Talanx Aktiengesellschaft

Hannover

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

KONZERNKENNZAHLEN

scrollen
Einheit 6M 2022 6M 2021 +/​- 6M 2022 zu 6M 2021
Gebuchte Bruttoprämien in Mio. EUR 28.332 24.075 +17,7 %
nach Regionen
Deutschland in % 20 20 -0,2 Pkt.
Großbritannien in % 8 9 -0,2 Pkt.
Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei in % 7 7 -0,3 Pkt.
Übriges Europa in % 15 17 -2,4 Pkt.
USA in % 25 21 +4,0 Pkt.
Übriges Nordamerika in % 4 4 +0,2 Pkt.
Lateinamerika in % 6 6 +0,2 Pkt.
Asien und Australien in % 14 15 -1,1 Pkt.
Afrika in % 1 1 -0,1 Pkt.
Gebuchte Bruttoprämien nach Versicherungsarten und -zweigen 1
Schaden/​Unfall-Erstversicherung in Mio. EUR 8.519 7.196 +18,4 %
Leben-Erstversicherung in Mio. EUR 3.101 3.215 -3,5%
Schaden-Rückversicherung in Mio. EUR 12.054 9.275 +30,0 %
Personen-Rückversicherung in Mio. EUR 4.352 4.128 +5,4 %
Verdiente Nettoprämien in Mio. EUR 21.198 18.272 +16,0 %
Versicherungstechnisches Ergebnis in Mio. EUR -498 -982 -49,3 %
Kapitalanlageergebnis in Mio. EUR 1.887 2.350 -19,7 %
Kapitalanlagerendite 2 in % 2,7 3,3 -0,7 Pkt.
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. EUR 1.358 1.333 +1,9%
Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) in Mio. EUR 957 936 +2,3%
davon Aktionäre der Talanx AG in Mio. EUR 560 546 +2,6 %
Eigenkapitalrendite 3 in % 11,8 10,5 +1,3 Pkt.
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 2,21 2,16 +2,3%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 2,21 2,16 +2,3%
Kombinierte Schaden-/​Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung 4 in % 98,4 95,9 +2,5 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​Kostenquote der Schaden/​Unfall-Erstversicherer 1 in % 97,0 94,9 +2,1 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​Kostenquote der Schaden-Rückversicherung in % 99,1 96,0 +3,0 Pkt.
scrollen
30.6.2022 31.12.2021 +/​-
Haftendes Kapital in Mio. EUR 18.104 22.704 -20,3 %
Eigenkapital der Aktionäre der Talanx AG in Mio. EUR 8.240 10.776 -23,5%
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Mio. EUR 5.603 7.169 -21,9 %
Hybridkapital in Mio. EUR 4.261 4.759 -10,5%
Selbst verwaltete Kapitalanlagen in Mio. EUR 129.170 136.073 -5,1%
Kapitalanlagen gesamt in Mio. EUR 142.297 147.835 -3,7%
Bilanzsumme in Mio. EUR 195.954 197.524 -0,8%
Buchwert je Aktie zum Ende der Periode in EUR 32,56 42,58 -23,5 %
Aktienkurs zum Ende der Periode in EUR 36,32 42,54 -14,6 %
Marktkapitalisierung der Talanx AG zum Ende der Periode in Mio. EUR 9.193 10.767 -14,6 %
Mitarbeiter zum Stichtag 24.049 23.954 +0,4%

1 Ohne Segment Konzernfunktionen und nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2 Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen zu durchschnittlichem, selbst verwalteten Kapitalanlagebestand (30.6.2022 und 31.12.2021)
3 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
4 Kombinierte Schaden-/​Kostenquote unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle

Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen - Informationen zu der Berechnung und Definition einzelner Leistungskennzahlen - finden sich auf https:/​/​www.talanx.com/​de/​investor_​relations/​ergebnisse_​-_​berichte/​ausblick

Konzernzwischenlagebericht

Wirtschaftsbericht

Märkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenumfeld

Mit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar hat sich der globale Konjunkturausblick eingetrübt. In der Folge sind insbesondere die Preise für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe massiv gestiegen, während zugleich die Lieferkettenstörungen aus der Corona-Pandemie sich nur verzögert auflösen und in manchen Fällen sogar verschärft haben.

Trotz erneuter, coronabedingter Lockdowns ist die Wirtschaftsleistung der Eurozone im Winterhalbjahr weiter gewachsen. Mit Ausbruch des Kriegs verlangsamte sich die Konjunkturdynamik jedoch erheblich und die Stimmung unter Haushalten und Unternehmen brach ein. Rückenwind erhielt die Wirtschaft durch die Erholung der Dienstleistungsnachfrage vor dem Hintergrund der weitreichenden Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Nach einem Plus von 0,6 % gegenüber der Vorperiode im ersten Quartal hat sich das Wachstum im zweiten Quartal auf voraussichtlich 0,2 % abgeschwächt.

Die US-Wirtschaft ist mit einem Minus von annualisiert 1,6 % ins Jahr gestartet. Der Rückgang kaschierte jedoch ein solides Wachstum des privaten Konsums sowie der Ausrüstungsinvestitionen. Im Zuge dessen stiegen die Importe kräftig, während die Exporte sanken, was einen negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels zur Folge hatte. Der hohe Auslastungsgrad der Wirtschaft zeigt sich auch am US-Arbeitsmarkt: Zwischenzeitlich entfielen auf jeden Arbeitslosen zwei offene Stellen, und das Lohnwachstum lag im ersten Halbjahr kontinuierlich über 5 %. Da die USA zudem nur indirekt über höhere Rohstoffpreise vom Krieg in der Ukraine betroffen sind, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um voraussichtlich 3,0 % (annualisiert) gegenüber der Vorperiode gewachsen.

China hat im Zuge seiner Zero-Covid-Strategie im Verlauf des ersten Halbjahrs neue Lockdowns über ganze Regionen (insbesondere Shanghai) verhängt. Die Wirtschaftsleistung ist nach einem Plus von 1,3 % im ersten Quartal zuletzt um voraussichtlich 1,5 % zurückgegangen. Für die Schwellenländer insgesamt ergibt sich ein differenziertes Bild: Während energie- und industrierohstoffexportierende Länder durch den Preisanstieg ihre Einnahmesituation verbessern konnten, führte die Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten in anderen Schwellenländern zu Belastungen.

Die internationalen Kapitalmärkte blicken auf ein historisch schwaches erstes Halbjahr zurück. Zu Jahresbeginn dominierten zunächst Inflationssorgen und damit die globale Wende hin zu einer restriktiveren Geldpolitik das Bild. Mit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine und damit einhergehenden neuen Schocks für Rohstoffpreise, Lieferketten und Welthandel wuchsen nachfolgend zudem die Sorgen vor einer Rezession. In diesem Spannungsfeld verloren Aktien aus der Eurozone (EURO STOXX: -20,1 %), den USA (S&P 500: -20,6 %) sowie den Industrieländern insgesamt (MSCI WORLD: -21,2 %) gleichermaßen. Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten etwas geringere Verluste (MSCI CHINA: -11,7 %; MSCI ASIA EX JAPAN: -17,3 %). Angesichts der schwindenden geldpolitischen Unterstützung (u. a. Leitzinserhöhungen) in vielen Währungsräumen verzeichneten die globalen Rentenmärkte ebenfalls Kursverluste. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg von -0,18 % auf +1,34 %, diejenige von US-Treasuries gleicher Laufzeit von +1,51 % auf +3,01 %.

Die Versicherungswirtschaft zeigte sich zu Beginn des Jahres 2022 zunächst deutlich erholt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie der Vorjahre. Im Laufe des ersten Halbjahres dämpfte jedoch insbesondere der Ausbruch des Ukraine-Kriegs die Hoffnung auf eine weitere Erholung für die Versicherungswirtschaft. Neben der steigenden Inflation bremste auch die aufkommende Rezessionsgefahr die Erwartungen der Versicherer. Mit Blick auf die negative Aktienmarktentwicklung verbreitete auf der Kapitalanlageseite das gestiegene Zinsniveau im Anleihemarkt hingegen wieder Zuversicht.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung von Talanx AG ist der Euro (EUR).

UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN

scrollen
1 EUR entspricht Bilanz (Stichtag) Erfolgsrechnung (Durchschnitt)
30.6.2022 31.12.2021 6M 2022 6M 2021
AUD Australien 1,5106 1,5596 1,5215 1,5725
BRL Brasilien 5,3833 6,4086 5,5940 6,4562
CAD Kanada 1,3427 1,4491 1,3900 1,5092
CNY China 6,9657 7,2297 7,0695 7,8006
GBP Großbritannien 0,8581 0,8393 0,8432 0,8708
HUF Ungarn 397,0700 370,1700 376,8686 358,1343
MXN Mexiko 21,0081 23,2733 22,1267 24,3613
PLN Polen 4,6869 4,5982 4,6380 4,5420
USD USA 1,0392 1,1344 1,0921 1,2064
ZAR Südafrika 17,0135 18,0275 17,0365 17,5632

Geschäftsentwicklung

Geschäftsverlauf Konzern

scrollen

Bruttoprämien steigen währungsbereinigt um 13,5 %

Großschäden liegen rund 30 % über dem anteiligen Großschadenbudget

Schaden-/​Kostenquote u. a. wegen hoher Großschäden deutlich gestiegen

WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 28.332 24.075 +17,7 %
Verdiente Nettoprämien 21.198 18.272 +16,0 %
Versicherungstechnisches Ergebnis -498 -982 +49,3%
Kapitalanlageergebnis 1.887 2.350 -19,7 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.358 1.333 +1,9 %
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto, nur Schaden/​Unfallversicherungen) in % 1 98,4 95,9 +2,5 Pkt.

1 Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

STEUERUNGSGRÖSSEN

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 13,5 13,0 +0,6 Pkt.
Konzernergebnis in Mio. EUR 560 546 +2,6 %
Kapitalanlagerendite 1 2,7 3,3 -0,7 Pkt.
Eigenkapitalrendite 2 11,8 10,5 +1,3 Pkt.

1 Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst verwalteten Kapitalanlagebestand
2 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Prämienvolumen

Der Talanx Konzern steigerte seine gebuchten Bruttoprämien im ersten Halbjahr 2022 zweistellig um 17,7 % auf 28,3 (24,1) Mrd. EUR (währungsbereinigt um 13,5 %); insbesondere die Segmente Industrieversicherung (17,0 %), Schaden-Rückversicherung (25,9 %) und Privat- und Firmenversicherung International (12,6 %) trugen zum Wachstum bei. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 16,0 % und lagen bei 21,2 (18,3) Mrd. EUR. Die Selbstbehaltsquote des Konzerns stieg um 0,5 Prozentpunkte und lag bei 88,0 (87,5) %.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich stark um 49,3 % auf -498 (-982) Mio. EUR, der Rückgang in der Schaden/​Unfallversicherung wurde durch das Lebengeschäft überkompensiert. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das versicherungstechnische Ergebnis sind insgesamt rückläufig, es zeigen sich stattdessen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, für den netto 346 Mio. EUR in den Segmenten Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung reserviert wurden. Im ersten Halbjahr 2022 verdoppelten sich die Großschäden auf 1.083 (526) Mio. EUR, wobei der größte Anteil - Großschäden im Wesentlichen aus Naturkatastrophen - mit 507 Mio. EUR auf das Segment Schaden-Rückversicherung entfiel; insgesamt lagen die Großschäden im ersten Halbjahr um etwa 30 % über dem periodenanteiligen Budget von 816 (681) Mio. EUR.

Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote verschlechterte sich auf 98,4 (95,9) %; sie lag um 2,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreszeitraum.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis fiel um 19,7 % auf 1,9 (2,4) Mrd. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis fiel auf -64 (555) Mio. EUR; es war wesentlich beeinflusst durch den Wegfall der Finanzierung der Zinszusatzreserve im Segment Leben des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland durch den Anstieg der Zinsen. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge stiegen um 11,7 %, vor allem dank der Erträge aus unseren inflationsbesicherten Anleihen in den Geschäftsbereichen Rückversicherung und Privat- und Firmenversicherung International. Die Konzern-Kapitalanlagerendite sank im ersten Halbjahr 2022 um 0,7 Prozentpunkte auf 2,7 (3,3) %.

Operatives Ergebnis und Konzernergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 1,9 % auf 1.358 (1.333) Mio. EUR. Das Konzernergebnis lag mit 560 Mio. EUR oder +2,6 % über dem hohen Wert der Vorjahresperiode (546) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag bei 11,8 (10,5) % und damit um 1,3 Prozentpunkte über der Vorjahresperiode.

Entwicklung der Geschäftsbereiche im Konzern

Die Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland (Schaden/​Unfall- und Lebensversicherung), Privat- und Firmenversicherung International, Schaden-Rückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang informieren wir im Anhang des Talanx Konzerngeschäftsberichts 2021 im Kapitel "Segmentberichterstattung". Seit März 2022 wurden zudem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus mitarbeiterführenden Gesellschaften der deutschen Talanx Erstversicherungsgruppe in der HDI AG zusammengeführt.

Industrieversicherung

scrollen

Beitragswachstum getrieben durch Specialty-, Haftpflicht- und Sachgeschäft

Versicherungstechnisches Ergebnis verbessert durch positive Entwicklung im Frequenzschadenbereich

Kapitalanlageergebnis erwartungsgemäß unter dem Vorjahresquartal nach außergewöhnlich hohen Erträgen aus Private Equity

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 4.897 4.185 +17,0 %
Verdiente Nettoprämien 2.006 1.654 +21,3%
Versicherungstechnisches Ergebnis 70 27 +154,4%
Kapitalanlageergebnis 119 141 -15,7%
Operatives Ergebnis (EBIT) 102 97 +4,8 %

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 1 +/​-
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 12,9 11,0 +1,9 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto) 2 96,5 98,4 -1,9 Pkt.
Eigenkapitalrendite 3 7,1 6,2 +0,9 Pkt.

1 Angepasst gemäß IAS 8, siehe Geschäftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
3 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Der Geschäftsbereich bündelt innerhalb des Talanx Konzerns die weltweiten Aktivitäten im Bereich der Industrieversicherung und ist im deutschen Markt sowie über Auslandsniederlassungen, Tochter- und Schwestergesellschaften und Netzwerkpartner in mehr als 150 Ländern aktiv.

Prämienvolumen

Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 4,9 (4,2) Mrd. EUR und stiegen damit deutlich um 17,0 % (währungsbereinigt um 12,9 %). Die Beitragssteigerungen resultieren vor allem aus dem Wachstum im Specialty-, Haftpflicht und Sachgeschäft. Die verdienten Nettoprämien stiegen aufgrund eines höheren Eigenbehalts in Specialty sogar um 21,3 %.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Nettoergebnis im Geschäftsbereich lag mit 70 (27) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Die Schadenquote (netto) ist vor allem gekennzeichnet durch die positive Entwicklung im Frequenzschadenbereich und verbesserte sich auf 78,8 (81,4) %. Die Großschadenbelastung liegt auf dem Niveau der Vergleichsperiode und ist bestimmt durch die Flut in Australien sowie eine Vorsorge für mögliche Belastungen aus dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Die Nettokostenquote erhöhte sich leicht auf 17,8 (17,0) %. Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote des Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich auf 96,5 (98,4) %.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis liegt mit 119 (141) Mio. EUR unter der Vergleichsperiode, die durch außergewöhnlich hohe Erträge aus Private Equity gekennzeichnet war.

Das Übrige Ergebnis beträgt -87 (-71) Mio. EUR und ist geprägt von einem negativen Währungskursergebnis in Höhe von -52 (-15) Mio. EUR; vorwiegend aus der US-Dollar-Entwicklung.

Operatives Ergebnis und Konzernergebnis

Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt aufgrund des deutlich verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses, das das geringere Kapitalanlageergebnis und Übrige Ergebnis mehr als kompensiert, im ersten Halbjahr 2022 mit 102 (97) Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 71 (68) Mio. EUR.

Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Schaden/​Unfallversicherung

scrollen

Beitragsanstieg durch Zuwächse in allen Sparten, insbesondere Firmen/​Freie Berufe

Deutlicher Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses durch hohe Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen, einen Anstieg der Frequenzschäden in Kraftfahrt sowie die inflationsbedingte Erhöhung der Durchschnittsschäden

Rückgang Kapitalanlageergebnis durch geringere Abgangsgewinne und höhere Abschreibungen

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT SCHADEN/​UNFALLVERSICHERUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 1.141 1.031 +10,6%
Verdiente Nettoprämien 775 666 +16,3%
Versicherungstechnisches Ergebnis 4 56 -92,1 %
Kapitalanlageergebnis 37 53 -29,4 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 33 102 -67,4 %

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/​UNFALLVERSICHERUNG

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum 10,6 2,6 +8,0 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto) 1 99,5 91,7 +7,8 Pkt.

1 Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Prämienentwicklung und Neugeschäft

Im Segment Schaden/​Unfallversicherung war im ersten Halbjahr ein Beitragsanstieg um 10,6 % auf 1.141 (1.031) Mio. EUR zu verzeichnen. Zuwächse wurden sowohl im Firmen-/​Freie-Berufe-, Kraftfahrt- und Privat-Geschäft, als auch im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance erzielt, nachdem der Vorjahreszeitraum noch von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie belastet war.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Im laufenden Geschäftsjahr ging das versicherungstechnische Ergebnis mit 4 (56) Mio. EUR gegenüber der Vorjahresperiode spürbar zurück. Während das Vorjahreshalbjahr coronabedingt von geringerer Fahrleistung geprägt war, stieg die Schadenfrequenz im Geschäftsjahr auf das Vor-Pandemie-Niveau merklich an. Neben der höheren Schadenbelastung aus Naturkatastrophen war darüber hinaus ein inflationsbedingter Anstieg der Durchschnittsschäden zu verzeichnen. Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote (netto) stieg insgesamt um 7,8 Prozentpunkte von 91,7 % auf 99,5 %.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis ging auf 37 (53) Mio. EUR zurück. Dies war auf geringere Abgangsgewinne und höhere Abschreibungen zurückzuführen.

Operatives Ergebnis

Durch die starken Belastungen im versicherungstechnischen Ergebnis und den Rückgang des Kapitalanlageergebnisses verminderte sich das operative Ergebnis auf 33 (102) Mio. EUR.

Lebensversicherung

scrollen

Anstieg der Beitragseinnahmen und des Neugeschäfts

Deutlicher Rückgang des Kapitalanlageergebnisses durch geringere Abgangsgewinne

Ergebnisanstieg durch Aktualisierung der Rechnungsgrundlagen und Zinsentwicklung am Kapitalmarkt

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 2.215 2.202 +0,6 %
Verdiente Nettoprämien 1.632 1.685 -3,2 %
Versicherungstechnisches Ergebnis -435 -1.040 +58,1 %
Kapitalanlageergebnis 547 1.114 -50,9 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 98 56 +76,2 %
Neuzugang, gemessen in Annual Premium Equivalent 205 183 +12,3%
Einmalbeiträge 742 714 +3,9 %
Laufende Beiträge 131 111 +17,8 %
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium
Equivalent
205 183 +12,3%
davon kapitaleffiziente Produkte 111 95 +16,5%
davon Biometrieprodukte 61 51 +19,8 %

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum 0,6 2,8 -2,2 Pkt.

Prämienvolumen und Neugeschäft

Im Segment Lebensversicherung war im ersten Halbjahr ein Beitragsanstieg um 0,6 % auf 2.215 (2.202) Mio. EUR - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen - zu verzeichnen. Dies ist hauptsächlich auf den Anstieg im Biometriegeschäft der Bancassurance um 77 Mio. EUR zurückzuführen, der den Rückgang der Einmalbeiträge um 44 Mio. EUR (ohne Bancassurance-Biometriegeschäft) und der laufenden Beiträge um 20 Mio. EUR überkompensieren konnte.

Nach Berücksichtigung der Sparbeiträge bei unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung der Beitragsüberträge verzeichnete das Segment Lebensversicherung um 3,2 % geringere verdiente Nettoprämien von 1,6 (1,7) Mrd. EUR.

Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) - verbesserte sich um 12,3 % von 183 Mio. EUR auf 205 Mio. EUR.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -435 (-1.040) Mio. EUR. Es wird u. a. durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Insbesondere das Kapitalanlageergebnis ging infolge geringerer Abgangsgewinne deutlich zurück. Diesen Aufwendungen stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen gegenüber, die allerdings im nicht versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis halbierte sich im Wesentlichen wegen geringerer Abgangsgewinne auf 547 (1.114) Mio. EUR. Aufgrund der guten Zinsentwicklung am Kapitalmarkt war es nicht notwendig, Abgangsgewinne zur Finanzierung der Zinszusatzreserve einzusetzen. Das ordentliche Kapitalanlageergebnis blieb mit 589 (611) Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreszeitraum.

Operatives Ergebnis

Durch die positive Zinsentwicklung am Kapitalmarkt konnte das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung um 42 Mio. EUR auf 98 (56) Mio. EUR gesteigert werden.

Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamt

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Eigenkapitalrendite 1 6,5 7,2 -0,8 Pkt.

1 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern, Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen verminderte sich das Konzernergebnis aufgrund des Ergebnisrückgangs in der Schaden/​Unfallversicherung auf 75 (97) Mio. EUR, sodass sich die Eigenkapitalrendite um 0,8 Prozentpunkte auf 6,5 % reduzierte.

Privat- und Firmenversicherung International

scrollen

Gebuchte Bruttoprämien der Schaden/​Unfallversicherung +25,5 %, insbesondere in der Kfz-Versicherung aufgrund inflationsbedingt höherer Durchschnittsprämien

Kombinierte Schaden-/​Kostenquote auf 96,6 % gestiegen, hauptsächlich aufgrund von Inflationseffekten

Vertragsunterzeichnung zum Erwerb des brasilianischen Privatkundengeschäfts der Sompo Seguros S. A. durch die HDI Seguros S. A. (Brasilien) im Mai 2022

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT-UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 3.436 3.052 +12,6%
Verdiente Nettoprämien 2.868 2.630 +9,1 %
Versicherungstechnisches Ergebnis 29 47 -37,8 %
Kapitalanlageergebnis 193 194 -0,6 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 164 173 -5,0 %

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt, Schaden/​Unfallversicherung) 31,2 15,4 +15,8 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto, nur Schaden/​ Unfallversicherungen) 1 96,6 92,8 +3,8 Pkt.
Eigenkapitalrendite 2 9,4 8,9 +0,5 Pkt.

1 Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
2 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika aktiv. In der Region Lateinamerika unterzeichnete die brasilianische HDI Seguros S. A. am 24. Mai 2022 einen Vertrag zum Erwerb des brasilianischen Privatkundengeschäfts der Sompo Seguros S. A., um ihre dortige Präsenz weiter auszubauen. Der Abschluss der Transaktion bedingt die Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden und wird im Jahr 2023 erwartet.

Prämienentwicklung

Die gebuchten Bruttoprämien des Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 12,6 % auf 3,4 (3,1) Mrd. EUR. Währungsbereinigt stiegen die Bruttoprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 16,9 %.

In der Region Europa stiegen die gebuchten Bruttoprämien um 6,2 % auf 2,5 Mrd. EUR, vor allem getrieben durch ein währungsbereinigtes Prämienwachstum um 142,4 % bei der türkischen HDI Sigorta A. Ç aufgrund gestiegener Durchschnittsprämien und einer höheren Anzahl Verträge. Die polnische TUiR WARTA S. A. steigerte ihr Prämienvolumen währungsbereinigt um 17,2 % insbesondere durch Prämien der Kfz-Versicherungen, die um 19,9 % stiegen. Strategiekonform reduzierten sich die Einmalbeiträge in der Lebensversicherungssparte der italienischen HDI Assicurazioni S. p. A., wodurch die Prämien der Lebensversicherung um 12,2 % auf 919 (1.047) Mio. EUR sanken.

In der Region Lateinamerika verzeichneten die gebuchten Bruttoprämien einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34,2 % auf 934 (696) Mio. EUR. Prämienwachstum wurde insbesondere in Chile generiert, wozu die zwischen HDI Chile und der Staatsbank Banco-Estado geschlossene Vertriebskooperation im Sachgeschäft mit 62 Mio. EUR beitrug.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften stieg gegenüber der Vergleichsperiode um 3,8 Prozentpunkte auf 96,6 %. Der Anstieg resultiert mit 3,7 Prozentpunkten aus der erhöhten Schadenquote. Die wieder auf Vor-Corona-Niveau liegenden Schadenfrequenzen und die stark gestiegene Schadeninflation konnten nicht durch zeitlich verzögert wirkende Preisanpassungen im Neugeschäft kompensiert werden. Die Kostenquote des Geschäftsbereichs lag mit 30,1 % auf Vorjahresniveau (30,0 %).

Das versicherungstechnische Ergebnis der Lebensversicherung verbesserte sich u. a. dadurch, dass die als Folge der Corona-Pandemie im Vorjahr gestiegene Sterblichkeit wieder gesunken ist und durch den Verkauf der russischen Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis bleibt insgesamt gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 mit 193 (194) Mio. EUR stabil. Das gestiegene Zinsniveau in Polen, in der Türkei und in Brasilien führte zum Anstieg des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses und kompensierte damit den Rückgang der Volumina in der Lebensversicherung sowie den Rückgang des außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses aufgrund realisierter Verluste. Die Rendite der Kapitalanlagen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 (2,8) Prozent.

Operatives Ergebnis und Konzernergebnis

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im ersten Halbjahr 2022 mit 164 (173) Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,0 % niedrigeres operatives Ergebnis (EBIT), jedoch belastet durch Sondereffekte aus einem Entkonsolidierungsaufwand von 23 Mio. EUR aus dem Verkauf der russischen Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life an die russische Sovcombank Mitte Februar 2022 (teilweise kompensiert durch erhaltene Zahlungen im Rahmen einer Rückforderungsvereinbarung in Höhe von 16 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Beendigung einer Kooperation bei der polnischen TU Europa). Ohne diesen Sondereffekt läge das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau. Der Entkonsolidierungseffekt belastete auch das Ergebnis der Region Europa, die mit einem EBIT von 143 (159) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments beisteuerte und vom gestiegenen Ergebnisbeitrag der polnischen TUiR WARTA S. A. profitierte. Das operative Ergebnis (EBIT) der Region Lateinamerika sank aufgrund des Ergebnisrückgangs bei der brasilianischen HDI Seguros auf -12 (25) Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Minderheiten verringerte sich entsprechend um 8,5 % auf 95 (104) Mio. EUR; ohne die oben beschriebenen Sondereffekte wäre das Konzernergebnis um 3,3 % gestiegen. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich aufgrund des gesunkenen Eigenkapitals auf 9,4 (8,9) %.

Weitere Kennzahlen

GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 3.436 3.052 +12,6 %
Schaden/​Unfall 2.517 2.005 +25,5%
Leben 919 1.047 -12,2 %
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 2.868 2.630 +9,1%
Schaden/​Unfall 1.976 1.668 +18,5%
Leben 892 962 -7,3%
Versicherungstechnisches Ergebnis 29 47 -37,8 %
Schaden/​Unfall 69 121 -43,2 %
Leben -40 -74 +46,7 %
Kapitalanlageergebnis 193 194 -0,6%
Schaden/​Unfall 124 94 +31,3%
Leben 73 104 -30,0 %
Sonstige -4 -4 +11,5%
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) 94 103 -8,6%
Einmalbeiträge 584 650 -10,2 %
Laufende Beiträge 36 38 -5,9 %
Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent (Leben) 94 103 -8,6%
davon kapitaleffiziente Produkte 35 48 -26,2 %
davon Biometrieprodukte 33 37 -9,5%

GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 3.436 3.052 +12,6 %
davon Europa 2.503 2.356 +6,2 %
davon Lateinamerika 934 696 +34,2 %
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 2.868 2.630 +9,1%
davon Europa 2.106 2.024 +4,0 %
davon Lateinamerika 762 606 +25,9%
Versicherungstechnisches Ergebnis 29 47 -37,8 %
davon Europa 29 32 -11,1 %
davon Lateinamerika -30 14 -308,9 %
Kapitalanlageergebnis 193 194 -0,6%
davon Europa 154 173 -11,0 %
davon Lateinamerika 43 25 +69,0 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 164 173 -5,0%
davon Europa 143 159 -9,7 %
davon Lateinamerika -12 25 -147,7 %

Rückversicherung

Schaden-Rückversicherung

scrollen

Bruttoprämien wachsen um 25,9 %

Großschadenaufwand deutlich über Erwartungswert

Vorsorge für mögliche Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine von 316 Mio. EUR

Kombinierte Schaden-/​Kostenquote steigt auf 99,1 %

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 12.922 10.267 +25,9%
Verdiente Nettoprämien 9.819 7.847 +25,1%
Versicherungstechnisches Ergebnis 52 299 -82,5%
Kapitalanlageergebnis 709 596 +18,9 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 601 789 -23,9%

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 18,2 17,2 +1,0 Pkt.
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto) 1 99,1 96,0 +3,0 Pkt.

1 Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses

Geschäftsentwicklung

Im Segment Schaden-Rückversicherung kam im ersten Halbjahr mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine eine weitere Herausforderung zum ohnehin schwierigen Marktumfeld hinzu. Steigende Energiepreise im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg führten zu einem weiteren Anstieg der Inflationsraten. Zudem belasten die Folgen der Pandemie nach wie vor die internationalen Warenströme und Lieferketten. Die daraus folgende Angebotsverknappung im Welthandel wirkte als zusätzlicher Preistreiber.

Vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten globalen Risikolage verlief die Haupterneuerung in der traditionellen Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2022 für uns zufriedenstellend. Die Preisdynamik des Vorjahres setzte sich fort, und wir konnten erneut ein Wachstum unseres erneuerten Geschäfts bei deutlich verbesserten Preisen und Konditionen erzielen. Zum 1. Januar standen 62 % der traditionellen Schaden-Rückversicherung (ohne fakultative Rückversicherung, Geschäft mit der Verbriefung von Versicherungsrisiken und strukturierte Rückversicherung) zur Erneuerung an. Hier konnten wir das Prämienvolumen um 8,3 % steigern. Der durchschnittliche Preisanstieg belief sich auf 4,1 %. Die Hannover Rück berechnet Preisveränderungen traditionell auf risikoadjustierter Basis, das heißt auch die gestiegenen Inflationsraten sind hierin bereits bereinigt.

Die Vertragserneuerung zum 1. April 2022, zu der wir traditionell unser Geschäft in Japan sowie in geringerem Umfang in Australien, Neuseeland, den anderen asiatischen Märkten sowie in Nordamerika erneuern, verlief für die Hannover Rück ebenfalls zufriedenstellend.

Das gesamte Prämienvolumen der Erneuerung erhöhte sich um 17,4 %. Der durchschnittliche, risikoadjustierte Preisanstieg betrug 3,7 %.

Prämienentwicklung

Die gebuchten Bruttoprämien im Segment Schaden-Rückversicherung stiegen im ersten Halbjahr um 25,9 % auf 12,9 (10,3) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte die Steigerung 18,2 % betragen. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 25,1 % auf 9,8 (7,8) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte der Zuwachs 17,8 % betragen. Aufgrund der attraktiven Marktkonditionen hat die Hannover Rück ihren Selbstbehalt marginal auf 91,7 (91,3) % erhöht.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Die Netto-Großschadenbelastung inklusive der Rückstellungen für Schäden aus dem Ukrainekrieg lag im ersten Halbjahr mit 850 (326) Mio. EUR deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode und über unserem budgetierten Erwartungswert von 611 Mio. EUR. Unter Großschäden summieren wir Schadenkomplexe, für die wir mehr als 10 Mio. EUR an Brutto-Schadenzahlungen erwarten.

Größte Einzelschäden waren im ersten Halbjahr die durch schwere Regenfälle verursachten Überflutungen in Australien mit einer Nettobelastung von 186 Mio. EUR und Wintersturm "Ylenia" in Mitteleuropa im Februar mit 126 Mio. EUR. Zudem haben wir im zweiten Quartal eine weitere Spätschadenrückstellung in Höhe von 186 Mio. EUR für mögliche Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine gebildet.

Während zum gegenwärtigen Zeitpunkt für den Krieg in der Ukraine nur wenige Schadenmeldungen vorliegen und die Schätzungen bezüglich der möglichen Schadenszenarien nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir für mögliche Schäden per Ende des ersten Halbjahres damit insgesamt 316 Mio. EUR an Spätschadenrückstellungen gebildet.

Darüber hinaus ergab sich im ersten Halbjahr eine Nachreservierung in Höhe von 130 Mio. EUR für die Dürre in Brasilien im vergangenen Jahr nach entsprechenden Schadenmeldungen.

Von unseren im Geschäftsjahr 2020 gebildeten pandemiebezogenen Schadenrückstellungen haben wir per Ende Juni einen Betrag in Höhe von 88 Mio. EUR aufgelöst.

Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich um 82,5 % auf 52 (299) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote stieg auf 99,1 (96,0) % und lag damit über unserer Erwartung von maximal 96 %.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis im Segment Schaden-Rückversicherung stieg um 18,9 % auf 709 (596) Mio. EUR, u. a. trugen die inflationsbesicherten Anleihen zu einem Anstieg des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses bei.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Schaden-Rückversicherung reduzierte sich um 23,9 % auf 601 (789) Mio. EUR. Die EBIT-Marge betrug 6,1 (10,1) %.

Personen-Rückversicherung

scrollen

Bruttoprämien wachsen um 5,3 %

Weltweit anhaltend hohe Nachfrage nach Langlebigkeitsdeckungen und Financial Solutions

Belastungen aus der Corona-Pandemie wie erwartet rückläufig

Operatives Halbjahresergebnis steigt um 88,2 %

WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 +/​-
Gebuchte Bruttoprämien 4.420 4.198 +5,3%
Verdiente Nettoprämien 3.947 3.669 +7,6 %
Versicherungstechnisches Ergebnis -224 -349 +35,6%
Kapitalanlageergebnis 285 280 +1,8 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 330 175 +88,2 %

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) 0,3 7,3 -7,0 Pkt.

Geschäftsentwicklung

Im Segment Personen-Rückversicherung blieben die Folgen der Pandemie auch in der ersten Jahreshälfte 2022 ein bestimmendes Thema, insbesondere im Bereich der Mortalitätsdeckungen.

Im ersten Halbjahr beliefen sich die Pandemiebelastungen im Segment Personen-Rückversicherung auf 194 (263) Mio. EUR. Davon entfiel mit 109 Mio. EUR der Großteil auf die USA, den größten Markt für Mortalitätsdeckungen. Weitere nennenswerte Belastungen stammten aus Südafrika und Lateinamerika. Wie bereits im Mai angekündigt, waren die Belastungen rückläufig. Nach 123 Mio. EUR im ersten Quartal beliefen sie sich auf 72 Mio. EUR im zweiten Quartal.

Aus unserer Extremsterblichkeitsdeckung, von der wir seit 2013 regelmäßig Tranchen in den Kapitalmarkt gebracht haben, haben wir im Berichtsjahr einen Ertrag von 88 Mio. EUR unter den erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Beständen in den Kapitalanlagen der Personen-Rückversicherung ausgewiesen.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkte sich auf das Segment Personen-Rückversicherung nicht unmittelbar aus, da wir in keinem der beiden Länder signifikantes Geschäft zeichnen.

Im Bereich Financial Solutions konnten wir unser Geschäft weiter ausbauen. Dabei sind wir in zahlreichen Märkten gewachsen, u. a. in China. Das erste Halbjahr war zudem weltweit von einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Lösungen zur Absicherung von Langlebigkeitsrisiken gekennzeichnet. Erfreulich war, dass wir in Australien im ersten Quartal einen ersten Langlebigkeits-Rückversicherungsvertrag zeichnen konnten. Besonders groß war die Nachfrage zudem erneut vor allem in Großbritannien, dem nach wie vor größten Markt, aber auch in den USA, Kanada und Australien. Insgesamt zeigte sich das Umfeld im Segment Personen-Rückversicherung zufriedenstellend.

Prämienentwicklung

Das Bruttoprämienvolumen im Segment Personen-Rückversicherung stieg zum 30. Juni 2022 um 5,3 % auf 4,4 (4,2) Mrd. EUR. Bei unveränderten Währungskursen hätte sich ein Wachstum von 0,3 % ergeben. Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 7,6 % auf 3,9 (3,7) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt hätte der Zuwachs 2,3 % betragen.

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich auf 285 (280) Mio. EUR.

Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment Personen-Rück-Versicherung belief sich auf -224 (-349) Mio. EUR. Des Weiteren erzielten wir aus der Umstrukturierung eines Vertrages eines Zedenten einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 40 Mio. EUR, der im übrigen Ergebnis ausgewiesen wird.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 88,2 % auf 330 (175) Mio. EUR.

Geschäftsbereich Rückversicherung insgesamt

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

scrollen
In % 6M 2022 6M 2021 +/​-
Eigenkapitalrendite 1 12,8 12,7 +0,1 Pkt.

1 Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Das Konzernergebnis lag im Geschäftsbereich Rückversicherung im ersten Halbjahr 2022 bei 326 (336) Mio. EUR, die Eigenkapitalrendite stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 12,8 (12,7) %.

Konzernfunktionen

scrollen

Gebuchte Beiträge aus konzerninternen Übernahmen steigen auf 1.117 (1.025) Mio. EUR

Versicherungstechnisches Ergebnis verbessert sich auf 7 (-22) Mio. EUR

Rückversicherungsspezialisten im Konzern

Im ersten Halbjahr 2022 beliefen sich die gebuchten Bruttoprämien im Segment Konzernfunktionen aus konzerninternen Übernahmen auf 1.117 (1.025) Mio. EUR; sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment Konzernfunktionen belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf 7 (-22) Mio. EUR. Die Vergleichsperiode war im Wesentlichen durch die Nachreservierung eines Haftpflichtschadens im Industriegeschäft negativ beeinflusst, der im Rahmen eines "Loss Portfolio Transfers" im Jahr 2020 gezeichnet wurde.

Kapitalanlagespezialisten im Konzern

Die Ampega Asset Management GmbH betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2021 auf 129 (136) Mrd. EUR, was auf einen Marktwertrückgang aufgrund des stark gestiegenen Zinsniveaus zurückzuführen ist. Die Ampega-Gesellschaften in Summe trugen im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 36 (32) Mio. EUR zum operativen Ergebnis im Segment bei.

Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen. Das erste Halbjahr 2022 war geprägt vom Ukraine-Krieg und seinen Auswirkungen auf Wirtschaft, Inflation, Zins- und Aktienmärkte. Die Investmentbranche war doppelt betroffen: einerseits von Kursverlusten aller Produktkategorien, gleich ob Aktien-, Renten-, Mischfonds oder Absolute-Return-Strategien. Anderseits sorgen die hohe Inflation, die immens gestiegenen Energiepreise und die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für eine deutlich erkennbare Zurückhaltung der Anleger bei Neuinvestments in risikobehaftete Kaptalanlagen. Zusätzlich sorgt die Wende in der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank dafür, dass klassische Sparformen mittelfristig wieder an Attraktivität gewinnen. In diesem Umfeld gelingt es nur Anbietern mit einem hohen Anteil an Sparplänen, signifikante Mittelzuflüsse zu generieren. Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens der Ampega Investment GmbH sank um 1,2 % auf 40,8 Mrd. EUR gegenüber dem Jahreseingangsniveau (41,3 Mrd. EUR). Etwas weniger als ein Drittel des Gesamtvolumens, nämlich 11,6 (14,6) Mrd. EUR, wird im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 20,6 (17,1) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 8,6 (9,6) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken.

Operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im ersten Halbjahr 2022 auf 31 (-33) Mio. EUR. Die Vergleichsperiode war unter anderem durch Nachreservierungen in der Versicherungstechnik sowie durch höhere Abschreibungen auf Kapitalanlagen belastet. Das im ersten Halbjahr 2022 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment betrug nach Finanzierungszinsen -23 (-60) Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

scrollen

Bilanzsumme um 1,6 Mrd. EUR auf 196,0 Mrd. EUR gesunken

Kapitalanlagen machen 73 % der Bilanzsumme aus

Wesentliche Entwicklungen der Vermögensstruktur

Der Rückgang unserer Bilanzsumme um 1,6 Mrd. EUR auf 196,0 Mrd. EUR ist hauptsächlich auf die Reduzierung der Kapitalanlagen (-5,5 Mrd. EUR) und der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (-1,7 Mrd. EUR) zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (+3,0 Mrd. EUR), die abgegrenzten Abschlusskosten (+1,1 Mrd. EUR) sowie die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (+1,1 Mrd. EUR).

Kapitalanlageentwicklung

Im Winterhalbjahr ist die Wirtschaftsleistung in der Eurozone trotz erneuter, coronabedingter Lockdowns gewachsen. Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat sich der globale Konjunkturausblick eingetrübt. Die Kapitalmärkte blicken auf ein historisch schwaches erstes Halbjahr zurück. Neben den zuvor (siehe hierzu Wirtschaftsbericht Seite 4 dieses Berichtes) beschriebenen Rückgängen auf den Aktienmärkten führte die Inflationsentwicklung global zu einer restriktiveren Geldpolitik.

Der gesamte Kapitalanlagebestand sank zur Jahresmitte 2022 auf 142,3 (147,8) Mrd. EUR. Der Bestand der selbst verwalteten Kapitalanlagen reduzierte sich um 5,1 % auf 129,2 (136,1) Mrd. EUR. Der Bestandsrückgang beruht auf dem starken und schnellen Zinsanstieg im Rahmen der ergriffenen Zentralbankmaßnahmen. Auch durch die Ausbuchung der Bestände der russischen Tochtergesellschaft OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland, kam es zu einem Mittelabfluss von rund 0,6 Mrd. EUR. Der Bestand der Investmentverträge weist mit 1,4 Mrd. EUR im Vergleich zum Jahresbeginn (1,5 Mrd. EUR) ebenfalls einen Rückgang auf. Die Depotforderungen stiegen im ersten Halbjahr um rund 13,8 % auf 11,7 Mrd. EUR an.

Der Talanx Konzern überwacht das Liquiditätsrisiko seiner Kapitalanlagen durch die Zuordnung der Kapitalanlagen in sogenannten Liquiditätsklassen, wobei die Kategorien L0-L3 Cash-Äquivalente bzw. Kapitalanlagen höchster Liquidität beinhalten. Seit dem Bestandsrückgang zu Beginn der Pandemie weisen diese Bestände aktuell eine deutliche Erholungstendenz auf.

Auch im ersten Halbjahr 2021 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur zumeist in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 1,4 (1,8) Mrd. EUR und wurde im Berichtszeitraum weitestgehend reinvestiert.

Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx Konzern nahezu unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 22 (20) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in Summe 8 (8) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil innerhalb der selbst verwalteten Kapitalanlagen in Fremdwährungen zum 30. Juni 2022 beträgt 38 (35) %.

Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote börsennotierter Titel) lag zum Halbjahresende bei 1,3 (1,4) %.

ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGEN

In %

30.6.2022/​31.12.2021

ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSEN

scrollen
In Mio. EUR 30.6.2022 31.12.2021
Fremdgenutzter Grundbesitz 4.899 4 % 4.650 3 %
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 542 0 % 511 0 %
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 544 0 % 504 0 %
Darlehen und Forderungen
Darlehen inkl. Hypothekendarlehen 745 1 % 687 1 %
Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere 24.614 19 % 25.049 18 %
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 403 0 % 356 0 %
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 84.312 65 % 92.634 68 %
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.056 3 % 3.765 3 %
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 609 0 % 541 0 %
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 46 0 % 50 0 %
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere - 0 % - 0 %
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 134 0 % 164 0 %
Derivate 1 418 0 % 341 0 %
Übrige Kapitalanlagen 7.846 6 % 6.821 5 %
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 129.170 100 % 136.073 100 %

1 Derivate nur mit positiven Marktwerten

Festverzinsliche Wertpapiere

Der Bestand der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne Hypotheken- und Policendarlehen) ging im ersten Halbjahr um ca. 8,6 Mrd. EUR zurück und betrug zum Halbjahresende 109,9 (118,6) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 77 (80) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen, weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen teilen sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien "Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" auf.

Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" machen 77 (78) % des Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere aus und sind um 8,3 Mrd. EUR auf 84,3 (92,6) Mrd. EUR zurückgegangen. Dabei wurde hauptsächlich in Unternehmensanleihen und Staatsanleihen investiert. Die Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - haben, insbesondere aufgrund des angestiegenen Zinsniveaus in unseren Hauptwährungsräumen, seit dem Jahresende 2021 einen Vorzeichenwechsel von 3,8 Mrd. EUR stillen Reserven zu stillen Lasten von -9,2 Mrd. EUR vollzogen, welcher nicht vollständig durch die Aufwertung der Währungen gegenüber dem Euro kompensiert werden konnte. Die Volatilität der "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere" schlägt sich im Eigenkapital nieder.

In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" wurden im Wesentlichen Staatspapiere, Pfandbriefe oder ähnlich sichere Papiere gehalten. Der Gesamtbestand der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie "Darlehen und Forderungen" betrug zum Jahresende 25,4 (25,7) Mrd. EUR und stellt damit 23 (22) % des Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen" (inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) sind zum Berichtsstichtag ebenfalls negativ und gingen um 4,8 Mrd. EUR auf -1,7 (+3,1) Mrd. EUR zurück.

Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden 2022 weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 47,0 (49,1) Mrd. EUR.

RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERE

In %

30.6.2022/​31.12.2021

Der Talanx Konzern verfolgt eine vergleichsweise konservative Anlagepolitik. So besitzen 76 (76) % der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse A. Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 5,9 (6,2) Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 4,5 (4,5) % der selbst verwalteten Kapitalanlagen.

Aktien und Aktienfonds

Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Aktienbestände (ohne "Übrige Kapitalanlagen") sanken unter anderem durch Verkäufe von Aktienbeständen im Segment Schaden-Rückversicherung um 274 Mio. EUR und betragen nunmehr 130 (404) Mio. EUR.

Immobilien inklusive Anteile an Immobilienfonds

Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutzten Immobilien 4,9 (4,7) Mrd. EUR. Hinzu kommen 2,4 (2,0) Mrd. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind.

Der Anstieg spiegelt unser weiter gestiegenes Engagement in diesem Bereich wider. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten Immobilienbestand in Höhe von 46 (37) Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen in Höhe von 0,1 (0) Mio. EUR an. Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 6 (8) Mio. EUR.

Infrastrukturinvestments

Derzeit ist der Talanx Konzern mit insgesamt über 3,9 (3,8) Mrd. EUR sowohl direkt als auch indirekt in Infrastrukturprojekten investiert.

Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte. Die Assetklasse Infrastruktur hat sich gegenüber den unter anderem durch Covid-19 und den Ukrainekrieg verursachten Marktbewegungen sowie der Inflation resilient gezeigt. Diese Entwicklung aus den Jahren 2020 und 2021 setzte sich auch 2022 fort. Die insgesamt hohe Wertstabilität begründet sich im Wesentlichen dadurch, dass die betreffenden Assets die Basisbedürfnisse einer Bevölkerung adressieren und damit eine wenig elastische Nachfrage aufweisen. Bei einigen Assets ist in den letzten Monaten sogar ein positiver Effekt zu erkennen. So profitierten vor allem Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energien von den gestiegenen Strompreisen, da höhere Erträge und somit höhere Gewinne generiert werden können.

Vor dem Hintergrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus ist bei genauer Betrachtung der Assetklasse außerdem zu beobachten, dass sich auch die Renditen bei Fremdkapitalfinanzierungen für Infrastrukturprojekte positiv entwickelt haben. Dies kann in erster Linie auf die gestiegenen Basiszinsen zurückgeführt werden.

Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Wind- und Solarparks, Stromnetzen, Versorgern, Verkehrs- und Transportprojekten, Glasfaseranbietern und Publicprivate-Partnership (PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.

Im ersten Halbjahr 2022 hat die Talanx ihr Infrastrukturportfolio u. a. durch Projekte im Bereich Erneuerbare Energien und öffentlichen Personennahverkehr weiter ausbauen können. Gleichzeitig sind diese Transaktionen ein gutes Beispiel für die nachhaltige und ESG-konforme Anlagestrategie des Konzerns. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 50 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 75 bis 200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Mit den Investitionen sollen vor allem die angestrebte Energiewende sowie die Daseinsvorsorge in Europa unterstützt werden.

Private Equity

Die Talanx Gruppe verfügt über ein langfristig ausgerichtetes Private-Equity-Portfolio mit breiter Diversifikation: Investiert wird in eine steigende Zahl von Fonds. Das Portfolio ist weltweit über viele Regionen gestreut, diverse Wirtschaftssektoren und mehr als ein Jahrzehnt in die Vergangenheit reichende Investitionszeitpunkte; damit ist das Fondsportfolio ebenso defensiv wie performant entwickelt.

Nach den überdurchschnittlichen Bewertungssteigerungen und Gewinnausschüttungen des Vorjahres zeigte das Private-Equity-Portfolio im ersten Halbjahr 2022 eine leicht konsolidierte, aber weiterhin stabile Wertentwicklung und signifikante Ausschüttungen, die auf fortgesetzter Realisierungsaktivität der einzelnen Fondsmanager beruhen. Daran konnten bislang die - insbesondere durch den Ukraine-Konflikt und die Zinsänderungen der US-Notenbank ausgelösten - Verwerfungen an den öffentlichen Märkten wenig ändern. Insbesondere die starken Abwertungen im zuvor besonders hoch an den US-Börsen gehandelten sogenannten Technologiesektor berührten das Talanx Portfolio in der bestehenden Konfiguration wenig.

Indirekte Teilwirkungen auf die Wertentwicklung der Fonds sind zugleich durch insgesamt sinkende Börsenmultiples und die erschwerte Nutzung der Börsen als Exit-Kanal zu erwarten. Insgesamt ist mit einer fortgesetzten Anpassungsphase an die volatilere Marktumgebung im Jahresverlauf zu rechnen, die den Wertzuwachs des bestehenden Portfolios begrenzt. Über die bestehenden ungenutzten Kapitalzusagen können die Fonds im Portfolio aber jetzt bereits bei Neutransaktionen von gesunkenen Einstiegspreisen und aus Marktverwerfungen entstehenden Gelegenheiten profitieren.

Kapitalanlageergebnis

ENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSES

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Ordentliche Kapitalanlageerträge 1.987 1.778
davon laufende Erträge aus Zinsen 1.443 1.280
davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen 42 28
Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Aufwendungen 143 728
Zu-/​Abschreibungen auf Kapitalanlagen -161 -135
Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen -47 -39
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen 160 150
Ergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 1.763 2.183
Depotzinsergebnis 122 165
Ergebnis aus Investmentverträgen 3 2
Gesamt 1.887 2.350

Das Kapitalanlageergebnis des ersten Halbjahres betrug 1.887 (2.350) Mio. EUR und liegt somit unter dem außerordentlich hohen Ergebnis des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Die annualisierte Kapitalanlagerendite des selbst verwalteten Kapitalanlagebestandes reduzierte sich auf 2,7 (3,3) %.

Die laufenden Erträge aus Zinsen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Hintergrund sind neben dem realen Bestandsaufbau die gestiegenen Erträge aus Amortisation unseren inflationsgebundenen Anleihen. Das global ansteigende Zinsniveau konnten wir für unsere Neu- und Wiederanlagen nutzen, die auch den Durchschnittskupon unserer festverzinslichen Wertpapiere prägen. Nach einem vorübergehenden Rückgang auf 2,3 % stieg dieser auf das Niveau des Vergleichsmonats des Vorjahres an (2,4 %).

Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im Geschäftsjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau und betrug per saldo 143 (728) Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind gestiegene Zinsen und damit verbundene die entfallene Notwendigkeit der Realisationen zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB) der Lebensversicherungen und Pensionskassen. Ebenfalls tragen regelmäßige Portfolioumschichtungen in allen Segmenten zum Ergebnis bei. Zusätzlich wurden Teile unserer Bestände an russischen und ukrainischen Anleihen veräußert.

Durch die krisenbehaftete Situation ergaben sich im Berichtszeitraum per saldo gestiegene Abschreibungen von 161 (135) Mio. EUR. Davon entfielen 62 (54) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener Immobilien und Infrastrukturinvestments. Außerplanmäßige Abschreibungen waren insgesamt in Höhe von 100 (81) Mio. EUR vorzunehmen. Davon entfielen 50 (1) Mio. EUR auf Aktien und 27 (55) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere, in denen auch Abschreibungen auf russische und ukrainische Emittenten enthalten waren. Auf Immobilienfonds entfielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6 (8) Mio. EUR. Zuschreibungen gab es im Geschäftsjahr nur in sehr geringem Umfang mit 1 (0) Mio. EUR.

Das unrealisierte Ergebnis ging um 8 Mio. EUR auf -47 (-39) Mio. EUR zurück. Für das Kreditrisiko spezieller Lebensrückversicherungsverträge (ModCo), bei denen Wertpapierdepots von Zedenten in unserem Namen gehalten werden, bilanzieren wir ein Derivat, aus dessen Wertentwicklung sich im Berichtszeitraum die erfolgswirksamen unrealisierten Verluste um 12 Mio. EUR auf 2 (14) Mio. EUR verbessert haben. Wirtschaftlich gehen wir bei dieser Position von einer neutralen Entwicklung aus, sodass die Volatilität, zu der es in einzelnen Quartalen kommen kann, nichts über den eigentlichen Geschäftsverlauf aussagt. Darüber hinaus verbesserte sich das Ergebnis aus der Wertentwicklung zweier weiterer Derivate mit Bezug zur Versicherungstechnik, deren Marktwertänderungen sich im bisherigen Geschäftsverlauf zu einem um 38 Mio. EUR besseren erfolgswirksam unrealisierten Verlust in Höhe von 4 (42) Mio. EUR addierten. Darin enthalten ist im Berichtsjahr ein Ertrag von 88 Mio. EUR aus unserer Extremsterblichkeitsdeckung, von der wir seit 2013 regelmäßig Tranchen in den Kapitalmarkt gebracht haben. Gegenläufig entwickelte sich das unrealisierte Ergebnis derivativer Positionen durch zinsbedingte Marktbewegungen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben, das sich dadurch im Wesentlichen gegenüber der Vergleichsperiode um 75 Mio. EUR auf -72 (+3) Mio. EUR verschlechterte.

Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen sank auf 122 (165) Mio. EUR.

KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Industrieversicherung 119 141
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/​Unfall 37 53
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 547 1.114
Privat- und Firmenversicherung International 193 194
Schaden-Rückversicherung 709 596
Personen-Rückversicherung 285 280
Konzernfunktionen -39 -61
Konsolidierung 36 32
Gesamt 1.887 2.350

Finanzlage

Analyse der Kapitalstruktur

scrollen

Das Eigenkapital liegt mit 13,8 Mrd. EUR deutlich unter Vorjahresniveau

Versicherungstechnische Rückstellungen sind um 4,4 Mrd. EUR auf 143,4 Mrd. EUR angestiegen

Wesentliche Entwicklungen der Kapitalstruktur

Insgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen in Relation zur Vergleichsperiode um 2,6 % bzw. 3,3 Mrd. EUR auf 133,7 (130,3) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel im Wesentlichen auf die Rückstellung für Prämienüberträge (+3,8 Mrd. EUR) und die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+4,9 Mrd. EUR). Gegenläufig entwickelte sich die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (-5,5 Mrd EUR).

Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen, einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 94,9 (89,0) %; es bestand eine Überdeckung der Rückstellung von 7,2 (16,0) Mrd. EUR.

Eigenkapital

Entwicklung des Eigenkapitals

Das Konzerneigenkapital (Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 2.536 Mio. EUR (23,5 %) verringert. Der deutliche Rückgang resultiert aus den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen (übrige Rücklagen), die sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 2.684 Mio. EUR auf -2.318 Mio. EUR verringerten. Die Entwicklung der übrigen Rücklagen resultiert im Wesentlichen aus der nachteiligen Entwicklung der nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen (-8.512 Mio. EUR) und dem gegenläufigen Effekt aus der Veränderung aus der Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting (+5.288 Mio. EUR). Desweiteren hatte das Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges (-211 Mio. EUR) einen negativen Einfluss. Positiv wirkten hingegen die Effekte aus der Währungsumrechnung (+406 Mio. EUR) durch das deutliche Erstarken einiger Währungen gegenüber dem Euro, sowie die Entwicklung der versicherungsmathematischen Gewinne aus dem zinsbedingten Rückgang der Pensionsrückstellungen (+347 Mio. EUR). Die Umkehr der nicht realisierten Kursgewinne in nicht realisierte Kursverluste aus Kapitalanlagen ist im Wesentlichen auf den Zinsanstieg im ersten Halbjahr zurückzuführen.

Dem deutlichen Rückgang der übrigen Rücklagen wirkte ein geringer Anstieg der Gewinnrücklagen entgegen. Dieser resultiert unter anderem aus dem Periodenergebnis, das in Höhe von 560 (546) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Entgegengesetzt wirkte die Dividendenzahlung in Höhe von 405 (379) Mio. EUR an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums.

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

scrollen
In Mio. EUR 30.6.2022 31.12.2021 Veränderung +/​- %
Gezeichnetes Kapital 316 316 - -
Kapitalrücklage 1.385 1.385 - -
Gewinnrücklage 8.856 8.709 148 1,7
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalbestandteile (übrige Rücklagen) -2.318 366 -2.684 -733,3
Konzerneigenkapital 8.240 10.776 -2.536 -23,5
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 5.603 7.169 -1.567 -21,9
Summe 13.843 17.945 -4.103 -22,9

DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE 1 EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

scrollen
In Mio. EUR 30.6.2022 31.12.2021
Geschäftsbereich
Industrieversicherung 1.864 2.153
davon Minderheiten - 4
Privat- und Firmenversicherung Deutschland 2.098 2.660
davon Minderheiten 57 79
Privat- und Firmenversicherung International 2.122 2.417
davon Minderheiten 247 233
Rückversicherung 9.639 12.712
davon Minderheiten 5.298 6.854
Konzernfunktionen -1.954 -2.055
davon Minderheiten - -
Konsolidierung 75 58
davon Minderheiten - -
Gesamtes Eigenkapital 13.843 17.945
Konzerneigenkapital 8.240 10.776
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
am Eigenkapital 5.603 7.169

1 Das Eigenkapital der Geschäftsbereiche ist definiert als Residualgröße aus Geschäftsbereichsaktiva und -passiva

Analyse Fremdkapital

Die gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 4,3 (4,8) Mrd. EUR. Die Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. hat am 15. Juni 2022 eine garantierte nachrangige Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR nach zehn Jahren ordentlich gekündigt und vollständig zurückgezahlt.

Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 8 "Nachrangige Verbindlichkeiten".

Zum 30. Juni 2022 besteht eine syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von 250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag ist diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehende syndizierte Kreditlinie kann von den Darlehensgebern gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change of Control kommt, d. h., wenn eine andere Person oder eine gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG erwirbt.

Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 10 "Begebene Anleihen und Darlehen".

Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen.

Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Sonstige Angaben - Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen".

Weitere Berichte und Erklärungen

Risikobericht

In unserem Geschäftsbericht für das Jahr 2021 haben wir unser Risikoprofil und die verschiedenen Risikoarten gemäß Deutschem Rechnungslegungsstandard DRS 20 dargestellt. Auf eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Risikoarten wird hier unter Verweis auf die Angaben im Geschäftsbericht 2021, Seite 102 ff., verzichtet. Die Risikoberichterstattung im Halbjahresfinanzbericht konzentriert sich auf relevante Veränderungen der Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx Konzerngeschäftsberichts 2021 eingetreten sind.

Das Gesamtbild der Risikolage bleibt dabei unverändert; es sind weiterhin keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Der Talanx Konzern hat ein funktionsfähiges, angemessenes Governance- und Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und hohen Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern.

Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach aufgeführt - bestimmen weiterhin das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden/​Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung, das operationelle Risiko sowie das Rückversicherungsausfallrisiko. Gleichermaßen kommt der Diversifikation für die Bestimmung des Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert aus unserer geografischen Diversität und der Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut aufgestellt.

Geopolitische Krisen großen Ausmaßes wie aktuell in der Ukraine führen grundsätzlich zu Unsicherheiten und erhöhten Volatilitäten auf den Kapitalmärkten. Resultierende wirtschaftliche Verwerfungen können unsere Kunden, unsere Tochtergesellschaften sowie die Gruppe belasten.

Die direkte Exponierung in den Krisengebieten ist sowohl versicherungstechnisch als auch kapitalanlageseitig eher moderat, auch wegen des noch im Februar abgeschlossenen Verkaufes der russischen Tochtergesellschaft OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life. Risiken können sich insbesondere aus noch unabsehbaren Folgewirkungen ergeben. Die Auswirkung auf das versicherungstechnische Risiko hängt stark von der makroökonomischen Entwicklung und der weiteren Geschäftsentwicklung ab. Es kann beispielsweise zu Prämienrückgängen und zu Schäden aus Cyberangriffen oder Betriebsunterbrechungen im Zusammenhang mit Supply-Chain-Risiken kommen. In Bezug auf die Reservierung der Schäden und den unterliegenden Annahmen erhöhen sich die Unsicherheiten aus dem Bekanntwerden weiterer Schäden, der Höhe und Auszahlungsdauer der eingetretenen (bekannten und unbekannten) Schäden sowie die Kosten der Regulierung dieser Schäden. Der wesentlichste Unsicherheitsfaktor, der aus dem Krieg in der Ukraine entsteht, ist dabei die zukünftige Entwicklung der Inflation. Dabei ist der allgemeine Anstieg der Konsumentenpreise von der für die Reservierung relevanten Schaden- und Kosteninflation zu differenzieren, was die Feststellung der Folgewirkungen erschwert. Interne Sensitivitätsanalysen auf Basis makroökonomischer Szenarien zeigen, dass die Sicherheitsmargen innerhalb der Schadenreserven derzeit ausreichen, um die erwartete, erhöhte Inflation zu kompensieren.

Aktuell scheinen die Risiken im Zusammenhang mit Covid-19 beherrschbar. Der hybride Geschäftsbetrieb an unseren Standorten im Wechsel mit Arbeit der Belegschaft von zu Hause als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie funktioniert weiterhin reibungslos. Gleichwohl bestehen Deckungen für Kreditversicherung, Lebensversicherung sowie Kranken- und Unfallversicherung weiterhin, so dass die zukünftige Schadenlast vom weiteren Verlauf der Pandemie und den einzelstaatlichen Gegenmaßnahmen abhängen und damit weiterhin eine hohe Unsicherheit besteht. Wir beobachten die Entwicklung unseres Sterblichkeitsgeschäfts (insbesondere in den USA) sowie unseres weltweiten Morbiditätsgeschäfts, insbesondere auch mit Blick auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, fortlaufend. Es ist zu erwarten, dass die Covid-19-Pandemie im Jahr 2022 zu weiteren Belastungen führen wird. Zu erwähnen sind dabei neben dem US-amerikanischen Geschäft insbesondere das südafrikanische und südamerikanische Mortalitätsgeschäft. Im Morbiditätsgeschäft liegt unser Augenmerk insbesondere auf den Entwicklungen im australischen bzw. asiatischen Markt.

Die Volatilität der Finanzmärkte hat erwartungsgemäß zugenommen. Die im letzten Jahr erreichten Höchststände an den Aktienmärkten sind in deutliche Ferne gerückt. Ein weiteres, die derzeitige Risikolage bestimmendes Themenfeld stellt das Zinsniveau und dessen Entwicklung dar. Trotz einer kürzlich vorgenommenen Zinserhöhung seitens der EZB, ist das aktuelle Zinsniveau im langjährigen Vergleich nach wie vor niedrig. Die langanhaltende Niedrigzinsphase kann u. a. bei Teilen des Lebensversicherungsbereiches aufgrund des erhöhten Zinsgarantie- und Wiederanlagerisikos zu erheblichen Belastungen der Ertragslage und der Solvabilität führen. Den Risiken aus dem niedrigen Zinsniveau begegnen die Lebensversicherer und insbesondere auch die Pensionskassen mit umfangreichen Maßnahmen, die die Fähigkeit der Gesellschaften verbessern, die Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern auch zukünftig zu erfüllen.

Beim aktuell zu beobachtenden, schnellen und starken Zinsanstieg besteht grundsätzlich das Risiko, dass Bewertungsreserven schwinden und deshalb künftig möglicherweise laufende Zinserträge zur Finanzierung der Garantiezinsen bei Lebensversicherern und Pensionskassen fehlen. Auch können künftig weiterhin Zuführungen zur Zinszusatzreserve erforderlich werden, gleichzeitig aber nicht mehr ausreichend Bewertungsreserven vorhanden sein, die zu deren Finanzierung herangezogen werden können. Diesen Effekt hat der Gesetzgeber durch die Einführung der Korridormethode für die Zinszusatzreserve im Jahr 2018 bereits stark abgeschwächt. Die genannten Risiken werden wirksam begrenzt durch die permanente Optimierung von Wiederanlagestrategie und strategischer Asset Allocation sowie bei den Pensionskassen zudem durch die angemessene Wahl des Bewertungszinses für die Zinszusatzreserve im Altbestand. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, proaktiv gebildete Bewertungsreserven zu nutzen.

Das Kreditrisiko ist bei uns vom Forderungsausfallrisiko gegenüber Rückversicherern geprägt. Innerhalb des unbesicherten Bestandes ist der überwiegende Anteil unserer Rückversicherungspartner/​Retrozessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit gutem Rating ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden.

In Bezug auf das Liquiditätsrisiko gehen wir unverändert davon aus, auch größeren, unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen zu können.

An den Einschätzungen zum operationellen Risiko gibt es keine wesentlichen Änderungen.

Ein dynamischer, für die derzeitige Risikolage relevanter Sachverhalt ist die Inflationsentwicklung. Ein niedriges Zinsniveau kann die Inflation weiter antreiben, was einerseits unmittelbar auf die Kosten und in der Sachversicherung insbesondere auch auf die Schadenbelastung wirkt, zudem jedoch auch das vertriebliche Umfeld negativ beeinflussen kann.

Systemische Risiken, insbesondere für die Finanzmarktstabilität, können den Konzern einerseits direkt als Akteur am Finanzmarkt und indirekt über potenzielle negative Wirkungen auf seine Kunden betreffen.

Gleichermaßen stellen die politischen und volkswirtschaftlichen Unsicherheiten, sowohl in den bestehenden Kernmärkten, als auch in unseren Ziel- und Wachstumsmärkten, Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar.

Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten für die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit in allen Ländern, in denen der Konzern vertreten ist. Unsere deutschen Lebensversicherungsgesellschaften sind weiterhin spezifischen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen auch steuerliche Risiken in Bezug auf die Behandlung von bestimmten Kapitalanlageinstrumenten im Rahmen der Betriebsprüfungen, sowie die Behandlung in den Jahresabschlüssen der betroffenen Gesellschaften.

Ein weiteres spezifisches Risiko stellt die politisch-ökonomische Situation in Italien dar, da im Konzern auch Direktinvestitionen in italienische Titel gehalten werden, die zu Wertberichtigungen führen könnten. Umfang und Risiken dieser Kapitalanlagen werden durch das interne Limit- und Schwellenwertsystem und Konzentrations- bzw. Kontrahentenlimite begrenzt.

Ausblick

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu Beginn des zweiten Halbjahrs 2022 nehmen die Befürchtungen zu, dass die globale Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der Ukraine-Krieg. Dieser sorgt nicht nur für hohe Rohstoffpreise und eine anhaltende Störung globaler Handelsströme, sondern birgt mit einem möglichen Stopp sämtlicher Gas- und Öllieferungen nach Europa erhebliches Schadenpotenzial für die Wirtschaft der Eurozone. Hinzu kommt die Sorge, dass die Fed und andere Notenbanken ihre Geldpolitik angesichts persistent hoher Inflationsraten zu restriktiv gestalten und damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stark einbremsen. Nicht zuletzt sind auch neue Pandemie-Wellen und damit einhergehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens nicht auszuschließen.

Obgleich die Gasversorgung ein signifikantes Risiko darstellt, gehen wir davon aus, dass es nicht zu einem vollständigen Lieferstopp kommt und die Eurozone eine schwere Rezession vermeiden kann. Die USA sind vom Ukraine-Krieg ohnehin nur indirekt über die höheren Rohstoffpreise betroffen. Auf beiden Seiten des Atlantiks sollten solide Haushaltsfinanzen aufgrund hoher Pandemie-Ersparnisse und niedriger Arbeitslosigkeit, fiskalische Unterstützung sowie Investitionen vor dem Hintergrund des bestehenden Nachfrageüberhangs einen starken Einbruch der Wirtschaftsleistung verhindern. Gegenwind durch die hohe Inflation und das eingetrübte Sentiment sprechen jedoch dafür, dass sich die Wachstumsdynamik weiter abkühlt.

Mit Blick auf die Schwellenländer erwarten wir grundsätzlich eine höhere Wachstumsdynamik. Regional dürfte es jedoch Unterschiede geben, die neben der Rohstoffabhängigkeit und der geografischen sowie handelspolitischen Nähe zum Kriegsgebiet auch in einer heterogenen Corona-Immunisierung begründet liegen. In China sollte sich die Konjunkturdynamik weiter erholen, ohne jedoch an die Wachstumsraten der Vor-Corona-Zeit anknüpfen zu können.

Kapitalmärkte

Die im Vergleich zur Vor-Pandemiezeit erhöhten Inflations- und Wachstumsschwankungen dürften auch im zweiten Halbjahr für eine erhöhte Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten sorgen. Wir gehen jedoch davon aus, dass an den Rentenmärkten das veränderte geldpolitische Umfeld weitgehend eingepreist ist und weitere Renditeanstiege sich in Grenzen halten sollten. Auch die Aktienmärkte dürften inzwischen einen guten Teil der negativen Entwicklungen eingepreist haben. Wir blicken daher vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate, sollte, wie von uns erwartet, eine schwere Rezession infolge eines Gaslieferstopps vermieden werden.

Voraussichtliche finanzielle Entwicklung des Konzerns

Wir gehen von folgenden Annahmen aus:

scrollen

moderates weltwirtschaftliches Wachstum

höhere Inflationsraten

weiterhin sehr niedriges Zinsniveau in der Eurozone

keine plötzlichen Schocks an den Kapitalmärkten

keine Wechselkursschocks

keine wesentlichen finanzpolitischen und aufsichtsrechtlichen Änderungen

eine Großschadenbelastung im Rahmen unserer Erwartung

Eindämmung der Corona-Pandemie im laufenden Jahr

Wir geben für den Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche zum Halbjahr Prognosewerte für die Kennzahlen, nach denen der Konzern sein Geschäft steuert. Mit diesem Ausblick bestätigen wir die im Konzerngeschäftsbericht 2021 veröffentlichte Ergebnisprognose für das Jahr 2022 in Bezug auf den Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche.

Angesichts des erfreulichen Wachstumstempos erwartet der Konzern nunmehr im laufenden Geschäftsjahr einen Anstieg der Bruttoprämien (währungskursbereinigt) im oberen einstelligen Prozentbereich.

Talanx Konzern

STEUERUNGSGRÖSSEN

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q1 2022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) im oberen einstelligen Prozentbereich mittleres einstelliges Wachstum mittleres einstelliges Wachstum
Kapitalanlagerendite ~ 2,4 ~ 2,4 ~ 2,4
Konzernergebnis in Mio. EUR 1.050 - 1.150 1.050 - 1.150 1.050 - 1.150
Eigenkapitalrendite ~ 10 ~ 10 ~ 10
Ausschüttungsquote 35 - 45 35 - 45 35 - 45

Industrieversicherung

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNG

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q1 2022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) > 7 > 7 > 7
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto) < 98 < 98 < 98
Eigenkapitalrendite ~ 8 ~ 8 ~ 8

Privat- und Firmenversicherung Deutschland

Schaden/​Unfallversicherung

Im Segment Schaden/​Unfallversicherung waren wir in der Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von einer kombinierten Schaden-/​Kostenquote von rund 96 % ausgegangen. Für unserer Segment Schaden/​Unfallversicherung gehen wir jetzt von einer kombinierten Schaden-/​Kostenquote von rund 100 % aus. Ursächlich dafür sind die Schadenerfahrungen im ersten Halbjahr, insbesondere durch Naturkatastrophen (vor allem Winterstürme) sowie eine erhöhte Basisschadenbelastung in der Kfz-Sparte infolge der gestiegenen Mobilität.

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT SCHADEN/​UNFALLVERSICHERUNG

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich im oberen einstelligen Prozentbereich im oberen einstelligen Prozentbereich
Kombinierte Schaden-/​Kostenquote (netto) ~ 100 ~ 96 ~ 96

Lebensversicherung

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum rückläufig im unteren einstelligen Prozentbereich rückläufig im unteren einstelligen Prozentbereich rückläufig im unteren einstelligen Prozentbereich

Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamt

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Eigenkapitalrendite ~ 6,5 ~ 6,5 ~ 6,5

Privat- und Firmenversicherung International

Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International waren wir in unserer Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von einem hohen einstelligen Wachstum der Bruttoprämien (währungskursbereinigt) ausgegangen. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten wir für das Gesamtjahr 2022 ein Wachstum der Bruttoprämien (währungskursbereinigt, Schaden/​Unfallversicherung) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International waren wir in der Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von einer kombinierten Schaden-/​Kostenquote von unter 95 % ausgegangen. Für unseren Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International gehen wir jetzt aufgrund der gestiegenen Schadeninflation von einer kombinierten Schaden-/​Kostenquote von rund 96 % aus.

STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT-UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt, Schaden/​ Unfallversicherung) niedriger zweistelliger Prozentbereich hohes einstelliges Wachstum hohes einstelliges Wachstum
Kombinierte Schaden-/​ Kostenquote (netto, Schaden/​Unfallversicherung) ~ 96 < 95 < 95
Eigenkapitalrendite ~ 8 ~ 8 ~ 8

Rückversicherung

Schaden-Rückversicherung

Im Segment Schaden-Rückversicherung waren wir in der Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von einer kombinierten Schaden-/​ Kostenquote von maximal 96 % ausgegangen. Für unser Segment Schaden-Rückversicherung gehen wir jetzt von einer kombinierten Schaden-/​Kostenquote von maximal 96 % über den Strategiezyklus 2021 - 2023 aus.

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Kombinierte Schaden-/​
Kostenquote (netto)
< 96 über den
Strategiezyklus 2021 - 2023
< 96 < 96

Personen-Rückversicherung

STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG

scrollen
in Mio. EUR Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Neugeschäftswert 1 > 125 > 125 > 125

1 Ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Rückversicherung insgesamt

Für die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt waren wir in unserer Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von einem währungskursbereinigten Wachstum der Bruttoprämien von mindestens 5 % ausgegangen. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten wir für das Gesamtjahr 2022 ein währungskursbereinigtes Wachstum der Bruttoprämien von mehr als 7,5 %.

STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMT

scrollen
In % Ausblick für 2022 auf Basis 6M 2022 Ausblick für 2022 auf Basis Q12022 Prognose für 2022 aus dem Geschäftsbericht 2021
Bruttoprämienwachstum (währungsbereinigt) > 7,5 % für Schaden- und Personen- Rückversicherung insgesamt > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt
Eigenkapitalrendite 12 - 13 12 - 13 12 - 13

Einschätzung künftiger Chancen und Herausforderungen

Die Chancen haben sich gegenüber dem Berichtsjahr 2021 nicht wesentlich verändert. Diesbezüglich verweisen wir auf den Talanx Konzerngeschäftsbericht 2021.

Konzernzwischenabschluss

Konzernbilanz
zum 30. Juni 2022

KONZERNBILANZ - AKTIVA

scrollen
In Mio. EUR Anhang 30.6.2022 31.12.2021
A. Immaterielle Vermögenswerte 1
a. Geschäfts- oder Firmenwert 1.022 1.028
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 915 889
1.937 1.918
B. Kapitalanlagen
a. Fremd genutzter Grundbesitz 4.899 4.650
b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 542 511
c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 544 504
d. Darlehen und Forderungen 2 25.360 25.737
e. Sonstige Finanzinstrumente
i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 3 403 356
ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 4/​6 88.368 96.399
iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 5/​6 1.207 1.096
f Übrige Kapitalanlagen 6 7.846 6.821
Selbst verwaltete Kapitalanlagen 129.170 136.073
g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen 6 1.400 1.457
h. Depotforderungen 11.727 10.305
Kapitalanlagen 142.297 147.835
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 11.940 13.687
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 10.035 8.929
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 13.697 10.746
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 7.136 6.020
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 3.883 4.002
H. Aktive Steuerabgrenzung 1.180 611
I. Sonstige Vermögenswerte 6 3.724 3.153
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 124 625
Summe der Aktiva 195.954 197.524

1 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" des Konzernanhangs

KONZERNBILANZ - PASSIVA

scrollen
In Mio. EUR Anhang 30.6.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital 7
a. Gezeichnetes Kapital 316 316
Nominalwert: 316 (Vorjahr: 316)
Bedingtes Kapital: 158 (Vorjahr: 158)
b. Rücklagen 7.924 10.460
Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 8.240 10.776
c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 5.603 7.169
Summe Eigenkapital 13.843 17.945
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 8 4.261 4.759
C. Versicherungstechnische Rückstellungen 9
a. Rückstellungen für Prämienüberträge 16.654 12.154
b. Deckungsrückstellung 57.495 57.489
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 65.845 60.541
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 2.308 7.832
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 1.096 935
143.398 138.951
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 11.940 13.687
E. Andere Rückstellungen
a. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.637 2.200
b. Steuerrückstellungen 597 535
c. Sonstige Rückstellungen 791 988
3.025 3.722
F. Verbindlichkeiten
a. Begebene Anleihen und Darlehen 10 2.523 2.432
b. Depotverbindlichkeiten 4.355 4.085
c. Übrige Verbindlichkeiten 6 11.084 8.818
17.963 15.335
G. Passive Steuerabgrenzung 1.426 2.513
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 99 612
Summe Verbindlichkeiten/​Rückstellungen 182.111 179.579
Summe der Passiva 195.954 197.524

1 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" des Konzernanhangs

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

scrollen
In Mio. EUR Anhang 6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 28.332 24.075
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 471 509
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 3.333 2.937
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -3.961 -2.864
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -631 -507
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 11 21.198 18.272
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 17.890 16.210
Anteile der Rückversicherer 1.570 1.436
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 14 16.320 14.775
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 5.716 4.770
Anteile der Rückversicherer 401 372
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 15 5.316 4.398
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 35 26
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 96 106
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -61 -81
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -498 -982
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 2.674 2.677
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 911 495
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 1.763 2.183
Ergebnis aus Investmentverträgen 3 2
Depotzinsergebnis 122 165
Kapitalanlageergebnis 12/​13 1.887 2.350
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 42 28
10. a. Sonstige Erträge 1.093 822
b. Sonstige Aufwendungen 1.124 856
Übriges Ergebnis 16 -31 -35
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1.358 1.333
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.358 1.333
12. Finanzierungszinsen 88 88
13. Ertragsteuern 312 309
Periodenergebnis 957 936
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 397 389
davon Aktionäre der Talanx AG 560 546
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,21 2,16
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,21 2,16

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Periodenergebnis 957 936
Nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode 531 164
Steuerertrag/​-aufwand -157 -55
374 110
Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode -26 -7
Steuerertrag/​-aufwand - -
-26 -7
Gesamte nicht reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern 348 103
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode -13.114 -2.019
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 70 -430
Steuerertrag/​-aufwand 2.126 311
-10.918 -2.138
Währungsumrechnung
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode 884 403
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Steuerertrag/​-aufwand -76 -47
808 356
Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode 5.809 1.679
Steuerertrag/​-aufwand -120 -34
5.689 1.645
Veränderungen aus Cashflow-Hedges
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode -204 -124
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -30 -21
Steuerertrag/​-aufwand 10 6
-224 -138
Veränderungen aus der Equity-Bewertung
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode 3 12
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Steuerertrag/​-aufwand - -
3 12
Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/​Verluste der Periode -6 -
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - -
Steuerertrag/​-aufwand - -
-6 -
Gesamte reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern -4.648 -263
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern -4.300 -160
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode -3.343 775
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -1.219 347
davon Aktionäre der Talanx AG -2.124 429

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals

AUFSTELLUNG DER VERÄNDERUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

scrollen
Übrige Rücklagen
In Mio. EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Nicht realisierte Kursgewinne/​-verluste aus Kapitalanlagen Gewinne/​Verluste aus der Währungsumrechnung Übrige Eigenkapitalveränderungen
2022
Stand am 1.1.2022 316 1.385 8.709 3.906 -380 -3.278
Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus - - -8 2 2 -
Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -1 8 -
Jahresergebnis - - 560 - - -
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 1 2 - - - -8.512 396 5.633
davon nicht reklassifizierbar - - - - - 325
davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen - - - - - 347
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - - - - - -23
davon reklassifizierbar 2 - - - -8.512 396 5.308
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 2 - - - -8.512 - -
davon Währungsumrechnung 2 - - - - 396 -
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - -
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - - - - - 4
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - - - - - 5.310
davon Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - - - - - -6
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 1, 2 - - 560 -8.512 396 5.633
Kapitalerhöhungen - - - - - -
Dividenden an Aktionäre - - -405 - - -
Übrige erfolgsneutrale Veränderungen - - - - - -
Stand zum 30.06.2022 316 1.385 8.856 -4.606 26 2.355
2021
Stand zum 1.1.2021 3 316 1.373 8.061 6.434 -695 -5.360
Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus - - - - - -
Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - -
Jahresergebnis - - 546 - - -
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen - - - -1.833 181 1.660
davon nicht reklassifizierbar - - - - - 96
davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen - - - - - 102
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - - - - - -6
davon reklassifizierbar - - - -1.833 181 1.564
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - -1.833 - -
davon Währungsumrechnung - - - - 181 -
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - -
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - - - - - 12
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - - - - - 1.552
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 546 -1.833 181 1.660
Kapitalerhöhungen - - - - - -
Dividenden an Aktionäre - - -379 - - -
Übrige erfolgsneutrale Veränderungen - - - - - -
Stand zum 30.6.2021 3 316 1.373 8.228 4.602 -514 -3.700
scrollen
Übrige Rücklagen
In Mio. EUR Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges Auf Aktionäre der Talanx AG entfallendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
2022
Stand am 1.1.2022 118 10.776 7.169 17.945
Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus - -4 49 45
Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises - 7 - 7
Jahresergebnis - 560 397 957
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 1 2 -211 -2.694 -1.613 -4.307
davon nicht reklassifizierbar - 325 23 348
davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen - 347 26 374
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - -23 -4 -26
davon reklassifizierbar 2 -211 -3.019 -1.636 -4.654
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 2 - -8.512 -2.405 -10.917
davon Währungsumrechnung 2 - 396 404 800
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges -211 -211 -13 -224
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - 4 -1 3
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - 5.310 379 5.689
davon Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - -6 - -6
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 1, 2 -211 -2.134 -1.216 -3.349
Kapitalerhöhungen - - - -
Dividenden an Aktionäre - -405 -400 -805
Übrige erfolgsneutrale Veränderungen - - - -
Stand zum 30.06.2022 -93 8.240 5.603 13.843
2021
Stand zum 1.1.2021 3 237 10.367 6.732 17.099
Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus - - - 1
Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -
Jahresergebnis - 546 389 936
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen -125 -117 -43 -160
davon nicht reklassifizierbar - 96 7 103
davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen - 102 8 110
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - -6 -1 -7
davon reklassifizierbar -125 -213 -50 -263
davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - -1.833 -305 -2.138
davon Währungsumrechnung - 181 176 356
davon Veränderung aus Cashflow-Hedges -125 -125 -13 -138
davon Veränderung aus Equity-Bewertung - 12 - 12
davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/​Shadow Accounting - 1.552 92 1.644
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -125 429 347 775
Kapitalerhöhungen - - - -
Dividenden an Aktionäre - -379 -338 -717
Übrige erfolgsneutrale Veränderungen - - - -
Stand zum 30.6.2021 3 112 10.417 6.741 17.158

1 Im Rahmen der gesondert im Konzern-Eigenkapitalspiegel ausgewiesenen Transaktionen mit Anteilseignern sowie der "Übrigen Veränderungen des Konsolidierungskreises" wurde ein Betrag in Höhe von 4 Mio. EUR, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt sowie der auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Anteil am Eigenkapital von -10 Mio. EUR in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter diese Position umgegliedert
2 Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält einen Betrag in Höhe von 7 Mio. EUR, der im Konzern-Eigenkapitalspiegel in der Zeile "Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises" separat umzugliedern war; davon betreffen -1 Mio. EUR die nicht realisierten Kursgewinne/​-verluste aus Kapitalanlagen und +8 Mio. EUR die Gewinne aus Währungsumrechnung
3 Angepasst gemäß IAS 8; siehe Geschaftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 5
I. 1. Periodenergebnis 957 936
I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen 6.264 6.166
I. 3. Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten -807 -461
I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -Verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -Verbindlichkeiten -2.687 -1.582
I. 5. Veränderung der Sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten 421 767
I. 6. Veränderung der Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen 1 7
I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -13 -6
I. 8. Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Sachanlagen -117 -734
I. 9. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird -1.744 1.302
I. 10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (einschließlich Ertragsteueraufwand/​-ertrag) 441 181
I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1, 2 2.717 6.578
II. 1. Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 21 8
II. 2. Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen - -213
II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz 13 13
II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz -294 -533
II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten 14.085 16.421
II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten -16.390 -20.083
II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 1.743 -1.299
II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen -666 -425
II. 9. Zahlungswirksame Abflüsse aus dem Erwerb materieller und immaterielle Vermögenswerte -74 -179
II. 10. Zahlungswirksame Zuflüsse aus dem Verkauf materieller und immaterielle Vermögenswerte 8 99
II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -1.555 -6.189
III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen - -
III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen - -
III. 3. Gezahlte Dividenden -805 -717
III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten -598 570
III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 2 -1.404 -147
Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) -242 242
Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtzeitraums 4.011 3.477
Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse 115 40
Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 3 - 1
Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums 4 3.884 3.760

1 Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 160 (42) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden von 241 (285) Mio. EUR und erhaltene Zinsen von 1.730 (1.835) Mio. EUR werden
dem Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen Dividenden beinhalten ebenfalls dividendenähnliche Gewinnbeteiligungen aus Investmentfonds sowie Private-Equity-Gesellschaften
2 Die gezahlten Zinsen in Höhe von 277 (354) Mio. EUR entfallen mit 125 (122) Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit und mit 152 (233) Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
3 Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen ohne Unternehmensveräußerungen bzw. -erwerbe
4 Der Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums umfasst zum Stichtag Finanzmittelfonds aus ausgewiesenen Veräußerungsgruppen in Höhe von 1 (0) Mio. EUR
5 Angepasst gemäß IAS 8; siehe Geschäftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Anhang und Erläuterungen

Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS

Allgemeine Aufstellungsgrundsätze

Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2022 wird in Übereinstimmung mit IAS 34 dargestellt und wurde in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie von der Europäischen Union übernommen, erstellt.

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Konzernabschlusses und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer der erstmaligen Anwendung neuer und geänderter Standards, wie nachfolgend erläutert bzw. vergleiche unsere Ausführungen im Kapitel "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei der Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses in größerem Umfang auf Schätzverfahren und Annahmen zurück als bei der jährlichen Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen während der laufenden Zwischenberichtsperiode mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergaben sich nicht. Der Steueraufwand (inländische Ertragsteuern, vergleichbare Ertragsteuern ausländischer Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten Steuern) wird unterjährig mittels eines für das Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet, der auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der unterjährigen Fortschreibung der Pensionsrückstellungen wird der versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der Zinsveränderung auf die Pensionsverpflichtungen zum Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige Rücklagen) erfasst. Andere versicherungsmathematische Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert.

Schätzunsicherheiten resultierten in der Berichtsperiode auch aus dem Konflikt in der Ukraine, den wir als signifikantes Ereignis gemäß IAS 34.15 einstufen und für den zum Bilanzstichtag nur wenige Schadenmeldungen vorlagen. Wir haben für alle relevanten Geschäftssparten wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarioanalysen durchgeführt, bei denen wir die uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Markterkenntnisse berücksichtigt und daraus auf Basis eigener Einschätzungen unsere Reservierung abgeleitet haben. Zum Bilanzstichtag umfassen die betroffenen Geschäftssparten im Wesentlichen Political Violence und andere Sachdeckungen, politische Risiken, Transport und Luftfahrt. Der Konzern hat zum 30. Juni 2022 Rückstellungen in Höhe von 346 Mio. EUR gebildet (Schaden-Rückversicherung: 316 Mio. EUR, Industrieversicherung: 30 Mio. EUR). Die Bandbreite möglicher Schadenszenarien ist nach wie vor hoch und kann bei derzeit nicht zu erwartenden, nachteiligen Entwicklungen bzw. ungünstiger Rechtsprechung zu einem späteren Zeitpunkt zu deutlich höheren Schadenzahlungen führen. Im Einklang mit den bestehenden Sanktionsregelungen werden Geschäfte mit russischen Zedenten nicht weitergeführt. Im Berichtszeitraum haben wir den Bestand an Kapitalanlagen russischer und ukrainischer Emittenten reduziert, darüber hinaus waren gemäß IAS 39 außerplanmäßige Abschreibungen auf russische festverzinsliche Wertpapiere im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vorzunehmen.

Auswirkungen aus der Corona-Pandemie auf den Konzernabschluss ergaben sich vorwiegend im Segment Personen-Rückversicherung. Im ersten Halbjahr beliefen sich die Pandemiebelastungen auf 194 (263) Mio. EUR. Demgegenüber stehen im Berichtszeitraum in diesem Segment Erträge aus einem Risiko-Swap zur Absicherung gegen einen extremen Anstieg der Mortalitätsrate, beispielsweise infolge von Pandemien. Die Marktwertänderung dieses Derivats führte im Jahresverlauf zu einem Erfolg von 88 (-2) Mio. EUR. Unsere im Geschäftsjahr 2020 gebildeten pandemiebezogenen Reserven (Schaden-Rückversicherung) haben wir per Ende Juni um 88 Mio. EUR reduziert.

Der Zwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR). Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich in der Regel auf das Vorjahr.

Neu anzuwendende Standards/​Interpretationen und Änderungen von Standards

Der Konzern hat die folgenden geänderten IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2022 übernommen, die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten:

scrollen

Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen"

Änderungen im Rahmen der "jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2018 - 2020)": Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 16 "Leasingverhältnisse" und IAS 41 "Landwirtschaft"

Wesentliche Standardänderungen, die 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht frühzeitig angewandt werden

Mit dem IFRS 17 werden erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung implementiert.

IFRS 17 "Versicherungsverträge" wurde am 18. Mai 2017 vom IASB veröffentlicht und löst zum 1. Januar 2023 den gegenwärtig gültigen IFRS 4 ab. Mit der Bekanntgabe der Verordnung (EU) Nr. 2021/​2036 wurde IFRS 17 einschließlich der Änderungen aus Juni 2020 in EU Recht übernommen und ist in dieser Fassung spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Gleichzeitig hat die Verordnung jedoch eine nur in der EU geltende optionale Ausnahme festgelegt, wonach Unternehmen für Verträge mit einer Überschussbeteiligung - wie sie in Deutschland und einer Reihe anderer EU-Staaten üblich ist - eine optionale Erleichterung in Bezug auf die Jahreskohortenregelung nutzen können. Dieses Wahlrecht nimmt der Talanx Konzern nicht in Anspruch und wird IFRS 17 in der IASB-Fassung für das Geschäftsjahr ab dem 1. Januar 2023 anwenden.

Die wichtigsten Änderungen des Standards umfassen u. a. die Diskontierung von Schadenrückstellungen, eine höhere Transparenz von verlustbringenden Portfolios und die Einführung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken.

IFRS 17 gibt drei Bewertungsmodelle vor, die ein unterschiedliches Ausmaß der Beteiligung der Versicherungsnehmer am Investmentergebnis bzw. am Unternehmenserfolg widerspiegeln. Das allgemeine Bewertungsmodell (General Measurement Model - GMM), der variable Gebührenansatz (Variable Fee Approach - VFA) und der Prämienallokationsansatz (Premium Allocation Approach - PAA). Die Bewertung erfolgt nicht auf der Ebene einzelner Verträge, sondern auf der Basis von Gruppen von Verträgen. Um Gruppen von Verträgen zu bilden, muss ein Unternehmen zunächst Portfolios definieren, die Verträge mit ähnlichen Risiken enthalten, die gemeinsam gesteuert werden. Diese Portfolios sind auf Grundlage von Rentabilität und Jahreskohorten in Gruppen von Verträgen zu unterteilen.

Die Bewertung nach dem allgemeinen Bewertungsmodell (GMM) basiert auf dem Erwartungswert abgezinster Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken sowie einer vertraglichen Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der Leistungserbringung führt. Änderungen in den Annahmen, die sich nicht auf Zinsen bzw. finanzielle Risiken beziehen, werden gegen die vertragliche Servicemarge (CSM) gebucht und über die Dauer des noch zu erbringenden Versicherungsschutzes und der Investmentmanagement-Dienstleistung verteilt. Wird die Servicemarge negativ, ist ein entsprechender Betrag erfolgswirksam zu erfassen. Das Allgemeine Bewertungsmodell findet in der Talanx Gruppe insbesondere im Geschäftsbereich Rückversicherung, bei der Talanx als konzerninternem Rückversicherer im Geschäftsbereich Konzernfunktionen und zum Teil in den Geschäftsbereichen Privat- und Firmenversicherung Deutschland und International Anwendung.

Für das Lebensversicherungsgeschäft mit Überschussbeteiligung ist eine modifizierte Form des allgemeinen Bewertungsmodells anzuwenden, der "Variable Fee Approach" (VFA). Im VFA werden alle zukünftigen Änderungen der Annahmen gegen die CSM gebucht und wirken sich über die Auflösung der CSM in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Der VFA wird in der Talanx Gruppe vor allem in den beiden Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben und Privat- und Firmenversicherung International angewandt. Wir wenden den VFA für Geschäft mit direkter Gewinnbeteiligung an, bei dem die Regeln für die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer durch gesetzliche oder vertragliche Rechte festgelegt sind, so auch bei der Bewertung der fondsgebundenen Versicherungsverträge. Für die aktive und passive Rückversicherung ist dieser Ansatz nicht zulässig.

Der Prämienallokationsansatz (PAA) ist ein vereinfachter Ansatz, der insbesondere für kurz laufende Verträge (Deckungszeitraum nicht mehr als zwölf Monate) angewendet werden kann oder sofern die Bewertung der Deckungsrückstellung nicht wesentlich von der Bewertung nach allgemeinem Bewertungsmodell abweicht. Der Prämienallokationsansatz bildet die Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz wie bislang über Prämienüberträge abzüglich möglicher Abschlusskosten zur Erlangung des Versicherungsvertrags ab. Für kurz laufende Verträge enthält der Standard ein Wahlrecht für den Verzicht auf die Abzinsung dieser Deckungsrückstellung, das der Talanx Konzern ausüben wird. Für die entsprechende Schadenrückstellung führt der Standard eine verpflichtende Abzinsung sowie eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken ein. Im Konzern findet der Prämienallokationsansatz insbesondere Anwendung im Schaden/​Unfall-Erstversicherungsgeschäft, sofern die Verträge die oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

Für die Diskontierung der Versicherungsverpflichtung verwenden wir konzerneinheitlich währungsspezifische, risikofreie Zinskurven, die angepasst werden, um die Charakteristiken der Zahlungsströme und die Liquidität der unterliegenden Versicherungsverträge (Bottom-up-Ansatz) zu berücksichtigen. Die dabei verwendeten Illiquiditätsprämien basieren auf risikoadjustierten Spreads von Unternehmens- und Staatsanleihen.

Losgelöst vom Bewertungsverfahren werden in der Bilanz die aktivierten Abschlusskosten und die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft nicht mehr separat, sondern als Teil der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ausgewiesen. Dies wird zu einer Bilanzverkürzung führen, die jedoch kaum eine Auswirkung auf das Eigenkapital hat.

Darüber hinaus ändert der Standard die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundlegend und unterscheidet zwischen dem versicherungstechnischen Ergebnis, das sich aus den versicherungstechnischen Erträgen und den versicherungstechnischen Aufwendungen zusammensetzen wird, und den Versicherungsfinanzerträgen und -aufwendungen.

Als versicherungstechnische Erträge werden statt der gebuchten Prämien in jeder Periode die Änderungen aus der diskontierten Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz ausgewiesen, für die das Versicherungsunternehmen ein Entgelt erhält, abzüglich Ein- und Auszahlungen von Sparkomponenten. Wir erwarten bei gleichem Geschäftsvolumen eine Verminderung des ausgewiesenen Versicherungsumsatzes im Vergleich zum derzeitigen Ausweis der gebuchten Bruttoprämie und der verdienten Prämie, allerdings ohne wesentliche Beeinflussung des versicherungstechnischen Ergebnisses.

Versicherungsfinanzertrag und -aufwand resultieren aus Abzinsungseffekten und finanziellen Risiken und deren Änderungen. Sie können je Portfolio entweder vollständig erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst oder auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Ergebnis aufgeteilt werden (OCI-Option). Um die Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung zu vermindern, wird der Talanx Konzern das Wahlrecht für nahezu alle Portfolios in Anspruch nehmen, und den Versicherungsfinanzertrag und -aufwand zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Ergebnis aufteilen.

Die Erstanwendung von IFRS 17 hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen. Sofern keine ausreichende Datengrundlage für eine vollständige retrospektive Anwendung des IFRS 17 vorliegt, besteht ein Wahlrecht zur Anwendung eines modifizierten retrospektiven Ansatzes - sofern hierfür ausreichend angemessene und belastbare Daten zur Verfügung stehen - oder des Fair-Value-Ansatzes. Das Ziel des modifizierten rückwirkenden Ansatzes ist es, anhand angemessener und belastbarer Informationen, die ohne unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind, das Ergebnis zu erzielen, das der rückwirkenden Anwendung am nächsten kommt. In dem Maße, in dem eine rückwirkende Anwendung nicht möglich ist, sind bestimmte Modifikationen zulässig. Nach dem Fair-Value-Ansatz wird die vertragliche Servicemarge einer Gruppe von Versicherungsverträgen zum Übergangszeitpunt als die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert nach IFRS 13 und den Erfüllungszahlungsströmen nach IFRS 17 bestimmt.

Im Talanx Konzern werden wir von allen drei Verfahren in Abhängigkeit von der Datenverfügbarkeit Gebrauch machen. Im Schaden/​ Unfallbereich gehen wir aktuell davon aus, dass, sofern eine retrospektive Anwendung nicht möglich ist, wir den Fair Value Approach anwenden werden.

Das mehrjährige, vom Konzern gesteuerte IFRS-17-Projekt der Talanx Gruppe, in dem die Auswirkungen des Standards einschließlich der Wechselwirkung mit IFRS 9 auf den Konzernabschluss untersucht und die notwendigen Umsetzungsschritte eingeleitet wurden, wurde zu Anfang dieses Geschäftsjahres in die Linie übergeben. Die Ausarbeitung rechnungslegungstechnischer Grundlagen und die Implementierung der umfangreichen Anforderungen in den Prozessen und Systemen des Konzerns sind größtenteils erfolgt. Implementierungsarbeiten im Bereich des allgemeinen Bewertungsmodells, Dokumentationen und Analysen dauern weiter an.

In diesem Geschäftsjahr erstellen unsere Mitarbeiter neben den regulären Abschlüssen parallel die erste vorläufige Eröffnungsbilanz und die vorläufigen Quartalsabschlüsse nach IFRS 17. Analysen zu den Auswirkungen des Standards auf die Konzernfinanzdaten werden fortlaufend durchgeführt.

Basierend auf den bisher durchgeführten Analysen erwarten wir im Übergangszeitpunkt zu IFRS 17 folgende Eigenkapitaleffekte:

scrollen

Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben und im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir einen eigenkapitalmindernden Effekt. Aufgrund der Bewertung mit aktuellen Zinssätzen erwarten wir hier einen Anstieg der Versicherungsverpflichtung. Des Weiteren werden manche der aktuell im Eigenkapital bilanzierten Gewinnanteile nach Einführung von IFRS 17 Bestandteil der Versicherungsverpflichtung sein, und zwar Teil der vertraglichen Servicemarge, was auch einen erhöhenden Effekt auf die Versicherungsverpflichtung haben wird.

Im Geschäftsbereich Industrie und im Segment Schaden-Rückversicherung wirkt die verpflichtende Diskontierung der Schadenrückstellung eigenkapitalerhöhend. Der eigenkapitalerhöhende Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung wird allerdings durch die Einführung der Risikoanpassung kompensiert. Aus diesem Grund erwarten wir für das Schaden/​Unfallgeschäft keine wesentlichen Eigenkapitaleffekte.

Das Eigenkapital im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wird voraussichtlich leicht steigen.

Insgesamt erwarten wir im Übergangszeitpunkt zu IFRS 17 einen eigenkapitalmindernden Effekt, der auf die Bewertung im Lebensversicherungsbereich (Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben und Personen-Rückversicherung) zurückzuführen ist. Die Verminderung des Eigenkapitals wird einen positiven Effekt auf die Kennzahl "Eigenkapitalrendite" haben.

Da im Schaden/​Unfall-Erstversicherungsbereich der Prämienallokationsansatz angewendet wird, erwarten wir den größten Teil der vertraglichen Servicemarge aus dem Geschäftsbereich Rückversicherung und den Lebensversicherungsbereichen. Für die Steuerung dieser Bereiche werden wir voraussichtlich neue Kennzahlen entwickeln, die die CSM abbilden.

Die kombinierte Schaden-/​Kostenquote bleibt auch nach IFRS 17 eine zentrale Kennzahl im Schaden-/​Unfallbereich. Wir erwarten eine Reduzierung der kombinierten Schaden-/​Kostenquote u. a. wegen der Diskontierung.

Die genauen quantitativen Auswirkungen von IFRS 17 auf den Konzernabschluss können zu dem derzeitigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich bestimmt werden.

Der am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 "Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx Konzern aufgrund der erneuten Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und IFRS 4" - welche es bestimmten Versicherungsunternehmen ermöglichen, die verpflichtende Anwendung von IFRS 9 zu verschieben - erst in Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2023 unter Berücksichtigung aller bis dahin vorgenommenen Anpassungen des Standards angewendet. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung des IFRS 9 besteht für Unternehmen, die überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig sind. Der Talanx Konzern erfüllt die notwendigen Voraussetzungen hierfür (der Anteil der Versicherungsaktivitäten des Konzerns lag am 31. Dezember 2015 bei 96,7 %, eine Änderung der Geschäftstätigkeit hat zwischenzeitlich nicht stattgefunden) und nimmt u. a. wegen der Wechselwirkung der Bilanzierung der Finanzinstrumente und Versicherungsverträge die Möglichkeit der Verschiebung in Anspruch.

IFRS 9.7.2.15 beinhaltet das Wahlrecht, zum Anwendungszeitpunkt auch frühere Berichtsperioden anzupassen, und der Konzern beabsichtigt, dieses Wahlrecht auf das Geschäftsjahr 2022 anzuwenden. Diese Option erstreckt sich jedoch nicht auf Finanzinstrumente, welche bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ausgebucht waren. Daher hat das IASB mit den im Dezember 2021 veröffentlichten Änderungen an IFRS 17 "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen" eine Übergangsoption in Bezug auf Vergleichsinformationen über finanzielle Vermögenswerte eingeführt. Die Ergänzung des IFRS 17 erlaubt es Erstanwendern des Standards, finanzielle Vermögenswerte in der Vergleichsperiode -also für das Jahr 2022 - so darzustellen, als ob die Klassifizierungs- und Bewertungsregeln in IFRS 9 auch auf finanzielle Vermögenswerte angewendet worden wären, die in der Vergleichsperiode ausgebucht wurden (Klassifizierungsüberlagerung). Der Konzern beabsichtigt, diesen Ansatz, einschließlich der Bestimmungen des IFRS 9 zu Wertminderungen, konsistent auf alle hierfür in Frage kommenden Finanzinstrumente anzuwenden. Das EU-Endorsement dieser Änderung wird noch für das zweite Halbjahr 2022 erwartet.

Aufgrund der Natur des Versicherungsgeschäftes erwarten wir, dass der überwiegende Teil unseres Portfolios an Fremdkapitalinstrumenten dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet wird. Dem folgend wird erwartet, dass ein maßgeblicher Teil dieser Finanzinstrumente im Konzern erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der Konzern beabsichtigt, insbesondere für Aktien von der Option Gebrauch zu machen, diese als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die neuen Klassifizierungsregeln des IFRS 9 werden zudem dazu führen, dass deutlich mehr Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Dies trifft u. a. auf unsere komplexen strukturierten Produkte, Anteile an Publikumsfonds und Private-Equity-Beteiligungen zu. Auswirkungen sind auch von dem neuen Wertminderungsmodell für Fremdkapitalinstrumente zu erwarten.

Nach ersten ungeprüften Berechnungen wird erwartet, dass die Risikovorsorge im sehr niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen wird. Die endgültigen Auswirkungen von IFRS 9 können zudem nur unter Beachtung der Wechselwirkung mit dem Bilanzierungsstandard IFRS 17 (s. o.) vollständig bestimmt werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenberichtes konnten die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage daher noch nicht verlässlich quantifiziert werden.

Die Anzahl und Größe der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode im Konzernabschluss einbezogen werden und aufgrund lokaler Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden müssen, sind von untergeordneter Bedeutung. Daher wurde bei diesen Gesellschaften auf eine Umbewertung sowie Angabe weiterer Informationen verzichtet.

Segmentberichterstattung

Die im Geschäftsbericht 2021 beschriebenen geschäftlichen Aktivitäten, die Geschäftsbereiche sowie die berichtspflichtigen Segmente des Talanx Konzerns und die Produkte und Dienstleistungen, mit denen diese Erträge erzielt werden, sind zum Ende der Zwischenberichtsperiode weiterhin zutreffend. Die dort aufgeführten allgemeinen Angaben zur Segmentberichterstattung sowie die Aussagen zu der Bewertungsgrundlage für das Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente sind weiterhin gültig.

KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2022

In Mio. EUR

scrollen
Aktiva Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021
A. Immaterielle Vermögenswerte 164 164 716 682 772 780
B. Kapitalanlagen 11.319 11.129 50.942 56.741 13.621 14.726
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 11.541 13.208 400 479
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 9.216 8.495 1.911 1.989 1.307 1.198
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 3.219 2.547 393 384 1.546 1.358
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 180 95 1.851 1.622 667 612
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 990 1.079 571 651 404 297
H. Aktive Steuerabgrenzung 150 83 256 123 369 227
I. Sonstige Vermögenswerte 1.011 803 838 737 667 641
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 20 9 105 17 - 598
Summe der Aktiva 26.267 24.404 69.122 76.154 19.753 20.915
scrollen
Aktiva Rückversicherung Konzernfunktionen Konsolidierung
30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021
A. Immaterielle Vermögenswerte 203 204 83 88 - -
B. Kapitalanlagen 68.074 66.871 1.255 1.451 -2.913 -3.083
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - - -
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 3.394 3.073 1.864 1.104 -7.656 -6.930
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 8.884 7.208 797 312 -1.142 -1.063
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 4.070 3.351 58 47 309 294
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.415 1.325 503 651 - -
H. Aktive Steuerabgrenzung 140 54 279 296 -13 -173
I. Sonstige Vermögenswerte 2.971 2.831 764 1.068 -2.527 -2.927
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - - 2 - -1
Summe der Aktiva 89.152 84.917 5.602 5.017 -13.943 -13.882
scrollen
Aktiva Gesamt
30.6.2022 31.12.2021
A. Immaterielle Vermögenswerte 1.937 1.918
B. Kapitalanlagen 142.297 147.835
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 11.940 13.687
D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 10.035 8.929
E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 13.697 10.746
F. Abgegrenzte Abschlusskosten 7.136 6.020
G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 3.883 4.002
H. Aktive Steuerabgrenzung 1.180 611
I. Sonstige Vermögenswerte 3.724 3.153
J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 124 625
Summe der Aktiva 195.954 197.524

KONZERNBILANZ GEGLIEDERT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN ZUM 30. JUNI 2022

In Mio. EUR

scrollen
Passiva Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 410 410 206 257 103 103
C. Versicherungstechnische Rückstellungen 20.106 17.769 51.633 56.023 13.897 14.110
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - 11.541 13.208 400 479
E. Andere Rückstellungen 628 850 327 410 291 312
F Verbindlichkeiten 3.158 3.001 3.217 3.387 2.886 2.868
G. Passive Steuerabgrenzung 55 164 48 210 54 69
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 47 56 52 - - 557
Summe Verbindlichkeiten/​Rückstellungen 24.404 22.251 67.025 73.495 17.630 18.498
scrollen
Passiva Rückversicherung Konzernfunktionen Konsolidierung
30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021 30.6.2022 31.12.2021
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 3.360 3.396 1.246 1.746 -1.064 -1.152
C. Versicherungstechnische Rückstellungen 61.973 55.357 2.533 1.648 -6.744 -5.956
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - - - - -
E. Andere Rückstellungen 449 484 1.329 1.666 - -
F Verbindlichkeiten 12.550 10.754 2.383 2.012 -6.231 -6.687
G. Passive Steuerabgrenzung 1.180 2.214 65 - 22 -145
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - - - - -1
Summe Verbindlichkeiten/​Rückstellungen 79.513 72.205 7.556 7.072 -14.017 -13.941
scrollen
Passiva Gesamt
30.6.2022 31.12.2021
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 4.261 4.759
C. Versicherungstechnische Rückstellungen 143.398 138.951
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 11.940 13.687
E. Andere Rückstellungen 3.025 3.722
F Verbindlichkeiten 17.963 15.335
G. Passive Steuerabgrenzung 1.426 2.513
H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 99 612
Summe Verbindlichkeiten/​Rückstellungen 182.111 179.579
scrollen
Eigenkapital 1 13.843 17.945
Summe der Passiva 195.954 197.524

1 Konzerneigenkapital und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN/​BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022 1

scrollen
In Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International
6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 4.897 4.185 3.356 3.233 3.436 3.052
davon mit anderen Geschäftsbereichen/​Segmenten 35 25 34 35 - 1
davon mit fremden Dritten 4.862 4.160 3.322 3.199 3.436 3.051
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 444 425 27 84
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 2.129 2.090 197 251 365 303
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -1.013 -840 -327 -259 -236 -73
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -252 -398 -19 -54 -60 -38
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 2.006 1.654 2.407 2.352 2.868 2.630
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 2.790 2.443 2.378 2.896 2.380 2.125
Anteile der Rückversicherer 1.220 1.117 81 67 229 150
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 1.570 1.326 2.297 2.829 2.151 1.975
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 752 659 619 561 726 641
Anteile der Rückversicherer 396 378 70 88 58 60
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 356 280 549 473 668 581
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 3 2 7 9 25 15
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 13 22 -1 42 46 42
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -10 -20 8 -33 -21 -27
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 70 27 -431 -984 29 47
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 166 196 1.016 1.319 272 222
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 49 55 426 146 81 28
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 117 141 590 1.173 191 194
Ergebnis aus Investmentverträgen - - - - 3 2
Depotzinsergebnis 1 - -6 -6 -1 -1
Kapitalanlageergebnis 119 141 585 1.167 193 194
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 8 9 1 5 - -
10. a. Sonstige Erträge 183 176 111 109 133 68
b. Sonstige Aufwendungen 270 247 133 134 192 136
Übriges Ergebnis -87 -71 -22 -25 -58 -68
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 102 97 132 157 164 173
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 102 97 132 157 164 173
12. Finanzierungszinsen 5 6 3 5 -2 4
13. Ertragsteuern 25 20 49 52 44 48
Jahresergebnis 71 70 79 101 122 121
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - 2 4 4 26 17
davon Aktionäre der Talanx AG 71 68 75 97 95 104
scrollen
In Mio. EUR Rückversicherung Konzernfunktionen Konsolidierung
6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 17.342 14.465 1.117 1.025 -1.815 -1.885
davon mit anderen Geschäftsbereichen/​Segmenten 937 1.062 810 763 -1.815 -1.885
davon mit fremden Dritten 16.406 13.403 307 262 - -
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - -
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.574 1.385 881 794 -1.813 -1.886
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -2.115 -1.662 -523 -509 252 479
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -113 -98 -432 -399 244 479
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 13.767 11.515 145 121 6 -
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 10.928 9.254 524 341 -1.111 -850
Anteile der Rückversicherer 703 737 442 246 -1.105 -881
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 10.225 8.517 82 95 -6 31
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 3.891 3.165 153 135 -425 -391
Anteile der Rückversicherer 184 119 100 97 -407 -370
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 3.708 3.046 53 38 -17 -21
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - - - - - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 6 2 3 9 29 -10
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -6 -1 -3 -9 -29 10
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -172 -50 7 -22 - -
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 1.234 945 14 27 -29 -31
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 367 241 53 87 -64 -63
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 867 704 -39 -61 36 32
Ergebnis aus Investmentverträgen - - - - - -
Depotzinsergebnis 127 172 - - - -
Kapitalanlageergebnis 994 876 -39 -61 36 32
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 33 15 - - - -
10. a. Sonstige Erträge 584 406 740 409 -660 -346
b. Sonstige Aufwendungen 475 268 677 359 -623 -289
Übriges Ergebnis 109 138 63 50 -36 -57
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 930 964 31 -33 -1 -25
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 930 964 31 -33 -1 -25
12. Finanzierungszinsen 53 50 53 51 -25 -27
13. Ertragsteuern 184 212 1 -24 8 1
Jahresergebnis 693 702 -23 -60 16 1
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 366 366 - - - -
davon Aktionäre der Talanx AG 326 336 -23 -60 16 1
scrollen
In Mio. EUR Gesamt
6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 28.332 24.075
davon mit anderen Geschäftsbereichen/​Segmenten - -
davon mit fremden Dritten 28.332 24.075
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 471 509
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 3.333 2.937
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -3.961 -2.864
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -631 -507
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 21.198 18.272
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 17.890 16.210
Anteile der Rückversicherer 1.570 1.436
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 16.320 14.775
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 5.716 4.770
Anteile der Rückversicherer 401 372
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 5.316 4.398
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 35 26
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 96 106
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -61 -81
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -498 -982
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 2.674 2.677
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 911 495
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 1.763 2.183
Ergebnis aus Investmentverträgen 3 2
Depotzinsergebnis 122 165
Kapitalanlageergebnis 1.887 2.350
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 42 28
10. a. Sonstige Erträge 1.093 822
b. Sonstige Aufwendungen 1.124 856
Übriges Ergebnis -31 -35
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1.358 1.333
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.358 1.333
12. Finanzierungszinsen 88 88
13. Ertragsteuern 312 309
Jahresergebnis 957 936
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 397 389
davon Aktionäre der Talanx AG 560 546

1 Abweichend zu dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland und dem Geschäftsbereich Rückversicherung bildet die Gewinn- und Verlustrechnung der übrigen Geschäftsbereiche auch die berichtspflichtigen Segmente ab

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND (SCHADEN/​UNFALL UND LEBEN) SOWIE SCHADEN- UND PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022

scrollen
Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/​Unfall Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben Schaden Rückversicherung
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021 6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 1.141 1.031 2.215 2.202 12.922 10.267
davon mit anderen Segmenten - - 34 35 868 991
davon mit fremden Dritten 1.141 1.031 2.181 2.167 12.054 9.275
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 444 425 - -
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 91 142 106 109 1.078 891
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -295 -278 -31 19 -2.137 -1.627
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -21 -55 2 2 -113 -98
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 775 666 1.632 1.685 9.819 7.847
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 531 412 1.847 2.485 7.131 5.554
Anteile der Rückversicherer 24 15 58 52 279 281
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 507 397 1.789 2.432 6.853 5.272
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 292 263 327 299 3.043 2.378
Anteile der Rückversicherer 35 54 35 34 131 106
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 257 209 292 264 2.912 2.272
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - 1 7 8 - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 7 6 -7 36 3 3
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -7 -5 14 -28 -3 -3
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 4 56 -435 -1.040 52 299
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 60 62 957 1.257 894 724
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 22 8 404 138 226 142
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 38 53 553 1.120 668 582
Ergebnis aus Investmentverträgen - - - - - -
Depotzinsergebnis - - -5 -6 41 15
Kapitalanlageergebnis 37 53 547 1.114 709 596
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode - - 1 5 7 1
10. a. Sonstige Erträge 12 29 99 80 222 116
b. Sonstige Aufwendungen 20 36 113 98 382 223
Übriges Ergebnis -9 -7 -13 -18 -161 -106
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 33 102 98 56 601 789
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 33 102 98 56 601 789
scrollen
Personen Rückversicherung
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 4.420 4.198
davon mit anderen Segmenten 69 70
davon mit fremden Dritten 4.352 4.128
2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - -
3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 495 494
4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 22 -36
5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge - -
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 3.947 3.669
6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 3.797 3.701
Anteile der Rückversicherer 424 456
Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 3.373 3.245
7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 848 787
Anteile der Rückversicherer 52 12
Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 796 774
8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - -
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 3 -2
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -3 2
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -224 -349
9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 340 221
b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 141 98
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 199 122
Ergebnis aus Investmentverträgen - -
Depotzinsergebnis 86 157
Kapitalanlageergebnis 285 280
davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 26 14
10. a. Sonstige Erträge 362 289
b. Sonstige Aufwendungen 92 46
Übriges Ergebnis 269 244
Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 330 175
11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - -
Operatives Ergebnis (EBIT) 330 175

SONSTIGE SEGMENTANGABEN

scrollen
In Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/​Unfall Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben Privat- und Firmenversicherung International Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung
6M 2022
Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen
Laufende Zinserträge 77 34 455 210 527 158
Depotzinserträge 1 - - - 41 108
Depotzinsaufwendungen - - 5 1 - 23
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 8 - 1 - 7 26
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke
planmäßig 2 - 20 1 23 -
außerplanmäßig - - - - - -
Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments
planmäßig 3 2 11 - - -
Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen
Sonstige Zinserträge 1 - 5 3 7 48
Sonstige Zinsaufwendungen 5 1 7 3 9 4
Abschreibungen auf Sachanlagen 1
planmäßig 9 - 2 21 10 4
außerplanmäßig - - - - - -
6M 2021
Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen
Laufende Zinserträge 90 37 508 169 351 129
Depotzinserträge - - - - 15 275
Depotzinsaufwendungen - - 6 1 - 118
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode 9 - 5 - 1 14
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke
planmäßig 2 - 16 1 18 -
außerplanmäßig - - - - - -
Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments
planmäßig 3 2 11 - - -
außerplanmäßig - - - - - -
Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen
Sonstige Zinserträge - - 1 1 16 8
Sonstige Zinsaufwendungen 3 1 7 3 6 4
Abschreibungen auf Sachanlagen 1
planmäßig 9 - 3 21 8 4
außerplanmäßig - - - 1 - -
scrollen
In Mio. EUR Konzernfunktionen Konsolidierung Gesamt
6M 2022
Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen
Laufende Zinserträge 10 -29 1.443
Depotzinserträge - -4 146
Depotzinsaufwendungen - -4 25
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode - - 42
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke
planmäßig - - 46
außerplanmäßig - - -
Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments
planmäßig - - 16
Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen
Sonstige Zinserträge 7 -2 70
Sonstige Zinsaufwendungen 6 -6 29
Abschreibungen auf Sachanlagen 1
planmäßig 19 - 65
außerplanmäßig - - -
6M 2021
Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen
Laufende Zinserträge 26 -31 1.280
Depotzinserträge - -2 288
Depotzinsaufwendungen - -2 123
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode - - 28
Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke
planmäßig - - 37
außerplanmäßig - - -
Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments
planmäßig - - 17
außerplanmäßig - - -
Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen
Sonstige Zinserträge 1 -2 25
Sonstige Zinsaufwendungen 3 -5 21
Abschreibungen auf Sachanlagen 1
planmäßig 18 - 64
außerplanmäßig - - 1

1 Hierin enthalten sind neben den im übrigen Ergebnis erfassten Abschreibungen auch solche, die im Rahmen der Kostenverteilung in versicherungstechnischen Posten erfasst werden

Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Talanx Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag 137 (142) Einzelgesellschaften, 31 (26) Investmentfonds, drei (drei) strukturierte Unternehmen sowie unverändert fünf Teilkonzerne (davon vier ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl. assoziierter Unternehmen) - voll und acht (acht) nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen einbezogen.

Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2021 sind nachfolgend dargestellt.

Wesentliche Zu- und Abgänge der vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie sonstige gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Mit Vertrag vom 20. Juni 2022 wurde die Kooperation zwischen HDI International AG, Hannover (HINT; Segment Privat- und Firmenversicherung International), der Meiji Yasuda Life Insurance Company, Tokio, Japan (Meiji Yasuda) auf der einen Seite sowie der Getin Holding Group, Warschau, Polen (Getin) auf der anderen Seite im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Towarzystwo Ubezpieczen Europa S. A. (TU Europa), Warschau, Polen (Segment Privat- und Firmenversicherung International) beendet.

Die beteiligten Parteien haben sich mit o. g. Vertrag darauf geeinigt, dass Meiji Yasuda Anteile in Höhe von 16,54 % an der TU Europa von der Getin direkt erwirbt, wodurch eine bilanziell abgebildete geschriebene Verkaufsoption rückgängig gemacht wurde. Somit verringerte sich der vom Konzern ausgewiesene Anteil an der TU Europa auf 50,01 %. Demzufolge erhöhte sich das auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Eigenkapital um 53 Mio. EUR, und gegenläufig verminderte sich der Eigenanteil um 9 Mio. EUR.

Darüber hinaus wurde eine Zahlung im Rahmen einer Rückforderungsvereinbarung von Meiji Yasuda an HINT in Höhe von 73 Mio. PLN (entsprechen 16 Mio. EUR) vereinbart.

Zum 30. Juni 2022 erfolgte die Durchführung des im Jahr 2019 vereinbarten Terminkaufs über die noch verbleibenden 23,5 % der Anteile an der Svedea AB, Stockholm, Schweden, durch die HDI Global Specialty SE, Hannover (beide Segment Industrieversicherung), zu einem Preis von 332 Mio. SEK (entsprechen 31 Mio. EUR). Demzufolge reduzierte sich das auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Eigenkapital um 4 Mio. EUR, und gegenläufiig erhöhte sich der Eigenanteil um 5 Mio. EUR.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland (Segment Privat- und Firmenversicherung International)

Zum 31. Dezember 2021 hatte der Konzern das Tochterunternehmen OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland, gehalten durch die HDI International AG, Hannover, als eine Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in Hohe von 597 Mio. EUR sowie Schulden von 556 Mio. EUR ausgewiesen. Mit Wirkung zum 24 Februar 2022 hat der Konzern seinen 100-prozentigen Anteil mit einem Abgangsverlust in Höhe von 23 Mio. EUR verkauft.

GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben)

Zum Stichtag wird das 100-prozentige Tochterunternehmen GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, gehalten durch die HDI Lebensversicherung AG, Köln, als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Veräußerungsgruppe enthält Vermögenswerte in Höhe von 18 Mio. EUR und Schulden von 52 Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der Veräußerungsgruppe betreffen die "Forderungen aus Rückdeckungsversicherung" (10 Mio. EUR), "Kapitalanlagen" (7 Mio. EUR), "laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand" (1 Mio. EUR), "Pensionsrückstellungen" (47 Mio. EUR) sowie "sonstige Rückstellungen" (6 Mio. EUR). Im Rahmen der Klassifizierung waren keine Bewertungsanpassungen erforderlich. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der Optimierung des Portfolios des Segments und wird im zweiten Halbjahr 2022 erwartet.

Magma HDI General Insurance company Ltd., Kalkutta, Indien (Segment Industrieversicherung)

Zum Stichtag wird die At Equity gehaltene Beteiligung an der Magma HDI General Insurance Company Ltd., Kalkutta, Indien, durch die HDI Global SE, Hannover, als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im Segment Industrieversicherung und wird im zweiten Halbjahr 2022 erwartet.

HDI Global SE, Hannover (Segment Industrieversicherung)

Die HDI Global SE, Hannover, plant die Veräußerung eines Versicherungsportfolios der Sparten Kraftfahrzeug- und Transportversicherung ihrer Niederlassung in den Niederlanden. Das Portfolio umfasst Vermögenswerte in Höhe von 10 (0) Mio. EUR und versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von 51 (61) Mio. EUR. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im Segment Industrieversicherung und wird im Verlauf des Jahres 2022 erwartet. Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich.

Immobilien

Zum Stichtag weisen wir Immobilienbestände in Höhe von 86 (17) Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten aus, die vollständig auf den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland entfallen. Die Ermittlung der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertverfahren sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Sofern ein Verkauf verbindlich vereinbart wurde, wird der Kaufpreis herangezogen. Die Verkaufsabsichten begründeten sich durch individuelle Immobilienmarkt- und Objektgegebenheiten in Abwägung aktueller und künftiger Chancen-Risiko-Profile.

Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz

Die wesentlichen Posten der Konzernbilanz setzen sich wie folgt zusammen:

(1) Immaterielle Vermögenswerte

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

scrollen
In Mio. EUR 30.6.2022 31.12.2021
a. Geschäfts- oder Firmenwert 1.022 1.028
b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 915 889
davon
Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte 463 435
Software 233 214
Übrige
Erworbene Vertriebsnetze und
Kundenbeziehungen
26 28
Erworbene Markennamen 30 31
Übrige 163 182
Gesamt 1.937 1.918

(2) Darlehen und Forderungen

DARLEHEN UND FORDERUNGEN

scrollen
Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/​Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2022 31.12.2021
Hypothekendarlehen 646 586 30 196 676 783
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 99 101 - - 99 101
Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner 1 10.365 10.586 -1.504 1.064 8.861 11.649
Unternehmensanleihen 4.862 4.873 -133 235 4.730 5.108
Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 9.371 9.584 -59 1.633 9.311 11.217
Genussscheindarlehen 10 - - - 10 -
Sonstige 7 7 - - 7 7
Gesamt 25.360 25.737 -1.667 3.128 23.693 28.865

1 In den Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 2.162 (2.294) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 9.370 (9.583) Mio. EUR enthalten (99 [99] %).

(3) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente

BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINSTRUMENTE

scrollen
Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/​Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2022 31.12.2021 30.06.2022 31.12.2021
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 120 117 -3 5 117 122
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 44 19 -2 - 41 19
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1 223 209 -63 -33 160 176
Schuldtitel von Unternehmen 16 11 -3 -1 13 9
Gesamt 403 356 -71 -30 332 326

1 In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 222 (208) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

(4) Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

JEDERZEIT VERÄUSSERBARE FINANZINSTRUMENTE

scrollen
Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/​Verluste Zeitwerte
In Mio. EUR 30.06.2021 31.12.2021 30.06.2021 31.12.2021 30.06.2021 31.12.2021
Festverzinsliche Wertpapiere
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 15.207 14.623 -1.143 1.141 14.064 15.764
Schuldtitel der US-Regierung 11.437 9.422 -653 367 10.784 9.789
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 5.555 4.808 -321 57 5.234 4.865
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1 17.665 16.710 -2.498 851 15.167 17.561
Schuldtitel von Unternehmen 29.444 29.771 -3.238 673 26.206 30.444
Investmentfonds 2.221 2.330 -183 109 2.038 2.439
Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 11.972 11.157 -1.154 614 10.818 11.771
Genussscheine 1 1 - - 1 1
Sonstige 1 - - - 1 -
Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 93.502 88.822 -9.190 3.812 84.312 92.634
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 1.167 870 71 180 1.238 1.050
Investmentfonds 2.366 2.215 369 418 2.735 2.633
Genussscheine 79 77 3 6 82 82
Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt 3.613 3.162 443 604 4.056 3.765
Wertpapiere gesamt 97.115 91.984 -8.747 4.416 88.368 96.399

1 In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 3.654 (4.046) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind

In der Position "Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 7.923 (8.943) Mio. EUR enthalten (73 [76] %).

(5) Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

ERFOLGSWIRKSAM ZUM ZEITWERT BEWERTETE FINANZINSTRUMENTE

scrollen
Zeitwerte
In Mio. EUR 30.06.2022 31.12.2021
Festverzinsliche Wertpapiere
Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 29 2
Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 27 37
Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 16 17
Schuldtitel von Unternehmen 404 375
Investmentfonds 103 90
Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 4 4
Genussscheine 26 15
Sonstige 1 1
Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 609 541
Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 23 28
Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere 23 23
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente gesamt 655 592
Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 134 164
Derivate 418 341
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt 552 504
Gesamt 1.207 1.096

In der Position "Hypothekarisch/​dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 4 (4) Mio. EUR enthalten (100 [100] %).

(6) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente

Fair-Value-Hierarchie

Für die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen und Investmentverträge (Finanzaktiva und Finanzpassiva), soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge-Accountings).

Die Richtlinie zur Einordnung zu den einzelnen Stufen der Bewertungshierachie und des Bewertungsprozesses sowie die Bewertungsmodelle der Fair-Value-Ermittlung, die wesentlichen Inputfaktoren, die wesentlichen Stufe-3-Bestände sowie die Aussagen zu der Sensitivitätsanalyse haben sich zu der Beschreibung im Geschäftsbericht 2021 nicht wesentlich verändert. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 8,1 (7,2) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 7,3 (6,5) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Der Zeitwert der Finanzinstrumente der Stufe 3, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, beläuft sich auf 148 (191) Mio. EUR und ist mit 1,9 (2,6) % des Buchwerts der dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente nicht wesentlich.

Zum Stichtag ordnen wir rund 5 (5) % der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zu, 87 (89) % Level 2 und 8 (7) % Level 3.

Im Berichtszeitraum erfolgten keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 (2021: Umgliederungen in Höhe von 4 Mio. EUR aus Level 2 in Level 1).

Zum Stichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine Schulden, die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden.

ZEITWERTHIERARCHIE ZUM ZEITWERT BEWERTETER FINANZINSTRUMENTE

In Mio. EUR

scrollen
Buchwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 1 Bilanzwert
30.6.2022
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 39 84.155 118 84.312
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.533 132 2.391 4.056
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 15 419 221 655
Zu Handelszwecken gehalten, Derivate - 262 155 418
Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente 134 - - 134
Übrige Kapitalanlagen 1.244 605 4.859 6.708
Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) - 2 - 2
Investmentverträge
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 1.272 - 125 1.397
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 4.237 85.576 7.869 97.682
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen
Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)
Negative Marktwerte aus Derivaten - 242 18 261
Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten - 267 - 267
Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge)
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 561 711 125 1.398
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 561 1.221 144 1.926
31.12.2021
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 127 92.400 108 92.634
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.668 80 2.017 3.765
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 22 357 213 592
Zu Handelszwecken gehalten, Derivate 11 169 161 341
Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente 164 - - 164
Übrige Kapitalanlagen 952 500 4.328 5.779
Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente - 11 - 11
Investmentverträge
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 1.307 - 146 1.454
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 4.250 93.517 6.973 104.740
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen
Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)
Negative Marktwerte aus Derivaten - 99 108 207
Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten - 58 - 58
Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge)
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 597 711 146 1.454
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 597 868 254 1.719

1 Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden

Analyse der Finanzinstrumente, für die signifikante Eingangs parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3)

ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE) ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNI 2022

scrollen
In Mio. EUR Jederzeit veräußerbare FI/​ festverzinsliche Wertpapiere Jederzeit veräußerbare
FI/​nicht festverzinsliche Wertpapiere
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI Zu Handelszwecken gehalten, Derivate Übrige
Kapitalanlagen
Investmentverträge/​als erfolgswirksam zum Zeitwert bewert klassifizierte FI
2022
Anfangsbestand zum 1.1.2022 108 2.017 213 161 4.328 146
Erträge und Aufwendungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst - -7 1 20 -17 -14
im sonstigen Ergebnis erfasst - 104 - - 128 -
Transfer nach Stufe 3 2 10 - - - - -
Transfer aus Stufe 3 - - - - - -
Zugänge
Käufe - 359 19 - 424 4
Abgänge
Verkäufe - 140 16 24 206 8
Rückzahlungen/​Rückführungen - - - - - -
Währungskursänderungen 1 58 3 -1 202 -3
Endbestand zum 30.6.2022 118 2.391 221 155 4.859 125
scrollen
In Mio. EUR Gesamtsumme der zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
2022
Anfangsbestand zum 1.1.2022 6.973
Erträge und Aufwendungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst -17
im sonstigen Ergebnis erfasst 231
Transfer nach Stufe 3 2 10
Transfer aus Stufe 3 -
Zugänge
Käufe 807
Abgänge
Verkäufe 395
Rückzahlungen/​Rückführungen -
Währungskursänderungen 261
Endbestand zum 30.6.2022 7.869

1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt
2 Kein Handel an einem aktiven Markt

ÜBERLEITUNG DER IN STUFE 3 KATEGORISIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)

ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT PER 30. JUNI 2022

scrollen
In Mio. EUR Übrige Verbindlichkeiten/​Negative Marktwerte aus Derivaten Investmentverträge/​Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerte klassifizierte FI Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen
2022
Anfangsbestand zum 1.1.2022 108 146 254
Erträge und Aufwendungen
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 8 14 23
im sonstigen Ergebnis erfasst - - -
Transfer nach Stufe 3 - - -
Transfer aus Stufe 3 - - -
Zugänge
Käufe - 4 4
Abgänge
Verkäufe 80 8 88
Rückzahlungen/​ Rückführungen - - -
Währungskursänderungen -1 -3 -4
Endbestand zum 30.6.2022 18 125 144

1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt.

DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM FAIR VALUE BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE)

scrollen
In Mio. EUR Jederzeit veräußerbare FI/​ festverzinsliche Wertpapiere Jederzeit veräußerbare
FI/​Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI Zu Handelszwecken gehaltene Derivate Übrige
Kapitalanlagen
Investmentverträge/​Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI
2022
Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022
Erträge aus Kapitalanlagen - - 3 20 - 2
Aufwendungen für Kapitalanlagen - -7 -2 - -17 -16
davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente
Erträge aus Kapitalanlagen 2 - - 3 20 - 2
Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 - -7 -2 - -16 -16
scrollen
In Mio. EUR Gesamtsumme der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte
2022
Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022
Erträge aus Kapitalanlagen 25
Aufwendungen für Kapitalanlagen -42
davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente
Erträge aus Kapitalanlagen 2 25
Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 -41

1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt
2 Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 25 Mio. EUR
3 Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 18 Mio. EUR

DARSTELLUNG DER ERGEBNISEFFEKTE DER ZUM ZEITWERT BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE 1 IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)

scrollen
In Mio. EUR Übrige Verbindlichkeiten/​negative Marktwerte aus Derivaten Investmentverträge/​als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen
2022
Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022
Erträge aus Kapitalanlagen - 16 16
Aufwendungen für Kapitalanlagen - -2 -2
Finanzierungsertrag 8 - 8
davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente
Erträge aus Kapitalanlagen 2 - 16 16
Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 - -2 -2
Finanzierungsertrag - - -

1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI abgekürzt
2 Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 16 Mio. EUR
3 Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 2 Mio. EUR

(7) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio. EUR und ist eingeteilt in 253.100.132 auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 1,25 EUR. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals".

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 94 Mio. EUR eingeteilt in bis zu 75.000.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 4. Mai 2027 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 63 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 50.000.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten und/​oder nachrangige (hybride) Finanzinstrumente zur Schaffung von Eigenmittelbestandteilen im Sinne des § 89 VAG (bzw. einer Nachfolgeregelung) bzw. im Sinne der sog. Solvabilität (Solvency) II-Richtlinie (Richtlinie 2009/​138/​EG) und darauf bezogener nationaler oder von der Europäischen Union beschlossener Umsetzungsmaßnahmen in ihrer jeweils geltenden Fassung, soweit ihre Begebung etwa wegen einer gewinnabhängigen Verzinsung, der Ausgestaltung der Verlustteilnahme oder aus anderen Gründen der Zustimmung der Hauptversammlung nach § 221 AktG bedarf, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des in derselben Hauptversammlung gefassten Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 5. Mai 2022 bis zum 4. Mai 2027 ausgegeben werden. Die Satzungsänderungen wurden am 2. Juni 2022 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 4. Mai 2027 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 158 Mio. EUR, gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/​I). Zur Begebung von Belegschaftsaktien können davon 2,5 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen. Die Satzungsänderung wurde am 2. Juni 2022 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

AUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITAL

scrollen
In Mio. EUR 30.06.2022 31.12.2021
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen -1.232 1.174
Anteil am Jahresergebnis 397 718
Übriges Eigenkapital 6.437 5.276
Gesamt 5.603 7.169

Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns.

(8) Nachrangige Verbindlichkeiten

ZUSAMMENSETZUNG DES LANGFRISTIGEN NACHRANGIGEN FREMDKAPITALS

scrollen
In Mio. EUR Nominalbetrag Verzinsung Fälligkeit Rating 2 Begebung 30.6.2022
Talanx AG 750 Fest (2,25 %) 2017/​2047 (-; A-) Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. 750
Talanx AG 500 Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich 2021/​2042 (-; A-) Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. 496
Hannover Rück SE 750 Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich 2021/​2042 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. 744
Hannover Rück SE 500 Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich 2020/​2040 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. 496
Hannover Rück SE 750 Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich 2019/​2039 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. 742
Hannover Rück SE 1 450 Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich 2014/​ohne Endfälligkeit (a+; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. 448
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich 2012/​2043 (aa-; A) Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 500
Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 500 Fest (8,37 %), dann variabel verzinslich 2012/​2042 (-; -) Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. -
HDI Italia S. p. A. (vormals: Amissima Assicurazioni S. p. A.) 25 Fest (7,25 %) 2020/​2030 (-; -) Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 35
HDI Assicurazioni S. p. A. 27 Fest (5,5 %) 2016/​2026 (-; -) Nachrangiges Darlehen 27
HDI Assicurazioni S. p. A. 11 Fest (5,7557 %) 2020/​2030 (-; -) Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar 11
HDI Global SE 13 Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich 2021/​2041 (-; -) Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar 13
Magyar Posta Életbiztosító Zrt. 1 Fest (7,57 %) 2015/​2045 (-; -) Nachrangiges Darlehen; nach zehn Jahren erstmals kündbar 1
Gesamt 4.261
scrollen
In Mio. EUR Nominalbetrag Verzinsung Fälligkeit Rating 2 Begebung 31.12.2021
Talanx AG 750 Fest (2,25 %) 2017/​2047 (-; A-) Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. 750
Talanx AG 500 Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich 2021/​2042 (-; A-) Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. 496
Hannover Rück SE 750 Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich 2021/​2042 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. 743
Hannover Rück SE 500 Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich 2020/​2040 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. 495
Hannover Rück SE 750 Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich 2019/​2039 (-; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. 742
Hannover Rück SE 1 450 Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich 2014/​ohne Endfälligkeit (a+; A) Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. 447
Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich 2012/​2043 (aa-; A) Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 499
Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 500 Fest (8,37 %), dann variabel verzinslich 2012/​2042 (-; -) Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 500
HDI Italia S. p. A. (vormals: Amissima Assicurazioni S. p. A.) 25 Fest (7,25 %) 2020/​2030 (-; -) Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. 35
HDI Assicurazioni S. p. A. 27 Fest (5,5 %) 2016/​2026 (-; -) Nachrangiges Darlehen 27
HDI Assicurazioni S. p. A. 11 Fest (5,7557 %) 2020/​2030 (-; -) Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar 11
HDI Global SE 13 Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich 2021/​2041 (-; -) Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar 13
Magyar Posta Életbiztosító Zrt. 1 Fest (7,57 %) 2015/​2045 (-; -) Nachrangiges Darlehen; nach zehn Jahren erstmals kündbar 1
Gesamt 4.759

1 Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert)
2 Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P

Die garantierte nachrangige Anleihe der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. in Höhe von 500 Mio. EUR wurde nach zehn Jahren ordentlich zum 15. Juni 2022 gekündigt und vollständig zurückgezahlt.

Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale verweisen wir auf den veröffentlichten Geschäftsbericht 2021, Seite 198 f.

Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 3.652 (4.907) Mio. EUR.

(9) Versicherungstechnische Rückstellungen

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

scrollen
30.6.2022 31.12.2021
In Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto
a. Rückstellung für Prämienüberträge 16.654 1.556 15.099 12.154 883 11.271
b. Deckungsrückstellung 57.495 421 57.074 57.489 422 57.067
c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 65.845 7.741 58.104 60.541 7.287 53.254
d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 2.308 1 2.306 7.832 5 7.827
e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 1.096 15 1.081 935 16 919
Gesamt 143.398 9.734 133.664 138.951 8.614 130.337

Die versicherungstechnischen Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, belaufen sich auf 11.940 (13.687) Mio. EUR; davon entfallen 301 (315) Mio. EUR auf die Rückversicherer.

(10) Begebene Anleihen und Darlehen

Unter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden Sachverhalte zum Bilanzstichtag ausgewiesen:

BEGEBENE ANLEIHEN UND DARLEHEN

scrollen
In Mio. EUR 30.6.2022 31.12.2021
Begebene Anleihen Talanx AG 1.065 1.065
Hannover Rück SE 745 745
Darlehen aus Infrastrukturinvestments 71 75
Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. 226 152
Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG 177 146
Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited 229 238
Sonstige 9 11
Gesamt 2.523 2.432

Per 30. Juni 2022 besteht eine syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von 250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme.

Der beizulegende Zeitwert der begebenen Anleihen und Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag 2.481 (2.562) Mio. EUR.

BEGEBENE ANLEIHEN

scrollen
In Mio. EUR Nominalbetrag Verzinsung Fälligkeit Rating 1 Begebung 30.6.2022
Talanx AG 2 565 Fest (3,125 %) 2013/​2023 (-; A+) Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. 565
Talanx AG 500 Fest (2,5 %) 2014/​2026 (-; A+) Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. 500
Hannover Rück SE 750 Fest (1,125 %) 2018/​2028 (-; AA-) Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. 745
Gesamt 1.810
scrollen
In Mio. EUR Nominalbetrag Verzinsung Fälligkeit Rating 1 Begebung 31.12.2021
Talanx AG 2 565 Fest (3,125 %) 2013/​2023 (-; A+) Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. 565
Talanx AG 500 Fest (2,5 %) 2014/​2026 (-; A+) Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. 500
Hannover Rück SE 750 Fest (1,125 %) 2018/​2028 (-; AA-) Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. 745
Gesamt 1.810

1 Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P
2 Zum Bilanzstichtag werden zudem Anteile mit einem Nominalvolumen von 185 Mio. EUR von Konzerngesellschaften gehalten

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Verdiente Prämien für eigene Rechnung

VERDIENTE PRÄMIEN FÜR EIGENE RECHNUNG

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 28.332 24.075
Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 471 509
Gebuchte Rückversicherungsprämien 3.333 2.937
Veränderung der Bruttoprämienüberträge -3.961 -2.864
Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -631 -507
Verdiente Prämien für eigene Rechnung 21.198 18.272

(12) Kapitalanlageergebnis

KAPITALANLAGEERGEBNIS DER BERICHTSPERIODE

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Erträge aus Grundstücken 211 156
Dividenden 86 53
Laufende Zinserträge 1.443 1.280
Sonstige Erträge 247 289
Ordentliche Kapitalanlageerträge 1.987 1.778
Erträge aus Zuschreibungen 1 -
Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 518 828
Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 167 71
Kapitalanlageerträge 2.674 2.677
Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Aufwendungen 375 100
Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 214 110
Gesamt 589 210
Abschreibungen auf fremd genutzte Grundstücke
planmäßig 46 37
außerplanmäßig - -
Abschreibungen auf Dividendentitel 50 1
Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 27 55
Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen
planmäßig 16 17
außerplanmäßig 23 26
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 88 90
Sonstige Aufwendungen 72 60
Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/​ Abschreibungen 322 285
Kapitalanlageaufwendungen 911 495
Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen 1.763 2.183
Ergebnis aus Investmentverträgen 3 2
Depotzinserträge 146 288
Depotzinsaufwendungen 25 123
Depotzinsergebnis 122 165
Kapitalanlageergebnis 1.887 2.350

(13) Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten

ERGEBNIS AUS KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEARTEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 5 4
Darlehen und Forderungen 394 539
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 11 8
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 985 1.262
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 136 114
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente
Festverzinsliche Wertpapiere 6 12
Nicht festverzinsliche Wertpapiere -1 2
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente
Nicht festverzinsliche Wertpapiere -2 2
Derivate 60 -29
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 248 285
Sonstige 1 81 137
Summe der selbst verwalteten Kapitalanlagen 1.923 2.333
Investmentverträge: Kapitalanlagen/​Verbindlichkeiten 2 3 2
Depotforderungen/​Depotverbindlichkeiten 122 165
Gesamt 2.048 2.500

1 Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremd genutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge-Accounting sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten
2 Darin enthalten sind Erträge und Aufwendungen aus der Verwaltung von Investmentverträgen saldiert in Höhe von 3 (0) Mio. EUR. Darüber hinaus entfallen auf erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Aktiva/​Passiva) 78 (79) Mio. EUR bzw. -79 (-75) Mio. EUR der Erträge und Aufwendungen. Darüber hinaus wird die Amortisation auf den PVFP in Höhe von 0 (-1) Mio. EUR unter den Aufwendungen berücksichtigt

Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (88 [90] Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen für selbst verwaltete Kapitalanlagen (72 [60] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 1.887 (2.350) Mio. EUR.

(14) Aufwendungen für Versicherungsleistungen

AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSLEISTUNGEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Brutto
Schadenzahlungen 14.857 12.261
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2.984 2.828
Veränderung der Deckungsrückstellung -119 355
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 168 766
Gesamt 17.890 16.210
Anteil der Rückversicherer
Schadenzahlungen 1.381 1.406
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 207 40
Veränderung der Deckungsrückstellung -14 -11
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung -3 -
Gesamt 1.570 1.436
Netto
Schadenzahlungen 13.476 10.855
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2.777 2.788
Veränderung der Deckungsrückstellung -104 366
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 171 766
Gesamt 16.320 14.775

(15) Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen

ABSCHLUSS- UND VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M2021
Brutto
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen 5.933 4.709
Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen -902 -578
Summe der Abschlussaufwendungen 5.030 4.131
Verwaltungsaufwendungen 686 639
Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 5.716 4.770
Anteil der Rückversicherer
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen 496 489
Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen -95 -117
Summe der Abschlussaufwendungen 401 372
Netto
Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen 5.437 4.220
Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen -807 -461
Summe der Abschlussaufwendungen 4.630 3.760
Verwaltungsaufwendungen 686 639
Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 5.316 4.398

(16) Übriges Ergebnis

ZUSAMMENSETZUNG ÜBRIGES ERGEBNIS

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Sonstige Erträge
Währungskursgewinne 467 213
Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen 234 225
Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen 12 5
Erträge aus Deposit Accounting 225 199
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 1 1
Erträge aus der Auflösung sonstiger nicht technischer Rückstellungen 45 6
Zinserträge 70 25
Übrige Erträge 39 147
Gesamt 1.093 822
Sonstige Aufwendungen
Währungskursverluste 601 288
Sonstige Zinsaufwendungen 29 21
Abschreibungen und Wertberichtigungen 28 28
Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes 196 188
Personalaufwendungen 11 11
Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen 127 120
Aufwendungen aus Deposit Accounting 4 14
Sonstige Steuern 39 41
Übrige Aufwendungen 87 146
Gesamt 1.124 856
Übriges Ergebnis -31 -35

Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 24.049 (23.954) Mitarbeiter für den Konzern tätig.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G.

Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen einschließlich der strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE (HG), Hannover, bzw. die HDI Versicherung AG (HV), Hannover, jeweils die führenden Versicherer sind. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG/​HV) aufgeteilt.

Die Talanx AG hat am 16. Dezember 2021 mit dem HDI V. a. G. eine neue Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Diese ersetzt die im Oktober 2021 ausgelaufene Rahmenvereinbarung in gleicher Höhe. Die Talanx AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht, die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung ersetzt werden.

Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum Stichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben, während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere nicht bilanziert werden. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 143 (186) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis" bilanziert.

Des Weiteren hat der Konzern zum Stichtag Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert, die mit einer Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte), da die wesentlichen Risiken und Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben sind. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus Repo-Geschäften 757 (94) Mio. EUR und die dazugehörigen Verbindlichkeiten 789 (94) Mio. EUR. Ein enthaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Kapitalanlageergebnis gezeigt.

Rechtsstreitigkeiten

In der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode lagen im Vergleich zum 31. Dezember 2021 keine neuen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor.

Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden.

ERGEBNIS JE AKTIE

scrollen
6M 2022 6M 2021
Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallender Periodenüberschuss zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) 560 546
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) 253.100.132 252.797.634
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,21 2,16
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,21 2,16

Dividende je Aktie

Im zweiten Quartal 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von 1,60 EUR (2021 für das Geschäftsjahr 2020: 1,50 EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 405 (379) Mio. EUR.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2022 erhöhten sich im Wesentlichen die Resteinzahlungsverpflichtungen aus Kapitalanlageengagements in Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Gesellschaften um 891 Mio. EUR auf 4.138 (3.247) Mio. EUR. Darüber hinaus lagen im Berichtszeitraum keine signifikanten Änderungen der Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember 2021 vor.

Umsatzerlöse

Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie folgt zusammen:

UMSATZKATEGORIE

scrollen
In Mio. EUR 6M 2022 6M 2021
Kapitalverwaltungsleistungen und Provisionen 1 155 142
Sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen 1 80 71
Erträge aus Infrastrukturinvestments 2 49 29
Summe der Umsatzerlöse 3 284 241

1 Überwiegend zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
2 Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
3 Die Erlöse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit 225 (204) Mio. EUR unter "10.a. Sonstige Erträge", mit 49 (29) Mio. EUR unter "9.a. Erträge aus Kapitalanlagen" und mit 10 (8) Mio. EUR im "Ergebnis aus Investmentverträgen" ausgewiesen

Ereignisse nach Ablauf des Berichtszeitraums

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätten.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 3. August 2022 in Hannover.

Der Vorstand

scrollen
Torsten Leue, Vorsitzender Jean-Jacques Henchoz
Dr. Wilm Langenbach Dr. Christopher Lohmann
Dr. Edgar Puls Caroline Schlienkamp
Dr. Jan Wicke

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Talanx AG, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Hannover, den 3. August 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scrollen
Mathias Röcker Janna Brüning
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hannover, den 3. August 2022

Der Vorstand

scrollen
Torsten Leue, Vorsitzender Jean-Jacques Henchoz
Dr. Wilm Langenbach Dr. Christopher Lohmann
Dr. Edgar Puls Caroline Schlienkamp
Dr. Jan Wicke

Kontakt

Talanx AG

HDI-Platz 1
30659 Hannover
Telefon +49 511 3747-0
Telefax +49 511 3747-2525
www.talanx.com

Group Communications

Andreas Krosta
Telefon +49 5113747-2020
andreas.krosta@talanx.com

Investor Relations

Bernd Sablowsky
Telefon +49 511 3747-2793
Telefax +49 511 3747-2286
bernd.sablowsky@talanx.com

Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch.

Zwischenbericht im Internet

https:/​/​talanx.com/​investor-relations

Folgen Sie uns auf Twitter

@talanx

@talanx_​en

Finanzkalender 2022

14. November

Quartalsmitteilung zum 30. September

6. Dezember

Capital Markets Day