![]() Talanx AktiengesellschaftHannoverTalanx Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2020KONZERNKENNZAHLENscroll
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Ohne Werte aus dem Segment Konzernfunktionen Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen - Informationen zu der Berechnung
und Definition einzelner Leistungskennzahlen - finden sich auf https://www.talanx.com/de/investor_relations/ergebnisse_-_berichte/kennzahlen/
alternative_leistungskennzahlen_(apm) Verwaltungsorgane der Talanx AGAufsichtsratHerbert K. Haas Vorsitzender Burgwedel ehem. Vorsitzender des Vorstands Talanx AG Dr. Thomas Lindner stv. Vorsitzender Albstadt Vorsitzender des Aufsichtsrats Groz-Beckert KG Ralf Rieger * stv. Vorsitzender Raesfeld Angestellter HDI Vertriebs AG Antonia Aschendorf Hamburg Rechtsanwältin Mitglied des Vorstands APRAXA eG Geschäftsführerin 2-Sigma GmbH Benita Bierstedt* Hannover Angestellte E+S Rückversicherung AG Rainer-Karl Bock-Wehr* Köln Leiter Kompetenzcenter Firmen HDI Kundenservice AG Sebastian Gascard* Isernhagen Syndikusrechtsanwalt (Haftpflicht-Underwriter) HDI Global SE Jutta Hammer* Bergisch Gladbach Angestellte HDI Kundenservice AG Dr. Hermann Jung Heidenheim ehem. Mitglied der Geschäftsführung Voith GmbH Dirk Lohmann Forch, Schweiz Leiter des Geschäftsbereichs Schroder Secquaero Schroder Investment Management (Switzerland) AG Christoph Meister* Hannover Mitglied im ver.di-Bundesvorstand Jutta Mück * Diemelstadt Account Manager Vertrieb Industrie HDI Global SE Dr. Erhard Schipporeit Hannover selbstständiger Unternehmensberater Apl. Prof. Dr. Jens Schubert* Potsdam Geschäftsführer, AWO Bundesverband e. V. Professor Leuphana Universität Lüneburg Norbert Steiner Baunatal ehem. Vorsitzender des Vorstands K+S AG Angela Titzrath Hamburg Vorsitzende des Vorstands Hamburger Hafen und Logistik AG VorstandTorsten Leue Vorsitzender Hannover Sven Fokkema Wedemark Jean-Jacques Henchoz Hannover Dr. Christopher Lohmann Köln (seit 1. August 2020) Dr. Edgar Puls Isernhagen Dr. Immo Querner Celle Dr. Jan Wicke Hannover KonzernzwischenlageberichtWirtschaftsberichtMärkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenumfeld In der ersten Jahreshälfte 2020 war die Corona-Pandemie Auslöser eines globalen Wachstumseinbruchs.
Drastische Mobilitätsbeschränkungen zur Eindämmung des Virus sorgten zusammen mit
einem Ölpreisverfall im ersten und zweiten Quartal für einen Kollaps konjunktureller
Indikatoren. Die Eurozone verzeichnete bereits kurz nach Jahresbeginn stark steigende Infektionen
mit dem Coronavirus und reagierte mit drastischen Mobilitätsbeschränkungen zu hohen
ökonomischen Kosten. Die Wirtschaftsleistung des Euroraums fiel bereits im ersten
Quartal 2020 um 3,6% gegenüber dem Vorquartal. Für das zweite Quartal wird darüber
hinaus ein Rückgang des BIP von 12,2 % gegenüber dem Vorquartal erwartet. In den USA
begann die Pandemie etwas zeitverzögert; weniger restriktive Mobilitätsbeschränkungen
sorgten zunächst für einen geringeren Wachstumseinbruch. Nichtsdestotrotz sank das
BIP in den USA bereits im ersten Quartal 2020 um annualisiert 5,0%, während für das
zweite Quartal ein annualisierter Rückgang von 32,9 % erwartet wird. Die Entwicklung in den Schwellenländern wurde ebenfalls durch die Pandemie dominiert.
Zudem wurden die rohstoffexportierenden Volkswirtschaften durch den Preisverfall bei
Öl und Industriemetallen belastet. Maßnahmen gegen eine tiefe Rezession werden durch
teils geringe geld- und fiskalpolitische Spielräume erschwert. Das Wirtschaftswachstum
in China zeigt sich in Anbetracht der Umstände überraschend resilient. Während die
chinesische Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 aufgrund der Mobilitätsbeschränkungen
um knapp 10 % gegenüber dem Vorquartal zurückging, wird für das zweite Quartal bereits
wieder mit einem Anstieg um 9,4% gerechnet. An den Kapitalmärkten sorgten der Wachstumseinbruch und die hohe Unsicherheit im
Zuge der Corona-Pandemie zunächst für einen Preisverfall bei Risikoprodukten und eine
Flucht in "sichere Häfen". Während internationale Aktienmärkte Verluste von rund 30%
hinnehmen mussten, stiegen die Kurse zehnjähriger Bundesanleihen stark an. In der
Spitze fiel die Rendite dadurch auf -0,86 %. Die massiven Stützungsmaßnahmen der Geld-
als auch Fiskalpolitik sorgten zusammen mit einer dynamischen Aufhebung von Mobilitätsbeschränkungen
für eine Erholung der Kapitalmärkte. Risikoaufschläge für Bank- und Unternehmensanleihen
engten sich deutlich ein, und auch die Aktienmärkte konnten eine beeindruckende Kurserholung
im zweiten Quartal verzeichnen. Gleichzeitig konnte das Renditeniveau von Staatsanleihen
nicht nachhaltig steigen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Zuge der
Kapitalmarkterholung Anfang Juni auf -0,28%, beendete das erste Halbjahr aber bei
-0,45 %. Auch die Entwicklung in der Versicherungswirtschaft war durch die Auswirkungen und
Herausforderungen der Corona-Krise gekennzeichnet. Nach einem zunächst guten Start
in das Jahr 2020 kam es in Folge der Pandemie zu einem Rückgang bei den weltweiten
Versicherungsbeiträgen. Schwächer entwickelte sich aufgrund einer gedämpften Versicherungsnachfrage
sowie vertrieblicher Einschränkungen im Zuge von Lockdown-Maßnahmen insbesondere das
Neugeschäft. Mit Blick auf die Schadenstatistik wird die Corona-Pandemie bereits als
eines der schadenträchtigsten jemals aufgetretenen Einzelereignisse eingeschätzt.
Auch die Kapitalanlageseite geriet nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten im März
unter Druck. Die Lage hat sich zunächst etwas beruhigt, war zuletzt aber weiterhin
volatil. Währungsumrechnung Die Berichtswährung von Talanx AG ist der Euro (EUR). UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGENscroll
GeschäftsentwicklungGeschäftsverlauf Konzern
WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscroll
STEUERUNGSGRÖSSENscroll
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Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen
im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagebestand Prämienvolumen Der Talanx Konzern steigerte seine gebuchten Bruttoprämien im ersten Halbjahr 2020
um 5,5 % auf 22,0 (20,9) Mrd. EUR (währungsbereinigt um 6,3 %). Dazu hat wesentlich
das Beitragswachstum in den Segmenten Industrieversicherung (+10,6%) und Schaden-Rückversicherung
(+16,9 %) beigetragen. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 5,2% auf 16,7 (15,9)
Mrd. EUR. Die Selbstbehaltsquote des Konzerns fiel um 0,3 Prozentpunkte auf 88,2 (88,5)
%. Versicherungstechnisches Ergebnis Das versicherungstechnische Ergebnis fiel coronabedingt um fast 60% auf -1.129 (-708)
Mio. EUR. Die Großschadenbelastung im ersten Halbjahr 2020 belief sich auf 1.018 (308)
Mio. EUR, davon entfielen 737 Mio. EUR auf die Rückversicherung und 281 Mio, EUR auf
die Erstversicherung. Die Großschäden übertrafen das periodenanteilige Budget von
rund 594 (527) Mio. EUR deutlich. Sie entfielen aufgrund der Corona-Pandemie in der
Hauptsache auf die Sparten Betriebsunterbrechung, Veranstaltungsausfälle und Kreditversicherung.
Bereinigt um Corona-Belastungen betrug die kombinierte Schaden-/ Kostenquote 97,4
Prozent. Dies resultierte vor allem aus dem coronabedingten Anstieg der Schadenquote
auf 72,7 (69,0)%. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Konzerns stieg um 3,8 Prozentpunkte
und lag bei 101,3 (97,5) %. Kapitalanlageergebnis Das Kapitalanlageergebnis fiel um 10,1% auf 1,8 (2,0) Mrd. EUR. Dies ist u.a. coronabedingt
zurückzuführen auf Wertberichtigungen auf Aktien und alternative Kapitalanlagen im
außerordentlichen Kapitalanlageergebnis in Höhe von insgesamt 103 Mio. EUR; das ordentliche
Kapitalanlageergebnis fiel aufgrund gesunkener Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren
und alternativen Investments. Die Konzern-Kapitalanlagerendite lag im ersten Halbjahr
2020 mit 2,7 (3,3) % unter dem Wert der Vorjahresperiode. Operatives Ergebnis und Konzernergebnis Das operative Ergebnis (EBIT) fiel um 40,1 % auf 745 (1.244) Mio. EUR. Das Konzernergebnis
ist ebenfalls stark durch die Corona-Pandemie belastet, es sank um 31,8 % auf 325
(477) Mio. EUR. Ohne die corona-bedingten Belastungen in Höhe von rund 278 Mio. EUR
hätte das Konzernergebnis rund 603 Mio. EUR betragen - ein Plus von rund 26 % im Vergleich
zur Vorjahresperiode. Die Eigenkapitalrendite lag daher um 4,0 Prozentpunkte niedriger
(6,4%) als in der Vorjahresperiode (10,4 %). Entwicklung der Geschäftsbereiche im Konzern Die Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen
Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall-
und Lebensversicherung - Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung,
Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang
informieren wir im Anhang des Talanx Konzerngeschäftsberichts 2019 im Kapitel "Segmentberichterstattung". Industrieversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Der Geschäftsbereich bündelt innerhalb des Talanx Konzerns die weltweiten Aktivitäten
im Bereich der Industrieversicherung und ist neben der Präsenz am deutschen Markt
über Auslandsniederlassungen, Tochter- und Schwestergesellschaften sowie Netzwerkpartner
in mehr als 150 Ländern aktiv. Prämienvolumen Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs beliefen sich zum 30. Juni 2020
auf 3,9 (3,5) Mrd. EUR und stiegen damit deutlich um rund 10,6% (währungsbereinigt
um 10,9%). Die Beitragssteigerungen resultierten im Wesentlichen aus dem starken Wachstum
im Specialty-Geschäft. Die verdienten Nettoprämien stiegen mit 6,8% weniger deutlich
als die gebuchten Bruttoprämien, insbesondere durch den verhältnismäßig niedrigeren
Selbstbehalt im wachsenden Specialty-Geschäft. Den im Zusammenhang mit der Corona-Krise
erwarteten negativen Auswirkungen auf die verdienten Prämien des laufenden Geschäftsjahres
wurde durch entsprechende Vorsorge zum Quartalsende in Höhe von 58 Mio. EUR Rechnung
getragen. Versicherungstechnisches Ergebnis Das versicherungstechnische Nettoergebnis im Geschäftsbereich lag mit -67 (-32) Mio.
EUR unter dem Vorjahr. Während sich die anhaltenden Profitabilisierungsmaßnahmen weiterhin
sehr positiv auf die Schadenquote auswirkten, führten die coronabedingte Überschreitung
des anteiligen Großschadenbudgets und die vorgenannte Vorsorge für erwartete Prämienrückgänge
zu einer entsprechenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses von insgesamt
89 Mio. EUR. Die Schadenquote für das erste Halbjahr stieg demzufolge auf 84,0 (80,9)%.
Die Nettokostenquote verbesserte sich infolge des deutlichen Beitragswachstums bei
gleichzeitig hoher Kostendisziplin auf 20,6 (21,4)%. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote
des Geschäftsbereichs Industrieversicherung erhöhte sich auf 104,7 (102,3) %; bereinigt
um die Corona-Belastungen ging sie auf 98,6 % zurück. Kapitalanlageergebnis und übriges Ergebnis Das laufende Kapitalanlageergebnis lag unter dem - vor allem durch hohe Ausschüttungen
aus alternativen Investments geprägten - Vorjahreswert. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis,
das im ersten Quartal noch durch coronabedingte unrealisierte Wertminderungen auf
Aktien belastet war, war nach den ersten sechs Monaten nahezu wieder ausgeglichen
und lag damit auf Vorjahresniveau. Insgesamt war das Kapitalanlageergebnis coronabedingt
mit 22 Mio. EUR belastet. Insbesondere ein zum 30. Juni 2020 auszuweisender Währungskursgewinn von 9 (Vorjahr:
Währungskursverlust von 2) Mio. EUR führte zu einer Verbesserung des übrigen Ergebnisses
auf -22 (-33) Mio. EUR. Operatives Ergebnis und Konzernergebnis Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt aufgrund corona-bedingter Belastungen
von insgesamt 111 Mio. EUR mit 18 Mio. EUR unter dem anteiligen Vorjahreswert von
69 Mio. EUR. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 7 (42) Mio. EUR. Privat- und Firmenversicherung DeutschlandSchaden/Unfallversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND-SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Prämienentwicklung und Neugeschäft Im Segment Schaden/Unfallversicherung war im ersten Halbjahr ein Beitragsrückgang
von 3,6 % auf 1.005 (1.042) Mio. EUR zu verzeichnen. Treiber dieser Entwicklung waren
der deutliche Einbruch des Neugeschäfts mit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der
Corona-Pandemie sowie ein negativer Saldo aus dem Kfz-Jahreswechselgeschäft. In der
Sparte Firmen/Freie Berufe konnte trotz der widrigen Umstände ein Zuwachs erzielt
werden. Die durch die Corona-Pandemie verursachten Belastungen führten insgesamt zu
geringeren Beitragseinnahmen in Höhe von 22 Mio. EUR vor allem in der Kraftfahrtversicherung
und dem biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance. Versicherungstechnisches Ergebnis Im laufenden Geschäftsjahr lag das versicherungstechnische Ergebnis mit 22 (10) Mio.
EUR um 125,2% über dem Vorjahr. Profitabilisierungsmaßnahmen in Kraftfahrt und geringere
Basisschäden wirkten ausgesprochen positiv auf das versicherungstechnische Ergebnis.
Insgesamt konnten die hohen Belastungen durch Großschadenereignisse und Naturkatastrophen
dadurch überkompensiert werden. Zudem konnten die durch die Corona-Pandemie verursachten
Belastungen dank einer Rückversicherungsentlastung auf rund 13 Mio. EUR begrenzt werden.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto) verbesserte sich insgesamt um 1,8 Prozentpunkte
von 98,7% auf 96,9 %. Ohne den Corona-Effekt hätte sie 95,1 % betragen. Kapitalanlageergebnis Das Kapitalanlageergebnis ging auf 40 (55) Mio. EUR zurück. Dazu trugen vor allem
höhere Abschreibungen, ein geringerer Saldo aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten,
rückläufige Erträge aus Grundstücken und Immobilien sowie marktbedingt gesunkene Zinserträge
bei. Die durch die Corona-Pandemie verursachten Belastungen beliefen sich schätzungsweise
auf 5 Mio. EUR. Operatives Ergebnis Das EBIT lag aufgrund der sich ausgleichenden Effekte in der Versicherungstechnik
und Kapitalanlage mit 55 (54) Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau. Bei geringeren
Prämieneinnahmen erhöhte sich die EBIT-Marge somit auf 7,9 (7,4) %. Lebensversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscroll
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Operatives Ergebnis (EBIT)/verdiente Nettoprämien Prämienvolumen und Neugeschäft Im Segment Lebensversicherung war im ersten Halbjahr ein Beitragsrückgang von 6,3
% auf 2,1 (2,3) Mrd. EUR - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen
- zu verzeichnen. Treiber dieser Entwicklung waren der deutliche Einbruch des Neugeschäfts
mit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Gravierend wirkten sich
Filialschließungen im Bankensektor und eine Zurückhaltung von Firmen bei Abschlüssen
von betrieblicher Altersversorgung aus. Auf die Corona-Pandemie waren schätzungsweise
Beitragsrückgänge von 99 Mio. EUR zurückzuführen. Es waren vor allem ein Rückgang
im Bancassurance-Biometriegeschäft um 93 Mio. EUR und geringere Einmalbeiträge (ohne
Bancassurance-Biometriegeschäft) um 63 Mio. EUR zu verzeichnen. Gegenläufig konnten
die laufenden Beiträge (ohne Bancassurance-Biometriegeschäft) um 13 Mio. EUR gesteigert
werden. Nach Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten
und der Veränderung der Beitragsüberträge verzeichnete das Segment Lebensversicherung
um 4,0% geringere verdiente Nettoprämien von 1,6 (1,7) Mrd. EUR. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international
verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - ging
von 205 Mio. EUR auf 178 Mio. EUR zurück. Versicherungstechnisches Ergebnis Im laufenden Geschäftsjahr musste eine Aktualisierung der Rechnungsgrundlagen vorgenommen
werden. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -634 (-664) Mio.
EUR. Es wird u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen
und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt.
Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings
im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind. Kapitalanlageergebnis Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich um 9,0% auf 685 (753) Mio. EUR. Der Rückgang
resultierte insbesondere aus zinsbedingt geringeren ordentlichen Kapitalanlageerträgen,
einem geringeren Ergebnis aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten und höheren
Abschreibungen, die in Höhe von 15 Mio. EUR auf coronabedingte Abwertungen auf Aktien
zurückzuführen sind. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung verringerte sich vor
allem aufgrund der Aktualisierung der Rechnungsgrundlagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
auf 40 (71) Mio. EUR. Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamtSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTscroll
Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern, Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen
reduzierte sich das Konzernergebnis aufgrund des geringeren Ergebnisses in der Lebensversicherung
auf 63 (72) Mio. EUR, sodass sich die Eigenkapitalrendite um 0,9 Prozentpunkte auf
5,0 % verringerte. Privat- und Firmenversicherung International
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT-UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts
innerhalb des Talanx Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika
aktiv. Die im ersten Halbjahr 2020 weltweit ausgebrochene Corona-Pandemie wirkte sich
aufgrund niedriger Kfz-Schadenfrequenzen bedingt durch geringes Verkehrsaufkommen
zunächst mit 22 Mio. EUR positiv auf das versicherungstechnische Ergebnis und bislang
nur im geringen Umfang mit -10 Mio. EUR negativ auf das Kapitalanlageergebnis im Geschäftsbereich
Privat- und Firmenversicherung International aus. Es wird jedoch erwartet, dass der
bereits aus der Corona-Pandemie resultierende Rückgang des Prämienvolumens sich zeitlich
verzögert im zweiten Halbjahr 2020 und im Jahr 2021 negativ auf das versicherungstechnische
Ergebnis auswirken wird. Prämienentwicklung Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener
Lebens- und Rentenversicherung) verringerten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2019
um 12,6 % auf 2,8 (3,2) Mrd. EUR. Währungsbereinigt sanken die Bruttoprämien gegenüber
der Vergleichsperiode um 6,8 %. In der Region Europa verringerten sich die gebuchten Bruttoprämien um 10,1 % auf
2,1 Mrd. EUR, vor allem getrieben durch den Prämienrückgang bei Einmalbeiträgen in
der Lebensversicherungssparte der italienischen HDI Assicurazioni S.p.A. um 21,0%
auf 557 Mio. EUR. Die polnische TUiR WARTA S.A. steigerte ihr Prämienvolumen währungsbereinigt
um 2,3%. Während Prämien im Kfz-Geschäft um 0,2% sanken, konnte dies durch um 7,8%
gestiegene Prämien der sonstigen Sachversicherungen, insbesondere in der Wohngebäudeversicherung,
kompensiert werden. Eine positive Entwicklung zeigten auch die gebuchten Bruttoprämien
in der Türkei. Das Prämienvolumen der türkischen HDI Sigorta A.S. stieg währungsbereinigt
um 39,8 %, vor allem getrieben von der Kraftfahrt- als auch von der Wohngebäudeversicherung.
Die im dritten Quartal 2019 neu akquirierte Ergo Sigorta A. S war für sechs Monate
im ersten Halbjahr 2020 enthalten. Währungsbereinigt betrug der Rückgang des Prämienvolumens
in Europa 7,7 %. In der Region Lateinamerika sanken die gebuchten Bruttoprämien gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 19,0 % auf 699 (863) Mio. EUR insbesondere in Brasilien, Mexiko und Chile. Währungsbereinigt
betrug der Rückgang bei den gebuchten Bruttoprämien 4,6%. Die Beiträge der Gesellschaften
des Geschäftsbereichs in der Region Lateinamerika werden zum überwiegenden Teil aus
Kfz-Verträgen generiert. Deren Absatz ist rückläufig, da die Neuwagenverkäufe konjunkturbedingt
und durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gesunken sind. Versicherungstechnisches Ergebnis Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften sank gegenüber
der Vergleichsperiode um 0,8 Prozentpunkte auf 94,3 %. Die Verbesserung resultierte
mit 1,5 Prozentpunkten aus der Schadenquote. Bereinigt um die coronabedingten Entlastungen
beträgt die kombinierte Schaden-/Kostenquote 95,7 %. Das durch Ausgangbeschränkungen
gesunkene Verkehrsaufkommen infolge der Corona-Pandemie führte zu temporär niedrigeren
Kfz-Schadenfrequenzen und somit sinkenden Schadenquoten im ersten Halbjahr 2020. Die
Kostenquote des Geschäftsbereichs lag mit 29,5 % um 0,7 Prozentpunkte über Vorjahresniveau
(28,8 %). Während die Verwaltungskostenquote konstant blieb, erhöhte sich die Abschlusskostenquote
insbesondere bei der brasilianischen HDI Seguros und der polnischen TUiR Warta S.
A. Zur Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses in der Lebensversicherung
um 9 Mio. EUR trugen insbesondere Risikoprodukte der polnischen TUiR WARTA S. A. bei. Kapitalanlageergebnis Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019
um 11,8 % auf 167 (189) Mio. EUR. Der Rückgang resultierte aus dem um 51,1% auf 17
(34) Mio. EUR gesunkenen außerordentlichen Kapitalanlageergebnis aufgrund von Abschreibungen
auf Anteilspapiere infolge der Corona-Pandemie bei der italienischen HDI Assicurazioni
S. p. A. und der polnischen TUiR WARTA S. A. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis
des Geschäftsbereichs sank um 1,9 % auf 162 (165) Mio. EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode,
das im Wesentlichen getrieben ist durch ein niedrigeres Zinsniveau in allen Märkten,
insbesondere in Brasilien und der Türkei. Operatives Ergebnis und Konzernergebnis Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im ersten
Halbjahr 2020 mit 156 (146) Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,9% höheres
operatives Ergebnis (EBIT). Die Region Europa trug mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 16,5 % gestiegenen EBIT von 156 (134) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments
bei, was im Wesentlichen auf den Ergebnisbeitrag der polnischen TUiR WARTA S. A. sowie
der italienischen HDI Assicurazioni S. p. A. zurückzuführen ist. Dieser Anstieg kompensierte
das um 7 Mio. EUR gesunkene operative Ergebnis (EBIT) in der Region Lateinamerika.
Das Konzernergebnis nach Minderheiten erhöhte sich entsprechend um 4,5% auf 89 (85)
Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 0,2 Prozentpunkte auf 8,7 %. Weitere KennzahlenGESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTENscroll
GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONENscroll
RückversicherungSchaden-Rückversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Geschäftsentwicklung Der weltweite Markt für Schaden-Rückversicherung war im ersten Halbjahr von den Corona-Auswirkungen
auf die verschiedenen Sparten - insbesondere Deckungen von Betriebsunterbrechungen,
Veranstaltungsausfällen und Warenkrediten - geprägt. Die Unsicherheit bezüglich des
Ausmaßes der möglichen versicherten Schäden ist nach wie vor groß. Dies spiegelte
sich auch in den unterjährigen Erneuerungsverhandlungen wider, die trotz der anhaltenden
Kontakt-und Reisebeschränkungen reibungslos liefen. Hier waren Deckungen von finanzstarken
Rückversicherern mit ausgezeichneten Ratings gefragt, sodass wir teils deutliche Preis-
und Konditionenverbesserungen erzielen konnten. Prämienentwicklung Die gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung erhöhten sich zum
30. Juni 2020 um 16,9% auf 9,2 (7,8) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte
der Anstieg 16,3 % betragen. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 15,2% auf 6,9
(6,0) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte der Zuwachs 15,0 % betragen. Versicherungstechnisches Ergebnis Die Netto-Großschadenbelastung zum 30. Juni 2020 lag mit 737 (141) Mio. EUR deutlich
über dem Wert der Vergleichsperiode und deutlich über unserem Erwartungswert von 414
Mio. EUR für das erste Halbjahr. Für den Corona-Schadenkomplex haben wir insgesamt
600 Mio. EUR zurückgestellt. Der Aufstockung der Reserven um 380 Mio. EUR im zweiten
Quartal liegt im Wesentlichen die nicht absehbare Dauer und Intensität der Pandemie
zugrunde. Diese resultierten in zusätzlich zu erwartenden Schadenzahlungen, etwa für
Deckungen von Betriebsunterbrechungen, Warenkrediten oder Veranstaltungsausfällen. Darüber hinaus zählten zu den größten Naturkatastrophen-Schäden des ersten Halbjahres
Tornados in den USA mit einer zu erwartenden Nettobeteiligung von 31 Mio. EUR sowie
Buschbrände in Australien mit 26 Mio. EUR. Unter Großschäden summieren wir Katastrophen,
für die wir mehr als 10 Mio. EUR an Brutto-Schadenzahlungen erwarten. Als versicherungstechnisches Ergebnis war für das Segment Schaden-Rückversicherung
ein Verlust von 186 Mio. EUR zu verbuchen. Im Vorjahr hatte sich hier noch ein Gewinn
von 174 Mio. EUR ergeben. Vor dem Hintergrund der Risikovorsorge für mögliche Covid-19-Belastungen
verschlechterte sich die kombinierte Schaden-/Kosten-quote auf 102,3 (96,7)%. Bereinigt
um die Covid-19-bezogenen Schadenreserven und unter Berücksichtigung einer Großschadenbelastung
im budgetierten Rahmen hätte die kombinierte Schaden-/ Kostenquote 97,6 % betragen. Kapitalanlageergebnis Das Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen im Segment Schaden-Rückversicherung
fiel wegen geringerer ordentlicher Erträge um 8,8 % auf 443 (485) Mio. EUR). Insgesamt
lag das Kapitalanlageergebnis bei 468 (508) Mio. EUR. Darüber hinaus gab es corona-bedingte
Abschreibungen bei alternativen Kapitalanlagen in Höhe von 45 Mio. EUR. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments Schaden-Rückversicherung ging um 54,7%
auf 300 (662) Mio. EUR zurück. Die EBIT-Marge lag damit bei 4,4 (11,1) %. Personen-Rückversicherung
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscroll
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Veränderung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr in Prozent Geschäftsentwicklung Die Personen-Rückversicherung wurde im ersten Halbjahr nur gering von den Auswirkungen
der Corona-Pandemie beeinflusst, auch wenn die Zahl der gemeldeten Erkrankungs- und
Todesfälle im Verlauf der letzten Monate weltweit deutlich gestiegen ist. Vor dem
Hintergrund der hohen Anzahl an Erkrankungs- und Todesfällen in den USA, unserem größten
Markt, stammt auch der Großteil unserer weltweiten Corona-Schadenbelastungen in Höhe
von 63 Mio. EUR von dort. Damit blieb der Einfluss auf das Ergebnis im Segment Personen-Rückversicherung
per Ende Juni moderat. Unsere ersten Prognosen zur Auswirkung einer erhöhten Mortalität
erscheinen daher bislang eher konservativ. Allerdings sind auch hier die Unsicherheiten
hoch, sodass eine verlässliche Einschätzung bis auf Weiteres kaum möglich ist. Risiken existieren insbesondere im Bereich der Mortalitätsdeckungen in den Regionen,
in denen wir die Schwerpunkte unseres Mortalitätsgeschäfts haben, etwa in den USA
oder in Großbritannien. Im Individual-Berufsunfähigkeitsgeschäft (Disability Income
Insurance) erwarten wir ebenfalls erhöhte Schäden, während etwa bei Accidental Death
eher mit weniger Schäden zu rechnen ist. Neben einer generell höheren Nachfrage nach Rückversicherung ist bereits jetzt seitens
der Erstversicherer zudem eine verstärkte Nachfrage nach maßgeschneiderten Lösungen
zur Solvenzentlastung im Bereich Financial Solutions festzustellen. Auch über die von der Corona-Pandemie ausgelöste zusätzliche Nachfrage nach Risikodeckung
hinaus sehen wir einen anhaltenden Bedarf für maßgeschneiderte Deckungskonzepte aus
dem Bereich Financial Solutions, insbesondere in Asien. Im ersten Halbjahr konnten
wir hier unter anderem Verträge in China, Japan und Südkorea zeichnen. In Europa entwickelte
sich das Geschäft bei anhaltend hohem Kundeninteresse generell positiv. In Bezug auf
die Absicherung von Langlebigkeitsrisiken war neben den europäischen Märkten auch
weltweit großes Interesse auf der Kundenseite spürbar. Im US-Mortalitätsbestandsgeschäft
entwickelt sich das Ergebnis abgesehen von den Belastungen aus Covid-19 nach Plan.
Hier zahlen sich die Maßnahmen der Vergangenheit weiter aus. Prämienentwicklung Das Bruttoprämienvolumen im Segment Personen-Rückversicherung stieg zum 30. Juni
2020 um 3,3% auf 4,0 (3,8) Mrd. EUR. Bei unveränderten Währungskursen hätte sich ein
Wachstum von 3,6% ergeben. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 3,5 % auf
3,5 (3,4) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte der Zuwachs 3,8 % betragen. Kapitalanlageergebnis Das Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen im Segment Personen-Rückversicherung
ging auf 220 (294) Mio. EUR zurück, insgesamt betrug es 331 (364) Mio. EUR. Im Vorjahr
hatte ein Einmalertrag von 99,5 Mio. EUR aus der Umstrukturierung einer Beteiligung
das Kapitalanlageergebnis positiv beeinflusst. Das versicherungstechnische Ergebnis
im Segment Personen-Rückversicherung belief sich auf einen Verlust von 284 (-210)
Mio. EUR. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis (EBIT) fiel aufgrund der Geschäftsentwicklung im Halbjahr
sowie durch den Wegfall des oben beschriebenen Einmaleffekts um 25,6 % auf 210 (282)
Mio. EUR. Geschäftsbereich Rückversicherung insgesamtSTEURUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTscroll
Im Geschäftsbereich Rückversicherung fiel das Konzernergebnis im ersten Halbjahr
auf 200 (329) Mio. EUR, die Eigenkapitalrendite fiel um 7,0 Prozentpunkte auf 7,9
(14,9) %. Konzernfunktionen
Die Talanx Gruppe unterstützt den Ausbau von schnellem Internet in Frankreich. Sie
investiert 200 Mio. EUR und beteiligt sich an einer 2,1 Mrd. EUR umfassenden internationalen
Fremdkapitalfinanzierung. Die gesamten Infrastrukturinvestitionen der Talanx Gruppe
erhöhen sich dadurch auf rund 3 Mrd. EUR. Bisher hat sie besonders stark in Wind-
und Solarenergie-Projekte investiert und steigt mit der Finanzierung dieses französischen
Glasfaserkabel-Projektes jetzt in eine neue Anlageklasse ein. Rückversicherungsspezialisten im Konzern Im Segment Konzernfunktionen weisen wir seit 2019 versicherungstechnisches Geschäft
aus, das von Konzerngesellschaften an die Talanx AG zediert wird. Im ersten Halbjahr
2020 betrugen die gebuchten Bruttoprämien aus diesem Geschäft 370 (46) Mio. EUR; sie
resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung,
Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International.
Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment Konzernfunktionen betrug im ersten
Halbjahr 2020 -23 (-9) Mio. EUR und beinhaltet einen coronabedingten Schadenaufwand
für Betriebsschließungsschäden von 10 Mio. EUR sowie zwei weitere Großschäden des
Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland in Höhe von 10 Mio. EUR
bzw. 5 Mio. EUR. Kapitalanlagespezialisten im Konzern Die Ampega Asset Management GmbH betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft
Ampega Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen
der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen
wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst verwalteten Kapitalanlagen
des Konzerns stiegen auf 126 (123) Mrd. EUR. Der Beitrag der beiden Gesellschaften
und der Ampega Real Estate GmbH in Summe zum operativen Ergebnis im Segment betrug
im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 33 (22) Mio. EUR. Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und
Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im
Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen.
In der Investmentbranche erfolgte nach einem freundlichen Jahresauftakt mit moderaten
Kursgewinnen und Mittelzuflüssen in allen Produkt- und Absatzsegmenten in den Monaten
März und April ein scharfer Einbruch. Ursächlich hierfür waren die in Europa sich
rasant ausbreitenden Erkrankungen an Covid-19 und der damit im Zusammenhang stehende
internationale "Lockdown". Sowohl Aktien als auch festverzinsliche Wertpapiere verzeichneten
gravierende Kurseinbrüche. Gleichzeitig waren insbesondere im Privatkundengeschäft
Mittelabflüsse bei Publikumsfonds zu verzeichnen. Etwas stabiler verlief die Mittelbewegung
im institutionellen Geschäft, das aber auch unter den zeitanteiligen Vorjahreswerten
lag. Dank massiver finanzieller Intervention seitens der Staatengemeinschaft setzte
ab Mai 2020 eine deutliche und unvermutet steile Kurserholung in der Breite des Marktes
ein. Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens stieg um 0,3% auf 27,9 Mrd. EUR gegenüber
dem Jahreseingangsniveau (27,8 Mrd. EUR). Die Hälfte des Gesamtvolumens, nämlich 13,3
(12,7) Mrd. EUR, werden im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und
Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 7,4 (7,3) Mrd. EUR auf
institutionelle Drittkunden und mit 7,1 (7,7) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres
wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung
betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen blieb im ersten Halbjahr 2020
stabil bei -10 (-10) Mio. EUR. Höhere Belastungen in der Versicherungstechnik konnten
durch gestiegene Provisionserlöse aus der Kapitalanlageverwaltung kompensiert werden.
Das im ersten Halbjahr 2020 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis
für dieses Segment betrug nach Finanzierungszinsen -37 (-50) Mio. EUR. Vermögens- und FinanzlageVermögenslage
Wesentliche Entwicklungen der Vermögensstruktur Die Erhöhung unserer Bilanzsumme um 2,3 Mrd. EUR auf 179,9 Mrd. EUR ist hauptsächlich
auf den Zuwachs der Kapitalanlagen (+3,3 Mrd. EUR) und den Anstieg der Forderungen
aus dem Versicherungsgeschäft (+0,9 Mrd. EUR) zurückzuführen. Gegenläufig hierzu sind
die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
um 1,1 Mrd. EUR und die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen
Rückstellungen um 0,7 Mrd. EUR zurückgegangen. Kapitalanlageentwicklung Aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie und der daraus resultierenden Auswirkungen
auch für die Kapitalmärkte hat die Ampega als Asset Manager des Talanx Konzerns ein
spezielles Krisenmanagement etabliert. Dieses Krisenmanagement für Kapitalanlagen
ist geprägt durch zeitnahe Überwachungen und Ad-hoc-Reportings. Aufgrund der sehr
guten Bonität der Wertpapiere waren die monetären Auswirkungen auf die Kapitalanlagen
des Talanx Konzerns bislang eher gering. Durch eigene Szenario-Analysen konnten für
die verschiedenen Portfolios individuelle Investitionsmaßnahmen ergriffen werden. Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg im Laufe des ersten Halbjahres 2020 um 2,4%
und betrug 137,4 (134,1) Mrd. EUR. Der Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen
stieg um 2,6 % auf 125,8 (122,6) Mrd. EUR. Der Bestandsanstieg der selbst verwalteten
Kapitalanlagen ist vorrangig marktbedingt. Die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen
Geschäft wurden im Rahmen der jeweiligen gesellschaftsspezifischen Vorgaben angelegt.
Der Bestand an Investmentverträgen liegt konstant bei 1,2 Mrd. EUR. Die Depotforderungen
stiegen leicht um 1,1 % auf 10,4 (10,3) Mrd. EUR. Der Talanx Konzern überwacht das Liquiditätsrisiko seiner Kapitalanlagen durch die
Zuordnung der Kapitalanlagen in sogenannten Liquiditätsklassen, wobei die Kategorien
L0-L3 Cash-Äquivalente bzw. Kapitalanlagen höchster Liquidität beinhalten. Im Zuge
der Krise war ein Bestandsrückgang zu beobachten, allerdings liegt der Bestand immer
noch deutlich über den internen Mindestanforderungen. Auch im ersten Halbjahr 2020 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste
Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen
Kapitalanlagestruktur im Wesentlichen in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag
aus dieser Anlageklasse betrug 1,6 (1,5) Mrd. EUR und wurde im Berichtszeitraum weitestgehend
reinvestiert. Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote börsennotierter Titel)
lag zum Halbjahresende bei 0,9 (0,8) %. ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN In % ![]() 30.6.2020/31.12.2019 ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSENscroll
1
Derivate nur mit positiven Marktwerten Festverzinsliche Wertpapiere Der Bestand an festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken-und Policendarlehen)
stieg im ersten Halbjahr 2020 um 2,6 Mrd. EUR und betrug zum Halbjahresende 112,8
(110,2) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 82 (82) %, bezogen auf den Gesamtbestand
der Kapitalanlagen, weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen
dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilten sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien
"Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf. Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere", deren Volatilität sich
im Eigenkapital niederschlägt, bilden mit 83,8 (81,5) Mrd. EUR und 74(74)% des Gesamtbestands
des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere den größten Anteil und sind im ersten
Halbjahr um ca. 2,3 Mrd. EUR gestiegen. Die Bewertungsreserven -also die saldierten
stillen Lasten und stillen Reserven - sind seit dem Jahresende 2019 von 5,6 Mrd. EUR
auf 6,7 Mrd. EUR gestiegen. Wie in den Ausführungen zu den Kapitalmärkten beschrieben,
stehen die Zinsmärkte in einem Spannungsfeld, in dem sich die Spreads generell von
Eurokrisenniveaus auf langfristige Durchschnittsniveaus erholt haben. In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" werden im Wesentlichen Staatspapiere
oder ähnlich sichere Papiere gehalten. Den wesentlichen Bestand stellen weiterhin
Pfandbriefe dar. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der
Kategorie "Darlehen und Forderungen" betrug zum Halbjahresende 27,9 (27,6) Mrd. EUR;
er stellt damit unverändert 25% des Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen
Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und
Forderungen" (inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) stiegen von 5,1 Mrd. EUR
auf 5,6 Mrd. EUR. Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden auch
im laufenden Geschäftsjahr den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren.
Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 45,8 (44,7) Mrd.
EUR. RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERE In % ![]() 30.6.2020/31.12.2019 Der Talanx Konzern verfolgt eine konservative Anlagepolitik. So besitzen 76 (75)
% der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating
der Klasse A. Trotz einer massiven Down-Grade-Welle seit Ausbruch der Corona-Pandemie
sind die Ratings der Emittenten in der Ampega-Coverage insgesamt stabil geblieben. Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem
Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Markwertbasis 5,4 (5,1)
Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 4,3 (4,1) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen. Allgemein waren Rating-Herabstufungen im Bereich CLOs bisher relativ moderat. Loan-
und CLO-Primärmärkte zeigen die ersten Normalisierungsschritte mit 2 bis 5% Year-to-Date-Nettowachstum.
Daher ergaben sich im Portfolio der Talanx Gruppe keine relevanten Auswirkungen auf
die Ratingstruktur. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx Konzern unverändert
die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 19 (19) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio.
Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und
australischen Dollar gehalten, die in Summe 8 (7) % aller Kapitalanlagen ausmachen.
Der Gesamtanteil innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Fremdwährungen
zum 30. Juni 2020 beträgt 34 (34) %. Aktien und Aktienfonds Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände
(ohne "Übrige Kapitalanlagen") lagen mit 164 Mio. EUR auf Jahresendniveau (166 Mio.
EUR). Immobilien inklusive Anteile an Immobilienfonds Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremd genutzten Immobilien 3,2 (3,2) Mrd. EUR.
Hinzu kommen 1,2 (1,2) Mrd. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten
der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremd genutzten Immobilienbestand
in Höhe von 33 (30) Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen in
nicht nennenswerter Höhe an. Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 15 (5)
Mio. EUR. Diesen Abschreibungen standen keine Zuschreibungen gegenüber. Im Bereich
der eigenverwalteten Immobilien gab es bisher keine gewinn- und verlustwirksamen Effekte
aus Mietstundungen u. ä. Infrastrukturinvestments Derzeit ist die Talanx mit insgesamt über 2,9 (2,5) Mrd. EUR sowohl direkt als auch
indirekt in Infrastrukturprojekten investiert. Im zweiten Quartal 2020 hat die Talanx
ihr Infrastruktur-Portfolio inter alia durch Projekte im Bereich Glasfaser und eine
indirekte Minderheitsbeteiligung an der EWE AG weiter ausbauen und diversifizieren
können. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina
pro Projekt von 30 Mio. EUR bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 50 Mio. EUR bis 200
Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Die Assetklasse Infrastruktur hat sich gegenüber den aktuellen und durch Covid-19
verursachten Marktbewegungen in hohem Maße stabil gezeigt. Die insgesamt hohe Wertstabilität
begründet sich im Wesentlichen dadurch, dass die betreffenden Assets die Basisbedürfnisse
einer Bevölkerung adressieren und damit eine wenig elastische Nachfrage aufweisen.
D. h. die Nachfrage ist weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen
und für institutionelle Investoren daher sehr gut planbar. Gleichzeitig passen die
Projekte zu dem in Teilen langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die
Affinität zu langen Laufzeiten und unserem Know-how in diesem Bereich gelingt es uns,
Illiquiditäts-, Komplexitäts- und Durationsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten
Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten
Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Wind- und Solarparks,
Stromnetzen, Versorgern, Transportprojekten, Glasfaseranbieter und Public-Private-Partnership
(PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland. Private Equity Ebenfalls verfügt die Talanx Gruppe über ein langfristig ausgerichtetes Private-Equity-Portfolio
mit breiter Diversifikation: Investiert wurde weltweit in mehr als 100 Fonds. Das
Portfolio ist über viele Sektoren gestreut - Zielunternehmen aus dem größten und recht
resilienten Segment Computer und Software haben dabei genauso wie Unternehmen des
Segments Medical Health einen nenneswerten Anteil. Das Portfolio ist ebenso defensiv
wie performant entwickelt -im Vergleich zu den Verwerfungen auf den öffentlichen Märkten
ist eine geringere Bewertungsvolatilität gegeben. KapitalanlageergebnisENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSESscroll
Das Kapitalanlageergebnis des ersten Halbjahres betrug 1.785 (1.986) Mio. EUR und
liegt unter dem Vorjahresniveau. Die annualisierte Kapitalanlagerendite des selbst
verwalteten Kapitalanlagebestandes fiel auf 2,7 (3,3) %. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge betrugen zum Halbjahresende 1.613 (1.778) Mio.
EUR. Die hierin enthaltenen laufenden Erträge aus Zinsen lagen bei 1,3 (1,4) Mrd.
EUR. Das weiterhin niedrige Kapitalmarktzinsniveau führte zu einem Durchschnittskupon
des Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren von 2,7 (2,8) %. Darüber hinaus gab
es einen Rückgang der Erträge aus privatem Beteiligungskapital in Höhe von 58 Mio.
EUR auf 83 (141) Mio. EUR. Die Erträge aus Investitionen im Immobilienbereich waren
zudem leicht rückläufig. Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag über dem Vorjahresniveau
und betrug in Saldo 325 (268) Mio. EUR. Die positiven Realisate resultieren aus der
regelmäßigen Portfolioumschichtung in allen Segmenten und zusätzlich aus der Anforderung
zur Hebung von stillen Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen
und Pensionskassen. Im Vergleich zum Vorjahr waren im ersten Halbjahr dieses Jahres im Wesentlichen aufgrund
der Markteinbrüche zum ersten Quartal per saldo höhere Abschreibungen erforderlich.
Diese betragen insgesamt 183 (96) Mio. EUR. Neben den planmäßigen Abschreibungen auf
direkt gehaltene Immobilien und Infrastrukturinvestments von 50 (47) Mio. EUR entfielen
außerplanmäßige Abschreibungen auf den Bereich Aktien von 48 (5) Mio. EUR, auf festverzinsliche
Wertpapiere von 16 (2) Mio. EUR und auf sonstige Kapitalanlagen von insgesamt 70 (42)
Mio. EUR. Bei den letzteren entfielen 55 Mio. EUR auf den Bereich der alternativen
Kapitalanlagen. Insbesondere in den Abschreibungen auf Aktien und alternative Kapitalanlagen
spiegeln sich die durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten und noch zu erwartenden
Verwerfungen bei den Unternehmen auch im Bereich privates Beteiligungskapital und
Emittenten hochverzinslicher Anleihen wider. Im Talanx Konzern gab es zum Halbjahresabschluss
keine CLO-Positionen, die wertberichtigt werden mussten. Das unrealisierte Ergebnis verschlechterte sich per saldo von 73 Mio. EUR auf 36
Mio. EUR. Für das Kreditrisiko spezieller Lebensrückversicherungsverträge (ModCo),
bei denen Wertpapierdepots von Zedenten in unserem Namen gehalten werden, bilanzieren
wir ein Derivat, aus dessen Wertentwicklung sich im Berichtszeitraum erfolgswirksame
unrealisierte Verluste in Höhe von 10 (Gewinne von 9) Mio. EUR ergeben haben. Der
übrige Rückgang ist auf Marktwertveränderungen unserer erfolgswirksam zum Zeitwert
bewerteten Bestände zurückzuführen. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen stieg auf 127 (87) Mio. EUR
an. KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN 1scroll
1
Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle FinanzlageAnalyse der Kapitalstruktur
Wesentliche Entwicklungen der Kapitalstruktur Insgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen in Relation zur Vergleichsperiode
um 3,7 % bzw. 4,3 Mrd. EUR auf 121,7 (117,4) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel
im Wesentlichen auf die Rückstellung für Prämienüberträge (+1,9 Mrd. EUR), die Rückstellungen
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+1,6 Mrd. EUR) sowie die Deckungsrückstellungen
(+1,0 Mrd EUR). Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus
dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen,
aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 89,4 (88,3)%; es bestand
eine Überdeckung der Rückstellung von 14,5 (15,5) Mrd. EUR. EigenkapitalEntwicklung des Eigenkapitals Das Konzerneigenkapital hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 43 Mio. EUR (0,4%)
vermindert. Hierbei wurde das Periodenergebnis, das in Höhe von 325 (477) Mio. EUR
auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt
wurde, durch die Dividendenzahlung in Höhe von 379 (367) Mio. EUR an die Aktionäre
der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums überkompensiert. Die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) haben sich gegenüber
dem 31. Dezember 2019 lediglich um 11 Mio. EUR auf 676 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung
der übrigen Rücklagen resultiert einerseits aus der positiven Entwicklung der nicht
realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen (+710 Mio. EUR) und den versicherungsmathematischen
Gewinnen auf Pensionsrückstellungen (+20 Mio. EUR), denen unter anderem die Veränderung
aus der Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer/Shadow Accounting (-482 Mio. EUR)
und negative Effekte aus der Währungsumrechnung (-241 Mio. EUR) entgegen wirkten.
Bei den nicht realisierten Kursgewinnen aus Kapitalanlagen wirkt sich insbesondere
der Umstand aus, dass die im Vergleich zum Vorjahresende noch immer etwas ausgeweiteten
Kreditaufschläge durch die rückläufigen Zinsen mehr als ausgeglichen wurden. ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSscroll
DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE 1 EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERscroll
Analyse Fremdkapital Die gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag unverändert 3,5
Mrd. EUR. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 8 "Nachrangige
Verbindlichkeiten". Zum 30. Juni 2020 bestehen zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien über
einen Gesamtnominalbetrag von 500 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag sind diese unverändert
zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehenden syndizierten Kreditlinien
können von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change
of Control kommt, d. h., wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere
Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.
die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals
der Talanx AG erwirbt. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 10 "Begebene Anleihen und
Darlehen". Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die
Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis
zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender
Basis zur Zeichnung anzudienen. Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Sonstige Angaben - Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen". Weitere Berichte und ErklärungenRisikobericht In unserem Geschäftsbericht für das Jahr 2019 haben wir unser Risikoprofil und die
verschiedenen Risikoarten gemäß Deutschem Rechnungslegungsstandard DRS 20 dargestellt.
Auf eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Risikoarten wird hier unter Verweis
auf die Angaben im Geschäftsbericht 2019, Seite 102 ff., verzichtet. Die Risikoberichterstattung
im Halbjahresfinanzbericht konzentriert sich auf relevante Veränderungen der Risikolage,
die nach der Erstellung des Talanx Konzerngeschäftsberichts 2019 eingetreten sind. Das Gesamtbild der Risikolage bleibt dabei unverändert; es sind weiterhin keine konkreten
Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell
beeinträchtigen könnten. Der Talanx Konzern hat ein funktionsfähiges, angemessenes
Governance- und Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt
wird und hohen Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir sind damit in der
Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern. An unser Governance-System
werden durch die Corona-Pandemie keine Änderungserfordernisse gestellt. Unsere Business-Continuity-
und Risikomanagementmaßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der Krisenbewältigung. Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach aufgeführt - bestimmen weiterhin
das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage,
das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden/Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko,
das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung, das operationelle Risiko
sowie das Rückversicherungsausfallrisiko. Gleichermaßen kommt der Diversifikation
für die Bestimmung des Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert
aus unserer geografischen Diversität und der Geschäftsdiversität. Dadurch ist der
Konzern auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut aufgestellt. Die Corona-Pandemie führt zu Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft, die auch einzelne
unserer Gesellschaften oder den Konzern belasten. Die Pandemie hat bereits starke Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Wertverluste an
den Finanzmärkten betreffen auch von uns gehaltene Assets. Zum einen sind durch die
Pandemie die Aktienmärkte flächendeckend eingebrochen. Obwohl der Aktienmarkt sich
im zweiten Quartal bereits merklich erholt hat, konnte das Vorkrisenniveau noch nicht
wieder erreicht werden. Die langfristigen Zinsen im Euroraum sind durch die Corona-Pandemie
weiter gesunken. Auch die deutlich erkennbare Spreadausweitung erhöht das Marktrisiko.
Zwar ist auch hier bereits eine Erholung zu verzeichnen, aber die Spreads liegen weiterhin
deutlich über Vorkrisenniveau. Die gestiegene Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung
sowie die gesunkenen langfristigen Zinsen wirken risikoerhöhend. Dem begegnen wir
im Rahmen unserer konservativen Kapitalanlage sowie durch strenges Asset-Liability-Management. Die Wirkung auf das versicherungstechnische Risiko hängt auch stark von der weiteren
Geschäftsentwicklung ab. Das Kreditrisiko ist bei uns von Forderungsausfallrisiko gegenüber Rückversicherern
geprägt. Innerhalb des unbesicherten Bestandes ist der überwiegende Anteil unserer
Rückversicherungspartner/Retro-zessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser
klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit gutem Rating ist Ausdruck unseres
Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden. In Bezug auf das Liquiditätsrisiko gehen wir unverändert davon aus, auch größeren,
unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen zu können. An den Einschätzungen zum operationellen Risiko gibt es aktuell keine wesentlichen
Änderungen. Bisher zeigt sich insbesondere die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Geschäftsfortführungsplanung. Als mittelbare Folge der Pandemie sind wirtschaftliche und gesellschaftliche Anpassungsprozesse
bzw. deren Beschleunigung zu erwarten (beispielsweise umfassendere Digitalisierung).
Hieraus entstehen für die Gruppe und ihre Tochtergesellschaften strategische Chancen
und Risiken im Hinblick auf neue Produkte und Geschäftsfelder sowie mögliche Opportunitäten. Für Versicherer können sich Reputationsrisiken ergeben, sofern sie sich in der aktuellen
Situation als kundenfern oder übermäßig bürokratisch erweisen. Aktuell kommt es mehr
denn je darauf an, gemeinsam mit Kunden und Geschäftspartnern nach Wegen zum Umgang
mit der schwierigen Situation zu suchen und Weichenstellungen für die Zeit nach der
Pandemie zu treffen. Durch die hohe Unsicherheit können auch kurzfristig neue Emerging Risks resultieren,
deren Entwicklung eventuell schneller als in der Vergangenheit verläuft. Wir beobachten
die Situation sehr genau, um aufkommenden Chancen und Risiken kurzfristig begegnen
zu können. Wir gehen unverändert davon aus, im Konzern die selbst gesetzten Grenzen in Bezug
auf die Solvency-II-Quote einzuhalten. Der weitere Verlauf der Pandemie, insbesondere
im Hinblick auf mögliche weitere Infektionswellen und erneute resultierende weltwirtschaftliche
Schocks ist unklar, sodass Prognosen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Ein weiteres, die derzeitige Risikolage bestimmendes Themenfeld stellt das Zinsniveau
und dessen Entwicklung dar. So könnte u. a. eine lang anhaltende Niedrigzinsphase
bei Teilen des Lebensversicherungsbereiches aufgrund des erhöhten Zinsgarantie- und
Wiederanlagerisikos zu erheblichen Belastungen der Ertragslage und der Solvabilität
führen. Den Risiken aus dem niedrigen Zinsniveau begegnen die Lebensversicherer und
insbesondere auch die Pensionskassen mit umfangreichen Maßnahmen, die die Fähigkeit
der Gesellschaften verbessern, die Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern
auch zukünftig zu erfüllen. Daneben bilden die sogenannten Spreadrisiken risikoreicher Rentenanlagen ein bedeutendes
Risiko. Auch dieses Risiko wird durch die wirtschaftlichen Folgen aus der Corona-Pandemie
weiter verstärkt. Systemische Risiken, insbesondere für die Finanzmarktstabilität, können den Konzern
einerseits direkt als Akteur am Finanzmarkt und indirekt über potenzielle negative
Wirkungen auf seine Kunden betreffen. Gleichermaßen stellen die politischen und volkswirtschaftlichen Unsicherheiten, sowohl
in den bestehenden Kernmärkten, als auch in unseren Ziel- und Wachstumsmärkten, Risiken
für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar. Insbesondere ergeben sich Unsicherheiten
aus der bisher noch nicht definierten künftigen Beziehung zwischen der EU und dem
zum Februar 2020 aus der EU ausgetretenen Vereinigten Königreich. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten für die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen
unserer unternehmerischen Tätigkeit in allen Ländern, in denen der Konzern vertreten
ist. Zudem stellen mögliche Änderungen der Rechtslage aufgrund der Corona-Pandemie
ein potenzielles Risiko dar. Unsere deutschen Lebensversicherungsgesellschaften sind weiterhin spezifischen rechtlichen
Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen auch steuerliche Risiken in Bezug auf die Behandlung
von bestimmten Kapitalanlageinstrumenten im Rahmen der Betriebsprüfungen. Ein weiteres spezifisches Risiko stellt die politisch-ökonomische Situation in Italien
dar, da im Konzern auch Direktinvestitionen in italienische Titel gehalten werden,
die zu Wertberichtigungen führen könnten. Insgesamt sind diese Risiken jedoch sehr
limitiert. AusblickWirtschaftliche Rahmenbedingungen Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte deutet sich eine Stabilisierung des weltweiten
Wachstums nach dem Einbruch aufgrund der Corona-Pandemie an. Ein Haupttreiber sind
die fortschreitenden Lockerungen von Mobilitätsbeschränkungen und wirtschaftspolitische
Stimuli. Gleichzeitig sorgen stark steigende Infektionszahlen in einigen Teilen der
Welt für wieder aufkeimenden konjunkturellen Pessimismus. Zwar ist zu erwarten, dass
auf zukünftige Infektionsherde tendenziell mit lokalen statt flächendeckenden Mobilitätsrestriktionen
reagiert werden dürfte. Nichtsdestotrotz werden solche Restriktionen mit spürbaren
ökonomischen Kosten verbunden sein. In den großen Industrienationen erwarten wir grundsätzlich eine dynamische Erholung
der Wirtschaft. Unter anderem dürften Geld-und Fiskalstimuli für hohe Wachstumsraten
in der zweiten Jahreshälfte sorgen. Auch in den Schwellenländern ist eine konjunkturelle Erholung im zweiten Halbjahr
wahrscheinlich. Jedoch ist hier eine höhere Heterogenität innerhalb dieser Ländergruppe
zu erwarten, abhängig vom Pandemieverlauf und den jeweiligen wirtschaftspolitischen
Spielräumen. Die chinesische Volkswirtschaft scheint bereits im zweiten Quartal 2020
wieder positive Wachstumsraten erzielt zu haben. Der Wachstumseinbruch sowie der starke Rückgang der Rohstoffpreise dürften mittelfristig
für eine anhaltend niedrige Inflation sorgen. Analog sprechen diese Rahmenbedingungen
für eine anhaltend expansive Geldpolitik. Kapitalmärkte Zinsmärkte stehen im Spannungsfeld zwischen konjunktureller Belebung auf der einen
sowie interventionistischer Zentralbankpolitik und anhaltend hohem Sicherheitsbedürfnis
der Investoren auf der anderen Seite. Die erwartete Beschleunigung der globalen Wachstumsdynamik
und eine expansivere Geldpolitik sollte die Entwicklung der Aktienmärkte unterstützen.
Ein Großteil dieser positiven Erwartungen scheint allerdings bereits in den Kursniveaus
reflektiert zu sein, weshalb wir nur begrenztes Aufwärtspotenzial bei gleichzeitig
hoher Volatilität erwarten. Voraussichtliche finanzielle Entwicklung des Konzerns Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie und der erheblichen Unsicherheit über die
weitere Entwicklung des Wirtschafts- und Kapitalmarktumfelds hatten wir am 21. April
2020 unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Das ursprüngliche
Gewinnziel lag in einer Bandbreite von mehr als 900 bis 950 Mio. EUR. Die Phase außergewöhnlicher Unsicherheit hält unverändert an. Die Ermittlung eines
validen Ergebnisausblicks ist daher nicht möglich, sodass wir auf die Darstellung
von Steuerungsgrößen auf Konzern-und Segmentebene verzichten. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2020 liegt mit 325 Mio. EUR stärker als
das Ergebnis des ersten Quartals unter dem Vorjahresniveau (477 Mio. EUR). Ein Hochrechnen
des Halbjahresergebnisses auf das Gesamtjahr 2020 erscheint uns nicht möglich, da
wir auch in den kommenden Quartalen mit weiteren finanziellen Lasten aus der Pandemie
und der Eintrübung des Wirtschafts- und Kapitalmarktumfelds rechnen. Wir streben aus heutiger Sicht unverändert eine Ausschüttungsquote von 35% bis 45%
des IFRS-Ergebnisses und eine Fortsetzung unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik
an. Einschätzung künftiger Chancen und Herausforderungen Die aktuelle Pandemie, die durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wurde, hat sich neben
der menschlichen Tragödie auch zu einer globalen Wirtschaftskrise entwickelt. Die
Welt, wie wir sie kennen, wird hierdurch grundlegend verändert werden. Dies bietet
aber auch Chancen. In der aktuellen Krise hat die Talanx Tochtergesellschaft HDI Versicherung
AG im Gegensatz zu den meisten anderen Versicherern in Deutschland entschieden, im
Rahmen der Coronakrise für Schäden durch Betriebsschließungen wegen Infektionsgefahr
aufzukommen, sofern dies in den Versicherungsbedingungen vereinbart wurde, auch wenn
ein solches Risiko nicht in die aktuarielle Kalkulation der Beiträge eingeflossen
ist. Dies erhöht unsere Reputation als Versicherungsunternehmen und zeigt, dass wir
zu den Versprechen stehen, die wir unseren Kunden geben. Durch die vermehrte Nutzung digitaler Services bietet sich uns die Chance, unsere
digitalen Projekte schneller voranzutreiben als es bisher der Fall war. Auch bietet
sich uns die Chance, vermehrt Prämien über Onlinevertriebskanäle zu vertreiben. Infolge
der Krise ist die Solvenz der meisten Erstversicherungsunternehmen weltweit gesunken.
Dadurch kommt es zu einem erhöhten solvenzbedingten Rückversicherungsbedarf, der durch
unsere Tochtergesellschaft, die Hannover Rück SE, gedeckt werden kann. Zuletzt führt die Krise auch dazu, dass der Wandel unserer Unternehmenskultur beschleunigt
wird. In der Krise haben wir gezeigt, dass wir uns an veränderte Umstände schnell
anpassen können. Den plötzlichen Umstieg großer Teile der Konzernmitarbeiter von Büroarbeit
ins Homeoffice in kürzester Zeit haben wir problemlos bewältigt. Damit haben wir einen
wichtigen Meilenstein im Hinblick auf die Transformation zu einer agilen Organisation
erreicht. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognose- und Chancenbericht des
Konzerngeschäftsberichts 2019. KonzernzwischenabschlussKonzernbilanzKONZERNBILANZ - AKTIVAscroll
KONZERNBILANZ - PASSIVAscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern-Gewinn-und Verlustrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Aufstellung der Veränderung des KonzernEigenkapitalsAUFSTELLUNG DER VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
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Die übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow
Accounting sowie sonstige Veränderungen Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern-Kapitalflussrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
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Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 127 (124) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden
von 117 (182) Mio. EUR und erhaltene Zinsen von 1.887 (1.754) Mio. EUR werden dem
Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen Dividenden
beinhalten ebenfalls dividendenähnliche Gewinnbeteiligungen aus Investmentfonds sowie
Private-Equity-Gesellschaften ÜBERLEITUNG DER SCHULDEN AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNIscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Anhang und ErläuterungenAllgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRSAllgemeine Aufstellungsgrundsätze Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2020 wurde in Übereinstimmung mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen
Union anzuwenden sind. Der verkürzte Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz,
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der
Veränderung des KonzernEigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und ausgewählten
erläuternden Anhangangaben, berücksichtigt auch die Anforderungen des IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Konzernabschlusses
und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer der erstmaligen Anwendung neuer
und geänderter Standards, wie nachfolgend erläutert. In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei der Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses
in größerem Umfang auf Schätzverfahren und Annahmen zurück als bei der jährlichen
Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen während der laufenden Zwischenberichtsperiode
mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
ergaben sich nicht. Der Steueraufwand (inländische Ertragsteuern, vergleichbare Ertragsteuern
ausländischer Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten Steuern) wird unterjährig
mittels eines für das Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet, der
auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der unterjährigen Fortschreibung der
Pensionsrückstellungen wird der versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der Zinsveränderung
auf die Pensionsverpflichtungen zum Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige Rücklagen)
erfasst. Andere versicherungsmathematische Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind Schätzungen in höherem Maße mit Unsicherheit
behaftet, weshalb im aktuellen Abschluss verstärkt auf Szenariorechnungen zurückgegriffen
wurde. Auswirkungen der Pandemie auf den Konzernabschluss der Talanx ergeben sich
bisher vorwiegend in den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung.
Für eingetretene Schäden für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres wurden in der
Schaden-Erst- und Rückversicherung insgesamt rund 761 Mio. EUR zurückgestellt (davon
Schaden-Rückversicherung 600 Mio. EUR und Industrieversicherung 107 Mio. EUR). Die
außerplanmäßigen Abschreibungen auf gehaltene Investments belaufen sich insgesamt
auf 134 Mio. EUR und entfallen vorwiegend auf Aktien (48 Mio. EUR) und alternative
Kapitalanlagen (55 Mio. EUR). Hier spiegeln sich unter anderem die im Zuge der Covid-19-Pandemie
erwarteten wirtschaftlichen Turbulenzen wider. Die als Ansatzpunkt zur Identifikation von möglichen Wertminderungen nicht finanzieller
Vermögenswerte definierten Schwellenwerte wurden nicht überschritten. Direkte Unterstützungsmaßnahmen hat der Talanx Konzern nicht in Anspruch genommen.
Lediglich in den USA profitierten Tochtergesellschaften durch den erlassenen Cares
Act ("Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act"), der es durch geänderte
Möglichkeiten des steuerlichen Verlustrücktrages erlaubt, Verluste auf Jahre mit höheren
Steuersätzen zurückzutragen und somit einen Steuervorteil in Höhe von 11 Mio. USD
zu realisieren. Der Zwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben
erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR). Dadurch kann es in den Tabellen dieses
Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich in
der Regel auf das Vorjahr. Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von Standards Der Konzern hat die folgenden geänderten IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2020 übernommen;
wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich nicht:
Im Mai 2020 hat das IASB ein Amendment zu IFRS 16 "Leasing": C ovid-19-bedingte Änderungen
an IFRS 16 herausgebracht. Das Amendment soll Leasingnehmern die Bilanzierung von
Zugeständnissen, wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe, erleichtern,
die im direkten Zusammenhang mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie gewährt werden.
Die Änderung ist auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2020
beginnen. Da keine Konzerngesellschaften Covid-19-bedingte Mieterleichterungen in
Anspruch genommen haben, als auch noch keine Übernahme in europäisches Recht erfolgt
ist, wird im vorliegenden Abschluss von der Erleichterung kein Gebrauch gemacht. Das IASB hat im Juni 2020 Änderungen an IFRS 17 "Versicherungsverträge" zusammen
mit einer Änderung an IFRS 4 herausgegeben. Die Änderung beinhaltet eine Verschiebung
der Erstanwendung des IFRS 17 um zwei Jahre, d. h. auf den 1. Januar 2023 - wobei
eine frühere Anwendung zulässig ist. Die für Versicherer geltende Ausnahme von der
Erstanwendung des IFRS 9 wird ebenfalls auf den 1. Januar 2023 verschoben, sodass
beide Standards weiterhin gleichzeitig erstmals angewendet werden können. Durch die
Veröffentlichung wurden gezielte Änderungen des IASB an IFRS 17 abgeschlossen, wie
z. B. Vereinnahmung von Gewinnen nicht nur entsprechend dem erbrachten Versicherungsschutz,
sondern auch entsprechend erbrachter Investmentmanagement-Dienstleistungen, Verteilung
der Abschlusskosten auch auf erwartete Vertragsverlängerungen außerhalb der Vertragsgrenzen
des ursprünglichen Vertrages, Ausweis von Aktiva und Passiva aus Versicherungsverträgen
auf Portfolio-Ebene statt auf Gruppenebene von Versicherungsverträgen, Rückversicherung
verlustträchtiger Verträge soll als Gewinn berücksichtigt werden dürfen, soweit sie
die verlustträchtigen Verträge deckt. Der Konzern befasst sich mit den Auswirkungen
der Änderungen im Rahmen seines Umsetzungsprojekts. Die Anwendung von IFRS 17, einschließlich
dieser Änderungen, sowie der weitere Aufschub der IFRS-9-Anwendung setzt ein EU-Endorsement
voraus. Zu weiteren Erläuterungen hinsichtlich der Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9
sowie des IFRS 17 auf den Konzernabschluss verweisen wir auf den Konzernjahresfinanzbericht
des Vorjahres. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bezüglich der im Geschäftsjahr 2019 vorgenommenen retrospektiven Anpassungen verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2019 (Seite 139 f.), Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden in Übereinstimmung mit
IAS 8 retrospektiv ohne Auswirkung auf das Konzernergebnis korrigiert. Eine Verrechnung
erfolgt vollständig für die aus der gleichen Währung resultierenden Erträge und Aufwendungen,
wodurch sich die Positionen "Sonstige Erträge" und "Sonstige Aufwendungen" im übrigen
Ergebnis der Vergleichsperiode um jeweils 364 Mio. EUR reduzierten. Betroffen von
der Korrektur sind die Geschäftssegmente Schaden-Rückversicherung und PersonenRückversicherung. Segmentberichterstattung Die im Geschäftsbericht 2019 beschriebenen geschäftlichen Aktivitäten, die Geschäftsbereiche
sowie die berichtspflichtigen Segmente des Talanx Konzerns und die Produkte und Dienstleistungen,
mit denen diese Erträge erzielt werden, sind zum Ende der Zwischenberichtsperiode
weiterhin zutreffend. Die dort aufgeführten allgemeinen Angaben zur Segmentberichterstattung
sowie die Aussagen zu der Bewertungsgrundlage für das Ergebnis der berichtspflichtigen
Segmente sind weiterhin gültig. KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2020 In Mio. EUR scroll
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KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2020 In Mio. EUR scroll
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Der Nominalwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt 3.506 (3.495) Mio. EUR. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTENFÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2020 1scroll
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Abweichend zu dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland und
dem Geschäftsbereich Rückversicherung bildet die Gewinn- und Verlustrechnung der übrigen
Geschäftsbereiche auch die berichtspflichtigen Segmente ab KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTENFÜR DIE ZEIT VOM 1. APRIL BIS 30. JUNI 2020 1scroll
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Abweichend zu dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland und
dem Geschäftsbereich Rückversicherung bildet die Gewinn- und Verlustrechnung der übrigen
Geschäftsbereiche auch die berichtspflichtigen Segmente ab VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND (SCHADEN/UNFALL UND LEBEN) SOWIE SCHADEN- UND PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2020 BZW. VOM 1. APRIL BIS 30. JUNI 2020scroll
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KonsolidierungKonsolidierungskreis In den Talanx Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag 144 (146) Einzelgesellschaften,
23 (22) Investmentfonds, drei (drei) strukturierte Unternehmen sowie unverändert fünf
Teilkonzerne (davon vier ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl. assoziierter
Unternehmen) - voll und sieben (sieben) nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen
einbezogen. Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2019
sind nachfolgend dargestellt. Wesentliche Zu- und Abgänge der vollkonsolidierten Tochterunternehmen Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde die IVEC Institutional Venture and Equity Capital
GmbH, Köln, Deutschland, aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert, Daraus ergab
sich ein Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von 7,0 Mio. EUR im Segment Privat- und
Firmenversicherung Deutschland - Leben. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis
im Vergleich zum Jahresende 2019. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenHDI Seguros de Vida S. A., Santiago, Chile (Segment Privat- und Firmenversicherung International) Der Konzern plant die Veräußerung des 100-prozentigen Anteils an der HDI Seguros
de Vida S. A., Santiago, Chile, gehalten durch die HDI International AG, Hannover.
Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von 14 (15) Mio. EUR sowie Schulden
von 9 (9) Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der Veräußerungsgruppe betreffen die "Kapitalanlagen"
(9 Mio. EUR), "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand",
"aktive latente Steuern" und "Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft" (jeweils
1 Mio. EUR), "versicherungstechnische Rückstellungen" (6 Mio. EUR) sowie "Verbindlichkeiten"
(2 Mio. EUR). Der Vollzug der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2020 erwartet.
Der Konzern plant im Rahmen des Verkaufs, sein Portfolio in Südamerika zu optimieren. Pipera Business Park S. r. l., Bukarest, Rumänien (Segment Schaden-Rückversicherung) Im März 2020 hat die Hannover Rück beschlossen, die Objektgesellschaft Pipera Business
Park S. r. l., Bukarest, Rumänien, zu veräußern. Die Anteile an der Pipera von 100
% werden über die HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG, München, eine Tochtergesellschaft
der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Hannover, gehalten. Die Veräußerungsgruppe
enthält Vermögenswerte in Höhe von 101 Mio. EUR sowie Schulden von 3 Mio. EUR. Wesentliche
Buchwerte der Veräußerungsgruppe betreffen "Fremd genutzten Grundbesitz" (96 Mio.
EUR), "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand" (4 Mio.
EUR), sowie "Verbindlichkeiten" (3 Mio. EUR). Immobilien Zum Stichtag weisen wir Immobilienbestände in Höhe von 14 (42) Mio. EUR als zur Veräußerung
gehalten aus. Sie entfallen auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland
- Leben (9 [-] Mio. EUR) und auf das Segment Privat- und Firmenversicherung International
(6 [6] Mio. EUR); (Vorjahr: Schaden-Rückversicherung 36 Mio. EUR). Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz Die wesentlichen Posten der Konzernbilanz setzen sich wie folgt zusammen: (1) Immaterielle VermögenswerteIMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
(2) Darlehen und ForderungenDARLEHEN UND FORDERUNGENscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 12.356 (12.538) Mio. EUR enthalten (99 [99] %). (3) Bis zur Endfälligkeit zu haltende FinanzinstrumenteBIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTEscroll
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In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 146 (153) Mio. EUR enthalten (100 [100] %). (4) Jederzeit veräußerbare FinanzinstrumenteJEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 9.927 (10.131) Mio. EUR enthalten (81 [83] %). (5) Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete FinanzinstrumenteERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTEscroll
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe
mit einem Buchwert in Höhe von 4 (4) Mio. EUR enthalten (100 [100] %). (6) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der FinanzinstrumenteFair-Value-Hierarchie Für die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" sind die zum
beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Fair-Value-Hierarchie
zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u.a., die Marktnähe der in die Ermittlung
der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen
von Finanzinstrumenten: jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen und Investmentverträge
(Finanzaktiva und Finanzpassiva), soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert
werden, übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)
sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge-Accountings). Die Richtlinie zur Einordnung zu den einzelnen Stufen der Bewertungshierachie und
des Bewertungsprozesses sowie die Bewertungsmodelle der Fair-Value-Ermittlung, die
wesentlichen Inputfaktoren, die wesentlichen Stufe-3-Bestände sowie die Aussagen zu
der Sensitivitätsanalyse haben sich zu der Beschreibung im Geschäftsbericht 2019 nicht
wesentlich verändert. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag
von insgesamt 5,4 (5,2) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem
Volumen von 4,7 (4,5) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode,
bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln
sind. Der Zeitwert der Finanzinstrumente der Stufe 3, bei denen die Anwendung vernünftiger
alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt,
beläuft sich auf 73 (75) Mio. EUR und ist mit 1,4 (1,4) % des Buchwerts der dem Level
3 zugeordneten Finanzinstrumente nicht wesentlich. Zum Stichtag ordnen wir rund 4 (4) % der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen
Level 1 der Bewertungshierarchie zu, 90 (90) % Level 2 und 6 (6) % Level 3. Im Berichtszeitraum erfolgten keine wesentlichen Transfers zwischen den Stufen 1
und 2. Zum Stichtag bestehen keine (31. Dezember 2019: keine) Schulden, die mit einer untrennbaren
Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. ZEITWERTHIERARCHIE ZUM ZEITWERT BEWERTETER FINANZINSTRUMENTEscroll
Analyse der Finanzinstrumente, für die signifikante Eingangsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3)ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNI 2020scroll
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Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNI 2020scroll
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Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen
der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode
im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der
folgenden Tabelle gezeigt. DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE)scroll
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Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM ZEITWERT BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)scroll
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Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt (7) EigenkapitalGezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 252.797.634
auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Der rechnerische
Wert je Aktie beträgt 1,25 EUR. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen
wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals". Bezüglich der Zusammensetzung des bedingten und genehmigten Kapitals ergaben sich
in der Berichtsperiode keine Änderungen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen
in unserem Konzernabschluss 2019 (Seite 196). Anteile nicht beherrschender GesellschafterAUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITALscroll
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich
im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover-Rück-Teilkonzerns. (8) Nachrangige VerbindlichkeitenZUSAMMENSETZUNG DES LANGFRISTIGEN NACHRANGIGEN FREMDKAPITALSscroll
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Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert) Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale verweisen wir auf den veröffentlichten
Geschäftsbericht 2019, Seite 197 f. Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag
3.666 (3.782) Mio. EUR. (9) Versicherungstechnische RückstellungenVERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENscroll
Die versicherungstechnischen Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern
getragen wird, belaufen sich auf 10.690 (11.824) Mio. EUR; davon entfallen 258 (288)
Mio. EUR auf die Rückversicherer. (10) Begebene Anleihen und Darlehen Unter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag
ausgewiesen: BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHENscroll
Per 30. Juni 2020 bestehen zwei syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien über
einen Gesamtnominalbetrag von 500 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme. Der beizulegende Zeitwert der begebenen Anleihen und Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag
2.480 (2.496) Mio. EUR. BEGEBENE ANLEIHENscroll
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Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung(11) Verdiente Prämien für eigene RechnungVERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNGscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (12) KapitalanlageergebnisKAPITALANLAGEERGEBNIS DER BERICHTSPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle KAPITALANLAGEERGEBNIS DER VORPERIODEscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (13) Ergebnis aus Kapitalanlagen nach AnlageartenERGEBNIS AUS KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEARTEN 1scroll
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Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position
"Sonstige" die Gewinne aus fremd genutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative
Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting sind,
sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in
der Aufstellung nicht enthalten Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (78 [78] Mio.
EUR) und der sonstigen Aufwendungen für selbst verwaltete Kapitalanlagen (55 [47]
Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 1.785 (1.986)
Mio. EUR. (14) Aufwendungen für VersicherungsleistungenAUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGENscroll
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(15) Abschluss- und VerwaltungsaufwendungenABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
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Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle (16) Übriges ErgebnisZUSAMMENSETZUNG ÜBRIGES ERGEBNISscroll
Sonstige AngabenMitarbeiterzahl Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 23.508 (23.324) Mitarbeiter für den Konzern tätig. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx Konzern der HDI Haftpflichtverband
der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover,
der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften,
die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die
assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen,
die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer
der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden
Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des
HDI V. a. G. Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen einschließlich
der strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im
Anhang nicht erläutert. Die Talanx AG hat am 21. Oktober 2016 mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung
abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren
und in einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen
auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx AG ist verpflichtet,
die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte
Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der
HDI V. a.G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine
Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht,
die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur
sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung
ersetzt werden. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten
Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter
Bedeutung. Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum Stichtag Wertpapiere bilanziert,
die im Tausch mit Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen wurden.
Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen
Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben, während die
als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere nicht bilanziert werden. Zum Stichtag beträgt
der Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Jederzeit
veräußerbare Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 299 (295) Mio. EUR.
Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser
Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis" bilanziert. Des Weiteren hat der Konzern zum Stichtag Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare
Finanzinstrumente" bilanziert, die mit einer Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten
Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte), da die wesentlichen
Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben sind. Zum Stichtag
beträgt der Buchwert der übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus Repo-Geschäften
145 (66) Mio. EUR und die dazugehörigen Verbindlichkeiten 142 (66) Mio. EUR. Ein enthaltener
Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung
vereinbarten Betrag wird über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Kapitalanlageergebnis
gezeigt. Rechtsstreitigkeiten In der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode lagen im Vergleich zum 31.
Dezember 2019 keine neuen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor. Ergebnis je Aktie Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx
AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in
Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des
Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt
noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe
von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert
werden. ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Dividende je Aktie Im zweiten Quartal 2020 wurde für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von
1,50 EUR (2019 für das Geschäftsjahr 2018: 1,45 EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht
insgesamt 379 (367) Mio. EUR. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten Im Berichtszeitraum lagen keine signifikanten Änderungen der Haftungsverhältnisse
und Eventualverbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember 2019 vor. Umsatzerlöse Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend
über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie folgt zusammen: UMSATZKATEGORIEscroll
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Überwiegend zeitraumbezogene Umsatzrealisierung Ereignisse nach Ablauf des Berichtszeitraums Am 8. Juli 2020 wurde durch die Hannover Rück SE eine nachrangige Schuldverschreibung
mit einem Volumen von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe
hat eine Laufzeit von 20,25 Jahren. Eine ordentliche Kündigung kann erstmalig nach
Ablauf von zehn Jahren erfolgen. Die Anleihe ist bis zum 8. Oktober 2030 mit einem
festen Zinssatz von 1,75% p.a. ausgestattet. Danach wird sie variabel mit 3,00% p.a.
über dem Drei-Monats-EURIBOR verzinst. Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 3. August 2020 in Hannover. Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Talanx AG, Hannover Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz,
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der
Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG für
den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Hannover, den 3. August 2020 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Hannover, den 3. August 2020 Der Vorstand scroll
KontaktTalanx AG HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 www.talanx.com Group Communications Andreas Krosta Telefon +49 5113747-2020 Telefax +49 5113747-2025 andreas.krosta@talanx.com Investor Relations Carsten Werle Telefon +49 511 3747-2231 Telefax +49 511 3747-2286 carsten.werle@talanx.com Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch. Zwischenbericht im Internet https://talanx.com/investor-relations Folgen Sie uns auf Twitter @talanx @talanx_en Finanzkalender 202012. November Quartalsmitteilung zum 30. September 2020 |
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