsrisiko besteht insbesondere darin, dass sich die Verpflichtungen (z. B. Schadenreserven) inflationsbedingt anders entwickeln könnten, als bei der Reservebildung unterstellt. Die genannten Anleihen schützen diese Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken.

Um die Auswirkungen einer unerwarteten Veränderung der Inflation auf die Schadenrückstellungen des Konzerns genauer beurteilen zu können, werden zudem die Auswirkungen möglicher Stressszenarien auf die Erstversicherungsgruppe regelmäßig von externen Aktuaren analysiert.

Vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken würde ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherung um 5 Prozentpunkte das Jahresergebnis nach Steuern um 622 (552) Mio. EUR mindern.

Prämienrisiken

Das Prämienrisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der versicherten Ereignisse ergeben. Im Gegensatz zum Reserverisiko werden beim Prämienrisiko diejenigen Schadenereignisse (exklusive Naturkatastrophen) berücksichtigt, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignen können. Im Rahmen des Prämienrisikos werden den zukünftigen Schadenereignissen die erwarteten Prämieneinnahmen gegenübergestellt.

Das Prämienrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Zu den Schadendreiecken siehe Anmerkung 21 im Anhang. Die Bonität der Rückversicherer wird im Kapitel "Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft" angegeben.

Dem übernommenen Prämienrisiko begegnen wir u. a. durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern. Diese zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt.

SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG NACH SEGMENTEN

IN %

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2018 2017 2016 2015 2014 2013
Industrieversicherung 58,6 55,2 53,4 51,8 50,9 44,5
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 94,5 94,6 95,4 95,6 95,6 94,9
Privat- und Firmenversicherung International 89,3 89,0 87,9 87,3 88,9 88,5
Schaden-Rückversicherung 90,7 89,7 88,5 89,3 90,6 89,9
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 83,9 82,4 80,7 80,7 81,0 79,3
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2012 2011 2010 2009
Industrieversicherung 45,6 44,1 46,1 43,7
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 94,6 92,9 91,6 85,6
Privat- und Firmenversicherung International 88,5 88,7 92,4 86,9
Schaden-Rückversicherung 90,2 91,3 88,9 94,1
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 79,8 79,8 78,9 78,7

SCHADENQUOTE FÜR EIGENE RECHNUNG NACH SEGMENTEN

IN %

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2018 2017 2016 2015 2014 2013
Industrieversicherung 87,3 85,7 74,9 76,5 81,2 81,8
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 63,4 64,6 66,7 64,2 74,1 67,0
Privat- und Firmenversicherung International 65,8 66,2 65,4 64,9 65,3 66,3
Schaden-Rückversicherung 67,0 71,2 66,7 69,3 68,9 70,3
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 69,5 71,9 67,8 69,1 70,8 70,8
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2012 2011 2010 2009
Industrieversicherung 75,2 66,8 82,0 68,6
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 65,2 67,5 69,4 62,5
Privat- und Firmenversicherung International 68,9 70,4 75,6 71,6
Schaden-Rückversicherung 70,7 78,8 72,0 72,8
Gesamt Schaden/Unfallversicherung 70,3 74,4 73,6 70,5

Der Anstieg der Schadenquote im Segment Industrieversicherung um 1,6 Prozentpunkte auf 87,3 % resultiert im Wesentlichen aus vermehrten Groß- und Frequenzschäden sowie einer Reservestärkung. Die Großschadenbelastung des Segments lag um 116 Mio. EUR über dem Großschadenbudget. Der Rückgang der Schadenquote um 1,2 Prozentpunkte im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist auf eine geringere Schadenbelastung aus Naturkatastrophen- und Großschäden zurückzuführen. Die Schadenquote des Segments Privat- und Firmenversicherung International verbesserte sich leicht um 0,4 Prozentpunkte. Eine Verringerung der Schadenquote konnte insbesondere in den Ländern Italien, Brasilien und Polen erzielt werden, dieser wirkten jedoch Anstiege insbesondere in der Türkei und Chile entgegen. Im Segment Schaden-Rückversicherung hat sich die Schadenquote aufgrund eines deutlichen Rückgangs bei den Großschäden in Höhe von 277 Mio. EUR auf 850 (1.127) Mio. EUR um 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Insgesamt verringerte sich die Schadenquote im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozentpunkte auf 69,5 %. Dier Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer verringerten Großschadenlast in Höhe von 1.244 (1.620) Mio. EUR, welche jedoch weiterhin über dem Großschadenbudget von 1.125 (1.115) Mio. EUR liegt. Das zurückliegende Geschäftsjahr war damit erneut von über den Erwartungen des Marktes liegenden Großschäden dominiert. Allerdings konnte im Vergleich zum Vorjahr der Anstieg im Segment Industrieversicherung durch die Rückgänge in den übrigen Segmenten überkompensiert werden.

Großschäden sind solche Schäden, die eine festgelegte Schadenhöhe überschreiten (oder andere Kriterien erfüllen), aufgrund derer sie eine besondere Bedeutung in der Schaden/Unfallversicherung haben. Nachfolgend dargestellt sind die Geschäftsjahres-Großschäden (netto) in Mio. EUR, unterteilt in Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, sowie deren Anteil an der kombinierten Schaden-/Kostenquote des Konzerns:

GESCHÄFTSJAHRES-GROSSSCHÄDEN (NETTO)1)

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2018 2017
IN MIO. EUR
Großschäden (netto) 1.244 1.620
davon Naturkatastrophen 722 1.232
davon sonstige Großschäden 522 388
IN %
Kombinierte Schaden-/ Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 98,2 100,4
davon Großschäden (netto) 6,8 10

1) Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto, für den Anteil des Konzerns

Konzentrationsrisiken

In der Schadenversicherung ergeben sich Konzentrationsrisiken insbesondere aus der geografischen Konzentration, der Konzentration aus Rückversicherung und Kapitalanlagen sowie den versicherten Naturkatastrophenrisiken und den vom Menschen verursachten Katastrophen.

Das Naturkatastrophenrisiko behandelt analog zum Prämienrisiko zukünftige Schadenereignisse. Aufgrund der Möglichkeit einer sehr hohen Ausprägung der Schadenereignisse aus Naturkatastrophen werden diese separat berücksichtigt. Zur Analyse solcher Naturgefahrenereignisse (Extremszenarien und Kumule) ist ein einheitliches Global Event Set aufgebaut worden.

Für die Gruppe ergeben sich auf der Grundlage der zuletzt ermittelten Werte folgende Abschätzungen für die Netto-Schadenbelastungen (Jahres-Gesamtschaden) nachfolgender Kumulszenarien von Naturgefahren:

KUMULSZENARIEN INKLUSIVE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER, VOR STEUERN1)

IN MIO. EUR

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2018 2017
200-Jahres-Schaden Atlantik-Hurrikan 2.294 1.963
200-Jahres-Schaden USA-, Kanada-Erdbeben 1.926 1.522
200-Jahres-Schaden Asien-Pazifik-Erdbeben 1.446 1.272
200-Jahres-Schaden Europa-Sturm (Wintersturm) 846 1.049
200-Jahres-Schaden Zentral- und Südamerika-Erdbeben 1.505 1.017
200-Jahres-Schaden Europa-Erdbeben 1.134 1.004
200-Jahres-Schaden Europa-Überschwemmung 776 698

1) Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen

Darüber hinaus werden auch weitere Kumulszenarien regelmäßig überprüft. Durch individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert mit dem Ziel, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen.

Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken wird das maximal zulässige Naturkatastrophenrisiko nach Gefahrenregionen auf Gruppen- und Geschäftsbereichsebene limitiert. Hierzu wirken Risikomodellierung und Geschäftsplanung zusammen.

Die Erwartungen in Bezug auf Schadenbelastungen werden im Rahmen der Geschäftsplanung u. a. über das Großschadenbudget ausgedrückt.

Die Netto-Großschadenbelastung im Geschäftsjahr (1.244 [1.620] Mio. EUR) setzt sich u. a. aus den Großschäden Taifun "Jebi" in Japan mit einem Netto-Schaden in Höhe von 141,5 Mio. EUR, den Waldbränden "Camp" in Kalifornien, USA, mit einem Netto-Schaden in Höhe von 129,5 Mio. EUR und dem Starkregen in Kolumbien mit einem Netto-Schaden in Höhe von 87,2 Mio. EUR zusammen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der Schadenrückstellungen der Sachversicherer nach Regionen sowohl brutto als auch netto (nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen).

RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE1)

IN MIO. EUR

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Brutto Rück Netto2)
31.12.2018
Deutschland 9.403 1.057 8.346
Großbritannien 3.829 654 3.175
Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei 2.152 168 1.984
Übriges Europa 8.421 1.783 6.638
USA 10.146 519 9.627
Übriges Nordamerika 1.231 1.533 -302
Lateinamerika 1.830 166 1.664
Asien und Australien 3.366 161 3.205
Afrika 266 12 254
Gesamt 40.644 6.053 34.591
31.12.20173)
Deutschland 9.005 3.557 5.448
Großbritannien 3.788 305 3.483
Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei 2.003 98 1.905
Übriges Europa 7.788 -46 7.834
USA 8.797 233 8.564
Übriges Nordamerika 1.248 695 553
Lateinamerika 1.694 164 1.530
Asien und Australien 2.767 97 2.670
Afrika 270 16 254
Gesamt 37.360 5.119 32.241

1) Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2) Nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen
3) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"

Den Schwerpunkt des von uns betriebenen Versicherungsgeschäfts in der Schaden/Unfall-Erstversicherung, unterteilt nach wesentlichen Versicherungsarten und -zweigen, zeigt folgende Tabelle.

PRÄMIEN NACH VERSICHERUNGSARTEN UND -ZWEIGEN1)

IN MIO. EUR

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Gebuchte Bruttoprämien Gebuchte Nettoprämien
31.12.2018
Schaden/Unfall-Erstversicherung
Kraftfahrtversicherung 4.014 3.818
Sachversicherung 2.973 1.497
Haftpflichtversicherung 1.822 1.374
Unfallversicherung 349 286
Transport 530 378
Sonstige Schaden/ Unfallversicherung 418 303
Schaden-Rückversicherung 11.976 10.868
Gesamt 22.082 18.524
31.12.2017
Schaden/Unfall-Erstversicherung
Kraftfahrtversicherung 3.948 3.739
Sachversicherung 2.741 1.308
Haftpflichtversicherung 1.740 1.247
Unfallversicherung 337 281
Transport 487 346
Sonstige Schaden/ Unfallversicherung 458 296
Schaden-Rückversicherung 10.711 9.605
Gesamt 20.422 16.822

1) Vor Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN LEBEN

Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige biometrische und/oder kapitalanlagebezogene Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter ändern. Dies gilt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen, vom Gesetzgeber und der Rechtsprechung geprägten rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen im Abschnitt "operationelle Risiken" diskutiert werden.

Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt.

SELBSTBEHALTSQUOTE IN DER PERSONENVERSICHERUNG NACH SEGMENTEN

IN %

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2018 2017 2016 2015 2014 2013
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 93,6 95,2 95,4 95,8 95,2 93,9
Privat- und Firmenversicherung International 98,8 98,5 98,5 97,2 98,0 95,8
Personen-Rückversicherung 90,7 91,7 90,4 84,2 83,9 87,7
Gesamt Personenversicherung 92,6 93,6 92,9 89,1 89,6 90,9
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2012 2011 2010 2009
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 94,4 93,6 92,9 90,4
Privat- und Firmenversicherung International 89,7 82,8 84,1 83,3
Personen-Rückversicherung 89,3 91,0 91,7 90,7
Gesamt Personenversicherung 91,3 91,8 91,8 90,1

Biometrische Risiken und Stornorisiken in der Leben-Erstversicherung

Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellung erforderlich machen. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen sowie überraschenden medizinischen Innovationen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert.

Zur Berechnung der Prämie und der versicherungstechnischen Rückstellungen werden in den Konzernunternehmen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, deren Angemessenheit regelmäßig durch einen kontinuierlichen Abgleich der nach den Ausscheideordnungen erwarteten und der tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle sichergestellt wird. Darüber hinaus wird durch adäquate Sicherheitszuschläge in den Rechnungsgrundlagen dem Irrtums-, Zufalls- und Änderungsrisiko Rechnung getragen.

Bei den Leben-Erstversicherungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen enthaltenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Werden diese Sicherheitszuschläge nicht benötigt, generieren sie Überschüsse, die den gesetzlichen Regelungen entsprechend größtenteils an die Versicherungsnehmer weitergegeben werden. Dadurch kann die Ergebniswirkung bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- oder Zinserwartung durch eine Anpassung der künftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gedämpft werden.

Durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen werden bestimmte übernommene - vornehmlich biometrische - Risiken zusätzlich abgedeckt. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung u. a. auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen.

Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an und analysieren regelmäßig die Stornosituation. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Stornofällen Rückforderungen gegenüber Versicherungsvermittlern ausfallen. Daher unterliegt die Auswahl der Vermittler hohen Sorgfaltsanforderungen. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können.

Wir prüfen regelmäßig das Stornoverhalten unserer Versicherungsnehmer und die Stornoentwicklung unseres Versicherungsbestands.

Ein Instrument des Risikomanagements zur Quantifizierung der versicherungstechnischen Risiken sind Szenario- und Sensitivitätsanalysen im Rahmen des internen Modells, bezogen auf die Basiseigenmittel. Hier zeigen wir Bandbreiten, in welchen Bereichen die Leben-Erstversicherer des Konzerns liegen. Diese Analysen geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist.

BANDBREITE DER SENSITIVITÄTEN DER VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RISIKEN, LEBEN-ERSTVERSICHERUNG

in %

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2018 2017
Sterblichkeit/Morbidität +5 % (ohne Rentengeschäft) -3 bis -1 -3 bis -1
Sterblichkeit -5 % (nur Rentengeschäft) -4 bis -1 -4 bis -1
Stornoquote +10 % -2 bis 0 -2 bis +1
Kosten +10 % -5 bis -1 -6 bis -1

Die Exponiertheit der Lebensversicherer der Gruppe unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit Auswirkungen auf die Basiseigenmittel. Die Sensitivitäten enthalten keinen Ausgleich zwischen Renten und Todesfallversicherungen.

Zinsgarantierisiko unter Beachtung der Risiken aus Kapitalanlagen

Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen wird grundsätzlich zwischen fondsgebundenen Verträgen und traditionellen Verträgen mit garantiertem Rechnungszins unterschieden. Dabei machen traditionelle Verträge den überwiegenden Teil des Bestandes der Gruppe aus. Während bei fondsgebundenen Verträgen die Kunden das Anlagerisiko tragen, sichert der Versicherer bei traditionellen Verträgen den Kunden eine garantierte Verzinsung der Sparanteile der Prämie zu. Anders als beim historischen Bestand haben wir bei neu entwickelten Produkten mit deutlich reduzierten Garantien (Moderne Klassik) die Auswirkung einzelner Produkte auf die Bedeckung der Solvenzkapitalanforderung bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt und einen solvenzentlastenden Einfluss auf das Risikoprofil zugunsten einer höheren Bedeckung erzielt.

Das bedeutendste Risiko im Erstversicherungsbereich besteht bei der deutschen Lebensversicherung darin, dass mit den Kapitalanlagen keine ausreichende Verzinsung zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Kunden erwirtschaftet wird. Die garantierten Verzinsungen der Sparanteile in traditionellen Lebensversicherungen hängen im Wesentlichen von der Rechnungszinsgeneration der Verträge ab. Die rechnungsmäßigen Zinsen der verschiedenen Tarifgenerationen liegen zwischen 4 (4) % und 0,9 (0,9) % pro Jahr. Der durchschnittliche bilanzielle Garantiezins für die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern und in der HDI Pensionskasse AG per 31. Dezember 2018 liegt nach Berücksichtigung der 2018 einer veränderten Berechnungsmethode folgenden Zinszusatzreserve bei 1,95 (2,08) %. Das Zinsgarantierisiko stellt auch das dominierende Konzentrationsrisiko dar.

Insbesondere auch wegen der begrenzten Verfügbarkeit an langlaufenden festverzinslichen Wertpapieren am Kapitalmarkt ist es nur in Teilen möglich, die Zinsverpflichtungen der Verträge fristenkongruent zu bedecken. Dies führt dazu, dass die Zinsbindung der Aktivseite regelmäßig kürzer ist als diejenige der Verpflichtungsseite (sogenannter Durations- oder Asset-Liability-Mismatch).

Für den Gesamtkonzern beträgt die aktivische Duration (Macaulay-Duration) für die festverzinslichen Wertpapiere (inklusive Zinsderivate) per 31. Dezember 2018 8,1 (8,1) Jahre und die durchschnittliche Restlaufzeit der Brutto-Schadenreserven inklusive der Brutto-Deckungsrückstellungen 9,5 (9,6) Jahre. Bezieht man zusätzlich die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung für das Lebensversicherungsgeschäft mit Optionen und Garantien mit ein, so erhöht sich die Duration (Macaulay-Duration) der Verbindlichkeiten auf 12,0 (12,1) Jahre.1)

Durch das in beiden Fällen ausgewiesene Durations-Mismatch reagieren die Basiseigenmittel sensitiv auf die innerhalb des Modells verwendeten Diskontierungsannahmen. Jenseits einer Laufzeit von 20 Jahren sind diese nicht vom Kapitalmarkt abgeleitet, sondern folgen derjenigen Branchenkonvention, die im Solvency-Il-Regime durch die europäische Aufsicht zugrunde gelegt wird. Sofern die branchenüblichen Annahmen zum Diskontierungszins für Verpflichtungen mit Laufzeiten von über 20 Jahren höher sind als die dann am Markt tatsächlich realisierbaren Zinssätze, unterschätzen die zur Berechnung der Basiseigenmittel verwendeten Bewertungsmodelle die Verpflichtung gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität der Lebensversicherung. Wenn die tatsächlich erzielbaren Zinssätze dagegen über den Diskontierungssätzen liegen, werden die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und das Zinsänderungsrisiko überschätzt. Aktuell deuten die tatsächlich erzielbaren Zinssätze in den wenig liquiden Kapitalmarktsegmenten für besonders langlaufende Wertpapiere eher darauf hin, dass die Bewertungsmodelle die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität unterschätzen und die Basiseigenmittel daher überschätzen.

Die Exponierung gegenüber dem Zinsgarantierisiko bestimmt sich aus den Risiken aus Kapitalanlagen, die zusammen mit den betreffenden Stresstests und Sensitivitäten in dem Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen" dargestellt sind.

Für fondsgebundene Lebensversicherungen werden die versicherungstechnischen Rückstellungen gleich dem für die Versicherungsnehmer gehaltenen Fondsvolumen angesetzt. Damit haben Änderungen des Aktienkursniveaus direkte Auswirkungen auf die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen der fondsgebundenen Versicherungen, die jedoch durch gleich hohe Auswirkungen auf die Kapitalanlagen kompensiert werden. Die Basiseigenmittel werden damit nur durch die nicht für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen gehaltenen Kapitalanlagen beeinflusst. Dort hat ein Rückgang des Aktienkursniveaus einen negativen Einfluss. Dieser ist aufgrund der aktuell niedrigen Aktienquote sehr gering.

1) Die hiermit ausgewiesene Kenngröße basiert auf den mit den Bewertungsmodellen berechneten Cashflows der Verbindlichkeiten, bezogen auf den sogenannten Certainty Equivalent Pfad, was der aktuellsten Vorgabe der EIOPA im Rahmen des Stresstests von Versicherern entspricht

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN IN DER PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

Für die Personen-Rückversicherung sind die biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen überprüft der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung weltweit gültiger Rahmen-Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überprüft werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der Rahmen-Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen vorgenommen.

Wir vertrauen auf das Know-how unserer Underwriter und räumen ihnen abgestufte Kompetenzen ein. In unserer dezentralen Organisation steuern wir Risiken dort, wo sie entstehen, mit einem gruppenweit einheitlichen Ansatz, sodass wir eine Gesamtsicht auf die Risiken der Personen-Rückversicherung erhalten. Unsere globalen Zeichnungsrichtlinien bieten den Underwritern dafür einen geeigneten Rahmen. Die aus der Personen-Rückversicherung entspringenden Risiken sind im internen Kapitalmodell abgebildet.

In der Personen-Rückversicherung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nur von geringer Risikorelevanz. Dort wird das Risikoprofil von Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken dominiert, da in einem Teil der Verträge Todesfallleistungen und in einem anderen Teil Erlebensfallleistungen auszuzahlen sind. Zudem ist die Personen-Rückversicherung Stornorisiken ausgesetzt, da die aus den Rückversicherungsverträgen resultierenden Zahlungsströme auch vom Stornoverhalten der Versicherungsnehmer abhängen. Wir kalkulieren den Diversifikationseffekt zwischen Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken vorsichtig; die Verträge sind in der Regel für verschiedene Regionen, Altersgruppen und Personen abgeschlossen.

Die Hannover Rück hat im Jahr 2009 ein großes Personen-Rückversicherungsportefeuille übernommen. Die tatsächliche Sterblichkeitserfahrung dieses Portefeuilles im Jahr 2018 zeigte sich besser als zuletzt erwartet. Im Rahmen unseres Bestandsmanagements haben wir Ratenanpassungen für das fragliche Portefeuille eingeleitet. Sofern die betroffenen Zedenten von ihrem Rückzugsrecht Gebrauch machen, kann dies zu Belastungen des IFRS-Ergebnisses führen.

Für die Basiseigenmittel des Geschäftsbereichs Rückversicherung ergeben sich folgende Sensitivitäten:

SENSITIVITÄTEN DER VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RISIKEN, GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG

IN %

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2018 2017
Sterblichkeit +5 % (ohne Rentengeschäft) -9 bis -7 -9 bis -7
Morbidität +5 % -3 bis -1 -2 bis -1
Sterblichkeit -5 % (nur Rentengeschäft) -3 bis -2 -3 bis -2
Stornoquote +10 % -3 bis -1 -3 bis -1
Kosten +10 % -1 bis 0 -1 bis 0

Derivate, die in Lebensversicherungsverträge eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sind

Insofern vertraglich vereinbart, können in den Versicherungsprodukten der Leben-Erstversicherung folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein:

Mindestverzinsung/Garantiezins

Möglichkeit des Rückkaufs und der Beitragsfreistellung des Vertrags

Erhöhung der Versicherungsleistung ohne erneute Gesundheitsprüfung

Möglichkeit, bei aufgeschobenen Rentenversicherungen anstelle des Rentenübergangs die Auszahlung der Versicherungsleistung durch Einmalzahlung (Kapitalwahlrecht) zu wählen

Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Es besteht insoweit kein unmittelbares Marktrisiko.

In der Personen-Rückversicherung weist eine Anzahl von Verträgen die Merkmale auf, nach denen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat gemäß IAS 39 zum Marktwert zu bilanzieren sind. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" unter der Anmerkung 13 des Anhangs.

RISIKEN AUS DEM AUSFALL VON FORDERUNGEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfall- bzw. Kreditrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen.

Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsvermittlern sind im Regelfall nicht besichert. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen, geht davon kein wesentliches finanzielles Risiko für den Konzern aus.

Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer.

Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern durch konzernweit gültige Vorgaben und Richtlinien. Die Rückversicherungspartner werden durch professionell besetzte Sicherungskomitees sorgfältig ausgewählt und fortlaufend bezüglich ihrer Bonität beobachtet. Dabei finden unter anderem auch Informationen externer Ratingagenturen Berücksichtigung.

Ausstehende Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, sowie die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre sind im Konzernanhang ersichtlich. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen in Anmerkung 14.

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen beliefen sich auf 8,5 (7,7) Mrd. EUR.

Diesem Wert stehen neben Bürgschaften auch - als Depotverbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern ausgewiesene - Bardepots oder andere Gegenpositionen in Höhe von 3,1 (2,5) Mrd. EUR gegenüber.

Gegenüber einem Großteil unserer Rückversicherer und Retrozessionäre agieren wir auch als deren aktiver Rückversicherer (insbesondere im Segment Schaden-Rückversicherung), d. h., es besteht ein Potenzial zur Aufrechnung mit eigenen Verbindlichkeiten. Nach Abzug der vorgenannten Posten verbleibt ein Betrag in Höhe von 5,4 (5,2) Mrd. EUR.

Es ergibt sich folgende Ratingstruktur:

Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen nach Ratingklassen

IN %

Innerhalb des unbesicherten Bestandes sind 84 (83) % unserer Rückversicherungspartner/Retrozessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden.

Die Bilanzposition der Finanzinstrumente, die in Verbindung mit Versicherungsverträgen stehen (Policendarlehen, Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen) - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen -, stellt das Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag dar.

Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei konzernfremden Zedenten gestellten Sicherheiten (z. B. Bar- und Wertpapierdepots), die keine Zahlungsströme auslösen und die von diesen Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Diese Sicherheiten verhalten sich grundsätzlich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduzieren sich in gleichem Maß die versicherungstechnischen Rückstellungen. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt.

Der Abrechnungssaldo (Ertrag für den Erstversicherer), definiert als der Anteil der Rückversicherer an den verdienten Beiträgen abzüglich des Anteils der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsleistungen sowie den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, belief sich im Berichtsjahr auf -13 (-167) Mio. EUR.

RISIKEN AUS KAPITALANLAGEN

Das Marktrisiko umfasst einerseits Schwankungen der Kapitalanlagen auf der Aktivseite, andererseits bestehen durch die Entwicklung der Kapitalmärkte aufgrund der ökonomischen Bilanzierung auch Auswirkungen auf die versicherungstechnischen Risiken auf der Passivseite. Die Schwankungen der Kapitalanlagen resultieren aus Marktpreisschwankungen, die im Falle nachteiliger Veränderungen zu Wertminderungen führen können.

Die Kapitalanlagepolitik ist, dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht folgend, an folgenden Zielen ausgerichtet:

Optimierung der Rendite aus den Kapitalanlagen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau

permanente Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (Zahlungsfähigkeit)

Risikodiversifizierung (Mischung und Streuung)

Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Gleichermaßen wirkt sich die Veränderung von Credit Spreads auf den Marktpreis von festverzinslichen Wertpapieren aus.

Aktienkursrisiken ergeben sich aus ungünstigen Wertveränderungen im Bestand gehaltener Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivate. Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen; das kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht.

Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen direkt oder über Fondsanteile ergeben. Sie können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall hervorgerufen werden.

Die Exponierung gegenüber diesen Risiken wird insbesondere durch die Struktur des Investmentportfolios beeinflusst. Die folgende Darstellung zeigt das Portfolio des Talanx-Konzerns nach Währungen, Anlageklassen und Ratings in der Bewertung gemäß IFRS-Abschluss.

PORTFOLIO DES TALANX-KONZERNS NACH WÄHRUNGEN, ANLAGEKLASSEN UND RATINGS

IN %

Das Portfolio wird von festverzinslichen Wertpapieren dominiert, die zu 79 (76) % über ein Rating von mindestens A verfügen. Anleihen mit sehr guter Bonität und langer Duration ergänzen wir dabei selektiv um hochverzinste Anleihen mit kurzer Laufzeit. Der Großteil unserer Anlagen notiert in Euro, im Nicht-Euro-Raum dominiert der US-Dollar.

Auf Staatsanleihen entfallen 46 (44) % der festverzinslichen Wertpapiere. Diese modellieren wir in term - im Gegensatz zur Standardformel - als risikobehaftet.

Trotz unseres eher risikoarmen Portfolios kommen den Marktrisiken angesichts der Höhe des Kapitalanlagebestandes eine große Bedeutung für das Risikoprofil der Gruppe zu. Die Marktrisiken bewerten wir mit TERM. Als wesentlich sind hier insbesondere Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken einzustufen.

Die Risikokonzentration bilden wir im Modell ab, das neben der reinen Wirkung der Konzentration von Emittenten zusätzlich auch Effekte aus der Korrelation von wirtschaftlichen und geografischen Zusammenhängen zwischen Emittenten umfasst.

Die Überwachung und Steuerung von Marktrisiken erfolgt insbesondere durch unser Limit- und Schwellenwertsystem. Dabei ist ein wichtiges Element die regelmäßige Überwachung des Value at Risk (VaR). Bei der VaR-Kontrolle werden neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen sowie deren Sensitivität zu Marktrisikofaktoren berücksichtigt. Der Berechnung des ALM-VaR legen wir ein Konfidenzniveau von 99,5 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde. Das geschätzte Verlustpotenzial wird also innerhalb von zehn Tagen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 % überschritten.

Der ALM-VaR zum 31. Dezember 2018 betrug 1.531 (1.514) Mio. EUR, das entspricht einer Quote von 1,3 (1,4) % der betrachteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die ALM-VaR-Quote nahezu unverändert. Das verwendete Modell wurde von einem externen Anbieter auf eine interne Lösung umgestellt.

Daneben kommt zur Risikofrüherkennung eine Modellvariante zum Einsatz, bei der kürzere Zeitreihen berücksichtigt werden und Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit durch die Verwendung einer exponentiellen Gewichtung einen stärkeren Einfluss auf die Risikokennzahlen haben. Diese Variante weist eine deutlich höhere Sensitivität des ALM-VaR-Modells für aktuelle Volatilitätsveränderungen an den Kapitalmärkten auf und kann ergänzend frühzeitig auf einen Risikoanstieg hinweisen.

Stresstests sowie Szenario-Analysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis und schätzen so das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen ab. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir Aktien- und Währungskursänderungen sowie Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus und der Renditeaufschläge für Anleihen bonitätsrisikobehafteter Emittenten (Spreads). Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus.

Die folgende Tabelle zeigt Szenarien für die Entwicklung der im Konzern gehaltenen selbst verwalteten Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Einschluss dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren.

SZENARIEN DER ENTWICKLUNG VON IM KONZERN GEHALTENEN SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN ZUM BILANZSTICHTAG

IN MIO. EUR

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Portfolio Szenario In der Gewinn-und Verlustrechnung zu erfassen1) Im sonstigen Ergebnis zu erfassen1) 31.12.2018 Bestandsveränderung auf Marktwertbasis2) 31.12.2017 Bestandsveränderung auf Marktwertbasis2)
Aktien3)
Aktienkurse +20 % 13 165 178 210
Aktienkurse +10 % 6 83 89 105
Aktienkurse -10 % -5 -83 -88 -103
Aktienkurse -20 % -10 -166 -176 -201
Festverzinsliche Wertpapiere
Renditeanstieg +200 BP -56 -8.401 -14.075 -13.670
Renditeanstieg +100 BP -31 -4.550 -7.669 -7.442
Renditerückgang -100 BP 38 5.079 8.386 8.101
Renditerückgang -200 BP 78 10.801 17.869 17.228
Währungssensitive Kapitalanlagen
Aufwertung EUR4) +10 % -3.360 -260 -3.620 -3.424
gegenüber USD -1.907 -214 -2.121 -1.980
gegenüber GBP -351 -4 -355 -3 51
gegenüber PLN -230 -3 -233 -234
gegenüber Sonstigen -872 -40 -912 -859
Abwertung EUR4) -10 % 3.360 260 3.620 3.424
gegenüber USD 1.907 214 2.121 1.980
gegenüber GBP 351 4 355 351
gegenüber PLN 230 3 233 234
gegenüber Sonstigen 872 40 912 859

1) Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung)
2) Inkl. Finanzinstrumente der Kategorien "Darlehen und Forderungen" und "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente"
3) Inkl. Derivatebestände
4) Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro um +/-10 %, auf Basis der Bilanzwerte

Derivatgeschäfte schließt der Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. In geringem Umfang werden im Konzern auch OTC-Derivate eingesetzt, die ein Kontrahentenrisiko mit sich bringen.

Über Art und Umfang der Investitionen in derivative Finanzinstrumente entscheiden die Gesamtvorstände der Konzerngesellschaften.

Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte überwachen wir laufend; Derivatpositionen und -transaktionen führen wir im Reporting detailliert auf. Durch Netting- und Sicherheitsvereinbarungen reduzieren wir das wirtschaftliche Ausfallrisiko aus dem Einsatz von OTC-Derivaten mit den jeweiligen Kontrahenten.

Nähere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente lassen sich der Anmerkung 13 im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" entnehmen.

KREDITRISIKEN

Kreditrisiken bzw. Adressenausfallrisiken bestehen darin, dass sich die Bonität von Schuldnern verschlechtern kann und der daraus resultierenden Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder bonitätsbedingter Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Die folgenden spezifischen Risiken lassen sich unter Kreditrisiken subsumieren:

Emittentenrisiko (Ausfallrisiko, Migrationsrisiko)

Kontrahentenrisiko (Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiko)

Konzentrationsrisiko

Bei der Risikomodellierung wird das Kreditrisiko in die folgenden Teilrisiken aufgefächert: Spread-, Migrations- und Defaultrisiken sowie Korrelations- und Konzentrationsrisiken. Während Spread- und Migrations- sowie Defaultrisiken auf Einzelassetebene quantifiziert werden können, lassen sich Korrelations- und Konzentrationseffekte lediglich in einem konkreten Portfoliokontext beobachten. Über Korrelationen werden die Abhängigkeiten der Bonität verschiedener Emittenten abgebildet. Das Korrelations- und Konzentrationsrisiko misst damit Konzentrationen der Kapitalanlage gegenüber einzelnen Emittenten unter Berücksichtigung solcher Bonitätsabhängigkeiten.

Die Adressenausfallrisiken werden über das Talanx-Limit- und -Schwellenwertsystem bzw. die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht. Hierzu sind Limite auf Portfolio-, Emittenten-/ Kontrahenten- und teilweise auf Assetklassenebene festgelegt, die eine breite Mischung und Streuung im Portfolio sicherstellen. Das Überschreiten von Limiten löst festgelegte Eskalationsprozesse aus.

Wesentliches Kriterium für die Investitionsentscheidung ist die Bonität eines Emittenten. Grundlage für die Bonitätsbeurteilung sind eigene Kreditrisikoanalysen, die durch Ratings externer Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder anderer Ratingagenturen ergänzt werden. Die Neuanlage findet im Wesentlichen in Titeln mit einem Investment-Grade-Rating statt. Zur frühzeitigen Erkennung von Bonitätsverschlechterungen ist ein Frühwarnsystem auf Basis von Marktinformationen (z. B. Credit Spreads und Aktienkurse) installiert. Zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos werden OTC-Geschäfte nur mit einem ausgewählten Kontrahentenkreis abgeschlossen und produktübergreifende Rahmenverträge vereinbart, die sowohl Netting- als auch Kollateralleistungen umfassen (siehe hierzu unsere Darstellung in Anmerkung 13 des Konzernanhangs). Weiterhin werden Credit Default Swaps zur effizienten Steuerung von Kreditrisiken eingesetzt.

Das Adressenausfallrisiko wird auf Einzeladressenebene anhand folgender Merkmale charakterisiert:

der Ausfallwahrscheinlichkeit, abgeleitet aus dem Kompositrating (mittleres Rating der verfügbaren Agenturratings von Standard & Poor's, Moody's und Fitch). Sie beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Schuldner innerhalb eines definierten Zeitraums ausfällt

der Verlustquote bei Ausfall, abgeleitet aus dem Grad der Besicherung bzw. der Seniorität einer Emission

dem Exposure at Default. Es entspricht der erwarteten Höhe der Forderung zum Zeitpunkt des Ausfalls

Für die Bestände werden unter Berücksichtigung der Ratings bzw. der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeit und der erwarteten Verlustquote ein erwarteter Verlust sowie ein Credit Value at Risk (CVaR) berechnet. Der CVaR entspricht dabei der Höhe des (unerwarteten) Verlustes, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird. Die stochastische Simulation zur Berechnung des CVaR berücksichtigt neben emittentenspezifischen Merkmalen auch Portfoliokonzentrationen (z. B. in Branchen und Ländern) sowie Korrelationen der einzelnen Vermögenswerte. Durch diesen Ansatz werden insbesondere Konzentrationseffekte und Abhängigkeiten zwischen den Portfoliobeständen in der Messung des Kreditrisikos erfasst.

Die so ermittelten Risikokennzahlen werden auf den verschiedenen Steuerungsebenen zusammengeführt und bilden die Basis für die Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken.

Per 31. Dezember 2018 beträgt der Credit VaR für den gesamten Konzern 4.865 (5.067) Mio. EUR bzw. 4,3 (4,6) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt damit das durchschnittliche Kreditrisiko der Kapitalanlagen. In der internen Risikoermittlung werden alle kreditrisikobehafteten Kapitalanlagen erfasst. Dies umfasst auch europäische Staatsanleihen, die nach dem Standardmodell unter Solvency II hingegen fiktiv als risikofrei angesehen werden.

Der Rückgang des Credit VaR gegenüber dem Vorjahr spiegelt insbesondere die weitere Diversifikation und konservative Wiederanlagestrategie in der Kapitalanlage wider. Darüber hinaus wurden die Investments in Infrastruktur weiter ausgebaut, die aufgrund ihrer relativ langen Laufzeiten mit leicht überdurchschnittlichen Risikoanrechnungsfaktoren im Credit VaR Berücksichtigung finden.

CREDIT-VAR-STRESSTEST

IN MIO. EUR

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31.12.2018 31.12.2017
Ratingherabstufung um eine Stufe 5.903 6.129
(+21 %) (+21 %)
Ratingherabstufung um zwei Stufen 7.160 7.387
(+47 %) (+46 %)
Anstieg LGD um zehn Prozentpunkte 5.526 5.723
(+14 %) (+13 %)

Die Tabelle zeigt die Sensitivität des CVaR für bestimmte Kreditszenarien. Zum einen wird die Auswirkung eines Herabstufens der Emittentenratings um eine bzw. zwei Stufen (Notches) und zum anderen der Verminderung der erwarteten Verwertungsquoten im Fall eines Zahlungsausfalls dargestellt.

Innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staatsanleihen mit einem Rating schlechter als A- beläuft sich das Exposure des Konzerns auf Marktwertbasis auf 4,1 (4,7) Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 3,7 (4,4) %.

EXPONIERUNG IN ANLEIHEN MIT RATING SCHLECHTER ALS A-

IN MIO. EUR

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Rating1) Schuldtitel von Staaten Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen Schuldtitel von Finanzinstituten Schuldtitel von Unternehmen Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuldverschreibungen
31.12.2018
Italien BBB 2.319 - 547 501 454
Spanien BBB+ - - - - -
Brasilien BB 270 - 42 354 -
Mexiko BBB+ 120 3 59 267 -
Ungarn BBB- 541 - 2 11 26
Russland BB+ 239 15 25 146 -
Südafrika BB+ 147 - 5 52 -
Portugal BBB- 38 - 11 53 20
Türkei BB+ 18 - 26 32 3
Sonstige BBB+ 73 - 52 70 -
Sonstige BBB 161 6 124 114 -
Sonstige 197 26 108 139 -
Gesamt 4.123 50 1.001 1.739 503
31.12.2017
Italien BBB 2.361 - 573 647 475
Spanien BBB+ 742 422 213 416 269
Brasilien BB 263 - 79 303 -
Mexiko BBB+ 110 6 47 227 -
Ungarn BBB- 509 - - 9 22
Russland BB+ 206 15 36 198 -
Südafrika BBB- 161 2 9 60 -
Portugal BB+ 44 - 11 75 38
Türkei BB+ 18 - 19 18 3
Sonstige BBB+ 14 - 31 66 -
Sonstige BBB 94 43 60 48 -
Sonstige 185 17 98 163 -
Gesamt 4.707 505 1.176 2.230 807
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Sonstige Gesamt
31.12.2018
Italien - 3.821
Spanien - -
Brasilien 4 670
Mexiko - 449
Ungarn - 580
Russland - 425
Südafrika 2 206
Portugal - 122
Türkei - 79
Sonstige BBB+ - 195
Sonstige BBB - 405
Sonstige 255 725
Gesamt 261 7.677
31.12.2017
Italien - 4.056
Spanien - 2.062
Brasilien 5 650
Mexiko - 390
Ungarn - 540
Russland - 455
Südafrika 4 236
Portugal - 168
Türkei - 58
Sonstige BBB+ - 111
Sonstige BBB - 245
Sonstige 238 701
Gesamt 247 9.672

1) Maßgeblich sind externe Emissionsratings (Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder eine andere durch die Talanx nominierte Ratingagentur [ECAI]). Sind externe Emissionsratings von mehr als einer Agentur verfügbar, so gilt das Zweitbeste

Die maximale Ausfallrisikoexposition (unserer Kapitalanlagen ohne Depotforderungen) am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen, das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, entspricht den Bilanzpositionen.

Im Konzern dienen insgesamt 766 (781) Mio. EUR an finanziellen Vermögenswerten zur Besicherung von Verbindlichkeiten sowie Eventualverpflichtungen. Von diesem Betrag entfallen Buchwerte in Höhe von 28 (26) Mio. EUR auf die Sicherstellung bestehender Geschäfte mit Derivaten, bei denen eigene Kapitalanlagen in Sperrdepots gehalten werden. Darüber hinaus hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengeschäften und Immobilientransaktionen marktübliche Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 647 (508) Mio. EUR betrug.

Weitere Angaben zu Sicherheitenstellungen können dem Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt "Angaben zu Art und Umfang erheblicher Beschränkungen" des Anhangs entnommen werden.

Seitens der Hannover Rück SE wurden von verschiedenen Kreditinstituten Garantien in Form von Letters of Credit zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 (1,2) Mrd. EUR gestellt. Darüber hinaus wurden dem Konzern Vermögenswerte mit einem Zeitwert von 121 (250) Mio. EUR als Sicherheit gestellt, die ohne Vorliegen eines Zahlungsverzuges des Eigentümers verkauft oder als Sicherheit weitergereicht werden können.

Zum Bilanzstichtag befanden sich keine wesentlichen überfälligen nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere, mit Ausnahme der durch Grundpfandrechte besicherten Hypothekendarlehen, sofort abgeschrieben werden. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen siehe Anmerkung 30.

Die Ratingstruktur unserer festverzinslichen Wertpapiere, differenziert nach Bilanzpositionen, Investmentverträgen und kurzfristigen Geldanlagen, findet sich in den Anmerkungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva".

LIQUIDITÄTSRISIKO

Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Die Exponierung ist dabei von der Höhe der Verpflichtungen abhängig. So könnten wegen Illiquidität der Märkte Bestände unter Umständen nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Die Bewertung dieses Risikos stützt sich auch stark auf qualitative Analysen. Wir betrachten das Risiko dabei in seiner Gesamtheit als relevant. Eine Risikokonzentration sehen wir nicht.

Generell generiert die Gruppe laufend signifikante Liquiditätspositionen, weil die regelmäßigen Prämieneinnahmen fast ausnahmslos zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen.

Die folgende Tabelle stellt den Mittelzufluss aus Prämienzahlungen, die Mittelabflüsse aus Schadenzahlungen, Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen einschließlich der angefallenen Verwaltungskosten der Schaden/Unfallversicherung zum jeweiligen Bilanzstichtag gegenüber.

Die Liquiditätszuflüsse, die wir nachstehend für die Schadenversicherung darstellen, sind sämtlich positiv.

ZAHLUNGSFLÜSSE UND LIQUIDE MITTEL AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT1)

IN MIO. EUR

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31.12.2018 31.12.2017
Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 21.628 19.855
Schadenzahlungen (brutto) -12.247 -11.506
Gezahlte Abschlusskosten und Rück
versicherungsprovisionen sowie Verwaltungsaufwendungen -5.883 -5.267
Liquide Mittel 3.498 3.082

1) Nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten

Die Lebensversicherer im Konzern stellen zur Überwachung von Liquiditätsrisiken regelmäßig die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres den vorhandenen Kapitalanlagen gegenüber (unterjährig werden für die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres Plangrößen verwendet). Hierbei werden mögliche unvorhergesehene Erhöhungen der Netto-Schadenzahlungen durch angemessene Aufschläge berücksichtigt und die Liquidierbarkeit der Kapitalanlagen beachtet.

Zur Minderung von Liquiditätsrisiken auf Gruppenebene führen wir regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie kontinuierliche Abstimmungen der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen durch. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass die Gruppe jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, welche die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.

Zur Abfederung kurzfristig in der Gruppe auftretender Liquiditätsbedarfe hält die Talanx AG eine Mindestliquidität vor. Ein weiterer Baustein des Liquiditätsmanagements ist die Verfügbarkeit eines ausreichend dimensionierten Kreditrahmens. Weiterführende Ausführungen hierzu finden sich im Kapitel "Vermögens- und Finanzlage - Unterkapitel Liquidität und Finanzierung" des Lageberichts.

Darüber hinaus sichert die Talanx AG den Zugang der Gruppe zu lang- und ggf. auch kurzfristigen externen Finanzierungsquellen. Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva bestehen mit Kreditinstituten vereinbarte LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 2,4 (2,9) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2023 zur Verfügung.

Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rück SE Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher, nachteiliger Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung der Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen.

Wir gehen davon aus, auch größeren unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen zu können.

OPERATIONELLE RISIKEN

Das operationelle Risiko umfasst das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt.

Zur Identifikation der mit der Ablauforganisation einhergehenden operationellen Risiken wurden sämtliche Prozesse erfasst, beschrieben und im Rahmen des internen Kontrollsystems mit Schlüsselkontrollen versehen. Operationelle Risiken sind mit der Ausübung unseres Geschäfts notwendigerweise verbunden, die Exponierung hängt auch von der Geschäftstätigkeit ab, und sie lassen sich nicht vollständig vermeiden.

Die Bewertung für operationelle Risiken erfolgt in der ökonomischen Sichtweise ausgehend von Szenarien, die im Rahmen von Expertenbefragungen erstellt werden. Für die regulatorische Sichtweise verwenden wir jedoch in der Erstversicherungsgruppe zurzeit noch die Verfahren, die der Standardformel von Solvency II zugrunde liegen.

Die Standardformel quantifiziert operationelle Risiken ausgehend von auf das Prämien- und Reservevolumen anzuwendenden Faktoren und erlaubt keine differenzierte Betrachtung nach Subkategorien operationeller Risiken. Insbesondere erlaubt die Standardformel auch keine Diversifikation zwischen operationellen Risiken und anderen Risikokategorien oder innerhalb der operationellen Risiken, beispielsweise zwischen einzelnen Gesellschaften. Auf Gruppenebene überschätzt die Standardformel operationelle Risiken allein deswegen schon tendenziell. Interne Auswertungen eingetretener Schäden aus operationellen Risiken sowie die Ergebnisse des in der ökonomischen Sicht angewandten internen Modells auch für diese Risikokategorie unterstützen unsere Einschätzung, dass die Anwendung der Standardformel in einer zu hohen Kapitalanforderung für operationelle Risiken resultiert. Wir streben daher grundsätzlich an, für die Berechnung der operationellen Risiken auch für die Erstversicherung regulatorisch die Verwendung des internen Modells genehmigen zu lassen. Für die Hannover Rück-Teilgruppe wurde das Vorgehen bereits aufsichtlich genehmigt. Für die Erstversicherungsgruppe befinden wir uns diesbezüglich in intensiven Gesprächen mit der Aufsicht zur Durchführung des Genehmigungsverfahrens.

Im Folgenden werden die wesentlichen Subkategorien operationeller Risiken und die jeweiligen Minderungstechniken dargestellt.

Operationelle Risiken sehen wir im Hinblick auf den Bereich Business Continuity und IT-Service-Continuity, also das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht oder gestört wird. Diesem Risiko begegnen wir durch vorbeugende Maßnahmen, z. B. Status-Monitoring zentraler IT-Systeme, redundante Auslegung. Zudem sind Instrumente für den Umgang mit Krisensituationen etabliert (z. B. Notfallplane, Krisenstab auf Gruppenebene).

Zu den operationellen Risiken zählt auch das Verlustrisiko, das sich aus eventueller Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen oder mangelnder Datenqualität ergibt. Ein wichtiges Instrument zur Minderung dieser Risiken ist ein effektives internes Kontrollsystem. Zusätzlich haben wir gruppenweite Standards für das Prozessmanagement etabliert, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Innerhalb der operationellen Risiken sind Rechts-, Steuer- und Compliance-Risiken für die Gruppe von hoher Bedeutung. Hierunter fällt explizit auch das Rechtsänderungsrisiko. Durch Zentralfunktionen der Gruppe, insbesondere die Compliance-Funktion sowie die Rechts- und die Steuerabteilung, überwachen wir die Risikolage eng und beraten Tochtergesellschaften und Fachabteilungen.

Im Dezember 2017 wurde in den USA eine umfassende Steuerreform verabschiedet. Diese sieht steuerliche Neuregelungen vor, die auch erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die in den USA tätigen Tochtergesellschaften haben. Ein maßgeblicher Aspekt der Steuerreform ist dabei die Einführung einer sogenannten Bases Erosion Anti-abuse tax (beat). Dadurch fließen in die steuerliche Bemessungsgrundlage auch Prämien für zedierte Versicherungsrisiken innerhalb des Konzernverbunds ein. Die Auswirkungen auf die in den USA tätigen Tochtergesellschaften wurden zunächst umfassend analysiert und infolgedessen insbesondere Zessions- und Rückversicherungsstrukturen mit Bezug zum USA-Geschäft angepasst.

Eine Untergruppe des Rechtsänderungsrisikos sind Veränderungen des behördlichen Umganges mit rechtlichen Grundsatzthemen, im Steuerrecht etwa auf Basis von Verlautbarungen des Bundesministeriums der Finanzen "BMF". Das BMF hat mit Schreiben vom 17. Juli 2017 etwa eine restriktive Auffassung zur steuerlichen Behandlung verschiedener Wertpapiertransaktionen verlautbart, die zuvor nicht nur üblich waren, sondern allgemein als steuerrechtlich unproblematisch eingestuft wurden und dementsprechend auch von einzelnen Gesellschaften der Gruppe als Teil der normalen Kapitalanlage getätigt wurden. Es besteht das Risiko, dass sich diese Gesellschaften auf Basis dieser abgeänderten Verwaltungsauffassung mit Steuerforderungen konfrontiert sehen. Extern eingeholte Gutachten kommen allerdings zum Ergebnis, dass solchen etwaigen Steuerforderungen die rechtliche Grundlage fehlt und hilfsweise Rückgriffsansprüche gegen Vertragspartner hohe Erfolgsaussicht hätten.

Neben dem Rechtsänderungsrisiko ist der Konzern im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Verfahren involviert. Der Ausgang solcher Verfahren ist zumeist unsicher. Nach unserer Einschätzung hat keines der Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns.

Das Risiko aus fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzungen von Gesetzen, insbesondere aus Vermögensdelikten, oder Verstößen gegen interne Regeln durch Mitarbeiter und/oder durch Dritte ist ebenfalls Bestandteil der operationellen Risiken. Auch diesem Risiko begegnen wir intern insbesondere mit Compliance-Schulungen und den Maßnahmen des IKS. In Verdachtsfällen können beispielsweise auch Sonderprüfungen der Revision erfolgen.

Unter Informations- und IT-Sicherheitsrisiken verstehen wir Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Um der zunehmenden Bedeutung dieser Risiken Rechnung zu tragen, haben wir gruppenweite Informationssicherheits-Leitlinien etabliert und führen regelmäßig kommunikative Maßnahmen zur Erhöhung der Security-Awareness durch. Unser interner IT-Dienstleister, die HDI Systeme AG (vormals Talanx Systeme AG), ist nach ISO 27001 - Informationssicherheit - zertifiziert; externe Partner sind auf die Einhaltung hoher Standards verpflichtet. Den Risiken von Cyber-Attacken steuert insbesondere der in der Gruppe etablierte IT-Security-Bereich - primär durch technische Maßnahmen - entgegen.

Der Konzern fokussiert sich zur Konsolidierung, Flexibilisierung und Verbesserung der Betriebsstabilität der IT-Infrastruktur sowie zur nachhaltigen Senkung der IT-Infrastruktur- und IT-Betriebskosten der Gruppe auf die Einbeziehung von Drittanbietern, wie beispielsweise der IBM Deutschland GmbH. Das Zusammenspiel zwischen internen und externen Services, deren Qualität sowie der Leistungsschnitt werden laufend überwacht. Unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken nehmen wir angemessen Anpassungen vor.

Auch Outsourcing-Risiken, die nicht IT-spezifisch sind, ordnen wir den operationellen Risiken zu; hierunter verstehen wir das Risiko, das sich aus einer konzerninternen oder -externen Ausgliederung von (Schlüssel-)Funktionen oder von für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts relevanten Tätigkeiten ergibt, die sonst von dem Unternehmen auch selbst ausgeübt werden könnten. Neben der direkten Ausgliederung sind hiervon begrifflich auch Unterausgliederungen erfasst. Diese Risiken sind in die Risikomanagement-Prozesse und das IKS der Gruppe eingebunden. Für das Management ausgegliederter Tätigkeiten existieren darüber hinaus spezifische interne Vorgaben und Regelungen. Der ganz überwiegende Teil der durch Tochtergesellschaften eingegangenen Ausgliederungsbeziehungen ist dabei gruppenintern.

ANDERE WESENTLICHE RISIKEN

Als weitere wesentliche Risiken haben wir Emerging Risks, strategische Risiken, Reputationsrisiken und Modellrisiken identifiziert. Diesen Risiken ist gemeinsam, dass sie sich nicht sinnvoll mit mathematischen Modellen analysieren lassen, weswegen wir hier vor allem auf qualitative Analysen zurückgreifen. Derart analysierte Risiken werden im Rahmen des ORSA berücksichtigt.

Unter Emerging Risks verstehen wir Risiken, deren Gefährdungspotenzial noch nicht mit Sicherheit bekannt ist und deren Auswirkungen sich schwer beurteilen lassen. So kann beispielsweise zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der politischen Entwicklung weltweit und in einzelnen Ländern zu nervösen Märkten und einem gestiegenen Potenzial für das Aufkommen systemischer Schocks führen. Aus der Verbreitung neuer Technologien, Medikamente oder Werkstoffe können Folgewirkungen resultieren, die zu nicht absehbaren Schäden führen. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wir auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück.

Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen, eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien, die unzureichende Umsetzung strategischer Projekte oder erhöhte Steuerungskomplexität durch den Umgang mit verschiedenen Sichten auf Kapital und Risiken sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an.

Reputationsrisiken sind Risiken, die sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergeben. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze.

Auf der Gruppenebene findet das Modellrisiko eine besondere Beachtung. Unter Modellrisiken verstehen wir Risiken aus Fehlentscheidungen, die aus Unsicherheiten aus eventuell partieller oder fehlender Information in Bezug auf das Verständnis oder das Wissen um ein Ereignis, seine Konsequenzen oder seine Mutmaßlichkeit resultieren. Zur Begrenzung des Modellrisikos haben wir u. a. Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie einen stringenten Modelländerungsprozess implementiert.

In Projekten werden zumeist komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet, die insoweit auch mit spezifischen operationellen Risiken (Projektrisiken) verbunden sein können. Projektrisiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit IT-Großprojekten.

Die sonstigen Risiken des Konzerns umfassen implizit auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, die sich insbesondere aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, der Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und einer möglichen mangelnden Ausgewogenheit des Geschäfts ergeben. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt.

Aus den Pensionsverpflichtungen, die die Talanx AG im Zuge der Gerling-Übernahme übernommen hat, kann sich weiterer Nachreservierungsbedarf ergeben, wenn die Zinsen auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren oder gar weiter sinken oder laufende Rechtsstreitigkeiten über unterbliebene Rentenanpassungen weiterführenden Zuführungsbedarf auslösen. Zudem kann eine steigende Inflationsrate zu zusätzlichen Aufwendungen führen, wenn hierdurch höhere Rentenanpassungen als einkalkuliert notwendig werden. Um diesem Risiko gegenzusteuern, überprüfen wir die Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit.

Beim EU-Mitgliedschaftsreferendum vom 23. Juni 2016 stimmte eine Mehrheit der Abstimmenden für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (sogenannter Brexit). Die Austrittsverhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU haben sich als zäh erwiesen. Am 14. November 2018 haben sich die EU-Kommission und die britische Regierung schließlich auf den Text eines - noch ratifizierungsbedürftigen - Austrittsvertrages geeinigt. Ob es der britischen Regierung gelingt, eine parlamentarische Mehrheit für die Ratifizierung oder eine alternative, weiche Brexit Gestaltung zu gewinnen, ist ungewiss und ein harter Brexit daher unverändert ein nicht auszuschließendes Szenario. Die EU-Kommission hat vor diesem Hintergrund Notfallmaßnahmen, für den Fall, dass Großbritannien ab dem 30. März 2019 als EU-Drittland anzusehen ist, erarbeitet und veröffentlicht. Auch wir haben uns prophylaktisch in Bezug auf die Organisation des UK-Geschäfts strukturell auf einen harten Brexit vorbereitet, da dem Konzern ein signifikanter Anteil an Prämien aus Großbritannien zufließt. Betroffen sind insbesondere die Entitäten der Hannover Rück sowie die HDI Global SE. Soweit nach einem harten Brexit die Geschäftstätigkeit im Status von lokal autorisierten Entitäten ("Third Country Branch") fortgeführt wird, geht damit ein erhöhter regulatorischer Aufwand und Kapitalaufwand einher. Für das in Großbritannien über Konzerngesellschaften in Hannover und Irland gezeichnete Rückversicherungsgeschäft werden keine signifikanten Änderungen erwartet. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen und damit insbesondere die Implikationen für den Kapitalmarkt sind angesichts der politischen Unsicherheiten weiterhin sehr hoch. Bezogen auf die Kapitalanlagen sind hinsichtlich möglicher Brexit-Szenarien keine wesentlichen Bewertungsrisiken erkennbar. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zusammenhang mit dem Brexit noch zu deutlichen Preisausschlägen in einzelnen Marktsegmenten kommt. Derartige mögliche Preisausschläge stellen eine erhöhte Unsicherheit dar, die in den auf historischen Zeitreihen kalibrierten Risikomodellen aktuell nicht vollumfänglich reflektiert ist. Insgesamt sind nach unseren aktuellen Analysen die Auswirkungen aus dem Brexit auf den Talanx-Konzern beherrschbar.

Das italienische Bankensystem zeichnet sich seit mehreren Jahren durch eine hohe Belastung an Problemkrediten aus, nicht zuletzt als Konsequenz eines anhaltend schwachen Wirtschaftswachstums. Einige Problembanken wurden abgewickelt bzw. übernommen. Folglich können Abschreibungen von Forderungen auf den Zeitwert notwendig werden.

Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG geht aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Weitergehende Ausführungen zum Rückversicherungsgeschäft der Talanx AG finden sich im Prognosebericht.

ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER RISIKOLAGE

Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Der Talanx-Konzern hat ein funktionsfähiges, angemessenes Governance- und Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und hohen Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern.

Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach aufgeführt -bestimmen das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden/Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung sowie das operationelle Risiko. Gleichermaßen kommt der Diversifikation für die Bestimmung des Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert aus unserer geografischen Diversität und der Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut aufgestellt.

Die Solvabilitätsbeurteilung nach Solvency II zeigt auf Konzernebene eine ausreichende Kapitalisierung.

PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Für 2019 erwarten wir eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Während das Wachstum in den Schwellenländern relativ konstant bleiben dürfte, gehen wir von einem Wachstumsrückgang in den Industriestaaten aus. Als Haupttreiber sehen wir dabei vor allem ein durch politische Unsicherheiten - wie die protektionistische US-Handelspolitik oder den Brexit - belastetes außenwirtschaftliches Umfeld und Investitionsklima. Eine global weiterhin positive Arbeitsmarktentwicklung, keine wirtschaftlichen Übertreibungen sowie stabilisierende Gegeneffekte - wie die Konjunkturprogramme in China und eine weniger aggressive Haltung der US-Notenbank -sollten jedoch für eine moderate Entwicklung sprechen.

Nach einem Rückgang der Wachstumsdynamik im Jahr 2018 stehen die Anzeichen in der Eurozone auf Stabilisierung. Die robuste Arbeitsmarkt- und damit Einkommens- und Konsumentwicklung ist eine zentrale Wachstumsstütze. Zunehmend knappe Kapazitäten und eine weiterhin expansive Geldpolitik ermöglichen weitere Investitionen. Die graduell expansivere Fiskalpolitik wirkt zusätzlich wachstumsunterstützend, während vor allem politische Risiken - wie der Brexit, die Entwicklung in Italien oder die Wahlen zum Europaparlament - Unsicherheitsfaktoren darstellen.

In den USA dürften sich die durch eine äußerst expansive Fiskalpolitik hohen Wachstumsraten des Vorjahres sukzessiv abschwächen. Aufgrund des gestiegenen Gewichts des Ölsektors belastet der deutliche Ölpreisrückgang den Investitionsausblick. Dennoch halten wir die US-Konjunktur für robust und erwarten vor allem aufgrund einer gesunden Arbeitsmarktdynamik eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2019.

Die Schwellenländer profitieren von ihrer größtenteils umsichtigen Politik der vergangenen Jahre und dürften trotz des weltweit eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfelds ihre Entwicklung in ähnlicher Größenordnung wie 2018 fortsetzen. Eine langsamere Normalisierung der globalen Geldpolitik, moderate Inflationsraten und Unterstützung durch niedrigere Ölpreise wirken wachstumsstützend. Die strukturelle Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China wird u. a. zusätzlich durch den schwelenden Handelskonflikt mit den usa belastet. Die Vermeidung schwächeren Wachstums, das die politische Stabilität gefährdet, hat in China jedoch oberste Priorität; wir erwarten daher ähnlich wie in der Vergangenheit ein im Zweifel aggressives fiskal- und geldpolitisches Gegensteuern und damit eine lediglich graduelle Wachstumsabschwächung.

Die günstiger werdenden Rohstoffpreise sollten zu einem spürbaren Rückgang der Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte führen. Da die weltweiten Produktionskapazitäten zunehmend ausgelastet sind, dürfte die Kerninflation, d. h. die Teuerungsrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, graduell ansteigen. Wir rechnen mit einer vorsichtigen Normalisierung der globalen Geldpolitik. Die EZB könnte in der zweiten Jahreshälfte die Einlagezinsen zum ersten Mal seit acht Jahren erhöhen. Die us-Notenbank dürfte allerdings aufgrund der bereits zurückliegenden Zinserhöhungen und des Rückgangs der us-Wachstumsdynamik im Jahr 2019 deutlich langsamer vorgehen.

KAPITALMÄRKTE

Die Notenbankpolitik und eine Normalisierung der Realzinsen sprechen mittelfristig für höhere Kapitalmarktzinsen. Politische Unsicherheiten sollten eine Normalisierung der Bundrenditen jedoch verlangsamen bzw. verschieben. Das Ende der EZB-Ankaufprogramme sowie politische Sonderthemen sind im breiten Kreditumfeld noch nicht voll eingepreist und lassen Raum für Marktvolatilität und weitere Spreadausweitungen.

Das Bewertungsniveau der europäischen und amerikanischen Aktienmärkte hat sich im Berichtsjahr spürbar normalisiert. Die Fortsetzung des weltweiten Aufschwungs, wenn auch weniger dynamisch, steht im Spannungsfeld mit hohen politischen Unsicherheiten. Insgesamt sehen wir für Aktienkurse lediglich begrenztes Aufwärtspotenzial. Zudem dürfte aufgrund politischer Schlagzeilen und einer zunehmenden Normalisierung der globalen Geldpolitik das Volatilitätsniveau erhöht bleiben.

KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION

DEUTSCHE VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT

Trotz der positiven Entwicklung im Vorjahr ist das makroökonomische Umfeld weiterhin von konjunkturellen Risikofaktoren geprägt. Unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, dürfte die Versicherungswirtschaft nach Einschätzung des GDV 2019 ein gegenüber dem Vorjahr leicht zunehmendes Beitragsvolumen erreichen.

In der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für das Jahr 2019 in Deutschland mit weiter steigenden Prämieneinnahmen. Das Beitragswachstum dürfte sich in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres bewegen. Als am stärksten ausgeprägt werden die Beitragssteigerungen in der Wohngebäudeversicherung - hier schlagen sich die zunehmenden Naturgefahren und die hohen Schäden in diesem Bereich im Berichtsjahr nieder - und in geringerem Maße in der privaten Kraftfahrtversicherung eingeschätzt.

Nachdem sich das Beitragsvolumen der deutschen Lebensversicherer im Berichtsjahr positiv entwickelt hat, geht der GDV für 2019 von einem weiteren, gegenüber dem Berichtsjahr allerdings abgeschwächten Wachstum des Beitragsaufkommens aus. Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürfte die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2019 weiterhin belastet sein.

INTERNATIONALE VERSICHERUNGSMÄRKTE

In der internationalen Schaden/Unfallversicherung erwarten wir für 2019 insgesamt ein Wachstum der Prämieneinnahmen auf dem Niveau des Berichtsjahres. Sowohl für die Schwellenländer als auch für die entwickelten Versicherungsmärkte gehen wir von einer konstanten Wachstumsdynamik aus. Die Profitabilität dürfte 2019 stabil bleiben, wobei die Annahme zugrunde liegt, dass der positive Effekt aus Prämienerhöhungen im Berichtsjahr sich auf Regionen mit hohem Vorjahres-Schadenaufkommen beschränkte und nachlassen wird.

Für die entwickelten europäischen Versicherungsmärkte gehen wir für 2019 von einem leicht steigenden Prämienaufkommen aus, während in den USA die Entwicklung leicht rückläufig eingeschätzt wird. Ebenfalls sinkende Wachstumsraten erwarten wir für 2019 in Mittel- und Osteuropa, für Lateinamerika dagegen eine steigende Wachstumsdynamik infolge der wirtschaftlichen Erholung. In den entwickelten Versicherungsmärkten Asiens dürfte das Prämienwachstum im Zuge von Preissteigerungen anziehen. Auch in China dürfte sich das Wachstum gegenüber dem hohen Niveau des Berichtsjahres abschwächen.

Auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten gehen wir für die entwickelten Versicherungsmärkte von einer stabilen Entwicklung aus; nach dem Einbruch im Berichtsjahr sollten die Schwellenländer wieder eine deutliche Steigerung des realen Prämienwachstums ausweisen. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsumfelds bleibt die Profitabilität jedoch unter Druck.

In Mittel- und Osteuropa rechnen wir für 2019 insgesamt mit einem rückläufigen Prämienwachstum, für Lateinamerika dagegen mit zunehmenden Wachstumsraten. Für Asien erwarten wir nach einer Erholung Chinas von den negativen Einmaleffekten durch die Regulierung vermögensverwaltungsbasierter Lebensversicherungsprodukte die Rückkehr zu einem Prämienwachstum auf das bis 2017 übliche Niveau.

AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2019

Auf den folgenden Seiten stellen wir die Erwartungen für das laufende Jahr für den Konzern und seine Geschäftsbereiche dar. Der Ergebnisausblick und die Prognosesicherheit bleiben herausfordernd, weil das Kapitalmarkt- und insbesondere das Zins- und Renditeumfeld, aber auch der politische Rahmen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind.

Im Geschäftsbereich Industrieversicherung wollen wir unsere im Jahr 2018 eingeleitete Sanierung in der industriellen Feuerversicherung mit unserem Programm "20/20/20" fortsetzen. Außerdem starten Hannover Rück SE und HDI Global SE zum 1. Januar 2019 das gemeinsame Joint Venture "HDI Global Specialty se", um die Specialty-Aktivitäten zu bündeln und attraktive Wachstumsperspektiven zu nutzen. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland setzen wir unser 2015 gestartetes Programm "Kurs" zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fort. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussieren wir uns auf unsere Kernmärkte und wollen unser profitables Wachstum fortsetzen. Im Segment Schaden-Rückversicherung erwarten wir auf Basis der Ergebnisse aus der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 ein signifikantes Wachstum zu weitgehend stabilen Konditionen. Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir im Geschäftsjahr ein moderates Prämienwachstum. Darüber hinaus hat die Talanx AG zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb als konzerninterner Rückversicherer aufgenommen und die dazu notwendige Rückversicherungslizenz seitens der BaFin erhalten. Wir bündeln den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen. Sowohl Standard & Poor's als auch A. M. Best stuften in der Folge das Emittentenrating der Talanx um zwei Stufen hoch. Zukünftige Effekte fokussieren insbesondere auf einen effizienteren Kapitaleinsatz innerhalb der Gruppe. Es ergibt sich aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils.

AUSRICHTUNG DES TALANX-KONZERNS IN DEN WESENTLICHEN GESCHÄFTSBEREICHEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

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Geschäftsbereich Unser Auftrag und strategische Aufgaben
Industrieversicherung ■ Wachstum im Ausland ■ Entwicklung zum Global Player ■ Ausbau des Specialty-Geschäfts ■ Profitabilisierung Inland und Ausland
Privat- und Firmenversicherung Deutschland ■ Erhöhung des Kundennutzens durch innovative, bedarfsgerechte Produkte und Services ■ Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kostenstruktur ■ Steigerung der Profitabilität
Privat- und Firmenversicherung International ■ Profitables Wachstum in strategischen Zielmärkten ■ Optimierung der Geschäftsaktivitäten in bestehenden Märkten
Rückversicherung ■ Signifikantes Wachstum zu weitgehend stabilen Konditionen ■ Festhalten an selektiver Zeichnungspolitik in der Schaden-Rückversicherung ■ Moderates Prämienwachstum in der Personen-Rückversicherung

VORAUSSICHTLICHE FINANZIELLE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

Wir gehen von folgenden Annahmen aus:

moderates weltwirtschaftliches Wachstum

konstante Inflationsraten

weiterhin sehr niedriges Zinsniveau in der Eurozone

keine plötzlichen Schocks auf den Kapitalmärkten

keine Wechselkursschocks

keine wesentlichen finanzpolitischen und aufsichtsrechtlichen Änderungen

eine Großschadenbelastung im Rahmen unserer Erwartung

TALANX-KONZERN

STEUERUNGSGRÖSSEN

IN %

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2019
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) ~ 4
Kapitalanlagerendite ~ 2,7
Konzernergebnis in Mio. EUR rund 900
Eigenkapitalrendite ~ 9,5
Ausschüttungsquote 35-45

Für den Talanx-Konzern erwarten wir 2019 einen Anstieg der Bruttoprämien (währungsbereinigt) von rund 4 %. Die ambitionierte IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,7 % liegen. Wir streben ein Konzernergebnis von rund 900 Mio. EUR an. Damit dürfte die Eigenkapitalrendite im Jahr 2019 bei rund 9,5 % liegen, womit wir unser strategisches Ziel von 800 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins übertreffen würden. Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten. Unser erklärtes Ziel ist es weiterhin, einen Anteil von 35 % bis 45 % vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten, mindestens jedoch eine Dividende in Höhe des Vorjahres.

INDUSTRIEVERSICHERUNG

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

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2019
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) ≥ 20
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) ~ 100
EBIT-Marge ~ 5
Eigenkapitalrendite ~ 4

Potenzial für profitables Wachstum sieht der Geschäftsbereich Industrieversicherung vor allem im internationalen Geschäft und im Bereich der Spezialversicherung. Insbesondere aus dem im Jahr 2018 initiierten Joint Venture mit der Hannover Rück SE und der damit verbundenen erstmaligen Konsolidierung der HDI Global Specialty SE im Geschäftsbereich Industrieversicherung wird ein deutliches Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) von mindestens 20 % erwartet.

Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten wird allerdings auch im Jahr 2019 die deutliche Verbesserung unserer versicherungstechnischen Ergebnisse stehen. Zum Zwecke der Sanierung der seit Jahren hoch defizitären Feuerversicherung haben wir bereits 2018 das Programm "20/20/20" initiiert. Dieses Programm zielt darauf ab, in der Feuerversicherung, die etwa 20 % des Industrieportfolios ausmacht, eine risikofreie Mehrprämie von mindestens 20 % zu erzielen und somit bis zum Jahr 2020 wieder versicherungstechnisch Gewinne zu erzielen. Die mit diesem Programm erfolgreich eingeleitete Sanierung der Feuerversicherung werden wir auch 2019 konsequent fortsetzen. Hierbei wird unverändert die individuelle Risikosituation unserer Kunden berücksichtigt.

Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2019 insbesondere infolge der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung einer im Rahmen unserer Erwartungen liegenden Großschadenbelastung eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 100 %. Sofern keine Verwerfungen an den Währungs- und Kapitalmärkten auftreten, sollte die EBIT-Marge bei rund 5 % und die Eigenkapitalrendite bei rund 4 % liegen.

PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND

SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNG

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2019
Bruttoprämienwachstum ≥ 3
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) ~ 99
EBIT-Marge > 5

Für das Segment Schaden/Unfallversicherung streben wir für 2019 weiteres Wachstum im Geschäft mit kleineren und mittelständischen Unternehmen an. Insgesamt erwarten wir ein Bruttoprämienwachstum von mindestens 3 %. Des Weiteren ist das Segment auch 2019 durch investive Maßnahmen aus dem Programm "KuRS" und den Ausbau der Digitalisierung geprägt, sodass wir eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 99 % erwarten. Ohne "KuRS"-Investitionen erwarten wir eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 97 %. Infolgedessen sollte die EBIT-Marge bei mindestens 5 % liegen.

LEBENSVERSICHERUNG

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

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2019
Bruttoprämienwachstum stabil
EBIT-Marge 2-3

Im Segment Lebensversicherung konzentriert sich der Geschäftsbereich weiter auf kapitaleffiziente Altersvorsorgeprodukte und auf biometrische Risiken; im Besonderen auf die Wachstumschancen in der betrieblichen Altersvorsorge. Für 2019 gehen wir von stabilisierten gebuchten Bruttoprämien aus. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren Zinsrückgängen kommt, erwarten wir für 2019 eine EBIT-Marge von 2 % bis 3 %.

PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

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2019
Eigenkapitalrendite ~ 5

Die Eigenkapitalrendite betrachten wir für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland gesamthaft und erwarten für 2019 eine Eigenkapitalrendite von rund 5 %.

PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

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2019
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 5-10
Neugeschäftswert1)(Leben) in Mio. EUR 30-40
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung) ~ 95
EBIT-Marge 5-6
Eigenkapitalrendite 8-9

1) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International will Talanx das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Wir streben für 2019 ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien (währungsbereinigt) von 5 % bis 10 % an. Für 2019 gehen wir von einem Neugeschäftswert zwischen 30 und 40 Mio. EUR aus. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote dürfte bei rund 95 % liegen. Wir erwarten für 2019 eine EBIT-Marge von 5 % bis 6 % und eine Eigenkapitalrendite von 8 % bis 9 %.

RÜCKVERSICHERUNG

SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

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2019
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) signifikantes Wachstum
Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) < 97
EBIT-Marge ≥ 10

Im Segment Schaden-Rückversicherung erwarten wir auf Basis der Ergebnisse aus der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 ein signifikantes Wachstum zu weitgehend stabilen Konditionen. Dabei halten wir unverändert an unserer selektiven Zeichnungspolitik fest, nach der wir weitgehend nur Geschäft zeichnen, das unsere Margenanforderungen erfüllt. Für die weiteren Erneuerungsrunden erwarten wir generell eine ähnliche Situation wie zu Beginn des Jahres. Eine Ausnahme sollten die besonders von Katastrophen betroffenen Bereiche bilden, wie etwa Deckungen von Wirbelstürmen in den USA, Taifune in Japan und Waldbrände in Kalifornien, wo wir von weiteren Ratensteigerungen ausgehen, da unterjährig ein besseres Bild auf die Ergebnisse der Rückversicherer zu erwarten ist und der Druck auf Kapitalmarktinvestoren von der Markt- und Zinsseite zunehmen dürfte. Im Segment Schaden-Rückversicherung sollte die EBIT-Marge mindestens 10 % betragen. Als Ziel für unsere Schaden-/ Kostenquote streben hier wir einen Wert unterhalb von 97 % an.

PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

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2019
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) moderates Wachstum
Neugeschäftswert1)in Mio. EUR ≥ 110
EBIT-Wachstum2) > 5

1) Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
2) Durchschnitt über eine Dreijahresperiode

Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir im Geschäftsjahr 2019 ein moderates Prämienwachstum. Auf der Ertragsseite sollten die Belastungen im US-amerikanischen Mortalitäts-Geschäft ganz deutlich zurückgehen. Daher sollte das Ergebnis überdurchschnittlich stark steigen, sodass wir ein EBIT in der Größenordnung von 400 Mio. EUR erwarten. Der Zielwert für den Neugeschäftswert -den Value of New Business - bleibt unverändert bei mindestens 110 Mio. EUR pro Jahr.

RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

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2019
Eigenkapitalrendite ~ 14

Als Eigenkapitalrendite für den gesamten Geschäftsbereich Rückversicherung erwartet der Talanx-Konzern für das Jahr 2019 - im Rahmen des strategischen Ziels von 900 Basispunkten über dem fünfjährigen Durchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen (risikofrei) - rund 14 %.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS

Der Vorstand der Talanx AG strebt eine verlässliche Kontinuität, eine hohe und stabile Eigenkapitalrendite, eine starke Finanzkraft und ein nachhaltiges profitables Wachstum an und richtet den Talanx-Konzern damit auf langfristige Wertsteigerung aus. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx-Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen. Dafür haben wir unsere Organisationsstruktur konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet und machen sie so zur Kompassnadel unserer schlanken Struktur. Die Hauptstoßrichtung ist, die eigenen Stärken auszubauen und Kräfte innerhalb des Konzerns zu bündeln, um nachhaltiges profitables Wachstum zu generieren.

Den Herausforderungen einer globalisierten Welt begegnet der Talanx-Konzern aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere im Ausland überdurchschnittlich erfolgreich Geschäft zu generieren. Dabei sollen strategische Kooperationen und Akquisitionen vertrieblich gut aufgestellter Gesellschaften in den definierten Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa helfen, seine internationale Handlungsfähigkeit auszubauen. Industriekonzernen und mittelständischen Unternehmen bietet die Industrieversicherung weltweiten Service, gleichzeitig gewinnt sie in den lokalen ausländischen Märkten neue Kunden. Die Auslandsgesellschaften, die unter HDI International zusammengefasst sind, betreiben lokales Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Rückversicherung ist per SE ein internationales Geschäft. Um große und komplexe Risiken tragbar zu machen, zählt deren weltweite Diversifizierung zu den elementaren Instrumentarien der Rückversicherung.

CHANCENMANAGEMENT

Die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen ist integraler Bestandteil unseres Performance-Management-Prozesses und seit Jahren fest in der Unternehmenskultur und dem ganzheitlichen Steuerungsansatz des Talanx-Konzerns verankert. Chancen konsequent zu nutzen sehen wir als eine wesentliche unternehmerische Herausforderung an, die entscheidend dazu beiträgt, Unternehmensziele zu erreichen. Das Kernelement unseres Chancenmanagement-Prozesses bildet die integrierte, nach dem Schema einer Balanced Scorecard aufgebaute Performance-Metrik. Dies gilt über sämtliche Hierarchieebenen hinweg - von der Konzernspitze bis in einzelne Funktionsbereiche der Konzerngesellschaften. Sie stellt auch das Bindeglied zwischen unserem strategischen und operativen Chancenmanagement dar.

Im strategischen Chancenmanagement werden die strategischen Ziele sowie spezifische strategische Kernthemen von der Konzernleitung bewertet und als Zielindikation auf die Geschäftsbereiche heruntergebrochen. Sie wurden zuvor im jährlich neu stattfindenden Performance-Prozesses auf Basis der Dachstrategie ermittelt. Auf dieser Grundlage erarbeiten die Geschäftsbereiche anschließend im Rahmen einer strategischen Programmplanung spezifische Zielangebote und strategische Aktionsprogramme. Nach einem Strategiedialog zwischen Konzernleitung und den jeweiligen Geschäftsbereichsvorständen werden die strategischen Einzelprogramme zu einem strategischen Gesamtprogramm des Konzerns zusammengestellt, das den Aufsatzpunkt und den Rahmen für den operativen Teil des Chancenmanagements bildet.

Im operativen Chancenmanagement werden die strategischen Vorgaben in operative Ziele und einen detaillierten Aktivitätenplan umgesetzt und als verbindliche Zielvereinbarungen auch auf den Ebenen unterhalb der Geschäftsbereichsebene festgeschrieben. Hierfür kommt gleichermaßen die integrierte Performance-Metrik zum Einsatz. Ob und in welchem Umfang sich die Erfolgschancen und -potenziale in operativen Erfolgen niederschlagen, wird in unterjährigen und jahresabschließenden Performance-Reviews überprüft und nachgehalten. Aus diesen Reviews ergeben sich wiederum vorwärtsgerichtete Steuerungsimpulse für den nächsten Chancenmanagement-Zyklus.

Zwei wesentliche Aspekte des Chancenmanagements im Talanx-Konzern bestehen somit darin, den Fokus von der kurzfristigen Performance und von rein finanziellen Ergebnisgrößen auf die für eine nachhaltige Performance relevanten Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zu lenken und die erfolgreiche Umsetzung dieser Werttreiber in einem regelmäßigen, integrierten Steuerungs- und Kontrollprozess zu überwachen.

EINSCHÄTZUNG KÜNFTIGER CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN

CHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN

Klimawandel: Aufgrund des zunehmenden Ausstoßes von Treibhausgasen steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde. Dadurch nehmen extreme Wetterlagen zu, was das Schadenvolumen aus Naturkatastrophen signifikant erhöht und uns als Versicherer von einem steigenden Bedarf an Versicherungslösungen zur Absicherung von Risiken aus Naturkatastrophen ausgehen lässt. Dies betrifft sowohl den Erstversicherungsbereich als auch die Rückversicherung. Wir verfügen sowohl über weit entwickelte Risikomodelle zur Abschätzung von Risiken aus Naturkatastrophen als auch über umfangreiches Know-how im Bereich Risikomanagement. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden maßgeschneiderte Versicherungslösungen zur Absicherung existenzieller Risiken anzubieten. Des Weiteren entsteht durch den Klimawandel eine erhöhte Notwendigkeit, steigenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Dies ermöglicht uns als institutionellem Anleger, verstärkt in Kapitalanlagen in Form von alternativen Investments zu investieren, wie z. B. Windparks.

Sollte diesbezüglich die Versicherungsnachfrage schneller steigen als erwartet, könnte sich das positiv auf Prämienwachstum und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Demografischer Wandel in Deutschland: Ausgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ausgegangen, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren.

Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Energiewende: Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Auf Bundesebene haben die Energiewende und der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Der Umbau des Energiesystems hin zu einer regenerativen Energieversorgung soll weiter fortgesetzt werden, wobei gleichzeitig das Augenmerk auf einem gebremsten Kostenanstieg bei den Endverbrauchern liegt. Neben einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in einem stabilen regulatorischen Rahmen gewinnt die Energieeffizienz an Bedeutung. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch den Umbau des Energiesystems, der zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz neuer Energietechnologien. Neben den erneuerbaren Energien werden Speichertechnologien, der Netzausbau und eine intelligente Steuerung der Einzelkomponenten (Smart Grid) entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Mit unserer Investmentaktivität im Energiesektor unterstützen wir die Energiewende. Aufbauend auf den bestehenden Beteiligungen in Energienetzen und Windparks wollen wir zukünftig unsere Investments in den Segmenten Energieverteilung und erneuerbare Energien weiter ausbauen.

Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch die Energiewende stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Finanzmarktstabilität: Durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in den vergangenen Jahren ist das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt worden. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Kapitalmärkten ein anhaltend hoher Grad an Belastung und Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien haben sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Auch im deutschen Versicherungsmarkt geht der Trend eindeutig hin zu kapitaleffizienten Produkten, die für den Lebensversicherer eigenmittelschonend sind und gleichzeitig den Kunden zusätzliche Ertragschancen bieten.

Sollte sich das Finanzmarktumfeld deutlicher stabilisieren und die Produktinnovationen schneller Akzeptanz finden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum, die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

VERTRIEBLICHE CHANCEN

Bancassurance: Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über den Bankschalter hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Bancassurance etabliert. Im Talanx-Konzern ist die Bancassurance ein Erfolgsfaktor mit großen Zukunftschancen. Basis des Erfolgs ist das spezielle Geschäftsmodell, bei dem das Versicherungsgeschäft vollständig in die Strukturen des Bankpartners integriert ist. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen die Entwicklung der Versicherungsprodukte - Bank, Sparkasse oder Post stellen im Gegenzug vielfältige Vertriebskanäle zur Verfügung. Im Talanx-Konzern ist dieser Vertriebsweg nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere auch in Polen, Italien, Ungarn und Russland etabliert. Die Nutzung des Modells auch im Ausland wird unserer Ansicht nach grundsätzlich ein profitables Wachstum mit Ausrichtung auf europäische Märkte unterstützen. Der Erfolg des Talanx-Bancassurance-Modells beruht bei den bisherigen Konzerngesellschaften im Wesentlichen auf drei Kernfaktoren: Zum Ersten werden mit dem Partner langfristige exklusive Kooperationsverträge geschlossen; dabei werden die Versicherungsprodukte über die Vertriebskanäle des Kooperationspartners verkauft. Zum Zweiten beruht er auf der höchstmöglichen Integration bei exzellenter Produkt- und Servicequalität: Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der strategischen Ausrichtung des Partners. Die Versicherungsunternehmen entwickeln exklusive und maßgeschneiderte Produkte für die Kundensegmente der Bank und sind dabei vollständig in den jeweiligen Marktauftritt eingegliedert. Die Integration in die IT-Systeme der Partner erleichtert zudem die ganzheitliche Beratung beim Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten. Und zum Dritten beruht der Erfolg auf der maßgeschneiderten Vertriebsunterstützung des Partners: Die Vertriebsmitarbeiter der Bank erhalten ein individuelles Training und eine exklusive Betreuung durch Vertriebscoaches der Versicherungsgesellschaften. Dabei werden Produktfachwissen und Verkaufsansätze vermittelt. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften leicht verständliche und unterstützende Verkaufsmaterialien zur Verfügung.

Unsere Gesellschaften im Ausland vertreiben ihre etablierten Produkte ebenfalls über Vertriebskooperationen, allerdings oft über verschiedene Banken und ohne vollständige Integration in den Marktauftritt des Partners. In Brasilien haben wir im Jahr 2018 zusammen mit der Bank Santander einen digitalen Versicherer ins Leben gerufen. Das neue Unternehmen bietet künftig unter dem Namen "Santander Auto" ausschließlich Kfz-Versicherungen über die Vertriebsplattform von Santander an.

Sollten wir unsere Bancassurance-Aktivitäten schneller ausbauen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Internet: Durch die zunehmende Digitalisierung führen Cyberangriffe via Internet vermehrt zu massiven Schäden bei Unternehmen. Vor allem in jüngster Vergangenheit bekannt gewordene Hackerattacken zeigen, dass insbesondere produzierende Industrieunternehmen trotz bester Abwehrmechanismen nicht vor Risiken durch Cybercrime gefeit sind. Auch die Verantwortlichkeit des Topmanagements rückt zusehends in den Blickpunkt. Aus diesem Grund hat HDI Global SE das Produkt Cyber+ entwickelt. Mit Cyber+ lassen sich die verschiedenen Risiken in einer Versicherungslösung umfassend absichern. Der ganzheitliche und spartenübergreifende Versicherungsschutz von HDI deckt zum einen Eigenschäden durch Cybercrime, zum anderen sichert er Drittschäden ab, für die Unternehmen gegenüber ihren Kunden, Dienstleistern oder sonstigen Dritten haften müssen. Zusätzlich kann auch den zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Geschäftsleiter Rechnung getragen werden.

Sollten wir die vertrieblichen Chancen, die sich aus den zusätzlichen Absicherungsbedürfnissen von Internetrisiken ergeben, besser nutzen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

IM UNTERNEHMEN BEGRÜNDETE CHANCEN

Interne Prozesse: Um unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen und um Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir weiter erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen - klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen und vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend nutzen. Diese Neuausrichtung erfordert die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur fördern wir aktiv.

Sollte die Neuordnung der internen Prozesse schneller als derzeit erwartet voranschreiten, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

Digitalisierung: Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung. Durch die Digitalisierung werden Geschäftsprozesse und -modelle mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. So sollen die Geschäftsprozesse im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland effizienter gestaltet, die Dunkelverarbeitungsquote erhöht und die Servicequalität verbessert werden. Des Weiteren soll im Geschäftsbereich Industrieversicherung die Prozess- und IT-Landschaft länderübergreifend harmonisiert werden. Dadurch wollen wir ein global führender Anbieter von Industrieversicherungen werden. Durch die Digitalisierung ergeben sich zahlreiche Chancen. So ist es möglich, Versicherungsfälle deutlich schneller, unkomplizierter und kostengünstiger abzuwickeln. Schon heute nutzen wir IT-Systeme, um Kunden passgenaue Angebote machen und Prämien automatisiert und in Echtzeit festsetzen zu können. Vor allen Dingen aber bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, als großer international agierender Konzern von Skaleneffekten zu profitieren. Im Rahmen der Digitalisierung haben sich das Kundenverhalten sowie auch die Erwartungshaltung bezüglich der Schadenregulierung verändert. Dies betrifft insbesondere die junge Kundengeneration, die schnelle und einfache Lösungen erwartet. Um auf die neu entstandenen Kundenbedürfnisse einzugehen, haben wir eine Schadenservice-App entwickelt. Sie ermöglicht es dem Kunden, innerhalb weniger Minuten eine Schadenmeldung mit wichtigen Informationen zum Schaden abzusetzen. In der Kfz-Versicherung bieten wir die Möglichkeit, sich für ein "Pay as you drive"-System zu entscheiden. Damit werden Fahrzeugdaten übermittelt und so eine risikoadäquatere Prämie ermittelt. Im Gegenzug können wir verstärkt neue Kunden für uns gewinnen und an uns binden.

Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den Kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Wissensmanagement: Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können.

Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller als erwartet neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.

Agilität: Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen des Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mithilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Außerdem führen wir beispielsweise Hackathons durch, um neue Ideen zu sammeln, die wir in unserem Digital Lab weiterentwickeln. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.

GESAMTBILD DER CHANCENLAGE

Der Vorstand der Talanx AG sieht die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen als integralen Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums des Talanx-Konzerns. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Daher beobachten wir laufend sich verändernde äußere Rahmenbedingungen, um frühzeitig sich bietende Chancen zu identifizieren und mit unserer flexiblen internen Aufstellung darauf reagieren zu können. So können wir zukünftige Chancen effizient nutzen, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.

Talanx AG auf einen Blick

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TEUR 2018 2017 2016
Beteiligungsergebnis und sonstige betriebliche Erträge 476.807 328.264 644.508
Zinsergebnis -115.471 -96.824 -104.074
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen 135.042 109.355 132.986
Steueraufwand 14.286 -21.366 -11.118
Jahresüberschuss 212.008 143.450 418.566
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 273.152 483.619 406.330
Bilanzgewinn 485.159 627.069 824.896
Finanzanlagen 7.544.753 7.629.652 7.582.762
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 315.997 315.997 315.997
Kapitalrücklage 1.394.223 1.394.223 1.394.223
Gewinnrücklage 2.901.819 2.901.819 2.901.819
Bilanzgewinn 485.159 627.069 824.896
Eigenkapital gesamt 5.097.198 5.239.108 5.436.935
Fremdmittel über ein Jahr Laufzeit1) 2.613.400 2.613.400 1.863.400

Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten.

1) Die Angabe der Fremdmittel über ein Jahr bezieht sich ausschließlich auf die in der Bilanz unter Position C ausgewiesenen Verbindlichkeiten

Die Definitionen der hier aufgeführten Kennzahlen stehen am Schluss dieses Berichts im Kapitel "Glossar und Kennzahlendefinitionen".

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2018 den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten uneingeschränkt nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation, der Nachfolgeplanung in Vorstand und Aufsichtsrat und wichtigen personellen Weichenstellungen in diesem Zusammenhang sowie mit der Strategie 2022 der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften im Inland sowie in den ausländischen Kernmärkten. Wir berieten den Vorstand in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen, überwachten kontinuierlich seine Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.

Überblick

Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Daneben gab es eine konstituierende Sitzung im Anschluss an die Neuwahl der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats durch die ordentliche Hauptversammlung 2018. An einer Sitzung nahmen routinemäßig zwei Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht teil. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat zu vier, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten zu drei Sitzungen zusammen. Sitzungen des Nominierungsausschusses und des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren im Jahr 2018 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand auf Basis der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresabschlusses schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen eilbedürftige, zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese, nach Anordnung des Verfahrens durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand tauschten sich regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns aus und berieten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Chancen- und Risikomanagements und der Compliance. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, das Risikomanagement und die Wahrnehmung von Chancen, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist, über die Auswirkungen von Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten sowie weitere wesentliche Entwicklungen in der Gesellschaft, im Konzern sowie im regulatorischen Umfeld. Wie bereits im Vorjahr ließen wir uns über den Stand von noch ausstehenden Genehmigungsverfahren zum internen Modell informieren. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse nahmen, mit Ausnahme von Frau Angela Titzrath, an mehr als der Hälfte der jeweiligen Sitzungen teil. Da Frau Titzrath erst seit Mai 2018 Mitglied des Aufsichtsrats ist und die Termine der Aufsichtsratssitzungen mit sehr langem zeitlichen Vorlauf festgesetzt werden, konnte Frau Titzrath im ersten Jahr ihrer Mitgliedschaft nur an weniger als 50 % der Sitzungen des Geschäftsjahres teilnehmen.

Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Geschäftsbereiche, die anhaltenden Herausforderungen im Lebensversicherungsbereich aufgrund der Niedrigzinsphase, ferner mögliche Akquisitionsvorhaben im Ausland sowie die Planungen für das Jahr 2019 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für abgelaufene Quartale wurden uns jeweils Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden.

In einer außerordentlichen Sitzung am 5. Februar 2018 behandelte der Aufsichtsrat ein vom Vorstand vorgelegtes Akquisitionsvorhaben in Lateinamerika. Er befasste sich ferner mit den vorläufigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat ließ sich im Übrigen über die US-Steuerreform und die Implikationen der sogenannten Base Erosion Anti-Abuse Tax (BEAT) für die Rück- und die Industrieversicherung des Konzerns berichten.

In der Sitzung am 16. März 2018 erörterte der Aufsichtsrat den testierten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass der Bestätigungsvermerk für den Einzel- und den Konzernabschluss jeweils uneingeschränkt erteilt wurde. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung 2018 der Talanx AG. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandspersonalia, namentlich mit der Angemessenheit und Struktur des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands, zu der er auch externe Stellungnahmen für die Beurteilung heranzog, legte die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 fest und fasste über eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand Beschluss.

In einer außerordentlichen Sitzung am 13. April 2018 behandelte der Aufsichtsrat ein weiteres vom Vorstand vorgelegtes Akquisitionsvorhaben in Südamerika.

Aufgrund der Neuwahlen der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2018 der Gesellschaft wurden in einer konstituierenden Sitzung am 8. Mai 2018 unmittelbar nach der Hauptversammlung Herr Haas zum Vorsitzenden und Herr Dr. Lindner - neben dem nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählten ersten Stellvertreter, der erst im kommenden Jahr wieder zur Wahl ansteht - zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Daneben führte der Aufsichtsrat die Nachwahl zur Ausschussbesetzung durch.

In der Sitzung am 9. Mai 2018 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des ersten Quartals und gab einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat ließ sich berichten über eine Reihe von Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zur Neuordnung des sogenannten Specialty-Geschäfts, zur Positionierung der Talanx als Captive-Rückversicherer und zu den Implikationen der Verschmelzung Deutsche Postbank/DB Privat- und Firmenkundenbank auf die Kooperation der PB Versicherungen mit der Postbank. Der Aufsichtsrat nahm ferner den jährlichen Bericht über die Kostenquoten im Wettbewerbsvergleich entgegen, beschloss eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand und erörterte Fortbildungsmaßnahmen für den Gesamtaufsichtsrat auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat durchgeführten Selbsteinschätzung.

In der Sitzung am 10. August 2018 berichtete der Vorstand zunächst über die Halbjahresergebnisse und die Erwartung für die Jahresabschlüsse 2018 der Talanx AG und des Konzerns. Den Schwerpunkt dieser Sitzung bildete sodann die Strategie des Talanx-Konzerns und seiner Geschäftsbereiche sowie die Strategie der Talanx AG (solo). Der Aufsichtsrat ließ sich ferner berichten über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen und nahm einen Bericht über die strategische und personelle Neuausrichtung der IT entgegen.

strategische und personelle Neuausrichtung der IT entgegen. Turnusgemäß erörterte der Aufsichtsrat im Übrigen Fragen der Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds. Er beschloss die Verlängerung des im Jahr 2019 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn Dr. Wicke und legte dessen Vergütung für die Zeit seiner Wiederbestellung fest.

In der Sitzung am 9. November 2018 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des dritten Quartals und gab einen Ausblick auf die Jahresabschlüsse 2018 der Talanx AG und des Konzerns. Ferner behandelte der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2019. Er ließ sich berichten über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zur Einstufung der Talanx in den SDAX, zur Entwicklung des US-Mortalitätsgeschäfts und zur Sanierung des Feuerversicherungsgeschäfts. Der Aufsichtsrat befasste sich im Übrigen mit der Festlegung der Geschäftsbereichsziele 2019 und nahm einen Bericht über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme entgegen.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet: den Finanz- und Prüfungsausschuss mit fünf Mitgliedern, den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und den Vermittlungsausschuss mit jeweils vier Mitgliedern sowie den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Die Ausschüsse bereiten die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vor. Darüber hinaus sind den Ausschüssen auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen. Die Niederschriften über die Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten werden auch den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt, die nicht diesen Ausschüssen angehören. Wie sich die Ausschüsse zusammensetzen, ist im Geschäftsbericht auf Seite 10 dargestellt.

Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum - in vertiefter Form den Halbjahresabschluss und die Quartalsmitteilungen mit den Abschlussbestandteilen und Kennzahlen der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Ergebnis der prüferischen Durchsicht für den Halbjahresabschluss durch die Abschlussprüfer. Des Weiteren haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer externen aktuarischen Prüfung der Brutto- und Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Ergebnisse einer Performance-Analyse von in den letzten fünf Jahren erworbenen Konzerngesellschaften erörtert. Routinemäßig beschäftigten wir uns mit den Risikoberichten und nahmen einen Bericht der Wirtschaftsprüfer zur Prüfungsplanung mit den besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) entgegen. Der Ausschuss aktualisierte die Leitlinie zur Freigabe von Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers sowie die Übersicht über die zulässigen Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers ("Whitelist") und nahm auch im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU-Audit-Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der Ausschuss nahm ferner die Jahresberichte der vier Schlüsselfunktionen (Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision und Compliance) entgegen, die jeweils von den verantwortlichen Leitern dieser Funktionen erstattet und erläutert wurden.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat - neben der Vorbereitung der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum - die persönlichen Ziele der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 einstweilen vorgegeben. Außerdem wurden im Zuge der Bestellung, Verlängerung und Beendigung von Mandaten, der Festlegung der Vorstandstantiemen, der Überprüfung von Festbezügen sowie der Bestimmung der Geschäftsbereichsziele 2019 für die für Geschäftsfelder verantwortlichen Mitglieder des Vorstands Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat im Jahr 2018 keine Änderungen am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vorgenommen. Ungeachtet dessen widmeten wir dem Thema Corporate Governance weiter große Aufmerksamkeit. Wir befassten uns mit dem Bericht des Vorstands über die nichtfinanzielle Konzernerklärung (vgl. Seite 64 ff. des Konzernlageberichts). Die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH hat eine Prüfung mit dem Maßstab "Limited Assurance" (Erlangung begrenzter Sicherheit) durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Vorstand erläuterte den Bericht in den Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses am 14. März 2019 und des Aufsichtsrats am 15. März 2019. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an beiden Sitzungen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Aufgrund eigener Prüfung durch den Aufsichtsrat der nichtfinanziellen Konzernerklärung wurden keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Prüfung der PWC zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben ferner - entsprechend den Vorgaben der Versicherungsaufsicht - Selbsteinschätzungen zu einer Reihe von wichtigen Themenfeldern abgegeben. Hieraus resultierten sowohl bei der Talanx AG als auch bei Konzerngesellschaften Einzelschulungen zu bestimmten Themenbereichen. Darüber hinaus bot die Gesellschaft auch 2018 allen Mitgliedern des Aufsichtsrats eine interne Schulungsveranstaltung an. Über die Hälfte der Mitglieder nutzte die Gelegenheit, sich über Fragen des Risikomanagements zu informieren und ihre Kenntnisse in diesen Materien zu vertiefen. Ungeachtet der hohen Bedeutung, die der Aufsichtsrat den im DCGK formulierten Standards einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung zumisst, hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK zum Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 DCGK zum Vorsitz im Prüfungsausschuss und in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK zu möglicherweise nötigen betragsmäßigen Höchstgrenzen bei der Auszahlung von Talanx Share Awards nicht zu entsprechen. Die Begründung hierfür findet sich in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des DCGK, die im Konzerngeschäftsbericht im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung abgedruckt ist. Weitere Informationen zum Thema Corporate Governance sind auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards, IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers (PwC) GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte beim Konzernabschluss die Prüfung der Anhangangaben zu künftigen IFRS-Standards, insbesondere IFRS 9 und 17, ferner beim Jahresabschluss die Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der Bargeldbewirtschaftung. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) Gegenstand der Prüfungshandlungen der Abschlussprüfer.

Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung sowie der Jahres- und der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen.

Die Abschlussunterlagen und die PwC-Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 14. März 2019 und in der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2019 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an.

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der PwC GmbH geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Mai 2018 ist Herr Leue zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt worden, nachdem das Mandat von Herrn Haas als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands auf seinen Wunsch hin zum selben Zeitpunkt einvernehmlich beendet worden war. Der Aufsichtsrat hat Herrn Haas für seine langjährige Tätigkeit an der Spitze der Gesellschaft und des Konzerns Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2018 endete die Amtszeit der Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats, die vor diesem Hintergrund von der Hauptversammlung 2018 neu zu wählen waren. Diese bestätigte Frau Aschendorf sowie die Herren Dr. Jung, Dr. Lindner, Lohmann, Dr. Schipporeit und Steiner jeweils in ihrem Amt. Neu in den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung Herr Haas und Frau Titzrath gewählt, während die Mandate der Herren Baumgartl und Prof. Dr. Rohkamm mit Ablauf der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 endeten. Der Aufsichtsrat hat Herrn Baumgartl und Herrn Prof. Dr. Rohkamm für deren langjährige wert- und vertrauensvolle Arbeit gedankt; ihre hohe fachliche Qualifikation und menschliche Integrität sowie die fachkundige Begleitung des Vorstands in seiner jeweiligen Besetzung haben entscheidend zu der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beigetragen. Der neu gewählte Aufsichtsrat hat Herrn Haas zum Vorsitzenden und Herrn Lindner zum -neben Herrn Rieger als Vertreter der Arbeitnehmer - weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung des im Jahr 2019 auslaufenden Vorstandsmandats von Herrn Dr. Wicke um weitere fünf Jahre. Weiterhin hat der Aufsichtsrat Herrn Jean-Jacques Henchoz mit Wirkung ab 1. April 2019 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er soll mit Ablauf der Hauptversammlungen der Talanx AG am 9. Mai 2019 und der Hannover Rück SE am 8. Mai 2019 als Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Rückversicherung im Vorstand der Talanx AG bzw. als Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück SE die Nachfolge von Herrn Wallin antreten.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem wiederum erfreulichen Geschäftsergebnis der Gesellschaft und des Konzerns beigetragen.

 

Hannover, 15. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Herbert Haas, Vorsitzender

Verwaltungsorgane der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Herbert K. Haas

Vorsitzender (seit 8. Mai 2018)

Burgwedel

ehem. Vorsitzender des Vorstands Talanx AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Hannover Rück SE

HDI Deutschland AG (bis 13. März 2018)

HDI Global SE (bis 9. März 2018)

HDI International AG (bis 8. Mai 2018)

HDI Kundenservice AG (bis 13. März 2018)

HDI Systeme AG (bis 8. Mai 2018)

HDI V. a. G. (seit 13. Juni 2018)

E+S Rückversicherung AG

Mitglied des Beirats

NORD/LB (bis 31. Dezember 2018) **

Wolf-Dieter Baumgartl

Vorsitzender (bis 8. Mai 2018)

Berg

ehem. Vorsitzender des Vorstands

Talanx AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI V. a. G. (bis 13. Juni 2018)

Mitglied des Aufsichtsrats

Hannover Rück SE (bis 7. Mai 2018)

Mitglied des Verwaltungsrats

HDI Assicurazioni S. p. A.

Ralf Rieger*

stv. Vorsitzender

Raesfeld

Angestellter

HDI Vertriebs AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Vertriebs AG

Prof. Dr. Eckhard Rohkamm

stv. Vorsitzender (bis 8. Mai 2018)

Hamburg

ehem. Vorsitzender des Vorstands

ThyssenKrupp Technologies AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI V. a. G. (bis 13. Juni 2018)

Dr. Thomas Lindner

stv. Vorsitzender (seit 8. Mai 2018)

Albstadt

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Groz-Beckert KG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Groz-Beckert KG (seit 1. Januar 2019) **

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI V. a. G. (seit 13. Juni 2018)

Vorsitzender des Beirats Stuttgart

Deutsche Bank AG **

Vorsitzender des Regionalbeirats Südwest

Commerzbank AG **

Franz Adamczyk*

(seit 1. Januar 2019)

Isernhagen

Leiter Underwriting Property Specialities

HDI Global SE

Antonia Aschendorf

Hamburg

Rechtsanwältin

Mitglied des Vorstands

APRAXA eG

Geschäftsführerin 2-Sigma GmbH

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

Hamburger Friedhöfe AöR **

HDI Deutschland AG

HDI Kundenservice AG

HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH **

Karsten Faber*

(bis 31. Dezember 2018)

Hannover

ehem. Zentralbereichsleiter

Hannover Rück SE,

E+S Rückversicherung AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Aegidius Rückversicherung AG **

AGILA Haustierversicherung AG **

Wertgarantie AG **

Jutta Hammer*

Bergisch Gladbach

Angestellte

HDI Kundenservice AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Kundenservice AG (seit 13. März 2018)

Dr. Hermann Jung

Heidenheim

ehem. Mitglied der Geschäftsführung

Voith GmbH

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI V. a. G.

Mitglied des Verwaltungsrats

Dachser GmbH & Co. KG **

Dirk Lohmann

Forch, Schweiz

Präsident des Verwaltungsrats und

Vorsitzender der Geschäftsführung

Secquaero Advisors AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Präsident des Verwaltungsrats Secquaero Advisors AG, Zürich, Schweiz **

Mitglied des Verwaltungsrats Schroder Investment Management (Switzerland) AG **

Mitglied des Board of Directors

Ambrosia Re IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re (Guernsey) ICC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Vinyard IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Regent IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Rivaner IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Cloudy Bay IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Solaris IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Arvine IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Concord IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Amaral IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Melnik IC Ltd., Guernsey **

Secquaero Re Acolon IC Ltd., Guernsey **

Zweigelt Holdings Ltd., Guernsey **

Christoph Meister*

Hannover

Mitglied im ver.di-Bundesvorstand

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ver.di Bildung + Beratung gGmbH **

Jutta Mück*

Oberhausen

Account Manager Vertrieb Industrie

HDI Global SE

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Global SE

Katja Sachtleben-Reimann*

Hannover

Angestellte

HDI Service AG

Dr. Erhard Schipporeit

Hannover

selbstständiger Unternehmensberater

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien

Vorsitzender des Aufsichtsrats

innogy SE ** (seit 1. Januar 2018)

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

BDO AG **

Fuchs Petrolub SE **

Mitglied des Aufsichtsrats

Deutsche Börse AG ** (bis 16. Mai 2018)

Hannover Rück SE

HDI V. a. G.

RWE AG **

SAP SE **

Prof. Dr. Jens Schubert*

Potsdam

Leiter Recht, ver.di-Bundesverwaltung

Professor

Leuphana Universität Lüneburg

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Gläubigerausschusses

Schlecker e. K. **

Schlecker XL GmbH **

Jörn von Stein*

Angestellter

neue leben Lebensversicherung AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

neue leben Lebensversicherung AG

Norbert Steiner

Baunatal

ehem. Vorsitzender des Vorstands

K+S AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI V. a. G.

Angela Titzrath

(seit 8. Mai 2018)

Hamburg

Vorsitzende des Vorstands

Hamburger Hafen und Logistik AG

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats

Evonik AG

HDI V. a. G. (seit 13. Juni 2018)

* Arbeitnehmervertreter
** Mitgliedschaften in konzernexternen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen

Aufsichtsratsausschüsse

Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen.

Finanz- und Prüfungsausschuss

Herbert K. Haas, Vorsitzender

Jutta Hammer

Dr. Hermann Jung

Dr. Thomas Lindner

Ralf Rieger

Dr. Erhard Schipporeit

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Herbert K. Haas, Vorsitzender

Dr. Thomas Lindner

Katja Sachtleben-Reimann

Norbert Steiner

Vermittlungsausschuss

Herbert K. Haas, Vorsitzender

Ralf Rieger

Dr. Thomas Lindner

Prof. Dr. Jens Schubert

Nominierungsausschuss

Herbert K. Haas, Vorsitzender

Dirk Lohmann

Angela Titzrath

Aufgaben der Ausschüsse

Finanz- und Prüfungsausschuss

Vorbereitung der Finanzentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats

Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Finanzangelegenheiten, wie Gründung von Gesellschaften, Erwerb von Beteiligungen und Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften innerhalb eines jeweils definierten Werterahmens

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Vorbereitung der Personalangelegenheiten des Gesamtaufsichtsrats

Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Personalangelegenheiten, für die der Gesamtaufsichtsrat nicht zwingend ausschließlich zuständig ist

Vermittlungsausschuss

Vorschlag für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht wird (§ 31 Absatz 3 MitbestG)

Nominierungsausschuss

Empfehlung von geeigneten Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Vorstand

Torsten Leue

Vorsitzender

(seit 8. Mai 2018)

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover

(seit 13. Juni 2018)

Vorsitzender des Vorstands

HDI International AG, Hannover

(bis 8. Mai 2018)

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Auditing

Best Practice Lab

Communications

Corporate Development

Corporate Office/Compliance/Legal

Human Resources/Facility Management

Investor Relations

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI Deutschland AG (seit 13. März 2018)

HDI Global SE (seit 9. März 2018)

HDI Global Specialty SE (seit 26. Februar 2019)

HDI International AG (seit 9. Mai 2018)

HDI Kundenservice AG (seit 13. März 2018)

HDI Seguros S. A. (bis 4. März 2018)

HDI Service AG

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Hannover Rück SE (seit 7. Mai 2018)

Mitglied des Aufsichtsrats

Internationale Schule Hannover Region GmbH *

Mitglied des Beirats

E+S Rückversicherung AG (seit 21. Januar 2018)

stv. Vorsitzender des Verwaltungsrats

HDI Assicurazioni S. p. A. (bis 26. April 2018)

Herbert K. Haas

Vorsitzender

(bis 8. Mai 2018)

Burgwedel

Vorsitzender des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover

(bis 13. Juni 2018)

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Auditing

Communications

Corporate Development

Corporate Office/Compliance

Data Protection

Information Technology

Investor Relations

Legal

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Hannover Rück SE

HDI Deutschland AG (bis 13. März 2018)

HDI Global SE (bis 9. März 2018)

HDI International AG (bis 8. Mai 2018)

HDI Kundenservice AG (bis 13. März 2018)

HDI Systeme AG (bis 8. Mai 2018)

HDI V. a. G. (seit 13. Juni 2018)

E+S Rückversicherung AG

Talanx AG (seit 8. Mai 2018)

Mitglied des Beirats

NORD/LB (bis 31. Dezember 2018) *

Dr. Christian Hinsch

stv. Vorsitzender

Burgwedel

stv. Vorsitzender des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover

Vorsitzender des Vorstands

HDI Global SE, Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Industrial Lines Division

Reinsurance Captive (bis 8. Mai 2018)

Reinsurance Procurement (bis 8. Mai 2018)

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Talanx Reinsurance Broker GmbH

HDI Reinsurance (Ireland) SE

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

EXTREMUS AG *

HDI Systeme AG

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Global Specialty SE (seit 1. Januar 2019)

HDI Service AG

Sven Fokkema

(seit 9. Mai 2018)

Wedemark

Vorsitzender des Vorstands

HDI International AG,

Hannover

(seit 9. Mai 2018)

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Retail International Division

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI Seguros S. A. (seit 5. März 2018)

HDI Sigorta A. Ş

Magyar Posta Biztosító Részvénytársaság

Magyar Posta Életbiztosító Zrt.

Towarzystwo Ubezpieczen Europa Spolka Akcyjna

Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Europa S. A.

Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Warta Spolka Akcyjna

Towarzystwo Ubezpieczen Reasekuracji Warta Spolka Akcyjn

stv. Vorsitzender des Verwaltungsrats

HDI Assicurazioni S. p. A. (seit 26. April 2018)

Dr. Immo Querner

Celle

Mitglied des Vorstands

HDI Haftpflichtverband

der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Accounting

Collections

Controlling

Finance/Participating Interests/Real Estate

Investments

Reinsurance Captive (seit 9. Mai 2018)

Reinsurance Procurement (seit 9. Mai 2018)

Risk Management

Taxes

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ampega Asset Management GmbH

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ampega Investment GmbH

Ampega Real Estate GmbH

HDI Service AG

Talanx Reinsurance Broker GmbH

Mitglied des Aufsichtsrats

BÖAG Börsen AG Hamburg und Hannover *

Caplantic GmbH *

E+S Rückversicherung AG

Hannover Rück SE

HDI International AG

HDI Systeme AG

TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH *

Mitglied des Börsenrats

Frankfurter Wertpapierbörse *

Mitglied des Verwaltungsrats

Talanx Finanz (Luxemburg) S. A.

HDI Reinsurance (Ireland) SE

Ulrich Wallin

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

Hannover Rück SE,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Reinsurance Division

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Chairman of the Board of Directors

Hannover Life Reassurance Company of America

Hannover Re (Bermuda) Ltd.

Hannover Re (Ireland) DAC

Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI Global Specialty (vormals: International Insurance Company of Hannover SE) (bis 26. Februar 2019)

Member of the Board of Directors

Hannover Life Re of Australasia Ltd.

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Global Specialty SE (seit 26. Februar 2019)

Mitglied des Beirats

Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG *

Barmenia Krankenversicherung a. G. *

Barmenia Lebensversicherung a. G. *

Dr. Jan Wicke

Hannover

Vorsitzender des Vorstands

HDI Deutschland AG,

Hannover

Im Talanx-Vorstand verantwortlich für:

Business Organisation

Data Protection (seit 8. Mai 2018)

Information Technology (seit 8. Mai 2018)

Procurement (Non-IT) (seit 8. Mai 2018)

Retail Germany Division

Weitere Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats

HDI Lebensversicherung AG

HDI Systeme AG (seit 9. Mai 2018)

HDI Versicherung AG

HDI Vertriebs AG

neue leben Holding Aktiengesellschaft

PB Lebensversicherung AG

PB Versicherung AG

TARGO Lebensversicherung AG

TARGO Versicherung AG

Mitglied des Aufsichtsrats

HDI Service AG

HDI Systeme AG (bis 8. Mai 2018)

V-BANK AG * (seit 23. Juli 2018)

Mitglied des Beirats

Roland Rechtsschutz Versicherung AG *

* Mitgliedschaften in konzernexternen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen

Lagebericht.

Nach § 315 Absatz 5 HGB wurden der Lagebericht der Talanx AG und der Talanx-Konzernlagebericht zusammengefasst und im Konzern-Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Talanx AG und der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Jahresabschluss der Talanx AG und der Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2018 stehen unter www.talanx.com/investor-relations/finanzberichte auch im Internet zur Verfügung.

Jahresabschluss.

Bilanz zum 31.12.2018

Aktiva

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 806 697
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.320.623 7.404.040
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 215.500 214.200
3. Beteiligungen 8.630 11.412
7.544.753 7.629.652
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 385.716 454.606
2. Sonstige Vermögensgegenstände 198.366 127.204
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.595 (i. V. 321) TEUR
584.082 581.810
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 110.750 100.132
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 649.729 815.263
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.898 7.323
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung - 15
Summe der Aktiva 8.897.018 9.134.892

Passiva

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 315.997 315.997
II. Kapitalrücklage 1.394.223 1.394.223
III. Gewinnrücklagen 2.901.819 2.901.819
IV. Bilanzgewinn 485.159 627.069
5.097.198 5.239.108
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 845.407 793.654
2. Steuerrückstellungen 40.579 80.154
3. Sonstige Rückstellungen 97.389 114.321
983.375 988.129
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 1.815.400 1.814.900
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.815.400 (i.V. 1.814.900) TEUR
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 581 78
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 581 (i. V. 78) TEUR
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 327 39
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 327 (i. V. 39) TEUR
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 973.703 1.065.493
-davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 175.703 (i.V. 266.993) TEUR
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 798.000 (i. V. 798.500) TEUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.126 22.713
-davon aus Steuern: 338 (i.V. 320) TEUR
-davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 23.126 (i. V. 22.713) TEUR
2.813.137 2.903.223
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.308 4.432
Summe der Passiva 8.897.018 9.134.892

Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.-31.12.2018

scroll
TEUR 2018 2017
1. Erträge aus Beteiligungen 358.381 313.308
- davon aus verbundenen Unternehmen: 3 58.381 (i.V. 312.369) TEUR
2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 197.852 198.626
3. Erträge aus von Organgesellschaften abgeführten Steuerumlagen 18.666 -
4. Umsatzerlöse 18.926 17.874
5. Sonstige betriebliche Erträge 862 2.311
- davon aus Währungsumrechnung: 2 (i.V. 4) TEUR
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 26.938 25.143
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 62.386 41.489
- davon für Altersversorgung: 59.532 (i. V. 38.765) TEUR
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192 185
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.669 38.603
- davon aus Währungsumrechnung: 1 (i.V. 4) TEUR
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.551 10.145
- davon aus verbundenen Unternehmen: 10.027 (i. V. 9.024) TEUR
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.038 7.559
- davon aus verbundenen Unternehmen: 2.534 (i. V. 2.183) TEUR
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 857 3.935
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 131.060 114.528
-davon an verbundene Unternehmen: 51.942 (i. V. 51.936) TEUR
-davon aus Aufzinsung: 27.723 (i.V. 30.256) TEUR
13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 117.880 203.855
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.279 -21.375
15. Ergebnis nach Steuern 212.014 143.459
16. Sonstige Steuern 7 9
17. Jahresüberschuss 212.008 143.450
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 273.152 483.619
19. Bilanzgewinn 485.159 627.069

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Die Talanx AG mit Sitz in Hannover ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hannover eingetragen (HRB 52546).

Die Talanx AG hat im Dezember 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 die Rückversicherungslizenz durch die BaFin erhalten und wird ab dem Geschäftsjahr 2019 als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen agieren.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bewertung Aktiva

Aktiva

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit den Anschaffungskosten aktiviert und um Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert. Anzahlungen werden mit den Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode; die Nutzungsdauer beträgt drei bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 (150) EUR und 800 (410) EUR werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert.

Der Zeitwert der Holdinggesellschaften wurde im Rahmen einer sogenannten "Sum-of-the-Parts"-Bewertung bestimmt, innerhalb derer die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt wurden. Die Ermittlung der Zeitwerte für die Beteiligungen an operativen Gesellschaften erfolgt bei Kompositversicherungsgesellschaften und Finanzdienstleistern regelmäßig mittels des Ertragswertverfahrens. Bei Lebensversicherungsgesellschaften wird der Marktwert überwiegend mittels des Ertragswertverfahrens ermittelt. Um die Besonderheiten des Lebensversicherungsgeschäfts zu berücksichtigen, wird das Appraisal-Value-Verfahren zur Verplausibilisierung der Werthaltigkeit herangezogen. Für verschiedene Private-Equity- und Grundstücksgesellschaften wurde der Zeitwert anhand des Net Asset Value ermittelt. In begründeten Einzelfällen wurden Gesellschaften mit ihrem Buchwert, insbesondere im Falle von anschaffungsnahen Vorgängen, angesetzt.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert aktiviert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren dauerhaft beizulegenden Wert. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden gemäß § 253 Absatz 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der Zeitwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird mithilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen, wie zum Beispiel Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit, berücksichtigt.

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen stille Lasten von insgesamt 2.128 TEUR. Die unterlassenen Abschreibungen sind rein zinsinduziert und daher nicht dauerhaft.

Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Kapitalrückzahlungen und Abschreibungen auf den dauerhaft beizulegenden Wert, bilanziert. Bei der Ermittlung der Zeitwerte wird grundsätzlich ein Ertragswertverfahren zugrunde gelegt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände, Einlagen sowie laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgenden Kostenschlusses werden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den Sonstigen Vermögensgegenständen als Sonstige Forderungen erfasst. Der Abgrenzungsposition stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den Sonstigen Rückstellungen als Übrige Rückstellungen gezeigt werden.

Sonstige Wertpapiere werden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bilanziert.

Die in die aktive Rechnungsabgrenzung einzubeziehenden Positionen wurden zum Nennwert angesetzt, soweit nicht gegebenenfalls der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen wäre.

Der Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" stellt den übersteigenden Betrag dar, der nach Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den diese bedeckenden Vermögensgegenständen (im Wesentlichen Rückdeckungslebensversicherungen) verbleibt.

Bewertung Passiva

Verpflichtungen aus Pensionen wurden gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und entsprechend § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Pensionsrückstellungen für arbeitgeberfinanzierte Zusagen und für nicht wertpapiergebundene arbeitnehmerfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Leistungsanpassung bei Zusagen aus Entgeltumwandlung aufgrund der künftig zu erwartenden Überschussbeteiligung der Rückdeckungsversicherungen wurde vertragsindividuell berücksichtigt.

Die Bewertung basiert auf den Ausscheidewahrscheinlichkeiten der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G, die entsprechend dem im Bestand beobachteten Risikoverlauf verstärkt wurden. Im Übrigen wurden nachstehende Annahmen der Berechnung zugrunde gelegt:

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Gehaltsdynamik: 2,50 %
Rentendynamik: 1,74 %
Zinssatz: 3,21 %

Die berücksichtigte Fluktuation entspricht den nach Alter und Geschlecht diversifizierten unternehmensindividuellen Wahrscheinlichkeiten.

Bei den wertpapiergebundenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen handelt es sich ausschließlich um leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, deren Bewertung entsprechend IDW RS HFA 30 Rz. 74 nach § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zu erfolgen hat. Für diese Zusagen entspricht der Erfüllungsbetrag mithin dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie die der Pensionsverpflichtungen. Dabei kommen die gleichen Annahmen für die Berücksichtigung von Gehaltstrends und Fluktuationswahrscheinlichkeiten zum Ansatz. Lediglich der Diskontierungszinssatz wird abweichend mit einem durchschnittlichen Mittel aus den vergangenen sieben Jahren ermittelt und mit 2,32 % angesetzt.

Bei der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden alle Mitarbeiter der Gesellschaft berücksichtigt, die die Altersteilzeit in Anspruch genommen haben. Die Berechnungen wurden mithilfe der modifizierten HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G durchgeführt wie sie für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Ansatz kommen. Es wurde die Ausscheideordnung der Aktiven zugrunde gelegt. Dabei wurde unter der Annahme einer mittleren Restlaufzeit von zwei Jahren ein Rechnungszins von 0,87 % angesetzt. Als Gehaltstrend wurden 2,50 % angenommen. Die Rückstellung ist gemäß § 253 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie setzt sich zusammen aus der Rückstellung für rückständiges Arbeitsentgelt, der Rückstellung für Aufstockungsbeträge, der Rückstellung für den zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rückstellung für Abfindung.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank in Übereinstimmung mit der RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Die anderen Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Währungsumrechnung

Soweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31. Dezember 2018 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet. Eine Ausnahme bilden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die zu fortgeführten historischen Kursen angesetzt werden.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde abweichend vom gesetzlichen Gliederungsschema dargestellt, um mit den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Posten den Besonderheiten einer Holding Rechnung zu tragen. Dazu wurden die Posten "Erträge aus Beteiligungen" und "Erträge aus Gewinnabführungsverträgen" wegen ihrer großen Bedeutung an den Anfang gestellt.

Angaben zur Bilanz - Aktiva

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Kumulierte Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
Entwicklung der Sachanlagen Anschaffungskosten 31.12.2017 Zugänge Abgänge Abschreibungen 31.12.2017 Abschreibungen 2018 Abgänge
TEUR
A. I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.602 527 742 905 303 627
Summe A.I. 1.602 527 742 905 303 627
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Buchwert
Entwicklung der Sachanlagen Abschreibungen 31.12.2018 Buchwert 31.12.2018
TEUR
A. I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 581 806
Summe A.I. 581 806
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Entwicklung der Finanzanlagen Bilanzwerte 31.12.2017 Zugänge Abgänge Bilanzwerte 31.12.2018 Zeitwerte 31.12.2018 Bewertungsreserven 31.12.2018
TEUR
A. II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.404.040 683 84.100 7.320.623 16.683.058 9.362.435
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 214.200 4.500 3.200 215.500 233.004 17.504
3. Beteiligungen 11.412 - 2.782 8.630 8.630 -
Summe A.II. 7.629.652 5.183 90.082 7.544.753 16.924.692 9.379.939

Angaben zur Bilanz - Passiva

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Sonstige Rückstellungen Stand 1.1.2018 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Aufzinsung/ Zinssatzänderung Saldierung (fortgeführt)
TEUR
B. 3. Sonstige Rückstellungen
Zinsanteil aus Steuerrückstellungen 41.457 20.319 - 2.660 -42 -
Spruchverfahren 26.264 - - 683 - -
Erfüllungsübernahmen aus Pensionsverpflichtungen 26.296 - - 1.930 - -
Share Awards 5.065 1.054 97 893 2 -
Vorstandsbezüge 3.765 2.042 - 2.244 19 -
Aufsichtsratsvergütungen 2.300 2.300 - 2.300 - -
Variable Bezüge/Gratifikationen 1.883 1.873 10 1.848 - -
Beratungskosten 4.155 3.681 407 2.370 - -
Jahresabschlusskosten 877 877 - 1.159 - -
Altersteilzeit 583 322 - 241 9 11
Jubiläumsverpflichtungen 407 228 - - 4 -
Übrige 1.269 1.167 102 1.216 - -
Summe B.3. 114.321 33.863 616 17.544 -8 11
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Sonstige Rückstellungen Buchwert 31.12.2018
TEUR
B. 3. Sonstige Rückstellungen
Zinsanteil aus Steuerrückstellungen 23.756
Spruchverfahren 26.947
Erfüllungsübernahmen aus Pensionsverpflichtungen 28.226
Share Awards 4.809
Vorstandsbezüge 3.986
Aufsichtsratsvergütungen 2.300
Variable Bezüge/Gratifikationen 1.848
Beratungskosten 2.437
Jahresabschlusskosten 1.159
Altersteilzeit 522
Jubiläumsverpflichtungen 183
Übrige 1.216
Summe B.3. 97.389

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellung betrug 1.037 TEUR. Der Zeitwert der zu dessen Bedeckung gehaltenen Fonds betrug 515 TEUR zum 31. Dezember 2018. Die historischen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 499 TEUR. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Marktpreis.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr das Ergebnis aus Deckungsvermögen für Rückstellungen für Altersteilzeit von 8 TEUR mit Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit von 9 TEUR saldiert.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

A.III.1. Anteile an verbundenen Unternehmen

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1. Anteile an verbundenen Unternehmen im Inland %-Anteil am Kapital1) Eigenkapital2)
in TEUR
Ergebnis vor Gewinnabführung2)
in TEUR
Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs- GmbH & Co. KG, Hamburg14) 100,00 EUR 4.174 577
Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs- GmbH & Co. KG, Hamburg14) 100,00 EUR 8.674 -24
Ampega Asset Management GmbH, Köln (vormals: Talanx Asset Management GmbH, Köln)3), 15) 100,00 EUR 72.600 54.793
Ampega Investment GmbH, Köln15) 100,00 EUR 7.936 26.119
Ampega Real Estate GmbH, Köln (vormals: Talanx Immobilien Management GmbH, Köln)3), 15) 100,00 EUR 1.337 4.366
E+S Rückversicherung AG, Hannover14) 64,79 EUR 940.847 170.000
FUNIS GmbH & Co. KG, Hannover14) 100,00 EUR 106.750 11.530
FVB Gesellschaft für Finanz- und Versorgungsberatung mbH, Osnabrück, Deutschland15) 100,00 EUR 3.438 3.376
G-E Financial Analytics GmbH , Berlin, Deutschland13) 100,00 EUR - -
GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln 100,00 EUR 30.956 -2.469
Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Hannover14) 100,00 EUR 424.437 61.024
Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover14) 100,00 EUR 1.425 -909
Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover 100,00 EUR 20.393 25
Hannover Life Re AG, Hannover14), 15) 100,00 EUR 1.563.377 223.154
Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Hannover14) 100,00 EUR 301.283 55.983
Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Hannover14) 100,00 EUR 908.380 19.339
Hannover Re Global Alternatives GmbH & Co. KG, Hannover14) 100,00 EUR 318.374 6.845
Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover14), 15) 100,00 EUR 2.341.925 237.512
Hannover Rück SE, Hannover14) 50,22 EUR 2.967.716 665.355
HAPEP II Holding GmbH, Hannover14) 100,00 EUR 3.994 90
HAPEP II Komplementär GmbH, Hannover14) 100,00 EUR 43 1
HDI AI EUR Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln4), 14) 100,00 EUR 490.544 57.575
HDI AI USD Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln4), 14) 100,00 EUR 200.716 18.516
HDI Deutschland AG, Hannover (vormals: Talanx Deutschland AG, Hannover)3), 15) 100,00 EUR 1.519.576 41.397
HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH, Hilden (vormals: Talanx Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH, Hilden)3), 15) 100,00 EUR 495 -135
HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden (vormals: Talanx Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden)3), 15) 100,00 EUR 650.419 20.426
HDI Deutschland Bancassurance Kundenmangement GmbH & Co. KG, Hilden (vormals: HDI-Gerling Friedrich Wilhelm GmbH & Co. KG, Köln)4) 100,00 EUR 440.023 11.417
HDI Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH, Hilden (vormals: Talanx Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH, Hilden)3), 15) 100,00 EUR 75.000 -
HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement Komplementär GmbH, Hilden, Deutschland (vormals: HG-FW Komplementär GmbH, Köln, Deutschland)13) 100,00 EUR - -
HDI Direkt Service GmbH, Hannover3), 14), 15) 100,00 EUR 51 -10
HDI Global Network AG, Hannover14), 15) 100,00 EUR 211.564 19.385
HDI Global SE, Hannover14), 15) 100,00 EUR 406.536 -117.880
HDI Global Specialty Holding GmbH, Hannover14) 100,00 EUR 75 -
HDI Global Specialty SE, Hannover (vormals: International Insurance Company of Hannover SE, Hannover)14), 15) 100,00 EUR 168.845 -
HDI Global Underwriting Agency GmbH (vormals: Nassau Assekuranzkontor GmbH, Köln)15) 100,00 EUR 24 -1
HDI International AG, Hannover (vormals: Talanx International AG, Hannover)3), 15) 100,00 EUR 1.968.846 81.444
HDI Kundenservice AG, Köln3), 15) 100,00 EUR 311 41
HDI Lebensversicherung AG, Köln14) 100,00 EUR 448.897 8.000
HDI Pensionskasse AG, Köln14) 100,00 EUR 40.211 256
HDI Pensionsmanagement AG, Köln (vormals: Talanx Pensionsmanagement AG, Köln)3), 15) 100,00 EUR 557 724
HDI Risk Consulting GmbH, Hannover3), 14), 15) 100,00 EUR 1.626 398
HDI Schadenregulierung GmbH15) 100,00 EUR 25 -1
HDI Service AG, Hannover (vormals: Talanx Service AG, Hannover)3), 14), 15) 100,00 EUR 1.720 26
HDI Systeme AG, Hannover (vormals: Talanx Systeme AG, Hannover)3), 14), 15) 100,00 EUR 140 -
HDI Versicherung AG, Hannover14), 15) 100,00 EUR 57.100 -3.783
HDI Vertriebs AG, Hannover3), 14), 15) 100,00 EUR 533 -1.077
HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln, Deutschland14) 100,00 EUR -15 -64
HILSP Komplementär GmbH, Hannover 100,00 EUR 35 1
HLV Real Assets GmbH & Co. KG, Köln4), 14) 100.00 EUR 27 -174
HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover4) 100,00 EUR 41.357 1.370
HPK Köln offene Investment GmbH & Co. KG, Köln 100,00 EUR 4.481 33.666
HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG, München7), 14) 99,99 EUR 350.734 4.850
HR GLL Central Europe Holding GmbH, München11), 14) 100,00 EUR 60.667 1.086
H R Verwaltungs-GmbH, Hannover6), 14) 100,00 EUR 3 -5
Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 29.787 513
Infrastruktur Windpark Vier Fichten GbR 100,00 EUR - 4
IVEC Institutional Venture and Equity Capital GmbH, Köln 100,00 EUR 30.252 -3.369
Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 1, Köln 100,00 EUR 20.528 68.379
Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 3, Köln 100,00 EUR 6.817 32.272
Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 5, Köln 100,00 EUR 2.411 165.770
Lifestyle Protection AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 5.749 -355
Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 7.496 -265
neue leben Holding AG, Hamburg 67,50 EUR 102.606 16.835
neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg14), 15) 100,00 EUR 93.108 11.200
neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg15) 100,00 EUR 3.596 5.330
NL Leben offene Investment GmbH & Co. KG, Köln 100,00 EUR 3.987 147.990
PB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 2, Köln 100,00 EUR 10.214 32.953
PB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 3, Köln 100,00 EUR 5.930 50.641
PB Lebensversicherung AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 136.666 4.500
PB Pensionsfonds AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 9.599 1.074
PB Versicherung AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 9.499 7.124
Riethorst Grundstückgesellschaft AG & Co. KG, Hannover4) 100,00 EUR 147.025 5.482
SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover, Deutschland14), 15) 100,00 EUR 200 423
Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover4), 14) 100,00 EUR 22.922 432
Talanx Direct Infrastructure 1 GmbH, Köln14) 100,00 EUR 81 20
Talanx Infrastructure France 1 GmbH, Köln 100,00 EUR 57.571 387
Talanx Infrastructure France 2 GmbH, Köln 100,00 EUR 122.001 396
Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH, Köln 100,00 EUR 29.395 -6
Talanx Infrastructure Portugal GmbH, Köln 100,00 EUR 52.696 745
Talanx Reinsurance Broker GmbH, Hannover3), 14), 15) 100,00 EUR 100 20.192
TAM AI Komplementär GmbH, Köln14) 100,00 EUR 88 32
TARGO Leben offene Investment GmbH & Co. KG, Köln 100,00 EUR 6.050 60.133
TARGO Lebensversicherung AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 33.655 32.101
TARGO Versicherung AG, Hilden14), 15) 100,00 EUR 29.742 17.391
TD-BA Private Equity GmbH & Co. KG, Köln4), 14) 100,00 EUR 391.460 28.738
TD-BA Private Equity Sub GmbH, Köln14) 100,00 EUR 124.488 17.483
TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 443.217 18.033
TD-Sach Private Equity GmbH & Co. KG, Köln4), 14) 100,00 EUR 73.614 6.651
Windfarm Bellheim GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 59.451 1.689
Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 14.157 2.038
Windpark Parchim GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 12.654 259
Windpark Rehain GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 32.338 357
Windpark Sandstruth GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 6.517 270
Windpark Vier Fichten GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 6.587 287
WP Berngerode GmbH & Co. KG, Köln 14) 100,00 EUR 44.615 471
WP Mörsdorf Nord GmbH & Co. KG, Köln14) 100,00 EUR 31.471 441
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2. Anteile an verbundenen Unternehmen im Ausland %-Anteil am Kapital1) Eigenkapital2)
in Tausend
Ergebnis vor Gewinnabführung2)
in Tausend
101B0S LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 50.439 1.545
1110RD, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 69.582 2.370
1225 West Washington, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 33.123 6.878
140EWR, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 61.889 -1.390
1600FLL LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 30.795 439
320AUS LLC, Wilminton, USA8), 14) 100,00 USD 92.447 3.354
3290ATL LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 70.595 3.821
3541 PRG s.r.o., Prag, Tschechien11), 14) 100,00 CZK 901.512 17.955
402 Santa Monica Blvd, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD -847 931
7550IAD LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 68.438 428
92601 BTS s.r.o., Bratislava, Slowakei11), 14) 100,00 EUR 2.490 301
975 Carroll Square, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 47.090 -308
Akvamarin Beta, s.r.o., Prag, Tschechien11), 14) 100,00 CZK 68.433 16.397
APCL Corporate Director No.1 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
APCL Corporate Director No.2 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta Continuity Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta General Partner Limited, Edinburgh, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta Holdings Limited, London, Großbritannien7), 14) 100,00 GBP 46.436 3.720
Argenta Insurance Research Limited, London, Großbritannien5), 10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta LLP Services Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta No.13 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta No.14 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta No.15 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta Private Capital Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 4.852 1.802
Argenta Secretariat Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta SLP Continuity Limited, Edinburgh, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Argenta Syndicate Management Limited, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 7.474 1.580
Argenta Tax & Corporate Services Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 712 462
Argenta Underwriting Asia Pte. Ltd., Singapore, Singapur10), 14) 100,00 SGD 1.687 308
Argenta Underwriting Labuan Ltd, Labuan, Malaysia10), 14) 100,00 USD 71 -
Argenta Underwriting No.1 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 22 -
Argenta Underwriting No.2 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 1.299 -3.693
Argenta Underwriting No.3 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 466 -1.845
Argenta Underwriting No.4 Limited, London, Großbritannien10), 14 100,00 GBP -152 -
Argenta Underwriting No.7 Limited, London, Großbritannien10), 14 100,00 GBP - -
Argenta Underwriting No.8 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP -32 -8
Argenta Underwriting No.9 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 791 -580
Argenta Underwriting No.10 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP -53 -16
Argenta Underwriting No.11 Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP -30 3
Broadway 101, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 13.174 -2
Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 90,00 ZAR 15.996 30.662
Compass Insurance Company Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 250.242 55.312
Construction Guarantee (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika6), 9) 60,00 ZAR - -
Desarrollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de C. V., León, Guanajuato, Mexiko 100,00 MXN 453 38
Ferme Eolienne des Mignaudieres SNC, Toulouse, Frankreich14) 100,00 EUR 15.097 415
Ferme Eolienne du Confolentais SNC, Toulouse, Frankreich14) 100,00 EUR 15.834 526
Film & Entertainment Underwriters SA (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 51,00 ZAR 537 549
Firedart Engineering Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 9) 70,00 ZAR 1.225 -620
Fountain Continuity Limited, Edinburgh, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Funderburk Lighthouse Limited, Grand Caymann, Cayman Inseln14) 100,00 USD 38.213 3.273
Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 1.721 3.087
Gente Compañia de Soluciones Profesionales de México, S. A. de C. V., León, Mexiko 100,00 MXN 15.790 4.039
Glencar Insurance Company, Orlando, USA14) 100,00 USD 76.206 -16.897
Glencar Underwriting Managers, Inc., Chicago, USA 100,00 USD 5.148 325
GLL HRE CORE Properties, L.P., Wilmington, USA8), 14) 99,90 USD 656.081 -275
H. J. Roelofs Assekuradeuren B. V. , Rotterdam, Niederlande 100,00 EUR 219 61
HR Hannover Re, Correduría de Reaseguros, S. A., Madrid, Spanien14) 100,00 EUR 585 88
Hannover Finance, Inc., Wilmington, USA 100,00 USD 1.404.793 436
Hannover Finance (Luxembourg) S. A., Luxemburg, Luxemburg14) 100,00 EUR 35.030 678
Hannover Finance (UK) Ltd., London, Großbritannien14) 100,00 GBP 2.694 -13
Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 565.752 37.502
Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda14) 100,00 USD 452.380 55.988
Hannover Life Reassurance Company of America (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda14) 100,00 USD 1.122.202 64.825
Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA14) 100,00 USD 551.466 36.288
Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien14) 100,00 AUD 469.676 -11.637
Hannover Mining Engineering Services LLC, Itasca, USA 100,00 USD 340 40
Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda14) 100,00 USD 1.234.010 163.495
Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 820.846 87.934
Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika7), 14) 100,00 ZAR 201.825 95.297
Hannover Re (Ireland) Designated Activity Company, Dublin, Irland14) 100,00 USD 857.255 68.234
Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbai, Indien 100,00 INR 110.806 -1.965
Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando, USA7) 100,00 USD 828.831 25.011
Hannover Re Risk Management Services India Private Limited, Neu-Delhi, Indien 100,00 INR 49.875 -9.723
Hannover Re Services Italy S.r.l., Mailand, Italien 100,00 EUR 471 93
Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan14) 100,00 JPY 139.207 12.290
Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA 100,00 USD 3.889 111
Hannover ReTakaful B. S. C. (c), Manama, Bahrain14) 100,00 BHD 63.150 1.287
Hannover Risk Consultants B. V., Rotterdam, Niederlande 100,00 EUR -33 -45
Hannover Rück SE Escritório de Representação no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien 100,00 BRL 3.016 457
Hannover Services (México) S. A. de C. V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00 MXN 7.877 828
Hannover Services (UK) Ltd., London, Großbritannien14) 100,00 GBP 968 75
HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien 100,00 EUR 239.245 19.755
HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexico-Stadt, Mexiko 100,00 MXN 168.638 -1.790
HDI-Gerling Verzekeringen N.V., Rotterdam, Niederlande 100,00 EUR 149.355 16.891
HDI Global Insurance Company, Chicago, USA 100,00 USD 166.407 10.534
HDI Global Network AG Escritório de Representação no Brasil Ltda, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 313 370
HDI Global SA Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00 ZAR 50.940 1.343
HDI Global Seguros S. A., São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 52.947 3.474
HDI Immobiliare S. r. l., Rom, Italien 100,00 EUR 63.857 1.543
HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, Irland (vormals: Talanx Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, Irland)14) 100,00 EUR 215.992 34.747
HDI Seguros de Garantía y Crédito S. A., Las Condes, Chile 99,85 CLP 6.003 1.418
HDI Seguros de Vida S. A., Bogotá, Kolumbien13) 99,87 COP - -
HDI Seguros de Vida S. A., Las Condes, Chile 100,00 CLP 3.400.592 -279.462
HDI Seguros S. A., Bogotá, Kolumbien13) 91,34 COP - -
HDI Seguros S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00 ARS 312.428 53.557
HDI Seguros S. A. de C. V., Leon, Mexiko 99,76 MXN 1.423.049 193.080
HDI Seguros S. A., Las Condes, Chile 99,91 CLP 46.832.351 -4.077.056
HDI Seguros S. A., Montevideo, Uruguay 100,00 UYU 260.795 11.250
HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru 100,00 PEN 13.146 -2.635
HDI Seguros S. A., São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 1.099.648 110.277
HDI Sigorta A. S., Istanbul, Türkei 100,00 TRY 411.004 41.216
HDI Specialty Insurance Company, Illinois, USA 100,00 USD 47.405 420
HDI Versicherung AG (Österreich), Wien, Österreich 100,00 EUR 28.805 9.351
Hospitality Industrial and Commercial Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 90,00 ZAR 2.509 9.245
HR GLL CDG Plaza S. r. l., Bukarest, Rumänien11), 14) 100,00 RON 143.433 7.762
HR GLL Europe Holding S. à r. l., Luxemburg, Luxemburg11), 14) 100,00 EUR 190.580 720
HR GLL Griffin House SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNÓSCIA, Warschau, Polen11), 14) 100,00 PLN 36.064 -1.413
HR GLL Liberty Corner SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNÓSCIA, Warschau, Polen11), 14) 100,00 PLN 47.995 -1.391
HR GLL Roosevelt Kft, Budapest, Ungarn11), 14) 100,00 HUF 20.102.378 1.120.922
HR US Infra Debt LP, George Town, Cayman Inseln14) 99,99 USD 118.517 3.721
HR US Infra Equity LP, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 32.528 -328
INCHIARO LIFE Designated Activity Company, Dublin, Irland 100,00 EUR 16.766 688
InLinea S. p. A., Rom, Italien 100,00 EUR 1.493 -124
Integra Insurance Solutions Limited, Bradford, Großbritannien 100,00 GBP 4.859 -978
Inter Hannover (No. 1) Limited, London, Großbritannien14) 100,00 GBP - -
International Mining Industry Underwriters Limited, London, Großbritannien5) 100,00 GBP 238 12
Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile 100,00 CLP 178.598.522 20.567.134
Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda14) 88,00 USD 373 -181
Kubera Insurance (SAC) Ltd, Hamilton, Bermuda14) 100,00 USD 889 -111
Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika9), 14) 65,50 ZAR 5.025 5.341
Le Chemin de La Milaine S. N. C, Lille, Frankreich14) 100,00 EUR 16.843 1.319
Leine Investment General Partner S. à r. l., Luxemburg, Luxemburg14) 100,00 EUR 869 363
Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg, Luxemburg14) 100,00 USD 96.470 1.030
Le Louveng S. A. S., Lille, Frankreich14) 100,00 EUR 8.536 494
Le Souffle des Pellicornes S. N. C, Lille, Frankreich14) 100,00 EUR 15.020 1.043
Les Vents de Malet S. N. C, Lille, Frankreich14) 100,00 EUR 17.129 1.465
LI RE, Hamilton, Bermuda14) 100,00 USD - -
Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 70,00 ZAR 283.916 65.690
M8 Property Trust, Sydney, Australien12), 14) 100,00 AUD 67.100 -500
Magyar Posta Biztositó Részvénytársaság, Budapest, Ungarn 66,93 HUF 2.591.411 196.352
Magyar Posta Életbiztosító Zrt., Budapest, Ungarn 66,93 HUF 7.782.249 1.012.637
Markham Real Estate Partners (KSW) Pty Limited, Sydney NSW, Australien12), 14) 100,00 AUD - -
MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 7.062 3.280
Mustela s.r.o., Prag, Tschechien11), 14) 100,00 CZK 1.094.807 18.515
Names Taxation Service Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP 10 -
Nashville West, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 27.324 964
OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland 100,00 RUB 2.380.889 544.393
OOO Strakhovaya Kompaniya HDI Strakhovanie, Moskau, Russland 100,00 RUB 317.705 47.616
Orion No.1 Professional Investors Private Real Estate Investment LLC, Seoul, Südkorea12), 14) 99,65 KRW 28.889.876 1.671.894
PAG Real Estate Asia Select Fund Limited, George Town, Cayman Inseln7), 14) 100,00 USD 173.810 972
Peace G.K., Tokio, Japan12), 14) 99,00 JPY 5.081.293 175.556
Pipera Business Park S. r. l., Bukarest, Rumänien11), 14) 100,00 RON 99.320 13.069
Private Joint Stock Company "EUROPA.UA", Lemberg, Ukraine 100,00 UAH 8.680 337
Private Joint Stock Company "EUROPA.UA Service", Lemberg, Ukraine 100,00 UAH 8.106 -155
Protecciones Esenciales S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00 ARS 366.987 57.175
Residual Services Corporate Director Limited, London, Großbritannien10), 14) 100,00 GBP - -
Residual Services Limited, London, Großbritannien10), 14), 17) 100,00 GBP - -
River Terrace Parking, LLC, Wilmington, USA8), 14) 100,00 USD 18.553 254
Saint Honoré Iberia S. L., Madrid, Spanien 100,00 EUR 42.175 1.464
Sand Lake Re, Inc., Burlington, USA14) 100,00 USD 96.097 -1.224.375
Santander Auto S. A., Sao Paulo - Vila Olimpia, Brasilien13) 50,00 BRL - -
SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 100,00 ZAR 44.599 7.624
Svedea AB, Stockholm, Schweden14) 53,00 SEK 20.073 15.006
Svedea Skadeservice AB, Stockholm, Schweden 100,00 SEK 50 -
Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg 100,00 EUR 6.553 100
Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 70,00 ZAR 2.559 4.437
Towarzystwo Ubezpieczen Europa S. A., Breslau, Polen 50,00 PLN 909.292 55.828
Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji WARTA S. A., Warschau, Polen 75,74 PLN 2.173.091 327.650
Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Europa S. A., Breslau, Polen 100,00 PLN 669.398 2.930
Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie "WARTA" S. A., Warschau, Polen 100,00 PLN 360.562 29.582
U FOR LIFE SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia14) 60,00 MYR -24.057 -2.153
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3. Beteiligungen %-Anteil am Kapital1) Eigenkapital2)
in Tausend
Ergebnis vor Gewinnabführung2)
in Tausend
Ampega C-QUADRAT Fondsmarketing GmbH, Frankfurt, Deutschland6) 50,00 EUR 110 -3
B3i Services AG, Zürich, Schweiz13) 7,94 CHF - -
caplantic GmbH, Hannover, Deutschland 45,00 EUR 4.583 1.767
Centaur Animal Health, Inc., Olathe, USA 7,56 USD 1.968 150
Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9), 14) 32,67 ZAR 15.311 13.306
C-QUADRAT Ampega Asset Management Armenia LLC, Yerevan, Armenien 25,10 AMD 663.059 152.659
Credit Suisse (Lux) Gas TransitSwitzerland SCS, Luxemburg, Luxemburg 60,15 EUR 124.980 -6.597
ELEMENT Insurance AG, Berlin 3,05 EUR 7.527 -3.370
Elinvar GmbH, Berlin 37,50 EUR 2.440 -2.878
Escala Braga - Sociedade Gestora de Edifício, S. A., Braga, Portugal 49,00 EUR 10.126 872
Escala Vila Franca - Sociedade Gestora de Edifício, S. A., Linhó, Portugal 49,00 EUR 14.055 1.163
Escala Parque - Gestão de Estacionamento, S. A., Linhó, Portugal 49,00 EUR 822 762
Finance-Gate Software GmbH, Berlin, Deutschland13) 40,00 EUR - -
FinLeap GmbH, Berlin, Deutschland 9,49 EUR 40.297 -5.934
HANNOVER Finanz GmbH, Hannover, Deutschland 27,78 EUR 84.553 21.044
Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland 50,00 EUR 29 -
Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 50,00 EUR 11.377 -4.634
IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, Fürstenfeldbruck, Deutschland 37,50 EUR 18.371 11.408
Inlife Holding (Liechtenstein) AG, Triesen, Liechtenstein 15,00 CHF 3.803 1.996
Internationale Schule Hannover Region GmbH, Hannover, Deutschland 15,72 EUR 4.402 193
ITAS Vita S. p. A., Trient, Italien 27,10 EUR 104.540 3.660
Kopano Ventures (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika14) 6,59 ZAR 772 -3.881
Liberty Life Insurance Public Company Ltd, Nicosia, Zypern 3,30 EUR 8.222 331
Life Invest Holding AG, Zürich, Schweiz 15,00 CHF 43.631 15.583
Magma HDI General Insurance Ltd., Kalkutta, Indien 25,50 INR 2.255.924 -324.461
Meribel Topco Limited, St. Helier, Jersey14) 20,11 EUR -4.775 -162
Monument Insurance Group Limited, Hamilton, Bermuda 20,00 GBP 58.472 11.640
neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg, Deutschland16) 49,00 EUR 2.194 -23
Nürnberger Beteiligungs-AG, Nürnberg, Deutschland 2,33 EUR 667.338 63.059
OVB Holding AG, Köln, Deutschland 0,70 EUR 89.233 173.020
Perseus Technologies GmbH, Berlin, Deutschland 12,82 EUR 669 -1.354
Petro Vietnam Insurance Holdings, Cau Giay, Vietnam 47,31 VND 6.342.243.508 486.933.897
Pineapple Tech (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika9), 14) 25,00 ZAR 1.927 -3.254
PNH Parque - Do Novo Hospital, S. A., Linhó, Portugal 49,00 EUR 322 262
Qinematic AB, Lidingö, Schweden 10,71 SEK 1.818 -1.262
Reaseguradora del Ecuador S. A., Guayaquil, Ecuador14) 30,00 USD 17.381 2.274
RW Holding AG, Düsseldorf, Deutschland 0,54 EUR 391.526 -33.430
Somerset Reinsurance Ltd., Hamilton, Bermuda 16,90 USD 411.713 9.247
Sureify Labs, Inc., Wilmington, USA 20,66 USD -489 -2.134
The Sociotech Institute Proprietary Limited, Kapstadt, Südafrika14) 5,48 ZAR 4.866 -2.332
Trinity Underwriting Managers Limited, Toronto, Kanada18) 20,00 CAD -1.711 29
VOV GmbH, Köln, Deutschland 35,25 EUR 1.993 7
WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover, Deutschland 40,00 EUR 89.719 10.278
xbAV Beratungssoftware GmbH, München, Deutschland 5,02 EUR 166 -112
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4. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet (große Kapitalgesellschaft im Sinne § 341a HGB) %-Anteil am Kapital1) Eigenkapital2)
in Tausend
Ergebnis vor Gewinnabführung2)
in Tausend
Acte Vie S. A., Schiltigheim, Frankreich 9,38 EUR 9.453 194
Extremus Versicherungs-AG, Köln, Deutschland 13,00 EUR 63.940 2.700
MLP AG, Wiesloch, Deutschland 9,48 EUR 375.556 21.867
M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG, Düsseldorf, Deutschland 8,90 EUR 1.089.549 71.306

1) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach Maßgabe des § 16 Absatz 2 und 4 AktG
2) Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften nach jeweiligem lokalem Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung; abweichende Währungen sind angegeben
3) Die Erleichterungen gemäß § 264 Absatz 3 HGB wurden in Anspruch genommen
4) Die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB wurde in Anspruch genommen
5) Die Gesellschaft ist inaktiv
6) Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation
7) Die Gesellschaft erstellt einen eigenen Teilkonzernabschluss
8) In den Teilkonzernabschluss der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. einbezogen
9) In den Teilkonzernabschluss der Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd. Einbezogen
10) In den Teilkonzernabschluss der Argenta Holdings Limited einbezogen
11) In den Teilkonzernabschluss der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG einbezogen
12) In den Teilkonzernabschluss der PAG Real Estate Asia Select Fund Limited einbezogen
13) Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr gegründet - es liegt noch kein Geschäftsbericht/Jahresabschluss vor
14) Zahlen zum Geschäftsjahresende 2018 vorläufig/untestiert
15) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
16) Das Ergebnis der nl Pensionskasse AG, Hamburg, ist im Ergebnis dieser Gesellschaft enthalten
17) Die Gesellschaft hält 35 Tochtergesellschaften mit einem aufsummierten Eigenkapital von unter 0,5 Mio. EUR
18) Zahlen per 31. Dezember 2016

B.I.1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
385.716 454.606

Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Beteiligungserträgen, Forderungen aus Liquiditätskontokorrenten sowie dem laufenden Geschäftsverkehr.

B.I.2. Sonstige Vermögensgegenstände

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige Forderungen 198.366 127.204

Die Sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt und aus Erfüllungsübernahmen.

B.II. Sonstige Wertpapiere

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
110.750 100.132

Der Posten enthält im Wesentlichen Inhaberschuldverschreibungen.

B.III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
649.729 815.263

Der Posten beinhaltet Tages- und Festgelder, laufende Bankguthaben sowie Kassenbestände.

C. Rechnungsabgrenzungsposten

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Abgegrenzte Zinsen (Disagio) 3.603 4.077
Abgegrenzte Verwaltungskosten 3.295 3.246
6.898 7.323

D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
- 15

Der Posten beinhaltet den die entsprechenden Verpflichtungen übersteigenden Betrag des Deckungsvermögens im Sinne von § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB.

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

A.I. Gezeichnetes Kapital

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
315.997 315.997

Gezeichnetes Kapital und Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien

Das Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 252.797.634 auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt.

Vom Aktienkapital an der Talanx AG entfallen zum 31. Dezember 2018 79,0 % (79,0 %) auf den HDI V. a. G. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 126 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 101.119.057 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 10. Mai 2022 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht.

In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 32 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 25.279.760 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des in derselben Hauptversammlung gefassten Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 11. Mai 2017 bis zu 10. Mai 2022 ausgegeben werden.

Die Satzungsänderungen wurden am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 157.998.521,25 EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 20 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 8. Mai 2018 wurde für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 1,40 EUR je Aktie, insgesamt 354 Mio. EUR, an die Aktionäre ausgeschüttet.

A.III. Gewinnrücklagen

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
2.901.819 2.901.819

Bei dem ausgewiesenen Betrag handelt es sich in voller Höhe um andere Gewinnrücklagen.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB beträgt 113.304 TEUR. Zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurde der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre abgezinste und bilanzierte Verpflichtungsbetrag dem Betrag gegenübergestellt, der sich bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre ergeben hätte.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Absatz 8 HGB beläuft sich auf 16 TEUR, dieser resultiert aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Wert. Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen diesen Betrag.

A.IV. Bilanzgewinn

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
485.159 627.069

Dieser Posten setzt sich zusammen aus 273.152 TEUR des Bilanzgewinns 2017, der aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 auf neue Rechnung vorgetragen wurde, und aus dem Jahresüberschuss des laufenden Jahres in Höhe von 212.008 TEUR.

B.1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
845.407 793.654
Pensionsrückstellungen per 31.12.2017 793.654
Veränderung 23.716
Aufzinsung/Zinssatzänderung 28.052
Aktivwerte saldierungsfähiger Rückdeckungsversicherungen -15
Bilanzierte Pensionsrückstellungen per 31.12.2018 845.407

Der Erfüllungsbetrag der arbeitgeberfinanzierten Pensionsrückstellung betrug 854.949 TEUR. Der Zeitwert der zu dessen Bedeckung abgeschlossenen Versicherungen betrug 9.598 TEUR zum 31. Dezember 2018. Der Erfüllungsbetrag der arbeitnehmerfinanzierten Pensionsrückstellung betrug 1.195 TEUR. Der Zeitwert der zu dessen Bedeckung abgeschlossenen Versicherungen betrug 1.140 TEUR zum 31. Dezember 2018.

Für einen großen über einen Schuldbeitrittsvertrag übernommenen Verpflichtungsbestand der Talanx AG bestehen Ansprüche auf zukünftige Erstattung bereits zugeführter BilMoG-Unterschiedsbeträge gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB. Diese aufgrund der im Vertrag getroffenen Regelungen noch nicht fälligen Forderungen in Höhe von 26.263 TEUR sind bei der Bewertung rückstellungsmindernd berücksichtigt worden. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB angesetzt.

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen von 372 TEUR mit Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen von 28.052 TEUR saldiert.

C.1. Anleihen

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
1.815.400 1.814.900

Die Talanx AG hat am 5. Dezember 2017 nachrangige Schuldverschreibungen begeben. Die Schuldverschreibungen haben einen Gesamtnennbetrag von 750,0 Mio. EUR bei einer Laufzeit von 30 Jahren und können erstmals nach zehn Jahren gekündigt werden. Die Talanx AG hat am 11. Februar 2013 eine Anleihe begeben. Die erstrangige Anleihe hat einen Gesamtnennbetrag von 750,0 Mio. EUR und eine Laufzeit von zehn Jahren. Unter dieser Position werden 565,4 Mio. EUR gezeigt, die von Konzernexternen gehalten werden. Die von Konzernunternehmen gehaltenen Anteile werden unter C.4. ausgewiesen. Die Talanx AG hat am 16. Juli 2014 eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio. EUR platziert. Die Anleihe ist mit einem fixen Kupon ausgestattet und am 23. Juli 2026 fällig.

C.4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
973.703 1.065.493

Die Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. hat am 4. April 2012 nachrangige Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 30 Jahren begeben, deren Rückzahlung durch die Talanx AG garantiert wird. Der Erlös aus der Begebung wurde der Talanx AG darlehensweise überlassen. Die Schuld aus dem Darlehen betrug zum Bilanzstichtag 500,0 Mio. EUR.

Konzernunternehmen sind mit 184,6 Mio. EUR der unter C.1 beschriebenen erstrangigen Anleihe beteiligt.

Die Talanx AG hat am 8. Mai 2014 eine Anleihe über 107,5 Mio. EUR herausgegeben, die ausschließlich von Konzernunternehmen gezeichnet wurde.

Ferner werden weitere Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Liquiditätskontokorrenten sowie Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit Tochtergesellschaften ausgewiesen.

In dem Gesamtbetrag sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren in Höhe von 292,1 Mio. EUR enthalten.

C.5. Sonstige Verbindlichkeiten

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
23.126 22.713

Unter dieser Position werden überwiegend Zinsabgrenzungen aus begebenen Anleihen gezeigt.

D. Rechnungsabgrenzungsposten

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Abgegrenzte Zinsen (Agio) 3.308 4.432

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge aus Beteiligungen

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TEUR 2018 2017
Ausschüttungen/Gewinnanteile verbundener Unternehmen 358.381 312.369
Gewinnanteile Beteiligungsunternehmen - 939
358.381 313.308

2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

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TEUR 2018 2017
197.852 198.626

Diese Erträge stammen von den unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden.

3. Erträge aus von Organgesellschaften abgeführten Steuerumlagen

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TEUR 2018 2017
18.666 -

Die Erträge betreffen Gesellschaften, bei denen im Geschäftsjahr erstmals eine körperschaftsteuerliche Ergebniszurechnung erfolgt und Steuerumlageverträge abgeschlossen wurden.

4. Umsatzerlöse

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TEUR 2018 2017
18.926 17.874

Dieser Posten enthält fast ausschließlich Dienstleistungserträge. Die Umsätze werden im Wesentlichen im Inland erzielt.

6. Personalaufwand

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TEUR 2018 2017
89.324 66.632

Dieser Posten enthält Vorstandsvergütungen und Gehälter, soziale Abgaben sowie Pensionszahlungen. Saldiert wurde die Veränderung der Pensionsrückstellung inklusive Freihalteansprüche.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2018 2017
Aufsichtsratsvergütungen und Sitzungsgelder 2.502 2.527
Aufwendungen aus interner Leistungsverrechnung 17.168 16.829
Prüfungs- und Beratungskosten 9.521 8.379
Externe Dienstleistungen inklusive Ratinggebühren 4.577 4.553
Einlagegebühr Kreditinstitute 2.982 1.208
Versicherungsbeiträge 1.431 1.202
Sonstige Aufwendungen 6.488 3.905
44.669 38.603

9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

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TEUR 2018 2017
11.551 10.145

Der Ausweis betrifft Zinserträge aus an verbundene Unternehmen gewährten Darlehen sowie aus sonstigen festverzinslichen Wertpapieren.

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

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TEUR 2018 2017
4.038 7.559

Hier werden im Wesentlichen Steuererstattungszinsen sowie Zinserträge aus Ergebnisabführungsverträgen ausgewiesen.

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

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TEUR 2018 2017
131.060 114.528

Der Ansatz betrifft Zinsen im Zusammenhang mit ausgegebenen Anleihen, Zinsen aus Darlehen von verschiedenen Konzerngesellschaften, Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionen sowie Bereitstellungszinsen.

13. Aufwendungen aus Verlustübernahmen

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TEUR 2018 2017
117.880 203.855

Die Verlustübernahmen betreffen die unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden.

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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TEUR 2018 2017
Steuern Geschäftsjahr 14.305 4
Steuern Vorjahre -26 -21.379
14.279 -21.375

Bei einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 226 (Vorjahr: 122) Mio. EUR wird ein Steueraufwand von 14 (im Vorjahr: Steuerertrag von 21) Mio. EUR ausgewiesen. Im Geschäftsjahr waren wesentliche Erträge nahezu steuerfrei zu vereinnahmen.

Bei der Talanx AG inklusive ihrer Organgesellschaften werden latente Steuern mit einem Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von unverändert 15,83 % und einem Gewerbesteuersatz von 16,31 % bewertet. Passive latente Steuern, die insbesondere in den Bilanzposten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (wegen abweichender Bilanzansätze von Anteilen an Personengesellschaften) bestehen, wurden mit aktiven latenten Steuern insbesondere aus dem Bilanzposten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verrechnet. Über diese Saldierung hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Ein Überhang passiver latenter Steuern ergab sich nicht.

Sonstige Angaben

Wichtige Verträge

Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Talanx und

Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH)

HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland AG)

HDI Global SE

HDI International AG (vormals Talanx International AG)

HDI Service AG (vormals Talanx Service AG)

HDI Systeme AG (vormals Talanx Systeme AG)

Talanx Reinsurance Broker GmbH

Rahmenvereinbarung mit dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.

Die Talanx AG hat am 21. Oktober 2016 mit dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500,0 Mio. EUR dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx-Aktien entspricht, die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung ersetzt werden.

Bestehende Kreditlinien

Nach Maßgabe der durch die Talanx AG mit Banken geschlossenen Verträge bestehen zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien in Höhe von nominal 500,0 Mio. EUR über eine Laufzeit von fünf Jahren, die der kurz- bis mittelfristigen Unternehmensfinanzierung dienen sollen. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, das heißt, wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt.

Verpflichtung zur Gewährung von Darlehen

Die Talanx AG hat sich durch Vereinbarung vom 19. Mai 2017 gegenüber der HDI Lebensversicherung AG verpflichtet, der HDI Lebensversicherung AG bis zum 31. Dezember 2032 auf Einforderung jederzeit ein Nachrangdarlehen in Höhe von 100,0 Mio. EUR zu gewähren.

Mitarbeiter

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Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2018 2017
Vollzeitkräfte 202 195
Teilzeitkräfte 50 46
Gesamt 252 241

Organe der Gesellschaft

Die Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands finden sich im Geschäftsbericht unter "Verwaltungsorgane der Gesellschaft".

Bezüge der Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 8.024 (8.580) TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 2.069 (2.124) TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstände und ihrer Hinterbliebenen betrugen 944 (604) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 43.766 (31.042) TEUR zurückgestellt.

Die weiteren Angaben zu Organbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Im Berichtsjahr bestanden keine für die Beurteilung der Vermögens- oder Ertragslage wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen.

Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der PwC GmbH beinhaltet vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen, die prüferische Durchsicht des Zwischenberichts sowie Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen der Solvabilitätsübersichten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen. In den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die Unterstützungsleistungen bei der Erstellung von Steuererklärungen und die steuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten enthalten. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen Beratungsleistungen in Verbindung mit IT und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen. Die Angaben zum Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an die Talanx AG sind im Anhang des Konzernabschlusses des Talanx-Konzerns enthalten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Zuge des Börsengangs hat die Talanx AG aufgrund vertraglicher Regelungen (Underwriting Agreement) vom 19. September 2012 sämtliche mit der Börseneinführung befassten Banken hinsichtlich einer möglichen sich aus dem Börsengang ergebenden Haftung freigestellt. Hierzu hat die Talanx AG marktübliche Garantien und Zusicherungen übernommen.

Resultierend aus der im Jahr 2010 vollzogenen Abspaltung verschiedener Beteiligungen von der HDI Service AG auf unsere Gesellschaft haftet die Talanx AG als übernehmender Rechtsträger gemäß § 133 UmwG für die vor dem Wirksamwerden der Abspaltung am 4. August 2010 begründeten Verbindlichkeiten der HDI Service AG mit dieser als Gesamtschuldner über einen Zeitraum von zehn Jahren für Versorgungsverpflichtungen aufgrund des Betriebsrentengesetzes. Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt 27,7 Mio. EUR. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 27,7 Mio. EUR.

Die HDI Global SE, Hannover, hat lediglich im Innenverhältnis die Verpflichtung aus der Altersversorgung der aktiven und ehemaligen Mitarbeiter, Geschäftsführer und Vorstände im Wege des Schuldbeitritts übernommen und haftet für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten. Aus diesen Versorgungsversprechen besteht für die Gesellschaft noch eine Mithaftung, deren Höhe am Ende des Geschäftsjahres 6,2 Mio. EUR betrug.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Absatz 2 EGHGB beläuft sich auf 0,2 Mio. EUR.

Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haftet die Gesellschaft anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse.

Die Talanx AG hat Bürgschaften für Rückbauverpflichtungen von konzerneigenen Windparks in Höhe von 4,9 Mio. EUR übernommen.

Nach Einschätzung des Vorstands unserer Gesellschaft ist die Inanspruchnahme von Verpflichtungen, die aus den genannten Haftungsverhältnissen resultieren, als unwahrscheinlich einzuschätzen.

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 39,0 Mio. EUR. Davon entfallen auf Verpflichtungen für Altersvorsorge 34,0 Mio. EUR und auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen 34,0 Mio. EUR.

Stimmrechtsmitteilung nach WpHG

Mitteilung der Meiji Yasuda Life Insurance Company vom 17. Juli 2015

Talanx Aktiengesellschaft

17. Juli 2015

Die Meiji Yasuda Life Insurance Company, Tokio, Japan, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG am 17. Juli 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, Deutschland, am 15. Juli 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,94 % (das entspricht 12.493.442 Stimmrechten) betragen hat.

Mitteilung des HDI V. a. G. vom 1. Oktober 2012

Talanx Aktiengesellschaft

4. Oktober 2012

Veröffentlichung von Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 Absatz 1, § 21 Absatz 1a WpHG (Mitteilung zur Erstzulassung)

Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, HDI-Platz 1, 30659 Hannover, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Absatz 1a WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Talanx Aktiengesellschaft, HDI-Platz 1, 30659 Hannover, Deutschland, am 1. Oktober 2012, dem Datum der erstmaligen Zulassung der Aktien der Talanx Aktiengesellschaft zum Handel an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Hannover, 89,08 % (208.000.000 Stimmrechte) beträgt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover. Der HDI (Mutterunternehmen) stellt nach § 341i HGB einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 290 HGB, der auf der Grundlage von § 315e Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären, wie in der Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung im Konzernlagebericht (Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht") beschrieben, dauerhaft auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich gemacht (http://www.talanx. com/corporate-governance/entsprecherklaerung).

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn der Talanx AG in Höhe von 485.159.445,38 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 1,45 EUR auf jede gewinnberechtigte Stückaktie: 366.556.569,30 EUR

Gewinnvortrag: 118.602.876,08 EUR

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 27. Februar 2019 in Hannover.

 

Talanx Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Torsten Leue, Vorsitzender

Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender

Sven Fokkema

Dr. Immo Querner

Ulrich Wallin

Dr. Jan Wicke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Talanx AG, Hannover

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Talanx AG, Hannover, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Talanx AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

① Sachverhalt und Problemstellung

② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

(1) Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen

①Im Jahresabschluss der Talanx AG zum 31. Dezember 2018 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.321 Mio (82 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.

Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegendem Wert.

Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für alle Sachversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich anhand des Ertragswertverfahrens. Im Fall von Lebensversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich erfolgt eine Ermittlung des beizulegenden Werts durch ein modifiziertes Ertragswertverfahren in Anlehnung an IDW S 1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10. Für die Tochtergesellschaft im Rückversicherungsbereich ergibt sich der Zeitwert aus dem Börsenkurs zum 30. Dezember 2018. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen im Grundsatz auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten fünf Jahre, die unter anderem mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme sowie die jeweiligen Kapitalisierungszinssätze und Wachstumsraten einschätzen. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen.

Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen sachgerecht mittels Ertragswertverfahren bzw. modifiziertem Ertragswertverfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Hierzu haben wir unsere internen Bewertungsspezialisten hinzugezogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in den Erläuterungen im Abschnitt "Angaben zur Bilanzierung und Bewertung" des Anhangs enthalten. Daneben verweisen wir auf den Abschnitt "Angaben zur Bilanz - Aktiva" des Anhangs für die Darstellung der Zeitwerte und Bewertungsreserven. Bezüglich der Darstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva" des Anhangs. Risikoangaben sind im Risikobericht des Lageberichts im Abschnitt "Andere wesentliche Risiken" enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt "Corporate Governance" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB

den Corporate-Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b Abs. 1 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Talanx AG, Hannover, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Florian Möller.

 

Hannover, den 8. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Florian Möller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Czupalla, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Hannover, den 27. Februar 2019

Talanx Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Torsten Leue, Vorsitzender

Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender

Sven Fokkema

Dr. Immo Querner

Ulrich Wallin

Dr. Jan Wicke

Glossar und Kennzahlendefinitionen.

Bancassurance

Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien.

Beitrag

Prämie.

Ergebnis (auch: Gewinn) je Aktie, verwässert

Kennziffer, die sich aus der Division des auf die Aktionäre der Talanx AG entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch nicht zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Aktienanzahl mit ein.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Periodengewinn vor außerordentlichem Ergebnis und vor Steuern.

International Financial Reporting Standards - IFRS

Internationale Rechnungslegungsvorschriften, vormals als IAS (International Accounting Standards) bezeichnet, bei Talanx angewendet seit 2004.

Jahresüberschuss

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzüglich des außerordentlichen Ergebnisses abzüglich Steuern.

Lebensversicherung

Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern).

Prämie (auch: Beitrag)

Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken.

Retail

a) Allgemein: Privatkundengeschäft.

b) Ampega: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen

Aufwendungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. Personal- und Sachaufwendungen, Abschreibungen, realisierte Verluste aus Kapitalanlagen, Währungskursverluste, Dienstleistungsaufwendungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Erträge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, wie z. B. realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen oder Währungskursgewinne.

Überschussbeteiligung

Gesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen.

Underwriting

Prüfung und Einschätzung von (Rück-) Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist.

Zeitwert

Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Kontakt

Talanx AG

HDI-Platz 1

30659 Hannover

Telefon +49 511 3747-0

Telefax +49 511 3747-2525

www.talanx.com

Group Communications

Andreas Krosta

Telefon +49 511 3747-2020

Telefax +49 511 3747-2025

andreas.krosta@talanx.com

Investor Relations

Carsten Werle

Telefon +49 511 3747-2231

Telefax +49 511 3747-2286

carsten.werle@talanx.com

Veröffentlicht am 18. März 2019

Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch.

Konzernstruktur Group Structure

1 Bis 31. Dezember 2018 als Inter Hannover unter dem Segment Schaden-Rückversicherung

Nur die wesentlichen Beteiligungen

Main participations only

Stand / As at: 30.01.2019

Talanx AG

HDI-Platz 1

30659 Hannover

Telefon +49 511 3747-0

Telefax +49 511 3747-2525

www.talanx.com