Talanx AktiengesellschaftHannoverKonzern-Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023KONZERNKENNZAHLENscrollen
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1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17
i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
KonzernzwischenlageberichtWirtschaftsberichtMärkte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenumfeldDie rückläufige, aber immer noch hohe
Inflation, geopolitische Spannungen und die Folgen der
restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben
die globale Konjunkturdynamik im ersten Halbjahr 2023
gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession
zu stürzen.
Trotz der räumlichen Nähe zum Krieg in der
Ukraine sowie hoher Energie- und Nahrungsmittelpreise
konnte die Eurozone eine technische Rezession (zwei
Quartale mit sinkender Wirtschaftsleistung in Folge) im
Winterhalbjahr knapp vermeiden, nachdem die
befürchtete Gas-Knappheit ausgeblieben ist. Zwar sank
die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2022 um 0,1 %
gegenüber der Vorperiode, stagnierte dann jedoch zu
Jahresbeginn auf dem Niveau des Vorquartals. Während
sich der Dienstleistungssektor stabil zeigte, haben sich
angesichts der globalen Konjunkturschwäche
insbesondere die Aussichten in der Industrie
eingetrübt, wozu auch eine schwächere
Kreditvergabe infolge der restriktiveren Geldpolitik der
EZB beigetragen hat. Das BIP der Eurozone ist vor diesem
Hintergrund im zweiten Quartal nur leicht um 0,3 %
gegenüber dem Vorquartal gewachsen.
Die US-Wirtschaft ist trotz des nahezu beispiellosen
Zinserhöhungszyklus der Fed (elf
Leitzinserhöhungen seit März 2022) und daraus
resultierender Verwerfungen im Bankensektor im
Frühjahr in der ersten Jahreshälfte 2023 weiter
gewachsen. Basis dieser Entwicklung war der anhaltend
robuste Arbeitsmarkt in Verbindung mit der
rückläufigen Inflation, die von ihrem Hoch bei
9,1 % im Juni letzten Jahres auf zuletzt 3,0 % gesunken
ist. Mit Wachstumsraten von +0,5 % gegenüber dem
Vorquartal im ersten und +0,6 % im zweiten Quartal blieb
die Wachstumsdynamik jedoch verhalten.
Nach dem zum damaligen Zeitpunkt überraschenden
Ende der Covid-Beschränkungen im Dezember letzten
Jahres ist das chinesische BIP zum Jahresauftakt
kräftig um 2,2 % gegenüber dem Vorquartal
gestiegen. Im zweiten Quartal sorgten jedoch anhaltende
geopolitische Spannungen in Verbindung mit einer
schwächelnden Weltwirtschaft und weiterhin
ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor für
eine deutliche Stimmungseintrübung, infolge derer die
Wirtschaftsleistung zuletzt nur noch um 0,8 % zulegen
konnte.
Die internationalen Kapitalmärkte konnten sich in
dem schwierigen Umfeld immer noch hoher Inflation, Sorgen
vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver
Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken in der ersten
Jahreshälfte gut behaupten. Aktien aus den USA
(S&P 500: +15,9 %) setzten sich dabei knapp vor den
Industrieländern insgesamt (MSCI WORLD: +14,0 %) sowie
vor Europa (EURO STOXX: +12,5 %) an die Spitze. Die
asiatischen Aktienmärkte blieben deutlich hinter
dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: +1,8
%), während chinesische Aktien Kursverluste hinnehmen
mussten (MSCI CHINA: -6,1 %). Nachdem die Renditen
zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit
kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver
werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten
sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend
unter Schwankungen seitwärts. Die Rendite
zehnjähriger US-Treasuries sank dabei leicht von 3,87
% auf 3,84 %, während diejenige ihrer deutschen
Pendants etwas stärker von 2,57 % auf 2,39 %
zurückging.
Die Versicherungswirtschaft war zu Beginn des Jahres
2023 durch die anhaltend hohe Inflation und geopolitische
Krisen gekennzeichnet. Während die realen
Einkommensrückgänge insbesondere das
Neugeschäft in der Lebensversicherung belasteten, war
die Entwicklung in der Schaden/Unfallversicherung weiterhin
durch inflationsbedingt steigende Schadenkosten sowie die
schwache konjunkturelle Entwicklung geprägt. Die
Erwartungen der Versicherer bleiben dabei aufgrund der
hohen Ungewissheit über die Entwicklung der
Weltwirtschaft weiterhin getrübt. Auf der
Kapitalanlageseite sorgt die positive Entwicklung des
Aktienmarktes sowie des Zinsniveaus im Anleihemarkt dagegen
weiterhin für Zuversicht.
GeschäftsentwicklungDer Talanx Konzern berichtet seine
Geschäftsergebnisse seit dem 1. Januar 2023 nach den
neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 und IFRS 9. Um eine
bessere Vergleichbarkeit der Geschäftszahlen
sicherzustellen, sind die Vorjahreszahlen ebenfalls den
neuen Standards entsprechend berechnet.
Geschäftsverlauf Konzernscrollen
Großschäden gesunkenWESENTLICHE KONZERNKENNZAHLENscrollen
1 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto),
dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
STEUERUNGSGRÖSSENscrollen
VersicherungsumsatzDer Talanx Konzern steigerte seinen Versicherungsumsatz
im ersten Halbjahr 2023 um 8,9 % auf 20,9 (19,2) Mrd. EUR
(währungskursbereinigt um 10,7 %), wozu im
Wesentlichen die Segmente Industrieversicherung (10,2 %)
und Privat- und Firmenversicherung International (24,2 %)
beitrugen. Der Umsatz im Geschäftsbereich
Rückversicherung stieg um 3,9 %.
Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um
fast 26 % auf 1.627 (1.293) Mio. EUR deutlich. Die
Großschäden blieben im ersten Halbjahr 2023 mit
820 (1.083) Mio. EUR unterhalb des periodenanteiligen
Budgets von 971 Mio. EUR, jedoch hatte der Konzern wie
üblich den budgetierten Erwartungswert für
Großschäden vollumfänglich gebucht. Im
Ergebnis des Vorjahres waren zudem Rückstellungen
für Belastungen aus dem Angriffskrieg auf die Ukraine
enthalten. Weiterhin wirkte der Anstieg des Zinsniveaus
positiv. Im Segment Personen-Rückversicherung machten
sich geringere Belastungen aus der Pandemie und ein gutes
Ergebnis im Mortalitätsgeschäft positiv
bemerkbar.
Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich um 1,3
Prozentpunkte auf 93,7 (95,0) %.
Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten)Zum Ende des ersten Halbjahres 2023 betrug das
Kapitalanlageergebnis 2.506 (-166) Mio. EUR und
entfällt in Höhe von 779 (-1.603) Mio. EUR auf
das den Versicherungsnehmern zustehende Ergebnis aus
fondsgebundenen Versicherungen. Das Kapitalanlageergebnis
für eigenes Risiko verbesserte sich um 289 Mio. EUR
auf 1.726 Mio. EUR. Die ordentlichen
Kapitalanlageerträge stiegen vor allem dank
höherer Zinserträge. Das um Währungseffekte
bereinigte Finanzergebnis, das zum einen die Aufzinsung
diskontierter versicherungstechnischer Rückstellungen
und zum anderen die Beteiligung der Versicherungsnehmer am
Kapitalanlageergebnis inklusive dem Ergebnis aus
fondsgebundener Versicherung beinhaltet, lag bei -1.745
(972) Mio. EUR. In Summe ging das versicherungstechnische
Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor
Währungseffekten) um 46 Mio. EUR auf 760 (800) Mio.
EUR zurück.
Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas operative Ergebnis (EBIT) stieg um mehr als 30 % auf
1.957 (1.502) Mio. EUR. Der Anstieg ist vor allem auf den
Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International (+144 Mio. EUR) und den Geschäftsbereich
Rückversicherung (+236 Mio. EUR)
zurückzuführen. Das Konzernergebnis (827 Mio.
EUR) lag um 20,6 % über dem Wert der Vorjahresperiode
von 686 Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag im ersten
Halbjahr bei 18,4 (15,4) % und damit oberhalb der
strategischen Zielsetzung von "über 10 %".
Entwicklung der Geschäftsbereiche im KonzernDie Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch
in die sieben berichtspflichtigen Segmente
Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung
Deutschland (Schaden/Unfall- und Lebensversicherung),
Privat- und Firmenversicherung International,
Schadenrückversicherung,
Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Seit
der Konzern über den Zuschnitt und den
Geschäftsumfang im Talanx Konzerngeschäftsbericht
2022 berichtete, ergaben sich keine Änderungen.
Industrieversicherungscrollen
WESENTLICHE KENNZAHLEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscrollen
STEUERUNGSGRÖSSEN IM GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIEVERSICHERUNGscrollen
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
Der Geschäftsbereich bündelt innerhalb des
Talanx Konzerns die weltweiten Aktivitäten im Bereich
der Industrieversicherung und ist im deutschen Markt sowie
über Auslandsniederlassungen, Tochter- und
Schwestergesellschaften und Netzwerkpartner in mehr als 175
Ländern aktiv.
VersicherungsumsatzDer Versicherungsumsatz des Geschäftsbereichs
belief sich zum 30. Juni 2023 auf 4,2 (3,8) Mrd. EUR und
stieg damit deutlich um 10,2 % (währungskursbereinigt
um 11,0 %). Die Beitragssteigerungen resultieren vor allem
aus dem Wachstum im Sach-, Haftpflicht und
Specialtygeschäft.
Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Nettoergebnis im
Geschäftsbereich lag mit 292 (226) Mio. EUR deutlich
über dem Vorjahreszeitraum. Die Schadenquote ist vor
allem gekennzeichnet durch weiterhin niedrige
Frequenzschäden, geringe Großschadenbelastung
sowie den Anstieg des Zinsniveaus und verbesserte sich auf
76,1 (77,5) %. Die Kostenquote erhöhte sich leicht auf
17,0 (16,6) %. Die Schaden-/Kostenquote des
Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich
auf 93,1 (94,1) %.
Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten)Das Kapitalanlageergebnis lag mit 108 (111) Mio. EUR auf
dem Niveau der Vergleichsperiode. Die Verluste aus der
Realisation stiller Lasten sowie
Fair-Value-Veränderungen wurden durch gestiegene
laufende Zinserträge nahezu kompensiert.
Der gestiegene Verlust im versicherungstechnischen
Finanzergebnis (netto) auf -59 (-8) Mio. EUR resultierte
aus dem höheren Zinsniveau bei der Aufzinsung der
versicherungstechnischen Rückstellungen und dem
Bestandswachstum. Das übrige Ergebnis sank auf -155
(-116) Mio. EUR, im Wesentlichen infolge eines
wachstumsbedingten Kostenanstiegs.
Operatives Ergebnis und KonzernergebnisDas operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt
infolge des deutlich verbesserten versicherungstechnischen
Nettoergebnisses mit 190 (174) Mio. EUR über dem
Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis beläuft sich
auf 151 (124) Mio. EUR.
Privat- und Firmenversicherung
Deutschland
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| ― |
Anstieg der Versicherungsumsätze bei Firmen/Freie Berufe und im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance |
| ― |
Versicherungstechnisches Ergebnis belastet durch Anstieg der Frequenzschäden in Kraftfahrt und inflationsbedingte Erhöhung der Durchschnittsschäden |
| ― |
Anstieg des Kapitalanlageergebnisses durch verbesserte Wertentwicklung festverzinslicher Wertpapiere |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 861 | 800 | +7,6 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 34 | 46 | -27,2 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 40 | 16 | +150,7 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 48 | 13 | +262,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -8 | 3 | -389,8 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 39 | 33 | +16,6 % |
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes 1 | 7,6 | n. a. 2 | - |
| Schaden-/Kostenquote 3 | 96,1 | 94,2 | +1,9 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto),
dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
Im Segment Schaden/Unfallversicherung war im ersten
Halbjahr ein Anstieg des Versicherungsumsatzes um 7,6 % auf
861 (800) Mio. EUR zu verzeichnen. Zuwächse wurden
sowohl im Firmen-/Freie-Berufe-, Kraftfahrt- und
Privat-Geschäft, als auch im biometrischen
Kerngeschäft der Bancassurance erzielt.
Im laufenden Geschäftsjahr ging das
versicherungstechnische Ergebnis auf 34 (46) Mio. EUR
gegenüber der Vorjahresperiode zurück. Dies ist
auf eine höhere Schadenfrequenz vor allem in
Kraftfahrt und einen inflationsbedingten Anstieg der
Durchschnittsschäden zurückzuführen. Die
verbesserte Ergebnisentwicklung im biometrischen
Kerngeschäft der Bancassurance konnte diese
Belastungen nur teilweise kompensieren.
Die Schaden-/Kostenquote (netto) stieg um 1,9
Prozentpunkte von 94,2 % auf 96,1 %.
Das versicherungstechnische Finanz- und
Kapitalanlageergebnis konnte insgesamt auf 48 (13) Mio. EUR
gesteigert werden. Dies ist vor allem auf die verbesserte
Wertentwicklung der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten
festverzinslichen Wertpapiere (31 Mio. EUR)
zurückzuführen. Das versicherungstechnische
Finanzergebnis vor Währungseffekten verzeichnete
hingegen einen Rückgang aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus auf -8 (3) Mio. EUR.
Der Anstieg des Kapitalanlageergebnisses konnte den
Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses
überkompensieren, sodass insgesamt ein verbessertes
operatives Ergebnis von 39 (33) Mio. EUR erreicht wurde.
| ― |
Rückgang des Versicherungsumsatzes aufgrund rückläufigem Neugeschäft infolge alternativer Bankprodukte im gegenwärtigen Zinsumfeld |
| ― |
Anstieg des Kapitalanlageergebnisses durch verbessertes außerordentliches Ergebnis |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 861 | 912 | -5,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 145 | 161 | -10,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 30 | -5 | +701,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 1.237 | -1.220 | +201,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -1.207 | 1.215 | -199,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 111 | 110 | +0,8 % |
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes 1 | -5,5 | n. a. 2 | - |
| Neugeschäftswert 3 in Mio. EUR | 156 | 109 | +43,0 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 Vertragliche Servicemarge (CSM) des
Neugeschäfts abzüglich Verlustkomponente des
Neugeschäfts
Im Segment Lebensversicherung war im ersten Halbjahr ein
Rückgang des Versicherungsumsatzes um 5,5 % auf 861
(912) Mio. EUR zu verzeichnen. Ursächlich hierfür
zeigt sich ein Rückgang des Neugeschäfts im
biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance aufgrund
alternativer Bankprodukte im gegenwärtigen Zinsumfeld.
Der Neugeschäftswert konnte um 43,0% auf 156 (109)
Mio. EUR gesteigert werden und ist ausschließlich auf
die Verbesserung im biometrischen Kerngeschäft der
Bancassurance zurückzuführen.
Das versicherungstechnische Ergebnis verringerte sich im
Wesentlichen aufgrund höherer
Rückversicherungsaufwendungen auf 145 (161) Mio. EUR.
Das versicherungstechnische Finanz- und
Kapitalanlageergebnis (vor Währungskurseffekten)
konnte insgesamt auf 30 (-5) Mio. EUR gesteigert werden.
Dies war vor allem auf das höhere Ergebnis aus
fondsgebundenen Versicherungen von 754 (-1.550) Mio. EUR
aufgrund positiver Kapitalmarktentwicklung und ein
verbessertes Kapitalanlageergebnis für eigene Rechnung
von 483 (330) Mio. EUR aufgrund eines um 115 Mio. EUR
gesteigerten außerordentlichen Ergebnisses und um 42
Mio. EUR höheren ordentlichen
Kapitalanlageerträgen zurückzuführen. An
diesen Ergebnissen wurden die Versicherungsnehmer
entsprechend beteiligt, sodass das versicherungstechnische
Finanzergebnis vor Währungseffekten inkl. Ergebnis aus
fondsgebundenen Lebensversicherungen bei -1.207 (1.215)
Mio. EUR lag.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment
Lebensversicherung blieb mit 111 (110) Mio. EUR stabil auf
Vorjahresniveau.
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Eigenkapitalrendite 1 | 11,3 | 19,7 | -8,4 Pkt. |
Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern,
Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen verminderte
sich das Konzernergebnis aufgrund steuerlicher
Sondereffekte auf 88 (162) Mio. EUR, sodass sich die
Eigenkapitalrendite um 8,4 Prozentpunkte auf 11,3 %
reduzierte.
| ― |
Versicherungsumsatz der Schaden/Unfallversicherung +24 %, insbesondere in der Kfz-Versicherung aufgrund inflationsbedingt höherer Durchschnittsprämien |
| ― |
Schaden-/Kostenquote auf 95,4 % zurückgegangen insbesondere durch positive Entwicklungen bei HDI Brasilien |
| ― |
Vertragsunterzeichnung zum Erwerb von Unternehmen der Liberty Mutual in Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador im Mai 2023 |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | +24,2 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | +68,8 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | +95,0 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 277 | 116 | +138,5 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -120 | -36 | -237,2 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 249 | 104 | +137,9 % |
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Schaden/Unfallversicherung) 1 | 28,4 | n. a. 2 | - |
| Schaden-/Kostenquote (Schaden/Unfallversicherung) 3 | 95,4 | 96,4 | -1,0 Pkt. |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Lebensversicherung) 4 | 39,3 | n. a. 2 | - |
| Eigenkapitalrendite 5 | 12,0 | 4,0 | +8,0 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto),
dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
4 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
5 Annualisiertes Periodenergebnis (nach
Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem
Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter
Der Geschäftsbereich bündelt die
Aktivitäten des internationalen Privat- und
Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx Konzerns
und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika
aktiv. Am 27. Mai 2023 unterzeichnete der
Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International einen Kaufvertrag zum Erwerb des
Geschäfts mit Privatkunden und kleinen sowie mittleren
Unternehmen von Liberty Seguros in Brasilien, Chile,
Kolumbien und Ecuador. Der Abschluss der Transaktionen
bedingt die Genehmigung der zuständigen
Aufsichtsbehörden. In der Region Europa fusionierten
am 5. Mai 2023 die italienischen Gesellschaften HDI Italia
S. p. A. und die HDI Assicurazioni S. p. A. während
bereits mit wirtschaftlicher Wirksamkeit zum 5. April 2023
der Verkauf der ungarischen Magyar Posta Eletbiztosito Zrt.
und Magyar Posta Biztosito Zrt. an die staatliche
ungarische Holdinggesellschaft Corvinus Nemzetközi
Befektetési Zrt. (Corvinus) abgeschlossen wurde. Im
ersten Quartal erfolgte am 16. Januar 2023 das Closing zum
Erwerb von 60 % der mittlerweile unter dem Namen HDI Fiba
Emeklilik ve Hayat A. Ç. firmierenden Gesellschaft
durch die HDI Sigorta A. Ç. in der Türkei.
Darüber hinaus wird auch das Geschäft im
Kernmarkt Polen weiter ausgebaut: Die Europa-Gruppe und
Bank Millennium haben eine zehnjährige exklusive
Bancassurance-Vereinbarung geschlossen. Dies soll
entsprechend der strategischen Ziele des
Geschäftsbereichs zu profitablem Wachstum mit
Biometrie-Produkten und im sonstigen
Sachversicherungsgeschäft führen. Der Abschluss
der Akquisition erfolgte am 13. Februar 2023.
Der Versicherungsumsatz des Geschäftsbereichs
erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2022
um 24 % auf 3,1 (2,5) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt
stieg der Versicherungsumsatz gegenüber der
Vergleichsperiode um 29 %.
In der Region Europa stieg der Versicherungsumsatz um 24
% auf 2,0 Mrd. EUR, vor allem getrieben durch ein
währungskursbereinigtes Prämienwachstum um 207 %
bei der türkischen HDI Sigorta A. Ç aufgrund
inflationsbedingt gestiegener Durchschnittsprämien.
Die polnische TUiR Warta S. A. steigerte ihren
Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 12 %
sowohl in der Kfz-Versicherung als auch durch Wachstum in
der Gebäudeversicherung. Ein deutliches Wachstum des
Versicherungsumsatzes in der Lebensversicherung konnte auch
die polnische TunZ Warta S. A. auf 135 (111) Mio. EUR
verzeichnen.
In der Region Lateinamerika verzeichnete der
Versicherungsumsatz einen Anstieg gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 26 % auf 1,1 (0,9) Mrd. EUR, wozu alle
Kernmerkte in der Region mit zweistelligen Wachstumsraten
beitrugen.
Das versicherungstechnische Ergebnis der
Sachversicherung erhöhte sich um 46 Mio. EUR auf 129
Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote der
Sachversicherungsgesellschaften sank gegenüber der
Vergleichsperiode um 1,0 Prozentpunkte auf 95,4 %, wozu
insbesondere der Rückgang der Schadenquote in
Brasilien beitrug. Die implementierten Maßnahmen zur
Verbesserung der technischen Excellence lagen mit einem
wesentlichen Schwerpunkt auf der Verbesserung der
Preisgestaltung.
Das versicherungstechnische Ergebnis der
Lebensversicherung verbesserte sich um insgesamt 29 Mio.
EUR. Die neu erworbene HDI Fiba Emeklilik ve Hayat
A.Ç trug ebenfalls mit einem positiven
versicherungstechnischen Ergebnis zu dieser Verbesserung
gegenüber dem Vorjahr bei.
Das Kapitalanlageergebnis stieg gegenüber dem
ersten Halbjahr 2022 auf 277 (116) Mio. EUR. Das gestiegene
Zinsniveau und die Ergebnisse aus Inflation-Linked Bonds in
Polen, sowie gestiegene Volumina in der Türkei
führten zum Anstieg des ordentlichen
Kapitalanlageergebnisses. Auch das Ergebnis aus
fondsgebundenen Versicherungen erhöhte das
Kapitalanlageergebnis um 78 Mio. EUR. Dieser Effekt wurde
jedoch im versicherungstechnischen Finanzergebnis über
die Versicherungsnehmerbeteiligung ausgeglichen. Im
versicherungstechnischen Finanzergebnis der
Sachversicherungsgesellschaften erhöhte sich der
Aufwand aus der Aufzinsung der versicherungstechnischen
Rückstellungen um 15 Mio. EUR.
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International erzielte im ersten Halbjahr 2023 mit 249
(104) Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
138 % höheres operatives Ergebnis (EBIT). Die
operative Verbesserung resultierte sowohl aus der
Verbesserung der technischen Profitabilität in den
lateinamerikanischen Gesellschaften und hier insbesondere
aus Brasilien als auch aus Italien. Auch das
versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis
verbesserte sich, während das Vorjahr durch
Sondereffekte aus einem Entkonsolidierungsaufwand von 23
Mio. EUR aus dem Verkauf der russischen
Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya Kompaniya CiV
Life belastet war. Das operative Ergebnis (EBIT) der Region
Lateinamerika stieg um 112 Mio. EUR auf 96 Mio. EUR an,
während sich das operative Ergebnis (EBIT) der Region
Europa auf 179 (117) Mio. EUR erhöhte. Das
Konzernergebnis nach Minderheiten stieg entsprechend auf
141 (47) Mio. EUR bei einer Eigenkapitalrendite von 12,0
(4,0) %.
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | 24,2 % |
| Schaden/Unfall | 2.827 | 2.288 | 23,6 % |
| Leben | 260 | 197 | 32,0 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | 68,8 % |
| Schaden/Unfall | 129 | 83 | 56,4 % |
| Leben | 56 | 27 | 106,5 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | 95,0 % |
| Schaden/Unfall | 146 | 82 | 77,6 % |
| Leben | 13 | 1 | 819,7 % |
| Sonstige | -2 | -3 | 30,1 % |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | 24,2 % |
| davon Europa | 1.990 | 1.611 | 23,5 % |
| davon Lateinamerika | 1.098 | 875 | 25,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | 68,8 % |
| davon Europa | 105 | 128 | -17,9 % |
| davon Lateinamerika | 81 | -18 | 558,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | 95,0 % |
| davon Europa | 115 | 58 | 99,4 % |
| davon Lateinamerika | 46 | 26 | 72,2 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 249 | 104 | 137,9 % |
| davon Europa | 179 | 117 | 53,8 % |
| davon Lateinamerika | 96 | -16 | 718,2 % |
| ― |
Rückversicherungsumsatz steigt um 6,6 % auf 8,4 Mrd. EUR |
| ― |
Großschäden im ersten Halbjahr innerhalb des budgetierten Erwartungswertes |
| ― |
Schaden-/Kostenquote bei 92,9 % |
| ― |
Anhaltend positive Entwicklung bei Preisen und Konditionen; vertragliche netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft verbessert sich entsprechend um 45,0 % |
| ― |
Operatives Halbjahresergebnis steigt auf 841 Mio. EUR |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 8.365 | 7.850 | +6,6 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 598 | 397 | +50,7 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 357 | 415 | -14,1 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 641 | 564 | +13,7 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -285 | -149 | -91,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 841 | 662 | +27,1 % |
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 7,8 | n. a. 2 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mrd. EUR | 841 | 662 | +27,1 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
Im Segment Schaden-Rückversicherung hält der
Trend zu deutlich verbesserten Preisen und Konditionen
unvermindert an.
Bei der Haupterneuerung der traditionellen
Schaden-Rückversicherung (ohne fakultative
Rückversicherung, Geschäft mit der Verbriefung
von Versicherungsrisiken und strukturierte
Rückversicherung) zum 1. Januar erzielten wir einen
durchschnittlichen inflations- und risikoadjustierten
Preisanstieg von 8,0 %. Die Hannover Rück berichtet
Preisveränderungen standardmäßig auf
risikoadjustierter Basis, das heißt, die von uns
ausgewiesenen Preisveränderungen sind um
Inflationssteigerungen oder Modellanpassungen bereinigt.
Die traditionelle Vertragserneuerung zum 1. April, die
vor allem das Geschäft in Japan sowie in geringerem
Umfang in Australien, Neuseeland, den anderen asiatischen
Märkten sowie in Nordamerika betrifft, resultierte
für die Hannover Rück ebenfalls in einer
deutlichen Verbesserung der risikoadjustierten Preise und
Konditionen. Der durchschnittliche risikoadjustierte
Preisanstieg betrug 6,0 %.
Der Versicherungsumsatz (brutto) im Segment
Schaden-Rückversicherung stieg im ersten Halbjahr um
6,6 % auf 8.365 (7.850) Mio. EUR. Bei konstanten
Währungskursen hätte das Wachstum 7,8 % betragen.
Durch den auf Qualität fokussierten
Zeichnungsansatz verbesserte sich die vertragliche
Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft um 45,0 %
auf 1.829 Mio. EUR.
Die Leistungen für Großschäden beliefen
sich im ersten Halbjahr auf 607 (850) Mio. EUR und blieben
damit innerhalb des Budgets von 751 Mio. EUR.
Größte Netto-Einzelschäden im ersten
Halbjahr 2023 waren das Erdbeben in der Türkei und in
Syrien zu Beginn des Jahres mit 257 Mio. EUR sowie in
Neuseeland die schweren Überflutungen im Januar mit 45
Mio. EUR und der tropische Zyklon "Gabrielle" im Februar
mit 65 Mio. EUR. Zudem ergaben sich Belastungen von 42 Mio.
EUR aus den schweren Unwettern in Italien im Mai sowie 36
Mio. EUR für Schäden durch Tornados im Süden
der USA Ende März. Darüber hinaus rechnet das
Segment Schaden-Rückversicherung mit Belastungen aus
den jüngsten Unruhen in Frankreich in Höhe von 50
Mio. EUR.
Zudem ergaben sich in der Region Asien-Pazifik im
Vergleich zum Jahr 2022 weitere, aber
erwartungsgemäß rückläufige
pandemiebezogene Belastungen im Bereich Unfall- und
Krankenversicherung.
Das versicherungstechnische Ergebnis (netto) stieg
deutlich um 50,7 % auf 598 (397) Mio. EUR. Im Ergebnis des
Vorjahres waren Rückstellungen für Belastungen
aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und
für Nachreservierungen für Vorjahresschäden
enthalten. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich brutto
auf 92,9 (94,9) %, netto lag sie bei 91,7 (94,4) %.
Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen (netto) für das
Segment Schaden-Rückversicherung stieg um 13,7 % auf
641 (564) Mio. EUR. Das versicherungstechnische
Finanzergebnis (vor Währungseffekten, netto) belief
sich auf -285 (-149) Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment
Schaden-Rückversicherung stieg um 27,1 % auf 841 (662)
Mio. EUR. Das Segment ist damit weiter auf gutem Weg, das
Jahresziel von mindestens 1,6 Mrd. EUR zu erreichen.
| ― |
Versicherungsumsatz reduziert sich leicht um 1,5 % auf 3.908 Mio. EUR |
| ― |
Weiterhin hohe Nachfrage im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen und Financial Solutions |
| ― |
Vertragliche Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft beläuft sich auf 151 Mio. EUR |
| ― |
Operatives Halbjahresergebnis steigt um 12,2 % auf 521 Mio. EUR |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Versicherungsumsatz | 3.908 | 3.966 | -1,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 481 | 297 | +62,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 167 | 219 | -23,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 225 | 276 | -18,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -58 | -57 | -1,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 521 | 464 | +12,2 % |
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 0,8 | n. a. 2 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. EUR | 521 | 464 | +12,2 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
In den ersten sechs Monaten entwickelte sich das Segment
Personenrückversicherung erfreulich. Die vertragliche
Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft belief
sich auf 151 (229) Mio. EUR.
Der Versicherungsumsatz des Segments
Personen-Rückversicherung ging leicht um 1,5 % auf
3.908 (3.966) Mio. EUR zurück;
währungskursbereinigt hätte dies einem Wachstum
von 0,8 % entsprochen.
Im Bereich Financial Solutions war die Nachfrage der
Kunden nach wie vor wachsend, vor allem in den USA und
China, wo das Segment im ersten Halbjahr signifikantes
Neugeschäft verzeichnete. Ähnliche Entwicklungen
sind im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen festzustellen.
Neben Großbritannien wächst dieses
Geschäftsfeld weltweit stetig, beispielsweise in
Kanada und Australien.
Beim traditionellen Rückversicherungsgeschäft
im Bereich der Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken
war besonders erfreulich, dass wir erfolgreich in den
für Deutschland relativ neuen Markt für
Gruppenlebensversicherungen einsteigen konnten.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich
deutlich um 62,0 % auf 481 (297) Mio. EUR. Einen
wesentlichen Beitrag lieferte dabei der Bereich der
Mortalitätsdeckungen aufgrund der gegenüber dem
Vorjahr geringeren Pandemiebelastungen.
Das versicherungstechnische Finanzergebnis vor
Währungskurseffekten belief sich auf -58 (-57) Mio.
EUR. Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen im Segment
Personen-Rückversicherung, die im Vorjahr von zwei
größeren Sondereffekten profitiert hatten,
normalisierten sich entsprechend um 18,4 % auf 225 (276)
Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 12,2 % auf 521
(464) Mio. EUR. Das Segment ist damit weiter sehr gut im
Plan, das Jahresziel von mindestens 750 Mio. EUR zu
erreichen.
| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 5,4 | n. a. 2 | - |
| Eigenkapitalrendite 3 | 21,5 | 16,8 | +4,6 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um
Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden
Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.)
abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch
Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die
retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab
Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 Annualisiertes Periodenergebnis (nach
Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem
Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter
Das anteilige Konzernergebnis lag im
Geschäftsbereich Rückversicherung im ersten
Halbjahr 2023 bei 484 (409) Mio. EUR, die
Eigenkapitalrendite stieg um 4,6 Prozentpunkte auf 21,5
(16,8) %.
| ― |
Versicherungsumsatz aus konzerninternen Übernahmen steigt auf 533 (437) Mio. EUR |
| ― |
Versicherungstechnisches Ergebnis mit 12 (13) Mio. EUR stabil |
| ― |
Kapitalanlagen für eigenes Risiko im Konzern um 2 % auf 130 Mio. EUR gestiegen |
Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der
Versicherungsumsatz im Segment Konzernfunktionen aus
konzerninternen Übernahmen auf 533 (437) Mio. EUR und
resultierte aus Rückversicherungsabgaben der
Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und
Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und
Firmenversicherung International. Das
versicherungstechnische Ergebnis im Segment
Konzernfunktionen war im ersten Halbjahr 2023 mit 12 (13)
Mio. EUR stabil. Schadenaufwendungen für das Erdbeben
in der Türkei in Höhe von rund 25 Mio. EUR waren
durch das zeitanteilige Großschadenbudget gedeckt.
Die Ampega Asset Management GmbH betreibt zusammen mit
ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH in erster
Linie das Management und die Administration der
Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit
in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie
Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die Kapitalanlagen
für eigenes Risiko erhöhten sich im Konzern
gegenüber dem Jahresende 2022 auf 130 (127) Mrd. EUR,
die Entwicklung war in allen Geschäftsbereichen
positiv. Die Ampega-Gesellschaften in Summe trugen im
ersten Halbjahr 2023 insgesamt 30 (36) Mio. EUR zum
operativen Ergebnis im Segment bei.
Die Ampega Investment GmbH verwaltet als
Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und
betreibt für institutionelle Kunden
Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das
Portfoliomanagement und die Administration von
Kapitalanlagen. Im ersten Halbjahr 2023 war von einem nur
mäßig kapitalmarktfreundlichen Umfeld
geprägt. Der unverändert andauernde Ukraine-Krieg
verunsicherte weiterhin, die Notenbanken blieben bei ihrem
Zinserhöhungskurs, um die Inflation wieder
zurückzuführen. Die Aussichten für das
Weltwirtschaftswachstum waren verhalten. Während die
Rentenmärkte sich entsprechend volatil, aber insgesamt
unverändert entwickelten, erholten sich die weltweiten
Aktienmärkte überraschend dynamisch von ihrem
schwachen Jahr 2022. Für die Fondsindustrie insgesamt
bleiben die Märkte herausfordernd, auch Banken
konkurrieren wieder um die Anlegergunst und -gelder. Das
Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens der Ampega
Investment GmbH stieg um 8,6 % auf 45,2 Mrd. EUR
gegenüber dem Jahreseingangsniveau (41,6 Mrd. EUR).
Etwas weniger als ein Drittel des Gesamtvolumens,
nämlich 13,0 (12,7) Mrd. EUR, werden im Auftrag der
Konzerngesellschaften über Spezialfonds und
Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil
entfällt mit 22,7 (20,2) Mrd. EUR auf institutionelle
Drittkunden und mit 9,6 (8,8) Mrd. EUR auf das
Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über
konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die
fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch
über externe Vermögensverwalter oder Banken.
Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen
verbesserte sich im ersten Halbjahr 2023 auf 16 (12) Mio.
EUR. Ein stabiles versicherungstechnisches Ergebnis sowie
positive Währungseffekte trugen zu dieser Entwicklung
bei. Das im ersten Halbjahr 2023 auf die Aktionäre der
Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses
Segment betrug nach Finanzierungszinsen -36 (-39) Mio. EUR.
| ― |
Bilanzsumme um 3,8 Mrd. EUR auf 162,3 Mrd. EUR gestiegen |
| ― |
Kapitalanlagen machen 88 % der Bilanzsumme aus |
Der Anstieg unserer Bilanzsumme um 3,8 Mrd. EUR auf
162,3 Mrd. EUR ist hauptsächlich auf die Erhöhung
der Kapitalanlagen für eigenes Risiko (+3,1 Mrd. EUR)
zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten
sich die Langfristigen Vermögenswerte und
Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die
als zur Veräußerung gehalten klassifiziert
werden (-0,5 Mrd. EUR).
Hohe Inflation, geopolitische Spannungen und die Folgen
der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken
haben die globale Konjunkturdynamik im ersten Halbjahr 2023
deutlich gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine
Rezession zu stürzen.
Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg zur Jahresmitte
2023 auf 142,5 (138,6) Mrd. EUR. Der Bestand der
Kapitalanlagen für eigenes Risiko stieg um 2,5 % auf
130,5 (127,4) Mrd. EUR. Der Bestandsanstieg beruht auf
Zuflüssen aus Prämieneinnahmen und dem
Zinsrückgang für Anlagen mit Laufzeiten
größer zehn Jahre. Letzteres führt bei
unseren langlaufenden Kapitalanlagen grundsätzlich zu
einer leichten Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts.
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Inhabern von Lebensversicherungspolicen stiegen auf 12,0
(11,3) Mrd. EUR.
Auch im ersten Halbjahr 2023 bildeten die
festverzinslichen Anlagen die bedeutendste
Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter
Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur
zumeist in dieser Anlageklasse. Der ordentliche
Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 1,7 (1,4)
Mrd. EUR und wurde im Berichtszeitraum weitestgehend
reinvestiert.
Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von
Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der
Anlagen.
Das interne Risikomodell des Konzerns und die
Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den
Handlungsspielraum für unsere
Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der
Asset-Liability-Management-Vorgaben und der
Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden
die Portfolios weiter optimiert und im Rahmen von
gesellschaftsindividuellen Strategien kontinuierlich
verbessert. Im Hinblick auf die kongruente
Währungsbedeckung bilden im Talanx Konzern nahezu
unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 21
(21) % den größten Anteil am
Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden
größere Positionen in britischen Pfund,
polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in
Summe 9 (8) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der
Gesamtanteil innerhalb der Kapitalanlagen für eigenes
Risiko in Fremdwährungen beträgt zum Stichtag 39
(38) %.
Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche
Aktienquote börsennotierter Titel) lag zum
Halbjahresende bei 1,2 (1,1) %.
30.06.2023/31.12.2022
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | ||
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 6.401 | 5 % | 5.971 | 5 % |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 945 | 1 % | 949 | 1 % |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 2.262 | 2 % | 2.263 | 2 % |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 902 | 1 % | 857 | 1 % |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 102.450 | 79 % | 101.561 | 80 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.394 | 1 % | 1.265 | 1 % |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 1.220 | 1 % | 1.268 | 1 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 330 | 0 % | 311 | 0 % |
| Derivate (Aktiva) | 527 | 0 % | 593 | 0 % |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 8.301 | 6 % | 8.223 | 6 % |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.468 | 3 % | 1.897 | 1 % |
| Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 1.895 | 1 % | 1.792 | 1 % |
| Infrastrukturinvestments | 379 | 0 % | 394 | 0 % |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 100 % | 127.345 | 100 % |
| Derivate (Verbindlichkeiten) | 385 | 17 % | 430 | 19 % |
| Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | 1.906 | 83 % | 1.805 | 81 % |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 2.291 | 100 % | 2.235 | 100 % |
Der Bestand der Schuldinstrumente stieg im ersten
Halbjahr um 0,9 Mrd. EUR und betrug zum Halbjahresende
104,6 (103,7) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 80
(81) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen
für eigenes Risiko, den nach Volumen
größten Teil unserer Investitionen dar. Die
Schuldinstrumente teilen sich in die
Kapitalanlagekategorien "Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente",
"Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" auf. Entsprechend des
Geschäftsmodells hält der Konzern nur einen
geringen Bestand an Finanzinstrumenten, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Die "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzinstrumente" machen 98 (98) % des
Gesamtbestands des Portfolios der Schuldinstrumente aus und
sind um 0,9 Mrd. EUR auf 102,5 (101,6) Mrd. EUR gestiegen.
Dabei wurde hauptsächlich in Staatsanleihen,
Unternehmensanleihen, Pfandbriefe und ähnlich sichere
Titel investiert. Die im sonstigen Ergebnis erfassten
Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und
stillen Reserven - ergaben sich zu -14,2 (-15,5) Mrd. EUR.
Nach den starken Zinsanstiegen des Vorjahres waren zum Ende
des Berichtszeitraums im Euro- und im US-Dollar-Bereich vor
allem in mittleren und längeren Laufzeiten leichte
Zinsrückgänge zu verzeichnen. Dieses führte
im Wesentlichen zu einem Rückgang der stillen Lasten
bei Schuldtiteln.
In der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Schuldinstrumente" wurden
überwiegend Unternehmensanleihen gehalten. Der
Gesamtbestand der Schuldinstrumente innerhalb dieser
Kategorie betrug zum Halbjahresende 1,2 (1,3) Mrd. EUR und
stellt damit 1 (1) % des Gesamtbestands der Anlageklasse
der Schuldinstrumente dar.
Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere
ähnlich sicherer Schuldner bilden zur Jahresmitte 2023
weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in
Schuldinstrumenten. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand
an AAA-gerateten Schuldinstrumenten 44,0 (43,4) Mrd. EUR.
30.06.2023/31.12.2022
Der Talanx Konzern verfolgt eine vergleichsweise
konservative Anlagepolitik. So besitzen 76 (76) % der
Schuldinstrumente mindestens ein Rating der Klasse A. Der
Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in
Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert.
Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 4,9 (5,5)
Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 3,8 (4,3) % der
Kapitalanlagen für eigenes Risiko.
Im Rahmen der Diversifizierung ist der Talanx Konzern
auch in Aktien und Aktienfonds investiert. Zum Ende des
Berichtszeitraums erhöhte sich der Aktienbestand auf
rund 1.514 (1.383) Mrd. EUR.
Der Anteil, der "Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Aktien" mit einem Bestand von 1.391
(1.262) Mrd. EUR, zeigt mit 104 (42) Mio. EUR um 62 Mio.
EUR höhere saldierte Bewertungsreserven. Der Anstieg
beruht auch auf der Erholung der Aktienmärkte. Diese
Bewertungsreserven werden ohne die Möglichkeit eines
späteren Recyclings in die Gewinn- und Verlustrechnung
im Eigenkapital abgebildet.
Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutztem
Grundbesitz 6,4 (6,0) Mrd. EUR. Hinzu kommen 1,9 (1,9) Mrd.
EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten
der Kategorie "Erfolgswirksam zum Zeitwert klassifizierte
Fonds" bilanziert sind.
Der Anstieg spiegelt unser weiter gestiegenes Engagement
in diesem Bereich wider. Im Berichtszeitraum wurden
planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten
Immobilienbestand in Höhe von 29 (25) Mio. EUR
vorgenommen. Außerplanmäßige
Abschreibungen fielen nicht an.
Das indirekte Immobilien- und Infrastrukturportfolio der
Talanx Gruppe ist langfristig ausgerichtet und zielt auf
künftige Kapitalerträge und Wertsteigerungen ab.
Das Portfolio ist weltweit diversifiziert mit Fokus auf die
Regionen Europa, Nordamerika und Asien und deckt
verschiedene Assetklassen innerhalb des Immobilien- und
Infrastruktursektors ab.
Nach einer Erholung der Immobilienmärkte im Jahr
2021 haben sich die geo- und geldpolitischen Bewegungen des
vergangenen Jahres auch auf die Immobilienmärkte
ausgewirkt. Das gestiegene Zinsniveau hat sowohl die Eigen-
als auch die Fremdkapitalkosten im vergangenen Jahr
deutlich erhöht. In der Folge ist das
Transaktionsvolumen auf den globalen Immobilienmärkten
nach einem historischen Höchststand im Jahr 2021
wieder deutlich zurückgegangen. Innerhalb des
Portfolios sind leichte Marktwertkorrekturen zu
verzeichnen. Aufgrund der gestiegenen Kapitalkosten hat das
Liquiditäts- und Kreditmanagement für viele Fonds
an Bedeutung gewonnen. Aufgrund dieser Entwicklung haben
die Fonds im Jahr 2022 zurückhaltender
ausgeschüttet. Im Jahr 2023 stehen die
Transaktionsmärkte weiter unter Druck und weitere
Marktwertkorrekturen können nicht ausgeschlossen
werden. Für Fonds mit entsprechender Liquidität
dürften sich in dieser Marktphase attraktive
Einstiegsmöglichkeiten ergeben. Insgesamt ist unser
Portfolio sektoral, regional und auch strategisch breit
diversifiziert und dieser widerstandsfähige Ansatz
spiegelt sich auch in den Ergebnissen des vergangenen
Jahres wider. So war der Ergebnisbeitrag trotz vereinzelter
Wertkorrekturen sowohl im indirekten Immobilien- als auch
im indirekten Infrastrukturportfolio positiv.
Derzeit ist der Talanx Konzern mit insgesamt über
1,3 (1,3) Mrd. EUR sowohl direkt als auch indirekt in
Infrastrukturprojekten investiert.
Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements
entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte.
Die Assetklasse Infrastruktur hat sich gegenüber den
unter anderem durch Covid-19 und den Ukrainekrieg
verursachten Marktbewegungen sowie der Inflation resilient
gezeigt. Die insgesamt hohe Wertstabilität
begründet sich im Wesentlichen dadurch, dass die
betreffenden Assets die Basisbedürfnisse einer
Bevölkerung adressieren und damit eine wenig
elastische Nachfrage aufweisen. Bei einigen Assets ist in
den letzten Monaten sogar ein positiver Effekt zu erkennen.
So profitierten vor allem Projekte aus dem Bereich
Erneuerbare Energien von den gestiegenen Strompreisen, da
höhere Erträge und somit höhere Gewinne
generiert werden können.
Vor dem Hintergrund des allgemein gestiegenen
Zinsniveaus ist bei genauer Betrachtung der Assetklasse
außerdem zu beobachten, dass sich auch die Renditen
bei Fremdkapitalfinanzierungen für
Infrastrukturprojekte positiv entwickelt haben. Dies kann
in erster Linie auf die gestiegenen Basiszinsen
zurückgeführt werden.
Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen
Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität
zu langen Laufzeiten und unser Know-how in diesem Bereich
gelingt es uns, Illiquiditäts- und
Komplexitätsprämien zu heben. Die sorgfältig
ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen
bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten
Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a.
Finanzierungen von Wind- und Solarparks, Stromnetzen,
Versorgern, Verkehrs- und Transportprojekten,
Glasfaseranbietern und Public-Private-Partnership
(PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen
Ausland.
Im ersten Halbjahr 2023 hat die Talanx ihr
Infrastrukturportfolio u. a. durch Projekte in den
Bereichen Kreislaufwirtschaft, Wasserkraft und digitale
Infrastruktur weiter ausbauen können. Gleichzeitig
tragen diese Transaktionen zu der nachhaltigen und
ESG-konformen Anlagestrategie des Konzerns bei. Geplant
sind auch künftig infrastrukturelle
Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 20 bis 100
Mio. EUR mit einem Investitionshorizont von fünf bis
30 Jahren. Mit den Investitionen sollen vor allem die
angestrebte Energiewende sowie die Daseinsvorsorge in
Europa unterstützt werden.
Der Talanx Konzern verfügt über ein
langfristig ausgerichtetes Private-Equity-Portfolio mit
breiter Diversifikation: Das Portfolio ist weltweit
über viele Sektoren und Finanzierungsphasen gestreut
und wurde seit Jahrzehnten in unserem Konzern aufgebaut und
kontinuierlich weiterentwickelt. Das Fondsportfolio
zeichnet sich durch exklusive Marktzugänge aus und
generiert fortlaufend hohe Erträge. Nach den
Bewertungssteigerungen und überdurchschnittlich hohen
Gewinnausschüttungen der Vorjahre zeigte das Private
Equity-Portfolio zuletzt eine leicht konsolidierte, aber
dennoch stabile Wertentwicklung mit weiterhin
signifikanten, wenn auch geringeren Ausschüttungen als
zuvor. Vor allem gesunde Qualitätsunternehmen lassen
sich im aktuellen Marktumfeld weiterhin gut
veräußern. Für andere Portfoliounternehmen
gestaltet sich ein Exit in der aktuellen Situation jedoch
als schwierig und viele Private-Equity-Manager entscheiden
sich dazu, diese Unternehmen länger im Portfolio zu
halten. Eine Veräußerung soll dann unter
günstigeren Rahmenbedingungen erfolgen. Dies
führt tendenziell zu geringeren Internal Rates of
Return der Investments (bei gleichen Multiples). Weiterhin
sieht sich das Marktumfeld hohen Inflationsraten, einem
gestiegenen Zinsniveau und einer hohen Liquidität
gegenüber. Durch die hohen Finanzierungskosten werden
zunehmend höhere Eigenkapitalanteile sichtbar. In der
ersten Hälfte des Jahres 2023 fallen zudem die seitens
der Private-Equity-Fonds getätigten Transaktionen und
Add-On-Akquisitionen kleiner aus, um Finanzierungsrisiken
präventiv zu mindern. Während Realisationen
derzeit an Dynamik verlieren, nutzen Private-Equity-Manager
die rückläufigen Bewertungen für
vielversprechende Neuinvestitionen. Für die weitere
Entwicklung wird von Bedeutung sein, ob es der Fed gelingt,
ein sog. Soft Landing herbeizuführen. Sollte dies
nicht der Fall sein und es zu einem Hard Landing kommen,
erwarten wir für Private Equity weiteren Gegenwind und
gegebenenfalls weitere Abwertungen. Mittel- und langfristig
sehen wir weiteres Wertsteigerungspotenzial und erwarten
auch für das laufende Jahr einen hohen Ergebnisbeitrag
aus dem Private-Equity-Portfolio der Talanx Gruppe.
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 1 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 2.264 | 2.097 |
| davon laufende Erträge aus Zinsen | 1.652 | 1.405 |
| davon laufende Erträge aus Investmentfonds | 149 | 219 |
| davon Erträge aus Grundstücken | 217 | 205 |
| Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen | -255 | 16 |
| Ergebnis aus Zeitwertänderungen | 14 | -327 |
| Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen | -37 | -58 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen | -260 | -290 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
Das Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko des
ersten Halbjahres betrug 1.726 (1.437) Mio. EUR und liegt
somit über dem Ergebnis des Vergleichszeitraums des
Vorjahres. Die annualisierte Kapitalanlagerendite der
Kapitalanlagen für eigenes Risiko erhöhte sich
auf 2,7 (2,1) %.
Die laufenden Erträge aus Zinsen sind
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 247
Mio. EUR auf 1.652 Mrd. EUR gestiegen. Hintergrund sind
neben dem realen Bestandsaufbau unserer Schuldinstrumente
auch die gestiegenen Erträge unserer kurzfristigen
Kapitalanlagen. Dieser Anstieg beruht auf einem
Liquiditätszufluss und darauf, dass wir bereits heute
in unseren Beständen von dem gestiegenen Zinsniveau
profitieren. Die Amortisationsbeträge hingegen gingen
etwas zurück, was auf unseren Bestand an
inflationsgebundenen Anleihen zurückzuführen ist,
der mit 111 (245) Mio. EUR zum Ergebnis beitrug und die
reduzierten Inflationserwartungen widerspiegelte. Das
global ansteigende Zinsniveau konnten wir für unsere
Neu- und Wiederanlagen nutzen, die auch den
Durchschnittskupon unserer Rentenpapiere prägen.
Dieser stieg auf 2,6% und lag damit über dem
Durchschnittskupon des Vergleichsmonats des Vorjahres (2,3
%).
Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen
lag im ersten Halbjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau
und betrug per saldo -255 (16) Mio. EUR. Ursächlich
hierfür sind Realisationen von Verlusten bei
Schuldinstrumenten im Segment Privat- und
Firmenversicherung Deutschland - Leben. Ebenfalls tragen
regelmäßige Portfolioumschichtungen in allen
Segmenten zum Ergebnis bei.
Das Ergebnis aus Zeitwertveränderungen war zum
Halbjahresende in geringem Umfang positiv 14 (-327) Mio.
EUR. Damit stieg dieser Ergebnisbeitrag um 341 Mio. EUR.
Dieser Anstieg entfällt mit 360 Mio. EUR auf das
Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben.
Das Vorjahr war im Wesentlichen durch negative
Marktwertschwankungen aus Schuldinstrumenten
beeinträchtigt.
Im Berichtszeitraum ergaben sich per saldo
Abschreibungen von 37 (58) Mio. EUR. Davon entfielen 45
(41) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen
direkt gehaltener Immobilien (29 Mio. EUR) und
Infrastrukturinvestments (16 Mio. EUR). Die
gemäß IFRS 9 zu bildenden Rückstellungen
für erwartete Kreditausfälle (ECL) reduzierten
sich ergebniswirksam um +9 (-16) Mio. EUR.
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und
Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen, was
ausschließlich den Versicherungsnehmern zusteht,
verbesserte sich aufgrund positiver
Kapitalmarktentwicklungen deutlich um 2.382 Mio. EUR auf
779 Mio. EUR (30. Juni 2022: -1.603 Mio. EUR). Die
Gegenposition findet sich mit gegenläufigem Vorzeichen
im versicherungstechnischen Finanzergebnis.
Neben dem um 289 Mio. EUR auf 1.726 (1.437) Mio. EUR
erhöhten Kapitalanlageergebnis aus Kapitalanlagen
für eigenes Risiko, verbesserte sich das den
Versicherungsnehmern zustehende Ergebnis aus
fondsgebundenen Versicherungen um 2.382 Mio. EUR. Das
Kapitalanlageergebnis insgesamt stieg damit auf 2.506 Mio.
EUR (30. Juni 2022: -166 Mio. EUR). Gegenläufig
reduzierte sich das versicherungstechnische Finanzergebnis
vor Währungseffekten um 2.717 Mio. EUR auf -1.745 Mio.
EUR (30. Juni 2022: +972 Mio. EUR). Ursächlich
für diesen Rückgang sind der wegen des
gestiegenen Zinsniveaus um 236 Mio. EUR höhere Aufwand
aus der Aufzinsung der Versicherungsverpflichtungen (-482
Mio. EUR; 30. Juni 2022: -246 Mio. EUR) sowie die um 2.481
Mio. EUR höhere Beteiligung der Versicherungsnehmer am
Kapitalanlageergebnis inkl. dem Ergebnis aus
fondsgebundener Lebensversicherung (-1.264 Mio. EUR; 30.
Juni 2022: +1.217 Mio. EUR).
Insgesamt reduzierte sich somit das
versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis
vor Währungseffekten um -46 Mio. EUR auf 760 (806)
Mio. EUR.
| ― |
Das Eigenkapital liegt mit 15,1 Mrd. EUR über Vorjahresniveau |
| ― |
Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen sind um 3,2 Mrd. EUR auf 125,8 Mrd. EUR angestiegen |
Insgesamt sind die versicherungstechnischen
Nettorückstellungen, also der Saldo aus
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus
Versicherungs- bzw. Rückversicherungsverträgen,
in Relation zur Vergleichsperiode um 3,2 % bzw. 3,6 Mrd.
EUR auf 117,8 (114,2) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg
entfiel auf die Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle (+3,4 Mrd. EUR) und
die Deckungsrückstellung (+0,2 Mrd EUR). Die
vertragliche Servicemarge erhöhte sich um 0,8 Mrd. EUR
auf 10,3 (9,6) Mrd. EUR, während sich die gesamte
Risikoanpassung um 0,1 Mrd. EUR auf 4,8 (4,9 Mrd. EUR)
reduzierte. Die vertragliche Servicemarge resultiert im
Wesentlichen mit 7,3 (6,6) Mrd. EUR aus dem
Geschäftsbereich Rückversicherung und mit 2,8
(2,6) Mrd. EUR aus dem Geschäftsbereich Privat- und
Firmenversicherung Deutschland.
Das Konzerneigenkapital (Eigenkapital ohne Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter) hat sich gegenüber dem
31. Dezember 2022 um 615 Mio. EUR (7,1 %) erhöht. Der
Anstieg resultiert unter anderem aus dem Periodenergebnis,
das in Höhe von 827 (686) Mio. EUR auf unsere
Anteilseigner entfällt und vollständig in die
Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Dem wirkte die
Dividendenzahlung in Höhe von 507 (405) an die
Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraumes
entgegen.
Des Weiteren haben sich die nicht ergebniswirksamen
Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen)
gegenüber dem 31. Dezember 2022 um +292 Mio. EUR auf
-737 Mio. EUR verändert. Die Entwicklung der
übrigen Rücklagen resultiert im Wesentlichen aus
der positiven Entwicklung der nicht realisierten
Kursgewinne aus Kapitalanlagen (+787 Mio. EUR) und dem
gegenläufigen Effekt aus der Veränderung des
versicherungstechnischen Finanzertrags- oder -aufwands aus
ausgestellten Versicherungsverträgen (-566 Mio. EUR).
Die Umkehr der nicht realisierten Kursverluste in nicht
realisierte Kursgewinne aus Kapitalanlagen ist im
Wesentlichen auf den Zinsrückgang im ersten Halbjahr
zurückzuführen.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | Veränderung | +/- % |
| Gezeichnetes Kapital | 317 | 317 | - | - |
| Kapitalrücklage | 1.394 | 1.394 | - | - |
| Gewinnrücklage | 8.322 | 7.998 | 324 | 4,0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalbestandteile (übrige Rücklagen) | -737 | -1.029 | 292 | 28,3 |
| Konzerneigenkapital | 9.295 | 8.680 | 615 | 7,1 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 | 143 | 2,5 |
| Summe | 15.130 | 14.371 | 759 | 5,3 |
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 |
| Geschäftsbereich | ||
| Industrieversicherung | 2.463 | 2.242 |
| davon Minderheiten | - | - |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 1.670 | 1.550 |
| davon Minderheiten | 59 | 56 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 2.880 | 2.491 |
| davon Minderheiten | 367 | 323 |
| Rückversicherung | 10.126 | 9.919 |
| davon Minderheiten | 5.555 | 5.469 |
| Konzernfunktionen | -1.868 | -1.689 |
| davon Minderheiten | - | - |
| Konsolidierung | -141 | -140 |
| davon Minderheiten | -146 | -156 |
| Gesamtes Eigenkapital | 15.130 | 14.371 |
| Konzerneigenkapital | 9.295 | 8.680 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 |
Die gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum
Stichtag 4,5 (5,0) Mrd. EUR. Die Hannover Finance
(Luxemburg) S. A. hat eine im Jahr 2012 emittierte
nachranginge Schuldverschreibung in Höhe von 500 Mio.
EUR im Berichtszeitraum gekündigt und vollständig
zurückgezahlt.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Anmerkung 11 "Nachrangige Verbindlichkeiten".
Zum 30. Juni 2023 besteht eine syndizierte variabel
verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von
250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag ist diese unverändert
zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen.
Die am 13. Februar 2023 fällig gewordene Anleihe
der Talanx AG mit einer Verzinsung von 3,125 % wurde
vollständig in Höhe von 750 Mio. EUR
zurückgezahlt. Konzerngesellschaften hatten Anteile
mit einem Nominalwert von 185 Mio. EUR gehalten.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Anmerkung 13 "Begebene Anleihen und Darlehen".
Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine
Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit
erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und
in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G.
nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis
zur Zeichnung anzudienen.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang,
Kapitel "Sonstige Angaben - Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen".
In unserem Geschäftsbericht für das Jahr 2022
haben wir unser Risikoprofil und die verschiedenen
Risikoarten gemäß Deutschem
Rechnungslegungsstandard DRS 20 dargestellt. Die
Risikoberichterstattung im Halbjahresfinanzbericht
konzentriert sich auf relevante Veränderungen der
Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx
Konzerngeschäftsberichts 2022 eingetreten sind.
Das Gesamtbild der Risikolage bleibt dabei
unverändert; es sind weiterhin keine konkreten Risiken
erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns existenziell beeinträchtigen
könnten. Der Talanx Konzern hat ein
funktionsfähiges, angemessenes Governance- und
Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich
weiterentwickelt wird und hohen
Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir
sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu
erkennen und wirksam zu steuern.
Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach
aufgeführt - bestimmen weiterhin das
Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang
mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko
in der Schaden/Unfallversicherung, das
Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko
der Lebensversicherung, das operationelle Risiko sowie das
Rückversicherungsausfallrisiko. Gleichermaßen
kommt der Diversifikation für die Bestimmung des
Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert
aus unserer geografischen Diversität und der
Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch
im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut
aufgestellt.
Innerhalb des Marktrisikos ist das Kreditrisiko von
besonderer Bedeutung. Es ist bei uns vom
Forderungsausfallrisiko gegenüber
Rückversicherern geprägt. Innerhalb des
unbesicherten Bestandes ist der überwiegende Anteil
unserer Rückversicherungspartner/Retro-zessionäre
mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert.
Der hohe Anteil an Rückversicherern mit gutem Rating
ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem
Bereich zu vermeiden.
In Bezug auf das Liquiditätsrisiko gehen wir
unverändert davon aus, auch größeren,
unerwarteten Auszahlungserfordernissen
fristgemäß nachkommen zu können.
An den Einschätzungen zum operationellen Risiko
gibt es keine wesentlichen Änderungen.
Geopolitische Krisen großen Ausmaßes wie
aktuell in der Ukraine führen grundsätzlich zu
Unsicherheiten und erhöhten Volatilitäten auf den
Kapitalmärkten. Resultierende wirtschaftliche
Verwerfungen können unsere Kunden, unsere
Tochtergesellschaften sowie die Gruppe belasten. Neben dem
Krieg in der Ukraine beobachten wir auch die Entwicklungen
in anderen Regionen der Welt, insbesondere die Folgen einer
möglichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen
China und Taiwan.
Risiken aus dem Krieg in der Ukraine können sich
insbesondere aus noch unabsehbaren Folgewirkungen und der
ökonomischen Entwicklung ergeben. Die direkte
Exponierung, bezogen auf die Versicherungstechnik und die
Kapitalanlage, ist moderat. Die Auswirkung auf das
versicherungstechnische Risiko und die Kapitalanlage
insgesamt hängt stark von der makroökonomischen
Entwicklung und der weiteren Geschäftsentwicklung ab.
Es kann beispielsweise zu Prämienrückgängen
und zu Schäden aus Cyberangriffen oder
Betriebsunterbrechungen im Zusammenhang mit
Supply-Chain-Risiken kommen. In Bezug auf die Reservierung
der Schäden und die unterliegenden Annahmen
erhöhen sich die Unsicherheiten aus dem Bekanntwerden
weiterer Schäden, der Höhe und Auszahlungsdauer
der eingetretenen (bekannten und unbekannten) Schäden
sowie die Kosten der Regulierung der Schäden. Laufende
Entwicklungen betreffen u. a. die Gerichtsverfahren zu
geleasten Flugzeugen, die sich bei Kriegsausbruch in
Russland befanden und seitdem nicht zurückgeführt
wurden. Wir stehen in engem Austausch sowohl mit unseren
Kunden als auch mit den Maklern, um bei wichtigen
Entwicklungen zeitnah informiert zu sein.
Das BIP in Deutschland weist im ersten Quartal 2023 zum
zweiten Mal in Folge einen negativen Wert auf, weshalb
Deutschland sich in einer technischen Rezession befindet.
Dennoch verzeichnete der DAX im zweiten Quartal trotz
anhaltender Unsicherheiten einen neuen Höchststand. In
der Eurozone wird in diesem Jahr mit einem leichten
Wirtschaftswachstum gerechnet. Gleichwohl ist die
Volatilität an den Kapitalmärkten
unverändert hoch.
In Bezug auf die Inflation zeigen die
veröffentlichten Daten, dass die Höchstwerte
bereits erreicht wurden und sich ein leichtes Absinken der
Inflation auf hohem Niveau realisiert. Ein wesentlicher
Unsicherheitsfaktor ist dabei die zukünftige
Entwicklung der Inflation. Die Gründe für die
aktuell erhöhten Inflationsraten sind vielfältig:
Steigende Nachfrage von Verbraucherinnen und Verbrauchern
durch Lockerung von Corona-Maßnahmen, steigende
Produktionskosten, gestörte Lieferketten und
Rohstoffengpässe. Trotz der komplexen
Gesamtgemengelage gehen wir derzeit perspektivisch von
einer weiteren Entspannung auf erhöhtem Niveau aus.
Gleichwohl ist der allgemeine Anstieg der Konsumentenpreise
von der für die Reservierung relevanten Schaden- und
Kosteninflation zu differenzieren, was die Feststellung der
Folgewirkungen erschwert.
Ein weiteres relevantes, die derzeitige Risikolage
bestimmendes Themenfeld stellt das Zinsniveau und dessen
Entwicklung dar. Das allgemeine Zinsniveau ist in den
vergangenen 18 Monaten deutlich gestiegen. Gegenwärtig
gibt es Anzeichen, dass die Zinsen nur noch im begrenzten
Umfang weiter steigen könnten. So hat die Fed bereits
in ihrer Juni-Sitzung für die USA nach zehn
Zinserhöhungen in Folge erstmals den US-Leitzins
unverändert gelassen.
Aus den zuvor langjährig extrem niedrigen
Kapitalmarktzinsen in Verbindung mit der Höhe der in
den Versicherungsverträgen eingegangenen Zinsgarantien
ergeben sich für Teile des
Lebensversicherungsbereiches aufgrund der langfristigen
Kapitalanlagestruktur weiterhin erhebliche
Herausforderungen.
Durch den mittlerweile erfolgten deutlichen Zinsanstieg
haben sich die Marktwerte der Kapitalanlagen erheblich
reduziert, was die Bedeckung der versicherungstechnischen
Passiva in der HGB-Sicht nach Marktwerten schmälert.
Es wird jedoch davon ausgegangen, dass rein zinsinduzierte
Unterdeckungen nach Marktwerten bei bis zur
Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten des
Anlagevermögens aufsichtsrechtlich weiterhin als
unproblematisch eingestuft werden. Die Bedeckung der
versicherungstechnischen Passiva nach Buchwerten wie auch
nach Marktwerten wird intensiv überwacht.
Die aktuelle Situation stiller Lasten bedingt für
die Lebensversicherer Stornorisiken. Ein Anstieg der
Stornoraten würde zu dem Risiko führen, dass zur
Finanzierung von fälligen Rückkaufswerten
möglicherweise Kapitalanlagen verkauft werden
müssten, die durch den Zinsanstieg an Marktwert
verloren haben. Dies würde zur Realisierung stiller
Lasten führen. Auch dieses Risiko wird gezielt
überwacht und gemanagt. Gegebenenfalls erforderlich
werdende Maßnahmen werden bei Bedarf geprüft.
Gleichermaßen stellen die politischen und
volkswirtschaftlichen Unsicherheiten, sowohl in den
bestehenden Kernmärkten als auch in unseren Ziel- und
Wachstumsmärkten, Risiken für unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar. Die
Ereignisse im Bankensektor im Frühjahr rund um die
Silicon Valley Bank, die Signature Bank und die Credit
Suisse haben zu internen Ad-hoc-Maßnahmen, aber zu
keinen direkt spürbaren Auswirkungen auf wesentliche
Kennzahlen im Talanx Konzern geführt.
Naturkatastrophenereignisse in verschiedenen Regionen
der Welt hatten Auswirkungen auf den Talanx Konzern.
Insbesondere waren im ersten Halbjahr 2023 das Erdbeben
Anfang Februar in der Türkei, die Flut Ende Januar /
Anfang Februar und der Zyklon Gabrielle Mitte Februar in
Neuseeland sowie die Regen- und Flutereignisse im Mai in
Italien erwähnenswert.
Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten hinsichtlich
der Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer
unternehmerischen Tätigkeit in allen Ländern, in
denen der Konzern vertreten ist. Unsere deutschen
Lebensversicherungsgesellschaften sind weiterhin
spezifischen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierunter
fallen auch steuerliche Risiken in Bezug auf die Behandlung
von bestimmten Kapitalanlageinstrumenten im Rahmen der
Betriebsprüfungen sowie die Behandlung in den
Jahresabschlüssen der betroffenen Gesellschaften.
Ein weiteres spezifisches Risiko stellt die
politisch-ökonomische Situation in Italien dar, da im
Konzern auch Direktinvestitionen in italienische Titel
gehalten werden, die zu Wertberichtigungen führen
könnten. Umfang und Risiken dieser Kapitalanlagen
werden durch das interne Limit- und Schwellenwertsystem und
Konzentrations- bzw. Kontrahentenlimite begrenzt.
Die Weltwirtschaft hat sich in einem Umfeld hoher
Inflation, des damit einhergehenden Kaufkraftverlusts sowie
stark gestiegener Zinsen im ersten Halbjahr 2023
vergleichsweise gut behauptet. Dennoch sind die Sorgen
bezüglich einer bevorstehenden Rezession nicht
gebannt. Die Folgen der restriktiveren Geldpolitik zeigen
mit Verzögerung Wirkung, die Kreditvergabe stockt, der
Krieg in der Ukraine dauert an, und geopolitisch gibt es
beispielsweise mit Blick auf China und die USA nur wenige
Entspannungssignale. Nicht zuletzt sind auch Sorgen vor
neuen Pandemie-Wellen und damit einhergehenden
Beschränkungen des öffentlichen Lebens sowie vor
einer Energieknappheit im kommenden Winter nicht von der
Hand zu weisen.
Wir gehen davon aus, dass die USA in den kommenden
Quartalen eine deutliche konjunkturelle Abkühlung
durchlaufen werden, wobei eine schwere Rezession aufgrund
des robusten Arbeitsmarkts und der Zögerlichkeit von
Unternehmen, Beschäftigte zu entlassen, vermieden
werden sollte. Der Eurozone dürfte es vor diesem
Hintergrund kaum gelingen, überdurchschnittliche
Wachstumsraten zu erzielen. Da zudem die umfangreiche
fiskalische Unterstützung der Post-Covid-Zeit
sukzessive nachlässt und das erhöhte
Energiepreisniveau in Europa strukturell die Industrie
belastet, rechnen wir lediglich mit einer sehr verhaltenen
konjunkturellen Erholung.
Während die weitere Entwicklung in China in
erheblichem Maße davon abhängt, ob und in
welchem Maße die Regierung die Konjunktur
stützt, erwarten wir mit Blick auf die
Schwellenländer grundsätzlich eine höhere
Wachstumsdynamik. Regional dürfte es hier jedoch
Unterschiede geben, die insbesondere in der
Rohstoffabhängigkeit sowie der geographischen und
handelspolitischen Nähe zum Kriegsgebiet in der
Ukraine begründet liegen.
Das Ende der sehr expansiven Geldpolitik vieler
Notenbanken rund um den Globus dürfte weiterhin
dafür sorgen, dass sich die erhöhte Wachstums-
und Inflationsvolatilität auch im zweiten Halbjahr in
Form höherer Schwankungsbreiten an den internationalen
Kapitalmärkten bemerkbar macht. Wir gehen jedoch davon
aus, dass an den Rentenmärkten das veränderte
geldpolitische Umfeld inzwischen weitgehend eingepreist
ist. Vielmehr dürften die Märkte in den kommenden
Monaten beginnen, allmählich erste Zinssenkungen von
EZB und Fed im kommenden Jahr einzupreisen. Bezüglich
der Aktienmärkte blicken wir vorsichtig optimistisch
auf die nächsten Quartale, wobei nach der Rallye im
ersten Halbjahr Rücksetzer, beispielsweise infolge
einer enttäuschenden Gewinnentwicklung der
Unternehmen, nicht ausgeschlossen sind.
Wir gehen von folgenden Annahmen aus:
| ― |
moderates weltwirtschaftliches Wachstum |
| ― |
weiterhin erhöhte Inflationsraten |
| ― |
Ende des Zinserhöhungszyklus |
| ― |
keine plötzlichen Schocks an den Kapitalmärkten |
| ― |
keine Währungskursschocks |
| ― |
keine wesentlichen finanzpolitischen und aufsichtsrechtlichen Änderungen |
| ― |
keine außergewöhnliche Großschadenbelastung |
| ― |
keine Eskalation geopolitischer Spannungen |
Wir geben für den Talanx Konzern und seine
Geschäftsbereiche zum Halbjahr Prognosewerte für
die Kennzahlen, nach denen der Konzern sein Geschäft
steuert.
| In Mrd. EUR | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Versicherungsumsatz (währungskursbereinigt) | > 42 | ~ 42 | ~ 42 |
| Konzernergebnis | > 1,4 | ~ 1,4 | ~ 1,4 |
| Eigenkapitalrendite in % | > 10 | > 10 | > 10 |
Wir waren in der Prognose für 2023 im
Konzerngeschäftsbericht 2022 von einem
Versicherungsumsatz von rund 42 Mrd. EUR ausgegangen.
Für 2023 wird ein Anstieg des Versicherungsumsatzes
gegenüber dem Jahr 2022 auf mehr als 42 Mrd. EUR
erwartet. Ferner ist die Talanx Gruppe zuversichtlich, das
Konzernergebnis von rund 1.400 Mio. EUR aufgrund des guten
Geschäftsverlaufes im ersten Halbjahr nunmehr
übertreffen zu können. Die Eigenkapitalrendite
wird, wie bereits im ersten Quartal 2023 angekündigt,
deutlich über 10 % liegen.
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des
Versicherungsumsatzes
(währungskursbereinigt) |
im oberen einstelligen
Prozentbereich |
im oberen einstelligen
Prozentbereich |
im oberen einstelligen
Prozentbereich |
| Schaden-/Kostenquote | < 96 | < 96 | < 96 |
| Eigenkapitalrendite | > 9 | > 9 | > 9 |
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes | mittlerer einstelliger
Prozentbereich |
mittlerer einstelliger
Prozentbereich |
mittlerer einstelliger
Prozentbereich |
| Schaden-/Kostenquote | ~ 97 | ~ 97 | ~ 97 |
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes | Rückgang im
niedrigen
einstelligen Prozentbereich |
im oberen einstelligen
Prozentbereich |
im oberen einstelligen
Prozentbereich |
| Neugeschäftswert in Mio. EUR | > 300 | > 300 | > 300 |
Im Segment Lebensversicherung waren wir in der Prognose
für 2023 im Geschäftsbericht 2022 von einem
Wachstum des Versicherungsumsatzes im oberen einstelligen
Prozentbereich ausgegangen. Für unser Segment
Lebensversicherung gehen wir jetzt von einem Rückgang
des Versicherungsumsatzes im niedrigen einstelligen
Prozentbereich aus. Ursächlich dafür ist in
erster Linie ein Rückgang der Einmalprämien
aufgrund alternativer Anlageprodukte mit höherer
Verzinsung.
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Eigenkapitalrendite | > 9 | > 9 | > 9 |
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des
Versicherungsumsatzes
(währungskursbereinigt, Schaden/Unfallversicherung) |
niedriges zweistelliges
Wachstum |
niedriges zweistelliges
Wachstum |
niedriges zweistelliges
Wachstum |
| Schaden-/Kostenquote (Schaden/Unfallversicherung) | < 95 | < 95 | < 95 |
| Wachstum des
Versicherungsumsatzes
(währungskursbereinigt, Lebensversicherung) |
niedriges zweistelliges
Wachstum |
mittlerer einstelliger
Prozentbereich |
mittlerer einstelliger
Prozentbereich |
| Eigenkapitalrendite | ~ 8,5 | ~ 8,5 | ~ 8,5 |
Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International waren wir in der Prognose für 2023 im
Geschäftsbericht 2022 von einem Wachstum des
Versicherungsumsatzes der Lebensversicherung im mittleren
einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Für unseren
Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung
International gehen wir jetzt aufgrund der Akquisition der
türkischen Gesellschaft Fiba Emeklilik ve Hayat A.
Ç. von einem Wachstum des Versicherungsumsatzes der
Lebensversicherung im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich aus.
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | moderates
Wachstum |
moderates
Wachstum |
moderates
Wachstum |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mrd. EUR | > 1,6 | 1,6 | 1,6 |
Im Segment Schaden-Rückversicherung waren wir in
der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022
von einem operativen Ergebnis (EBIT) von rund 1,6 Mrd. EUR
ausgegangen. Für unser Segment
Schaden-Rückversicherung gehen wir jetzt von einem
operativen Ergebnis (EBIT) von mindestens 1,6 Mrd. EUR aus.
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | moderates
Wachstum |
moderates
Wachstum |
moderates
Wachstum |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. EUR | > 750 | 750 | 750 |
Im Segment Personen-Rückversicherung waren wir in
der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022
von einem operativen Ergebnis (EBIT) von rund 750 Mio. EUR
ausgegangen. Für unser Segment
Personen-Rückversicherung gehen wir jetzt von einem
operativen Ergebnis (EBIT) von mindestens 750 Mio. EUR aus.
| In % | Ausblick für 2023
auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023
auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023
aus dem
Geschäftsbericht 2022 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt |
| Eigenkapitalrendite 1 | über dem Mindestziel | über dem Mindestziel | über dem Mindestziel |
Die Chancen haben sich gegenüber dem Berichtsjahr
2022 nicht wesentlich verändert. Diesbezüglich
verweisen wir auf den Talanx Konzerngeschäftsbericht
2022.
| In Mio. EUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | 01.01.2022 1 | ||
| A. | Immaterielle Vermögenswerte | 1 | ||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.057 | 1.020 | 1.028 | |||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 602 | 452 | 456 | |||
| 1.659 | 1.472 | 1.484 | ||||
| B. | Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 12 | 1.244 | 1.444 | 1.505 | |
| C. | Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 2 | 7.213 | 7.492 | 7.429 | |
| D. | Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 3 | 6.401 | 5.971 | 5.443 | ||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | 3.207 | 3.212 | 846 | |||
| c. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 4/8 | 902 | 857 | 589 | ||
| ii. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 5/8/9 | 103.844 | 102.826 | 118.955 | ||
| iii. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 6/9 | 15.741 | 14.084 | 15.552 | ||
| d. Übrige Kapitalanlagen | 7 | 379 | 394 | 423 | ||
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 127.345 | 141.809 | |||
| E. | Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.995 | 11.266 | 12.991 | ||
| Kapitalanlagen | 142.469 | 138.611 | 154.800 | |||
| F. | Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.438 | 3.592 | 4.001 | ||
| G. | Aktive Steuerabgrenzung | 1.146 | 1.205 | 1.303 | ||
| H. | Sonstige Vermögenswerte | 5.113 | 4.110 | 3.412 | ||
| I. | Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 27 | 534 | 608 | ||
| Summe der Aktiva | 162.309 | 158.460 | 174.543 | |||
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17
i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" im
Konzernanhang
| In Mio. EUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | 01.01.2022 1 | ||
| A. | Eigenkapital | 10 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital 2 | 317 | 317 | 316 | |||
| b. Rücklagen | 8.979 | 8.363 | 8.329 | |||
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 9.295 | 8.680 | 8.645 | |||
| c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 | 6.397 | |||
| Summe Eigenkapital | 15.130 | 14.371 | 15.042 | |||
| B. | Nachrangige Verbindlichkeiten | 11 | 4.509 | 5.009 | 4.761 | |
| C. | Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 12 | 125.795 | 122.547 | 139.878 | |
| D. | Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 482 | 564 | 697 | ||
| E. | Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.642 | 1.678 | 2.200 | |||
| b. Steuerrückstellungen | 598 | 541 | 492 | |||
| c. Sonstige Rückstellungen | 858 | 873 | 939 | |||
| 3.098 | 3.092 | 3.631 | ||||
| F. | Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 13 | 3.436 | 4.058 | 2.432 | ||
| b. Übrige Verbindlichkeiten | 9 | 7.348 | 6.072 | 5.015 | ||
| 10.784 | 10.130 | 7.447 | ||||
| G. | Passive Steuerabgrenzung | 2.472 | 2.296 | 2.464 | ||
| H. | Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 3 | 40 | 450 | 622 | ||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 147.179 | 144.089 | 159.501 | |||
| Summe der Passiva | 162.309 | 158.460 | 174.543 | |||
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17
i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Der Nominalwert beträgt 317 (317) Mio.
EUR, das bedingte Kapital beträgt 158 (158) Mio. EUR
3 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" im
Konzernanhang
| In Mio. EUR | Anhang | 6M 2023 | 6M 2022 1 | |||
| 1. | Versicherungsumsatz | 14 | 20.862 | 19.159 | ||
| 2. | Versicherungstechnische Aufwendungen | -17.896 | -17.468 | |||
| 3. | Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -1.338 | -398 | |||
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.627 | 1.293 | ||||
| 4. | a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 | |||
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 | ||||
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 15/16 | 1.726 | 1.437 | |||
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -16 | ||||
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 20 | 13 | ||||
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 | ||||
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 | ||||
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 | ||||
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 | ||||
| 5. | a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -1.532 | -762 | |||
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 19 | 480 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | 17 | -1.513 | -282 | |||
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis 2 | -232 | 1.254 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten 2 | -1.745 | 972 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 760 | 806 | ||||
| 6. | a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -210 | 1.262 | |||
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis 2 | 232 | -1.254 | ||||
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 14 | -40 | ||||
| Währungsergebnis | 36 | -32 | ||||
| 7. | a. Sonstige Erträge | 247 | 373 | |||
| b. Sonstige Aufwendungen | -713 | -937 | ||||
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | 18 | -466 | -565 | |||
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.957 | 1.502 | ||||
| 8. | Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | |||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.957 | 1.502 | ||||
| 9. | Finanzierungszinsen | -120 | -88 | |||
| 10. | Ertragsteuern | -450 | -241 | |||
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 | ||||
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 561 | 488 | ||||
| davon Aktionäre der Talanx AG | 827 | 686 | ||||
| Ergebnis je Aktie | ||||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 | ||||
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17
i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Zur Verdeutlichung der
währungskongruenten Bedeckung der
versicherungstechnischen Verbindlichkeiten durch
Kapitalanlagen werden die Währungseffekte
zunächst aus dem versicherungstechnischen
Finanzergebnis i. S. d. IFRS17 herausgerechnet und
anschließend im Währungsergebnis ausgewiesen
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 1 |
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| Nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 16 | 531 |
| Steuerertrag/-aufwand | -8 | -166 |
| 8 | 365 | |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 68 | -152 |
| Steuerertrag/-aufwand | -18 | 37 |
| 50 | -115 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -4 | 2 |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -3 | 2 | |
| Gesamte nicht reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 55 | 253 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 1.071 | -17.168 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 219 | 114 |
| Steuerertrag/-aufwand | -331 | 4.919 |
| 959 | -12.135 | |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -974 | 16.215 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | 257 | -5.183 |
| -717 | 11.032 | |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag oder -aufwand aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 19 | -210 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | 26 | 286 |
| 45 | 76 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -82 | 775 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -1 | 3 |
| Steuerertrag/-aufwand | 63 | -58 |
| -20 | 719 | |
| Veränderungen aus Cashflow-Hedges | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 20 | -222 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -17 | -11 |
| Steuerertrag/-aufwand | -1 | 73 |
| 2 | -160 | |
| Veränderungen aus der Equity-Bewertung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -13 | 11 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -13 | 11 | |
| Sonstige Veränderungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | -6 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| - | -6 | |
| Gesamte reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 256 | -462 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 310 | -210 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.698 | 964 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 580 | 87 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 1.118 | 877 |
| Übrige Rücklagen | ||||||
| In Mio. EUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapital-
rücklagen |
Gewinn-
rücklagen |
Nicht realisierte
Kursgewinne/
-verluste aus Kapitalanlagen |
Versicherungs-
technischer Finanzertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungs- verträgen |
Versicherungs-
technischer Finanzertrag oder -aufwand aus gehaltenen Rückversicherungs- verträgen |
| 2023 | ||||||
| Stand am 01.01.2023 | 317 | 1.394 | 7.998 | -8.583 | 8.412 | -11 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | -1 | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Periodenergebnis | - | - | 827 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 787 | -566 | 22 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | 44 | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | - |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | 44 | - | - |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | 743 | -566 | 22 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | 743 | - | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | - | -566 | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | - | - | 22 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | - |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 827 | 787 | -566 | 22 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -507 | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 4 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2023 | 317 | 1.394 | 8.322 | -7.796 | 7.846 | 11 |
| 2022 | ||||||
| Stand am 31.12.2021 (wie berichtet) | 316 | 1.385 | 8.709 | 3.906 | - | - |
| IFRS 9 Anpassungen | - | - | 816 | 1.388 | - | - |
| IFRS 17 Anpassungen | - | - | -3.185 | - | -5.162 | -27 |
| Sonstige Anpassungen 1 | - | - | 1.273 | -1.307 | 1.602 | -16 |
| Stand am 01.01.2022 (angepasst) | 316 | 1.385 | 7.612 | 3.987 | -3.560 | -43 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | -7 | 2 | - | - |
| Periodenergebnis | - | - | 686 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -9.719 | 9.341 | 22 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | -106 | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | - |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | -106 | - | - |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | -9.613 | 9.341 | 22 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | -9.613 | - | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | - | 9.341 | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | - | - | 22 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | - |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 686 | -9.719 | 9.341 | 22 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -405 | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 1 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2022 | 316 | 1.385 | 7.887 | -5.730 | 5.781 | -21 |
| Übrige Rücklagen | ||||||
| In Mio. EUR | Gewinne/Verluste aus
der Währungs-
umrechnung |
übrige
Eigenkapital-
veränderungen |
Bewertungs-
ergebnis aus Cashflow Hedges |
Auf Aktionäre der Talanx AG entfallendes Eigenkapital | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | Summe
Eigenkapital |
| 2023 | ||||||
| Stand am 01.01.2023 | -307 | -438 | -102 | 8.680 | 5.692 | 14.371 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | - | -1 | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - | -10 | -10 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 827 | 561 | 1.388 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 45 | - | 4 | 292 | 19 | 311 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | -3 | 7 | - | 48 | 6 | 55 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 7 | - | 7 | 1 | 8 |
| davon Währungsumrechnung | -3 | - | - | -3 | - | -3 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | 44 | 6 | 50 |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 48 | -7 | 4 | 244 | 13 | 256 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | 743 | 216 | 959 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | -566 | -151 | -717 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | 22 | 23 | 45 |
| davon Währungsumrechnung | 48 | - | - | 48 | -68 | -20 |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | 4 | 4 | -2 | 2 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | -7 | - | -7 | -6 | -13 |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 45 | - | 4 | 1.119 | 580 | 1.698 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | 1 | 1 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | - | -507 | -429 | -935 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | 4 | 1 | 5 |
| Stand am 30.06.2023 | -262 | -438 | -98 | 9.295 | 5.835 | 15.130 |
| 2022 | ||||||
| Stand am 31.12.2021 (wie berichtet) | -380 | -3.278 | 118 | 10.776 | 7.169 | 17.945 |
| IFRS 9 Anpassungen | - | - | - | 2.204 | 419 | 2.622 |
| IFRS 17 Anpassungen | - | 2.555 | - | -5.820 | -1.277 | -7.097 |
| Sonstige Anpassungen 1 | -28 | -3 | -35 | 1.486 | 86 | 1.571 |
| Stand am 01.01.2022 (angepasst) | -409 | -726 | 82 | 8.645 | 6.397 | 15.042 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | 2 | - | - | -4 | 49 | 45 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 686 | 488 | 1.173 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 353 | 345 | -151 | 191 | -401 | -210 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 2 | 340 | - | 236 | 16 | 253 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 340 | - | 340 | 25 | 365 |
| davon Währungsumrechnung | 2 | - | - | 2 | - | 2 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | -106 | -9 | -115 |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 350 | 5 | -151 | -45 | -417 | -462 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | -9.613 | -2.522 | -12.135 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | 9.341 | 1.691 | 11.032 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | 22 | 54 | 76 |
| davon Währungsumrechnung | 350 | - | - | 350 | 369 | 719 |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | -151 | -151 | -9 | -160 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | 11 | - | 11 | - | 11 |
| davon sonstige Veränderungen | - | -6 | - | -6 | - | -6 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 353 | 345 | -151 | 877 | 87 | 964 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | - | -405 | -400 | -805 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | 1 | - | 1 |
| Stand am 30.06.2022 | -54 | -381 | -69 | 9.114 | 6.132 | 15.247 |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 5 |
| I. 1. Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| I. 2. Veränderung aus dem begebenen Versicherungsgeschäft | 4.006 | -15.390 |
| I. 3. Veränderung aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 118 | 73 |
| I. 4. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | 243 | -289 |
| I. 5. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (einschließlich Ertragsteueraufwand/-ertrag) | -1.288 | 18.088 |
| I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1, 2 | 4.468 | 3.655 |
| II. 1. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz | -240 | -292 |
| II. 2. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz | 37 | 8 |
| II. 3. Mittelabfluss aus dem Kauf von nicht konsolidierten Unternehmen | -5 | -40 |
| II. 4. Mittelzufluss aus dem Verkauf von nicht konsolidierten Unternehmen | 1 | 8 |
| II. 5. Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen | -131 | - |
| II. 6. Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 62 | 21 |
| II. 7. Mittelabfluss aus dem Kauf von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen | -114 | -111 |
| II. 8. Mittelzufluss aus dem Verkauf von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen | 65 | 19 |
| II. 9. Mittelabfluss aus dem Kauf von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | -18.085 | -14.988 |
| II. 10. Mittelzufluss aus dem Verkauf von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | 17.631 | 12.767 |
| II. 11. Mittelabfluss aus dem Kauf von erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | -1.826 | -2.953 |
| II. 12. Mittelzufluss aus dem Verkauf von erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | 1.736 | 2.770 |
| II. 13. Veränderung aus kurzfristigen Kapitalanlagen | -1.226 | -279 |
| II. 14. Mittelabfluss aus dem Kauf von sonstigen Kapitalanlagen | -6.630 | -2.109 |
| II. 15. Mittelzufluss aus dem Verkauf von sonstigen Kapitalanlagen | 6.528 | 2.778 |
| II. 16. Sonstige Veränderungen | -129 | 5 |
| II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | -2.327 | -2.395 |
| III. 1. Mittelzufluss aus der Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten | 66 | 100 |
| III. 2. Mittelabfluss aus der Rückzahlung langfristiger Verbindlichkeiten | -1.439 | -784 |
| III. 3. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen | 1 | - |
| III. 4. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen | - | - |
| III. 5. Veränderungen am Anteil von Tochterunternehmen, die nicht zu einem Kontrollverlust führen | - | - |
| III. 6. Gezahlte Dividenden | -935 | -805 |
| III. 7. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | - | - |
| III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 2 | -2.308 | -1.490 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) | -167 | -230 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtszeitraums | 3.596 | 4.001 |
| Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse | 8 | 111 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 3 | - | 1 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums 4 | 3.438 | 3.882 |
1 Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 202
(160) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden von 154 (241)
Mio. EUR und erhaltene Zinsen von 1.923 (1.730) Mio. EUR
werden dem Kapitalfluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen
Dividenden beinhalten ebenfalls dividendenähnliche
Gewinnbeteiligungen aus Investmentsfonds sowie
Private-Equity-Gesellschaften
2 Die gezahlten Zinsen entfallen mit 74 (131)
Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus
Finanzierungstätigkeit und mit 175 (152) Mio. EUR auf
den Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
3 Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen
Konsolidierungskreisänderungen ohne
Unternehmensveräußerungen bzw. -erwerbe
4 Der Finanzmittelfonds am Ende des
Berichtszeitraums umfasst zum Stichtag Finanzmittelfonds
aus ausgewiesenen Veräußerungsgruppen in
Höhe von 0 (1) Mio. EUR
5 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17
i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler
Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2023
wird in Übereinstimmung mit IAS 34 dargestellt und
wurde in Übereinstimmung mit den für die
Zwischenberichterstattung anzuwendenden International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie von der
Europäischen Union übernommen, erstellt.
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze
entsprechen denen des vorherigen Konzernabschlusses und der
zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer der
erstmaligen Anwendung neuer und geänderter Standards,
wie nachfolgend erläutert bzw. gemäß
unserer Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden". Weitreichende Änderungen ergeben
sich hier insbesondere aus der erstmaligen Anwendung der
Standards IFRS 9 und 17.
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt.
Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf
Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen
der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR)
erforderlich. In den Tabellen dieses Berichts können
Rundungsdifferenzen auftreten. Betragsangaben in Klammern
beziehen sich auf das Vorjahr.
Der Konzern hat die folgenden geänderten
IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2023 übernommen:
Der am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9
"Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9
enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung
und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues
Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung
der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften
für Sicherungsgeschäfte. Die Klassifizierung
finanzieller Vermögenswerte unterscheidet ab der
Erstanwendung zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten
und richtet sich für letztere nach den
Geschäftsmodellen, nach welchen der Vermögenswert
gesteuert wird und den vertraglichen Zahlungsströmen.
Stellen die Zahlungsströme ausschließlich Zins-
und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag
dar (Solely Payments of Principal and Interest =
SPPI-Test), erfolgt die Bewertung für
Fremdkapitalinstrumente in Abhängigkeit vom
Geschäftsmodell entweder zu fortgeführten
Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert (FVOCI) oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert (FVPL). Eigenkapitalinstrumente und Derivate
werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Der Standard übernimmt auch die
Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von
Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals
anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1.
Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx Konzern aufgrund
der Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und
IFRS 4" - die es bestimmten Versicherungsunternehmen
ermöglichen, die verpflichtende Anwendung von IFRS 9
zu verschieben - erst in Geschäftsjahren ab dem 1.
Januar 2023 unter Berücksichtigung aller bis dahin
vorgenommenen Anpassungen des Standards angewendet. Die
Möglichkeit, die vorübergehende Befreiung von der
Anwendung des IFRS 9 in Anspruch zu nehmen, bestand
für Unternehmen, die überwiegend im
Versicherungsgeschäft tätig sind. Zu den
einzelnen neuen Regelungen hinsichtlich Ansatz, Ausweis und
Bewertung - inklusive der neuen Vorschriften zu
Wertberichtigungen - verweisen wir auf unsere
Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden".
Während die rückwirkende Anwendung von IFRS 17
(s. u.) die Erstellung von Vergleichszahlen des
Geschäftsjahres 2022 vorsieht, gilt dies nicht
für die Erstanwendung von IFRS 9. Der Konzern hat sich
jedoch entschieden, das Wahlrecht des IFRS 9.7.2.15
anzuwenden und analog zu IFRS 17 das Geschäftsjahr
2022 anzupassen. Darüber hinaus hat das IASB mit den
im Dezember 2021 veröffentlichten Änderungen an
IFRS 17 "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -
Vergleichsinformationen" eine Übergangsoption in Bezug
auf Vergleichsinformationen über finanzielle
Vermögenswerte eingeführt. Diese Ergänzung
des IFRS 17 erlaubt es - entgegen der ursprünglichen
IFRS-9-Regelung - Erstanwendern des Standards, finanzielle
Vermögenswerte in der Vergleichsperiode 2022 so
darzustellen, als ob die Klassifizierungs- und
Bewertungsregeln in IFRS 9 auch auf finanzielle
Vermögenswerte angewendet worden wären, die 2022
ausgebucht wurden (Klassifizierungsüberlagerung). Der
Konzern hat diesen Ansatz, einschließlich der
Bestimmungen des IFRS 9 zu Wertminderungen, konsistent auf
alle hierfür infrage kommenden Finanzinstrumente
angewandt. Das EU-Endorsement dieser Änderung erfolgte
im September 2022.
Die relevanten Angaben zur Umstellung auf die neuen
Bilanzierungsregeln nach IFRS 9
(Übergangsbilanzierung) einschließlich deren
Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nachfolgend
dargestellt. Die folgende Tabelle stellt hierzu die
Buchwerte der Finanzinstrumente nach IAS 39 den Buchwerten
der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2022 nach IFRS 9
gegenüber. Die Wertänderungen basieren hierbei
vollständig auf der Anwendung der neuen
Bewertungsmaßstäbe. In der Eröffnungsbilanz
zum 1. Januar 2022 wurde das Eigenkapital aufgrund der
Erstanwendung von IFRS 9 gegenüber der Darstellung im
Geschäftsbericht 2021 insgesamt um 2,6 Mrd. EUR (vor
Steuern) erhöht, im Wesentlichen aus der Aufdeckung
stiller Reserven auf zuvor zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren.
Zum Übergangszeitpunkt 1. Januar 2022 ergaben sich
aus der Umstellung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten
im Wesentlichen die folgenden Auswirkungen:
Aufgrund der Natur des Versicherungsgeschäftes wird
der überwiegende Teil unseres Portfolios an
Fremdkapitalinstrumenten dem Geschäftsmodell "Halten
und Verkaufen" zugeordnet. Somit werden diese
Finanzinstrumente im Konzern erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Bestand an
erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten
steigt infolgedessen in der Eröffnungsbilanz zum 1.
Januar 2022 auf 119.305 (IAS 39: 102.164) Mio. EUR. Hierin
enthalten sind u. a. Eigenkapitalinstrumente in Höhe
von knapp über 1.385 Mio. EUR, für die der Talanx
Konzern das Wahlrecht ausgeübt hat, diese
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne die
Möglichkeit der späteren erfolgswirksamen
Vereinnahmung bei Veräußerung zu bewerten.
Infolge der Reklassifizierung von Finanzinstrumenten in
Höhe von 332 Mio. EUR, die unter IAS 39 erfolgswirksam
zum Zeitwert bewertet wurden, in die erfolgsneutrale
Bewertung zum Zeitwert wurden unrealisierte Gewinne und
Verluste von 6 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis erfasst
(zuvor Bestandteil der Gewinnrücklage).
Dem Geschäftsmodell "Halten" werden nur noch in
Ausnahmefällen Finanzinstrumente im Rahmen der
Kapitalanlagen sowie Forderungen innerhalb der sonstigen
Vermögenswerte zugeordnet. Hierdurch reduzierte sich
der Bestand der zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Finanzinstrumente deutlich auf 1.371 (IAS 39:
27.511) Mio. EUR. Wesentliche Reklassifizierungen in das
Geschäftsmodell "Halten" von Finanzinstrumenten, die
unter IAS 39 zum Zeitwert bewertet wurden, wurden nicht
vorgenommen.
Die neuen Klassifizierungsregeln des IFRS 9 führen
zudem dazu, dass deutlich mehr Finanzinstrumente
erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Zum 1. Januar
2022 weist der Konzern Finanzinstrumente in Höhe von
32.704 Mio. EUR erfolgswirksam zum Zeitwert aus, wohingegen
unter IAS 39 dieser Bestand noch 20.766 Mio. EUR
aufgewiesen hat. Der Großteil dieses Anstiegs
entfällt dabei auf als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert klassifizierte Fonds (z. B.
Private-Equity-Fonds, Infrastrukturfonds und Rentenfonds)
und Schuldinstrumente, die den SPPI-Test nicht bestehen.
Das kann in zukünftigen Geschäftsjahren zu
höherer Ergebnisvolatilität führen. Mit der
Erstanwendung von IFRS 9 bestand die Möglichkeit, die
Designation von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
zur erfolgswirksamen Bewertung zum Zeitwert neu
auszuüben. Von dieser Möglichkeit hat der Konzern
lediglich für Verbindlichkeiten aus
Investmentverträgen in Höhe von 15 Mio. EUR
Gebrauch gemacht. Aus der erfolgswirksamen Bewertung zum
Zeitwert von Eigenkapitalinstrumenten, die vorher noch zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden,
ergab sich ein Betrag von 11 Mio. EUR, der im Rahmen der
Erstanwendung von IFRS 9 in der Gewinnrücklage erfasst
wurde. Darüber hinaus führte die erstmalige
Anwendung von IFRS 9 auch bei unseren nach der
Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen zu einer
retrospektiven Anpassung des Beteiligungsbuchwertes.
Auswirkungen ergeben sind auch aus der Anwendung des
neuen Wertminderungsmodells für Schuldinstrumente, die
zu fortgeführten Anschaffungskosten oder
erfolgsneutral zum Zeitwert bewertet werden. Für die
Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der
erwarteten Verluste" (Expected Loss Model) vor, bei dem -
anders als im bisherigen "Modell der eingetretenen
Verluste" (Incurred Loss Model) des IAS 39 - erwartete
Verluste bereits vor deren Eintritt antizipiert und
bilanziell als Aufwand berücksichtigt werden
müssen. In der Eröffnungsbilanz per 1. Januar
2022 wurde erstmals eine Risikovorsorge in Höhe von
ca. 143 Mio. EUR erfasst (Minderung der
Gewinnrücklage). Unter IAS 39 wurden zuvor
Wertberichtigungen auf Schuldinstrumente in Höhe von
17 Mio. EUR in der Bewertung berücksichtigt. Zu
weiteren Angaben siehe Anmerkung 9.
Das bilanzielle Hedge-Accounting nach IFRS 9 ist
stärker am Risikomanagement eines Unternehmens
ausgerichtet als die bisherigen Regelungen des IAS 39;
materielle Auswirkungen auf bestehende Hedge-Beziehungen
ergaben sich nicht.
Am 18. Mai 2017 wurde IFRS 17 vom IASB
veröffentlicht und löste zum 1. Januar 2023 IFRS
4 ab. Mit dem IFRS 17 "Versicherungsverträge" werden
erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die
Bewertung und die Darstellung von Anhangangaben zu
Versicherungsverträgen,
Rückversicherungsverträgen sowie
Investmentverträgen mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung implementiert. Mit der
Bekanntgabe der Verordnung (EU) Nr. 2021/2036 wurde IFRS 17
einschließlich der Änderungen aus Juni 2020 in
EU-Recht übernommen und ist in dieser Fassung
spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Gleichzeitig
hat die Verordnung jedoch eine nur in der EU geltende
optionale Ausnahme festgelegt, wonach Unternehmen für
Verträge mit einer Überschussbeteiligung - wie
sie in Deutschland und einer Reihe anderer EU-Staaten
üblich ist - eine optionale Erleichterung in Bezug auf
die Jahreskohortenregelung nutzen können. Dieses
Wahlrecht nimmt der Talanx Konzern nicht in Anspruch und
wendet IFRS 17 in der IASB-Fassung für das
Geschäftsjahr ab dem 1. Januar 2023 an. Die
wichtigsten Änderungen des Standards umfassen u. a.
die Darstellung der Versicherungstechnik in der Bilanz und
GuV, die Diskontierung von Schadenrückstellungen, eine
höhere Transparenz von verlustbringenden Portfolios
und die Einführung der Risikoanpassung für
nicht-finanzielle Risiken. IFRS 17 gibt drei
Bewertungsmodelle vor, die ein unterschiedliches
Ausmaß der Beteiligung der Versicherungsnehmer am
Investmentergebnis bzw. am Unternehmenserfolg
widerspiegeln. Das allgemeine Bewertungsmodell (General
Measurement Model - GMM), der variable Gebührenansatz
(Variable Fee Approach - VFA) und der
Prämienallokationsansatz (Premium Allocation Approach
- PAA). Zu den Details der Bilanzierung von
Versicherungsverträgen verweisen wir auf unsere
Ausführungen im Abschnitt Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden.
Angaben zur Übergangsbilanzierung auf den 1. Januar
2022 sowie wesentliche Auswirkungen aus der Umstellung auf
IFRS 17 finden sich nachfolgend.
Ein zentraler Unterschied der Darstellung in der GuV
unter IFRS 17 gegenüber der Darstellung nach IFRS 4
liegt in der Allokation der Erträge von
Versicherungsverträgen auf die Perioden, in denen der
Ertrag erdient wird, insbesondere für mehrjährige
Versicherungsverträge. Unter IFRS 4 bildeten die in
der Periode vereinnahmten Bruttoprämien und die in der
Periode angefallenen versicherungstechnischen Aufwendungen
noch den Kern der Darstellung in der GuV. Unter IFRS 17
erfolgt eine periodengerechte Vereinnahmung des Ergebnisses
in den Bewertungsmodellen GMM und VFA, indem der in der
jeweiligen Periode erdiente Anteil am erwarteten Ergebnis
eines Versicherungsvertrages aus der vertraglichen
Servicemarge (CSM) als Service-Fee entnommen und
erfolgswirksam als ein Bestandteil des
Versicherungsumsatzes in der GuV erfasst wird. Für
kurzlaufende Verträge (Deckungszeitraum nicht mehr als
zwölf Monate) kann die Bilanzierung im Rahmen des
Bewertungsmodells PAA ohne die Erfassung einer CSM
erfolgen, jedoch unterscheidet sich die Bewertung der
Deckungsrückstellung und somit die Darstellung in der
GuV für kurzlaufende Verträge im PAA nicht
wesentlich vom GMM.
Die Erstanwendung von IFRS 17 zum 1. Januar 2023
erfolgte grundsätzlich retrospektiv nach dem Full
Retrospective Approach (FRA). Sofern keine ausreichende
Datengrundlage für eine vollständige
retrospektive Anwendung des IFRS 17 vorliegt, besteht ein
Wahlrecht zur Anwendung eines modifizierten retrospektiven
Ansatzes (MRA) - sofern hierfür ausreichend
angemessene und belastbare Daten zur Verfügung stehen
- oder des Fair-Value-Ansatzes (FVA). Das Ziel des
modifizierten rückwirkenden Ansatzes ist es, anhand
angemessener und belastbarer Informationen, die ohne
unangemessene Kosten oder Zeitaufwand verfügbar sind,
das Ergebnis zu erzielen, das der rückwirkenden
Anwendung am nächsten kommt. In dem Maße, in dem
eine rückwirkende Anwendung nicht möglich ist,
sind bestimmte Modifikationen zulässig. Nach dem
Fair-Value-Ansatz wird die vertragliche Servicemarge einer
Gruppe von Versicherungsverträgen zum
Übergangszeitpunkt als die Differenz zwischen dem
beizulegenden Zeitwert nach IFRS 13 und den
Erfüllungszahlungsströmen nach IFRS 17 bestimmt.
Im Talanx Konzern haben wir von allen drei Verfahren in
Abhängigkeit von der Datenverfügbarkeit Gebrauch
gemacht. Im Wesentlichen haben wir im Konzern für
Bestände ab 2016 den FRA angewandt. Eine Ausnahme
betrifft die Segmente Privat- und Firmenversicherung
Deutschland - Leben und Personen-Rückversicherung
sowie eine Gesellschaft im Segment Privat- und
Firmenversicherung International. Dort wurde aufgrund der
Datenqualität im Lebensversicherungsbereich der
Variable Fee Approach mit dem FRA erst ab 2019 respektive
2021 angewandt. Vor 2016 fanden hier abhängig von der
Datenlage und Modellierungsqualität der Gruppen von
Verträgen die Methoden MRA und FVA in großem
Umfang Anwendung. Dies gilt sowohl für die aktiven als
auch für die passiven Versicherungsverträge. Im
Schaden/Unfallbereich wurde der FVA genutzt, sofern eine
retrospektive Anwendung nicht möglich war. Im
Erstversicherungsbereich fand der MRA im Wesentlichen in
der Lebensversicherungsbewertung von direkt
überschussberechtigten Versicherungsverträgen
Anwendung. Dort wurden die nachfolgenden, von dem MRA zur
Verfügung gestellten Vereinfachungen herangezogen:
| ― |
Verträge, die im Abstand von mehr als einem Jahr ausgestellt sind, wurden (wie auch im FVA) in Gruppen von Rechnungszinsgenerationen zusammengefasst. |
| ― |
Identifizierung von direkter Überschussbeteiligung, basierend auf den Informationen zum 1. Januar 2022. Konkret wird aufgrund unserer Analysen davon ausgegangen, dass für Verträge mit Überschussbeteiligung auch in der Vergangenheit der VFA hätte angesetzt werden dürfen. |
| ― |
Gekaufte Versicherungsbestände und selbst abgeschlossenes Geschäft wurden (wie auch im FVA) nicht unterschieden. |
| ― |
Verwendung einer Zinsstrukturkurve, die für mindestens drei Jahre unmittelbar vor dem Übergangszeitpunkt auf IFRS 17 der geschätzten Zinsstrukturkurve nahekommt, die auf dem allgemeinen Ansatz zur Berechnung von Diskontsätzen basiert. |
| ― |
Anpassung des Betrages der erwarteten Auflösung der nichtfinanziellen Risikoanpassung zum 1. Januar 2022 um die erwarteten Auflösungen der Risikoanpassung vor dem 1. Januar 2022. |
| ― |
Gemäß IFRS17.C17(e) durften zum 1. Januar 2022 bestehende Verlustkomponenten ausgenullt werden und die Deckungsrückstellung entsprechend erhöht werden. Von der Vereinfachung betroffen sind Teile des überschussberechtigen Lebensversicherungsgeschäfts. |
| ― |
Bestimmung des OCI: Das OCI der versicherungstechnischen Rückstellungen im VFA zum 1. Januar 2022 ergibt sich aus dem OCI der Kapitalanlagen, bilanziert nach IFRS 9, multipliziert mit dem Anteil der Kapitalanlagen, die dazu dienen, die Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft zu decken, das mit VFA bewertet wird. Im Saldo der versicherungstechnischen OCI-Positionen und dem Kapitalanlage-OCI ergibt sich insgesamt das OCI im Wesentlichen aus den Kapitalanlagen, die nicht zur Bedeckung von Versicherungsverpflichtungen dienen. Das OCI der versicherungstechnischen Rückstellungen im GMM zum 1. Januar 2022 ergibt sich als Differenz der versicherungstechnischen Reserven, diskontiert zum eingelockten Zins aus dem Zugangsjahr der Verträge, und dem aktuellen Stichtagszins. |
| ― |
Die CSM (oder die Verlustkomponente) zum 1. Januar 2022 wurde wie folgt ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte zum 1. Januar 2022 abzüglich der Erfüllungszahlungsströme zum 1. Januar 2022, bereinigt um: |
| ― |
|
In der Eröffnungsbilanz geht im Vergleich zur
Anwendung von IAS 39 bzw. IFRS 4 das Gesamteigenkapital zum
1. Januar 2022 - unter Beachtung mitigierender Effekte aus
latenten Steuern - um 2,9 Mrd. EUR zurück. Hiervon
entfällt auf IFRS 17 ein Eigenkapitalrückgang von
5,1 Mrd. EUR. Dieser Effekt ist insbesondere auf die
Bewertung im Lebensversicherungsbereich (Segmente Privat-
und Firmenversicherung Deutschland - Leben und
Personen-Rückversicherung) zurückzuführen
und wesentlich von dem zum Übergangszeitpunkt 1.
Januar 2022 vorherrschenden Zinsniveau getrieben.
Gegenläufig hierzu erhöhte sich das Eigenkapital
in Folge der Erstanwendung von IFRS 9 um 1,4 Mrd. EUR.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der Erstanwendung von
IFRS 9 und 17 die Bewertungswahlrechte für Immobilien,
im Bestand von Lebens-Erstversicherungsgesellschaften, neu
ausgeübt, sodass unser Immobilienbestand teilweise zum
Zeitwert bewertet wird. Dies führt zu einem
Eigenkapitalanstieg von 0,8 Mrd. EUR.
Da im Schaden/Unfall-Erstversicherungsbereich der PAA
angewendet wird, wird der größte Teil der
vertraglichen Servicemarge im Geschäftsbereich
Rückversicherung und den Lebensversicherungsbereichen
bilanziert. Der Verminderung des ausgewiesenen
Eigenkapitals steht die Bildung der vertraglichen
Servicemarge als Barwert zukünftig erwarteter Gewinne
gegenüber. Diese weist für den Konzern zum
Übergangszeitpunkt 9,1 Mrd. EUR (GMM 6,3 Mrd. EUR; VFA
2,8 Mrd. EUR) auf und übersteigt damit den
Rückgang des ausgewiesenen Eigenkapitals deutlich. Die
kombinierte Schaden-/ Kostenquote bleibt auch nach IFRS 17
eine zentrale Kennzahl im Schaden/Unfallbereich. Diese
reduziert sich insbesondere wegen der Diskontierung der
Schadenrückstellung.
Losgelöst vom Bewertungsverfahren werden in der
Bilanz die Abschlusskosten und die Forderungen und
Verbindlichkeiten (einschließlich der
Depotforderungen und -verbindlichkeiten) aus dem
Versicherungsgeschäft nicht mehr separat, sondern als
Teil der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus dem
Versicherungsgeschäft ausgewiesen. Dies führte in
der Eröffnungsbilanz zu einer Bilanzverkürzung im
niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich im Vergleich
zur Bilanzierung nach IFRS 4. Wesentliche Auswirkungen auf
das Eigenkapital ergaben sich hierdurch jedoch nicht.
Basierend auf den durchgeführten Analysen zum
Übergangszeitpunkt zu IFRS 9 und 17 zum 1. Januar 2022
resultierte aus der Erstanwendung beider Standards
insgesamt eine Minderung des auf die Aktionäre der
Talanx AG entfallenden Eigenkapitals von 2,1 Mrd. EUR.
Diese verteilt sich auf die Segmente wie folgt:
| ― |
Das Eigenkapital im Segment Industrieversicherung erhöhte sich zum Erstanwendungszeitpunkt um 24 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der Einführung von IFRS 17 zurückzuführen ist. Hierbei wirkte die verpflichtende Diskontierung der Schadenrückstellung eigenkapitalerhöhend (+289 Mio. EUR). Der eigenkapitalerhöhende Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung wurde allerdings durch die Einführung der Risikoanpassung überkompensiert (-328 Mio. EUR). Aus IFRS 9 resultierte ein eigenkapitalerhöhender Effekt von 45 Mio. EUR. |
| ― |
Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall ergibt sich aus diesen gegenläufigen Effekten aus IFRS 17 eine Eigenkapitalminderung von 25 Mio. EUR. Aus der Bewertung von zuvor zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen zu Zeitwerten ergab sich eine Erhöhung von 52 Mio. EUR. Insgesamt erhöhte sich das Eigenkapital um 35 Mio. EUR. |
| ― |
Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben ergab sich aus der Erstanwendung des IFRS 17 ein signifikanter Rückgang des Eigenkapitals um insgesamt 1,1 Mrd. EUR. Hiervon entfallen rund 300 Mio. EUR auf die stochastische Bewertung von Garantien mit aktuellen Zinssätzen und eine marktnahe Bewertung der Rückversicherung. Des Weiteren wurden zuvor im Eigenkapital bilanzierte Gewinnanteile bei Einführung von IFRS 17 zu einem Bestandteil der Versicherungsverpflichtung, und zwar als Teil der vertraglichen Servicemarge; dies führte über die Erhöhung der Versicherungsverpflichtungen zu einem eigenkapitalmindernden Effekt in Höhe von rund 285 Mio. EUR. Die Verpflichtung, für belastende Versicherungsverträge direkt eine Verlustkomponente zu erfassen, führte ebenfalls zu einer Eigenkapitalminderung von rund 330 Mio. EUR. |
| ― |
Das Eigenkapital im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erhöhte sich zum Erstanwendungszeitpunkt um 149 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der Einführung von IFRS 17 zurückzuführen ist. Im Wesentlichen wirkten dabei auch der Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung (+329 Mio. EUR) eigenkapitalerhöhend und die Einführung der Risikoanpassung (-337 Mio. EUR) eigenkapitalmindernd. |
| ― |
Im Geschäftsbereich Rückversicherung ergab sich aus der Anpassung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten eine Verringerung des auf die Aktionäre des Talanx Konzerns entfallenden Eigenkapitals von rund 0,9 Mrd. EUR, welcher im Wesentlichen auf das Segment Personen-Rückversicherung entfällt. Dies resultiert vor allem aus der Bewertung von Portefeuilles im US-amerikanischen und asiatischen Markt sowie aus Großbritannien. |
| ― |
Im Segment Konzernfunktionen wirkte sich insbesondere die verpflichtende Bilanzierung der Verlustkomponente (-224 Mio. EUR) sowie die Risikoanpassung (-61 Mio. EUR) belastend aus. Gegenläufig wirkte der Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung in Höhe von 41 Mio. EUR. |
Neben den Umstellungen im Rahmen der Erstanwendung von
IFRS 9 und IFRS 17 hat der Konzern die folgenden
geänderten IFRS-Regelungen zum 1. Januar 2023
übernommen; wesentliche Auswirkungen auf den
Konzernabschluss ergaben sich hieraus nicht:
| ― |
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Angaben zu Rechnungslegungsmethoden |
| ― |
IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler": Definition von rechnungslegungs-bezogenenen Schätzungen |
| ― |
IAS 12 "Ertragsteuern": Latente Steuern aus Transaktionen, bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche steuerpflichtige und abzugsfähige Differenzen entstehen |
Es wurden keine Standardänderungen verabschiedet.
Es wurden die folgenden Standardänderungen
verabschiedet, die jedoch erwartungsgemäß keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns haben werden:
| Standard/Projekt | Standard/Interpretation/Änderung | Datum der
erstmaligen Anwendung 1 |
| IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" | Anpassung der
Beurteilungskriterien für die Klassifizierung
von Schulden
als kurzfristig oder langfristig |
01.01.2024 |
| IAS 1 | Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen | 01.01.2024 |
| IFRS 16 "Leasingverhältnisse" | Leasingverbindlichkeiten im Falle einer Sale-and-Lease-back-Transaktion | 01.01.2024 |
| IAS 12 | Internationale Steuerreform - Säule-2-Modellregeln | 01.01.2023 |
| IAS 7
"Kapitalflussrechnungen" und
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 |
Im Rahmen der Einführung der globalen
Mindestbesteuerung hat das IASB im Mai 2023 die 'Amendments
to IAS 12 Income taxes: International Tax Reform - Pillar
Two Model Rules" veröffentlicht, nachdem zuvor die
OECD die Modellregelungen des Pillar Two (Global Anti-Base
Erosion Proposal, GloBE) vorgelegt hatte. In der EU wurde
die entsprechende Richtlinie zur Umsetzung dieser
Vorschriften einstimmig angenommen, die EU-Mitgliedstaaten
müssen die Richtlinie nun bis Ende 2023 in nationales
Recht umsetzen. Demnach gilt für die Gewinne
großer multinationaler und inländischer
Unternehmen mit einem Jahresumsatz von insgesamt mindestens
750 Mio. EUR künftig ein Steuersatz von mindestens 15
%. Mit den Änderungen des IAS 12 werden eine
vorübergehende, obligatorische Ausnahme von der
Pflicht zur Bildung latenter Steuern, die aus der Umsetzung
der Pillar Two Modellregelungen resultieren, sowie
bestimmte Angabepflichten in den Standard aufgenommen. Die
vorübergehende Ausnahme gilt im Einklang mit IAS 8
retrospektiv und direkt nach ihrer Veröffentlichung,
während die neuen Angabepflichten erst zum Jahresende
2023 zu erfüllen sind. Da bisher weder die IAS 12
Änderungen in der EU übernommen worden sind noch
die EU Richtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde,
kommt eine Anwendung für den Konzern zum
Bilanzstichtag ohnehin nicht in Betracht. Derzeit
prüft der Konzern die Auswirkungen der
Standardänderungen und hat begonnen, die
Implementierung des komplexen Pillar Two Regelwerks
vorzubereiten.
1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach
dem angegebenen Datum beginnen
Nachfolgend werden die wesentlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden dargestellt, die der Erstellung des
Konzernabschlusses zugrunde liegen. Die im
Geschäftsjahr 2023 neu anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine
Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS" auf den
Seiten 35 ff., die Konsolidierungsgrundsätze im
Kapitel "Konsolidierung" auf den Seiten 62 f. beschrieben.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden vom
Management Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen
sowie Schätzungen vorgenommen. Diese beziehen sich auf
die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und
die bilanzierten Beträge der Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie
Angaben zu Eventualverbindlichkeiten. Die
tatsächlichen Ergebnisse können von diesen
Schätzungen abweichen.
Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden
Annahmen werden laufend überprüft. Sie basieren
auf Erfahrungen und Erwartungen über zukünftige
Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig
erscheinen. Überarbeitungen von Schätzungen
werden prospektiv erfasst.
In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei
der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses in
größerem Umfang auf Schätzverfahren und
Annahmen zurück als bei der jährlichen
Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen
während der laufenden Zwischenberichtsperiode mit
wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns ergaben sich nicht. Der
Steueraufwand (inländische Ertragsteuern,
vergleichbare Ertragsteuern ausländischer
Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten
Steuern) wird unterjährig mittels eines für das
Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet,
der auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der
unterjährigen Fortschreibung der
Pensionsrückstellungen wird der
versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der
Zinsveränderung auf die Pensionsverpflichtungen zum
Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige
Rücklagen) erfasst. Andere versicherungsmathematische
Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert.
Risiken im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels
sind für das Geschäftsmodell eines
Versicherungsunternehmens von großer Bedeutung. Die
Schätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und
Schadenhöhen von klimabedingten Stürmen,
Überschwemmungen oder Dürren ist wesentlicher
Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems. Sie
beeinflusst in hohem Maße unsere Zeichnungspolitik im
Bereich von gegenüber Naturgefahren exponierten
Risiken und erfordert das Vorhalten entsprechenden
Risikokapitals. Physische Risiken wie
Extremwetterereignisse und deren Folgen sowie langfristige
Veränderungen klimatischer und ökologischer
Bedingungen wie Niederschlagsmengen, Meeresspiegelanstieg
oder der Anstieg der Durchschnittstemperaturen können
darüber hinaus den Wert unseres Immobilienbesitzes
betreffen oder die Bewertung von Wertpapieren unseres
Kapitalanlageportfolios beeinflussen.
Neben dem Einfluss dieser physischen Risiken unterliegt
die Bewertung unseres Kapitalanlageportfolios ebenfalls
Transitionsrisiken infolge des Klimawandels. Unter
Transitionsrisiken versteht man solche Risiken im
Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels, die aus der
Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft resultieren.
Diese Umstellung wird durch politische
Regulierungsmaßnahmen initiiert und flankiert.
Insofern derartige Regulierungsmaßnahmen
beispielsweise Emittenten von Aktien oder
Unternehmensanleihen unseres Anlageportfolios negativ
betreffen, zeigen sich entsprechende Auswirkungen auf die
Bewertung dieser Papiere.
Insgesamt erfolgt die Bewertung von Klimarisiken u. a.
im Rahmen des Wertminderungstests für nicht
finanzielle Vermögenswerte, einschließlich des
Geschäfts- und Firmenwerts nach IAS 36, bei der
Bestimmung von Nutzungsdauern und des Restwerts von
Vermögenswerten nach IAS 16 oder IAS 38 sowie der
Bildung von Rückstellungen und Offenlegung von
Eventualverbindlichkeiten nach IAS 37 und IFRS 17.
Schätzunsicherheiten resultierten in der
Berichtsperiode auch aus dem Krieg in der Ukraine. Wir
haben für alle relevanten Geschäftssparten
wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarioanalysen
durchgeführt, bei denen wir die uns zum
gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Markterkenntnisse berücksichtigt und daraus auf Basis
eigener Einschätzungen unsere Reservierung abgeleitet
haben. Zum Bilanzstichtag umfassen die betroffenen
Geschäftssparten im Wesentlichen Political Violence
und andere Sachdeckungen, politische Risiken, Transport und
Luftfahrt. Der Konzern hat zum 30. Juni 2023
Rückstellungen in Höhe von 378 (367) Mio. EUR
gebildet (Schaden-Rückversicherung: 335 (331) Mio.
EUR, Industrieversicherung: 43 (36) Mio. EUR).
Die Bandbreite möglicher Schadenszenarien ist nach
wie vor hoch und kann bei derzeit nicht zu erwartenden,
nachteiligen Entwicklungen bzw. ungünstiger
Rechtsprechung zu einem späteren Zeitpunkt zu deutlich
höheren Schadenzahlungen führen. Insbesondere im
Zusammenhang mit dem Status in Russland verbliebener
Leasingflugzeuge bestehen weiterhin Rechtsunsicherheiten.
Wir gehen jedoch auch hier davon aus, dass hieraus keine
wesentlichen Schadenzahlungen für den Konzern
resultieren. Im Einklang mit den bestehenden
Sanktionsregelungen werden Geschäfte mit russischen
Zedenten nicht weitergeführt.
Der Konflikt in der Ukraine und seine Folgen hatten
Auswirkungen auf die weltweiten Rohstoff- und Energiepreise
und damit auf die Inflationsraten. Die Inflation wird in
unserem Reservierungsprozess mindestens auf Basis der
durchschnittlichen Inflationsraten der Vergangenheit
berücksichtigt. Ferner werden im Rahmen der
Prämienkalkulation realistische Inflationsannahmen
unterstellt bzw. bei der Reservierung in den einzelnen
Zeichnungsjahren zusätzliche Rückstellungen
aufgebaut, sodass Inflationsentwicklungen auch dadurch
teilweise kompensiert werden können. Darüber
hinaus ist ein substanzieller Teil des Geschäfts durch
Indexklauseln gegen negative Inflationseffekte
geschützt. Im Kapitalanlagebestand des Konzerns
befinden sich inflationsgebundene Anleihen, die einen Teil
der negativen Inflationsauswirkungen abdecken. Um
sicherzustellen, dass die Inflation in den
versicherungstechnischen Rückstellungen angemessen
berücksichtigt wird, wurde eine Szenarioanalyse
durchgeführt. Die verschiedenen Szenarien für
eine zukünftige Inflationsentwicklung wurden mit der
historisch beobachteten Inflation verglichen, um eine
mögliche Auswirkung auf die versicherungstechnischen
Rückstellungen abzuschätzen. Unter den
betrachteten Szenarien sind auch solche mit einer
längerfristig höheren Inflation. Derzeit erwarten
wir jedoch, dass die Inflationsraten für die
nächsten drei Jahre erhöht und langfristig leicht
über dem historischen Mittel liegen werden.
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen
sind vor allem bei folgenden Positionen von Bedeutung:
| ― |
Geschäfts- oder Firmenwert |
| ― |
Beizulegender Zeitwert bzw. Wertminderungen von Finanzinstrumenten (siehe Anmerkung 9, "Zeitwerthierarchie für Finanzinstrumente", sowie die Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte bzw. Ermittlung der Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") |
| ― |
Aktive Steuerabgrenzung |
| ― |
Leasingverhältnisse |
| ― |
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (siehe Anmerkungen 2 und 12) Die Klassifizierung, das Aggregationsniveau und die Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist mit Ermessensentscheidungen verbunden. Verträge werden je nach der Einschätzung, ob mit ihnen ein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen wird, entweder als (Rück-)Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert. Versicherungsverträge, die zu Vertragsbeginn bestimmte spezifische Merkmale aufweisen, werden als Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung klassifiziert. Es muss ein geeignetes Aggregationsniveau gefunden werden, da Vertragsportfolios durch die Trennung von Gruppen von Verträgen, die beim erstmaligen Ansatz belastend sind, von solchen, die keine signifikante Wahrscheinlichkeit haben, später belastend zu werden, identifiziert werden müssen. Bei der Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist die Bewertungsmethode festzulegen, die für die Schätzung der Risikoanpassungen für nicht finanzielle Risiken und der Menge der zu erbringenden Leistungen aus einem Vertrag herangezogen wird. Die Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist mit Annahmen und Schätzungsunsicherheiten verbunden. Informationen zu den im Rahmen der Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen getroffenen Annahmen sind in Anmerkung 12 zu finden. Änderungen wesentlicher Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze (unter anderem Illiquiditätsprämien), Schadenentwicklung bei Sachversicherungen sowie zukünftige Zahlungsströme aus Mortalität, Invalidität, Verhalten von Versicherungsnehmern, Beteiligungsprozentsätze und Unterschiede zwischen Guthabenzinsen und Abzinsungssätzen könnten zu wesentlichen Änderungen der Erfüllungswerte im nachfolgenden Geschäftsjahr führen. Diese Änderungen betreffen nicht die ausgewiesenen Buchwerte der Versicherungs- oder Rückversicherungsverträge (es sei denn, sie entstehen aus belastenden Verträgen oder beziehen sich nicht auf zukünftige Leistungen), sie haben jedoch u. a. eine Anpassung der vertraglichen Servicemarge zur Folge, sofern die Bewertungsmodelle GMM bzw. VFA Anwendung finden. |
| ― |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
| ― |
Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten |
| ― |
Konsolidierungskreis |
Ein Vertrag ist als ausgestellter Versicherungsvertrag
oder als gehaltener Rückversicherungsvertrag zu
klassifizieren, wenn damit ein signifikantes
Versicherungsrisiko übernommen oder übertragen
wird. Durch Versicherungsverträge und
Rückversicherungsverträge ist der Konzern zudem
einem finanziellen Risiko ausgesetzt. Diese Vertragsarten
werden grundsätzlich nach denselben Regelungen
behandelt, unabhängig davon, ob diese Verträge
ausgestellt, im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
erworben oder bei einer Übertragung von
Verträgen, die keinen Geschäftsbetrieb
darstellen, erworben wurden. Bei ausgestellten
Versicherungsverträgen und gehaltenen
Rückversicherungsverträgen, die im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses im Anwendungsbereich von IFRS
3 oder bei einer Portfolioübertragung erworben wurden,
wird unterstellt, dass sie zum Erwerbszeitpunkt ausgestellt
wurden. Verträge, die die rechtliche Form eines
Versicherungsvertrages haben, die aber kein signifikantes
Versicherungsrisiko übertragen, werden als
Investmentverträge klassifiziert. Der Ansatz und die
Bewertung solcher Verträge folgt den Regelungen
für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS
9.
Versicherungsverträge werden Portfolios zugeordnet,
wenn die Verträge denselben Risiken ausgesetzt sind
und wenn sie gemeinsam gesteuert werden. Die Zuordnung
basiert auf dem wesentlichen Risiko für den Vertrag.
Beim erstmaligen Ansatz werden die Verträge innerhalb
eines Portfolios in drei Gruppen von Verträgen, die
innerhalb eines Kalenderjahres ausgestellt wurden,
aufgeteilt. Diese Jahreskohorten umfassen a) Verträge,
die belastend sind, b) Verträge, bei denen keine
signifikante Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass diese in
Folgeperioden belastend werden, und c) die verbleibenden
Verträge. Diese Gruppen stellen das Aggregationsniveau
dar, zu dem Versicherungsverträge erstmalig erfasst
und bewertet werden. Innerhalb eines Portfolios gehaltene
Rückversicherungsverträge werden nach
Rentabilitätskriterien und Jahreskohorten in drei
Gruppen aufgeteilt. Hinsichtlich der zum Zeitpunkt des
erstmaligen Ansatzes erwarteten Rentabilität werden
Verträge, die a) in der Nettobetrachtungbelastendsind,
b)bei denen keine signifikante Wahrscheinlichkeit gegeben
ist, dass diese in der Nettobetrachtung in Folgeperioden
belastend werden, und c) eine Gruppe mit den verbleibenden
Verträgen unterschieden. Verträge werden nicht
allein deswegen verschiedenen Gruppen zugeordnet, weil
Gesetze oder Rechtsvorschriften die tatsächliche
Fähigkeit des Konzerns konkret einschränken,
einen unterschiedlichen Preis oder ein unterschiedliches
Leistungsniveau für Versicherungsnehmer mit
unterschiedlichen Eigenschaften festzulegen (z. B.
Unisex-Policen). Innerhalb der Talanx Gruppe wird diese
Ausnahmeregelung nur in der Türkei bei
Kfz-Haftpflichtversicherungen und in Polen bei
Bancassurance-Verträgen im
Lebensversicherungsgeschäft angewendet. Eine
Neubeurteilung einer einmal erfolgten Zuordnung zu einer
Gruppe von Versicherungsverträgen in Folgeperioden
erfolgt nicht. Die Aggregation wirkt sich auf
unterschiedliche Weise auf die Bewertung von
Versicherungsverträgen aus.
Bevor der Talanx Konzern einen Versicherungsvertrag auf
Grundlage der in IFRS 17 enthaltenen Leitlinien bilanziert,
analysieren wir, ob der Vertrag Komponenten enthält,
die zu trennen sind. Nach IFRS 17 werden drei Kategorien
von Komponenten unterschieden, die separat zu bilanzieren
sind:
| ― |
Zahlungsströme im Zusammenhang mit getrennt nach IFRS 9 zu bilanzierenden eingebetteten Derivaten; |
| ― |
Zahlungsströme im Zusammenhang mit eigenständig abgrenzbaren Kapitalanlagekomponenten und |
| ― |
Zusagen zur Übertragung eigenständig abgrenzbarer Güter oder Dienstleistungen im Sinne des IFRS 15, bei denen es sich nicht um Leistungen aus Versicherungsverträgen handelt. |
Der Talanx Konzern wendet IFRS 17 auf alle verbleibenden
Vertragskomponenten an.
Eine Gruppe von Versicherungsverträgen wird
angesetzt, wenn der Deckungszeitraum beginnt, oder zu dem
Zeitpunkt, an dem die erste Zahlung eines
Versicherungsnehmers für den ersten seiner
Verträge fällig wird, es sei denn, Fakten und
Umstände weisen darauf hin, dass die Gruppe von
Versicherungsverträgen belastend ist. Einer Gruppe von
Versicherungsverträgen können nach dem
erstmaligen Ansatz der Gruppe weitere Verträge
hinzugefügt werden, sofern die Aggregationskriterien
erfüllt sind.
Gehaltene Rückversicherungsverträge werden
grundsätzlich pro Vertrag als eine eigene Gruppe von
Rückversicherungsverträgen bilanziert, und zwar
ab dem Beginn des Deckungszeitraums der Gruppe. Bei
gehaltenen Rückversicherungsverträgen mit
anteiliger Deckung erfolgt der erstmalige Ansatz der Gruppe
von Rückversicherungsverträgen entweder mit
Beginn des Deckungszeitraums oder aber mit dem erstmaligen
Ansatz eines zugrunde liegenden Vertrags, sofern dieser
Zeitpunkt später liegt. Wenn jedoch eine belastende
Gruppe von zugrunde liegenden Verträgen vor Beginn des
Deckungszeitraums der Gruppe von gehaltenen
Rückversicherungsverträgen erfasst wird, wird der
gehaltene Rückversicherungsvertrag zum selben
Zeitpunkt erfasst wie die Gruppe der zugrunde liegenden
Verträge. Es erfolgt keine Neubeurteilung der
Zusammensetzung der Gruppen in Folgeperioden. Die
gehaltenen Rückversicherungsverträge werden auf
Zeichnungsjahrbasis oder auf Anfalljahrbasis abgeschlossen.
In die Bewertung einer Gruppe von Verträgen sind
alle zukünftigen Zahlungsströme innerhalb der
Grenzen jedes einzelnen Vertrags in der Gruppe
einzubeziehen. Sämtliche erworbenen Leistungen liegen
innerhalb der Vertragsgrenze, mit Ausnahme von Leistungen,
die noch keine wesentliche Verpflichtung darstellen. Eine
wesentliche Verpflichtung zur Bereitstellung von
Versicherungsleistungen endet, wenn der Konzern durch eine
Neubeurteilung der Risiken die praktische Fähigkeit
hat, einen unterschiedlichen Preis oder ein
unterschiedliches Leistungsniveau festzulegen, der bzw. das
diese Risiken vollkommen abbildet, und wenn bei der
Prämienfestsetzung für die Versicherungsdeckung
bis zum Neubeurteilungszeitpunkt die Risiken im
Zusammenhang mit danach liegenden Zeiträumen nicht
berücksichtigt werden. Die Vertragsgrenze wird an
jedem Abschlussstichtag überprüft.
IFRS 17 sieht drei Bewertungsansätze vor: das
allgemeine Bewertungsmodell, den variablen
Gebührenansatz und den Prämienallokationsansatz.
Diese gelten für unterschiedliche Sparten, wenn
bestimmte Anforderungen und Bedingungen erfüllt sind.
Für alle Bewertungsmodelle unterscheidet der Konzern
grundsätzlich zwischen einer Vorschadenphase
(Deckungsrückstellung) und einer Schadenphase nach
Eintritt des versicherten Ereignisses (Rückstellung
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle).
Das allgemeine Bewertungsmodell (GMM; General
Measurement Model) ist das grundlegende Modell für die
Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS 17.
Das GMM basiert auf den Zahlungsströmen, die
prospektiv bestimmt und abgezinst werden, um den Zeitwert
des Geldes und die jeweiligen finanziellen Risiken sowie
die Unsicherheit der Zahlungsströme zu
berücksichtigen. Das GMM wird grundsätzlich in
den Rückversicherungssegmenten sowie auf Verträge
angewendet, die nicht in den Anwendungsbereich der beiden
alternativen Ansätze - variabler Gebührenansatz
(VFA; Variable Fee Approach) und
Prämienallokationsansatz (PAA; Premium Allocation
Approach) - fallen.
Bei dem VFA handelt es sich um eine modifizierte Form
des GMM. Der VFA ist anzuwenden, wenn die
Versicherungsverträge bei Vertragsbeginn Merkmale
einer direkten Überschussbeteiligung beinhalten.
Verträge mit den folgenden Kriterien werden als
Versicherungsverträge mit direkter
Überschussbeteiligung eingestuft:
| ― |
Die Vertragsbestimmungen legen fest, dass der Versicherungsnehmer mit einem Anteil an einem eindeutig bestimmten Pool zugrunde liegender Referenzwerte beteiligt ist; |
| ― |
der Konzern erwartet, dem Versicherungsnehmer einen Betrag zu zahlen, der einem wesentlichen Teil der Erträge aus dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte entspricht, und |
| ― |
der Konzern erwartet, dass ein wesentlicher Teil etwaiger Änderungen der an den Versicherungsnehmer zu zahlenden Beträge entsprechend der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken wird. |
Referenzwerte sind Werte, die einen Teil der Zahlungen
an den Versicherungsnehmer bestimmen, z. B. ein lokaler
Rohüberschuss, eine einzelne Ergebnisgröße
oder Kapitalanlagen, solange gewährleistet ist, dass
diese im Versicherungsvertrag eindeutig bestimmt sind und
die Zahlungen an den Versicherungsnehmer mit den
Zeitwertveränderungen der Referenzwerte schwanken.
Für das deutsche Lebensversicherungsgeschäft
sieht die Überschussbeteiligung eine Teilhabe des
Versicherungsnehmers im Wesentlichen am Kapitalanlage-,
Risiko- und Kostenergebnis vor. Der Referenzwert orientiert
sich an der Basis dieser Überschussbeteiligung.
Die Beurteilung, ob ein Versicherungsvertrag diese drei
Kriterien erfüllt, wird zu Vertragsbeginn vorgenommen
und später nicht geändert, außer im Falle
einer wesentlichen Vertragsänderung.
Wir wenden den VFA insofern für Geschäft mit
direkter Gewinnbeteiligung des Versicherungsnehmers an, so
auch bei der Bewertung der fondsgebundenen
Versicherungsverträge. Der VFA findet
hauptsächlich in den Segmenten Privat- und
Firmenversicherung Deutschland und Privat- und
Firmenversicherung International Anwendung. Ausgestellte
Rückversicherungsverträge sowie gehaltene
Rückversicherungsverträge erfüllen nicht die
Kriterien für eine Einstufung als Verträge mit
direkter Überschussbeteiligung.
Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Konzern eine Gruppe
von Versicherungsverträgen als Summe aus
| ― |
dem Erfüllungswert, der sich zusammensetzt aus Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme, einer Anpassung, die den Zeitwert des Geldes und die damit verbundenen finanziellen Risiken widerspiegelt, sowie einer Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken und |
| ― |
der vertraglichen Servicemarge (CSM; Contractual Service Margin). |
Die Zahlungsströme innerhalb der Grenze eines
Versicherungsvertrages beziehen sich direkt auf die
Erfüllung des Vertrags und schließen
Zahlungsströme ein, bei denen der Konzern nach seinem
Ermessen über deren Höhe oder Fälligkeit
entscheiden kann. Diese Zahlungsströme umfassen
Zahlungen an Versicherungsnehmer (oder in deren Namen),
Abschlusskosten und andere im Rahmen der
Vertragserfüllung anfallende Kosten. Die
Abschlusskosten ergeben sich aus den Kosten für den
Vertrieb, die Zeichnung und die Einrichtung einer Gruppe
von Verträgen, die dem Portfolio von Verträgen,
zu dem die Gruppe gehört, direkt zugeordnet werden
können. Zu den anderen Kosten, die im Rahmen der
Vertragserfüllung anfallen, gehören
Schadensbearbeitungskosten, Kosten für die Verwaltung
und Aufrechterhaltung von Verträgen sowie
wiederkehrende Provisionen, die im Zusammenhang mit in
Raten gezahlten, innerhalb der Vertragsgrenzen
fälligen Prämien anfallen. Feste und variable
Gemeinkosten werden neben den direkten Kosten mittels
systematischer Methoden Gruppen von Verträgen
zugeordnet.
Der Erfüllungswert einer Gruppe von
Versicherungsverträgen spiegelt nicht das
Nichterfüllungsrisiko des Konzerns wider.
Die Risikoanpassung bei einer Gruppe von
Versicherungsverträgen entspricht der
Entschädigung, die der Konzern für die
Unsicherheit aus nicht finanziellen Risiken bezogen auf die
Höhe und den Zeitpunkt der Zahlungsströme
verlangt. Bei gehaltenen
Rückversicherungsverträgen entspricht die
Risikoanpassung dem Risiko, das vom Konzern an den
Rückversicherer übertragen wird.
Die CSM ist eine Komponente des Buchwerts des
Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit für eine
Gruppe von ausgestellten Versicherungsverträgen. Sie
stellt den noch nicht realisierten Gewinn dar, den der
Konzern bei der zukünftigen Erbringung von Leistungen
gemäß dem Versicherungsvertrag ausweisen wird.
Abgesehen von Fällen, in denen eine Gruppe von
Verträgen belastend ist oder bereits erfasste
Zahlungsströme ausgebucht werden, führt die CSM
beim erstmaligen Ansatz normalerweise nicht zu
Erträgen oder Aufwendungen aus
| ― |
dem erstmaligen Ansatz des Erfüllungswertes, |
| ― |
Zahlungsströmen, die zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes aus Verträgen der Gruppe entstehen; |
| ― |
der Ausbuchung von als Vermögenswert angesetzten Abschlusskosten und |
| ― |
der Ausbuchung von anderen in Vorperioden bilanzierten Zahlungsströmen. Versicherungstechnische Erträge sowie versicherungstechnische Aufwendungen werden für ausgebuchte Vermögenswerte dieser Art direkt erfasst. |
Führt dies zu einem Nettozufluss, wird die CSM mit
dem gleichen, aber gegenläufigen Betrag des
Nettozuflusses bewertet. Im Falle eines Nettoabflusses (bei
Verträgen, die nicht mit dem PAA bewertet werden), ist
die Gruppe von Verträgen belastend und der
Nettoabfluss wird erfolgswirksam erfasst. Die
Verlustkomponente bestimmt die Höhe des
Erfüllungswertes, der im Rahmen der Folgebewertung
nicht in den Versicherungsumsatz einfließt. Fallen
solche Zahlungsströme aus Erfüllungswerten an,
werden sie zwischen der Verlustkomponente und der
Deckungsrückstellung (ausgenommen die
Verlustkomponente) mittels einer systematischen Methode auf
Grundlage der Auflösung der CSM aufgeteilt. Ein
etwaiger späterer Rückgang des
Erfüllungswertes, der sich nach der Reduzierung der
Verlustkomponente auf null ergibt, wird der CSM in
Höhe des Überschussbetrags zwischen dem
Rückgang und dem der Verlustkomponente zugerechneten
Betrag zugeordnet.
Bei Gruppen von Verträgen, die im Rahmen einer
Vertragsübertragung oder eines
Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, fließt
die für die Verträge erhaltene Gegenleistung
stellvertretend für die zum Erwerbszeitpunkt
vereinnahmten Prämien in den Erfüllungswert ein.
Bei einem Unternehmenszusammenschluss entspricht die
erhaltene Gegenleistung dem beizulegenden Zeitwert der
Verträge zum Erwerbszeitpunkt.
Beim erstmaligen Ansatz entspricht die CSM bei einer
Gruppe von Rückversicherungsverträgen den
Nettokosten oder dem Nettogewinn, es sei denn, dass die
Nettokosten bei Erwerb der Rückversicherung sich auf
vergangene Ereignisse beziehen; in diesem Fall sind die
Nettokosten sofort aufwandswirksam zu erfassen. Die CSM
wird auf dieselbe Weise berechnet wie die CSM für
ausgestellte Versicherungsverträge. Eine Ausnahme
besteht für als Vermögenswerte angesetzte
Abschlusskosten, die für das
Rückversicherungsgeschäft nicht anwendbar sind.
Wenn der Konzern beim erstmaligen Ansatz einer belastenden
Gruppe von zugrunde liegenden Versicherungsverträgen
oder bei Zugängen von belastenden zugrunde liegenden
Versicherungsverträgen zu dieser Gruppe von
Verträgen einen Verlust erfasst, sind die Erträge
erfolgswirksam zu erfassen.
Die Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken
entspricht der Höhe des Risikos, das vom Konzern an
den Rückversicherer übertragen wird.
Im Rahmen des zukünftigen Versicherungsschutzes
für gehaltene Rückversicherungsverträge wird
eine Verlustrückerstattungskomponente in Höhe des
Ertrags gebildet oder angepasst, der im Falle einer
belastenden Gruppe von zugrunde liegenden
Versicherungsverträgen erfasst wird. Dieser Betrag
errechnet sich aus der Multiplikation des aus den zugrunde
liegenden Versicherungsverträgen erfassten Verlustes
mit dem Prozentsatz der Schäden aus den zugrunde
liegenden Rückversicherungsverträgen, bei denen
der Konzern erwartet, sie aufgrund der gehaltenen
Rückversicherungsverträge erstattet zu bekommen,
und zwar in den Fällen, in denen die gehaltenen
Verträge vor oder zur selben Zeit wie die Erfassung
des Verlustes aus den zugrunde liegenden
Versicherungsverträgen abgeschlossen werden.
Bei Rückversicherungsverträgen, die im Rahmen
einer Übertragung oder eines
Unternehmenszusammenschlusses mit belastenden zugrunde
liegenden Verträgen erworben werden, wird die
Anpassung auf ähnliche Weise ermittelt wie zuvor
erläutert, außer dass die Bewertung auf den
Erwerbszeitpunkt abstellt.
Der Buchwert einer Gruppe von
Versicherungsverträgen an jedem Abschlussstichtag ist
die Summe aus der Deckungsrückstellung und der
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle.
| ― |
Die Deckungsrückstellung besteht aus dem Erfüllungswert, der sich auf zukünftige Leistungen bezieht, die der Gruppe von Verträgen zu diesem Zeitpunkt zugeordnet wurden, sowie aus der CSM für die Gruppe zum Abschlussstichtag. |
| ― |
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich zusammen aus dem Erfüllungswert für entstandene Schäden zuzüglich der noch nicht gezahlten Aufwendungen, einschließlich bereits entstandener, aber noch nicht gemeldeter Schäden. |
Die Bewertung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle ist bei allen drei
Bewertungsmodellen identisch, mit Ausnahme der zur
Diskontierung verwendeten Zinssätze, die beim
Erstansatz festgesetzt werden.
Bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen wird
der Vermögenswert für zukünftigen
Versicherungsschutz auf dieselbe Weise erfasst wie für
ausgestellte Versicherungsverträge.
Der Erfüllungswert zuzüglich der
Schätzungen der laufenden Annahmen, die der Konzern in
früheren Konzernzwischenabschlüssen gemacht hat,
wird am Ende jeder Berichtsperiode anhand aktueller
Schätzungen des Betrags, Zeitpunkts und der
Unsicherheit der zukünftigen Zahlungsströme und
Abzinsungssätze aktualisiert. Der Konzern nimmt eine
Aufteilung der versicherungstechnischen Finanzerträge
oder -aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung
und dem sonstigen Ergebnis vor. Die systematische Zuordnung
ist durch die Anwendung des Abzinsungssatzes beim
erstmaligen Ansatz sichergestellt.
Die Behandlung von Änderungen der geschätzten
Abschlusskosten für mit dem GMM bewertete
Verträge hängt davon ab, welche Schätzung
herangezogen wird. Änderungen im Zusammenhang mit
laufenden oder vergangenen Leistungen werden erfolgswirksam
erfasst, während Änderungen im Zusammenhang mit
zukünftigen Leistungen durch Anpassung der CSM oder
der Verlustkomponente innerhalb der
Deckungsrückstellung berücksichtigt werden.
Änderungen, die sich auf zukünftige Leistungen
beziehen und die CSM für mit dem GMM bewertete
Verträge anpassen, enthalten u. a.:
| ― |
Änderungen der Schätzungen des Barwerts der zukünftigen Zahlungsströme in der Deckungsrückstellung, mit Ausnahme der im folgenden Absatz beschriebenen Änderungen; |
| ― |
Abweichungen zwischen einer Kapitalanlagekomponente, die erwartungsgemäß in der Periode zahlbar wird, und der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird und Auswirkungen auf zukünftige Leistungen hat. Diese Abweichungen werden ermittelt durch einen Vergleich (i) der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird, mit (ii) der Zahlung in der Periode, die zu Beginn der Periode erwartet wurde, zuzüglich etwaiger versicherungstechnischer Finanzerträge oder -aufwendungen in Bezug auf die erwartete Zahlung, bevor sie zahlbar wird; |
| ― |
Änderungen der Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken, die mit zukünftigen Leistungen verbunden sind; |
| ― |
Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern. |
Die folgenden Änderungen führen im GMM nicht
zu einer Anpassung der CSM und werden somit direkt
erfolgswirksam erfasst:
| ― |
Änderungen des Erfüllungswertes infolge der Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes, der finanziellen Risiken und diesbezüglicher Änderungen; |
| ― |
Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle; |
| ― |
Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich nicht auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern; |
| ― |
Erfahrungsbedingte Anpassungen im Zusammenhang mit versicherungstechnischen Aufwendungen (ohne Abschlusskosten). |
Im Falle von mit dem VFA bewerteten
Versicherungsverträgen beziehen sich die folgenden
Änderungen auf zukünftige Leistungen und
führen somit zu einer Anpassung der CSM:
| ― |
Änderungen der Höhe des Anteils der Talanx Gruppe am beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte und |
||||||||||
| ― |
Änderungen der Erfüllungswerte, die
nicht in Abhängigkeit von den Renditen der
zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken:
|
Die folgenden Änderungen führen
gemäß dem VFA nicht zu einer Anpassung der CSM:
| ― |
Änderungen der Verpflichtung, dem Versicherungsnehmer einen Betrag zu bezahlen, der dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte entspricht; |
||||||
| ― |
Änderungen der Erfüllungswerte, die
nicht in Abhängigkeit von den Renditen der
zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken:
|
Die CSM jeder Gruppe von Verträgen wird an jedem
Abschlussstichtag wie nachstehend erläutert berechnet.
Das bedeutet, dass die Jahresergebnisse nicht von der
Behandlung rechnungslegungsbezogener Schätzungen, die
in früheren Zwischenabschlüssen gemacht wurden,
beeinflusst sind.
Für ausgestellte Versicherungsverträge, die
mit dem GMM bewertet werden, entspricht der Buchwert der
CSM zum Abschlussstichtag dem Buchwert zu Jahresbeginn,
berichtigt um:
| ― |
die CSM neuer Verträge, die der Gruppe im Geschäftsjahr hinzugefügt wurden; |
| ― |
die Aufzinsung des Buchwerts der CSM mit dem zum erstmaligen Ansatz bestimmten Zinssatzes (Locked-in-Zinssatz); |
| ― |
die Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, die sich auf die Erfüllung zukünftiger Leistungen beziehen. Diese werden durch Anpassung der CSM erfasst, solange die CSM verfügbar ist. Wenn eine Erhöhung des Erfüllungswertes die CSM übersteigt, wird der Überschussbetrag in den versicherungstechnischen Aufwendungen erfasst und eine Verlustkomponente gebildet; |
| ― |
die Auswirkung etwaiger Wechselkursdifferenzen; |
| ― |
die Auflösung der CSM über den Versicherungsumsatz, die nach Berücksichtigung aller Anpassungen ermittelt wurde. |
Für ausgestellte Versicherungsverträge mit
direkter Überschussbeteiligung gemäß dem
VFA führen die folgenden Änderungen zur Anpassung
der CSM:
| ― |
die CSM neuer Verträge, die im Geschäftsjahr der Gruppe hinzugefügt werden; |
||||
| ― |
der Betrag, der für die im Geschäftsjahr erbrachten Versicherungsleistungen als Versicherungsumsatz ausgewiesen wurde; |
||||
| ― |
Änderungen der Höhe des Anteils der
Talanx Gruppe am beizulegenden Zeitwert der zugrunde
liegenden Referenzwerte und Änderungen der
Erfüllungswerte, die sich auf zukünftige
Leistungen beziehen, mit Ausnahme von
Änderungen, die:
|
||||
| ― |
die Auswirkung etwaiger Wechselkursdifferenzen auf die CSM. |
Für gehaltene Rückversicherungsverträge
wird der Buchwert der CSM zu Beginn des
Geschäftsjahres um die folgenden Effekte bereinigt:
| ― |
die CSM neuer Verträge, die der Gruppe im Geschäftsjahr hinzugefügt werden; |
| ― |
die Aufzinsung des Buchwerts der CSM mit dem zum erstmaligen Ansatz bestimmten Zinssatzes (Locked-in-Zinssatz); |
| ― |
die Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, die sich auf die Erfüllung zukünftiger Leistungen bezieht. |
| ― |
die in der Berichtsperiode erfolgswirksam erfassten Erträge, die zu einer Verlustrückerstattungskomponente führen; |
| ― |
die Auflösungen einer Verlustrückerstattungskomponente, soweit diese keine Änderungen der Erfüllungswerte der Gruppe von gehaltenen Rückversicherungsverträgen darstellen; |
| ― |
die Auswirkung von Wechselkursdifferenzen auf die CSM; |
| ― |
der erfolgswirksam erfasste Betrag für die im Geschäftsjahr erhaltenen Versicherungsleistungen. |
Der Prämienallokationsansatz (PAA) ist ein
vereinfachter Ansatz, der auf bestimmte Arten von
kurzfristig gehaltenen Versicherungs- und
Rückversicherungsverträgen anwendbar ist. Nach
dem PAA werden die Prämien basierend auf einem
angemessenen Einnahmeverlauf (z. B. einer linearen Methode)
erfasst. Der PAA kann angewendet werden bei Verträgen
mit einem Deckungszeitraum von weniger als zwölf
Monaten oder bei Verträgen, bei denen die Bewertung
der Deckungsrückstellung nicht wesentlich von der
Bewertung nach GMM abweicht, falls deren Deckungszeitraum
länger ist als zwölf Monate. Bei dem Vergleich
der unterschiedlichen möglichen Bewertungen
berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen der
unterschiedlichen Verläufe für die
erfolgswirksame Auflösung der
Deckungsrückstellung und die Auswirkungen des
Zeitwerts des Geldes. Dieses Kriterium ist nicht
erfüllt, wenn während der Periode vor dem
Eintreten eines Schadens eine signifikante
Variabilität der Erfüllungswerte erwartet wird.
Im Konzern findet der PAA Anwendung im Schaden/
Unfall-Erstversicherungsgeschäft, sofern die
Verträge die oben genannten Voraussetzungen
erfüllen.
Der Buchwert der Deckungsrückstellung wird beim
erstmaligen Ansatz mit den erhaltenen Prämien
bewertet, abzüglich der der Gruppe von Verträgen
zu diesem Zeitpunkt zugeordneten Abschlusskosten und um
Beträge aus der Ausbuchung von Vermögenswerten
oder Verbindlichkeiten bereinigt, die zuvor für die
Zahlungsströme im Zusammenhang mit der Gruppe
angesetzt wurden. Der Talanx Konzern hat beschlossen,
Abschlusskosten bei deren Anfall nicht als Aufwand zu
erfassen.
Änderungen der Deckungsrückstellung ergeben
sich aus:
| ― |
den in der Periode erhaltenen Prämien; |
| ― |
der Amortisation der in der Periode als Aufwand erfassten Abschlusskosten; |
| ― |
den in der Periode als Versicherungsumsatz ausgewiesenen erbrachten Versicherungsleistungen; |
| ― |
den nach dem erstmaligen Ansatz zugeordneten zusätzlichen Abschlusskosten; |
| ― |
einer etwaigen Anpassung einer Finanzierungskomponente. |
Die Talanx Gruppe nimmt keine Aufzinsung der
Deckungsrückstellung vor, wenn eine Gruppe von
Versicherungsverträgen nur Verträge mit
Deckungszeiträumen von höchstens einem Jahr
enthält; in allen anderen Fällen fließt der
Zeitwert des Geldes in die Deckungsrückstellung ein.
Wenn zu einem beliebigen Zeitpunkt während des
Deckungszeitraums Fakten und Umstände darauf
hinweisen, dass eine Gruppe von Versicherungsverträgen
belastend ist, erfasst der Talanx Konzern einen Verlust in
der Gewinn- und Verlustrechnung und erhöht die
Deckungsrückstellung, soweit die aktuellen
Schätzungen der Erfüllungswerte, die sich auf den
zukünftigen Versicherungsschutz beziehen, den Buchwert
der Deckungsrückstellung übersteigen. Die
Erfüllungswerte werden (mit den aktuellen
Zinssätzen) abgezinst, wenn die Rückstellung
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
ebenfalls abgezinst wird.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle für eine Gruppe von
Versicherungsverträgen wird in Höhe der
Erfüllungswerte angesetzt, die sich auf eingetretene
Schäden beziehen. Die Rückstellung wird zur
Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes dann
abgezinst, wenn die maximale Laufzeit der Schadenabwicklung
ein Jahr übersteigt; in diesem Fall werden die
aktuellen Zinssätze angewendet. Hierbei wird der
Diskontsatz zum Zeitpunkt des Schadeneintritts bestimmt.
Der Konzern hat entschieden, eine Aufteilung der
versicherungstechnischen Finanzerträge und
-aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und
dem sonstigen Ergebnis vorzunehmen. Im Rahmen des PAA ist
eine systematische Zuordnung dadurch gewährleistet,
dass der bei Eintritt des Schadenfalls gültige
Durchschnittszinssatz angewendet wird.
Die oben dargestellten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden werden auch auf gehaltene
Rückversicherungsverträge angewendet,
vorbehaltlich der folgenden Anpassungen für belastende
zugrunde liegende Versicherungsverträge.
Wenn eine Verlustrückerstattungskomponente für
eine Gruppe von Rückversicherungsverträgen
gebildet wird, wird der Vermögenswert für
zukünftigen Versicherungsschutz um den Buchwert dieser
Komponente angepasst.
Verträge werden ausgebucht, wenn sie erloschen sind
oder ihre Bedingungen sich gemäß der Kriterien
gemäß des IFRS 17.72 ändern. Falls nicht,
führt die Vertragsänderung zu einer Änderung
der geschätzten Erfüllungswerte.
Eine Ausbuchung könnte sich auf den
Erfüllungswert der betreffenden Gruppe von
Verträgen, die CSM (es sei denn, die Änderungen
werden einer Verlustkomponente zugeordnet) und die Anzahl
der Deckungseinheiten auswirken. Wenn eine Ausbuchung das
Ergebnis einer Übertragung an einen Dritten ist, wird
die CSM außerdem um die vom Dritten berechnete
Prämie angepasst, sofern nicht die Gruppe von
Verträgen belastend ist. Erfolgt die Ausbuchung
aufgrund einer Vertragsänderung, wird die CSM
ebenfalls um die Prämie angepasst, die für einen
neuen Vertrag mit vergleichbaren Bedingungen zum Zeitpunkt
der Vertragsänderung berechnet worden wäre. Mit
dem PAA bilanzierte Vertragsänderungen werden
über eine Anpassung des Erfassungsmusters
berücksichtigt.
Die Kapitalanlagekomponente eines Versicherungsvertrages
ist definiert als der Betrag, den das Unternehmen
gemäß Vertrag an den Versicherungsnehmer
zurückzahlen muss, selbst wenn das versicherte
Ereignis nicht eintritt. Kapitalanlagekomponenten
fließen weder in den Versicherungsumsatz noch in die
versicherungstechnischen Aufwendungen ein, sondern werden
gemäß IFRS 9 bilanziert.
Kapitalanlagekomponenten sind z. B. die Ein- und
Auszahlungen von Sparkomponenten in der
Lebenserstversicherung bzw. bestimmte Provisionen an
Zedenten.
Die als Vermögenswert angesetzten Abschlusskosten
beinhalten diejenigen Abschlusskosten, die künftigen
Versicherungsverträgen zugeordnet werden, bis die
erwarteten Verträge erfasst werden. Die Werthaltigkeit
der Vermögenswerte wird an jedem Abschlussstichtag
beurteilt; etwaige nicht erzielbaren Beträge werden
erfolgswirksam berücksichtigt.
Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir
grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder
Herstellungskosten an. Er wird linear über die
erwartete Nutzungsdauer und maximal über 50 Jahre
abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn
der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte
Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Buchwert um mehr als
die planmäßige Abschreibung eines Kalenderjahres
unterschreitet. Auf dem Ertragswertverfahren beruhende
Bewertungen werden für den direkt gehaltenen Bestand
grundsätzlich von konzerninternen Gutachtern
durchgeführt. Alle fünf Jahre wird ein externes
Gutachten eingeholt. Dagegen wird fremdgenutzter
Grundbesitz, der zur Deckung versicherungstechnischer
Verbindlichkeiten (VFA) verwendet wird, gemäß
dem in IAS 40.32A genannten praktischen Behelf
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In
diesem Fall wird der durch Gutachten festgestellte
Marktwert als beizulegender Zeitwert der Immobilie
verwendet. Bei fremdgenutztem Grundbesitz, der zum
beizulegenden Zeitwert bewertet wird, sowie bei
Immobilienspezialfonds wird alle zwölf Monate ein
externes Marktwertgutachten eingeholt, wobei der
Abschlussstichtag der Stichtag der Erstbewertung ist.
Ergebnisse aus dem Abgang einer Immobilie,
Unterhaltungskosten und Reparaturen wie auch Abschreibungen
und etwaige Wertminderungen/Wertaufholungen werden im
Gewinn oder Verlust im Kapitalanlageergebnis
berücksichtigt.
Die Position "Anteile an verbundenen Unternehmen,
assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und
Beteiligungen" umfasst sämtliche strategische
Beteiligungen an Tochterunternehmen, die wegen ihrer
untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht
konsolidiert werden, sowie sonstige strategische
Beteiligungen. Diese werden teils erfolgswirksam teils
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Darüber hinaus enthält diese Position
sämtliche Anteile an strategischen assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Wesentliche
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden
nach der Equity-Methode bewertet. Nach dem erstmaligen
Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des
Konzerns am gesamten Gewinn oder Verlust aus diesen
Kapitalanlagen. Anteile an unwesentlichen assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden entweder
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen
Ergebnis oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet.
Nicht konsolidierte Anteile von verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen, die als Finanzinvestition gehalten
werden, werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" unter den
Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesen. Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die
zur Deckung von Verbindlichkeiten aus
Versicherungsverträgen mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung (VFA) verwendet werden, werden
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und
unter den "sonstigen Finanzinstrumenten" ausgewiesen. Als
Kapitalanlagen gehaltene unwesentliche Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
werden ebenfalls innerhalb der "sonstigen
Finanzinstrumente" entweder als erfolgsneutral bewertete
Finanzinstrumente oder als erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente unter den
Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesen.
Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 bei
Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum
Erfüllungstag angesetzt und ausgebucht. Finanzielle
Vermögenswerte werden bei Zugang entsprechend dem
jeweiligen Zweck in eine der drei folgenden Kategorien
untergliedert: zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Finanzinstrumente (AC; Amortized Cost),
erfolgsneutral bewertete Finanzinstrumente (FVOCI; fair
value through other comprehensive income) sowie
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzinstrumente (FVPL; fair value through profit or
loss). Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzinstrumente oder als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente
klassifiziert. Transaktionskosten, die mit dem Erwerb des
Finanzinstruments in direkter Verbindung stehen, werden in
Abhängigkeit von der Klassifizierung hinzuaddiert bzw.
abgezogen.
Die Folgebewertung von Finanzinstrumenten erfolgt
entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum
beizulegenden Zeitwert. Die fortgeführten
Anschaffungskosten ermitteln sich aus den
ursprünglichen Anschaffungskosten unter
Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der
erfolgswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach
der Effektivzinsmethode und etwaigen Wertminderungen und
Wertaufholungen.
Die gehaltenen Schuldinstrumente werden als zu
fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet
ausgewiesen und in Folgeperioden unter der Anwendung der
Effektivzinsmethode mit den fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet, wenn der finanzielle
Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells
mit der Zielsetzung der Vereinnahmung der
Zahlungsströme gehalten wird und die vertraglichen
Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und
Zinszahlungen (SPPI; Solely Payments of Principal and
Interest) beinhalten. Dieses Geschäftsmodell
beinhalten im Talanx Konzern überwiegend
Kapitalanlagen, bei denen eine vorzeitige
Veräußerung in der Regel unüblich ist (z.
B. Hypothekendarlehen).
Schuldinstrumente werden als erfolgsneutral bewertete
Finanzinstrumente (FVOCI) klassifiziert, wenn der
finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines
Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung
sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf des
finanziellen Vermögenswertes besteht und die
vertraglichen Zahlungsströme das SPPI-Kriterium
erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte, die in die
FVOCI-Kategorie eingestuft wurden, werden mit dem
beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung von
Zinsabgrenzungen und latenten Steuern im sonstigen Ergebnis
erfasst und im Eigenkapital unter den übrigen
Rücklagen ausgewiesen werden. Agien und Disagien
werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über
die Laufzeit verteilt. Ein großer Teil der
Kapitalanlagen der Talanx Gruppe fällt in das
Geschäftsmodell mit der Zielsetzung der Vereinnahmung
von Zahlungsströmen und des Verkaufs, da die
Kapitalanlagen überwiegend zur Deckung
versicherungstechnischer Risiken verwendet werden und
Verkäufe daher von der Bedienung dieser
Verpflichtungen beeinflusst werden.
Es besteht ein Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente beim
erstmaligen Ansatz als erfolgsneutral bewertet zu
designieren, ohne dass eine erfolgswirksame Umgliederung
(sog. Recycling) erfolgt. In diesem Fall werden die
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts direkt im
sonstigen Ergebnis erfasst. Im Gegensatz zu dem Verfahren,
dass für dieser Kategorie zugeordneten
Schuldinstrumente verfolgt wird, werden die im sonstigen
Ergebnis erfassten Beträge selbst beim Abgang nicht in
die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der Konzern
wendet dieses Wahlrecht selektiv bei Aktien und nicht
konsolidierten Beteiligungen an.
Zu den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzinstrumenten (FVPL) gehören alle
Eigenkapitalinstrumente, die nicht als erfolgsneutral ohne
späteres Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden, sowie alle Schuldinstrumente, deren
Zahlungsströme nicht die SPPI-Kriterien erfüllen
oder die nicht in den Geschäftsmodellen mit der
Zielsetzung der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme bzw. der Vereinnahmung der
Zahlungsströme und des Verkaufs des Instruments
gehalten werden. Dazu gehören in erster Linie komplexe
strukturierte Produkte, Anteile an Investmentfonds und
Private-Equity-Beteiligungen sowie kurzfristige
Kapitalanlagen und Kapitalanlagen aus
Investmentverträgen, bei denen Zins und Tilgung nicht
die Hauptfaktoren für die Haltedauer sind.
Darüber hinaus werden alle derivativen
Vermögenswerte, die zu Kapitalanlagezwecken verwendet
werden, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
und, sofern sie positive Marktwerte aufweisen, in dieser
Kategorie ausgewiesen. Derivate, die nicht zu
Kapitalanlagezwecken verwendet werden, werden unter den
sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, werden aber
dennoch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Derivate mit negativen Marktwerten bilanzieren wir unter
den übrigen Verbindlichkeiten. Alle erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem
beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag angesetzt. Wenn
keine Marktpreise zur Verfügung stehen, die als
beizulegende Zeitwerte herangezogen werden können,
werden die Buchwerte der betreffenden Finanzinstrumente
mithilfe anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Alle
unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Bewertungen dieser
Art werden ebenso wie realisierte Gewinne und Verluste im
Gewinn oder Verlust erfasst und im Kapitalanlageergebnis
ausgewiesen.
Die einzelnen Bilanzposten der Kapitalanlagen werden in
den jeweiligen Anhangangaben auf die Klassen von
Finanzinstrumenten nach IFRS 7 übergeleitet.
Derivate, die als Sicherungsinstrumente
(Hedge-Accounting) designiert werden, werden mit ihrem
beizulegenden Zeitwert angesetzt und, je nach Art des
Basiswerts der Sicherungsbeziehung unter den Kapitalanlagen
oder den sonstigen Vermögenswerten bzw. den
übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erfassung
von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung erfolgt in
Abhängigkeit von der Art des abgesicherten Risikos.
Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des
beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte
(Fair-Value-Hedge). Andere Derivate wiederum werden als
Absicherung von schwankenden Zahlungsströmen
eingesetzt (Cashflow-Hedge), die auf bestimmte Risiken im
Zusammenhang mit bilanzierten
Verbindlichkeiten/Vermögenswerten oder erwarteten und
mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen
Transaktionen zurückzuführen sind.
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende
Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten
Geschäftsvorfall zwischen den Marktteilnehmern am
Bemessungsstichtag für den Verkauf eines
Vermögenswerts eingenommen bzw. für die
Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von
Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich auf Basis
aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht
adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an
Märkten für Finanzinstrumente notiert werden,
wird deren Geldkurs bzw. gehandelter Kurs zur Bewertung
herangezogen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem
Briefkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Falls kein
aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, erfolgt die
Bewertung mithilfe gängiger finanzmathematischer
Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechniken, die
bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet
werden. Finanzielle Vermögenswerte, für die keine
öffentlichen Preisstellungen oder beobachtbaren
Marktdaten verfügbar sind (Finanzinstrumente der Stufe
3 der Zeitwerthierarchie), werden überwiegend mithilfe
unabhängiger Sachverständiger und unter
Einbeziehung von Plausibilitätsprüfungen bewertet
(z. B. geprüfter Nettovermögenswert bzw. Net
Asset Value). Für weiterführende
Erläuterungen verweisen wir auf unsere
Ausführungen in Anmerkung 9.
| Finanzinstrument | Preismethode | Inputfaktor | Preismodell |
| Schuldinstrumente | |||
| Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen | Hull-White u. a.
Zinsstrukturmodelle |
| ABS/MBS ohne Marktnotierungen | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten | Barwertmethode |
| CDOs/CLOs | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, Risikoprämien, Ausfallraten, Verwertungsraten, Tilgungen | Barwertmethode |
| Aktien und Fonds | |||
| Nicht notierte Aktien | Theoretischer Kurs | Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Sachverständigengutachten, ggf. Buchwert | NAV-Methode 1 |
| Nicht notierte Aktien-, Immobilien- und Rentenfonds | Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Übrige Kapitalanlagen | |||
| Private-Equity-Fonds/
Private-Equity-Immobilienfonds |
Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Börsennotierte Aktienoptionen | Notierter Kurs | - | - |
| Aktien- und Indexfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Zins- und Rentenfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Plain-Vanilla-Zinsswaps | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Währungsswaps ("Cross Currency Swaps") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Devisenkassakurse | Barwertmethode |
| Total Return Swaps | Theoretischer Kurs | Notierung Basiswert, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen | Theoretischer Kurs | Notierung Basiswert, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite | Black-Scholes |
| Devisentermingeschäfte | Theoretischer Kurs | Kassa- und Terminkurse | Barwertmethode |
| Zinsfutures (Vorkäufe, Vorverkäufe) | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Credit Default Swaps | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurven, Verwertungsraten | ISDA-Modell |
| Versicherungstechnische Derivate | Theoretischer Kurs | Beizulegende Zeitwerte von Katastrophenanleihen, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Sonstiges | |||
| Immobilien | Theoretischer Wert | Lage, Baujahr, Mietflächen, Nutzungsart, Laufzeit der Mietverträge, Höhe der Mieten | Erweitertes
Ertragswertverfahren |
| Infrastruktur-
Fremdkapitalfinanzierungen |
Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Infrastruktur-
Eigenkapitalinvestments |
a) Auszahlung (Bauphase) b) theoretischer Kurs (in Betrieb) | Anschaffungskosten, abgeleiteter Cashflow, Zinsstrukturkurve | a) Nettozahlungen
b) Barwertmethode |
1 NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)
Wertminderungen: Die in IFRS 9 dargelegten
Wertminderungsvorschriften gelten für alle
Schuldinstrumente, die mit den fortgeführten
Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert erfasst werden, sowie für alle
außerbilanziellen Kreditzusagen und für
finanzielle Garantien.
Die Wertberichtigungen werden gemäß IFRS 9
nach einem dreistufigen Modell ermittelt:
| ― |
Stufe 1 besteht aus Schuldinstrumenten, für die angenommen wird, dass das Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. |
| ― |
Stufe 2 besteht aus Schuldinstrumenten, die nicht ausgefallen sind, deren Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz jedoch signifikant erhöht hat. Diese signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird anhand von quantitativen und qualitativen Informationen, einer Kreditrisikobeurteilung und zukunftsorientierten Informationen bestimmt. |
| ― |
Stufe 3 besteht aus allen Schuldinstrumenten, die als ausgefallen klassifiziert wurden. Nach der Definition des Konzerns gelten diese Schuldinstrumente als wertgemindert. |
Derzeit verfügt der Konzern über keine
Vermögenswerte mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung
beeinträchtigter Bonität (POCI; Purchased or
Originated Credit-Impaired).
Der Wertminderungsprozess nach IFRS 9 ist ein
essenzieller Bestandteil des Kreditrisikomanagements des
Konzerns. Der erwartete Kreditverlust (ECL, Expected Credit
Loss), der als Grundlage für die Erfassung von
Wertminderungen innerhalb des Konzerns dient, wird entweder
automatisch mit einer "ECL-Engine" oder, im Falle von
ausgefallenen Vermögenswerten (Stufe 3), auf
individueller Basis ermittelt. Die Berechnungen erfolgen in
beiden Fällen separat für jedes einzelne
Schuldinstrument. Die "ECL-Engine" wird zur Ermittlung der
erwarteten Kreditverluste für alle finanziellen
Vermögenswerte der Stufe 1 und Stufe 2 eingesetzt.
Wertminderungen auf Finanzinstrumente der Stufe 3 werden
grundsätzlich auf Einzelfallbasis an jedem
Quartalsstichtag erfasst.
Wertminderungen und Wertaufholungen im Rahme des ECL
werden unabhängig vom Bewertungsmodell in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Der Konzern verwendet für die Bemessung der ECL vor
allem die drei folgenden Komponenten:
| ― |
die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD; Probability of Default), |
| ― |
die Verlustquote bei Ausfall (LGD; Loss Given Default) und |
| ― |
die Forderungshöhe bei Ausfall (EAD; Exposure at Default). |
Soweit wie möglich wird der ECL auf
Transaktionsebene mithilfe eines risikoadjustierten
Zahlungsstrommodells ermittelt. Diese Inputfaktoren werden
bei Bedarf zur Berücksichtigung der Anforderungen nach
IFRS 9 angepasst (z. B. durch Verwendung von Point-In-Time
(PIT)-Faktoren). Die Einbeziehung von Prognosen
hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Bedingungen in die ECL-Bemessung wirkt sich auf die
Risikovorsorge für Vermögenswerte der Stufe 1 und
Stufe 2 aus. Dabei werden geeignete mehrjährige
Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet, um den ECL für
die Restlaufzeiten der Vermögenswerte zu ermitteln.
Während des Asset-Allokations-Prozesses werden alle
finanziellen Vermögenswerte zunächst der Stufe 1
zugeordnet. In Fällen, in denen sich das Kreditrisiko
signifikant erhöht hat, werden die finanziellen
Vermögenswerte in die Stufe 2 übertragen.
Signifikante Verschlechterungen werden mithilfe
ratingspezifischer und prozessbasierter Indikatoren
ermittelt. Dagegen erfolgt die Zuordnung von
Finanzinstrumenten zur Stufe 3 auf Grundlage des
Ausfallstatus des Kontrahenten.
Ratingspezifische Indikatoren: Für den Vergleich
der aktuellen tatsächlichen Ausfallwahrscheinlichkeit
zum Abschlussstichtag mit der ursprünglichen
Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen
Ansatzes zieht der Konzern eine dynamische Veränderung
der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kontrahenten heran. Der
verwendete Schwellenwert hängt von der
ursprünglichen Bonität des Schuldners ab. Erst
wenn sich das aktuelle Rating gegenüber dem
ursprünglichen Rating um mindestens zwei Ratingstufen
verringert hat, ist eine Umgruppierung zwischen den Stufen
vorzunehmen. Darüber hinaus macht der Konzern von dem
optionalen vereinfachenden Ansatz Gebrauch, der bei
Finanzinstrumenten mit niedrigem Kreditrisiko anwendbar
ist. Nach diesem Wahlrecht werden Instrumente nicht der
Stufe 2 zugeordnet, wenn sie weiterhin ein Emittentenrating
im Investment-Grade-Bereich haben.
Prozessbasierte Indikatoren: Die qualitativen Prozesse
des Konzerns basieren auf den bestehenden
Risikomanagementindikatoren, mit denen festgestellt wird,
ob sich das mit dem finanziellen Vermögenswert
verbundene Kreditrisiko signifikant erhöht hat. Diese
Indikatoren umfassen die obligatorische Einbeziehung in
eine "Watchlist" sowie die qualitative Beurteilung der seit
dem erstmaligen Ansatz der Vermögenswerte in der
Bilanz eingetretenen Veränderungen des Risikos.
Wenn die Voraussetzungen für eine Umgruppierung
zwischen Stufen erfüllt sind, der finanzielle
Vermögenswert jedoch nicht als ausgefallen eingestuft
wurde, verbleibt der betreffende Vermögenswert
weiterhin in Stufe 2. Wenn keiner der Indikatoren weiter
zutrifft und der finanzielle Vermögenswert nicht
ausgefallen ist, wird der Vermögenswert der Stufe 1
zugeordnet.
Bei einem Ausfall des finanziellen Vermögenswertes
erfolgt eine Zuordnung in Stufe 3. Wenn ein zuvor
ausgefallener finanzieller Vermögenswert nicht
länger als ausgefallen eingestuft wird, wird er in
Stufe 2 oder Stufe 1 umgegliedert. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus
Miet-/Leasingverhältnissen werden nach einem
vereinfachten Wertminderungsmodell behandelt; der beim
erstmaligen Ansatz einer Wertminderung ausgewiesene Betrag
entspricht der Höhe der erwarteten Verluste über
die Restlaufzeit der Forderungen, unabhängig von der
Bonität der Forderungen. Talanx bestimmt die
erwarteten Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie aus Forderungen aus
Miet-/Leasingverhältnissen anhand historischer
Ausfallquoten. Die angepassten Ausfallquoten basieren auf
den Durchschnittswerten der letzten Jahre. Diese
Inputfaktoren für das Modell werden
regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Eine Übersicht der Wertberichtigungen auf
Finanzinstrumente findet sich in der Anmerkung 8 des
Anhangs.
Im Rahmen des vereinfachten Wertminderungsmodells werden
die Forderungen in die Stufe 3 übertragen, sobald
objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
werden nur dann saldiert und als Nettobetrag ausgewiesen,
wenn ein Rechtsanspruch darauf besteht und der Konzern
beabsichtigt, solche Positionen auf Nettobasis
auszugleichen oder gleichzeitig mit der Verwertung des
betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige
Verbindlichkeit abzulösen.
Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe
verleihen, werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die
wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen
resultieren, unverändert im Konzern verbleiben.
Barsicherheiten werden in der Position "Übrige
Verbindlichkeiten" bilanziell angesetzt. Wertpapiere, die
als Sicherheit hereingenommen werden, werden mangels
Übertragung der verbundenen Risiken und Chancen nicht
bilanziert.
Im Rahmen echter Wertpapierpensionsgeschäfte
(Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Wertpapiere bei
gleichzeitiger Verpflichtung, diese zu einem späteren
Zeitpunkt zu einem bestimmten Wert zurückzunehmen. Da
die wesentlichen Risiken und Chancen im Konzern verbleiben,
werden diese Kapitalanlagen weiterhin bilanziert. Die
Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung weisen
wir in der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten"
aus. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem für die
Übertragung erhaltenen und dem für die
Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der
Effektivzinsmethode über die Laufzeit des
Pensionsgeschäfts verteilt und in der Gewinn- und
Verlustrechnung (im Kapitalanlageergebnis) ausgewiesen.
In der Position "Übrige Kapitalanlagen" bilanziert
der Konzern im Wesentlichen Vermögenswerte aus
Infrastrukturinvestments (insbesondere aus
vollkonsolidierten Windparkprojektgesellschaften), die zu
Anschaffungskosten erfasst werden. Die
planmäßige Abschreibung erfolgt linear über
eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Eine zu bilanzierende
Rückstellung für Rückbauverpflichtungen
weisen wir in der Position "Sonstige Rückstellungen"
aus. Außerdem überprüfen wir diese
Bestände zum Abschlussstichtag auf ihre
Werthaltigkeit. Wertminderungen, Wertaufholungen und
planmäßige Abschreibungen wie auch
Umsatzerlöse aus diesen Anlagen erfassen wir im
Kapitalanlageergebnis.
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Inhabern von Lebensversicherungspolicen beinhalten
Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen
Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus
diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte
von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten
Finanzinstrumenten gebunden. Sie werden zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Gewinne und Verluste aus diesen
Kapitalanlagen werden im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen,
während die damit verbundenen Änderungen der
versicherungstechnischen Rückstellungen in den
versicherungstechnischen Finanzerträgen und
-aufwendungen ausgewiesen werden. Die Versicherungsnehmer
haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in
gleicher Weise die anfallenden Verluste.
Für weitere Angaben zu den Risiken aus
Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Konzernlagebericht
im Geschäftsbericht 2022 (Kapitel "Risikobericht";
Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen").
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand werden zum Nominalbetrag bilanziert.
Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle
Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst
nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt
werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten mittels der
Effektivzinsmethode bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der
begebenen Anleihen und Darlehen, soweit es sich nicht um
Verbindlichkeiten aus Derivaten und den erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Verpflichtungen aus Investmentverträgen handelt,
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Derivaten bewertet der Konzern zum
beizulegenden Zeitwert. Die Aufzinsung dieser finanziellen
Verbindlichkeiten weisen wir unter den Finanzierungszinsen
aus. Die beizulegenden Zeitwerte von
Investmentverträgen werden grundsätzlich zu
Rückkaufswerten für Versicherungsnehmer und
Kontensalden bestimmt. Daneben nutzt der Konzern die
Fair-Value-Option, um eine Bewertungsinkongruenz
(Accounting Mismatch) in Bezug auf die die
Verbindlichkeiten deckenden Kapitalanlagen aus
Investmentverträgen zu beseitigen oder wesentlich zu
verringern.
Der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende
Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich sowie
bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass eine Wertminderung
vorliegen könnte, einem Werthaltigkeitstest unterzogen
und mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter
Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte
mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu ihren
Anschaffungskosten abzüglich kumulierter
Abschreibungen, Amortisationen und Wertminderungen
angesetzt. Sie werden über den Zeitraum ihrer
geschätzten Nutzungsdauer in der Regel linear
abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei Software
in der Regel drei bis zehn Jahre, die der erworbenen
Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen grundsätzlich
vier bis 16 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit
unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbene Markennamen)
werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn
Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf
ihre Werthaltigkeit überprüft. Abschreibungen,
Amortisationen, Wertaufholungen und Wertminderungen, die im
Gewinn oder Verlust zu erfassen sind, werden auf die
versicherungsspezifischen Funktionsbereiche verteilt;
sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht
möglich ist, werden sie in den sonstigen
Erträgen/ Aufwendungen ausgewiesen.
Aktive und passive latente Steuern werden aus
temporären Unterschieden zwischen den steuerlichen und
den bilanziellen Wertansätzen ermittelt. Ebenso werden
aktive latente Steuern bei Steuergutschriften sowie auf
steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Nicht
werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.
Die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen wird in
den jeweiligen Staaten von den lokalen Steuer- und
Finanzfachleuten vorgenommen. Die Ergebnisplanungen beruhen
auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen
Verfahren geprüft und genehmigt wurden. Sie werden
auch für die Unternehmenssteuerung verwendet. Ein
besonders aussagekräftiger Nachweis wird entsprechend
konzerneinheitlichen Grundsätzen verlangt, wenn das
betreffende Konzernunternehmen aktuell oder in einer
Vorperiode einen Verlust erwirtschaftet hat. Der Ansatz und
die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen
werden von der Konzernsteuerabteilung geprüft.
Latente Steuern werden anhand der im jeweiligen Jahr
geltenden landesspezifischen Steuersätze berechnet.
Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden
Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr
berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung
verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene
berücksichtigen grundsätzlich den
Konzernsteuersatz von 32,2 %, sofern sie nicht einzelnen
Gesellschaften zuzuordnen sind.
Sonstige Vermögenswerte bilanzieren wir mit
Ausnahme der Sicherungsinstrumente grundsätzlich mit
den fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen
werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt,
abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen.
Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei
max. 50 Jahren. Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung
liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn
Jahren. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der
Werthaltigkeit von selbst genutztem Grundbesitz gelten
grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu
fremdgenutzten Immobilien. Abschreibungen/Wertminderungen
werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche
verteilt oder in der Position "Sonstige
Erträge/Aufwendungen" ausgewiesen. Forderungen werden
mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Für diese Finanzinstrumente wird aufgrund der kurzen
Haltedauer und der großen Anzahl an betroffenen
Transaktionen ein vereinfachter Wertminderungsansatz auf
Portfolioebene basierend auf historischen Ausfallquoten
verwendet (s. o.).
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte (oder Gruppen von zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und
Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten
klassifiziert und gesondert ausgewiesen, wenn ihr Buchwert
im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt
durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss
höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte
werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
bewertet. Bewertungen von Finanzinstrumenten werden in
Folgeperioden nicht geändert. Planmäßige
Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als
"zur Veräußerung gehalten" berücksichtigt.
Wertminderungen sind im Gewinn bzw. Verlust zu erfassen,
wobei ein späterer Wertanstieg zu einer
Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulierten
Wertminderungsaufwands führt.
Die wichtigsten vom Konzern eingegangenen
Leasingverhältnisse betreffen Gebäude sowie
technische Geräte und IT-Ausstattung. Der Konzern
beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein solcher Vertrag ein
Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Er
verwendet ein einheitliches Modell für den Ansatz und
die Bewertung aller Leasingverhältnisse mit einer
Laufzeit von mehr als zwölf Monaten, außer im
Falle von geringwertigen Vermögenswerten. Als
Leasingnehmer erfasst der Konzern zum Bereitstellungsdatum
ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit, die
die Verpflichtung des Konzerns, Leasingzahlungen zu
leisten, abbildet. Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen werden in der Konzernbilanz unter
den Sachanlagen ausgewiesen. Leasingverbindlichkeiten
werden in der Position "Übrige Verbindlichkeiten"
ausgewiesen und gemäß den Bestimmungen von IFRS
16 bewertet. Der Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch,
IFRS 16 nicht auf kurzfristige Leasingverhältnisse (d.
h. Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von nicht
mehr als zwölf Monaten ab Bereitstellungsdatum) und
auf Leasingverhältnisse für geringwertige
technische Anlagen und IT-Ausstattung anzuwenden. In diesen
Fällen werden die Leasingzahlungen als laufender
Aufwand erfasst.
Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die
Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen und die
übrigen Rücklagen ausgewiesen. Das gezeichnete
Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die von den
Aktionären der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten
Beträge.
Die Gewinnrücklagen umfassen die Zuführungen
aus dem Jahresergebnis sowie thesaurierte Gewinne, die die
Konzernunternehmen seit ihrer Konzernzugehörigkeit
erzielt haben. Darüber hinaus wird bei einer
retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für
frühere Perioden im Anfangsbestand der
Gewinnrücklagen erfasst.
Übrige Rücklagen: Unrealisierte Gewinne und
Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte
von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumenten werden in der Position "Unrealisierte
Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen" ausgewiesen.
Differenzen aus der Währungsumrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe in den
Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen
sowie unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Bewertung nach
der Equity-Methode werden ebenfalls in den übrigen
Rücklagen ausgewiesen, genauso wie der effektive Teil
des Gewinns/Verlusts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen
von Cashflow-Hedges.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am
Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis und im Eigenkapital
in der Position "Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter" ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die
Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von
Tochterunternehmen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen: Die Verpflichtungen aus
leistungsorientierten Pensionsplänen werden für
jeden Plan separat und nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit
Method). Es werden dabei nicht nur die am Abschlussstichtag
bekannten Anwartschaften und laufenden Renten
berücksichtigt, sondern auch deren zukünftige
Entwicklung. Der Zinssatz, mit dem die
Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich
an den Zinssätzen, die für hochwertige
Unternehmensanleihen gelten. Der verwendete Abzinsungssatz
ist ein zahlungsgewichteter Durchschnittszins, in dem sich
die Fälligkeiten, die Höhe und die Währung
der zu zahlenden Leistungen widerspiegeln. Bei der
Extrapolation der Euro-Zinsstrukturkurve
berücksichtigt der Konzern zudem einen Trend
bezüglich des Spreads von Unternehmensanleihen zur
Verbesserung der Schätzgenauigkeit. Bei wesentlichen
Plänen werden individuelle Zinssätze zur
Ermittlung von Zinsaufwendungen und -erträgen nach der
Spot-Rate-Methode angewendet, d. h. die unterschiedlichen
Zahlungsströme werden mit verschiedenen
Zinssätzen gewichtet berücksichtigt.
Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte
einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber
(z. B. eines Fonds oder durch externe Vermögenswerte
gedeckte Leistungszusagen), die ausschließlich zur
Bedeckung der erteilten Pensionsverpflichtungen verwendet
werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger
entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug
der betreffenden Vermögenswerte auszuweisen. Sofern
der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte die
zugehörigen Pensionsverbindlichkeiten übersteigt,
wird dieser Nettobetrag in der Position "Sonstige
Forderungen" ausgewiesen, angepasst um Effekte aus der
Vermögensobergrenze (Asset Ceiling). Die
Kostenkomponenten aus der Veränderung der
leistungsorientierten Pläne werden, soweit sie den
Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld
betreffen, im Gewinn oder Verlust der Periode
berücksichtigt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
aus Planänderungen und Plankürzungen sowie
Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden im Zeitpunkt
ihres Eintritts im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst.
Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen
Ergebnis bilanziert und im Eigenkapital ausgewiesen. Die
Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen umfassen zum
einen die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus
den Bruttopensionsverpflichtungen, zum anderen den
Unterschied zwischen der tatsächlich realisierten
Planvermögensrendite und den
versicherungsmathematischen Zinserträgen auf
Planvermögen. Im Fall einer Überdotierung von
länen fließt in die Neubewertungskomponente
außerdem die Differenz zwischen dem Zinsaufwand auf
die Auswirkung der Vermögensobergrenze und der
gesamten Veränderung des Nettovermögens aus der
Auswirkung der Vermögensobergrenze ein.
Sonstige Rückstellungen und
Steuerrückstellungen werden nach bestmöglicher
Schätzung in Höhe der zu erwartenden
Inanspruchnahme gebildet. Ist der Effekt aus dem Zeitwert
des Geldes wesentlich, werden die Rückstellungen
abgezinst. Restrukturierungsrückstellungen werden dann
angesetzt, wenn ein detaillierter formeller Plan für
die Restrukturierung durch den Konzern genehmigt wurde und
die wesentlichen Details der Restrukturierung
öffentlich angekündigt wurden. Die
Rückstellungen beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich
der Anzahl der von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter,
der Höhe der Abfindungszahlungen und der Kosten im
Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen.
Aufwendungen, die mit den zukünftigen
Geschäftstätigkeiten zusammenhängen (z. B.
Versetzungskosten), werden nicht bei der Festlegung der
Rückstellungen berücksichtigt.
Anteilsbasierte Vergütungen werden im Konzern
ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in
bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu
jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag bewertet.
Der beizulegende Zeitwert jedes dieser Pläne wird als
Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach
wird jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes von
nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.
Der Versicherungsumatz ist definiert als der
Gesamtbetrag der Veränderungen des
Vermögenswertes für den zukünftigen
Versicherungsschutz aus (Rück-)Versicherungen und der
Veränderungen der Deckungsrückstellung, die in
dem Zeitraum eingetreten sind, der sich auf den
Versicherungsschutz oder andere Leistungen bezieht,
für die der Konzern den Erhalt einer Gegenleistung
erwartet. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse aus der
Übertragung des zugesagten Versicherungsschutzes und
zugesagter anderer Leistungen in Höhe der
Gegenleistung, auf die der Konzern im Gegenzug für
diese Leistungen voraussichtlich einen Anspruch hat. Das
bedeutet, dass der Konzern keine Kapitalanlagekomponenten
in den Versicherungsumsatz einbezieht und Letzteres in
jeder Berichtsperiode als den Betrag erfasst, mit dem die
Leistungsverpflichtungen aus den
Versicherungsverträgen erfüllt werden. Der
Versicherungsumsatz ist die wesentliche Kennzahl, die zur
Bereitstellung von Informationen über das
Geschäftsvolumen und die Bruttowertentwicklung
herangezogen werden.
Im Rahmen des GMM und des VFA fließen in den
Versicherungsumsatz die folgenden Posten ein:
| ― |
eine Auflösung der CSM, deren Bewertung auf den bereitgestellten Deckungseinheiten basiert (siehe nachfolgenden Abschnitt "Auflösung der CSM"); |
| ― |
Änderungen der Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken, die mit zukünftigen Leistungen verbunden sind; |
| ― |
im Laufe des Geschäftsjahres zu begleichende Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen; diese werden normalerweise mit den zu Jahresbeginn erwarteten Beträgen bewertet. Dieser Posten enthält Beträge ebenfalls aus der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes einer Gruppe von Verträgen erfolgten Ausbuchung von Vermögenswerten für Zahlungsströme (außer Abschlusskosten), die als Versicherungsumsatz erfasst werden, zuzüglich der zum entsprechenden Zeitpunkt angefallenen versicherungstechnischen Aufwendungen; |
| ― |
andere Beträge, einschließlich erfahrungsbedingter Anpassungen bezogen auf Prämieneinnahmen für aktuelle oder vergangene Leistungen für das Lebensversicherungsgeschäft, zuzüglich Beträgen in Verbindung mit beim Versicherungsnehmer entstandenen Steueraufwendungen für das Überschussbeteiligungsgeschäft. |
Die Höhe der CSM für eine Gruppe von
Versicherungsverträgen, die in einem bestimmten
Geschäftsjahr als Versicherungsumsatz erfasst wird,
bestimmt sich aus der Identifizierung der Deckungseinheiten
in der Gruppe, aus der Aufteilung der am Ende des Jahres
verbleibenden CSM vor der gleichmäßigen
Aufteilung auf jede in der laufenden Periode erbrachte bzw.
in künftigen Jahren voraussichtlich zu erbringende
Deckungseinheit sowie aus der erfolgswirksamen Erfassung
des den in der Periode erbrachten Deckungseinheiten
zugeordneten Betrags der CSM. Die Anzahl der
Deckungseinheiten ist die Menge der Leistungen
gemäß den Verträgen in der Gruppe; diese
Anzahl wird bestimmt, indem für jeden Vertrag die
Menge der gemäß dem Vertrag zu erbringenden
Leistungen und der erwartete Deckungszeitraum für den
Vertrag berücksichtigt wird. Die Deckungseinheiten
werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und
aktualisiert. Diese Deckungseinheiten basieren auf
Volumengrößen, die ins Verhältnis zwischen
deren Höhe am Ende der abgelaufenen Periode und der
gesamten Vertragslaufzeit gesetzt werden, um den Service
für die Periode zu bestimmen. Die Deckungseinheiten
wählen wir für jedes Versicherungsgeschäft
so dass sie die jeweilige Leistungserbringung
bestmöglich widerspiegeln.
Die im Rahmen von Versicherungsverträgen erbrachten
Leistungen umfassen Versicherungsschutz und, für alle
Verträge mit direkter Überschussbeteiligung,
kapitalanlagebezogene Leistungen im Zusammenhang mit dem
Management der zugrunde liegenden Referenzwerte im Namen
der Versicherungsnehmer sowie gegebenenfalls die zur
Erwirtschaftung von Kapitalerträgen erbrachten
Leistungen für Verträge mit indirekter
Überschussbeteiligung. Der erwartete Deckungszeitraum
spiegelt die Erwartung hinsichtlich Vertragsstornierungen
sowie die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von versicherten
Ereignissen wider, soweit diese den erwarteten
Deckungszeitraum beeinflussen. Der Zeitraum für die
kapitalanlagebezogenen Leistungen endet spätestens an
dem Datum, an dem alle an derzeitige Versicherungsnehmer
fälligen Beträge in Bezug auf diese Leistungen
ausgezahlt wurden.
Der im Gewinn oder Verlust für die Periode erfasste
Betrag entspricht dem Verhältnis der Deckungseinheiten
für die laufende Periode der CSM zur Summe der
Deckungseinheiten für die laufende und alle
verbleibenden Perioden, angewendet auf die angepasste CSM
vor ihrer Auflösung.
Im Rahmen des PAA entspricht der Versicherungsumsatz in
jeder Periode dem Betrag der Prämieneinnahmen für
die Bereitstellung von Versicherungsschutz in der Periode.
Die erwarteten Prämieneinnahmen werden auf Grundlage
des Zeitablaufs zugeordnet, oder alternativ basierend auf
einem anderen Einnahmeverlauf, wenn das erwartete Muster
der Befreiung vom Risiko während des Deckungszeitraums
signifikant vom Zeitablauf abweicht.
Versicherungstechnische Aufwendungen aus
Versicherungsverträgen werden grundsätzlich
direkt erfolgswirksam erfasst. Darin sind keine
Rückzahlungen von Kapitalanlagekomponenten enthalten.
Die versicherungstechnischen Aufwendungen umfassen u. a.
folgende Posten:
| ― |
eingetretene Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen; |
| ― |
Amortisierung der Abschlusskosten: Bei nicht mit dem PAA bewerteten Verträgen entspricht dies dem Betrag des im Geschäftsjahr erfassten Versicherungsumsatzes, der sich auf die Wiedererlangung der Abschlusskosten bezieht. Im Falle von Verträgen, die mit dem PAA bewertet werden, nimmt der Konzern eine lineare Abschreibung der Abschlusskosten über den Deckungszeitraum der Gruppe von Verträgen vor; |
| ― |
Verluste aus belastenden Verträgen sowie Wertaufholungen bezogen auf solche Verluste; |
| ― |
Anpassungen der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die sich nicht aus den Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes, des finanziellen Risikos und der Änderungen des finanziellen Risikos ergeben; |
| ― |
Wertminderungsaufwendungen auf Vermögenswerte für Abschlusskosten und zugehörige Wertaufholungen. |
Das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen
ist getrennt von den Erträgen oder Aufwendungen aus
ausgestellten Versicherungsverträgen darzustellen und
umfasst saldiert die vom Rückversicherer erstatteten
Beträge abzüglich der versicherungstechnische
Aufwendungen aus gehaltenen
Rückversicherungsverträgen. Grundsätzlich
setzt sich das Ergebnis aus Rückversicherungen wie im
GMM zusammen. Der Talanx Konzern erfasst die Zahlungen des
Rückversicherers aus eingetretenen Schadenfällen
als Erträge aus gehaltenen
Rückversicherungsverträgen. Bei Verträgen im
GMM entsprechen das Ergebnis aus gehaltenen
Rückversicherungsverträgen der Auflösung der
CSM für gehaltene Rückversicherungsverträge.
Im Falle von mit dem PAA bewerteten Verträgen
entsprechen die versicherungstechnischen Aufwendungen aus
Rückversicherungen der Höhe der erwarteten
Prämienzahlungen für den Erhalt des
Rückversicherungsschutzes in der Berichtsperiode,
welche dann mit den erhaltenen Versicherungsleistungen aus
der Rückversicherung verrechnet werden.
Der Posten "Versicherungstechnisches Finanzergebnis"
umfasst die Änderungen des Buchwerts der Gruppe von
Versicherungsverträgen, die sich aus den Auswirkungen
des Zeitwerts des Geldes (der Wert zum Periodenanfang ist
mit dem Zinssatz, der für die Diskontierung
heranzgezogen wurde, aufzuzinsen [Locked-in-Zinssatz]), den
Auswirkungen des finanziellen Risikos und aus den
Auswirkungen der Änderungen des finanziellen Risikos
ergeben, es sei denn, dass solche Änderungen bei
Gruppen von Versicherungsverträgen mit direkter
Überschussbeteiligung einer Verlustkomponente
zugeordnet und in der Position "Versicherungstechnische
Aufwendungen" ausgewiesen werden.
Der Talanx Konzern hat entschieden, grundsätzlich
für alle Portfolios des Konzerns eine Aufteilung der
versicherungstechnischen Finanzerträge und
-aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und
dem sonstigen Ergebnis vorzunehmen. Im Falle von
Verträgen, die mit dem VFA bewertet werden, resultiert
die Erfassung im sonstigen Ergebnis in der Eliminierung von
Rechnungslegungsanomalien innerhalb der Gewinn- und
Verlustrechnung. Der Betrag, der den erfolgswirksam
erfassten Erträgen oder Aufwendungen aus zugrunde
liegenden Vermögenswerten entspricht
(Kapitalanlageergebnis einschließlich des Ergebnisses
aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von
Inhabern von Lebensversicherungspolicen), fließt in
die Finanzerträge oder -aufwendungen aus ausgestellten
Versicherungsverträgen ein. Der restliche Betrag der
Finanzerträge oder -aufwendungen aus ausgestellten
Versicherungsverträgen für die Berichtsperiode
wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bei einer Ausbuchung eines Vertrages ohne direkte
Überschussbeteiligung infolge einer Übertragung
an einen Dritten oder bei einer Vertragsänderung
werden sämtliche verbleibenden im sonstigen Ergebnis
kumulierten Beträge für den Vertrag als
Umgliederungsbetrag erfolgswirksam umgegliedert.
Versicherungstechnische Finanzerträge und
-aufwendungen für alle anderen Verträge werden in
der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Die im sonstigen Ergebnis dargestellten Beträge
werden in der Rücklage für
versicherungstechnische
Finanzerträge/Finanzaufwendungen kumuliert. Bucht der
Konzern einen Vertrag ohne direkte
Überschussbeteiligung infolge einer Übertragung
an einen Dritten oder aufgrund einer Vertragsänderung
aus, werden sämtliche verbleibenden im sonstigen
Ergebnis kumulierten Beträge für den Vertrag als
Umgliederungsbetrag erfolgswirksam umgegliedert.
Die Zusammensetzung des Kapitalanlageergebnisses ist der
Anmerkung 15 im Konzernanhang zu entnehmen.
Die Zusammensetzung der Sonstigen
Erträge/Aufwendungen ist der Anmerkung 18 im
Konzernanhang zu entnehmen. In den Sonstigen
Erträgen/Aufwendungen (Position: Übrige
Aufwendungen) sind auch die Kosten enthalten, die der
Erfüllung von Versicherungsverträgen nicht direkt
zugeordnet werden können (z. B. Kosten für die
Produktentwicklung und Training).
Der Konzern erbringt neben seiner
Kerngeschäftstätigkeit (im Anwendungsbereich des
IFRS 17) verschiedene mit dem Versicherungsgeschäft im
weiteren Sinne im Zusammenhang stehende Dienstleistungen,
insbesondere Kapitalverwaltungsleistungen und sonstige
versicherungsnahe Dienstleistungen, die in den
Anwendungsbereich des IFRS 15 ("Erlöse aus
Verträgen mit Kunden") fallen. Erlöse aus
Verträgen mit Kunden werden dann realisiert, wenn die
Verfügungsgewalt über die zugesagten Güter
oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird.
Die Höhe der Umsatzrealisierung entspricht dem Betrag
der Gegenleistung, die der Konzern für die
Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an
den Kunden voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern
fungiert bei Verträgen im Anwendungsbereich des IFRS
15 als Prinzipal, da er grundsätzlich die
Verfügungsgewalt über die Güter oder
Dienstleistungen hat, bevor sie auf den Kunden
übertragen werden. Verträge mit Kunden beinhalten
in der Regel keine signifikanten Finanzierungskomponenten.
Diese Umsatzerlöse sind im Abschnitt "Sonstige
Angaben" des Konzernanhangs angegeben.
Der Steueraufwand enthält die tatsächliche
Steuerbelastung auf die Ergebnisse der Konzernunternehmen,
auf die die jeweiligen lokalen Steuersätze angewendet
werden, sowie Veränderungen der aktiven und der
passiven latenten Steuern. Aufwand und Ertrag aus Zinsen
oder Strafen, die an die Steuerbehörden zu zahlen
sind, werden in der Position "Sonstige
Erträge/Aufwendungen" ausgewiesen.
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden
grundsätzlich mit den Wechselkursen zum
Transaktionszeitpunkt in die entsprechende funktionale
Währung der Unternehmenseinheiten umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am
Abschlussstichtag auf Fremdwährung lauten, werden zum
Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet.
Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden im
Währungsergebnis ausgewiesen.
Fremd-währungsgewinne/-verluste aus nicht
monetären Posten (z. B. Eigenkapitalinstrumente), die
als FVOCI klassifiziert sind, werden ohne die
Möglichkeit einer späteren Umbuchung in den
Gewinn oder Verlust im sonstigen Ergebnis bilanziert.
Fremdwährungspositionen (einschließlich
Geschäfts- und Firmenwerte) ausländischer
Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro
ist, rechnen wir mit dem Devisenmittelkurs am
Abschlussstichtag in Euro um, Fremdwährungspositionen
in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs.
Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen aus der
Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe werden
im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus
Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen, soweit
die Umrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden
Anteilen zugewiesen ist.
| Bilanz (Stichtag) | Erfolgsrechnung (Durchschnitt) | ||||
| 1 EUR entspricht | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | |
| AUD | Australien | 1,6397 | 1,5710 | 1,6107 | 1,5215 |
| BRL | Brasilien | 5,2693 | 5,6362 | 5,4805 | 5,5940 |
| CAD | Kanada | 1,4404 | 1,4449 | 1,4586 | 1,3900 |
| CLP | Chile | 871,9600 | 910,0600 | 877,7371 | 912,1443 |
| GBP | Großbritannien | 0,8582 | 0,8872 | 0,8750 | 0,8432 |
| MXN | Mexiko | 18,5457 | 20,8805 | 19,6652 | 22,1267 |
| PLN | Polen | 4,4384 | 4,6843 | 4,6201 | 4,6380 |
| SEK | Schweden | 11,8103 | 11,1118 | 11,3722 | 10,4546 |
| TRY | Türkei | 28,2839 | 19,9821 | 21,8850 | 16,0128 |
| USD | USA | 1,0855 | 1,0675 | 1,0785 | 1,0921 |
Die Türkei wird seit dem zweiten Quartal 2022
für Zwecke der Finanzberichterstattung als
hochinflationär im Sinne des IAS 29 (Rechnungslegung
in Hochinflationsländern) eingestuft. Somit haben
Gesellschaften, deren funktionale Währung der
türkischen Lira (TRY) entspricht, für
Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2022 enden,
die Rechnungslegung gemäß IAS 29 anzuwenden.
Demnach werden die betroffenen Abschlüsse nicht auf
Basis historischer An-schaffungs- oder Herstellungskosten
bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der
Inflation dargestellt. Der in diesem Zusammenhang durch das
Turkish Statistical Institute (TURKSTAT) verwendete
Verbraucherindex beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf
1.351,59 (31.12.2022: 1.128,45). Insgesamt hat sich
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 ein
Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten von
26 Mio. EUR ergeben, der im übrigen Ergebnis
ausgewiesen wurde. Dieser beinhaltet einen Ergebnisbeitrag
in Höhe von +15 Mio. EUR.
Die im Konzerngeschäftsbericht 2022 beschriebenen
geschäftlichen Aktivitäten, die
Geschäftsbereiche sowie die berichtspflichtigen
Segmente des Talanx Konzerns und die Produkte und
Dienstleistungen, mit denen diese Erträge erzielt
werden, sind zum Ende der Zwischenberichtsperiode weiterhin
zutreffend. Die dort aufgeführten allgemeinen Angaben
zur Segmentberichterstattung sowie die Aussagen zu der
Bewertungsgrundlage für das Ergebnis der
berichtspflichtigen Segmente sind weiterhin gültig.
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 163 | 164 | 302 | 304 | 952 | 758 |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 87 | 63 | - | - | 21 | 17 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 7.276 | 7.193 | 155 | 211 | 941 | 870 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 12.557 | 11.230 | 47.321 | 46.591 | 12.907 | 12.745 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 11.622 | 10.907 | 372 | 359 |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 887 | 889 | 782 | 817 | 395 | 329 |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 45 | 46 | 270 | 285 | 277 | 298 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 1.073 | 901 | 699 | 609 | 750 | 753 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 27 | 34 | - | 36 | - | 473 |
| Summe der Aktiva | 22.115 | 20.519 | 61.151 | 59.760 | 16.616 | 16.603 |
| In Mio. EUR | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 176 | 173 | 66 | 74 | - | - |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1.216 | 1.448 | - | - | -79 | -83 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 2.028 | 2.590 | 1.761 | 1.618 | -4.947 | -4.991 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 57.206 | 55.869 | 2.136 | 2.873 | -1.653 | -1.964 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.014 | 1.309 | 360 | 248 | - | - |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 461 | 458 | 285 | 285 | -193 | -166 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 4.845 | 4.107 | 619 | 1.015 | -2.873 | -3.276 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | - | -9 |
| Summe der Aktiva | 66.946 | 65.954 | 5.227 | 6.113 | -9.746 | -10.488 |
| In Mio. EUR | Gesamt | |
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 1.659 | 1.472 |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1.244 | 1.444 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 7.213 | 7.492 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 127.345 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.995 | 11.266 |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.438 | 3.592 |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 1.146 | 1.205 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 5.113 | 4.110 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 27 | 534 |
| Summe der Aktiva | 162.309 | 158.460 |
| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 410 | 410 | 192 | 206 | 101 | 105 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 16.973 | 15.935 | 57.689 | 56.385 | 10.832 | 10.928 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 212 | 167 | 22 | 28 | 1 | 1 |
| E. Andere Rückstellungen | 650 | 654 | 373 | 283 | 326 | 284 |
| F. Verbindlichkeiten | 1.181 | 907 | 1.127 | 1.239 | 2.349 | 2.315 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 185 | 161 | 78 | 69 | 126 | 74 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 40 | 44 | - | - | - | 406 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 19.651 | 18.277 | 59.481 | 58.210 | 13.736 | 14.112 |
| In Mio. EUR | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.592 | 4.096 | 1.246 | 1.246 | -1.032 | -1.054 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 42.493 | 41.769 | 2.489 | 2.288 | -4.682 | -4.758 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 463 | 557 | - | - | -216 | -188 |
| E. Andere Rückstellungen | 486 | 516 | 1.263 | 1.354 | -1 | - |
| F. Verbindlichkeiten | 7.497 | 6.918 | 2.096 | 2.914 | -3.467 | -4.162 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.290 | 2.178 | - | - | -207 | -185 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | - | - |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 56.820 | 56.035 | 7.095 | 7.802 | -9.605 | -10.348 |
| In Mio. EUR | Gesamt | |
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 4.509 | 5.009 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 125.795 | 122.547 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 482 | 564 |
| E. Andere Rückstellungen | 3.098 | 3.092 |
| F. Verbindlichkeiten | 10.784 | 10.130 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.472 | 2.296 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 40 | 450 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 147.179 | 144.089 |
| Eigenkapital 2 | 15.130 | 14.371 |
| Summe der Passiva | 162.309 | 158.460 |
1 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen"
2 Konzerneigenkapital und Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter
| Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | ||||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| 1. Versicherungsumsatz | 4.221 | 3.831 | 1.722 | 1.712 | 3.087 | 2.485 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 28 | 27 | 48 | 34 | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 4.193 | 3.805 | 1.675 | 1.678 | 3.087 | 2.485 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -3.501 | -3.282 | -1.478 | -1.470 | -2.879 | -2.301 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -428 | -324 | -66 | -34 | -23 | -74 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 292 | 226 | 179 | 208 | 185 | 110 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 235 | 256 | 945 | 1.169 | 381 | 377 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -127 | -145 | -414 | -825 | -129 | -208 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 108 | 111 | 531 | 343 | 252 | 169 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | - | - | -3 | 4 | 3 | - |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 4 | 8 | - | - | - | - |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 800 | 207 | 27 | 2 |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | -46 | -1.757 | -2 | -55 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 754 | -1.550 | 25 | -53 |
| Kapitalanlageergebnis | 108 | 111 | 1.285 | -1.207 | 277 | 116 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 7 | -524 | -1.215 | 1.217 | -184 | -96 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -22 | 340 | - | 1 | 56 | 39 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -15 | -185 | -1.215 | 1.218 | -129 | -58 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -44 | 177 | - | - | 9 | 22 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -59 | -8 | -1.215 | 1.218 | -120 | -36 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 49 | 103 | 70 | 11 | 157 | 81 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -22 | 130 | -10 | 30 | 20 | 28 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 44 | -177 | - | - | -9 | -22 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | -17 | 7 | -1 | 3 | -4 | 1 |
| Währungsergebnis | 5 | -39 | -10 | 33 | 7 | 7 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 66 | 90 | 39 | 38 | 63 | 31 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -221 | -206 | -128 | -147 | -164 | -124 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -155 | -116 | -89 | -109 | -101 | -93 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 190 | 174 | 150 | 143 | 249 | 104 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 190 | 174 | 150 | 143 | 249 | 104 |
| 9. Finanzierungszinsen | -6 | -5 | -3 | -3 | -10 | 2 |
| 10. Ertragsteuern | -34 | -44 | -53 | 25 | -57 | -30 |
| Periodenergebnis | 151 | 124 | 93 | 165 | 181 | 76 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | 5 | 4 | 41 | 29 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 151 | 124 | 88 | 162 | 141 | 47 |
| Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | ||||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| 1. Versicherungsumsatz | 12.273 | 11.816 | 533 | 437 | -974 | -1.123 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 430 | 607 | 468 | 455 | -974 | -1.123 |
| davon mit fremden Dritten | 11.843 | 11.209 | 65 | -18 | - | - |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -10.291 | -10.920 | -536 | -553 | 788 | 1.058 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -903 | -203 | 16 | 128 | 66 | 108 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.079 | 694 | 12 | 13 | -120 | 43 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 1.110 | 1.300 | 32 | 14 | -27 | -29 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -244 | -460 | -77 | -54 | 42 | 42 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 866 | 839 | -45 | -40 | 15 | 14 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -20 | - | - | - | - |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 17 | 5 | - | - | - | - |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 866 | 839 | -45 | -40 | 15 | 14 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -145 | -1.362 | -17 | -17 | 23 | 20 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 6 | 109 | 8 | 7 | -30 | -15 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -139 | -1.253 | -9 | -10 | -7 | 5 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -203 | 1.047 | 6 | 8 | - | - |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -342 | -205 | -2 | -2 | -7 | 5 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 524 | 634 | -47 | -41 | 8 | 19 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -205 | 1.072 | 7 | 1 | - | - |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 203 | -1.047 | -6 | -8 | - | - |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 36 | -52 | - | 1 | - | - |
| Währungsergebnis | 34 | -27 | 1 | -5 | - | - |
| 7. a. Sonstige Erträge | 24 | 147 | 775 | 720 | -720 | -654 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -299 | -321 | -724 | -674 | 822 | 535 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -274 | -174 | 51 | 46 | 102 | -119 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.362 | 1.126 | 16 | 12 | -10 | -57 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.362 | 1.126 | 16 | 12 | -10 | -57 |
| 9. Finanzierungszinsen | -74 | -53 | -48 | -53 | 22 | 25 |
| 10. Ertragsteuern | -298 | -205 | -4 | 2 | -4 | 10 |
| Periodenergebnis | 990 | 868 | -36 | -39 | 8 | -22 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 506 | 460 | - | - | 9 | -6 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 484 | 409 | -36 | -39 | -1 | -16 |
| Gesamt | ||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| 1. Versicherungsumsatz | 20.862 | 19.159 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 20.862 | 19.159 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -17.896 | -17.468 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -1.338 | -398 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.627 | 1.293 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -16 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 20 | 13 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -1.532 | -762 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 19 | 480 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -1.513 | -282 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -232 | 1.254 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -1.745 | 972 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 760 | 806 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -210 | 1.262 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 232 | -1.254 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 14 | -40 |
| Währungsergebnis | 36 | -32 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 247 | 373 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -713 | -937 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -466 | -565 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.957 | 1.502 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.957 | 1.502 |
| 9. Finanzierungszinsen | -120 | -88 |
| 10. Ertragsteuern | -450 | -241 |
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 561 | 488 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 827 | 686 |
| Privat-
und
Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall |
Privat-
und
Firmenversicherung Deutschland - Leben |
Schaden- Rückversicherung | ||||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| 1. Versicherungsumsatz | 861 | 800 | 861 | 912 | 8.365 | 7.850 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - | 48 | 34 | 377 | 558 |
| davon mit fremden Dritten | 861 | 800 | 814 | 878 | 7.988 | 7.292 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -790 | -740 | -688 | -730 | -6.896 | -7.283 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -38 | -13 | -28 | -20 | -872 | -171 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 34 | 46 | 145 | 161 | 598 | 397 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 72 | 75 | 872 | 1.094 | 832 | 975 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -24 | -61 | -390 | -764 | -190 | -411 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 48 | 13 | 483 | 330 | 641 | 564 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | - | - | -3 | 4 | 6 | -18 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | - | - | 10 | 7 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 800 | 207 | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | -46 | -1.757 | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 754 | -1.550 | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 48 | 13 | 1.237 | -1.220 | 641 | 564 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | -8 | 3 | -1.208 | 1.214 | -45 | -1.325 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | - | - | 1 | 1 | -14 | 130 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -8 | 3 | -1.207 | 1.215 | -58 | -1.195 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | - | - | - | - | -226 | 1.046 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -8 | 3 | -1.207 | 1.215 | -285 | -149 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungsergebnis | 40 | 16 | 30 | -5 | 357 | 415 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -1 | 3 | -9 | 27 | -203 | 1.124 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | - | - | - | - | 226 | -1.046 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | - | 2 | - | 2 | 36 | -102 |
| Währungsergebnis | -1 | 5 | -9 | 29 | 59 | -24 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 9 | 10 | 30 | 28 | 15 | 114 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -43 | -43 | -85 | -103 | -187 | -239 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -34 | -34 | -55 | -75 | -172 | -125 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 39 | 33 | 111 | 110 | 841 | 662 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 39 | 33 | 111 | 110 | 841 | 662 |
| Personen Rückversicherung | ||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| 1. Versicherungsumsatz | 3.908 | 3.966 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 53 | 49 |
| davon mit fremden Dritten | 3.855 | 3.917 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -3.395 | -3.637 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -32 | -32 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 481 | 297 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 279 | 325 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -54 | -49 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 225 | 276 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 3 | -1 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 7 | -3 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 225 | 276 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | -100 | -37 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | 19 | -21 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -81 | -58 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | 23 | 1 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -58 | -57 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungsergebnis | 167 | 219 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -2 | -52 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | -23 | -1 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | - | 49 |
| Währungsergebnis | -25 | -3 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 9 | 34 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -111 | -82 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -102 | -49 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 521 | 464 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 521 | 464 |
| In Mio. EUR | Industrie-
versicherung |
Privat- und
Firmen- versicherung Deutschland - Schaden/Unfall |
Privat- und
Firmen- versicherung Deutschland - Leben |
Privat- und
Firmen- versicherung International |
Schaden- Rückver-
sicherung |
Personen-Rückver-
sicherung |
| 6M 2023 | ||||||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 116 | 37 | 447 | 261 | 620 | 173 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | - | -1 | -4 | -6 | - |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 4 | - | - | - | 10 | 7 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | -2 | - | - | -1 | -27 | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments planmäßig | -3 | -2 | -11 | - | - | - |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | 6 | 2 | 6 | 2 | 14 | 6 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -11 | -1 | -9 | -5 | -21 | -5 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| planmäßig | -9 | - | -1 | -54 | -11 | -3 |
| außerplanmäßig | -3 | -1 | - | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - | - | - | - |
| 6M 2022 | ||||||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 74 | 32 | 422 | 216 | 525 | 164 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | -1 | -1 | -1 | - | - |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 8 | - | - | - | 7 | -3 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | -2 | - | - | -1 | -23 | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | ||||||
| planmäßig | -3 | -2 | -11 | - | - | - |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | 1 | - | 1 | 3 | 10 | 48 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -5 | -1 | -7 | -3 | -10 | -1 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| planmäßig | -9 | - | -1 | -21 | -10 | -4 |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - | - | - | - |
| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt |
| 6M 2023 | |||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 30 | -26 | 1.656 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | - | -11 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 20 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | -29 |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments planmäßig | - | - | -16 |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 6 | -5 | 38 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -18 | 9 | -59 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |||
| planmäßig | -18 | - | -96 |
| außerplanmäßig | - | - | -5 |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | 2 | - | 2 |
| 6M 2022 | |||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 10 | -29 | 1.414 |
| Laufende Zinsaufwendungen | -1 | - | -5 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 13 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | -25 |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | |||
| planmäßig | - | - | -16 |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 2 | -2 | 63 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -6 | 6 | -27 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |||
| planmäßig | -19 | - | -64 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - |
Gesellschaften, auf die der Konzern einen
maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im
Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28
bilanziert. Mit Einführung des IFRS 17 werden
assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die
als zugrunde liegende Referenzwerte für eine Gruppe
von Versicherungsverträgen mit direkter und
ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
gehalten werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Ansonsten entsprechen die Konsolidierungsgrundsätze
denen des vorherigen Konzernabschlusses.
In den Talanx Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag
136 (135) Einzelgesellschaften, 30 (30) Investmentfonds,
drei (drei) strukturierte Unternehmen sowie
unverändert fünf Teilkonzerne (davon vier
ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl.
assoziierter Unternehmen) - voll und sieben (sieben) nach
der Equity-Methode sowie neun (neun) mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen bzw.
Gemeinschaftsunternehmen einbezogen.
Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis
im Vergleich zum Jahresende 2022 sind nachfolgend
dargestellt.
Mit Kaufvertrag vom 16. November 2022 übernahm die
HDI Sigorta A. $., Istanbul, Türkei, eine
100-prozentige Konzerntochter der HDI International AG,
Hannover, Deutschland, im Segment Privat- und
Firmenversicherung International 60 % der Anteile an Fiba
Emeklilik ve Hayat A. Ç. Istanbul, Türkei (im
Januar 2023 umbenannt in HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A.
Ç. Istanbul, Türkei). Auf Basis der getroffenen
Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 16. Januar
2023 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Der Kaufpreis (55
Mio. EUR) wurde vollständig in bar beglichen. Aus dem
Erwerb entstand ein Goodwill in Höhe von 28 Mio. EUR,
der das Potenzial abbildet, das Geschäft im
Sachversicherungsbereich (Gründung der Fiba Sigorta A.
Ç., Istanbul, Türkei am 30. Dezember 2022)
signifikant auszubauen. In der Steuerbilanz entsteht aus
dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger
Goodwill (Share Deal).
Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (0,3 Mio. EUR)
sind in den "Sonstigen Erträgen/Aufwendungen"
enthalten.
| In Mio. EUR | HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A. S |
| Immaterielle Vermögenswerte | 45 |
| Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1 |
| Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 3 |
| Kapitalanlagen | 26 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 4 |
| Summe Vermögenswerte | 81 |
| Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 13 |
| Andere Rückstellungen | 4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 8 |
| Passive Steuerabgrenzung | 12 |
| Summe Schulden | 37 |
| Erworbenes Nettovermögen (vor Konsolidierung) | 44 |
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte
beinhalten im Wesentlichen erworbene Vertriebsnetze und
Kundenbeziehungen. Es wurden keine
Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der
übernommenen Gesellschaft identifiziert, die
gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind oder deren
Ansatz mangels verlässlicher Bewertung ihres
beizulegenden Zeitwerts unterblieben ist. Bedingte
Leistungen, Vermögenswerte für
Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne
von IFRS 3 wurden nicht bilanziert.
Der Versicherungsumsatz der Gesellschaft ging mit 39
Mio. EUR und das Periodenergebnis mit 14 Mio. EUR in den
Abschluss ein.
Mit Kaufvertrag vom 13. Februar 2023 übernahmen die
Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Europa S. A., Breslau,
Polen (im Folgenden TU Europa Life) und die Towarzystwo
Ubezpieczen Europa S. A., Breslau, Polen (im Folgenden TU
Europa Non-Life), eine 100- und eine 50-prozentige
Konzerntochter der HDI International AG, Hannover,
Deutschland, im Segment Privat- und Firmenversicherung
International zusammen 80 % der Anteile an der Millenium
Financial Services SP. Z O.O, Warschau, Polen. Dabei
entfielen 72 % auf die TU Europa Life und 8 % auf die TU
Europa Non-Life. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen
bildet der Konzern den Erwerb zum 29. März 2023
(Erstkonsolidierungszeitpunkt) ab. Im Rahmen dieses Erwerbs
wurden mit der Bank Millennium Spölka Akcyjna,
Warschau, Polen, Vertriebsvereinbarungen für Lebens-
und Nichtlebensversicherungsprodukte abgeschlossen. Der
vollständig in bar beglichene Kaufpreis der gesamten
Transaktion betrug 111 Mio. EUR und entfiel mit 21 TEUR auf
den Erwerb der Anteile; der verbleibende Betrag entfiel auf
die Vertriebsvereinbarungen. Die Vertriebsvereinbarungen
wurden jeweils anteilig bei der TU Europa Life und TU
Europa Non-Life als Immaterielle Vermögenswerte
abgebildet.
Mit Kaufvertrag vom 23. April 2020 und
Nachtragsvereinbarung vom 20. Juni 2023 übernahmen die
HDI Lebensversicherung AG, Köln, die neue leben
Lebensversicherung AG, Hamburg, die LPV Lebensversicherung
AG, Hilden, die HDI Versicherung AG, Hannover und die TARGO
Lebensversicherung AG, Hilden (alle Geschäftsbereich
Privat- und Firmenversicherung Deutschland) 79,56 % der
Anteile an der KOP4 GmbH & Co. KG, Baierbrunn. Auf
Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den
Erwerb zum 30. Juni 2023 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ab.
Der Kaufpreis (82 Mio. EUR) wurde vollständig in bar
beglichen. Aus dem Erwerb entstand kein Goodwill.
Ingesamt wurden Vermögenswerte in Höhe von 296
Mio. EUR erworben und Schulden von 193 Mio. EUR
übernommen. Die Vermögenswerte betreffen
Kapitalanlagen (274 Mio. EUR), Sonstige Vermögenswerte
(17 Mio. EUR) und laufende Guthaben bei Kreditinstituten,
Schecks und Kassenbestand (6 Mio. EUR). Wesentliche
übernommene Schulden betreffen Verbindlichkeiten aus
begebenen Anleihen und Darlehen (147 Mio. EUR) und andere
Rückstellungen (45 Mio. EUR).
Mit Verschmelzungsvertrag vom 5. Mai 2023 wurde die HDI
Italia S. p. A., Mailand, Italien, rückwirkend zum 1.
Januar 2023 mit der HDI Assicurazioni S. p. A., Rom,
Italien, (beide Segment Privat- und Firmenversicherung
International) verschmolzen.
Bezüglich der Veräußerung der Magyar
Posta Biztositö Zrt. und Magyar Posta
Életbiztositô Zrt., Budapest, Ungarn verweisen
wir auf den Abschnitt "Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen".
Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum
Jahresende 2022.
Zum Stichtag wird die At Equity gehaltene Beteiligung an
der Magma HDI General Insurance Company Ltd., Kalkutta,
Indien, durch die HDI Global SE, Hannover, als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert. Der Verkauf
steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im
Segment Industrieversicherung. Der Verkauf erfolgte am 19.
Dezember 2022 und steht noch unter aufschiebenden
Bedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten
Halbjahr 2023 erwartet.
Die HDI Global SE, Hannover, plant die
Veräußerung eines Versicherungsportfolios der
Sparten Kraftfahrzeug- und Transportversicherung ihrer
Niederlassung in den Niederlanden. Das Portfolio umfasst
Vermögenswerte in Höhe von 17 (22) Mio. EUR und
versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe
von 40 (44) Mio. EUR. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit
der strategischen Ausrichtung im Segment
Industrieversicherung und wird im Verlauf des Jahres 2023
erwartet. Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich.
Zum Stichtag weisen wir keine Immobilienbestände
(31. Dezember 2022: 43 Mio. EUR) als zur
Veräußerung gehalten aus.
Zum 31. Dezember 2022 hatte der Konzern das
Tochterunternehmen Magyar Posta Biztositö Zrt.,
Budapest, Ungarn, gehalten durch die HDI International AG,
Hannover, Deutschland, als eine
Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in
Höhe von 32 Mio. EUR und Schulden in Höhe von 25
Mio. EUR ausgewiesen. Weiterhin wurde das
Tochterunternehmen Magyar Posta Életbiztositô
Zrt., Budapest, Ungarn, ebenfalls gehalten durch die HDI
International AG, Hannover, Deutschland, als eine
Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in
Höhe von 427 Mio. EUR und Schulden in Höhe von
381 Mio. EUR ausgewiesen. Mit Wirkung zum 30. Mai 2023 hat
der Konzern seine 66,9-prozentigen Anteile mit einem
Abgangsgewinn von 1 Mio. EUR verkauft.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.057 | 1.020 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 602 | 452 |
| davon | ||
| Software | 226 | 212 |
| Übrige | ||
| Erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen | 172 | 22 |
| Erworbene Markennamen | 32 | 30 |
| Übrige | 171 | 187 |
| Gesamt | 1.659 | 1.472 |
| Deckungsrückstellung - zediert | Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - zediert | |||||
| Mit dem PAA bewertete Verträge | ||||||
| In Mio. EUR | Ohne
Verlustrücker- stattungs- komponente |
Verlustrücker-
stattungs- komponente |
Nicht mit dem PAA bewertete Verträge | Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme | Risiko-
anpassung für nicht-finanzielle Risiken |
Gesamt |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | 34 | 24 | 3.764 | 3.519 | 150 | 7.492 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | -1.517 | - | 946 | 6 | - | -564 |
| Anfangsbestand (netto) | -1.483 | 24 | 4.711 | 3.525 | 150 | 6.927 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 3 | - | - | -3 | - | - |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | - | - | 8 | - | 8 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Allokation der gezahlten Rückversicherungsprämie | -3.182 | -16 | - | - | - | -3.198 |
| Erhaltene Rückversicherungsleistungen | ||||||
| Erstattungen eingetretener Schäden und sonstiger versicherungstechnischer Aufwendungen | - | 4 | 1.017 | 734 | 9 | 1.765 |
| Amortisation von Abschlusskosten | -22 | - | - | - | - | -22 |
| Erstattungen und Änderungen der Erstattungen von Verlusten aus verlustträchtigen zugrunde liegenden ausgegebenen Verträgen | 4 | -3 | - | - | - | 1 |
| Anpassung der Vermögenswerte für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | - | - | 151 | -3 | - | 148 |
| Summe der erhaltenen Rückversicherungsleistungen | -19 | 1 | 1.168 | 731 | 9 | 1.891 |
| Kapitalanlagekomponenten | -198 | - | 197 | 1 | - | - |
| Veränderungen des Nichterfüllungsrisikos der Rückversicherer | -29 | - | - | -1 | - | -30 |
| Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -3.428 | -15 | 1.366 | 730 | 9 | -1.338 |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag/-aufwand aus Rückversicherungsverträgen | 49 | - | 3 | 27 | - | 79 |
| Währungskursänderungen | 18 | -3 | -20 | -77 | -2 | -83 |
| Sonstige Veränderungen | 56 | - | -48 | -2 | - | 6 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -3.305 | -16 | 1.300 | 678 | 7 | -1.335 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Gezahlte Prämien | 2.716 | - | - | - | - | 2.716 |
| Erhaltene Zahlungen für eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | - | - | -1.213 | -471 | - | -1.684 |
| Abschlusskosten | 99 | - | - | - | - | 99 |
| Sonstige Kapitalflüsse | 1 | - | - | - | - | 1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 2.816 | - | -1.213 | -471 | - | 1.132 |
| Endbestand netto | -1.969 | 7 | 4.798 | 3.737 | 158 | 6.731 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -599 | 7 | 3.944 | 3.704 | 157 | 7.213 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | -1.370 | - | 854 | 33 | 1 | -482 |
| CSM | ||||||
| In Mio. EUR | Schätzung des Barwerts der künftigen n Zahlungsströme | Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | Gesamt |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | 3.247 | 201 | 129 | 26 | 317 | 3.920 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | -848 | 127 | 164 | 55 | -46 | -549 |
| Anfangsbestand (netto) | 2.399 | 328 | 293 | 81 | 270 | 3.371 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 3 | - | - | - | - | 3 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | ||||||
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | - | - | -18 | 31 | -302 | -290 |
| Änderungen in der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | - | -34 | - | - | - | -34 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -719 | - | - | - | - | -719 |
| Sonstige Veränderungen | -14 | - | - | - | - | -14 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | -733 | -34 | -18 | 31 | -302 | -1.057 |
| Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | ||||||
| Im Berichtszeitraum erstmalig erfasste Verträge | -611 | 72 | - | - | 541 | 2 |
| CSM-Anpassungen aus Schätzungsänderungen | -287 | 15 | 159 | -71 | 182 | -2 |
| Schätzungsänderungen im Zusammenhang mit Verlusten und Wertaufholungen aus zugrunde liegenden belastenden Verträgen | -5 | 3 | - | - | - | -2 |
| CSM-Anpassungen aus Änderungen der Verlustrückerstattung aus belastenden zugrunde liegenden Verträgen | -10 | 10 | - | - | 6 | 6 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | -912 | 100 | 159 | -71 | 728 | 4 |
| Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | ||||||
| Anpassung des Vermögenswertes für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 156 | -5 | - | - | - | 151 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | 156 | -5 | - | - | - | 151 |
| Effekt aus Änderungen des Nichterfüllungsrisikos bei Rückversicherern | -29 | - | - | - | - | -29 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit Leistungen | -1.519 | 61 | 141 | -40 | 426 | -931 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 30 | 3 | 5 | 1 | 12 | 51 |
| Währungskursänderungen | -22 | 1 | 3 | 1 | -3 | -21 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -1.511 | 65 | 148 | -39 | 435 | -902 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Gezahlte Prämien | 1.768 | - | - | - | - | 1.768 |
| Erhaltene Zahlungen für Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | -1.213 | - | - | - | - | -1.213 |
| Abschlusskosten | 1 | - | - | - | - | 1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 556 | - | - | - | - | 556 |
| Endbestand (netto) | 1.446 | 393 | 441 | 42 | 705 | 3.028 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | 2.498 | 329 | 349 | 55 | 261 | 3.492 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | -1.051 | 64 | 93 | -13 | 444 | -464 |
| In Mio. EUR | Verträge ohne
Verlustausgleichskomponente |
Verträge mit
Verlustausgleichskomponente |
| 6M 2023 | ||
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelzuflüsse | 1.299 | 26 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelabflüsse | -1.910 | -36 |
| davon: Abschlusskosten | - | - |
| Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | 72 | 10 |
| Beim erstmaligen Ansatz erfasste Erträge | - | 6 |
| Vertragliche Servicemarge 1 | 541 | 6 |
In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen
Rückversicherungsverträge im Rahmen einer
Portfolioübertragung oder eines
Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 erworben.
Der Endbestand der CSM aus gehaltenen
Rückversicherungsverträgen erhöht sich um
544 Mio. EUR auf 1.188 (644) Mio. EUR. Die Veränderung
der CSM verteilt sich wie folgt auf die Segmente: Privat-
und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall -21
Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland -
Leben -12 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung
International 2 Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 367
Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 152 Mio. EUR und
Konzernfunktionen 65 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung
entstand ein Effekt in Höhe von -9 Mio. EUR.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 2.745 | 2.606 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3.656 | 3.366 |
| Buchwert zum Ende der Berichtsperiode | 6.401 | 5.971 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwert | ||||
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 25 | 30 | 1 | 3 | 26 | 33 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 50 | - | 1 | - | 52 | - |
| Hypothekendarlehen | 813 | 827 | -276 | -191 | 538 | 636 |
| Sonstige | 13 | - | - | - | 13 | - |
| Gesamt | 902 | 857 | -273 | -188 | 629 | 669 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwert | ||||
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Schuldinstrumente | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 15.364 | 16.619 | -1.865 | -2.154 | 13.499 | 14.465 |
| Schuldtitel der US-Regierung | 12.003 | 12.328 | -746 | -796 | 11.257 | 11.532 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 5.559 | 5.486 | -226 | -266 | 5.334 | 5.220 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 28.378 | 27.851 | -5.751 | -5.952 | 22.627 | 21.899 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 33.562 | 33.014 | -3.226 | -3.715 | 30.336 | 29.299 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 21.139 | 21.122 | -2.395 | -2.581 | 18.744 | 18.541 |
| Sonstige | 657 | 592 | -3 | 13 | 654 | 605 |
| Schuldinstrumente gesamt | 116.662 | 117.013 | -14.212 | -15.452 | 102.450 | 101.561 |
| Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Aktien | 1.287 | 1.220 | 104 | 42 | 1.391 | 1.262 |
| Sonstige Beteiligungen (Kapitalanlagen) | 2 | 2 | 1 | 1 | 3 | 3 |
| Eigenkapitalinstrumente gesamt | 1.289 | 1.222 | 105 | 43 | 1.394 | 1.265 |
| Gesamt | 117.952 | 118.235 | -14.107 | -15.409 | 103.844 | 102.826 |
| Zeitwerte | ||
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Schuldinstrumente | ||
| Schuldtitel der US-Regierung | - | 19 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 8 | 6 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 35 | 37 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 1.007 | 994 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 13 | 14 |
| Genusscheine | 96 | 114 |
| Life-Settlement-Verträge | 13 | 13 |
| Sonstige | 47 | 70 |
| Schuldinstrumente gesamt | 1.220 | 1.268 |
| Eigenkapitalinstrumente | ||
| Aktien | 123 | 121 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 191 | 184 |
| Sonstige Beteiligungen | 6 | 6 |
| Sonstige Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 10 | - |
| Eigenkapitalinstrumente gesamt | 330 | 311 |
| Derivate | 527 | 593 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 8.301 | 8.223 |
| Investmentverträge | 1.895 | 1.792 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.468 | 1.897 |
| Gesamt | 15.741 | 14.084 |
| In Mio. EUR | 2023 | 2022 |
| Bruttobuchwert zum 31.12. des Vorjahres | 659 | 659 |
| Zugänge | - | 1 |
| Bruttobuchwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 659 | 659 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | -265 | -236 |
| Wertaufholungen | - | 4 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | -16 | -34 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | -281 | -265 |
| Buchwert zum 31.12. des Vorjahres | 394 | 423 |
| Buchwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 379 | 394 |
Die langfristigen Vermögenswerte aus
Infrastrukturinvestments beinhalten Windparkanlagen.
Für diese Vermögenswerte bestehen keine
Verfügungsbeschränkungen, und sie wurden nicht
als Sicherheit verpfändet. Anlagen im Bau sind in
dieser Position nicht enthalten.
| In Mio. EUR | Anfangsbestand | Transfer nach Stufe 1 | Transfer nach Stufe 2 | Transfer nach Stufe 3 | Zugänge | Abgänge |
| 2023 | ||||||
| Bewertungskategorie | ||||||
| Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) |
2 | - | - | - | - | - |
| Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) |
87 | 9 | -9 | - | 21 | -9 |
| Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzinstrumente (Stufe 2) |
48 | -9 | 16 | - | - | -4 |
| Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzinstrumente (Stufe 3) |
134 | - | -7 | - | - | -3 |
| Vereinfachtes Wertminderungsmodell | 15 | - | - | - | 2 | - |
| Gesamt | 286 | - | - | - | 23 | -16 |
| In Mio. EUR | Sonstige | Endbestand |
| 2023 | ||
| Bewertungskategorie | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) | - | 2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) | -23 | 76 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 2) | 6 | 57 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 3) | -9 | 114 |
| Vereinfachtes Wertminderungsmodell | -1 | 17 |
| Gesamt | -28 | 265 |
Für die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert" sind die zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen
Zeitwerhierarchie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist
es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der
Zeitwerte eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind
die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: Anteile an
verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen (im Folgenden
abgekürzt: Anteile an Unternehmen), erfolgsneutral zum
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum
Zeitwert bewertete Finanzinstrumente,
Investmentverträge (Finanzaktiva und Finanzpassiva),
kurzfristige Kapitalanlagen, übrige Verbindlichkeiten
(negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten)
sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des
Hedge-Accountings) soweit diese zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert werden.
Die Richtlinie zur Einordnung zu den einzelnen Stufen
der Bewertungshierachie und des Bewertungsprozesses sowie
die Bewertungsmodelle der Zeitwertermittlung, die
wesentlichen Inputfaktoren, die wesentlichen
Stufe-3-Bestände sowie die Aussagen zu der
Sensitivitätsanalyse haben sich zu der Beschreibung im
Geschäftsbericht 2022 nicht wesentlich verändert.
Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum
Bilanzstichtag von insgesamt 10,0 (9,6) Mrd. EUR bewertet
der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 7,3
(7,1) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der
Nettovermögenswertmethode, bei der alternative
Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu
ermitteln sind. Die Zeitwerte der weiteren
Finanzinstrumente der Stufe 3 werden im Wesentlichen mit
der Barwertmethode und dem ISDA-Modell ermittelt.
Zum Abschlussstichtag ordnen wir rund 6 (5) % der zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Stufe 1
der Zeitwerthierarchie zu, 85 (87) % Stufe 2 und 8 (8) %
Stufe 3.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine
Wertpapiere zwischen Stufe 2 und Stufe 1 umgegliedert.
Zum Abschlussstichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine
Schulden, die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines
Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. Die
Kreditsicherheiten spiegeln sich dabei nicht in der
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wider.
| In Mio. EUR | ||||
| Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1 | Buchwert |
| 30.06.2023 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | - | 1 | 946 | 947 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 7 | 99.756 | 2.687 | 102.450 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.391 | - | 3 | 1.394 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Schuldinstrumente | 12 | 1.012 | 196 | 1.220 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Eigenkapitalinstrumente | 99 | - | 231 | 330 |
| Derivate | 3 | 304 | 220 | 527 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 314 | 2.455 | 5.533 | 8.301 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.685 | 135 | 75 | 1.895 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.447 | 21 | - | 3.468 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 6.958 | 103.683 | 9.891 | 120.532 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 373 | 12 | 385 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 739 | 1.073 | 83 | 1.895 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Verbindlichkeiten | 11 | - | - | 11 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 750 | 1.446 | 95 | 2.291 |
| 31.12.2022 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | 58 | 1 | 893 | 951 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 6 | 98.998 | 2.556 | 101.561 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.262 | - | 3 | 1.265 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Schuldinstrumente | 14 | 1.020 | 234 | 1.268 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Eigenkapitalinstrumente | 97 | - | 214 | 311 |
| Derivate | - | 330 | 264 | 593 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 414 | 2.531 | 5.278 | 8.223 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.595 | 123 | 74 | 1.792 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 1.881 | 11 | 5 | 1.897 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 5.327 | 103.013 | 9.520 | 117.861 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 415 | 14 | 430 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 703 | 1.013 | 76 | 1.792 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Verbindlichkeiten | 13 | - | - | 13 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 716 | 1.429 | 90 | 2.235 |
| In Mio. EUR | Anteile an Unternehmen | Schuld-
instrumente FVOCI |
Eigenkapital-
instrumente FVOCI |
Schuld-
instrumente FVPL |
Eigenkapital-
instrumente FVPL |
Derivate |
| 2023 | ||||||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 893 | 2.556 | 3 | 234 | 214 | 264 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -2 | 1 | - | 3 | - | 30 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | -6 | 6 | - | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||||
| Käufe | 5 | 215 | - | 1 | 14 | - |
| Abgänge | ||||||
| Verkäufe | - | -25 | - | -22 | - | -79 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | -70 | - | -18 | - | -1 |
| Währungskursänderungen | - | -10 | - | -1 | 3 | 6 |
| Sonstige Veränderungen | 58 | 12 | - | - | - | - |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 946 | 2.687 | 3 | 196 | 231 | 220 |
| In Mio. EUR | Fonds
FVPL |
Investmentverträge | Kurzfr.
Kapitalanlagen |
Vermögenswerte
gesamt |
| 2023 | ||||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 5.278 | 74 | 5 | 9.520 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -87 | - | - | -55 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||
| Käufe | 509 | - | 51 | 796 |
| Abgänge | ||||
| Verkäufe | -138 | - | -51 | -316 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - | - | -88 |
| Währungskursänderungen | -30 | - | -4 | -37 |
| Sonstige Veränderungen | - | 1 | - | 71 |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 5.533 | 75 | - | 9.891 |
| In Mio. EUR | Anteile an Unternehmen | Schuld-
instrumente FVOCI |
Eigenkapital-
instrumente FVOCI |
Schuld-
instrumente FVPL |
Eigenkapital-
instrumente FVPL |
Derivate |
| 2023 | ||||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 1 | - | 8 | 1 | 35 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -2 | - | - | -6 | -1 | -5 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 1 | - | 6 | 1 | 29 |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | - | - | - | 5 | 1 | 29 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | - | - | - | -3 | -1 | -3 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | - | - | - | -3 | -1 | -2 |
| In Mio. EUR | Fonds
FVPL |
Investmentverträge | Kurzfr.
Kapitalanlagen |
Vermögenswerte
gesamt |
| 2023 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 117 | - | - | 163 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -203 | - | - | -217 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 117 | - | - | 155 |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | 117 | - | - | 152 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -203 | - | - | -210 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | -203 | - | - | -210 |
| In Mio. EUR | Übrige Verb./
negative
Marktwerte aus Derivaten |
Investmentverträge | finanziellen
Verpflichtungen gesamt |
| 2023 | |||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 14 | 76 | 91 |
| Erträge und Aufwendungen | |||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 1 | - | 1 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - |
| Zugänge | |||
| Käufe | - | - | - |
| Abgänge | |||
| Verkäufe | -4 | - | -4 |
| Währungskursänderungen | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | 7 | 7 |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 12 | 83 | 95 |
| In Mio. EUR | Übrige Verb./
negative
Marktwerte aus Derivaten |
Investmentverträge | finanziellen
Verpflichtungen gesamt |
| 2023 | |||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | - | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 1 | - | 1 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | - | - |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | - | - | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 1 | - | 1 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | 1 | - | 1 |
Das Grundkapital beträgt unverändert 317 Mio.
EUR und ist eingeteilt in 253.350.943 (253.350.943) auf den
Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig
eingezahlt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt
1,25 EUR.
Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen
wir auf die "Aufstellung der Veränderung des
Konzern-Eigenkapitals".
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde
beschlossen, das Grundkapital um bis zu 94 Mio. EUR,
eingeteilt in bis zu 75.000.000 neue Stückaktien,
bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte
Kapitalerhöhung dient der Gewährung von
Stückaktien an die Gläubiger von
Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der
Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf
derselben Hauptversammlung bis zum 4. Mai 2027 von der
Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im
Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben
werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht.
In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das
Grundkapital um bis zu 63 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu
50.000.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen
(bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung
dient der Gewährung von Stückaktien an die
Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und
Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie
Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder
(bedingten) Wandlungspflichten und/oder nachrangigen
(hybriden) Finanzinstrumenten zur Schaffung von
Eigenmittelbestandteilen im Sinne des § 89 VAG (bzw.
einer Nachfolgeregelung) bzw. im Sinne der sogenannten
Solvabilität(Solvency)-2-Richtlinie (Richtlinie
2009/138/EG) und darauf bezogener nationaler oder von der
Europäischen Union beschlossener
Umsetzungsmaßnahmen in ihrer jeweils geltenden
Fassung, soweit ihre Begebung etwa wegen einer
gewinnabhängigen Verzinsung, der Ausgestaltung der
Verlustteilnahme oder aus anderen Gründen der
Zustimmung der Hauptversammlung nach § 221 AktG
bedarf, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten
Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des
in derselben Hauptversammlung gefassten
Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 5. Mai 2022
bis zum 4. Mai 2027 ausgegeben werden.
Die Satzungsänderungen wurden am 2. Juni 2022 in
das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde
beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1
der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen
§ 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Grundkapital in der Zeit bis zum 4. Mai 2027 durch die
Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien
einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um
158 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu
erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I). Zur Begebung von
Mitarbeiteraktien können davon 2,2 Mio. EUR - nach
Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht
die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte
enumerativ aufgelistete Zwecke bei
Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei
Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit
Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn
der Ausschluss im überwiegenden Interesse der
Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der
Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts
ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 10 %
des Grundkapitals nicht übersteigen.
Die Satzungsänderung wurde am 2. Juni 2022 in das
Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | -1.940 | -2.161 |
| Anteil am Jahresergebnis | 561 | 1.196 |
| Übriges Eigenkapital | 7.214 | 6.657 |
| Gesamt | 5.835 | 5.692 |
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am
Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile
konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover
Rück-Teilkonzerns.
Verschiedene Konzernunternehmen haben in der
Vergangenheit langfristige nachrangige und zum Teil
börsennotierte Schuldinstrumente begeben, um die
Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die
erforderliche aufsichtsrechtliche Liquidität
(Solvabilität) zu gewährleisten.
| In Mio. EUR | Nominal-
betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 30.06.2023 |
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (5,875 %), dann variabel verzinslich | 2022/2043 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2022 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2033 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 746 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 449 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | - |
| HDI Assicurazioni S. p. A. 3 | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 34 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 27 | |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Gesamt | 4.509 |
| In Mio. EUR | Nominal-
betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 31.12.2022 |
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (5,875 %), dann variabel verzinslich | 2022/2043 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2022 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2033 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 746 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 742 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 448 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. 3 | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 35 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 28 | |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Gesamt | 5.009 |
1 Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem
Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften
gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert)
2 Debt Rating AM Best; Debt Rating S&P
3 Nachrangiges Darlehen von der verschmolzenen
Gesellschaft HDI Italia S. p. A.
Die im Jahr 2012 von der Hannover Finance (Luxembourg)
S. A. emittierte nachrangige Schulverschreibung in
Höhe von 500 Mio. EUR wurde im Berichtszeitraum
gekündigt und zurückgezahlt.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 4.509 | 5.009 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | -664 | -751 |
| Zeitwert | 3.845 | 4.259 |
| Deckungsrückstellung | Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| Mit dem
PAA
bewertete Verträge |
||||||
| In Mio. EUR | Ohne Verlust-
komponente |
Verlust-
komponente |
Nicht mit
dem PAA bewertete Verträge |
Schätzung
des Barwerts der künftigen Zahlungsströme |
Risiko-
anpassung für nicht-finanzielle Risiken |
Gesamt 1 |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | -2.141 | -45 | 751 | 1 | 2 | -1.432 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | 59.517 | 786 | 41.690 | 19.695 | 859 | 122.547 |
| Anfangsbestand (netto) | 57.377 | 741 | 42.441 | 19.696 | 860 | 121.115 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -377 | -2 | 18 | -13 | -1 | -375 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | 378 | 2 | 6 | 17 | 1 | 404 |
| Sonstige Veränderungen | 2 | - | - | - | - | 2 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Versicherungsumsatz | ||||||
| Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | -1.683 | - | - | - | - | -1.683 |
| Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | -2.765 | - | - | - | - | -2.765 |
| Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | -16.414 | - | - | - | - | -16.414 |
| Summe des Versicherungsumsatzes | -20.862 | - | - | - | - | -20.862 |
| Versicherungstechnische Aufwendungen | ||||||
| Eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | - | -85 | 10.429 | 5.167 | 51 | 15.562 |
| Amortisation von Abschlusskosten | 1.990 | - | - | - | - | 1.990 |
| Verluste und Wertaufholungen aus belastenden Verträgen | 6 | 198 | - | - | - | 204 |
| Anpassung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | - | - | -85 | 279 | -53 | 141 |
| Summe der versicherungstechnischen Aufwendungen | 1.996 | 113 | 10.343 | 5.446 | -2 | 17.896 |
| Kapitalanlagekomponenten | -5.809 | - | 5.804 | 4 | - | - |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -24.675 | 113 | 16.148 | 5.450 | -2 | -2.966 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | 2.197 | 9 | 267 | 195 | -1 | 2.666 |
| Währungskursänderungen | 107 | -30 | -566 | -93 | -5 | -586 |
| Sonstige Veränderungen | 110 | 1 | -79 | -32 | -1 | -1 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -22.261 | 93 | 15.769 | 5.520 | -9 | -887 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Erhaltene Prämien | 23.770 | - | - | - | - | 23.770 |
| Zahlungen für eingetretene Schäden und und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, inkl. Kapitalanlagekomponenten | - | - | -13.184 | -4.370 | - | -17.554 |
| Abschlusskosten | -1.908 | - | - | - | - | -1.908 |
| Sonstige Kapitalflüsse | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 21.861 | - | -13.184 | -4.370 | - | 4.307 |
| Endbestand netto | 56.979 | 833 | 45.050 | 20.850 | 852 | 124.565 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -1.926 | -89 | 786 | -1 | 1 | -1.230 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | 58.905 | 923 | 44.265 | 20.851 | 851 | 125.795 |
| CSM | ||||||
| In Mio. EUR | Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme | Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | Gesamt |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | -2.484 | 123 | 331 | 423 | 239 | -1.369 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | 85.843 | 4.429 | 4.078 | 2.810 | 2.339 | 99.499 |
| Anfangsbestand (netto) | 83.359 | 4.552 | 4.409 | 3.233 | 2.578 | 98.131 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -287 | -11 | - | 1 | -57 | -353 |
| Veräußerungengruppen gemäß IFRS 5 | 314 | 13 | - | - | 51 | 378 |
| Sonstige Veränderungen | 2 | - | - | - | - | 2 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | ||||||
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | - | - | -320 | -241 | -1.151 | -1.712 |
| Änderungen in der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | - | -222 | - | - | - | -222 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -316 | - | - | - | - | -316 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | -317 | -222 | -320 | -241 | -1.151 | -2.250 |
| Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | ||||||
| Im Berichtszeitraum erstmalig erfasste Verträge | -2.746 | 231 | - | - | 2.564 | 50 |
| CSM-Anpassungen aus Schätzungsänderungen | -266 | -139 | 864 | 62 | -518 | 3 |
| Schätzungsänderungen im Zusammenhang mit Verlusten und Wertaufholungen aus belastenden Verträgen | 113 | 22 | - | - | - | 135 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | -2.899 | 114 | 864 | 62 | 2.046 | 188 |
| Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | ||||||
| Anpassung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -32 | -53 | - | - | - | -85 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | -32 | -53 | - | - | - | -85 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -3.248 | -161 | 545 | -178 | 895 | -2.148 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 2.153 | 189 | 29 | 25 | 69 | 2.466 |
| Währungskursänderungen | -373 | -53 | 8 | -55 | -23 | -495 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -1.468 | -25 | 582 | -208 | 941 | -178 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Erhaltene Prämien | 15.495 | - | - | - | - | 15.495 |
| Zahlungen für eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, inkl. Kapitalanlagekomponenten | -13.184 | - | - | - | - | -13.184 |
| Abschlusskosten | -554 | - | - | - | - | -554 |
| Sonstige Kapitalflüsse | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 1.755 | - | - | - | - | 1.755 |
| Endbestand (netto) | 83.675 | 4.529 | 4.990 | 3.026 | 3.514 | 99.734 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -2.251 | 120 | 346 | 397 | 244 | -1.143 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | 85.926 | 4.409 | 4.644 | 2.629 | 3.270 | 100.878 |
| In Mio. EUR | Profitable Verträge | Verlustträchtige Verträge |
| 6M 2023 | ||
| Abschlusskosten | 797 | 5 |
| Schadensfälle und sonstige fällige versicherungstechnische Aufwendungen | 12.737 | 317 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelabflüsse | 13.534 | 321 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelzuflüsse | -16.310 | -291 |
| Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | 212 | 19 |
| Vertragliche Servicemarge 1 | 2.564 | - |
| Beim erstmaligen Ansatz erfasste Verluste | - | 50 |
In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen
Verträge im Rahmen einer Portfolioübertragung
oder eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3
erworben.
Der Endbestand der CSM aus ausgestellten
Versicherungsverträgen erhöht sich um 1.310 Mio.
EUR auf 11.530 (10.220) Mio. EUR. Die Veränderung der
CSM verteilt sich wie folgt auf die Segmente: Privat- und
Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 22 Mio.
EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 123
Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International 10
Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 756 Mio. EUR,
Personen-Rückversicherung 481 Mio. EUR und
Konzernfunktionen 89 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung
entstand ein Effekt in Höhe von -171 Mio. EUR.
Der Erfüllungswert setzt sich zusammen aus
Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme,
einer Anpassung, die den Zeitwert des Geldes und die mit
den zukünftigen Zahlungsströmen verbundenen
finanziellen Risiken widerspiegelt (soweit diese
finanziellen Risiken nicht in den Schätzungen der
zukünftigen Zahlungsströme berücksichtigt
wurden) sowie einer Risikoanpassung für
nicht-finanzielle Risiken.
Bei den zukünftigen Zahlungsströmen handelt es
sich um den Erwartungswert (oder den
wahrscheinlichkeitsgewichteten Mittelwert) der gesamten
Bandbreite aller möglichen Ergebnisse. Bei
signifikanten Wechselwirkungen zwischen
Zahlungsströmen unterschiedlicher Szenarien werden
stochastische Modelle angewendet. Im Rahmen der
Schätzung von zukünftigen Zahlungsströmen
berücksichtigt der Konzern auf unverzerrte Art und
Weise alle angemessenen und belastbaren Informationen, die
am Abschlussstichtag ohne unangemessenen Kosten- oder
Zeitaufwand verfügbar sind. Die Schätzungen der
zukünftigen Zahlungsströme spiegeln die
Einschätzung des Konzerns bezüglich der zum
Abschlussstichtag bestehenden Bedingungen wider; die
Schätzungen der relevanten Marktvariablen stehen mit
den beobachtbaren Marktpreisen in Einklang. In die
Schätzung der Zahlungsströme fließen die
derzeitigen Erwartungen bezogen auf zukünftige
Ereignisse ein, die sich auf diese Zahlungsströme
auswirken. Änderungen von Rechtsvorschriften werden
berücksichtigt, sobald sie im Wesentlichen in Kraft
getreten sind. Annahmen in Bezug auf die
Inflationsentwicklung werden auf Grundlage der Differenz
zwischen den Renditen auf nominale Staatsanleihen und
Renditen auf inflationsgebundene Staatsanleihen abgeleitet.
Die zentralen Annahmen im
Lebensversicherungsgeschäft (einschließlich
Personen-Rückversicherung) betreffen Sterblichkeit/
Langlebigkeit sowie das Verhalten von Versicherungsnehmern
und variieren je nach Produktart. Sie werden
grundsätzlich anhand anerkannter Verfahren und Quellen
entwickelt. Unsere Erfahrung wird anhand
regelmäßiger Studien überwacht. Die
Ergebnisse dieser Studien fließen in die Bewertung
bestehender Verträge ein. Um zu bestimmen, wie eine
Änderung der ermessensabhängigen
Zahlungsströme für diese Verträge zu
identifizieren ist, definiert der Konzern im Allgemeinen
seine Verpflichtung als die in der Schätzung der
Erfüllungswerte zum Vertragsbeginn implizite Rendite.
Diese wird zur Berücksichtigung aktueller Annahmen in
Bezug auf das Finanzrisiko aktualisiert. Die Ermittlung des
Erfüllungswertes im VFA erfolgt unter
Berücksichtigung der vertraglichen Optionen und
Garantien auf marktkonsistenter Basis im Rahmen
aktuarieller (stochastischer) Modellierungen.
Bei Investmentverträgen mit zum Teil
ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, die
mit dem stochastischen Bewertungsmodell bewertet werden und
bei denen der Konzern unter Berücksichtigung
gesetzlicher Rahmenbedingungen nach seinem eigenen Ermessen
über Höhe oder Fälligkeit der Zahlungen an
die Versicherungsnehmer entscheiden kann, wird für
eine Änderung der ermessensabhängigen
Zahlungsströme unterstellt, dass diese sich auf
zukünftige Leistungen bezieht und somit zu einer
Anpassung der vertraglichen Servicemarge führt. Dabei
modelliert der Konzern zu Vertragsbeginn die erwartete
Verzinsung des Guthabens des Versicherungsnehmers auf
Grundlage eines Pools von Vermögenswerten,
abzüglich eines Spread. Auch die Auswirkungen von
Änderungen im Spread und die daraus resultierenden
Auswirkungen auf die Erfüllungswerte führen zu
einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge. Dasselbe
gilt für die Annahmen des finanziellen Risikos.
Für das Schaden/Unfall-Geschäft
(einschließlich der Schaden-Rückversicherung)
verwendet der Konzern für die Berechnung der
Schätzung der bereits entstandenen, aber noch nicht
gemeldeten Schäden anerkannte
versicherungsmathematische Methoden. Diese basieren auf der
Annahme, dass die historische Schadenentwicklung des
Konzerns auf Muster bezüglich der zukünftigen
Schadenentwicklung hinweist. Zudem werden Erfahrungen der
Vergangenheit, aktuell bekannte Fakten und Gegebenheiten
sowie weitere Annahmen in Bezug auf die zukünftige
Entwicklung berücksichtigt. In diesen Berechnungen
werden für die Rückversicherung die von Zedenten
erhaltenen Informationen verwendet. Darüber hinaus
werden für bestimmte bekannte Versicherungsfälle
individuelle Kostenschätzungen ermittelt. Diese
Schätzungen, die auf den zum Zeitpunkt der Bildung der
Rückstellung bekannten Fakten basieren, werden von der
Schadenregulierungsabteilung auf Einzelfallbasis ermittelt
und berücksichtigen die allgemeinen Grundsätze
der Versicherungspraxis, die Schadensituation und den
vereinbarten Deckungsumfang. Die Schadenrückstellungen
werden regelmäßig neu bewertet, wenn dies durch
vorliegende neue Erkenntnisse angebracht ist.
Abzinsungssätze werden zur Berücksichtigung
des Zeitwerts des Geldes und der mit zukünftigen
Zahlungsströmen verbundenen finanziellen Risiken
verwendet, soweit diese finanziellen Risiken nicht bei den
Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme
berücksichtigt wurden. Die Ermittlung des
Abzinsungssatzes basierte auf dem Bottom-up-Ansatz, wonach
der Abzinsungssatz als eine einzige illiquide risikolose
Zinsstrukturkurve pro Währung bestimmt und
konzerneinheitlich angewendet wird. Neben der Anwendung der
Basis-Zinsstrukturkurve erfolgt die Berücksichtigung
individueller finanzieller Risiken im Zusammenhang mit
Versicherungsverträgen auf Unternehmensebene durch
eine individuelle Risikoanpassung für finanzielle
Risiken. Risiken und Unsicherheiten hinsichtlich
Fälligkeit oder Höhe werden einmalig im Modell
berücksichtigt, um eine doppelte oder ganz
ausbleibende Anrechnung zu vermeiden.
Der Konzern ermittelt die risikolosen Zinssätze
grundsätzlich anhand der beobachteten, auf
Mittelkursen basierenden Swap-Renditekurve für Banken
mit AA-Rating (bereinigt um das Kreditrisiko der Bank). Die
Renditekurve wird zwischen dem zuletzt verfügbaren
Marktdatenpunkt und einem finalen Forwardsatz interpoliert,
der die langfristigen realen Zinssätze und die
Inflationserwartungen widerspiegelt. Bei Märkten, in
denen keine verlässliche Swap-Renditekurve
verfügbar ist, werden Renditen auf Staatsanleihen
herangezogen. Wenngleich der finale Forwardsatz
Änderungen unterliegen kann, wird er voraussichtlich
stabil bleiben und sich nur bei signifikanten
Veränderungen langfristiger Erwartungen ändern.
Die risikolosen Zinsstrukturkurven werden durch eine
Illiquiditätsprämie (ILP) angepasst, um den
Liquiditätsmerkmalen der Versicherungsverträge
Rechnung zu tragen. Diese Anpassungen erfolgen in Form
einer ergänzenden ILP je Währung, die den
folgenden Maßgaben bzw. Annahmen genügt:
| ― |
Die Illiquidität der unterliegenden Versicherungsverträge ist definiert über die Vorhersagbarkeit ihrer resultierenden Zahlungsströme, denn je schlechter ein Zahlungsstrom vorhersagbar ist, desto weniger kann man diesen mit illiquiden Kapitalanlagen bedecken. |
| ― |
Alle Merkmale eines Versicherungsvertrags (oder einer Gruppe von Versicherungsverträgen) können vollständig durch die Merkmale seiner resultierenden Zahlungsströme beschrieben und bewertet werden. |
| ― |
Die Unsicherheiten in den Zahlungsströmen, die gegebenenfalls durch Schwankungen von Finanzmarktparametern verursacht werden, werden gemäß IFRS 17.33 a) i. V. m. IFRS 17.B86 in der Schätzung der künftigen Zahlungsströme abgebildet, anstatt sie implizit durch die Anpassung der risikofreien und vollständig illiquiden Zinsstrukturkurve durch eine Verringerung der Illiquiditätsprämie widerzuspiegeln. |
| ― |
Die ILP werden auf der Grundlage von am Markt beobachtbaren Liquiditätsprämien bei finanziellen Vermögenswerten geschätzt, die angepasst wurden, um die Illiquiditätsmerkmale der Zahlungsströme der Verbindlichkeiten widerzuspiegeln. Die dabei verwendeten Illiquiditätsprämien basieren auf risikoadjustierten Spreads von Unternehmens- und Staatsanleihen. |
| ― |
Die Methode zur Berechnung der ILP ähnelt der Methode der EIOPA zur Berechnung der Volatilitätsanpassung im Rahmen von Solvency 2, verwendet jedoch u. a. unser eigenes Portfolio im Gegensatz zum Portfolio der Versicherungsbranche der EIOPA. |
Beim erstmaligen Ansatz wird ein gewichteter
durchschnittlicher Abzinsungssatz über den Zeitraum,
in dem Verträge aus der Gruppe von Verträgen
ausgestellt werden, ermittelt. Dieser wird für jeden
der Gruppe hinzugefügten neuen Vertrag vor dem 31.
Dezember des Geschäftsjahres, für das die Gruppe
von Verträgen freigegeben ist, aktualisiert. Der beim
Erstansatz ermittelte Abzinsungssatz (Locked-in-Zinssatz)
wird für die Folgebewertung festgesetzt.
Die folgenden Zinskurven werden zur Diskontierung der
geschätzten künftigen Zahlungsströme
verwendet.
| EUR | USD | GBP | AUD | CAD | BRL | |
| 30.06.2023 | ||||||
| 1 Jahr | 0,042035 | 0,057006 | 0,064221 | 0,047909 | 0,051217 | 0,113508 |
| 5 Jahre | 0,033729 | 0,044496 | 0,053880 | 0,043231 | 0,040293 | 0,102286 |
| 10 Jahre | 0,031889 | 0,047620 | 0,046106 | 0,044222 | 0,037039 | 0,107398 |
| 15 Jahre | 0,031535 | 0,047009 | 0,043876 | 0,045103 | 0,035708 | 0,104208 |
| 20 Jahre | 0,029947 | 0,046221 | 0,042448 | 0,045227 | 0,035043 | 0,097019 |
| 25 Jahre | 0,028899 | 0,044333 | 0,041034 | 0,045135 | 0,034644 | 0,090033 |
| 30 Jahre | 0,028962 | 0,043077 | 0,040092 | 0,044814 | 0,034378 | 0,084046 |
| 50 Jahre | 0,030914 | 0,036650 | 0,040376 | 0,042409 | 0,035088 | 0,068876 |
| 31.12.2022 | ||||||
| 1 Jahr | 0,033967 | 0,053733 | 0,047950 | 0,039829 | 0,044182 | 0,131149 |
| 5 Jahre | 0,033724 | 0,044357 | 0,043974 | 0,041657 | 0,036196 | 0,126066 |
| 10 Jahre | 0,033977 | 0,047839 | 0,040454 | 0,045060 | 0,036268 | 0,127461 |
| 15 Jahre | 0,033491 | 0,047407 | 0,039538 | 0,045949 | 0,035746 | 0,121634 |
| 20 Jahre | 0,030931 | 0,046635 | 0,038709 | 0,045840 | 0,035485 | 0,111999 |
| 25 Jahre | 0,029330 | 0,044814 | 0,037631 | 0,045974 | 0,035329 | 0,103022 |
| 30 Jahre | 0,029261 | 0,042268 | 0,036912 | 0,045871 | 0,035224 | 0,095456 |
| 50 Jahre | 0,031461 | 0,038402 | 0,038718 | 0,043762 | 0,037056 | 0,076539 |
Die in einer Berichtsperiode erbrachte
Versicherungsleistung fließt in den Betrag der
für die betreffende Periode erfolgswirksam erfassten
vertraglichen Servicemarge ein. Der Betrag bestimmt sich
auf Grundlage der Anzahl der in der Berichtsperiode
erbrachten Deckungseinheiten, indem die Menge des
erbrachten Versicherungsschutzes und des erwarteten
Deckungszeitraums berücksichtigt wird. IFRS 17
enthält keine Vorschriften dahingehend, welche Methode
für die Ermittlung der Menge des Versicherungsschutzes
anzuwenden ist. Es wird für jede Gruppe von
Verträgen eine jeweils angemessene Methode
ausgewählt. Bei Versicherungsverträgen, die
sowohl Versicherungsschutz bieten als auch
kapitalanlagebezogene Leistungen beinhalten, umfasst die
Bewertung der Menge der Versicherungsleistungen die
Ermittlung der relativen Gewichtung der den
Versicherungsnehmern durch die Versicherungsdeckung
erbrachten Leistungen. Dabei wird ermittelt, wie die
jeweils erbrachten Leistungen sich über den
Deckungszeitraum ändern; die einzelnen Komponenten
werden anschließend zusammengefasst.
Der Konzern bestimmt die relative Gewichtung der
erbrachten Versicherungsleistung, indem er die
Verkaufspreise für die Leistungen so
berücksichtigt, als ob die Leistung auf
eigenständiger Basis angeboten worden wäre. Die
Relation ergibt sich dann aus dem Verhältnis der
jeweiligen Geschäftsjahresleistung im Verhältnis
zur erwarteten Gesamtleistung.
Die nicht-finanzielle Risikoanpassung ist der Ausgleich,
der erforderlich ist, um die Ungewissheit über die
Höhe und den Zeitpunkt der Zahlungsströme zu
tragen, die sich aus dem nicht-finanziellen Risiko ergibt
(z. B. Versicherungsrisiko, Kostenrisiko, Inflationsrisiko
und insbesondere das Risiko aus dem Verhalten der
Versicherungsnehmer). Um den unterschiedlichen
Geschäftsmodellen im Konzern gerecht zu werden, wendet
der Konzern zwei Methoden bei der Ermittlung der
nicht-finanziellen Risikoanpassung an. Im
Erstversicherungsgeschäft wird auf das Konfidenzniveau
abgestellt und ein konzernweit einheitliches
Konfidenzniveau von 75 % zugrunde gelegt (Ausnahme HDI
Global Specialty SE, Hannover, mit 65 %). Die
Risikoanpassung wird auf Unternehmensebene ermittelt; eine
Risikodiversifizierung zwischen Unternehmen ist jedoch
nicht berücksichtigt. Für den
Geschäftsbereich Rückversicherung und unser
internes Rückversicherungsgeschäft in der Talanx
AG wenden wir einen Pricing-Margin-Approach an. Dieser
Ansatz greift auf den Sachverhalt zurück, dass die
Frage nach dem erforderlichen Ausgleich für die
Ungewissheit der Zahlungsströme bereits im Rahmen der
Prämienbestimmung beantwortet wird. Die dort
ermittelten Zuschläge werden auf die
Zahlungsströme angewendet und bilden damit auch die
Risikoanpassung gemäß IFRS 17. Bei diesem Ansatz
wird das Konfidenzniveau nicht als Inputfaktor verwendet.
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Begebene Anleihen Talanx AG | 1.746 | 2.311 |
| Hannover Rück SE | 746 | 746 |
| Darlehen aus Infrastrukturinvestments | 62 | 67 |
| Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. | 230 | 228 |
| Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG | 227 | 227 |
| Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited | 215 | 231 |
| Darlehen der Hannover Rück SE | 153 | 198 |
| Darlehen der E+S Rückversicherung AG | 34 | 43 |
| Sonstige | 21 | 8 |
| Gesamt | 3.436 | 4.058 |
Zum 30. Juni 2023 besteht eine syndizierte, variabel
verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von
250 Mio. EUR. Zum Abschlussstichtag erfolgte keine
Inanspruchnahme.
Die am 13. Februar 2023 fällig gewordene Anleihe
der Talanx AG mit einer Verzinsung von 3,125 % wurde
vollständig in Höhe von 750 Mio. EUR
zurückgezahlt. Konzerngesellschaften hatten Anteile
mit einem Nominalwert von 185 Mio. EUR gehalten.
| In Mio. EUR | Nominal-
betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 30.06.2023 |
| Talanx AG | 750 | Fest
(4,0 %) |
2022/2029 | (-; -) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 748 |
| Talanx AG | 500 | Fest
(4,0 %) |
2022/2029 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 498 |
| Talanx AG | 565 | Fest
(3,125 %) |
2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | - |
| Talanx AG | 500 | Fest
(2,5 %) |
2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover
Rück SE |
750 | Fest
(1,125 %) |
2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 746 |
| Gesamt | 2.492 |
| In Mio. EUR | Nominal-
betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 31.12.2022 |
| Talanx AG | 750 | Fest
(4,0 %) |
2022/2029 | (-; -) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 748 |
| Talanx AG | 500 | Fest
(4,0 %) |
2022/2029 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 498 |
| Talanx AG | 565 | Fest
(3,125 %) |
2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 565 |
| Talanx AG | 500 | Fest
(2,5 %) |
2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover
Rück SE |
750 | Fest
(1,125 %) |
2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 746 |
| Gesamt | 3.057 |
1 Debt Rating AM Best; Debt Rating S&P
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.436 | 4.058 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | -114 | -125 |
| Zeitwert | 3.322 | 3.933 |
| Gesamt | ||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Versicherungsverträge, die nicht mit dem PAA bewertet werden | ||
| Erfahrungsbedingte Anpassungen für vergangene und laufende Versicherungsleistungen | 536 | 1.287 |
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | 1.712 | 1.505 |
| Veränderung der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | 329 | 290 |
| Erwartete eingetretene Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 10.068 | 9.290 |
| Amortisierte Abschlusskosten | 682 | 219 |
| Gesamt | 13.327 | 12.591 |
| Versicherungsverträge, die mit dem PAA bewertet werden | 7.535 | 6.567 |
| Gesamter Versicherungsumsatz | 20.862 | 19.159 |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Erträge aus Grundstücken | 217 | 205 |
| Dividenden 1 | 65 | 53 |
| Laufende Zinserträge | 1.652 | 1.405 |
| Laufende Erträge aus Investmentfonds | 149 | 219 |
| Erträge aus Investmentverträgen | 87 | 138 |
| Sonstige Erträge | 95 | 77 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 2.264 | 2.097 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 44 | 329 |
| Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | 367 | 661 |
| Kapitalanlageerträge für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | -299 | -314 |
| Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | -353 | -988 |
| Aufwendungen aus Investmentverträgen | -86 | -134 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | -29 | -25 |
| Veränderung des ECL | 9 | -16 |
| Abschreibungen auf übrige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | -16 | -16 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | -93 | -83 |
| Sonstige Aufwendungen | -82 | -72 |
| Kapitalanlageaufwendungen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen | 23 | 15 |
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 82 | 85 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 11 | 4 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Schuldinstrumente | 1.254 | 1.314 |
| Eigenkapitalinstrumente | 38 | 35 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Schuldinstrumente | 42 | -214 |
| Eigenkapitalinstrumente | 9 | -33 |
| Derivate (Vermögenswerte) | 49 | 78 |
| Derivate (Verbindlichkeiten) | 36 | -5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 135 | 166 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 93 | 16 |
| Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 29 | -90 |
| Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | -28 | 94 |
| Infrastrukturinvestitionen | -47 | -27 |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Gesamt | 2.506 | -166 |
Die folgende Tabelle stellt das versicherungstechnische
Finanzergebnis des Konzerns, aufgegliedert in
erfolgswirksame und erfolgsneutrale Posten, dar.
| Gesamt | ||
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Kapitalanlageergebnis | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge | 1.146 | -17.531 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Kapitalanlageergebnisses | 3.652 | -17.697 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | ||
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | ||
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Referenzwerten von Verträgen mit direkter Überschussbeteiligung | -1.866 | 12.162 |
| Aufgelaufene Zinsen | -574 | -293 |
| Effekte aus Änderungen von Zinssätzen und anderen finanziellen Annahmen | -344 | 5.315 |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | 278 | -1.731 |
| Gesamtbetrag der in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | -2.506 | 15.453 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | -1.532 | -762 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | -974 | 16.215 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | ||
| Aufgelaufene Zinsen | 49 | 2 |
| Effekte aus Änderungen von Zinssätzen und anderen finanziellen Annahmen | 34 | -210 |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | -46 | 477 |
| Gesamtbetrag der in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 38 | 270 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | 19 | 480 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 19 | -210 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses | -2.469 | 15.722 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -232 | 1.254 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses vor Währungseffekten | -2.701 | 16.976 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses und Kapitalanlageergebnisses vor Währungseffekten | 951 | -721 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | 760 | 806 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 191 | -1.527 |
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Sonstige Erträge | ||
| Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen | 178 | 196 |
| Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen | 2 | - |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3 | 1 |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger nicht technischer Rückstellungen | 15 | 43 |
| Zinserträge | 38 | 63 |
| Übrige Erträge | 11 | 70 |
| Gesamt | 247 | 373 |
| Sonstige Aufwendungen | ||
| Sonstige Zinsaufwendungen | -59 | -27 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | -19 | -12 |
| Personalaufwendungen | -11 | -11 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen | -89 | -104 |
| Sonstige Steuern | -36 | -36 |
| Übrige Aufwendungen | -499 | -747 |
| Gesamt | -713 | -937 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -466 | -565 |
| davon Ergebnis aus der Nettoposition monetärer Bilanzposten gemäß IAS 29 | 26 | - |
Die Position "Sonstige Erträge/Aufwendungen"
enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen
unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese
Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung
entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die
Aufwendungen für Kapitalanlagen und die
versicherungstechnischen Aufwendungen verteilt werden. Dies
gilt analog auch für Abschreibungen und
Wertminderungen der immateriellen bzw. sonstigen
Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen.
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 24.057 (23.669)
Mitarbeiter für den Konzern tätig.
Zu den nahestehenden Unternehmen gehören im Talanx
Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.),
Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG
hält, alle nicht konsolidierten Tochterunternehmen,
die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss
einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw.
Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die
Versorgungskassen, die nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der
Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahestehenden
Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden Personen umfassen
die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG
und des HDI V. a. G.
Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und
ihren Tochterunternehmen einschließlich der
strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung
eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert.
Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das
Erstversicherungsgeschäft in Form des
Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE
(HG), Hannover der führende Versicherer ist. Nach
Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das
Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis
0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG) aufgeteilt.
Die Talanx AG hat am 16. Dezember 2021 mit dem HDI V. a.
G. eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die
Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von
fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio.
EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf
revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx
AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle
einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte
Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der
Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf
Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden
Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien
der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht,
die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung
erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus
der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung
ersetzt werden.
Die Talanx AG hat am 18. Oktober 2022 zwei erstrangige,
unbesicherte Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 1,25
Mrd. EUR begeben. Hiervon wurden 750 Mio. EUR durch den HDI
V. a. G. gezeichnet.
Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht
konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten
Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind
insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum
Abschlussstichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit
Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen
wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der
Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken,
die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben,
während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere
nicht bilanziert wurden. Zum Abschlussstichtag beträgt
der Buchwert der verliehenen finanziellen
Vermögenswerte der Kategorie "Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete
Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 36
(124) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem
Buchwert. Erfolgswirksame Bestandteile dieser
Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis"
bilanziert.
Zum Abschlussstichtag bilanzierte der Konzern
außerdem Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete
Finanzinstrumente", die mit einer
Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten
Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte
Pensionsgeschäfte). Der Grund hierfür war, dass
die wesentlichen Chancen und Risiken aus den finanziellen
Vermögenswerten im Konzern verblieben sind. Zum
Abschlussstichtag beträgt der Buchwert der
übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus
Repo-Geschäften 559 (244) Mio. EUR; der Buchwert der
dazugehörigen Verbindlichkeiten beläuft sich auf
565 (250) Mio. EUR. Ein enthaltener Unterschiedsbetrag
zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und
dem für die Rückübertragung der
Vermögenswerte vereinbarten Betrag wird über die
Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im
Kapitalanlageergebnis gezeigt.
In der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode
lagen im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine neuen
wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem
den Aktionären der Talanx AG zustehenden
Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den
durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt.
Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des
Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden
müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im
Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft
potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten
aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital
verwässert werden.
| 6M 2023 | 6M 2022 | |
| Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallendes Jahresergebnis zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) | 827 | 686 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) | 253.350.943 | 253.100.132 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 |
Im zweiten Quartal 2023 wurde für das
Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von
2,00 EUR (2022 für das Geschäftsjahr 2021: 1,60
EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 507 (405)
Mio. EUR.
Im Berichtszeitraum lagen keine signifikanten
Änderungen der Haftungsverhältnisse und
Eventualverbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember
2022 vor.
Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im
Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend
über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie
folgt zusammen:
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| Kapitalverwaltungsleistungen und Provisionen 1 | 94 | 117 |
| Sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen 1 | 85 | 80 |
| Erträge aus Infrastrukturinvestments 2 | 47 | 49 |
| Summe der Umsatzerlöse 3 | 225 | 246 |
1 Überwiegend zeitraumbezogene
Umsatzrealisierung
2 Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
3 Die Erlöse werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung mit 167 (186) Mio. EUR unter "7.a. Sonstige
Erträge" und mit 58 (59) Mio. EUR unter "4.a.
Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko"
ausgewiesen
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
hätten.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung
freigegeben am 3. August 2023 in Hannover.
Der Vorstand
| Torsten Leue,
Vorsitzender |
Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Edgar Puls |
| Caroline Schlienkamp | Jens Warkentin |
| Dr. Jan Wicke |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals,
Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu
dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, den 3. August 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Martin Eibl | ppa. Philipp Rütter |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, den 3. August 2023
Der Vorstand
| Torsten Leue,
Vorsitzender |
Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Edgar Puls |
| Caroline Schlienkamp | Jens Warkentin |
| Dr. Jan Wicke |
Talanx AG
HDI-Platz 1
30659 Hannover
Telefon +49 511 3747-0
Fax +49 511 3747-2525
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Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch.
Zwischenbericht im Internet
https://talanx.com/investor-relations
13. November
Quartalsmitteilung zum 30. September