![]() Talanx AktiengesellschaftHannoverKonzernabschluss 2019Talanx Konzerngeschäftsbericht 2019Auf einen BlickPROFIL Talanx ist ein Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Die Konzerngesellschaften arbeiten unter verschiedenen Marken. Dazu zählen HDI mit Versicherungen für Privat- und Firmenkunden sowie Industriekunden, Hannover Rück als ein weltweit führender Rückversicherer, die auf Bankenvertrieb spezialisierten neue leben, PB und TARGO Versicherungen sowie Ampega als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Der Konzern mit Sitz in Hannover ist in mehr als 150 Ländern aktiv.GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIENIn Mrd. EUR39,5OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)In Mrd. EUR2,4KONZERNERGEBNISIn Mio. EUR923DIVIDENDENVORSCHLAGJE AKTIE In EUR1,50KAPITALANLAGERENDITEIn %3,5EIGENKAPITALRENDITEIn %9,8KONZERNKENNZAHLENscroll
1
Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen
zu durchschnittlichem, selbst verwalteten Kapitalanlagebestand "Unser Weg zum Erfolg führt über Agilität auf allen Ebenen. Dies impliziert, dass wir unseren digitalen Mindset ausbauen und uns als lernende Organisation noch stärker auf unsere Kunden einstellen. Man kann in diesen Zeiten nicht schnell genug sein. Deshalb wollen wir eine Kultur leben, die neben >predict und control< zunehmend das >sense und respond< verkörpert." Torsten Leue (Vorstandsvorsitzender) Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen - Informationen zu der Berechnung und Definition einzelner Leistungskennzahlen - finden sich auf https://www.talanx.com/investor-relations/ueberblick/midterm-targets/definitions_apm Brief an die AktionäreVerehrte Aktionärinnen und Aktionäre,sehr geehrte Damen und Herren,im Jahr 2019 hat Ihre Talanx mit einem zweistelligen Anstieg der Prämieneinnahmen auf fast 40 Mrd. EUR ihren Wachstumskurs beschleunigt und trotz eines herausfordernden Umfeldes mit 923 Mio. EUR ein Rekordergebnis in ihrer mehr als 115-jährigen Geschichte erzielt. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung erneut eine Dividendenerhöhung um 5 Cent auf 1,50 EUR vor. Diesen herausragenden Erfolg verdanken wir unseren weltweit mehr als 23.000 hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei denen ich mich im Namen des Vorstandes für ihren Einsatz für unser Unternehmen sehr herzlich bedanke. Wir freuen uns sehr auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihnen. Unsere ambitionierte Strategie 2022 trug damit schon im vergangenen Jahr erste Früchte, was sich letztendlich auch an der Entwicklung des Börsenkurses Ihrer Talanx Aktie spiegelt. Mit einem Kursanstieg von nahezu 50 % im Jahr 2019 hat sich Ihre Talanx Aktie doppelt so gut wie der Vergleichsindex Stoxx Europe 600 Insurance entwickelt. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben alle Geschäftsbereiche beigetragen. Der Geschäftsbereich Industrieversicherung setzte sein Sanierungsziel insbesondere in der Feuersparte konsequent um und konnte seine angestrebten Preisanpassungen von 20 % mit über 30 % erheblich übertreffen. Damit ist unser Industriesegment insgesamt mit einem operativen Ergebnis von 159 Mio. EUR wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt und auf einem sehr guten Weg, das angestrebte langfristige Ziel einer kombinierten Schaden-/Kostenquote von 95 % zu erreichen. Im Rahmen der Wachstumsinitiative konnte HDI Global Specialty SE mit einem profitablen Anstieg der Beitragseinnahmen von mehr als 50 % auf 1,4 Mrd. EUR weltweit Chancen hervorragend nutzen und damit Wachstumssynergien zwischen der Erst- und Rückversicherung schon im ersten Jahr gemeinsam heben. "Unsere ambitionierte Strategie 2022 trug schon im vergangenen Jahr erste Früchte."Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland liegt das strategische Optimierungsprogramm "KuRS" deutlich vor dem selbst gesteckten Zeitplan. Bereits 2019 sind wir mit einem operativen Ergebnis von 230 Mio. EUR unserem Ziel von 240 Mio. EUR bis zum Jahr 2021 sehr nahe gekommen. Unser strategischer Wachstumsfokus im Firmenbereich wurde mit einem deutlich über dem Markt liegenden profitablen Wachstum von mehr als 7 % im Jahr 2019 sehr gut umgesetzt. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wuchs erneut zweistellig und erzielte ein operatives Rekordergebnis von 283 Mio. EUR. Der strategische Wachstumsfokus auf fünf Kernmärkte in Lateinamerika und Zentral-/Osteuropa wurde weiter konsequent umgesetzt. In Polen und Chile gehören wir schon heute zu den TOP-5-Anbietern des Marktes und wollen dies strategisch auch in den Märkten in Brasilien, Mexiko und der Türkei erreichen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konnte mit einem zweistelligen Anstieg der Beitragseinnahmen seinen Marktanteil profitabel ausbauen und erneut mit einem operativen Rekordergebnis von 1,8 Mrd. EUR signifikant zu unserem Konzernergebnis beitragen. Hierbei kompensierte die Personen-Rückversicherung mit einer Verdoppelung des operativen Ergebnisses auf 562 Mio. EUR den Rückgang in der Schaden-Rückversicherung, die insbesondere aufgrund von Großschäden ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres Ergebnis von 1,3 (Vorjahr: 1,4) Mrd. EUR erzielte. Die Herausforderungen der digitalen Transformation sehen wir als Chance. Alle Geschäftsbereiche setzten ihre selbst gesteckten Ziele verstärkt um. Insbesondere ist erfreulich, dass wir schon mehr als 50 % der strategisch definierten IT-Altsysteme in Deutschland, wie zum Beispiel die BS2000, abschalten konnten. Nur so schaffen wir Gestaltungsfreiräume für die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation. Unser Fokus liegt hierbei neben der Einführung noch einfacherer und kundennaher Prozesse im Bereich der Data Analytics, der Nutzung von künstlicher Intelligenz sowie der Vernetzung mit ausgewählten gewinnsteigernden Ökosystemen. Wir bekennen uns als Unternehmen zum Pariser Klimaabkommen und haben im vergangenen Jahr unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Eckpfeiler sind unter anderem ein neutraler CO2-Footprint - angefangen in Deutschland -, die Verdopplung unserer Investitionen in erneuerbare Energien von derzeit 2,5 Mrd. EUR auf perspektivisch 5 Mrd. EUR, festgelegte ESG-Kritierien für unsere Kapitalanlage und ein klar definierter Kohleausstieg bis 2038. Wir haben ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen und konnten unsere wesentlichen Meilensteine im Rahmen der Strategie 2022 erfolgreich umsetzen. Die Weiterentwicklung einer Vertrauenskultur im Rahmen einer dezentralen Unternehmensaufstellung, basierend auf einem transparenten, fairen und konsequenten Umgang miteinander, ist wesentlich für unseren zukünftigen Erfolg. Der im vergangenen Jahr von mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelte Purpose: "Together we take care of the unexpected and foster entrepreneurship" unterstreicht beeindruckend und vor allem authentisch, warum unseren Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit in unserem Unternehmen so viel Spaß macht. Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, meine Vorstandskollegen und ich sind uns sicher, dass wir im vergangenen Jahr auch in Ihrem Sinne gewirtschaftet haben und wir eine sehr gute kulturelle Basis für eine erfolgreiche Umsetzung unserer klar definierten Strategie 2022 gelegt haben. Ich danke Ihnen für Ihr wertvolles Vertrauen und würde mich sehr freuen, wenn Sie uns weiter auf unserem Weg begleiteten.
Herzliche Grüße Ihr Der Vorstand Dr. Jan Wicke Sven Fokkema Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender Dr. Immo Querner Jean-Jacques Henchoz Dr. Edgar Puls Der VorstandTorsten Leue Vorsitzender Hannover Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Dr. Christian Hinschstv. Vorsitzender (bis 9. Mai 2019) Burgwedel ehem. stv. Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Sven FokkemaWedemark Vorsitzender des Vorstands HDI International AG, Hannover Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Jean-Jacques Henchoz(seit 1. April 2019) Hannover Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE, Hannover (seit 8. Mai 2019) Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Dr. Edgar Puls(seit 9. Mai 2019) Isernhagen Mitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover (seit 19. Juni 2019) Vorsitzender des Vorstands HDI Global SE, Hannover (seit 9. Mai 2019) Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Dr. Immo QuernerCelle Mitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Ulrich Wallin(bis 9. Mai 2019) Hannover Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE, Hannover (bis 8. Mai 2019) Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Dr. Jan WickeHannover Vorsitzender des Vorstands HDI Deutschland AG, Hannover Im Talanx Vorstand verantwortlich für:
Der AufsichtsratHerbert K. Haas(seit 8. Mai 2018) Vorsitzender Burgwedel ehem. Vorsitzender des Vorstands Talanx AG Ralf Rieger *(seit 19. Mai 2006) stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Dr. Thomas Lindner(seit 27. Juni 2003) stv. Vorsitzender (seit 8. Mai 2018) Albstadt Vorsitzender des Aufsichtsrats Groz-Beckert KG Franz Adamczyk *(1. Januar 2019 bis 9. Mai 2019) Isernhagen Leiter Underwriting Property Specialities HDI Global SE Antonia Aschendorf(seit 1. September 2011) Hamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands APRAXA eG Geschäftsführerin 2-Sigma GmbH Benita Bierstedt *(seit 9. Mai 2019) Hannover Angestellte E+S Rückversicherung AG Rainer-Karl Bock-Wehr *(seit 9. Mai 2019) Köln Leiter Kompetenzcenter Firmen HDI Kundenservice AG Sebastian Gascard *(seit 9. Mai 2019) Isernhagen Syndikusrechtsanwalt (Haftpflicht-Underwriter) HDI Global SE Jutta Hammer *(seit 1. Februar 2011) Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Dr. Hermann Jung(seit 6. Mai 2013) Heidenheim ehem. Mitglied der Geschäftsführung Voith GmbH Dirk Lohmann(seit 6. Mai 2013) Forch, Schweiz Leiter des Geschäftsbereichs Schroder Secquaero Schroder Investment Management (Switzerland) AG Christoph Meister *(seit 8. Mai 2014) Hannover Mitglied im ver.di-Bundesvorstand Jutta Mück *(seit 17. Juni 2009) Diemelstadt Account Manager Vertrieb Industrie HDI Global SE Katja Sachtleben-Reimann *(17. Juni 2009 bis 9. Mai 2019) Hannover Angestellte HDI Service AG Dr. Erhard Schipporeit(seit 27. Juni 2003) Hannover selbstständiger Unternehmensberater Prof. Dr. Jens Schubert *(seit 8. Mai 2014) Potsdam Leiter Recht, ver.di-Bundesverwaltung Professor Leuphana Universität Lüneburg Jörn von Stein *(1. Januar 2017 bis 9. Mai 2019) Hamburg Angestellter neue leben Lebensversicherung AG Norbert Steiner(seit 6. Mai 2013) Baunatal ehem. Vorsitzender des Vorstands K+S AG Angela Titzrath(seit 8. Mai 2018) Hamburg Vorsitzende des Vorstands Hamburger Hafen und Logistik AG Angaben zu den Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien anderer in- und ausländischer Wirtschaftsunternehmen entnehmen Sie bitte dem Bericht der Talanx AG. AufsichtsratsausschüsseZusammensetzung zum 31. Dezember 2019Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Finanz- und PrüfungsausschussHerbert K. Haas, Vorsitzender Jutta Hammer Dr. Hermann Jung Dr. Thomas Lindner Ralf Rieger Dr. Erhard Schipporeit Ausschuss für VorstandsangelegenheitenHerbert K. Haas, Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Jutta Mück Norbert Steiner VermittlungsausschussHerbert K. Haas, Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Ralf Rieger Prof. Dr. Jens Schubert NominierungsausschussHerbert K. Haas, Vorsitzender Dirk Lohmann Angela Titzrath Aufgaben der AusschüsseDie detaillierte Aufgabenbeschreibung der Ausschüsse finden Sie im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Aufsichtsrat". Finanz- und Prüfungsausschuss
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Vermittlungsausschuss
Nominierungsausschuss
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren,der Aufsichtsrat ist auch im Geschäftsjahr 2019 den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten uneingeschränkt nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und der Risikosituation auf Ebene der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften im Inland und in den ausländischen Kernmärkten. Wir berieten den Vorstand in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen, überwachten kontinuierlich seine Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. ÜberblickIm Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen sowie einer konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats zusammen. An einer Sitzung nahmen routinemäßig zwei Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht teil. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat zu fünf, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten zu zwei Sitzungen zusammen. Sitzungen des Nominierungsausschusses und des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren im Jahr 2019 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand auf Basis der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresabschlusses schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen eilbedürftige, zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese, nach Anordnung des Verfahrens durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand tauschten sich regelmäßig über wesentliche Entwicklungen und Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx Konzerns aus und berieten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Chancen- und Risikomanagements und der Compliance. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, das Risikomanagement und die Wahrnehmung von Chancen, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist, über die Auswirkungen von Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten sowie weitere wesentliche Entwicklungen in der Gesellschaft, im Konzern sowie im regulatorischen Umfeld. Wie bereits im Vorjahr ließen wir uns über den Stand noch ausstehender Genehmigungsverfahren zum internen Modell informieren. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Optimierungsvorschläge eingebracht. Alle Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wurden in Anwesenheit sämtlicher Mitglieder abgehalten. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumDie Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Geschäftsbereiche, die Herausforderungen der Digitalisierung und der Änderungen des regulatorischen Umfelds, ferner mögliche Akquisitionsvorhaben im Ausland sowie die Planungen für das Jahr 2020 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für abgelaufene Quartale wurden uns jeweils Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. In der Sitzung am 14./15. März 2019 ließ sich der Aufsichtsrat zunächst über den Stand der Digitalisierung im Talanx Konzern sowie über die Roadmap zur Entwicklung einer zukunftsfähigen und modernen IT berichten. Ferner erörterte der Aufsichtsrat den testierten Jahresund Konzernabschluss sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass der Bestätigungsvermerk für den Einzel- und den Konzernabschluss jeweils uneingeschränkt erteilt wurde. Der Aufsichtsrat ließ sich berichten über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zur Sanierung des Feuerversicherungsgeschäfts, zur Entwicklung des US-Mortalitätsgeschäfts sowie zur Etablierung der Talanx AG als Rückversicherer. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung 2019 der Talanx AG. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit anstehenden Veränderungen im Vorstand, mit der Angemessenheit und Struktur des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands, zu deren Beurteilung er auch externe Stellungnahmen heranzog, legte die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 fest und fasste über den Abschluss eines Unternehmensvertrages sowie über eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand Beschluss. Aufgrund der Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats wurde in einer konstituierenden Sitzung am 9. Mai 2019 unmittelbar nach der Hauptversammlung der Gesellschaft Herr Rieger zum nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählten ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Daneben führte der Aufsichtsrat die Nachwahl zur Ausschussbesetzung durch. In der Sitzung am 10. Mai 2019 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des ersten Quartals und gab einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat ließ sich berichten über eine Reihe von Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen, u. a. zu Akquisitionsvorhaben in Schweden, Vietnam, der Türkei sowie in den Vereinigten Staaten. Der Aufsichtsrat nahm ferner Berichte über Implikationen des Lebensversicherungsreformgesetzes II, eine Retrozessionsanalyse sowie über Cyber-Risiken und adäquate Versicherungslösungen entgegen, ließ sich die Personalstrategie des Konzerns erläutern, beschloss eine Änderung der Geschäftsverteilung für den Vorstand und erörterte Fortbildungsmaßnahmen für den Gesamtaufsichtsrat auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat durchgeführten Selbsteinschätzung. In der Sitzung am 8./9. August 2019 in Warschau berichtete der Vorstand zunächst über die Halbjahresergebnisse und die Erwartung für die Jahresabschlüsse 2019 der Talanx AG und des Konzerns. Den Schwerpunkt dieser Sitzung bildeten sodann strategische Themen (M&A im Konzern, Digitalisierung im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International) sowie Berichte zum Status der polnischen Gesellschaften TU Europa und WARTA; Letztere gewährte zudem Einblicke in ihre hochmodernen Geschäftsabläufe und -prozesse. Der Aufsichtsrat nahm ferner den jährlichen Bericht über die Kostenquoten im Wettbewerbsvergleich entgegen und ließ sich über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen berichten, u. a. zu einem Akquisitionsprojekt in Südamerika sowie zum Stand des Auf- und Ausbaus der HDI Global Specialty. In der Sitzung am 8. November 2019 informierte der Vorstand über die Ergebnisse des dritten Quartals und gab einen Ausblick auf die Jahresabschlüsse 2019 der Talanx AG und des Konzerns. Ferner behandelte der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2020. Er ließ sich über eine Reihe von Projekten, Vorhaben und berichtspflichtigen Vorgängen informieren, u. a. zur Strategie der Lebensversicherungsgesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Der Aufsichtsrat befasste sich im Übrigen mit der Festlegung der Geschäftsbereichsziele 2020, stimmte dem Abschluss eines Unternehmensvertrages zu, beschloss Änderungen der Geschäftsordnungen für den Vorstand und für den Aufsichtsrat und nahm einen Bericht über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme entgegen. Arbeit der AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet: den Finanz- und Prüfungsausschuss mit sechs Mitgliedern, den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und den Vermittlungsausschuss mit jeweils vier Mitgliedern sowie den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Die Ausschüsse bereiten die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vor. Darüber hinaus sind den Ausschüssen auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen. Die Niederschriften über die Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten werden auch den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt, die nicht diesen Ausschüssen angehören. Wie sich die Ausschüsse zusammensetzen, ist im Geschäftsbericht auf Seite 8 dargestellt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte -neben der Vorbereitung, der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum - in vertiefter Form den Halbjahresabschluss und die Quartalsmitteilungen mit den Abschlussbestandteilen und Kennzahlen der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Ergebnis der prüferischen Durchsicht für den Halbjahresabschluss durch die Abschlussprüfer. Des Weiteren haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer externen aktuarischen Prüfung der Brutto- und Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx Konzern sowie die Ergebnisse einer Performance-Analyse von in den letzten fünf Jahren erworbenen Konzerngesellschaften erörtert. Routinemäßig beschäftigten wir uns mit den Risikoberichten und nahmen einen Bericht der Wirtschaftsprüfer zur Prüfungsplanung mit den besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) entgegen. Der Ausschuss ließ sich berichten über die gemäß "Whitelist" zulässigen Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers, billigte nicht unter diese Liste fallende Nichtprüfungsleistungen und nahm auch im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU Audit Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der Ausschuss nahm ferner die Jahresberichte der vier Schlüsselfunktionen (Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision und Compliance) entgegen, die jeweils von den verantwortlichen Leitern dieser Funktionen erstattet und erläutert wurden. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat - neben der Vorbereitung der Erörterung und der Beschlussfassungen im Plenum - die persönlichen Ziele der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 einstweilen vorgegeben. Außerdem wurden im Zuge der Bestellung und Beendigung von Mandaten, der Festlegung der Vorstandstantiemen, der Überprüfung von Festbezügen sowie der Bestimmung der Geschäftsbereichsziele 2020 für die für Geschäftsfelder verantwortlichen Mitglieder des Vorstands Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDie Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat im Jahr 2019 beabsichtigte Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) veröffentlicht, die im Aufsichtsrat erörtert wurden. Auch darüber hinaus widmeten wir dem Thema Corporate Governance weiter große Aufmerksamkeit. So wurde erneut die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit evaluiert sowie die Ergebnisse dieser Selbstbeurteilung und die hieraus abzuleitenden Optimierungsmaßnahmen erörtert. Wir befassten uns mit dem Bericht des Vorstands über die nichtfinanzielle Konzernerklärung (vgl. Seite 58 ff. des Konzernlageberichts). Die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) hat eine Prüfung mit dem Maßstab "Limited Assurance" (Erlangung begrenzter Sicherheit) durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Vorstand erläuterte den Bericht in den Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses am 12. März 2020 und des Aufsichtsrats am 13. März 2020. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an beiden Sitzungen teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Aufgrund eigener Prüfung durch den Aufsichtsrat der nichtfinanziellen Konzernerklärung wurden keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Prüfung der PwC zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben ferner - entsprechend den Vorgaben der Versicherungsaufsicht - Selbsteinschätzungen zu einer Reihe von wichtigen Themenfeldern abgegeben. Hieraus resultierten sowohl bei der Talanx AG als auch bei Konzerngesellschaften Einzelschulungen zu bestimmten Themenbereichen. Darüber hinaus bot die Gesellschaft 2019 allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zwei interne Schulungsveranstaltungen an. Jeweils über die Hälfte der Mitglieder nutzte die Gelegenheit, sich über Fragen der Rückversicherung und der IT zu informieren und ihre Kenntnisse in diesen Bereichen zu vertiefen. Ungeachtet der hohen Bedeutung, die der Aufsichtsrat den im DCGK formulierten Standards einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung zumisst, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 8. November 2019 beschlossen, den Empfehlungen des DCGK in seiner zu diesem Zeitpunkt geltenden Fassung vom 7. Februar 2017 in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 zum Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 3 zum Vorsitz im Prüfungsausschuss sowie in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK zu möglicherweise nötigen betragsmäßigen Höchstgrenzen bei der Auszahlung von Talanx Share Awards nicht zu entsprechen. Die Begründung hierfür findet sich in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des DCGK, die im Konzerngeschäftsbericht im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung abgedruckt ist. Weitere Informationen zum Thema Corporate Governance sind auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards, "IFRS"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Pricewaterhouse-Coopers (PwC) GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch den Aufsichtsrat; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkt die Prüfung der Umsetzung des Projekts RiTA (Etablierung der Talanx AG als konzerninterner Rückversicherer) mit den Schwerpunkten versicherungstechnischer Abschluss, IFRS-Package sowie Solvency-II-Berichtswesen. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) Gegenstand der Prüfungshandlungen der Abschlussprüfer. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung sowie der Jahres- und der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die PwC-Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig im Vorfeld zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 12. März 2020 und in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2020 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der PwC GmbH geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. Besetzung von Vorstand und AufsichtsratNach Vollendung seines 65. Lebensjahres ist Herr Karsten Faber mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2018 aus dem Konzern und dem Aufsichtsrat der Talanx AG ausgeschieden. Für seine langjährige Tätigkeit hat das Gremium ihm Dank und Anerkennung ausgesprochen. Herr Franz Adamczyk ist als gewähltes Ersatzmitglied für Herrn Faber mit Wirkung ab 1. Januar 2019 bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2019 als Vertreter der leitenden Angestellten in den Aufsichtsrat der Talanx AG eingetreten. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2019 endete die Amtszeit der Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats. Frau Hammer, Herr Meister, Frau Mück sowie die Herren Rieger und Prof. Dr. Schubert wurden von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in ihrem Amt bestätigt. Neu in den Aufsichtsrat wurden Frau Bierstedt sowie die Herren Bock-Wehr und Gascard gewählt, während die Mandate von Herrn Adamczyk, Frau Sachtleben-Reimann und Herrn von Stein mit Ablauf der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 endeten. Der Aufsichtsrat dankte Frau Sachtleben-Reimann sowie den Herren Adamczyk und von Stein für deren unterschiedlich lange, jeweils stets wert- und vertrauensvolle Arbeit. Ferner ist mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 9. Mai 2019 Herr Dr. Puls zum Mitglied des Vorstands bestellt worden, nachdem das Mandat von Herrn Dr. Hinsch als Mitglied und stv. Vorsitzender des Vorstands zum selben Zeitpunkt einvernehmlich beendet worden war. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Hinsch für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand und als dessen stv. Vorsitzender Dank und Anerkennung ausgesprochen. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit hohem Engagement und Motivation zu dem bisher besten Jahresergebnis der Gesellschaft und des Konzerns beigetragen.
Hannover, den 13. März 2020 Für den Aufsichtsrat Herbert Haas Vorsitzender Die Talanx AktieDeutlicher KursanstiegNach dem Kursrückgang 2018 konnten sich Talanx Aktionäre 2019 über einen starken Kursanstieg freuen. Im Jahresverlauf kletterte der Kurs des Wertpapiers um 48,3 % auf 44,18 EUR. Wenn man die im Mai 2019 gezahlte Dividende von 1,45 EUR am Tag nach der Hauptversammlung reinvestiert hätte, hätte sich die Performance auf 54,3 % erhöht. Damit hat sich die Talanx Aktie fast doppelt so gut entwickelt wie der wichtigste europäische Branchenindex für Versicherungen, der STOXX Europe 600 Insurance, der im Jahr 2019 - mit reinvestierten Dividenden - um 30,8 % stieg. Die Talanx Aktie ist nicht in diesem Index enthalten, hat sich aber besser entwickelt als alle 35 der in diesem Index enthaltenen Versicherungsaktien. Unsere Aktie war auch klar besser als die breiten deutschen Aktienindizes: DAX +25,5 %, MDAX +31,15 %, SDAX +31,6 %. Der Aktienkurs verzeichnete im Jahresverlauf im Wesentlichen einen stetigen Anstieg, der nur im dritten Quartal unterbrochen wurde. Die positive Abkopplung von den Vergleichsindizes setzte etwa mit dem Zeitpunkt der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 ein und verstärkte sich kontinuierlich bis zum Jahresende. Auch nach dem Jahresstichtag setzte sich die positive Entwicklung fort, am 31. Januar 2020 lag der Aktienkurs bei 45,08 EUR und somit 2,0 % über dem Schlusskurs des Jahres 2019, während im gleichen Zeitraum der STOXX Europe 600 Insurance um 1,1 % und der SDAX um 2,1 % zurückgingen. PERFORMANCE DER TALANX AKTIE IM INDEXVERGLEICH![]() Quelle: Factset; Daten stellen Total Shareholder Return dar, also Kursverlauf inklusive reinvestierter Dividende; 20-Tages-Durchschnitt Auch Hannover Rück mit klarem PlusParallel zur Talanx Aktie entwickelte sich auch das Wertpapier der Hannover Rück 2019 ausgezeichnet. Das Unternehmen, an dem die Talanx AG mit 50,2 % beteiligt ist, verbuchte eine positive Kursperformance (einschließlich Wiederanlage der Dividende) im Jahresverlauf von 52,4 %. Indexzugehörigkeit und AktionärsstrukturIm SDAX seit September 2018Die Talanx Aktie wird seit Oktober 2012 im Prime Standard der Frankfurter Börse und an der Börse Hannover notiert und war bis zum 24. September 2018 Mitglied des MDAX. Seit der Umstellung der Indexmethodik der Deutschen Börse wird sie im SDAX notiert. Unter den 70 Aktien im SDAX rangierte die Talanx Aktie zum 31. Dezember 2019 auf Platz 2 bei der Marktkapitalisierung (des Streubesitzes) und auf Platz 24 bei den Handelsumsätzen in den zwölf Monaten des Jahres 2019. Aktionärsstruktur bleibt stabil2019 blieb die Aktionärsstruktur der Talanx AG nach Definition der Deutschen Börse im Wesentlichen unverändert. Der Streubesitzanteil lag zum Jahresende wie im Vorjahr bei 21 %. Neben dem HDI V. a. G. (Anteil: 79 %) hält auch die japanische Versicherungsgruppe Meiji Yasuda eine Beteiligung oberhalb der Meldeschwelle von 3 %. Da dieser Anteil aber noch unter 5 % liegt, wird der Aktienbesitz von Meiji Yasuda entsprechend der Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zugerechnet. Der Großteil des Streubesitzes, fast 60 %, wird von deutschen und anderen europäischen Investoren gehalten, 17 % des Streubesitzes sind Investoren aus Nordamerika zuzurechnen. Der hohe Anteil asiatischer Minderheitsaktionäre (24 %) ist im Wesentlichen auf den Aktienbesitz der Meiji Yasuda zurückzuführen. Privataktionäre machen rund ein Viertel des Streubesitzes aus. AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31.12.2019In %![]() KapitalmarktkommunikationUnternehmen bleibt in engem InvestorendialogBei der Teilnahme an Investorenkonferenzen und auf zahlreichen Roadshows im In- und Ausland trafen der Vorstand und das Investor-Relations-Team mit ca. 180 institutionellen Investoren zusammen. Zudem nahmen und nehmen Investor-Relations-Mitarbeiter regelmäßig an weiteren Veranstaltungen teil, um den Bekanntheitsgrad der Talanx AG bei Privatanlegern zu erhöhen. Eine Liste der derzeit etwa 15 Banken und Brokerhäuser, die Research-Berichte zur Talanx Aktie erstellen, ist auf der IR-Internetseite zu finden. Hauptversammlung in modernerem FormatDie Hauptversammlung am 9. Mai 2019 verzeichnete mit 470 teilnehmenden Aktionären einen Rekordbesuch (2018: 420). Auf die Teilnehmer wartete ein neues, moderneres Bühnenbild, und sie konnten Lounges mit einem interaktiven Raumkonzept nutzen. Im Vorfeld wurden die Teilnehmer, die sich dafür registriert hatten, zum ersten Mal per E-Mail eingeladen. Sie trugen damit zum Kostenabbau und zum schonenderen Umgang mit natürlichen Ressourcen bei und nahmen zum Dank an der Verlosung einiger iPads teil. Erstmals war auch der elektronische Zugang zur Hauptversammlung per Smartphone möglich. Die ordentliche Hauptversammlung 2020 findet am Donnerstag, dem 7. Mai 2020 im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Capital Markets Day mit Schwerpunkt IndustrieversicherungIm November 2019 hielt die Talanx AG wieder ihren jährlichen Capital Markets Day ab. Im Fokus der Veranstaltung in Frankfurt am Main stand diesmal die Strategie der Industrieversicherung. Das Management-Team dieses Geschäftsbereichs um den neuen CEO Dr. Edgar Puls stellte ausführlich dar, wie die Industrieversicherung trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds mittel- und langfristig eine Eigenkapitalrendite von 8 % bis 10 % erzielen will. In diesem Zusammenhang lag das Augenmerk auf dem sehr erfolgreichen Sanierungsprojekt "20/20/20" in der Feuerversicherung, auf den Wachstumsplänen für den sehr vielversprechenden Bereich Spezialversicherung sowie auf den Anstrengungen im Bereich Digitalisierung. Rund 30 Analysten und Investoren besuchten die Veranstaltung, die zudem live auf unserer IR-Internetseite mitzuerleben war. Als Aufzeichnung ist sie dort weiterhin abrufbar. Die Talanx AG plant, ihren nächsten Capital Markets Day am 17. November 2020 wiederum in Frankfurt am Main abzuhalten. DividendeAnhebung der Ausschüttungsquote möglich nach PufferaufbauDie Talanx AG strebt nachhaltige Dividenden an. Während das Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 % bis 45 % des Konzernergebnisses gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) nach Steuern und Minderheiten (mindestens jedoch eine Dividende je Aktie wie im Vorjahr) bis auf Weiteres gilt, wollen wir einen Puffer aufbauen, der es uns erlaubt, eine Erhöhung der Ausschüttungsquote in Betracht zu ziehen. Einen solchen Puffer haben wir so definiert, dass der Gewinnvortrag nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB), der sich nach Abzug der neu vorgeschlagenen Dividende ergibt, das 1,5- bis 2-Fache der neu vorgeschlagenen Dividende betragen soll. Für das Geschäftsjahr 2019 beträgt dieser Faktor gut 0,8, nach rund 0,3 für das Jahr 2018. Nach Erreichen des 1,5- bis 2-Fachen wird der Vorstand der Talanx AG eine Anpassung der Dividendenpolitik prüfen. Dividendenvorschlag: siebte Erhöhung in FolgeFür das Geschäftsjahr 2018 zahlte die Talanx AG im Mai 2019 eine Dividende von 1,45 EUR je Aktie (Geschäftsjahr 2017: 1,40 EUR) - dies entsprach einer Ausschüttungsquote von 52,2 % (Geschäftsjahr 2017: 52,7 %). Die Ausschüttungsquote lag für die Jahre 2017 und 2018 oberhalb der angestrebten Spanne von 35 % bis 45 %, da das Ziel einer Dividende je Aktie mindestens in Vorjahreshöhe nur eingehalten werden konnte, wenn ein höherer Anteil am Konzernergebnis gezahlt wurde als von einer Ausschüttungsquote von 35 % bis 45 % vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung der Talanx AG für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor. Bezogen auf den Jahresdurchschnittskurs von 37,53 EUR (XETRA-Schlusskurs) ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 4,0 % (4,3 %). Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie, beträgt 41,1 %. Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung 2020 dem Dividendenvorschlag mehrheitlich zustimmen, fällt die Dividende je Aktie auch im siebten Jahr in Folge höher aus als im Vorjahr. BASISINFORMATIONEN ZUR TALANX AKTIEscroll
Kurse auf XETRA-Tagesschlusskursbasis Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des KonzernsUnser Unternehmen operiert aus einer breiten Geschäftsaufstellung heraus und richtet seine Strategie an den Märkten bzw. Kunden aus.Der Talanx KonzernGeschäftsmodellDer Talanx Konzern ist ein Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und der Finanzdienstleistungsbranche. Er beschäftigte zum Jahresende 2019 weltweit rund 23.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wird durch die börsennotierte Finanz- und Management-Holding Talanx AG mit Sitz in Hannover geführt. Mehrheitseigentümer der Talanx AG ist mit 79,0 % der HDI V. a. G., ein seit über 110 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Inklusive Mitarbeiteraktien befinden sich unverändert zum Vorjahr 21,0 % der Aktien im Streubesitz. Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV) genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten (vgl. Abbildung). IM KONZERN BETRIEBENE VERSICHERUNGSZWEIGEscroll
1
Einschl. Raumfahrt Die Talanx ist weltweit mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten und unterhält Geschäftsbeziehungen mit Erst- und Rückversicherungskunden in insgesamt mehr als 150 Ländern. Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist sie auf Deutschland fokussiert, international vor allem auf die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei) und Lateinamerika. Die Geschäftsbereiche des Konzerns führen ihre Kernprozesse eigenverantwortlich. In der international ausgerichteten Industrieversicherung und in den Rückversicherungssegmenten sind dies im Besonderen die Produktentwicklung, der Vertrieb und das Underwriting inklusive der Fachaufsicht. In den Segmenten der Privat- und Firmenversicherung sind es die Bereiche Produktentwicklung, Tarifierung und Vertrieb sowie Produktmanagement und -marketing. Das Segment Konzernfunktionen ist zuständig für die Bereiche Vermögensverwaltung, Unternehmensentwicklung, Risikomanagement, Personal, weitere Dienstleistungen sowie für die konzerninterne Rückversicherung der Erstversicherungssegmente. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherung), Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2019 fort. Vor dem Hintergrund der in Deutschland am 23. Februar 2018 umgesetzten Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD) wurden im Konzern frühzeitig Projekte aufgesetzt, um die umfangreichen Vorgaben termingerecht zu erfüllen. Die IDD zielt auf den Schutz der Verbraucherinteressen bei der Produktentwicklung und beim Vertrieb von Versicherungsprodukten und formuliert Vorgaben für die Produktüberwachung und die Governance von Versicherungsprodukten. Am 25. Januar 2017 veröffentlichte die BaFin das Rundschreiben 2/2017 (VA) zur behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo). Darin werden aus Sicht der Aufsichtsbehörde übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation sowie zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieses Schreibens wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement. Am 26. Juni 2017 trat das Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie (GwG) in Kraft. Die betroffenen Konzerngesellschaften der Talanx AG haben Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um die sich hieraus ergebenden gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Mit Inkrafttreten der 5. Geldwäscherichtlinie vom 30. Mai 2018 sollte diese bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Dies erfolgte in Deutschland zum 1. Januar 2020 mit dem Inkrafttreten des novellierten Geldwäschegesetzes. Die entsprechende Umsetzung bei den Gesellschaften der Talanx Gruppe ist erstmals Prüfgegenstand für die Abschlüsse zum 31. Dezember 2020. In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf die IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen des Talanx Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Im Talanx Konzern verarbeiten wir bei der Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreich personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagementsystem auf die Beratung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können. Als Wertpapieremittenten unterliegen die Talanx AG sowie weitere Konzerngesellschaften der Kapitalmarktaufsicht - unter anderem in Deutschland, Polen und Luxemburg. KonzernstrukturDer Konzern teilt die geschäftlichen Aktivitäten in "Versicherung" -mit sechs berichtspflichtigen Segmenten - und in "Konzernfunktionen" als siebtes Segment auf. In der Erstversicherung agieren wir mit den drei Geschäftsbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - mit den Segmenten Schaden/Unfallversicherung und Lebensversicherung - sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden Geschäftsbereich zeichnet ein Vorstandsmitglied verantwortlich. Die Industrieversicherung ist weltweit präsent. Sie ist weitgehend unabhängig von Drittgesellschaften und kann internationale Konsortien führen. Seit Januar 2019 bietet der Spezial-Versicherer HDI Global Specialty SE als gemeinsame Beteiligung der HDI Global SE und der Hannover Rück SE maßgeschneiderte Versicherungslösungen für Industrieunternehmen, Konzerne und kleine und mittlere Unternehmen. Die HDI Reinsurance (Ireland) SE wurde aufgrund des konzerninternen Verkaufs von der Talanx AG an die HDI Global SE im Berichtsjahr beim Geschäftsbereich Industrieversicherung angesiedelt, zuvor wurde sie im Segment Konzernfunktionen ausgewiesen. Das konzernintern gezeichnete Geschäft der HDI Reinsurance (Ireland) SE wird im Rahmen der Segmentverteilung teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland bündelt die Gesellschaften mit Versicherungsangeboten für inländische Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussiert die strategischen Kernmärkte Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa (inklusive der Türkei). Zum Geschäftsbereich Rückversicherung gehören die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung; sie werden durch die Hannover Rück SE getragen. Die Zielmärkte der Schaden-Rückversicherung sind Kontinentaleuropa und Nordamerika; sie betreibt außerdem diverse Sparten der globalen Rückversicherung und das Spezialgeschäft weltweit. Die Personen-Rückversicherung gliedert sich in Financial Solutions sowie Risk Solutions mit den Zweigen Longevity Solutions, Mortality und Morbidity. Zum Segment Konzernfunktionen zählen wir die Talanx AG, die vorwiegend strategische Aufgaben wahrnimmt. Seit Januar 2019 besitzt sie eine Rückversicherungslizenz und betreibt auch operatives Geschäft. Zum Segment gehören außerdem die internen Dienstleistungsgesellschaften sowie der Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker GmbH. Die Ampega Asset Management GmbH, die Ampega Investment GmbH und die Ampega Real Estate GmbH betreuen vor allem die Kapitalanlagen des Konzerns und bieten u. a. Dienstleistungen im Bereich Finanzen an. KONZERNSTRUKTUR![]() Nur die wesentlichen Beteiligungen Main participations only Stand / As at: 31.12.2019 StrategieDer Talanx Konzern ist weltweit im Erst- und Rückversicherungsgeschäft aktiv sowohl in der Schaden/Unfall- als auch in der Lebensversicherung. In den mehr als 100 Jahren unseres Bestehens haben wir uns vom reinen Haftpflichtversicherer der Industrie zum weltweit agierenden Versicherungskonzern entwickelt - mit Fokus auf das Industrie-, Firmen- und Privat- sowie Rückversicherungsgeschäft. Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit zwischen uns und unseren zum Teil langjährigen Industriepartnern und Privatkunden, um deren Bedürfnisse optimal zu bedienen. Im Talanx Konzern verbessern wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern und die Kapitaleffizienz zu erhöhen. Die Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass wir in allen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügen, um unsere Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten und erfolgversprechende Märkte konsequent zu erschließen. Durch diese Diversifikation stärken wir unsere Unabhängigkeit bzw. minimieren unsere Risikoanfälligkeit und steigern nachhaltig den Erfolg des Konzerns für Kunden, Investoren und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Management-Holding. Sie stellt sicher, dass das oberste Ziel erreicht wird: nachhaltiges, profitables Wachstum und damit langfristige Wertsteigerung. Dies ist auch die Vorgabe für alle Geschäftsbereichsstrategien, die aus der Konzernstrategie abgeleitet werden. Das Organisationsprinzip des Talanx Konzerns zentralisiert die Konzernsteuerungsfunktionen und Konzernservicefunktionen, während die Ergebnisverantwortung dezentral bei den Geschäftsbereichen liegt. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, die den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zugesteht, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Weise können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen optimal wahrnehmen. Während die Marke Talanx auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Geschäftsbereichen die hohe internationale und nationale Produktexpertise, vorausschauende Zeichnungspolitik und Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. So können auch neue Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche effizient in den Konzern integriert werden. Zudem schafft diese Struktur eine gute Basis für Kooperationsfähigkeit, die insbesondere auf unterschiedlichste Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann. Die Strategie des Konzerns ist darauf ausgerichtet, durch den gezielten Ausbau von Stärken ("Strengthen") und das fokussierte Angehen von Entwicklungsbereichen ("Develop") unsere ambitionierten und klar definierten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen. Für den Gesamtkonzern streben wir eine Eigenkapitalrendite nach IFRS von mindestens 800 Basispunkten über dem risikofreien Zins an, um eine nachhaltige Wertschaffung sicherzustellen. Den Gewinn pro Aktie (Earnings per Share, EPS) wollen wir bis 2022 pro Jahr um durchschnittlich mindestens 5 % steigern, getragen von fokussierten Geschäftsbereichsstrategien und einer Reihe strategischer Wachstumsinitiativen. Aus dem Konzerngewinn nach IFRS wollen wir zudem weiterhin mindestens 35 bis 45 % an unsere Aktionäre ausschütten, wobei die Dividende in ihrer absoluten Höhe dabei zukünftig jeweils mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen soll. Als strategische Nebenbedingungen haben wir uns dabei insbesondere ein begrenztes Marktrisiko (< 50 %) und eine hohe regulatorische Solvenzquote (150 - 200 %) zum Ziel gesetzt. Stärken und damit die Basis unseres Erfolgs sind die ausgeprägte unternehmerische Kultur im Konzern mit klaren dezentralen Verantwortlichkeiten weltweit, der Fokus auf das B2B-Geschäft, aus dem über 80 % unserer Prämien stammen, sowie die starke regionale Diversifikation im Geschäfts- und Produktmix. Den Anteil des im Ausland generierten Geschäfts wollen wir dabei mittelfristig noch weiter ausbauen auf bis zu zwei Drittel der gesamten Erstversicherungsprämie. Bereits heute machen diese Stärken unseren Konzern "traditionally different"! Zu den Bereichen, die wir konsequent weiterentwickeln, gehört die Optimierung des Kapitalmanagements, um die finanzielle Flexibilität innerhalb des Konzerns zu maximieren, jederzeit eine erstklassige Kapitalausstattung zu gewährleisten und langfristig die Dividendenstabilität sicherzustellen. Kapital zum Ausbau des Geschäfts wird konsequent nur dort eingesetzt, wo die Strategie- und Profitabilitätskriterien erfüllt sind, und Geschäftsentscheidungen werden derart gesteuert, dass Kapital und Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen werden. Hierzu werden sowohl die Konzern-Kapitalstruktur als auch die lokalen Kapitalausstattungen unserer Tochtergesellschaften laufend optimiert. Darüber hinaus werden wir den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung konzernintern auf Holdingebene bündeln, um gruppenweit Kapital und Diversifizierungseffekte besser zu nutzen. Ein weiteres strategisches Entwicklungsthema ist die digitale Transformation, eine der Kernaufgaben für die kommenden Jahre, die im Konzern explizit von den einzelnen Geschäftsbereichen getrieben wird. Damit folgen wir dem Ansatz des "traditionally different" und tragen gleichzeitig unterschiedlichen lokalen Regulierungen und digitalen Kundenverhaltensmustern Rechnung. Einen Schwerpunkt bei der digitalen Transformation bildet die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie bzw. Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Aufgrund ihrer gruppenweiten Relevanz werden diese Fokusthemen aus der Holding heraus gezielt unterstützt. Die Strategien der einzelnen Geschäftsbereiche wurden nochmals geschärft und fokussiert. Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich der Spezialversicherung. Die Schaden-/Kostenquote in der Feuerversicherung, die ca. 20 % des Gesamtportfolios der HDI Global SE ausmacht, soll bis 2020 um mindestens 20 Prozentpunkte sinken (Programm "20/20/20"). Wachstumspotenzial in Auslandsmärkten sehen wir für das Industriegeschäft hingegen insbesondere in Nordamerika, Europa sowie ausgewählten Schwellenländern. Die HDI Global Specialty SE ist 2019 als gemeinsame Beteiligung der HDI Global SE und der Hannover Rück SE gestartet. Aus der Kombination der Underwriting-Expertise der Inter Hannover mit dem weltweiten Vertriebs- und Schadenregulierungs-Netzwerk der HDI Global erwarten wir erhebliche Wachstumssynergien. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "KuRS" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wollen wir das starke Wachstum fortsetzen und dabei die Diversifizierung weiter vorantreiben. Ziel ist es, in unseren fünf definierten Kernmärkten in Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa jeweils eine führende Stellung einzunehmen, d. h. einer der Top-5-Anbieter zu sein. Hierzu soll profitables organisches und anorganisches Wachstum beitragen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Hierbei spielen insbesondere die konsequente Nutzung von Diversifikationsvorteilen sowie der weitere Ausbau gesamtheitlicher, innovativer Rückversicherungsangebote eine wichtige Rolle. Als langfristiger Mehrheitsaktionär der Hannover Rück SE verfolgen wir zudem das Ziel, die Stellung des Unternehmens als Global Player abzusichern und selektiv auszubauen. Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung", Seite 58 ff., beschrieben, das Risikomanagement im Abschnitt "Risikobericht", Seite 102 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt. DACHSTRATEGIE DES TALANX KONZERNS![]() UnternehmenssteuerungDie Konzernstrategie ist auf eine langfristige Wertsteigerung im Sinne der Stakeholder des Konzerns (insbesondere Investoren, Kunden und Mitarbeiter) ausgerichtet. In Verbindung damit fokussieren wir uns auf die Kriterien Kontinuität, Finanzkraft und Profitabilität. Dabei berücksichtigen wir die regulatorischen Anforderungen an die Versicherungsunternehmen und auch die Erwartungen der Ratingagenturen. Die vier Eckpfeiler unseres Zielsystems sind:
Diese Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf vier elementare Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den Geschäftsbereichen regeln:
Flankiert wird dieses Zusammenspiel zwischen der Talanx AG und den operativen Geschäftsbereichen durch das Organisationsprinzip des Konzerns, das die Steuerungsfunktionen zentralisiert, während die Ergebnisverantwortung bei den Geschäftsbereichen liegt. Die starke Finanzkraft bemessen wir im Konzern mit den Solvency-II-Kennzahlen und dem S&P-Ratingmodell. Zur Steuerung der langfristigen Wert- und Profitabilitätssteigerung sowie zur Erhöhung der Kapitaleffizienz im Konzern nutzen wir die Kennzahl Intrinsic Value Creation (IVC). Diese Kennzahl macht die unterschiedlichen Geschäftsmodelle unserer Konzerngesellschaften miteinander vergleichbar. Damit unsere Managemententscheidungen nicht auf einer zu volatilen Einzeljahres-Ergebnislage basieren, betrachten wir den IVC im Fünfjahresdurchschnitt. Rechnerisch misst der IVC den ökonomischen Erfolg nach Abzug der Kapitalkosten. Der ökonomische Erfolg berücksichtigt neben dem IFRS-Jahresüberschuss die Veränderung aktivischer und passivischer stiller Reserven/Lasten sowohl im Bereich der Kapitalanlagen als auch im Bereich der Versicherungstechnik (Berechnung siehe Abb. unten). Bei den Kapitalkosten werden die Kosten für das aufsichtsrechtlich notwendige Risikokapital (Solvency Capital Required) sowie die Kosten für das darüber hinausschießende Excess Capital (Überschusskapital) berücksichtigt. Die Kapitalkosten bestehen aus dem risikofreien Zinssatz als fünfjährigem Durchschnitt zehnjähriger Bundesanleihen sowie einem friktionalen Kostensatz von 2 % und, bezogen auf das Solvency Capital Required, einer zusätzlichen Risikomarge in Höhe von 4 %. Die Kostensätze legen einen Value at Risk von 99,5 % zugrunde, was dem aufsichtsrechtlich notwendigen Konfidenzniveau entspricht. ÜBERLEITUNG VOM IFRS-JAHRESERGEBNIS ZUM IVC![]()
1
Ökonomische Anpassungen, z. B. Veränderung des Schadenreservediskonts Performance-ManagementDas Kernstück unseres Steuerungssystems bildet das PerformanceManagement. Es sichert eine effiziente systematische Konzernsteuerung und verknüpft unser unternehmerisches Handeln auf Konzern- und Unternehmensebene mit unseren strategischen Zielen. In dem eng mit der Konzernstrategie verknüpften PerformanceManagement-Zyklus verbinden wir unsere strategische mit der operativen Planung. Der Performance-Management-Zyklus sah im Berichtsjahr wie folgt aus: PERFORMANCE-MANAGEMENT-ZYKLUS![]() Zu Beginn des jährlich neu zu durchlaufenden Performance-Management-Zyklus gibt der Vorstand der Talanx AG den Geschäftsbereichen zur strategiekonformen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten Zielindikationen für die strategischen und operativen Planungsmodule des jeweiligen Planjahres vor. Die Zielindikationen ergeben sich aus den strategischen Konzernsteuerungsgrößen und den Konzerninitiativen. Zu den strategischen Steuerungsgrößen gehören Eigenkapitalrendite (RoE), Wertschaffung (IVC) und Dividende. Als flankierende Rahmenbedingungen werden dazu ein Risikobudget und eine Mindest-Kapitaladäquanz definiert. In Summe gibt der Holding-Vorstand damit für jedes Planjahr ein klares Anspruchsniveau im Hinblick auf Rentabilität, Ausschüttungsfähigkeit, Risikoappetit und Sicherheitsniveau vor. Im Anschluss an die Zielindikation werden die definierten Ziele hinsichtlich ihrer Erreichbarkeit durch die Geschäftsbereiche validiert und anschließend im Talanx Vorstand als Basis für die operative Planung festgelegt. Der Konzern und die Geschäftsbereiche nutzen zur Steuerung des Geschäfts das Instrument des Management-Dashboards. Das Management-Dashboard bündelt alle wesentlichen strategischen und operativen Steuerungsgrößen und gibt somit einen Überblick über die nachhaltige Zielerreichung des Konzerns bzw. der Geschäftsbereiche. Mit den im Performance-Management durchlaufenen Prozessschritten unter Verwendung der Management-Dashboards erreichen wir eine ganzheitliche und konzernweit abgestimmte Steuerung des Konzerns. Alle Bereiche im Konzern werden auf die strategischen Ziele ausgerichtet und mithilfe messbarer Größen transparent und ausgewogen dargestellt. Für die operative Steuerung überführen wir die strategischen Ziele in operationale, strategiekonforme Werttreiber. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten operativen Steuerungsgrößen auf Konzern- bzw. Segmentebene beschränken sich auf rein finanzielle Leistungsindikatoren. DIE OPERATIVEN STEUERUNGSGRÖSSEN DES KONZERNS IM ÜBERBLICKscroll
scroll
scroll
scroll
AusschüttungsquoteAusschüttung im folgenden Jahr, dividiert durch das Jahresergebnis des Konzerns Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt)Das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge (GWP) ist das nominale Wachstum, korrigiert um Wechselkurseffekte: GWP des laufenden Jahres zum Wechselkurs des Vorjahres (Vj.) minus GWP (Vj.), dividiert durch GWP (Vj.) EBIT-MargeOperatives Ergebnis (EBIT), dividiert durch die verdienten Nettoprämien EBIT-WachstumVeränderung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr in Prozent EigenkapitalrenditeJahresergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter KapitalanlagerenditeKapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagebestand Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung)Die gesamten Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) einschließlich des Depotzinsergebnisses und der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), dividiert durch die verdienten Prämien (netto) KonzernergebnisKonsolidiertes Jahresergebnis des Konzerns (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Neugeschäftswert (Leben)Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter). Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-II-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen Forschung und EntwicklungDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Talanx AG Anfang 2019 eine Rückversicherungslizenz erteilt. Seitdem ist die Gesellschaft keine reine Holdinggesellschaft mehr, sondern agiert auch operativ als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen. Eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung betreibt die Gesellschaft nicht. In der Gesellschaft arbeiten wir aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen zur optimalen Erfüllung des Geschäftszwecks. Dies betrifft u. a. das Group Accounting, Compliance und Recht. In unseren Geschäftsbereichen analysieren wir nachhaltige Veränderungen (z. B. zu Demografie oder Klima) sowie technische Neuerungen (z. B. zur Digitalisierung) und entwickeln auf unsere Kunden und Märkte abgestimmte Produkte und Kapitalanlagen. WirtschaftsberichtIm vergangenen Geschäftsjahr setzte der Talanx Konzern seine positive Geschäftsentwicklung fort. Wesentliche Ziele wurden erreicht bzw. übererfüllt.Märkte und wirtschaftliche RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDas Wachstum der Weltwirtschaft wurde 2019 durch die hohe handelspolitische Unsicherheit im Zuge der protektionistischen US-Handelspolitik, anhaltende Sorgen vor einem ungeordneten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU und geopolitische Konflikte signifikant belastet. Die deutsche Wirtschaft entging im dritten Quartal 2019 nur knapp einer Rezession. Für das Gesamtjahr betrug das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 0,6 %, nach noch 1,5 % im Vorjahr. Neben einer negativen Exportdynamik waren vor allem sektorale Sondereffekte für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Die Wirtschaft im Euroraum war besonders deutlich von der Abkühlung des Exportwachstums beeinträchtigt. Darüber hinaus belasteten die anhaltend hohe Unsicherheit rund um die Brexit-Verhandlungen sowie innenpolitische Turbulenzen in Italien das Geschäfts- und Konsumklima. Ein resistenter Arbeitsmarkt sowie eine spürbare Lockerung von Fiskal- und Geldpolitik stützten das Wachstum allerdings; es sank von 1,9 % im Jahr 2018 auf voraussichtlich 1,2 % im Berichtsjahr. In den USA sorgten neben der allgemeinen weltweiten Wachstumsschwäche u. a. der nachlassende fiskalpolitische Stimulus, die Belastung aus der erneuten Eskalation des Handelskonflikts mit China sowie die Straffung der Geldpolitik im Jahr 2018 durch die US-Notenbank für eine spürbare Verlangsamung der Wachstumsdynamik. Das Wachstum wurde vor allem durch den überraschend widerstandsfähigen Konsum und einen geldpolitischen Kurswechsel gestützt. Nach 2,9 % im Jahr 2018 sank das US-Wachstum auf 2,3 % im Berichtsjahr. Ein schwieriges außenwirtschaftliches Umfeld, niedrigere Öl- und Industriemetallpreise sowie ein geringeres Investoreninteresse setzten die wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern unter Druck. Das Wirtschaftswachstum in China war 2019 vor allem durch die erneute Eskalation des Handelskonflikts mit den USA belastet und fiel mit 6,1 % auf den tiefsten Stand seit 30 Jahren. REALES BRUTTOINLANDSPRODUKTscroll
1
Bloomberg-Konsensprognosen, Stand 18. Februar 2020 (vorläufige Werte) Die globale Wachstumsschwäche sowie insgesamt niedrigere Rohstoffpreise sorgten für sinkende Inflationsraten. Selbst in Volkswirtschaften mit hoher Arbeitsmarktauslastung entwickelte sich kein signifikanter Preisdruck. In den USA und der Eurozone fielen die Inflationsraten auf 1,8 % bzw. 1,2 % nach jeweils 1,9 % und 1,5 % im Vorjahr. Diese Faktoren sorgten dementsprechend für eine synchronisierte Lockerung der Geldpolitik: Die US-Notenbank senkte ihren Leitzins um 75 Basispunkte und die Europäische Zentralbank implementierte ein umfangreiches Lockerungspaket im zweiten Halbjahr. Auch andere große Zentralbanken lockerten ihre Geldpolitik. KapitalmärkteDie schwache Wachstums- und Inflationsentwicklung und die daraus folgende Lockerung der Geldpolitik sorgten für einen deutlichen Rückgang des Zinsniveaus und damit für eine Fortsetzung des im Herbst 2018 begonnen Trends hin zu sinkenden Renditen. Zehnjährige US-Treasury- und Bundesrenditen erreichten im Sommer ihre Tiefststände von unter 1,5 % bzw. -0,7 %. Anschließend setzte im weiteren Jahresverlauf eine moderate Erholung der Renditeniveaus ein - mit rund 1,9 % in den USA und -0,2 % in Deutschland zum Jahresende. In einem für Unternehmensanleihen weiterhin stabilen Umfeld sanken die Risikoaufschläge im Jahresverlauf kontinuierlich und sorgten für eine Outperformance von Kreditprodukten gegenüber dem AAA-Staatsanleihen- und Pfandbriefsegment. Der Euro setzte seine Vorjahresentwicklung gegenüber dem US-Dollar fort und fiel von ca. 1,14 USD/EUR zum Jahresanfang auf knapp unter 1,11 USD/ EUR zum Jahresende. Die weltweiten Aktienmärkte verzeichneten 2019 eine beachtliche Jahresperformance. Die hohen Kursgewinne gleich zu Jahresbeginn sind auch als Erholung nach der Kapitalmarktkorrektur Ende 2018 zu sehen. Die anschließend volatile Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte war durch das Spannungsfeld hoher politischer Unsicherheit auf der einen und umfangreichen Lockerungsmaßnahmen der Notenbanken auf der anderen Seite geprägt. Zum Jahresende verzeichneten die Aktienmärkte im vierten Quartal eine positive Tendenz, wodurch sie das Jahr 2019 insgesamt trotz eines schwachen Gewinnwachstums mit einer sehr guten Jahresperformance beenden konnten: Der S&P 500 stieg im Gesamtjahr um 28,9 %, der DAX um 25,5 %, der EURO STOXX 50 um 24,8 % und der Nikkei um 18,2 %. Deutsche VersicherungswirtschaftSchaden/UnfallversicherungIn der Schaden/Unfallversicherung konnte die deutsche Versicherungswirtschaft 2019 ein Prämienwachstum auf dem Niveau des Vorjahres verzeichnen. Dabei wirkten einer starken Entwicklung insbesondere in der Sachversicherung die abgekühlte Konjunktur und ein hoher Preiswettbewerb entgegen. Die Naturgefahren-Bilanz der deutschen Sachversicherer war 2019 durch einige Extremwetterereignisse gekennzeichnet, lag insgesamt aber auf Vorjahresniveau und im Rahmen des langjährigen Durchschnitts. Schadenzahlungen für Sturm- und Hagelschäden an Kraftfahrzeugen haben sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt, verursacht zu einem großen Teil allein durch eine Unwetterserie an Pfingsten. Weitere schadenträchtige Ereignisse waren die Stürme "Dragi" und "Eberhard" im März. LebensversicherungDie Beitragseinnahmen in der deutschen Lebensversicherung konnten 2019 eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Ursächlich dafür waren das Geschäft zu laufenden Beiträgen, insbesondere aber eine dynamische Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts. Trotz der noch einmal rückläufigen Zinsen gelang es der deutschen Versicherungswirtschaft auch 2019, eine Gesamtverzinsung über dem Garantiezins zu erwirtschaften. Internationale VersicherungsmärkteDer Talanx Konzern hat als Zielregionen für den Ausbau seines internationalen Privatkundengeschäfts die Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika definiert. In der Industrieversicherung baut der Konzern seine Präsenz weltweit, u. a. auch in Asien, weiter aus. In diesem Abschnitt wird vorrangig auf die Entwicklung in den genannten internationalen Zielregionen eingegangen. Schaden/UnfallversicherungDie internationale Schaden/Unfallversicherung wies für 2019 insgesamt ein leichtes Prämienwachstum aus, welches in den Schwellenländern deutlich höher ausfiel als in den entwickelten Versicherungsmärkten. Durch Naturkatastrophen verursachte Schäden lagen im Berichtsjahr auf dem Niveau des langfristigen Durchschnitts der vergangenen 30 Jahre. Der Anteil versicherter Schäden war geringer als im Vorjahr, u. a. aufgrund eines höheren Anteils an Flutschäden, die auch in Industrieländern seltener versichert sind als Sturmschäden. Schadenträchtigste Ereignisse des Jahres waren zwei schwere Wirbelstürme in Japan, von denen einer extreme Niederschläge auch abseits des Sturmzentrums mit sich brachte, gefolgt von Hurrikan "Dorian" in den USA und den Bahamas. In Europa war eine Kombination aus Hitzewellen, schweren Unwettern und Hagelstürmen der größte Schadentreiber. Die Profitabilität in der internationalen Schaden- und Unfallversicherung hat sich im Berichtsjahr verbessert, was allerdings zum Teil auf realisierte Investitionsgewinne zurückgeht. Unter den entwickelten Versicherungsmärkten kam das stärkste Wachstum aus Nordamerika und der Region Asien-Pazifik. Gestützt wurde es durch steigende Prämien in der industriellen Sachversicherung. In Mittel- und Osteuropa blieb die Entwicklung der Versicherungsprämien in der Schaden/Unfallversicherung unterhalb des langfristigen Trends. In Lateinamerika stagnierte das Prämienwachstum im Zuge des geringer als erwartet ausgefallenen gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Wachstumsstützend wirkten sich insbesondere steigende Preise in der Sachversicherung und der industriellen Haftpflichtversicherung aus (Financial and Professional Liability). Das stärkste Prämienwachstum in den Schwellenländern wurde erneut in Asien generiert, mit den höchsten Zunahmen in China und Indien. Wachstumstreiber waren in beiden Ländern landwirtschaftliche Versicherungen, in Indien darüber hinaus auch Kfz-Versicherungen. In der internationalen Schaden-Rückversicherung war das Marktumfeld weiterhin herausfordernd, u. a. durch den Preisdruck aufgrund vorhandener Überkapazitäten zur Deckung von Versicherungsrisiken. In Teilmärkten kam es im Zuge der Vertragserneuerungsrunden zu Preissteigerungen, vor allem in schadenbelasteten Programmen und Regionen wie Nordamerika. Nach einem sehr moderaten Großschadenverlauf im ersten Halbjahr 2019 kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einem deutlichen Anstieg der Schadenbelastung durch Naturkatastrophen insbesondere in Japan und den USA. LebensversicherungTrotz des weiterhin herausfordernden Geschäftsumfelds, das durch anhaltend niedrige bis hin zu negativen Zinsen gekennzeichnet ist, sind die Prämieneinnahmen auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen. Während die Prämienentwicklung in den entwickelten Versicherungsmärkten stagnierte, zeigten die Schwellenländer nach dem Wachstumseinbruch im Vorjahr wieder eine starke Zunahme. In Lateinamerika wirkte sich die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt dämpfend auf die Prämienentwicklung aus. Länderbezogen gab es hingegen deutliche Unterschiede. Asien war der Wachstumsmotor unter den Schwellenländern. Insbesondere die Entwicklungen in China sorgten für spürbare positive Effekte und trieben das Wachstum in der Gruppe der Schwellenländer an. Die Märkte der internationalen Personen-Rückversicherung waren von intensivem Wettbewerb und dem weiterhin andauernden Niedrigzinsumfeld geprägt. Wachstumsimpulse gab es durch eine rege Nachfrage nach Produkten zur Absicherung von Langlebigkeitsrisiken (Altersvorsorge) insbesondere in Europa und Nordamerika. In Asien und den USA nahm die Nachfrage nach strukturierten Rückversicherungslösungen zur Verbesserung der Solvenz-, Liquiditäts- und Kapitalsituation zu. GeschäftsentwicklungDer Konzern treibt die Profitabilisierung seiner Erstversicherung sowohl national als auch international voran: Der Geschäftsbereich Industrieversicherung fokussiert sich auf die konsequente Sanierung des Geschäfts mit Feuerversicherung, auf Wachstum im Ausland sowie im Bereich Spezialversicherung (Specialty). Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland führt sein strategisches Programm "KuRS" konsequent fort und strebt darüber hinaus weiteres Wachstum im Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International soll das starke Wachstum fortgesetzt werden mit dem Ziel, zu den Top 5 in unseren Kernmärkten zu zählen. Der Geschäftsbereich Rückversicherung konzentriert sich darauf, vorhandene Stärken insbesondere hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität weiter auszubauen. Das gute Kapitalanlageergebnis sowie das übrige Ergebnis wirkten sich positiv auf das operative Ergebnis aus. Insgesamt erzielte der Konzern ein sehr gutes Ergebnis von 923 Mio. EUR. GEBUCHTE BRUTTOPRÄMIENIn Mrd. EUR![]() OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)In Mrd. EUR![]() Talanx setzt auf Robotik und künstliche IntelligenzTalanx und der Anbieter intelligenter Automatisierungssoftware WorkFusion gehen eine strategische Partnerschaft zur Beschleunigung der End-to-End-Digitalisierung von Kerngeschäftsprozessen ein. Die Software von WorkFusion wird im ersten Schritt zur automatisierten Prüfung und sogenannten "Dunkelverarbeitung" von Eingangsdokumenten im Schaden-Bereich im Geschäft mit deutschen Privat- und Firmenkunden bei der Talanx Tochter HDI eingesetzt. Talanx unterzeichnet die UN PRI und wird deutschlandweit klimaneutralDie Talanx Gruppe hat ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt: Der Konzern hat die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) unterzeichnet und sich damit einem Rahmenwerk zur nachhaltigen Kapitalanlage angeschlossen. Gleichzeitig hat die Talanx Gruppe entschieden, vom Jahr 2019 an in Deutschland klimaneutral zu wirtschaften. Beide Initiativen sind Teil der neu geschärften Nachhaltigkeitsstrategie. Diese zielt ganzheitlich auf den Betrieb, die Kapitalanlage sowie die Versicherungstechnik ab und bezieht gesellschaftliche Aspekte ein. Talanx baut nachhaltige Investmentstrategie ausDie Talanx Gruppe baut ihre nachhaltige Investmentstrategie kontinuierlich weiter aus, indem sie als größter Investor die Finanzierung von Solarparks im Süden Spaniens mittels einer kreditfinanzierten Projektanleihe sicherstellt. Die Vergütung des erzeugten Stroms erfolgt für die nächsten knapp 20 Jahre nach dem regulierten spanischen Vergütungssystem. Die amortisierende Projektanleihe weist eine durchschnittliche Laufzeit von unter zehn Jahren bei einem AA-Rating ("stable") von S&P auf und offeriert eine attraktive Rendite. Die Talanx Gruppe finanziert seit Anfang des laufenden Jahres Deutschlands größten Offshore-Windpark. Im Rahmen einer Projektanleihe wurden zwei in der Nordsee liegende Windparks zu einem Projekt zusammengefasst: Hohe See (497 MW) und Albatros (112 MW). Die Parks sind in Betrieb und an das Netz angeschlossen. Insgesamt können rund 710.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Nach Gode Wind 1 (2015) und Borkum Riffgrund 2 (2017) handelt es sich um das dritte großvolumige Offshore-Windpark-Projekt, das von Talanx finanziert und begleitet wird. Talanx definiert Zeichnungspolitik für KohlerisikenDie Talanx Gruppe zieht sich langfristig beim Versicherungsschutz aus kohlebasierten Risiken zurück. Damit bekennt sich das Unternehmen zum Transformationsprozess hin zu einer emissionsärmeren Wirtschaft und kommt damit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nach, die es bereits seit Jahren unterstützt. 17 von 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben den Kohleausstieg bereits beschlossen oder diskutieren darüber. Die Talanx Gruppe als Versicherungspartner der Industrie sucht im Dialog mit den Kunden konstruktive Lösungen, um den Klimaschutz zu stärken. Geschäftsverlauf Konzern
WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscroll
STEUERUNGSGRÖSSENscroll
1
Bezogen auf den Gewinnverwendungsvorschlag, siehe Anhangkapitel "Sonstige Angaben",
Seite 231. PrämienvolumenDank der guten Geschäftsentwicklung u. a. in der strukturierten Rückversicherung im Segment Schaden-Rückversicherung, eines starken organischen Wachstums im Geschäftsbereich Industrieversicherung und höherer Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International stiegen die gebuchten Bruttoprämien des Konzerns um 13,2 % (währungsbereinigt um 11,9 %) auf 39,5 (34,9) Mrd. EUR. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 11,8 % auf 33,1 (29,6) Mrd. EUR; der Selbstbehalt sank leicht auf 88,4 (88,6) %. Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis fiel um 11,3 % und lag konzernweit bei -1,8 (-1,6) Mrd. EUR; dies ist u. a. zurückzuführen auf hohe Großschadenaufwendungen vor allem im Segment Schaden-Rückversicherung, aber auch auf höhere Rückstellungen für Beitragsüberträge im Segment Leben im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht auf 98,3 (98,2) %. Insgesamt lag die Belastung durch Großschäden bei 1.319 Mio. EUR und damit über dem Jahresbudget von 1.190 Mio. EUR. KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 14,8 % auf 4,3 (3,8) Mrd. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis stieg im Berichtsjahr u. a. dank eines Einmaleffekts im Segment Personen-Rückversicherung sowie durch eine höhere Realisierung stiller Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve im Segment Leben im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis blieb stabil, die Kapitalanlagerendite liegt bei 3,5 (3,3) %. Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas operative Ergebnis (EBIT) stieg im Berichtsjahr um fast 20 % auf 2,4 (2,0) Mrd. EUR, ein Großteil davon stammt neben der Rückversicherung aus dem Geschäftsbereich Industrieversicherung. Auch der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland trug signifikant zum EBIT bei. Der Konzern erreichte im Berichtsjahr ein Rekordergebnis von 923 (703) Mio. EUR und eine Eigenkapitalrendite von 9,8 (8,0) %. Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der für 2019 abgegebenen PrognoseSTEUERUNGSGRÖSSEN IM KONZERNscroll
1
Die Prognose für 2019 bezieht sich auf den abgedruckten Stand im Konzerngeschäftsbericht
2018. Unterjährig wurde der Ausblick angepasst auf ">4 %". Das im Berichtsjahr erzielte Bruttoprämienwachstum lag währungsbereinigt bei 11,9 %; es übertraf damit deutlich den unterjährig für 2019 angehobenen Rahmen von mehr als 4 %. Das Konzernergebnis von 923 Mio. EUR traf genau die 2019 unterjährig angehobene Prognose von mehr als 900 Mio. EUR. Mit einer Kapitalanlagerendite von 3,5 % und einer Eigenkapitalrendite von 9,8 % übertreffen wir die ebenfalls unterjährig angehobenen Prognosen von mehr 2,7 % bzw. mehr als 9,5 %. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,50 EUR je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das IFRS-Ergebnis je Aktie und auf Basis des Vorschlags an die Hauptversammlung, beträgt 41,1 %; sie liegt damit innerhalb des Zielkorridors von 35 % bis 45 %. Entwicklung der Geschäftsbereiche im KonzernDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall- und Lebensversicherung - Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang informieren wir im Anhang dieses Berichts im Kapitel "Segmentberichterstattung". ANTEIL DER SEGMENTE AN DEN BRUTTOPRÄMIENIn %![]() 2019/2018 Industrieversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
MarktentwicklungDas Industrieversicherungsgeschäft war im Geschäftsjahr 2019 durch eine Marktverhärtung in nahezu allen Sparten gekennzeichnet. Diese Marktentwicklung unterstützte die Profitabilisierung des Geschäftsbereichs Industrieversicherung. Das Jahr 2019 war weiterhin gekennzeichnet durch ein anhaltendes niedriges Zinsniveau und ein herausforderndes Umfeld am Kapitalmarkt. Das Programm "20/20/20" zielt darauf ab, in der Feuerversicherung, die etwa 20 % unseres Portfolios ausmacht, eine risikofreie Mehrprämie von mindestens 20 % zu erzielen und somit im Jahr 2020 wieder versicherungstechnisch Gewinne zu erzielen. Im Geschäftsjahr wurde das Programm "HDI Global 4.0" mit einem fokussierten zweistufigen Ansatz bestehend aus einer Perform- und einer Transformphase initiiert. Die Performphase wurde bereits im Vorjahr mit der Sanierungsinitiative "20/20/20" im Bereich Feuer sehr erfolgreich gestartet. Darüber hinaus stehen selektives Wachstum, Digitalisierung und Kulturwandel des Geschäftsbereichs Industrieversicherung im Fokus und es wird durch "HDI Global 4.0" insgesamt eine Profitabilitätsverbesserung und Volatilitätsreduzierung erwartet. PrämienvolumenDie gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Industrieversicherung beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 6,2 (4,7) Mrd. EUR und lagen damit über unserem Erwartungswert. Sie stiegen um 1,5 Mrd. EUR respektive 32,6 % (währungsbereinigt 30,8 %). Beitragssteigerungen konnten im Wesentlichen aufgrund der Übernahme der Anteile an der HDI Global Specialty erreicht werden. Das organische Wachstum betrug 581 Mio. EUR. Die 2018 eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen in der Feuerversicherung zeigen deutliche Erfolge. Der damit verbundene und erwartete Beitragsabrieb durch Trennung von nicht adäquat gepreisten Risiken konnte zu einem nennenswerten Anteil durch risikofreie Mehrprämien kompensiert werden. Die verdienten Nettoprämien stiegen weniger stark als die gebuchten Bruttoprämien durch den im Vergleich zum klassischen Industrieversicherungsgeschäft niedrigeren Selbstbehalt im Specialty-Geschäft. Versicherungstechnisches ErgebnisDas im Vorjahr deutlich belastete versicherungstechnische Nettoergebnis verbesserte sich trotz Überschreitung des Großschadenbudgets auf -40 (-240) Mio. EUR, insbesondere getrieben durch die Effekte des Programms "20/20/20". Dadurch verbesserte sich sowohl die Großschaden- als auch die Frequenzschadenquote in der Sparte Feuer. Die Nettoschadenquote im Geschäftsbereich lag bei 79,9 %, nach 87,3 % im Vorjahr. Die Nettokostenquote liegt mit 21,4 (21,8) % auf dem Niveau des Vorjahres. Hierzu hat neben dem Wachstum vor allem eine hohe Kostendisziplin in nahezu allen Bereichen beigetragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich insgesamt auf 101,4 (109,1) %, was fast dem Ziel von rund 100 % entspricht. Das Programm "HDI Global 4.0" ist das Fundament für die Erreichung einer nachhaltigen Profitabilität des Geschäftsbereichs. Dadurch wird bereits im laufenden Geschäftsjahr eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von unter 100 % erwartet. Kapitalanlageergebnis und übriges ErgebnisDas Kapitalanlageergebnis konnte 2019 trotz der Herausforderungen an den Kapitalmärkten um 18,1 % auf 285 Mio. EUR gesteigert werden. Haupttreiber hierfür waren vor allem höhere laufende Erträge aus alternativen Investments sowie Erträge im festverzinslichen Bereich, die auf dem Niveau des Vorjahres erzielt werden konnten. Das übrige Ergebnis liegt mit -86 (9) Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr, spiegelt jedoch die Erwartungen für das Berichtsjahr und auch Folgeperioden wider. Die Vergleichsperiode wurde durch einen Sondereffekt aus der Veräußerung eines Immobilienkomplexes entlastet. Des Weiteren sind 2019 erstmals Aufwendungen der HDI Global Specialty enthalten. Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas EBIT liegt infolge der vorgenannten Effekte im Berichtsjahr mit 159 (11) Mio. EUR im Rahmen unserer Erwartungen. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Industrieversicherung beläuft sich auf 103 (-16) Mio. EUR und konnte damit positiv zum Talanx Konzernergebnis beitragen. Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der für 2019 abgegebenen PrognoseSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
Das Bruttoprämienwachstum liegt mit einer Steigerung von 32,6 % (währungsbereinigt 30,8 %) wesentlich über den ursprünglichen Erwartungen. Hierzu trugen die Übernahme der Anteile an der HDI Global Specialty sowie die 2018 eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen in der Feuerversicherung bei. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote im Geschäftsbereich Industrieversicherung entspricht mit 101,4 % noch nicht den Zielvorstellungen für 2019 von einer kombinierten Schaden-/Kostenquote von rund 100,0 %. Mithilfe von "HDI Global 4.0" wird die Erreichung dieses Niveaus im laufenden Geschäftsjahr erwartet. Infolge der vorgenannten Entwicklungen und des verbesserten Kapitalanlageergebnisses blieben sowohl die EBIT-Marge von 5,4 % als auch die Eigenkapitalrendite von 4,4 % somit im Rahmen unserer Erwartungen von rund 5 % bzw. rund 4 %. Privat- und Firmenversicherung DeutschlandSchaden/Unfallversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
PrämienvolumenBei unseren Schaden/Unfallversicherern stiegen die gebuchten Beitragseinnahmen um 1,6 % auf 1.588 (1.564) Mio. EUR. Die Zuwächse in der Sparte Firmen/Freie Berufe und der Arbeitslosigkeitsversicherung im Zusammenhang mit dem biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance konnten den Rückgang aus der Kraftfahrtversicherung übertreffen. Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis unseres Schaden/Unfallversicherungsgeschäfts verbesserte sich von 11 Mio. EUR auf 15 Mio. EUR. Dies resultierte im Wesentlichen aus profitablem Wachstum und einem höheren Abwicklungsergebnis; beides zusammen konnte höhere Großschadenbelastungen sowie die investiven Aufwendungen insbesondere in der IT mehr als kompensieren. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) reduzierte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 99,0 %. KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs erhöhte sich um 32,2 % auf 119 (89) Mio. EUR. Der Anstieg resultierte vor allem aus einem höheren Abgangsergebnis von 12 Mio. EUR, höheren ordentlichen Kapitalanlageerträge von 9 Mio. EUR und nicht realisierten Gewinnen und Verlusten von 4 Mio. EUR. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis des Sachversicherungsgeschäfts wurde im Wesentlichen bestimmt durch ein besseres Kapitalanlageergebnis. Das EBIT stieg auf 98 (69) Mio. EUR. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,6 (4,7) %. Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der für 2019 abgegebenen PrognoseSTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
Die Beitragseinnahmen im Segment Schaden/Unfall lagen trotz Zuwächsen in der Sparte Firmen/Freie Berufe und der Arbeitslosigkeitsversicherung im Zusammenhang mit dem Restkreditgeschäft aufgrund rückläufiger Einnahmen aus dem Kraftfahrzeuggeschäft unter der Prognose für 2019. Die spartenspezifische Steuerungsgröße kombinierte Schaden-/Kostenquote erzielte mit 99,0 % den von uns erwarteten Wert. Die EBIT-Marge lag mit 6,6 % aufgrund eines verbesserten Kapitalanlageergebnisses über dem prognostizierten Wert. Lebensversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscroll
Prämienvolumen und NeugeschäftDie gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland lagen im Segment Lebensversicherung - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - mit 4,6 (4,5) Mrd. EUR um 2,1 % über dem Vorjahr. Hierbei war ein Anstieg der Einmalbeiträge ohne Bancassurance-Biometriegeschäft um 123 Mio. EUR zu verzeichnen, der den erwartungsgemäßen Rückgang der laufenden Beiträge um 67 Mio. EUR aufgrund hoher Abläufe mehr als kompensieren konnte. Darüber hinaus wuchsen die Beitragseinnahmen aus dem biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance um 41 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge fielen die verdienten Nettoprämien mit 3,5 (3,4) Mio. EUR um 3,3 % höher aus. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - stieg durch ein höheres Neugeschäft sowohl gegen Einmalbeitrag als auch gegen laufenden Beitrag um 5,1 % auf 409 (389) Mio. EUR. Der Anteil der kapitaleffizienten Produkte, gemessen nach der Beitragssumme im Neugeschäft, erhöhte sich von 71 % im Vorjahr auf 76 % im Geschäftsjahr. Versicherungstechnisches ErgebnisIm laufenden Geschäftsjahr war ein Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses auf -1,6 (-1,4) Mrd. EUR zu verzeichnen. Es wird u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind. KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 12,7 % auf 1,8 (1,6) Mrd. EUR. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einem höheren Abgangsergebnis zur Finanzierung der Zuführung zur Zinszusatzreserve, die wegen der deutlichen Absenkung des Zinsniveaus erforderlich war. Gleichzeitig führte das niedrige Zinsniveau zu einem Rückgang der ordentlichen Kapitalanlageerträge um 4,9 % auf 1,4 (1,5) Mrd. EUR. Operatives ErgebnisDas operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland erhöhte sich auf 131 (111) Mio. EUR. Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der für 2019 abgegebenen PrognoseSTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscroll
Im Segment Lebensversicherung lagen die Bruttoprämieneinnahmen im Jahr 2019 aufgrund eines Zuwachses im Einmalbeitragsgeschäft über unseren Erwartungen. Der Anstieg des EBIT führte zu einer EBIT-Marge, die leicht oberhalb der Prognose lag. Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamtSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| In % | 2019 | 2018 | +/- |
| Eigenkapitalrendite | 5,5 | 4,2 | +1,3 Pkt. |
Der Geschäftsbereich konnte sein Konzernergebnis mit 133 (102) Mio. EUR merklich steigern. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich damit auf 5,5 (4,2) %.
Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der für 2019 abgegebenen Prognose
| In % | Ist 2019 | Prognose für 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 |
| Eigenkapitalrendite | 5,5 | ~ 5 |
Das Konzernergebnis lag mit 133 (102) Mio. EUR deutlich über dem des Vorjahres, sodass die prognostizierte Eigenkapitalrendite von rund 5 % mit 5,5 % übertroffen wurde.
| ― |
Wachstum der gebuchten Bruttoprämien steigt währungsbereinigt um 11,8 % |
| ― |
Kombinierte Schaden-/Kostenquote liegt bei 95,5 % |
| ― |
Eigenkapitalrendite steigt auf 8,2 % |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | +/- |
| Gebuchte Bruttoprämien | 6.111 | 5.552 | +10,1 % |
| Verdiente Nettoprämien | 5.343 | 4.816 | +10,9 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 33 | 91 | -63,4 % |
| Kapitalanlageergebnis | 381 | 321 | +18,7 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 283 | 268 | +5,6 % |
| In % | 2019 | 2018 | +/- |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 11,8 | 7,4 | +4,4 Pkt. |
| Neugeschäftswert (Leben) in Mio. EUR 1 | 41 | 41 | +0,9 % |
| Kombinierte Schaden-/ Kostenquote (netto, nur Schaden/ Unfallversicherungen) | 95,5 | 94,3 | +1,2 Pkt. |
| EBIT-Marge | 5,3 | 5,6 | -0,3 Pkt. |
| Eigenkapitalrendite | 8,2 | 8,1 | +0,1 Pkt. |
Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika aktiv. In der Region Europa akquirierte die türkische HDI Sigorta A. 5. am 29. August 2019 die türkische Ergo Sigorta A. 5., um ihre Marktpräsenz weiter auszubauen. Die Fusion der Gesellschaften erfolgte am 2. Dezember 2019. Bereits im ersten Quartal straffte der Geschäftsbereich sein Portfolio in Lateinamerika durch den Verkauf des 100-prozentigen Anteils an der HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru.
Nach wirtschaftlicher und politischer Volatilität stabilisierten sich 2019 die Versicherungsmärkte in der Region Europa. Auf dem polnischen Versicherungsmarkt hat mit dem Jahr 2018 im Kraftfahrt-Privatkundengeschäft der Eintritt in eine weiche Marktphase begonnen, die 2019 zu einem Rückgang der Durchschnittsprämie und somit auch der Wachstumsdynamik führte. Nach mehreren Quartalen des wirtschaftlichen Abschwungs verzeichnete die türkische Wirtschaft im dritten Quartal 2019 ein Wachstum von 0,9 %. Nach einem Höchststand von 25 % im September 2018 konnte die Inflation 2019 auf einem Niveau von 12 % eingedämmt werden. Auch der Wechselkurs stabilisierte sich im Vergleich zum Vorjahr und der türkische Leitzins wurde entsprechend auf 12 % gesenkt. Die Sachversicherer verzeichneten 2019 ein Wachstum von 21 % im Wesentlichen im Kraftfahrtversicherungsmarkt.
Die Region Lateinamerika wies 2019 eine stabile wirtschaftliche Entwicklung auf. In Brasilien wird für das Jahr 2019 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 % erwartet. Eine mit 1,2 % Wachstum ähnliche Entwicklung kann auch der brasilianische Sachversicherungsmarkt per Ende November aufzeigen. 2019 hat der brasilianische Kongress eine Rentenreform verabschiedet, die als Schlüssel für zukünftiges nachhaltiges Wachstum gilt. Die Wirtschaft in Mexiko erwartet für 2019 ein Wachstum nahe null Prozent. Demgegenüber erwarten die Sachversicherer ein Prämienwachstum von rund 10,6 %.
In Chile hatten gewaltsame Demonstrationen über mehrere Wochen des vierten Quartals 2019 erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation, die für das Gesamtjahr ein Wachstum von 1,0 % aufzeigte. Bis zum Ende des dritten Quartals wuchs der chilenische Sachversicherungsmarkt um 6,5 %.
Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,1 % auf 6,1 (5,6) Mrd. EUR. Währungsbereinigt erhöhten sich die Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 11,8 %. Das Prämienvolumen entwickelte sich in der Berichtsperiode in beiden Regionen positiv.
In der Region Europa war ein Wachstum der gebuchten Bruttoprämien um 13,4 % auf 4,4 Mrd. EUR zu verzeichnen, vor allem getrieben durch das Prämienwachstum bei der italienischen HDI Assicurazioni S. p. A. um 16,3 % auf 1.638 Mio. EUR. Positive Effekte auf die gebuchten Bruttoprämien der Region hatten auch die Gesellschaften in Polen und der Türkei. Bei der polnischen TUiR WARTA S. A. erhöhte sich das Prämienvolumen um 7,5 %, getrieben von einer gestiegenen Anzahl versicherter Fahrzeuge in der Kraftfahrtversicherung. Das Prämienvolumen der türkischen HDI Sigorta A. 5. stieg währungsbereinigt um 57,1 %, vor allem getrieben von der Kraftfahrt- wie auch von der Wohngebäudeversicherung. Die neu akquirierte Ergo Sigorta A. 5. war für vier Monate sowie die im vierten Quartal 2018 erworbene Liberty Sigorta A. 5. für zwölf Monate enthalten. Währungsbereinigt betrug das Wachstum des Prämienvolumens in Europa 14,8 %.
In der Region Lateinamerika stiegen die gebuchten Bruttoprämien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 % auf 1.752 Mio. EUR. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 5,9 %, was u. a. auf die positiven Entwicklungen in Mexiko und Brasilien zurückzuführen ist. Das Prämienwachstum der mexikanischen HDI Seguros S. A. betrug 10,1 % und konnte insbesondere in der Wohngebäudeversicherung durch regionale Diversifikation gesteigert werden. 46,5 % des in der Region erzielten Prämienvolumens entfielen auf die brasilianische HDI Seguros S. A. Währungskursbereinigt stiegen die gebuchten Bruttoprämien der Gesellschaft um 3,8 % auf 837 Mio. EUR wozu auch das Wachstum in der Wohngebäudeversicherung beitrug. Das Bruttoprämienwachstum in der Region Lateinamerika wurde ebenfalls positiv beeinflusst durch die erstmals ganzjährige Berücksichtigung der kolumbianischen Gesellschaften HDI Seguros S. A. und HDI Seguros de Vida S. A.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften stieg gegenüber der Vergleichsperiode um 1,2 Prozentpunkte auf 95,5 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus vereinheitlichten Ausweisanpassungen bei der Kostenverteilung. Die Kostenquote des Geschäftsbereichs lag mit 29,6 % um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau (28,5 %), was neben der neuen Kostenallokation aus veränderten Portfoliostrukturen mit höherem Sachversicherungsanteil resultierte. Die Schadenquote verblieb stabil auf Vorjahresniveau.
Korrespondierend mit dem gestiegenen Kapitalanlageergebnis in der Sparte Leben sank das versicherungstechnische Ergebnis in Leben um 32 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2019 stieg das Kapitalanlageergebnis gegenüber der Vorjahresperiode um 18,7 % auf 381 Mio. EUR. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis des Geschäftsbereichs stieg gegenüber der Vergleichsperiode um 11,6 %, im Wesentlichen getrieben durch ein höheres Kapitalanlagevolumen in Italien und der Türkei als auch bei der polnischen TUiR WARTA S. A. Ein höheres Zinsniveau und Kapitalanlagevolumen in Mexiko trugen ebenfalls zum Anstieg bei. Entsprechend stieg die durchschnittliche Rendite der selbst verwalteten Kapitalanlagen um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 %.
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2019 mit 283 Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,6 % höheres operatives Ergebnis (EBIT). Die Region Europa trug mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,0 % gestiegenen EBIT von 281 (234) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments bei, was im Wesentlichen auf die polnische TUiR WARTA S. A. zurückzuführen war. Demgegenüber wurden 50 (56) Mio. EUR des EBITs in der Region Lateinamerika generiert. Der Rückgang des EBITs in dieser Region resultierte im Wesentlichen aus der chilenischen HDI Seguros S. A., deren Ergebnis durch negative Einmaleffekte, insbesondere gewaltsame Demonstrationen im vierten Quartal und mehrere Naturkatastrophenschäden, belastet wurde. Das Konzernergebnis nach Minderheiten erhöhte sich um 2,5 % auf 164 (161) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 %.
| In % | Ist 2019 | Prognose für 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 11,8 | 5 - 10 |
| Neugeschäftswert (Leben) 1 | 41 | 30 - 40 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Schaden/Unfallversicherungen) | 95,5 | ~ 95 |
| EBIT-Marge | 5,3 | 5 - 6 |
| Eigenkapitalrendite | 8,2 | 8 - 9 |
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im Geschäftsjahr 2019 ein währungsbereinigtes Bruttoprämienwachstum von 11,8 %, was die letztjährige Prognose übertraf. Auch der Neugeschäftswert (Leben) lag mit 41 Mio. EUR über den Erwartungen. Getrieben war die Steigerung im Wesentlichen durch die polnische Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie "WARTA" S. A. aufgrund eines höheren Prämienvolumens in der Risikolebensversicherung. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der internationalen Sachversicherungen in Höhe von 95,5 % erreichte das prognostizierte Niveau. Auch die EBIT-Marge mit 5,3 % und die Eigenkapitalrendite mit 8,2 % erfüllten die Erwartungen für 2019.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | +/- |
| Gebuchte Bruttoprämien | 6.111 | 5.552 | +10,1 % |
| Schaden/Unfall | 4.092 | 3.803 | +7,6 % |
| Leben | 2.018 | 1.749 | +15,4 % |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 5.343 | 4.816 | +10,9 % |
| Schaden/Unfall | 3.471 | 3.258 | +6,6 % |
| Leben | 1.871 | 1.558 | +20,1 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 33 | 91 | -63,4 % |
| Schaden/Unfall | 160 | 186 | -13,7 % |
| Leben | -127 | -95 | -33,5% |
| Sonstige | - | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 381 | 321 | +18,7 % |
| Schaden/Unfall | 200 | 174 | +14,9 % |
| Leben | 188 | 152 | +24,0 % |
| Sonstige | -7 | -5 | -52,3 % |
| Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) | 248 | 215 | +15,2 % |
| Einmalbeiträge | 1.728 | 1.465 | +18,0 % |
| Laufende Beiträge | 75 | 68 | +9,3 % |
| Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) | 248 | 215 | +15,2 % |
| davon kapitaleffiziente Produkte | 138 | 117 | +17,6 % |
| davon Biometrieprodukte | 68 | 63 | +7,4 % |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | +/- |
| Gebuchte Bruttoprämien | 6.111 | 5.552 | +10,1 % |
| davon Europa | 4.359 | 3.843 | +13,4 % |
| davon Lateinamerika | 1.752 | 1.695 | +3,3 % |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 5.343 | 4.816 | +10,9 % |
| davon Europa | 3.827 | 3.414 | +12,1 % |
| davon Lateinamerika | 1.516 | 1.400 | +8,3 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 33 | 91 | -63,4 % |
| davon Europa | 35 | 38 | -8,5 % |
| davon Lateinamerika | 26 | 57 | -54,2 % |
| Kapitalanlageergebnis | 381 | 321 | +18,7 % |
| davon Europa | 317 | 261 | +21,5 % |
| davon Lateinamerika | 71 | 65 | +8,9 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 283 | 268 | +5,6 % |
| davon Europa | 281 | 234 | +20,0 % |
| davon Lateinamerika | 50 | 56 | -10,0 % |
| ― |
Bruttoprämien steigen währungsbereinigt um 20,4 % |
| ― |
Nordamerika, Asien, Deutschland und strukturierte Rückversicherung mit besonders starkem Wachstum |
| ― |
Leichte Verbesserungen bei Preisen und Konditionen, teils auch in schadenfreien Sparten |
| ― |
Großschäden mit 956 Mio. EUR oberhalb des Budgets |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | +/- |
| Gebuchte Bruttoprämien | 14.781 | 11.976 | +23,4% |
| Verdiente Nettoprämien | 12.798 | 10.805 | +18,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 186 | 333 | -44,1% |
| Kapitalanlageergebnis | 1.093 | 1.065 | +2,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.256 | 1.364 | -8,0 % |
| In % | 2019 | 2018 | +/- |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 20,4 | 16,2 | +4,2 Pkt. |
| Kombinierte Schaden-/ Kostenquote (netto) | 98,2 | 96,6 | +1,6 Pkt. |
| EBIT-Marge | 9,8 | 12,6 | -2,8 Pkt. |
Das Umfeld für die weltweite Schaden-Rückversicherung war auch im Geschäftsjahr 2019 unverändert herausfordernd. Das zur Deckung von Risiken zur Verfügung stehende Kapital übersteigt seit Jahren die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz. Hierfür ursächlich sind zum einen die hohen Zuflüsse von zusätzlichem alternativen Kapital aus dem Markt für die Verbriefung von Versicherungsrisiken (Insurance-Linked Securities, ILS) über die vergangenen Jahre. Als Folge davon sind die Preise für Rückversicherungsschutz seit Jahren unter Druck. Darüber hinaus limitieren die im Jahr 2019 erneut gesunkenen Zinsen die Ergebnisse aus den Kapitalanlagen und erfordern eine strikte Disziplin beim technischen Underwriting. Zugleich waren die zurückliegenden drei Jahre von hohen Belastungen aus Großschäden geprägt.
In der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 konnten wir sowohl von bestehenden als auch von neuen Kunden eine erhöhte Nachfrage verzeichnen und dank unserer guten Position im Markt ein erfreuliches Wachstum zu auskömmlichen Konditionen erzielen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir rund 66 % unseres Portefeuilles in der Schaden-Rückversicherung (ohne fakultatives Geschäft und strukturierte Rückversicherung) neu verhandelt. Während sich die Preiserhöhungen im Januar noch überwiegend auf schadenbetroffene Programme beschränkten, konnten wir in den unterjährigen Erneuerungsrunden des Geschäftsjahres erstmals seit Jahren eine breiter angelegte, leichte Verbesserung bei Preisen und Konditionen für Rückversicherungsschutz feststellen. In der Erstversicherung waren im Jahresverlauf ebenfalls in vielen Märkten leichte Preissteigerungen zu erkennen, die sich in Teilen auch im Rückversicherungsgeschäft niederschlugen. Absolut betrachtet sind die Erholungseffekte allerdings noch verhalten, weshalb unseres Erachtens weiterer Anpassungsbedarf besteht.
Als einer der weltweit führenden Rückversicherer profitierte die Hannover Rück in den Erneuerungsverhandlungen weiterhin von ihren langjährigen stabilen Kundenbeziehungen, ihrer sehr guten Finanzstärke und dem anhaltenden Trend der Erstversicherer zur Konsolidierung ihrer Rückversicherungspartner.
Angesichts der erwähnten Ratenerhöhungen und eines deutlichen Wachstums, insbesondere in den Regionen Nordamerika, Asien, Deutschland sowie in der strukturierten Rückversicherung, konnten wir im Segment Schaden-Rückversicherung unsere Position im Markt weiter verbessern.
Die gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung erhöhten sich um 23,4 % auf 14,8 (12,0) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte der Zuwachs 20,4 % betragen. Der Selbstbehalt fiel auf 90,3 (90,7) %. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 18,5 % auf 12,8 (10,8) Mrd. EUR; währungskursbereinigt hätte das Wachstum 15,8 % betragen.
Das Geschäftsjahr 2019 war, wie bereits die beiden Vorjahre, von Großschäden oberhalb unserer Erwartungen geprägt. Dabei war das erste Halbjahr erneut durch einen sehr moderaten Großschadenverlauf gekennzeichnet. Im zweiten Halbjahr lag das Schadenaufkommen dagegen deutlich über den Erwartungen. Teuerster Großschaden des Berichtsjahres war Hurrikan "Dorian", für den wir eine Nettoleistung an unsere Kunden in Höhe von 195 Mio. EUR bezahlt bzw. reserviert haben. Für Taifun "Hagibis" in Japan rechnen wir mit einer Nettobelastung von 184 Mio. EUR, während Taifun "Faxai" in Japan mit 84 Mio. EUR zu Buche schlagen sollte. Im Zusammenhang mit der Insolvenz des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook rechnen wir mit einem Nettoschaden von rund 86 Mio. EUR. Insgesamt lag unsere Netto-Großschadenbelastung damit bei 956 (850) Mio. EUR und überschritt das von uns vorgesehene Großschadenbudget von 875 Mio. EUR.
Das versicherungstechnische Ergebnis fiel auf 186 (333) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verschlechterte sich auf 98,2 (96,6) % und lag damit über unserem Zielwert für das Geschäftsjahr von maximal 97 %. Ein Grund hierfür war neben den hohen Schäden des Geschäftsjahres und Nachmeldungen für Vorjahresschäden auch unser weiterhin konservativer Reservierungsansatz.
Das Kapitalanlageergebnis des Segments Schaden-Rückversicherung entwickelte sich erfreulich. Es verbesserte sich um 2,6 % auf 1.093 (1.065) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel um 8,0 % auf 1.256 (1.364) Mio. EUR. Die EBIT-Marge sank auf 9,8 (12,6) %.
| In % | Ist 2019 | Prognose für 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 20,4 | signifikantes Wachstum |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) | 98,2 | < 97 |
| EBIT-Marge | 9,8 | > 10 |
Das Ziel eines signifikanten währungskursbereinigten Wachstums der gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung wurde erreicht. Bei konstanten Währungskursen hätte der Zuwachs 20,4 % betragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verschlechterte sich auf 98,2 (96,6) % und lag damit über dem Zielwert für das Geschäftsjahr von maximal 97 %. Grund hierfür war neben den hohen Schäden des Geschäftsjahres und Nachmeldungen für Vorjahresschäden auch ein weiterhin konservativer Reservierungsansatz. Die EBIT-Marge sank auf 9,8 (12,6) %, womit der Zielwert einer EBIT-Marge von mindestens 10 % nahezu erreicht wurde.
| ― |
Bruttoprämienvolumen steigt währungsbereinigt um 6,7 % |
| ― |
Ergebnisverbesserung im US-Mortalitätsbestandsgeschäft nach Maßnahmen des Vorjahres |
| ― |
Außerordentlicher Ertrag in der Kapitalanlage durch Neubewertung einer Beteiligung |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | +/- |
| Gebuchte Bruttoprämien | 7.816 | 7.200 | +8,6 % |
| Verdiente Nettoprämien | 6.932 | 6.484 | +6,9 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -411 | -416 | +1,3 % |
| Kapitalanlageergebnis | 682 | 491 | +39,0 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 562 | 262 | +114,5 % |
| In % | 2019 | 2018 | +/- |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 6,7 | 4,6 | +2,1 Pkt. |
| Neugeschäftswert 1 in Mio. EUR | 333 | 146 | +128,6 % |
| EBIT-Wachstum 2 | 114,5 | 14,4 | +100,1 Pkt. |
1
Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2019: Geschätzter Wert, der finale
Wert wird im Jahresabschluss 2020 veröffentlicht.
2
Durchschnittliches jährliches Wachstum 2017 -2019 gemäß strategischer Zieldefinition:
+19,3 %
Die globalen Personen-Rückversicherungsmärkte sind unverändert von einem intensiven Wettbewerb und einem im Berichtsjahr in vielen Regionen erneut verschärften Niedrigzinsumfeld geprägt. Insbesondere in Europa und Nordamerika sind die Zinsen im Verlauf des Berichtsjahres erneut unter Druck geraten. Dies wirkte sich - wenngleich auch nur moderat - auf die Kapitalanlageergebnisse der Erstund Rückversicherer aus. Zudem belastete die Zinsentwicklung teilweise die Profitabilität unterliegender Lebensversicherungsprodukte. Gleichzeitig ergaben sich daraus aber mitunter zusätzliche Geschäftschancen für kapitalstarke Rückversicherer wie die Hannover Rück, etwa im Bereich Financial Solutions, wo wir unseren Kunden individuelle Rückversicherungslösungen zur Verbesserung ihrer Solvenz-, Liquiditäts- und Kapitalsituation anbieten.
Überaus erfreulich verlief für uns u. a. das Geschäft mit der Absicherung von Langlebigkeitsrisiken. Global betrachtet war hier die Nachfrage nach entsprechenden Rückversicherungslösungen unverändert hoch. Ein Treiber waren die hohen Kapitalanforderungen für derartiges Geschäft bei Erstversicherern und Pensionsfonds.
Im Rahmen unserer Strategie kooperieren wir mit InsurTechs und anderen Start-ups, um gemeinsam mit unseren Erstversicherungskunden neue Ansätze und Lösungen zu entwickeln. Um ihnen den Zugang zu innovativen Lösungen zu erleichtern, haben wir im Februar die Innovationsplattform "hr | equarium" gestartet. Diese ermöglicht einerseits unseren Zedenten den Zugang zu einer Vielzahl von versicherungsspezifischen Produkten und Lösungen. Andererseits erhalten InsurTechs und andere Start-ups Zugang zu unserem globalen Kundennetzwerk.
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments Personen-Rückversicherung stiegen um 8,6 % auf 7,8 (7,2) Mrd. EUR; währungskursbereinigt hätte der Anstieg 6,7 % betragen und lag damit leicht über unseren Erwartungen eines Wachstums von 3 % bis 5 %. Der Selbstbehalt lag bei 89,5 (90,7) %. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 6,9 % auf 6,9 (6,5) Mrd. EUR); währungskursbereinigt hätte das Wachstum 5,1 % betragen.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich leicht auf -411 (-416) Mio. EUR. Sehr erfreulich entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch einen Einmalertrag in Höhe von 99,5 Mio. EUR aus der erfolgswirksamen Auflösung stiller Reserven, die durch eine Umstrukturierung einer Beteiligung notwendig geworden war. Der Anteil der Hannover Rück blieb dabei unverändert. Insgesamt stieg das Kapitalanlageergebnis des Segments um 39,0 % auf 682 (491) Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich auf 562 (262) Mio. EUR.
| In % | Ist 2019 | Prognose für 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | 6,7 | moderates Wachstum |
| Neugeschäftswert 1 in Mio. EUR | 333 | > 110 |
| EBIT-Wachstum 2 | 114,5 | > 5 |
1
Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter; 2019: Geschätzter Wert, der finale
Wert wird im Jahresabschluss 2020 veröffentlicht.
2
Durchschnittliches jährliches Wachstum 2017 -2019 gemäß strategischer Zieldefinition:
+19,3 %
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments Personen-Rückversicherung stiegen währungskursbereinigt um 6,7 %; sie lagen damit leicht über der Erwartung eines moderaten Wachstums. Der Neugeschäftswert lag mit 333 Mio. EUR deutlich über der Prognose von mehr als 110 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) verdoppelte sich auf 562 (262) Mio. EUR und übertraf damit den langfristigen Zielwert eines mehr als fünfprozentigen Anstiegs deutlich.
| In % | 2019 | 2018 | +/- |
| Eigenkapitalrendite | 13,3 | 13,0 | +0,4 Pkt. |
Das Konzernergebnis im Geschäftsbereich Rückversicherung stieg um 14,4 % auf 619 (540) Mio. EUR; auch die Eigenkapitalrendite stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 13,3 %.
| In % | Ist 2019 | Prognose für 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 |
| Eigenkapitalrendite | 13,3 | ~ 14 |
Der Geschäftsbereich Rückversicherung steigerte sein Konzernergebnis im Berichtsjahr auf 619 (540) Mio. EUR, was einem Zuwachs von 14,4 % entspricht. Die Eigenkapitalrendite für den Geschäftsbereich Rückversicherung lag bei 13,3 % und blieb damit unterhalb der Prognose.
| ― |
Talanx AG zeichnet seit 2019 erstmals versicherungstechnische Risiken |
| ― |
Gebuchte Bruttoprämien erhöhen sich um 20 % |
Die Talanx AG hat eine Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten und zeichnet seit 2019 erstmals versicherungstechnische Risiken. Dadurch können wir den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene bündeln, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen, zusätzliche Ergebnispotenziale zu heben und konzernübergreifende Schutzdeckungen besser implementieren zu können. Die Bündelung der konzerninternen Rückversicherung hat bereits dazu geführt, dass u. a. Standard & Poor's das Emittentenrating der Talanx AG von A- auf A+ erhöht hat.
Im Segment Konzernfunktionen weisen wir versicherungstechnisches Geschäft aus, das insbesondere über die HDI Reinsurance (Ireland) SE (vormals: Talanx Reinsurance (Ireland) SE) gezeichnet und seit 2019 über einen Quotenrückversicherungsvertrag teilweise an die Talanx AG zediert wird. Im Jahr 2019 betrugen die gebuchten Bruttoprämien aus diesem Geschäft 64 (53) Mio. EUR; sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment Konzernfunktionen betrug 2019 -15 (-5) Mio. EUR und war geprägt durch eine zusätzliche Reservebildung im Zusammenhang mit der Aufnahme des Versicherungsgeschäftes durch die Talanx AG.
Die Ampega Asset Management GmbH (vormals: Talanx Asset Management GmbH) betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns stiegen auf 123 (112) Mrd. EUR. Der Beitrag der beiden Gesellschaften und der Ampega Real Estate GmbH (vormals: Talanx Immobilien Management GmbH) in Summe zum operativen Ergebnis im Segment betrug 2019 insgesamt 51 (55) Mio. EUR.
Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen. Das vierte Quartal 2019 verlief gemäß BVI-Verbandsstatistik generell für die Investmentbranche gut: Dies zeigt sich in steigenden Aktienkursen, einem stabilen - wenngleich niedrigen - Zinsniveau und Mittelzuflüssen sowohl im Privatkunden- als auch institutionellen Geschäft. Damit vollzog sich gegenüber den Vorquartalen eine positive Wende, die sich in deutlich gestiegenen Assets under Management gegenüber 2018 niederschlug. Der Gesamtnettomittelzufluss im Jahr 2019 liegt trotz des guten Schlussquartals allerdings am Gesamtmarkt unter den sehr guten Vorjahren. Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens stieg um 16,1 % auf 27,8 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr (23,9 Mrd. EUR). Die Hälfte des Gesamtvolumens, nämlich 12,7 (11,5) Mrd. EUR, wird im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 7,3 (6,0) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 7,7 (6,4) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken.
Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen reduzierte sich 2019 auf -8 (0) Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund einer zusätzlichen Reservebildung im Zusammenhang mit der Aufnahme des Versicherungsgeschäftes durch die Talanx AG sowie durch die im Vorjahreszeitraum enthaltene Erfolgsprämie für die Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen von 832 Mio. EUR zur Finanzierung des Offshore-Windparks "Borkum Riffgrund 2". Das 2019 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment betrug nach Finanzierungszinsen -97 (-80) Mio. EUR.
| ― |
Bilanzsumme um 15,4 Mrd. EUR auf 177,6 Mrd. EUR gestiegen |
| ― |
Kapitalanlagen machen 76 % der Bilanzsumme aus |
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.998 | 1 % | 1.953 | 1 % |
| Kapitalanlagen | 134.104 | 76 % | 122.831 | 76 % |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.824 | 7 % | 9.990 | 6 % |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 8.483 | 5 % | 8.506 | 5 % |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 8.525 | 5 % | 7.251 | 4 % |
| Abgegrenzte Abschlusskosten | 5.940 | 3 % | 5.358 | 3 % |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.518 | 2 % | 3.362 | 2 % |
| Aktive Steuerabgrenzung | 326 | 0 % | 465 | 0 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.819 | 2 % | 2.457 | 2 % |
| Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 57 | 0 % | 15 | 0 % |
| Summe der Aktiva | 177.594 | 100 % | 162.188 | 100 % |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang.
Die Erhöhung unserer Bilanzsumme ist vor allem auf den Zuwachs der Kapitalanlagen (+13,1 Mrd. EUR) zurückzuführen.
Die immateriellen Vermögenswerte von 2,0 (2,0) Mrd. EUR enthalten sonstige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich PVFP) in Höhe von 893 (895) Mio. EUR und aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.105 (1.058) Mio. EUR. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zu 100 % bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der auf den Konzern entfallende Anteil an den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wie folgt dar:
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte vor Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und Versicherungsnehmeranteil bzw. inklusive latenter Steuern | 893 | 895 |
| davon ab: Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 108 | 104 |
| davon ab: Versicherungsnehmeranteil | 253 | 284 |
| davon ab: latente Steuern | 62 | 63 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und Versicherungsnehmeranteil bzw. nach latenten Steuern | 470 | 444 |
Korrespondierend zum Anstieg der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, stieg der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,8 (Rückgang im Vorjahr um 1,1) Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider.
In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" weisen wir zum Stichtag die Vermögenswerte der HDI Seguros de Vida S. A., Santiago, Chile, in Höhe von 15 Mio. EUR und Immobilienbestände in Höhe von 42 (6) Mio. EUR aus. Im Vorjahr wurden in dieser Position die Vermögenswerte der HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru, in Höhe von insgesamt 9 Mio. EUR ausgewiesen. (Siehe auch im Konzernanhang unter "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".)
2019 war weiterhin geprägt durch ein Niedrigzinsumfeld. Der Leitzins im Euroraum lag zum Berichtsstichtag unverändert bei 0,0 %. Die Geldpolitik divergierte in den Wirtschaftsräumen. Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde 2019 durch die hohe handelspolitische Unsicherheit im Zuge der protektionistischen US-Handelspolitik, anhaltende Sorgen vor einem ungeordneten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU und geopolitische Konflikte signifikant belastet und dürfte auf das tiefste Niveau seit der globalen Finanzmarktkrise 2009 gefallen sein.
Zum Jahresende lagen die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen bei ca. -0,19 % und damit ca. 43 Basispunkte unter dem Jahresbeginn. Die zweijährigen erholten sich zum Jahresende minimal auf ca. -0,63 (-0,66) % und die fünfjährigen lagen bei -0,49 (-0,30) % und damit liegen alle vorgenannten Zinssätze im negativen Bereich.
Neben den Zinseffekten wirkte sich die Entwicklung des US-Dollar-Kurses direkt auf die in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen aus. Der Kurs lag am 31. Dezember 2018 bei 1,15 USD je EUR. Im Geschäftsjahresverlauf gewann der USD ca. 2,2 % gegenüber dem EUR und lag zum Jahresende bei 1,12 USD je EUR. Zum Jahresabschluss betrug der Bestand an in US-Dollar gehaltenen Kapitalanlagen 23,2 (21,3) Mrd. EUR und entsprach unverändert 19 (19) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen.
Die Risikomessung und das Risikocontrolling der Kapitalanlagen haben einen sehr hohen Stellenwert. Diese Kernfunktionen mit einer starken und wohlfunktionierenden Schnittstelle zum Portfoliomanagement befähigten unser Kapitalanlagemanagement zu einer ständigen Überwachung der Portfolios und somit einer effizienten Steuerung der Risiken. Diverse bestehende Instrumente zur Risikomessung und -steuerung wurden an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst.
75 (78) % der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere besitzen ein Rating von A oder besser. Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen.
Das interne Risikomodell des Konzerns und die Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den Handlungsraum für unsere Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der Asset-Liability-Management-Vorgaben und der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden die Portfolios weiter optimiert.
Einen zusätzlichen Rahmen bilden die Kapitalanlagerichtlinien auf Konzern-, Segment- und Gesellschaftsebene, die einer jährlichen Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung hinsichtlich ihrer Angemessenheit gegenüber aufsichtsrechtlichen und marktgegebenen Restriktionen unterliegen.
Infolge eines qualitativen Investmentprozesses konnten im Kapitalanlagebestand gefährdete Adressen weitestgehend vermieden werden. Die Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen blieb weiterhin die wichtigste Anlageklasse.

Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2019 auf 134,1 (122,8) Mrd. EUR. Der Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen stieg um 9,6 % auf 122,6 Mrd. EUR. Die Bestandsausweitung der selbst verwalteten Kapitalanlagen ist vorrangig durch den Anstieg der Bewertungsreserven in der Position "jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" (+4,0 Mrd. EUR) sowie die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft begründet, die im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt wurden. Zudem wirkte die Begebung einer Anleihe der Hannover Rück SE im vierten Quartal positiv.
Der Bestand an Investmentverträgen weist mit 1,2 Mrd. EUR im Vergleich zum Jahresbeginn (1,0 Mrd. EUR) einen leichten Bestandsanstieg auf. Die Depotforderungen stiegen im Berichtsjahr um 0,4 Mrd. EUR auf 10,3 Mrd. EUR. Vorrangig ist dieser Anstieg auf das Segment Schaden-Rückversicherung zurückzuführen.
Auch 2019 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 3,4 (3,0) Mrd. EUR und wurde im Berichtsjahr weitestgehend reinvestiert.

2019/2018
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | ||
| Fremd genutzter Grundbesitz | 3.193 | 3 % | 2.985 | 3 % |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 398 | 0 % | 206 | 0 % |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 337 | 0 % | 265 | 0 % |
| Darlehen und Forderungen | ||||
| Darlehen inkl. Hypothekendarlehen | 413 | 0 % | 460 | 0 % |
| Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere | 27.228 | 22 % | 28.684 | 26 % |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 336 | 0 % | 409 | 0 % |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 81.483 | 66 % | 70.165 | 63 % |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.067 | 2 % | 1.799 | 2 % |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.128 | 1 % | 1.344 | 1 % |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 147 | 0 % | 126 | 0 % |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | - | 0 % | - | 0 % |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 122 | 0 % | 131 | 0 % |
| Derivate 1 | 321 | 0 % | 239 | 0 % |
| Übrige Kapitalanlagen | 5.465 | 4 % | 5.055 | 5 % |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 122.638 | 100 % | 111.868 | 100 % |
1
Derivate nur mit positiven Marktwerten
Der Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) stieg im Geschäftsjahr 2019 um 9,6 Mrd. EUR an und betrug zum Jahresende 110,2 (100,6) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit weiterhin 82 (82) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen, nach wie vor den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf.
Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" machen 74 (70) % des Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere aus und sind um 11,3 Mrd. EUR auf 81,5 (70,2) Mrd. EUR deutlich angestiegen. Dabei wurde hauptsächlich in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefe investiert. Die Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven -sind, insbesondere aufgrund des erneut rückläufigen Zinsniveaus in unseren Hauptwährungsräumen und teils deutlich gesunkener Risikoaufschläge auf Unternehmensanleihen, seit dem Jahresende 2018 beträchtlich von 1,7 Mrd. EUR auf 5,6 Mrd. EUR gestiegen. Die Volatilität der "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" schlägt sich im Eigenkapital nieder.
In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" wurden im Wesentlichen Staatspapiere oder ähnlich sichere Papiere gehalten. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin Pfandbriefe dar. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie "Darlehen und Forderungen" betrug zum Jahresende 27,6 (29,1) Mrd. EUR und stellt damit 25 (29) % des Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen" (inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) stiegen deutlich auf 5,1 (3,8) Mrd. EUR.
Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden 2019 weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 44,7 (43,1) Mrd. EUR.

2019/2018
Der Talanx Konzern verfolgt eine vergleichsweise konservative Anlagepolitik. So besitzen 75 (78) % der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse A.
Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 5,1 (4,1) Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 4,1 (3,7) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Der Bestandsaufbau beruht auch auf dem Wachstum unserer Geschäftstätigkeit im außereuropäischen Segment. Siehe hierzu unsere Darstellung im "Risikobericht" auf Seite 102 ff. des Konzernlageberichts.
Im Laufe des Geschäftsjahres lag der Aktienbestand mit rund 1,2 (1,1) Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahresstichtag. Somit beträgt die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote) zum Jahresende 0,9 (0,9) %.
Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände (ohne "Übrige Kapitalanlagen") stiegen um 92 Mio. EUR und betragen nunmehr 166 (74) Mio. EUR.
Auch das Jahr 2019 zeigte mit einem Transaktionsvolumen von deutlich mehr als 90 Mrd. EUR erneut Rekordzahlen. Befeuert durch das niedrige Zinsumfeld und nach wie vor positive gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen zeigte der deutsche Investmentmarkt eine sehr gute Performance. Diese wurde unterstützt durch ein historisch niedriges Leerstandsniveau bei Büroflächen, was wiederum entsprechende Auswirkungen auf das Mietpreisniveau hatte. Die Anlagenklasse "Büro" blieb mit einem Anteil von ca. 40 % am gesamten Marktvolumen sehr beliebt, gefolgt von Wohnimmobilien, die knapp ein Viertel des Gesamtvolumens an sich ziehen konnten. Gemischt genutzte innerstädtische Geschäftshäuser sowie klassische Fachmarktzentren waren im Handelssegment gefragt. Durch die ausgesprochen geringe Nachfrage nach Shoppingcentern war das Gesamtsegment "Einzelhandelsimmobilien" im vergangenen Jahr aber unter Druck; nur noch ein 12-%-Anteil am Gesamtmarkt wurde verzeichnet. Korrespondierend zu diesem Marktumfeld sind die Spitzenrenditen insbesondere im Bürosektor abermals zurückgegangen und betragen zum Jahresende 2019 nur noch rund 2,9 %. Auch die Renditen für Logistikimmobilien verzeichnen historische Niedrigstwerte (ca. 3,75 %). Der Vermietungsumsatz von Büroflächen an den Top-7-Standorten hat mit knapp mehr als 4 Mio. m 2 erneut Rekordwerte erreicht. Insbesondere München und Berlin waren stark repräsentiert. Die Leerstandsquote an den Top-7-Standorten notierte Ende 2019 bei exakt 3 %. Im Jahr 2019 wurden ca. 1,1 Mio. m 2 Bürofläche fertiggestellt, was das höchste Fertigstellungsvolumen seit dem Jahre 2010 markiert. Für das Jahr 2020 werden knapp 2 Mio. m 2 Bürofertigstellungen erwartet und für den Zeitraum 2021 sogar ca. 2,6 Mio. m 2 .
Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremd genutzten Immobilien 3,2 (3,0) Mrd. EUR. Hinzu kommen 1.170 (985) Mio. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind.
Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremd genutzten Immobilienbestand in Höhe von 61 (57) Mio. EUR vorgenommen. Der Anstieg spiegelt unser weiter gestiegenes Engagement in diesem Bereich wider. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen in Höhe von 9 (4) Mio. EUR an. Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 7 (15) Mio. EUR. Diesen Abschreibungen standen Zuschreibungen von 1 (6) Mio. EUR, im Wesentlichen für fremd genutzte Immobilien, gegenüber.
Die Immobilienquote einschließlich der Investments in Immobilienfonds beträgt unverändert 3 %.
Ein wesentlicher Bestanteil des Asset Managements entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte. Deren Nachfrage ist weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und unserem Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitätsund Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen, Parkhäusern und Public-Private-Partnership (PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.
2019 hat die Talanx ihr Infrastruktur-Portfolio unter anderem durch Projekte im Schienenverkehr sowie im Bereich Photovoltaik weiter ausbauen und diversifizieren können. Zum Jahresende 2019 sind durch den Talanx Konzern insgesamt rund 2,5 (2,1) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekte investiert worden. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 3.503 | 3.445 |
| davon laufende Erträge aus Zinsen | 2.713 | 2.711 |
| davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen | 35 | 7 |
| Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 938 | 584 |
| Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen | -169 | -180 |
| Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen | 131 | -12 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen | 272 | 261 |
| Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 4.130 | 3.576 |
| Depotzinsergebnis | 190 | 192 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 3 | -1 |
| Gesamt | 4.323 | 3.767 |
Vor allem wegen dem im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Ergebnis aus Realisierungen und dem verbesserten unrealisierten Ergebnis lag das Kapitalanlageergebnis mit 4.323 (3.767) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau. Dadurch ergibt sich eine annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,5 (3,3) %.
Der Anstieg der ordentlichen Kapitalanlageerträge um 58 Mio. EUR auf 3.503 (3.445) Mio. EUR ist im Wesentlichen auf erhöhte Erträge aus Immobilien zurückzuführen. Trotz der weiterhin niedrigen Zinsen sind die ordentlichen Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren, u. a. durch den Bestandsaufbau, stabil (2,7 [2,7] Mrd. EUR). Sie bilden weiterhin den wesentlichen Bestandteil des Ergebnisses. Auch der zunächst deutliche Rückgang des Zinsniveaus und eine moderate Erholung des Renditeniveaus im weiteren Jahresverlauf führten zu einem Durchschnittskupon des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren von 2,7 %, dieser liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,0 %. Zur Absicherung des Wiederanlagerisikos wurden derivative Finanzinstrumente (u. a. Vorkäufe), insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben, eingesetzt. Weiterführende Angaben zu den finanziellen Auswirkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13.
Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr stark über dem Vorjahresniveau und betrug per saldo 938 (584) Mio. EUR. Die deutliche Verbesserung von 353 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf regelmäßige Portfolioumschichtungen in allen Segmenten und zusätzlich aus der Anforderung zur Hebung von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen und Pensionskassen zurückzuführen. Darüber hinaus ist ein Einmalertrag in Höhe von 100 Mio. EUR aus der erfolgswirksamen Auflösung stiller Reserven durch Neubewertung der Beteiligung an der Viridium enthalten.
Im Vergleich zum Vorjahr waren im Berichtszeitraum per saldo geringere Abschreibungen erforderlich. Diese betragen unter Berücksichtigung der Zuschreibungen (2 [6] Mio. EUR) insgesamt 169 (180) Mio. EUR. Davon entfielen 95 (89) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener Immobilien und Infrastrukturinvestments. Außerplanmäßige Abschreibung entfielen mit 11 (24) Mio. EUR auf Aktien, mit 9 (4) Mio. EUR auf Immobilien, mit 2 (12) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere und mit 55 (56) Mio. EUR auf sonstige Kapitalanlagen. Letztere betreffen vornehmlich Wertminderungen auf alternative Kapitalanlagen.
Das unrealisierte Ergebnis erhöhte sich stark von -12 Mio. EUR auf 131 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf Marktwertveränderungen unserer erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Bestände zurückzuführen. Darin enthalten ist unter anderem das unrealisierte Ergebnis aus ModCo-Derivaten im Segment Personen-Rückversicherung in Höhe von 8 (-12) Mio. EUR.
Weiterführende Anmerkungen inklusive einer Darstellung nach Segmenten siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung", Anmerkung 30 "Kapitalanlageergebnis".

1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Konzern gebündelten Versicherer bestehen, basierend auf dem Geschäftsmodell, währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und der Finanzlage.
Grundsätzlich erhalten und erbringen die international tätigen Versicherer Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Aktiva zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden (währungskongruente Bedeckung). Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die Umrechnungskurse für die wichtigsten Währungen im Anhang unter "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" dargestellt.
Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx Konzern unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 19 (19) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in Summe 7 (7) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil der Kapitalanlagen in Fremdwährungen innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen beträgt zum Stichtag 34 (32) %.
Unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen einschließlich der Investmentverträge setzen sich aus folgenden Währungen zusammen:

2019/2018
| ― |
Eigenkapital mit 16,6 Mrd. EUR um 2,3 Mrd. EUR über dem Niveau des Vorjahres (14,3 Mrd. EUR) |
| ― |
Versicherungstechnische Rückstellungen um 8,6 Mrd. EUR auf 125,6 Mrd. EUR gestiegen |
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 | ||
| Eigenkapital | 16.610 | 9 % | 14.261 | 9 % |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.479 | 2 % | 2.738 | 2 % |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 125.614 | 71 % | 117.042 | 72 % |
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.824 | 7 % | 9.990 | 6 % |
| Andere Rückstellungen | 3.816 | 2 % | 3.681 | 2 % |
| Verbindlichkeiten | 14.081 | 8 % | 12.781 | 8 % |
| Passive Steuerabgrenzung | 2.160 | 1 % | 1.689 | 1 % |
| Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 9 | 0 % | 6 | 0 % |
| Summe der Passiva | 177.594 | 100 % | 162.188 | 100 % |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang.
Insgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen (also abzüglich der Anteile der Rückversicherer an diesen Verpflichtungen) in Relation zur Vergleichsperiode um 7,9 % bzw. 8,6 Mrd. EUR auf 117,4 (108,8) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel mit 3,7 Mrd. EUR auf die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, mit 2,8 Mrd. EUR auf die Rückstellung für Beitragsrückerstattungen und mit 1,2 Mrd. EUR auf die Rückstellung für Prämienüberträge. Dabei resultiert der Anstieg der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Wesentlichen aus den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung.
Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 88,3 (89,4) %; es bestand eine Überdeckung der Rückstellungen von 15,5 (13,0) Mrd. EUR.
Die bestehenden Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten" erläutert.
Die Struktur unserer versicherungstechnischen Verpflichtungen und anderer Verbindlichkeiten ist die wesentliche Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich kapitalmarktinduzierte Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklungen der versicherungstechnischen Verpflichtungen decken bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten.
Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen, wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Passivseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellung im Risikobericht ab Seite 102.
Die sogenannte Effective Duration des gesamten Kapitalanlagebestandes der festverzinslichen Wertpapiere im Konzern belief sich im Berichtsjahr über alle Segmente auf 8,3 (7,9). Dies entspricht einer sogenannten Macaulay Duration von 8,2 (8,1). Im Unterschied zur Macaulay-Duration und zur Modified Duration ist die Effective Duration für nahezu alle Wertpapiertypen des Fremdkapitals definiert, insbesondere auch für kündbare, indizierte und strukturierte Wertpapiere, sodass Hilfsdefinitionen weitgehend entfallen. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht - wie oben geschildert - auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Effective Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 10,83 (10,8) im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherung mit 4,54 (4,85) relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der Ampega Asset Management GmbH wird die Duration in regelmäßigen Abständen mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt.
Um das Asset-Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 13.
| TRANSPARENZSCHAFFUNG IST-KAPITALISIERUNG | BESTIMMUNG KAPITALBEDARF | OPTIMIERUNG KAPITALBEDARF | OPTIMIERUNG KAPITALSTRUKTUR | DURCHFÜHRUNG KAPITALMASSNAHMEN |
Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist.
Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Talanx Konzerns. Hierbei differenzieren wir zwischen der regulatorischen Sichtweise des HDI Konzerns und der ökonomischen Sichtweise des Talanx Konzerns. Dabei unterscheiden wir folgende Kapitalbegriffe:
| ― |
Basic Own Funds oder Basiseigenmittel |
| ― |
Solvency Capital Required |
Als Basic Own Funds bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene ökonomische Kapital. Basic Own Funds ergeben sich als Überhang der Aktiva über die Verbindlichkeiten der Solvenzbilanz. Sie unterscheiden sich vom IFRS-Eigenkapital (korrigiert um immaterielle Vermögenswerte) durch offengelegte aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern, Hybridkapital und Surplus Funds. Regulatorisch wird der HDI Konzern mit den sogenannten Eligible Own Funds betrachtet. Diese unterscheiden sich von den Basic Own Funds des Talanx Konzerns durch die Hinzunahme der Eigenmittel des HDI V. a. G. sowie durch den Abzug der den Minderheiten zustehenden, über dem Solvency Capital Required liegenden Basic Own Funds (sogenannter Haircut).
Solvency Capital Required (benötigtes Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist. Aufsichtsrechtlich (gemäß Solvency II) berechnet es sich mit einem Sicherheitsniveau auf Jahresfrist von 99,5 %. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für den HDI Konzern auf Basis des genehmigten internen Kapitalmodells berechnet. Das Solvency Capital Required des Talanx Konzerns unterscheidet sich von dem des HDI Konzerns insbesondere durch eine unterschiedliche Berücksichtigung der Pensionskassen und durch den Ausschluss des HDI V. a. G. aufgrund des unterschiedlichen Konzernkreises.
Das Verhältnis von Basiseigenmitteln und Solvency Capital Required zeigt die Kapitaladäquanz an. Für den Talanx Konzern gilt gemäß Risikostrategie mit einem Sicherheitsniveau von 99,97 % (3.000-Jahres-Schock) ein höheres Niveau als die aufsichtsrechtlich geforderte Höhe (Sicherheitsniveau 99,5 %, 200-Jahres-Schock).
Aufsichtsrechtlich auf Ebene des HDI Konzerns haben wir für die Solvency-II-Quote einen Zielkorridor ohne Übergangsmaßnahmen zwischen 150 % und 200 % definiert. Ökonomisch auf Ebene des Talanx Konzerns streben wir eine Mindest-Kapitaladäquanz von 200 % an.
Das oberste Ziel des Kapitalmanagements im Talanx Konzern ist es, die starke Finanzkraft des Konzerns sicherzustellen sowie die Kapitaleffizienz zu steigern. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung (Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein AA-Rating) richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-Risiko-Aspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio des Talanx Konzerns. Dabei wird nicht benötigtes Kapital bzw. Liquidität, wenn immer möglich, auf die Holding übertragen. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig erstklassiger Kapitaladäquanz.
Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Dividende für die Aktionäre entsprechend der Talanx Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst umgeht. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt.
Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die maßvolle Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital; sie wirkt sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns aus.
Die Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, und die Eigenkapitalrendite haben sich wie folgt entwickelt:
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 |
| Summe Eigenkapital | 16.610 | 14.261 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 6.461 | 5.548 |
| Bilanzsumme | 177.594 | 162.188 |
| Eigenkapitalquote | 9,4 % | 8,8 % |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Konzernergebnis 1 | 923 | 703 |
| Eigenkapitalrendite 2 | 9,8 % | 8,0 % |
1
Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital
2
Jahresergebnis ohne die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem
Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
In der abgelaufenen Berichtsperiode hat sich das Eigenkapital um 2.349 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg von 16,5 % - auf 16.610 (14.261) Mio. EUR erhöht.
Der Konzernanteil (Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) belief sich auf 10.149 (8.713) Mio. EUR.
Die deutliche Erhöhung der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 922 Mio. EUR auf 665 Mio. EUR sowie das Periodenergebnis, das in Höhe von 923 (703) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, haben kumuliert mit dem eigenkapitalreduzierenden Effekt der Dividendenzahlung in Höhe von 367 (354) Mio. EUR an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums zu einem Anstieg des Konzernanteils um 1.436 Mio. EUR (16,5 %) geführt.
Der Anstieg der übrigen Rücklagen resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der stillen Reserven aus Kapitalanlagen (+2.825 Mio. EUR bzw. +156,0 %) und dem Anstieg des kumulierten Ergebnisses aus der Währungsumrechnung (+112 Mio. EUR bzw. +54,9 %). Diesem Anstieg wirkte die Entwicklung der Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting (-1.911 Mio. EUR bzw. -90,2 %) sowie der geringe Rückgang des Bewertungsergebnisses aus Cashflow-Hedges (-3 Mio. EUR bzw. -1,2 %) entgegen. Der Anstieg der nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen von 1.811 Mio. EUR auf 4.636 Mio. EUR korrespondiert mit den im Laufe des Berichtszeitraums beobachteten Rückgänge, sowohl der Spreads als auch des risikofreien Zinssatzes. Die Währungskursentwicklung -insbesondere die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro -führt zu einem Anstieg des kumulierten Ergebnisses aus der Währungsumrechnung auf -93 (-204) Mio. EUR.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich um 913 Mio. EUR - dies entspricht 16,5 % - auf 6,5 Mrd. EUR. Der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenüberschuss beläuft sich auf 748 (656) Mio. EUR. Die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter in Höhe von 402 (380) Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Segment | ||
| Industrieversicherung | 2.378 | 2.364 |
| davon Minderheiten | 62 | - |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 2.572 | 2.443 |
| davon Minderheiten | 76 | 61 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 2.335 | 2.149 |
| davon Minderheiten | 251 | 231 |
| Rückversicherung | 11.166 | 9.491 |
| davon Minderheiten | 6.654 | 5.773 |
| Konzernfunktionen | -1.889 | -2.228 |
| davon Minderheiten | - | - |
| Konsolidierung | 47 | 42 |
| davon Minderheiten | -582 | -517 |
| Gesamtes Eigenkapital | 16.610 | 14.261 |
| Konzerneigenkapital | 10.149 | 8.713 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 6.461 | 5.548 |
Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der Talanx AG ist. Die Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.186 (1.141) Mio. EUR, begebene Anleihen in Höhe von 1.065 (1.065) Mio. EUR, eine Nachranganleihe in Höhe von 750 (750) Mio. EUR sowie Steuerrückstellungen in Höhe von 45 (41) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG neben liquiden Vermögensgegenständen und Steuererstattungsansprüchen vor allem die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden.
In der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 5,1 (3,8) Mrd. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz" zu den Positionen "Fremd genutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Übrige Kapitalanlagen", "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen", "Sonstige Vermögenswerte", "Nachrangige Verbindlichkeiten", "Begebene Anleihen und Darlehen" und "Übrige Verbindlichkeiten".
| In Mrd. EUR | 2019 | 2018 |
| Konzerneigenkapital | 16,6 | 14,3 |
| Nicht bilanzierte Bewertungsreserven vor Steuern inklusive der den Versicherungsnehmern und den nicht beherrschenden Gesellschaftern am Eigenkapital zustehenden Anteile | 5,6 | 4,4 |
Die liquiden Zuflüsse der Talanx AG stammen primär aus Dividenden sowie Ergebnisabführungen von Tochterunternehmen und aus am Kapitalmarkt aufgenommenen Eigen- bzw. Fremdmitteln. Im Zuge der Koordinierung des Kapitalbedarfs des Talanx Konzerns sowie der einzelnen Geschäftsbereiche ist es eine Kernaufgabe der Talanx AG, den Zugang des Konzerns zu Liquiditätsquellen zu optimieren und die Finanzierungskosten dabei möglichst niedrig zu halten. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie haben wir sichergestellt, dass der Konzern jederzeit in der Lage war, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Darüber hinaus existiert im Rahmen verschiedener Kontokorrentvereinbarungen ein verlässlicher Zugriff auf gruppeninterne Finanzierungsmittel, der die finanzielle Flexibilität sowohl der Talanx AG als auch des Talanx Konzerns weiter erhöht.
Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2019 zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien mit einem Volumen von jeweils 250 Mio. EUR. Die Kreditlinien besitzen eine Laufzeit bis 2021 bzw. max. 2023. Zum Bilanzstichtag sind diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt. Siehe auch Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 26.
Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel: "Sonstige Angaben", Anmerkung "Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen".
Die Hannover Rück SE hat im Oktober 2019 eine nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 750 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt mit einer Laufzeit von 20 Jahren platziert. Eine ordentliche Kündigung der Anleihe ist frühestens am 9. Juli 2029 möglich. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz", Anmerkung 18. Im Vorjahr emittierte der Hannover Rück-Teilkonzern eine Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR und einer Laufzeit von zehn Jahren.
Neben der Finanzierung aus den oben beschriebenen Eigenkapitalveränderungen stehen uns auch die Aktiva zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Weitere Erläuterungen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiko".
Mit dem Ziel, die Kapitalkosten zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital".
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Nachrangige Anleihen der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 999 | 997 |
| Nachrangige Anleihen der Talanx AG | 750 | 750 |
| Nachrangige Anleihen der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. | 500 | 500 |
| Nachrangige Anleihe der Hannover Rück SE | 1.186 | 446 |
| Nachrangiges Darlehen der HDI Assicurazioni S. p. A. | 27 | 27 |
| Nachrangige Anleihe der HDI Assicurazioni S. p. A. | 14 | 14 |
| Begebene Anleihen der Talanx AG | 1.065 | 1.065 |
| Begebene Anleihen Hannover Rück SE | 743 | 743 |
| Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG | 145 | 169 |
| Darlehen aus Infrastrukturinvestments | 93 | 102 |
| Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. | 129 | 97 |
| Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited | 121 | 57 |
| Sonstiges | 15 | 16 |
| Gesamt | 5.787 | 4.983 |
Weitere Erläuterungen zum Fremdkapital und zu dessen Veränderungen siehe Konzernanhang "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkungen 18 und 26.
Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. So lange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.972 | 3.823 |
| Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | -6.654 | -3.538 |
| Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | -203 | -92 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 116 | 193 |
Der Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Zahlungsmittelveränderungen aus dem Versicherungsgeschäft und die erhaltenen Erträge aus Kapitalanlagen geprägt. Die Erhöhung resultiert vordergründig auch aus der Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von Versicherungsnehmern getragen wird.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit wurde wesentlich bestimmt durch den Kauf von Finanzinstrumenten sowie den Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten und berücksichtigt die Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.
Der Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit wurde im Wesentlichen durch Dividendenzahlungen für das vergangene Geschäftsjahr sowie die Aufnahme nachrangiger Verbindlichkeiten beeinflusst. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Darstellung zur Überleitung der Schulden aus Finanzierungstätigkeit im Konzernanhang (KonzernKapitalflussrechnung) bzw. die Erläuterungen in den Anmerkungen 18 und 26.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Finanzmittelfonds, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, der sich gleichzeitig auch als Summe der Kapitalflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ergibt, insgesamt um 156 Mio. EUR auf 3,5 Mrd. EUR erhöht.
Der Talanx Konzern und seine Gesellschaften haben von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A. M. Best im Berichtsjahr wiederum sehr gute Einstufungen erhalten. Generell ist bei Ratings zwischen dem Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating) und dem Issuer Credit Rating bzw. Counterparty Credit Rating zu unterscheiden. Ersteres beurteilt die Fähigkeit, inwieweit eine Gesellschaft den Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachkommen kann, letzteres bewertet die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft.
Unmittelbar zu Beginn des Berichtsjahres sind für einige Talanx Gesellschaften Ratingentscheidungen getroffen worden, die die modifizierte Strategie der Talanx reflektieren. S&P und A. M. Best hatten der Talanx AG erstmals ein Finanzstärkerating verliehen. Bei S&P liegt dieses bei A+ ("Strong") mit stabilem Ausblick, bei A. M. Best bei A ("Excellent"), ebenfalls mit einem stabilen Ausblick. Mit dem Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Dezember 2018 ist die Talanx AG von den Ratingagenturen als operativ tätige Holdinggesellschaft klassifiziert worden. Mit dem Wechsel des konzerninternen Mehrheitsaktionärs hatte sich zu Beginn des Berichtsjahres zudem das Rating der HDI Global Specialty SE geändert, die jetzt als Kerngesellschaft der Talanx Erstversicherungsgruppe klassifiziert wird. Entsprechend hat die HDI Global Specialty SE nunmehr ein Finanzstärkerating von A+ (Outlook Stable) bei S&P und bei A. M. Best eines von A, ebenfalls mit einem stabilen Ausblick.
| Standard & Poor's | A. M. Best | |||
| Rating | Ausblick | Rating | Ausblick | |
| Talanx Konzern 1 | - | - | A | Stable |
| Talanx Erstversicherungsgruppe 2 | A+ | Stable | - | - |
| Hannover RückTeilkonzern 3 | AA- | Stable | A+ | Stable |
1
Bezeichnung bei A. M. Best: "HDI V. a. G. and a number of its insurance subsidiaries"
2
Teilkonzern Erstversicherungen unter Einbezug des HDI V. a. G. (Geschäftsbereiche
Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und
Firmenversicherung International) und seine wesentlichen Kerngesellschaften
3
Hannover Rück SE und wesentliche Kerngesellschaften; entspricht dem Geschäftsbereich
Rückversicherung des Talanx Konzerns
Die S&P-Ratings der Teilkonzerne Talanx Erstversicherungsgruppe und Hannover Rück blieben - ebenso wie jeweils der stabile Ausblick - im Berichtsjahr unverändert. Das Finanzstärkerating der Talanx Erstversicherungsgruppe wurde im August 2019 mit A+, Outlook Stable, bestätigt. Dabei bescheinigte S&P ihr eine gut fundierte regionale Diversifikation und eine extrem starke Kapitalisierung. Außerdem bestätigte S&P im Juli 2019 das Finanzstärkerating der Hannover Rück-Gruppe, die mit AA- eine im Wettbewerbsvergleich besonders gute Beurteilung erhält. Insbesondere das Geschäftsrisikoprofil und die sehr gute Diversifizierung wurden von S&P als Stärken genannt. Eine Hochstufung bei S&P haben zudem die beiden südafrikanischen Tochtergesellschaften der Hannover Rück, Hannover Reinsurance Africa Ltd. und Hannover Life Reassurance Africa Ltd., im Berichtsjahr erfahren. Basierend auf der von der Hannover Rück SE gegebenen Garantie werden diese nunmehr auch mit AA- und einem stabilen Ausblick eingestuft. Die S&P-Finanzstärkeratings der weiteren Tochtergesellschaften sind im Berichtsjahr stabil geblieben und somit unverändert.
Bei A. M. Best sind die gerateten Erstversicherungsgesellschaften im Talanx Konzern mit einem Finanzstärkerating von A ("Excellent") mit stabilem Ausblick ausgestattet. Der Teilkonzern Hannover Rück wird mit A+ ("Superior") bei einem stabilen Ausblick bewertet. A. M. Best begründete die unverändert sehr gute Ratingvergabe für die beiden Teilkonzerne mit der ausgezeichneten Kapitalisierung und der guten Ertragssituation. Zudem wurde im Berichtsjahr die Gesellschaft PVI Reinsurance Corporation von A. M. Best hochgestuft. Dieser Gesellschaft wurde nunmehr ein Finanzstärkerating von B++ ("Good"), Outlook Stable, zugewiesen.
| Standard & Poor's | A. M. Best | |||
| Rating | Ausblick | Rating | Ausblick | |
| Talanx AG | A+ | Stable | a+ | Stable |
| Hannover Rück SE | AA- | Stable | aa | Stable |
Die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG wird bei beiden Ratingagenturen als gut bewertet. S&P hat im August 2019 das Emittentenrating der Talanx AG mit A+ bei stabilem Ausblick bestätigt. Damit liegt dieses Rating auf demselben Niveau wie die Finanzstärkeratings der Tochtergesellschaften in der Talanx Erstversicherungsgruppe. A. M. Best hat im September 2019 ebenfalls das Emittentenrating der Talanx AG mit a+, Outlook Stable, bestätigt.
Des Weiteren existieren diverse Emissionsratings für die von der Talanx AG begebenen bzw. garantierten Anleihen. Diese Ratings und alle weiteren Emissionsratings der von Konzernunternehmen emittierten Anleihen und Darlehen sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz unter der Anmerkung 18 "Nachrangige Verbindlichkeiten" bzw. Anmerkung 26 "Begebene Anleihen" im Konzernanhang aufgeführt.
Die Finanzstärkeratings unserer Tochtergesellschaften im Erstversicherungsbereich finden Sie auf der Internetseite der Talanx AG, detaillierte Informationen über Ratings der Hannover Rück und ihrer Tochtergesellschaften finden Sie auf der Internetseite der Hannover Rück SE (www.hannover-rueck.de).
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.
Eine wesentliche Steuerungsgröße für die Talanx AG ist der Jahresüberschuss nach HGB, da die ausschüttbare Dividende nach dem HGB-Jahresüberschuss bemessen wird.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Versicherungstechnische Rechnung | ||
| Ergebnis vor Schwankungsrückstellung | -6 | - |
| Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | -2 | - |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -7 | - |
| Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 836 | 586 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 5 | 122 |
| Sonstige Erträge | 30 | 4 |
| Sonstige Aufwendungen | 256 | 242 |
| Ergebnis des allgemeinen Geschäfts | 606 | 226 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 599 | 226 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 17 | 14 |
| Jahresüberschuss | 582 | 212 |
Die Talanx AG hat am 21. Dezember 2018 die Rückversicherungslizenz durch die BaFin erhalten und kann seit Januar 2019 als Rückversicherer Risiken aus dem Bereich Nicht-Leben zeichnen. Die Talanx AG wird Risiken von Konzerngesellschaften der Erstversicherungsgruppe decken. Daraus ergibt sich ein erstmaliger Ausweis der versicherungstechnischen Rechnung. Im Geschäftsjahr lag das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung bei -7 (-) Mio. EUR, wobei hier neben den versicherungstechnischen Anlaufverlusten vor allem ein Initialverlust aus dem Transfer eines Schadenportfolios für Altjahre enthalten war.
| In Mio EUR | Brutto | 2019 Netto | Brutto | 2018 Netto |
| Beiträge | 39 | 39 | - | - |
| Verdiente Beiträge | 38 | 38 | - | - |
| Aufwendungen für Versicherungsfälle | 29 | 29 | - | - |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 15 | 15 | - | - |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -7 | -7 | - | - |
| In % | ||||
| Schadenquote | 76,2 | 76,2 | - | - |
| Kostenquote | 38,9 | 38,9 | - | - |
| Kombinierte Schaden-/ Kostenquote | 115,1 | 115,1 |
Die Bruttoprämieneinnahmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 39 Mio. EUR. Die Kraftfahrzeugversicherung hat mit 52,6 % der Bruttoprämien den größten Anteil.
| 2019 | ||
| In Mio. EUR | In % | |
| Kraftfahrzeugversicherung | 21 | 52,6 |
| All-Risk-Versicherungen | 5 | 13,4 |
| Sonstige Versicherungen | 5 | 12,3 |
| Haftpflichtversicherung | 4 | 9,5 |
| Feuerversicherung | 2 | 6,1 |
| Technische Versicherungen | 2 | 4,6 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | - | 1,3 |
| Unfallversicherung | - | 0,2 |
| Gesamt | 39 | 100,0 |
Die Bruttoprämieneinnahmen für die Kraftfahrtversicherungssparte betragen 21 Mio. EUR, das macht 52,6 % der Gesamtprämien aus. Die Nettoschadenquote beträgt 76,0 %. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 1 Mio. EUR verblieb für das Geschäftsjahr ein versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von -4 Mio. EUR.
Der Anteil der All-Risk-Versicherungen an den Bruttoprämien beträgt 5 Mio. EUR, was 13,4 % entspricht. Die Nettoschadenquote liegt bei 80,0 %, das versicherungstechnische Ergebnis ist ausgeglichen.
Die sonstigen Versicherungen haben mit 5 Mio. EUR einen Anteil von 12,3 % an den Bruttoprämien, die Schadenquote liegt bei 44,4 %. Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung ist ausgeglichen, nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung liegt es bei -1 Mio. EUR.
Der Anteil der Sparte Haftpflichtversicherung an den Bruttoprämien beträgt 4 Mio. EUR, dies entspricht 9,5 %. Das versicherungstechnische Ergebnis beträgt -2 Mio. EUR, eine Schwankungsrückstellung wurde nicht gebildet. Die Schadenquote liegt bei 121,2 %.
Die restlichen 12,2 % der Bruttoprämieneinnahmen teilen sich auf die Sparten Technische Versicherungen (2 Mio. EUR), Feuerversicherung (2 Mio. EUR) sowie Transport- und Luftfahrtversicherung und Unfallversicherung auf. Das versicherungstechnische Ergebnis für die übrigen Sparten nach Schwankungsrückstellung ist ausgeglichen.
Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich auf 831 (464) Mio. EUR. Ein wesentlicher Treiber ist das Beteiligungsergebnis, das sich auf 674 (438) Mio. EUR erhöhte. Im Jahr 2019 konnte von der HDI Global SE ein Gewinn in Höhe von 51 (nach einem Verlust im Vorjahr in Höhe von 118) Mio. EUR vereinnahmt werden. Die Verbesserung resultierte vornehmlich aus der Sparte Feuer aufgrund von geringeren Großschäden sowie Sanierungserfolgen. Darüber hinaus erhöhte sich das Beteiligungsergebnis der HDI Deutschland AG auf insgesamt 140 (86) Mio. EUR. Dies resultiert u. a. aus dem positiven Ergebniseffekt des Restrukturierungsprogrammes "KuRS". Ein weiterer Treiber des Kapitalanlageergebnisses war der erwartete Abgangsgewinn aus der konzerninternen Veräußerung von HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, im Jahr 2019 von 138 Mio. EUR.
Das sonstige Ergebnis verbesserte sich leicht auf -225 (-238) Mio. EUR, vor allem durch Erträge aus einer Anpassung der Zinsen auf allgemeine Steuerrückstellungen.
Im Berichtsjahr fiel ein Steueraufwand in Höhe von 17 (14) Mio. EUR an. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr auf 582 (212) Mio. EUR. Nach Hinzurechnung des Gewinnvortrags in Höhe von 119 (273) Mio. EUR betrug der Bilanzgewinn 700 (485) Mio. EUR. Der Gewinnverwendungsvorschlag ist im Anhang des Konzerngeschäftsberichts im Kapitel "Sonstige Angaben" unter der Position "Dividende je Aktie und Gewinnverwendungsvorschlag" zu finden.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 7.398 | 7.545 |
| Sonstige Kapitalanlagen | 619 | 646 |
| Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 68 | - |
| Übrige Aktiva | 1.063 | 706 |
| Summe der Aktiva | 9.149 | 8.897 |
Das Bilanzbild der Talanx AG wird weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre in Euro gehaltenen Beteiligungsanteile an den Tochtergesellschaften geprägt. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,8 % auf 9.149 (8.897) Mio. EUR. Die Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen verringerten sich auf 7.398 (7.545) Mio. EUR, insbesondere durch den konzerninternen Verkauf der HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin. Die sonstigen Kapitalanlagen verringerten sich auf 619 (646) Mio. EUR, da die Tages- und Festgeldanlagen zugunsten laufender Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand in den sonstigen Vermögensgegenständen reduziert wurden. Durch die Aufnahme des Rückversicherungsgeschäfts 2019 wurden erstmals Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft von 68 (-) Mio. EUR bilanziert. Die übrigen Aktiva erhöhten sich auf 1.063 (706) Mio. EUR, insbesondere getrieben durch höhere Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie an verbundene Unternehmen aus dem Verkauf der HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin. Der Kaufpreis wird final im Jahr 2020 ermittelt und gezahlt.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Eigenkapital | 5.312 | 5.097 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1.250 | 1.250 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 71 | - |
| Andere Rückstellungen | 1.051 | 983 |
| Übrige Passiva | 1.464 | 1.566 |
| Summe der Passiva | 9.149 | 8.897 |
Die Talanx AG hatte zum Bilanzstichtag mit zwei Bankenkonsortien jeweils eine auf Euro lautende, disponible, syndizierte, variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Der variable Zins orientiert sich am Euribor zuzüglich eines Aufschlags. Die Nominalwerte der Kreditlinien betrugen zum Stichtag jeweils 250 Mio. EUR, sodass wie im Vorjahr insgesamt 500 Mio. EUR ungenutzt waren. Darüber hinaus hat die Talanx AG auf Basis einer mit dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. im Jahr 2016 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung die Möglichkeit, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Im Jahr 2019 wurde von diesem Andienungsrecht kein Gebrauch gemacht.
Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva der Talanx AG sind insbesondere geprägt durch das Wesen einer Beteiligungsholding, nun erweitert um das neu aufgenommene Rückversicherungsgeschäft. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5.312 (5.097) Mio. EUR. Die Erhöhung um 215 Mio. EUR resultiert vollständig aus dem Bilanzgewinn.
Erstmals im Rahmen der Aufnahme des Rückversicherungsgeschäfts wurden versicherungstechnische Rückstellungen von 71 (-) Mio. EUR gebildet. Die anderen Rückstellungen erhöhten sich auf 1.051 (983) Mio. EUR, insbesondere durch die Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Der Rückgang der übrigen Passiva auf 1.464 (1.566) Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus dem Entfall einer nur im Vorjahr bestehenden Verbindlichkeit aus Ergebnisabführungsverträgen gegenüber Tochtergesellschaften.
Das Rechnungswesen stellt über eine mindestens monatlich vorgenommene Liquiditätsplanung sicher, dass die Talanx AG jederzeit die erforderlichen Auszahlungen leisten kann. Dies wird durch eine an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie auch grundsätzlich unterstützt.
Der Finanzmittelzufluss an die Talanx AG erfolgt vor allem über Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, über Beteiligungserträge und über Zinserträge aus Ausleihungen. Im Rahmen der Liquiditätsplanung stimmen die Abteilungen Group Controlling & Finance und Cashmanagement die erwarteten Liquiditätsströme regelmäßig ab. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten sowie für Dividendenzahlungen aufbringen. Zudem können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen.
Bei der Auswahl der Kreditgeber achtet die Gesellschaft auf langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke. Die laufende Überwachung der Kapitalstärke der Kreditgeber übernimmt die Ampega Asset Management GmbH.
Hinsichtlich der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Talanx AG gemäß §§ 76 Absatz 4, 111 Absatz 5 AktG verweisen wir auf unsere Ausführungen in der "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB" im Abschnitt "Corporate Governance" in diesem Bericht.
Das Vergütungssystem der Talanx AG entspricht dem Vergütungssystem für den Talanx Konzern. Die im Vergütungsbericht dargestellten Beträge geben die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr aus der Tätigkeit für den Talanx Konzern wieder. Die Beträge enthalten neben den aus der Tätigkeit für die Talanx AG resultierenden Vergütungskomponenten auch diejenigen Vergütungsteile, die für Tätigkeiten für die im Talanx Konzern konsolidierten Unternehmen gewährt werden.
Als Holding eines Konzerns, der Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen anbietet, unterliegt die Geschäftsentwicklung der Talanx AG im Wesentlichen den gleichen Risiken wie die Geschäftsentwicklung des Talanx Konzerns. Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG zu Beginn des Jahres 2019 geht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Das Ergebnis der Talanx AG und damit das Risiko sind maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Talanx AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote sowie im Rahmen der konzerninternen Rückversicherung. Die Risiken der Tochtergesellschaften und auch der Talanx AG selbst werden im Risikobericht des Konzerns dargestellt.
Die Talanx AG hat in ihrem ersten Geschäftsjahr als Rückversicherer eine bilanzielle Schadenquote von 76,2 % ausgewiesen, dabei beträgt die Geschäftsjahresschadenquote 69,5 %. Die Abwicklung ist wesentlich durch einen Schadenportfolioeintritt geprägt und wird ohne zu berücksichtigende Nachverrechnungsprämien mit -3 Mio. EUR ausgewiesen. Eine Abwicklungsquote ist aufgrund der Geschäftsaufnahme zum 1. Januar dieses Jahres noch nicht aussagekräftig.
Zum 31. Dezember 2019 weist die Talanx gegenüber ihrer Hauptzedentin HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, eine Depotforderung in Höhe von 68 Mio. EUR aus. Anzeichen für eine notwendige Wertberichtigung lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2019 keine wesentlichen fälligen Forderungen gegenüber Zedenten. Die Fälligkeit von Forderungen gegenüber den Zedenten richtet sich nach den jeweiligen Rückversicherungsverträgen und entsteht nach vertragsgemäßer Vorlage der Rückversicherungsabrechnungen.
Die Untersuchung von Szenarien fand erstmals für 2019 statt, sodass keine Vorjahreswerte vorliegen. Aktienbestände sind zum 31. Dezember 2019 nicht vorhanden, daher waren die entsprechenden Stresstests nicht durchzuführen.
| In Mio. EUR | 2019 |
| Bestandsveränderung auf Marktwertbasis | |
| Portfolio | |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | |
| Aktienkurse -20 % | - |
| Festverzinsliche Wertpapiere und übrige Ausleihungen | |
| Renditeanstieg +100 Basispunkte | -0,1 |
| Renditerückgang -100 Basispunkte | +0,1 |
Die Talanx AG hält insbesondere Wertpapiere mit AAA-Rating, lediglich ein äußerst geringer Anteil wird schlechter als A bewertet.

2019/2018
Da die Talanx AG eng mit den Konzerngesellschaften verflochten ist und als Holding ein entsprechend hohes Gewicht im Konzern hat, spiegeln die im Prognose- und Chancenbericht des Konzerns getroffenen Aussagen auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft Talanx AG wider. Für 2020 erwarten wir für die Talanx AG eine Reduktion des Jahresüberschusses, was im Wesentlichen aus dem einmaligen Veräußerungsgewinn der HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, im Jahr 2019 resultiert.
Darüber hinaus hat die Talanx AG zum 1. Januar 2019 den Geschäftsbetrieb als konzerninterner Rückversicherer aufgenommen und die dazu notwendige Rückversicherungslizenz seitens der BaFin erhalten. Wir bündeln den Rückversicherungsbedarf der Erstversicherung auf Holdingebene, um gruppenweit Diversifizierungseffekte zu nutzen. Sowohl Standard & Poor's als auch A. M. Best stuften in der Folge das Emittentenrating der Talanx AG um zwei Stufen hoch. Zukünftige Effekte fokussieren insbesondere auf einen effizienteren Kapitaleinsatz innerhalb der Gruppe. Es ergibt sich aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils.
In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die Talanx AG nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Berichtsjahr nicht vor.
Die Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahrs vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfelds als sehr erfreulich. Bruttoprämien und EBIT lagen jeweils deutlich über den Werten des Vorjahres; das Konzernergebnis erreichte die unterjährig angehobene Prognose und wies einen Rekord aus. Dabei gelangen Gewinnanstiege in allen vier Geschäftsbereichen: Besonders stark haben sich - trotz einer erneut hohen Großschadenbelastung - die Industrieversicherung und die Rückversicherung verbessert. Das Programm "20/20/20", das eine Profitabilisierung der Feuerversicherung zum Ziel hat, kommt schneller voran als geplant.
Alle Geschäftsbereiche verbuchten einen Zuwachs der Bruttoprämien. Das operative Ergebnis im Konzern stieg um einen zweistelligen Prozentbereich. Dies ist insbesondere auf ein höheres EBIT im Geschäftsbereich Industrieversicherung und im Segment PersonenRückversicherung zurückzuführen. Die Konzerneigenkapitalrendite lag leicht oberhalb unserer Prognose. In den Geschäftsbereichen war dieses Bild uneinheitlich: Die Rückversicherung erreichte ihren prognostizierten Wert nicht, während die übrigen Geschäftsbereiche die Prognose einhielten bzw. darüber lagen.
Die Finanzkraft ist hoch, die Solvabilitätsquote liegt trotz des Zinsrückgangs weiter deutlich höher als gesetzlich gefordert und am oberen Rand unseres Zielbandes. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stuft der Vorstand die wirtschaftliche Situation des Konzerns als robust ein. Ein zentralbankpolitisch motiviertes, weiter andauerndes Niedrigzinsumfeld bleibt, ebenso wie das regulatorische Umfeld, eine Herausforderung insbesondere für die inländischen Lebensversicherungsaktivitäten. Im Berichtsjahr war trotz der im Jahr 2018 eingeführten und begrüßenswerten sogenannten Korridormethode daher wieder eine wesentliche Stärkung der Zinszusatzreserve erforderlich. Der zum 31. Januar 2020 vollzogene Brexit dagegen wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx Konzerns nach unserer Einschätzung nicht wesentlich beeinflussen.
Der Talanx Konzern integriert ökologische, gesellschaftliche und Governance-Aspekte in seine Geschäftstätigkeit. Als international agierender Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor haben wir uns einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Unsere Kunden gehen mit uns überwiegend langfristige Beziehungen ein. Wir handeln deshalb vorausschauend, um unser Leistungsversprechen, das wir unseren Kunden gegeben haben, auch in Zukunft erfüllen zu können.
Die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde gemäß HGB nach den in §§ 315b und 315c in Verbindung mit 289c bis 289e HGB geforderten Angaben erstellt. Zudem wurde sie in Anlehnung an die GRI-Standards der Global Reporting Initiative verfasst.
Der Talanx Konzern hat ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsamste Leistungsindikatoren festgelegt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 5 HGB, die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns von Bedeutung sind, werden nicht erfasst.
Umfangreiche Informationen zu den Kapitalanlagen finden sich im Wirtschaftsbericht, Abschnitt Vermögens- und Finanzlage. Auf den Konzernabschluss verweisen wir lediglich im Abschnitt "ESG in Versicherungslösungen" auf Seite 70. Sonst besteht kein Zusammenhang zwischen den im Konzernabschluss des Talanx Konzerns ausgewiesenen Beträgen gemäß § 289c Absatz 3 Nr 6 HGB und den nichtfinanziellen Belangen.
Gemäß § 315b Absatz 1 Satz 3 HGB wird zu einzelnen Aspekten auch auf an anderer Stelle im zusammengefassten Lagebericht enthaltene nichtfinanzielle Angaben verwiesen. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß dem Prüfungsstandard ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit geprüft (siehe hierzu den Prüfvermerk auf Seite 245 f.).
Verweise auf Informationen außerhalb des Lageberichts und des Konzernabschlusses sind nicht Teil der nichtfinanziellen Konzernerklärung.
Die HDI Global SE ist nach § 315b Absatz 1 und § 289b Absatz 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da sie in die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung einbezogen ist. Dies betrifft ebenfalls die Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji WARTA S. A. Diese befreit sich infolge der Richtlinie 2014/95/EU zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen auf Basis nationaler Gesetzgebung durch den Verweis auf die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung von der Pflicht, eine eigene Erklärung abzugeben. Die Hannover Rück SE macht von der Befreiungsoption keinen Gebrauch und veröffentlicht eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in ihrem zusammengefassten Lagebericht.
Der Talanx Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Eine detaillierte Beschreibung des Geschäftsmodells finden Sie im Abschnitt "Geschäftsmodell" auf Seite 18 des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie haben wir aus der Dachstrategie des Konzerns abgeleitet und mit seinem Leitbild und seinen Werten verknüpft. Sie besteht aus konkreten Handlungsfeldern sowie Zielen und Maßnahmen und dient dazu, unsere Geschäftstätigkeit - in Anlehnung an die zehn Prinzipien des UN Global Compact sowie unter Berücksichtigung der UN Sustainable Development Goals (SDGs) -mit ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Einklang zu bringen.
Im Geschäftsjahr 2019 haben wir die Nachhaltigkeitsstrategie gemeinsam mit der Abteilung Corporate Development weiterentwickelt. Im Rahmen einer Vorstandsklausur im Herbst haben wir die Inhalte und strategischen Eckpunkte ausführlich diskutiert und verabschiedet.

Neben dem gesellschaftlichen Rahmen, in den der Talanx Konzern eingebettet ist, adressiert die weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie insbesondere unser Kerngeschäft: die Kapitalanlage, die Versicherungstechnik sowie den Betrieb. Wir können in unserem Unternehmen insbesondere über die Kapitalanlagen und die Versicherungsprodukte zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen und streben daher an, Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt in die Kapitalanlage (gemäß den im Talanx Konzern verabschiedeten ESG-Kriterien), in Versicherungsprodukte und Dienstleistungen sowie in unsere Betriebsabläufe zu integrieren. Unter Berücksichtigung der bisherigen unternehmensinternen Auseinandersetzung mit den SDGs, u. a. einem Priorisierungsworkshop mit verschiedenen Fachabteilungen, nimmt die weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie schwerpunktmäßig folgende SDGs in den Blick: SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 5 (Geschlechtergleichheit), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).
Darüber hinaus bauen die Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement auf den Anforderungen und Interessen unserer Stakeholder auf. Von besonderer Bedeutung sind unsere Kunden, unsere Investoren und unsere Mitarbeiter. Neben den übergeordneten Bereichen "Nachhaltigkeitsstrategie und -Governance" sowie "Dialog und Berichterstattung" gliedert sich die Nachhaltigkeitsstrategie des Talanx Konzerns in vier Handlungsfelder, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind:

Unsere Stakeholder-Befragung aus dem Jahr 2014 haben wir im Geschäftsjahr 2018 aktualisiert und erweitert. Die Identifikation der relevanten Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung haben wir mithilfe einer unternehmensinternen Befragung interner und einer onlinebasierten Befragung externer Stakeholder sowie telefonischen Experteninterviews in enger Zusammenarbeit mit einem externen Partner durchgeführt. Die internen Stakeholder haben wir hinsichtlich der Kategorien "Relevanz aus eigener Sicht", "Auswirkungen der Geschäftstätigkeit" und "Geschäftsrelevanz" befragt. Die externen Stakeholder bewerteten die Relevanz der Themen aus ihrer individuellen Sicht. In diesen Befragungen haben wir verschiedene potenziell wesentliche Sachverhalte abgefragt und mithilfe einer Skala (1 = nicht wichtig bis 7 = sehr wichtig) ihrer Bedeutung nach bewertet. Als "wesentlich" haben wir jene Sachverhalte bewertet, die in der Auswertung mindestens einen Durchschnittswert von 5,0 erzielten. Zudem haben wir durch einen internen Workshop die Auswirkungen der Tätigkeiten des Talanx Konzerns auf die nichtfinanziellen Belange priorisiert und in der Bewertung berücksichtigt. Im Zuge der Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2019 hat der Vorstand der Talanx AG den Aspekt "Klimawandel" als weiteren wesentlichen Aspekt definiert und die wesentlichen Themen aus dem Vorjahr bestätigt. Zuvor haben wir klimawandelbezogene Aussagen unter den Aspekten "ESG im Asset-Management" und "ESG in Versicherungslösungen" aufgeführt. Insgesamt haben wir damit nunmehr neun wesentliche Sachverhalte i. S. d. HGB identifiziert, über drei weitere berichten wir wie nachfolgend beschrieben auf freiwilliger Basis. Die Zuordnung der Sachverhalte wurde gegenüber dem Vorjahr i. S. d. HGB angepasst.
| Wesentliches Thema | Nichtfinanzieller Aspekt | Abschnitt in der nichtfinanziellen Konzernerklärung |
| Compliance | Bekämpfung von Korruption und Bestechung | 63 f. |
| Verantwortung gegenüber Kunden | Sozialbelange | 64 ff. |
| Datenschutz und Cybersecurity | Sozialbelange | 66 ff. |
| Digitalisierung 1 | Sozialbelange | 68 |
| ESG 2 im Asset-Management | Sozialbelange | 69 f. |
| ESG in Versicherungslösungen | Sozialbelange | 70 |
| Mitarbeitergewinnung und -entwicklung | Arbeitnehmerbelange | 71 f. |
| Talanx als Arbeitgeber | Arbeitnehmerbelange | 72 ff. |
| Menschenrechte bei Talanx | Achtung der Menschenrechte | 74 |
| Lieferantenmanagement 1 | Achtung der Menschenrechte | 75 |
| Klimawandel | Umweltbelange | 75 |
| Betrieblicher Umweltschutz 1 | Umweltbelange | 75 ff. |
1
Relevanter Sachverhalt, der nicht als wesentlich gemäß HGB identifiziert wurde, jedoch
freiwillig berichtet wird
2
ESG = Environmental, Social, Governance
Die Vorgehensweise zur Identifikation der wesentlichen Sachverhalte ermöglicht die Gegenüberstellung der internen und externen Perspektive und repräsentiert eine ganzheitliche Unternehmensbetrachtung, die in der nachfolgenden Matrix dargestellt wird:

Neben den wesentlichen Themen gemäß HGB haben wir drei weitere relevante Sachverhalte, die jedoch nicht wesentlich nach HGB sind, auf freiwilliger Basis in die nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgenommen. Diese sind:
| ― |
Digitalisierung |
| ― |
Lieferantenmanagement |
| ― |
betrieblicher Umweltschutz |
Wir betreiben unser Nachhaltigkeitsmanagement konzernweit. Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit liegt beim Gesamtvorstand der Talanx AG. Wie auch die weiteren Ziele, Werte und Strategien des Konzerns beschließt und überprüft der Vorstand die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, die Nachhaltigkeitsziele und die Umsetzung von Maßnahmen. Der Vorstand unterstreicht die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für den Konzern durch ein Nachhaltigkeits-Commitment, das als freiwillige Zusatzinformation auf unserer Internetseite veröffentlicht ist (https://www.talanx. com/~/media/Files/T/Talanx/pdfcontent/nachhaltigkeit/talanx_ commitment_de.pdf).
Organisatorisch ist das Thema Nachhaltigkeit dem Bereich Group Communications zugeordnet, in dem das Nachhaltigkeitsmanagement für den Talanx Konzern ausgestaltet und koordiniert wird. Dies umfasst u. a. die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen sowie die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts. Der Leiter des Bereichs Group Communications berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden.
Aufgrund der dezentralen Organisationsstruktur des Konzerns erfolgt die Umsetzung der meisten Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Bereichen und Konzernfunktionen. Die Abstimmung von Zielen und Maßnahmen und die Erhebung der Daten für die Berichterstattung erfolgen unter Einbindung eines Kompetenzteams, in dem Vertreter aller Geschäftsbereiche, der relevanten Gesellschaften und Konzernfunktionen sowie der Abteilungen der Talanx AG zusammenkommen.
Die Hannover Rück SE hat eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie etabliert. Sie veröffentlicht einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht sowie eine eigene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung. Der Konzern und die Hannover Rück SE stehen zum Thema Nachhaltigkeit in einem Austausch.
Das HGB sieht vor, dass Unternehmen neben der Berichterstattung über die nichtfinanziellen Belange gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 3 und 4 HGB ebenfalls entsprechende Risiken offenlegen.
Der Talanx Konzern verfügt über ein angemessenes und wirksames Risikomanagement-System. Wir identifizieren Risiken konzernweit über Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen. Qualitative Risiken haben wir mithilfe eines konzernweit eingerichteten Risikoerfassungssystems systematisch erfasst. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken, z. B. Compliance-Risiken, berücksichtigen wir durch Einbindung der jeweils zuständigen Bereiche oder Experten. Um sicherzustellen, dass wir alle Risiken identifiziert haben, erfolgt eine Abstimmung mit einer umfassenden konzernspezifischen Risikokategorisierung, die als Grundlage für die Risikoidentifikation dient.
Im Talanx Konzern beurteilen wir die Risiken nach Berücksichtigung risikomindernder Maßnahmen. Im Zusammenhang mit nichtfinanziellen Aspekten haben wir weder von der für das Nachhaltigkeitsmanagement geschaffenen Organisation noch innerhalb der Prozesse des Risikomanagements wesentliche und sehr wahrscheinliche Risiken identifiziert, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit oder mit Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind und die schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Belange haben bzw. haben werden. Gleiches gilt für die Hannover Rück SE, die eine eigenständige zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung veröffentlicht. Risiken wie den Klimawandel, deren Risikogehalt noch nicht verlässlich beurteilt werden kann (Emerging Risks), beobachten wir im Rahmen des konzernweiten Risikomanagement-Prozesses. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wird auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück.
Für einen grundsätzlichen Einblick in unser Risikomanagement-System verweisen wir auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 102 ff. des zusammengefassten Lageberichts.
Für unseren Konzern ist die Einhaltung geltenden Rechts unabdingbare Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Dementsprechend ist die Compliance ein integraler Bestandteil aller Konzernaktivitäten. Neben den Bereichen, die wir in unserem Compliance-Programm als Kern- sowie Koordinationsthemen definiert haben, streben wir auch die besondere Beachtung von Gesetzen und Vorschriften mit Bezug zu Umwelt und Gesellschaft an.
Unser konzernweit geltender und in neun Sprachen verfügbarer Verhaltenskodex 1 ist ein wirksames Instrument, mit dem wir unser Bekenntnis zur Einhaltung geltenden Rechts transparent machen. Er formuliert grundlegende rechtliche und ethische Anforderungen und Pflichten, denen unsere Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit zu entsprechen haben. Er hebt das Verbot der Geldwäsche und unzulässiger Finanzierungen hervor und weist explizit darauf hin, dass bei allen Verdachtsfällen der Geldwäschebeauftragte und der Compliance Officer zu informieren sind. Weiterhin legt er spezifische Verhaltensregeln dar - z. B. zur Vermeidung und Offenlegung von Interessenkonflikten, zur Gewährung und Annahme von Vorteilen, Geschenken und Einladungen, zur Ausgestaltung von Spenden und Sponsoring sowie zu Nebentätigkeiten und Beteiligungen an anderen Gesellschaften und Geschäften.
Der Verhaltenskodex wird durch die Compliance-Richtlinie sowie weitere Hinweisen und Erläuterungen konkretisiert, die in unserem Intranet zur Verfügung stehen. In der Compliance-Richtlinie finden sich ausführliche inhaltliche Vorgaben zu den im Verhaltenskodex aufgestellten Grundsätzen, die zwischenzeitlich in den Konzerngesellschaften des In- und Auslands behandelt und für verbindlich erklärt wurden. Das Compliance-Regelwerk wird darüber hinaus durch geschäfts- und gesellschaftsspezifische Regelungsdokumente präzisiert.
Gesetzes- und Regelverstöße können über ein auf unserer Website erreichbares Hinweisgebersystem jederzeit und anonym gemeldet werden. Die Onlineplattform steht derzeit auf Deutsch und in sechs weiteren Sprachen zur Verfügung. Alternativ können Hinweise auch dem jeweiligen Vorgesetzten oder direkt dem für die Gesellschaft zuständigen Compliance Officer im Talanx Konzern bzw. des jeweiligen Geschäftsbereichs weitergegeben werden.
Auf Basis eines zielgruppenorientierten Schulungskonzepts geben wir Mitarbeitern regelmäßig Gelegenheit, ihr Wissen zu ausgewählten Compliance-Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen. Neue Mitarbeiter weisen wir im Rahmen von Einführungsveranstaltungen ein. Ein wichtiges Trainingsinstrument sind inzwischen auch webbasierte Trainings (WBT). Neben Schulungen zum Thema Anti-Korruption, die dazu dienen, den korrekten Umgang mit Zuwendungen sicherzustellen, bieten wir auch zielgruppenorientiert spezielle Schulungen zu den Themen Finanzsanktionen und Embargo, Integrität, Kapitalmarkt sowie Kartellrecht an.
Die Compliance-Organisation des Talanx Konzerns ist eine selbstständige Abteilung. Sie besteht aus dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Corporate-Governance-Beauftragter und Generalbevollmächtigter der Talanx AG ist und direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Talanx AG berichtet. An den Chief Compliance Officer des Konzerns berichten Compliance Officer, die für die einzelnen Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften zuständig sind. Die Compliance-Abteilung ist für die Etablierung und Weiterentwicklung von Konzernrichtlinien und Strukturen zur Sicherstellung der Compliance, für die Nachverfolgung von Beschwerden und Compliance-Verstößen sowie für interne Schulungen im Konzern zuständig. Daneben erfolgt anlassbezogen eine vertiefende Beratung in den relevanten Compliance-Themenfeldern.
Ein weltweites Netzwerk von Compliance-Verantwortlichen an den ausländischen Standorten unterstützt den Chief Compliance Officer bei seinen Aufgaben und berichtet an ihn. So können lokale Compliance-Verstöße auch außerhalb der lokalen Hierarchie direkt berichtet werden. In einem jährlichen Bericht informiert der Chief Compliance Officer den Vorstand zu wesentlichen Compliance-Themen und -Entwicklungen.
Zur Förderung der Compliance-Kultur im Konzern führt der Chief Compliance Officer mehrmals im Jahr Präsenzschulungen für Führungskräfte durch. Der regelmäßige Dialog unterstützt die Compliance im Konzern dabei, frühzeitig Beratungsbedarf zu identifizieren und darauf passende Schulungsangebote zu entwickeln. Neben einem internationalen Treffen der Compliance-Verantwortlichen haben wir ein regelmäßiges, virtuelles Compliance-Meeting namens "ComplianceXchange" etabliert, in dem sich Group Compliance und die dezentralen Compliance-Verantwortlichen (weltweit) regelmäßig über Best-Practice-Lösungsansätze und lokale Entwicklungen in den einzelnen Ländern austauschen. Gestützt wird dies durch ein auf die Bedürfnisse der einzelnen Interessengruppen abgestimmtes Informationsmaterial zu bestimmten Compliance-Fragestellungen, die im Talanx Intranet jederzeit abrufbar sind.
Innerhalb des Talanx Konzerns ist das Thema Compliance für alle relevant: von Geschäftsbereichen über Abteilungen bis hin zu den einzelnen Mitarbeitern. Außerhalb des Konzerns können insbesondere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten von dem Thema berührt sein. Der Umgang mit diesen wichtigen Interessengruppen wird auf Basis eines Verhaltenskodex für Geschäftspartner, der im Geschäftsjahr 2019 finalisiert und vom Vorstand verabschiedet wurde, grundlegend geregelt (siehe hierzu Abschnitt "Lieferantenmanagement" auf Seite 75 der nichtfinanziellen Konzernerklärung).
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Überprüfung und ggf. Ergänzung von Compliance-Richtlinien auf/um Nachhaltigkeitsaspekte | Ergänzung des Compliance-Management-Systems um ein konzernweites Integritätsmanagement | Talanx Konzern | 2020 | Aktiv |
| Optimierung des Compliance-Managements | Überarbeitung des Compliance-Handbuchs | Hannover Rück | 2020 | Erreicht |
| Optimierung der Einstufung von Compliance-Risiken | Hannover Rück | 2020 | Erreicht | |
| Einführung des gruppenweite Compliance-Plans, der erstmals 2020 zum Einsatz kommt | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Compliance Officern der internationalen Standorte | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| Regelmäßige Überprüfung von Korruptionsrisiken infolge von Compliance-Risikoanalysen im Rahmen des Compliance-Plans | Talanx Konzern | Laufend | Erreicht |
Das Compliance-Management-System des Konzerns besteht aus den Elementen Compliance-Kultur und -Regeln, Training und Kommunikation, Organisation, Compliance-Risiken, Compliance-Kern- und -Koordinationsthemen sowie Compliance-Überwachung und -Verbesserung. Es baut auf dem Compliance-Regelwerk auf, das aus dem Talanx Verhaltenskodex, der Compliance-Richtlinie und Arbeitsanweisungen besteht.
Die Einhaltung der Compliance-Vorschriften wird durch Group Compliance sowie im Rahmen der Revisionsprüfungen überprüft. Die Inhalte der maßgeblichen Compliance-Regelwerke werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Der Aufsichtsrat wird durch den jährlichen Compliance-Bericht über die wesentlichen Compliance-Risiken und die Maßnahmen zur Einhaltung der bestehenden Vorgaben informiert. Für Details hierzu verweisen wir auf den Abschnitt "Risikobericht" auf Seite 102 ff. des zusammengefassten Lageberichts verwiesen.
Im Themenfeld "Verantwortung gegenüber Kunden" sind die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen, der Anreiz für faire Beratung im Vertrieb durch das Vergütungssystem sowie die zügige, transparente Bearbeitung von Forderungen für uns wesentlich. Diese Gesichtspunkte beeinflussen maßgeblich die Zufriedenheit unserer Kunden. Die Zufriedenstellung der Kundenbedürfnisse besitzt für uns höchste Priorität und spiegelt sich im Begriff "ganzheitliche Kundenfokussierung" in den Talanx Werten wider. Neben einer hohen Beratungsqualität sind Transparenz und Fairness sowie innovative und auf Kundenwünsche zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen wichtige Elemente.
Die Versicherungsbranche unterliegt nach der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-Informationspflichtenverordnung, VVG-InfoV) umfangreichen Aufklärungspflichten gegenüber ihren Kunden. Diese erfüllen wir vollumfänglich.
Darüber hinaus ist die verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen ein wichtiger Bestandteil des Verhaltenskodex des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für den Vertrieb von Versicherungsprodukten. Auch auf diesen Kodex verpflichten wir uns umfassend und auf freiwilliger Basis.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Verständliche Aufklärung zu Versicherungslösungen | Die relevanten Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sind dem Verhaltenskodex des GDV beigetreten. | Deutschland sowie HDI Global SE | 2018 | Fortlaufend |
| Auch nach Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive, IDD) bekennen sich die Gesellschaften zu dem an die IDD-Gesetzgebung angepassten Kodex | ||||
| Anreiz für faire Beratung im Vertrieb durch das Vergütungssystem | Die Vorgaben der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie wurden in den Tochtergesellschaften der HDI Deutschland AG und der HDI Global SE fristgerecht umgesetzt | Deutschland sowie HDI Global SE | 2018 | Erreicht |
Auch die allgemeinen Versicherungsbedingungen, die jährliche Mitteilung über den Stand der Lebensversicherung und die Modellrechnung Leben richten sich nach den GDV-Empfehlungen.
Mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU (IDD) gelten für Anbieter von Versicherungsprodukten erweiterte Aufsichts- und Lenkungsanforderungen. Sie werden durch die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland erfüllt.
HDI verpflichtet die Vermittler im Exklusivvertrieb sowie die Bank- und Kooperationspartner darauf, im Beratungsgespräch die Ermittlung der Kundenbedürfnisse zum Kernbestandteil der Vermittlungstätigkeit zu machen. Zudem ist das Beratungsgespräch anhand standardisierter Protokolle sorgfältig zu dokumentieren. Eine Kontrolle erfolgt durch das Beschwerdemanagement. Die Bestätigung des Kunden, ein Beratungsprotokoll erhalten zu haben oder ausdrücklich darauf zu verzichten (Ausnahme), ist als fester Bestandteil in den Antrags- und Vertragsunterlagen integriert. Auch in den von HDI zu Verfügung gestellten digitalen Absatzstrecken erfolgt grundsätzlich eine Beratungsdokumentation, die dem Kunden bereitgestellt wird.
Die verständliche Aufklärung von Kunden und die Fokussierung auf Kundenbedürfnisse sind Bestandteil der Prüfung durch unabhängige Stellen. Zur gesicherten Umsetzung des Kodex haben wir für HDI Versicherung AG, HDI Lebensversicherung AG und für die Bancassurance-Gesellschaften 2016 ein Compliance-Management-System implementiert. 2018 erfolgte eine Rezertifizierung für die HDI Versicherung AG und die HDI Lebensversicherung AG durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer.
Im Bereich der Restkreditversicherung hat die Branche bereits Anfang 2018 in Verbindung mit der Umsetzung neuer gesetzlicher Regelungen zusätzliche Transparenzstandards und Verbraucherrechte eingeführt: So werden die Verbraucher heute aktiv darüber informiert, dass die Restkreditversicherung freiwillig ist und keine Voraussetzung dafür, den Kredit zu erhalten. Die Verbraucher haben jederzeit innerhalb der gesamten Vertragslaufzeit das Recht und die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen. Darüber hinaus entwickeln der GDV und die Bankenverbände Selbstverpflichtungen, mit denen die Transparenz noch weiter erhöht wird. Bereits jetzt arbeiten die Bankpartner der Bancassurance-Gesellschaften (z. B. Hamburger Sparkasse AG, Postbank - eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, TARGOBANK AG) daran, den Kunden neben der Kreditrate zum Vergleich auch die Kreditrate, die ohne den Abschluss der Restkreditversicherung zu zahlen wäre, auszuweisen. So können die Kunden neben dem explizit im Vertrag ausgewiesenen Beitrag auch die monatliche Belastung durch den Abschluss der Restkreditversicherung erkennen.
Wir streben im Konzern eine kontinuierliche Verbesserung unserer Beratungsleistung im Hinblick auf Fairness und Transparenz an. Unser konzernweit gültiger Verhaltenskodex sowie unsere Compliance formulieren dazu Maßstäbe für alle Ebenen des Konzerns.
Der GDV-Verhaltenskodex betont für den Vertrieb den hohen Stellenwert der Vermittlerqualifikation und nimmt die stetige Weiterbildung der Versicherungsvermittler in den Fokus. Bezüglich der Vergütung verweist der GDV-Verhaltenskodex darauf, dass Zusatzvergütungen, die über die vertragsgemäße Courtagevereinbarung hinausgehen, weder die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers noch das Kundeninteresse beeinträchtigen dürfen. Die Vorgaben durch die Versicherungsvertriebsrichtlinie der EU inklusive der zugehörigen delegierten Rechtsakte und Umsetzungen in nationales Recht haben wir 2018 fristgerecht umgesetzt.
Der HDI Compliance-Steuerungskreis ist das zentrale Steuerungsund Überwachungsgremium sowohl für die Compliance-Management-Systeme der dem GDV-Verhaltenskodex beigetretenen Gesellschaften als auch für die Umsetzung der Anforderungen, die sich aus der Umsetzung der IDD bzw. der nationalen Gesetzgebungen für die wesentlichen Risikoträger des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland ergeben.
Um die Qualifizierung der Vermittler und die Kompetenz in der Kundenberatung sicherzustellen, engagieren sich die Talanx Gesellschaften für die Brancheninitiative des GDV und der Vermittlerverbände der deutschen Versicherungswirtschaft "Gut beraten - Weiterbildung der Versicherungsvermittler in Deutschland". Alle Vermittler im Exklusivvertrieb sind vertraglich zur Teilnahme verpflichtet. Hinsichtlich der Zusatzvergütungen hat der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland alle bestehenden Vereinbarungen überprüft. Wo erforderlich, haben wir neue Mustervereinbarungen entworfen und klare Regelwerke für die Neugestaltung von Zusatzvergütungen verfasst.
Um die Zufriedenheit der Kunden zu untersuchen, nutzen unsere nationalen und internationalen Konzerngesellschaften verschiedene Instrumente - von eigenen Kundenzufriedenheitsbefragungen an verschiedenen Kundenkontaktpunkten über externen Bewertungstools bis hin zu Fachtagungen und Stakeholder-Dialogen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements.
Für den Themenkomplex "Verantwortung gegenüber Kunden" haben wir im Berichtsjahr darüber hinausgehend keine spezifischen Ziele verabschiedet.
Informationen bilden eine wesentliche Grundlage unserer täglichen Arbeit. Kundendaten, Unternehmens- und Kapitalmarktinformationen sind die Basis für alle wichtigen Entscheidungs- und Geschäftsprozesse: Versicherungen und ihre konzerninternen Dienstleister erheben, verarbeiten und speichern in großem Umfang personenbezogene Daten. Die Daten werden in der Antragstellung, bei der Beratung von Kunden, im Underwriting, im Kunden- und Vertragsservice sowie im Schaden- und Leistungsmanagement benötigt. Des Weiteren erheben, verarbeiten und speichern wir personenbezogene Daten u. a. im Zusammenhang mit dem Personalmanagement, den Aktionären und dem Fondsgeschäft. Es gilt der Grundsatz, dass personenbezogene Daten nur von Konzernmitarbeitern erhoben, verarbeitet und gespeichert werden dürfen, soweit dies für einen genau definierten Zweck zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung erforderlich ist bzw. eine Rechtsgrundlage vorliegt. Zur Verbesserung einer effizienten Leistungserbringung übermitteln wir personenbezogene Daten an externe Empfänger (im Wesentlichen Dienstleister). Gleichzeitig sind externe Empfänger als Teil der Verarbeitungsprozesse zu sehen, wie es bei Maklern, Gutachtern, Rückversicherern usw. der Fall ist. Die externen Empfänger sind vertraglich und/oder gesetzlich zur Einhaltung der Datenschutzanforderungen verpflichtet.
Der Konzern-Verhaltenskodex verpflichtet alle Mitarbeiter dazu, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie die Konzern-Datenschutzrichtlinie einzuhalten und aktiv dazu beizutragen, dass personenbezogene Daten zuverlässig gegen unberechtigte Zugriffe geschützt werden.
Der Talanx Konzern hat betriebliche Datenschutzbeauftragte nach gesetzlichen Vorgaben bestellt. Die Datenschutzanforderungen sind in einem Datenschutzmanagementsystem integriert. Mittels Konzernrichtlinien sind die wesentlichen Datenschutzanforderungen verbindlich geregelt. Auf diese Konzernvorgaben richten wir Awareness-Maßnahmen und Schulungen aus und nehmen anlasslose Überprüfungen vor. Für die Betroffenenrechte (z. B. Auskunft über gespeicherte personenbezogene Daten) sind zentrale Methoden vorgegeben, damit die Prozesse korrekt ausgeführt werden. Gegenüber der Geschäftsleitung ist ein Berichtswesen etabliert.
Um den Anforderungen zum Datenschutzrecht gerecht zu werden, erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit wichtigen Schnittstellen wie Group Legal, Group Compliance, Group Security und Group Auditing. Die Datenschutzrisiken werden an Group Risk Management gemeldet.
Veränderungen von Auslegungen (z. B. durch Gerichtsurteile und Verlautbarungen der Datenschutzbehörden) zur EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) und zu weiteren datenschutzrechtlichen Vorschriften werden durch die betrieblichen Datenschutzbeauftragten bewertet und kommuniziert. Zu einzelnen Anforderungen stehen noch Auslegungen oder behördliche Konkretisierungen an, die beobachtet werden und entsprechend einer Kurzbewertung umzusetzen sind. Komplexe Anpassungsthemen befinden sich vereinzelt noch in der Umsetzung. Für die Niederlassungen und Tochtergesellschaften mit Sitz in der EU bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben wir einen einheitlichen Datenschutzrahmen etabliert. Dabei sind nationale rechtliche Datenvorschriften von der jeweiligen Niederlassung oder Tochtergesellschaft zu beachten. 2019 haben wir eine strukturierte Abfrage der Umsetzungsstände zu den Konzernvorgaben begonnen, deren Ergebnisse Anfang 2020 der Geschäftsleitung berichtet werden.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Ergänzung der Datenschutzlösungen auf Basis erster Erfahrungen seit Mai 2018 (u. a. Datenschutzrichtlinien, Mustertexte, Checklisten) | Überprüfung eingesetzter Vorgaben und Lösungen auf Basis bisheriger Erfahrungen und Auslegungen | Deutschland | 2019 | Abgeschlossen |
| Schulung der leitenden Angestellten mit Refresh-Schulungen alle zwei Jahre zu mindestens 95 % | Roll-out E-Learning Datenschutzschulung: Im Jahr 2019 soll das Refresh-Schulungskonzept fertiggestellt werden (das erste Roll-out ist im Mai 2018 erfolgt) | Deutschland | 2019 | Abgeschlossen |
| Ausbau des Schulungsprogramms zum Datenschutz | Überarbeitung der Inhalte der Schulungen (E-Learning) sowie Ausbau der im Jahr 2018 erreichten Schulungsquoten für Mitarbeiter (einschließlich neuer Mitarbeiter) | Deutschland | 2019 | Abgeschlossen |
| Optimierung der Elemente des Datenschutzmanagementsystems | Weiterentwicklung der Verfahren und Methoden zu den Anforderungen Verarbeitungsübersichten, Datenschutzfolgenabschätzung und Betroffenenrechte | Deutschland | 2019 | Abgeschlossen |
| Weitergehende Etablierung der Supportleistungen für das Auslandsdatenschutzmanagement im Erstversicherungskonzern | Aufbau des Zusammenarbeitsmodells im Kontext der EU-Auslandsstandorte zur Sicherstellung der Datenschutzmindeststandards | EU-Standorte des Talanx Konzerns | 2020 | Aktiv |
| Ausbau Konzept anlasslose Überwachungshandlungen nach Art. 37 EU-DSGVO | Übersicht anlasslose Kontrollen bei den Fachbereichen, Projekten und Auftragsverarbeiter zur Bewertung der Datenschutz-Konformität der Prozesse und Anwendungen | Deutschland | 2020 | Aktiv |
| Ausbau Konzept Datenschutz-Koordinatoren (Fachbereichsansprechpartner) u. a. für Durchführung fachbereichsspezfischer Datenschutzkontrollen | Weitergehende Benennungen und Schulungen von Datenschutz-Koordinatoren sowie Roll-out angepasstes Kontrollkonzept zum Datenschutz durch die benannten Datenschutz-Koordinatoren | Deutschland | 2020 | Aktiv |
| Schulung der leitenden Angestellten mit Refresh-Schulungen alle zwei Jahre zu mindestens 95 % | Roll-out E-Learning Datenschutzschulung als Refresh-Schulung zur Schulung im Mai 2018 | Deutschland | 2020 | Aktiv |
| Durchführung Mitarbeiterschulungen zum Datenschutz | Roll-out E-Learning Datenschutzschulung als Refresh-Schulung zur Schulung im Mai 2018 | Deutschland | 2020 | Aktiv |
| Bewertung notwendige Kontrollen der EU-Standorte | Festlegung notwendige Kontrollmaßnahmen des Bereichs Group Data Protection bei den EU-Standorten auf Basis einer strukturierten Abfragen (Start November 2019) | EU-Standorte des Talanx Konzerns | 2020 | Aktiv |
| Aufrechterhaltung der ISO-27001-Zertifizierung | Durchführung jährlicher Überwachungsaudits und Rezertifizierung des Information-Security-Management-Systems nach drei Jahren | Talanx Konzern | Laufend | Aktiv |
Im Konzern (Erstversicherungs- und Rückversicherungskonzern) haben wir ein Datenschutzmanagementsystem etabliert. Das etablierte System basiert primär auf den Anforderungen der EU-DSGVO. Es besitzt jedoch unterschiedliche und an die jeweiligen Zielgruppen angepasste Schwerpunkte.
Das Datenschutzmanagementsystem des Erstversicherungskonzerns ist bei der Talanx AG verankert, während der Hannover Rück SE das Datenschutzmanagementsystem des Rückversicherungskonzerns obliegt. Innerhalb des Erstversicherungskonzerns sind zwei Varianten der Verantwortungszuweisung zu unterscheiden, die im Folgenden beschrieben werden:
Für die Konzerngesellschaften der HDI Deutschland AG übernimmt Group Data Protection die Ausgestaltung des Datenschutzmanagementsystems, indem Datenschutzvorgaben erlassen werden, Awareness-Maßnahmen (u. a. Schulungen) erfolgen, Kontrollen der Einhaltung sowie Mitwirkung bei der operativen Ausgestaltung (Beratung) durchgeführt werden sowie gegenüber der Geschäftsleitung berichtet wird.
Bei der HDI Global SE wird die Steuerung der Datenschutzthemen direkt vorgenommen und die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zentral und dezentral verteilt. Die Einhaltung der Datenschutzanforderungen ist lokalen Ansprechpartnern zugewiesen. Teilweise verfügen die Auslandsstandorte über spezifische Fachbereiche wie Legal oder Compliance, die ein aktives Datenschutzmanagement betreiben. Bei sehr kleinen Auslandsstandorten, die ausschließlich operative Aufgaben erfüllen, werden aktuell die Datenschutz-Supports aus der Zentrale etabliert.
Die Tochtergesellschaften der HDI International AG haben die Datenschutzmanagementaktivitäten auf lokaler Ebene implementiert und überprüfen die Angemessenheit und Wirksamkeit über die etablierten Steuerungsinstrumente. Hierbei muss jede Tochtergesellschaft den Nachweis erbringen, dass sie die Datenschutzanforderungen bei den Prozessen, IT-Systemen und Schnittstellen erfüllt und alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen umgesetzt hat.
Für die EU-Standorte der HDI Global SE und HDI International AG haben wir 2019 eine strukturierte Befragung mittels Fragebogen begonnen, der die Umsetzungsstände zu den Konzernvorgaben erheben soll. Anhand der Ergebnisse wollen wir Weiterentwicklungsbedarfe sowie denkbare Detailüberprüfungen und Beratungsbedarfe durch den Talanx Konzern identifizieren.
Bedingt durch das Geschäftsmodell ergeben sich bei der Hannover Rück abweichende Risiken, die im Datenschutzmanagementsystem berücksichtigt werden müssen. Die in der Konzerndatenschutzrichtlinie dokumentierten Grundsätze sind für alle Gesellschaften und Bereiche der Hannover Rück verbindlich. Zur Umsetzung dieser datenschutzrechtlichen Mindeststandards werden die Strukturen der Compliance-Organisation genutzt. Die Verantwortlichkeiten sind konzernweit geregelt und dokumentiert. Schnittstellen zum Datenschutzmanagement sind umgesetzt. Die EU-DSGVO betrifft nicht im gleichen Maße alle Gesellschaften der Hannover Rück, u. a. wenn der Sitz außerhalb der EU bzw. des EWR liegt. Darüber hinaus müssen lokale Datenschutzgesetze berücksichtigt werden.
Unabhängig vom Anwendungsbereich der EU-DSGVO sind die benannten Compliance Officer bzw. die lokalen Datenschutzbeauftragten verantwortlich für die lokalen Anforderungen des Datenschutzes. Sie entwickeln im Bedarfsfall weitere lokale Richtlinien zum Datenschutz und übernehmen die Schnittstelle zum Datenschutzbeauftragten der Hannover Rück in Deutschland.
Der Datenschutzbeauftragte der Hannover Rück koordiniert übergreifende Aspekte des eingerichteten Datenschutzmanagementsystems innerhalb der Hannover Rück-Gruppe. Er berät bei der Lösung von datenschutzrechtlichen Fragestellungen und überwacht die Einhaltung der EU-DSGVO und anderer Datenschutzvorschriften. Die Überwachung der datenschutzrechtlichen Vorgaben erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bereich Group Auditing, auf Basis einer dokumentierten Schnittstelle. Die Ergebnisse der gesonderten Datenschutz-Berichterstattung fließen unter anderem in den Compliance-Bericht ein.
Im Berichtsjahr sind im Talanx Konzern keine Benachrichtigungen zu melderelevanten Datenschutzverstößen oder -vorkommnissen an Group Data Protection erfolgt.
Kunden, Mitarbeiter und Partner vertrauen den Gesellschaften der Talanx Gruppe täglich sensible Daten an, an denen auch außerhalb unseres Unternehmens starkes Interesse besteht. Zur Sicherung der Daten pflegen wir ein Information-Security-Management-System. Dieses ist seit 2013 erfolgreich und umfassend nach ISO 27001 zertifiziert und wird seitdem jährlich extern überprüft. Ergänzt wird diese Zertifizierung um Maßnahmen der ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagements) und die Anwendung der Grundschutzkataloge des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Da die HDI Deutschland AG und HDI Global SE die Kriterien der kritischen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland erfüllen, erfolgte im Jahr 2018 der Anschluss an die zentrale Meldestelle des Branchenverbands der deutschen Versicherungswirtschaft.
Informationssicherheit spielt bei der Auswahl und der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern eine wichtige Rolle. So haben wir Service-Provider auf die gleichen Standards verpflichtet und geprüft wie interne IT-Services.
Die bei Talanx etablierten Sicherheitsstandards werden durch eine auf Wachstum ausgerichtete interne Organisation mit direktem Berichtsweg zum Konzern-CIO kontinuierlich und hoheitlich verbessert und fortwährend kontrolliert. Außerdem findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Experten statt, beispielsweise in der "Allianz für Cyber-Sicherheit" (ACS) des BSI. Neben dem bewussten Management von IT-Risiken wird insbesondere auch das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter durch kontinuierliche Awareness-Kampagnen gestärkt.
Die digitale Transformation ist ein strategisches Schwerpunktthema für die Talanx Gruppe. Unserer dezentralen Konzernaufstellung folgend wird diese Strategie über die Geschäftsbereiche vorangetrieben. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Weiterentwicklung der IT- und Systemlandschaft als Basis für Automatisierung und Prozessdigitalisierung ("get ready"). Daneben stehen die inhaltlichen Fokusthemen Data Analytics mit den Ausprägungen Künstliche Intelligenz und Verhaltensökonomie/Behavioral Economics ("get skills") sowie Ökosysteme/Partnerschaften ("get bundled"). Die Themen werden gezielt aus der Holding heraus unterstützt, u. a. durch internationalen Austausch im Group Digital Lab, AI & BE Lab, Skalierung von innovativen Best Practices über die sogenannten Agile Desks sowie durch Scouting- und Market-Intelligence-Partnerschaften mit Startups und etablierten Unternehmen.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Effizienzsteigerung | Je Geschäftsbereich definierte Initiativen und KPIs | GB Industrieversicherung | 2022 | Aktiv |
| Umsatzsteigerung Erhöhung der Kooperations-/Schnittstellenfähigkeit | GB Privat- und Firmenversicherung International | 2022 | Aktiv | |
| GB Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 2022 | Aktiv | ||
| GB Rückversicherung | 2020 | Aktiv |
Die gesamten Kapitalanlagen des Talanx Konzerns betragen rund 134,1 Mrd. EUR. Der Anteil festverzinslicher Wertpapiere lag zum 31. Dezember 2019 weiterhin bei 82 %, die wertpapierförmige Aktienquote bei knapp 1 %. Rund 3 % der Anlagen waren in Immobilien investiert. Die übrigen Anteile entfallen auf Assetklassen wie Private Equity, Infrastruktur sowie auch auf Cash-Positionen, Depotforderungen und Investmentverträge. Investoren, Analysten und Kunden interessieren sich zunehmend dafür, wie der Talanx Konzern gesellschaftliche und ökologische Aspekte in der Kapitalanlage berücksichtigt. Wir vermeiden darum zunehmend Investments in nichtnachhaltige Kapitalanlagen. Dazu haben wir im Konzern ein konzernweites Vorgehen für ein ESG-Screening implementiert. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Kapitalanlage positive Auswirkungen fördern. Eine Messung bzw. Quantifizierung dieser Effekte nehmen wir zurzeit nicht vor.
Im Geschäftsjahr 2019 hat die Talanx AG die Principles for Responsible Investment (PRI) unterzeichnet, eine Finanzinitiative der Vereinten Nationen. und sich damit einem Rahmenwerk zur nachhaltigen Kapitalanlage angeschlossen. Die Talanx schärft damit ihre Nachhaltigkeitsstrategie und bekennt sich zu den sechs PRI-Prinzipien für verantwortliches Investieren.
Seit 2017 legt ein Responsible Investment Committee (RIC) Filterkriterien für Wertpapieranlagen fest. Gleichzeitig trifft es Einzelabwägungen im Hinblick auf das Halten und die Veräußerung von Beständen. Den Vorsitz hat der Finanzvorstand der Talanx AG. Ebenfalls seit 2017 analysieren wir konzernweit Wertpapieranlagen auf die Einhaltung von ESG-Kriterien. Das Screening erfolgt auf Grundlage der zehn Prinzipien des UN Global Compact. Neben diesen zehn universellen Prinzipien, die sich auf Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention beziehen, haben wir in den Filterkatalog auch den Ausschluss von kontroversen Waffen, wie Anti-Personen-Minen, aufgenommen. 2018 haben wir den Filterkatalog um das Kohlekriterium erweitert. Wir investieren grundsätzlich nicht mehr in Unternehmen, deren Umsatz und Erzeugungsanteil zu mehr als 25 % auf Kohle basiert. Im Gleichklang mit der vom Konzern verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie, in der wir uns zum Ziel gesetzt haben, dass die Talanx Gruppe in Deutschland bis 2038 vollständig aus Kohle ausgestiegen sein wird, limitieren wir auf Kapitalanlagenseite zusätzlich die Laufzeit der Investments auf dieses Ausstiegsjahr. Darüber hinaus haben wir 2019 den Filterkatalog um Ölsande erweitert. Von diesem Ausschluss sind Unternehmen mit einem Umsatzanteil von mehr als 25 % aus Ölsanden betroffen. Vor neuen Wertpapierkäufen prüfen wir zudem, ob der Emittent den ESG-Kriterien entspricht. Für Assetklassen wie Infrastruktur und Immobilien, die aktuell nicht vom Screening erfasst werden können, wenden wir separate Anlagerichtlinien an. So schließen wir u. a. Investitionen in Anlagen mit hoher potenzieller Umweltbelastung (z. B. Kernkraftprojekte) aus. Alle sechs Monate lassen wir durch einen externen Dienstleister ein ESG-Screening durchführen. Er bewertet alle handelbaren festverzinslichen Wertpapiere und Aktien der selbstverwalteten Kapitalanlagen des Talanx Konzerns.
Ein weiterer Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf die Investition in zentrale Infrastrukturgüter. Deren Nachfrage ist von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen weitgehend unabhängig und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zielsetzung bleibt jederzeit eine solide Geldanlage im Interesse der Versicherten.
Eines der zentralen Selektionskriterien für die Investitionen ist ein reguliertes Umfeld, etwa über gesetzlich geregelte Einspeisevergütungen, Anreizregulierung und Public-private-Partnerships. Infrastrukturinvestitionen erfolgen vorrangig im Euroraum, wobei der Fokus auf Projekten aus den Sektoren Transport und Energie und dem Bereich der sozialen Infrastruktur liegt. Über Fonds ist der Talanx Konzern bereits länger indirekt in Infrastrukturprojekte involviert und beteiligt sich seit Anfang des Jahres 2014 auch direkt über Eigen- und Fremdkapitalvergabe an ausgewählten Projekten. Zum diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Windparks, Solarparks, Stromnetzen und Public-private-Partnership (PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Prüfung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl der Kapitalanlagen | Kontinuierliche Überprüfung und ggf. Feinjustierung des Nachhaltigkeitsansatzes im Asset-Management durch RIC | Talanx Konzern | Laufend | Aktiv |
| Erhöhung der Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien auf bis zu 5 Mrd. EUR | Weitere sektorale Diversifizierung des Infrastruktur-Portfolios | Talanx Konzern | Laufend (längerfristiges Ziel) | Aktiv |
| Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsansatzes im Asset-Management | Anwendung von Ausschlusskriterien, Durchführung von halbjährlichen Negativscreening und Anwendung eines Best-in-Class-Ansatzes | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
Geplant sind zudem infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 30 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 bis 250 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Zum Jahresende 2019 war der Talanx Konzern insgesamt mit einem Volumen von rund 2,5 (Vj. 2,1) Mrd. EUR in Infrastrukturprojekten engagiert. Rund 1,5 Mrd. EUR davon entfallen auf erneuerbare Energien. Für das Jahr 2020 erwartet das Team Infrastruktur-Investments Neuinvestitionen in Höhe von rd. 300 - 400 Mio. EUR in Form von Eigen- und Fremdkapital.
Die Berücksichtigung von gesellschaftlichen Belangen und die Unterstützung umweltverträglicher Produkte und Projekte stehen im Einklang mit der wachsenden Bedeutung des Themas für unsere Kunden. Die Zufriedenheit der Kunden kann auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Identifikation mit dem Arbeitgeber steigern. Darüber hinaus sind Versicherungsprodukte heute zunehmend auf ihre ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie ihre Relevanz für eine nachhaltige Entwicklung hin zu bewerten.
Aus den Versicherungsdienstleistungen unseres Konzerns resultieren keine direkten relevanten Umweltauswirkungen. Vielmehr tragen die Leistungen dazu bei, dass Umweltrisiken adäquat versichert und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Über Rückstellungen für asbestbedingte Schäden informieren wir in unserem Risikobericht ab Seite 102 ff. Zu den positiven gesellschaftlichen Auswirkungen zählt der Kern des Versicherungsgeschäfts, d. h. der Transfer von Risiken, durch den Verluste aus dem Eintritt von Schadenereignissen aufgefangen und Unternehmen wie Privatpersonen finanziell abgesichert werden.
Gleichwohl sind die möglichen indirekten ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Versicherungsgeschäfts auf eine nachhaltige Entwicklung zu beachten, z. B. etwaige Folgen aus den versicherten Projekten. Mit Blick auf die Einhaltung der Menschenrechte bei Versicherungsnehmern der Industrie greifen verschiedene Richtlinien des Konzerns, so etwa der Verhaltenskodex des Talanx Konzerns sowie der Verhaltenskodex für Geschäftspartner.
Langfristig verfolgt der Talanx Konzern das Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte in Versicherungsprodukten und Dienstleistungen verstärkt zu berücksichtigen. Im Frühjahr 2019 hat der Talanx Konzern vor diesem Hintergrund eine Zeichnungspolitik für Kohlerisiken definiert und zieht sich beim Versicherungsschutz langfristig aus kohlebasierten Risiken zurück: In der Versicherungstechnik zeichnet der Talanx Konzern grundsätzlich keine Risiken bei neu geplanten Kohlekraftwerken und -minen mehr. In Staaten, in denen der Anteil von Kohle im Energiemix besonders hoch ist und in denen kein ausreichender Zugang zu alternativen Energien besteht, wird Talanx in Einzelfällen und nach Prüfung der technischen Standards eine limitierte Zahl von Ausnahmen beim Versicherungsschutz zulassen. Aufgrund der Tatsache, dass ein Kohleausstieg verantwortungsvoll nur mittel- bis langfristig erfolgen kann, sollen sich ab dem Jahr 2038 keine Kohlekraftwerke und -minen mehr im Bestand befinden.
Mit dem Ziel der Steigerung der internen Transparenz über ESG-Aspekte im Underwriting hat der Talanx Vorstand im Geschäftsjahr 2019 entschieden, in der ersten Vorstandssitzung eines jeden Jahres einen festen Tagesordnungspunkt "Responsible Underwriting Committee" (RUC) vorzusehen. In diesem Gremium sollen ab Januar 2020 verstärkt auch ESG-Aspekte in der Versicherungstechnik betrachtet werden.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Unterstützung, Entwicklung und Ausbau nachhaltiger Versicherungslösungen | Reduzierung des Engagements in fossilen Brennstoffen | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
| Ausbau des Engagements in erneuerbaren Energien | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| Unterstützung verschiedener nachhaltiger Initiativen, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| Ausbau nachhaltiger Versicherungslösungen im Bereich Life & Health | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
Zahlreiche Produkte der Versicherungsgesellschaften des Talanx Konzerns unterstützen umweltverträglichere Technologien und Verhaltensweisen oder berücksichtigen gesellschaftliche Interessen. So tragen Leistungen etwa dazu bei, dass Umweltrisiken auf geeignete Weise versichert sind und im Schadenfall die Auswirkungen behoben oder begrenzt werden können. Durch Technische Versicherungen werden vielseitige Versicherungslösungen zur Förderung erneuerbarer Energien verwirklicht, die sich von Windenergie im Bereich On- und Offshore über Photovoltaik bis zur Geothermie erstrecken. Auch Prototypenentwicklungen wie Gezeitenkraftwerke wären bei der Industrieversicherung gedeckt. Der Versicherungsschutz würde bei der Errichtung beginnen und den Kunden noch viele Jahre im Betrieb begleiten. Dadurch unterstützen die Gesellschaften des Talanx Konzerns die Energiewende.
Auch die Hannover Rück fördert die Ausweitung von klimarelevanten Produkten, z. B. Wetter- und Energieeinsparversicherungen.
Durch das Angebot von Versicherungslösungen wie Mikroversicherungen und Agrarversicherungen leistet sie zudem einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in strukturschwachen Regionen. So können sich Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten gegen elementare Risiken wie Krankheiten, Berufsunfähigkeit, Folgen von Naturkatastrophen oder Ernteausfälle absichern. Darüber hinaus beteiligt sich die Hannover Rück aktiv an der Entwicklung von indexbasierten Disaster-Finance-Konzepten, die Staaten Südamerikas und Asiens bei Naturkatastrophen schnelle finanzielle Hilfe garantieren.
Zu dem Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die im Talanx Konzern für einen spezifischen ökologischen oder sozialen bzw. gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden, liegen derzeit keine Angaben vor.
Ziel unserer Personalarbeit ist es, unsere Mitarbeiter in ihrer Berufstätigkeit im Sinne unserer Unternehmensziele bestmöglich zu unterstützen, sie an unseren Konzern zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Wesentliche Bestandteile der Personalarbeit - wie die Personalbetreuung und Personalentwicklung - sind gut aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Jeder dieser Bereiche leistet einen wesentlichen Beitrag zu den aktuellen Fragestellungen der Personalarbeit; von der Gestaltung einer förderlichen und agilen Kultur über zeitgemäße Verfahren des Recruitings und Themen der Qualifizierung und beruflichen Entwicklung bis hin zu Themen der Gestaltung von Anreizsystemen und modernen Arbeitsbedingungen.
Unsere Mitarbeiter setzen ihre Talente in vielfältiger Weise für unseren geschäftlichen Erfolg und zur Zufriedenheit unserer Kunden ein. Mithilfe professioneller Programme fördern wir unsere Beschäftigten und entwickeln ihre Kompetenzen kontinuierlich weiter. In unserer Personalarbeit berücksichtigen wir auch den demografischen Wandel, die sinkende Zahl von Experten für bestimmte Tätigkeitsbereiche und die sich wandelnde Arbeitswelt. Im Rahmen der strategischen Nachwuchssicherung verfolgen wir verschiedene Konzepte.
Hierzu gehören duale Ausbildungs- und Studiengänge, Trainee-Programme für spezielle Funktionsbereiche sowie Einarbeitungsprogramme für Young Professionals. Mitarbeitergewinnung und -entwicklung unterliegten auch unserem Diversitätsmanagement. Diversitätsmanagement bedeutet in diesem Zusammenhang für uns, die Vielfalt unter den Beschäftigten bewusst zu fördern, Chancengleichheit zu beachten, damit alle Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und Talente bestmöglich einsetzen können. Die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx Konzern erfolgen im Rahmen des Personalcontrollings. Wichtige Elemente sind dabei regelmäßige Analysen zur Personalbestandsentwicklung und das Personalberichtswesen (intern und extern). Unser Competence Center Operational Auditing führt im Bereich Personal regelmäßig risiko- und prozessorientierte Prüfungen nach den Grundsätzen des Berufsstandes Institute of Internal Auditors (IIA) durch.
Im Außenauftritt unterstützen Maßnahmen des Personalmarketings die Darstellung des Talanx Konzerns als attraktiver Arbeitgeber. So nutzen wir verstärkt Social-Media-Kanäle, um die Kommunikation mit potenziellen Bewerbern zu fördern. Im Jahr 2019 beteiligte sich der Konzern zudem an diversen Hochschul- und Karrieremessen, um die Gesellschaften des Talanx Konzerns als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Überprüfung und ggf. Ergänzung von Personalrichtlinien auf/um Nachhaltigkeitsaspekte | Bestandsaufnahme/Prüfung bestehender Richtlinien auf Nachhaltigkeitskriterien | Erstversicherung Deutschland | Laufend | Aktiv |
| Nachwuchssicherung | Förderung der beruflichen Erstausbildung und des dualen Studiums | Erstversicherung Deutschland | Laufend | Aktiv |
| Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten bzw. wiederherstellen | ■ Ausrollen von Gesundheitstagen bzw. -management auf die Standorte | Erstversicherung Deutschland | Laufend | Aktiv |
| ■ Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| ■ Sportangebote für Mitarbeiter | ||||
| ■ Weiterführung von bestehenden Gesundheitsprogrammen/Vorsorgeuntersuchungen | ||||
| Ausbau von Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte | Entwicklungs- und Einarbeitungsprogramme für Fachkräfte/Experte, Führungskräfte und Projektleiter Weiterbildungstage pro Mitarbeiter 2019: 2,7 Tage | Erstversicherung Deutschland | Laufend | Aktiv |
| Förderung der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen durch alle Mitarbeiter sowie Überprüfung und Weiterentwicklung des Weiterbildungsprogramms für alle Mitarbeiter | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
Für die Nachwuchssicherung ist in Deutschland insbesondere die berufliche Erstausbildung ein wichtiger Baustein. Dies zeigt sich in unserer konstant hohen Übernahmequote, die seit Jahren bei 80 bis 90 % liegt. Verschiedene Gesellschaften des Talanx Konzerns bieten ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten - von der klassischen Berufsausbildung bis hin zum Bachelorstudium.
Ein breit gefächertes Angebot an internen Weiterbildungsmaßnahmen sichert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Tätigkeiten. Hier werden zunehmend neue Lernformate eingesetzt, die neben dem digitalen Lernen auch das Lernen voneinander durch eine gezielte Vernetzung innerhalb des Konzerns fördern. Durch die finanzielle Förderung berufsbegleitender Ausbildungs- und Studiengänge wird darüber hinaus die generelle Beschäftigungsfähigkeit unterstützt.
Die Identifikation und gezielte Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern bildet einen Schwerpunkt unserer Personalentwicklung. Im Rahmen einzelner Entwicklungsprogramme werden Potenzialträger auf weiterführende Aufgaben vorbereitet und für diese qualifiziert. Seit 2018 haben wir ein Entwicklungsprogramm für Berufseinsteiger, welches das Ziel verfolgt, die besten Auszubildenden und dualen Studenten an den Konzern zu binden. Zudem bieten wir fortlaufend Qualifizierungsmaßnahmen für den Aufbau von Fachwissen und Methodenkenntnissen sowie zur Stärkung der persönlichen Kompetenzen an. Um die Transformation hin zu einer agilen Organisation zu fördern, haben wir 2018 den Agility Campus eingerichtet.
Dieser richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter, besteht aus verschiedenen Modulen, vermittelt Kenntnisse zu agilen Methoden und fördert ein agiles Mindset. Darüber hinaus geben wir über Mitarbeitergespräche, Feedbackinstrumente und Standortbestimmungsverfahren einen Feedbackrahmen, über den die Mitarbeiter das eigene Verhalten reflektieren und an die veränderten Anforderungen anpassen können.
Die Talanx Corporate Academy ist als zentrales Instrument zur Strategieimplementierung und Kulturentwicklung innerhalb des Konzerns erfolgreich etabliert. Das Programm vermittelt konzernweit strategisch relevante Themen für die oberste Managementebene aller Geschäftsbereiche. Im Jahr 2019 lag der Fokus auf dem Thema Digitalisierung.
Mit der strategischen Ausrichtung des Hochschulmarketings konzentriert sich der Talanx Konzern auf ausgewählte Fokusuniversitäten mit dem Ziel, geeigneten akademischen Nachwuchs für den Konzern zu gewinnen. Weiterhin haben wir zur Förderung des Versicherungsstandorts Hannover von den Versicherungsunternehmen vor Ort und der Leibniz Universität Hannover das "House of Insurance" als gemeinsames Kompetenzzentrum für Forschung und Lehre in den Bereichen Versicherungsökonomik, -mathematik und -recht ins Leben gerufen.
Darüber hinaus bietet der Talanx Konzern eine leistungsorientierte Vergütung, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit des mobilen Arbeitens sowie attraktive Sozialleistungen, etwa eine betriebliche Altersversorgung, vermögenswirksame Leistungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. All diese Leistungen spiegeln sich in einer moderaten Fluktuationsrate und einer langen Konzernzugehörigkeit unserer Mitarbeiter wider.
Innerhalb des Konzernverbunds hat auch die Hannover Rück ihre Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterentwicklung und -förderung weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr stand erneut die Unterstützung der Mitarbeiter und Führungskräfte in Bezug auf den Umgang mit den Auswirkungen der sich spürbar verändernden Arbeitswelten, u. a. durch Effekte aus agilen Arbeitsformen oder automatisierten bzw. digitalisierten Arbeitsabläufen, im Fokus. Führungskräfte nutzten in unterschiedlichen Formaten die Möglichkeit, sich mit Change Management und Agilität auseinanderzusetzen um dort, wo es als sinnvoll erachtet wird, Aspekte in den Arbeitsalltag zu übertragen. Das Grundlagenwissen wurde in einem gut nachgefragten zweitägigen Seminar vermittelt, die Umsetzungsmöglichkeiten mit all ihren Facetten konnten - neben anderen Themen - bedarfsgerecht im Rahmen der "Praxistage" vertieft oder in abteilungsspezifischen Workshops konkret beleuchtet werden. Die Hannover Rück setzte außerdem ihre Angebote von Präventionsseminaren zur Stärkung der Resilienz fort.
Über unser Diversitätsmanagement fördern wir eine von Offenheit, Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur, in der Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten gerne zusammenarbeiten. Wir stärken aktiv die Vielfalt, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu erhalten und weiter auszubauen. Im Talanx Konzern arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten nationalen, ethnischen, religiösen und persönlichen Hintergründen. Zahlreiche Beispiele verdeutlichen die Entwicklungen, die das Arbeiten im Konzernverbund verändern: eine steigende Anzahl weiblicher und älterer Erwerbstätiger, der Berufseinstieg der Generationen Y und Z, höhere Ansprüche an Mobilität und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die zunehmende Globalisierung und, damit einhergehend, ein zunehmender Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Das aktive Diversitätsmanagement ist in die Planung, Steuerung und Kontrolle der personalwirtschaftlichen Aktivitäten und Prozesse im Talanx Konzern einbezogen und Bestandteil des Personalcontrollings (siehe auch Abschnitt "Mitarbeitergewinnung und -entwicklung" auf Seite 71 f.).
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Diversität/Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen (Steigerungsrate abhängig von Ausgangssituation der jeweiligen Gesellschaft | Besetzung von mindestens 25 % der vakanten Führungspositionen in allen Hierarchieebenen in Deutschland mit weiblichen Mitarbeitern | Deutschland (Erstversicherung) | Laufend | Aktiv |
| Besetzung von mindestens 35 % der Führungspositionen mit weiblichen Mitarbeitern | WARTA-Gruppe | Laufend | Aktiv | |
| Mentoringprogramm für Frauen | Deutschland (Erst- und Rückversicherung) | Laufend | Aktiv | |
| Netzwerk Frauen@Talanx | Deutschland (Erst- und Rückversicherung) | Laufend | Aktiv | |
| Seminarangebot für Frauen | Deutschland (Erstversicherung) | Laufend | Aktiv | |
| Frauenanteil in der zweiten und dritten Führungsebene von 18 % am Standort Hannover | Durchführung einer weiteren Runde des Mentoringprogramms für Frauen in den Jahren 2019 und 2020 | Hannover Rück | Laufend | Aktiv |
| Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Work-Life-Balance | ■ Flexible Arbeitszeitmodelle (Gleitzeit und Teilzeit; soweit aufgabentechnisch möglich) | Deutschland (Erstversicherung) | Laufend | Aktiv |
| ■ Einführung mobiles Arbeiten | ||||
| ■ Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Freizeit | ||||
| ■ Gewährung eines Kinderbetreuungszuschusses | ||||
| ■ Eltern-Kind-Büro | ||||
| ■ Talingo EAP (externe Mitarbeiterberatung) | ||||
| ■ Gesundheitstage | ||||
| ■ Flexible Arbeitszeitmodelle (Gleitzeit-, Teilzeit- und Telearbeitsmodelle sowie mobiles Arbeiten) | Hannover Rück | 2020 | Aktiv | |
| ■ Betriebseigene Kinderkrippe in Hannover | ||||
| Internationalität | ■ Internationales Management-Development-Program (MDP) | Talanx Konzern | Laufend | Aktiv |
| ■ Hospitationen ausländischer Mitarbeiter | ||||
| ■ Auslandsentsendungen | ||||
| Mitarbeiterbefragung | Umfrage "Organizational Health Check" | Talanx Konzern | Jährlich | Aktiv |
| Vergütung und Leistung | ■ Eingruppierung der Tätigkeit nach Versicherungstarif | Talanx Konzern (ohne Hannover Rück) | Laufend | Aktiv |
| ■ Stellenbewertung nach HAY-Methode für leitende Funktionen mit dazugehöriger Vergütungssystematik |
Der Konzern ergreift zahlreiche Maßnahmen, um Vielfalt zu fördern, Diskriminierung zu verhindern und die Entwicklung seiner Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft zu unterstützen. Der Konzernvorstand hat sich im "Diversity Commitment" zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur bekannt und bereits 2013 die Charta der Vielfalt unterzeichnet, die eine verbindliche Grundlage unseres Handelns ist. Auch bei der Besetzung von Führungspositionen achtet der Vorstand den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechend auf Vielfalt.
Das Frauennetzwerk "Frauen@Talanx" gibt Mitarbeiterinnen im Talanx Konzern eine Plattform für eine gezielte Vernetzung. Die Gremienmitglieder sind Ansprechpartner für die Kolleginnen aus dem jeweiligen Geschäftsbereich und fungieren als Multiplikatoren. Sponsor des Frauennetzwerks ist Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG.
Der Talanx Konzern legt Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance und unterstützt diese durch flexible Arbeitszeitmodelle, die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und der Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Freizeit. Das mobile Arbeiten ermöglicht es den Mitarbeitern darüber hinaus, den Arbeitsalltag örtlich flexibler zu gestalten - und so zum Beispiel Familie und Berufsleben besser miteinander in Einklang zu bringen.
Seit 2014 unterstützt der Konzern Eltern im ersten Jahr nach der Elternzeit mit einem steuerfreien Zuschuss von bis zu 100 EUR monatlich für die kostenpflichtige Unterbringung der noch nicht schulpflichtigen Kinder. An verschiedenen Standorten sorgt ein Eltern-Kind-Büro bei der Überbrückung von kurzfristigen Betreuungsengpässen für Abhilfe.
Zur Stärkung ihrer persönlichen Ressourcen greifen unsere Mitarbeiter im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements auf umfangreiche Präventionsangebote zurück. Im Berichtsjahr fanden an allen Standorten in Deutschland Gesundheitstage statt. Außerdem können die Mitarbeiter bei privaten, beruflichen und psychologischen Anliegen kostenfrei und anonym eine externe Beratung sowie einen Familienservice nutzen.
Um die Sichtweise seiner Mitarbeiter auf die eigene Kultur und Organisation zu erfahren, hat der Talanx Vorstand erstmals konzernübergreifend alle rund 23.300 Mitarbeiter Ende 2019 weltweit zu einer Umfrage "Organizational Health Check" (OHC) eingeladen. Der Talanx OHC besteht aus rund 30 Fragen und wird jährlich wiederholt.
Die Vergütungssystematik des Konzerns setzt sich zusammen aus einem leistungs- und verantwortungsbezogenen Gehalt mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie attraktiven Sozialleistungen. Gehaltsanpassungen auf Basis interner und externer Vergütungsanalysen sorgen dafür, dass die Vergütung des Konzerns wettbewerbsfähig ist. Bei der Talanx bestimmt sich das individuelle Entgelt über die Tätigkeit sowie die persönliche fachliche Qualifikation und Leistung des Mitarbeiters. Neben der Eingruppierung der Tätigkeit gemäß dem Versicherungstarif bestimmt sich das Gehalt für leitende Funktionen über eine mitarbeiterunabhängige Stellenbewertung, die nach der standardisierten Hay-Methode vorgenommen wird.
Gemäß § 54 Absatz 5 des Modern Slavery Act 2015 des Vereinigten Königreichs von Großbritannien beschreiben wir nachfolgend, welche Maßnahmen die Gruppe im am 31. Dezember 2019 endenden Geschäftsjahr gegen Erscheinungsformen von moderner Sklaverei und Menschenhandel ergriffen hat:
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Überarbeitung des Talanx Verhaltenskodex | Stärkere Berücksichtigung des Aspekts Menschenrechte | Talanx Konzern | 2022 | Aktiv |
Als internationaler Konzern mit rund 23.300 Mitarbeitern weltweit sind wir uns der aus unserer Größe und Marktstellung resultierenden Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern bewusst. So bekennen wir uns im Einklang mit den anwendbaren Gesetzen, Konventionen und Bestimmungen dazu, weltweit die Menschenrechte respektieren und Arbeitnehmerrechte aktiv unterstützen zu wollen. Um dies zu unterstreichen und die Bedeutung von Compliance für Mitarbeiter sowie Geschäftspartner sichtbar zu machen, hat die Talanx eine Reihe von internen Regelungen verabschiedet, die auf die Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechten abzielen. Ferner bestehen verschiedene Betriebsvereinbarungen zu personellen Themen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Abschnitte zum Talanx Verhaltenskodex sowie zum Hinweisgebersystem (siehe hierzu jeweils Abschnitt "Compliance" auf Seite 63 f. der nichtfinanziellen Konzernerklärung) und zum Verhaltenskodex für Geschäftspartner (siehe nachfolgenden Abschnitt " Lieferantenmanagement"), den wir im Geschäftsjahr 2019 verabschiedet haben, relevant. Über die beschriebenen Maßnahmen hinausgehend haben wir im Berichtsjahr zudem eine Überarbeitung des Talanx Verhaltenskodex angestoßen.
Darüber hinaus haben wir keine weiteren Ergebnisse im Themenfeld "Menschenrechte bei Talanx" erzielt und keine weiterführenden Vorhaben implementiert; ein umfassendes Konzept haben wir bis dato nicht verabschiedet.
Auch wenn grundsätzlich die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen und signifikanten negativen Auswirkungen auf die Umwelt in unserer Lieferkette als gering eingeschätzt wird, achten wir bei der Auswahl unserer Lieferanten darauf, dass nationale Gesetzgebungen in Hinblick auf Umweltschutz und die Wahrung der Menschenrechte sowie die Talanx Werte eingehalten werden. Um unser Commitment zu unterstützen und um über die Gesetzgebung hinaus positiven Einfluss auszuüben, haben wir im Berichtsjahr einen konzerneinheitlichen Verhaltenskodex für Geschäftspartner erarbeitet, der vom Talanx Vorstand verabschiedet wurde. Das Dokument umfasst sowohl den IT-Einkauf als auch den Einkauf Non-IT und regelt verbindlich folgende Themen: Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Achtung der Menschenrechte, Umwelt-, Sozial- und weitere Arbeitnehmerbelange, Datenschutz sowie Schutz von Geschäftsgeheimnissen.
Die Implementierung des neuen Verhaltenskodex in den einzelnen Geschäftsbereichen haben wir im Berichtsjahr bereits angestoßen.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Verstärkte Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien im Einkauf | Entwicklung und schrittweise Implementierung eines konzerneinheitlichen Lieferanten-Verhaltenskodex in relevanten Sprachen | Talanx Konzern | 2018 | Aktiv |
| Kontinuierliche Bewertung von rund 90 % der Lieferanten (gemessen am Einkaufsvolumen) nach Umwelt- und Sozialstandards | Laufende Auswahl und Bewertung von Lieferanten nach Umwelt- und Sozialstandards | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
Auch die Hannover Rück hat einen solchen Kodex in Anwendung und entsprechende Verfahren entwickelt. Grundsätzlich verpflichtet die Hannover Rück ihre Hauptlieferanten und Subunternehmer auf die Entsprechung der in dem Verhaltenskodex für Lieferanten der Hannover Rück festgelegten Minimalstandards. Das Lieferantenmanagement am Standort Hannover sieht daher in anlassbezogenen Abständen eine Bewertung der Lieferanten vor. Auf der Basis von Selbstauskünften und mithilfe eines anwendungsgestützten Verfahrens werden die Lieferanten bewertet und im Falle einer kritischen Einschätzung in einer Umwelt-, Sozial- und Governance-Risikokategorie (ESG-Risikokategorie) einer Negativliste zugeordnet, was zur Folge hat, dass keine weitere Beauftragung mehr erfolgt.
Für uns als weltweit agierenden Versicherungskonzern stellt der Klimawandel einen wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekt dar, der sich umfassend auf die gesamte Geschäftstätigkeit auswirkt. Daher ist wirksamer Klimaschutz für unsere Nachhaltigkeitsagenda grundlegend. Wir bekennen uns zum Transformationsprozess mit dem Ziel einer emissionsärmeren Wirtschaft und streben an, unseren Beitrag dazu über die drei Elemente Kapitalanlage, Risikozeichnung sowie Umweltmanagement zu leisten und stetig auszubauen.
Aufgrund der Vielschichtigkeit der aus dem Klimawandel resultierenden Herausforderungen findet im Talanx Konzern zwischen den verschiedenen Abteilungen regelmäßig und auch anlassbezogen ein Austausch statt (siehe hierzu Abschnitt "Nachhaltigkeitsstrategie und -Governance" auf Seite 59 ff. der nichtfinanziellen Konzernerklärung). Hervorzuheben sind dabei insbesondere die beiden Gremien "Responsible Investment Committee" (RIC) und "Responsible Underwriting Committee" (RUC), die die Operationalisierung der Talanx Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen.
Die Herausforderungen des Klimawandels betreffen übergreifend den gesamten Talanx Konzern. Klimaaspekte können potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation des Unternehmens haben. Da der Klimawandel auf verschiedene nichtfinanzielle Aspekte einwirkt, wird für die Darstellung von Zielen und Maßnahmen auf die entsprechenden Abschnitte der nichtfinanziellen Konzernerklärung verwiesen. Im Berichtsjahr hat der Talanx Vorstand übergeordnet das strategische Ziel formuliert, ab dem Geschäftsjahr 2019 an den deutschen Unternehmensstandorten CO2-neutral zu wirtschaften. Nach der erstmaligen Ermittlung des Corporate Carbon Footprints in Deutschland und der bereits erfolgten Kompensation von rund 31.000 Tonnen unvermeidbarer CO2-Emissionen mittels zweier hochwertiger Kompensationsprojekte in Uganda (Aufforstung; VCS & CCBS-Projekt) und Brasilien (nachhaltige Forstwirtschaft; VCS & CCBS-Projekt) haben wir dieses Nachhaltigkeitsziel erreicht. Talanx folgt dem Prinzip, Treibhausgase in erster Linie zu vermeiden, dann zu reduzieren und erst im dritten Schritt zu kompensieren.
Der Talanx Konzern verursacht als Dienstleister vergleichsweise geringe umweltbezogene Auswirkungen. Sie entstehen in erster Linie durch unsere Mitarbeiter, die Energie und Material verbrauchen, Dienstreisen unternehmen und sich täglich auf den Weg zur Arbeit und zurück nach Hause begeben. Gleichwohl ist der Konzern bestrebt, die negativen ökologischen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Um unser Tagesgeschäft und den Einkauf nachhaltigkeitsorientiert sowie kosteneffizient zu gestalten, setzt der Talanx Konzern auf einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Dies gilt insbesondere beim Verbrauch von Energie und Wasser sowie von Materialien.
Talanx verfolgt das Ziel den Emissionsausstoß und den Energieverbrauch zu reduzieren, dieses Ziel wird fortlaufend überprüft. Darüber hinaus führen wir Energieaudits nach DIN EN 16247 in Übereinstimmung mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durch. Unsere Beteiligung am Kooperationsprojekt ÖKOPROFIT im Jahr 2018 nutzen wir gezielt für eine Bestandsaufnahme, Schwachstellenanalyse und für die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen im Bereich des innerbetrieblichen Umweltmanagements. In unsere Bewertung und Überprüfungen fließen zudem auch die Ergebnisse von ESG-Ratings ein.
| Ziel | Maßnahme | Geltungsbereich | Termin | Status |
| Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie des Energie- und Ressourcenverbrauchs | Schrittweise Nutzung von erneuerbaren Energien | Deutschland | Ab 2018 | Aktiv |
| Optimierung des Energieverbrauchs durch die Anpassung von Zeitschaltprogrammen, den Einsatz effizienter LED-Leuchtmittel in allen Gebäuden, deren Eigentümer der Talanx Konzern ist, und den verstärkten Einsatz von Präsenzmeldern in Büros (Umsetzung von Maßnahmen aus dem Energieaudit) | Deutschland | Ca. 2026 | Aktiv | |
| Verstärkung der internen Kommunikation zur Senkung des Energie- und Papierverbrauchs am Arbeitsplatz (kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter zum Thema Nachhaltigkeit) | Deutschland | Laufend | Aktiv | |
| Ausbau und Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte | Ausstattung aller Dienstwagen mit einer klimaneutralen Tankkarte (Climate Card), es erfolgt eine 100 %-ige CO2-Kompensation. | Deutschland | 2020 | Aktiv |
| Mobilitätsrichtlinie/Nachhaltigkeitsstrategie: | Deutschland | 2020 | Aktiv | |
| a) Als neue Dienstwagen (Statusfahrzeuge) sind nur Fahrzeugmodelle der Energieeffizienzklassen A bis B zugelassen | ||||
| b) Als neue Dienstwagen sind förderfähige (nach EmoG) Plug-in-Hybridfahrzeuge zugelassen | ||||
| c) Dienstwagen müssen nicht als bevorzugtes Verkehrsmittel genutzt werden, sondern klimafreundliche Alternativen wie die Bahn sind ebenfalls nutzbar | ||||
| d) Verkürzung der Haltedauer der Fahrzeuge auf 48 Monate. Dadurch ist ein schnellerer Umstieg auf neue Technologien möglich | ||||
| Elektromobilität | Deutschland | 2020 | Aktiv | |
| a) Ausbaukonzept Ladestationen an den Standorten in Umsetzung | ||||
| b) Ladevorgänge für Dienstfahrzeuge (Hybrid) am Standort möglich. Private Ladevorgänge werden monatlich vom Arbeitgeber bezuschusst | ||||
| c) In Planung: Pilotierungsphase "reine" E-Fahrzeuge im Dienstwagenbereich | ||||
| d) In Planung: Vorgabenänderung für SUV, ab 2021 nur als Plug-in-Hybrid zulässig | ||||
| In Hannover, Köln, Hamburg und Dortmund kommen E-Smarts für Fahrten im Stadtgebiet zum Einsatz, um den Schadstoffausstoß zu verringern | Deutschland | Ab 2017 | Aktiv | |
| Am Zentralstandort Hannover wird als Pilot den Mitarbeitern mit einem E-Fahrzeug oder E-Bike die Möglichkeit geboten, ihr Fahrzeug/Fahrrad an Ladesäulen/Ladeschränken zu laden. Es wird mit dem Ausbau weiterer Standorte begonnen | Deutschland, Hannover | Ab 2017 | Aktiv | |
| Umsetzung der Maßnahmen aus dem Projekt ÖKOPROFIT | Deutschland, Hannover | 2019 | Aktiv | |
| Ausbau und Förderung des betrieblichen Umweltschutzes | Mitarbeit bei der Initiative "Hannover ohne Plastik" (HOP). Maßnahmen wie Reduzierung von Plastikflaschen durch Einsatz von Wasserspendern, Reduktion Plastikverpackungen in Kantinen und Cafeterien. Abschaffung Papierkörbe und Plastikeinsätze in den Büroräumen in Hannover und Köln | Hannover, Köln | Ab 2019 | In Umsetzung |
| Kappung der Stromspitzen | Deutschland | Ab 2019 | In Umsetzung | |
| Lastmanagement | ■ Reduktion des Stromverbrauchs um 10 % pro Mitarbeiter | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
| ■ Senkung des Bedarfs an klimaneutraler Heizenergie um 5 % | ||||
| ■ Reduzierung des Papierverbrauchs um 15 % | ||||
| ■ Konstanthalten des Wasserverbrauchs und des CO2-Ausstoßes | ||||
| Kontinuierliche Weiterentwicklung des Umweltmanagements | ■ Forcierung klimaneutraler Standorte (international) | Hannover Rück | 2020 | Aktiv |
| ■ (Re-)Zertifizierung des Umweltmanagementsystems |
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 bezieht der Talanx Konzern für seine Standorte in Deutschland Grünstrom. Die Herkunft des Stroms entspricht den Anforderungen des Ökostromlabels RenewablePLUS. Das für die Talanx ausgestellte Zertifikat ist gültig für Lieferungen im Umfang von 24.408 MWh im Jahr 2019.
Unser Konzern unterstützt seine Mitarbeiter bei der umweltschonenden Anreise zum Arbeitsplatz, indem er an verschiedenen Standorten in Deutschland Vergünstigungen für den öffentlichen Nahverkehr ermöglicht. Die Anzahl von konzerninternen Dienstreisen wollen wir reduzieren, indem wir verstärkt auf den Einsatz von Videokonferenzen setzen.
Der Aspekt des Materialverbrauchs betrifft den Talanx Konzern als Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich Versicherungen und Finanzen anbietet, vor allem mit Blick auf die Verwendung von Papier. Weitere Materialien benötigen wir für den Produktionsprozess von Versicherungsschutz und weiteren Dienstleistungen nicht im wesentlichen Umfang. Bei der Papierbeschaffung achten wir auf verschiedene Nachhaltigkeitssiegel. Auch der Energieverbrauch unserer nationalen und internationalen Standorte wird kontinuierlich optimiert. Es wird vermehrt mit Zeitschaltprogrammen und Präsenzmeldern in Büros gearbeitet und die Installation von LED-Beleuchtung in den Gebäuden ausgeweitet.
Bereits im Jahr 2012 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück mit der Einführung eines nach DIN EN ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems am Standort Hannover Standardprozesse für den Umweltschutz etabliert und in ihrem Umweltprogramm konkrete Maßnahmen definiert. Seitdem wird das Umweltmanagementsystem jährlich zertifiziert; seit 2016 gemäß der revidierten Norm DIN EN ISO 14001:2015. Darüber hinaus veröffentlicht die Hannover Rück seit 2016 jährlich eine validierte EMAS-III-Umwelterklärung.
Vorstand und Aufsichtsrat haben vor der Feststellung des Jahresabschlusses die Entsprechenserklärung der Talanx AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt abgegeben:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("DCGK") stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält sowohl international als auch national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Kodex ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. § 161 Aktiengesetz (AktG) verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat deutscher börsennotierter Gesellschaften, jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen aus welchen Gründen nicht angewendet wurden oder werden (sogenannte Entsprechenserklärung).
Vorstand und Aufsichtsrat erklären gemäß § 161 AktG, dass die Talanx AG seit der zuletzt abgegebenen Entsprechenserklärung vom 9. November 2018 bei der Umsetzung des DCGK in seiner aktuell gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 in den nachfolgenden Punkten von den Kodexempfehlungen abgewichen ist und abweicht; im Übrigen wurde und wird den Empfehlungen des DCGK in seiner aktuell gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen.
Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird zum Teil in Form von Talanx Share Awards gewährt. Die maximale Anzahl der gewährten Share Awards bei der Zuteilung hängt von der Gesamthöhe der variablen Vergütung ab, die der Höhe nach begrenzt ist (sogenannter Cap), d. h., die Zuteilung von Share Awards unterliegt der Höchstgrenze. Die Share Awards unterliegen einer vierjährigen Sperrfrist. Dadurch nehmen die Vorstandsmitglieder während dieses Zeitraums an positiven wie auch negativen Entwicklungen der Gesellschaft, wie sie sich im Aktienkurs widerspiegeln, teil. Nach Ablauf der Sperrfrist wird der Gegenwert der Share Awards an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag bestimmt sich nach dem zum Auszahlungszeitpunkt gültigen Aktienkurs der Talanx Aktie zuzüglich eines Betrages in Höhe der insgesamt während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividende je Aktie. Damit folgen die Share Awards der wirtschaftlichen Entwicklung der Talanx Aktie.
Der sich aus der Gewährung der Share Awards ergebende Betrag der variablen Vergütung ist somit im Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards begrenzt, nicht jedoch noch einmal im Zeitpunkt der Auszahlung. Eine weitere Begrenzung des aus der Gewährung der Share Awards resultierenden Betrags der variablen Vergütung im Auszahlungszeitpunkt hält die Gesellschaft vor dem Hintergrund des mit den Share Awards angestrebten Gleichlaufs der Interessen zwischen Aktionären und Mitgliedern des Vorstands der Talanx AG nicht für sinnvoll. Aus Sicht der Gesellschaft handelt es sich bei dem Auszahlungsweg über die Talanx Share Awards wirtschaftlich betrachtet um ein Zwangsinvestment in Talanx Aktien mit vierjähriger Haltefrist.
Die Talanx AG erklärt daher formal und höchst vorsorglich ein Abweichen von Ziffer 4.2.3 Absatz 2 DCGK.
Eine vorzeitige Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund kann nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder bei der Verlängerung des jeweiligen Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist damit nicht ausgeschlossen, dass beim Ausscheiden über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird. Der Spielraum für Verhandlungen über das Ausscheiden wäre zudem bei einem vereinbarten Abfindungs-Cap eingeengt, was insbesondere dann nachteilig sein kann, wenn Unklarheit über das Vorliegen eines wichtigen Grunds für die Abberufung besteht. Es liegt deshalb nach Auffassung der Talanx AG im Interesse der Gesellschaft, von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 DCGK abzuweichen.
Der derzeitige Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Gesamtaufsichtsrats. Bis zu seiner Bestellung zum Aufsichtsratsmitglied war er Mitglied und Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft. Seine außerordentlichen Kenntnisse in der Erst- und Rückversicherung sowie seine langjährige Erfahrung in der Führung des Unternehmens und des Konzerns sollen der Talanx AG erhalten bleiben und der Arbeit des Aufsichtsrats in dieser Schlüsselrolle zugutekommen. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Finanzvorstand verfügt er zudem über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren in der Erst- und Rückversicherung. Vor diesem Hintergrund ist er für die Funktion des Ausschussvorsitzenden besonders geeignet. In seinen Funktionen als Vorsitzender des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats koordiniert er die Arbeit beider Gremien aus einer Hand und kann auf diese Weise die Effizienz ihrer Tätigkeit optimieren. Vor diesem Hintergrund ist der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende nach Auffassung der Gesellschaft bestens geeignet, den Vorsitz im Finanz- und Prüfungsausschuss wahrzunehmen. Es liegt deshalb im Interesse der Gesellschaft, von den Empfehlungen in Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 2, 3 DCGK abzuweichen.
Abgesehen von den vorgenannten Abweichungen wird die Gesellschaft auch künftig allen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprechen.
Hannover, den 8. November 2019
Für den Vorstand
Für den Aufsichtsrat
Die Entsprechenserklärung und weitere Informationen zur Corporate Governance bei der Talanx finden Sie auch auf der Internetseite https://www.talanx.com/corporate-governance/entsprecherklae-rung/2019.aspx. Sie finden dort ebenfalls den aufgrund der Zweitnotierung der Talanx AG an der Warschauer Wertpapierbörse erforderlichen Bericht zum "Code of Best Practice for Warsaw Stock Exchange Listed Companies".
Die Frauenquote im Aufsichtsrat der Talanx AG ist entsprechend der gesetzlichen Regelung mit mindestens 30 % vorgegeben. Der Aufsichtsrat der Talanx AG verfügt sowohl in seiner Gesamtheit als auch getrennt nach Vertretern der Arbeitnehmer und Vertretern der Anteilseigner jeweils über einen Frauenanteil von mehr als 30 %.
Der Aufsichtsrat hat festgelegt, dass in dem Zeitraum 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2022 die Bestellung mindestens einer Frau zum Mitglied des Vorstands angestrebt wird. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands gilt eine Zielgröße von 20 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 30 %.
Vorstand und Aufsichtsrat verstehen unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle für die Talanx AG und die Talanx Gruppe. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen von Anlegern, unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Unser Verständnis von guter Corporate Governance ist in den Corporate-Governance-Grundsätzen der Talanx AG zusammengefasst (https://www.talanx.com/corporate-governance.aspx). Es ist unser Anspruch, sowohl bei strategischen Überlegungen als auch im Tagesgeschäft stets höchste ethische und rechtliche Standards zugrunde zu legen; denn das Auftreten, Handeln und Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters prägen das Erscheinungsbild der Talanx AG und der gesamten Gruppe.
Gute Corporate Governance ist für die Talanx AG und die Talanx Gruppe unverzichtbar für die Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter identifizieren sich mit den beschlossenen Corporate-Governance-Grundsätzen, die sich am DCGK orientieren. Dem steht auch nicht entgegen, dass im Berichtsjahr erneut Empfehlungen des DCGK nicht entsprochen wurde; denn eine gut begründete Abweichung bei den Kodexempfehlungen kann - wie im vorliegenden Fall - im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen (vgl. Präambel zum DCGK). Mit einem nach wie vor hohen Erfüllungsgrad der Empfehlungen und Anregungen des DCGK nimmt die Talanx AG unverändert einen sehr guten Platz unter den börsennotierten deutschen Unternehmen ein.
Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat.
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 8 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats soll dieser nur Personen zu Mitgliedern des Vorstands bestellen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands und die Ressortzuständigkeiten seiner Mitglieder sind auf Seite 6 des Geschäftsberichts dargestellt.
Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand der Talanx AG regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Unbeschadet der Gesamtverantwortung führt jedes Vorstandsmitglied im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Jedes Mitglied des Vorstands hat jedoch nach der Geschäftsordnung die Pflicht, die anderen Vorstandsmitglieder über wichtige Vorhaben, Geschäftsvorfälle und Entwicklungen in seinem Ressort zu unterrichten. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist.
Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie die bestehenden Chancen und Risiken. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands in einer Informationsordnung "Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat der Talanx AG" näher festgelegt. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Einzelabschluss, der Konzernabschluss und die Berichte der Wirtschaftsprüfer, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Aufstellung unverzüglich zugeleitet. Bestimmte Geschäfte von besonderem Gewicht oder strategischer Tragweite darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats:
| ― |
die Verabschiedung der strategischen Grundsätze und Zielsetzungen für die Gesellschaft und den Konzern |
| ― |
die Verabschiedung der Jahresplanung der Gesellschaft und des Konzerns |
| ― |
die Aufgabe des Betriebs des Industrieversicherungsgeschäfts |
| ― |
der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Unternehmensverträgen |
| ― |
der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmensteilen ab einer bestimmten Größenordnung |
Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats wahrnehmen.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung des Vorstands. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung und Billigung des Einzel- und Konzernabschlusses zuständig. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und bedeutsame Geschäftsvorfälle des Unternehmens zu erörtern. Der Aufsichtsrat hat sich für seine Arbeit eine Geschäftsordnung gegeben, die u. a. die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und dessen innere Ordnung regelt sowie allgemeine und besondere Regeln für die vom Aufsichtsrat laut der Geschäftsordnung zu bildenden Ausschüsse enthält.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 7 des Geschäftsberichts erläutert.
Der Aufsichtsrat trifft regelmäßig, mindestens einmal pro Quartal, zu ordentlichen Sitzungen zusammen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen anberaumt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss sowie der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, an der Beschlussfassung teilnimmt. Er trifft alle Entscheidungen mit einfacher Mehrheit, soweit nicht gesetzlich eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende zwei Stimmen.
Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
| ― |
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten |
| ― |
Finanz- und Prüfungsausschuss |
| ― |
Nominierungsausschuss |
| ― |
Vermittlungsausschuss |
Die Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor und entscheiden anstelle des Aufsichtsrats in dem durch die Geschäftsordnung festgelegten Kompetenzrahmen. Der Vorsitzende berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss (FPA) überwacht den Rechnungslegungsprozess einschließlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems. Er erörtert die Quartalsberichte und behandelt Fragen der Compliance, der Rentabilitätsentwicklung von Konzerngesellschaften und der Höhe der Schadenreserven. Zudem bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Aufsichtsrat vor. Hierbei lässt sich der FPA ausführlich über die Sichtweise der Wirtschaftsprüfer zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informieren sowie sich die Auswirkungen eventuell geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsfragen hierauf erläutern. Dem FPA obliegt auch die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Er befasst sich mit der Auswahl des Abschlussprüfers und legt dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung von Abschlussprüfern vor. Der FPA erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er befasst sich mit der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und nimmt im Übrigen seine Rechte und Pflichten im Rahmen des durch die EU-Audit-Reform erweiterten Aufgabenspektrums wahr. Der FPA lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern einmal im Jahr auch direkt durch die Leiter der vier Schlüsselfunktionen (Compliance, Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Revision) berichten.
Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitet die Personalentscheidungen für den Aufsichtsrat vor und beschließt anstelle des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss, Änderung und Beendigung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme der vergütungsrelevanten Inhalte sowie deren Durchführung. Er ist zuständig für die Gewährung von Darlehen an den in §§ 89 Absatz 1, 115 AktG genannten und gemäß § 89 Absatz 3 AktG gleichgestellten Personenkreis sowie für die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG. Er nimmt anstelle des Aufsichtsrats die Befugnisse aus § 112 AktG wahr und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.
Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Zur Sicherstellung der maßgeblichen Auswahlkriterien hat der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats einen Anforderungskatalog für Aufsichtsratsmitglieder festgelegt, durch den u. a. angestrebt wird, dass im Aufsichtsrat die erforderliche Expertise zur Abdeckung aller Geschäftsfelder des Konzerns vorhanden ist.
Um die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder zu gewährleisten, dürfen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats diesem nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft angehören. Ferner dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen oder individuellen Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern der Gesellschaft, einem Konzernunternehmen oder dem Talanx Konzern ausüben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats gewährleisten für ihre Tätigkeit eine hinreichende zeitliche Verfügbarkeit; potenzielle Interessenkonflikte werden vermieden. Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen Aufsichtsratsmitglieder zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 72. Lebensjahr nicht vollendet haben und dem Aufsichtsrat in der Regel maximal drei zusammenhängende Amtsperioden angehören, wobei die im Jahr 2018 bzw. - für die Arbeitnehmervertreter - im Jahr 2019 begonnene Amtsperiode die erste Amtsperiode ist, die diesbezüglich zu berücksichtigen ist.
Dem Aufsichtsrat soll auf Anteilseignerseite eine nach deren Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Als angemessen wird die Anzahl von mindestens fünf von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängigen Mitgliedern sowie mindestens zwei vom kontrollierenden Aktionär unabhängigen Mitgliedern angesehen; die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind dabei nicht berücksichtigt.
Die Talanx AG orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auch am Grundsatz der Vielfalt (Diversität). Breit gefächerte Qualifikationen, Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ermöglichen eine differenzierte Einschätzung der geschäftlichen Chancen und Risiken im Geschäftsbetrieb sowie darauf basierendes ausgewogenes und professionelles Handeln und Entscheiden. Bei der Bestellung von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats wird der Aspekt der Diversität angemessen beachtet. Dieser umfasst neben der fachlichen und persönlichen Qualifikation (Kompetenz) insbesondere Alter, Geschlecht sowie Bildung und beruflichen Werdegang. Um eine kontinuierliche Umsetzung des Diversitätskonzepts zu gewährleisten, erfolgt im Rahmen jeder Neubestellung eines Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieds eine Abwägung, ob die geplante Besetzung auch der Umsetzung des Diversitätskonzepts dient. Derzeit sind fünf Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Jeweils eine davon ist Mitglied des Nominierungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten. Auf Ebene des Vorstands wird angestrebt, bis zum Juni 2022 mindestens eine Frau zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zu bestellen.
Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Besetzung des Aufsichtsrats soll eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands in einer international tätigen, breit aufgestellten Versicherungsgruppe durch den Aufsichtsrat sicherstellen und das Ansehen des Konzerns in der Öffentlichkeit wahren. Dabei soll insbesondere auf die Integrität, Persönlichkeit, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten des Talanx Konzerns als wesentlich erachtet werden. Mit Blick auf die internationale Ausrichtung der Talanx soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Alle Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats verfügen aufgrund ihrer derzeitigen oder ehemaligen Tätigkeit als Vorstand/CEO oder in einer vergleichbaren leitenden Funktion in international tätigen Unternehmen oder Organisationen über langjährige internationale Erfahrung. Nach Auffassung des Aufsichtsrats wird der internationalen Tätigkeit hinreichend Rechnung getragen. Es ist das Ziel, das derzeit bestehende internationale Profil beizubehalten.
Mit dem bereits 2013 erfolgten Beitritt zur "Charta der Vielfalt" hat der Vorstand ein sichtbares Zeichen zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen und im Konzern gesetzt.
Eine ausführliche Darstellung zu der Struktur der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Geschäftsleitern und Führungskräften findet sich im Vergütungsbericht ab Seite 84 ff.
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Generalbevollmächtigte der Talanx AG und die zu diesen in enger Beziehung stehenden Personen sind gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Talanx AG oder damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, sofern der Wert der Geschäfte im Kalenderjahr 5.000 EUR erreicht oder übersteigt. Die Talanx AG stellt diesbezüglich nicht nur die Einhaltung der nach Artikel 19 Absatz 2 und 3 Marktmissbrauchsverordnung erforderlichen Mitteilungen und Veröffentlichungen sicher, sondern veröffentlicht Directors' Dealings auch auf ihrer Internetseite.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Talanx AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten betrug am 31. Dezember 2019 weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Compliance im Sinne der Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen ist in der gesamten Talanx Gruppe eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Sie erfordert eine starke Compliance-Kultur, die durch ein auf die unternehmensspezifischen Bedürfnisse angepasstes Compliance-Management-System getragen wird.
Ein robustes Compliance-Management-System im Konzern ist risikobasiert ausgestaltet. Diesem Umstand wird Rechnung getragen, indem der auf Gruppenebene bestehende Prozess zur Identifizierung von Compliance-Risiken regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Hierdurch steht jeweils eine aktuelle Risikolandkarte zur Verfügung, die maßgebliche Grundlage für den risikoorientierten Ressourceneinsatz der konzernweiten Compliance-Arbeit im kommenden Jahr ist.
Ein weiterer Sockel eines Compliance-Management-Systems ist das Compliance-Regelwerk. An der Spitze der konzerninternen Compliance-Regeln steht der Verhaltenskodex. Dieser beinhaltet die wichtigsten Grundsätze und Regeln für ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten aller Mitarbeiter des Talanx Konzerns. Gleichzeitig enthält er die hohen ethischen und rechtlichen Standards, nach denen der Konzern sein Handeln weltweit ausrichtet. Der Verhaltenskodex ist auf der Internetseite abrufbar. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit diesem Kodex und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen im Einklang steht. Die Compliance-Richtlinie konkretisiert die im Kodex enthaltenen Inhalte und setzt Mindestvorgaben für die Compliance-Kernthemen. Sie wird in themen- und geschäftsbereichsspezifischen Anweisungen konkretisiert. Im Ergebnis steht somit allen Mitarbeitern ein auf die konkreten Bedürfnisse ihres Arbeitsalltags zugeschnittenes Leitlinienset zur Verfügung, um sie in ihrem rechtmäßigen und integren Verhalten zu unterstützen. Daneben wurde das Compliance-Regelwerk im Berichtsjahr durch einen Verhaltenskodex für Geschäftspartner ergänzt, wodurch die Prozesse der Geschäftspartnerprüfung geschärft und ein weiteres Bekenntnis der Talanx zu verantwortungsbewusstem Handeln gesetzt wurde.
Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr für die im Compliance-Regelwerk enthaltenen Leitplanken und Vorgaben durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen sensibilisiert, die auf ein zielgruppenfokussiertes Kommunikations- und Schulungskonzept aufbaut.
Die Compliance-Organisation der Talanx besteht personell aus dem Chief Compliance Officer und weiteren Compliance Officern, die für die einzelnen Geschäftsbereiche des Talanx Konzerns (mit Ausnahme des Teilkonzerns Hannover Rück sowie der HDI Global Specialty SE, die jeweils über eine eigene Compliance-Organisation verfügen, die in einem engen Austausch mit dem Compliance-Bereich der Talanx stehen) zuständig sind. In den dezentralen Konzerneinheiten des In- und Auslands sind Compliance-Beauftragte ernannt, die für die lokalen Mitarbeiter erster Ansprechpartner in Compliance-Fragen sind.
Als weiteres Element zur Sicherstellung einer konzernweiten Compliance gibt es ein über die Talanx Internetseite weltweit erreichbares Hinweisgebersystem, über das Mitarbeiter und Dritte wesentliche Verstöße gegen Gesetze und Verhaltensregeln auch anonym melden können. Hinweisen auf Rechtsverstößen und Fehlverhalten wird konsequent zur Wahrung der Compliance-Kultur und im Interesse aller Stakeholder nachgegangen.
Daneben bekennt sich die Talanx durch ihre Mitgliedschaft in Compliance-Vereinigungen, die sich für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg durch eine robuste Compliance-Organisation einsetzen, zur Bedeutung von Compliance für die Gruppe. Hier sind insbesondere auf nationaler Ebene das Deutsche Institut für Compliance e. V. (DICO) und auf internationaler Ebene das versicherungsspezifische Chief-Compliance-Officer-Forum (CCO-Forum) zu nennen. Neben der Identifizierung gemeinsamer Standpunkte und Impulse zur Entwicklung von Best-Practice-Lösungen entsteht durch diese Mitgliedschaften auch die Möglichkeit, Entwicklungen im regulatorischen Umfeld von Compliance frühzeitig zu erkennen und zu würdigen.
Der Vorstand legt dem Finanz- und Prüfungsausschuss den Compliance-Bericht jeweils vor Feststellung des Jahresabschlusses vor, in dem die Struktur und die vielfältigen Aktivitäten des Talanx Konzerns in diesem Zusammenhang dargestellt werden.
Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Anmerkung 17, erläutert. Hierunter finden sich auch die Ausführungen zu dem Erwerb eigener Anteile.
In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Darüber hinaus bestehen derzeit keine Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen von Aktien.
Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., HDI-Platz 1, 30659 Hannover, hält 79,0 % der Stimmrechte der Gesellschaft.
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Es sind keine Arbeitnehmer im Sinne des § 315a Absatz 1 Nr. 5 HGB am Kapital beteiligt.
Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Talanx AG sind in den §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG und § 5 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt.
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt. Erneute Bestellungen, jeweils für weitere höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Da die Talanx AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern in einer ersten Abstimmung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit nicht zustande, kann die Bestellung gemäß § 31 Absatz 3 MitbestG in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen. Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gemäß § 31 Absatz 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu.
Nach deutschem Aufsichtsrecht ist es erforderlich, dass die Vorstandsmitglieder zuverlässig und fachlich für die Leitung einer Versicherungsgesellschaft geeignet sind (§ 24 Absatz 1 Satz 1 VAG). Zum Vorstand kann nicht bestellt werden, wer bereits bei zwei Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Versicherungsholdinggesellschaften oder Versicherungszweckgesellschaften als Geschäftsleiter tätig ist. Wenn es sich jedoch um Unternehmen derselben Versicherungs- oder Unternehmensgruppe handelt, kann die Aufsichtsbehörde mehr Mandate zulassen (§ 24 Absatz 3 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 VAG). Die Absicht, ein Vorstandsmitglied zu bestellen, ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzuzeigen (§ 47 Nr. 1 in Verbindung mit § 293 Absatz 1 VAG).
Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung (§ 179 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, falls eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst (§ 16 Absatz 2 der Satzung). Eine höhere Mehrheit ist etwa für die Änderung des Unternehmensgegenstands gesetzlich vorgeschrieben (§ 202 Absatz 2 AktG). Gemäß § 179 Absatz 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 11 der Satzung der Talanx AG kann der Aufsichtsrat die Fassung der Satzung ändern.
Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe und des Rückkaufs von Aktien sind in der Satzung der Gesellschaft sowie in den §§ 71 ff. AktG geregelt. In diesem Zusammenhang hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Mai 2017 den Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG für die Dauer von fünf Jahren, d. h. bis zum 10. Mai 2022, ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben.
In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach auf den Namen lautende Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen, ohne Einräumung von Umtausch- und Bezugsrechten, bedingte Wandlungspflichten auf Stückaktien der Talanx AG aufzuerlegen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen. Zur Bedienung der Namensschuldverschreibungen wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 126.398.821,25 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2022 einmal oder mehrfach Schuldverschreibungen (Wandel- und Optionsanleihen), Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte, die jeweils auch mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten verbunden sein können, im Gesamtnennbetrag von bis zu 500 Mio. EUR zu begeben. Der Vorstand kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke ausschließen. Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und/oder Genussrechte wurde in derselben Hauptversammlung das Grundkapital um bis zu 31.599.700 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital II). In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 157.998.521,25 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR -nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
Nach den Verträgen der Talanx AG über syndizierte Kreditfazilitäten dürfen die Darlehensgeber die Kreditlinie u. a. dann kündigen, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h. wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt.
Die Vertriebsvereinbarungen mit der DB Firmen und Privatkundenbank AG (Rechtsnachfolgerin der Deutschen Postbank AG) sowie mit ihren Postbank-Vertriebstöchtern auf Grundlage der Kooperationsvereinbarungen mit der Deutschen Postbank AG vom 18. Juli 2007 enthalten jeweils eine Klausel, die im Falle des direkten oder indirekten Kontrollerwerbs an einer der Vertragsparteien durch ein drittes, nicht mit den Parteien verbundenes Unternehmen der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt.
Die auf der Basis der Rahmenvereinbarung mit der Citibank aus Dezember 2006 geschlossene Kooperationsvereinbarung für Russland enthält eine Klausel, die in dem Fall, dass die kontrollierende Mehrheit der Anteile oder der Geschäftsbetrieb einer Vertragspartei durch ein mit den Parteien nicht verbundenes Unternehmen übernommen wird, der jeweils anderen Vertragspartei ein außerordentliches Kündigungsrecht gewährt.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen worden sind, bestehen nicht.
Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2019 aus der Tätigkeit der Vorstandsmitglieder für die Talanx AG und die mit ihr konsolidierten Unternehmen. Außerdem werden die Struktur und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG sowie die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands dargestellt.
Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der für das Geschäftsjahr 2019 gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Bestandteil des Anhangs zum Konzernjahresabschluss 2019 sind. Nach deutschem Handelsrecht beinhalten die Angaben ebenfalls Pflichtangaben des Anhangs (§ 314 HGB) bzw. des Lageberichts (§ 315 HGB), die insgesamt in diesem Vergütungsbericht erläutert und im Anhang zusätzlich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben summarisch zusammengefasst dargestellt werden.
Die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie die Regelungen des Artikels 275 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/35 und des Versicherungsaufsichtsgesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich (VersVergV) werden beachtet. Ergänzend haben wir die konkretisierenden Vorschriften des DRS 17 (geändert 2010) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" berücksichtigt. Ein unabhängiges Gutachten bestätigt, dass das Vergütungssystem den Anforderungen des Artikels 275 Delegierte Verordnung (EU) 2015/35 an eine geschäfts- und strategiekonforme sowie risikoadjustierte Vergütungspolitik entspricht.
Die Festlegung der Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal jährlich.

1
Vorstandsvorsitzender/Finanzvorstand: 70 % Konzernergebnis, 30 % individuelle Performance
(persönliche Ziele), Geschäftsbereichsverantwortliche: 40 % Konzernergebnis, 40 %
Geschäftsbereichsergebnis, 20 % individuelle Performance (persönliche Ziele)
2
Split durch gesetzliche Mindestanforderung vorgegeben
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten (vertikal). Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands.
Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist und einer nachhaltigen, langfristigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt.
Die Vergütung des Vorstands teilt sich in eine jährliche Festvergütung und eine variable Vergütung mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage auf. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich bei einer Zielerreichung von 100 % in einer Bandbreite von 55 % bis 75 %.
Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten bar ausgezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung gilt für den gesamten Bestellungszeitraum.
Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte nicht leistungsbezogene Nebenleistungen in marktüblichem Rahmen, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Dauer der Vorstandsbestellung wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung des Dienstwagens erfolgt durch das Vorstandsmitglied. Die Sachbezüge und Nebenleistungen werden für den Ausweis im Geschäftsbericht nach Aufwand bewertet. Des Weiteren gewährt die Gesellschaft ihren Vorstandsmitgliedern im Rahmen von Gruppenverträgen Versicherungsschutz in angemessener Höhe (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherung).
Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem sogenannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie - bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich - einem sogenannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile an der gesamten variablen Vergütung wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt.
Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter und im Dienstvertrag festgelegter Betrag je 0,1 Prozentpunkte vergütet, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkte Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der zugrunde gelegte risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird. Es erfolgt eine jährliche Anpassung des zugrunde gelegten risikofreien Zinssatzes (für 2019: 0,28 %). Der Höchstbetrag des Konzernbonus beläuft sich auf das Doppelte des bei Erreichen der Kalkulationsgrundlage gewährten Betrags und der maximale Malusbetrag auf -100 %.
Für die Bemessung des Geschäftsbereichsbonus für die Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International werden folgende Kriterien im Vergleich zu den Zielwerten für die jeweiligen Geschäftsbereiche herangezogen: Bruttoprämienwachstum, kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung des Neugeschäftswerts in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite sowie Ergebnisabführung/Dividende an die Talanx AG. Die Festsetzung des Geschäftsbereichsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Basis des jeweiligen Zielerreichungsgrades in diesen Kriterien nach pflichtgemäßem Ermessen. Es wird die durchschnittliche Zielerreichung der letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Bei vollständiger Zielerreichung wird der für eine Zielerfüllung von 100 % individuell festgelegte Betrag gewährt. Über- bzw. Untererfüllung der festgelegten Zielwerte führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der höchste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung, der geringste auf einen Malus, der einer Zielerreichung von -100 % entspricht.
Ferner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle im Folgejahr zu erreichende qualitative und gegebenenfalls auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungs-, Innovations- und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele sein, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Spezifika. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen. Der Betrag für eine Zielerfüllung von 100 % wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Es kann ein an der persönlichen Gesamtleistung des Vorstandsmitglieds orientierter allgemeiner Leistungsbonus im Rahmen des Individualbonus nach pflichtgemäßem Ermessen vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung.
Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Erhält man als Folge der Addition der Einzelbeträge einen Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h., es gibt keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag der variablen Vergütung wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt (vgl. nächster Abschnitt "Auszahlung der variablen Vergütung").
Die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütung erfolgt in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind.
| Vergütungsbestandteil | Bemessungsgrundlage/Parameter | Voraussetzung für Zahlung |
| Konzernbonus | ||
| Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 70 % Geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 40 % bzw. 70 % | ■ Konzern-RoE; individueller Grundbetrag (gestaffelt nach Verantwortungsbereich und Berufserfahrung) je 0,1 Prozentpunkte, um den die Durchschnitts-Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt | ■ Durchschnittlicher Dreijahres-RoE > risikofreier Zins |
| ■ Berechnungsgrundlage (= 100 %): 10 % RoE (ab 2019: 8 % RoE) zzgl. risikofreier Zinssatz; für 2019: 8,28 % | ■ Rechnerische Ermittlung | |
| ■ Cap max.: 200 % | ||
| ■ Cap min.: -100 % (Malus) | ||
| ■ Berechnung risikofreier Zins als durchschnittlicher Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen | ||
| ■ Berechnung RoE: Konzernjahresüberschuss IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter)/ arithmetischer Mittelwert des Konzerneigenkapitals gemäß IFRS (ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) zu Beginn und Ende des Geschäftsjahres | ||
| Geschäftsbereichsbonus | ||
| Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 0 % Geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 0 % bzw. 40 % | ■ Bruttoprämienwachstum, kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden/Unfallversicherung bzw. Entwicklung Neugeschäftswert in der Lebensversicherung, EBIT-Marge, Eigenkapitalrendite, Ergebnisabführung/Dividende als Kriterien; jeweils im Vergleich zum Zielwert (Dreijahresdurchschnitt) | ■ Erreichen der Dreijahresziele |
| ■ 100 % = Zielwerte vollständig erreicht | ■ Bestimmung durch den Aufsichtsrat auf Basis des Grads der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen | |
| ■ Cap max.: 200 % | ||
| ■ Cap min.: -100 % (Malus) | ||
| Individualbonus | ||
| Anteil an variabler Vergütung Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand: 30 % Geschäftsbereichsverantwortliches Vorstandsmitglied: 20 % bzw. 30 % | ■ Persönliche qualitative, quantitative Ziele; individueller Beitrag zum Gesamtergebnis, Führungskompetenz, Innovationskompetenz, unternehmerische Kompetenz, Ressortspezifika | ■ Erreichen der Dreijahresziele |
| ■ 100 % = Ziele vollständig erreicht | ■ Bestimmung durch den Aufsichtsrat auf Basis des Grads der Zielerreichung nach pflichtgemäßem Ermessen | |
| ■ Cap max.: 200 % | ||
| ■ Cap min.: 0 EUR |
| Kurzfristig | Mittelfristig | Langfristig |
| ■ 60 % der variablen Vergütung mit der nächsten monatlichen Gehaltszahlung nach Aufsichtsratsbeschluss | ■ 20 % der variablen Vergütung in Bonusbank | ■ Automatische Zuteilung von virtuellen Talanx Share Awards im Gegenwert von 20 % der variablen Vergütung |
| ■ Zur Auszahlung steht jeweils derjenige positive Betrag an, der drei Jahre vor dem Auszahlungszeitpunkt eingestellt wurde, soweit er den Saldo der Bonusbank unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr nicht übersteigt | ■ Nach Sperrfrist von vier Jahren Auszahlung des auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelten Wertes | |
| ■ Anstehende, nicht durch einen positiven Saldo der Bonusbank gedeckte Auszahlung verfällt | ■ Wert der Aktie bei Zuteilung/Auszahlung: ungewichteter arithmetischer Mittelwert der XETRA-Schlusskurse fünf Handelstage vor bis fünf Handelstage nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung | |
| ■ Verlust der Ansprüche aus der Bonusbank in Sonderfällen: Niederlegung des Amtes ohne wichtigen Grund; Vertragsverlängerung zu gleicher Bedingungen wird abgelehnt | ■ Zusätzliche Auszahlung der Summe aller während der Sperrfrist ausgeschütteten Dividenden je Aktie | |
| ■ Keine Verzinsung von Guthaben | ■ Wertveränderungen der Share Awards durch Strukturmaßnahmen von kumulativ 10 % oder mehr löst Anpassung aus |
Negative variable Gesamttantieme = Auszahlung von 0 EUR variable Vergütung
Ein etwaiger Minuswert der variablen Gesamttantieme eines Geschäftsjahres wird vollständig in die Bonusbank übernommen (siehe Spalte "mittelfristig").
Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung bar ausgezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten und erst nach Ablauf eines angemessenen Zurückbehaltungszeitraums ausgezahlt. Der zurückbehaltene Teil wird nach Maßgabe der in den folgenden Abschnitten dargestellten Regelungen je zur Hälfte (d. h. in Höhe von 20 % des Gesamtbetrags der festgesetzten variablen Vergütung) in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt, um die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen.
In die Bonusbank werden jährlich 20 % der festgesetzten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausgezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr -gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt.
Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx AG. Die Zuteilung der Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung der Talanx AG oder des Vorstandsmitglieds bedarf. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie (Cap). Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividenden gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.
Bei einem aktiven Vorstandsmitglied werden zusätzlich virtuelle Share Awards gewährt, deren Gesamtzahl sich nach dem Wert je Aktie der Hannover Rück im Zeitpunkt der Zuteilung bestimmt. Der Wert je Aktie der Hannover Rück richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Hannover Rück SE für das abgelaufene Geschäftsjahr (Cap). In diesem Fall wird für je einen Share Award nach Ablauf der Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Hannover Rück-Aktie (Wertermittlung wie bei Zuteilung) zuzüglich eines Betrages in Höhe der Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet werden. Ein Anspruch des Vorstandsmitglieds auf Lieferung von Aktien besteht nicht.
Für den Fall, dass es während der Laufzeit des Share-Award-Programms zu einer Veränderung des Grundkapitals der Talanx AG oder zu Umstrukturierungsmaßnahmen kommt, die sich unmittelbar auf das Grundkapital der Gesellschaft oder die Gesamtzahl der von der Talanx AG ausgegebenen Aktien auswirken, und dies eine Wertveränderung der Share Awards von kumulativ 10 % oder mehr zur Folge hat, wird die Anzahl der Share Awards oder die Methode der Wertermittlung der einzelnen Share Awards durch den Aufsichtsrat angepasst, um die durch die Strukturmaßnahme entstehende Wertveränderung der Share Awards auszugleichen.
Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wird das Jahresfestgehalt in unveränderter Höhe weiter gewährt, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags.
Wird das Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Dienstvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Dienstvertrag mit dem Ende des sechsten Monats, nach dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist, spätestens jedoch mit dem Ende des Dienstvertrags. Dauernde Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich auf Dauer nicht in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen.
Bei Eigenkündigung, Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund durch die Gesellschaft oder wenn ein Angebot auf Vertragsverlängerung zu gleichen oder besseren Bedingungen abgelehnt wird (Ausnahme: Das Vorstandsmitglied hat das 60. Lebensjahr vollendet und dem Vorstand zwei Mandatsperioden als Mitglied angehört), verfallen alle Rechte auf Auszahlung der Bestände aus der Bonusbank bzw. der Share Awards. Endet das Vertragsverhältnis vor Ende der Sperrfrist der Bonusbank bzw. Share Awards regulär, ohne dass ein Angebot auf Vertragsverlängerung erfolgt, so behält das Vorstandsmitglied seine Ansprüche auf Auszahlung aus der Bonusbank bzw. der bereits zugeteilten Share Awards.
Ein Anspruch auf Einstellung von Beträgen in die Bonusbank bzw. auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalls oder Todesfalls hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Vorstandsmitglieds erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung.
Zusagen für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels sind in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder nicht vorgesehen. Die in den Dienstverträgen enthaltenen Regelungen zur vorzeitigen Beendigung bzw. Nichtverlängerung des Dienstvertrags sehen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Zahlung eines sogenannten Übergangsgeldes vor, das sich nach dem für das Ruhegehalt erreichten Prozentsatz der Festbezüge errechnet. Es besteht in der Regel eine Wartezeit von acht Jahren. Anderweitige Einkünfte aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit werden bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres in Höhe von 50 % auf das Übergangsgeld angerechnet.
Ein Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen, wie es der Deutsche Corporate Governance Kodex 2017 in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 empfiehlt, ist in den Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft nicht enthalten. Wir verweisen diesbezüglich sowie hinsichtlich der in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen betragsmäßigen Höchstgrenzen der Vergütung und ihrer variablen Vergütungsteile auf unsere Ausführungen in der Entsprechenserklärung in der Rubrik "Erklärung zur Unternehmensführung", Seite 78 ff. in diesem Konzerngeschäftsbericht.
Die Vorstandsmitglieder benötigen zur Aufnahme von Nebentätigkeiten die Zustimmung des Aufsichtsrats. Damit ist gewährleistet, dass weder die dafür gewährte Vergütung noch der zeitliche Aufwand zu einem Konflikt mit den Vorstandsaufgaben führt. Handelt es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien, sind diese im Geschäftsbericht der Talanx AG aufgeführt. Die Vergütungen für Mandate in Konzerngesellschaften und gesellschaftsgebundene Mandate werden auf die auszuzahlende variable Vergütung angerechnet.
Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Vorstands aus seiner Tätigkeit für die Talanx AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen betrugen 12.329 (9.820) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus den in der nachfolgenden Tabelle gemäß DRS 17 dargestellten Komponenten.
| In TEUR | Erfolgsunabhängige Vergütung | Erfolgsabhängige Vergütung1,8 | ||||
| Kurzfristig | Mittelfristig | |||||
| I | II | III | IV | V | ||
| Name | Festvergütung | Sachbezüge/Nebenleistungen9 | Auszuzahlende variable Vergütung | Davon Vergütung aus Konzernmandaten2 | Gewährung Bonusbank3 | |
| Torsten Leue | 2019 | 850 | 12 | 1.008 | 123 | 336 |
| 2018 | 760 | 12 | 633 | 7 | 211 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 | - | - | - | - | - |
| 2018 | 317 | 10 | 311 | 292 | 104 | |
| Dr. Christian Hinsch 10 (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 212 | 6 | 308 | 8 | 5 |
| 2018 | 576 | 14 | 424 | 8 | 141 | |
| Sven Fokkema (seit 9. Mai 2018) | 2019 | 450 | 13 | 433 | - | 144 |
| 2018 | 290 | 8 | 247 | - | 82 | |
| Jean-Jacques Henchoz (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 693 | 1.077 | 836 | - | 279 |
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 232 | 6 | 210 | 3 | 70 |
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner | 2019 | 638 | 19 | 582 | 113 | 194 |
| 2018 | 638 | 19 | 461 | 128 | 154 | |
| Ulrich Wallin (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 245 | 2 | 408 | - | 136 |
| 2018 | 630 | 14 | 893 | - | 298 | |
| Dr. Jan Wicke | 2019 | 677 | - | 650 | 13 | 217 |
| 2018 | 630 | - | 573 | 13 | 191 | |
| Gesamt | 2019 | 3.997 | 1.135 | 4.435 | 260 | 1.381 |
| 2018 | 3.841 | 77 | 3.542 | 448 | 1.181 | |
| In TEUR | Erfolgsabhängige Vergütung1' 8 | |||||
| Langfristig | ||||||
| VI | VII | |||||
| Name | Gewährung Talanx Share Awards4 | Gewährung Hannover Rück Share Awards4 | Gesamtbezüge5 | Anzahl Talanx Share Awards6 | Anzahl Hannover Rück Share Awards7 | |
| 2019 | 336 | - | 2.542 | 7.609 | - | |
| Torsten Leue | 2018 | 211 | - | 1.827 | 7.079 | - |
| Herbert K. Haas | 2019 | - | - | - | - | - |
| (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 104 | - | 846 | 3.485 | - |
| Dr. Christian Hinsch 10 | 2019 | 5 | - | 536 | 112 | - |
| (bis 9. Mai 2019) | 2018 | 141 | - | 1.296 | 4.741 | - |
| Sven Fokkema | 2019 | 144 | - | 1.184 | 3.266 | - |
| (seit 9. Mai 2018) | 2018 | 82 | - | 709 | 2.761 | - |
| Jean-Jacques Henchoz | 2019 | 50 | 229 | 3.164 | 1.121 | 1.330 |
| (seit 9. Mai 2019) | 2018 | - | - | - | - | - |
| Dr. Edgar Puls | 2019 | 70 | - | 588 | 1.582 | - |
| (seit 9. Mai 2019) | 2018 | - | - | - | - | - |
| 2019 | 194 | - | 1.627 | 4.390 | - | |
| Dr. Immo Querner | 2018 | 154 | - | 1.426 | 5.161 | - |
| Ulrich Wallin | 2019 | 28 | 108 | 927 | 632 | 562 |
| (bis 9. Mai 2019) | 2018 | 67 | 229 | 2.131 | 2.254 | 1.982 |
| 2019 | 217 | - | 1.761 | 4.906 | - | |
| Dr. Jan Wicke | 2018 | 191 | - | 1.585 | 6.408 | - |
| 2019 | 1.044 | 337 | 12.329 | 23.618 | 1.892 | |
| Gesamt | 2018 | 950 | 229 | 9.820 | 31.889 | 1.982 |
1
Zum Bilanzstichtag 2019 lag noch kein Organbeschluss über die Höhe der erfolgsabhängigen
Vergütungen für 2019 vor. Der Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und der entsprechend
festgelegten Rückstellungen.
2
Auf die für 2019 auszuzahlende variable Vergütung angerechnete Vergütungen aus Aufsichtsratsmandaten
in verbundenen Unternehmen
3
Angegeben ist der Nominalwert; volle oder teilweise Auszahlung erfolgt ab dem Jahr
2023, abhängig von dem sich bis dahin entwickelnden Saldo der Bonusbank
4
Angegeben ist der Nominalwert der für die Tätigkeit im Berichtsjahr zu gewährenden
Share Awards; die Auszahlung des Gegenwerts der Share Awards erfolgt ab dem Jahr 2024
zu ihrem dann maßgeblichen Wert.
5
Summe aus I, II, III, V, VI, VII
6
Schätzung der Anzahl der zu gewährenden Talanx Share Awards; es wurde der XETRA-Schlusskurs
der Talanx Aktie zum Bilanzstichtag (44,18 EUR je Aktie) zugrunde gelegt. Die tatsächliche
Anzahl der Talanx Share Awards wird sich aus dem arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse
der Talanx Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen
nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung der Talanx AG im März 2020 ergeben.
7
Schätzung der Anzahl der zu gewährenden Hannover Rück Share Awards; es wurde der
XETRA-Schlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Bilanzstichtag (172,30 EUR je Aktie)
zugrunde gelegt. Die tatsächliche Anzahl der Hannover Rück Share Awards wird sich
aus dem arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Hannover Rück Aktie in
einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung
der Hannover Rück SE im März 2020 ergeben.
8
Für die erfolgsabhängige Vergütung 2018 wurden insgesamt 330 (199) TEUR mehr gewährt
als zurückgestellt. Die ausgewiesenen Beträge für die erfolgsabhängige Vergütung 2019
und die Anzahl der Share Awards für 2019 wurden entsprechend erhöht.
9
Die Sachbezüge/Nebenleistungen enthalten 1 Mio. EUR Sonderzahlung für Herrn Henchoz.
10
Angegeben sind hier die Bezüge für die aktive Vorstandstätigkeit von Herrn Dr. Hinsch.
Seine darüber hinaus gehenden Bezüge für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 923 TEUR
sind in den Gesamtbezügen ehemaliger Vorstande enthalten.
In der folgenden Tabelle ist der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung des aktiven Vorstands dargestellt. Die Tabelle ist unabhängig von der Darstellung der Gesamtbezüge des aktiven Vorstands gemäß DRS 17 zu sehen.
| Name | Aufwand für Neugewährung Talanx Share Awards1 | Aufwand für Neugewährung Hannover Rück Share Awards1 | Zuführung Rückstellung für Talanx Share Awards2 aus Vorjahren | Zuführung Rückstellung Hannover Rück Share Awards3 aus Vorjahren | Zuführung Rückstellung für bestehende ABR | |
| 2019 | 71 | - | 459 | - | ||
| Torsten Leue | 2018 | 38 | - | 142 | - | - |
| Herbert K. Haas | 2019 | - | - | 452 | - | |
| (bis 8. Mai 2018) | 2018 | 89 | - | 98 | - | - |
| Dr. Christian Hinsch | 2019 | - | - | 469 | - | |
| (bis 9. Mai 2019) | 2018 | 51 | - | 138 | - | - |
| Sven Fokkema | 2019 | 60 | - | 46 | - | |
| (seit 9. Mai 2018) | 2018 | 24 | - | - | - | - |
| Jean-Jacques Henchoz | 2019 | 15 | 70 | - | - | |
| (seit 9. Mai 2019) | 2018 | - | - | - | - | - |
| Dr. Edgar Puls | 2019 | 21 | - | - | - | |
| (seit 9. Mai 2019) | 2018 | - | - | - | - | - |
| 2019 | 77 | - | 427 | - | ||
| Dr. Immo Querner | 2018 | 43 | - | 129 | - | - |
| Ulrich Wallin | 2019 | 25 | 97 | 168 | 1.012 | |
| (bis 9. Mai 2019) | 2018 | 43 | 173 | 82 | 899 | - |
| 2019 | 41 | - | 376 | |||
| Dr. Jan Wicke | 2018 | 33 | - | - | - | - |
| 2019 | 310 | 167 | 1.945 | 1.012 | - | |
| Gesamt | 2018 | 321 | 173 | 589 | 899 | - |
| Name | Ausgeübte ABR | Gesamt |
| 530 | ||
| Torsten Leue | - | 180 |
| Herbert K. Haas | 452 | |
| (bis 8. Mai 2018) | - | 187 |
| Dr. Christian Hinsch | 469 | |
| (bis 9. Mai 2019) | - | 189 |
| Sven Fokkema | 106 | |
| (seit 9. Mai 2018) | - | 24 |
| Jean-Jacques Henchoz | 85 | |
| (seit 9. Mai 2019) | - | - |
| Dr. Edgar Puls | 21 | |
| (seit 9. Mai 2019) | - | - |
| 504 | ||
| Dr. Immo Querner | - | 172 |
| Ulrich Wallin | 1.302 | |
| (bis 9. Mai 2019) | - | 1.197 |
| 417 | ||
| Dr. Jan Wicke | - | 33 |
| - | 3.434 | |
| Gesamt | - | 1.982 |
1
Der Aufwand für Share Awards wird im jeweiligen Geschäftsjahr anteilig in Abhängigkeit
von der individuellen Restlaufzeit des Dienstvertrags erfasst
2
Die Zuführung zur Rückstellung für Talanx Share Awards aus Vorjahren ergibt sich
aus dem gestiegenen Börsenkurs der Talanx Aktie, der beschlossenen Dividende der Talanx
AG für das Jahr 2018 sowie der Verteilung des Aufwands für die Share Awards auf die
individuelle Restlaufzeit der Dienstverträge.
3
Die Zuführung zur Rückstellung für Hannover Rück Share Awards aus Vorjahren ergibt
sich aus dem gestiegenen Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie, der beschlossenen Dividende
der Hannover Rück SE für das Jahr 2018 sowie der Verteilung des Aufwands für die Share
Awards auf die individuelle Restlaufzeit der Dienstverträge.
Die Dienstverträge von zwei aktiven Vorstandsmitgliedern beinhalten Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet (leistungsorientiertes System). Das vereinbarte Maximalruhegehalt beträgt 50 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In Verbindung mit der ab dem Geschäftsjahr 2011 geltenden Vergütungsstruktur wurde ein nicht ruhegehaltsfähiger Festvergütungsbestandteil eingeführt.
Für vier aktive Vorstandsmitglieder besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System beruht. Danach wird eine lebenslange Altersrente gewährt, wenn das Vorstandsmitglied das 65. Lebensjahr vollendet hat und aus der Gesellschaft ausgeschieden ist. Die Höhe der monatlichen Altersrente berechnet sich nach dem Stichtagsalter (Jahr des Stichtags abzüglich Geburtsjahr) und dem Finanzierungsbeitrag am Stichtag. Der jährliche Finanzierungsbeitrag für diese Verträge wird in Höhe von 20 % bzw. 25 % des versorgungsfähigen Einkommens (jährliche Festvergütung) von der Gesellschaft geleistet.
In beiden Vertragsvarianten werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr).
Stirbt das Vorstandsmitglied während der Dauer des Dienstvertrags, hat der überlebende Ehepartner, ersatzweise die anspruchsberechtigten Kinder, Anspruch auf Fortzahlung des monatlichen Festgehalts für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate, längstens bis zur Beendigung des Dienstvertrags. Stirbt das Vorstandsmitglied nach Beginn der Ruhegeldzahlung, wird dem überlebenden Ehepartner und ersatzweise den unterhaltsberechtigten Kindern für den Sterbemonat und die folgenden sechs Monate das Ruhegehalt fortgezahlt.
Das Witwengeld beträgt 60 % des Ruhegehalts, das das Vorstandsmitglied bezogen hat oder bezogen hätte, wenn es bis zum Zeitpunkt seines Todes dienstunfähig geworden wäre. Bei Wiederverheiratung entfällt das Witwengeld. Wird diese Ehe durch Tod oder Scheidung aufgelöst, lebt der Anspruch wieder auf. Es sind jedoch alle Pensions-, Renten- und sonstigen Versicherungsleistungen anzurechnen, die aufgrund der neuen Ehe zufließen.
Waisengeld wird in Höhe von 15 %, bei Wegfall des Witwengeldes in Höhe von 25 % des Ruhegeldes gewährt, das das Vorstandsmitglied am Todestag bezogen hat oder bezogen hätte, wenn der Pensionsfall aufgrund dauernder Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Das Waisengeld wird längstens bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gezahlt. Einkommen aus einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis wird teilweise angerechnet.
Für Anpassungen der Ruhe-, Witwen- und Waisengelder wird der Verbraucherpreisindex für Deutschland (Gesamtindex) herangezogen. Laufende Altersrenten auf Basis der Zusagen nach dem beitragsorientierten System werden jährlich um 1 % ihres letzten (Brutto-)Betrags erhöht.
Die Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf insgesamt 1.479 (1.784) TEUR. Die Aufwendungen für Altersvorsorge (Service Cost bzw. jährlicher Finanzierungsbeitrag) für die aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.555 (1.655) TEUR. Diese Angaben sind in der nachfolgenden Tabelle individualisiert dargestellt und erläutert.
| Name | Pensionszusage1 | Barwert DBO2 | Aufwendungen für die Altersvorsorge3 | |
| Torsten Leue | 2019 | 350 | 5.936 | 578 |
| 2018 | 350 | 4.661 | 546 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 | - | - | - |
| 2018 | 478 | 13.183 | 317 | |
| Dr. Christian Hinsch (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 325 | 8.711 | 228 |
| 2018 | 325 | 7.658 | 217 | |
| Sven Fokkema 4 (seit 9. Mai 2018) | 2019 | 60 | 499 | 90 |
| 2018 | 41 | 339 | 48 | |
| Jean-Jacques Henchoz 4 (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 52 | 149 | 188 |
| 2018 | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls 4 (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 94 | 938 | 90 |
| 2018 | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner | 2019 | 217 | 5.244 | 206 |
| 2018 | 217 | 4.429 | 196 | |
| Ulrich Wallin (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 258 | - | - |
| 2018 | 258 | 6.874 | 173 | |
| Dr. Jan Wicke 4 | 2019 | 123 | 1.031 | 175 |
| 2018 | 115 | 776 | 158 | |
| Gesamt | 2019 | 1.479 | 22.508 | 1.555 |
| 2018 | 1.784 | 37.920 | 1.655 |
1
Wert des vereinbarten jährlichen Ruhegehalts (erreichbare Jahresrente) bei vertragsgemäßem
Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres
2
DBO = Defined Benefit Obligation (Pensionsverpflichtung)
3
Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen
erfasste Personalaufwand (Service Cost) bzw. bei beitragsorientierten Pensionszusagen
(Defined Contribution) der jährliche Finanzierungsbeitrag.
4
Es besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage (Defined Contribution).
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen, für die im Berichtsjahr 8 (8) Einzelzusagen bestanden, beliefen sich auf 2.222 (1.098) TEUR. Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 33.881 (31.517) TEUR.
In den folgenden beiden Tabellen werden die den aktiven Mitgliedern des Vorstands gewährten und zugeflossenen Zuwendungen gemäß Ziffer 4.2.5 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt.
| In TEUR | Gewährte Zuwendungen | |||||
| I | II | III | IV | V | ||
| Name | Festvergütung | Nebenleistungen | Gesamt (I + II) | Einjährige variable Vergütung | Mehrjährige variable Vergütung (Summe VI +VII + VIII) | |
| Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai 2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) | 2019 1 | 850 | 12 | 862 | 797 | 532 |
| (Min.) 2 | 850 | 12 | 862 | - | -580 | |
| (Max.) 3 | 850 | 12 | 862 | 1.593 | 1.062 | |
| 2018 1 | 760 | 12 | 772 | 670 | 446 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 1 | - | - | - | - | - |
| (Min.) 2 | - | - | - | - | -621 | |
| (Max.) 3 | - | - | - | - | - | |
| 2018 1 | 317 | 10 | 327 | 797 | 531 | |
| Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (bis 9. Mai 2019) | 2019 1 | 212 | 6 | 218 | 264 | - |
| (Min.) 2 | 212 | 6 | 218 | - | -264 | |
| (Max.) 3 | 212 | 6 | 218 | 528 | - | |
| 2018 1 | 576 | 14 | 590 | 559 | 373 | |
| Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) | 2019 1 | 450 | 13 | 463 | 390 | 260 |
| (Min.) 2 | 450 | 13 | 463 | - | -85 | |
| (Max.) 3 | 450 | 13 | 463 | 780 | 520 | |
| 2018 1 | 290 | 8 | 298 | 253 | 169 | |
| Jean-Jacques Henchoz, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 1 | 693 | 1.077 | 1.770 | 630 | 420 |
| (Min.) 2 | 693 | 1.077 | 1.770 | - | - | |
| (Max.) 3 | 693 | 1.077 | 1.770 | 1.260 | 840 | |
| 2018 1 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 1 | 232 | 6 | 238 | 203 | 136 |
| (Min.) 2 | 232 | 6 | 238 | - | - | |
| (Max.) 3 | 232 | 6 | 238 | 405 | 270 | |
| 2018 1 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner, Finanzvorstand | 2019 1 | 638 | 19 | 657 | 491 | 328 |
| (Min.) 2 | 638 | 19 | 657 | - | -509 | |
| (Max.) 3 | 638 | 19 | 657 | 981 | 654 | |
| 2018 1 | 638 | 19 | 657 | 491 | 327 | |
| Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (bis 9. Mai 2019) | 2019 1 | 245 | 2 | 247 | 274 | 183 |
| (Min.) 2 | 245 | 2 | 247 | - | -319 | |
| (Max.) 3 | 245 | 2 | 247 | 547 | 364 | |
| 2018 1 | 630 | 14 | 644 | 743 | 496 | |
| Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand | 2019 1 | 677 | - | 677 | 550 | 366 |
| (Min.) 2 | 677 | - | 677 | - | -538 | |
| (Max.) 3 | 677 | - | 677 | 1.100 | 734 | |
| 2018 1 | 630 | - | 630 | 510 | 340 | |
| In TEUR | Gewährte Zuwendungen | |||||
| VI | VII | VIII | IX | X | ||
| Name | Bonusbank (3 Jahre) | Talanx Share Awards (4 Jahre) | Hannover Rück Share Awards (4 Jahre) | Gesamt (III + IV+V) | Versorgungsaufwand | Gesamtvergütung |
| Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai 2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) | 266 | 266 | - | 2.191 | 578 | 2.769 |
| -580 | - | - | 282 | 578 | 860 | |
| 531 | 531 | - | 3.517 | 578 | 4.095 | |
| 223 | 223 | - | 1.888 | 546 | 2.434 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | - | - | - | - | - | - |
| -621 | - | - | -621 | - | -621 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 266 | 266 | - | 1.655 | - | 1.655 | |
| Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (bis 9. Mai 2019) | - | - | - | 482 | 228 | 710 |
| -264 | - | - | -46 | 228 | 182 | |
| - | - | - | 746 | 228 | 974 | |
| 186 | 186 | - | 1.522 | 217 | 1.739 | |
| Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) | 130 | 130 | - | 1.113 | 90 | 1.203 |
| -85 | - | - | 378 | 90 | 468 | |
| 260 | 260 | - | 1.763 | 90 | 1.853 | |
| 84 | 84 | - | 720 | 48 | 768 | |
| Jean-Jacques Henchoz, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 210 | 45 | 165 | 2.820 | 188 | 3.008 |
| - | - | - | 1.770 | 188 | 1.958 | |
| 420 | 90 | 330 | 3.870 | 188 | 4.058 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 68 | 68 | - | 577 | 90 | 667 |
| - | - | - | 238 | 90 | 328 | |
| 135 | 135 | - | 913 | 90 | 1.003 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner, Finanzvorstand | 164 | 164 | - | 1.476 | 206 | 1.682 |
| -509 | - | - | 148 | 206 | 354 | |
| 327 | 327 | - | 2.292 | 206 | 2.498 | |
| 164 | 164 | - | 1.475 | 196 | 1.671 | |
| Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (bis 9. Mai 2019) | 91 | 22 | 70 | 704 | - | 704 |
| -319 | - | - | -72 | - | -72 | |
| 182 | 43 | 139 | 1.158 | - | 1.158 | |
| 248 | 60 | 188 | 1.883 | 173 | 2.056 | |
| Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand | 183 | 183 | - | 1.593 | 175 | 1.768 |
| -538 | - | - | 139 | 175 | 314 | |
| 367 | 367 | - | 2.511 | 175 | 2.686 | |
| 170 | 170 | - | 1.480 | 158 | 1.638 | |
1
Zielwert (Wert bei einer Zielerreichung von 100 %)
2
Erreichbarer Minimalwert des jeweiligen Vergütungsbestandteils im Zeitpunkt der Gewährung
3
Erreichbarer Maximalwert des jeweiligen Vergütungsbestandteils im Zeitpunkt der Gewährung;
der Auszahlungsbetrag der Share Awards ist abhängig vom Aktienkurs im Auszahlungsjahr
und von der bis dahin gezahlten Dividende.
| Zufluss | ||||||
| Name | Festvergütung | Nebenleistungen | Gesamt | Einjährige variable Vergütung1 | Bonusbank (3 Jahre) | |
| Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) | 2019 | 850 | 12 | 862 | 791 | 197 |
| 2018 | 760 | 12 | 772 | 584 | 186 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 | - | - | - | 28 | 250 |
| 2018 | 317 | 10 | 327 | 773 | 232 | |
| Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 212 | 6 | 218 | 434 | 173 |
| 2018 | 576 | 14 | 590 | 492 | 157 | |
| Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) | 2019 | 450 | 13 | 463 | 256 | - |
| 2018 | 290 | 8 | 298 | - | - | |
| Jean-Jacques Henchoz, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 693 | 1.077 | 1.770 | - | - |
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 232 | 6 | 238 | - | - |
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner, Finanzvorstand | 2019 | 638 | 19 | 657 | 474 | 167 |
| 2018 | 638 | 19 | 657 | 504 | 159 | |
| Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 245 | 2 | 247 | 922 | 304 |
| 2018 | 630 | 14 | 644 | 859 | 278 | |
| Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand | 2019 | 677 | - | 677 | 550 | 159 |
| 2018 | 630 | - | 630 | 540 | 106 |
| Zufluss | ||||||
| Mehrjährige variable Vergütung2 | ||||||
| Name | Talanx Share Awards (4 Jahre) | Hannover Rück Share Awards (3 bzw. 4 Jahre) | Aktienwert-Beteiligungsrechte Hannover Rück (10 Jahre) | Sonstiges3 | Gesamt | |
| Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) | 2019 | 245 | 2.095 | |||
| 2018 | 291 | - | - | - | 1.833 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 | 306 | 584 | |||
| 2018 | 411 | - | - | - | 1.743 | |
| Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 206 | 1.031 | |||
| 2018 | 264 | - | - | - | 1.503 | |
| Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) | 2019 | - | 719 | |||
| 2018 | - | - | - | - | 298 | |
| Jean-Jacques Henchoz, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | - | - | 1.770 | ||
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Edgar Puls, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | - | 238 | |||
| 2018 | - | - | - | - | - | |
| Dr. Immo Querner, Finanzvorstand | 2019 | 209 | 1.507 | |||
| 2018 | 253 | - | - | - | 1.573 | |
| Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 80 | 361 | 1.914 | ||
| 2018 | 90 | 427 | - | - | 2.298 | |
| Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand | 2019 | 139 | 1.525 | |||
| 2018 | - | - | - | - | 1.276 | |
| Zufluss | |||
| Name | Versorgungsaufwand | Gesamtvergütung | |
| Torsten Leue, Vorsitzender des Vorstands (seit 8. Mai .2018) Geschäftsbereichsvorstand (bis 8. Mai 2018) | 2019 | 578 | 2.673 |
| 2018 | 546 | 2.379 | |
| Herbert K. Haas (bis 8. Mai 2018) | 2019 | - | 584 |
| 2018 | 317 | 2.060 | |
| Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender des Vorstands (bis 9. Mai 2019) | 2019 | 228 | 1.259 |
| 2018 | 217 | 1.720 | |
| Sven Fokkema, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2018) | 2019 | 90 | 809 |
| 2018 | 48 | 346 | |
| Jean-Jacques Henchoz, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 188 | 1.958 |
| 2018 | - | - | |
| Dr. Edgar Puls, Geschäftsbereichsvorstand (seit 9. Mai 2019) | 2019 | 90 | 328 |
| 2018 | - | - | |
| Dr. Immo Querner, Finanzvorstand | 2019 | 206 | 1.713 |
| 2018 | 196 | 1.769 | |
| Ulrich Wallin, Geschäftsbereichsvorstand (bis 9. Mai 2019) | 2019 | - | 1.914 |
| 2018 | 173 | 2.471 | |
| Dr. Jan Wicke, Geschäftsbereichsvorstand | 2019 | 175 | 1.700 |
| 2018 | 158 | 1.434 | |
1
Zufluss (Auszahlungsbetrag) im Berichtsjahr
2
Zufluss gemäß deutschem Steuerrecht
3
Zum Beispiel Vergütungsrückforderungen (Claw-backs)
Die Vergütung des Aufsichtsrats für die Tätigkeit bei der Talanx AG richtet sich nach § 12 der Satzung der Gesellschaft. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung der Talanx AG vom 4. Juni 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen.
Für das Berichtsjahr beträgt die jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats jährlich eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Million Euro, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gemäß § 113 Absatz 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, der seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Absatz 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung. Durch die Bemessung dieser erfolgsorientierten Vergütungskomponente anhand des durchschnittlichen Konzernergebnisses der letzten drei Geschäftsjahre wird die Ausrichtung der variablen Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gewährleistet.
Für die Mitglieder des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats wird eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrags.
Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds (einschließlich Mitgliedschaft in den Ausschüssen des Aufsichtsrats) beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Fallen zwei oder mehrere Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse auf einen Tag, so wird insgesamt nur ein Sitzungsgeld gezahlt.
Die auf die Aufsichtsratsvergütungen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.
Die Gesamtbezüge aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2.514 (2.634) TEUR. Sie ergeben sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle.
| Name | Funktion | Art der Vergütung | 20192 | 20182 |
| Herbert K. Haas 3 (seit 8. Mai 2018) | ■ Vorsitzender des | Basisvergütung | 182 | 181 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 171 | 167 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten | Vergütung Ausschusstätigkeit | 141 | 133 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Sitzungsgelder | 21 | 23 | |
| ■ Nominierungsausschusses | ||||
| ■ Vermittlungsausschusses | 515 | 504 | ||
| Wolf-Dieter Baumgartl 3 (bis 8. Mai 2018) | ■ Vorsitzender des | Basisvergütung | - | 69 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 53 | ||
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten | Vergütung Ausschusstätigkeit | - | 43 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Sitzungsgelder | - | 9 | |
| ■ Nominierungsausschusses | ||||
| ■ Vermittlungsausschusses | - | 174 | ||
| Dr. Thomas Lindner | ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 8. Mai 2018) | Basisvergütung | 75 | 66 |
| ■ Mitglied des | Variable Vergütung | 70 | 56 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten (seit 8. Mai 2018) | Vergütung Ausschusstätigkeit | 50 | 41 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Sitzungsgelder | 10 | 11 | |
| ■ Vermittlungsausschusses | 205 | 174 | ||
| Ralf Rieger 3 | ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 81 | 81 |
| ■ Mitglied des | Variable Vergütung | 70 | 65 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Vergütung Ausschusstätigkeit | 25 | 25 | |
| ■ Vermittlungsausschusses | Sitzungsgelder | 8 | 8 | |
| 184 | 179 | |||
| Prof. Dr. Eckhard Rohkamm (bis 8. Mai 2018) | ■ Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Basisvergütung | - | 27 |
| ■ Mitglied des | Variable Vergütung | - | 37 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten | Vergütung Ausschusstätigkeit | 18 | ||
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Sitzungsgelder | - | 5 | |
| ■ Vermittlungsausschusses | - | 87 | ||
| Franz Adamczyk (vom 1. Januar bis 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 18 | |
| Variable Vergütung | 15 | |||
| Sitzungsgelder | 1 | |||
| 34 | - | |||
| Antonia Aschendorf 3 | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 80 | 80 |
| Variable Vergütung | 47 | 43 | ||
| Sitzungsgelder | 5 | 7 | ||
| 132 | 130 | |||
| Benita Bierstedt (seit 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 32 | |
| Variable Vergütung | 27 | |||
| Sitzungsgelder | 4 | |||
| 63 | - | |||
| Rainer-Karl Bock-Wehr (seit 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 42 | |
| Variable Vergütung | 27 | |||
| Sitzungsgelder | 4 | |||
| 73 | - | |||
| Sebastian L. Gascard (seit 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 42 | |
| Variable Vergütung | 27 | |||
| Sitzungsgelder | 6 | |||
| 75 | - | |||
| Karsten Faber (bis 31. Dezember 2018) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | - | 50 |
| Variable Vergütung | - | 43 | ||
| Sitzungsgelder | - | 7 | ||
| - | 100 | |||
| Jutta Hammer 3 | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 60 | 58 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses (seit 8. Mai 2018) | Vergütung Ausschusstätigkeit | 25 | 16 | |
| Sitzungsgelder | 8 | 9 | ||
| 140 | 126 | |||
| Dr. Hermann Jung | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 50 | 50 |
| ■ Aufsichtsrats Finanz- und Prüfungsausschusses (seit 8. Mai 2018) | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| Vergütung Ausschusstätigkeit | 25 | 16 | ||
| Sitzungsgelder | 8 | 9 | ||
| 130 | 118 | |||
| Dirk Lohmann | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 50 | 50 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| ■ Nominierungsausschusses | Sitzungsgelder | 5 | 6 | |
| 102 | 99 | |||
| Christoph Meister | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 50 | 50 |
| Variable Vergütung | 47 | 43 | ||
| Sitzungsgelder | 5 | 7 | ||
| 102 | 100 | |||
| Jutta Mück 3 | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 60 | 60 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten (seit 9. Mai 2019) | Vergütung Ausschusstätigkeit | 16 | - | |
| Sitzungsgelder | 9 | 9 | ||
| 132 | 112 | |||
| Katja Sachtleben-Reimann (bis 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 18 | 50 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 20 | 43 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten | Vergütung Ausschusstätigkeit | 9 | 25 | |
| Sitzungsgelder | 2 | 10 | ||
| 49 | 128 | |||
| Dr. Erhard Schipporeit 3 | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 80 | 80 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 77 | 73 | |
| ■ Finanz- und Prüfungsausschusses | Vergütung Ausschusstätigkeit | 33 | 35 | |
| Sitzungsgelder | 16 | 18 | ||
| 206 | 206 | |||
| Prof. Dr. Jens Schubert | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 50 | 50 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| ■ Vermittlungsausschusses | Sitzungsgelder | 5 | 7 | |
| 102 | 100 | |||
| Norbert Steiner | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 50 | 50 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 43 | |
| ■ Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten | Vergütung Ausschusstätigkeit | 25 | 25 | |
| Sitzungsgelder | 7 | 10 | ||
| 129 | 128 | |||
| Angela Titzrath (seit 8. Mai 2018) | ■ Mitglied des | Basisvergütung | 50 | 32 |
| ■ Aufsichtsrats | Variable Vergütung | 47 | 27 | |
| ■ Nominierungsausschusses | Sitzungsgelder | 5 | 2 | |
| 102 | 61 | |||
| Jörn von Stein 3 (bis 9. Mai 2019) | ■ Mitglied des Aufsichtsrats | Basisvergütung | 18 | 58 |
| Variable Vergütung | 20 | 43 | ||
| Sitzungsgelder | 1 | 7 | ||
| 39 | 108 | |||
| Gesamt 4 | 2.514 | 2.634 |
1
Beträge ohne erstattete USt.
2
Die Vergütung für das Geschäftsjahr wird jeweils mit Ablauf der Hauptversammlung
fällig, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beschließt.
Für die variable Vergütung sind die auf Basis von Schätzungen gebildeten Rückstellungen
angegeben.
3
Einschließlich Aufsichtsratsvergütungen und Beiratsvergütungen von mit der Gesellschaft
konsolidierten Unternehmen
4
Die Gesamtwerte geben die Vergütung aller aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats während
des genannten Zeitraums wieder. An Vergütungen 2018 wurden insgesamt 91 (38) TEUR
mehr ausgezahlt als zurückgestellt. Die ausgewiesenen Beträge für die variable Vergütung
2019 wurden entsprechend erhöht.
Zur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten bedarf die Gewährung von Darlehen der Talanx AG oder der mit ihr verbundenen Unternehmen an Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats sowie ihre Angehörigen der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Im Berichtsjahr wurden keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises.
Nach IAS 24 angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen gab es im Berichtsjahr nicht.
IAS 24 sieht eine gesonderte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Die Vergütung des genannten Personenkreises stellt sich wie folgt dar:
| In TEUR | 2019 | 2018 |
| Gehälter und sonstige kurzfristig fällige Vergütungen | 12.081 | 10.094 |
| Andere langfristig fällige Leistungen 1 | 1.381 | 1.181 |
| Gewährung von Aktien und anderen eigenkapitalbasierten Vergütungen 2 | 1.381 | 1.181 |
| Aufwendungen für die Altersvorsorge 3 | 1.555 | 1.338 |
| Gesamt | 16.398 | 13.794 |
1
Angegeben ist der Wert des für das Berichtsjahr in die Bonusbank einzustellenden
Anteils der erfolgsabhängigen Vergütung der Mitglieder des Vorstands.
2
Angegeben ist der Wert der für das Berichtsjahr zu gewährenden Share Awards der Mitglieder
des Vorstands.
3
Angegeben ist der im Berichtsjahr für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen
erfasste Personalaufwand (Service Cost bzw. jährlicher Finanzierungsbeitrag).
Die Vergütungsstrategie des Talanx Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (sogenannte Risikoträger) gleichermaßen.
Die Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb des Konzernvorstands, die nicht zu den Risikoträgern gehören, setzt sich schon bisher über alle Geschäftsbereiche hinweg aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammen. Durchschnittlich lag der Anteil der variablen Vergütung für das Jahr 2018, die im April 2019 zur Auszahlung gekommen ist, bei 26,5 %.
Im Bereich der Erstversicherung und der zugehörigen Konzernfunktionen gilt mit Wirkung zum 1. Januar 2013 für Risikoträger und Führungskräfte der ersten Berichtsebene ein einheitliches Vergütungssystem. Die Vergütung für diesen Personenkreis setzt sich zusammen aus einer festen Vergütung und einer erfolgs- und leistungsbezogenen Vergütung. Sie ist marktgerecht und wettbewerbsfähig, und sie trägt einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Das Vergütungssystem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auch für die leitenden Angestellten der zweiten Berichtsebene umgesetzt.
Grundlage des leistungsorientierten Vergütungssystems ist das Zielgehalt. Dies bezeichnet das Gesamtbruttojahresgehalt, das bei guter Leistung erzielt wird. Das Zielgehalt setzt sich zusammen aus einem fixen Gehaltsbestandteil sowie einem variablen Vergütungsbestandteil, der von der Verantwortungs- und Funktionsstufe der Stelle abhängt. Die variable Vergütung macht einen Anteil von 20 % oder 30 % des Zielgehalts aus.
Die variable Vergütung errechnet sich daraus, in welchem Umfang bestimmte Zielvorgaben in den Bereichen Konzernergebnis, Geschäftsbereichsergebnis und individuelles Ergebnis erreicht wurden. Die genannten drei Zielkategorien für die variable Vergütung werden bei Führungskräften in Geschäftsbereichen der Erstversicherung mit 10 %, 30 % und 60 % gewichtet. In den Konzernfunktionen werden die individuellen Ziele mit 70 % und das Konzernergebnis zu 30 % berücksichtigt. Führungskräfte der ersten Berichtsebene im Vertrieb haben einen durchschnittlichen variablen Gehaltsbestandteil in Höhe von 30 % des Zielgehalts, der sich zu je 10 % auf das Konzernergebnis und das Geschäftsbereichsergebnis bezieht und zu 80 % auf individuelle Ziele.
In der Rückversicherung findet seit dem 1. Januar 2012 ein für alle Konzernführungskräfte weltweit einheitliches Vergütungssystem Anwendung. Die Vergütung für Führungskräfte unterhalb des Vorstands (Managementebenen 2 und 3) und für die dem Führungskreis grundsätzlich angehörenden inländischen Schlüsselfunktionsträger besteht neben dem Jahresfestgehalt aus einer variablen Vergütung. Diese setzt sich aus einer kurzfristigen variablen Vergütung, der jährlichen Cash-Tantieme, und einer langfristigen aktienbasierten Vergütung, dem sogenannten Share-Award-Programm, zusammen. Die Bemessung der variablen Vergütung basiert in den Marktbereichen zu 20 % auf dem Konzernergebnis, zu 40 % auf der Zielerreichung im jeweiligen Segment Schaden-Rückversicherung bzw. Personen-Rückversicherung und zu weiteren 40 % auf der individuellen Zielerreichung. Für Führungskräfte mit Verantwortung im Servicebereich richtet sich die variable Vergütung nach dem Konzernergebnis und den individuellen Zielen mit einer entsprechenden Gewichtung von 40 % und 60 %. Der Zielerreichungsgrad für das Konzernergebnis wie auch für die Segmente wird festgelegt. Individuelle Ziele sowie deren Zielerreichung werden zwischen Führungskraft und Vorgesetztem vereinbart.
Ereignisse, die einen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind im Prognose- und Chancenbericht sowie im Konzernanhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", Seite 233, beschrieben.
Die Risikostrategie leitet sich aus der Konzernstrategie ab und ist somit unmittelbar mit ihr verknüpft. Vorrangiges Ziel des Risikomanagements ist es, unter Einhaltung eines Risikobudgets eine strategisch vorgegebene Risikoposition sicherzustellen. Diese bestimmt sich wie folgt:
| ― |
Der Konzern erwirtschaftet mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % ein positives Jahresergebnis nach IFRS |
| ― |
Die wirtschaftliche Kapitalbasis entspricht mindestens einem aggregierten theoretischen 3.000-Jahres-Schock (Ruinwahrscheinlichkeit). Die Kapitaladäquanzquote erreicht im Kapitalmodell von Standard & Poor's (S&P) die Kategorie AA |
| ― |
Die Bewertung der Kapitalanlagerisiken der Gruppe entspricht höchstens 50 % des Gesamtrisikokapitalbedarfs |
Ferner berücksichtigt die Risikostrategie die aufsichtsrechtlichen Erfordernisse.
Das vom Konzern gewählte Sicherheitsniveau für die ökonomische Kapitalbasis stellt sicher, dass auch neu hinzukommende Risiken durch den Konzern getragen werden können. Mit 99,97 % liegt es deutlich über dem aufsichtsrechtlich vorgegebenen Niveau von 99,5 %.
So wie die Konzernstrategie wird auch die Risikostrategie jährlich überprüft und gegebenenfalls adjustiert.
TERM ist als internes Modell für das Management des Risikokerns konzipiert, d. h. für das Management des Talanx Konzerns. Für regulatorische Zwecke haben wir unser Modell um die Ebene des HDI V. a. G. erweitert. Die Modellierung umfasst auf Gruppenebene alle Komponenten, inklusive des operationellen Risikos, es handelt sich um ein vollständiges internes Modell.
Der Konsolidierungskreis des internen Modells stimmt mit einer Ausnahme mit demjenigen des Geschäftsberichts der Gruppe überein. Die Solvenzkapitalanforderungen für die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung werden weiterhin nach den für sie gültigen sektoralen Anforderungen ermittelt.
Die Ergebnisse des Modelllaufs zum 31. Dezember 2019 liegen zum Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses noch nicht vor. Für die angestrebte regulatorische Solvenzquote - vor Berücksichtigung genehmigter Übergangsmaßnahmen - hat die Gruppe einen Zielkorridor von 150 % bis 200 % festgelegt. Die konkrete Quote veröffentlichen wir im Mai 2020 im Bericht über die Solvabilität und die Finanzlage zum 31. Dezember 2019.
Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sehen vor, dass die Gruppe und alle Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen über eine ordnungsgemäße und wirksame Geschäftsorganisation verfügen, die ein solides und vorsichtiges Management des Geschäfts sicherstellt. Auf Basis dieser Anforderungen wurden gruppenweit vier Schlüsselfunktionen etabliert:
| ― |
Unabhängige Risikocontrollingfunktion (Risikomanagement-Funktion) |
| ― |
Compliance-Funktion |
| ― |
Revisionsfunktion und |
| ― |
Versicherungsmathematische Funktion |
Die Grundsätze, Aufgaben und Prozesse sowie die Berichtspflichten für die einzelnen Schlüsselfunktionen hat der Vorstand in einem Grundsatzpapier dokumentiert. Darin ist auch festgehalten, dass die Schlüsselfunktionen gleichrangig und gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Die Funktionsträger unterstehen im Rahmen der Erfüllung ihrer Aufgaben ausschließlich den - nicht fachlichen -Weisungen des Vorstands. Sie verfügen über alle erforderlichen Informationsrechte und berichten direkt an den Vorstand.
Die Inhaber einer Schlüsselfunktion unterliegen (ebenso wie Vorstand und Aufsichtsrat) speziellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Bezug auf Qualifikation und persönlicher Merkmale.
Das Risikomanagement-System stellt die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Kommunikation, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen dar. Die Gruppe führt ihr Risikomanagement-System im Sinne eines Enterprise-Risk-Management-Systems. Die Ausgestaltung und die Struktur des Systems lehnen sich stark an die ISO-Norm 31000 zum Risikomanagement an.
Auf Basis unseres internen Modells leiten wir unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit ein Limit- und Schwellenwertsystem ab. Dieses ist geeignet, die Risiken im Konzern sowohl auf Basis der Einzelrisiken als auch aggregiert zu beurteilen. Dies schließt die Risiken der Beteiligungen ein.
Das Risikobudget wird konsistent zu dem Limit- und Schwellenwertsystem sowohl für die Gruppe als auch für die Geschäftsbereiche bestimmt. Das Risikobudget beschreibt ein bedingtes Risikopotenzial, das die Risikoneigung des Vorstands widerspiegelt, die aus den Unternehmenszielen abgeleitet wird. Es berücksichtigt auch die Risikotragfähigkeit der Geschäftsbereiche.
Zur Sicherstellung einer konsistenten Umsetzung des Risikomanagement-Systems bindet die Risikomanagement-Funktion der Gruppe die Risikomanagement-Einheiten der Geschäftsbereiche bzw. Tochtergesellschaften mithilfe verbindlicher Konzernrichtlinien sowie über die Mitarbeit in relevanten Gremien bzw. Entscheidungs- und Eskalationsprozessen unmittelbar in die Risikomanagement-Aktivitäten ein.
Die nachstehende Tabelle beschreibt die Aufgaben der wesentlichen Gremien bzw. Verantwortlichen im Risikomanagement-Prozess:
| Verantwortliche und Organisationseinheiten | Wesentliche Rollen im Risikomanagement-System |
| Aufsichtsrat | ■ Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement |
| Vorstand | ■ Gesamtverantwortung für das Risikomanagement |
| ■ Festlegung der Risikostrategie inkl. Limit- und Schwellenwerten | |
| ■ Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements | |
| ■ Freigabe von Modelländerungen | |
| ■ Freigabe wesentlicher Konzernrichtlinien | |
| Executive Risk Committee (ERC) | ■ Steuerung, Koordination und Priorisierung konzernweiter risikorelevanter Themen |
| ■ Limitanpassungen innerhalb fester Wesentlichkeitsgrenzen | |
| ■ Genehmigung von Richtlinien und anderen Rahmenbedingungen in Übereinstimmung mit den Konzern-Rahmenbedingungen für die Governance des internen Modells des Konzerns, soweit sie eine Genehmigung des Vorstands in seiner Gesamtheit nicht erfordern | |
| ■ Segmentübergreifende Vorbefassung mit Themen, die gesamtvorstandspflichtig sind | |
| Risikokomitee | ■ Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium insbesondere mit folgenden Aufgaben: |
| ■ Kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie | |
| ■ Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf existenzgefährdende Risiken | |
| Chief Risk Officer (CRO) | ■ Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken |
| ■ Einbeziehung des CRO in wesentliche Entscheidungen des Vorstandes | |
| Zentrales Risikomanagement der Gruppe | ■ Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion |
| ■ Methodenkompetenz, u. a. für die | |
| ■ Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikoidentifikation, Risikobewertung, -steuerung und -analyse | |
| ■ Risikolimitierung und -berichterstattung | |
| ■ Übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals | |
| ■ Validierung des Gruppenmodells | |
| Dezentrales Risikomanagement | ■ Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen |
| ■ Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Überwachung und Berichterstattung dienen |
Der Gruppen-CRO (Chief Risk Officer) erfüllt die aufsichtlichen Anforderungen an diese Schlüsselfunktion (unabhängige Risikocontrollingfunktion). Zur weiteren Stärkung des Enterprise Risk Managements ist der CRO der Gruppe seit September auch Mitglied des Vorstands der HDI Service AG.
Die Aufbaustruktur sowie die Eskalationsprozesse des Risikomanagement-Systems sind Solvency-II-konform.
Wesentliche Aspekte zur Ausgestaltung des Risikomanagements werden für die Gruppe über interne Leitlinien und spezifische Regelungen verbindlich definiert. Dem Prinzip "zentrale strategische Rahmensetzung und dezentrale Geschäftsbereichsverantwortung" folgend wird dieses Rahmenwerk auf Ebene der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften konkretisiert.
Wir identifizieren die Risiken, denen unsere Gruppe ausgesetzt ist, über Kennzahlen- und Risikoerhebungen. Qualitative Risiken erfassen wir systematisch mithilfe eines gruppenweit eingerichteten Risikoerfassungssystems. Für geschäftsbereichsübergreifende Risiken, z. B. Compliance-Risiken, binden wir die jeweils zuständigen Experten aus den Bereichen ein. Produktbezogene Risiken ermitteln wir bereits frühzeitig im Rahmen des sogenannten Neue-ProdukteProzesses.
Darüber hinaus erfolgt eine gesamthafte Betrachtung der Risiken im Rahmen der Modellierung und Validierung unseres internen Modells. Letzteres ist wesentlich für die angemessene Darstellung von Diversifikationseffekten.
Die Risikoanalyse bzw. -messung erfolgt für regulatorische Solvenzzwecke auf Basis unseres internen Modells. Darüber hinaus setzen wir zur operativen Steuerung bestimmter Risikokategorien eine Reihe von Modellen ein. Im Unterschied zu unserem internen Modell TERM sind die Modellläufe im Regelfall häufiger und deutlich granularer im Hinblick auf die Abbildung der zugrunde liegenden Finanzinstrumente.
Im Rahmen der Risikobewertung erfolgt eine ganzheitliche Würdigung der aus der Risikoanalyse erstellten Informationen, um dem Vorstand risikoinformierte Entscheidungen zu ermöglichen. Entsprechend unserer ISO-Norm-basierten Risikomanagement-Philosophie bestimmen wir die der Verwendung von Modellen inhärenten Modellunsicherheiten.
Ziel der Risikoberichterstattung ist es, Vorstand und Aufsichtsrat systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren, die Risikokultur zu stärken sowie eine gute unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen.
Wichtige Bestandteile der Reportingkaskade bilden der Solvabilitäts- und Finanzbericht, der aufsichtliche Bericht sowie der Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. Die Erstellung dieser Kernberichte erfolgt grundsätzlich jährlich. Darüber hinaus pflegen wir eine Reihe von kurzfristigen Berichtsformaten, die eine zeitnahe Betrachtung der Risikoentwicklungen ermöglichen.
Inhalte und Erscheinungshäufigkeit sind über Richtlinien fixiert. Die Dokumentation wie auch der Berichtsprozess werden durch die Revision bzw. die Aufsicht regelmäßig geprüft.
Die zentralen Anforderungen des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
| ― |
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Verantwortungsbereiche sind klar voneinander getrennt (Funktionstrennung) |
| ― |
Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch Maßnahmen im IT-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Soweit möglich, kommt für die relevanten Systeme Standardschutzsoftware zum Einsatz |
| ― |
Die Prozesse, Kontrollen und Arbeitsanweisungen und Richtlinien des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt und werden anlassbezogen und mindestens einmal jährlich auf Angemessenheit und Anpassungserfordernisse hin überprüft |
Die Finanzberichterstattung muss neben den lokalen Rechnungslegungsstandards den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS entsprechen. Zur Einhaltung der IFRS haben wir im Konzernabschlussprozess Kontrollen implementiert, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Abschlussdaten sicherstellen. Risiken aus dem Konzernrechnungslegungsprozess werden vom Konzernrechnungswesen identifiziert, bewertet und fließen in den Risikomanagement-Prozess des Konzerns ein.
Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und -Bewertungsvorgaben halten wir in einem Bilanzierungshandbuch fest. Das Handbuch gewährleistet konzernweit eine einheitliche und korrekte Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards und regelmäßig aktualisiert bzw. an die rechtlichen Vorgaben angepasst. Das Konzernrechnungswesen stellt die Einhaltung der Vorschriften sicher.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses verwenden wir ein IT-System mit standardisierten Reporting- und Konsolidierungsregeln. Konzerninterne Transaktionen werden im Rahmen eines vorangeschalteten Abstimmprozesses überprüft und, sofern erforderlich, eliminiert. Schriftliche Anweisungen gewährleisten dabei ein sachgerechtes Vorgehen. Ein Freigabeprozess für manuelle Buchungen stellt unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen die Einhaltung des Vieraugenprinzips sicher.
Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im Konzernabschlussprozess ist eine Package-Prüfung implementiert, die durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens durchgeführt und dokumentiert wird.
Der Konzernabschluss der Talanx AG wird zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; der Halbjahresabschluss des Konzerns unterliegt einer prüferischen Durchsicht.
Maßgeblich für diesen Bericht ist der Deutsche Rechnungslegungs Standard DRS 20. Er ist die Grundlage für die weitere Darstellung und die Kategorisierung der Risiken:
| ― |
Versicherungstechnische Risiken |
| ― |
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft |
| ― |
Risiken aus Kapitalanlagen |
| ― |
Operationelle Risiken |
| ― |
Andere wesentliche Risiken |
Das versicherungstechnische Risiko beschreibt die Gefahr einer unerwarteten nachteiligen Veränderung des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten in der Solvabilitätsübersicht. Ursachen für diese Abweichung können etwa Zufall, Irrtum oder Änderung der Kalkulation zugrunde liegender Annahmen (z. B. Biometrie, Schadenhöhen, Auszahlungsdauer oder Kosten für die Schadenregulierung) sein.
Das Reserverisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich auf den Betrag der Schadenabwicklung auswirken. Gründe dafür können insbesondere die Schadenhöhe, Auszahlungsdauer und die Kosten für die Schadenregulierung sein. Das Reserverisiko berücksichtigt Schadenereignisse vor dem Bilanzstichtag.
Die Angemessenheit der Reserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden wird üblicherweise auch mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 30,1 (30,0) Jahren; die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 125 (177) Mio. EUR.
Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva", Anmerkung 21). Unsere aktuariellen Berechnungen zur Angemessenheit der Reserve lassen wir zur Qualitätssicherung jährlich durch externe Aktuariats- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zusätzlich prüfen.
Zur partiellen Absicherung von Inflationsrisiken hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE insbesondere Wertpapiere im Bestand, deren Coupon- und Rückzahlungen inflationsabhängig sind. Ein Inflationsrisiko besteht insbesondere darin, dass sich die Verpflichtungen (z. B. Schadenreserven) inflationsbedingt anders entwickeln könnten als bei der Reservebildung unterstellt. Die genannten Anleihen schützen diese Teile der Schadenreserven gegen Inflationsrisiken.
Um die Auswirkungen einer unerwarteten Veränderung der Inflation auf die Schadenrückstellungen des Konzerns genauer beurteilen zu können, werden zudem die Auswirkungen möglicher Stressszenarien auf die Erstversicherungsgruppe regelmäßig von externen Aktuaren analysiert.
Vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken würde ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfall-Erst- und -Rückversicherung um 5 Prozentpunkte das Jahresergebnis nach Steuern um 710 (622) Mio. EUR mindern.
Das Prämienrisiko beschreibt unerwartete nachteilige Veränderungen der Versicherungsverbindlichkeiten. Diese ergeben sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der versicherten Ereignisse. Im Gegensatz zum Reserverisiko werden beim Prämienrisiko diejenigen Schadenereignisse (exklusive Naturkatastrophen) berücksichtigt, die sich nach dem Bilanzstichtag ereignen können. Im Rahmen des Prämienrisikos werden den zukünftigen Schadenereignissen die erwarteten Prämieneinnahmen gegenübergestellt.
Das Prämienrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Zu den Schadendreiecken siehe Anmerkung 21 im Konzernanhang. Die Bonität der Rückversicherer wird im Kapitel "Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft" angegeben.
Dem übernommenen Prämienrisiko begegnen wir u. a. durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern. Diese zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt. Bezüglich der Tätigkeit der Talanx AG als konzerninterner Rückversicherer verweisen wir auf die Kurzfassung des Lageberichts (Seite 54 ff.)
| In % | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Industrieversicherung | 50,2 | 58,6 | 55,2 | 53,4 | 51,8 | 50,9 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | 95,0 | 94,5 | 94,6 | 95,4 | 95,6 | 95,6 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 88,7 | 89,3 | 89,0 | 87,9 | 87,3 | 88,9 |
| Schaden-Rückversicherung | 90,3 | 90,7 | 89,7 | 88,5 | 89,3 | 90,6 |
| Gesamt Schaden/Unfallversicherung | 81,0 | 83,9 | 82,4 | 80,7 | 80,7 | 81,0 |
| In % | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
| Industrieversicherung | 44,5 | 45,6 | 44,1 | 46,1 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | 94,9 | 94,6 | 92,9 | 91,6 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 88,5 | 88,5 | 88,7 | 92,4 |
| Schaden-Rückversicherung | 89,9 | 90,2 | 91,3 | 88,9 |
| Gesamt Schaden/Unfallversicherung | 79,3 | 79,8 | 79,8 | 78,9 |
| In % | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Industrieversicherung | 79,9 | 87,3 | 85,7 | 74,9 | 76,5 | 81,2 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | 61,0 | 63,4 | 64,6 | 66,7 | 64,2 | 74,1 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 65,8 | 65,8 | 66,2 | 65,4 | 64,9 | 65,3 |
| Schaden-Rückversicherung | 69,0 | 67,0 | 71,2 | 66,7 | 69,3 | 68,9 |
| Gesamt Schaden/Unfallversicherung | 69,5 | 69,5 | 71,9 | 67,8 | 69,1 | 70,8 |
| In % | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
| Industrieversicherung | 81,8 | 75,2 | 66,8 | 82,0 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | 67,0 | 65,2 | 67,5 | 69,4 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 66,3 | 68,9 | 70,4 | 75,6 |
| Schaden-Rückversicherung | 70,3 | 70,7 | 78,8 | 72,0 |
| Gesamt Schaden/Unfallversicherung | 70,8 | 70,3 | 74,4 | 73,6 |
Der Rückgang der Schadenquote im Segment Industrieversicherung um 7,4 Prozentpunkte auf 79,9 % resultiert im Wesentlichen - trotz Überschreitung des Erwartungswertes für Großschäden - aus den Effekten des Programms "20/20/20". Dadurch verbesserte sich die Großschaden- als auch die Frequenzschadenquote in der Sparte Feuer. Die Schadenquote im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall ist im Wesentlichen infolge eines profitablen Wachstums und höheren Abwicklungsergebnisses um 2,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Die Schadenquote des Segments Privat- und Firmenversicherung International liegt mit 65,8 % auf dem Vorjahresniveau. Im Segment Schaden-Rückversicherung hat sich die Schadenquote um 2,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Gründe hierfür waren, wie bereits im Vorjahr, Großschäden oberhalb der Erwartungen und Nachmeldungen für Vorjahresschäden sowie der weiterhin konservative Reservierungsansatz.
Insgesamt ist die Schadenquote auf einem stabilen Niveau und beträgt unverändert zum Vorjahr 69,5 %. Die moderate Höhe der Schadenquote in den vergangenen Jahren ist zudem Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und des Erfolgs im aktiven Schadenmanagement.
Großschäden sind Schäden, die eine festgelegte Schadenhöhe überschreiten oder Kriterien erfüllen, aufgrund derer sie eine besondere Bedeutung in der Schaden-/Unfallversicherung haben. Nachfolgend werden die Großschäden des Geschäftsjahres differenziert aufgeführt, unterteilt in Naturkatastrophen und sonstige Großschäden, sowie deren Anteil an der kombinierten Schaden-/Kostenquote des Konzerns.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Großschadenbudget | 1.190 | 1.125 |
| Großschäden (netto) | 1.319 | 1.244 |
| davon Naturkatastrophen | 773 | 722 |
| davon sonstige Großschäden | 546 | 522 |
| In % | ||
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung | 98,3 | 98,2 |
| davon Großschäden (netto) | 6,4 | 6,8 |
1
Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto, für den Anteil
des Konzerns
In der Schadenversicherung ergeben sich Konzentrationsrisiken insbesondere aus der geografischen Konzentration, der Konzentration aus Rückversicherung und Kapitalanlagen sowie aus den versicherten Naturkatastrophenrisiken und den vom Menschen verursachten Katastrophen.
Das Naturkatastrophenrisiko behandelt als Teil des Prämienrisikos zukünftige Schadenereignisse. Aufgrund der Möglichkeit einer sehr hohen Ausprägung der Schadenereignisse aus Naturkatastrophen werden diese separat berücksichtigt. Zur Analyse solcher Naturgefahrenereignisse (Extremszenarien und Kumule) wurde ein einheitliches Global Event Set etabliert.
Auf Grundlage der zuletzt ermittelten Werte ergeben sich für die Gruppe in Bezug auf die Netto-Schadenbelastung (Jahres-Gesamtschaden) nachfolgende Kumulszenarien von Naturgefahren:
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| 200-Jahres-Schaden Atlantik-Hurrikan | 2.605 | 2.294 |
| 200-Jahres-Schaden USA-, Kanada-Erdbeben | 2.350 | 1.926 |
| 200-Jahres-Schaden Asien-Pazifik-Erdbeben | 1.692 | 1.446 |
| 200-Jahres-Schaden Europa-Sturm 2 | 1.151 | 846 |
| 200-Jahres-Schaden Zentral- und Südamerika-Erdbeben | 1.600 | 1.505 |
| 200-Jahres-Schaden Europa-Erdbeben | 1.226 | 1.134 |
| 200-Jahres-Schaden Europa-Überschwemmung | 811 | 776 |
1
Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen.
2
Seit 2019 inklusive Europa Hagel/Sommersturm und Großbritannien Sturmflut
Darüber hinaus überprüfen wir regelmäßig weitere Kumulszenarien. Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken sichern wir durch individuellen Rückversicherungsschutz ab.
Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken limitieren wir das maximal zulässige Naturkatastrophenrisiko nach Gefahrenregionen auf Gruppen- und Geschäftsbereichsebene. Bei der Festlegung des Limits wirken Risikomodellierung und Geschäftsplanung zusammen.
Die Erwartungen in Bezug auf Schadenbelastungen bilden wir im Rahmen der Geschäftsplanung u. a. über das Großschadenbudget ab. Für 2019 ergeben sich leichte Überschreitungen des Budgets auf Konzernebene sowie in den Geschäftsbereichen. Die Netto-Großschadenbelastung im Geschäftsjahr (1.319 [1.244] Mio. EUR) beinhaltet u. a. Schäden aus dem Hurrikan "Dorian" in den USA mit einem Net-to-Schaden in Höhe von 213 Mio. EUR und dem Taifun "Hagibis" in Japan mit einem Netto-Schaden in Höhe von 197 Mio. EUR.
Die Verteilung der Schadenrückstellungen der Sachversicherer nach Regionen gestaltet sich (nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen) wie folgt:
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto2 |
| 31.12.2019 | |||
| Deutschland | 9.635 | 4.149 | 5.485 |
| Großbritannien | 4.104 | 342 | 3.762 |
| Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei | 2.641 | 265 | 2.376 |
| Übriges Europa | 8.824 | -376 | 9.199 |
| USA | 10.746 | 174 | 10.572 |
| Übriges Nordamerika | 1.529 | 1.169 | 360 |
| Lateinamerika | 1.917 | 235 | 1.682 |
| Asien und Australien | 4.265 | 121 | 4.144 |
| Afrika | 302 | 8 | 295 |
| Gesamt | 43.962 | 6.086 | 37.875 |
| 31.12.2018 | |||
| Deutschland | 9.403 | 1.057 | 8.346 |
| Großbritannien | 3.829 | 654 | 3.175 |
| Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei | 2.152 | 168 | 1.984 |
| Übriges Europa | 8.421 | 1.783 | 6.638 |
| USA | 10.146 | 519 | 9.627 |
| Übriges Nordamerika | 1.231 | 1.533 | -302 |
| Lateinamerika | 1.830 | 166 | 1.664 |
| Asien und Australien | 3.366 | 161 | 3.205 |
| Afrika | 266 | 12 | 254 |
| Gesamt | 40.644 | 6.053 | 34.591 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2
Nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen
Die Prämien in der Schaden-/Unfall-Erstversicherung verteilen sich nach Versicherungsarten wie folgt:
| In Mio. EUR | Gebuchte Bruttoprämien | Gebuchte Nettoprämien |
| 31.12.2019 | ||
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | ||
| Kraftfahrtversicherung | 4.249 | 3.941 |
| Sachversicherung | 3.567 | 1.655 |
| Haftpflichtversicherung | 2.384 | 1.562 |
| Unfallversicherung | 359 | 306 |
| Transport | 727 | 443 |
| Sonstige Schaden/Unfallversicherung | 672 | 394 |
| Schaden-Rückversicherung | 14.781 | 13.347 |
| Gesamt | 26.739 | 21.647 |
| 31.12.2018 | ||
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | ||
| Kraftfahrtversicherung | 4.014 | 3.818 |
| Sachversicherung | 2.973 | 1.497 |
| Haftpflichtversicherung | 1.822 | 1.374 |
| Unfallversicherung | 349 | 286 |
| Transport | 530 | 378 |
| Sonstige Schaden/Unfallversicherung | 418 | 303 |
| Schaden-Rückversicherung | 11.976 | 10.868 |
| Gesamt | 22.082 | 18.524 |
1
Vor Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige biometrische und/oder kapitalanlagebezogene Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter im Verlauf der Zeit ändern. Dies gilt auch für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen, vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung geprägten rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen im Abschnitt "operationelle Risiken" diskutiert werden.
Der Grad des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern. Sie zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt:
| In % | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben | 93,9 | 93,6 | 95,2 | 95,4 | 95,8 | 95,2 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 98,9 | 98,8 | 98,5 | 98,5 | 97,2 | 98,0 |
| Personen-Rückversicherung | 89,5 | 90,7 | 91,7 | 90,4 | 84,2 | 83,9 |
| Gesamt Personenversicherung | 92,1 | 92,6 | 93,6 | 92,9 | 89,1 | 89,6 |
| In % | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben | 93,9 | 94,4 | 93,6 | 92,9 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 95,8 | 89,7 | 82,8 | 84,1 |
| Personen-Rückversicherung | 87,7 | 89,3 | 91,0 | 91,7 |
| Gesamt Personenversicherung | 90,9 | 91,3 | 91,8 | 91,8 |
Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellung erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft.
Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten die Risikosituation verändern.
Bei Rentenversicherungen kann sich eine Veränderung der Risikosituation vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen sowie aus überraschenden medizinischen Innovationen ergeben. Diese Faktoren erhöhen die Lebenserwartung und führen dazu, dass die Versicherten in der Gesamtheit länger Leistungen beziehen als kalkuliert.
Bei der Berechnung der Prämie und der versicherungstechnischen Rückstellungen werden vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt. Ihre Angemessenheit stellen wir durch einen regelmäßigen Abgleich der nach den Ausscheideordnungen erwarteten mit den tatsächlich eingetretenen Leistungsfällen sicher. Für Irrtums-, Zufalls- und Änderungsrisiko rechnen wir adäquate Sicherheitszuschläge ein.
Bei den Leben-Erstversicherungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen enthaltenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Werden diese Sicherheitszuschläge nicht benötigt, geben wir die sich daraus ergebenden Überschüsse den gesetzlichen Regelungen entsprechend größtenteils an die Versicherungsnehmer weiter. Dadurch kann die Ergebniswirkung bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- oder Zinserwartung durch eine Anpassung der künftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gedämpft werden.
Über Rückversicherungsverträge sichern wir vor allem biometrische Risiken zusätzlich ab. Damit wir diese Verträge dauerhaft erfüllen können, bilden wir entsprechende Rückstellungen. Ihre Berechnung beruht u. a. auf Annahmen hinsichtlich der Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare bilden zudem Sicherheitszuschläge, die auch Änderungsrisiken hinreichend berücksichtigen.
Lebensversicherungsverträge bergen auch Stornorisiken: So kann es bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen dazu kommen, dass für die Auszahlung von Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zu ungeplanten Verlusten führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an und analysieren regelmäßig die Stornosituation. Daneben vergleichen und steuern sie regelmäßig die Laufzeiten auf der Aktiv- und Passivseite.
Des Weiteren kann es bei Stornierungen zu Rückforderungsausfällen gegenüber Versicherungsvermittlern kommen. Daher unterliegt die Auswahl der Vermittler hohen Sorgfaltsanforderungen.
Bei erhöhten Stornierungen kann auch das Kostenrisiko steigen, nämlich dann, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können.
Grundsätzlich prüfen wir regelmäßig das Stornoverhalten unserer Versicherungsnehmer und die Stornoentwicklung unseres Versicherungsbestands.
Zur Quantifizierung der versicherungstechnischen Risiken nehmen wir im Rahmen des internen Modells Szenario- und Sensitivitätsanalysen vor. Diese beziehen sich auf die Basiseigenmittel. Die Analysen geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist:
| In % | 2019 | 2018 |
| Sterblichkeit/Morbidität +5 % (ohne Rentengeschäft) | -3 bis 0 | -3 bis -1 |
| Sterblichkeit -5 % (nur Rentengeschäft) | -4 bis 0 | -4 bis -1 |
| Stornoquote +10 % | -2 bis 0 | -2 bis 0 |
| Kosten +10 % | -5 bis 0 | -5 bis -1 |
Die Exponiertheit der Lebensversicherer der Gruppe unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit Auswirkungen auf die Basiseigenmittel. Die Sensitivitäten enthalten keinen Ausgleich zwischen Renten und Todesfallversicherungen.
Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen unterscheiden wir zwischen fondsgebundenen Verträgen und traditionellen Verträgen mit garantiertem Rechnungszins, wobei Letztere in unserem Versicherungsbestand überwiegen. Während bei fondsgebundenen Verträgen die Kunden das Anlagerisiko tragen, sichert der Versicherer den Kunden bei traditionellen Verträgen eine garantierte Verzinsung auf die Sparanteile der Prämie zu. Bei jüngeren Versicherungsprodukten arbeiten wir mit deutlich reduzierten Garantien (Moderne Klassik), um den steigenden Solvenzkapitalanforderungen entsprechen zu können.
Das bedeutendste Risiko im Erstversicherungsbereich besteht bei der deutschen Lebensversicherung darin, dass mit den Kapitalanlagen keine ausreichende Verzinsung zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Kunden erwirtschaftet wird. Die garantierten Verzinsungen der Sparanteile in traditionellen Lebensversicherungen hängen im Wesentlichen von der Rechnungszinsgeneration der Verträge ab. Die rechnungsmäßigen Zinsen der verschiedenen Tarifgenerationen liegen zwischen 4 (4) % und 0,9 (0,9) % pro Jahr. Der durchschnittliche bilanzielle Garantiezins für die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern und in der HDI Pensionskasse AG per 31. Dezember 2019 liegt nach Berücksichtigung der seit 2018 einer veränderten Berechnungsmethode folgenden Zinszusatzreserve bei 1,78 (1,95) %. Das Zinsgarantierisiko stellt auch das dominierende Konzentrationsrisiko dar.
Insbesondere wegen der begrenzten Verfügbarkeit an lang laufenden festverzinslichen Wertpapieren am Kapitalmarkt ist es nur in Teilen möglich, die Zinsverpflichtungen der Verträge vollständig fristenkongruent abzubilden. Dies führt dazu, dass die Zinsbindung auf der Aktivseite regelmäßig etwas kürzer ist als diejenige auf der Verpflichtungsseite (sogenannter Durations- oder Asset-Liability-Mismatch).
Für den Gesamtkonzern beträgt die Duration (Macaulay-Duration) für die festverzinslichen Wertpapiere (inklusive Zinsderivate) per 31. Dezember 2019 8,2 (8,1) Jahre und die durchschnittliche Restlaufzeit der Brutto-Schadenreserven inklusive der Brutto-Deckungsrückstellungen 9,3 (9,5) Jahre. Bezieht man zusätzlich die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung für das Lebensversicherungsgeschäft mit Optionen und Garantien ein, erhöht sich die Duration (Macau-lay-Duration) der Verbindlichkeiten auf 12,2 (12,0) Jahre. 1
Durch das in beiden Fällen ausgewiesene Durations-Mismatch reagieren die Basiseigenmittel sensitiv auf die innerhalb des Modells verwendeten Diskontierungsannahmen. Jenseits einer Laufzeit von 20 Jahren sind diese nicht vom Kapitalmarkt abgeleitet, sondern folgen derjenigen Branchenkonvention, wie sie im Solvency-II-Regime durch die europäische Aufsicht zugrunde gelegt wird. Sofern die branchenüblichen Annahmen zum Diskontierungszins für Verpflichtungen mit Laufzeiten von über 20 Jahren höher sind als die dann am Markt tatsächlich realisierbaren Zinssätze, unterschätzen die zur Berechnung der Basiseigenmittel verwendeten Bewertungsmodelle die Verpflichtung gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität der Lebensversicherung. Wenn die tatsächlich erzielbaren Zinssätze dagegen über den Diskontierungssätzen liegen, werden die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und das Zinsänderungsrisiko überschätzt. Aktuell deuten die tatsächlich erzielbaren Zinssätze in den wenig liquiden Kapitalmarktsegmenten für besonders lang laufende Wertpapiere eher darauf hin, dass die Bewertungsmodelle die Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und die Zinssensitivität unterschätzen und die Basiseigenmittel überschätzen.
Die Exponierung gegenüber dem Zinsgarantierisiko bestimmt sich aus den Risiken aus Kapitalanlagen. Diese werden zusammen mit den betreffenden Stresstests und Sensitivitäten in dem Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen" dargestellt.
Für fondsgebundene Lebensversicherungen werden die versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe der für die Versicherungsnehmer gehaltenen Fondsvolumen angesetzt. Damit haben Änderungen des Aktienkursniveaus direkte Auswirkungen auf die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen der fondsgebundenen Versicherungen, die jedoch durch gleich hohe Auswirkungen auf die Kapitalanlagen kompensiert werden. Zur Ungültigkeit der Ausschlussfristen des Widerspruchs- bzw. Rücktrittsrechts bei zwischen 1994 bis 2007 im Policen- bzw. Antragsmodell abgeschlossenen Verträgen mit nicht ordnungsgemäßen Belehrungen verbleiben weiterhin offene Fragen zu konkreten Rechtsfolgen. Die Basiseigenmittel werden damit nur durch die nicht für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen gehaltenen Kapitalanlagen beeinflusst. Dort hat ein Rückgang des Aktienkursniveaus einen negativen Einfluss. Dieser ist aufgrund der aktuell niedrigen Aktienquote sehr gering.
Für die Personen-Rückversicherung sind die biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung werden auf Grundlage der Meldungen unserer Zedenten sowie abgesicherter biometrischer Berechnungen festgelegt. Über Qualitätssicherungsmaßnahmen stellen wir sicher, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen genügen.
Das Neugeschäft generiert der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung weltweit gültiger Rahmen-Zeichnungsrichtlinien. Die Richtlinien werden jährlich daraufhin überprüft, dass sie die Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken angemessen berücksichtigen. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden über spezielle Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem wir die Einhaltung der Rahmen-Zeichnungsrichtlinien strukturiert und regelmäßig überwachen, reduzieren wir das Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäft und der Übernahme von internationalen Beständen erfolgen die Überprüfungen in der Regel besonders umfassend.
Wir vertrauen auf das Know-how unserer Underwriter und räumen ihnen abgestufte Kompetenzen ein. In unserer dezentralen Organisation steuern wir Risiken dort, wo sie entstehen, mit einem gruppenweit einheitlichen Ansatz, sodass wir eine Gesamtsicht auf die Risiken der Personen-Rückversicherung erhalten. Unsere globalen Zeichnungsrichtlinien bieten den Underwritern dafür einen geeigneten Rahmen. Die aus der Personen-Rückversicherung entspringenden Risiken sind im internen Kapitalmodell abgebildet.
In der Personen-Rückversicherung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nur von geringer Risikorelevanz. Dort wird das Risikoprofil von Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken dominiert, da in einem Teil der Verträge Todesfallleistungen und in einem anderen Teil Erlebensfallleistungen auszuzahlen sind. Zudem ist die Personen-Rückversicherung Stornorisiken ausgesetzt, da die aus den Rückversicherungsverträgen resultierenden Zahlungsströme auch vom Stornoverhalten der Versicherungsnehmer abhängen. Wir kalkulieren den Diversifikationseffekt zwischen Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken vorsichtig; die Verträge sind in der Regel für verschiedene Regionen, Altersgruppen und Personen abgeschlossen.
Die Hannover Rück hat im Jahr 2009 ein großes Personen-Rückversicherungsportefeuille aus den USA übernommen. Die tatsächliche Sterblichkeitserfahrung für das fragliche Portefeuille zeigte sich 2019 besser als zuletzt erwartet. Die weitere Entwicklung der unterliegenden Sterblichkeit beobachten wir fortlaufend.
Aufgrund der derzeit vorliegenden Erkenntnisse gehen wir weiterhin davon aus, dass das US-Mortalitätsgeschäft insgesamt einen positiven Ertragswert aufweist. Sollten weitere Informationen zu der Feststellung führen, dass dies nicht mehr der Fall ist, würde es zu einer einmaligen Belastung des IFRS-Ergebnisses kommen. Ebenso kann es in wenigen verbleibenden Einzelfällen zu einmaligen Belastungen des IFRS-Ergebnisses kommen, sofern die von Ratenanpassungen betroffenen Zedenten von ihrem Rückzugsrecht Gebrauch machen.
Für die Basiseigenmittel des Geschäftsbereichs Rückversicherung ergeben sich folgende Sensitivitäten:
| In % | 2019 | 2018 |
| Sterblichkeit +5 % (ohne Rentengeschäft) | -10 bis -7 | -9 bis -7 |
| Morbidität +5 % | -4 bis -2 | -3 bis -1 |
| Sterblichkeit -5 % (nur Rentengeschäft) | -4 bis -2 | -3 bis -2 |
| Stornoquote +10 % | -2 bis 0 | -3 bis -1 |
| Kosten +10 % | -1 bis 0 | -1 bis 0 |
Versicherungsprodukte der Leben-Erstversicherung können für den Versicherungsnehmer folgende wesentliche Optionen enthalten:
| ― |
Mindestverzinsung/Garantiezins |
| ― |
Möglichkeit des Rückkaufs und der Beitragsfreistellung des Vertrags |
| ― |
Erhöhung der Versicherungsleistung ohne erneute Gesundheitsprüfung |
| ― |
Möglichkeit, bei aufgeschobenen Rentenversicherungen anstelle des Rentenübergangs die Auszahlung der Versicherungsleistung durch Einmalzahlung (Kapitalwahlrecht) zu wählen |
Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Es besteht insoweit kein unmittelbares Marktrisiko.
In der Personen-Rückversicherung weist eine Anzahl von Verträgen die Merkmale auf, nach denen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat gemäß IAS 39 zum Marktwert zu bilanzieren sind (Vgl. auch "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" unter der Anmerkung 13 im Konzernanhang.).
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfall- bzw. Kreditrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Die Folge bei Eintritt wären Wertberichtigungen bzw. Forderungsabschreibungen.
Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern werden im Regelfall nicht besichert. Die Forderungshöhen sind gering und die Schuldnerschaft diversifiziert, sodass sich hier für den Konzern kein wesentliches finanzielles Risiko ergibt.
Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer.
Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern durch konzernweit gültige Vorgaben und Richtlinien. Die Rückversicherungspartner werden durch professionell besetzte Sicherungskomitees sorgfältig ausgewählt und fortlaufend auf ihre Bonität hin begutachtet. Dazu ziehen wir unter anderem Informationen externer Ratingagenturen heran.
Angaben zu ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, sowie die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre finden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 14.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen beliefen sich auf 8,5 (8,5) Mrd. EUR. Diesem Wert stehen neben Bürgschaften auch - als Depotverbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern ausgewiesene - Bardepots oder andere Gegenpositionen in Höhe von 2,9 (3,1) Mrd. EUR gegenüber.
Gegenüber einem Großteil unserer Rückversicherer und Retrozessionäre agieren wir auch als deren aktiver Rückversicherer (insbesondere im Segment Schaden-Rückversicherung), d. h., es besteht ein Potenzial zur Aufrechnung mit eigenen Verbindlichkeiten. Nach Abzug der vorgenannten Posten verbleibt ein Betrag in Höhe von 5,6 (5,4) Mrd. EUR.
Es ergibt sich folgende Ratingstruktur:

2019/2018
Innerhalb des unbesicherten Bestands sind 81 (84) % unserer Rückversicherungspartner/Retrozessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden.
Die Bilanzposition der Finanzinstrumente, die in Verbindung mit Versicherungsverträgen stehen (Policendarlehen, Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen) - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen - stellt das Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag dar.
Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei konzernfremden Zedenten gestellten Sicherheiten (z. B. Bar- und Wertpapierdepots), die keine Zahlungsströme auslösen und die von diesen Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Diese Sicherheiten verhalten sich grundsätzlich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduzieren sich die versicherungstechnischen Rückstellungen in gleichem Maß. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt.
Der Abrechnungssaldo (Ertrag für den Erstversicherer), definiert als der Anteil der Rückversicherer an den verdienten Beiträgen abzüglich des Anteils der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsleistungen sowie den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, belief sich im Berichtsjahr auf -888 (13) Mio. EUR.
Das Marktrisiko umfasst einerseits Schwankungen der Kapitalanlagen auf der Aktivseite, andererseits bestehen durch die Entwicklung der Kapitalmärkte aufgrund der ökonomischen Bilanzierung auch Auswirkungen auf die versicherungstechnischen Risiken auf der Passivseite. Die Schwankungen der Kapitalanlagen resultieren aus Marktpreisschwankungen, die im Falle nachteiliger Veränderungen zu Wertminderungen führen können.
Unsere Kapitalanlagepolitik ist, dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht folgend, an folgenden Zielen ausgerichtet:
| ― |
Optimierung der Rendite aus den Kapitalanlagen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau |
| ― |
permanente Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (Zahlungsfähigkeit) |
| ― |
Risikodiversifizierung (Mischung und Streuung) |
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Gleichermaßen wirkt sich die Veränderung von Credit Spreads auf den Marktpreis von festverzinslichen Wertpapieren aus.
Aktienkursrisiken ergeben sich aus ungünstigen Wertveränderungen im Bestand gehaltener Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivate.
Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen. Diese kommen insbesondere dann zum Tragen, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht.
Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen direkt oder über Fondsanteile ergeben. Sie können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall ausgelöst werden.
Die Exponierung gegenüber diesen Risiken wird insbesondere durch die Struktur des Investmentportfolios beeinflusst. Die folgende Darstellung zeigt das Portfolio des Talanx Konzerns nach Währungen, Anlageklassen und Ratings in der Bewertung gemäß IFRS-Abschluss:

Das Portfolio wird von festverzinslichen Wertpapieren dominiert, die zu 75 (79) % über ein Rating von mindestens A verfügen. Anleihen mit sehr guter Bonität und langer Duration ergänzen wir selektiv um hochverzinste Anleihen mit kurzer Laufzeit. Der Großteil unserer Anlagen notiert in Euro, im Nicht-Euro-Raum dominiert der US-Dollar.
Auf Staatsanleihen entfallen 46 (46) % der festverzinslichen Wertpapiere. Diese modellieren wir in TERM - im Gegensatz zur Solven-cy-II-Standardformel - als ausfallrisikobehaftet.
Trotz unseres eher risikoarmen Portfolios kommt den Marktrisiken angesichts der Höhe des Kapitalanlagebestands eine große Bedeutung für das Risikoprofil der Gruppe zu. Die Marktrisiken bewerten wir mit TERM. Als wesentlich sind hier insbesondere Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken einzustufen.
Die Risikokonzentration bilden wir im Modell ab, das neben der reinen Wirkung der Konzentration von Emittenten zusätzlich auch Effekte aus der Korrelation von wirtschaftlichen und geografischen Zusammenhängen zwischen Emittenten umfasst.
Die Überwachung und Steuerung von Marktrisiken erfolgt insbesondere durch unser Limit- und Schwellenwertsystem. Dabei ist ein wichtiges Element die regelmäßige Überwachung des Value at Risk (VaR). Bei der VaR-Kontrolle werden neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen sowie deren Sensitivität zu Marktrisikofaktoren berücksichtigt. Der Berechnung des ALM-VaR legen wir ein Konfidenzniveau von 99,5 % und eine Haltedauer von zehn Tagen zugrunde. Das geschätzte Verlustpotenzial wird also innerhalb von zehn Tagen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 % überschritten.
Der ALM-VaR zum 31. Dezember 2019 betrug 1.786 (1.531) Mio. EUR, das entspricht einer Quote von 1,4 (1,3) %der betrachteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die ALM-VaR-Quote nahezu unverändert.
Daneben kommt zur Risikofrüherkennung eine Modellvariante zum Einsatz, bei der kürzere Zeitreihen berücksichtigt werden und Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit durch die Verwendung einer exponentiellen Gewichtung einen stärkeren Einfluss auf die Risikokennzahlen haben. Diese Variante weist eine deutlich höhere Sensitivität des ALM-VaR-Modells für aktuelle Volatilitätsveränderungen an den Kapitalmärkten auf und kann ergänzend frühzeitig auf einen Risikoanstieg hinweisen.
Stresstests sowie Szenario-Analysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis und schätzen so das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen ab. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir Aktien- und Währungskursänderungen sowie Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus und der Renditeaufschläge für Anleihen bonitätsrisikobehafteter Emittenten (Spreads). Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus.
Die nachstehende Tabelle zeigt Szenarien für die Entwicklung der im Konzern gehaltenen selbst verwalteten Kapitalanlagen (brutto) zum Bilanzstichtag. Bei den gezeigten Effekten nicht berücksichtigt werden die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Einschluss dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren.
| Portfolio | Szenario | In der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen1 | Im sonstigen Ergebnis zu erfassen1 | |
| Aktien 3 | ||||
| Aktienkurse | +20 % | 12 | 185 | |
| Aktienkurse | +10 % | 5 | 93 | |
| Aktienkurse | -10 % | -1 | -93 | |
| Aktienkurse | -20 % | 2 | -186 | |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| Renditeanstieg | +200 BP | -58 | -10.529 | |
| Renditeanstieg | +100 BP | -36 | -5.766 | |
| Renditerückgang | -100 BP | 49 | 6.488 | |
| Renditerückgang | -200 BP | 111 | 13.784 | |
| Währungssensitive Kapitalanlagen | ||||
| Aufwertung EUR 4 | +10 % | -3.803 | -309 | |
| gegenüber USD | -2.056 | -252 | ||
| gegenüber GBP | -409 | -5 | ||
| gegenüber PLN | -254 | -2 | ||
| gegenüber Sonstigen | -1.085 | -49 | ||
| Abwertung EUR 4 | -10 % | 3.803 | 309 | |
| gegenüber USD | 2.056 | 252 | ||
| gegenüber GBP | 409 | 5 | ||
| gegenüber PLN | 254 | 2 | ||
| gegenüber Sonstigen | 1.085 | 49 |
| Portfolio | Szenario | 31.12.2019 Bestandsveränderung auf Marktwertbasis2 | 31.12.2018 Bestandsveränderung auf Marktwertbasis2 | |
| Aktien 3 | ||||
| Aktienkurse | +20 % | 197 | 178 | |
| Aktienkurse | +10 % | 97 | 89 | |
| Aktienkurse | -10 % | -94 | -88 | |
| Aktienkurse | -20 % | -184 | -176 | |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| Renditeanstieg | +200 BP | -16.652 | -14.075 | |
| Renditeanstieg | +100 BP | -9.165 | -7.669 | |
| Renditerückgang | -100 BP | 10.167 | 8.386 | |
| Renditerückgang | -200 BP | 21.711 | 17.869 | |
| Währungssensitive Kapitalanlagen | ||||
| Aufwertung EUR 4 | +10 % | -4.113 | -3.620 | |
| gegenüber USD | -2.308 | -2.121 | ||
| gegenüber GBP | -414 | -355 | ||
| gegenüber PLN | -256 | -233 | ||
| gegenüber Sonstigen | -1.134 | -912 | ||
| Abwertung EUR 4 | -10 % | 4.113 | 3.620 | |
| gegenüber USD | 2.308 | 2.121 | ||
| gegenüber GBP | 414 | 355 | ||
| gegenüber PLN | 256 | 233 | ||
| gegenüber Sonstigen | 1.134 | 912 |
1
Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung)
2
Inkl. Finanzinstrumente der Kategorien "Darlehen und Forderungen" und "Bis zur Endfälligkeit
zu haltende Finanzinstrumente"
3
Inkl. Derivatebestände
4
Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro um +/-10 %, auf Basis der Bilanzwerte
Derivatgeschäfte schließt der Konzern ab,
| ― |
um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, |
| ― |
um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder |
| ― |
um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. |
In geringem Umfang werden im Konzern auch OTC-Derivate eingesetzt, die ein Kontrahentenrisiko mit sich bringen.
Über Art und Umfang der Investitionen in derivative Finanzinstrumente entscheiden die Vorstände der Konzerngesellschaften.
Der Einsatz derivativer Produkte wird durch interne Richtlinien geregelt. Die Richtlinien sollen einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten gewährleisten und sicherstellen, dass die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt.
Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte überwachen wir laufend; Derivatpositionen und -transaktionen führen wir im Reporting detailliert auf. Durch Netting- und Sicherheitsvereinbarungen reduzieren wir das wirtschaftliche Ausfallrisiko aus dem Einsatz von OTC-Derivaten mit den jeweiligen Kontrahenten.
Nähere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente lassen sich Anmerkung 13 im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva" des Konzernanhangs entnehmen.
Kreditrisiken bzw. Adressenausfallrisiken bestehen darin, dass sich die Bonität von Schuldnern verschlechtert und in Verbindung damit vereinbarte Zahlungen teilweise oder ganz ausfallen. Darüber hinaus kann es zu bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten kommen. Kreditrisiken untergliedern sich im Besonderen in:
| ― |
Emittentenrisiko (Ausfallrisiko, Migrationsrisiko) |
| ― |
Kontrahentenrisiko (Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiko) |
| ― |
Konzentrationsrisiko |
Bei der Risikomodellierung wird das Kreditrisiko in die folgenden Teilrisiken aufgefächert: Spread-, Migrations- und Defaultrisiken sowie Korrelations- und Konzentrationsrisiken. Während Spread- und Migrations- sowie Defaultrisiken auf Einzelassetebene quantifiziert werden können, lassen sich Korrelations- und Konzentrationseffekte lediglich in einem konkreten Portfoliokontext beobachten. Über Korrelationen werden die Abhängigkeiten der Bonität verschiedener Emittenten abgebildet. Das Korrelations- und Konzentrationsrisiko misst damit Konzentrationen der Kapitalanlage gegenüber einzelnen Emittenten unter Berücksichtigung solcher Bonitätsabhängigkeiten.
Die Adressenausfallrisiken werden über das Talanx Limit- und -Schwellenwertsystem bzw. die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht. Hierzu sind Limite auf Portfolio-, Emittenten-/ Kontrahenten- und teilweise auf Assetklassenebene festgelegt, die eine breite Mischung und Streuung im Portfolio sicherstellen. Das Überschreiten von Limits löst festgelegte Eskalationsprozesse aus.
Wesentliches Kriterium für die Investitionsentscheidung ist die Bonität eines Emittenten. Grundlage für die Bonitätsbeurteilung sind eigene Kreditrisikoanalysen, die durch Ratings externer Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder anderer Ratingagenturen ergänzt werden. Die Neuanlage findet im Wesentlichen in Titeln mit einem Investment-Grade-Rating statt. Zur frühzeitigen Erkennung von Bonitätsverschlechterungen ist ein Frühwarnsystem auf Basis von Marktinformationen (z. B. Credit Spreads und Aktienkurse) installiert. Zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos werden OTC-Geschäfte nur mit einem ausgewählten Kontrahentenkreis abgeschlossen und produktübergreifende Rahmenverträge vereinbart, die sowohl Netting- als auch Kollateralleistungen umfassen (siehe hierzu unsere Darstellung in Anmerkung 13 des Konzernanhangs). Weiterhin werden Credit Default Swaps zur effizienten Steuerung von Kreditrisiken eingesetzt.
Das Adressenausfallrisiko wird auf Einzeladressenebene anhand folgender Merkmale charakterisiert:
| ― |
Ausfallwahrscheinlichkeit, abgeleitet aus dem Kompositrating (zweitbestes Rating der verfügbaren Agenturratings von Standard & Poor's, Moody's, Fitch und Scope): Sie beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Schuldner innerhalb eines definierten Zeitraums ausfällt |
| ― |
Verlustquote bei Ausfall, abgeleitet aus dem Grad der Besicherung bzw. der Seniorität einer Emission |
| ― |
Exposure at Default: Es entspricht der erwarteten Höhe der Forderung zum Zeitpunkt des Ausfalls |
Für die Bestände werden unter Berücksichtigung der Ratings bzw. der zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeit und der erwarteten Verlustquote ein erwarteter Verlust sowie ein Credit Value at Risk (CVaR) berechnet. Der CVaR entspricht dabei der Höhe des (unerwarteten) Verlustes, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird. Die stochastische Simulation zur Berechnung des CVaR berücksichtigt neben emittentenspezifischen Merkmalen auch Portfoliokonzentrationen (z. B. in Branchen und Ländern) sowie Korrelationen der einzelnen Vermögenswerte. Durch diesen Ansatz werden insbesondere Konzentrationseffekte und Abhängigkeiten zwischen den Portfoliobeständen in der Messung des Kreditrisikos erfasst.
Die so ermittelten Risikokennzahlen werden auf den verschiedenen Steuerungsebenen zusammengeführt und bilden die Basis für die Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken.
Per 31. Dezember 2019 beträgt der Credit VaR für den gesamten Konzern 5.804 (4.865) Mio. EUR bzw. 4,7 (4,3) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt damit das durchschnittliche Kreditrisiko der Kapitalanlagen. In der internen Risikoermittlung werden alle kreditrisikobehafteten Kapitalanlagen erfasst. Dies umfasst auch europäische Staatsanleihen, die nach dem Standardmodell unter Solvency II hingegen fiktiv als risikofrei angesehen werden.
Der Anstieg des Credit VaR gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der weiteren internationalen Diversifizierung der Kapitalanlagen mit selektiver Risikonahme. Die Investments orientieren sich weiterhin an der konservativen Wiederanlagepolitik in der Kapitalanlage des Konzerns. Darüber hinaus wurden die Investments in Infrastruktur weiter ausgebaut, die aufgrund ihrer relativ langen Laufzeiten mit leicht überdurchschnittlichen Risikoanrechnungsfaktoren im Credit VaR Berücksichtigung finden.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ratingherabstufung um eine Stufe | 6.990 | 5.903 |
| (+20 %) | (+21 %) | |
| Ratingherabstufung um zwei Stufen | 8.412 | 7.160 |
| (+45 %) | (+47 %) | |
| Anstieg LGD um zehn Prozentpunkte | 6.493 | 5.526 |
| (+12 %) | (+14 %) |
Die Tabelle zeigt die Sensitivität des CVaR für bestimmte Kreditszenarien. Zum einen wird die Auswirkung eines Herabstufens der Emittentenratings um eine bzw. zwei Stufen (Notches) und zum anderen der Verminderung der erwarteten Verwertungsquoten im Fall eines Zahlungsausfalls dargestellt.
Innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Staatsanleihen mit einem Rating schlechter als A- beläuft sich das Exposure des Konzerns auf Marktwertbasis auf 5,1 (4,1) Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 4,1 (3,7) %.
| In Mio. EUR | Rating1 | Schuldtitel von Staaten | Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | Schuldtitel von Finanzinstituten | Schuldtitel von Unternehmen | Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
| 31.12.2019 | ||||||
| Italien | BBB | 2.722 | - | 742 | 564 | 478 |
| Brasilien | BB- | 332 | - | 68 | 368 | - |
| Mexiko | BBB+ | 157 | 1 | 164 | 337 | - |
| Ungarn | BBB | 585 | - | 18 | 13 | 29 |
| Russland | BBB- | 316 | 24 | 39 | 211 | - |
| Südafrika | BB+ | 133 | - | 4 | 91 | - |
| Portugal | BBB | 36 | - | 27 | 42 | 1 |
| Türkei | BB- | 134 | - | 26 | 31 | 4 |
| Sonstige BBB+ | 145 | - | 96 | 115 | - | |
| Sonstige BBB | 213 | 50 | 115 | 127 | - | |
| Sonstige <BBB | 304 | 52 | 112 | 163 | - | |
| 31.12.2018 | ||||||
| Italien | BBB | 2.319 | - | 547 | 501 | 454 |
| Brasilien | BB | 270 | - | 42 | 354 | - |
| Mexiko | BBB+ | 120 | 3 | 59 | 267 | - |
| Ungarn | BBB- | 541 | - | 2 | 11 | 26 |
| Russland | BB+ | 239 | 15 | 25 | 146 | - |
| Südafrika | BB+ | 147 | - | 5 | 52 | - |
| Portugal | BBB- | 38 | - | 11 | 53 | 20 |
| Türkei | BB+ | 18 | - | 26 | 32 | 3 |
| Sonstige BBB+ | 73 | - | 52 | 70 | - | |
| Sonstige BBB | 161 | 6 | 124 | 114 | - | |
| Sonstige <BBB | 197 | 26 | 108 | 139 | - |
| In Mio. EUR | Sonstige | Gesamt |
| 31.12.2019 | ||
| Italien | - | 4.506 |
| Brasilien | 15 | 784 |
| Mexiko | - | 659 |
| Ungarn | - | 645 |
| Russland | - | 589 |
| Südafrika | 1 | 229 |
| Portugal | - | 107 |
| Türkei | - | 196 |
| Sonstige BBB+ | - | 356 |
| Sonstige BBB | - | 505 |
| Sonstige <BBB | 247 | 879 |
| 31.12.2018 | ||
| Italien | - | 3.821 |
| Brasilien | 4 | 670 |
| Mexiko | - | 449 |
| Ungarn | - | 580 |
| Russland | - | 425 |
| Südafrika | 2 | 206 |
| Portugal | - | 122 |
| Türkei | - | 79 |
| Sonstige BBB+ | - | 195 |
| Sonstige BBB | - | 405 |
| Sonstige <BBB | 255 | 725 |
Die maximale Ausfallrisikoexposition (unserer Kapitalanlagen ohne Depotforderungen) am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, entspricht den Bilanzpositionen.
Im Konzern dienen insgesamt 914 (766) Mio. EUR an finanziellen Vermögenswerten zur Besicherung von Verbindlichkeiten sowie Eventualverpflichtungen. Von diesem Betrag entfallen Buchwerte in Höhe von 26 (28) Mio. EUR auf die Sicherstellung bestehender Geschäfte mit Derivaten, bei denen eigene Kapitalanlagen in Sperrdepots gehalten werden. Darüber hinaus hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengeschäften und Immobilientransaktionen marktübliche Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 701 (647) Mio. EUR betrug.
Weitere Angaben zu Sicherheitenstellungen können dem Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt "Angaben zu Art und Umfang erheblicher Beschränkungen" des Konzernanhangs entnommen werden.
Seitens der Hannover Rück SE wurden von verschiedenen Kreditinstituten Garantien in Form von Letters of Credit zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 (1,3) Mrd. EUR gestellt. Darüber hinaus wurden dem Konzern Vermögenswerte mit einem Zeitwert von 96 (121) Mio. EUR als Sicherheit gestellt, die ohne Vorliegen eines Zahlungsverzuges des Eigentümers verkauft oder als Sicherheit weitergereicht werden können.
Zum Bilanzstichtag befanden sich keine wesentlichen überfälligen nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere, mit Ausnahme der durch Grundpfandrechte besicherten Hypothekendarlehen, sofort abgeschrieben werden. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen siehe Anmerkung 30.
Die Ratingstruktur unserer festverzinslichen Wertpapiere, differenziert nach Bilanzpositionen, Investmentverträgen und kurzfristigen Geldanlagen, findet sich in den Anmerkungen im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva".
Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Die Exponierung hängt dabei von der Höhe der Verpflichtungen ab. So könnten wegen Illiquidität der Märkte Bestände unter Umständen nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Die Bewertung dieses Risikos stützt sich auch stark auf qualitative Analysen. Wir betrachten das Risiko dabei in seiner Gesamtheit als relevant. Eine Risikokonzentration sehen wir nicht.
Generell generiert die Gruppe laufend signifikante Liquiditätspositionen, weil die regelmäßigen Prämieneinnahmen fast ausnahmslos zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen.
Die folgende Tabelle stellt den Mittelzufluss aus Prämienzahlungen, die Mittelabflüsse aus Schadenzahlungen, Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen einschließlich der angefallenen Verwaltungskosten der Schaden/Unfallversicherung zum jeweiligen Bilanzstichtag gegenüber.
Die Liquiditätszuflüsse, die wir nachstehend für die Schadenversicherung darstellen, sind sämtlich positiv.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebensund Rentenversicherung | 25.248 | 21.628 |
| Schadenzahlungen (brutto) | -14.070 | -12.247 |
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen sowie Verwaltungsaufwendungen | -6.788 | -5.883 |
| Liquide Mittel | 4.390 | 3.498 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
Die Lebensversicherer im Konzern stellen zur Überwachung von Liquiditätsrisiken regelmäßig die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres den vorhandenen Kapitalanlagen gegenüber (unterjährig werden für die Netto-Schadenzahlungen des Geschäftsjahres Plangrößen verwendet). Hierbei werden mögliche unvorhergesehene Erhöhungen der Netto-Schadenzahlungen durch angemessene Aufschläge berücksichtigt und die Liquidierbarkeit der Kapitalanlagen beachtet.
Zur Minderung von Liquiditätsrisiken auf Gruppenebene führen wir regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie kontinuierliche Abstimmungen der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen durch. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass die Gruppe jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, welche die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen.
Zur Abfederung kurzfristig in der Gruppe auftretender Liquiditätsbedarfe hält die Talanx AG eine Mindestliquidität vor. Ein weiterer Baustein des Liquiditätsmanagements ist die Verfügbarkeit eines ausreichend dimensionierten Kreditrahmens. Weiterführende Ausführungen hierzu finden sich im Kapitel "Vermögens- und Finanzlage - Unterkapitel Liquidität und Finanzierung" des Konzernlageberichts. Darüber hinaus sichert die Talanx AG den Zugang der Gruppe zu lang- und ggf. auch kurzfristigen externen Finanzierungsquellen.
Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva stehen mit Kreditinstituten vereinbarte LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 3,0 (2,4) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2023 zur Verfügung. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rück SE Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher nachteiliger Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung der Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen.
Wir gehen davon aus, dass wir auch größeren unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen können.
Operationelle Risiken umfassen Verlustrisiken, die sich aus operativem Prozessversagen, unangemessenem Mitarbeiter- oder Entscheidungsverhalten oder nachteiligen Entwicklungen infolge externer Marktereignisse bzw. der Rechtssetzung und Rechtsprechung ergeben. Operationelle Risiken sind mit der Ausübung unseres Geschäfts zwangsläufig verbunden; sie lassen sich nicht vollständig vermeiden.
Zur Identifikation der mit der Ablauforganisation einhergehenden operationellen Risiken haben wir die Prozesse im Konzern erfasst, beschrieben und im Rahmen des internen Kontrollsystems mit Schlüsselkontrollen versehen. Wir bewerten operationelle Risiken mithilfe von Szenariobetrachtungen und im Rahmen von Expertenbefragungen.
Im Folgenden werden die wesentlichen Subkategorien operationeller Risiken und die jeweiligen Maßnahmen zur Begegnung der Risiken dargestellt:
Ein Risiko sehen wir im Hinblick auf den Bereich Business Continuity und IT-Service-Continuity. Es ist möglich, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen Einflüssen oder menschlichem Fehlverhalten beeinträchtigt wird. Diesem Risiko begegnen wir durch vorbeugende Maßnahmen wie Status-Monitoring zentraler IT-Systeme und redundante Auslegung. Zudem haben wir Instrumente für den Umgang mit Krisensituationen etabliert (z. B. Notfallpläne, Krisenstab auf Gruppenebene).
Ein weiteres Risiko besteht im Verlustrisiko, das sich aus eventueller Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen oder mangelnder Datenqualität ergibt. Ein wichtiges Instrument zur Minderung dieses Risikos ist ein effektives internes Kontrollsystem. Zusätzlich haben wir gruppenweite Standards für das Prozessmanagement etabliert, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Weitere operationelle Risiken sind Rechts-, Steuer- und Compliance-Risiken. Hierunter fällt explizit auch das Rechtsänderungsrisiko. Über die Zentralfunktionen der Gruppe, insbesondere die Compliance-Funktion sowie die Rechts- und die Steuerabteilung, überwachen wir die Risikolage eng und beraten Tochtergesellschaften und Fachabteilungen.
Eine Untergruppe des Rechtsänderungsrisikos sind Veränderungen des behördlichen Umgangs mit rechtlichen Grundsatzthemen, im Steuerrecht etwa auf Basis von Verlautbarungen des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Das BMF hat mit Schreiben vom 17. Juli 2017 etwa eine restriktive Auffassung zur steuerlichen Behandlung verschiedener Wertpapiertransaktionen verlautbart, die zuvor nicht nur üblich waren, sondern allgemein als steuerrechtlich unproblematisch eingestuft wurden und dementsprechend auch von einzelnen Gesellschaften der Gruppe als Teil der normalen Kapitalanlage getätigt wurden. Extern eingeholte Gutachten kommen allerdings zum Ergebnis, dass Steuerforderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit die rechtliche Grundlage fehlt und hilfsweise Rückgriffsansprüche gegen Vertragspartner hohe Erfolgsaussicht hätten.
Es wurde ein Referentenentwurf des BMF für ein Gesetz zur Deckelung der Abschlussprovisionen von Lebensversicherungen und Restkreditversicherungen veröffentlicht. Er sieht eine Begrenzung der Abschlussprovisionen und Vergütungen von Lebensversicherungen auf max. 2,5 % der auf 35 Jahre begrenzten Bruttobeitragssumme vor. Wenn bestimmte qualitative Merkmale erfüllt sind, kann die Abschlussprovision auf bis zu 4 % der Bruttobeitragssumme angehoben werden. Für die Vermittlung einer Restkreditversicherung ist eine Deckelung der Abschlussprovision auf max. 2,5 % der versicherten Darlehenssumme vorgesehen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Vertrieb der Restkreditversicherungen hätte die geplante gesetzliche Provisionsdeckelung spürbare Auswirkungen auf die betroffenen Konzerngesellschaften.
Neben dem Rechtsänderungsrisiko ist der Konzern im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Verfahren involviert. Der Ausgang solcher Verfahren ist zumeist unsicher. Nach unserer Einschätzung hat keines der Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns.
Das Risiko aus fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzungen von Gesetzen, insbesondere aus Vermögensdelikten, oder Verstößen gegen interne Regeln durch Mitarbeiter und/oder durch Dritte ist ebenfalls Bestandteil der operationellen Risiken. Auch diesem Risiko begegnen wir intern insbesondere mit Compliance-Schulungen und den Maßnahmen des IKS. In Verdachtsfällen können beispielsweise auch Sonderprüfungen der Revision erfolgen.
Unter Informations- und IT-Sicherheitsrisiken verstehen wir Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Um der zunehmenden Bedeutung dieser Risiken Rechnung zu tragen, haben wir gruppenweite Informationssicherheits-Leitlinien etabliert und führen regelmäßig kommunikative Maßnahmen zur Erhöhung der Security-Awareness durch. Unser interner IT-Dienstleister, die HDI Systeme AG (vormals Talanx Systeme AG), ist nach ISO 27001 - Informationssicherheit - zertifiziert; externe Partner sind auf die Einhaltung hoher Standards verpflichtet. Den Risiken von Cyber-Attacken steuert insbesondere der in der Gruppe etablierte IT-Security-Bereich - primär durch technische Maßnahmen - entgegen.
Der Konzern fokussiert sich zur Konsolidierung, Flexibilisierung und Verbesserung der Betriebsstabilität der IT-Infrastruktur sowie zur nachhaltigen Senkung der IT-Infrastruktur- und IT-Betriebskosten der Gruppe auf die Einbeziehung von Drittanbietern. Das Zusammenspiel zwischen internen und externen Services, deren Qualität sowie der Leistungsschnitt werden laufend überwacht. Unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken nehmen wir angemessene Anpassungen vor.
Auch Outsourcing-Risiken, die nicht IT-spezifisch sind, ordnen wir den operationellen Risiken zu; hierunter verstehen wir das Risiko, das sich aus einer konzerninternen oder -externen (Teil-)Ausgliederung von (Schlüssel-)Funktionen oder von für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts relevanten Tätigkeiten ergibt, die vom Unternehmen auch selbst ausgeübt werden könnten. Diese Risiken sind in den Risikomanagement-Prozessen und dem IKS der Gruppe erfasst. Für das Management ausgegliederter Tätigkeiten existieren spezifische interne Vorgaben und Regelungen. Der ganz überwiegende Teil der durch Tochtergesellschaften eingegangenen Ausgliederungsbeziehungen ist dabei gruppenintern.
Als weitere wesentliche Risiken haben wir Emerging Risks, strategische Risiken, Reputationsrisiken und Modellrisiken identifiziert. Diesen Risiken ist gemeinsam, dass sie sich nicht sinnvoll mit mathematischen Modellen analysieren lassen, weswegen wir hier vor allem auf qualitative Analysen zurückgreifen. Derart analysierte Risiken werden im Rahmen des ORSA berücksichtigt.
Unter Emerging Risks verstehen wir Risiken, deren Gefährdungspotenzial sich nur vage und deren Auswirkungen sich schwer beurteilen lassen. So kann beispielsweise zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der politischen Entwicklung weltweit und in einzelnen Ländern zu nervösen Märkten und einem gestiegenen Potenzial für das Aufkommen systemischer Schocks führen. Aus der Verbreitung neuer Technologien, Medikamente oder Werkstoffe können Folgewirkungen resultieren, die zu nicht absehbaren Schäden führen. Wir erheben und bewerten diese Risiken über einen gruppenweiten Prozess, in den Experten aus verschiedenen Einheiten eingebunden sind. Hierzu greifen wir auch auf extern verfügbare Expertise und Material zurück.
Strategische Risiken ergeben sich aus dem potenziellen Missverhältnis zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen, eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien, die unzureichende Umsetzung strategischer Projekte oder erhöhte Steuerungskomplexität durch den Umgang mit verschiedenen Sichten auf Kapital und Risiken sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an.
Reputationsrisiken sind Risiken, die zu einer Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führen. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze.
Auf der Gruppenebene findet das Modellrisiko eine besondere Beachtung. Unter Modellrisiken verstehen wir Risiken aus Fehlentscheidungen, die aus Unsicherheiten aus eventuell partiell oder vollständig fehlender Information in Bezug auf das Verständnis oder das Wissen um ein Ereignis, seine Konsequenzen oder seine Mutmaßlichkeit resultieren. Zur Begrenzung des Modellrisikos haben wir u. a. Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie einen stringenten Modelländerungsprozess implementiert.
In Projekten werden zumeist komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet, die insoweit auch mit spezifischen operationellen Risiken (Projektrisiken) verbunden sein können. Projektrisiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit IT-Großprojekten.
Die sonstigen Risiken des Konzerns umfassen implizit auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, die sich insbesondere aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, der Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und einer möglichen mangelnden Ausgewogenheit des Geschäfts ergeben. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt.
Aus den Pensionsverpflichtungen inklusive insbesondere derer, die die Talanx AG im Zuge der Gerling-Übernahme übernommen hat, kann sich neben biometrischen Veränderungen weiterer Nachreservierungsbedarf ergeben, wenn die Zinsen auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren oder gar weiter sinken oder laufende Rechtsstreitigkeiten über unterbliebene Rentenanpassungen weiterführenden Zuführungsbedarf auslösen.
Zudem kann eine steigende Inflationsrate zu zusätzlichen Aufwendungen führen, wenn hierdurch höhere Rentenanpassungen als einkalkuliert notwendig werden. Um diesem Risiko gegenzusteuern, überprüfen wir die Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit.
Zum 31. Januar 2020 hat das Vereinigte Königreich die EU verlassen (sogenannter Brexit). Während im elfmonatigen Übergangszeitraum weiterhin EU-Recht im Vereinigten Königreich gilt, ist es ungewiss, welche Änderungen sich durch das noch undefinierte Verhältnis zwischen EU und dem Vereinigten Königreich ab 2021 ergeben werden. Wir haben uns prophylaktisch in Bezug auf die Organisation des UK-Geschäfts strukturell auf einen harten Brexit vorbereitet, da dem Konzern ein signifikanter Anteil an Prämien aus Großbritannien zufließt. Betroffen sind insbesondere die Entitäten der Hannover Rück sowie die HDI Global SE. Soweit die Geschäftstätigkeit im Status von lokal autorisierten Entitäten ("Third Country Branch") fortgeführt wird, geht damit ein erhöhter regulatorischer Aufwand und Kapitalaufwand einher. Für das in Großbritannien über Konzerngesellschaften in Hannover und Irland gezeichnete Rückversicherungsgeschäft werden dagegen keine signifikanten Änderungen erwartet. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen und damit insbesondere die Implikationen für den Kapitalmarkt sind angesichts der politischen Unsicherheiten weiterhin hoch. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zusammenhang mit dem Brexit noch zu deutlichen Preisausschlägen in einzelnen Marktsegmenten kommt. Derartige mögliche Preisausschläge stellen eine erhöhte Unsicherheit dar, die in den auf historischen Zeitreihen kalibrierten Risikomodellen aktuell nicht vollumfänglich reflektiert ist. Insgesamt sind nach unseren aktuellen Analysen die Auswirkungen aus dem Brexit auf den Talanx Konzern beherrschbar.
Das italienische Bankensystem zeichnet sich seit mehreren Jahren durch eine hohe Belastung an Problemkrediten aus, nicht zuletzt als Konsequenz eines anhaltend schwachen Wirtschaftswachstums. Einige Problembanken wurden abgewickelt bzw. übernommen. Folglich können Abschreibungen von Forderungen auf den Zeitwert notwendig werden.
Aus einem ungünstigen weiteren Verlauf der Ausbreitung und Schwere des neuartigen Virus "Covid-19" können sich Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft ergeben, die auch einzelne unserer Gesellschaften oder den Konzern belasten würden. In der Lebensversicherung ist noch unklar, wie stark das Virus auf Sterblichkeits- bzw. Langlebigkeitsrisiken wirkt. In den derzeit direkt betroffenen Gebieten sind wir sehr wenig exponiert. Auch operativ sind unsere Gesellschaften derzeit noch sehr wenig betroffen. Wir haben entsprechende Business-Continuity-Planungen implementiert, die uns erlauben, für eine begrenzte Zeit auch bei starken Einschränkungen der Infrastruktur den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Derzeit besteht hohe Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung.
Mit der Aufnahme des operativen Rückversicherungsgeschäfts durch die Talanx AG geht aus Konzernsicht keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils einher. Weitergehende Ausführungen zum Rückversicherungsgeschäft der Talanx AG finden sich im Prognosebericht.
Es lassen sich aus unserer Sicht keine Risiken erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell beeinträchtigen. Der Talanx Konzern verfügt über ein funktionsfähiges und angemessenes Governance- und Risikomanagement-System, das er auf hohem Niveau kontinuierlich weiterentwickelt. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern.
Die folgenden - in der Reihenfolge ihrer Bedeutung nach aufgeführten - Risiken bestimmen das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden-/Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung sowie das operationelle Risiko.
Für das Management des Gesamtrisikos hat der Faktor Diversifikation eine besonders große Bedeutung. Wir operieren sowohl geografisch als auch in Bezug auf die Leistungen mit einer breiten Ausrichtung. Dadurch betrachten wir uns auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken als gut aufgestellt.
Die Solvabilitätsbeurteilung nach Solvency II zeigt auf Konzernebene eine ausreichende Kapitalisierung.
Für 2020 erwarten wir insgesamt eine moderate Beschleunigung des globalen Wachstums. Für die erste Jahreshälfte 2020 rechnen wir mit schwächerem Wachstum, gehen im weiteren Jahresverlauf allerdings von einer höheren Wachstumsdynamik aus. Der Ausbruch des Corona-Virus dürfte diese Erholung verzögern. Wir erwarten jedoch nur einen temporären negativen Wachstumseffekt.
Die Lockerung der Geldpolitik entfaltet in Kombination mit der Verbesserung des Geschäftsklimas zunehmend die volle Wirkung. Konjunkturelle Risiken bleiben jedoch unserer Ansicht nach hoch und könnten für einen volatilen Jahresverlauf sorgen.
Nach einem schwachen Wachstum im Berichtsjahr in der Eurozone erwarten wir eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Die allmählich expansivere Fiskalpolitik wirkt zusätzlich wachstumsunterstützend. Politische Risiken wie der noch ungelöste Brexit sowie die Entwicklung in Italien dürften auch 2020 hohe Unsicherheitsfaktoren darstellen. Hinzu kommen neue Unwägbarkeiten wie die Folgen des Corona-Virus.
In den USA gehen wir von weiter fortgesetztem Wachstum aus. Insbesondere die vorläufige Einigung im Handelskonflikt mit China sowie die Zinssenkungen der US-Notenbank im Berichtsjahr stützen diesen Wachstumsausblick. Jedoch stellen ein hohes handelspolitisches Konfliktpotenzial und die Präsidentschaftswahlen im November zentrale politische Risiken für 2020 dar.
Die Schwellenländer dürften von der Stabilisierung des Welthandels sowie der global lockeren Geldpolitik, moderaten Inflationsraten und niedrigeren Ölpreisen überdurchschnittlich profitieren. Die Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China setzt sich weiter fort. Nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Handelsabkommens mit den USA sowie aufgrund der bisherigen und geplanten wachstumsstützenden Maßnahmen gehen wir nur von einem moderaten Rückgang der Wachstumsdynamik aus.
Ein anhaltend unsicheres geopolitisches Umfeld, begleitet von sich nur sehr moderat verbessernden Wachstumsaussichten, lässt wenig Spielraum für Zinsanhebungsphantasie. Das stabile fundamentale Umfeld der Unternehmen, gestützt von weiter expansiver Notenbankpolitik der EZB und einem wiederaufgenommenen, zeitlich vorerst nicht begrenzten Anleihekaufprogramm, führt bei Spreadprodukten ebenfalls zur Erwartung einer mindestens stabilen Entwicklung. Nach der sehr positiven Vorjahresentwicklung an den Kapitalmärkten ist die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Rückschläge allerdings hoch.
Für das Aktienjahr 2020 sehen wir moderates Aufwärtspotenzial. Unter anderem dürften eine konjunkturelle Stabilisierung und expansive Geldpolitik zusammen mit guten Aktienrenditen im Niedrigzinsumfeld zentrale Kurstreiber bleiben.
Trotz der positiven Entwicklung der Versicherungswirtschaft im Jahr 2019 ist das makroökonomische Umfeld weiterhin von konjunkturellen Risikofaktoren geprägt, sodass Prognosen generell mit einem Vorbehalt behaftet sind. Nach dem konjunkturellen Abschwung in den letzten Monaten und unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2020 nicht wesentlich verschlechtern, dürfte die Versicherungswirtschaft nach Einschätzung des GDV 2020 ein gegenüber dem Vorjahr leicht zunehmendes Beitragsvolumen erreichen.
In der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für 2020 in Deutschland mit weiter steigenden Prämieneinnahmen, allerdings mit einem gegenüber dem Berichtsjahr etwas abgeschwächten Wachstum. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Naturgefahrenabdeckung erwarten wir, dass die Beitragssteigerungen in der Wohngebäudeversicherung am stärksten ausgeprägt sein werden.
Nachdem sich das Beitragsvolumen der deutschen Lebensversicherer im Berichtsjahr positiv entwickelt hat, geht der GDV für 2020 von einem weiteren, gegenüber dem Berichtsjahr allerdings abgeschwächten, Wachstum des Beitragsaufkommens aus. Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürfte die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2020 weiterhin belastet sein.
In der internationalen Schaden/Unfallversicherung erwarten wir für 2020 ein Wachstum der Prämieneinnahmen auf dem Niveau des Berichtsjahrs. Für die entwickelten Versicherungsmärkte gehen wir dabei von einer leicht nachlassenden Wachstumsdynamik aus, für die Schwellenländer hingegen von einer leicht anziehenden Entwicklung. Die Profitabilität dürfte 2020 stabil bleiben, was angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen eine hohe Underwriting-Disziplin erfordert.
Für die entwickelten europäischen Versicherungsmärkte gehen wir für 2020 von einem Prämienaufkommen auf dem Niveau des Berichtsjahrs aus, während in den USA die Entwicklung leicht rückläufig eingeschätzt wird. Für Mittel- und Osteuropa und stärker für Lateinamerika erwarten wir ein anziehendes Prämienwachstum. Die stärkste Entwicklung dürften auch im kommenden Jahr die Schwellenländer Asiens aufweisen, allen voran China.
Auf den internationalen Lebensversicherungsmärkten gehen wir für die entwickelten Versicherungsmärkte von einer leicht verbesserten Entwicklung und für die Schwellenländer von einer deutlichen Steigerung des realen Prämienwachstums aus. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsumfelds bleibt die Profitabilität jedoch unter Druck.
In Mittel- und Osteuropa rechnen wir für 2020 insgesamt mit einem rückläufigen Prämienwachstum, für Lateinamerika dagegen mit zunehmenden Wachstumsraten. Die Entwicklung in Asien dürfte das hohe Niveau halten bzw. noch leicht ausbauen.
Auf den folgenden Seiten stellen wir die Erwartungen für das laufende Jahr für den Konzern und seine Geschäftsbereiche dar. Der Ergebnisausblick und die Prognosesicherheit bleiben herausfordernd, weil das Kapitalmarkt- und insbesondere das Zins- und Renditeumfeld, aber auch der politische Rahmen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind.
Im Geschäftsbereich Industrieversicherung wollen wir unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik fortsetzen. Weiterhin nutzen wir auch im Jahr 2020 die attraktiven Wachstumsperspektiven der HDI Global Specialty SE. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland sehen wir weitere Erfolge unseres 2015 gestarteten Programms "KuRS" zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International fokussieren wir uns auf unsere Kernmärkte und wollen unser profitables Wachstum insbesondere im Schaden/Unfall-Geschäft fortsetzen. Im Segment Schaden-Rückversicherung erwarten wir auf Basis der Ergebnisse aus der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2020 ein solides Wachstum zu insgesamt leicht verbesserten Konditionen. Im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir im Geschäftsjahr ein moderates Prämienwachstum. Die Talanx AG übernimmt ab 2020 als Rückversicherer grundsätzlich Risiken direkt von den Konzerngesellschaften. Die Talanx AG wiederum kann sich ihrerseits Rückversicherungsschutz am Markt einkaufen. Positive Effekte auf das Konzernergebnis erwarten wir durch Nutzung von Diversifikationsvorteilen auf Gruppenebene, zusätzliche Kapitalanlageerträge sowie günstigere Refinanzierungsmöglichkeiten durch ein besseres Rating.
| Geschäftsbereich | Unser Auftrag und strategische Aufgaben |
| Industrieversicherung | ■ Wachstum im Ausland |
| ■ Entwicklung zum Global Player | |
| ■ Ausbau des Specialty-Geschäfts | |
| ■ Profitabilisierung Inland und Ausland | |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | ■ Erhöhung des Kundennutzens durch innovative, bedarfsgerechte Produkte und Services |
| ■ Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kostenstruktur | |
| ■ Steigerung der Profitabilität | |
| Privat- und Firmenversicherung International | ■ Profitables Wachstum in strategischen Zielmärkten |
| ■ Optimierung der Geschäftsaktivitäten in bestehenden Märkten | |
| Rückversicherung | ■ Solides Wachstum in der Schaden-Rückversicherung |
| ■ Festhalten an selektiver Zeichnungspolitik in der Schaden-Rückversicherung | |
| ■ Moderates Prämienwachstum in der Personen-Rückversicherung |
Voraussichtliche finanzielle Entwicklung des Konzerns
Wir gehen von folgenden Annahmen aus:
| ― |
moderates weltwirtschaftliches Wachstum |
| ― |
konstante Inflationsraten |
| ― |
weiterhin sehr niedriges Zinsniveau in der Eurozone |
| ― |
keine plötzlichen Schocks auf den Kapitalmärkten |
| ― |
keine Wechselkursschocks |
| ― |
keine wesentlichen finanzpolitischen und aufsichtsrechtlichen Änderungen |
| ― |
eine Großschadenbelastung im Rahmen unserer Erwartung |
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | ~ 4 |
| Kapitalanlagerendite | ~ 2,7 |
| ">900" bis | |
| Konzernergebnis in Mio. EUR | 950 |
| Eigenkapitalrendite | ">9,0" bis 9,5 |
| Ausschüttungsquote | 35 - 45 |
Für den Talanx Konzern erwarten wir 2020 einen Anstieg der Bruttoprämien (währungsbereinigt) um rund 4 %. Die IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,7 % liegen. Wir streben ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von "mehr als 900 Mio. EUR" bis zu 950 Mio. EUR an. Damit dürfte die Eigenkapitalrendite im Jahr 2020 "mehr als 9,0 %" bis zu 9,5 % betragen, womit wir unser strategisches Ziel von mindestens 800 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins deutlich übertreffen würden. Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten nicht noch größere Verwerfungen auftreten als momentan durch das Corona-Virus. Unser erklärtes Ziel ist es weiterhin, einen Anteil von 35 % bis 45 % vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten, mindestens jedoch eine Dividende in Höhe des Vorjahres.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | > 2 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) | < 100 |
| EBIT-Marge | ~ 5 |
| Eigenkapitalrendite | ~ 5 |
Für das Geschäftsjahr 2020 gehen wir von einem Bruttoprämienwachstum (währungskursbereinigt) von mindestens 2 % aus. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag soll das Specialty-Geschäft liefern, das seit dem 1. Januar 2019 in der HDI Global Specialty SE gebündelt ist. Der Geschäftsbereich wird seine im Jahr 2018 erfolgreich gestartete Sanierungsinitiative "20/20/20" im Bereich Feuer und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Instrumente u. a. im Zusammenhang mit der neuen Strategie "HDI Global 4.0" konsequent fortsetzen und auch von den bereits erzielten Preiserhöhungen in der Feuerversicherung profitieren. Insgesamt erwarten wir daher, dass die Industrieversicherung im Jahr 2020 ein versicherungstechnisch positives Ergebnis, d. h. eine Schaden-/Kostenquote von unter 100 %, erreichen wird. Sofern die Großschäden innerhalb des Großschadenbudgets bleiben und keine Verwerfungen an den Währungs- und Kapitalmärkten auftreten, sollte die EBIT-Marge bei rund 5 % und die Eigenkapitalrendite bei rund 5 % liegen.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum | stabil |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) | ~ 96 |
| EBIT-Marge | 8 - 9 |
Für das Segment Schaden/Unfallversicherung gehen wir für 2020 von stabilen gebuchten Bruttoprämien aus. Das Programm "KuRS" dürfte zu einer weiteren deutlichen Verbesserung der Profitabilität führen, sodass wir eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von rund 96 % erwarten. Infolgedessen gehen wir von einer EBIT-Marge von 8 % bis 9 % aus.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum | stabil |
| EBIT-Marge | ~ 3 |
Im Segment Lebensversicherung konzentriert sich der Geschäftsbereich weiter auf kapitaleffiziente Altersvorsorgeprodukte und auf biometrische Risiken, im Besonderen auf die Wachstumschancen in der betrieblichen Altersvorsorge. Für 2020 gehen wir von stabilen gebuchten Bruttoprämien aus. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren Zinsrückgängen kommt, erwarten wir für 2020 eine EBIT-Marge von rund 3 %.
| In % | 2020 |
| Eigenkapitalrendite | 5 - 6 |
Die Eigenkapitalrendite betrachten wir für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland gesamthaft und erwarten für 2020 eine Eigenkapitalrendite von 5 % bis 6 %.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | moderates Wachstum |
| Neugeschäftswert 1 (Leben) in Mio. EUR | ~ 40 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, Schaden/Unfallversicherung) | ~ 95 |
| EBIT-Marge | 5 - 6 |
| Eigenkapitalrendite | 8 - 9 |
1
Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International streben wir für 2020 ein moderates Wachstum der gebuchten Bruttoprämien (währungsbereinigt) an. Während für die Einmalbeiträge in der Lebensversicherung ein Rückgang erwartet wird, sollten die Bruttoprämien im Schaden/Unfall-Geschäft steigen. Für 2020 gehen wir von einem Neugeschäftswert von rund 40 Mio. EUR aus. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote dürfte bei rund 95 % liegen. Wir erwarten für 2020 eine EBIT-Marge von 5 % bis 6 % und eine Eigenkapitalrendite von 8 % bis 9 %.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | solides Wachstum |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) | < 97 |
| EBIT-Marge | > 10 |
Im Segment Schaden-Rückversicherung rechnen wir auf Basis der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar für das laufende Geschäftsjahr mit einem soliden Wachstum zu insgesamt leicht verbesserten Konditionen. Wir halten unverändert an unserer selektiven Zeichnungspolitik fest, nach der wir weitgehend nur Geschäft zeichnen, das unsere Margenanforderungen erfüllt. Für die unterjährigen Erneuerungsrunden rechnen wir generell mit deutlicheren Preisimpulsen insbesondere bei Naturkatastrophendeckungen, und hier vor allem in Japan, Lateinamerika und in der Karibik.
Dank unseres guten Ratings, unserer langjährigen stabilen Kundenbeziehungen und unserer niedrigen Kostenquote sollten wir erneut in der Lage sein, ein gutes Ergebnis zu erzielen, vorausgesetzt die Großschadenlast bewegt sich im Rahmen unserer Erwartungen. Als Ziel für unsere kombinierte Schaden-/Kostenquote streben wir unverändert einen Wert von maximal 97 % an. Die EBIT-Marge für die Schaden-Rückversicherung sollte unverändert mindestens 10 % betragen.
| In % | 2020 |
| Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) | moderates Wachstum |
| Neugeschäftswert 1 in Mio. EUR | > 110 |
| EBIT-Wachstum 2 | > 5 |
1
Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
2
Durchschnitt über eine Dreijahresperiode
Im Segment Personen-Rückversicherung gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einem moderaten Wachstum der Bruttoprämien aus auf Basis konstanter Währungskurse. Für das EBIT erwarten wir ein Wachstum von mehr als 5 % im Durchschnitt über eine Dreijahresperiode. Der Neugeschäftswert (Value of New Business) sollte das Ziel von mindestens 110 Mio. EUR übersteigen.
| In % | 2020 |
| Eigenkapitalrendite | 12 - 13 |
Die Eigenkapitalrendite für den gesamten Geschäftsbereich Rückversicherung erwartet der Talanx Konzern für das Jahr 2020 zwischen 12 % und 13 % und damit über dem strategischen Ziel von 900 Basispunkten über dem fünfjährigen Durchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen.
Der Vorstand der Talanx AG strebt eine verlässliche Kontinuität, eine hohe und stabile Eigenkapitalrendite, eine starke Finanzkraft und ein nachhaltiges profitables Wachstum an und richtet den Talanx Konzern damit auf langfristige Wertsteigerung aus. Die Voraussetzung dafür ist ein kapitalstarker Talanx Konzern, der einen kundengerechten Risikoschutz bereitstellt. Damit wollen wir den Interessen der Anteilseigner, der Kunden, der Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder gerecht werden und für alle Gruppen größtmöglichen Nutzen schaffen. Dafür haben wir unsere Organisationsstruktur konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet und machen sie so zur Kompassnadel unserer schlanken Struktur. Die Hauptstoßrichtung ist, die eigenen Stärken auszubauen und Kräfte innerhalb des Konzerns zu bündeln, um nachhaltiges profitables Wachstum zu generieren.
Den Herausforderungen einer globalisierten Welt begegnet der Talanx Konzern aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere im Ausland überdurchschnittlich erfolgreich Geschäft zu generieren. Dabei sollen strategische Kooperationen und Akquisitionen vertrieblich gut aufgestellter Gesellschaften in den definierten Regionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa helfen, seine internationale Handlungsfähigkeit auszubauen. Industriekonzernen und mittelständischen Unternehmen bietet die Industrieversicherung weltweiten Service, gleichzeitig gewinnt sie in den lokalen ausländischen Märkten neue Kunden. Die Auslandsgesellschaften, die unter HDI International zusammengefasst sind, betreiben lokales Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Rückversicherung ist per se ein internationales Geschäft. Um große und komplexe Risiken tragbar zu machen, zählt deren weltweite Diversifizierung zu den elementaren Instrumentarien der Rückversicherung.
Die Identifikation und Erschließung von Chancen ist integraler Bestandteil unseres Performance-Management-Prozesses. Chancen konsequent zu nutzen sehen wir als eine wesentliche unternehmerische Aufgabe an, die entscheidend dazu beiträgt, dass wir unsere Unternehmensziele erreichen. Das Kernelement unseres Chancenmanagement-Prozesses bildet das integrierte Management-Dashboard mit wesentlichen Kennzahlen. Es stellt das Bindeglied zwischen unserem strategischen und operativen Chancenmanagement dar.
Im strategischen Chancenmanagement werden die strategischen Ziele sowie spezifische strategische Kernthemen von der Konzernleitung bewertet und als Zielindikation auf die Geschäftsbereiche heruntergebrochen. Sie wurden zuvor im jährlich stattfindenden Performance-Prozess auf Basis der Dachstrategie ermittelt.
Auf dieser Grundlage validieren die Geschäftsbereiche die Zielgrößen gemäß Zielindikation und erarbeiten spezifische Zielangebote und strategische Aktionsprogramme. Nach einem Strategiedialog zwischen Konzernleitung und den jeweiligen Geschäftsbereichsvorständen werden die strategischen Einzelprogramme zu einem strategischen Gesamtprogramm des Konzerns zusammengestellt, das den Aufsatzpunkt und den Rahmen für den operativen Teil des Chancenmanagements bildet.
Im operativen Chancenmanagement werden die strategischen Vorgaben in operative Ziele und einen detaillierten Aktivitätenplan umgesetzt und als verbindliche Zielvereinbarungen auch auf den Ebenen unterhalb der Geschäftsbereichsebene festgeschrieben. Hierfür kommt gleichermaßen das integrierte Management-Dashboard zum Einsatz. Ob und in welchem Umfang sich die Erfolgschancen und -potenziale in operativen Erfolgen niederschlagen, wird in unterjährigen und jahresabschließenden Performance-Reviews überprüft und nachgehalten. Aus diesen Reviews ergeben sich vorwärts gerichtete Steuerungsimpulse für den nächsten Chancenmanagement-Zyklus.
Zwei wesentliche Aspekte des Chancenmanagements im Talanx Konzern bestehen somit darin, den Fokus von der kurzfristigen Performance und von rein finanziellen Ergebnisgrößen auf die für eine nachhaltige Performance relevanten Erfolgsfaktoren und Maßnahmen zu lenken und die erfolgreiche Umsetzung dieser Werttreiber in einem regelmäßigen, integrierten Steuerungs- und Kontrollprozess zu überwachen.
Klimawandel: Mit dem zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde. Dadurch nehmen extreme Wetterlagen zu, was das Schadenvolumen aus Naturkatastrophen signifikant erhöht und uns als Versicherer von einem steigenden Bedarf an Versicherungslösungen zur Absicherung von Risiken aus Naturkatastrophen ausgehen lässt. Dies betrifft sowohl den Erstversicherungsbereich als auch die Rückversicherung. Wir verfügen sowohl über weit entwickelte Risikomodelle zur Abschätzung von Risiken aus Naturkatastrophen als auch über umfangreiches Know-how im Bereich Risikomanagement. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden maßgeschneiderte Versicherungslösungen zur Absicherung existenzieller Risiken anzubieten. Des Weiteren entsteht durch den Klimawandel eine erhöhte Notwendigkeit, steigenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Dies ermöglicht uns als institutionellem Anleger, verstärkt in Kapitalanlagen in Form von alternativen Investments zu investieren, wie z. B. Windparks.
Sollte diesbezüglich die Versicherungsnachfrage schneller steigen als erwartet, könnte sich das positiv auf Prämienwachstum und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Demografischer Wandel in Deutschland: Ausgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt.
Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ausgegangen, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren.
Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Energiewende: Deutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Auf Bundesebene haben die Energiewende und der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Der Umbau des Energiesystems hin zu einer regenerativen Energieversorgung soll weiter fortgesetzt werden, wobei gleichzeitig das Augenmerk auf einem gebremsten Kostenanstieg bei den Endverbrauchern liegt. Neben einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in einem stabilen regulatorischen Rahmen gewinnt die Energieeffizienz an Bedeutung. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch den Umbau des Energiesystems, der zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz neuer Energietechnologien. Neben den erneuerbaren Energien werden Speichertechnologien, der Netzausbau und eine intelligente Steuerung der Einzelkomponenten (Smart Grid) entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen. Mit unserer Investmentaktivität im Energiesektor unterstützen wir die Energiewende. Aufbauend auf den bestehenden Beteiligungen in Energienetzen und Windparks wollen wir zukünftig unsere Investments in den Segmenten Energieverteilung und erneuerbare Energien weiter ausbauen.
Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch die Energiewende stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Finanzmarktstabilität: Durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in den vergangenen Jahren wurde das Vertrauen der Kunden in Banken erheblich beeinträchtigt. Auch bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Kapitalmärkten ein anhaltend hoher Grad an Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien haben sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Auch im deutschen Versicherungsmarkt geht der Trend eindeutig hin zu kapitaleffizienten Produkten, die für den Lebensversicherer eigenmittelschonend sind und gleichzeitig den Kunden zusätzliche Ertragschancen bieten.
Sollte sich das Finanzmarktumfeld deutlicher stabilisieren und die Produktinnovationen schneller Akzeptanz finden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum, die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Bancassurance: Der Vertrieb von Versicherungsprodukten über den Bankschalter hat sich in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Bancassurance etabliert. Im Talanx Konzern ist die Banc-assurance ein Erfolgsfaktor mit großen Zukunftschancen. Basis des Erfolgs ist das spezielle Geschäftsmodell, bei dem das Versicherungsgeschäft vollständig in die Strukturen des Bankpartners integriert ist. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen die Entwicklung der Versicherungsprodukte - Bank, Sparkasse oder Post stellen im Gegenzug vielfältige Vertriebskanäle zur Verfügung.
Im Talanx Konzern ist dieser Vertriebsweg nicht nur in Deutschland, sondern insbesondere auch in Polen, Italien, Ungarn und Russland etabliert. Die Nutzung des Modells auch im Ausland wird unserer Ansicht nach grundsätzlich ein profitables Wachstum mit Ausrichtung auf europäische Märkte unterstützen. Der Erfolg des Talanx Bancassurance-Modells beruht bei den bisherigen Konzerngesellschaften im Wesentlichen auf drei Kernfaktoren: Zum Ersten werden mit dem Partner langfristige exklusive Kooperationsverträge geschlossen; dabei werden die Versicherungsprodukte über die Vertriebskanäle des Kooperationspartners verkauft. Zum Zweiten beruht er auf der höchstmöglichen Integration bei exzellenter Produkt- und Servicequalität: Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der strategischen Ausrichtung des Partners. Die Versicherungsunternehmen entwickeln exklusive und maßgeschneiderte Produkte für die Kundensegmente der Bank und sind dabei vollständig in den jeweiligen Marktauftritt eingegliedert. Die Integration in die IT-Systeme der Partner erleichtert zudem die ganzheitliche Beratung beim Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten. Und zum Dritten beruht der Erfolg auf der maßgeschneiderten Vertriebsunterstützung des Partners: Die Vertriebsmitarbeiter der Bank erhalten ein individuelles Training und eine exklusive Betreuung durch Vertriebscoaches der Versicherungsgesellschaften. Dabei werden Produktfachwissen und Verkaufsansätze vermittelt. Zudem stellen die Versicherungsgesellschaften leicht verständliche und unterstützende Verkaufsmaterialien zur Verfügung.
Unsere Gesellschaften im Ausland vertreiben ihre etablierten Produkte ebenfalls über Vertriebskooperationen, allerdings oft über verschiedene Banken und ohne vollständige Integration in den Marktauftritt des Partners. In Brasilien haben wir im Jahr 2018 zusammen mit der Bank Santander einen digitalen Versicherer ins Leben gerufen. Das neue Unternehmen bietet künftig unter dem Namen "Santander Auto" ausschließlich Kfz-Versicherungen über die Vertriebsplattform von Santander an.
Sollten wir unsere Bancassurance-Aktivitäten schneller ausbauen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Internet: Durch die zunehmende Digitalisierung führen Cyberangriffe via Internet vermehrt zu massiven Schäden bei Unternehmen. Vor allem in jüngster Vergangenheit bekannt gewordene Hackerattacken zeigen, dass insbesondere produzierende Industrieunternehmen trotz bester Abwehrmechanismen nicht vor Risiken durch Cybercrime gefeit sind. Auch die Verantwortlichkeit des Topmanagements rückt zusehends in den Blickpunkt. Aus diesem Grund hat HDI Global SE das Produkt Cyber+ entwickelt. Mit Cyber+ lassen sich die verschiedenen Risiken in einer Versicherungslösung umfassend absichern. Der ganzheitliche und spartenübergreifende Versicherungsschutz von HDI deckt zum einen Eigenschäden durch Cyber-crime, zum anderen sichert er Drittschäden ab, für die Unternehmen gegenüber ihren Kunden, Dienstleistern oder sonstigen Dritten haften müssen. Zusätzlich kann auch den zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Geschäftsleiter Rechnung getragen werden.
Sollten wir die vertrieblichen Chancen, die sich aus den zusätzlichen Absicherungsbedürfnissen von Internetrisiken ergeben, besser nutzen können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Interne Prozesse: Um unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen und um Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir weiter erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen - klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen und vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend nutzen. Diese Neuausrichtung erfordert die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur fördern wir aktiv.
Sollte die Neuordnung der internen Prozesse schneller als derzeit erwartet voranschreiten, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Digitalisierung: Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung. Durch die Digitalisierung werden Geschäftsprozesse und -modelle mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. So sollen die Geschäftsprozesse im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland effizienter gestaltet, die Dunkelverarbeitungsquote erhöht und die Servicequalität verbessert werden. Des Weiteren soll im Geschäftsbereich Industrieversicherung die Prozess- und IT-Landschaft länderübergreifend harmonisiert werden. Dadurch wollen wir ein global führender Anbieter von Industrieversicherungen werden.
Durch die Digitalisierung ist es möglich, Versicherungsfälle deutlich schneller, unkomplizierter und kostengünstiger abzuwickeln. Schon heute nutzen wir IT-Systeme, um Kunden passgenaue Angebote machen und Prämien automatisiert und in Echtzeit festsetzen zu können. Vor allen Dingen aber bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, als großer international agierender Konzern von Skaleneffekten zu profitieren. Im Rahmen der Digitalisierung haben sich das Kundenverhalten sowie die Erwartungshaltung bezüglich der Schadenregulierung verändert. Dies betrifft insbesondere die junge Kundengeneration, die schnelle und einfache Lösungen erwartet. Um auf die neu entstandenen Kundenbedürfnisse einzugehen, haben wir eine Schadenservice-App entwickelt. Sie ermöglicht es dem Kunden, innerhalb weniger Minuten eine Schadenmeldung mit wichtigen Informationen zum Schaden abzusetzen. Um Kunden auch nach Ausnahmeschadenereignissen - wie z. B. Starkregen, Sturm oder schweren Hagelschauern - schnell helfen zu können, haben wir einen virtuellen Call-Center-Assistenten entwickelt. Dieser Sprachroboter fragt mittels Künstlicher Intelligenz Basisdaten des Kunden ab. Dadurch gewinnen unsere Mitarbeiter Zeit, die sie gezielt für individuell zu veranlassende Maßnahmen bei den betroffenen Kunden einsetzen können.
Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den Kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Wissensmanagement: Wissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können.
Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller als erwartet neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Agilität: Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen des Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mithilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Außerdem führen wir beispielsweise Hackathons durch, um neue Ideen zu sammeln, die wir in unserem Digital Lab weiterentwickeln. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.
Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Der Vorstand der Talanx AG sieht die Identifikation, Steuerung und Realisierung von Chancen als integralen Bestandteil des Steuerungsinstrumentariums des Talanx Konzerns. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Daher beobachten wir laufend die Veränderung der äußeren Rahmenbedingungen, um frühzeitig die sich bietenden Chancen zu identifizieren und mit unserer flexiblen internen Aufstellung darauf zu reagieren. So können wir zukünftige Chancen effizient nutzen, die entscheidend zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.
AKTIVA
| In Mio. EUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.20181 | ||
| A. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1 | 1.105 | 1.058 | ||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2 | 893 | 895 | ||
| 1.998 | 1.953 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 3 | 3.193 | 2.985 | ||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 4 | 398 | 206 | ||
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 5 | 337 | 265 | ||
| d. Darlehen und Forderungen | 6/12 | 27.641 | 29.144 | ||
| e. Sonstige Finanzinstrumente | |||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 7/12 | 336 | 409 | ||
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 8/12 | 83.550 | 71.964 | ||
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 9/12/13 | 1.718 | 1.840 | ||
| f. Übrige Kapitalanlagen | 10/12 | 5.465 | 5.055 | ||
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 122.638 | 111.868 | |||
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 11/12/13 | 1.170 | 1.042 | ||
| h. Depotforderungen | 10.296 | 9.921 | |||
| Kapitalanlagen | 134.104 | 122.831 | |||
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.824 | 9.990 | |||
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 8.483 | 8.506 | |||
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 14 | 8.525 | 7.251 | ||
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 15 | 5.940 | 5.358 | ||
| G Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.518 | 3.362 | |||
| H Aktive Steuerabgrenzung | 28 | 326 | 465 | ||
| I. Sonstige Vermögenswerte | 12/13/16 | 2.819 | 2.457 | ||
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 57 | 15 | |||
| Summe der Aktiva | 177.594 | 162.188 | |||
|
PASSIVA |
|||||
| in Mio. EUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 1 | ||
| A. Eigenkapital | 17 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital | 316 | 316 | |||
| Nominalwert: 316 (Vorjahr: 316) Bedingtes Kapital: 158 (Vorjahr: 158) | |||||
| b. Rücklagen | 9.833 | 8.397 | |||
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 10.149 | 8.713 | |||
| c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 6.461 | 5.548 | |||
| Summe Eigenkapital | 16.610 | 14.261 | |||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 12/18 | 3.479 | 2.738 | ||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellungen für Prämienüberträge | 19 | 9.837 | 8.590 | ||
| b. Deckungsrückstellung | 20 | 56.859 | 56.234 | ||
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 21 | 49.651 | 45.887 | ||
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 22 | 8.511 | 5.703 | ||
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 755 | 628 | |||
| 125.614 | 117.042 | ||||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.824 | 9.990 | |||
| E. Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 23 | 2.284 | 2.144 | ||
| b. Steuerrückstellungen | 24 | 561 | 650 | ||
| c. Sonstige Rückstellungen | 25 | 971 | 887 | ||
| 3.816 | 3.681 | ||||
| F. Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 12/26 | 2.308 | 2.245 | ||
| b. Depotverbindlichkeiten | 4.550 | 4.441 | |||
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 12/13/27 | 7.224 | 6.095 | ||
| 14.081 | 12.781 | ||||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 28 | 2.160 | 1.689 | ||
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 9 | 6 | |||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 160.983 | 147.927 | |||
| Summe der Passiva | 177.594 | 162.188 | |||
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2
Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | Anhang | 2019 | 20181 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 39.494 | 34.885 | |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 943 | 1.006 | |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 4.473 | 3.848 | |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1.065 | -479 | |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -42 | -22 | |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 29 | 33.054 | 29.574 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 31 | 29.210 | 26.746 |
| Anteile der Rückversicherer | 2.845 | 3.229 | |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 26.366 | 23.517 | |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 32 | 9.141 | 8.217 |
| Anteile der Rückversicherer | 698 | 610 | |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 8.442 | 7.607 | |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 60 | 66 | |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 139 | 163 | |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -79 | -97 | |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -1.833 | -1.647 | |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 30 | 4.909 | 4.455 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 30 | 779 | 879 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 4.130 | 3.576 | |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 30 | 3 | -1 |
| Depotzinsergebnis | 30 | 190 | 192 |
| Kapitalanlageergebnis | 4.323 | 3.767 | |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 35 | 7 | |
| 10. a. Sonstige Erträge | 33 | 1.114 | 1.072 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 33 | 1.173 | 1.160 |
| Übriges Ergebnis | -60 | -88 | |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 2.430 | 2.032 | |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | _ | ||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 2.430 | 2.032 | |
| 12. Finanzierungszinsen | 34 | 191 | 170 |
| 13. Ertragsteuern | 35 | 568 | 503 |
| Jahresergebnis | 1.671 | 1.359 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 748 | 656 | |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 923 | 703 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,65 | 2,78 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,65 | 2,78 |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Jahresergebnis | 1.671 | 1.359 |
| Nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -176 | -35 |
| Steuerertrag/-aufwand | 51 | 10 |
| -126 | -25 | |
| Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 10 | 1 |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| 10 | 1 | |
| Gesamte nicht reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | -115 | -24 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 4.379 | -1.450 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -331 | -218 |
| Steuerertrag/-aufwand | -588 | 330 |
| 3.460 | -1.338 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 226 | 197 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | -22 | - |
| 204 | 197 | |
| Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -2.138 | 778 |
| Steuerertrag/-aufwand | 104 | -49 |
| -2.034 | 729 | |
| Veränderungen aus Cashflow-Hedges | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 27 | 4 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -26 | -154 |
| Steuerertrag/-aufwand | -3 | 4 |
| -1 | -146 | |
| Veränderungen aus der Equity-Bewertung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 6 | -3 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| 6 | -3 | |
| Gesamte reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | 1.634 | -561 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | 1.519 | -585 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode | 3.190 | 774 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1.345 | 517 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 1.845 | 257 |
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Nicht realisierte Kursgewinne/-verluste aus Kapitalanlagen |
| 2019 | ||||
| Stand zum 31.12.2018 | 316 | 1.373 | 7.281 | 1.811 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 1 | - | - | 1 | - |
| Stand am 01.01.2019 | 316 | 1.373 | 7.282 | 1.811 |
| Anteilsänderung ohne Veränderung des Kontrollstatus | - | - | 9 | - |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | 923 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 2.825 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | - | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - |
| davon reklassifizierbar | - | - | - | 2.825 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | - | - | 2.825 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - | - | - |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 923 | 2.825 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -367 | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen 3 | - | - | -53 | - |
| Stand zum 31.12.2019 | 316 | 1.373 | 7.795 | 4.636 |
| 2018 | ||||
| Stand zum 1.1.2018 | 316 | 1.373 | 6.934 | 2.842 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | - | - | -1 |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | 703 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -1.030 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | - | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - |
| davon reklassifizierbar | - | - | - | -1.030 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | - | - | -1.030 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - | - | - |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 703 | -1.030 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -354 | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - | -2 | - |
| Stand zum 31.12.2018 | 316 | 1.373 | 7.281 | 1.811 |
| In Mio. EUR | Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | Übrige Eigenkapitalveränderungen |
| 2019 | ||
| Stand zum 31.12.2018 | -204 | -2.118 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 1 | - | - |
| Stand am 01.01.2019 | -204 | -2.118 |
| Anteilsänderung ohne Veränderung des Kontrollstatus | - | - |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - |
| Jahresergebnis | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 112 | -2.013 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | -108 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | -116 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 9 |
| davon reklassifizierbar | 112 | -1.905 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | - |
| davon Währungsumrechnung | 112 | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | 6 |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | -1.911 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 112 | -2.013 |
| Kapitalerhöhungen | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen 3 | - | - |
| Stand zum 31.12.2019 | -93 | -4.130 |
| 2018 | ||
| Stand zum 1.1.2018 | -270 | -2.772 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | - |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - |
| Jahresergebnis | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 66 | 654 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | -22 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | -23 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 1 |
| davon reklassifizierbar | 66 | 676 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | - |
| davon Währungsumrechnung | 66 | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | 676 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 66 | 654 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - |
| Stand zum 31.12.2018 | -204 | -2.118 |
| Übrige Rücklagen | ||||
| In Mio. EUR | Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges | Auf Aktionäre der Talanx AG entfallendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 2019 | ||||
| Stand zum 31.12.2018 | 254 | 8.713 | 5.548 | 14.261 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 1 | - | 1 | 1 | 2 |
| Stand am 01.01.2019 | 254 | 8.714 | 5.549 | 14.263 |
| Anteilsänderung ohne Veränderung des Kontrollstatus | - | 9 | -25 | -16 |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | 1 | 1 |
| Jahresergebnis | - | 923 | 748 | 1.671 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | -3 | 922 | 597 | 1.519 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | -108 | -8 | -115 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | -116 | -9 | -126 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 9 | 1 | 10 |
| davon reklassifizierbar | -3 | 1.030 | 605 | 1.634 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | 2.825 | 635 | 3.460 |
| davon Währungsumrechnung | - | 112 | 92 | 204 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | -3 | -3 | 1 | -1 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | 6 | - | 6 |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | -1.911 | -123 | -2.034 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | -3 | 1.845 | 1.345 | 3.190 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | 2 | 2 |
| Dividenden an Aktionäre | - | -367 | -402 | -769 |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen 3 | - | -53 | -8 | -61 |
| Stand zum 31.12.2019 | 252 | 10.149 | 6.461 | 16.610 |
| 2018 | ||||
| Stand zum 1.1.2018 | 390 | 8.813 | 5.411 | 14.224 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | -1 | -2 | -3 |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | 1 | 1 |
| Jahresergebnis | - | 703 | 656 | 1.359 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | -136 | -446 | -139 | -585 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | -22 | -2 | -24 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | -23 | -2 | -25 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 1 | - | 1 |
| davon reklassifizierbar | -136 | -424 | -137 | -561 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | -1.030 | -308 | -1.338 |
| davon Währungsumrechnung | - | 66 | 131 | 197 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | -136 | -136 | -10 | -146 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - | -3 | -3 |
| davon übrige Veränderungen 2 | - | 676 | 53 | 729 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | -136 | 257 | 517 | 774 |
| Dividenden an Aktionäre | - | -354 | -380 | -734 |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | -2 | 1 | -1 |
| Stand zum 31.12.2018 | 254 | 8.713 | 5.548 | 14.261 |
1
Erstanwendung IFRS 16; siehe Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung
der IFRS", Abschnitt "Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von
Standards" im Konzernanhang
2
Die übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow
Accounting sowie sonstige Veränderungen.
3
Die Minderung der Gewinnrücklagen enthält eine Minderung in Höhe von 28 Mio. EUR,
die aus den nachträglichen Anschaffungskosten im Zusammenhang mit einem bereits 2007
vollzogenen, vollständigen Erwerb von Anteilen der Minderheiten an einer Gesellschaft
resultiert, der nach IFRS 10.23 als Eigenkapitaltransaktion zu qualifizieren ist.
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| I. 1. Jahresergebnis | 1.671 | 1.359 |
| I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen | 5.220 | 4.705 |
| I. 3. Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten | -554 | -15 |
| I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten | -774 | -930 |
| I. 5. Veränderung der Sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | 309 | 241 |
| I. 6. Veränderung der Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | 9 | 2 |
| I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten | 8 | 125 |
| I. 8. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Sachanlagen | -955 | -621 |
| Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung, I. 9. soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 1.831 | -1.144 |
| I. 10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (einschließlich Ertragsteueraufwand/-ertrag) | 207 | 101 |
| I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1, 2 | 6.972 | 3.823 |
| II. 1. Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 4 | -1 |
| II. 2. Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen | -5 | -32 |
| II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz | 239 | 122 |
| II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz | -433 | -243 |
| II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten | 32.711 | 32.726 |
| II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten | -36.758 | -37.476 |
| II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -1.831 | 1.144 |
| II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen | -447 | 352 |
| II. 9. Zahlungswirksame Abflüsse aus dem Erwerb materieller und immaterielle Vermögenswerte | -164 | -148 |
| II. 10. Zahlungswirksame Zuflüsse aus dem Verkauf materieller und immaterielle Vermögenswerte | 31 | 18 |
| II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | -6.654 | -3.538 |
| III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen | 2 | - |
| III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen | - | - |
| III. 3. Gezahlte Dividenden | -769 | -734 |
| III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | 564 | 642 |
| III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 2 | -203 | -92 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) | 116 | 193 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtzeitraums | 3.363 | 3.159 |
| Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse | 41 | 11 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 3 | -1 | - |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums 4 | 3.519 | 3.363 |
1
Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 347 (524) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden
von 378 (393) Mio. EUR und erhaltene Zinsen von 3.399 (3.470) Mio. EUR werden dem
Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen Dividenden
beinhalten ebenfalls dividendenähnliche Gewinnbeteiligungen aus Investmentfonds sowie
Private-Equity-Gesellschaften.
2
Die gezahlten Zinsen in Höhe von 529 (499) Mio. EUR entfallen mit 163 (164) Mio.
EUR auf den Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit und mit 366 (335) Mio. EUR auf
den Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit.
3
Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen ohne Unternehmensveräußerungen
bzw. -erwerbe.
4
Der Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums umfasst zum Stichtag Finanzmittelfonds
aus ausgewiesenen Veräußerungsgruppen in Höhe von 1 (1) Mio. EUR.
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| Zahlungsunwirksam | ||||
| In Mio. EUR | 1.1. | Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | Erwerb/ Veräußerung von Tochtergesellschaften | Wechselkursveränderung |
| 2019 | ||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.738 | 740 | - | - |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 2.245 | 58 | - | 3 |
| Leasingverbindlichkeiten | 468 | -59 | - | 2 |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit | 5.451 | 739 | - | 5 |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzierungstätigkeit | -175 | |||
| Summe der Kapitalflüsse aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | 564 | |||
| 2018 | ||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.737 | - | - | - |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 1.431 | 806 | 1 | 6 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit | 4.168 | 806 | 1 | 6 |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzierungstätigkeit | -164 | |||
| Summe der Kapitalflüsse aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | 642 | |||
| Zahlungsunwirksam | ||
| In Mio. EUR | Sonstige Änderungen | 31.12. |
| 2019 | ||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1 | 3.479 |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 2 | 2.308 |
| Leasingverbindlichkeiten | 31 | 442 |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit | 34 | 6.229 |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Summe der Kapitalflüsse aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | ||
| 2018 | ||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1 | 2.738 |
| Begebene Anleihen und Darlehen | 1 | 2.245 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | - |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit | 2 | 4.983 |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Summe der Kapitalflüsse aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten |
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochterunternehmen (zusammen Talanx Konzern oder Talanx Gruppe). Unmittelbar oder über Kooperationen ist die Gruppe in mehr als 150 Ländern aktiv. Sie bietet Versicherungsdienstleistungen sowohl im Schaden/Unfall- als auch im Lebensversicherungsgeschäft, in der Rückversicherung sowie Geschäfte im Bereich Asset-Management.
Die Talanx AG hat ihren Sitz am HDI-Platz 1, 30659 Hannover, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 eingetragen. Die Talanx AG ist die Finanz- und Management-Holding und agiert nach dem Erhalt der Rückversicherungslizenz durch die BaFin am 21. Dezember 2018 seit Januar 2019 auch operativ als konzerninterner Rückversicherer für die Erstversicherungen.
Die Talanx AG gehört zu 79,0 % dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft), Hannover (HDI V. a. G.). Der HDI V. a. G. ist nach § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss des HDI V. a. G. wird im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Der Konzernabschluss der Talanx Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie gemäß den nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Versicherungsspezifische Geschäftsvorfälle, für die die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet.
IFRS 4 fordert Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken aus Versicherungsverträgen. IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" fordert Ausführungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten. § 315 Absatz 2 Nummer 1 HGB fordert für den Lagebericht ebenfalls Angaben zum Management versicherungstechnischer und finanzieller Risiken. Die entsprechenden Erläuterungen dazu finden sich im Risikobericht. Zu den Angaben nach IFRS 4 verweisen wir insbesondere auf Seite 104 - 111 "Versicherungstechnische Risiken", zu den Angaben nach IFRS 7 auf Seite 111 - 116 "Risiken aus Kapitalanlagen". Auf eine zusätzliche inhaltsgleiche Darstellung im Anhang haben wir verzichtet. Für einen Gesamtüberblick zur Risikosituation sind sowohl der Risikobericht als auch die Anhangangaben zu berücksichtigen. Zur besseren Orientierung verweisen wir im Risikobericht und im Anhang auf die korrespondierenden Erläuterungen.
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, dass aus Gründen der Transparenz Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich sind. In den Tabellen dieses Berichts können Rundungsdifferenzen auftreten. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.
Der Konzern hat die folgenden geänderten IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2019 übernommen:
Der IFRS 16 "Leasingverhältnisse" regelt u. a. die Bilanzierung bei Leasingnehmern neu. Grundsätzlich ist für jedes Leasingverhältnis eine Leasingverbindlichkeit zu erfassen. Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Grenzkapitalzinssatz des Leasingnehmers, bewertet. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Die bisherigen Leasingaufwendungen werden durch einen Abschreibungsaufwand aus Nutzungsrechten und Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber bleibt im Vergleich zur bisherigen Praxis nahezu unverändert, nach der Leasingverhältnisse entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse eingestuft werden. Der Konzern wendet den Standard modifiziert retrospektiv an und erfasst den kumulativen Effekt aus der Einführung des Standards im Eigenkapital zum 1. Januar 2019. Eine Anpassung der Vorjahreswerte erfolgt somit nicht. Der Konzern nutzte bei der Umstellung die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses. Dies bedeutet, dass der Konzern IFRS 16 auf alle Verträge angewendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind. Darüber hinaus hat der Konzern die Vereinfachungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, in Anspruch genommen, sowie sämtliche praktischen Behelfe des IFRS 16.C10 angewandt. Der jeweilige verwendete Grenzfremdkapitalzinssatz wurde unter Berücksichtigung der Währung und der lokalen Besonderheiten auf Ebene der einzelnen Gesellschaften ermittelt und lag im Konzern zum 1. Januar 2019 innerhalb einer Bandbreite von 0,8 % bis 4,0 %. Zum 1. Januar 2019 wurden Nutzungsrechte - in den Bilanzpositionen "Fremdgenutzter Grundbesitz" (34 Mio. EUR), "Übrige Kapitalanlagen" (32 Mio EUR) und "Sonstige Vermögenswerte" (402 Mio. EUR) - von insgesamt 468 Mio. EUR in Höhe der Leasingverbindlichkeiten (468 Mio. EUR; Bilanzposition: "Übrige Verbindlichkeiten") bewertet und um den Betrag der vorausbezahlten oder abgegrenzten Leasingzahlungen angepasst. Inklusive der Auflösung von Abgrenzungsposten und der Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern führte die Anwendung des Standards zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von 2 Mio. EUR. Insgesamt haben sich die anfänglich höheren Zinsaufwendungen (Position "Finanzierungszinsen") nur unwesentlich negativ auf das Konzernergebnis ausgewirkt.
Die Überleitung der zum 31. Dezember 2018 angegebenen Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen zu den am 1. Januar 2019 bilanzierten Leasingverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| In Mio. EUR | |
| Zukünftige Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 (angepasst) 1 | 637 |
| Verpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen mit Nutzungsbeginn nach dem 31. Dezember | -1 |
| Kurzfristige Leasingverträge | -2 |
| Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert | -5 |
| Sonstiges | -12 |
| Bruttoleasingverpflichtungen am 1.1.2019 | 617 |
| Abzinsung | 149 |
| Erfasste Leasingverbindlichkeiten am 1.1.2019 | 468 |
Die durch IFRS 16 eingeführten Angaben zu Leasingverträgen erfolgen im Kapitel "Sonstige Angaben".
Darüber hinaus wurde eine Reihe weiterer Standardänderungen und Interpretationen eingeführt, die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten:
| ― |
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
| ― |
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Planänderungen, -kürzungen und -abgeltungen |
| ― |
Änderungen im Rahmen der "jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2015 - 2017)": Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
| ― |
IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung" |
Der am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 "Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx Konzern aufgrund der Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und IFRS 4" - welche es bestimmten Versicherungsunternehmen ermöglichen, die verpflichtende Anwendung von IFRS 9 zu verschieben - voraussichtlich erst in Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2022 unter Berücksichtigung aller bis dahin vorgenommenen Anpassungen des Standards angewendet. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung des IFRS 9 besteht für Unternehmen, die überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig sind. Der Talanx Konzern erfüllt die notwendigen Voraussetzungen hierfür (der Anteil der Versicherungsaktivitäten des Konzerns lag am 31. Dezember 2015 bei 96,7 %, eine Änderung der Geschäftstätigkeit hat zwischenzeitlich nicht stattgefunden) und nimmt u. a. wegen der Wechselwirkung der Bilanzierung der Finanzinstrumente und Versicherungsverträge die Möglichkeit der Verschiebung in Anspruch. Die Anhangangaben im Rahmen des "Deferral Approach" (Zeitwerte der derzeit im Bestand befindlichen Finanzinstrumente, unterteilt nach dem Zahlungsstromkriterium, sowie Angaben zu Ausfallrisiken der Wertpapiere, die den SPPI-Test bestehen), die eine gewisse Vergleichbarkeit mit den Unternehmen ermöglichen sollen, die bereits IFRS 9 anwenden, werden im Konzernanhang im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt. Die neuen Klassifizierungsregeln des IFRS 9 führen dazu, dass mehr Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Zudem erwartet der Konzern Auswirkungen von dem neuen Wertminderungsmodell für Fremdkapitalinstrumente. Im Rahmen des konzernweiten Implementierungsprojektes wurden zur Vorbereitung der für 2020 geplanten Analyse der Auswirkungen der Einführung von IFRS 9 die gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erarbeitet und konzernweit kommuniziert.
Außer dem IFRS 9, der einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben wird, wurden weitere Standardänderungen verabschiedet, die sich jedoch erwartungsgemäß nicht wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden:
| Standard | Titel des Standards/der Interpretation/der Änderung | Erstmalige Anwendung1 |
| IFRS-Rahmenkonzept | Rahmenkonzept der Finanzberichterstattung | 1.1.2020 |
| IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern" | Änderung der Definition von Wesentlichkeit | 1.1.2020 |
| IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 | Reform der Referenzzinssätze | 1.1.2020 |
1
Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
IFRS 17 "Versicherungsverträge" wurde am 18. Mai 2017 vom IASB veröffentlicht und löst künftig IFRS 4 ab und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach dem Bewertungsmodell des neuen Standards werden Gruppen von Versicherungsverträgen bewertet, und zwar basierend auf dem Erwartungswert abgezinster Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken sowie einer vertraglichen Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der Leistungserbringung führt. Als "Versicherungsumsatz" werden statt Prämieneinnahmen in jeder Periode die Änderungen aus der Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz ausgewiesen, für die das Versicherungsunternehmen ein Entgelt erhält, abzüglich Ein- und Auszahlungen von Sparkomponenten. Versicherungsfinanzertrag und -aufwand resultieren aus Abzinsungseffekten und finanziellen Risiken. Sie können je Portfolio entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden. Änderungen in den Annahmen, die sich nicht auf Zinsen bzw. finanzielle Risiken beziehen, werden gegen die vertragliche Servicemarge gebucht und über die Dauer der noch zu erbringenden Leistungen verteilt. Wird die Servicemarge negativ, ist ein entsprechender Betrag erfolgswirksam zu erfassen. IFRS 17 sieht für kurz laufende Verträge ein vereinfachtes Verfahren vor, das die Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz wie bislang über Prämienüberträge abbildet. Für große Teile des Lebensversicherungsgeschäftes mit Überschussbeteiligung wird eine modifizierte Form des allgemeinen Bewertungsmodells genutzt, der "Variable Fee Approach". Die Erstanwendung von IFRS 17 hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen. Mit dem im Juni 2019 veröffentlichten Exposure Draft zu Änderungen an IFRS 17 schlägt das IASB eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts des Standards auf den 1. Januar 2022 sowie einige weitere Änderungen an IFRS 17 vor. Die für Versicherungen geltende Ausnahme von der Anwendung des IFRS 9 soll ebenfalls auf den 1. Januar 2022 verschoben werden, sodass beide Standards weiterhin gleichzeitig zwingend erstmals anzuwenden sein werden. Da die neuen Vorschriften die Kerngeschäftstätigkeit des Konzerns betreffen, ist unvermeidlich mit wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu rechnen. Der Konzern hat wegen der besonderen Bedeutung der neuen Bilanzierungsregelungen ein mehrjähriges Projekt aufgesetzt, in dem die Auswirkungen des Standards einschließlich der Wechselwirkung mit IFRS 9 auf den Konzernabschluss untersucht und die notwendigen Umsetzungsschritte fortgeführt werden. Derzeit erfolgen die Ausarbeitung der rechnungslegungstechnischen Grundlagen sowie die Implementierung der umfangreichen Anforderungen in den Prozessen und Systemen des Konzerns. Auswirkungen auf den Konzernabschluss können zu dem derzeitigen Zeitpunkt noch nicht quantifiziert werden.
Darüber hinaus wurden weitere Standardänderungen verabschiedet, die jedoch erwartungsgemäß keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden:
| Standard | Titel des Standards/der Interpretation/der Änderung | Erstmalige Anwendung1 |
| IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" | Definition eines Geschäftsbetriebs | 1.1.2020 |
| IAS 1 | Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig | 1.1.2022 |
1
Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Nachfolgend werden die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden dargestellt, die der Erstellung des Konzernabschlusses zugrunde liegen. Sofern nicht separat angegeben, entsprechen die angewendeten Methoden denen des Vorjahrs. Die im Geschäftsjahr 2019 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 136 ff. und 160 ff.) beschrieben.
Im vierten Quartal 2019 wurde eine Abweichung von den Anforderungen des IAS 12 "Ertragsteuern" bezüglich der Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern festgestellt und die Saldierung an die Anforderungen des IAS 12 angepasst. Durch die retrospektive Fehlerkorrektur werden nunmehr bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 12.74 und IAS 12.75 auch aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in die Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern einbezogen sowie die Saldierung latenter Steuern innerhalb des Organkreises auf Konzernebene sichergestellt. Betroffen von der Korrektur sind die Geschäftssegmente Industrieversicherung, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und außerdem die Konsolidierung.
Die Auswirkungen aus der rückwirkenden Anwendung der genannten Änderung auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 und die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 stellen sich wie folgt dar:
| In Mio. EUR | 1.1.2018 wie ausgewiesen | Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 | 1.1.2018 |
| Aktiva | |||
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 603 | -373 | 230 |
| Passiva | |||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.109 | -373 | 1.736 |
| In Mio. EUR | 31.12.2018 wie ausgewiesen | Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 | 31.12.2018 |
| Aktiva | |||
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 1.156 | -691 | 465 |
| Passiva | |||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.380 | -691 | 1.689 |
Ferner wurden im dritten Quartal die Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Übereinstimmung mit IAS 8 retrospektiv ohne Auswirkung auf das Konzernergebnis korrigiert. Eine Verrechnung erfolgt vollständig für aus der gleichen Währung resultierenden Erträgen und Aufwendungen. Betroffen von der Korrektur sind die Geschäftssegmente Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung.
Die Auswirkungen aus der rückwirkenden Anwendung der genannten Änderung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Vergleichsperiode stellen sich wie folgt dar:
| In Mio. EUR | 1.1. - 31.12.2018 wie ausgewiesen | Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 | 1.1. -31.12.2018 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 1.633 | -561 | 1.072 |
| 10. b. Sonstige Aufwendungen | -1.721 | 561 | -1.160 |
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen vorgenommen. Sie beziehen sich auf die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die bilanzierten Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Angaben zu Eventualverbindlichkeiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Sie basieren auf Erfahrungen und Erwartungen über zukünftige Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig erscheinen. Die Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen sind vor allem bei folgenden Positionen von Bedeutung:
| ― |
Geschäfts- oder Firmenwert (siehe Anmerkung 1, dort "Impairment-Test") |
| ― |
Beizulegender Zeitwert bzw. Wertminderungen von Finanzinstrumenten (siehe Anmerkung 12 - Einteilung der Finanzinstrumente in Stufen der Bewertungshierarchie - sowie Ausführungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte bzw. Bestimmung des Wertberichtigungsbedarfs im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") |
| ― |
Abgegrenzte Abschlusskosten (siehe Anmerkung 15 sowie Überprüfung der Rechnungsgrundlagen im "Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") |
| ― |
Aktive Steuerabgrenzung (siehe Anmerkungen 28 und 35 sowie im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -Verfügbarkeit künftig zu versteuernder Ergebnisse, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können) |
| ― |
Leasingverhältnisse (siehe Abschnitt "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze" und Anwendung der IFRS sowie Kapitel "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs) |
| ― |
Versicherungstechnische Rückstellungen: Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (siehe Anmerkung 21) werden in der Regel auf definierter Teilportfoliobasis (Analysesegmente) durch Anwendung versicherungsmathematischer |
Schadenreservierungsverfahren ermittelt. Bilanziert wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag. Basierend auf statistischen Abwicklungsdreiecken wird die Entwicklung bis zum voraussichtlichen Ende der Abwicklung eines Schadenfalls projiziert. Die tatsächlichen Zahlungen für Versicherungsfälle können höher oder niedriger ausfallen; hieraus entstehende Abwicklungsgewinne und -verluste sind ergebniswirksam. Auch in der Leben-Erstversicherung bzw. Personen-Rückversicherung hängt die Ermittlung der Reserven und Vermögenswerte maßgeblich von aktuariellen Projektionen des Geschäfts ab. Hierbei werden grundsätzliche Eingabeparameter entweder durch den Tarif vorbestimmt (z. B. eingerechnete Kosten, Prämienhöhe, Rechnungszins) oder geschätzt (z. B. Sterbe-, Invaliditäts- oder Stornowahrscheinlichkeiten). Diese Annahmen hängen stark von länderspezifischen Parametern, Vertriebsweg, Qualität der Antragsprüfung und Rückversicherungsform ab und werden zu jedem Abschlussstichtag durch Lebensversicherungsaktuare überprüft. Die sich hieraus ergebenden potenziellen Korrekturen spiegeln sich u. a. als True-up-Anpassungen in den Bilanzpositionen sonstige immaterielle Vermögenswerte, versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (PVFP), abgegrenzte Abschlusskosten, Rückstellung für Beitragsrückerstattung (latente RfB) und gegebenenfalls der Deckungsrückstellung (Finanzierung der Schlussgewinne) wider. Weitere Ausführungen zu versicherungstechnischen Risiken inklusive der Angaben zu Sensitivitäten finden sich - neben den Erörterungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" - auch im Risikobericht des Konzernlageberichts.
| ― |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (siehe Anmerkung 23 - Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen) |
| ― |
Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten (siehe Anmerkung 25 sowie Beschreibungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und im Kapitel "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs) |
| ― |
Konsolidierungskreis (siehe Abschnitt "Konsolidierungsgrundsätze" - insbesondere Einbeziehung von durch den Konzern bzw. von Drittparteien verwaltete Investmentfonds) |
Versicherungs-/Rückversicherungsverträge sowie Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung werden nach den Bestimmungen der US GAAP auf den Stand der Erstanwendung von IFRS 4 "Versicherungsverträge" am 1. Januar 2005 bilanziert, sofern IFRS 4 keine gesonderten Vorschriften vorhält. Wir zitieren einzelne Regelungen der US GAAP unter Verwendung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Bezeichnung (Statement of Financial Accounting Standard [SFAS]). Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert.
Der aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass eine Wertminderung vorliegen könnte, einem Werthaltigkeitstest unterzogen und mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. (Details zum Werthaltigkeitstest sowie zu den Sensitivitätsanalysen siehe Anmerkung 1.)
Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte: Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Versicherungs-/Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen zum Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil (nur bei Lebensversicherungsverträgen) zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, und unter Beachtung der Laufzeiten der erworbenen Verträge amortisiert. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal im Jahr; gegebenenfalls werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder Wertminderungen vorgenommen (Details u. a. zu Laufzeitangaben siehe Anmerkung 2). Die Amortisation des PVFP aus Investmentverträgen weisen wir im Kapitalanlageergebnis unter "Ergebnis aus Investmentverträgen" aus. Die Abschreibungen bzw. die Amortisation auf den Aktionärsanteil bilanzieren wir in der Position "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen".
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Sie werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben. Diese beträgt bei Software in der Regel drei bis zehn Jahre, die der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen grundsätzlich vier bis 16 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbene Markennamen) werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertminderungen, die im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind, werden auf die versicherungsspezifischen Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie im "übrigen Ergebnis" ausgewiesen.
Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungsoder Herstellungskosten an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer und maximal über 50 Jahre abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert um mehr als die planmäßige Abschreibung eines Kalenderjahres unterschreitet. Auf dem Ertragswertverfahren beruhende Bewertungen führen für den direkt gehaltenen Bestand grundsätzlich konzerninterne Gutachter durch. Alle fünf Jahre wird ein externes Gutachten erstellt. Bei Immobilienspezialfonds wird alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Erstbewertung - ein externes Marktwertgutachten eingeholt.
Ergebnisse aus dem Abgang einer Immobilie, Unterhaltungskosten und Reparaturen wie auch Abschreibungen und etwaige Wertminderungen/Zuschreibungen werden im Gewinn oder Verlust (im Kapitalanlageergebnis) berücksichtigt.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode konsolidierten wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis dieser Finanzanlagen. Weitere Angaben sind dem Abschnitt "Konsolidierungsgrundsätze" im Kapitel "Konsolidierung" zu entnehmen.
Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden bei Zugang in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" entsprechend dem jeweiligen Zweck untergliedert. Finanzpassiva werden entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder als "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls Transaktionskosten hinzuaddiert bzw. abgezogen, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen.
Die Folgebewertung der Finanzinstrumente erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegenden Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen Wertminderungen und Zuschreibungen.
Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden Anteile an Tochtergesellschaften erfasst, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert bzw. nach der Equity-Methode bewertet werden, sowie sonstige Beteiligungen. Bei börsennotierten Anteilen erfolgt der Ausweis zum beizulegenden Zeitwert. Andere Anteile werden zu Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen.
Bei den Darlehen und Forderungen handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine Wertminderung/Wertaufholung erfolgt im Gewinn oder Verlust. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne Wertminderungen ergeben hätten.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind Finanzinstrumente, für die der Konzern die Absicht hat und in der Lage ist, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird analog zur Prüfung von Darlehen und Forderungen vorgegangen.
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche und nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und Beträgen, die bei Lebensversicherern im Zuge der Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital (übrige Rücklagen) ausgewiesen.
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie Finanzinstrumente, die zum Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Handelsbestände umfassen insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen, sofern sie nicht als Hedges (Hedge-Accounting nach IAS 39) qualifiziert sind. Derivate mit negativen Marktwerten bilanzieren wir unter den übrigen Verbindlichkeiten. Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen strukturierte Produkte, die unter Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen werden. Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze der entsprechenden Finanzinstrumente über anerkannte Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Gewinn oder Verlust (Position: Kapitalanlageergebnis).
Die einzelnen Bilanzposten der Kapitalanlagen werden in den jeweiligen Anmerkungen dieses Anhangs auf die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 übergeleitet.
Derivate, die als Sicherungsinstrumente (Hedge-Accounting) designiert werden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten angesetzt. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair-Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit/einem bilanzierten Vermögenswert oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cash-flow-Hedge). Weitere Informationen dazu siehe Anmerkung 13.
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen den Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs bzw. gehandelter Kurs zur Bewertung herangezogen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs zum Stichtag bewertet. Falls kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden. Finanzielle Vermögenswerte, für die keine öffentlichen Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Finanzinstrumente der Zeitwerthierarchiestufe 3), werden überwiegend mithilfe unabhängiger Sachverständiger und unter Einbeziehung von Plausibilitätsprüfungen bewertet (z. B. geprüfter Net Asset Value). Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Anmerkung 12.
| Finanzinstrument | Preismethode | Parameter | Preismodell |
| Festverzinsliche Wertpapiere | |||
| Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen | Hull-White u. a. Zinsstrukturmodelle |
| ABS/MBS ohne Marktquotierungen | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten | Barwertmethode |
| CDOs/CLOs | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, Risikoprämien, Ausfallraten, Verwertungsraten, Tilgungen | Barwertmethode |
| Aktien und Fonds | |||
| Nicht notierte Aktien | Theoretischer Kurs | Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Sachverständigengutachten, ggf. Buchwert | NAV-Methode 1 |
| Nicht notierte Aktien-, Immobilien- und Rentenfonds | Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Übrige Kapitalanlagen | |||
| Private-Equity-Fonds/Private-Equity-Immobilienfonds | Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Börsennotierte Aktienoptionen | Notierter Kurs | - | - |
| Aktien- und Indexfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Zins- und Rentenfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Zinsswaps ("Plain Vanilla") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Zinsswaps ("Cross Currency Swaps") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Devisenspotraten | Barwertmethode |
| Total Return Swaps | Theoretischer Kurs | Notierung Underlying, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen | Theoretischer Kurs | Notierung Underlying, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite | Black-Scholes |
| Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Non-Deliverable Forwards | Theoretischer Kurs | Spot- und Forward-Raten | Barwertmethode |
| Zinstermingeschäfte (Vorkäufe, Vorverkäufe) | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Credit Default Swaps | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurven, Verwertungsraten | ISDA-Modell |
| Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik | Theoretischer Kurs | Marktwerte der Cat Bonds, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Sonstiges | |||
| Immobilien | Theoretischer Wert | Lage, Baujahr, Mietflächen, Nutzungsart, Laufzeit der Mietverträge, Höhe der Mieten | Erweitertes Ertragswertverfahren |
| Infrastruktur Fremdkapitalfinanzierungen | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
1
NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)
Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei den finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert eingestuft sind, objektive Hinweise auf eine Wertberichtigung vorliegen. Dabei schließen wir den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteil der finanziellen Vermögenswerte ein.
Bei gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten gilt ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter deren Anschaffungskosten als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Wir halten einen Rückgang um 20 % für signifikant und einen Zeitraum von neun Monaten für länger anhaltend.
Diese Regelungen wenden wir analog auch bei Beteiligungen an Fonds an, die in privatem Beteiligungskapital (Private Equity) investieren. In diesem Fall schreiben wir auf den Nettovermögenswert (Net Asset Value) als Approximation des Marktwertes ab. Um dem spezifischen Charakter dieser Fonds Rechnung zu tragen (hier anfänglich negativer Rendite- und Liquiditätsverlauf während der Investitionsperiode der Fonds), schreiben wir innerhalb einer zweijährigen Karenzphase ausschließlich bei Vorliegen von Hinweisen auf signifikante oder nachhaltige Wertminderungen ab, die nicht auf den J-Curve-Effekt zurückzuführen sind.
Indikatoren für eine Wertminderung bei den festverzinslichen Wertpapieren sowie Darlehen und Forderungen sind insbesondere finanzielle Schwierigkeiten eines Emittenten/Schuldners, die Nichterhaltung oder Nichtzahlung von Zins- oder Kapitalerträgen, die Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Emittenten/Schuldners sowie die aktuelle Marktsituation. Die Bewertungen nehmen wir in Einzelbetrachtung und prioritär unter Einbeziehung des Ratings des Papiers, des Ratings des Emittenten/Schuldners sowie der individuellen Markteinschätzung vor.
Wertberichtigungen werden aufwandswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst und erfolgen auf den beizulegenden Zeitwert, das heißt grundsätzlich auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln bilanzieren wir über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanzieren wir nur dann saldiert und als Nettobetrag, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und wir beabsichtigen, solche Positionen auf einer Nettobasis auszugleichen oder diesen Ausgleich simultan herbeizuführen.
Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, unverändert im Konzern verbleiben. Barsicherheiten werden in der Position "Übrige Verbindlichkeiten" bilanziell angesetzt. Wertpapiere (die als Sicherheit hereingenommen werden) werden mangels Übertragung der verbundenen Risiken und Chancen nicht bilanziert.
Im Rahmen echter Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Wertpapiere bei gleichzeitiger Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einem bestimmten Wert zurückzunehmen. Da die wesentlichen Risiken und Chancen im Konzern verbleiben, werden diese Kapitalanlagen weiterhin bilanziert. Die Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung weisen wir in der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten" aus. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Gewinn bzw. Verlust (im Kapitalanlageergebnis) ausgewiesen.
Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren Nettovermögenswert ("Net Asset Value") als Approximation des Marktwerts bewertet. Anlagevermögen aus Infrastrukturinvestments (vornehmlich aus vollkonsolidierten Windparkprojektgesellschaften) bilanzieren wir zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Eine zu bilanzierende Rückstellung für Rückbauverpflichtungen weisen wir in der Position "Sonstige Rückstellungen" aus. Außerdem überprüfen wir diese Bestände zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit. Wertminderungen/Zuschreibungen/planmäßige Abschreibungen wie auch Umsatzerlöse aus diesen Anlagen erfassen wir im Kapitalanlageergebnis.
Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert. Zahlungen für diese Verträge führen nicht zu einem Ausweis von Prämien, sondern zu Einlageverbindlichkeiten in Höhe der entsprechenden Finanzinstrumente. Finanzaktiva aus Investmentverträgen weisen wir unter den Kapitalanlagen in der Position "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen" aus. Finanzpassiva - also Verpflichtungen aus Investmentverträgen - werden in dem Passivposten "Übrige Verbindlichkeiten" bilanziert. Unsere Ausführungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten gelten analog. Die aus Investmentverträgen resultierenden Ergebniseffekte (z. B. Wertschwankungen der Finanzaktiva/-passiva) wie auch die vereinnahmten Entgelte aus der Kapitalanlageverwaltung abzüglich entsprechender Verwaltungsaufwendungen stellen wir saldiert im Kapitalanlageergebnis als "Ergebnis aus Investmentverträgen" dar.
Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden. Die Depotverbindlichkeiten repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung von Bonitätsrisiken zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert.
IFRS-4-konforme Versicherungsverträge, die die Risikotransfer-Anforderungen der US GAAP nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im Gewinn bzw. Verlust (in der Position "Übriges Ergebnis") ausgewiesen.
Diese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen ermittelt. Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, nehmen wir auf Basis von Einzel- bzw. Gruppenbetrachtung Wertberichtigungen vor. Wertminderungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft erfassen wir auf Wertberichtigungskonten. Alle anderen Wertberichtigungen buchen wir direkt gegen den zugrunde liegenden Bestand. Entfallen Gründe für eine Wertminderung, nehmen wir eine Zuschreibung (im Gewinn) direkt oder durch Anpassung des Wertberichtigungskontos maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor.
In den abgegrenzten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die in engem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss bzw. der Vertragserneuerung stehen. Für die Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften und die SchadenRückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit amortisiert. Bei kurzfristigen Verträgen erfolgt die Tilgung entsprechend der Vereinnahmung der Beiträge und folgt somit der zeitproportionalen Auflösung der Prämienüberträge. In der Personen-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung werden die abgegrenzten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen. Bei als Universal-Life-Type-Vertrag klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die abgegrenzten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Die abgegrenzten Abschlusskosten werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen. Bei Erfordernis erfolgen Anpassungen.
Aktive und passive latente Steuern werden aus temporären Unterschieden zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen ermittelt. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von Tax Credits angesetzt sowie auf steuerliche Verlustvorträge. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.
Die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen wird in den jeweiligen Staaten von den lokalen Steuer- und Finanzfachleuten vorgenommen. Die Ergebnisplanungen beruhen auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen Verfahren geprüft und genehmigt wurden. Sie werden auch für die Unternehmenssteuerung verwendet. Ein besonders aussagekräftiger Nachweis wird entsprechend konzerneinheitlichen Grundsätzen verlangt, wenn das betreffende Konzernunternehmen aktuell oder in einer Vorperiode einen Verlust erwirtschaftet hat. Der Ansatz und die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen werden von der Konzernsteuerabteilung geprüft.
Latente Steuern werden nach in dem Jahr geltenden landesspezifischen Steuersätzen berechnet. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 32,2 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind.
Sonstige Vermögenswerte bilanzieren wir mit Ausnahme der Sicherungsinstrumente grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren. Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der Werthaltigkeit von eigengenutztem Grundbesitz gelten grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu fremdgenutzten Immobilien. Abschreibungen/Wertminderungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder in der Position "Übriges Ergebnis" ausgewiesen.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nominalbetrag bilanziert.
Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und gesondert ausgewiesen, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" berücksichtigt. Wertminderungen sind im Gewinn bzw. Verlust zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt.
Wie im Abschnitt "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS" erläutert, änderte der Konzern seine Rechnungslegungsmethode zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist. Im selben Abschnitt wird die Bilanzierungsmethode und die sich ergebenden Auswirkungen dargestellt; relevante Anhangangaben befinden sich im Kapitel "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs
Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen und die übrigen Rücklagen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die von den Aktionären der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge.
In der Gewinnrücklage werden neben den Zuführungen aus dem Jahresergebnis thesaurierte Gewinne ausgewiesen, die die Konzernunternehmen seit ihrer Konzernzugehörigkeit erzielt haben. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen erfasst.
Übrige Rücklagen: Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden in den nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten aus Kapitalanlagen bilanziert. Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen sowie unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen, genauso wie Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere wie der effektive Teil des Gewinns/Verlusts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow-Hedges.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter als Teil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen.
Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode bewertet.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt. Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen basiert auf Grundlage der US GAAP (SFAS 60, SFAS 97 und SFAS 120).
Bei kurzfristigen Versicherungsverträgen, zum Beispiel in der Schaden-/Unfallversicherung bzw. Schaden-Rückversicherung, werden die bereits vereinnahmten auf künftige Jahre entfallenden Prämien zeitanteilig abgegrenzt und als Rückstellungen für Prämienüberträge ausgewiesen. Diese Prämienüberträge werden in künftigen Perioden im Verhältnis zum gewährten Versicherungsschutz verdient. Die Prämieneinnahmen werden für Verträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden Annahmen getroffen, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Daten nicht verfügbar sind.
Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung fließen Annahmen zu Mortalität und Invalidität, Storno, Kapitalanlageverzinsung und Kosten ein. Die dabei verwendeten Rechnungsgrundlagen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt.
Die Ermittlung der Deckungsrückstellung stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen (resultierend aus Kunden- und Branchendaten) gemäß bester Schätzung unter Einrechnung einer Risikomarge. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Rückkaufswerte zugrunde liegen. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf aktuellen Sterbetafeln bzw. - sofern diese nicht verfügbar sind - auf Branchentafeln.
Die Bewertung der Deckungsrückstellung hängt von der jeweiligen Produktkategorie ab:
| ― |
Bei Verträgen der Lebensversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (SFAS 120) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut. |
| ― |
Für Verträge der Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung (SFAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird. |
| ― |
Bei Verträgen der Lebensversicherung nach dem UniversalLife-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (SFAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus. |
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle (IBNR-Reserve).
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle basieren grundsätzlich auf anerkannten versicherungsmathematischen Schätzverfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden, soweit keine einzelfallbezogenen Schätzungen zu berücksichtigen sind. Angesetzt wird entsprechend langjährig etablierter Praxis der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag, der sich für die Rückversicherung grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Forderungen aus Regressen, Provenus und Teilungsabkommen werden berücksichtigt. Zur Bemessung der Endschäden ("Ultimate Liability") werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung, aber auch der Schaden-Erstversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren berechnet (z. B. Chain-Ladder-Verfahren). Dabei wird auf Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung aller Schäden pro Anfalljahr bzw. Zeichnungsjahr bis zum voraussichtlichen Ende ihrer Abwicklung prognostiziert. Zudem werden Erfahrungen der Vergangenheit, aktuell bekannte Fakten und Gegebenheiten sowie weitere Annahmen in Bezug auf die zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die jüngeren Zeichnungsjahre bzw. Anfalljahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Die Rückstellungen für das übernommene Geschäft werden dabei grundsätzlich für das Konzerngeschäft nach Vorgaben der Vorversicherer bzw. für das Nichtkonzerngeschäft mittels aktuarieller Analysen gebildet.
Wenn für die einzelfallspezifische Abwicklung von Großschäden keine ausreichenden statistischen Daten vorliegen, werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und gegebenenfalls nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen realistischen Schätzungen des Konzerns. Darüber hinaus wird für einen Teil der bekannten Versicherungsfälle eine individuell bestimmte angemessene Rückstellung gebildet. Die Bestimmung der Höhe erfolgt unter Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze der Versicherungspraxis. Die Angemessenheit der Höhe wird regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Teilrückstellungen wie bspw. der Rentendeckungsrückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst.
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Für unrealisierte Gewinne/Verluste aus "jederzeit veräußerbaren" Finanzinstrumenten bilden wir eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (Shadow RfB); ansonsten berücksichtigen wir Veränderungen dieser Rückstellung erfolgswirksam.
Mindestens einmal im Jahr prüfen wir alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Falls die Überprüfung ergibt, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben auf Ebene der Berechnungscluster voraussichtlich nicht decken, bilden wir nach Auflösung der zugehörigen abgegrenzten Abschlusskosten und PVFP eine Drohverlustrückstellung. Die Berechnung auf Basis des aktuell realistisch geschätzten künftigen Erfüllungsbetrags orientiert sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge und der Schadenrückstellung grundsätzlich an dem Geschäftsmodell der Sparten und berücksichtigt künftige Konditionsanpassungen, Rückversicherungsschutz sowie gegebenenfalls die Steuerung der Profitabilität einzelner Vertragsbeziehungen. Kapitalerträge werden bei dieser Berechnung nicht einbezogen. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen einschließlich des anteiligen Kapitalanlageergebnisses wie auch (wenn relevant) künftiger Überschussbeteiligungen.
Schattenbilanzierung (Shadow Accounting): IFRS 4 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Zeitwertänderungen der "jederzeit veräußerbaren" Finanzinstrumente in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Diese Vorgehensweise wird angewandt, damit nicht realisierte Gewinne und Verluste in gleicher Weise behandelt werden wie realisierte Gewinne und Verluste. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: abgegrenzte Abschlusskosten, PVFP, Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Anpassungen werden als sogenannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen analog zu den begründenden Wertentwicklungen als Gegenposten im sonstigen Ergebnis abgebildet.
Bei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen".
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden dabei nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten berücksichtigt, sondern auch deren zukünftige Entwicklung. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für hochwertige Unternehmensanleihen gelten. Der verwendete Abzinsungssatz ist ein zahlungsgewichteter Durchschnittszins, in dem sich die Fälligkeiten, die Höhe und die Währung der zu zahlenden Leistungen widerspiegeln.
Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds oder durch externe Vermögen gedeckte Leistungszusagen), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Sofern der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte die zugehörigen Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird dieser Nettobetrag als sonstige Forderung ausgewiesen, angepasst um Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling). Die Kostenkomponenten aus der Veränderung der leistungsorientierten Pläne werden, soweit sie den Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld betreffen, im Gewinn/im Verlust der Periode berücksichtigt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen und Plankürzungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden im Zeitpunkt ihres Eintritts im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis bilanziert und im Eigenkapital ausgewiesen. Die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen umfassen zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus den Bruttopensionsverpflichtungen, zum anderen den Unterschied zwischen der tatsächlich realisierten Planvermögensrendite und den rechnungsmäßigen Zinserträgen auf Planvermögen. Im Fall einer Überdotierung von Plänen fließt in die Neubewertungskomponente außerdem die Differenz zwischen dem Zins auf die Auswirkung der Vermögensobergrenze und der gesamten Veränderung des Nettovermögens aus der Auswirkung der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling) ein. Weitere Erläuterungen und Sensitivitätsanalysen finden sich unter Anmerkung 23.
Sonstige Rückstellungen, Steuerrückstellungen und Restrukturierungsrückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Bei wesentlichen Zinseffekten werden die Rückstellungen abgezinst. Restrukturierungsrückstellungen werden dann angesetzt, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Restrukturierung durch den Konzern genehmigt wurde und die wesentlichen Details der Restrukturierung öffentlich angekündigt wurden. Die Rückstellungen beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich der Anzahl der von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter, der Höhe der Abfindungszahlungen und der Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen. Aufwendungen, die mit den zukünftigen Geschäftstätigkeiten zusammenhängen (z. B. Versetzungskosten), werden nicht bei der Festlegung der Rückstellungen berücksichtigt.
Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der begebenen Anleihen und Darlehen, soweit es sich nicht um Verbindlichkeiten aus Derivaten und den erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen aus Investmentverträgen handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Derivaten bewertet der Konzern zum beizulegenden Zeitwert. Für geschriebene Verkaufsoptionen auf nicht beherrschende Anteile bilanziert der Konzern eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts des Rückkaufbetrags der Anteile. Die Einbuchung erfolgt zulasten des Anteils nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital; Effekte aus der Folgebewertung werden ergebniswirksam in der Position "Übriges Ergebnis" erfasst. Die Aufzinsung dieser finanziellen Verbindlichkeiten weisen wir unter den Finanzierungszinsen aus. Die beizulegenden Zeitwerte von Investmentverträgen werden grundsätzlich zu Rückkaufswerten für Versicherungsnehmer und Kontensalden bestimmt. Daneben nutzt der Konzern die Fair Value Option, um eine Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) in Bezug auf die die Verbindlichkeiten deckenden Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu beseitigen oder wesentlich zu verringern. Leasingverbindlichkeiten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Anteilsbasierte Vergütungen werden im Konzern ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu jedem Stichtag und am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld bestimmt. Der Zeitwert jedes dieser Pläne wird als Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach wird jede Änderung des Zeitwertes von nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Unter der gebuchten Prämie wird der Betrag ausgewiesen, der im Geschäftsjahr für die Gewährung des Versicherungsschutzes entweder einmal oder laufend durch den Versicherer fällig gestellt wurde. In die Prämien fließen Ratenzahlungszuschläge, Nebenleistungen und Geldleistungen für übernommene Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen (Portfolioeintritte) ein. Darüber hinaus werden hier Zahlungseingänge aus in Vorjahren abgeschriebenen sowie stornierten Prämienforderungen und Erträge aus der Auflösung bzw. Verminderung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Versicherungsnehmer ausgewiesen. Erhöhungen der Wertberichtigungen werden von den gebuchten Prämien abgesetzt.
Prämien für Versicherungsverträge werden über die Vertragslaufzeit im Verhältnis zum bereitgestellten Versicherungsschutz bzw. bei Fälligkeit als verdient und als Ertrag gebucht. Von den verdienten Prämien sind die Sparanteile aus Lebensversicherungsverträgen abgesetzt. (Siehe auch Seite 198, Ausführungen zur Rückstellung für Prämienüberträge.)
Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen beinhalten die Zahlungen für Schadenfälle des Geschäftsjahres und der Vorjahre (einschließlich der Schlussüberschüsse in der Lebensversicherung), die Veränderungen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie die Veränderungen der Deckungsrückstellung. Zudem werden hier die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Diese bestehen neben der Direktgutschrift aus der Zuführung für die RfB sowie der erfolgswirksamen Veränderung der latenten RfB inklusive der Amortisation des PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer.
Die Abschlussaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Provisionszahlungen an die mit dem Vertrieb der Versicherungsprodukte betrauten Personen/Organisationen, die gezahlten Rückversicherungsprovisionen sowie die Veränderungen der abgegrenzten Abschlusskosten und der Provisionsrückstellungen. Darüber hinaus werden unter den Abschlusskosten weitere Kostenbestandteile ausgewiesen, die eng mit der Akquise von neuen Versicherungsverträgen bzw. mit der Verlängerung bestehender Versicherungsverträge verbunden sind, beispielsweise Kosten der medizinischen Gesundheitsprüfung. Die Verwaltungskosten resultieren vor allem aus den Aufwendungen für die Vertragsverwaltung wie z. B. das Einziehen der fälligen Prämien. Weitere Verwaltungskosten sind u. a. die diesem Funktionsbereich zuordenbaren Personalkosten, Abschreibungen und Mieten.
Prämien, Aufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen werden jeweils brutto und netto, d. h. nach Berücksichtigung der Rückversicherungspositionen, bilanziert.
Die Zusammensetzung des Kapitalanlageergebnisses wie auch des übrigen Ergebnisses ist der jeweiligen Anmerkung im Konzernanhang zu entnehmen.
Der Konzern erbringt neben seiner Kerngeschäftstätigkeit (im Anwendungsbereich des IFRS 4) verschiedene mit dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang stehende Dienstleitungen, insbesondere Kapitalverwaltungsleistungen und sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 ("Erlöse aus Verträgen mit Kunden") fallen. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden dann realisiert, wenn die Verfügungsmacht über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Höhe der Umsatzrealisierung entspricht der Gegenleistung, die der Konzern für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an den Kunden voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern agiert in seinen Verträgen im Anwendungsbereich des IFRS 15 grundsätzlich als Prinzipal, weil er regelmäßig die Kontrolle über die Dienstleistungen oder Güter hat, bevor diese an den Kunden übertragen werden. Die Verträge mit den Kunden beinhalten in der Regel keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Eine Aufgliederung dieser Erlöse findet sich im Kapitel "Sonstige Angaben".
Ertragsteuern: Der Steueraufwand enthält die tatsächliche Steuerbelastung auf Unternehmensergebnisse der Konzernunternehmen, auf die die jeweiligen lokalen Steuersätze angewendet werden, sowie Veränderungen der aktiven und der passiven latenten Steuern. Aufwand und Ertrag aus Zinsen oder Strafen, die an die Steuerbehörden zu zahlen sind, werden in der Position "Übriges Ergebnis" ausgewiesen.
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die entsprechende funktionale Währung der Unternehmenseinheiten umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte/Schulden, die am Abschlussstichtag auf Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne/Verluste aus dieser Umrechnung werden in der Position "Übriges Ergebnis" ausgewiesen. Fremdwährungsgewinne/-verluste aus nicht monetären Posten (z. B. Eigenkapitalinstrumente), die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zunächst im sonstigen Ergebnis bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung bzw. bei einer Wertminderung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Fremdwährungspositionen ausländischer Tochtergesellschaften (einschließlich Geschäfts- und Firmenwerte), deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag in Euro um, Fremdwährungspositionen in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital bilanziert, soweit die Währungskursdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist.
| Bilanz (Stichtag) | Erfolgsrechnung (Durchschnitt) | ||||
| 1 EUR entspricht | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| AUD | Australien | 1,6000 | 1,6208 | 1,6095 | 1,5799 |
| BRL | Brasilien | 4,5128 | 4,4552 | 4,4212 | 4,2988 |
| CAD | Kanada | 1,4620 | 1,5591 | 1,4872 | 1,5313 |
| CNY | China | 7,8181 | 7,8768 | 7,7355 | 7,8174 |
| GBP | Großbritannien | 0,8520 | 0,9028 | 0,8781 | 0,8870 |
| JPY | Japan | 122,1900 | 126,3700 | 122,3546 | 130,4562 |
| MXN | Mexiko | 21,0814 | 22,5895 | 21,6720 | 22,7140 |
| PLN | Polen | 4,2576 | 4,3031 | 4,2998 | 4,2603 |
| USD | USA | 1,1190 | 1,1451 | 1,1208 | 1,1814 |
| ZAR | Südafrika | 15,7385 | 16,4522 | 16,1594 | 15,5416 |
Die Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt in Übereinstimmung mit IFRS 8 ("Geschäftssegmente") der internen Berichtsund Steuerungsstruktur der Gruppe, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet.
Der Konzern hat die geschäftlichen Aktivitäten in Versicherung und Konzernfunktionen aufgeteilt. Die Versicherungsaktivitäten (ohne die konzerninterne Rückversicherung der Talanx AG und HDI Reinsurance SE) sind weiter in sechs berichtspflichtige Segmente untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt.
Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung sind aufgrund der nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) sowie im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft nach Sparten (Sachversicherung und Lebensversicherung) ausgerichteten Steuerung in die vier berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben" und "Privat- und Firmenversicherung International" gegliedert. Diese Segmentierung entspricht auch den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand.
Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen und ist gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt.
Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss der Hannover Rück SE ordnen wir dem Segment Schaden-Rückversicherung auch die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx Konzernabschluss den beiden Rückversicherungssegmenten zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rück SE: Konsolidierungsspalte). Dadurch sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, von denen im Abschluss der Hannover Rück SE unvermeidlich.
Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen.
Industrieversicherung: Das Segment umfasst das globale Industriegeschäft. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl an Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Sach-, Rechtsschutz-, Transport-, Financial-Lines-, Agenten- und Spezial- (u. a. in den Sparten Vermögensschadenhaftpflicht, Organhaftpflicht, Sports and Entertainment, Luftfahrt, Offshore Energy und Tierversicherung) und Technische Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt.
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall:
Das Segment steuert unsere Sachversicherungsleistungen für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft. Das Produktspektrum reicht von Versicherungsprodukten für preis- und leistungsbewusste Kunden über maßgeschneiderte Produkte für beratungsaffine Kunden bis hin zum Belegschaftsgeschäft. Ein Fokus liegt dabei auf kleinen und mittleren Unternehmen, denen wir ebenfalls optimalen Versicherungsschutz anbieten möchten. Der Vertrieb erfolgt über die konzerneigene Außendienstorganisation, über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten sowie über Kooperationen und den Online- und Direktvertrieb.
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben: Das Segment bündelt unsere Lebensversicherungsaktivitäten einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts, d. h. des Vertriebs von Versicherungspolicen mittels Partnerbanken. Es erbringt auch Versicherungsdienstleistungen in Österreich. Das Produktspektrum reicht von fondsgebundenen Lebensversicherungen über Renten- und Risikoversicherungen bis hin zu Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der Vertrieb erfolgt im Besonderen über eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation, unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten und Banken.
Privat- und Firmenversicherung International: Die Tätigkeit des Segments umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die Produktpalette umfasst u. a. Angebote der Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie zahlreiche Produkte aus dem Bereich der Lebensversicherung. Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten abgewickelt. Zusätzlich nutzen viele Segmentgesellschaften Postfilialen sowie Banken als Vertriebskanäle.
Schaden-Rückversicherung: Die wichtigsten Aktivitäten des Segments sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, die strukturierte Rückversicherung, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Zusätzlich zeichnet die Gruppe schariakonforme Retakaful-Rückversicherung.
Personen-Rückversicherung: Das Segment fasst die weltweiten Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in allen Sparten der Lebens-, Kranken- und Rentenversicherung sowie der privaten Unfallversicherung zusammen, sofern sie von Personenversicherern gezeichnet werden. Zusätzlich zeichnet die Gruppe schariakonforme Retakaful-Rückversicherung.
Konzernfunktionen: Das Segment umfasst, in Abgrenzung zu den sechs operativen Segmenten, die Konzernsteuerung sowie Tätigkeiten zur Unterstützung des Geschäftsbetriebs der Gruppe. Dazu zählen die Kapitalanlageverwaltung, die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben für die Erstversicherung einschließlich konzerninterner Rückversicherung (Talanx AG und HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin) sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft für private und institutionelle Investoren der Ampega Investment GmbH, Köln, weisen wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Bereich zentrale Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten (z. B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen) auf Kostenerstattungsbasis vorwiegend für die Erstversicherer im Inland ausführen. Das konzernintern gezeichnete Geschäft der HDI Reinsurance (Ireland) SE wird im Rahmen der Segmentverteilung teilweise den geschäftsabgebenden Segmenten wieder zugerechnet. Provisionserlöse aus Platzierungen von Rückversicherungsabgaben und das operative Ergebnis der Talanx Reinsurance Broker GmbH werden dem Segment Industrieversicherung zugerechnet.
Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen segmentübergreifenden Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge, die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden im jeweiligen Segment eliminiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung nach Geschäftsbereichen/berichtspflichtigen Segmenten haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz.
Für die Segmente "Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall" und "Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben" werden weder Ertragsteuern noch Finanzierungszinsen ermittelt und an den Hauptentscheidungsträger berichtet, sodass die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem EBIT endet. Somit kann für sie auch keine Segmentbilanz aufgestellt werden. Das EBIT des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland ergibt sich aus der Addition der beiden berichtspflichtigen Segmente. Die Bilanz des Geschäftsbereichs Rückversicherung ergibt sich aus der Addition der Segmentbilanzen seiner berichtspflichtigen Segmente Schaden-Rückversicherung und Personen-Rückversicherung.
Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern beurteilen zu können, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt. Als einheitliche Bemessungsgrundlage wird das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung bzw. aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten (Finanzierungszinsen) bereinigt.
Aktiva
| Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | ||||
| 31.12.2019 | 31.12.20181, 3 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 153 | 154 | 248 | 248 | 668 | 622 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 10 | 8 | 438 | 458 | 170 | 151 |
| 163 | 162 | 687 | 706 | 838 | 773 | |
| B. Kapitalanlagen | ||||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 170 | 173 | 1.263 | 1.116 | 10 | 10 |
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 12 | 12 | 83 | 41 | - | - |
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 192 | 154 | 35 | - | - | - |
| d. Darlehen und Forderungen | 996 | 1.067 | 23.966 | 25.109 | 484 | 531 |
| e. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 69 | 73 | 168 | 169 | 168 | 210 |
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 6.846 | 5.864 | 27.043 | 23.191 | 10.910 | 8.841 |
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 135 | 180 | 361 | 349 | 408 | 561 |
| f. Übrige Kapitalanlagen | 856 | 777 | 1.743 | 1.641 | 485 | 418 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 9.278 | 8.300 | 54.662 | 51.616 | 12.465 | 10.571 |
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | - | - | - | - | 1.170 | 1.042 |
| h. Depotforderungen | 14 | 15 | 3 | 4 | - | - |
| Kapitalanlagen | 9.292 | 8.315 | 54.665 | 51.620 | 13.636 | 11.613 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 11.353 | 9.506 | 471 | 484 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 7.409 | 5.202 | 1.811 | 1.861 | 921 | 705 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 2.060 | 1.413 | 287 | 312 | 1.339 | 1.220 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 75 | 63 | 2.021 | 2.158 | 671 | 614 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 857 | 676 | 832 | 686 | 387 | 592 |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 44 | 67 | 89 | 111 | 92 | 101 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 663 | 695 | 771 | 822 | 561 | 432 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 21 | 16 | ||||
| Summe der Aktiva | 20.564 | 16.592 | 72.517 | 67.782 | 18.936 | 16.550 |
Aktiva
| Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | ||||
| 31.12.2019 | 31.12.20181, 4 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.20181 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 36 | 34 | - | - | - | - |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 168 | 174 | 106 | 109 | - | -5 |
| 204 | 208 | 106 | 109 | - | -5 | |
| B. Kapitalanlagen | ||||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 1.750 | 1.686 | - | - | - | - |
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 278 | 135 | 24 | 18 | - | - |
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 109 | 111 | - | - | - | - |
| d. Darlehen und Forderungen | 2.194 | 2.421 | 1 | 16 | - | - |
| e. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 223 | 250 | - | - | -292 | -293 |
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 38.632 | 33.930 | 119 | 138 | - | - |
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 814 | 750 | - | - | - | - |
| f. Übrige Kapitalanlagen | 3.072 | 2.967 | 751 | 768 | -1.442 | -1.516 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 47.073 | 42.250 | 894 | 940 | -1.734 | -1.809 |
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | - | - | - | - | - | - |
| h. Depotforderungen | 11.274 | 10.865 | 1 | 1 | -997 | -964 |
| Kapitalanlagen | 58.346 | 53.115 | 896 | 941 | -2.731 | -2.773 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 3.028 | 3.209 | 18 | 6 | -4.704 | -2.477 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 5.270 | 4.420 | 11 | 5 | -443 | -119 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 2.932 | 2.283 | 2 | 1 | 238 | 239 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.089 | 1.152 | 353 | 256 | - | - |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 45 | 93 | 276 | 273 | -221 | -179 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 1.797 | 1.695 | 1.183 | 653 | -2.158 | -1.840 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 36 | - | - | - | - | -1 |
| Summe der Aktiva | 72.748 | 66.174 | 2.845 | 2.244 | -10.017 | -7.155 |
Aktiva
| Gesamt | ||
| 31.12.2019 | 31.12.20181 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.105 | 1.058 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 893 | 895 |
| 1.998 | 1.953 | |
| B. Kapitalanlagen | ||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 3.193 | 2.985 |
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 398 | 206 |
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 337 | 265 |
| d. Darlehen und Forderungen | 27.641 | 29.144 |
| e. Sonstige Finanzinstrumente | ||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 336 | 409 |
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 83.550 | 71.964 |
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 1.718 | 1.840 |
| f. Übrige Kapitalanlagen | 5.465 | 5.055 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 122.638 | 111.868 |
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 1.170 | 1.042 |
| h. Depotforderungen | 10.296 | 9.921 |
| Kapitalanlagen | 134.104 | 122.831 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.824 | 9.990 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 8.483 | 8.506 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 8.525 | 7.251 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 5.940 | 5.358 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.518 | 3.362 |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 326 | 465 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 2.819 | 2.457 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 57 | 15 |
| Summe der Aktiva | 177.594 | 162.188 |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2
Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen"
3
Die HDI Global Specialty SE wäre im Segment mit 2.820 Mio. EUR Bilanzsumme (vor Konsolidierungseffekten)
enthalten gewesen.
4
Die HDI Global Specialty SE ist im Segment mit 2.820 Mio. EUR Bilanzsumme (vor Konsolidierungseffekten)
enthalten gewesen.
| Passiva | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| 31.12.2019 | 31.12.20182,4 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 283 | 200 | 162 | 162 | 42 | 42 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 2.026 | 1.152 | 1.460 | 1.381 | 2.684 | 2.431 |
| b. Deckungsrückstellung | - | - | 41.365 | 41.214 | 6.603 | 5.987 |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 12.466 | 10.327 | 3.482 | 3.399 | 3.530 | 2.996 |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 15 | 34 | 7.857 | 5.473 | 639 | 196 |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 55 | 47 | 6 | 7 | 21 | 10 |
| 14.561 | 11.560 | 54.169 | 51.474 | 13.478 | 11.620 | |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.353 | 9.506 | 471 | 484 | ||
| E. Andere Rückstellungen | ||||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 623 | 587 | 158 | 140 | 68 | 50 |
| b. Steuerrückstellungen | 91 | 124 | 102 | 113 | 125 | 121 |
| c. Sonstige Rückstellungen | 89 | 73 | 361 | 350 | 122 | 103 |
| 803 | 784 | 622 | 603 | 315 | 274 | |
| F. Verbindlichkeiten | ||||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 12 | 14 | 82 | 88 | 76 | 77 |
| b. Depotverbindlichkeiten | 67 | 53 | 1.479 | 1.494 | 50 | 49 |
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 2.251 | 1.408 | 1.824 | 1.815 | 2.056 | 1.747 |
| 2.330 | 1.475 | 3.386 | 3.397 | 2.182 | 1.873 | |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 209 | 209 | 253 | 197 | 104 | 102 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | 9 | 6 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 18.186 | 14.228 | 69.945 | 65.339 | 16.601 | 14.401 |
| Passiva | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| 31.12.2019 | 31.12.20182 ,5 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.20182 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.628 | 1.878 | 1.280 | 1.280 | -916 | -824 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 4.392 | 3.731 | 10 | 6 | -735 | -111 |
| b. Deckungsrückstellung | 9.028 | 9.184 | - | - | -137 | -151 |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 32.996 | 30.401 | 98 | 64 | -2.920 | -1.300 |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | - | - | - | - | - | - |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 673 | 578 | - | - | - | -14 |
| 47.089 | 43.894 | 108 | 70 | -3.792 | -1.576 | |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | ||||||
| E. Andere Rückstellungen | ||||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 202 | 184 | 1.234 | 1.183 | - | - |
| b. Steuerrückstellungen | 192 | 246 | 50 | 46 | - | - |
| c. Sonstige Rückstellungen | 198 | 183 | 201 | 178 | - | - |
| 592 | 613 | 1.485 | 1.407 | - | - | |
| F. Verbindlichkeiten | ||||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 1.398 | 1.539 | 1.524 | 1.482 | -786 | -955 |
| b. Depotverbindlichkeiten | 4.739 | 4.581 | - | - | -1.785 | -1.736 |
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 3.344 | 2.840 | 337 | 233 | -2.588 | -1.948 |
| 9.481 | 8.960 | 1.861 | 1.715 | -5.158 | -4.639 | |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 1.792 | 1.338 | - | - | -198 | -158 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | - | - |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 61.582 | 56.683 | 4.734 | 4.472 | -10.064 | -7.197 |
| Eigenkapital 3 | ||||||
| Summe der Passiva | ||||||
| Passiva | Gesamt | |
| 31.12.2019 | 31.12.20182 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.479 | 2.738 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 9.837 | 8.590 |
| b. Deckungsrückstellung | 56.859 | 56.234 |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 49.651 | 45.887 |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 8.511 | 5.703 |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 755 | 628 |
| 125.614 | 117.042 | |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.824 | 9.990 |
| E. Andere Rückstellungen | ||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.284 | 2.144 |
| b. Steuerrückstellungen | 561 | 650 |
| c. Sonstige Rückstellungen | 971 | 887 |
| 3.816 | 3.681 | |
| F. Verbindlichkeiten | ||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 2.308 | 2.245 |
| b. Depotverbindlichkeiten | 4.550 | 4.441 |
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 7.224 | 6.095 |
| 14.081 | 12.781 | |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.160 | 1.689 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 9 | 6 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 160.983 | 147.927 |
| 16.610 | 14.261 | |
| 177.594 | 162.188 | |
1
Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen"
2
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
3
Konzerneigenkapital und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
4
Die HDI Global Specialty SE wäre im Segment mit 2.820 Mio. EUR Bilanzsumme (vor Konsolidierungseffekten)
enthalten gewesen.
5
Die HDI Global Specialty SE ist im Segment mit 2.820 Mio. EUR Bilanzsumme (vor Konsolidierungseffekten)
enthalten gewesen.
| Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | ||||
| In Mio. EUR | 2019 | 20183 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 6.214 | 4.686 | 6.201 | 6.080 | 6.111 | 5.552 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 57 | 47 | 58 | 59 | 1 | - |
| davon mit fremden Dritten | 6.157 | 4.639 | 6.143 | 6.021 | 6.110 | 5.552 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | 830 | 853 | 113 | 153 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 3.094 | 1.941 | 310 | 321 | 485 | 425 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -278 | -66 | -78 | -75 | -203 | -167 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -126 | 44 | 3 | -1 | -33 | -9 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 2.968 | 2.635 | 4.979 | 4.832 | 5.343 | 4.816 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 4.369 | 3.813 | 5.328 | 5.128 | 4.415 | 3.894 |
| Anteile der Rückversicherer | 2.007 | 1.535 | 84 | 125 | 353 | 297 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 2.362 | 2.278 | 5.243 | 5.003 | 4.063 | 3.597 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 1.276 | 919 | 1.488 | 1.373 | 1.293 | 1.180 |
| Anteile der Rückversicherer | 641 | 344 | 169 | 144 | 95 | 89 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 635 | 575 | 1.318 | 1.229 | 1.198 | 1.091 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 4 | 3 | 17 | 26 | 35 | 40 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 15 | 25 | 20 | 36 | 84 | 77 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -11 | -22 | -4 | -10 | -49 | -37 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -40 | -240 | -1.586 | -1.410 | 33 | 91 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 424 | 396 | 2.227 | 2.012 | 427 | 385 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 138 | 154 | 310 | 322 | 45 | 61 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 286 | 242 | 1.917 | 1.690 | 382 | 324 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | 3 | -1 |
| Depotzinsergebnis | -1 | - | -12 | -14 | -4 | -2 |
| Kapitalanlageergebnis | 285 | 242 | 1.905 | 1.676 | 381 | 321 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 11 | 2 | - | - | - | - |
| 10. a. Sonstige Erträge | 137 | 136 | 237 | 239 | 76 | 105 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 223 | 127 | 326 | 325 | 207 | 249 |
| Übriges Ergebnis | -86 | 9 | -89 | -86 | -131 | -144 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 159 | 11 | 230 | 180 | 283 | 268 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 159 | 11 | 230 | 180 | 283 | 268 |
| 12. Finanzierungszinsen | 12 | 9 | 9 | 9 | 12 | 4 |
| 13. Ertragsteuern | 44 | 18 | 80 | 63 | 65 | 71 |
| Jahresergebnis | 104 | -16 | 140 | 108 | 205 | 193 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1 | - | 7 | 6 | 41 | 32 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 103 | -16 | 133 | 102 | 164 | 161 |
| Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Konsolidierung | |||
| In Mio. EUR | 2019 | 20182, 4 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 22.598 | 19.176 | 64 | 53 | -1.693 | -662 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 1.513 | 503 | 64 | 53 | -1.693 | -662 |
| davon mit fremden Dritten | 21.084 | 18.673 | - | - | - | - |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | - | - | - | - |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 2.252 | 1.779 | 20 | 16 | -1.689 | -634 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -637 | -128 | -4 | -6 | 135 | -37 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -21 | -20 | -1 | -3 | 136 | -33 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 19.730 | 17.289 | 40 | 34 | -6 | -32 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 16.221 | 14.376 | 55 | 35 | -1.178 | -500 |
| Anteile der Rückversicherer | 1.561 | 1.756 | 13 | 3 | -1.174 | -487 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 14.660 | 12.620 | 42 | 32 | -4 | -13 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 5.555 | 4.927 | 15 | 8 | -486 | -190 |
| Anteile der Rückversicherer | 266 | 211 | 2 | 1 | -475 | -179 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 5.289 | 4.716 | 13 | 7 | -11 | -11 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 3 | 1 | - | - | 1 | -4 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 9 | 37 | - | - | 11 | -12 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -5 | -36 | - | - | -10 | 8 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -224 | -83 | -15 | -5 | - | - |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 1.873 | 1.711 | 19 | 13 | -62 | -62 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 304 | 363 | 103 | 93 | -121 | -114 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.569 | 1.348 | -84 | -80 | 59 | 52 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | - | - |
| Depotzinsergebnis | 206 | 208 | - | - | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 1.776 | 1.556 | -84 | -80 | 59 | 52 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 24 | 5 | - | - | - | - |
| 10. a. Sonstige Erträge | 630 | 538 | 824 | 800 | -790 | -746 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 363 | 385 | 733 | 715 | -679 | -641 |
| Übriges Ergebnis | 267 | 153 | 91 | 85 | -111 | -105 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.818 | 1.626 | -8 | - | -52 | -53 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.818 | 1.626 | -8 | - | -52 | -53 |
| 12. Finanzierungszinsen | 106 | 94 | 105 | 102 | -53 | -48 |
| 13. Ertragsteuern | 394 | 374 | -17 | -22 | - | -1 |
| Jahresergebnis | 1.318 | 1.158 | -97 | -80 | 1 | -4 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 699 | 618 | - | - | - | - |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 619 | 540 | -97 | -80 | 1 | -4 |
| Gesamt | ||
| In Mio. EUR | 2019 | 20182 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 39.494 | 34.885 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 39.494 | 34.885 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 943 | 1.006 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 4.473 | 3.848 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1.065 | -479 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -42 | -22 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 33.054 | 29.574 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 29.210 | 26.746 |
| Anteile der Rückversicherer | 2.845 | 3.229 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 26.366 | 23.517 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 9.141 | 8.217 |
| Anteile der Rückversicherer | 698 | 610 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 8.442 | 7.607 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 60 | 66 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 139 | 163 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -79 | -97 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -1.833 | -1.647 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 4.909 | 4.455 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 779 | 879 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 4.130 | 3.576 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 3 | -1 |
| Depotzinsergebnis | 190 | 192 |
| Kapitalanlageergebnis | 4.323 | 3.767 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 35 | 7 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 1.114 | 1.072 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 1.173 | 1.160 |
| Übriges Ergebnis | -60 | -88 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 2.430 | 2.032 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 2.430 | 2.032 |
| 12. Finanzierungszinsen | 191 | 170 |
| 13. Ertragsteuern | 568 | 503 |
| Jahresergebnis | 1.671 | 1.359 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 748 | 656 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 923 | 703 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben | Schaden-Rückversicherung | ||||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 20181, 2 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung | 1.588 | 1.564 | 4.612 | 4.516 | 14.781 | 11.976 |
| davon mit anderen Segmenten | - | - | 58 | 59 | 1.370 | 354 |
| davon mit fremden Dritten | 1.588 | 1.564 | 4.554 | 4.457 | 13.411 | 11.622 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 830 | 853 | ||||
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 80 | 86 | 230 | 235 | 1.434 | 1.108 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -22 | -28 | -56 | -47 | -569 | -83 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -3 | 3 | 2 | -20 | -20 | |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 1.486 | 1.453 | 3.493 | 3.379 | 12.798 | 10.805 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 922 | 951 | 4.406 | 4.177 | 9.680 | 8.328 |
| Anteile der Rückversicherer | 20 | 39 | 64 | 86 | 848 | 1.100 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 902 | 912 | 4.342 | 4.091 | 8.832 | 7.228 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 590 | 545 | 898 | 828 | 3.987 | 3.402 |
| Anteile der Rückversicherer | 25 | 24 | 144 | 120 | 209 | 166 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 565 | 521 | 754 | 708 | 3.778 | 3.236 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 2 | 2 | 15 | 24 | - | 1 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 7 | 11 | 14 | 25 | 2 | 9 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -5 | -9 | 1 | -1 | -2 | -8 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 15 | 11 | -1.602 | -1.421 | 186 | 333 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 137 | 113 | 2.091 | 1.899 | 1.292 | 1.297 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 17 | 23 | 293 | 299 | 247 | 268 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 119 | 90 | 1.798 | 1.600 | 1.046 | 1.029 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | - | - |
| Depotzinsergebnis | -1 | -1 | -11 | -13 | 48 | 36 |
| Kapitalanlageergebnis | 119 | 89 | 1.786 | 1.587 | 1.093 | 1.065 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | - | - | 1 | 2 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 53 | 60 | 184 | 179 | 255 | 268 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 89 | 91 | 237 | 234 | 279 | 302 |
| Übriges Ergebnis | -36 | -31 | -53 | -55 | -24 | -34 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 98 | 69 | 131 | 111 | 1.256 | 1.364 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 98 | 69 | 131 | 111 | 1.256 | 1.364 |
| Personen-Rückversicherung | ||
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung | 7.816 | 7.200 |
| davon mit anderen Segmenten | 144 | 149 |
| davon mit fremden Dritten | 7.673 | 7.051 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | ||
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 818 | 671 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -68 | -45 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1 | |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 6.932 | 6.484 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 6.542 | 6.048 |
| Anteile der Rückversicherer | 713 | 656 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 5.828 | 5.392 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 1.567 | 1.525 |
| Anteile der Rückversicherer | 57 | 45 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 1.511 | 1.480 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 3 | - |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 7 | 28 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -4 | -28 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -411 | -416 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 580 | 414 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 57 | 95 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 523 | 319 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - |
| Depotzinsergebnis | 159 | 172 |
| Kapitalanlageergebnis | 682 | 491 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 23 | 3 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 375 | 270 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 85 | 83 |
| Übriges Ergebnis | 290 | 187 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 562 | 262 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 562 | 262 |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2
Die HDI Global Specialty SE war in der Bruttoprämie des Geschäftsbereichs mit 947
Mio. EUR (vor Konsolidierungseffekten) enthalten gewesen und hat -1,5 Mio. EUR (vor
Konsolidierungseffekten) zum EBIT beigetragen.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Deutschland | 28.830 | 28.816 |
| Großbritannien | 7.531 | 7.264 |
| Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei | 4.839 | 4.505 |
| Übriges Europa | 43.762 | 38.643 |
| USA | 19.750 | 17.876 |
| Übriges Nordamerika | 3.514 | 2.725 |
| Lateinamerika | 4.098 | 3.360 |
| Asien und Australien | 9.967 | 8.365 |
| Afrika | 348 | 314 |
| Gesamt | 122.638 | 111.868 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Deutschland | 4.186 | 4.054 |
| Großbritannien | 107 | 99 |
| Übriges Europa | 366 | 269 |
| USA | 779 | 625 |
| Übriges Nordamerika | 336 | 244 |
| Lateinamerika | 243 | 180 |
| Asien und Australien | 27 | 3 |
| Afrika | 10 | 6 |
| Gesamt | 6.054 | 5.480 |
| Erstversicherung | Rückversicherung | Gesamt | ||||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Deutschland | 7.780 | 7.651 | 922 | 918 | 8.701 | 8.569 |
| Großbritannien | 547 | 233 | 2.622 | 2.560 | 3.169 | 2.793 |
| Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei | 2.698 | 2.391 | 522 | 488 | 3.221 | 2.879 |
| Übriges Europa | 3.455 | 2.960 | 2.853 | 2.613 | 6.308 | 5.573 |
| USA | 1.071 | 579 | 6.761 | 5.681 | 7.832 | 6.260 |
| Übriges Nordamerika | 180 | 60 | 846 | 795 | 1.026 | 855 |
| Lateinamerika | 2.015 | 1.893 | 1.045 | 877 | 3.059 | 2.770 |
| Asien und Australien | 611 | 400 | 4.942 | 4.217 | 5.553 | 4.617 |
| Afrika | 54 | 45 | 571 | 524 | 624 | 569 |
| Gesamt | 18.410 | 16.212 | 21.084 | 18.673 | 39.494 | 34.885 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | 11.837 | 10.006 |
| Leben-Erstversicherung | 6.573 | 6.206 |
| Schaden-Rückversicherung | 13.411 | 11.622 |
| Personen-Rückversicherung | 7.673 | 7.051 |
| Gesamt | 39.494 | 34.885 |
Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Tochtergesellschaften mit abweichenden Stichtagen, die mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag lagen, wurden Zwischenabschlüsse für Zwecke des Konzernabschlusses erstellt. Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle werden eliminiert.
Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten direkt oder indirekt die Entscheidungsmacht über ein Konzernunternehmen hat und wenn er an variablen Rückflüssen aus dem Konzernunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsmacht beeinflussen kann. Diese Merkmale müssen kumulativ erfüllt sein. Bei sämtlichen Tochterunternehmen hält der Konzern die Mehrheit der Stimmrechte. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung besteht, werden potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, sofern diese Rechte substanziell sind.
Bei Investmentfonds - sowohl für vom Konzern verwaltete Investmentfonds als auch für von Dritten verwaltete Investmentfonds, an denen sich der Konzern beteiligt - erfolgt eine gesonderte Prüfung der Prinzipal-Agent-Beziehung. Hier wird anhand einer Analyse der Entscheidungsprozesse untersucht, ob die Kontrolle über die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten beim Fondsmanagement oder bei den Investoren liegt. Neben dem Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagements werden substanzielle Rechte zur Abberufung des Managements oder zur Herbeiführung der Fondsliquidierung sowie die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds betrachtet.
Für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen wendet der Konzern die Erwerbsmethode an. Tochterunternehmen sind ab dem Zeitpunkt zu konsolidieren, an dem die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Sie werden entkonsolidiert, sobald die Beherrschung endet. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergebender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Nicht beherrschende Anteile am erworbenen Unternehmen werden im Allgemeinen anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens ausgewiesen.
Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28 bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Dazu zählen auch die Transaktionskosten. Ausgehend von der Annahme, dass ein maßgeblicher Einfluss gegeben ist, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält, erfolgt für jede wesentliche Beteiligung eine individuelle Analyse der faktischen Einflussmöglichkeiten des Konzerns.
Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Diese Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode einbezogen.
Die Equity-Konsolidierung endet mit der Aufgabe des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Strukturierte Unternehmen im Sinne des IFRS 12 sind Unternehmen, bei denen Stimmrechte oder vergleichbare Rechte für die Beurteilung der Frage, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist z. B. der Fall, wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind.
Im Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von strukturierten Unternehmen im Rahmen einer Analyse geprüft, die sowohl Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch ihn mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, als auch solche, bei denen er mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen überprüft, mindestens aber jährlich.
Von der Vollkonsolidierung oder der Equity-Konsolidierung ausgenommen sind Tochterunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Die untergeordnete Bedeutung bestimmt sich über die Bilanzsumme und das Jahresergebnis der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden durchschnittlichen Konzernwerten der letzten drei Jahre.
Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 32 (26) Tochtergesellschaften, deren Geschäftszweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaften der Gruppe ist, nicht konsolidiert. Weitere 13 (11) assoziierte Unternehmen und fünf (fünf) Gemeinschaftsunternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung nicht at Equity bilanziert. Die Bilanzsumme dieser Unternehmen beträgt insgesamt weniger als 1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre. Das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf insgesamt weniger als 2 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Unternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Vollkonsolidierung/Equity-Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist.
Bezüglich der Angaben zur Zusammensetzung des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf das Kapitel "Anteilsbesitz" auf den Seiten 234 ff. Angaben zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Anmerkung 5 zu entnehmen.
| 2019 | 2018 | |
| Anzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen | ||
| Inland 1 | 84 | 88 |
| Ausland 2 | 141 | 140 |
| Zwischensumme | 225 | 228 |
| Anzahl der vollkonsolidierten Investmentfonds (Tochterunternehmen) 3 | ||
| Inland | 19 | 19 |
| Ausland | 3 | 4 |
| Zwischensumme | 22 | 23 |
| Anzahl der vollkonsolidierten strukturierten Unternehmen | ||
| Inland | - | - |
| Ausland | 3 | 3 |
| Zwischensumme | 3 | 3 |
| Summe der vollkonsolidierten Unternehmen | ||
| Inland | 103 | 107 |
| Ausland | 147 | 147 |
| Zwischensumme | 250 | 254 |
| Anzahl der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| Inland | 3 | 3 |
| Ausland 4,5 | 6 | 5 |
| Gesamt | 9 | 8 |
1
82 (86) Einzelgesellschaften und zwei (zwei) Unternehmen, die in einem (einem) Teilkonzern
vollkonsolidiert werden
2
64 (64) Einzelgesellschaften und 77 (76) Unternehmen, die in vier (vier) Teilkonzernen
vollkonsolidiert werden
3
Die Beherrschung erfolgt über Stimmrechte oder vergleichbare Rechte, sodass diese
Investmentfonds keine strukturierten Unternehmen darstellen
4
Vier (drei) Einzelgesellschaften und zwei (zwei) Unternehmen, die in einem Teilkonzern
at Equity einbezogen werden
5
Davon ein (ein) Gemeinschaftsunternehmen im Ausland
Gesetzliche, vertragliche oder aufsichtsrechtliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seiner Fähigkeit beschränken, Zugang zu den Vermögenswerten zu erhalten und diese an oder von andere(n) Unternehmen ungehindert innerhalb des Konzerns zu transferieren und Schulden des Konzerns zu begleichen. Zum Stichtag bestanden bei folgenden Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen erhebliche Beschränkungen aufgrund von Schutzrechten zugunsten dieser Anteilseigner.
| Gesellschaft | Art und Umfang erheblicher Beschränkungen |
| Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji WARTA S. A. und Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie WARTA S. A., beide Warschau, Polen | Gemäß bestehender Konsortialvereinbarung mit einem Minderheitsaktionär kann eine Dividende oder Kapitalherabsetzung lediglich mit dessen Zustimmung beschlossen werden. Des Weiteren unterliegen die vom Konzern gehaltenen Anteile aufgrund der Konsortialvereinbarung einer Verfügungsbeschränkung. |
| E+S Rückversicherung AG, Hannover | Die Veräußerung oder Übertragung von Aktien der E+S Rückversicherung AG erfolgt durch Begebungsvermerk und ist nur mit Genehmigung des Aufsichtsrats der Gesellschaft zulässig. Das Recht, die Genehmigung zu erteilen oder zu versagen, steht dem Aufsichtsrat zu, ohne dass er verpflichtet wäre, im Falle der Versagung Gründe anzugeben. |
In bestimmten Ländern können aus lokalen Mindestkapital- und Solvabilitätsanforderungen sowie in geringerem Ausmaß aus Devisenbeschränkungen weitere Beschränkungen für den Transfer von Vermögenswerten zwischen Unternehmen des Konzerns bestehen. Zur Besicherung unserer versicherungstechnischen Verbindlichkeiten hat der Konzern in den USA Treuhandkonten sowie weitere Sicherheiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten in Höhe von 7.464 (6.592) Mio. EUR gestellt. Die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare Kapitalanlagen ausgewiesen. In dem Betrag sind umgerechnet 2.717 (2.043) Mio. EUR enthalten, die zur Besicherung möglicher versicherungstechnischer Verpflichtungen aus ILS-Transaktionen von Investoren gestellt wurden. Zudem wurden weitere Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten zugunsten Rückversicherern und Zedenten im Allgemeinen außerhalb der USA in Höhe von 3.522 (3.337) Mio. EUR gestellt. Im Zusammenhang mit Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen wurden in bestimmten Ländern Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 701 (647) Mio. EUR gestellt. Vertiefende Erläuterungen finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Risikobericht", Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen", Unterabschnitt "Kreditrisiken".
Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften, die nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehen, werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Sie belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 6.461 (5.548) Mio. EUR.
| Teilkonzern Hannover Rück SE2 | Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji WARTA S. A. | |||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Sitz, Gründungsland | Hannover, Deutschland | Hannover, Deutschland | Warschau, Polen | Warschau, Polen |
| Nicht beherrschende Anteile | 49,78 % | 49,78 % | 24,26 % | 24,26 % |
| Kapitalanlagen | 58.903 | 53.062 | 2.482 | 2.236 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 3.028 | 3.095 | 240 | 210 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 5.270 | 3.976 | 261 | 251 |
| Summe Aktiva | 71.356 | 64.508 | 3.330 | 2.962 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 2.234 | 1.493 | - | - |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 47.089 | 41.686 | 2.317 | 2.078 |
| Andere Rückstellungen | 592 | 606 | 22 | 20 |
| Eigenkapital | 11.354 | 9.542 | 724 | 635 |
| davon nicht beherrschende Anteile 3 | 6.125 | 5.256 | 176 | 154 |
| Summe Fremdkapital | 60.002 | 54.966 | 2.607 | 2.327 |
| Gebuchte Bruttoprämien | 22.598 | 19.176 | 1.392 | 1.295 |
| Verdiente Nettoprämien | 19.730 | 17.289 | 1.246 | 1.209 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -216 | -51 | 116 | 81 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.757 | 1.530 | 70 | 59 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.853 | 1.597 | 172 | 127 |
| Jahresergebnis | 1.373 | 1.146 | 146 | 105 |
| davon nicht beherrschende Anteile 3 | 699 | 618 | 35 | 25 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.142 | -230 | 25 | -12 |
| Gesamtergebnis | 2.516 | 916 | 171 | 93 |
| davon nicht beherrschende Anteile 3 | 1.279 | 491 | 41 | 23 |
| Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.509 | 2.225 | 301 | 338 |
| Kapitalfluss aus laufender Investitionstätigkeit | -2.709 | -2.075 | -199 | -288 |
| Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | 108 | 150 | -82 | -77 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums | 1.091 | 1.073 | 27 | 12 |
| Während des Jahres gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Anteile 4 | 315 | 300 | 20 | 19 |
1
Alle Angaben beziehen sich auf Finanzinformationen vor Konsolidierung.
2
Informationen gemäß Teilkonzern Hannover Rück SE
3
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital, Jahresergebnis und Gesamtergebnis
des Teilkonzerns Hannover Rück SE basieren auf der durchgerechneten Quote.
4
Enthalten in dem Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 wurden 50,22 % der Aktien an der HDI Global Specialty SE (HGS; vormals International Insurance Company of Hannover SE, Hannover) konzernintern von der Hannover Rück SE (Segment Schaden-Rückversicherung) an die HDI Global SE (Segment Industrieversicherung) veräußert. Die restlichen Anteile an der HGS werden weiterhin von der Hannover Rück SE gehalten. Infolge der Transaktion verminderten sich die indirekten Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der HGS von 49,78 % auf 24,78 %. Demzufolge reduzierte sich das auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Eigenkapital um 21 Mio. EUR und gegenläufig erhöhte sich der Eigenanteil um 21 Mio. EUR. Die HGS ist ein Spezialversicherer, der mittelständischen und Großunternehmen Versicherungslösungen in Bereichen wie Offshore-Energy, Luftfahrt, Directors & Officers (D&O), Crisis Management sowie Sports & Entertainment anbietet.
Im März 2019 wurden über die HR GLL Europe Holding S. a. r. l. Luxemburg, Luxemburg, sämtliche Anteile an der Objektgesellschaft Mustela s. r. o., Prag, Tschechien, zu einem Kaufpreis von 77 Mio. EUR veräußert.
Im Zuge des Erwerbs der Generali Lebensversicherung AG durch die Viridium-Gruppe wurde eine Neuordnung der Anteilsstruktur vorgenommen. In diesem Zusammenhang veräußerte die Hannover Rück ihre indirekt gehaltene Beteiligung an der Viridium und realisierte hieraus einen Ertrag von 100 Mio. EUR, der im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen wurde (Segment Personen-Rückversicherung). Zeitgleich beteiligte sich die Hannover Rück wiederum indirekt an der Viridium-Gruppe inklusive der Generali Lebensversicherung AG, sodass nach wie vor ein Beteiligungsanteil von rund 17 % besteht.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2019 übernahm die HGS konzernintern 53 % der Anteile an der Svedea AB, Stockholm, Schweden (ein Managing Agent, der Nicht-Leben-Specialty-Versicherungsprodukte auf dem schwedischen Markt vertreibt), von der Funis GmbH & Co. KG, Hannover, einer 100-prozentigen Tochter der Hannover Rück SE (Segment Schaden-Rückversicherung). Darüber hinaus wurden 23,5 % der Anteile von Minderheitsaktionären zu einem Kaufpreis von 18 Mio. EUR erworben. Diese Transaktion führte zu einer Verminderung des Buchwerts der bilanzierten Anteile nicht beherrschender Gesellschafter um 5 Mio. EUR und einer Verminderung des auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals (Gewinnrücklagen) um 13 Mio. EUR. Zudem wurde ein Terminkauf über den Erwerb der verbleibenden 23,5 % der Anteile per 30. Juni 2022 abgeschlossen. Infolge dieses Terminkontraktes wurde eine Verbindlichkeit in Höhe von 31 Mio. EUR gegen die Gewinnrücklagen erfasst.
Mit Kaufvertrag vom 2. Mai 2019 übernahm die HDI Sigorta A. S., Türkei, eine 100-prozentige Tochter der HDI International AG, Hannover, Deutschland (Segment Privat- und Firmenversicherung International), 100 % der Anteile an dem Sachversicherer Ergo Sigorta A. S., Istanbul, Türkei. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 29. August 2019 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Der Kaufpreis (5 Mio. EUR) wurde vollständig in bar beglichen. Per 2. Dezember 2019 wurde die Ergo Sigorta A. S. mit der HDI Sigorta A.S., verschmolzen.
Aus dem Erwerb entstand ein Goodwill in Höhe von 48 Mio. EUR. Dieser spiegelt zum einen hohe stille Reserven wieder, welche aus der heterogenen Diskontierung von versicherungstechnischen Rückstellungen und den mit diesen verbundenen Finanzinstrumenten resultieren. Zum anderen spiegelt er die erwarteten Synergien aus der geplanten organisatorischen Anpassung des Unternehmens an die Strukturen unserer bestehenden Einheit wider. In der Steuerbilanz entsteht aus dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger Goodwill (Share Deal).
Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (< 0,5 Mio. EUR) sind im "Übrigen Ergebnis" enthalten.
| In Mio. EUR | Ergo Sigorta A. Ş. |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5 |
| Kapitalanlagen | 117 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen | |
| Rückstellungen | 103 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 1 | 34 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, | |
| Schecks und Kassenbestand | 1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 12 |
| Summe Vermögenswerte | 271 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 296 |
| Andere Rückstellungen | 7 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 11 |
| davon Steuerverbindlichkeiten | - |
| davon versicherungsbezogen | 8 |
| Summe Schulden | 315 |
| Erworbenes Nettovermögen (vor Konsolidierung) | -43 |
1
Der Bruttobetrag der Forderungen beträgt 34 Mio. EUR.
Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die Barwerte künftiger Gewinne aus der Bilanzierung von Versicherungsverträgen. Es wurden Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem übernommenen Krankenversicherungsportfolio in Höhe von 6 Mio. EUR identifiziert, die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind. Bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert.
Die gesonderten Angaben zu Bruttoprämien und Periodenergebnis ist unterlassen worden. Insbesondere durch die Verschmelzung im vierten Quartal 2019 war der Aufwand einer fortgeführten, gesonderten Ermittlung des Gewinns bzw. des Verlustes für die Gesellschaft unverhältnismäßig.
Zum Stichtag wurden die Kaith Re Ltd., die LI RE und die Kubera Insurance (SAC) Ltd. (alle Hamilton, Bermuda) konsolidiert.
Die Kaith Re Ltd. ist eine "Segregated Accounts Company" (SAC), deren einziger Zweck in der Verbriefung von Rückversicherungsrisiken in Kapitalanlageprodukte liegt. Im Rahmen dieser Transformation findet in jedem Fall ein vollständiger Risikotransfer auf den jeweiligen Investor statt. In einer SAC existieren unter einem "General Account" weitere "Segregated Accounts", die haftungsrechtlich vollständig voneinander und von dem General Account getrennt sind und in denen die o. g. Verbriefungen für die Investoren stattfinden.
Die Kubera Insurance (SAC) Ltd. ist ebenfalls eine SAC, deren Zweck darin besteht, Segregated Accounts zu etablieren, die konzernfremden Gesellschaften für strukturierte Finanztransaktionen zur Verfügung gestellt werden.
Gemäß IFRS 10 sehen wir das General Account und die Segregated Accounts als separate Einheiten an, auf die die Grundsätze des sogenannten Silo-Accountings angewendet werden. Diesem Konzept folgend hat die Hannover Rück SE das General Account der Kaith Re Ltd. und der Kubera Insurance (SAC) Ltd. zu konsolidieren und trägt vertragsgemäß die Honorare für externe Dienstleister, die aus den Eigenmitteln des General Accounts zu decken sind. Jedes Segregated Account ist getrennt von den beteiligten Parteien (Investoren) im Hinblick auf die Konsolidierungspflicht zu untersuchen und abhängig von der jeweiligen vertraglichen Ausgestaltung zu konsolidieren.
Die LI RE ist ein Segregated Account der Kaith Re Ltd., dessen Zweck wie bei allen Segregated Accounts unter der Kaith Re Ltd. in der Verbriefung von versicherungstechnischen Risiken besteht. Im Unterschied zu den anderen Segregated Accounts ist der alleinige Investor und damit Risikoträger der LI RE die Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg.
Zum Stichtag hat der Konzern keine finanzielle oder anderweitige Unterstützung für ein konsolidiertes strukturiertes Unternehmen geleistet. Der Konzern beabsichtigt nicht, finanzielle oder anderweitige Unterstützung für eines oder mehrere dieser Unternehmen zu leisten, ohne dass es dazu vertraglich verpflichtet ist.
Die nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen beinhalten die folgenden Transaktionsarten:
Art und Zweck der Geschäftsbeziehung bzw. der Anteile
Investments: Im Rahmen der Kapitalanlage investiert der Konzern in diversen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen und deren Fonds-/Gesellschaftsmanagement an eine Fondsverwaltung ausgelagert wurde. Die Investitionen umfassen Spezialfonds, Private-Equity-Fonds, Fixed-Income-Fonds, Collateralised Debt Obligations, Real-Estate-Fonds, Indexfonds und sonstige Publikumsfonds. Teilweise fungieren Talanx Gesellschaften auch als Fondsmanager (fungieren als Agent), um Gebühren für die Verwaltung im Namen der Investoren einzunehmen. Wesentliche Risiken bestehen in den fondstypischen Ausfallrisiken des Kapitals. Das maximale Verlustrisiko entspricht den Buchwerten. Bezüglich des Fondsmanagements für konzernexterne Investoren beschränkt sich das Verlustrisiko auf den Ausfall der künftigen Verwaltungsvergütung. Das Volumen des für konzernexterne Investoren verwalteten Vermögens beläuft sich auf 15,1 (12,4) Mrd. EUR und die daraus erwirtschafteten Provisionen belaufen sich auf 97 (105) Mio. EUR.
Leine Investment SICAV-SIF: Die Hannover Rück SE beteiligt sich über ihre Tochtergesellschaft Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg, durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von strukturierten Unternehmen, die diese Anleihen zur Verbriefung von Katastrophenrisiken emittieren. Die Leine Investment General Partner S.ä.r.l. ist die geschäftsführende Gesellschafterin der Vermögensverwaltungsgesellschaft Leine Investment SICAV-SIF, deren Zweck im Aufbau, Halten und Verwalten eines Portfolios von an Versicherungsrisiken gebundenen Wertpapieren (Insurance-Linked Securities, Katastrophenanleihen), auch für konzernfremde Investoren, besteht. Das Volumen dieser Transaktionen ergibt sich aus dem Bilanzwert der jeweiligen Kapitalanlagen und beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 79 (86) Mio. EUR. Das maximale Verlustrisiko entspricht den Buchwerten.
Zum Stichtag bestehen fondsgebundene Lebensversicherungen aus dem Lebensversicherungsgeschäft von Konzerngesellschaften.
Bei dieser Anlagestruktur liegen sämtliche Chancen und Risiken beim Versicherungsnehmer, sodass keine Verpflichtungen oder Risiken beim Konzern verbleiben. Die Kapitalanlagen und die darauf entfallenden Verpflichtungen an die Versicherungsnehmer sind als Einheit anzusehen, für die der Versicherungsnehmer die Investitionsentscheidung trifft; eine Konsolidierungspflicht besteht daher nicht.
Die Hannover Rück SE hat im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked-Securities(ILS)-Aktivitäten sogenannte besicherte Frontingverträge abgeschlossen, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von strukturierten Unternehmen an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Ziel der Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Das Volumen der Transaktionen bemisst sich aus der zedierten Haftstrecke der zugrunde liegenden Retrozessionsverträge und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 6.559 (6.131) Mio. EUR. Ein Teil der zedierten Haftstrecke ist durch vertraglich definierte Kapitalanlagen in Form von Barmitteln und gleichwertigen flüssigen Mitteln finanziert und besichert, ein weiterer Teil verbleibt unbesichert oder ist durch weniger geldnahe Wertpapiere besichert. Das maximale Verlustrisiko aus der unbesicherten Haftstrecke beträgt zum Bilanzstichtag 3.126 (3.063) Mio. EUR. Das entspricht jedoch nicht dem ökonomischen Verlustrisiko, das nach anerkannten aktuariellen Methoden ermittelt wird. Der zu erwartende Verlust beträgt auf modellierter Basis im schlechtesten von 10.000 Jahren maximal 37 (50) Mio. EUR.
Die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von strukturierten Unternehmen durchgeführt.
"K-Zession": Im Rahmen ihrer "K-Transaktionen" hat sich die Hannover Rück SE Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei der "K-Zession", die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Vom Gesamtvolumen der "K-Zession" wurden zum Bilanzstichtag umgerechnet 410 (389) Mio. EUR über strukturierte Unternehmen verbrieft. Die Transaktion hat eine unbefristete Laufzeit und kann von den Investoren jährlich gekündigt werden. Für einen Teil dieser Transaktion werden Segregated Accounts der Kaith Re Ltd. zu Transformerzwecken genutzt.
Darüber hinaus nutzt die Hannover Rück SE weitere Segregated Accounts der Kaith Re Ltd. sowie andere, konzernfremde strukturierte Unternehmen für diverse Retrozessionen sowohl ihrer traditionellen Deckungen als auch ihrer ILS-Deckungen, die jeweils in verbriefter Form an institutionelle Investoren weitergereicht werden. Das Volumen dieser Transaktionen bemisst sich nach der zedierten Haftstrecke der zugrunde liegenden Retrozessionsverträge und beträgt zum Bilanzstichtag 3.716 (2.992) Mio. EUR. Die strukturierten Unternehmen sind in jedem Fall durch vertraglich definierte Kapitalanlagen in Form von Barmitteln und gleichwertigen flüssigen Mitteln vollständig finanziert. Da die gesamte Haftstrecke der strukturierten Unternehmen somit jeweils vollständig besichert ist, resultiert insoweit kein versicherungstechnisches Verlustrisiko für die Hannover Rück SE.
Unterstützungskassen übernehmen als rechtsfähige Versorgungseinrichtungen die Durchführung einer Versorgungszusage für einen Arbeitgeber. Die Beziehung des Konzerns zu diesen Gesellschaften basiert auf der Unterstützung bei der Einrichtung dieser Gesellschaften und dem Abschließen von Versicherungsgeschäft. Da der Konzern weder Einfluss auf die maßgeblichen Tätigkeiten der Unterstützungskassen ausüben kann noch variable Rückflüsse aus den Unterstützungskassen erhält, besteht für den Konzern keine Konsolidierungspflicht. Aus diesen Gesellschaften resultieren weder Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten noch Ausfallrisiken für den Konzern.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | |
| Art des nicht konsolidierten strukturierten Unternehmens | Allgemeine Investitionstätigkeit/ Kapitalanlagen | Fondsgebundene Lebensversicherungen |
| Aktiva | ||
| Darlehen und Forderungen | 2 | - |
| Sonstige Finanzinstrumente - jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 4.486 | - |
| Sonstige Finanzinstrumente -erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 214 | |
| Investmentverträge | 534 | - |
| Übrige Kapitalanlagen | 3.746 | - |
| Depotforderungen | - | - |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern von Lebensversicherungspolicen | 11.824 | |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | - | - |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | - | - |
| Summe Aktivposten | 8.983 | 11.824 |
| Passiva | ||
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.824 | |
| Übrige Verbindlichkeiten -Abrechnungsverbindlichkeiten | - | - |
| Summe Passivposten | - | 11.824 |
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | |
| Art des nicht konsolidierten strukturierten Unternehmens | Investition in Katastrophenanleihen (ILS) | Retrozession: Verbriefungen von Rückversicherungsrisiken |
| Aktiva | ||
| Darlehen und Forderungen | - | - |
| Sonstige Finanzinstrumente - jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | - | - |
| Sonstige Finanzinstrumente -erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 78 | |
| Investmentverträge | - | - |
| Übrige Kapitalanlagen | - | - |
| Depotforderungen | - | 2 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern von Lebensversicherungspolicen | ||
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | - | 1.064 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | - | 163 |
| Summe Aktivposten | 78 | 1.228 |
| Passiva | ||
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | ||
| Übrige Verbindlichkeiten -Abrechnungsverbindlichkeiten | 503 | |
| Summe Passivposten | - | 503 |
| In Mio. EUR | 31.12.2018 | |
| Art des nicht konsolidierten strukturierten Unternehmens | Allgemeine Investitionstätigkeit/ Kapitalanlagen | Fondsgebundene Lebensversicherungen |
| Aktiva | ||
| Darlehen und Forderungen | 4 | - |
| Sonstige Finanzinstrumente - jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 4.375 | - |
| Sonstige Finanzinstrumente -erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 290 | |
| Investmentverträge | 426 | - |
| Übrige Kapitalanlagen | 2.607 | - |
| Depotforderungen | - | - |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern von Lebensversicherungspolicen | 9.990 | |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | - | - |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | - | - |
| Summe Aktivposten | 7.702 | 9.990 |
| Passiva | ||
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 9.990 | |
| Übrige Verbindlichkeiten -Abrechnungsverbindlichkeiten | - | - |
| Summe Passivposten | - | 9.990 |
| In Mio. EUR | 31.12.2018 | |
| Art des nicht konsolidierten strukturierten Unternehmens | Investition in Katastrophenanleihen (ILS) | Retrozession: Verbriefungen von Rückversicherungsrisiken |
| Aktiva | ||
| Darlehen und Forderungen | - | - |
| Sonstige Finanzinstrumente - jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | - | - |
| Sonstige Finanzinstrumente -erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 86 | |
| Investmentverträge | - | - |
| Übrige Kapitalanlagen | - | - |
| Depotforderungen | - | - |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern von Lebensversicherungspolicen | ||
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | - | 1.179 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | - | 23 |
| Summe Aktivposten | 86 | 1.202 |
| Passiva | ||
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | ||
| Übrige Verbindlichkeiten -Abrechnungsverbindlichkeiten | - | 320 |
| Summe Passivposten | - | 320 |
Die Erträge und Aufwendungen aus Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden, soweit sie aus allgemeiner Investitionstätigkeit oder Investitionen in Katastrophenanleihen resultieren, im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen und, soweit sie auf Retrozessionen und Verbriefungen entfallen, in der versicherungstechnischen Rechnung erfasst.
Im Dezember 2018 hat die Kubera Insurance (SAC) Ltd. ihr erstes Segregated Account eingerichtet, dessen Eigentümer keine Konzerngesellschaft ist. Das Segregated Account hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 einen Vertrag mit einem konzernfremden Lebensversicherungsunternehmen zur Übernahme eines Rückversicherungsportfolios geschlossen, das teilweise retrozediert wird. Im Rahmen dieser Retrozession hat auch der Konzern über seine 100-prozentige Tochtergesellschaft Hannover Life Reassurance Company of America (Bermuda) Ltd. einen Rückversicherungsvertrag zur Absicherung des Spitzenrisikos mit dem Segregated Account geschlossen.
Zum Stichtag haben Gesellschaften des Konzerns keine finanzielle oder anderweitige Unterstützung diesen nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen gegeben. Auch bestehen aktuell keine Absichten zur Erteilung finanzieller oder anderer Unterstützung, ohne dazu vertraglich verpflichtet zu sein. Zusagen, die wir nicht als Unterstützung betrachten, wie z. B. Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements, stellen wir im Kapitel "Sonstige Angaben" (Abschnitt: "Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten") dar.
Der Konzern plant die Veräußerung des 100-prozentigen Anteils an der HDI Seguros de Vida S. A., Santiago, Chile, gehalten durch die HDI International AG, Hannover. Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von 15 Mio. EUR sowie Schulden von 9 Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der Veräußerungsgruppe betreffen die "Kapitalanlagen" (10 Mio. EUR), "aktive latente Steuern" (2 Mio. EUR), "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand", und "Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft" (jeweils 1 Mio. EUR), "versicherungstechnische Rückstellungen" (6 Mio. EUR) sowie "Verbindlichkeiten" in Höhe von 3 Mio. EUR. Der Vollzug der Transaktion wird für 2020 erwartet. Der Konzern plant im Rahmen des Verkaufs, sein Portfolio in Südamerika zu optimieren.
Zum 31. Dezember 2018 hatte der Konzern das Tochterunternehmen HDI Seguros S. A., San Isidro, Peru, gehalten durch die HDI International AG, Hannover, als eine Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in Höhe von 9 Mio. EUR sowie Schulden von 6 Mio. EUR ausgewiesen. Mit Wirkung zum 27. März 2019 hat der Konzern seinen 100-prozentigen Anteil zu einem Preis im geringen einstelligen Millionen-Euro-Bereich an den Käufer übertragen.
Am 3. September 2019 hat die Hannover Rück sämtliche Anteile in Höhe von 27,1 % an der ITAS Vita S.p.A., Trient, Italien, zu einem Preis von 48 Mio. EUR an die ITAS Mutua, Trient, Italien, veräußert. Aus der Entkonsolidierung der bis dahin nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaft resultierte ein Ertrag von 1 Mio. EUR, der im Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen wurde. Darin enthalten sind kumulierte, nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile in Höhe von -0,1 Mio. EUR, die realisiert wurden.
Zum Stichtag weisen wir Immobilienbestände in Höhe von 42 (6) Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten aus. Sie entfallen auf die Segmente Schaden-Rückversicherung (36 Mio. EUR) und Privat- und Firmenversicherung International (6 Mio. EUR) (2018: 6 Mio. EUR im Segment Privat- und Firmenversicherung International). Dem Gesamtbestand stehen Marktwerte (entsprechend erwarteten Verkaufspreisen) von 58 Mio. EUR gegenüber. Die Ermittlung der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertverfahren sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Sofern ein Verkauf verbindlich vereinbart wurde, wird der Kaufpreis herangezogen. Die Verkaufsabsichten begründeten sich durch individuelle Immobilienmarkt- und Objektgegebenheiten in Abwägung aktueller und künftiger Chancen-Risiko-Profile.
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 159 | 325 | 202 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | - | - | - |
| Bruttowert zum 31.12. nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 159 | 325 | 202 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - |
| Währungskursänderungen | - | - | - |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 159 | 325 | 202 |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Vorjahres | 5 | 77 | 202 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | - | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 5 | 77 | 202 |
| Wertminderung | - | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 5 | 77 | 202 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 154 | 248 | - |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 154 | 248 | - |
| In Mio. EUR | Privat- und Firmenversicherung International1 | Schaden-Rückversicherung | Konzernfunktionen |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 639 | 34 | 3 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | - | 1 | - |
| Bruttowert zum 31.12. nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 639 | 36 | 3 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 48 | - | - |
| Abgänge | 1 | - | - |
| Währungskursänderungen | -1 | - | - |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 686 | 36 | 3 |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Vorjahres | 16 | 3 | |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 1 | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 17 | 3 | |
| Wertminderung | - | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 17 | - | 3 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 622 | 34 | - |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 668 | 36 | - |
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 1.362 | 1.362 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 2 | -26 |
| Bruttowert zum 31.12. nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 1.363 | 1.336 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 48 | 30 |
| Abgänge | 1 | - |
| Währungskursänderungen | -1 | -4 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 1.409 | 1.362 |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Vorjahres | 303 | 304 |
| Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 1 | -1 |
| Kumulierte Wertminderungen nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres | 304 | 303 |
| Wertminderung | - | - |
| Kumulierte Wertminderungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 304 | 303 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 1.058 | 1.058 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 1.105 | 1.058 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) bzw. Gruppen von CGUs aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs bzw. Gruppen von CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.
Der Konzern hat daher sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte CGUs bzw. Gruppen von CGUs zugeordnet. Die CGUs entsprechen für die Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall sowie Schaden-Rückversicherung den gleichlautenden Segmenten im Sinne von IFRS 8. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt grundsätzlich jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar, die niedrigste Goodwillüberwachungsebene entspricht jedoch den geografischen Regionen, die entsprechende Gruppen von CGUs darstellen.
| In Mio. EUR (bewertet zum Stichtagskurs) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Segment Industrieversicherung | 154 | 154 |
| Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall | 248 | 248 |
| Segment Privat- und Firmenversicherung International | ||
| Lateinamerika | 203 | 208 |
| Europa | 465 | 414 |
| Segment Schaden-Rückversicherung | 36 | 34 |
Der Konzern führt den Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßig im vierten Quartal auf Basis des Zahlenwerks zum Stichtag 30. September eines jeden Jahres durch. Zum Bilanzstichtag lagen für keine CGUs bzw. Gruppen von CGUs Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, sodass eine unplanmäßige Durchführung des Werthaltigkeitstests nicht erforderlich war.
Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der CGU bzw. der Gruppe von CGUs einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts zu ihrem erzielbaren Betrag. Übersteigen die Buchwerte den erzielbaren Betrag, ist eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für alle CGUs bzw. Gruppen von CGUs mit Ausnahme der Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag grundsätzlich auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt. Der Nutzwert wird mithilfe eines anerkannten Bewertungsverfahrens - grundsätzlich der Ertragswertmethode - ermittelt. Soweit CGUs bzw. Gruppen von CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-of-the-Parts-Betrachtung zur Anwendung. Der erzielbare Betrag im Rückversicherungssegment wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten (Fair-Value-Stufe 1) bestimmt.
Für die Bewertung der Schaden/Unfallversicherer sowie der Lebensversicherer nach dem Ertragswertverfahren bilden die vom jeweiligen Management der Gesellschaften verabschiedeten Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens, im Allgemeinen mit unverändertem Konzept, auf sogenannter Standalone-Basis erstellt und erfassen im Regelfall das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung ab dem sechsten Jahr als ewige Rente. Für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus werden, auf Basis konservativer Annahmen, die unten dargestellten konstanten Wachstumsraten verwendet.
Die Bancassurance-Sachversicherer werden mit ihrem Ertragswert bewertet, wobei nur die künftigen Ergebnisse bis zum Ende des jeweiligen Kooperationszeitraumes in die Bewertung einfließen. Im Anschluss werden ein über drei Jahre linear abfallendes Ergebnis sowie ein fiktiver Liquidationserlös nach drei Jahren unterstellt.
Im Rahmen der Prognose der zukünftigen unternehmensspezifischen Cashflows für die einzelnen CGUs bzw. Gruppen von CGUs wurden makroökonomische Annahmen bezüglich Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsentwicklung und Marktumfeld zugrunde gelegt, die mit den Wirtschaftsprognosen für die jeweiligen Länder der zu bewertenden Einheiten korrespondieren und im Einklang mit den Markterwartungen und Branchenprognosen stehen.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote als ein Indikator für die Entwicklung des Geschäfts im Bereich Schaden/Unfallversicherung ergibt sich aus den Planungen zur Prämienentwicklung und den Aufwendungen. Bei der Planung der Prämien und Aufwendungen werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaftsebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportfolio einschließlich der jeweiligen Laufzeitenstruktur und Währungsaufteilung vorgenommen und basiert auf den Annahmen hinsichtlich der Zinsentwicklung. Die Kapitalanlagerendite fällt daher, abhängig vom Zinsniveau des jeweiligen Währungsraums, je CGU bzw. Gruppe von CGUs sehr unterschiedlich aus. Im Bereich Lebensversicherung stellt die Annahme über die Zinsentwicklung die wesentliche Planungsannahme dar.
Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer CGU bzw. Gruppe von CGUs. Die den wesentlichen Parametern zugewiesenen Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet. Die den Annahmen über die Zinsentwicklung pro Land zugewiesenen Werte werden konzerneinheitlich festgelegt und sind aus öffentlich zugänglichen Informationsquellen abgeleitet. Die gegebenenfalls in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Bei der Bewertung der Lebensversicherungsgesellschaften (relevant nur für die Gruppe von CGUs "Europa" und die Gruppe von CGUs "Lateinamerika") wird grundsätzlich das Ertragswertverfahren zur Bewertung angewandt. Für die italienische Lebensversicherungsgesellschaft der Gruppe von CGUs "Europa" wird auf eine Market-Consistent-Embedded-Value(MCEV)-basierende Bewertung zurückgegriffen.
Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaften wird auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells ermittelt. Die der Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes zugrunde liegenden Annahmen, einschließlich des risikofreien Basiszinssatzes, der Marktrisikoprämie und des Betafaktors, werden auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen bzw. Kapitalmarktdaten ermittelt. Die verwendeten konstanten langfristigen Wachstumsraten sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen unter Berücksichtigung länderbasierter Inflationsannahmen abgeleitet. Die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind, werden nur in Einzelfällen in den Ländern überschritten, in denen sehr hohe nominelle Inflationsraten zu beobachten sind, um ein nicht sachgerechtes, reales Schrumpfungsszenario zu vermeiden.
| Kapitalisierungszinssatz | Langfristige Wachstumsrate | |||
| In % | 20191 | 20181 | 20191 | 20181 |
| Industrieversicherung | ||||
| Euroraum | 5,41 - 7,03 | 6,00 - 7,00 | 1,00 | 1,00 |
| Übrige Länder | 7,88 - 17,13 | 8,00 - 16,00 | 1,00 - 5,00 | 1,00 - 4,00 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall | 5,38 - 5,48 | 5,20 - 6,00 | 0,00 - 1,00 | 0,00 - 1,00 |
| Privat- und Firmenversicherung International | ||||
| Europa | ||||
| Polen | 7,63 | 8,25 | 2,00 | 2,00 |
| Italien | 6,63 | 7,24 | 1,00 | 1,00 |
| Übrige Länder | 5,77 - 20,13 | 6,00 - 23,50 | 1,00 - 8,00 | 0,00 - 8,00 |
| Lateinamerika | ||||
| Brasilien | 13,13 | 14,50 | 5,00 | 5,00 |
| Chile | 8,13 | 10,00 | 2,00 | 2,00 |
| Mexiko | 13,38 | 13,00 | 4,00 | 4,00 |
| Übrige Länder | 12,38 - 29,38 | 12,00 - 26,00 | 4,00 - 8,00 | 4,00 - 7,40 |
Im Geschäftsjahr waren, wie im Vorjahr, keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erforderlich.
Der Konzern hat in Bezug auf die wichtigsten Parameter bei der Ermittlung der erzielbaren Beträge für alle goodwilltragenden CGUs bzw. Gruppen von CGUs Sensitivitätsanalysen durchgeführt.
Zur Abdeckung der wesentlichen Risiken bei der Ermittlung des Nutzungswerts wie versicherungstechnisches Risiko (Schaden-/Kostenquote), Zinsparameter (Zinsänderungsrisiko), Währungsparameter (Wechselkursrisiko) und Aktienparameter (Equity-Risiko) wurden verschiedene für möglich gehaltene Szenarien mit jeweiligen Parameterveränderungen definiert und im Einzelnen untersucht. Dabei wurde jeweils ein Parameter bei der Ermittlung des Nutzungswertes verändert (ceteris paribus), die übrigen Annahmen (in den Mittelfristplanungen und der Extrapolation) unverändert belassen und die dadurch entstehende Veränderung des Zeitwertes ermittelt. Basis der Berechnungen ist der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests ermittelte Nutzungswert.
Soweit nicht im Folgenden anders angegeben, haben die Berechnungen zu den für möglich gehaltenen Änderungen von Parametern zu keiner potenziellen Wertminderung geführt. Für die Gruppe von CGUs "Lateinamerika" übersteigt der als Nutzungswert bestimmte erzielbare Betrag den Buchwert um 172 Mio. EUR. Der Detailplanung wurden je nach Land eine Schaden-/Kostenquote von ca. 90 % - 100 % für die wesentlichen Gesellschaften der Gruppe von CGUs zugrunde gelegt. Eine Veränderung der Schaden-/Kostenquote um +0,88 Prozentpunkte für die Gruppe von CGUs "Lateinamerika" in der Detailplanung hätte zu einer Annäherung des erzielbaren Betrags der Gruppe von CGUs an ihren Buchwert geführt.
| Begrenzte Nutzungsdauer | |||||
| Software | |||||
| In Mio. EUR | Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte | erworben | erstellt | Erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen | Übrige |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 2.343 | 575 | 41 | 159 | 143 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | |||||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 4 | - | 1 | - | 5 |
| Zugänge | - | 56 | 7 | - | 58 |
| Abgänge | - | 11 | 4 | - | 19 |
| Umgliederungen | - | 20 | -1 | - | -19 |
| Währungskursänderungen | 4 | 1 | 1 | 2 | 4 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 2.351 | 640 | 46 | 160 | 171 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 1.828 | 395 | 35 | 122 | 22 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | |||||
| Unternehmenszusammenschlüsse | - | - | 1 | - | 4 |
| Abgänge | - | 9 | - | - | 1 |
| Abschreibungen/Amortisation | |||||
| Planmäßig | 45 | 53 | 2 | 5 | 4 |
| Umgliederungen | - | - | -1 | - | 1 |
| Währungskursänderungen | 3 | 1 | 1 | 1 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 1.876 | 440 | 37 | 128 | 30 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 515 | 180 | 6 | 37 | 121 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 475 | 200 | 8 | 33 | 141 |
| Unbegrenzte Nutzungsdauer | |
| In Mio. EUR | Erworbene Markennamen |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 38 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | |
| Unternehmenszusammenschlüsse | - |
| Zugänge | - |
| Abgänge | - |
| Umgliederungen | - |
| Währungskursänderungen | - |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 38 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 2 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | |
| Unternehmenszusammenschlüsse | - |
| Abgänge | - |
| Abschreibungen/Amortisation | |
| Planmäßig | 1 |
| Umgliederungen | - |
| Währungskursänderungen | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 3 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 36 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 35 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 3.299 | 3.235 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 10 | 11 |
| Zugänge | 120 | 81 |
| Abgänge | 34 | 14 |
| Umgliederungen | - | - |
| Währungskursänderungen | 12 | -14 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 3.407 | 3.299 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 2.404 | 2.298 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 4 | 4 |
| Abgänge | 10 | 4 |
| Abschreibungen/Amortisation | ||
| Planmäßig | 110 | 116 |
| Umgliederungen | - | - |
| Währungskursänderungen | 5 | -10 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 2.514 | 2.404 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 895 | 937 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 893 | 895 |
Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (= PVFP) setzen sich aus einem Aktionärsanteil und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.
Die Amortisationen des PVFP von insgesamt 45 (57) Mio. EUR entfallen mit 14 (45) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 31 (12) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil. Diese betreffen die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben (33 [23] Mio. EUR), Personen-Rückversicherung (7 [26] Mio. EUR) und Privat- und Firmenversicherung International (6 [8] Mio. EUR).
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Aktionärsanteil | 186 | 188 |
| Versicherungsnehmeranteil | 253 | 284 |
| Bilanzwert | 439 | 472 |
| Laufzeit | |||||
| In Mio. EUR | Bis zu 10 Jahre | Bis zu 20 Jahre | Bis zu 30 Jahre | Über 30 Jahre | Gesamt |
| Aktionärsanteil | 8 | 112 | 53 | 49 | 222 |
| davon Investmentverträge | 8 | - | - | - | 8 |
| Versicherungsnehmeranteil | 24 | 77 | 79 | 72 | 253 |
| Bilanzwert zum 31.12.2019 | 32 | 189 | 132 | 121 | 475 |
Die erworbenen Markennamen in Höhe von 35 (36) Mio. EUR (im Wesentlichen "WARTA" [31 Mio. EUR]) sind immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, da es aufgrund einer Analyse aller relevanten Faktoren (darunter voraussichtliche Nutzung, Verfügungsgewalt, Abhängigkeit von anderen Vermögenswerten) keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der der Vermögenswert voraussichtlich Netto-Cashflows erzeugen wird.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 3.357 | 3.120 |
| Änderungen gemäß IAS 8 1 | 34 | - |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 1 | - |
| Zugänge | 418 | 234 |
| Abgänge | 175 | 28 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | -40 | - |
| Umgliederung | 1 | -6 |
| Währungskursänderungen | 20 | 37 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 3.616 | 3.357 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 372 | 321 |
| Abgänge | 17 | 6 |
| Wertaufholung nach Impairment | 1 | 6 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | 61 | 57 |
| außerplanmäßig | 9 | 4 |
| Umgliederung | - | -2 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | 4 | - |
| Währungskursänderungen | 2 | 4 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 422 | 372 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 2.985 | 2.799 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 3.193 | 2.985 |
Die Zugänge im Berichtsjahr betreffen insbesondere die Segmente Schaden-Rückversicherung (251 Mio. EUR) und Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben (159 Mio. EUR).
Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 4.056 (3.662) Mio. EUR. Davon entfallen 16 (10) Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 4.040 (3.652) Mio. EUR auf die Stufe 3. Die Ermittlung der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 179 (75) Mio. EUR. Auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 5 (5) Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen.
Bei dem fremdgenutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2019 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 1.017 (853) Mio. EUR. Vertragliche Verpflichtungen, fremdgenutzten Grundbesitz zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln, oder solche für Reparaturen, Instandhaltungen oder Verbesserungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 486 (472) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Verbundene Unternehmen | 58 | 48 |
| Beteiligungen | 340 | 158 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 398 | 206 |
Der Bilanzposten umfasst die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode auf Basis des auf den Konzern entfallenden anteiligen Eigenkapitals bewertet werden. Die Finanzinformationen zu assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen sind jeweils zusammengefasst angegeben, da keines dieser Unternehmen individuell wesentlich für den Konzern im Sinne von IFRS 12.21 ist.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 265 | 242 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | -1 |
| Zugänge | 89 | 41 |
| Abgänge | -47 | - |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | - |
| Abschreibungen | - | - |
| Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 35 | 7 |
| Dividendenzahlungen | -11 | -21 |
| Erfolgsneutrale Anpassung | - | -7 |
| Währungskursänderungen | 6 | 4 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 337 | 265 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 110 (70) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine Anteile an Verlusten assoziierter Unternehmen bilanziell nicht erfasst.
Für Informationen zum Kapitalanteil des Konzerns an den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie zur Höhe des Eigenkapitals und des Geschäftsjahresergebnisses dieser Gesellschaften verweisen wir auf das Kapitel "Anteilsbesitz", Seite 234 ff.
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestehen zum Stichtag nicht.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 140 | 23 |
| Gewinn aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (nach Steuern) | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | -9 | -18 |
| Gesamtergebnis | 131 | 5 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Hypothekendarlehen | 298 | 331 | 46 | 44 | 343 | 375 |
| Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 115 | 129 | - | - | 115 | 129 |
| Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner 1 | 10.428 | 10.830 | 1.654 | 1.154 | 12.082 | 11.984 |
| Unternehmensanleihen | 4.260 | 4.385 | 496 | 366 | 4.756 | 4.751 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 12.540 | 13.469 | 2.881 | 2.245 | 15.421 | 15.714 |
| Gesamt | 27.641 | 29.144 | 5.077 | 3.809 | 32.718 | 32.953 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 12.538 (13.465) Mio. EUR enthalten (99 [99] %).
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwerte | |||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 1.232 | 1.628 | 1.284 | 1.689 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 836 | 1.362 | 871 | 1.430 |
| Mehr als 2 Jahr und bis zu 3 Jahre | 830 | 1.050 | 894 | 1.124 |
| Mehr als 3 Jahr und bis zu 4 Jahre | 786 | 932 | 868 | 1.027 |
| Mehr als 4 Jahr und bis zu 5 Jahre | 1.114 | 927 | 1.269 | 1.039 |
| Mehr als 5 Jahr und bis zu 10 Jahre | 7.256 | 7.723 | 8.728 | 9.016 |
| Mehr als 10 Jahre | 15.588 | 15.522 | 18.804 | 17.628 |
| Gesamt | 27.641 | 29.144 | 32.718 | 32.953 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | 16.680 | 17.223 |
| AA | 5.762 | 5.599 |
| A | 2.243 | 3.220 |
| BBB und weniger | 2.248 | 2.333 |
| Ohne Rating | 707 | 769 |
| Gesamt | 27.641 | 29.144 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den ungerateten Darlehen und Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen.
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 123 | 131 | 14 | 13 | 137 | 144 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 34 | 69 | 3 | 1 | 37 | 70 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 24 | 24 | 1 | 2 | 25 | 26 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 2 | 24 | 4 | 1 | 5 | 25 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 153 | 161 | 8 | 13 | 161 | 174 |
| Gesamt | 336 | 409 | 29 | 30 | 365 | 439 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 153 (160) Mio. EUR enthalten (100 [100] %).
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwerte | |||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 51 | 91 | 52 | 92 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 139 | 42 | 147 | 45 |
| Mehr als 2 Jahr und bis zu 3 Jahre | 53 | 138 | 58 | 151 |
| Mehr als 3 Jahr und bis zu 4 Jahre | 53 | 52 | 62 | 58 |
| Mehr als 4 Jahr und bis zu 5 Jahre | 15 | 52 | 17 | 55 |
| Mehr als 5 Jahr und bis zu 10 Jahre | 17 | 20 | 21 | 21 |
| Mehr als 10 Jahre | 8 | 14 | 9 | 17 |
| Gesamt | 336 | 409 | 365 | 439 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | 140 | 169 |
| AA | 37 | 38 |
| A | 124 | 132 |
| BBB und weniger | 35 | 70 |
| Ohne Rating | - | - |
| Gesamt | 336 | 409 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 12.409 | 11.673 | 1.423 | 749 | 13.831 | 12.422 |
| Schuldtitel der US-Regierung | 7.820 | 7.747 | 182 | -104 | 8.002 | 7.643 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 3.752 | 2.717 | 109 | -13 | 3.861 | 2.704 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1 | 12.626 | 10.960 | 1.410 | 599 | 14.036 | 11.559 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 26.098 | 23.131 | 1.419 | 190 | 27.517 | 23.321 |
| Investmentfonds | 1.845 | 1.626 | 141 | 48 | 1.986 | 1.674 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 11.348 | 10.598 | 872 | 210 | 12.220 | 10.808 |
| Genussscheine | 30 | 36 | -1 | -2 | 30 | 34 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 75.929 | 68.488 | 5.554 | 1.677 | 81.483 | 70.165 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||||||
| Aktien | 362 | 331 | 105 | 40 | 467 | 371 |
| Investmentfonds | 1.350 | 1.212 | 167 | 136 | 1.517 | 1.348 |
| Genussscheine | 77 | 77 | 7 | 3 | 83 | 80 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 1.789 | 1.620 | 279 | 179 | 2.067 | 1.799 |
| Wertpapiere gesamt | 77.718 | 70.108 | 5.832 | 1.856 | 83.550 | 71.964 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 10.131 (9.168) Mio. EUR enthalten (83 [85] %).
| Zeitwerte | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 5.336 | 5.811 | 5.310 | 5.805 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 4.200 | 4.660 | 4.144 | 4.615 |
| Mehr als 2 Jahr und bis zu 3 Jahre | 5.612 | 4.755 | 5.470 | 4.732 |
| Mehr als 3 Jahr und bis zu 4 Jahre | 5.702 | 4.966 | 5.487 | 4.893 |
| Mehr als 4 Jahr und bis zu 5 Jahre | 5.322 | 5.890 | 5.104 | 5.792 |
| Mehr als 5 Jahr und bis zu 10 Jahre | 26.337 | 21.281 | 24.871 | 20.964 |
| Mehr als 10 Jahre | 28.973 | 22.802 | 25.544 | 21.687 |
| Gesamt | 81.483 | 70.165 | 75.929 | 68.488 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | 27.867 | 25.617 |
| AA | 17.061 | 15.178 |
| 13.024 | 10.980 | |
| BBB und weniger | 21.559 | 17.225 |
| Ohne Rating | 1.972 | 1.165 |
| Gesamt | 81.483 | 70.165 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 18 | 146 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 381 | 368 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 17 | 1 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 456 | 484 |
| Investmentfonds | 215 | 259 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 4 | 4 |
| Genussscheine | 37 | 82 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 1.128 | 1.344 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 36 | 37 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 111 | 89 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente gesamt | 1.275 | 1.470 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 122 | 131 |
| Derivate | 321 | 239 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt | 443 | 370 |
| Gesamt | 1.718 | 1.840 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 602 | 498 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 43 | 185 |
| Mehr als 2 Jahr und bis zu 3 Jahre | 28 | 44 |
| Mehr als 3 Jahr und bis zu 4 Jahre | 35 | 107 |
| Mehr als 4 Jahr und bis zu 5 Jahre | 4 | 40 |
| Mehr als 5 Jahr und bis zu 10 Jahre | 188 | 192 |
| Mehr als 10 Jahre | 226 | 278 |
| Gesamt | 1.128 | 1.344 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | 54 | 58 |
| AA | 289 | 273 |
| A | 188 | 292 |
| BBB und weniger | 70 | 120 |
| Ohne Rating | 526 | 601 |
| Gesamt | 1.128 | 1.344 |
Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.
Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode 1 (1) Mio. EUR und in kumulativer Form 0 (2) Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht.
| Buchwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Darlehen und Forderungen | 191 | 183 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 4.730 | 4.310 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 26 | 44 |
| Anlagevermögen in Infrastrukturinvestments | 517 | 518 |
| Gesamt | 5.465 | 5.055 |
Der Zeitwert der Darlehen und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Bilanzwert.
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Beteiligungen an Personengesellschaften | 2.359 | 2.016 | 605 | 528 | 2.964 | 2.544 |
| Sonstige Beteiligungen | 220 | 235 | 32 | 20 | 252 | 255 |
| Sonstige kurzfristige Geldanlagen | 1.514 | 1.511 | - | - | 1.514 | 1.511 |
| Gesamt | 4.093 | 3.762 | 637 | 548 | 4.730 | 4.310 |
In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert entspricht bei diesen Einlagen daher weitgehend den Buchwerten.
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | - | - |
| AA | 106 | 148 |
| A | 666 | 618 |
| BBB und weniger | 616 | 553 |
| Ohne Rating | 126 | 192 |
| Gesamt | 1.514 | 1.511 |
Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen angekaufte Lebensversicherungspolicen.
Das Anlagevermögen in Infrastrukturinvestments beinhaltet Windparkanlagen. Für die Anlagen bestehen keine Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 626 | 626 |
| Änderungen gemäß IAS 8 1 | 32 | - |
| Zugänge | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Währungskursänderungen | - | - |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 659 | 626 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 108 | 76 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | 34 | 32 |
| außerplanmäßig | - | - |
| Währungskursänderungen | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 142 | 108 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 518 | 550 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 517 | 518 |
Das Anlagevermögen in Infrastrukturinvestments enthält keine Anlagen im Bau.
| Buchwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Darlehen und Forderungen | 43 | 44 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.127 | 996 |
| Derivate | - | 2 |
| Gesamt | 1.170 | 1.042 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwerte | |||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 3 | 6 | 3 | 6 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre | 39 | - | 39 | - |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | - | 38 | - | 38 |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | - | - | - | - |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | - | - | - | - |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | - | - | - | - |
| Gesamt | 43 | 44 | 43 | 44 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | - | - |
| AA | - | - |
| A | 3 | - |
| BBB und weniger | 40 | 44 |
| Ohne Rating | - | - |
| Gesamt | 43 | 44 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 33 | 43 |
| Mehr als 1 und bis zu 2 Jahre | 36 | 26 |
| Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre | 27 | 29 |
| Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre | 47 | 27 |
| Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre | 58 | 31 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 270 | 264 |
| Mehr als 10 Jahre | 655 | 578 |
| Gesamt | 1.127 | 998 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| AAA | 5 | 6 |
| AA | 37 | 12 |
| A | 119 | 141 |
| BBB und weniger | 782 | 612 |
| Ohne Rating | 185 | 227 |
| Gesamt | 1.127 | 998 |
Der Buchwert der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderung des Kreditrisikos bedingt ist, ist unwesentlich. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht.
Für die Angaben nach IFRS 13 sind neben den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten auch solche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer dreistufigen Zeitwerthierarchie zuzuordnen, die zwar zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für die aber eine Angabe des beizulegenden Zeitwerts im Rahmen der Geschäftsberichterstattung vorgesehen ist (nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente).
Die Zeitwerthierarchie spiegelt Merkmale der für die Bewertung verwendeten Preisinformationen bzw. Eingangsparameter wider und ist wie folgt gegliedert:
| ― |
Stufe 1: Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die mittels direkt auf aktiven und liquiden Märkten notierter (nicht angepasster) Preise bewertet werden. Hierunter fallen in erster Linie börsennotierte Aktien, Futures und Optionen, Investmentfonds sowie an regulierten Märkten gehandelte Anleihen hoher Liquidität |
| ― |
Stufe 2: Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die mittels beobachtbarer Marktdaten bewertet werden und nicht der Stufe 1 zuzuordnen sind. Die Bewertung beruht dabei insbesondere auf Preisen für gleichartige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden, auf Preisen an Märkten, die nicht als aktiv einzuschätzen sind, sowie auf von solchen Preisen oder Marktdaten abgeleiteten Parametern. Dieses sind z. B. auf Basis von Zinsstrukturkurven bewertete Vermögenswerte wie Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen. Marktpreise von Anleihen eingeschränkter Liquidität, z. B. Unternehmensanleihen, werden ebenfalls der Stufe 2 zugeordnet |
| ― |
Stufe 3: Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht oder nur teilweise mittels am Markt beobachtbarer Parameter bewertet werden können. Bei diesen Instrumenten werden im Wesentlichen Bewertungsmodelle und -methoden zur Bewertung herangezogen. Hierunter fallen in erster Linie nicht notierte Eigenkapitalinstrumente |
Werden für die Bewertung eines Finanzinstruments Inputfaktoren unterschiedlicher Stufen herangezogen, ist die Stufe des niedrigsten Inputfaktors maßgeblich, der für die Bewertung wesentlich ist.
Eine Überprüfung der Zuordnung zu den Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt mindestens zum Ende einer Periode. Die Darstellung von Transfers erfolgt, als ob der Transfer zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt wäre.
Zum Stichtag ordnen wir rund 4 (4) % der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Level 1 der Bewertungshierarchie zu, 90 (90) % Level 2 und 6 (6) % Level 3.
Im Geschäftsjahr wurden keine Finanzinstrumente zwischen Level 1 und Level 2 umgegliedert (2018: 28 Mio. EUR aus Level 1 in Level 2 umgegliedert).
Zum Stichtag bestehen keine (2018: 0 Mio. EUR) Schulden, die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. Die Kreditsicherheiten spiegeln sich dabei nicht in der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes wider.
| Buchwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 31 | Bilanzwert |
| 31.12.2019 | ||||
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 67 | 81.413 | 3 | 81.483 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 751 | 89 | 1.227 | 2.067 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 135 | 1.055 | 84 | 1.275 |
| Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | 15 | 146 | 160 | 321 |
| Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente | 122 | - | - | 122 |
| Übrige Kapitalanlagen | 1.514 | 1 | 3.242 | 4.756 |
| Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) | - | 47 | - | 47 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 925 | - | 201 | 1.127 |
| Derivate | - | - | - | - |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 3.528 | 82.752 | 4.918 | 91.198 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 56 | 123 | 179 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | - | 7 | - | 7 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 313 | 614 | 201 | 1.128 |
| Derivate | - | - | - | - |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 313 | 676 | 325 | 1.314 |
| 31.12.2018 | ||||
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 68 | 70.092 | 5 | 70.165 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 622 | 83 | 1.094 | 1.799 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 127 | 1.256 | 87 | 1.470 |
| Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | - | 107 | 132 | 239 |
| Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente | 131 | - | - | 131 |
| Übrige Kapitalanlagen | 1.498 | 13 | 2.843 | 4.354 |
| Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente | - | 52 | - | 52 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 794 | 2 | 200 | 996 |
| Derivate | - | - | 2 | 2 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 3.240 | 71.605 | 4.363 | 79.208 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 88 | 82 | 170 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | - | - | - | - |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 266 | 530 | 200 | 996 |
| Derivate | - | - | 2 | 2 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 266 | 618 | 284 | 1.168 |
| In Mio. EUR | Jederzeit veräußerbare FI/ Festverzinsliche Wertpapiere | Jederzeit veräußerbare FI/Nicht festverzinsliche Wertpapiere | Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Zu Handelszwecken gehalten, Derivate |
| 2019 | ||||
| Anfangsbestand zum 1.1.2019 | 5 | 1.094 | 87 | 132 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||
| in der GuV erfasst | - | -8 | -8 | 38 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | -3 | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 2 | - | - | 1 | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||
| Käufe | - | 221 | 44 | 79 |
| Abgänge | ||||
| Verkäufe | 1 | 133 | 1 | 96 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - | 38 | - |
| Währungskursänderungen | - | 55 | - | 7 |
| Endbestand zum 31.12.2019 | 3 | 1.227 | 84 | 160 |
| 2018 | ||||
| Anfangsbestand zum 1.1.2018 | 4 | 963 | 72 | 49 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||
| In der GuV erfasst | - | -15 | 8 | 29 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | - | 10 | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||
| Käufe | 1 | 222 | 22 | 103 |
| Abgänge | ||||
| Verkäufe | - | 117 | 1 | 49 |
| Rückzahlung/Rückführung | - | - | 14 | - |
| Währungskursänderungen | - | 31 | - | - |
| Endbestand zum 31.12.2018 | 5 | 1.094 | 87 | 132 |
| In Mio. EUR | Übrige Kapitalanlagen | Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI |
| 2019 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2019 | 2.843 | 200 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| in der GuV erfasst | -44 | 10 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | 72 | - |
| Transfer nach Stufe 3 2 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 662 | 13 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 326 | 24 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - |
| Währungskursänderungen | 35 | 2 |
| Endbestand zum 31.12.2019 | 3.242 | 201 |
| 2018 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2018 | 2.615 | 206 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| In der GuV erfasst | -44 | 7 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | -7 | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 679 | 13 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 463 | 21 |
| Rückzahlung/Rückführung | 5 | - |
| Währungskursänderungen | 68 | -5 |
| Endbestand zum 31.12.2018 | 2.843 | 200 |
| In Mio. EUR | Investmentverträge/ Derivate | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte |
| 2019 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2019 | 2 | 4.363 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| in der GuV erfasst | -2 | -12 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | 69 |
| Transfer nach Stufe 3 2 | - | 1 |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 1 | 1.020 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 1 | 582 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | 38 |
| Währungskursänderungen | - | 98 |
| Endbestand zum 31.12.2019 | - | 4.918 |
| 2018 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2018 | 4 | 3.913 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| In der GuV erfasst | -2 | -17 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | - | 3 |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 1 | 1.041 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 1 | 652 |
| Rückzahlung/Rückführung | - | 19 |
| Währungskursänderungen | - | 94 |
| Endbestand zum 31.12.2018 | 2 | 4.363 |
1
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt.
2
Handel an einem aktiven Markt wurde beendet.
| In Mio. EUR | Übrige Verbindlichkeiten/Negative Marktwerte aus Derivaten | Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI |
| 2019 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2019 | 82 | 200 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| in der GuV erfasst | 1 | -10 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 41 | 13 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | - | 24 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - |
| Währungskursänderungen | 2 | 2 |
| Endbestand zum 31.12.2019 | 123 | 201 |
| 2018 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2018 | 244 | 206 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| In der GuV erfasst | 5 | -7 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 31 | 13 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 188 | 21 |
| Rückzahlung/Rückführung | - | - |
| Währungskursänderungen | - | -5 |
| Endbestand zum 31.12.2018 | 82 | 200 |
| In Mio. EUR | Investmentverträge/ Derivate | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen |
| 2019 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2019 | 2 | 284 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| in der GuV erfasst | 2 | -7 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 1 | 55 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 1 | 25 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - |
| Währungskursänderungen | - | 4 |
| Endbestand zum 31.12.2019 | - | 325 |
| 2018 | ||
| Anfangsbestand zum 1.1.2018 | 4 | 454 |
| Erträge und Aufwendungen | ||
| In der GuV erfasst | 2 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - |
| Zugänge | ||
| Käufe | 1 | 45 |
| Abgänge | ||
| Verkäufe | 1 | 210 |
| Rückzahlung/Rückführung | - | - |
| Währungskursänderungen | - | -5 |
| Endbestand zum 31.12.2018 | 2 | 284 |
1
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt.
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt.
| In Mio. EUR | Jederzeit veräußerbare FI/Nicht festverzinsliche Wertpapiere | Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Zu Handelszwecken gehaltene Derivate | Übrige Kapitalanlagen |
| 2019 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2019 | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 1 | 38 | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -8 | -8 | - | -44 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2019 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | - | 1 | 38 | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -8 | -3 | - | -42 |
| 2018 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2018 | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 8 | 29 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -15 | - | - | -45 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2018 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | - | 5 | 29 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -15 | - | - | -45 |
| In Mio. EUR | Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Investmentverträge/ Derivate |
| 2019 | ||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2019 | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 25 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -15 | -2 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2019 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 25 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -15 | -2 |
| 2018 | ||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2018 | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 25 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -18 | -3 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2018 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 25 | 1 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -18 | -3 |
| In Mio. EUR | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte |
| 2019 | |
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2019 | |
| Erträge aus Kapitalanlagen | 65 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -77 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2019 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 65 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -70 |
| 2018 | |
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2018 | |
| Erträge aus Kapitalanlagen | 64 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -81 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2018 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 61 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -81 |
1
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt.
2
Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 65 (61) Mio. EUR.
3
Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 22 (25) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | Übrige Verbindlichkeiten/Negative Marktwerte aus Derivaten | Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Investmen verträge/ Derivate | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen |
| 2019 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2019 | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 7 | 15 | 2 | 24 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -2 | -25 | -1 | -28 |
| Finanzierungszinsen | -4 | - | - | -4 |
| davon entfallen auf zum 31.12. im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 7 | 15 | 2 | 24 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -2 | -25 | -1 | -28 |
| Finanzierungszinsen 4 | -4 | - | - | -4 |
| 2018 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2018 | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 6 | 18 | 3 | 27 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | - | -25 | -1 | -26 |
| Finanzierungszinsen | -1 | - | - | -1 |
| davon entfallen auf zum 31.12.2018 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 6 | 18 | 3 | 27 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | - | -25 | -1 | -26 |
| Finanzierungszinsen 4 | -1 | - | - | -1 |
1
Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt.
2
Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 24 (27) Mio. EU.R
4
Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 4 (1) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | Zeitwert 31.12.2019 | Zeitwert 31.12.2018 Bewertungsverfahren | Nicht beobachtbare Eingangsparameter | Bandbreite (gewichteter Durchschnitt) |
| CDOs/CLOs 1 | 30 | 62 Barwertmethode | Vorauszahlungsgeschwindigkeit Risikoprämien Ausfallraten Verwertungsraten Tilgungen | n. a. 4 |
| Nicht notierte Aktien-, Immobilien- und Rentenfonds 2 | 1.680 | 1.630 NAV-Methode 3 | n. a. | n. a. |
| Private-Equity-Fonds/Private-Equity-Immobilienfonds 2 | 2.653 | 2.116 NAV-Methode 3 | n. a. | n. a. |
| Geschriebene Put-Optionen und Terminkontrakte für Minderheitsanteile 2 | 93 | 57 Abgezinster NAV 3 | Risikofreier Zins | 0 % - 1,99 % |
| Nicht notierte Rentenfonds 2 | 34 | 46 NAV-Methode 3 | n. a. | n. a. |
| Verträge im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik 1 | 306 | 284 Barwertmethode | Marktwerte der Cat Bonds Credit Spread | n. a. 4 |
| Investmentverträge | 402 | 404 - | - | - |
| Nicht notierte Rentenpapiere | 21 | 16 Barwertmethode | Neubewertungsrate Credit Spread | 2,3 % (2,9 %) n. a. |
| Zinsswaps | 24 | 32 Barwertmethode | Credit Spread | n. a. |
1
Diese Finanzinstrumente werden in die Stufe 3 eingeordnet, da bei der Bewertung nicht
beobachtbare Parameter verwendet werden.
2
Diese Finanzinstrumente werden in Stufe 3 eingeordnet, da sie weder auf Marktpreisen
beruhen noch vom Konzern auf Basis beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden.
Die Bewertung erfolgt anhand der NAV-Methode.
3
NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) - alternative Parameter im Sinne des IFRS
13 sind nicht sinnvoll zu ermitteln.
4
Aufgrund des individuellen Charakters der einzelnen Bewertungsparameter sind Bandbreiten
nicht sinnvoll und mit verhältnismäßigem Aufwand zu ermitteln.
Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 5,2 (4,6) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 4,5 (3,8) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Darüber hinaus bestehen Vermögenswerte aus Investmentverträgen in Höhe von 201 (202) Mio. EUR, denen in gleicher Höhe Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen gegenüberstehen. Da sich die Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen und sich im Wert ähnlich entwickeln, haben wir auf eine Szenarioanalyse verzichtet. Verträge im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik werden in Höhe von 306 (284) Mio. EUR in der Stufe 3 ausgewiesen. Die Wertentwicklung dieser Verträge steht in Abhängigkeit vom Risikoverlauf einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statutarischen Reservierungsanforderungen. Aus der Anwendung alternativer Eingangsparameter und Annahmen ergibt sich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 75 (110) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich.
Der Bewertungsprozess ist darauf ausgerichtet, für die Zeitwertermittlung von Finanzanlagen öffentlich verfügbare Preisstellungen auf aktiven Märkten oder Bewertungen mit ökonomisch anerkannten Modellen, die auf beobachtbaren Eingangsfaktoren beruhen, heranzuziehen (Stufe-1- und Stufe-2-Positionen). Für Vermögenswerte, für die keine öffentlich verfügbaren Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Stufe-3-Positionen), werden die Bewertungen überwiegend auf Basis von durch sachverständige und unabhängige Experten erstellten Bewertungsnachweisen (z. B. geprüfter Net Asset Value) vorgenommen, die zuvor systematischen Plausibilitätsprüfungen unterzogen wurden. Die mit der Bewertung von Kapitalanlagen betraute Organisationseinheit ist unabhängig von den Organisationseinheiten, die die Kapitalanlagerisiken eingehen, wodurch eine Funktions- und Aufgabentrennung gewährleistet wird. Die Bewertungsprozesse und Bewertungsmethoden sind vollständig dokumentiert. Entscheidungen über Bewertungsfragen trifft das monatlich tagende Talanx Bewertungskomitee.
Die Möglichkeit der Portfoliobewertung im Sinne des IFRS 13.48 wird nicht angewandt.
| Zeitwerte der nicht zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Bilanzposition | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1 | Zeitwert |
| 31.12.2019 | ||||
| Nicht zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 24 | 31.108 | 1.586 | 32.718 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente | - | 365 | - | 365 |
| Übrige Kapitalanlagen | 30 | 17 | 144 | 191 |
| Investmentverträge - Darlehen und Forderungen | 1 | 42 | - | 43 |
| Gesamtsumme der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 55 | 31.533 | 1.729 | 33.318 |
| Nicht zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 794 | 2.988 | 1 | 3.782 |
| Begebene Anleihen | 3 | 2.400 | 93 | 2.496 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | - | 54 | - | 54 |
| Gesamtsumme der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 796 | 5.442 | 93 | 6.332 |
| 31.12.2018 | ||||
| Nicht zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 35 | 31.585 | 1.333 | 32.953 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente | - | 439 | - | 439 |
| Übrige Kapitalanlagen | 21 | 8 | 154 | 183 |
| Investmentverträge - Darlehen und Forderungen | 1 | 43 | - | 44 |
| Gesamtsumme der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 57 | 32.075 | 1.487 | 33.618 |
| Nicht zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 683 | 2.212 | 1 | 2.896 |
| Begebene Anleihen | 14 | 2.250 | 88 | 2.352 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | - | 56 | - | 56 |
| Gesamtsumme der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 697 | 4.518 | 89 | 5.304 |
Derivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt.
Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 bzw. IFRS 4 erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seite 142.
Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge-Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen erfolgswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate aus strukturierten Finanzinstrumenten und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges.
| In Mio. EUR | Sicherungsinstrument nach IAS 39 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bilanzposition (positive Marktwerte) | |||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) | Nein | 321 | 239 |
| Investmentverträge, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) | Nein | - | 2 |
| Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) | Ja | 47 | 52 |
| Bilanzposition (negative Marktwerte) | |||
| Übrige Verbindlichkeiten: | |||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | Nein | -179 | -170 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten (Sicherungsinstrumente) | Ja | -7 | |
| Investmentverträge, Derivate | Nein | - | -2 |
| Gesamt (saldiert) | 183 | 121 |
Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten - ohne Sicherungsinstrumente - ein unrealisierter Gewinn in Höhe von 99 (22) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2019 geschlossenen Positionen beträgt -10 (81) Mio. EUR.
In der Tabelle "Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente" werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von 183 (121) Mio. EUR; das entspricht 0,1 (0,1) % der Bilanzsumme.
Der Konzern schließt derivative Geschäfte auf Basis standardisierter Rahmenverträge ab, die Globalnettingvereinbarungen beinhalten. Die in der Tabelle "Aufrechnungsvereinbarungen" aufgeführten Aufrechnungsvereinbarungen erfüllen die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz in der Regel nicht, da der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf eine Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf Saldierung ist grundsätzlich nur bei Eintritt bestimmter künftiger definierter Ereignisse durchsetzbar. Gestellte bzw. erhaltene Sicherheiten werden je Kontrahent maximal bis zur Höhe der jeweiligen Nettoverbindlichkeit bzw. des jeweiligen Nettovermögenswerts berücksichtigt.
Im Rahmen des Hedge-Accountings versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäfts durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufig entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei auf Einzelgeschäftsebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie.
Zudem findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht.
| 31.12.2019 | ||||||
| In Mio. EUR | Bis zu 1 Jahr | Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | Mehr als 10 Jahre | Sonstige | Summe |
| Zinssicherung | ||||||
| Zeitwerte | 40 | -10 | -5 | - | - | 25 |
| Nominalwerte | 181 | 630 | 167 | 85 | - | 1.064 |
| Währungssicherung | ||||||
| Zeitwerte | -8 | - | - | - | - | -8 |
| Nominalwerte | 1.954 | 218 | 16 | - | - | 2.188 |
| Aktien-/Indexsicherung | ||||||
| Zeitwerte | 27 | 13 | -58 | - | - | -17 |
| Nominalwerte | 394 | 58 | -68 | - | - | 384 |
| Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen 1 | ||||||
| Zeitwerte | 31 | 49 | 15 | 31 | 64 | 190 |
| Kreditrisiko | ||||||
| Zeitwerte | 9 | 12 | 3 | - | - | 24 |
| Nominalwerte | 17 | 335 | 24 | - | - | 376 |
| Sonstige Risiken | ||||||
| Zeitwerte | - | -31 | - | - | - | -31 |
| Nominalwerte | - | -22 | - | - | - | -22 |
| Summe aller Sicherungsgeschäfte | ||||||
| Zeitwerte | 99 | 33 | -45 | 31 | 64 | 183 |
| Nominalwerte | 2.546 | 1.219 | 140 | 85 | - | 3.989 |
| In Mio. EUR | 31.12.2018 |
| Zinssicherung | |
| Zeitwerte | 63 |
| Nominalwerte | 840 |
| Währungssicherung | |
| Zeitwerte | 6 |
| Nominalwerte | 1.165 |
| Aktien-/Indexsicherung | |
| Zeitwerte | -46 |
| Nominalwerte | 316 |
| Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen 1 | |
| Zeitwerte | 95 |
| Kreditrisiko | |
| Zeitwerte | 3 |
| Nominalwerte | 573 |
| Sonstige Risiken | |
| Zeitwerte | - |
| Nominalwerte | - |
| Summe aller Sicherungsgeschäfte | |
| Zeitwerte | 121 |
| Nominalwerte | 2.894 |
| In Mio. EUR | Beizulegender Zeitwert | Aufrechnungsvereinbarung | Erhaltene/ gestellte Barsicherheiten | Sonstige erhaltene/ gestellte Sicherheiten | Nettobetrag |
| 31.12.2019 | |||||
| Derivative (positive Marktwerte) | 114 | 10 | 67 | - | 37 |
| Derivative (negative Marktwerte) | 45 | 22 | 14 | 9 | 1 |
| 31.12.2018 | |||||
| Derivative (positive Marktwerte) | 111 | 12 | 92 | 3 | 4 |
| Derivative (negative Marktwerte) | 35 | 13 | 9 | 8 | 5 |
Zur teilweisen Absicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, resultierend aus dem Zinsänderungs- und Spread-Risiko bei festverzinslichen Wertpapieren, hat der Konzern Forward Sales (Vorverkäufe) als Sicherungsderivate designiert. Aufgrund der vergleichbaren Risiken der designierten Grundgeschäfte und der Sicherungsderivate qualifizieren sich diese für die bilanzielle Abbildung als Fair-Value-Hedge. Die Änderungen des Zeitwerts der Sicherungsderivate werden mit den dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts der Grundgeschäfte (Forwardkurse) erfolgswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst.
Für die Fair-Value-Hedges wurden im Berichtszeitraum Gewinne in Höhe von 1 (Verluste: 7) Mio. EUR aus den Sicherungsderivaten und Verluste aus Grundgeschäften von 2 (Gewinne: 7) Mio. EUR ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen bewegten sich die gegenläufigen Änderungen der Zeitwerte analog zu den Vorgaben des IAS 39 in der Bandbreite von 80 % bis 125 %.
Der Konzern hat künftige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäften (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/ Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen wird nach IAS 39 als Cashflow-Hedge abgebildet.
Zur Absicherung von Kursänderungsrisiken im Zusammenhang mit den im Rahmen des Share-Award-Plans gewährten Aktienwert-Beteiligungsrechten hat die Hannover Rück SE seit dem Jahr 2014 Sicherungsinstrumente in Form sogenannter Equity Swaps erworben (Cashflow-Hedge).
Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern und gegebenenfalls der Beteiligung der Versicherungsnehmer bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, sofern es sich bei den abgesicherten Grundgeschäften um ein Finanzinstrument handelt (Absicherung der geplanten Transaktionen). Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um kein Finanzinstrument, werden die Ineffektivitäten im übrigen Ergebnis gezeigt (Absicherung der Kursänderungsrisiken im Zusammenhang mit gewährten Aktienwert-Beteiligungsrechten). Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz finanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert.
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern und vor Beteiligung der Versicherungsnehmer) dar:
| In Mio. EUR | 2.019 | 2.018 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres (vor Steuern) | 279 | 429 |
| Zuführungen (Absicherung geplanter Transaktionen) | 24 | - |
| Zuführungen (Absicherung Kursrisiken) | 8 | 1 |
| Zuführungen (Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen) | -4 | 3 |
| Auflösungen in die Gewinn- und Verlustrechnung (Absicherung geplanter Transaktionen) | -26 | -104 |
| Auflösungen in die Gewinn- und Verlustrechnung (Absicherung Kursrisiken) | - | - |
| Auflösungen in die Gewinn- und Verlustrechnung (Ausübung Vorverkäufe) | - | -50 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres (vor Steuern) | 281 | 279 |
Die Cashflow-Hedge-Rücklage veränderte sich im Berichtsjahr um 2 (-150) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. -1 (-146) Mio. EUR (nach Steuern). Im Rahmen fälliger Vorkäufe wurde 2019 ein Betrag von insgesamt 26 (31) Mio. EUR, im Rahmen vorzeitig beendeter Vorkäufe ein Betrag von 0 (73) Mio. EUR und im Rahmen der Ausübung der Vorverkäufe ein Betrag in Höhe von 0 (50) Mio. EUR ergebniserhöhend amortisiert (Position: Kapitalanlageergebnis).
Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen (2018: 1 Mio. EUR) Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges ergebniswirksam erfasst (Position: Kapitalanlageergebnis).
Die Zahlungsströme aus den Cashflow-Hedges werden wie folgt erwartet, siehe Tabelle "Zahlungsströme der abgesicherten geplanten Transaktionen":
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Cashflow der Grundgeschäfte | 189 | -123 |
| Bis zu 1 Jahr | 55 | -60 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 134 | -63 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | - | - |
Im Jahr 2019 lagen keine prognostizierten Transaktionen, die zuvor als Sicherungsbeziehung erfasst wurden, vor, die in Zukunft nicht mehr eintreten dürften.
Der Konzern hielt zum Bilanzstichtag im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften, die zur Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe abgeschlossen wurden.
Im Berichtsjahr und im Vorjahr gab es keine wesentlichen Ineffektivitäten aus der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen.
Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge-Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt:
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Fair-Value-Hedges | ||
| Forward Sales (Vorverkäufe) | 1 | - |
| Cashflow-Hedges | ||
| Wertpapiertermingeschäfte | 34 | 47 |
| Equity Swaps | 6 | 1 |
| 39 | 48 | |
| Absicherung von Währungsrisiken aus langfristigen Investitionen | ||
| Devisentermingeschäfte | - | 4 |
| Gesamt | 40 | 52 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr 27 (148) Mio. EUR und betreffen die Amortisation der Eigenkapitalbeträge in Höhe von 26 (154) Mio. EUR, die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (0 [1] Mio. EUR) und Wertänderungen aus Fair Value Hedges mit 1 (-7) Mio. EUR.
Eine Anzahl von Verträgen im Segment der Personen-Rückversicherung weist Merkmale auf, die die Anwendung der Vorschriften des IFRS 4 zu eingebetteten Derivaten erfordern. Nach diesen Vorschriften sind bestimmte in Rückversicherungsverträgen eingebettete Derivate von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag ("Host Contract") zu trennen, separat gemäß IAS 39 zu bilanzieren und unter den Kapitalanlagen auszuweisen. Schwankungen im Marktwert der derivativen Komponenten sind in den Folgeperioden ergebniswirksam zu erfassen.
Im Rahmen der Bilanzierung von Modified-Coinsurance und Co-insurance-Funds-Withheld(ModCo)-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrages bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportefeuilles. Die Hannover Rück ermittelt die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer Credit-Spread-Methode, bei der das Derivat zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keinen Wert aufweist und im Zeitablauf aufgrund der Veränderungen der Credit Spreads der Wertpapiere schwankt. Das Derivat hat zum Bilanzstichtag einen positiven Wert in Höhe von 23 (14) Mio. EUR und wird unter den sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ausgewiesen. Eine externe Zession führte in diesem Zusammenhang zu einem Ausweis von anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 1 (0) Mio. EUR. Im Jahresverlauf ergab sich in Summe ein Ertrag aus der Marktwertveränderung des Derivates in Höhe von 8 Mio. EUR vor Steuern (12 Mio. EUR Aufwand).
Aus einer weiteren, ähnlich strukturierten Transaktion wurde in Vorjahren ebenfalls ein derivatives Finanzinstrument entbündelt. Hieraus resultierte ein Ausweis von sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Höhe von 26 (5) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr führte die Wertentwicklung dieses Derivates zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von 20 (Ergebnisverringerung: 3) Mio. EUR.
Eine Reihe von in Vorjahren gezeichneten Transaktionen des Geschäftsfelds Personen-Rückversicherung, bei denen Gesellschaften der Hannover Rück ihren Vertragspartnern Deckung für Risiken aus möglichen, zukünftigen Zahlungsverpflichtungen aus Sicherungsinstrumenten bieten, sind ebenfalls als derivative Finanzinstrumente zu klassifizieren. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren aus vertraglich definierten Ereignissen und beziehen sich auf die Entwicklung einer unterliegenden Gruppe von Erstversicherungsverträgen mit statutarischen Reservierungsanforderungen. Die Verträge sind als freistehende Kreditderivate gemäß IAS 39 einzuordnen und zu bilanzieren. Bei ihrem Erstansatz wurden diese derivativen Finanzinstrumente erfolgsneutral erfasst, da in gleicher Höhe Forderungen anzusetzen waren. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente betrug am Bilanzstichtag 44 (53) Mio. EUR und wurde unter den sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Wertentwicklung in den Folgeperioden erfolgt in Abhängigkeit vom Risikoverlauf und führte im Geschäftsjahr zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von 38 (33) Mio. EUR.
Im Segment Personen-Rückversicherung besteht ein Retrozessionsvertrag, bei dem die Prämien bei der Hannover Rück deponiert und in eine strukturierte Anleihe investiert wurden. Für deren Marktwert wurde durch den Retrozessionär eine Garantie ausgesprochen. Diese Garantie war gemäß den Regelungen des IFRS 4 von dem Retrozessionsvertrag zu entbündeln und wird als derivatives Finanzinstrument zum Marktwert bilanziert. Das Derivat wurde zum Bilanzstichtag mit einem positiven Marktwert in Höhe von 14 (23) Mio. EUR unter den sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten ausgewiesen. Im Jahresverlauf resultierte aus der Marktwertänderung des Derivates ein Aufwand in Höhe von 9 (Ertrag: 20) Mio. EUR. Gegenläufig führte die Wertentwicklung der strukturierten Anleihe, die ebenfalls zum Marktwert bewertet wird, zu einem Ertrag (Aufwand) in derselben Höhe.
Ebenfalls im Segment Personen-Rückversicherung wurde in der Vergangenheit ein Rückversicherungsvertrag mit einer Finanzierungskomponente abgeschlossen, bei der Höhe und Zeitpunkt der Rückflüsse von Stornoquoten innerhalb eines unterliegenden Erstversicherungsportefeuilles abhängen. Dieser Vertrag und ein entsprechender Retrozessionsvertrag, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 zu klassifizieren waren, führten zu einem Ausweis von anderen Verbindlichkeiten von 30 (25) Mio. EUR und von sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten von 117 (79) Mio. EUR. Im Geschäftsjahr ergab sich aus diesen Verträgen insgesamt eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 6 (2) Mio. EUR.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde eine indexbasierte Deckung von Langlebigkeitsrisiken abgeschlossen. Das hieraus resultierende Derivat wurde zum Bilanzstichtag mit einem positiven beizulegenden Zeitwert in Höhe von 5 Mio. EUR in den sonstigen ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten (46 Mio. EUR andere Verbindlichkeiten) bilanziert. Aus der Marktwertänderung des Derivats resultiert im Jahresverlauf ein Ertrag in Höhe von 6 (7) Mio. EUR.
Insgesamt führte die Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik zum Bilanzstichtag zu einem Ausweis von Vermögenswerten in Höhe von 229 (174) Mio. EUR sowie zu einem Ausweis von Verbindlichkeiten aus den aus versicherungstechnischen Posten resultierenden Derivaten in Höhe von 39 (76) Mio. EUR. Aus allen separat zu bewertenden Derivaten im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik waren im Berichtsjahr Ergebnisverbesserungen in Höhe von 78 (62) Mio. EUR sowie Ergebnisbelastungen in Höhe von 12 (15) Mio. EUR zu verzeichnen.
Im Segment Personen-Rückversicherung wurden zum Zweck der Finanzierung statutarischer Rückstellungen (sogenannte Triple-X- bzw. AXXX-Reserven) US-amerikanischer Zedenten strukturierte Transaktionen abgeschlossen. Die Strukturen erforderten jeweils den Einbezug einer Zweckgesellschaft. Die Zweckgesellschaften tragen von den Zedenten verbriefte, extreme Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehaltes und übertragen diese Risiken mittels eines fixen/variablen Swaps auf eine Konzerngesellschaft der Hannover Rück SE. Die Summe der vertraglich vereinbarten Kapazitäten der Transaktionen beträgt umgerechnet 3.345 (3.269) Mio. EUR, mit Stand zum Bilanzstichtag wurden davon umgerechnet 2.742 (2.623) Mio. EUR gezeichnet. Die von Gesellschaften der Hannover Rück SE garantierten variablen Zahlungen an die Zweckgesellschaften decken deren Leistungsverpflichtungen. Bei einem Teil der Transaktionen werden die aus den Swaps im Leistungsfall resultierenden Zahlungen über Entschädigungsvereinbarungen von den Muttergesellschaften der Zedenten rückvergütet. Die Rückvergütungsansprüche aus den Entschädigungsvereinbarungen sind in diesem Fall getrennt von und bis zur Höhe der Rückstellung zu aktivieren.
Nach IAS 39 sind diese Transaktionen als Finanzgarantien zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Die Hannover Rück SE legt hierbei die Nettomethode zugrunde, nach der der Barwert der vereinbarten fixen Swap-Prämien mit dem Barwert der Garantieverbindlichkeit saldiert wird. Infolgedessen betrug der beizulegende Zeitwert bei Erstansatz null. Der Ansatz des Höchstwertes aus dem fortgeführten Zugangswert bzw. dem nach IAS 37 als Rückstellung zu passivierenden Betrag erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Inanspruchnahme als wahrscheinlich einzustufen ist. Dies war zum Bilanzstichtag nicht der Fall.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 3.029 | 2.773 |
| davon | ||
| an Versicherungsnehmer | 1.780 | 1.737 |
| an Versicherungsvermittler | 1.250 | 1.036 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 5.496 | 4.478 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 8.525 | 7.251 |
| In Mio. EUR | >3 Monate <1 Jahr | >1 Jahr |
| 31.12.2019 | ||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 153 | 153 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 97 | 69 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 371 | 276 |
| Gesamt | 622 | 498 |
| 31.12.2018 | ||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 437 | 205 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 88 | 72 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 350 | 337 |
| Gesamt | 875 | 614 |
Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren.
Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 472 (802) Mio. EUR, davon sind 222 (277) Mio. EUR seit mehr als einem Jahr fällig. Dies entspricht einer Quote der über ein Jahr fälligen Forderungen in Relation zum Gesamtbestand von 7,4 (10) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 0,8 (0,8) %. Die Ausfallquote im Jahr 2019 liegt bei 0,8 (0,5) %.
Aus dem Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 647 (687) Mio. EUR, davon sind 276 (337) Mio. EUR seit mehr als einem Jahr fällig, was einer Quote der über ein Jahr fälligen Forderungen in Relation zum Gesamtbestand von 5,0 (7,5) % entspricht. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre aus dem Rückversicherungsgeschäft beträgt 0,3 (0,2) %.
Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar:
| In Mio. EUR | Risikovorsorge | davon 2019/2018 | Buchwert nach Risikovorsorge |
| 31.12.2019 | |||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 75 | 3 | 1.780 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 23 | - | 1.250 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 46 | 5 | 5.496 |
| Gesamt | 143 | 9 | 8.525 |
| 31.12.2018 | |||
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 72 | 5 | 1.737 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 23 | - | 1.036 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 40 | 12 | 4.478 |
| Gesamt | 135 | 17 | 7.251 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Vorjahres | 135 | 118 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 6 | 1 |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres | 48 | 51 |
| Zuschreibungen | 46 | 33 |
| Währungskursänderungen | - | -3 |
| Sonstige Veränderungen | - | 1 |
| Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 143 | 135 |
Die Ausfallrisiken der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich durch Einzelbetrachtung ermittelt. Auf eine Wertberichtigung wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 1,7 (1,8) %.
Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 546 (487) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen 74 (75) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf. Bezogen auf den Gesamtbestand der Abrechnungsforderungen von 5,5 (4,5) Mrd. EUR weisen 49 (46) % ein Rating der Kategorie A oder besser auf.
| In % | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 4,1 | 4,0 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 1,8 | 2,1 |
| Abrechnungsforderungen aus dem | ||
| Rückversicherungsgeschäft | 0,8 | 0,9 |
| In % | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen an Versicherungsnehmer | 0,8 | 1,0 |
| Forderungen an Versicherungsvermittler | 0,8 | 0,1 |
| Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 0,2 | 0,1 |
| 2019 | |||
| In Mio. EUR | Bruttogeschäft | Anteil der Rückversicherer | Nettogeschäft |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 5.525 | 167 | 5.358 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | -1 | - | -1 |
| Portfolioein-/-austritte | - | - | - |
| Zugänge | 2.261 | 274 | 1.987 |
| Amortisationen | 1.548 | 74 | 1.474 |
| Währungsanpassungen | 74 | 3 | 71 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | -1 | - | -1 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 6.310 | 370 | 5.940 |
| 2018 | |||
| In Mio. EUR | Bruttogeschäft | Anteil der Rückversicherer | Nettogeschäft |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 5.505 | 173 | 5.332 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - |
| Portfolioein-/-austritte | -64 | - | -64 |
| Zugänge | 1.217 | 76 | 1.141 |
| Amortisationen | 1.116 | 79 | 1.037 |
| Währungsanpassungen | -17 | -3 | -14 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 5.525 | 167 | 5.358 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Eigengenutzter Grundbesitz | 897 | 541 |
| Steuerforderungen | 511 | 513 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 147 | 154 |
| Zins- und Mietforderungen | 19 | 15 |
| Derivative Finanzinstrumente -Sicherungsinstrumente Hedge-Accounting | 47 | 52 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.198 | 1.182 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 2.819 | 2.457 |
Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 1.047 (662) Mio. EUR. Davon entfallen 193 (134) Mio. EUR auf die Fair-Value-Stufe 2 und 854 (528) Mio. EUR auf die Stufe 3. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet.
Bei dem eigengenutzten Grundbesitz bestanden zum 31. Dezember 2019 Verfügungsbeschränkungen und Sicherungsvermögen in Höhe von 265 (254) Mio. EUR. Aktivierte Ausgaben für Sachanlagen im Bau betrugen zum Bilanzstichtag 4 (2) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 735 | 829 |
| Änderungen gemäß IAS 8 1 | 393 | - |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | - | 7 |
| Zugänge | 15 | 9 |
| Abgänge | 9 | 114 |
| Umgliederungen | -1 | 6 |
| Sonstige Veränderungen | 29 | - |
| Währungskursänderungen | 2 | -2 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 1.164 | 735 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 194 | 229 |
| Abgänge | 2 | 55 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | 77 | 15 |
| außerplanmäßig | 1 | 4 |
| Wertaufholung nach Impairment | 2 | 2 |
| Umgliederungen | - | 3 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres | 267 | 194 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 541 | 600 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 897 | 541 |
ENTWICKLUNG DER BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Bruttowert zum 31.12. des Vorjahres | 497 | 463 |
| Änderungen gemäß IAS 8 1 | 4 | - |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 2 | 5 |
| Zugänge | 39 | 65 |
| Abgänge | 58 | 32 |
| Umgliederungen | - | -1 |
| Währungskursänderungen | 1 | -3 |
| Bruttowert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 485 | 497 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | 343 | 333 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) | ||
| Unternehmenszusammenschlüsse | 2 | 3 |
| Abgänge | 54 | 28 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | 46 | 37 |
| Währungskursänderungen | 1 | -2 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | 338 | 343 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Vorjahres | 154 | 130 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 147 | 154 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 132 | 103 |
| Forderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen | 73 | 94 |
| Forderungen aus Führungsfremdgeschäft | 389 | 356 |
| Übrige materielle Vermögenswerte | 17 | 12 |
| Forderungen aus Rückdeckungsversicherung/ Rückkaufswerte | 117 | 113 |
| Vorausgezahlte Versicherungsleistungen | 105 | 100 |
| Rechnungsabgrenzung | 95 | 102 |
| Andere Vermögenswerte | 268 | 302 |
| Gesamt | 1.198 | 1.182 |
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Gezeichnetes Kapital | 316 | 316 |
| Kapitalrücklage | 1.373 | 1.373 |
| Gewinnrücklage | 6.872 | 6.578 |
| Übrige Rücklagen | 665 | -257 |
| Konzernergebnis | 923 | 703 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 6.461 | 5.548 |
| Gesamt | 16.610 | 14.261 |
Die Gewinnrücklagen enthalten 1.824 (1.740) Mio. EUR Schwankungsrückstellungen (nach latenter Steuer).
Die übrigen Rücklagen enthalten -93 (-204) Mio. EUR Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Aus Kapitalanlagen, jederzeit veräußerbar | 5.200 | 1.956 |
| Aus Cashflow-Hedges | 261 | 262 |
| Aus der Bewertung assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode | 8 | 2 |
| Übrige Veränderungen | -1.097 | -933 |
| Abzüglich/zuzüglich | ||
| Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/ Shadow Accounting 1 | -3.460 | -1.454 |
| Erfolgsneutral gebildete latente Steuern | -154 | 114 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 868 | 272 |
| Gesamt | 1.626 | 219 |
1
Hierin enthalten: erfolgsneutral gebildete Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschaften am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 991 | 356 |
| Anteil am Jahresergebnis | 748 | 656 |
| Übriges Eigenkapital | 4.723 | 4.536 |
| Gesamt | 6.461 | 5.548 |
Das Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 252.797.634 auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 1,25 EUR.
Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals".
In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 126 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 101.119.057 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 10. Mai 2022 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht.
In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 32 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 25.279.760 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des in derselben Hauptversammlung gefassten Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 11. Mai 2017 bis zu 10. Mai 2022 ausgegeben werden.
Die Satzungsänderungen wurden am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Mai 2022 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 158 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Zur Begebung von Belegschaftsaktien können davon 1 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 20 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Die Satzungsänderung wurde am 14. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
Das oberste Ziel des Kapitalmanagements des Talanx Konzerns ist es, die starke Finanzkraft des Konzerns sicherzustellen sowie die Kapitaleffizienz zu steigern. Für detaillierte Ausführungen zum Kapitalmanagement verweisen wir auf die Ausführungen zum Asset-Liability-Management in der Finanzlage unter dem Kapitel "Vermögens- und Finanzlage" im Lagebericht.
Zum zweiten Mal nach 2013 wurde im September ein Mitarbeiteraktienprogramm aufgelegt, bei dem den Mitarbeitern der inländischen Gesellschaften (außer Hannover Rück SE) jeweils maximal 36 Aktien zur Zeichnung angeboten wurden. Die Aktien wurden durch Rückkauf eigener Aktien im Oktober und November erworben. Die Ausgabe der Aktien an die Mitarbeiter erfolgte im November. Der Ausübungspreis richtete sich nach dem niedrigsten Tageskurs an den Börsen Frankfurt und Hannover am 30. September 2019 abzüglich eines Rabatts von 10 EUR je Aktie und betrug 29,24 EUR. Insgesamt wurden 108.676 Aktien erworben. Durch die Transaktion entstand Personalaufwand in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Die ausgegebenen Aktien unterliegen einer Sperrfrist, die am 25 November 2021 endet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich durch das Mitarbeiteraktienprogramm nicht.
Verschiedene Konzernunternehmen haben in der Vergangenheit langfristige nachrangige und zum Teil börsennotierte Verbindlichkeiten aufgenommen, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten.
Die Hannover Rück SE hat am 9. Oktober 2019 eine nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 750 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit der Anleihe beträgt 20 Jahre. Eine ordentliche Kündigung der Anleihe ist frühestens am 9. Juli 2029 möglich. Verzinst wird die Schuldverschreibung in den ersten zehn Jahren der Laufzeit mit einem festen Kupon in Höhe von 1,125 % p. a., danach beträgt der variable Zinssatz 2,38 % über dem Drei-Monats-EURIBOR.
| In Mio. EUR | Nominalbetrag Verzinsung | Fälligkeit | Rating2 | Begebung | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Talanx AG | 750 Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 | 750 |
| Hannover Rück SE | Fest (1,125 %), dann variabel 750 verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 740 | |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | Fest (5,75 %), dann variabel 500 verzinslich | 2010/2040 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2010 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 | 499 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | Fest (5,0 %), dann variabel 500 verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 499 | 498 |
| Hannover Rück SE 1 | Fest (3,375 %), dann variabel 450 verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 446 | 446 |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. | Fest (8,37 %), dann variabel 500 verzinslich | 2012/2042 | (a; A-) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 | 500 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 27 Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 27 | 27 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. (ehemals CBA Vita S. p. A.) | 14 Fest (4,15 %) | 2010/2020 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2010 in Höhe von 15 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; Wertpapiere mit einem Nominalwert von 1,5 Mio. EUR wurden bereits zurückgekauft. | 14 | 14 |
| HDI Global SE | Fest (4,25 %), dann variabel 3 verzinslich | Ohne Endfälligkeit | (-; -) | Nachrangiges Darlehen. Das Darlehen ist ab dem 12. August 2021 jährlich kündbar. | 3 | 3 |
| Magyar Posta Életbiztosító Zrt. | 1 Fest (7,57 %) | 2015/2045 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen; nach zehn Jahren erstmals kündbar | 1 | 1 |
| Gesamt | 3.479 | 2.738 |
1
Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert).
2
Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.479 | 2.738 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | 303 | 158 |
| Zeitwert | 3.782 | 2.896 |
Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Renditeeigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt.
Das Nettoergebnis in Höhe von -133 (-131) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 132 (130) Mio. EUR und Aufwendungen aus der Amortisation (1 [1] Mio. EUR).
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 14 | - |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | - | 14 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 27 | 27 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 740 | - |
| Mehr als 20 Jahre | 2.249 | 2.248 |
| Ohne feste Laufzeit | 449 | 449 |
| Gesamt | 3.479 | 2.738 |
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Stand zum 31.12. des Vorjahres | 8.590 | 684 | 7.906 | 8.116 | 664 | 7.452 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 38 | 9 | 29 | 46 | 8 | 38 |
| Portfolioein-/-austritte | 5 | - | 5 | 6 | - | 6 |
| Zuführungen | 4.519 | 544 | 3.975 | 2.745 | 448 | 2.297 |
| Auflösungen | 3.454 | 503 | 2.952 | 2.267 | 427 | 1.840 |
| Umgliederungen | - | - | - | - | - | - |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | -3 | - | -3 | -2 | - | -2 |
| Währungskursänderungen | 142 | 5 | 137 | -54 | -9 | -45 |
| Stand zum 31.12. des Geschäftsjahres | 9.837 | 740 | 9.097 | 8.590 | 684 | 7.906 |
Bei der Rückstellung für Prämienüberträge handelt es sich im Wesentlichen nicht um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme, deshalb verzichten wir auf eine Laufzeitangabe.
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Stand zum 31.12. des Vorjahres | 56.234 | 1.209 | 55.025 | 54.596 | 1.291 | 53.305 |
| Portfolioein-/-austritte | -528 | 53 | -581 | 494 | -2 | 496 |
| Zuführungen | 4.648 | -130 | 4.778 | 4.422 | -71 | 4.493 |
| Auflösungen | 3.846 | 35 | 3.811 | 3.317 | 37 | 3.280 |
| Währungskursänderungen | 352 | 24 | 328 | 39 | 28 | 11 |
| Stand zum 31.12. des Geschäftsjahres | 56.859 | 1.121 | 55.738 | 56.234 | 1.209 | 55.025 |
Im Rahmen der nachstehenden Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für die Deckungsrückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind.
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Bis zu 1 Jahr | 3.730 | 636 | 3.095 | 3.131 | 62 | 3.069 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 10.670 | 109 | 10.561 | 10.442 | 628 | 9.814 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 14.145 | 103 | 14.042 | 13.942 | 226 | 13.716 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 13.066 | 132 | 12.934 | 13.861 | 202 | 13.659 |
| Mehr als 20 Jahre | 11.177 | 140 | 11.036 | 10.776 | 89 | 10.687 |
| Depots | 4.070 | 2 | 4.069 | 4.082 | 2 | 4.080 |
| Gesamt | 56.859 | 1.121 | 55.738 | 56.234 | 1.209 | 55.025 |
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Stand zum 31.12. des Vorjahres | 45.887 | 6.284 | 39.603 | 42.578 | 5.384 | 37.194 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 237 | 88 | 149 | 57 | 17 | 40 |
| Portefeuilleein-/-austritte | -3 | 1 | -5 | -8 | -3 | -5 |
| Zuzüglich | ||||||
| Geschäftsjahresschäden | 20.903 | 2.218 | 18.685 | 17.904 | 3.337 | 14.567 |
| Vorjahresschäden | 3.354 | 725 | 2.628 | 4.273 | -72 | 4.345 |
| Schadenaufwendungen insgesamt | 24.257 | 2.943 | 21.313 | 22.177 | 3.265 | 18.912 |
| Abzüglich | ||||||
| Geschäftsjahresschäden | 7.737 | 448 | 7.289 | 7.059 | 399 | 6.660 |
| Vorjahresschäden | 13.695 | 2.626 | 11.069 | 12.193 | 2.007 | 10.186 |
| Schadenzahlungen insgesamt | 21.432 | 3.074 | 18.358 | 19.252 | 2.406 | 16.846 |
| Übrige Änderungen | -4 | -5 | 1 | -2 | -9 | 7 |
| Währungskursänderungen | 710 | 73 | 636 | 337 | 36 | 301 |
| Stand zum 31.12. des Geschäftsjahres | 49.651 | 6.311 | 43.340 | 45.887 | 6.284 | 39.603 |
Die Schadenrückstellungen beruhen naturgemäß zu einem gewissen Grad auf Schätzungen, die mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Der Unterschied aus letztjähriger und aktueller Einschätzung schlägt sich im Netto-Abwicklungsergebnis nieder. Darüber hinaus kommt es durch Rückversicherungsverträge, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahr entspricht oder die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossen werden, regelmäßig dazu, dass Schadenaufwendungen nicht exakt dem Geschäfts- oder dem Vorjahr zugewiesen werden können.
Die von den Berichtseinheiten gelieferten Schadenabwicklungsdreiecke wurden um die Währungseffekte aus der Umrechnung der jeweiligen Transaktions- in die lokale Berichtswährung bereinigt dargestellt. Die in Fremdwährung gelieferten Abwicklungsdreiecke der Berichtseinheiten werden zum aktuellen Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um währungsbereinigte Abwicklungsergebnisse darstellen zu können. In den Fällen, in denen der ursprünglich geschätzte Endschaden mit dem tatsächlichen Endschaden in Originalwährung übereinstimmt, wird auch nach Umrechnung in die Konzernberichtswährung (Euro) sichergestellt, dass kein rein währungsindiziertes Abwicklungsergebnis ausgewiesen wird.
In den nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Jahre 2009 bis 2019 getrennt nach unseren wesentlichen Sachversicherungsgesellschaften in den Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen und dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung dargestellt (sogenanntes Schadenabwicklungsdreieck). Die Übersichten zeigen die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen.
Die Darstellung der Netto-Schadenrückstellung und ihrer Abwicklung erfolgt jeweils für die Erstversicherungssegmente einschließlich der Konzernfunktionen und des Segments Schaden-Rückversicherung nach Konsolidierungseffekten für den jeweiligen Darstellungsbereich, jedoch vor Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen und Rückversicherung. Die für das Bilanzjahr 2009 berichteten Werte beinhalten außerdem die nicht mehr separat im Schadenabwicklungsdreieck dargestellten Werte der Vorjahre. Die veröffentlichten Abwicklungsergebnisse reflektieren die im Geschäftsjahr 2019 für die einzelnen Abwicklungsjahre entstandenen Endschadenveränderungen.
Die noch nicht abgewickelten Netto-Schadenrückstellungen im Konzern belaufen sich auf insgesamt 43,3 (39,6) Mrd. EUR. Davon entfallen auf unsere Sachversicherungsgesellschaften im Erstversicherungsbereich einschließlich der Konzernfunktionen sowie das Segment Schaden-Rückversicherung 14,1 (11,6) Mrd. EUR bzw. 23,7 (23,0) Mrd. EUR. Weitere 5,5 (5,0) Mrd. EUR verteilen sich auf das Segment Personen-Rückversicherung (4,4 [4,0] Mrd. EUR) und das Leben-Erstversicherungsgeschäft (1,1 [1,0] Mrd. EUR).
Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung in den Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen
| In Mio. EUR | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 6.413 | 6.934 | 7.043 | 7.223 | 8.001 | 8.607 |
| Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre | ||||||
| Ein Jahr später | 1.158 | 1.322 | 1.514 | 1.141 | 1.692 | 1.792 |
| Zwei Jahre später | 1.766 | 2.128 | 1.851 | 1.927 | 2.437 | 2.655 |
| Drei Jahre später | 2.382 | 2.241 | 2.390 | 2.426 | 2.996 | 3.273 |
| Vier Jahre später | 2.403 | 2.631 | 2.773 | 2.865 | 3.441 | 3.690 |
| Fünf Jahre später | 2.745 | 2.950 | 3.136 | 3.203 | 3.774 | 4.059 |
| Sechs Jahre später | 3.006 | 3.249 | 3.409 | 3.474 | 4.073 | |
| Sieben Jahre später | 3.259 | 3.471 | 3.629 | 3.715 | ||
| Acht Jahre später | 3.453 | 3.656 | 3.829 | |||
| Neun Jahre später | 3.611 | 3.824 | ||||
| Zehn Jahre später | 3.762 | |||||
| Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung | ||||||
| Am Ende des Jahres | 6.413 | 6.934 | 7.043 | 7.223 | 8.001 | 8.607 |
| Ein Jahr später | 6.251 | 6.583 | 6.675 | 6.890 | 7.725 | 8.134 |
| Zwei Jahre später | 5.960 | 6.342 | 6.499 | 6.793 | 7.300 | 7.867 |
| Drei Jahre später | 5.765 | 6.267 | 6.450 | 6.531 | 7.207 | 7.631 |
| Vier Jahre später | 5.787 | 6.152 | 6.232 | 6.458 | 6.992 | 7.671 |
| Fünf Jahre später | 5.698 | 5.948 | 6.219 | 6.211 | 7.071 | 7.541 |
| Sechs Jahre später | 5.517 | 5.954 | 5.979 | 6.316 | 6.949 | |
| Sieben Jahre später | 5.569 | 5.745 | 6.086 | 6.218 | ||
| Acht Jahre später | 5.372 | 5.843 | 6.010 | |||
| Neun Jahre später | 5.472 | 5.771 | ||||
| Zehn Jahre später | 5.421 | |||||
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | ||||||
| der Endschadenrückstellung 2 = Abwicklungsergebnis | 52 | 21 | 3 | 23 | 24 | 9 |
| In % | 1 | - | - | - | - | - |
| In Mio. EUR | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 8.928 | 9.227 | 9.709 | 10.682 | 11.374 |
| Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre | |||||
| Ein Jahr später | 1.932 | 1.969 | 2.099 | 2.425 | |
| Zwei Jahre später | 2.887 | 2.871 | 3.180 | ||
| Drei Jahre später | 3.476 | 3.513 | |||
| Vier Jahre später | 3.950 | ||||
| Fünf Jahre später | |||||
| Sechs Jahre später | |||||
| Sieben Jahre später | |||||
| Acht Jahre später | |||||
| Neun Jahre später | |||||
| Zehn Jahre später | |||||
| Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung | |||||
| Am Ende des Jahres | 8.928 | 9.227 | 9.709 | 10.682 | 11.374 |
| Ein Jahr später | 8.614 | 8.927 | 9.619 | 10.593 | |
| Zwei Jahre später | 8.345 | 8.856 | 9.363 | ||
| Drei Jahre später | 8.358 | 8.668 | |||
| Vier Jahre später | 8.205 | ||||
| Fünf Jahre später | |||||
| Sechs Jahre später | |||||
| Sieben Jahre später | |||||
| Acht Jahre später | |||||
| Neun Jahre später | |||||
| Zehn Jahre später | |||||
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | |||||
| der Endschadenrückstellung 2 = Abwicklungsergebnis | 22 | 35 | 69 | -168 | |
| In % | - | - | 1 | -2 |
1
Die Daten sind auf Nettobasis dargestellt, da dies aussagekräftigere Informationen
über die letztendlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis liefert.
2
Berechnungsbeispiel: Für das Jahr 2009 ist die Differenz zu ermitteln (5.472 Mio.
EUR abzgl. 5.421 Mio. EUR = 52 Mio. EUR). Dieser Betrag wird festgeschrieben und in
den Folgeperioden, z. B. 2010, mit der Veränderung z. B. des Jahres 2009 zu 2010 fortgeschrieben.
Im Jahr 2010 ist daher im ersten Schritt die Differenz zwischen den beiden ausgewiesenen
Beträgen aus dem Jahr 2010 zu berechnen und diese dann von dem Wert im Jahr 2009 abzusetzen
(Berechnung für 2010: 5.843 Mio. EUR abzgl. 5.771 Mio. EUR = 73 Mio. EUR; von den
73 Mio. EUR wird der Betrag von 52 Mio. EUR in Abzug gebracht; es ergibt sich ein
Betrag von 21 Mio. EUR für 2010). Die Reihe ist anschließend fortzuführen.
Im Berichtsjahr verzeichnete der Konzern in seinen Erstversicherungssegmenten einschließlich der Konzernfunktionen ein positives Abwicklungsergebnis von 89 (90) Mio. EUR, das sich als Summe der Abwicklungsergebnisse der einzelnen Bilanzjahre ergibt.
| In Mio. EUR | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 14.008 | 15.271 | 16.620 | 17.248 | 17.821 | 19.728 |
| Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre | ||||||
| Ein Jahr später | 2.777 | 2.464 | 3.149 | 2.923 | 3.213 | 3.537 |
| Zwei Jahre später | 4.011 | 4.112 | 4.889 | 4.553 | 5.026 | 5.289 |
| Drei Jahre später | 4.835 | 5.104 | 5.827 | 5.757 | 6.148 | 6.559 |
| Vier Jahre später | 5.484 | 5.756 | 6.767 | 6.610 | 7.144 | 7.633 |
| Fünf Jahre später | 5.992 | 6.520 | 7.489 | 7.403 | 8.046 | 8.469 |
| Sechs Jahre später | 6.495 | 7.066 | 8.085 | 8.089 | 8.632 | |
| Sieben Jahre später | 6.845 | 7.504 | 8.592 | 8.561 | ||
| Acht Jahre später | 7.174 | 7.904 | 8.895 | |||
| Neun Jahre später | 7.468 | 8.142 | ||||
| Zehn Jahre später | 7.679 | |||||
| Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung | ||||||
| Am Ende des Jahres | 14.008 | 15.271 | 16.620 | 17.248 | 17.821 | 19.728 |
| Ein Jahr später | 13.486 | 14.613 | 16.327 | 16.765 | 17.636 | 19.223 |
| Zwei Jahre später | 12.716 | 14.005 | 15.930 | 16.411 | 16.996 | 18.104 |
| Drei Jahre später | 12.136 | 13.562 | 15.484 | 15.891 | 15.957 | 17.131 |
| Vier Jahre später | 11.707 | 13.106 | 14.859 | 15.193 | 15.082 | 16.251 |
| Fünf Jahre später | 11.247 | 12.538 | 14.200 | 14.477 | 14.323 | 15.408 |
| Sechs Jahre später | 10.717 | 12.010 | 13.550 | 13.792 | 13.519 | |
| Sieben Jahre später | 10.351 | 11.409 | 12.867 | 13.183 | ||
| Acht Jahre später | 9.855 | 11.009 | 12.331 | |||
| Neun Jahre später | 9.555 | 10.573 | ||||
| Zehn Jahre später | 9.208 | |||||
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | ||||||
| der Endschadenrückstellung 2 = Abwicklungsergebnis | 347 | 90 | 100 | 73 | 195 | 39 |
| In % | 3 | 1 | 1 | - | 1 | - |
| In Mio. EUR | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 21.757 | 22.690 | 22.830 | 24.263 | 26.496 |
| Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre | |||||
| Ein Jahr später | 3.292 | 3.762 | 4.805 | 4.878 | |
| Zwei Jahre später | 5.208 | 6.004 | 6.865 | ||
| Drei Jahre später | 6.671 | 7.256 | |||
| Vier Jahre später | 7.657 | ||||
| Fünf Jahre später | |||||
| Sechs Jahre später | |||||
| Sieben Jahre später | |||||
| Acht Jahre später | |||||
| Neun Jahre später | |||||
| Zehn Jahre später | |||||
| Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung | |||||
| Am Ende des Jahres | 21.757 | 22.690 | 22.830 | 24.263 | 26.496 |
| Ein Jahr später | 20.858 | 21.512 | 22.101 | 23.429 | |
| Zwei Jahre später | 19.421 | 20.520 | 20.795 | ||
| Drei Jahre später | 18.428 | 19.442 | |||
| Vier Jahre später | 17.443 | ||||
| Fünf Jahre später | |||||
| Sechs Jahre später | |||||
| Sieben Jahre später | |||||
| Acht Jahre später | |||||
| Neun Jahre später | |||||
| Zehn Jahre später | |||||
| Veränderung gegenüber dem Vorjahr | |||||
| der Endschadenrückstellung 2 = Abwicklungsergebnis | 142 | 93 | 227 | -472 | |
| In % | 1 | - | 1 | -2 |
1
Die Daten sind auf Nettobasis dargestellt, da dies aussagekräftigere Informationen
über die letztendlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis liefert.
2
Berechnungsbeispiel: Für das Jahr 2009 ist die Differenz zu ermitteln (9.555 Mio.
EUR abzgl. 9.208 Mio. EUR = 347 Mio. EUR). Dieser Betrag wird festgeschrieben und
in den Folgeperioden, z. B. 2010, mit der Veränderung z. B. des Jahres 2009 zu 2010
fortgeschrieben. Im Jahr 2010 ist daher im ersten Schritt die Differenz zwischen den
beiden ausgewiesenen Beträgen aus dem Jahr 2010 zu berechnen und diese dann von dem
Wert im Jahr 2009 abzusetzen (Berechnung für 2010: 11.009 Mio. EUR abzgl. 10.573 Mio.
EUR = 436 Mio. EUR; von den 436 Mio. EUR wird der Betrag von 347 Mio. EUR in Abzug
gebracht; es ergibt sich ein Betrag von 90 Mio. EUR für 2010). Die Reihe ist anschließend
fortzuführen.
Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete die Schaden-Rückversicherung ein positives Abwicklungsergebnis in Höhe von insgesamt 834 (997) Mio. EUR, das sich als Summe der Abwicklungsergebnisse der einzelnen Bilanzjahre ergibt.
Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schaden-Rückstellungen in Höhe von 6,3 (6,3) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 61 (55) Mio. EUR.
Nach IFRS 4 sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Versicherungsverträgen zu erwartenden Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Schadenrückstellung nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Bis zu 1 Jahr | 14.720 | 1.883 | 12.837 | 13.475 | 1.989 | 11.486 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 18.652 | 2.704 | 15.948 | 17.072 | 2.526 | 14.546 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 7.393 | 887 | 6.506 | 6.889 | 881 | 6.008 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 4.569 | 521 | 4.048 | 4.312 | 545 | 3.767 |
| Mehr als 20 Jahre | 2.216 | 264 | 1.952 | 2.138 | 288 | 1.850 |
| Depots | 2.101 | 54 | 2.048 | 2.001 | 55 | 1.946 |
| Gesamt | 49.651 | 6.311 | 43.340 | 45.887 | 6.284 | 39.603 |
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| Stand zum 31.12. des Vorjahres | 5.703 | 6 | 5.697 | 6.199 | 2 | 6.197 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | -2 | - | -2 |
| Zuführungen/Auflösungen (-) | 1.295 | - | 1.295 | 317 | 4 | 313 |
| Änderungen aufgrund des sonstigen Ergebnisses aus Kapitalanlagen | 1.761 | - | 1.761 | -600 | - | -600 |
| Abgänge | ||||||
| Lebensversicherungsverträge | 229 | - | 229 | 206 | - | 206 |
| Haftpflicht-/Unfallversicherungsverträge mit Prämienrückgewähr | 18 | 4 | 14 | 5 | - | 5 |
| Übrige Änderungen | - | - | - | 2 | - | 2 |
| Währungskursänderungen | -1 | - | -1 | -2 | - | -2 |
| Stand zum 31.12. des Geschäftsjahres | 8.511 | 1 | 8.510 | 5.703 | 6 | 5.697 |
Im Wesentlichen ist eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich, sodass wir auf eine Laufzeitangabe verzichtet haben.
Von den Bruttorückstellungen für Beitragsrückerstattung entfallen 1.738 (1.419) Mio. EUR auf Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung und 6.772 (4.284) Mio. EUR auf latente Beitragsrückerstattung einschließlich der Shadow-RfB.
Die Konzernunternehmen haben ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Versorgungszusagen erteilt. Die Art der Versorgungszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung. Der betragsmäßig überwiegende Teil der Versorgungszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen.
Zum größten Teil handelt es sich um dienstzeitabhängige Endgehaltspläne, die vollständig arbeitgeberfinanziert sind und Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente im Wesentlichen ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes vorsehen. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Prozentsatz des letzten Arbeitseinkommens, wobei zum einen die Anzahl der bis zum Eintritt des Versorgungsfalles vollendeten Dienstjahre und zum anderen die Höhe des Gehaltes bei Eintritt des Versorgungsfalles (gegebenenfalls als Durchschnitt über mehrere Jahre) in die Berechnung einfließen. Teilweise werden die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung unterschiedlich gewichtet.
Diese Pensionspläne sind für neu eintretende Arbeitnehmer/-innen geschlossen. Bestehende Zusagen wurden teilweise auf gehaltsdynamische Besitzstände eingefroren. Die Pläne werden weitestgehend nicht mit Planvermögen finanziert.
Bei den Plänen auf Basis jährlicher Rentenbausteine handelt es sich um vollständig arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente ohne die Option eines Kapitalwahlrechtes. Die den Versorgungsfall auslösenden Ereignisse (z. B. Pensionsalter, Invalidität, Tod) lehnen sich inhaltlich eng an die Leistungsvoraussetzungen der gesetzlichen Rentenversicherung an. Die Leistungshöhe ergibt sich als Summe jährlicher Versorgungsbausteine, die über eine Transformationstabelle hergeleitet werden. Berücksichtigt werden dabei der Beschäftigungsgrad, die Höhe des maßgeblichen Gehaltes und teilweise das Geschäftsergebnis der die Zusage erteilenden Arbeitgebergesellschaft. Die maßgeblichen Einkommensteile unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung werden unterschiedlich gewichtet.
Der betragsmäßig bedeutendste Pensionsplan dieses Typs ist für Neuaufnahmen geschlossen und nicht mit Planvermögen finanziert. Jedoch wurden für einen großen Teilbestand Rückdeckungsversicherungen geschlossen.
Bei den beitragsbasierten Plänen mit Garantien handelt es sich um Zusagen aus Entgeltumwandlungen oder arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung in Form einer monatlichen Rente über Unterstützungskassen. Anstelle einer Altersrente kann ein einmaliges Versorgungskapital verlangt werden. Es handelt sich um beitragsorientierte Leistungszusagen im Sinne des deutschen Arbeitsrechtes, die wirtschaftlich als Leistungszusage (Defined Benefit Plan) klassifiziert werden. Der vom Arbeitgeber an die Unterstützungskassen zugewendete Versorgungsbetrag wird von diesen als Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt (kongruente Rückdeckung). Die zugesagten Leistungen ergeben sich aus dem Tarif der Rückdeckungsversicherung. Das diesbezügliche Vermögen der Unterstützungskassen wird als Planvermögen ausgewiesen.
Darüber hinaus bestehen Versorgungszusagen auf eine Kapitalleistung im Todes- und Erlebensfall bei Erreichen der Altersgrenze aus einmaliger Entgeltumwandlung der Mitarbeiter. Dabei wird der Verzichtsbetrag als einmaliger Beitrag zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, die das zugesagte Leistungsspektrum widerspiegelt, genutzt. Ein Rentenwahlrecht besteht nicht. Diesen Zusagen ist kein Planvermögen zugeordnet.
Für die Mitarbeiter besteht zusätzlich die Möglichkeit der versicherungsförmigen Entgeltumwandlung. Hierbei handelt es sich wirtschaftlich um beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plan), für die keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.
Die sich aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergebenden Risiken umfassen die allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsänderungsrisiko, Inflationsrisiko und biometrische Risiken. Ungewöhnliche Risiken oder erhebliche Risikokonzentrationen sind nicht erkennbar.
| Art des Plans | 2019 | 2018 |
| Dienstzeitabhängige Endgehaltspläne | ||
| Planvermögen | -72 | -61 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 2.154 | 2.020 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - |
| Überdeckung (Nettovermögenswert) | - | - |
| Unterdeckung (Nettoschuld) | 2.082 | 1.959 |
| Plan auf Basis von Rentenbausteinen | ||
| Planvermögen | - | - |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 118 | 110 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - |
| Überdeckung (Nettovermögenswert) | - | - |
| Unterdeckung (Nettoschuld) | 118 | 110 |
| Beitragsbasierte Pläne mit Garantien | ||
| Planvermögen | -204 | -175 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 285 | 249 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 3 | 1 |
| Überdeckung (Nettovermögenswert) | - | - |
| Unterdeckung (Nettoschuld) | 84 | 75 |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres (Nettovermögenswert) | - | - |
| Stand 31.12. des Geschäftsjahres (Nettoschuld) | 2.284 | 2.144 |
Die Veränderung der Nettoschuld und des Nettovermögenswertes für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns verdeutlicht die nachstehende Tabelle. Neben den Hauptbestandteilen Defined Benefit Obligation (DBO) und Planvermögen ist die Veränderung der Vermögenswertanpassung aus der Berechnung der Obergrenze des aus einer Planüberdeckung resultierenden Vermögenswertes angegeben. Die Überprüfung der Realisierbarkeit des mit einer Planüberdeckung einhergehenden wirtschaftlichen Nutzens wird auf Ebene des einzelnen Pensionsplans durchgeführt und machte sowohl zum 31. Dezember 2019 als auch zum 31. Dezember 2018 eine Kürzung des Buchwertes für den Nettovermögenswert erforderlich.
| Leistungsorientierte Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Vermögenswertanpassung | ||||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Stand zum 1.1. des Geschäftsjahres | 2.379 | 2.312 | -236 | -199 | 1 | 2 |
| Im Jahresergebnis erfasste Veränderungen | ||||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 28 | 26 | - | - | - | - |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen | 1 | - | - | - | - | - |
| Nettozinskomponente | 42 | 41 | -5 | -5 | - | - |
| Ergebnis aus Abgeltungen | - | - | - | - | - | - |
| 70 | 67 | -5 | -5 | - | - | |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | ||||||
| Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus Änderung der biometrischen Annahmen | 18 | 17 | - | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus Änderung der finanziellen Annahmen | 176 | 45 | - | - | - | - |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -6 | -13 | - | - | - | - |
| Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) | - | - | -15 | -12 | - | - |
| Veränderung aus Vermögenswertanpassung | - | - | - | - | 2 | -1 |
| Wechselkursänderungen | 1 | -1 | - | - | - | - |
| 190 | 48 | -15 | -12 | 2 | -1 | |
| Sonstige Veränderungen | ||||||
| Beiträge der Arbeitgeber | - | - | -18 | -25 | - | - |
| Beiträge bzw. Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer | - | 9 | -2 | - | - | - |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -85 | -79 | 6 | 4 | - | - |
| Unternehmenszu- und -abgänge | 2 | 30 | -2 | - | - | - |
| Planabgeltungen | - | -1 | - | - | - | - |
| Wechselkursänderungen | - | -7 | -3 | 1 | - | - |
| -83 | -48 | -18 | -20 | - | - | |
| Stand zum 31.12. des Geschäftsjahres | 2.557 | 2.379 | -276 | -236 | 3 | 1 |
Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportfolios setzt sich wie folgt zusammen:
| In % | 2019 | 2018 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | - |
| Eigenkapitalinstrumente | 3 | 3 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 8 | 9 |
| Grundbesitz | 2 | 2 |
| Wertpapierfonds | 14 | 14 |
| Qualifizierende Versicherungsverträge | 72 | 72 |
| Gesamt | 100 | 100 |
Für alle Eigenkapitalinstrumente, festverzinslichen Wertpapiere und Wertpapierfonds stehen Marktpreise infolge ihrer jeweiligen Notierung an einem aktiven Markt zur Verfügung.
Im Zeitwert des Planvermögens sind keine Beträge für eigene Finanzinstrumente enthalten.
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 20 Mio. EUR. Im Vorjahr wurden Erträge von 17 Mio. EUR verbucht.
Die gewichteten Annahmen für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| Bewertungsparameter/Annahmen gewichtet, in % |
2019 | 2018 |
| Abzinsungsfaktor | 1,2 | 1,8 |
| Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend 1 | 2,5 | 2,5 |
| Rentendynamik 1 | 1,7 | 1,7 |
Zum 31. Dezember 2019 wird bei der Extrapolation der Euro-Zinskurve für die Ermittlung des Bewertungszinses nach IAS 19.83 erstmals ein Trend auf den Spread der Unternehmensanleihen berücksichtigt. Dieser Trend wird ab dem letzten Punkt der Corporate-Kurve bis zur Laufzeit 35 angesetzt und trägt zu einer Verbesserung der Schätzgenauigkeit bei. Hierbei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die prospektiv im Berichtszeitraum ohne Anpassung für Vorperioden vorzunehmen war und zu einer um 56 Mio. EUR niedrigeren DBO (das sonstige Ergebnis vor Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer und vor Steuern stieg dadurch um 50 Mio. EUR) führte. Die Ermittlung der Auswirkung dieser Änderung auf zukünftige Berichtsperioden ist aufgrund der nicht ermittelbaren Datengrundlage zur Spread-Entwicklung undurchführbar.
Als biometrische Rechnungsgrundlage der inländischen Pensionszusagen wurden die HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G zugrunde gelegt, die entsprechend dem im Bestand beobachtbaren Risikoverlauf verstärkt wurden.
Die Duration der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich auf 16 (16) Jahre.
Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember 2019 folgende Auswirkung:
| Effekt auf die leistungsorientierte Verpflichtung | ||||
| Parameteranstieg | Parameterrückgang | |||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Abzinsungsfaktor (+/- 0,5 %) | -189 | -172 | 214 | 195 |
| Gehaltssteigerungsrate (+/- 0,25 %) | 7 | 8 | -7 | -8 |
| Rentenanpassungsfaktor (+/- 0,25 %) | 70 | 63 | -75 | -62 |
Daneben ist eine Änderung hinsichtlich der zugrunde gelegten Sterberaten beziehungsweise der zugrunde gelegten Lebenserwartung möglich. Zur Ermittlung des Langlebigkeitsrisikos wurden die zugrunde gelegten Sterbetafeln durch eine Absenkung der Sterblichkeiten um 10 % angepasst. Diese Verlängerung der Lebenserwartung hätte zum Ende des Geschäftsjahres zu einer um 93 (83) Mio. EUR höheren Pensionsverpflichtung geführt.
Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt durch die Differenzbildung zwischen den Pensionsverpflichtungen unter geänderten versicherungsmathematischen Annahmen und den Pensionsverpflichtungen unter unveränderten versicherungsmathematischen Annahmen. Die Ermittlung wurde für die als wesentlich eingestuften Parameter isoliert vorgenommen.
Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 19 (18) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind.
Beitragsorientierte Pensionszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 68 (63) Mio. EUR, davon entfällt im Geschäftsjahr ein Betrag von 0 (0) Mio. EUR auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. Bei den beitragsorientierten Pensionszusagen handelt es sich im Wesentlichen um staatliche Pensionspläne.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 313 | 452 |
| Sonstige Steuerrückstellungen | 248 | 198 |
| Gesamt | 561 | 650 |
Die im Abschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen zur Umsetzung der Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Zum Bilanzstichtag beläuft sich diese Rückstellung auf 94 (82) Mio. EUR. Im Berichtsjahr ergaben sich im Wesentlichen Zuführungen in Höhe von 29 Mio. EUR, Inanspruchnahmen in Höhe von 8 Mio. EUR und Auflösungen in Höhe von 5 Mio. EUR. Die Zuführungen in die Restrukturierungsrückstellung resultieren aus den Maßnahmen des Programms "KuRS" und damit zusammenhängenden Projekten. Wesentliche Zinseffekte bestehen für das Berichtsjahr nicht.
| In Mio. EUR | Restrukturierung | Entgeltliche Übernahme von Pensionsverpflichtungen Dritter | Gratifikationen | Jubiläumsleistungen |
| Bilanzwert zum 31.12.2018 | 85 | 49 | 168 | 18 |
| 2019 | ||||
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 1 | - | - | - |
| Zuführungen | 31 | 1 | 128 | 1 |
| Aufzinsung | - | - | - | - |
| Inanspruchnahmen | 9 | - | 95 | 2 |
| Auflösungen | 7 | - | 7 | - |
| Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens | - | - | - | - |
| Übrige Änderungen | -3 | - | - | - |
| Währungskursänderungen | - | - | 1 | - |
| Bilanzwert zum 31.12.2019 | 98 | 50 | 196 | 18 |
| In Mio. EUR | Vorruhestand/ Altersteilzeit | Sonstige Personalkosten |
| Bilanzwert zum 31.12.2018 | 41 | 85 |
| 2019 | ||
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - |
| Zuführungen | 12 | 79 |
| Aufzinsung | - | - |
| Inanspruchnahmen | 12 | 70 |
| Auflösungen | - | 4 |
| Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens | -3 | - |
| Übrige Änderungen | 3 | - |
| Währungskursänderungen | - | - |
| Bilanzwert zum 31.12.2019 | 41 | 90 |
| In Mio. EUR | Ausstehende Rechnungen | Übrige | Gesamt |
| Bilanzwert zum 31.12.2018 | 140 | 301 | 887 |
| 2019 | |||
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - | 3 | 5 |
| Zuführungen | 718 | 2.380 | 3.349 |
| Aufzinsung | - | 7 | 7 |
| Inanspruchnahmen | 702 | 2.322 | 3.211 |
| Auflösungen | 12 | 35 | 64 |
| Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens | - | - | -3 |
| Übrige Änderungen | - | - | - |
| Währungskursänderungen | - | -1 | - |
| Bilanzwert zum 31.12.2019 | 144 | 333 | 971 |
Die übrigen Rückstellungen (333 [301] Mio. EUR) beinhalten eine Vielzahl unterschiedlichster Sachverhalte, die nicht den vorstehenden Kategorien zugeordnet werden können. Sie betreffen insbesondere Rückstellungen für Nachzahlungszinsen aus Steuern in Höhe von 72 (78) Mio. EUR und Provisionsrückstellungen in Höhe von 63 (57) Mio. EUR. Des Weiteren sind in dieser Position Rückstellungen für Verwaltungskosten, Renaturierung, Rechtsstreitigkeiten (vgl. hierzu Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten"), ausstehende Beiträge zur Unterstützungskasse und Schwerbehindertenabgaben enthalten.
| In Mio. EUR | Bis zu 1 Jahr | Von 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | Mehr als 5 Jahre | Summe |
| 31.12.2019 | ||||
| Restrukturierung | 39 | 60 | - | 98 |
| Entgeltliche Übernahme von Pensionsverpflichtungen Dritter 1 | - | - | 50 | 50 |
| Gratifikationen | 134 | 62 | - | 196 |
| Jubiläumsleistungen 1 | - | 18 | - | 18 |
| Vorruhestand/Altersteilzeit 1 | - | 41 | - | 41 |
| Sonstige Personalkosten | 73 | 17 | - | 90 |
| Ausstehende Rechnungen | 144 | - | - | 144 |
| Übrige | 217 | 106 | 10 | 333 |
| Gesamt | 606 | 304 | 60 | 971 |
| Gesamt Vorjahr | 563 | 266 | 58 | 887 |
1
Angabe des gewichteten Durchschnitts
Unter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag ausgewiesen:
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Begebene Anleihen Talanx AG | 1.065 | 1.065 |
| Hannover Rück SE | 743 | 743 |
| Darlehen aus Infrastrukturinvestments | 93 | 102 |
| Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. | 129 | 97 |
| Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG | 145 | 169 |
| Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited | 121 | 57 |
| Sonstige | 11 | 12 |
| Gesamt | 2.308 | 2.245 |
Per 31. Dezember 2019 bestehen zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien über einen Gesamtnominalbetrag von 500 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme.
Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt insgesamt 54 (50) Mio. EUR und umfasst im Wesentlichen neben den Zinsaufwendungen aus den Anleihen der Talanx AG (30 [30] Mio. EUR) und der Hannover Rück SE (8 [6] Mio. EUR) auch das Nettoergebnis aus Hypothekendarlehen (8 [8] Mio. EUR) und Darlehen aus Infrastrukturinvestments (3 [4] Mio. EUR) sowie Amortisationen in Höhe von (3 [2] Mio. EUR).
| In Mio. EUR | Nominalbetrag Verzinsung | Fälligkeit | Rating1 | Begebung | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Talanx AG 2 | 565 Fest (3,125 %) | 2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 565 | 565 |
| Talanx AG | 500 Fest (2,5 %) | 2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 | 500 |
| Hannover Rück SE | 750 Fest (1,125 %) | 2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 743 | 743 |
| Gesamt | 1.809 | 1.808 |
1
Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P
2
Zum Bilanzstichtag werden zudem Anteile mit einem Nominalvolumen von 185 Mio. EUR
von Konzerngesellschaften gehalten.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.308 | 2.245 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | 188 | 107 |
| Zeitwert | 2.496 | 2.352 |
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 46 | 86 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 914 | 819 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 1.339 | 1.326 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 8 | 14 |
| Mehr als 20 Jahre | - | - |
| Gesamt | 2.308 | 2.245 |
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 1.860 | 1.843 |
| davon gegenüber Versicherungsnehmern | 1.151 | 1.201 |
| davon gegenüber Versicherungsvermittlern | 709 | 642 |
| Abrechnungsverbindlichkeiten | 2.320 | 1.855 |
| Leasingverbindlichkeiten | 442 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 202 | 166 |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 195 | 83 |
| Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft | 314 | 384 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 186 | 170 |
| davon negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 7 | - |
| Rechnungsabgrenzung | 57 | 41 |
| Zinsen | 88 | 86 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern | 19 | 17 |
| Andere Verbindlichkeiten | 359 | 396 |
| Übrige Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen) gesamt | 6.042 | 5.041 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | ||
| Sonstige Verpflichtungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 54 | 56 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.128 | 996 |
| Derivate | - | 2 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen gesamt | 1.182 | 1.054 |
| Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 7.224 | 6.095 |
In den Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen sind unterjährige Ausschüttungen in Höhe von 19 (31) Mio. EUR aus Anteilen an Fonds enthalten, die in privatem Beteiligungskapital investieren ("Private-Equity-Fonds") und die zum Bilanzstichtag noch nicht ergebniswirksam zu vereinnahmen waren.
Die Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 186 (170) Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Instrumente zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Aktienrisiken sowie vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennten zum Marktwert bilanzierten eingebetteten Derivaten. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Anmerkung 13 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting" im Anhang.
In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten ohne die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und ohne die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dar, da die beiden letztgenannten Verbindlichkeiten direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und somit nicht getrennt davon betrachtet werden können.
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 1.358 | 1.052 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 304 | 165 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 132 | 80 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 28 | 46 |
| Mehr als 20 Jahre | 39 | - |
| Ohne feste Laufzeit | - | - |
| Gesamt | 1.862 | 1.343 |
Die sonstigen Verpflichtungen aus Investmentverträgen werden bei Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder mit dem Guthaben des Versicherungsnehmers, vermindert um Abschlusskosten, die direkt dem Abschluss des Vertrages zugeordnet werden können, angesetzt. In den Folgeperioden werden diese Verträge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwerte | |||
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 15 | 18 | 15 | 18 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 40 | 38 | 40 | 38 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | - | - | - | - |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | - | - | - | - |
| Ohne feste Laufzeit | - | - | - | - |
| Gesamt | 54 | 56 | 54 | 56 |
Die Ermittlung der Zeitwerte aus Investmentverträgen wird im Wesentlichen mittels der Rückkaufswerte für Versicherungsnehmer und Kontensalden von Versicherungsnehmern bestimmt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
| In Mio. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bis zu 1 Jahr | 7 | 6 |
| Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 79 | 48 |
| Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre | 217 | 231 |
| Mehr als 10 Jahre und bis zu 20 Jahre | 86 | 74 |
| Mehr als 20 Jahre | 121 | 102 |
| Ohne feste Laufzeit | 618 | 537 |
| Gesamt | 1.128 | 998 |
Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, die durch Änderungen des Kreditrisikos der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten finanziellen Verbindlichkeiten bedingt ist, ist unwesentlich.
| 31.12.2019 | |||
| In Mio. EUR | Latente Steueransprüche | Latente Steuerschulden | Stand netto |
| Aktive und passive latente Steuern | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte (PVFP) | - | -56 | -56 |
| Kapitalanlagen | 326 | -838 | -512 |
| Depotforderungen/-verbindlichkeiten | 625 | -121 | 504 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 60 | -161 | -101 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten 2 | 46 | -424 | -378 |
| Schwankungsrückstellungen | - | -1.472 | -1.472 |
| Schadenrückstellung | 604 | -72 | 532 |
| Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 270 | -1.329 | -1.059 |
| Andere Rückstellung | 453 | -10 | 443 |
| Schuldenkonsolidierung | - | -19 | -19 |
| Sonstige | 318 | -447 | -129 |
| Verlustvorträge | 681 | - | 681 |
| Wertberichtigung | -268 | - | -268 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 3.115 | -4.949 | -1.834 |
| Verrechnung Steuern | -2.789 | 2.789 | - |
| Steueransprüche (-schulden) nach Verrechnung | 326 | -2.160 | -1.834 |
| 31.12.20181 | |||
| In Mio. EUR | Latente Steueransprüche | Latente Steuerschulden | Stand netto |
| Aktive und passive latente Steuern | |||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte (PVFP) | - | -57 | -57 |
| Kapitalanlagen | 402 | -400 | 2 |
| Depotforderungen/-verbindlichkeiten | 558 | -178 | 380 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 88 | -124 | -36 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten 2 | 45 | -398 | -353 |
| Schwankungsrückstellungen | - | -1.389 | -1.389 |
| Schadenrückstellung | 501 | -85 | 416 |
| Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 334 | -1.372 | -1.038 |
| Andere Rückstellung | 408 | -11 | 397 |
| Schuldenkonsolidierung | - | -28 | -28 |
| Sonstige | 420 | -606 | -186 |
| Verlustvorträge | 907 | - | 907 |
| Wertberichtigung | -239 | - | -239 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 3.424 | -4.648 | -1.224 |
| Verrechnung Steuern | -2.959 | 2.959 | - |
| Steueransprüche (-schulden) nach Verrechnung | 465 | -1.689 | -1.224 |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2
Die Steuerlatenzen auf die abgegrenzten Abschlusskosten beziehen sich auf den Nettoausweis,
d. h. nach Berücksichtigung der Rückanteile
Die Veränderung (netto) von -610 (282) Mio. EUR wurde in Höhe von -447 (298) Mio. EUR eigenkapitalmindernd (eigenkapitalerhöhend) im sonstigen Ergebnis und in Höhe von -156 (-10) Mio. EUR als Aufwand im Gewinn und Verlust gebucht. Die restlichen Veränderungen resultieren aus Änderungen des Konsolidierungskreises sowie aus Währungsumrechnungen.
| Privat- und Firmenversicherung | |||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben |
| 2019 1 | |||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 6.157 | 1.588 | 4.554 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | 830 |
| Gebuchte RückVersicherungsprämien | 1.781 | 33 | 116 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -274 | -22 | -56 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -4 | 1 | 3 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 4.106 | 1.533 | 3.549 |
| 2018 1 | |||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 4.639 | 1.563 | 4.457 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | 853 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.666 | 40 | 116 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -70 | -28 | -46 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | 7 | -3 | 2 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 2.896 | 1.498 | 3.440 |
| In Mio. EUR | Privat- und Firmenversicherung International | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2019 1 | |||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 6.110 | 13.411 | 7.673 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 113 | - | - |
| Gebuchte RückVersicherungsprämien | 339 | 1.426 | 760 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -203 | -443 | -67 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -21 | -19 | -1 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 5.476 | 11.561 | 6.847 |
| 2018 1 | |||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 5.552 | 11.623 | 7.051 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 153 | - | - |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 294 | 1.105 | 612 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -167 | -123 | -45 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1 | -24 | - |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 4.939 | 10.419 | 6.394 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2019 1 | ||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | 39.494 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | 943 |
| Gebuchte RückVersicherungsprämien | 19 | 4.473 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | - | -1.065 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1 | -42 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | -18 | 33.054 |
| 2018 1 | ||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | 34.885 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | 1.006 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 15 | 3.848 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | - | -479 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -3 | -22 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | -12 | 29.574 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
| Privat- und Firmenversicherung | ||||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben | Privat- und Firmenversicherung International |
| 2019 1 | ||||
| Erträge aus Grundstücken | 37 | 6 | 100 | 2 |
| Dividenden 2 | 22 | 9 | 11 | 2 |
| Laufende Zinserträge | 156 | 77 | 1.151 | 330 |
| Sonstige Erträge | 73 | 21 | 103 | 5 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 288 | 113 | 1.365 | 339 |
| Erträge aus Zuschreibungen | - | - | 1 | 1 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 101 | 15 | 646 | 65 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 32 | 4 | 64 | 23 |
| Kapitalanlageerträge | 421 | 132 | 2.077 | 427 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 83 | 2 | 74 | 10 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | 11 | 2 | 43 | 9 |
| Gesamt | 94 | 4 | 118 | 19 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||
| planmäßig | 4 | - | 20 | - |
| außerplanmäßig | - | - | - | - |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 2 | - | 6 | 3 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - | 2 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||||
| planmäßig | 6 | 4 | 23 | - |
| außerplanmäßig | 11 | - | 8 | - |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 6 | 1 | 17 | 8 |
| Sonstige Aufwendungen | 8 | 3 | 46 | 2 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 37 | 10 | 120 | 16 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 130 | 13 | 238 | 35 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 291 | 119 | 1.839 | 392 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | 3 |
| Depotzinserträge | - | - | - | - |
| Depotzinsaufwendungen | - | - | 8 | 4 |
| Depotzinsergebnis | - | - | -8 | -4 |
| Kapitalanlageergebnis | 291 | 119 | 1.831 | 392 |
| In Mio. EUR | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2019 1 | ||
| Erträge aus Grundstücken | 186 | - |
| Dividenden 2 | 5 | 24 |
| Laufende Zinserträge | 705 | 295 |
| Sonstige Erträge | 170 | 10 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 1.066 | 329 |
| Erträge aus Zuschreibungen | - | - |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 195 | 159 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 1 | 93 |
| Kapitalanlageerträge | 1.263 | 580 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 67 | 13 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | 3 | 18 |
| Gesamt | 69 | 31 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | 37 | - |
| außerplanmäßig | 8 | - |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | - | - |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | - | - |
| außerplanmäßig | 28 | 7 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 25 | 5 |
| Sonstige Aufwendungen | 44 | 4 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 143 | 17 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 212 | 47 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.050 | 533 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - |
| Depotzinserträge | 50 | 242 |
| Depotzinsaufwendungen | 4 | 87 |
| Depotzinsergebnis | 46 | 155 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.097 | 687 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2019 1 | ||
| Erträge aus Grundstücken | 1 | 332 |
| Dividenden 2 | 1 | 75 |
| Laufende Zinserträge | - | 2.713 |
| Sonstige Erträge | 1 | 383 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 3 | 3.503 |
| Erträge aus Zuschreibungen | - | 2 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 6 | 1.187 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | - | 217 |
| Kapitalanlageerträge | 9 | 4.909 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 249 | |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | - | 86 |
| Gesamt | - | 335 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | - | 61 |
| außerplanmäßig | - | 9 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 1 | 11 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | - | 2 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | - | 34 |
| außerplanmäßig | 1 | 55 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 99 | 162 |
| Sonstige Aufwendungen | 2 | 110 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 103 | 444 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 103 | 779 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | -94 | 4.130 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | 3 |
| Depotzinserträge | - | 292 |
| Depotzinsaufwendungen | - | 103 |
| Depotzinsergebnis | - | 190 |
| Kapitalanlageergebnis | -94 | 4.323 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2
Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
beträgt 35 Mio. EUR und wird unter den Dividenden ausgewiesen.
| Privat- und Firmenversicherung | ||||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben | Privat- und Firmenversicherung International |
| 2018 1 | ||||
| Erträge aus Grundstücken | 23 | 2 | 89 | 1 |
| Dividenden 2 | 15 | 10 | 13 | 2 |
| Laufende Zinserträge | 146 | 73 | 1.229 | 298 |
| Sonstige Erträge | 91 | 18 | 106 | 3 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 275 | 103 | 1.437 | 304 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 1 | - | 2 | - |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 112 | 4 | 423 | 68 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 5 | 1 | 23 | 14 |
| Kapitalanlageerträge | 393 | 108 | 1.885 | 386 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 68 | 3 | 57 | 23 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | 21 | 3 | 48 | 14 |
| Gesamt | 89 | 6 | 105 | 37 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||
| planmäßig | 4 | - | 19 | - |
| außerplanmäßig | - | - | 4 | - |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 11 | - | 9 | 4 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | 7 | - | - | 3 |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | - | - | 1 | - |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||||
| planmäßig | 6 | 4 | 22 | - |
| außerplanmäßig | 15 | 2 | 21 | - |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 6 | 1 | 16 | 4 |
| Sonstige Aufwendungen | 9 | 5 | 51 | 4 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 58 | 12 | 143 | 15 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 147 | 18 | 248 | 52 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 246 | 90 | 1.637 | 334 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | -1 |
| Depotzinserträge | - | - | - | - |
| Depotzinsaufwendungen | - | - | 10 | 1 |
| Depotzinsergebnis | - | - | -10 | -1 |
| Kapitalanlageergebnis | 246 | 90 | 1.627 | 332 |
| In Mio. EUR | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2018 1 | ||
| Erträge aus Grundstücken | 172 | - |
| Dividenden 2 | 5 | 3 |
| Laufende Zinserträge | 677 | 287 |
| Sonstige Erträge | 173 | 6 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 1.027 | 296 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 3 | - |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 235 | 51 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 2 | 66 |
| Kapitalanlageerträge | 1.267 | 413 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 117 | 41 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | 1 | 36 |
| Gesamt | 118 | 77 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | 34 | - |
| außerplanmäßig | - | - |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | - | - |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | 1 | - |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | - | - |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | - | - |
| außerplanmäßig | 18 | - |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 23 | 5 |
| Sonstige Aufwendungen | 40 | 4 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 116 | 9 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 234 | 86 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.033 | 327 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - |
| Depotzinserträge | 38 | 290 |
| Depotzinsaufwendungen | 3 | 122 |
| Depotzinsergebnis | 35 | 168 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.068 | 495 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2018 1 | ||
| Erträge aus Grundstücken | - | 287 |
| Dividenden 2 | 2 | 50 |
| Laufende Zinserträge | 1 | 2.711 |
| Sonstige Erträge | - | 397 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 3 | 3.445 |
| Erträge aus Zuschreibungen | - | 6 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | - | 893 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | - | 111 |
| Kapitalanlageerträge | 3 | 4.455 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 309 | |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | - | 123 |
| Gesamt | - | 432 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | - | 57 |
| außerplanmäßig | - | 4 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | - | 24 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | 1 | 12 |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | - | 1 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | - | 32 |
| außerplanmäßig | - | 56 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 90 | 145 |
| Sonstige Aufwendungen | 3 | 116 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 94 | 447 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 94 | 879 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | -91 | 3.576 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | -1 |
| Depotzinserträge | - | 328 |
| Depotzinsaufwendungen | - | 136 |
| Depotzinsergebnis | - | 192 |
| Kapitalanlageergebnis | -91 | 3.767 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2
Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
betrug 7 Mio. EUR und wird unter den Dividenden ausgewiesen.
Von den Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 77 (97) Mio. EUR entfallen 2 (12) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere, 11 (24) Mio. EUR auf Aktien, 16 (20) Mio. EUR auf Immobilien und Immobilienfonds und 39 (41) Mio. EUR auf privates Beteiligungskapital. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 2 (6) Mio. EUR. Diese entfielen mit 1 (6) Mio. EUR im Wesentlichen auf fremdgenutzte Immobilien.
Das saldierte Ergebnis aus dem Abgang von Wertpapieren betrug 938 (584) Mio. EUR und resultierte mit 769 (337) Mio. EUR im Wesentlichen aus der Veräußerung von festverzinslichen Wertpapieren.
Zum Bilanzstichtag befanden sich darüber hinaus keine überfälligen nicht wertberichtigten Wertpapiere im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Darlehen und Forderungen | 869 | 921 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 16 | 22 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 1.718 | 1.651 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 31 | 43 |
| Sonstige | 79 | 74 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente - Investmentverträge | 4 | 5 |
| Gesamt | 2.717 | 2.716 |
Die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns.
Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (162 [145] Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen für selbst verwaltete Kapitalanlagen (110 [116] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 4.323 (3.767) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | Ordentliche Kapitalanlageertrage | Amortisation | Gewinne aus dem Abgang | Verluste aus dem Abgang | Abschreibung | Zuschreibung |
| 2019 1 | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 14 | - | 100 | 1 | 1 | 1 |
| Darlehen und Forderungen | 856 | 13 | 429 | 8 | 2 | - |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 15 | 1 | - | - | - | - |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.727 | -9 | 418 | 79 | - | - |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 104 | - | 31 | 5 | 18 | - |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 31 | - | 12 | 7 | - | - |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4 | - | 4 | 1 | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||||||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 8 | 5 | - | - |
| Derivate | 15 | - | 59 | 73 | - | - |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 442 | 2 | 25 | 44 | 80 | - |
| Sonstige 2 | 289 | - | 101 | 27 | 71 | 1 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 3.497 | 6 | 1.187 | 249 | 172 | 2 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Aktiva) | 4 | - | 21 | 4 | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Aktiva) - (Derivate) | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verpflichtungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Passiva) | - | - | - | - | - | - |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Passiva) | - | - | - | - | - | - |
| Handelspassiva - (Derivate) | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige 4 | -1 | -3 | - | - | - | - |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 4 | -3 | 21 | 4 | - | - |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten | 190 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 3.691 | 3 | 1.208 | 253 | 172 | 2 |
| In Mio. EUR | Unrealisierte Gewinne | Unrealisierte Verluste | Summe3 |
| 2019 1 | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | - | - | 113 |
| Darlehen und Forderungen | - | - | 1.287 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | - | - | 16 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 2.057 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 112 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 20 | 6 | 50 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 23 | - | 29 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | |||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | 1 | 2 |
| Derivate | 136 | 30 | 106 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 1 | 5 | 341 |
| Sonstige 2 | 38 | 43 | 290 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 217 | 86 | 4.402 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Aktiva) | 98 | 21 | 96 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Aktiva) - (Derivate) | 1 | 2 | -1 |
| Sonstige Verpflichtungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Passiva) | - | - | - |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Passiva) | 15 | 105 | -90 |
| Handelspassiva - (Derivate) | 2 | 1 | 2 |
| Sonstige 4 | - | - | -4 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 116 | 129 | 3 |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten | - | - | 190 |
| Gesamt | 333 | 215 | 4.595 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2
Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position
"Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, die Ergebnisse aus Infrastrukturinvestments,
assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative
Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting (siehe
Anmerkung 13) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen
betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten
3
Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen
4
"Sonstige" enthalten Erträge (14 Mio. EUR) sowie Aufwendungen (15 Mio. EUR) aus der
Verwaltung von Investmentverträgen. Die Amortisation des PVFP betrug 3 Mio. EUR
| In Mio. EUR | Ordentliche Kapitalanlageertrage | Amortisation | Gewinne aus dem Abgang | Verluste aus dem Abgang | Abschreibung | Zuschreibung |
| 2018 1 | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 15 | - | 8 | - | 1 | - |
| Darlehen und Forderungen | 902 | 19 | 100 | 11 | 1 | - |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 18 | 4 | - | - | - | - |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.605 | 46 | 479 | 179 | 11 | - |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 83 | - | 50 | 19 | 39 | - |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | ||||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 43 | - | 10 | 3 | - | - |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3 | - | 1 | 3 | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||||||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 6 | 6 | - | - |
| Derivate | 11 | - | 140 | 73 | - | - |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 454 | 1 | 61 | 1 | 73 | - |
| Sonstige 2 | 241 | - | 38 | 14 | 61 | 6 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 3.375 | 70 | 893 | 309 | 186 | 6 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Aktiva) | 7 | - | 7 | 10 | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Aktiva) - (Derivate) | - | - | 1 | - | - | - |
| Sonstige Verpflichtungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Passiva) | -2 | - | - | - | - | - |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Passiva) | - | - | - | - | - | - |
| Handelspassiva - (Derivate) | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige 4 | 5 | -4 | - | - | - | - |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 10 | -4 | 8 | 10 | - | - |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten | 192 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 3.577 | 66 | 901 | 319 | 186 | 6 |
| In Mio. EUR | Unrealisierte Gewinne | Unrealisierte Verluste | Summe3 |
| 2018 1 | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | - | - | 22 |
| Darlehen und Forderungen | - | - | 1.009 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | - | - | 22 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 1.940 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | 75 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 15 | 33 | 32 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2 | 16 | -13 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | |||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | 1 | -1 |
| Derivate | 67 | 44 | 101 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 2 | 4 | 440 |
| Sonstige 2 | 25 | 25 | 210 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 111 | 123 | 3.837 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Aktiva) | 32 | 57 | -21 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Aktiva) - (Derivate) | 2 | 3 | - |
| Sonstige Verpflichtungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Passiva) | - | - | -2 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente (Passiva) | 30 | 10 | 20 |
| Handelspassiva - (Derivate) | 3 | 2 | 1 |
| Sonstige 4 | - | - | 1 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 67 | 72 | -1 |
| Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten | - | - | 192 |
| Gesamt | 178 | 195 | 4.028 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2
Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position
"Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, die Ergebnisse aus Infrastrukturinvestments,
assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative
Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting (siehe
Anmerkung 13) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen
betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten
3
Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen
4
"Sonstige" enthalten Erträge (13 Mio. EUR) sowie Aufwendungen (8 Mio. EUR) aus der
Verwaltung von Investmentverträgen. Die Amortisation des PVFP betrug 4 Mio. EUR
| Privat- und Firmenversicherung | ||||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben | Privat- und Firmenversicherung International |
| 2019 1 | ||||
| Brutto | ||||
| Schadenzahlungen | 4.000 | 856 | 3.147 | 3.391 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 338 | 63 | 19 | 327 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -1 | 278 | 611 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 8 | 4 | 922 | 87 |
| Gesamt | 4.345 | 922 | 4.366 | 4.415 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||
| Schadenzahlungen | 1.153 | 10 | 72 | 171 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -144 | -2 | -8 | 91 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | - | -32 | - |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 1 | - | - | - |
| Gesamt | 1.010 | 8 | 32 | 261 |
| Netto | ||||
| Schadenzahlungen | 2.847 | 846 | 3.075 | 3.220 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 482 | 65 | 27 | 236 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -1 | 309 | 611 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 7 | 4 | 922 | 87 |
| Gesamt | 3.336 | 914 | 4.333 | 4.154 |
| In Mio. EUR | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2019 1 | ||
| Brutto | ||
| Schadenzahlungen | 6.928 | 6.266 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 1.723 | 338 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -109 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 8.651 | 6.494 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Schadenzahlungen | 920 | 812 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -72 | -6 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -133 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 848 | 673 |
| Netto | ||
| Schadenzahlungen | 6.008 | 5.454 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 1.795 | 344 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 24 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 7.803 | 5.821 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2019 1 | ||
| Brutto | ||
| Schadenzahlungen | - | 24.587 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 17 | 2.825 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 778 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 1.020 |
| Gesamt | 17 | 29.210 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Schadenzahlungen | 1 | 3.139 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 11 | -130 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -165 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 1 |
| Gesamt | 12 | 2.845 |
| Netto | ||
| Schadenzahlungen | -1 | 21.449 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 6 | 2.954 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 944 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 1.019 |
| Gesamt | 5 | 26.366 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
| Privat- und Firmenversicherung | ||||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben | Privat- und Firmenversicherung International2 |
| 2018 1 | ||||
| Brutto | ||||
| Schadenzahlungen | 2.917 | 862 | 2.958 | 3.103 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 840 | 89 | 52 | 327 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -1 | 712 | 431 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 23 | 1 | 414 | 33 |
| Gesamt | 3.780 | 951 | 4.136 | 3.894 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||
| Schadenzahlungen | 932 | 13 | 73 | 164 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 306 | 11 | -3 | 46 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | - | -29 | -2 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 4 | - | - | - |
| Gesamt | 1.242 | 24 | 41 | 208 |
| Netto | ||||
| Schadenzahlungen | 1.985 | 849 | 2.885 | 2.939 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 534 | 78 | 55 | 281 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -1 | 741 | 433 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 19 | 1 | 414 | 33 |
| Gesamt | 2.538 | 927 | 4.095 | 3.686 |
| In Mio. EUR | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2018 1 | ||
| Brutto | ||
| Schadenzahlungen | 6.375 | 6.017 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 1.610 | -2 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -20 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 7.985 | 5.995 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Schadenzahlungen | 576 | 719 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 519 | -25 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -78 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 1.095 | 616 |
| Netto | ||
| Schadenzahlungen | 5.799 | 5.298 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 1.091 | 23 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 58 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | - |
| Gesamt | 6.890 | 5.379 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2018 1 | ||
| Brutto | ||
| Schadenzahlungen | - | 22.232 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 5 | 2.921 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 1.122 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 471 |
| Gesamt | 5 | 26.746 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Schadenzahlungen | - | 2.477 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 3 | 857 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | -109 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 4 |
| Gesamt | 3 | 3.229 |
| Netto | ||
| Schadenzahlungen | - | 19.755 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 2 | 2.064 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | - | 1.231 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | - | 467 |
| Gesamt | 2 | 23.517 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
| Privat- und Firmenversicherung | ||||
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Schaden/Unfall | Deutschland Leben | Privat- und Firmenversicherung International |
| 2019 1 | ||||
| Brutto | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 1.004 | 348 | 661 | 1.140 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -73 | -1 | 133 | -57 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 931 | 347 | 793 | 1.082 |
| Verwaltungsaufwendungen | 339 | 243 | 97 | 211 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 1.270 | 590 | 890 | 1.293 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 292 | 8 | 64 | 75 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -4 | 9 | -5 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 288 | 8 | 73 | 71 |
| Netto | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 712 | 340 | 596 | 1.064 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -68 | -1 | 124 | -53 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 644 | 339 | 720 | 1.012 |
| Verwaltungsaufwendungen | 339 | 243 | 97 | 211 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 982 | 582 | 817 | 1.222 |
| 2018 1 | ||||
| Brutto | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 575 | 322 | 615 | 1.018 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -5 | -4 | 121 | -50 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 570 | 318 | 736 | 968 |
| Verwaltungsaufwendungen | 344 | 227 | 82 | 212 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 914 | 545 | 818 | 1.180 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 268 | 9 | 56 | 69 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -3 | 12 | -3 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 265 | 9 | 68 | 66 |
| Netto | ||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 307 | 313 | 559 | 949 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -2 | -4 | 109 | -47 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 305 | 309 | 668 | 902 |
| Verwaltungsaufwendungen | 344 | 227 | 82 | 212 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 649 | 536 | 750 | 1.114 |
| In Mio. EUR | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 2019 1 | ||
| Brutto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 3.459 | 1.908 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -85 | -670 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 3.374 | 1.238 |
| Verwaltungsaufwendungen | 224 | 256 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 3.598 | 1.494 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 213 | 244 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -5 | -195 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 208 | 49 |
| Netto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 3.247 | 1.664 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -81 | -476 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 3.166 | 1.189 |
| Verwaltungsaufwendungen | 224 | 256 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 3.390 | 1.445 |
| 2018 1 | ||
| Brutto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 3.144 | 1.328 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -46 | -91 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 3.098 | 1.237 |
| Verwaltungsaufwendungen | 206 | 217 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 3.304 | 1.454 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 169 | 34 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -4 | 2 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 165 | 36 |
| Netto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 2.975 | 1.294 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -42 | -93 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 2.933 | 1.201 |
| Verwaltungsaufwendungen | 206 | 217 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 3.139 | 1.418 |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Gesamt |
| 2019 1 | ||
| Brutto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 1 | 8.521 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | - | -753 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 1 | 7.768 |
| Verwaltungsaufwendungen | 5 | 1.373 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 6 | 9.141 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 2 | 898 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -200 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 2 | 698 |
| Netto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | -1 | 7.623 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -553 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | - | 7.070 |
| Verwaltungsaufwendungen | 5 | 1.373 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 5 | 8.442 |
| 2018 1 | ||
| Brutto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | - | 7.002 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -75 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | - | 6.927 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 | 1.290 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 2 | 8.217 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 2 | 607 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -1 | 3 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 1 | 610 |
| Netto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | -2 | 6.395 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | 1 | -78 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | -1 | 6.317 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 | 1.290 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 1 | 7.607 |
1
Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
| In Mio. EUR | 2019 | 20181 |
| Sonstige Erträge | ||
| Währungskursgewinne | 193 | 297 |
| Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen | 343 | 346 |
| Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen | 29 | 20 |
| Erträge aus Deposit Accounting | 300 | 211 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 1 | 38 |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger nicht technischer Rückstellungen | 70 | 28 |
| Zinserträge 2 | 57 | 51 |
| Übrige Erträge | 123 | 82 |
| Gesamt | 1.114 | 1.072 |
| Sonstige Aufwendungen | ||
| Währungskursverluste | 190 | 266 |
| Sonstige Zinsaufwendungen 3 | 68 | 65 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 4 | 61 | 99 |
| Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 363 | 331 |
| Personalaufwendungen | 30 | 77 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen | 175 | 147 |
| Aufwendungen aus Deposit Accounting | 4 | 6 |
| Sonstige Steuern | 83 | 68 |
| Übrige Aufwendungen | 197 | 101 |
| Gesamt | 1.173 | 1.160 |
| Übriges Ergebnis | -60 | -88 |
1
Angepasst gemäß IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", im
Konzernanhang
2
Die Zinserträge entfallen auf die Segmente Industrieversicherung 8 (7) Mio. EUR,
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 1 (0) Mio. EUR, Privat-
und Firmenversicherung Deutschland - Leben 5 (6) Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung
International 6 (5) Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 12 (9) Mio. EUR, Personen-Rückversicherung
29 (30) Mio. EUR, Konzernfunktionen 0 (4) Mio. EUR. Davon werden 4 (10) Mio. EUR konsolidiert
3
Die Sonstigen Zinsaufwendungen entfallen auf die Segmente Industrieversicherung 13
(14) Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 1 (1) Mio.
EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 9 (10) Mio. EUR, Privat- und
Firmenversicherung International 7 (4) Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 12 (12)
Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 9 (22) Mio. EUR, Konzernfunktionen 27 (25) Mio.
EUR. Davon werden 11 (23) Mio. EUR konsolidiert
4
Davon planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 16 (50) Mio. EUR. Diese entfallen
im Wesentlichen auf die Segmente Privat- und Firmenversicherung International 8 (19)
Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 5 (21) Mio. EUR sowie Personen-Rückversicherung
1 (10) Mio. EUR
Das übrige Ergebnis enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen, die Aufwendungen für Versicherungsleistungen sowie die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertberichtigungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen.
Die Finanzierungszinsen in Höhe von 191 (170) Mio. EUR beinhalten Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen mit 133 (131) Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten und auf begebene Anleihen der Talanx AG mit 30 (30) Mio. EUR und der Hannover Rück SE mit 8 (6) Mio. EUR. Darüber hinaus beinhaltet diese Position Zinsaufwendungen aus Leasing in Höhe von 12 (-) Mio. EUR.
Unter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr | 485 | 532 |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | -73 | -39 |
| Latente Steuern aufgrund temporärer Unterschiede | -94 | 491 |
| Latente Steuern aus Verlustvorträgen | 250 | -480 |
| Veränderung latenter Steuern aus Steuersatzänderungen | - | -1 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 568 | 503 |
Im Vorjahr waren die hohen latenten Steuererträge aus Verlustvorträgen und die hohen latenten Steueraufwendungen aufgrund temporärer Unterschiede insbesondere auf den Transfer umfangreicher Portfolios von Rückversicherungsverträgen zu US-amerikanischen Konzerngesellschaften im Zuge der Umstrukturierung des US-Mortality-Geschäftes zurückzuführen. Dabei wurde im Vorjahr für die Hannover Life Reassurance Company of America (Bermuda) Ltd. ein aktivierter Verlust in Höhe von 333 Mio. USD ausgewiesen, der zu diesem Zeitpunkt auf einer Schätzung steuerlicher Auswirkungen basierte. Im Rahmen der späteren Erstellung der Steuererklärung wurde durch das Management festgestellt, dass die Rückstellungen für steuerliche Zwecke 2018 der Höhe nach zu korrigieren waren. Als Folge hiervon wurden auch die Verlustvorträge um 112 Mio. USD zu hoch ausgewiesen. Der aktivierte Verlustvortrag nach Korrektur beläuft sich auf 220 Mio. USD. Es ergab sich hieraus keine Auswirkung auf den Ertrags- bzw. Bilanzausweis.
Die im Geschäftsjahr im sonstigen Ergebnis und direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die im sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf -458 (295) Mio. EUR.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang dar zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde und dem tatsächlichen Steueraufwand:
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern | 2.239 | 1.862 |
| Erwarteter Steuersatz | 32,20 % | 32,20 % |
| Erwarteter Steueraufwand | 721 | 600 |
| Veränderung der latenten Steuersätze | - | -1 |
| Abweichung aufgrund ausländischer Steuersätze | -182 | -97 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 351 | 249 |
| Steuerfreie Erträge | -199 | -155 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 4 | -13 |
| Aperiodischer Steueraufwand | -36 | -23 |
| Sonstige | -91 | -57 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 568 | 503 |
Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 32,2 (32,2) %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt.
Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 25,37 (27,01) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen. Der Posten "Sonstige" umfasst wie im Vorjahr neben anderen Effekten insbesondere auch Steuereffekte aufgrund gewerbesteuerlicher Modifikationen sowie nicht anrechenbarer Quellensteuern.
Auf passive zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von 151 (153) Mio. EUR im Zusammenhang mit Anteilen an Konzerngesellschaften wurden keine latenten Steuern gebildet, weil der Konzern ihre Umkehrung steuern kann und sie sich nicht in absehbarer Zeit umkehren werden.
Die aktiven nicht wertberichtigten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 433 (677) Mio. EUR werden voraussichtlich in Höhe von 28 (38) Mio. EUR innerhalb eines Jahres und in Höhe von 405 (639) Mio. EUR nach einem Jahr realisiert.
Im Berichtsjahr hat sich die tatsächliche Ertragsteuer um 0 (2) Mio. EUR gemindert, da Verlustvorträge genutzt wurden, für die keine latenten Steueransprüche gebildet waren.
Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr zu einem latenten Steueraufwand von 3 (4) Mio. EUR. Dem gegenüber steht ein latenter Steuerertrag von 15 (8) Mio. EUR aus der Korrektur früherer Abwertungen.
Bei Verlusten im Berichtsjahr oder Vorjahr sind Überhänge latenter Steueransprüche nur insoweit angesetzt, als es anhand aussagekräftiger Nachweise wahrscheinlich ist, dass die jeweilige Gesellschaft zukünftig ausreichend positive steuerpflichtige Ergebnisse erzielen wird. Dieser Nachweis wurde für latente Steueransprüche von 41 (183) Mio. EUR erbracht.
Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von brutto 1.342 (1.289) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von brutto 75 (25) Mio. EUR haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung eine Wertberichtigung auf die aktivierten latenten Steuern gebildet. Die wertberichtigten aktiven latenten Steuern für diese Sachverhalte betragen insgesamt 268 (239) Mio. EUR.
| 2019 | 2018 | |||||
| In Mio. EUR | 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 6 Jahre und bis zu 10 Jahre | Mehr als 10 Jahre | Unbegrenzt | Gesamt | 1 Jahr und bis zu 5 Jahre |
| Verlustvorträge | - | 3 | 9 | 1.330 | 1.342 | - |
| Temporäre Differenzen | - | - | - | 75 | 75 | - |
| Gesamt | - | 3 | 9 | 1.405 | 1.417 | - |
| 2018 | ||||
| In Mio. EUR | 6 Jahre und bis zu 10 Jahre | Mehr als 10 Jahre | Unbegrenzt | Gesamt |
| Verlustvorträge | 5 | - | 1.284 | 1.289 |
| Temporäre Differenzen | - | - | 25 | 25 |
| Gesamt | 5 | - | 1.309 | 1.314 |
| 2019 | 2018 | |
| Industrieversicherung | 3.481 | 3.268 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 4.203 | 4.392 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 8.407 | 8.010 |
| Rückversicherungsunternehmen | 3.151 | 3.272 |
| Konzernfunktionen | 2.786 | 2.731 |
| Gesamt ohne Personen in Ausbildung | 22.028 | 21.673 |
| Personen in Ausbildung | 509 | 549 |
| Gesamt | 22.537 | 22.222 |
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 23.324 (22.642) Mitarbeiter für den Konzern tätig.
Die folgenden Personalaufwendungen enthalten vor allem die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Schadenaufwendungen (für Schadenregulierung) und die Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen.
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Löhne und Gehälter | 1.379 | 1.250 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | ||
| Soziale Abgaben | 191 | 183 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 65 | 67 |
| Aufwendungen für Unterstützung | 25 | 23 |
| 281 | 273 | |
| Gesamt | 1.659 | 1.523 |
Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" werden als nahe stehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert.
Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen.
Eine Person oder ein naher Familienangehöriger dieser Person steht dem berichtenden Unternehmen nahe, wenn diese Person das berichtende Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist, maßgeblichen Einfluss auf das berichtende Unternehmen hat oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines Mutterunternehmens des berichtenden Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G.
Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen einschließlich der strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE (HG), Hannover, bzw. die HDI Versicherung AG (HV), Hannover, jeweils die führenden Versicherer sind. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG/HV) aufgeteilt.
Die Talanx AG hat am 21. Oktober 2016 mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht, die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung ersetzt werden.
Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Ferner bestehen Dienstleistungsverträge mit einem Unternehmen, an dem ein Mitglied des Aufsichtsrats beteiligt ist. Die im Berichtszeitraum aus diesen Verträgen generierten Umsätze mit Konzernunternehmen betrugen weniger als 0,1 Mio. EUR.
Hinsichtlich der Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel "Corporate Governance" im Vergütungsbericht, Seite 78 ff., bzw. den Abschnitt "Bezüge der Organe der Obergesellschaft" des Konzernanhangs.
Im Geschäftsjahr 2019 bestanden im Konzern die folgenden anteilsbasierten Vergütungspläne:
| ― |
Aktienwert-Beteiligungsrechts(ABR)-Plan der Hannover Rück SE (gültig seit 2000, seit 2011 schrittweise gekündigt und in Abwicklung) |
| ― |
Share Award Plan (anteilsbasierte Vergütung in der Form von virtuellen Aktien, gültig seit 2011) |
Nachfolgend werden die Pläne beschrieben und ihre Auswirkungen auf das Jahresergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.
Der Vorstand der Hannover Rück SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten (ABR) an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzernführungskreises. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rück SE, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rück SE orientierten Barbetrags.
Die Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten sind für alle Zuteilungsberechtigten gekündigt worden. Zugeteilte Aktienwert-Beteiligungsrechte bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit ausübbar.
Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 und bis zur Kündigung des Plans für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht worden sind.
Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt werden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Nach Ablauf einer vierjährigen Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten ABR ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten ABR beträgt jeweils ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rück SE.
Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück SE zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück SE an den letzten 20 Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes.
Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt. Im Falle der Kündigung oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrages oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauffolgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses.
Aus den Zuteilungen für die Jahre 2009 bis 2011 bestehen im Geschäftsjahr 2019 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für Jahre vor 2009 bestehen keine Verpflichtungen.
| Zuteilungsjahr | |||
| 2011 | 2010 | 2009 | |
| Ausgabedatum | 15.3.2012 | 8.3.2011 | 15.3.2010 |
| Laufzeit | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Sperrfrist | 4 Jahre | 4 Jahre | 2 Jahre |
| Basispreis (in EUR) | 40,87 | 33,05 | 22,70 |
| Teilnehmer im Jahr der Ausgabe | 143 | 129 | 137 |
| Anzahl ausgegebener Optionen | 263.515 | 1.681.205 | 1.569.855 |
| Fair Value zum 31.12.2019 (in EUR) | 32,21 | 8,92 | 8,76 |
| Maximalwert (in EUR) | 32,21 | 8,92 | 8,76 |
| Gewichteter Ausübungspreis (in EUR) | 32,21 | 8,92 | 8,76 |
| Bestand an Optionen zum 31.12.2019 | 6.807 | 23.601 | - |
| Rückstellung zum 31.12.2019 (in Mio. EUR) | 0,22 | 0,21 | - |
| Auszahlungsbeträge im Gj. 2019 (in Mio. EUR) | 0,22 | 0,42 | 0,04 |
| Aufwand im Gj. 2019 (in Mio. EUR) | - | - | - |
Im Geschäftsjahr 2019 ist für 100 % der für die Jahre 2009, 2010 und 2011 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 5.050 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2009, 46.665 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2010 und 6.754 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2011. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 0,68 Mio. EUR.
Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nicht technischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäftsjahr 2019 0,4 (1,1) Mio. EUR. Es wurde kein (0 Mio. EUR) Aufwand im Geschäftsjahr erfasst.
Für die Talanx AG und die wesentlichen Konzerngesellschaften einschließlich der Hannover Rück SE wurde, mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011, zunächst für Mitglieder der Vorstände und nachfolgend für bestimmte Führungskräfte ein "Share-Award-Programm" eingeführt, das die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten in Form von virtuellen Aktien, sogenannten Share Awards, vorsieht. Das Share-Award-Programm gibt es in zwei Ausprägungen, die in Teilen weiter modifiziert sind:
| ― |
Talanx Share Awards (für Vorstände der Talanx und der wesentlichen Konzerngesellschaften sowie mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2012 bzw. 2015 für bestimmte Führungskräfte ohne Hannover Rück SE) |
| ― |
Hannover Rück Share Awards (für Vorstände der Hannover Rück SE und mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2012 ebenfalls für bestimmte Führungskräfte der Hannover Rück SE). Dieser Share Award Plan ersetzt den gekündigten Aktienwert-Beteiligungsrechts-Plan der Hannover Rück SE |
Die Share Awards begründen keinen Anspruch auf Lieferung von Aktien, sondern lediglich auf Zahlung eines Barbetrags nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen.
Im Rahmen des Share-Award-Programms sind diejenigen Personen zuteilungsberechtigt, denen vertraglich ein Anspruch auf Gewährung von Share Awards eingeräumt ist und Vorstände, deren Dienstverhältnis zum jeweiligen Zeitpunkt der Zuteilung der Share Awards besteht und nicht durch Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung mit Wirkung vor Ablauf der Sperrfrist endet.
Share Awards werden seit dem Geschäftsjahr 2011 für Vorstände und ab dem Geschäftsjahr 2012 bzw. 2015 für bestimmte Führungskräfte und dann jeweils für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte erstmals die Auszahlung von Share Awards, die im Geschäftsjahr 2011 den zuteilungsberechtigten Vorstandsmitgliedern zugeteilt worden waren. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die erste Auszahlung an einen Teil der beteiligten Führungskräfte.
Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards bestimmt sich nach dem Wert je Aktie. Der Wert je Aktie richtet sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse. In den Bedingungen für die Berechtigten ist für die Berechnung ein Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Sitzung des Aufsichtsrats vorgesehen, in der der Konzernabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Für die Talanx Share Awards wird der Wert je Aktie der Talanx AG, für die Hannover Rück Share Awards wird der Wert je Aktie der Hannover Rück SE zugrunde gelegt. Für die Führungskräfte der Hannover Rück SE wurde abweichend ein Zeitraum von 20 Handelstagen vor bis zehn Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung vereinbart. Die so ermittelten Kurse bestimmen auch den Auszahlungswert der fälligen Share Awards. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich aus der Division des Betrags, der für die Zuteilung von Share Awards für den jeweiligen Berechtigten zur Verfügung steht, durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für die Führungskräfte des Talanx Konzerns (ohne Hannover Rück SE) wird für je vier volle Aktien eine weitere virtuelle Aktie zugeteilt. Für die Mitglieder des Vorstands der Talanx AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften sowie der Hannover Rück SE werden 20 %, für die Führungskräfte des Konzerns (inklusive Hannover Rück SE) entsprechend den Managementebenen 30 % bis 40 % der jeweils festgesetzten variablen Vergütung in Share Awards gewährt.
Die Zuteilung von Share Awards erfolgt automatisch, ohne dass es einer Erklärung bedarf. Für je einen Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der für den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert der Aktie gemäß zuvor genannten Definitionen gezahlt. Für die Wertberechnung gelten die Vorschriften des vorangegangenen Absatzes entsprechend. Der Betrag wird im Monat nach Ablauf des Zeitraums überwiesen, der für die Ermittlung des Wertes je Aktie nach den vorstehenden Absätzen maßgeblich ist. Für Führungskräfte des Talanx Konzerns, die seit 2015 an der Zuteilung von Share Awards teilnehmen, erfolgt die Auszahlung bis auf Weiteres nach Ablauf der Sperrfrist im Monat Juli.
Mit Zahlung des Wertes der Share Awards wird zusätzlich ein Betrag in Höhe der korrespondierenden Dividende gezahlt, sofern Dividenden an Aktionäre ausgeschüttet wurden. Die Höhe der zu zahlenden Dividende entspricht der Summe aller während der Laufzeit der Share Awards ausgeschütteten Dividenden je Aktie, multipliziert mit der Anzahl der Share Awards, die zum Auszahlungszeitpunkt für den jeweiligen Berechtigten zur Auszahlung kommen. Im Falle einer vorzeitigen Auszahlung der Share Awards erfolgt die Auszahlung des Wertes der Dividenden nur für den Zeitraum bis zum Eintritt des Ereignisses, das die vorzeitige Auszahlung auslöst. Eine anteilige Berücksichtigung noch nicht ausgeschütteter Dividenden erfolgt nicht. Für Führungskräfte erfolgt die Auszahlung vertragsgemäß ggf. pro rata temporis bei unterjährigem Austritt.
Endet das Vorstandsmandat oder das Dienstverhältnis mit dem Mitglied des Vorstands, so behält der Zuteilungsberechtigte seine Ansprüche auf Zahlung des Wertes für bereits zugeteilte Share Awards nach dem Ablauf der jeweiligen Sperrfrist, es sei denn, die Beendigung beruht auf einer Amtsniederlegung bzw. Eigenkündigung des Berechtigten oder einer Kündigung/Abberufung aus wichtigem Grund. Im Todesfall gehen die Ansprüche aus den bereits zugeteilten bzw. noch zuzuteilenden Share Awards auf die Erben über. Für die Führungskräfte (ohne Hannover Rück SE) gilt eine Unverfallbarkeit der bereits erworbenen Ansprüche.
Ein Anspruch auf Zuteilung von Share Awards nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist für Vorstände grundsätzlich ausgeschlossen. Dies gilt nicht im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen wegen Nichtwiederbestellung, Eintritt des Pensionsfalles oder Todesfall hinsichtlich der im letzten Jahr der Tätigkeit des Zuteilungsberechtigten erworbenen oder anteilig erworbenen Ansprüche auf variable Vergütung.
Der Share Award Plan wird im Konzern als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 bilanziert. Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsbasis der Talanx Share Awards und der Hannover Rück Share Awards werden die weiteren Angaben für die beiden Ausprägungen des Share-Award-Programms nachfolgend getrennt dargestellt:
| 2019 mit voraussichtlicher Zuteilung 2020 für 2019 | endgültige Zuteilung 2019 für 2018 | 2018 mit voraussichtlicher Zuteilung 2019 für 2018 | |
| Bewertungsstichtag | 30.12.2019 | 15.03.2019 | 28.12.2018 |
| Wert je Share Award (in EUR) | 44,18 | 34,14 | 29,80 |
| Zuteilungen des jeweiligen Jahres in Stück | 151.879 | 186.463 | 209.435 |
| davon: Vorstand Talanx AG | 23.618 | 28.160 | 31.889 |
| davon: Vorstand übrige | 43.387 | 45.200 | 51.303 |
| davon: Führungskräfte 1 | 84.874 | 113.103 | 126.243 |
| Zuteilungsjahr | ||||||
| In TEUR | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Zuführung 2013 | - | - | - | - | - | - |
| Zuführung 2014 | - | - | - | - | - | 893 |
| Zuführung 2015 | - | - | - | - | 3.979 | 624 |
| Zuführung 2016 | - | - | - | 3.706 | 1.224 | 555 |
| Zuführung 2017 | - | - | 5.266 | 1.016 | 1.060 | 611 |
| Zuführung 2018 | - | 4.546 | 1 | 52 | -58 | 126 |
| Verbrauch 2018 | - | - | 138 | - | - | - |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2018 | - | 4.546 | 5.129 | 4.774 | 6.205 | 2.809 |
| Zuführung 2019 | 4.663 | 3.182 | 2.583 | 3.794 | 3.445 | 413 |
| Verbrauch/Auflösung 2019 | - | 559 | 25 | - | - | 3.222 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2019 | 4.663 | 7.169 | 7.687 | 8.568 | 9.650 | - |
| Zuteilungsjahr | ||
| In TEUR | 2013 | Gesamt |
| Zuführung 2013 | 851 | 851 |
| Zuführung 2014 | 838 | 1.731 |
| Zuführung 2015 | 744 | 5.347 |
| Zuführung 2016 | 703 | 6.188 |
| Zuführung 2017 | 746 | 8.699 |
| Zuführung 2018 | 216 | 4.883 |
| Verbrauch 2018 | 4.098 | 4.236 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2018 | - | 23.463 |
| Zuführung 2019 | - | 18.080 |
| Verbrauch/Auflösung 2019 | - | 3.806 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2019 | - | 37.737 |
Der Personalaufwand für Share Awards der Vorstände wird periodengerecht über die relevante Laufzeit der Share Awards oder die kürzere Laufzeit der Dienstverträge, für Führungskräfte über die relevante Laufzeit der Share Awards verteilt.
Die im Personalaufwand erfasste Zuführung des Geschäftsjahres beträgt insgesamt 18,1 (4,9) Mio. EUR. Diese setzt sich aus dem Aufwand für die Share Awards des Geschäftsjahres 2019 sowie dem Dividendenanspruch und dem zusätzlich erdienten Anteil der in früheren Geschäftsjahren zugeteilten Share Awards zusammen. Ferner wird der Wert der Share Awards durch die Entwicklung des Aktienkurses beeinflusst. Die Summe der im Personalaufwand für frühere Geschäftsjahre enthaltenen Dividenden beträgt 1,1 (0,9) Mio. EUR. Berücksichtigt werden die ausgeschütteten Dividenden, erwartete Dividendenansprüche werden nicht einbezogen. Die Dividendenansprüche werden abgezinst bilanziert.
Im Berichtsjahr wurden die im Jahr 2014 endgültig zugeteilten 81.925 Share Awards mit einem Wert von je 34,14 EUR zuzüglich des Dividendenanspruchs in Höhe von je 5,30 EUR an die zuteilungsberechtigten Vorstandsmitglieder und Führungskräfte ausgezahlt.
Die Zuführung der Rückstellung für die 2014er-Share Awards ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Aktienkurs zum letzten Bilanzstichtag (29,80 EUR) und dem Kurs für die Auszahlung der Share Awards aus dem März 2019 (34,14 EUR).
| 2019 mit voraussichtlicher Zuteilung 2020 für 2019 | endgültige Zuteilung 2019 für 2018 | 2018 mit voraussichtlicher Zuteilung 2019 für 2018 | |
| Bewertungsstichtag Vorstand | 30.12.2019 | 14.03.2019 | 28.12.2018 |
| Wert je Share Award (in EUR) | 172,30 | 129,60 | 117,70 |
| Bewertungsstichtag Führungskräfte | 30.12.2019 | 21.03.2019 | 28.11.2018 |
| Wert je Share Award (in EUR) | 172,30 | 129,38 | 117,70 |
| Zuteilungen des jeweiligen Jahres in Stück | 52.381 | 66.353 | 76.431 |
| davon: Vorstand | 7.278 | 7.882 | 9.010 |
| davon: Führungskräfte | 45.103 | 58.471 | 67.421 |
| davon: übrige Anpassungen 1 | - | - | - |
1
Diese Anzahl resultiert aus ursprünglich zugesagten, zwischenzeitlich verfallenen
Share Awards
| Zuteilungsjahr | ||||||
| In TEUR | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Zuführung 2013 | - | - | - | - | - | - |
| Zuführung 2014 | - | - | - | - | - | 1.534 |
| Zuführung 2015 | - | - | - | - | 1.658 | 3.102 |
| Zuführung 2016 | - | - | - | 1.918 | 2.429 | 1.920 |
| Zuführung 2017 | - | - | 1.559 | 2.127 | 2.284 | 2.409 |
| Zuführung 2018 | - | 2.018 | 2.002 | 2.739 | 2.920 | 3.263 |
| Verbrauch 2018 | - | - | - | - | - | - |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2018 | - | 2.018 | 3.561 | 6.784 | 9.291 | 12.228 |
| Zuführung 2019 | 1.895 | 2.963 | 3.832 | 5.628 | 6.664 | 1.097 |
| Verbrauch/Auflösung 2019 | - | - | 195 | 225 | 264 | 13.325 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2019 | 1.895 | 4.981 | 7.198 | 12.187 | 15.691 | - |
| Zuteilungsjahr | ||
| In TEUR | 2013 | Gesamt |
| Zuführung 2013 | 1.426 | 1.426 |
| Zuführung 2014 | 2.364 | 3.898 |
| Zuführung 2015 | 4.288 | 9.048 |
| Zuführung 2016 | 2.177 | 8.444 |
| Zuführung 2017 | 2.861 | 11.240 |
| Zuführung 2018 | 1.212 | 14.154 |
| Verbrauch 2018 | 14.328 | 14.328 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2018 | - | 33.882 |
| Zuführung 2019 | - | 22.079 |
| Verbrauch/Auflösung 2019 | - | 14.009 |
| Stand der Rückstellung zum 31.12.2019 | - | 41.952 |
Der Personalaufwand für Share Awards der Vorstände wird periodengerecht über die relevante Laufzeit der Share Awards oder die kürzere Laufzeit der Dienstverträge, für Führungskräfte über die relevante Laufzeit der Share Awards verteilt.
Die im Personalaufwand erfasste Zuführung des Geschäftsjahres beträgt insgesamt 22,1 (14,2) Mio. EUR. Diese setzt sich aus dem Aufwand für die Share Awards des Geschäftsjahres 2019 sowie dem Dividendenanspruch und dem zusätzlich erdienten Anteil der in früheren Geschäftsjahren zugeteilten Share Awards zusammen. Ferner wird der Wert der Share Awards durch die Entwicklung des Aktienkurses beeinflusst. Die Summe der im Personalaufwand für frühere Geschäftsjahre enthaltenen Dividenden beträgt 1,6 (1,6) Mio. EUR. Berücksichtigt werden die ausgeschütteten Dividenden, erwartete Dividendenansprüche werden nicht einbezogen. Die Dividendenansprüche werden abgezinst bilanziert.
Im Berichtsjahr wurden die im Jahr 2014 endgültig zugeteilten 10.299 Share Awards des Vorstandes mit einem Wert von je 129,60 EUR zuzüglich des Dividendenanspruchs in Höhe von je 19,00 EUR an die zuteilungsberechtigten Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Die 79.104 Share Awards der Führungskräfte für das Geschäftsjahr 2014 wurden 2019 mit einem Wert von je 129,38 EUR zuzüglich 19,00 EUR Dividendenanspruch ausgezahlt. Die Zuführung der Rückstellung für die 2014er-Share Awards ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Aktienkurs zum letzten Bilanzstichtag (117,70 EUR) und dem Kurs für die Auszahlung der Share Awards aus dem März 2019 (129,60 EUR bzw. 129,38 EUR).
Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum Stichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben, während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere nicht bilanziert werden. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 295 (288) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis" bilanziert.
Des Weiteren hat der Konzern zum Stichtag Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert, die mit einer Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte), da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben sind. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus Repo-Geschäften 66 (3) Mio. EUR und die dazugehörigen Verbindlichkeiten ebenfalls 66 (3) Mio. EUR. Ein enthaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Kapitalanlageergebnis gezeigt.
Die folgende Tabelle stellt die zukünftig gemäß IFRS 9 zu bilanzierenden aktivischen Finanzinstrumente dar und unterteilt diese in eine Gruppe, die das Zahlungsstromkriterium für Finanzinstrumente erfüllt, sowie sonstige Finanzinstrumente. Diese umfassen neben den derzeit ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten und Investment Contracts insbesondere gehaltene Eigenkapitalinstrumente sowie Anteile an Investmentfonds, die aufgrund ihrer Natur das in IFRS 9 verankerte Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen können. Das Zahlungsstromkriterium wird erfüllt, wenn die Vertragsbedingungen des Finanzinstrumentes zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbestand darstellen (Solely Payments of Principal and Interest - SPPI-Test).
| In Mio. EUR | Zeitwert 31.12.2019 | Zeitwert 31.12.2018 | Veränderung des Zeitwertes im Geschäftsjahr |
| Finanzinstrumente, die das SPPI-Kriterium erfüllen 1 | |||
| Darlehen und Forderungen | 32.276 | 32.488 | 1.932 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 365 | 439 | -2 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 78.052 | 67.164 | 3.943 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 21 | 27 | -3 |
| Übrige Kapitalanlagen | 299 | 294 | 6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 765 | 715 | 1 |
| Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 1 | 1 | - |
| Summe | 111.779 | 101.128 | 5.877 |
| Alle sonstigen Finanzinstrumente | |||
| Darlehen und Forderungen | 329 | 340 | 25 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | - | - | - |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | |||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 3.431 | 3.001 | 169 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.067 | 1.799 | 143 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.255 | 1.443 | 36 |
| Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | 321 | 239 | 63 |
| Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente | 122 | 131 | 13 |
| Übrige Kapitalanlagen | 4.648 | 4.243 | 37 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||
| Derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) | 47 | 52 | 1 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 46 | 94 | - |
| Investmentverträge | |||
| Darlehen und Forderungen | 43 | 45 | - |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 1.127 | 996 | 73 |
| Derivate | - | 2 | -2 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2 | 11.824 | 9.990 | 1.244 |
| Laufende Guthaben und Kassenbestände | 3.518 | 3.362 | - |
| Gesamt | 28.778 | 25.737 | 1.802 |
1
Ohne Handelsbestände und ohne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gesteuert
werden
2
Den Veränderungen des Zeitwertes stehen in gleicher Höhe die Veränderungen der "versicherungstechnischen
Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherungen, soweit das Anlagerisiko von den
Versicherungsnehmern getragen wird" gegenüber
| In Mio. EUR | Buchwert vor Wertberichtigungen 31.12.2019 | Buchwert vor Wertberichtigungen 31.12.2018 |
| Finanzinstrumente, die das Zahlungsstromkriterium erfüllen 1 | ||
| AAA | 44.652 | 42.979 |
| AA | 21.745 | 19.560 |
| A | 14.867 | 13.743 |
| BBB | 19.748 | 16.839 |
| BB und weniger (mehr als geringes Ausfallrisiko) | 3.116 | 1.860 |
| Ohne Rating | ||
| Geringes Ausfallrisiko | 1.942 | 1.505 |
| Mehr als geringes Ausfallrisiko | 605 | 833 |
| Gesamt | 106.675 | 97.319 |
1
Ohne Handelsbestände und ohne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gesteuert
werden
Der beizulegende Zeitwert für Finanzinstrumente, die das Zahlungsstromkriterium erfüllen und nicht nur ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, beläuft sich auf 3.720 (2.700) Mio. EUR.
Der gewöhnliche Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaften kann gerichtliche und aufsichtsrechtliche Verfahren wie auch Schiedsverfahren nach sich ziehen. Abhängig von der Wahrscheinlichkeit eines daraus resultierenden Ressourcenabflusses und soweit dieser in seiner Höhe zuverlässig schätzbar ist, wird entweder eine Rückstellung erfasst oder eine Eventualverpflichtung (im Konzernanhang) angegeben. Gemäß Verfahrensgegenstand handelt es sich dabei in der Regel um versicherungstechnische Rückstellungen im Anwendungsbereich des IFRS 4 und in Ausnahmefällen um sonstige Rückstellungen. Prozesskosten (wie Anwalts-, Gerichts- und sonstige Nebenkosten) werden erst mit Kenntnis einer begründeten Klage passiviert. Ist die Inanspruchnahme aus einem Rechtsstreit nicht wahrscheinlich, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.
Die Höhe und die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses schätzt der Konzern unter Berücksichtigung mehrerer Beurteilungskriterien. Diese beinhalten u. a. Art des Rechtsstreits, Stand des Verfahrens, Einschätzungen von Rechtsberatern, Entscheidungen von Gerichts- und Schiedsstellen, Gutachten, Erfahrungen des Konzerns aus ähnlichen Fällen sowie Erkenntnisse anderer Unternehmen, soweit bekannt.
Im Berichtsjahr und am Bilanzstichtag bestanden - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts - keine Rechtsstreitigkeiten, einschließlich der nachfolgend aufgeführten, die wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Nach dem im September 2006 beschlossenen und im Mai 2007 wirksam gewordenen Squeeze-out (Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär gegen eine Barabfindung) bei der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, haben ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung eingeleitet. Das Landgericht Köln hat durch Entscheidung vom 10. Januar 2020 die Barabfindung auf 11,26 EUR festgelegt. Gegen diese Entscheidung wurde Beschwerde vor dem OLG Düsseldorf eingelegt. Das materielle Risiko ist begrenzt durch die Anzahl abfindungsberechtigter Aktien (ca. 10 Mio. Stück) zuzüglich Zinsen sowie der Differenz zwischen der bereits gezahlten Abfindung und dem Unternehmenswert der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG, den man zum Bewertungsstichtag festsetzen kann.
Die jeweils gebildeten Rückstellungen für Prozessrisiken sowie die angegebenen Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten decken nach unserer Einschätzung den zu erwartenden Aufwand ab.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden.
| 2019 | 2018 | |
| Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallendes Jahresergebnis zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) | 923 | 703 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) | 252.797.634 | 252.797.634 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,65 | 2,78 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,65 | 2,78 |
Im Berichtsjahr wurde für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 1,45 EUR je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 367 Mio. EUR. Der Hauptversammlung am 7. Mai 2020 wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie zu zahlen. Dies entspricht insgesamt 379 Mio. EUR. Der Restbetrag des Bilanzgewinns der Talanx AG (321 Mio. EUR) wird in den Gewinnvortrag eingestellt.
Zum Stichtag bestehen für Kapitalanlageengagements Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 3.126 (2.363) Mio. EUR. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht erfüllte Einzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungszusagen an Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Gesellschaften.
Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse.
Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte.
Zudem sind mehrere Konzerngesellschaften nach §§ 221 ff. VAG Mitglieder des Sicherungsfonds für Lebensversicherer, in diesem Zusammenhang bestehen Einzahlungsverpflichtungen sowie Beitragszahlungen in Höhe von 630 (624) Mio. EUR.
Im Rahmen ihrer regulären Geschäftstätigkeit geht unsere Tochtergesellschaft Hannover Rück SE Eventualverpflichtungen ein. Eine Reihe von Rückversicherungsverträgen von Konzerngesellschaften mit fremden Dritten enthält Patronatserklärungen, Garantien oder Novationsvereinbarungen, nach denen die Hannover Rück SE bei Eintritt bestimmter Konstellationen für die Verbindlichkeiten der jeweiligen Tochtergesellschaft garantiert bzw. in die Rechte und Pflichten der Tochtergesellschaft unter den Verträgen eintritt.
Die Anwendung steuerlicher Vorschriften kann zum Zeitpunkt der Bilanzierung der Steuerpositionen ungeklärt sein. Bei der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und Steuerverbindlichkeiten haben wir die nach unserer Auffassung wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Die Finanzverwaltung kann jedoch zu abweichenden Auffassungen gelangen, aus denen sich zukünftig zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben können. In diesem Zusammenhang bestehen für den Konzern Eventualverbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 103 (92) Mio. EUR.
Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie folgt zusammen:
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 |
| Kapitalverwaltungsleistungen und Provisionen 1 | 228 | 227 |
| Sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen 1 | 113 | 111 |
| Erträge aus Infrastrukturinvestments 2 | 64 | 58 |
| Summe der Umsatzerlöse 3 | 405 | 396 |
1
Überwiegend zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
2
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
3
Die Erlöse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit 327 (325) Mio. EUR unter
"10.a. Sonstige Erträge", mit 64 (58) Mio. EUR unter "9.a. Erträge aus Kapitalanlagen"
und mit 14 (13) Mio. EUR im "Ergebnis aus Investmentverträgen" ausgewiesen
Erlöse aus der Erbringung von Kapitalverwaltungsleistungen (Fondsverwaltung) inklusive damit im Zusammenhang stehender Provisionen in Höhe von 192 (200) Mio. EUR werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Die Transaktionspreise bemessen sich nach den zugrunde liegenden Prozentsätzen in Verbindung mit dem Marktwert der verwalteten Fonds zum jeweiligen Monatsende und beinhalten im Wesentlichen keine variablen Vergütungsbestandteile. Die Umsatzrealisierung erfolgt, entsprechend der Leistungserbringung, zeitraumbezogen nach Ablauf der Zeit, weil der Kunde den Nutzen zeitgleich erhält und verbraucht. Die Verträge mit den Kunden beinhalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Weitere Provisionen in Höhe von 37 (27) Mio. EUR beinhalten Vermittlungsprovisionen, Performance Fees und ähnliche Vergütungsformen und werden überwiegend zeitpunktbezogen realisiert.
Die sonstigen versicherungsnahen Dienstleistungen beinhalten mit 70 (73) Mio. EUR überwiegend zeitraumbezogen realisierte Dienstleistungen. Diese umfassen insbesondere Verwaltungsdienstleistungen in Höhe von 35 (27) Mio. EUR. Die Transaktionspreise bemessen sich dabei im Wesentlichen an den zugrunde liegenden Rahmengebührensätzen sowie an einem prozentualen Bruttoprämienanteil. Die Erträge aus den hier beschriebenen Verwaltungsdienstleistungen werden gemäß vertraglicher Laufzeit im Wesentlichen über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren verdient und überwiegend zeitanteilig realisiert. Des Weiteren werden andere administrative Tätigkeiten für Konzernfremde durchgeführt und eine Vielzahl weiterer Dienstleistungen in einem jeweils unbedeutenden Umfang erbracht.
Im Geschäftsjahr wurden 43 (38) Mio. EUR aus zeitpunktbezogen realisierten sonstigen versicherungsnahen Dienstleistungen und im geringen Umfang aus dem Verkauf von Gütern generiert. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere Führungsprovisionen für die Tätigkeit als Konsortialführer in Höhe von 18 (17) Mio. EUR.
Erträge aus den Infrastrukturinvestments beinhalten Stromerlöse, die durch Windparks generiert werden. Der Transaktionspreis bestimmt sich für die in der Berichtsperiode eingespeisten Strommengen nach den vertraglich festgelegten Einspeisevergütungen inklusive der jeweils gültigen Mindestvergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Umsatzrealisierung erfolgt basierend auf den in der Berichtsperiode eingespeisten Strommengen. Die Verträge mit den Kunden beinhalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten.
Der Konzern mietet an vielen Standorten verschiedene Büroflächen, technische Anlagen und Büroausstattung. Weiterhin besteht ein langfristiger Grundstückspachtvertrag im Rahmen von fremdgenutztem Grundbesitz.
In der Bilanz wurden zum 31. Dezember 2019 folgende Nutzungsrechte im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen erfasst:
| In Mio. EUR | Eigengenutzter Grundbesitz | Infrastrukturinvestments | Fremdgenutzter Grundbesitz | Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| Buchwert zum 1.1.2019 | 393 | 32 | 34 | 4 |
| Amortisationen | 63 | 2 | - | 1 |
| Zugänge | 33 | - | - | - |
| Währungskursänderungen | 1 | - | 1 | - |
| Buchwert zum 31.12.2019 | 363 | 31 | 35 | 3 |
| In Mio. EUR | Sonstige Nutzungsrechte | Summe |
| Buchwert zum 1.1.2019 | 5 | 468 |
| Amortisationen | 3 | 70 |
| Zugänge | 2 | 35 |
| Währungskursänderungen | - | 2 |
| Buchwert zum 31.12.2019 | 4 | 436 |
| In Mio. EUR | 2019 |
| Buchwert zum 1.1.2019 | 468 |
| Aufzinsungen | 12 |
| Zugänge | 31 |
| Tilgungen | 71 |
| Währungskursänderungen | 2 |
| Buchwert zum 31.12.2019 | 442 |
| In Mio. EUR | 31.12.2019 |
| unter 1 Jahr | 57 |
| 1 Jahr und länger | 53 |
| 2 Jahre und länger | 42 |
| 3 Jahre und länger | 35 |
| 4 Jahre und länger | 57 |
| 5 Jahre und länger | 198 |
| Gesamt | 442 |
| In Mio. EUR | 2019 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 2 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte | 26 |
| Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen | - |
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine wesentlichen Erträge aus Untermietverhältnissen sowie keine wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen.
Die gesamten Auszahlungen für Leasingverhältnisse betrugen 71 Mio. EUR und betreffen im Wesentlichen Auszahlungen für Leasingverhältnisse von eigengenutztem Grundbesitz in Höhe von 62 Mio. EUR. Nicht kündbare zukünftige Mindestleasingauszahlungen im Rahmen bereits abgeschlossener, aber noch nicht begonnener Mietverhältnisse bestehen in Höhe von 4 Mio. EUR.
Der Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 1.242 (1.055) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | Nachfolgend |
| Einnahmen | 201 | 189 | 251 | 154 | 131 | 317 |
Die zukünftigen Mieteinnahmen resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten durch Immobiliengesellschaften im Segment Schaden-Rückversicherung wie auch aus der Vermietung von Immobilien in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen (vorwiegend im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben). Es handelt sich um operative Leasingverträge. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 264 Mio. EUR. Hiervon betreffen 3 Mio. EUR Erträge aus variablen Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder Zinssatz abhängen.
Zum Bilanzstichtag setzte sich der Vorstand aus 6 (6) aktiven Mitgliedern zusammen. Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 12.329 (9.820) TEUR. Im Rahmen des 2011 eingeführten anteilsbasierten Vergütungssystems hat der Vorstand für das Berichtsjahr Ansprüche auf virtuelle Aktien mit einem Zeitwert in Höhe von 1.044 (950) TEUR, dies entspricht 23.618 (31.889) Stück, aus dem Talanx Share-Award-Programm und einem Zeitwert in Höhe von 337 (229) TEUR, dies entspricht 1.892 (1.982) Stück, aus dem Hannover Rück-Share-Award-Programm.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 2.222 (1.098) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 33.881 (31.517) TEUR als Projected Benefit Obligations zurückgestellt.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 2.514 (2.634) TEUR. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen bestehen nicht.
Im Berichtsjahr wurden keine Darlehen oder Vorschüsse an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder oder ihre Angehörigen gewährt. Es bestanden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises.
Zum Jahresende bestehen keine ausstehenden Salden aus der Vergütung der Organe der Obergesellschaft.
Die weiteren Angaben zu Organbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zur Struktur des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht (Seite 84 ff.) enthalten. Die dortigen Informationen beinhalten auch den individualisierten Ausweis der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats und sind Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Aufsichtsrat der Talanx AG hat in seiner Sitzung am 15. März 2019 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC GmbH) zum Konzernabschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB bestellt. Die von PwC GmbH und weltweiten Mitgliedsfirmen des globalen PwC-Netzwerkes im Berichtsjahr als Aufwand erfassten Honorare gliedern sich auf wie folgt:
| PwC weltweit | davon PwC GmbH | |||
| In Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 18,0 | 15,9 | 7,6 | 7,3 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,4 | 0,1 | 0,2 | - |
| Steuerberatungsleistungen | 0,1 | 0,2 | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Leistungen | 0,2 | 0,4 | 0,2 | 0,2 |
| Gesamt | 18,7 | 16,6 | 8,1 | 7,6 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der PwC GmbH beinhaltet vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen, die prüferische Durchsicht des Zwischenberichts sowie Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen der Solvabilitätsübersichten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen. In den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die Unterstützungsleistungen bei der Erstellung von Steuererklärungen und die steuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten enthalten. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen Beratungsleistungen in Verbindung mit IT und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen.
Der für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortliche Wirtschaftsprüfer im Sinne von § 38 Absatz 2 Berufssatzung WP/vBP in der Fassung vom 21. Juni 2016 ist Herr Florian Möller. Er war erstmals Auftragsverantwortlicher für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären, wie in der Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung im Konzernlagebericht (Kapitel: "Corporate Governance") beschrieben, dauerhaft auf der Internetseite der Talanx AG zugänglich gemacht worden (https://www.talanx.com/corporate-governance).
Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rück SE haben am 5. November 2019 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rück SE finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (https://www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/index.html).
Mit Wirkung zum 4. Februar 2020 hat der Konzern 321 Mio. EUR einer Projektanleihe in Höhe von rund 511 Mio. EUR für Investitionen des Canada Pension Plan Investment Board gezeichnet. Damit finanziert der Konzern Deutschlands größten Offshore-Windpark bestehend aus den beiden Windparks "Hohe See" und "Albatros". Die Parks sind in Betrieb und an das Netz angeschlossen. Canada Pension Plan Investment Board ist ein staatlicher kanadischer Pensionsfonds, der gemeinsam mit dem führenden kanadischen Energieunternehmen Enbridge Inc. 49,9 % Anteile am Gesamtprojekt hält. Mehrheitsgesellschafter des Gesamtparks ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit 50,1 % Anteilen.
Die nachfolgenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Absatz 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 (a) (i) zum Konzernabschluss der Talanx AG vor.
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Inland | |
| Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,00 |
| Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,00 |
| Ampega Asset Management GmbH, Köln 3, 13 | 100,00 |
| Ampega Investment GmbH, Köln 13 | 100,00 |
| Ampega-nl-Euro-DIM-Fonds, Köln 16 | 100,00 |
| Ampega-nl-Global-Fonds, Köln 16 | 100,00 |
| Ampega-nl-Rent-Fonds, Köln 16 | 100,00 |
| Ampega Real Estate GmbH, Köln 3, 13 | 100,00 |
| Ampega-Vienna-Bonds-Master-Fonds-Deutschland, Köln 16 | 100,00 |
| E+S Rückversicherung AG, Hannover | 64,79 |
| EURO-Rent 3 Master, Köln 16 | 100,00 |
| FUNIS GmbH & Co. KG, Hannover | 100,00 |
| Gerling Immo Spezial 1, Köln 16 | 100,00 |
| GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln | 100,00 |
| GKL SPEZIAL RENTEN, Köln 16 | 100,00 |
| Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Hannover | 100,00 |
| Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover | 100,00 |
| Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Hannover | 100,00 |
| Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Hannover | 100,00 |
| Hannover Re Global Alternatives GmbH & Co. KG, Hannover | 100,00 |
| Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover 13 | 100,00 |
| Hannover Rück SE, Hannover | 50,22 |
| HAPEP II Holding GmbH, Hannover | 100,00 |
| HAPEP II Komplementär GmbH, Hannover | 100,00 |
| HDI AI EUR Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln 4 | 100,00 |
| HDI AI USD Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Köln 4 | 100,00 |
| HDI Deutschland AG, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH, Hilden 3, 13 | 100,00 |
| HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden 3, 13 | 100,00 |
| HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG, Hilden 4 | 100,00 |
| HDI Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH, Hilden 3, 13 | 100,00 |
| HDI Direkt Service GmbH, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI-Gerling Sach Industrials Master, Köln 16 | 100,00 |
| HDI Globale Equities, Köln 16 | 100,00 |
| HDI Global Network AG, Hannover 13 | 100,00 |
| HDI Global SE Absolute Return, Köln 16 | 100,00 |
| HDI Global SE, Hannover 13 | 100,00 |
| HDI Global Specialty Holding GmbH, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI Global Specialty SE, Hannover (vormals: International Insurance Company of Hannover SE, Hannover) | 100,00 |
| HDI International AG, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI Kundenservice AG, Köln 3, 13 | 100,00 |
| HDI Lebensversicherung AG, Köln | 100,00 |
| HDI next GmbH, Rostock 3, 13 | 100,00 |
| HDI Pensionskasse AG, Köln | 100,00 |
| HDI Pensionsmanagement AG, Köln 3, 13 | 100,00 |
| HDI Risk Consulting GmbH, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI Service AG, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| HDI Systeme AG, Hannover 3,13 | 100,00 |
| HDI Versicherung AG, Hannover 13 | 100,00 |
| HDI Vertriebs AG, Hannover 3,13 | 100,00 |
| HGLV-Financial, Köln 16 | 100,00 |
| HINT Europa Beteiligungs AG & Co. KG, Hannover 4 | 100,00 |
| HLV Municipal Fonds, Köln 16 | 100,00 |
| HLV Real Assets GmbH & Co. KG, Köln 4 | 100.00 |
| HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover 4 | 100,00 |
| HPK Köln offene Investment GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG, München 5 | 99,99 |
| HR GLL Central Europe Holding GmbH, München 9 | 100,00 |
| HV Aktien, Köln 16 | 100,00 |
| Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| IVEC Institutional Venture and Equity Capital GmbH, Köln | 100,00 |
| Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 1, Köln | 100,00 |
| Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 3, Köln | 100,00 |
| Leben Köln offene Investment GmbH & Co. KG 5, Köln | 100,00 |
| Lifestyle Protection AG, Hilden 13 | 100,00 |
| Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden 13 | 100,00 |
| neue leben Holding AG, Hamburg | 67,50 |
| neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg 13 | 100,00 |
| neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg 13 | 100,00 |
| NL Leben offene Investment GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| nl LV Municipal Fonds, Köln 16 | 100,00 |
| NL Master, Köln 16 | 100,00 |
| PB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 2, Köln | 100,00 |
| PB Leben offene Investment GmbH & Co. KG 3, Köln | 100,00 |
| PB Lebensversicherung AG, Hilden 13 | 100,00 |
| PB Pensionsfonds AG, Hilden 13 | 100,00 |
| PB Versicherung AG, Hilden 13 | 100,00 |
| PBVL-Corporate, Köln 16 | 100,00 |
| Riethorst Grundstückgesellschaft AG & Co. KG, Hannover 4 | 100,00 |
| TAL Aktien, Köln 16 | 100,00 |
| Talanx AG, Hannover | 100,00 |
| Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover 4 | 100,00 |
| Talanx Deutschland Real Estate Value, Köln 16 | 100,00 |
| Talanx Infrastructure France 1 GmbH, Köln | 100,00 |
| Talanx Infrastructure France 2 GmbH, Köln | 100,00 |
| Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH, Köln | 100,00 |
| Talanx Reinsurance Broker GmbH, Hannover 3, 13 | 100,00 |
| TAL-Corp, Köln 16 | 100,00 |
| TARGO Leben offene Investment GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| TARGO Lebensversicherung AG, Hilden 13 | 100,00 |
| TARGO Versicherung AG, Hilden 13 | 100,00 |
| TD-BA Private Equity GmbH & Co. KG, Köln 4 | 100,00 |
| TD-BA Private Equity Sub GmbH, Köln | 100,00 |
| TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| TD-Sach Private Equity GmbH & Co. KG, Köln 4 | 100,00 |
| Windfarm Bellheim GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Windpark Parchim GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Windpark Rehain GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Windpark Sandstruth GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Windpark Vier Fichten GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| WP Berngerode GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| WP Mörsdorf Nord GmbH & Co. KG, Köln | 100,00 |
| Ausland | |
| 101BOS LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 111ORD, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 140EWR, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 590ATL LLC, Wilmington, USA (vormals: 1225 West Washington, LLC, Wilmington, USA) 6 | 100,00 |
| 1600FLL LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 2530AUS LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 320AUS LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 3290ATL LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 3541 PRG s. r.o., Prag, Tschechien 9 | 100,00 |
| 402 Santa Monica Blvd, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 7550BWI LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 7550IAD LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 7659BWI LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| 92601 BTS s. r. o., Bratislava, Slowakei 9 | 100,00 |
| 975 Carroll Square, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| Akvamarin Beta, s. r. o., Prag, Tschechien 9 | 100,00 |
| APCL Corporate Director No.1 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| APCL Corporate Director No.2 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Continuity Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta General Partner Limited, Edinburgh, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Holdings Limited, London, Großbritannien 5 | 100,00 |
| Argenta LLP Services Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta No.13 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta No.14 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta No.15 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Private Capital Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Secretariat Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta SLP Continuity Limited, Edinburgh, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Syndicate Management Limited, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Tax & Corporate Services Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting Asia Pte. Ltd., Singapore, Singapur 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting Labuan Ltd, Labuan, Malaysia 8, 14 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.1 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.2 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.3 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.4 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.7 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.9 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.10 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Argenta Underwriting No.11 Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Broadway 101, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 90,00 |
| Compass Insurance Company Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 100,00 |
| Ferme Eolienne des Mignaudieres SNC, Toulouse, Frankreich | 100,00 |
| Ferme Eolienne du Confolentais SNC, Toulouse, Frankreich | 100,00 |
| Film & Entertainment Underwriters SA (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 51,00 |
| Firedart Engineering Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 70,00 |
| Fountain Continuity Limited, Edinburgh, Großbritannien 8 | 100,00 |
| FRACOM FCP, Paris, Frankreich 16 | 100,00 |
| Funderburk Lighthouse Limited, Grand Cayman, Cayman Inseln | 100,00 |
| Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 100,00 |
| Gente Compania de Soluciones Profesionales de México, S. A. de C. V., Léon, Mexiko | 100,00 |
| Glencar Insurance Company, Orlando, USA | 100,00 |
| Glencar Underwriting Managers, Inc., Chicago, USA | 100,00 |
| GLL HRE CORE Properties, L. P., Wilmington, USA 6 | 99,90 |
| Hannover Finance, Inc., Wilmington, USA | 100,00 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A., Luxemburg, Luxemburg | 100,00 |
| Hannover Finance (UK) Ltd., London, Großbritannien | 100,00 |
| Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 100,00 |
| Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda | 100,00 |
| Hannover Life Reassurance Company of America (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda | 100,00 |
| Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA | 100,00 |
| Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien | 100,00 |
| Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda | 100,00 |
| Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 100,00 |
| Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 5 | 100,00 |
| Hannover Re (Ireland) Designated Activity Company, Dublin, Irland | 100,00 |
| Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando, USA 5 | 100,00 |
| Hannover ReTakaful B. S. C. (c), Manama, Bahrain | 100,00 |
| Hannover Services (UK) Ltd., London, Großbritannien | 100,00 |
| HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien | 100,00 |
| HDI Global Seguros S. A., Mexiko-Stadt, Mexiko (vormals: HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexiko-Stadt, Mexiko) | 100,00 |
| HDI-Gerling Verzekeringen N. V., Rotterdam, Niederlande | 100,00 |
| HDI Global Insurance Company, Chicago, USA | 100,00 |
| HDI Global SA Ltd., Johannesburg, Südafrika | 100,00 |
| HDI Global Seguros S. A., Säo Paulo, Brasilien | 100,00 |
| HDI Immobiliare S. r. l., Rom, Italien | 100,00 |
| HDI Reinsurance (Ireland) SE, Dublin, Irland | 100,00 |
| HDI Seguros de Garantia y Credito S. A., Las Condes, Chile | 99,85 |
| HDI Seguros de Vida S. A., Bogota, Kolumbien | 99,87 |
| HDI Seguros de Vida S. A., Las Condes, Chile | 100,00 |
| HDI Seguros S. A., Bogota, Kolumbien | 91,34 |
| HDI Seguros S. A., Buenos Aires, Argentinien | 100,00 |
| HDI Seguros S. A. de C. V., Leon, Mexiko | 99,76 |
| HDI Seguros S. A., Las Condes, Chile | 99,92 |
| HDI Seguros S. A., Montevideo, Uruguay | 100,00 |
| HDI Seguros S. A., Sao Paulo, Brasilien | 100,00 |
| HDI Sigorta A. S., Istanbul, Türkei | 100,00 |
| HDI Specialty Insurance Company, Illinois, USA | 100,00 |
| HDI Versicherung AG (Österreich), Wien, Österreich | 100,00 |
| Hospitality Industrial and Commercial Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 85,00 |
| HR GLL CDG Plaza S. r. l., Bukarest, Rumänien 9 | 100,00 |
| HR GLL Europe Holding S. à r. l., Luxemburg, Luxemburg 9 | 100,00 |
| HR GLL Griffin House SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZI-ALNOSCIA, Warschau, Polen 9 | 100,00 |
| HR GLL Liberty Corner SPÓLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZI-ALNOSCIA, Warschau, Polen 9 | 100,00 |
| HR GLL Roosevelt Kft, Budapest, Ungarn 9 | 100,00 |
| HR US Infra Debt LP, George Town, Cayman Inseln | 99,99 |
| HR US Infra Equity LP, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| INCHIARO LIFE Designated Activity Company, Dublin, Irland | 100,00 |
| InLinea S. p. A., Rom, Italien | 100,00 |
| Integra Insurance Solutions Limited, Bradford, Großbritannien | 100,00 |
| Inter Hannover (No. 1) Limited, London, Großbritannien | 100,00 |
| Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile | 100,00 |
| KBC ALFA Specjalistyczny Fundusz Inwestycyjny Otwarty, Warschau, Polen 16 | 100,00 |
| Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika 7 | 65,50 |
| Le Chemin de La Milaine S. N. C, Lille, Frankreich | 100,00 |
| Leine Investment General Partner S. à r. l., Luxemburg, Luxemburg | 100,00 |
| Leine Investment SICAV-SIF, Luxemburg, Luxemburg | 100,00 |
| Le Louveng S. A. S., Lille, Frankreich | 100,00 |
| Le Souffle des Pellicornes S. N. C, Lille, Frankreich | 100,00 |
| Les Vents de Malet S. N. C, Lille, Frankreich | 100,00 |
| Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 70,00 |
| M8 Property Trust, Sydney, Australien 10 | 100,00 |
| Magyar Posta Biztosito Zrt, Budapest, Ungarn (vormals: Magyar Posta Biztositó Részvénytársaság, Budapest, Ungarn) | 66,93 |
| Magyar Posta Életbiztositó Zrt., Budapest, Ungarn | 66,93 |
| Markham Real Estate Partners (KSW) Pty Limited, Sydney NSW, Australien 10 | 100,00 |
| Morea Limited Liability Company, Tokio, Japan 10 | 99,00 |
| MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika 7 | 95,00 |
| Names Taxation Service Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Nashville West, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland | 100,00 |
| HDI Global Insurance Limited Liability Company, Moskau, Russland (vormals: O O O Strakhovaya Kompaniya HDI Strakhovanie, Moskau, Russland) | 100,00 |
| Orion No.1 Professional Investors Private Real Estate Investment LLC, Seoul, Südkorea 10 | 99,65 |
| PAG Real Estate Asia Select Fund Limited, George Town, Cayman Inseln 5 | 100,00 |
| Peace G. K., Tokio, Japan 10 | 99,00 |
| Perola Negra FIP Multiestratégia IE, São Paulo, Brasilien 16 | 100,00 |
| Pipera Business Park S. r.l., Bukarest, Rumänien 9 | 100,00 |
| Protecciones Esenciales S. A., Buenos Aires, Argentinien | 100,00 |
| Residual Services Corporate Director Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| Residual Services Limited, London, Großbritannien 8 | 100,00 |
| River Terrace Parking, LLC, Wilmington, USA 6 | 100,00 |
| Saint Honoré Iberia S. L., Madrid, Spanien | 100,00 |
| Sand Lake Re, Inc., Burlington, USA | 100,00 |
| Santander Auto S. A., Sao Paulo - Vila Olimpia, Brasilien | 50,00 |
| SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 100,00 |
| Svedea AB, Stockholm, Schweden | 76,50 |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg | 100,00 |
| Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 70,00 |
| Towarzystwo Ubezpieczen Europa S. A., Breslau, Polen | 50,00 |
| Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji WARTA S. A., Warschau, Polen | 75,74 |
| Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Europa S. A., Breslau, Polen | 100,00 |
| Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie "WARTA" S. A., Warschau, Polen | 100,00 |
| Transit Underwriting Managers (Pty) Ltd., Durban, Südafrika 7 | 90,00 |
| Westblaak Vastgoedfonds I BV, Rotterdam, Niederlande | 100,00 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Inland | |
| FVB Gesellschaft für Finanz- und Versorgungsberatung mbH, Osnabrück 13 | 100,00 |
| G-E Financial Analytics GmbH, Berlin | 100,00 |
| HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement Komplementär GmbH, Hilden (vormals: HG-FW Komplementär GmbH, Köln) | 100,00 |
| HDI Global Specialty Schadenregulierung GmbH, Hannover (vormals: HDI Schadenregulierung GmbH, Hannover) 13 | 100,00 |
| HDI Global Specialty Underwriting Agency GmbH, Köln (vormals: HDI Global Underwriting Agency GmbH, Köln) 13 | 100,00 |
| HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln | 100,00 |
| HILSP Komplementär GmbH, Hannover | 100,00 |
| HINT Beteiligungen GmbH, Hannover | 100,00 |
| Infrastruktur Windpark Vier Fichten GbR, Bremen | 83,34 |
| mantel + schölzel AG, Kassel | 100,00 |
| Talanx Direct Infrastructure 1 GmbH, Köln | 100,00 |
| Talanx Infrastructure Portugal GmbH, Köln | 100,00 |
| TAM AI Komplementär GmbH, Köln | 100,00 |
| SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover 13 | 100,00 |
| Ausland | |
| Desarrollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de C. V., Leon, Guanajuato, Mexiko | 100,00 |
| ERV Sigorta Aracilik Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | 100,00 |
| Hannover Mining Engineering Services LLC, Itasca, USA | 100,00 |
| Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbai, Indien | 100,00 |
| Hannover Re Risk Management Services India Private Limited, Neu-Delhi, Indien | 100,00 |
| Hannover Re Services Italy S. r. l., Mailand, Italien | 100,00 |
| Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan | 100,00 |
| Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA | 100,00 |
| Hannover Risk Consultants B. V., Rotterdam, Niederlande | 100,00 |
| Hannover Rück SE Escritórió de Representacao no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien | 100,00 |
| Hannover Services (Mexico) S. A. de C. V., Mexiko-Stadt, Mexiko | 100,00 |
| HDI Global Network AG Escritorio de Representacao no Brasil Ltda, Sao Paulo, Brasilien | 100,00 |
| Heuberg S. L. U., Barcelona, Spanien | 100,00 |
| H. J. Roelofs Assekuradeuren B.V. , Rotterdam, Niederlande | 100,00 |
| HR Hannover Re, Correduría de Reaseguros, S. A., Madrid, Spanien | 100,00 |
| International Mining Industry Underwriters Limited, London, Großbritannien 14 | 100,00 |
| Svedea Skadeservice AB, Stockholm, Schweden | 100,00 |
| U FOR LIFE SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia | 100,00 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda | 88,00 |
| Kubera Insurance (SAC) Ltd, Hamilton, Bermuda | 100,00 |
| LI RE, Hamilton, Bermuda | 100,00 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Inland | |
| HANNOVER Finanz GmbH, Hannover | 27,78 |
| neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg | 49,00 |
| WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover | 40,00 |
| Ausland | |
| Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 7 | 32,67 |
| Iberia Termosolar 1, S. L. U, Bardajoz, Spanien | 71,05 |
| Monument Insurance Group Limited, Hamilton, Bermuda | 20,00 |
| Petro Vietnam Insurance Holdings, Cau Giay, Vietnam | 53,92 |
| Pineapple Tech (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 7 | 25,00 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Inland | |
| AMANIKI GmbH, Frankfurt am Main | 49,90 |
| caplantic GmbH, Hannover | 45,00 |
| DDBR1, Köln | 50,00 |
| Elinvar GmbH, Berlin | 32,75 |
| HMG Gasstraße 25 GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Hamburg | 40,24 |
| VOV GmbH, Köln | 35,25 |
| Ausland | |
| Escala Braga - Sociedade Gestora de Edifício, S. A., Braga, Portugal | 49,00 |
| Escala Vila Franca - Sociedade Gestora de Edifício, S. A., Linho, Portugal | 49,00 |
| Escala Parque - Gestao de Estacionamento, S. A., Linho, Portugal | 49,00 |
| PNH Parque - Do Novo Hospital, S. A., Linho, Portugal | 49,00 |
| Reaseguradora del Ecuador S. A., Guayaquil, Ecuador | 30,00 |
| Sureify Labs, Inc., Wilmington, USA | 20,69 |
| Trinity Underwriting Managers Limited, Toronto, Kanada | 20,00 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Magma HDI General Insurance Company Ltd., Kalkutta, Indien | 22,26 |
| %-Anteil am Kapital1 | |
| Inland | |
| Ampega C-QUADRAT Fondsmarketing GmbH, Frankfurt 15 | 50,00 |
| Finance-Gate Software GmbH, Berlin | 40,00 |
| Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover | 50,00 |
| Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover | 50,00 |
| Ausland | |
| C-QUADRAT Ampega Asset Management Armenia LLC, Eriwan, Armenien | 25,10 |
| %-Anteil am Kapital1 | Eigenkapital2 in Tausend |
Ergebnis vor Gewinnabführung2 in Tausend |
||
| Inland | ||||
| IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, Fürstenfeldbruck | 37,50 | EUR | -5.466 | 8.938 |
| Perseus Technologies GmbH, Berlin | 12,82 | EUR | - | -3.742 |
| Ausland | ||||
| Credit Suisse (Lux) Gas TransitSwitzerland SCS, Luxemburg, Luxemburg | 60,15 | EUR | 128.707 | 4.846 |
| Investsure Technologies Proprietary Limited, Johannesburg, Südafrika 12 | 21,50 | ZAR | 1.324 | -3.154 |
| Kopano Ventures (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 12 | 15,00 | ZAR | 2.537 | -4.377 |
| Meribel Mottaret Limited, St. Helier, Jersey 11 | 18,92 | EUR | - | - |
| Qinematic AB, Lidingö, Schweden | 11,94 | SEK | -5.767 | -1.823 |
| Somerset Reinsurance Ltd., Hamilton, Bermuda | 16,90 | USD | 415.008 | 5.263 |
| SWISS INSUREVOLUTION PARTNERS Holding (CH) AG, Zürich, Schweiz (vormals: Life Invest Holding AG, Zürich, Schweiz) | 15,00 | CHF | 43.631 | 15.583 |
| SWISS INSUREVOLUTION PARTNERS Holding (FL) AG, Triesen, Liechtenstein (vormals: Inlife Holding (Liechtenstein) AG, Triesen, Liechtenstein) | 15,00 | CHF | 3.773 | -31 |
| %-Anteil am Kapital1 | Eigenkapital2 in Tausend |
Ergebnis vor Gewinnabführung2 in Tausend |
||
| Inland | ||||
| Extremus Versicherungs-AG, Köln | 13,00 | EUR | 64.058 | 2.818 |
| MLP AG, Wiesloch | 7,03 | EUR | 369.090 | 21.867 |
| M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG, Düsseldorf | 8,90 | EUR | 1.089.452 | 71.210 |
| Ausland | ||||
| Acte Vie S. A. Schiltigheim, Frankreich | 9,38 | EUR | 9.870 | 394 |
1
Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen
Anteile nach Maßgabe des § 16 Absatz 2 und 4 AktG.
2
Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften nach jeweiligem lokalem
Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung; abweichende Währungen sind angegeben.
3
Die Erleichterungen gemäß § 264 Absatz 3 HGB wurden in Anspruch genommen.
4
Die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB wurde in Anspruch genommen.
5
Die Gesellschaft erstellt einen eigenen Teilkonzernabschluss.
6
In den Teilkonzernabschluss der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. einbezogen.
7
In den Teilkonzernabschluss der Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd einbezogen
8
In den Teilkonzernabschluss der Argenta Holdings Limited einbezogen.
9
In den Teilkonzernabschluss der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG einbezogen.
10
In den Teilkonzernabschluss der PAG Real Estate Asia Select Fund Limited einbezogen.
11
Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr gegründet - es liegt noch kein Geschäftsbericht/Jahresabschluss
vor.
12
Zahlen zum Geschäftsjahresende 2019 vorläufig/untestiert
13
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
14
Die Gesellschaft ist inaktiv.
15
Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation.
16
Investmentfonds
Wir definieren die Zweigniederlassung einer Konzerngesellschaft als einen nicht rechtsfähigen, von der Konzerngesellschaft räumlich und organisatorisch getrennten Unternehmensteil, der im Innenverhältnis weisungsgebunden agiert und im Markt selbstständig auftritt.
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Gesellschaften des Talanx Konzerns unterhalten Zweigniederlassungen, die wir für das Verständnis der Lage des Konzerns als wesentlich betrachten.
| Gebuchte Bruttoprämien1 in Tausend |
||
| Hannover Rück SE | ||
| Hannover Re UK Life Branch, London, Großbritannien | EUR | 280.647 |
| Hannover Rück SE India Branch, Mumbai, Indien | EUR | 152.248 |
| Hannover Rück SE Canadian Branch, Toronto, Kanada | EUR | 305.894 |
| Hannover Rück SE Korea Branch, Seoul, Südkorea | EUR | 49.067 |
| Hannover Rück SE Shanghai Branch, Shanghai, China | EUR | 1.726.805 |
| Hannover Rück SE Succursale Francaise, Paris, Frankreich | EUR | 876.850 |
| Hannover Rück SE Hong Kong Branch, Wanchai, Hongkong | EUR | 365.967 |
| Hannover Rück SE Tyskland Filial, Stockholm, Schweden | EUR | 349.856 |
| Hannover Rueck SE Australian Branch, Sydney, Australien | EUR | 426.221 |
| Hannover Rueck SE Bahrain Branch, Manama, Bahrain | EUR | 127.629 |
| Hannover Rueck SE Malaysian Branch, Kuala Lumpur, Malaysia | EUR | 447.232 |
| HDI Global SE | ||
| HDI Global SE - Branch for Belgium, Brüssel, Belgien | EUR | 228.543 |
| HDI Global SE - Direction pour la France, Paris, Frankreich | EUR | 411.618 |
| HDI Global SE - the Netherlands, Amsterdam, Niederlande | EUR | 299.467 |
| HDI Global SE - UK, London, England | EUR | 318.564 |
| HDI Lebensversicherung AG | ||
| HDI Lebensversicherung AG - Niederlassung Österreich, Wien, Österreich 2 | EUR | 75.179 |
| HDI Versicherung AG (Österreich) | ||
| HDI Versicherung AG (Österreich) - Niederlassung Tschechien | EUR | 15.016 |
| HDI Global Specialty SE | ||
| HDI Global Specialty SE, Australian Branch, Sydney, Australien | EUR | 138.282 |
| HDI Global Specialty SE, Canadian Branch, Toronto, Kanada | EUR | 98.359 |
| HDI Global Specialty SE, Scandinavian Branch, Stockholm, Schweden | EUR | 311.816 |
| HDI Global Specialty SE, UK Branch, London, Großbritannien | EUR | 565.044 |
1
Zahlen vor Konsolidierung
2
Zahlen zum Geschäftsjahresende 2019 vorläufig/untestiert
Darüber hinaus unterhalten andere Gesellschaften des Talanx Konzerns weitere, einzeln und insgesamt für den Konzern als nicht wesentlich einzustufende Zweigniederlassungen.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 27. Februar 2020 in Hannover.
Der Vorstand
Torsten Leue, Vorsitzender
Sven Fokkema
Jean-Jacques Henchoz
Dr. Edgar Puls
Dr. Immo Querner
Dr. Jan Wicke
An die Talanx AG, Hannover
Wir haben den Konzernabschluss der Talanx AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Talanx AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die nachfolgende Darstellung folgt der Gliederung der Bilanzposten im Konzernabschluss.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Bewertung bestimmter Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert
(2) Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
(3) Bewertung der Deckungsrückstellung
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
(1) Bewertung bestimmter Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert
(1) Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden Finanzinstrumente in Höhe von € 130.394 Mio (73,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Von diesen Finanzinstrumenten werden finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 91.198 Mio zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Von diesen Finanzinstrumenten werden wiederum beizulegende Zeitwerte in Höhe von € 87.670 Mio mit Bewertungsmodellen oder auf Basis von Wertindikationen Dritter ermittelt. Die Bewertung von Finanzinstrumenten, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden müssen, ist mit Unsicherheit behaftet, da für die Bewertung nicht in jedem Fall die aktuellsten verfügbaren Marktdaten bzw. Vergleichswerte vorliegen und daher auch Schätzwerte und nicht aktuell am Markt beobachtbare Parameter herangezogen werden. Dies betrifft insbesondere nicht börsengehandelte Wertpapiere, sonstige Darlehen sowie Derivate.
Modellbewertete Finanzinstrumente unterliegen in diesem Zusammenhang aufgrund einer geringeren Objektivierbarkeit sowie der zugrunde liegenden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter einem erhöhten Bewertungsrisiko. Da die angewandten Schätzungen und Annahmen, insbesondere solche mit Bezug auf Zinsen und Zahlungsströme, sowie die angewandten Bewertungsmethoden ggf. wesentliche Auswirkungen auf die Bewertung dieser Finanzinstrumente und auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben können und zudem umfangreiche Anhangangaben zu Bewertungsmethoden und Ermessensspielräumen erforderlich sind, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die modellbewerteten und die auf Wertindikationen Dritter bewerteten Finanzinstrumente analysiert, wobei der Fokus auf den Bewertungsunsicherheiten lag. Dabei haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit der relevanten Kontrollen zur Bewertung dieser Finanzinstrumente und zur Modellvalidierung beurteilt. Damit einhergehend haben wir unter anderem die Integrität der zugrunde liegenden Daten und den Prozess zur Ermittlung von in die Bewertung eingehenden Annahmen und Schätzungen gewürdigt.
Mit Unterstützung unserer internen Finanzmathematikspezialisten haben wir auch die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte (sog. Impairment Test) und der dabei verwendeten Parameter beurteilt. Die angewandten Methoden und Annahmen zur Berechnung von Bewertungsanpassungen im Geschäftsjahr haben wir mit anerkannten Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern sie zur sachgerechten bilanziellen Abbildung geeignet sind.
Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden und Annahmen zur Bewertung bestimmter Finanzinstrumente (modellbewertet und auf Wertindikationen Dritter basierend bewertet) insgesamt geeignet sind und die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sachgerecht sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Finanzinstrumente sind in dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Kapitalanlagen" des Konzernanhangs enthalten. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten in den Anmerkungen 4 - 13 gemacht. Aussagen zu den Risiken aus Finanzinstrumenten werden im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen" gemacht.
(2) Dewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
(1) Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von € 49.651 Mio (28,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in der Schaden/Unfallversicherung stellen die Erwartungen der Gesellschaft über zukünftige Zahlungen für bekannte und unbekannte Schadenfälle sowie die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen dar. Zur Schätzung dieser Verpflichtung werden von der Gesellschaft versicherungsmathematische und statistische Methoden angewendet. Zudem erfordert die Bewertung dieser Rückstellungen ein signifikantes Maß an Ermessensausübung durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft bezüglich getroffener Annahmen, wie z. B. Inflation, Schadenabwicklungsmuster und regulatorische Veränderungen. Insbesondere die Produktsparten mit geringer Schadenhäufigkeit, hohen Einzelschäden oder langen Schadenabwicklungszeiträumen unterliegen üblicherweise erhöhten Schätzunsicherheiten.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Schaden/Unfallversicherung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir die Angemessenheit der Auswahl aktuarieller Methoden der Gesellschaft sowie die Vorgehensweise einschließlich etablierter Kontrollen zur Ermittlung von Annahmen und zur Vornahme von Schätzungen für die Bewertung bestimmter versicherungstechnischer Rückstellungen der Schaden/Unfallversicherung überprüft und beurteilt.
Unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten im Bereich Schaden/Unfallversicherung haben wir die jeweils angewandten aktuariellen Methoden und wesentlichen Annahmen mit allgemein anerkannten aktuariellen Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern diese zur Bewertung geeignet sind. Unsere Prüfung beinhaltete auch die Würdigung der Plausibilität und Integrität der in die Bewertung eingehenden Daten und Annahmen sowie das Nachvollziehen von Schadenabwicklungsverläufen. Darüber hinaus haben wir die Höhe der Rückstellungen für ausgewählte Produktlinien, insbesondere Produktlinien mit großem Geschäftsvolumen bzw. mit erhöhten Schätzunsicherheiten, nachberechnet. Für diese Produktlinien haben wir die nachberechneten Rückstellungen mit den durch die Gesellschaft ermittelten Rückstellungen verglichen und etwaige Differenzen gewürdigt. Weiterhin haben wir untersucht, ob etwaige Anpassungen von Schätzungen in der Schadenreservierung auf Gruppenebene angemessen dokumentiert und begründet waren.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung versicherungstechnischer Rückstellungen in der Schaden/ Unfallversicherung insgesamt geeignet sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle der Schaden/Unfallversicherung sind im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen" des Konzernanhangs enthalten. Des Weiteren sind in der Anmerkung 21 des Konzernanhangs weitere Aufgliederungen der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Risikoangaben sind im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Versicherungstechnische Risiken der Schaden/Unfallversicherung" enthalten.
(3) Dewertung der Deckungsrückstellung
(1) Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Deckungsrückstellungen" versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von € 56.859 Mio aus (32,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Deckungsrückstellungen sind versicherungstechnische Rückstellungen für zukünftige Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer im Bereich der Lebensversicherung. Die Bewertung der Deckungsrückstellung erfolgt auf Basis komplexer aktuarieller Methoden und Modelle auf der Grundlage eines umfassenden Prozesses zur Ermittlung von Annahmen über künftige Entwicklungen in Bezug auf die zu bewertenden Versicherungsportfolios. Die verwendeten Methoden und die ermittelten aktuariellen Annahmen im Zusammenhang mit Zinsen, Kapitalanlageerträgen, biometrischen Größen und Kostenannahmen sowie zukünftigem Versicherungsnehmerverhalten können wesentliche Auswirkungen auf die Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellung haben.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns sowie der komplexen Ermittlung der zugrunde liegenden Annahmen der gesetzlichen Vertreter war die Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit der ausgewählten aktuariellen Methoden sowie die Vorgehensweise einschließlich etablierter Kontrollen zur Ermittlung von Annahmen und zur Durchführung von Schätzungen für die Bewertung bestimmter versicherungstechnischer Rückstellungen beurteilt.
Unter Einbindung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir dazu die jeweils angewandten aktuariellen Methoden und wesentlichen Annahmen mit allgemein anerkannten aktuariellen Praktiken und Industriestandards verglichen und untersucht, inwiefern diese zur Bewertung geeignet sind. Einen Schwerpunkt unserer Prüfung bildete die Beurteilung der sachgerechten Durchführung des Angemessenheitstestes (sog. Liability-Adequacy-Test). Unsere Prüfung beinhaltet auch die Würdigung der Plausibilität und Integrität der in die Bewertung eingehenden Daten und Annahmen der gesetzlichen Vertreter.
Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden und Annahmen zur Bewertung der Deckungsrückstellung insgesamt geeignet sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Deckungsrückstellungen sind im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Abschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen" enthalten. Des Weiteren sind in den Erläuterungen im Konzernanhang in der Anmerkung 20 weitere Aufgliederungen der Deckungsrückstellung enthalten. Risikoangaben werden im Risikobericht des Konzernlageberichts im Abschnitt "Versicherungstechnische Risiken Leben" dargestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| ― |
die in Abschnitt "Corporate Governance" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| ― |
den Corporate-Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex |
| ― |
die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b Abs. 1 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Konzern-Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
| ― |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile: |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden vom Aufsichtsrat am 15. März 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der Talanx AG, Hannover, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Florian Möller.
Hannover, den 12. März 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Florian Möller, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christoph Czupalla, Wirtschaftsprüfer
An die Talanx AG, Hannover
Wir haben die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Erklärung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung nach §§ 341j Abs. 4 i. V. m. 315b Abs. 1 HGB der Talanx AG, Hannover, (im Folgenden die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 (im Folgenden die "nichtfinanzielle Erklärung") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen -insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung abzugeben.
Nicht Gegenstand unseres Auftrages ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die in der nichtfinanziellen Erklärung verwiesen wird.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse |
| ― |
Befragung des Managements und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung |
| ― |
Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung |
| ― |
analytische Beurteilung von Angaben der nichtfinanziellen Erklärung |
| ― |
Abgleich von Angaben mit den entsprechenden Daten im Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Talanx AG |
| ― |
Beurteilung der Darstellung der Angaben |
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.
Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Frankfurt, den 12. März 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nicolette Behncke
ppa. Benedikt Tschinkl
Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Talanx AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 27. Februar 2020
Der Vorstand
Torsten Leue, Vorsitzender
Sven Fokkema
Jean-Jacques Henchoz
Dr. Edgar Puls
Dr. Immo Querner
Dr. Jan Wicke
Kosten bzw. Aufwendungen, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). Die Abgrenzung von Abschlusskosten führt zu einer Verteilung der Kosten über die Vertragslaufzeit.
Jahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung.
Kapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten.
Unternehmen, das nicht durch Vollkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der > Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäftsoder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat.
Summe aus gezahlten Schäden und den Rückstellungen für im Geschäftsjahr eingetretene Schadenereignisse, ergänzt um das Ergebnis der Abwicklung der Rückstellungen für Schadenereignisse der Vorjahre, jeweils nach Abzug der eigenen Rückversicherungsangaben.
Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen.
Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien.
Überschuss der Vermögenswerte über die Verbindlichkeiten abzüglich des Betrags der eigenen Aktien in der Solvabilitätsübersicht und den nachrangigen Verbindlichkeiten gemäß § 89 Absatz 3 VAG.
> Prämie
> Prämienüberträge
> Entscheidungsmacht
Versicherungen ohne Sparanteil, bei denen Ereignisse, die mit grundlegenden Veränderungen der biologisch bedingten Lebensverhältnisse einhergehen (Tod, Eintritt von Pflegebedürftigkeit, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit) die Leistungsverpflichtung auslösen.
Bei Versicherungen: vor Abzug der > passiven Rückversicherung
Die Kennzahl gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals je Aktie an.
Aktuarielles Standardverfahren, mit dem der Rückstellungsbedarf für zukünftige Schadenaufwendungen geschätzt wird. Es unterstellt, dass der Schadenstand um einen in allen Anfalljahren gleichen Faktor zunimmt. Der erwartete Gesamtschaden wird bei diesem Verfahren ausschließlich auf der Basis historischer Daten zur Abwicklung von Schäden im Portfolio des Versicherers bestimmt.
Mitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem > Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag repräsentieren die Zinszahlungen an den Rückversicherer den Anlagebetrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles.
> kombinierte Schaden-/Kostenquote
Nach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung.
Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren.
Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen.
Aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers bzw. Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B. > Swaps, Optionen und Futures.
Finanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer eines Investments in Renten bzw. deren Zinssensitivität abbildet. Die "Macaulay-Duration" ist die kapitalgewichtete mittlere Anzahl von Jahren, in denen ein Rentenpapier Zahlungen leistet. Die "Modified Duration" gibt dagegen die Veränderung des Barwerts eines Rentenpapieres bei Zinsänderungen an und ist damit ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko. Die "Effective Duration" gibt die Sensitivität des Bestandswerts auf kleine Parallelverschiebungen der (kreditrisikolosen) Zinsstrukturkurve an.
Earnings before interest and taxes; im Talanx Konzern identisch mit > operatives Ergebnis.
Der Konzern trägt das Risiko von oder besitzt die Rechte an dem variablen wirtschaftlichen Erfolg eines Engagements und verfügt aufgrund substanzieller Rechte über die Möglichkeit, die Höhe des wirtschaftlichen Erfolgs (z. B. über die maßgeblichen Tätigkeiten) zu beeinflussen.
Verfahren zur Bewertung einer Beteiligung (> assoziiertes Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen) im Konzernabschluss, bei der der Beteiligungsbuchwert in der Konzernbilanz entsprechend der Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen weiterentwickelt wird.
Kennziffer, die sich aus der Division des auf die Aktionäre der Talanx AG entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien errechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch nicht zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Aktienanzahl mit ein.
Bei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in sogenannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert.
Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht.
Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands.
> Exponierung
> Zeitwert
Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. Gegensatz: > obligatorische Rückversicherung
Lebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt.
Bei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung
Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist.
> Ergebnis je Aktie, verwässert
Schaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. Seit 2012 wird der Großschaden definiert als Naturkatastrophen sowie sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto für den Anteil des Talanx Konzerns.
Summe aus dem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt, den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und dem sogenannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst.
Marktphase, die sich durch hohe Prämien auszeichnet. Gegensatz: > weicher Markt
Fremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital.
> Spätschadenreserv
Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung), die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert.
Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt.
Internationale Rechnungslegungsvorschriften, vormals als IAS (International Accounting Standards) bezeichnet; bei Talanx angewendet seit 2004.
Ein Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen.
EBIT abzüglich Finanzierungszinsen und Ertragsteuern
Ergebnis aus realisierten sowie unrealisierten Gewinnen und Verlusten einschließlich Zuschreibungen und Wertminderungen/Abschreibungen (Impairments).
Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko aufweisen und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bilanziert werden.
Kapitalanlagen, die weder aus Investmentverträgen stammen noch aus den Depotforderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Sie werden in der Regel eigenständig von Konzerngesellschaften auf deren Risiko erworben bzw. veräußert und entweder von der Gesellschaft selbst oder im Namen der Gesellschaft von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet.
Unabhängig vom Kapitalmarkt werden nach Ablauf der Versicherung maximal die eingezahlten Beiträge garantiert. Während der Laufzeit erhöhen Überschüsse das Guthaben. Durch die Endfälligkeit der Beitragsgarantie verringert sich das Risikokapital, das der Lebensversicherer unterlegen muss.
Instrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rück-)Versicherers auf den Kapitalmarkt.
Summe aus > Schadenquote und > Kostenquote (netto) unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen. Bei der Berechnung der kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich des Depotzinsergebnisses berücksichtigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden/Unfall- Erst- und Rückversicherern.
Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden.
Verhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.
Versicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem > Portefeuille führt.
Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung.
Bankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft.
Rückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren.
Krankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt.
Sterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.
Bei Versicherungen: nach Abzug der > passiven Rückversicherung
Aufwendungen für Versicherungsleistungen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, jeweils nach Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer.
Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und ohne Ergebnis aus > Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagen.
Verhältnis von Neugeschäftswert zu Barwert der Neugeschäftsprämien ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.
Barwert zukünftiger Jahresüberschüsse ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die aus den Beständen des aktuellen Neugeschäftsjahrgangs generiert werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gleichen operativen Annahmen, die auch der Bestimmung der Solvency-II-Eigenmittel zum Ende des Geschäftsjahres zugrunde liegen.
Klassische Lebens- oder Rentenversicherungen mit festem Garantiezins über die gesamte Laufzeit des Vertrages.
Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. die Versicherungssumme tragen muss. Gegensatz: > proportionale Rückversicherung.
Rückversicherungsvertrag, bei dem sich der Rückversicherer an einem gesamten, genau definierten Versicherungsbestand eines > Zedenten beteiligt. Gegensatz: > fakultative Rückversicherung
Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis einschließlich der Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vor Zinsen für sonstiges zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern).
Over the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern.
Bestehende Rückversicherungsprogramme der > Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken.
Sparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung.
> Portfolio
a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment übernommenen Risiken.
b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen.
Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken.
In einem Geschäftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind.
Immaterieller Vermögenswert, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen.
Rückversicherungsverträge, auf deren Basis Anteile eines Risikos oder Portefeuilles zu den bestehenden Originalkonditionen in Rückversicherung gegeben werden. > Prämien sowie Schäden werden anteilsmäßig in einem proportionalen Verhältnis geteilt. Gegensatz: > nichtproportionale Rückversicherung
Vergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler.
Form der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden.
Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer > nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist.
a) Allgemein: Privatkundengeschäft.
b) Ampega: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen.
Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer.
Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem > Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt.
Gesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine fest vereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird.
Bilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. > PVFP
a) Brutto: Summe der Schadenaufwendungen (brutto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (brutto) im Verhältnis zu den verdienten Bruttoprämien.
b) Netto: Summe der Schadenaufwendungen (netto) und des sonstigen versicherungstechnischen Ergebnisses (netto) im Verhältnis zu den verdienten Nettoprämien.
Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals.
Selbstbehalt
Der Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also > netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung).
Ein von den übrigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten separierter Unternehmensteil (z. B. ein Sondervermögen), bei dem sämtliche Rechte und Pflichten ausschließlich den Investoren dieses Unternehmensteils zustehen.
Ausstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist.
Richtlinie der Europäischen Union für Versicherungsunternehmen, mit der das europäische Versicherungsaufsichtsrecht grundlegend reformiert wurde. Den Schwerpunkt bilden erweiterte Publikationspflichten sowie verfeinerte Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung der Versicherungsunternehmen. Die Richtlinie ist seit Januar 2016 in Kraft und fand Eingang in das deutsche Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).
Rückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden.
Spezialversicherung für Nischengeschäft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung.
Summe aus Storno und sonstigem vorzeitigen Abgang im Verhältnis zu dem durchschnittlichen Bestand (Kennzahl nach GDV).
Form der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von>Portfoliosbeiextremen Marktschwankungen treffen zu können.
Unternehmen, das derart ausgestaltet ist, dass Stimm- oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden (z.B. einige Investmentfonds).
Spiegelt das Verhältnis von Schadenreserven zu bezahlten Schäden eines Vertrages oder mehrerer Verträge in einem Bilanzjahr wider.
Gesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen.
Prüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist.
Risikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.
Anteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt.
Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus verdienten Prämien für eigene Rechnung sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und dem sonstigen versicherungstechnischen Ergebnis (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP.
Kosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen.
Marktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz: > harterMarkt
Erst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt(zediert).
Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.
Rückversicherer des Erstversicherers.
HDI-Platz 1
30659 Hannover
Telefon +49 511 3747-0
Telefax +49 511 3747-2525
www.talanx.com
Andreas Krosta
Telefon +49 511 3747-2020
Telefax +49 511 3747-2025
andreas.krosta@talanx.com
Carsten Werle
Telefon +49 511 3747-2231
Telefax +49 511 3747-2286
carsten.werle@talanx.com
Veröffentlicht am: 16. März 2020
Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch.
https://www.talanx.com/investor-relations/finanzberichte/talanx-group.aspxAbsatzkontrolle
Folgen Sie uns auf Twitter
@talanx
@talanx_en
Hauptversammlung
Quartalsmitteilung zum 31. März 2020
Zwischenbericht zum 30. Juni 2020
Quartalsmitteilung zum 30. September 2020
Capital Markets Day