Talanx AktiengesellschaftHannoverHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022KONZERNKENNZAHLENscrollen
scrollen
1 Ohne Segment Konzernfunktionen und nach
Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender
Geschäftsvorfälle
Leitlinien zu alternativen Performance-Kennzahlen -
Informationen zu der Berechnung und Definition einzelner
Leistungskennzahlen - finden sich auf
https://www.talanx.com/de/investor_relations/ergebnisse_-_berichte/ausblick
KonzernzwischenlageberichtWirtschaftsberichtMärkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenumfeldMit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die
Ukraine im Februar hat sich der globale Konjunkturausblick
eingetrübt. In der Folge sind insbesondere die Preise
für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe massiv
gestiegen, während zugleich die
Lieferkettenstörungen aus der Corona-Pandemie sich nur
verzögert auflösen und in manchen Fällen
sogar verschärft haben.
Trotz erneuter, coronabedingter Lockdowns ist die
Wirtschaftsleistung der Eurozone im Winterhalbjahr weiter
gewachsen. Mit Ausbruch des Kriegs verlangsamte sich die
Konjunkturdynamik jedoch erheblich und die Stimmung unter
Haushalten und Unternehmen brach ein. Rückenwind
erhielt die Wirtschaft durch die Erholung der
Dienstleistungsnachfrage vor dem Hintergrund der
weitreichenden Aufhebung der Corona-Beschränkungen.
Nach einem Plus von 0,6 % gegenüber der Vorperiode im
ersten Quartal hat sich das Wachstum im zweiten Quartal auf
voraussichtlich 0,2 % abgeschwächt.
Die US-Wirtschaft ist mit einem Minus von annualisiert
1,6 % ins Jahr gestartet. Der Rückgang kaschierte
jedoch ein solides Wachstum des privaten Konsums sowie der
Ausrüstungsinvestitionen. Im Zuge dessen stiegen die
Importe kräftig, während die Exporte sanken, was
einen negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels zur
Folge hatte. Der hohe Auslastungsgrad der Wirtschaft zeigt
sich auch am US-Arbeitsmarkt: Zwischenzeitlich entfielen
auf jeden Arbeitslosen zwei offene Stellen, und das
Lohnwachstum lag im ersten Halbjahr kontinuierlich
über 5 %. Da die USA zudem nur indirekt über
höhere Rohstoffpreise vom Krieg in der Ukraine
betroffen sind, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
zweiten Quartal um voraussichtlich 3,0 % (annualisiert)
gegenüber der Vorperiode gewachsen.
China hat im Zuge seiner Zero-Covid-Strategie im Verlauf
des ersten Halbjahrs neue Lockdowns über ganze
Regionen (insbesondere Shanghai) verhängt. Die
Wirtschaftsleistung ist nach einem Plus von 1,3 % im ersten
Quartal zuletzt um voraussichtlich 1,5 %
zurückgegangen. Für die Schwellenländer
insgesamt ergibt sich ein differenziertes Bild:
Während energie- und industrierohstoffexportierende
Länder durch den Preisanstieg ihre Einnahmesituation
verbessern konnten, führte die Abhängigkeit von
Nahrungsmittelimporten in anderen Schwellenländern zu
Belastungen.
Die internationalen Kapitalmärkte blicken auf ein
historisch schwaches erstes Halbjahr zurück. Zu
Jahresbeginn dominierten zunächst Inflationssorgen und
damit die globale Wende hin zu einer restriktiveren
Geldpolitik das Bild. Mit Ausbruch des Kriegs in der
Ukraine und damit einhergehenden neuen Schocks für
Rohstoffpreise, Lieferketten und Welthandel wuchsen
nachfolgend zudem die Sorgen vor einer Rezession. In diesem
Spannungsfeld verloren Aktien aus der Eurozone (EURO STOXX:
-20,1 %), den USA (S&P 500: -20,6 %) sowie den
Industrieländern insgesamt (MSCI WORLD: -21,2 %)
gleichermaßen. Die asiatischen Aktienmärkte
verzeichneten etwas geringere Verluste (MSCI CHINA: -11,7
%; MSCI ASIA EX JAPAN: -17,3 %). Angesichts der
schwindenden geldpolitischen Unterstützung (u. a.
Leitzinserhöhungen) in vielen Währungsräumen
verzeichneten die globalen Rentenmärkte ebenfalls
Kursverluste. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen
stieg von -0,18 % auf +1,34 %, diejenige von US-Treasuries
gleicher Laufzeit von +1,51 % auf +3,01 %.
Die Versicherungswirtschaft zeigte sich zu Beginn des
Jahres 2022 zunächst deutlich erholt von den
Auswirkungen der Corona-Pandemie der Vorjahre. Im Laufe des
ersten Halbjahres dämpfte jedoch insbesondere der
Ausbruch des Ukraine-Kriegs die Hoffnung auf eine weitere
Erholung für die Versicherungswirtschaft. Neben der
steigenden Inflation bremste auch die aufkommende
Rezessionsgefahr die Erwartungen der Versicherer. Mit Blick
auf die negative Aktienmarktentwicklung verbreitete auf der
Kapitalanlageseite das gestiegene Zinsniveau im
Anleihemarkt hingegen wieder Zuversicht.
WährungsumrechnungDie Berichtswährung von Talanx AG ist der Euro
(EUR).
UMRECHNUNGSKURSE DER FÜR UNS WICHTIGSTEN WÄHRUNGENscrollen
GeschäftsentwicklungGeschäftsverlauf Konzernscrollen
WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscrollen
1 Unter Berücksichtigung des
Depotzinsergebnisses
STEUERUNGSGRÖSSENscrollen
1 Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne
Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen
im Verhältnis zum durchschnittlichen selbst
verwalteten Kapitalanlagebestand
PrämienvolumenDer Talanx Konzern steigerte seine gebuchten
Bruttoprämien im ersten Halbjahr 2022 zweistellig um
17,7 % auf 28,3 (24,1) Mrd. EUR (währungsbereinigt um
13,5 %); insbesondere die Segmente Industrieversicherung
(17,0 %), Schaden-Rückversicherung (25,9 %) und
Privat- und Firmenversicherung International (12,6 %)
trugen zum Wachstum bei. Die verdienten Nettoprämien
stiegen um 16,0 % und lagen bei 21,2 (18,3) Mrd. EUR. Die
Selbstbehaltsquote des Konzerns stieg um 0,5 Prozentpunkte
und lag bei 88,0 (87,5) %.
Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich
stark um 49,3 % auf -498 (-982) Mio. EUR, der Rückgang
in der Schaden/Unfallversicherung wurde durch das
Lebengeschäft überkompensiert. Die Auswirkungen
der Corona-Pandemie auf das versicherungstechnische
Ergebnis sind insgesamt rückläufig, es zeigen
sich stattdessen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, für
den netto 346 Mio. EUR in den Segmenten
Schaden-Rückversicherung und Industrieversicherung
reserviert wurden. Im ersten Halbjahr 2022 verdoppelten
sich die Großschäden auf 1.083 (526) Mio. EUR,
wobei der größte Anteil - Großschäden
im Wesentlichen aus Naturkatastrophen - mit 507 Mio. EUR
auf das Segment Schaden-Rückversicherung entfiel;
insgesamt lagen die Großschäden im ersten
Halbjahr um etwa 30 % über dem periodenanteiligen
Budget von 816 (681) Mio. EUR.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verschlechterte
sich auf 98,4 (95,9) %; sie lag um 2,5 Prozentpunkte
über dem Vorjahreszeitraum.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis fiel um 19,7 % auf 1,9 (2,4)
Mrd. EUR. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis
fiel auf -64 (555) Mio. EUR; es war wesentlich beeinflusst
durch den Wegfall der Finanzierung der Zinszusatzreserve im
Segment Leben des Geschäftsbereichs Privat- und
Firmenversicherung Deutschland durch den Anstieg der
Zinsen. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge stiegen
um 11,7 %, vor allem dank der Erträge aus unseren
inflationsbesicherten Anleihen in den
Geschäftsbereichen Rückversicherung und Privat-
und Firmenversicherung International. Die
Konzern-Kapitalanlagerendite sank im ersten Halbjahr 2022
um 0,7 Prozentpunkte auf 2,7 (3,3) %.
Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas operative Ergebnis (EBIT) stieg um 1,9 % auf 1.358
(1.333) Mio. EUR. Das Konzernergebnis lag mit 560 Mio. EUR
oder +2,6 % über dem hohen Wert der Vorjahresperiode
(546) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag bei 11,8 (10,5)
% und damit um 1,3 Prozentpunkte über der
Vorjahresperiode.
Entwicklung der Geschäftsbereiche im KonzernDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch
in die sieben berichtspflichtigen Segmente
Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung
Deutschland (Schaden/Unfall- und Lebensversicherung),
Privat- und Firmenversicherung International,
Schaden-Rückversicherung,
Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen.
Über deren Zuschnitt und Geschäftsumfang
informieren wir im Anhang des Talanx
Konzerngeschäftsberichts 2021 im Kapitel
"Segmentberichterstattung". Seit März 2022 wurden
zudem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus
mitarbeiterführenden Gesellschaften der deutschen
Talanx Erstversicherungsgruppe in der HDI AG
zusammengeführt.
Industrieversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscrollen
1 Angepasst gemäß IAS 8, siehe
Geschäftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der Geschäftsbereich bündelt innerhalb des
Talanx Konzerns die weltweiten Aktivitäten im Bereich
der Industrieversicherung und ist im deutschen Markt sowie
über Auslandsniederlassungen, Tochter- und
Schwestergesellschaften und Netzwerkpartner in mehr als 150
Ländern aktiv.
PrämienvolumenDie gebuchten Bruttoprämien des
Geschäftsbereichs beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf
4,9 (4,2) Mrd. EUR und stiegen damit deutlich um 17,0 %
(währungsbereinigt um 12,9 %). Die
Beitragssteigerungen resultieren vor allem aus dem Wachstum
im Specialty-, Haftpflicht und Sachgeschäft. Die
verdienten Nettoprämien stiegen aufgrund eines
höheren Eigenbehalts in Specialty sogar um 21,3 %.
Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Nettoergebnis im
Geschäftsbereich lag mit 70 (27) Mio. EUR deutlich
über dem Vorjahreszeitraum. Die Schadenquote (netto)
ist vor allem gekennzeichnet durch die positive Entwicklung
im Frequenzschadenbereich und verbesserte sich auf 78,8
(81,4) %. Die Großschadenbelastung liegt auf dem
Niveau der Vergleichsperiode und ist bestimmt durch die
Flut in Australien sowie eine Vorsorge für
mögliche Belastungen aus dem russischen Angriffskrieg
in der Ukraine. Die Nettokostenquote erhöhte sich
leicht auf 17,8 (17,0) %. Die kombinierte
Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs
Industrieversicherung belief sich auf 96,5 (98,4) %.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis liegt mit 119 (141) Mio. EUR
unter der Vergleichsperiode, die durch
außergewöhnlich hohe Erträge aus Private
Equity gekennzeichnet war.
Das Übrige Ergebnis beträgt -87 (-71) Mio. EUR
und ist geprägt von einem negativen
Währungskursergebnis in Höhe von -52 (-15) Mio.
EUR; vorwiegend aus der US-Dollar-Entwicklung.
Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt
aufgrund des deutlich verbesserten versicherungstechnischen
Ergebnisses, das das geringere Kapitalanlageergebnis und
Übrige Ergebnis mehr als kompensiert, im ersten
Halbjahr 2022 mit 102 (97) Mio. EUR über dem
Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis beläuft sich
auf 71 (68) Mio. EUR.
Privat- und Firmenversicherung DeutschlandSchaden/Unfallversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscrollen
1 Unter Berücksichtigung des
Depotzinsergebnisses
Prämienentwicklung und NeugeschäftIm Segment Schaden/Unfallversicherung war im ersten
Halbjahr ein Beitragsanstieg um 10,6 % auf 1.141 (1.031)
Mio. EUR zu verzeichnen. Zuwächse wurden sowohl im
Firmen-/Freie-Berufe-, Kraftfahrt- und
Privat-Geschäft, als auch im biometrischen
Kerngeschäft der Bancassurance erzielt, nachdem der
Vorjahreszeitraum noch von Einschränkungen durch die
Corona-Pandemie belastet war.
Versicherungstechnisches ErgebnisIm laufenden Geschäftsjahr ging das
versicherungstechnische Ergebnis mit 4 (56) Mio. EUR
gegenüber der Vorjahresperiode spürbar
zurück. Während das Vorjahreshalbjahr
coronabedingt von geringerer Fahrleistung geprägt war,
stieg die Schadenfrequenz im Geschäftsjahr auf das
Vor-Pandemie-Niveau merklich an. Neben der höheren
Schadenbelastung aus Naturkatastrophen war darüber
hinaus ein inflationsbedingter Anstieg der
Durchschnittsschäden zu verzeichnen. Die kombinierte
Schaden-/Kostenquote (netto) stieg insgesamt um 7,8
Prozentpunkte von 91,7 % auf 99,5 %.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis ging auf 37 (53) Mio. EUR
zurück. Dies war auf geringere Abgangsgewinne und
höhere Abschreibungen zurückzuführen.
Operatives ErgebnisDurch die starken Belastungen im
versicherungstechnischen Ergebnis und den Rückgang des
Kapitalanlageergebnisses verminderte sich das operative
Ergebnis auf 33 (102) Mio. EUR.
Lebensversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscrollen
Prämienvolumen und NeugeschäftIm Segment Lebensversicherung war im ersten Halbjahr ein
Beitragsanstieg um 0,6 % auf 2.215 (2.202) Mio. EUR -
einschließlich der Sparbeiträge aus
fondsgebundenen Lebensversicherungen - zu verzeichnen. Dies
ist hauptsächlich auf den Anstieg im
Biometriegeschäft der Bancassurance um 77 Mio. EUR
zurückzuführen, der den Rückgang der
Einmalbeiträge um 44 Mio. EUR (ohne
Bancassurance-Biometriegeschäft) und der laufenden
Beiträge um 20 Mio. EUR überkompensieren konnte.
Nach Berücksichtigung der Sparbeiträge bei
unseren fondsgebundenen Produkten und der Veränderung
der Beitragsüberträge verzeichnete das Segment
Lebensversicherung um 3,2 % geringere verdiente
Nettoprämien von 1,6 (1,7) Mrd. EUR.
Das Neugeschäft bei den
Lebensversicherungsprodukten - gemessen in der
international verwendeten Größe
Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent,
APE) - verbesserte sich um 12,3 % von 183 Mio. EUR auf 205
Mio. EUR.
Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich
auf -435 (-1.040) Mio. EUR. Es wird u. a. durch die
Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen
und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer am
Kapitalanlageergebnis bestimmt. Insbesondere das
Kapitalanlageergebnis ging infolge geringerer
Abgangsgewinne deutlich zurück. Diesen Aufwendungen
stehen die Erträge aus den Kapitalanlagen
gegenüber, die allerdings im nicht
versicherungstechnischen Ergebnis auszuweisen sind.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis halbierte sich im Wesentlichen
wegen geringerer Abgangsgewinne auf 547 (1.114) Mio. EUR.
Aufgrund der guten Zinsentwicklung am Kapitalmarkt war es
nicht notwendig, Abgangsgewinne zur Finanzierung der
Zinszusatzreserve einzusetzen. Das ordentliche
Kapitalanlageergebnis blieb mit 589 (611) Mio. EUR leicht
unter dem Vorjahreszeitraum.
Operatives ErgebnisDurch die positive Zinsentwicklung am Kapitalmarkt
konnte das operative Ergebnis (EBIT) im Segment
Lebensversicherung um 42 Mio. EUR auf 98 (56) Mio. EUR
gesteigert werden.
Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamtSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTscrollen
Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern,
Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen verminderte
sich das Konzernergebnis aufgrund des
Ergebnisrückgangs in der Schaden/Unfallversicherung
auf 75 (97) Mio. EUR, sodass sich die Eigenkapitalrendite
um 0,8 Prozentpunkte auf 6,5 % reduzierte.
Privat- und Firmenversicherung Internationalscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT-UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscrollen
1 Unter Berücksichtigung des
Depotzinsergebnisses
Der Geschäftsbereich bündelt die
Aktivitäten des internationalen Privat- und
Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx Konzerns
und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika
aktiv. In der Region Lateinamerika unterzeichnete die
brasilianische HDI Seguros S. A. am 24. Mai 2022 einen
Vertrag zum Erwerb des brasilianischen
Privatkundengeschäfts der Sompo Seguros S. A., um ihre
dortige Präsenz weiter auszubauen. Der Abschluss der
Transaktion bedingt die Genehmigung der zuständigen
Aufsichtsbehörden und wird im Jahr 2023 erwartet.
PrämienentwicklungDie gebuchten Bruttoprämien des
Geschäftsbereichs (einschließlich Prämien
aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung)
erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021
um 12,6 % auf 3,4 (3,1) Mrd. EUR. Währungsbereinigt
stiegen die Bruttoprämien gegenüber der
Vergleichsperiode um 16,9 %.
In der Region Europa stiegen die gebuchten
Bruttoprämien um 6,2 % auf 2,5 Mrd. EUR, vor allem
getrieben durch ein währungsbereinigtes
Prämienwachstum um 142,4 % bei der türkischen HDI
Sigorta A. Ç aufgrund gestiegener
Durchschnittsprämien und einer höheren Anzahl
Verträge. Die polnische TUiR WARTA S. A. steigerte ihr
Prämienvolumen währungsbereinigt um 17,2 %
insbesondere durch Prämien der Kfz-Versicherungen, die
um 19,9 % stiegen. Strategiekonform reduzierten sich die
Einmalbeiträge in der Lebensversicherungssparte der
italienischen HDI Assicurazioni S. p. A., wodurch die
Prämien der Lebensversicherung um 12,2 % auf 919
(1.047) Mio. EUR sanken.
In der Region Lateinamerika verzeichneten die gebuchten
Bruttoprämien einen Anstieg gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 34,2 % auf 934 (696) Mio. EUR.
Prämienwachstum wurde insbesondere in Chile generiert,
wozu die zwischen HDI Chile und der Staatsbank Banco-Estado
geschlossene Vertriebskooperation im Sachgeschäft mit
62 Mio. EUR beitrug.
Versicherungstechnisches ErgebnisDie kombinierte Schaden-/Kostenquote der
Sachversicherungsgesellschaften stieg gegenüber der
Vergleichsperiode um 3,8 Prozentpunkte auf 96,6 %. Der
Anstieg resultiert mit 3,7 Prozentpunkten aus der
erhöhten Schadenquote. Die wieder auf
Vor-Corona-Niveau liegenden Schadenfrequenzen und die stark
gestiegene Schadeninflation konnten nicht durch zeitlich
verzögert wirkende Preisanpassungen im
Neugeschäft kompensiert werden. Die Kostenquote des
Geschäftsbereichs lag mit 30,1 % auf Vorjahresniveau
(30,0 %).
Das versicherungstechnische Ergebnis der
Lebensversicherung verbesserte sich u. a. dadurch, dass die
als Folge der Corona-Pandemie im Vorjahr gestiegene
Sterblichkeit wieder gesunken ist und durch den Verkauf der
russischen Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya
Kompaniya CiV Life.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis bleibt insgesamt
gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 mit 193 (194) Mio.
EUR stabil. Das gestiegene Zinsniveau in Polen, in der
Türkei und in Brasilien führte zum Anstieg des
ordentlichen Kapitalanlageergebnisses und kompensierte
damit den Rückgang der Volumina in der
Lebensversicherung sowie den Rückgang des
außerordentlichen Kapitalanlageergebnisses aufgrund
realisierter Verluste. Die Rendite der Kapitalanlagen stieg
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozentpunkte
auf 3,0 (2,8) Prozent.
Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDer Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International erzielte im ersten Halbjahr 2022 mit 164
(173) Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
5,0 % niedrigeres operatives Ergebnis (EBIT), jedoch
belastet durch Sondereffekte aus einem
Entkonsolidierungsaufwand von 23 Mio. EUR aus dem Verkauf
der russischen Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya
Kompaniya CiV Life an die russische Sovcombank Mitte
Februar 2022 (teilweise kompensiert durch erhaltene
Zahlungen im Rahmen einer Rückforderungsvereinbarung
in Höhe von 16 Mio. EUR im Zusammenhang mit der
Beendigung einer Kooperation bei der polnischen TU Europa).
Ohne diesen Sondereffekt läge das operative Ergebnis
auf Vorjahresniveau. Der Entkonsolidierungseffekt belastete
auch das Ergebnis der Region Europa, die mit einem EBIT von
143 (159) Mio. EUR zum operativen Ergebnis des Segments
beisteuerte und vom gestiegenen Ergebnisbeitrag der
polnischen TUiR WARTA S. A. profitierte. Das operative
Ergebnis (EBIT) der Region Lateinamerika sank aufgrund des
Ergebnisrückgangs bei der brasilianischen HDI Seguros
auf -12 (25) Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach
Minderheiten verringerte sich entsprechend um 8,5 % auf 95
(104) Mio. EUR; ohne die oben beschriebenen Sondereffekte
wäre das Konzernergebnis um 3,3 % gestiegen. Die
Eigenkapitalrendite verbesserte sich aufgrund des
gesunkenen Eigenkapitals auf 9,4 (8,9) %.
Weitere KennzahlenGESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH SPARTENscrollen
GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL IM ÜBERBLICK NACH REGIONENscrollen
RückversicherungSchaden-Rückversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
1 Unter Berücksichtigung des
Depotzinsergebnisses
GeschäftsentwicklungIm Segment Schaden-Rückversicherung kam im ersten
Halbjahr mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine eine
weitere Herausforderung zum ohnehin schwierigen Marktumfeld
hinzu. Steigende Energiepreise im Zusammenhang mit dem
Ukrainekrieg führten zu einem weiteren Anstieg der
Inflationsraten. Zudem belasten die Folgen der Pandemie
nach wie vor die internationalen Warenströme und
Lieferketten. Die daraus folgende Angebotsverknappung im
Welthandel wirkte als zusätzlicher Preistreiber.
Vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten globalen
Risikolage verlief die Haupterneuerung in der
traditionellen Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar
2022 für uns zufriedenstellend. Die Preisdynamik des
Vorjahres setzte sich fort, und wir konnten erneut ein
Wachstum unseres erneuerten Geschäfts bei deutlich
verbesserten Preisen und Konditionen erzielen. Zum 1.
Januar standen 62 % der traditionellen
Schaden-Rückversicherung (ohne fakultative
Rückversicherung, Geschäft mit der Verbriefung
von Versicherungsrisiken und strukturierte
Rückversicherung) zur Erneuerung an. Hier konnten wir
das Prämienvolumen um 8,3 % steigern. Der
durchschnittliche Preisanstieg belief sich auf 4,1 %. Die
Hannover Rück berechnet Preisveränderungen
traditionell auf risikoadjustierter Basis, das heißt
auch die gestiegenen Inflationsraten sind hierin bereits
bereinigt.
Die Vertragserneuerung zum 1. April 2022, zu der wir
traditionell unser Geschäft in Japan sowie in
geringerem Umfang in Australien, Neuseeland, den anderen
asiatischen Märkten sowie in Nordamerika erneuern,
verlief für die Hannover Rück ebenfalls
zufriedenstellend.
Das gesamte Prämienvolumen der Erneuerung
erhöhte sich um 17,4 %. Der durchschnittliche,
risikoadjustierte Preisanstieg betrug 3,7 %.
PrämienentwicklungDie gebuchten Bruttoprämien im Segment
Schaden-Rückversicherung stiegen im ersten Halbjahr um
25,9 % auf 12,9 (10,3) Mrd. EUR. Bei konstanten
Währungskursen hätte die Steigerung 18,2 %
betragen. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 25,1
% auf 9,8 (7,8) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt
hätte der Zuwachs 17,8 % betragen. Aufgrund der
attraktiven Marktkonditionen hat die Hannover Rück
ihren Selbstbehalt marginal auf 91,7 (91,3) % erhöht.
Versicherungstechnisches ErgebnisDie Netto-Großschadenbelastung inklusive der
Rückstellungen für Schäden aus dem
Ukrainekrieg lag im ersten Halbjahr mit 850 (326) Mio. EUR
deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode und
über unserem budgetierten Erwartungswert von 611 Mio.
EUR. Unter Großschäden summieren wir
Schadenkomplexe, für die wir mehr als 10 Mio. EUR an
Brutto-Schadenzahlungen erwarten.
Größte Einzelschäden waren im ersten
Halbjahr die durch schwere Regenfälle verursachten
Überflutungen in Australien mit einer Nettobelastung
von 186 Mio. EUR und Wintersturm "Ylenia" in Mitteleuropa
im Februar mit 126 Mio. EUR. Zudem haben wir im zweiten
Quartal eine weitere Spätschadenrückstellung in
Höhe von 186 Mio. EUR für mögliche
Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine gebildet.
Während zum gegenwärtigen Zeitpunkt für
den Krieg in der Ukraine nur wenige Schadenmeldungen
vorliegen und die Schätzungen bezüglich der
möglichen Schadenszenarien nach wie vor mit
großen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir
für mögliche Schäden per Ende des ersten
Halbjahres damit insgesamt 316 Mio. EUR an
Spätschadenrückstellungen gebildet.
Darüber hinaus ergab sich im ersten Halbjahr eine
Nachreservierung in Höhe von 130 Mio. EUR für die
Dürre in Brasilien im vergangenen Jahr nach
entsprechenden Schadenmeldungen.
Von unseren im Geschäftsjahr 2020 gebildeten
pandemiebezogenen Schadenrückstellungen haben wir per
Ende Juni einen Betrag in Höhe von 88 Mio. EUR
aufgelöst.
Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich um
82,5 % auf 52 (299) Mio. EUR. Die kombinierte
Schaden-/Kostenquote stieg auf 99,1 (96,0) % und lag damit
über unserer Erwartung von maximal 96 %.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis im Segment
Schaden-Rückversicherung stieg um 18,9 % auf 709 (596)
Mio. EUR, u. a. trugen die inflationsbesicherten Anleihen
zu einem Anstieg des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses
bei.
Operatives ErgebnisDas operative Ergebnis (EBIT) im Segment
Schaden-Rückversicherung reduzierte sich um 23,9 % auf
601 (789) Mio. EUR. Die EBIT-Marge betrug 6,1 (10,1) %.
Personen-Rückversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG - SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
GeschäftsentwicklungIm Segment Personen-Rückversicherung blieben die
Folgen der Pandemie auch in der ersten Jahreshälfte
2022 ein bestimmendes Thema, insbesondere im Bereich der
Mortalitätsdeckungen.
Im ersten Halbjahr beliefen sich die Pandemiebelastungen
im Segment Personen-Rückversicherung auf 194 (263)
Mio. EUR. Davon entfiel mit 109 Mio. EUR der Großteil
auf die USA, den größten Markt für
Mortalitätsdeckungen. Weitere nennenswerte Belastungen
stammten aus Südafrika und Lateinamerika. Wie bereits
im Mai angekündigt, waren die Belastungen
rückläufig. Nach 123 Mio. EUR im ersten Quartal
beliefen sie sich auf 72 Mio. EUR im zweiten Quartal.
Aus unserer Extremsterblichkeitsdeckung, von der wir
seit 2013 regelmäßig Tranchen in den
Kapitalmarkt gebracht haben, haben wir im Berichtsjahr
einen Ertrag von 88 Mio. EUR unter den erfolgswirksam zum
Zeitwert bewerteten Beständen in den Kapitalanlagen
der Personen-Rückversicherung ausgewiesen.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkte sich auf
das Segment Personen-Rückversicherung nicht
unmittelbar aus, da wir in keinem der beiden Länder
signifikantes Geschäft zeichnen.
Im Bereich Financial Solutions konnten wir unser
Geschäft weiter ausbauen. Dabei sind wir in
zahlreichen Märkten gewachsen, u. a. in China. Das
erste Halbjahr war zudem weltweit von einer weiterhin
steigenden Nachfrage nach Lösungen zur Absicherung von
Langlebigkeitsrisiken gekennzeichnet. Erfreulich war, dass
wir in Australien im ersten Quartal einen ersten
Langlebigkeits-Rückversicherungsvertrag zeichnen
konnten. Besonders groß war die Nachfrage zudem
erneut vor allem in Großbritannien, dem nach wie vor
größten Markt, aber auch in den USA, Kanada und
Australien. Insgesamt zeigte sich das Umfeld im Segment
Personen-Rückversicherung zufriedenstellend.
PrämienentwicklungDas Bruttoprämienvolumen im Segment
Personen-Rückversicherung stieg zum 30. Juni 2022 um
5,3 % auf 4,4 (4,2) Mrd. EUR. Bei unveränderten
Währungskursen hätte sich ein Wachstum von 0,3 %
ergeben. Die verdienten Nettoprämien erhöhten
sich um 7,6 % auf 3,9 (3,7) Mrd. EUR.
Währungskursbereinigt hätte der Zuwachs 2,3 %
betragen.
KapitalanlageergebnisDas Kapitalanlageergebnis verbesserte sich auf 285 (280)
Mio. EUR.
Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment
Personen-Rück-Versicherung belief sich auf -224 (-349)
Mio. EUR. Des Weiteren erzielten wir aus der
Umstrukturierung eines Vertrages eines Zedenten einen
positiven Einmaleffekt in Höhe von 40 Mio. EUR, der im
übrigen Ergebnis ausgewiesen wird.
Operatives ErgebnisDas operative Ergebnis (EBIT) stieg um 88,2 % auf 330
(175) Mio. EUR.
Geschäftsbereich Rückversicherung insgesamtSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE FÜR DEN GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTscrollen
Das Konzernergebnis lag im Geschäftsbereich
Rückversicherung im ersten Halbjahr 2022 bei 326 (336)
Mio. EUR, die Eigenkapitalrendite stieg um 0,1
Prozentpunkte auf 12,8 (12,7) %.
Konzernfunktionenscrollen
Rückversicherungsspezialisten im KonzernIm ersten Halbjahr 2022 beliefen sich die gebuchten
Bruttoprämien im Segment Konzernfunktionen aus
konzerninternen Übernahmen auf 1.117 (1.025) Mio. EUR;
sie resultierten aus Rückversicherungsabgaben der
Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und
Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und
Firmenversicherung International. Das
versicherungstechnische Ergebnis im Segment
Konzernfunktionen belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf 7
(-22) Mio. EUR. Die Vergleichsperiode war im Wesentlichen
durch die Nachreservierung eines Haftpflichtschadens im
Industriegeschäft negativ beeinflusst, der im Rahmen
eines "Loss Portfolio Transfers" im Jahr 2020 gezeichnet
wurde.
Kapitalanlagespezialisten im KonzernDie Ampega Asset Management GmbH betreibt zusammen mit
ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH in erster
Linie das Management und die Administration der
Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit
in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie
Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die selbst
verwalteten Kapitalanlagen des Konzerns reduzierten sich
gegenüber dem Jahresende 2021 auf 129 (136) Mrd. EUR,
was auf einen Marktwertrückgang aufgrund des stark
gestiegenen Zinsniveaus zurückzuführen ist. Die
Ampega-Gesellschaften in Summe trugen im ersten Halbjahr
2022 insgesamt 36 (32) Mio. EUR zum operativen Ergebnis im
Segment bei.
Die Ampega Investment GmbH verwaltet als
Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und
betreibt für institutionelle Kunden
Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das
Portfoliomanagement und die Administration von
Kapitalanlagen. Das erste Halbjahr 2022 war geprägt
vom Ukraine-Krieg und seinen Auswirkungen auf Wirtschaft,
Inflation, Zins- und Aktienmärkte. Die
Investmentbranche war doppelt betroffen: einerseits von
Kursverlusten aller Produktkategorien, gleich ob Aktien-,
Renten-, Mischfonds oder Absolute-Return-Strategien.
Anderseits sorgen die hohe Inflation, die immens
gestiegenen Energiepreise und die Unsicherheit über
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für eine
deutlich erkennbare Zurückhaltung der Anleger bei
Neuinvestments in risikobehaftete Kaptalanlagen.
Zusätzlich sorgt die Wende in der Zinspolitik der
Europäischen Zentralbank dafür, dass klassische
Sparformen mittelfristig wieder an Attraktivität
gewinnen. In diesem Umfeld gelingt es nur Anbietern mit
einem hohen Anteil an Sparplänen, signifikante
Mittelzuflüsse zu generieren. Das Gesamtvolumen des
verwalteten Vermögens der Ampega Investment GmbH sank
um 1,2 % auf 40,8 Mrd. EUR gegenüber dem
Jahreseingangsniveau (41,3 Mrd. EUR). Etwas weniger als ein
Drittel des Gesamtvolumens, nämlich 11,6 (14,6) Mrd.
EUR, wird im Auftrag der Konzerngesellschaften über
Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der
übrige Anteil entfällt mit 20,6 (17,1) Mrd. EUR
auf institutionelle Drittkunden und mit 8,6 (9,6) Mrd. EUR
auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl
über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die
fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch
über externe Vermögensverwalter oder Banken.
Operatives ErgebnisDas operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen
verbesserte sich im ersten Halbjahr 2022 auf 31 (-33) Mio.
EUR. Die Vergleichsperiode war unter anderem durch
Nachreservierungen in der Versicherungstechnik sowie durch
höhere Abschreibungen auf Kapitalanlagen belastet. Das
im ersten Halbjahr 2022 auf die Aktionäre der Talanx
AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment
betrug nach Finanzierungszinsen -23 (-60) Mio. EUR.
Vermögens- und FinanzlageVermögenslagescrollen
Wesentliche Entwicklungen der VermögensstrukturDer Rückgang unserer Bilanzsumme um 1,6 Mrd. EUR
auf 196,0 Mrd. EUR ist hauptsächlich auf die
Reduzierung der Kapitalanlagen (-5,5 Mrd. EUR) und der
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern
von Lebensversicherungspolicen (-1,7 Mrd. EUR)
zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten
sich die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
(+3,0 Mrd. EUR), die abgegrenzten Abschlusskosten (+1,1
Mrd. EUR) sowie die Anteile der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen Rückstellungen (+1,1 Mrd.
EUR).
KapitalanlageentwicklungIm Winterhalbjahr ist die Wirtschaftsleistung in der
Eurozone trotz erneuter, coronabedingter Lockdowns
gewachsen. Infolge des russischen Angriffskriegs auf die
Ukraine hat sich der globale Konjunkturausblick
eingetrübt. Die Kapitalmärkte blicken auf ein
historisch schwaches erstes Halbjahr zurück. Neben den
zuvor (siehe hierzu Wirtschaftsbericht Seite 4 dieses
Berichtes) beschriebenen Rückgängen auf den
Aktienmärkten führte die Inflationsentwicklung
global zu einer restriktiveren Geldpolitik.
Der gesamte Kapitalanlagebestand sank zur Jahresmitte
2022 auf 142,3 (147,8) Mrd. EUR. Der Bestand der selbst
verwalteten Kapitalanlagen reduzierte sich um 5,1 % auf
129,2 (136,1) Mrd. EUR. Der Bestandsrückgang beruht
auf dem starken und schnellen Zinsanstieg im Rahmen der
ergriffenen Zentralbankmaßnahmen. Auch durch die
Ausbuchung der Bestände der russischen
Tochtergesellschaft OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life,
Moskau, Russland, kam es zu einem Mittelabfluss von rund
0,6 Mrd. EUR. Der Bestand der Investmentverträge weist
mit 1,4 Mrd. EUR im Vergleich zum Jahresbeginn (1,5 Mrd.
EUR) ebenfalls einen Rückgang auf. Die
Depotforderungen stiegen im ersten Halbjahr um rund 13,8 %
auf 11,7 Mrd. EUR an.
Der Talanx Konzern überwacht das
Liquiditätsrisiko seiner Kapitalanlagen durch die
Zuordnung der Kapitalanlagen in sogenannten
Liquiditätsklassen, wobei die Kategorien L0-L3
Cash-Äquivalente bzw. Kapitalanlagen höchster
Liquidität beinhalten. Seit dem Bestandsrückgang
zu Beginn der Pandemie weisen diese Bestände aktuell
eine deutliche Erholungstendenz auf.
Auch im ersten Halbjahr 2021 bildeten die
festverzinslichen Anlagen die bedeutendste
Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter
Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur
zumeist in dieser Anlageklasse. Der Ergebnisbeitrag aus
dieser Anlageklasse betrug 1,4 (1,8) Mrd. EUR und wurde im
Berichtszeitraum weitestgehend reinvestiert.
Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung
bilden im Talanx Konzern nahezu unverändert die
Kapitalanlagen in US-Dollar mit 22 (20) % den
größten Anteil am Fremdwährungsportfolio.
Darüber hinaus werden größere Positionen in
britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar
gehalten, die in Summe 8 (8) % aller Kapitalanlagen
ausmachen. Der Gesamtanteil innerhalb der selbst
verwalteten Kapitalanlagen in Fremdwährungen zum 30.
Juni 2022 beträgt 38 (35) %.
Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche
Aktienquote börsennotierter Titel) lag zum
Halbjahresende bei 1,3 (1,4) %.
ZUSAMMENSETZUNG DER KAPITALANLAGENIn %
30.6.2022/31.12.2021
ZUSAMMENSETZUNG DER SELBST VERWALTETEN KAPITALANLAGEN NACH ANLAGEKLASSENscrollen
1 Derivate nur mit positiven Marktwerten
Festverzinsliche WertpapiereDer Bestand der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne
Hypotheken- und Policendarlehen) ging im ersten Halbjahr um
ca. 8,6 Mrd. EUR zurück und betrug zum Halbjahresende
109,9 (118,6) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 77
(80) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen,
weiterhin den nach Volumen größten Teil unserer
Investitionen dar. Die festverzinslichen Kapitalanlagen
teilen sich im Wesentlichen in die Kapitalanlagekategorien
"Darlehen und Forderungen" und "Jederzeit
veräußerbare Finanzinstrumente" auf.
Die "Jederzeit veräußerbaren
festverzinslichen Wertpapiere" machen 77 (78) % des
Gesamtbestands des Portfolios festverzinslicher Wertpapiere
aus und sind um 8,3 Mrd. EUR auf 84,3 (92,6) Mrd. EUR
zurückgegangen. Dabei wurde hauptsächlich in
Unternehmensanleihen und Staatsanleihen investiert. Die
Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und
stillen Reserven - haben, insbesondere aufgrund des
angestiegenen Zinsniveaus in unseren
Hauptwährungsräumen, seit dem Jahresende 2021
einen Vorzeichenwechsel von 3,8 Mrd. EUR stillen Reserven
zu stillen Lasten von -9,2 Mrd. EUR vollzogen, welcher
nicht vollständig durch die Aufwertung der
Währungen gegenüber dem Euro kompensiert werden
konnte. Die Volatilität der "Jederzeit
veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere"
schlägt sich im Eigenkapital nieder.
In der Kategorie "Darlehen und Forderungen" wurden im
Wesentlichen Staatspapiere, Pfandbriefe oder ähnlich
sichere Papiere gehalten. Der Gesamtbestand der
festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Kategorie
"Darlehen und Forderungen" betrug zum Jahresende 25,4
(25,7) Mrd. EUR und stellt damit 23 (22) % des
Gesamtbestands der Anlageklasse der festverzinslichen
Kapitalanlagen dar. Die nicht bilanzwirksamen
Bewertungsreserven der "Darlehen und Forderungen"
(inklusive Hypotheken- und Policendarlehen) sind zum
Berichtsstichtag ebenfalls negativ und gingen um 4,8 Mrd.
EUR auf -1,7 (+3,1) Mrd. EUR zurück.
Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere
ähnlich sicherer Schuldner bilden 2022 weiterhin den
Schwerpunkt der Bestände in festverzinslichen
Wertpapieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an
AAA-gerateten Rententiteln 47,0 (49,1) Mrd. EUR.
RATINGSTRUKTUR DER FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREIn %
30.6.2022/31.12.2021
Der Talanx Konzern verfolgt eine vergleichsweise
konservative Anlagepolitik. So besitzen 76 (76) % der
Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere
mindestens ein Rating der Klasse A. Der Konzern ist mit
einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern
mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand
beträgt auf Marktwertbasis 5,9 (6,2) Mrd. EUR und
entspricht einem Anteil von 4,5 (4,5) % der selbst
verwalteten Kapitalanlagen.
Aktien und AktienfondsDie saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der
im Konzern gehaltenen Aktienbestände (ohne
"Übrige Kapitalanlagen") sanken unter anderem durch
Verkäufe von Aktienbeständen im Segment
Schaden-Rückversicherung um 274 Mio. EUR und betragen
nunmehr 130 (404) Mio. EUR.
Immobilien inklusive Anteile an ImmobilienfondsZum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutzten
Immobilien 4,9 (4,7) Mrd. EUR. Hinzu kommen 2,4 (2,0) Mrd.
EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten
der Kategorie "Jederzeit veräußerbare
Finanzinstrumente" bilanziert sind.
Der Anstieg spiegelt unser weiter gestiegenes Engagement
in diesem Bereich wider. Im Berichtszeitraum wurden
planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten
Immobilienbestand in Höhe von 46 (37) Mio. EUR
vorgenommen. Außerplanmäßige
Abschreibungen fielen in Höhe von 0,1 (0) Mio. EUR an.
Die Abschreibungen auf Immobilienfonds betrugen 6 (8) Mio.
EUR.
InfrastrukturinvestmentsDerzeit ist der Talanx Konzern mit insgesamt über
3,9 (3,8) Mrd. EUR sowohl direkt als auch indirekt in
Infrastrukturprojekten investiert.
Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements
entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte.
Die Assetklasse Infrastruktur hat sich gegenüber den
unter anderem durch Covid-19 und den Ukrainekrieg
verursachten Marktbewegungen sowie der Inflation resilient
gezeigt. Diese Entwicklung aus den Jahren 2020 und 2021
setzte sich auch 2022 fort. Die insgesamt hohe
Wertstabilität begründet sich im Wesentlichen
dadurch, dass die betreffenden Assets die
Basisbedürfnisse einer Bevölkerung adressieren
und damit eine wenig elastische Nachfrage aufweisen. Bei
einigen Assets ist in den letzten Monaten sogar ein
positiver Effekt zu erkennen. So profitierten vor allem
Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energien von den
gestiegenen Strompreisen, da höhere Erträge und
somit höhere Gewinne generiert werden können.
Vor dem Hintergrund des allgemein gestiegenen
Zinsniveaus ist bei genauer Betrachtung der Assetklasse
außerdem zu beobachten, dass sich auch die Renditen
bei Fremdkapitalfinanzierungen für
Infrastrukturprojekte positiv entwickelt haben. Dies kann
in erster Linie auf die gestiegenen Basiszinsen
zurückgeführt werden.
Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio
gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Wind- und
Solarparks, Stromnetzen, Versorgern, Verkehrs- und
Transportprojekten, Glasfaseranbietern und
Publicprivate-Partnership (PPP)-Projekten in Deutschland
und dem europäischen Ausland.
Im ersten Halbjahr 2022 hat die Talanx ihr
Infrastrukturportfolio u. a. durch Projekte im Bereich
Erneuerbare Energien und öffentlichen
Personennahverkehr weiter ausbauen können.
Gleichzeitig sind diese Transaktionen ein gutes Beispiel
für die nachhaltige und ESG-konforme Anlagestrategie
des Konzerns. Geplant sind auch künftig
infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro
Projekt von 50 bis 150 Mio. EUR (Eigenkapital) bzw. 75 bis
200 Mio. EUR (Fremdkapital) mit einem Investitionshorizont
von fünf bis 30 Jahren. Mit den Investitionen sollen
vor allem die angestrebte Energiewende sowie die
Daseinsvorsorge in Europa unterstützt werden.
Private EquityDie Talanx Gruppe verfügt über ein langfristig
ausgerichtetes Private-Equity-Portfolio mit breiter
Diversifikation: Investiert wird in eine steigende Zahl von
Fonds. Das Portfolio ist weltweit über viele Regionen
gestreut, diverse Wirtschaftssektoren und mehr als ein
Jahrzehnt in die Vergangenheit reichende
Investitionszeitpunkte; damit ist das Fondsportfolio ebenso
defensiv wie performant entwickelt.
Nach den überdurchschnittlichen
Bewertungssteigerungen und Gewinnausschüttungen des
Vorjahres zeigte das Private-Equity-Portfolio im ersten
Halbjahr 2022 eine leicht konsolidierte, aber weiterhin
stabile Wertentwicklung und signifikante
Ausschüttungen, die auf fortgesetzter
Realisierungsaktivität der einzelnen Fondsmanager
beruhen. Daran konnten bislang die - insbesondere durch den
Ukraine-Konflikt und die Zinsänderungen der
US-Notenbank ausgelösten - Verwerfungen an den
öffentlichen Märkten wenig ändern.
Insbesondere die starken Abwertungen im zuvor besonders
hoch an den US-Börsen gehandelten sogenannten
Technologiesektor berührten das Talanx Portfolio in
der bestehenden Konfiguration wenig.
Indirekte Teilwirkungen auf die Wertentwicklung der
Fonds sind zugleich durch insgesamt sinkende
Börsenmultiples und die erschwerte Nutzung der
Börsen als Exit-Kanal zu erwarten. Insgesamt ist mit
einer fortgesetzten Anpassungsphase an die volatilere
Marktumgebung im Jahresverlauf zu rechnen, die den
Wertzuwachs des bestehenden Portfolios begrenzt. Über
die bestehenden ungenutzten Kapitalzusagen können die
Fonds im Portfolio aber jetzt bereits bei Neutransaktionen
von gesunkenen Einstiegspreisen und aus Marktverwerfungen
entstehenden Gelegenheiten profitieren.
KapitalanlageergebnisENTWICKLUNG DES KAPITALANLAGEERGEBNISSESscrollen
Das Kapitalanlageergebnis des ersten Halbjahres betrug
1.887 (2.350) Mio. EUR und liegt somit unter dem
außerordentlich hohen Ergebnis des
Vergleichszeitraums des Vorjahres. Die annualisierte
Kapitalanlagerendite des selbst verwalteten
Kapitalanlagebestandes reduzierte sich auf 2,7 (3,3) %.
Die laufenden Erträge aus Zinsen sind
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
gestiegen. Hintergrund sind neben dem realen Bestandsaufbau
die gestiegenen Erträge aus Amortisation unseren
inflationsgebundenen Anleihen. Das global ansteigende
Zinsniveau konnten wir für unsere Neu- und
Wiederanlagen nutzen, die auch den Durchschnittskupon
unserer festverzinslichen Wertpapiere prägen. Nach
einem vorübergehenden Rückgang auf 2,3 % stieg
dieser auf das Niveau des Vergleichsmonats des Vorjahres an
(2,4 %).
Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen
lag im Geschäftsjahr deutlich unter dem
Vorjahresniveau und betrug per saldo 143 (728) Mio. EUR.
Ursächlich hierfür sind gestiegene Zinsen und
damit verbundene die entfallene Notwendigkeit der
Realisationen zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (HGB)
der Lebensversicherungen und Pensionskassen. Ebenfalls
tragen regelmäßige Portfolioumschichtungen in
allen Segmenten zum Ergebnis bei. Zusätzlich wurden
Teile unserer Bestände an russischen und ukrainischen
Anleihen veräußert.
Durch die krisenbehaftete Situation ergaben sich im
Berichtszeitraum per saldo gestiegene Abschreibungen von
161 (135) Mio. EUR. Davon entfielen 62 (54) Mio. EUR auf
planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener
Immobilien und Infrastrukturinvestments.
Außerplanmäßige Abschreibungen waren
insgesamt in Höhe von 100 (81) Mio. EUR vorzunehmen.
Davon entfielen 50 (1) Mio. EUR auf Aktien und 27 (55) Mio.
EUR auf festverzinsliche Wertpapiere, in denen auch
Abschreibungen auf russische und ukrainische Emittenten
enthalten waren. Auf Immobilienfonds entfielen
außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von 6 (8) Mio. EUR. Zuschreibungen gab es im
Geschäftsjahr nur in sehr geringem Umfang mit 1 (0)
Mio. EUR.
Das unrealisierte Ergebnis ging um 8 Mio. EUR auf -47
(-39) Mio. EUR zurück. Für das Kreditrisiko
spezieller Lebensrückversicherungsverträge
(ModCo), bei denen Wertpapierdepots von Zedenten in unserem
Namen gehalten werden, bilanzieren wir ein Derivat, aus
dessen Wertentwicklung sich im Berichtszeitraum die
erfolgswirksamen unrealisierten Verluste um 12 Mio. EUR auf
2 (14) Mio. EUR verbessert haben. Wirtschaftlich gehen wir
bei dieser Position von einer neutralen Entwicklung aus,
sodass die Volatilität, zu der es in einzelnen
Quartalen kommen kann, nichts über den eigentlichen
Geschäftsverlauf aussagt. Darüber hinaus
verbesserte sich das Ergebnis aus der Wertentwicklung
zweier weiterer Derivate mit Bezug zur
Versicherungstechnik, deren Marktwertänderungen sich
im bisherigen Geschäftsverlauf zu einem um 38 Mio. EUR
besseren erfolgswirksam unrealisierten Verlust in Höhe
von 4 (42) Mio. EUR addierten. Darin enthalten ist im
Berichtsjahr ein Ertrag von 88 Mio. EUR aus unserer
Extremsterblichkeitsdeckung, von der wir seit 2013
regelmäßig Tranchen in den Kapitalmarkt gebracht
haben. Gegenläufig entwickelte sich das unrealisierte
Ergebnis derivativer Positionen durch zinsbedingte
Marktbewegungen im Segment Privat- und Firmenversicherung
Deutschland - Leben, das sich dadurch im Wesentlichen
gegenüber der Vergleichsperiode um 75 Mio. EUR auf -72
(+3) Mio. EUR verschlechterte.
Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und
-aufwendungen sank auf 122 (165) Mio. EUR.
KAPITALANLAGEERGEBNIS NACH KONZERNSEGMENTENscrollen
FinanzlageAnalyse der Kapitalstrukturscrollen
Wesentliche Entwicklungen der KapitalstrukturInsgesamt sind die versicherungstechnischen
Nettorückstellungen in Relation zur Vergleichsperiode
um 2,6 % bzw. 3,3 Mrd. EUR auf 133,7 (130,3) Mrd. EUR
gestiegen. Dieser Anstieg entfiel im Wesentlichen auf die
Rückstellung für Prämienüberträge
(+3,8 Mrd. EUR) und die Rückstellungen für noch
nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+4,9 Mrd. EUR).
Gegenläufig entwickelte sich die Rückstellung
für Beitragsrückerstattung (-5,5 Mrd EUR).
Bezogen auf den Bilanzstichtag betrug das
Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem
Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen,
einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive
der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, 94,9
(89,0) %; es bestand eine Überdeckung der
Rückstellung von 7,2 (16,0) Mrd. EUR.
EigenkapitalEntwicklung des EigenkapitalsDas Konzerneigenkapital (Eigenkapital ohne Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter) hat sich gegenüber dem
31. Dezember 2021 um 2.536 Mio. EUR (23,5 %) verringert.
Der deutliche Rückgang resultiert aus den nicht
ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen (übrige
Rücklagen), die sich gegenüber dem 31. Dezember
2021 um 2.684 Mio. EUR auf -2.318 Mio. EUR verringerten.
Die Entwicklung der übrigen Rücklagen resultiert
im Wesentlichen aus der nachteiligen Entwicklung der nicht
realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen (-8.512 Mio.
EUR) und dem gegenläufigen Effekt aus der
Veränderung aus der Gewinnbeteiligung der
Versicherungsnehmer/Shadow Accounting (+5.288 Mio. EUR).
Desweiteren hatte das Bewertungsergebnis aus
Cashflow-Hedges (-211 Mio. EUR) einen negativen Einfluss.
Positiv wirkten hingegen die Effekte aus der
Währungsumrechnung (+406 Mio. EUR) durch das deutliche
Erstarken einiger Währungen gegenüber dem Euro,
sowie die Entwicklung der versicherungsmathematischen
Gewinne aus dem zinsbedingten Rückgang der
Pensionsrückstellungen (+347 Mio. EUR). Die Umkehr der
nicht realisierten Kursgewinne in nicht realisierte
Kursverluste aus Kapitalanlagen ist im Wesentlichen auf den
Zinsanstieg im ersten Halbjahr zurückzuführen.
Dem deutlichen Rückgang der übrigen
Rücklagen wirkte ein geringer Anstieg der
Gewinnrücklagen entgegen. Dieser resultiert unter
anderem aus dem Periodenergebnis, das in Höhe von 560
(546) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und
vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt
wurde. Entgegengesetzt wirkte die Dividendenzahlung in
Höhe von 405 (379) Mio. EUR an die Aktionäre der
Talanx AG im Mai des Berichtszeitraums.
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSscrollen
DARSTELLUNG DES EIGENKAPITALS DER GESCHÄFTSBEREICHE 1 EINSCHLIESSLICH DARAUF ENTFALLENDER ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTERscrollen
Analyse FremdkapitalDie gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum
Stichtag 4,3 (4,8) Mrd. EUR. Die Talanx Finanz (Luxemburg)
S. A. hat am 15. Juni 2022 eine garantierte nachrangige
Anleihe in Höhe von 500 Mio. EUR nach zehn Jahren
ordentlich gekündigt und vollständig
zurückgezahlt.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Anmerkung 8 "Nachrangige Verbindlichkeiten".
Zum 30. Juni 2022 besteht eine syndizierte variabel
verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von
250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag ist diese unverändert
zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Die bestehende
syndizierte Kreditlinie kann von den Darlehensgebern
gekündigt werden, wenn es zu einem sogenannten Change
of Control kommt, d. h., wenn eine andere Person oder eine
gemeinsam handelnde andere Gruppe von Personen als der HDI
Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. die
direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 %
der Stimmrechte oder des Aktienkapitals der Talanx AG
erwirbt.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Anmerkung 10 "Begebene Anleihen und Darlehen".
Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine
Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit
erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und
in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G.
nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis
zur Zeichnung anzudienen.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Kapitel "Sonstige Angaben - Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen".
Weitere Berichte und ErklärungenRisikoberichtIn unserem Geschäftsbericht für das Jahr 2021
haben wir unser Risikoprofil und die verschiedenen
Risikoarten gemäß Deutschem
Rechnungslegungsstandard DRS 20 dargestellt. Auf eine
ausführliche Darstellung der verschiedenen Risikoarten
wird hier unter Verweis auf die Angaben im
Geschäftsbericht 2021, Seite 102 ff., verzichtet. Die
Risikoberichterstattung im Halbjahresfinanzbericht
konzentriert sich auf relevante Veränderungen der
Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx
Konzerngeschäftsberichts 2021 eingetreten sind.
Das Gesamtbild der Risikolage bleibt dabei
unverändert; es sind weiterhin keine konkreten Risiken
erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns existenziell beeinträchtigen
könnten. Der Talanx Konzern hat ein
funktionsfähiges, angemessenes Governance- und
Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich
weiterentwickelt wird und hohen
Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir
sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu
erkennen und wirksam zu steuern.
Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach
aufgeführt - bestimmen weiterhin das
Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang
mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko
in der Schaden/Unfallversicherung, das
Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko
der Lebensversicherung, das operationelle Risiko sowie das
Rückversicherungsausfallrisiko. Gleichermaßen
kommt der Diversifikation für die Bestimmung des
Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert
aus unserer geografischen Diversität und der
Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch
im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut
aufgestellt.
Geopolitische Krisen großen Ausmaßes wie
aktuell in der Ukraine führen grundsätzlich zu
Unsicherheiten und erhöhten Volatilitäten auf den
Kapitalmärkten. Resultierende wirtschaftliche
Verwerfungen können unsere Kunden, unsere
Tochtergesellschaften sowie die Gruppe belasten.
Die direkte Exponierung in den Krisengebieten ist sowohl
versicherungstechnisch als auch kapitalanlageseitig eher
moderat, auch wegen des noch im Februar abgeschlossenen
Verkaufes der russischen Tochtergesellschaft OOO
Strakhovaya Kompaniya CiV Life. Risiken können sich
insbesondere aus noch unabsehbaren Folgewirkungen ergeben.
Die Auswirkung auf das versicherungstechnische Risiko
hängt stark von der makroökonomischen Entwicklung
und der weiteren Geschäftsentwicklung ab. Es kann
beispielsweise zu Prämienrückgängen und zu
Schäden aus Cyberangriffen oder
Betriebsunterbrechungen im Zusammenhang mit
Supply-Chain-Risiken kommen. In Bezug auf die Reservierung
der Schäden und den unterliegenden Annahmen
erhöhen sich die Unsicherheiten aus dem Bekanntwerden
weiterer Schäden, der Höhe und Auszahlungsdauer
der eingetretenen (bekannten und unbekannten) Schäden
sowie die Kosten der Regulierung dieser Schäden. Der
wesentlichste Unsicherheitsfaktor, der aus dem Krieg in der
Ukraine entsteht, ist dabei die zukünftige Entwicklung
der Inflation. Dabei ist der allgemeine Anstieg der
Konsumentenpreise von der für die Reservierung
relevanten Schaden- und Kosteninflation zu differenzieren,
was die Feststellung der Folgewirkungen erschwert. Interne
Sensitivitätsanalysen auf Basis makroökonomischer
Szenarien zeigen, dass die Sicherheitsmargen innerhalb der
Schadenreserven derzeit ausreichen, um die erwartete,
erhöhte Inflation zu kompensieren.
Aktuell scheinen die Risiken im Zusammenhang mit
Covid-19 beherrschbar. Der hybride Geschäftsbetrieb an
unseren Standorten im Wechsel mit Arbeit der Belegschaft
von zu Hause als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie
funktioniert weiterhin reibungslos. Gleichwohl bestehen
Deckungen für Kreditversicherung, Lebensversicherung
sowie Kranken- und Unfallversicherung weiterhin, so dass
die zukünftige Schadenlast vom weiteren Verlauf der
Pandemie und den einzelstaatlichen Gegenmaßnahmen
abhängen und damit weiterhin eine hohe Unsicherheit
besteht. Wir beobachten die Entwicklung unseres
Sterblichkeitsgeschäfts (insbesondere in den USA)
sowie unseres weltweiten Morbiditätsgeschäfts,
insbesondere auch mit Blick auf die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie, fortlaufend. Es ist zu erwarten, dass
die Covid-19-Pandemie im Jahr 2022 zu weiteren Belastungen
führen wird. Zu erwähnen sind dabei neben dem
US-amerikanischen Geschäft insbesondere das
südafrikanische und südamerikanische
Mortalitätsgeschäft. Im
Morbiditätsgeschäft liegt unser Augenmerk
insbesondere auf den Entwicklungen im australischen bzw.
asiatischen Markt.
Die Volatilität der Finanzmärkte hat
erwartungsgemäß zugenommen. Die im letzten Jahr
erreichten Höchststände an den Aktienmärkten
sind in deutliche Ferne gerückt. Ein weiteres, die
derzeitige Risikolage bestimmendes Themenfeld stellt das
Zinsniveau und dessen Entwicklung dar. Trotz einer
kürzlich vorgenommenen Zinserhöhung seitens der
EZB, ist das aktuelle Zinsniveau im langjährigen
Vergleich nach wie vor niedrig. Die langanhaltende
Niedrigzinsphase kann u. a. bei Teilen des
Lebensversicherungsbereiches aufgrund des erhöhten
Zinsgarantie- und Wiederanlagerisikos zu erheblichen
Belastungen der Ertragslage und der Solvabilität
führen. Den Risiken aus dem niedrigen Zinsniveau
begegnen die Lebensversicherer und insbesondere auch die
Pensionskassen mit umfangreichen Maßnahmen, die die
Fähigkeit der Gesellschaften verbessern, die
Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern
auch zukünftig zu erfüllen.
Beim aktuell zu beobachtenden, schnellen und starken
Zinsanstieg besteht grundsätzlich das Risiko, dass
Bewertungsreserven schwinden und deshalb künftig
möglicherweise laufende Zinserträge zur
Finanzierung der Garantiezinsen bei Lebensversicherern und
Pensionskassen fehlen. Auch können künftig
weiterhin Zuführungen zur Zinszusatzreserve
erforderlich werden, gleichzeitig aber nicht mehr
ausreichend Bewertungsreserven vorhanden sein, die zu deren
Finanzierung herangezogen werden können. Diesen Effekt
hat der Gesetzgeber durch die Einführung der
Korridormethode für die Zinszusatzreserve im Jahr 2018
bereits stark abgeschwächt. Die genannten Risiken
werden wirksam begrenzt durch die permanente Optimierung
von Wiederanlagestrategie und strategischer Asset
Allocation sowie bei den Pensionskassen zudem durch die
angemessene Wahl des Bewertungszinses für die
Zinszusatzreserve im Altbestand. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit, proaktiv gebildete
Bewertungsreserven zu nutzen.
Das Kreditrisiko ist bei uns vom Forderungsausfallrisiko
gegenüber Rückversicherern geprägt.
Innerhalb des unbesicherten Bestandes ist der
überwiegende Anteil unserer
Rückversicherungspartner/Retrozessionäre mit
einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der
hohe Anteil an Rückversicherern mit gutem Rating ist
Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem
Bereich zu vermeiden.
In Bezug auf das Liquiditätsrisiko gehen wir
unverändert davon aus, auch größeren,
unerwarteten Auszahlungserfordernissen
fristgemäß nachkommen zu können.
An den Einschätzungen zum operationellen Risiko
gibt es keine wesentlichen Änderungen.
Ein dynamischer, für die derzeitige Risikolage
relevanter Sachverhalt ist die Inflationsentwicklung. Ein
niedriges Zinsniveau kann die Inflation weiter antreiben,
was einerseits unmittelbar auf die Kosten und in der
Sachversicherung insbesondere auch auf die Schadenbelastung
wirkt, zudem jedoch auch das vertriebliche Umfeld negativ
beeinflussen kann.
Systemische Risiken, insbesondere für die
Finanzmarktstabilität, können den Konzern
einerseits direkt als Akteur am Finanzmarkt und indirekt
über potenzielle negative Wirkungen auf seine Kunden
betreffen.
Gleichermaßen stellen die politischen und
volkswirtschaftlichen Unsicherheiten, sowohl in den
bestehenden Kernmärkten, als auch in unseren Ziel- und
Wachstumsmärkten, Risiken für unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar.
Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten für die
Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer
unternehmerischen Tätigkeit in allen Ländern, in
denen der Konzern vertreten ist. Unsere deutschen
Lebensversicherungsgesellschaften sind weiterhin
spezifischen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierunter
fallen auch steuerliche Risiken in Bezug auf die Behandlung
von bestimmten Kapitalanlageinstrumenten im Rahmen der
Betriebsprüfungen, sowie die Behandlung in den
Jahresabschlüssen der betroffenen Gesellschaften.
Ein weiteres spezifisches Risiko stellt die
politisch-ökonomische Situation in Italien dar, da im
Konzern auch Direktinvestitionen in italienische Titel
gehalten werden, die zu Wertberichtigungen führen
könnten. Umfang und Risiken dieser Kapitalanlagen
werden durch das interne Limit- und Schwellenwertsystem und
Konzentrations- bzw. Kontrahentenlimite begrenzt.
AusblickWirtschaftliche RahmenbedingungenZu Beginn des zweiten Halbjahrs 2022 nehmen die
Befürchtungen zu, dass die globale Wirtschaft auf eine
Rezession zusteuert. Ein wesentlicher Grund hierfür
ist der Ukraine-Krieg. Dieser sorgt nicht nur für hohe
Rohstoffpreise und eine anhaltende Störung globaler
Handelsströme, sondern birgt mit einem möglichen
Stopp sämtlicher Gas- und Öllieferungen nach
Europa erhebliches Schadenpotenzial für die Wirtschaft
der Eurozone. Hinzu kommt die Sorge, dass die Fed und
andere Notenbanken ihre Geldpolitik angesichts persistent
hoher Inflationsraten zu restriktiv gestalten und damit die
gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stark einbremsen. Nicht
zuletzt sind auch neue Pandemie-Wellen und damit
einhergehende Beschränkungen des öffentlichen
Lebens nicht auszuschließen.
Obgleich die Gasversorgung ein signifikantes Risiko
darstellt, gehen wir davon aus, dass es nicht zu einem
vollständigen Lieferstopp kommt und die Eurozone eine
schwere Rezession vermeiden kann. Die USA sind vom
Ukraine-Krieg ohnehin nur indirekt über die
höheren Rohstoffpreise betroffen. Auf beiden Seiten
des Atlantiks sollten solide Haushaltsfinanzen aufgrund
hoher Pandemie-Ersparnisse und niedriger Arbeitslosigkeit,
fiskalische Unterstützung sowie Investitionen vor dem
Hintergrund des bestehenden Nachfrageüberhangs einen
starken Einbruch der Wirtschaftsleistung verhindern.
Gegenwind durch die hohe Inflation und das eingetrübte
Sentiment sprechen jedoch dafür, dass sich die
Wachstumsdynamik weiter abkühlt.
Mit Blick auf die Schwellenländer erwarten wir
grundsätzlich eine höhere Wachstumsdynamik.
Regional dürfte es jedoch Unterschiede geben, die
neben der Rohstoffabhängigkeit und der geografischen
sowie handelspolitischen Nähe zum Kriegsgebiet auch in
einer heterogenen Corona-Immunisierung begründet
liegen. In China sollte sich die Konjunkturdynamik weiter
erholen, ohne jedoch an die Wachstumsraten der
Vor-Corona-Zeit anknüpfen zu können.
KapitalmärkteDie im Vergleich zur Vor-Pandemiezeit erhöhten
Inflations- und Wachstumsschwankungen dürften auch im
zweiten Halbjahr für eine erhöhte
Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten
sorgen. Wir gehen jedoch davon aus, dass an den
Rentenmärkten das veränderte geldpolitische
Umfeld weitgehend eingepreist ist und weitere
Renditeanstiege sich in Grenzen halten sollten. Auch die
Aktienmärkte dürften inzwischen einen guten Teil
der negativen Entwicklungen eingepreist haben. Wir blicken
daher vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate,
sollte, wie von uns erwartet, eine schwere Rezession
infolge eines Gaslieferstopps vermieden werden.
Voraussichtliche finanzielle Entwicklung des KonzernsWir gehen von folgenden Annahmen aus:
scrollen
Wir geben für den Talanx Konzern und seine
Geschäftsbereiche zum Halbjahr Prognosewerte für
die Kennzahlen, nach denen der Konzern sein Geschäft
steuert. Mit diesem Ausblick bestätigen wir die im
Konzerngeschäftsbericht 2021 veröffentlichte
Ergebnisprognose für das Jahr 2022 in Bezug auf den
Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche.
Angesichts des erfreulichen Wachstumstempos erwartet der
Konzern nunmehr im laufenden Geschäftsjahr einen
Anstieg der Bruttoprämien (währungskursbereinigt)
im oberen einstelligen Prozentbereich.
Talanx KonzernSTEUERUNGSGRÖSSENscrollen
IndustrieversicherungSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscrollen
Privat- und Firmenversicherung DeutschlandSchaden/UnfallversicherungIm Segment Schaden/Unfallversicherung waren wir in der
Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021 von
einer kombinierten Schaden-/Kostenquote von rund 96 %
ausgegangen. Für unserer Segment
Schaden/Unfallversicherung gehen wir jetzt von einer
kombinierten Schaden-/Kostenquote von rund 100 % aus.
Ursächlich dafür sind die Schadenerfahrungen im
ersten Halbjahr, insbesondere durch Naturkatastrophen (vor
allem Winterstürme) sowie eine erhöhte
Basisschadenbelastung in der Kfz-Sparte infolge der
gestiegenen Mobilität.
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT SCHADEN/UNFALLVERSICHERUNGscrollen
LebensversicherungSTEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND -SEGMENT LEBENSVERSICHERUNGscrollen
Privat- und Firmenversicherung Deutschland insgesamtSTEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMTscrollen
Privat- und Firmenversicherung InternationalIm Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International waren wir in unserer Prognose für 2022
im Geschäftsbericht 2021 von einem hohen einstelligen
Wachstum der Bruttoprämien
(währungskursbereinigt) ausgegangen. Aufgrund der
aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten wir für
das Gesamtjahr 2022 ein Wachstum der Bruttoprämien
(währungskursbereinigt, Schaden/Unfallversicherung) im
niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Im
Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International waren wir in der Prognose für 2022 im
Geschäftsbericht 2021 von einer kombinierten
Schaden-/Kostenquote von unter 95 % ausgegangen. Für
unseren Geschäftsbereich Privat- und
Firmenversicherung International gehen wir jetzt aufgrund
der gestiegenen Schadeninflation von einer kombinierten
Schaden-/Kostenquote von rund 96 % aus.
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH PRIVAT-UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONALscrollen
RückversicherungSchaden-RückversicherungIm Segment Schaden-Rückversicherung waren wir in
der Prognose für 2022 im Geschäftsbericht 2021
von einer kombinierten Schaden-/ Kostenquote von maximal 96
% ausgegangen. Für unser Segment
Schaden-Rückversicherung gehen wir jetzt von einer
kombinierten Schaden-/Kostenquote von maximal 96 %
über den Strategiezyklus 2021 - 2023 aus.
STEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT SCHADEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
Personen-RückversicherungSTEUERUNGSGRÖSSEN IM SEGMENT PERSONEN-RÜCKVERSICHERUNGscrollen
1 Ohne Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter
Rückversicherung insgesamtFür die Segmente Schaden- und
Personen-Rückversicherung insgesamt waren wir in
unserer Prognose für 2022 im Geschäftsbericht
2021 von einem währungskursbereinigten Wachstum der
Bruttoprämien von mindestens 5 % ausgegangen. Aufgrund
der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten wir
für das Gesamtjahr 2022 ein
währungskursbereinigtes Wachstum der
Bruttoprämien von mehr als 7,5 %.
STEUERUNGSGRÖSSE EIGENKAPITALRENDITE IM GESCHÄFTSBEREICH RÜCKVERSICHERUNG INSGESAMTscrollen
Einschätzung künftiger Chancen und HerausforderungenDie Chancen haben sich gegenüber dem Berichtsjahr
2021 nicht wesentlich verändert. Diesbezüglich
verweisen wir auf den Talanx Konzerngeschäftsbericht
2021.
Konzernzwischenabschluss
Konzernbilanz
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| In Mio. EUR | Anhang | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |||
| A. | Immaterielle Vermögenswerte | 1 | ||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.022 | 1.028 | ||||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 915 | 889 | ||||
| 1.937 | 1.918 | |||||
| B. | Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremd genutzter Grundbesitz | 4.899 | 4.650 | ||||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 542 | 511 | ||||
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 544 | 504 | ||||
| d. Darlehen und Forderungen | 2 | 25.360 | 25.737 | |||
| e. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 3 | 403 | 356 | |||
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 4/6 | 88.368 | 96.399 | |||
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 5/6 | 1.207 | 1.096 | |||
| f Übrige Kapitalanlagen | 6 | 7.846 | 6.821 | |||
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 129.170 | 136.073 | ||||
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 6 | 1.400 | 1.457 | |||
| h. Depotforderungen | 11.727 | 10.305 | ||||
| Kapitalanlagen | 142.297 | 147.835 | ||||
| C. | Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.940 | 13.687 | |||
| D. | Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 10.035 | 8.929 | |||
| E. | Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 13.697 | 10.746 | |||
| F. | Abgegrenzte Abschlusskosten | 7.136 | 6.020 | |||
| G. | Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.883 | 4.002 | |||
| H. | Aktive Steuerabgrenzung | 1.180 | 611 | |||
| I. | Sonstige Vermögenswerte | 6 | 3.724 | 3.153 | ||
| J. | Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 124 | 625 | |||
| Summe der Aktiva | 195.954 | 197.524 | ||||
| In Mio. EUR | Anhang | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |||
| A. | Eigenkapital | 7 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital | 316 | 316 | ||||
| Nominalwert: 316
(Vorjahr: 316)
Bedingtes Kapital: 158 (Vorjahr: 158) |
||||||
| b. Rücklagen | 7.924 | 10.460 | ||||
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 8.240 | 10.776 | ||||
| c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.603 | 7.169 | ||||
| Summe Eigenkapital | 13.843 | 17.945 | ||||
| B. | Nachrangige Verbindlichkeiten | 8 | 4.261 | 4.759 | ||
| C. | Versicherungstechnische Rückstellungen | 9 | ||||
| a. Rückstellungen für Prämienüberträge | 16.654 | 12.154 | ||||
| b. Deckungsrückstellung | 57.495 | 57.489 | ||||
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 65.845 | 60.541 | ||||
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 2.308 | 7.832 | ||||
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 1.096 | 935 | ||||
| 143.398 | 138.951 | |||||
| D. | Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.940 | 13.687 | |||
| E. | Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.637 | 2.200 | ||||
| b. Steuerrückstellungen | 597 | 535 | ||||
| c. Sonstige Rückstellungen | 791 | 988 | ||||
| 3.025 | 3.722 | |||||
| F. | Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 10 | 2.523 | 2.432 | |||
| b. Depotverbindlichkeiten | 4.355 | 4.085 | ||||
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 6 | 11.084 | 8.818 | |||
| 17.963 | 15.335 | |||||
| G. | Passive Steuerabgrenzung | 1.426 | 2.513 | |||
| H. | Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 99 | 612 | |||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 182.111 | 179.579 | ||||
| Summe der Passiva | 195.954 | 197.524 | ||||
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | Anhang | 6M 2022 | 6M 2021 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 28.332 | 24.075 | |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 471 | 509 | |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 3.333 | 2.937 | |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -3.961 | -2.864 | |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -631 | -507 | |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 11 | 21.198 | 18.272 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 17.890 | 16.210 | |
| Anteile der Rückversicherer | 1.570 | 1.436 | |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 14 | 16.320 | 14.775 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 5.716 | 4.770 | |
| Anteile der Rückversicherer | 401 | 372 | |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 15 | 5.316 | 4.398 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 35 | 26 | |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 96 | 106 | |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -61 | -81 | |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -498 | -982 | |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 2.674 | 2.677 | |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 911 | 495 | |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.763 | 2.183 | |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 3 | 2 | |
| Depotzinsergebnis | 122 | 165 | |
| Kapitalanlageergebnis | 12/13 | 1.887 | 2.350 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 42 | 28 | |
| 10. a. Sonstige Erträge | 1.093 | 822 | |
| b. Sonstige Aufwendungen | 1.124 | 856 | |
| Übriges Ergebnis | 16 | -31 | -35 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.358 | 1.333 | |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.358 | 1.333 | |
| 12. Finanzierungszinsen | 88 | 88 | |
| 13. Ertragsteuern | 312 | 309 | |
| Periodenergebnis | 957 | 936 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 397 | 389 | |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 560 | 546 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,21 | 2,16 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,21 | 2,16 |
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Periodenergebnis | 957 | 936 |
| Nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 531 | 164 |
| Steuerertrag/-aufwand | -157 | -55 |
| 374 | 110 | |
| Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -26 | -7 |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -26 | -7 | |
| Gesamte nicht reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | 348 | 103 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -13.114 | -2.019 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 70 | -430 |
| Steuerertrag/-aufwand | 2.126 | 311 |
| -10.918 | -2.138 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 884 | 403 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | -76 | -47 |
| 808 | 356 | |
| Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 5.809 | 1.679 |
| Steuerertrag/-aufwand | -120 | -34 |
| 5.689 | 1.645 | |
| Veränderungen aus Cashflow-Hedges | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -204 | -124 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -30 | -21 |
| Steuerertrag/-aufwand | 10 | 6 |
| -224 | -138 | |
| Veränderungen aus der Equity-Bewertung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 3 | 12 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| 3 | 12 | |
| Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -6 | - |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -6 | - | |
| Gesamte reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | -4.648 | -263 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | -4.300 | -160 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode | -3.343 | 775 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -1.219 | 347 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | -2.124 | 429 |
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des Konzernabschlusses.
Aufstellung der Veränderung des
Konzern-Eigenkapitals
| Übrige Rücklagen | ||||||
| In Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Nicht realisierte Kursgewinne/-verluste aus Kapitalanlagen | Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | Übrige Eigenkapitalveränderungen |
| 2022 | ||||||
| Stand am 1.1.2022 | 316 | 1.385 | 8.709 | 3.906 | -380 | -3.278 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | - | -8 | 2 | 2 | - |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | -1 | 8 | - |
| Jahresergebnis | - | - | 560 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 1 2 | - | - | - | -8.512 | 396 | 5.633 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | - | - | - | - | 325 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | 347 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - | - | -23 |
| davon reklassifizierbar 2 | - | - | - | -8.512 | 396 | 5.308 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 2 | - | - | - | -8.512 | - | - |
| davon Währungsumrechnung 2 | - | - | - | - | 396 | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | 4 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - | - | 5.310 |
| davon Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | - | - | - | - | -6 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 1, 2 | - | - | 560 | -8.512 | 396 | 5.633 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -405 | - | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Stand zum 30.06.2022 | 316 | 1.385 | 8.856 | -4.606 | 26 | 2.355 |
| 2021 | ||||||
| Stand zum 1.1.2021 3 | 316 | 1.373 | 8.061 | 6.434 | -695 | -5.360 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | 546 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -1.833 | 181 | 1.660 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | - | - | - | - | 96 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | 102 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - | - | -6 |
| davon reklassifizierbar | - | - | - | -1.833 | 181 | 1.564 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | - | - | -1.833 | - | - |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | 181 | - |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | 12 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | - | - | - | - | 1.552 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 546 | -1.833 | 181 | 1.660 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -379 | - | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Stand zum 30.6.2021 3 | 316 | 1.373 | 8.228 | 4.602 | -514 | -3.700 |
| Übrige Rücklagen | ||||
| In Mio. EUR | Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges | Auf Aktionäre der Talanx AG entfallendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 2022 | ||||
| Stand am 1.1.2022 | 118 | 10.776 | 7.169 | 17.945 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | -4 | 49 | 45 |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | 7 | - | 7 |
| Jahresergebnis | - | 560 | 397 | 957 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 1 2 | -211 | -2.694 | -1.613 | -4.307 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | 325 | 23 | 348 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 347 | 26 | 374 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | -23 | -4 | -26 |
| davon reklassifizierbar 2 | -211 | -3.019 | -1.636 | -4.654 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 2 | - | -8.512 | -2.405 | -10.917 |
| davon Währungsumrechnung 2 | - | 396 | 404 | 800 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | -211 | -211 | -13 | -224 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | 4 | -1 | 3 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 5.310 | 379 | 5.689 |
| davon Veränderungen aus Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | -6 | - | -6 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 1, 2 | -211 | -2.134 | -1.216 | -3.349 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | -405 | -400 | -805 |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - | - | - |
| Stand zum 30.06.2022 | -93 | 8.240 | 5.603 | 13.843 |
| 2021 | ||||
| Stand zum 1.1.2021 3 | 237 | 10.367 | 6.732 | 17.099 |
| Anteilsveränderung ohne Änderung des Kontrollstatus | - | - | - | 1 |
| Übrige Veränderung des Konsolidierungskreises | - | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | 546 | 389 | 936 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | -125 | -117 | -43 | -160 |
| davon nicht reklassifizierbar | - | 96 | 7 | 103 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 102 | 8 | 110 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | -6 | -1 | -7 |
| davon reklassifizierbar | -125 | -213 | -50 | -263 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | - | -1.833 | -305 | -2.138 |
| davon Währungsumrechnung | - | 181 | 176 | 356 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges | -125 | -125 | -13 | -138 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung | - | 12 | - | 12 |
| davon Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | - | 1.552 | 92 | 1.644 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | -125 | 429 | 347 | 775 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | -379 | -338 | -717 |
| Übrige erfolgsneutrale Veränderungen | - | - | - | - |
| Stand zum 30.6.2021 3 | 112 | 10.417 | 6.741 | 17.158 |
1 Im Rahmen der gesondert im
Konzern-Eigenkapitalspiegel ausgewiesenen Transaktionen mit
Anteilseignern sowie der "Übrigen Veränderungen
des Konsolidierungskreises" wurde ein Betrag in Höhe
von 4 Mio. EUR, der auf nicht beherrschende Anteile
entfällt sowie der auf die Aktionäre der Talanx
AG entfallende Anteil am Eigenkapital von -10 Mio. EUR in
der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter diese Position
umgegliedert
2 Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung
enthält einen Betrag in Höhe von 7 Mio. EUR, der
im Konzern-Eigenkapitalspiegel in der Zeile "Übrige
Veränderung des Konsolidierungskreises" separat
umzugliedern war; davon betreffen -1 Mio. EUR die nicht
realisierten Kursgewinne/-verluste aus Kapitalanlagen und
+8 Mio. EUR die Gewinne aus Währungsumrechnung
3 Angepasst gemäß IAS 8; siehe
Geschaftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des Konzernabschlusses.
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 5 |
| I. 1. Periodenergebnis | 957 | 936 |
| I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen | 6.264 | 6.166 |
| I. 3. Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten | -807 | -461 |
| I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -Verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -Verbindlichkeiten | -2.687 | -1.582 |
| I. 5. Veränderung der Sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | 421 | 767 |
| I. 6. Veränderung der Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | 1 | 7 |
| I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten | -13 | -6 |
| I. 8. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Sachanlagen | -117 | -734 |
| I. 9. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | -1.744 | 1.302 |
| I. 10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (einschließlich Ertragsteueraufwand/-ertrag) | 441 | 181 |
| I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1, 2 | 2.717 | 6.578 |
| II. 1. Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 21 | 8 |
| II. 2. Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen | - | -213 |
| II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz | 13 | 13 |
| II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz | -294 | -533 |
| II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten | 14.085 | 16.421 |
| II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten | -16.390 | -20.083 |
| II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 1.743 | -1.299 |
| II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen | -666 | -425 |
| II. 9. Zahlungswirksame Abflüsse aus dem Erwerb materieller und immaterielle Vermögenswerte | -74 | -179 |
| II. 10. Zahlungswirksame Zuflüsse aus dem Verkauf materieller und immaterielle Vermögenswerte | 8 | 99 |
| II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | -1.555 | -6.189 |
| III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen | - | - |
| III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen | - | - |
| III. 3. Gezahlte Dividenden | -805 | -717 |
| III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | -598 | 570 |
| III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 2 | -1.404 | -147 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) | -242 | 242 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtzeitraums | 4.011 | 3.477 |
| Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse | 115 | 40 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 3 | - | 1 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums 4 | 3.884 | 3.760 |
1 Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 160
(42) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden von 241 (285) Mio.
EUR und erhaltene Zinsen von 1.730 (1.835) Mio. EUR werden
dem Kapitalfluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen
Dividenden beinhalten ebenfalls dividendenähnliche
Gewinnbeteiligungen aus Investmentfonds sowie
Private-Equity-Gesellschaften
2 Die gezahlten Zinsen in Höhe von 277
(354) Mio. EUR entfallen mit 125 (122) Mio. EUR auf den
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit und mit 152
(233) Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
3 Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen
Konsolidierungskreisänderungen ohne
Unternehmensveräußerungen bzw. -erwerbe
4 Der Finanzmittelfonds am Ende des
Berichtszeitraums umfasst zum Stichtag Finanzmittelfonds
aus ausgewiesenen Veräußerungsgruppen in
Höhe von 1 (0) Mio. EUR
5 Angepasst gemäß IAS 8; siehe
Geschäftsbericht 2021, Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2022
wird in Übereinstimmung mit IAS 34 dargestellt und
wurde in Übereinstimmung mit den für die
Zwischenberichterstattung anzuwendenden International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie von der
Europäischen Union übernommen, erstellt.
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze
entsprechen denen des vorherigen Konzernabschlusses und der
zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer der
erstmaligen Anwendung neuer und geänderter Standards,
wie nachfolgend erläutert bzw. vergleiche unsere
Ausführungen im Kapitel "Änderungen der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei
der Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses in
größerem Umfang auf Schätzverfahren und
Annahmen zurück als bei der jährlichen
Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen
während der laufenden Zwischenberichtsperiode mit
wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns ergaben sich nicht. Der
Steueraufwand (inländische Ertragsteuern,
vergleichbare Ertragsteuern ausländischer
Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten
Steuern) wird unterjährig mittels eines für das
Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet,
der auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der
unterjährigen Fortschreibung der
Pensionsrückstellungen wird der
versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der
Zinsveränderung auf die Pensionsverpflichtungen zum
Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige
Rücklagen) erfasst. Andere versicherungsmathematische
Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert.
Schätzunsicherheiten resultierten in der
Berichtsperiode auch aus dem Konflikt in der Ukraine, den
wir als signifikantes Ereignis gemäß IAS 34.15
einstufen und für den zum Bilanzstichtag nur wenige
Schadenmeldungen vorlagen. Wir haben für alle
relevanten Geschäftssparten
wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarioanalysen
durchgeführt, bei denen wir die uns zum
gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Markterkenntnisse berücksichtigt und daraus auf Basis
eigener Einschätzungen unsere Reservierung abgeleitet
haben. Zum Bilanzstichtag umfassen die betroffenen
Geschäftssparten im Wesentlichen Political Violence
und andere Sachdeckungen, politische Risiken, Transport und
Luftfahrt. Der Konzern hat zum 30. Juni 2022
Rückstellungen in Höhe von 346 Mio. EUR gebildet
(Schaden-Rückversicherung: 316 Mio. EUR,
Industrieversicherung: 30 Mio. EUR). Die Bandbreite
möglicher Schadenszenarien ist nach wie vor hoch und
kann bei derzeit nicht zu erwartenden, nachteiligen
Entwicklungen bzw. ungünstiger Rechtsprechung zu einem
späteren Zeitpunkt zu deutlich höheren
Schadenzahlungen führen. Im Einklang mit den
bestehenden Sanktionsregelungen werden Geschäfte mit
russischen Zedenten nicht weitergeführt. Im
Berichtszeitraum haben wir den Bestand an Kapitalanlagen
russischer und ukrainischer Emittenten reduziert,
darüber hinaus waren gemäß IAS 39
außerplanmäßige Abschreibungen auf
russische festverzinsliche Wertpapiere im niedrigen
zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vorzunehmen.
Auswirkungen aus der Corona-Pandemie auf den
Konzernabschluss ergaben sich vorwiegend im Segment
Personen-Rückversicherung. Im ersten Halbjahr beliefen
sich die Pandemiebelastungen auf 194 (263) Mio. EUR.
Demgegenüber stehen im Berichtszeitraum in diesem
Segment Erträge aus einem Risiko-Swap zur Absicherung
gegen einen extremen Anstieg der Mortalitätsrate,
beispielsweise infolge von Pandemien. Die
Marktwertänderung dieses Derivats führte im
Jahresverlauf zu einem Erfolg von 88 (-2) Mio. EUR. Unsere
im Geschäftsjahr 2020 gebildeten pandemiebezogenen
Reserven (Schaden-Rückversicherung) haben wir per Ende
Juni um 88 Mio. EUR reduziert.
Der Zwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt.
Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf
Millionen Euro (Mio. EUR). Dadurch kann es in den Tabellen
dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen.
Betragsangaben in Klammern beziehen sich in der Regel auf
das Vorjahr.
Der Konzern hat die folgenden geänderten
IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2022 übernommen, die
keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
hatten:
| ― |
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" |
| ― |
Änderungen im Rahmen der "jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2018 - 2020)": Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 16 "Leasingverhältnisse" und IAS 41 "Landwirtschaft" |
Mit dem IFRS 17 werden erstmals einheitliche Vorgaben
für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von
Anhangangaben zu Versicherungsverträgen,
Rückversicherungsverträgen sowie
Investmentverträgen mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung implementiert.
IFRS 17 "Versicherungsverträge" wurde am 18. Mai
2017 vom IASB veröffentlicht und löst zum 1.
Januar 2023 den gegenwärtig gültigen IFRS 4 ab.
Mit der Bekanntgabe der Verordnung (EU) Nr. 2021/2036 wurde
IFRS 17 einschließlich der Änderungen aus Juni
2020 in EU Recht übernommen und ist in dieser Fassung
spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Gleichzeitig
hat die Verordnung jedoch eine nur in der EU geltende
optionale Ausnahme festgelegt, wonach Unternehmen für
Verträge mit einer Überschussbeteiligung - wie
sie in Deutschland und einer Reihe anderer EU-Staaten
üblich ist - eine optionale Erleichterung in Bezug auf
die Jahreskohortenregelung nutzen können. Dieses
Wahlrecht nimmt der Talanx Konzern nicht in Anspruch und
wird IFRS 17 in der IASB-Fassung für das
Geschäftsjahr ab dem 1. Januar 2023 anwenden.
Die wichtigsten Änderungen des Standards umfassen
u. a. die Diskontierung von Schadenrückstellungen,
eine höhere Transparenz von verlustbringenden
Portfolios und die Einführung der Risikoanpassung
für nichtfinanzielle Risiken.
IFRS 17 gibt drei Bewertungsmodelle vor, die ein
unterschiedliches Ausmaß der Beteiligung der
Versicherungsnehmer am Investmentergebnis bzw. am
Unternehmenserfolg widerspiegeln. Das allgemeine
Bewertungsmodell (General Measurement Model - GMM), der
variable Gebührenansatz (Variable Fee Approach - VFA)
und der Prämienallokationsansatz (Premium Allocation
Approach - PAA). Die Bewertung erfolgt nicht auf der Ebene
einzelner Verträge, sondern auf der Basis von Gruppen
von Verträgen. Um Gruppen von Verträgen zu
bilden, muss ein Unternehmen zunächst Portfolios
definieren, die Verträge mit ähnlichen Risiken
enthalten, die gemeinsam gesteuert werden. Diese Portfolios
sind auf Grundlage von Rentabilität und Jahreskohorten
in Gruppen von Verträgen zu unterteilen.
Die Bewertung nach dem allgemeinen Bewertungsmodell
(GMM) basiert auf dem Erwartungswert abgezinster
Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung
für nichtfinanzielle Risiken sowie einer vertraglichen
Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der
Leistungserbringung führt. Änderungen in den
Annahmen, die sich nicht auf Zinsen bzw. finanzielle
Risiken beziehen, werden gegen die vertragliche
Servicemarge (CSM) gebucht und über die Dauer des noch
zu erbringenden Versicherungsschutzes und der
Investmentmanagement-Dienstleistung verteilt. Wird die
Servicemarge negativ, ist ein entsprechender Betrag
erfolgswirksam zu erfassen. Das Allgemeine Bewertungsmodell
findet in der Talanx Gruppe insbesondere im
Geschäftsbereich Rückversicherung, bei der Talanx
als konzerninternem Rückversicherer im
Geschäftsbereich Konzernfunktionen und zum Teil in den
Geschäftsbereichen Privat- und Firmenversicherung
Deutschland und International Anwendung.
Für das Lebensversicherungsgeschäft mit
Überschussbeteiligung ist eine modifizierte Form des
allgemeinen Bewertungsmodells anzuwenden, der "Variable Fee
Approach" (VFA). Im VFA werden alle zukünftigen
Änderungen der Annahmen gegen die CSM gebucht und
wirken sich über die Auflösung der CSM in der
Gewinn- und Verlustrechnung aus. Der VFA wird in der Talanx
Gruppe vor allem in den beiden Segmenten Privat- und
Firmenversicherung Deutschland -Leben und Privat- und
Firmenversicherung International angewandt. Wir wenden den
VFA für Geschäft mit direkter Gewinnbeteiligung
an, bei dem die Regeln für die Gewinnbeteiligung der
Versicherungsnehmer durch gesetzliche oder vertragliche
Rechte festgelegt sind, so auch bei der Bewertung der
fondsgebundenen Versicherungsverträge. Für die
aktive und passive Rückversicherung ist dieser Ansatz
nicht zulässig.
Der Prämienallokationsansatz (PAA) ist ein
vereinfachter Ansatz, der insbesondere für kurz
laufende Verträge (Deckungszeitraum nicht mehr als
zwölf Monate) angewendet werden kann oder sofern die
Bewertung der Deckungsrückstellung nicht wesentlich
von der Bewertung nach allgemeinem Bewertungsmodell
abweicht. Der Prämienallokationsansatz bildet die
Verbindlichkeit zur Gewährung von Versicherungsschutz
wie bislang über Prämienüberträge
abzüglich möglicher Abschlusskosten zur Erlangung
des Versicherungsvertrags ab. Für kurz laufende
Verträge enthält der Standard ein Wahlrecht
für den Verzicht auf die Abzinsung dieser
Deckungsrückstellung, das der Talanx Konzern
ausüben wird. Für die entsprechende
Schadenrückstellung führt der Standard eine
verpflichtende Abzinsung sowie eine Risikoanpassung
für nichtfinanzielle Risiken ein. Im Konzern findet
der Prämienallokationsansatz insbesondere Anwendung im
Schaden/Unfall-Erstversicherungsgeschäft, sofern die
Verträge die oben genannten Voraussetzungen
erfüllen.
Für die Diskontierung der
Versicherungsverpflichtung verwenden wir konzerneinheitlich
währungsspezifische, risikofreie Zinskurven, die
angepasst werden, um die Charakteristiken der
Zahlungsströme und die Liquidität der
unterliegenden Versicherungsverträge
(Bottom-up-Ansatz) zu berücksichtigen. Die dabei
verwendeten Illiquiditätsprämien basieren auf
risikoadjustierten Spreads von Unternehmens- und
Staatsanleihen.
Losgelöst vom Bewertungsverfahren werden in der
Bilanz die aktivierten Abschlusskosten und die Forderungen
aus dem Versicherungsgeschäft nicht mehr separat,
sondern als Teil der Verbindlichkeiten aus dem
Versicherungsgeschäft ausgewiesen. Dies wird zu einer
Bilanzverkürzung führen, die jedoch kaum eine
Auswirkung auf das Eigenkapital hat.
Darüber hinaus ändert der Standard die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundlegend und
unterscheidet zwischen dem versicherungstechnischen
Ergebnis, das sich aus den versicherungstechnischen
Erträgen und den versicherungstechnischen Aufwendungen
zusammensetzen wird, und den
Versicherungsfinanzerträgen und -aufwendungen.
Als versicherungstechnische Erträge werden statt
der gebuchten Prämien in jeder Periode die
Änderungen aus der diskontierten Verbindlichkeit zur
Gewährung von Versicherungsschutz ausgewiesen,
für die das Versicherungsunternehmen ein Entgelt
erhält, abzüglich Ein- und Auszahlungen von
Sparkomponenten. Wir erwarten bei gleichem
Geschäftsvolumen eine Verminderung des ausgewiesenen
Versicherungsumsatzes im Vergleich zum derzeitigen Ausweis
der gebuchten Bruttoprämie und der verdienten
Prämie, allerdings ohne wesentliche Beeinflussung des
versicherungstechnischen Ergebnisses.
Versicherungsfinanzertrag und -aufwand resultieren aus
Abzinsungseffekten und finanziellen Risiken und deren
Änderungen. Sie können je Portfolio entweder
vollständig erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst oder auf die Gewinn- und
Verlustrechnung und das sonstige Ergebnis aufgeteilt werden
(OCI-Option). Um die Volatilität in der Gewinn- und
Verlustrechnung zu vermindern, wird der Talanx Konzern das
Wahlrecht für nahezu alle Portfolios in Anspruch
nehmen, und den Versicherungsfinanzertrag und -aufwand
zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen
Ergebnis aufteilen.
Die Erstanwendung von IFRS 17 hat grundsätzlich
retrospektiv zu erfolgen. Sofern keine ausreichende
Datengrundlage für eine vollständige
retrospektive Anwendung des IFRS 17 vorliegt, besteht ein
Wahlrecht zur Anwendung eines modifizierten retrospektiven
Ansatzes - sofern hierfür ausreichend angemessene und
belastbare Daten zur Verfügung stehen - oder des
Fair-Value-Ansatzes. Das Ziel des modifizierten
rückwirkenden Ansatzes ist es, anhand angemessener und
belastbarer Informationen, die ohne unangemessenen Kosten-
oder Zeitaufwand verfügbar sind, das Ergebnis zu
erzielen, das der rückwirkenden Anwendung am
nächsten kommt. In dem Maße, in dem eine
rückwirkende Anwendung nicht möglich ist, sind
bestimmte Modifikationen zulässig. Nach dem
Fair-Value-Ansatz wird die vertragliche Servicemarge einer
Gruppe von Versicherungsverträgen zum
Übergangszeitpunt als die Differenz zwischen dem
beizulegenden Zeitwert nach IFRS 13 und den
Erfüllungszahlungsströmen nach IFRS 17 bestimmt.
Im Talanx Konzern werden wir von allen drei Verfahren in
Abhängigkeit von der Datenverfügbarkeit Gebrauch
machen. Im Schaden/ Unfallbereich gehen wir aktuell davon
aus, dass, sofern eine retrospektive Anwendung nicht
möglich ist, wir den Fair Value Approach anwenden
werden.
Das mehrjährige, vom Konzern gesteuerte
IFRS-17-Projekt der Talanx Gruppe, in dem die Auswirkungen
des Standards einschließlich der Wechselwirkung mit
IFRS 9 auf den Konzernabschluss untersucht und die
notwendigen Umsetzungsschritte eingeleitet wurden, wurde zu
Anfang dieses Geschäftsjahres in die Linie
übergeben. Die Ausarbeitung
rechnungslegungstechnischer Grundlagen und die
Implementierung der umfangreichen Anforderungen in den
Prozessen und Systemen des Konzerns sind
größtenteils erfolgt. Implementierungsarbeiten
im Bereich des allgemeinen Bewertungsmodells,
Dokumentationen und Analysen dauern weiter an.
In diesem Geschäftsjahr erstellen unsere
Mitarbeiter neben den regulären Abschlüssen
parallel die erste vorläufige Eröffnungsbilanz
und die vorläufigen Quartalsabschlüsse nach IFRS
17. Analysen zu den Auswirkungen des Standards auf die
Konzernfinanzdaten werden fortlaufend durchgeführt.
Basierend auf den bisher durchgeführten Analysen
erwarten wir im Übergangszeitpunkt zu IFRS 17 folgende
Eigenkapitaleffekte:
| ― |
Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben und im Segment Personen-Rückversicherung erwarten wir einen eigenkapitalmindernden Effekt. Aufgrund der Bewertung mit aktuellen Zinssätzen erwarten wir hier einen Anstieg der Versicherungsverpflichtung. Des Weiteren werden manche der aktuell im Eigenkapital bilanzierten Gewinnanteile nach Einführung von IFRS 17 Bestandteil der Versicherungsverpflichtung sein, und zwar Teil der vertraglichen Servicemarge, was auch einen erhöhenden Effekt auf die Versicherungsverpflichtung haben wird. |
| ― |
Im Geschäftsbereich Industrie und im Segment Schaden-Rückversicherung wirkt die verpflichtende Diskontierung der Schadenrückstellung eigenkapitalerhöhend. Der eigenkapitalerhöhende Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung wird allerdings durch die Einführung der Risikoanpassung kompensiert. Aus diesem Grund erwarten wir für das Schaden/Unfallgeschäft keine wesentlichen Eigenkapitaleffekte. |
| ― |
Das Eigenkapital im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wird voraussichtlich leicht steigen. |
| ― |
Insgesamt erwarten wir im Übergangszeitpunkt zu IFRS 17 einen eigenkapitalmindernden Effekt, der auf die Bewertung im Lebensversicherungsbereich (Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben und Personen-Rückversicherung) zurückzuführen ist. Die Verminderung des Eigenkapitals wird einen positiven Effekt auf die Kennzahl "Eigenkapitalrendite" haben. |
Da im Schaden/Unfall-Erstversicherungsbereich der
Prämienallokationsansatz angewendet wird, erwarten wir
den größten Teil der vertraglichen Servicemarge
aus dem Geschäftsbereich Rückversicherung und den
Lebensversicherungsbereichen. Für die Steuerung dieser
Bereiche werden wir voraussichtlich neue Kennzahlen
entwickeln, die die CSM abbilden.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bleibt auch nach
IFRS 17 eine zentrale Kennzahl im Schaden-/Unfallbereich.
Wir erwarten eine Reduzierung der kombinierten
Schaden-/Kostenquote u. a. wegen der Diskontierung.
Die genauen quantitativen Auswirkungen von IFRS 17 auf
den Konzernabschluss können zu dem derzeitigen
Zeitpunkt noch nicht verlässlich bestimmt werden.
Der am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9
"Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9
enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung
und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues
Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung
der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften
für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch
die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von
Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals
anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1.
Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx Konzern aufgrund
der erneuten Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS
9 und IFRS 4" - welche es bestimmten
Versicherungsunternehmen ermöglichen, die
verpflichtende Anwendung von IFRS 9 zu verschieben - erst
in Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2023 unter
Berücksichtigung aller bis dahin vorgenommenen
Anpassungen des Standards angewendet. Die Möglichkeit
der Inanspruchnahme der vorübergehenden Befreiung von
der Anwendung des IFRS 9 besteht für Unternehmen, die
überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig
sind. Der Talanx Konzern erfüllt die notwendigen
Voraussetzungen hierfür (der Anteil der
Versicherungsaktivitäten des Konzerns lag am 31.
Dezember 2015 bei 96,7 %, eine Änderung der
Geschäftstätigkeit hat zwischenzeitlich nicht
stattgefunden) und nimmt u. a. wegen der Wechselwirkung der
Bilanzierung der Finanzinstrumente und
Versicherungsverträge die Möglichkeit der
Verschiebung in Anspruch.
IFRS 9.7.2.15 beinhaltet das Wahlrecht, zum
Anwendungszeitpunkt auch frühere Berichtsperioden
anzupassen, und der Konzern beabsichtigt, dieses Wahlrecht
auf das Geschäftsjahr 2022 anzuwenden. Diese Option
erstreckt sich jedoch nicht auf Finanzinstrumente, welche
bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ausgebucht
waren. Daher hat das IASB mit den im Dezember 2021
veröffentlichten Änderungen an IFRS 17
"Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -
Vergleichsinformationen" eine Übergangsoption in Bezug
auf Vergleichsinformationen über finanzielle
Vermögenswerte eingeführt. Die Ergänzung des
IFRS 17 erlaubt es Erstanwendern des Standards, finanzielle
Vermögenswerte in der Vergleichsperiode -also für
das Jahr 2022 - so darzustellen, als ob die
Klassifizierungs- und Bewertungsregeln in IFRS 9 auch auf
finanzielle Vermögenswerte angewendet worden
wären, die in der Vergleichsperiode ausgebucht wurden
(Klassifizierungsüberlagerung). Der Konzern
beabsichtigt, diesen Ansatz, einschließlich der
Bestimmungen des IFRS 9 zu Wertminderungen, konsistent auf
alle hierfür in Frage kommenden Finanzinstrumente
anzuwenden. Das EU-Endorsement dieser Änderung wird
noch für das zweite Halbjahr 2022 erwartet.
Aufgrund der Natur des Versicherungsgeschäftes
erwarten wir, dass der überwiegende Teil unseres
Portfolios an Fremdkapitalinstrumenten dem
Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet
wird. Dem folgend wird erwartet, dass ein
maßgeblicher Teil dieser Finanzinstrumente im Konzern
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.
Der Konzern beabsichtigt, insbesondere für Aktien von
der Option Gebrauch zu machen, diese als erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die neuen
Klassifizierungsregeln des IFRS 9 werden zudem dazu
führen, dass deutlich mehr Finanzinstrumente
erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Dies trifft u.
a. auf unsere komplexen strukturierten Produkte, Anteile an
Publikumsfonds und Private-Equity-Beteiligungen zu.
Auswirkungen sind auch von dem neuen Wertminderungsmodell
für Fremdkapitalinstrumente zu erwarten.
Nach ersten ungeprüften Berechnungen wird erwartet,
dass die Risikovorsorge im sehr niedrigen dreistelligen
Millionen-Euro-Bereich liegen wird. Die endgültigen
Auswirkungen von IFRS 9 können zudem nur unter
Beachtung der Wechselwirkung mit dem Bilanzierungsstandard
IFRS 17 (s. o.) vollständig bestimmt werden. Zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses
Zwischenberichtes konnten die Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage daher noch nicht
verlässlich quantifiziert werden.
Die Anzahl und Größe der assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der
Equity-Methode im Konzernabschluss einbezogen werden und
aufgrund lokaler Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden
müssen, sind von untergeordneter Bedeutung. Daher
wurde bei diesen Gesellschaften auf eine Umbewertung sowie
Angabe weiterer Informationen verzichtet.
Die im Geschäftsbericht 2021 beschriebenen
geschäftlichen Aktivitäten, die
Geschäftsbereiche sowie die berichtspflichtigen
Segmente des Talanx Konzerns und die Produkte und
Dienstleistungen, mit denen diese Erträge erzielt
werden, sind zum Ende der Zwischenberichtsperiode weiterhin
zutreffend. Die dort aufgeführten allgemeinen Angaben
zur Segmentberichterstattung sowie die Aussagen zu der
Bewertungsgrundlage für das Ergebnis der
berichtspflichtigen Segmente sind weiterhin gültig.
In Mio. EUR
| Aktiva | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 164 | 164 | 716 | 682 | 772 | 780 |
| B. Kapitalanlagen | 11.319 | 11.129 | 50.942 | 56.741 | 13.621 | 14.726 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 11.541 | 13.208 | 400 | 479 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 9.216 | 8.495 | 1.911 | 1.989 | 1.307 | 1.198 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 3.219 | 2.547 | 393 | 384 | 1.546 | 1.358 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 180 | 95 | 1.851 | 1.622 | 667 | 612 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 990 | 1.079 | 571 | 651 | 404 | 297 |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 150 | 83 | 256 | 123 | 369 | 227 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 1.011 | 803 | 838 | 737 | 667 | 641 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 20 | 9 | 105 | 17 | - | 598 |
| Summe der Aktiva | 26.267 | 24.404 | 69.122 | 76.154 | 19.753 | 20.915 |
| Aktiva | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 203 | 204 | 83 | 88 | - | - |
| B. Kapitalanlagen | 68.074 | 66.871 | 1.255 | 1.451 | -2.913 | -3.083 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 3.394 | 3.073 | 1.864 | 1.104 | -7.656 | -6.930 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 8.884 | 7.208 | 797 | 312 | -1.142 | -1.063 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 4.070 | 3.351 | 58 | 47 | 309 | 294 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.415 | 1.325 | 503 | 651 | - | - |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 140 | 54 | 279 | 296 | -13 | -173 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 2.971 | 2.831 | 764 | 1.068 | -2.527 | -2.927 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | - | - | - | 2 | - | -1 |
| Summe der Aktiva | 89.152 | 84.917 | 5.602 | 5.017 | -13.943 | -13.882 |
| Aktiva | Gesamt | |
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 1.937 | 1.918 |
| B. Kapitalanlagen | 142.297 | 147.835 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.940 | 13.687 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 10.035 | 8.929 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 13.697 | 10.746 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 7.136 | 6.020 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.883 | 4.002 |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 1.180 | 611 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 3.724 | 3.153 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 124 | 625 |
| Summe der Aktiva | 195.954 | 197.524 |
In Mio. EUR
| Passiva | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 410 | 410 | 206 | 257 | 103 | 103 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | 20.106 | 17.769 | 51.633 | 56.023 | 13.897 | 14.110 |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | - | - | 11.541 | 13.208 | 400 | 479 |
| E. Andere Rückstellungen | 628 | 850 | 327 | 410 | 291 | 312 |
| F Verbindlichkeiten | 3.158 | 3.001 | 3.217 | 3.387 | 2.886 | 2.868 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 55 | 164 | 48 | 210 | 54 | 69 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 47 | 56 | 52 | - | - | 557 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 24.404 | 22.251 | 67.025 | 73.495 | 17.630 | 18.498 |
| Passiva | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.360 | 3.396 | 1.246 | 1.746 | -1.064 | -1.152 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | 61.973 | 55.357 | 2.533 | 1.648 | -6.744 | -5.956 |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | - | - | - | - | - | - |
| E. Andere Rückstellungen | 449 | 484 | 1.329 | 1.666 | - | - |
| F Verbindlichkeiten | 12.550 | 10.754 | 2.383 | 2.012 | -6.231 | -6.687 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 1.180 | 2.214 | 65 | - | 22 | -145 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | - | - | - | - | - | -1 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 79.513 | 72.205 | 7.556 | 7.072 | -14.017 | -13.941 |
| Passiva | Gesamt | |
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 4.261 | 4.759 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | 143.398 | 138.951 |
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebenversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | 11.940 | 13.687 |
| E. Andere Rückstellungen | 3.025 | 3.722 |
| F Verbindlichkeiten | 17.963 | 15.335 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 1.426 | 2.513 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 99 | 612 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 182.111 | 179.579 |
| Eigenkapital 1 | 13.843 | 17.945 |
| Summe der Passiva | 195.954 | 197.524 |
1 Konzerneigenkapital und Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 | |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 4.897 | 4.185 | 3.356 | 3.233 | 3.436 | 3.052 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 35 | 25 | 34 | 35 | - | 1 |
| davon mit fremden Dritten | 4.862 | 4.160 | 3.322 | 3.199 | 3.436 | 3.051 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | 444 | 425 | 27 | 84 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 2.129 | 2.090 | 197 | 251 | 365 | 303 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -1.013 | -840 | -327 | -259 | -236 | -73 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -252 | -398 | -19 | -54 | -60 | -38 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 2.006 | 1.654 | 2.407 | 2.352 | 2.868 | 2.630 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 2.790 | 2.443 | 2.378 | 2.896 | 2.380 | 2.125 |
| Anteile der Rückversicherer | 1.220 | 1.117 | 81 | 67 | 229 | 150 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 1.570 | 1.326 | 2.297 | 2.829 | 2.151 | 1.975 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 752 | 659 | 619 | 561 | 726 | 641 |
| Anteile der Rückversicherer | 396 | 378 | 70 | 88 | 58 | 60 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 356 | 280 | 549 | 473 | 668 | 581 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 3 | 2 | 7 | 9 | 25 | 15 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 13 | 22 | -1 | 42 | 46 | 42 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -10 | -20 | 8 | -33 | -21 | -27 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 70 | 27 | -431 | -984 | 29 | 47 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 166 | 196 | 1.016 | 1.319 | 272 | 222 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 49 | 55 | 426 | 146 | 81 | 28 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 117 | 141 | 590 | 1.173 | 191 | 194 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | 3 | 2 |
| Depotzinsergebnis | 1 | - | -6 | -6 | -1 | -1 |
| Kapitalanlageergebnis | 119 | 141 | 585 | 1.167 | 193 | 194 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 8 | 9 | 1 | 5 | - | - |
| 10. a. Sonstige Erträge | 183 | 176 | 111 | 109 | 133 | 68 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 270 | 247 | 133 | 134 | 192 | 136 |
| Übriges Ergebnis | -87 | -71 | -22 | -25 | -58 | -68 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 102 | 97 | 132 | 157 | 164 | 173 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 102 | 97 | 132 | 157 | 164 | 173 |
| 12. Finanzierungszinsen | 5 | 6 | 3 | 5 | -2 | 4 |
| 13. Ertragsteuern | 25 | 20 | 49 | 52 | 44 | 48 |
| Jahresergebnis | 71 | 70 | 79 | 101 | 122 | 121 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | - | 2 | 4 | 4 | 26 | 17 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 71 | 68 | 75 | 97 | 95 | 104 |
| In Mio. EUR | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 | |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 17.342 | 14.465 | 1.117 | 1.025 | -1.815 | -1.885 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 937 | 1.062 | 810 | 763 | -1.815 | -1.885 |
| davon mit fremden Dritten | 16.406 | 13.403 | 307 | 262 | - | - |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | - | - | - | - |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.574 | 1.385 | 881 | 794 | -1.813 | -1.886 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -2.115 | -1.662 | -523 | -509 | 252 | 479 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -113 | -98 | -432 | -399 | 244 | 479 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 13.767 | 11.515 | 145 | 121 | 6 | - |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 10.928 | 9.254 | 524 | 341 | -1.111 | -850 |
| Anteile der Rückversicherer | 703 | 737 | 442 | 246 | -1.105 | -881 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 10.225 | 8.517 | 82 | 95 | -6 | 31 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 3.891 | 3.165 | 153 | 135 | -425 | -391 |
| Anteile der Rückversicherer | 184 | 119 | 100 | 97 | -407 | -370 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 3.708 | 3.046 | 53 | 38 | -17 | -21 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 6 | 2 | 3 | 9 | 29 | -10 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -6 | -1 | -3 | -9 | -29 | 10 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -172 | -50 | 7 | -22 | - | - |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 1.234 | 945 | 14 | 27 | -29 | -31 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 367 | 241 | 53 | 87 | -64 | -63 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 867 | 704 | -39 | -61 | 36 | 32 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | - | - |
| Depotzinsergebnis | 127 | 172 | - | - | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 994 | 876 | -39 | -61 | 36 | 32 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 33 | 15 | - | - | - | - |
| 10. a. Sonstige Erträge | 584 | 406 | 740 | 409 | -660 | -346 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 475 | 268 | 677 | 359 | -623 | -289 |
| Übriges Ergebnis | 109 | 138 | 63 | 50 | -36 | -57 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 930 | 964 | 31 | -33 | -1 | -25 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 930 | 964 | 31 | -33 | -1 | -25 |
| 12. Finanzierungszinsen | 53 | 50 | 53 | 51 | -25 | -27 |
| 13. Ertragsteuern | 184 | 212 | 1 | -24 | 8 | 1 |
| Jahresergebnis | 693 | 702 | -23 | -60 | 16 | 1 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 366 | 366 | - | - | - | - |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 326 | 336 | -23 | -60 | 16 | 1 |
| In Mio. EUR | Gesamt | |
| 6M 2022 | 6M 2021 | |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 28.332 | 24.075 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 28.332 | 24.075 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 471 | 509 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 3.333 | 2.937 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -3.961 | -2.864 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -631 | -507 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 21.198 | 18.272 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 17.890 | 16.210 |
| Anteile der Rückversicherer | 1.570 | 1.436 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 16.320 | 14.775 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 5.716 | 4.770 |
| Anteile der Rückversicherer | 401 | 372 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 5.316 | 4.398 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 35 | 26 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 96 | 106 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -61 | -81 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -498 | -982 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 2.674 | 2.677 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 911 | 495 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.763 | 2.183 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 3 | 2 |
| Depotzinsergebnis | 122 | 165 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.887 | 2.350 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 42 | 28 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 1.093 | 822 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 1.124 | 856 |
| Übriges Ergebnis | -31 | -35 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.358 | 1.333 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.358 | 1.333 |
| 12. Finanzierungszinsen | 88 | 88 |
| 13. Ertragsteuern | 312 | 309 |
| Jahresergebnis | 957 | 936 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 397 | 389 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 560 | 546 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben | Schaden Rückversicherung | ||||
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 | 6M 2022 | 6M 2021 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 1.141 | 1.031 | 2.215 | 2.202 | 12.922 | 10.267 |
| davon mit anderen Segmenten | - | - | 34 | 35 | 868 | 991 |
| davon mit fremden Dritten | 1.141 | 1.031 | 2.181 | 2.167 | 12.054 | 9.275 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - | 444 | 425 | - | - |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 91 | 142 | 106 | 109 | 1.078 | 891 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -295 | -278 | -31 | 19 | -2.137 | -1.627 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -21 | -55 | 2 | 2 | -113 | -98 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 775 | 666 | 1.632 | 1.685 | 9.819 | 7.847 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 531 | 412 | 1.847 | 2.485 | 7.131 | 5.554 |
| Anteile der Rückversicherer | 24 | 15 | 58 | 52 | 279 | 281 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 507 | 397 | 1.789 | 2.432 | 6.853 | 5.272 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 292 | 263 | 327 | 299 | 3.043 | 2.378 |
| Anteile der Rückversicherer | 35 | 54 | 35 | 34 | 131 | 106 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 257 | 209 | 292 | 264 | 2.912 | 2.272 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | - | 1 | 7 | 8 | - | - |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 7 | 6 | -7 | 36 | 3 | 3 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -7 | -5 | 14 | -28 | -3 | -3 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 4 | 56 | -435 | -1.040 | 52 | 299 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 60 | 62 | 957 | 1.257 | 894 | 724 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 22 | 8 | 404 | 138 | 226 | 142 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 38 | 53 | 553 | 1.120 | 668 | 582 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - | - | - | - | - |
| Depotzinsergebnis | - | - | -5 | -6 | 41 | 15 |
| Kapitalanlageergebnis | 37 | 53 | 547 | 1.114 | 709 | 596 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 1 | 5 | 7 | 1 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 12 | 29 | 99 | 80 | 222 | 116 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 20 | 36 | 113 | 98 | 382 | 223 |
| Übriges Ergebnis | -9 | -7 | -13 | -18 | -161 | -106 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 33 | 102 | 98 | 56 | 601 | 789 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 33 | 102 | 98 | 56 | 601 | 789 |
| Personen Rückversicherung | ||
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 4.420 | 4.198 |
| davon mit anderen Segmenten | 69 | 70 |
| davon mit fremden Dritten | 4.352 | 4.128 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | - | - |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 495 | 494 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | 22 | -36 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | - | - |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 3.947 | 3.669 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 3.797 | 3.701 |
| Anteile der Rückversicherer | 424 | 456 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 3.373 | 3.245 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 848 | 787 |
| Anteile der Rückversicherer | 52 | 12 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 796 | 774 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | - | - |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 3 | -2 |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | -3 | 2 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -224 | -349 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 340 | 221 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 141 | 98 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 199 | 122 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | - | - |
| Depotzinsergebnis | 86 | 157 |
| Kapitalanlageergebnis | 285 | 280 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 26 | 14 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 362 | 289 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 92 | 46 |
| Übriges Ergebnis | 269 | 244 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 330 | 175 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 330 | 175 |
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall | Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben | Privat- und Firmenversicherung International | Schaden-Rückversicherung | Personen-Rückversicherung |
| 6M 2022 | ||||||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge | 77 | 34 | 455 | 210 | 527 | 158 |
| Depotzinserträge | 1 | - | - | - | 41 | 108 |
| Depotzinsaufwendungen | - | - | 5 | 1 | - | 23 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 8 | - | 1 | - | 7 | 26 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | 2 | - | 20 | 1 | 23 | - |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | ||||||
| planmäßig | 3 | 2 | 11 | - | - | - |
| Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | 1 | - | 5 | 3 | 7 | 48 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 5 | 1 | 7 | 3 | 9 | 4 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen 1 | ||||||
| planmäßig | 9 | - | 2 | 21 | 10 | 4 |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| 6M 2021 | ||||||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge | 90 | 37 | 508 | 169 | 351 | 129 |
| Depotzinserträge | - | - | - | - | 15 | 275 |
| Depotzinsaufwendungen | - | - | 6 | 1 | - | 118 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 9 | - | 5 | - | 1 | 14 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | 2 | - | 16 | 1 | 18 | - |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | ||||||
| planmäßig | 3 | 2 | 11 | - | - | - |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | - | - | 1 | 1 | 16 | 8 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 3 | 1 | 7 | 3 | 6 | 4 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen 1 | ||||||
| planmäßig | 9 | - | 3 | 21 | 8 | 4 |
| außerplanmäßig | - | - | - | 1 | - | - |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt |
| 6M 2022 | |||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge | 10 | -29 | 1.443 |
| Depotzinserträge | - | -4 | 146 |
| Depotzinsaufwendungen | - | -4 | 25 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 42 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | 46 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | |||
| planmäßig | - | - | 16 |
| Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 7 | -2 | 70 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 6 | -6 | 29 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen 1 | |||
| planmäßig | 19 | - | 65 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| 6M 2021 | |||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge | 26 | -31 | 1.280 |
| Depotzinserträge | - | -2 | 288 |
| Depotzinsaufwendungen | - | -2 | 123 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 28 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | 37 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | |||
| planmäßig | - | - | 17 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| Im übrigen Ergebnis enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 1 | -2 | 25 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 3 | -5 | 21 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen 1 | |||
| planmäßig | 18 | - | 64 |
| außerplanmäßig | - | - | 1 |
In den Talanx Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag
137 (142) Einzelgesellschaften, 31 (26) Investmentfonds,
drei (drei) strukturierte Unternehmen sowie
unverändert fünf Teilkonzerne (davon vier
ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl.
assoziierter Unternehmen) - voll und acht (acht) nach der
Equity-Methode konsolidierte Unternehmen einbezogen.
Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis
im Vergleich zum Jahresende 2021 sind nachfolgend
dargestellt.
Mit Vertrag vom 20. Juni 2022 wurde die Kooperation
zwischen HDI International AG, Hannover (HINT; Segment
Privat- und Firmenversicherung International), der Meiji
Yasuda Life Insurance Company, Tokio, Japan (Meiji Yasuda)
auf der einen Seite sowie der Getin Holding Group,
Warschau, Polen (Getin) auf der anderen Seite im
Zusammenhang mit der Beteiligung an der Towarzystwo
Ubezpieczen Europa S. A. (TU Europa), Warschau, Polen
(Segment Privat- und Firmenversicherung International)
beendet.
Die beteiligten Parteien haben sich mit o. g. Vertrag
darauf geeinigt, dass Meiji Yasuda Anteile in Höhe von
16,54 % an der TU Europa von der Getin direkt erwirbt,
wodurch eine bilanziell abgebildete geschriebene
Verkaufsoption rückgängig gemacht wurde. Somit
verringerte sich der vom Konzern ausgewiesene Anteil an der
TU Europa auf 50,01 %. Demzufolge erhöhte sich das auf
nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Eigenkapital
um 53 Mio. EUR, und gegenläufig verminderte sich der
Eigenanteil um 9 Mio. EUR.
Darüber hinaus wurde eine Zahlung im Rahmen einer
Rückforderungsvereinbarung von Meiji Yasuda an HINT in
Höhe von 73 Mio. PLN (entsprechen 16 Mio. EUR)
vereinbart.
Zum 30. Juni 2022 erfolgte die Durchführung des im
Jahr 2019 vereinbarten Terminkaufs über die noch
verbleibenden 23,5 % der Anteile an der Svedea AB,
Stockholm, Schweden, durch die HDI Global Specialty SE,
Hannover (beide Segment Industrieversicherung), zu einem
Preis von 332 Mio. SEK (entsprechen 31 Mio. EUR).
Demzufolge reduzierte sich das auf nicht beherrschende
Gesellschafter entfallende Eigenkapital um 4 Mio. EUR, und
gegenläufiig erhöhte sich der Eigenanteil um 5
Mio. EUR.
Zum 31. Dezember 2021 hatte der Konzern das
Tochterunternehmen OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life,
Moskau, Russland, gehalten durch die HDI International AG,
Hannover, als eine Veräußerungsgruppe mit
Vermögenswerten in Hohe von 597 Mio. EUR sowie
Schulden von 556 Mio. EUR ausgewiesen. Mit Wirkung zum 24
Februar 2022 hat der Konzern seinen 100-prozentigen Anteil
mit einem Abgangsverlust in Höhe von 23 Mio. EUR
verkauft.
Zum Stichtag wird das 100-prozentige Tochterunternehmen
GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH,
gehalten durch die HDI Lebensversicherung AG, Köln,
als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die
Veräußerungsgruppe enthält
Vermögenswerte in Höhe von 18 Mio. EUR und
Schulden von 52 Mio. EUR. Wesentliche Buchwerte der
Veräußerungsgruppe betreffen die "Forderungen
aus Rückdeckungsversicherung" (10 Mio. EUR),
"Kapitalanlagen" (7 Mio. EUR), "laufende Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand" (1 Mio. EUR),
"Pensionsrückstellungen" (47 Mio. EUR) sowie "sonstige
Rückstellungen" (6 Mio. EUR). Im Rahmen der
Klassifizierung waren keine Bewertungsanpassungen
erforderlich. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der
Optimierung des Portfolios des Segments und wird im zweiten
Halbjahr 2022 erwartet.
Zum Stichtag wird die At Equity gehaltene Beteiligung an
der Magma HDI General Insurance Company Ltd., Kalkutta,
Indien, durch die HDI Global SE, Hannover, als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert. Der Verkauf
steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im
Segment Industrieversicherung und wird im zweiten Halbjahr
2022 erwartet.
Die HDI Global SE, Hannover, plant die
Veräußerung eines Versicherungsportfolios der
Sparten Kraftfahrzeug- und Transportversicherung ihrer
Niederlassung in den Niederlanden. Das Portfolio umfasst
Vermögenswerte in Höhe von 10 (0) Mio. EUR und
versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe
von 51 (61) Mio. EUR. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit
der strategischen Ausrichtung im Segment
Industrieversicherung und wird im Verlauf des Jahres 2022
erwartet. Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich.
Zum Stichtag weisen wir Immobilienbestände in
Höhe von 86 (17) Mio. EUR als zur
Veräußerung gehalten aus, die vollständig
auf den Geschäftsbereich Privat- und
Firmenversicherung Deutschland entfallen. Die Ermittlung
der Zeitwerte führen wir im Wesentlichen konzernintern
auf Basis von Ertragswertverfahren sowie in
Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Sofern
ein Verkauf verbindlich vereinbart wurde, wird der
Kaufpreis herangezogen. Die Verkaufsabsichten
begründeten sich durch individuelle Immobilienmarkt-
und Objektgegebenheiten in Abwägung aktueller und
künftiger Chancen-Risiko-Profile.
Die wesentlichen Posten der Konzernbilanz setzen sich
wie folgt zusammen:
| In Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.022 | 1.028 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 915 | 889 |
| davon | ||
| Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte | 463 | 435 |
| Software | 233 | 214 |
| Übrige | ||
| Erworbene Vertriebsnetze
und
Kundenbeziehungen |
26 | 28 |
| Erworbene Markennamen | 30 | 31 |
| Übrige | 163 | 182 |
| Gesamt | 1.937 | 1.918 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Hypothekendarlehen | 646 | 586 | 30 | 196 | 676 | 783 |
| Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 99 | 101 | - | - | 99 | 101 |
| Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner 1 | 10.365 | 10.586 | -1.504 | 1.064 | 8.861 | 11.649 |
| Unternehmensanleihen | 4.862 | 4.873 | -133 | 235 | 4.730 | 5.108 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 9.371 | 9.584 | -59 | 1.633 | 9.311 | 11.217 |
| Genussscheindarlehen | 10 | - | - | - | 10 | - |
| Sonstige | 7 | 7 | - | - | 7 | 7 |
| Gesamt | 25.360 | 25.737 | -1.667 | 3.128 | 23.693 | 28.865 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte
Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert
in Höhe von 9.370 (9.583) Mio. EUR enthalten (99 [99]
%).
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 120 | 117 | -3 | 5 | 117 | 122 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 44 | 19 | -2 | - | 41 | 19 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1 | 223 | 209 | -63 | -33 | 160 | 176 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 16 | 11 | -3 | -1 | 13 | 9 |
| Gesamt | 403 | 356 | -71 | -30 | 332 | 326 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||
| In Mio. EUR | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2021 | 31.12.2021 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 15.207 | 14.623 | -1.143 | 1.141 | 14.064 | 15.764 |
| Schuldtitel der US-Regierung | 11.437 | 9.422 | -653 | 367 | 10.784 | 9.789 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 5.555 | 4.808 | -321 | 57 | 5.234 | 4.865 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 1 | 17.665 | 16.710 | -2.498 | 851 | 15.167 | 17.561 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 29.444 | 29.771 | -3.238 | 673 | 26.206 | 30.444 |
| Investmentfonds | 2.221 | 2.330 | -183 | 109 | 2.038 | 2.439 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 11.972 | 11.157 | -1.154 | 614 | 10.818 | 11.771 |
| Genussscheine | 1 | 1 | - | - | 1 | 1 |
| Sonstige | 1 | - | - | - | 1 | - |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 93.502 | 88.822 | -9.190 | 3.812 | 84.312 | 92.634 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||||||
| Aktien | 1.167 | 870 | 71 | 180 | 1.238 | 1.050 |
| Investmentfonds | 2.366 | 2.215 | 369 | 418 | 2.735 | 2.633 |
| Genussscheine | 79 | 77 | 3 | 6 | 82 | 82 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 3.613 | 3.162 | 443 | 604 | 4.056 | 3.765 |
| Wertpapiere gesamt | 97.115 | 91.984 | -8.747 | 4.416 | 88.368 | 96.399 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte
Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert
in Höhe von 7.923 (8.943) Mio. EUR enthalten (73 [76]
%).
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 29 | 2 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 27 | 37 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 16 | 17 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 404 | 375 |
| Investmentfonds | 103 | 90 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 4 | 4 |
| Genussscheine | 26 | 15 |
| Sonstige | 1 | 1 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 609 | 541 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 23 | 28 |
| Sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere | 23 | 23 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente gesamt | 655 | 592 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 134 | 164 |
| Derivate | 418 | 341 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt | 552 | 504 |
| Gesamt | 1.207 | 1.096 |
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte
Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert
in Höhe von 4 (4) Mio. EUR enthalten (100 [100] %).
Für die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert" sind die zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen
Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung
ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der
Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind
die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: jederzeit
veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam
zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige
Kapitalanlagen und Investmentverträge (Finanzaktiva
und Finanzpassiva), soweit diese zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert werden, übrige Verbindlichkeiten (negative
Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) sowie
Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des
Hedge-Accountings).
Die Richtlinie zur Einordnung zu den einzelnen Stufen
der Bewertungshierachie und des Bewertungsprozesses sowie
die Bewertungsmodelle der Fair-Value-Ermittlung, die
wesentlichen Inputfaktoren, die wesentlichen
Stufe-3-Bestände sowie die Aussagen zu der
Sensitivitätsanalyse haben sich zu der Beschreibung im
Geschäftsbericht 2021 nicht wesentlich verändert.
Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum
Bilanzstichtag von insgesamt 8,1 (7,2) Mrd. EUR bewertet
der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 7,3
(6,5) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der
Nettovermögenswertmethode, bei der alternative
Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu
ermitteln sind. Der Zeitwert der Finanzinstrumente der
Stufe 3, bei denen die Anwendung vernünftiger
alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen
Änderung des Zeitwerts führt, beläuft sich
auf 148 (191) Mio. EUR und ist mit 1,9 (2,6) % des
Buchwerts der dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente
nicht wesentlich.
Zum Stichtag ordnen wir rund 5 (5) % der zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1
der Bewertungshierarchie zu, 87 (89) % Level 2 und 8 (7) %
Level 3.
Im Berichtszeitraum erfolgten keine Transfers zwischen
den Stufen 1 und 2 (2021: Umgliederungen in Höhe von 4
Mio. EUR aus Level 2 in Level 1).
Zum Stichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine Schulden,
die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines Dritten
im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden.
In Mio. EUR
| Buchwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1 | Bilanzwert |
| 30.6.2022 | ||||
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 39 | 84.155 | 118 | 84.312 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.533 | 132 | 2.391 | 4.056 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 15 | 419 | 221 | 655 |
| Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | - | 262 | 155 | 418 |
| Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente | 134 | - | - | 134 |
| Übrige Kapitalanlagen | 1.244 | 605 | 4.859 | 6.708 |
| Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) | - | 2 | - | 2 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.272 | - | 125 | 1.397 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 4.237 | 85.576 | 7.869 | 97.682 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 242 | 18 | 261 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | - | 267 | - | 267 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 561 | 711 | 125 | 1.398 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 561 | 1.221 | 144 | 1.926 |
| 31.12.2021 | ||||
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 127 | 92.400 | 108 | 92.634 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.668 | 80 | 2.017 | 3.765 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 22 | 357 | 213 | 592 |
| Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | 11 | 169 | 161 | 341 |
| Zu Handelszwecken gehaltene sonstige Finanzinstrumente | 164 | - | - | 164 |
| Übrige Kapitalanlagen | 952 | 500 | 4.328 | 5.779 |
| Sonstige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente | - | 11 | - | 11 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.307 | - | 146 | 1.454 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 4.250 | 93.517 | 6.973 | 104.740 |
| Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 99 | 108 | 207 |
| Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten | - | 58 | - | 58 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 597 | 711 | 146 | 1.454 |
| Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 597 | 868 | 254 | 1.719 |
| In Mio. EUR | Jederzeit veräußerbare FI/ festverzinsliche Wertpapiere | Jederzeit
veräußerbare
FI/nicht festverzinsliche Wertpapiere |
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Zu Handelszwecken gehalten, Derivate | Übrige
Kapitalanlagen |
Investmentverträge/als erfolgswirksam zum Zeitwert bewert klassifizierte FI |
| 2022 | ||||||
| Anfangsbestand zum 1.1.2022 | 108 | 2.017 | 213 | 161 | 4.328 | 146 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | - | -7 | 1 | 20 | -17 | -14 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | 104 | - | - | 128 | - |
| Transfer nach Stufe 3 2 | 10 | - | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||||
| Käufe | - | 359 | 19 | - | 424 | 4 |
| Abgänge | ||||||
| Verkäufe | - | 140 | 16 | 24 | 206 | 8 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - | - | - | - | - |
| Währungskursänderungen | 1 | 58 | 3 | -1 | 202 | -3 |
| Endbestand zum 30.6.2022 | 118 | 2.391 | 221 | 155 | 4.859 | 125 |
| In Mio. EUR | Gesamtsumme der zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte |
| 2022 | |
| Anfangsbestand zum 1.1.2022 | 6.973 |
| Erträge und Aufwendungen | |
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -17 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | 231 |
| Transfer nach Stufe 3 2 | 10 |
| Transfer aus Stufe 3 | - |
| Zugänge | |
| Käufe | 807 |
| Abgänge | |
| Verkäufe | 395 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - |
| Währungskursänderungen | 261 |
| Endbestand zum 30.6.2022 | 7.869 |
1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI
abgekürzt
2 Kein Handel an einem aktiven Markt
| In Mio. EUR | Übrige Verbindlichkeiten/Negative Marktwerte aus Derivaten | Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerte klassifizierte FI | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen |
| 2022 | |||
| Anfangsbestand zum 1.1.2022 | 108 | 146 | 254 |
| Erträge und Aufwendungen | |||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 8 | 14 | 23 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - |
| Zugänge | |||
| Käufe | - | 4 | 4 |
| Abgänge | |||
| Verkäufe | 80 | 8 | 88 |
| Rückzahlungen/ Rückführungen | - | - | - |
| Währungskursänderungen | -1 | -3 | -4 |
| Endbestand zum 30.6.2022 | 18 | 125 | 144 |
1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI
abgekürzt
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten
Erträge und Aufwendungen der Periode
einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende
der Berichtsperiode im Bestand gehaltene
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3
werden in der folgenden Tabelle gezeigt.
| In Mio. EUR | Jederzeit veräußerbare FI/ festverzinsliche Wertpapiere | Jederzeit
veräußerbare
FI/Nicht festverzinsliche Wertpapiere |
Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Zu Handelszwecken gehaltene Derivate | Übrige
Kapitalanlagen |
Investmentverträge/Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI |
| 2022 | ||||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022 | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | - | 3 | 20 | - | 2 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | - | -7 | -2 | - | -17 | -16 |
| davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | - | - | 3 | 20 | - | 2 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | - | -7 | -2 | - | -16 | -16 |
| In Mio. EUR | Gesamtsumme der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte |
| 2022 | |
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022 | |
| Erträge aus Kapitalanlagen | 25 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -42 |
| davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | 25 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | -41 |
1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI
abgekürzt
2 Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 25
Mio. EUR
3 Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 18
Mio. EUR
| In Mio. EUR | Übrige Verbindlichkeiten/negative Marktwerte aus Derivaten | Investmentverträge/als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte FI | Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen |
| 2022 | |||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2022 bis 30.6.2022 | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 16 | 16 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | - | -2 | -2 |
| Finanzierungsertrag | 8 | - | 8 |
| davon entfallen auf zum 30.6.2022 im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen 2 | - | 16 | 16 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen 3 | - | -2 | -2 |
| Finanzierungsertrag | - | - | - |
1 Finanzinstrumente werden im Folgenden mit FI
abgekürzt
2 Davon entfallen auf unrealisierte Gewinne 16
Mio. EUR
3 Davon entfallen auf unrealisierte Verluste 2
Mio. EUR
Das Grundkapital beträgt unverändert 316 Mio.
EUR und ist eingeteilt in 253.100.132 auf den Namen
lautende Stückaktien; es ist vollständig
eingezahlt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt
1,25 EUR. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung
verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des
Konzern-Eigenkapitals".
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde
beschlossen, das Grundkapital um bis zu 94 Mio. EUR
eingeteilt in bis zu 75.000.000 neuen Stückaktien
bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte
Kapitalerhöhung dient der Gewährung von
Stückaktien an die Gläubiger von
Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der
Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf
derselben Hauptversammlung bis zum 4. Mai 2027 von der
Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im
Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben
werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht.
In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das
Grundkapital um bis zu 63 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu
50.000.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen
(bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung
dient der Gewährung von Stückaktien an die
Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und
Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie
Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder
(bedingten) Wandlungspflichten und/oder nachrangige
(hybride) Finanzinstrumente zur Schaffung von
Eigenmittelbestandteilen im Sinne des § 89 VAG (bzw.
einer Nachfolgeregelung) bzw. im Sinne der sog.
Solvabilität (Solvency) II-Richtlinie (Richtlinie
2009/138/EG) und darauf bezogener nationaler oder von der
Europäischen Union beschlossener
Umsetzungsmaßnahmen in ihrer jeweils geltenden
Fassung, soweit ihre Begebung etwa wegen einer
gewinnabhängigen Verzinsung, der Ausgestaltung der
Verlustteilnahme oder aus anderen Gründen der
Zustimmung der Hauptversammlung nach § 221 AktG
bedarf, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten
Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des
in derselben Hauptversammlung gefassten
Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 5. Mai 2022
bis zum 4. Mai 2027 ausgegeben werden. Die
Satzungsänderungen wurden am 2. Juni 2022 in das
Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde
beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1
der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen
§ 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Grundkapital in der Zeit bis zum 4. Mai 2027 durch die
Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien
einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um
158 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu
erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I). Zur Begebung von
Belegschaftsaktien können davon 2,5 Mio. EUR - nach
Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht
die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte
enumerativ aufgelistete Zwecke bei
Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei
Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit
Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn
der Ausschluss im überwiegenden Interesse der
Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der
Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts
ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 10 %
des Grundkapitals nicht übersteigen. Die
Satzungsänderung wurde am 2. Juni 2022 in das
Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
| In Mio. EUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | -1.232 | 1.174 |
| Anteil am Jahresergebnis | 397 | 718 |
| Übriges Eigenkapital | 6.437 | 5.276 |
| Gesamt | 5.603 | 7.169 |
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am
Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile
konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover
Rück-Teilkonzerns.
| In Mio. EUR | Nominalbetrag | Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 30.6.2022 |
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 742 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 448 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. | 500 | Fest (8,37 %), dann variabel verzinslich | 2012/2042 | (-; -) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | - |
| HDI Italia S. p. A. (vormals: Amissima Assicurazioni S. p. A.) | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 35 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 27 | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 27 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Magyar Posta Életbiztosító Zrt. | 1 | Fest (7,57 %) | 2015/2045 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen; nach zehn Jahren erstmals kündbar | 1 |
| Gesamt | 4.261 |
| In Mio. EUR | Nominalbetrag | Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 31.12.2021 |
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 743 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 495 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 742 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 447 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 499 |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. | 500 | Fest (8,37 %), dann variabel verzinslich | 2012/2042 | (-; -) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 |
| HDI Italia S. p. A. (vormals: Amissima Assicurazioni S. p. A.) | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 35 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 27 | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 27 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Magyar Posta Életbiztosító Zrt. | 1 | Fest (7,57 %) | 2015/2045 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen; nach zehn Jahren erstmals kündbar | 1 |
| Gesamt | 4.759 |
1 Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem
Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert)
2 Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P
Die garantierte nachrangige Anleihe der Talanx Finanz
(Luxemburg) S. A. in Höhe von 500 Mio. EUR wurde nach
zehn Jahren ordentlich zum 15. Juni 2022 gekündigt und
vollständig zurückgezahlt.
Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale verweisen
wir auf den veröffentlichten Geschäftsbericht
2021, Seite 198 f.
Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen
Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 3.652
(4.907) Mio. EUR.
| 30.6.2022 | 31.12.2021 | |||||
| In Mio. EUR | Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto |
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 16.654 | 1.556 | 15.099 | 12.154 | 883 | 11.271 |
| b. Deckungsrückstellung | 57.495 | 421 | 57.074 | 57.489 | 422 | 57.067 |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 65.845 | 7.741 | 58.104 | 60.541 | 7.287 | 53.254 |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 2.308 | 1 | 2.306 | 7.832 | 5 | 7.827 |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 1.096 | 15 | 1.081 | 935 | 16 | 919 |
| Gesamt | 143.398 | 9.734 | 133.664 | 138.951 | 8.614 | 130.337 |
Die versicherungstechnischen Rückstellungen, soweit
das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen
wird, belaufen sich auf 11.940 (13.687) Mio. EUR; davon
entfallen 301 (315) Mio. EUR auf die Rückversicherer.
Unter diesem Bilanzposten werden die nachfolgenden
Sachverhalte zum Bilanzstichtag ausgewiesen:
| In Mio. EUR | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Begebene Anleihen Talanx AG | 1.065 | 1.065 |
| Hannover Rück SE | 745 | 745 |
| Darlehen aus Infrastrukturinvestments | 71 | 75 |
| Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. | 226 | 152 |
| Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG | 177 | 146 |
| Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited | 229 | 238 |
| Sonstige | 9 | 11 |
| Gesamt | 2.523 | 2.432 |
Per 30. Juni 2022 besteht eine syndizierte variabel
verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von
250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag erfolgte keine
Inanspruchnahme.
Der beizulegende Zeitwert der begebenen Anleihen und
Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag 2.481 (2.562) Mio.
EUR.
| In Mio. EUR | Nominalbetrag | Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 30.6.2022 |
| Talanx AG 2 | 565 | Fest (3,125 %) | 2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 565 |
| Talanx AG | 500 | Fest (2,5 %) | 2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %) | 2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 745 |
| Gesamt | 1.810 |
| In Mio. EUR | Nominalbetrag | Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 31.12.2021 |
| Talanx AG 2 | 565 | Fest (3,125 %) | 2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 565 |
| Talanx AG | 500 | Fest (2,5 %) | 2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %) | 2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 745 |
| Gesamt | 1.810 |
1 Debt Rating A. M. Best; Debt Rating S&P
2 Zum Bilanzstichtag werden zudem Anteile mit
einem Nominalvolumen von 185 Mio. EUR von
Konzerngesellschaften gehalten
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 28.332 | 24.075 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 471 | 509 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 3.333 | 2.937 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -3.961 | -2.864 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | -631 | -507 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 21.198 | 18.272 |
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Erträge aus Grundstücken | 211 | 156 |
| Dividenden | 86 | 53 |
| Laufende Zinserträge | 1.443 | 1.280 |
| Sonstige Erträge | 247 | 289 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 1.987 | 1.778 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 1 | - |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 518 | 828 |
| Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 167 | 71 |
| Kapitalanlageerträge | 2.674 | 2.677 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Aufwendungen | 375 | 100 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen | 214 | 110 |
| Gesamt | 589 | 210 |
| Abschreibungen auf fremd genutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | 46 | 37 |
| außerplanmäßig | - | - |
| Abschreibungen auf Dividendentitel | 50 | 1 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere | 27 | 55 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | 16 | 17 |
| außerplanmäßig | 23 | 26 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 88 | 90 |
| Sonstige Aufwendungen | 72 | 60 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen | 322 | 285 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 911 | 495 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.763 | 2.183 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 3 | 2 |
| Depotzinserträge | 146 | 288 |
| Depotzinsaufwendungen | 25 | 123 |
| Depotzinsergebnis | 122 | 165 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.887 | 2.350 |
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 5 | 4 |
| Darlehen und Forderungen | 394 | 539 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 11 | 8 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 985 | 1.262 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 136 | 114 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 6 | 12 |
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | -1 | 2 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere | -2 | 2 |
| Derivate | 60 | -29 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 248 | 285 |
| Sonstige 1 | 81 | 137 |
| Summe der selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.923 | 2.333 |
| Investmentverträge: Kapitalanlagen/Verbindlichkeiten 2 | 3 | 2 |
| Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten | 122 | 165 |
| Gesamt | 2.048 | 2.500 |
1 Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die
Gewinne aus fremd genutzten Grundstücken, assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie aus
derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte
- zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von
Hedge-Accounting sind, sofern sie keine
Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen
betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten
2 Darin enthalten sind Erträge und
Aufwendungen aus der Verwaltung von
Investmentverträgen saldiert in Höhe von 3 (0)
Mio. EUR. Darüber hinaus entfallen auf erfolgswirksam
zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Aktiva/Passiva)
78 (79) Mio. EUR bzw. -79 (-75) Mio. EUR der Erträge
und Aufwendungen. Darüber hinaus wird die Amortisation
auf den PVFP in Höhe von 0 (-1) Mio. EUR unter den
Aufwendungen berücksichtigt
Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung
von Kapitalanlagen (88 [90] Mio. EUR) und der sonstigen
Aufwendungen für selbst verwaltete Kapitalanlagen (72
[60] Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum
Bilanzstichtag insgesamt 1.887 (2.350) Mio. EUR.
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Brutto | ||
| Schadenzahlungen | 14.857 | 12.261 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 2.984 | 2.828 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -119 | 355 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 168 | 766 |
| Gesamt | 17.890 | 16.210 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Schadenzahlungen | 1.381 | 1.406 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 207 | 40 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -14 | -11 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | -3 | - |
| Gesamt | 1.570 | 1.436 |
| Netto | ||
| Schadenzahlungen | 13.476 | 10.855 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 2.777 | 2.788 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -104 | 366 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 171 | 766 |
| Gesamt | 16.320 | 14.775 |
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M2021 |
| Brutto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 5.933 | 4.709 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -902 | -578 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 5.030 | 4.131 |
| Verwaltungsaufwendungen | 686 | 639 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 5.716 | 4.770 |
| Anteil der Rückversicherer | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 496 | 489 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -95 | -117 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 401 | 372 |
| Netto | ||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen | 5.437 | 4.220 |
| Veränderung der abgegrenzten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen | -807 | -461 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 4.630 | 3.760 |
| Verwaltungsaufwendungen | 686 | 639 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 5.316 | 4.398 |
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Sonstige Erträge | ||
| Währungskursgewinne | 467 | 213 |
| Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen | 234 | 225 |
| Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen | 12 | 5 |
| Erträge aus Deposit Accounting | 225 | 199 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 1 | 1 |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger nicht technischer Rückstellungen | 45 | 6 |
| Zinserträge | 70 | 25 |
| Übrige Erträge | 39 | 147 |
| Gesamt | 1.093 | 822 |
| Sonstige Aufwendungen | ||
| Währungskursverluste | 601 | 288 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 29 | 21 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 28 | 28 |
| Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 196 | 188 |
| Personalaufwendungen | 11 | 11 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen | 127 | 120 |
| Aufwendungen aus Deposit Accounting | 4 | 14 |
| Sonstige Steuern | 39 | 41 |
| Übrige Aufwendungen | 87 | 146 |
| Gesamt | 1.124 | 856 |
| Übriges Ergebnis | -31 | -35 |
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 24.049 (23.954)
Mitarbeiter für den Konzern tätig.
Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx
Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.),
Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG
hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften,
die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss
einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw.
Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die
Versorgungskassen, die nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der
Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden
Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden Personen umfassen
die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG
und des HDI V. a. G.
Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und
ihren Tochterunternehmen einschließlich der
strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung
eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert.
Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das
Erstversicherungsgeschäft in Form des
Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE
(HG), Hannover, bzw. die HDI Versicherung AG (HV),
Hannover, jeweils die führenden Versicherer sind. Nach
Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das
Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis
0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG/HV) aufgeteilt.
Die Talanx AG hat am 16. Dezember 2021 mit dem HDI V. a.
G. eine neue Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie
die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von
fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio.
EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf
revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Diese
ersetzt die im Oktober 2021 ausgelaufene Rahmenvereinbarung
in gleicher Höhe. Die Talanx AG ist verpflichtet, die
Schuldverschreibungen im Falle einer
Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte
Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der
Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf
Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden
Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien
der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht,
die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung
erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus
der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung
ersetzt werden.
Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht
konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten
Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind
insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum
Stichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit
Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen
wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der
Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken,
die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben,
während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere
nicht bilanziert werden. Zum Stichtag beträgt der
Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte
der Kategorie "Jederzeit veräußerbare
Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 143
(186) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem
Buchwert. Ergebniswirksame Bestandteile dieser
Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis"
bilanziert.
Des Weiteren hat der Konzern zum Stichtag Wertpapiere
der Kategorie "Jederzeit veräußerbare
Finanzinstrumente" bilanziert, die mit einer
Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten
Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte
Pensionsgeschäfte), da die wesentlichen Risiken und
Chancen aus den Finanzinstrumenten im Konzern verblieben
sind. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der
übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus
Repo-Geschäften 757 (94) Mio. EUR und die
dazugehörigen Verbindlichkeiten 789 (94) Mio. EUR. Ein
enthaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die
Übertragung erhaltenen und dem für die
Rückübertragung vereinbarten Betrag wird
über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt
und im Kapitalanlageergebnis gezeigt.
In der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode
lagen im Vergleich zum 31. Dezember 2021 keine neuen
wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem
den Aktionären der Talanx AG zustehenden
Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den
durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt.
Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des
Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden
müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im
Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft
potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten
aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital
verwässert werden.
| 6M 2022 | 6M 2021 | |
| Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallender Periodenüberschuss zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) | 560 | 546 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) | 253.100.132 | 252.797.634 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,21 | 2,16 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,21 | 2,16 |
Im zweiten Quartal 2022 wurde für das
Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von
1,60 EUR (2021 für das Geschäftsjahr 2020: 1,50
EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 405 (379)
Mio. EUR.
Zum 30. Juni 2022 erhöhten sich im Wesentlichen die
Resteinzahlungsverpflichtungen aus Kapitalanlageengagements
in Private-Equity-Fonds und Venture-Capital-Gesellschaften
um 891 Mio. EUR auf 4.138 (3.247) Mio. EUR. Darüber
hinaus lagen im Berichtszeitraum keine signifikanten
Änderungen der Haftungsverhältnisse und
Eventualverbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember
2021 vor.
Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im
Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend
über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie
folgt zusammen:
| In Mio. EUR | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Kapitalverwaltungsleistungen und Provisionen 1 | 155 | 142 |
| Sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen 1 | 80 | 71 |
| Erträge aus Infrastrukturinvestments 2 | 49 | 29 |
| Summe der Umsatzerlöse 3 | 284 | 241 |
1 Überwiegend zeitraumbezogene
Umsatzrealisierung
2 Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
3 Die Erlöse werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung mit 225 (204) Mio. EUR unter "10.a.
Sonstige Erträge", mit 49 (29) Mio. EUR unter "9.a.
Erträge aus Kapitalanlagen" und mit 10 (8) Mio. EUR im
"Ergebnis aus Investmentverträgen" ausgewiesen
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
hätten.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung
freigegeben am 3. August 2022 in Hannover.
Der Vorstand
| Torsten Leue, Vorsitzender | Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Christopher Lohmann |
| Dr. Edgar Puls | Caroline Schlienkamp |
| Dr. Jan Wicke |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals,
Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu
dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, den 3. August 2022
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Mathias Röcker | Janna Brüning |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, den 3. August 2022
Der Vorstand
| Torsten Leue, Vorsitzender | Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Christopher Lohmann |
| Dr. Edgar Puls | Caroline Schlienkamp |
| Dr. Jan Wicke |
HDI-Platz 1
30659 Hannover
Telefon +49 511 3747-0
Telefax +49 511 3747-2525
www.talanx.com
Andreas Krosta
Telefon +49 5113747-2020
andreas.krosta@talanx.com
Bernd Sablowsky
Telefon +49 511 3747-2793
Telefax +49 511 3747-2286
bernd.sablowsky@talanx.com
Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch.
https://talanx.com/investor-relations
@talanx
@talanx_en
Quartalsmitteilung zum 30. September
Capital Markets Day